diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml index a2f02fd5a7..225f0e96bb 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml @@ -1,1696 +1,1696 @@ Jim Mock Erweitert und neu strukturiert von Jake Hamby Ursprünglich veröffentlicht von Robert Altschaffel Übersetzt von Konfiguration des &os;-Kernels Übersicht Kernel Erstellen eines angepassten Kernels Der Kernel ist das Herz des &os; Betriebssystems. Er ist verantwortlich für die Speicherverwaltung, das Durchsetzen von Sicherheitsdirektiven, Netzwerkfähigkeit, Festplattenzugriffen und vieles mehr. Obwohl &os; es immer mehr ermöglicht, dynamisch konfiguriert zu werden, ist es ab und an notwendig, den Kernel neu zu konfigurieren und zu kompilieren. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Folgendes wissen: Wieso Sie Ihren Kernel neu konfigurieren sollten. Wie Sie eine Kernelkonfigurationsdatei erstellen oder verändern. Wie Sie mit der Konfigurationsdatei einen neuen Kernel kompilieren. Wie Sie den neuen Kernel installieren. Was zu tun ist, falls etwas schiefgeht. Alle Kommandos, aus den Beispielen dieses Kapitels, müssen mit root-Rechten ausgeführt werden. Wieso einen eigenen Kernel bauen? Traditionell besaß &os; einen monolithischen Kernel. Das bedeutet, dass der Kernel ein einziges großes Programm war, das eine bestimmte Auswahl an Hardware unterstützte. Also musste man immer, wenn man das Kernelverhalten verändern wollte, zum Beispiel wenn man neue Hardware hinzufügen wollte, einen neuen Kernel kompilieren, installieren und das System neu starten. Heutzutage vertritt &os; immer mehr die Idee eines modularen Kernels, bei dem bestimmte Funktionen, je nach Bedarf, als Module geladen werden können. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die Module für die PCMCIA-Karten in Laptops, die zum Starten nicht zwingend benötigt und erst bei Bedarf geladen werden. Trotzdem ist es noch immer nötig, einige statische Kernelkonfigurationen durchzuführen. In einigen Fällen ist die Funktion zu systemnah, um durch ein Modul zu realisiert werden. In anderen Fällen hat eventuell noch niemand ein ladbares Kernelmodul für diese Funktion geschrieben. Das Erstellen eines angepaßten Kernels ist eines der wichtigsten Rituale für erfahrene BSD-Benutzer. Obwohl dieser Prozess recht viel Zeit in Anspruch nimmt, bringt er doch viele Vorteile für Ihr &os; System. Der GENERIC-Kernel muss eine Vielzahl unterschiedlicher Hardware unterstützen, im Gegensatz dazu unterstützt ein angepasster Kernel nur Ihre Hardware. Dies hat einige Vorteile: Schnellerer Bootvorgang. Da der Kernel nur nach der Hardware des Systems sucht, kann sich die Zeit für einen Systemstart erheblich verkürzen. Geringerer Speicherbedarf. Ein eigener Kernel benötigt in der Regel weniger Speicher als ein GENERIC-Kernel durch das Entfernen von Funktionen und Gerätetreibern. Das ist vorteilhaft, denn der - Kernel verweilt immer im RAM und verhindert dadurch, dass dieser + Kernel verweilt immer im RAM und verhindert dadurch, dass dieser Speicher von Anwendungen genutzt wird. Insbesondere profitieren Systeme mit wenig RAM davon. Zusätzliche Hardwareunterstützung. Ein angepasster Kernel kann Unterstützung für Geräte wie Soundkarten bieten, die im GENERIC-Kernel nicht enthalten sind. Tom Rhodes Geschrieben von Informationen über die vorhandene Hardware beschaffen Bevor Sie mit der Kernelkonfiguration beginnen, sollten Sie wissen, über welche Hardware Ihr System verfügt. Verwenden Sie derzeit noch ein anderes Betriebssystem, ist es meist sehr einfach, eine Liste der installierten Hardware zu erzeugen. Verwenden Sie beispielsweise µsoft.windows;, können Sie dafür den Gerätemanager verwenden, den Sie in der Systemsteuerung finden. Einige Versionen von µsoft.windows; verfügen über ein System-Icon auf dem Desktop, über das Sie den Gerätemanager direkt aufrufen können. Haben Sie außer &os; kein weiteres Betriebssystem, müssen Sie diese Informationen manuell zusammentragen. Eine Möglichkeit, an Informationen über die vorhandene Hardware zu gelangen, ist der Einsatz von &man.dmesg.8; in Kombination mit &man.man.1;. Die meisten &os;-Gerätetreiber haben eine eigene Manualpage, die Informationen über die unterstützte Hardware enthält. Während des Systemstarts werden Informationen über die vorhandene Hardware ausgegeben. Die folgenden Zeilen zeigen beispielsweise an, dass der psm-Treiber eine angeschlossene Maus gefunden hat: psm0: <PS/2 Mouse> irq 12 on atkbdc0 psm0: [GIANT-LOCKED] psm0: [ITHREAD] psm0: model Generic PS/2 mouse, device ID 0 Dieser Treiber muss in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei vorhanden sein oder durch das Werkzeug &man.loader.conf.5; geladen werden. Manchmal zeigt dmesg während des Systemstarts nur Systemmeldungen, aber keine Informationen zur gefundenen Hardware an. In diesem Fall können Sie diese Informationen durch das Studium der Datei /var/run/dmesg.boot herausfinden. Eine weitere Möglichkeit bietet das Werkzeug &man.pciconf.8;, das ausführliche Informationen bereitstellt. Dazu ein Beispiel: ath0@pci0:3:0:0: class=0x020000 card=0x058a1014 chip=0x1014168c rev=0x01 hdr=0x00 vendor = 'Atheros Communications Inc.' device = 'AR5212 Atheros AR5212 802.11abg wireless' class = network subclass = ethernet Diese Zeilen, die Sie durch den Aufruf des Befehls pciconf erhalten, zeigen, dass der Treiber ath eine drahtlose Ethernetkarte gefunden hat. Durch Eingabe des Befehls man ath öffnet sich die Manualpage &man.ath.4;. Rufen Sie &man.man.1; mit der Option auf, können Sie die Datenbank der Manualpages auch durchsuchen. Für das angegebene Beispiel würde dieser Befehl beispielsweise so aussehen: &prompt.root; man -k Atheros Dadurch erhalten Sie eine Liste aller Manualpages, die das angegebene Suchkriterium enthalten: ath(4) - Atheros IEEE 802.11 wireless network driver ath_hal(4) - Atheros Hardware Access Layer (HAL) Mit diesen Informationen ausgestattet, sollte der Bau eines angepassten Kernel keine allzugroßen Probleme mehr bereiten. Kerneltreiber, Subsysteme und Module Kernel Treiber / Module / Subsysteme Bevor Sie einen angepassten Kernel erstellen, überlegen Sie sich bitte, warum Sie dies tun wollen. Wenn Sie lediglich eine bestimmte Hardwareunterstützung benötigen, existiert diese vielleicht schon als Kernelmodul. Kernelmodule existieren im Verzeichnis /boot/kernel und können dynamisch in + class="directory">/boot/kernel und können dynamisch in den laufenden Kernel über &man.kldload.8; geladen werden. Die meisten, wenn nicht sogar alle, Kerneltreiber besitzen ein spezifisches Modul und eine Manualpage. Beispielsweise erwähnte der letzte - Abschnitt den drahtlosen Ethernettreiber ath. - Dieses Gerät hat die folgende Information in seiner + Abschnitt den drahtlosen Ethernettreiber ath. + Dieses Gerät hat die folgende Information in seiner Manualpage: Alternatively, to load the driver as a module at boot time, place the following line in &man.loader.conf.5: if_ath_load="YES" Wie dort angegeben, wird das Modul durch die Zeile if_ath_load="YES" in der Datei /boot/loader.conf dynamisch beim Systemstart geladen. Allerdings gibt es in manchen Fällen kein dazugehöriges Modul. Das gilt insbesondere für bestimmte Teilsysteme und sehr wichtige Treiber. Beispielsweise ist das Fast File System (FFS) eine notwendige Kerneloption, genauso wie die Netzwerkunterstützung (INET). Die einzige Möglichkeit, herauszufinden, ob ein Treiber benötigt ist, ist die Überprüfung des jeweiligen Moduls. Es ist erstaunlich einfach, einen defekten Kernel zu erhalten (beispielsweise durch das Entfernen der eingebauten Unterstützung für ein Gerät oder einer Kerneloption). Wenn beispielsweise der &man.ata.4;-Treiber aus der Kernelkonfigurationsdatei entfernt wird, kann ein System, das den ATA-Festplattentreiber benötigt, nicht mehr starten, ohne dass Sie das entsprechende Kernelmodul durch einen Eintrag in loader.conf aufnehmen. Wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie vorgehen sollen, überprüfen Sie zuerst das Modul. Im Zweifelsfall belassen Sie die Unterstützung für ein bestimmtes Gerät besser im Kernel. Erstellen und Installation eines angepassten Kernels Kernel Erstellen und Installation Zuerst erläutern wir die Verzeichnisstruktur, in der der Kernel gebaut wird. Die im Folgenden genannten Verzeichnisse sind relativ zum Verzeichnis /usr/src/sys angegeben, das Sie auch über den Pfad /sys erreichen können. Es existieren mehrere Unterverzeichnisse, die bestimmte Teile des Kernels darstellen, aber die für uns wichtigsten sind arch/conf, in dem Sie die Konfigurationsdatei für den angepassten Kernel erstellen werden, und compile, in dem der Kernel gebaut wird. arch kann entweder i386, alpha, amd64, ia64, powerpc, sparc64 oder pc98 (eine in Japan beliebte Architektur) sein. Alles in diesen Verzeichnissen ist nur für die jeweilige Architektur relevant. Der Rest des Codes ist maschinenunabhängig und für alle Plattformen, auf die &os; portiert werden kann, gleich. Beachten Sie die Verzeichnisstruktur, die jedem unterstützten Gerät, jedem Dateisystem und jeder Option ein eigenes Verzeichnis zuordnet. Die Beispiele in diesem Kapitel verwenden ein i386-System. Wenn Sie ein anderes System benutzen, passen Sie bitte die Pfade entsprechend der Architektur des Systems an. Falls Sie kein /usr/src/sys Verzeichnis vorfinden, so sind die Kernelquellen nicht installiert. Der einfachste Weg, dies nachzuholen, ist sysinstall als root auszuführen. Dort wählen Sie Configure, dann Distributions, dann src, danach base und sys. Wenn Sie eine Aversion gegen sysinstall haben und eine offizielle &os; CD-ROM besitzen, können Sie die Kernelquellen auch von der Kommandozeile installieren: &prompt.root; mount /cdrom &prompt.root; mkdir -p /usr/src/sys &prompt.root; ln -s /usr/src/sys /sys &prompt.root; cat /cdrom/src/ssys.[a-d]* | tar -xzvf - &prompt.root; cat /cdrom/src/sbase.[a-d]* | tar -xzvf - Als nächstes wechseln sie in das Verzeichnis arch/conf und kopieren die Konfigurationsdatei GENERIC in eine Datei, die den Namen Ihres Kernels trägt. Zum Beispiel: &prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf &prompt.root; cp GENERIC MYKERNEL Traditionell ist der Name des Kernels immer in Großbuchstaben. Wenn Sie mehrere &os; mit unterschiedlicher Hardware warten, ist es nützlich, wenn Sie Konfigurationsdatei nach dem Hostnamen der Maschinen benennen. Im Beispiel verwenden wir den Namen MYKERNEL. Es ist nicht zu empfehlen die Konfigurationsdatei direkt unterhalb von /usr/src abzuspeichern. Wenn Sie Probleme haben, könnten Sie der Versuchung erliegen, /usr/src einfach zu löschen und wieder von vorne anzufangen. Wenn Sie so vorgehen, werden Sie kurz darauf merken, dass Sie soeben Ihre Kernelkonfigurationsdatei gelöscht haben. Editieren Sie immer eine Kopie von GENERIC. Änderungen an GENERIC können verloren gehen, wenn der Quellbaum aktualisiert wird. Sie sollten die Konfigurationsdatei an anderer Stelle aufheben und im Verzeichnis i386 einen Link auf die Datei erstellen. Beispiel: &prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf &prompt.root; mkdir /root/kernels &prompt.root; cp GENERIC /root/kernels/MYKERNEL &prompt.root; ln -s /root/kernels/MYKERNEL - Jetzt editieren Sie + Jetzt editieren Sie MYKERNEL mit einem Texteditor Ihres Vertrauens. Wenn Sie gerade neu anfangen, ist Ihnen vielleicht nur der vi Editor bekannt, der allerdings zu komplex ist, um hier erklärt zu werden. Er wird aber in vielen Büchern aus der Bibliographie gut erklärt. &os; bietet aber auch einen leichter zu benutzenden Editor, den ee an, den Sie, wenn Sie Anfänger sind, benutzen sollten. Sie können die Kommentare am Anfang der Konfigurationsdatei ändern, um die Änderungen gegenüber GENERIC zu dokumentieren. SunOS Falls Sie schon einmal einen Kernel unter &sunos; oder einem anderen BSD kompiliert haben, werden Sie diese Konfigurationsdatei bereits kennen. Wenn Sie mit einem anderen Betriebssystem wie DOS vertraut sind, könnte die GENERIC Konfigurationsdatei Sie verschrecken. In diesen Fall sollten Sie den Beschreibungen im Abschnitt über die Konfigurationsdatei langsam und vorsichtig folgen. Wenn Sie die &os; Quellen synchronisieren, sollten Sie immer, bevor Sie etwas verändern, /usr/src/UPDATING durchlesen. Diese Datei enthält alle wichtigen Informationen, die Sie beim Aktualisieren beachten müssen. Da /usr/src/UPDATING immer zu Ihrer Version der &os; Quellen passt, sind die Informationen dort genauer, als in diesem Handbuch. Nun müssen Sie die Kernelquellen kompilieren. Den Kernel bauen Wechseln Sie in das Verzeichnis /usr/src: &prompt.root; cd /usr/src Kompilieren Sie den neuen Kernel: &prompt.root; make buildkernel KERNCONF=MYKERNEL Installieren Sie den neuen Kernel: &prompt.root; make installkernel KERNCONF=MYKERNEL Sie benötigen den kompletten Quellcodebaum, um den Kernel zu bauen. In der Voreinstellung werden beim Bau eines angepassten Kernels stets alle Kernelmodule neu gebaut. Wollen Sie Ihren Kernel schneller bauen oder nur bestimmte Module bauen, sollten Sie /etc/make.conf anpassen, bevor Sie Ihren Kernel bauen: - WITHOUT_MODULES = linux acpi sound/sound sound/driver/ds1 ntfs + MODULES_OVERRIDE = linux acpi sound/sound sound/driver/ds1 ntfs Wenn Sie diese Variable setzen, werden ausschließlich die hier angegebenen Module gebaut (und keine anderen). WITHOUT_MODULES = linux acpi sound ntfs Durch das Setzen dieser Variable werden werden alle Module auf oberster Ebene bis auf die angegebenen gebaut. Weitere Variablen, die beim Bau eines Kernels von Interesse sein könnten, finden Sie in &man.make.conf.5;. /boot/kernel.old Der neue Kernel wird im Verzeichnis /boot/kernel, genauer unter /boot/kernel/kernel abgelegt, während der alte Kernel nach /boot/kernel.old/kernel verschoben wird. Um den neuen Kernel zu benutzen, sollten Sie Ihren Rechner jetzt neu starten. Falls etwas schief geht, sehen Sie bitte in dem Abschnitt zur Fehlersuche am Ende dieses Kapitels nach. Dort sollten Sie auch unbedingt den Abschnitt lesen, der erklärt, was zu tun ist, wenn der neue Kernel nicht startet. Im Verzeichnis /boot werden andere Dateien, die zum Systemstart benötigt werden, wie der Boot-Loader (&man.loader.8;) und dessen Konfiguration, abgelegt. Module von Fremdherstellern oder angepasste Module werden in /boot/kernel abgelegt. Beachten Sie bitte, dass diese Module immer zu dem verwendeten Kernel passen müssen. Module, die nicht zu dem verwendeten Kernel passen, gefährden die Stabilität des Systems. Joel Dahl Für &os; 6.X aktualisiert von Die Kernelkonfigurationsdatei Kernel NOTES NOTES Kernel Konfigurationsdatei Das Format der Konfigurationsdatei ist recht einfach. Jede Zeile enthält ein Schlüsselwort und ein oder mehrere Argumente. Eine Zeile, die von einen # eingeleitet wird, gilt als Kommentar und wird ignoriert. Die folgenden Abschnitte beschreiben jedes Schlüsselwort in der Reihenfolge, in der es in GENERIC auftaucht. Eine ausführliche Liste aller Optionen mit detaillierten Erklärungen finden Sie in der Konfigurationsdatei NOTES, die sich in demselben Verzeichnis wie die Datei GENERIC befindet. Von der Architektur unabhängige Optionen sind in der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES aufgeführt. - - Seit &os; 5.0 existiert eine neue - include-Anweisung in der Kernelkonfigurationsdatei. + + Seit &os; 5.0 existiert eine neue + include-Anweisung in der Kernelkonfigurationsdatei. Diese erlaubt das lokale Einfügen von anderen Konfigurationsdateien - in die aktuelle, was es einfacher macht, kleinere Änderungen an - einer existierenden Datei zu vollziehen. Wenn Sie beispielsweise einen + in die aktuelle, was es einfacher macht, kleinere Änderungen an + einer existierenden Datei zu vollziehen. Wenn Sie beispielsweise einen GENERIC-Kernel mit nur einer kleinen Anzahl von zusätzlichen Optionen und Treibern benötigen, brauchen Sie mit den folgenden Zeilen nur ein kleines Delta im Vergleich zu GENERIC anpassen: include GENERIC ident MYKERNEL options IPFIREWALL options DUMMYNET options IPFIREWALL_DEFAULT_TO_ACCEPT options IPDIVERT - + Für viele Administratoren bietet dieses Modell entscheidende Vorteile über das bisherige Erstellen von Konfigurationsdateien von - Grund auf: die lokalen Konfigurationdateien enthalten auch nur die + Grund auf: die lokalen Konfigurationdateien enthalten auch nur die lokalen Unterschiede zu einem GENERIC-Kernel und sobald Aktulaisierungen durchgeführt werden, können neue Eigenschaften, die zu GENERIC hinzugefügt - werden, auch dem lokalen Kernel angehängt werden, es sei denn, es + werden, auch dem lokalen Kernel angehängt werden, es sei denn, es wird durch nooptions oder nodevice verhindert. Der übrige Teil dieses Kapitels behandelt die Inhalte einer typischen Konfigurationsdatei und die Rolle, die unterschiedliche - Optionen und Geräte dabei spielen. + Optionen und Geräte dabei spielen. Um einen Kernel mit allen möglichen Optionen zu bauen beispielsweise für Testzwecke), führen Sie als root die folgenden Befehle aus: &prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf && make LINT Kernel Konfigurationsdatei Das folgende Beispiel zeigt eine GENERIC Konfigurationsdatei, die, wo notwendig, zusätzliche Kommentare enthält. Sie sollte der Datei /usr/src/sys/i386/conf/GENERIC auf Ihrem System sehr ähnlich sein. Kerneloptionen machine machine i386 Gibt die Architektur der Maschine an und muss entweder alpha, amd64, i386, ia64, pc98, powerpc oder sparc64 sein. Kerneloptionen cpu cpu I486_CPU cpu I586_CPU cpu I686_CPU Die vorigen Zeilen geben den Typ der CPU Ihres Systems an. Sie können mehrere CPU Typen angeben, wenn Sie sich zum Beispiel nicht sicher sind, ob Sie I586_CPU oder I686_CPU benutzen sollen. Für einen angepassten Kernel ist es aber am besten, wenn Sie nur die CPU angeben, die sich in der Maschine befindet. Der CPU-Typ wird in den Boot-Meldungen ausgegeben, die in der Datei /var/run/dmesg.boot gespeichert sind. Kerneloptionen ident ident GENERIC Gibt den Namen Ihres Kernels an. Hier sollten Sie den Namen einsetzen, den Sie Ihrer Konfigurationsdatei gegeben haben. In unserem Beispiel ist das MYKERNEL. Der Wert, den Sie ident zuweisen, wird beim Booten des neuen Kernels ausgegeben. Wenn Sie den Kernel von Ihrem normal verwendeten Kernel unterscheiden wollen, weil Sie zum Beispiel einen Kernel zum Testen bauen, ist es nützlich, hier einen anderen Namen anzugeben. #To statically compile in device wiring instead of /boot/device.hints #hints "GENERIC.hints" # Default places to look for devices. Unter &os; werden Geräte mit &man.device.hints.5; konfiguriert. In der Voreinstellung überprüft &man.loader.8; beim Systemstart die Datei /boot/device.hints. Die Option hints erlaubt es, die Gerätekonfiguration statisch in den Kernel einzubinden, sodass die Datei device.hints in /boot nicht benötigt wird. makeoptions DEBUG=-g # Build kernel with gdb(1) debug symbols Der normale Bauprozess von FreeBSD erstellt nur dann einen Kernel, der Debugging-Informationen enthält, wenn Sie die Option von &man.gcc.1; aktivieren. options SCHED_ULE # ULE scheduler - Der voreingestellte Scheduler von &os;. Ändern Sie + Der voreingestellte Scheduler von &os;. Ändern Sie diesen Wert nicht! options PREEMPTION # Enable kernel thread preemption Erlaubt es Kernelthreads, vor Threads eigentlich höherer Prioritält ausgeführt zu werden. Die Interaktivitält des Systems wird dadurch erhölt. Interrupt-Threads werden dabei bevorzugt ausgeführt. options INET # InterNETworking Netzwerkunterstützung. Auch wenn Sie nicht planen, den Rechner mit einem Netzwerk zu verbinden, sollten Sie diese Option aktiviert lassen. Die meisten Programme sind mindestens auf die Loopback Unterstützung (Verbindungen mit sich selbst) angewiesen. Damit ist diese Option im Endeffekt notwendig. options INET6 # IPv6 communications protocols Aktiviert die Unterstützung für das IPv6 Protokoll. options FFS # Berkeley Fast Filesystem Das Dateisystem für Festplatten. Wenn Sie von einer Festplatte booten wollen, lassen Sie diese Option aktiviert. options SOFTUPDATES # Enable FFS Soft Updates support Mit dieser Option wird die Unterstützung für Soft Updates, die Schreibzugriffe beschleunigen, in den Kernel eingebunden. Auch wenn die Funktion im Kernel ist, muss sie für einzelne Dateisysteme explizit aktiviert werden. Überprüfen Sie mit &man.mount.8;, ob die Dateisysteme Soft Updates benutzen. Wenn die Option soft-updates nicht aktiviert ist, können Sie die Option nachträglich mit &man.tunefs.8; aktivieren. Für neue Dateisysteme können Sie Option beim Anlegen mit &man.newfs.8; aktivieren. options UFS_ACL # Support for access control lists Diese Option aktiviert die Unterstützung für Zugriffskontrolllisten (ACL). Die ACLs hängen von erweiterten Attributen und UFS2 ab, eine genaue Beschreibung finden Sie in . Die Zugriffskontrolllisten sind in der Voreinstellung aktiviert und sollten auch nicht deaktiviert werden, wenn Sie schon einmal auf einem Dateisystem verwendet wurden, da dies die Zugriffsrechte auf Dateien in unvorhersehbarer Art und Weise ändern kann. options UFS_DIRHASH # Improve performance on big directories Diese Option steigert die Geschwindigkeit von Plattenzugriffen auf großen Verzeichnissen. Dadurch verbraucht das System etwas mehr Speicher als vorher. Für stark beschäftigte Server oder Arbeitsplatzrechner sollten Sie diese Option aktiviert lassen. Auf kleineren Systemen, bei denen Speicher eine kostbare Ressource darstellt oder Systemen, auf denen die Geschwindigkeit der Plattenzugriffe nicht wichtig ist, wie Firewalls, können Sie diese Option abstellen. options MD_ROOT # MD is a potential root device Diese Option aktiviert die Unterstüztung für ein Root-Dateisystem auf einem speicherbasierten Laufwerk (RAM-Disk). Kerneloptionen NFS Kerneloptionen NFS_ROOT options NFSCLIENT # Network Filesystem Client options NFSSERVER # Network Filesystem Server options NFS_ROOT # NFS usable as /, requires NFSCLIENT Das Network Filesystem. Wenn Sie keine Partitionen von einem &unix; File-Server über TCP/IP einhängen wollen, können Sie diese Zeile auskommentieren. Kerneloptionen MSDOSFS options MSDOSFS # MSDOS Filesystem Das &ms-dos; Dateisystem. Sie können diese Zeile auskommentieren, wenn Sie nicht vorhaben, eine DOS-Partition beim Booten einzuhängen. Das nötige Modul wird ansonsten automatisch geladen, wenn Sie das erste Mal eine DOS-Partition einhängen. Außerdem können Sie mit den ausgezeichneten emulators/mtools aus der Ports-Sammlung auf DOS-Floppies zugreifen, ohne diese an- und abhängen zu müssen (MSDOSFS wird in diesem Fall nicht benötigt). options CD9660 # ISO 9660 Filesystem Das ISO 9660 Dateisystem für CD-ROMs. Sie können diese Zeile auskommentieren, wenn Sie kein CD-ROM-Laufwerk besitzen oder nur ab und an CDs einhängen. Das Modul wird automatisch geladen, sobald Sie das erste Mal eine CD einhängen. Für Audio-CDs benötigen Sie dieses Dateisystem nicht. options PROCFS # Process filesystem (requires PSEUDOFS) Das Prozessdateisystem. Dies ist ein Pseudo-Dateisystem, das auf /proc eingehangen wird und es Programmen wie &man.ps.1; erlaubt, mehr Informationen über laufende Prozesse auszugeben. PROCFS sollte von &os; nicht mehr benötigt werden, da die meisten Debug- und Überwachungs-Werkzeuge nicht mehr darauf angewiesen sind. Daher wird das Prozessdateisystem auch nicht mehr automatisch in das System eingebunden. options PSEUDOFS # Pseudo-filesystem framework 6.X-Kernel benötigen zusätzlich zur Option PROCFS auch die Option PSEUDOFS. options GEOM_GPT # GUID Partition Tables. Diese Option ermöglicht eine große Anzahl Partitionen auf einem einzelnen Laufwerk. options COMPAT_43 # Compatible with BSD 4.3 [KEEP THIS!] Stellt die Kompatibilität zu 4.3BSD sicher. Belassen Sie diese Option, da sich manche Programme recht sonderbar verhalten werden, wenn Sie diese auskommentieren. options COMPAT_FREEBSD4 # Compatible with FreeBSD4 Mit &os; 5.X stellt diese Option auf &i386;- und Alpha-Systemen sicher, dass Anwendungen, die auf älteren &os; Versionen übersetzt wurden und alte Systemaufrufe verwenden, noch lauffähig sind. Wir empfehlen, diese Option auf allen &i386;- und Alpha-Systemen zu verwenden, auf denen vielleicht noch ältere Anwendungen laufen sollen. Auf Plattformen, die erst ab &os; 5.0 unterstützt werden (wie ia64 und &sparc;), wird diese Option nicht benötigt. options COMPAT_FREEBSD5 # Compatible with &os;5 Diese Option wird ab &os; 6.X benötigt, um Programme, die unter &os; 5.X-Versionen mit &os; 5.X-Systemaufrufen kompiliert wurden, unter &os; 6.X ausführen zu können. options SCSI_DELAY=5000 # Delay (in ms) before probing SCSI Dies weist den Kernel an, 5 Sekunden zu warten, bevor er anfängt nach SCSI-Geräten auf dem System zu suchen. Wenn Sie nur IDE-Geräte besitzen, können Sie die Anweisung ignorieren. Sie können versuchen, den Wert zu senken, um den Startvorgang zu beschleunigen. Wenn &os; dann Schwierigkeiten hat, Ihre SCSI-Geräte zu erkennen, sollten Sie den Wert natürlich wieder erhöhen. options KTRACE # ktrace(1) support Dies schaltet die Kernel-Prozessverfolgung (engl. kernel process tracing) ein, die sehr nützlich bei der Fehlersuche ist. options SYSVSHM # SYSV-style shared memory Diese Option aktiviert die Unterstützung für System V Shared-Memory. Die XSHM-Erweiterung von X benötigt diese Option und viele Graphik-Programme werden die Erweiterung automatisch benutzen und schneller laufen. Wenn Sie X benutzen, sollten Sie diese Option auf jeden Fall aktivieren. options SYSVMSG # SYSV-style message queues Unterstützung für System V Messages. Diese Option vergrößert den Kernel nur um einige hundert Bytes. options SYSVSEM # SYSV-style semaphores Unterstützung für System V Semaphoren. Dies wird selten gebraucht, vergrößert aber den Kernel nur um einige hundert Bytes. Die Option des Kommandos &man.ipcs.1; zeigt Programme an, die diese System V Erweiterungen benutzen. options _KPOSIX_PRIORITY_SCHEDULING # POSIX P1003_1B real-time extensions Echtzeit-Erweiterungen, die 1993 zu &posix; hinzugefügt wurden. Bestimmte Programme wie &staroffice; benutzen diese Erweiterungen. options KBD_INSTALL_CDEV # install a CDEV entry in /dev Diese Option erstellt für die Tastatur einen Eintrag im Verzeichnis /dev. options ADAPTIVE_GIANT # Giant mutex is adaptive. Giant ist der Name einer Sperre (Mutex) die viele Kernel-Ressourcen schützt. Heutzutage ist Giant ein unannehmbarer Engpass, der die Leistung eines Systems beeinträchtigt. Daher wird Giant durch Sperren ersetzt, die einzelne Ressourcen schützen. Die Option ADAPTIVE_GIANT fügt Giant zu den Sperren hinzu, auf die gewartet werden kann. Ein Thread, der die Sperre Giant von einem anderen Thread benutzt vorfindet, kann nun weiterlaufen und auf die Sperre Giant warten. Früher wäre der Prozess in den schlafenden Zustand (sleep) gewechselt und hätte darauf warten müssen, dass er wieder laufen kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, belassen Sie diese Option. Beachten Sie, dass ab &os; 8.0-CURRENT und neuer alle Mutexe in der Voreinstellung adaptiv sein werden, es sei denn, Sie werden durch das Setzen der Option NO_ADAPTIVE_MUTEXES explizit als nichtadaptiv deklariert. Als Folge dessen ist Giant nun in in der Voreinstellung ebenfalls adaptiv, daher ist in diesen Versionen die Kerneloption ADAPTIVE_GIANT nicht mehr in der Kernelkonfigurationsdatei enthalten. Kerneloptionen SMP device apic # I/O APIC Das apic-Gerält ermöglicht die Benutzung des I/O APIC für die Interrupt-Auslieferung. Das apic-Gerält kann mit Kerneln für Einprozessorsysteme und Mehrprozessorsysteme benutzt werden. Kernel für Mehrprozessorsysteme benötigen diese Option zwingend. Die Unterstützung für Mehrprozessorsysteme aktivieren Sie mit der Option options SMP. Das apic-Gerät existiert nur unter der i386-Architektur, daher ist es sinnlos, diese Zeile unter einer anderen Architektur in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufzunehmen. device eisa Fügen Sie diese Zeile ein, wenn Sie ein EISA-Motherboard besitzen. Dies aktiviert die Erkennung und Konfiguration von allen Geräten auf dem EISA Bus. device pci Wenn Sie ein PCI-Motherboard besitzen, fügen Sie diese Zeile ein. Dies aktiviert die Erkennung von PCI-Karten und die PCI-ISA bridge. # Floppy drives device fdc Der Floppy-Controller. # ATA and ATAPI devices device ata Dieser Treiber unterstützt alle ATA und ATAPI Geräte. Eine device ata Zeile reicht aus und der Kernel wird auf modernen Maschinen alle PCI ATA/ATAPI Geräte entdecken. device atadisk # ATA disk drives Für ATA-Plattenlaufwerke brauchen Sie diese Zeile zusammen mit device ata. device ataraid # ATA RAID drives Für ATA-RAID brauchen Sie diese Zeile zusammen mit device ata. device atapicd # ATAPI CDROM drives Zusammen mit device ata wird dies für ATAPI CD-ROM Laufwerke benötigt. device atapifd # ATAPI floppy drives Zusammen mit device ata wird dies für ATAPI Floppy Laufwerke benötigt. device atapist # ATAPI tape drives Zusammen mit device ata wird dies für ATAPI Bandlaufwerke benötigt. options ATA_STATIC_ID # Static device numbering Erzwingt eine statische Gerätenummer für den Controller; ohne diese Option werden die Nummern dynamisch zugeteilt. # SCSI Controllers device ahb # EISA AHA1742 family device ahc # AHA2940 and onboard AIC7xxx devices options AHC_REG_PRETTY_PRINT # Print register bitfields in debug # output. Adds ~128k to driver. device ahd # AHA39320/29320 and onboard AIC79xx devices options AHD_REG_PRETTY_PRINT # Print register bitfields in debug # output. Adds ~215k to driver. device amd # AMD 53C974 (Teckram DC-390(T)) device isp # Qlogic family #device ispfw # Firmware for QLogic HBAs- normally a module device mpt # LSI-Logic MPT-Fusion #device ncr # NCR/Symbios Logic device sym # NCR/Symbios Logic (newer chipsets + those of `ncr')) device trm # Tekram DC395U/UW/F DC315U adapters device adv # Advansys SCSI adapters device adw # Advansys wide SCSI adapters device aha # Adaptec 154x SCSI adapters device aic # Adaptec 15[012]x SCSI adapters, AIC-6[23]60. device bt # Buslogic/Mylex MultiMaster SCSI adapters device ncv # NCR 53C500 device nsp # Workbit Ninja SCSI-3 device stg # TMC 18C30/18C50 SCSI-Controller. Kommentieren Sie alle Controller aus, die sich nicht in Ihrem System befinden. Wenn Sie ein IDE-System besitzen, können Sie alle Einträge entfernen. Die Zeilen mit den *_REG_PRETTY_PRINT-Einträgen aktivieren Debugging-Optionen für die jeweiligen Treiber. # SCSI peripherals device scbus # SCSI bus (required for SCSI) device ch # SCSI media changers device da # Direct Access (disks) device sa # Sequential Access (tape etc) device cd # CD device pass # Passthrough device (direct SCSI access) device ses # SCSI Environmental Services (and SAF-TE) SCSI Peripheriegeräte. Kommentieren Sie wieder alle Geräte aus, die Sie nicht besitzen. Besitzer von IDE-Systemen können alle Einträge entfernen. Der USB-&man.umass.4;-Treiber und einige andere Treiber benutzen das SCSI-Subsystem obwohl sie keine SCSI-Geräte sind. Belassen Sie die SCSI-Unterstützung im Kernel, wenn Sie solche Treiber verwenden. # RAID controllers interfaced to the SCSI subsystem device amr # AMI MegaRAID device arcmsr # Areca SATA II RAID device asr # DPT SmartRAID V, VI and Adaptec SCSI RAID device ciss # Compaq Smart RAID 5* device dpt # DPT Smartcache III, IV - See NOTES for options device hptmv # Highpoint RocketRAID 182x device rr232x # Highpoint RocketRAID 232x device iir # Intel Integrated RAID device ips # IBM (Adaptec) ServeRAID device mly # Mylex AcceleRAID/eXtremeRAID device twa # 3ware 9000 series PATA/SATA RAID # RAID controllers device aac # Adaptec FSA RAID device aacp # SCSI passthrough for aac (requires CAM) device ida # Compaq Smart RAID device mfi # LSI MegaRAID SAS device mlx # Mylex DAC960 family device pst # Promise Supertrak SX6000 device twe # 3ware ATA RAID Unterstützte RAID Controller. Wenn Sie keinen der aufgeführten Controller besitzen, kommentieren Sie die Einträge aus oder entfernen sie. # atkbdc0 controls both the keyboard and the PS/2 mouse device atkbdc # AT keyboard controller Der Tastatur-Controller (atkbdc) ist für die Ein- und Ausgabe von AT-Tastaturen und PS/2 Zeigegeräten (z.B. einer Maus) verantwortlich. Dieser Controller wird vom Tastaturtreiber (atkbd) und dem PS/2 Gerätetreiber (psm) benötigt. device atkbd # AT keyboard Zusammen mit dem atkbdc Controller bietet der atkbd Treiber Zugriff auf AT-Tastaturen. device psm # PS/2 mouse Benutzen Sie dieses Gerät, wenn Sie eine Maus mit PS/2 Anschluss besitzen. device kbdmux # keyboard multiplexer Basisunterstützung für Tastaturmultiplexer. Verwenden Sie nur eine einzige Tastatur, können Sie diese Zeile aus Ihrer Kernelkonfigurationsdatei entfernen. device vga # VGA video card driver Der Grafikkartentreiber. device splash # Splash screen and screen saver support Zeigt einen Splash Screen beim Booten. Diese Zeile wird auch von den Bildschirmschonern benötigt. # syscons is the default console driver, resembling an SCO console device sc sc ist in der Voreinstellung der Treiber für die Konsole, die der SCO-Konsole ähnelt. Da die meisten bildschirmorientierten Programme auf die Konsole mit Hilfe einer Datenbank wie termcap zugreifen, sollte es keine Rolle spielen, ob Sie diesen Treiber oder vt, den VT220 kompatiblen Konsolentreiber einsetzen. Wenn Sie Probleme mit bildschirmorientierten Anwendungen unter dieser Konsole haben, setzen Sie beim Anmelden die Variable TERM auf den Wert VT220. # Enable this for the pcvt (VT220 compatible) console driver #device vt #options XSERVER # support for X server on a vt console #options FAT_CURSOR # start with block cursor Der VT220 kompatible Konsolentreiber ist kompatibel zu VT100/102. Auf einigen Laptops, die aufgrund der Hardware inkompatibel zum sc Treiber sind, funktioniert dieser Treiber gut. Beim Anmelden sollten Sie die Variable TERM auf den Wert vt100 setzen. Dieser Treiber kann sich als nützlich erweisen, wenn Sie sich über das Netzwerk auf vielen verschiedenen Maschinen anmelden, da dort oft Einträge in termcap oder terminfo für das sc Gerät fehlen. Dagegen sollte vt100 auf jeder Plattform unterstützt werden. device agp Fügen Sie diese Zeile ein, wenn Sie eine AGP-Karte besitzen. Damit werden Motherboards mit AGP und AGP GART unterstützt. APM # Power management support (see NOTES for more options) #device apm Unterstützung zur Energieverwaltung. Diese Option ist nützlich für Laptops, allerdings ist sie in GENERIC deaktiviert. # Add suspend/resume support for the i8254. device pmtimer Zeitgeber für Ereignisse der Energieverwaltung (APM und ACPI). # PCCARD (PCMCIA) support # PCMCIA and cardbus bridge support device cbb # cardbus (yenta) bridge device pccard # PC Card (16-bit) bus device cardbus # CardBus (32-bit) bus PCMCIA Unterstützung. Wenn Sie einen Laptop benutzen, brauchen Sie diese Zeile. # Serial (COM) ports device sio # 8250, 16[45]50 based serial ports Die seriellen Schnittstellen, die in der &ms-dos;- und &windows;-Welt COM genannt werden. Wenn Sie ein internes Modem, das COM4 benutzt, besitzen und eine serielle Schnittstelle haben, die auf COM2 liegt, müssen Sie den IRQ des Modems auf 2 setzen (wegen undurchsichtigen technischen Gründen ist IRQ2 gleich IRQ9). Wenn Sie eine serielle Multiport-Karte besitzen, entnehmen Sie bitte die Werte, die Sie in die Datei /boot/device.hints einfügen müssen, der Hilfeseite &man.sio.4;. Einige Graphikkarten, besonders die auf S3-Chips basierten, benutzen IO-Adressen der Form 0x*2e8 und manche billige serielle Karten dekodieren den 16-Bit IO-Adressraum nicht sauber. Dies führt zu Konflikten und blockiert dann die COM4-Schnittstelle. Jeder seriellen Schnittstelle muss ein eigener IRQ zugewiesen werden (wenn Sie eine Multiport-Karte verwenden, bei der das Teilen von Interrupts unterstützt wird, muss das nicht der Fall sein), daher können in der Voreinstellung COM3 und COM4 nicht benutzt werden. # Parallel port device ppc Die parallele Schnittstelle auf dem ISA Bus. device ppbus # Parallel port bus (required) Unterstützung für den Bus auf der parallelen Schnittstelle. device lpt # Printer Unterstützung für Drucker über die parallele Schnittstelle. Sie brauchen jede der drei Zeilen, um die Unterstützung für einen Drucker an der parallelen Schnittstelle zu aktivieren. device plip # TCP/IP over parallel Der Treiber für das Netzwerkinterface über die parallele Schnittstelle. device ppi # Parallel port interface device Allgemeine I/O (geek port) und IEEE1284 I/O Unterstützung. #device vpo # Requires scbus and da Zip Laufwerk Dies aktiviert den Treiber für ein Iomega Zip Laufwerk. Zusätzlich benötigen Sie noch die Unterstützung für scbus und da. Die beste Performance erzielen Sie, wenn Sie die Schnittstelle im EPP 1.9 Modus betreiben. #device puc Aktivieren Sie diesen Treiber, wenn Sie eine serielle oder parallele PCI-Karte besitzen, die vom Treiber &man.puc.4; unterstützt wird. # PCI Ethernet NICs. device de # DEC/Intel DC21x4x (Tulip) device em # Intel PRO/1000 adapter Gigabit Ethernet Card device ixgb # Intel PRO/10GbE Ethernet Card device txp # 3Com 3cR990 (Typhoon) device vx # 3Com 3c590, 3c595 (Vortex) Verschiedene Treiber für PCI-Netzwerkkarten. Geräte, die sich nicht in Ihrem System befinden, können Sie entfernen oder auskommentieren. # PCI Ethernet NICs that use the common MII bus controller code. # NOTE: Be sure to keep the 'device miibus' line in order to use these NICs! device miibus # MII bus support Einige PCI 10/100 Ethernet Netzwerkkarten, besonders die, die MII-fähige Transceiver verwenden oder Transceiver-Steuerungen implementieren, die ähnlich wie MII funktionieren, benötigen die Unterstützung für den MII-Bus. Die Zeile device miibus fügt dem Kernel die Unterstützung für das allgemeine miibus API und allen PHY-Treibern hinzu. device bce # Broadcom BCM5706/BCM5708 Gigabit Ethernet device bfe # Broadcom BCM440x 10/100 Ethernet device bge # Broadcom BCM570xx Gigabit Ethernet device dc # DEC/Intel 21143 and various workalikes device fxp # Intel EtherExpress PRO/100B (82557, 82558) device lge # Level 1 LXT1001 gigabit ethernet device msk # Marvell/SysKonnect Yukon II Gigabit Ethernet device nge # NatSemi DP83820 gigabit ethernet device nve # nVidia nForce MCP on-board Ethernet Networking device pcn # AMD Am79C97x PCI 10/100 (precedence over 'lnc') device re # RealTek 8139C+/8169/8169S/8110S device rl # RealTek 8129/8139 device sf # Adaptec AIC-6915 (Starfire) device sis # Silicon Integrated Systems SiS 900/SiS 7016 device sk # SysKonnect SK-984x & SK-982x gigabit Ethernet device ste # Sundance ST201 (D-Link DFE-550TX) device stge # Sundance/Tamarack TC9021 gigabit Ethernet device ti # Alteon Networks Tigon I/II gigabit Ethernet device tl # Texas Instruments ThunderLAN device tx # SMC EtherPower II (83c170 EPIC) device vge # VIA VT612x gigabit ethernet device vr # VIA Rhine, Rhine II device wb # Winbond W89C840F device xl # 3Com 3c90x (Boomerang, Cyclone) Treiber, die den MII Bus Controller Code benutzen. # ISA Ethernet NICs. pccard NICs included. device cs # Crystal Semiconductor CS89x0 NIC # 'device ed' requires 'device miibus' device ed # NE[12]000, SMC Ultra, 3c503, DS8390 cards device ex # Intel EtherExpress Pro/10 and Pro/10+ device ep # Etherlink III based cards device fe # Fujitsu MB8696x based cards device ie # EtherExpress 8/16, 3C507, StarLAN 10 etc. device lnc # NE2100, NE32-VL Lance Ethernet cards device sn # SMC's 9000 series of Ethernet chips device xe # Xircom pccard Ethernet # ISA devices that use the old ISA shims #device le Treiber für ISA Ethernet Karten. Schauen Sie in /usr/src/sys/i386/conf/NOTES nach, um zu sehen, welche Karte von welchem Treiber unterstützt wird. # Wireless NIC cards device wlan # 802.11 support Generische 802.11-Unterstützung. Diese Zeile wird unbedingt benötigt, wenn Sie WLAN nutzen wollen. device wlan_wep # 802.11 WEP support device wlan_ccmp # 802.11 CCMP support device wlan_tkip # 802.11 TKIP support Krypto-Unterstützung für 802.11-Geräte. Sie benötigen diese Zeilen, wenn Sie Ihr drahtloses Netzwerk verschlüsseln und die 802.11-Sicherheitsprotokolle einsetzen wollen. device an # Aironet 4500/4800 802.11 wireless NICs device ath # Atheros pci/cardbus NIC's device ath_hal # Atheros HAL (Hardware Access Layer) device ath_rate_sample # SampleRate tx rate control for ath device awi # BayStack 660 and others device ral # Ralink Technology RT2500 wireless NICs. device wi # WaveLAN/Intersil/Symbol 802.11 wireless NICs. #device wl # Older non 802.11 Wavelan wireless NIC. Treiber für drahtlose Netzwerkkarten (WLAN). # Pseudo devices device loop # Network loopback Das TCP/IP Loopback Device. Wenn Sie eine Telnet oder FTP Verbindung zu localhost (alias 127.0.0.1) aufbauen, erstellen Sie eine Verbindung zu sich selbst durch dieses Device. Die Angabe dieser Option ist verpflichtend. device random # Entropy device Kryptographisch sicherer Zufallszahlengenerator. device ether # Ethernet support ether brauchen Sie nur, wenn Sie eine Ethernet-Karte besitzen. Der Treiber unterstützt das Ethernet-Protokoll. device sl # Kernel SLIP sl aktiviert die SLIP-Unterstützung. SLIP ist fast vollständig von PPP verdrängt worden, da letzteres leichter zu konfigurieren, besser geeignet für Modem zu Modem Kommunikation und mächtiger ist. device ppp # Kernel PPP Dies ist Kernel Unterstützung für PPP-Wählverbindungen. Es existiert auch eine PPP-Version im Userland, die den tun Treiber benutzt. Die Userland-Version ist flexibler und bietet mehr Option wie die Wahl auf Anforderung. device tun # Packet tunnel. Dies wird vom der Userland PPP benutzt. Die Zahl hinter tun gibt die Anzahl der unterstützten gleichzeitigen Verbindungen an. Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt PPP dieses Handbuchs. device pty # Pseudo-ttys (telnet etc) Dies ist ein Pseudo-Terminal oder simulierter Login-Terminal. Er wird von einkommenden telnet und rlogin Verbindungen, xterm und anderen Anwendungen wie Emacs benutzt. device md # Memory disks Pseudo-Gerät für Speicher-Laufwerke. device gif # IPv6 and IPv4 tunneling Dieses Gerät tunnelt IPv6 über IPv4, IPv4 über IPv6, IPv4 über IPv4 oder IPv6 über IPv6. Das Gerät gif kann die Anzahl der benötigten Geräte automatisch bestimmen (auto-cloning). device faith # IPv6-to-IPv4 relaying (translation) Dieses Pseudo-Gerät fängt zu ihm gesendete Pakete ab und leitet Sie zu einem Dæmon weiter, der Verkehr zwischen IPv4 und IPv6 vermittelt. # The `bpf' device enables the Berkeley Packet Filter. # Be aware of the administrative consequences of enabling this! # Note that 'bpf' is required for DHCP. device bpf # Berkeley packet filter Das ist der Berkeley Paketfilter. Dieses Pseudo-Gerät kann Netzwerkkarten in den promiscuous Modus setzen und erlaubt es damit, Pakete auf einem Broadcast Netzwerk (z.B. einem Ethernet) einzufangen. Die Pakete können auf der Festplatte gespeichert und mit &man.tcpdump.1; untersucht werden. Das &man.bpf.4;-Gerät wird von &man.dhclient.8; genutzt, um die IP-Adresse des Default-Routers zu bekommen. Wenn Sie DHCP benutzen, lassen Sie diese Option bitte aktiviert. # USB support device uhci # UHCI PCI->USB interface device ohci # OHCI PCI->USB interface device ehci # EHCI PCI->USB interface (USB 2.0) device usb # USB Bus (required) #device udbp # USB Double Bulk Pipe devices device ugen # Generic device uhid # Human Interface Devices device ukbd # Keyboard device ulpt # Printer device umass # Disks/Mass storage - Requires scbus and da device ums # Mouse device ural # Ralink Technology RT2500USB wireless NICs device urio # Diamond Rio 500 MP3 player device uscanner # Scanners # USB Ethernet, requires mii device aue # ADMtek USB Ethernet device axe # ASIX Electronics USB Ethernet device cdce # Generic USB over Ethernet device cue # CATC USB Ethernet device kue # Kawasaki LSI USB Ethernet device rue # RealTek RTL8150 USB Ethernet Unterstützung für verschiedene USB Geräte. # FireWire support device firewire # FireWire bus code device sbp # SCSI over FireWire (Requires scbus and da) device fwe # Ethernet over FireWire (non-standard!) Verschiedene Firewire-Geräte. Mehr Informationen und weitere von &os; unterstützte Geräte entnehmen Sie bitte /usr/src/sys/i386/conf/NOTES. Hohe Speicheranforderungen (<acronym>PAE</acronym>) Physical Address Extensions (PAE) hohe Speicheranforderungen Systeme mit hohen Speicheranforderungen benötigen mehr Speicher als den auf 4 Gigabyte beschränkten User- und Kernel-Adressraum (KVA). Mit dem &pentium; Pro und neueren CPUs hat Intel den Adressraum auf 36-Bit erweitert. Die Physical-Address-Extension (PAE) von &intel;s &pentium; Pro und neueren Prozessoren unterstützt bis zu 64 Gigabyte Speicher. &os; kann diesen Speicher mit der Option in der Kernelkonfiguration nutzen. Die Option gibt es in allen aktuellen &os;-Versionen. Wegen Beschräkungen der Intel-Speicherarchitektur wird keine Unterscheidung zwischen Speicher oberhalb oder unterhalb von 4 Gigabyte getroffen. Speicher über 4 Gigabyte wird einfach dem zur Verfügung stehenden Speicher zugeschlagen. Sie aktivieren PAE im Kernel, indem Sie die folgende Zeile in die Kernelkonfigurationsdatei einfügen: options PAE &os; unterstützt PAE nur auf IA-32 Prozessoren. Die PAE-Unterstützung wurde zudem noch nicht hinreichend getestet und befindet sich im Vergleich zu anderen Komponenten von &os; noch im Beta-Stadium. Die PAE-Unterstützung in &os; ist mit den nachstehenden Einschränkungen verbunden: Ein Prozess kann nicht mehr als 4 Gigabyte virtuellen Speicher benutzen. Gerätetreiber, die nicht die &man.bus.dma.9;-Schnittstelle benutzen, führen zusammen mit einem PAE-Kernel zu Datenverlusten. Diese Treiber sollen nicht mit einem PAE-Kernel verwendet werden. Daher gibt es unter &os; eine zusätzliche PAE-Kernelkonfigurationsdatei, die alle Treiber enthält, die mit einem PAE-Kernel funktionieren. Einige Systemvariablen werden abhängig von der Speichergröße eingestellt. In einem PAE-System mit viel Speicher können die Werte daher zu hoch eingestellt sein. Ein Beispiel ist die sysctl-Variable , die die maximale Anzahl von vnodes im Kernel bestimmt. Solche Variablen sollten auf einen angemessenen Wert eingestellt werden. Es kann erforderlich sein, den virtuellen Adressraum des Kernels (KVA) zu vergrößern oder, wie oben beschrieben, den Wert einer häufig gebrauchten Kernelvariablen zu verringern. Dies verhindert einen Überlauf des KVAs. Der Adressraum des Kernels kann mit der Kerneloption vergrößert werden. Hinweise zur Leistungssteigerung und Stabilität entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.tuning.7;. Die PAE-Unterstützung von &os; wird in der Hilfeseite &man.pae.4; beschrieben. Wenn etwas schiefgeht Es gibt vier Hauptfehlerquellen beim Erstellen eines angepassten Kernels: config verursacht Fehler: Wenn &man.config.8; misslingt, liegen Fehler in der Kernelkonfigurationsdatei vor. Zum Glück gibt &man.config.8; die die Zeilennummer der Fehlerstelle an, sodass Sie den Fehler schnell finden können. Beispielsweise könnten Sie folgende Fehlermeldung sehen: config: line 17: syntax error Vergleichen Sie die angegebene Zeile mit GENERIC und stellen Sie sicher, dass das Schlüsselwort richtig geschrieben ist. make verursacht Fehler: Wenn make misslingt, liegen meistens Fehler in der Konfigurationsdatei vor, die aber nicht schwerwiegend genug für &man.config.8; waren. Überprüfen Sie wiederum Ihre Konfiguration und wenn Sie keinen Fehler entdecken können, schicken Sie eine E-Mail mit Ihrer Kernelkonfiguration an die Mailingliste &a.de.questions;. Sie sollten dann schnell Hilfe erhalten. Der Kernel bootet nicht: Wenn der Kernel nicht booten will, ist das noch lange kein Grund zur Panik. Denn &os; besitzt exzellente Mechanismen zur Wiederherstellung nach dem Einsatz inkompatibler Kernel. Den Kernel, mit dem Sie booten wollen, können Sie sich im &os; Boot-Loader aussuchen. Dazu wählen Sie im Bootmenü die Option Escape to a loader prompt. Danach geben Sie den Befehl unload kernel ein, um anschließend mit boot /boot/kernel.old den alten Kernel zu booten. Sie können hier natürlich auch den Dateinamen eines anderen Kernels, der sauber bootet angeben. Für alle Fälle sollten Sie immer einen Kernel, der garantiert bootet, bereit halten. Nun können Sie die Konfiguration noch einmal überprüfen und den Kernel neu kompilieren. Dazu ist /var/log/messages sehr nützlich, da hier sämtliche Kernelmeldungen von jedem erfolgreichen Bootvorgang gespeichert werden. &man.dmesg.8; gibt Ihnen die Kernelmeldungen vom letzten Bootvorgang aus. Für den Fall, dass Sie Probleme bei dem Kernelbau bekommen, heben Sie sich immer einen GENERIC oder einen anderen Kernel, der garantiert bootet, auf. Der Name dieses Kernels sollte so gewählt sein, dass er beim nächsten Bau nicht überschrieben wird. Sie können sich nicht auf kernel.old verlassen, da dieser Kernel durch den zuletzt installierten Kernel, der vielleicht schon kaputt war, während der Installation ersetzt wird. Kopieren Sie den funktionierenden Kernel so schnell wie möglich in das richtige Verzeichnis (/boot/kernel). Ansonsten funktionieren Kommandos wie &man.ps.1; nicht. Benennen Sie dazu einfach das Verzeichnis des funktionierenden Kernels um: &prompt.root; mv /boot/kernel /boot/kernel.bad &prompt.root; mv /boot/kernel.good /boot/kernel Der Kernel ist in Ordnung, aber ps geht nicht mehr: Wenn Sie eine andere Version des Kernels installiert haben als die, mit der Ihre Systemwerkzeuge gebaut wurden (beispielsweise einen -CURRENT-Kernel auf einem -RELEASE-System), werden Programme wie &man.ps.1; und &man.vmstat.8; nicht mehr funktionieren. Sie sollten nun das komplette System neu bauen und installieren. Achten Sie darauf, dass die Quellen, aus denen Sie das System bauen, zum installierten Kernel passen. Das ist ein Grund dafür, warum man nie einen Kernel, der nicht zur Systemversion passt, benutzen sollten. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.sgml index f1a1d6478f..d995408350 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.sgml @@ -1,1043 +1,1043 @@ Andrey Chernov Beigesteuert von Michael C. Wu Überarbeitet von Alexander Langer Übersetzt von Martin Heinen Lokalisierung – I18N/L10N einrichten und benutzen Übersicht FreeBSD ist ein über die ganze Welt verteiltes Projekt. Dieses Kapitel behandelt die Internationalisierung und Lokalisierung von FreeBSD, mit denen nicht englisch sprechende Benutzer FreeBSD an ihre Bedürfnisse anpassen können. Die Internationalisierung betrifft sowohl die System- als auch die Anwendungsebene, daher wird im Laufe des Texts auf genauere Anwendungsdokumentationen verwiesen. Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, werden Sie wissen wie verschiedene Sprachen und Lokalisierungen in modernen Betriebssystemen codiert werden, wie Sie die Locale Ihrer Login-Shell setzen, wie Sie die Konsole für nicht-englische Sprachen konfigurieren, wie Sie das X Window System mit verschiedenen Sprachen benutzen, wo Sie mehr Informationen über das Erstellen von I18N-konformen Anwendungen erhalten. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie wissen, wie Sie zusätzliche Anwendungen installieren (). Grundlagen Was ist I18N/L10N? Internationalisierung Lokalisierung Lokalisierung Entwickler kürzen das Wort internationalization (englisch für Internationalisierung) mit I18N ab, weil sich zwischen dem ersten und letzten Buchstaben des Worts 18 Buchstaben befinden. L10N benutzt die gleiche Namensgebung und ist eine Abkürzung des Worts localization (englisch für Lokalisierung). Mit I18N/L10N-Methoden, -Protokollen und -Anwendungen können Benutzer eine Sprache ihrer Wahl verwenden. I18N-Anwendungen werden mit Hilfe von I18N-Bibliotheken programmiert. Diese erlauben es Entwicklern, eine einfache Sprachdatei zu schreiben und Menüs und Texte an jede Sprache anzupassen. Wir möchten Programmierern empfehlen, für ihre eigenen Anwendungen auf diese Techniken zurückzugreifen. Wieso soll ich I18N/L10N benutzen? I18N/L10N wird immer dann benutzt, wenn Sie Daten in anderen Sprachen als Englisch anzeigen, eingeben oder verarbeiten möchten. Welche Sprachen werden von I18N unterstützt? I18N und L10N sind nichts FreeBSD spezifisches. Momentan können Sie unter den meisten der verbreitetsten Sprachen der Welt wählen, unter anderen Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Französisch, Russisch und Deutsch. Lokale Anpassungen benutzen In seiner ganzen Schönheit ist L10N nichts, was auf FreeBSD alleine beschränkt ist, im Gegenteil, es ist eine Konvention, an die sich viele Programme für verschiedene Betriebssysteme halten. Wir möchten Sie anregen, FreeBSD bei der Unterstützung dieser Konvention zu helfen. Locale Lokale Anpassungen werden durch die Angabe von drei Werten erreicht: dem Sprachcode, dem Ländercode und der Codierung. Die Zusammenfassung dieser Werte wird Locale genannt und sieht wie folgt aus: Sprachcode_Ländercode.Codierung Sprach- und Ländercodes Sprachcodes Ländercodes Um FreeBSD (oder ein anderes &unix; System, das I18N unterstützt) an lokale Gegebenheiten und Sprachen anzupassen, muss der Benutzer herausfinden, welche Codes für sein Land und seine Sprache benutzt werden. Ländercodes geben den Anwendungen dabei vor, welche Variation einer bestimmten Sprache zu benutzen ist. Eine Variation von Deutsch wäre zum Beispiel de_CH, das eine lokale Anpassung an das in der Schweiz gesprochene Deutsch meint. Außerdem benutzen Webbrowser, SMTP/POP Server, Webserver usw. diese, um Entscheidungen über die Sprache zu fällen. Im Folgenden sind einige Beispiele für Sprach- und Ländercodes aufgelistet: Sprachcode/Ländercode Beschreibung en_US Englisch - USA ru_RU Russisch für Russland zh_TW Traditionelles Chinesisch für Taiwan Codierungen Codierungen ASCII Einige Sprachen benutzen Codierungen, die nicht dem 7-Bit breitem ASCII-Standard entsprechen, wie 8-Bit Codierungen, Wide- oder Multibyte Zeichen (&man.multibyte.3; geht darauf näher ein). Ältere Anwendungen erkennen diese Zeichen nicht und halten sie fälschlicherweise für Steuerzeichen. Neuere Anwendungen erkennen für gewöhnlich 8-Bit Zeichen. Es hängt allerdings von der Implementierung ab, ob man eine Anwendung neu kompilieren muss, um in den Genuss von lokalen Zeichensätzen zu kommen, oder ob man es sie nur nachträglich konfigurieren muss. Um es möglich zu machen, Wide- oder Multibyte-Zeichen einzugeben und zu verarbeiten, unterstützt die FreeBSD-Ports-Sammlung verschiedene Sprachen für diverse Programme. Bitte konsultieren Sie die I18N-Dokumentation des entsprechenden FreeBSD-Ports. In den meisten Fällen muss der Benutzer in die Dokumentation des Programms schauen, um herauszufinden, wie man es entsprechend für die eigene Sprache und den eigenen Zeichensatz konfiguriert, oder welche Optionen beim Übersetzen anzugeben sind. Einige Dinge, die man im Hinterkopf behalten sollte, sind: Sprachbezogene C-char Zeichensätze Mit C-char Zeichensätzen werden Zeichensätze bezeichnet, die zur Codierung den C-Datentyp char verwenden. (siehe &man.multibyte.3;), zum Beispiel ISO8859-1, ISO8859-15, KOI8-R, CP437. Wide- oder Multibyte-Codierungen, zum Beispiel EUC, Big5. Eine aktuelle Liste der Zeichensätze ist in der IANA Registry. verfügbar. Ab &os; 4.5 werden X11-kompatible Codierungen verwendet. I18N-Anwendungen Im FreeBSD-Ports- und Paket-System werden I18N-Anwendungen mit einem I18N im Namen gekennzeichnet, damit man sie leicht identifizieren kann. Trotzdem kann es vorkommen, dass die benötigte Sprache nicht immer unterstützt wird. Einstellen der Locale Zum Aktivieren der Lokalisierung reicht es, die Umgebungsvariable LANG in Ihrer Login-Shell auf den Wert der Locale zu setzen und die Variable zu exportieren. Dies geschieht normalerweise in Ihrer ~/.login_conf oder der Startdatei Ihrer Shell (~/.profile, ~/.bashrc, ~/.cshrc). Wenn LANG gesetzt ist, brauchen die speziellen Variablen wie LC_CTYPE oder LC_CTIME in der Regel nicht gesetzt zu werden. Sie sollten sprachbezogene FreeBSD-Dokumentation zu Rate ziehen, wenn Sie mehr Informationen wünschen. Setzen Sie die zwei folgenden Umgebungsvariablen in Ihren Konfigurationsdateien: POSIX LANG für Funktionen der &posix; &man.setlocale.3; Familie MIME MM_CHARSET gibt den den MIME Zeichensatz von Anwendungen an Damit ist die Locale für die Shell, jede Anwendung und X11 eingestellt. Verfahren zum Einstellen der Locale Locale Login-Klasse Es gibt zwei Wege, die Locale zu setzen, die im Folgenden beschrieben werden. Die erste und empfohlene Methode ist, die Umgebungsvariablen in der Login-Klasse zu setzen, die zweite ist, sie in den Startdateien der Shell zu setzen. Lokalisierung in der Login-Klasse Wenn Sie diese Methode verwenden, werden die Umgebungsvariablen für die Locale und den MIME Zeichensatz einmal für alle Shells, anstatt einzeln für jede Shell, gesetzt. Die Lokalisierung kann von einem Benutzer selbst oder von einem Administrator mit Superuser-Rechten für alle eingestellt werden. Einrichten als Benutzer .login_conf im Heimatverzeichnis eines Benutzers sollte mindestens die folgenden Einträge enthalten, damit beide Variablen für den Gebrauch der Latin-1 Codierung gesetzt werden: me:\ :charset=ISO-8859-1:\ :lang=de_DE.ISO8859-1: traditionelles Chinesisch BIG-5 Codierung Damit traditionelles Chinesisch (BIG-5 Codierung) verwendet werden kann, sind in .login_conf die nachstehenden Ergänzungen vorzunehmen. Einige Programme behandeln die Lokalisierung für Chinesisch, Japanisch und Koreanisch falsch, daher müssen mehr Variablen als üblich gesetzt werden: #Users who do not wish to use monetary units or time formats #of Taiwan can manually change each variable me:\ :lang=zh_TW.Big5:\ - :setenv=LC_ALL=zh_TW.Big:\ + :setenv=LC_ALL=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_COLLATE=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_CTYPE=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_MESSAGES=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_MONETARY=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_NUMERIC=zh_TW.Big5:\ :setenv=LC_TIME=zh_TW.Big5:\ :charset=big5:\ :xmodifiers="@im=gcin": #Set gcin as the XIM Input Server Weitere Informationen entnehmen Sie bitte &man.login.conf.5;. Einrichten als Administrator Stellen Sie sicher, dass in der Login-Klasse der Benutzer in /etc/login.conf die richtige Sprache eingestellt ist. Die folgenden Einstellungen müssen in /etc/login.conf vorgenommen werden: Sprache|Account-Typ-Beschreibung:\ :charset=MIME_Zeichensatz:\ :lang=Locale:\ :tc=default: Die für Latin-1 erforderlichen Einträge sehen wie folgt aus: german|German Users Accounts:\ :charset=ISO-8859-1:\ :lang=de_DE.ISO8859-1:\ :tc=default: Bevor Sie die Login-Klasse eines Benutzers ändern, müssen Sie den folgenden Befehl ausführen: &prompt.root; cap_mkdb /etc/login.conf Erst danach werden Ihre Änderungen in /etc/login.conf im System sichtbar. Ändern der Login-Klasse mit &man.vipw.8; vipw Wenn Sie neue Accounts mit vipw anlegen, erstellen Sie Einträge in folgender Art: user:password:1111:11:Sprache:0:0:Benutzername:/home/user:/bin/sh Ändern der Login-Klasse mit &man.adduser.8; adduser Login-Klasse Wenn Sie neue Accounts mit adduser anlegen, stehen Ihnen die folgenden Möglichkeiten zur Verfügung: Geben Sie in /etc/adduser.conf mit defaultclass = Sprache eine Sprache vor. In diesem Fall müssen Sie für Benutzer anderer Sprachen eine andere Login-Klasse angeben. Geben Sie die Sprache jedes Mal ein, wenn Sie dazu von &man.adduser.8; aufgefordert werden: Enter login class: default []: Sie können die Login-Klasse auch auf der Kommandozeile von &man.adduser.8; übergeben: &prompt.root; adduser -class Sprache Ändern der Login-Klasse mit &man.pw.8; pw Wenn Sie neue Accounts mit &man.pw.8; anlegen, benutzen Sie die folgende Kommandozeile: &prompt.root; pw useradd Account -L Sprache Lokalisierung in den Startdateien der Shells Da Sie jede Shell unterschiedlich einrichten müssen, sollten Sie diese Methode nicht verwenden. Benutzen Sie stattdessen bitte Login-Klassen. MIME Locale Um die Locale und den MIME Zeichensatz anzugeben, setzen Sie die unten aufgeführten Variablen in den Startdateien der Shells (/etc/profile und /etc/csh.login). In den folgenden Beispielen verwenden wir die deutsche Sprache. Einstellungen in /etc/profile: LANG=de_DE.ISO8859-1; export LANG MM_CHARSET=ISO-8859-1; export MM_CHARSET Einstellungen in /etc/csh.login: setenv LANG de_DE.ISO8859-1 setenv MM_CHARSET ISO-8859-1 Alternativ können Sie die Einstellungen in den Vorgabedateien der Shells vornehmen. Die oben gezeigten Einstellungen aus /etc/profile tragen Sie dann in /usr/share/skel/dot.profile und die Einstellungen aus /etc/csh.login in /usr/share/skel/dot.login ein. Die Einstellungen für X11 in $HOME/.xinitrc sind von der verwendeten Login-Shell abhängig. Mit Bourne Shells verwenden Sie den folgenden Eintrag: LANG=de_DE.ISO8859-1; export LANG Mit C-Shells verwenden Sie den nachstehenden Eintrag: setenv LANG de_DE.ISO8859-1 Einrichten der Konsole Wenn Sie C-char Zeichensätze verwenden, müssen Sie die richtigen Zeichensätze für die gewählte Sprache in /etc/rc.conf angeben: font8x16=Zeichensatz font8x14=Zeichensatz font8x8=Zeichensatz Dabei ist Zeichensatz der Name der passenden Datei aus /usr/share/syscons/fonts ohne die Endung .fnt. sysinstall keymap screenmap Setzen Sie bei Bedarf die richtige Tasten- und Bildschirmzuordnung (keymap und screenmap). Dies können Sie in sysinstall einstellen, indem Sie Configure und dann Console wählen. Sie können die Zuordnungen aber auch direkt in /etc/rc.conf angeben: scrnmap=screenmap_name keymap=keymap_name keychange="fkey_number sequence" screenmap_name ist der Name einer Datei aus /usr/share/syscons/scrnmaps ohne die Endung .scm. Eine Bildschirmzuordnung und der zugehörige Zeichensatz verbreitert die Zeichenmatrix von VGA Karten im Pseudographik Modus von 8 Bit auf 9 Bit. Sie wird benötigt, wenn der Zeichensatz des Bildschirms 8 Bit verwendet. Lesen Sie den nächsten Absatz, wenn Sie in /etc/rc.conf den moused Dæmon mit der nachstehenden Anweisung aktiviert haben: moused_enable="YES" moused Der Mauszeiger des &man.syscons.4; Treibers belegt in der Voreinstellung den Bereich von 0xd0 bis 0xd3 des Zeichensatzes. Wenn dieser Bereich ebenfalls von der eingestellten Sprache benötigt wird, müssen Sie den Mauszeiger verschieben. Dazu fügen Sie die folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein: mousechar_start=3 keymap_name ist der Name einer Datei aus /usr/share/syscons/keymaps ohne die Endung .kbd. Welche Tastenzuordnung Sie benutzen müssen, können Sie ohne einen Neustart mit &man.kbdmap.1; ausprobieren. Mit keychange können die Funktionstasten so programmiert werden, dass Sie zu dem ausgesuchten Terminal passen. Die Sequenzen der Funktionstasten können nicht in Tastenzuordnungen definiert werden. Stellen Sie sicher, dass der richtige Terminaltyp für die ttyv* Konsolen in /etc/ttys angegeben ist. Momentan sind die folgenden Terminaltypen definiert: Zeichensatz Terminaltyp ISO8859-1 oder ISO8859-15 cons25l1 ISO8859-2 cons25l2 ISO8859-7 cons25l7 KOI8-R cons25r KOI8-U cons25u CP437 (VGA default) cons25 US-ASCII cons25w Mit Wide- oder Multibyte-Zeichensätzen müssen Sie den richtigen Port aus dem Verzeichnis /usr/ports/Sprache verwenden. Einige Ports erscheinen als Konsolen werden aber vom System als serielle vtty's betrachtet. Achten Sie daher darauf, dass Sie genügend vtty's für X11 und die Pseudo-seriellen Konsolen definiert haben. Nachstehend finden Sie eine unvollständige Liste der Ports, die eine andere Sprache als Englisch auf der Konsole verwenden: Sprache Port traditionelles Chinesisch (BIG-5) chinese/big5con Japanisch japanese/kon2-16dot oder japanese/mule-freewnn Koreanisch korean/han Einrichten von X11 Obwohl X11 nicht Teil des FreeBSD Projects ist, stellen wir hier einige Hinweise für FreeBSD-Benutzer zusammen. Weitere Details entnehmen Sie bitte der &xorg; Website oder der Dokumentation Ihres X11 Servers. Anwendungsspezifische I18N-Einstellungen (Zeichensätze, Menüs, usw.) können Sie in ~/.Xresources vornehmen. Zeichensätze X11 True Type Font-Server Installieren Sie den &xorg;-Server (x11-servers/xorg-server) oder den &xfree86;-Server (x11-servers/XFree86-4-Server) und die &truetype; Zeichensätze Ihrer Sprache. Wenn Sie die Locale gesetzt haben, sollten die Menüs in Ihrer Sprache erscheinen. Eingabe von nicht-englischen Zeichen X11 Input Method (XIM) Das X11 Input Method (XIM) Protokoll ist ein neuer Standard für alle X11-Clients. Jede X11-Anwendung sollte als XIM-Client, der Eingaben von einem XIM-Server entgegen nimmt, implementiert sein. XIM-Server sind für verschiedene Sprachen erhältlich. Einrichten eines Druckers Drucker verfügen normalerweise schon über einige C-char Zeichensätze. Wide- oder Multibyte-Zeichensätze müssen gesondert eingerichtet werden. Wir empfehlen Ihnen, dazu apsfilter zu benutzen. Weiterhin können Sie mit sprachspezifischen Konvertern Ihre Dokumente auch in &postscript; oder PDF umwandeln. Kernel und Dateisysteme Das FreeBSD-Dateisystem (FFS) unterstützt 8-Bit, so dass es mit C-char Zeichensätzen (siehe &man.multibyte.3;) verwendet werden kann. Der Zeichensatz wird allerdings nicht im Dateisystem gespeichert, das heißt es werden nur die 8-Bit Werte gespeichert und die Codierung wird nicht berücksichtigt. Offiziell werden Wide- oder Multibyte-Zeichensätze noch nicht unterstützt, für einige Zeichensätze existieren Patche, die eine solche Unterstützung aktivieren. Sie sind allerdings nicht im Quelltext enthalten, da sie nur schwer pflegbare Übergangslösungen sind. Die Patche und weitere Informationen erhalten Sie auf den Webseiten der betreffenden Sprache. DOS Unicode Das &ms-dos; Dateisystem von FreeBSD kann von &ms-dos;- und Unicode-Zeichensätzen nach frei wählbaren FreeBSD Zeichensätzen konvertieren. Weitere Details entnehmen Sie bitte &man.mount.msdosfs.8;. I18N-Programme übersetzen Viele FreeBSD-Ports besitzen I18N-Unterstützung, einige davon enthalten -I18N im Namen. Für diese und viele andere Programme ist keine spezielle Konfiguration notwendig. MySQL Einige Anwendungen wie MySQL müssen allerdings speziell für einen Zeichensatz in ihrem Makefile konfiguriert werden. Normalerweise wird dazu das Makefile angepasst oder configure mit einem speziellen Parameter aufgerufen. Lokalisierung für einzelne Sprachen Andrey Chernov Beigetragen von Russisch (KOI8-R Codierung) Lokalisierung russisch Weitere Informationen über die KOI8-R Codierung erhalten Sie auf der Webseite KOI8-R References (Russian Net Character Set). Einrichten der Locale Fügen Sie die folgenden Zeilen in ~/.login_conf ein: me:My Account:\ :charset=KOI8-R:\ :lang=ru_RU.KOI8-R: Weitere Erklärungen finden Sie in Einstellen der Locale. Einrichten der Konsole Fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: mousechar_start=3 Nehmen Sie zusätzlich die folgenden Einstellungen in /etc/rc.conf auf: keymap="ru.koi8-r" scrnmap="koi8-r2cp866" font8x16="cp866b-8x16" font8x14="cp866-8x14" font8x8="cp866-8x8" Benutzen Sie cons25r als Terminaltyp für jeden ttyv* Eintrag in /etc/ttys. Weitere Beispiele finden Sie in Einrichten der Konsole. Einrichten eines Druckers Drucker Die meisten Drucker mit russischen Zeichen besitzen die Codetabelle CP866, so dass ein spezielles Programm zur Übersetzung von KOI8-R nach CP866 benötigt wird. Zu diesem Zweck ist /usr/libexec/lpr/ru/koi2alt im Basissystem enthalten. Der Eintrag für einen Drucker mit russischer Sprachunterstützung in /etc/printcap sieht wie folgt aus: lp|Russian local line printer:\ :sh:of=/usr/libexec/lpr/ru/koi2alt:\ :lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/output/lpd:lf=/var/log/lpd-errs: Näheres erfahren Sie in &man.printcap.5;. &ms-dos; Dateisystem und russische Dateinamen Russische Dateinamen auf &ms-dos; Dateisystemen werden mit dem folgenden Eintrag in /etc/fstab erkannt: /dev/ad0s2 /dos/c msdos rw,-Wkoi2dos,-Lru_RU.KOI8-R 0 0 Die Option legt die Locale fest. Die Option legt die Zeichenumwandlung fest. Stellen Sie sicher, dass /usr eingehangen ist, bevor Sie die &ms-dos;-Partition einhängen, da die Tabellen zur Zeichenumwandlung in /usr/libdata/msdosfs liegen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Hilfeseite &man.mount.msdosfs.8;. Einrichten von X11 Richten Sie zunächst die normale Lokalisierung ein. Wenn Sie &xorg; verwenden, installieren Sie den Port x11-fonts/xorg-fonts-cyrillic. Im Abschnitt "Files" von /etc/X11/xorg.conf fügen Sie den folgende Eintrag vor allen anderen FontPath Einträgen ein: FontPath "/usr/local/lib/X11/fonts/cyrillic" Zusätzliche kyrillische Schriftarten finden Sie in der Ports-Sammlung. Die Unterstützung für eine russische Tastatur aktivieren Sie im "Keyboard" Abschnitt von xorg.conf: Option "XkbLayout" "us,ru" Option "XkbOptions" "grp:toggle" Stellen Sie zudem sicher, dass XkbDisable deaktiviert (auskommentiert) ist. Beim Einsatz von grp:toggle können Sie mit Right Alt (Alt Gr) zwischen dem RUS- und LAT-Modus wechseln, verwenden Sie hingegen grp:ctrl_shift_toggle, so erfolgt der Wechsel mit Ctrl Shift . Für grp:caps_toggle ist zum Wechseln des RUS/LAT-Modus CapsLock zuständig. Die alte Funktion von CapsLock steht nur im LAT-Modus mit der Tastenkombination Shift CapsLock zur Verfügung. grp:caps_toggle funktioniert aus unbekannten Gründen unter &xorg; nicht. Wenn Ihre Tastatur &windows;-Tasten besitzt und nicht-alphanumerische Tasten im RUS-Modus nicht funktionieren, fügen Sie die folgende Zeile in xorg.conf ein: Option "XkbVariant" ",winkeys" Die russische XKB-Tastatur funktioniert vielleicht nicht mit nicht-lokalisierten Anwendungen. Lokalisierte Anwendungen sollten mindestens die Funktion XtSetLanguageProc (NULL, NULL, NULL); frühzeitig aufrufen. Weitere Informationen über die Lokalisierung von X11-Anwendungen erhalten Sie auf der Webseite KOI8-R for X Window. Traditionell chinesische Lokalisierung für Taiwan Lokalisierung traditionell chinesisch Das taiwanesische FreeBSD Project stellt ein Tutorium unter zur Verfügung, das viele chinesische Anwendungen benutzt. Der Editor des FreeBSD Chinese HOWTOs ist Shen Chuan-Hsing statue@freebsd.sinica.edu.tw. Chuan-Hsing Shen statue@freebsd.sinica.edu.tw hat mithilfe des Tutoriums die Chinese FreeBSD Collection (CFC) geschaffen. Die Pakete und Skripten stehen unter . Deutsche Lokalisierung (für alle ISO 8859-1 Sprachen) Lokalisierung deutsch Von Slaven Rezic eserte@cs.tu-berlin.de stammt ein Tutorium, das die Benutzung von Umlauten mit FreeBSD beschreibt. Das Tutorium ist in Deutsch verfasst und unter verfügbar. Griechische Lokalisierung Lokalisierung griechisch Nikos Kokkalis nickkokkalis@gmail.com hat einen ganzen Artikel über die Griechisch-Unterstützung in &os; geschrieben. Er ist als Teil der offiziellen &os; Dokumentation auf Griechisch erhältlich unter http://www.freebsd.org/doc/el_GR.ISO8859-7/articles/greek-language-support/index.html. Bitte beachten Sie, dass dies nur für Griechisch gilt. Japanische und koreanische Lokalisierung Lokalisierung japanisch Lokalisierung koreanisch Informationen über die japanische Lokalisierung entnehmen Sie bitte , Informationen über die koreanische Lokalisierung erhalten Sie unter . Nicht-englische FreeBSD-Dokumentation Teile vor FreeBSD Dokumentation wurden in andere Sprachen übersetzt. Folgen Sie bitte den Links auf der FreeBSD-Webseite oder schauen Sie in /usr/share/doc nach. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/printing/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/printing/chapter.sgml index 7b3ee815e3..550fe0a37b 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/printing/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/printing/chapter.sgml @@ -1,5595 +1,5595 @@ Sean Kelly Beigetragen von Jim Mock Restrukturiert und aktualisiert durch Stefan Bethke Übersetzt von Drucken Übersicht LPD spooling system drucken Mit &os; können Sie viele unterschiedliche Drucker benutzen, von den ältesten Nadeldruckern bis zu den neuesten Laserdruckern, und allen möglichen Geräten dazwischen. Auf diese Weise können Sie hochwertige Ausdrucke mit Ihren Programmen erzeugen. Sie können &os; auch so konfigurieren, dass es Druckaufträge von anderen Computern über Ihr lokales Netzwerk entgegennimmt, seien es &windows;-, &macos;- oder andere &os;-Computer. &os; stellt sicher, dass die Druckaufträge in der richtigen Reihenfolge bearbeitet werden und kann optional ein Deckblatt mit dem Namen des Auftraggebers eines Druckauftrags aufgeben. &os; kann auch Statistiken über die Computer und Benutzer führen, die Ausdrucke in Auftrag geben. