diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/desktop/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/desktop/chapter.sgml index 39e7bc3ecf..83a4a14eaa 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/desktop/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/desktop/chapter.sgml @@ -1,1190 +1,1163 @@ Christophe Juniet Beigetragen von Martin Heinen Übersetzt von Desktop-Anwendungen Übersicht FreeBSD bietet eine reiche Auswahl an Desktop-Anwendungen, wie Browser und Textverarbeitungen, die als Pakete oder mit der Ports-Sammlung installiert werden. Gerade neue Benutzer erwarten Anwendungen mit einer grafischen Benutzeroberfläche an ihrem Arbeitsplatz. Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie einige der beliebtesten Desktop-Anwendungen mühelos installieren. Wenn Sie Ports installieren, beachten Sie, dass dabei die Quelltexte der Programme übersetzt werden. Abhängig von dem Programm und der Geschwindigkeit Ihrer Maschinen kann das sehr lange dauern. Wenn Ihnen das Übersetzen zu lange dauert, können Sie die meisten Programme der Ports-Sammlung auch als fertige Pakete installieren. Da FreeBSD binär kompatibel zu Linux ist, können Sie zahlreiche für Linux entwickelte Desktop-Anwendungen einsetzen. Bevor Sie allerdings Linux-Anwendungen installieren, sollten Sie das lesen. Wenn Sie nach einem bestimmten Port suchen, zum Beispiel mit &man.whereis.1;, beachten Sie, dass die Namen vieler Programme, die die Linux-Binärkompatibilität benutzen, mit linux- anfangen. Wir gehen im Folgenden davon aus, dass Sie die Linux-Binärkompatibilität aktiviert haben, bevor Sie Linux-Anwendungen installieren. Dieses Kapitel behandelt Anwendungen aus den Bereichen: Browser (Mozilla, Opera, Firefox, Konqueror) Büroanwendungen (KOffice, AbiWord, The GIMP, OpenOffice.org) Dokumentformate(&acrobat.reader;, gv, Xpdf, GQview) Finanzsoftware ( GnuCash, Gnumeric, Abacus) Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie Software Dritter installieren können () und Linux-Anwendungen installieren können (). Wie Sie Multimedia-Anwendungen einrichten, wird in einem gesonderten Kapitel erklärt. Wie Sie E-Mail einrichten und benutzen, wird in beschrieben. Browser Browser Web FreeBSD besitzt keinen vorinstallierten Browser, stattdessen enthält das www-Verzeichnis der Ports-Sammlung Browser, die Sie installieren können. Wenn Ihnen das Übersetzen der Browser zu lange dauert, bei einigen Browsern dauert das wirklich lange, installieren Sie die Pakete, die es für viele Browser gibt. KDE und GNOME enthalten schon HTML-Browser. Das Einrichten dieser grafischen Benutzeroberflächen ist in beschrieben. Wenn Sie besonders schlanke Browser benötigen, suchen Sie in der Ports-Sammlung nach www/dillo, www/links oder www/w3m. Dieser Abschnitt behandelt die nachstehenden Anwendungen: Anwendung Ressourcenbedarf Installationsaufwand aus den Ports wichtige Abhängigkeiten Mozilla hoch hoch Gtk+ Opera niedrig niedrig Es gibt eine &os;- und eine Linux-Version. Die Linux-Version hängt von der Linux-Kompatibilität (Linux Binary Compatibility) und linux-openmotif ab. Firefox mittel hoch Gtk+ Konqueror mittel hoch KDE-Biliotheken Mozilla Mozilla Mozilla ist ein moderner, stabiler und kompletter Browser, der nach FreeBSD portiert wurde. Er entspricht dem HTML-Standard und verfügt über einen E-Mail-Client und einen Newsreader. Für den Fall, dass Sie einige HTML-Seiten selbst verfassen wollen, enthält der Browser auch einen HTML-Editor. Benutzern von &netscape; wird die Ähnlichkeit mit dem Communicator auffallen, die von der gemeinsamen Grundlage stammt. Auf langsamen Maschinen, deren CPU-Taktfrequenz weniger als 233 MHz beträgt, oder die weniger als 64 MB Speicher besitzen, können Sie Mozilla wegen des Ressourcenbedarfs nur eingeschränkt benutzen. Weniger Ressourcen verbraucht der Opera Browser, der gleich in diesem Kapitel behandelt wird. Für den Fall, dass Sie Mozilla nicht selbst übersetzen wollen, hat das FreeBSD-GNOME-Team schon ein Paket für Sie erstellt, das Sie über das Netz installieren können: &prompt.root; pkg_add -r mozilla Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht und Sie genügend Zeit und Plattenplatz haben, können Sie Mozilla mit den nachstehenden Befehlen selbst übersetzen und installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/www/mozilla &prompt.root; make install clean Das Erscheinungsbild von Mozilla können Sie mit so genannten Themes oder Gestures beeinflussen. Der Mozilla-Port sorgt für die richtige Installation des Chrome-Themes. Die Installation weiterer Zusatzkomponenten erfordert allerdings root-Rechte. Nachdem Sie die Installation von Mozilla abgeschlossen haben, benötigen Sie die root-Rechte nicht mehr. Starten Sie den Browser dann einfach mit dem Kommando: &prompt.user; mozilla Sie können auch den E-Mail-Client oder den Newsreader direkt starten: &prompt.user; mozilla -mail Firefox Firefox Firefox ist ein auf dem Mozilla-Code basierender Browser. Während es sich bei Mozilla um ein komplettes Anwendungspaket (bestehend aus Browser, E-Mail-Programm, Chatclient und anderem mehr) handelt, konzentriert sich Firefox auf die Aufgabe als Browser, was das Programm kleiner und schneller macht. Das Paket können Sie mit dem nachstehenden Befehl installieren: &prompt.root; pkg_add -r firefox Alternativ können Sie auch die Ports-Sammlung verwenden, um das Programm aus dem Quellcode zu installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/www/firefox &prompt.root; make install clean Firefox, Mozilla und das &java;-Plugin Dieser und der nächste Abschnitt gehen davon aus, dass Sie Firefox oder Mozilla bereits installiert haben. Die &os; Foundation hat von Sun Microsystems eine Lizenz erworben, die es erlaubt, &os;-Binärpakete des Java Runtime Environment (&jre;) und des Java Development Kit (&jdk;) zu verteilen. Diese Binärpakete sind auf der Webseite der &os; Foundation erhältlich. Damit Firefox oder Mozilla &java; unterstützen, müssen Sie zuerst den Port java/javavmwrapper installieren. Anschließend laden Sie das Diablo &jre;-Paket von herunter und installieren es mit &man.pkg.add.1;. Danach starten Sie Ihren Browser und geben in der Adresszeile about:plugins ein und bestätigen die Eingabe mit der Enter-Taste. Dadurch wird eine Seite geladen, auf der alle installierten Plugins aufgelistet werden. Auch das &java;-Plugin sollte nun in dieser Liste aufgeführt sein. Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, müssen Sie als root noch den folgenden Befehl ausführen: &prompt.root; ln -s /usr/local/diablo-jre1.5.0/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so \ /usr/local/lib/browser_plugins/ Danach starten Sie Ihren Browser neu, um das Plugin zu aktivieren. Firefox, Mozilla und das ¯omedia; &flash;-Plugin Das ¯omedia; &flash;-Plugin ist für &os; nicht verfügbar. Es existiert jedoch ein Software-Layer (ein sogenannter Wrapper), der es erlaubt, die Linux-Version des Plugins unter &os; einzusetzen. Dieser Wrapper unterstützt außerdem das &adobe; &acrobat;-Plugin, das RealPlayer-Plugin und andere mehr. Als erstes installieren Sie den Port www/linuxpluginwrapper. Dieser Port setzt voraus, dass Sie den Port emulators/linux_base bereits installiert haben. Folgen Sie exakt den bei der Installation des Ports gegebenen Anweisungen, um die Datei /etc/libmap.conf korrekt zu konfigurieren, da ansonsten das Plugin später nicht erkannt wird. Beispielkonfigurationen finden Sie im Verzeichnis /usr/local/share/examples/linuxpluginwrapper/. Anschließend installieren Sie den Port www/linux-flashplugin7. Nachdem Sie das Plugin installiert haben, rufen Sie Ihren Browser auf und geben in der Adresszeile about:plugins ein. Diese Eingabe muss mit der Enter-Taste bestätigt werden. Danach wird eine Seite geladen, auf der alle installierten Plugins aufgelistet werden. Sollte das &flash;-Plugin bei Ihnen nicht aufgelistet sein, liegt dies in der Regel an einem fehlenden symbolischen Link. In diesem Fall führen Sie als root die folgenden Befehle aus: &prompt.root; ln -s /usr/local/lib/npapi/linux-flashplugin/libflashplayer.so \ /usr/local/lib/browser_plugins/ &prompt.root; ln -s /usr/local/lib/npapi/linux-flashplugin/flashplayer.xpt \ /usr/local/lib/browser_plugins/ Nach einem Neustart sollte das Plugin nun in der Liste - der installierten Plugins auftauchen. Falls Ihr Browser - bei der Wiedergabe bestimmter &flash;-Animationen - abstürzt, kann es nötig sein, einen Patch - auf Ihrem System zu installieren: - - &prompt.root; cd /usr/src -&prompt.root; fetch http://people.FreeBSD.org/~nork/rtld_dlsym_hack.diff -&prompt.root; patch < rtld_dlsym_hack.diff -&prompt.root; cd libexec/rtld-elf/ -&prompt.root; make clean -&prompt.root; make obj -&prompt.root; make depend -&prompt.root; make && make install - - Damit der Patch wirksam wird, müssen Sie nun noch - Ihr System neu starten. + der installierten Plugins auftauchen. Der linuxpluginwrapper funktioniert nur unter der &i386;-Architektur. Opera Opera Opera ist ein schneller, vollwertiger und standardkonformer Browser, der wie Mozilla über einen eingebauten E-Mail- und Newsreader verfügt. Zusätzlich sind ein IRC-Client, ein RSS/Atom-Feeds-Reader sowie weitere Programme enthalten. Dennoch handelt es sich bei Opera weiterhin um ein relativ kleines und sehr schnelles Programmpaket. Sie haben die Wahl zwei Versionen dieses Browsers: Der nativen FreeBSD-Version und der Linux-Version. Wenn Sie das Web mit der FreeBSD-Version von Opera erkunden wollen, installieren Sie das Paket: &prompt.root; pkg_add -r opera Einige FTP-Server haben nicht alle Pakete, Sie können Opera aber über die Ports-Sammlung installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/www/opera &prompt.root; make install clean Wenn Sie die Linux-Version des Browsers verwenden wollen, ersetzen Sie in den Beispielen opera durch linux-opera. Wenn Sie Plugins einsetzen wollen, die nur für Linux erhältlich sind, wie das Adobe &acrobat.reader; Plugin, benötigen Sie die Linux-Version. Ansonsten sind die FreeBSD- und Linux-Versionen des Browsers äquivalent. Konqueror Konqueror Konqueror ist Teil von KDE, kann aber außerhalb von KDE benutzt werden, wenn der Port x11/kdebase3 installiert ist. Konqueror ist mehr als nur ein Browser. Sie können das Programm ebenfalls zur Dateiverwaltung und zum Abspielen von Multimedia-Dateien benutzen. Der Port misc/konq-plugins enthält Plugins für Konqueror. Konqueror kann &flash;-Seiten darstellen, siehe die Beschreibung unter . Büroanwendungen Neue Benutzer suchen oft ein komplettes Office-Paket oder eine leicht zu bedienende Textverarbeitung. Einige Benutzeroberflächen wie KDE bieten schon ein Office-Paket, aber unter FreeBSD ist keine derartige Anwendung vorinstalliert. Unabhängig von der verwendeten Benutzeroberfläche, stellt Ihnen FreeBSD die benötigten Programme zur Verfügung. Dieser Abschnitt behandelt die nachstehenden Anwendungen: Anwendung Ressourcenbedarf Installationsaufwand aus den Ports wichtige Abhängigkeiten KOffice niedrig hoch KDE AbiWord niedrig niedrig Gtk+ oder GNOME The Gimp niedrig hoch Gtk+ OpenOffice.org hoch enorm &jdk; 1.4, Mozilla KOffice KOffice Office-Pakete KOffice Die KDE-Gemeinschaft stellt ein Office-Paket bereit, das auch außerhalb von KDE eingesetzt werden kann. Es besteht aus vier, von anderen Office-Paketen bekannten, Komponenten: KWord ist die Textverarbeitung, KSpread die Tabellenkalkulation, mit KPresenter werden Präsentationen erstellt und Kontour ist ein Zeichenprogramm. Stellen Sie vor der Installation des neusten KOffice sicher, dass Sie eine aktuelle Version von KDE besitzen. Mit dem folgenden Kommando installieren Sie das KOffice-Paket: &prompt.root; pkg_add -r koffice Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht, benutzen Sie bitte die Ports-Sammlung. Wenn Sie beispielsweise KOffice für KDE3 installieren wollen, setzen Sie die nachstehendenen Befehle ab: &prompt.root; cd /usr/ports/editors/koffice-kde3 &prompt.root; make install clean AbiWord AbiWord AbiWord ist eine freie Textverarbeitung, die ähnlich wie µsoft; Word ist. Sie können damit Artikel, Briefe, Berichte, Notizen usw. verfassen. Das Programm ist sehr schnell, besitzt viele Funktionen und ist sehr benutzerfreundlich. AbiWord kann viele Dateiformate, unter anderem nicht offene wie .doc von µsoft;, importieren und exportieren. Das AbiWord-Paket installieren Sie wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r AbiWord Sollte das Paket nicht zur Verfügung stehen, können Sie das Programm mit der Ports-Sammlung, die zudem aktueller als die Pakete ist, übersetzen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: &prompt.root; cd /usr/ports/editors/AbiWord &prompt.root; make install clean The GIMP The GIMP The GIMP ist ein sehr ausgereiftes Bildverarbeitungsprogramm mit dem Sie Bilder erstellen oder retuschieren können. Sie können es sowohl als einfaches Zeichenprogramm als auch zum retuschieren von Fotografien benutzen. Das Programm besitzt eine eingebaute Skriptsprache und es existieren sehr viele Plug-Ins. The GIMP kann Bilder in zahlreichen Formaten lesen und speichern und stellt Schnittstellen zu Scannern und grafischen Tabletts zur Verfügung. Sie installieren das Paket mit dem nachstehenden Befehl: &prompt.root; pkg_add -r gimp Benutzen Sie die Ports-Sammlung, wenn Ihr FTP-Server das Paket nicht bereitstellt. Im Verzeichnis graphics finden Sie das Handbuch The Gimp Manual. Sie können alles mit den folgenden Befehlen installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/gimp &prompt.root; make install clean &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/gimp-manual-pdf &prompt.root; make install clean Die Entwickler-Version von The GIMP finden Sie im Verzeichnis graphics der Ports-Sammlung. Das Handbuch ist im HTML-Format (graphics/gimp-manual-html) erhältlich. OpenOffice.org OpenOffice.org Office-Pakete OpenOffice.org OpenOffice.org enthält alles was von einem Office-Paket erwartet wird: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und ein Zeichenprogramm. Die Bedienung gleicht anderen Office-Paketen und das Programm kann zahlreiche Dateiformate importieren und exportieren. Es gibt lokalisierte Versionen mit angepassten Menüs, Rechtschreibkontrollen und Wörterbüchern. Die Textverarbeitung von OpenOffice.org speichert Dateien im XML-Format. Dadurch wird die Verwendbarkeit der Dateien auf anderen Systemen erhöht und die Handhabung der Daten vereinfacht. Die Tabellenkalkulation besitzt eine Makrosprache und eine Schnittstelle zu Datenbanken. OpenOffice.org läuft auf &windows;, &solaris;, Linux, FreeBSD und &macos; X. Weitere Informationen über OpenOffice.org finden Sie auf der OpenOffice.org Website. Spezifische Informationen für FreeBSD finden Sie auf der Webseite FreeBSD OpenOffice.org Porting Team. Von dort können Sie auch direkt das OpenOffice-Paket herunterladen. OpenOffice.org installieren Sie wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r openoffice.org Diese Art der Installation sollte mit einer -RELEASE-Version funktionieren. Verwenden Sie eine andere Version, sollten Sie die Internetseite des &os; OpenOffice.org Porting Teams besuchen und das entsprechende Paket herunterladen und über &man.pkg.add.1; installieren, wobei Sie zwischen der aktuellen Version und der Entwicklerversion wählen können. Nachdem das Paket installiert ist, müssen Sie lediglich folgenden Befehl eingeben, um OpenOffice.org zu starten: &prompt.user; openoffice.org Nach dem ersten Start werden Ihnen einige Fragen gestellt. Außerdem wird in Ihrem Heimatverzeichnis der neue Unterordner .openoffice.org2 angelegt. Falls die OpenOffice.org-Pakete nicht zur Verfügung stehen, können Sie immer noch die Ports-Sammlung benutzen. Beachten Sie aber bitte, dass Sie sehr viel Plattenplatz und Zeit benötigen, um die Quellen zu übersetzen. &prompt.root; cd /usr/ports/editors/openoffice-2 &prompt.root; make install clean Wenn Sie ein lokalisierte Version bauen wollen, ersetzen Sie den letzten Befehl durch die folgende Zeile: &prompt.root; make LOCALIZED_LANG=Ihre_Sprache install clean Dabei ersetzen Sie Ihre_Sprache durch den korrekten ISO-Code. Eine Liste der unterstützten Codes enthält die Datei files/Makefile.localized, die sich im Portsverzeichnis befindet. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie OpenOffice.org durch folgenden Befehl starten: &prompt.user; openoffice.org Anzeigen von Dokumenten Einige neue Dokumentformate, die sich großer Beliebtheit erfreuen, können Sie sich mit dem Basissystem nicht ansehen. Dieser Abschnitt behandelt Programme, mit denen Sie sich Dokumente in unterschiedlichen Formaten ansehen können. Die nachstehenden Anwendungen werden behandelt: Anwendung Ressourcenbedarf Installationsaufwand aus den Ports wichtige Abhängigkeiten &acrobat.reader; niedrig niedrig Linux Binary Compatibility gv niedrig niedrig Xaw3d Xpdf niedrig niedrig FreeType GQview niedrig niedrig Gtk+ oder GNOME &acrobat.reader; Acrobat Reader PDF anzeigen Viele Dokumente werden heute im Portable Document Format (PDF) zur Verfügung gestellt. PDF-Dokumente schauen Sie sich am Besten mit dem Programm &acrobat.reader; an, das von Adobe für Linux freigegeben wurde. Da Linux-Programme unter FreeBSD laufen, steht Ihnen das Programm auch hier zur Verfügung. Um &acrobat.reader; 7 über die Ports-Sammlung zu installieren, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; cd /usr/ports/print/acroread7 &prompt.root; make install clean Aufgrund der Lizenzbedinungen ist eine Paketversion leider nicht verfügbar. gv gv PDF anzeigen PostScript anzeigen gv kann &postscript;- und PDF-Dokumente anzeigen. Es stammt von ghostview ab, besitzt aber wegen der Xaw3d-Bibliothek eine schönere Benutzeroberfläche. In gv können Sie viele Operationen durchführen: Sie können die Ausrichtung und die Papiergröße eines Dokuments ändern, das Dokument skalieren oder glätten (Anti-Aliasing). Fast jede Operation kann sowohl mit der Tastatur als auch der Maus durchgeführt werden. Installieren Sie das gv-Paket wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r gv Benutzen Sie die Ports-Sammlung, wenn das Paket nicht zur Verfügung steht: &prompt.root; cd /usr/ports/print/gv &prompt.root; make install clean Xpdf Xpdf PDF anzeigen Ein schlankes und effizientes Programm zum Betrachten von PDF-Dateien ist Xpdf. Es benötigt wenige Ressourcen und ist sehr stabil. Da das Programm die Standard X-Zeichensätze benutzt, ist es nicht auf &motif; oder ein anderes X-Toolkit angewiesen. Das Xpdf-Paket können Sie mit dem folgenden Kommando installieren: &prompt.root; pkg_add -r xpdf Wenn das Paket nicht verfügbar ist, oder Sie lieber die Ports-Sammlung benutzen möchten, gehen Sie wie folgt vor: &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/xpdf &prompt.root; make install clean Wenn Sie nach Abschluss der Installation Xpdf starten, öffnen Sie das Menü mit der rechten Maustaste. GQview GQview Mit GQview lassen sich Bilder verwalten. Unter anderem können Sie sich Bilder (auch auf dem ganzen Bildschirm) anschauen, ein externes Werkzeug aufrufen und eine Vorschau (thumbnail) erzeugen. Weiterhin können Sie automatisch ablaufende Präsentationen erstellen und grundlegende Dateioperationen durchführen, Bildersammlungen verwalten und doppelte Bilder aufspüren. GQview ist internationalisiert, das heißt es berücksichtigt die Spracheinstellungen des Systems. Wenn Sie das GQview-Paket installieren wollen, geben Sie das folgende Kommando ein: &prompt.root; pkg_add -r gqview Ist das Paket nicht erhältlich, oder wenn Sie die Ports-Sammlung bevorzugen, setzen Sie die folgenden Kommandos ab: &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/gqview &prompt.root; make install clean Finanzsoftware Wenn Sie, warum auch immer, Ihre Finanzen mit einem FreeBSD Arbeitsplatz verwalten wollen, stehen Ihnen verschiedene Anwendungen zur Verfügung. Einige von ihnen unterstützen verbreitete Formate, wie die von Quicken oder Excel verwendeten. Dieser Abschnitt behandelt die folgenden Anwendungen: Anwendung Ressourcenbedarf Installationsaufwand aus den Ports wichtige Abhängigkeiten GnuCash niedrig hoch GNOME Gnumeric niedrig hoch GNOME Abacus niedrig niedrig Tcl/Tk GnuCash GnuCash GnuCash ist Teil des GNOME-Projekts, dessen Ziel es ist, leicht zu bedienende und doch leistungsfähige Anwendungen zu erstellen. Mit GnuCash können Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben, Ihre Bankkonten und Wertpapiere verwalten. Das Programm ist leicht zu bedienen und genügt dennoch hohen Ansprüchen. GnuCash stellt ein Register, ähnlich dem in einem Scheckheft und ein hierarchisches System von Konten zur Verfügung. Eine Transaktion kann in einzelne Teile aufgespaltet werden. GnuCash kann Quicken-Dateien (QIF) importieren und einbinden. Weiterhin unterstützt das Programm die meisten internationalen Formate für Zeitangaben und Währungen. Die Bedienung des Programms kann durch zahlreiche Tastenkombinationen und dem automatischen Vervollständigen von Eingaben beschleunigt werden. Das GnuCash-Paket installieren Sie wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r gnucash Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht, benutzen Sie die Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/finance/gnucash &prompt.root; make install clean Gnumeric Gnumeric Tabellenkalkulation Gnumeric Gnumeric ist eine Tabellenkalkulation, die Teil der GNOME Benutzeroberfläche ist. Das Programm kann Eingaben anhand des Zellenformats oder einer Folge von Eingaben vervollständigen. Dateien verbreiteter Formate, wie die von Excel, Lotus 1-2-3 oder Quattro Pro lassen sich importieren. Grafiken erstellt Gnumeric mit dem Programm math/guppi. Gnumeric besitzt viele eingebaute Funktionen und Zellenformate (zum Beispiel die üblich verwendeten, wie Zahl, Währung, Datum oder Zeit). Installieren Sie das Gnumeric-Paket mit dem folgenden Kommando: &prompt.root; pkg_add -r gnumeric Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht, benutzen Sie die Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/math/gnumeric &prompt.root; make install clean Abacus Abacus Tabellenkalkulation Abacus Abacus ist eine kleine und leicht zu bedienende Tabellenkalkulation. Die vordefinierten Funktionen stammen aus verschiedenen Bereichen wie der Statistik, der Wirtschaft und der Mathematik. Das Programm kann Dateien im Excel Dateiformat importieren und exportieren sowie Ausgaben in &postscript; erzeugen. Installieren Sie das Abacus-Paket mit dem folgenden Kommando: &prompt.root; pkg_add -r abacus Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht, benutzen Sie die Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/deskutils/abacus &prompt.root; make install clean Zusammenfassung FreeBSD wird von Internet Service Providern wegen seiner Schnelligkeit und Stabilität eingesetzt, es ist aber auch zum Einrichten eines Arbeitsplatzes geeignet. Mit tausenden Anwendungen, die als Pakete oder Ports zur Verfügung stehen, können Sie sich einen Arbeitsplatz nach Ihren Wünschen einrichten. - Wenn Sie einen Arbeitsplatz einrichten, schauen Sie sich den Port - misc/instant-workstation an. - Dieser Meta-Port fasst typische Anwendungen für einen - Arbeitsplatz zusammen. Den Port können Sie anpassen, indem Sie - in /usr/ports/misc/instant-workstation/Makefile - Ports hinzufügen oder löschen. Folgen Sie dabei der - vorgegebenen Syntax und bauen Sie den Port nach dem üblichen - Verfahren. Am Ende erhalten Sie ein großes Paket, das Ihren - maßgeschneiderten Arbeitsplatz enthält. Dieses Paket - können Sie dann natürlich auch auf Ihre anderen Rechner - installieren. - Die folgende Aufstellung fasst die in diesem Kapitel besprochenen Anwendungen zusammen: Anwendung Paket-Name Port-Name Mozilla mozilla www/mozilla &netscape; linux-netscape7 www/netscape7 Opera opera www/opera Firefox firefox www/firefox KOffice koffice-kde3 editors/koffice-kde3 AbiWord abiword editors/abiword The GIMP gimp graphics/gimp OpenOffice.org openoffice editors/openoffice-1.1 &acrobat.reader; acroread print/acroread7 gv gv print/gv Xpdf xpdf graphics/xpdf GQview gqview graphics/gqview GnuCash gnucash finance/gnucash Gnumeric gnumeric math/gnumeric Abacus abacus deskutils/abacus diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.sgml index fff63f0fa8..019f2c8fd8 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mail/chapter.sgml @@ -1,2544 +1,2552 @@ Bill Lloyd Ursprüglicher Text von Jim Mock Neugeschrieben von Robert Drehmel Übersetzt von Elektronische Post (E-Mail) Terminologie E-Mail Terminologie Das Akronym MTA steht für Mail Transfer Agent was übersetzt Mailübertragungs-Agent bedeutet. Während die Bezeichnung Server-Dämon die Komponente eines MTA benennt, die für eingehende Verbindungen zuständig ist, wird mit dem Begriff Mailer öfters die Komponente des MTA bezeichnet, die E-Mails versendet. Übersicht E-Mail Elektronische Post, besser bekannt als E-Mail, ist eine der am weit verbreitetsten Formen der Kommunikation heutzutage. Dieses Kapitel bietet eine grundlegende Einführung in das Betreiben eines E-Mail-Servers unter &os;. Ebenfalls wird der Versand und Empfang von E-Mails unter &os; behandelt. Das Kapitel ist jedoch keine komplette Referenz und es werden viele wichtige Überlegungen außer Acht gelassen. Wenn Sie das Thema detaillierter betrachten möchten, werden Sie bei einem der exzellenten Bücher fündig, die in aufgelistet sind. Dieses Kapitel behandelt die folgenden Punkte: Welche Software-Komponenten beim Senden und Empfangen von elektronischer Post involviert sind. Wo sich grundlegende sendmail Konfigurationsdateien in FreeBSD befinden. Den Unterschied zwischen entfernten und lokalen Postfächern. Wie man Versender von Massennachrichten daran hindern kann, Ihren E-Mail-Server illegalerweise als Weiterleitung zu verwenden. Wie man den Standard-Mailer des Systems, sendmail, ersetzt. Wie man oft auftretende E-Mail-Server Probleme behebt. Wie E-Mails mit UUCP verschickt werden. Wie E-Mails über einen Relay verschickt werden. Wie E-Mails über eine Einwahlverbindung gehandhabt werden. Wie Sie die SMTP-Authentifizierung einrichten. Den Empfang und den Versand von E-Mails mithilfe von Programmen wie mutt. Wie E-Mails von einem entfernten Server mit POP oder IMAP abgeholt werden. Wie eingehende E-Mail automatisch gefiltert wird. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: Ihre Netzwerk-Verbindung richtig einrichten. (). Die DNS-Information für Ihren E-Mail-Server einstellen (). Wissen, wie man zusätzliche Dritthersteller-Software installiert (). Elektronische Post benutzen POP IMAP DNS Fünf größere Teile sind am E-Mail-Austausch beteiligt: Das Benutzerprogramm, der Server-Dämon, DNS, ein entferntes oder lokales Postfach und natürlich der E-Mail-Server selbst. Das Benutzerprogramm Das beinhaltet Kommandozeilenprogramme wie mutt, pine, elm, mail und Programme mit grafischer Benutzeroberfläche, wie balsa und xfmail um einige zu nennen, und aufwändigere, wie WWW-Browser. Diese Programme geben die E-Mail-Transaktionen an den lokalen E-Mail-Server, weiter, entweder über einen der verfügbaren Server-Dämonen oder eine TCP-Verbindung. E-Mail-Server Dämon E-Mail-Server Dämonen sendmail E-Mail-Server Dämonen postfix E-Mail-Server Dämonen qmail E-Mail-Server Dämonen exim &os; enthält standardmäßig sendmail; es lassen sich aber auch andere E-Mail-Server Dämonen betreiben, beispielsweise exim, postfix oder qmail. Der Server-Dämon hat üblicherweise zwei Funktionen: Er kümmert sich um das Empfangen von eingehenden E-Mails und stellt ausgehende E-Mails zu. Es ist nicht Aufgabe des Dämons, E-Mails über POP oder IMAP bereit zu stellen, noch Zugriffe auf das lokale Postfach mbox oder Verzeichnisse mit Postfächern zu gewähren. Dafür benötigen Sie einen zusätzlichen Dämon. Alte Versionen von sendmail enthalten schwerwiegende Sicherheitslöcher, die einem Angreifer Zugriff auf Ihren Rechner verschaffen können. Um Sicherheitsprobleme zu umgehen, sollten Sie eine aktuelle sendmail-Version benutzen. Sie können auch einen anderen MTA aus der &os; Ports-Sammlung benutzen. E-Mail und DNS Das Domain Name System (DNS) und sein Dämon named spielen eine große Rolle in der Auslieferung von E-Mails. Um E-Mails auszuliefern, fragt der Mail-Server-Dämon im DNS den Rechner ab, der E-Mails für das Zielsystem entgegennimmt. Der gleiche Vorgang läuft ab, wenn eine E-Mail von einem entfernten Server auf Ihrem Mail-Server zugestellt wird. MX-Eintrag Im DNS werden Rechnernamen auf IP-Adressen abgebildet. Daneben werden spezielle Informationen für das Mail-System gespeichert, die MX-Einträge (MX record) genannt werden. Der MX-Eintrag (von Mail eXchanger) gibt an, welcher Rechner oder welche Rechner E-Mails für eine Domain annehmen. Existiert kein MX-Record für einen Rechner oder dessen Domain, werden E-Mails direkt an den Rechner zugestellt, vorausgesetzt der Rechner besitzt einen A-Eintrag, der den Rechnernamen auf seine IP-Adresse abbildet. Mit dem Kommando &man.host.1; können Sie die MX-Einträge für eine Domain abfragen: &prompt.user; host -t mx FreeBSD.org FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by mx1.FreeBSD.org E-Mails empfangen E-Mail empfangen Der E-Mail-Server empfängt alle E-Mails für Ihre Domäne. Er speichert die E-Mails entweder im mbox-Format (die Vorgabe) oder im Maildir-Format. Die E-Mails können lokal mit Programmen wie &man.mail.1; oder mutt gelesen werden. Mithilfe von Protokollen wie POP oder IMAP können die E-Mails auch von entfernten Rechnern gelesen werden. Wenn Sie die E-Mails direkt auf dem E-Mail-Server lesen möchten, wird kein POP- oder IMAP-Server gebraucht. Auf entfernte Postfächer mit <acronym>POP</acronym> und <acronym>IMAP</acronym> zugreifen POP IMAP Wenn Sie auf entfernte Postfächer zugreifen wollen, benötigen Sie den Zugang zu einem POP- oder IMAP-Server. Beide Protokolle bieten einen einfachen Zugriff auf entfernte Postfächer. IMAP besitzt allerdings einige Vorteile, unter anderem: IMAP kann sowohl Nachrichten auf einem entfernten Server speichern als auch von dort abholen. IMAP unterstützt gleichzeitig ablaufende Aktualisierungen. Da es nicht gleich die komplette Nachricht herunterlädt, ist IMAP über langsame Verbindungen sehr nützlich. Weiterhin können E-Mails auf dem Server durchsucht werden, was den Datenverkehr zwischen Clients und dem Server minimiert. Wenn Sie einen POP- oder IMAP-Server installieren wollen, gehen Sie nach den folgenden Schritten vor: Wählen Sie einen IMAP- oder POP-Server aus, der Ihre Anforderungen erfüllt. Die nachstehenden Server sind sehr bekannt: qpopper teapop imap-uw courier-imap Installieren Sie den ausgewählten POP- oder IMAP-Daemon aus der Ports-Sammlung. Wenn erforderlich, passen Sie die Datei /etc/inetd.conf an, um den POP- oder IMAP-Server zu starten. Beachten Sie, dass sowohl POP als auch IMAP Daten, wie den Benutzernamen und das Passwort, im Klartext übertragen. Wenn Sie die mit diesen Protokollen übertragenen Daten schützen wollen, können Sie SSH-Tunnel (siehe ) verwenden. Auf lokale Postfächer zugreifen Auf Postfächer können Sie lokal mithilfe spezieller Benutzerprogramme, die Mail-User-Agents (MUAs) genannt werden, zugreifen. Beispiele für solche Programme sind mutt oder &man.mail.1;. Der E-Mail-Server E-Mail-Server E-Mail-Server wird der Rechner genannt, welcher für die Zustellung und das Empfangen von E-Mails auf Ihrem Rechner oder vielleicht Ihrem Netzwerk zuständig ist. Christopher Shumway Beigesteuert von <application>sendmail</application>-Konfiguration sendmail &man.sendmail.8; ist das standardmäßig in FreeBSD installierte Mailübertragungsprogramm (MTA). Die Aufgabe von sendmail ist es, E-Mails von E-Mail-Benutzerprogrammen (MUA) anzunehmen und diese zu den entsprechenden Mailern zu liefern, die