diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.sgml index a09cb09181..80083d4f0a 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/l10n/chapter.sgml @@ -1,1036 +1,1036 @@ Andrey Chernov Beigesteuert von Michael C. Wu Überarbeitet von - + Alexander Langer Übersetzt von - + Martin Heinen Lokalisierung – I18N/L10N einrichten und benutzen Übersicht FreeBSD ist ein über die ganze Welt verteiltes Projekt. Dieses Kapitel behandelt die Internationalisierung und Lokalisierung von FreeBSD, mit denen nicht englisch sprechende Benutzer FreeBSD an ihre Bedürfnisse anpassen können. Die Internationalisierung betrifft sowohl die System- als auch die Anwendungsebene, daher wird im Laufe des Texts auf genauere Anwendungsdokumentationen verwiesen. Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, werden Sie wissen wie verschiedene Sprachen und Lokalisierungen in modernen Betriebssystemen codiert werden, wie Sie die Locale Ihrer Login-Shell setzen, wie Sie die Konsole für nicht-englische Sprachen konfigurieren, wie Sie das X Window System mit verschiedenen Sprachen benutzen, wo Sie mehr Informationen über das Erstellen von I18N-konformen Anwendungen erhalten. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie wissen, wie Sie zusätzliche Anwendungen installieren (). Grundlagen Was ist I18N/L10N? Internationalisierung Lokalisierung Lokalisierung Entwickler kürzen das Wort internationalization (englisch für Internationalisierung) mit I18N ab, weil sich zwischen dem ersten und letzten Buchstaben des Worts 18 Buchstaben befinden. L10N benutzt die gleiche Namensgebung und ist eine Abkürzung des Worts localization (englisch für Lokalisierung). Mit I18N/L10N-Methoden, -Protokollen und -Anwendungen können Benutzer eine Sprache ihrer Wahl verwenden. I18N-Anwendungen werden mit Hilfe von I18N-Bibliotheken programmiert. Diese erlauben es Entwicklern, eine einfache Sprachdatei zu schreiben und Menüs und Texte an jede Sprache anzupassen. Wir möchten Programmierern empfehlen, für ihre eigenen Anwendungen auf diese Techniken zurückzugreifen. Wieso soll ich I18N/L10N benutzen? I18N/L10N wird immer dann benutzt, wenn Sie Daten in anderen Sprachen als Englisch anzeigen, eingeben oder verarbeiten möchten. Welche Sprachen werden von I18N unterstützt? I18N und L10N sind nichts FreeBSD spezifisches. Momentan können Sie unter den meisten der verbreitetsten Sprachen der Welt wählen, unter anderen Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Französisch, Russisch und Deutsch. Lokale Anpassungen benutzen In seiner ganzen Schönheit ist L10N nichts, was auf FreeBSD alleine beschränkt ist, im Gegenteil, es ist eine Konvention, an die sich viele Programme für verschiedene Betriebssysteme halten. Wir möchten Sie anregen, FreeBSD bei der Unterstützung dieser Konvention zu helfen. Locale Lokale Anpassungen werden durch die Angabe von drei Werten erreicht: dem Sprachcode, dem Ländercode und der Codierung. Die Zusammenfassung dieser Werte wird Locale genannt und sieht wie folgt aus: Sprachcode_Ländercode.Codierung Sprach- und Ländercodes Sprachcodes Ländercodes Um FreeBSD (oder ein anderes &unix; System, das I18N unterstützt) an lokale Gegebenheiten und Sprachen anzupassen, muss der Benutzer herausfinden, welche Codes für sein Land und seine Sprache benutzt werden. Ländercodes geben den Anwendungen dabei vor, welche Variation einer bestimmten Sprache zu benutzen ist. Eine Variation von Deutsch wäre zum Beispiel de_CH, das eine lokale Anpassung an das in der Schweiz gesprochene Deutsch meint. Außerdem benutzen Webbrowser, SMTP/POP Server, Webserver usw. diese, um Entscheidungen über die Sprache zu fällen. Im Folgenden sind einige Beispiele für Sprach- und Ländercodes aufgelistet: Sprachcode/Ländercode Beschreibung en_US Englisch - USA ru_RU Russisch für Russland zh_TW Traditionelles Chinesisch für Taiwan Codierungen Codierungen ASCII Einige Sprachen benutzen Codierungen, die nicht dem 7-Bit breitem ASCII-Standard entsprechen, wie 8-Bit Codierungen, Wide- oder Multibyte Zeichen (&man.multibyte.3; geht darauf näher ein). Ältere Anwendungen erkennen diese Zeichen nicht und halten sie fälschlicherweise für Steuerzeichen. Neuere Anwendungen erkennen für gewöhnlich 8-Bit Zeichen. Es hängt allerdings von der Implementierung ab, ob man eine Anwendung neu kompilieren muss, um in den Genuss von lokalen Zeichensätzen zu kommen, oder ob man es sie nur nachträglich konfigurieren muss. Um es möglich zu machen, Wide- oder Multibyte-Zeichen einzugeben und zu verarbeiten, unterstützt die FreeBSD-Ports-Sammlung verschiedene Sprachen für diverse Programme. Bitte konsultieren Sie die I18N-Dokumentation des entsprechenden FreeBSD-Ports. In den meisten Fällen muss der Benutzer in die Dokumentation des Programms schauen, um herauszufinden, wie man es entsprechend für die eigene Sprache und den eigenen Zeichensatz konfiguriert, oder welche Optionen beim Übersetzen anzugeben sind. Einige Dinge, die man im Hinterkopf behalten sollte, sind: Sprachbezogene C-char Zeichensätze Mit C-char Zeichensätzen werden Zeichensätze bezeichnet, die zur Codierung den C-Datentyp char verwenden. (siehe &man.multibyte.3;), zum Beispiel ISO8859-1, ISO8859-15, KOI8-R, CP437. Wide- oder Multibyte-Codierungen, zum Beispiel EUC, Big5. Eine aktuelle Liste der Zeichensätze ist in der IANA Registry. verfügbar. Ab &os; 4.5 werden X11-kompatible Codierungen verwendet. I18N-Anwendungen Im FreeBSD-Ports- und Paket-System werden I18N-Anwendungen mit einem I18N im Namen gekennzeichnet, damit man sie leicht identifizieren kann. Trotzdem kann es vorkommen, dass die benötigte Sprache nicht immer unterstützt wird. Einstellen der Locale Zum Aktivieren der Lokalisierung reicht es, die Umgebungsvariable LANG in Ihrer Login-Shell auf den Wert der Locale zu setzen und die Variable zu exportieren. Dies geschieht normalerweise in Ihrer ~/.login_conf oder der Startdatei Ihrer Shell (~/.profile, ~/.bashrc, ~/.cshrc). Wenn LANG gesetzt ist, brauchen die speziellen Variablen wie LC_CTYPE oder LC_CTIME in der Regel nicht gesetzt zu werden. Sie sollten sprachbezogene FreeBSD-Dokumentation zu Rate ziehen, wenn Sie mehr Informationen wünschen. Setzen Sie die zwei folgenden Umgebungsvariablen in Ihren Konfigurationsdateien: POSIX LANG für Funktionen der &posix; &man.setlocale.3; Familie MIME MM_CHARSET gibt den den MIME Zeichensatz von Anwendungen an Damit ist die Locale für die Shell, jede Anwendung und X11 eingestellt. Verfahren zum Einstellen der Locale Locale Login-Klasse Es gibt zwei Wege, die Locale zu setzen, die im Folgenden beschrieben werden. Die erste und empfohlene Methode ist, die Umgebungsvariablen in der Login-Klasse zu setzen, die zweite ist, sie in den Startdateien der Shell zu setzen. Lokalisierung in der Login-Klasse Wenn Sie diese Methode verwenden, werden die Umgebungsvariablen für die Locale und den MIME Zeichensatz einmal für alle Shells, anstatt einzeln für jede Shell, gesetzt. Die Lokalisierung kann von einem Benutzer selbst oder von einem Administrator mit Superuser-Rechten für alle eingestellt werden. Einrichten als Benutzer .login_conf im Heimatverzeichnis eines Benutzers sollte mindestens die folgenden Einträge enthalten, damit beide Variablen für den Gebrauch der Latin-1 Codierung gesetzt werden: me:\ :charset=ISO-8859-1:\ :lang=de_DE.ISO8859-1: traditionelles Chinesisch BIG-5 Codierung Damit traditionelles Chinesisch (BIG-5 Codierung) verwendet werden kann, sind in .login_conf die nachstehenden Ergänzungen vorzunehmen. Einige Programme behandeln die Lokalisierung für Chinesisch, Japanisch und Koreanisch falsch, daher müssen mehr Variablen als üblich gesetzt werden: #Users who do not wish to use monetary units or time formats #of Taiwan can manually change each variable me:\ :lang=zh_TW.Big5:\ :lc_all=zh_TW.Big:\ :lc_collate=zh_TW.Big5:\ :lc_ctype=zh_TW.Big5:\ :lc_messages=zh_TW.Big5:\ :lc_monetary=zh_TW.Big5:\ :lc_numeric=zh_TW.Big5:\ :lc_time=zh_TW.Big5:\ :charset=big5:\ :xmodifiers="@im=xcin": #Setting the XIM Input Server Weitere Informationen entnehmen Sie bitte &man.login.conf.5;. Einrichten als Administrator Stellen Sie sicher, dass in der Login-Klasse der Benutzer in /etc/login.conf die richtige Sprache eingestellt ist. Die folgenden Einstellungen müssen in /etc/login.conf vorgenommen werden: Sprache:Beschreibung:\ :charset=MIME_Zeichensatz:\ :lang=Locale:\ :tc=default: Die für Latin-1 erforderlichen Einträge sehen wie folgt aus: german:German Users Accounts:\ :charset=ISO-8859-1:\ :lang=de_DE.ISO8859-1:\ :tc=default: Bevor Sie die Login-Klasse eines Benutzers ändern, müssen Sie den folgenden Befehl ausführen: &prompt.root; cap_mkdb /etc/login.conf Erst danach werden Ihre Änderungen in /etc/login.conf im System sichtbar. Ändern der Login-Klasse mit &man.vipw.8; vipw Wenn Sie neue Accounts mit vipw anlegen, erstellen Sie Einträge in folgender Art: user:password:1111:11:Sprache:0:0:Benutzername:/home/user:/bin/sh Ändern der Login-Klasse mit &man.adduser.8; adduser Login-Klasse Wenn Sie neue Accounts mit adduser anlegen, stehen Ihnen die folgenden Möglichkeiten zur Verfügung: Geben Sie in /etc/adduser.conf mit defaultclass = Sprache eine Sprache vor. In diesem Fall müssen Sie für Benutzer anderer Sprachen eine andere Login-Klasse angeben. Geben Sie die Sprache jedes Mal ein, wenn Sie dazu von &man.adduser.8; aufgefordert werden: Enter login class: default []: Sie können die Login-Klasse auch auf der Kommandozeile von &man.adduser.8; übergeben: &prompt.root; adduser -class Sprache Ändern der Login-Klasse mit &man.pw.8; pw Wenn Sie neue Accounts mit &man.pw.8; anlegen, benutzen Sie die folgende Kommandozeile: &prompt.root; pw useradd Account -L Sprache Lokalisierung in den Startdateien der Shells Da Sie jede Shell unterschiedlich einrichten müssen, sollten Sie diese Methode nicht verwenden. Benutzen Sie stattdessen bitte Login-Klassen. MIME Locale Um die Locale und den MIME Zeichensatz anzugeben, setzen Sie die unten aufgeführten Variablen in den Startdateien der Shells (/etc/profile und /etc/csh.login). In den folgenden Beispielen verwenden wir die deutsche Sprache. Einstellungen in /etc/profile: LANG=de_DE.ISO8859-1; export LANG MM_CHARSET=ISO-8859-1; export MM_CHARSET Einstellungen in /etc/csh.login: setenv LANG de_DE.ISO8859-1 setenv MM_CHARSET ISO-8859-1 Alternativ können Sie die Einstellungen in den Vorgabedateien der Shells vornehmen. Die oben gezeigten Einstellungen aus /etc/profile tragen Sie dann in /usr/share/skel/dot.profile und die Einstellungen aus /etc/csh.login in /usr/share/skel/dot.login ein. Die Einstellungen für X11 in $HOME/.xinitrc sind von der verwendeten Login-Shell abhängig. Mit Bourne Shells verwenden Sie den folgenden Eintrag: LANG=de_DE.ISO8859-1; export LANG Mit C-Shells verwenden Sie den nachstehenden Eintrag: setenv LANG de_DE.ISO8859-1 Einrichten der Konsole Wenn Sie C-char Zeichensätze verwenden, müssen Sie die richtigen Zeichensätze für die gewählte Sprache in /etc/rc.conf angeben: font8x16=Zeichensatz font8x14=Zeichensatz font8x8=Zeichensatz Dabei ist Zeichensatz der Name der passenden Datei aus /usr/share/syscons/fonts ohne die Endung .fnt. sysinstall keymap screenmap Stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Tasten- und Bildschirmzuordnung (keymap und screenmap) verwenden. Dies können Sie in sysinstall (vor &os; 5.2 /stand/sysinstall) einstellen, indem Sie Configure und dann Console wählen. Sie können die Zuordnungen aber auch direkt in /etc/rc.conf angeben: scrnmap=screenmap_name keymap=keymap_name keychange="fkey_number sequence" screenmap_name ist der Name einer Datei aus /usr/share/syscons/scrnmaps ohne die Endung .scm. Eine Bildschirmzuordnung und der zugehörige Zeichensatz verbreitert die Zeichenmatrix von VGA Karten im Pseudographik Modus von 8 Bit auf 9 Bit. Sie wird benötigt, wenn der Zeichensatz des Bildschirms 8 Bit verwendet. Lesen Sie den nächsten Absatz, wenn Sie in /etc/rc.conf den moused Dæmon mit der nachstehenden Anweisung aktiviert haben: moused_enable="YES" moused Der Mauszeiger des &man.syscons.4; Treibers belegt in der Voreinstellung den Bereich von 0xd0 bis 0xd3 des Zeichensatzes. Wenn dieser Bereich ebenfalls von der eingestellten Sprache benötigt wird, müssen Sie den Mauszeiger verschieben. Dazu fügen Sie die folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein: mousechar_start=3 keymap_name ist der Name einer Datei aus /usr/share/syscons/keymaps ohne die Endung .kbd. Welche Tastenzuordnung Sie benutzen müssen, können Sie ohne einen Neustart mit &man.kbdmap.1; ausprobieren. Mit keychange können die Funktionstasten so programmiert werden, dass Sie zu dem ausgesuchten Terminal passen. Die Sequenzen der Funktionstasten können nicht in Tastenzuordnungen definiert werden. Stellen Sie sicher, dass der richtige Terminaltyp für die ttyv* Konsolen in /etc/ttys angegeben ist. Momentan sind die folgenden Terminaltypen definiert: Zeichensatz Terminaltyp ISO8859-1 oder ISO8859-15 cons25l1 ISO8859-2 cons25l2 ISO8859-7 cons25l7 KOI8-R cons25r KOI8-U cons25u CP437 (VGA default) cons25 US-ASCII cons25w Mit Wide- oder Multibyte-Zeichensätzen müssen Sie den richtigen Port aus dem Verzeichnis /usr/ports/Sprache verwenden. Einige Ports erscheinen als Konsolen werden aber vom System als serielle vtty's betrachtet. Achten Sie daher darauf, dass Sie genügend vtty's für X11 und die Pseudo-seriellen Konsolen definiert haben. Nachstehend finden Sie eine unvollständige Liste der Ports, die eine andere Sprache als Englisch auf der Konsole verwenden: Sprache Port traditionelles Chinesisch (BIG-5) chinese/big5con Japanisch japanese/kon2-16dot oder japanese/mule-freewnn Koreanisch korean/han Einrichten von X11 Obwohl X11 nicht Teil des FreeBSD-Projekts ist, stellen wir hier einige Hinweise für FreeBSD-Benutzer zusammen. Weitere Details entnehmen Sie bitte der &xorg; Website oder der Dokumentation Ihres X11 Servers. Anwendungsspezifische I18N-Einstellungen (Zeichensätze, Menüs, usw.) können Sie in ~/.Xresources vornehmen. Zeichensätze X11 True Type Font-Server Installieren Sie den &xorg;-Server (x11-servers/xorg-server) oder den &xfree86;-Server (x11-servers/XFree86-4-Server) und die &truetype; Zeichensätze Ihrer Sprache. Wenn Sie die Locale gesetzt haben, sollten die Menüs in Ihrer Sprache erscheinen. Eingabe von nicht-englischen Zeichen X11 Input Method (XIM) Das X11 Input Method (XIM) Protokoll ist ein neuer Standard für alle X11-Clients. Jede X11-Anwendung sollte als XIM-Client, der Eingaben von einem XIM-Server entgegen nimmt, implementiert sein. XIM-Server sind für verschiedene Sprachen erhältlich. Einrichten eines Druckers Drucker verfügen normalerweise schon über einige C-char Zeichensätze. Wide- oder Multibyte-Zeichensätze müssen gesondert eingerichtet werden. Wir empfehlen Ihnen, dazu apsfilter zu benutzen. Weiterhin können Sie mit sprachspezifischen Konvertern Ihre Dokumente auch in &postscript; oder PDF umwandeln. Kernel und Dateisysteme Das FreeBSD-Dateisystem (FFS) unterstützt 8-Bit, so dass es mit C-char Zeichensätzen (siehe &man.multibyte.3;) verwendet werden kann. Der Zeichensatz wird allerdings nicht im Dateisystem gespeichert, das heißt es werden nur die 8-Bit Werte gespeichert und die Codierung wird nicht berücksichtigt. Offiziell werden Wide- oder Multibyte-Zeichensätze noch nicht unterstützt, für einige Zeichensätze existieren Patche, die eine solche Unterstützung aktivieren. Sie sind allerdings nicht im Quelltext enthalten, da sie nur schwer pflegbare Übergangslösungen sind. Die Patche und weitere Informationen erhalten Sie auf den Webseiten der betreffenden Sprache. DOS Unicode Das &ms-dos; Dateisystem von FreeBSD kann von &ms-dos;- und Unicode-Zeichensätzen nach frei wählbaren FreeBSD Zeichensätzen konvertieren. Weitere Details entnehmen Sie bitte &man.mount.msdosfs.8;. I18N-Programme übersetzen Viele FreeBSD-Ports besitzen I18N-Unterstützung, einige davon enthalten -I18N im Namen. Für diese und viele andere Programme ist keine spezielle Konfiguration notwendig. MySQL Einige Anwendungen wie MySQL müssen allerdings speziell für einen Zeichensatz konfiguriert werden. Normalerweise wird dazu das Makefile angepasst oder configure mit einem speziellen Parameter aufgerufen. Lokalisierung für einzelne Sprachen Andrey Chernov Beigetragen von Russisch (KOI8-R Codierung) Lokalisierung russisch Weitere Informationen über die KOI8-R Codierung erhalten Sie auf der Webseite KOI8-R References (Russian Net Character Set). Einrichten der Locale Fügen Sie die folgenden Zeilen in ~/.login_conf ein: me:My Account:\ :charset=KOI8-R:\ :lang=ru_RU.KOI8-R: Weitere Erklärungen finden Sie in Einstellen der Locale. Einrichten der Konsole Fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: mousechar_start=3 Nehmen Sie zusätzlich die folgenden Einstellungen in /etc/rc.conf auf: keymap="ru.koi8-r" scrnmap="koi8-r2cp866" font8x16="cp866b-8x16" font8x14="cp866-8x14" font8x8="cp866-8x8" Benutzen Sie cons25r als Terminaltyp für jeden ttyv* Eintrag in /etc/ttys. Weitere Beispiele finden Sie in Einrichten der Konsole. Einrichten eines Druckers Drucker Die meisten Drucker mit russischen Zeichen besitzen die Codetabelle CP866, so dass ein spezielles Programm zur Übersetzung von KOI8-R nach CP866 benötigt wird. Zu diesem Zweck ist /usr/libexec/lpr/ru/koi2alt im Basissystem enthalten. Der Eintrag für einen Drucker mit russischer Sprachunterstützung in /etc/printcap sieht wie folgt aus: lp|Russian local line printer:\ :sh:of=/usr/libexec/lpr/ru/koi2alt:\ :lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/output/lpd:lf=/var/log/lpd-errs: Näheres erfahren Sie in &man.printcap.5;. &ms-dos; Dateisystem und russische Dateinamen Russische Dateinamen auf &ms-dos; Dateisystemen werden mit dem folgenden Eintrag in /etc/fstab erkannt: /dev/ad0s2 /dos/c msdos rw,-Wkoi2dos,-Lru_RU.KOI8-R 0 0 Die Option legt die Locale fest. Die Option legt die Zeichenumwandlung fest. Stellen Sie sicher, dass /usr eingehangen ist, bevor Sie die &ms-dos;-Partition einhängen, da die Tabellen zur Zeichenumwandlung in /usr/libdata/msdosfs liegen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Hilfeseite &man.mount.msdosfs.8;. Einrichten von X11 Richten Sie zunächst die normale Lokalisierung ein. Wenn Sie &xorg; verwenden, installieren Sie den Port x11-fonts/xorg-fonts-cyrillic. Im Abschnitt "Files" von /etc/X11/xorg.conf fügen Sie die folgenden Einträge vor allen anderen FontPath Einträgen ein: FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/cyrillic/misc" FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/cyrillic/75dpi" FontPath "/usr/X11R6/lib/X11/fonts/cyrillic/100dpi" Wenn Sie eine hohe Auflösung benutzen, vertauschen Sie bitte die Einträge für 75 dpi und 100 dpi. Zusätzliche kyrillische Schriftarten finden Sie in der Ports-Sammlung. Die Unterstützung für eine russische Tastatur aktivieren Sie im "Keyboard" Abschnitt von - xorg.conf. + xorg.conf: Option "XkbLayout" "us,ru" Option "XkbOptions" "grp:toggle" Stellen Sie zudem sicher, dass XkbDisable deaktiviert (auskommentiert) ist. Beim Einsatz von grp:caps_toggle können Sie mit Right Alt (Alt Gr) zwischen dem RUS- und LAT-Modus wechseln, verwenden Sie hingegen grp:ctrl_shift_toggle, so erfolgt der Wechsel mit Ctrl Shift . Die alte Funktion von CapsLock steht nur im LAT-Modus mit der Tastenkombination Shift CapsLock zur Verfügung. Verwenden Sie hingegen grp:toggle, wechseln Sie mit Right Alt (Alt Gr)zwischen dem RUS- und LAT-Modus, da grp:caps_toggle aus unbekannten Gründen unter &xorg; nicht funktioniert. Wenn Ihre Tastatur &windows;-Tasten besitzt und nicht-alphanumerische Tasten im RUS-Modus nicht funktionieren, fügen Sie die folgende Zeile in xorg.conf ein: Option "XkbVariant" ",winkeys" Die russische XKB-Tastatur funktioniert vielleicht nicht mit nicht-lokalisierten Anwendungen. Lokalisierte Anwendungen sollten mindestens die Funktion XtSetLanguageProc (NULL, NULL, NULL); frühzeitig aufrufen. Weitere Informationen über die Lokalisierung von X11-Anwendungen erhalten Sie auf der Webseite KOI8-R for X Window. Traditionell chinesische Lokalisierung für Taiwan Lokalisierung traditionell chinesisch Das taiwanesische FreeBSD-Projekt stellt ein Tutorium unter zur Verfügung, das viele chinesische Anwendungen benutzt. Der Editor des FreeBSD Chinese HOWTOs ist Shen Chuan-Hsing statue@freebsd.sinica.edu.tw. Chuan-Hsing Shen statue@freebsd.sinica.edu.tw hat mithilfe des Tutoriums die Chinese FreeBSD Collection (CFC) geschaffen. Die Pakete und Skripten stehen unter . Deutsche Lokalisierung (für alle ISO 8859-1 Sprachen) Lokalisierung deutsch Von Slaven Rezic eserte@cs.tu-berlin.de stammt ein Tutorium, das die Benutzung von Umlauten mit FreeBSD beschreibt. Das Tutorium ist in Deutsch verfasst und unter erhältlich. Japanische und koreanische Lokalisierung Lokalisierung japanisch Lokalisierung koreanisch Informationen über die japanische Lokalisierung entnehmen Sie bitte , Informationen über die koreanische Lokalisierung erhalten Sie unter . Nicht-englische FreeBSD-Dokumentation Teile von FreeBSD wurden in andere Sprachen übersetzt. Folgen Sie bitte den Links auf der FreeBSD-Webseite oder schauen Sie in /usr/share/doc nach. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml index 77640970a7..b8b9daef83 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml @@ -1,3314 +1,3347 @@ Bezugsquellen für FreeBSD CD-ROM und DVD Verleger FreeBSD-Pakete FreeBSD-Pakete (FreeBSD-CDs, zusätzliche Software und gedruckte Dokumentation) erhalten Sie von mehreren Händlern:
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FreeBSD-CDs und -DVDs Die FreeBSD-CDs und -DVDs werden von vielen Online-Händlern angeboten:
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FreeBSD Mall, Inc. 3623 Sanford Street Concord, CA 94520-1405 USA Telefon: +1 925 674-0783 Fax: +1 925 674-0821 E-Mail: info@freebsdmall.com WWW:
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The Linux Emporium Hilliard House, Lester Way Wallingford OX10 9TA United Kingdom Telefon: +44 1491 837010 Fax: +44 1491 837016 WWW:
Linux+ DVD Magazine Lewartowskiego 6 Warsaw 00-190 Poland Telefon: +48 22 860 18 18 E-Mail: editors@lpmagazine.org WWW:
Linux System Labs Australia 21 Ray Drive Balwyn North VIC - 3104 Australia Telefon: +61 3 9857 5918 Fax: +61 3 9857 8974 WWW:
LinuxCenter.Ru Galernaya Street, 55 Saint-Petersburg 190000 Russia Telefon: +7-812-3125208 E-Mail: info@linuxcenter.ru WWW:
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FTP-Server Die offiziellen Quellen von FreeBSD sind mit anonymous FTP über ein weltweites Netz von FTP-Spiegeln erhältlich. Obwohl über eine gute Anbindung verfügt, sollten Sie einen Spiegel in Ihrer Nähe verwenden (insbesondere, wenn Sie selber einen Spiegel einrichten wollen). Die Datenbank der FreeBSD-Spiegel ist aktueller als die folgende Liste, da sie im Gegensatz zu einer statischen Liste die Informationen aus dem DNS erhält. Sie können FreeBSD auch über anonymous FTP von den folgenden Spiegeln beziehen. Wenn Sie FreeBSD über anonymous FTP beziehen wollen, wählen Sie bitte einen Spiegel in Ihrer Nähe. Die unter Haupt-Spiegel aufgeführten Spiegel stellen normalerweise das komplette FreeBSD-Archiv (alle momentan erhältlichen Versionen für jede unterstützte Architektur) zur Verfügung. Wahrscheinlich geht es aber schneller, wenn Sie einen Spiegel in Ihrer Nähe benutzen. Die Länder-Spiegel stellen die neusten Versionen für die beliebtesten Architekturen bereit, sie stellen aber unter Umständen nicht das komplette FreeBSD-Archiv bereit. Auf alle Server kann mit anonymous FTP zugegriffen werden, einige Server bieten auch andere Zugriffsmethoden an. Die zur Verfügung stehenden Zugriffsmethoden sind bei jedem Server in Klammern angegeben. &chap.mirrors.ftp.inc; Anonymous CVS <anchor id="anoncvs-intro">Einführung CVS anonymous Anonymous CVS (oder anoncvs) dient zum Synchronisieren mit entfernten Repositories und steht mit den CVS Werkzeugen, die im FreeBSD Basissystem enthalten sind, zur Verfügung. Benutzer von FreeBSD können damit unter anderem lesende Operationen auf den Anoncvs Servern des FreeBSD-Projekts durchführen, ohne über besondere Berechtigungen zu verfügen. Um es zu benutzen, setzen Sie einfach die CVSROOT Umgebungsvariable auf einen Anoncvs Server und geben beim Login mit cvs login das Passwort anoncvs an. Danach können Sie mit &man.cvs.1; wie auf jedes lokale Repository (allerdings nur lesend) zugreifen. cvs login speichert Passwörter zur Authentifizierung an einem CVS Server in der Datei .cvspass in Ihrem HOME-Verzeichnis. Wenn diese Datei beim ersten Benutzen von cvs login nicht existiert, erhalten Sie vielleicht eine Fehlermeldung. In diesem Fall legen Sie einfach eine leere .cvspass Datei an und melden sich erneut an. CVSup und Anoncvs bieten dieselbe Funktionalität, die folgenden Kriterien helfen Ihnen zu entscheiden, welche Methode Sie benutzen sollen. CVSup geht wesentlich effizienter mit Netzwerk-Ressourcen um und ist auch technisch ausgereifter. Allerdings müssen Sie zuerst einen speziellen Client installieren und konfigurieren, bevor Sie CVSup benutzen können. Weiterhin können Sie mit CVSup nur relativ große Teile der Quellen, die Sammlungen genannt werden, synchronisieren. Im Gegensatz dazu können Sie mit Anoncvs jede beliebige Datei oder indem Sie einfach den CVS Namen des Moduls angeben, ein beliebiges Programm, wie ls oder grep, bearbeiten. Natürlich können Sie mit Anoncvs nur lesend auf ein CVS Repository zugreifen. Wenn Sie lokal mit dem FreeBSD-Repository entwickeln wollen, dann ist CVSup die einzige Wahl. <anchor id="anoncvs-usage">Benutzen von Anonymous CVS Setzen Sie einfach die CVSROOT Umgebungsvariable, um &man.cvs.1; das CVS Repository eines FreeBSD Anoncvs-Servers bekannt zu geben. Zurzeit stehen folgende Server zur Verfügung: Deutschland: :pserver:anoncvs@anoncvs.de.FreeBSD.org:/home/ncvs (Benutzen Sie cvs login und das Passwort anoncvs.) Deutschland: :pserver:anoncvs@anoncvs2.de.FreeBSD.org:/home/ncvs (rsh, pserver, ssh, ssh/2022) Frankreich: :pserver:anoncvs@anoncvs.fr.FreeBSD.org:/home/ncvs (Das Passwort für pserver ist anoncvs, ssh-Zugriffe verwenden kein Passwort.) Japan: :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs (Benutzen Sie cvs login und das Passwort anoncvs.) Österreich: :pserver:anoncvs@anoncvs.at.FreeBSD.org:/home/ncvs Benutzen Sie cvs login und ein beliebiges Passwort. USA: freebsdanoncvs@anoncvs.FreeBSD.org:/home/ncvs (nur ssh ohne Passwort). SSH HostKey: 1024 a1:e7:46:de:fb:56:ef:05:bc:73:aa:91:09:da:f7:f4 root@sanmateo.ecn.purdue.edu SSH2 HostKey: 1024 52:02:38:1a:2f:a8:71:d3:f5:83:93:8d:aa:00:6f:65 ssh_host_dsa_key.pub USA: anoncvs@anoncvs1.FreeBSD.org:/home/ncvs (nur ssh ohne Passwort). SSH HostKey: 1024 8b:c4:6f:9a:7e:65:8a:eb:50:50:29:7c:a1:47:03:bc root@ender.liquidneon.com SSH2 HostKey: 2048 4d:59:19:7b:ea:9b:76:0b:ca:ee:da:26:e2:3a:83:b8 ssh_host_dsa_key.pub Mit CVS können Sie praktisch jede Version von FreeBSD, die schon einmal existiert hat (oder in manchen Fällen existieren wird) auschecken. Sie sollten daher damit vertraut sein, wie Sie mit Tags unter &man.cvs.1; arbeiten (die Option). Zudem müssen Sie die Namen der Tags im FreeBSD-Repository kennen. Es gibt zwei verschiedene TagsTags sind symbolische Namen, die im Repository vergeben werden. : Tags, die Revisionen bezeichnen und Tags, die Zweige bezeichnen. Die Ersten sind statisch und fest an eine Revision gebunden. Ein Tag, das einen Zweig bezeichnet, bezieht sich dagegen zu einem gegebenen Zeitpunkt immer auf die aktuellste Revision. Da ein Tag eines Zweiges nicht an eine bestimmte Revision gebunden ist, kann sich dessen Bedeutung von heute auf morgen ändern. In finden Sie eine Liste der gültigen Tags. Beachten Sie bitte, dass keines der Tags auf die Ports-Sammlung anwendbar ist, da diese nicht über Zweige verfügt. Wenn Sie ein Tag eines Zweiges verwenden, erhalten Sie die aktuellsten Dateien dieses Entwicklungszweiges. Wenn Sie eine frühere Revision erhalten möchten, können Sie zum Beispiel einen Zeitpunkt mit der Option angeben. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte &man.cvs.1;. Beispiele Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für den Umgang mit Anonymous CVS. Sie sollten sich aber die Manualpage von &man.cvs.1; sorgfältig durchlesen, bevor Sie anfangen. &man.ls.1; von -CURRENT auschecken &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie das Passwort anoncvs. &prompt.user; cvs co ls Den <filename>src/</filename>-Baum über SSH auschecken &prompt.user; cvs -d freebsdanoncvs@anoncvs.FreeBSD.org:/home/ncvs co src The authenticity of host 'anoncvs.freebsd.org (128.46.156.46)' can't be establiestablished. DSA key fingerprint is 52:02:38:1a:2f:a8:71:d3:f5:83:93:8d:aa:00:6f:65. Are you sure you want to continue connecting (yes/no)? yes Warning: Permanently added 'anoncvs.freebsd.org' (DSA) to the list of known hosts. &man.ls.1; aus dem 6-STABLE-Zweig auschecken &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie das Passwort anoncvs. &prompt.user; cvs co -rRELENG_6 ls Änderungen in &man.ls.1; zwischen 5.3 RELEASE und 5.4 RELEASE (als unified diff) &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie das Passwort anoncvs. &prompt.user; cvs rdiff -u -rRELENG_5_3_0_RELEASE -rRELENG_5_4_0_RELEASE ls Gültige Modulnamen herausfinden &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.jp.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie das Passwort anoncvs. &prompt.user; cvs co modules &prompt.user; more modules/modules Weitere Ressourcen Die folgenden Ressourcen sind nützlich, um den Umgang mit CVS zu lernen: CVS Tutorial von Cal Poly. CVS Home, die Homepage des CVS-Projekts. CVSweb das Web Interface zu CVS des FreeBSD Projekts. CTM CTM Mit CTM Abkürzung für CVS Through eMail können Sie einen entfernten Verzeichnisbaum mit einem zentralen Baum synchronisieren. Es wurde extra zum Synchronisieren der FreeBSD Quellen entwickelt, obwohl es mit der Zeit vielleicht auch andere Anwendungen geben wird. Zurzeit existiert leider so gut wie keine Dokumentation zum Erstellen der Deltas. Wenn Sie Hilfe benötigen oder CTM für andere Zwecke einsetzen wollen, wenden Sie sich bitte an die Mailingliste &a.ctm-users.name;. Warum soll ich <application>CTM</application> benutzen? Mit CTM erhalten Sie eine lokale Kopie des FreeBSD-Quellbaums, den es in mehreren Varianten gibt. Sie können das ganze Repository oder nur einen Zweig spiegeln. Wenn Sie ein aktiver FreeBSD-Entwickler mit einer schlechten oder gar keiner TCP/IP Verbindung sind, oder die Änderungen einfach automatisch zugesandt bekommen wollen, dann ist CTM das Richtige für Sie. Für die Zweige mit der meisten Aktivität müssen Sie sich täglich bis zu drei Deltas beschaffen, Sie sollten allerdings erwägen, die Deltas automatisch über E-Mail zu beziehen. Die Größe der Updates wird so klein wie möglich gehalten. Normalerweise sind sie kleiner als 5 kB, manchmal sind sie 10-50 kB groß (etwa jedes 10. Update) und ab und an werden Sie auch einmal ein Update mit 100 kB oder mehr erhalten. Sie sollten sich über die Vorbehalte gegen die Verwendung der Quellen anstelle eines offiziellen Releases bewusst sein. Das trifft besonders auf &os.current; zu, lesen Sie dazu bitte den Abschnitt &os.current;. Was brauche ich, um <application>CTM</application> zu benutzen? Zwei Sachen: Das CTM Programm und die initialen Deltas, von denen aus Sie auf die aktuellen Stände kommen. CTM ist schon seit der Version 2.0 Teil des FreeBSD-Basissystems. Sie finden es in /usr/src/usr.sbin/ctm, wenn Sie eine Kopie der Quellen besitzen. Die Deltas, die CTM verarbeitet, können Sie über FTP oder E-Mail beziehen. Wenn Sie über einen FTP Zugang zum Internet verfügen, erhalten Sie die Deltas unter der folgenden URL: Die Deltas werden auch von CTM Spiegeln bereitgehalten. Wechseln Sie in das passende Verzeichnisse zum Beispiel src-cur für &os.current; und laden Sie sich von dort die Deltas herunter. Sie können die Deltas auch über E-Mail beziehen. Abonnieren Sie dazu eine der CTM-Verteilerlisten. Über &a.ctm-cvs-cur.name; erhalten Sie den kompletten CVS-Baum, über &a.ctm-src-cur.name; erhalten Sie &os.current; und über &a.ctm-src-4.name; erhalten Sie den FreeBSD 4.X-Zweig. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie eine der Mailinglisten abonnieren, folgen Sie einem der Verweise von oben oder besuchen Sie die Seite &a.mailman.lists.link;. Weitere Informationen erhalten Sie, wenn Sie dort auf die gewünschte Liste klicken. Benutzen Sie ctm_rmail, um die CTM Updates, die Sie per E-Mail empfangen, auszupacken und anzuwenden. Wenn Sie diesen Prozess automatisiert ablaufen lassen möchten, können Sie dazu einen Eintrag in /etc/aliases verwenden. Genauere Informationen finden Sie in der Manualpage von ctm_rmail. Sie sollten die Mailingliste &a.ctm-announce.name; abonnieren, egal wie Sie die CTM-Deltas erhalten. Ankündigungen, die den Betrieb des CTM-Systems betreffen, werden nur auf dieser Liste bekannt gegeben. Klicken Sie auf den Namen der Liste oder besuchen Sie die Seite &a.mailman.lists.link;, um diese Liste zu abonnieren. Initialisieren von <application>CTM</application> Bevor Sie die CTM Deltas benutzen können, brauchen Sie einen Startpunkt, auf den die nachfolgenden Deltas angewendet werden. Sie können natürlich mit einem leeren Verzeichnis beginnen. In diesem Fall benötigen Sie ein XEmpty-Delta, mit dem Sie den CTM-Verzeichnisbaum initialisieren. Wenn Sie Glück haben, finden Sie ein XEmpty-Delta, mit dem sie beginnen können, auf einer der CDs Ihrer Distribution. Da die Verzeichnisbäume mehrere Megabyte groß sind, sollten Sie nach Möglichkeit etwas schon vorhandenes benutzen. Wenn Sie eine -RELEASE CD besitzen, können Sie die Quellen von dieser CD benutzen. Sie ersparen sich damit das Übertragen großer Datenmengen. Die Deltas, mit denen Sie beginnen können, enthalten ein X in ihrem Namen, wie in src-cur.3210XEmpty.gz. Hinter dem X wird der Startpunkt der Deltas angegeben, in diesem Fall steht Empty für ein leeres Verzeichnis. Nach etwa 100 Deltas wird ein neues XEmpty-Delta erstellt. Mit ungefähr 75 Megabyte komprimierter Daten sind diese XEmpty-Deltas übrigens sehr groß. Nachdem Sie Ihren Startpunkt festgelegt haben, benötigen Sie alle Deltas mit einer höheren Nummer. Benutzen von <application>CTM</application> Um ein Delta einzuspielen, benutzen Sie das folgende Kommando: &prompt.root; cd /Pfad/zu/den/Quellen &prompt.root; ctm -v -v /Pfad/zu/den/Deltas/src-xxx.* CTM kann mit Deltas arbeiten, die mit gzip komprimiert wurden. Sie brauchen die Deltas vorher nicht mit gunzip zu dekomprimieren und sparen damit Plattenplatz. Ihr Quellbaum wird erst dann verändert, wenn CTM die Deltas sauber verarbeiten kann. Die Integrität der Deltas und ihre Anwendbarkeit auf den Quellbaum lassen sich durch die Angabe des Schalters -c überprüfen, CTM ändert in diesem Fall Ihren Quellbaum nicht. CTM verfügt über weitere Kommandozeilenoptionen, Informationen dazu finden Sie in der Manualpage oder dem Quellcode. Das war schon alles. Um Ihre Quellen aktuell zu halten, verwenden Sie CTM jedes Mal, wenn Sie neue Deltas bekommen. Löschen Sie die Deltas nicht, wenn Sie diese nur schwer wieder beschaffen können. Behalten Sie sie für den Fall, das etwas passiert. Auch wenn Sie nur Disketten besitzen, sollten Sie erwägen, die Deltas mit fdwrite zu sichern. Umgang mit lokalen Änderungen Entwickler wollen mit den Dateien im Quellbaum experimentieren und diese verändern. In beschränkter Weise werden lokale Änderungen von CTM unterstützt. Wenn CTM die Datei foo bearbeiten will, überprüft es zuerst ob die Datei foo.ctm existiert. Wenn diese Datei existiert, werden Änderungen in ihr anstatt in foo vorgenommen. Mit diesem Verfahren ist eine leichte Handhabung lokaler Änderungen möglich. Kopieren Sie die Dateien, die Sie ändern möchten, in Dateien, die das Suffix .ctm tragen. Sie können dann ungestört mit dem Quellcode arbeiten, während CTM die .ctm Dateien aktualisiert. Weitere <application>CTM</application>-Optionen Was wird aktualisiert? Eine Liste der Änderungen, die CTM an Ihrem Quellbaum vornehmen wird, erhalten Sie, wenn Sie die Option angeben. Das ist nützlich, wenn Sie Logs über die Änderungen führen wollen, geänderte Dateien vor- oder nachbearbeiten wollen, oder einfach ein bisschen paranoid sind. Sicherungen vor einer Aktualisierung erstellen Sie wollen vielleicht die Dateien, die durch eine CTM Aktualisierung verändert werden, sichern. Mit weisen Sie CTM an, alle Dateien, die durch ein CTM Delta verändert würden, nach backup-file zu sichern. Dateien ausschließen Manchmal wollen Sie nur bestimmte Teile aktualisieren oder nur bestimmte Dateien aus einer Folge von Deltas extrahieren. Sie können die Liste der Dateien, mit denen CTM arbeitet, einschränken, indem Sie reguläre Ausdrücke mit den Optionen und angeben. Wenn Sie eine aktuelle Kopie von lib/libc/Makefile aus den gesicherten CTM Deltas erhalten wollen, setzen Sie das folgende Kommando ab: &prompt.root; cd /wo/Sie/es/auspacken/wollen/ &prompt.root; ctm -e '^lib/libc/Makefile' ~ctm/src-xxx.* Die Optionen und werden in der Reihenfolge angewandt, in der sie auf der Kommandozeile angegeben wurden. Eine Datei wird nur dann von CTM verarbeitet, wenn dies nach der Anwendung der Optionen und noch erlaubt ist. Pläne für <application>CTM</application> Mehrere: Hinzufügen eines Authentifizierungsmechanismus, damit gefälschte CTM-Deltas erkannt werden können. Aufräumen der CTM-Optionen, die mit der Zeit unübersichtlich und irreführend wurden. Verschiedenes Es gibt Deltas für die Ports-Sammlung, die aber nicht intensiv genutzt werden. CTM-Spiegel Die CTM-Deltas können Sie mit anonymous FTP von den folgenden Spiegeln beziehen. Versuchen Sie bitte einen Spiegel in Ihrer Nähe zu benutzen. Bei Problemen wenden Sie sich bitte an die Mailingliste &a.ctm-users.name;. Kalifornien, Bay Area, Offizieller Server Südafrika, Backup-Server für alte Deltas Taiwan/R.O.C. Wenn die Liste keinen Spiegel in Ihrer Nähe enthält oder Sie Probleme mit dem ausgewählten Spiegel haben, versuchen Sie einen Spiegel mit einer Suchmaschine, wie alltheweb, zu finden. Benutzen von CVSup Einführung CVSup ist eine Anwendung, die Verzeichnisbäume von einem entfernten CVS-Server bereitstellt und aktualisiert. Die Quellen von FreeBSD werden in einem CVS-Repository auf einer Entwicklungsmaschine in Kalifornien gepflegt. Mit CVSup können sich FreeBSD-Benutzer den eigenen Quellbaum auf aktuellem Stand halten. Zum Aktualisieren benutzt CVSup die Pull-Methode, bei der die Aktualisierungen vom Client angefragt werden. Der Server wartet dabei passiv auf Anfragen von Clients, das heißt er verschickt nicht unaufgefordert Aktualisierungen. Somit gehen alle Anfragen vom Client aus und die Benutzer müssen CVSup entweder manuell starten oder einen cron Job einrichten, um regelmäßig Aktualisierungen zu erhalten. CVSup in genau dieser Schreibweise bezeichnet die Anwendung, die aus dem Client cvsup und dem Server cvsupd besteht. cvsup läuft auf den Maschinen der Benutzer, cvsupd läuft auf jedem der FreeBSD-Spiegel. Wenn Sie die FreeBSD-Dokumentation und die Mailinglisten lesen, werden Sie oft auf Sup, dem Vorgänger von CVSup stoßen. CVSup wird in gleicher Weise wie Sup benutzt und verfügt sogar über Konfigurationsdateien, die kompatibel zu denen von Sup sind. Da CVSup schneller und flexibler als Sup ist, wird Sup vom FreeBSD-Projekt nicht mehr benutzt. + + + Mit csup gibt es in inzwischen + auch eine in C geschriebene Neuimplementierung von + CVSup. Der größte + Vorteil dieser neuen Version ist neben einer höheren + Geschwindigkeit der, dass dieses Programm nicht von der + Sprache Modula-3 abhängig ist und Sie daher dieses + Paket nicht mitinstallieren müssen. Ab &os; 6.2 + ist csup bereits im Basissystem + enthalten und kann sofort verwendet werden. Verwenden Sie + hingegen eine ältere &os;-Version, können Sie + &man.csup.1; über den Port net/csup installieren. Alternativ + können Sie zur Installation auch ein vorkompiliertes + Paket (Package) verwenden. csup + unterstützt allerdings keinen CVS-Modus. Wollen Sie + komplette Repositories spiegeln, müssen Sie also + weiterhin CVSup einsetzen. + Wollen Sie künftig csup + einsetzen, überspringen Sie in den folgenden + Ausführungen einfach den Abschnitt zur Installation von + CVSup und ersetzen alle Vorkommen + von CVSup durch + csup. + Installation von <application>CVSup</application> CVSup können Sie leicht installieren, wenn Sie das vorkompilierte Paket net/cvsup aus der Ports-Sammlung benutzen. Alternativ können Sie net/cvsup auch ausgehend von den Quellen bauen, doch seien Sie gewarnt: net/cvsup hängt vom Modula-3 System ab, das viel Zeit und Platz zum Herunterladen und Bauen braucht. Wenn Sie CVSup auf einer Maschine ohne &xfree86; oder &xorg;, beispielsweise einem Server, benutzen, stellen Sie sicher, dass Sie den Port ohne das CVSup-GUI, net/cvsup-without-gui verwenden. + + Wollen Sie csup unter + &os; 6.1 oder älter installieren, können Sie + dazu das vorkompilierte Paket net/csup oder den Port + net/csup (zur Installation + aus den Quellen) verwenden. Konfiguration von CVSup Das Verhalten von CVSup wird mit einer Konfigurationsdatei gesteuert, die supfile genannt wird. Beispiele für Konfigurationsdateien finden Sie in dem Verzeichnis . Ein supfile enthält die folgenden Informationen: Welche Dateien Sie erhalten wollen. Welche Versionen der Dateien Sie benötigen. Woher Sie die Dateien beziehen wollen. Wo Sie die erhaltenen Dateien speichern. Wo Sie die Status-Dateien aufbewahren wollen. In den folgenden Abschnitten erstellen wir ein typisches supfile indem wir nach und nach diese Punkte klären. Zuerst beschreiben wir aber den Aufbau dieser Konfigurationsdatei. Ein supfile ist eine Textdatei. Kommentare beginnen mit einem # und gelten bis zum Zeilenende. Leerzeilen und Zeilen, die nur Kommentare enthalten, werden ignoriert. Die anderen Zeilen legen die Dateien fest, die ein Benutzer erhalten will. Der Server organisiert verschiedene Dateien in einer Sammlung, deren Name auf einer Zeile angegeben wird. Nach dem Namen der Sammlung können mehrere durch Leerzeichen getrennte Felder folgen, die die oben angesprochenen Informationen festlegen. Es gibt zwei Arten von Feldern: Felder, die Optionen festlegen und Felder mit Parametern. Optionen bestehen aus einem Schlüsselwort, wie oder und stehen alleine. Ein Parameterfeld beginnt mit einem Schlüsselwort, dem = und ein Parameter, wie in , folgt. Dieses Feld darf keine Leerzeichen enthalten. In einem supfile werden normalerweise mehrere Sammlungen angefordert. Die erforderlichen Felder können explizit für jede Sammlung angegeben werden, dann werden jedoch die Zeilen ziemlich lang. Außerdem ist dieses Vorgehen sehr unhandlich, da die meisten Felder für alle Sammlungen gleich sind. CVSup bietet die Möglichkeit, Vorgaben für die Felder der Sammlungen festzulegen. Zeilen, die mit der Pseudo-Sammlung *default beginnen, legen Optionen und Parameter für nachfolgende Sammlungen im supfile fest. Der Vorgabewert kann in der Zeile einer bestimmten Sammlung überschrieben werden. Durch Hinzufügen weiterer *default Zeilen können die Vorgaben auch mitten im supfile überschrieben oder erweitert werden. Mit diesem Wissen können wir nun ein supfile erstellen, das den Quellbaum von FreeBSD-CURRENT anfordert und aktualisiert. Welche Dateien wollen Sie empfangen? Dateien werden von CVSup in Sammlungen organisiert. Die erhältlichen Sammlungen werden später beschrieben. Wir wollen den Quellbaum von FreeBSD empfangen, der in der Sammlung src-all enthalten ist. Das supfile enthält pro Zeile eine Sammlung, in diesem Fall also nur eine einzige Zeile: src-all Welche Versionen der Dateien werden benötigt? Mit CVSup können Sie jede Version der Quellen bekommen, da der cvsupd-Server seine Daten direkt aus dem CVS-Repository bezieht. Sie können die benötigten Versionen in den Parameterfeldern tag= und angeben. Achten Sie darauf, dass Sie das richtige tag=-Feld angeben. Einige Tags sind nur für spezielle Sammlungen gültig. Wenn Sie ein falsches Tag angeben oder sich verschreiben, wird CVSup Dateien löschen, die Sie wahrscheinlich gar nicht löschen wollten. Achten Sie insbesondere bei den ports-*-Sammlungen darauf, ausschließlich tag=. zu verwenden. Mit tag= wird ein symbolischer Name aus dem Repository angegeben. Es gibt zwei verschiedene Tags: Tags, die Revisionen bezeichnen und Tags, die Zweige bezeichnen. Die ersteren sind statisch und fest an eine Revision gebunden. Ein Tag, das einen Zweig bezeichnet, bezieht sich dagegen zu einem gegebenen Zeitpunkt immer auf die aktuellste Revision. Da ein Tag eines Zweiges nicht an eine bestimmte Revision gebunden ist, kann sich dessen Bedeutung von heute auf morgen ändern. zählt für Benutzer relevante Tags auf. Wenn Sie in der Konfigurationsdatei ein Tag, wie RELENG_4, angeben, müssen Sie diesem tag= vorstellen: tag=RELENG_4. Denken Sie daran, dass es für die Ports-Sammlung nur tag=. gibt. Achten Sie darauf, dass Sie den Namen eines Tags richtig angeben. CVSup kann nicht zwischen richtigen und falschen Tags unterscheiden. Wenn Sie sich bei der Angabe eines Tags vertippen, nimmt CVSup an, Sie hätten ein gültiges Tag angegeben, dem nur keine Dateien zugeordnet sind. Die Folge davon ist, dass Ihre vorhandenen Quellen gelöscht werden. Wenn Sie ein Tag angeben, das sich auf einen Zweig bezieht, erhalten Sie die aktuellsten Revisionen der Dateien auf diesem Zweig. Wenn Sie eine frühere Revision erhalten möchten, können Sie diese im Feld angeben. Einzelheiten dazu finden Sie in der Manualpage von cvsup. Wir möchten gerne FreeBSD-CURRENT beziehen und fügen die folgende Zeile am Anfang der Konfigurationsdatei ein: *default tag=. Eine wichtige Ausnahme ist wenn Sie weder ein tag=-Feld noch ein date=-Feld angeben. In diesem Fall erhalten Sie anstelle einer speziellen Revision die wirklichen RCS-Dateien aus dem CVS-Repository des Servers. Diese Vorgehensweise wird von Entwicklern bevorzugt, da sie mit einem eigenen Repository leicht die Entwicklungsgeschichte und Veränderungen von Dateien verfolgen können. Dieser Vorteil muss allerdings mit sehr viel Plattenplatz bezahlt werden. Woher sollen die Dateien bezogen werden? Im host=-Feld wird angegeben, woher cvsup die Dateien holen soll. Sie können hier jeden der CVSup-Spiegel angeben, doch sollten Sie einen Server in Ihrer Nähe auswählen. Für dieses Beispiel wollen wir den erfundenen Server cvsup99.FreeBSD.org verwenden: *default host=cvsup99.FreeBSD.org Bevor Sie CVSup laufen lassen, sollten Sie hier einen existierenden Server einsetzen. Den zu verwendenden Server können Sie auf der Kommandozeile mit überschreiben. Wo sollen die Dateien gespeichert werden? Im prefix=-Feld teilen Sie cvsup mit, wo die Dateien gespeichert werden sollen. In diesem Beispiel werden wir die Quelldateien direkt im Verzeichnisbaum für Quellen /usr/src ablegen. Das Verzeichnis src ist schon in der Sammlung, die wir beziehen enthalten, so dass wir die folgende Zeile angeben: *default prefix=/usr Wo sollen die Statusinformationen von cvsup gespeichert werden? cvsup legt in einem Verzeichnis Statusinformationen ab, die festhalten, welche Versionen schon empfangen wurden. Wir verwenden das Verzeichnis /var/db: *default base=/var/db Wenn das Verzeichnis für die Statusinformationen nicht existiert, sollten Sie es jetzt anlegen, da cvsup ohne dieses Verzeichnis nicht startet. Verschiedene Einstellungen: Eine weitere Zeile sollte normalerweise in jedem supfile sein: *default release=cvs delete use-rel-suffix compress Mit release=cvs wird angegeben, dass der Server das FreeBSD-Haupt-Repository abfragen soll, was praktisch immer der Fall ist (die Ausnahmen werden in diesem Text nicht diskutiert). delete erlaubt es CVSup, Dateien zu löschen. Diese Option sollten Sie immer angeben, damit CVSup Ihren Quellbaum auch wirklich aktuell halten kann. CVSup löscht nur Dateien für die es auch verantwortlich ist. Andere Dateien, die sich in einem Baum unter Kontrolle von CVSup befinden, werden nicht verändert. Wenn Sie wirklich etwas über das obskure use-rel-suffix erfahren wollen, lesen Sie bitte in der Manualpage nach, ansonsten geben Sie es einfach an und vergessen es. Wenn Sie compress angeben, werden Daten auf dem Kommunikationskanal komprimiert. Wenn Sie über eine T1-Leitung oder eine schnellere Netzanbindung verfügen, brauchen Sie diese Option vielleicht nicht. In allen anderen Fällen beschleunigt sie aber den Ablauf. Zusammenfassung: Das vollständige supfile unseres Beispiels sieht nun so aus: *default tag=. *default host=cvsup99.FreeBSD.org *default prefix=/usr *default base=/var/db *default release=cvs delete use-rel-suffix compress src-all Die <filename>refuse</filename> Datei CVSup benutzt die Pull-Methode, das heißt wenn sich ein Client mit einem Server verbindet, erhält er eine Liste der verfügbaren Sammlungen und wählt aus diesen die herunterzuladenden Dateien aus. In der Voreinstellung wählt der Client alle Dateien aus, die zu einer gegebenen Sammlung und zu einem gegebenen Tag passen. Dieses Verhalten ist aber nicht immer erwünscht, besonders wenn Sie die doc, ports oder www Verzeichnisbäume synchronisieren. Die wenigsten Leute beherrschen vier oder fünf Sprachen und benötigen Dateien mit speziellen Anpassungen für eine Sprache. Wenn Sie die Ports-Sammlung synchronisieren, können Sie anstelle von ports-all einzelne Ports, wie ports-astrology oder ports-biology angeben. Die doc und www Verzeichnisbäume verfügen aber nicht über Sammlungen für spezielle Sprachen. In diesem Fall müssen Sie eines der vielen eleganten Merkmale von CVSup benutzen: Die refuse Datei. Mit einer refuse Datei können Sie bestimmte Dateien einer Sammlung von der Übertragung ausschließen. Der Ort der refuse ist base/sup/refuse, wobei base in Ihrem supfile festgelegt wurde. Wir verwenden das Verzeichnis /var/db, der Ort der refuse Datei ist daher /var/db/sup/refuse. Das Format der refuse Datei ist einfach: Sie enthält eine Liste der Dateien und Verzeichnisse, die Sie nicht herunterladen wollen. Wenn Sie zum Beispiel die Dokumentation nicht in anderen Sprachen als Englisch lesen wollen, könnte Ihre refuse-Datei wie folgt aussehen: doc/bn_* doc/da_* doc/de_* doc/el_* doc/es_* doc/fr_* doc/it_* doc/ja_* doc/nl_* doc/no_* doc/pl_* doc/pt_* doc/ru_* doc/sr_* doc/tr_* doc/zh_* Die Aufzählung setzt sich für andere Sprachen fort. Eine vollständige Liste finden Sie im FreeBSD CVS Repository. Die refuse Datei spart Anwendern von CVSup, die über eine langsame Internetanbindung verfügen oder deren Internetverbindung zeitlich abgerechnet wird, wertvolle Zeit, da sie Dateien, die sie nicht benötigen, nicht mehr herunterladen müssen. Weitere Informationen zu refuse Dateien und anderen Eigenschaften von CVSup entnehmen Sie bitte der Manualpage. Ausführen von <application>CVSup</application> Wir können nun eine Aktualisierung mit der folgenden Kommandozeile starten: &prompt.root; cvsup supfile supfile gibt dabei das eben erstelle supfile an. Wenn Sie X11 benutzen, wird cvsup ein GUI starten. Drücken Sie go und schauen Sie zu. Das Beispiel aktualisiert die Dateien im Verzeichnisbaum /usr/src. Sie müssen cvsup als root starten, damit Sie die nötigen Rechte haben, die Dateien zu aktualisieren. Sie sind vielleicht ein bisschen nervös weil Sie das Programm zum ersten Mal anwenden und möchten zuerst einmal einen Testlauf durchführen. Legen Sie dazu ein temporäres Verzeichnis an und übergeben es auf der Kommandozeile von cvsup: &prompt.root; mkdir /var/tmp/dest &prompt.root; cvsup supfile /var/tmp/dest Aktualisierungen werden dann nur in dem angegebenen Verzeichnis vorgenommen. CVSup untersucht die Dateien in /usr/src, wird aber keine dieser Dateien verändern. Die veränderten Dateien finden Sie stattdessen in /var/tmp/dest/usr/src. Die Statusdateien von CVSup werden ebenfalls nicht geändert, sondern in dem angegebenen Verzeichnis abgelegt. Wenn Sie Leseberechtigung in /usr/src haben, brauchen Sie das Programm noch nicht einmal unter root laufen zu lassen. Wenn Sie X11 nicht benutzen wollen oder keine GUIs mögen, sollten Sie cvsup wie folgt aufrufen: &prompt.root; cvsup -g -L 2 supfile verhindert den Start des GUIs. Wenn Sie kein X11 laufen haben, passiert das automatisch, ansonsten müssen Sie diesen Schalter angeben. Mit gibt CVSup Einzelheiten zu jeder Aktualisierung aus. Die Wortfülle der Meldungen können Sie von bis einstellen. In der Voreinstellung werden nur Fehlermeldungen ausgegeben. Eine Zusammenfassung der Optionen von CVSup erhalten Sie mit cvsup -H. Genauere Informationen finden Sie in der Manualpage von CVSup. Wenn Sie mit dem Ablauf der Aktualisierung zufrieden sind, können Sie CVSup regelmäßig aus &man.cron.8; ausführen. In diesem Fall sollten Sie natürlich nicht das GUI benutzen. <application>CVSup</application> Sammlungen Die CVSup Sammlungen sind hierarchisch organisiert. Es gibt wenige große Sammlungen, die in kleinere Teilsammlungen unterteilt sind. Wenn Sie eine große Sammlung beziehen, entspricht das dem Beziehen aller Teilsammlungen. Der Hierarchie der Sammlung wird in der folgenden Aufzählung durch Einrückungen dargestellt. Die am häufigsten benutzen Sammlungen sind src-all und ports-all. Die anderen Sammlungen werden von wenigen Leuten zu speziellen Zwecken benutzt und es kann sein, dass diese nicht auf allen Spiegeln zur Verfügung stehen. cvs-all release=cvs Das FreeBSD-Haupt-Repository einschließlich der Kryptographie-Module. distrib release=cvs Dateien, die zum Verteilen und Spiegeln von FreeBSD benötigt werden. doc-all release=cvs Quellen des FreeBSD-Handbuchs und weiterer Dokumentation. Diese Sammlung enthält nicht die FreeBSD-Webseite. ports-all release=cvs Die FreeBSD-Ports-Sammlung. Wenn Sie nicht die gesamte Ports-Sammlung (ports-all) aktualisieren wollen, sondern nur eine der nachstehend aufgeführten Teilsammlungen, aktualisieren Sie immer die Teilsammlung ports-base. Diese Teilsammlung enthält das Bausystem der Ports. Immer wenn ports-base geändert wird, ist es so gut wie sicher, dass diese Änderung auch tatsächlich von einem Port benutzt wird. Der Bau eines Ports, der auf Änderungen im Bausystem angewiesen wird, wird fehlschlagen, wenn das Bausystem noch auf einem alten Stand ist. Aktualisieren Sie vor allen Dingen ports-base, wenn Sie bei einem Bau merkwürdige Fehlermeldungen erhalten und kein aktuelles Bausystem benutzen. Wenn Sie die Datei ports/INDEX selbst erzeugen, brauchen Sie unbedingt die Sammlung ports-all (den ganzen Ports-Baum). Es ist nicht möglich, ports/INDEX nur mit einem Teilbaum zu erstellen. Lesen Sie dazu bitte die FAQ. ports-accessibility release=cvs Werkzeuge für behinderte Benutzer. ports-arabic release=cvs Arabische Sprachunterstützung. ports-archivers release=cvs Werkzeuge zum Archivieren. ports-astro release=cvs Astronomie-Programme. ports-audio release=cvs Audio-Programme. ports-base release=cvs Das Bausystem der Ports-Sammlung. Dazu gehören verschiedene Dateien in den Unterverzeichnissen Mk/ und Tools/ von /usr/ports. Aktualisieren Sie diese Teilsammlung jedes Mal, wenn Sie einen Teil der Ports-Sammlung aktualisieren. Lesen Sie dazu auch den obigen Hinweis zur Ports-Sammlung. ports-benchmarks release=cvs Benchmarks. ports-biology release=cvs Biologie. ports-cad release=cvs Computer Aided Design Werkzeuge. ports-chinese release=cvs Chinesische Sprachunterstützung. ports-comms release=cvs Programme zur Datenkommunikation. ports-converters release=cvs Zeichensatz Konvertierer. ports-databases release=cvs Datenbanken. ports-deskutils release=cvs Sachen, die sich vor dem Computer-Zeitalter auf dem Schreibtisch befanden. ports-devel release=cvs Werkzeuge für Entwickler. ports-dns release=cvs Software für DNS. ports-editors release=cvs Editoren. ports-emulators release=cvs Programme, die andere Betriebssysteme emulieren. ports-finance release=cvs Finanz-Anwendungen. ports-ftp release=cvs Werkzeuge für FTP Clients und Server. ports-games release=cvs Spiele. ports-german release=cvs Deutsche Sprachunterstützung. ports-graphics release=cvs Graphik-Programme. ports-hebrew release=cvs Hebräische Sprachunterstützung. ports-hungarian release=cvs Ungarische Sprachunterstützung. ports-irc release=cvs Internet Relay Chat Werkzeuge. ports-japanese release=cvs Japanische Sprachunterstützung. ports-java release=cvs &java; Werkzeuge. ports-korean release=cvs Koreanische Sprachunterstützung. ports-lang release=cvs Programmiersprachen. ports-mail release=cvs E-Mail Programme. ports-math release=cvs Programme zur numerischen Mathematik. ports-mbone release=cvs MBone Anwendungen. ports-misc release=cvs Verschiedene Werkzeuge. ports-multimedia release=cvs Multimedia-Anwendungen. ports-net release=cvs Netzwerk-Programme. ports-net-im release=cvs Diverse Instant-Messenger. ports-net-mgmt release=cvs Software zum Verwalten von Netzwerken. ports-net-p2p release=cvs Software für die Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken. ports-news release=cvs USENET News Werkzeuge. ports-palm release=cvs Programme für den Palm. ports-polish release=cvs Polnische Sprachunterstützung. ports-ports-mgmt release=cvs Werkzeuge zum Management von Ports und Paketen. ports-portuguese release=cvs Portugiesische Sprachunterstützung. ports-print release=cvs Druckprogramme. ports-russian release=cvs Russische Sprachunterstützung. ports-science release=cvs Wissenschaft. ports-security release=cvs Werkzeuge zum Thema Sicherheit. ports-shells release=cvs Kommandozeilen-Shells. ports-sysutils release=cvs System-Werkzeuge. ports-textproc release=cvs Programme zur Textverarbeitung (ohne Desktop Publishing). ports-ukrainian release=cvs Ukrainische Sprachunterstützung. ports-vietnamese release=cvs Vietnamesische Sprachunterstützung. ports-www release=cvs Software rund um das World Wide Web. ports-x11 release=cvs X-Window Programme. ports-x11-clocks release=cvs X11-Uhren. ports-x11-fm release=cvs X11-Dateiverwalter. ports-x11-fonts release=cvs X11-Zeichensätze und Werkzeuge dazu. ports-x11-toolkits release=cvs X11-Werkzeuge. ports-x11-servers release=cvs X11-Server. ports-x11-themes release=cvs X11-Themes. ports-x11-wm release=cvs X11-Fensterverwalter. projects-all release=cvs Quelltexte der verschiedenen FreeBSD-Projekte. src-all release=cvs Die FreeBSD-Quellen einschließlich der Kryptographie-Module. src-base release=cvs Verschiedene Dateien unter /usr/src. src-bin release=cvs Benutzer-Werkzeuge die im Einzelbenutzermodus gebraucht werden (/usr/src/bin). src-contrib release=cvs Werkzeuge und Bibliotheken, die nicht aus dem FreeBSD-Projekt stammen und wenig verändert übernommen werden. (/usr/src/contrib). src-crypto release=cvs Kryptographische Werkzeuge und Bibliotheken, die nicht aus dem FreeBSD-Projekt stammen und wenig verändert übernommen werden. (/usr/src/crypto). src-eBones release=cvs Kerberos und DES (/usr/src/eBones). Wird in aktuellen Releases von FreeBSD nicht benutzt. src-etc release=cvs Konfigurationsdateien des Systems (/usr/src/etc). src-games release=cvs Spiele (/usr/src/games). src-gnu release=cvs Werkzeuge, die unter der GNU Public License stehen (/usr/src/gnu). src-include release=cvs Header Dateien (/usr/src/include). src-kerberos5 release=cvs Kerberos5 (/usr/src/kerberos5). src-kerberosIV release=cvs KerberosIV (/usr/src/kerberosIV). src-lib release=cvs Bibliotheken (/usr/src/lib). src-libexec release=cvs Systemprogramme, die von anderen Programmen ausgeführt werden (/usr/src/libexec). src-release release=cvs Dateien, die zum Erstellen eines FreeBSD Releases notwendig sind (/usr/src/release). src-sbin release=cvs Werkzeuge für den Einzelbenutzermodus (/usr/src/sbin). src-secure release=cvs Kryptographische Bibliotheken und Befehle (/usr/src/secure). src-share release=cvs Dateien, die von mehreren Systemen gemeinsam benutzt werden können (/usr/src/share). src-sys release=cvs Der Kernel (/usr/src/sys). src-sys-crypto release=cvs Kryptographie Quellen des Kernels (/usr/src/sys/crypto). src-tools release=cvs Verschiedene Werkzeuge zur Pflege von FreeBSD (/usr/src/tools). src-usrbin release=cvs Benutzer-Werkzeuge (/usr/src/usr.bin). src-usrsbin release=cvs System-Werkzeuge (/usr/src/usr.sbin). www release=cvs Die Quellen der FreeBSD-WWW-Seite. distrib release=self Die Konfigurationsdateien des CVSup Servers. Diese werden von den CVSup benutzt. gnats release=current Die GNATS Datenbank, in der Problemberichte verwaltet werden. mail-archive release=current Das Archiv der FreeBSD-Mailinglisten. www release=current Die formatierten Dateien der FreeBSD-WWW-Seite (nicht die Quellen). Diese werden von den WWW-Spiegeln benutzt. Weiterführende Informationen Die CVSup FAQ und weitere Informationen über CVSup finden Sie auf The CVSup Home Page. FreeBSD spezifische Diskussionen über CVSup finden auf der Mailingliste &a.hackers; statt. Dort und auf der Liste &a.announce; werden neue Versionen von CVSup angekündigt. Fragen und Problemberichte sollten an den Autor des Programms cvsup-bugs@polstra.com weitergeleitet werden. CVSup-Server Die folgende Aufzählung enthält CVSup Server für FreeBSD: &chap.mirrors.cvsup.inc; Portsnap einsetzen Einführung Bei Portsnap handelt es sich um ein System für die sichere Distribution der &os;-Ports-Sammlung. Dazu wird in der Regel stündlich ein Snapshot des Ports-Baumes erzeugt, der anschließend komprimiert und kryptografisch signiert wird. Die dabei erzeugten Dateien werden danach über HTTP verteilt. Analog zu CVSup verwendet auch auch Portsnap das Pull-Prinzip, um die Ports-Sammlung zu aktualisieren: Der komprimierte und signierte Ports-Baum wird auf einem Webserver abgelegt, der danach passiv auf Client-Anforderungen wartet. Ein Anwender muss daher &man.portsnap.8; manuell starten, um seine Ports-Sammlung zu aktualisieren. Eine Alternative ist das Erstellen eines &man.cron.8; -Jobs, der den Ports-Baum regelmäßig automatisch aktualisiert. Beachten Sie, dass Portsnap nicht mit der echten Ports-Sammlung unter /usr/ports/, sondern mit einer komprimierten Kopie des Ports-Baumes arbeitet, die in der Voreinstellung unter /var/db/portsnap/ angelegt wird. Diese komprimierte Version wird danach dazu verwendet, den tatsächlichen Ports-Baum zu aktualisieren. Haben Sie Portsnap über die &os;-Ports-Sammlung installiert, wird der komprimierte Ports-Baum statt unter /var/db/portsnap/ unter /usr/local/portsnap/ angelegt. Installation Seit &os; 6.0 ist Portsnap im &os;-Basissystem enthalten. Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, können Sie zur Installation den Port ports-mgmt/portsnap verwenden. <application>portsnap</application> konfigurieren portsnap kann über die Datei /etc/portsnap.conf konfiguriert werden. In der Regel kann allerdings die Standardkonfiguration unverändert übernommen werden. Wollen Sie die Datei dennoch anpassen, sollten Sie zuvor &man.portsnap.conf.5; lesen. Wurde Portsnap über die &os;-Ports-Sammlung installiert, so wird statt /etc/portsnap.conf /usr/local/etc/portsnap.conf als Konfigurationsdatei verwendet. Diese Datei wird während der Installation nicht angelegt, allerdings wird eine Beispielkonfigurationsdatei mitgeliefert, die Sie in dieses Verzeichnis kopieren können: &prompt.root; cd /usr/local/etc && cp portsnap.conf.sample portsnap.conf Der erste Aufruf von <application>portsnap</application> Wenn Sie &man.portsnap.8; das erste Mal aufrufen, müssen Sie einen komprimierten Snapshot des kompletten Ports-Baumes nach /var/db/portsnap/ herunterladen (oder nach /usr/local/portsnap/ Sie Portsnap über die Ports-Sammlung installiert haben). Die ungefähre Größe des komprimierten Ports-Baumes beträgt derzeit (Anfang 2006) etwa 41 MB. &prompt.root; portsnap fetch Nachdem der komprimierte Snapshot heruntergeladen wurde, kann eine Live-Version des Ports-Baumes nach /usr/ports/ extrahiert werden. Dieser Schritt ist selbst dann nötig, wenn sich bereits ein Ports-Baum in diesem Verzeichnis befindet (der beispielsweise von CVSup angelegt wurde), weil portsnap einen Ausgangszustand des Ports-Baumes benötigt, um festzustellen, welche Teile des Baums aktualisiert werden müssen: &prompt.root; portsnap extract Bei einer &os;-Standardinstallation wird das Verzeichnis /usr/ports nicht angelegt. Verwenden Sie &os; 6.0-RELEASE, sollten Sie dies vor der ersten Ausführung von portsnap nachholen. Verwenden Sie hingegen eine aktuellere &os;-Version oder eine aktuellere Version von Portsnap, wird dies beim ersten Aufruf von portsnap automatisch erledigt. Den Ports-Baum aktualisieren Nachdem der originale komprimierte Snapshot des Ports-Baumes heruntergeladen und nach /usr/ports/ extrahiert wurde, können Sie den Ports-Baum aktualisieren. Dazu sind zwei Schritte nötig: Mit fetch laden Sie Aktualisierungen herunter, mit update aktualisieren Sie die Live-Version des Ports-Baumes. Beide Parameter können gleichzeitig an portsnap übergeben werden: &prompt.root; portsnap fetch update Einige ältere portsnap-Versionen unterstützen diese Syntax nicht. In diesem Fall gehen Sie wie folgt vor: &prompt.root; portsnap fetch &prompt.root; portsnap update Portsnap als cron-Job starten Um eine Überlastung der Portsnap-Server zu vermeiden, kann portsnap fetch nicht als normaler &man.cron.8;-Job ausgeführt werden. Als Alternative gibt es den Befehl portsnap cron, der eine zufällige Zeitspanne (bis zu 3600 Sekunden) wartet, bevor Aktualisierungen heruntergeladen werden. portsnap update sollte ebenfalls nicht als cron-Job ausgeführt werden, da es zu massiven Problemen kann, wenn parallel zur Aktualisierung ein Port gebaut oder installiert wird. Die Aktualisierung des Portsindex stellt hingegen kein Problem dar. Um die INDEX-Datei zu aktualisieren, übergeben Sie zusätzlich die Option an portsnap. (Wenn Sie portsnap -I update als cron-Job definiert haben, müssen Sie portsnap update ohne die Option aufrufen, um den Rest des Ports-Baumes zu aktualisieren.) Wenn Sie die folgende Zeile in /etc/crontab aufnehmen, aktualisiert portsnap den komprimierten Snapshot sowie die INDEX-Dateien unter /usr/ports/ und verschickt eine E-Mail, wenn Ihre installierten Ports veraltet sind: 0 3 * * * root portsnap -I cron update && pkg_version -vIL= Ist Ihre Systemuhr nicht auf Ihre lokale Zeitzone eingestellt, ersetzen Sie bitte 3 durch eine beliebige Zahl zwischen 0 und 23, damit die Last der Portsnap-Server gleichmäßiger verteilt wird. Einige ältere portsnap-Versionen unterstützen die Angabe von mehreren Befehlen (etwa cron update) für einen einzigen portsnap-Aufruf nicht. Ist dies bei Ihnen der Fall, ersetzen Sie bitte portsnap -I cron update durch portsnap cron && portsnap -I update. CVS-Tags Wenn Sie Quellen mit CVS oder CVSup erhalten oder aktualisieren wollen, müssen Sie ein Tag angeben. Ein Tag kann einen bestimmten &os;-Zweig oder einen bestimmten Zeitpunkt (Release-Tag) bestimmen. Tags für Zweige Mit Ausnahme von HEAD (das immer ein gültiges Tag ist), können die folgenden Tags nur im src/-Quellbaum verwendet werden. Die Quellbäume ports/, doc/ und www/ sind nicht verzweigt. HEAD Symbolischer Name für den Hauptzweig, auch &os.current; genannt. Dies ist die Vorgabe, wenn keine Revision angegeben wird. In CVSup wird dieses Tag mit einem . (Punkt) bezeichnet. In CVS ist das die Vorgabe, wenn Sie kein Tag oder eine Revision angeben. Außer Sie wollen einen -STABLE Rechner auf -CURRENT aktualisieren, ist es nicht ratsam, die -CURRENT Quellen auf einem -STABLE Rechner einzuspielen. RELENG_6 Der Entwicklungszweig für FreeBSD-6.X, auch als FreeBSD 6-STABLE bekannt. RELENG_6_2 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 6.1 durchgeführt werden. RELENG_6_1 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 6.1 durchgeführt werden. RELENG_6_0 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 6.0 durchgeführt werden. RELENG_5 Der &os; 5.X Entwicklungszweig, der auch &os; 5-STABLE genannt wird. RELENG_5_5 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.5 durchgeführt werden. RELENG_5_4 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.4 durchgeführt werden. RELENG_5_3 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.3 durchgeführt werden. RELENG_5_2 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.2 und &os; 5.2.1 durchgeführt werden. RELENG_5_1 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.1 durchgeführt werden. RELENG_5_0 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 5.0 durchgeführt werden. RELENG_4 Der &os; 4.X Entwicklungszweig, der auch &os; 4-STABLE genannt wird. RELENG_4_11 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.11 durchgeführt werden. RELENG_4_10 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.10 durchgeführt werden. RELENG_4_9 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.9 durchgeführt werden. RELENG_4_8 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.8 durchgeführt werden. RELENG_4_7 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.7 durchgeführt werden. RELENG_4_6 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.6 und FreeBSD 4.6.2 durchgeführt werden. RELENG_4_5 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.5 durchgeführt werden. RELENG_4_4 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.4 durchgeführt werden. RELENG_4_3 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für FreeBSD 4.3 durchgeführt werden. RELENG_3 Der FreeBSD-3.X Entwicklungszweig, der auch 3.X-STABLE genannt wird. RELENG_2_2 Der FreeBSD-2.2.X Entwicklungszweig, der auch 2.2-STABLE genannt wird. Release-Tags Diese Tags geben den Zeitpunkt an, an dem eine bestimme &os;-Version veröffentlicht wurde. Das Erstellen einer Release ist in den Dokumenten Release Engineering Information und Release Process beschrieben. Der src-Baum benutzt Tags, deren Namen mit RELENG_ anfangen. Die Bäume ports und doc benutzen Tags, deren Namen mit RELEASE anfangen. Im Baum www werden keine Release-Tags verwendet. RELENG_6_2_0_RELEASE FreeBSD 6.2 RELENG_6_1_0_RELEASE FreeBSD 6.1 RELENG_6_0_0_RELEASE FreeBSD 6.0 RELENG_5_5_0_RELEASE FreeBSD 5.5 RELENG_5_4_0_RELEASE FreeBSD 5.4 RELENG_4_11_0_RELEASE FreeBSD 4.11 RELENG_5_3_0_RELEASE FreeBSD 5.3 RELENG_4_10_0_RELEASE FreeBSD 4.10 RELENG_5_2_1_RELEASE FreeBSD 5.2.1 RELENG_5_2_0_RELEASE FreeBSD 5.2 RELENG_4_9_0_RELEASE FreeBSD 4.9 RELENG_5_1_0_RELEASE FreeBSD 5.1 RELENG_4_8_0_RELEASE FreeBSD 4.8 RELENG_5_0_0_RELEASE FreeBSD 5.0 RELENG_4_7_0_RELEASE FreeBSD 4.7 RELENG_4_6_2_RELEASE FreeBSD 4.6.2 RELENG_4_6_1_RELEASE FreeBSD 4.6.1 RELENG_4_6_0_RELEASE FreeBSD 4.6 RELENG_4_5_0_RELEASE FreeBSD 4.5 RELENG_4_4_0_RELEASE FreeBSD 4.4 RELENG_4_3_0_RELEASE FreeBSD 4.3 RELENG_4_2_0_RELEASE FreeBSD 4.2 RELENG_4_1_1_RELEASE FreeBSD 4.1.1 RELENG_4_1_0_RELEASE FreeBSD 4.1 RELENG_4_0_0_RELEASE FreeBSD 4.0 RELENG_3_5_0_RELEASE FreeBSD-3.5 RELENG_3_4_0_RELEASE FreeBSD-3.4 RELENG_3_3_0_RELEASE FreeBSD-3.3 RELENG_3_2_0_RELEASE FreeBSD-3.2 RELENG_3_1_0_RELEASE FreeBSD-3.1 RELENG_3_0_0_RELEASE FreeBSD-3.0 RELENG_2_2_8_RELEASE FreeBSD-2.2.8 RELENG_2_2_7_RELEASE FreeBSD-2.2.7 RELENG_2_2_6_RELEASE FreeBSD-2.2.6 RELENG_2_2_5_RELEASE FreeBSD-2.2.5 RELENG_2_2_2_RELEASE FreeBSD-2.2.2 RELENG_2_2_1_RELEASE FreeBSD-2.2.1 RELENG_2_2_0_RELEASE FreeBSD-2.2.0 AFS-Server Die folgende Aufzählung enthält AFS Server für FreeBSD: Schweden Die Dateien sind unter dem Pfad /afs/stacken.kth.se/ftp/pub/FreeBSD/ erreichbar. stacken.kth.se # Stacken Computer Club, KTH, Sweden 130.237.234.43 #hot.stacken.kth.se 130.237.237.230 #fishburger.stacken.kth.se 130.237.234.3 #milko.stacken.kth.se Betreuer ftp@stacken.kth.se rsync-Server rsync wird ähnlich wie &man.rcp.1; verwendet, besitzt aber mehr Optionen und verwendet das rsync remote-update Protokoll, das nur geänderte Dateien überträgt und damit viel schneller als ein normaler Kopiervorgang ist. rsync ist sehr nützlich, wenn Sie einen FreeBSD-FTP-Spiegel oder einen CVS-Spiegel betreiben. Das Programm ist für viele Betriebssysteme erhältlich, mit FreeBSD können Sie den Port net/rsync oder das fertige Paket benutzen. Die folgenden Server stellen FreeBSD über das rsync Protokoll zur Verfügung: Deutschland rsync://grappa.unix-ag.uni-kl.de/ Verfügbare Sammlungen: freebsd-cvs: Das vollständige CVS-Repository von &os;. Neben anderen Repositories spiegelt diese Maschine auch die Repositories der NetBSD- und OpenBSD-Projekte. Großbritannien rsync://rsync.mirror.ac.uk/ Verfügbare Sammlungen: ftp.FreeBSD.org: Kompletter Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers. Niederlande rsync://ftp.nl.