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie: &os;-Druckerwarteschlangen einrichten. Druckfilter installieren, die Druckaufträge je nach Bedarf besonders behandeln und z.B. Dokumente automatisch in eine Form umwandeln, die Ihr Drucker versteht. Druckaufträge mit einem Deckblatt versehen können. Mit einem Drucker drucken können, der an einen anderen Computer angeschlossen ist. Mit einem Drucker drucken können, der direkt an das Netzwerk angeschlossen ist. die Größe von Druckaufträgen beschränken können, oder bestimmte Benutzer von den Benutzung des Drucksystems ausschließen können. Statistiken aufzeichnen und die Benutzung des Drucksystems nach Benutzern und Computern aufschlüsseln können. Probleme beim Drucken diagnostizieren und beheben können. Bevor Sie dieses Kapitel lesen: Machen Sie sich mit der Konfiguration und Installation eines neuen Kernels vertraut (). Einführung Um einen Drucker mit &os; zu benutzen, können Sie das Berkeley Line Printer Spooling System, das auch als LPD-Drucksystem oder nur als LPD bekannt ist, verwenden. Dieses System zur Verwaltung von Druckaufträgen ist das Standardsystem in &os;. Dieses Kapitel führt Sie in LPD und dessen Konfiguration ein. Wenn Sie bereits mit LPD oder einem anderen Drucksystem vertraut sind, können Sie direkt im Abschnitt Einfache Drucker-Konfiguration weiterlesen. LPD steuert alle Aspekte rund um die Drucker, die an den Computer angeschlossen sind. Es ist verantwortlich für: Die Zugriffskontrolle für direkt und über das Netzwerk angeschlossene Drucker. Druckaufträge Die Entgegennahme von Dateien, die gedruckt werden sollen; eine so an das Drucksystem übergebene Datei wird als Druckauftrag bezeichnet. Den gleichzeitigen Zugriff von mehreren Benutzern auf einen Drucker. Alle Druckaufträge werden in einer Druckerwarteschlange gesammelt, und nacheinander abgearbeitet. Den Druck von Deckblättern (auch als Banner- oder Burst-Seiten bezeichnet), damit Benutzer ihre Druckaufträge schnell innerhalb eines Stapels von ausgedruckten Dokumenten finden können. Das Einstellen der korrekten Kommunikations-Parameter für Drucker, die seriell angeschlossen sind. Das Senden von Druckaufträgen an ein LPD-System auf einem anderen Computer. Das Ausführen von speziellen Filtern, um Druckaufträge in die unterschiedlichen Seitenbeschreibungssprachen umzusetzen oder an die Fähigkeiten eines Druckers anzupassen. Das Erfassen von Verrechnungsdaten für Druckaufträge. Sie können LPD alle diese Funktionen, oder auch nur einen Teil davon, ausführen lassen, indem Sie die Konfigurationsdatei (/etc/printcap) anpassen, und indem Sie spezielle Filterprogramme bereitstellen. Vorteile des Drucksystems Wenn Sie der einzige Benutzer sind, der mit Ihrem Computer arbeitet, fragen Sie sich vielleicht, warum Sie die Konfigurationsarbeit für das Drucksystem auf sich nehmen sollten, wenn Sie Deckblätter, Abrechnungsdaten oder Zugriffskontrolle nicht benötigen. Obwohl Sie direkt auf den Drucker zugreifen können, bietet LPD eine Reihe von Vorteilen: LPD druckt im Hintergrund; Sie müssen nicht erst darauf warten, dass Ihr Druckauftrag an den Drucker übermittelt worden ist. &tex; LPD kann Druckaufträge mit Kopf- oder Fußzeilen versehen, oder ein spezielles Dateiformat, wie DVI von &tex;, automatisch in ein für den Drucker verständliches Format umwandeln; Sie müssen diese Schritte nicht manuell ausführen. Viele freie und kommerzielle Programme, mit denen Sie drucken können, erwarten, mithilfe des LPD-Drucksystems zu drucken. Wenn Sie das Drucksystem konfiguriert haben, können Sie einfacher mit neuer oder auch vorhandener Software drucken. Grund-Konfiguration Um einen Drucker mit dem LPD-Drucksystem benutzen zu können, müssen Sie sowohl Ihren Drucker und die Drucker-Schnittstelle als auch das LPD-Drucksystem konfigurieren. Dieser Abschnitt beschreibt zwei Konfigurationen: Abschnitt Einfache Drucker-Konfiguration beschreibt, wie Sie einen Drucker an Ihren Computer anschließen und LPD so konfigurieren, dass Sie Textdateien zum Drucker senden können. Abschnitt Erweiterte Drucker-Konfiguration beschreibt, wie Sie mit speziellen Dateiformaten umgehen können, wie Sie Deckblätter drucken können, wie Sie den Zugriff auf Drucker einschränken können, und wie Sie Verrechnungsdaten aufzeichnen können. Einfache Drucker-Konfiguration Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie die LPD-Software konfigurieren, um Ihren Drucker zu benutzen. Diese Grundlagen werden erklärt: Abschnitt Hardware-Konfiguration erläutert, wie Sie Ihren Drucker an Ihren Computer anschließen können. Abschnitt Software-Konfiguration erklärt, wie Sie die LPD-Konfigurationsdatei (/etc/printcap) anpassen. Wenn Sie einen Drucker einrichten möchten, der über das Netzwerk angeschlossen ist (anstatt über die serielle oder parallele Schnittstelle), lesen Sie bitte Abschnitt Drucker mit direkter TCP-Schnittstelle. Obwohl dieser Abschnitt Grund-Konfiguration heißt, ist die Konfiguration relativ komplex. Es ist vergleichsweise schwierig, einen Drucker mit Ihrem Computer und dem LPD-Drucksystem zu verbinden. Die weiteren Optionen, wie Kopfzeilen oder Deckblätter, sind einfach zu konfigurieren, sobald die Grund-Konfiguration erfolgreich abgeschlossen ist. Hardware-Konfiguration Dieser Abschnitt beschreibt, über welche Schnittstellen Sie einen Drucker mit Ihrem Computer verbinden können. Er behandelt sowohl die Schnittstellen und Kabel, als auch die Kerneloptionen, die Sie benötigen, um &os; mit Ihrem Drucker kommunizieren zu lassen. Wenn Sie Ihren Drucker bereits erfolgreich mit einem anderen Betriebssystem auf Ihrem PC eingesetzt haben, können Sie wahrscheinlich mit dem Abschnitt Software-Konfiguration fortfahren. Schnittstellen und Kabel Praktisch alle Drucker unterstützen mindestens eine dieser Schnittstellen: Drucker serielle Seriell angeschlossene Drucker werden über eine serielle Schnittstelle (auch RS-232 oder COM-Schnittstelle genannt) mit Ihrem Computer verbunden. Diese Schnittstelle wird von vielen unterschiedlichen Systemen verwendet. Serielle Kabel sind leicht erhältlich und können auch einfach selbst hergestellt werden. Einige Drucker erfordern möglicherweise ein spezielles Kabel oder besondere Kommunikationseinstellungen. Die meisten seriellen Schnittstellen von PCs besitzen eine maximale Datenübertragungsrate von 115200 bps; zum Ausdruck großer Grafiken sind serielle Drucker daher ungeeignet. Drucker parallele Parallel angeschlossene Drucker werden über eine parallele Schnittstelle mit Ihrem Computer verbunden. Diese Schnittstelle wird hauptsächlich von PCs und Workstations benutzt. Die Schnittstelle bietet eine höhere Datenübertragungsrate als serielle Schnittstellen. Kabel sind leicht erhältlich, sind aber vergleichsweise schwer selbst herzustellen. Üblicherweise brauchen keine Kommunikationsparameter festgelegt zu werden; dies macht die Einrichtung sehr einfach. Centronics Drucker, parallele Die parallele Schnittstelle wird auch als Centronics-Schnittstelle bezeichnet, nach dem Namen des Steckverbinders, der hier häufig zum Einsatz kommt. Drucker USB USB-Schnittstelle (Universal Serial Bus) bieten noch höhere Geschwindigkeiten als parallele Schnittstellen oder serielle RS-232-Schnittstellen. USB-Kabel sind einfach und billig. Zum Drucken ist die USB-Schnittstelle besser geeignet als serielle oder parallele Schnittstellen, auf vielen &unix; Systemen werden USB-Schnittstellen jedoch nur unzureichend unterstützt. Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie sich einen Drucker anschaffen, der sowohl eine USB-Schnittstelle als auch eine parallele Schnittstelle besitzt (viele Drucker besitzen heute beide Schnittstellen). Im Allgemeinen versenden parallele Schnittstellen Daten nur in eine Richtung (vom Computer zum Drucker), serielle Schnittstellen und USB-Schnittstellen versenden Daten in beide Richtungen. Moderne parallele Schnittstellen (EPP and ECP) übertragen Daten bi-direktional nach dem Standard IEEE 1284. PostScript Ein Drucker kann auf zwei Arten bi-direktional angesprochen werden. Die erste Methode benutzt einen Druckertreiber, der die herstellerspezifische Sprache des Druckers beherrscht. Diese Methode wird oft mit Tintenstrahl-Druckern eingesetzt und dazu benutzt, den Füllstand der Tintenpatronen und andere Status-Informationen auszugeben. Die zweite Methode wird benutzt, wenn der Drucker &postscript; beherrscht. Da ein &postscript;-Druckauftrag ein komplettes Programm ist, kann es auch Daten an den Computer zurückliefern, ohne überhaupt eine Seite Papier zu bedrucken. Auf diesem Wege werden auch Probleme wie z.B. ein Papierstau vom Drucker an den Computer übermittelt. Darüberhinaus ist dies die effektivste Methode, um die tatsächlich gedruckte Anzahl an Seiten vom Drucker abzufragen: ein &postscript;-Programm ermittelt jeweils vor und direkt nach einem Druckauftrag den Seitenzähler des Druckers, und vergleicht die beiden Zählerwerte. Parallele Schnittstellen Um einen Drucker mit paralleler Schnittstelle an Ihren Computer anzuschließen, verbinden Sie den Drucker mit einer parallelen Schnittstelle Ihres Computers. Die Dokumentation zu Ihrem Drucker oder Computer sollte Ihnen hier weiterhelfen. Notieren Sie sich, mit welcher parallelen Schnittstelle des Computers Sie den Drucker verbunden haben. Die meisten Computer haben lediglich eine parallele Schnittstelle. Der &os;-Gerätename der ersten Schnittstelle lautet ppc0, der der zweiten ppc1, und so weiter. Der Gerätename für den Drucker an der ersten parallelen Schnittstelle folgt dem selben Schema und lautet /dev/lpt0, usw. Serielle Schnittstellen Um einen Drucker mit serieller Schnittstelle an Ihren Computer anzuschließen, verbinden Sie den Drucker mit einer seriellen Schnittstelle Ihres Computers. Die Dokumentation zu Ihrem Drucker oder Computer sollte Ihnen hier weiterhelfen. Sollten Sie sich nicht sicher sein, welches das richtige Kabel ist, können Sie eine dieser Alternativen ausprobieren: Ein Modemkabel verbindet alle Anschlüsse an einem Ende des Kabels eins-zu-eins mit den Anschlüssen am anderen Ende des Kabels. Ein solches Kabel wird auch als (engl.) DTE-to-DCE- oder DEE-zu-DÜE-Kabel bezeichnet. Nullmodemkabel Ein Nullmodemkabel verbindet einige Signale eins-zu-eins, andere über Kreuz (z.B. Sende- und Empfangsleitung), und verbindet einige weitere direkt im Stecker miteinander. Ein solches Kabel wird auch als (engl.) DTE-to-DTE- oder DEE-zu-DEE-Kabel bezeichnet. Ein Serielles Druckerkabel schließlich, das für einige spezielle Drucker benötigt wird, verbindet zusätzliche Signale miteinander, anstatt sie im Stecker zurückzuführen. Baudrate Parität Flusssteuerung Sie sollten auch die Kommunikationsparameter am Drucker einstellen; üblicherweise gibt es dazu DIP-Schalter, oder eine Option in der Menüführung am Drucker. Wählen Sie die höchste Bitrate (auch als bps Bits pro Sekunde oder Baudrate bezeichnet), die sowohl Ihr Drucker als auch Ihr Computer unterstützen. Wählen Sie 7 oder 8 Bits, gerade, ungerade oder keine Parität, und ein oder zwei Stoppbits. Wählen Sie die Art der Flusssteuerung: keine, XON/XOFF (auch als in-band- oder Software-Flusssteuerung bezeichnet), oder Hardware. Notieren Sie sich diese Einstellungen, damit Sie sie später bei der Software-Konfiguration zur Verfügung haben. Software-Konfiguration Dieser Abschnitt beschreibt die notwendigen Konfigurationsschritte, damit Sie mit dem &os;-LPD-System drucken können. Diese Schritte müssen Sie ausführen: Konfigurieren Sie Ihren Kernel, soweit notwendig, um die Schnittstelle benutzen zu können, an die Ihr Drucker angeschlossen ist. Abschnitt Kernel-Konfiguration erklärt, welche Optionen Sie benötigen. Konfigurieren Sie die Kommunikationseinstellungen für die parallele Schnittstelle, sofern Sie sie benutzen. Abschnitt Kommunikationseinstellungen für die parallele Schnittstelle enthält die Details. Prüfen Sie, ob Sie Daten an den Drucker senden können. Abschnitt Prüfen der Drucker-Kommunikation führt eine Reihe von Möglichkeiten auf. Konfigurieren Sie LPD für Ihren Drucker, indem Sie die Konfigurationsdatei /etc/printcap anpassen. Details dazu finden Sie im Abschnitt LPD aktivieren: die /etc/printcap-Datei. Kernel-Konfiguration Der Betriebssystem-Kernel ist für eine bestimmte Kombination aus Geräten kompiliert. Dies schließt Ihre seriellen oder parallelen Schnittstellen mit ein. Dementsprechend kann es notwendig sein, die Kernelkonfiguration um weitere Schnittstellen zu erweitern. So können Sie prüfen, ob Ihr Kernel die serielle Schnittstelle unterstützt, an die Sie den Drucker angeschlossen haben: &prompt.root; grep sioN /var/run/dmesg.boot Ersetzen Sie N durch die Nummer der seriellen Schnittstelle, beginnend bei Null. Wenn Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden erhalten, unterstützt ihr Kernel diese Schnittstelle: sio2 at port 0x3e8-0x3ef irq 5 on isa sio2: type 16550A Erhalten Sie keine Ausgabe, oder eine Fehlermeldung, wird die Schnittstelle nicht korrekt unterstützt. So können Sie prüfen, ob Ihr Kernel die parallele Schnittstelle unterstützt, an die Sie den Drucker angeschlossen haben: &prompt.root; grep ppcN /var/run/dmesg.boot Ersetzen Sie N durch die Nummer der parallelen Schnittstelle, beginnend bei Null. Wenn Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden erhalten, unterstützt ihr Kernel diese Schnittstelle: ppc0: <Parallel port> at port 0x378-0x37f irq 7 on isa0 ppc0: SMC-like chipset (ECP/EPP/PS2/NIBBLE) in COMPATIBLE mode ppc0: FIFO with 16/16/8 bytes threshold Erhalten Sie keine Ausgabe, oder eine Fehlermeldung, wird die Schnittstelle nicht korrekt unterstützt. Gegebenenfalls müssen Sie Ihren Kernel umkonfigurieren und neu kompilieren, damit die von Ihnen gewählte Schnittstelle unterstützt wird. Um Unterstützung für eine serielle Schnittstelle hinzuzufügen, lesen Sie bitte Kapitel Konfiguration des &os; Kernels. Um eine parallele Schnittstelle hinzuzufügen, lesen Sie bitte ebenfalls jenes Kapitel als auch den folgenden Abschnitt Kommunikationseinstellungen für die parallele Schnittstelle. Kommunikationseinstellungen für die parallele Schnittstelle Wenn Sie die parallele Schnittstelle zur Kommunikation mit Ihrem Drucker benutzen, haben Sie die Wahl zwischen Interrupt-gesteuerter oder Polling-Datenübertragung. Der generische Druckergerätetreiber &man.lpt.4; in &os; benutzt das &man.ppbus.4;-System, das die parallele Schnittstelle mithilfe des &man.ppc.4;-Treibers steuert. Die Interrupt-gesteuerte Datenübertragung ist die Voreinstellung im GENERIC-Kernel. Der Treiber benutzt eine IRQ-Leitung, um zu erfahren, wann der Drucker weitere Daten empfangen kann. Bei der Polling-Methode prüft der Treiber in regelmäßigen Abständen, ob weitere Daten übertragen werden können. Die Interrupt-gesteuerte Methode ist überlicherweise schneller und verbraucht weniger Rechenzeit als die Polling-Methode, es wird jedoch eine eigene IRQ-Leitung für die Schnittstelle benötigt. Darüberhinaus kann es mit einigen Druckermodellen zu Problemen kommen, wenn die Interrupt-gesteuerte Übertragung zum Einsatz kommt. Die können die Kommunikationseinstellung entweder in der Kernel-Konfiguration wählen, oder mittels des &man.lptcontrol.8;-Programms zur Laufzeit einstellen. So legen Sie die Kommunikationseinstellung in der Kernel-Konfiguration fest: Ändern Sie Ihre Kernel-Konfigurationsdatei. Finden Sie die Zeile, die mit device ppc0 beginnt. Wenn Sie die zweite parallele Schnittstelle konfigurieren möchten, suchen Sie nach device ppc1, für die dritte Schnittstelle ppc2, usw. Um die Interrupt-Steuerung zu aktivieren, passen Sie die folgende Zeile an: hint.ppc.0.irq="N" Ersetzen Sie N durch die Nummer der IRQ-Leitung, die dieser parallelen Schnittstelle zugewiesen ist. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kernel-Konfigurationsdatei den &man.ppc.4;-Treiber enthält: device ppc Wenn Sie den Polling-Modus verwenden möchten, entfernen Sie die folgende Zeile aus /boot/device.hints: hint.ppc.0.irq="N" Sollte der Treiber die Schnittstelle dennoch im Interrupt-Modus betreiben, könnte dies an der Aktivierung durch das &man.acpi.4;-System in &os; liegen. Bitte prüfen Sie die ACPI- und die BIOS-Konfiguration. Wenn Sie Ihre Kernel-Konfigurationsdatei angepasst haben, kompilieren und installieren Sie nun einen neuen Kernel. Das Kapitel Konfiguration des &os;-Kernels enthält weitere Details dazu. So können Sie die Kommunikationseinstellung mit&man.lptcontrol.8; ändern: Um die Interrupt-Steuerung für die Schnittstelle N zu aktivieren, geben Sie ein: &prompt.root; lptcontrol /dev/lptN Um den Polling-Modus für die Schnittstelle N zu aktivieren, geben Sie ein: &prompt.root; lptcontrol /dev/lptN Sie können diesen Befehl in /etc/rc.local aufnehmen, damit er bei jedem Systemstart automatisch ausgeführt wird. &man.lptcontrol.8; enthält weitere Informationen. Kommunikation mit den Drucker prüfen Bevor Sie mit der Konfiguration des LPD-Drucksystems fortfahren, sollten Sie sicherstellen, das Sie erfolgreich Daten an Ihren Drucker senden können. Es ist deutlich einfacher, Kommunikations- und Konfigurationsprobleme unabhängig voneinander zu lösen. Der Drucker kann mit einem Probeausdruck getestet werden. Für alle Drucker, die normalen Text unmittelbar drucken können, bietet sich das Programm &man.lptest.1; an: es produziert alle 96 druckbaren ASCII-Zeichen auf 96 Zeilen. PostScript Für einen &postscript;-Drucker (oder andere Drucker, die eine Seitenbeschreibungssprache verwenden) muss ein passendes Programm an den Drucker gesendet werden, z.B. dieses: %!PS 100 100 moveto 300 300 lineto stroke 310 310 moveto /Helvetica findfont 12 scalefont setfont (Funktioniert dieser Drucker?) show showpage Sie können dieses ProstScript-Programm in einer Datei speichern, und mit den Beispielen in den folgenden Abschnitt verwenden. PCL Nicht alle Drucker, die eine Seitenbeschreibungssprache verwenden, benötigen ein Test-Programm: z.B. HPs PCL (das auch in vielen kompatiblen Druckern zum Einsatz zu kommt), versteht normalen Text. Besondere Escape-Sequenzen werden benutzt, um die erweiterten Möglichkeiten aufzurufen. &postscript;-Drucker können in der Regel keinen normalen Text direkt verarbeiten, weil sie ein &postscript;-Programm erwarten, das eine Seite produziert. Einen Paralleldrucker prüfen Drucker parallele Dieser Abschnitt führt vor, wie Sie die Kommunikation mit Ihrem Drucker über die parallele Schnittstelle prüfen können. So testen Sie einen Drucker an einer parallelen Schnittstelle: Werden Sie root mithilfe des &man.su.1;-Befehls. Senden Sie Testdaten an den Drucker. Wenn Ihr Drucker reinen Text direkt drucken kann, verwenden Sie &man.lptest.1;: &prompt.root; lptest > /dev/lptN Ersetzen Sie N durch die Nummer der parallelen Schnittstelle, an die der Drucker angeschlossen ist (angefangen bei Null). Wenn Ihr Drucker &postscript; (oder eine andere Seitenbeschreibungssprache) versteht, senden Sie ein passendes Testprogramm an den Drucker. Geben Sie folgenden Befehl ein: &prompt.root; cat file > /dev/lptN Ersetzen Sie N durch die Nummer der parallelen Schnittstelle, an die der Drucker angeschlossen ist (angefangen bei Null). Geben Sie nun das Testprogramm ein, Zeile für Zeile. Kontrollieren Sie jede Zeile, bevor Sie die Eingabetaste drücken: Sie können die Zeile später nicht mehr ändern. Zum Schluss tippen Sie Ctrl D . Wenn Sie ein anderes Zeichen nutzen, um das Ende der Datei anzuzeigen, müssen Sie natürlich die entsprechende Tastenkombination für dieses Zeichen betätigen. Sie können das Testprogramm auch in einer Datei speichern, und dann diesen Befehl aufrufen: &prompt.root; cat Testprogramm > /dev/lptN Ersetzen Sie Testprogramm durch den Dateinamen, unter dem Sie das Testprogramm gespeichert haben. Der Drucker sollte einige Zeilen oder eine Seite drucken. Machen Sie sich keine Sorgen über falsche Formatierungen: die Software-Konfiguration enthält Informationen zum Umformatieren von Druckaufträgen. Einen seriellen Drucker prüfen Drucker serielle Dieser Abschnitt führt vor, wie Sie die Kommunikation mit Ihrem Drucker über die parallele Schnittstelle prüfen können. So testen Sie einen Drucker an einer seriellen Schnittstelle: Werden Sie root mithilfe des &man.su.1;-Befehls. Ändern Sie die Datei /etc/remote. Fügen Sie den folgenden Eintrag hinzu: printer:dv=/dev/port:br#bps-rate:pa=parity Baudrate serieller Anschluss Parität Ersetzen Sie Gerät durch den Gerätenamen der seriellen Schnittstelle (ttyd0 für die erste, ttyd1 für die zweite, usw.), Baudrate ist die Geschwindigkeit und Parität die Parität (even für gerade, odd für ungerade oder none für keine), die Sie am Drucker eingestellt haben. Hier ein Beispieleintrag für einen Drucker, der über die dritte serielle Schnittstelle angeschlossen ist, mit 19.200 Baud kommuniziert und keine Parität verwendet: printer:dv=/dev/ttyd2:br#19200:pa=none Verbinden Sie sich mit dem Drucker über den Befehl &man.tip.1;: &prompt.root; tip printer Kommt es hierbei zu einer Fehlermeldung, ändern Sie den Eintrag in /dev/cuaaN und verwenden Sie /dev/cuaaN statt /dev/ttydN. Senden Sie Testdaten an den Drucker. Wenn Ihr Drucker reinen Text direkt drucken kann, verwenden Sie &man.lptest.1;: &prompt.user; $lptest Wenn Ihr Drucker &postscript; (oder eine andere Seitenbeschreibungssprache) versteht, senden Sie ein passendes Testprogramm an den Drucker. Geben Sie das Testprogramm ein, Zeile für Zeile. Kontrollieren Sie jede Zeile, bevor Sie die Eingabetaste drücken: Sie können die Zeile später nicht mehr ändern. Zum Schluss tippen Sie Control-D. Sie können das Testprogramm auch in einer Datei speichern, und dann diesen Befehl aufrufen: &prompt.user; >Testprogramm Ersetzen Sie Testprogramm durch den Dateinamen, unter dem Sie das Testprogramm gespeichert haben. Nachdem &man.tip.1; die Datei gesendet hat, tippen Sie Control-D. Der Drucker sollte einige Zeilen oder eine Seite drucken. Machen Sie sich keine Sorgen über falsche Formatierungen: die Software-Konfiguration enthält Informationen zum Umformatieren von Druckaufträgen. <application>LPD</application> aktivieren: die <filename>/etc/printcap</filename>-Datei Nachdem Sie Ihren Drucker angeschlossen haben, Ihren Kernel richtig konfiguriert haben und erfolgreich einen Testausdruck produziert haben, können Sie nun das LPD-System konfigurieren. Sie konfigurieren LPD, indem Sie die Datei /etc/printcap anpassen. Da LPD die Datei jedes Mal liest, wenn eine Aktion durchgeführt wird, werden Änderungen an der Konfiguration sofort aktiv. Drucker Eigenschaften Die &man.printcap.5;-Datei ist einfach aufgebaut. Sie können /etc/printcap mit Ihrem bevorzugten Texteditor bearbeiten. Sie verwendet dasselbe Format wie auch /usr/share/misc/termcap oder /etc/remote. Informationen zum Format finden Sie in &man.cgetent.3;. Die Grund-Konfiguration des LPD-Systems beinhaltet diese Schritte: Wählen Sie einen Namen (und einige praktische Abkürzungen) für die Druckerwarteschlage, und tragen Sie ihn in die /etc/printcap-Datei ein. Abschnitt Einen Namen wählen enthält weitere Informationen. Deckblätter Schalten Sie den Druck von Deckblättern aus (dies ist standardmäßig eingeschaltet), indem Sie das Attribut sh setzen. Abschnitt Den Druck von Deckblättern ausschalten erklärt, wie Sie dies tun können. Legen Sie ein Pufferverzeichnis für die Warteschlange an, und geben Sie den Pfad mittels des sd-Attributs an: siehe Abschnitt Das Pufferverzeichnis anlegen. Geben Sie den Gerätenamen für Ihren Drucker mittels des lp-Attributs an: siehe Abschnitt Festlegen der Drucker-Gerätedatei. Ist Ihr Drucker über eine serielle Schnittstelle angeschlossen, benutzen Sie das Attribut ms#, wie dies in Abschnitt Festlegen der Kommunikationsparameter beschrieben ist. Installieren Sie einen Filter für reinen Text: siehe Abschnitt Den Textfilter installieren. Testen Sie die Konfiguration, indem Sie etwas mit dem &man.lpr.1;-Befehl drucken. Die Abschnitte Die Konfiguration testen und Fehlersuche und Problembehebung enthalten weitere Informationen. Drucker, die eine Seitenbeschreibungssprache wie &postscript; verwenden, können keinen reinen Text drucken. Es wird deshalb angenommen, dass Sie nur solche Dateien drucken, die Ihr Drucker verarbeiten kann. Viele Anwender erwarten, dass sie normalen Text auf allen Druckern drucken können. Viele Programme, die mit LPD zusammenarbeiten, gehen ebenfalls von dieser Annahme aus. Wenn Sie einen &postscript;-Drucker installieren, und Sie sowohl &postscript;- als auch Textdateien drucken möchten, sollten Sie einen weiteren Konfigurationsschritt ausführen und einen Text-zu-&postscript;-Filter installieren. Der Abschnitt Drucken von reinen Textdateien auf einem &postscript;-Drucker erklärt, wie Sie dies tun können. Einen Namen wählen Der erste einfache Schritt ist, einen Namen für Ihren Drucker zu wählen. Sie können diesen Namen frei wählen, Sie sollten allerdings keine Sonderzeichen oder Umlaute verwenden. Sie können mehrere Alias-Namen vergeben. Ein Drucker in /etc/printcap sollte den Alias lp haben. Dieser Name wird standardmäßig von allen Druckbefehlen verwendet, wenn auf der Befehlszeile oder in der PRINTER-Umgebungsvariablen kein anderer Drucker angegeben ist. Ebenso ist es üblich, eine ausführliche Beschreibung des Druckermodells als letzten Alias-Namen zu verwenden. Sobald Sie einen Namen und einige einfache Alias-Namen ausgewählt haben, tragen Sie sie in die Datei /etc/printcap ein. Beginnen Sie die Zeile mit dem Namen des Druckers und fügen Sie alle Alias-Namen an. Trennen Sie die Namen durch den senkrechten Strich |. Fügen Sie an das Ende der Zeile einen Doppelpunkt : an. Das folgende Beispiel definiert zwei Drucker, einen Diablo 630 Zeilendrucker, und einen Panasonic KX-P4455 &postscript;-Laserdrucker: # # /etc/printcap for host rose # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4: Der erste Drucker hat den Namen rattan, und hat die Alias-Namen line, diablo, lp und Diablo 630 Line Printer. Da er den Alias-Namen lp trägt, wird er standardmäßig von den Druckprogrammen verwendet. Der zweite Drucker heißt bamboo, und hat die Alias-Namen ps, PS, S, panasonic und Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4. Keine Deckblätter drucken drucken Deckblatt Standardmäßig druckt das LPD-System ein Deckblatt vor jedem Druckauftrag, die den Namen des Druckauftrags, den Benutzer und den Computer angibt. Während der Einrichtung des Systems und beim Testen stört das Deckblatt allerdings, weshalb Sie sie zunächst deaktivieren sollten. Um den Druck von Deckblättern zu deaktivieren, fügen Sie das Attribut sh zur Druckerdefinition in /etc/printcap hinzu. Hier ein Beispiel: # # /etc/printcap for host rose - no header pages anywhere # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh: Beachten Sie die korrekte Formatierung: die beiden Definitionen beginnen auf einer Zeile; weitere Zeilen der Definition sind mit einem Tab-Zeichen eingerückt, und alle Zeilen einer Definition, bis auf die letzte, enden mit dem Backslash \. Das Pufferverzeichnis anlegen Pufferverzeichnis Druckaufträge Der nächste Schritt ist, das Pufferverzeichnis anzulegen. In diesem Verzeichnis werden Druckaufträge zwischengespeichert, während sie gedruckt werden. Gleichzeitig werden hier auch einige Verwaltungsdateien des Systems abgelegt. Da sich die Dateien in diesem Verzeichnis häufig ändern, ist es üblich, das Verzeichnis unter /var/spool anzulegen. Es ist nicht notwendig, Sicherungskopien der Dateien herzustellen; das Verzeichnis kann nötigenfalls leicht mit &man.mkdir.1; wieder angelegt werden. Es ist auch üblich, dem Verzeichnis denselben Namen wie dem Drucker zu geben: &prompt.root; mkdir /var/spool/printer-name Wenn Sie viele Drucker verwenden, ist es am besten, wenn Sie für die Pufferverzeichnisse ein eigenes Unterverzeichnis in /var/spool anlegen, wie dies hier für die beiden Beispieldrucker rattan und bamboo gezeigt wird: &prompt.root; mkdir /var/spool/lpd &prompt.root; mkdir /var/spool/lpd/rattan &prompt.root; mkdir /var/spool/lpd/bamboo Um zu verhindern, dass alle Benutzer den Inhalt aller Druckaufträge einsehen können, sollten Sie die Rechte auf den Pufferverzeichnissen einschränken. Die Verzeichnisse sollten dem Benutzer daemon und der Gruppe daemon gehören, und auch nur vom Benutzer und der Gruppe les-, schreib- und durchsuchbar sein. Für unsere Beispieldrucker: &prompt.root; chown daemon:daemon /var/spool/lpd/rattan &prompt.root; chown daemon:daemon /var/spool/lpd/bamboo &prompt.root; chmod 770 /var/spool/lpd/rattan &prompt.root; chmod 770 /var/spool/lpd/bamboo Schließlich müssen Sie dem LPD-System noch mitteilen, wo Sie die Pufferverzeichnisse angelegt haben. Dazu geben Sie in der Definition das Attribut sd an: # # /etc/printcap for host rose - added spooling directories # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/rattan: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo: Beachten Sie, dass der Druckername in der ersten Spalte beginnt, und dass alle Folgezeilen mit einem Tab eingerückt sind. Wenn Sie das sd-Attribut nicht angeben, verwendet das System /var/spool/lpd als Verzeichnis. Festlegen der Drucker-Gerätedatei Nachdem Sie die korrekte Gerätedatei für die Schnittstelle im Abschnitt Hardware-Konfiguration identifiziert und angelegt haben, müssen Sie dem LPD-System mitteilen, welche Gerätedatei im Verzeichnis /dev es für die Datenübertragung zum Drucker verwenden soll. Geben Sie die Gerätedatei durch das Attribut lp in /etc/printcap an. Wenn rattan an die erste parallele Schnittstelle angeschlossen ist, und bamboo an die sechste serielle, dann sieht /etc/printcap so aus: # # /etc/printcap for host rose - identified what devices to use # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\ :lp=/dev/lpt0: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:\ :lp=/dev/ttyd5: Wenn Sie lp nicht angeben, versucht LPD die Gerätedatei /dev/lp zu verwenden. /dev/lp ist zurzeit in &os; nicht definiert. Wenn Ihr Drucker über eine parallele Schnittstelle angeschlossen ist, können Sie mit dem Abschnitt Den Textfilter installieren fortfahren. Verwenden Sie eine serielle Schnittstelle, beachten Sie bitte den folgenden Abschnitt. Kommunikationsparameter festlegen Drucker serielle Für seriell angeschlossene Drucker kann LPD die Geschwindigkeit, Parität und weitere Kommunikationsparameter einstellen. Dies hat folgende Vorteile: Sie können die Parameter einfach in /etc/printcap ändern, ohne das Ausgabe-Filterprogramm anpassen zu müssen. Dasselbe Ausgabe-Filterprogramm kann für unterschiedliche Drucker verwendet werden, auch wenn diese unterschiedliche Kommunikationseinstellungen benötigen. Die folgenden Attribute legen die seriellen Kommunikationsparameter fest: br#Baudrate Setzt die Übertragungsgeschwindigkeit auf Baudrate. Baudrate kann üblicherweise 50, 75, 110, 134.5, 150, 300, 600, 1200, 1800, 2400, 4800, 9600, 19200, 38400, 57600, oder 115200 Bit pro Sekunde betragen. ms#stty-Modi Setzt die Eigenschaften für das Gerät, nachdem es geöffnet wurde. Die verfügbaren Eigenschaften sind in &man.stty.1; aufgeführt. Wenn LPD das mit lp angegebene Gerät öffnet, setzt es die mit ms# angegebenen Eigenschaften. Von besonderem Interesse sind hier die Modi parenb, parodd, cs5, cs6, cs7, cs8, cstopb, crtscts und ixon, die in der &man.stty.1;-Handbuchseite erläutert werden. Für den über die sechste serielle Schnittstelle angeschlossenen Laserdrucker beträgt die Geschwindigkeit 38.400 Baud, und es werden diese Kommunikationseinstellungen verwendet: keine Parität (-parenb), 8-Bit-Zeichen (cs8), keine Modemsteuerung (clocal) und Hardware-Flusssteuerung (crtscts): bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:\ :lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts: Den Textfilter installieren Druckfilter Ein Textfilter, auch als Eingangsfilter bezeichnet, ist ein Programm, das von LPD aufgerufen wird, wenn ein Druckauftrag verarbeitet wird. Dabei wird die Standardeingabe des Programms mit der zu druckenden Datei verbunden, und die Standardausgabe mit dem im lp-Attribut angegebenen Gerät. Das Programm sollte nun die Datei einlesen, alle Übersetzungen durchführen, die für den Drucker notwendig sind, und das Ergebnis über die Standardausgabe an den Drucker senden. Textfilter werden im Abschnitt Filter genauer erläutert. Um einen einfachen Test durchzuführen, reicht ein kleines Filterprogramm, dass schlicht /bin/cat aufruft, um die Daten unverändert und den Drucker zu schicken. &os; verfügt über das Programm lpf, das Unterstreichung und Fettdruck für solche Drucker ermöglicht, die ansonsten dazu nicht in der Lage wären. Darüberhinaus gibt es viele andere Filter, die Sie einsetzen können. lpf wird im Abschnitt lpf: ein Textfilter ausführlich beschrieben. Legen Sie zunächst das folgende Shell-Skript als /usr/local/libexec/if-simple mit Ihrem bevorzugten Texteditor an: #!/bin/sh # # if-simple - Simple text input filter for lpd # Installed in /usr/local/libexec/if-simple # # Simply copies stdin to stdout. Ignores all filter arguments. /bin/cat && exit 0 exit 2 Machen Sie die Datei ausführbar: &prompt.root; chmod 555 /usr/local/libexec/if-simple Konfigurieren Sie nun den Textfilter für Ihren Drucker in /etc/printcap, indem Sie das if-Attribut hinzufügen. Hier die Konfiguration unserer beiden Beispieldrucker: # # /etc/printcap for host rose - added text filter # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\ :lp=/dev/lpt0:\ :if=/usr/local/libexec/if-simple: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:\ :lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:\ :if=/usr/local/libexec/if-simple: Das Shell-Skript if-simple steht im Verzeichnis /usr/share/examples/printing. <application>LPD</application> aktivieren &man.lpd.8; wird von /etc/rc gestartet, wenn die &man.rc.conf.5;-Variable lpd_enable auf YES gesetzt ist. Fügen Sie dazu diese Zeile in /etc/rc.conf hinzu: lpd_enable="YES" Starten Sie Ihren Computer neu, oder starten Sie &man.lpd.8; von Hand: &prompt.root; lpd Die Konfiguration testen Damit ist die einfache Konfiguration abgeschlossen. Noch muss die Konfiguration aber getestet werden und etwaige Probleme müssen behoben werden. Um die Konfiguration zu testen, sollten Sie einen Probeausdruck mithilfe des Programms &man.lpr.1; produzieren. &man.lpr.1; übergibt Druckaufträge an das LPD-System. Sie können &man.lpr.1; mit &man.lptest.1; kombinieren, um Testdaten zu drucken. &man.lptest.1; wurde im Abschnitt Kommunikation mit den Drucker prüfen vorgestellt. So testen Sie die einfache LPD-Konfiguration: &prompt.root; lptest 20 5 | lpr Druckername Ersetzen Sie Druckername durch den Namen des Druckers, den Sie testen möchten. Wenn Sie den Standard-Drucker testen möchten, rufen Sie &man.lpr.1; ohne die Option auf. Wenn Sie einen Drucker testen möchten, der nur &postscript; versteht, müssen Sie ein &postscript;-Testprogramm an &man.lpr.1; übergeben. Ein Testprogramm, das Sie in einer Datei gespeichert haben, können Sie mit dem Befehl lpr Dateiname an das LPD-System übergeben. Bei einem &postscript;-Drucker hängt das Ergebnis naturgemäß vom Testprogramm ab. Wenn Sie &man.lptest.1; verwenden, sollte das Ergebnis ungefähr so aussehen: !"#$%&'()*+,-./01234 "#$%&'()*+,-./012345 #$%&'()*+,-./0123456 $%&'()*+,-./01234567 %&'()*+,-./012345678 Um sicherzustellen, dass alles richtig funktioniert, sollten Sie jetzt ein größeres &postscript;-Programm senden. Mit &man.lptest.1; können Sie größere Datenmengen z.B. mit dem Befehl lptest 80 60 erzeugen: &man.lptest.1; produziert 60 Zeilen mit je 80 Zeichen. Wenn Sie nicht erfolgreich drucken können, finden Sie im Abschnitt Fehlersuche und Problembehebung weitere Informationen. Johann Kois Übersetzt von Erweiterte Drucker-Konfiguration Dieser Abschnitt beschreibt den Einsatz von Filtern für das Drucken speziell formatierter Seiten oder von Deckblättern, das Drucken über ein Netzwerk sowie die Beschränkung und Verrechnung der Druckernutzung. Filter Drucken Filter Obwohl LPD Netzwerkprotokolle, Warteschlangen, Zugriffskontrollen und andere für das Drucken wichtige Aspekte prinzipiell unterstützt, passiert ein Großteil der wirklichen Arbeit in den sogenannten Filtern. Dabei handelt es sich um Programme, die direkt mit einem Drucker kommunizieren und deren Gerätespezifika und spezielle Anforderungen erfüllen. Im einfachsten Fall installiert man nur einen reinen Textfilter, der mit beinahe allen Druckern funktionieren sollte. (Lesen Sie dazu auch den Abschnitt Den Text-Filter installieren.) Um die erweiterten Fähigkeiten von Druckern auch einsetzen zu können, sollten Sie verstehen, wie Filter arbeiten, da diese für die Bereitstellung dieser Funktionen zuständig sind. Die schlechte Nachricht ist, dass Sie diese Filter bereitstellen müssen. Die gute Nachricht ist allerdings, dass diese in der Regel bereits vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, können Sie einen Filter meist relativ einfach selbst erstellen. Der Filter /usr/libexec/lpr/lpf wird bereits mit &os; geliefert. Er kümmert sich um die korrekte Behandlung von gelöschten Zeichen (das sogenannte Backspacing), um im Text enthaltene Tabulatoren, sowie um die Verrechnung von Druckaufträgen. Das ist aber auch alles, was dieser Filter kann. Zusätzliche Filter und für die Funktion von Filtern nötige Komponenten finden sich aber in der &os; Ports-Sammlung. Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen: Der Abschnitt Die Funktionsweise von Filtern versucht, einen Überblick über die Rolle von Filtern innerhalb des Druckprozesses zu geben. Sie sollten diesen Abschnitt lesen, damit Sie verstehen, was unter der Haube passiert, wenn LPD einen Filter verwendet. Dieses Wissen wird Ihnen dabei helfen, Probleme, die bei Installation von Filtern für verschiedene Drucker entstehen können, vorauszusehen und zu beheben. LPD geht davon aus, dass jeder Drucker in der Lage ist, normalen Text zu drucken. Für &postscript;- (oder andere sprachbasierte) Drucker stellt dies allerdings ein Problem dar, da diese nicht in der Lage sind, normalen Text direkt zu drucken. Der Abschnitt Normalen Text auf &postscript;-Druckern drucken beschreibt, wie Sie dieses Problem lösen können. Besitzen Sie einen &postscript;-Drucker, sollten Sie diesen Abschnitt lesen. &postscript; ist ein populäres Ausgabeformat, das von vielen Programmen unterstützt wird. Es ist sogar möglich, &postscript;-Code direkt zu schreiben. Leider sind &postscript;-Drucker in der Regel relativ teuer. Der Abschnitt &postscript; auf Nicht-&postscript;-Druckern emulieren beschreibt, wie Sie einen Textfilter anpassen müssen, um &postscript;-Daten auf einem nicht-&postscript;-fähigen Drucker auszugeben. Haben Sie keinen &postscript;-Drucker, sollten Sie insbesondere diesen Abschnitt lesen. Der Abschnitt Konvertierungsfilter beschreibt eine Möglichkeit zur automatischen Konvertierung verschiedener Dateiformate in ein von Ihrem Drucker unterstütztes Format. Nachdem Sie diesen Abschnitt gelesen haben, werden Sie in der Lage sein, Ihren Drucker so zu konfigurieren, dass Sie durch die Eingabe von lpr troff-Daten, von lpr &tex;-DVI-Daten, oder von lpr Rasterbilddaten drucken können. Daher sollten Sie diesen Abschnitt auf jeden Fall lesen. Im Abschnitt Ausgabefilter wird eine nur selten genutzte Eigenschaft von LPD, die sogenannten Ausgabefilter, beschrieben. Wenn Sie keine Deckblätter drucken müssen, können Sie diesen Abschnitt überspringen. Der Abschnitt lpf: Ein Textfilter beschreibt lpf, einen kompletten, wenn auch einfachen Textfilter für Zeilendrucker (oder auch Laserdrucker, die sich analog verhalten), der bereits mit &os; geliefert wird. Wenn Sie nur am Ausdruck von reinem Text interessiert sind, oder wenn Ihr Drucker nur Schrott produziert, wenn er auf Backspace-Zeichen trifft, sollten Sie sich lpf näher ansehen. Eine Kopie der verschiedenen Skripte finden Sie im Verzeichnis /usr/share/examples/printing. Die Funktionsweise von Filtern Bei einem Filter handelt es sich um ein ausführbares Programm, das von LPD gestartet wird, um den geräteabhängigen Teil der Kommunikation mit einem Drucker zu übernehmen. Wenn LPD eine Datei über einen Druckauftrag drucken will, startet es ein Filterprogramm. Danach setzt es die Standardeingabe des Filters auf die zu druckende Datei, die Standardausgabe auf den Drucker und die Standardfehlerausgabe auf /dev/console (Voreinstellung) oder auf die über die Option lf in /etc/printcap festgelegte Datei. troff Welcher Filter von LPD mit welchen Argumenten geladen wird, wird in der Datei /etc/printcap oder durch die Argumente, die der Anwender &man.lpr.1; auf der Kommandozeile übergibt, festgelegt. Gibt der Anwender beispielsweise lpr ein, startet LPD über die tf-Fähigkeit den troff-Filter für den gewünschten Drucker. Wollen Sie hingegen normalen Text drucken, wird der if-Filter gestartet. (Für Ausnahmen von diesem Vorgehen lesen Sie bitte den Abschnitt Ausgabefilter.) Es gibt drei Arten von Filtern, die Sie in /etc/printcap angeben können: Textfilter (die in der LPD-Dokumentation als input filter bezeichnet werden) sind für den Druck von normalem Text zuständig. Es handelt sich dabei um eine Art Standardfilter, da LPD von jedem Drucker erwartet, dass er normalen Text drucken kann. Aufgabe des Textfilters ist es, sicherzustellen, dass gelöschte Zeichen (Backspaces), Tabulatoren und andere Sonderzeichen Ihren Drucker nicht verwirren. Falls Sie für die Nutzung eines Druckers bezahlen müssen, kann der Textfilter über die Anzahl der gedruckten Zeilen auch die Anzahl der von Ihnen gedruckten Seiten ermitteln. Der Textfilter wird mit folgenden Argumenten gestartet: filter-name -c -w width -l length -i indent -n login -h host acct-file Die einzelnen Argumente haben folgende Bedeutung: Notwendig, wenn lpr verwendet wird. width Der Wert der in /etc/printcap festgelegten Option pw (page width). In der Voreinstellung ist dieser Wert auf 132 gesetzt. length Der Wert der pl-Fähigkeit (page length), Voreinstellung 66. indent Der durch lpr festgelegte Einzug, Voreinstellung 0. login Der Name des Benutzers, der die Datei druckt. host Der Rechner, auf dem der Druckauftrag gestartet wurde. acct-file Der Name der Verrechnungsdatei, in der die Ergebnisse der af-Fähigkeit gespeichert werden. Drucken Filter Ein Konvertierungsfilter konvertiert verschiedene Dateiformate in ein Format, das Ihr Drucker auf Papier ausgeben kann. So kann etwa der ditroff-Schriftsatz nicht direkt gedruckt werden, daher müssen Sie einen Konvertierungsfilter installieren, um diese Daten in ein Format zu bringen, das Ihr Drucker verarbeiten und drucken kann. Der Abschnitt Konvertierungsfilter enthält ausführliche Informationen zu diesen Filtern. Konvertierungsfilter können auch zur Verrechnung verwendet werden. Sie werden mit folgenden Argumenten gestartet: filter-name -x pixel-width -y pixel-height -n login -h host acct-file pixel-width ist der Wert der px-Fähigkeit (Voreinstellung 0), während pixel-height dem Wert der py-Fähigkeit (Voreinstellung ebenfalls 0) entspricht. Ausgabefilter werden nur verwendet, wenn keine Textfilter vorhanden sind oder wenn Deckblätter benötigt werden. Der Abschnitt Ausgabefilter enthält weitere Informationen. Ausgabefilter unterstützen nur zwei Argumente: filter-name -w width -l length Beide Argumente entsprechen den Optionen und der Textfilter. Alle Filter sollten mit folgenden Rückgabewerten (Exitcodes) beendet werden: exit 0 Der Filter hat die Datei erfolgreich gedruckt. exit 1 Der Filter war nicht in der Lage, die Datei zu drucken und meldet diesen Exitcode an LPD, um die Datei erneut zu drucken. LPD startet daraufhin den Filter erneut. exit 2 Der Filter war nicht in der Lage, die Datei zu drucken. Bei diesem Exitcode soll LPD aber nicht versuchen, die Datei erneut zu drucken, sondern den Druckauftrag verwerfen. /usr/libexec/lpr/lpf, der mit &os; gelieferte Textfilter, nutzt die Argumente page width und page length, um festzulegen, wann ein Seitenumbruch (form feed) gesendet werden soll sowie zur Verrechnung von Druckaufträgen. Dazu werden der Benutzername, der für den Druckauftrag verwendete Rechner sowie die Verrechnungsdatei ausgewertet, um die entsprechenden Einträge zu erstellen. Wenn Sie auf der Suche nach Filtern sind, achten Sie darauf, dass diese LPD-kompatibel sind. Dazu müssen diese die oben beschriebenen Argumente unterstützen. Wenn Sie planen, Ihre Filter selbst zu erstellen, müssen diese ebenfalls die gleichen Argumente und Exitcodes unterstützen. Normalen Text auf &postscript;-Druckern drucken Druckjob Sie sind der alleinige Benutzer Ihres Computers und Ihres &postscript;-Druckers und Sie sind sich sicher, dass Sie niemals normalen Text an Ihren Drucker senden werden? Außerdem werden Sie niemals ein Programm verwenden, um normalen Text auszudrucken? Nur wenn dies alles zutrifft, können Sie diesen Abschnitt überspringen. Wollen Sie allerdings sowohl &postscript; als auch normalen Text drucken, müssen Sie Ihren Drucker zuvor entsprechend konfigurieren. Dazu muss Ihr Textfilter in der Lage sein, zu unterscheiden, ob es sich bei einem ankommenden Druckauftrag um normalen Text oder um &postscript;-Daten handelt. Jeder &postscript;-Druckauftrag muss mit den Zeichen %! beginnen (sehen Sie in Ihrem Druckerhandbuch nach, ob Ihr Drucker weitere Sprachen unterstützt). Sind dies die beiden ersten Zeichen eines Druckauftrages, so handelt es sich um &postscript;-Daten, die direkt gedruckt werden können. Fehlen diese Zeichen allerdings, muss der Textfilter den Inhalt der Datei nach &postscript; konvertieren, bevor die Datei gedruckt werden kann. Wie funktioniert diese Unterscheidung? Drucker seriell Haben Sie einen seriellen Drucker, können Sie lprps installieren. lprps ist ein &postscript;-Druckerfilter, der eine Zweiwegekommunikation mit einem Drucker ermöglicht. Er aktualisiert die Druckerstatusdatei mit Protokollinformationen des Druckers. Dadurch sind Anwender und Administratoren in der Lage, den genauen Zustand des Druckers zu prüfen (durch Meldungen wie toner low oder paper jam). Wichtiger ist allerdings, dass lprps psif enthält, ein Programm, das feststellen kann, ob ein ankommender Druckauftrag normalen Text enthält. Ist dies der Fall, wird textps (das ebenfalls mit lprps geliefert wird) aufgerufen und die Datei nach &postscript; konvertiert. Danach kann lprps die Datei an den Drucker senden. lprps ist in der &os; Ports-Sammlung enthalten. Je nach der von Ihnen verwendeten Papiergröße installieren Sie dazu den Port print/lprps-a4 oder print/lprps-letter. Nach der Installation müssen Sie nur noch den Pfad zum Programm psif angeben, das als Teil von lprps installiert wird. Haben Sie lprps über die Ports-Sammlung installiert, fügen Sie folgende Zeile in den Eintrag Ihres &postscript;-Druckers in /etc/printcap ein: :if=/usr/local/libexec/psif: Zusätzlich sollten Sie die rw-Fähigkeit aktivieren, um LPD im Schreib- und Lesemodus zu öffnen. Haben Sie hingegen einen parallelen &postscript;-Drucker, was eine Zweiwegekommunikation mit Ihrem Drucker (auf die lprps angewiesen ist) unmöglich macht, können Sie das folgende Shell-Skript verwenden: #!/bin/sh # # psif - Drucke PostScript oder normalen Text auf einem PostScript-Drucker # Script-Version; das ist NICHT die mit lprps gelieferte Version! # Installiert unter: /usr/local/libexec/psif # IFS="" read -r first_line first_two_chars=`expr "$first_line" : '\(..\)'` if [ "$first_two_chars" = "%!" ]; then # # PostScript - einfach drucken. # echo "$first_line" && cat && printf "\004" && exit 0 exit 2 else # # Normaler Text - zuerst konvertieren, dann drucken. # ( echo "$first_line"; cat ) | /usr/local/bin/textps && printf "\004" && exit 0 exit 2 fi Für dieses Skript wurde textps als seperates Programm installiert, um normalen Text nach &postscript; zu konvertieren. Sie können aber auch jeden anderen Text-nach-&postscript;-Konverter verwenden. Die &os; Ports-Sammlung enthält mit a2ps ein umfangreiches Programm zur Konvertierung von normalem Text nach &postscript;. &postscript; auf Nicht-&postscript;-Druckern emulieren PostScript Emulation Ghostscript Bei &postscript; handelt es sich um den de facto-Standard für hochwertigen Schriftsatz und Druck. Leider ist &postscript; aber auch ein teurer Standard. Glücklicherweise hat Aladdin Enterprises daher eine freie &postscript;-ähnliche Implementierung namens Ghostscript entwickelt, die auch unter &os; lauffähig ist. Ghostscript kann fast jede &postscript;-Datei lesen und auf den verschiedensten Geräten ausgeben, darunter auch auf vielen Nicht-&postscript;-Druckern. Durch die Installation von Ghostscript und die Nutzung eines speziellen Textfilters erreichen Sie, dass sich Ihr Nicht-&postscript;-Drucker wie ein echter &postscript;-Drucker verhält. Ghostscript ist in verschiedenen Versionen in der &os; Ports-Sammlung enhalten, die am häfigsten verwendete Version ist print/ghostscript-gpl. Um &postscript; zu emulieren, muss der Textfilter erkennen, ob er eine &postscript;-Datei drucken soll. Ist dies nicht der Fall, wird die Datei direkt an den Drucker geschickt. Anderenfalls wird die Datei an Ghostscript übergeben, das die Datei in ein Format konvertiert, das Ihr Drucker versteht. Dazu ein Beispiel. Das folgende Skript ist ein Textfilter für den Drucker DeskJet 500 von Hewlett Packard. Nutzen Sie einen anderen Drucker, müssen Sie die Option beim Aufruf von gs (Ghostscript) entsprechend anpassen. Eine Liste der von Ghostscript unterstützten Geräte erhalten Sie durch die Eingabe von gs auf der Kommandozeile. #!/bin/sh # # ifhp - Ghostscript-emuliertes PostScript auf einem HP DeskJet 500 drucken # Installiert unter: /usr/local/libexec/ifhp # # LF als CR+LF behandeln (um einen "Treppeneffekt" auf HP/PCL-Drucker # zu vermeiden) # printf "\033&k2G" || exit 2 # # Lies die ersten zwei Zeichen der Datei # IFS="" read -r first_line first_two_chars=`expr "$first_line" : '\(..\)'` if [ "$first_two_chars" = "%!" ]; then # # Oh. Es ist PostScript; mit Ghostscript konvertieren, danach drucken. # /usr/local/bin/gs -dSAFER -dNOPAUSE -q -sDEVICE=djet500 \ -sOutputFile=- - && exit 0 else # # Normaler Text oder HP/PCL, einfach direkt drucken. Ans Ende setzen wir # einen Seitenumbruch (also ein Form Feed), damit auch die letzte Seite # ausgeworfen wird. # echo "$first_line" && cat && printf "\033&l0H" && exit 0 fi exit 2 Zuletzt müssen Sie LPD noch durch die if-Fähigkeit über den neuen Filter informieren: :if=/usr/local/libexec/ifhp: Das ist alles. Ab sofort sollte sowohl ein lpr normaler.text als auch ein lpr wasauchimmer.ps funktionieren und beide Dateien sollten problemlos gedruckt werden. Konvertierungsfilter Nachdem Sie Ihren Drucker wie unter Einfache Drucker-Konfiguration eingerichtet haben, wollen Sie wahrscheinlich einige Konvertierungsfilter installieren, damit Sie (abgesehen von ASCII-Text) auch Ihre Lieblings-Dateiformate drucken können. Warum sollte ich einen Konvertierungsfilter installieren? &tex; DVI-Dateien drucken Konvertierungsfilter erleichtern das Drucken von verschiedenen Dateiformaten. Nehmen wir beispielsweise an, dass Sie sehr viel mit dem &tex;-Satzsystem arbeiten und über einen &postscript;-Drucker verfügen. Eine vom &tex;-System erzeugte DVI-Datei kann erst dann gedruckt werden, nachdem diese nach &postscript; konvertiert wurde. Dazu geben Sie Folgendes ein: &prompt.user; dvips seaweed-analysis.dvi &prompt.user; lpr seaweed-analysis.ps Haben Sie einen Konvertierungsfilter für DVI-Dateien installiert, können Sie die manuelle Konvertierung überspringen, da dies nun LPD für Sie erledigt. Wollen Sie eine DVI-Datei drucken, geben Sie nur noch den folgenden Befehl ein: &prompt.user; lpr seaweed-analysis.dvi Durch die Verwendung der Option wurde LPD angewiesen, unsere DVI-Datei vor dem Druck zu konvertieren. Der Abschnitt Formatierungs- und Konvertierungsoptionen beschreibt die dabei möglichen Optionen. Für jede Konvertierungsoption, die Ihr Drucker unterstützen soll, müssen Sie einen eigenen Konvertierungsfilter installieren und dessen Pfad in der Datei /etc/printcap angeben. Ein Konvertierungsfilter verhält sich im Prinzip wie ein Textfilter bei einer einfachen Druckerkonfiguration (lesen Sie dazu auch den Abschnitt Den Textfilter installieren), allerdings konvertiert er die Datei in ein Format, das Ihr Drucker versteht, anstatt normalen Text zu drucken. Welche Konvertierungsfilter sollte ich installieren? Sie sollten nur Filter installieren, die Sie auch benötigen. Wenn Sie sehr viele DVI-Dateien drucken, sollten Sie auch einen DVI-Konvertierungsfilter installieren. Müssen Sie viele troff-Daten drucken, ist ein troff-Filter hilfreich. Die folgende Tabelle listet die von LPD unterstützten Filter sowie die Einträge in /etc/printcap auf, mit denen Sie diese Fähigkeiten aktivieren. Zusätzlich wird angegeben, wie Sie lpr jeweils aufrufen müssen: Dateityp /etc/printcap-Fähigkeit lpr-Option cifplot cf DVI df plot gf ditroff nf FORTRAN-Text rf troff tf Rasterdaten vf Normaler Text if keine, , or Wollen Sie also lpr verwenden, muss die df-Fähigkeit in /etc/printcap aktiviert sein. FORTRAN Obwohl manche Leute etwas anderes behaupten, sind Formate wie FORTRAN-Text und -Plot inzwischen nahezu obsolet. Wenn Sie diese Formate dennoch benötigen, installieren Sie einfach einen angepassten Filter. Wollen Sie beispielsweise zwar Printerleaf-Dateien (also Dateien des Desktop Publishing-Programms von Interleaf), aber keine Plotdateien drucken, so können Sie einen Printerleaf-Konvertierungsfilter installieren, der es durch die Aktivierung der gf-Fähigkeit erlaubt, diese Dateien direkt zu drucken. Nun müssen Sie Ihren Mitarbeitern nur noch mitteilen, dass lpr nun für drucke Printerleaf-Dateien steht. Konvertierungsfilter installieren Da Konvertierungsfilter nicht zum Basissystem von &os; gehören, sollten diese unter /usr/local installiert werden. Häufig wird das Verzeichnis /usr/local/libexec verwendet, da es sich bei Konvertierungsfiltern um spezielle Programme handelt, die nur von LPD, aber nicht von einem normalen Benutzer gestartet werden. Um einen Konvertierungsfilter zu aktivieren, müssen Sie dessen Pfad zusätzlich zur benötigten Fähigkeit in der Datei /etc/printcap eintragen. In unserem Beispiel wollen wir einen DVI-Konvertierungsfilter für den Drucker bamboo installieren. Unsere bereits bekannte /etc/printcap wurde allerdings um die df-Fähigkeit für den Drucker bamboo erweitert: # # /etc/printcap des Rechners rose - neuer df-Filter für bamboo # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\ :lp=/dev/lpt0:\ :if=/usr/local/libexec/if-simple: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:\ :lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:\ :if=/usr/local/libexec/psif:\ :df=/usr/local/libexec/psdf: Beim DVI-Filter handelt es sich um ein Shell-Skript namens /usr/local/libexec/psdf: #!/bin/sh # # psdf - DVI-nach-PostScript Druckerfilter # Installiert unter: /usr/local/libexec/psdf # # Wird von lpd aktiviert, wenn der Nutzer lpr -d eingibt. # exec /usr/local/bin/dvips -f | /usr/local/libexec/lprps "$@" Dieses Skript startet dvips im Filtermodus (durch das Argument wird der Druckauftrag über die Standardeingabe entgegengenommen). Danach wird der &postscript;-Druckerfilter lprps (lesen Sie dazu auch den Abschnitt Drucken von reinen Textdateien auf einem &postscript;-Drucker) mit den von LPD übergebenen Argumenten gestartet. Das lprps-Werkzeug wiederum nutzt diese Argumente, um die gedruckten Seiten zu verrechnen. Beispiele für Konvertierungsfilter Da es keine verbindliche Prozedur zur Installation eines Druckerfilters gibt, folgen nun weitere Beispiele in diesem Abschnitt. Verwenden Sie diese, um Ihre eigenen Filter zu erstellen. Falls ein Filter Ihren Anforderungen bereits entspricht, können Sie ihn auch direkt verwenden. Das erste Beispiel beschreibt einen Konvertierungsfilter für GIF-Dateien für den Drucker LaserJet III-Si von Hewlett Packard: #!/bin/sh # # hpvf - Konvertiert GIF-Dateien nach HP/PCL, danach wird gedruckt. # Installiert unter: /usr/local/libexec/hpvf PATH=/usr/X11R6/bin:$PATH; export PATH giftopnm | ppmtopgm | pgmtopbm | pbmtolj -resolution 300 \ && exit 0 \ || exit 2 Dieser Filter konvertiert eine GIF-Datei in eine portable Anymap, diese in ein portables Graustufenbild, dieses wiederum in eine portable Bitmap, die schließlich in ein LaserJet/PCL-kompatibles Format umgewandelt wird. /etc/printcap muss für einen Drucker, der diesen Filter nutzen will, folgenden Eintrag enthalten: # # /etc/printcap des Rechners orchid # teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\ :lp=/dev/lpt0:sh:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:\ :if=/usr/local/libexec/hpif:\ :vf=/usr/local/libexec/hpvf: Das folgende Skript ist ein Konvertierungsfilter, der das Drucken von troff-Daten des groff-Textsatzsystems auf dem &postscript;-Drucker bamboo ermöglicht: #!/bin/sh # # pstf - Konvertiert groff's troff-Daten nach PS, dann wird gedruckt. # Installiert unter: /usr/local/libexec/pstf # exec grops | /usr/local/libexec/lprps "$@" Dieses Skript nutzt wiederum lprps, um mit dem Drucker zu kommunizieren. Wäre der Drucker an einem parallelen Port angeschlossen, würde das Skript so aussehen: #!/bin/sh # # pstf - Konvertiert groff's troff-Daten nach PS, danach wird gedruckt. # Installiert unter: /usr/local/libexec/pstf # exec grops Das ist alles. Um den Filter verwenden zu können, müssen Sie ihn allerdings noch in /etc/printcap aktivieren: :tf=/usr/local/libexec/pstf: Das nächste Skript ist ein FORTRAN-Textfilter für jeden Drucker, der normalen Text direkt drucken kann und der hier für den Drucker teak installiert wird: #!/bin/sh # # hprf - FORTRAN-Textfilter für den Drucker LaserJet 3si: # Installiert unter: /usr/local/libexec/hprf # printf "\033&k2G" && fpr && printf "\033&l0H" && exit 0 exit 2 Zusätzlich benötigen wir wiederum einen Eintrag in /etc/printcap, um diesen Filter für den Drucker teak zu aktivieren: :rf=/usr/local/libexec/hprf: Das letzte Beispiel ist etwas komplexer. Es soll ein DVI-Filter für den bereits erwähnten LaserJet-Drucker teak installiert werden. Der erste Teil ist einfach: Sie müssen den Pfad des DVI-Filters in /etc/printcap eintragen: :df=/usr/local/libexec/hpdf: Nun kommt der schwierige Teil: Sie müssen den Filter funktionsfähig machen. Dazu benötigen Sie einen DVI-nach-LaserJet/PCL-Konverter. Glücklicherweise enthält die &os; Ports-Sammlung mit print/dvi2xx ein solches Programm. Nach der Installation des Pakets verfügen wir über das Programm dvilj2p, das zur Konvertierung von DVI-Daten in zu den Druckern LaserJet IIp, LaserJet III, sowie LaserJet 2000 kompatible Codes benötigt wird. Durch den Einsatz von dvilj2p wird der Filter hpdf relativ komplex, da dvilj2p nicht von der Standardeingabe lesen kann, sondern als Eingabe einen Dateinamen erwartet. Zusätzlich muss der Dateiname auf .dvi enden, daher ist die Verwendung von /dev/fd/0 als Standardeingabe problematisch. Wir können diese Problem aber umgehen, indem wir einen temporären Dateinamen symbolisch nach /dev/fd/0 linken. Dadurch wird dvilj2p gezwungen, dennoch von der Standardeingabe zu lesen. Das letzte Problem, das wir noch lösen müssen, ist, dass wir /tmp nicht als temporären Link verwenden können. Symbolische Links gehören dem User sowie der Gruppe bin. Der Filter läuft aber als User daemon. Außerdem ist /tmp durch ein Sticky-Bit gesichert. Daher kann der Filter den Link zwar erzeugen, ein Aufräumen ist aber nicht mehr möglich, weil sich die Eigentümer des Filters und des temporären Verzeichnisses unterscheiden. Daher legt der Filter den symbolischen Link im Arbeitsverzeichnis an, das gleichzeitig als Spooling-Verzeichnis dient (festgelegt durch die Aktivierung der sd-Fähigkeit in /etc/printcap). Das Arbeitsverzeichnis ist ein idealer Ort für den Filter, insbesondere da dieses (manchmal) sogar über mehr freien Speicherplatz als /tmp verfügt. Mit diesen Informationen sind wir nun in der Lage, den Filter zu entwickeln: #!/bin/sh # # hpdf - DVI-Daten auf einen HP/PCL-Drucker drucken # Installiert unter: /usr/local/libexec/hpdf PATH=/usr/local/bin:$PATH; export PATH # # Eine Funktion zum Aufräumen unserer temporären Dateien. # Diese finden sich im Arbeitsverzeichnis, das wir auch als # Spooling-Verzeichnis für unseren Drucker verwenden werden. # cleanup() { rm -f hpdf$$.dvi } # # Eine Funktion, um fatale Fehler zu behandeln. Dazu die Meldung # ausgeben, danach ein exit 2. Dadurch weiß LPD, dass es # den Auftrag nicht noch einmal drucken soll. # fatal() { echo "$@" 1>&2 cleanup exit 2 } # # Wenn ein Anwender den Auftrag entfernt, sendet LPD ein SIGINT, daher # wollen wir SIGINT und einige andere Signale abfangen (trappen), um # nach der Konvertierung aufräumen zu können. # trap cleanup 1 2 15 # # Bevor wir anfangen, räumen wir noch auf. Sicher ist sicher. # cleanup # # Die DVI-Eingabedatei auf die Standardeingabe linken (die zu druckende # Datei). # ln -s /dev/fd/0 hpdf$$.dvi || fatal "Konnte Symlink nicht anlegen!" # # Umwandeln: LF = CR+LF # printf "\033&k2G" || fatal "Konnte Drucker nicht initialisieren!" # # Konvertieren und drucken. Da der Rückgabewert von dvilj2p # unzuverlässig ist, ignorieren wir ihn einfach. # dvilj2p -M1 -q -e- dfhp$$.dvi # # Aufräumen und beenden. # cleanup exit 0 Automatische Konvertierung: Eine Alternative zu Konvertierungsfiltern Alle in diesem Abschnitt besprochenen Konvertierungsfilter sind zwar sehr hilfreich, allerdings müssen Sie nach wie vor bei jedem Aufruf von &man.lpr.1; angeben, welchen Filter sie verwenden wollen, was mit der Zeit sicher nervend wird. Schlimmer ist allerdings, dass die Auswahl eines unpassenden Filters dazu führen kann, dass Sie Hunderte Seiten Papier ausdrucken. Statt also Konvertierungsfilter zu installieren, könnten Sie den Textfilter (der ohnehin der Standardfilter ist) verwenden, um den zu druckenden Dateityp zu erkennen und anschließend den korrekten Konvertierungsfilter auszuwählen. Um den Dateityp zu bestimmen, können Sie beispielsweise file verwenden. Leider ist es bei einigen Dateitypen problematisch, diese zu unterscheiden. Daher könnten Sie für diese Dateitypen dennoch einen Konvertierungsfilter installieren. apsfilter Drucken Filter apsfilter Die &os; Ports-Sammlung enthält mit apsfilter (print/apsfilter) einen Textfilter, der diese automatische Konvertierung durchführen kann. Er ist in der Lage, normalen Text, &postscript;, DVI und beinahe jede Art von Datei zu erkennen, diese zu konvertieren und auf Ihren Drucker auszugeben. Ausgabefilter LPD unterstützt noch eine weitere Filterart, die sogenannten Ausgabefilter. Diese sind – analog zu einem Textfilter –  für den Druck von normalem Text ausgelegt, allerdings verfügen sie im Vergleich zu diesen nur über sehr eingeschränkte Fähigkeiten. Wenn Sie einen Ausgabefilter (aber keinen Textfilter) verwenden, dann startet LPD nur einen Ausgabefilter für den kompletten Druckauftrag, statt für jede Datei des Auftrags einen eigenen Filter zu starten. kümmert sich LPD nicht darum, den Beginn oder das Ende einer Datei innerhalb des Druckauftrages zu finden. übergibt LPD weder den Benutzer- noch den Rechnernamen desjenigen, der den Druckauftrag erteilt hat, an den Ausgabefilter, was eine Verrechnung von Druckaufträgen unmöglich macht. Ausgabefilter unterstützen insgesamt nur zwei Argumente: filter-name -w width -l length width basiert auf der pw-Fähigkeit, length hingegen auf der pl-Fähigkeit des gewählten Druckers. Lassen Sie sich von dieser angeblichen Einfachheit eines Ausgabefilters nicht täuschen. Ausgabefilter sind beispielsweise nicht dazu in der Lage, jede Datei eines Druckauftrages auf einer neuen Seite zu drucken. Dazu benötigen Sie einen Textfilter (die im Abschnitt Den Textfilter installieren beschrieben werden). Außerdem sind Ausgabefilter in Wirklichkeit komplexer, da sie den gesendeten Bytestrom nicht nur auf Sonderzeichen hin untersuchen müssen, sondern auch die Übertragung von Signalen für LPD übernehmen müssen. Sie benötigen Ausgabefilter aber dann, wenn Sie Deckblätter drucken wollen, da dazu Escape-Sequenzen und Initialisierungsstrings erforderlich sind. (Es ist allerdings nicht möglich, den Druck dieser Deckblätter zu verrechnen, da LPD keine Benutzer- oder Rechnerinformationen an den Ausgabefilter übergibt.) LPD kann für den gleichen Drucker sowohl Ausgabefilter als auch Textfilter verwenden. In solchen Fällen verwendet LPD den Ausgabefilter nur für den Druck von Deckblättern (die im Abschnitt Deckblätter näher beschrieben werden). Nach dem Druck des Deckblattes erwartet LPD, dass sich der Ausgabefilter selbst beendet. Dazu werden zwei Bytes an den Ausgabefilter gesendet: ASCII 031, gefolgt von ASCII 001. Wenn ein Ausgabefilter diese zwei Bytes (031, 001) empfängt, sendet er das Signal SIGSTOP an sich selbst. Nachdem LPD den Rest des Druckauftrages erledigt hat, wird der Ausgabefilter erneut gestartet, indem ein SIGCONT an den Ausgabefilter gesendet wird. Haben Sie nur einen Ausgabefilter, aber keinen Textfilter installiert, dann verwendet LPD den Ausgabefilter auch für den Druck von normalem Text. Wie bereits erwähnt, werden dabei allerdings alle Dateien des Druckauftrags unmittelbar hintereinander gedruckt, Seitenumbrüche oder ein zusätzlicher Papiervorschub sind also nicht möglich. Da dieses Verhalten von Ihnen wahrscheinlich nicht gewünscht wird, werden Sie in fast allen Fällen einen zusätzlichen Textfilter benötigen. Der weiter oben beschriebene Textfilter lpf kann auch als Ausgabefilter verwendet werden. Wenn Sie nur einen funktionierenden Ausgabefilter benötigen, aber nicht den dafür benötigten Code (zur Zeichenerkennung und zum Senden von Signalen) schreiben wollen, sollten Sie sich lpf näher ansehen. Sie können lpf auch in ein Shell-Skript einbinden, um von Ihrem Drucker benötigte Initialisierungscodes zu verarbeiten. <command>lpf</command>: Ein Textfilter Der Textfilter (Eingabefilter) /usr/libexec/lpr/lpf wird bereits mit &os; geliefert. Er erlaubt das Einrücken der Ausgabe (über lpr ), die Übergabe von Zeichen-Literalen (über lpr ), das Anpassen der Druckposition bei gelöschten Zeichen (Backspaces) oder Tabulatoren, sowie die Verrechnung gedruckter Seiten. Zusätzlich kann dieser Textfilter auch als Ausgabefilter arbeiten. lpf ist für viele verschiedene Druckumgebungen geeignet. Zwar ist dieser Textfilter nicht in der Lage, Initialisierungssequenzen an einen Drucker zu senden, dieses Problem kann allerdings durch das Schreiben und Ausführen eines Shell-Skripts (das diese Funktion übernimmt) und das anschließende Aufrufen von lpf gelöst werden. Seiten verrechnen verrechnen Druckernutzung Damit Sie lpf für die Verrechnung von Druckaufträgen einsetzen können, müssen Sie die korrekten Werte für die pw- und pl-Fähigkeiten in /etc/printcap eintragen. lpf verwendet diese Werte, um festzustellen, wieviel Text auf eine Seite passt und wieviele Seiten im Druckauftrag enthalten sind. Weitere Informationen zur Verrechnung der Druckernutzung enthält der Abschnitt Die Druckernutzung verrechnen. Deckblätter Wenn Sie viele Benutzer mit verschiedenen Druckern verwalten müssen, sollten Sie Deckblätter als notwendiges Übel akzeptieren. Bannerseiten Deckblätter Deckblätter Deckblätter (manchmal auch als Bannerseiten oder burst pages bezeichnet) geben an, wem die Ausgabe eines Druckauftrags gehört. Sie werden normalerweise in großen fetten Buchstaben gedruckt, manchmal sogar mit zusätzlicher Umrandung, damit man sie leichter von den tatsächlichen Seiten eines Druckauftrages unterscheiden kann. Der Nachteil von Deckblättern ist allerdings, dass es sich dabei um eine zusätzliche zu druckende Seite handelt, die in der Regel bereits nach wenigen Minuten wieder im Papierkorb landet. Da aber für jeden Druckauftrag nur ein einziges Deckblatt gedruckt wird, ist der Papierverbrauch in den meisten Fällen tolerierbar. Das LPD-System kann Deckblätter automatisch erzeugen, wenn Ihr Drucker normalen Text direkt drucken kann. Haben Sie hingegen einen &postscript;-Drucker, benötigen Sie ein externes Programm, um die Deckblätter zu generieren (Lesen Sie dazu auch den Abschnitt Deckblätter auf &postscript;-Druckern erzeugen.). Deckblätter aktivieren Im Abschnitt Einfache Drucker-Konfiguration haben wir die Ausgabe von Deckblättern durch die die Angabe der Option sh (suppress header) in /etc/printcap deaktiviert. Um die Ausgabe von Deckblättern wieder zu aktivieren, müssen Sie daher die sh-Fähigkeit wieder entfernen. Das klingt zu einfach? Wo ist der Haken? Sie haben recht. Es ist möglich, dass Sie einen Ausgabefilter verwenden müssen, um die nötigen Initialisierungsstrings an den Drucker zu senden. Das folgende Beispiel beschreibt einen Ausgabefilter für PCL-kompatible Drucker von Hewlett Packard: #!/bin/sh # # hpof - Ausgabefilter für PCL-kompatible Drucker von Hewlett Packard # Installiert unter: /usr/local/libexec/hpof printf "\033&k2G" || exit 2 exec /usr/libexec/lpr/lpf Geben Sie den Pfad des Ausgabefilters über die of-Fähigkeit an. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Ausgabefilter. Das nächste Beispiel beschreibt die Datei /etc/printcap des bereits erwähnten Druckers teak. Allerdings sind nun die Ausgabe von Deckblättern sowie der vorhin beschriebene Ausgabefilter enthalten: # # /etc/printcap für den Rechner orchid # teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\ :lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:\ :if=/usr/local/libexec/hpif:\ :vf=/usr/local/libexec/hpvf:\ :of=/usr/local/libexec/hpof: Wenn ein Anwender nun einen Druckauftrag an den Drucker teak schickt, wird für jeden Druckauftrag ein Deckblatt erstellt. Benötigt ein Anwender keine Deckblätter, kann er die Ausgabe dieser Seiten durch die Verwendung von lpr unterdrücken. Weitere, für die Ausgabe von Deckblättern interessante &man.lpr.1;-Optionen finden Sie im Abschnitt Deckblattoptionen. LPD verwendet ein Form Feed, um das Deckblatt abzuschließen. Wenn Ihr Drucker ein anderes Zeichen verwendet, um eine Seite auszuwerfen, geben Sie dieses über die ff-Fähigkeit in /etc/printcap an. Deckblätter kontrollieren Haben Sie die Ausgabe von Deckblättern aktiviert, gibt LPD eine ganze Seite in großen Buchstaben aus, die den Anwender, den verwendeten Rechner sowie den Druckauftrag beschreiben. Das folgende Beispiel ist ein Deckblatt für den Druckauftrag outline, der von kelly auf dem Rechner rose erstellt wurde: k ll ll k l l k l l k k eeee l l y y k k e e l l y y k k eeeeee l l y y kk k e l l y y k k e e l l y yy k k eeee lll lll yyy y y y y yyyy ll t l i t l oooo u u ttttt l ii n nnn eeee o o u u t l i nn n e e o o u u t l i n n eeeeee o o u u t l i n n e o o u uu t t l i n n e e oooo uuu u tt lll iii n n eeee r rrr oooo ssss eeee rr r o o s s e e r o o ss eeeeee r o o ss e r o o s s e e r oooo ssss eeee Job: outline Date: Sun Sep 17 11:04:58 1995 LPD fügt ein Form Feed an diesen Text an, damit der eigentliche Druckauftrag auf einer neuen Seite gestartet wird (es sei denn, Sie haben die sf-Fähigkeit (suppress form feeds) des jeweiligen Druckers in /etc/printcap aktiviert). Wenn Sie dies wüschen, kann LPD auch nur ein kurzes Deckblatt ausgeben. Dazu verwenden Sie die Option sb (short banner) in /etc/printcap. Dadurch erhalten Sie ein Deckblatt ähnlich dem folgenden: rose:kelly Job: outline Date: Sun Sep 17 11:07:51 1995 In der Voreinstellung druckt LPD zuerst das Deckblatt und danach den eigentlichen Druckauftrag. Um diese Reihenfolge umzukehren, geben Sie die Option hl (header last) in /etc/printcap ans. Deckblätter verrechnen Wenn Sie die in LPD eingebaute Funktion zur Erstellung von Deckblättern verwenden, werden Sie auf folgendes Paradigma stoßen: Deckblätter müssen kostenlos sein. Warum ist das so? Weil der Ausgabefilter das einzige externe Programm ist, das zum Zeitpunkt der Erstellung des Deckblatts eine Verrechnung durchführen könnte. Da Ausgabefilter aber weder über Benutzer- noch über Rechnerinformationen verfügen, ist es nicht möglich, einen Druckauftrag einem bestimmten Benutzer zuzuordnen. Da ein Benutzer die Ausgabe von Deckblättern über lpr unterdrücken kann, ist es auch nicht möglich, die Vorgabe verrechne eine zusätzliche Seite in den Text- oder Konvertierungsfilter (die über die zur Verrechnung nötigen Benutzer- und Rechnerinformationen verfügen) aufzunehmen, weil Benutzer sonst für Deckblätter bezahlen müssten, die sie nicht gedruckt haben. Es ist ebenfalls nicht ausreichend, jeden Filter eigene Deckblätter erzeugen zu lassen (und sie dadurch verrechnen zu können). Wollte ein Benutzer durch ein lpr die Ausgabe eines Deckblattes unterdrücken, würde dieses nun trotzdem verrechnet werden, da LPD keine Informationen über die Verwendung der Option an einen Filter weitergibt. Welche Möglichkeiten habe ich nun? Sie können: Das Paradigma von LPD einfach akzeptieren und die Deckblätter gratis abgeben. Eine alternatives Drucksystem wie LPRng installieren. Der Abschnitt Alternativen zum Standard-Drucksystem beschreibt verschiedene Drucksysteme, die LPD ersetzen können. Schreiben Sie einen intelligenten Ausgabefilter. Normalerweise kümmert sich ein Ausgabefilter nur um die Initialisierung des Druckers oder um eine einfache Zeichenkonvertierung. Außerdem eignet er sich für die Ausgabe von Deckblättern und normalem Text, wenn Sie keinen Text- oder Eingabefilter installiert haben. Haben Sie allerdings einen Textfilter installiert, verwendet LPD Ausgabefilter nur für die Ausgabe von Deckblättern. Ein Ausgabefilter kann den Text des von LPD erzeugten Deckblattes untersuchen, um festzustellen, welcher Benutzer und welcher Rechner den Druckauftrag gestartet hat. Leider weiß der Ausgabefilter auch mit dieser Methode nicht, welche Datei er zur Verrechnung verwenden soll (da der Name dieser Datei durch die af-Fähigkeit übergeben wird). Wenn Sie eine Standard-Verrechnungsdatei verwenden, können Sie diese in den Ausgabefilter einbauen. Um den Text des Deckblattes zu untersuchen, verwenden Sie die sh-Fähigkeit (short header) in /etc/printcap. Falls Ihnen das zuviel Aufwand ist, freuen sich Ihre Benutzer sicher darüber, wenn Sie ihnen den kostenlosen Druck von Deckblättern erlauben. Deckblätter auf &postscript;-Druckern ausgeben In der Regel erzeugt LPD ein Deckblatt mit normalem Text, das für viele verschiedene Drucker geeignet ist. Da &postscript;-Drucker normalen Text aber nicht drucken können, ist die LPD-Funktion zur Erstellung von Deckblättern auf diesen Drucker relativ sinnlos. Es sei denn, jeder Text- und Konvertierungsfilter erzeugt über den Benutzer- und Rechnernamen sein eigenes, für den jeweiligen Drucker geeignetes Deckblatt. Das Problem dieser Methode ist allerdings, dass ein Anwender auch dann ein Deckblatt erhält, wenn er dies über lpr verhindern wollte. Das folgende Skript benötigt drei Argumente (den Loginnamen des Benutzers, den Rechnernamen und den Namen des Druckauftrages), um daraus ein einfaches &postscript;-Deckblatt zu erzeugen: #!