diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/faq/book.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/faq/book.sgml
index 0122b8cce6..0c1cbd238a 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/faq/book.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/faq/book.sgml
@@ -1,13567 +1,13567 @@
%books.ent;
]>
Häufig gestellte Fragen zu FreeBSD
5.X und 6.XFrequently Asked Questions zu FreeBSD
5.X und 6.XThe FreeBSD German Documentation
ProjectDeutsche Übersetzung von Robert S. F.
Drehmel, Dirk Gouders, Udo Erdelhoff und Johann Kois
- $FreeBSDde: de-docproj/books/faq/book.sgml,v 1.605 2008/02/24 12:01:55 jkois Exp $
+ $FreeBSDde: de-docproj/books/faq/book.sgml,v 1.606 2008/03/25 20:23:07 jkois Exp $1995199619971998199920002001200220032004200520062007The FreeBSD Documentation Project20002001200220032004200520062007The FreeBSD German Documentation Project
&bookinfo.legalnotice;
&tm-attrib.freebsd;
&tm-attrib.3com;
&tm-attrib.adobe;
&tm-attrib.creative;
&tm-attrib.cvsup;
&tm-attrib.ibm;
&tm-attrib.ieee;
&tm-attrib.intel;
&tm-attrib.iomega;
&tm-attrib.linux;
&tm-attrib.microsoft;
&tm-attrib.mips;
&tm-attrib.netscape;
&tm-attrib.opengroup;
&tm-attrib.oracle;
&tm-attrib.sgi;
&tm-attrib.sparc;
&tm-attrib.sun;
&tm-attrib.usrobotics;
&tm-attrib.xfree86;
&tm-attrib.general;
Dies ist die FAQ für die FreeBSD-Versionen
5.X und 6.X. Alle Einträge sollten für FreeBSD
ab Version 5.0 relevant sein, andernfalls wird darauf explizit
hingewiesen. Falls Sie daran
interessiert sein sollten, an diesem Projekt mitzuarbeiten,
senden Sie eine Mail an die Mailingliste &a.de.translators;. Die
aktuelle Version dieses Dokuments ist ständig auf dem
FreeBSD
World-Wide-Web-Server verfügbar. Sie kann aber auch
als eine einzige große HTML-Datei, als Textdatei, als
&postscript;- oder PDF-Datei sowie in verschiedenen anderen
Formaten vom FreeBSD
FTP-Server heruntergeladen werden. Alternativ können
Sie die FAQ auch durchsuchen.EinleitungWillkommen zur FreeBSD 5.X-6.X FAQ!Wie auch bei den Usenet FAQs üblich, wird mit diesem
Dokument beabsichtigt, die am häufigsten gestellten Fragen
bezüglich des Betriebssystems FreeBSD zu erfassen und sie
natürlich auch zu beantworten. Obwohl FAQs
ursprünglich lediglich dazu dienen sollten, die
Netzbelastung zu reduzieren und das ständige Wiederholen
derselben Fragen zu vermeiden, haben sie sich als wertvolle
Informationsquellen etabliert.Wir haben uns die größte Mühe gegeben, diese
FAQ so lehrreich wie möglich zu gestalten; falls Sie
irgendwelche Vorschläge haben, wie sie verbessert werden
kann, senden Sie diese bitte an die Mailingliste des
&a.de.translators;.Was ist FreeBSD?FreeBSD ist, kurz gesagt, ein &unix; ähnliches
Betriebssystem für die Plattformen Alpha/AXP, AMD64
sowie &intel; EM64T, &i386;, IA-64, PC-98 und &ultrasparc;,
das auf der 4.4BSD-Lite-Release
der University of California at Berkeley (UCB) basiert;
außerdem flossen einige Erweiterungen aus der
4.4BSD-Lite2-Release mit ein. Es basiert
außerdem indirekt auf der von William Jolitz unter
dem Namen 386BSD herausgebrachten
Portierung der Net/2-Release der UCB auf
die &i386;-Plattform - allerdings ist nur wenig vom
386BSD-Code übriggeblieben. Eine umfassendere
Beschreibung darüber, was FreeBSD ist und wie Sie es
für Ihre Zwecke verwenden können, finden Sie auf
den Internetseiten des
FreeBSD Projects.Unternehmen, Internet Service Provider, Forscher,