in der Konfigurationsdatei definiert sind. sendmail kann auch Netzwerkverbindungen annehmen und E-Mails zu lokalen Mailboxen Mailbox = Post- beziehungsweise Briefkasten oder anderen Programmen liefern. sendmail benutzt folgende Konfigurationsdateien: /etc/mail/access /etc/mail/aliases /etc/mail/local-host-names /etc/mail/mailer.conf /etc/mail/mailertable /etc/mail/sendmail.cf /etc/mail/virtusertable Dateiname Funktion /etc/mail/access Datenbank, in der Zugriffsrechte auf sendmail verwaltet werden /etc/mail/aliases Mailbox Aliase /etc/mail/local-host-names Liste der Rechner für die sendmail E-Mails akzeptiert /etc/mail/mailer.conf Mailer Programmkonfiguration /etc/mail/mailertable Mailer Versand-Zuordnungstabelle /etc/mail/sendmail.cf Hauptkonfigurationsdatei für sendmail /etc/mail/virtusertable Virtuelle Benutzer und Domänen-Tabellen <filename>/etc/mail/access</filename> Die Zugriffsdatenbank bestimmt, welche(r) Rechner oder IP-Adresse(n) Zugriff auf den lokalen E-Mail-Server haben und welche Art von Zugriff ihnen gestattet wird. Rechner können als , oder eingetragen oder einfach an sendmails Fehlerbehandlungsroutine mit einem angegebenen Mailer-Fehler übergeben werden. Rechner, die als eingetragen sind, was die Grundeinstellung ist, sind berechtigt E-Mails zu diesem Rechner zu schicken, solange die endgültige Zieladresse der lokale Rechner ist. Verbindungen von Rechnern, die als aufgelistet sind, werden abgelehnt. Rechnern mit gesetzter -Option für ihren Rechnernamen wird erlaubt Post für jede Zieladresse durch diesen Mail-Server zu senden. Konfigurieren der <application>sendmail</application> Zugriffsdatenbank cyberspammer.com 550 We do not accept mail from spammers FREE.STEALTH.MAILER@ 550 We do not accept mail from spammers another.source.of.spam REJECT okay.cyberspammer.com OK 128.32 RELAY In diesem Beispiel haben wir fünf Einträge. E-Mail-Versender, die mit der linken Spalte der Tabelle übereinstimmen, sind betroffen von der Aktion in der rechten Spalte. Die ersten beiden Beispiele übergeben einen Fehlercode an sendmails Fehlerbehandlungsroutine. Die Nachricht wird an den entfernten Rechner gesendet, wenn eine Nachricht mit der linken Spalte der Tabelle übereinstimmt. Der nächste Eintrag lehnt Post von einem bestimmten Rechner des Internets ab (another.source.of.spam). Der nächste Eintrag akzeptiert E-Mail-Verbindungen des Rechners okay.cyberspammer.com, der exakter angegeben wurde als cyberspammer.com in der Zeile darüber. Genauere Übereinstimmungen haben den Vorrang vor weniger genauen. Der letzte Eintrag erlaubt die Weiterleitung von elektronischer Post von Rechnern mit einer IP-Adresse die mit 128.32 beginnt. Diese Rechner würden E-Mails durch diesen E-Mail-Server senden können, die für andere E-Mail-Server bestimmt sind. Wenn diese Datei geändert wird, müssen Sie make in /etc/mail ausführen um die Datenbank zu aktualisieren. <filename>/etc/mail/aliases</filename> Die Alias-Datenbank enthält eine Liste der virtuellen Mailboxen, die in andere Benutzer, Dateien, Programme oder andere Aliase expandiert werden. Hier sind ein paar Beispiele, die in /etc/mail/aliases benutzt werden können: E-Mail Aliases root: localuser ftp-bugs: joe,eric,paul bit.bucket: /dev/null procmail: "|/usr/local/bin/procmail" Das Dateiformat ist simpel; Der Name der Mailbox auf der linken Seite des Doppelpunkts wird mit den Zielen auf der rechten Seite ersetzt. Das erste Beispiel ersetzt die Mailbox root mit der Mailbox localuser, die dann wieder in der Alias-Datenbank gesucht wird. Wird kein passender Eintrag gefunden, wird die Nachricht zum lokalen Benutzer localuser geliefert. Das nächste Beispiel zeigt eine E-Mail-Verteilerliste. E-Mails an die Mailbox ftp-bugs werden zu den drei lokalen Mailboxen joe, eric und paul gesendet. Eine lokale Mailbox kann auch als user@example.com angegeben werden. Das nächste Beispiel zeigt das Schreiben von E-Mails in eine Datei, in diesem Fall /dev/null. Das letzte Beispiel verdeutlicht das Senden von E-Mails an ein Programm, in diesem Fall wird die Nachricht in die Standardeingabe von /usr/local/bin/procmail mittels einer UNIX Pipe geschrieben. Wenn diese Datei geändert wird, müssen Sie make in /etc/mail ausführen um die Änderungen in die Datenbank zu übernehmen. <filename>/etc/mail/local-host-names</filename> Das ist die Liste der Rechnernamen, die &man.sendmail.8; als lokalen Rechnernamen akzeptiert. Setzen Sie alle Domänen oder Rechner, für die sendmail Mail empfangen soll, in diese Datei. Wenn dieser Mail-Server zum Beispiel E-Mails für die Domäne example.com und den Rechner mail.example.com annehmen soll, könnte seine local-host-names Datei so aussehen: example.com mail.example.com Wird diese Datei geändert, muss &man.sendmail.8; neu gestartet werden, damit es die Neuerungen einliest. <filename>/etc/mail/sendmail.cf</filename> Die Hauptkonfigurations-Datei von sendmail (sendmail.cf) kontrolliert das allgemeine Verhalten von sendmail, einschließlich allem vom Umschreiben von E-Mail Adressen bis hin zum Übertragen von Ablehnungsnachrichten an entfernte E-Mail-Server. Mit solch einer mannigfaltigen Rolle ist die Konfigurationsdatei natürlich ziemlich komplex und ihre Einzelheiten können in diesem Kapitel nicht besprochen werden. Glücklicherweise muss diese Datei selten für Standard E-Mail-Server geändert werden. Die sendmail Hauptkonfigurationsdatei kann mit &man.m4.1; Makros erstellt werden, die Eigenschaften und Verhalten von sendmail definieren. Einige der Details finden Sie in /usr/src/contrib/sendmail/cf/README. Wenn Änderungen an dieser Datei vorgenommen werden, muss sendmail neu gestartet werden, damit die Änderungen Wirkung zeigen. <filename>/etc/mail/virtusertable</filename> Die Datei virtusertable ordnet Adressen für virtuelle Domänen und Mailboxen reellen Mailboxen zu. Diese Mailboxen können lokal, auf entfernten Systemen, Aliase in /etc/mail/aliases oder eine Datei sein. Beispiel einer virtuellen Domänen Zuordnung root@example.com root postmaster@example.com postmaster@noc.example.net @example.com joe In dem obigen Beispiel haben wir einen Eintrag für die Domäne example.com. Diese Datei wird nach dem ersten übereinstimmenden Eintrag durchsucht. Die erste Zeile ordnet root@example.com der lokalen Mailbox root zu. Der nächste Eintrag ordnet postmaster@example.com der Mailbox postmaster auf dem Rechner noc.example.net zu. Zuletzt, wenn keine Übereinstimmung von example.com gefunden wurde, wird der letzte Eintrag verglichen, der mit jeder Mail-Nachricht übereinstimmt, die an jemanden bei example.com adressiert wurde. Diese werden der lokalen Mailbox joe zugeordnet. Andrew Boothman Geschrieben von Gregory Neil Shapiro Informationen entnommen aus E-Mails geschrieben von Wechseln des Mailübertragungs-Agenten E-Mail MTA, wechseln Wie bereits erwähnt, ist bei FreeBSD sendmail schon als Ihr Mailübertragungs-Agent installiert. Deswegen ist es standardmäßig für Ihre aus- und eingehenden E-Mails verantwortlich. Jedoch wollen einige Systemadministratoren den MTA ihres Systems wechseln, was eine Reihe von Gründen haben kann. Diese Gründe reichen von einfach einen anderen MTA ausprobieren wollen bis hin dazu eine bestimmte Besonderheit zu benötigen oder ein Paket, welches auf einen anderen Mailer angewiesen ist. Glücklicherweise macht FreeBSD das Wechseln einfach, egal aus welchem Grund. Installieren eines neuen MTA Sie haben eine große Auswahl an verfügbaren MTA-Programmen. Ein guter Startpunkt ist die FreeBSD-Ports-Sammlung, wo Sie viele finden werden. Selbstverständlich steht es Ihnen frei, jeden MTA von überall her zu verwenden, solange Sie ihn unter FreeBSD zum Laufen bekommen. Fangen Sie an, indem Sie Ihren neuen MTA installieren. Sobald er installiert ist, gibt er Ihnen die Chance zu entscheiden ob er wirklich Ihren Bedürfnissen genügt. Zusätzlich gibt er Ihnen die Möglichkeit die neue Software zu konfigurieren, bevor sie den Job von sendmail übernimmt. Dabei sollten Sie sicherstellen, dass beim Installieren der neuen Software keine Versuche unternommen werden, System-Programme wie /usr/bin/sendmail zu überschreiben. Ansonsten wurde Ihre neue E-Mail-Software in den Dienst gestellt, bevor Sie sie konfiguriert haben. Für Informationen über die Konfiguration des von Ihnen gewählten MTAs sehen Sie bitte in der dazugehörigen Dokumentation nach. Ausschalten von <application>sendmail</application> Die Prozedur des Startens von sendmail hat sich zwischen 4.5-RELEASE, 4.6-RELEASE sowie den folgenden Versionen signifikant verändert. Daher beinhaltet auch die Prozedur des Abschaltens subtile Unterschiede. Wenn Sie die Sendefunktion von sendmail deaktivieren, müssen Sie für den E-Mail-Versand ein alternatives System installieren. Tun Sie dies nicht, sind Systemfunktionen wie &man.periodic.8; nicht mehr in der Lage, ihre Resulate und Meldungen als E-Mail zu versenden. Aber auch viele andere Teile Ihres Systems erwarten, dass Sie über ein sendmail-kompatibles System verfügen. Sind Programme auf (die von Ihnen deaktivierten) sendmail-Binärdateien angewiesen, landen deren E-Mails ansonsten in einer inaktiven sendmail-Warteschlange und können nicht ausgeliefert werden. FreeBSD 4.5-STABLE vor dem 4.4.2002 (inklusive 4.5-RELEASE und frühere Versionen) Schreiben Sie sendmail_enable="NO" in /etc/rc.conf. Das schaltet die Verarbeitung eingehender E-Mails durch sendmail ab. Aber bis /etc/mail/mailer.conf nicht geändert ist, wird sendmail weiterhin zum Senden von E-Mails verwendet. FreeBSD 4.5-STABLE nach dem 4.4.2002 (inklusive 4.6-RELEASE und spätere Versionen) Um sendmail komplett (also inklusive der Funktion zum Versenden von E-Mails) abzuschalten, müssen Sie den Eintrag sendmail_enable="NONE" in Ihre /etc/rc.conf aufnehmen. Wenn Sie lediglich die Funktion zum Empfang von E-Mails durch sendmail deaktivieren wollen, sollten Sie folgenden Eintrag in /etc/rc.conf einfügen: sendmail_enable="NO" In diesem Fall ist die lokale Zustellung von E-Mails weiterhin möglich. Weitere Informationen zu den Startoptionen von sendmail finden Sie in der Manualpage &man.rc.sendmail.8;. FreeBSD 5.0-STABLE und neuer Um sendmail komplett zu deaktivieren (also inklusive der Funktion zum Versand von E-Mails), fügen Sie die Zeile sendmail_enable="NO" sendmail_submit_enable="NO" sendmail_outbound_enable="NO" sendmail_msp_queue_enable="NO" in /etc/rc.conf ein. Wenn Sie lediglich die Funktion zum Empfang von E-Mails durch sendmail deaktivieren wollen, sollten Sie folgenden Eintrag in /etc/rc.conf einfügen: sendmail_enable="NO" Weitere Informationen zu den Startoptionen von sendmail finden Sie in der Manualpage &man.rc.sendmail.8;. Starten Ihres neuen MTA beim Hochfahren des Systems Abhängig davon, welche FreeBSD-Version Sie verwenden, haben Sie die Wahl zwischen zwei Methoden, um Ihren neuen MTA beim Hochfahren des System zu starten. FreeBSD 4.5-STABLE vor dem 11.4.2002 (inklusive 4.5-RELEASE und frühere Versionen Fügen Sie ein Skript zu /usr/local/etc/rc.d, dessen Dateiname mit .sh endet und von root ausführbar ist. Das Skript sollte start und stop Parameter annehmen. Beim Hochfahren des Systems werden die System-Skripte den Befehl /usr/local/etc/rc.d/supermailer.sh start ausführen, den Sie auch manuell zum Starten des Dienstes verwenden können. Beim Herunterfahren des Systems werden die System-Skripte die stop Option einsetzen, also den Befehl /usr/local/etc/rc.d/supermailer.sh stop ausführen, der ebenso manuell von Ihnen zum Stoppen des Dienstes während das System läuft, verwendet werden kann. FreeBSD 4.5-STABLE nach dem 11.4.2000 (inklusive 4.6-RELEASE und spätere Versionen) Für neuere FreeBSD-Versionen, können Sie die oben dargestellte Möglichkeit verwenden, oder Sie setzen mta_start_script="filename" in /etc/rc.conf, wobei filename den Namen des Skripts darstellt, das beim Hochfahren des Systems ausgeführt wird, um Ihren MTA zu starten. Ersetzen von <application>sendmail</application> als Standard-Mailer des Systems Das Programm sendmail ist so allgegenwärtig als Standard-Software auf &unix; Systemen, dass einige Programme einfach annehmen es sei bereits installiert und konfiguriert. Aus diesem Grund stellen viele alternative MTAs ihre eigenen kompatiblen Implementierung der sendmail Kommandozeilen-Schnittstelle zur Verfügung. Das vereinfacht ihre Verwendung als drop-in Ersatz für sendmail. Folglich werden Sie, wenn Sie einen alternativen Mailer benutzen, sicherstellen müssen, dass ein Programm, das versucht sendmails Standard-Dateien wie /usr/bin/sendmail auszuführen, stattdessen Ihr gewähltes Mailübertragungsprogramm ausführt. Zum Glück stellt FreeBSD das &man.mailwrapper.8;-System zur Verfügung, das diese Arbeit für Sie erledigt. Wenn sendmail arbeitet wie es installiert wurde, werden Sie in /etc/mail/mailer.conf etwas wie das Folgende vorfinden: sendmail /usr/libexec/sendmail/sendmail send-mail /usr/libexec/sendmail/sendmail mailq /usr/libexec/sendmail/sendmail newaliases /usr/libexec/sendmail/sendmail hoststat /usr/libexec/sendmail/sendmail purgestat /usr/libexec/sendmail/sendmail Das bedeutet, dass wenn eines der gewöhnlichen Kommandos (wie zum Beispiel /usr/bin/sendmail selbst) ausgeführt wird, das System tatsächlich eine Kopie des mailwrapper mit dem Namen sendmail startet, die mailer.conf überprüft und /usr/libexec/sendmail/sendmail ausführt. Mit diesem System lassen sich die Programme, die für die sendmail-Funktionen gestartet werden, leicht ändern. Daher könnten Sie, wenn Sie wollten, dass /usr/local/supermailer/bin/sendmail-compat anstelle von sendmail ausgeführt wird, /etc/mailer.conf wie folgt abändern: sendmail /usr/local/supermailer/bin/sendmail-compat send-mail /usr/local/supermailer/bin/sendmail-compat mailq /usr/local/supermailer/bin/mailq-compat newaliases /usr/local/supermailer/bin/newaliases-compat hoststat /usr/local/supermailer/bin/hoststat-compat purgestat /usr/local/supermailer/bin/purgestat-compat Fertigstellen Sobald Sie alles Ihren Wünschen entsprechend konfiguriert haben, sollten Sie entweder die sendmail Prozesse beenden, die Sie nicht mehr benötigen, und die zu Ihrer neuen Software zugehörigen Prozesse starten, oder einfach das System neustarten. Das Neustarten des Systems gibt Ihnen auch die Gelegenheit sicherzustellen, dass Sie Ihr System korrekt konfiguriert haben, um Ihren neuen MTA automatisch beim Hochfahren zu starten. Fehlerbehebung Hier finden sich ein paar häufig gestellte Fragen und ihre Antworten, die von der FAQ übernommen wurden. Warum muss ich einen FQDN (fully-qualified domain name/ voll ausgeschriebenen Domänennamen) für meine Rechner verwenden? Vielleicht liegen die Rechner in einer unterschiedlichen Domäne; zum Beispiel, wenn Sie sich in foo.bar.edu befinden, und einen Rechner namens mumble in der bar.edu Domäne erreichen wollen, müssen Sie ihn mit dem voll ausgeschriebenen Domänennamen mumble.bar.edu kontaktieren, anstatt bloß mit mumble. Traditionell wurde das von dem BSD BIND Resolver erlaubt. Wie auch immer, die aktuelle Version von BIND, die mit FreeBSD ausgeliefert wird, bietet keine Standardabkürzungen für nicht komplett angegebene Domänennamen außerhalb der Domäne, in der Sie sich befinden. Daher muss ein nicht-qualifizierter Rechner mumble entweder als mumble.foo.bar.edu gefunden werden, oder er wird in der root Domäne gesucht. Damit unterscheidet es sich von vorherigem Verhalten, bei dem die Suche über mumble.bar.edu und mumble.edu lief. Schauen Sie sich RFC 1535 an, wenn Sie wissen möchten, warum das als schlecht und sogar als Sicherheitsloch angesehen wurde. Um das zu umgehen, können Sie die Linie search foo.bar.edu bar.edu anstatt der vorherigen domain foo.bar.edu in Ihre /etc/resolv.conf einsetzen. Aber stellen Sie sicher, dass die Suchordnung nicht die Begrenzung von lokaler und öffentlicher Administration, wie RFC 1535 sie nennt, überschreitet. MX-Eintrag Warum meldet Sendmail mail loops back to myself? Dies wird in der Sendmail-FAQ wie folgt beantwortet: Ich erhalte folgende Fehlermeldungen: 553 MX list for domain.net points back to relay.domain.net 554 <user@domain.net>... Local configuration error Wie kann ich dieses Problem lösen? Sie haben durch die Benutzung eines MX-Eintrags eingestellt, dass Mail für die Domäne (z.B. domain.net) an einen speziellen Host (in diesem Fall relay.domain.net) weitergeleitet wird, aber der Relay-Host erkennt sich selbst nicht als domain.net. Fügen Sie domain.net in /etc/mail/local-host-names [die Datei hieß vor der Version 8.10 /etc/sendmail.cw] (falls Sie FEATURE(use_cw_file) benutzen) oder "Cw domain.net" in /etc/mail/sendmail.cf ein. Die aktuelle Version der Sendmail-FAQ wird nicht mehr mit dem Sendmail-Release verwaltet. Sie wird jedoch regelmäßig nach comp.mail.sendmail, comp.mail.misc, comp.mail.smail, comp.answers und news.answers gepostet. Sie können auch eine Kopie per E-Mail bekommen, indem Sie eine Mail mit dem Inhalt send usenet/news.answers/mail/sendmail-faq an mail-server@rtfm.mit.edu schicken. PPP Wie kann ich einen E-Mail-Server auf einem Anwahl-PPP Rechner betreiben? Sie wollen einen FreeBSD-Rechner in einem LAN an das Internet anbinden. Der FreeBSD-Rechner wird ein E-Mail Gateway für das LAN. Die PPP-Verbindung ist keine Standleitung. MX-Eintrag Es gibt mindestens zwei Wege um dies zu tun. Einer davon ist UUCP zu verwenden. Ein anderer Weg ist, von einem immer mit dem Internet verbundenen Server einen sekundären MX-Dienst für Ihre Domäne zur Verfügung gestellt zu bekommen. Wenn die Domäne Ihrer Firma example.com ist, und Ihr Internet-Dienstanbieter example.net so eingestellt hat, dass er Ihrer Domäne einen sekundären MX-Dienst zur Verfügung stellt: example.com. MX 10 bigco.com. MX 20 example.net. Nur ein Rechner sollte als Endempfänger angegeben sein (fügen Sie Cw example.com zu /etc/sendmail.cf auf example.com). Wenn das sendmail des Versenders versucht, die E-Mail zuzustellen, wird es versuchen, Sie über die Modem-Verbindung (example.com) zu erreichen. Wahrscheinlich wird es keine Verbindung zustande bringen können, da Sie nicht eingewählt sind. sendmail wird die E-Mail automatisch zu der sekundären MX-Stelle geliefert, zu Ihrem Internet-Provider (example.net). Die sekundäre MX-Stelle wird periodisch versuchen versuchen eine Verbindung zu Ihnen aufzubauen, um die E-Mail zu der primären MX-Stelle (example.com zu liefern. Eventuell wollen Sie etwas wie dies als Login-Skript: #!/bin/sh # Put me in /usr/local/bin/pppmyisp ( sleep 60 ; /usr/sbin/sendmail -q ) & /usr/sbin/ppp -direct pppmyisp Wenn Sie ein separates Login-Skript für einen Benutzer erstellen wollen, könnten Sie stattdessen sendmail -qRexample.com in dem oben gezeigten Skript verwenden. Das erzwingt die sofortige Verarbeitung der E-Mails in Ihrer Warteschlange für example.com Eine weitere Verfeinerung der Situation ist wie folgt: Die Nachricht wurde der &a.isp; entnommen. > wir stellen einem Kunden den sekundären MX zur Verfügung. > Der Kunde verbindet sich mit unseren Diensten mehrmals am Tag > automatisch um die E-Mails zu seinem primären MX zu holen > (wir wählen uns nicht bei ihm ein, wenn E-Mails für seine > Domäne eintreffen). Unser sendmail sendet den Inhalt der > E-Mail-Warteschlange alle 30 Minuten. Momentan muss er 30 Minuten > eingewählt bleiben um sicher zu sein, dass alle seine E-Mails > beim primären MX eingetroffen sind. > > Gibt es einen Befehl, der sendmail dazu bringt, alle E-Mails sofort > zu senden? Der Benutzer hat natürlich keine root-Rechte auf > unserer Maschine. In der privacy flags Sektion von sendmail.cf befindet sich die Definition Opgoaway,restrictqrun Entferne restrictqrun um nicht-root Benutzern zu erlauben, die Verarbeitung der Nachrichten-Warteschlangen zu starten. Möglicherweise willst du auch die MX neu sortieren. Wir sind der primäre MX für unsere Kunden mit diesen Wünschen und haben definiert: # Wenn wir der beste MX für einen Rechner sind, versuche es direkt # anstatt einen lokalen Konfigurationsfehler zu generieren. OwTrue Auf diesem Weg liefern Gegenstellen direkt zu dir, ohne die Kundenverbindung zu versuchen. Dann sendest du zu deinem Kunden. Das funktioniert nur für Rechner, du musst also deinen Kunden dazu bringen, ihre E-Mail Maschine customer.com zu nennen, sowie hostname.customer.com im DNS. Setze einfach einen A-Eintrag in den DNS für customer.com. Warum bekomme ich die Fehlermeldung Relaying Denied, wenn ich E-Mails von anderen Rechnern verschicke? In der standardmäßigen FreeBSD-Installation wird sendmail nur dazu konfiguriert, E-Mails von dem Rechner, auf dem es läuft, zu senden. Wenn zum Beispiel ein POP-Server installiert ist, können Benutzer ihre E-Mails von der Schule, von der Arbeit oder von anderen Orten überprüfen. Sie werden jedoch keine E-Mails von außen verschicken können. Typischerweise wird ein paar Sekunden nach dem Versuch eine E-Mail von MAILER-DAEMON mit einer 5.7 Relaying Denied Fehlermeldung versendet werden. Es sind mehrere Wege möglich, dies zu umgehen. Die geradlinigste Lösung ist die Adresse Ihres Internet-Dienstanbieters in die Datei für die Weiterleitungs-Domänen zu platzieren. Das lässt sich schnell erreichen mit: &prompt.root; echo "your.isp.example.com" > /etc/mail/relay-domains Nach Erstellen oder Editieren dieser Datei müssen Sie sendmail neu starten. Das funktioniert großartig wenn Sie ein Server-Administrator sind und E-Mails nicht lokal versenden, oder gerne ein Client/System mit grafischer Oberfläche auf einer anderen Maschine oder sogar über einen anderen Internet-Dienstanbieter verwenden wollen. Es ist auch sehr nützlich, wenn Sie nur ein oder zwei E-Mail Accounts eingerichtet haben. Soll eine größere Anzahl Adressen hinzugefügt werden, können Sie die Datei einfach in Ihrem favorisierten Editor öffnen und die Domänen anfügen, je eine pro Zeile: your.isp.example.com other.isp.example.net users-isp.example.org www.example.org Jetzt wird jede E-Mail, die durch Ihr System von einem der in diese Liste eingetragenen Rechner geschickt wurde, ihr Ziel erreichen (vorausgesetzt, der Benutzer hat einen Account auf Ihrem System). Dies ist ein sehr schöner Weg, um Benutzern das entfernte E-Mail Versenden von Ihrem System zu erlauben, ohne dem Massenversand (SPAM) die Tür zu öffnen. Weiterführende Themen Die folgenden Abschnitte behandeln kompliziertere Themen wie E-Mail-Konfiguration und das Einrichten von E-Mail für Ihre ganze Domäne. Grundlegende Konfiguration Mit der Software im Auslieferungszustand sollten Sie fähig sein, E-Mails an externe Rechner zu senden, solange Sie /etc/resolv.conf eingerichtet haben oder Ihren eigenen Name Server laufen lassen. Wenn Sie die E-Mails für Ihren Rechner zu einem anderen Rechner geliefert haben wollen, gibt es zwei Methoden: Betreiben Sie Ihren eigenen Name Server und haben Sie Ihre eigene Domäne, zum Beispiel FreeBSD.org. Lassen Sie sich E-Mails direkt zu Ihrem Rechner liefern. Dies geschieht indem E-Mails direkt zu dem aktuellen DNS Namen Ihrer Maschine geliefert werden. Zum Beispiel example.FreeBSD.org. Ungeachtet welche Methode Sie auswählen, um E-Mails direkt zu Ihrem Rechner geliefert zu bekommen, benötigen Sie eine permanente (statische) IP-Adresse (keine dynamische PPP-Anwahl). Wenn Sie sich hinter einer Firewall befinden, muss diese den SMTP-Verkehr an Sie weiterleiten. Wollen Sie E-Mails an Ihrem Rechner selbst empfangen, müssen Sie eines der folgenden Dinge sicherstellen: Vergewissern Sie sich, dass der MX-Eintrag in Ihrem DNS zu der IP-Adresse Ihres Rechners zeigt. Stellen Sie sicher, dass sich für Ihren Rechner kein MX-Eintrag im DNS befindet. Jede der erwähnten Konfigurationsmöglichkeiten erlaubt Ihnen, E-Mails direkt auf Ihrem Rechner zu empfangen. Versuchen Sie das: &prompt.root; hostname example.FreeBSD.org &prompt.root; host example.FreeBSD.org example.FreeBSD.org has address 204.216.27.XX Wenn Sie diese Ausgabe erhalten, sollten direkt an yourlogin@example.FreeBSD.org geschickte E-Mails ohne Probleme funktionieren. Sehen Sie stattdessen etwas wie dies: &prompt.root; host example.FreeBSD.org example.FreeBSD.org has address 204.216.27.XX example.FreeBSD.org mail is handled (pri=10) by hub.FreeBSD.org So wird jede an Ihren Rechner (example.FreeBSD.org) gesandte E-Mail auf hub unter dem gleichen Benutzernamen gesammelt anstatt direkt zu Ihrem Rechner geschickt zu werden. Die obige Information wird von Ihrem DNS-Server verwaltet. Der DNS-Eintrag, der die E-Mail Routen-Information enthält, ist der Mail eXchange Eintrag. Existiert kein MX-Eintrag, werden E-Mails direkt anhand der IP-Adresse geliefert. Der MX-Eintrag für freefall.FreeBSD.org sah einmal so aus: freefall MX 30 mail.crl.net freefall MX 40 agora.rdrop.com freefall MX 10 freefall.FreeBSD.org freefall MX 20 who.cdrom.com Wie Sie sehen können, hatte freefall viele MX-Einträge. Die kleinste MX-Nummer ist der Rechner, der die E-Mails letztendlich bekommt, wobei die anderen temporär E-Mails in Warteschlangen einreihen während freefall beschäftigt oder unerreichbar ist. Um besonders nützlich zu sein, sollten stellvertretende MX-Seiten nicht dieselben Internet-Verbindungen wie Ihre eigene verwenden. Für Ihren Internet-Dienstleister oder andere sollte es kein Problem darstellen, Ihnen diesen Dienst zur Verfügung zu stellen. E-Mails für Ihre Domäne Um einen E-Mail-Server (auch bekannt als Mail-Server) einzurichten, benötigen Sie eine Umlenkung jeglicher E-Mails zu Ihm, die an die verschiedenen Workstations gesendet werden. Im Grunde wollen Sie jede an Ihre Domäne gesendete E-Mail abfangen (in diesem Fall *.FreeBSD.org), damit Ihre Benutzer E-Mails mittels POP oder direkt auf dem Server überprüfen können. Am einfachsten ist es, wenn Accounts mit gleichen Benutzernamen auf beiden Maschinen existieren. Verwenden Sie &man.adduser.8;, um dies zu erreichen. Der E-Mail-Server, den Sie verwenden wollen, muss als für den E-Mail-Austausch zuständiger Rechner auf jeder Workstation im Netzwerk gekennzeichnet werden. Dies wird in der DNS-Konfiguration so ausgeführt: example.FreeBSD.org A 204.216.27.XX ; Workstation MX 10 hub.FreeBSD.org ; Mailhost Diese Einstellung wird E-Mail für die Workstations zu dem E-Mail-Server leiten, wo auch immer der A-Eintrag hinzeigt. Die E-Mails werden zum MX-Rechner gesandt. Sofern Sie nicht einen DNS-Server laufen haben, können Sie diese Einstellung nicht selbst vornehmen. Ist es Ihnen nicht möglich einen eigenen DNS-Server laufen zu lassen, reden Sie mit Ihren Internet-Dienstleister oder wer auch immer Ihre DNS-Verwaltung übernimmt. Wenn Sie ein virtuelles E-Mail System anbieten, werden die folgenden Informationen nützlich sein. Für ein Beispiel nehmen wir an, Sie haben einen Kunden mit einer eigenen Domäne, in diesem Fall customer1.org und Sie wollen jegliche E-Mails für customer1.org zu Ihrem E-Mail-Server gesendet haben, der mail.myhost.com heißt. Der Eintrag in Ihrem DNS sollte wie folgender aussehen: customer1.org MX 10 mail.myhost.com Sie benötigen keinen A-Eintrag, wenn Sie für die Domain nur E-Mails verwalten wollen. Bedenken Sie, dass das Pingen von customer1.org nicht möglich ist, solange kein A-Eintrag für diese Domäne existiert. Jetzt müssen Sie nur noch sendmail auf Ihrem Mailrechner mitteilen, für welche Domänen und/oder Rechnernamen es Mails akzeptieren soll. Es gibt einige Wege wie dies geschehen kann. Die Folgenden funktionieren alle gleichermaßen: Fügen Sie die Rechnernamen zu Ihrer /etc/sendmail.cw Datei hinzu, wenn Sie FEATURE(use_cw_file) verwenden. Ab sendmail 8.10 heißt diese Datei /etc/mail/local-host-names. Tragen Sie eine Zeile mit dem Inhalt Cwyour.host.com in Ihre /etc/sendmail.cf Datei (beziehungsweise /etc/mail/sendmail.cf ab sendmail 8.10) ein. SMTP über UUCP Die sendmail-Konfigurationsdatei, die mit FreeBSD ausgeliefert wird, ist für Systeme geeignet, die direkt ans Internet angeschlossen sind. Systeme, die ihre E-Mails per UUCP austauschen wollen, müssen eine andere Konfigurationsdatei installieren. Die manuelle Bearbeitung von /etc/mail/sendmail.cf ist nur etwas für Puristen. Sendmail Version 8 bietet die neue Möglichkeit der Generierung von Konfigurationsdateien über eine Vorverarbeitung mit &man.m4.1;, wobei die tatsächliche, händische Konfiguration auf einer höheren Abstraktionsstufe stattfindet. Sie sollten die Konfigurationsdateien unter /usr/src/usr.sbin/sendmail/cf benutzen. Die Datei README im Verzeichnis cf kann zur grundlegenden Einführung in die &man.m4.1;-Konfiguration dienen. Zur Zustellung über UUCP sind Sie am besten damit beraten, die mailertable-Datenbank zu benutzen. Mit dieser Datenbank ermittelt sendmail mit welchem Protokoll und wohin eine E-Mail zugestellt werden soll. Zunächst müssen Sie Ihre .mc-Datei erstellen. Das Verzeichnis /usr/share/sendmail/cf/cf ist die Basis für diese Dateien. Sehen Sie sich um, es gibt bereits einige Beispiele. Wenn Sie Ihre Datei foo.mc genannt haben, müssen Sie die folgenden Befehle ausführen, um sie in eine gültige sendmail.cf umzuwandeln: &prompt.root; cd /etc/mail &prompt.root; make foo.cf &prompt.root; cp foo.cf /etc/mail/sendmail.cf Eine typische .mc-Datei könnte so aussehen: VERSIONID(`Your version number') OSTYPE(bsd4.4) FEATURE(accept_unresolvable_domains) FEATURE(nocanonify) FEATURE(mailertable, `hash -o /etc/mail/mailertable') define(`UUCP_RELAY', your.uucp.relay) define(`UUCP_MAX_SIZE', 200000) define(`confDONT_PROBE_INTERFACES') MAILER(local) MAILER(smtp) MAILER(uucp) Cw your.alias.host.name Cw youruucpnodename.UUCP Die Einstellungen accept_unresolvable_domains, nocanonify und confDONT_PROBE_INTERFACES werden die Benutzung von DNS bei der Zustellung von Mails verhindern. Die Klausel UUCP_RELAY wird aus seltsamen Gründen benötigt – fragen Sie nicht, warum. Setzen Sie dort einfach den Namen eines Hosts ein, der in der Lage ist, Adressen mit der Pseudodomäne .UUCP zu behandeln; wahrscheinlich werden Sie dort den Relayhost Ihres ISP eintragen. Wenn Sie soweit sind, müssen Sie die Datei /etc/mail/mailertable erzeugen. Hierzu wieder ein typisches Beispiel: # # makemap hash /etc/mail/mailertable.db < /etc/mail/mailertable # . uucp-dom:your.uucp.relay Ein komplexeres Beispiel könnte wie folgt aussehen: # # makemap hash /etc/mail/mailertable.db < /etc/mail/mailertable # horus.interface-business.de uucp-dom:horus .interface-business.de uucp-dom:if-bus interface-business.de uucp-dom:if-bus .heep.sax.de smtp8:%1 horus.UUCP uucp-dom:horus if-bus.UUCP uucp-dom:if-bus . uucp-dom: Die ersten drei Zeilen behandeln spezielle Fälle, in denen an Domänen adressierte E-Mails nicht über die Standard-Route versendet werden sollen, sondern zu einem UUCP-Nachbarn, um den Zustellweg abzukürzen. Die nächsten Zeilen behandeln E-Mails an Rechner in der lokalen Domain. Diese Mails können direkt per SMTP zugestellt werden. Schließlich werden die UUCP-Nachbarn in der Notation mit der Pseudodomäne .UUCP aufgeführt, um die Standardregeln mit uucp-neighbour!recipient zu überschreiben. Die letzte Zeile besteht stets aus einem einzelnen Punkt, der als Ihr Universalgateway in die Welt dient. Alle Knoten hinter dem Schlüsselwort uucp-dom: müssen gültige UUCP-Nachbarn sein, was Sie mit dem Befehl uuname überprüfen können. Als Erinnerung daran, dass diese Datei in eine DBM-Datenbankdatei konvertiert werden muss, bevor sie benutzt werden kann, sollte der Befehl hierzu als Kommentar am Anfang der mailertable plaziert werden. Sie müssen den Befehl jedes Mal ausführen, wenn Sie die mailertable geändert haben. Abschließender Hinweis: Wenn Sie unsicher sind, ob bestimmte Zustellwege funktionieren, erinnern Sie sich an die Option von sendmail. Sie startet sendmail im Adress-Testmodus; geben Sie einfach 3,0, gefolgt von der Adresse, für die Sie den Zustellweg testen möchten, ein. Die letzte Zeile nennt Ihnen den benutzten Mailagenten, den Zielhost, mit dem