/bin/sh # # make-ps-header - ein PostScript-Deckblatt auf stdout ausgeben # Installiert unter: /sr/local/libexec/make-ps-header # # # Die folgenden Werte sind PostScript-Einheiten (72 pro Zoll). # Passen Sie diese Werte für A4 oder die von Ihnen verwendete # Papiergröße an: # page_width=612 page_height=792 border=72 # # Argumente prüfen # if [ $# -ne 3 ]; then echo "Usage: `basename $0` <user> <host> <job>" 1>&2 exit 1 fi # # Diese Werte in Variablen speichern, damit der PostScript-Code # übersichtlicher wird. # user=$1 host=$2 job=$3 date=`date` # # Sende den PostScript-Code an stdout. # exec cat <<EOF %!PS % % Sicherstellen, dass es keine unerwünschten Wechselwirkungen mit % dem folgenden Druckauftrag gibt. % save % % Ziehe eine fette Umrandung. % $border $border moveto $page_width $border 2 mul sub 0 rlineto 0 $page_height $border 2 mul sub rlineto currentscreen 3 -1 roll pop 100 3 1 roll setscreen $border 2 mul $page_width sub 0 rlineto closepath 0.8 setgray 10 setlinewidth stroke 0 setgray % % Zeige den Benutzernamen groß und fett an. % /Helvetica-Bold findfont 64 scalefont setfont $page_width ($user) stringwidth pop sub 2 div $page_height 200 sub moveto ($user) show % % Und nun zeige noch die Einzelheiten an. % /Helvetica findfont 14 scalefont setfont /y 200 def [ (Job:) (Host:) (Date:) ] { 200 y moveto show /y y 18 sub def } forall /Helvetica-Bold findfont 14 scalefont setfont /y 200 def [ ($job) ($host) ($date) ] { 270 y moveto show /y y 18 sub def } forall % % Das wars. % restore showpage EOF Nun kann jeder Konvertierungs- oder Textfilter dieses Skript aufrufen, um zuerst das Deckblatt zu erzeugen und danach den Druckauftrag zu drucken. Das nächste Beispiel enthält den bereits beschriebenen DVI-Konvertierungsfilter, der hier um die Funktion zur Erzeugung eines Deckblatts erweitert wurde: #!/bin/sh # # psdf - DVI-nach-PostScript - Druckerfilter # Installiert unter: /usr/local/libexec/psdf # # Wird von lpd aufgerufen, wenn der Benutzer lpr -d verwendet. # orig_args="$@" fail() { echo "$@" 1>&2 exit 2 } while getopts "x:y:n:h:" option; do case $option in x|y) ;; # Ignore n) login=$OPTARG ;; h) host=$OPTARG ;; *) echo "LPD started `basename $0` wrong." 1>&2 exit 2 ;; esac done [ "$login" ] || fail "No login name" [ "$host" ] || fail "No host name" ( /usr/local/libexec/make-ps-header $login $host "DVI File" /usr/local/bin/dvips -f ) | eval /usr/local/libexec/lprps $orig_args Beachten Sie, dass der Filter die Liste der Argumente überprüft, um den Benutzer- und den Rechnernamen zu ermitteln. Dieser Vorgang ist prinzipiell für alle Filter identisch. Der Textfilter benötigt allerdings etwas andere Argumente, die im Abschnitt Die Funktionsweise von Filtern beschrieben werden. Wie bereits erwähnt, deaktiviert diese Methode leider die suppress header page-Option (also die Option ) von lpr. Benutzer können danach den Ausdruck eines Deckblattes nicht mehr verhindern, da der angepasste Filter zu jedem Druckauftrag automatisch ein Deckblatt erstellt. Damit ein Benutzer bei Bedarf den Ausdruck eines Deckblatts dennoch unterbinden kann, müssen Sie auch hier den im Abschnitt Deckblätter verrechnen beschriebenen Trick einsetzen: Schreiben Sie einen Ausgabefilter, der das von LPD erzeugte Deckblatt untersucht und daraus eine &postscript;-Version erzeugt. Wenn der Benutzer den Druckauftrag mit lpr verschickt, erzeugt LPD kein Deckblatt, was in weiterer Folge auch für Ihren Ausgabefilter gilt. Soll hingegen ein Deckblatt erzeugt werden, liest der Ausgabefilter den von LPD übergebenen Text und erzeugt daraus ein für Ihren &postscript;-Drucker geeignetes Deckblatt. Haben Sie Ihren &postscript;-Drucker über eine serielle Verbindung angeschlossen, können Sie auch lprps verwenden. In diesem Paket ist mit psof auch ein Ausgabefilter enthalten, der die eben beschriebenen Funktionen übernehmen kann. Beachten Sie aber, dass Sie mit psof keine Deckblätter verrechnen können. Drucken über ein Netzwerk Drucker Netzwerk Netzwerkdruck &os; unterstützt das Drucken über ein Netzwerk, also den Versand von Druckaufträgen an einen entfernten Drucker. Man unterscheidet dabei zwei Möglichkeiten: Den Zugriff auf einen an einem entfernten Rechner angeschlossenen Drucker. Sie konfigurieren dabei auf Ihrem System einen Drucker, der über eine konventionelle serielle oder parallele Verbindung an einem anderen Rechner angeschlossen ist. Danach richten Sie LPD auf dem entfernten System so ein, dass andere Drucker über das Netzwerk auf diesen Drucker zugreifen können. Der Abschnitt Auf entfernten Rechnern installierte Drucker beschreibt, wie Sie dazu vorgehen müssen. Den Zugriff auf einen direkt an ein Netzwerk angeschlossenen Drucker. Ein solcher Drucker verfügt anstelle (oder zusätzlich zu) einer parallelen oder seriellen Schnittstelle über eine Netzwerkschnittstelle. Ein solcher Drucker kann sich auf zwei Arten verhalten: Er kann das LPD-Protokoll direkt unterstützen und sogar Druckjobs von entfernten Rechner verwalten. In diesem Fall verhält sich der Drucker wie ein normaler Rechner, auf dem LPD läuft. Lesen Sie den Abschnitt Auf entfernten Rechnern installierte Drucker, um einen solchen Drucker einzurichten. Er könnte Verbindungen über ein Netzwerk unterstützen. In diesem Fall verbinden Sie den Drucker mit einem Rechner Ihres Netzwerks, der danach für die Verwaltung von Druckaufträgen sowie den tatsächlichen Druck verantwortlich ist. Der Abschnitt Drucker mit direkter TCP-Schnittstelle enthält Hinweise zur Installation derartiger Drucker. Auf entfernten Rechnern installierte Drucker Das LPD-Drucksystem unterstützt den Versand von Druckaufträgen an andere Rechner, auf denen entweder LPD läuft oder die zu LPD kompatibel sind. Dadurch können Sie einen Drucker auf einem Rechner installieren und von anderen Rechnern des Netzwerks darauf zugreifen. Außerdem werden Drucker mit direkter TCP-Schnittstelle unterstützt, wenn diese das LPD-Protokoll unterstützen. Um diese Art des Druckens über ein Netzwerk zu aktivieren, installieren Sie zuerst Ihren Drucker auf einem Rechner Ihres Netzwerks, dem sogenannten printer host. Die dazu nötigen Schritte werden im Abschnitt Einfache Drucker-Konfiguration beschrieben. Falls Sie eine erweiterte Druckerkonfiguration benötigen, sollten Sie auch den Abschnitt Erweiterte Drucker-Konfiguration lesen. Danach testen Sie, ob der Drucker alle von Ihnen aktivierten LPD-Fähigkeiten unterstützt. Stellen Sie auch sicher, dass Ihr lokales System berechtigt ist, den LPD-Dienst auf dem entfernten System zu nutzen (lesen Sie dazu den Abschnitt Druckaufträge auf entfernten Druckern beschränken). Drucker Netzwerk Netzwerkdrucker Wenn Sie einen Drucker mit einer zu LPD kompatiblen Netzwerkschnittstelle verwenden, handelt es sich beim printer host um den Drucker selbst, und der Druckername ist der von Ihnen für diesen Drucker vorgegebene Name. Lesen Sie die Dokumentation Ihres Druckers und/oder der Netzwerkschnittstelle Ihres Druckers, um dies zu klären. Wenn Sie einen Hewlett Packard Laserjet-Drucker verwenden, sorgt der Druckername text für eine automatische LF-zu-CRLF-Konvertierung. In diesem Fall wird das hpif-Skript nicht benötigt. Danach müssen Sie auf jedem Rechner, der auf diesen Drucker zugreifen soll, einen entsprechenden Eintrag in deren /etc/printcap aufnehmen. Dazu werden folgende Informationen benötigt: Der Name des Eintrags. Entspricht in der Regel dem Eintrag auf dem printer host. Lassen Sie den Eintrag für die lp-Fähigkeit leer, schreiben Sie also :lp=:. Erzeugen Sie ein Spooling-Verzeichnis und geben Sie dessen Pfad über die sd-Fähigkeit an. LPD speichert Ihre Druckaufträge in diesem Verzeichnis, bevor sie an den Drucker geschickt werden. Geben Sie den Namen des printer hosts über die rm-Fähigkeit an. Geben Sie den Namen des Druckers (auf dem printer host) über die rp-Fähigkeit an. Das ist alles. Sie benötigen weder Konvertierungsfilter, noch Seitengrößen oder sonstige Angaben in Ihrer lokalen /etc/printcap. Dazu ein Beispiel. Der Rechner rose verfügt über zwei Drucker, bamboo und rattan. Wir wollen nun allen Benutzern des Rechners orchid erlauben, diese Drucker zu verwenden. Es folgt nun wieder die bereits aus dem Abschnitt Deckblätter verwenden bekannte /etc/printcap für den Rechner orchid. Diese enthielt bereits einen Eintrag für den Drucker teak. Zusätzlich tragen wir nun die zwei Drucker des Rechners rose ein: # # /etc/printcap für den Rechner orchid - mit zusätzlichen # Einträgen für die (entfernten) Drucker auf dem Rechner rose # # # teak ist ein lokaler Drucker und direkt mit orchid verbunden: # teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\ :lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:\ :if=/usr/local/libexec/ifhp:\ :vf=/usr/local/libexec/vfhp:\ :of=/usr/local/libexec/ofhp: # # rattan ist mit rose verbunden, Druckaufträge für rattan gehen daher # an den Rechner rose: # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :lp=:rm=rose:rp=rattan:sd=/var/spool/lpd/rattan: # # bamboo ist ebenfalls mit rose verbunden: # bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :lp=:rm=rose:rp=bamboo:sd=/var/spool/lpd/bamboo: Nun müssen wir nur noch die Spooling-Verzeichnisse auf dem Rechner orchid erzeugen: &prompt.root; mkdir /var/spool/lpd/rattan /var/spool/lpd/bamboo &prompt.root; chmod 770 /var/spool/lpd/rattan /var/spool/lpd/bamboo &prompt.root; chown daemon:daemon /var/spool/lpd/rattan /var/spool/lpd/bamboo Damit können Benutzer des Rechners orchid die Drucker rattan und bamboo verwenden. Ein Benutzer gibt auf orchid beispielsweise ein: &prompt.user; lpr bamboo sushi-review.dvi Die Anwendung LPD auf dem Rechner orchid kopiert daraufhin den Druckauftrag in das Spooling-Verzeichnis /var/spool/lpd/bamboo und stellt fest, dass es sich um einen DVI-Auftrag handelt. Sobald rose über genug freien Platz im bamboo-Spooling-Verzeichnis verfügt, würden die beiden LPD die Datei auf den Rechner rose transferieren. Diese Datei verbleibt danach in der Druckerwarteschlange des Rechners rose, bis der Ausdruck der Datei abgeschlossen ist. Vor dem Ausdruck würde die Datei noch von DVI nach &postscript; konvertiert werden, da es sich bei bamboo um einen an den Rechner rose angeschlossenen &postscript;-Drucker handelt. Drucker mit direkter TCP-Schnittstelle Wenn Sie eine Netzwerkkarte für Ihren Drucker kaufen, können Sie zwei verschiedene Versionen wählen: Eine Version, die ein Drucksystem emuliert (die teure Version), oder eine Version, die sich verhält, als wäre der Drucker an eine serielle oder parallele Schnittstelle angeschlossen (die billige Version). Dieser Abschnitt beschreibt die billige Variante. Bevorzugen Sie die teure Variante, sollten Sie den Abschnitt Auf entfernten Rechnern installierte Drucker nochmals lesen. Das Format der Datei /etc/printcap erlaubt es Ihnen, anzugeben, welche serielle oder parallele Schnittstelle verwendet werden soll und (falls Sie eine serielle Schnittstelle verwenden) welche Parameter (Baudrate, Flußkontrolle, Behandlung von Tabulatoren, Konvertierung von neuen Zeilen und andere mehr) Sie verwenden wollen. Es gibt allerdings keine Möglichkeit, eine Verbindung zu einem Drucker zu definieren, der einen TCP/IP- oder einem anderem Netzwerkport auf Druckaufträge hin abfragt. Um Daten an einen Netzwerkdrucker zu schicken, müssen Sie daher ein Kommunikationsprogramm entwickeln, das von Text- und Konvertierungsfiltern aufgerufen werden kann. Dazu ein Beispiel. Das Skript netprint übernimmt alle Daten von der Standardeingabe und schickt sie an einen Netzwerkdrucker. netprint erwartet zwei Argumente: Als erstes Argument wird der Hostname des Druckers und als zweites Argument der Port, über den die Verbindung erfolgen soll, übergeben. Dabei handelt sich allerdings um eine Ein-Wege-Kommunikation (von &os; zum Drucker). Viele Netzwerkdrucker unterstützen aber auch eine Zwei-Wege-Kommunikation, deren Vorteile (Abfrage des Druckerstatus, die Verrechnung von Druckaufträgen und andere mehr) Sie vielleicht nutzen wollen. #!/usr/bin/perl # # netprint - Textfilter für einen Netzwerkdrucker # Installiert unter: /usr/local/libexec/netprint # $#ARGV eq 1 || die "Usage: $0 <printer-hostname> <port-number>"; $printer_host = $ARGV[0]; $printer_port = $ARGV[1]; require 'sys/socket.ph'; ($ignore, $ignore, $protocol) = getprotobyname('tcp'); ($ignore, $ignore, $ignore, $ignore, $address) = gethostbyname($printer_host); $sockaddr = pack('S n a4 x8', &AF_INET, $printer_port, $address); socket(PRINTER, &PF_INET, &SOCK_STREAM, $protocol) || die "Can't create TCP/IP stream socket: $!"; connect(PRINTER, $sockaddr) || die "Can't contact $printer_host: $!"; while (<STDIN>) { print PRINTER; } exit 0; Dieses Skript kann für verschiedene Filter eingesetzt werden. Das folgende Beispiel verwendet den an ein Netzwerk angeschlossenen Zeilendrucker Diablo 750-N. Dieser Drucker empfängt zu druckende Daten auf dem Port 5100. Der Hostname des Druckers lautet scrivener. Daher sieht der Textfilter für diesen Drucker wie folgt aus: #!/bin/sh # # diablo-if-net - Textfilter für den Diablo-Drucker `scrivener'. # Drucker lauscht auf Port 5100. # Installiert unter: /usr/local/libexec/diablo-if-net # exec /usr/libexec/lpr/lpf "$@" | /usr/local/libexec/netprint scrivener 5100 Den Druckerzugriff beschränken Drucker den Zugriff beschränken Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie den Druckerzugriff beschränken können. Das LPD-Drucksystem erlaubt Ihnen die Kontrolle darüber, wer lokal oder über ein Netzwerk auf einen Drucker zugreifen darf, ob mehrere Kopien erstellt werden dürfen und wie groß Druckaufträge und Druckerwarteschlangen werden dürfen. Den Ausdruck von mehreren Kopien verhindern Das LPD-System macht es dem einzelnen Benutzer einfach, mehrere Kopien einer Datei zu drucken. So werden mit lpr beispielsweise fünf Kopien jeder Datei des Druckauftrags erstellt. Ob dies gut oder schlecht ist, müssen Sie selbst entscheiden. Wenn Sie der Meinung sind, dass multiple Kopien eine unnötige Beanspruchung Ihres Druckers darstellen, sollten Sie die -Opion von &man.lpr.1; deaktivieren, indem Sie die sc-Fähigkeit in Ihre /etc/printcap aufnehmen. Verwendet ein Benutzer dennoch die Option , erhält er daraufhin folgende Meldung: lpr: multiple copies are not allowed Wenn Sie den Zugriff auf einen entfernten Drucker (wie in Abschnitt Auf entfernten Rechnern installierte Drucker beschrieben) konfiguriert haben, müssen Sie die sc-Fähigkeit auch auf den entfernten Rechnern, die auf Ihren Drucker zugreifen dürfen, in /etc/printcap eintragen, damit Benutzer diese Vorgabe nicht durch den Wechsel auf einen anderen Rechner umgehen können. Dazu ein Beispiel. Es handelt sich dabei um die Datei /etc/printcap auf dem Rechner rose. Der Drucker rattan soll multiple Kopien zulassen, auf dem Laserdrucker bamboo sollen multiple Kopien hingegen nicht erlaubt sein, daher müssen wir für diesen Drucker die sc-Fähigkeit aktivieren: # # /etc/printcap für den Rechner rose - multiple Kopien auf bamboo verbieten # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\ :lp=/dev/lpt0:\ :if=/usr/local/libexec/if-simple: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:\ :lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:\ :if=/usr/local/libexec/psif:\ :df=/usr/local/libexec/psdf: Außerdem müssen wir noch die sc-Fähigkeit in der Datei /etc/printcap des Rechners orchid aktivieren. Parallel dazu untersagen wir das Erstellen von multiplen Kopien auf dem Drucker teak: # # /etc/printcap für den Rechner orchid - lokal machen wir keine multiplen Kopien # Lokaler Drucker teak oder entfernter Drucker bamboo: teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\ :lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:sc:\ :if=/usr/local/libexec/ifhp:\ :vf=/usr/local/libexec/vfhp:\ :of=/usr/local/libexec/ofhp: rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :lp=:rm=rose:rp=rattan:sd=/var/spool/lpd/rattan: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :lp=:rm=rose:rp=bamboo:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc: Durch die Verwendung der sc-Fähigkeit ist zwar die Verwendung von lpr nicht mehr möglich, ein Benutzer kann aber weiterhin &man.lpr.1; mehrmals hintereinander aufrufen oder eine Datei mehrfach in den gleichen Druckauftrag aufnehmen: &prompt.user; lpr forsale.sign forsale.sign forsale.sign forsale.sign forsale.sign Auch dieser Mißbrauch Ihres Druckers kann verhindert werden, falls Sie dies wünschen. Diese Maßnahmen werden in diesem Abschnitt allerdings nicht behandelt. Den Zugriff auf bestimmte Drucker beschränken Sie können angeben, wer auf welchem Drucker drucken darf, wenn Sie den Gruppenmechanismus von &unix; in Kombination mit der rg-Fähigkeit von /etc/printcap einsetzen. Weisen Sie dazu alle Benutzer, die auf einen Drucker zugreifen dürfen, einer gemeinsamen Gruppe zu und geben Sie diese Gruppe über die rg-Fähigkeit an. Wenn Benutzer, die dieser Gruppe nicht angehören (dies gilt auch für root), werden diese durch die Meldung begrüsst, wenn Sie diesen Drucker verwenden wollen. lpr: Not a member of the restricted group Analog zur sc-Fähigkeit (suppress multiple copies) müssen Sie die rg-Fähigkeit auch auf allen entfernten Rechnern aktivieren, die auf Ihren Drucker zugreifen dürfen (lesen Sie dazu auch den Abschnitt Auf entfernten Rechnern installierte Drucker). Wollen wir beispielsweise allen Benutzern die Verwendung des Druckers rattan, aber nur Mitgliedern der Gruppe artists die Verwendung des Druckers bamboo erlauben, passen wir die bereits bekannte /etc/printcap des Rechners rose entsprechend an: # # /etc/printcap des Rechners rose - Zugriffsbeschränkung für bamboo # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\ :lp=/dev/lpt0:\ :if=/usr/local/libexec/if-simple: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:rg=artists:\ :lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:\ :if=/usr/local/libexec/psif:\ :df=/usr/local/libexec/psdf: Die Datei /etc/printcap des Rechners orchid wird dadurch nicht beeinflusst. Jeder Benutzer des Rechners orchid kann also weiterhin den Drucker bamboo verwenden. Für jeden Drucker kann nur eine einzige priviligierte Gruppe erstellt werden. Die Größe von Druckaufträgen kontrollieren Druckaufträge Wenn Sie viele Benutzer haben, die Ihre Drucker verwenden dürfen, werden Sie wahrscheinlich eine Obergrenze für Dateien angeben wollen, die Benutzer an Ihren Drucker senden dürfen. Dies ist sinnvoll, weil Speicherplatz für Spooling-Verzeichnisse nur begrenzt verfügbar ist und Sie stets sicherstellen müssen, dass auch die Druckaufträge anderer Benutzer verarbeitet werden können. Druckauftrag kontrollieren LPD verwendet die mx-Fähigkeit, um die maximal erlaubte Größe von Dateien eines Druckauftrags anzugeben. Dieser Wert wird in 1.024 Bytes großen BUFSIZ-Blöcken angegeben. Setzen Sie diesen Wert auf Null, gibt es keine Größenbeschränkung. Existiert die mx-Fähigkeit hingegen überhaupt nicht, so gilt ein Limit von 1.000 Blöcken. Diese Limits gelten nur für die Größe von Dateien innerhalb eines Druckauftrages, nicht aber für die Gesamtgröße des Druckauftrags. LPD lehnt eine Datei auch dann nicht ab, wenn sie das Limit des Druckers überschreitet. Vielmehr wird die Datei bis zum Erreichen des Limits in die Warteschlange geladen, danach wird der Druck gestartet. Der das Limit überschreitende Rest wird hingegen verworfen und nicht gedruckt! Mit diesem Wissen können wir nun Limits für die Drucker rattan und bamboo definieren. Da &postscript;-Dateien der Gruppe artists in der Regel sehr groß sind, setzen wir ein Limit von fünf Megabytes. Für den Druck von normalen Text (auf dem Drucker rattan) setzen wir hingegen kein Limit: # # /etc/printcap für den Rechner rose # # # Kein Größenlimit: # rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh:mx#0:sd=/var/spool/lpd/rattan:\ :lp=/dev/lpt0:\ :if=/usr/local/libexec/if-simple: # # Ein Limit von 5 Megabyte: # bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:rg=artists:mx#5000:\ :lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:\ :if=/usr/local/libexec/psif:\ :df=/usr/local/libexec/psdf: Auch diese Limits gelten nur für lokale Benutzer. Wenn Sie den Zugriff auf Ihren Drucker auch über ein Netzwerk erlauben wollen, unterliegen die Benutzer dieser Rechner diesen Limits nicht. Daher müssen Sie diese Limits über die mx-Fähigkeit auch in der /etc/printcap jedes Rechners definieren, der Ihren Drucker verwenden darf. Der Abschnitt Auf entfernten Rechnern installierte Drucker enthält weitere Informationen zum Drucken über ein Netzwerk. Es gibt eine weitere Möglichkeit, um die Größe von Druckaufträgen von entfernten Rechnern zu beschränken. Lesen Sie dazu den Abschnitt Druckaufträge von entfernten Rechnern beschränken. Druckaufträge von entfernten Rechnern beschränken Das LPD-System bietet mehrere Möglichkeiten, um Druckaufträge zu beschränken, die auf entfernten Rechnern gestartet wurden: Rechner beschränken Sie können festlegen, von welchen entfernten Rechnern ein lokaler LPD Druckaufträge annimmt, indem Sie die Dateien /etc/hosts.equiv sowie /etc/hosts.lpd entsprechend anpassen. LPD überprüft diese Dateien, um festzustellen, ob ein Druckauftrag von einem Rechner stammt, der in einer dieser Dateien aufgeführt ist. Ist dies nicht der Fall, lehnt LPD den Druckauftrag ab. Der Aufbau dieser Datei ist sehr einfach: Jede Zeile enthält einen einzigen Rechnernamen. Beachten Sie aber, dass /etc/hosts.equiv auch vom &man.ruserok.3;-Protokoll benötigt wird und Änderungen dieser Datei auch Programme wie &man.rsh.1; und &man.rcp.1; beeinflussen können. Das folgende Beispiel beschreibt die Datei /etc/hosts.lpd auf dem Rechner rose: orchid violet madrigal.fishbaum.de Durch diese Vorgaben akzeptiert rose nur noch Druckaufträge von den Rechnern orchid, violet, und madrigal.fishbaum.de. Versucht ein anderer Rechner, auf den LPD von rose zuzugreifen, wird dieser Druckauftrag abgelehnt werden. Größenbeschränkungen Sie können festlegen, wieviel Speicherplatz auf dem Dateisystem, in dem das Spooling-Verzeichnis liegt, mindestens frei sein muss. Dazu erzeugen Sie im Spooling-Verzeichnis Ihres lokalen Druckers die Datei minfree. In dieser Datei geben Sie an, wieviele 512 Byte große Blöcke auf Ihrer Platte frei sein müssen, damit ein Druckauftrag von einem entfernten Rechner akzeptiert wird. Durch diese Vorgabe können Sie sicherstellen, dass Benutzer von entfernten Rechnern Ihr Dateisystem nicht zumüllen. Außerdem können Sie damit lokale Benutzer bevorzugen, da diese auch dann noch Druckaufträge erteilen dürfen, wenn der verfügbare Plattenplatz unter das in der Datei minfree definierte Limit gefallen ist. Legen wir nun die Datei minfree für den Drucker bamboo an. Zuerst untersuchen wir /etc/printcap, um das Spooling-Verzeichnis für diesen Drucker zu finden. Das folgende Beispiel zeigt den Eintrag für den Drucker bamboo: bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:rg=artists:mx#5000:\ :lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:mx#5000:\ :if=/usr/local/libexec/psif:\ :df=/usr/local/libexec/psdf: Das Spooling-Verzeichnis wird über die sd-Fähigkeit festgelegt. Wir wollen, dass mindestens drei Megabyte (also 6144 Blöcke) freier Plattenplatz vorhanden sein müssen, damit LPD einen Druckauftrag von einem entfernten Rechner akzeptiert: &prompt.root; echo 6144 > /var/spool/lpd/bamboo/minfree Benutzer beschränken Sie können auch festlegen, welche entfernten Benutzer Ihren lokalen Drucker verwenden dürfen, indem Sie die rs-Fähigkeit in /etc/printcap definieren. Wenn für den Eintrag eines lokalen Druckers die rs-Fähigkeit definiert ist, akzeptiert LPD Druckaufträge von entfernten Rechnern nur dann, wenn der Benutzer, der den Druckauftrag gesendet hat, auch über ein gleichnamiges Benutzerkonto auf dem lokalen Rechner verfügt. Ist dies nicht der Fall, lehnt LPD den Druckauftrag ab. Diese Fähigkeit ist besonders in Umgebungen nützlich, in denen beispielsweise verschiedene Abteilungen ein gemeinsames Netzwerk teilen, wobei einige Benutzer zu mehreren Abteilungen gehören. Haben diese Benutzer auch ein Benutzerkonto auf Ihrem System, so können sie Ihren Drucker auch von ihrer eigenen Abteilung aus nutzen. Wollen Sie zwar den Zugriff auf Ihren Drucker, nicht aber den Zugriff auf Ihre übrigen Ressourcen erlauben, können Sie für diese Benutzer einen sogenannten Token-Account ohne Heimatverzeichnis und mit einer nutzlosen Shell wie /usr/bin/false erstellen. Die Druckernutzung verrechnen Drucker verrechnen Sie wollen die Nutzung Ihrer Drucker kostenpflichtig machen? Warum auch nicht? Papier und Tinte kosten Geld. Auch eine regelmäßige Wartung muss bezahlt werden. Nachdem Sie einen Preis festgelegt haben, den Sie für jede gedruckte Seite verrechnen wollen, stellt sich die Frage, wie Sie die Verrechnung der Druckkosten technisch umsetzen können. Die schlechte Nachricht ist, dass das LPD-System dabei wenig hilfreich ist. Die Verrechnung von Druckaufträgen hängt stark vom verwendeten Drucker, den zu druckenden Dateiformaten und Ihren Anforderungen an die Verrechnung der Druckernutzung ab. Um die Verrechnung der Druckernutzung zu implementieren, müssen Sie sowohl Ihre Textfilter (um den Druck von normalem Text abzurechnen) als auch Ihre Konvertierungsfilter (um den Druck sonstiger Formate abzurechnen) entsprechend anpassen, damit diese die Zahl der gedruckten Seiten ermitteln können. Leider können Sie dazu nicht einen einfachen Ausgabefilter verwenden, da diese die Verrechnung von Druckaufträgen nicht unterstützen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Filterarten finden Sie im Abschnitt Filter. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, wie Sie diese Verrechnung umsetzen können: Die periodische Verrechnung wird häufiger verwendet, da sie einfacher zu implementieren ist. Wenn ein Druckauftrag ausgeführt wird, schreibt der Filter den Benutzer, den verwendeten Rechner sowie die Anzahl der gedruckten Seiten in eine Verrechnungsdatei. Nach einem zu definierenden Zeitraum werden diese Dateien ausgewertet, die Gesamtzahl der von einem Benutzer gedruckten Seiten bestimmt und dem jeweiligen Benutzer verrechnet. Danach werden alle Protokolldateien zurückgesetzt, und die Protokollierung beginnt von Neuem. Die unmittelbare Verrechnung wird nur selten eingesetzt, das sie schwieriger zu implementieren ist. Bei dieser Methode wird der Druckauftrag verrechnet, sobald der Drucker verwendet wird. Dadurch können Sie beispielsweise verhindern, dass ein Benutzer seine erlaubte Druckquote überschreitet. Zusätzlich können Sie es Ihren Benutzern erlauben, deren Druckquote abzufragen oder anzupassen. Allerdings benötigen Sie eine Datenbank, um Benutzer und deren Quoten verwalten zu können. Das LPD-Drucksystem unterstützt beide Methoden. Allerdings müssen Sie die benötigen Filter sowie den zur Verrechnung nötigen Code selbst bereitstellen. Der Vorteil dabei ist allerdings, dass Sie in der Wahl Ihrer Verrechnungsmethode äußerst flexibel sind. So können Sie sich etwa für die periodische oder die unmittelbare Verrechnung entscheiden. Sie können festlegen, welche Informationen Sie erfassen wollen: Benutzernamen, Rechnernamen, die Art der Druckaufträge, die Anzahl der gedruckten Seiten, den Papierverbrauch, den Zeitaufwand für die Bearbeitung eines Druckauftrages und viele andere mehr. Dazu müssen Sie Ihre Filter entsprechend anpassen, damit diese Informationen erfassst und gespeichert werden. Kurzanleitung für die Implementierung der Druckerverrechnung &os; bietet Ihnen zwei Programme, um eine periodische Verrechnung rasch zu implementieren. Dabei handelt es sich um den im Abschnitt lpf: Ein Textfilter behandelten Textfilter sowie um &man.pac.8;, ein Programm, mit dem Sie Einträge aus Verrechnungsdateien auslesen und aufsummieren können. Wie bereits im Abschnitt Filter erwähnt, startet LPD den Text- oder Konvertierungsfilter mit dem Namen der Verrechnungsdatei als Argument. Dadurch weiß der Filter, in welche Datei er einen Verrechnungseintrag schreiben soll. Der Name dieser Datei wird über die af-Fähigkeit in /etc/printcap festgelegt. Falls die Datei nicht über einen absoluten Pfad angegeben wird, handelt es sich um einen Pfad relativ zum Spooling-Verzeichnis. LPD startet lpf mit den Argumenten page width und page length, die über die pw- und pl-Fähigkeit definiert werden. Das Kommando lpf verwendet diese Argumente danach, um den Papierverbrauch zu bestimmen. Nachdem die Datei an den Drucker geschickt wurde, wird ein Verrechnungseintrag in die Verrechnungsdatei geschrieben. Ein solcher Eintrag sieht dabei ähnlich den folgenden aus: 2.00 rose:andy 3.00 rose:kelly 3.00 orchid:mary 5.00 orchid:mary 2.00 orchid:zhang Sie sollten für jeden Drucker eine eigene Verrechnungsdatei verwenden, da lpf die Verrechnungsdatei nicht sperren kann. Sind also gleichzeitig zwei lpf-Instanzen aktiv, kann es dazu kommen, dass Ihre Verrechnungsdatei zerstört wird, wenn beide Instanzen gleichzeitig in die gleiche Datei schreiben. Damit für jeden Drucker eine eigene Verrechnungsdatei angelegt wird, fügen Sie den Eintrag af=acct in /etc/printcap ein. Dadurch wird für jeden Drucker eine separate Verrechnungsdatei mit dem Namen acct im Spooling-Verzeichnis des jeweiligen Druckers erzeugt. Wenn Sie Ihre Daten erfasst haben und die entstandenen Kosten Ihren Benutzern verrechnen wollen, starten Sie &man.pac.8;. Dazu wechseln Sie in das Spooling-Verzeichnis des auszuwertenden Druckers und geben pac ein. Dadurch erhalten Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden: Login pages/feet runs price orchid:kelly 5.00 1 $ 0.10 orchid:mary 31.00 3 $ 0.62 orchid:zhang 9.00 1 $ 0.18 rose:andy 2.00 1 $ 0.04 rose:kelly 177.00 104 $ 3.54 rose:mary 87.00 32 $ 1.74 rose:root 26.00 12 $ 0.52 total 337.00 154 $ 6.74 Folgende Argumente können an &man.pac.8; übergeben werden: Gibt an, welcher Drucker ausgewertet werden soll. Diese Option setzt voraus, dass für die af-Fähigkeit in /etc/printcap ein absoluter Pfad angegeben wurde. Sortiert die Ausgabe nach den verursachten Kosten anstelle einer alphabetischen Sortierung der Benutzernamen. Ignoriert den Rechnernamen in Verrechnungsdateien. Ist diese Option gesetzt, ist der Benutzer smith auf dem Rechner alpha mit dem Benutzer smith auf dem Rechner gamma identisch. Ist diese Option nicht gesetzt, handelt es sich um unterschiedliche Benutzer. Berechnet die entstandenen Kosten aus dem Preis in Dollar pro Seite statt aus dem über die pc-Fähigkeit in /etc/printcap definierten Preis. In der Voreinstellung sind dies zwei Cent pro Seite. Sie können aber auch einen eigenen Preis in Form einer Gleitkommazahl angeben. Die Sortierreihenfolge umkehren. Die Verrechnungsdatei in einer neuen Datei aufsummieren und die originale Verrechnungsdatei zurücksetzen. name Verrechnungsinformationen nur für die angegebenen Benutzernamen ausgeben. In der Voreinstellung gibt &man.pac.8; aus, wieviele Seiten von welchem Benutzer auf welchem Rechner gedruckt wurden. Wenn Rechnernamen für Sie uninteressant sind (weil sich Benutzer beispielsweise auf jedem Rechner anmelden können), sollten Sie pac verwenden, um die folgende Ausgabe zu erhalten: Login pages/feet runs price andy 2.00 1 $ 0.04 kelly 182.00 105 $ 3.64 mary 118.00 35 $ 2.36 root 26.00 12 $ 0.52 zhang 9.00 1 $ 0.18 total 337.00 154 $ 6.74 Um den zu verrechnenden Betrag zu ermitteln, verwendet &man.pac.8; die pc-Fähigkeit von /etc/printcap (Voreinstellung 200, dieser Wert entspricht 2 Cents). Geben Sie hier (als Hundertfaches des tatsächlichen Wertes) den Preis pro Seite an, den Sie verrechnen wollen. Sie können diesen Wert überschreiben, wenn Sie &man.pac.8; mit der Option ausführen. Beachten Sie dabei aber, dass Sie in diesem Fall die Einheiten in Dollar angeben, und nicht als Hundertfaches des tatsächlichen Cent-Betrages. So steht &prompt.root; pac beispielsweise für einen Preis von einem Dollar und fünfzig Cent pro Seite. Der Aufruf von pac führt schließlich dazu, dass die aufsummierten Informationen in einer eigenen Auswertedatei gespeichert werden. Diese hat den gleichen Namen wie die Verrechnungsdatei, es wird lediglich ein _sum an den Dateinamen angehängt. Danach wird die Verrechnungsdatei zurückgesetzt. Wenn Sie &man.pac.8; erneut aufrufen, wird die Auswertedatei eingelesen, um die Startbeträge zu erhalten, alle weiteren Informationen stammen danach aus der normalen Verrechnungsdatei. Wie kann man die Anzahl der gedruckten Seiten ermitteln? Um die Druckernutzung auch nur annähernd genau verrechnen zu können, müssen Sie ermitteln, wieviel Papier ein Druckauftrag verbraucht. Die Bestimmung dieses Wertes ist das zentrale Problem, das Sie lösen müssen, wenn Sie Druckaufträge kostenpflichtig machen wollen. Normaler Text stellt in der Regel kein Problem dar: Sie zählen dazu nur die Zeilen des Druckauftrages und dividieren diesen Wert durch die Anzahl der Zeilen pro Seite, die Ihr Drucker bietet. Allerdings dürfen Sie dabei nicht vergessen, dass gelöschte Zeichen (Backspaces) Zeilen überschreiben. Außerdem können sich lange logische Zeilen (im Druckauftrag) über mehrere physikalische Zeilen (am Ausdruck) erstrecken. Der im Abschnitt lpf: Ein Textfilter vorgestellte Textfilter lpf berücksichtigt diese Besonderheiten. Wenn Sie einen eigenen Textfilter für die Verrechnung der Druckernutzung schreiben wollen, sollten Sie sich daher den Quellcode von lpf näher ansehen. Aber was ist mit anderen Dateiformaten? Für die DVI-nach-LaserJet- oder für die DVI-nach-&postscript;-Konvertierung können Sie die Protokolldateien von dvilj oder dvips auslesen, um festzustellen, wieviele Seiten konvertiert wurden. Die gleiche Methode könnte auch mit anderen Dateitypen funktionieren. Alle diese Methoden haben aber das Problem, dass ein Drucker möglicherweise nicht alle Seiten des Druckauftrages drucken kann. So könnte es etwa zu einem Papierstau kommen, der Toner könnte zu Ende gehen oder es könnte ein Druckerdefekt auftreten – trotzdem würden alle Seiten des Druckauftrages verrechnet werden. Was kann man dagegen tun? Es gibt nur eine einzige sichere Methode, um die Druckernutzung exakt zu bestimmen. Besorgen Sie sich einen Drucker, der das verbrauchte Papier protokolliert und verbinden Sie ihn über eine serielle oder eine Netzwerkverbindung. Nahezu alle &postscript;-Drucker, aber auch viele andere Modelle und Druckertypen (beispielsweise Laserdrucker von Imagen) sind dazu in der Lage. Passen Sie die Filter für diese Drucker entsprechend an, damit diese nach jedem Druckauftrag die Anzahl der gedruckten Seiten ermitteln und verrechnen Sie Druckaufträge ausschließlich über diesen Wert. Danach müssen Sie sich um die Anzahl der gedruckten Zeilen oder um mögliche Druckerprobleme nie mehr kümmern. Sie können aber auch großzügig sein und alle Ausdrucke kostenlos abgeben. Johann Kois Übersetzt von Drucker verwenden Drucker verwenden Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie einen unter &os; konfigurierten Drucker verwenden können. Die folgende Liste bietet einen Überblick über wichtige Anwenderbefehle: &man.lpr.1; Einen Druckauftrag drucken &man.lpq.1; Eine Druckerwarteschlange prüfen &man.lprm.1; Einen Druckauftrag aus einer Warteschlange entfernen (stornieren) Zusätzlich existiert mit &man.lpc.8; ein Befehl zur zur Steuerung von Druckern und Druckerwarteschlangen, der im Abschnitt Drucker verwalten näher beschrieben wird. Jeder der drei Befehle &man.lpr.1;, &man.lprm.1;, sowie &man.lpq.1; akzeptiert die Option , mit der Sie den zu verwendenden Drucker (der dazu in /etc/printcap definiert sein muss) festlegen. Dadurch sind Sie in der Lage, Druckaufträge zu erstellen, zu stornieren, oder den Status Ihrer Druckaufträge zu überprüfen. Verwenden Sie die Option nicht, wird der in der Umgebungsvariable PRINTER definierte Drucker verwendet. Existiert diese Variable nicht, greifen diese Befehle auf den Drucker lp zurück. Im Folgenden steht der Begriff Standarddrucker daher für den über die Umgebungsvariable PRINTER definierten Drucker, oder, falls diese Variable nicht existiert, für den Drucker lp. Druckaufträge erstellen Um eine Datei zu drucken, geben Sie folgenden Befehl ein: &prompt.user; lpr filename ... printing Dadurch wird jede angegebene Datei an den Standarddrucker geschickt. Wenn Sie keine Datei angeben, liest &man.lpr.1; die zu druckenden Daten von der Standardeingabe. Um beispielsweise einige wichtige Systemdateien zu drucken, geben Sie folgenden Befehl ein: &prompt.user; lpr /etc/host.conf /etc/hosts.equiv Um einen bestimmten Drucker auszuwählen, verwenden Sie: &prompt.user; lpr printer-name filename ... Das folgende Beispiel gibt eine ausführliche Liste aller im Arbeitsverzeichnis enthaltenen Dateien auf den Drucker rattan aus: &prompt.user; ls | lpr rattan Da keine Dateien an &man.lpr.1; übergeben werden, liest lpr die zu druckenden Daten von der Standardeingabe, in unserem Fall also die Ausgabe des Befehls ls . &man.lpr.1; akzeptiert auch verschiedene Optionen zur Formatierung und Konvertierung von Dateien, zur Erzeugung von multiplen Ausdrucken und so weiter. Lesen Sie dazu den Abschnitt Druckoptionen. Druckaufträge verwalten Druckauftrag Wenn Sie &man.lpr.1; verwenden, werden alle zu druckenden Daten in ein Paket, den sogenannten Druckauftrag, gepackt und an LPD geschickt. Jeder Drucker verfügt über eine Druckerwarteschlange, in der Ihre Druckaufträge gemeinsam mit denen anderer Benutzer verbleiben, bis sie gedruckt werden können. Zuerst eintreffende Druckaufträge werden dabei auch zuerst gedruckt. Um die Druckerwarteschlange des Standarddruckers anzuzeigen, verwenden Sie &man.lpq.1;. Wollen Sie einen anderen Drucker abfragen, müssen Sie die Option verwenden. Der Befehl &prompt.user; lpq bamboo zeigt so die Druckerwarteschlange des Druckers bamboo an. Dieser Befehl liefert eine Ausgabe ähnlich der folgenden: bamboo is ready and printing Rank Owner Job Files Total Size active kelly 9 /etc/host.conf, /etc/hosts.equiv 88 bytes 2nd kelly 10 (standard input) 1635 bytes 3rd mary 11 ... 78519 bytes Derzeit enthält die Warteschlange von bamboo drei Druckaufträge. Dem ersten Auftrag, der vom Benutzer kelly erstellt wurde, wurde die Auftragsnummer (job number) 9 zugewiesen. Analog erhält jeder Druckerauftrag eine eindeutige Nummer zugewiesen. Diese Nummern sind nur dann von Bedeutung, wenn Sie einen Druckauftrag stornieren wollen. Der Abschnitt Druckaufträge stornieren beschreibt, wie Sie dazu vorgehen. Der Auftrag mit der Nummer 9 besteht aus zwei Dateien, mehrere an &man.lpr.1; übergebene Dateien werden also als Teil eines (gemeinsamen) Druckauftrags betrachtet. Dieser Druckauftrag ist derzeit aktiv (beachten Sie den Status active in der Spalte Rank), wird also gerade gedruckt. Der zweite Auftrag besteht aus Daten, die von der Standardeingabe an &man.lpr.1; übergeben wurden. Der dritte Auftrag wurde vom Benutzer mary erstellt. Er ist sehr viel größer als die anderen Aufträge. Da der Pfad der zu druckenden Datei aufgrund seiner Länge nicht in der Spalte Files Platz hat, werden von &man.lpq.1; nur drei Punkte angezeigt. Die erste Zeile der Ausgabe von &man.lpq.1; ist ebenfalls sehr nützlich: Sie beschreibt den momentanen Druckerstatus (oder zumindest, was LPD denkt, dass der Drucker gerade macht). &man.lpq.1; unterstützt auch die Option zur Erstellung einer ausführlicheren Ausgabe. Die Eingabe von lpq erzeugt für unser obiges Beispiel die folgende Ausgabe: waiting for bamboo to become ready (offline ?) kelly: 1st [job 009rose] /etc/host.conf 73 bytes /etc/hosts.equiv 15 bytes kelly: 2nd [job 010rose] (standard input) 1635 bytes mary: 3rd [job 011rose] /home/orchid/mary/research/venus/alpha-regio/mapping 78519 bytes Druckaufträge stornieren Mit &man.lprm.1; können Sie einen Druckauftrag stornieren. Häufig ist &man.lprm.1; auch noch in der Lage, einen bereits aktiven Auftrag abzubrechen, allerdings wird dabei in der Regel trotzdem ein Teil des Auftrages oder der gesamte Auftrag gedruckt. Um einen Druckauftrag auf dem Standarddrucker zu stornieren, müssen Sie zuerst die Auftragsnummer über &man.lpq.1; ermitteln. Danach geben Sie Folgendes ein: &prompt.user; lprm Job-Nummer Um einen Druckauftrag eines anderen Druckers zu stornieren, benötigen Sie wiederum die Option . Der folgende Befehl entfernt den Druckauftrag mit der Nummer 10 aus der Warteschlange des Druckers bamboo: &prompt.user; lprm bamboo 10 &man.lprm.1; unterstützt verschiedene Kurzbefehle: lprm - Entfernt alle Druckaufträge (des Standarddruckers), die von Ihnen erstellt wurden. lprm user Entfernt alle Druckaufträge (des Standarddruckers), die vom Benutzer user erstellt wurden. Der Superuser kann im Gegensatz zu einem normalen Benutzer auch Aufträge anderer Benutzer entfernen. lprm Wenn Sie weder eine Auftragsnummer, einen Benutzernamen, noch die Option angeben, entfernt &man.lprm.1; den aktiven Druckauftrag auf dem Standarddrucker, falls dieser Auftrag von Ihnen erstellt wurde. Der Superuser kann hingegen jeden aktiven Druckauftrag abbrechen. Verwenden Sie zusätzlich die Option zu den eben beschriebenen Kurzbefehlen, wenn Sie diese auf einen anderen Drucker als den Standarddrucker anwenden wollen. So entfernt der folgende Befehl beispielsweise alle Druckaufträge des aktuellen Benutzers aus der Druckerwarteschlange des Druckers rattan: &prompt.user; lprm rattan - Wenn Sie in einer Netzwerkumgebung arbeiten, erlaubt es &man.lprm.1; Ihnen nur, Druckaufträge auf dem Rechner zu stornieren, auf dem sie erstellt wurden. Dies gilt selbst dann, wenn der gleiche Drucker auch auf anderen Rechnern des Netzwerks verfügbar ist. Die folgende Befehlsfolge veranschaulicht diesen Umstand: &prompt.user; lpr rattan myfile &prompt.user; rlogin orchid &prompt.user; lpq rattan Rank Owner Job Files Total Size active seeyan 12 ... 49123 bytes 2nd kelly 13 myfile 12 bytes &prompt.user; lprm rattan 13 rose: Permission denied &prompt.user; logout &prompt.user; lprm rattan 13 dfA013rose dequeued cfA013rose dequeued Abseits von normalem Text: Druckoptionen &man.lpr.1; unterstützt verschiedene Optionen zur Formatierung von Text, zur Konvertierung von Grafik- und anderen Dateiformaten, zur Erzeugung von multiplen Kopien, zur Verwaltung von Druckaufträgen und andere mehr. Dieser Abschnitt beschreibt einige dieser Optionen. Formatierungs- und Konvertierungsoptionen Die folgenden &man.lpr.1;-Optionen kontrollieren die Formatierung von in einem Druckauftrag enthaltenen Dateien. Verwenden Sie diese Optionen, wenn Ihr Druckauftrag keinen normalen Text enthält, oder wenn Sie normalen Text mit &man.pr.1; formatieren wollen. &tex; Der folgende Befehl druckt so beispielsweise eine DVI-Datei (des &tex;-Satzsystems) namens fish-report.dvi auf dem Drucker bamboo: &prompt.user; lpr bamboo -d fish-report.dvi Diese Optionen gelten für jede Datei des Druckauftrags, daher ist es nicht möglich beispielsweise DVI- und ditroff-Dateien über den gleichen Druckauftrag zu drucken. Sie müssen diese Dateien vielmehr über getrennte Druckaufträge drucken, wobei Sie jeweils geeignete Konvertierungsoptionen verwenden. Alle Optionen mit Ausnahme von und setzen einen installierten und für den jeweiligen Drucker konfigurierten Konvertierungsfilter voraus. So benötigt die Option den DVI-Konvertierungsfilter. Diese Filter werden im Abschnitt Konvertierungsfilter ausführlich beschrieben. Druckt cifplot-Dateien. Druckt DVI-Dateien. Druckt FORTRAN-Textdateien. Druckt Plot-Daten. Rückt die Ausgabe um anzahl Spalten ein, lassen Sie anzahl weg, wird der Text um 8 Spalten eingerückt. Beachten Sie aber, dass diese Option nicht mit allen Konvertierungsfiltern funktioniert. Zwischen der Option und der der Zahl darf dabei kein Leerzeichen stehen. Druckt Text inklusive vorhandener Steuerzeichen. Druckt ditroff-Dateien (geräteunabhängiges troff). -p Formatiert normalen Text mit &man.pr.1;, bevor der Ausdruck erfolgt. Verwende titel auf dem &man.pr.1;-Deckblatt anstelle des Dateinamens. Diese Option ist nur wirksam, wenn sie gemeinsam mit der Option verwendet. Druckt troff-Daten. Druckt Rasterdaten. Dazu ein Beispiel. Der folgende Befehl druckt eine formatierte Version der Manualpage zu &man.ls.1; auf den Standarddrucker: &prompt.user; zcat /usr/share/man/man1/ls.1.gz | troff -man | lpr &man.zcat.1; dekomprimiert den Quellcode der Manualpage &man.ls.1; und reicht ihn an &man.troff.1; weiter, das ihn formatiert und daraus GNU troff-Daten erzeugt. Diese werden wiederum an &man.lpr.1; weitergereicht, das den Druckauftrag schließlich an LPD übergibt. Da die Option von &man.lpr.1; verwendet wurde, konvertiert das Drucksystem die GNU troff-Daten zuvor in ein Format, das der Standarddrucker verstehen und ausgeben kann. Druckaufträge verwalten Die folgenden Optionen von &man.lpr.1; weisen LPD an, den Druckauftrag auf verschiedene Art und Weise zu behandeln: -# anzahl Erzeugt anzahl Ausdrucke jeder im Druckauftrag enthaltenen Datei anstelle eines einzigen Exemplars. Diese Option kann von einem Administrator deaktiviert werden, um die Beanspruchung des Druckers zu verringern. Lesen Sie den Abschnitt Den Ausdruck von mehreren Kopien verhindern, wenn Sie diese Funktion benötigen. Das folgende Beispiel druckt drei Kopien der Datei parser.c, gefolgt von drei Kopien von parser.h auf den Standarddrucker: &prompt.user; lpr parser.c parser.h -m Verschickt eine E-Mail, nachdem der Druckauftrag beendet wurde. Verwenden Sie diese Option, sendet LPD Ihnen eine E-Mail, wenn es die Bearbeitung Ihres Druckauftrages abgeschlossen hat. Diese Nachricht enthält Informationen darüber, ob Ihr Auftrag erfolgreich erledigt wurde oder ob ein Fehler auftrat. Ist dies der Fall, wird meist noch angegeben, welcher Fehler auftrat. -s Kopiert die Dateien nicht in das Spooling-Verzeichnis, sondern verlinkt stattdessen symbolisch auf diese Dateien. Wenn Sie einen umfangreichen Druckauftrag erstellen, werden Sie diese Option wahrscheinlich verwenden wollen. Einerseits sparen Sie dadurch Speicherplatz im Spooling-Verzeichnis (im schlimmsten Fall könnte Ihr Druckauftrag ansonsten das Dateisystem des Spooling-Verzeichnis zum Überlaufen bringen), andererseits sparen Sie dadurch auch Zeit, weil LPD die in Ihrem Druckauftrag enthaltenen Dateien nicht in das Spooling-Verzeichnis kopieren muss. Da LPD in diesem Fall die Originaldateien verwendet, muss sichergestellt sein, dass diese nicht verändert werden, bevor der Ausdruck abgeschlossen ist. Wenn Sie auf einen entfernten Drucker drucken, muss LPD die Dateien dennoch vom lokalen auf den entfernten Rechner kopieren. In diesem Fall spart die Option Speicherplatz lediglich im lokalen Spooling-Verzeichnis, nicht aber im entfernten. Dennoch ist diese Option auch in diesem Fall nützlich. -r Löscht die im Druckauftrag enthaltenen Dateien, nachdem sie in das Spooling-Verzeichnis kopiert oder unter Verwendung der Option gedruckt werden. Verwenden Sie diese Option daher nur mit äußerster Vorsicht! Deckblatt-Optionen Die folgenden &man.lpr.1;-Optionen passen den Text an, der auf einem Deckblatt eines Druckauftrages ausgegeben wird. Wird die Ausgabe von Deckblättern auf dem Zieldrucker unterdrückt, bleiben diese Optionen wirkungslos. Lesen Sie den Abschnitt Deckblätter, wenn Sie diese Funktion benötigen. -C text Ersetzt den Rechnernamen auf dem Deckblatt durch text. Der Rechnername ist dabei in der Regel der Name des Rechners, auf dem der Druckauftrag erstellt wurde. -J text Ersetzt den Namen des Druckauftrages auf dem Deckblatt durch text. Der Name des Druckauftrages entspricht in der Regel dem Namen der ersten Datei des Druckauftrages oder stdin, wenn Sie die Standardeingabe an den Drucker weiterleiten. -h Verhindert den Ausdruck von Deckblättern. Ob diese Option funktioniert, hängt von der Art und Weise ab, wie Deckblätter auf Ihrem System erzeugt werden. Lesen Sie den Abschnitt Deckblätter für weitere Informationen. Drucker verwalten Als Administrator Ihres Systems ist es Ihre Aufgabe, Drucker zu installieren, zu konfigurieren und zu testen. Um mit Ihrem Drucker zu kommunizieren, können Sie &man.lpc.8; verwenden. Dadurch sind Sie in der Lage, Ihre Drucker zu starten und zu beenden. Die Warteschlangen Ihrer Drucker zu aktivieren und zu deaktivieren. Die Reihenfolge der Druckaufträge zu ändern. Am Anfang dieses Abschnitts steht die Erklärung einiger Begriffe. Wenn ein Drucker beendet ist, wird der Inhalt seiner Warteschlange nicht gedruckt. Druckaufträge können zwar weiterhin erstellt werden, diese verbleiben aber solange in der Warteschlange, bis der Drucker wieder gestartet oder die Warteschlange gelöscht wird. Ist eine Warteschlange deaktiviert, kann (mit Ausnahme von root) kein Benutzer mehr einen Druckauftrag erteilen. Ist die Warteschlange hingegen aktiviert, können Druckaufträge erteilt werden. Ist ein Drucker zwar gestartet, die Warteschlange hingegen deaktiviert, werden dennoch alle noch in der Warteschlange vorhandenen Druckaufträge gedruckt. Im Allgemeinen benötigen Sie root-Rechte, um &man.lpc.8; einsetzen zu können. Als normaler Benutzer erlaubt es Ihnen &man.lpc.8; lediglich, den Druckstatus abzufragen und einen hängenden Drucker neu zu starten. Es folgt nun eine Zusammenfassung der Befehle von &man.lpc.8;. Die meisten dieser Befehle benötigen das Argument printer-name, mit dem Sie angeben, auf welchen Drucker der Befehl angewendet werden soll. Wenn Sie für printer-name all angeben, wird der Befehl auf alle in /etc/printcap definierten Drucker angewendet. abort printer-name Bricht den aktuellen Druckauftrag ab und beendet den Drucker. Solange die Warteschlange aktiviert ist, können allerdings weiterhin Druckaufträge erteilt werden. clean printer-name Entfernt veraltete Dateien aus dem Spooling-Verzeichnis des Druckers, da diese manchmal nicht vollständig von LPD entfernt werden können. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn während der Bearbeitung des Druckauftrages Fehler auftraten. Dieser Befehl sucht dabei nach Dateien, die nicht in das Spooling-Verzeichnis gehören und entfernt diese. disable printer-name Deaktiviert die Annahme neuer Druckaufträge. Solange der Drucker nicht beendet wird, werden weiterhin alle in der Warteschlange enthaltenen Auftrage bearbeitet und gedruckt. root kann jederzeit Druckaufträge erstellen, selbst dann, wenn die Druckerwarteschlange deaktiviert ist. Dieser Befehl ist besonders nützlich, wenn Sie einen neuen Drucker testen müssen oder einen neuen Filter installiert haben. Dazu deaktivieren Sie die Warteschlange des Druckers und erstellen Ihre Druckaufträge als root. Andere Benutzer können erst dann einen Druckauftrag erstellen, wenn Sie Ihre Tests abgeschlossen haben und die Druckerwarteschlange mit enable wieder reaktivieren. down printer-name nachricht Beendet einen Drucker. Äquivalent zu disable, gefolgt von stop. Die von Ihnen definierte nachricht wird als Druckerstatus angezeigt, wenn ein Benutzer die Warteschlange des Druckers mit &man.lpq.1; oder mit lpc status abfragt. enable printer-name Aktiviert die Warteschlange eines Druckers. Erteilte Druckaufträge können zwar erteilt werden, diese werden aber nur dann gedruckt, wenn der Drucker auch gestartet ist. help command-name Ausgaben von hilfreichen Informationen zu command-name. Wird kein command-name angegeben, wird die Liste der verfügbaren Befehle ausgegeben. restart printer-name Startet den Drucker. Normale Benutzer können diesen Befehl verwenden, um einen hängenden LPD zu reaktivieren, sie sind allerdings nicht berechtigt, einen Drucker zu starten, der mit stop oder down beendet wurde. Dieser Befehl ist äquivalent zu abort, gefolgt von start. start printer-name Startet den Drucker, um die in der Warteschlange enthaltenen Aufträge zu drucken. stop printer-name Beendet den Drucker. Der Drucker beendet den aktiven Druckauftrag noch, danach wird kein weiterer in der Warteschlange enthaltener Auftrag gedruckt. Obwohl der Drucker beendet wurde, können weiterhin Druckaufträge erteilt werden, solange die Warteschlange nicht deaktiviert wurde. topq printer-name job-or-username Sortiert die Druckerwarteschlange des Druckers printer-name um, wobei der Auftrag mit der angegebenen Auftragsnummer, oder Druckaufträge, die von username erstellt wurden, an den Beginn der Warteschlange gesetzt werden. Für diesen Befehl kann die Option all nicht als printer-name verwendet werden. up printer-name Startet einen Drucker. Das Gegenstück zu down. Äquivalent zu start, gefolgt von enable. &man.lpc.8; akzeptiert diese Befehle direkt auf der Kommandozeile. Geben Sie keinen Befehl ein, wird &man.lpc.8; im interaktiven Modus gestartet. In diesem Modus können Sie solange Befehle eingeben, bis Sie exit oder quit eingeben. Alternativen zum <application>LPD</application>-Drucksystem Wenn Sie dieses Kapitel bis hierher gelesen haben, wissen Sie so gut wie alles über LPD, das Standarddrucksystem von &os;. Wahrscheinlich sind Ihnen bereits einige Unzulänglichkeiten dieses Systems aufgefallen, und Sie fragen sich nun, welche anderen Drucksysteme es für &os; gibt. LPRng LPRng LPRng steht für LPR: the Next Generation. Dabei handelt es sich um eine von Grund auf neu geschriebene Version von PLP. LPRng wurde von Patrick Powell und Justin Mason, dem Hauptmaintainer von PLP, entwickelt. Die offizielle Webseite von LPRng ist unter zu finden. CUPS CUPS CUPS, das Common UNIX Printing System, stellt eine portable Abstraktionsschicht dar, die das Drucken auf allen &unix;-artigen Betriebsystemen ermöglicht. CUPS wurde von Easy Software entwickelt, um &unix;-Herstellern und -Benutzern eine einheitliche Standardlösung für den Druck von Dokumenten zu bieten. CUPS verwendet das Internet Printing Protocol (IPP), um Druckaufträge und -warteschlangen zu verwalten. Zusätzlich werden die Protokolle Line Printer Daemon (LPD), Server Message Block (SMB), und AppSocket/JetDirect), unterstützt, wenn auch nur mit eingeschränkter Funktionalität. Ausserdem ermöglicht CUPS das Auffinden von Netzwerkdruckern sowie die Verwendung auf PostScript Printer Description (PPD) basierender Druckoptionen. Die offizielle Webseite von CUPS ist . HPLIP HPLIP HPLIP, das HP &linux; Imaging and Printing System, ist eine von HP entwickelte Sammlung von Programmen, die Unterstützung für das drucken, scannen und faxen bei HP-Geräten bieten. Diese Programm-Sammlung verwendet CUPS als Grundlage für einige seiner Druck-Eigenschaften. Die Hauptseite für HPLIP ist . Problembehandlung Wenn Sie eine einfache Testseite mit &man.lptest.1; gedruckt haben, könnte eines der folgenden Probleme aufgetreten sein: Der Druck hat erst mit einer gewissen Verzögerung geklappt oder das bedruckte Blatt verblieb im Drucker, so als wäre der Druckvorgang noch nicht abgeschlossen. Die Testseite wurde zwar gedruckt, danach tat sich allerdings nichts mehr. Vielleicht mussten Sie sogar eine Taste Ihres Druckers, etwa PRINT REMAINING oder FORM FEED drücken, damit der Druckvorgang fortgesetzt wurde. Wenn das der Fall ist, hat der Drucker vermutlich vor dem eigentlichen Drucken gewartet, ob noch weitere Daten für Ihren Druckauftrag gesendet werden. Um dieses Problem zu beheben, können Sie den Textfilter anweisen, ein Form Feed -Zeichen (oder ein anderes entsprechendes Zeichen) an den Drucker zu senden. Dies reicht für gewöhnlich aus, um den Drucker zum Druck des noch im internen Puffer verbliebenen Textes zu bewegen. Dadurch kann auch sichergestellt werden, dass jeder neue Druckauftrag auf einer neuen Seite beginnt. Der folgende Ersatz für das Shell-Skript /usr/local/libexec/if-simple gibt ein Form Feed aus, nachdem der Auftrag an den Drucker geschickt wurde: #!/bin/sh # # if-simple - Einfacher Eingabefilter für lpd # Installiert unter /usr/local/libexec/if-simple # # Kopiert stdin einfach nach stdout. Ignoriert alle Filter-Argumente. # Schreibt ein Form-Feed-Zeichen (\f) nach dem Ende des Druckauftrages. /bin/cat && printf "\f" && exit 0 exit 2 Der Drucker erzeugte einen Treppeneffekt (staircase effect). Sie haben einen Ausdruck ähnlich dem folgenden erhalten: !"#$%&'()*+,-./01234 "#$%&'()*+,-./012345 #$%&'()*+,-./0123456 MS-DOS OS/2 ASCII Sie sind zu einem weiteren Opfer des Treppeneffekts geworden. Verursacht wird dieser Effekt durch unterschiedliche Ansichten darüber, welche Zeichen den Beginn einer neuen Zeile anzeigen sollen. &unix;-ähnliche Betriebssysteme verwenden dafür ein einzelnes Zeichen: ASCII-Code 10, auch als Line Feed (LF) bekannt. &ms-dos;, &os2; und andere Betriebssysteme verwenden stattdessen ein Zeichenpaar: ASCII-Code 10 und ASCII-Code 13, Carriage Return (CR). Viele Drucker verwenden in der Voreinstellung die Konvention von &ms-dos;, um Zeilenumbrüche darzustellen. Wenn Sie unter &os; drucken, wird nur das Zeichen Line Feed verwendet. Der Drucker erkennt dieses Zeichen und erweitert den Druckbereich um eine Zeile, verbleibt zum Druck des nächsten Zeichens aber in derselben horizontalen Position. Das ist der Grund für die Verwendung des Carriage Return: Es setzt die Position für das folgende Zeichen auf den linken Rand der Seite. &os; erwartet von einem Drucker das folgende Verhalten: Drucker empfängt CR Drucker druckt CR Drucker empfängt LF Drucker druckt CR + LF Es gibt mehrere Möglichkeiten, dieses Verhalten zu erreichen: Verändern Sie die Konfiguration Ihres Druckers, um die Interpretation dieser Zeichen zu verändern. Lesen Sie Ihr Druckerhandbuch, wenn Sie nicht wissen, was Sie dazu tun müssen. Wenn Sie auf Ihrem Rechner neben &os; noch andere Betriebssysteme verwenden, müssen Sie Ihren Drucker möglicherweise anschließend erneut konfigurieren, damit die Zeichen CR und LF unter diesen Systemen korrekt interpretiert werden. Ist dies bei Ihnen der Fall, werden Sie wohl eine der folgenden Lösungen bevorzugen. Lassen Sie LF durch den Treiber der seriellen Schnittstelle automatisch in CR+LF konvertieren. Selbstverständlich funktioniert dies nur mit Druckern, die an einer seriellen Schnittstelle angeschlossen sind. Um diese Möglichkeit zu nutzen, müssen Sie die ms#-Fähigkeit verwenden und in /etc/printcap den onlcr-Modus für den Drucker aktivieren. Senden Sie eine Escape-Sequenz an den Drucker, damit das Zeichen LF zeitweilig anders behandelt wird. Suchen Sie im Handbuch Ihres Druckers nach den von Ihrem Drucker unterstützten Escape-Sequenzen. Wenn Sie eine entsprechenden Escape-Sequenz finden, müssen Sie den Textfilter so anpassen, dass zuerst die Escape-Sequenz und anschließend der Druckauftrag gesendet wird. PCL Es folgt nun ein Bespieltextfilter für einen Drucker, der die Hewlett Packard PCL Escape-Sequenzen versteht. Dieser Filter veranlasst den Drucker, LF-Zeichen als Folgen von LF+CR aufzufassen. Anschließend wird der Druckauftrag gesendet. Als Abschluss wird ein Form Feed gesendet, um die letzte Seite des Druckauftrags auszuwerfen. Dieses Beispiel sollte mit nahezu allen Druckern von Hewlett Packard funktionieren. #!/bin/sh # # hpif - Einfacher Text-Eingabefilter für lpd für auf HP-PCL basierende Drucker # Installiert unter /usr/local/libexec/hpif # # Kopiert stdin einfach nach stdout. Ignoriert alle Filterargumente. # Weist den Drucker an LF als CR+LF zu interpretieren. # Wirft die Seite nach dem Drucken aus. printf "\033&k2G" && cat && printf "\033&l0H" && exit 0 exit 2 Das nächste Beispiel aus /etc/printcap beschreibt den Rechner orchid, an dessen Parallelport ein Drucker angeschlossen ist. Es handelt sich dabei um einen Hewlett Packard LaserJet 3Si, der den Namen teak verwendet. Als Textfilter wird das Skript aus dem letzten Beispiel verwendet: # # /etc/printcap für den Rechner orchid # teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\ :lp=/dev/lpt0:sh:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:\ :if=/usr/local/libexec/hpif: Alle Zeilen wurden in die gleiche Zeile gedruckt. Der Drucker hat niemals eine neue Zeile begonnen. Alle Zeilen des Textes wurden in eine einzige Zeile gedruckt. Dieses Problem ist das Gegenteil des oben beschriebenen Treppeneffekts und kommt wesentlich seltener vor. Die von &os; zum Abschluss einer Zeile benutzten LF-Zeichen werden als CR-Zeichen interpretiert. Dadurch wird die Druckposition zwar auf den linken Rand der Seite, aber nicht um eine Zeile nach unten gesetzt. Konfigurieren Sie Ihren Drucker, um die folgende Interpretation der Zeichen LF und CR zu erzwingen: Drucker empfängt Drucker druckt CR CR LF CR + LF Manche Zeichen wurden nicht gedruckt. Der Drucker hat in jeder Zeile einige Zeichen nicht gedruckt. Vielleicht ist das Problem auch während des Druckens schlimmer geworden, und der Drucker hat immer mehr Zeichen nicht gedruckt. Dieses Problem entsteht, weil der Drucker mit der Geschwindigkeit, mit der die Daten über die serielle Schnittstelle (an einer parallelen Schnittstelle sollte das Problem nicht auftreten) eintreffen, nicht mithalten kann. Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen: Wenn der Drucker die Flusskontrolle mit XON/XOFF unterstützt, können Sie in der ms#-Fähigkeit den ixon-Modus aktivieren. Unterstützt der Drucker die Anfrage zum Senden/Löschen des Sende-Hardware-Handshakes (allgemein bekannt als RTS/CTS, dann sollten Sie den crtscts-Modus in der ms#-Fähigkeit aktivieren. Stellen Sie aber sicher, dass das verwendete Druckerkabel auch für die Hardware-Flusskontrolle geeignet ist. Es wurden nur wirre Zeichen gedruckt. Anstelle des gewünschten Textes wurden nur zufällige Zeichen gedruckt. Dieses Problem wird ebenfalls durch falsche Konfigurationsparameter im Zusammenhang mit einem seriellen Drucker verursacht. Kontrollieren Sie die bps-Rate in der br-Fähigkeit und die Paritätseinstellung (Parity) in der ms#-Fähigkeit. Überprüfen Sie außerdem, ob der Drucker auch tatsächlich die gleichen Einstellungen verwendet, die in /etc/printcap definiert wurden. Der Drucker hat überhaupt nicht reagiert. Wenn gar nichts passiert ist, dann liegt das vermutlich an &os; und nicht am Drucker. Aktivieren Sie die Protokollierung (lf-Fähigkeit) für den entsprechenden Drucker in der Datei /etc/printcap. Es folgt nun ein Beispieleintrag für den Drucker rattan, bei dem die lf-Fähigkeit aktiviert wurde. rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\ :sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\ :lp=/dev/lpt0:\ :if=/usr/local/libexec/if-simple:\ :lf=/var/log/rattan.log Versuchen Sie jetzt noch einmal zu drucken. Überprüfen Sie die Protokolldatei (in unserem Beispiel /var/log/rattan.log) auf etwaige Fehlermeldungen. Versuchen Sie aufgrund dieser Meldungen, das Problem zu beheben. Wenn Sie keine Protokolldatei festlegen, verwendet LPD in der Voreinstellung /dev/console für die Ausgabe der Fehlermeldungen. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml index 43480cf5b9..7664fa75d4 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml @@ -1,15936 +1,15958 @@ %books.ent; ]> Das FreeBSD Porter-Handbuch The FreeBSD German Documentation Project April 2000 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 The FreeBSD German Documentation Project &bookinfo.trademarks; &bookinfo.legalnotice; Einführung Die Ports-Sammlung von FreeBSD ist der gebräuchlichste Weg, um Anwendungen ("Ports") unter FreeBSD zu installieren. Wie alles andere in FreeBSD auch, ist sie hauptsächlich das Ergebnis der Arbeit von Freiwilligen. Es ist wichtig, diesen Aspekt beim Lesen im Hinterkopf zu behalten. In FreeBSD kann jeder einen neuen Port einsenden oder sich dazu bereit erklären, einen bereits vorhandenen Port zu pflegen, sofern der Port derzeit keinen Maintainer hat – dazu sind keine besonderen Rechte nötig. Einen neuen Port erstellen Sie sind also daran interessiert, einen neuen Port zu erstellen oder einen vorhandenen zu aktualisieren? Großartig! Die folgenden Kapitel beinhalten einige Richtlinien, um einen neuen Port für FreeBSD zu erstellen. Wenn Sie einen vorhandenen Port auf den neuesten Stand bringen wollen, sollten Sie mit fortfahren. Wenn Ihnen dieses Dokument nicht detailliert genug ist, sollten Sie einen Blick in /usr/ports/Mk/bsd.port.mk werfen. Das Makefile jedes Ports bindet diese Datei ein. Auch wenn Sie nicht täglich mit Makefiles arbeiten, sollten Sie gut damit zurecht kommen, da die Datei gut dokumentiert ist und Sie eine Menge Wissen daraus erlangen können. Zusätzlich können Sie speziellere Fragen an die &a.ports;-Mailingliste stellen. Nur ein Bruchteil der Variablen (VAR), die von Ihnen gesetzt werden können, finden hier Erwähnung. Die meisten von ihnen (wenn nicht sogar alle) sind am Anfang von /usr/ports/Mk/bsd.port.mk erläutert. Beachten Sie bitte, dass diese Datei eine nicht standardkonforme Tabulator-Einstellung verwendet. Emacs und Vim sollten diese Einstellung jedoch automatisch beim Öffnen der Datei setzen. Sowohl &man.vi.1; als auch &man.ex.1; können mit dem Befehl :set tabstop=4 dazu gebracht werden, die Datei richtig anzuzeigen, wenn sie geöffnet wird. Port erstellen auf die Schnelle Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie schnell einen Port erstellen können. In vielen Fällen ist dies allerdings nicht ausreichend, dann werden Sie in diesem Buch weiterlesen müssen. Als Erstes besorgen Sie sich das Original-Tarball (komprimiertes Archiv) und legen es im DISTDIR ab, welches standardmäßig /usr/ports/distfiles ist. Im Folgenden wird angenommen, dass die Software unverändert kompiliert werden konnte, dass also keinerlei Änderungen nötig waren, um den Port auf Ihrem FreeBSD-Rechner zum Laufen zu bringen. Falls Sie Änderungen vornehmen mussten, werden Sie auch den nächsten Abschnitt beachten müssen. Das <filename>Makefile</filename> schreiben Ein minimales Makefile sieht in etwa so aus: # New ports collection makefile for: oneko # Date created: 5 December 1994 # Whom: asami # # $FreeBSD$ # PORTNAME= oneko PORTVERSION= 1.1b CATEGORIES= games MASTER_SITES= ftp://ftp.cs.columbia.edu/archives/X11R5/contrib/ MAINTAINER= asami@FreeBSD.org COMMENT= A cat chasing a mouse all over the screen MAN1= oneko.1 MANCOMPRESSED= yes USE_IMAKE= yes .include <bsd.port.mk> Versuchen Sie es zu verstehen. Machen Sie sich keine Gedanken um die $FreeBSD$-Zeile, diese wird automatisch vom CVS eingefügt, wenn der Port in den Haupt-Ports-Tree importiert wird. Ein detailliertes Beispiel finden Sie im Abschnitt sample Makefile. Die Beschreibungsdateien erstellen Es gibt zwei Beschreibungsdateien, die für jeden Port benötigt werden, ob sie tatsächlich im Paket enthalten sind oder nicht. Dies sind pkg-descr und pkg-plist. Der pkg- Präfix unterscheidet sie von anderen Dateien. <filename>pkg-descr</filename> Diese enthält eine längere Beschreibung des Ports. Einer oder mehrere Absätze, die kurz und prägnant erklären, was der Port macht, sind ausreichend. pkg-descr enthält keine Anleitung oder detaillierte Beschreibung wie der Port benutzt oder kompiliert wird! Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie aus dem README oder der Manualpage kopieren ; Diese sind oft keine prägnanten Beschreibungen des Ports oder sie sind in einem ungünstigen Format (Manualpages haben z.B. bündige Zwischenräume). Wenn es für die portierte Software eine offizielle Webseite gibt, sollten Sie diese hier angeben. Fügen Sie hierzu eine der Webseiten mit dem Präfix WWW: ein, damit automatische Werkzeuge korrekt arbeiten. Das folgende Beispiel zeigt wie Ihre pkg-descr aussehen sollte: This is a port of oneko, in which a cat chases a poor mouse all over the screen. : (etc.) WWW: http://www.oneko.org/ <filename>pkg-plist</filename> Diese Datei enthält eine Liste aller Dateien, die von diesem Port installiert werden. Sie wird auch die Packliste genannt, da das Paket durch die hier aufgeführten Dateien erstellt wird. Die Pfadangaben sind relativ zum Installationspräfix (für gewöhnlich /usr/local oder /usr/X11R6). Wenn Sie die MANn-Variablen verwenden (was Sie auch machen sollten), führen Sie hier keine Manualpages auf. Wenn der Port während der Installation Verzeichnisse erstellt, stellen Sie sicher entsprechende @dirrm-Zeilen einzufügen, um die Verzeichnisse zu entfernen, wenn das Paket gelöscht wird. Hier ist ein kleines Beispiel: bin/oneko lib/X11/app-defaults/Oneko lib/X11/oneko/cat1.xpm lib/X11/oneko/cat2.xpm lib/X11/oneko/mouse.xpm @dirrm lib/X11/oneko Für weitere Details zur Packliste lesen Sie in der &man.pkg.create.1; Manualpage nach. Es wird empfohlen alle Dateinamen in dieser Datei alphabetisch sortiert zu halten. Das erlaubt Ihnen die Änderungen bei einem Upgrade Ihres Ports deutlich einfacher zu Überprüfen. Eine Packlist von Hand zu erzeugen kann eine sehr mühsame Aufgabe sein. Wenn der Port eine große Anzahl Dateien installiert, kann es Zeit sparen, eine Packliste automatisch zu erstellen. Es gibt nur einen Fall, in dem pkg-plist weggelassen werden kann. Wenn der Port nur eine handvoll Dateien und Verzeichnisse installiert, können diese in den Variablen PLIST_FILES und PLIST_DIRS im Makefile aufgelistet werden. Zum Beispiel könnten wir im obigen Beispiel ohne pkg-plist für den oneko-Port auskommen, indem wir die folgenden Zeilen ins Makefile einfügen: PLIST_FILES= bin/oneko \ lib/X11/app-defaults/Oneko \ lib/X11/oneko/cat1.xpm \ lib/X11/oneko/cat2.xpm \ lib/X11/oneko/mouse.xpm PLIST_DIRS= lib/X11/oneko Natürlich sollte PLIST_DIRS ungesetzt bleiben, wenn der Port keine eigenen Verzeichnisse installiert. Der Preis für diese Art die Dateien eines Ports anzugeben ist, dass man keine Befehlsfolgen wie in &man.pkg.create.1; nutzen kann. Deshalb ist es nur für einfache Ports geeignet und macht diese noch einfacher. Gleichzeitig bringt es den Vorteil die Anzahl der Dateien in der Ports-Sammlung zu reduzieren. Deshalb ziehen Sie bitte diese Vorgehensweise in Erwägung, bevor Sie pkg-plist benutzen. Später werden wir uns ansehen, wie pkg-plist und PLIST_FILES benutzt werden können, um anspruchsvollere Aufgaben zu erfüllen. Die Checksummendatei erzeugen Geben Sie einfach make makesum ein. Die Regeln von Make sorgen dafür, dass die Datei distinfo automatisch erstellt wird. Wenn sich die Checksumme einer heruntergeladenen Datei regelmäßig ändert und Sie sicher sind, dass Sie der Quelle trauen können (weil sie z.B. von einer Hersteller-CD oder täglich erstellter Dokumentation stammt), sollten Sie diese Dateien in der Variable IGNOREFILES angeben. Dann wird die Checksumme für diese Datei bei make makesum nicht berechnet, sondern auf IGNORE gesetzt. Den Port testen Sie sollten sicherstellen, dass die Port-Regeln genau das einhalten, was Sie von ihnen erwarten, auch beim Erzeugen eines Pakets aus dem Port. Dies sind die wichtigen Punkte, die Sie überprüfen sollten. pkg-plist enthält nichts, das nicht von Ihrem Port installiert wurde. pkg-plist enthält alles, was von Ihrem Port installiert wurde. Ihr Port kann mit Hilfe von make reinstall mehrmals installiert werden. Ihr Port räumt bei der Deinstallation hinter sich auf. Empfohlene Testreihenfolge make install make package make deinstall pkg_add Paket-Name make deinstall make reinstall make package Stellen Sie bitte sicher, dass während make package und make deinstall keine Warnungen ausgegeben werden. Nach Schritt 3 überprüfen Sie bitte, ob alle neuen Verzeichnisse korrekt entfernt wurden. Und versuchen Sie die Software nach Schritt 4 zu benutzen, um sicherzustellen, dass sie korrekt funktioniert, wenn diese aus einem Paket installiert wird. Der gründlichste Weg diese Schritte zu automatisieren ist eine Tinderbox zu installieren. Diese verwaltet Jails, in denen Sie alle oben genannten Schritte durchführen können, ohne den Zustand Ihres laufenden Systems zu verändern. Mehr Informationen hierzu entält ports/ports-mgmt/tinderbox Ihren Port mit <command>portlint</command> überprüfen Bitte verwenden Sie portlint, um festzustellen, ob Ihr Port unseren Richtlinien entspricht. Das Programm ports-mgmt/portlint ist Teil der Ports-Sammlung. Stellen Sie vor allem sicher, dass das Makefile in der richtigen Form und das Paket passend benannt ist. Den Port einreichen Als Erstes sorgen Sie bitte dafür, dass Sie den Abschnitt DOs and DON'Ts gelesen haben. Nun, da Sie mit Ihrem Port zufrieden sind, müssen Sie ihn nur noch in den Haupt-Ports-Tree von FreeBSD einbringen, damit alle daran teilhaben können. Wir benötigen nicht Ihr work-Verzeichnis oder Ihr pkgname.tgz-Paket – diese können Sie nun löschen. Als Nächstes fügen Sie bitte einfach die Ausgabe von shar `find port_dir` in einen Fehlerbericht (PR - Problem Report) und senden diesen mittels &man.send-pr.1; (unter Bug Reports and General Commentary finden Sie weitere Informationen über &man.send-pr.1;). Ordnen Sie den Fehlerbericht bitte in die Kategorie Ports mit der Klasse Change-Request ein (Markieren Sie den Bericht nicht als vertraulich (confidential)!). Fügen Sie bitte eine kurze Beschreibung des Programms, das Sie portiert haben, in das Beschreibungs-Feld des Problemberichts und das Shar (Shell-Archiv) in das Fix-Feld ein. Sie können uns die Arbeit um einiges vereinfachen, wenn Sie eine gute Beschreibung in der Zusammenfassung des Problemberichtes verwenden. Wir bevorzugen etwas wie Neuer Port: <Kategorie>/<Portname><Kurzbeschreibung des Ports> für neue Ports und Update Port: <Kategorie>/<Portname> <Kurzbeschreibung des Updates> für Portupdates. Wenn Sie sich an dieses Schema halten, ist die Chance, dass sich jemand bald Ihren Bericht ansieht, deutlich besser. Noch einmal: Bitte fügen Sie nicht das distfile der Originalquelle, das work-Verzeichnis oder das Paket, das Sie mit make package erstellt haben, ein. Haben Sie bitte etwas Geduld, nachdem Sie den Port eingereicht haben. Manchmal kann es einige Monate dauern, bevor ein Port in FreeBSD eingefügt wird, obwohl es wahrscheinlich nur ein paar Tage dauert. Sie können sich die Liste der Ports, die darauf warten in FreeBSD committet zu werden, ansehen. Nachdem wir einen Blick auf Ihren Port geworfen haben, werden wir, wenn nötig, bei Ihnen nachfragen und ihn in die Ports-Sammlung übernehmen. Ihr Name taucht dann auch in der Liste der Additional FreeBSD Contributors und in anderen Dateien auf. Ist das nicht toll?! :-) Einen Port in aller Ruhe erstellen Ok, das war nicht ganz einfach und der Port hat einige Veränderungen erfordert, um funktionieren zu können. In diesem Abschnitt werden wir Schritt für Schritt erklären, wie man den funktionierenden Port den Vorgaben der Ports entsprechend anpasst. Die Funktionsweise Beginnen wir mit der Abfolge der Ereignisse, die eintreten, wenn der Nutzer das erste make in Ihrem Portsverzeichnis ausführt. Sie empfinden es für das Verständnis vielleicht hilfreich bsd.port.mk in einem anderen Fenster offen zu haben, während Sie diesen Abschnitt lesen. Aber machen Sie sich keine Sorgen, falls Sie nicht wirklich verstehen, was bsd.port.mk macht, die Wenigsten begreifen dies... :> Das Target fetch wird aufgerufen. Es ist dafür verantwortlich sicherzustellen, dass der Tarball lokal im DISTDIR verfügbar ist. Falls fetch die benötigten Dateien in DISTDIR nicht finden kann, durchsucht es die URL MASTER_SITES, welche im Makefile gesetzt ist, ebenso wie unsere Haupt-FTP-Seite unter ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/ , wo wir genehmigte Distfiles als Backup aufbewahren. Danach wird versucht, so eine direkte Internetverbindung besteht, dass genannte Distfile mit FETCH herunterzuladen. Falls dies gelingt, wird die Datei in DISTDIR für weitere Nutzung abgelegt und fährt fort. Das Target extract wird aufgerufen. Es sucht nach den Distfiles Ihres Ports (normalerweise ein gzip-komprimierter Tarball) in DISTDIR und entpackt diese in ein temporäres Unterverzeichnis, welches von WRKDIR festgelegt wird (standardmäßig work). Das Target patch wird aufgerufen. Zuerst werden alle in PATCHFILES festgelegten Patches eingespielt. Anschließend werden, falls Patches der Form patch-* in PATCHDIR (standardmäßig das files-Unterverzeichnis) gefunden werden, diese in alphabetischer Reihenfolge eingespielt. Das Target configure wird aufgerufen. Dieses kann viele verschiedene Dinge machen. Existiert scripts/configure, so wird es aufgerufen. Falls HAS_CONFIGURE oder GNU_CONFIGURE gesetzt sind, wird WRKSRC/configure ausgeführt. Falls USE_IMAKE gesetzt ist, wird XMKMF (standardmäßig xmkmf -a) ausgeführt. Das Target build wird aufgerufen. Es ist für das Wechseln in das private Arbeitsverzeichnis (WRKSRC) und das Bauen des Ports zuständig. Ist USE_GMAKE gesetzt, so wird GNU make verwendet, sonst das System-make. Die oben genannten Schritte sind die Standardaktionen. Zusätzlich können Sie pre- irgendwas oder post-irgendwas als Targets definieren oder Skripten mit diesen Namen in das scripts-Unterverzeichnis legen. Sie werden dann vor bzw. nach den Standardaktionen aufgerufen. Angenommen Sie haben das Target post-extract in Ihrem Makefile definiert und eine Datei pre-build im scripts Unterverzeichnis, so wird das Target post-extract nach dem normalen Entpacken aufgerufen und das Skript pre-build ausgeführt, bevor die vordefinierten Bau-Regeln abgearbeitet sind. Es wird empfohlen, dass Sie Makefile-Targets verwenden, falls die Aktionen es erlauben, da es so für jemanden einfacher sein wird herauszufinden, was für eine nicht-standardmäßige Aktion der Port benötigt. Die Standardaktionen werden aus den Targets bsd.port.mk do-irgendwas übernommen. Zum Beispiel sind die Befehle zum Entpacken eines Ports im Target do-extract zu finden. Falls Sie mit einem vorgegebenen Target nicht zufrieden sind, können Sie es verändern, indem Sie das Target do-irgendwas in Ihrem Makefile neu definieren. Die Haupt-Targets (z.B. extract, configure usw.) machen nicht mehr als sicherzustellen, dass bis hierhin alle Abschnitte abgeschlossen sind, um danach die eigentlichen Targets oder Skripte aufzurufen. Und es ist nicht beabsichtigt, dass diese geändert werden. Falls Sie das Entpacken verändern wollen, verändern Sie do-extract, aber niemals die Art, wie extract arbeitet! Jetzt, da Sie verstehen, was geschieht, wenn der Benutzer make eingibt, lassen Sie uns durch die empfohlenen Schritte gehen, um den perfekten Port zu erstellen. Den originalen Quelltext besorgen Normalerweise liegt der original Quelltext als gepackte Datei (foo.tar.gz oder foo.tar.Z) vor. Kopieren Sie diese nach DISTDIR. Nutzen Sie, soweit möglich, immer die Quellen aus dem Hauptzweig. Es ist notwendig die Variable MASTER_SITES anzupassen, um anzugeben, wo sich der originale Quelltext befindet. In bsd.sites.mk finden sich hilfreiche Definitionen für die gebräuchlichsten Seiten. Bitte nutzen Sie diese Seiten und die zugehörigen Definitionen, soweit dies möglich ist. Damit wird vermieden, immer und immer wieder dieselben Informationen zu wiederholen. Da die Hauptseiten regelmäßig angepasst werden müssen, vereinfacht dieses Vorgehen die Pflege der Dateien für jeden Beteiligten. Falls keine zuverlässige und gut erreichbare FTP/HTTP-Seite zu finden ist, oder nur Seiten auffindbar sind, die keinen Standards entsprechen, sollte eine Kopie des Quelltextes auf einer zuverlässigen Seite abgelegt werden. Dies könnte z.B. die eigene Internetseite sein. Ist kein geeigneter Ort zum Ablegen des Quelltextes auffindbar, ist es möglich diesen intern auf ftp.FreeBSD.org abzulegen; dies sollte jedoch als letzte Möglichkeit angesehen werden. Das Distfile muss in diesem Fall in ~/public_distfiles/ eines freefall-Accounts abgelegt werden. Bitten Sie den Committer Ihres Ports dies zu erledigen. Er wird außerdem MASTER_SITES nach MASTER_SITE_LOCAL und MASTER_SITE_SUBDIR auf den freefall-Benutzernamen angepasst. Sollte sich das Distfile des Ports regelmäßig ohne Versionsanpassungen des Autors ändern, sollte überlegt werden, das Disfile auf der eigenen Internetseite abzulegen und diese in der Liste der MASTER_SITES an die erste Stelle zu setzen. Falls möglich, sollte der Autor des Ports gebeten werden, dies zu erledigen; hierüber wird die Kontrolle des Quelltextes verbessert. Wird eine eigene Version des Quelltextes auf eigenen Internetseiten verfügbar gemacht, verhindert dies Warnungen von checksum mismatch und reduziert den Arbeitsaufwand der Maintainer der FTP-Seiten. Auch wenn nur eine Quelle für den Quelltext des Ports zur Verfügung steht, ist es empfohlen, ein Backup auf einer weiteren Seite abzulegen und diese als zweiten Eintrag in MASTER_SITES aufzunehmen. Sind für den Port zusätzlich aus dem Internet verfügbare Patches erforderlich, sollten diese ebenfalls in DISTDIR abgelegt werden. Sollten diese Patches von anderer Quelle als der Hauptseite des Ports stammen, ist das kein Grund zur Sorge. Es gibt Wege diesem Umstand gerecht zu werden (beachten Sie die unten stehende Beschreibung zu PATCHFILES ). Den Port bearbeiten Entpacken Sie eine Kopie des Tarballs in ein privates Verzeichnis und nehmen Sie alle Änderungen vor, die nötig sind, um den Port unter einer aktuellen FreeBSD-Version kompilieren zu können. Protokollieren Sie sorgfältig alle Schritte, die Sie vornehmen, da Sie den Prozess in Kürze automatisieren werden. Alles, auch das Entfernen, Hinzufügen oder Bearbeiten von Dateien, sollte von einem automatisierten Skript oder einer Patch-Datei machbar sein, wenn Ihr Port fertig ist. Falls Ihr Port bedeutende Interaktionen/Veränderungen durch den Benutzer benötigt, um ihn zu Kompilieren oder zu Installieren, sollten Sie einen Blick auf Larry Walls klassische Configure-Skripte werfen oder vielleicht etwas Ähnliches selbst erstellen. Das Ziel der Ports-Sammlung ist es, jeden Port so plug-and-play-fähig wie möglich für den Endbenutzer zu machen, während ein Minimum an Speicherplatz gebraucht wird. Solange nicht anders angegeben wird von Patch-Dateien, Skripten und anderen Dateien, die Sie erstellt und der FreeBSD Ports-Sammlung hinzugefügt haben, angenommen, dass Sie unter den standardmäßigen BSD-Copyright-Bedingungen stehen. Fehlerbehebung (Patches) Bei der Vorbereitung eines Ports können die Dateien, die hinzugefügt oder verändert wurden, mittels &man.diff.1; abgefangen werden, um Sie später an &man.patch.1; zu übergeben. Jeder Patch, der dem Quelltext übergeben werden soll, sollte in einer Datei patch-* abgelegt werden, wobei * dem Pfadnamen der zu korrigierenden Datei entspricht, wie er auch in patch-Imakefile oder im patch-src-config.h erscheint. Diese Dateien sollten in PATCHDIR (normalerweise files) abgelegt sein, von wo sie automatisch übernommen werden. Alle Patches müssen sich relativ zur WRKSRC-Variable (normalerweise dem Verzeichnis, in dem sich der Quelltext des Ports entpackt und wo auch der Bau stattfindet) befinden. Um Korrekturen und Updates zu vereinfachen, sollte es vermieden werden, mehr als einen Patch für eine Datei zu nutzen (z.B. patch-file und patch-file2, welche beide WRKSRC/foobar.c verändern). Für die Benennung der Patches sollten nur die Zeichen [-+._a-zA-Z0-9] genutzt werden. Bitte verwenden Sie keine weiteren Zeichen als die angegebenen. Die Namensvergabe sollte nicht patch-aa oder patch-ab etc. entsprechen, erwähnen Sie immer den Pfad und Dateinamen. RCS-Zeichenketten sollten vermieden werden, da CVS diese verstümmeln würde, sobald wir diese Dateien in die Ports-Sammlung einpflegen. Wenn wir die Dateien wieder abrufen wären diese verändert und der Patch würde fehlschlagen. RCS-Zeichenketten sind in Dollar-Zeichen ($) eingefügte Zeichen und beginnen üblicherweise mit $Id oder $RCS. Die Option rekursiv () zu nutzen &man.diff.1;, um Patches zu erstellen, ist zulässig, jedoch sollte der Patch anschließend geprüft werden, um Unnötiges aus dem Patch zu entfernen. Im Einzelnen bedeutet dies, dass Diffs zwischen zwei Backup-Dateien, Makefiles oder wenn der Port Imake oder GNU configure usw. nutzt, überflüssig sind und entfernt werden sollten. Falls es es notwendig war, configure.in zu bearbeiten und es soll autoconf zum Neuerstellen von configure genutzt werden, sollten die Diffs aus configure nicht genutzt werden (diese werden oft einige tausend Zeilen groß!); – hier sollte USE_AUTOTOOLS=autoconf:261 definiert und das Diff aus configure.in genutzt werden. Zusätzlich sollte man unnötige Markup-Änderungen in Patches/Änderungen möglichst vermeiden. In der Open Source-Welt teilen sich Projekte häufig große Teile des Quellcodes. Allerdings verwenden die einzelnen Projekte oft unterschiedliche Programmierstile und Vorgaben für Einrückungen. Wenn man also einen funktionierenden Teil einer Funktion aus einem Projekt verwendet, um ein ähnliches Problem in einem anderen Projekt zu lösen, sollte man besonders vorsichtig sein, weil sich ansonsten die CVS-Änderungseinträge mit überflüssigen Einträgen füllen, die nur das Markup des Quellcodes betreffen, ohne dass sich an der Funktion des eigentlichen Quellcode etwas ändert (withspace-only changes). Solche Änderungen vergrößern nicht nur das CVS-Repository, sondern erschweren es auch die Ursache für eventuell auftretende Probleme zu finden. War es notwendig eine Datei zu entfernen, wird dies besser mittels des post-extract-Targets als über den Patch selbst realisiert. Ein einfacher Austausch kann direkt über das Makefile des Ports umgesetzt werden, indem der in-place-Modus von &man.sed.1; genutzt wird. Dies ist sehr hilfreich, wenn variable Werte korrigiert werden sollen. Beispiel: post-patch: @${REINPLACE_CMD} -e 's|for Linux|for FreeBSD|g' ${WRKSRC}/README @${REINPLACE_CMD} -e 's|-pthread|${PTHREAD_LIBS}|' ${WRKSRC}/configure Relativ häufig ergibt sich die Situation, in der die portierte Software die CR/LF-Konventionen für Zeilenenden nutzt (dies ist bei unter &windows; entwickelter Software häufig der Fall). Dies kann bei weiteren Patches Probleme (Compiler-Warnungen, Fehlermeldungen bei der Ausführung von Skripten wie z.B. /bin/sh^M not found) und anderes ergeben. Um schnell alle Dateien von CR/LF nach LF zu konvertieren, kann USE_DOS2UNIX=yes in das Makefile des Ports geschrieben werden. Hierzu kann eine Liste der zu konvertierenden Dateien erstellt werden: USE_DOS2UNIX= util.c util.h Sollen Gruppen von Dateien über verschiedene Unterverzeichnisse konvertiert werden, kann DOS2UNIX_REGEX genutzt werden, dessen Argumente find-kompatible, reguläre Ausdrücke sind. Mehr zur Formatierung findet sich in &man.re.format.7;. Diese Option ist beim Konvertieren aller Dateien mit definierter Endung, z.B. aller Dateien im Quellcode, wobei binäre Dateien unberührt bleiben, sinnvoll: USE_DOS2UNIX= yes DOS2UNIX_REGEX= .*\.(c|cpp|h) Konfigurieren Fügen Sie alle zusätzlichen Veränderungsbefehle Ihrem Skript configure hinzu und speichern Sie es im scripts-Unterverzeichnis. Wie vorstehend schon erwähnt, können Sie dies auch mit den Targets Makefile und/oder Skripte mit dem Namen pre-configure oder post-configure erledigen. Handhabung von Benutzereingaben Sollte der Port Eingaben vom Benutzer benötigen, muss IS_INTERACTIVE im Makefile des Ports gesetzt werden. Dies erlaubt overnight builds Ihren Port zu überspringen, falls der Nutzer die Variable BATCH setzt (setzt der Nutzer hingegen die Variable INTERACTIVE, werden nur Ports gebaut, die Interaktion vom Nutzer erwarten). Dies erspart den Rechnern, welche kontinuierlich Ports bauen, eine Menge Zeit (siehe unten). Zudem ist es empfohlen, falls sinnvolle Vorgaben für interaktive Optionen gesetzt sind, die PACKAGE_BUILDING-Variable zu prüfen und das interaktive Skript abzuschalten. Dies macht es uns möglich, Pakete für CDROMs und FTP-Server zu bauen. Die Konfiguration des Makefile Das Konfigurieren des Makefile ist sehr einfach und wir schlagen vor, dass Sie zunächst einen Blick auf vorhandene Beispiele werfen. Zusätzlich gibt es ein Beispiel eines Makefile in diesem Handbuch. Schauen Sie es sich an und verfolgen Sie bitte die Abfolge der Variablen und Abschnitte in dieser Vorlage. Damit erleichtern Sie es anderen, Ihren Port zu lesen. Bedenken Sie bitte die folgenden Probleme in der hier vorgegebenen Abfolge der Unterabschnitte dieses Kapitels, wenn Sie Ihr neues Makefile erstellen: Der originale Quelltext Liegt der Quelltext in DISTDIR als eine standardisierte und mit gzip gepackte Datei in der Art foozolix-1.2.tar.gz? Falls ja, können Sie zum nächsten Schritt übergehen. Falls nicht, sollten Sie versuchen, die Variablen DISTVERSION, DISTNAME, EXTRACT_CMD, EXTRACT_BEFORE_ARGS, EXTRACT_AFTER_ARGS, EXTRACT_SUFX, oder DISTFILES zu ändern. Das hängt davon ab, wie fremdartig das Distributionsfile Ihres Ports ist (der häufigste Fall ist EXTRACT_SUFX=.tar.Z, wenn der Tarball durch ein normales compress und nicht durch gzip gepackt wurde). Im schlimmsten Fall können Sie einfach Ihre eigene Vorgabe mittels do-extract erzeugen und die Standardvorgabe überschreiben; aber dies sollte in den wenigsten Fällen, wenn überhaupt, notwendig sein. Bezeichnungen Der erste Teil des Makefile beschreibt die Versionsnummer des Ports und führt ihn in der richtigen Kategorie auf. <makevar>PORTNAME</makevar> und <makevar>PORTVERSION</makevar> Setzen Sie bitte die Variable PORTNAME auf den Basisnamen Ihres Ports und die Variable PORTVERSION auf dessen Versionsnummer. <makevar>PORTREVISION</makevar> und <makevar>PORTEPOCH</makevar> <makevar>PORTREVISION</makevar> Die PORTREVISION-Variable ist ein streng monoton wachsender Wert, welcher auf 0 zurückgesetzt wird, nachdem PORTVERSION erhöht wurde (d.h. jedes Mal, wenn ein offizielles Release erfolgt). Sie wird an den Namen des Pakets angehängt, wenn sie ungleich 0 ist. Änderungen an PORTREVISION werden von automatisierten Werkzeugen (z.B. &man.pkg.version.1;) genutzt, um anzuzeigen, dass ein neues Paket verfügbar ist. PORTREVISION sollte jedes Mal erhöht werden, wenn eine Änderung am Port erfolgt, die beträchtliche Auswirkungen auf den Inhalt oder Struktur des aus dem Port erzeugten Pakets zur Folge hat. Beispiele dafür, wann PORTREVISION erhöht werden sollte: Hinzufügen von Patches, welche Sicherheitslücken schließen, Fehler beseitigen oder neue Funktionalität zum Port hinzufügen. Änderungen am Makefile des Ports, welche compile-time-Optionen hinzufügen oder entfernen. Änderungen bezüglich Packliste oder am Verhalten während der Installation des Pakets (d.h. Änderungen an einem Skript, welches Ausgangsdaten für das Paket erzeugt, wie z.B. SSH-Hostschlüssel). Versionssprung einer Shared-Library, welche eine Abhängigkeit dieses Ports ist (In diesem Fall würde ein Anwender bei der Installation des alten Pakets scheitern, falls er eine neue Version der Abhängigkeit bereits installiert hat, weil nach der alten Bibliothek libfoo.x anstatt nach libfoo.(x+1)) gesucht wird). Schleichende Änderungen am Distfile, welche bedeutende funktionale Änderungen verursachen, d.h. Änderungen des Distfile erfordern eine Korrektur an distinfo, ohne dass damit zusammenhängend die PORTVERSION verändert wird, obwohl ein diff -ru zwischen der alten und der neuen Version bedeutende Veränderungen am Code nachweist. Beispiele für Änderungen, welche keine Erhöhung von PORTREVISION erfordern: Stilistische Änderungen am Grundgerüst des Ports ohne funktionale Änderungen am daraus resultierenden Paket. Änderungen an der Variable MASTER_SITES oder andere funktionale Änderungen, welche das resultierende Paket nicht verändern. Marginale Patches am Distfile wie die Korrektur von Tippfehlern, welche nicht wichtig genug sind, um dem Benutzer die Bürde eines Upgrades aufzuerlegen. Build fixes, die ein Paket erst kompilierbar machen, welches ohne diese Änderungen vorher nicht erzeugt werden konnte (solange die Änderungen keine funktionale Differenz bringen auf Plattformen, auf denen dieses Paket schon vorher gebaut werden konnte). Da PORTREVISION den Inhalt des Pakets wiederspiegelt, ist es nicht notwendig PORTREVISION zu erhöhen, wenn das Paket vorher nicht erstellt werden konnte. Als Faustregel gilt: Stellen Sie sich die Frage, ob die durchgeführte Änderung am Port jedem hilft (entweder aufgrund einer Verbesserung, Beseitigung eines Fehlers, oder der Annahme, dass das neue Paket überhaupt erst funktioniert) und wägen Sie es gegen den Umstand ab, dass jedermann, der seine Ports-Sammlung regelmässig auf dem neuesten Stand hält, zu einer Aktualisierung gezwungen wird. Falls Sie die Frage positiv beantworten sollten, erhöhen Sie die Variable PORTREVISION. <makevar>PORTEPOCH</makevar> Von Zeit zu Zeit geschieht es, dass irgendjemand (Drittanbieter von Software oder FreeBSD Ports Committer) etwas Dummes tut und eine Version einer Software veröffentlicht, deren Versionsnummer niedriger ist als die der vorherigen. Ein Beispiel hierfür ist ein Port, der von foo-20000801 auf foo-1.0 geändert wird (der Erstere wird fälschlicherweise als neue Version behandelt, weil 2000801 ein numerisch größerer Wert ist als 1). In Situationen wie diesen sollte die Variable PORTEPOCH erhöht werden. Wenn PORTEPOCH größer als 0 ist, wird sie an den Namen des Pakets angehängt, wie in Abschnitt 0 oberhalb bereits beschrieben. PORTEPOCH darf niemals verringert oder auf 0 gesetzt werden, weil der Vergleich des Pakets mit einem früheren Zeitpunkt scheitern würde (d.h. das Paket würde niemals als veraltet erkannt werden): Die neue Versionsnummer (1.0,1 im obigen Beispiel) ist immer noch numerisch kleiner als die vorherige Version (2000801), aber das Suffix ,1 wird von automatisierten Werkzeugen gesondert behandelt und wird als größer erkannt, als das implizit angenommene Suffix ,0 im früheren Paket. Das Entfernen oder Zurücksetzen von PORTEPOCH führt zu unendlichem Ärger. Wenn Sie die obigen Ausführungen nicht vollständig verstanden haben, lesen Sie es bitte unbedingt nochmals bis Sie es vollständig verinnerlicht haben, oder fragen Sie vor jeder Änderung auf den Mailinglisten nach! Es wird erwartet, dass PORTEPOCH für die weitaus überwiegende Zahl der Ports nicht verwendet wird und der verantwortungsvolle und vorausschauende Umgang mit PORTVERSION macht es meist überflüssig, falls ein späteres Release die Versionsstruktur ändern sollte. Vorsicht ist geboten, wenn ein Release einer Drittanbieter-Software ohne eine offizielle Versionsnummer veröffentlicht wird, wie z.B. bei Snapshot-Versionen. Man ist versucht, das Release mit dem jeweiligen Datum zu bezeichnen, was unweigerlich zu den oben beschriebenen Problemen führt, wenn das nächste offizielle Release erscheint. Wenn z.B. ein Snapshot zum Datum 20000917 veröffentlicht wird und die vorherige Version der Software war 1.2, dann sollte der Snapshot die PORTVERSION 1.2.20000917 oder ähnlich erhalten und nicht 20000917, damit das nachfolgende Release, angenommen 1.3, immer noch einen größeren numerischen Wert aufweist. Beispiel für den Gebrauch von <makevar>PORTREVISION</makevar> und <makevar>PORTEPOCH</makevar> Der gtkmumble-Port, Version 0.10, befindet sich in der Ports-Sammlung: PORTNAME= gtkmumble PORTVERSION= 0.10 PKGNAME wird zu gtkmumble-0.10. Ein Sicherheitsloch wurde entdeckt, das einen lokalen Patch von FreeBSD erforderlich macht. PORTREVISION wird entsprechend erhöht. PORTNAME= gtkmumble PORTVERSION= 0.10 PORTREVISION= 1 PKGNAME wird zu gtkmumble-0.10_1 Eine neue Version wird vom Software-Drittanbieter veröffentlicht, bezeichnet mit der Version 0.2 (es stellt sich heraus, dass der Autor beabsichtigte, dass 0.10 eigentlich 0.1.0 bedeuten sollte, nicht was kommt nach 0.9  – Hoppla, aber nun ist es zu spät). Da die neue Unterversion 2 numerisch kleiner ist als die vorherige Version 10, muss PORTEPOCH erhöht werden, um sicherzustellen, dass das neue Paket auch als neuer erkannt wird. Da es ein neues Release des Drittanbieters ist, wird PORTREVISION auf 0 zurückgesetzt (oder aus dem Makefile entfernt). PORTNAME= gtkmumble PORTVERSION= 0.2 PORTEPOCH= 1 PKGNAME wird zu gtkmumble-0.2,1 Das nächste Release ist 0.3. Da PORTEPOCH niemals verringert wird, sind die Versionsvariablen nun wie folgt: PORTNAME= gtkmumble PORTVERSION= 0.3 PORTEPOCH= 1 PKGNAME wird zu gtkmumble-0.3,1 Falls PORTEPOCH mit diesem Upgrade auf 0 zurückgesetzt worden wäre, dann würde jemand, der das Paket gtkmumble-0.10_1 installiert hätte, das Paket gtkmumble-0.3 nicht als neuer erkennen, da 3 immer noch numerisch kleiner ist als 10. Bedenken Sie, dass genau dies der springende Punkt an PORTEPOCH ist. <makevar>PKGNAMEPREFIX</makevar> und <makevar>PKGNAMESUFFIX</makevar> Zwei optionale Variablen, PKGNAMEPREFIX und PKGNAMESUFFIX, werden verknüpft mit PORTNAME und PORTVERSION, um PKGNAME zu bilden als ${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME}${PKGNAMESUFFIX}-${PORTVERSION} . Stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass diese Variablen den Richtlinien für einen guten Paketnamen entsprechen. Insbesondere dürfen Sie keinesfalls einen Bindestrich (-) in PORTVERSION verwenden. Falls das Paket den language- oder -compiled.specifics-Teil aufweist (siehe unten) benutzen Sie PKGNAMEPREFIX oder PKGNAMESUFFIX respektive. Machen Sie diese Variablen nicht zum Bestandteil von PORTNAME! <makevar>LATEST_LINK</makevar> In einigen Fällen können mehrere Versionen einer Applikation gleichzeitig in der Ports-Sammlung sein. Das index build- und das package build-System müssen nun in der Lage sein, diese als unterschiedliche Ports zu erkennen, obwohl diese Versionen alle die gleichen Variablen PORTNAME, PKGNAMEPREFIX und sogar PKGNAMESUFFIX aufweisen. In solchen Fällen sollte die optionale Variable LATEST_LINK auf einen unterschiedlichen Wert für alle Ports gesetzt werden mit Ausnahme des Haupt-Ports. Beispiele hierfür sind die editors/vim5 und editors/vim-Ports und die www/apache*-Familie. Beachten Sie bitte, dass die Frage der Auswahl der wichtigsten Version (am populärsten, am besten Unterstützt, zuletzt gepatcht usw.) ausserhalb der Möglichkeiten dieses Handbuches liegt. Wir sagen Ihnen nur, wie Sie die anderen Ports spezifizieren, nachdem Sie den Haupt-Port erkoren haben. Namensregeln für Pakete Im Folgenden finden Sie die Regeln für die Benennung Ihrer Pakete. Diese sollen gewährleisten, dass das Paketverzeichnis leicht zu durchsuchen ist, da es bereits abertausende Pakete gibt und die Nutzer sich mit Schauder abwenden, wenn Ihre Augen überstrapaziert werden! Der Paketname soll aussehen wie language_region-name-compiled.specifics-version.numbers. Der Paketname ist definiert als ${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME}${PKGNAMESUFFIX}-${PORTVERSION} . Stellen Sie bitte sicher, dass die Variablen Ihres Ports diesem Format entsprechen. FreeBSD bemüht sich ausserordentlich, die Landessprachen seiner Nutzer zu unterstützen. Die language-Variable soll eine Abkürzung mit 2 Buchstaben sein der Sprachen gemäß ISO-639, falls der Port für eine bestimmte Sprache spezifisch ist. Beispiele hierfür sind ja für Japanisch, ru für Russisch, vi für Vietnamesisch, zh für Chinesisch, ko für Koreanisch und de für Deutsch. Sollte der Port spezifisch sein für eine gewisse Region innerhalb eines Sprachraumes, dann fügen Sie bitte auch den Ländercode mit 2 Buchstaben hinzu. Beispiele sind en_US für nordamerikanisches Englisch und fr_CH für schweizerisches Französisch. Der language-Teil muss in der PKGNAMEPREFIX-Variable gesetzt werden. Der erste Buchstabe des name-Teils muss kleingeschrieben werden (der Rest des Namens kann Großbuchstaben enthalten. Daher seien Sie bitte umsichtig, wenn Sie den Namen einer Software konvertieren, welche Grossbuchstaben enthält). Es ist Tradition, Perl 5-Module durch ein vorstehendes p5- und durch Umwandlung des doppelten Doppelpunktes in Bindestriche zu bezeichnen. So wird z.B. aus dem Data::Dumper-Modul der p5-Data-Dumper-Port. Vergewissern Sie sich, dass der Name des Ports und seine Versionsnummer klar getrennt sind und in den Variablen PORTNAME und PORTVERSION stehen. Der einzige Grund, um in PORTNAME einen Versionsteil aufzunehmen ist der, dass die Software wirklich so bezeichnet wird, wie z.B. die Ports textproc/libxml2 oder japanese/kinput2-freewnn. Ansonsten sollte PORTNAME keine versionsspezifischen Bestandteile aufweisen. Es ist vollkommen normal, dass viele Ports den gleichen PORTNAME aufweisen wie z.B. die www/apache*-Ports. In diesem Falle werden unterschiedliche Versionen (und unterschiedliche Indexeinträge) unterschieden durch die Werte von PKGNAMEPREFIX, PKGNAMESUFFIX und LATEST_LINK. Falls der Port mit verschiedenen, fest kodierten Vorgaben (üblicherweise Teil des Verzeichnisnamens in einer Familie von Ports) gebaut werden kann, dann soll der -compiled.specifics-Teil die einkompilierten Vorgaben anzeigen (der Bindestrich ist optional). Beispiele hierfür sind Papiergrößen und Font-Einheiten. Der -compiled.specifics-Teil muss in der Variablen PKGNAMESUFFIX gesetzt werden. Die Versionszeichenfolge sollte einen Bindestrich (-) am Schluss haben und eine von Punkten getrennte Liste von Integer-Zahlen und kleingeschriebenen Buchstaben sein. Es ist nicht zulässig, einen weiteren Bindestrich innerhalb des Versionsstrings zu verwenden! Die einzige Ausnahme hiervon ist die Zeichenfolge pl (bedeutet patchlevel), welche nur dann gebraucht werden darf, wenn die Applikation über keine Haupt– oder Unterversionsnummern verfügt. Wenn die Versionsbezeichnung der Software Zeichenketten wie alpha, beta, rc oder pre enthält, dann nehmen Sie bitte den ersten Buchstaben daraus und setzen ihn unmittelbar hinter einen Punkt. Falls die Versionszeichenfolge nach diesem Punkt fortgesetzt wird, sollen die Zahlen ohne einen Punkt zwischen den einzelnen Buchstaben folgen. Das Ziel ist es, die Ports anhand der Versionszeichenfolge zu sortieren. Stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass die Bestandteile der Versionsnummer immer durch einen Punkt getrennt sind und falls Datumsangaben verwandt werden diese im Format yyyy.mm.dd und nicht dd.mm.yyyy oder gar dem nicht Y2K-kompatiblen Format yy.mm.dd vorliegen. Hier sind einige reale Beispiele, die aufzeigen, wie man den Namen einer Applikation zu einem vernünftigen Paketnamen umwandelt: Softwarename PKGNAMEPREFIX PORTNAME PKGNAMESUFFIX PORTVERSION Grund mule-2.2.2 (leer) mule (leer) 2.2.2 Keine Änderung erforderlich EmiClock-1.0.2 (leer) emiclock (leer) 1.0.2 keine Großbuchstaben für einzelne Applikationen rdist-1.3alpha (leer) rdist (leer) 1.3.a Keine Zeichenketten wie alpha erlaubt es-0.9-beta1 (leer) es (leer) 0.9.b1 keine Zeichenketten wie beta erlaubt mailman-2.0rc3 (leer) mailman (leer) 2.0.r3 keine Zeichenketten wie rc erlaubt v3.3beta021.src (leer) tiff (leer) 3.3 Was sollte denn das eigentlich sein? tvtwm (leer) tvtwm (leer) pl11 Versionsstring zwingend erforderlich piewm (leer) piewm (leer) 1.0 Versionsstring zwingend erforderlich xvgr-2.10pl1 (leer) xvgr (leer) 2.10.1 pl nur erlaubt, wenn keine Versionsnummer vorhanden gawk-2.15.6 ja- gawk (leer) 2.15.6 Japanische Sprachversion psutils-1.13 (leer) psutils -letter 1.13 Papergröße beim Paketbau fix kodiert pkfonts (leer) pkfonts 300 1.0 Paket für 300 DPI Schriftarten Falls es in der Originalquelle überhaupt keinen Anhaltspunkt für irgendeine Versionsbezeichnung gibt und es unwahrscheinlich ist, dass der Autor jemals eine neue Version veröffentlichen wird, dann setzen Sie bitte die Version einfach auf 1.0 (wie im obigen Beispiel piewm). Sie können auch den Autor fragen oder eine Datumszeichenfolge (yyyy.mm.dd) als Version verwenden. Kategorisierung <makevar>CATEGORIES</makevar> Wenn ein Paket erzeugt wird, dann wird es unter /usr/ports/packages/All abgelegt und von einem oder mehreren Unterverzeichnissen werden auf /usr/ports/packages Links erstellt. Die Namen dieser Unterverzeichnisse werden durch die Variable CATEGORIES festgelegt. Dies geschieht, um dem Nutzer zu helfen, eine große Zahl von Paketen auf einer FTP-Webseite oder einer CD/DVD zu durchsuchen. Bitte werfen Sie einen Blick auf die Aktuelle Liste der Kategorien und suchen Sie die beste Kategorie für Ihren Port aus. Diese Liste legt auch fest, an welcher Stelle in der Ports-Sammlung der Port eingefügt wird. Falls Sie mehrere Kategorien angeben wird angenommen, dass die Dateien des Ports im Unterverzeichnis mit dem Namen der ersten angegebenen Kategorie liegen. Schauen Sie bitte unten für weitere Informationen darüber, wie man die richtige Kategorie bestimmt. Aktuelle Liste der Kategorien Hier ist die aktuelle Liste der Kategorien. Die mit einem Asterisk (*) bezeichneten sind virtuelle Kategorien, also solche, welche über kein eigenes Unterverzeichnis in der Ports-Sammlung verfügen. Sie werden nur als Sekundärkategorien benutzt und sind nur für Suchzwecke eingerichtet worden. Für nicht-virtuelle Kategorien finden Sie eine einzeilige Beschreibung in der Variable COMMENT im Makefile des jeweiligen Unterverzeichnisses. Kategorie Beschreibung Anmerkung accessibility Ports für behinderte Menschen. afterstep* Ports für den AfterStep Window Manager. arabic Arabische Sprachunterstützung. archivers Archivierungswerkzeuge. astro Ports für Astronomie. audio Sound-Unterstützung. benchmarks Benchmarking-Werkzeuge. biology Software für Biologie. cad CAD-Werkzeuge. chinese Chinesische Sprachunterstützung. comms Kommunikationsprogramme. Hauptsächlich Software für serielle Schnittstellen. converters Zeichensatz-Konverter. databases Datenbanken. deskutils Dinge, die vor der Erfindung des Computers auf dem Schreibtisch waren. devel Entwicklungs-Werkzeuge. Legen Sie keine Bibliotheken hier ab, nur weil es Bibliotheken sind, es sei denn, sie gehören wirklich nirgendwo anders hin. dns DNS-bezogene Software. docs* Meta-Ports für die FreeBSD-Dokumentation. editors allgemeine Editoren. Spezielle Editoren gehören in Ihre jeweilige Kategorie, (z.B. gehört ein mathematischer Formeleditor in math). elisp* Emacs-lisp-Ports. emulators Emulatoren für andere Betriebssysteme. Terminal-Emulatoren gehören nicht hierher; X-basierende gehören zu x11 und text-basierende zu comms oder misc, abhängig von deren genauer Funktionalität. finance Finanz-Software und ähnliches. french Französische Sprachunterstützung. ftp FTP Client- und Server-Werkzeuge. Falls Ihr Port sowohl FTP als auch HTTP unterstützt, stellen Sie ihn in ftp mit der Zweitkategorie www. games Spiele. geography* geografische Software. german Deutsche Sprachunterstützung. gnome* Ports für GNOME gnustep* Software für GNUstep. graphics grafische Werkzeuge. hamradio* Software für Amateurfunk. haskell* Software für die Haskell-Programmiersprache. hebrew Hebräische Sprachunterstützung. hungarian Ungarische Sprachunterstützung. ipv6* IPv6-bezogene Software. irc Internet Relay Chat (IRC)-Werkzeuge. japanese Japanische Sprachunterstützung. java Software für die Java™-Programmiersprache. Die java-Kategorie sollte nicht die Einzige für einen Port sein mit Ausnahme der direkt nur mit der Programmiersprache zusammenhängenden Applikationen. Porter sollten java nicht als Hauptkategorie eines Ports wählen. kde* Ports für das K Desktop Environment (KDE)-Projekt. kld* Kernelmodule. korean Koreanische Sprachunterstützung. lang Programmiersprachen. linux* Linux-Applikationen und -Werkzeuge. lisp* Software für die Lisp-Programmiersprache. mail Mail-Software. math Numerische Berechnungen und andere mathematische Werkzeuge. mbone MBone-Applikationen. misc Verschiedene Werkzeuge. Hauptsächlich Werkzeuge, die nicht anderswo hingehören. Versuchen Sie, falls irgend möglich, eine bessere Kategorie für Ihren Port zu finden als misc, weil Ports hier leicht untergehen. multimedia Multimedia-Software. net Verschiedene Netzwerk-Software. net-im Instant Messaging-Software. net-mgmt Netzwerk-Management-Software. net-p2p Peer to peer-Netzwerkprogramme. news USENET News-Software. palm Software für Palm™. parallel* Applikationen für paralleles Rechnen. pear* Ports für das Pear PHP-Framework. perl5* Ports, welche Perl Version 5 benötigen. plan9* Verschiedene Programme von Plan9. polish Polnische Sprachunterstützung. ports-mgmt Hilfsprogramme für das Installieren und Entwickeln von FreeBSD Ports und Paketen. portuguese Portugiesische Sprachunterstützung. print Drucker-Software. Desktop Veröffentlichungs-Werkzeuge (DTP, Betrachter etc.) gehören auch hierher. python* Software für Python. ruby* Software für Ruby. rubygems* Ports für RubyGems-Pakete. russian Russische Sprachunterstützung. scheme* Software für die Scheme-Programmiersprache. science Wissenschaftliche Programme, die in keine andere Kategorie passen wie z.B. astro, biology und math. security Security-Werkzeuge. shells Shells. spanish* Spanische Sprachunterstützung. sysutils System-Werkzeuge. tcl* Ports, welche Tcl benötigen. textproc Textverarbeitungsprogramme. Dies beinhaltet nicht DTP-Werkzeuge, diese gehören in print. tk* Ports, welche Tk benötigen. ukrainian Ukrainische Sprachunterstützung. vietnamese Vietnamesische Sprachunterstützung. windowmaker* Ports für den WindowMaker Window-Manager. www Software für das World Wide Web (WWW). HTML-Werkzeuge gehören auch hierher. x11 X-Window-System und dergleichen. Diese Kategorie ist nur für Software, welche direkt X unterstützt. Fügen Sie keine normalen X-Applikationen hinzu. Die meisten davon gehören in eine andere x11-*-Kategorie (siehe unten). Falls Ihr Port eine X-Applikation ist, dann definieren Sie bitte USE_XLIB (impliziert durch USE_IMAKE) und fügen ihn der entsprechenden Kategorie hinzu. x11-clocks X11-Uhren. x11-drivers X11-Treiber. x11-fm X11-Dateimanager. x11-fonts X11-Schriftarten und Werkzeuge. x11-servers X11-Server. x11-themes X11-Themes. x11-toolkits X11-Toolkits. x11-wm X11-Window-Manager. xfce* Ports in Zusammenhang mit Xfce. zope* Zope-Unterstützung. Wählen der richtigen Kategorie Da viele der Kategorien sich überlappen, müssen Sie oft festlegen, welches die primäre Kategorie Ihres Ports ist. Hierzu gibt es einige Regeln, welche diese Auswahl bestimmen. Hier ist die Liste der Regeln mit abnehmender Wichtigkeit: Die erste (primäre) Kategorie muss eine physische (keine virtuelle, siehe oben) sein. Dies ist notwendig damit Pakete erstellt werden können. Die nachfolgenden Kategorien können wahllos virtuelle oder physische Kategorien sein. Sprachspezifische Kategorien kommen immer zuerst. Wenn Ihr Port z.B. Japanische X11-Schriftarten installiert, dann muss Ihre CATEGORIES-Zeile japanese x11-fonts enthalten. Spezifische Kategorien werden vor weniger spezifischen Kategorien aufgelistet. Ein HTML-Editor sollte z.B. als www editors aufgeführt werden und nicht umgekehrt. Genauso sollten Sie keinen Port unter net aufführen, wenn er zu irc, mail, mbone, news, security oder www passt, da net stillschweigend eingeschlossen ist in diesen Kategorien. x11 wird nur als sekundäre Kategorie benutzt, wenn die primäre Kategorie eine sprachspezifische ist. Keinesfalls sollten Sie x11 in die Kategorie-Zeile einer X-Applikation setzen. Emacs modes gehören in die gleiche Kategorie wie die vom jeweiligen mode unterstützte Applikation und nicht in editors. Ein Emacs mode z.B. für das Editieren von Quelltext einer bestimmten Programmiersprache gehört zur Kategorie lang. Für Ports, die vom Benutzer ladbare Kernelmodule installieren, sollte die virtuelle Kategorie kld in die CATEGORIES-Zeile aufgenommen werden. misc sollte nicht zusammen mit irgendeiner anderen nicht-virtuellen Kategorie auftreten. Falls Sie misc mit einer anderen Kategorie in CATEGORIES haben bedeutet dies, dass Sie gefahrlos misc streichen und die andere Kategorie alleine verwenden können! Falls Ihr Port wirklich in keine andere Kategorie passt, verwenden Sie bitte misc. Falls Sie sich über die Kategorie im Unklaren sind, hinterlassen Sie bitte einen Kommentar in Ihrem per &man.send-pr.1; eingereichten Bericht, damit wir diese Frage vor dem Import diskutieren können. Falls Sie ein Committer sind, schicken Sie bitte eine Nachricht an &a.ports;, damit die Frage im Vorhinein erörtert werden kann. Neue Ports werden zu häufig falsch kategorisiert und werden sofort wieder verschoben. Das bläht das Master Source Repository unnötig auf. Eine neue Kategorie vorschlagen Da die Ports-Sammlung über viele Jahre gewachsen ist, wurden viele neue Kategorien hinzugefügt. Neue Kategorien können virtuell (ohne eigenes Unterverzeichnis in der Ports-Sammlung) oder physisch sein. Der nachfolgende Text führt einige Punkte auf, welche bei der Neueinführung einer physischen Kategorie beachtet werden müssen, damit Sie dies bei einem eventuellen Vorschlag Ihrerseits berücksichtigen können. Unsere bestehende Maxime ist die Vermeidung der Neuanlage von physischen Kategorien, solange nicht eine große Zahl von Ports zugeordnet werden können oder falls ihr nicht Ports zugehören würden, welche eine logisch abgegrenzte Gruppe von limitiertem öffentlichem Interesse zugehören würden (zum Beispiel neue Sprachkategorien) oder vorzugsweise beides. Die Erklärung dafür ist, dass eine Neuanlage einer physischen Kategorie einen erheblichen Arbeitsaufwand sowohl für die Committer als auch diejenigen Nutzer bedeutet, welche die Änderungen der Ports-Sammlung nachvollziehen. Zusätzlich verursachen Vorschläge für neue Kategorien oftmals Kontroversen (natürlich deswegen, weil es keinen klaren Konsens darüber gibt, welche Kategorie als zu groß betrachtet werden muss noch ob sich bestimmte Kategorien zur einfachen Suche eignen (und wie viele Kategorien überhaupt ideal wären) und so weiter). Hier ist das Prozedere: Schlagen Sie die neue Kategorie auf &a.ports; vor. Sie sollten eine detaillierte Begründung für die neue Kategorie beifügen einschließlich einer Erklärung, warum Sie meinen, die existierenden Kategorien seien nicht ausreichend. Zeigen Sie außerdem eine Liste der zu verschiebenden Ports (falls neue Ports in GNATS auf ihren commit warten, die in diese Kategorie passen würden. Listen Sie diese bitte auch mit auf). Sind Sie der Maintainer oder Einreicher dieser Ports, erwähnen Sie es bitte. Es verleiht Ihrem Vorschlag mehr Gewicht. Nehmen Sie an der Diskussion teil. Falls es Unterstützung für Ihren Vorschlag geben sollte, reichen Sie bitte einen PR ein, welcher die Begründung und die Liste der betroffenen Ports enthält, die verschoben werden müssen. Idealerweise sollte der PR Patches für Folgendes enthalten: Makefiles für die neuen Ports nach dem Repocopy Makefile für die neue Kategorie Makefile für die alten Kategorien der betroffenen Ports Makefiles für Ports, welche von den alten Ports abhängen Für zusätzliches Ansehen sorgen Sie, wenn Sie die anderen Dateien, die geändert werden müssen, beifügen wie in der Direktive des Committer's Guide beschrieben. Da es die Ports-Infrastruktur beeinflusst und nicht nur die Durchführung von Repocopies und möglicherweise sogar Regressionstests auf dem Build Cluster durchgeführt werden müssen, sollte der PR dem Ports Management Team &a.portmgr; zugeordnet werden. Sobald der PR bestätigt wurde muss ein Committer den Rest der Prozedur durchführen, welche im Committers Guide beschrieben ist. Das Vorschlagen einer neuen virtuellen Kategorie ist ähnlich, aber wesentlich weniger aufwendig, weil keine Ports verschoben werden müssen. In diesem Falle müssen nur die Patches an den PR beigefügt werden, welche die neue Kategorie zur Variable CATEGORIES der betroffenen Ports hinzufügen. Vorschlagen einer Neuorganisation aller Kategorien Von Zeit zu Zeit schlägt jemand eine komplette Neuorganisation aller Ports, entweder mit einer zweistufigen Struktur oder irgendeiner Art von Schlüsselwörtern, vor. Bis heute wurde keiner dieser Vorschläge umgesetzt, weil sie zwar einfach zu machen sind, aber der Aufwand zur Umsetzung und Reorganisation der kompletten Ports-Sammlung schlichtweg mörderisch wäre. Bitte lesen Sie die Geschichte dieser Vorschläge in den Archiven der Mailinglisten nach, bevor Sie diese Ideen nochmals unterbreiten. Zudem sollten Sie gewappnet sein, dass man Sie auffordert, einen arbeitsfähigen Prototyp vorzulegen. Die Distributionsdateien Der zweite Teil des Makefile beschreibt die Dateien, welche heruntergeladen werden müssen, um den Port zu bauen und wo diese Dateien zu finden sind. <makevar>DISTVERSION/DISTNAME</makevar> DISTNAME ist der Name der Applikation wie er von den Autoren vergeben wurde. DISTNAME hat als Vorgabe ${PORTNAME}-${PORTVERSION} also überschreiben Sie diese Vorgabe nur, wenn es notwendig ist. DISTNAME wird nur an zwei Stellen genutzt. Erstens: (DISTFILES) hat als Vorgabe ${DISTNAME}${EXTRACT_SUFX}. Zweitens: Die Distributionsdatei soll in einem Unterverzeichnis namens WRKSRC extrahiert werden, dessen Vorgabe work/${DISTNAME} ist. Manche Drittanbieter-Namen, welche nicht in das Schema ${PORTNAME}-${PORTVERSION} passen, können durch Setzen von DISTVERSION automatisch behandelt werden. PORTVERSION und DISTNAME werden automatisch abgeleitet, können aber natürlich manuell überschrieben werden. Die folgende Tabelle führt einige Beispiele auf: DISTVERSION PORTVERSION 0.7.1d 0.7.1.d 10Alpha3 10.a3 3Beta7-pre2 3.b7.p2 8:f_17 8f.17 PKGNAMEPREFIX und PKGNAMESUFFIX beeinflussen DISTNAME nicht. Beachten Sie bitte auch, dass Sie DISTNAME unverändert lassen sollten, falls WRKSRC denselben Wert hat wie work/${PORTNAME}-${PORTVERSION} und gleichzeitig dass Archiv des originalen Quelltextes anders benannt ist als ${PORTNAME}-${PORTVERSION}${EXTRACT_SUFX}. Es ist einfacher DISTFILES zu definieren, als DISTNAME und WRKSRC (und möglicherweise EXTRACT_SUFX) zu setzen. <makevar>MASTER_SITES</makevar> Dokumentieren Sie das Verzeichnis der FTP/HTTP-URL, welche auf den originalen Tarball zeigt, in der Variable MASTER_SITES. Bitte vergessen Sie niemals den Schrägstrich (/) am Ende! Die make-Makros werden versuchen, diese Festlegung für die Aufbereitung der Distributionsdateien mittels FETCH zu benutzen, falls sie diese nicht schon auf dem System finden. Es wird empfohlen, mehrere Webseiten in dieser Liste aufzuführen, vorzugsweise auf verschiedenen Kontinenten. Dies ist ein Schutz gegen Probleme bei größeren Ausfällen im Internet. Wir planen sogar Unterstützung einzubauen, die automatisch einen Server in der Nähe zum Herunterladen bestimmt. Die Verfügbarkeit von vielen Webseiten wird dieses Vorhaben beträchtlich erleichtern. Falls der originale Tarball Teil eines populären Archivs ist, wie X-contrib, GNU oder Perl CPAN, können Sie möglicherweise auf diese Seiten in einer einfachen und kompakten Form mittels MASTER_SITE_* (d.h., MASTER_SITE_XCONTRIB, MASTER_SITE_GNU und MASTER_SITE_PERL_CPAN) referenzieren. Setzen Sie einfach MASTER_SITES auf eine dieser Variablen und MASTER_SITE_SUBDIR auf den Pfad innerhalb des Archivs. Hier ist ein Beispiel: MASTER_SITES= ${MASTER_SITE_XCONTRIB} MASTER_SITE_SUBDIR= applications Diese Variablen werden in /usr/ports/Mk/bsd.sites.mk definiert. Es werden ständig neue Einträge hinzugefügt, daher stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass Sie die neueste Version verwenden, bevor Sie einen Port einschicken. Der Nutzer kann ebenfalls die Variable MASTER_SITE_* in der /etc/make.conf setzen. Dadurch werden unsere Vorgaben überschrieben und stattdessen werden die Spiegel-Server seiner Wahl für die populären Archive genutzt. <makevar>EXTRACT_SUFX</makevar> Falls Sie eine Distributionsdatei haben, die ein eigentümliches Suffix nutzt, um die Art der Kompression anzuzeigen, dann setzen Sie EXTRACT_SUFX. Ist die Distributionsdatei zum Beispiel im Stil von foo.tgz anstatt des normalen foo.tar.gz benannt, würden Sie schreiben: DISTNAME= foo EXTRACT_SUFX= .tgz Falls erforderlich, setzen die Variablen USE_BZIP2 und USE_ZIP automatisch EXTRACT_SUFX auf .tar.bz2 oder .zip. Falls keine der beiden gesetzt ist, dann verwendet EXTRACT_SUFX die Vorgabe .tar.gz. Sie müssen niemals beide Variablen EXTRACT_SUFX und DISTFILES setzen. <makevar>DISTFILES</makevar> Manchmal haben die zu ladenden Dateien keinerlei Ähnlichkeit mit dem Namen des Ports. Es könnte z.B. source.tar.gz oder ähnlich heißen. In anderen Fällen könnte der Quelltext in mehreren Archiven sein und alle müssen heruntergeladen werden. Falls dies der Fall ist, setzen Sie DISTFILES als eine durch Leerzeichen getrennte Liste aller Dateien, die geladen werden müssen. DISTFILES= source1.tar.gz source2.tar.gz Wenn nicht ausdrücklich gesetzt, verwendet DISTFILES als Vorgabe ${DISTNAME}${EXTRACT_SUFX}. <makevar>EXTRACT_ONLY</makevar> Falls nur einige der DISTFILES extrahiert werden müssen (z.B. eine Datei ist der Quelltext und eine andere ist ein unkomprimiertes Dokument), dann listen Sie die zu extrahierenden Dateien in EXTRACT_ONLY auf. DISTFILES= source.tar.gz manual.html EXTRACT_ONLY= source.tar.gz Falls keine der DISTFILES unkomprimiert sein sollte, dann setzen Sie EXTRACT_ONLY auf einen leeren String. EXTRACT_ONLY= <makevar>PATCHFILES</makevar> Falls Ihr Port zusätzliche Patches benötigt, welche per FTP oder HTTP verfügbar sind, dann setzen Sie PATCHFILES auf den Namen der Dateien und PATCH_SITES auf die URL des Verzeichnisses, das diese Patches enthält (das Format ist das gleiche wie MASTER_SITES). Falls ein Patch wegen einiger zusätzlicher Pfadnamen nicht relativ zum Anfang des Quelltextbaumes (d.h., WRKSRC) liegt, dann setzen Sie bitte PATCH_DIST_STRIP entsprechend. Wenn z.B. alle Pfadnamen in diesem Patch ein zusätzliches foozolix-1.0/ vor ihren Dateinamen aufweisen, dann setzen Sie bitte PATCH_DIST_STRIP=-p1. Kümmern Sie sich nicht darum, ob die Patches komprimiert sind. Sie werden automatisch dekomprimiert, wenn die Dateinamen auf .gz oder .Z enden. Falls der Patch zusammen mit anderen Dateien in einem gezippten Tarball verteilt wird (z.B. mit Dokumentation), dann können Sie nicht PATCHFILES verwenden. In diesem Fall fügen Sie den Namen und den Ort dieses Tarballs zu DISTFILES und MASTER_SITES. Benutzen Sie dann die EXTRA_PATCHES-Variable, um auf diese Dateien zu zeigen und bsd.port.mk wird automatisch diese Dateien nutzen. Kopieren Sie niemals Patch-Dateien in das PATCHDIR-Verzeichnis, weil es möglicherweise nicht beschreibbar ist. Der Tarball wird zusammen mit dem anderen Quelltext extrahiert werden. Eine ausdrückliche Dekomprimierung eines mit gzip oder compress erzeugten Tarball ist nicht notwendig. Sollten Sie dies dennoch vorgeben, so beachten Sie bitte peinlich genau, dass Sie nichts überschreiben, was bereits im Verzeichnis vorhanden ist. Vergessen Sie auch nicht den kopierten Patch im Target von pre-clean zu entfernen. Verschiedene Distributionsdateien oder Patches von verschiedenen Seiten und Verzeichnissen (<literal>MASTER_SITES:n</literal>) (Betrachten Sie es als in irgendeiner Form fortgeschrittenes Thema. Neulinge sollten möglicherweise diesen Abschnitt beim ersten Lesen überspringen). Dieser Abschnitt stellt Informationen über die Mechanismen zum Herunterladen von Dateien zur Verfügung und behandelt die Variablen MASTER_SITES:n und MASTER_SITES_NN. Wir beziehen uns im weiteren Text auf diese Variablen als MASTER_SITES:n. Etwas Hintergrundinformation zu Beginn: OpenBSD verfügt über eine sehr elegante Option innerhalb der Variablen DISTFILES und PATCHFILES. Sowohl Dateien als auch Patches können mit angehängten :n-Bezeichnern versehen werden wobei n in beiden Fällen [0-9] sein kann und eine Gruppenzugehörigkeit anzeigt. Ein Beispiel hierfür ist: DISTFILES= alpha:0 beta:1 In OpenBSD wird die Datei alpha mit der Variable MASTER_SITES0 verknüpft anstatt dem in FreeBSD gebräuchlichen MASTER_SITES und beta mit MASTER_SITES1. Das ist eine sehr interessante Möglichkeit, die endlose Suche nach der richtigen Download-Seite zu verkürzen. Stellen Sie sich zwei Dateien in DISTFILES und 20 Webseiten in der Variable MASTER_SITES vor. Alle Seiten sind erschreckend langsam, beta findet sich auf allen Seiten in MASTER_SITES und alpha kann nur auf der zwanzigsten Seite gefunden werden. Wäre es nicht reine Verschwendung, wenn der Maintainer alle Seiten zuvor überprüfen müsste? Kein guter Start für das wundervolle Wochenende! Übertragen Sie diesen Umstand auf noch mehr DISTFILES und mehr MASTER_SITES. Ganz sicher würde unser distfiles survey master die Erleichterung sehr zu schätzen wissen, die eine solche Verringerung der Netzwerkbelastung bringen würde. In den nächsten Abschnitten sehen Sie die Implementierung dieser Idee durch FreeBSD. Dabei wurde das Konzept von OpenBSD ein wenig verbessert. Prinzipielle Information Dieser Abschnitt informiert Sie, wie Sie schnell ein fein granuliertes Herunterladen von vielen Dateien und Fehlerbereinigungen von verschiedenen Webseiten und Unterverzeichnissen bewerkstelligen. Wir beschreiben hier den Fall der vereinfachten Nutzung von MASTER_SITES:n. Das ist für die meisten Szenarien ausreichend. Falls Sie weitere Informationen benötigen, sollten Sie den nächsten Abschnitt lesen. Einige Programme bestehen aus mehreren Dateien, welche von verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden müssen. Zum Beispiel besteht Ghostscript aus dem Kern des Programms und einer großen Zahl von Treiberdateien, die vom Drucker des Benutzers abhängen. Einige dieser Treiberdateien werden mit der Kernapplikation mitgeliefert aber viele müssen von verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden. Um das zu unterstützen, muss jeder Eintrag in DISTFILES mit einem Komma und einem tag name abgeschlossen werden. Jeder in MASTER_SITES aufgeführte Webseite folgt ein Komma und eine Marke (tag), die anzeigt, welche Datei von dieser Webseite heruntergeladen werden kann. Stellen Sie sich bitte eine Applikation vor, deren Quelltext in zwei Teile aufgeteilt ist, source1.tar.gz und source2.tar.gz, welche von zwei verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden müssen. Das Makefile des Port würde Zeilen enthalten wie in . Vereinfachtes Beispiel für den Gebrauch von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit einer Datei pro Webseite MASTER_SITES= ftp://ftp.example1.com/:source1 \ ftp://ftp.example2.com/:source2 DISTFILES= source1.tar.gz:source1 \ source2.tar.gz:source2 Verschiedene Dateien können die gleiche Marke aufweisen. Ausgehend vom vorherigen Beispiel nehmen wir an, dass es noch eine dritte Datei gibt (source3.tar.gz), welche von ftp.example2.com heruntergeladen werden soll. Das Makefile würde dann aussehen wie . Vereinfachtes Beispiel für den Gebrauch von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit mehr als einer Datei pro Webseite MASTER_SITES= ftp://ftp.example1.com/:source1 \ ftp://ftp.example2.com/:source2 DISTFILES= source1.tar.gz:source1 \ source2.tar.gz:source2 \ source3.tar.gz:source2 Ausführliche Information In Ordnung, das vorherige Beispiel reicht nicht für Ihre Bedürfnisse? In diesem Abschnitt werden wir im Detail erklären, wie der fein granulierte Mechanismus zum Herunterladen (MASTER_SITES:n) funktioniert und wie Sie Ihre Ports modifizieren, um ihn zu nutzen. Elemente können nachstehend bezeichnet werden mit :n wobei n in diesem Falle [^:,]+ ist. Das heißt n könnte theoretisch jede alphanumerische Zeichenkette sein, aber wir beschränken sie auf [a-zA-Z_][0-9a-zA-Z_]+ für diesen Moment. Zudem ist die Zeichenkette case sensitive; d.h. n unterscheidet sich von N. Allerdings dürfen die folgenden Wörter nicht gebraucht werden, da sie spezielle Bedeutungen haben: default, all und ALL (diese Wörter werden intern genutzt in Punkt ). Ausserdem ist DEFAULT ein reserviertes Wort (beachten Sie ). Elemente mit angehängtem :n gehören zur Gruppe n, :m gehört zur Gruppe m und so weiter. Elemente ohne Anhängsel sind gruppenlos, d.h. sie gehören alle zu der speziellen Gruppe DEFAULT. Falls sie an irgendeinem Element DEFAULT hängen, ist dies überflüssig, es sei denn Sie wollen, dass ein Element sowohl zu DEFAULT als auch anderen Gruppen gleichzeitig gehört (beachten Sie ). Die folgenden Beispiele sind gleichwertig, aber das erste Beispiel ist vorzuziehen: MASTER_SITES= alpha MASTER_SITES= alpha:DEFAULT Gruppen sind nicht ausschliessend, d.h. ein Element kann mehreren Gruppen gleichzeitig angehören und eine Gruppe wiederum kann entweder mehrere Elemente oder überhaupt keine aufweisen. Wiederholte Elemente sind schlicht nur wiederholte Elemente. Wenn Sie wollen, dass ein Element gleichzeitig zu mehreren Gruppen gehört, dann können Sie diese durch ein Komma (,) trennen. Anstatt jedes Mal ein anderes Anhängsel zu verwenden und Wiederholungen aufzuführen, können Sie mehrere Gruppen auf einmal in einem einzigen Anhängsel bestimmen. Zum Beispiel markiert :m,n,o ein Element, welches zu den Gruppen m, n und o gehört. Alle folgenden Beispiele sind gleichwertig, aber das erste Beispiel ist vorzuziehen: MASTER_SITES= alpha alpha:SOME_SITE MASTER_SITES= alpha:DEFAULT alpha:SOME_SITE MASTER_SITES= alpha:SOME_SITE,DEFAULT MASTER_SITES= alpha:DEFAULT,SOME_SITE Alle Webseiten in einer Gruppe werden gemäß MASTER_SORT_AWK sortiert. Alle Gruppen innerhalb von MASTER_SITES und PATCH_SITES werden genauso sortiert. Gruppensemantik kann benutzt werden in den folgenden Variablen: MASTER_SITES, PATCH_SITES, MASTER_SITE_SUBDIR, PATCH_SITE_SUBDIR, DISTFILES und PATCHFILES entsprechend der folgenden Syntax: Elemente mit MASTER_SITES, PATCH_SITES, MASTER_SITE_SUBDIR und PATCH_SITE_SUBDIR müssen mit einem Schrägstrich beendet werden ( /). Falls Elemente zu irgendwelchen Gruppen gehören, muss :n direkt nach dem Trenner / stehen. Der MASTER_SITES:n-Mechanismus verlässt sich auf das Vorhandensein des Trennzeichens /, um verwirrende Elemente zu vermeiden in denen :n ein zulässiger Bestandteil des Elementes ist und das Auftreten von :n die Gruppe n anzeigt. Aus Kompatibilitätsgründen (da der /-Trenner sowohl in MASTER_SITE_SUBDIR als auch PATCH_SITE_SUBDIR-Elementen nicht erforderlich ist) wird, falls das auf das Anhängsel folgende nächste Zeichen kein / ist, auch :n als gültiger Teil des Elementes behandelt anstatt als Gruppenzusatz, selbst wenn ein Element ein angehängtes :n aufweist. Beachten Sie sowohl als auch . Ausführliches Beispiel von <literal>MASTER_SITES:n</literal> in <makevar>MASTER_SITE_SUBDIR</makevar> MASTER_SITE_SUBDIR= old:n new/:NEW Verzeichnisse innerhalb der Gruppe DEFAULT -> old:n Verzeichnisse innerhalb der Gruppe NEW -> new Ausführliches Beispiel von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit Komma-Operator, mehreren Dateien, mehreren Webseiten und mehreren Unterverzeichnissen MASTER_SITES= http://site1/%SUBDIR%/ http://site2/:DEFAULT \ http://site3/:group3 http://site4/:group4 \ http://site5/:group5 http://site6/:group6 \ http://site7/:DEFAULT,group6 \ http://site8/%SUBDIR%/:group6,group7 \ http://site9/:group8 DISTFILES= file1 file2:DEFAULT file3:group3 \ file4:group4,group5,group6 file5:grouping \ file6:group7 MASTER_SITE_SUBDIR= directory-trial:1 directory-n/:groupn \ directory-one/:group6,DEFAULT \ directory Das vorstehende Beispiel führt zu einem fein granulierten Herunterladen. Die Webseiten werden in der exakten Reihenfolge ihrer Nutzung aufgelistet. file1 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE http://site1/directory-trial:1/ http://site1/directory-one/ http://site1/directory/ http://site2/ http://site7/ MASTER_SITE_BACKUP file2 wird genauso heruntergeladen wie file1, da sie zur gleichen Gruppe gehören MASTER_SITE_OVERRIDE http://site1/directory-trial:1/ http://site1/directory-one/ http://site1/directory/ http://site2/ http://site7/ MASTER_SITE_BACKUP file3 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE http://site3/ MASTER_SITE_BACKUP file4 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE http://site4/ http://site5/ http://site6/ http://site7/ http://site8/directory-one/ MASTER_SITE_BACKUP file5 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE MASTER_SITE_BACKUP file6 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE http://site8/ MASTER_SITE_BACKUP Wie gruppiere ich eine der speziellen Variablen aus bsd.sites.mk, d.h. MASTER_SITE_SOURCEFORGE? Lesen Sie . Ausführliches Beispiel von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit <makevar>MASTER_SITE_SOURCEFORGE</makevar> MASTER_SITES= http://site1/ ${MASTER_SITE_SOURCEFORGE:S/$/:sourceforge,TEST/} DISTFILES= something.tar.gz:sourceforge something.tar.gz wird von allen Webseiten innerhalb von MASTER_SITE_SOURCEFORGE heruntergeladen. Wie nutze ich dies mit PATCH*-Variablen. In allen Beispielen wurden MASTER*-Variablen genutzt, aber sie funktionieren exakt genauso mit PATCH*-Variablen, wie Sie an . sehen können. Vereinfachte Nutzung von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit <makevar>PATCH_SITES</makevar>. PATCH_SITES= http://site1/ http://site2/:test PATCHFILES= patch1:test Was ändert sich für die Ports? Was ändert sich nicht? Alle bestehenden Ports bleiben gleich. Der Code für MASTER_SITES:n wird nur aktiviert, falls es Elemente mit angehängtem :n entsprechend den zuvor erwähnten Syntax-Regeln wie in gezeigt gibt. Das Target des Port bleibt gleich: checksum, makesum, patch, configure, build etc. Mit der offensichtlichen Ausnahme von do-fetch, fetch-list, master-sites und patch-sites. do-fetch: nutzt die neue Gruppierung DISTFILES und PATCHFILES mit ihren darauf zutreffenden Gruppenelementen in MASTER_SITES und PATCH_SITES welche zutreffende Gruppenelemente sowohl in MASTER_SITE_SUBDIR als auch PATCH_SITE_SUBDIR aufweisen. Sehen Sie hierzu . fetch-list: arbeitet wie das alte fetch-list mit der Ausnahme, dass es nur wie do-fetch gruppiert. master-sites und patch-sites: (inkompatibel zu älteren Versionen) geben nur die Elemente der Gruppe DEFAULT zurück. Beziehungsweise sie führen genau genommen die Targets von master-sites-default und patch-sites-default aus. Weiterhin ist der Gebrauch des Target entweder von master-sites-all oder patch-sites-all der direkten Überprüfung von MASTER_SITES oder PATCH_SITES vorzuziehen. Zudem ist nicht garantiert, dass das direkte Überprüfen in zukünftigen Versionen funktionieren wird. Sehen Sie für weitere Informationen zu diesen neuen Port-Targets. Neue Port-Targets Es gibt master-sites-n und patch-sites-n-Targets, welche die Elemente der jeweiligen Gruppe n innerhalb von MASTER_SITES und PATCH_SITES auflisten. Beispielweise werden sowohl master-sites-DEFAULT als auch patch-sites-DEFAULT die Elemente der Gruppe DEFAULT, master-sites-test und patch-sites-test der Gruppe test usw. zurückgeben. Es gibt das neue Target master-sites-all und patch-sites-all, welche die Arbeit der alten Targets master-sites und patch-sites übernehmen. Sie geben die Elemente aller Gruppen zurück,als würden sie zur gleichen Gruppe gehören - mit dem Vorbehalt, dass sie so viele MASTER_SITE_BACKUP und MASTER_SITE_OVERRIDE auflisten wie Gruppen mittels DISTFILES oder PATCHFILES definiert sind. Das gleiche gilt entsprechend für master-sites-all und patch-sites-all. <makevar>DIST_SUBDIR</makevar> Verhindern Sie, dass Ihr Port das Verzeichnis /usr/ports/distfiles in Unordnung bringt. Falls Ihr Port eine ganze Reihe von Dateien herunterladen muss oder eine Datei enthält, die einen Namen hat, der möglicherweise mit anderen Ports in Konflikt stehen könnte (d.h.Makefile), dann setzen Sie die Variable DIST_SUBDIR auf den Namen des Ports (${PORTNAME} oder ${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME} sollte hervorragend funktionieren). Dies wird DISTDIR von der Vorgabe /usr/ports/distfiles auf /usr/ports/distfiles/DIST_SUBDIR ändern und stellt tatsächlich alle für Ihren Port benötigten Dateien in dieses Unterverzeichnis. Es wird zusätzlich nach dem Unterverzeichnis mit dem gleichen Namen auf der Sicherung der Hauptseite auf ftp.FreeBSD.org suchen (das ausdrückliche Setzen von DISTDIR in Ihrem Makefile wird dies nicht gewährleisten, also nutzen Sie bitte DIST_SUBDIR). Dies hat keine Auswirkungen auf die Variable MASTER_SITES, die Sie in Ihrem Makefile definieren. <makevar>ALWAYS_KEEP_DISTFILES</makevar> Falls Ihr Port binäre Distfiles benutzt und eine Lizenz aufweist, die verlangt, dass das der Quelltext in Form binärer Pakete verteilt werden muss, z.B. GPL, dann wird ALWAYS_KEEP_DISTFILES den &os; Build Cluster anweisen eine Kopie der Dateien in DISTFILES vorzuhalten. Nutzer dieser Ports benötigen generell diese Dateien nicht, daher ist es ein gutes Konzept, nur dann die Distfiles zu DISTFILES hinzuzufügen, wenn PACKAGE_BUILDING definiert ist. Nutzung von <makevar>ALWAYS_KEEP_DISTFILES</makevar>. .if defined(PACKAGE_BUILDING) DISTFILES+= foo.tar.gz ALWAYS_KEEP_DISTFILES= yes .endif Wenn Sie zusätzliche Dateien zu DISTFILES hinzufügen, dann beachten Sie bitte, dass Sie diese auch in distinfo aufführen. Zudem werden die zusätzlichen Dateien normalerweise ebenso in WRKDIR extrahiert, was für einige Ports zu unbeabsichtigten Seiteneffekten führen mag und spezielle Behandlung erfordert. <makevar>MAINTAINER</makevar> Fügen Sie hier Ihre E-Mailadresse ein. Bitte. :-) Beachten Sie bitte, dass nur eine einzelne E-Mailadresse ohne Kommentar in der Variable MAINTAINER zulässig ist. Das Format sollte user@hostname.domain sein. Bitte fügen Sie keinen beschreibenden Text wie z.B. Ihren wirklichen Namen ein, dies verwirrt lediglich bsd.port.mk. Der Maintainer ist dafür verantwortlich, dass der Port aktuell gehalten wird und er sorgt dafür, dass der Port korrekt arbeitet. Für eine detaillierte Beschreibung der Verantwortlichkeiten eines Maintainers beachten Sie bitte den Abschnitt Die Herausforderung für einen Port-Maintainer. Änderungen am Port werden dem Maintainer zur Begutachtung und Zustimmung vorgelegt, bevor sie committed werden. Falls der Maintainer einem Aktualisierungs-Wunsch nicht binnen 2 Wochen (ausgenommen wichtige öffentliche Feiertage) zustimmt, dann wird dies als Maintainer-Timeout betrachtet und eine Aktualisierung kann ohne ausdrückliche Zustimmung des Maintainers erfolgen. Falls der Maintainer nicht binnen 3 Monaten zustimmt, wird er als abwesend ohne Grund betrachtet und kann als Maintainer des fraglichen Ports durch eine andere Person ersetzt werden. Ausgenommen davon ist alles, was durch das &a.portmgr; oder das &a.security-officer; betreut wird. Es dürfen niemals committs ohne vorherige Zustimmung an solchen Ports vorgenommen werden! Wir behalten uns das Recht vor, die Einreichungen eines Maintainers ohne ausdrückliche Zustimmung zu ändern, falls wir der Auffassung sind, dass dadurch die Einhaltung von Richtlinien und stilistischen Vorgaben für die Ports-Sammlung besser erfüllt wird. Zudem können größere Änderungen an der Infrastruktur der Ports zu Änderungen an einem bestimmten Port ohne Zustimmung des Maintainers führen. Diese Änderungen beeinflussen niemals die Funktionalität eines Ports. Das &a.portmgr; behält sich das Recht vor, die Maintainerschaft jedem aus irgendeinem Grund zu entziehen oder ausser Kraft zu setzen, und das Security Officer Team &a.security-officer; behält sich das Recht vor, jede Maintainerschaft aus Sicherheitsgründen aufzuheben oder ausser Kraft zu setzen. <makevar>COMMENT</makevar> Dies ist eine einzeilige Beschreibung des Ports. Bitte fügen Sie nicht den Paketnamen (oder die Version der Software) in den Kommentar ein. Der Kommentar soll mit einem Großbuchstaben beginnen und ohne Punkt enden. Hier ist ein Beispiel: COMMENT= A cat chasing a mouse all over the screen Die COMMENT-Variable soll unmittelbar nach der MAINTAINER-Variable im Makefile stehen. Bitte versuchen Sie die COMMENT-Zeile auf weniger als 70 Zeichen zu begrenzen, da sie den Nutzern als einzeilige Zusammenfassung des Ports angezeigt wird. Abhängigkeiten (dependencies) Viele Ports hängen von anderen Ports ab. Es gibt sieben Variablen, welche Sie benutzen können, um sicherzustellen, dass alle benötigten Teile auf dem Rechner des Nutzers sind. Zusätzlich gibt es einige vordefinierte Variablen für Abhängigkeiten in häufigen Fällen und einige, welche das Verhalten der Abhängigkeiten bestimmen. <makevar>LIB_DEPENDS</makevar> Diese Variable spezifiziert die Shared-Libraries, von denen der Port abhängt. Es ist eine Liste von lib:dir:target-Tupeln wobei lib den Name der gemeinsam genutzten Bibliothek, dir das Verzeichnis, in welchem sie zu finden ist, falls nicht verfügbar, und target das Target in diesem Verzeichnis angeben. Zum Beispiel wird LIB_DEPENDS= jpeg.9:${PORTSDIR}/graphics/jpeg auf eine jpeg-Bibliothek mit der Hauptversionsnummer 9 prüfen, in das graphics/jpeg-Unterverzeichnis Ihrer Ports-Sammlung wechseln, es bauen und installieren, falls es nicht gefunden wird. Der target-Teil kann weggelassen werden, falls er identisch mit DEPENDS_TARGET ist (Vorgabe hierfür ist install). Der lib-Teil ist ein regulärer Ausdruck, welcher die Ausgabe von ldconfig -r ausgewertet. Werte wie intl.[5-7] und intl sind zulässig. Das erste Muster, intl.[5-7], stimmt überein mit: intl.5, intl.6 oder intl.7. Das zweite Muster, intl, stimmt überein mit jeder Version der intl-Bibliothek. Die Abhängigkeit wird zwei Mal überprüft, einmal innerhalb des extract-Target und dann innerhalb des install-Target. Zudem wird der Name der Abhängigkeit in das Paket eingefügt, damit &man.pkg.add.1; es automatisch installiert, falls es nicht auf dem Rechner des Nutzers ist. <makevar>RUN_DEPENDS</makevar> Diese Variable legt Binärdateien oder Dateien, von denen der Port abhängt, für die Laufzeit fest. Es ist eine Liste von path:dir:target-Tupeln, wobei path der Name der Binärdatei oder Datei, dir das Verzeichnis, in welchem sie gefunden werden kann, falls nicht vorhanden, und target das Target in diesem Verzeichnis angeben. Falls path mit einem Slash (/) beginnt, wird es als Datei behandelt und deren Vorhandensein wird mit test -e; überprüft. Andernfalls wird angenommen, dass es eine Binärdatei ist und which -s wird benutzt, um zu überprüfen, ob das Programm im Pfad vorhanden ist. Zum Beispiel wird RUN_DEPENDS= ${LOCALBASE}/etc/innd:${PORTSDIR}/news/inn \ xmlcatmgr:${PORTSDIR}/textproc/xmlcatmgr überprüfen, ob die Datei oder das Verzeichnis /usr/local/etc/innd existiert und es erstellen und installieren aus dem news/inn-Unterverzeichnis der Ports-Sammlung, falls es nicht gefunden wird. Es wird zudem überprüft, ob die Binärdatei namens xmlcatmgr im Suchpfad vorhanden ist und danach zum Unterverzeichnis textproc/xmlcatmgr in Ihrer Ports-Sammlung wechseln, es bauen und installieren, falls es nicht gefunden wird. In diesem Fall ist innd eine Binärdatei. Falls sich eine Binärdatei an einem ungewöhnlichen Platz befindet, der nicht im Suchpfad ist, dann sollten Sie die volle Pfadangabe verwenden. Der offizielle Suchpfad PATH, welcher im Ports Cluster benutzt wird, ist /sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/X11R6/bin Die Abhängigkeit wird innerhalb des install-Target überprüft. Zudem wird der Name der Abhängigkeit in das Paket übernommen, damit &man.pkg.add.1; es automatisch installieren wird, falls es auf dem System des Nutzers nicht vorhanden ist. Der target-Teil kann weggelassen werden, wenn er der gleiche ist wie in der Variable DEPENDS_TARGET. <makevar>BUILD_DEPENDS</makevar> Diese Variable legt Binärdateien oder Dateien fest, die dieser Port zur Erstellung benötigt. Wie RUN_DEPENDS ist es eine Liste von path:dir:target-Tupeln. Zum Beispiel wird BUILD_DEPENDS= unzip:${PORTSDIR}/archivers/unzip überprüfen, ob eine Binärdatei unzip vorhanden ist und in das Unterverzeichnis archivers/unzip Ihrer Ports-Sammlung wechseln und sie erstellen und installieren, falls sie nicht gefunden wird. Erstellen bedeutet hier alles von der Extraktion bis zur Kompilierung. Die Abhängigkeit wird im extract-Target überprüft. Der target-Teil kann weggelassen werden, falls er identisch mit der Variable DEPENDS_TARGET ist. <makevar>FETCH_DEPENDS</makevar> Diese Variable legt eine Binärdatei oder Datei fest, welche der Port benötigt, um heruntergeladen werden zu können. Wie die vorherigen beiden Variablen ist er eine Liste von path:dir:target-Tupeln. Zum Beispiel wird FETCH_DEPENDS= ncftp2:${PORTSDIR}/net/ncftp2 überprüfen, ob eine Binärdatei namens ncftp2 vorhanden ist, in das Unterverzeichnis net/ncftp2 Ihrer Ports-Sammlung wechseln, sie erstellen und installieren, falls sie nicht gefunden wird. Die Abhängigkeit wird innerhalb des fetch-Target überprüft. Der target-Teil kann weggelassen werden, falls er identisch mit der Variable DEPENDS_TARGET ist. <makevar>EXTRACT_DEPENDS</makevar> Diese Variable spezifiziert eine Binärdatei oder eine Datei, welche dieser Port für die Extraktion benötigt. Wie die vorherigen Variablen ist er eine Liste von path:dir:target-Tupeln. Zum Beispiel wird EXTRACT_DEPENDS= unzip:${PORTSDIR}/archivers/unzip überprüfen, ob eine Binärdatei namens unzip vorhanden ist, in das Unterverzeichnis archivers/unzip Ihrer Ports-Sammlung wechseln, sie erstellen und installieren, falls sie nicht gefunden wird. Die Abhängigkeit wird innerhalb des extract-Target überprüft. Der target-Teil kann weggelassen werden, falls er identisch mit der Variable DEPENDS_TARGET ist. Nutzen Sie diese Variable nur, wenn die Extraktion nicht funktioniert (die Vorgabe nimmt gzip an) und nicht mit USE_ZIP oder USE_BZIP2 wie in beschrieben zum Laufen gebracht werden kann. <makevar>PATCH_DEPENDS</makevar> Diese Variable legt eine Binärdatei oder eine Datei fest, welche dieser Port zum Patchen benötigt. Wie die vorhergehenden Variablen ist diese eine Liste von path:dir:target-Tupeln. Zum Beispiel wird PATCH_DEPENDS= ${NONEXISTENT}:${PORTSDIR}/java/jfc:extract in das Unterverzeichnis java/jfc Ihrer Ports-Sammlung wechseln, um es zu entpacken. Die Abhängigkeit wird innerhalb des patch-Target überprüft. Der target-Teil kann entfallen, falls er identisch mit der Variable DEPENDS_TARGET ist. <makevar>USE_<replaceable>*</replaceable></makevar> Es gibt eine Reihe von Variablen, um gebräuchliche Abhängigkeiten einzukapseln, die viele Ports aufweisen. Obwohl Ihre Verwendung optional ist, können sie helfen die Übersichtlichkeit des Makefile eines Ports zu erhöhen. Jede von ihnen ist im Stil von USE_*. Der Gebrauch dieser Variablen ist beschränkt auf das Makefile eines Ports und ports/Mk/bsd.*.mk. Es ist nicht entworfen worden, um durch den Nutzer setzbare Optionen einzukapseln; benutzen Sie WITH_* und WITHOUT_* für diese Zwecke. Es ist immer falsch, irgendeine USE_*-Variable in der /etc/make.conf zu setzen. Zum Beispiel würde das Setzen von USE_GCC=3.4 eine Abhängigkeit für GCC34 für jeden Port einschliesslich GCC34 selbst hinzufügen! Die <makevar>USE_<replaceable>*</replaceable></makevar>-Varibalen Variable Bedeutung USE_BZIP2 Der Tarball dieses Ports wird mit bzip2 komprimiert. USE_ZIP Der Tarball des Ports wird mit zip komprimiert. USE_BISON Der Port benutzt bison für die Erstellung. USE_CDRTOOLS Der Port erfordert cdrecord entweder von sysutils/cdrtools oder sysutils/cdrtools-cjk, abhängig davon, was der Nutzer vorgibt. USE_GCC Dieser Port benötigt eine bestimmte Version von gcc zur Erstellung. Die genaue Version kann festgelegt werden mit Werten wie 3.4. Mit 3.4+ kann die mindestens erforderliche Version spezifiziert werden. Der gcc aus dem Basissystem wird genutzt, wenn er die erforderliche Version erfüllt, andernfalls wird eine geeignete Version des gcc aus den Ports kompiliert und die Variablen CC und CXX werden angepasst.