Computerfachleute, Studenten und Privatnutzer auf der
ganzen Welt benutzen FreeBSD für die Arbeit, die
Ausbildung oder zur Freizeitgestaltung.Ausführlichere Informationen zu FreeBSD, finden
Sie im FreeBSD
Handbuch.Welches Ziel hat das FreeBSD Project?Die Ziel von FreeBSD ist es, Software zur Nutzung
für beliebige Zwecke, bedingungslos zur
Verfügung zu stellen. Viele von uns haben
erheblich zur Erstellung des Codes (und zum Projekt)
beigetragen und hätten jetzt oder in Zukunft
sicherlich nichts gegen einen geringen finanziellen
Ausgleich einzuwenden, aber wir beabsichtigen definitiv
nicht, darauf zu bestehen. Wir sind der Meinung,
dass unsere Mission zuerst und
vorderst darin besteht, allen und jedem Kommenden Code
für welchen Zweck auch immer zur Verfügung zu
stellen, damit der Code möglichst weit eingesetzt
wird und den größtmöglichen Nutzen
liefert. Das ist, so glauben wir, eines der
fundamentalsten Ziele von freier Software und eines, das
wir enthusiastisch unterstützen.Der Code in unserem Quellbaum, der der GNU General
Public License (GPL) oder der GNU
Library General Public License (LGPL) unterliegt,
ist mit zusätzlichen, geringfügigen Bedingungen
verknüpft, jedoch handelt es sich dabei lediglich um
erzwungene Bereitstellung statt des sonst üblichen
Gegenteils. Auf Grund der zusätzlichen
Komplexität, die durch den kommerziellen Einsatz von
GPL Software entstehen kann, bemühen wir uns jedoch,
solche Software, wo möglich, durch solche, die der
etwas lockereren FreeBSD
Lizenz unterliegt, zu ersetzen.Beinhaltet das FreeBSD-Copyright irgendwelche
Einschränkungen?Ja. Diese Einschränkungen regeln aber nicht, wie
Sie mit dem Sourcecode umgehen, sondern betreffen nur den
Umgang mit dem FreeBSD Project an sich. Wenn Sie sich
ernsthaft damit auseinandersetzen wollen, lesen Sie
einfach die
FreeBSD-Lizenz. Wenn Sie einfach nur neugierig
sind, sollte diese Zusammenfassung ausreichen:Behaupten Sie nicht, Sie hätten es
geschrieben.Verklagen Sie uns nicht, wenn irgend etwas nicht
funktioniert.Kann FreeBSD mein bisher verwendetes Betriebssystem
ersetzen?In den meisten Fällen lautet die Antwort ja.
Allerdings ist diese Frage nicht ganz so einfach, wie sie
scheint.Die meisten Anwender benutzen kein Betriebssystem,
sondern Anwendungen. Die Anwendungen sind es, die das
Betriebssystem benutzen. FreeBSD ist dazu gedacht, eine
stabile und vielfältige Umgebung für Anwendungen
bereitzustellen. Es unterstützt viele
unterschiedliche Web-Browser, Büroanwendungen,
E-Mail-Programme, Grafik-Programme, Entwicklungsumgebungen,
Netzwerk-Server, und so ziemlich alles andere, was Sie sich
wünschen können. Die meisten dieser Anwendungen
sind in der
Ports-Sammlung verfügbar.Wenn Sie Anwendung benutzen müssen, die es nur
für ein bestimmtes Betriebssystem gibt, dann kommen
Sie an diesem Betriebssystem nicht vorbei. Allerdings
stehen die Chancen nicht schlecht, dass es eine
vergleichbare Anwendung für FreeBSD gibt. Wenn Sie
einen verläßlichen Server für ihr
Büro oder das Internet brauchen, oder eine stabilen
Arbeitsplatz, oder einfach nur die Fähigkeit, ihre
Arbeit ohne dauernde Abstürze machen zu können,
dann kann FreeBSD genau das sein. Viele Anwender auf der
ganzen Welt, vom Anfänger bis zum erfahrenen
Administrator, benutzen an Ihren Arbeitsplätzen
ausschließlich FreeBSD.Wenn Sie von einem anderen &unix; System zu FreeBSD
wechseln, dürfte Ihnen vieles bekannt vorkommen.