dieser Agent aufgerufen wird und die (möglicherweise übersetzte) Adresse. Verlassen Sie diesen Modus, indem Sie Ctrl D eingeben. &prompt.user; sendmail -bt ADDRESS TEST MODE (ruleset 3 NOT automatically invoked) Enter <ruleset> <address> > 3,0 foo@example.com canonify input: foo @ example . com ... parse returns: $# uucp-dom $@ your.uucp.relay $: foo < @ example . com . > > ^D Bill Moran Beigetragen von Ausgehende E-Mail über einen Relay versenden In vielen Fällen wollen Sie E-Mail nur über einen Relay verschicken. Zum Beispiel: Sie wollen von Ihrem Arbeitsplatz Programme wie &man.send-pr.1; benutzen. Dazu soll der Relay Ihres ISPs verwendet werden. Ein Server, der E-Mails nicht selbst verarbeitet, soll alle E-Mails zu einem Relay schicken. So ziemlich jeder MTA kann diese Aufgaben erfüllen. Leider ist es oft schwierig, einen vollwertigen MTA so zu konfigurieren, dass er lediglich ausgehende E-Mails weiterleitet. Es ist übertrieben, Programme wie sendmail und postfix nur für diesen Zweck einzusetzen. Weiterhin kann es sein, dass die Bestimmungen Ihres Internetzugangs es verbieten, einen eigenen Mail-Server zu betreiben. Um die hier beschriebenen Anforderungen zu erfüllen, installieren Sie einfach den Port mail/ssmtp. Führen Sie dazu als root die nachstehenden Befehle aus: &prompt.root; cd /usr/ports/mail/ssmtp &prompt.root; make install replace clean Nach der Installation konfigurieren Sie mail/ssmtp mit den folgenden vier Zeilen in /usr/local/etc/ssmtp/ssmtp.conf: root=yourrealemail@example.com mailhub=mail.example.com rewriteDomain=example.com hostname=_HOSTNAME_ Stellen Sie sicher, dass Sie eine gültige E-Mail-Adresse für root verwenden. Geben Sie für mail.example.com den Mail-Relay Ihres ISPs an (einige ISPs nennen den Relay Postausgangsserver oder SMTP-Server). Deaktivieren Sie sendmail indem Sie in /etc/rc.conf sendmail_enable="NONE" angeben. mail/ssmtp verfügt über weitere Optionen. Die Musterkonfiguration in /usr/local/etc/ssmtp oder die Hilfeseite von ssmtp enthalten weitere Beispiele. Wenn Sie ssmtp wie hier beschrieben eingerichtet haben, funktionieren Anwendungen, die E-Mails von Ihrem Rechner verschicken. Sie verstoßen damit auch nicht gegen Bestimmungen Ihres ISPs und laufen nicht in Gefahr, dass Ihr Rechner zum Versenden von Spams missbraucht wird. E-Mail über Einwahl-Verbindungen Wenn Sie eine feste IP-Adresse haben, müssen Sie die Standardeinstellungen wahrscheinlich gar nicht ändern. Stellen Sie Ihren Hostnamen entsprechend Ihrem zugeordneten Internetnamen ein und sendmail übernimmt das Übrige. Wenn Sie eine dynamische IP-Adresse haben und eine PPP-Wählverbindung zum Internet benutzen, besitzen Sie wahrscheinlich eine Mailbox auf dem Mailserver Ihres ISPs. Lassen Sie uns annehmen, die Domäne ihres ISPs sei example.net und Ihr Benutzername user; außerdem nehmen wir an, dass Sie Ihre Maschine bsd.home genannt haben und, dass Ihr ISP ihnen gesagt hat, dass Sie relay.example.net als Mail-Relayhost benutzen können. Um Mails aus Ihrer Mailbox abzuholen, müssen Sie ein gesondertes Programm installieren; fetchmail ist eine gute Wahl, weil es viele verschiedene Protokolle unterstützt. Das Programm können Sie als Paket oder von der Ports-Sammlung (mail/fetchmail) installieren. Für gewöhnlich wird von Ihrem ISP POP zur Verfügung gestellt. Falls Sie sich dafür entschieden haben, User-PPP zu benutzen, können Sie durch folgenden Eintrag in der Datei /etc/ppp/ppp.linkup Ihre Mails automatisch abholen lassen, wenn eine Verbindung zum Netz aufgebaut wird: MYADDR: !bg su user -c fetchmail Falls Sie (wie unten gezeigt) sendmail benutzen, um Mails an nicht-lokale Benutzer zu versenden, fügen Sie den Befehl !bg su user -c "sendmail -q" nach dem oben gezeigten Eintrag ein. Das veranlasst sendmail, Ihre ausgehenden Mails zu verarbeiten, sobald eine Verbindung zum Internet aufgebaut wird. Nehmen wir an, dass auf bsd.home ein Benutzer user existiert. Erstellen Sie auf bsd.home im Heimatverzeichnis von user die Datei .fetchmailrc: poll example.net protocol pop3 fetchall pass MySecret; Diese Datei sollte für niemandem außer user lesbar sein, weil sie das Passwort MySecret enthält. Um Mails mit dem richtigen from:-Header zu versenden, müssen Sie sendmail mitteilen, dass es user@example.net und nicht user@bsd.home benutzen soll. Eventuell möchten Sie auch, dass sendmail alle Mails über relay.example.net versendet, um eine schnellere Übertragung von Mails zu gewährleisten. Die folgende .mc-Datei sollte ausreichen: VERSIONID(`bsd.home.mc version 1.0') OSTYPE(bsd4.4)dnl FEATURE(nouucp)dnl MAILER(local)dnl MAILER(smtp)dnl Cwlocalhost Cwbsd.home MASQUERADE_AS(`example.net')dnl FEATURE(allmasquerade)dnl FEATURE(masquerade_envelope)dnl FEATURE(nocanonify)dnl FEATURE(nodns)dnl define(`SMART_HOST', `relay.example.net') Dmbsd.home define(`confDOMAIN_NAME',`bsd.home')dnl define(`confDELIVERY_MODE',`deferred')dnl Im vorherigen Abschnitt finden Sie Details dazu, wie Sie aus dieser .mc-Datei eine Datei sendmail.cf erstellen können. Vergessen Sie auch nicht, sendmail neu zu starten, nachdem Sie sendmail.cf verändert haben. James Gorham Geschrieben von SMTP-Authentifizierung Ein Mail-Server, der SMTP-Authentifizierung verwendet, bietet einige Vorteile. Die erforderliche Authentifizierung erhöht die Sicherheit von sendmail und Benutzer, die auf wechselnden entfernten Rechnern arbeiten, können denselben Mail-Server verwenden ohne Ihr Benutzerprogramm jedes Mal neu zu konfigurieren. Installieren Sie den Port security/cyrus-sasl. Der Port + role="package">security/cyrus-sasl2. Der Port verfügt über einige Optionen, die während - der Übersetzung festgelegt werden. Das in diesem Abschnitt - diskutierte Beispiel verwendet die Option - . + der Übersetzung festgelegt werden. Für die in + diesem Abschnitt beschriebene Methode zur + SMTP-Authentifizierung muss die Option + aktiviert werden. - Editieren Sie nach der Installation von security/cyrus-sasl die Datei - /usr/local/lib/sasl/Sendmail.conf (erstellen + role="package">security/cyrus-sasl2 die Datei + /usr/local/lib/sasl2/Sendmail.conf (erstellen Sie die Datei, wenn sie nicht existiert) und fügen Sie die folgende Zeile hinzu: - pwcheck_method: passwd + pwcheck_method: saslauthd + + + + Danach installieren Sie den Port security/cyrus-sasl2-saslauthd, + und fügen die folgende Zeile in + /etc/rc.conf ein: + + saslauthd_enable="YES" - Zur Authentifizierung eines Benutzers verwendet - sendmail dann die - passwd-Datenbank von FreeBSD. Damit + Zuletzt müssen Sie noch den saslauthd-Daemon + starten: + + &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/saslauthd start + + Dieser Daemon agiert als Broker zwischen + sendmail und Ihrer + FreeBSD-passwd-Datenbank. Dadurch müssen zum Versenden von E-Mails keine zusätzlichen Accounts und Passwörter angelegt werden. Die Benutzer verwenden dasselbe Passwort zum Anmelden wie zum Verschicken von E-Mails. Fügen Sie jetzt in /etc/make.conf die nachstehenden Zeilen hinzu: - SENDMAIL_CFLAGS=-I/usr/local/include/sasl1 -DSASL + SENDMAIL_CFLAGS=-I/usr/local/include/sasl -DSASL SENDMAIL_LDFLAGS=-L/usr/local/lib -SENDMAIL_LDADD=-lsasl +SENDMAIL_LDADD=-lsasl2 Beim Übersetzen von sendmail werden damit die cyrus-sasl-Bibliotheken benutzt. + role="package">cyrus-sasl2-Bibliotheken benutzt. Stellen Sie daher vor dem Übersetzen von sendmail sicher, dass der Port - cyrus-sasl installiert + cyrus-sasl2 installiert ist. Übersetzen Sie sendmail mit den nachstehenden Kommandos: - &prompt.root; cd /usr/src/usr.sbin/sendmail -&prompt.root; make cleandir -&prompt.root; make obj -&prompt.root; make -&prompt.root; make install + &prompt.root; cd /usr/src/lib/libsmutil +&prompt.root; make cleandir && make obj && make +&prompt.root; cd /usr/src/lib/libsm +&prompt.root; make cleandir && make obj && make +&prompt.root; cd /usr/src/usr.sbin/sendmail +&prompt.root; make cleandir && make obj && make && make install sendmail sollte sich ohne Probleme übersetzen lassen, wenn die Dateien in /usr/src nicht verändert wurden und die benötigten Bibliotheken installiert sind. Nachdem Sie sendmail installiert haben, editieren Sie /etc/mail/freebsd.mc beziehungsweise die verwendete .mc-Datei. Viele Administratoren verwenden die Ausgabe von &man.hostname.1;, um der .mc-Datei einen eindeutigen Namen zu geben. Fügen Sie die folgenden Zeilen in die .mc-Datei ein: dnl set SASL options TRUST_AUTH_MECH(`GSSAPI DIGEST-MD5 CRAM-MD5 LOGIN')dnl -define(`confAUTH_MECHANISMS', `GSSAPI DIGEST-MD5 CRAM-MD5 LOGIN')dnl -define(`confDEF_AUTH_INFO', `/etc/mail/auth-info')dnl +define(`confAUTH_MECHANISMS', `GSSAPI DIGEST-MD5 CRAM-MD5 LOGIN')dnl Diese Anweisungen konfigurieren die Methoden, die sendmail zur Authentifizierung verwendet. Lesen Sie die mitgelieferte Dokumentation, wenn Sie eine andere Methode als verwenden wollen. Abschließend rufen Sie &man.make.1; im Verzeichnis /etc/mail auf. Damit wird aus der .mc-Datei eine neue .cf-Datei (zum Beispiel freebsd.cf) erzeugt. Das Kommando make install restart installiert die Datei nach /etc/mail/sendmail.cf und startet sendmail neu. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte /etc/mail/Makefile. Wenn alles funktioniert hat, tragen Sie in Ihrem Mail-Benutzerprogramm das Passwort für die Authentifizierung ein und versenden Sie zum Testen eine E-Mail. Wenn Sie Probleme haben, setzen Sie den von sendmail auf 13 und untersuchen die Fehlermeldungen in /var/log/maillog. - Damit die SMTP-Authentifizerung beim Systemstart aktiviert - wird, fügen Sie die nachstehenden Zeile in - /etc/rc.conf ein: - - cyrus_pwcheck_enable="YES" - Weitere Information erhalten Sie im WWW auf der Webseite von sendmail. Marc Silver Beigetragen von E-Mail-Programme Mail-User-Agents E-Mail-Programme Anwendungen, die E-Mails versenden und empfangen, werden als E-Mail-Programme oder Mail-User-Agents (MUA) bezeichnet. Mit der Entwicklung und Ausbreitung von E-Mail wachsen auch die E-Mail-Programme und bieten Benutzern mehr Funktionen und höhere Flexibilität. Unter &os; laufen zahlreiche E-Mail-Programme, die Sie alle mit der &os; Ports-Sammlung installieren können. Sie können wählen zwischen Programmen mit grafischer Benutzeroberfläche, wie evolution oder balsa, konsolenorientierten Programmen wie mutt, pine oder mail, oder auch Programmen mit Web-Schnittstellen, die von einigen großen Institutionen benutzt werden. mail Das standardmäßig unter &os; installierte E-Mail-Programm ist &man.mail.1;. Das Programm ist konsolenorientiert und enthält alle Funktionen, die zum Versand und Empfang textbasierter E-Mails erforderlich sind. Allerdings lassen sich Anhänge mit mail nur schwer bearbeiten und kann mail kann nur auf lokale Postfächer zugreifen. mail kann nicht direkt auf POP- oder IMAP-Server zugreifen. Entfernte Postfächer können aber mit einer Anwendung wie fetchmail in die lokale Datei mbox geladen werden. fetchmail wird später in diesem Kapitel besprochen (). Um E-Mails zu versenden oder zu empfangen, starten Sie einfach mail wie im nachstehenden Beispiel: &prompt.user; mail Das Werkzeug mail liest automatisch den Inhalt des Benutzer-Postfachs im Verzeichnis /var/mail. Sollte das Postfach leer sein, beendet sich mail mit der Nachricht, dass keine E-Mails vorhanden sind. Wenn das Postfach gelesen wurde, wird die Benutzeroberfläche gestartet und eine Liste der E-Mails angezeigt. Die E-Mails werden automatisch nummeriert wie im folgenden Beispiel gezeigt: Mail version 8.1 6/6/93. Type ? for help. "/var/mail/marcs": 3 messages 3 new >N 1 root@localhost Mon Mar 8 14:05 14/510 "test" N 2 root@localhost Mon Mar 8 14:05 14/509 "user account" N 3 root@localhost Mon Mar 8 14:05 14/509 "sample" Einzelne Nachrichten können Sie jetzt mit dem mail-Kommando t gefolgt von der Nummer der Nachricht lesen. Im nachstehenden Beispiel lesen wir die erste E-Mail: & t 1 Message 1: From root@localhost Mon Mar 8 14:05:52 2004 X-Original-To: marcs@localhost Delivered-To: marcs@localhost To: marcs@localhost Subject: test Date: Mon, 8 Mar 2004 14:05:52 +0200 (SAST) From: root@localhost (Charlie Root) Das ist eine Test-Nachricht. Antworte bitte! Die Taste t zeigt die Nachricht zusammen mit dem vollständigen Nachrichtenkopf an. Wenn Sie die Liste der E-Mails erneut sehen wollen, drücken Sie die Taste h. Um auf eine E-Mail zu antworten, benutzen Sie im Programm mail entweder die Taste R oder die Taste r. Mit der Taste R weisen Sie mail an, dem Versender der Nachricht zu antworten. Mit der Taste r antworten Sie nicht nur dem Versender sondern auch allen Empfängern der Nachricht. Sie können zusammen mit diesen Kommandos eine Zahl angeben, um die E-Mail, auf die Sie antworten wollen, auszusuchen. Wenn Sie den Befehl abgesetzt haben, schreiben Sie Ihre Antwort und beenden die Eingabe mit einem einzelnen Punkt (.) auf einer neuen Zeile. Den Vorgang zeigt das nachstehende Beispiel: & R 1 To: root@localhost Subject: Re: test Danke, ich habe deine E-Mail erhalten. . EOT Neue E-Mails können Sie mit der Taste m verschicken. Geben Sie dabei die E-Mail-Adresse des Empfängers an. Sie können auch mehrere durch Kommata (,) getrennte Empfänger angeben. Geben Sie dann den Betreff (subject) der Nachricht gefolgt von der Nachricht selbst ein. Schließen Sie die Nachricht mit einem einzelnen Punkt (.) auf einer neuen Zeile ab. & mail root@localhost Subject: Ich habe die E-Mails im Griff! Jetzt kann ich E-Mails versenden und empfangen ... :) . EOT Die Taste ? zeigt zu jeder Zeit einen Hilfetext an. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, lesen Sie bitte die Hilfeseite &man.mail.1;. Wie vorhin gesagt, wurde das Programm &man.mail.1; nicht für den Umgang mit Anhängen entworfen und kann daher sehr schlecht mit Anhängen umgehen. Neuere MUAs wie mutt gehen wesentlich besser mit Anhängen um. Sollten Sie dennoch das mail-Kommando benutzen wollen, werden Sie den Port converters/mpack sehr zu schätzen wissen. mutt mutt ist ein schlankes aber sehr leistungsfähiges E-Mail-Programm mit hervorrangenden Funktionen, unter anderem: mutt kann den Verlauf einer Diskussion (threading) darstellen. Durch die Integration von PGP können E-Mails signiert und verschlüsselt werden. MIME wird unterstützt. Postfächer können im Maildir-Format gespeichert werden. mutt lässt sich im höchsten Maße an lokale Bedürfnisse anpassen. Wegen des Funktionsumfangs ist mutt eins der ausgefeiltesten E-Mail-Programme. Mehr über mutt erfahren Sie auf der Seite . Der Port mail/mutt enthält die Produktionsversion von mutt, die aktuelle Entwicklerversion befindet sich im Port mail/mutt-devel. Wenn mutt installiert ist, wird das Programm mit dem nachstehenden Kommando gestartet: &prompt.user; mutt mutt liest automatisch den Inhalt des Benutzer-Postfachs im Verzeichnis /var/mail. Wenn E-Mails vorhanden sind, werden diese dargestellt. Sind keine E-Mails vorhanden, wartet mutt auf Benutzereingaben. Das folgende Beispiel zeigt, wie mutt eine Nachrichten-Liste darstellt: Wenn Sie eine Nachricht lesen wollen, wählen Sie die Nachricht einfach mit den Pfeiltasten aus und drücken Enter. mutt zeigt E-Mails wie folgt an: Wenn Sie auf eine E-Mail antworten, können Sie, wie in &man.mail.1;, aussuchen, ob Sie nur dem Versender oder auch allen Empfängern antworten wollen. Wenn Sie nur dem Versender antworten wollen, drücken Sie die Taste r. Wenn sie dem Versender und allen Empfängern antworten wollen, drücken Sie die Taste g. Zum Erstellen oder zum Beantworten von E-Mails ruft mutt den Editor &man.vi.1; auf. Wenn Sie den von mutt verwendeten Editor ändern möchten, erstellen oder editieren Sie in Ihrem Heimatverzeichnis die Datei .muttrc. Den Editor können Sie in .muttrc mit der Variablen editor festlegen. Alternativ können Sie auch die Umgebungsvariable EDITOR setzen. Weitere Informationen zur Konfiguration von mutt finden Sie unter . Drücken Sie die Taste m, wenn Sie eine neue Nachricht verfassen wollen. Nachdem Sie einen Betreff (subject) eingegeben haben, startet mutt den Editor &man.vi.1; und Sie können die Nachricht eingeben. Wenn Sie fertig sind, speichern Sie die Nachricht und verlassen den Editor. mutt wird dann wieder aktiv und zeigt eine Zusammenfassung der zu sendenden Nachricht an. Drücken Sie y, um die E-Mail zu versenden. Der nachstehende Bildschirmabzug zeigt die Zusammenfassung der E-Mail: mutt verfügt über eine umfangreiche Hilfestellung. Aus fast jedem Menü können Sie Hilfeseiten mit der Taste ? aufrufen. In der oberen Statuszeile werden zudem die verfügbaren Tastenkombinationen angezeigt. pine pine wendet sich an Anfänger bietet aber ebenfalls einige Funktionen für Profis. In der Vergangenheit wurden in pine mehrere Schwachstellen gefunden. Die Schwachstellen gestatteten entfernten Benutzern, durch das Versenden einer besonders verfassten E-Mail, Programme auf dem lokalen System laufen zu lassen. Alle bekannten Schwachstellen sind beseitigt worden, doch wird im Quellcode von pine ein sehr riskanter Programmierstil verwendet, sodass der &os;-Security-Officer von weiteren unbekannten Schwachstellen ausgeht. Sie installieren pine auf eigene Verantwortung! Der Port mail/pine4 enthält die aktuelle Version von pine. Nach der Installation können Sie pine mit dem nachstehenden Kommando starten: &prompt.user; pine Wenn Sie pine das erste Mal starten, zeigt das Programm eine Seite mit einer kurzen Einführung an. Um die pine-Benutzer zu zählen, bitten die Entwickler auf dieser Seite um eine anonyme E-Mail. Sie können diese anonyme E-Mail senden, indem Sie Enter drücken oder den Begrüßungsbildschirm mit der Taste E verlassen, ohne die anonyme E-Mail zu senden. Der Begrüßungsbildschirm sieht wie folgt aus: Nach dem Begrüßungsbildschirm wird das Hauptmenü dargestellt, das sich leicht mit den Pfeiltasten bedienen lässt. Mit Tastenkombinationen können Sie aus dem Hauptmenü neue E-Mails erstellen, Postfächer anzeigen und auch das Adressbuch verwalten. Unterhalb des Menüs werden die Tastenkombinationen für die verfügbaren Aktionen angezeigt. In der Voreinstellung öffnet pine das Verzeichnis inbox. Die Taste I oder der Menüpunkt MESSAGE INDEX führt zu einer Nachrichten-Liste: Die Liste zeigt die Nachrichten im Arbeitsverzeichnis. Sie können Nachrichten mit den Pfeiltasten markieren. Wenn Sie eine Nachricht lesen wollen, drücken Sie Enter. Im nächsten Bildschirmabzug sehen Sie, wie pine eine Nachricht darstellt. Die unteren Bildschirmzeilen zeigen die verfügbaren Tastenkombinationen. Mit der Taste r können Sie zum Beispiel auf die gerade angezeigte Nachricht antworten. Zum Antworten auf eine E-Mail wird in pine der Editor pico, der mit installiert wird, benutzt. pico ist leicht zu bedienen und gerade für Anfänger besser geeignet als &man.vi.1; oder &man.mail.1;. Die Antwort wird mit der Tastenkombination Ctrl X versendet. Vor dem Versand bittet pine noch um eine Bestätigung. Über den Menüpunkt SETUP des Hauptmenüs können Sie pine an Ihre Bedürfnisse anpassen. Erläuterungen dazu finden Sie auf der Seite . Marc Silver Beigetragen von E-Mails mit fetchmail abholen fetchmail fetchmail ist ein vollwertiger IMAP- und POP-Client. Mit fetchmail können Benutzer E-Mails von entfernten IMAP- und POP-Servern in leichter zugängliche lokale Postfächer laden. fetchmail wird aus dem Port mail/fetchmail installiert. Das Programm bietet unter anderem folgende Funktionen: fetchmail beherrscht die Protokolle POP3, APOP, KPOP, IMAP, ETRN und ODMR. E-Mails können mit SMTP weiterverarbeitet werden. Dadurch ist garantiert, dass Filter, Weiterleitungen und Aliase weiterhin funktionieren. Das Programm kann als Dienst laufen und periodisch neue Nachrichten abrufen. fetchmail kann mehrere Postfächer abfragen und je nach Konfiguration die E-Mails an verschiedene lokale Benutzer zustellen. Wegen des Funktionsumfangs von fetchmail können hier nur grundlegende Funktionen beschrieben werden. fetchmail benötigt die Konfigurationsdatei .fetchmailrc. In dieser Datei werden Informationen über Server wie auch Benutzerdaten und Passwörter hinterlegt. Wegen des kritischen Inhalts von .fetchmailrc sollte die Datei nur lesbar für den Benutzer sein: &prompt.user; chmod 600 .fetchmailrc Die folgende .fetchmailrc zeigt, wie das Postfach eines einzelnen Benutzers mit POP heruntergeladen wird. fetchmail wird angewiesen, eine Verbindung zu example.com herzustellen und sich dort als Benutzer joesoap mit dem Passwort XXX anzumelden. Das Beispiel setzt voraus, dass es der Benutzer joesoap auch auf dem lokalen System existiert. poll example.com protocol pop3 username "joesoap" password "XXX" Im folgenden Beispiel werden mehrere POP- und IMAP-Server benutzt. Wo notwendig, werden E-Mails auf andere lokale Konten umgeleitet: poll example.com proto pop3: user "joesoap", with password "XXX", is "jsoap" here; user "andrea", with password "XXXX"; poll example2.net proto imap: user "john", with password "XXXXX", is "myth" here; Sie können fetchmail als Dienst starten. Verwenden Sie dazu die Kommandozeilenoption gefolgt von einer Zeitspanne in Sekunden, die angibt, wie oft die Server aus der Datei .fetchmailrc abgefragt werden sollen. Mit dem nachstehenden Befehl fragt fetchmail die Server alle 600 Sekunden ab: &prompt.user; fetchmail -d 600 Mehr über fetchmail erfahren Sie auf der Seite . Marc Silver Beigetragen von E-Mails mit procmail filtern procmail Mit procmail lässt sich eingehende E-Mail sehr gut filtern. Benutzer können Regeln für eingehende E-Mails definieren, die E-Mails zu anderen Postfächern oder anderen E-Mail-Adressen umleiten. procmail befindet sich im Port mail/procmail. procmail kann leicht in die meisten MTAs integriert werden. Lesen Sie dazu bitte die Dokumentation des verwendeten MTAs. Alternativ kann procmail in das E-Mail-System eingebunden werden, indem die nachstehende Zeile in die Datei .forward im Heimatverzeichnis eines Benutzers eingefügt wird: "|exec /usr/local/bin/procmail || exit 75" Im Folgenden zeigen wir einige einfache procmail-Regeln und beschreiben kurz den Zweck der Zweck der Regeln. Die Regeln müssen in die Datei .procmailrc im Heimatverzeichnis des Benutzers eingefügt werden. Den Großteil dieser Regeln finden Sie auch in der Hilfeseite &man.procmailex.5;. Alle E-Mail von user@example.com an die externe Adresse goodmail@example2.com weiterleiten: :0 * ^From.*user@example.com ! goodmail@example2.com Alle Nachrichten, die kürzer als 1000 Bytes sind, an goodmail@example2.com weiterleiten: :0 * < 1000 ! goodmail@example2.com Jede E-Mail, die an alternate@example.com geschickt wurde, im Postfach alternate speichern: :0 * ^TOalternate@example.com alternate Jede E-Mail, die im Betreff Spam enthält, nach /dev/null schieben: :0 ^Subject:.*Spam /dev/null Zuletzt ein nützliches Rezept, das eingehende E-Mails von den &os;.org-Mailinglisten in ein separates Postfach für jede Liste einsortiert: :0 * ^Sender:.owner-freebsd-\/[^@]+@FreeBSD.ORG { LISTNAME=${MATCH} :0 * LISTNAME??^\/[^@]+ FreeBSD-${MATCH} } diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml index cf997a99fa..77640970a7 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml @@ -1,3304 +1,3314 @@ Bezugsquellen für FreeBSD CD-ROM und DVD Verleger FreeBSD-Pakete FreeBSD-Pakete (FreeBSD-CDs, zusätzliche Software und gedruckte Dokumentation) erhalten Sie von mehreren Händlern:
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FreeBSD Mall, Inc. 3623 Sanford Street Concord, CA 94520-1405 USA Telefon: +1 925 674-0783 Fax: +1 925 674-0821 E-Mail: info@freebsdmall.com WWW:
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Linux CD Mall Private Bag MBE N348 Auckland 1030 New Zealand Telefon: +64 21 866529 WWW:
The Linux Emporium Hilliard House, Lester Way Wallingford OX10 9TA United Kingdom Telefon: +44 1491 837010 Fax: +44 1491 837016 WWW:
Linux+ DVD Magazine Lewartowskiego 6 Warsaw 00-190 Poland Telefon: +48 22 860 18 18 E-Mail: editors@lpmagazine.org WWW:
Linux System Labs Australia 21 Ray Drive Balwyn North VIC - 3104 Australia Telefon: +61 3 9857 5918 Fax: +61 3 9857 8974 WWW:
LinuxCenter.Ru Galernaya Street, 55 Saint-Petersburg 190000 Russia Telefon: +7-812-3125208 E-Mail: info@linuxcenter.ru WWW:
Lieferanten Wenn Sie FreeBSD-CD-ROM-Produkte weiterverkaufen möchten, kontaktieren Sie einen der folgenden Lieferanten:
Cylogistics 809B Cuesta Dr., #2149 Mountain View, CA 94040 USA Telefon: +1 650 694-4949 Fax: +1 650 694-4953 E-Mail: sales@cylogistics.com WWW:
Ingram Micro 1600 E. St. Andrew Place Santa Ana, CA 92705-4926 USA Telefon: 1 (800) 456-8000 WWW:
Kudzu, LLC 7375 Washington Ave. S. Edina, MN 55439 USA Telefon: +1 952 947-0822 Fax: +1 952 947-0876 E-Mail: sales@kudzuenterprises.com
LinuxCenter.Ru Galernaya Street, 55 Saint-Petersburg 190000 Russia Telefon: +7-812-3125208 E-Mail: info@linuxcenter.ru WWW:
Navarre Corp 7400 49th Ave South New Hope, MN 55428 USA Telefon: +1 763 535-8333 Fax: +1 763 535-0341 WWW:
FTP-Server Die offiziellen Quellen von FreeBSD sind mit anonymous FTP über ein weltweites Netz von FTP-Spiegeln erhältlich. Obwohl über eine gute Anbindung verfügt, sollten Sie einen Spiegel in Ihrer Nähe verwenden (insbesondere, wenn Sie selber einen Spiegel einrichten wollen). Die Datenbank der FreeBSD-Spiegel ist aktueller als die folgende Liste, da sie im Gegensatz zu einer statischen Liste die Informationen aus dem DNS erhält. Sie können FreeBSD auch über anonymous FTP von den folgenden Spiegeln beziehen. Wenn Sie FreeBSD über anonymous FTP beziehen wollen, wählen Sie bitte einen Spiegel in Ihrer Nähe. Die unter Haupt-Spiegel aufgeführten Spiegel stellen normalerweise das komplette FreeBSD-Archiv (alle momentan erhältlichen Versionen für jede unterstützte Architektur) zur Verfügung. Wahrscheinlich geht es aber schneller, wenn Sie einen Spiegel in Ihrer Nähe benutzen. Die Länder-Spiegel stellen die neusten Versionen für die beliebtesten Architekturen bereit, sie stellen aber unter Umständen nicht das komplette FreeBSD-Archiv bereit. Auf alle Server kann mit anonymous FTP zugegriffen werden, einige Server bieten auch andere Zugriffsmethoden an. Die zur Verfügung stehenden Zugriffsmethoden sind bei jedem Server in Klammern angegeben. &chap.mirrors.ftp.inc; Anonymous CVS <anchor id="anoncvs-intro">Einführung CVS anonymous Anonymous CVS (oder anoncvs) dient zum Synchronisieren mit entfernten Repositories und steht mit den CVS Werkzeugen, die im FreeBSD Basissystem enthalten sind, zur Verfügung. Benutzer von FreeBSD können damit unter anderem lesende Operationen auf den Anoncvs Servern des FreeBSD-Projekts durchführen, ohne über besondere Berechtigungen zu verfügen. Um es zu benutzen, setzen Sie einfach die CVSROOT Umgebungsvariable auf einen Anoncvs Server und geben beim Login mit cvs login das Passwort anoncvs an. Danach können Sie mit &man.cvs.1; wie auf jedes lokale Repository (allerdings nur lesend) zugreifen. cvs login speichert Passwörter zur Authentifizierung an einem CVS Server in der Datei .cvspass in Ihrem HOME-Verzeichnis. Wenn diese Datei beim ersten Benutzen von cvs login nicht existiert, erhalten Sie vielleicht eine Fehlermeldung. In diesem Fall legen Sie einfach eine leere .cvspass Datei an und melden sich erneut an. CVSup und Anoncvs bieten dieselbe Funktionalität, die folgenden Kriterien helfen Ihnen zu entscheiden, welche Methode Sie benutzen sollen. CVSup geht wesentlich effizienter mit Netzwerk-Ressourcen um und ist auch technisch ausgereifter. Allerdings müssen Sie zuerst einen speziellen Client installieren und konfigurieren, bevor Sie CVSup benutzen können. Weiterhin können Sie mit CVSup nur relativ große Teile der Quellen, die Sammlungen genannt werden, synchronisieren. Im Gegensatz dazu können Sie mit Anoncvs jede beliebige Datei oder indem Sie einfach den CVS Namen des Moduls angeben, ein beliebiges Programm, wie ls oder grep, bearbeiten. Natürlich können Sie mit Anoncvs nur lesend auf ein CVS Repository zugreifen. Wenn Sie lokal mit dem FreeBSD-Repository entwickeln wollen, dann ist CVSup die einzige Wahl. <anchor id="anoncvs-usage">Benutzen von Anonymous CVS Setzen Sie einfach die CVSROOT Umgebungsvariable, um &man.cvs.1; das CVS Repository eines FreeBSD Anoncvs-Servers bekannt zu geben. Zurzeit stehen folgende Server zur Verfügung: Deutschland: :pserver:anoncvs@anoncvs.de.FreeBSD.org:/home/ncvs (Benutzen Sie cvs login und das Passwort anoncvs.) Deutschland: :pserver:anoncvs@anoncvs2.de.FreeBSD.org:/home/ncvs (rsh, pserver, ssh, ssh/2022) Frankreich: :pserver:anoncvs@anoncvs.fr.FreeBSD.org:/home/ncvs (Das Passwort für pserver ist anoncvs, ssh-Zugriffe verwenden kein Passwort.) Japan: :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs (Benutzen Sie cvs login und das Passwort anoncvs.) Österreich: :pserver:anoncvs@anoncvs.at.FreeBSD.org:/home/ncvs Benutzen Sie cvs login und ein beliebiges Passwort. USA: freebsdanoncvs@anoncvs.FreeBSD.org:/home/ncvs (nur ssh ohne Passwort). SSH HostKey: 1024 a1:e7:46:de:fb:56:ef:05:bc:73:aa:91:09:da:f7:f4 root@sanmateo.ecn.purdue.edu SSH2 HostKey: 1024 52:02:38:1a:2f:a8:71:d3:f5:83:93:8d:aa:00:6f:65 ssh_host_dsa_key.pub USA: anoncvs@anoncvs1.FreeBSD.org:/home/ncvs (nur ssh ohne Passwort). SSH HostKey: 1024 8b:c4:6f:9a:7e:65:8a:eb:50:50:29:7c:a1:47:03:bc root@ender.liquidneon.com SSH2 HostKey: 2048 4d:59:19:7b:ea:9b:76:0b:ca:ee:da:26:e2:3a:83:b8 ssh_host_dsa_key.pub Mit CVS können Sie praktisch jede Version von FreeBSD, die schon einmal existiert hat (oder in manchen Fällen existieren wird) auschecken. Sie sollten daher damit vertraut sein, wie Sie mit Tags unter &man.cvs.1; arbeiten (die Option). Zudem müssen Sie die Namen der Tags im FreeBSD-Repository kennen. Es gibt zwei verschiedene TagsTags sind symbolische Namen, die im Repository vergeben werden. : Tags, die Revisionen bezeichnen und Tags, die Zweige bezeichnen. Die Ersten sind statisch und fest an eine Revision gebunden. Ein Tag, das einen Zweig bezeichnet, bezieht sich dagegen zu einem gegebenen Zeitpunkt immer auf die aktuellste Revision. Da ein Tag eines Zweiges nicht an eine bestimmte Revision gebunden ist, kann sich dessen Bedeutung von heute auf morgen ändern. In finden Sie eine Liste der gültigen Tags. Beachten Sie bitte, dass keines der Tags auf die Ports-Sammlung anwendbar ist, da diese nicht über Zweige verfügt. Wenn Sie ein Tag eines Zweiges verwenden, erhalten Sie die aktuellsten Dateien dieses Entwicklungszweiges. Wenn Sie eine frühere Revision erhalten möchten, können Sie zum Beispiel einen Zeitpunkt mit der Option angeben. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte &man.cvs.1;. Beispiele Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für den Umgang mit Anonymous CVS. Sie sollten sich aber die Manualpage von &man.cvs.1; sorgfältig durchlesen, bevor Sie anfangen. &man.ls.1; von -CURRENT auschecken &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie das Passwort anoncvs. &prompt.user; cvs co ls Den <filename>src/</filename>-Baum über SSH auschecken &prompt.user; cvs -d freebsdanoncvs@anoncvs.FreeBSD.org:/home/ncvs co src The authenticity of host 'anoncvs.freebsd.org (128.46.156.46)' can't be establiestablished. DSA key fingerprint is 52:02:38:1a:2f:a8:71:d3:f5:83:93:8d:aa:00:6f:65. Are you sure you want to continue connecting (yes/no)? yes Warning: Permanently added 'anoncvs.freebsd.org' (DSA) to the list of known hosts. &man.ls.1; aus dem 6-STABLE-Zweig auschecken &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie das Passwort anoncvs. &prompt.user; cvs co -rRELENG_6 ls Änderungen in &man.ls.1; zwischen 5.3 RELEASE und 5.4 RELEASE (als unified diff) &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie das Passwort anoncvs. &prompt.user; cvs rdiff -u -rRELENG_5_3_0_RELEASE -rRELENG_5_4_0_RELEASE ls Gültige Modulnamen herausfinden &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie das Passwort anoncvs. &prompt.user; cvs co modules &prompt.user; more modules/modules Weitere Ressourcen Die folgenden Ressourcen sind nützlich, um den Umgang mit CVS zu lernen: CVS Tutorial von Cal Poly. CVS Home, die Homepage des CVS-Projekts. CVSweb das Web Interface zu CVS des FreeBSD Projekts. CTM CTM Mit CTM Abkürzung für CVS Through eMail können Sie einen entfernten Verzeichnisbaum mit einem zentralen Baum synchronisieren. Es wurde extra zum Synchronisieren der FreeBSD Quellen entwickelt, obwohl es mit der Zeit vielleicht auch andere Anwendungen geben wird. Zurzeit existiert leider so gut wie keine Dokumentation zum Erstellen der Deltas. Wenn Sie Hilfe benötigen oder CTM für andere Zwecke einsetzen wollen, wenden Sie sich bitte an die Mailingliste &a.ctm-users.name;. Warum soll ich <application>CTM</application> benutzen? Mit CTM erhalten Sie eine lokale Kopie des FreeBSD-Quellbaums, den es in mehreren Varianten gibt. Sie können das ganze Repository oder nur einen Zweig spiegeln. Wenn Sie ein aktiver FreeBSD-Entwickler mit einer schlechten oder gar keiner TCP/IP Verbindung sind, oder die Änderungen einfach automatisch zugesandt bekommen wollen, dann ist CTM das Richtige für Sie. Für die Zweige mit der meisten Aktivität müssen Sie sich täglich bis zu drei Deltas beschaffen, Sie sollten allerdings erwägen, die Deltas automatisch über E-Mail zu beziehen. Die Größe der Updates wird so klein wie möglich gehalten. Normalerweise sind sie kleiner als 5 kB, manchmal sind sie 10-50 kB groß (etwa jedes 10. Update) und ab und an werden Sie auch einmal ein Update mit 100 kB oder mehr erhalten. Sie sollten sich über die Vorbehalte gegen die Verwendung der Quellen anstelle eines offiziellen Releases bewusst sein. Das trifft besonders auf &os.current; zu, lesen Sie dazu bitte den Abschnitt &os.current;. Was brauche ich, um <application>CTM</application> zu benutzen? Zwei Sachen: Das CTM Programm und die initialen Deltas, von denen aus Sie auf die aktuellen Stände kommen. CTM ist schon seit der Version 2.0 Teil des FreeBSD-Basissystems. Sie finden es in /usr/src/usr.sbin/ctm, wenn Sie eine Kopie der Quellen besitzen. Die Deltas, die CTM verarbeitet, können Sie über FTP oder E-Mail beziehen. Wenn Sie über einen FTP Zugang zum Internet verfügen, erhalten Sie die Deltas unter der folgenden URL: Die Deltas werden auch von CTM Spiegeln bereitgehalten. Wechseln Sie in das passende Verzeichnisse zum Beispiel src-cur für &os.current; und laden Sie sich von dort die Deltas herunter. Sie können die Deltas auch über E-Mail beziehen. Abonnieren Sie dazu eine der CTM-Verteilerlisten. Über &a.ctm-cvs-cur.name; erhalten Sie den kompletten CVS-Baum, über &a.ctm-src-cur.name; erhalten Sie &os.current; und über &a.ctm-src-4.name; erhalten Sie den FreeBSD 4.X-Zweig. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie eine der Mailinglisten abonnieren, folgen Sie einem der Verweise von oben oder besuchen Sie die Seite &a.mailman.lists.link;. Weitere Informationen erhalten Sie, wenn Sie dort auf die gewünschte Liste klicken. Benutzen Sie ctm_rmail, um die CTM Updates, die Sie per E-Mail empfangen, auszupacken und anzuwenden. Wenn Sie diesen Prozess automatisiert ablaufen lassen möchten, können Sie dazu einen Eintrag in /etc/aliases verwenden. Genauere Informationen finden Sie in der Manualpage von ctm_rmail. Sie sollten die Mailingliste &a.ctm-announce.name; abonnieren, egal wie Sie die CTM-Deltas erhalten. Ankündigungen, die den Betrieb des CTM-Systems betreffen, werden nur auf dieser Liste bekannt gegeben. Klicken Sie auf den Namen der Liste oder besuchen Sie die Seite &a.mailman.lists.link;, um diese Liste zu abonnieren. Initialisieren von <application>CTM</application> Bevor Sie die CTM Deltas benutzen können, brauchen Sie einen Startpunkt, auf den die nachfolgenden Deltas angewendet werden. Sie können natürlich mit einem leeren Verzeichnis beginnen. In diesem Fall benötigen Sie ein XEmpty-Delta, mit dem Sie den CTM-Verzeichnisbaum initialisieren. Wenn Sie Glück haben, finden Sie ein XEmpty-Delta, mit dem sie beginnen können, auf einer der CDs Ihrer Distribution. Da die Verzeichnisbäume mehrere Megabyte groß sind, sollten Sie nach Möglichkeit etwas schon vorhandenes benutzen. Wenn Sie eine -RELEASE CD besitzen, können Sie die Quellen von dieser CD benutzen. Sie ersparen sich damit das Übertragen großer Datenmengen. Die Deltas, mit denen Sie beginnen können, enthalten ein X in ihrem Namen, wie in src-cur.3210XEmpty.gz. Hinter dem X wird der Startpunkt der Deltas angegeben, in diesem Fall steht Empty für ein leeres Verzeichnis. Nach etwa 100 Deltas wird ein neues XEmpty-Delta erstellt. Mit ungefähr 75 Megabyte komprimierter Daten sind diese XEmpty-Deltas übrigens sehr groß. Nachdem Sie Ihren Startpunkt festgelegt haben, benötigen Sie alle Deltas mit einer höheren Nummer. Benutzen von <application>CTM</application> Um ein Delta einzuspielen, benutzen Sie das folgende Kommando: &prompt.root; cd /Pfad/zu/den/Quellen &prompt.root; ctm -v -v /Pfad/zu/den/Deltas/src-xxx.* CTM kann mit Deltas arbeiten, die mit gzip komprimiert wurden. Sie brauchen die Deltas vorher nicht mit gunzip zu dekomprimieren und sparen damit Plattenplatz. Ihr Quellbaum wird erst dann verändert, wenn CTM die Deltas sauber verarbeiten kann. Die Integrität der Deltas und ihre Anwendbarkeit auf den Quellbaum lassen sich durch die Angabe des Schalters -c überprüfen, CTM ändert in diesem Fall Ihren Quellbaum nicht. CTM verfügt über weitere Kommandozeilenoptionen, Informationen dazu finden Sie in der Manualpage oder dem Quellcode. Das war schon alles. Um Ihre Quellen aktuell zu halten, verwenden Sie CTM jedes Mal, wenn Sie neue Deltas bekommen. Löschen Sie die Deltas nicht, wenn Sie diese nur schwer wieder beschaffen können. Behalten Sie sie für den Fall, das etwas passiert. Auch wenn Sie nur Disketten besitzen, sollten Sie erwägen, die Deltas mit fdwrite zu sichern. Umgang mit lokalen Änderungen Entwickler wollen mit den Dateien im Quellbaum experimentieren und diese verändern. In beschränkter Weise werden lokale Änderungen von CTM unterstützt. Wenn CTM die Datei foo bearbeiten will, überprüft es zuerst ob die Datei foo.ctm existiert. Wenn diese Datei existiert, werden Änderungen in ihr anstatt in foo vorgenommen. Mit diesem Verfahren ist eine leichte Handhabung lokaler Änderungen möglich. Kopieren Sie die Dateien, die Sie ändern möchten, in Dateien, die das Suffix .ctm tragen. Sie können dann ungestört mit dem Quellcode arbeiten, während CTM die .ctm Dateien aktualisiert. Weitere <application>CTM</application>-Optionen Was wird aktualisiert? Eine Liste der Änderungen, die CTM an Ihrem Quellbaum vornehmen wird, erhalten Sie, wenn Sie die Option angeben. Das ist nützlich, wenn Sie Logs über die Änderungen führen wollen, geänderte Dateien vor- oder nachbearbeiten wollen, oder einfach ein bisschen paranoid sind. Sicherungen vor einer Aktualisierung erstellen Sie wollen vielleicht die Dateien, die durch eine CTM Aktualisierung verändert werden, sichern. Mit weisen Sie CTM an, alle Dateien, die durch ein CTM Delta verändert würden, nach backup-file zu sichern. Dateien ausschließen Manchmal wollen Sie nur bestimmte Teile aktualisieren oder nur bestimmte Dateien aus einer Folge von Deltas extrahieren. Sie können die Liste der Dateien, mit denen CTM arbeitet, einschränken, indem Sie reguläre Ausdrücke mit den Optionen und angeben. Wenn Sie eine aktuelle Kopie von lib/libc/Makefile aus den gesicherten CTM Deltas erhalten wollen, setzen Sie das folgende Kommando ab: &prompt.root; cd /wo/Sie/es/auspacken/wollen/ &prompt.root; ctm -e '^lib/libc/Makefile' ~ctm/src-xxx.* Die Optionen und werden in der Reihenfolge angewandt, in der sie auf der Kommandozeile angegeben wurden. Eine Datei wird nur dann von CTM verarbeitet, wenn dies nach der Anwendung der Optionen und noch erlaubt ist. Pläne für <application>CTM</application> Mehrere: Hinzufügen eines Authentifizierungsmechanismus, damit gefälschte CTM-Deltas erkannt werden können. Aufräumen der CTM-Optionen, die mit der Zeit unübersichtlich und irreführend wurden. Verschiedenes Es gibt Deltas für die Ports-Sammlung, die aber nicht intensiv genutzt werden. CTM-Spiegel Die CTM-Deltas können Sie mit anonymous FTP von den folgenden Spiegeln beziehen. Versuchen Sie bitte einen Spiegel in Ihrer Nähe zu benutzen. Bei Problemen wenden Sie sich bitte an die Mailingliste &a.ctm-users.name;. Kalifornien, Bay Area, Offizieller Server Südafrika, Backup-Server für alte Deltas Taiwan/R.O.C. Wenn die Liste keinen Spiegel in Ihrer Nähe enthält oder Sie Probleme mit dem ausgewählten Spiegel haben, versuchen Sie einen Spiegel mit einer Suchmaschine, wie alltheweb, zu finden. Benutzen von CVSup Einführung CVSup ist eine Anwendung, die Verzeichnisbäume von einem entfernten CVS-Server bereitstellt und aktualisiert. Die Quellen von FreeBSD werden in einem CVS-Repository auf einer Entwicklungsmaschine in Kalifornien gepflegt. Mit CVSup können sich FreeBSD-Benutzer den eigenen Quellbaum auf aktuellem Stand halten. Zum Aktualisieren benutzt CVSup die Pull-Methode, bei der die Aktualisierungen vom Client angefragt werden. Der Server wartet dabei passiv auf Anfragen von Clients, das heißt er verschickt nicht unaufgefordert Aktualisierungen. Somit gehen alle Anfragen vom Client aus und die Benutzer müssen CVSup entweder manuell starten oder einen cron Job einrichten, um regelmäßig Aktualisierungen zu erhalten. CVSup in genau dieser Schreibweise bezeichnet die Anwendung, die aus dem Client cvsup und dem Server cvsupd besteht. cvsup läuft auf den Maschinen der Benutzer, cvsupd läuft auf jedem der FreeBSD-Spiegel. Wenn Sie die FreeBSD-Dokumentation und die Mailinglisten lesen, werden Sie oft auf Sup, dem Vorgänger von CVSup stoßen. CVSup wird in gleicher Weise wie Sup benutzt und verfügt sogar über Konfigurationsdateien, die kompatibel zu denen von Sup sind. Da CVSup schneller und flexibler als Sup ist, wird Sup vom FreeBSD-Projekt nicht mehr benutzt. Installation von <application>CVSup</application> CVSup können Sie leicht installieren, wenn Sie das vorkompilierte Paket net/cvsup aus der Ports-Sammlung benutzen. Alternativ können Sie net/cvsup auch ausgehend von den Quellen bauen, doch seien Sie gewarnt: net/cvsup hängt vom Modula-3 System ab, das viel Zeit und Platz zum Herunterladen und Bauen braucht. Wenn Sie CVSup auf einer Maschine ohne &xfree86; oder &xorg;, beispielsweise einem Server, benutzen, stellen Sie sicher, dass Sie den Port ohne das CVSup-GUI, net/cvsup-without-gui verwenden. Konfiguration von CVSup Das Verhalten von CVSup wird mit einer Konfigurationsdatei gesteuert, die supfile genannt wird. Beispiele für Konfigurationsdateien finden Sie in dem Verzeichnis . Ein supfile enthält die folgenden Informationen: Welche Dateien Sie erhalten wollen. Welche Versionen der Dateien Sie benötigen. Woher Sie die Dateien beziehen wollen. Wo Sie die erhaltenen Dateien speichern. Wo Sie die Status-Dateien aufbewahren wollen. In den folgenden Abschnitten erstellen wir ein typisches supfile indem wir nach und nach diese Punkte klären. Zuerst beschreiben wir aber den Aufbau dieser Konfigurationsdatei. Ein supfile ist eine Textdatei. Kommentare beginnen mit einem # und gelten bis zum Zeilenende. Leerzeilen und Zeilen, die nur Kommentare enthalten, werden ignoriert. Die anderen Zeilen legen die Dateien fest, die ein Benutzer erhalten will. Der Server organisiert verschiedene Dateien in einer Sammlung, deren Name auf einer Zeile angegeben wird. Nach dem Namen der Sammlung können mehrere durch Leerzeichen getrennte Felder folgen, die die oben angesprochenen Informationen festlegen. Es gibt zwei Arten von Feldern: Felder, die Optionen festlegen und Felder mit Parametern. Optionen bestehen aus einem Schlüsselwort, wie oder und stehen alleine. Ein Parameterfeld beginnt mit einem Schlüsselwort, dem = und ein Parameter, wie in , folgt. Dieses Feld darf keine Leerzeichen enthalten. In einem supfile werden normalerweise mehrere Sammlungen angefordert. Die erforderlichen Felder können explizit für jede Sammlung angegeben werden, dann werden jedoch die Zeilen ziemlich lang. Außerdem ist dieses Vorgehen sehr unhandlich, da die meisten Felder für alle Sammlungen gleich sind. CVSup bietet die Möglichkeit, Vorgaben für die Felder der Sammlungen festzulegen. Zeilen, die mit der Pseudo-Sammlung *default beginnen, legen Optionen und Parameter für nachfolgende Sammlungen im supfile fest. Der Vorgabewert kann in der Zeile einer bestimmten Sammlung überschrieben werden. Durch Hinzufügen weiterer *default Zeilen können die Vorgaben auch mitten im supfile überschrieben oder erweitert werden. Mit diesem Wissen können wir nun ein supfile erstellen, das den Quellbaum von FreeBSD-CURRENT anfordert und aktualisiert. Welche Dateien wollen Sie empfangen? Dateien werden von CVSup in Sammlungen organisiert. Die erhältlichen Sammlungen werden später beschrieben. Wir wollen den Quellbaum von FreeBSD empfangen, der in der Sammlung src-all enthalten ist. Das supfile enthält pro Zeile eine Sammlung, in diesem Fall also nur eine einzige Zeile: src-all Welche Versionen der Dateien werden benötigt? Mit CVSup können Sie jede Version der Quellen bekommen, da der cvsupd-Server seine Daten direkt aus dem CVS-Repository bezieht. Sie können die benötigten Versionen in den Parameterfeldern tag= und angeben. Achten Sie darauf, dass Sie das richtige tag=-Feld angeben. Einige Tags sind nur für spezielle Sammlungen gültig. Wenn Sie ein falsches Tag angeben oder sich verschreiben, wird CVSup Dateien löschen, die Sie wahrscheinlich gar nicht löschen wollten. Achten Sie insbesondere bei den ports-*-Sammlungen darauf, ausschließlich tag=. zu verwenden. Mit tag= wird ein symbolischer Name aus dem Repository angegeben. Es gibt zwei verschiedene Tags: Tags, die Revisionen bezeichnen und Tags, die Zweige bezeichnen. Die ersteren sind statisch und fest an eine Revision gebunden. Ein Tag, das einen Zweig bezeichnet, bezieht sich dagegen zu einem gegebenen Zeitpunkt immer auf die aktuellste Revision. Da ein Tag eines Zweiges nicht an eine bestimmte Revision gebunden ist, kann sich dessen Bedeutung von heute auf morgen ändern. zählt für Benutzer relevante Tags auf. Wenn Sie in der Konfigurationsdatei ein Tag, wie RELENG_4, angeben, müssen Sie diesem tag= vorstellen: tag=RELENG_4. Denken Sie daran, dass es für die Ports-Sammlung nur tag=. gibt. Achten Sie darauf, dass Sie den Namen eines Tags richtig angeben. CVSup kann nicht zwischen richtigen und falschen Tags unterscheiden. Wenn Sie sich bei der Angabe eines Tags vertippen, nimmt CVSup an, Sie hätten ein gültiges Tag angegeben, dem nur keine Dateien zugeordnet sind. Die Folge davon ist, dass Ihre vorhandenen Quellen gelöscht werden. Wenn Sie ein Tag angeben, das sich auf einen Zweig bezieht, erhalten Sie die aktuellsten Revisionen der Dateien auf diesem Zweig. Wenn Sie eine frühere Revision erhalten möchten, können Sie diese im Feld angeben. Einzelheiten dazu finden Sie in der Manualpage von cvsup. Wir möchten gerne FreeBSD-CURRENT beziehen und fügen die folgende Zeile am Anfang der Konfigurationsdatei ein: *default tag=. Eine wichtige Ausnahme ist wenn Sie weder ein tag=-Feld noch ein date=-Feld angeben. In diesem Fall erhalten Sie anstelle einer speziellen Revision die wirklichen RCS-Dateien aus dem CVS-Repository des Servers. Diese Vorgehensweise wird von Entwicklern bevorzugt, da sie mit einem eigenen Repository leicht die Entwicklungsgeschichte und Veränderungen von Dateien verfolgen können. Dieser Vorteil muss allerdings mit sehr viel Plattenplatz bezahlt werden. Woher sollen die Dateien bezogen werden? Im host=-Feld wird angegeben, woher cvsup die Dateien holen soll. Sie können hier jeden der CVSup-Spiegel angeben, doch sollten Sie einen Server in Ihrer Nähe auswählen. Für dieses Beispiel wollen wir den erfundenen Server cvsup99.FreeBSD.org verwenden: *default host=cvsup99.FreeBSD.org Bevor Sie CVSup laufen lassen, sollten Sie hier einen existierenden Server einsetzen. Den zu verwendenden Server können Sie auf der Kommandozeile mit überschreiben. Wo sollen die Dateien gespeichert werden? Im prefix=-Feld teilen Sie cvsup mit, wo die Dateien gespeichert werden sollen. In diesem Beispiel werden wir die Quelldateien direkt im Verzeichnisbaum für Quellen /usr/src ablegen. Das Verzeichnis src ist schon in der Sammlung, die wir beziehen enthalten, so dass wir die folgende Zeile angeben: *default prefix=/usr Wo sollen die Statusinformationen von cvsup gespeichert werden? cvsup legt in einem Verzeichnis Statusinformationen ab, die festhalten, welche Versionen schon empfangen wurden. Wir verwenden das Verzeichnis /var/db: *default base=/var/db Wenn das Verzeichnis für die Statusinformationen nicht existiert, sollten Sie es jetzt anlegen, da cvsup ohne dieses Verzeichnis nicht startet. Verschiedene Einstellungen: Eine weitere Zeile sollte normalerweise in jedem supfile sein: *default release=cvs delete use-rel-suffix compress Mit release=cvs wird angegeben, dass der Server das FreeBSD-Haupt-Repository abfragen soll, was praktisch immer der Fall ist (die Ausnahmen werden in diesem Text nicht diskutiert). delete erlaubt es CVSup, Dateien zu löschen. Diese Option sollten Sie immer angeben, damit CVSup Ihren Quellbaum auch wirklich aktuell halten kann. CVSup löscht nur Dateien für die es auch verantwortlich ist. Andere Dateien, die sich in einem Baum unter Kontrolle von CVSup befinden, werden nicht verändert. Wenn Sie wirklich etwas über das obskure use-rel-suffix erfahren wollen, lesen Sie bitte in der Manualpage nach, ansonsten geben Sie es einfach an und vergessen es. Wenn Sie compress angeben, werden Daten auf dem Kommunikationskanal komprimiert. Wenn Sie über eine T1-Leitung oder eine schnellere Netzanbindung verfügen, brauchen Sie diese Option vielleicht nicht. In allen anderen Fällen beschleunigt sie aber den Ablauf. Zusammenfassung: Das vollständige supfile unseres Beispiels sieht nun so aus: *default tag=. *default host=cvsup99.FreeBSD.org *default prefix=/usr *default base=/var/db *default release=cvs delete use-rel-suffix compress src-all Die <filename>refuse</filename> Datei CVSup benutzt die Pull-Methode, das heißt wenn sich ein Client mit einem Server verbindet, erhält er eine Liste der verfügbaren Sammlungen und wählt aus diesen die herunterzuladenden Dateien aus. In der Voreinstellung wählt der Client alle Dateien aus, die zu einer gegebenen Sammlung und zu einem gegebenen Tag passen. Dieses Verhalten ist aber nicht immer erwünscht, besonders wenn Sie die doc, ports oder www Verzeichnisbäume synchronisieren. Die wenigsten Leute beherrschen vier oder fünf Sprachen und benötigen Dateien mit speziellen Anpassungen für eine Sprache. Wenn Sie die Ports-Sammlung synchronisieren, können Sie anstelle von ports-all einzelne Ports, wie ports-astrology oder ports-biology angeben. Die doc und www Verzeichnisbäume verfügen aber nicht über Sammlungen für spezielle Sprachen. In diesem Fall müssen Sie eines der vielen eleganten Merkmale von CVSup benutzen: Die refuse Datei. Mit einer refuse Datei können Sie bestimmte Dateien einer Sammlung von der Übertragung ausschließen. Der Ort der refuse ist base/sup/refuse, wobei base in Ihrem supfile festgelegt wurde. Wir verwenden das Verzeichnis /var/db, der Ort der refuse Datei ist daher /var/db/sup/refuse. Das Format der refuse Datei ist einfach: Sie enthält eine Liste der Dateien und Verzeichnisse, die Sie nicht herunterladen wollen. Wenn Sie zum Beispiel die Dokumentation nicht in anderen Sprachen als Englisch lesen wollen, könnte Ihre refuse-Datei wie folgt aussehen: doc/bn_* doc/da_* doc/de_* doc/el_* doc/es_* doc/fr_* doc/it_* doc/ja_* doc/nl_* doc/no_* doc/pl_* doc/pt_* doc/ru_* doc/sr_* doc/tr_* doc/zh_* Die Aufzählung setzt sich für andere Sprachen fort. Eine vollständige Liste finden Sie im FreeBSD CVS Repository. Die refuse Datei spart Anwendern von CVSup, die über eine langsame Internetanbindung verfügen oder deren Internetverbindung zeitlich abgerechnet wird, wertvolle Zeit, da sie Dateien, die sie nicht benötigen, nicht mehr herunterladen müssen. Weitere Informationen zu refuse Dateien und anderen Eigenschaften von CVSup entnehmen Sie bitte der Manualpage. Ausführen von <application>CVSup</application> Wir können nun eine Aktualisierung mit der folgenden Kommandozeile starten: &prompt.root; cvsup supfile supfile gibt dabei das eben erstelle supfile an. Wenn Sie X11 benutzen, wird cvsup ein GUI starten. Drücken Sie go und schauen Sie zu. Das Beispiel aktualisiert die Dateien im Verzeichnisbaum /usr/src. Sie müssen cvsup als root starten, damit Sie die nötigen Rechte haben, die Dateien zu aktualisieren. Sie sind vielleicht ein bisschen nervös weil Sie das Programm zum ersten Mal anwenden und möchten zuerst einmal einen Testlauf durchführen. Legen Sie dazu ein temporäres Verzeichnis an und übergeben es auf der Kommandozeile von cvsup: &prompt.root; mkdir /var/tmp/dest &prompt.root; cvsup supfile /var/tmp/dest Aktualisierungen werden dann nur in dem angegebenen Verzeichnis vorgenommen. CVSup untersucht die Dateien in /usr/src, wird aber keine dieser Dateien verändern. Die veränderten Dateien finden Sie stattdessen in /var/tmp/dest/usr/src. Die Statusdateien von CVSup werden ebenfalls nicht geändert, sondern in dem angegebenen Verzeichnis abgelegt. Wenn Sie Leseberechtigung in /usr/src haben, brauchen Sie das Programm noch nicht einmal unter root laufen zu lassen. Wenn Sie X11 nicht benutzen wollen oder keine GUIs mögen, sollten Sie cvsup wie folgt aufrufen: &prompt.root; cvsup -g -L 2 supfile verhindert den Start des GUIs. Wenn Sie kein X11 laufen haben, passiert das automatisch, ansonsten müssen Sie diesen Schalter angeben. Mit gibt CVSup Einzelheiten zu jeder Aktualisierung aus. Die Wortfülle der Meldungen können Sie von bis einstellen. In der Voreinstellung werden nur Fehlermeldungen ausgegeben. Eine Zusammenfassung der Optionen von CVSup erhalten Sie mit cvsup -H. Genauere Informationen finden Sie in der Manualpage von CVSup. Wenn Sie mit dem Ablauf der Aktualisierung zufrieden sind, können Sie CVSup regelmäßig aus &man.cron.8; ausführen. In diesem Fall sollten Sie natürlich nicht das GUI benutzen. <application>CVSup</application> Sammlungen Die CVSup Sammlungen sind hierarchisch organisiert. Es gibt wenige große Sammlungen, die in kleinere Teilsammlungen unterteilt sind. Wenn Sie eine große Sammlung beziehen, entspricht das dem Beziehen aller Teilsammlungen. Der Hierarchie der Sammlung wird in der folgenden Aufzählung durch Einrückungen dargestellt. Die am häufigsten benutzen Sammlungen sind src-all und ports-all. Die anderen Sammlungen werden von wenigen Leuten zu speziellen Zwecken benutzt und es kann sein, dass diese nicht auf allen Spiegeln zur Verfügung stehen. cvs-all release=cvs Das FreeBSD-Haupt-Repository einschließlich der Kryptographie-Module. distrib release=cvs Dateien, die zum Verteilen und Spiegeln von FreeBSD benötigt werden. doc-all release=cvs Quellen des FreeBSD-Handbuchs und weiterer Dokumentation. Diese Sammlung enthält nicht die FreeBSD-Webseite. ports-all release=cvs Die FreeBSD-Ports-Sammlung. Wenn Sie nicht die gesamte Ports-Sammlung (ports-all) aktualisieren wollen, sondern nur eine der nachstehend aufgeführten Teilsammlungen, aktualisieren Sie immer die Teilsammlung ports-base. Diese Teilsammlung enthält das Bausystem der Ports. Immer wenn ports-base geändert wird, ist es so gut wie sicher, dass diese Änderung auch tatsächlich von einem Port benutzt wird. Der Bau eines Ports, der auf Änderungen im Bausystem angewiesen wird, wird fehlschlagen, wenn das Bausystem noch auf einem alten Stand ist. Aktualisieren Sie vor allen Dingen ports-base, wenn Sie bei einem Bau merkwürdige Fehlermeldungen erhalten und kein aktuelles Bausystem benutzen. Wenn Sie die Datei ports/INDEX selbst erzeugen, brauchen Sie unbedingt die Sammlung ports-all (den ganzen Ports-Baum). Es ist nicht möglich, ports/INDEX nur mit einem Teilbaum zu erstellen. Lesen Sie dazu bitte die FAQ. ports-accessibility release=cvs Werkzeuge für behinderte Benutzer. ports-arabic release=cvs Arabische Sprachunterstützung. ports-archivers release=cvs Werkzeuge zum Archivieren. ports-astro release=cvs Astronomie-Programme. ports-audio release=cvs Audio-Programme. ports-base release=cvs Das Bausystem der Ports-Sammlung. Dazu gehören verschiedene Dateien in den Unterverzeichnissen Mk/ und Tools/ von /usr/ports. Aktualisieren Sie diese Teilsammlung jedes Mal, wenn Sie einen Teil der Ports-Sammlung aktualisieren. Lesen Sie dazu auch den obigen Hinweis zur Ports-Sammlung. ports-benchmarks release=cvs Benchmarks. ports-biology release=cvs Biologie. ports-cad release=cvs Computer Aided Design Werkzeuge. ports-chinese release=cvs Chinesische Sprachunterstützung. ports-comms release=cvs Programme zur Datenkommunikation. ports-converters release=cvs Zeichensatz Konvertierer. ports-databases release=cvs Datenbanken. ports-deskutils release=cvs Sachen, die sich vor dem Computer-Zeitalter auf dem Schreibtisch befanden. ports-devel release=cvs Werkzeuge für Entwickler. ports-dns release=cvs Software für DNS. ports-editors release=cvs Editoren. ports-emulators release=cvs Programme, die andere Betriebssysteme emulieren. ports-finance release=cvs Finanz-Anwendungen. ports-ftp release=cvs Werkzeuge für FTP Clients und Server. ports-games release=cvs Spiele. ports-german release=cvs Deutsche Sprachunterstützung. ports-graphics release=cvs Graphik-Programme. ports-hebrew release=cvs Hebräische Sprachunterstützung. ports-hungarian release=cvs Ungarische Sprachunterstützung. ports-irc release=cvs Internet Relay Chat Werkzeuge. ports-japanese release=cvs Japanische Sprachunterstützung. ports-java release=cvs &java; Werkzeuge. ports-korean release=cvs Koreanische Sprachunterstützung. ports-lang release=cvs Programmiersprachen. ports-mail release=cvs E-Mail Programme. ports-math release=cvs Programme zur numerischen Mathematik. ports-mbone release=cvs MBone Anwendungen. ports-misc release=cvs Verschiedene Werkzeuge. ports-multimedia release=cvs Multimedia-Anwendungen. ports-net release=cvs Netzwerk-Programme. ports-net-im release=cvs Diverse Instant-Messenger. ports-net-mgmt release=cvs Software zum Verwalten von Netzwerken. ports-net-p2p release=cvs Software für die Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken. ports-news release=cvs USENET News Werkzeuge. ports-palm release=cvs Programme für den Palm. ports-polish release=cvs Polnische Sprachunterstützung. + + ports-ports-mgmt + release=cvs + + + Werkzeuge zum Management von Ports und + Paketen. + + + ports-portuguese release=cvs Portugiesische Sprachunterstützung. ports-print release=cvs Druckprogramme. ports-russian release=cvs Russische Sprachunterstützung. ports-science release=cvs Wissenschaft. ports-security release=cvs Werkzeuge zum Thema Sicherheit. ports-shells release=cvs Kommandozeilen-Shells. ports-sysutils release=cvs System-Werkzeuge. ports-textproc release=cvs Programme zur Textverarbeitung (ohne Desktop Publishing). ports-ukrainian release=cvs Ukrainische Sprachunterstützung. ports-vietnamese release=cvs Vietnamesische Sprachunterstützung. ports-www release=cvs Software rund um das World Wide Web. ports-x11 release=cvs X-Window Programme. ports-x11-clocks release=cvs X11-Uhren. ports-x11-fm release=cvs X11-Dateiverwalter. ports-x11-fonts release=cvs X11-Zeichensätze und Werkzeuge dazu. ports-x11-toolkits release=cvs X11-Werkzeuge. ports-x11-servers release=cvs X11-Server. ports-x11-themes release=cvs X11-Themes. ports-x11-wm release=cvs X11-Fensterverwalter. projects-all release=cvs Quelltexte der verschiedenen FreeBSD-Projekte. src-all release=cvs Die FreeBSD-Quellen einschließlich der Kryptographie-Module. src-base release=cvs Verschiedene Dateien unter /usr/src. src-bin release=cvs Benutzer-Werkzeuge die im Einzelbenutzermodus gebraucht werden (/usr/src/bin). src-contrib release=cvs Werkzeuge und Bibliotheken, die nicht aus dem FreeBSD-Projekt stammen und wenig verändert übernommen werden. (/usr/src/contrib). src-crypto release=cvs Kryptographische Werkzeuge und Bibliotheken, die nicht aus dem FreeBSD-Projekt stammen und wenig verändert übernommen werden. (/usr/src/crypto). src-eBones release=cvs Kerberos und DES (/usr/src/eBones). Wird in aktuellen Releases von FreeBSD nicht benutzt. src-etc release=cvs Konfigurationsdateien des Systems (/usr/src/etc). src-games release=cvs Spiele (/usr/src/games). src-gnu release=cvs Werkzeuge, die unter der GNU Public License stehen (/usr/src/gnu). src-include release=cvs Header Dateien (/usr/src/include). src-kerberos5 release=cvs Kerberos5 (/usr/src/kerberos5). src-kerberosIV release=cvs KerberosIV (/usr/src/kerberosIV). src-lib release=cvs Bibliotheken (/usr/src/lib). src-libexec release=cvs Systemprogramme, die von anderen Programmen ausgeführt werden (/usr/src/libexec). src-release release=cvs Dateien, die zum Erstellen eines FreeBSD Releases notwendig sind (/usr/src/release). src-sbin release=cvs Werkzeuge für den Einzelbenutzermodus (/usr/src/sbin). src-secure release=cvs Kryptographische Bibliotheken und Befehle (/usr/src/secure). src-share release=cvs Dateien, die von mehreren Systemen gemeinsam benutzt werden können (/usr/src/share). src-sys release=cvs Der Kernel (/usr/src/sys). src-sys-crypto release=cvs Kryptographie Quellen des Kernels (/usr/src/sys/crypto). src-tools release=cvs Verschiedene Werkzeuge zur Pflege von FreeBSD (/usr/src/tools). src-usrbin release=cvs Benutzer-Werkzeuge (/usr/src/usr.bin). src-usrsbin release=cvs System-Werkzeuge (/usr/src/usr.sbin). www release=cvs Die Quellen der FreeBSD-WWW-Seite. distrib release=self Die Konfigurationsdateien des CVSup Servers. Diese werden von den CVSup benutzt. gnats release=current Die GNATS Datenbank, in der Problemberichte verwaltet werden. mail-archive release=current Das Archiv der FreeBSD-Mailinglisten. www release=current Die formatierten Dateien der FreeBSD-WWW-Seite (nicht die Quellen). Diese werden von den WWW-Spiegeln benutzt. Weiterführende Informationen Die CVSup FAQ und weitere Informationen über CVSup finden Sie auf The CVSup Home Page. FreeBSD spezifische Diskussionen über CVSup finden auf der Mailingliste &a.hackers; statt. Dort und auf der Liste &a.announce; werden neue Versionen von CVSup angekündigt. Fragen und Problemberichte sollten an den Autor des Programms cvsup-bugs@polstra.com weitergeleitet werden. CVSup-Server Die folgende Aufzählung enthält CVSup Server für FreeBSD: &chap.mirrors.cvsup.inc; Portsnap einsetzen Einführung Bei Portsnap handelt es sich um ein System für die sichere Distribution der &os;-Ports-Sammlung. Dazu wird in der Regel stündlich ein Snapshot des Ports-Baumes erzeugt, der anschließend komprimiert und kryptografisch signiert wird. Die dabei erzeugten Dateien werden danach über HTTP verteilt. Analog zu CVSup verwendet auch auch Portsnap das Pull-Prinzip, um die Ports-Sammlung zu aktualisieren: Der komprimierte und signierte Ports-Baum wird auf einem Webserver abgelegt, der danach passiv auf Client-Anforderungen wartet. Ein Anwender muss daher &man.portsnap.8; manuell starten, um seine Ports-Sammlung zu aktualisieren. Eine Alternative ist das Erstellen eines &man.cron.8; -Jobs, der den Ports-Baum regelmäßig automatisch aktualisiert. Beachten Sie, dass Portsnap nicht mit der echten Ports-Sammlung unter /usr/ports/, sondern mit einer komprimierten Kopie des Ports-Baumes arbeitet, die in der Voreinstellung unter /var/db/portsnap/ angelegt wird. Diese komprimierte Version wird danach dazu verwendet, den tatsächlichen Ports-Baum zu aktualisieren. Haben Sie Portsnap über die &os;-Ports-Sammlung installiert, wird der komprimierte Ports-Baum statt unter /var/db/portsnap/ unter /usr/local/portsnap/ angelegt. Installation Seit &os; 6.0 ist Portsnap im &os;-Basissystem enthalten. Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, können Sie zur Installation den Port - sysutils/portsnap + ports-mgmt/portsnap verwenden. <application>portsnap</application> konfigurieren portsnap kann über die Datei /etc/portsnap.conf konfiguriert werden. In der Regel kann allerdings die Standardkonfiguration unverändert übernommen werden. Wollen Sie die Datei dennoch anpassen, sollten Sie zuvor &man.portsnap.conf.5; lesen. Wurde Portsnap über die &os;-Ports-Sammlung installiert, so wird statt /etc/portsnap.conf /usr/local/etc/portsnap.conf als Konfigurationsdatei verwendet. Diese Datei wird während der Installation nicht angelegt, allerdings wird eine Beispielkonfigurationsdatei mitgeliefert, die Sie in dieses Verzeichnis kopieren können: &prompt.root; cd /usr/local/etc && cp portsnap.conf.sample portsnap.conf Der erste Aufruf von <application>portsnap</application> Wenn Sie &man.portsnap.8; das erste Mal aufrufen, müssen Sie einen komprimierten Snapshot des kompletten Ports-Baumes nach /var/db/portsnap/ herunterladen (oder nach /usr/local/portsnap/ Sie Portsnap über die Ports-Sammlung installiert haben). Die ungefähre Größe des komprimierten Ports-Baumes beträgt derzeit (Anfang 2006) etwa 41 MB. &prompt.root; portsnap fetch Nachdem der komprimierte Snapshot heruntergeladen wurde, kann eine Live-Version des Ports-Baumes nach /usr/ports/ extrahiert werden. Dieser Schritt ist selbst dann nötig, wenn sich bereits ein Ports-Baum in diesem Verzeichnis befindet (der beispielsweise von CVSup angelegt wurde), weil portsnap einen Ausgangszustand des Ports-Baumes benötigt, um festzustellen, welche Teile des Baums aktualisiert werden müssen: &prompt.root; portsnap extract Bei einer &os;-Standardinstallation wird das Verzeichnis /usr/ports nicht angelegt. Verwenden Sie &os; 6.0-RELEASE, sollten Sie dies vor der ersten Ausführung von portsnap nachholen. Verwenden Sie hingegen eine aktuellere &os;-Version oder eine aktuellere Version von Portsnap, wird dies beim ersten Aufruf von portsnap automatisch erledigt. Den Ports-Baum aktualisieren Nachdem der originale komprimierte Snapshot des Ports-Baumes heruntergeladen und nach /usr/ports/ extrahiert wurde, können Sie den Ports-Baum aktualisieren. Dazu sind zwei Schritte nötig: Mit fetch laden Sie Aktualisierungen herunter, mit update aktualisieren Sie die Live-Version des Ports-Baumes. Beide Parameter können gleichzeitig an portsnap übergeben werden: &prompt.root; portsnap fetch update Einige ältere portsnap-Versionen unterstützen diese Syntax nicht. In diesem Fall gehen Sie wie folgt vor: &prompt.root; portsnap fetch &prompt.root; portsnap update Portsnap als cron-Job starten Um eine Überlastung der Portsnap-Server zu vermeiden, kann portsnap fetch nicht als normaler &man.cron.8;-Job ausgeführt werden. Als Alternative gibt es den Befehl portsnap cron, der eine zufällige Zeitspanne (bis zu 3600 Sekunden) wartet, bevor Aktualisierungen heruntergeladen werden. portsnap update sollte ebenfalls nicht als cron-Job ausgeführt werden, da es zu massiven Problemen kann, wenn parallel zur Aktualisierung ein Port gebaut oder installiert wird. Die Aktualisierung des Portsindex stellt hingegen kein Problem dar. Um die INDEX-Datei zu aktualisieren, übergeben Sie zusätzlich die Option an portsnap. (Wenn Sie portsnap -I update als cron-Job definiert haben, müssen Sie portsnap update ohne die Option aufrufen, um den Rest des Ports-Baumes zu aktualisieren.) Wenn Sie die folgende Zeile in /etc/crontab aufnehmen, aktualisiert portsnap den komprimierten Snapshot sowie die INDEX-Dateien unter /usr/ports/ und verschickt eine E-Mail, wenn Ihre installierten Ports veraltet sind: 0 3 * * * root portsnap -I cron update && pkg_version -vIL= Ist Ihre Systemuhr nicht auf Ihre lokale Zeitzone eingestellt, ersetzen Sie bitte 3 durch eine beliebige Zahl zwischen 0 und 23, damit die Last der Portsnap-Server gleichmäßiger verteilt wird. Einige ältere portsnap-Versionen unterstützen die Angabe von mehreren Befehlen (etwa cron update) für einen einzigen portsnap-Aufruf nicht. Ist dies bei Ihnen der Fall, ersetzen Sie bitte portsnap -I cron update durch portsnap cron && portsnap -I update. CVS-Tags Wenn Sie Quellen mit CVS oder CVSup erhalten oder aktualisieren wollen, müssen Sie ein Tag angeben. Ein Tag kann einen bestimmten &os;-Zweig oder einen bestimmten Zeitpunkt (Release-Tag) bestimmen. Tags für Zweige Mit Ausnahme von HEAD (das immer ein gültiges Tag ist), können die folgenden Tags nur im src/-Quellbaum verwendet werden. Die Quellbäume ports/, doc/ und www/ sind nicht verzweigt. HEAD Symbolischer Name für den Hauptzweig, auch &os.current; genannt. Dies ist die Vorgabe, wenn keine Revision angegeben wird. In CVSup wird dieses Tag mit einem . (Punkt) bezeichnet. In CVS ist das die Vorgabe, wenn Sie kein Tag oder eine Revision angeben. Außer Sie wollen einen -STABLE Rechner auf -CURRENT aktualisieren, ist es nicht ratsam, die -CURRENT Quellen auf einem -STABLE Rechner einzuspielen. RELENG_6 Der Entwicklungszweig für FreeBSD-6.X, auch als FreeBSD 6-STABLE bekannt. RELENG_6_2 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 6.1 durchgeführt werden. RELENG_6_1 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 6.1 durchgeführt werden. RELENG_6_0 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 6.0 durchgeführt werden. RELENG_5 Der &os; 5.X Entwicklungszweig, der auch &os; 5-STABLE genannt wird. RELENG_5_5 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.5 durchgeführt werden. RELENG_5_4 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.4 durchgeführt werden. RELENG_5_3 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.3 durchgeführt werden. RELENG_5_2 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.2 und &os; 5.2.1 durchgeführt werden. RELENG_5_1 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.1 durchgeführt werden. RELENG_5_0 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.0 durchgeführt werden. RELENG_4 Der &os; 4.X Entwicklungszweig, der auch &os; 4-STABLE genannt wird. RELENG_4_11 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.11 durchgeführt werden. RELENG_4_10 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.10 durchgeführt werden. RELENG_4_9 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.9 durchgeführt werden. RELENG_4_8 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.8 durchgeführt werden. RELENG_4_7 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.7 durchgeführt werden. RELENG_4_6 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.6 und FreeBSD 4.6.2 durchgeführt werden. RELENG_4_5 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.5 durchgeführt werden. RELENG_4_4 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.4 durchgeführt werden. RELENG_4_3 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.3 durchgeführt werden. RELENG_3 Der FreeBSD-3.X Entwicklungszweig, der auch 3.X-STABLE genannt wird. RELENG_2_2 Der FreeBSD-2.2.X Entwicklungszweig, der auch 2.2-STABLE genannt wird. Release-Tags Diese Tags geben den Zeitpunkt an, an dem eine bestimme &os;-Version veröffentlicht wurde. Das Erstellen einer Release ist in den Dokumenten Release Engineering Information und Release Process beschrieben. Der src-Baum benutzt Tags, deren Namen mit RELENG_ anfangen. Die Bäume ports und doc benutzen Tags, deren Namen mit RELEASE anfangen. Im Baum www werden keine Release-Tags verwendet. RELENG_6_2_0_RELEASE FreeBSD 6.2 RELENG_6_1_0_RELEASE FreeBSD 6.1 RELENG_6_0_0_RELEASE FreeBSD 6.0 RELENG_5_5_0_RELEASE FreeBSD 5.5 RELENG_5_4_0_RELEASE FreeBSD 5.4 RELENG_4_11_0_RELEASE FreeBSD 4.11 RELENG_5_3_0_RELEASE FreeBSD 5.3 RELENG_4_10_0_RELEASE FreeBSD 4.10 RELENG_5_2_1_RELEASE FreeBSD 5.2.1 RELENG_5_2_0_RELEASE FreeBSD 5.2 RELENG_4_9_0_RELEASE FreeBSD 4.9 RELENG_5_1_0_RELEASE FreeBSD 5.1 RELENG_4_8_0_RELEASE FreeBSD 4.8 RELENG_5_0_0_RELEASE FreeBSD 5.0 RELENG_4_7_0_RELEASE FreeBSD 4.7 RELENG_4_6_2_RELEASE FreeBSD 4.6.2 RELENG_4_6_1_RELEASE FreeBSD 4.6.1 RELENG_4_6_0_RELEASE FreeBSD 4.6 RELENG_4_5_0_RELEASE FreeBSD 4.5 RELENG_4_4_0_RELEASE FreeBSD 4.4 RELENG_4_3_0_RELEASE FreeBSD 4.3 RELENG_4_2_0_RELEASE FreeBSD 4.2 RELENG_4_1_1_RELEASE FreeBSD 4.1.1 RELENG_4_1_0_RELEASE FreeBSD 4.1 RELENG_4_0_0_RELEASE FreeBSD 4.0 RELENG_3_5_0_RELEASE FreeBSD-3.5 RELENG_3_4_0_RELEASE FreeBSD-3.4 RELENG_3_3_0_RELEASE FreeBSD-3.3 RELENG_3_2_0_RELEASE FreeBSD-3.2 RELENG_3_1_0_RELEASE FreeBSD-3.1 RELENG_3_0_0_RELEASE FreeBSD-3.0 RELENG_2_2_8_RELEASE FreeBSD-2.2.8 RELENG_2_2_7_RELEASE FreeBSD-2.2.7 RELENG_2_2_6_RELEASE FreeBSD-2.2.6 RELENG_2_2_5_RELEASE FreeBSD-2.2.5 RELENG_2_2_2_RELEASE FreeBSD-2.2.2 RELENG_2_2_1_RELEASE FreeBSD-2.2.1 RELENG_2_2_0_RELEASE FreeBSD-2.2.0 AFS-Server Die folgende Aufzählung enthält AFS Server für FreeBSD: Schweden Die Dateien sind unter dem Pfad /afs/stacken.kth.se/ftp/pub/FreeBSD/ erreichbar. stacken.kth.se # Stacken Computer Club, KTH, Sweden 130.237.234.43 #hot.stacken.kth.se 130.237.237.230 #fishburger.stacken.kth.se 130.237.234.3 #milko.stacken.kth.se Betreuer ftp@stacken.kth.se rsync-Server rsync wird ähnlich wie &man.rcp.1; verwendet, besitzt aber mehr Optionen und verwendet das rsync remote-update Protokoll, das nur geänderte Dateien überträgt und damit viel schneller als ein normaler Kopiervorgang ist. rsync ist sehr nützlich, wenn Sie einen FreeBSD-FTP-Spiegel oder einen CVS-Spiegel betreiben. Das Programm ist für viele Betriebssysteme erhältlich, mit FreeBSD können Sie den Port net/rsync oder das fertige Paket benutzen. Die folgenden Server stellen FreeBSD über das rsync Protokoll zur Verfügung: Deutschland rsync://grappa.unix-ag.uni-kl.de/ Verfügbare Sammlungen: freebsd-cvs: Das vollständige CVS-Repository von &os;. Neben anderen Repositories spiegelt diese Maschine auch die Repositories der NetBSD- und OpenBSD-Projekte. Großbritannien rsync://rsync.mirror.ac.uk/ Verfügbare Sammlungen: ftp.FreeBSD.org: Kompletter Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers. Niederlande rsync://ftp.nl.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: vol/4/freebsd-core: Kompletter Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers. Tschechische Republik rsync://ftp.cz.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: ftp: Unvollständiger Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers. FreeBSD: Vollständiger Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers. USA rsync://ftp-master.FreeBSD.org/ Dieser Server darf nur von primären Spiegeln benutzt werden. Verfügbare Sammlungen: FreeBSD: Das Hauptarchiv des FreeBSD FTP Servers. acl: Die primäre ACL-Liste. rsync://ftp13.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: FreeBSD: Kompletter Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml index 977a8fcc7f..30756b9840 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml @@ -1,1933 +1,1933 @@ Ross Lippert Überarbeitet von Multimedia Übersicht FreeBSD unterstützt viele unterschiedliche Soundkarten, die Ihnen den Genuss von Highfidelity-Klängen auf Ihrem Computer ermöglichen. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, Tonquellen in den Formaten MPEG Audio Layer 3 (MP3), WAV, Ogg Vorbis und vielen weiteren Formaten aufzunehmen und wiederzugeben. Darüber hinaus enthält die FreeBSD Ports-Sammlung Anwendungen, die Ihnen das Bearbeiten Ihrer aufgenommenen Tonspuren, das Hinzufügen von Klangeffekten und die Kontrolle der angeschlossenen MIDI-Geräte erlauben. Wenn Sie etwas Zeit investieren, können Sie mit &os; auch Videos und DVDs abspielen. Im Vergleich zu Audio-Anwendungen gibt es weniger Anwendungen zum Kodieren, Konvertieren und Abspielen von Video-Formaten. Es gab, als dieses Kapitel geschrieben wurde, keine Anwendung, die einzelne Video-Formate ähnlich wie audio/sox konvertieren konnte. Allerdings ändert sich die Software in diesem Umfeld sehr schnell. In diesem Kapitel wird das Einrichten von Soundkarten besprochen. beschreibt die Installation und Konfiguration von X11 und das Einrichten von Videokarten. Hinweise zur Verbesserung der Wiedergabe finden sich in diesem Kapitel. Dieses Kapitel behandelt die folgenden Punkte: Die Konfiguration des Systems damit Ihre Soundkarte erkannt wird. Wie Sie mit Beispielanwendungen die Funktion einer Soundkarte prüfen. Wie Sie Fehler in den Einstellungen von Soundkarten finden. Wie Sie MP3s und andere Audio-Formate wiedergeben und erzeugen. Die Video-Unterstützung des X-Servers. Gute Anwendungen, die Videos abspielen und kodieren. Die Wiedergabe von DVDs, .mpg- und .avi-Dateien. Wie Sie CDs und DVDs in Dateien rippen. Die Konfiguration von TV-Karten. Das Einrichten von Scannern. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: Wissen, wie Sie einen neuen Kernel konfigurieren und installieren (). Der Versuch eine Audio-CD mit &man.mount.8; einzuhängen erzeugt mindestens einen Fehler; schlimmstenfalls kann es zu einer Kernel-Panic kommen. Die Medien besitzen eine andere Kodierung als normale ISO-Dateisysteme. Moses Moore Von Marc Fonvieille Aktualisiert für &os; 5.X von Benedikt Köhler Übersetzt von Uwe Pierau Soundkarten einrichten Den Soundtreiber einrichten PCI ISA Soundkarten Zunächst sollten Sie in Erfahrung bringen, welches Soundkartenmodell Sie besitzen, welchen Chip die Karte benutzt und ob es sich um eine PCI- oder ISA-Karte handelt. &os; unterstützt eine Reihe von PCI- als auch von ISA-Karten. Die Hardware-Notes zählen alle unterstützten Karten und deren Treiber auf. Kernel Konfiguration Um Ihre Soundkarte benutzen zu können, müssen Sie den richtigen Gerätetreiber laden. Sie haben zwei Möglichkeiten, den Treiber zu laden: Am einfachsten ist es, das Modul mit &man.kldload.8; zu laden. Sie können dazu die Kommandozeile verwenden: &prompt.root; kldload snd_emu10k1 Alternativ können Sie auch einen Eintrag in der Datei /boot/loader.conf erstellen: snd_emu10k1_load="YES" Beide Beispiele gelten für eine Creative &soundblaster; Live! Soundkarte. Weitere ladbare Soundmodule sind in der Datei /boot/defaults/loader.conf aufgeführt. Wenn Sie nicht sicher sind, welchen Gerätetreiber Sie laden müssen, laden Sie den Treiber snd_driver: &prompt.root; kldload snd_driver Der Treiber snd_driver ist ein Meta-Treiber, der alle gebräuchlichen Treiber lädt und die Suche nach dem richtigen Treiber vereinfacht. Weiterhin können alle Treiber über /boot/loader.conf geladen werden. Wollen Sie feststellen, welcher Treiber für Ihre Soundkarte vom Metatreiber snd_driver geladen wurde, sollten Sie sich mit cat /dev/sndstat den Inhalt der Datei /dev/sndstat ansehen. Alternativ können Sie die Unterstützung für die Soundkarte direkt in den Kernel einkompilieren. Diese Methode im nächsten Abschnitt beschrieben. Weiteres über den Bau eines Kernels erfahren Sie im Kapitel Kernelkonfiguration. Soundkarten in der Kernelkonfiguration einrichten Zuerst müssen Sie den allgemeinen Audio-Treiber &man.sound.4; in die Kernelkonfiguration aufnehmen. Fügen Sie dazu die folgende Zeile in die Kernelkonfigurationsdatei ein: device sound Als nächstes müssen Sie den richtigen Treiber in die Kernelkonfiguration einfügen. Den Treiber entnehmen Sie bitte der Liste der unterstützen Soundkarten aus den Hardware-Notes. Zum Beispiel wird die Creative &soundblaster; Live! Soundkarte vom Treiber &man.snd.emu10k1.4; unterstützt. Für diese Karte verwenden Sie die nachstehende Zeile: device snd_emu10k1 Die richtige Syntax für die Zeile lesen Sie bitte in der Hilfeseite des entsprechenden Treibers nach. Die Syntax finden Sie ebenfalls in der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES. Nicht PnP-fähige ISA-Karten benötigen weiterhin Angaben zu den Karteneinstellungen (IRQ, I/O-Port). Die Karteneinstellungen tragen Sie in die Datei /boot/device.hints ein. Während des Systemstarts liest der &man.loader.8; diese Datei und reicht die Einstellungen an den Kernel weiter. Für eine alte Creative &soundblaster; 16 ISA-Karte, die sowohl den &man.snd.sbc.4;- als auch den snd_sb16(4)-Treiber benötigt, fügen Sie folgende Zeilen in die Kernelkonfigurationsdatei ein: device snd_sbc device snd_sb16 In die Datei /boot/device.hints tragen Sie beispielsweise die folgenden Einstellungen ein: hint.sbc.0.at="isa" hint.sbc.0.port="0x220" hint.sbc.0.irq="5" hint.sbc.0.drq="1" hint.sbc.0.flags="0x15" In diesem Beispiel benutzt die Karte den I/O-Port 0x220 und den IRQ 5. Die Hilfeseite des jeweiligen Treibers beschreibt die Syntax der Einträge in der Datei /boot/device.hints. Unter &os; 4.X werden diese Einstellungen direkt in der Kernelkonfigurationsdatei vorgenommen. Das Beispiel verwendet die vorgegebenen Werte. Falls Ihre Karteneinstellungen andere Werte vorgeben, müssen Sie die Werte in der Kernelkonfiguration anpassen. Weiteres entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.snd.sbc.4;. Die Soundkarte testen Nachdem Sie den neuen Kernel gestartet oder das erforderliche Modul geladen haben, sollte Ihre Soundkarte in den Systemmeldungen (&man.dmesg.8;) auftauchen. Zum Beispiel: pcm0: <Intel ICH3 (82801CA)> port 0xdc80-0xdcbf,0xd800-0xd8ff irq 5 at device 31.5 on pci0 pcm0: [GIANT-LOCKED] pcm0: <Cirrus Logic CS4205 AC97 Codec> Den Status der Karte können Sie über die Datei /dev/sndstat prüfen: &prompt.root; cat /dev/sndstat FreeBSD Audio Driver (newpcm) Installed devices: pcm0: <Intel ICH3 (82801CA)> at io 0xd800, 0xdc80 irq 5 bufsz 16384 kld snd_ich (1p/2r/0v channels duplex default) Die Ausgaben können auf Ihrem System anders aussehen. Wenn das Gerät pcm nicht erscheint, prüfen Sie bitte Ihre Konfiguration. Stellen sie sicher, dass Sie den richtigen Treiber gewählt haben. beschreibt häufig auftretende Probleme. Wenn alles glatt lief, haben Sie nun eine funktionierende Soundkarte. Wenn ein CD-ROM oder DVD-ROM-Laufwerk an Ihrer Soundkarte angeschlossen ist, können Sie jetzt mit &man.cdcontrol.1; eine CD abspielen: &prompt.user; cdcontrol -f /dev/acd0 play 1 Es gibt viele Anwendungen, wie audio/workman, die eine bessere Benutzerschnittstelle besitzen. Um sich MP3-Audiodateien anzuhören, können Sie eine Anwendung wie audio/mpg123 installieren. Eine schnelle Möglichkeit die Karte zu prüfen, ist es, Daten an das Gerät /dev/dsp zu senden: &prompt.user; cat Datei > /dev/dsp Für Datei können Sie eine beliebige Datei verwenden. Wenn Sie einige Geräusche hören, funktioniert die Soundkarte. Die Einstellungen des Mixers können Sie mit dem Kommando &man.mixer.8; verändern. Weiteres lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.mixer.8; nach. Häufige Probleme Device Node Gerätedatei I/O port IRQ DSP Fehler Lösung unsupported subdevice XX Ein oder mehrere Device Nodes wurden nicht korrekt angelegt. Wiederholen Sie die oben angegebenen Schritte. sb_dspwr(XX) timed out Der I/O Port ist nicht korrekt angegeben. bad irq XX Der IRQ ist falsch angegeben. Stellen Sie sicher, dass der angegebene IRQ mit dem Sound IRQ übereinstimmt. xxx: gus pcm not attached, out of memory Es ist nicht genug Speicher verfügbar, um das Gerät zu betreiben. xxx: can't open /dev/dsp! Überprüfen Sie mit fstat | grep dsp ob eine andere Anwendung das Gerät geöffnet hat. Häufige Störenfriede sind esound oder die Sound-Unterstützung von KDE. Munish Chopra Beigetragen von Mehrere Tonquellen abspielen Oft sollen mehrere Tonquellen gleichzeitig abgespielt werden, auch wenn beispielsweise esound oder artsd das Audiogerät nicht mit einer anderen Anwendung teilen können. Unter FreeBSD können mit &man.sysctl.8; virtuelle Tonkanäle eingerichtet werden. Virtuelle Kanäle mischen die Tonquellen im Kernel (so können mehr Kanäle als von der Hardware unterstützt benutzt werden). Die Anzahl der virtuellen Kanäle können Sie als Benutzer root wie folgt einstellen: &prompt.root; sysctl hw.snd.pcm0.vchans=4 &prompt.root; sysctl hw.snd.maxautovchans=4 Im Beispiel werden vier virtuelle Kanäle eingerichtet, eine im Normalfall ausreichende Anzahl. hw.snd.pcm0.vchans ist die Anzahl der virtuellen Kanäle des Geräts pcm0. Die Anzahl kann konfiguriert werden, sobald das Gerät existiert. hw.snd.maxautovchans ist die Anzahl der virtuellen Kanäle, die einem Gerät zugewiesen werden, wenn es durch &man.kldload.8; eingerichtet wird. Da das Modul pcm unabhängig von den Hardware-Treibern geladen werden kann, gibt hw.snd.maxautovchans die Anzahl der virtuellen Kanäle an, die später eingerichtete Geräte erhalten. Sie können die Anzahl der virtuellen Kanäle nur ändern, wenn das Gerät nicht genutzt wird. Schließen Sie daher zuerst alle Programme (etwa Musikabspielprogramme oder Sound-Daemonen), die auf dieses Gerät zugreifen. Wenn Sie ein System ohne &man.devfs.5; einsetzen, müssen Anwendungen die Geräte /dev/dsp0.x verwenden. Wenn hw.snd.pcm.0.vchans wie oben auf 4 gesetzt wurde, läuft x von 0 bis 4. Auf Systemen mit &man.devfs.5; werden die Geräte automatisch zugeteilt. Josef El-Rayes Beigetragen von Den Mixer einstellen Die Voreinstellungen des Mixers sind im Treiber &man.pcm.4; fest kodiert. Es gibt zwar viele Anwendungen und Dienste, die den Mixer einstellen können und die eingestellten Werte bei jedem Start wieder setzen, am einfachsten ist es allerdings, die Werte direkt im Treiber einzustellen. Der Mixer kann in der Datei /boot/device.hints eingestellt werden: hint.pcm.0.vol="100" Die Zeile setzt die Lautstärke des Mixers beim Laden des Moduls &man.pcm.4; auf den Wert 100. Chern Lee Ein Beitrag von Benedikt Köhler Übersetzt von MP3-Audio MP3 (MPEG Layer 3 Audio) ermöglicht eine Klangwiedergabe in CD-ähnlicher Qualität, was Sie sich auf Ihrem FreeBSD-Rechner nicht entgehen lassen sollten. MP3-Player XMMS (X Multimedia System) ist bei weitem der beliebteste MP3-Player für X11. WinAmp-Skins können auch mit XMMS genutzt werden, da die Benutzerschnittstelle fast identisch mit der von Nullsofts WinAmp ist. Daneben unterstützt XMMS auch eigene Plugins. XMMS kann als multimedia/xmms Port oder Package installiert werden. Die Benutzerschnittstelle von XMMS ist leicht zu erlernen und enthält eine Playlist, einen graphischen Equalizer und vieles mehr. Diejenigen, die mit WinAmp vertraut sind, werden XMMS sehr leicht zu benutzen finden. Der Port audio/mpg123 ist ein alternativer, kommandozeilenorientierter MP3-Player. mpg123 kann ausgeführt werden, indem man das zu benutzende Sound Device und die abzuspielende MP3-Datei auf der Kommandozeile wie unten angibt: &prompt.root; mpg123 -a /dev/dsp1.0 Foobar-GreatestHits.mp3 High Performance MPEG 1.0/2.0/2.5 Audio Player for Layer 1, 2 and 3. Version 0.59r (1999/Jun/15). Written and copyrights by Michael Hipp. Uses code from various people. See 'README' for more! THIS SOFTWARE COMES WITH ABSOLUTELY NO WARRANTY! USE AT YOUR OWN RISK! Playing MPEG stream from Foobar-GreatestHits.mp3 ... MPEG 1.0 layer III, 128 kbit/s, 44100 Hz joint-stereo /dev/dsp1.0 sollten Sie dabei mit dem dsp-Device Ihres Systems ersetzen. CD-Audio Tracks rippen Bevor man eine ganze CD oder einen CD-Track in das MP3-Format umwandeln kann, müssen die Audiodaten von der CD auf die Festplatte gerippt werden. Dabei werden die CDDA (CD Digital Audio) Rohdaten in WAV-Dateien kopiert. Die Anwendung cdda2wav die im sysutils/cdrtools Paket enthalten ist, kann zum Rippen der Audiodaten und anderen Informationen von CDs genutzt werden. Wenn die Audio CD in dem Laufwerk liegt, können Sie mit folgendem Befehl (als root) eine ganze CD in einzelne WAV-Dateien (eine Datei für jeden Track) rippen: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -B cdda2wav unterstützt auch ATAPI (IDE) CD-ROM-Laufwerke. Um von einem IDE-Laufwerk zu rippen, übergeben Sie auf der Kommandozeile statt der SCSI-IDs den Gerätenamen. Das folgende Kommando rippt den 7. Track: &prompt.root; cdda2wav -D /dev/acd0a -t 7 Der Schalter bezieht sich auf das SCSI Device 0,1,0, das sich aus dem Ergebnis des Befehls cdrecord -scanbus ergibt. Um einzelne Tracks zu rippen, benutzen Sie den Schalter wie folgt: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -t 7 Dieses Beispiel rippt den siebten Track der Audio CD-ROM. Um mehrere Tracks zu rippen, zum Beispiel die Tracks eins bis sieben, können Sie wie folgt einen Bereich angeben: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -t 1+7 Mit &man.dd.1; können Sie ebenfalls Audio-Stücke von ATAPI-Laufwerken kopieren. Dies wird in erläutert. MP3-Dateien kodieren Gegenwärtig ist Lame der meistbenutzte MP3-Encoder. Lame finden Sie unter audio/lame im Ports-Verzeichnis. Benutzen Sie die WAV-Dateien, die sie von CD gerippt haben, und wandeln sie mit dem folgenden Befehl die Datei audio01.wav in audio01.mp3 um: &prompt.root; lame -h -b 128 \ --tt "Foo Liedtitel" \ --ta "FooBar Künstler" \ --tl "FooBar Album" \ --ty "2001" \ --tc "Geripped und kodiert von Foo" \ --tg "Musikrichtung" \ audio01.wav audio01.mp3 128 kbits ist die gewöhnliche MP3-Bitrate. Viele bevorzugen mit 160 oder 192 kbits eine höhere Qualität. Je höher die Bitrate ist, desto mehr Speicherplatz benötigt die resultierende MP3-Datei, allerdings wird die Qualität dadurch auch besser. Der Schalter verwendet den higher quality but a little slower (höhere Qualität, aber etwas langsamer) Modus. Die Schalter, die mit beginnen, sind ID3-Tags, die in der Regel Informationen über das Lied enthalten und in die MP3-Datei eingebettet sind. Weitere Optionen können in der Manualpage von Lame nachgelesen werden. MP3-Dateien dekodieren Um aus MP3-Dateien eine Audio CD zu erstellen, müssen diese in ein nicht komprimiertes WAV-Format umgewandelt werden. Sowohl XMMS als auch mpg123 unterstützen die Ausgabe der MP3-Dateien in unkomprimierte Dateiformate. Dekodieren mit XMMS: Starten Sie XMMS. Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um das XMMS-Menu zu öffnen. Wählen Sie Preference im Untermenü Options. Ändern Sie das Output-Plugin in Disk Writer Plugin. Drücken Sie Configure. Geben Sie ein Verzeichnis ein (oder wählen Sie browse), in das Sie die unkomprimierte Datei schreiben wollen. Laden Sie die MP3-Datei wie gewohnt in XMMS mit einer Lautstärke von 100% und einem abgeschalteten EQ. Drücken Sie Play und es wird so aussehen, als spiele XMMS die MP3-Datei ab, aber keine Musik ist zu hören. Der Player überspielt die MP3-Datei in eine Datei. Vergessen Sie nicht, das Output-Plugin wieder in den Ausgangszustand zurückzusetzen um wieder MP3-Dateien anhören zu können. Mit mpg123 nach stdout schreiben: Geben Sie mpg123 -s audio01.mp3 > audio01.pcm ein. XMMS schreibt die Datei im WAV-Format aus während mpg123 die MP3-Datei in rohe PCM-Audiodaten umwandelt. cdrecord kann mit beiden Formaten Audio-CDs erstellen, &man.burncd.8; kann nur rohe PCM-Audiodaten verarbeiten. Der Dateikopf von WAV-Dateien erzeugt am Anfang des Stücks ein Knacken. Sie können den Dateikopf mit dem Werkzeug SoX, das sich als Paket oder aus dem Port audio/sox installieren lässt, entfernen: &prompt.user; sox -t wav -r 44100 -s -w -c 2 track.wav track.raw Lesen Sie in diesem Handbuch, um mehr Informationen zur Benutzung von CD-Brennern mit FreeBSD zu erhalten. Ross Lippert Beigetragen von Videos wiedergeben Die Wiedergabe von Videos ist ein neues, sich schnell entwickelndes, Anwendungsgebiet. Seien Sie geduldig, es wird nicht alles so glatt laufen, wie bei den Audio-Anwendungen. Bevor Sie beginnen, sollten Sie das Modell Ihrer Videokarte und den benutzten Chip kennen. Obwohl &xorg; und &xfree86; viele Vidiokarten unterstützt, können nur einige Karten Videos schnell genug wiedergeben. Eine Liste der Erweiterungen, die der X-Server für eine Videokarte unterstützt, erhalten Sie unter laufendem X11 mit dem Befehl &man.xdpyinfo.1;. Halten Sie eine kurze MPEG-Datei bereit, mit der Sie Wiedergabeprogramme und deren Optionen testen können. Da einige DVD-Spieler in der Voreinstellung das DVD-Gerät mit /dev/dvd ansprechen oder diesen Namen fest einkodiert haben, wollen Sie vielleicht symbolische Links auf die richtigen Geräte anlegen: &prompt.root; ln -sf /dev/acd0 /dev/dvd &prompt.root; ln -sf /dev/acd0 /dev/rdvd Wegen &man.devfs.5; gehen gesondert angelegte Links wie diese bei einem Neustart des Systems verloren. Damit die symbolischen Links automatisch beim Neustart des Systems angelegt werden, fügen Sie die folgenden Zeilen in /etc/devfs.conf ein: link acd0 dvd link acd0 rdvd Zum Entschlüsseln von DVDs müssen bestimmte DVD-ROM-Funktionen aufgerufen werden und schreibender Zugriff auf das DVD-Gerät erlaubt sein. X11 benutzt Shared-Memory und Sie sollten die nachstehenden &man.sysctl.8;-Variablen auf die gezeigten Werte erhöhen: kern.ipc.shmmax=67108864 kern.ipc.shmall=32768 Video-Schnittstellen XVideo SDL DGA Es gibt einige Möglichkeiten, Videos unter X11 abzuspielen. Welche Möglichkeit funktioniert, hängt stark von der verwendeten Hardware ab. Ebenso hängt die erzielte Qualität von der Hardware ab. Die Videowiedergabe unter X11 ist ein aktuelles Thema, sodass jede neue Version von &xorg; oder von &xfree86; wahrscheinlich erhebliche Verbesserung enthält. Gebräuchliche Video-Schnittstellen sind: X11: normale X11-Ausgabe über Shared-Memory. XVideo: Eine Erweiterung der X11-Schnittstelle, die Videos in jedem X11-Drawable anzeigen kann. SDL: Simple Directmedia Layer. DGA: Direct Graphics Access. SVGAlib: Eine Schnittstelle zur Grafikausgabe auf der Konsole. XVideo Die Erweiterung XVideo (auch Xvideo, Xv oder xv) von &xorg; und &xfree86; 4.X, erlaubt die beschleunigte Wiedergabe von Videos in jedem Drawable. Diese Erweiterung liefert auch auf weniger leistungsfähigen Systemen (beispielsweise einem PIII 400 MHz Laptop) eine gute Wiedergabe. Ob die Erweiterung läuft, entnehmen Sie der Ausgabe von xvinfo: &prompt.user; xvinfo XVideo wird untertsützt, wenn die Ausgabe wie folgt aussieht: X-Video Extension version 2.2 screen #0 Adaptor #0: "Savage Streams Engine" number of ports: 1 port base: 43 operations supported: PutImage supported visuals: depth 16, visualID 0x22 depth 16, visualID 0x23 number of attributes: 5 "XV_COLORKEY" (range 0 to 16777215) client settable attribute client gettable attribute (current value is 2110) "XV_BRIGHTNESS" (range -128 to 127) client settable attribute client gettable attribute (current value is 0) "XV_CONTRAST" (range 0 to 255) client settable attribute client gettable attribute (current value is 128) "XV_SATURATION" (range 0 to 255) client settable attribute client gettable attribute (current value is 128) "XV_HUE" (range -180 to 180) client settable attribute client gettable attribute (current value is 0) maximum XvImage size: 1024 x 1024 Number of image formats: 7 id: 0x32595559 (YUY2) guid: 59555932-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: YUV (packed) id: 0x32315659 (YV12) guid: 59563132-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 12 number of planes: 3 type: YUV (planar) id: 0x30323449 (I420) guid: 49343230-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 12 number of planes: 3 type: YUV (planar) id: 0x36315652 (RV16) guid: 52563135-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: RGB (packed) depth: 0 red, green, blue masks: 0x1f, 0x3e0, 0x7c00 id: 0x35315652 (RV15) guid: 52563136-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: RGB (packed) depth: 0 red, green, blue masks: 0x1f, 0x7e0, 0xf800 id: 0x31313259 (Y211) guid: 59323131-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 6 number of planes: 3 type: YUV (packed) id: 0x0 guid: 00000000-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 0 number of planes: 0 type: RGB (packed) depth: 1 red, green, blue masks: 0x0, 0x0, 0x0 Einige der aufgeführten Formate (wie YUV2 oder YUV12) existieren in machen XVideo-Implementierungen nicht. Dies kann zu Problemen mit einigen Spielern führen. XVideo wird wahrscheinlich von Ihrer Karte nicht unterstützt, wenn die die Ausgabe wie