Variablen zugehörig zu gmake und dem configure-Skript werden in beschrieben, währenddessen autoconf, automake und libtool in beschrieben sind. Perl-spezifische Variablen werden in behandelt. X11-Variablen sind aufgelistet in . behandelt GNOME-bezogene Variablen und KDE-bezogene Variablen. dokumentiert Java-Variablen, während Informationen zu Apache, PHP und PEAR-Modulen enthält. Python wird in und Ruby in erörtert. stellt Variablen für SDL-Programme zur Verfügung und enthält schliesslich Variablen für Xfce.
Minimale Version einer Abhängigkeit Eine minimale Version einer Abhängigkeit kann in jeder *_DEPENDS-Variable festgelegt werden mit Ausnahme von LIB_DEPENDS durch Anwendung folgender Syntax: p5-Spiffy>=0.26:${PORTSDIR}/devel/p5-Spiffy Das erste Feld enthält einen abhängigen Paketnamen, welcher einem Eintrag in der Paketdatenbank entsprechen muss und einen Vergleich mit einer Paketversion. Die Abhängigkeit wird erfüllt, wenn p5-Spiffy-0.26 oder eine neuere Version auf dem System installiert ist. Anmerkungen zu Abhängigkeiten Wie vorstehend beschrieben ist das Vorgabe-Target DEPENDS_TARGET, wenn eine Abhängigkeit benötigt wird. Die Vorgabe hierfür ist install. Dies ist eine Nutzer-Variable; sie wird niemals im Makefile eines Ports definiert. Falls Ihr Port einen besonderen Weg benötigt, um mit einer Abhängigkeit umzugehen, dann benutzen Sie bitte den :target-Teil der *_DEPENDS-Variablen, anstatt DEPENDS_TARGET zu ändern. Falls Sie make clean schreiben, werden dessen Abhängigkeiten auch gesäubert. Falls Sie dies nicht wollen, definieren Sie die Variable NOCLEANDEPENDS in Ihrer Umgebung. Dies kann besonders erstrebenswert sein, wenn der Port etwas in seiner Liste von Abhängigkeiten hat, das sehr viel Zeit für einen rebuild benötigt wie KDE, GNOME oder Mozilla. Um von einem anderen Port bedingungslos abhängig zu sein, benutzen Sie bitte die Variable ${NONEXISTENT} als erstes Feld von BUILD_DEPENDS oder RUN_DEPENDS. Benutzen Sie dies nur, wenn Sie den Quelltext eines anderen Port benötigen. Sie können auch oft Kompilierzeit sparen, wenn Sie das Target festlegen. Zum Beispiel wird BUILD_DEPENDS= ${NONEXISTENT}:${PORTSDIR}/graphics/jpeg:extract immer zum jpeg-Port wechseln und ihn extrahieren. Zirkuläre Abhängigkeiten sind fatal Führen Sie niemals irgendwelche zirkulären Abhängigkeiten in der Ports-Sammlung ein! Die Struktur für die Erstellung von Ports dulde keinerlei zirkuläre Abhängigkeiten. Falls Sie dennoch eine verwenden, wird es irgendjemanden irgendwo auf der Welt geben, dessen FreeBSD-Installation nahezu sofort zusammenbricht und vielen anderen wird es sehr schnell genauso ergehen. So etwas kann extrem schwer festzustellen sein. Falls Sie Zweifel haben vor einer Änderung, dann vergewissern Sie sich, dass Sie folgendes getan haben: cd /usr/ports; make index. Dieser Prozess kann auf alten Maschinen sehr langsam sein, aber Sie ersparen sich und einer Vielzahl von Menschen möglicherweise eine Menge Ärger.
<makevar>MASTERDIR</makevar> Falls Ihr Port wegen einer Variable, die verschiedene Werte annimmt (z.B. Auflösung oder Papiergröße), leicht unterschiedliche Versione von Paketen erzeugen muss, dann legen Sie bitte ein Unterverzeichnis pro Paket an, um es für den Nutzer einfacher begreiflich zu machen, was zu machen ist. Aber versuchen Sie dabei so viele Dateien wie möglich zwischen diesen Ports gemeinsam zu nutzen. Normalerweise benötigen Sie nur ein sehr kurzes Makefile in allen ausser einem Unterverzeichnis, wenn Sie Variablen intelligent nutzen. In diesem einzigen Makefile können Sie MASTERDIR verwenden, um anzugeben, wo der Rest der Dateien liegt. Benutzen Sie bitte auch eine Variable für PKGNAMESUFFIX, damit die Pakete unterschiedliche Namen haben werden. Wir demonstrieren dies am Besten an einem Beispiel. Es ist Teil von japanese/xdvi300/Makefile; PORTNAME= xdvi PORTVERSION= 17 PKGNAMEPREFIX= ja- PKGNAMESUFFIX= ${RESOLUTION} : # default RESOLUTION?= 300 .if ${RESOLUTION} != 118 && ${RESOLUTION} != 240 && \ ${RESOLUTION} != 300 && ${RESOLUTION} != 400 @${ECHO_MSG} "Error: invalid value for RESOLUTION: \"${RESOLUTION}\"" @${ECHO_MSG} "Possible values are: 118, 240, 300 (default) and 400." @${FALSE} .endif japanese/xdvi300 verfügt ebenfalls über alle Patches, Paket-Dateien usw. Wenn Sie make eintippen, wird der Port die Standardvorgabe für die Auflösung nehmen (300) und den Port ganz normal erstellen. Genauso wie für alle anderen Auflösungen ist dies das vollständige xdvi118/Makefile: RESOLUTION= 118 MASTERDIR= ${.CURDIR}/../xdvi300 .include "${MASTERDIR}/Makefile" (xdvi240/Makefile und xdvi400/Makefile sind ähnlich). Die MASTERDIR-Definition teilt dem bsd.port.mk mit, dass die normalen Unterverzeichnisse wie FILESDIR und SCRIPTDIR unter xdvi300 gefunden werden können. Die RESOLUTION=118-Zeile wird die RESOLUTION=300-Zeile in xdvi300/Makefile überschreiben und der Port wird mit einer Auflösung von 118 erstellt. Manualpages Die Variablen MAN[1-9LN] werden automatisch jede Manualpage zur pkg-plist hinzufügen (dies bedeutet, dass Sie Manualpages nicht in der pkg-plist auflisten dürfen, lesen Sie bitte Erstellung der PLIST für weitere Details). Sie veranlassen zudem den Installationsabschnitt dazu, die Manualpages zu Komprimieren oder zu Dekomprimieren abhängig vom gesetzten Wert der Variable NO_MANCOMPRESS in /etc/make.conf. Falls Ihr Port versucht verschiedene Namen für Manualpages unter Zuhilfenahme von Symlinks oder Hardlinks zu installieren, müssen Sie die Variable MLINKS nutzen, um diese zu identifizieren. Der von Ihrem Port installierte Link wird von bsd.port.mk gelöscht und wieder eingefügt, um sicherzustellen, dass er auf die korrekte Datei zeigt. Jede Manualpage, welche in MLINKS aufgeführt ist, darf nicht in der pkg-plist aufgenommen werden. Falls die Manualpages während der Installation komprimiert werden sollen, müssen Sie die Variable MANCOMPRESSED setzen. Diese Variable kann drei Werte annehmen, yes, no und maybe. yes bedeutet, dass Manualpages bereits komprimiert installiert sind, bei no sind sie es nicht und maybe bedeutet, dass die Software bereits den Wert von NO_MANCOMPRESS beachtet, damit bsd.port.mk nichts Besonderes auszuführen hat. MANCOMPRESSED wird automatisch auf yes gesetzt, wenn USE_IMAKE vorgegeben ist und gleichzeitig NO_INSTALL_MANPAGES nicht. Im umgekehrten Falle ist MANCOMPRESSED auf no gesetzt. Sie müssen es nicht explizit angeben, außer die Standardvorgabe ist für Ihren Port nicht passend. Wenn Ihr Port den man tree irgendwo anders als in der Variable MANPREFIX verankert, können Sie ihn mit MANPREFIX bestimmen. Sollten zudem Manualpages nur in bestimmten Abschnitten an einem nicht-standardkonformen Platz liegen, wie z.B. bestimmte Perl-Modul-Ports, dann können Sie mittels der Variable MANsectPREFIX (wobei sect ein Wert aus 1-9, L oder N ist) individuelle Pfade zu den Manualpages festlegen. Wenn Ihre Manualpages in sprachspezifische Unterverzeichnisse installiert werden, dann bestimmen Sie bitte den Namen der Sprache mit der Variable MANLANG. Der Wert dieser Variable ist mit "" vorgegeben (das bedeutet nur Englisch). Hier ist ein Beispiel, welches alles zusammenfasst. MAN1= foo.1 MAN3= bar.3 MAN4= baz.4 MLINKS= foo.1 alt-name.8 MANLANG= "" ja MAN3PREFIX= ${PREFIX}/share/foobar MANCOMPRESSED= yes Dies zeigt an, dass sechs Dateien von diesem Port installiert werden; ${MANPREFIX}/man/man1/foo.1.gz ${MANPREFIX}/man/ja/man1/foo.1.gz ${PREFIX}/share/foobar/man/man3/bar.3.gz ${PREFIX}/share/foobar/man/ja/man3/bar.3.gz ${MANPREFIX}/man/man4/baz.4.gz ${MANPREFIX}/man/ja/man4/baz.4.gz ${MANPREFIX}/man/man8/alt-name.8.gz kann zusätzlich von Ihrem Port installiert werden, oder auch nicht. Unabhängig davon wird ein Symlink erstellt, welcher die Manualpages foo(1) und alt-name(8) einbindet. Falls nur manche Manualpages übersetzt sind, können Sie einige dynamisch vom MANLANG-Inhalt erzeugte Variablen nutzen: MANLANG= "" de ja MAN1= foo.1 MAN1_EN= bar.1 MAN3_DE= baz.3 Dies führt zu folgender Liste von Dateien: ${MANPREFIX}/man/man1/foo.1.gz ${MANPREFIX}/man/de/man1/foo.1.gz ${MANPREFIX}/man/ja/man1/foo.1.gz ${MANPREFIX}/man/man1/bar.1.gz ${MANPREFIX}/man/de/man3/baz.3.gz Info-Dateien Falls Ihr Paket GNU-Info-Dateien installiert, sollten diese in der INFO-Variablen augelistet sein (ohne das angehängte .info) mit einem Eintrag für jedes Dokument. Von diesen Dateien wird angenommen, dass sie nach PREFIX/INFO_PATH installiert werden. Sie können INFO_PATH ändern, falls Ihr Paket einen anderen Ort vorsieht. Jedoch wird dies nicht empfohlen. Die Einträge enthalten nur den relativen Pfad zu PREFIX/INFO_PATH. Zum Beispiel installiert lang/gcc34 Info-Dateien nach PREFIX/INFO_PATH/gcc34, wobei INFO etwa so aussieht: INFO= gcc34/cpp gcc34/cppinternals gcc34/g77 ... Entsprechende Installations-/Deinstalltions-Codes werden vor der Paket-Registrierung automatisch der vorläufigen pkg-plist hinzugefügt. Makefile-Optionen Einige größere Applikationen können mit einer Reihe von Konfigurationen, die zusätzliche Funktionalitäten hinzufügen, erstellt werden, falls eine oder mehrere Bibliotheken oder Applikationen verfügbar sind. Dazu gehören die Auswahl von natürlichen Sprachen, GUI versus Kommandozeilen-Versionen oder die Auswahl aus mehreren Datenbank-Programmen. Da nicht alle Nutzer diese Bibliotheken oder Applikationen wollen, stellt das Ports-System hooks (Haken) zur Verfügung, damit der Autor des Ports bestimmen kann, welche Konfiguration erstellt werden soll. KNOBS (Einstellungen) <makevar>WITH_<replaceable>*</replaceable></makevar> und <makevar>WITHOUT_<replaceable>*</replaceable></makevar> Diese Variablen sind entworfen worden, um vom System-Administrator gesetzt zu werden. Es gibt viele, die in ports/KNOBS standardisiert sind. Benennen Sie Schalter bei der Erstellung eines Ports nicht programmspezifisch. Verwenden Sie zum Beispiel im Avahi-Port WITHOUT_MDNS anstelle von WITHOUT_AVAHI_MDNS. Sie sollten nicht annehmen, dass ein WITH_* notwendigerweise eine korrespondierende WITHOUT_*-Variable hat oder umgekehrt. Im Allgemeinen wird diese Vorgabe einfach unterstellt. Falls nicht anderweitig festgelegt, werden diese Variablen nur dahingehend überprüft, ob sie gesetzt sind oder nicht – nicht darauf, ob sie auf bestimmte Werte wie YES oder NO gesetzt sind. Häufige <makevar>WITH_<replaceable>*</replaceable></makevar> und <makevar> WITHOUT_<replaceable>*</replaceable></makevar>-Variablen Variable Bedeutung WITHOUT_NLS Falls gesetzt, bedeutet sie, dass eine Internationalisierung nicht benötigt wird, was Kompilierzeit sparen kann. Als Vorgabe wird Internationalisierung gebraucht. WITH_OPENSSL_BASE Nutze die Version von OpenSSL aus dem Basissystem. WITH_OPENSSL_PORT Installiert die Version von OpenSSL aus security/openssl, auch wenn das Basissystem auf aktuellem Stand ist. WITHOUT_X11 Falls der Port mit oder ohne Unterstützung für X erstellt werden kann, dann sollte normalerweise mit X-Unterstützung erstellt werden. Falls die Variable gesetzt ist, soll die Version ohne X-Unterstützung erstellt werden.
Benennung von Knobs (Einstellungen) Um die Anzahl der Knobs niedrig zu halten und zum Vorteil des Anwenders, wird empfohlen, dass Porter ähnliche Namen für Knobs verwenden. Eine Liste der beliebtesten Knobs kann in der KNOBS-Datei eingesehen werden. Knob-Namen sollten wiederspiegeln, was der Knob bedeutet und was er bewirkt. Wenn ein Port einen lib-Präfix im PORTNAME hat, dann soll das lib-Präfix im Knob-Namen entfallen.
<makevar>OPTIONS</makevar> Hintergrund Die OPTIONS-Variable gibt dem Nutzer, der diesen Port installiert, einen Dialog mit auswählbaren Optionen und speichert diese in /var/db/ports/portname/options. Bei der nächsten Neuerstellung des Ports werden diese Einstellungen wieder verwandt. Sie werden sich niemals mehr an all die zwanzig WITH_* und WITHOUT_*-Optionen erinnern müssen, die Sie benutzt haben, um diesen Port zu erstellen! Wenn der Anwender make config benutzt (oder ein make build das erste Mal laufen lässt) wird das Framework auf /var/db/ports/portname/options die Einstellungen prüfen. Falls die Datei nicht existiert, werden die Werte von OPTIONS genutzt, um eine Dialogbox zu erzeugen, in welcher die Optionen an- oder abgeschaltet werden können. Dann wird die options-Datei gespeichert und die ausgewählten Variablen werden bei der Erstellung des Ports benutzt. Falls eine neue Version des Ports OPTIONS hinzufügt, wird der Dialog mit den gespeicherten Werten dem Nutzer angezeigt. Benutzen Sie make showconfig, um die gespeicherte Konfiguration zu betrachten. Benutzen Sie make rmconfig, um die gespeicherte Konfiguration zu Löschen. Syntax Die Syntax für die OPTIONS-Variable lautet: OPTIONS= OPTION "descriptive text" default ... Der Wert als Vorgabe ist entweder ON oder OFF. Wiederholungen dieser drei Felder sind erlaubt. OPTIONS-Definitionen müssen vor der Einbindung von bsd.port.options.mk erscheinen. Die WITH_* und WITHOUT_*-Variablen können nur nach der Einbindung von bsd.port.options.mk getestet werden. bsd.port.pre.mk kann auch stattdessen eingebunden werden und wird immer noch von vielen Ports eingebunden, die vor der Einführung von bsd.port.options.mk erstellt wurden. Jedoch wirken manche Variablen nicht wie gewohnt nach der Einbindung von bsd.port.pre.mk, typischerweise USE_*-Optionen. Einfache Anwendung von <makevar>OPTIONS</makevar> OPTIONS= FOO "Enable option foo" On \ BAR "Support feature bar" Off .include <bsd.port.options.mk> .if defined(WITHOUT_FOO) CONFIGURE_ARGS+= --without-foo .else CONFIGURE_ARGS+= --with-foo .endif .if defined(WITH_BAR) RUN_DEPENDS+= bar:${PORTSDIR}/bar/bar .endif .include <bsd.port.mk> Veraltete Anwendung von <makevar>OPTIONS</makevar> OPTIONS= FOO "Enable option foo" On .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITHOUT_FOO) CONFIGURE_ARGS+= --without-foo .else CONFIGURE_ARGS+= --with-foo .endif .include <bsd.port.post.mk> Automatische Aktivierung von Funktionen Wenn Sie ein GNU-Konfigurationsskript benutzen, sollten Sie ein Auge darauf werfen, welche Funktionen durch die automatische Erkennung aktiviert werden. Schalten Sie Funktionen, die Sie nicht möchten, ausdrücklich durch Verwendung von --without-xxx oder --disable-xxx in der Variable CONFIGURE_ARGS einzeln ab. Falsche Behandlung einer Option .if defined(WITH_FOO) LIB_DEPENDS+= foo.0:${PORTSDIR}/devel/foo CONFIGURE_ARGS+= --enable-foo .endif Stellen Sie sich vor im obigen Beispiel ist eine Bibliothek libfoo auf dem System installiert. Der Nutzer will nicht, dass diese Applikation libfoo benutzt, also hat er die Option auf "off" im make config-Dialog umgestellt. Aber das Konfigurationsskript der Applikation hat erkannt, dass die Bibliothek auf dem System vorhanden ist und fügt ihre Funktionen in die Binärdatei ein. Falls der Nutzer sich nun entschliesst libfoo von seinem System zu entfernen, dann wird das Ports-System nicht protestieren (es wurde keine Abhängigkeit von libfoo eingetragen), aber die Applikation bricht ab. Korrekte Behandlung einer Option .if defined(WITH_FOO) LIB_DEPENDS+= foo.0:${PORTSDIR}/devel/foo CONFIGURE_ARGS+= --enable-foo .else CONFIGURE_ARGS+= --disable-foo .endif Im zweiten Beispiel wird die Bibliothek libfoo explizit abgeschaltet. Das Konfigurationsskript aktiviert die entsprechenden Funktionen nicht in der Applikation trotz der Anwesenheit der Bibliothek auf dem System.
Die Festlegung des Arbeitsverzeichnisses Jeder Port wird extrahiert in ein Arbeitsverzeichnis, welches beschreibbar sein muss. Das Ports-System gibt als Standard vor, dass die DISTFILES in einem Verzeichnis namens ${DISTNAME} entpackt werden. Mit anderen Worten, wenn Sie: PORTNAME= foo PORTVERSION= 1.0 festgelegt haben, dann enthalten die Distributions-Dateien des Ports ein Verzeichnis auf oberster Ebene, foo-1.0, und der Rest der Dateien befindet sich unter diesem Verzeichnis. Es gibt eine Reihe von Variablen, die Sie überschreiben können, falls dies nicht der Fall sein sollte. <makevar>WRKSRC</makevar> Diese Variable listet den Namen des Verzeichnisses, welches erstellt wird, wenn die Distfiles der Applikation extrahiert werden. Wenn unser vorheriges Beispiel in einem Verzeichnis namens foo (und nicht foo-1.0) extrahiert wurde, würden Sie schreiben: WRKSRC= ${WRKDIR}/foo oder möglicherweise WRKSRC= ${WRKDIR}/${PORTNAME} <makevar>NO_WRKSUBDIR</makevar> Wenn der Port überhaupt nicht in einem Unterverzeichnis extrahiert wird, sollten Sie dies mit dem Setzen von NO_WRKSUBDIR anzeigen. NO_WRKSUBDIR= yes <makevar>CONFLICTS</makevar> Falls Ihr Paket nicht mit anderen Paketen koexistieren kann (wegen Dateikonflikten, Laufzeit-Inkompatibilitäten usw.), führen Sie bitte die anderen Paketnamen in der Variable CONFLICTS auf. Sie können hier Shell-Globs wie * und ? verwenden. Paketnamen sollten in der gleichen Weise aufgezählt werden, wie sie in /var/db/pkg auftauchen. Bitte stellen Sie sicher, dass CONFLICTS nicht mit dem Paket des Ports selbst übereinstimmt, da ansonsten das Erzwingen der Installation durch FORCE_PKG_REGISTER nicht länger funktionieren wird. CONFLICTS setzt automatisch die Variable IGNORE, welche ausführlicher in dokumentiert ist. Beim Entfernen eines von mehreren in Konflikt stehenden Ports ist es ratsam, die CONFLICTS-Einträge in den anderen Ports für einige Monate beizubehalten, um Nutzer zu unterstützen, die ihre Ports nur sporadisch aktualisieren. Installation von Dateien INSTALL_* macros Nutzen Sie die Makros in bsd.port.mk, um korrekte Modi und Eigentümer von Dateien in Ihren *-install-Targets sicherzustellen. INSTALL_PROGRAM ist ein Befehl, um binäre Binärdateien zu installieren. INSTALL_SCRIPT ist ein Befehl, um ausführbare Skripte zu installieren. INSTALL_KLD ist ein Befehl, mit dem Kernelmodule installiert werden können. Einige Architekturen haben Probleme mit stripped-Modulen. Daher sollten Sie diesen Befehl anstelle von INSTALL_PROGRAM verwenden. INSTALL_DATA ist ein Befehl, um gemeinsam nutzbare Daten zu installieren. INSTALL_MAN ist ein Befehl, um Manualpages oder andere Dokumentation zu installieren (es wird nichts komprimiert). Das sind grundsätzlich alle install-Befehle mit ihren passenden Flags. Zerlegen von Binärdateien Zerlegen Sie keine Binärdateien manuell, wenn Sie es nicht müssen. Alle Binaries sollten gestripped werden; allerdings vermag das INSTALL_PROGRAM-Makro gleichzeitig eine Binärdatei zu installieren und zu strippen (beachten Sie den nächsten Abschnitt). Wenn Sie eine Datei strippen müssen, aber nicht das INSTALL_PROGRAM-Makro nutzen wollen, dann kann ${STRIP_CMD} Ihr Programm strippen. Dies wird typischerweise innerhalb des post-install-Targets gemacht. Zum Beispiel: post-install: ${STRIP_CMD} ${PREFIX}/bin/xdl Nutzen Sie &man.file.1; für die installierte Applikation, um zu überprüfen, ob eine Binärdatei gestripped ist oder nicht. Wenn es nicht meldet not stripped, dann ist es bereits gestripped. Zudem wird &man.strip.1; nicht ein bereits gestripptes Programm nochmals versuchen zu strippen, sondern wird stattdessen einfach sauber beenden. Installation eines ganzen Verzeichnisbaums inklusive Dateien Manchmal muss man eine große Zahl von Dateien unter Erhalt ihrer hierarchischen Struktur installieren, d.h. Kopieraktionen über einen ganzen Verzeichnisbaum von WRKSRC zu einem Zielverzeichnis unter PREFIX. Für diesen Fall gibt es zwei Makros. Der Vorteil der Nutzung dieser Makros anstatt cp ist, dass sie korrekte Besitzer und Berechtigungen auf den Zieldateien garantieren. Das erste Makro, COPYTREE_BIN, wird alle installierten Dateien ausführbar markieren und damit passend für die Installation in PREFIX/bin vorbereiten. Das zweite Makro, COPYTREE_SHARE, setzt keine Ausführungsberechtigungen auf Dateien und ist daher geeignet für die Installation von Dateien im Target von PREFIX/share. post-install: ${MKDIR} ${EXAMPLESDIR} (cd ${WRKSRC}/examples/ && ${COPYTREE_SHARE} \* ${EXAMPLESDIR}) Dieses Beispiel wird den Inhalt des examples-Verzeichnisses im Distfile des Drittanbieters in das Beispielverzeichnis Ihres Ports kopieren. post-install: ${MKDIR} ${DATADIR}/summer (cd ${WRKSRC}/temperatures/ && ${COPYTREE_SHARE} "June July August" ${DATADIR}/summer/) Und dieses Beispiel wird die Daten der Sommermonate in das summer-Unterverzeichnis eines DATADIR installieren. Zusätzliche find-Argumente können mit dem dritten Argument an die COPYTREE_*-Makros übergeben werden. Um zum Beispiel alle Dateien aus dem 1. Beispiel ohne die Makefiles zu installieren, kann man folgenden Befehl benutzen. post-install: ${MKDIR} ${EXAMPLESDIR} (cd ${WRKSRC}/examples/ && \ ${COPYTREE_SHARE} \* ${EXAMPLESDIR} "! -name Makefile") Beachten Sie bitte, dass diese Makros die installierten Dateien nicht zur pkg-plist hinzufügen, Sie müssen sie immer noch selbst auflisten. Installation zusätzlicher Dokumentation Falls Ihre Software zusätzlich zu den üblichen Manualpages und Info-Seiten weitere Dokumentation hat und Sie diese für nützlich halten, dann installieren Sie sie unter PREFIX/share/doc. Dies kann wie vorstehend im Target des post-install geschehen. Legen Sie ein neues Verzeichnis für Ihren Port an. Das Verzeichnis sollte wiederspiegeln, was der Port ist. Das bedeutet normalerweise PORTNAME. Wie auch immer, wenn Sie meinen, der Nutzer möchte verschiedene Versionen des Ports zur gleichen Zeit installiert haben, dann können Sie die gesamte Variable PKGNAME nutzen. Machen Sie die Installation von der Variablen NOPORTDOCS abhängig, damit die Nutzer sie in /etc/make.conf abschalten können: post-install: .if !defined(NOPORTDOCS) ${MKDIR} ${DOCSDIR} ${INSTALL_MAN} ${WRKSRC}/docs/xvdocs.ps ${DOCSDIR} .endif Hier einige praktische Variablen und wie sie standardmässig bei Verwendung im Makefile expandiert werden: DATADIR wird expandiert zu PREFIX/share/PORTNAME. DATADIR_REL wird expandiert zu share/PORTNAME. DOCSDIR wird expandiert zu PREFIX/share/doc/PORTNAME. DOCSDIR_REL wird expandiert zu share/doc/PORTNAME. EXAMPLESDIR wird expandiert zu PREFIX/share/examples/PORTNAME. EXAMPLESDIR_REL wird expandiert zu share/examples/PORTNAME. NOPORTDOCS behandelt nur zusätzliche Dokumentation, die in DOCSDIR installiert ist. Für normale Manualpages und Info-Seiten wird die Variable benutzt. Dinge, welche in DATADIR und EXAMPLESDIR installiert werden, legen die Variablen NOPORTDATA und NOPORTEXAMPLES fest. Die Variablen werden nach PLIST_SUB exportiert. Ihre Werte erscheinen dort als Pfadnamen relativ zu PREFIX, falls möglich. Das bedeutet, dass share/doc/PORTNAME standardmässig ersetzt wird durch %%DOCSDIR%% in der Packliste usw. (mehr zur Ersetzung durch die pkg-plist finden Sie hier). Alle installierten Dokumentationsdateien und –Verzeichnisse sollten in der pkg-plist dem %%PORTDOCS%%-Präfix enthalten sein, zum Beispiel: %%PORTDOCS%%%%DOCSDIR%%/AUTHORS %%PORTDOCS%%%%DOCSDIR%%/CONTACT %%PORTDOCS%%@dirrm %%DOCSDIR%% Alternativ zur Auflistung der Dokumentationsdateien in der pkg-plist kann in einem Port auch die Variable PORTDOCS gesetzt werden für eine Liste von Dateien und Shell-Globs, um diese zur endgültigen Packliste hinzuzufügen. Die Namen werden relativ zur Variable DOCSDIR sein. Wenn Sie also einen Port haben, welcher PORTDOCS benutzt, und Sie haben eine vom Standard abweichenden Platz für seine Dokumentation, dann müssen Sie die Variable DOCSDIR entsprechend setzen. Wenn ein Verzeichnis in PORTDOCS aufgeführt ist, oder von einem Shell-Glob dieser Variable abgebildet wird, dann wird der komplette Verzeichnisbaum inklusive Dateien und Verzeichnissen in der endgültigen Packliste aufgenommen. Wenn die Variable NOPORTDOCS gesetzt ist, dann werden die Dateien und Verzeichnisse, die in PORTDOCS aufgelistet sind, nicht installiert und werden auch nicht zur Packliste des Ports hinzugefügt. Wie oben gezeigt bleibt es dem Port selbst überlassen, die Dokumentation in PORTDOCS zu installieren. Ein typisches Beispiel für den Gebrauch von PORTDOCS sieht wie folgt aus: PORTDOCS= README.* ChangeLog docs/* Die Äquivalente zu PORTDOCS für unter DATADIR und EXAMPLESDIR installierte Dateien sind PORTDATA beziehungsweise PORTEXAMPLES. Sie können auch pkg-message benutzen, um Meldungen während der Installation anzuzeigen. Lesen Sie diesen Abschnitt über den Gebrauch von pkg-message für weitere Details. Die pkg-message-Datei muss nicht zur pkg-plist hinzugefügt werden. Unterverzeichnisse mit PREFIX Lassen Sie den Port die Dateien in die richtigen Unterverzeichnisse von PREFIX verteilen. Einige Ports werfen alles in einen Topf und legen es im Unterverzeichnis mit dem Namen des Ports ab, was falsch ist. Ausserdem legen viele Ports alles ausser Binaries, Header-Dateien und Manualpages in ein Unterverzeichnis von lib, was natürlich auch nicht der BSD-Philosophie entspricht und nicht gut funktioniert. Viele der Dateien sollten in eines der folgenden Verzeichnisse geschoben werden: etc (Konfigurationsdateien), libexec (intern gestartete Binärdateien), sbin (Binärdateien für Superuser/Manager), info (Dokumentation für Info-Browser) oder share (Architektur-unabhängige Dateien). Lesen Sie hierzu &man.hier.7;; weitestgehend greifen die Regeln für /usr auch für /usr/local. Die Ausnahme sind Ports, welche mit news aus dem USENET arbeiten. In diesem Falle sollte PREFIX/news als Zielort für die Dateien benutzt werden.
Besonderheiten Es gibt einige Dinge mehr, die zu beachten sind, wenn man einen Port erstellt. Dieser Abschnitt erklärt die wichtigsten. Shared-Libraries Wenn Ihr Port eine oder mehrere Shared-Libraries installiert, dann definieren Sie bitte eine USE_LDCONFIG make-Variable, die bsd.port.mk anweisen wird, ${LDCONFIG} -m auf das Verzeichnis, in das die neue Library installiert wird (normalerweise PREFIX/lib), während des post-install-Targets anzuwenden, um sie im Shared-Library-Cache zu registrieren. Diese Variable, wenn definiert, wird auch dafür sorgen, dass ein entsprechendes @exec /sbin/ldconfig -m und @unexec /sbin/ldconfig -R-Paar zu Ihrer pkg-plist-Datei hinzugefügt wird, sodass ein Benutzer, der das Paket installiert, die Bibliothek danach sofort benutzen kann und das System nach deren Deinstallation nicht glaubt, die Bibliothek wäre noch da. USE_LDCONFIG= yes Wenn nötig, können Sie das Standardverzeichnis außer Kraft setzen, indem Sie den USE_LDCONFIG Wert auf eine Liste von Verzeichnissen setzen, in die Shared Libraries installiert werden sollen. Wenn Ihr Port z.B. diese Bibliotheken nach PREFIX/lib/foo und PREFIX/lib/bar installiert, könnten Sie folgendes in Ihrem Makefile benutzen: USE_LDCONFIG= ${PREFIX}/lib/foo ${PREFIX}/lib/bar Bitte überprüfen Sie dies genau. Oft ist das überhaupt nicht nötig oder kann durch -rpath oder das Setzen von LD_RUN_PATH während des Linkens umgangen werden (s. lang/moscow_ml für ein Beispiel), oder durch einen Shell-Wrapper, der LD_LIBRARY_PATH setzt, bevor er die Binärdatei ausführt, wie es www/mozilla tut. Wenn Sie 32-Bit Libraries auf 64-Bit Systemen installieren, benutzen Sie stattdessen USE_LDCONFIG32. Versuchen Sie Shared-Library-Versionsnummern im libfoo.so.0 Format zu halten. Unser Runtime-Linker kümmert sich nur um die Major (erste) Nummer. Wenn sich die Major-Library-Versionsnummer während der Aktualisierung zu einer neuen Portversion erhöht, sollte auch die PORTREVISION aller Ports, die die Shared-Library linken, erhöht werden, damit diese mit der neuen Version der Bibliothek neu kompiliert werden. Ports mit beschränkter Verbreitung Lizenzen variieren und manche geben Restriktionen vor, wie die Applikation gepackt werden oder ob sie gewinnorientiert verkauft werden kann, usw. Es liegt in Ihrer Verantwortung als Porter die Lizenzbestimmungen der Software zu lesen und sicherzustellen, dass das FreeBSD-Projekt nicht haftbar gemacht wird für Lizenzverletzungen durch Weiterverbreitung des Quelltextes oder kompilierter Binaries über FTP/HTTP oder CD-ROM. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie bitte die &a.ports;. In solchen Situationen können die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Variablen gesetzt werden. <makevar>NO_PACKAGE</makevar> Diese Variable zeigt an, dass wir keine binären Pakete dieser Applikation erzeugen dürfen - z.B. wenn die Lizenz die Weiterverteilung von binären Paketen oder Paketen verbietet, die aus verändertem Quelltext erzeugt wurden. Die DISTFILES des Ports dürfen allerdings frei über FTP/HTTP Mirrors weiterverbreitet werden. Sie dürfen auch auf CD-ROM (oder ähnlichen Medien) weiterverbreitet werden - es sei denn, NO_CDROM ist ebenfalls gesetzt. NO_PACKAGE sollte auch benutzt werden, wenn das binäre Paket nicht allgemein brauchbar ist und die Applikation immer aus dem Quelltext kompiliert werden sollte. Zum Beispiel, wenn die Applikation konfigurierte Informationen über den Rechner/Installationsort bei der Installation einkompiliert bekommt, setzen Sie NO_PACKAGE. NO_PACKAGE sollte auf eine Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt, warum kein Paket erzeugt werden soll. <makevar>NO_CDROM</makevar> Diese Variable gibt an, dassobwohl wir binäre Pakete erzeugen dürfen – wir weder diese Pakete noch die DISTFILES des Ports auf einer CD-ROM (oder ähnlichen Medien) verkaufen dürfen. Die DISTFILES des Ports dürfen allerdings immer noch auf FTP/HTTP Mirrors. Wenn diese Variable und auch NO_PACKAGE gesetzt ist, dann werden nur die DISTFILES des Ports erhältlich sein – und das nur mittels FTP/HTTP. NO_CDROM sollte auf eine Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt, warum der Port nicht auf CD-ROM weiterverbreitet werden kann. Das sollte z.B. gemacht werden, wenn die Lizenz des Ports nur für nichtkommerzielle Zwecke gilt. <makevar>NOFETCHFILES</makevar> Dateien, die in der Variable NOFETCHFILES aufgelistet sind, sind von keiner der MASTER_SITES abrufbar. Ein Beispiel solch einer Datei ist eine selbige, welche vom Anbieter auf CD-ROM bereitgestellt wird. Werkzeuge, die das Vorhandensein dieser Dateien auf den MASTER_SITES überprüfen, sollten diese Dateien ignorieren und sie nicht melden. <makevar>RESTRICTED</makevar> Setzen Sie diese Variable, wenn die Lizenz der Applikation weder das Spiegeln der DISTFILES der Applikation noch das Weiterverbreiten von binären Paketen in jedweder Art erlaubt. NO_CDROM oder NO_PACKAGE sollten nicht zusammen mit RESTRICTED gesetzt werden, weil letztere Variable die anderen beiden impliziert. RESTRICTED sollte auf eine Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt, warum der Port nicht weiterverbreitet werden kann. Typischerweise besagt dies, dass der Port proprietäre Software enthält und der Benutzer die DISTFILES manuell herunterladen muss – möglicherweise erst nachdem er sich für die Software registriert oder die Bedingungen eines Endbenutzer-Lizenzvertrags (EULA) akzeptiert hat. <makevar>RESTRICTED_FILES</makevar> Wenn RESTRICTED oder NO_CDROM gesetzt ist, ist diese Variable auf ${DISTFILES} ${PATCHFILES} voreingestellt, sonst ist sie leer. Wenn nicht jede dieser Dateien beschränkt ist, dann führen Sie die betroffenen Dateien in dieser Variable auf. Beachten Sie, dass der Porter für jede aufgeführte Distributionsdatei einen Eintrag zu /usr/ports/LEGAL hinzufügen sollte, der genau beschreibt, was die Beschränkung mit sich bringt. Build-Mechanismen Paralleles Bauen von Ports Das Ports-Framework von &os; unterstützt das parallele Bauen von Ports, indem es mehrere make-Instanzen ausführt, damit SMP-Systeme ihre gesamte CPU-Rechenleistung ausnützen können und so das Bauen von Ports schneller und effektiver werden kann. Dies ermöglicht der Parameter -jX an &man.make.1;, wenn Code von Drittanbietern kompiliert wird. Leider können nicht alle Ports wirklich gut mit dem Parallelbau umgehen. Deshalb ist es erforderlich, dass dieses Feature explizit durch MAKE_JOBS_SAFE=yes irgendwo unterhalb des Abschnitts für Abhängigkeiten im Makefile aktiviert wird. Eine weitere Möglichkeit im Umgang mit dieser Option besteht für den Maintainer darin, MAKE_JOBS_UNSAFE=yes zu setzen. Diese Variable wird dann verwendet, wenn ein Port bekannterweise mit -jX nicht gebaut werden kann, der Benutzer jedoch für alle Ports den Mehrprozessorbau durch FORCE_MAKE_JOBS=yes in /etc/make.conf erzwingt. <command>make</command>, <command>gmake</command> und <command>imake</command> Wenn Ihr Port GNU make benutzt, dann setzen Sie bitte USE_GMAKE=yes. Port-Variablen im Zusammenhang mit gmake Variable Bedeutung USE_GMAKE Der Port benötigt gmake für den Build. GMAKE Der ganze Pfad zu gmake, wenn es nicht im PATH ist.
Wenn Ihr Port eine X-Applikation ist, die Makefile-Dateien aus Imakefile-Dateien mit imake erzeugt, dann setzen Sie USE_IMAKE=yes. Das sorgt dafür, dass die Konfigurationsphase automatisch ein xmkmf -a ausführt. Wenn das Flag ein Problem für Ihren Port darstellt, setzen Sie XMKMF=xmkmf. Wenn der Port imake benutzt, aber das install.man-Target nicht versteht, dann sollte NO_INSTALL_MANPAGES=yes gesetzt werden. Wenn das Makefile im Quelltext Ihres Ports etwas anderes als all als Haupt-Build-Target hat, setzen Sie ALL_TARGET entsprechend. Das Gleiche gilt für install und INSTALL_TARGET.
<command>configure</command> Skript Wenn Ihr Port ein configure-Skript benutzt, um Makefile-Dateien aus Makefile.in-Dateien zu erzeugen, setzen Sie GNU_CONFIGURE=yes. Wenn Sie dem configure-Skript zusätzliche Argumente übergeben wollen (das Vorgabeargument ist --prefix=${PREFIX} --infodir=${PREFIX}/${INFO_PATH} --mandir=${MANPREFIX}/man --build=${CONFIGURE_TARGET}), setzen Sie diese zusätzlichen Argumente in CONFIGURE_ARGS. Zusätzliche Umgebungsvariablen können überdie Variable CONFIGURE_ENV übergeben werden. Variablen für Ports, die configure benutzen Variable Bedeutung GNU_CONFIGURE Der Port benutzt ein configure-Skript, um das Bauen vorzubereiten. HAS_CONFIGURE Wie GNU_CONFIGURE, nur dass kein Standard-Konfigurations-Target zu CONFIGURE_ARGS hinzugefügt wird. CONFIGURE_ARGS Zusätzliche Argumente für das configure-Skript. CONFIGURE_ENV Zusätzliche Umgebungsvariablen für die Abarbeitung des configure-Skriptes. CONFIGURE_TARGET Ersetzt das Standard-Konfigurations-Target. Vorgabewert ist ${MACHINE_ARCH}-portbld-freebsd${OSREL}.
Benutzung von <command>scons</command> Wenn Ihr Port SCons benutzt, definieren Sie USE_SCONS=yes. Variablen für Ports, die <command>scons</command> benutzen Variable Bedeutung SCONS_ARGS Port-spezifische SCons-Argumente, die der SCons-Umgebung übergeben werden. SCONS_BUILDENV Variablen, die in der System-Umgebung gesetzt werden sollen. SCONS_ENV Variablen, die in der SCons-Umgebung gesetzt werden sollen. SCONS_TARGET Letztes Argument, das SCons übergeben wird – ähnlich MAKE_TARGET.
Um SConstruct im Quelltext alles, was SCons in SCONS_ENV übergeben wird, respektieren zu lassen (das ist hauptsächlich CC/CXX/CFLAGS/CXXFLAGS), patchen Sie SConstruct, sodass das Build Environment wie folgt konstruiert wird: env = Environment(**ARGUMENTS) Es kann dann mit env.Append und env.Replace modifiziert werden.
Benutzung von GNU autotools Einführung Die verschiedenen GNU autotools stellen einen Abstraktionsmechanismus bereit für das Kompilieren von Software für eine Vielfalt von Betriebssystemen und Maschinenarchitekturen. Innerhalb der Ports-Sammlung kann ein einzelner Port diese Werkzeuge mit Hilfe eines einfachen Konstrukts benutzen: USE_AUTOTOOLS= tool:version[:operation] ... Als dies geschrieben wurde konnte tool eins von libtool, libltdl, autoconf, autoheader, automake oder aclocal sein. version gibt die einzelne Werkzeug-Revision an, die benutzt werden soll (siehe devel/{automake,autoconf,libtool}[0-9]+ für mögliche Versionen). operation ist eine optionale Angabe, die modifiziert, wie das Werkzeug benutzt wird. Es können auch mehrere Werkzeuge angegeben werden – entweder durch Angabe aller in einer einzigen Zeile oder durch Benutzung des += Makefile-Konstrukts. Schliesslich gibt es das spezielle Tool, genannt autotools, das der Einfachheit dient indem es von alle verfügbaren Versionen der Autotools abhängt, was sinnvoll für Cross-Development ist. Dies kann auch erreicht werden, indem man den Port devel/autotools installiert. <command>libtool</command> Shared-Libraries, die das GNU Build-System benutzen, verwenden normalerweise libtool, um die Kompilierung und Installation solcher Bibliotheken anzupassen. Die übliche Praxis ist, eine Kopie von libtool, die mit dem Quelltext geliefert wird, zu benutzen. Falls Sie ein externes libtool benötigen, können Sie die Version, die von der Ports-Sammlung bereitgestellt wird, benutzen: USE_AUTOTOOLS= libtool:version[:env] Ohne zusätzliche Angaben sagt libtool:version dem Build-System, dass es das Konfigurationsskript mit der auf dem System installierten Kopie von libtool patchen soll. Die Variable GNU_CONFIGURE ist impliziert. Außerdem werden einige make– und shell-Variablen zur weiteren Benutzung durch den Port gesetzt. Für Genaueres siehe bsd.autotools.mk. Mit der Angabe :env wird nur die Umgebung vorbereitet. Schließlich können optional LIBTOOLFLAGS und LIBTOOLFILES gesetzt werden, um die häufigsten Argumente und durch libtool gepatchten Dateien außer Kraft zu setzen. Die meisten Ports werden das aber nicht brauchen. Für Weiteres siehe bsd.autotools.mk. <command>libltdl</command> Einige Ports benutzen das libltdl-Bibliothekspaket, welches Teil der libtool-Suite ist. Der Gebrauch dieser Bibliothek macht nicht automatisch den Gebrauch von libtool selbst nötig, deshalb wird ein separates Konstrukt zur Verfügung gestellt. USE_AUTOTOOLS= libltdl:version Im Moment sorgt dies nur für eine LIB_DEPENDS-Abhängigkeit von dem entsprechenden libltdl-Port und wird zur Vereinfachung zur Verfügung gestellt, um Abhängigkeiten von den Autotools-Ports ausserhalb des USE_AUTOTOOLS-Systems zu eliminieren. Es gibt keine weiteren Angaben für dieses Werkzeug. <command>autoconf</command> und <command>autoheader</command> Manche Ports enthalten kein Konfigurationsskript, sondern eine autoconf-Vorlage in der configure.ac-Datei. Sie können die folgenden Zuweisungen benutzen, um autoconf das Konfigurationsskript erzeugen zu lassen, und auch autoheader Header-Vorlagen zur Benutzung durch das Konfigurationsskript erzeugen zu lassen. USE_AUTOTOOLS= autoconf:version[:env] und USE_AUTOTOOLS= autoheader:version welches auch die Benutzung von autoconf:version impliziert. Ähnlich wie bei libtool, bereitet die Angabe des optionalen :env nur die Umgebung für weitere Benutzung vor. Ohne dieses wird der Port auch gepatched und erneut konfiguriert. Die zusätzlichen optionalen Variablen AUTOCONF_ARGS und AUTOHEADER_ARGS können durch das Makefile des Ports ausser Kraft gesetzt werden, wenn erforderlich. Wie bei den libtool-Äquivalenten werden die meisten Ports dies aber nicht benötigen. <command>automake</command> und <command>aclocal</command> Manche Pakete enthalten nur Makefile.am-Dateien. Diese müssen durch automake in Makefile.in-Dateien konvertiert und dann durch configure weiterbearbeitet werden, um schließlich ein Makefile zu erzeugen. Ähnliches gilt für Pakete, die gelegentlich keine aclocal.m4-Dateien mitliefern, welche ebenfalls zum Erstellen der Software benötigt werden. Diese können durch aclocal erzeugt werden, welches configure.ac oder configure.in durchsucht. aclocal hat eine ähnliche Beziehung zu automake wie autoheader zu autoconf – beschrieben im vorherigen Abschnitt. aclocal impliziert die Benutzung von automake, also haben wir: USE_AUTOTOOLS= automake:version[:env] und USE_AUTOTOOLS= aclocal:version was auch die Benutzung von automake:version impliziert. Ähnlich wie bei libtool und autoconf, bereitet die optionale Angabe :env nur die Umgebung zur weiteren Benutzung vor. Ohne sie wird der Port erneut konfiguriert. Wie schon autoconf und autoheader, hat sowohl automake als auch aclocal eine optionale Argument-Variable AUTOMAKE_ARGS bzw. ACLOCAL_ARGS, die durch das Makefile des Ports, falls nötig, außer Kraft gesetzt werden kann. Benutzung von GNU <literal>gettext</literal> Grundlegende Benutzung Wenn Ihr Port gettext benötigt, setzen Sie einfach USE_GETTEXT auf yes, und Ihr Port bekommt die Abhängigkeit von devel/gettext. Der Wert von USE_GETTEXT kann auch die benötigte Version der libintl-Bibliothek angeben, der grundlegenden Teil von gettext – jedoch wird von der Benutzung dieser Funktion dringend abgeraten: Ihr Port sollte einfach nur mit der aktuellen Version von devel/gettext funktionieren. Ein ziemlich häufiger Fall ist, dass ein Port gettext und configure benutzt. Normalerweise sollte GNU configure gettext automatisch finden können. Sollte das einmal nicht funktionieren, können Hinweise über den Ort von gettext in CPPFLAGS und LDFLAGS wie folgt übergeben werden: USE_GETTEXT= yes CPPFLAGS+= -I${LOCALBASE}/include LDFLAGS+= -L${LOCALBASE}/lib GNU_CONFIGURE= yes CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="${CPPFLAGS}" \ LDFLAGS="${LDFLAGS}" Natürlich kann der Code kompakter sein, wenn es keine weiteren Flags gibt, die configure übergeben werden müssen: USE_GETTEXT= yes GNU_CONFIGURE= yes CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="-I${LOCALBASE}/include" \ LDFLAGS="-L${LOCALBASE}/lib" Optionale Benutzung Manche Softwareprodukte erlauben die Deaktivierung von NLS - z.B. durch Übergeben von an configure. In diesem Fall sollte Ihr Port gettext abhängig vom Status von WITHOUT_NLS benutzen. Für Ports mit niedriger bis mittlerer Komplexität können Sie sich auf das folgende Idiom verlassen: GNU_CONFIGURE= yes .if !defined(WITHOUT_NLS) USE_GETTEXT= yes PLIST_SUB+= NLS="" .else CONFIGURE_ARGS+= --disable-nls PLIST_SUB+= NLS="@comment " .endif Der nächste Punkt auf Ihrer Todo-Liste ist dafür zu sorgen, dass die Message-Catalog-Dateien nur bedingt in der Packliste aufgeführt werden. Der Makefile-Teil dieser Aufgabe ist schon durch obiges Idiom erledigt. Das wird im Abschnitt über Fortgeschrittene pkg-plist-Methoden erklärt. Kurz gesagt, jedes Vorkommen von %%NLS%% in pkg-plist wird durch @comment , wenn NLS abgeschaltet ist, oder durch eine leere Zeichenkette, wenn NLS aktiviert ist, ersetzt. Folglich werden die Zeilen, denen %%NLS%% vorangestellt ist, zu reinen Kommentaren in der endgültigen Packliste, wenn NLS abgeschaltet ist; andernfalls wird der Prefix einfach nur ausgelassen. Alles, was Sie jetzt noch machen müssen, ist %%NLS%% vor jedem Pfad zu einer Message-Catalog-Datei in pkg-plist einzufügen. Zum Beispiel: %%NLS%%share/locale/fr/LC_MESSAGES/foobar.mo %%NLS%%share/locale/no/LC_MESSAGES/foobar.mo In sehr komplexen Fällen müssen Sie eventuell fortgeschrittenere Techniken als die hier vorgestellte benutzen - wie z.B. Dynamische Packlistenerzeugung. Behandlung von Message-Catalog-Verzeichnissen Bei der Installation von Message-Catalog-Dateien gibt es einen Punkt zu beachten. Ihr Zielverzeichnis, das unter LOCALBASE/share/locale liegt, sollte nur selten von Ihrem Port erzeugt und gelöscht werden. Die Verzeichnisse für die gebräuchlichsten Sprachen sind in /etc/mtree/BSD.local.dist aufgelistet; das heisst, sie sind Teil des Systems. Die Verzeichnisse für viele andere Sprachen sind Teil des Ports devel/gettext. Sie wollen vielleicht dessen pkg-plist zur Hand nehmen, um festzustellen, ob Ihr Port eine Message-Catalog-Datei für eine seltene Sprache installiert. Die Benutzung von <literal>perl</literal> Wenn MASTER_SITES auf MASTER_SITE_PERL_CPAN gesetzt ist, dann ist der bevorzugte Wert von MASTER_SITE_SUBDIR der Top-Level-Name der Hierarchie. Zum Beispiel ist der empfohlene Wert für p5-Module-Name-Module. Die Top-Level-Hierarchie kann unter cpan.org angeschaut werden. Dies sorgt dafür, dass der Port weiter funktioniert, wenn sich der Autor des Moduls ändert. Die Ausnahme dieser Regel ist, dass das entsprechende Verzeichnis selber oder das Distfile in diesem Verzeichnis nicht existiert. In solchen Fällen ist die Benutzung der Id des Autors als MASTER_SITE_SUBDIR erlaubt. Jede der Einstellungen unten kann sowohl auf YES als auch auf eine Versionszeichenkette wie 5.8.0+ gesetzt werden. Wenn YES benutzt wird, bedeutet das, dass der Port mit jeder der unterstützten Perl-Versionen funktioniert. Falls ein Port nur mit einer bestimmten Perl-Version funktioniert, kann darauf mit einer Versionszeichenkette hingewiesen werden, die entweder eine Mindest- (z.B. 5.7.3+), Maximal- (z.B. 5.8.0-) oder Absolutversion (z.B. 5.8.3) festlegt. Variablen für Ports, die <literal>perl</literal> benutzen Variable Bedeutung USE_PERL5 Bedeutet, dass der Port perl 5 zum Erstellen und zum Ausführen benutzt. USE_PERL5_BUILD Bedeutet, dass der Port perl 5 zum Erstellen benutzt. USE_PERL5_RUN Bedeutet, dass der Port perl 5 zur Laufzeit benutzt. PERL Der gesamte Pfad zu perl 5 – entweder im Basissystem oder nachinstalliert über einen Port – ohne die Versionsnummer. Benutzen Sie diese Variable, wenn Sie #!-Zeilen in Skripten ersetzen müssen. PERL_CONFIGURE Perls MakeMaker für die Konfiguration benutzen. Dies impliziert USE_PERL5. PERL_MODBUILD Module::Build für configure, build und install benutzen. Dies impliziert PERL_CONFIGURE. Nur lesbare Variablen PERL_VERSION Die volle Version des installierten perl (z.B. 5.8.9). PERL_LEVEL Die installierte perl-Version als ein Integer der Form MNNNPP (z.B. 500809). PERL_ARCH Wo perl architektur abhängige Bibliotheken ablegt. Vorgabe ist ${ARCH}-freebsd. PERL_PORT Name des perl-Ports, der installiert ist (z.B. perl5). SITE_PERL Verzeichnis, in das die Site-spezifischen perl-Pakete kommen. Dieser Wert wird zu PLIST_SUB hinzugefügt.
Ports von Perl-Modulen, die keine offizielle Webseite haben, sollen in der WWW-Zeile ihrer pkg-descr-Datei auf cpan.org verlinken. Die bevorzugte URL-Form ist http://search.cpan.org/dist/Module-Name/ (inklusive des Slash am Ende).
Benutzung von X11 X.Org-Komponenten Die X11-Implementierung, welche die Ports-Sammlung bereitstellt, ist X.Org. Wenn Ihre Applikation von X-Komponenten abhängt, listen Sie die benötigten Komponenten in USE_XORG auf. Als dies geschrieben wurde, wurden die folgenden Komponenten bereitgestellt: bigreqsproto compositeproto damageproto dmx dmxproto evieproto fixesproto fontcacheproto fontenc fontsproto fontutil glproto ice inputproto kbproto libfs oldx printproto randrproto recordproto renderproto resourceproto scrnsaverproto sm trapproto videoproto x11 xau xaw xaw6 xaw7 xaw8 xbitmaps xcmiscproto xcomposite xcursor xdamage xdmcp xevie xext xextproto xf86bigfontproto xf86dgaproto xf86driproto xf86miscproto xf86rushproto xf86vidmodeproto xfixes xfont xfontcache xft xi xinerama xineramaproto xkbfile xkbui xmu xmuu xorg-server xp xpm xprintapputil xprintutil xpr oto xproxymngproto xrandr xrender xres xscrnsaver xt xtrans xtrap xtst xv xvmc xxf86dga xxf86misc xxf86vm. Die aktuelle Liste finden Sie immer in /usr/ports/Mk/bsd.xorg.mk. Das Mesa Projekt ist ein Versuch, eine freie OpenGL Implementierung bereitzustellen. Sie können eine Abhängigkeit von verschiedenen Komponenten diese Projektes in der Variable USE_GL spezifizieren. ouml;gliche Optionen sind: glut, glu, glw, glew, gl und linux. Für Abwärtskompatibilität gilt der Wert yes als glu. Beispiel für USE_XORG USE_XORG= xrender xft xkbfile xt xaw USE_GL= glu Viele Ports definieren USE_XLIB, was dafür sorgt, dass der Port von allen (rund 50) Bibliotheken abhängt. Diese Variable existiert, um Abwärtskompatibilität sicherzustellen (sie stammt noch aus der Zeit vor dem modularem X.Org), und sollte bei neuen Ports nicht mehr benutzt werden. Variablen für Ports, die X benutzen USE_XLIB Der Port benutzt die X-Bibliotheken. Soll nicht mehr verwendet werden - benutzen Sie stattdessen eine Liste von Komponenten in USE_XORG. USE_X_PREFIX Soll nicht mehr benutzt werden, ist jetzt äquivalent zu USE_XLIB und kann einfach durch letzteres ersetzt werden. USE_IMAKE Der Port benutzt imake. Impliziert USE_X_PREFIX. XMKMF Ist auf den Pfad zu xmkmf gesetzt, wenn nicht in PATH. Vorgabe ist xmkmf -a.
Variablen bei Abhängigkeit von einzelnen Teilen von X11 X_IMAKE_PORT Ein Port, der imake und einige andere Werkzeuge, die zum Erstellen von X11 benutzt werden, bereitstellt. X_LIBRARIES_PORT Ein Port, der die X11-Bibliotheken bereitstellt. X_CLIENTS_PORT Ein Port, der X11-Clients bereitstellt. X_SERVER_PORT Ein Port, der den X11-Server bereitstellt. X_FONTSERVER_PORT Ein Port, der den Fontserver bereitstellt. X_PRINTSERVER_PORT Ein Port, der den Printserver bereitstellt. X_VFBSERVER_PORT Ein Port, der den virtuellen Framebuffer-Server bereitstellt. X_NESTSERVER_PORT Ein Port, der einen nested X-Server bereitstellt. X_FONTS_ENCODINGS_PORT Ein Port, der Kodierungen für Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_MISC_PORT Ein Port, der verschiedene Bitmap-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_100DPI_PORT Ein Port, der 100dpi Bitmap-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_75DPI_PORT Ein Port, der 75dpi Bitmap-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_CYRILLIC_PORT Ein Port, der kyrillische Bitmap-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_TTF_PORT Ein Port, der &truetype;-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_TYPE1_PORT Ein Port, der Type1-Schriftarten bereitstellt. X_MANUALS_PORT Ein Port, der entwicklerorientierte Manualpages bereitstellt.
Benutzung von X11-bezogenen Variablen in einem Port # Port benutzt X11-Bibliotheken und hängt vom Font-Server sowie # von kyrillischen Schriftarten ab. RUN_DEPENDS= ${LOCALBASE}/bin/xfs:${X_FONTSERVER_PORT} \ ${LOCALBASE}/lib/X11/fonts/cyrillic/crox1c.pcf.gz:${X_FONTS_CYRILLIC_PORT} USE_XORG= x11 xpm
Ports, die Motif benötigen Wenn Ihr Port eine Motif-Bibliothek benötigt, definieren Sie USE_MOTIF im Makefile. Die Standard-Motif-Implementierung ist x11-toolkits/open-motif. Benutzer können stattdessen x11-toolkits/lesstif wählen, indem Sie die WANT_LESSTIF-Variable setzen. Die Variable MOTIFLIB wird von bsd.port.mk auf die entsprechende Motif-Bibliothek gesetzt. Bitte patchen Sie den Quelltext Ihres Ports, sodass er überall ${MOTIFLIB} benutzt, wo die Motif-Bibliothek im Original Makefile oder Imakefile referenziert wird. Es gibt zwei verbreitete Fälle: Wenn sich der Port in seinem Makefile oder Imakefile auf die Motif-Bibliothek als -lXm bezieht, ersetzen Sie das einfach durch ${MOTIFLIB}. Wenn der Port in seinem Imakefile XmClientLibs benutzt, ersetzen Sie das durch ${MOTIFLIB} ${XTOOLLIB} ${XLIB}. Anmerkung: MOTIFLIB expandiert (normalerweise) zu -L/usr/X11R6/lib -lXm oder /usr/X11R6/lib/libXm.a - d.h. Sie müssen kein -L oder -l davor einfügen. X11 Schriftarten Wenn Ihr Port Schriftarten für das X-Window-System installiert, legen Sie diese nach LOCALBASE/lib/X11/fonts/local. Erzeugen eines künstlichen <envar>DISPLAY</envar> durch Xvfb Manche Applikationen benötigen ein funktionierendes X11-Display, damit die Kompilierung funktioniert. Das stellt für Systeme, die ohne Display laufen, ein Problem dar. Wenn die folgende Variable benutzt wird, startet die Bauumgebung den virtuellen Framebuffer-X-Server, und ein funktionierendes DISPLAY wird dem Build übergeben. USE_DISPLAY= yes Desktop-Einträge Desktop-Einträge (Freedesktop Standard) können in Ihrem Port einfach über die DESKTOP_ENTRIES-Variable erzeugt werden. Diese Einträge erscheinen dann im Applikationsmenü von standardkonformen Desktop-Umgebungen wie GNOME oder KDE. Die .desktop-Datei wird dann automatisch erzeugt, installiert und der pkg-plist hinzugefügt. Die Syntax ist: DESKTOP_ENTRIES= "NAME" "COMMENT" "ICON" "COMMAND" "CATEGORY" StartupNotify Die Liste der möglichen Kategorien ist auf der Freedesktop Webseite abrufbar. StartupNotify zeigt an, ob die Applikation den Status in Umgebungen, die Startup-Notifications kennen, löschen wird. Beispiel: DESKTOP_ENTRIES= "ToME" "Roguelike game based on JRR Tolkien's work" \ "${DATADIR}/xtra/graf/tome-128.png" \ "tome -v -g" "Application;Game;RolePlaying" \ false
Benutzung von GNOME Das FreeBSD/GNOME-Projekt benutzt seine eigene Gruppe von Variablen, um zu definieren, welche GNOME-Komponenten ein bestimmter Port benutzt. Eine umfassende Liste dieser Variablen existiert innerhalb der Webseite des FreeBSD/GNOME-Projektes. Benutzung von Qt Ports, die Qt benötigen Variablen für Ports, die Qt benötigen USE_QT_VER Der Port benutzt das Qt-Toolkit. Mögliche Werte sind 3 und 4; diese spezifizieren die Major Version von Qt, die benutzt werden soll. Entsprechende Parameter werden an das configure-Skript und make übergeben. QT_PREFIX Enthält den Pfad, wohin Qt installiert ist (nur lesbare Variable). MOC Enthält den Pfad von moc (nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Werts. QTCPPFLAGS Zusätzliche Compiler-Flags, die über CONFIGURE_ENV an das Qt-Toolkit übergeben werden. Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes. QTCFGLIBS Zusätzliche Bibliotheken, die über CONFIGURE_ENV für das Qt-Toolkit gelinkt werden sollen. Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes. QTNONSTANDARD Änderungen von CONFIGURE_ENV, CONFIGURE_ARGS und MAKE_ENV sollen unterdrückt werden.
Zusätzliche Variablen für Ports, die Qt 4.xi benutzen QT_COMPONENTS Spezifiziert Tool– und Bibliothek-Abhängigkeiten für Qt4. Siehe unten für Details. UIC Enthält den Pfad von uic (nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes. QMAKE Enthält den Pfad von qmake (nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes. QMAKESPEC Enthält den Pfad der Konfigurationsdatei für qmake (nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes.
Wenn USE_QT_VER gesetzt ist, werden dem configure-Skript einige nützliche Einstellungen übergeben: CONFIGURE_ARGS+= --with-qt-includes=${QT_PREFIX}/include \ --with-qt-libraries=${QT_PREFIX}/lib \ --with-extra-libs=${LOCALBASE}/lib \ --with-extra-includes=${LOCALBASE}/include CONFIGURE_ENV+= MOC="${MOC}" CPPFLAGS="${CPPFLAGS} ${QTCPPFLAGS}" LIBS="${QTCFGLIBS}" \ QTDIR="${QT_PREFIX}" KDEDIR="${KDE_PREFIX}" Wenn USE_QT_VER auf 4 gesetzt ist, werden auch die folgenden Einstellungen übergeben: CONFIGURE_ENV+= UIC="${UIC}" QMAKE="${QMAKE}" QMAKESPEC="${QMAKESPEC}" MAKE_ENV+= QMAKESPEC="${QMAKESPEC}"
Komponentenauswahl (nur bei Qt 4.x) Wenn USE_QT_VER auf 4 gesetzt ist, können individuelle Qt4-Tool- und Bibliotheksabhängigkeiten in der Variable QT_COMPONENTS angegeben werden. An jede Komponente kann _build oder _run als Suffix angehängt werden, was eine Abhängigkeit zur Build- bzw. Laufzeit angibt. Ohne Suffix gilt die Abhängigkeit sowohl zur Build- als auch zur Laufzeit. Bibliothekskomponenten sollten normalerweise ohne Suffix angegeben werden, Tool-Komponenten mit _build und Plugin-Komponenten mit _run. Die gebräuchlichsten Komponenten werden im Folgenden angegeben (alle verfügbaren Komponenten sind in _QT_COMPONENTS_ALL in /usr/ports/Mk/bsd.qt.mk aufgelistet): Verfügbare Qt4-Bibliothekskomponenten Name Beschreibung corelib Kern-Bibliothek (kann weggelassen werden– es sei denn, der Port benutzt nichts außer corelib) gui Graphische Benutzeroberflächen-Bibliothek network Netzwerk-Bibliothek opengl OpenGL-Bibliothek qt3support Qt3-Kompatibilitäts-Bibliothek qtestlib Modultest-Bibliothek script Skript-Bibliothek sql SQL-Bibliothek xml XML-Bibliothek
Sie können herausfinden, welche Bibliotheken die Applikation benötigt, indem Sie nach erfolgreicher Kompilierung ldd auf die Hauptbinärdatei anwenden. Verfügbare Qt4-Tool-Komponenten Name Beschreibung moc meta object compiler (wird zum Build fast jeder Qt-Applikation benötigt) qmake Makefile-Generator / Build-Werkzeug rcc Resource-Compiler (wird benötigt, falls die Applikation *.rc oder *.qrc Dateien enthält) uic User-Interface-Compiler (wird benötigt, falls die Applikation von Qt-Designer erzeugte *.ui Dateien enthält - gilt für praktisch jede Qt-Applikation mit einer GUI)
Verfügbare Qt4-Plugin-Komponenten Name Beschreibung iconengines SVG-Icon-Engine Plugin (wenn die Applikation SVG-Icons mitliefert) imageformats Bildformatplugins für GIF, JPEG, MNG und SVG (wenn die Applikation Bilddateien mitliefert)
Qt4-Komponenten auswählen In diesem Beispiel benutzt die portierte Applikation die Qt4 GUI-Bibliothek, die Qt4-Core-Bibliothek, alle Qt4-Codeerzeugungstools und Qt4's Makefile Generator. Da die GUI-Bibliothek eine Abhängigkeit von der Core-Bibliothek impliziert, muss corelib nicht angegeben werden. Die Qt4-Codeerzeugungstools moc, uic und rcc, sowie der Makefile Generator qmake werden nur für den Build benötigt, deshalb bekommen die den Suffix _build: USE_QT_VER= 4 QT_COMPONENTS= gui moc_build qmake_build rcc_build uic_build
Zusätzliche Besonderheiten Wenn die Applikation keine configure Datei, sondern eine .pro Datei hat, können Sie das Folgende benutzen: HAS_CONFIGURE= yes do-configure: @cd ${WRKSRC} && ${SETENV} ${CONFIGURE_ENV} \ ${QMAKE} -unix PREFIX=${PREFIX} texmaker.pro Beachten Sie die Ähnlichkeit mit der qmake-Zeile im mitgelieferten BUILD.sh-Skript. Die Übergabe von CONFIGURE_ENV stellt sicher, dass qmake die QMAKESPEC-Variable übergeben bekommt, ohne die es nicht funktioniert. qmake erzeugt Standard-Makefiles, sodass es nicht nötig ist ein eigenes neues build-Target zu schreiben. Qt-Applikationen sind oft so geschrieben, dass sie plattformübergreifend sind, und oft ist X11/Unix nicht die Plattform, auf der sie entwickelt werden. Das sorgt oft für bestimmte fehlende Kleinigkeiten wie z.B.: Fehlende zusätzliche Include-Pfade. Viele Applikationen kommen mit System-Tray-Icon Support– unterlassen es aber Includes oder Bibliotheken in den X11 Verzeichnissen zu suchen. Sie können qmake über die Kommandozeile sagen, es soll Verzeichnisse zu den Include- und Bibliotheks-Suchpfaden hinzufügen - z.B.: ${QMAKE} -unix PREFIX=${PREFIX} INCLUDEPATH+=${LOCALBASE}/include \ LIBS+=-L${LOCALBASE}/lib sillyapp.pro Falsche Installations-Pfade. Manchmal werden Daten wie Icons oder .desktop-Dateien per Vorgabe in Verzeichnisse installiert, die nicht von XDG-kompatiblen Applikationen durchsucht werden. editors/texmaker ist hierfür ein Beispiel– siehe patch-texmaker.pro im files-Verzeichnis dieses Ports als eine Vorlage, die zeigt, wie man dies direkt in der Qmake Projektdatei löst.
Benutzung von KDE Variablen-Definitionen (KDE 3) Variablen für Ports, die KDE 3 benutzen USE_KDELIBS_VER Der Port benutzt KDE-Bibliotheken. Die Variable spezifiziert die Major Version von KDE, die benutzt werden soll, und impliziert USE_QT_VER der entsprechenden Version. Der einzig mögliche Wert ist 3. USE_KDEBASE_VER Der Port benutzt die KDE-Base. Die Variable spezifiziert die Major Version von KDE, die benutzt werden soll, und impliziert USE_QT_VER der entsprechenden Version. Der einzig mögliche Wert ist 3.