Wenn Ihr Hintergrund ein Grafik-orientiertes
Betriebssystem wie &windows; oder ein älteres &macos;
ist, werden Sie zusätzliche Zeit investieren
müssen, um den &unix; Stil zu verstehen. Dieser FAQ
und das FreeBSD
Handbuch sind die besten Startpunkte.Warum heißt es FreeBSD?Es darf kostenlos genutzt werden - sogar von
kommerziellen Benutzern.Der komplette Quellcode für das
Betriebssystem ist frei verfügbar und die
Benutzung, Verbreitung und Einbindung in andere
(kommerzielle und nicht-kommerzielle) Arbeiten sind
mit den geringstmöglichen Einschränkungen
versehen worden.Jedem ist es freigestellt, Code für
Verbesserungen oder die Behebung von Fehlern
einzusenden und ihn zum Quellbaum hinzufügen zu
lassen (dies ist natürlich Gegenstand von ein
oder zwei offensichtlichen Klauseln).Es wird darauf hingewiesen, dass das englische
Wort free hier in den Bedeutungen
umsonst und Sie können tun, was
immer Sie möchten genutzt wird. Abgesehen
von ein oder zwei Dingen, die Sie mit dem FreeBSD-Code
nicht tun können (z.B. vorgeben,
ihn geschrieben zu haben), können Sie damit
tatsächlich tun, was auch immer Sie
möchten.Wie unterschieden sich FreeBSD, NetBSD, OpenBSD
und andere Open-Source BSD-Systeme?James Howards Artikel
The
BSD Family Tree, der in
DaemonNews
erschienen ist, beschreibt sehr gut die Geschichte und die
Unterschiede der BSD-Varianten.Welches ist die aktuelle FreeBSD-Version?Momentan gibt es zwei Entwicklungszweige,
die für die Erstellung von Releases verwendet werden.
Die 5.X-RELEASEs werden auf dem
5-STABLE-Zweig erstellt, die
6.X-RELEASEs auf dem 6-STABLE-Zweig.Bis zur Veröffentlichung von &os; 5.3 galt
die 4.X-Serie als -STABLE. Seither
gibt es für den Zweig 4.X nur mehr eine
erweiterte Unterstützung in der Form
von Korrekturen von größeren Problemen, wie
neu entdeckten Sicherheitsheitslücken. Aus dem Zweig
5-STABLE werden zwar noch
RELEASEs erzeugt, er gilt aber als ausgereift.
Aktive Weiterentwicklungen konzentrieren sich daher auf den
Zweig 6-STABLE.
Version &rel.current;
ist das aktuelle Release des
6-STABLE-Zweigs und ist im
Januar 2007 erschienen.
Version &rel2.current;
ist das aktuelle Release aus dem
5-STABLE-Zweig und ist im
Mai 2006 erschienen.Kurz gesagt, -STABLE ist
für ISPs und andere Benutzer gedacht, die mehr Wert
auf Stabilität und eine niedrige
Änderungsfrequenz als auf die neuesten und
möglicherweise unstabilen Features im
aktuellen -CURRENT Snapshot legen.
Releases können aus jedem Zweig entstehen, Sie
sollten -CURRENT allerdings nur dann
benutzen, wenn Sie auf ein erhöhtes Fehlverhalten
im Vergleich zu -STABLE auch
vorbereitet sind.Releases entstehen nur alle paar Monate. Viele
Leute halten ihre Systeme aktueller (lesen Sie die Fragen
zu &os;-CURRENT und
&os;-STABLE), aber das
erfordert ein erhöhtes Engagement, da die Sourcen
sich ständig verändern.Weitere Informationen über Releases entnehmen
Sie der Seite Release
Engineering des FreeBSD Webauftritts.Was ist FreeBSD-CURRENT?