folgt aussieht: X-Video Extension version 2.2 screen #0 no adaptors present Wenn die XVideo-Erweiterung auf Ihrer Karte nicht läuft, wird es nur etwas schwieriger, die Anforderungen für die Wiedergabe von Videos zu erfüllen. Abhängig von Ihrer Videokarte und Ihrem Prozessor können Sie dennoch zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Sie sollten vielleicht die weiterführenden Quellen in zu Rate ziehen, um die Geschwindigkeit Ihres Systems zu steigern. Simple Directmedia Layer Die Simple Directmedia Layer, SDL, ist eine zwischen µsoft.windows;, BeOS und &unix; portable Schnittstelle. Mit dieser Schnittstelle können Anwendungen plattformunabhängig und effizient Ton und Grafik benutzen. SDL bietet eine hardwarenahe Schnittstelle, die manchmal schneller als die X11-Schnittstelle sein kann. SDL finden Sie in den Ports im Verzeichnis devel/sdl12. Direct Graphics Access Die X11-Erweiterung Direct Graphics Access (DGA) erlaubt es Anwendungen, am X-Server vorbei direkt in den Framebuffer zu schreiben. Da die Anwendung und der X-Server auf gemeinsame Speicherbereiche zugreifen, müssen die Anwendungen unter dem Benutzer root laufen. Die DGA-Erweiterung kann mit &man.dga.1; getestet werden. Das Kommando dga wechselt, jedes Mal wenn eine Taste gedrückt wird, die Farben der Anzeige. Sie können das Programm mit der Taste q verlassen. Video-Anwendungen Video-Anwendungen Dieser Abschnitt behandelt Anwendungen aus der &os;-Ports-Sammlung, die Videos abspielen. An der Videowiedergabe wird derzeit aktiv gearbeitet, sodass der Funktionsumfang der Anwendungen von dem hier beschriebenen abweichen kann. Viele unter &os; laufende Videoanwendungen wurden unter Linux entwickelt und befinden sich noch im Beta-Status. Der Betrieb dieser Anwendungen unter &os; stößt vielleicht auf einige der nachstehenden Probleme: Eine Anwendung kann eine Datei einer anderen Anwendung nicht abspielen. Eine Anwendung kann eine selbst produzierte Datei nicht abspielen. Wenn dieselbe Anwendung auf unterschiedlichen Maschinen gebaut wird, wird ein Video unterschiedlich wiedergegeben. Ein vergleichsweise einfacher Filter, wie die Skalierung eines Bildes, führt zu deutlichen Artefakten in der Darstellung. Eine Anwendung stürzt häufig ab. Die Dokumentation wird bei der Installation des Ports nicht installiert. Sie befindet sich entweder auf dem Internet oder im Verzeichnis work des Ports. Viele Anwendungen sind zudem sehr Linux-lastig. Probleme entstehen durch die Implementierung von Standard-Bibliotheken in Linux-Distributionen oder dadurch, dass die Anwendung bestimmte Linux-Kernelfunktionen voraussetzt. Diese Probleme werden nicht immer vom Betreuer eines Ports bemerkt und umgangen. In der Praxis entstehen dadurch folgende Probleme: Eigenschaften des Prozessors werden über /proc/cpuinfo ermittelt. Die falsche Anwendung von Threads führt dazu, dass sich ein Programm aufhängt statt sich zu beenden. Die Anwendung hängt von anderen Anwendungen ab, die sich noch nicht in der &os;-Ports-Sammlung befinden. Allerdings arbeiten die Anwendungsentwickler bislang mit den Betreuern der Ports zusammen, sodass zusätzlicher Portierungsaufwand minimiert wird. MPlayer MPlayer ist ein kürzlich entstandener und sich stark weiterentwickelnder Video-Spieler. Das Hauptaugenmerk des MPlayer-Teams liegt auf Geschwindigkeit und Flexibilität auf Linux und anderen &unix; Systemen. Das Projekt entstand weil der Gründer des Teams unzufrieden mit der Geschwindigkeit bestehender Video-Spieler war. Kritiker behaupten, dass die Benutzeroberfläche der einfachen Gestaltung zum Opfer fiel. Wenn Sie sich allerdings erstmal an die Kommandozeilenoptionen und die Tastensteuerung gewöhnt haben, funktioniert die Anwendung sehr gut. MPlayer bauen MPlayer bauen MPlayer finden Sie in der Ports-Sammlung unter multimedia/mplayer. Der Bau von MPlayer berücksichtigt die vorhandene Harware und erzeugt ein Programm, das nicht auf ein anderes System übertragbar ist. Es ist daher wichtig, dass Sie das Programm aus den Ports bauen und nicht das fertige Paket installieren. Zusätzlich können Sie auf der Kommandozeile von make noch einige Optionen angeben, die im Makefile beschrieben sind und am die Anfang des Baus ausgegeben werden: &prompt.root; cd /usr/ports/multimedia/mplayer &prompt.root; make N - O - T - E Take a careful look into the Makefile in order to learn how to tune mplayer towards you personal preferences! For example, make WITH_GTK1 builds MPlayer with GTK1-GUI support. If you want to use the GUI, you can either install /usr/ports/multimedia/mplayer-skins or download official skin collections from http://www.mplayerhq.hu/homepage/dload.html Für die meisten Benutzer sind die voreingestellten Option in Ordnung. Wenn Sie den XviD-Codec benötigen, müssen Sie auf der Kommandozeile die Option WITH_XVID angeben. Das DVD-Gerät können Sie mit der Option WITH_DVD_DEVICE angeben. Wenn Sie die Option nicht angeben, wird /dev/acd0 benutzt. Als dieser Abschnitt verfasst wurde, baute der MPlayer-Port die HTML-Dokumentation sowie die beiden Programme mplayer und mencoder. Mit mencoder können Sie Videodateien umwandeln. Die HTML-Dokumentation von MPlayer ist sehr lehrreich. Wenn Sie in diesem Kapitel Informationen über Video-Hardware oder Schnittstellen vermissen, ist die MPlayer-Dokumentation eine ausgezeichnete Quelle. Wenn Sie Informationen über die Video-Unterstützung unter &unix; benötigen, sollten Sie die MPlayer-Dokumentation auf jeden Fall lesen. MPlayer benutzen MPlayer benutzen Jeder Benutzer von MPlayer muss in seinem Heimatverzeichnis das Verzeichnis .mplayer anlegen. Dieses Verzeichnis können Sie wie folgt anlegen: &prompt.user; cd /usr/ports/multimedia/mplayer &prompt.user; make install-user Die Kommandozeilenoptionen von mplayer sind in der Hilfeseite aufgeführt. Eine genaue Beschreibung befindet sich in der HTML-Dokumentation. In diesem Abschnitt wird nur der normale Gebrauch von mplayer beschrieben. Um eine Datei, wie testfile.avi, unter verschiedenen Video-Schnittstellen abzuspielen, benutzen Sie die Option : &prompt.user; mplayer -vo xv testfile.avi &prompt.user; mplayer -vo sdl testfile.avi &prompt.user; mplayer -vo x11 testfile.avi &prompt.root; mplayer -vo dga testfile.avi &prompt.root; mplayer -vo 'sdl:dga' testfile.avi Es lohnt sich, alle Option zu testen. Die erzielte Geschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab und variiert beträchtlich je nach eingesetzter Hardware. Wenn Sie eine DVD abspielen wollen, ersetzen Sie testfile.avi durch . N ist die Nummer des Stücks, das Sie abspielen wollen und Gerät gibt den Gerätenamen des DVD-ROMs an. Das nachstehende Kommando spielt das dritte Stück von /dev/dvd: &prompt.root; mplayer -vo dga -dvd://3 /dev/dvd Das standardmäßig verwendete DVD-Laufwerk kann beim Bau des MPlayer-Ports mit der Option WITH_DVD_DEVICE festgelegt werden. Die Voreinstellung verwendet das Gerät /dev/acd0. Genaueres finden Sie im Makefile des Ports. Die Tastenkombinationen zum Abbrechen, Anhalten und Weiterführen der Wiedergabe entnehmen Sie bitte der Ausgabe von mplayer -h oder der Hilfeseite. Weitere nützliche Optionen für die Wiedergabe sind zur Wiedergabe im Vollbild-Modus und zur Steigerung der Geschwindigkeit. Damit die Kommandozeile von mplayer kurz bleibt, kann ein Benutzer Vorgaben in der Datei .mplayer/config hinterlegen: vo=xv fs=yes zoom=yes Schließlich kann mplayer noch DVD-Stücke in .vob-Dateien rippen. Das zweite Stück einer DVD wandeln Sie wie folgt in eine Datei um: &prompt.root; mplayer -dumpstream -dumpfile out.vob -dvd://2 /dev/dvd Die Ausgabedatei out.vob wird im MPEG-Format abgespeichert und kann mit anderen Werkzeugen aus diesem Abschnitt bearbeitet werden. mencoder mencoder Sie sollten die HTML-Dokumentation lesen, bevor Sie mencoder benutzen. Es gibt zwar eine Hilfeseite, die aber ohne die HTML-Dokumentation nur eingeschräkt nützlich ist. Es gibt viele Möglichkeiten die Qualität zu verbessern, die Bitrate zu verringern und Formate zu konvertieren. Einige davon haben erhebliche Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der Wiedergabe. Zum Start finden Sie im Folgenden einige Kommandozeilen. Die erste kopiert einfach eine Datei: &prompt.user; mencoder input.avi -oac copy -ovc copy -o output.avi Falsche Kombinationen von Kommandozeilenparametern ergeben eventuell Dateien, die selbst mplayer nicht mehr abspielen kann. Wenn Sie in eine Datei rippen, sollten Sie daher auf jeden Fall die Option von mplayer verwenden. Die nachstehende Kommandozeile wandelt die Datei input.avi nach MPEG4 mit MPEG3 für den Ton um (hierfür wird der Ports audio/lame benötigt): &prompt.user; mencoder input.avi -oac mp3lame -lameopts br=192 \ -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4:vhq -o output.avi Die Ausgabedatei lässt sowohl mit mplayer als auch xine abspielen. Wenn Sie input.avi durch ersetzen und das Kommando unter root laufen lassen, können Sie ein DVD-Stück direkt konvertieren. Da Sie wahrscheinlich beim ersten Mal unzufrieden mit den Ergebnissen sind, sollten Sie das Stück zuerst in eine Datei schreiben und anschließend die Datei weiterverarbeiten. Der Video-Spieler xine Der Video-Spieler xine ist ein Projekt mit großem Umfang. Das Projekt will nicht nur ein Programm für alle Video-Anwendungen bieten, sondern auch eine wiederverwendbare Bibliothek und ein Programm, das durch Plugins erweiterbar ist. Das Programm steht als fertiges Paket oder als Port unter multimedia/xine zur Verfügung. Der multimedia/xine-Spieler hat noch ein paar Ecken und Kanten, macht aber insgesamt einen guten Eindruck. Für einen reibungslosen Betrieb benötigt xine entweder eine schnelle CPU oder die XVideo-Erweiterung. Das GUI ist etwas schwerfällig. Zurzeit gibt es kein xine-Modul, das CSS-kodierte DVDs abspielen kann und sich in der &os; Ports-Sammlung befindet. xine ist benutzerfreundlicher als MPlayer, bietet allerdings nicht soviele Möglichkeiten. Am schnellsten läuft xine mit der XVideo-Erweiterung. In der Voreinstellung startet xine eine grafische Benutzeroberfläche. Über Menüs können Sie Dateien öffnen: &prompt.user; xine Alternativ können Sie das Programm auch ohne GUI aufrufen und Dateien direkt abspielen: &prompt.user; xine -g -p mymovie.avi Die transcode-Werkzeuge transcode ist kein Spieler, sondern eine Sammlung von Werkzeugen zur Umwandlung von Video- und Sounddateien. transcode mischt Video-Dateien und kann kaputte Video-Dateien reparieren. Die Werkzeuge werden als Filter verwendet, das heißt die Ein- und Ausgaben verwenden stdin/stdout. Beim Bau von transcode über den Port multimedia/transcode können zwar zahreiche Optionen angegeben werden. Empfehlenswert ist es aber, den Bau mit folgendem Befehl zu starten: &prompt.root; make WITH_OPTIMIZED_CFLAGS=yes WITH_LIBA52=yes WITH_LAME=yes WITH_OGG=yes \ WITH_MJPEG=yes -DWITH_XVID=yes Diese Einstellungen sollen für die meisten Anwender ausreichend sein. Um die Fähigkeiten von transcode zu illustrieren, wird im folgenden Beispiel eine DivX-Datei in eine PAL MPEG-1-Datei konvertiert: &prompt.user; transcode -i input.avi -V --export_prof vcd-pal -o output_vcd &prompt.user; mplex -f 1 -o output_vcd.mpg output_vcd.m1v output_vcd.mpa Die daraus resultierende MPEG-Datei, output_vcd.mpg, kann beispielsweise mit MPlayer abgespielt werden. Sie können sie sogar als Video-CD auf eine CD-R brennen. Wenn Sie diese Funktion benötigen, müssen Sie zusätzlich die beiden Programme multimedia/vcdimager und sysutils/cdrdao installieren. Zwar gibt es eine Manualpage zu transcode, Sie sollen aber auf jeden Fall auch die Informationen und Beispiele im transcode-Wiki lesen. Weiterführende Quellen Die Video-Software für &os; entwickelt sich sehr schnell. Es ist wahrscheinlich, dass die hier angesprochenen Probleme bald gelöst sind. Bis dahin müssen Anwender, die das meiste aus den Audio- und Video-Fähigkeiten von &os; machen wollen, Informationen aus mehreren FAQs und Tutorien zusammensuchen und verschiedene Anwendungen nebeneinander betreiben. Dieser Abschnitt weist auf weitere Informationsquellen hin. Die MPlayer-Dokumentation ist sehr aufschlussreich. Die Dokumente sollten wahrscheinlich von jedem gelesen werden, der hohe Fachkenntnisse über Video auf &unix; Systemen erlangen will. Die MPlayer-Mailinglisten reagiert feindselig auf Personen, die es nicht für nötig halten, die Dokumentation zu lesen. Wenn Sie Fehlerberichte an die Liste schicken wollen, lesen Sie bitte vorher die ausgezeichnete Dokumentation (RTFM). Das xine HOWTO enthält allgemein gültige Hinweise zur Verbesserung der Wiedergabegeschwindigkeit. Schließlich gibt es noch weitere vielversprechende Anwendungen, die Sie vielleicht ausprobieren wollen: Avifile gibt es schon als Port multimedia/avifile. Ogle wurde ebenfalls schon portiert: multimedia/ogle. Xtheater. multimedia/dvdauthor, ist ein Open-Source-Paket, mit dem Sie DVDs erstellen können. Josef El-Rayes Beigetragen von Marc Fonvieille Überarbeitet von TV-Karten einrichten TV-Karten Einführung Mit TV-Karten können Sie mit Ihrem Rechner über Kabel oder Antenne fernsehen. Die meisten Karten besitzen einen RCA- oder S-Video-Eingang. Einige Karten haben auch einen FM-Radio-Empfänger. Der &man.bktr.4;-Treiber von &os; unterstützt PCI-TV-Karten mit einem Brooktree Bt848/849/878/879 oder einem Conexant CN-878/Fusion 878a Chip. Die Karte sollte einen der unterstützten Empfänger besitzen, die in der Hilfeseite &man.bktr.4; aufgeführt sind. Den Treiber einrichten Um Ihre Karte zu benutzen, müssen Sie den &man.bktr.4;-Treiber laden. Fügen Sie die nachstehende Zeile in die Datei /boot/loader.conf ein: bktr_load="YES" Sie können den Treiber für die TV-Karte auch fest in den Kernel compilieren. Erweitern Sie dazu Ihre Kernelkonfiguration um die folgenden Zeilen: device bktr device iicbus device iicbb device smbus Die zusätzlichen Treiber werden benötigt, da die Komponenten der Karte über einen I2C-Bus verbunden sind. Bauen und installieren Sie dann den neuen Kernel. Anschließend müssen Sie Ihr System neu starten. Während des Neustarts sollte Ihre TV-Karte erkannt werden: bktr0: <BrookTree 848A> mem 0xd7000000-0xd7000fff irq 10 at device 10.0 on pci0 iicbb0: <I2C bit-banging driver> on bti2c0 iicbus0: <Philips I2C bus> on iicbb0 master-only iicbus1: <Philips I2C bus> on iicbb0 master-only smbus0: <System Management Bus> on bti2c0 bktr0: Pinnacle/Miro TV, Philips SECAM tuner. Abhängig von Ihrer Hardware können die Meldungen natürlich anders aussehen. Sie sollten aber prüfen, dass der Empfänger richtig erkannt wird. Die entdeckten Geräte lassen sich mit &man.sysctl.8; oder in der Kernelkonfigurationsdatei überschreiben. Wenn Sie beispielsweise einen Philips-SECAM-Empfänger erzwingen wollen, fügen Sie die folgende Zeile zur Kernelkonfigurationsdatei hinzu: options OVERRIDE_TUNER=6 Alternativ können Sie direkt &man.sysctl.8; benutzen: &prompt.root; sysctl hw.bt848.tuner=6 Weitere Informationen zu den verschiedenen Optionen finden Sie in &man.bktr.4; sowie in der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES. Nützliche Anwendungen Um die TV-Karte zu benutzen, müssen Sie eine der nachstehenden Anwendungen installieren: multimedia/fxtv lässt das Fernsehprogramm in einem Fenster laufen und kann Bilder, Audio und Video aufzeichnen. multimedia/xawtv eine weitere TV-Anwendung, mit den gleichen Funktionen wie fxtv. misc/alevt dekodiert und zeigt Videotext/Teletext an. Mit audio/xmradio lässt sich der FM-Radio-Empfänger, der sich auf einigen TV-Karten befindet, benutzen. audio/wmtune ein leicht zu bedienender Radio-Empfänger. Weitere Anwendungen finden Sie in der &os; Ports-Sammlung. Fehlersuche Wenn Sie Probleme mit Ihrer TV-Karte haben, prüfen Sie zuerst, ob der Video-Capture-Chip und der Empfänger auch wirklich vom &man.bktr.4;-Treiber unterstützt werden. Prüfen Sie dann, ob Sie die richtigen Optionen verwenden. Weitere Hilfe erhalten Sie auf der Mailingliste &a.multimedia.name; und in deren Archiven. Marc Fonvieille Beigetragen von Scanner Scanner Einführung Unter &os; können Sie, wie unter jedem anderen modernen Betriebssystem, Scanner benutzen. Die Anwendung SANE (Scanner Access Now Easy) aus der Ports-Sammlung stellt eine einheitliche Schnittstelle (API) für den Zugriff auf Scanner bereit. SANE greift auf Scanner mithilfe einiger &os;-Treiber zu. &os; unterstützt sowohl SCSI- als auch USB-Scanner. Prüfen Sie vor der Konfiguration mithilfe der Liste der unterstützten Geräte ob Ihr Scanner von SANE unterstützt wird. Die Hilfeseite &man.uscanner.4; zählt ebenfalls die unterstützten USB-Scanner auf. Den Kernel für Scanner einrichten Da sowohl SCSI- als auch USB-Scanner unterstützt werden, werden abhängig von der Schnittstelle unterschiedliche Treiber benötigt. USB-Scanner Im GENERIC-Kernel sind schon alle, für einen USB-Scanner notwendigen, Treiber enthalten. Wenn Sie einen angepassten Kernel benutzen, prüfen Sie, dass die Kernelkonfiguration die nachstehenden Zeilen enthält: device usb device uhci device ohci device uscanner Abhängig vom Chipsatz Ihrer Systemplatine benötigen Sie in der Kernelkonfiguration entweder die Option device uhci oder die Option device ohci. Die Kernelkonfiguration kann allerdings auch beide Optionen enthalten. Wenn Sie den Kernel nicht neu bauen wollen und einen angepassten Kernel verwenden, können Sie den Treiber &man.uscanner.4; direkt mit dem Kommando &man.kldload.8; laden: &prompt.root; kldload uscanner Wenn Sie das Modul bei jedem Systemstart laden wollen, fügen Sie in der Datei /boot/loader.conf die nachstehende Zeile hinzu: uscanner_load="YES" Nachdem Sie das System mit dem richtigen Kernel neu gestartet oder das Modul geladen haben, stecken Sie den USB-Scanner ein. In den Systemmeldungen (&man.dmesg.8;) sollte ein Eintrag wie der folgende erscheinen: uscanner0: EPSON EPSON Scanner, rev 1.10/3.02, addr 2 Die Meldung besagt, dass der Scanner die Gerätedatei /dev/uscanner0 benutzt. SCSI-Scanner Wenn Ihr Scanner eine SCSI-Schnittstelle besitzt, ist die Kernelkonfiguration abhängig vom verwendeten SCSI-Controller. Der GENERIC-Kernel unterstützt die gebräuchlichen SCSI-Controller. Den richtigen Treiber finden Sie in der Datei NOTES. Neben dem Treiber muss Ihre Kernelkonfiguration noch die nachstehenden Zeilen enthalten: device scbus device pass Nachdem Sie einen Kernel gebaut haben, sollte der Scanner beim Neustart in den Systemmeldungen erscheinen: pass2 at aic0 bus 0 target 2 lun 0 pass2: <AGFA SNAPSCAN 600 1.10> Fixed Scanner SCSI-2 device pass2: 3.300MB/s transfers Wenn der Scanner während des Systemstarts ausgeschaltet war, können Sie die Geräteerkennung erzwingen, indem Sie den SCSI-Bus erneut absuchen. Verwenden Sie dazu das Kommando &man.camcontrol.8;: &prompt.root; camcontrol rescan all Re-scan of bus 0 was successful Re-scan of bus 1 was successful Re-scan of bus 2 was successful Re-scan of bus 3 was successful Der Scanner wird anschließend in der SCSI-Geräteliste angezeigt: &prompt.root; camcontrol devlist <IBM DDRS-34560 S97B> at scbus0 target 5 lun 0 (pass0,da0) <IBM DDRS-34560 S97B> at scbus0 target 6 lun 0 (pass1,da1) <AGFA SNAPSCAN 600 1.10> at scbus1 target 2 lun 0 (pass3) <PHILIPS CDD3610 CD-R/RW 1.00> at scbus2 target 0 lun 0 (pass2,cd0) Weiteres über SCSI-Geräte lesen Sie bitte in den Hilfeseiten &man.scsi.4; und &man.camcontrol.8; nach. SANE konfigurieren SANE besteht aus zwei Teilen: den Backends (graphics/sane-backends) und den Frontends (graphics/sane-frontends). Das Backend greift auf den Scanner zu. Welches Backend welchen Scanner unterstützt, entnehmen Sie der Liste der unterstützten Geräte.. Der Betrieb eines Scanners ist nur dem richtigen Backend möglich. Die Frontends sind die Anwendungen, mit denen gescannt wird (xscanimage). Installieren Sie zuerst den Port oder das Paket graphics/sane-backends. Anschließend können Sie mit dem Befehl sane-find-scanner prüfen, ob SANE Ihren Scanner erkennt: &prompt.root; sane-find-scanner -q found SCSI scanner "AGFA SNAPSCAN 600 1.10" at /dev/pass3 Die Ausgabe zeigt die Schnittstelle und die verwendete Gerätedatei des Scanners. Der Hersteller und das Modell können in der Ausgabe fehlen. Bei einigen USB-Scannern müssen Sie die Firmware aktualisieren, dies wird in der Hilfeseite des Backends erklärt. Lesen Sie bitte auch die Hilfeseiten &man.sane-find-scanner.1; und &man.sane.7;. Als nächstes müssen Sie prüfen, ob der Scanner vom Frontend erkannt wird. Die SANE-Backends werden mit dem Kommandozeilenwerkzeug &man.scanimage.1; geliefert. Mit diesem Werkzeug können Sie sich Scanner anzeigen lassen und den Scan-Prozess von der Kommandozeile starten. Die Option zeigt die Scanner an: &prompt.root; scanimage -L device `snapscan:/dev/pass3' is a AGFA SNAPSCAN 600 flatbed scanner Erscheint die Meldung, dass kein Scanner gefunden wurde oder wird gar keine Ausgabe erzeugt, konnte &man.scanimage.1; keinen Scanner erkennen. In diesem Fall müssen Sie in der Konfigurationsdatei des Backends das zu benutzende Gerät eintragen. Die Konfigurationsdateien der Backends befinden sich im Verzeichnis /usr/local/etc/sane.d/. Erkennungsprobleme treten bei bestimmten USB-Scannern auf. Mit dem USB-Scanner aus zeigt sane-find-scanner die folgende Ausgabe: &prompt.root; sane-find-scanner -q found USB scanner (UNKNOWN vendor and product) at device /dev/uscanner0 Der Scanner wurde richtig erkennt, er benutzt eine USB-Schnittstelle und verwendet die Gerätedatei /dev/uscanner0. Ob der Scanner vom Frontend erkannt wird, zeigt das nachstehende Kommando: &prompt.root; scanimage -L No scanners were identified. If you were expecting something different, check that the scanner is plugged in, turned on and detected by the sane-find-scanner tool (if appropriate). Please read the documentation which came with this software (README, FAQ, manpages). Da der Scanner nicht erkannt wurde, muss die Datei /usr/local/etc/sane.d/epson.conf editiert werden. Der verwendete Scanner war ein &epson.perfection; 1650, daher wird das epson-Backend benutzt. Lesen Sie bitte alle Kommentare in der Konfigurationsdatei des Backends. Die durchzuführenden Änderungen sind einfach. Kommentieren Sie zunächst alle Zeilen mit der falschen Schnittstelle aus. Da der Scanner eine USB-Schnittstelle besitzt, wurden im Beispiel alle Zeilen, die mit scsi anfingen, auskommentiert. Fügen Sie dann die Schnittstelle und den Gerätenamen am Ende der Datei ein. In diesem Beispiel wurde die nachstehende Zeile eingefügt: usb /dev/uscanner0 Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der Hilfeseite des Backends. Jetzt können Sie prüfen, ob der Scanner richtig erkannt wird: &prompt.root; scanimage -L device `epson:/dev/uscanner0' is a Epson GT-8200 flatbed scanner Der Scanner wurde nun erkannt. Es ist nicht wichtig, ob der Hersteller oder das Modell richtig angezeigt werden. Wichtig ist die Ausgabe `epson:/dev/uscanner0', die das richtige Backend und den richtigen Gerätenamen anzeigt. Wenn scanimage -L den Scanner erkannt hat, ist der Scanner eingerichtet und bereit, zu scannen. Obwohl wir mit &man.scanimage.1; von der Kommandozeile scannen können, ist eine graphische Anwendung zum Scannen besser geeignet. SANE bietet ein einfaches und effizientes Werkzeug: xscanimage (graphics/sane-frontends). Xsane (graphics/xsane) ist eine weitere beliebte graphische Anwendung. Dieses Frontend besitzt erweiterte Funktionen wie den Scan-Modus (beispielsweise Photo, Fax), eine Farbkorrektur und Batch-Scans. Beide Anwendungen lassen sich als GIMP-Plugin verwenden. Den Scanner für Benutzerkonten freigeben Vorher wurden alle Tätigkeiten mit root-Rechten ausgeführt. Wenn andere Benutzer den Scanner benutzen sollen, müssen sie Lese- und Schreibrechte auf die Gerätedatei des Scanners besitzen. Im Beispiel wird die Datei /dev/uscanner0 verwendet, die der Gruppe operator gehört. Damit der Benutzer joe auf den Scanner zugreifen kann, muss das Konto in die Gruppe operator aufgenommen werden: &prompt.root; pw groupmod operator -m joe Weiteres entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.pw.8;. Da Mitglieder der Gruppe operator in der Voreinstellung nur Leserechte für die Gerätedatei /dev/uscanner0 besitzen, müssen Sie ebenfalls die Schreibbrechtigung (0660 oder 0664) vergeben. Dazu fügen Sie in die Datei /etc/devfs.rules die nachstehenden Zeilen ein: [system=5] add path uscanner0 mode 660 In die Datei /etc/rc.conf fügen Sie noch die folgende Zeile ein: devfs_system_ruleset="system" Starten Sie anschließend Ihr System neu. Weitere Informationen finden Sie in &man.devfs.8;. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie genau darauf achten, wen Sie in eine Gruppe aufnehmen, besonders wenn es sich um die Gruppe operator handelt. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/serialcomms/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/serialcomms/chapter.sgml index c58bf8674f..9905a2a273 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/serialcomms/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/serialcomms/chapter.sgml @@ -1,3090 +1,3090 @@ Martin Heinen Übersetzt von Serielle Datenübertragung Übersicht serielle Datenübertragung &unix; Systeme unterstützten schon immer die serielle Datenübertragung. Tatsächlich wurden Ein- und Ausgaben auf den ersten &unix; Maschinen über serielle Leitungen durchgeführt. Seit der Zeit, in der ein durchschnittlicher Terminal aus einem seriellen Drucker mit 10 Zeichen/Sekunde und einer Tastatur bestand, hat sich viel verändert. Dieses Kapitel behandelt einige Möglichkeiten, serielle Datenübertragung unter FreeBSD zu verwenden. Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, werden Sie Folgendes wissen: Wie Sie Terminals an Ihr FreeBSD anschließen. Wie Sie sich mit einem Modem auf einem entfernten Rechner einwählen. Wie Sie entfernten Benutzern erlauben, sich mit einem Modem in Ihr System einzuwählen. Wie Sie Ihr System über eine serielle Konsole booten. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie einen neuen Kernel konfigurieren und installieren können (). Das Berechtigungskonzept von &unix; und Prozesse verstehen (). Zudem sollten Sie Zugriff auf die Handbücher der seriellen Komponenten (Modem oder Multiportkarte) haben, die Sie mit FreeBSD verwenden wollen. Einführung Begriffe bits-per-second bps Bits pro Sekunde – Einheit für die Übertragungsgeschwindigkeit. DEE (DTE) DEE DTE Datenendeinrichtung (Data Terminal Equipment) – zum Beispiel Ihr Computer. DÜE (DCE) DÜE DCE Datenübertragungseinrichtung (Data Communications Equipment) – Ein Modem. RS-232 RS-232C Kabel EIA (Electronic Industries Association) Norm für die serielle Datenübertragung. In diesem Abschnitt wird der Begriff Baud nicht für Übertragungsgeschwindigkeiten gebraucht. Baud bezeichnet elektrische Zustandswechsel pro Zeiteinheit, die Taktfrequenz, während bps (Bits pro Sekunde) der richtige Begriff für die Übertragungsgeschwindigkeit ist (die meisten Pedanten sollten damit zufrieden sein). Kabel und Schnittstellen Um ein Modem oder einen Terminal an Ihr FreeBSD-System anzuschließen, muss Ihr Computer über eine serielle Schnittstelle verfügen. Zusätzlich brauchen Sie noch das passende Kabel, um das Gerät mit der Schnittstelle zu verbinden. Wenn Sie mit Ihren Geräten und den nötigen Kabeln schon vertraut sind, können Sie diesen Abschnitt überspringen. Kabel Es gibt verschiedene serielle Kabel. Die zwei häufigsten sind Nullmodemkabel und Standard-RS-232-Kabel. Die Dokumentation Ihrer Hardware sollte beschreiben, welchen Kabeltyp Sie benötigen. Nullmodemkabel Nullmodemkabel Ein Nullmodemkabel verbindet einige Signale, wie die Betriebserde, eins zu eins, andere Signale werden getauscht: Die Sende- und Empfangsleitungen werden zum Beispiel gekreuzt. Sie können das Kabel für die Anbindung eines Terminals auch selbst herstellen. Die folgende Tabelle enthält die Signalnamen von RS-232C sowie die Pinbelegung für einen Stecker vom Typ DB-25. Beachten Sie dabei aber, dass der Standard zwar eine direkte Verbindung beider Pin 1 (Protective Ground) vorschreibt, diese aber in vielen Fällen nicht vorhanden ist. Einige Terminals benötigen nur die Pins 2, 3 und 7 für eine korrekte Funktion, während andere eine unterschiedliche Konfiguration als die in den folgenden Beispielen gezeigte benötigen. Nullmodemkabel vom Typ DB-25-zu-DB-25 Signal Pin # Pin # Signal SG 7 verbunden mit 7 SG TD 2 verbunden mit 3 RD RD 3 verbunden mit 2 TD RTS 4 verbunden mit 5 CTS CTS 5 verbunden mit 4 RTS DTR 20 verbunden mit 6 DSR DTR 20 verbunden mit 8 DCD DSR 6 verbunden mit 20 DTR DCD 8 verbunden mit 20 DTR
Die folgenden zwei Schemata werden heutzutage ebenfalls häufig eingesetzt: Nullmodemkabel vom Typ DB-9-zu-DB-9 Signal Pin # Pin # Signal RD 2 verbunden mit 3 TD TD 3 verbunden mit 2 RD DTR 4 verbunden mit 6 DSR DTR 4 verbunden mit 1 DCD SG 5 verbunden mit 5 SG DSR 6 verbunden mit 4 DTR DCD 1 verbunden mit 4 DTR RTS 7 verbunden mit 8 CTS CTS 8 verbunden mit 7 RTS
Nullmodemkabel vom Typ DB-9-zu-DB-25 Signal Pin # Pin # Signal RD 2 verbunden mit 2 TD TD 3 verbunden mit 3 RD DTR 4 verbunden mit 6 DSR DTR 4 verbunden mit 8 DCD SG 5 verbunden mit 7 SG DSR 6 verbunden mit 20 DTR DCD 1 verbunden mit 20 DTR RTS 7 verbunden mit 5 CTS CTS 8 verbunden mit 4 RTS
Wird ein Pin eines Kabels mit zwei Pins des anderen Kabels verbunden, werden dazu in der Regel zuerst die beiden Pins mit einem kurzem Draht verbunden. Danach wird dieser Draht mit dem Pin des anderen Endes verbunden. Die eben besprochenen Schemata scheinen die beliebtesten zu sein. Es gibt aber noch weitere Varianten. Im Buch RS-232 Made Easy wird beispielsweise SG mit SG verbunden, TD mit RD, RTS und CTS mit DCD, DTR mit DSR, und umgekehrt.
Standard RS-232C Kabel RS-232C Kabel Ein Standard-RS-232C-Kabel verbindet alle Signale direkt, das heißt das Signal Transmitted Data wird mit dem Signal Transmitted Data der Gegenstelle verbunden. Dieses Kabel wird benötigt, um ein Modem mit einem FreeBSD-System zu verbinden. Manche Terminals benötigen dieses Kabel ebenfalls.
Schnittstellen Über serielle Schnittstellen werden Daten zwischen dem FreeBSD-System und dem Terminal übertragen. Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen Schnittstellen und wie sie unter FreeBSD angesprochen werden. Arten von Schnittstellen Da es verschiedene Schnittstellen gibt, sollten Sie vor dem Kauf oder Selbstbau eines Kabels sicherstellen, dass dieses zu den Schnittstellen Ihres Terminals und FreeBSD-Systems passt. Die meisten Terminals besitzen DB-25-Stecker. Personal Computer haben DB-25- oder DB-9-Stecker. Wenn Sie eine serielle Multiportkarte für Ihren PC besitzen, haben Sie vielleicht RJ-12- oder RJ-45-Anschlüsse. Die Dokumentation Ihrer Geräte sollte Aufschluss über den Typ der benötigten Anschlüsse geben. Oft hilft es, wenn Sie sich den Anschluss einfach ansehen. Schnittstellenbezeichnung Unter FreeBSD sprechen Sie die serielle Schnittstelle (Port) über einen Eintrag im /dev Verzeichnis an. Es gibt dort zwei verschiedene Einträge: Schnittstellen für eingehende Verbindungen werden /dev/ttydN genannt. Dabei ist N die Nummer der Schnittstelle, deren Zählung bei Null beginnt. Allgemein wird diese Schnittstelle für Terminals benutzt. Diese Schnittstelle funktioniert nur, wenn ein Data Carrier Detect Signal (DCD) vorliegt. Für ausgehende Verbindungen wird /dev/cuadN verwendet. Dieser Port wird normalerweise nur von Modems genutzt. Sie können ihn allerdings für Terminals benutzen, die das Data Carrier Detect Signal nicht unterstützen. Unter &os;5.X wurden Ports für ausgehende Verbindungen mit /dev/cuaaN bezeichnet. Wenn Sie einen Terminal an die erste serielle Schnittstelle (COM1 in &ms-dos;), angeschlossen haben, sprechen Sie ihn über /dev/ttyd0 an. Wenn er an der zweiten seriellen Schnittstelle angeschlossen ist, verwenden Sie /dev/ttyd1, usw.