Variablen-Definitionen (KDE 4) Falls Ihre Anwendung von KDE 4 abhängt, weisen Sie USE_KDE4 eine Liste mit benötigten Komponenten zu. Die am häufigsten gebrauchten sind unten aufgelistet (_USE_KDE4_ALL in /usr/ports/Mk/bsd.kde4.mk enthält stets die aktuelle Liste): Verfügbare KDE 4-Komponenten Name Beschreibung akonadi Personal Information Management (PIM)-Speicherdienst automoc4 Lässt den Port das Bauwerkzeug automoc4 verwenden. kdebase Grundlegende KDE-Anwendungen (Konqueror, Dolphin, Konsole) kdeexp Experimentelle KDE-Bibliotheken (mit einer API, die als non-stable eingestuft ist) kdehier Stellt allgemeine KDE-Verzeichnisse bereit kdelibs Die grundlegenden KDE-Bibliotheken kdeprefix Falls in der Liste vorhanden, wird der Port unter ${KDE4_PREFIX} statt ${LOCALBASE} installiert pimlibs PIM-Bibliotheken workspace Anwendungen und Bibliotheken, welche die Desktopumgebung gestalten (Plasma, KWin)
KDE 4-Ports werden unter ${KDE4_PREFIX}, zur Zeit /usr/local/kde4, installiert, um Konflikte mit KDE 3-Ports zu verhindern. Dies wird durch Auflisten der Komponente kdeprefix erreicht, welche die standardmäßig gesetzte Variable PREFIX überschreibt. Die Ports übernehmen jedoch, jeden über die Umgebungsvariable MAKEFLAGS oder make-Parameter festgelegten Wert für PREFIX. Es könnte bei der Installation von KDE 4-Ports zu Konflikten mit KDE 3-Ports kommen, sodass diese bei aktivierter kdeprefix-Komponente unter ${KDE4_PREFIX} installiert werden. Der Standardwert von KDE4_PREFIX ist zur Zeit /usr/local/kde4. Es ist auch möglich, KDE 4-Ports unter einem angepassten PREFIX zu installieren. Wenn PREFIX als MAKEFLAGS-Umgebungsvariable oder als make-Parameter gesetzt wird, überschreibt dies den von kdeprefix festgelegten Wert. <makevar>USE_KDE4</makevar>-Beispiel Dies ist ein einfaches Beispiel für einen KDE 4-Port. USE_CMAKE weist den Port an, CMake, ein unter KDE 4-Projekten weit verbreitetes Konfigurationswerkzeug, zu verwenden. USE_KDE4 legt die Abhängigkeit von KDE-Bibliotheken und die Verwendung von automoc4 während der Kompilierung fest. Mit Hilfe des configure-Protokolls können die KDE-Komponenten und andere Abhängigkeiten festgestellt werden. USE_KDE4 impliziert USE_QT_VER nicht. Falls der Port Qt 4-Komponenten benötigt, sollten USE_QT_VER gesetzt und verlangte Komponenten festgelegt werden. USE_CMAKE= yes USE_KDE4= automoc4 kdelibs kdeprefix USE_QT_VER= 4 QT_COMPONENTS= qmake_build moc_build rcc_build uic_build
Benutzung von Java Variablen-Definitionen Wenn Ihr Port ein Java™ Development Kit (JDK™) benötigt, entweder zum Bauen, zur Laufzeit oder sogar, um das Distfile auszupacken, dann sollten Sie USE_JAVA setzen. Es gibt mehrere JDKs in der Ports-Sammlung– von verschiedenen Anbietern und in verschiedenen Versionen. Wenn Ihr Port eine bestimmte dieser Versionen benötigt, können Sie definieren welche. Die aktuelle Version ist java/jdk16. Variablen, die von Ports, die Java benutzen, gesetzt werden müssen Variable Bedeutung USE_JAVA Sollte definiert sein, damit die übrigen Variablen irgendeinen Effekt haben. JAVA_VERSION Durch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten Java-Versionen für den Port. Ein optionales "+" ermöglicht die Angabe eines Bereiches von Versionen (mögliche Werte: 1.1[+] 1.2[+] 1.3[+] 1.4[+]). JAVA_OS Durch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten JDK-Port-Betriebssystemen für den Port. (erlaubte Werte: native linux). JAVA_VENDOR Durch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten JDK-Port-Anbietern für den Port. (erlaubte Werte: freebsd bsdjava sun ibm blackdown). JAVA_BUILD Bedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte JDK-Port zu den Build-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt werden soll. JAVA_RUN Bedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte JDK-Port zu den Laufzeit-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt werden soll. JAVA_EXTRACT Bedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte JDK-Port zu den Extract-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt werden soll. USE_JIKES Legt fest, ob der Port den jikes Bytecode-Compiler zum Kompilieren benutzen soll. Wenn kein Wert für diese Variable gesetzt ist, wird der Port jikes für die Kompilierung benutzen– falls vorhanden. Sie können die Benutzung von jikes auch ausdrücklich verbieten oder erzwingen (durch Setzen auf 'no' oder 'yes'). Im letzteren Fall wird devel/jikes zu den Build-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt. In jedem Fall wird, wenn jikes tatsächlich statt javac zur Kompilierung benutzt wird, die Variable HAVE_JIKES von bsd.java.mk definiert.
Das Folgende ist eine Liste aller Variablen, die ein Port bekommt, nachdem er USE_JAVA gesetzt hat: Bereitgestellte Variablen für Ports, die Java benutzen Variable Wert JAVA_PORT Der Name des JDK-Ports (z.B. 'java/jdk14'). JAVA_PORT_VERSION Die volle Version des JDK Ports (z.B. '1.4.2'). Wenn Sie nur die ersten beiden Stellen dieser Versionsnummer benötigen, benutzen Sie ${JAVA_PORT_VERSION:C/^([0-9])\.([0-9])(.*)$/\1.\2/}. JAVA_PORT_OS Das vom JDK-Port benutzte Betriebssystem (z.B. 'linux'). JAVA_PORT_VENDOR Der Anbieter des JDK-Ports (z.B. 'sun'). JAVA_PORT_OS_DESCRIPTION Beschreibung des vom JDK-Port benutzten Betriebssystems (z.B. 'Linux'). JAVA_PORT_VENDOR_DESCRIPTION Beschreibung des Anbieters des JDK-Ports (z.B. 'FreeBSD Foundation'). JAVA_HOME Pfad zum Installationsverzeichnis des JDK (z.B. '/usr/local/jdk1.3.1'). JAVAC Pfad zum Java-Compiler, der benutzt werden soll (z.B. '/usr/local/jdk1.3.1/bin/javac' oder '/usr/local/bin/jikes'). JAR Pfad zum jar-Werkzeug, das benutzt werden soll (z.B. '/usr/local/jdk1.3.1/bin/jar' oder '/usr/local/bin/fastjar'). APPLETVIEWER Pfad zum appletviewer-Werkzeug (z.B. '/usr/local/linux-jdk1.3.1/bin/appletviewer'). JAVA Pfad zur java Binärdatei. Benutzen Sie dies, um Java-Programme auszuführen (z.B. '/usr/local/jdk1.3.1/bin/java'). JAVADOC Pfad zum javadoc-Werkzeug. JAVAH Pfad zum javah-Programm. JAVAP Pfad zum javap-Programm. JAVA_KEYTOOL Pfad zum keytool-Werkzeug. JAVA_N2A Pfad zum native2ascii-Werkzeug. JAVA_POLICYTOOL Pfad zum policytool Programm. JAVA_SERIALVER Pfad zum serialver-Werkzeug. RMIC Pfad zum RMI Stub/Skeleton-Generator, rmic. RMIREGISTRY Pfad zum RMI Registry-Werkzeug, rmiregistry. RMID Pfad zum RMI Daemon rmid. JAVA_CLASSES Pfad zum Archiv, das die JDK-Klassendateien enthält, ${JAVA_HOME}/jre/lib/rt.jar. HAVE_JIKES Ist dann gesetzt, wenn jikes vom Port benutzt wird (s. USE_JIKES oben).
Sie können das java-debug make-Target benutzen, um Information zum Debuggen Ihres Ports zu erhalten. Es wird die Werte vieler der obenangegebenen Variablen anzeigen. Zusätzlich sind die folgenden Konstanten definiert, damit alle Java-Ports auf eine konsistente Art installiert werden können: Konstanten, die für Ports, welche Java benutzen, definiert sind Konstante Wert JAVASHAREDIR Das Basis-Verzeichnis für alles, was mit Java zusammenhängt. Standardmäßig ${PREFIX}/share/java. JAVAJARDIR Das Verzeichnis, wohin JAR-Dateien installiert werden sollen. Standardmäßig ${JAVASHAREDIR}/classes. JAVALIBDIR Das Verzeichnis, in dem JAR-Dateien, die von anderen Ports installiert wurden, liegen. Standardmäßig ${LOCALBASE}/share/java/classes.
Die entsprechenden Einträge sind sowohl in PLIST_SUB (dokumentiert in ) als auch in SUB_LIST definiert.
Kompilieren mit Ant Wenn der Port mit Apache Ant kompiliert werden soll, muss er USE_ANT setzen. Ant wird dann als das sub-make-Kommando betrachtet. Wenn kein do-build-Target vom Port definiert ist, wird eine Standardvorgabe benutzt, die einfach Ant entsprechend MAKE_ENV, MAKE_ARGS und ALL_TARGET aufruft. Das ähnelt dem USE_GMAKE-Mechanismus, der in dokumentiert ist. Wenn jikes anstelle von javac benutzt wird (siehe USE_JIKES in ), dann wird Ant es automatisch benutzen, um den Port zu kompilieren. Optimales Verfahren Wenn Sie eine Java-Bibliothek portieren, sollte Ihr Port die JAR-Datei(en) in ${JAVAJARDIR} installieren, und alles andere unter ${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME} (ausgenommen die Dokumentation - siehe unten). Um die Größe der Packlistendatei zu reduzieren, können die JAR-Datei(en) direkt im Makefile angegeben werden. Benutzen Sie einfach die folgende Anweisung (wobei myport.jar der Name der JAR-Datei ist, die als Teil des Ports installiert wird): PLIST_FILES+= %%JAVAJARDIR%%/myport.jar Beim Portieren einer Java-Applikation installiert der Port normalerweise alles unter einem einzigen Verzeichnis (inklusive seiner JAR-Abhängigkeiten). Die Benutzung von ${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME} wird in dieser Beziehung dringend empfohlen. Es liegt im Entscheidungsbereich des Portierenden, ob der Port die zusätzlichen JAR-Abhängigkeiten unter diesem Verzeichnis installieren oder direkt die schon installierten (aus ${JAVAJARDIR}) benutzen soll. Unabhängig von der Art Ihres Ports (Bibliothek oder Applikation), sollte die zusätzliche Dokumentation an die gleiche Stelle installiert werden wie bei jedem anderen Port auch. Das JavaDoc-Werkzeug ist dafür bekannt einen unterschiedlichen Satz von Dateien abhängig von der Version des benutzten JDKs zu erstellen. Für Ports, die nicht die Benutzung eines bestimmten JDKs vorgeben, ist es deshalb eine komplexe Aufgabe die Packliste (pkg-plist) festzulegen. Dies ist ein Grund, warum dringend angeraten wird, das PORTDOCS-Makro zu benutzen. Außerdem, selbst wenn Sie den Satz von Dateien, den javadoc erzeugen wird, voraussagen können, die Größe der resultierenden pkg-plist befürwortet die Benutzung von PORTDOCS. Der Vorgabewert für DATADIR ist ${PREFIX}/share/${PORTNAME}. Es ist eine gute Idee, DATADIR für Java-Ports stattdessen auf ${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME} zu setzen. In der Tat wird DATADIR automatisch zu PLIST_SUB (dokumentiert in ) hinzugefügt, d.h. Sie können %%DATADIR%% direkt in pkg-plist benutzen. Zu der Frage, ob Java-Ports aus dem Quelltext gebaut werden, oder direkt bereitgestellte binäre Distributionen benutzt werden sollten, gab es, als dies geschrieben wurde, keine definierte Richtlinie. Allerdings ermutigen Mitglieder des &os; Java-Projekts Porter dazu, Ihre Ports aus dem Quelltext kompilieren zu lassen, wann immer dies kein Problem darstellt. Alle Eigenschaften, die in diesem Abschnitt präsentiert wurden sind in bsd.java.mk implementiert. Sollten Sie jemals der Meinung sein, dass Ihr Port ausgefeiltere Java-Unterstützung benötigt, schauen Sie bitte erst in das bsd.java.mk CVS Log, weil es normalerweise immer etwas Zeit braucht bis die neuesten Eigenschaften dokumentiert sind. Wenn Sie glauben, dass der fehlende Support auch für viele andere Java Ports nützlich sein könnte, wenden Sie sich bitte an die &a.java;. Obwohl es eine java-Kategorie für Fehlerberichte gibt, bezieht sich diese auf die JDK-Portierungsbemühungen des &os; Java-Projektes. Deshalb sollten Sie Ihren Java-Port in der ports-Kategorie einreichen wie bei jeden anderen Port auch - es sei denn, die Angelegenheit, die Sie zu klären versuchen, steht in Zusammenhang entweder mit einer JDK-Implementierung oder bsd.java.mk. Gleichermaßen gibt es eine definierte Richtlinie für die CATEGORIES eines Java-Ports, die in erklärt wird.
Webanwendungen, Apache und PHP Apache Variablen für Ports, die Apache verwenden USE_APACHE Der Port benötigt Apache. Mögliche Werte: yes (beliebige Version), 1.3, 2.0, 2.2, 2.0+, etc. – Standard ist Version 1.3. WITH_APACHE2 Der Port benötigt Apache 2.0. Ist diese Variable nicht gesetzt, so benötigt der Port Apache 1.3. Diese Variable ist veraltet und sollte nicht mehr verwendet werden. APXS Vollständiger Pfad zu der apxs Binärdatei. Die Variable kann neu gesetzt werden. HTTPD Vollständiger Pfad zu der httpd Binärdatei. Die Variable kann neu gesetzt werden. APACHE_VERSION Beinhaltet die Versionsnummer des aktuell installierten Apache (nur lesbare Variable). Diese Variable ist nach Einbinden der Datei bsd.port.pre.mk verfügbar. Mögliche Werte: 13, 20, 22. APACHEMODDIR Verzeichnis der Apache-Module. Diese Variable wird automatisch in pkg-plist ersetzt. APACHEINCLUDEDIR Verzeichnis der Apache Header-Dateien. Diese Variable wird automatisch in pkg-plist ersetzt. APACHEETCDIR Verzeichnis der Apache-Konfigurationsdateien. Diese Variable wird automatisch in pkg-plist ersetzt.
Nützliche Variablen für Ports von Apache-Modulen MODULENAME Name des Moduls. Standardwert ist PORTNAME. Beispiel: mod_hello SHORTMODNAME Der gekürzte Name des Moduls. Standardmäßig wird der Wert von MODULENAME übernommen. Beispiel: hello AP_FAST_BUILD Verwende apxs zum Kompilieren und Installieren des Moduls. AP_GENPLIST Eine pkg-plist wird automatisch erzeugt. AP_INC Verzeichnis für zusätzliche Header-Dateien, die beim Kompilieren mitverwendet werden. AP_LIB Verzeichnis für zusätzliche Bibliothek-Dateien, welche beim Kompilieren mitverwendet werden. AP_EXTRAS Zusätzliche Flags für apxs.
Webanwendungen Webanwendungen sollten nach PREFIX/www/programmname installiert werden. Der Einfachheit halber ist dieser Pfad sowohl im Makefile als auch in pkg-plist als WWWDIR verfügbar. Der relative Pfad PREFIX ist hingegen im Makefile durch die Variable WWWDIR_REL festgelegt. Der Benutzername und die Benutzergruppe, mit deren Rechte Webanwendungen laufen, sind in WWWOWN und WWWGRP festgelegt. Standardwert ist bei beiden www. Falls ein Port mit anderen Rechten gestartet werden soll, so sollte die Anweisung WWWOWN?= myuser verwendet werden. Dies vereinfacht dem Benutzer eine Anpassung dieser Werte. Falls die Webanwendung nicht explizit Apache benötigt, so sollte dieser auch nicht als Abhängigkeit des Ports aufgeführt werden. Dadurch bleibt es dem Benutzer überlassen Apache oder einen anderen Webserver zu verwenden. PHP Variablen für Ports, die PHP verwenden USE_PHP Der Port benötigt PHP. Der Wert yes bewirkt eine Abhängigkeit des Ports von PHP. Es kann auch eine Liste der benötigten PHP-Erweiterungen angegeben werden. Beispiel: pcre xml gettext DEFAULT_PHP_VER Legt die Version von PHP fest, die standardmäßig installiert wird, falls noch kein PHP vorhanden ist. Standardwert ist 4. Mögliche Werte sind: 4,5 IGNORE_WITH_PHP Der Port funktioniert nicht mit der angegebenen Version von PHP. Mögliche Werte: 4, 5 USE_PHPIZE Der Port wird als PHP-Erweiterung gebaut. USE_PHPEXT Der Port wird wie eine PHP-Erweiterung behandelt – Installation und Eintragung in die PHP-Registry für Erweiterungen. USE_PHP_BUILD Setzt PHP als build-Anhängigkeit. WANT_PHP_CLI Benötigt die Kommandozeilen-Version von PHP. WANT_PHP_CGI Benötigt die CGI-Version von PHP. WANT_PHP_MOD Benötigt das Apache-Modul von PHP. WANT_PHP_SCR Benötigt die Kommandozeilen- oder die CGI-Version von PHP. WANT_PHP_WEB Benötigt das Apache-Modul oder die CGI-Version von PHP.
PEAR Module Das Portieren von PEAR-Modulen ist sehr einfach. Mit Hilfe der Variablen FILES, TESTS, DATA, SQLS, SCRIPTFILES, DOCS und EXAMPLES können die zu installierenden Dateien angegeben werden. Alle aufgeführten Dateien werden automatisch in die jeweiligen Verzeichnisse installiert und der Datei pkg-plist hinzugefügt. Die Datei ${PORTSDIR}/devel/pear/bsd.pear.mk muss am Ende des Makefiles eingebunden werden. Beispiel eines Makefiles für eine PEAR Klasse PORTNAME= Date PORTVERSION= 1.4.3 CATEGORIES= devel www pear MAINTAINER= example@domain.com COMMENT= PEAR Date and Time Zone Classes BUILD_DEPENDS= ${PEARDIR}/PEAR.php:${PORTSDIR}/devel/pear-PEAR RUN_DEPENDS= ${BUILD_DEPENDS} FILES= Date.php Date/Calc.php Date/Human.php Date/Span.php \ Date/TimeZone.php TESTS= test_calc.php test_date_methods_span.php testunit.php \ testunit_date.php testunit_date_span.php wknotest.txt \ bug674.php bug727_1.php bug727_2.php bug727_3.php \ bug727_4.php bug967.php weeksinmonth_4_monday.txt \ weeksinmonth_4_sunday.txt weeksinmonth_rdm_monday.txt \ weeksinmonth_rdm_sunday.txt DOCS= TODO _DOCSDIR= . .include <bsd.port.pre.mk> .include "${PORTSDIR}/devel/pear/bsd.pear.mk" .include <bsd.port.post.mk>
Python benutzen Die Ports unterstützen parallele Installationen mehrerer Python-Versionen. Ports sollten sicherstellen, dass der richtige python-Interpreter verwendet wird – entsprechend der durch den Benutzer definierbaren Variable PYTHON_VERSION. Häufig bedeutet dies, dass der Pfad zum python-Interpreter durch den Wert der Variablen PYTHON_CMD ersetzt werden muss. Ports, die Dateien unter PYTHON_SITELIBDIR installieren, sollten pyXY- als Präfix des Paketnamens haben, sodass in deren Paketname die zugehörige Python Version aufgeführt wird. PKGNAMEPREFIX= ${PYTHON_PKGNAMEPREFIX} Nützliche Variablen für Ports, die Python verwenden USE_PYTHON Der Port benötigt Python. Die minimal benötigte Version kann durch Werte wie 2.3+ angegeben werden. Bereiche von Versionsnummern können durch Angabe der minimalen und maximalen Versionsnummer, getrennt durch einen Gedankenstrich, festgelegt werden, z.B.: 2.1-2.3 USE_PYDISTUTILS Verwende Python-distutils zum Konfigurieren, Kompilieren und Installieren. Dies ist erforderlich, falls der Port eine setup.py-Datei beinhaltet. Dadurch werden die do-build und do-install-Ziele und eventuell auch das do-configure-Ziel übergangen, falls GNU_CONFIGURE nicht definiert ist. PYTHON_PKGNAMEPREFIX Wird als PKGNAMEPREFIX verwendet, um Pakete für unterschiedliche Python-Versionen zu trennen. Beispiel: py24- PYTHON_SITELIBDIR Verzeichnis des site-Pakete Baums, der das Installationsverzeichnis von Python (üblicherweise LOCALBASE) beinhaltet. Die PYTHON_SITELIBDIR-Variable kann sehr nützlich bei der Installation von Python-Modulen sein. PYTHONPREFIX_SITELIBDIR Die präfix-freie Variante von PYTHON_SITELIBDIR. Benutzen Sie immer %%PYTHON_SITELIBDIR%% in pkg-plist, wenn möglich. Der Standardwert von %%PYTHON_SITELIBDIR%% ist lib/python%%PYTHON_VERSION%%/site-packages PYTHON_CMD Kommandozeilen-Interpreter für Python mit Versionsnummer. PYNUMERIC Liste der Abhängigkeiten für numerische Erweiterungen. PYNUMPY Liste der Abhängigkeiten für die neue numerische Erweiterung numpy. (PYNUMERIC ist vom Anbieter als veraltet deklariert) PYXML Liste der Abhängigkeiten für XML-Erweiterungen (wird ab Python 2.0 nicht mehr benötigt, da im Basispaket enthalten). USE_TWISTED Setzt die Abhängigkeit des Ports von twistedCore. Die Liste der erforderlichen Komponenten kann als Wert spezifiziert werden. Beispiel: web lore pair flow USE_ZOPE Setzt Zope, eine Plattform für Webanwendungen, als Abhängigkeit des Ports. Setzt die Versionsabhängigkeit von Python auf 2.3. Setzt ZOPEBASEDIR auf das Verzeichnis, in welches Zope installiert wurde.
Eine vollständige Liste aller verfügbaren Variablen ist in /usr/ports/Mk/bsd.python.mk zu finden.
Benutzung von <application>Tcl/Tk</application> Die Ports-Sammlung unterstützt die parallele Installation mehrerer Tcl/Tk-Versionen. Ports sollten mindestens die vorgegebene Tcl/Tk-Version oder höher zu unterstützen versuchen anhand der Variablen USE_TCL und USE_TK. Es ist möglich, die gewünschte Version von tcl mit der Variable WITH_TCL_VER vorzuschreiben. Äußerst nützliche Variablen für Ports, die <application>Tcl/Tk</application> benutzen USE_TCL Der Port benötigt die Tcl-Bibliothek (nicht die Shell). Eine notwendige Mindestversion kann mit Werten wie 84+ angegeben werden. Einzelne nicht unterstützte Versionen können mit der Variable INVALID_TCL_VER festgelegt werden. USE_TCL_BUILD Der Port benötigt Tcl nur während der Zeit, in der er gebaut wird. USE_TCL_WRAPPER Ports, welche zwar die Tcl-Shell, aber nicht eine bestimmte Version von tclsh verlangen, sollten diese neue Variable verwenden. Ein Wrapperskript für tclsh wird auf dem System installiert. Der Benutzer kann festlegen, welche tcl-Shell gewünscht ist bzw. verwendet werden soll. WITH_TCL_VER Benutzerdefinierte Variable, welche die gewünschte Tcl-Version bestimmt. PORTNAME_WITH_TCL_VER Gleich wie WITH_TCL_VER, nur portspezifisch. USE_TCL_THREADS Fordere threadfähiges Tcl/Tk. USE_TK Der Port benötigt die Tk-Bibliothek (nicht die Wish-Shell). Impliziert USE_TCL mit dem gleichen Wert. Für weitere Informationen siehe die Beschreibung der Variable USE_TCL. USE_TK_BUILD Analog zur Variable USE_TCL_BUILD. USE_TK_WRAPPER Analog zur Variable USE_TCL_WRAPPER. WITH_TK_VER Analog zur Variable WITH_TCL_VER und impliziert WITH_TCL_VER mit dem gleichen Wert.
Eine vollständige Liste der zur Verfügung stehenden Variablen befindet sich in /usr/ports/Mk/bsd.tcl.mk.
Emacs benutzen Dieser Abschnitt muss noch geschrieben werden. Ruby benutzen Nützliche Variablen für Ports, die Ruby verwenden Variable Description USE_RUBY Der Port benötigt Ruby. USE_RUBY_EXTCONF Der Port verwendet extconf.rb für die Konfiguration. USE_RUBY_SETUP Der Port verwendet setup.rb für die Konfiguration. RUBY_SETUP Legt den alternativen Namen von setup.rb fest. Üblich ist der Wert install.rb.
Die folgende Tabelle listet ausgewählte Variablen auf, die Portautoren über die Port-Infrastruktur zur Verfügung stehen. Diese Variablen sollten für die Installation von Dateien in die entsprechenden Verzeichnisse verwendet werden. Sie sollten in pkg-plist so häufig wie möglich verwendet und in einem Port nicht neu definiert werden. Ausgewählte read-only-Variablen für Ports, die Ruby verwenden Variable Beschreibung Beispiel RUBY_PKGNAMEPREFIX Wird als PKGNAMEPREFIX verwendet, um Pakete für verschiedene Versionen von Ruby zu unterscheiden. ruby18- RUBY_VERSION Vollständige Version von Ruby in der Form x.y.z. 1.8.2 RUBY_SITELIBDIR Installationsverzeichnis der von der Rechnerarchitektur unabhängigen Bibliotheken. /usr/local/lib/ruby/site_ruby/1.8 RUBY_SITEARCHLIBDIR Installationsverzeichnis der von der Rechnerarchitektur abhängigen Bibliotheken. /usr/local/lib/ruby/site_ruby/1.8/amd64-freebsd6 RUBY_MODDOCDIR Installationsverzeichnis für die Dokumentation der Module. /usr/local/share/doc/ruby18/patsy RUBY_MODEXAMPLESDIR Installationsverzeichnis für die Beispiele der Module. /usr/local/share/examples/ruby18/patsy
Eine vollständige Liste der verfügbarenVariablen kann in /usr/ports/Mk/bsd.ruby.mk eingesehen werden.
SDL verwenden Die Variable USE_SDL wird für die automatische Konfiguration der Abhängigkeiten für Ports benutzt, die auf SDL basierende Bibliotheken wie devel/sdl12 und x11-toolkits/sdl_gui verwenden. Die folgenden SDL-Bibliotheken sind derzeit bekannt: sdl: devel/sdl12 gfx: graphics/sdl_gfx gui: x11-toolkits/sdl_gui image: graphics/sdl_image ldbad: devel/sdl_ldbad mixer: audio/sdl_mixer mm: devel/sdlmm net: net/sdl_net sound: audio/sdl_sound ttf: graphics/sdl_ttf Falls ein Port z.B. von net/sdl_net und audio/sdl_mixer abhängt, so wäre die Syntax: USE_SDL= net mixer Die Abhängigkeit von devel/sdl12, die durch net/sdl_net und audio/sdl_mixer entsteht, wird automatisch zum Port hinzugefügt. Falls USE_SDL im Port verwendet wird, so wird automatisch: die Abhängigkeit von sdl12-config zu BUILD_DEPENDS hinzugefügt die Variable SDL_CONFIG zu CONFIGURE_ENV hinzugefügt die Abhängigkeit der ausgewählten Bibliotheken zu LIB_DEPENDS hinzugefügt Um zu überprüfen, ob die SDL-Bibliotheken verfügbar sind, kann die Variable WANT_SDL verwendet werden: WANT_SDL=yes .include <bsd.port.pre.mk> .if ${HAVE_SDL:Mmixer}!="" USE_SDL+= mixer .endif .include <bsd.port.post.mk> <application>wxWidgets</application> verwenden Dieser Abschnitt beschreibt den Status der wxWidgets-Bibliotheken in den Ports und deren Einbindung in das Ports-System. Einführung Es gibt viele Probleme bei der gleichzeitigen Verwendung unterschiedlicher Versionen von wxWidgets-Bibliotheken (Dateien unterschiedlicher wxWidgets-Versionen haben denselben Dateinamen). In den Ports wurde das Problem dadurch gelöst, dass jede Version unter einem eigenen Namen installiert wird, der die Versionsnummer als Suffix beinhaltet. Der offensichtliche Nachteil dabei ist, dass jede Anwendung so verändert werden muss, dass sie die erwartete Version vorfindet. Die meisten solcher Anwendungen benutzen das wx-config-Skript, um die benötigten Compiler- und Linkerflags zu erhalten. Dieses Skript hat für jede verfügbare Version einen anderen Namen. Die meisten Anwendungen beachten eine Umgebungsvariable oder ein Argument beim configure-Skript, um das gewünschte wx-config-Skript festzulegen. Ansonsten müssen sie gepatcht werden. Auswahl der Version Um festzulegen, welche Version der wxWidgets verwendet werden soll, gibt es zwei Variablen (falls nur eine der beiden definiert wird, so wird die andere auf einen Standardwert gesetzt): Variablen, um die <application>wxWidgets</application>-Version festzulegen Variable Beschreibung Standardwert USE_WX Liste der Versionen, die der Port verwenden kann Alle verfügbaren Versionen USE_WX_NOT Liste der Versionen, die der Port nicht verwenden kann Nichts
Es folgt eine Liste an möglichen wxWidgets-Versionen und deren zugehöriger Port: Verfügbare <application>wxWidgets</application>-Versionen Version Port 2.4 x11-toolkits/wxgtk24 2.6 x11-toolkits/wxgtk26 2.8 x11-toolkits/wxgtk28
Ab Version 2.5 werden auch Versionen in Unicode unterstützt und über einen Unterport mit dem Suffix -unicode installiert. Dies kann aber auch über Variablen gehandhabt werden (siehe ). Die Variablen in können auf einen oder mehrere (durch Leerzeichen getrennt) der folgenden Werte gesetzt werden: Spezifikationen der <application>wxWidgets</application>-Versionen Beschreibung Beispiel Einzelne Version 2.4 Aufsteigende Versionsnummern 2.4+ Absteigende Versionsnummern 2.6- Versionsinterval (muss aufsteigend sein) 2.4-2.6
Desweiteren gibt es Variablen, über die eine bevorzugte Version festgelegt werden kann. Die Versionen können als Liste angegeben werden, wobei die Reihenfolge der Priorisierung entspricht. Variablen zur Festlegung der bevorzugten <application>wxWidgets</application>-Version Name Bestimmt für WANT_WX_VER den Port WITH_WX_VER den Benutzer
Komponentenauswahl Desweiteren gibt es Anwendungen, die nicht direkt wxWidgets-Bibliotheken sind, aber trotzdem mit diesen zusammenhängen. Diese Anwendungen können über die Variable WX_COMPS festgelegt werden. Die folgenden Komponenten sind verfügbar: Verfügbare <application>wxWidgets</application>-Komponenten Name Beschreibung Versionsbeschränkungen wx Hauptbibliothek Nichts contrib Beigesteuerte Bibliothek Nichts python wxPython (Python-Bindungen) 2.4-2.6 mozilla wxMozilla 2.4 svg wxSVG 2.6
Der Typ der Abhängigkeit kann für jede Komponente durch hinzufügen eines Suffix (durch Strichpunkt getrennt) festgelegt werden. Falls der Typ nicht angegeben wird, wird ein Standardwert verwendet (siehe ). Die folgenden Typen sind verfügbar: Verfügbare Typen von <application>wxWidgets</application>-Abhängigkeiten Name Beschreibung build Komponente wird zum Bau benötigt – äquivalent zu BUILD_DEPENDS run Komponente wird zum Ausführen benötigt – äquivalent zu RUN_DEPENDS lib Komponente wird zum Bau und Ausführen benötigt – äquivalent zu LIB_DEPENDS
Die Standardwerte für die einzelnen Komponenten sind in der folgenden Tabelle aufgeführt: Standardtypen der <application>wxWidgets</application>-Abhängigkeiten Komponente Typ der Abhängigkeit wx lib contrib lib python run mozilla lib svg lib
Auswahl von <application>wxWidgets</application>-Komponenten Der folgende Ausschnitt entspricht einem Port, der die wxWidgets-Version 2.4 und die zugehörigen Bibliotheken verwendet. USE_WX= 2.4 WX_COMPS= wx contrib
Unicode Die wxWidgets-Bibliotheken unterstützen Unicode seit der Version 2.5. In den Ports sind beide Versionen verfügbar und können über die folgenden Variablen ausgewählt werden: Variablen, um Unicode in den <application>wxWidgets</application>-Versionen auszuwählen Variable Beschreibung Bestimmt für WX_UNICODE Der Port funktioniert ausschließlich mit der Unicode-Version den Port WANT_UNICODE Der Port funktioniert in beiden Versionen – bevorzugt wird jedoch Unicode den Port WITH_UNICODE Der Port verwendet die Unicode-Version den Benutzer WITHOUT_UNICODE Der Port verwendet, falls unterstützt, die normale Version (falls WX_UNICODE nicht definiert ist) den Benutzer
Die Variable WX_UNICODE darf nicht bei Ports benutzt werden, die sowohl die Version mit als auch ohne Unterstützung für Unicode verwenden können. Falls der Port standardmäßig Unterstützung für Unicode bieten soll, verwenden Sie WANT_UNICODE stattdessen.
Feststellen der installierten Version Um eine bereits installierte Version zu finden, muss WANT_WX definiert werden. Falls diese Variable nicht auf eine bestimmte Versionsnummer gesetzt wird, werden die Komponenten einen Suffix mit der Versionsnummer tragen. Die Variable HAVE_WX wird gesetzt, falls eine installierte Version vorgefunden wurde. Installierte <application>wxWidgets</application>-Versionen und –Komponenten feststellen Der folgende Ausschnitt kann in einem Port verwendet werden, der wxWidgets verwendet, falls es installiert ist, oder falls eine Option dafür ausgewählt wurde. WANT_WX= yes .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITH_WX) || ${HAVE_WX:Mwx-2.4} != "" USE_WX= 2.4 CONFIGURE_ARGS+=--enable-wx .endif Der folgende Ausschnitt kann verwendet werden, um die Unterstützung für wxPython zusätzlich zu der von wxWidgets zu aktivieren (beide in Version 2.6), wenn das installiert ist, oder die Option ausgewählt wurde. USE_WX= 2.6 WX_COMPS= wx WANT_WX= 2.6 .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITH_WXPYTHON) || ${HAVE_WX:Mpython} != "" WX_COMPS+= python CONFIGURE_ARGS+=--enable-wxpython .endif Vordefinierte Variablen Die folgenden Variablen sind in den Ports verfügbar (nachdem sie entsprechend definiert wurden). Vordefinierte Variablen für Ports, die <application>wxWidgets</application> verwenden Name Beschreibung WX_CONFIG Pfad zum wxWidgets wx-config-Skript (mit unterschiedlichem Namen) WXRC_CMD Pfad zum wxWidgets wxrc-Programm (mit unterschiedlichem Namen) WX_VERSION Version der wxWidgets, die verwendet werden soll (z.B. 2.6) WX_UNICODE Falls Unterstützung für Unicode nicht explizit definiert, jedoch verwendet wird, dann wird die Unterstützung automatisch aktiviert.
Verarbeitung in <filename>bsd.port.pre.mk</filename> Falls die Variablen gleich nach dem Importieren von bsd.port.pre.mk benutzt werden sollen, so muss die Variable WX_PREMK definiert werden. Falls WX_PREMK definiert ist, so werden Version, Abhängigkeiten, Komponenten und vordefinierte Variablen nicht geändert, wenn die Variablen des wxWidgets-Ports nach dem Einbinden von bsd.port.pre.mk geändert werden. Verwendung von <application>wxWidgets</application>-Variablen in Kommandos Der folgende Ausschnitt zeigt die Verwendung von WX_PREMK durch Ausführen des wx-config-Skriptes, um die vollständige Version als Zeichenkette zu erhalten, diese dann einer Variablen zuzuweisen und die Variable anschließend einem Programm zu übergeben. USE_WX= 2.4 WX_PREMK= yes .include <bsd.port.pre.mk> .if exists(${WX_CONFIG}) VER_STR!= ${WX_CONFIG} --release PLIST_SUB+= VERSION="${VER_STR}" .endif Die wxWidgets-Variablen können problemlos in Kommandos benutzt werden, falls diese in Targets ohne gesetztes WX_PREMK verwendet werden. Weitere <command>configure</command>-Argumente Einige GNU configure-Skripte können wxWidgets nicht auffinden, falls nur die Umgebungsvariable WX_CONFIG gesetzt ist, sondern benötigen zusätzliche Argumente. Dafür kann die Variable WX_CONF_ARGS benutzt werden. Zulässige Werte für <makevar>WX_CONF_ARGS</makevar> Möglicher Wert Resultierendes Argument absolute --with-wx-config=${WX_CONFIG} relative --with-wx=${LOCALBASE} --with-wx-config=${WX_CONFIG:T}
Verwendung von <application>Lua</application> Dieser Abschnitt beschreibt den Status der Lua-Bibliotheken in den Ports und deren Einbindung in das Ports System. Einführung Es gibt viele Probleme bei der gleichzeitigen Verwendung unterschiedlicher Versionen von Lua-Bibliotheken (Dateien unterschiedlicher Versionen haben denselben Dateinamen). In den Ports wurde das Problem gelöst, indem jede Version unter einem eigenen Namen mit der Versionsnummer als Suffix installiert wird. Der offensichtliche Nachteil dabei ist, dass jede Anwendung so verändert werden muss, dass sie die erwartete Version vorfindet. Dies kann jedoch durch zusätzliche Flags für Compiler und Linker gelöst werden. Auswahl der Version Um festzulegen, welche Version von Lua verwendet werden soll, gibt es zwei Variablen (falls nur eine der beiden definiert ist, so wird die andere auf einen Standardwert gesetzt): Variablen, um die <application>Lua</application>-Version festzulegen Variable Beschreibung Standardwert USE_LUA Liste der Versionen, welche der Port verwenden kann Alle verfügbaren Versionen USE_LUA_NOT Liste der Versionen, die der Port nicht verwenden kann Nichts
Es folgt eine Liste an möglichen Lua-Versionen und deren zugehöriger Port: Verfügbare <application>Lua</application>-Versionen Version Port 4.0 lang/lua4 5.0 lang/lua50 5.1 lang/lua
Die Variablen in können auf einen oder mehrere (durch Leerzeichen getrennt) der folgenden Werte gesetzt werden: Spezifikationen der <application>Lua</application>-Versionen Beschreibung Beispiel Spezielle Version 4.0 Aufsteigende Versionen 5.0+ Absteigende Versionen 5.0- Versionenintervall (muss aufsteigend sein) 5.0-5.1
Desweiteren gibt es Variablen, über die eine bevorzugte Version festgelegt werden kann. Die Versionen können als Liste angegeben werden, wobei die Reihenfolge der Priorisierung entspricht. Variablen zur Festlegung der bevorzugten <application>Lua</application>-Version Name Bestimmt für WANT_LUA_VER den Port WITH_LUA_VER den Benutzer
Auswahl der <application>Lua</application>-Version Der folgende Ausschnitt entspricht einem Port, der Lua in den Versionen 5.0 oder 5.1 verwenden kann und standardmäßig 5.0 verwendet. Diese Einstellung kann durch die benutzerdefinierte Variable WITH_LUA_VER überschrieben werden. USE_LUA= 5.0-5.1 WANT_LUA_VER= 5.0
Komponentenauswahl Desweiteren gibt es Anwendungen, die nicht direkt Lua-Bibliotheken sind, aber trotzdem mit diesen zusammenhängen. Diese Anwendungen können über die Variable LUA_COMPS festgelegt werden. Die folgenden Komponenten sind verfügbar: Verfügbare <application>Lua</application>-Komponenten Name Beschreibung Versionseinschränkungen lua Hauptbibliothek Keine tolua Bibliothek für die Unterstützung von C/C++-Code 4.0-5.0 ruby Ruby-Bindungen 4.0-5.0
Es gibt weitere Komponenten, die jedoch Module für den Interpreter sind und nicht von Anwendungen benutzt werden (nur von anderen Modulen). Der Typ der Abhängigkeit kann für jede Komponente durch Hinzufügen eines Suffix (durch Strichpunkt getrennt) festgelegt werden. Falls der Typ nicht angegeben wird, wird ein Standardwert verwendet (siehe ). Die folgenden Typen sind verfügbar: Verfügbare Typen von <application>Lua</application>-Abhängigkeiten Name Beschreibung build Komponente wird zum Bau benötigt – äquivalent zu BUILD_DEPENDS run Komponente wird zum Ausführen benötigt – äquivalent zu RUN_DEPENDS lib Komponente wird zum Bau und zum Ausführen benötigt – äquivalent zu LIB_DEPENDS
Die Standardwerte für die einzelnen Komponenten sind in der folgenden Tabelle aufgeführt: Standardtypen für <application>Lua</application>-Abhängigkeiten Komponente Typ der Abhängigkeit lua lib für 4.0-5.0 (shared) und build für 5.1 (static) tolua build (static) ruby lib (shared)
Auswahl von <application>Lua</application>-Komponenten Der folgende Ausschnitt entspricht einem Port, welcher die Lua-Version 4.0 und die zugehörigen Ruby-Bindungen verwendet. USE_LUA= 4.0 LUA_COMPS= lua ruby
Feststellen der installierten Version Um eine bereits installierte Version zu finden, muss WANT_LUA definiert werden. Falls diese Variable nicht auf eine bestimmte Versionsnummer gesetzt wird, werden die Komponenten einen Suffix mit der Versionsnummer tragen. Die Variable HAVE_LUA wird gesetzt, falls eine installierte Version vorgefunden wurde. Installierte <application>Lua</application>-Versionen und– Komponenten feststellen Der folgende Ausschnitt kann in einem Port verwendet werden, der Lua benutzt, falls es installiert ist oder eine Option dafür ausgewählt wurde. WANT_LUA= yes .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITH_LUA5) || ${HAVE_LUA:Mlua-5.[01]} != "" USE_LUA= 5.0-5.1 CONFIGURE_ARGS+=--enable-lua5 .endif Der folgende Ausschnitt kann verwendet werden, um die Unterstützung für tolua zusätzlich zu der von Lua zu aktivieren (beide in Version 4.0), wenn dies installiert ist oder die Option ausgewählt wurde. USE_LUA= 4.0 LUA_COMPS= lua WANT_LUA= 4.0 .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITH_TOLUA) || ${HAVE_LUA:Mtolua} != "" LUA_COMPS+= tolua CONFIGURE_ARGS+=--enable-tolua .endif Vordefinierte Variablen Die folgenden Variablen sind in den Ports verfügbar (nachdem sie entsprechend definiert wurden). Vordefinierte Variablen für Ports, die <application>Lua</application> verwenden Name Beschreibung LUA_VER Die Lua-Version, die verwendet wird (z.B. 5.1) LUA_VER_SH Die Hauptversion für shared-Lua-Bibliotheken (z.B. 1) LUA_VER_STR Die Lua-Version ohne die Punkte (z.B. 51) LUA_PREFIX Der Präfix, unter dem Lua (und Komponenten) installiert ist LUA_SUBDIR Das Verzeichnis unter ${PREFIX}/bin, ${PREFIX}/share und ${PREFIX}/lib, in welchem Lua installiert ist LUA_INCDIR Das Verzeichnis, in dem Lua- und tolua-Header-Dateien installiert sind LUA_LIBDIR Das Verzeichnis, in dem Lua– und tolua-Bibliotheken installiert sind LUA_MODLIBDIR Das Verzeichnis, in dem Lua Modul-Bibliotheken (.so) installiert sind LUA_MODSHAREDIR Das Verzeichnis, in dem Lua-Module (.lua) installiert sind LUA_PKGNAMEPREFIX Der Paketnamen-Präfix, der von Lua-Modulen verwendet wird LUA_CMD Das Verzeichnis, in dem der Lua-Interpreter liegt LUAC_CMD Das Verzeichnis, in dem der Lua-Compiler liegt TOLUA_CMD Das Verzeichnis, in dem das tolua-Programm liegt
Einem Port mitteilen, in welchem Verzeichnis <application>Lua</application> liegt Der folgende Ausschnitt zeigt, wie einem Port, welcher ein configure-Skript verwendet, mitgeteilt werden kann, wo die Lua-Header-Dateien und Bibliotheken liegen. USE_LUA= 4.0 GNU_CONFIGURE= yes CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="-I${LUA_INCDIR}" LDFLAGS="-L${LUA_LIBDIR}"
Verarbeitung in <filename>bsd.port.pre.mk</filename> Falls die Variablen gleich nach dem Einbinden von bsd.port.pre.mk benutzt werden sollen, so muss die Variable LUA_PREMK definiert werden. Falls LUA_PREMK definiert ist, so werden Version, Abhängigkeiten, Komponenten und vordefinierte Variablen nicht geändert, wenn die Variablen des Lua-Ports nach dem Einbinden von bsd.port.pre.mk geändert werden. Verwendung von <application>Lua</application>-Variablen in Kommandos Der folgende Ausschnitt zeigt die Verwendung von LUA_PREMK durch Ausführen des Lua-Interpreters, um die vollständige Version als Zeichenkette zu erhalten, diese dann einer Variablen zuzuweisen und die Variable schließlich einem Programm zu übergeben. USE_LUA= 5.0 LUA_PREMK= yes .include <bsd.port.pre.mk> .if exists(${LUA_CMD}) VER_STR!= ${LUA_CMD} -v CFLAGS+= -DLUA_VERSION_STRING="${VER_STR}" .endif Die Lua-Variablen können problemlos in Befehlen benutzt werden, falls diese in Targets ohne gesetztes LUA_PREMK verwendet werden.
Xfce verwenden Die USE_XFCE-Variable wird für die automatische Konfiguration der Abhängigkeiten eingesetzt, welche die Xfce-Basisbibliotheken oder Anwendungen wie x11-toolkits/libxfce4gui und x11-wm/xfce4-panel verwenden. Die folgenden Xfce-Bibliotheken und -Anwendungen werden derzeit unterstützt: libexo: x11/libexo libgui: x11-toolkits/libxfce4gui libutil: x11/libxfce4util libmcs: x11/libxfce4mcs mcsmanager: sysutils/xfce4-mcs-manager panel: x11-wm/xfce4-panel thunar: x11-fm/thunar wm: x11-wm/xfce4-wm xfdev: dev/xfce4-dev-tools Die folgenden zusätzlichen Parameter werden unterstützt: configenv: Benutzen Sie dies, wenn Ihr Port eine speziell angepasste CONFIGURE_ENV-Variable benötigt, um seine erforderlichen Bibliotheken zu finden. -I${LOCALBASE}/include -L${LOCALBASE}/lib wird CPPFLAGS hinzugefügt und ergibt CONFIGURE_ENV. Wenn also ein Port von sysutils/xfce4-mcs-manager abhängt und die speziellen CPPFLAGS in seiner configure-Umgebung verlangt, dann würde die Syntax wie folgt aussehen: USE_XFCE= mcsmanager configenv Benutzung von Datenbanken Variablen für Ports, die Datenbanken benutzen Variable Bedeutung USE_BDB Falls die Variable auf yes gesetzt ist, füge eine Abhängigkeit von databases/db41 hinzu. Die Variable kann auch folgende Werte annehmen: 2, 3, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46 oder 47. Sie können eine Folge akzeptierter Werte angeben - USE_BDB=42+ stellt die höchste installierte Version fest und greift auf 42 zurück, falls sonst nichts installiert ist. USE_MYSQL Falls die Variable auf yes gesetzt ist, füge databases/mysql50-server als Abhängigkeit hinzu. Die damit verknüpfte Variable WANT_MYSQL_VER kann Werte wie 323, 40, 41, 50, 51 oder 60 annehmen. USE_PGSQL Falls die Variable auf yes gesetzt ist, füge eine Abhängigkeit von databases/postgresql82 hinzu. Die damit verknüpfte Variable WANT_MYSQL_VER kann Werte wie 73, 74, 80, 81, 82 oder 83 annehmen.
Starten und Anhalten von Diensten (rc Skripten) rc.d-Skripten werden zum Starten von Diensten während des Systemstarts verwendet und um den Administratoren einen Standardweg zum Anhalten und Starten von Diensten zu bieten. Ports halten sich an dieses systemweite rc.d-Framework. Details zu deren Benutzung können im rc.d Kapitel des Handbuchs nachgelesen werden. Ausführliche Beschreibungen der verfügbaren Befehle stehen in &man.rc.8; und &man.rc.subr.8;. Desweiteren gibt es einen Artikel zu praktischen Aspekten bezüglich rc.d-Skripten. Ein oder mehrere rc.d-Skripten können installiert werden mittels: USE_RC_SUBR= doormand Skripten müssen im Unterverzeichnis files abgelegt und jeder Skript-Datei muss ein .in-Suffix hinzugefügt werden. Standardmäßige SUB_LIST-Ersetzungen werden für diese Dateien unterstützt. Die Verwendung von %%PREFIX%% und %%LOCALBASE%% wird dringend empfohlen. Näheres zu SUB_LIST kann im zugehörigen Kapitel nachgelesen werden. Für &os;-Versionen, die älter als 6.1-RELEASE sind, ist die Integration mittels &man.rcorder.8; möglich, indem USE_RCORDER anstatt USE_RC_SUBR verwendet wird. Die Verwendung dieser Methode ist jedoch nur notwendig, wenn der Port in die Verzeichnisstruktur des Basissystems installiert werden kann oder der Dienst vor den FILESYSTEMS-Skripten in rc.d des Basissystems gestartet sein muss. Seit &os; 6.1-RELEASE sind lokale rc.d-Skripten (inklusive der durch Ports installierten) im allgemeinen &man.rcorder.8; des Basissystems. Beispiel eines einfachen rc.d-Skripts: #!/bin/sh # $FreeBSD$ # # PROVIDE: doormand # REQUIRE: LOGIN # KEYWORD: shutdown # # Add the following lines to /etc/rc.conf.local or /etc/rc.conf # to enable this service: # # doormand_enable (bool): Set to NO by default. # Set it to YES to enable doormand. # doormand_config (path): Set to %%PREFIX%%/etc/doormand/doormand.cf # by default. # . /etc/rc.subr name="doormand" rcvar=${name}_enable command=%%PREFIX%%/sbin/${name} pidfile=/var/run/${name}.pid load_rc_config $name : ${doormand_enable="NO"} : ${doormand_config="%%PREFIX%%/etc/doormand/doormand.cf"} command_args="-p $pidfile -f $doormand_config" run_rc_command "$1" Solange kein guter Grund dafür besteht, einen Dienst früher starten zu lassen, sollten alle Ports-Skripten REQUIRE: LOGIN verwenden. Falls der Port von einem bestimmten Benutzer (außer root) ausgeführt wird, ist dies zwingend. KEYWORD: shutdown ist im Skript oben deswegen vorhanden, weil der frei erfundene Beispiel-Port einen Dienst startet und dieser beim Herunterfahren des Systems sauber beendet werden sollte. Startete das Skript keinen persistenten Dienst, wäre dies nicht notwendig. Für die Wertzuweisung von Variablen sollte "=" anstatt ":=" verwendet werden, da bei Ersterem nur auf einen Standardwert gesetzt wird, wenn die Variable vorher noch nicht gesetzt war, und bei Letzterem dieser gesetzt wird, auch wenn der Wert vorher Null gewesen ist. Ein Benutzer kann durchaus einen Ausdruck wie doormand_flags="" in seiner rc.conf.local-Datei stehen haben, und eine Variablenzuweisung mittels ":=" würde in diesem Fall die Benutzerdefinition überschreiben. Es sollten keine weiteren Skripten mit der .sh-Endung hinzugefügt werden. Irgendwann wird es ein Massenumbenennen aller Skripten im Repository geben, die immer noch diese Endung haben. Anhalten und Deinstallieren von Diensten Es ist möglich, dass ein Dienst während der Deinstallation automatisch angehalten wird. Es wird empfohlen dieses Verhalten nur zu implementieren, wenn es unbedingt erforderlich ist zuerst den Dienst anzuhalten und dann die Dateien zu entfernen. Normalerweise sollte es dem Administrator überlassen werden, ob ein Dienst durch Deinstallieren angehalten werden soll. Dies betrifft auch den Vorgang des Aktualisierens. Der Datei pkg-plist sollte eine Zeile wie folgt zugefügt werden: @stopdaemon doormand Das Argument muss dabei mit dem Inhalt der USE_RC_SUBR-Variablen übereinstimmen. Hinzufügen von Benutzern und Gruppen Manche Ports setzen voraus, dass ein bestimmter Benutzer auf dem System angelegt ist. Wählen Sie in einem solchen Fall eine freie Kennnummer zwischen 50 und 999 aus und tragen Sie diese in ports/UIDs (für Benutzer) oder ports/GIDs (für Gruppen) ein. Stellen Sie dabei sicher, dass Sie keine Kennnummer auswählen, die bereits vom System oder von anderen Ports verwendet wird. Erstellen Sie bitte eine entsprechende Patch-Datei für diese beiden Dateien, wenn für Ihren Port ein neuer Benutzer oder eine neue Gruppe angelegt werden muss. Sie können dann die Variablen USERS und GROUPS im Makefile benutzen, um bei der Port-Installation das automatische Anlegen des Benutzers zu veranlassen. USERS= pulse GROUPS= pulse pulse-access pulse-rt Die Liste mit den momentan belegten UIDs (GIDs) befindet sich in ports/UIDs (ports/GIDs).
Fortgeschrittene <filename>pkg-plist</filename>-Methoden Änderungen an <filename>pkg-plist</filename> mit Hilfe von make-Variablen Einige Ports, insbesondere die p5--Ports, müssen, abhängig von ihren Konfigurationsoptionen (oder im Falle der p5-Ports von der perl-Version), die pkg-plist verändern. Um dies zu vereinfachen, werden für jeden Eintrag in pkg-plist die Variablen %%OSREL%%, %%PERL_VER%% und %%PERL_VERSION%% durch die jeweiligen Werte ersetzt. Der Wert von %%OSREL%% ist die Revisionsnummer des Betriebssystems (z.B. 4.9). %%PERL_VERSION%% und %%PERL_VER%% geben die vollständige Versionsnummer von perl (z.B. 5.8.9) an. Weitere, die Dokumentationsdateien des Ports betreffende %%VARS%%, werden im entsprechenden Abschnitt erläutert. Falls Sie weitere Ersetzungen von Variablen durchführen müssen, können Sie in der Variable PLIST_SUB eine Liste von VAR=VALUE-Paaren angeben, wobei in der pkg-plist %%VAR%% durch VALUE ersetzt wird. Wenn Sie z.B. einen Port haben, der viele Dateien in ein versionsspezifisches Unterverzeichnis installiert, dann können Sie etwas wie OCTAVE_VERSION= 2.0.13 PLIST_SUB= OCTAVE_VERSION=${OCTAVE_VERSION} in das Makefile schreiben und %%OCTAVE_VERSION%% verwenden, unabhängig davon, wo die Variable in pkg-plist verwendet wird. In diesem Fall müssen Sie bei einem Upgrade des Ports nicht dutzende (oder manchmal sogar hunderte) Zeilen in pkg-plist anpassen. Falls Ihr Port in Abhängigkeit von den ausgewählten Optionen Dateien installiert, ist es üblich, den entsprechenden Zeilen in der pkg-plist eine Zeichenfolge %%TAG%% voranzustellen, wobei der Platzhalter TAG der Variablen PLIST_SUB im Makefile bei gleichzeitiger Zuweisung des speziellen Werts @comment hinzugefügt wird, der die Paket-Werkzeuge die Zeile ignorieren lässt: .if defined(WITH_X11) PLIST_SUB+= X11="" .else PLIST_SUB+= X11="@comment " .endif und in der pkg-plist: %%X11%%bin/foo-gui Diese Ersetzung (ebenso wie das Hinzufügen weiterer Manualpages) wird zwischen den pre-install- und do-install-Targets ausgeführt, indem aus PLIST gelesen und in TMPPLIST geschrieben wird (Standard: WRKDIR/.PLIST.mktmp). Falls Ihr Port also PLIST während dem Erstellen generiert, so sollte dies vor oder in pre-install geschehen. Muss Ihr Port die resultierende Datei verändern, so sollte dies in post-install mit der Ausgabedatei TMPPLIST erfolgen. Eine weitere Möglichkeit, die Paketliste eines Ports zu verändern, besteht darin die Variablen PLIST_FILES und PLIST_DIRS zu setzen. Der Wert jeder der beiden Variablen stellt eine Liste von Pfadnamen dar, die zusammen mit dem Inhalt von PLIST in TMPPLIST geschrieben wird. Dabei unterliegen die Namen in PLIST_FILES und PLIST_DIRS der weiter oben beschriebenen Substitution von %%VAR%%. Die Namen aus PLIST_FILES werden ansonsten unverändert in die endgültige Paketliste übernommen, während den Namen aus PLIST_DIRS noch der Wert von @dirrm vorangestellt wird. Damit die Verwendung von PLIST_FILES und PLIST_DIRS überhaupt möglich ist, müssen diese gesetzt werden, bevor TMPPLIST geschrieben wird – z.B. in pre-install oder vorher. Leere Verzeichnisse Aufräumen leerer Verzeichnisse Bitte sorgen Sie dafür, dass ihre Ports bei der Deinstallation leere Verzeichnisse löschen. Dazu wird für jedes Verzeichnis, das der Port erzeugt hat, eine @dirrm-Zeile angegeben. Um ein Verzeichnis zu löschen müssen Sie zuerst dessen Unterverzeichnisse entfernen. : lib/X11/oneko/pixmaps/cat.xpm lib/X11/oneko/sounds/cat.au : @dirrm lib/X11/oneko/pixmaps @dirrm lib/X11/oneko/sounds @dirrm lib/X11/oneko Es kann allerdings auch vorkommen, dass @dirrm Fehler ausgibt, da andere Ports ein Verzeichnis ebenfalls nutzen. Deshalb können Sie @dirrmtry verwenden, um nur Verzeichnisse zu löschen, die wirklich leer sind, und damit Warnhinweise vermeiden. @dirrmtry share/doc/gimp Dadurch wird es weder eine Fehlermeldung geben noch wird &man.pkg.delete.1; abnormal beendet werden - auch dann nicht, wenn ${PREFIX}/share/doc/gimp nicht leer ist, da andere Ports hier ebenfalls Dateien installiert haben. Erstellen leerer Verzeichnisse Um leere Verzeichnisse während der Installation eines Ports zu erstellen, bedarf es etwas Aufmerksamkeit. Diese Verzeichnisse werden nicht erstellt, wenn das Paket installiert wird, da Pakete nur die Dateien speichern und &man.pkg.add.1; nur die Verzeichnisse erstellt, die dafür benötigt werden. Um sicher zu gehen, dass das leere Verzeichnis erstellt wird, wenn ein Paket installiert wird, muss die folgende Zeile in pkg-plist über der entsprechenden @dirrm Zeile eingetragen werden: @exec mkdir -p %D/share/foo/templates Konfigurationsdateien Sollte Ihr Port Konfigurationsdateien in PREFIX/etc benötigen, so sollten Sie diese nicht einfach installieren und in pkg-plist auflisten. Dies würde &man.pkg.delete.1; veranlassen, diese Dateien zu löschen, selbst wenn wenn sie vom Benutzer editiert wurden. Stattdessen sollten Beispieldateien mit einem entsprechenden Suffix (beispielsweise filename.sample) versehen werden. Ist die Konfigurationsdatei nicht vorhanden, so sollte die Beispieldatei an deren Platz kopiert werden. Bei der Deinstallation sollte die Konfigurationsdatei gelöscht werden, aber nur, wenn sie nicht vom Benutzer verändert wurde. Das alles muss sowohl im Makefile des Ports als auch in der pkg-plist (für die Installation aus einem Paket) sichergestellt werden. Beispiel aus einem Makefile: post-install: @if [ ! -f ${PREFIX}/etc/orbit.conf ]; then \ ${CP} -p ${PREFIX}/etc/orbit.conf.sample ${PREFIX}/etc/orbit.conf ; \ fi Beispiel aus einer pkg-plist: @unexec if cmp -s %D/etc/orbit.conf.sample %D/etc/orbit.conf; then rm -f %D/etc/orbit.conf; fi etc/orbit.conf.sample @exec if [ ! -f %D/etc/orbit.conf ] ; then cp -p %D/%F %B/orbit.conf; fi Wahlweise können Sie auch eine Nachricht ausgegeben lassen, in der Sie den Nutzer auffordern, die Datei an die richtige Stelle zu kopieren und zu bearbeiten, bevor das Programm ausgeführt werden kann. Dynamische oder statische Paketliste Eine statische Paketliste ist eine Paketliste, die in der Ports-Sammlung, entweder in Form der pkg-plist (mit oder ohne der Ersetzung von Variablen) oder durch PLIST_FILES und PLIST_DIRS im Makefile eingebettet, verfügbar ist. Selbst wenn der Inhalt durch ein Werkzeug oder ein Target im Makefile automatisch erzeugt wird, bevor die Datei von einem Committer in die Ports-Sammlung aufgenommen wird, so ist dies immer noch eine statische Liste, da es möglich ist den Dateiinhalt zu betrachten ohne ein Distfile Herunterladen oder Kompilieren zu müssen. Eine dynamische Paketliste ist eine Paketliste, die beim Kompilieren des Ports erstellt wird, abhängig davon, welche Dateien und Verzeichnisse installiert werden. Es ist nicht möglich diese Liste zu betrachten, bevor der Quelltext heruntergeladen und kompiliert oder nachdem ein make clean ausgeführt wurde. Der Einsatz dynamischer Paketlisten ist zwar nicht untersagt, aber Sie sollten, wann immer das möglich ist, statische Paketlisten verwenden, da die Nutzer dann &man.grep.1; auf alle verfügbaren Ports anwenden können, um z.B. herauszufinden, von welchem eine bestimmte Datei installiert wurde. Dynamische Paketlisten sollten für komplexe Ports verwendet werden, bei denen sich die Liste abhängig von den gewählten Funktionen sehr stark ändern kann (wodurch die Pflege von statischen Listen unmöglich wird), oder Ports, welche die Paketliste abhängig von den Versionen verwendeter Abhängigkeiten verändern (z.B. Ports, die Ihre Dokumentation mit Javadoc erzeugen). Maintainer, die dynamische Paketlisten bevorzugen, werden dazu aufgefordert, neue Targets zu Ihren Ports hinzuzufügen, welche die pkg-plist-Datei erzeugen, sodass Benutzer den Inhalt überprüfen können. Automatisiertes Erstellen von Paketlisten Als Erstes sollten Sie sich vergewissern, dass der Port bis auf pkg-plist vollständig ist. Als Nächstes erstellen Sie einen temporären Verzeichnisbaum, in welchem Ihr Port installiert werden kann, und installieren Sie alle Abhängigkeiten. &prompt.root; mkdir /var/tmp/$(make -V PORTNAME) &prompt.root; mtree -U -f $(make -V MTREE_FILE) -d -e -p /var/tmp/$(make -V PORTNAME) &prompt.root; make depends PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME) Speichern Sie die Verzeichnisstruktur in einer neuen Datei. &prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * -type d) | sort > OLD-DIRS Erstellen Sie eine leere pkg-plist-Datei: &prompt.root; :>pkg-plist Wenn Ihr Port auf PREFIX achtet (was er machen sollte), so kann der Port nun installiert und die Paketliste erstellt werden. &prompt.root; make install PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME) &prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * \! -type d) | sort > pkg-plist Sie müssen auch alle neu erstellten Verzeichnisse in die Paketliste aufnehmen. &prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * -type d) | sort | comm -13 OLD-DIRS - | sort -r | sed -e 's#^#@dirrm #' >> pkg-plist Zu guter Letzt muss die Paketliste noch manuell aufgeräumt werden - es funktioniert eben nicht alles automatisch. Manualpages sollten im Makefile des Ports unter MANn aufgeführt sein und nicht in der Paketliste. Konfigurationsdateien des Benutzers sollten entfernt oder als filename.sample installiert werden. Die info/dir-Datei sollte nicht aufgeführt sein und die zugehörigen install-info-Zeilen sollten hinzugefügt werden, wie im info files-Abschnitt beschrieben. Alle Bibliotheken, die der Port installiert, sollten aufgelistet werden, wie es im Shared Libraries-Abschnitt festgelegt ist. Alternativ dazu können Sie das plist-Skript in /usr/ports/Tools/scripts/ verwenden, um die Paketliste automatisch zu erstellen. Das plist-Skript ist ein Ruby-Skript, das die meisten der in den vorangehenden Absätzen kurz dargestellten manuellen Schritte automatisiert. Der erste Schritt ist derselbe wie oben: Nehmen Sie die ersten drei Zeilen, also mkdir, mtree und make depends. Installieren und bauen Sie dann den Port: &prompt.root; make install PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME) Und lassen Sie plist die pkg-plist-Datei erstellen: &prompt.root; /usr/ports/Tools/scripts/plist -Md -m $(make -V MTREE_FILE) /var/tmp/$(make -V PORTNAME) > pkg-plist Die Paketliste muss immer noch von Hand aufgeräumt werden, wie es oben erklärt wurde. Ein weiteres Werkzeug zur Erzeugung einer ersten pkg-plist-Datei ist ports-mgmt/genplist. Wie bei jedem automatisierten Hilfswerkzeug, sollte die erzeugte pkg-plist-Datei überprüft und bei Bedarf von Hand nachbearbeitet werden. Die <filename>pkg-<replaceable>*</replaceable></filename> Dateien Es gibt noch einige Tricks mit pkg-*, die wir noch nicht erwähnt haben, die aber oft sehr praktisch sind. <filename>pkg-message</filename> Wenn Sie dem Anwender bei der Installation weitere Informationen anzeigen wollen, so können Sie diese Nachricht in pkg-message speichern. Diese Vorgehensweise ist oft nützlich, um zusätzliche Schritte anzuzeigen, die nach &man.pkg.add.1; durchgeführt werden müssen. Dadurch können Sie auch Lizenzinformationen darstellen. Wollen Sie nur ein paar Zeilen über die Einstellungen zum Erstellen des Ports oder Warnungen ausgeben, benutzen Sie ECHO_MSG. pkg-message ist nur für Schritte nach der Installation vorgesehen. Sie sollten den Unterschied zwischen ECHO_MSG und ECHO_CMD beachten: Ersteres wird benutzt, um Informationen auf dem Bildschirm auszugeben, während Letzteres für Kommando-Pipelining bestimmt ist. Ein gutes Beispiel für die Benutzung der beiden Befehle ist in shells/bash2/Makefile zu finden: update-etc-shells: @${ECHO_MSG} "updating /etc/shells" @${CP} /etc/shells /etc/shells.bak @( ${GREP} -v ${PREFIX}/bin/bash /etc/shells.bak; \ ${ECHO_CMD} ${PREFIX}/bin/bash) >/etc/shells @${RM} /etc/shells.bak Die pkg-message wird nicht zur pkg-plist hinzugefügt. Sie wird auch nicht automatisch angezeigt, falls ein Anwender den Port installiert. Sie müssen also die Ausgabe selbst im post-install-Ziel des Make-Vorgangs veranlassen. <filename>pkg-install</filename> Sollte es nötig sein, dass Ihr Port bei der Installation des Binärpakets mit &man.pkg.add.1; Befehle ausführt, können Sie das Skript pkg-install benutzen. Dieses Skript wird automatisch dem Paket hinzugefügt und zweimal von &man.pkg.add.1; ausgeführt: Zuerst als ${SH} pkg-install ${PKGNAME} PRE-INSTALL und beim zweiten Mal als ${SH} pkg-install ${PKGNAME} POST-INSTALL. $2 kann also getestet werden, um festzustellen, in welchem Modus das Skript ausgeführt wird. Die Umgebungsvariable PKG_PREFIX wird auf das Verzeichnis gesetzt, in welches das Paket installiert wird. Siehe &man.pkg.add.1; für weiterführende Informationen. Das Skript wird nicht automatisch ausgeführt, wenn Sie den Port mit make install installieren. Wenn Sie es ausführen lassen wollen, dann müssen Sie es im Makefile aufrufen: PKG_PREFIX=${PREFIX} ${SH} ${PKGINSTALL} ${PKGNAME} PRE-INSTALL. <filename>pkg-deinstall</filename> Dieses Skript wird ausgeführt, wenn ein Paket deinstalliert wird. Es wird zweimal von &man.pkg.delete.1; aufgerufen. Das erste Mal als ${SH} pkg-deinstall ${PKGNAME} DEINSTALL und dann als ${SH} pkg-deinstall ${PKGNAME} POST-DEINSTALL. <filename>pkg-req</filename> Muss Ihr Port entscheiden, ob er installiert werden soll oder nicht, können Sie ein pkg-req-Bedingungsskript verwenden. Dieses wird automatisch bei der Installation/ Deinstallation aufgerufen, um zu entscheiden, ob die Installation/ Deinstallation fortgesetzt werden soll. Das Skript wird während der Installation von &man.pkg.add.1; als pkg-req ${PKGNAME} INSTALL aufgerufen. Bei der Deinstallation wird es von &man.pkg.delete.1; als pkg-req ${PKGNAME} DEINSTALL ausgeführt. Ändern der Namen der <filename>pkg-<replaceable>*</replaceable></filename> Dateien Alle Namen der pkg-* Dateien werden durch Variablen festgelegt. Sie können sie bei Bedarf also im Makefile des Ports ändern. Das ist besonders nützlich, wenn Sie die gleichen pkg-* Dateien in mehreren Ports nutzen oder in eine der oben genannten Dateien schreiben wollen. Schreiben Sie niemals außerhalb des Unterverzeichnisses WRKDIR pkg-*, eine Erklärung hierzu finden Sie in Schreiben ausserhalb von WRKDIR. Hier ist eine Liste von Variablennamen und ihren Standardwerten (PKGDIR ist standardmäßig ${MASTERDIR}). Variable Standardwert DESCR ${PKGDIR}/pkg-descr PLIST ${PKGDIR}/pkg-plist PKGINSTALL ${PKGDIR}/pkg-install PKGDEINSTALL ${PKGDIR}/pkg-deinstall PKGREQ ${PKGDIR}/pkg-req PKGMESSAGE ${PKGDIR}/pkg-message Bitte benutzen Sie diese Variablen anstatt PKG_ARGS zu ändern. Wenn Sie PKG_ARGS modifizieren, werden diese Dateien bei der Installation des Ports nicht korrekt in /var/db/pkg installiert. Nutzung von <makevar>SUB_FILES</makevar> und <makevar>SUB_LIST</makevar> Die Variablen SUB_FILES und SUB_LIST sind nützlich, um dynamische Werte in Port-Dateien zu verwenden, wie beispielsweise der Installations-PREFIX in pkg-message. Die Variable SUB_FILES enthält eine Liste von Dateien, die automatisch verändert werden. Jede Datei in SUB_FILES muss ein entsprechendes Pendant datei.in im Verzeichnis FILESDIR haben. Die modifizierte Version wird in WRKDIR angelegt. Dateien, die als Werte von USE_RC_SUBR (oder veraltet in USE_RCORDER) gespeichert werden, werden automatisch zu SUB_FILES hinzugefügt. Für die Dateien pkg-message, pkg-install, pkg-deinstall und pkg-req werden die jeweiligen Makefile-Variablen selbsttätig auf die geänderte Version der Datei gesetzt. Die Variable SUB_LIST ist eine Liste von VAR=WERT-Paaren. Jedes Paar %%VAR%% in den Dateien von SUB_FILES wird mit WERT ersetzt. Einige gebräuchliche Paare werden automatisch definiert: PREFIX, LOCALBASE, DATADIR, DOCSDIR, EXAMPLESDIR. Jede Zeile, die mit @comment beginnt, wird nach der Variablen-Ersetzung aus der neu erstellten Datei gelöscht. Im folgenden Beispiel wird %%ARCH%% mit der Systemarchitektur in pkg-message ersetzt: SUB_FILES= pkg-message SUB_LIST= ARCH=${ARCH} Beachten Sie bitte, dass in diesem Beispiel die Datei pkg-message.in im Verzeichnis FILESDIR vorhanden sein muss. Hier ein Beispiel für eine gute pkg-message.in: Now it is time to configure this package. Copy %%PREFIX%%/share/examples/putsy/%%ARCH%%.conf into your home directory as .putsy.conf and edit it. Ihren Port testen <command>make describe</command> ausführen Einige der &os;-Werkzeuge zur Pflege von Ports, wie zum Beispiel &man.portupgrade.1;, verwenden eine Datenbank names /usr/ports/INDEX, welche Eigenschaften, wie z.B. Port-Abhängigkeiten, verfolgt. INDEX wird vom Makefile der höchsten Ebene, ports/Makefile, mittels make index erstellt, welches in das Unterverzeichnis jedes Ports wechselt und dort make describe ausführt. Wenn also make describe bei einem Port fehlschlägt, kann INDEX nicht generiert werden und schnell werden viele Leute darüber unzufrieden sein. Es ist wichtig diese Datei erzeugen zu können, unabhängig davon, welche Optionen in make.conf vorhanden sind. Bitte vermeiden Sie es daher beispielsweise .error-Anweisungen zu benutzen, wenn zum Beispiel eine Abhängigkeit nicht erfüllt wird (Lesen Sie dazu bitte ). Wenn make describe eine Zeichenkette anstatt einer Fehlermeldung erzeugt, sind Sie wahrscheinlich auf der sicheren Seite. Vergleichen Sie die erzeugte Zeichenkette mit bsd.port.mk, um mehr über deren Bedeutung zu erfahren. Beachten Sie bitte außerdem, dass die Benutzung einer aktuellen Version von portlint (wie im nächsten Abschnitt beschrieben) automatisch make describe startet. Portlint Bitte überprüfen Sie Ihre Arbeit stets mit portlint, bevor Sie diese einreichen oder committen. portlint warnt Sie bei häufigen Fehlern, sowohl funktionaler als auch stilistischer Natur. Für einen neuen (oder repokopierten) Port ist portlint -A die gründlichste Variante; für einen bereits existierenden Port ist portlint -C ausreichend. Da portlint heuristische Methoden zur Fehlersuche benutzt, kann es vorkommen, dass Warnungen für Fehler erzeugt werden, die keine sind. Gelegentlich kann etwas, das als Problem angezeigt wird, aufgrund von Einschränkungen im Port-System nicht anders gelöst werden. Wenn es Zweifel gibt, fragen Sie am besten auf &a.ports; nach. Port Tools Das Programm ports-mgmt/porttools ist Teil der Ports-Sammlung. port ist das Front-End-Skript, das Ihnen dabei behilflich sein kann Ihre Arbeit als Tester zu vereinfachen. Um einen neuen Port zu testen oder einen bereits bestehenden Port zu aktualisieren, können Sie port test verwenden, damit die Tests, inklusive der portlint-Überprüfung, durchgeführt werden. Dieser Befehl spürt ausserdem alle nicht in pkg-plist enthaltenen Dateien auf und gibt eine Liste dieser aus. Hier ein Beispiel: &prompt.root; port test /usr/ports/net/csup <makevar>PREFIX</makevar> und <makevar>DESTDIR</makevar> PREFIX bestimmt, an welche Stelle der Port installiert werden soll. In der Regel ist dies/usr/local oder /opt, was jedoch anpassbar ist. Ihr Port muss sich an diese Variable halten. DESTDIR, wenn es vom Benutzer gesetzt wird, bestimmt die alternative Umgebung (in der Regel eine Jail oder ein installiertes System, welches an anderer Stelle als / eingehängt ist). Ein Port wird unter DESTDIR/PREFIX installiert und registriert sich in der Paket-Datenbank unter DESTDIR/var/db/pkg. Da DESTDIR mittels eines &man.chroot.8;-Aufrufs vom Ports-System automatisch gesetzt wird, brauchen Sie keine Änderungen oder besondere Pflege für DESTDIR-konforme Ports. Der Wert von PREFIX wird auf LOCALBASE gesetzt (Standard ist /usr/local). Falls USE_LINUX_PREFIX gesetzt ist, wird PREFIX LINUXBASE annehmen (Standard ist /compat/linux). Die Vermeidung der hart kodierten Angaben von /usr/local oder /usr/X11R6 im Quelltext wird den Port viel flexibler machen und erleichtert es die Anforderungen anderer Einsatzorte zu erfüllen. Für X-Ports, die imake benutzen, geschieht dies automatisch; andernfalls kann dies erreicht werden, indem alle Angaben von /usr/local (oder /usr/X11R6 für X-Ports, die nicht imake benutzen) in den verschiedenen Makefiles im Port ersetzt werden, um ${PREFIX} zu lesen, da diese Variable automatisch an jede Stufe des Build- und Install-Prozesses übergeben wird. Vergewissern Sie sich bitte, dass Ihre Anwendung nichts unter /usr/local an Stelle von PREFIX installiert. Um dies festzustellen, können Sie folgendes machen: &prompt.root; make clean; make package PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME) Wenn etwas außerhalb von PREFIX installiert wird, so gibt der Prozess der Paketerstellung eine Meldung aus, dass es die Dateien nicht finden kann. Dies prüft nicht das Vorhandensein eines internen Verweises oder die richtige Verwendung von LOCALBASE für Verweise auf Dateien anderer Ports. Das Testen der Installation in /var/tmp/$(make -V PORTNAME) würde dies erledigen. Die Variable PREFIX kann in Ihrem Makefile oder der Umgebung des Benutzers neu gesetzt werden. Allerdings wird für einzelne Ports dringend davon abgeraten diese Variable in den Makefiles direkt zu setzen. Verweisen Sie bitte außerdem auf Programme/Dateien von anderen Ports durch die oben erwähnten Variablen und nicht mit den eindeutigen Pfadnamen. Wenn Ihr Port zum Beispiel vom Makro PAGER erwartet, dass es den vollständigen Pfadnamen von less enthält, benutzen Sie folgendes Compiler-Flag: -DPAGER=\"${LOCALBASE}/bin/less\" anstatt -DPAGER=\"/usr/local/bin/less\". Somit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch funktioniert, wenn der Administrator den ganzen /usr/local-Baum an eine andere Stelle verschoben hat. Die Tinderbox Wenn Sie ein begeisterter Ports-Entwickler sind möchten Sie vielleicht einen Blick auf die Tinderbox werfen. Es ist ein leistungsstarkes System zur Erstellung und zum Testen von Ports, welches auf Skripten basiert, die auf Pointyhat verwendet werden. Sie können Tinderbox installieren, indem Sie den Port ports-mgmt/tinderbox benutzen. Bitte lesen Sie die mitgelieferte Dokumentation gründlich, da die Konfiguration nicht einfach ist. Um Näheres darüber zu erfahren, besuchen Sie bitte die Tinderbox Homepage. Einen Port aktualisieren Wenn Sie feststellen, dass ein Port verglichen mit der neuesten Version des Originalautors nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist, sollten Sie als Erstes sicherstellen, dass Sie die aktuellste Version des Ports haben. Diese finden Sie im Verzeichnis ports/ports-current der FreeBSD FTP-Spiegelseiten. Wenn Sie allerdings mit mehr als ein paar Ports arbeiten, werden Sie es wahrscheinlich einfacher finden CVSup zu benutzen, um Ihre gesamte Ports-Sammlung aktuell zu halten, wie es im Handbuch beschrieben wird. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass Sie so auch alle Abhängigkeiten des Ports aktuell halten. Der nächste Schritt besteht darin festzustellen, ob bereits eine Aktualisierung des Ports darauf wartet committet zu werden. Um das sicherzustellen haben Sie folgende Möglichkeiten. Es gibt eine durchsuchbare Schnittstelle zur FreeBSD Problembericht Datenbank (PR - Problem Report) (auch bekannt als GNATS). Wählen Sie dazu Ports im Drop-Down-Menü und geben Sie den Namen des Ports ein. Allerdings wird manchmal vergessen den Namen des Ports eindeutig im Feld für die Zusammenfassung anzugeben. In diesem Fall können Sie das FreeBSD Ports Monitoring System (auch bekannt als portsmon) nutzen. Dieses versucht PRs von Ports nach Portname zu sortieren. Um PRs nach einem bestimmten Port zu durchsuchen können Sie die Übersicht eines Ports verwenden. Wenn es keine wartenden PRs gibt, ist der nächste Schritt eine E-Mail an den Maintainer des Ports zu schicken, wie von make maintainer gezeigt wird. Diese Person arbeitet vielleicht schon an einer Aktualisierung, oder hat einen guten Grund den Port im Moment nicht zu aktualisieren (z.B. wegen Stabilitätsproblemen der neuen Version). Sie wollen sicher nicht die Arbeit des Maintainers doppelt machen. Beachten Sie bitte, dass für Ports ohne Maintainer ports@FreeBSD.org eingetragen ist. Das ist nur die allgemeine &a.ports;-Mailingliste, deshalb wird es in diesem Fall wahrscheinlich nicht helfen eine E-Mail dorthin zu schicken. Wenn Sie der Maintainer bittet die Aktualisierung zu erledigen, oder falls es keinen Maintainer gibt, haben Sie Gelegenheit FreeBSD zu helfen, indem Sie die Aktualisierung selbst bereitstellen. Bitte führen Sie die Änderungen durch und speichern Sie die Ausgabe des rekursiven diff des neuen und alten Portverzeichnisses (wenn Ihr verändertes Portverzeichnis z.B. superedit und das Original superedit.bak heißt, dann speichern Sie bitte die Ergebnisse von diff -ruN superedit.bak superedit). Sowohl vereinheitlichendes als auch kontextabhängiges diff (Auflistung der Unterschiede zweier Dateien) sind akzeptabel, aber im Allgemeinen bevorzugen Port-Committer vereinheitlichende diffs. Bitte beachten Sie die Verwendung der -N-Option. Dies ist der gebräuchliche Weg diff dazu zu bewegen korrekt damit umzugehen, neue Dateien anzulegen und alte zu löschen. Bevor Sie das diff einsenden überprüfen Sie bitte die Ausgabe, um sicherzugehen, dass die Änderungen sinnvoll sind. Um gängige Operationen mit Korrekturdateien zu vereinfachen, können Sie /usr/ports/Tools/scripts/patchtool.py benutzen. Aber lesen Sie bitte vorher /usr/ports/Tools/scripts/README.patchtool. Falls der Port keinen Maintainer hat und Sie ihn selbst aktiv benutzen, ziehen Sie bitte in Erwägung sich als Maintainer zu melden. &os; hat mehr als 2000 Ports ohne Maintainer und in diesem Bereich werden immer zusätzliche Freiwillige benötigt (Für eine ausführliche Beschreibung der Verantwortlichkeiten eines Maintainers lesen Sie bitte im Developer's Handbook nach). Der beste Weg uns das diff zu schicken ist mittels &man.send-pr.1; (Kategorie Ports). Wenn Sie der Maintainer des Ports sind, fügen Sie bitte [maintainer update] an den Anfang Ihrer Zusammenfassung und setzen Sie die Klasse des PR auf maintainer-update. Ansonsten sollte die Klasse des PR change-request sein. Bitte erwähnen Sie alle hinzugefügten oder gelöschten Dateien in der Nachricht, da diese beim Commit ausdrücklich an &man.cvs.1; übergeben werden müssen. Wenn das diff größer ist als 20 Kilobyte komprimieren und uuencoden Sie es bitte. Ansonsten können Sie es in den PR einfügen wie es ist. Bevor Sie den PR mit &man.send-pr.1; abschicken, sollten Sie den Abschnitt Den Problembericht schreiben im Artikel über Problemberichte lesen. Dieser enthält sehr viel mehr Informationen darüber, wie man nützliche Problemberichte verfasst. Wenn Sie Ihre Aktualisierung aufgrund von Sicherheitsbedenken oder eines schwerwiegenden Fehlers bereitstellen wollen, informieren Sie bitte das &a.portmgr;, um einen sofortigen Rebuild und eine Neuverteilung des Pakets Ihres Ports durchzuführen. Sonst werden ahnungslose Nutzer von &man.pkg.add.1; über mehrere Wochen die alte Version durch pkg_add -r installieren. Noch einmal: Bitte verwenden Sie &man.diff.1; und nicht &man.shar.1;, um Aktualisierungen existierender Ports zu senden. Nun, da Sie all das geschafft haben, werden Sie in nachlesen können, wie Sie den Port aktuell halten. Sicherheit der Ports Warum Sicherheit so wichtig ist Es finden sich immer wieder Fehler in Software. Die gefährlichsten davon sind wohl jene, die Sicherheitslücken öffnen. Technisch gesehen müssen diese Lücken geschlossen werden, indem die Fehler, die Sie verursacht haben, beseitigt werden. Aber die Vorgehensweisen, wie mit bloßen Fehlern und Sicherheitslücken umgegangen wird, sind sehr unterschiedlich. Ein typischer kleiner Fehler betrifft nur Nutzer, die eine bestimmte Kombination von Optionen aktiviert haben, die den Fehler auslöst. Der Entwickler wird letztendlich einen Patch herausgeben, gefolgt von einer neuen Version des Programms, die den Fehler nicht mehr enthält – jedoch wird die Mehrheit der Nutzer nicht sofort aktualisieren, da sie von diesem Fehler nicht betroffen sind. Ein kritischer Fehler, der zu Datenverlust führen kann, stellt ein schwerwiegendes Problem dar. Dennoch sind sich umsichtige Nutzer bewusst, dass Datenverlust verschiedene Ursachen – neben Softwarefehlern – haben kann, und machen deshalb Sicherungskopien wichtiger Daten. Zumal ein kritischer Fehler sehr schnell entdeckt wird. Bei einer Sicherheitslücke ist dies ganz anders. Erstens wird sie vielleicht jahrelang nicht entdeckt, da dies oftmals keine Fehlfunktion im Programm verursacht. Zweitens kann eine böswillige Person unerlaubten Zugriff auf ein unsicheres System erlangen, um empfindliche Daten zu verändern oder zu zerstören; im schlimmsten Fall findet der Nutzer nicht einmal die Ursache des Schadens. Drittens hilft der Zugriff auf ein unsicheres System dem Angreifer oft in ein anderes System einzudringen, welches ansonsten nicht gefährdet wäre. Deshalb reicht es nicht aus eine Sicherheitslücke nur zu schließen: Die Zielgruppe sollte möglichst genau und umfassend darüber informiert werden, damit sie die Gefahr einschätzen und passende Maßnahmen ergreifen können. Sicherheitslücken schliessen Bei Ports und Paketen kann eine Sicherheitslücke im ursprünglichen Programm oder in den Port-Dateien verursacht werden. Im ersten Fall wird der ursprüngliche Entwickler den Fehler wahrscheinlich umgehend korrigieren oder eine neue Version herausgeben und Sie müssen den Port nur aktualisieren und die Korrekturen des Autors beachten. Falls sich die Korrektur aus irgendeinem Grund verzögert, sollten Sie den Port als FORBIDDEN markieren oder selbst den Fehler für den Port korrigieren. Falls die Sicherheitslücke im Port verursacht wird, sollten Sie ihn sobald wie möglich berichtigen. In jedem Fall sollte die Standardvorgehensweise zum Einreichen von Änderungen beachtet werden – es sei denn, Sie haben das Recht diese direkt in den Ports-Baum zu committen. Ports-Committer zu sein ist nicht genug, um Änderungen an einem beliebigen Port zu committen. Bitte denken Sie daran, dass Ports üblicherweise Maintainer haben, die Sie respektieren sollten. Bitte stellen Sie sicher, dass die Revision des Ports erhöht wird, sobald die Sicherheitslücke geschlossen wurde. Dadurch sehen die Nutzer, die installierte Pakete regelmäßig aktualisieren, dass es an der Zeit ist eine Aktualisierung durchzuführen. Außerdem wird ein neues Paket gebaut, über FTP– und WWW-Spiegel verteilt und die unsichere Version damit verdrängt. PORTREVISION sollte erhöht werden – es sei denn, PORTREVISION hat sich im Laufe der Korrektur des Fehlers geändert. Das heißt, Sie sollten PORTREVISION erhöhen, wenn Sie eine Korrektur hinzugefügt haben. Sie sollten diese aber nicht erhöhen, wenn Sie den Port auf die neueste Version des Programms gebracht haben und PORTREVISION somit schon verändert wurde. Bitte beachten Sie den betreffenden Abschnitt für weitere Informationen. Die Community informiert halten Die VuXML-Datenbank Ein sehr wichtiger und dringender Schritt, den man unternehmen muss, sobald eine Sicherheitslücke entdeckt wurde, ist die Gemeinschaft der Anwender des Ports über die Gefahr zu informieren. Diese Benachrichtigung hat zwei Gründe. Erstens wird es sinnvoll sein, wenn die Gefahr wirklich so groß ist, sofort Abhilfe zu schaffen, indem man z.B. den betreffenden Netzwerkdienst beendet oder den Port komplett deinstalliert, bis die Lücke geschlossen wurde. Und Zweitens pflegen viele Nutzer installierte Pakete nur gelegentlich zu aktualisieren. Sie werden aus der Mitteilung erfahren, dass Sie das Paket, sobald eine Korrektur verfügbar ist, sofort aktualisieren müssen. Angesichts der riesigen Zahl an Ports kann nicht für jeden Vorfall ein Sicherheitshinweis erstellt werden, ohne durch die Flut an Nachrichten die Aufmerksamkeit der Empfänger zu verlieren, im Laufe der Zeit kommt es so zu ernsten Problemen. Deshalb werden Sicherheitslücken von Ports in der FreeBSD VuXML-Datenbank aufgezeichnet. Das Team der Sicherheitsverantwortlichen beobachtet diese wegen Angelegenheiten, die Ihr Eingreifen erfordern. Wenn Sie Committerrechte haben, können Sie die VuXML-Datenbank selbst aktualisieren. Auf diese Weise helfen Sie den Sicherheitsverantwortlichen und liefern die kritischen Informationen frühzeitig an die Community. Aber auch wenn Sie kein Committer sind und glauben, Sie haben eine außergewöhnlich schwerwiegende Lücke gefunden – egal welche – zögern Sie bitte nicht die Sicherheitsverantwortlichen zu kontaktieren, wie es in den FreeBSD Sicherheitsinformationen beschrieben wird. In Ordnung, Sie haben sich also für den schwierigen Weg entschieden. Wie vielleicht aus dem Titel hervorgeht, ist die VuXMl-Datenbank hauptsächlich ein XML-Dokument. Die Quelldatei vuln.xml können Sie im Port security/vuxml finden. Deshalb wird der komplette Pfadname PORTSDIR/security/vuxml/vuln.xml lauten. Jedes Mal, wenn Sie eine Sicherheitslücke in einem Port entdecken, fügen Sie bitte einen Eintrag dafür in diese Datei ein. Solange Sie nicht mit VuXML vertraut sind, ist es das Beste, was Sie machen können, einen vorhandenen Eintrag, der zu Ihrem Fall passt, zu kopieren und als Vorlage zu verwenden. Eine kurze Einführung in VuXML Das komplette XML ist komplex und würde den Rahmen dieses Buches sprengen. Allerdings benötigen Sie für einen grundlegenden Einblick in die Struktur eines VuXML-Eintrags nur eine Vorstellung der Tags. XML-Tags bestehen aus Namen, die in spitzen Klammern eingeschlossen sind. Zu jedem öffnenden <Tag> muss ein passendes </Tag> existieren. Tags können geschachtelt werden. Wenn sie geschachtelt werden müssen die inneren Tags vor den Äußeren geschlossen werden. Es gibt eine Hierarchie von Tags – das heißt komplexere Regeln zur Schachtelung. Klingt so ähnlich wie HTML, oder? Der größte Unterschied ist: XML ist erweiterbar (eXtensible) – das heißt es basiert darauf maßgeschneiderte Tags zu definieren. Aufgrund seiner wesentlichen Struktur bringt XML ansonsten formlose Daten in eine bestimmte Form. VuXML ist speziell darauf zugeschnitten Beschreibungen von Sicherheitslücken zu verwalten. Lassen Sie uns nun einen realistischen VuXML-Eintrag betrachten: <vuln vid="f4bc80f4-da62-11d8-90ea-0004ac98a7b9"> <topic>Several vulnerabilities found in Foo</topic> <affects> <package> <name>foo</name> <name>foo-devel</name> <name>ja-foo</name> <range><ge>1.6</ge><lt>1.9</lt></range> <range><ge>2.