&os;-CURRENT ist die Entwicklungsversion des
Betriebssystems, aus der zu gegebener Zeit &os.stable;
werden wird. Als solche ist sie lediglich für
Entwickler, die am System mitarbeiten und für
unentwegte Bastler von Interesse. Details zum Betrieb von
-CURRENT finden Sie im
entsprechenden Abschnitt des Handbuchs.Falls Sie nicht mit dem Betriebssystem vertraut sind
oder nicht in der Lage sein sollten, den Unterschied
zwischen einen echten und einem temporären Problem zu
erkennen, sollten Sie &os;-CURRENT nicht verwenden.
Dieser Zweig entwickelt sich manchmal sehr schnell weiter
und kann gelegentlich für mehrere Tage hintereinander
nicht installierbar sein. Von Personen, die
&os;-CURRENT verwenden, wird erwartet, dass Sie
dazu in der Lage sind, Probleme zu analysieren und nur
dann von ihnen berichten, wenn es sich um Fehler und nicht
um kurzzeitige Störungen handelt.
Fragen wie make world produziert Fehlermeldungen
bezüglich Gruppen werden in der -CURRENT
Mailingliste manchmal nicht beachtet.Jeden Tag wird der aktuelle Entwicklungsstand in den
Zweigen -CURRENT und -STABLE in einer Snapshot
Release festgehalten. Mittlerweile werden sogar CDROM
Distributionen dieser gelegentlichen Snapshots zur
Verfügung gestellt. Die Ziele dieser Snapshot
Releases sind:Die aktuelle Version der Installationssoftware zu
testen.Personen, die -CURRENT oder -STABLE benutzen
möchten, aber nicht über die nötige
Zeit oder Bandbreite verfügen, um
tagesaktuell zu bleiben, soll eine bequeme
Möglichkeit geboten werden, es auf ihr System zu
bringen.Die Erhaltung von Referenzpunkten des fraglichen
Codes, für den Fall, dass wir später
einmal ernsthaften Schaden anrichten sollten (obwohl
CVS verhindern sollte, dass solche Situationen
entstehen :)Sicherzustellen, dass alle zu testenden, neuen
Merkmale und Fehlerbehebungen zu möglichst vielen
potentiellen Testern gelangen.Von keinem -CURRENT Snapshot kann
Produktionsqualität für beliebige
Zwecke erwartet werden. Wenn Sie eine stabile und
ausgetestete Version benötigen, sollten Sie eine
vollständige Release oder einen -STABLE Snapshot
verwenden.Snapshot-Releases sind auf der Snapshots-Seite
verfügbar.In der Regel wird jeden Tag ein Snapshot jedes zur
Zeit aktiven Zweiges erstellt.Was ist das Konzept von FreeBSD-STABLE?Zur der Zeit, als FreeBSD 2.0.5 herausgegeben wurde,
wurde entschieden, die Entwicklung von FreeBSD zweizuteilen.
Ein Zweig wurde -STABLE,
der andere -CURRENT
genannt. FreeBSD-STABLE ist für Anbieter von
Internetdiensten und andere kommerzielle Unternehmen
gedacht, für die plötzliche Veränderungen
und experimentelle Features unerwünscht sind.
In diesem Zweige werden nur ausgetestete
Fehlerbehebungen und kleine, inkrementelle Änderungen
aufgenommen. FreeBSD-CURRENT ist eine ununterbrochene
Linie seitdem die Version 2.0 herausgegeben worden
ist. Sie führt zu 6.2-RELEASE (und darüber
hinaus). Unmittelbar vor der Veröffentlichung von
6.0-RELEASE wurde der 6-STABLE-Zweig erschaffen und
&os.current; wurde zu 7-CURRENT. Weitere Informationen zu
diesem Thema finden Sie unter
FreeBSD Release Engineering: Creating the Release
Branch.Der Zweig 2.2-STABLE wurde mit der
Veröffentlichung der Version 2.2.8 eingestellt. Der
Zweig 3-STABLE endete mit Version 3.5.1, der letzten
3.X-Version, der Zweig 4.X endete mit der Version 4.11,
der letzten 4.X-Version. Änderungen in diesen Zweigen
beschränken sich im allgemeinen auf die Korrektur von
sicherheitsrelevanten Fehlern. Der Zweig 5-STABLE wird zwar
noch unterstützt, die Unterstützung
beschränkt sich allerdings auf das Schließen von
neu entdeckten Sicherheitslücken und die Behebung
von anderen ernsten Problemen.&rel.current;-STABLE ist der Zweig, auf den sich die
Entwicklung von -STABLE zurzeit konzentriert. Das neueste
Release aus dem &rel.current;-STABLE-Zweig ist
&rel.current;-RELEASE und ist im Januar 2007
erschienen.Aus dem 7-CURRENT-Zweig entsteht die nächste
&os;-Generation. Weitere Informationen über diesen
Zweig finden Sie unter Was ist FreeBSD-CURRENT?.Wann werden FreeBSD-Versionen erstellt?Im Schnitt gibt das &a.re; alle vier Monate eine neue
FreeBSD-Version frei. Das Erscheinungsdatum
einer neuer Version wird frühzeitig bekanntgegeben,
damit die am System arbeitenden Personen wissen, bis wann
ihre Projekte abgeschlossen und ausgetestet sein
müssen. Vor jedem Release gibt es eine Testperiode um
sicherzustellen, dass die neu hinzugefügten Features
nicht die Stabilität des Releases beeinträchtigen.