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: vol/4/freebsd-core: Kompletter Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers. Tschechische Republik rsync://ftp.cz.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: ftp: Unvollständiger Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers. FreeBSD: Vollständiger Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers. USA rsync://ftp-master.FreeBSD.org/ Dieser Server darf nur von primären Spiegeln benutzt werden. Verfügbare Sammlungen: FreeBSD: Das Hauptarchiv des FreeBSD FTP Servers. acl: Die primäre ACL-Liste. rsync://ftp13.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: FreeBSD: Kompletter Spiegel des FreeBSD-FTP-Servers.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml index bf603bff80..54558891c5 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml @@ -1,1933 +1,1931 @@ Ross Lippert Überarbeitet von Multimedia Übersicht FreeBSD unterstützt viele unterschiedliche Soundkarten, die Ihnen den Genuss von Highfidelity-Klängen auf Ihrem Computer ermöglichen. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, Tonquellen in den Formaten MPEG Audio Layer 3 (MP3), WAV, Ogg Vorbis und vielen weiteren Formaten aufzunehmen und wiederzugeben. Darüber hinaus enthält die FreeBSD Ports-Sammlung Anwendungen, die Ihnen das Bearbeiten Ihrer aufgenommenen Tonspuren, das Hinzufügen von Klangeffekten und die Kontrolle der angeschlossenen MIDI-Geräte erlauben. Wenn Sie etwas Zeit investieren, können Sie mit &os; auch Videos und DVDs abspielen. Im Vergleich zu Audio-Anwendungen gibt es weniger Anwendungen zum Kodieren, Konvertieren und Abspielen von Video-Formaten. Es gab, als dieses Kapitel geschrieben wurde, keine Anwendung, die einzelne Video-Formate ähnlich wie audio/sox konvertieren konnte. Allerdings ändert sich die Software in diesem Umfeld sehr schnell. In diesem Kapitel wird das Einrichten von Soundkarten besprochen. beschreibt die Installation und Konfiguration von X11 und das Einrichten von Videokarten. Hinweise zur Verbesserung der Wiedergabe finden sich in diesem Kapitel. Dieses Kapitel behandelt die folgenden Punkte: Die Konfiguration des Systems damit Ihre Soundkarte erkannt wird. Wie Sie mit Beispielanwendungen die Funktion einer Soundkarte prüfen. Wie Sie Fehler in den Einstellungen von Soundkarten finden. Wie Sie MP3s und andere Audio-Formate wiedergeben und erzeugen. Die Video-Unterstützung des X-Servers. Gute Anwendungen, die Videos abspielen und kodieren. Die Wiedergabe von DVDs, .mpg- und .avi-Dateien. Wie Sie CDs und DVDs in Dateien rippen. Die Konfiguration von TV-Karten. Das Einrichten von Scannern. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: Wissen, wie Sie einen neuen Kernel konfigurieren und installieren (). Der Versuch eine Audio-CD mit &man.mount.8; einzuhängen erzeugt mindestens einen Fehler; schlimmstenfalls kann es zu einer Kernel-Panic kommen. Die Medien besitzen eine andere Kodierung als normale ISO-Dateisysteme. Moses Moore Von Marc Fonvieille Aktualisiert für &os; 5.X von Benedikt Köhler Übersetzt von Uwe Pierau Soundkarten einrichten Den Soundtreiber einrichten PCI ISA Soundkarten Zunächst sollten Sie in Erfahrung bringen, welches Soundkartenmodell Sie besitzen, welchen Chip die Karte benutzt und ob es sich um eine PCI- oder ISA-Karte handelt. &os; unterstützt eine Reihe von PCI- als auch von ISA-Karten. Die Hardware-Notes zählen alle unterstützten Karten und deren Treiber auf. Kernel Konfiguration Um Ihre Soundkarte benutzen zu können, müssen Sie den richtigen Gerätetreiber laden. Sie haben zwei Möglichkeiten, den Treiber zu laden: Am einfachsten ist es, das Modul mit &man.kldload.8; zu laden. Sie können dazu die Kommandozeile verwenden: &prompt.root; kldload snd_emu10k1 Alternativ können Sie auch einen Eintrag in der Datei /boot/loader.conf erstellen: snd_emu10k1_load="YES" Beide Beispiele gelten für eine Creative &soundblaster; Live! Soundkarte. Weitere ladbare Soundmodule sind in der Datei /boot/defaults/loader.conf aufgeführt. Wenn Sie nicht sicher sind, welchen Gerätetreiber Sie laden müssen, laden Sie den Treiber snd_driver: &prompt.root; kldload snd_driver Der Treiber snd_driver ist ein Meta-Treiber, der alle gebräuchlichen Treiber lädt und die Suche nach dem richtigen Treiber vereinfacht. Weiterhin können alle Treiber über /boot/loader.conf geladen werden. Wollen Sie feststellen, welcher Treiber für Ihre Soundkarte vom Metatreiber snd_driver geladen wurde, sollten Sie sich mit cat /dev/sndstat den Inhalt der Datei /dev/sndstat ansehen. Alternativ können Sie die Unterstützung für die Soundkarte direkt in den Kernel einkompilieren. Diese Methode im nächsten Abschnitt beschrieben. Weiteres über den Bau eines Kernels erfahren Sie im Kapitel Kernelkonfiguration. Soundkarten in der Kernelkonfiguration einrichten Zuerst müssen Sie den allgemeinen Audio-Treiber &man.sound.4; in die Kernelkonfiguration aufnehmen. Fügen Sie dazu die folgende Zeile in die Kernelkonfigurationsdatei ein: device sound Als nächstes müssen Sie den richtigen Treiber in die Kernelkonfiguration einfügen. Den Treiber entnehmen Sie bitte der Liste der unterstützen Soundkarten aus den Hardware-Notes. Zum Beispiel wird die Creative &soundblaster; Live! Soundkarte vom Treiber &man.snd.emu10k1.4; unterstützt. Für diese Karte verwenden Sie die nachstehende Zeile: device snd_emu10k1 Die richtige Syntax für die Zeile lesen Sie bitte in der Hilfeseite des entsprechenden Treibers nach. Die Syntax finden Sie ebenfalls in der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES. Nicht PnP-fähige ISA-Karten benötigen weiterhin Angaben zu den Karteneinstellungen (IRQ, I/O-Port). Die Karteneinstellungen tragen Sie in die Datei /boot/device.hints ein. Während des Systemstarts liest der &man.loader.8; diese Datei und reicht die Einstellungen an den Kernel weiter. Für eine alte Creative &soundblaster; 16 ISA-Karte, die sowohl den &man.snd.sbc.4;- als auch den snd_sb16(4)-Treiber benötigt, fügen Sie folgende Zeilen in die Kernelkonfigurationsdatei ein: device snd_sbc device snd_sb16 In die Datei /boot/device.hints tragen Sie beispielsweise die folgenden Einstellungen ein: hint.sbc.0.at="isa" hint.sbc.0.port="0x220" hint.sbc.0.irq="5" hint.sbc.0.drq="1" hint.sbc.0.flags="0x15" In diesem Beispiel benutzt die Karte den I/O-Port 0x220 und den IRQ 5. Die Hilfeseite des jeweiligen Treibers beschreibt die Syntax der Einträge in der Datei - /boot/device.hints. Unter - &os; 4.X werden diese Einstellungen direkt in - der Kernelkonfigurationsdatei vorgenommen. + /boot/device.hints. Das Beispiel verwendet die vorgegebenen Werte. Falls Ihre Karteneinstellungen andere Werte vorgeben, müssen Sie die Werte in der Kernelkonfiguration anpassen. Weiteres entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.snd.sbc.4;. Die Soundkarte testen Nachdem Sie den neuen Kernel gestartet oder das erforderliche Modul geladen haben, sollte Ihre Soundkarte in den Systemmeldungen (&man.dmesg.8;) auftauchen. Zum Beispiel: pcm0: <Intel ICH3 (82801CA)> port 0xdc80-0xdcbf,0xd800-0xd8ff irq 5 at device 31.5 on pci0 pcm0: [GIANT-LOCKED] pcm0: <Cirrus Logic CS4205 AC97 Codec> Den Status der Karte können Sie über die Datei /dev/sndstat prüfen: &prompt.root; cat /dev/sndstat FreeBSD Audio Driver (newpcm) Installed devices: pcm0: <Intel ICH3 (82801CA)> at io 0xd800, 0xdc80 irq 5 bufsz 16384 kld snd_ich (1p/2r/0v channels duplex default) Die Ausgaben können auf Ihrem System anders aussehen. Wenn das Gerät pcm nicht erscheint, prüfen Sie bitte Ihre Konfiguration. Stellen sie sicher, dass Sie den richtigen Treiber gewählt haben. beschreibt häufig auftretende Probleme. Wenn alles glatt lief, haben Sie nun eine funktionierende Soundkarte. Wenn ein CD-ROM oder DVD-ROM-Laufwerk an Ihrer Soundkarte angeschlossen ist, können Sie jetzt mit &man.cdcontrol.1; eine CD abspielen: &prompt.user; cdcontrol -f /dev/acd0 play 1 Es gibt viele Anwendungen, wie audio/workman, die eine bessere Benutzerschnittstelle besitzen. Um sich MP3-Audiodateien anzuhören, können Sie eine Anwendung wie audio/mpg123 installieren. Eine schnelle Möglichkeit die Karte zu prüfen, ist es, Daten an das Gerät /dev/dsp zu senden: &prompt.user; cat Datei > /dev/dsp Für Datei können Sie eine beliebige Datei verwenden. Wenn Sie einige Geräusche hören, funktioniert die Soundkarte. Die Einstellungen des Mixers können Sie mit dem Kommando &man.mixer.8; verändern. Weiteres lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.mixer.8; nach. Häufige Probleme Device Node Gerätedatei I/O port IRQ DSP Fehler Lösung unsupported subdevice XX Ein oder mehrere Device Nodes wurden nicht korrekt angelegt. Wiederholen Sie die oben angegebenen Schritte. sb_dspwr(XX) timed out Der I/O Port ist nicht korrekt angegeben. bad irq XX Der IRQ ist falsch angegeben. Stellen Sie sicher, dass der angegebene IRQ mit dem Sound IRQ übereinstimmt. xxx: gus pcm not attached, out of memory Es ist nicht genug Speicher verfügbar, um das Gerät zu betreiben. xxx: can't open /dev/dsp! Überprüfen Sie mit fstat | grep dsp ob eine andere Anwendung das Gerät geöffnet hat. Häufige Störenfriede sind esound oder die Sound-Unterstützung von KDE. Munish Chopra Beigetragen von Mehrere Tonquellen abspielen Oft sollen mehrere Tonquellen gleichzeitig abgespielt werden, auch wenn beispielsweise esound oder artsd das Audiogerät nicht mit einer anderen Anwendung teilen können. Unter FreeBSD können mit &man.sysctl.8; virtuelle Tonkanäle eingerichtet werden. Virtuelle Kanäle mischen die Tonquellen im Kernel (so können mehr Kanäle als von der Hardware unterstützt benutzt werden). Die Anzahl der virtuellen Kanäle können Sie als Benutzer root wie folgt einstellen: &prompt.root; sysctl hw.snd.pcm0.vchans=4 &prompt.root; sysctl hw.snd.maxautovchans=4 Im Beispiel werden vier virtuelle Kanäle eingerichtet, eine im Normalfall ausreichende Anzahl. hw.snd.pcm0.vchans ist die Anzahl der virtuellen Kanäle des Geräts pcm0. Die Anzahl kann konfiguriert werden, sobald das Gerät existiert. hw.snd.maxautovchans ist die Anzahl der virtuellen Kanäle, die einem Gerät zugewiesen werden, wenn es durch &man.kldload.8; eingerichtet wird. Da das Modul pcm unabhängig von den Hardware-Treibern geladen werden kann, gibt hw.snd.maxautovchans die Anzahl der virtuellen Kanäle an, die später eingerichtete Geräte erhalten. Sie können die Anzahl der virtuellen Kanäle nur ändern, wenn das Gerät nicht genutzt wird. Schließen Sie daher zuerst alle Programme (etwa Musikabspielprogramme oder Sound-Daemonen), die auf dieses Gerät zugreifen. Wenn Sie ein System ohne &man.devfs.5; einsetzen, müssen Anwendungen die Geräte /dev/dsp0.x verwenden. Wenn hw.snd.pcm.0.vchans wie oben auf 4 gesetzt wurde, läuft x von 0 bis 4. Auf Systemen mit &man.devfs.5; werden die Geräte automatisch zugeteilt. Josef El-Rayes Beigetragen von Den Mixer einstellen Die Voreinstellungen des Mixers sind im Treiber &man.pcm.4; fest kodiert. Es gibt zwar viele Anwendungen und Dienste, die den Mixer einstellen können und die eingestellten Werte bei jedem Start wieder setzen, am einfachsten ist es allerdings, die Werte direkt im Treiber einzustellen. Der Mixer kann in der Datei /boot/device.hints eingestellt werden: hint.pcm.0.vol="100" Die Zeile setzt die Lautstärke des Mixers beim Laden des Moduls &man.pcm.4; auf den Wert 100. Chern Lee Ein Beitrag von Benedikt Köhler Übersetzt von MP3-Audio MP3 (MPEG Layer 3 Audio) ermöglicht eine Klangwiedergabe in CD-ähnlicher Qualität, was Sie sich auf Ihrem FreeBSD-Rechner nicht entgehen lassen sollten. MP3-Player XMMS (X Multimedia System) ist bei weitem der beliebteste MP3-Player für X11. WinAmp-Skins können auch mit XMMS genutzt werden, da die Benutzerschnittstelle fast identisch mit der von Nullsofts WinAmp ist. Daneben unterstützt XMMS auch eigene Plugins. XMMS kann als multimedia/xmms Port oder Package installiert werden. Die Benutzerschnittstelle von XMMS ist leicht zu erlernen und enthält eine Playlist, einen graphischen Equalizer und vieles mehr. Diejenigen, die mit WinAmp vertraut sind, werden XMMS sehr leicht zu benutzen finden. Der Port audio/mpg123 ist ein alternativer, kommandozeilenorientierter MP3-Player. mpg123 kann ausgeführt werden, indem man das zu benutzende Sound Device und die abzuspielende MP3-Datei auf der Kommandozeile wie unten angibt: &prompt.root; mpg123 -a /dev/dsp1.0 Foobar-GreatestHits.mp3 High Performance MPEG 1.0/2.0/2.5 Audio Player for Layer 1, 2 and 3. Version 0.59r (1999/Jun/15). Written and copyrights by Michael Hipp. Uses code from various people. See 'README' for more! THIS SOFTWARE COMES WITH ABSOLUTELY NO WARRANTY! USE AT YOUR OWN RISK! Playing MPEG stream from Foobar-GreatestHits.mp3 ... MPEG 1.0 layer III, 128 kbit/s, 44100 Hz joint-stereo /dev/dsp1.0 sollten Sie dabei mit dem dsp-Device Ihres Systems ersetzen. CD-Audio Tracks rippen Bevor man eine ganze CD oder einen CD-Track in das MP3-Format umwandeln kann, müssen die Audiodaten von der CD auf die Festplatte gerippt werden. Dabei werden die CDDA (CD Digital Audio) Rohdaten in WAV-Dateien kopiert. Die Anwendung cdda2wav die im sysutils/cdrtools Paket enthalten ist, kann zum Rippen der Audiodaten und anderen Informationen von CDs genutzt werden. Wenn die Audio CD in dem Laufwerk liegt, können Sie mit folgendem Befehl (als root) eine ganze CD in einzelne WAV-Dateien (eine Datei für jeden Track) rippen: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -B cdda2wav unterstützt auch ATAPI (IDE) CD-ROM-Laufwerke. Um von einem IDE-Laufwerk zu rippen, übergeben Sie auf der Kommandozeile statt der SCSI-IDs den Gerätenamen. Das folgende Kommando rippt den 7. Track: &prompt.root; cdda2wav -D /dev/acd0 -t 7 Der Schalter bezieht sich auf das SCSI Device 0,1,0, das sich aus dem Ergebnis des Befehls cdrecord -scanbus ergibt. Um einzelne Tracks zu rippen, benutzen Sie den Schalter wie folgt: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -t 7 Dieses Beispiel rippt den siebten Track der Audio CD-ROM. Um mehrere Tracks zu rippen, zum Beispiel die Tracks eins bis sieben, können Sie wie folgt einen Bereich angeben: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -t 1+7 Mit &man.dd.1; können Sie ebenfalls Audio-Stücke von ATAPI-Laufwerken kopieren. Dies wird in erläutert. MP3-Dateien kodieren Gegenwärtig ist Lame der meistbenutzte MP3-Encoder. Lame finden Sie unter audio/lame im Ports-Verzeichnis. Benutzen Sie die WAV-Dateien, die sie von CD gerippt haben, und wandeln sie mit dem folgenden Befehl die Datei audio01.wav in audio01.mp3 um: &prompt.root; lame -h -b 128 \ --tt "Foo Liedtitel" \ --ta "FooBar Künstler" \ --tl "FooBar Album" \ --ty "2001" \ --tc "Geripped und kodiert von Foo" \ --tg "Musikrichtung" \ audio01.wav audio01.mp3 128 kbits ist die gewöhnliche MP3-Bitrate. Viele bevorzugen mit 160 oder 192 kbits eine höhere Qualität. Je höher die Bitrate ist, desto mehr Speicherplatz benötigt die resultierende MP3-Datei, allerdings wird die Qualität dadurch auch besser. Der Schalter verwendet den higher quality but a little slower (höhere Qualität, aber etwas langsamer) Modus. Die Schalter, die mit beginnen, sind ID3-Tags, die in der Regel Informationen über das Lied enthalten und in die MP3-Datei eingebettet sind. Weitere Optionen können in der Manualpage von Lame nachgelesen werden. MP3-Dateien dekodieren Um aus MP3-Dateien eine Audio CD zu erstellen, müssen diese in ein nicht komprimiertes WAV-Format umgewandelt werden. Sowohl XMMS als auch mpg123 unterstützen die Ausgabe der MP3-Dateien in unkomprimierte Dateiformate. Dekodieren mit XMMS: Starten Sie XMMS. Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um das XMMS-Menu zu öffnen. Wählen Sie Preference im Untermenü Options. Ändern Sie das Output-Plugin in Disk Writer Plugin. Drücken Sie Configure. Geben Sie ein Verzeichnis ein (oder wählen Sie browse), in das Sie die unkomprimierte Datei schreiben wollen. Laden Sie die MP3-Datei wie gewohnt in XMMS mit einer Lautstärke von 100% und einem abgeschalteten EQ. Drücken Sie Play und es wird so aussehen, als spiele XMMS die MP3-Datei ab, aber keine Musik ist zu hören. Der Player überspielt die MP3-Datei in eine Datei. Vergessen Sie nicht, das Output-Plugin wieder in den Ausgangszustand zurückzusetzen um wieder MP3-Dateien anhören zu können. Mit mpg123 nach stdout schreiben: Geben Sie mpg123 -s audio01.mp3 > audio01.pcm ein. XMMS schreibt die Datei im WAV-Format aus während mpg123 die MP3-Datei in rohe PCM-Audiodaten umwandelt. cdrecord kann mit beiden Formaten Audio-CDs erstellen, &man.burncd.8; kann nur rohe PCM-Audiodaten verarbeiten. Der Dateikopf von WAV-Dateien erzeugt am Anfang des Stücks ein Knacken. Sie können den Dateikopf mit dem Werkzeug SoX, das sich als Paket oder aus dem Port audio/sox installieren lässt, entfernen: &prompt.user; sox -t wav -r 44100 -s -w -c 2 track.wav track.raw Lesen Sie in diesem Handbuch, um mehr Informationen zur Benutzung von CD-Brennern mit FreeBSD zu erhalten. Ross Lippert Beigetragen von Videos wiedergeben Die Wiedergabe von Videos ist ein neues, sich schnell entwickelndes, Anwendungsgebiet. Seien Sie geduldig, es wird nicht alles so glatt laufen, wie bei den Audio-Anwendungen. Bevor Sie beginnen, sollten Sie das Modell Ihrer Videokarte und den benutzten Chip kennen. Obwohl &xorg; und &xfree86; viele Vidiokarten unterstützt, können nur einige Karten Videos schnell genug wiedergeben. Eine Liste der Erweiterungen, die der X-Server für eine Videokarte unterstützt, erhalten Sie unter laufendem X11 mit dem Befehl &man.xdpyinfo.1;. Halten Sie eine kurze MPEG-Datei bereit, mit der Sie Wiedergabeprogramme und deren Optionen testen können. Da einige DVD-Spieler in der Voreinstellung das DVD-Gerät mit /dev/dvd ansprechen oder diesen Namen fest einkodiert haben, wollen Sie vielleicht symbolische Links auf die richtigen Geräte anlegen: &prompt.root; ln -sf /dev/acd0 /dev/dvd &prompt.root; ln -sf /dev/acd0 /dev/rdvd Wegen &man.devfs.5; gehen gesondert angelegte Links wie diese bei einem Neustart des Systems verloren. Damit die symbolischen Links automatisch beim Neustart des Systems angelegt werden, fügen Sie die folgenden Zeilen in /etc/devfs.conf ein: link acd0 dvd link acd0 rdvd Zum Entschlüsseln von DVDs müssen bestimmte DVD-ROM-Funktionen aufgerufen werden und schreibender Zugriff auf das DVD-Gerät erlaubt sein. X11 benutzt Shared-Memory und Sie sollten die nachstehenden &man.sysctl.8;-Variablen auf die gezeigten Werte erhöhen: kern.ipc.shmmax=67108864 kern.ipc.shmall=32768 Video-Schnittstellen XVideo SDL DGA Es gibt einige Möglichkeiten, Videos unter X11 abzuspielen. Welche Möglichkeit funktioniert, hängt stark von der verwendeten Hardware ab. Ebenso hängt die erzielte Qualität von der Hardware ab. Die Videowiedergabe unter X11 ist ein aktuelles Thema, sodass jede neue Version von &xorg; oder von &xfree86; wahrscheinlich erhebliche Verbesserung enthält. Gebräuchliche Video-Schnittstellen sind: X11: normale X11-Ausgabe über Shared-Memory. XVideo: Eine Erweiterung der X11-Schnittstelle, die Videos in jedem X11-Drawable anzeigen kann. SDL: Simple Directmedia Layer. DGA: Direct Graphics Access. SVGAlib: Eine Schnittstelle zur Grafikausgabe auf der Konsole. XVideo Die Erweiterung XVideo (auch Xvideo, Xv oder xv) von &xorg; und &xfree86; 4.X, erlaubt die beschleunigte Wiedergabe von Videos in jedem Drawable. Diese Erweiterung liefert auch auf weniger leistungsfähigen Systemen (beispielsweise einem PIII 400 MHz Laptop) eine gute Wiedergabe. Ob die Erweiterung läuft, entnehmen Sie der Ausgabe von xvinfo: &prompt.user; xvinfo XVideo wird untertsützt, wenn die Ausgabe wie folgt aussieht: X-Video Extension version 2.2 screen #0 Adaptor #0: "Savage Streams Engine" number of ports: 1 port base: 43 operations supported: PutImage supported visuals: depth 16, visualID 0x22 depth 16, visualID 0x23 number of attributes: 5 "XV_COLORKEY" (range 0 to 16777215) client settable attribute client gettable attribute (current value is 2110) "XV_BRIGHTNESS" (range -128 to 127) client settable attribute client gettable attribute (current value is 0) "XV_CONTRAST" (range 0 to 255) client settable attribute client gettable attribute (current value is 128) "XV_SATURATION" (range 0 to 255) client settable attribute client gettable attribute (current value is 128) "XV_HUE" (range -180 to 180) client settable attribute client gettable attribute (current value is 0) maximum XvImage size: 1024 x 1024 Number of image formats: 7 id: 0x32595559 (YUY2) guid: 59555932-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: YUV (packed) id: 0x32315659 (YV12) guid: 59563132-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 12 number of planes: 3 type: YUV (planar) id: 0x30323449 (I420) guid: 49343230-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 12 number of planes: 3 type: YUV (planar) id: 0x36315652 (RV16) guid: 52563135-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: RGB (packed) depth: 0 red, green, blue masks: 0x1f, 0x3e0, 0x7c00 id: 0x35315652 (RV15) guid: 52563136-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: RGB (packed) depth: 0 red, green, blue masks: 0x1f, 0x7e0, 0xf800 id: 0x31313259 (Y211) guid: 59323131-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 6 number of planes: 3 type: YUV (packed) id: 0x0 guid: 00000000-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 0 number of planes: 0 type: RGB (packed) depth: 1 red, green, blue masks: 0x0, 0x0, 0x0 Einige der aufgeführten Formate (wie YUV2 oder YUV12) existieren in machen XVideo-Implementierungen nicht. Dies kann zu Problemen mit einigen Spielern führen. XVideo wird wahrscheinlich von Ihrer Karte nicht unterstützt, wenn die die Ausgabe wie folgt aussieht: X-Video Extension version 2.2 screen #0 no adaptors present Wenn die XVideo-Erweiterung auf Ihrer Karte nicht läuft, wird es nur etwas schwieriger, die Anforderungen für die Wiedergabe von Videos zu erfüllen. Abhängig von Ihrer Videokarte und Ihrem Prozessor können Sie dennoch zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Sie sollten vielleicht die weiterführenden Quellen in zu Rate ziehen, um die Geschwindigkeit Ihres Systems zu steigern. Simple Directmedia Layer Die Simple Directmedia Layer, SDL, ist eine zwischen µsoft.windows;, BeOS und &unix; portable Schnittstelle. Mit dieser Schnittstelle können Anwendungen plattformunabhängig und effizient Ton und Grafik benutzen. SDL bietet eine hardwarenahe Schnittstelle, die manchmal schneller als die X11-Schnittstelle sein kann. SDL finden Sie in den Ports im Verzeichnis devel/sdl12. Direct Graphics Access Die X11-Erweiterung Direct Graphics Access (DGA) erlaubt es Anwendungen, am X-Server vorbei direkt in den Framebuffer zu schreiben. Da die Anwendung und der X-Server auf gemeinsame Speicherbereiche zugreifen, müssen die Anwendungen unter dem Benutzer root laufen. Die DGA-Erweiterung kann mit &man.dga.1; getestet werden. Das Kommando dga wechselt, jedes Mal wenn eine Taste gedrückt wird, die Farben der Anzeige. Sie können das Programm mit der Taste q verlassen. Video-Anwendungen Video-Anwendungen Dieser Abschnitt behandelt Anwendungen aus der &os;-Ports-Sammlung, die Videos abspielen. An der Videowiedergabe wird derzeit aktiv gearbeitet, sodass der Funktionsumfang der Anwendungen von dem hier beschriebenen abweichen kann. Viele unter &os; laufende Videoanwendungen wurden unter Linux entwickelt und befinden sich noch im Beta-Status. Der Betrieb dieser Anwendungen unter &os; stößt vielleicht auf einige der nachstehenden Probleme: Eine Anwendung kann eine Datei einer anderen Anwendung nicht abspielen. Eine Anwendung kann eine selbst produzierte Datei nicht abspielen. Wenn dieselbe Anwendung auf unterschiedlichen Maschinen gebaut wird, wird ein Video unterschiedlich wiedergegeben. Ein vergleichsweise einfacher Filter, wie die Skalierung eines Bildes, führt zu deutlichen Artefakten in der Darstellung. Eine Anwendung stürzt häufig ab. Die Dokumentation wird bei der Installation des Ports nicht installiert. Sie befindet sich entweder auf dem Internet oder im Verzeichnis work des Ports. Viele Anwendungen sind zudem sehr Linux-lastig. Probleme entstehen durch die Implementierung von Standard-Bibliotheken in Linux-Distributionen oder dadurch, dass die Anwendung bestimmte Linux-Kernelfunktionen voraussetzt. Diese Probleme werden nicht immer vom Betreuer eines Ports bemerkt und umgangen. In der Praxis entstehen dadurch folgende Probleme: Eigenschaften des Prozessors werden über /proc/cpuinfo ermittelt. Die falsche Anwendung von Threads führt dazu, dass sich ein Programm aufhängt statt sich zu beenden. Die Anwendung hängt von anderen Anwendungen ab, die sich noch nicht in der &os;-Ports-Sammlung befinden. Allerdings arbeiten die Anwendungsentwickler bislang mit den Betreuern der Ports zusammen, sodass zusätzlicher Portierungsaufwand minimiert wird. MPlayer MPlayer ist ein kürzlich entstandener und sich stark weiterentwickelnder Video-Spieler. Das Hauptaugenmerk des MPlayer-Teams liegt auf Geschwindigkeit und Flexibilität auf Linux und anderen &unix; Systemen. Das Projekt entstand weil der Gründer des Teams unzufrieden mit der Geschwindigkeit bestehender Video-Spieler war. Kritiker behaupten, dass die Benutzeroberfläche der einfachen Gestaltung zum Opfer fiel. Wenn Sie sich allerdings erstmal an die Kommandozeilenoptionen und die Tastensteuerung gewöhnt haben, funktioniert die Anwendung sehr gut. MPlayer bauen MPlayer bauen MPlayer finden Sie in der Ports-Sammlung unter multimedia/mplayer. Der Bau von MPlayer berücksichtigt die vorhandene Harware und erzeugt ein Programm, das nicht auf ein anderes System übertragbar ist. Es ist daher wichtig, dass Sie das Programm aus den Ports bauen und nicht das fertige Paket installieren. Zusätzlich können Sie auf der Kommandozeile von make noch einige Optionen angeben, die im Makefile beschrieben sind und am die Anfang des Baus ausgegeben werden: &prompt.root; cd /usr/ports/multimedia/mplayer &prompt.root; make N - O - T - E Take a careful look into the Makefile in order to learn how to tune mplayer towards you personal preferences! For example, make WITH_GTK1 builds MPlayer with GTK1-GUI support. If you want to use the GUI, you can either install /usr/ports/multimedia/mplayer-skins or download official skin collections from http://www.mplayerhq.hu/homepage/dload.html Für die meisten Benutzer sind die voreingestellten Option in Ordnung. Wenn Sie den XviD-Codec benötigen, müssen Sie auf der Kommandozeile die Option WITH_XVID angeben. Das DVD-Gerät können Sie mit der Option WITH_DVD_DEVICE angeben. Wenn Sie die Option nicht angeben, wird /dev/acd0 benutzt. Als dieser Abschnitt verfasst wurde, baute der MPlayer-Port die HTML-Dokumentation sowie die beiden Programme mplayer und mencoder. Mit mencoder können Sie Videodateien umwandeln. Die HTML-Dokumentation von MPlayer ist sehr lehrreich. Wenn Sie in diesem Kapitel Informationen über Video-Hardware oder Schnittstellen vermissen, ist die MPlayer-Dokumentation eine ausgezeichnete Quelle. Wenn Sie Informationen über die Video-Unterstützung unter &unix; benötigen, sollten Sie die MPlayer-Dokumentation auf jeden Fall lesen. MPlayer benutzen MPlayer benutzen Jeder Benutzer von MPlayer muss in seinem Heimatverzeichnis das Verzeichnis .mplayer anlegen. Dieses Verzeichnis können Sie wie folgt anlegen: &prompt.user; cd /usr/ports/multimedia/mplayer &prompt.user; make install-user Die Kommandozeilenoptionen von mplayer sind in der Hilfeseite aufgeführt. Eine genaue Beschreibung befindet sich in der HTML-Dokumentation. In diesem Abschnitt wird nur der normale Gebrauch von mplayer beschrieben. Um eine Datei, wie testfile.avi, unter verschiedenen Video-Schnittstellen abzuspielen, benutzen Sie die Option : &prompt.user; mplayer -vo xv testfile.avi &prompt.user; mplayer -vo sdl testfile.avi &prompt.user; mplayer -vo x11 testfile.avi &prompt.root; mplayer -vo dga testfile.avi &prompt.root; mplayer -vo 'sdl:dga' testfile.avi Es lohnt sich, alle Option zu testen. Die erzielte Geschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab und variiert beträchtlich je nach eingesetzter Hardware. Wenn Sie eine DVD abspielen wollen, ersetzen Sie testfile.avi durch . N ist die Nummer des Stücks, das Sie abspielen wollen und Gerät gibt den Gerätenamen des DVD-ROMs an. Das nachstehende Kommando spielt das dritte Stück von /dev/dvd: &prompt.root; mplayer -vo dga -dvd://3 /dev/dvd Das standardmäßig verwendete DVD-Laufwerk kann beim Bau des MPlayer-Ports mit der Option WITH_DVD_DEVICE festgelegt werden. Die Voreinstellung verwendet das Gerät /dev/acd0. Genaueres finden Sie im Makefile des Ports. Die Tastenkombinationen zum Abbrechen, Anhalten und Weiterführen der Wiedergabe entnehmen Sie bitte der Ausgabe von mplayer -h oder der Hilfeseite. Weitere nützliche Optionen für die Wiedergabe sind zur Wiedergabe im Vollbild-Modus und zur Steigerung der Geschwindigkeit. Damit die Kommandozeile von mplayer kurz bleibt, kann ein Benutzer Vorgaben in der Datei .mplayer/config hinterlegen: vo=xv fs=yes zoom=yes Schließlich kann mplayer noch DVD-Stücke in .vob-Dateien rippen. Das zweite Stück einer DVD wandeln Sie wie folgt in eine Datei um: &prompt.root; mplayer -dumpstream -dumpfile out.vob -dvd://2 /dev/dvd Die Ausgabedatei out.vob wird im MPEG-Format abgespeichert und kann mit anderen Werkzeugen aus diesem Abschnitt bearbeitet werden. mencoder mencoder Sie sollten die HTML-Dokumentation lesen, bevor Sie mencoder benutzen. Es gibt zwar eine Hilfeseite, die aber ohne die HTML-Dokumentation nur eingeschräkt nützlich ist. Es gibt viele Möglichkeiten die Qualität zu verbessern, die Bitrate zu verringern und Formate zu konvertieren. Einige davon haben erhebliche Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der Wiedergabe. Zum Start finden Sie im Folgenden einige Kommandozeilen. Die erste kopiert einfach eine Datei: &prompt.user; mencoder input.avi -oac copy -ovc copy -o output.avi Falsche Kombinationen von Kommandozeilenparametern ergeben eventuell Dateien, die selbst mplayer nicht mehr abspielen kann. Wenn Sie in eine Datei rippen, sollten Sie daher auf jeden Fall die Option von mplayer verwenden. Die nachstehende Kommandozeile wandelt die Datei input.avi nach MPEG4 mit MPEG3 für den Ton um (hierfür wird der Ports audio/lame benötigt): &prompt.user; mencoder input.avi -oac mp3lame -lameopts br=192 \ -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4:vhq -o output.avi Die Ausgabedatei lässt sowohl mit mplayer als auch xine abspielen. Wenn Sie input.avi durch ersetzen und das Kommando unter root laufen lassen, können Sie ein DVD-Stück direkt konvertieren. Da Sie wahrscheinlich beim ersten Mal unzufrieden mit den Ergebnissen sind, sollten Sie das Stück zuerst in eine Datei schreiben und anschließend die Datei weiterverarbeiten. Der Video-Spieler xine Der Video-Spieler xine ist ein Projekt mit großem Umfang. Das Projekt will nicht nur ein Programm für alle Video-Anwendungen bieten, sondern auch eine wiederverwendbare Bibliothek und ein Programm, das durch Plugins erweiterbar ist. Das Programm steht als fertiges Paket oder als Port unter multimedia/xine zur Verfügung. Der multimedia/xine-Spieler hat noch ein paar Ecken und Kanten, macht aber insgesamt einen guten Eindruck. Für einen reibungslosen Betrieb benötigt xine entweder eine schnelle CPU oder die XVideo-Erweiterung. Das GUI ist etwas schwerfällig. Zurzeit gibt es kein xine-Modul, das CSS-kodierte DVDs abspielen kann und sich in der &os; Ports-Sammlung befindet. xine ist benutzerfreundlicher als MPlayer, bietet allerdings nicht soviele Möglichkeiten. Am schnellsten läuft xine mit der XVideo-Erweiterung. In der Voreinstellung startet xine eine grafische Benutzeroberfläche. Über Menüs können Sie Dateien öffnen: &prompt.user; xine Alternativ können Sie das Programm auch ohne GUI aufrufen und Dateien direkt abspielen: &prompt.user; xine -g -p mymovie.avi Die transcode-Werkzeuge transcode ist kein Spieler, sondern eine Sammlung von Werkzeugen zur Umwandlung von Video- und Sounddateien. transcode mischt Video-Dateien und kann kaputte Video-Dateien reparieren. Die Werkzeuge werden als Filter verwendet, das heißt die Ein- und Ausgaben verwenden stdin/stdout. Beim Bau von transcode über den Port multimedia/transcode können zwar zahreiche Optionen angegeben werden. Empfehlenswert ist es aber, den Bau mit folgendem Befehl zu starten: &prompt.root; make WITH_OPTIMIZED_CFLAGS=yes WITH_LIBA52=yes WITH_LAME=yes WITH_OGG=yes \ WITH_MJPEG=yes -DWITH_XVID=yes Diese Einstellungen sollen für die meisten Anwender ausreichend sein. Um die Fähigkeiten von transcode zu illustrieren, wird im folgenden Beispiel eine DivX-Datei in eine PAL MPEG-1-Datei konvertiert: &prompt.user; transcode -i input.avi -V --export_prof vcd-pal -o output_vcd &prompt.user; mplex -f 1 -o output_vcd.mpg output_vcd.m1v output_vcd.mpa Die daraus resultierende MPEG-Datei, output_vcd.mpg, kann beispielsweise mit MPlayer abgespielt werden. Sie können sie sogar als Video-CD auf eine CD-R brennen. Wenn Sie diese Funktion benötigen, müssen Sie zusätzlich die beiden Programme multimedia/vcdimager und sysutils/cdrdao installieren. Zwar gibt es eine Manualpage zu transcode, Sie sollen aber auf jeden Fall auch die Informationen und Beispiele im transcode-Wiki lesen. Weiterführende Quellen Die Video-Software für &os; entwickelt sich sehr schnell. Es ist wahrscheinlich, dass die hier angesprochenen Probleme bald gelöst sind. Bis dahin müssen Anwender, die das meiste aus den Audio- und Video-Fähigkeiten von &os; machen wollen, Informationen aus mehreren FAQs und Tutorien zusammensuchen und verschiedene Anwendungen nebeneinander betreiben. Dieser Abschnitt weist auf weitere Informationsquellen hin. Die MPlayer-Dokumentation ist sehr aufschlussreich. Die Dokumente sollten wahrscheinlich von jedem gelesen werden, der hohe Fachkenntnisse über Video auf &unix; Systemen erlangen will. Die MPlayer-Mailinglisten reagiert feindselig auf Personen, die es nicht für nötig halten, die Dokumentation zu lesen. Wenn Sie Fehlerberichte an die Liste schicken wollen, lesen Sie bitte vorher die ausgezeichnete Dokumentation (RTFM). Das xine HOWTO enthält allgemein gültige Hinweise zur Verbesserung der Wiedergabegeschwindigkeit. Schließlich gibt es noch weitere vielversprechende Anwendungen, die Sie vielleicht ausprobieren wollen: Avifile gibt es schon als Port multimedia/avifile. Ogle wurde ebenfalls schon portiert: multimedia/ogle. Xtheater. multimedia/dvdauthor, ist ein Open-Source-Paket, mit dem Sie DVDs erstellen können. Josef El-Rayes Beigetragen von Marc Fonvieille Überarbeitet von TV-Karten einrichten TV-Karten Einführung Mit TV-Karten können Sie mit Ihrem Rechner über Kabel oder Antenne fernsehen. Die meisten Karten besitzen einen RCA- oder S-Video-Eingang. Einige Karten haben auch einen FM-Radio-Empfänger. Der &man.bktr.4;-Treiber von &os; unterstützt PCI-TV-Karten mit einem Brooktree Bt848/849/878/879 oder einem Conexant CN-878/Fusion 878a Chip. Die Karte sollte einen der unterstützten Empfänger besitzen, die in der Hilfeseite &man.bktr.4; aufgeführt sind. Den Treiber einrichten Um Ihre Karte zu benutzen, müssen Sie den &man.bktr.4;-Treiber laden. Fügen Sie die nachstehende Zeile in die Datei /boot/loader.conf ein: bktr_load="YES" Sie können den Treiber für die TV-Karte auch fest in den Kernel compilieren. Erweitern Sie dazu Ihre Kernelkonfiguration um die folgenden Zeilen: device bktr device iicbus device iicbb device smbus Die zusätzlichen Treiber werden benötigt, da die Komponenten der Karte über einen I2C-Bus verbunden sind. Bauen und installieren Sie dann den neuen Kernel. Anschließend müssen Sie Ihr System neu starten. Während des Neustarts sollte Ihre TV-Karte erkannt werden: bktr0: <BrookTree 848A> mem 0xd7000000-0xd7000fff irq 10 at device 10.0 on pci0 iicbb0: <I2C bit-banging driver> on bti2c0 iicbus0: <Philips I2C bus> on iicbb0 master-only iicbus1: <Philips I2C bus> on iicbb0 master-only smbus0: <System Management Bus> on bti2c0 bktr0: Pinnacle/Miro TV, Philips SECAM tuner. Abhängig von Ihrer Hardware können die Meldungen natürlich anders aussehen. Sie sollten aber prüfen, dass der Empfänger richtig erkannt wird. Die entdeckten Geräte lassen sich mit &man.sysctl.8; oder in der Kernelkonfigurationsdatei überschreiben. Wenn Sie beispielsweise einen Philips-SECAM-Empfänger erzwingen wollen, fügen Sie die folgende Zeile zur Kernelkonfigurationsdatei hinzu: options OVERRIDE_TUNER=6 Alternativ können Sie direkt &man.sysctl.8; benutzen: &prompt.root; sysctl hw.bt848.tuner=6 Weitere Informationen zu den verschiedenen Optionen finden Sie in &man.bktr.4; sowie in der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES. Nützliche Anwendungen Um die TV-Karte zu benutzen, müssen Sie eine der nachstehenden Anwendungen installieren: multimedia/fxtv lässt das Fernsehprogramm in einem Fenster laufen und kann Bilder, Audio und Video aufzeichnen. multimedia/xawtv eine weitere TV-Anwendung, mit den gleichen Funktionen wie fxtv. misc/alevt dekodiert und zeigt Videotext/Teletext an. Mit audio/xmradio lässt sich der FM-Radio-Empfänger, der sich auf einigen TV-Karten befindet, benutzen. audio/wmtune ein leicht zu bedienender Radio-Empfänger. Weitere Anwendungen finden Sie in der &os; Ports-Sammlung. Fehlersuche Wenn Sie Probleme mit Ihrer TV-Karte haben, prüfen Sie zuerst, ob der Video-Capture-Chip und der Empfänger auch wirklich vom &man.bktr.4;-Treiber unterstützt werden. Prüfen Sie dann, ob Sie die richtigen Optionen verwenden. Weitere Hilfe erhalten Sie auf der Mailingliste &a.multimedia.name; und in deren Archiven. Marc Fonvieille Beigetragen von Scanner Scanner Einführung Unter &os; können Sie, wie unter jedem anderen modernen Betriebssystem, Scanner benutzen. Die Anwendung SANE (Scanner Access Now Easy) aus der Ports-Sammlung stellt eine einheitliche Schnittstelle (API) für den Zugriff auf Scanner bereit. SANE greift auf Scanner mithilfe einiger &os;-Treiber zu. &os; unterstützt sowohl SCSI- als auch USB-Scanner. Prüfen Sie vor der Konfiguration mithilfe der Liste der unterstützten Geräte ob Ihr Scanner von SANE unterstützt wird. Die Hilfeseite &man.uscanner.4; zählt ebenfalls die unterstützten USB-Scanner auf. Den Kernel für Scanner einrichten Da sowohl SCSI- als auch USB-Scanner unterstützt werden, werden abhängig von der Schnittstelle unterschiedliche Treiber benötigt. USB-Scanner Im GENERIC-Kernel sind schon alle, für einen USB-Scanner notwendigen, Treiber enthalten. Wenn Sie einen angepassten Kernel benutzen, prüfen Sie, dass die Kernelkonfiguration die nachstehenden Zeilen enthält: device usb device uhci device ohci device uscanner Abhängig vom Chipsatz Ihrer Systemplatine benötigen Sie in der Kernelkonfiguration entweder die Option device uhci oder die Option device ohci. Die Kernelkonfiguration kann allerdings auch beide Optionen enthalten. Wenn Sie den Kernel nicht neu bauen wollen und einen angepassten Kernel verwenden, können Sie den Treiber &man.uscanner.4; direkt mit dem Kommando &man.kldload.8; laden: &prompt.root; kldload uscanner Wenn Sie das Modul bei jedem Systemstart laden wollen, fügen Sie in der Datei /boot/loader.conf die nachstehende Zeile hinzu: uscanner_load="YES" Nachdem Sie das System mit dem richtigen Kernel neu gestartet oder das Modul geladen haben, stecken Sie den USB-Scanner ein. In den Systemmeldungen (&man.dmesg.8;) sollte ein Eintrag wie der folgende erscheinen: uscanner0: EPSON EPSON Scanner, rev 1.10/3.02, addr 2 Die Meldung besagt, dass der Scanner die Gerätedatei /dev/uscanner0 benutzt. SCSI-Scanner Wenn Ihr Scanner eine SCSI-Schnittstelle besitzt, ist die Kernelkonfiguration abhängig vom verwendeten SCSI-Controller. Der GENERIC-Kernel unterstützt die gebräuchlichen SCSI-Controller. Den richtigen Treiber finden Sie in der Datei NOTES. Neben dem Treiber muss Ihre Kernelkonfiguration noch die nachstehenden Zeilen enthalten: device scbus device pass Nachdem Sie einen Kernel gebaut haben, sollte der Scanner beim Neustart in den Systemmeldungen erscheinen: pass2 at aic0 bus 0 target 2 lun 0 pass2: <AGFA SNAPSCAN 600 1.10> Fixed Scanner SCSI-2 device pass2: 3.300MB/s transfers Wenn der Scanner während des Systemstarts ausgeschaltet war, können Sie die Geräteerkennung erzwingen, indem Sie den SCSI-Bus erneut absuchen. Verwenden Sie dazu das Kommando &man.camcontrol.8;: &prompt.root; camcontrol rescan all Re-scan of bus 0 was successful Re-scan of bus 1 was successful Re-scan of bus 2 was successful Re-scan of bus 3 was successful Der Scanner wird anschließend in der SCSI-Geräteliste angezeigt: &prompt.root; camcontrol devlist <IBM DDRS-34560 S97B> at scbus0 target 5 lun 0 (pass0,da0) <IBM DDRS-34560 S97B> at scbus0 target 6 lun 0 (pass1,da1) <AGFA SNAPSCAN 600 1.10> at scbus1 target 2 lun 0 (pass3) <PHILIPS CDD3610 CD-R/RW 1.00> at scbus2 target 0 lun 0 (pass2,cd0) Weiteres über SCSI-Geräte lesen Sie bitte in den Hilfeseiten &man.scsi.4; und &man.camcontrol.8; nach. SANE konfigurieren SANE besteht aus zwei Teilen: den Backends (graphics/sane-backends) und den Frontends (graphics/sane-frontends). Das Backend greift auf den Scanner zu. Welches Backend welchen Scanner unterstützt, entnehmen Sie der Liste der unterstützten Geräte.. Der Betrieb eines Scanners ist nur dem richtigen Backend möglich. Die Frontends sind die Anwendungen, mit denen gescannt wird (xscanimage). Installieren Sie zuerst den Port oder das Paket graphics/sane-backends. Anschließend können Sie mit dem Befehl sane-find-scanner prüfen, ob SANE Ihren Scanner erkennt: &prompt.root; sane-find-scanner -q found SCSI scanner "AGFA SNAPSCAN 600 1.10" at /dev/pass3 Die Ausgabe zeigt die Schnittstelle und die verwendete Gerätedatei des Scanners. Der Hersteller und das Modell können in der Ausgabe fehlen. Bei einigen USB-Scannern müssen Sie die Firmware aktualisieren, dies wird in der Hilfeseite des Backends erklärt. Lesen Sie bitte auch die Hilfeseiten &man.sane-find-scanner.1; und &man.sane.7;. Als nächstes müssen Sie prüfen, ob der Scanner vom Frontend erkannt wird. Die SANE-Backends werden mit dem Kommandozeilenwerkzeug &man.scanimage.1; geliefert. Mit diesem Werkzeug können Sie sich Scanner anzeigen lassen und den Scan-Prozess von der Kommandozeile starten. Die Option zeigt die Scanner an: &prompt.root; scanimage -L device `snapscan:/dev/pass3' is a AGFA SNAPSCAN 600 flatbed scanner Erscheint die Meldung, dass kein Scanner gefunden wurde oder wird gar keine Ausgabe erzeugt, konnte &man.scanimage.1; keinen Scanner erkennen. In diesem Fall müssen Sie in der Konfigurationsdatei des Backends das zu benutzende Gerät eintragen. Die Konfigurationsdateien der Backends befinden sich im Verzeichnis /usr/local/etc/sane.d/. Erkennungsprobleme treten bei bestimmten USB-Scannern auf. Mit dem USB-Scanner aus zeigt sane-find-scanner die folgende Ausgabe: &prompt.root; sane-find-scanner -q found USB scanner (UNKNOWN vendor and product) at device /dev/uscanner0 Der Scanner wurde richtig erkennt, er benutzt eine USB-Schnittstelle und verwendet die Gerätedatei /dev/uscanner0. Ob der Scanner vom Frontend erkannt wird, zeigt das nachstehende Kommando: &prompt.root; scanimage -L No scanners were identified. If you were expecting something different, check that the scanner is plugged in, turned on and detected by the sane-find-scanner tool (if appropriate). Please read the documentation which came with this software (README, FAQ, manpages). Da der Scanner nicht erkannt wurde, muss die Datei /usr/local/etc/sane.d/epson.conf editiert werden. Der verwendete Scanner war ein &epson.perfection; 1650, daher wird das epson-Backend benutzt. Lesen Sie bitte alle Kommentare in der Konfigurationsdatei des Backends. Die durchzuführenden Änderungen sind einfach. Kommentieren Sie zunächst alle Zeilen mit der falschen Schnittstelle aus. Da der Scanner eine USB-Schnittstelle besitzt, wurden im Beispiel alle Zeilen, die mit scsi anfingen, auskommentiert. Fügen Sie dann die Schnittstelle und den Gerätenamen am Ende der Datei ein. In diesem Beispiel wurde die nachstehende Zeile eingefügt: usb /dev/uscanner0 Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der Hilfeseite des Backends. Jetzt können Sie prüfen, ob der Scanner richtig erkannt wird: &prompt.root; scanimage -L device `epson:/dev/uscanner0' is a Epson GT-8200 flatbed scanner Der Scanner wurde nun erkannt. Es ist nicht wichtig, ob der Hersteller oder das Modell richtig angezeigt werden. Wichtig ist die Ausgabe `epson:/dev/uscanner0', die das richtige Backend und den richtigen Gerätenamen anzeigt. Wenn scanimage -L den Scanner erkannt hat, ist der Scanner eingerichtet und bereit, zu scannen. Obwohl wir mit &man.scanimage.1; von der Kommandozeile scannen können, ist eine graphische Anwendung zum Scannen besser geeignet. SANE bietet ein einfaches und effizientes Werkzeug: xscanimage (graphics/sane-frontends). Xsane (graphics/xsane) ist eine weitere beliebte graphische Anwendung. Dieses Frontend besitzt erweiterte Funktionen wie den Scan-Modus (beispielsweise Photo, Fax), eine Farbkorrektur und Batch-Scans. Beide Anwendungen lassen sich als GIMP-Plugin verwenden. Den Scanner für Benutzerkonten freigeben Vorher wurden alle Tätigkeiten mit root-Rechten ausgeführt. Wenn andere Benutzer den Scanner benutzen sollen, müssen sie Lese- und Schreibrechte auf die Gerätedatei des Scanners besitzen. Im Beispiel wird die Datei /dev/uscanner0 verwendet, die der Gruppe operator gehört. Damit der Benutzer joe auf den Scanner zugreifen kann, muss das Konto in die Gruppe operator aufgenommen werden: &prompt.root; pw groupmod operator -m joe Weiteres entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.pw.8;. Da Mitglieder der Gruppe operator in der Voreinstellung nur Leserechte für die Gerätedatei /dev/uscanner0 besitzen, müssen Sie ebenfalls die Schreibbrechtigung (0660 oder 0664) vergeben. Dazu fügen Sie in die Datei /etc/devfs.rules die nachstehenden Zeilen ein: [system=5] add path uscanner0 mode 660 In die Datei /etc/rc.conf fügen Sie noch die folgende Zeile ein: devfs_system_ruleset="system" Starten Sie anschließend Ihr System neu. Weitere Informationen finden Sie in &man.devfs.8;. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie genau darauf achten, wen Sie in eine Gruppe aufnehmen, besonders wenn es sich um die Gruppe operator handelt. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml index 45c02ea441..db5d29b4f4 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml @@ -1,1525 +1,1539 @@ Uwe Pierau Übersetzt von - + Installieren von Anwendungen: Pakete und Ports Übersicht Ports Pakete FreeBSD enthält sehr viele Systemwerkzeuge, die Teil des Basissystems sind. Allerdings sind Sie früher oder später auf Software Dritter angewiesen, damit Sie bestimmte Arbeiten durchführen können. Um diese Software zu installieren, stellt FreeBSD zwei sich ergänzende Methoden zur Verfügung: Die Ports-Sammlung (zur Installation aus dem Quellcode) sowie Pakete (auch als Packages bezeichnet, zur Installation von vorkompilierten binären Softwarepaketen). Sie können beide Methoden benutzen, um Ihre Lieblingsanwendungen von lokalen Medien oder über das Netzwerk zu installieren. Dieses Kapitel behandelt die folgenden Themen: Die Installation binärer Softwarepakete. Der Bau Software Dritter aus dem Quellcode mithilfe der Ports-Sammlung. Wie zuvor installierte Pakete oder Ports entfernt werden. Wie Sie die Voreinstellungen der Ports-Sammlung überschreiben. Die Suche nach geeigneter Software. Wie Sie Ihre Anwendungen aktualisieren. Installation von Software Wenn Sie schon einmal ein &unix; System benutzt haben, werden Sie wissen, dass zusätzliche Software meist wie folgt installiert wird: Download der Software, die als Quelltext oder im Binärformat vorliegen kann. Auspacken der Software, die typischerweise ein mit &man.compress.1;, &man.gzip.1; oder &man.bzip2.1; komprimiertes Tar-Archiv enthält. Durchsuchen der Dokumentation, die sich meist in Dateien wie INSTALL, README oder mehreren Dateien im Verzeichnis doc/ befindet, nach Anweisungen, wie die Software zu installieren ist. Kompilieren der Software wenn sie als Quelltext vorliegt. Dazu müssen Sie vielleicht das Makefile anpassen, oder configure laufen lassen, oder andere Arbeiten durchführen. Testen und installieren der Software. Das beschreibt aber nur den optimalen Fall. Wenn Sie Software installieren, die nicht speziell für FreeBSD geschrieben wurde, müssen Sie vielleicht sogar den Quelltext anpassen, damit die Software funktioniert. Wenn Sie unbedingt wollen, können Sie mit FreeBSD-Software nach der althergebrachten Methode installieren. Mit Paketen oder Ports bietet Ihnen FreeBSD allerdings zwei Methoden an, die Ihnen sehr viel Zeit sparen können. Zurzeit werden über &os.numports; Anwendungen Dritter über diese Methoden zur Verfügung gestellt. Das FreeBSD-Paket einer Anwendung besteht aus einer einzigen Datei, die Sie sich herunterladen müssen. Das Paket enthält schon übersetzte Kommandos der Anwendung, sowie zusätzliche Konfigurationsdateien oder Dokumentation. Zur Handhabung der Pakete stellt FreeBSD-Kommandos wie &man.pkg.add.1;, &man.pkg.delete.1; oder &man.pkg.info.1; zur Verfügung. Mit diesem System können neue Anwendungen mit einem Kommando, pkg_add, installiert werden. Der FreeBSD-Port einer Anwendung ist eine Sammlung von Dateien, die das Kompilieren der Quelltexte einer Anwendung automatisieren. Die Dateien eines Ports führen für Sie alle oben aufgeführten Schritte zum Installieren einer Anwendung durch. Mit einigen wenigen Kommandos wird der Quellcode der Anwendung automatisch heruntergeladen, ausgepackt, gepatcht, übersetzt und installiert. Tatsächlich kann das Portsystem auch dazu benutzt werden, Pakete zu generieren, die Sie mit den gleich beschriebenen Kommandos, wie pkg_add, manipulieren können. Pakete und Ports beachten Abhängigkeiten zwischen Anwendungen. Angenommen, Sie wollen eine Anwendung installieren, die von einer Bibliothek abhängt und die Anwendung wie die Bibliothek sind als Paket oder Port für FreeBSD verfügbar. Wenn Sie pkg_add oder das Portsystem benutzen, um die Anwendung zu installieren, werden Sie bemerken, dass die Bibliothek zuerst installiert wird, wenn sie nicht schon vorher installiert war. Sie werden sich fragen, warum FreeBSD-Pakete und -Ports unterstützt, wo doch beide Methoden fast gleiches leisten. Beide Methoden haben ihre Stärken und welche Sie einsetzen, hängt letztlich von Ihren Vorlieben ab. Vorteile von Paketen Das komprimierte Paket einer Anwendung ist normalerweise kleiner als das komprimierte Archiv der Quelltexte. Pakete müssen nicht mehr kompiliert werden. Dies ist ein Vorteil, wenn Sie große Pakete, wie Mozilla, KDE oder GNOME auf langsamen Maschinen installieren. Wenn Sie Pakete verwenden, brauchen Sie nicht zu verstehen, wie Sie Software unter FreeBSD kompilieren. Vorteile von Ports Da die Pakete auf möglichst vielen System laufen sollen, werden Optionen beim Übersetzen zurückhaltend gesetzt. Wenn Sie eine Anwendung über die Ports installieren, können Sie die Angabe der Optionen optimieren. Zum Beispiel können Sie spezifischen Code für Pentium IV oder Athlon Prozessoren erzeugen. Die Eigenschaften einiger Anwendungen werden über Optionen zum Zeitpunkt des Übersetzens festgelegt. Apache kann zum Beispiel über viele eingebaute Optionen konfiguriert werden. Wenn Sie das Portsystem benutzen, können Sie die Vorgaben für die Optionen überschreiben. Für einige Fälle existieren verschiedene Pakete einer Anwendung, die beim Übersetzen unterschiedlich konfiguriert wurden. Für Ghostscript gibt es ein ghostscript-Paket und ein ghostscript-nox11-Paket, die sich durch die X11 Unterstützung unterscheiden. Diese grobe Unterscheidung ist mit dem Paketsystem möglich, wird aber schnell unhandlich, wenn eine Anwendung mehr als ein oder zwei Optionen zum Zeitpunkt des Übersetzens besitzt. Die Lizenzbestimmungen mancher Software verbietet ein Verbreiten in binärer Form. Diese Software muss als Quelltext ausgeliefert werden. Einige Leute trauen binären Distributionen nicht. Wenn Sie den Quelltext besitzen, können Sie sich diesen (zumindest theoretisch) durchlesen und nach möglichen Problemen durchsuchen. Wenn Sie eigene Anpassungen besitzen, benötigen Sie den Quelltext, um diese anzuwenden. Manch einer besitzt gerne den Quelltext, um ihn zu lesen, wenn es einmal langweilig ist, ihn zu hacken, oder sich einfach ein paar Sachen abzugucken (natürlich nur, wenn es die Lizenzbestimmungen erlauben). Wenn Sie über aktualisierte Ports informiert sein wollen, lesen Sie bitte die Mailinglisten &a.ports; und &a.ports-bugs;. Bevor Sie eine Anwendung installieren, sollten Sie auf der Seite über mögliche Sicherheitsprobleme mit der Anwendung informieren. Die Anwendung - security/portaudit + ports-mgmt/portaudit prüft automatisch alle installierten Anwendungen auf bekannte Sicherheitslöcher. Vor dem Bau eines Ports findet ebenfalls eine Prüfung statt. Installierte Pakete prüfen Sie mit dem Kommando portaudit -F -a. Der Rest dieses Kapitels beschreibt, wie Sie Software Dritter mit Paketen oder Ports auf einem FreeBSD-System installieren und verwalten. Suchen einer Anwendung Bevor Sie eine Anwendung installieren, müssen Sie deren Art und Namen kennen. Die Anzahl der nach FreeBSD portierten Anwendungen steigt ständig. Zum Glück gibt es einige Wege, die richtige zu finden. Eine aktuelle Liste verfügbarer Anwendungen, die sich auch durchsuchen lässt, finden Sie unter http://www.FreeBSD.org/ports/. Die Anwendungen sind in Kategorien unterteilt und Sie können sich alle Anwendungen einer Kategorie anzeigen lassen. Wenn Sie den Namen der Anwendung kennen, können Sie natürlich auch direkt nach dem Namen suchen. FreshPorts FreshPorts, das von Dan Langille gepflegt wird, erreichen Sie unter . FreshPorts verfolgt Änderungen an Anwendungen aus den Ports. Mit FreshPorts können Sie ein oder mehrere Ports beobachten und sich eine E-Mail schicken lassen, wenn ein Port aktualisiert wird. FreshMeat Wenn Sie den Namen einer Anwendung nicht kennen, versuchen Sie eine Webseite wie FreshMeat (), um eine passende Anwendung zu finden. Schauen Sie dann auf der FreeBSD-Webseite nach, ob die Anwendung schon portiert wurde. Wenn Sie den Portnamen kennen und nur nach der Kategorie suchen wollen, verwenden Sie das Kommando &man.whereis.1;. Geben Sie einfach whereis Datei ein. Datei ist der Name des Programms, das Sie suchen: &prompt.root; whereis lsof lsof: /usr/ports/sysutils/lsof Damit haben wir herausgefunden, dass sich lsof, ein Systemwerkzeug, im Verzeichnis /usr/ports/sysutils/lsof befindet. Ein weiterer Weg, einen bestimmten Port zu finden, ist es, die eingebaute Suchfunktion der Ports-Sammlung zu benutzen. Dazu muss Ihr Arbeitsverzeichnis /usr/ports sein. In diesem Verzeichnis rufen Sie make search name=Anwendungsname auf, wobei Anwendungsname der Name der gesuchten Anwendung ist. Wenn Sie zum Beispiel nach lsof suchen: &prompt.root; cd /usr/ports &prompt.root; make search name=lsof Port: lsof-4.56.4 Path: /usr/ports/sysutils/lsof Info: Lists information about open files (similar to fstat(1)) Maint: obrien@FreeBSD.org Index: sysutils B-deps: R-deps: Der Teil der Ausgabe der Sie interessiert ist die Zeile, die mit Path: beginnt, weil sie Ihnen sagt, wo der Port zu finden ist. Die anderen Informationen werden zum Installieren des Ports nicht direkt benötigt, Sie brauchen sich darum jetzt nicht weiter zu kümmern. Erweiterte Suchen führen Sie mit dem Kommando make search key=Text aus. Damit werden Portnamen, Kommentare, Beschreibungen und Abhängigkeiten nach Text durchsucht. Dies kann sehr nützlich sein, wenn Sie den Namen des Programms, nach dem Sie suchen, nicht kennen. In beiden Fällen wird Groß- und Kleinschreibung bei der Suche ignoriert. Die Suche nach LSOF wird dieselben Ergebnisse wie die Suche nach lsof liefern. Chern Lee Beigesteuert von Benutzen des Paketsystems Installieren eines Pakets Pakete installieren pkg_add Mit &man.pkg.add.1; können Sie ein FreeBSD-Paket von einer lokalen Datei oder über das Netzwerk installieren. Download vor Installation eines Pakets &prompt.root; ftp -a ftp2.FreeBSD.org Connected to ftp2.FreeBSD.org. 220 ftp2.FreeBSD.org FTP server (Version 6.00LS) ready. 331 Guest login ok, send your email address as password. 230- 230- This machine is in Vienna, VA, USA, hosted by Verio. 230- Questions? E-mail freebsd@vienna.verio.net. 230- 230- 230 Guest login ok, access restrictions apply. Remote system type is UNIX. Using binary mode to transfer files. ftp> cd /pub/FreeBSD/ports/packages/sysutils/ 250 CWD command successful. ftp> get lsof-4.56.4.tgz local: lsof-4.56.4.tgz remote: lsof-4.56.4.tgz 200 PORT command successful. 150 Opening BINARY mode data connection for 'lsof-4.56.4.tgz' (92375 bytes). 100% |**************************************************| 92375 00:00 ETA 226 Transfer complete. 92375 bytes received in 5.60 seconds (16.11 KB/s) ftp> exit &prompt.root; pkg_add lsof-4.56.4.tgz Wenn Sie die Pakete nicht lokal vorliegen haben (zum Beispiel auf den FreeBSD-CD-ROMs), ist es wahrscheinlich einfacher den Schalter von &man.pkg.add.1; zu verwenden. Das Werkzeug bestimmt dann automatisch das nötige Objektformat und die richtige Version des Pakets, lädt dieses dann von einem FTP-Server und installiert das Paket. pkg_add &prompt.root; pkg_add -r lsof Das obige Beispiel würde ohne weitere Interaktion das richtige Paket herunterladen und installieren. Pakete werden vom &os;-Hauptserver heruntergeladen. Wenn Sie anderen Server verwenden möchten, geben Sie den Server in der Umgebungsvariablen PACKAGESITE an. Die Dateien werden mit &man.fetch.3;, das Umgebungsvariablen wie FTP_PASSIVE_MODE, FTP_PROXY und FTP_PASSWORD berücksichtigt, heruntergeladen. Wenn Sie durch eine Firewall geschützt werden, müssen Sie vielleicht eine oder mehrere dieser Umgebungsvariablen setzen oder einen FTP oder HTTP Proxy verwenden. Eine Liste der unterstützten Umgebungsvariablen finden Sie in &man.fetch.3;. Beachten Sie, dass im obigen Beispiel lsof anstelle von lsof-4.56.4 verwendet wird. Wenn Sie &man.pkg.add.1; zum Herunterladen eines Pakets verwenden, darf die Versionsnummer des Pakets nicht angegeben werden, da automatisch die neuste Version der Anwendung geholt wird. Unter &os.current; oder &os.stable; holt &man.pkg.add.1; die neuste Version einer Anwendung, unter einer Release holt &man.pkg.add.1; die Version der Anwendung, die im Release enthalten ist. Sie können dies ändern, indem Sie die Umgebungsvariable PACKAGESITE überschreiben. Wenn Sie bespielsweise &os; 5.4-RELEASE installiert haben, versucht &man.pkg.add.1; in der Voreinstellung die Pakete von ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5.4-release/Latest/ zu laden. Wollen Sie &man.pkg.add.1; dazu zwingen, nur &os; 5-STABLE-Pakete herunterzuladen, setzen Sie die Variable PACKAGESITE auf ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5-stable/Latest/. Pakete werden im .tgz- und .tbz-Format ausgeliefert. Sie finden Sie unter oder auf der FreeBSD-CD-ROM-Distribution. Jede CD der FreeBSD Distribution (oder des PowerPaks) enthält Pakete im Verzeichnis /packages. Die Struktur des Paketbaums entspricht dem /usr/ports Baum. Jede Kategorie besitzt ein eigenes Verzeichnis und alle Pakete befinden sich im Verzeichnis All. Die Verzeichnisstruktur des Paketbaums ist ein Abbild der Ports, da beide Systeme eng zusammenarbeiten. Verwalten von Paketen Pakete verwalten &man.pkg.info.1; zeigt alle installierten Pakete und deren Beschreibung an. pkg_info &prompt.root; pkg_info cvsup-16.1 A general network file distribution system optimized for CV docbook-1.2 Meta-port for the different versions of the DocBook DTD ... &man.pkg.version.1; vergleicht die Version installierter Pakete mit der Version aus der Ports-Sammlung. pkg_version &prompt.root; pkg_version cvsup = docbook = ... Die Symbole in der zweiten Spalte zeigen das Alter des Pakets im Vergleich zu der lokalen Version aus der Ports-Sammlung an. Symbol Bedeutung = Die Version des installierten Paketes stimmt mit der Version aus der lokalen Ports-Sammlung überein. < Die installierte Version ist älter als die der verfügbaren Version aus der Ports-Sammlung. > Die installierte Version ist neuer als die aus der Ports-Sammlung (Eventuell ist die lokale Ports-Sammlung veraltet). ? Das installierte Paket konnte in der Ports-Sammlung nicht gefunden werden. Das kann dadurch hervorgerufen werden, dass ein installierter Port aus der Ports-Sammlung entfernt wurde oder einen neuen Namen erhalten hat. * In der Ports-Sammlung befinden sich mehrere Versionen der Anwendung. Entfernen eines Pakets pkg_delete Pakete entfernen Um ein zuvor installiertes Paket zu entfernen, benutzen Sie das Werkzeug &man.pkg.delete.1;. &prompt.root; pkg_delete xchat-1.7.1 Verschiedenes Informationen über alle installierte Pakete werden in /var/db/pkg abgelegt. Das Verzeichnis enthält Dateien, in denen sich die Beschreibungen der Pakete und Listen von Dateien, die zu einem Paket gehören, befinden. Benutzen der Ports-Sammlung Die folgenden Abschnitte stellen die grundlegenden Anweisungen vor, um Anwendungen aus der Ports-Sammlung auf Ihren Rechner zu installieren oder zu löschen. &man.ports.7; enthält eine Auflistung aller verfügbaren make-Targets und Umgebungsvariablen. Installation der Ports-Sammlung Bevor Sie einen Port installieren können, müssen Sie zuerst die Ports-Sammlung installieren, die aus Makefiles, Patches und Beschreibungen besteht. Die Ports-Sammlung wird für gewöhnlich unter /usr/ports installiert. Bei der FreeBSD-Installation hatten Sie in sysinstall die Möglichkeit, die Ports-Sammlung zu installieren. Wenn Sie die Sammlung damals nicht installiert haben, können Sie das mit den folgenden Anweisungen nachholen: Installieren mit <application>CVSup</application> Dies ist eine schnelle Methode, um die Ports-Sammlung zu installieren und zu aktualisieren. CVSup wird im Abschnitt Benutzen von CVSup beschrieben. + linkend="cvsup">Benutzen von CVSup des Handbuchs + beschrieben. + + + Mit csup existiert eine in + C geschriebene Neuimplementierung von + CVSup, die ab &os; 6.2 + bereits im Basissystem enthalten ist. Haben Sie + &os; 6.2 installiert, können Sie Schritt 1 + überspringen und die im Basissystem enthaltene + Version von csup einsetzen. + Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, können + Sie csup über den Port + net/csup installieren. + In beiden Fällen ersetzen Sie bitte in den folgenden + Ausführungen cvsup durch + csup. + Achten Sie darauf, dass das Verzeichnis /usr/ports leer ist, bevor Sie CVSup das erste Mal ausführen! Haben Sie die Ports-Sammlung zuvor schon aus einer anderen Quelle installiert, wird CVSup bereits aus dem Repository entfernte Patches nicht aus der - lokalen Ports-Sammlung löschen. + lokalen Kopie der Ports-Sammlung löschen. Installieren Sie das Paket net/cvsup-without-gui: &prompt.root; pkg_add -r cvsup-without-gui - Weitere Informationen finden Sie in + Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Installation von CVSup - (). + des Handbuchs. Danach rufen Sie cvsup auf: &prompt.root; cvsup -L 2 -h cvsup.FreeBSD.org /usr/share/examples/cvsup/ports-supfile Ersetzen Sie cvsup.FreeBSD.org durch einen CVSup-Server in Ihrer Nähe. Eine vollständige Liste der - CVSup-Spiegel finden Sie in - CVSup Spiegel - (). + CVSup-Spiegel finden Sie im + Abschnitt CVSup-Server + des Handbuchs. Sie sollten sich eine an Ihre Bedürfnisse angepasste ports-supfile erstellen, um so beispielsweise zu vermeiden, dass Sie bei jedem Aufruf von CVSup wieder die Parameterliste übergeben müssen. Dazu kopieren Sie zuerst als root die Datei /usr/share/examples/cvsup/ports-supfile nach /root oder in Ihr Heimatverzeichnis. Danach müssen Sie die Datei ports-supfile anpassen. Dazu ersetzen Sie cvsup.FreeBSD.org durch einen CVSup-Server in Ihrer Nähe. Eine vollständige Liste der - CVSup-Spiegel finden Sie in - CVSup Spiegel - (). + CVSup-Spiegel finden Sie im + Abschnitt CVSup-Server + des Handbuchs. Nun können Sie cvsup mit folgender Syntax starten: &prompt.root; cvsup -L 2 /root/ports-supfile Mit &man.cvsup.1; können Sie später auch die Ports-Sammlung aktualisieren. Die installierten Ports werden mit diesem Kommando allerdings nicht aktualisiert. Installieren mit Portsnap Bei Portsnap handelt es sich um ein alternatives System zur Distribution der Ports-Sammlung, das seit &os; 6.0 im Basissystem enthalten ist. Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, können Sie zur Installation das Paket sysutils/portsnap verwenden: + role="package">ports-mgmt/portsnap verwenden: &prompt.root; pkg_add -r portsnap Eine detaillierte Beschreibung von Portsnap finden Sie im Abschnitt Portsnap einsetzen des Handbuchs. Ab &os; 6.1-RELEASE oder bei einem aktuellen Portsnap-Paket oder -Port ist dieser Schritt nicht nötig, da in diesen Fällen das Verzeichnis /usr/ports automatisch beim ersten Aufruf von &man.portsnap.8; angelegt wird. Verwenden Sie hingegen eine ältere Version von Portsnap, müssen Sie dieses Verzeichnis manuell anlegen, falls dieses auf Ihrem System noch nicht existiert: &prompt.root; mkdir /usr/ports Laden Sie einen komprimierten Snapshot der Ports-Sammlung in das Verzeichnis /var/db/portsnap herunter. Danach können Sie die Internetverbindung trennen, wenn Sie dies wünschen. &prompt.root; portsnap fetch Wenn Sie Portsnap das erste Mal verwenden, müssen Sie den Snapshot nach /usr/ports extrahieren: &prompt.root; portsnap extract Ist die Ports-Sammlung bereits installiert, und Sie wollen diese nur aktualisieren, führen Sie stattdessen folgenden Befehl aus: &prompt.root; portsnap update Installieren mit <application>sysinstall</application> Nicht zuletzt ist es auch möglich, die Ports-Sammlung über sysinstall zu installieren. Beachten Sie dabei aber, dass bei dieser Methode nicht die aktuellste Version der Ports-Sammlung, sondern die Version, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der installierten &os;-Version aktuell war, installiert wird. Haben Sie Zugriff auf das Internet, so sollten Sie daher stets eine der weiter oben beschriebenen Methoden verwenden, um die Ports-Sammlung zu installieren. Führen Sie als root sysinstall (vor &os; 5.2 /stand/sysinstall) aus: &prompt.root; /stand/sysinstall Wählen Sie den Punkt Configure aus und drücken Sie Enter. Wählen Sie dann Distributions aus und drücken Sie Enter. In diesem Menü wählen Sie ports aus und drücken die Leertaste. Danach wählen Sie Exit aus und drücken Enter. Legen Sie nun ein geeignetes Installationsmedium, wie CD-ROM oder FTP, fest. Wählen Sie nun Exit aus und drücken Enter. Verlassen Sie sysinstall mit X. Ports installieren Ports installieren Was ist mit einem Gerüst im Zusammenhang mit der Ports-Sammlung gemeint? In aller Kürze: ein Gerüst eines Ports ist ein minimaler Satz von Dateien, mit denen das FreeBSD-System eine Anwendung sauber übersetzen und installieren kann. Ein jeder Port beinhaltet: Eine Datei Makefile. Das Makefile enthält verschiedene Anweisungen, die spezifizieren, wie eine Anwendung kompiliert wird und wo sie auf Ihrem System installiert werden sollte. Eine Datei distinfo. Diese enthält Informationen, welche Dateien heruntergeladen werden müssen, sowie MD5-Prüfsummen, um sicher zu gehen, dass diese Dateien während des Herunterladens nicht beschädigt wurden. Ein files Verzeichnis. Hierin liegen Patches, welche das Übersetzen und Installieren der Anwendung ermöglichen. Patches sind im Wesentlichen kleine Dateien, die Änderungen an speziellen Dateien spezifizieren. Sie liegen als reiner Text vor und sagen ungefähr: Lösche Zeile 10 oder Ändere Zeile 26 zu .... Patches sind auch bekannt unter dem Namen diffs, weil Sie mit dem Programm &man.diff.1; erstellt werden. Dieses Verzeichnis kann auch noch andere Dateien enthalten, welche zum Bauen des Ports benutzt werden. Eine Datei pkg-descr. Eine ausführlichere, oft mehrzeilige Beschreibung der Anwendung. Eine Datei pkg-plist. Das ist eine Liste aller Dateien, die durch diesen Port installiert werden. Außerdem sind hier Informationen enthalten, die zum Entfernen des Ports benötigt werden. Einige Ports besitzen noch andere Dateien, wie pkg-message, die vom Portsystem benutzt werden, um spezielle Situationen zu handhaben. Wenn Sie mehr über diese Dateien oder das Port-System erfahren sollen, lesen - Sie bitte im FreeBSD - FreeBSD Porter's Handbook weiter. + Sie bitte das + FreeBSD Porter's Handbook. - Ein Port enthält Anweisungen, wie der Quelltext - zu bauen ist, enthält aber nicht den Quelltext selbst. + Ein Port enthält lediglich Anweisungen, wie der Quelltext + zu bauen ist, nicht aber den eigentlichen Quelltext. Den Quelltext erhalten Sie von einer CD-ROM oder aus dem Internet. Quelltexte werden in einem Format nach Wahl des jeweiligen Software-Autors ausgeliefert. Häufig ist dies ein gezipptes Tar-Archiv, aber es kann auch mit einem anderen Tool komprimiert oder gar nicht komprimiert sein. Der Quelltext, in welcher Form er auch immer vorliegen mag, wird Distfile genannt. Die zwei Methoden, mit denen ein Port installiert wird, werden unten besprochen. Zum Installieren von Ports müssen Sie als Benutzer root angemeldet sein. Stellen Sie sicher, dass die Ports-Sammlung aktuell ist, bevor Sie einen Port installieren. - Informieren Sie sich ebenfalls auf der Seite + Informieren Sie sich vorher zusätzlich unter über mögliche Sicherheitsprobleme - des Ports. + des zu installierenden Ports. Vor der Installation kann portaudit eine neue Anwendung automatisch auf Sicherheitslöcher prüfen. Das Werkzeug befindet sich in der Ports-Sammlung - (security/portaudit). + (ports-mgmt/portaudit). Vor der Installation einer neuen Anwendung sollten Sie mit portaudit -F die Sicherheitsdatenbank aktualisieren. Die täglich laufende Sicherheitsprüfung des Systems aktualisiert die Datenbank und prüft installierte Anwendungen auf vorhandene Sicherheitslöcher. Weiteres erfahren Sie in den Hilfeseiten &man.portaudit.1; und &man.periodic.8;. Die Ports-Sammlung geht davon, dass Ihr System über - eine funktionierende Internetverbindung verfügen. + eine funktionierende Internetverbindung verfügt. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie eine Kopie des zu installierenden Distfiles manuell nach /usr/ports/distfiles kopieren. Dazu wechseln Sie als erstes in das Verzeichnis des Ports, den Sie installieren wollen: &prompt.root; cd /usr/ports/sysutils/lsof Im Verzeichnis lsof kann man das Gerüst erkennen. Der nächste Schritt ist das Übersetzen (auch Bauen genannt) - des Ports. Dies wird durch Eingabe von make - getan. Haben Sie das eingegeben, so werden Sie etwas lesen - wie: + des Ports durch die Eingabe des Befehls + make: &prompt.root; make >> lsof_4.57D.freebsd.tar.gz doesn't seem to exist in /usr/ports/distfiles/. >> Attempting to fetch from ftp://lsof.itap.purdue.edu/pub/tools/unix/lsof/. ===> Extracting for lsof-4.57 ... [Ausgabe des Auspackens weggelassen] ... >> Checksum OK for lsof_4.57D.freebsd.tar.gz. ===> Patching for lsof-4.57 ===> Applying FreeBSD patches for lsof-4.57 ===> Configuring for lsof-4.57 ... [configure-Ausgabe weggelassen] ... ===> Building for lsof-4.57 ... [Ausgabe der Übersetzung weggelassen] ... &prompt.root; - Ist die Übersetzungsprozedur beendet, sind Sie wieder - in der Kommandozeile und der nächste Schritt ist die - Installation. Erweitern Sie dazu einfach die - make-Kommandozeile um das Wort - install: + Ist die Übersetzungsprozedur beendet, landen Sie + wiederum in der Kommandozeile und können das Programm + im nächsten Schritt installieren. Dazu verwenden Sie + den Befehl make install: &prompt.root; make install ===> Installing for lsof-4.57 ... [Ausgabe der Installation weggelassen] ... ===> Generating temporary packing list ===> Compressing manual pages for lsof-4.57 ===> Registering installation for lsof-4.57 ===> SECURITY NOTE: This port has installed the following binaries which execute with increased privileges. &prompt.root; - Wenn Sie wieder den Prompt haben, sollten Sie in der Lage - sein, die gerade installierte Anwendung laufen zu lassen. Da + Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie + die gerade installierte Anwendung starten. Da lsof eine Anwendung ist, die mit erhöhten Rechten läuft, wird eine Sicherheitswarnung angezeigt. Sie sollten alle Warnungen während des Baus und der Installation eines Ports beachten. Es ist eine gute Idee, das Unterverzeichnis work nach erfolgter Installation wieder zu löschen. Einerseits gewinnen Sie dadurch Speicherplatz, andererseits könnte es sonst zu Problemen bei der Aktualisierung des Ports auf eine neuere Version kommen. &prompt.root; make clean ===> Cleaning for lsof-4.57 &prompt.root; Sie können zwei Schritte sparen, wenn Sie gleich make install clean anstelle von make, make install, und make clean eingeben. Um die Suche nach Kommandos zu beschleunigen, speichern einige Shells eine Liste der verfügbaren Kommandos in den durch die Umgebungsvariable PATH gegebenen Verzeichnissen. Nach der Installation eines Ports müssen Sie in einer solchen Shell vielleicht das Kommando rehash absetzen, um die neu installierten Kommandos benutzen zu können. Das Kommando rehash gibt es in Shells wie der tcsh. Unter Shells wie der sh benutzen Sie das Kommando hash -r. Weiteres entnehmen Sie bitte der Dokumentation Ihrer Shell. Einige von Dritten angebotenen DVD-ROM-Produkte wie das FreeBSD Toolkit von der FreeBSD Mall enthalten auch Distfiles (komprimierte Quellcodepakete). Diese lassen sich über die Ports-Sammlung installieren. Dazu hängen Sie die DVD-ROM unter /cdrom in den Verzeichnisbaum ein. Wenn - Sie einen anderen Mountpunkt verwendeen, sollten Sie die + Sie einen anderen Mountpunkt verwenden, sollten Sie die make-Variable CD_MOUNTPTS setzen, damit die auf der DVD-ROM enthaltenen Distfiles automatisch verwendet werden. Beachten Sie bitte, dass die Lizenzen einiger Ports die Einbeziehung auf der CD-ROM verbieten. Das kann verschiedene Gründe haben. Beispielsweise eine Registrierung vor dem Herunterladen erforderlich oder die Weiterverteilung ist verboten. Wenn Sie einen Port installieren wollen, der nicht auf der CD-ROM enthalten ist, müssen Sie online sein. Die Ports-Sammlung benutzt zum Herunterladen von Dateien &man.fetch.3;, das Umgebungsvariablen wie FTP_PASSIVE_MODE, FTP_PROXY und FTP_PASSWORD berücksichtigt. Wenn Sie durch eine Firewall geschützt werden, müssen Sie vielleicht eine oder mehrere dieser Umgebungsvariablen setzen, oder einen FTP oder HTTP Proxy verwenden. Eine Liste der unterstützten Umgebungsvariablen finden Sie in &man.fetch.3;. Benutzer ohne eine ständige Internet-Verbindung werden das Kommando make fetch zu schätzen wissen. Das Kommando lädt alle benötigten Dateien eines Ports herunter. Sie können das Kommando im Verzeichnis /usr/ports laufen lassen. In diesem Fall werden alle Dateien heruntergeladen. Es ist auch möglich, make fetch nur in einem Teil des Baums, wie /usr/ports/net, aufzurufen. Die Dateien von allen abhängigen Ports werden mit diesem Kommando allerdings nicht heruntergeladen. Wenn Sie diese Dateien ebenfalls herunterladen wollen, ersetzen Sie im Kommando fetch durch fetch-recursive. Abhängig davon, in welchem Verzeichnis Sie make aufrufen, können Sie analog zu make fetch die Ports einer Kategorie oder alle Ports bauen. Beachten Sie allerdings, dass manche Ports nicht zusammen installiert werden können. Weiterhin gibt es Fälle, in denen zwei Ports unterschiedliche Inhalte in derselben Datei speichern wollen. Manchmal ist es erforderlich, die benötigten Dateien von einem anderen Ort als den im Port vorgesehenen herunterzuladen. Der Ort wird durch die Variable MASTER_SITES vorgegeben, die Sie wie folgt überschreiben können: &prompt.root; cd /usr/ports/directory &prompt.root; make MASTER_SITE_OVERRIDE= \ ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/ fetch Im Beispiel wurde MASTER_SITES mit dem Wert ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/ überschrieben. Einige Ports besitzen Optionen, mit denen Sie zusätzliche Funktionen oder Sicherheitsoptionen einstellen können (oder manchmal auch müssen). Zusätzliche Optionen können beispielsweise für www/mozilla, security/gpgme und mail/sylpheed-claws angegeben werden. Wenn ein Port über zusätzliche Optionen verfügt, werden diese beim Bau des Ports auf der Konsole ausgegeben. Vorgabe-Verzeichnisse ändern Manchmal ist es nützlich (oder erforderlich), in anderen Verzeichnissen zu arbeiten. Die Verzeichnisse können Sie mit den Variablen WRKDIRPREFIX und PREFIX einstellen. Die Variable WRKDIRPREFIX gibt das Bauverzeichnis an: &prompt.root; make WRKDIRPREFIX=/usr/home/example/ports install Dieses Kommando baut den Port in /usr/home/example/ports und installiert ihn unter /usr/local. Die Variable PREFIX legt das Installations-Verzeichnis fest: &prompt.root; make PREFIX=/usr/home/example/local install In diesem Beispiel wird der Port unter /usr/ports gebaut und nach /usr/home/example/local installiert. Sie können beide Variablen auch zusammen benutzen: &prompt.root; make WRKDIRPREFIX=../ports PREFIX=../local install Die Kommandozeile ist zu lang, um sie hier komplett wiederzugeben, aber Sie sollten die zugrunde liegende Idee erkennen. Probleme mit <command>imake</command> imake Einige Ports, welche &man.imake.1; (Teil des X-Window-Systems) benutzen, funktionieren nicht gut mit PREFIX und bestehen darauf, unter /usr/X11R6 installiert zu werden. In ähnlicher Weise verhalten sich einige Perl-Ports, die PREFIX ignorieren und sich in den Perl-Verzeichnisbaum installieren. Zu erreichen, dass solche Ports PREFIX beachten, ist schwierig oder sogar unmöglich. Entfernen installierter Ports Ports entfernen Da Sie nun wissen, wie man einen Port installiert, wollen Sie - sicher auch wissen, wie man einen Port entfernt, für den - Fall, dass Sie versehentlich einen falschen installiert haben. - Nun wollen wir mal unser vorheriges Beispiel wieder - löschen (für alle die nicht aufgepasst haben, das - war lsof). Ports werden analog zu Paketen - mit &man.pkg.delete.1; deinstalliert (Lesen Sie sich den + sicher auch wissen, wie man ein über einen Port installiertes + Programm wieder deinstallieren kann. Ports werden analog zu + Paketen mit &man.pkg.delete.1; deinstalliert (Lesen Sie sich den Abschnitt Benutzen des - Paketsystems durch, wenn Sie weitere Informationen - benötigen.). + Paketsystems des Handbuchs durch, wenn Sie weitere Informationen + benötigen.). Für das vorhin installierte Programm + lsof würden Sie dazu wie folgt + vorgehen: &prompt.root; pkg_delete lsof-4.57 Ports aktualisieren Ports aktualisieren Als erstes sollten sie sich alle installierten Ports anzeigen lassen, von denen eine aktuellere Version in der Ports-Sammlung existiert. Dazu verwenden Sie den Befehl &man.pkg.version.1;: &prompt.root; pkg_version -v <filename>/usr/ports/UPDATING</filename> Nachdem Sie die Ports-Sammlung auf den neusten - Stand gebracht haben, lesen Sie bitte - /usr/ports/UPDATING bevor + Stand gebracht haben, lesen Sie bitte zuerst die Datei + /usr/ports/UPDATING, bevor Sie einen Port aktualisieren. In dieser Datei werden Probleme und zusätzlich durchzuführende Schritte bei der Aktualisierung einzelner Ports beschrieben. Dazu gehören solche Dinge wie geänderte Dateiformate, verschobene Konfigurationsdateien, aber auch Inkompatibilitäten zu einer Vorgängerversion. Sollte UPDATING etwas hier Gesagtem widersprechen, so gilt das in UPDATING Gesagte. Ports mit Portupgrade aktualisieren portupgrade portupgrade wurde entwickelt, um die Aktualisierung von Ports zu vereinfachen. Sie können portupgrade über den Port - sysutils/portupgrade + ports-mgmt/portupgrade installieren: - &prompt.root; cd /usr/ports/sysutils/portupgrade + &prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portupgrade/ &prompt.root; make install clean Durchsuchen Sie regelmäßig (am besten vor jeder Aktualisierung) die Liste der installierten Ports mit pkgdb -F und beheben Sie alle gefundenen Probleme. Wenn Sie portupgrade -a eingeben, beginnt portupgrade automatisch mit der Aktualisierung aller veralteteter Ports Ihres Systems. Verwenden Sie den Schalter , wenn Sie individuell entscheiden wollen, ob ein Port aktualisiert werden soll: &prompt.root; portupgrade -ai Wenn Sie nur eine einzelne Anwendung anstelle aller Anwendungen aktualisieren wollen, verwenden Sie das Kommando portupgrade pkgname. Geben Sie den Schalter an, wenn portupgrade zuvor alle Ports aktualisieren soll, die von dem gegebenen Paket abhängen. Der Schalter verwendet zur Installation Pakete anstelle von Ports. Mit dieser Option durchsucht portupgrade die in der Umgebungsvariablen PKG_PATH aufgeführten Verzeichnisse nach Paketen. Sind lokal keine Pakete vorhanden, versucht portupgrade die Pakete über das Netz herunterzuladen. Gibt es die Pakete weder lokal noch auf entfernten Rechnern, werden die Ports verwendet. Um dies zu verhindern, benutzen Sie die Option . Wenn Sie nur die Quelldateien des Ports (oder die Pakete mit ) herunterladen möchten, ohne die Anwendung zu bauen oder zu installieren, geben Sie die Option an. Weitere Möglichkeiten lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.portupgrade.1; nach. Ports mit Portmanager aktualisieren portmanager Portmanager ist ein weiteres Werkzeug, das die Aktualisierung installierter Ports erleichtert. Es kann über den Port - sysutils/portmanager + ports-mgmt/portmanager installiert werden: - &prompt.root; cd /usr/ports/sysutils/portmanager + &prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portmanager &prompt.root; make install clean Alle installierten Ports können danach durch folgende Eingabe aktualisiert werden: &prompt.root; portmanager -u Wenn Sie zusätzlich die Optionen an Portmanager übergeben, werden Sie bei jedem Schritt um eine Bestätigung gefragt. Portmanager ist außerdem in der Lage, neue Ports auf Ihrem System zu installieren. Im Gegensatz zum bekannten make install clean aktualisiert es aber vor dem Bau und der Installation eines Ports alle abhängigen Ports. &prompt.root; portmanager x11/gnome2 Treten bei den Abhängigkeiten des zu installierenden Ports Probleme auf, ist Portmanager in der Lage, alle Abhängigkeiten in der korrekten Reihenfolge neu zu bauen. Nachdem dieser Schritt abgeschlossen ist, wird der problematische Port ebenfalls neu gebaut. &prompt.root; portmanager graphics/gimp -f Weitere Informationen finden Sie in der Manualpage von Portmanager. Platzbedarf von Ports Ports Plattenplatz Die Ports-Sammlung kann sehr viel Plattenplatz verschlingen. Führen Sie nach dem Bau und der Installation eines Ports make clean aus, um die Arbeitsverzeichnisse zu löschen. Dieser Befehl entfernt das Verzeichnis work des gebauten Ports. - Wollen Sie die gesamte Ports-Sammlung aufrämen, + Wollen Sie die gesamte Ports-Sammlung aufräumen, verwenden Sie folgenden Befehl: &prompt.root; portsclean -C Im Laufe der Zeit werden sich zahlreiche Distfiles im Verzeichnis distfiles ansammeln. Sie können diese entweder händisch - erledigen, oder Sie verwenden den folgenden Befehl, um alle + löschen, oder Sie verwenden den folgenden Befehl, um alle Distfiles zu löschen, die nicht länger benötigt werden: &prompt.root; portsclean -D Falls Sie nur alle Distfiles löschen wollen, die von keinem derzeit installierten Port referenziert werden: &prompt.root; portsclean -DD Das Werkzeug portsclean wird automatisch bei der Installation von portupgrade mit installiert. Denken Sie daran, installierte Ports wieder zu entfernen, wenn Sie diese nicht mehr benötigen. Um diese Arbeit zu erleichtern, können Sie den Port sysutils/pkg_cutleaves + role="package">ports-mgmt/pkg_cutleaves installieren. Nach der Installation Nach der Installation einer neuen Anwendung wollen Sie wahrscheinlich die mitgelieferte Dokumentation lesen und die Konfigurationsdateien der Anwendung anpassen. Wenn die Anwendung ein Dæmon ist, sollten Sie sicherstellen, dass die Anwendung beim Booten startet. Die einzelnen Schritte sind natürlich von Anwendung zu Anwendung verschieden. Wenn Sie sich allerdings nach der Installation einer Anwendung die Frage Was nun? stellen, helfen die folgenden Hinweise vielleicht weiter. Finden Sie mit &man.pkg.info.1; heraus, welche Dateien die Anwendung wo installiert hat. Wenn Sie beispielsweise gerade die Version 1.0.0 von FooPackage installiert haben, zeigt Ihnen das folgende Kommando alle installierten Dateien des Pakets: &prompt.root; pkg_info -L foopackage-1.0.0 | less Achten Sie besonders auf die Manualpages, die Sie in man/ Verzeichnissen finden und auf Konfigurationsdateien, die in etc/ abgelegt werden. Manche Pakete enthalten in doc/ zusätzliche Dokumentation. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Version einer Anwendung Sie gerade installiert haben, können Sie mit dem folgenden Kommando nach der Anwendung suchen: &prompt.root; pkg_info | grep -i foopackage Das Kommando zeigt alle installierten Pakete, deren Paketname foopackage enthält. Ersetzen Sie foopackage durch den Namen der Anwendung, die Sie suchen. Nachdem Sie die Manualpages der Anwendung gefunden haben, lesen Sie diese bitte mit &man.man.1;. Schauen Sie sich auch die Beispiele für Konfigurationsdateien und die zusätzliche Dokumentation, wenn es welche gibt, an. Wenn es für die Anwendung eine Webseite gibt, suchen Sie dort nach zusätzlicher Dokumentation wie FAQs (häufig gestellte Fragen). Wenn Sie die Adresse der Webseite nicht kennen, versuchen Sie das folgende Kommando: &prompt.root; pkg_info foopackage-1.0.0 Die Ausgabe enthält oft eine Zeile, die mit WWW: beginnt und die URL der Webseite enthält. Ports, die während des Systemstarts gestartet werden sollen, installieren meist ein Beispielskript im Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d. Überprüfen Sie dieses Skript. Wenn nötig, passen Sie das Skript an und benennen Sie es um. Weitere Informationen finden Sie in . Kaputte Ports Stolpern Sie einmal über einen Port, der bei Ihnen nicht funktioniert, könnten Sie zum Beispiel Folgendes tun: Stellen Sie fest, ob die Datenbank mit den Problemberichten bereits einen Lösungsvorschlag enthält. Ist dies der Fall, können Sie die vorgeschlagene Lösung testen. Bitten Sie den Betreuer des Ports um Hilfe. Geben Sie dazu make maintainer ein oder lesen Sie das Makefile im Verzeichnis des Ports, um an die E-Mail-Adresse zu kommen. Vergessen Sie nicht den Namen und die Version des Ports (schicken Sie die Zeile mit $FreeBSD: aus dem Makefile) und die Ausgabe bis zur Fehlermeldung mitzuschicken. Einige Ports werden nicht von einer Einzelperson, sondern von einer Mailingliste betreut. Viele (aber nicht alle) dieser Adressen haben die Form freebsd-NameDerListe@FreeBSD.org. Denken Sie daran, wenn Sie Ihre Fragen formulieren. Dies gilt insbesondere für Ports, die als als Betreuer den Eintrag freebsd-ports@FreeBSD.org aufweisen. Derartige Ports haben überhaupt keinen Betreuer. Korrekturen und Unterstützung kommen daher nur von Personen, die diese Mailingliste abonniert haben. Gerade in diesem Bereich werden jederzeit zusätzliche freiwillige Helfer benötigt! Erhalten Sie auf Ihre Anfrage keine Antwort, können Sie über &man.send-pr.1; einen Problembericht erstellen. Bevor Sie einen solchen Bericht erstellen, sollten Sie den Artikel Writing FreeBSD Problem Reports lesen. Reparieren Sie ihn! Das FreeBSD Porter's Handbook enthält eine detaillierte Beschreibung des Portsystems. Damit sind Sie in der Lage, einen gelegentlich kaputten Port zu reparieren oder einen eigenen Port zu erstellen. Holen Sie sich das Paket von einem FTP-Server in Ihrer Nähe. Die Basis-Sammlung aller Pakete liegt auf ftp.de.FreeBSD.org im Verzeichnis packages. Aber versuchen Sie zuerst einen Spiegel in Ihrer Nähe! Benutzen Sie das Programm &man.pkg.add.1;, um Pakete auf Ihrem Rechner zu installieren. Dies hat zudem den Vorteil, dass es schneller geht. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/users/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/users/chapter.sgml index d988515dfd..a26a7b2213 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/users/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/users/chapter.sgml @@ -1,1100 +1,1089 @@ Neil Blakey-Milner Beigetragen von Robert Drehmel Übersetzt von Benutzer und grundlegende Account-Verwaltung Übersicht Einen FreeBSD-Computer können mehrere Benutzer zur selben Zeit benutzen, allerdings kann immer nur einer vor der Konsole sitzen Außer Sie verwenden, wie in besprochen, zusätzliche Terminals , über das Netzwerk können beliebig viele Benutzer angemeldet sein. Jeder Benutzer muss einen Account haben, um das System benutzen zu können. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie die verschiedenen Account-Typen von FreeBSD kennen, wissen, wie Accounts angelegt werden, wissen, wie Sie Accounts löschen, wie Sie Attribute eines Accounts, wie den Loginnamen oder die Login-Shell ändern, wissen, wie Sie Limits für einen Account setzen, um beispielsweise Ressourcen, wie Speicher oder CPU-Zeit, einzuschränken, wie Sie mit Gruppen die Verwaltung der Accounts vereinfachen. Vor dem Lesen dieses Kapitels sollten Sie die Grundlagen von &unix; und FreeBSD () verstanden haben. Einführung Jeder Zugriff auf das System geschieht über Accounts und alle Prozesse werden von Benutzern gestartet, also sind Benutzer- und Account-Verwaltung von wesentlicher Bedeutung in FreeBSD-Systemen. Mit jedem Account eines FreeBSD-Systems sind bestimmte Informationen verknüpft, die diesen Account identifizieren. Loginnamen Den Loginnamen geben Sie bei der Anmeldung ein, wenn Sie dazu mit login: aufgefordert werden. Loginnamen müssen auf dem System eindeutig sein, das heißt auf einem System kann es nicht zwei Accounts mit demselben Loginnamen geben. In &man.passwd.5; wird beschrieben, wie ein gültiger Loginname gebildet wird. Normalerweise sollten Sie Namen verwenden, die aus Kleinbuchstaben bestehen und bis zu acht Zeichen lang sind. Passwort Mit jedem Account ist ein Passwort verknüpft. Wenn das Passwort leer ist, wird es bei der Anmeldung nicht abgefragt. Das ist allerdings nicht zu empfehlen, daher sollte jeder Account ein Passwort besitzen. User ID (UID) Die UID ist üblicherweise eine Zahl zwischen 0 und 65535 Für UIDs und GIDs können Zahlen bis einschließlich 4294967295 verwendet werden. Allerdings können solche IDs erhebliche Probleme mit Anwendungen verursachen, die Annahmen über den Wertebereich der IDs treffen. , die einen Account eindeutig identifiziert. Intern verwendet FreeBSD nur die UID, Loginnamen werden zuerst in eine UID umgewandelt, mit der das System dann weiter arbeitet. Das bedeutet, dass Sie Accounts mit unterschiedlichen Loginnamen aber gleicher UID einrichten können. Vom Standpunkt des Systems handelt es sich dabei um denselben Account. In der Praxis werden Sie diese Eigenschaft des Systems wahrscheinlich nicht benutzen. Group ID (GID) Die GID ist üblicherweise eine Zahl zwischen 0 und 65536, die eine Gruppe eindeutig identifiziert. Mit Gruppen kann der Zugriff auf Ressourcen über die GID anstelle der UID geregelt werden. Einige Konfigurationsdateien werden durch diesen Mechanismus deutlich kleiner. Ein Account kann mehreren Gruppen zugehören. Login-Klasse Login-Klassen erweitern das Gruppenkonzept. Sie erhöhen die Flexibilität des Systems in der Handhabung der verschiedenen Accounts. Gültigkeit von Passwörtern Ein regelmäßiges Ändern des Passworts wird in der Voreinstellung von FreeBSD nicht erzwungen. Sie können allerdings einen Passwortwechsel nach einer gewissen Zeit auf Basis einzelner Accounts erzwingen. Verfallszeit eines Accounts In der Voreinstellung verfallen unter FreeBSD keine Accounts. Wenn Sie Accounts einrichten, die nur für eine bestimmte Zeit gültig sein sollen, beispielsweise Accounts für Teilnehmer eines Praktikums, können Sie angeben, wie lange der Account gültig sein soll. Nachdem die angegebene Zeitspanne verstrichen ist, kann dieser Account nicht mehr zum Anmelden verwendet werden, obwohl alle Verzeichnisse und Dateien, die diesem Account gehören, noch vorhanden sind. vollständiger Benutzername FreeBSD identifiziert einen Account eindeutig über den Loginnamen, der aber keine Ähnlichkeit mit dem richtigen Namen des Benutzers haben muss. Der vollständige Benutzername kann daher beim Einrichten eines Accounts angegeben werden. Heimatverzeichnis Das Heimatverzeichnis gibt den vollständigen Pfad zu dem Verzeichnis an, in dem sich der Benutzer nach erfolgreicher Anmeldung befindet. Es ist üblich, alle Heimatverzeichnisse unter /home/Loginname oder /usr/home/Loginname anzulegen. Im Heimatverzeichnis oder in dort angelegten Verzeichnissen werden die Dateien eines Benutzers gespeichert. Login-Shell Grundsätzlich ist die Schnittstelle zum System eine Shell, von denen es viele unterschiedliche gibt. Die bevorzugte Shell eines Benutzers kann seinem Account zugeordnet werden. Es gibt drei Haupttypen von Accounts: Der Superuser, Systembenutzer und Benutzer-Accounts. Der Superuser-Account, normalerweise root genannt, wird benutzt, um das System ohne Beschränkungen auf Privilegien zu verwalten. Systembenutzer starten Dienste. Abschließend werden Benutzer-Accounts von echten Menschen genutzt, die sich einloggen, Mails lesen und so weiter. Der Superuser-Account Accounts Superuser (root) Der Superuser-Account, normalerweise root genannt, ist vorkonfiguriert und erleichtert die Systemverwaltung, sollte aber nicht für alltägliche Aufgaben wie das Verschicken und Empfangen von Mails, Entdecken des Systems oder Programmierung benutzt werden. Das ist so, da der Superuser im Gegensatz zu normalen Benutzer-Accounts ohne Beschränkungen operiert und falsche Anwendung des Superuser-Accounts in spektakulären Katastrophen resultieren kann. Benutzer-Accounts sind nicht in der Lage, das System versehentlich zu zerstören, deswegen ist es generell am besten normale Benutzer-Accounts zu verwenden, solange man nicht hauptsächlich die extra Privilegien benötigt. Kommandos, die Sie als Superuser eingeben, sollten Sie immer doppelt und dreifach überprüfen, da ein zusätzliches Leerzeichen oder ein fehlender Buchstabe irreparablen Datenverlust bedeuten kann. Das erste, das Sie tun sollten, nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, ist einen unprivilegierten Benutzer für Ihre eigene normale Benutzung zu erstellen, wenn Sie das nicht bereits getan haben. Das trifft immer zu, egal ob Sie ein Mehrbenutzersystem oder ein System laufen haben, welches Sie alleine benutzen. Später in diesem Kapitel besprechen wir, wie man zusätzliche Accounts erstellt und wie man zwischen dem normalen Benutzer und dem Superuser wechselt. System-Accounts Accounts System-Accounts Systembenutzer starten Dienste wie DNS, Mail-Server, Web-Server und so weiter. Der Grund dafür ist die Sicherheit; wenn die Programme von dem Superuser gestartet werden, können Sie ohne Einschränkungen handeln. Accounts daemon Accounts operator Beispiele von Systembenutzern sind daemon, operator, bind (für den Domain Name Service) und news und www. Accounts nobody nobody ist der generische unprivilegierte Systembenutzer. Bedenken Sie aber, dass je mehr Dienste nobody benutzen, desto mehr Dateien und Prozesse diesem Benutzer gehören und dieser Benutzer damit umso privilegierter wird. Benutzer-Accounts Accounts Benutzer-Accounts Benutzer-Accounts sind das primäre Mittel des Zugriffs für Menschen auf das System und isolieren Benutzer und Umgebung, schützen die Benutzer davor, das System oder Daten anderer Benutzer zu beschädigen und erlauben Benutzern ihre Umgebung selbst einzurichten, ohne das sich dies auf andere auswirkt. Jede Person, die auf Ihr System zugreift, sollte ihren eigenen Account besitzen. Das erlaubt Ihnen herauszufinden, wer was macht und hält Leute davon ab, die Einstellungen der anderen zu verändern oder Mails zu lesen, die nicht für sie bestimmt waren. Jeder Benutzer kann sich eine eigene Umgebung mit alternativen Shells, Editoren, Tastaturbelegungen und Sprachen einrichten. Accounts verändern Accounts verändern Unter &unix; gibt es verschiedene Kommandos, um Accounts zu verändern. Die gebräuchlichsten Kommandos sind unten, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung, zusammengefasst. Kommando Zusammenfassung &man.adduser.8; Das empfohlene Werkzeug, um neue Accounts zu erstellen. &man.rmuser.8; Das empfohlene Werkzeug, um Accounts zu löschen. &man.chpass.1; Ein flexibles Werkzeug, um Informationen in der Account-Datenbank zu verändern. &man.passwd.1; Ein einfaches Werkzeug, um Passwörter von Accounts zu ändern. &man.pw.8; Ein mächtiges und flexibles Werkzeug um alle Informationen über Accounts zu ändern. <command>adduser</command> Accounts erstellen adduser /usr/share/skel &man.adduser.8; ist ein einfaches Programm um neue Benutzer hinzuzufügen. Es erstellt passwd und group Einträge für den Benutzer, genauso wie ein home Verzeichnis, kopiert ein paar vorgegebene Dotfiles aus /usr/share/skel und kann optional dem Benutzer eine ,,Willkommen``-Nachricht zuschicken. - - Wenn Sie das Passwort eingeben, werden weder Passwort noch - Sternchen angezeigt. Passen Sie auf, dass Sie das Passwort - korrekt eingeben. - - - - Benutzen Sie ab jetzt &man.adduser.8; ohne Argumente, - dann müssen Sie nicht jedes mal die Vorgaben neu einstellen. - Wenn das Programm Sie fragt, ob Sie die Vorgaben ändern wollen, - verlassen und starten Sie es erneut mit der - Option. - - Einen Benutzer unter &os; anlegen &prompt.root; adduser Username: jru Full name: J. Random User Uid (Leave empty for default): Login group [jru]: Login group is jru. Invite jru into other groups? []: wheel Login class [default]: Shell (sh csh tcsh zsh nologin) [sh]: zsh Home directory [/home/jru]: Use password-based authentication? [yes]: Use an empty password? (yes/no) [no]: Use a random password? (yes/no) [no]: Enter password: Enter password again: Lock out the account after creation? [no]: Username : jru Password : **** Full Name : J. Random User Uid : 1001 Class : Groups : jru wheel Home : /home/jru Shell : /usr/local/bin/zsh Locked : no OK? (yes/no): yes adduser: INFO: Successfully added (jru) to the user database. Add another user? (yes/no): no Goodbye! &prompt.root; - + + Wenn Sie das Passwort eingeben, werden weder Passwort noch + Sternchen angezeigt. Passen Sie auf, dass Sie das Passwort + korrekt eingeben. + <command>rmuser</command> rmuser Accounts löschen Benutzen Sie &man.rmuser.8;, um einen Account vollständig aus dem System zu entfernen. &man.rmuser.8; führt die folgenden Schritte durch: Entfernt den &man.crontab.1; Eintrag des Benutzers (wenn dieser existiert). Entfernt alle &man.at.1; jobs, die dem Benutzer gehören. Schließt alle Prozesse des Benutzers. Entfernt den Benutzer aus der lokalen Passwort-Datei des Systems. Entfernt das Heimatverzeichnis des Benutzers (falls es dem Benutzer gehört). Entfernt eingegange E-Mails des Benutzers aus /var/mail. Entfernt alle Dateien des Benutzers aus temporären Dateispeicherbereichen wie /tmp. Entfernt den Loginnamen von allen Gruppen, zu denen er - gehört, aus /etc/group. + gehört, aus /etc/group. Wenn eine Gruppe leer wird und der Gruppenname mit dem Loginnamen identisch ist, wird die Gruppe entfernt; das ergänzt sich mit den einzelnen Benutzer-Gruppen, die von &man.adduser.8; für jeden neuen Benutzer erstellt werden. - Der Superuser-Account kann nicht mit &man.rmuser.8; entfernt werden, da dies in den meisten Fällen das System unbrauchbar macht. Als Vorgabe wird ein interaktiver Modus benutzt, der sicherzustellen versucht, dass Sie wissen, was Sie tun. Interaktives Löschen von Account mit <command>rmuser</command> &prompt.root; rmuser jru Matching password entry: jru:*:1001:1001::0:0:J. Random User:/home/jru:/usr/local/bin/zsh Is this the entry you wish to remove? y Remove user's home directory (/home/jru)? y Updating password file, updating databases, done. Updating group file: trusted (removing group jru -- personal group is empty) done. Removing user's incoming mail file /var/mail/jru: done. Removing files belonging to jru from /tmp: done. Removing files belonging to jru from /var/tmp: done. Removing files belonging to jru from /var/tmp/vi.recover: done. &prompt.root; <command>chpass</command> chpass &man.chpass.1; ändert Informationen der Benutzerdatenbank wie Passwörter, Shells und persönliche Informationen. Nur Systemadministratoren, mit Superuser-Rechten, können die Informationen und Passwörter der anderen Benutzer mit &man.chpass.1; verändern. Werden keine Optionen neben dem optionalen Loginnamen angegeben, zeigt &man.chpass.1; einen Editor mit Account-Informationen an und aktualisiert die Account-Datenbank, wenn dieser verlassen wird. Unter &os; wird nach dem Verlassen des Editors nach dem Passwort gefragt, es sei denn, man ist als Superuser angemeldet. Interaktives <command>chpass</command> des Superusers #Changing user database information for jru. Login: jru Password: * Uid [#]: 1001 Gid [# or name]: 1001 Change [month day year]: Expire [month day year]: Class: Home directory: /home/jru Shell: /usr/local/bin/zsh Full Name: J. Random User Office Location: Office Phone: Home Phone: Other information: Der normale Benutzer kann nur einen kleinen Teil dieser Informationen verändern und natürlich nur die Daten des eigenen Accounts. Interaktives <command>chpass</command> eines normalen Benutzers #Changing user database information for jru. Shell: /usr/local/bin/tcsh Full Name: J. Random User Office Location: Office Phone: Home Phone: Other information: &man.chfn.1; und &man.chsh.1; sind nur Verweise auf &man.chpass.1; genauso wie &man.ypchpass.1;, &man.ypchfn.1; und &man.ypchsh.1;. NIS wird automatisch unterstützt, deswegen ist es nicht notwendig das yp vor dem Kommando einzugeben. NIS wird später in besprochen. <application>passwd</application> passwd Accounts Passwort wechseln &man.passwd.1; ist der übliche Weg, Ihr eigenes Passwort als Benutzer zu ändern oder das Passwort eines anderen Benutzers als Superuser. Um unberechtigte Änderungen zu verhindern, muss bei einem Passwortwechsel zuerst das ursprüngliche Passwort eingegeben werden. Wechseln des Passworts &prompt.user; passwd Changing local password for jru. Old password: New password: Retype new password: passwd: updating the database... passwd: done &prompt.root; passwd jru Changing local password for jru. New password: Retype new password: passwd: updating the database... passwd: done Als Superuser das Passwort eines anderen Accounts verändern &prompt.root; passwd jru Changing local password for jru. New password: Retype new password: passwd: updating the database... passwd: done Wie bei &man.chpass.1; ist &man.yppasswd.1; nur ein Verweis auf &man.passwd.1;. NIS wird von jedem dieser Kommandos unterstützt. <command>pw</command> pw &man.pw.8; ist ein Kommandozeilenprogramm, mit dem man Accounts und Gruppen erstellen, entfernen, verändern und anzeigen kann. Dieses Kommando dient als Schnittstelle zu den Benutzer- und Gruppendateien des Systems. &man.pw.8; besitzt eine Reihe mächtiger Kommandozeilenschalter, die es für die Benutzung in Shell-Skripten geeignet machen, doch finden neue Benutzer die Bedienung des Kommandos komplizierter, als die der anderen hier vorgestellten Kommandos. Benutzer einschränken Benutzer einschränken Accounts einschränken Wenn ein System von mehreren Benutzern verwendet wird, ist es vielleicht notwendig, den Gebrauch des Systems zu beschränken. FreeBSD bietet dem Systemadministrator mehrere Möglichkeiten die System-Ressourcen, die ein einzelner Benutzer verwenden kann, einzuschränken. Diese Limitierungen sind in zwei Kategorien eingeteilt: Festplattenkontingente und andere Ressourcenbeschränkungen. Quotas Benutzer einschränken Quotas Festplatten Quotas Festplatten-Kontingente schränken den Plattenplatz, der einem Benutzer zur Verfügung steht, ein. Sie bieten zudem, ohne aufwändige Berechnung, einen schnellen Überblick über den verbrauchten Plattenplatz. Kontingente werden in diskutiert. /etc/login.conf Die Login-Klassen werden in /etc/login.conf definiert. Auf die präzisen Semantiken gehen wir hier nicht weiter ein, sie können jedoch in &man.login.conf.5; nachgelesen werden. Es ist ausreichend zu sagen, dass jeder Benutzer einer Login-Klasse zugewiesen wird (standardmäßig default) und dass jede Login-Klasse mit einem Satz von Login-Fähigkeiten verbunden ist. Eine Login-Fähigkeit ist ein Name=Wert Paar, in dem Name die Fähigkeit bezeichnet und Wert ein willkürlicher Text ist, der je nach Name entsprechend verarbeitet wird. Login-Klassen und -Fähigkeiten zu definieren, ist fast schon selbsterklärend und wird auch in &man.login.conf.5; beschrieben. Das System verwendet die Datei /etc/login.conf normalerweise nicht direkt, sondern nur über die Datenbank /etc/login.conf.db, da diese eine schnellere Abfrage erlaubt. Der nachstehende Befehl erzeugt die Datenbank /etc/login.conf.db aus der Datei /etc/login.conf: &prompt.root; cap_mkdb /etc/login.conf Ressourcenbeschränkungen unterscheiden sich von normalen Login-Fähigkeiten zweifach. Erstens gibt es für jede Beschränkung ein aktuelles und ein maximales Limit. Das aktuelle Limit kann vom Benutzer oder einer Anwendung beliebig bis zum maximalen Limit verändert werden. Letzteres kann der Benutzer nur heruntersetzen. Zweitens gelten die meisten Ressourcenbeschränkungen für jeden vom Benutzer gestarteten Prozess, nicht für den Benutzer selbst. Beachten Sie jedoch, dass diese Unterschiede durch das spezifische Einlesen der Limits und nicht durch das System der Login-Fähigkeiten entstehen (das heißt, Ressourcenbeschränkungen sind keine Login-Fähigkeiten). Hier befinden sich die am häufigsten benutzten Ressourcenbeschränkungen (der Rest kann zusammen mit den anderen Login-Fähigkeiten in &man.login.conf.5; gefunden werden): coredumpsize coredumpsize Benutzer einschränken coredumpsize Das Limit der Größe einer core-Datei, die von einem Programm generiert wird, unterliegt aus offensichtlichen Gründen anderen Limits der Festplattenbenutzung (zum Beispiel filesize oder Festplattenkontingenten). Es wird aber trotzdem oft als weniger harte Methode zur Kontrolle des Festplattenplatz-Verbrauchs verwendet: Da Benutzer die core-Dateien nicht selbst erstellen, und sie oft nicht löschen, kann sie diese Option davor retten, dass ihnen kein Festplattenspeicher mehr zur Verfügung steht, sollte ein großes Programm, wie emacs, abstürzen. cputime cputime Benutzer einschränken cputime Die maximale Rechenzeit, die ein Prozess eines Benutzers verbrauchen darf. Überschreitet der Prozess diesen Wert, wird er vom Kernel beendet. Die Rechenzeit wird limitiert, nicht die prozentuale Prozessorenbenutzung, wie es in einigen Feldern in &man.top.1; und &man.ps.1; dargestellt wird. Letzteres war zu der Zeit, als dies hier geschrieben wurde nicht möglich und würde eher nutzlos sein: Ein Compiler – ein wahrscheinlich legitimer Vorgang – kann leicht fast 100% des Prozessors in Anspruch nehmen. filesize filesize Benutzer einschränken filesize Hiermit lässt sich die maximale Größe einer Datei bestimmen, die der Benutzer besitzen darf. Im Gegensatz zu Festplattenkontingenten ist diese Beschränkung nur für jede einzelne Datei gültig und nicht für den Platz, den alle Dateien eines Benutzers verwenden. maxproc maxproc Benutzer einschränken maxproc Das ist die maximale Anzahl von Prozessen, die ein Benutzer starten darf, und beinhaltet sowohl Vordergrund- als auch Hintergrundprozesse. Natürlich darf dieser Wert nicht höher sein als das System-Limit, das in kern.maxproc angegeben ist. Vergessen Sie auch nicht, dass ein zu kleiner Wert den Benutzer in seiner Produktivität einschränken könnte; es ist oft nützlich, mehrfach eingeloggt zu sein, oder Pipelines Pipeline = Leitung. Mit Pipes sind Verbindungen zwischen zwei Sockets in meistens zwei verschiedenen Prozessen gemeint. zu verwenden. Ein paar Aufgaben, wie die Kompilierung eines großen Programms, starten mehrere Prozesse (zum Beispiel &man.make.1;, &man.cc.1; und andere). memorylocked memorylocked Benutzer einschränken memorylocked Dieses Limit gibt an, wie viel virtueller Speicher von einem Prozess maximal im Arbeitsspeicher festgesetzt werden kann. (siehe auch &man.mlock.2;). Ein paar systemkritische Programme, wie &man.amd.8;, verhindern damit einen Systemzusammenbruch, der auftreten könnte, wenn sie aus dem Speicher genommen werden. memoryuse memoryuse Benutzer einschränken memoryuse Bezeichnet den maximalen Speicher, den ein Prozess benutzen darf und beinhaltet sowohl Arbeitsspeicher-, als auch Swap- Benutzung. Es ist kein allübergreifendes Limit für den Speicherverbrauch, aber ein guter Anfang. openfiles openfiles Benutzer einschränken openfiles Mit diesem Limit lässt sich die maximale Anzahl der von einem Prozess des Benutzers geöffneten Dateien festlegen. In FreeBSD werden Dateien auch verwendet, um Sockets und IPC-Kanäle IPC steht für Interprocess Communication. darzustellen. Setzen Sie es deshalb nicht zu niedrig. Das System-Limit ist im kern.maxfiles &man.sysctl.8; definiert. sbsize sbsize Benutzer einschränken sbsize Dieses Limit beschränkt den Netzwerk-Speicher, und damit die mbufs, die ein Benutzer verbrauchen darf. Es stammt aus einer Antwort auf einen DoS-Angriff, bei dem viele Netzwerk-Sockets geöffnet wurden, kann aber generell dazu benutzt werden Netzwerk-Verbindungen zu beschränken. stacksize Das ist die maximale Größe, auf die der Stack eines Prozesses heranwachsen darf. Das allein ist natürlich nicht genug, um den Speicher zu beschränken, den ein Programm verwenden darf. Es sollte deshalb in Verbindung mit anderen Limits gesetzt werden. Beim Setzen von Ressourcenbeschränkungen sind noch andere Dinge zu beachten. Nachfolgend ein paar generelle Tipps, Empfehlungen und verschiedene Kommentare. Von /etc/rc beim Hochfahren des Systems gestartete Prozesse werden der daemon Login-Klasse zugewiesen. Obwohl das mitgelieferte /etc/login.conf eine Quelle von vernünftigen Limits darstellt, können nur Sie, der Administrator, wissen, was für Ihr System angebracht ist. Ein Limit zu hoch anzusetzen könnte Ihr System für Missbrauch öffnen, und ein zu niedriges Limit der Produktivität einen Riegel vorschieben. Benutzer des X-Window Systems (X11) sollten wahrscheinlich mehr Ressourcen zugeteilt bekommen als andere Benutzer. X11 beansprucht selbst schon eine Menge Ressourcen, verleitet die Benutzer aber auch, mehrere Programme gleichzeitig laufen zu lassen. Bedenken Sie, dass viele Limits für einzelne Prozesse gelten und nicht für den Benutzer selbst. Setzt man zum Beispiel openfiles auf 50, kann jeder Prozess des Benutzers bis zu 50 Dateien öffnen. Dadurch ist die maximale Anzahl von Dateien, die von einem Benutzer geöffnet werden können, openfiles mal maxproc. Das gilt auch für den Speicherverbrauch. Weitere Informationen über Ressourcenbeschränkungen, Login-Klassen und -Fähigkeiten enthalten die Hilfeseiten &man.cap.mkdb.1;, &man.getrlimit.2; und &man.login.conf.5;. Gruppen Gruppen /etc/groups Accounts Gruppen Eine Gruppe ist einfach eine Zusammenfassung von Accounts. Gruppen werden durch den Gruppennamen und die GID (group ID) identifiziert. Der Kernel von FreeBSD (und den meisten anderen &unix; Systemen) entscheidet anhand der UID und der Gruppenmitgliedschaft eines Prozesses, ob er dem Prozess etwas erlaubt oder nicht. Im Unterschied zur UID kann ein Prozess zu einer Reihe von Gruppen gehören. Wenn jemand von der GID eines Benutzers oder Prozesses spricht, meint er damit meistens die erste Gruppe der Gruppenliste. Die Zuordnung von Gruppennamen zur GID steht in /etc/group, einer Textdatei mit vier durch Doppelpunkte getrennten Feldern. Im ersten Feld steht der Gruppenname, das zweite enthält ein verschlüsseltes Passwort, das dritte gibt die GID an und das vierte besteht aus einer Komma separierten Liste der Mitglieder der Gruppe. Diese Datei kann einfach editiert werden (natürlich nur, wenn Sie dabei keine Syntaxfehler machen). Eine ausführliche Beschreibung der Syntax dieser Datei finden Sie in &man.group.5;. Wenn Sie /etc/group nicht händisch editieren möchten, können Sie &man.pw.8; zum Editieren benutzen. Das folgende Beispiel zeigt das Hinzufügen einer Gruppe mit dem Namen teamtwo: Hinzufügen einer Gruppe mit <command>pw</command> &prompt.root; pw groupadd teamtwo &prompt.root; pw groupshow teamtwo teamtwo:*:1100: Die Zahl 1100 ist die GID der Gruppe teamtwo. Momentan hat teamtwo noch keine Mitglieder und ist daher ziemlich nutzlos. Um das zu ändern, nehmen wir nun jru in teamtwo auf. Ein Gruppenmitglied mit <command>pw</command> hinzufügen &prompt.root; pw groupmod teamtwo -M jru &prompt.root; pw groupshow teamtwo teamtwo:*:1100:jru Als Argument von geben Sie eine Komma separierte Liste von Mitgliedern an, die Sie in die Gruppe aufnehmen möchten. Aus den vorherigen Abschnitten ist bekannt, dass die Passwort-Datei ebenfalls eine Gruppe für jeden Benutzer enthält. Das System teilt dem Benutzer automatisch eine Gruppe zu, die aber vom Kommando von &man.pw.8; nicht angezeigt wird. Diese Information wird allerdings von &man.id.1; und ähnlichen Werkzeugen angezeigt. Das heißt, dass &man.pw.8; nur /etc/group manipuliert, es wird nicht versuchen, zusätzliche Informationen aus /etc/passwd zu lesen. Mit <command>id</command> die Gruppenzugehörigkeit bestimmen &prompt.user; id jru uid=1001(jru) gid=1001(jru) groups=1001(jru), 1100(teamtwo) Wie Sie sehen, ist jru Mitglied von jru und teamtwo. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte &man.pw.8;.