*</ge><lt>2.4_1</lt></range> <range><eq>3.0b1</eq></range> </package> <package> <name>openfoo</name> <range><lt>1.10_7</lt></range> <range><ge>1.2,1</ge><lt>1.3_1,1</lt></range> </package> </affects> <description> <body xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <p>J. Random Hacker reports:</p> <blockquote cite="http://j.r.hacker.com/advisories/1"> <p>Several issues in the Foo software may be exploited via carefully crafted QUUX requests. These requests will permit the injection of Bar code, mumble theft, and the readability of the Foo administrator account.</p> </blockquote> </body> </description> <references> <freebsdsa>SA-10:75.foo</freebsdsa> <freebsdpr>ports/987654</freebsdpr> <cvename>CAN-2010-0201</cvename> <cvename>CAN-2010-0466</cvename> <bid>96298</bid> <certsa>CA-2010-99</certsa> <certvu>740169</certvu> <uscertsa>SA10-99A</uscertsa> <uscertta>SA10-99A</uscertta> <mlist msgid="201075606@hacker.com">http://marc.theaimsgroup.com/?l=bugtraq&amp;m=203886607825605</mlist> <url>http://j.r.hacker.com/advisories/1</url> </references> <dates> <discovery>2010-05-25</discovery> <entry>2010-07-13</entry> <modified>2010-09-17</modified> </dates> </vuln> Die Namen der Tags sollten selbsterklärend sein  – also werfen wir einen genaueren Blick auf die Felder, die Sie selbst ausfüllen müssen: Dies ist die höchste Tag-Ebene eines VuXML-Eintrags. Es ist ein vorgeschriebenes Attribut vid, welches eine allgemein einzigartige Kennung (universally unique identifier, UUID) in Anführungszeichen für diesen Eintrag festlegt. Sie sollten eine UUID für jeden neuen VuXML-Eintrag erzeugen (und vergessen Sie nicht die UUID der Vorlage zu ersetzen, es sei denn, Sie schreiben den Eintrag von Grund auf selbst). Sie können &man.uuidgen.1; verwenden, um eine VuXML UUID zu erzeugen. Wahlweise können Sie, wenn Sie FreeBSD 4.x verwenden, den Port devel/p5-Data-UUID verwenden und folgenden Befehl aufrufen: perl -MData::UUID -le 'print lc new Data::UUID->create_str' Dies ist eine einzeilige Beschreibung des gefundenen Fehlers. Hier werden die Namen betroffener Pakete aufgeführt. Es können mehrere Namen angegeben werden, da mehrere Pakete von einem einzigen Master-Port oder Software-Produkt abhängen können. Das schließt Stable– und Developement-Zweige, lokalisierte Versionen und Slave-Ports ein, die verschiedene Auswahlmöglichkeiten wichtiger Kompilierungszeit-Optionen bieten. Es liegt in Ihrer Verantwortung all diese betroffenen Pakete zu finden, wenn Sie den VuXML-Eintrag schreiben.Behalten Sie im Hinterkopf, dass make search name=foo Ihr Freund ist. Die wichtigsten Punkte, auf die Sie achten sollten, sind die folgenden: die foo-devel Variante eines foo Ports; andere Varianten mit einem Suffix wie -a4 (für Druck-betreffende Pakete), -without-gui (für Pakete mit deaktivierter X-Unterstützung) oder ähnliche jp-, ru-, zh- und andere, eventuell lokalisierte, Varianten in den entsprechenden Länderkategorien der Ports-Sammlung Betroffene Versionen der Pakete werden hier als ein Bereich oder mehrere durch eine Kombination aus <lt>, <le> , <eq>, <ge>, und <gt>-Elementen ausgegeben. Die angegebenen Bereiche sollten sich nicht überschneiden. In einer Bereichsangabe steht * (Asterisk) für die kleinste Versionsnummer. Insbesondere ist 2.* kleiner als 2.a. Deshalb kann ein Stern benutzt werden, um auf alle möglichen Alpha -, Beta– und RC -Versionen zuzutreffen. Zum Beispiel passt <ge>2.*</ge><lt>3.* </lt> auf alle Versionen der Form 2.x, während <ge> 2.0</ge><lt>3.0</lt> das nicht erfüllt, da es nicht auf 2.r3 passt, auf 3.b aber schon. Das obige Beispiel legt fest, dass Versionen von 1.6 bis 1.9 betroffen sind – außerdem Versionen 2.x vor 2.4_1 und Version 3.0b1. Mehrere zusammenhängende Gruppen von Paketen (im wesentlichen Ports) können im Abschnitt <affected> aufgeführt werden. Das kann man benutzen, wenn sich Programme (sagen wir FooBar, FreeBar und OpenBar) denselben Quelltext als Grundlage haben und sich noch dessen Fehler und Sicherheitslücken teilen. Beachten Sie den Unterschied zum Anführen mehrerer Namen innerhalb eines <package> Abschnittes. Die Versionsbereiche sollten, wenn möglich, sowohl PORTEPOCH als auch PORTREVISION erlauben. Bitte denken Sie daran, dass gemäß der Vergleichsregeln eine Version mit einer PORTEPOCH, die nicht Null ist, größer ist als jede Version ohne PORTEPOCH. Das heißt, 3.0,1 ist größer als 3.1 oder sogar 8.9. Das ist die Zusammenfassung des Problems. In diesem Feld wird XHTML verwendet. Zumindest umschließende <p> und </p> sollten auftauchen. Komplexere Tags sind zwar möglich, aber sollten nur um der Genauigkeit und Klarheit willen verwendet werden: Bitte verwenden Sie hier kein Eye-Candy. Dieser Abschnitt enthält Verweise auf relevante Dokumente. Es wird empfohlen so viele Referenzen wie nötig aufzuführen. Das ist ein FreeBSD Sicherheitshinweis. Das ist ein FreeBSD Problembericht. Das ist eine Mitre CVE Kennung. Das ist eine SecurityFocus Fehler-Kennung. Das ist ein Sicherheitshinweis von US-CERT. Das ist eine Mitteilung über eine Schwachstelle von US-CERT. Das ist ein Cyber-Sicherheitsalarm von US-CERT. Das ist ein technischer Cyber-Sicherheitsalarm von US-CERT. Das ist eine URL zu einem archivierten Posting auf einer Mailingliste. Das Attribut msgid ist optional und gibt die Nachrichtenkennung des Postings an. Das ist eine gewöhnliche URL. Sie sollte nur verwendet werden, wenn keine der anderen Referenzkategorien verfügbar ist. Das ist das Datum, an dem die Sicherheitslücke bekannt wurde (JJJJ-MM-TT). Das ist das Datum, an dem der Eintrag hinzugefügt wurde (JJJJ-MM-TT). Das ist das Datum, an dem zuletzt irgendeine Information des Eintrags verändert wurde (JJJJ-MM-TT). Neue Einträge dürfen dieses Feld nicht enthalten. Es sollte beim Editieren eines existierenden Eintrags eingefügt werden. Ihre Änderungen an der VuXML-Datenbank testen Nehmen wir an, Sie haben gerade einen Eintrag für eine Sicherheitslücke in dem Paket clamav geschrieben oder ausgefüllt, die in der Version 0.65_7 korrigiert wurde. Als Voraussetzung sollten Sie eine neue Version der Ports ports-mgmt/portaudit und ports-mgmt/portaudit-db installieren. Zuerst überprüfen Sie bitte, ob bereits ein Eintrag für diese Schwachstelle existiert. Wenn es einen solchen Eintrag gibt, sollte er auf die vorige Version 0.65_6 zutreffen: &prompt.user; packaudit &prompt.user; portaudit clamav-0.65_6 Um packaudit auszuführen, müssen Sie die Berechtigung haben DATABASEDIR zu schreiben – üblicherweise ist das /var/db/portaudit. Wenn keine vorhandenen Einträge gefunden werden haben Sie grünes Licht einen neuen Eintrag für diese Sicherheitslücke anzulegen. Sie können nun eine neue UUID erzeugen (wir nehmen an, diese lautet 74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a) und einen neuen Eintrag in der VuXML-Datenbank anlegen. Bitte überprüfen Sie danach die Syntax mit folgendem Befehl: &prompt.user; cd ${PORTSDIR}/security/vuxml && make validate Sie werden zumindest eines der folgenden Pakete benötigen: textproc/libxml2, textproc/jade. Jetzt bauen Sie bitte die portaudit-Datenbank aus der VuXML-Datei neu: &prompt.user; packaudit Um sicherzustellen, dass der Abschnitt <affected> Ihres Eintrags die richtigen Pakete betrifft, verwenden Sie bitte den folgenden Befehl: &prompt.user; portaudit -f /usr/ports/INDEX -r 74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a Bitte lesen Sie in &man.portaudit.1; nach, um ein besseres Verständnis der Befehlssyntax zu entwickeln. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Eintrag keine falschen Treffer in der Ausgabe erzeugt. Jetzt überprüfen Sie bitte, dass Ihr Eintrag die richtigen Versionen des Pakets angibt: &prompt.user; portaudit clamav-0.65_6 clamav-0.65_7 Affected package: clamav-0.65_6 (matched by clamav<0.65_7) Type of problem: clamav remote denial-of-service. Reference: <http://www.freebsd.org/ports/portaudit/74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a.html> 1 problem(s) found. Offensichtlich sollte die erste Version ausgegeben werden – die zweite jedoch nicht. Abschließend überprüfen Sie bitte, ob die Webseite, die aus der VuXML-Datenbank erzeugt wird, wie erwartet aussieht: &prompt.user; mkdir -p ~/public_html/portaudit &prompt.user; packaudit &prompt.user; lynx ~/public_html/portaudit/74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a.html Was man machen respektive vermeiden sollte Einführung Hier ist eine Liste von gebräuchlichen Dos and Don'ts (Dinge, die man machen oder vermeiden sollte), welchen Sie während des Portierungsprozesses begegnen werden. Sie sollten Ihren Port anhand dieser Liste überprüfen. Sie können auch Ports in der PR Datenbank, welche andere Menschen eingereicht haben, kontrollieren. Senden Sie bitte Kommentare zu Ports, die Sie verifizieren wie unter Bug Reports and General Commentary beschrieben. Der Abgleich von Ports aus der PR-Datenbank hilft uns diese schneller zu committen, und zeigt auch, dass Sie wissen, worum es geht. <makevar>WRKDIR</makevar> Schreiben Sie in keine Dateien außerhalb von WRKDIR. WRKDIR ist der einzige Ort, welcher während des Erstellen des Ports garantiert beschreibbar ist (siehe Ports Installieren von CDROM für ein Beispiel, um Ports in einem schreibgeschützen Zweig zu erstellen). Wenn Sie eine der pkg-* Dateien modifizieren müssen, sollten Sie eine Variable erneut definieren, anstatt die Datei zu überschreiben. <makevar>WRKDIRPREFIX</makevar> Vergewissern Sie sich, dass Ihr Port WRKDIRPREFIX beachtet. Die meisten Ports sollten sich darüber keine Sorgen machen. Beachten Sie bitte, falls auf WRKDIR eines anderen Ports verwiesen wird, dass die korrekte Position WRKDIRPREFIXPORTSDIR/subdir/name/work, und nicht etwa PORTSDIR/subdir/name/work, .CURDIR/../../subdir/name/work oder ähnliches ist. Falls Sie WRKDIR selbst definieren, sollten Sie sicherstellen, dass Sie ${WRKDIRPREFIX}${.CURDIR} am Anfang anfügen. Unterschiedliche Betriebssysteme und Betriebssystemversionen Sie können auf Quelltext treffen, welcher Modifizierungen oder bedingtes Kompilieren, abhängig davon, unter welcher Unix-Version er läuft, benötigt. Falls Sie Änderungen an solch einem Quelltext vornehmen müssen, stellen Sie bitte sicher, dass Sie Ihre Änderungen so allgemein wie möglich halten, damit wir den Quelltext auf ältere FreeBSD-Systeme portieren und zur Quer-Portierung auf andere BSD-Systeme, wie etwa 4.4BSD von CSRG, BSD/386, 386BSD, NetBSD und OpenBSD verwenden können. Der bevorzugte Weg, um 4.3BSD/Reno (1990) und neuere Versionen des BSD-Quelltextes zu unterscheiden, ist das BSD-Makro zu nutzen, welches in sys/param.h definiert ist. Hoffentlich ist diese Datei schon enthalten – falls nicht, so fügen Sie folgenden Quelltext: #if (defined(__unix__) || defined(unix)) && !defined(USG) #include <sys/param.h> #endif an der richtigen Stelle in der .c Datei hinzu. Wir glauben, dass jedes System, welches diese beiden Symbole definiert, die Datei sys/param.h besitzt. Wenn Sie auf Systeme stoßen, wo dies nicht so ist, würden wir gerne davon erfahren. Bitte senden Sie eine E-Mail an &a.ports;. Eine andere Möglichkeit zur Unterscheidung ist der GNU Autoconf-Stil: #ifdef HAVE_SYS_PARAM_H #include <sys/param.h> #endif Vergessen Sie nicht -DHAVE_SYS_PARAM_H zu den CFLAGS im Makefile hinzuzufügen, falls Sie diese Methode benutzen sollten. Sobald Sie sys/param.h hinzugefügt haben, können Sie mit Hilfe von #if (defined(BSD) && (BSD >= 199103)) unterscheiden, ob der Quelltext auf einer 4.3 Net2 Code-Basis oder neuer (z.B. FreeBSD 1.x, 4.3/Reno, NetBSD 0.9, 386BSD, BSD/386 1.1 und niedriger) kompiliert werden wird. Benutzen Sie: #if (defined(BSD) && (BSD >= 199306)) um zu differenzieren, ob der Quelltext auf der Basis von 4.4 Code oder neuer (z.B. FreeBSD 2.x, 4.4, NetBSD 1.0, BSD/386 2.0 oder höher) kompiliert werden wird. Der Wert des BSD-Makros ist 199506 für die 4.4BSD-Lite2 Codebasis. Beachten Sie bitte, dass dies hier nur der Information wegen angegeben ist. Das Makro sollte nicht dazu benutzt werden, um zwischen Versionen von FreeBSD, welche auf 4.4-Lite basieren, und Versionen, welche Änderungen von 4.4-Lite2 übernommen haben, zu unterscheiden. Das __FreeBSD__ Makro sollte stattdessen verwandt werden. Sparsam sollte eingesetzt werden: __FreeBSD__ ist in allen Versionen von FreeBSD definiert. Benutzen Sie dieses Makro, falls die Änderung(en), die Sie machen, nur FreeBSD betrifft. Portierungsfallen, wie der Gebrauch von sys_errlist[] gegenüber strerror() sind Berkeley-Eigenheiten, keine FreeBSD Änderungen. In FreeBSD 2.x, ist __FreeBSD__ auf 2 definiert. In älteren Versionen, ist es 1. Alle späteren Versionen erhöhen es, damit es mit der Haupt-Versionsnummer übereinstimmt. Falls Sie zwischen einem FreeBSD 1.x und einem FreeBSD 2.x (oder höher) System unterscheiden müssen, ist es normalerweise richtig, die BSD-Makros (wie oben beschrieben) zu benutzen. Gibt es tatsächlich eine FreeBSD-spezifische Änderung (wie z.B. spezielle Optionen von Shared-Libraries für ld), ist es nicht zu beanstanden __FreeBSD__ und #if __FreeBSD__ > 1 zu nutzen, um FreeBSD 2.x und spätere Systeme zu erkennen. Falls Sie eine höhere Genauigkeit benötigen, um FreeBSD Systeme seit 2.0-RELEASE zu erkennen, können Sie folgendes nutzen: #if __FreeBSD__ >= 2 #include <osreldate.h> # if __FreeBSD_version >= 199504 /* 2.0.5+ release specific code here */ # endif #endif In den Tausenden von Ports, die bis jetzt erstellt wurden, gab es nur ein oder zwei Fälle, in denen __FreeBSD__ hätte benutzt werden sollen. Nur weil ein früherer Port es an der falschen Stelle benutzt hatte, bedeutet das nicht, dass Sie dies auch machen sollten. __FreeBSD_version Werte Hier ist eine praktische Liste von __FreeBSD_version-Werten wie in sys/param.h definiert: __FreeBSD_version-Werte Wert Datum Release 119411 2.0-RELEASE 199501, 199503 19. März 1995 2.1-CURRENT 199504 9. April 1995 2.0.5-RELEASE 199508 26. August 1995 2.2-CURRENT vor 2.1 199511 10. November 1995 2.1.0-RELEASE 199512 10. November 1995 2.2-CURRENT vor 2.1.5 199607 10. Juli 1996 2.1.5-RELEASE 199608 12. Juli 1996 2.2-CURRENT vor 2.1.6 199612 15. November 1996 2.1.6-RELEASE 199612 2.1.7-RELEASE 220000 19. Februar 1997 2.2-RELEASE (nicht geändert) 2.2.1-RELEASE (nicht geändert) 2.2-STABLE nach 2.2.1-RELEASE 221001 15. April 1997 2.2-STABLE nach texinfo-3.9 221002 30. April 1997 2.2-STABLE nach top 222000 16. Mai 1997 2.2.2-RELEASE 222001 19. Mai 1997 2.2-STABLE nach 2.2.2-RELEASE 225000 2. Oktober 1997 2.2.5-RELEASE 225001 20. November 1997 2.2-STABLE nach 2.2.5-RELEASE 225002 27. Dezember 1997 2.2-STABLE nach der Aufnahme von ldconfig -R 226000 24. März 1998 2.2.6-RELEASE 227000 21. Juli 1998 2.2.7-RELEASE 227001 21. Juli 1998 2.2-STABLE nach 2.2.7-RELEASE 227002 19. September 1998 2.2-STABLE nach &man.semctl.2; Änderung 228000 29. November 1998 2.2.8-RELEASE 228001 29. November 1998 2.2-STABLE nach 2.2.8-RELEASE 300000 19. Februar 1996 3.0-CURRENT vor &man.mount.2; Änderung 300001 24. September 1997 3.0-CURRENT nach &man.mount.2; Änderung 300002 2. Juni 1998 3.0-CURRENT nach &man.semctl.2; Änderung 300003 7. Juni 1998 3.0-CURRENT nach ioctl arg Änderungen 300004 3. September 1998 3.0-CURRENT nach ELF-Konvertierung 300005 16. Oktober 1998 3.0-RELEASE 300006 16. Oktober 1998 3.0-CURRENT nach 3.0-RELEASE 300007 22. Januar 1999 3.0-STABLE nach 3/4 Zweig 310000 9. Februar 1999 3.1-RELEASE 310001 27. März 1999 3.1-STABLE nach 3.1-RELEASE 310002 14. April 1999 3.1-STABLE nach Änderung der C++ Konstruktor/Destruktor-Reihenfolge 320000 3.2-RELEASE 320001 8. Mai 1999 3.2-STABLE 320002 29. August 1999 3.2-STABLE nach binär-inkompatibler IPFW und Socket-Änderungen 330000 2. September 1999 3.3-RELEASE 330001 16. September 1999 3.3-STABLE 330002 24. November 1999 3.3-STABLE nach Hinzufügen von &man.mkstemp.3; zur libc 340000 5. Dezember 1999 3.4-RELEASE 340001 17. Dezember 1999 3.4-STABLE 350000 20. Juni 2000 3.5-RELEASE 350001 12. Juli 2000 3.5-STABLE 400000 22. Januar 1999 4.0-CURRENT nach 3.4 Zweig 400001 20. Februar 1999 4.0-CURRENT nach der Änderung im Verhalten des dynamischen Linkers. 400002 13. März 1999 4.0-CURRENT nach Änderung der C++ Konstruktor/Destruktor Reihenfolge. 400003 27. März 1999 4.0-CURRENT nach funktionierendem &man.dladdr.3;. 400004 5. April 1999 4.0-CURRENT nach der __deregister_frame_info Fehlerbehebung für den dynamischen Linker (auch 4.0-CURRENT nach EGCS 1.1.2 Integration). 400005 27. April 1999 4.0-CURRENT nach &man.suser.9; API Änderung (auch 4.0-CURRENT nach newbus). 400006 31. Mai 1999 4.0-CURRENT nach Änderung der cdevsw-Registrierung. 400007 17. Juni 1999 4.0-CURRENT nach Hinzufügen von so_cred für Zugangsberechtigungen auf Socket-Ebene. 400008 20. Juni 1999 4.0-CURRENT nach Hinzufügen eines poll Syscall-Wrappers zur libc_r. 400009 20. Juli 1999 4.0-CURRENT nach der Änderung des Kernel dev_t-Typs zum struct specinfo-Zeiger. 400010 25. September 1999 4.0-CURRENT nach dem Beseitigen eines Fehlers in &man.jail.2;. 400011 29. September 1999 4.0-CURRENT nach der sigset_t Datentyp Änderung. 400012 15. November 1999 4.0-CURRENT nach dem Wechsel zum GCC 2.95.2-Compiler. 400013 4. Dezember 1999 4.0-CURRENT nach Hinzufügen der erweiterbaren Linux Mode ioctl-Routinen. 400014 18. Januar 2000 4.0-CURRENT nach dem OpenSSL-Import. 400015 27. Januar 2000 4.0-CURRENT nach der C++ ABI Änderung in GCC 2.95.2 von -fvtable-thunks zu -fno-vtable-thunks als Standard. 400016 27. Februar 2000 4.0-CURRENT nach OpenSSH-Import. 400017 13. März 2000 4.0-RELEASE 400018 17. März 2000 4.0-STABLE nach 4.0-RELEASE 400019 5. Mai 2000 4.0-STABLE nach der Einführung von verzögerten Prüfsummen. 400020 4. Juni 2000 4.0-STABLE nach dem Einpflegen des libxpg4-Quelltextes in die libc. 400021 8. Juli 2000 4.0-STABLE nach der Aktualisierung von Binutils auf 2.10.0, Änderungen der binären ELF-Markierungen, Aufnahme von tcsh ins Basissystem. 410000 14. Juli 2000 4.1-RELEASE 410001 29. Juli 2000 4.1-STABLE nach 4.1-RELEASE 410002 16. September 2000 4.1-STABLE nachdem &man.setproctitle.3; von der libutil in die libc verschoben wurde. 411000 25. September 2000 4.1.1-RELEASE 411001 4.1.1-STABLE nach 4.1.1-RELEASE 420000 31. Oktober 2000 4.2-RELEASE 420001 10. Januar 2001 4.2-STABLE nach Kombinaion von libgcc.a und libgcc_r.a und zugehörigen Änderungen der GCC-Bindungen. 430000 6. März 2001 4.3-RELEASE 430001 18. Mai 2001 4.3-STABLE nach der Einführung von wint_t. 430002 22. Juli 2001 4.3-STABLE nach dem Einpflegen der PCI Stromstatus-API. 440000 1. August 2001 4.4-RELEASE 440001 23. Oktober 2001 4.4-STABLE nach der Einführung von d_thread_t. 440002 4. November 2001 4.4-STABLE nach den Änderungen der mount-Struktur (betrifft Dateisystem-Kernelmodule). 440003 18. Dezember 2001 4.4-STABLE nachdem die Userland-Komponenten von smbfs importiert worden sind. 450000 20. Dezember 2001 4.5-RELEASE 450001 24. Februar 2002 4.5-STABLE nach der Umbenennung von Elementen der USB-Struktur. 450004 16. April 2002 4.5-STABLE nachdem die sendmail_enable &man.rc.conf.5; Variable geändert worden ist, um den Wert NONE zu akzeptieren. 450005 27. April 2002 4.5-STABLE nachdem XFree86 4 als Standard zum Bauen der Pakete benutzt wird. 450006 1. Mai 2002 4.5-STABLE nach dem Reparieren des Empfangsfilters, welcher anfällig für einfache DoS-Attacken war. 460000 21. Juni 2002 4.6-RELEASE 460001 21. Juni 2002 4.6-STABLE &man.sendfile.2; repariert, um mit der Dokumentation übereinzustimmen, und nicht mehr die Anzahl der gesendeten Header mit der Anzahl der Daten, welche aus der Datei geschickt werden, gegenzurechnen. 460002 19. Juli 2002 4.6.2-RELEASE 460100 26. Juni 2002 4.6-STABLE 460101 26. Juni 2002 4.6-STABLE nach dem Einfließen von `sed -i' aus CURRENT. 460102 1. September 2002 4.6-STABLE nach dem Einfließen von vielen neuen pkg_install-Funktionen aus HEAD (HEAD = die aktuellste und letzte Version des Quellverzeichnisbaumes). 470000 8. Oktober 2002 4.7-RELEASE 470100 9. Oktober 2002 4.7-STABLE 470101 10. November 2002 Beginn von generierten __std{in,out,err}p Referenzen statt __sF. Dies ändert std{in,out,err} von einem Ausdruck während des Kompilierens zu einem Laufzeitausdruck. 470102 23. Januar 2003 4.7-STABLE nach dem Einfliessen von mbuf-Änderungen, um m_aux mbufs mit denen von m_tag zu ersetzen 470103 14. Februar 2003 4.7-STABLE erhält OpenSSL 0.9.7 480000 30. März 2003 4.8-RELEASE 480100 5. April 2003 4.8-STABLE 480101 22. Mai 2003 4.8-STABLE nachdem &man.realpath.3; Thread-sicher gemacht wurde. 480102 10. August 2003 4.8-STABLE Änderung der 3ware-API in twe. 490000 27. Oktober 2003 4.9-RELEASE 490100 27. Oktober 2003 4.9-STABLE 490101 8. Januar 2004 4.9-STABLE nachdem e_sid zu der Struktur kinfo_eproc hinzugefügt wurde. 490102 4. Februar 2004 4.9-STABLE nach dem Einfliessen der libmap-Funktionalität für rtld. 491000 25. Mai 2004 4.10-RELEASE 491100 1. Juni 2004 4.10-STABLE 491101 11. August 2004 4.10-STABLE nach dem Einfliessen von Revision 20040629 der Paket-Werkzeuge aus CURRENT. 491102 16. November 2004 4.10-STABLE nach der Fehlerbehebung in der VM, um das Freigeben von fiktiven Speicherseiten korrekt zu handhaben. 492000 17. Dezember 2004 4.11-RELEASE 492100 17. Dezember 2004 4.11-STABLE 492101 18. April 2006 4.11-STABLE nach dem Hinzufügen von libdata/ldconfig Verzeichnissen zu den mtree-Dateien. 500000 13. März 2000 5.0-CURRENT 500001 18. April 2000 5.0-CURRENT nach Hinzufügen von zusätzlichen Feldern in den ELF-Headern und Ändern der Methode zur ELF-Markierung von Binärdateien. 500002 2. Mai 2000 5.0-CURRENT nach kld-Metadaten Änderungen. 500003 18. Mai 2000 5.0-CURRENT nach buf/bio Änderungen. 500004 26. Mai 2000 5.0-CURRENT nach binutils Aktualisierung. 500005 3. Juni 2000 5.0-CURRENT nach dem Einfliessen des libxpg4 Quelltextes in die libc und der Einführung der TASKQ-Schnittstelle. 500006 10. Juni 2000 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der AGP-Schnittstellen. 500007 29. Juni 2000 5.0-CURRENT nach der Aktualisierung von Perl auf Version 5.6.0. 500008 7. Juli 2000 5.0-CURRENT nach der Aktualisierung des KAME-Quelltextes zu den 2000/07-Quellen. 500009 14. Juli 2000 5.0-CURRENT nach ether_ifattach() und ether_ifdetach() Änderungen. 500010 16. Juli 2000 5.0-CURRENT nachdem die mtree-Standards zurück zur ursprünglichen Variante geändert wurden; -L hinzugefügt, um Symlinks zu folgen. 500011 18. Juli 2000 5.0-CURRENT nachdem die kqueue-API geändert worden ist. 500012 2. September 2000 5.0-CURRENT nachdem &man.setproctitle.3; von libutil nach libc verschoben worden ist. 500013 10. September 2000 5.0-CURRENT nach dem ersten SMPng-Commit. 500014 4. Januar 2001 5.0-CURRENT nachdem <sys/select.h> nach <sys/selinfo.h> verschoben worden ist. 500015 10. Januar 2001 5.0-CURRENT nach dem Kombinieren von libgcc.a und libgcc_r.a und damit verbundene Änderungen an GCC-Bindungen. 500016 24. Januar 2001 5.0-CURRENT nach der Änderung das Zusammenbinden von libc und libc_r zu erlauben, womit die -pthread Option veraltet ist. 500017 18. Februar 2001 5.0-CURRENT nach dem Umschalten von struct ucred zu struct xucred, um die vom Kernel exportierte API für mount u.a.zu stabilisieren. 500018 24. Februar 2001 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der CPUTYPE make Variable zum Kontrollieren von CPU-spezifischen Optimierungen. 500019 9. Juni 2001 5.0-CURRENT nach dem Verschieben von machine/ioctl_fd.h nach sys/fdcio.h 500020 15. Juni 2001 5.0-CURRENT nach der Umbenennung der locale-Namen. 500021 22. Juni 2001 5.0-CURRENT nach dem Bzip2-Import. Kennzeichnet auch, dass S/Key entfernt wurde. 500022 12. Juli 2001 5.0-CURRENT nach SSE Unterstützung. 500023 14. September 2001 5.0-CURRENT nach KSE-Meilenstein 2. 500024 1. Oktober 2001 5.0-CURRENT nach d_thread_t, und nachdem UUCP in die Ports verschoben worden ist. 500025 4. Oktober 2001 5.0-CURRENT nach Änderungen in der ABI bei der Weitergabe von Deskriptoren und Berechtigungen auf 64 Bit Plattformen. 500026 9. Oktober 2001 5.0-CURRENT nachdem XFree86 4 als Standard zum Erstellen der Pakete benutzt wird und die neue libc strnstr()-Funktion hinzugefügt wurde. 500027 10. Oktober 2001 5.0-CURRENT nachdem die neue libc strcasestr()-Funktion hinzugefügt wurde. 500028 14. Dezember 2001 5.0-CURRENT nachdem die Userland-Komponenten von smbfs importiert wurden. (nicht geändert) 5.0-CURRENT nachdem die neuen C99-Ganzzahlen mit spezifischer Breite hinzugefügt wurden. 500029 29. Januar 2002 5.0-CURRENT nachdem eine Änderung im Rückgabewert von &man.sendfile.2; gemacht wurde. 500030 15. Februar 2002 5.0-CURRENT nach der Einführung des Types fflags_t, welches die passende Größe für Dateiflags hat. 500031 24. Februar 2002 5.0-CURRENT nach der Umbenennung der USB elements-Struktur. 500032 16. März 2002 5.0-CURRENT nach der Einführung von Perl 5.6.1. 500033 3. April 2002 5.0-CURRENT nachdem die sendmail_enable &man.rc.conf.5; Variable geändert worden ist, um den Wert NONE zu akzeptieren. 500034 30. April 2002 5.0-CURRENT nachdem mtx_init() einen dritten Parameter entgegen nimmt. 500035 13. Mai 2002 5.0-CURRENT mit GCC 3.1. 500036 17. Mai 2002 5.0-CURRENT ohne Perl in /usr/src 500037 29. Mai 2002 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.dlfunc.3; 500038 24. Juli 2002 5.0-CURRENT nachdem die Typen von einigen Elementen der sockbuf-Struktur geändert wurden und nachdem die Struktur neu geordnet wurde. 500039 1. September 2002 5.0-CURRENT nach dem GCC 3.2.1 Import. Und auch nachdem die Header nicht mehr _BSD_FOO_T_ sondern _FOO_T_DECLARED benutzen. Dieser Wert kann auch als konservative Schätzung für den Beginn der Unterstützung des &man.bzip2.1; Pakets verwendet werden. 500040 20. September 2002 5.0-CURRENT nachdem verschiedene Änderungen an Plattenfunktionen gemacht wurden, um die Anhängigkeit von Interna der disklabel-Struktur zu entfernen. 500041 1. Oktober 2002 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.getopt.long.3; zur libc. 500042 15. Oktober 2002 5.0-CURRENT nach der Aktualisierung von Binutils auf 2.13, bei denen die FreeBSD-Emulation, vec und das Ausgabeformat geändert wurden. 500043 1. November 2002 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen schwacher pthread_XXX Stubs zur libc, womit libXThrStub.so veraltet ist. 5.0-RELEASE. 500100 17. Januar 2003 5.0-CURRENT nach dem Erstellen des RELENG_5_0-Zweiges 500101 19. Februar 2003 <sys/dkstat.h> ist leer und sollte nicht inkludiert werden. 500102 25. Februar 2003 5.0-CURRENT nach der Änderung in der d_mmap_t-Schnittstelle. 500103 26. Februar 2003 5.0-CURRENT nachdem taskqueue_swi geädert wurde, um ohne Giant zu arbeiten, und taskqueue_swi_giant hinzugefügt wurde, um Giant zu verwenden. 500104 27. Februar 2003 cdevsw_add() und cdevsw_remove() gibt es nicht länger. Auftauchen der MAJOR_AUTO-Allokationsmöglichkeit. 500105 4. März 2003 5.0-CURRENT nach der neuen cdevsw-Initialisierungsmethode. 500106 8. März 2003 devstat_add_entry() wurde durch devstat_new_entry() ersetzt. 500107 15. März 2003 Devstat Schnittstellenänderung; siehe sys/sys/param.h 1.149. 500108 15. März 2003 Token-Ring Schnittstellenänderungen. 500109 25. März 2003 Hinzufügen von vm_paddr_t. 500110 28. März 2003 5.0-CURRENT nachdem &man.realpath.3; Thread-sicher gemacht wurde. 500111 9. April 2003 5.0-CURRENT nachdem &man.usbhid.3; mit NetBSD synchronisiert wurde. 500112 17. April 2003 5.0-CURRENT nach der neuen NSS Implementierung und Hinzufügen der POSIX.1 getpw*_r, getgr*_r Funktionen. 500113 2. Mai 2003 5.0-CURRENT nach Entfernen des alten rc-Systems. 501000 4. Juni 2003 5.1-RELEASE. 501100 2. Juni 2003 5.1-CURRENT nach dem Erstellen des RELENG_5_1 Zweiges. 501101 29. Juni 2003 5.1-CURRENT nachdem die Semantik von sigtimedwait(2) and sigwaitinfo(2) korrigiert wurden. 501102 3. Juli 2003 5.1-CURRENT nach dem Hinzufügen der lockfunc und lockfuncarg-Felder zu &man.bus.dma.tag.create.9;. 501103 31. Juli 2003 5.1-CURRENT nach der Integration des GCC 3.3.1-pre 20030711 Snapshots. 501104 5. August 2003 5.1-CURRENT 3ware-API Änderungen in twe. 501105 17. August 2003 5.1-CURRENT Unterstützung von dynamisch gebundenen /bin und /sbin und Verschieben von Bibliotheken nach /lib. 501106 8. September 2003 5.1-CURRENT nachdem im Kernel Unterstützung für Coda 6.x hinzugefügt wurden. 501107 17. September 2003 5.1-CURRENT nachdem die 16550 UART-Konstanten von <dev/sio/sioreg.h> nach <dev/ic/ns16550.h> verschoben wurden. Und nachdem die libmap Funktionalität vorbehaltlos vom rtld unterstützt wurde. 501108 23. September 2003 5.1-CURRENT nach Aktualisierung der PFIL_HOOKS API. 501109 27. September 2003 5.1-CURRENT nachdem kiconv(3) hinzugefügt wurde. 501110 28. September 2003 5.1-CURRENT nachdem der standardmäßige Ablauf von open und close in cdevsw geändert wurde. 501111 16. Oktober 2003 5.1-CURRENT nachdem das Layout von cdevsw geändert wurde. 501112 16. Oktober 2003 5.1-CURRENT nach dem Hinzufügen von Mehrfachvererbung in kobj. 501113 31. Oktober 2003 5.1-CURRENT nach der if_xname Änderung in der Struktur ifnet 501114 16. November 2003 5.1-CURRENT nachdem /bin und /sbin geändert wurden, um sie dynamisch zu binden. 502000 7. Dezember 2003 5.2-RELEASE 502010 23. Februar 2004 5.2.1-RELEASE 502100 7. Dezember 2003 5.2-CURRENT nach dem Erstellen des RELENG_5_2-Zweiges. 502101 19. Dezember 2003 5.2-CURRENT nachdem die __cxa_atexit/__cxa_finalize Funktionen zur libc hinzugefügt wurden. 502102 30. Januar 2004 5.2-CURRENT nachdem die Standard-Thread Bibliothek von libc_r zu libpthread geändert wurde. 502103 21. Februar 2004 5.2-CURRENT nach dem Gerätetreiber API Megapatch. 502104 25. Februar 2004 5.2-CURRENT nachdem getopt_long_only() hinzugefügt wurde. 502105 5. März 2004 5.2-CURRENT nachdem NULL für C in ((void *)0) geändert wurde, was mehr Warnungen erzeugt. 502106 8. März 2004 5.2-CURRENT nachdem pf beim Bauen und Installieren mit eingebunden wird. 502107 10. März 2004 5.2-CURRENT nachdem time_t auf der sparc64-Plattform in einen 64-bit Wert geändert wurde. 502108 12. März 2004 5.2-CURRENT nachdem sich die Unterstützung für den Intel C/C++-Compiler in einigen Headern und execve(2) geändert hat, um sich strikter an POSIX zu halten. 502109 22. März 2004 5.2-CURRENT nach der Einführung der bus_alloc_resource_any API 502110 27. März 2004 5.2-CURRENT nach dem Hinzufügen von UTF-8 locales 502111 11. April 2004 5.2-CURRENT nach dem Entfernen der getvfsent(3) API 502112 13. April 2004 5.2-CURRENT nach dem Hinzufügen der .warning Directive für make. 502113 4. Juni 2004 5.2-CURRENT nachdem ttyioctl() zwingend erforderlich für serielle Treiber gemacht wurde. 502114 13. Juni 2004 5.2-CURRENT nach dem Import des ALTQ-Frameworks. 502115 14. Juni 2004 5.2-CURRENT nachdem sema_timedwait(9) geändert wurde, 0 bei Erfolg und einen von 0 verschiedenen Fehlercode im Falle eines Fehlers zurückzuliefern. 502116 16. Juni 2004 5.2-CURRENT nach dem Ändern der Kernel Struktur dev_t, in ein Zeiger auf die Struktur cdev * 502117 17. Juni 2004 5.2-CURRENT nach dem Ändern der Kernelstruktur udev_t in dev_t. 502118 17. Juni 2004 5.2-CURRENT nachdem Unterstützung für CLOCK_VIRTUAL und CLOCK_PROF zu clock_gettime(2) und clock_getres(2) hinzugefügt wurde. 502119 22. Juni 2004 5.2-CURRENT nachdem die Überprüfung des Klonens von Netzwerk-Schnittstellen geändert wurde. 502120 2. Juli 2004 5.2-CURRENT nach dem Einfliessen von Revision 20040629 der Paket-Werkzeuge. 502121 9. Juli 2004 5.2-CURRENT nachdem Bluetooth-Quelltext als nicht i386-spezifisch markiert wurde. 502122 11. Juli 2004 5.2-CURRENT nach der Einführung des KDB Debugger Frameworks, der Umwandlung des DDB in ein Backend und der Einführung des GDB-Backends. 502123 12. Juli 2004 5.2-CURRENT nachdem VFS_ROOT geändert wurde, eine Struktur thread als Argument zu aktzeptieren, wie vflush. Die Struktur kinfo_proc enthält nun einen Zeiger auf Benutzer Daten. Der Umstieg auf xorg als standardmäßige X Implementierung wurde auch zu dieser Zeit durchgeführt. 502124 24. Juli 2004 5.2-CURRENT nachdem die Art und Weise, wie rc.d-Skripte von Ports und Altlasten gestartet werden, getrennt wurde. 502125 28. Juli 2004 5.2-CURRENT nachdem die vorherige Änderung rückgängig gemacht wurde. 502126 31. Juli 2004 5.2-CURRENT nach dem Entfernen von kmem_alloc_pageable() und dem Import von GCC 3.4.2. 502127 2. August 2004 5.2-CURRENT nachdem die UMA Kernel API geändert wurde, um Konstruktoren und Initialisierungsmethoden zu erlauben fehlzuschlagen. 502128 8. August 2004 5.2-CURRENT nach der Änderung in der vfs_mount Signatur sowie allgemeines Ersetzen von PRISON_ROOT durch SUSER_ALLOWJAIL in der suser(9) API. 503000 23. August 2004 5.3-BETA/RC vor der Änderung der pfil-API. 503001 22. September 2004 5.3-RELEASE 503100 16. Oktober 2004 5.3-STABLE nach dem Erstellen des RELENG_5_3-Zweiges. 503101 3. Dezember 2004 5.3-STABLE nach dem Hinzufügen von Fülloptionen im Stile der libc zu &man.strftime.3;. 503102 13. Februar 2005 5.3-STABLE nachdem OpenBSD's nc(1) von CURRENT importiert wurde. 503103 27. Februar 2005 5.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der Reparaturen aus CURRENT, in <src/include/stdbool.h> und <src/sys/i386/include/_types.h>, um die GCC-Kompatibilität des Intel C/C++-Compilers zu benutzen. 503104 28. Februar 2005 5.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der Änderung aus CURRENT in ifi_epoch statt der lokalen Zeit die Betriebszeit des Systems zu benutzen. 503105 2. März 2005 5.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der Reparaturen von EOVERFLOW in vswprintf(3) aus CURRENT. 504000 3. April 2005 5.4-RELEASE. 504100 3. April 2005 5.4-STABLE nach dem Erstellen des RELENG_5_4-Zweiges. 504101 11. Mai 2005 5.4-STABLE nach dem Vergrößern der standardmäßigen Stackgröße für Threads. 504102 24. Juni 2005 5.4-STABLE nach dem Hinzufügen von sha256. 504103 3. Oktober 2005 5.4-STABLE nach dem Einfliessen von if_bridge aus CURRENT. 504104 13. November 2005 5.4-STABLE nach dem Einfliessen von bsdiff und portsnap aus CURRENT. 504105 17. Januar 2006 5.4-STABLE nach dem Einfliessen der Änderung von ldconfig_local_dirs aus CURRENT. 505000 12. Mai 2006 5.5-RELEASE. 505100 12. Mai 2006 5.5-STABLE nach dem Erstellen des RELENG_5_5-Zweiges. 600000 18. August 2004 6.0-CURRENT 600001 27. August 2004 6.0-CURRENT nach der festen Aktivierung von PFIL_HOOKS im Kernel. 600002 30. August 2004 6.0-CURRENT nach der anfänglichen Einführung von ifi_epoch zur Struktur if_data. Wurde nach ein paar Tagen wieder rückgängig gemacht. Benutzen Sie diesen Wert bitte nicht. 600003 8. September 2004 6.0-CURRENT nach dem erneuten Hinzufügen des Elements ifi_epoch zur Struktur if_data. 600004 29. September 2004 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der Struktur inpcb als Argument in der pfil API. 600005 5. Oktober 2004 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen des "-d DESTDIR" Schalters zu newsyslog. 600006 4. November 2004 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von Fülloptionen im Style der libc zu &man.strftime.3;. 600007 12. Dezember 2004 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von 802.11 Framework Neuerungen. 600008 25. Januar 2005 6.0-CURRENT Änderung an den VOP_*VOBJECT() Funktionen und Einführung des MNTK_MPSAFE Schalters für Dateisysteme, welche ohne Giant arbeiten. 600009 4. Februar 2005 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von cpufreq Framework und Treibern. 600010 6. Februar 2005 6.0-CURRENT nachdem OpenBSD's nc(1) importiert wurde. 600011 12. Februar 2005 6.0-CURRENT nachdem der Anschein von matherr() Unterstützung in SVID2 entfernt wurde. 600012 15. Februar 2005 6.0-CURRENT nach dem Vergrößern der standardmäßigen Stackgröße für Threads. 600013 19. Februar 2005 6.0-CURRENT nach dem Einfliessen der Reparaturen in <src/include/stdbool.h> und <src/sys/i386/include/_types.h>, um die GCC-Kompatibilität des Intel C/C++-Compilers zu benutzen. 600014 21. Februar 2005 6.0-CURRENT nachdem die Überprüfungen auf EOVERFLOW in vswprintf(3) korrigiert wurden. 600015 25. Februar 2005 6.0-CURRENT nach dem Einfliessen der Änderung, in ifi_epoch, statt der lokalen Zeit, die Betriebzeit des Systems zu benutzen. 600016 26. Februar 2005 6.0-CURRENT nachdem das Format von LC_CTYPE auf der Festplatte verändert wurde. 600017 27. Februar 2005 6.0-CURRENT nachdem das Format der NLS-Kataloge auf der Festplatte verändert wurde. 600018 27. Februar 2005 6.0-CURRENT nachdem das Format von LC_COLLATE auf der Festplatte verändert wurde. 600019 28. Februar 2005 Installation der acpica Include-Dateien in /usr/include. 600020 9. März 2005 Hinzufügen des MSG_NOSIGNAL Schalters zur send(2) API. 600021 17. März 2005 Hinzufügen von Feldern zu cdevsw 600022 21. März 2005 gtar wurde aus dem Basissystem entfernt. 600023 13. April 2005 Die Optionen LOCAL_CREDS, LOCAL_CONNWAIT für Sockets wurde zu unix(4) hinzugefügt. 600024 19. April 2005 &man.hwpmc.4; und zugehörige Werkzeuge wurden zu 6.0-CURRENT hinzugefügt. 600025 26. April 2005 Die Struktur icmphdr wurden zu 6.0-CURRENT hinzugefügt. 600026 3. Mai 2005 pf Aktualisierung auf 3.7. 600027 6. Mai 2005 Kernel libalias und ng_nat wurden eingeführt. 600028 13. Mai 2005 POSIX ttyname_r(3) wurde über unistd.h und libc zur Verfügung gestellt. 600029 29. Mai 2005 6.0-CURRENT nachdem libpcap zu Version v0.9.1 alpha 096 aktualisiert wurde. 600030 5. Juni 2005 6.0-CURRENT nach dem Import von NetBSDs if_bridge(4). 600031 10. Juni 2005 6.0-CURRENT nachdem die Struktur ifnet aus dem Treiber softcs herausgelöst wurde. 600032 11. Juli 2005 6.0-CURRENT nach dem Import von libpcap v0.9.1. 600033 25. Juli 2005 6.0-STABLE nachdem die Versionen aller gemeinsam genutzten Bibliotheken, welche seit RELENG_5 nicht geändert wurden, erhöht wurden. 600034 13. August 2005 6.0-STABLE nachdem das Argument credential zu der dev_clone-Ereignisbehandlung hinzugefügt wurde. 6.0-RELEASE. 600100 1. November 2005 6.0-STABLE nach dem Erstellen des 6.0-RELEASE-Zweiges. 600101 21. Dezember 2005 6.0-STABLE nach dem Aufnehmen von Skripten aus den local_startup-Verzeichnissen in &man.rcorder.8; des Basissystems. 600102 30. Dezember 2005 6.0-STABLE nach dem Aktualisieren der ELF-Typen und Konstanten. 600103 15. Januar 2006 6.0-STABLE nach dem Einfliessen der pidfile(3)-API aus CURRENT. 600104 17. Januar 2006 6.0-STABLE nach dem Einfliessen der Änderung von ldconfig_local_dirs aus CURRENT. 600105 26. Februar 2006 6.0-STABLE nach der NLS-Katalogunterstützung von csh(1). 601000 6. Mai 2006 6.1-RELEASE 601100 6. Mai 2006 6.1-STABLE nach 6.1-RELEASE. 601101 22. Juni 2006 6.1-STABLE nach dem Import von csup. 601102 11. Juli 2006 6.1-STABLE nach der iwi(4)-Aktualisierung. 601103 17. Juli 2006 6.1-STABLE nach der Aktualisierung der Namensauflösung zu BIND9 und Aufnahme der ablaufinvarianten Versionen der netdb-Funktionen. 601104 8. August 2006 6.1-STABLE nachdem Unterstützung für DSO (dynamic shared objects - gemeinsam genutzte, dynamische Objekte) in OpenSSL aktiviert wurde. 601105 2. September 2006 6.1-STABLE nachdem 802.11 Reparaturen die API der IEEE80211_IOC_STA_INFO ioctl geändert haben. 602000 15. November 2006 6.2-RELEASE 602100 15. September 2006 6.2-STABLE nach 6.2-RELEASE. 602101 12. Dezember 2006 6.2-STABLE nach dem Hinzufügen der Wi-Spy Eigenart. 602102 28. Dezember 2006 6.2-STABLE nachdem pci_find_extcap() hinzugefügt wurde. 602103 16. Januar 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen der dlsym Änderung aus CURRENT, ein angefordertes Symbol sowohl in der spezifizierten dso, als auch in den impliziten Abhängigkeiten nachzuschlagen. 602104 28. Januar 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von ng_deflate(4) und ng_pred1(4) netgraph Knoten und neuen Kompressions- und -Verschlüsselungmodi für den ng_ppp(4) Knoten aus CURRENT. 602105 20. Februar 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen der BSD lizensierten Version von &man.gzip.1;, welche von NetBSD portiert wurde aus CURRENT. 602106 31. März 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen der PCI MSI und MSI-X Unterstützung aus CURRENT. 602107 6. April 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von ncurses 5.6 und Unterstützung für Multibyte-Zeichen aus CURRENT. 602108 11. April 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen des 'SG' Peripheriegerätes aus CURRENT in CAM, welches einen Teil der SCSI SG passthrough Geräte API von Linux enthält. 602109 17. April 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von readline 5.2 Patchset 002 aus CURRENT. 602110 2. Mai 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von pmap_invalidate_cache(), pmap_change_attr(), pmap_mapbios(), pmap_mapdev_attr(), und pmap_unmapbios() für amd64 und i386 aus CURRENT. 602111 11. Juni 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von BOP_BDFLUSH aus CURRENT und dem daraus resultierendem Bruch mit dem Dateisystemmodul KBI. 602112 21. September 2007 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von libutil(3) aus CURRENT. 602113 25. Oktober 2007 6.2-STABLE, nach der Trennung in "wide und single byte ctype". Neu kompilierte Binärdateien, die ctype.h referenzieren, erfordern möglicherweise ein neues Symbol, __mb_sb_limit, das auf älteren Systemen nicht verfügbar ist. 602114 30. Oktober 2007 6.2-STABLE, nachdem die ctype ABI-Aufwärtskompatibilität wiederhergestellt wurde. 602115 21. November 2007 FreeBSD 6.2-STABLE nach der Entfernung/Eliminierung der wide und single Byte ctype-Trennung 603000 25. November 2007 6.3-RELEASE 603100 25. November 2007 6.3-STABLE nach 6.3-RELEASE. 603101 7. Dezember 2007 6.3-STABLE, nachdem der Support für den Multibyte-Datentyp im Bit-Makro gefixt wurde. 603102 24. April 2008 6.3-STABLE nach Hinzufügen von l_sysid zu struct flock. 603103 27. Mai 2008 6.3-STABLE nach Einfließen der memrchr-Funktion. 603104 15. Juni 2008 6.3-STABLE nach Übernahme der Unterstützung von :u als Variablenwandler in make(1). 604000 4. Oktober 2008 6.4-RELEASE 604100 4. Oktober 2008 6.4-STABLE nach 6.4-RELEASE. 700000 11. Juli 2005 7.0-CURRENT. 700001 23. Juli 2005 7.0-CURRENT nachdem die Versionen aller gemeinsam genutzten Bibliotheken, welche seit RELENG_5 nicht geändert wurden, erhöht wurden. 700002 13. August 2005 7.0-CURRENT nachdem ein Berechtigungs-Argument zur dev_clone-Ereignisroutine hinzugefügt wurde. 700003 25. August 2005 7.0-CURRENT nachdem memmem(3) zur libc hinzugefügt wurde. 700004 30. Oktober 2005 7.0-CURRENT nachdem die Argumente der Kernelfunktion solisten(9) modifiziert wurden, um einen Backlog-Parameter (Anzahl der maximalen wartenden Verbindungen) zu akzeptieren. 700005 11. November 2005 7.0-CURRENT nachdem IFP2ENADDR() geändert wurde, einen Zeiger auf IF_LLADDR() zurückzugeben. 700006 11. November 2005 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen des if_addr-Elements zur Struktur ifnet und dem Entfernen von IFP2ENADDR(). 700007 2. Dezember 2005 7.0-CURRENT nach dem Aufnehmen von Skripten aus den local_startup Verzeichnissen in &man.rcorder.8; des Basissystems. 700008 5. Dezember 2005 7.0-CURRENT nach dem Entfernen der MNT_NODEV mount-Option. 700009 19. Dezember 2005 7.0-CURRENT nach ELF-64 Typen Änderungen und Symbol Versionierung. 700010 20. Dezember 2005 7.0-CURRENT nach Hinzufügen der hostb und vgapci Treiber, Hinzufügen von pci_find_extcap() und Änderung der AGP Treiber die Apertur nicht länger abzubilden. 700011 31. Dezember 2005 7.0-CURRENT nachdem auf allen Plattformen außer Alpha tv_sec in time_t umgewandelt wurde. 700012 8. Januar 2006 7.0-CURRENT nach Änderung von ldconfig_local_dirs. 700013 12. Januar 2006 7.0-CURRENT nach Änderung in /etc/rc.d/abi um /compat/linux/etc/ld.so.cache als Symlink in ein schreibgeschütztes Dateisystem zu unterstützen. 700014 26. Januar 2006 7.0-CURRENT nach pts Import. 700015 26. März 2006 7.0-CURRENT nach Einführung von Version 2 der &man.hwpmc.4;'s ABI. 700016 22. April 2006 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.fcloseall.3; zur libc. 700017 13. Mai 2006 7.0-CURRENT nach dem Entfernen von ip6fw. 700018 15. Juli 2006 7.0-CURRENT nach dem Import von snd_emu10kx. 700019 29. Juli 2006 7.0-CURRENT nach dem Import von OpenSSL 0.9.8b. 700020 3. September 2006 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der bus_dma_get_tag-Funktion 700021 4. September 2006 7.0-CURRENT nach dem Import von libpcap 0.9.4 und tcpdump 3.9.4. 700022 9. September 2006 7.0-CURRENT nach der dlsym Änderung, ein angefordertes Symbol sowohl in der spezifizierten dso, als auch in den impliziten Abhängigkeiten nachzuschlagen. 700023 23. September 2006 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen neuer Sound-IOCTLs für die OSSv4-Mixer-API. 700024 28. September 2006 7.0-CURRENT nach dem Import von OpenSSL 0.9.8d. 700025 11. November 2006 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der libelf. 700026 26. November 2006 7.0-CURRENT nach größeren Änderungen an den Sound sysctls. 700027 30. November 2006 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der Wi-Spy-Eigenart. 700028 15. Dezember 2006 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von sctp-Aufrufen zur libc. 700029 26. Januar 2007 7.0-CURRENT nach dem Ersetzen von GNU &man.gzip.1; durch eine von NetBSD portierte Version, die unter BSD-Lizenz steht. 700030 7. Februar 2007 7.0-CURRENT nach dem Entfernen der IPIP Tunnelkapselung (VIFF_TUNNEL) aus dem IPv4 Multicast-Forwarding-Quelltext. 700031 23. Februar 2007 7.0-CURRENT nach den Modifizierungen an bus_setup_intr() (newbus). 700032 2. März 2007 7.0-CURRENT nach der Aufnahme der Firmware für ipw(4) und iwi(4). 700033 9. März 2007 7.0-CURRENT nach Unterstützung für Multibyte-Zeichen. 700034 19. März 2007 7.0-CURRENT nach Änderungen, wie insmntque(), getnewvnode() und vfs_hash_insert() arbeiten. 700035 26. März 2007 7.0-CURRENT nach Hinzufügen eines Benachrichtigungsmechanismus für CPU Frequenzänderungen. 700036 6. April 2007 7.0-CURRENT nach dem Import des ZFS Dateisystemes. 700037 8. April 2007 7.0-CURRENT nach dem Einpflegen des 'SG' Peripheriegerätes in CAM, welches einen Teil der SCSI SG passthrough Geräte API von Linux enthält. 700038 30. April 2007 7.0-CURRENT nachdem &man.getenv.3;, &man.putenv.3;, &man.setenv.3; und &man.unsetenv.3; geändert wurden, um POSIX konform zu sein. 700039 1. Mai 2007 7.0-CURRENT nachdem die Änderungen von 700038 rückgängig gemacht wurden. 700040 10. Mai 2007 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.flopen.3; zur libutil. 700041 13. Mai 2007 7.0-CURRENT nachdem Symbol Versionierung aktiviert und die standardmäßige Thread-Bibliothek zu libthr geändert wurde. 700042 19. Mai 2007 7.0-CURRENT nach dem Import von GCC 4.2.0. 700043 21. Mai 2007 7.0-CURRENT nachdem die Versionen aller Shared-Libraries, welche seit RELENG_6 nicht geändert wurden, erhöht worden sind. 700044 7. Juni 2007 7.0-CURRENT nachdem das Argument für vn_open()/VOP_OPEN() vom Dateideskriptorindex zur Struktur file * geädert wurde. 700045 10. Juni 2007 7.0-CURRENT nachdem &man.pam.nologin.8; geädert wurde, eine Kontoverwaltungs-Funktion statt einer Authentifizierungsfunktion für das PAM-Framework zur Verfügung zu stellen. 700046 11. Juni 2007 7.0-CURRENT nach aktualisierter 802.11 wireless Unterstützung. 700047 11. Juni 2007 7.0-CURRENT, nachdem TCP-LRO-Schnittstellen-Ressourcen hinzugefügt wurden. 700048 12. Juni 2007 7.0-CURRENT, nachdem die RFC 3678 API-Unterstützung zum IPv4-Stack hinzugefügt wurde. Veraltetes RFC 1724-Verhalten des IP_MULTICAST_IF ioctl wurde entfernt; 0.0.0.0/8 darf nicht länger als Schnittstellen-Index benutzt werden. Stattdessen sollte die Struktur ipmreqn verwendet werden. 700049 3. Juli 2007 7.0-CURRENT, nachdem pf von OpenBSD 4.1 importiert wurde (nicht geändert) 7.0-CURRENT, nachdem die IPv6-Unterstützung um FAST_IPSEC erweitert, KAME IPSEC entfernt und FAST_IPSEC in IPSEC umbenannt wurde. 700050 4. Juli 2007 7.0-CURRENT, nachdem Aufrufe von setenv/putenv/usw. von der traditionellen BSD-Art und Weise nach POSIX konvertiert wurden. 700051 4. Juli 2007 7.0-CURRENT, nachdem neue Systemaufrufe (mmap/lseek/usw.) implementiert wurden. 700052 6. Juli 2007 7.0-CURRENT, nachdem die I4B-Header nach include/i4b verschoben wurden. 700053 30. September 2007 7.0-CURRENT, nachdem die Unterstützung für PCI Domänen hinzugefügt wurde. 700054 25. Oktober 2007 7.0-CURRENT, nach der Trennung in "wide und single byte ctype". 700055 28. Oktober 2007 7.0-RELEASE sowie 7.0-CURRENT, nachdem die ABI-Abwärtskompatibilität für die FreeBSD 4/5/6-Versionen der PCIOCGETCONF-, PCIOCREAD- sowie PCIOCWRITE IOCTLs hinzugefügt wurde. Damit verbunden war, dass die ABI der PCIOCGETCONF IOCTL erneut deaktiviert werden musste. 700100 22. Dezember 2007 7.0-STABLE nach 7.0-RELEASE. 700101 8. Februar 2008 7.0-STABLE nach Einführung von m_collapse(). 700102 30. März 2008 7.0-STABLE nach Einfließen von kdb_enter_why(). 700103 10. April 2008 7.0-STABLE nach Hinzufügen von l_sysid zu struct flock. 700104 11. April 2008 7.0-STABLE nach Übernahme von procstat(1). 700105 11. April 2008 7.0-STABLE nach Einführung von umtx-Features. 700106 15. April 2008 7.0-STABLE nach Hinzufügen der Unterstützung von &man.write.2; zu &man.psm.4;. 700107 20. April 2008 7.0-STABLE nach Hinzufügen des Befehls F_DUP2FD zu &man.fcntl.2;. 700108 5. Mai 2008 7.0-STABLE nach einigen Änderungen an &man.lockmgr.9;, welche die Einbindung von sys/lock.h zur Verwendung von &man.lockmgr.9; voraussetzen. 700109 27. Mai 2008 7.0-STABLE nach Einfließen der memrchr-Funktion. 700110 5. August 2008 7.0-STABLE nach Einführung eines Clients für den Kernel NFS lockd. 700111 20. August 2008 7.0-STABLE nach Hinzufügen einer Unterstützung von physisch fortlaufender Jumbo Frames. 700112 27. August 2008 7.0-STABLE nach Einfließen einer Kernelunterstützung für DTrace. 701000 25. November 2008 7.1-RELEASE 701100 25. November 2008 7.1-STABLE nach 7.1-RELEASE. 701101 10. Januar 2009 7.1-STABLE nach Übernahme von strndup. 701102 17. Januar 2009 7.1-STABLE nach Hinzufügen einer Unterstützung von cpuctl(4). 701103 7. Februar 2009 7.1-STABLE nach Einfließen der Unterstützung von Jails mit keinen oder mehreren IPv4-/IPv6-Adressen. 701104 14. Februar 2009 7.1-STABLE, nachdem der Besitzer des Suspend in struct mount gespeichert wird und die Funktion vfs_susp_clean in struct vfsops aufgenommen ist. 701105 12. März 2009 7.1-STABLE nach der inkompatiblen Änderung am sysctl kern.ipc.shmsegs, um die Anforderung größerer Segmente von gemeinsam genutzten SysV-Speicher auf 64bit-Architekturen zu erlauben. 701106 14. März 2009 7.1-STABLE nach der Übernahme einer Fehlerbehebung für Warteoperationen, die POSIX-Semaphore verwenden. 702000 15. April 2009 7.2-RELEASE 702100 15. April 2009 7.2-STABLE nach 7.2-RELEASE. 702101 15. Mai 2009 7.2-STABLE, nachdem ichsmb(4) dahingehend geändert wurde, dass es links-ausgerichtete Adressierung von Slaves verwendet, um anderen SMBus-Kontrollertreibern zu entsprechen. 702102 28. Mai 2009 7.2-STABLE nach dem Einfließen der Funktion fdopendir. 702103 06. Juni 2009 7.2-STABLE nach dem Einfließen von PmcTools. - + + + 702104 + 14. Juli 2009 + 7.2-STABLE nach dem Einfließen des + Systemaufrufs closefrom. + + + + 702105 + 31. Juli 2009 + 7.2-STABLE nach dem Einfließen der + Änderung an der SYSVIPC-ABI. + + + + 702106 + 14. September 2009 + 7.2-STABLE nach dem Einfließen der + PAT-Verbesserungen für x86-Prozessoren sowie dem + Hinzufügen von d_mmap_single() und des + VM-Objekttyps für scatter/gather-Listen. + + + + 703000 + 9. Februar 2010 + 7.3-RELEASE + + + + 703100 + 9. Februar 2010 + 7.3-STABLE nach 7.3-RELEASE. + + - 702104 - 14. Juli 2009 - 7.2-STABLE nach dem Einfließen des - Systemaufrufs closefrom. - - - - 702105 - 31. Juli 2009 - 7.2-STABLE nach dem Einfließen der - Änderung an der SYSVIPC-ABI. - - - - 702106 - 14. September 2009 - 7.2-STABLE nach dem Einfließen der - PAT-Verbesserungen für x86-Prozessoren sowie dem - Hinzufügen von d_mmap_single() und des - VM-Objekttyps für scatter/gather-Listen. - - - - 703000 - 9. Februar 2010 - 7.3-RELEASE - - - - 703100 - 9. Februar 2010 - 7.3-STABLE nach 7.3-RELEASE. - - - 800000 11. Oktober 2007 8.0-CURRENT. Nach der Trennung in "wide und single byte ctype". 800001 16. Oktober 2007 8.0-CURRENT, nachdem libpcap 0.9.8 und tcpdump 3.9.8 importiert wurden. 800002 21. Oktober 2007 8.0-CURRENT, nachdem kthread_create() und Konsorten in kproc_create() usw. umbenannt wurden. 800003 24. Oktober 2007 8.0-CURRENT, nachdem die ABI-Abwärtskompatibilität für die FreeBSD 4/5/6-Versionen der PCIOCGETCONF-, PCIOCREAD- sowie PCIOCWRITE IOCTLs hinzugefügt wurde. Damit verbunden war, dass die ABI der PCIOCGETCONF IOCTL erneut deaktiviert werden musste. 800004 12. November 2007 8.0-CURRENT, nachdem der agp(4) Treiber verschoben wurde von src/sys/pci nach src/sys/dev/agp. 800005 4. Dezember 2007 8.0-CURRENT nach Änderungen am Jumbo Frame Allocator. 800006 7. Dezember 2007 8.0-CURRENT, nach dem Hinzufügen der callgraph capture Funktionalität zu &man.hwpmc.4;. 800007 25. Dezember 2007 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von "why" als Argument in kdb_enter(). 800008 28. Dezember 2007 8.0-CURRENT nach Entfernen der Option LK_EXCLUPGRADE. 800009 9. Januar 2008 8.0-CURRENT nach Einführung von &man.lockmgr.disown.9; 800010 10. Januar 2008 8.0-CURRENT nach Änderungen am &man.vn.lock.9;-Prototyp. 800011 13. Januar 2008 8.0-CURRENT nach Änderungen an den Prototypen von &man.VOP.LOCK.9; und &man.VOP.UNLOCK.9;. 800012 19. Januar 2008 8.0-CURRENT nach Einführung von &man.lockmgr.recursed.9;, &man.BUF.RECURSED.9; und &man.BUF.ISLOCKED.9; sowie Entfernung von BUF_REFCNT(). 800013 23. Januar 2008 8.0-CURRENT nach Einführung der ASCII-Kodierung. 800014 24. Januar 2008 8.0-CURRENT nach Änderungen am &man.lockmgr.9;-Prototyp und Entfernung von lockcount() sowie LOCKMGR_ASSERT(). 800015 26. Januar 2008 8.0-CURRENT nach Erweiterung der Datentypen der &man.fts.3;-Strukturen. 800016 1. Februar 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen eines neuen Parameters zu MEXTADD(9). 800017 6. Februar 2008 8.0-CURRENT nach Einführung der Optionen LK_NODUP und LK_NOWITNESS in die &man.lockmgr.9;-Umgebung. 800018 8. Februar 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen von m_collapse. 800019 9. Februar 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen einer Arbeits-, Wurzel- und Jailverzeichnisunterstützung zur sysctl-Variable kern.proc.filedesc. 800020 13. Februar 2008 8.0-CURRENT nach Einführung der Funktionen &man.lockmgr.assert.9; und BUF_ASSERT. 800021 15. Februar 2008 8.0-CURRENT nach Einführung von &man.lockmgr.args.9; und Entfernung der Option LK_INTERNAL. 800022 (zurückgezogen) 8.0-CURRENT nach Setzen von BSD &man.ar.1; als Systemstandard. 800023 25. Februar 2008 8.0-CURRENT nach Prototypenänderungen an &man.lockstatus.9; und &man.VOP.ISLOCKED.9;, eigens zur Abschaffung des Parameters struct thread. 800024 1. März 2008 8.0-CURRENT nach Beseitigung der Funktionen lockwaiters und BUF_LOCKWAITERS, Änderung des Rückgabewerts der Funktion brelvp von void nach int sowie Einführung neuer Optionen für &man.lockinit.9;. 800025 8. März 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen des Kommandos F_DUP2FD zu &man.fcntl.2;. 800026 12. März 2008 8.0-CURRENT nach Änderung des Parameters für die Priorität an cv_broadcastpri, sodass 0 für keine Priorität steht. 800027 24. März 2008 8.0-CURRENT nach Änderung der Monitoring ABI von BPF, als Zero-Copy Puffer hinzugefügt wurden. 800028 26. März 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen von l_sysid zu struct flock. 800029 28. März 2008 8.0-CURRENT nach Wiedereingliederung der Funktion BUF_LOCKWAITERS und Hinzufügen von &man.lockmgr.waiters.9;. 800030 1. April 2008 8.0-CURRENT nach Einführung der Funktionen &man.rw.try.rlock.9; und &man.rw.try.wlock.9;. 800031 6. April 2008 8.0-CURRENT nach Einführung der Funktionen lockmgr_rw und lockmgr_args_rw. 800032 8. April 2008 8.0-CURRENT nach Implementierung des Systemaufrufs openat und seiner Verwandten, Einführung der Option O_EXEC in &man.open.2; und Bereitstellung der entsprechenden Systemaufrufe innerhalb der &linux;-Kompatibilitätsumgebung. 800033 8. April 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen der Unterstützung von &man.write.2; in der nativen Operationsebene von &man.psm.4;. Es können nun beliebig Kommandos nach /dev/psm%d geschrieben und der Status dann von dort gelesen werden. 800034 10. April 2008 8.0-CURRENT nach Einführung der Funktion memrchr. 800035 16. April 2008 8.0-CURRENT nach Einführung der Funktion fdopendir. 800036 20. April 2008 8.0-CURRENT nach Umstellung des Standards 802.11 auf Unterstützung von Multi-BSS (auch vaps). 800037 9. Mai 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen einer Unterstützung für Multi Routing-Tabellen (siehe setfib(1), setfib(2)). 800038 26. Mai 2008 8.0-CURRENT nach Entfernen von netatm und ISDN4BSD. 800039 14. Juni 2008 8.0-CURRENT nach Entfernen von sgtty. 800040 26. Juni 2008 8.0-CURRENT nach Einführung eines Clients für den Kernel NFS lockd. 800041 22. Juli 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen von arc4random_buf(3) und arc4random_uniform(3). 800042 8. August 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen von cpuctl(4). 800043 13. August 2008 8.0-CURRENT nach Änderung von bpf(4) zur Verwendung einer einzelnen Gerätedatei anstatt von Klonierung. 800044 17. August 2008 8.0-CURRENT nach Übernahme des ersten Teils aus dem vimage-Projekt durch Erweitern globaler Variablen um den Präfix V_. Zukünftig werden die virtualisierten Variablen dann mit Hilfe von Makros in ihre globalen Namen aufgelöst. 800045 20. August 2008 8.0-CURRENT nach Eingliederung des MPSAFE TTY-Layers, einschließlich Änderungen an diversen Treibern und Werkzeugen, die mit ihm kommunizieren. 800046 8. September 2008 8.0-CURRENT nach Abschottung der GDT pro CPU auf der AMD64-Architektur. 800047 10. September 2008 8.0-CURRENT nach Entfernen von VSVTX, VSGID und VSUID. 800048 16. September 2008 8.0-CURRENT nach Anpassung des Codes für Kernel NFS mount, sodass einzelne Mountoptionen im Parameter struct iovec an nmount() akzeptiert werden und nicht nur ein großes struct nfs_args. 800049 17. September 2008 8.0-CURRENT nach Entfernen von &man.suser.9; und &man.suser.cred.9;. 800050 20. Oktober 2008 8.0-CURRENT nach API-Änderungen im Umgang mit dem Buffer Cache. 800051 23. Oktober 2008 8.0-CURRENT nach Entfernen der Makros &man.MALLOC.9; und &man.FREE.9;. 800052 28. Oktober 2008 8.0-CURRENT nach Einführung von accmode_t und Umbennung des Parameters a_mode an VOP_ACCESS nach a_accmode. 800053 2. November 2008 8.0-CURRENT nach Änderung des Prototyps von &man.vfs.busy.9; und Einführung der Optionen MBF_NOWAIT sowie MBF_MNTLSTLOCK. 800054 22. November 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen von Funktionen im Bereich buf_ring, Memory Barriers und ifnet, um mehrere Sendeschlangen auf Hardwareebene für Karten zu ermöglichen, die dies unterstützen, sowie einer Ring Buffer-Implementierung ohne Lock, um Treibern zu ermöglichen, Paketschlangen effizienter zu verwalten. 800055 27. November 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen einer Unterstützung für &intel; Core, Core2 und Atom zu &man.hwpmc.4;. 800056 29. November 2008 8.0-CURRENT nach Einführung von Jails mit mehreren oder gar keinen IPv4-/IPv6-Adressen. 800057 1. Dezember 2008 8.0-CURRENT nach Wechsel zum ath_hal Quellcode. 800058 12. Dezember 2008 8.0-CURRENT nach Einführung der Funktion VOP_VPTOCNP. 800059 15. Dezember 2008 8.0-CURRENT gliedert das neue ARPv2 ein. 800060 19. Dezember 2008 8.0-CURRENT nach Hinzufügen von makefs. 800061 15. Januar 2009 8.0-CURRENT nach Umsetzung von TCP Appropriate Byte Counting. 800062 28. Januar 2009 8.0-CURRENT nach Entfernen von minor(), minor2unit(), unit2minor() usw. 800063 18. Februar 2009 8.0-CURRENT nach Änderung der GENERIC-Konfiguration zur Verwendung des USB2-Stack und Hinzufügen von fdevname(3). 800064 23. Februar 2009 8.0-CURRENT, nachdem der USB2-Stack nach dev/usb verschoben wurde, um es zu ersetzen. 800065 26. Februar 2009 8.0-CURRENT nach Umbenennen aller Funktionen in libmp(3). 800066 27. Februar 2009 8.0-CURRENT nach Anpassung des devfs-Verhaltens im Zusammenhang mit USB. 800067 28. Februar 2009 8.0-CURRENT nach Hinzufügen von getdelim(), getline(), stpncpy(), strnlen(), wcsnlen(), wcscasecmp() und wcsncasecmp(). 800068 2. März 2009 8.0-CURRENT nach Umbenennen der Geräteklasse ushub in uhub. 800069 9. März 2009 8.0-CURRENT nach Umbenennen von libusb20.so.1 in libusb.so.1. 800070 9. März 2009 8.0-CURRENT nach der Einführung von IGMPv3 und Source-Specific-Multicast (SSM) in den IPv4-Stack. 800071 14. März 2009 8.0-CURRENT nach der Anpassung von gcc zur Verwendung der C99-Inline-Semantik in den Modi c99 und gnu99. 800072 15. März 2009 8.0-CURRENT, nachdem die Option IFF_NEEDSGIANT entfernt wurde; Netzwerktreiber, die nicht MPSAFE sind, werden nicht mehr unterstützt. 800073 18. März 2009 8.0-CURRENT, nachdem die dynamische Ersetzung von Zeichenkettenkürzeln für rpath und benötigte Pfade implementiert wurde. 800074 24. März 2009 8.0-CURRENT nach dem Einfließen von tcpdump 4.0.0 und libpcap 1.0.0. 800075 6. April 2009 8.0-CURRENT, nachdem die Deklarationen von struct vnet_net, struct vnet_inet und struct vnet_ipfw geändert wurden. 800076 9. April 2009 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von Laufzeitprofilen in dummynet. 800077 14. April 2009 8.0-CURRENT nach dem Entfernen von VOP_LEASE() und vop_vector.vop_lease. 800078 15. April 2009 8.0-CURRENT, nachdem die Felder aus struct rt_weight zu struct rt_metrics und struct rt_metrics_lite hinzugefügt wurden, wobei die Deklaration von struct rt_metrics_lite geändert wurde. RTM_VERSION wurde hochgezählt (zurückgezogen). 800079 15. April 2009 8.0-CURRENT, nachdem Pointer auf struct llentry zu struct route und struct route_in6 hinzugefügt wurden. 800080 15. April 2009 8.0-CURRENT nach Änderung der Deklaration von struct inpcb. 800081 19. April 2009 8.0-CURRENT nach Änderung der Deklaration von struct malloc_type. 800082 21. April 2009 8.0-CURRENT nach Änderung der Deklaration von struct ifnet und Hinzufügen von if_ref() und if_rele() zur Verwaltung von Referenzen auf ifnet. 800083 22. April 2009 8.0-CURRENT nach der Implementierung einer systemnahen Bluetooth-HCI-API. 800084 29. April 2009 8.0-CURRENT nach Änderungen an IPv6-SSM und MLDv2. 800085 30. April 2009 8.0-CURRENT, nachdem der Bau von VIMAGE-Kernel mit einem aktiven Image unterstützt wird. 800086 8. Mai 2009 8.0-CURRENT nach Hinzufügen der Unterstützung für Eingabezeilen mit beliebiger Länge durch patch(1). 800087 11. Mai 2009 8.0-CURRENT nach einigen Änderungen im Zusammenhang mit dem VFS-KPI. Der Thread-Parameter wurde von den FSD-Teilen des VFS entfernt. VFS_*-Funktionen benötigen den Kontext nicht mehr, da er sich immer auf curthread bezieht. In wenigen Sonderfällen ist das bisherige Verhalten nicht geändert worden. 800088 20. Mai 2009 8.0-CURRENT nach Änderungen am net80211-Monitormodus. 800089 23. Mai 2009 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der Unterstützung von UDP-Kontrollblocks. 800090 23. Mai 2009 8.0-CURRENT nach der Virtualisierung der Schnittstellenklonierung. 800091 27. Mai 2009 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von hierarchischen Jails und dem Entfernen des globalen securelevel. 800092 29. Mai 2009 8.0-CURRENT nach der Änderung des sx_init_flags()-KPI. SX_ADAPTIVESPIN wurde zurückgezogen und eine neue Option SX_NOADAPTIVE wurde eingeführt, um die umgekehrte Logik zu behandeln. 800093 29. Mai 2009 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von mnt_xflag zu struct mount. 800094 30. Mai 2009 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.VOP.ACCESSX.9;. 800095 30. Mai 2009 8.0-CURRENT nach der Änderung des Polling-KPI. Die Polling-Handler liefern nun die Zahl der verarbeiteten Pakete zurück. Die neue Option IFCAP_POLLING_NOCOUNT wurde weiter eingeführt, um anzugeben, dass der Rückgabewert nicht von Bedeutung ist und das Zählen der Pakete ausgelassen werden soll. 800096 1. Juni 2009 8.0-CURRENT nach der Aktualisierung der netisr-Implementierung und nachdem die Weise, wie FIBs gespeichert werden und wie auf sie zugegriffen wird, geändert wurde. - - 800097 - 8. Juni 2009 - 8.0-CURRENT nach Einführung der - Destruktor-Infrastruktur für vnet - einschließlich Hooks. - - - - 800097 - 11. Juni 2009 - 8.0-CURRENT nach Einführung eines - Erkennungssystems für ausgehende Pakete, die - direkt wieder in netgraph gelangen und deswegen - eingereiht werden. Dabei wurde auch die Definition von - struct thread geändert. - - - - 800098 - 14. Juni 2009 - 8.0-CURRENT nach dem Einfließen von OpenSSL - 0.9.8k. - + + 800097 + 8. Juni 2009 + 8.0-CURRENT nach Einführung der + Destruktor-Infrastruktur für vnet + einschließlich Hooks. + - - 800099 - 22. Juni 2009 - 8.0-CURRENT nach der Aktualisierung von NGROUPS - und dem Verschieben der Routing-Virtualisierung in ein - eigenes VImage-Modul. - + + 800097 + 11. Juni 2009 + 8.0-CURRENT nach Einführung eines + Erkennungssystems für ausgehende Pakete, die + direkt wieder in netgraph gelangen und deswegen + eingereiht werden. Dabei wurde auch die Definition von + struct thread geändert. + - - 800100 - 24. Juni 2009 - 8.0-CURRENT nach Änderung der - SYSVIPC-ABI. - - - - 800101 - 29. Juni 2009 - 8.0-CURRENT nach dem Entfernen der - zeichenorientierten Geräte aus /dev/net, von - denen für jede Schnittstelle eines - existiert. - + + 800098 + 14. Juni 2009 + 8.0-CURRENT nach dem Einfließen von OpenSSL + 0.9.8k. + - - 800102 - 12. Juli 2009 - 8.0-CURRENT, nachdem struct sackhint, struct - tcpcb und struct tcpstat mit Padding-Bytes - aufgefüllt wurden. - + + 800099 + 22. Juni 2009 + 8.0-CURRENT nach der Aktualisierung von NGROUPS + und dem Verschieben der Routing-Virtualisierung in ein + eigenes VImage-Modul. + - - 800103 - 13. Juli 2009 - 8.0-CURRENT, nachdem struct tcpopt durch struct - toeopt in der Schnittstelle zwischen dem TOE-Treiber - und dem TCP-SYN-Cache ersetzt wurde. - + + 800100 + 24. Juni 2009 + 8.0-CURRENT nach Änderung der + SYSVIPC-ABI. + - - 800104 - 19. Juli 2009 - 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen einer - vnet-spezifischen Speicherzuweisung, die auf dem - Linker-Set-Verfahren basiert. - - - - 800105 - 19. Juli 2009 - 8.0-CURRENT nach der Inkrementierung der - Versionsnummer aller Shared-Libraries, die - Symbol-Versioning nicht aktiviert haben. - - - - 800106 - 24. Juli 2009 - 8.0-CURRENT nach Einführung des - VM-Objekttyps OBJT_SG. - - - - 800107 - 2. August 2009 - 8.0-CURRENT nach Befreiung des Newbus-Subsystems - von Giant durch Hinzufügen von sxlock und 8.0-RELEASE. - - - - 800108 - 21. November 2009 - 8.0-CURRENT nach Implementierung des - kevent-Filters EVFILT_USER. - - - - 800500 - 7. Januar 2010 - 8.0-STABLE nach Erhöhung von - __FreeBSD_version, damit - pkg_add -r packages-8-stable - verwendet. - + + 800101 + 29. Juni 2009 + 8.0-CURRENT nach dem Entfernen der + zeichenorientierten Geräte aus /dev/net, von + denen für jede Schnittstelle eines + existiert. + - - 800501 - 24. Januar 2010 - 8.0-STABLE, nachdem die Prototypen von - scandir(3) und - alphasort(3) geändert - wurden, um der SUSv4 zu entsprechen. - - - - 800502 - 31. Januar 2010 - 8.0-STABLE nach Hinzufügen von - sigpause(3). - - - - 800503 - 25. Februar 2010 - 8.0-STABLE nach dem Hinzufügen der ioctls - SIOCGIFDESCR und SIOCSIFDESCR für - Netzwerk-Schnittstellen. Diese ioctls können, - nach dem Vorbild von OpenBSD, dazu verwendet werden, - Schnittstellenbeschreibungen zu bearbeiten und - auszulesen. - - - - 800504 - 1. März 2010 - 8.0-STABLE, nachdem x86emu, ein Software-Emulator - von OpenBSD für x86-Prozessoren im Real-Mode, von - CURRENT übernommen wurde. - - - - 900000 - 22. August 2009 - 9.0-CURRENT. - + + 800102 + 12. Juli 2009 + 8.0-CURRENT, nachdem struct sackhint, struct + tcpcb und struct tcpstat mit Padding-Bytes + aufgefüllt wurden. + - - 900001 - 8. September 2009 - 9.0-CURRENT nach dem Import von x86emu, einem - Software-Emulator von OpenBSD für x86-Prozessoren - im Real-Mode. - - - - 900002 - 23. September 2009 - 9.0-CURRENT nach Implementierung des - kevent-Filters EVFILT_USER. - - + + 800103 + 13. Juli 2009 + 8.0-CURRENT, nachdem struct tcpopt durch struct + toeopt in der Schnittstelle zwischen dem TOE-Treiber + und dem TCP-SYN-Cache ersetzt wurde. + + + + 800104 + 19. Juli 2009 + 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen einer + vnet-spezifischen Speicherzuweisung, die auf dem + Linker-Set-Verfahren basiert. + + + + 800105 + 19. Juli 2009 + 8.0-CURRENT nach der Inkrementierung der + Versionsnummer aller Shared-Libraries, die + Symbol-Versioning nicht aktiviert haben. + + + + 800106 + 24. Juli 2009 + 8.0-CURRENT nach Einführung des + VM-Objekttyps OBJT_SG. + + + + 800107 + 2. August 2009 + 8.0-CURRENT nach Befreiung des Newbus-Subsystems + von Giant durch Hinzufügen von sxlock und + 8.0-RELEASE. + + + + 800108 + 21. November 2009 + 8.0-CURRENT nach Implementierung des + kevent-Filters EVFILT_USER. + + + + 800500 + 7. Januar 2010 + 8.0-STABLE nach Erhöhung von + __FreeBSD_version, damit + pkg_add -r packages-8-stable + verwendet. + + + + 800501 + 24. Januar 2010 + 8.0-STABLE, nachdem die Prototypen von + scandir(3) und + alphasort(3) geändert + wurden, um der SUSv4 zu entsprechen. + + + + 800502 + 31. Januar 2010 + 8.0-STABLE nach Hinzufügen von + sigpause(3). + + + + 800503 + 25. Februar 2010 + 8.0-STABLE nach dem Hinzufügen der ioctls + SIOCGIFDESCR und SIOCSIFDESCR für + Netzwerk-Schnittstellen. Diese ioctls können, + nach dem Vorbild von OpenBSD, dazu verwendet werden, + Schnittstellenbeschreibungen zu bearbeiten und + auszulesen. + + + + 800504 + 1. März 2010 + 8.0-STABLE, nachdem x86emu, ein Software-Emulator + von OpenBSD für x86-Prozessoren im Real-Mode, von + CURRENT übernommen wurde. + + + + 800505 + 18. Mai 2010 + 8.0-STABLE nach dem Einfließen von liblzma, + xz, xzdec und lzmainfo. + + + + 900000 + 22. August 2009 + 9.0-CURRENT. + + + + 900001 + 8. September 2009 + 9.0-CURRENT nach dem Import von x86emu, einem + Software-Emulator von OpenBSD für x86-Prozessoren + im Real-Mode. + + + + 900002 + 23. September 2009 + 9.0-CURRENT nach Implementierung des + kevent-Filters EVFILT_USER. + + + + 900003 + 2. Dezember 2009 + 9.0-CURRENT nach Hinzufügen von + sigpause(3) und der + PIE-Unterstützung zu csu. + + + + 900004 + 6. Dezember 2009 + 9.0-CURRENT nach Hinzufügen von libulog und + dessen + libutempter-Kompatibilitätsschnittstelle. + + + + 900005 + 12. Dezember 2009 + 9.0-CURRENT nach Hinzufügen von + sleepq_sleepcnt(), das dazu + verwendet werden kann, die Anzahl der in einer + bestimmten Warteschlange eingereihten Threads + abzufragen. + + + + 900006 + 4. Januar 2010 + 9.0-CURRENT, nachdem die Prototypen von + scandir(3) und + alphasort(3) geändert + wurden, um der SUSv4 zu entsprechen. + + + + 900007 + 13. Januar 2010 + 9.0-CURRENT nach dem Entfernen von utmp(5) und + dem Hinzufügen von utmpx (siehe + getutxent(3)) zur besseren + Erfassung von Benutzeranmeldungen und + Systemereignissen. + + + + 900008 + 20. Januar 2010 + 9.0-CURRENT nach der Einführung von BSDL + bc/dc zur Ersetzung von GNU bc/dc. + + + + 900009 + 26. Januar 2010 + 9.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der ioctls + SIOCGIFDESCR und SIOCSIFDESCR für + Netzwerk-Schnittstellen. Diese ioctls können, + nach dem Vorbild von OpenBSD, dazu verwendet werden, + Schnittstellenbeschreibungen zu bearbeiten und + auszulesen. + + + + 900010 + 22. März 2010 + 9.0-CURRENT nach dem Import von zlib + 1.2.4. + + + + 900011 + 24. April 2010 + 9.0-CURRENT nach Hinzufügen von Soft Updates + Journaling. + + + + 900012 + 10. Mai 2010 + 8.0-STABLE nach Einfließen von liblzma, xz, + xzdec und lzmainfo. + +
Beachten Sie, dass 2.2-STABLE sich nach dem 2.2.5-RELEASE manchmal als 2.2.5-STABLE identifiziert. Das Muster war früher das Jahr gefolgt von dem Monat, aber wir haben uns entschieden, ab 2.2. einen geradlinigeren Ansatz mit major/minor-Nummern zu benutzen. Dies liegt daran, dass gleichzeitiges Entwickeln an mehreren Zweigen es unmöglich macht, die Versionen nur mit Hilfe des Datums des Releases zu unterteilen. Wenn Sie jetzt einen Port erstellen brauchen Sie sich nicht um alte -CURRENTs zu kümmern; diese sind hier nur als Referenz augeführt.