Viele Benutzer halten dies für einen
großen Vorteil von FreeBSD, obwohl es manchmal
frustrierend sein kann, so lange auf die
Verfügbarkeit der aktuellsten Leckerbissen zu
warten.Weitere Informationen über die Entwicklung von
Releases, sowie eine Übersicht über kommende Releases,
erhlaten Sie auf den release
engineering Seiten der FreeBSD Webseite.Für diejenigen, die ein wenig mehr Spannung
brauchen (oder möchten), werden täglich
Snapshots herausgegeben, wie oben beschrieben.Wer ist für FreeBSD verantwortlich?Schlüsseldiskussionen, die das FreeBSD Project
betreffen, wie z.B. über die generelle Ausrichtung
des Projekts und darüber, wem es erlaubt sein soll,
Code zum Quellbaum hinzuzufügen, werden innerhalb
eines Core
Teams von 9 Personen geführt. Es gibt
ein weitaus größeres Team von über 350
Committern,
die dazu autorisiert sind, Änderungen am FreeBSD
Quellbaum durchzuführen.Jedoch werden die meisten nicht-trivialen
Änderungen zuvor in den Mailinglisten diskutiert und es
bestehen keinerlei Einschränkungen darüber, wer
sich an diesen Diskussionen beteiligen darf.Wie kann ich FreeBSD beziehen?Jede bedeutende Ausgabe von FreeBSD ist per
Anonymous-FTP vom FreeBSD FTP
Server erhältlich:Das aktuelle 6-STABLE-Release, &rel.current;-RELEASE,
finden Sie im Verzeichnis &rel.current;-RELEASE.
Snapshots-Releases werden täglich aus dem
-CURRENT-Zweig sowie aus
dem -STABLE-Zweig erzeugt.
Sie sollten aber nur von Entwicklern und sehr erfahrenen
Testern verwendet werden.Das aktuelle Release von 5-STABLE,
&rel2.current;-RELEASE finden Sie im Verzeichnis &rel2.current;-RELEASE.Wo und wie Sie FreeBSD auf CD, DVD, und anderen Medien
beziehen können, erfahren Sie im Handbuch.Wie greife ich auf die Datenbank mit Problemberichten
zu?Die Datenbank mit Problemberichten (PR,
problem report) und
Änderungsanfragen von Benutzern kann
über die webbasierte
PR-Abfrage-Schnittstelle abgefragt werden.Mit dem Programm &man.send-pr.1; können Sie
Problemberichte oder Änderungsanträge per E-Mail
einsenden. Alternativ können Sie Problemberichte
auch über Ihren Browser und die
webbasierte
PR-Eingabe-Schnittstelle erstellen.Bevor Sie einen Fehler melden, sollten Sie sich zuerst
den Artikel Writing
FreeBSD Problem Reports durchlesen, damit Sie
wissen, wie Sie eine gute Fehlermeldung verfassen.Gibt es weitere Informationsquellen?Sie finden eine umfassende Liste unter Documentation
auf der FreeBSD-Webseite.Dokumentation und SupportGibt es gute Bücher über FreeBSD?Im Zuge des FreeBSD Projekts sind diverse gute
Dokumente entstanden, die unter der
folgenden URL abgerufen werden können:
.