Kernelkonfiguration In der Voreinstellung benutzt FreeBSD vier serielle Schnittstellen, die in &ms-dos;-Kreisen als COM1, COM2, COM3 und COM4 bekannt sind. Momentan unterstützt FreeBSD einfache Multiportkarten (z.B. die BocaBoard 1008 und 2016) und bessere wie die von Digiboard und Stallion Technologies. In der Voreinstellung sucht der Kernel allerdings nur nach den Standardanschlüssen. Um zu überprüfen, ob der Kernel eine Ihrer seriellen Schnittstellen erkennt, achten Sie auf die Meldungen beim Booten, oder schauen sich diese später mit /sbin/dmesg an. Insbesondere sollten Sie auf Meldungen achten, die mit den Zeichen sio anfangen. Das folgende Kommando zeigt Ihnen nur die Meldungen an, die die Folge sio enthalten: &prompt.root; /sbin/dmesg | grep 'sio' Auf einem System mit vier seriellen Schnittstellen sollte der Kernel die folgenden Meldungen ausgeben: sio0 at 0x3f8-0x3ff irq 4 on isa sio0: type 16550A sio1 at 0x2f8-0x2ff irq 3 on isa sio1: type 16550A sio2 at 0x3e8-0x3ef irq 5 on isa sio2: type 16550A sio3 at 0x2e8-0x2ef irq 9 on isa sio3: type 16550A Wenn Ihr Kernel nicht alle seriellen Schnittstellen erkennt, müssen Sie Ihren Kernel über die Datei /boot/device.hints konfigurieren. Zusätzlich können Sie Einträge für Geräte, die auf Ihrem System nicht vorhanden sind, aus dem Kernel entfernen. Die Hilfeseite &man.sio.4; enthält weitere Informationen zu seriellen Schnittstellen und Multiportkarten. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Konfigurationsdateien von älteren FreeBSD-Versionen verwenden, da sich die Syntax und die Bedeutung der Optionen zwischen verschiedenen Versionen geändert hat. port IO_COM1 ist ein Ersatz für port 0x3f8, IO_COM2 bedeutet port 0x2f8, IO_COM3 bedeutet port 0x3e8 und IO_COM4 steht für port 0x2e8. Die angegebenen IO-Adressen sind genau wie die Interrupts 4, 3, 5 und 9 üblich für serielle Schnittstellen. Beachten Sie bitte, dass sich normale serielle Schnittstellen auf ISA-Bussen keine Interrupts teilen können. Multiportkarten besitzen zusätzliche Schaltkreise, die es allen 16550As auf der Karte erlauben, sich einen oder zwei Interrupts zu teilen. Gerätedateien Die meisten Geräte im Kernel werden durch Gerätedateien in /dev angesprochen. Die sio Geräte werden durch /dev/ttydN für eingehende Verbindungen und durch /dev/cuadN für ausgehende Verbindungen angesprochen. Zum Initialisieren der Geräte stellt FreeBSD die Dateien /dev/ttydN und /dev/cuadN (unter &os; 6.X) beziehungsweise /dev/ttyidN und /dev/cuaiaN zur Verfügung. Zusätzlich existieren Dateien für das Sperren von Gerätedateien (Locking). Dabei handelt es sich um die Dateien /dev/ttydN.lock und /dev/cuadN.lock (unter &os; 6.X) beziehungsweise um die Dateien /dev/ttyldN und /dev/cualaN. Diese Dateien werden benutzt, um Kommunikationsparameter beim Öffnen eines Ports vorzugeben. Für Modems, die zur Flusskontrolle RTS/CTS benutzen, kann damit crtscts gesetzt werden. Die Geräte /dev/ttyldN und /dev/cualaN (locking devices) werden genutzt, um bestimmte Parameter festzuschreiben und vor Veränderungen zu schützen. Weitere Informationen zu Terminals finden Sie in &man.termios.4;, &man.sio.4; erklärt die Dateien zum Initialisieren und Sperren der Geräte, &man.stty.1; beschreibt schließlich Terminal-Einstellungen. Konfiguration der seriellen Schnittstelle ttyd cuad Anwendungen benutzen normalerweise die Geräte ttydN oder cuadN. Das Gerät besitzt einige Voreinstellungen für Terminal-I/O, wenn es von einem Prozess geöffnet wird. Mit dem folgenden Kommando können Sie sich diese Einstellungen ansehen: &prompt.root; stty -a -f /dev/ttyd1 Sie können diese Einstellungen verändern, sie bleiben allerdings nur solange wirksam, bis das Gerät geschlossen wird. Wenn das Gerät danach wieder geöffnet wird, sind die Voreinstellungen wieder wirksam. Um die Voreinstellungen zu ändern, öffnen Sie das Gerät, das zum Initialisieren dient und verändern dessen Einstellungen. Um beispielsweise für ttyd5 den Modus, 8-Bit Kommunikation und Flusssteuerung einzuschalten, setzen Sie das folgende Kommando ab: &prompt.root; stty -f /dev/ttyd5.init clocal cs8 ixon ixoff rc-Dateien rc.serial In /etc/rc.d/rc.serial werden die systemweiten Voreinstellungen für serielle Geräte vorgenommen. Um zu verhindern, dass Einstellungen von Anwendungen verändert werden, können Sie die Geräte zum Festschreiben von Einstellungen (locking devices) benutzen. Wenn sie beispielsweise die Geschwindigkeit von ttyd5 auf 57600 bps festlegen wollen, benutzen Sie das folgende Kommando: &prompt.root; stty -f /dev/ttyld5 57600 Eine Anwendung, die ttyd5 öffnet, kann nun nicht mehr die Geschwindigkeit ändern und muss 57600 bps benutzen. Die Geräte zum Initialisieren und Festschreiben von Einstellungen sollten selbstverständlich nur von root beschreibbar sein.
Sean Kelly Beigetragen von Terminals Terminals Wenn Sie sich nicht an der Konsole oder über ein Netzwerk an Ihrem FreeBSD-System anmelden können, sind Terminals ein bequemer und billiger Weg auf Ihr System zuzugreifen. Dieser Abschnitt beschreibt wie Sie Terminals mit FreeBSD benutzen. Terminaltypen Das ursprüngliche &unix; System besaß keine Konsolen. Zum Anmelden und Starten von Programmen wurden stattdessen Terminals benutzt, die an den seriellen Schnittstellen des Rechners angeschlossen waren. Dies entspricht der Benutzung eines Modems zum Anmelden auf einem entfernten System, um dort mit einem Terminalemulator im Textmodus zu arbeiten. Die Konsolen heutiger PCs besitzen sehr gute Grafikfähigkeiten, trotzdem gibt es in fast jedem &unix; System die Möglichkeit, sich über die serielle Schnittstelle anzumelden; FreeBSD ist da keine Ausnahme. Sie können sich an einem Terminal anmelden und dort jedes Textprogramm, das Sie normalerweise an der Konsole oder in einem xterm Fenster im X Window System benutzen, laufen lassen. Im kommerziellen Umfeld können Sie viele Terminals an ein FreeBSD-System anschließen und diese auf den Arbeitsplätzen Ihrer Angestellten aufstellen. Im privaten Umfeld kann ein älterer IBM PC oder &macintosh; als Terminal dienen. Damit verwandeln Sie einen Einzelarbeitsplatz in ein leistungsfähiges Mehrbenutzersystem. FreeBSD kennt drei verschiedene Terminals: Dumb terminals, PCs, die als Terminals fungieren, X Terminals. Die folgenden Abschnitte beschreiben jeden dieser Terminals. Dumb-Terminals Dumb-Terminals (unintelligente Datenstationen) sind Geräte, die über die serielle Schnittstelle mit einem Rechner verbunden werden. Sie werden unintelligent genannt, weil sie nur Text senden und empfangen und keine Programme laufen lassen können. Alle Programme, wie Texteditoren, Compiler oder Spiele befinden sich auf dem Rechner, der mit dem Terminal verbunden ist. Es gibt viele Dumb-Terminals, die von verschiedenen Herstellern produziert werden, wie zum Beispiel der VT-100 von Digital Equipment Corporation oder der WY-75 von Wyse. So gut wie jeder der verschiedenen Terminals sollte mit FreeBSD zusammenarbeiten. Manche High-End Geräte verfügen sogar über Grafikfähigkeiten, die allerdings nur von spezieller Software genutzt werden kann. Dumb-Terminals sind in Umgebungen beliebt, in denen keine Grafikanwendungen, wie zum Beispiel X-Programme, laufen müssen. PCs, die als Terminal fungieren Jeder PC kann die Funktion eines Dumb-Terminals, der ja nur Text senden und empfangen kann, übernehmen. Dazu brauchen Sie nur das richtige Kabel und eine Terminalemulation, die auf dem PC läuft. Diese Konfiguration ist im privaten Umfeld sehr beliebt. Wenn Ihr Ehepartner zum Beispiel gerade an der FreeBSD-Konsole arbeitet, können Sie einen weniger leistungsstarken PC, der als Terminal mit dem FreeBSD-System verbunden ist, benutzen, um dort gleichzeitig im Textmodus zu arbeiten. Bereits im Basissystem sind mindestens zwei Werkzeuge vorhanden, die Sie zur Arbeit über eine serielle Konsole einsetzen können: &man.cu.1; sowie &man.tip.1;. Um sich von einem &os;-System aus über eine serielle Verbindung mit einem anderen System zu verbinden, geben Sie folgenden Befehl ein: &prompt.root; cu -l serial-port-device serial-port-device ist hier der Name der Gerätedatei, die einer bestimmten seriellen Schnittstelle Ihres Systems zugewiesen ist. Diese Gerätedateien wurden vor &os; 6.0 als /dev/cuaaN, seither als /dev/cuadN bezeichnet. Der Buchstabe N muss dabei durch die Nummer des seriellen Ports Ihres Systems ersetzt werden. Beachten Sie, dass die Numerierung dieses Daten (im Gegensatz etwa zu &ms-dos;-kompatiblen Systemen) unter &os; mit Null und nicht mit Eins beginnt. Die Schnittstelle COM1 entspricht daher in der Regel /dev/cuad0 unter &os;. In der Ports-Sammlung finden sich weitere Programme (beispielsweise comms/minicom), mit denen Sie eine Verbindung über eine serielle Schnittstelle herstellen können. X-Terminals X-Terminals sind die ausgereiftesten der verfügbaren Terminals. Sie werden nicht mit der seriellen Schnittstelle sondern mit einem Netzwerk, wie dem Ethernet, verbunden. Diese Terminals sind auch nicht auf den Textmodus beschränkt, sondern können jede X-Anwendung darstellen. X-Terminals sind hier nur der Vollständigkeit halber aufgezählt. Die Einrichtung von X-Terminals wird in diesem Abschnitt nicht beschrieben. Konfiguration Im Folgenden wird beschrieben, wie Sie Ihr FreeBSD-System konfigurieren müssen, um sich an einem Terminal anzumelden. Dabei wird vorausgesetzt, dass der Kernel bereits die serielle Schnittstelle, die mit dem Terminal verbunden ist, unterstützt. Weiterhin sollte der Terminal schon angeschlossen sein. Aus wissen Sie, dass init für das Initialisieren des Systems und den Start von Prozessen zum Zeitpunkt des Systemstarts verantwortlich ist. Unter anderem liest init /etc/ttys ein und startet für jeden verfügbaren Terminal einen getty Prozess. getty wiederum fragt beim Anmelden den Benutzernamen ab und startet login. Um Terminals auf Ihrem FreeBSD-System einzurichten, führen Sie folgenden Schritte als root durch: Wenn er noch nicht da ist, fügen Sie einen Eintrag in /etc/ttys für die serielle Schnittstelle aus /dev ein. Geben Sie /usr/libexec/getty als auszuführendes Programm an. Als Parameter für getty geben Sie den passenden Verbindungstyp aus /etc/gettytab an. Geben Sie den Terminaltyp an. Aktivieren Sie den Anschluss. Geben Sie die Sicherheit des Anschlusses an. Veranlassen Sie init /etc/ttys erneut zu lesen. Optional können Sie in /etc/gettytab auch einen auf Ihre Zwecke angepassten Terminaltyp erstellen. Die genaue Vorgehensweise wird in diesem Abschnitt nicht erklärt, aber die Manualpages von &man.gettytab.5; und &man.getty.8; enthalten dazu weitere Informationen. Hinzufügen eines Eintrags in <filename>/etc/ttys</filename> In /etc/ttys werden alle Terminals aufgeführt, an denen Sie sich auf dem FreeBSD-System anmelden können. Hier findet sich zum Beispiel ein Eintrag für die erste virtuelle Konsole /dev/ttyv0, der es Ihnen ermöglicht, sich dort anzumelden. Die Datei enthält des Weiteren Einträge für andere virtuelle Konsolen, serielle Schnittstellen und Pseudoterminals. Wenn Sie einen Terminal konfigurieren wollen, fügen sie einen Eintrag für den Namen des Gerätes aus /dev ohne das Präfix /dev hinzu. Zum Beispiel wird /dev/ttyv0 als ttyv0 aufgeführt. In der Voreinstellung enthält /etc/ttys Einträge für die ersten vier seriellen Schnittstellen. Wenn Sie an eine von diesen einen Terminal anschließen, brauchen Sie keinen weiteren Eintrag hinzuzufügen. Einträge in <filename>/etc/ttys</filename> hinzufügen Angenommen, wir wollen an ein System zwei Terminals anschließen: Einen Wyse-50 und einen alten 286 IBM PC, der mit Procomm einen VT-100 Terminal emuliert. Den Wyse-Terminal verbinden wir mit der zweiten seriellen Schnittstelle und den 286 mit der sechsten seriellen Schnittstelle (einem Anschluss auf einer Multiportkarte). Die entsprechenden Einträge in /etc/ttys würden dann wie folgt aussehen: ttyd1 "/usr/libexec/getty std.38400" wy50 on insecure ttyd5 "/usr/libexec/getty std.19200" vt100 on insecure Das erste Feld gibt normalerweise den Namen der Gerätedatei aus /dev an. Im zweiten Feld wird das auszuführende Kommando, normal ist das &man.getty.8;, angegeben. getty initialisiert und öffnet die Verbindung, setzt die Geschwindigkeit und fragt den Benutzernamen ab. Danach führt es &man.login.1; aus. getty akzeptiert einen optionalen Parameter auf der Kommandozeile, den Verbindungstyp, der die Eigenschaften der Verbindung, wie die Geschwindigkeit und Parität, festlegt. Die Typen und die damit verbundenen Eigenschaften liest getty aus /etc/gettytab. /etc/gettytab enthält viele Einträge sowohl für neue wie auch alte Terminalverbindungen. Die meisten Einträge, die mit std beginnen, sollten mit einem festverdrahteten Terminal funktionieren. Für jede Geschwindigkeit zwischen 110 bps und 115200 bps gibt es einen std Eintrag. Natürlich können Sie auch eigene Einträge erstellen, Informationen dazu finden Sie in &man.gettytab.5;. Wenn Sie den Verbindungstyp in /etc/ttys eintragen, stellen Sie bitte sicher, dass die Kommunikationseinstellungen auch mit denen des Terminals übereinstimmen. In unserem Beispiel verwendet der Wyse-50 keine Parität und 38400 bps, der 286 PC benutzt ebenfalls keine Parität und arbeitet mit 19200 bps. Das dritte Feld gibt den Terminaltyp an, der normalerweise mit diesem Anschluss verbunden ist. Für Einwählverbindungen wird oft unknown oder dialup benutzt, da sich die Benutzer praktisch mit beliebigen Terminals oder Emulatoren anmelden können. Bei festverdrahteten Terminals ändert sich der Typ nicht, so dass Sie in diesem Feld einen richtigen Typ aus der &man.termcap.5; Datenbank angeben können. In unserem Beispiel benutzen wir für den Wyse-50 den entsprechenden Typ aus &man.termcap.5;, der 286 PC wird als VT-100, den er ja emuliert, angegeben. Das vierte Feld gibt an, ob der Anschluss aktiviert werden soll. Wenn Sie hier on angeben, startet init das Programm, das im zweiten Feld angegeben wurde (normal getty). Wenn Sie off angeben, wird das Kommando aus dem zweiten Feld nicht ausgeführt und folglich können Sie sich dann an dem betreffenden Terminal nicht anmelden. Im letzten Feld geben Sie die Sicherheit des Anschlusses an. Wenn Sie hier secure angeben, darf sich root (oder jeder Account mit der UID 0) über diese Verbindung anmelden. Wenn Sie insecure angeben, dürfen sich nur unprivilegierte Benutzer anmelden. Diese können später mit &man.su.1; oder einem ähnlichen Mechanismus zu root wechseln. Es wird dringend empfohlen, insecure nur für Terminals hinter verschlossenen Türen zu verwenden, da Sie mit su leicht zum Superuser werden können. <command>init</command> zwingen, <filename>/etc/ttys</filename> erneut zu lesen Nachdem Sie die nötigen Änderungen in /etc/ttys vorgenommen haben, schicken Sie init ein SIGHUP-Signal (hangup), um es zu veranlassen, seine Konfigurationsdatei neu zu lesen: &prompt.root; kill -HUP 1 Da init immer der erste Prozess auf einem System ist, besitzt es immer die PID 1. Wenn alles richtig eingerichtet ist, alle Kabel angeschlossen und die Terminals eingeschaltet sind, sollte für jeden Terminal ein getty Prozess laufen und auf jedem Terminal sollten Sie eine Anmeldeaufforderung sehen. Fehlersuche Selbst wenn Sie den Anweisungen akribisch gefolgt sind, kann es immer noch zu Fehlern beim Einrichten eines Terminals kommen. Die folgende Aufzählung von Symptomen beschreibt mögliche Lösungen: Es erscheint kein Anmeldeprompt Stellen Sie sicher, dass der Terminal verbunden und eingeschaltet ist. Wenn ein PC als Terminal fungiert, überprüfen Sie, dass die Terminalemulation auf den richtigen Schnittstellen läuft. Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Kabel verwenden und dass das Kabel fest mit dem Terminal und dem FreeBSD-Rechner verbunden ist. Stellen Sie sicher, dass die Einstellungen für die Geschwindigkeit (bps) und Parität auf dem FreeBSD System und dem Terminal gleich sind. Wenn Ihr Terminal einen Bildschirm besitzt, überprüfen Sie die richtige Einstellung von Helligkeit und Kontrast. Wenn Ihr Terminal druckt, stellen Sie die ausreichende Versorgung mit Papier und Tinte sicher. Überprüfen Sie mit ps, dass der getty Prozess für den Terminal läuft: &prompt.root; ps -axww|grep getty Für jeden Terminal sollten Sie einen Eintrag sehen. Aus dem folgenden Beispiel erkennen Sie, dass getty auf der zweiten seriellen Schnittstelle läuft und den Verbindungstyp std.38400 aus /etc/gettytab benutzt: 22189 d1 Is+ 0:00.03 /usr/libexec/getty std.38400 ttyd1 Wenn getty nicht läuft, überprüfen Sie, ob der Anschluss in /etc/ttys aktiviert ist. Haben Sie kill -HUP 1 abgesetzt, nachdem Sie /etc/ttys geändert hatten? Wenn getty läuft, aber der Terminal immer noch kein Anmeldeprompt ausgibt, oder Sie am Anmeldeprompt nichts eingeben können, kann es sein, dass Ihr Terminal oder Kabel keinen Hardware-Handshake unterstützt. Ändern Sie dann den Eintrag std.38400 in /etc/ttys zu 3wire.38400. Nachdem Sie /etc/ttys geändert haben, setzen Sie das Kommando kill -HUP 1 ab. Der Eintrag 3wire besitzt ähnliche Eigenschaften wie der Eintrag std, ignoriert aber den Hardware-Handshake. Wenn Sie den Eintrag 3wire verwenden, müssen Sie vielleicht die Geschwindigkeit verkleinern oder die Software-Flusssteuerung aktivieren, um Pufferüberläufe zu vermeiden. Es erscheinen nur unverständliche Zeichen Stellen Sie sicher, dass die Einstellungen für die Geschwindigkeit (bps) und Parität auf dem FreeBSD System und dem Terminal gleich sind. Kontrollieren Sie den getty Prozess und stellen Sie sicher, dass der richtige Verbindungstyp aus /etc/gettytab benutzt wird. Wenn das nicht der Fall ist, editieren Sie /etc/ttys und setzen das Kommando kill-HUP 1 ab. Zeichen erscheinen doppelt und eingegebene Passwörter erscheinen im Klartext Stellen Sie den Terminal oder die Terminalemulation von half duplex oder local echo auf full duplex. um. Guy Helmer Beigetragen von Sean Kelly Mit Anmerkungen von Einwählverbindungen Einwählverbindungen Das Einrichten von Einwählverbindungen ähnelt dem Anschließen von Terminals, nur dass Sie anstelle eines Terminals ein Modem verwenden. Externe und interne Modems Externe Modems sind für Einwählverbindungen besser geeignet, da sie die Konfiguration in nicht flüchtigem RAM speichern können. Zudem verfügen Sie über Leuchtanzeigen, die den Status wichtiger RS-232 Signale anzeigen und unter Umständen Besucher beeindrucken können. Interne Modems verfügen normalerweise nicht über nicht flüchtiges RAM und lassen sich meist nur über DIP-Schalter konfigurieren. Selbst wenn ein internes Modem Leuchtanzeigen besitzt, sind diese meist schwer einzusehen, wenn das Modem eingebaut ist. Modems und Kabel Modem Mit einem externen Modem müssen Sie das richtige Kabel benutzen: Ein Standard RS-232C Kabel, bei dem die folgenden Signale miteinander verbunden sind, sollte ausreichen: Signalnamen Abkürzung Bedeutung RD Received Data TD Transmitted Data DTR Data Terminal Ready DSR Data Set Ready DCD Data Carrier Detect (dadurch erkennt RS-232 das Signal Received Line) SG Signal Ground RTS Request to Send CTS Clear to Send
Ab Geschwindigkeiten von 2400 bps benötigt FreeBSD die Signale RTS und CTS für die Flusssteuerung. Das Signal CD zeigt an, ob ein Träger vorliegt, das heißt ob die Verbindung aufgebaut ist oder beendet wurde. DTR zeigt an, dass das Gerät betriebsbereit ist. Es gibt einige Kabel, bei denen nicht alle nötigen Signale verbunden sind. Wenn Sie Probleme der Art haben, dass zum Beispiel die Sitzung nicht beendet wird, obwohl die Verbindung beendet wurde, kann das an einem solchen Kabel liegen. Wie andere &unix; Betriebssysteme auch, benutzt FreeBSD Hardwaresignale, um festzustellen, ob ein Anruf beantwortet wurde, eine Verbindung beendet wurde, oder um die Verbindung zu schließen und das Modem zurückzusetzen. FreeBSD vermeidet es, dem Modem Kommandos zu senden, oder den Statusreport des Modems abzufragen. Falls Sie ein Benutzer von PC-basierenden Bulletin Board Systemen sind, mag Sie das verwundern.
Schnittstellenbausteine FreeBSD unterstützt EIA RS-232C (CCITT V.24) serielle Schnittstellen, die auf den NS8250, NS16450, NS16550 oder NS16550A Bausteinen basieren. Die Bausteine der Serie 16550 verfügen über einen 16 Byte großen Puffer, der als FIFO angelegt ist. Wegen Fehler in der FIFO-Logik kann der Puffer in einem 16550 Baustein allerdings nicht genutzt werden, das heißt der Baustein muss als 16450 betrieben werden. Bei allen Bausteinen ohne Puffer und dem 16550 Baustein muss jedes Byte einzeln von dem Betriebssystem verarbeitet werden, was Fehler bei hohen Geschwindigkeiten oder großer Systemlast erzeugt. Es sollten daher nach Möglichkeit serielle Schnittstellen, die auf 16550A Bausteinen basieren, eingesetzt werden. Überblick getty Wie bei Terminals auch, startet init für jede serielle Schnittstelle, die eine Einwählverbindung zur Verfügung stellt, einen getty Prozess. Wenn das Modem beispielsweise an /dev/ttyd0 angeschlossen ist, sollte in der Ausgabe von ps ax eine Zeile wie die folgende erscheinen: 4850 ?? I 0:00.09 /usr/libexec/getty V19200 ttyd0 Wenn sich ein Benutzer einwählt und die Verbindung aufgebaut ist, zeigt das Modem dies durch das CD Signal (Carrier Detect) an. Der Kernel merkt, dass ein Signal anliegt und vollendet das Öffnen der Schnittstelle durch getty. Dann sendet getty das Anmeldeprompt mit der ersten für die Verbindung vereinbarten Geschwindigkeit und wartet auf eine Antwort. Wenn die Antwort unverständlich ist, weil zum Beispiel die Geschwindigkeit des Modems von gettys Geschwindigkeit abweicht, versucht getty die Geschwindigkeit solange anzupassen, bis es eine verständliche Antwort erhält. /usr/bin/login getty führt, nachdem der Benutzer seinen Namen eingegeben hat, /usr/bin/login aus, welches das Passwort abfragt und danach die Shell des Benutzers startet. Konfigurationsdateien Drei Konfigurationsdateien in /etc steuern, ob eine Einwahl in Ihr FreeBSD-System möglich ist. Die erste, /etc/gettytab, konfiguriert den /usr/libexec/getty Dæmon. In /etc/ttys wird festgelegt, auf welchen Schnittstellen /sbin/init einen getty Prozess startet. Schließlich haben Sie in /etc/rc.d/serial die Möglichkeit, Schnittstellen zu initialisieren. Es gibt zwei Ansichten darüber, wie Modems für Einwählverbindungen unter &unix; zu konfigurieren sind. Zum einen kann die Geschwindigkeit zwischen dem Modem und dem Computer fest eingestellt werden. Sie ist damit unabhängig von der Geschwindigkeit, mit der sich der entfernte Benutzer einwählt. Dies hat den Vorteil, dass der entfernte Benutzer das Anmeldeprompt sofort bekommt. Der Nachteil bei diesem Verfahren ist, dass das System die tatsächliche Geschwindigkeit der Verbindung nicht kennt. Damit können bildschirmorientierte Programme wie Emacs ihren Bildschirmaufbau nicht an langsame Verbindungen anpassen, um die Antwortzeiten zu verbessern. Die andere Möglichkeit besteht darin, die Geschwindigkeit der RS-232 Schnittstelle des lokalen Modems an die Geschwindigkeit des entfernten Modems anzupassen. Bei einer V.32bis (14400 bps) Verbindung kann das lokale Modem die RS-232 Schnittstelle mit 19200 bps betreiben, während bei einer Verbindung mit 2400 bps die RS-232 Schnittstelle mit 2400 bps betrieben wird. Da getty die Verbindungsgeschwindigkeit des Modems nicht kennt, startet es den Anmeldevorgang mit der Ausgabe von login: und wartet auf eine Antwort. Wenn der Benutzer der Gegenstelle nun nur unverständliche Zeichen erhält, muss er solange Enter drücken, bis das Anmeldeprompt erscheint. Solange die Geschwindigkeiten nicht übereinstimmen, sind die Antworten der Gegenstelle für getty ebenfalls unverständlich. In diesem Fall wechselt getty zur nächsten Geschwindigkeit und gibt wieder login: aus. In aller Regel erhält der Benutzer der Gegenstelle nach ein bis zwei Tastendrücken eine erkennbare Anmeldeaufforderung. Diese Anmeldeprozedur sieht nicht so sauber wie die Methode mit einer festen Geschwindigkeit aus, bietet dem Benutzer einer langsamen Verbindung allerdings den Vorteil, dass sich bildschirmorientierte Programme an die Geschwindigkeit anpassen können. Im Folgenden wird die Konfiguration für beide Methoden besprochen, doch die Methode der angepassten Geschwindigkeit wird bei der Diskussion bevorzugt. <filename>/etc/gettytab</filename> /etc/gettytab Mit /etc/gettytab wird &man.getty.8; im Stil von &man.termcap.5; konfiguriert. Das Format dieser Datei und die Bedeutung der Einträge wird in &man.gettytab.5; beschrieben. Konfiguration für feste Geschwindigkeit Wenn Sie die Modemgeschwindigkeit vorgeben, werden Sie in /etc/gettytab nichts ändern müssen. Konfiguration für angepasste Geschwindigkeit In /etc/gettytab müssen Einträge für die Geschwindigkeiten, die Sie benutzen wollen, sein. Wenn Sie ein 2400 bps Modem besitzen, können Sie wahrscheinlich den schon vorhandenen D2400 Eintrag benutzen. # # Fast dialup terminals, 2400/1200/300 rotary (can start either way) # D2400|d2400|Fast-Dial-2400:\ :nx=D1200:tc=2400-baud: 3|D1200|Fast-Dial-1200:\ :nx=D300:tc=1200-baud: 5|D300|Fast-Dial-300:\ :nx=D2400:tc=300-baud: Wenn Sie ein Modem mit einer höheren Geschwindigkeit besitzen, müssen Sie wahrscheinlich in /etc/gettytab weitere Einträge erstellen. Hier ist ein Beispiel, das Sie mit einem 14400 bps Modem benutzen können: # # Additions for a V.32bis Modem # um|V300|High Speed Modem at 300,8-bit:\ :nx=V19200:tc=std.300: un|V1200|High Speed Modem at 1200,8-bit:\ :nx=V300:tc=std.1200: uo|V2400|High Speed Modem at 2400,8-bit:\ :nx=V1200:tc=std.2400: up|V9600|High Speed Modem at 9600,8-bit:\ :nx=V2400:tc=std.9600: uq|V19200|High Speed Modem at 19200,8-bit:\ :nx=V9600:tc=std.19200: Die damit erzeugten Verbindungen verwenden 8 Bit und keine Parität. Im obigen Beispiel startet die Geschwindigkeit bei 19200 bps (eine V.32bis Verbindung) und geht dann über 9600 bps (V.32), 400 bps, 1200 bps und 300 bps wieder zurück zu 19200 bps. Das Schlüsselwort nx= (next table) sorgt für das zyklische Durchlaufen der Geschwindigkeiten. Jede Zeile zieht zudem noch mit tc= (table continuation) die Vorgabewerte für die jeweilige Geschwindigkeit an. Wenn Sie ein 28800 bps Modem besitzen und/oder Kompression mit einem 14400 bps Modem benutzen wollen, brauchen Sie höhere Geschwindigkeiten als 19200 bps. Das folgende Beispiel startet mit 57600 bps: # # Additions for a V.32bis or V.34 Modem # Starting at 57600 bps # vm|VH300|Very High Speed Modem at 300,8-bit:\ :nx=VH57600:tc=std.300: vn|VH1200|Very High Speed Modem at 1200,8-bit:\ :nx=VH300:tc=std.1200: vo|VH2400|Very High Speed Modem at 2400,8-bit:\ :nx=VH1200:tc=std.2400: vp|VH9600|Very High Speed Modem at 9600,8-bit:\ :nx=VH2400:tc=std.9600: vq|VH57600|Very High Speed Modem at 57600,8-bit:\ :nx=VH9600:tc=std.57600: Wenn Sie eine langsame CPU oder ein stark ausgelastetes System besitzen und sich kein 16550A in Ihrem System befindet, erhalten Sie bei 57600 bps vielleicht sio Fehlermeldungen der Form silo overflow. <filename>/etc/ttys</filename> /etc/ttys /etc/ttys wurde bereits in besprochen. Die Konfiguration für Modems ist ähnlich, allerdings braucht getty ein anderes Argument und es muss ein anderer Terminaltyp angegeben werden. Der Eintrag für beide Methoden (feste und angepasste Geschwindigkeit) hat die folgende Form: ttyd0 "/usr/libexec/getty xxx" dialup on Das erste Feld der obigen Zeile gibt die Gerätedatei für diesen Eintrag an – ttyd0 bedeutet, dass getty mit /dev/ttyd0 arbeitet. Das zweite Feld "/usr/libexec/getty xxx" gibt das Kommando an, das init für dieses Gerät startet (xxx wird durch einen passenden Eintrag aus /etc/gettytab ersetzt). Die Vorgabe für den Terminaltyp, hier dialup, wird im dritten Feld angegeben. Das vierte Feld, on, zeigt init an, dass die Schnittstelle aktiviert ist. Im fünften Feld könnte noch secure angegeben werden, um Anmeldungen von root zu erlauben, doch sollte das wirklich nur für physikalisch sichere Terminals, wie die Systemkonsole, aktiviert werden. Die Vorgabe für den Terminaltyp, dialup im obigen Beispiel, hängt von lokalen Gegebenheiten ab. Traditionell wird dialup für Einwählverbindungen verwendet, so dass die Benutzer in ihren Anmeldeskripten den Terminaltyp auf ihren Terminal abstimmen können, wenn der Typ auf dialup gesetzt ist. Wenn Sie aber beispielsweise nur VT102 Terminals oder Emulatoren einsetzen, können Sie den Terminaltyp hier auch fest auf vt102 setzen. Nachdem Sie /etc/ttys geändert haben, müssen Sie init ein HUP Signal schicken, damit es die Datei wieder einliest. Sie können dazu das folgende Kommando verwenden: &prompt.root; kill -HUP 1 Wenn Sie das System zum ersten Mal konfigurieren, sollten Sie dieses Kommando erst ausführen, wenn Sie Ihr Modem richtig konfiguriert und angeschlossen haben. Konfiguration für feste Geschwindigkeit Das Argument von getty muss in diesem Fall eine feste Geschwindigkeit vorgeben. Der Eintrag für ein Modem, das fest auf 19200 bps eingestellt ist, könnte wie folgt aussehen: ttyd0 "/usr/libexec/getty std.19200" dialup on Wenn Ihr Modem auf eine andere Geschwindigkeit eingestellt ist, setzen Sie anstelle von std.19200 einen passenden Eintrag der Form std.speed ein. Stellen Sie sicher, dass dies auch ein gültiger Verbindungstyp aus /etc/gettytab ist. Konfiguration für angepasste Geschwindigkeit Das Argument von getty muss hier auf einen der Einträge aus /etc/gettytab zeigen, der zu einer Kette von Einträgen gehört, die die zu probierenden Geschwindigkeiten beschreiben. Wenn Sie dem obigen Beispiel gefolgt sind und zusätzliche Einträge in /etc/gettytab erzeugt haben, können Sie die folgende Zeile verwenden: ttyd0 "/usr/libexec/getty V19200" dialup on <filename>/etc/rc.d/serial</filename> rc-Dateien rc.serial Modems, die höhere Geschwindigkeiten unterstützen, zum Beispiel V.32, V.32bis und V.34 Modems, benutzen Hardware-Flusssteuerung (RTS/CTS). Für die entsprechenden Schnittstellen können Sie die Flusssteuerung mit stty in /etc/rc.d/serial einstellen. Um beispielsweise die Hardware-Flusssteuerung für die Geräte zur Ein- und Auswahl der zweiten seriellen Schnittstelle (COM2) zu aktivieren, benutzen Sie die Dateien zur Initialisierung der entsprechenden Geräte und fügen die folgenden Zeilen in /etc/rc.d/serial hinzu: # Serial port initial configuration stty -f /dev/ttyd1.init crtscts stty -f /dev/cuad1.init crtscts Modemkonfiguration Wenn Sie ein Modem besitzen, das seine Konfiguration in nicht flüchtigem RAM speichert, werden Sie ein Terminalprogramm wie Telix unter &ms-dos; oder tip unter FreeBSD benötigen, um die Parameter einzustellen. Verbinden Sie sich mit derselben Geschwindigkeit, die getty zuerst benutzen würde, mit dem Modem und treffen Sie folgende Einstellungen: DCD ist eingeschaltet, wenn das Trägersignal des entfernten Modems erkannt wird. Im Betrieb liegt DTR an. Bei einem Verlust von DTR legt das Modem auf und setzt sich zurück. CTS Flusssteuerung ist für ausgehende Daten aktiviert. XON/XOFF Flusssteuerung ist ausgeschaltet. RTS Flusssteuerung ist für eingehende Daten aktiviert. Keine Rückmeldungen ausgeben. Die Echo-Funktion ist deaktiviert. In der Dokumentation Ihres Modems finden Sie die nötigen Befehle, die Sie absetzen müssen, und/oder nötigen DIP-Schalterstellungen, um die obigen Einstellungen zu treffen. Für ein externes 14400 &usrobotics; &sportster; gelten zum Beispiel die folgenden Befehle: ATZ AT&C1&D2&H1&I0&R2&W Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich andere Einstellungen, zum Beispiel ob Sie V42.bis und/oder MNP5 Kompression benutzen wollen, an Ihrem Modem vornehmen. Bei einem externen 14400 &usrobotics; &sportster; müssen Sie auch noch einige DIP-Schalter einstellen. Die folgenden Einstellungen können Sie vielleicht als Beispiel für andere Modems verwenden: Schalter 1: OBEN – DTR normal Schalter 2: N/A (Rückmeldungen als Text/numerische Rückmeldungen) Schalter 3: OBEN – Keine Rückmeldungen ausgeben Schalter 4: UNTEN – Echo-Funktion aus Schalter 5: OBEN – Rufannahme aktiviert Schalter 6: OBEN – Carrier Detect normal Schalter 7: OBEN – Einstellungen aus dem NVRAM laden Schalter 8: N/A (Smart Mode/Dumb Mode) Für Einwählverbindungen sollten die Rückmeldungen deaktiviert sein, da sonst getty dem Modem das Anmeldeprompt login: schickt und das Modem im Kommandomodus das Prompt wieder ausgibt (Echo-Funktion) oder eine Rückmeldung gibt. Das führt dann zu einer länglichen und fruchtlosen Kommunikation zwischen dem Modem und getty. Konfiguration für feste Geschwindigkeit Die Geschwindigkeit zwischen Modem und Computer muss auf einen festen Wert eingestellt werden. Mit einem externen 14400 &usrobotics; &sportster; Modem setzen die folgenden Kommandos die Geschwindigkeit auf den Wert der Datenendeinrichtung fest: ATZ AT&B1&W Konfiguration für angepasste Geschwindigkeit In diesem Fall muss die Geschwindigkeit der seriellen Schnittstelle des Modems der eingehenden Geschwindigkeit angepasst werden. Für ein externes 14400 &usrobotics; &sportster; Modem erlauben die folgenden Befehle eine Anpassung der Geschwindigkeit der seriellen Schnittstelle für Verbindungen, die keine Fehlerkorrektur verwenden: ATZ AT&B2&W Verbindungen mit Fehlerkorrektur (V.42, MNP) verwenden die Geschwindigkeit der Datenendeinrichtung. Überprüfen der Modemkonfiguration Die meisten Modems verfügen über Kommandos, die die Konfiguration des Modems in lesbarer Form ausgeben. Auf einem externen 14400 &usrobotics; &sportster; zeigt ATI5 die Einstellungen im nicht flüchtigen RAM an. Um die wirklichen Einstellungen unter Berücksichtigung der DIP-Schalter zu sehen, benutzen Sie ATZ gefolgt von ATI4. Wenn Sie ein anderes Modem benutzen, schauen Sie bitte in der Dokumentation Ihres Modems nach, wie Sie die Konfiguration des Modems überprüfen können. Fehlersuche Bei Problemen können Sie die Einwählverbindung anhand der folgenden Punkte überprüfen: Überprüfen des FreeBSD-Systems Schließen Sie das Modem an das FreeBSD-System an und booten Sie das System. Wenn Ihr Modem über Statusindikatoren verfügt, überprüfen Sie, ob der DTR Indikator leuchtet, wenn das Anmeldeprompt erscheint. Dies zeigt an, dass das FreeBSD-System einen getty Prozess auf der entsprechenden Schnittstelle gestartet hat und das Modem auf einkommende Verbindungen wartet. Wenn der DTR-Indikator nicht leuchtet, melden Sie sich an dem FreeBSD-System an und überprüfen mit ps ax, ob FreeBSD einen getty-Prozess auf der entsprechenden Schnittstelle gestartet hat. Unter den angezeigten Prozessen sollten Sie ähnliche wie die folgenden finden: 114 ?? I 0:00.10 /usr/libexec/getty V19200 ttyd0 115 ?? I 0:00.10 /usr/libexec/getty V19200 ttyd1 Wenn das Modem noch keinen Anruf entgegengenommen hat und Sie stattdessen die folgende Zeile sehen 114 d0 I 0:00.10 /usr/libexec/getty V19200 ttyd0 bedeutet dies, dass getty die Schnittstelle schon geöffnet hat und zeigt Kabelprobleme oder eine falsche Modemkonfiguration an, da getty die Schnittstelle erst dann öffnen kann, wenn das CD Signal (Carrier Detect) vom Modem anliegt. Wenn Sie keine getty-Prozesse auf den gewünschten ttydN Ports finden, untersuchen Sie bitte /etc/ttys auf Fehler. Suchen Sie auch in /var/log/messages nach Meldungen von init oder getty. Wenn Sie dort Meldungen finden, sollten Sie noch einmal die beiden Konfigurationsdateien /etc/ttys und /etc/gettytab nach Fehlern durchsehen. Überprüfen Sie auch, ob die Gerätedateien /dev/ttydN vorhanden sind. Einwählversuch Versuchen Sie, sich in Ihr System einzuwählen. Auf dem entfernten System stellen Sie bitte die folgenden Kommunikationsparameter ein: 8 Bit, keine Parität, ein Stop-Bit. Wenn Sie kein Anmeldeprompt erhalten oder nur unleserliche Zeichen sehen, drücken Sie mehrmals, in Abständen von ungefähr einer Sekunde, Enter. Wenn Sie immer noch nicht die login: Meldung sehen, schicken Sie ein BREAK Kommando. Wenn Sie zur Einwahl ein Highspeed-Modem benutzen, verwenden Sie eine feste Geschwindigkeit auf der seriellen Schnittstelle des Modems (AT&B1 für ein &usrobotics; &sportster;). Wenn Sie jetzt immer noch kein Anmeldeprompt erhalten, überprüfen Sie nochmals /etc/gettytab und stellen sicher, dass der Verbindungstyp in /etc/ttys zu einem gültigen Eintrag in /etc/gettytab gehört, jeder der nx= Einträge in gettytab gültig ist und jeder tc= Eintrag auf einen gültigen Eintrag in gettytab verweist. Wenn das Modem an Ihrem FreeBSD-System auf einen eingehenden Anruf nicht antwortet, stellen Sie sicher, dass das Modem so konfiguriert ist, dass es einen Anruf beantwortet, wenn DTR anliegt. Wenn Ihr Modem Statusindikatoren besitzt, können Sie das Anliegen von DTR anhand der Leuchten überprüfen. Wenn Sie alles schon mehrfach überprüft haben und es immer noch noch nicht funktioniert, machen Sie erst einmal eine Pause, bevor Sie weitermachen. Wenn es immer noch nicht funktioniert, können Sie eine Mail an die Mailingliste &a.de.questions; schicken, in der Sie Ihr Modem und Ihr Problem beschreiben und Ihnen sollte geholfen werden.