Etwas hinter die <filename>bsd.port.mk</filename>-Anweisung schreiben Schreiben Sie bitte nichts hinter die .include <bsd.port.mk>-Zeile. Normalerweise kann dies vermieden werden, indem Sie die Datei bsd.port.pre.mk irgendwo in der Mitte Ihres Makefiles und bsd.port.post.mk am Ende einfügen. Sie dürfen entweder nur das bsd.port.pre.mk/bsd.port.post.mk-Paar oder bsd.port.mk alleine hinzufügen; vermischen Sie diese Verwendungen nicht! bsd.port.pre.mk definiert nur einige Variablen, welche in Tests im Makefile benutzt werden können, bsd.port.post.mk definiert den Rest. Hier sind einige wichtige Variablen, welche in bsd.port.pre.mk definiert sind (dies ist keine vollständige Liste, lesen Sie bitte bsd.port.mk für eine vollständige Auflistung). Variable Beschreibung ARCH Die Architektur, wie von uname -m zurückgegeben (z.B. i386) OPSYS Der Typ des Betriebsystems, wie von uname -s zurückgegeben (z.B. FreeBSD) OSREL Die Release Version des Betriebssystems (z.B., 2.1.5 oder 2.2.7) OSVERSION Die numerische Version des Betriebssystems; gleichbedeutend mit __FreeBSD_version. PORTOBJFORMAT Das Objektformat des Systems (elf oder aout; beachten Sie, dass für moderne Versionen von FreeBSD aout veraltet ist). LOCALBASE Die Basis des local Verzeichnisbaumes (z.B. /usr/local/) PREFIX Wo der Port sich selbst installiert (siehe Mehr Informationen über PREFIX). - - - 900003 - 2. Dezember 2009 - 9.0-CURRENT nach Hinzufügen von - sigpause(3) und der - PIE-Unterstützung zu csu. - - - - 900004 - 6. Dezember 2009 - 9.0-CURRENT nach Hinzufügen von libulog und - dessen - libutempter-Kompatibilitätsschnittstelle. - - - - 900005 - 12. Dezember 2009 - 9.0-CURRENT nach Hinzufügen von - sleepq_sleepcnt(), das dazu - verwendet werden kann, die Anzahl der in einer - bestimmten Warteschlange eingereihten Threads - abzufragen. - - - - 900006 - 4. Januar 2010 - 9.0-CURRENT, nachdem die Prototypen von - scandir(3) und - alphasort(3) geändert - wurden, um der SUSv4 zu entsprechen. - - - - 900007 - 13. Januar 2010 - 9.0-CURRENT nach dem Entfernen von utmp(5) und - dem Hinzufügen von utmpx (siehe - getutxent(3)) zur besseren - Erfassung von Benutzeranmeldungen und - Systemereignissen. - - - - 900008 - 20. Januar 2010 - 9.0-CURRENT nach der Einführung von BSDL - bc/dc zur Ersetzung von GNU bc/dc. - - - - 900009 - 26. Januar 2010 - 9.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der ioctls - SIOCGIFDESCR und SIOCSIFDESCR für - Netzwerk-Schnittstellen. Diese ioctls können, - nach dem Vorbild von OpenBSD, dazu verwendet werden, - Schnittstellenbemerkungen zu bearbeiten und - auszulesen. - - - - 900010 - 22. März 2010 - 9.0-CURRENT nach dem Import von zlib - 1.2.4. - Falls Sie die Variablen USE_IMAKE, USE_X_PREFIX, oder MASTERDIR definieren müssen, sollten Sie dies vor dem Einfügen von bsd.port.pre.mk machen. Hier sind ein paar Beispiele von Dingen, die Sie hinter die Anweisung bsd.port.pre.mk schreiben können: # lang/perl5 muss nicht kompliliert werden, falls perl5 schon auf dem System ist .if ${OSVERSION} > 300003 BROKEN= perl ist im System .endif # nur eine Versionsnummer für die ELF Version der shlib .if ${PORTOBJFORMAT} == "elf" TCL_LIB_FILE= ${TCL_LIB}.${SHLIB_MAJOR} .else TCL_LIB_FILE= ${TCL_LIB}.${SHLIB_MAJOR}.${SHLIB_MINOR} .endif # die Software erstellt schon eine Verknüpfung fü ELF, aber nicht fü a.out post-install: .if ${PORTOBJFORMAT} == "aout" ${LN} -sf liblinpack.so.1.0 ${PREFIX}/lib/liblinpack.so .endif Sie haben sich daran erinnert Tabulator statt Leerzeichen nach BROKEN= und TCL_LIB_FILE= zu benutzen, oder? :-). Benutzen Sie die <function>exec</function>-Anweisung in Wrapper-Skripten Falls der Port ein Shellskript installiert, dessen Zweck es ist ein anderes Programm zu starten, und falls das Starten des Programmes die letzte Aktion des Skripts ist, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die Funktion exec dafür benutzen; zum Beispiel: #!/bin/sh exec %%LOCALBASE%%/bin/java -jar %%DATADIR%%/foo.jar "$@" Die Funktion exec ersetzt den Shell-Prozess mit dem angegebenen Programm. Falls exec ausgelassen wird, verbleibt der Shell-Prozess im Speicher während das Programm ausgefährt wird und verbraucht unnötig Systemressourcen. Aufgaben vernünftig lösen Das Makefile sollte die nötigen Schritte einfach und vernünftig durchführen. Wenn Sie ein einige Zeilen einsparen oder die Lesbarkeit verbessern können, dann machen Sie dies bitte. Beispiele sind: Ein make-Konstrukt .if anstatt eines Shellkonstrukt if zu verwenden, anstatt do-extract neu zu definieren, dies mit EXTRACT* machen, oder GNU_CONFIGURE anstelle von CONFIGURE_ARGS += --prefix=${PREFIX} zu verwenden. Falls Sie sich in einer Situation wiederfinden, in der Sie viel Code neu schreiben müssen, um etwas zu testen, sollten Sie zuerst bsd.port.mk erneut konsultieren und nachprüfen ob es nicht bereits eine Lösung für Ihr Problem enthält. Es ist zwar schwer zu lesen, beinhaltet jedoch eine Menge kurzer Lösungen für viele scheinbar schwierige Probleme. Berücksichtigen Sie sowohl <makevar>CC</makevar> als auch <makevar>CXX</makevar> Der Port sollte sowohl die CC- wie auch die CXX-Variable berücksichtigen. Damit ist gemeint, dass der Port diese Variablen nicht ohne Rücksicht auf eventuell schon gesetzte Werte einfach überschreiben sollte; stattdessen sollten neue Werte an schon existierende angehängt werden. Dadurch können Build-Optionen, die alle Ports betreffen, global definiert werden. Falls der Port diese Variablen nicht berücksichtigt, sollte NO_PACKAGE=ignores either cc or cxx ins Makefile eingefügt werden. Im Folgenden wird ein Beispiel eines Makefiles gezeigt, welches die beiden Variablen CC und CXX berücksichtigt. Beachten Sie das ?=: CC?= gcc CXX?= g++ Nachfolgend ein Beispiel, welches weder CC noch CXX berücksichtigt: CC= gcc CXX= g++ Die Variablen CC und CXX können auf FreeBSD-Systemen in /etc/make.conf definiert werden. Im ersten Beispiel wird ein Wert nur dann gesetzt, falls dieser vorher noch nicht gesetzt war, um so systemweite Definitionen zu berücksichtigen. Im zweiten Beispiel werden die Variablen ohne Rücksicht überschrieben. Berücksichtigen Sie <makevar>CFLAGS</makevar> Der Port sollte die Variable CFLAGS berücksichtigen. Damit ist gemeint, dass der Port den Wert dieser Variablen nicht absolut setzen und damit existierende Werte überschreiben sollte; stattdessen sollte er weitere Werte der Variablen durch Anhängen hinzufügen. Dadurch können Build-Optionen, die alle Ports betreffen, global definiert werden. Falls der Port diese Variablen nicht berücksichtigt, sollte NO_PACKAGE=ignores cflags ins Makefile eingefügt werden. Im Folgenden wird ein Beispiel eines Makefiles gezeigt, welches die Variable CFLAGS berücksichtigt. Beachten Sie das +=: CFLAGS+= -Wall -Werror Nachfolgend finden Sie ein Beispiel, welches die CFLAGS-Variable nicht berücksichtigt: CFLAGS= -Wall -Werror Die Variable CFLAGS wird auf FreeBSD-Systemen in /etc/make.conf definiert. Im ersten Beispiel werden weitere Flags an die Variable CFLAGS angehängt und somit der bestehende Wert nicht gelöscht. Im zweiten Beispiel wird die Variable ohne Rücksicht überschrieben. Sie sollten Optimierungsflags aus Makefiles Dritter entfernen. Die CFLAGS des Systems beinhalten systemweite Optimierungsflags. Ein Beispiel eines unveränderten Makefiles: CFLAGS= -O3 -funroll-loops -DHAVE_SOUND Werden nun systemweite Optimierungsflags verwendet so würde das Makefile in etwa folgendermaßen aussehen: CFLAGS+= -DHAVE_SOUND Threading-Bibliotheken Die Threading-Bibliothek muss mit Hilfe eines speziellen Linker-Flags -pthread in die Binärdateien unter &os; gebunden werden. Falls ein Port auf ein direktes Verlinken gegen -lpthread oder -lc_r besteht, passen Sie den Port bitte so an, dass er die durch das Port-Framework bereitgestellte Variable PTHREAD_LIBS verwendet. Diese Variable hat üblicherweise den Wert -pthread, kann aber auf einigen Architekturen und &os;-Versionen abweichende Werte haben und daher sollte nie -pthread direkt in Patches geschrieben werden, sondern immer PTHREAD_LIBS. Falls durch das Setzen von PTHREAD_LIBS der Bau des Ports mit der Fehlermeldung unrecognized option '-pthread' abbricht, kann die Verwendung des gcc als Linker durch setzen von CONFIGURE_ENV auf LD=${CC} helfen. Die Option -pthread wird nicht direkt von ld unterstützt. Rückmeldungen Brauchbare Änderungen/Patches sollten an den ursprünglichen Autor/Maintainer der Software geschickt werden, damit diese in der nächsten Version der Software mit aufgenommen werden können. Dadurch wird Ihre Aufgabe für die nächste Version der Software deutlich einfacher. <filename>README.html</filename> Nehmen Sie bitte keine README.html in den Port auf. Diese Datei ist kein Bestandteil der CVS-Sammlung sondern wird durch make readme erzeugt. Einen Port durch <makevar>BROKEN</makevar>, <makevar>FORBIDDEN</makevar> oder <makevar>IGNORE</makevar> als nicht installierbar markieren In manchen Fällen sollten Benutzer davon abgehalten werden einen Port zu installieren. Um einem Benutzer mitzuteilen, dass ein Port nicht installiert werden sollte, gibt es mehrere Variablen für make, die im Makefile des Ports genutzt werden können. Der Wert der folgenden make-Variablen wird dem Benutzer als Grund für die Ablehnung der Installation des Ports zurückgegeben. Bitte benutzen Sie die richtige make-Variable, denn jede enthält eine völlig andere Bedeutung für den Benutzer und das automatische System, das von dem Makefile abhängt, wie der Ports-Build-Custer, FreshPorts und portsmon. Variablen BROKEN ist reserviert für Ports, welche momentan nicht korrekt kompiliert, installiert oder deinstalliert werden. Es sollte für Ports benutzt werden, von denen man annimmt, dass dies ein temporäres Problem ist. Falls angegeben, wird der Build-Cluster dennoch versuchen den Port zu bauen, um zu sehen, ob das zugrunde liegende Problem behoben wurde (das ist jedoch im Allgemeinen nicht der Fall). Benutzen Sie BROKEN zum Beispiel, wenn ein Port: nicht kompiliert beim Konfiguration- oder Installation-Prozess scheitert Dateien außerhalb von ${LOCALBASE} installiert beim Deinstallieren nicht alle seine Dateien sauber entfernt (jedoch kann es akzeptable und wünschenswert sein, Dateien, die vom Nutzer verändert wurden, nicht zu entfernen) FORBIDDEN wird für Ports verwendet, die Sicherheitslücken enthalten oder die ernste Sicherheitsbedenken für das FreeBSD-System aufwerfen, wenn sie installiert sind (z.B. ein als unsicher bekanntes Programm, oder ein Programm, das einen Dienst zur Verfügung stellt, der leicht kompromittiert werden kann). Ports sollten als FORBIDDEN gekennzeichnet werden, sobald ein Programm eine Schwachstelle hat und kein Update veröffentlicht wurde. Idealerweise sollten Ports so bald wie möglich aktualisiert werden wenn eine Sicherheitslücke entdeckt wurde, um die Zahl verwundbarer FreeBSD-Hosts zu verringern (wir schätzen es für unsere Sicherheit bekannt zu sein), obwohl es manchmal einen beachtlichen Zeitabstand zwischen der Bekanntmachung einer Schwachstelle und dem entsprechenden Update gibt. Bitte kennzeichnen Sie einen Port nicht aus irgendeinem Grund außer Sicherheit als FORBIDDEN. IGNORE ist für Ports reserviert, die aus anderen Gründen nicht gebaut werden sollten. Es sollte für Ports verwendet werden, in denen ein strukturelles Problem vermutet wird. Der Build-Cluster wird unter keinen Umständen Ports, die mit IGNORE markiert sind, erstellen. Verwenden Sie IGNORE zum Beispiel, wenn ein Port: kompiliert, aber nicht richtig läuft nicht auf der installierten Version von &os; läuft &os; Kernelquelltext zum Bauen benötigt, aber der Benutzer diese nicht installiert hat ein Distfile benötigt, welches aufgrund von Lizenzbeschränkungen nicht automatisch abgerufen werden kann nicht korrekt mit einem momentan installiertem Port arbeitet (der Port hängt zum Beispiel von www/apache21 ab, aber www/apache13 ist installiert) Wenn ein Port mit einem momentan installiertem Port kollidiert (zum Beispiel, wenn beide eine Datei an die selbe Stelle installieren, diese aber eine andere Funktion hat), benutzen Sie stattdessen CONFLICTS. CONFLICTS setzt IGNORE dann selbstständig. Um einen Port nur auf bestimmte Systemarchitekturen mit IGNORE zu markieren, gibt es zwei Variablen, die automatisch IGNORE für Sie setzen: ONLY_FOR_ARCHS und NOT_FOR_ARCHS. Beispiele: ONLY_FOR_ARCHS= i386 amd64 NOT_FOR_ARCHS= alpha ia64 sparc64 Eine eigene IGNORE-Ausgabe kann mit ONLY_FOR_ARCHS_REASON und NOT_FOR_ARCHS_REASON festgelegt werden. Für eine bestimmte Architektur sind Angaben durch ONLY_FOR_ARCHS_REASON_ARCH und NOT_FOR_ARCHS_REASON_ARCH möglich. Wenn ein Port i386-Binärdateien herunterlädt und installiert, sollte IA32_BINARY_PORT gesetzt werden. Wenn die Variable gesetzt ist, wird überprüft, ob das Verzeichnis /usr/lib32 für IA32-Versionen der Bibliotheken vorhanden ist, und ob der Kernel mit IA32-Kompatibilität gebaut wurde. Wenn eine dieser zwei Voraussetzungen nicht erfüllt ist, wird IGNORE automatisch gesetzt. Anmerkungen zur Implementierung Zeichenketten sollten nicht in Anführungszeichen gesetzt werden. Auch die Wortwahl der Zeichenketten sollte die Art und Weise beachten, wie die Informationen dem Nutzer angezeigt werden. Beispiele: BROKEN= this port is unsupported on FreeBSD 5.x IGNORE= is unsupported on FreeBSD 5.x resultieren in den folgenden Ausgaben von make describe: ===> foobar-0.1 is marked as broken: this port is unsupported on FreeBSD 5.x. ===> foobar-0.1 is unsupported on FreeBSD 5.x. Kennzeichnen eines Ports zur Entfernung durch <makevar>DEPRECATED</makevar> oder <makevar>EXPIRATION_DATE</makevar> Denken Sie bitte daran, dass BROKEN und FORBIDDEN nur als temporärer Ausweg verwendet werden sollten, wenn ein Port nicht funktioniert. Dauerhaft defekte Ports sollten komplett aus der Ports-Sammlung entfernt werden. Wenn es sinnvoll ist, können Benutzer vor der anstehenden Entfernung eines Ports mit DEPRECATED und EXPIRATION_DATE gewarnt werden. Ersteres ist einfach eine Zeichenkette, die angibt, warum der Port entfernt werden soll. Letzteres ist eine Zeichenkette im ISO 8601-Format (JJJJ-MM-TT). Beides wird dem Benutzer gezeigt. Es ist möglich DEPRECATED ohne EXPIRATION_DATE zu setzen (zum Beispiel, um eine neuere Version des Ports zu empfehlen), aber das Gegenteil ist sinnlos. Es gibt keine Vorschrift wie lange die Vorwarnzeit sein muss. Gegenwärtig ist es üblich einen Monat für sicherheitsrelevante Probleme und zwei Monate für Build-Probleme anzusetzen. Dies gibt allen interessierten Committern ein wenig Zeit die Probleme zu beheben. Vermeiden Sie den Gebrauch des <literal>.error</literal>-Konstruktes Der korrekte Weg eines Makefile anzuzeigen, dass der Port aufgrund eines externen Grundes nicht installiert werden kann (zum Beispiel, weil der Benutzer eine ungültige Kombination von Build-Optionen angegeben hat), ist IGNORE auf einen nicht leeren Wert zu setzen. Dieser wird dann formatiert und dem Benutzer von make install ausgegeben. Es ist ein verbreiteter Fehler .error für diesem Zweck zu verwenden. Das Problem dabei ist, dass viele automatisierte Werkzeuge, die mit dem Ports-Baum arbeiten, in dieser Situation fehlschlagen. Am Häufigsten tritt das Problem beim Versuch /usr/ports/INDEX zu bauen auf (siehe ). Jedoch schlagen auch trivialere Befehle wie make maintainer in diesem Fall fehl. Dies ist nicht akzeptabel! Wie vermeidet man die Verwendung von <literal>.error</literal> Nehmen Sie an, dass die Zeile USE_POINTYHAT=yes in make.conf enthalten ist. Der erste der folgenden zwei Makefile-Schnipsel lässt make index fehlschlagen, während der zweite dies nicht tut. .if USE_POINTYHAT .error "POINTYHAT is not supported" .endif .if USE_POINTYHAT IGNORE=POINTYHAT is not supported .endif Verwendung von <filename>sysctl</filename> Vom Gebrauch von sysctl wird, außer in Targets, abgeraten. Das liegt daran, dass die Auswertung aller makevars, wie sie während make index verwendet werden, dann den Befehl ausführen muss, welches den Prozess weiter verlangsamt. Die Verwendung von &man.sysctl.8; sollte immer durch die Variable SYSCTL erfolgen, da diese den vollständigen Pfad enthält und überschrieben werden kann, so dies als notwendig erachtet wird. Erneutes Ausliefern von Distfiles Manchmal ändern die Autoren der Software den Inhalt veröffentlichter Distfiles, ohne den Dateinamen zu ändern. Sie müssen überprüfen, ob die Änderungen offizell sind und vom Autor durchgeführt wurden. Es ist in der Vergangenheit vorgekommen, dass Distfiles still und heimlich auf dem Download-Server geändert wurden, um Schaden zu verursachen oder die Sicherheit der Nutzer zu kompromittieren. Verschieben Sie das alte Distfile und laden Sie das neue herunter. Entpacken Sie es und vergleichen Sie den Inhalt mittels &man.diff.1;. Wenn Sie nichts Verdächtiges sehen können Sie distinfo aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass die Änderungen in Ihrem PR oder Commit-Protokoll zusammengefasst sind, um zu Gewährleisten, dass nichts Negatives passiert ist. Sie können auch mit den Autoren der Software in Verbindung treten und sich die Änderungen bestätigen lassen. Notwendige Abhilfen (Workarounds) Manchmal ist es nötig Fehler in Programmen, die mit älteren Versionen von &os; ausgeliefert werden, zu umgehen. Einige Versionen von &man.make.1; waren zumindest auf &os; 4.8 und 5.0 in Bezug auf die Behandlung von Vergleichen mit OSVERSION defekt. Dies führte häufig zu Fehlern während make describe (und damit auch während des make index für alle Ports). Abhilfe schafft hier, den bedingten Vergleich in Leerzeichen einzuschließen, z.B.: if ( ${OSVERSION} > 500023 ) Beachten Sie, dass eine Test-Installation eines Ports auf 4.9 oder 5.2 dieses Problem nicht aufspürt. Verschiedenes Die Dateien pkg-descr und pkg-plist sollten beide doppelt kontrolliert werden. Wenn Sie einen Port nachprüfen und glauben, dass man es besser machen kann, dann verbessern Sie ihn bitte. Bitte kopieren Sie nicht noch mehr Exemplare der GNU General Public License in unser System. Bitte überprüfen Sie alle gesetzlichen Punkte gründlich! Lassen Sie uns bitte keine illegale Software verbreiten!
Beispiel eines <filename>Makefile</filename> Hier ein Beispiel für ein Makefile, welches als Vorlage für einen neuen Port dienen kann. Alle zusätzlichen Kommentare in eckigen Klammern müssen entfernt werden! Es wird empfohlen, die hier gezeigte Formatierung zu übernehmen (Reihenfolge der Variablen, Leerzeichen zwischen einzelnen Abschnitten, usw.). Dadurch werden die wichtigen Informationen sofort ersichtlich. Zur Überprüfung Ihres Makefiles sollten Sie portlint verwenden. [the header...just to make it easier for us to identify the ports.] # New ports collection makefile for: xdvi [the "version required" line is only needed when the PORTVERSION variable is not specific enough to describe the port.] # Date created: 26 May 1995 [this is the person who did the original port to FreeBSD, in particular, the person who wrote the first version of this Makefile. Remember, this should not be changed when upgrading the port later.] # Whom: Satoshi Asami <asami@FreeBSD.org> # # $FreeBSD$ [ ^^^^^^^^^ This will be automatically replaced with RCS ID string by CVS when it is committed to our repository. If upgrading a port, do not alter this line back to "$FreeBSD$". CVS deals with it automatically.] # [section to describe the port itself and the master site - PORTNAME and PORTVERSION are always first, followed by CATEGORIES, and then MASTER_SITES, which can be followed by MASTER_SITE_SUBDIR. PKGNAMEPREFIX and PKGNAMESUFFIX, if needed, will be after that. Then comes DISTNAME, EXTRACT_SUFX and/or DISTFILES, and then EXTRACT_ONLY, as necessary.] PORTNAME= xdvi PORTVERSION= 18.2 CATEGORIES= print [do not forget the trailing slash ("/")! if you are not using MASTER_SITE_* macros] MASTER_SITES= ${MASTER_SITE_XCONTRIB} MASTER_SITE_SUBDIR= applications PKGNAMEPREFIX= ja- DISTNAME= xdvi-pl18 [set this if the source is not in the standard ".tar.gz" form] EXTRACT_SUFX= .tar.Z [section for distributed patches -- can be empty] PATCH_SITES= ftp://ftp.sra.co.jp/pub/X11/japanese/ PATCHFILES= xdvi-18.patch1.gz xdvi-18.patch2.gz [maintainer; *mandatory*! This is the person who is volunteering to handle port updates, build breakages, and to whom a users can direct questions and bug reports. To keep the quality of the Ports Collection as high as possible, we no longer accept new ports that are assigned to "ports@FreeBSD.org".] MAINTAINER= asami@FreeBSD.org COMMENT= A DVI Previewer for the X Window System [dependencies -- can be empty] RUN_DEPENDS= gs:${PORTSDIR}/print/ghostscript LIB_DEPENDS= Xpm.5:${PORTSDIR}/graphics/xpm [this section is for other standard bsd.port.mk variables that do not belong to any of the above] [If it asks questions during configure, build, install...] IS_INTERACTIVE= yes [If it extracts to a directory other than ${DISTNAME}...] WRKSRC= ${WRKDIR}/xdvi-new [If the distributed patches were not made relative to ${WRKSRC}, you may need to tweak this] PATCH_DIST_STRIP= -p1 [If it requires a "configure" script generated by GNU autoconf to be run] GNU_CONFIGURE= yes [If it requires GNU make, not /usr/bin/make, to build...] USE_GMAKE= yes [If it is an X application and requires "xmkmf -a" to be run...] USE_IMAKE= yes [et cetera.] [non-standard variables to be used in the rules below] MY_FAVORITE_RESPONSE= "yeah, right" [then the special rules, in the order they are called] pre-fetch: i go fetch something, yeah post-patch: i need to do something after patch, great pre-install: and then some more stuff before installing, wow [and then the epilogue] .include <bsd.port.mk> Auf dem Laufenden bleiben Die &os; Ports-Sammlung verändert sich ständig. Hier finden Sie einige Informationen, wie Sie auf dem Laufenden bleiben. FreshPorts Einer der einfachsten Wege, um sich über Aktualisierungen, die bereits durchgeführt wurden, zu informieren, ist sich bei FreshPorts anzumelden. Sie können dort beliebige Ports auswählen, die Sie beobachten möchten. Maintainern wird ausdrücklich empfohlen sich anzumelden, da Sie nicht nur über Ihre eigenen Änderungen informiert werden, sondern auch über die aller anderen Committer (Diese sind oft nötig, um über Änderungen des zugrunde liegenden Frameworks informiert zu bleiben. Obwohl es höflich wäre, vorher über solche Änderungen benachrichtigt zu werden, wird es manchmal vergessen oder ist einfach nicht möglich. Außerdem sind die Änderungen manchmal nur sehr klein. Wir erwarten von jedem in solchen Fällen nach bestem Gewissen zu urteilen). Wenn Sie Fresh-Ports benutzen möchten, benötigen Sie nur einen Account. Falls Sie sich mit einer @FreeBSD.org E-Mailadresse registriert haben, werden Sie den Anmeldelink am rechten Rand der Seite finden. Diejenigen, die bereits einen FeshPorts-Account haben, aber nicht Ihre @FreeBSD.org E-Mailadresse benutzen, können einfach Ihre E-Mailadresse auf @FreeBSD.org ändern, sich anmelden, und dann die Änderung rückgängig machen. FreshPorts bietet auch eine Überprüfungsfunktion, die automatisch alle Committs zum &os; Ports-Baum testet. Wenn Sie sich für diesen Dienst anmelden, werden Sie über alle Fehler, die bei der Überprüfung Ihres Committs auftreten, informiert. Die Webschnittstelle zum Quelltext-Repository Es ist möglich die Dateien des Quellen-Repositories mit Hilfe einer Webschnittstelle durchzusehen. Änderungen, die das gesamte Ports-System betreffen, werden jetzt in der Datei CHANGES dokumentiert. Solche, die nur bestimmte Ports betreffen, in der Datei UPDATING. Aber die maßgebliche Antwort auf alle Fragen liegt zweifellos darin, den Quelltext von bsd.port.mk und dazugehörige Dateien zu lesen. Die &os; Ports-Mailingliste Wenn Sie Maintainer sind, sollten Sie in Erwägung ziehen die &a.ports;-Mailingliste zu verfolgen. Wichtige Änderungen an der grundlegenden Funktionsweise von Ports werden dort angekündigt und dann in CHANGES committet. Der Cluster zum Bauen von &os;-Ports auf <hostid role="hostname">pointyhat.FreeBSD.org</hostid> Eine der weniger bekannten Stärken von &os; ist es, dass ein ganzer Cluster von Maschinen nur dafür reserviert ist, andauernd die Ports-Sammlung zu bauen, und zwar für jedes große &os; Release und jede Tier-1-Architektur. Die Ergebnisse können Sie unter package building logs and errors finden. Alle Ports ausser denjenigen, die als IGNORE markiert sind, werden gebaut. Ports, die als BROKEN markiert sind, werden dennoch ausprobiert, um zu sehen, ob das zugrunde liegende Problem gelöst wurde (Dies wird erreicht, indem TRYBROKEN an das Makefile des Ports übergeben wird). Der &os; Ports-Distfile-Scanner Der Build-Cluster ist dazu bestimmt, das neueste Release jedes Ports aus bereits heruntergeladenden Distfiles zu bauen. Da sich das Internet aber ständig verändert, können Distfiles schnell verloren gehen. Der FreeBSD Ports-Distfile-Scanner versucht jeden Download-Standort für jeden Port anzufragen, um herauszufinden, ob jedes Distfile noch verfügbar ist. Maintainer werden gebeten diesen Bericht regelmäßig durchzusehen, nicht nur, um den Build-Prozess für die Nutzer zu beschleunigen, sondern auch um zu vermeiden, dass auf den Maschinen, die freiwillig zur Verfügung gestellt werden, um all diese Dateien anzubieten, Ressourcen verschwendet werden. Das &os; Ports-Monitoring-System Eine weitere praktische Ressource ist das FreeBSD Ports-Monitoring-System (auch bekannt als portsmon). Dieses System besteht aus einer Datenbank, die Informationen von mehreren Quellen bezieht und es erlaubt diese über ein Webinterface abzufragen. Momentan werden die Ports-Problemberichte (PRs), die Fehlerprotokolle des Build-Clusters und die einzelnen Dateien der Ports-Sammlung verwendet. In Zukunft soll das auf die Distfile-Prüfung und weitere Informationsquellen ausgedehnt werden. Als Ausgangspunkt können Sie alle Informationen eines Ports mit Hilfe der Übersicht eines Ports betrachten. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist dies die einzige Quelle, die GNATS PR-Einträge auf Portnamen abbildet (PR-Einreicher geben den Portnamen nicht immer in der Zusammenfassung an, obwohl wir uns das wünschen würden). Also ist portsmon ein guter Anlaufpunkt, wenn Sie herausfinden wollen, ob zu einem existierenden Port PRs oder Buildfehler eingetragen sind. Oder um herauszufinden, ob ein neuer Port, den Sie erstellen wollen, bereits eingereicht wurde.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/share/sgml/glossary/freebsd-glossary.sgml b/de_DE.ISO8859-1/share/sgml/glossary/freebsd-glossary.sgml index 9eb41e473e..ea7f134068 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/share/sgml/glossary/freebsd-glossary.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/share/sgml/glossary/freebsd-glossary.sgml @@ -1,2089 +1,2113 @@ &os; Glossar Dieser Abschnitt enthält Begriffe und Abkürzungen, die innerhalb des &os;-Projekts sowie der zugehörigen Dokumentation verwendet werden. A ACL ACPI AMD AML API APIC APM APOP ASL ATA ATM ACPI Machine Language AML Pseudocode, der von einer virtuellen Maschine innerhalb eines ACPI-konformen Betriebssystems ausgeführt wird. Bietet eine Verbindungsschicht (Layer) zwischen der verwendeten Hardware und der dokumentierten Schnittstelle, auf die das Betriebssystem zugreift. ACPI Source Language ASL Die Programmiersprache, in der die AML geschrieben ist. Access Control List ACL Eine Liste von Zugriffsrechten, die einem Objekt, normalerweise - eine Datei oder ein Gerät im Netzwerk, angehängt + eine Datei oder ein Gerät im Netzwerk, angehängt ist. Advanced Configuration and Power Interface ACPI Eine Spezifikation, die eine Abstrahierung der Schnittstelle darstellt, die Hardware und Betriebssystem verbindet. Dadurch benötigt das Betriebssystem keine Informationen über die vorhandene Hardware, um diese einsetzen zu können. ACPI ist eine Weiterentwicklung von APM, PNPBIOS und anderen Technologien und bietet Funktionen zur Kontrolle des Energieverbrauchs, zur Versetzung von Rechnern in den Ruhezustand, zur Aktivierung und Deaktivierung von Geräten und andere mehr. Application Programming Interface API Eine Sammlung von Prozeduren, Protokollen und Werkzeugen, die das Zusammenspiel von verschiedenen Programmteilen festlegt. Wie, wann und warum arbeiten sie zusammen, welche Daten werden zwischen ihnen ausgetauscht und anderes mehr. Advanced Power Management APM - Eine API, die es dem Betriebssystem + Eine API, die es dem Betriebssystem ermöglicht, zusammen mit dem BIOS - die Stromversorgung zu verwalten. APM wurde + die Stromversorgung zu verwalten. APM wurde für die meisten Anwendungen durch die allgemeinere und leistungsfähigere ACPI Spezifikation abgelöst. Advanced Programmable Interrupt Controller APIC Advanced Technology Attachment ATA Asynchronous Transfer Mode ATM Authenticated Post Office Protocol APOP Automatic Mount Daemon AMD Ein Daemon, der ein Dateisystem automatisch einhängt, wenn auf eine Datei oder ein Verzeichnis dieses Dateisystems zugegriffen wird. B BAR BIND BIOS BSD Base Address Register BAR - Register, die den zu einem PCI-Gerät + Register, die den zu einem PCI-Gerät gehörenden Adressbereich festlegen. Basic Input/Output System BIOS Die Bedeutung des Begriffs BIOS hängt vom Kontext ab, in dem es verwendet wird. Einmal wird damit der ROM-Chip bezeichnet, der über einen Basisbefehlssatz eine Schnittstelle zwischen Hard- und Software schafft. Aber auch die Routinen, die in diesen Chip implementiert wurden, und die dabei helfen, Ihr System zu starten, werden als BIOS bezeichnet. Und nicht zuletzt wird manchmal die Bildschirmmaske, über die der Bootprozess konfiguriert werden kann, ebenfalls als BIOS bezeichnet. Der Begriff BIOS ist zwar PC-spezifisch, andere Systeme verfügen aber über ähnliche Systeme. Berkeley Internet Name Domain BIND Eine Implementierung des DNS-Protokolls. Berkeley Software Distribution BSD Diesen Namen gab die Computer Systems Research Group (CSRG) der The University of California at Berkeley den Verbesserungen und Änderungen an AT&Ts 32V &unix;. &os; beruht auf der Arbeit der CSRG. Bikeshed Building Die Beobachtung, dass viele Leute Meinungen zu unkomplizierten Themen äußern, während gleichzeitig über ein kompliziertes Thema gar nicht oder nur wenig diskutiert wird. Die Herkunft des Ausdrucks wird in den FAQ erläutert. C CD CHAP CLIP COFF CPU CTS CVS Carrier Detect CD Ein RS232C-Signal. Notwendig, um eine serielle Verbindung aufbauen zu können. Central Processing Unit CPU Auch als Prozessor bekannt. Dieser stellt das Gehirn eines Computers dar, in dem alle Berechnungen erfolgen. Es gibt verschiedene Prozessor-Architekturen, die über verschiedene Befehlssätze verfügen, beispielsweise Intel-x86-, Sun SPARC-, PowerPC- und Alpha-Systeme. Challenge Handshake Authentication Protocol CHAP - Eine Vorgehensweise, einen Benutzer anhand eines Geheimnisses zu - authentisieren, dass zwischen Client und Server ausgetauscht + Eine Vorgehensweise, einen Benutzer anhand eines Geheimnisses zu + authentisieren, dass zwischen Client und Server ausgetauscht wird. Classical IP over ATM CLIP Clear To Send CTS Ein RS232C-Signal. Das entfernte System erhält durch dieses Signal die Erlaubnis, Daten zu senden. Common Object File Format COFF Concurrent Versions System CVS Ein Versionskontrollsystem, das es erlaubt, mit vielen verschiedenen Versionen einer Datei zu arbeiten und die an diesen Dateien durchgeführten Änderungen zu verfolgen. CVS ermöglicht es, individuelle Änderungen durchzuführen, in ein Repository einzubringen und auch wieder rückgängig zu machen. Außerdem ist es möglich, nachzuvollziehen, welche Änderungen wann, von wem und warum erfolgten. D DAC DDB DES DHCP DNS DSDT DSR DTR DVMRP Discretionary Access Control DAC Data Encryption Standard DES Eine Methode zur Verschlüsselung von Informationen. Wird traditionellerweise zur Verschlüsselung von &unix;-Passwörtern und von &man.crypt.3; verwendet. Data Set Ready DSR Ein RS232C-Signal, das von einem Modem an einen Computer oder ein Terminal geschickt wird und die Sende- und Empfangsbereitschaft des Modems meldet. Data Terminal Ready DTR Ein RS232C-Signal, das von einem Computer oder einem Terminal an das Modem geschickt wird und die Sende- und Empfangsbereitschaft des Computers oder des Terminals meldet. Debugger DDB Eine interaktive, in den Kernel eingebaute Funktion, um den Status eines Systems zu untersuchen. Wird in der Regel nach einem Systemabsturz eingesetzt, um die Ursache für den Absturz zu finden. Differentiated System Description Table DSDT - Eine ACPI-Tabelle, die Informationen + Eine ACPI-Tabelle, die Informationen über die Konfiguration des Basissystems enthält. Distance-Vector Multicast Routing Protocol DVMRP Domain Name System DNS Das System, dass Klartext-Rechnernamen (wie mail.example.net) in Internet-IP-Adressen (oder umgekehrt) konvertiert. Dynamic Host Configuration Protocol DHCP Ein Protokoll, das auf Anforderung dynamisch eine IP-Adresse an einen Rechner vergibt. Diese Adresszuweisung wird als Lease bezeichnet. E ECOFF ELF ESP Encapsulated Security Payload ESP Executable and Linking Format ELF Extended COFF ECOFF F FADT FAT FAT16 FTP File Allocation Table FAT File Allocation Table (16-bit) FAT16 File Transfer Protocol FTP Ein auf TCP aufsetzendes Protokoll, das zum Transfer von Daten über ein TCP/IP-Netzwerk verwendet wird. Fixed ACPI Description Table FADT G GUI Giant Der Name für einen wechselseitigen Ausschluss (mutual exclusion), der einen großen Teil der Kernel-Ressourcen schützt. Zu Zeiten, als auf einer Maschine nur ein paar Prozesse liefen und die Maschine nur eine Netzwerkkarte und insbesondere nur einen Prozessor besaß, war dieser einfache Mechanismus zum Verriegeln (lock) einer Ressource völlig ausreichend. Heutzutage entstehen durch den wechselseitigen Ausschluss Geschwindigkeitsengpässe. Die &os;-Entwickler arbeiten daran, Giant durch Locks zu ersetzten, die einzelne Ressourcen schützen. Auf Einprozessor- und Mehrprozessor-Maschinen können dadurch mehr Prozesse parallel ausgeführt werden. Graphical User Interface GUI Eine grafische Oberfläche, über die der Anwender mit dem System interagiert. H HTML HUP HangUp HUP HyperText Markup Language HTML Die Auszeichnungssprache, mit der Internetseite erstellt werden können. I I/O IASL IMAP IP IPFW IPP IPv4 IPv6 ISP IP Firewall IPFW IP Version 4 IPv4 Die IP-Protokollversion 4, die 32-Bit-Adressen einsetzt. Diese Version stellt derzeit noch den in der Praxis am meisten verwendeten Standard dar, sollt aber sukzessive durch IPv6 ersetzt werden. IP Version 6 IPv6 Das neue IP-Protokoll. Es wurde entwickelt, weil der Adressraum von IPv4 nicht mehr ausreichend ist. IPv6 verwendet 128-Bit-Adressen. Input/Output I/O Intel’s ASL-Compiler IASL Intel’s Compiler zur Konvertierung von ASL nach AML. Internet Message Access Protocol IMAP Ein Protokoll für den Zugriff auf einen E-Mail-Server. Charakteristisch für dieses Protokoll ist, dass die Nachrichten in der Regel auf dem Server verbleiben und nicht vom E-Mail-Client heruntergeladen werden. Internet Printing Protocol IPP Internet Protocol IP Das Standardprotokoll zur Paketübertragung im Internet. Wurde ursprünglich vom U.S. Department of Defense entwickelt, und ist ein zentraler Bestandteile des TCP/IP-Stacks. Ohne das Internet Protocol wäre das Internet in der heutigen Form nicht möglich. Das Internet Protocol ist im RFC 791 definiert. Internet Service Provider ISP Ein Unternehmen, das anderen den Zugang zum Internet ermöglicht. K KAME Japanisch für Schildkröte. Der Begriff KAME wird in Computerkreisen für das KAME Project verwendet, das an einer IPv6-Implementierung arbeitet. KDC KLD KSE KVA Kbps Kernel &man.ld.1; KLD Eine Methode, um den Kernel dynamisch um zusätzliche Funktionen zu erweitern, ohne das System neu zu starten. Kernel Scheduler Entities KSE Threads, die im Kernel laufen. Näheres entnehmen Sie der Home-Page des Projekts. Kernel Virtual Address KVA Key Distribution Center KDC Kilo Bits Per Second Kbps Maßeinheit, in der die Bandbreite (also die Menge der Daten, die in einer bestimmten Zeit übertragen werden kann) angegeben wird. Statt Kilo können auch Mega, Giga, Tera und weitere Präfixe verwendet werden. L LAN LOR LPD Line Printer Daemon LPD Local Area Network LAN Ein Netzwerk, das nur in einem lokalen Bereich, wie einem Büro, einen Unternehmen oder einem Haus, eingesetzt wird. Lock Order Reversal LOR Der &os;-Kernel benutzt eine Reihe von Ressource-Locks, um den Zugriff auf Ressourcen zu regeln. In &os.current;-Kerneln (nicht in Release-Kerneln) befindet sich das Diagnose-System &man.witness.4;, das Verklemmungen (deadlock) zur Laufzeit erkennt. &man.witness.4; ist vorsichtig: daher gibt es schon mal Falschmeldungen aus. Eine richtig erkannte Verklemmung bedeutet soviel wie Wenn Sie Pech gehabt hätten, wäre es jetzt zu einer Verklemmung gekommen. Richtig erkannte Verklemmungen (LOR) werden schnell behoben. Prüfen Sie daher &a.current.url; und die Seite LORs Seen bevor Sie die Mailinglisten kontaktieren. M MAC MADT MFC MFP4 MFS MIT MLS MOTD MTA MUA Mail Transfer Agent MTA Eine Anwendung zum Transfer von E-Mails. Ein MTA war von jeher im BSD-Basissystem enthalten. Aktuell handelt es sich dabei um Sendmail. Es exisitieren aber auch zahlreiche andere MTAs, darunter postfix, qmail und Exim. Mail User Agent MUA Ein Programm zur Anzeige und zum Verfassen von E-Mails. Mandatory Access Control MAC Massachusetts Institute of Technology MIT Merge From Current MFC Das Einbringen von Funktionen oder Fehlerbehebungen aus dem -CURRENT-Zweig in einen anderen Zweig, meist -STABLE. Merge From Perforce MFP4 Das Einbringen von Funktionen oder Fehlerbehebungen aus dem Perforce-Repository des -CURRENT-Zweigs. Merge From Stable MFS Normalerweise werden Änderungen an &os; zuerst im -CURRENT-Zweig getestet und dann in den -STABLE-Zweig übernommen. Selten kommt es vor, dass eine Änderung zuerst im -STABLE-Zweig vorgenommen wird und anschließend im -CURRENT-Zweig übernommen wird. Dieser Ausdruck wird auch benutzt, wenn eine Fehlerbehebung von -STABLE in einem der Sicherheitszweige übernommen wird. Message Of The Day MOTD Eine Nachricht, die in der Regel beim Anmelden an einem System angezeigt wird. Enthält häufig Informationen für die Benutzer des Systems. Multi-Level Security MLS Multiple APIC Description Table MADT N NAT NDISulator NFS NTFS NTP Network Address Translation NAT - Eine Technik bei der IP-Pakete auf dem Weg - durch ein Gateway umgeschrieben werden und dadurch vielen Rechnern - hinter dem Gateway ermöglichen, sich eine einzige - IP-Addresse zu teilen. + Eine Technik, bei der IP-Pakete auf dem + Weg durch ein Gateway umgeschrieben werden. Dadurch wird es + möglich, dass sich mehrere Rechner hinter dem Gateway + eine einzige IP-Addresse teilen. Network File System NFS New Technology File System NTFS Ein von Microsoft entwickeltes Dateisystem, das in dessen New Technology-Betriebssystemen, wie &windows2k;, &windowsnt; und &windowsxp;, eingesetzt wird. Network Time Protocol NTP - Ein Protokoll, um die Systemzeit über ein Netzwerk zu + Ein Protokoll, um die Systemzeit über ein Netzwerk zu synchronisieren. O OBE ODMR OS On-Demand Mail Relay ODMR Operating System OS Eine Sammlung von Programmen, Bibliotheken und Werkzeugen, die den Zugriff auf die Hardware eines Computers erlauben. Die Bandbreite aktueller Betriebssysteme reicht von einfachen Designs, die lediglich die Ausführung eines einzigen Programms und die Nutzung eines einzigen Geräts zur gleichen Zeit erlauben bis hin zu Multitasking- und Multiprozess-Systemen, die gleichzeitig Tausende Benutzer bedienen können, von denen jeder wiederum Dutzende Programme laufen lassen kann. Overtaken By Events OBE Zeigt an, dass eine gewünschte Änderung (aus einem Fehlerbericht oder einer Anforderung) überholt ist. Die Ursache können beispielsweise spätere Änderungen in &os;, geänderte Netzwerk-Standards oder jetzt veraltete Hardware sein. P p4 PAE PAM PAP PC PCNSFD PDF PID POLA POP POP3 PPD PPP PPPoA PPPoE PPP over ATM PPPoA PPP over Ethernet PPPoE PR PXE Password Authentication Protocol PAP Perforce Ein von Perforce Software entwickeltes Versionskontrollsystem, das mehr Funktionen als CVS aufweist. Obwohl es sich dabei nicht um Open-Source handelt, dürfen Open-Source-Projekte wie &os; die Software kostenlos einsetzen. Einige &os;-Entwickler verwenden ein Perforce-Repository, um Quellcode zu verwalten, der selbst für den -CURRENT-Zweig zu experimentell ist. Personal Computer PC Personal Computer Network File System Daemon PCNFSD Physical Address Extensions PAE Eine Möglichkeit, um auf Systemen, die physikalisch nur über einen 32-Bit-Adressraum verfügen, bis zu 64 GB RAM ansprechen zu können. Ohne PAE wären diese Systeme auf maximal 4 GB Hauptspeicher beschränkt. Pluggable Authentication Modules PAM Point-to-Point Protocol PPP Pointy Hat Ein Kopfschmuck, ähnlich den Eselsohren, der &os;-Committern gereicht wird, wenn sie den Bau kaputtmachen, Revisionsnummern verkleinern oder sonstigen Schaden im Quellbaum anrichten. Jeder Committer, der etwas taugt, besitzt schnell eine stattliche Sammlung. Der Begriff wird (meist?) scherzhaft verwendet. Portable Document Format PDF Post Office Protocol POP Post Office Protocol Version 3 POP3 Ein Protokoll für den Zugriff auf einen E-Mail-Server. Dadurch gekennzeichnet, dass neue Nachrichten vom E-Mail-Client heruntergeladen und nicht auf dem Server verbleiben. PostScript Printer Description PPD Preboot eXecution Environment PXE Principle Of Least Astonishment POLA Prinzip der kleinsten Überraschung Änderungen an &os; sollten nach Möglichkeit für den Benutzer nachvollziehbar sein. Das willkürliche Umordnen der Variablen in /etc/defaults/rc.conf verletzt zum Beispiel dieses Prinzip. Entwickler beachten das Prinzip, wenn Sie über für Benutzer sichtbare Änderungen nachdenken. Problem Report PR Die Beschreibung eines Problems, das im &os;-Quellcode oder in der Dokumentation gefunden wurde. Lesen Sie dazu auch den Artikel Writing &os; Problem Reports. Process ID PID Eine eindeutige Zahl, die einem Prozess zugewiesen ist. Identifiziert den Prozess und erlaubt es, diesen Prozess zu bearbeiten. Project Evil Der Arbeitstitel des von Bill Paul geschriebenen NDISulator. Der Name bezieht sich darauf, dass es (philosophisch gesehen) schlimm ist, einen solchen Treiber überhaupt schreiben zu müssen. Der NDISulator ist ein Kompatibilitätsmodul, das es erlaubt, Microsoft Windows™ NDIS-Miniport-Netzwerktreiber mit &os;/i386 zu benutzen. Für gewöhnlich ist dies die einzige Möglichkeit, Karten mit einem Treiber, dessen Quellen verschlossen sind, zu benutzen. Siehe src/sys/compat/ndis/subr_ndis.c. R RA RAID RAM RD RFC RISC RPC RS232C RTS Random Access Memory RAM + + Revision Control System + RCS + + Das Revision Control System + (RCS) ist eines der ältesten + Versionsverwaltungssysteme für + reine Textdateien. Es erlaubt das Speichern, Laden, + Archivieren, Protokollieren, Identifizieren sowie + das Zusammenführen von verschiedenen Revisionen + einer Datei. Bei RCS handelt es sich um eine Sammlung + von vielen kleinen zusammenarbeitenden Werkzeugen. Zwar + fehlen im Vergleich zu CVS oder Subversion einige + Funktionen, allerdings ist RCS sehr einfach zu installieren, + zu konfigurieren und zu benutzen, solange die Anzahl der + zu verwaltenden Dateien überschaubar bleibt. RCS ist + dabei für praktisch alle wichtigen UNIX-artigen + Betriebssysteme verfügbar. + + + + + + Received Data RD Ein RS232C-Pin oder -Draht, über den neue Daten ankommen. Recommended Standard 232C RS232C Ein Standard für die Kommunikation zwischen seriellen Geräten. Reduced Instruction Set Computer RISC Ein Ansatz im Prozessordesign, bei dem die von der Hardware durchzuführenden Operationen so weit als möglichst vereinfacht und verallgemeinert werden. Vorteile dieses Design sind ein geringerer Energieverbrauch, eine geringere Transistoranzahl und übersichtlicherer Code. Zu den RISC-Plattformen gehören Alpha, &sparc;, &arm; sowie &powerpc;. Redundant Array of Inexpensive Disks RAID Remote Procedure Call RPC repocopy Repository Copy Eine direkte Kopie von Dateien innerhalb eines Repositories. Ohne eine Repocopy müsste ein Committer eine Datei mit cvs add an der neuen Position einfügen und mit cvs rm an der alten Position löschen. Der Nachteil dieser Methode wäre allerdings, dass dabei die Datei-Historie (also die CVS-Logs) nicht an die neue Position kopiert werden würde. Da das &os;-Project diese Informationen als äßerst nützlich ansieht, wird stattdessen häfig eine Repocopy durchgeführt. Bei diesem Prozess kopiert ein Repositoy Meister die Datei direkt innerhalb des Repository an die neue Position, statt &man.cvs.1; einzusetzen. Request For Comments RFC Eine Sammlung von Dokumenten, die wichtige Internetstandards, Protokolle und so weiter definieren und die unter www.rfc-editor.org zu finden sind. Kann aber auch allgemein verwendet werden, wenn jemand eine Änderung vorschlägt und dazu Feedback möchte. Request To Send RTS Ein RS232C-Signal, das der Gegenstelle signalisiert, dass sie mit dem Senden der Daten beginnen kann. Router Advertisement RA S SCI SCSI SG SMB SMP SMTP SMTP AUTH SSH STR SVN SMTP Authentication SMTP AUTH Server Message Block SMB Signal Ground SG Ein RS232-Pin oder -Draht, der als Untergrundreferenz für das Signal verwendet wird. Simple Mail Transfer Protocol SMTP Secure Shell SSH Small Computer System Interface SCSI - + Subversion SVN - Subversion ist ein Versionskontrollsystem, ähnlich wie + Subversion ist ein Versionskontrollsystem, ähnlich wie CVS, aber mit einer grösseren Liste von Eigenschaften. Suspend To RAM STR Symmetric MultiProcessor SMP System Control Interrupt SCI T TCP TCP/IP TD TFTP TGT TSC Ticket-Granting Ticket TGT Time Stamp Counter TSC Ein interner Zähler bei modernen &pentium;-Prozessoren, der die Ticks der core frequency clock bestimmt. Transmission Control Protocol TCP Ein Protokoll, das auf dem IP-Protokoll aufsetzt. Es garantiert, dass Datenpakete zuverlässig und geordnet transportiert werden. Transmission Control Protocol/Internet Protocol TCP/IP Die Kombination aus TCP- und IP-Protokoll. Ein Großteil des Internets basiert auf TCP/IP. Transmitted Data TD Ein RS232C-Pin oder -Draht, über den Daten verschickt werden. Trivial FTP TFTP U UDP UFS1 UFS2 UID URL USB Uniform Resource Locator URL Eine Methode um eine Ressource, z.B. ein Dokument - im Internet, zu lokalisieren und eine Art, diese Ressource + im Internet, zu lokalisieren und eine Art, diese Ressource zu identifizieren. Unix File System Version 1 UFS1 - Das Original &unix; Dateisystem, manchmal auch das Berkeley + Das Original &unix; Dateisystem, manchmal auch das Berkeley Fast File System genannt. Unix File System Version 2 UFS2 - Eine Erweiterung für UFS1, - eingeführt in &os;5-CURRENT. UFS2 + Eine Erweiterung für UFS1, + eingeführt in &os;5-CURRENT. UFS2 enthält 64-bit Blockzeiger (durchbricht dadurch die 1T Grenze), - Unterstützung für extended file storage und + Unterstützung für extended file storage und andere Merkmale. Universal Serial Bus USB - Ein Hardware-Standard, der verwendet wird um eine grosse - Vielfalt von Computerperipherie an eine einheitliche Schnittstelle + Ein Hardware-Standard, der verwendet wird um eine grosse + Vielfalt von Computerperipherie an eine einheitliche Schnittstelle anzuschliessen. User ID UID Eine eindeutige Nummer, die einem Benutzer eines Computers zugewiesen wird. Kann zur Identifizierung von zugewiesenen Ressourcen und Berechtigungen verwendet werden. User Datagram Protocol UDP - Ein einfaches, nicht-zuverlässiges Protokoll für - Datagramme, das beim Datenaustausch in einem TCP/IP Netzwerk benutzt - wird. UDP enthält keine - Fehlerüberprüfung und -korrektur wie + Ein einfaches, nicht-zuverlässiges Protokoll für + Datagramme, das beim Datenaustausch in einem TCP/IP Netzwerk benutzt + wird. UDP enthält keine + Fehlerüberprüfung und -korrektur wie TCP. V VPN Virtual Private Network VPN Eine Methode ein öffentliches Netzwerk wie das Internet - zu nutzen, um einen entfernten Zugriff auf ein lokales Netz, wie etwa + zu nutzen, um einen entfernten Zugriff auf ein lokales Netz, wie etwa ein Unternehmens-LAN, zu ermöglichen. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/share/sgml/trademarks.ent b/de_DE.ISO8859-1/share/sgml/trademarks.ent index 496fc31eb2..b00e35e346 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/share/sgml/trademarks.ent +++ b/de_DE.ISO8859-1/share/sgml/trademarks.ent @@ -1,265 +1,265 @@ 3Com und HomeConnect sind eingetragene Warenzeichen der 3Com Corporation."> 3ware und Escalade sind eingetragene Warenzeichen von 3ware Inc."> Adaptec ist ein eingetragenes Warenzeichen von Adaptec, Inc."> Adobe, Acrobat, Acrobat Reader und PostScript sind entweder eingetragene Warenzeichen oder Warenzeichen von Adobe Systems Incorporated in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen Ländern."> AMD, Am486, Am5X86, AMD Athlon, AMD Duron, AMD Opteron, AMD-K6, Élan und PCnet sind eingetragene Warenzeichen von Advanced Micro Devices, Inc."> Apple, FireWire, Mac, Macintosh, Mac OS, Quicktime und TrueType sind eingetragene Warenzeichen von Apple Computer, Inc., in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern."> ARM ist ein eingetragenes Warenzeichen von ARM Limited."> Die Marke Bluetooth gehört Bluetooth SIG, Inc."> Broadcom ist ein eingetragenes Warenzeichen der Broadcom Corporation und ihrer Gesellschaften."> Check Point, Firewall-1 und VPN-1 sind Warenzeichen von Check Point Software Technologies Ltd.."> Cisco, Catalyst und IOS sind eingetragene Warenzeichen von Cisco Systems Inc. und/oder ihren Gesellschaften in den Vereinigten Staaten und bestimmten anderen Ländern."> Corel und WordPerfect sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der Corel Corporation und/oder ihren Gesellschaften in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern."> Sound Blaster ist ein Warenzeichen von Creative Technology Ltd. in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen Ländern."> CVSup ist ein eingetragenes Warenzeichen von John D. Polstra."> Dell, Dell Precision, Latitude, Optiplex, PowerEdge sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der Dell Computer Corporation"> EPSON, EPSON Perfection sind eingetragene Warenzeichen der Seiko Epson Corporation."> FreeBSD ist ein eingetragenes Warenzeichen der FreeBSD Foundation."> Heidelberg, Helvetica, Palatino und Times Roman sind Marken der Heidelberger Druckmaschinen AG in Deutschland und anderen - Ländern."> + Ländern."> IBM, AIX, EtherJet, Netfinity, OS/2, - PowerPC, PS/2, S/390 und ThinPad + PowerPC, PS/2, S/390 und ThinkPad sind Warenzeichen der International Business Machines Corporation in den Vereinigten Staaten, anderen Ländern oder beiden."> IEEE, POSIX und 802 sind eingetragene Warenzeichen vom Institute of Electrical and Electronics Engineers, Inc. in den Vereinigten Staaten."> Intel, Celeron, EtherExpress, i386, i486, Itanium, Pentium und Xeon sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der Intel Corporation oder ihrer Gesellschaften in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> Intuit und Quicken sind eingetragene Warenzeichen und/oder Dienstleistungsmarken von Intuit Inc. oder einer ihrer Geselllschaften in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> Iomega, Zip und Jaz sind entweder eingetragene Warenzeichen oder Warenzeichen der Iomega Corporation in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen Ländern."> Lantronix und EasyIO sind Warenzeichen der Lantronix Corporation."> Linux ist ein eingetragenes Warenzeichen von Linus Torvalds."> LSI Logic, AcceleRAID, eXtremeRAID, MegaRAID und Mylex sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der LSI Logic Corp."> Macromedia, Flash und Shockwave sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen von Macromedia, Inc. in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen Ländern."> Microsoft, MS-DOS, Outlook, Windows, Windows Media und Windows NT sind entweder eingetragene Warenzeichen oder Warenzeichen der Microsoft Corporation in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen Ländern."> MIPS und R4000 sind eingetragene Warenzeichen von MIPS Technologies, Inc. in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> MySQL ist ein eingetragenes Warenzeichen von MySQL AB in den Vereinigten Staaten, der Europäische Union und in anderen Ländern."> M-Systems und DiskOnChip sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen von M-Systems Flash Disk Pioneers, Ltd."> Netscape und Netscape Navigator sind eingetragene Warenzeichen der Netscape Communications Corporation in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> GateD und NextHop sind eingetragene Warenzeichen und Warenzeichen von NextHop in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> NetWare, NetWare Loadable Module und NLM sind entweder eingetragene Warenzeichen oder Warenzeichen von Novell Inc. in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> Motif, OSF/1 und UNIX sind eingetragene Warenzeichen und IT DialTone und The Open Group sind Warenzeichen der The Open Group in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> Oracle ist ein eingetragenes Warenzeichen der Oracle Corporation."> PowerQuest und PartitionMagic sind eingetragene Warenzeichender PowerQuest Corporation in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern."> QUALCOMM und Eudora sind eingetragene Warenzeichen von QUALCOMM Incorporated."> RealNetworks, RealPlayer und RealAudio sind eingetragene Warenzeichen von RealNetworks, Inc."> Red Hat, RPM, sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen von Red Hat, Inc. in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> SAP, R/3 und mySAP sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der SAP AG in Deutschland und in anderen Ländern der Welt."> Silicon Graphics, SGI und OpenGL sind eingetragene Warenzeichen von Silicon Graphics, Inc. in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen Ländern."> Sparc, Sparc64, SPARCEngine und UltraSPARC sind Warenzeichen von SPARC International, Inc in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern. Produkte, die das Warenzeichen SPARC tragen, basieren auf einer von Sun Microsystems, Inc. entwickelten Architektur."> Sun, Sun Microsystems, Java, Java Virtual Machine, JavaServer Pages, JDK, JSP, JVM, Netra, Solaris, StarOffice, Sun Blade, Sun Enterprise, Sun Fire, SunOS und Ultra sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen von Sun Microsystems, Inc. in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> Symantec und Ghost sind eingetragene Warenzeichen der Symantec Corporation in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern."> MATLAB ist ein eingetragenes Warenzeichen von The MathWorks, Inc."> SpeedTouch ist ein Warenzeichen von Thomson"> Transmeta und Crusoe sind entweder Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der Transmeta Corporation in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen Ländern."> U.S. Robotics und Sportster sind eingetragene Warenzeichen der U.S. Robotics Corporation."> Waterloo Maple und Maple sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen von Waterloo Maple Inc."> Mathematica ist ein eingetragenes Warenzeichen von Wolfram Research, Inc."> VMware ist ein Warenzeichen von VMware, Inc"> XFree86 ist ein Warenzeichen von The XFree86 Project, Inc."> Ogg Vorbis und Xiph.Org sind Warenzeichen von Xiph.Org."> Viele Produktbezeichnungen von Herstellern und Verkäufern sind Warenzeichen. Soweit dem FreeBSD Project das Warenzeichen bekannt ist, werden die in diesem Dokument vorkommenden Bezeichnungen mit dem Symbol oder dem Symbol ® gekennzeichnet.">