Die Dokumente stehen auch als Pakete, die Sie leicht
installieren können, zur Verfügung. In den
nächsten Abschnitten erfahren Sie mehr über diese
Pakete.Zusätzlich enthalten die Bibliographien am Ende
dieser FAQ und im Handbuch Verweise auf weitere empfohlene
Bücher.Ist die Dokumentation auch in anderen Formaten
verfügbar? Zum Beispiel als einfacher Text (ASCII)
oder als &postscript;?Ja. Werfen Sie einen Blick auf das Verzeichnis /pub/FreeBSD/doc/
auf dem FreeBSD FTP-Server. Dort finden sie Dokumentation
in vielen verschiedenen Format.Die Dokumentation wurde nach vielen verschiedenen
Kriterien sortiert. Die Kriterien sind:Der Name des Dokumentes, z.B.
FAQ oder
Handbuch.Die Sprache und der Zeichensatz, die in dem
Dokument verwendet werden. Diese entsprechen den
Anpassungen, die Sie auf Ihrem FreeBSD-System im
Verzeichnis /usr/share/locale
finden. Zurzeit werden die folgenden Sprachen und
Zeichensätze benutzt:NameBedeutungbn_BD.ISO10646-1Bengalisch (oder Bangla) da_DK.ISO8859-1Dänischde_DE.ISO8859-1Deutschen_US.ISO8859-1Amerikanisches Englisches_ES.ISO8859-1Spanischfr_FR.ISO8859-1Französischit_IT.ISO8859-15Italienischhu_HU.ISO8859-2Ungarischja_JP.eucJPJapanisch (EUC-kodiert)mn_MN.UTF-8Mongolisch (UTF-8-kodiert)nl_NL.ISO8859-1Niederländischpl_PL.ISO8859-2Polnischpt_BR.ISO8859-1Brasilianisches Portugiesischru_RU.KOI8-RRussisch (KOI8-R-kodiert)sr_YU.ISO8859-2Serbischtr_TR.ISO8859-9Türkischzh_CN.GB2312Vereinfachtes Chinesisch (GB2312-kodiert)zh_TW.Big5Chinesisch (Big5-kodiert)Einige Dokumente sind nicht in allen Sprachen
verfügbar.Das Format des Dokumentes. Die Dokumentation wird
in verschiedenen Formaten erzeugt, von denen jedes seine
eigenen Vor- und Nachteile hat. Einige Formate lassen sich
gut an einem Bildschirm lesen, während andere Formate
dafür gedacht sind, ein ansprechendes Druckbild zu
erzeugen. Das die Dokumentation in verschiedenen Formaten
verfügbar ist, stellt sicher, dass unsere Leser
die für sie relevanten Teile unabhängig vom
Ausgabemedium (Bildschirm oder Papier) lesen können.
Derzeit werden die folgenden Formate
unterstützt:FormatErklärunghtml-splitViele kleine HTML-Dateien, die sich
gegenseitig referenzieren.htmlEine große HTML-Datei, die das
komplette Dokument enthält.pdbPalm Pilot Datenbank für das
Programm iSilo.pdfAdobe's Portable Document Formatps&postscript;rtfMicrosoft's Rich Text Format
Die Seitennummern werden nicht
automatisch aktualisiert, wenn Sie diese
Datei in Word laden. Wenn Sie das
Dokument geladen haben, müssen Sie Sie
CtrlA,
CtrlEnd,
F9 eingeben, um die
Seitennummern aktualisieren zu
lassen.txtGanz normaler TextDas zur Komprimierung verwendete Programm. Zur
Zeit werden drei verschiedene Methoden
benutzt.Wenn die Dokumentation im Format
html-split vorliegt, werden die
Dateien mit &man.tar.1; zusammengefasst. Die
so entstandene .tar Datei
wird dann mit einer der unten genannten Methoden
komprimiert.Bei allen anderen Formaten existiert nur eine
Datei mit dem Namen
book.format
(z.B., book.pdb,
book.html, und so
weiter).Diese Dateien werden mit zwei verschiedenen
Programmen komprimiert.ProgrammBeschreibungzipDas Zip-Format. Wenn Sie diese
Dateien unter FreeBSD auspacken wollen,
müssen sie vorher den Port
archivers/unzip
installieren.bz2Das BZip2-Format. Es wird seltener
als das Zip-Format
benutzt, erzeugt aber normalerweise
kleinere Archive. Sie müssen den
Port archivers/bzip2
installieren, um diese Dateien entpacken
zu können.Ein Beispiel: Die mit BZip2 gepackte Version
des Handbuchs im &postscript;-Format hat den Namen
book.ps.bz2 und ist im
Verzeichnis handbook/ zu
finden.Nachdem Sie das Format und das Kompressionsverfahren
ausgewählt haben, müssen Sie sich entscheiden,
ob Sie das Dokument in Form eines FreeBSD
Package herunterladen
möchten.Der Vorteil dieser Variante, dass Sie die
Dokumentation mit normalen Tools wie &man.pkg.add.1; und
&man.pkg.delete.1; verwalten können.Wenn Sie das Package herunterladen und installieren
wollen, müssen Sie den richtigen Dateinamen kennen.