Verbindungen nach Außen Die folgenden Ratschläge beschreiben, wie Sie mit einem Modem eine Verbindung zu einem anderen Computer herstellen. Dies können Sie nutzen, um sich auf einem entfernten Computer anzumelden, oder um eine Verbindung zu einem BBS (Bulletin Board System) herzustellen. Weiterhin ist diese Art von Verbindungen nützlich, wenn mal Ihr PPP nicht funktioniert. Wenn Sie zum Beispiel eine Datei mit FTP übertragen wollen und das über PPP gerade nicht möglich ist, melden Sie sich auf dem entfernten Rechner an und führen dort die FTP-Sitzung durch. Die Dateien können Sie danach mit zmodem auf den lokalen Rechner übertragen. Mein Hayes Modem wird nicht unterstützt – was kann ich tun? Eigentlich ist die Onlinehilfe für tip nicht mehr aktuell. Es gibt einen eingebauten, allgemeinen Hayes Wähler. Verwenden Sie einfach at=hayes in /etc/remote. Der Hayes-Treiber ist nicht schlau genug, um ein paar der erweiterten Funktionen von neueren Modems zu erkennen – Nachrichten wie BUSY, NO DIALTONE oder CONNECT 115200 verwirren ihn nur. Sie sollten diese Nachrichten mit Hilfe von ATX0&W abschalten, wenn Sie tip benutzen. Der Anwahl-Timeout von tip beträgt 60 Sekunden. Ihr Modem sollte weniger verwenden, oder tip denkt, dass ein Kommunikationsfehler vorliegt. Versuchen Sie es mit ATS7=45&W. Tatsächlich unterstützt die ausgelieferte Version von tip Hayes Modems noch nicht vollständig. Die Lösung ist, tipconf.h in /usr/src/usr.bin/tip/tip zu editieren. Dafür benötigen Sie natürlich die Quellcode Distribution. Ändern Sie die Zeile #define HAYES 0 zu #define HAYES 1. Dann führen Sie make und make install aus. Es sollte jetzt funktionieren. Wie soll ich die AT-Befehle eingeben? /etc/remote Erstellen Sie einen so genannten direct Eintrag in /etc/remote. Wenn Ihr Modem zum Beispiel an der ersten seriellen Schnittstelle, /dev/cuad0, angeschlossen ist, dann fügen Sie die folgende Zeile hinzu: cuad0:dv=/dev/cuad0:br#19200:pa=none Verwenden Sie die höchste bps-Rate, die Ihr Modem in der br Fähigkeit unterstützt. Geben Sie dann tip cuad0 ein und Sie sind mit Ihrem Modem verbunden. Oder benutzen Sie cu als root mit dem folgenden Befehl: &prompt.root; cu -lline -sspeed line steht für die serielle Schnittstelle (/dev/cuad0) und speed für die Geschwindigkeit (57600). Wenn Sie mit dem Eingeben der AT Befehle fertig sind, beenden Sie mit ~.. Wieso funktioniert das <literal>@</literal> Zeichen für die pn Fähigkeit nicht? Das @ Zeichen in der Telefonnummerfähigkeit sagt tip, dass es in der Datei /etc/phones nach einer Nummer suchen soll. Aber @ ist auch ein spezielles Zeichen in den Dateien, in denen Fähigkeiten beschrieben werden, wie /etc/remote. Schreiben Sie es mit einem Backslash: pn=\@ Wie kann ich von der Kommandozeile eine Telefonnummer wählen? Stellen Sie einen allgemeinen Eintrag in /etc/remote. Zum Beispiel: tip115200|Dial any phone number at 115200 bps:\ :dv=/dev/cuad0:br#115200:at=hayes:pa=none:du: tip57600|Dial any phone number at 57600 bps:\ :dv=/dev/cuad0:br#57600:at=hayes:pa=none:du: Mit dem folgenden Befehl können Sie dann wählen: &prompt.root; tip -115200 5551234 Sollten Sie cu gegenüber tip bevorzugen, verwenden Sie einen allgemeinen cu-Eintrag: cu115200|Use cu to dial any number at 115200bps:\ :dv=/dev/cuad1:br#57600:at=hayes:pa=none:du: und benutzen zum Wählen das Kommando: &prompt.root; cu 5551234 -s 115200 Muss ich dabei jedes Mal die bps-Rate angeben? Schreiben Sie einen tip1200- oder einen cu1200-Eintrag, aber geben Sie auch die bps-Rate an, die Ihr Modem wirklich unterstützt. Leider denkt &man.tip.1;, dass 1200 bps ein guter Standardwert ist und deswegen sucht es nach einem tip1200-Eintrag. Natürlich müssen Sie nicht 1200 bps benutzen. Wie kann ich möglichst komfortabel über einen Terminal-Server auf verschiedene Rechner zugreifen? Sie müssen nicht warten bis Sie verbunden sind, und jedes Mal CONNECT Rechner eingeben, benutzen Sie tips cm-Fähigkeit. Sie können diese Einträge in /etc/remote verwenden: pain|pain.deep13.com|Forrester's machine:\ :cm=CONNECT pain\n:tc=deep13: muffin|muffin.deep13.com|Frank's machine:\ :cm=CONNECT muffin\n:tc=deep13: deep13:Gizmonics Institute terminal server:\ :dv=/dev/cuad2:br#38400:at=hayes:du:pa=none:pn=5551234: Mit den Befehlen tip pain oder tip muffin können Sie eine Verbindungen zu den Rechnern pain oder muffin herstellen; mit tip deep13 verbinden Sie sich mit dem Terminalserver. Kann <command>tip</command> mehr als eine Verbindung für jede Seite ausprobieren? Das ist oft ein Problem, wenn eine Universität mehrere Telefonleitungen hat und viele tausend Studenten diese benutzen wollen. Erstellen Sie einen Eintrag für Ihre Universität in /etc/remote und benutzen Sie @ für die pn-Fähigkeit: big-university:\ :pn=\@:tc=dialout dialout:\ :dv=/dev/cuad3:br#9600:at=courier:du:pa=none: Listen Sie die Telefonnummern der Universität in /etc/phones auf: big-university 5551111 big-university 5551112 big-university 5551113 big-university 5551114 tip probiert jede der Nummern in der aufgelisteten Reihenfolge und gibt dann auf. Möchten Sie, dass tip beim Versuchen eine Verbindung herzustellen nicht aufgibt, lassen Sie es in einer while-Schleife laufen. Warum muss ich zweimal <keycombo action="simul"> <keycap>Ctrl</keycap> <keycap>P</keycap> </keycombo> tippen, um ein <keycombo action="simul"> <keycap>Ctrl</keycap> <keycap>P</keycap> </keycombo> zu senden? Ctrl P ist das voreingestellte Zeichen, mit dem eine Übertragung erzwungen werden kann und wird benutzt, um tip zu sagen, dass das nächste Zeichen direkt gesendet werden soll und nicht als Fluchtzeichen interpretiert werden soll. Mit Hilfe der Fluchtsequenz ~s, mit der man Variablen setzen kann, können Sie jedes andere Zeichen als force-Zeichen definieren. Geben Sie ~sforce=Zeichen gefolgt von Enter ein. Für Zeichen können Sie ein beliebiges einzelnes Zeichen einsetzen. Wenn Sie Zeichen weglassen, ist das force-Zeichen nul, das Sie mit Ctrl2 oder CtrlLeertaste eingeben können. Ein guter Wert für Zeichen ist Shift Ctrl 6 , welches nur auf wenigen Terminal Servern benutzt wird. Sie können das force-Zeichen auch bestimmen, indem Sie in $HOME/.tiprc das Folgende einstellen: force=<single-char> Warum ist auf einmal alles was ich schreibe in GROSSBUCHSTABEN?? Sie müssen Ctrl A , eingegeben haben, das raise-Zeichen von tip, das speziell für Leute mit defekten caps-lock Tasten eingerichtet wurde. Benutzen Sie ~s wie oben und setzen Sie die Variable raisechar auf etwas, das Ihnen angemessen erscheint. Tatsächlich kann die Variable auf das gleiche Zeichen wie das force-Zeichen gesetzt werden, wenn Sie diese Fähigkeiten niemals benutzen wollen. Hier ist ein Muster der .tiprc Datei, perfekt für Emacs Benutzer, die oft Ctrl2 und CtrlA tippen müssen: force=^^ raisechar=^^ Geben Sie für ^^ ShiftCtrl6 ein. Wie kann ich Dateien mit <command>tip</command> übertragen? Wenn Sie mit einem anderen &unix; System kommunizieren, können Sie mit ~p (put) und ~t (take) Dateien senden und empfangen. Diese Befehle lassen cat und echo auf dem entfernten System laufen, um Dateien zu empfangen und zu senden. Die Syntax ist: ~p local-file remote-file ~t remote-file local-file Es gibt keine Fehlerkontrolle, deshalb sollten Sie besser ein anderes Protokoll, wie zmodem, benutzen. Wie kann ich zmodem mit <command>tip</command> laufen lassen? Um Dateien zu empfangen, starten Sie das Programm zum Senden auf dem entfernten Computer. Geben Sie dann ~C rz ein, um die Dateien lokal zu empfangen. Um Dateien zu senden, starten Sie das Programm zum Empfangen auf dem entfernten Computer. Geben Sie dann ~C sz Dateien ein, um Dateien auf das entfernte System zu senden. Kazutaka YOKOTA Beigesteuert von Bill Paul Auf Grundlage eines Dokuments von Einrichten der seriellen Konsole serielle Konsole Einführung FreeBSD kann ein System mit einem Dumb-Terminal (unintelligente Datenstation) an einer seriellen Schnittstelle als Konsole booten. Diese Konfiguration ist besonders nützlich für Systemadministratoren, die FreeBSD auf Systemen ohne Tastatur oder Monitor installieren wollen, und Entwickler, die den Kernel oder Gerätetreiber debuggen. Wie in beschrieben, besitzt FreeBSD drei Bootphasen. Der Code für die ersten beiden Bootphasen befindet sich im Bootsektor am Anfang der FreeBSD-Slice der Bootplatte. Dieser Bootblock lädt den Bootloader (/boot/loader) in Phase drei. Um eine serielle Konsole einzurichten, müssen Sie den Bootblock, den Bootloader und den Kernel konfigurieren. Serielle Konsole einrichten, Kurzfassung Dieser Abschnitt fasst zusammen, wie Sie eine serielle Konsole einrichten. Es wird vorausgesetzt, dass Sie die Voreinstellungen verwenden und wissen, wie serielle Schnittstellen verbunden werden. Verbinden Sie die serielle Konsole mit COM1 sowie dem Kontrollterminal. Um die Startmeldungen der seriellen Konsole zu sehen, geben Sie als root Folgendes ein: &prompt.root; echo 'console="comconsole"' >> /boot/loader.conf Ändern Sie in /etc/ttys den Eintrag für ttyd0 von off auf on. Zusätzlich sollten Sie den Wert dialup auf vt100 ändern. Nur so wird auf der seriellen Konsole eine Eingabeaufforderung mit einer Passwortabfrage aktiviert. Starten Sie nun das System neu, damit die serielle Konsole aktiviert wird. Wenn Sie eine unterschiedliche Konfiguration benötigen, sollten Sie lesen. Konfiguration der Konsole Bereiten Sie ein serielles Kabel vor. Nullmodemkabel Sie benötigen entweder ein Nullmodemkabel oder ein serielles Standard Kabel mit einem Nullmodemkabel-Adapter. In wurden serielle Kabel beschrieben. Trennen Sie die Tastatur vom Computer. Die meisten PC Systeme suchen beim Power On Self Test (POST) nach einer Tastatur und geben eine Fehlermeldung aus, wenn sie keine finden. Einige Maschinen werden sich sogar weigern, ohne Tastatur zu booten. Wenn Ihr Rechner trotz einer Fehlermeldung normal weiterbootet, brauchen Sie weiter nichts zu tun. Beispielsweise geben einige Maschinen mit einem Phoenix BIOS nur Keyboard failed aus und booten dann normal weiter. Wenn Ihr System ohne Tastatur nicht booten will, müssen Sie das BIOS so konfigurieren, das es diesen Fehler ignoriert (wenn das möglich ist). Das Handbuch zu Ihrem Motherboard sollte beschreiben, wie das zu bewerkstelligen ist. Selbst wenn Sie im BIOS Not installed für die Tastatur einstellen, können Sie eine Tastatur angeschlossen haben und diese auch weiterhin benutzen, da sie mit dieser Anweisung das BIOS lediglich anweisen, nach dem Einschalten des Rechners nicht nach einer Tastatur zu suchen und den Rechner ohne entsprechende Fehlermeldung zu starten. Wenn Ihr System über eine &ps2; Maus verfügt, müssen Sie diese wahrscheinlich auch abziehen. Da sich die &ps2; Maus und die Tastatur einige Hardwarekomponenten teilen, kann das dazu führen, dass die Hardwareerkennung fälschlicherweise eine Tastatur findet, wenn eine &ps2; Maus angeschlossen ist. Gateway 2000 Pentium 90 MHz Systemen wird dieses Verhalten nachgesagt. Normalerweise ist das kein Problem, da eine Maus ohne Tastatur sowieso nicht sinnvoll einsetzbar ist. Schließen Sie einen Dumb-Terminal an COM1 (sio0) an. Wenn Sie keinen Dumb-Terminal besitzen, können Sie einen alten PC/XT mit einem Terminalemulator oder die serielle Schnittstelle eines anderen &unix; Rechners benutzen. Sie benötigen auf jeden Fall eine freie erste serielle Schnittstelle (COM1). Zurzeit ist es nicht möglich, in den Bootblöcken eine andere Schnittstelle zu konfigurieren, ohne diese neu zu kompilieren. Wenn Sie COM1 bereits für ein anderes Gerät benutzen, müssen Sie dieses Gerät temporär entfernen und einen neuen Bootblock sowie Kernel installieren, wenn Ihr FreeBSD erst einmal installiert ist. Auf einem Server sollte COM1 ohnehin verfügbar sein. Wenn Sie die Schnittstelle für ein anderes Gerät benutzen und Sie dieses nicht auf COM2 (sio1) legen können, sollten Sie sich nicht an erster Stelle mit dem Aufsetzen einer seriellen Konsole beschäftigen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kernelkonfiguration die richtigen Optionen für COM1 (sio0) enthält. Relevante Optionen sind: 0x10 Aktiviert die Konsolenunterstützung für dieses Gerät. Zurzeit kann nur ein Gerät die Konsolenunterstützung aktiviert haben. Das erste, in der Konfigurationsdatei aufgeführte Gerät, mit dieser Option, verfügt über eine aktivierte Konsolenunterstützung. Beachten Sie, dass diese Option alleine nicht ausreicht, um die serielle Konsole zu aktivieren. Setzen Sie entweder noch die nachfolgend diskutierte Option oder verwenden Sie beim Booten, wie unten beschrieben, den Schalter . 0x20 Das erste Gerät in der Kernelkonfigurationsdatei mit dieser Option wird, unabhängig von dem unten diskutierten Schalter , zur Konsole. Die Option muss zusammen mit verwendet werden. 0x40 Reserviert dieses Gerät und sperrt es für normale Zugriffe. Sie sollten diese Option nicht auf dem Gerät setzen, das Sie als serielle Konsole verwenden wollen. Der Zweck dieser Option ist es, dieses Gerät für das Remote-Debuggen zu reservieren. Das FreeBSD Developers' Handbook enthält dazu weitere Informationen. Beispiel: device sio0 at isa? port IO_COM1 tty flags 0x10 irq 4 Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte &man.sio.4;. Wenn diese Optionen nicht gesetzt sind, müssen Sie auf einer anderen Konsole beim Booten UserConfig starten oder den Kernel neu kompilieren. Erstellen Sie boot.config im Rootverzeichnis der a-Partition des Bootlaufwerks. Der Code des Bootblocks entnimmt dieser Datei, wie Sie Ihr System booten möchten. Um die serielle Konsole zu aktivieren, müssen Sie hier eine oder mehrere Optionen (alle in derselben Zeile) angeben. Die folgenden Optionen stehen zur Auswahl der Konsole zur Verfügung: Schaltet zwischen der internen und der seriellen Konsole um. Wenn Sie beispielsweise von der internen Konsole (Bildschirm) booten, weist den Bootloader und den Kernel an, die serielle Schnittstelle als Konsole zu nehmen. Wenn die Konsole normal auf der seriellen Schnittstelle liegt, wählen Sie mit den Bildschirm aus. Schaltet zwischen Einzelkonsole und Dual-Konsole um. Die Einzelkonsole ist entweder die interne Konsole (der Bildschirm) oder die serielle Schnittstelle, je nach dem Stand von . Im Dual-Konsolen Betrieb ist die Konsole, unabhängig von , gleichzeitig der Bildschirm und die serielle Schnittstelle. Dies trifft aber nur zu, wenn der Bootblock ausgeführt wird. Sobald der Bootloader ausgeführt wird, wird die durch gegebene Konsole die alleinige Konsole. Veranlasst den Bootblock nach einer Tastatur zu suchen. Wenn keine Tastatur gefunden wird, werden und automatisch gesetzt. Wegen Platzbeschränkungen in den Bootblöcken kann nur erweiterte Tastaturen erkennen. Tastaturen mit weniger als 101 Tasten (und ohne F11 und F12 Tasten) werden wahrscheinlich, wie vielleicht auch die Tastaturen einiger Laptops, nicht erkannt. Wenn dies bei Ihrem System der Fall ist, können Sie nicht verwenden, da es leider noch keine Umgehung für dieses Problem gibt. Benutzen Sie also entweder , um die Konsole automatisch zu setzen, oder , um die serielle Konsole zu verwenden. In boot.config können Sie auch andere, in &man.boot.8; beschriebene Optionen, aufnehmen. Mit Ausnahme von werden die Optionen an den Bootloader (/boot/loader) weitergegeben. Der Bootloader untersucht dann einzig um festzustellen, welches Gerät die Konsole wird. Wenn Sie also nur angegeben haben, können Sie die serielle Schnittstelle nur als Konsole verwenden während der Bootblock ausgeführt wird. Danach wird der Bootloader, da ja fehlt, den Bildschirm zur Konsole machen. Booten Sie die Maschine. Wenn Sie das FreeBSD-System starten, werden die Bootblöcke den Inhalt von /boot.config auf der Konsole ausgeben: /boot.config: -P Keyboard: no Die zweite Zeile sehen Sie nur, wenn Sie in /boot.config angegeben haben. Sie zeigt an, ob eine Tastatur angeschlossen ist oder nicht. Die Meldungen gehen je nach den Einstellungen in /boot.config auf die interne Konsole, die serielle Konsole, oder beide Konsolen. Optionen Meldungen erscheinen auf keine der internen Konsole der seriellen Konsole der seriellen und der internen Konsole der seriellen und der internen Konsole , mit Tastatur der internen Konsole , ohne Tastatur der seriellen Konsole Nach den oben gezeigten Meldungen gibt es eine kleine Verzögerung bevor die Bootblöcke den Bootloader laden und weitere Meldungen auf der Konsole erscheinen. Sie können die Ausführung der Bootblöcke unterbrechen, um zu überprüfen, ob auch alles richtig aufgesetzt ist, brauchen das aber unter normalen Umständen nicht zu tun. Drücken Sie eine Taste außer Enter um den Bootvorgang zu unterbrechen. Sie erhalten dann ein Prompt, an dem Sie weitere Eingaben tätigen können: >> FreeBSD/i386 BOOT Default: 0:ad(0,a)/boot/loader boot: Je nach Inhalt von /boot.config erscheint das Prompt auf der seriellen Konsole, der internen Konsole oder beiden Konsolen. Wenn die Meldung auf der richtigen Konsole erscheint, drücken Sie Enter um fortzufahren. Wenn Sie das Prompt auf der seriellen Konsole erwartet haben, dort aber nichts sehen, liegt ein Fehler in Ihren Einstellungen vor. Als Umgehung geben Sie an der momentanen Konsole ein, um den Bootblock und den Bootloader auf die serielle Konsole umzustellen. Führen Sie dann den Bootvorgang mit Enter weiter und wenn das System gebootet hat, können Sie die fehlerhaften Einstellungen korrigieren. Nachdem der Bootloader geladen wurde und Sie sich in der dritten Bootphase befinden, können Sie immer noch zwischen der internen und der seriellen Konsole auswählen. Setzen Sie dazu, wie in beschrieben, die entsprechenden Variablen des Bootloaders. Zusammenfassung Die folgende Übersicht zeigt, welche Konsole, abhängig von den getroffenen Einstellungen, ausgewählt wird. Fall 1: Option 0x10 für <devicename>sio0</devicename> device sio0 at isa? port IO_COM1 tty flags 0x10 irq 4 Optionen in /boot.config Konsole in den Bootblöcken Konsole im Bootloader Konsole im Kernel keine interne interne interne serielle serielle serielle serielle und interne interne interne serielle und interne serielle serielle , mit Tastatur interne interne interne , ohne Tastatur serielle und interne serielle serielle Fall 2: Option 0x30 für <devicename>sio0</devicename> device sio0 at isa? port IO_COM1 tty flags 0x30 irq 4 Optionen in /boot.config Konsole in den Bootblöcken Konsole im Bootloader Konsole im Kernel keine interne interne serielle serielle serielle serielle serielle und interne interne serielle serielle und interne serielle serielle , mit Tastatur interne interne serielle , ohne Tastatur serielle und interne serielle serielle Hinweise zur seriellen Konsole Verwenden einer höheren Geschwindigkeit Die Vorgabewerte für die Kommunikationsparameter der seriellen Schnittstelle sind: 9600 baud, 8 Bit, keine Parität und ein Stopp-Bit. Wenn Sie die Standardgeschwindigkeit ändern wollen, haben Sie folgende Möglichkeiten: Geben Sie die neue Konsolengeschwindigkeit mit BOOT_COMCONSOLE_SPEED an und kompilieren Sie die Bootblöcke neu. Ausführliche Informationen zum Bau und zur Installation von neuen Bootblöcken finden Sie im des Handbuchs. Wenn die serielle Konsole nicht mit der Option gestartet wird, oder wenn die verwendete serielle Konsole sich von der von den Bootblöcken verwendeten unterscheidet, müsssen Sie zusätzlich die folgende Option in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen und den Kernel neu bauen: options CONSPEED=19200 Verwenden Sie die Option , um den Kernel zu booten. Die Option kann auch in die Datei /boot.config aufgenommen werden. Eine Beschreibung dieses Vorgangs sowie eine Auflistung der von /boot.config unterstützten Optionen finden Sie in der Manualpage &man.boot.8;. Aktivieren Sie die Option comconsole_speed in der Datei /boot/loader.conf. Diese Option setzt voraus, dass auch die Optionen console, boot_serial, sowie boot_multicons in der Datei /boot/loader.conf gesetzt sind. Im Folgenden finden Sie ein Beispiel, in dem comconsole_speed verwendet wird, um die Geschwindigkeit der seriellen Konsole zu ändern: boot_multicons="YES" boot_serial="YES" comconsole_speed="115200" console="comconsole,vidconsole" &os;-Versionen vor 6.1-RELEASE unterstützen weder die Option noch die Option comconsole_speed in der Datei /boot/loader.conf. Verwenden Sie eine solche &os;-Version, müssen Sie die Bootblöcke neu bauen. Eine andere Schnittstelle als <devicename>sio0</devicename> benutzen Wenn Sie, warum auch immer, ein anderes Gerät als sio0 für die serielle Konsole einsetzen wollen, kompilieren Sie bitte die Bootblöcke, den Bootloader und den Kernel nach dem folgenden Verfahren neu. Installieren Sie die Kernelquellen (siehe ). Setzen Sie in /etc/make.conf BOOT_COMCONSOLE_PORT auf die Adresse der Schnittstelle (0x3F8, 0x2F8, 0x3E8 oder 0x2E8), die Sie benutzen möchten. Sie können nur sio0 bis sio3 (COM1 bis COM4) benutzen, Multiportkarten können Sie nicht als Konsole benutzen. Interrupts müssen Sie hier nicht angeben. Erstellen Sie eine angepasste Kernelkonfiguration und geben Sie dort die richtigen Optionen für die Schnittstelle, die Sie benutzen möchten, an. Wenn Sie zum Beispiel sio1 (COM2) zur Konsole machen wollen, geben Sie dort entweder device sio1 at isa? port IO_COM2 tty flags 0x10 irq 3 oder device sio1 at isa? port IO_COM2 tty flags 0x30 irq 3 an. Keine andere serielle Schnittstelle sollte als Konsole definiert werden. Übersetzen und installieren Sie die Bootblöcke und den Bootloader: &prompt.root; cd /sys/boot &prompt.root; make clean &prompt.root; make &prompt.root; make install Bauen und installieren Sie einen neuen Kernel. Schreiben Sie die Bootblöcke mit &man.bsdlabel.8; auf die Bootplatte und booten Sie den neuen Kernel. DDB Debugger über die serielle Schnittstelle Wenn Sie den Kerneldebugger über eine serielle Verbindung bedienen möchten (nützlich, kann aber gefährlich sein, wenn auf der Leitung falsche BREAK-Signale generiert werden), sollten Sie einen Kernel mit den folgenden Optionen erstellen: options BREAK_TO_DEBUGGER options DDB Benutzung der seriellen Konsole zum Anmelden Da Sie schon die Bootmeldungen auf der Konsole verfolgen können und den Kerneldebugger über die Konsole bedienen können, wollen Sie sich vielleicht auch an der Konsole anmelden. Öffnen Sie /etc/ttys in einem Editor und suchen Sie nach den folgenden Zeilen: ttyd0 "/usr/libexec/getty std.9600" unknown off secure ttyd1 "/usr/libexec/getty std.9600" unknown off secure ttyd2 "/usr/libexec/getty std.9600" unknown off secure ttyd3 "/usr/libexec/getty std.9600" unknown off secure ttyd0 bis ttyd3 entsprechen COM1 bis COM4. Ändern Sie für die entsprechende Schnittstelle off zu on. Wenn Sie auch die Geschwindigkeit der seriellen Schnittstelle geändert haben, müssen Sie std.9600 auf die momentane Geschwindigkeit, zum Beispiel std.19200, anpassen. Sie sollten auch den Terminaltyp von unknown auf den tatsächlich verwendeten Terminal setzen. Damit die Änderungen an der Datei wirksam werden, müssen Sie noch kill -HUP 1 absetzen. Die Konsole im Bootloader ändern In den vorigen Abschnitten wurde beschrieben, wie Sie die serielle Konsole durch Änderungen im Bootblock aktivieren. Dieser Abschnitt zeigt Ihnen, wie Sie mit Kommandos und Umgebungsvariablen die Konsole im Bootloader definieren. Da der Bootloader die dritte Phase im Bootvorgang ist und nach den Bootblöcken ausgeführt wird, überschreiben seine Einstellungen die des Bootblocks. Festlegen der Konsole Mit einer einzigen Zeile in /boot/loader.rc können Sie den Bootloader und den Kernel anweisen, die serielle Schnittstelle zur Konsole zu machen: set console="comconsole" Unabhängig von den Einstellungen im Bootblock legt dies die Konsole fest. Die obige Zeile sollte die erste Zeile in /boot/loader.rc sein, so dass Sie die Bootmeldungen so früh wie möglich auf der Konsole sehen. Analog können Sie die interne Konsole verwenden: set console="vidconsole" Wenn Sie console nicht setzen, bestimmt der Bootloader (und damit auch der Kernel) die Konsole über die Option des Bootblocks. Ab FreeBSD 3.2 können Sie die Bootkonsole in /boot/loader.conf.local oder /boot/loader.conf anstatt in /boot/loader.rc angeben. In /boot/loader.rc finden Sie bei dieser Methode den folgenden Inhalt: include /boot/loader.4th start Erstellen Sie /boot/loader.conf.local und fügen die Zeile console=comconsole oder console=vidconsole ein. Weitere Informationen erhalten Sie in &man.loader.conf.5;. Momentan gibt es im Bootloader nichts vergleichbares zu im Bootblock. Damit kann die Konsole nicht automatisch über das Vorhandensein einer Tastatur festgelegt werden. Eine andere Schnittstelle als <devicename>sio0</devicename> benutzen Sie müssen den Bootloader neu kompilieren, wenn Sie eine andere Schnittstelle als sio0 benutzen wollen. Folgen Sie der Anleitung aus . Vorbehalte Hinter dem ganzen steckt die Idee, Server ohne Hardware für Grafik und ohne Tastatur zu betreiben. Obwohl es die meisten Systeme erlauben, ohne Tastatur zu booten, gibt es leider nur wenige Systeme, die ohne eine Grafikkarte booten. Maschinen mit einem AMI BIOS können ohne Grafik booten, indem Sie den Grafikadapter im CMOS-Setup auf Not installed setzen. Viele Maschinen unterstützen diese Option allerdings nicht. Damit diese Maschinen booten, müssen sie über eine Grafikkarte, auch wenn es nur eine alte Monochromkarte ist, verfügen. Allerdings brauchen Sie keinen Monitor an die Karte anzuschließen. Sie können natürlich auch versuchen, auf diesen Maschinen ein AMI BIOS zu installieren.