Die Dateien liegen in einem separaten Verzeichnis mit dem
Namen packages und werden nach dem Schema
Dokument-Name.Sprache.Zeichensatz.Format.tgz
benannt.Ein Beispiel: Die englische Version der FAQ im
PDF-Format ist in dem Package mit dem Namen
faq.en_US.ISO8859-1.pdf.tgz
enthalten.Sie können daher das englische PDF FAQ Package
mit den folgenden Befehlen installieren.&prompt.root; pkg_add ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/doc/packages/faq.en_US.ISO8859-1.pdf.tgzDanach können Sie mit &man.pkg.info.1; nachsehen,
wo die Datei installiert wurde.&prompt.root; pkg_info -f faq.en_US.ISO8859-1.pdf
Information for faq.en_US.ISO8859-1.pdf:
Packing list:
Package name: faq.en_US.ISO8859-1.pdf
CWD to /usr/share/doc/en_US.ISO8859-1/books/faq
File: book.pdf
CWD to .
File: +COMMENT (ignored)
File: +DESC (ignored)Wie Sie sehen können, wurde die Datei
book.pdf im Verzeichnis
/usr/share/doc/en_US.ISO8859-1/books/faq
installiert.Wenn sie die Packages nicht benutzen, müssen Sie
die komprimierten selber herunterladen, auspacken und die
richtigen Stellen kopieren.Wenn Sie zum Beispiel die mit &man.bzip2.1; gepackte
split HTMLVersion der englischen FAQ
herunterladen und installieren wollten, bräuchten
Sie die Datei
doc/en_US.ISO8859-1/books/faq/book.html-split.tar.bz2.
Um diese Datei herunterzuladen und auszupacken, wären
die folgenden Schritte notwendig.&prompt.root; fetch ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/doc/en_US.ISO8859-1/books/faq/book.html-split.tar.bz2
&prompt.root; gzip -d book.html-split.tar.bz2
&prompt.root; tar xvf book.html-split.tarDanach haben Sie eine Sammlung vieler kleiner
.html Datei. Die wichtigste Datei
hat Namen index.html und enthält
das Inhaltsverzeichnis, eine Einleitung und Verweise auf
die anderen Teile des Dokumentes. Falls notwendig,
können Sie die diversen Dateien jetzt an ihren
endgültigen Bestimmungsort verschieben oder
kopieren.Woher bekomme ich Informationen zu den FreeBSD
Mailinglisten?Vollständige Informationen finden Sie im Handbucheintrag
über Mailinglisten.Welche Newsgruppen existieren zu FreeBSD?Sie finden alle Informationen hierzu im Handbucheintrag zu
Newsgruppen.Gibt es FreeBSD IRC (Internet Relay Chat)
Kanäle?Ja, die meisten großen IRC Netze bieten einen
FreeBSD Chat-Channel:Channel FreeBSD im EFNet ist
ein FreeBSD-Forum, aber gehen Sie nicht dorthin, um
technische Unterstützung zu suchen, oder, um zu
versuchen, die Leute dort dazu zu bringen, Ihnen dabei
zu helfen, das mühselige Lesen von Manuals zu
ersparen oder eigene Nachforschungen zu betreiben. Es
ist in erster Linie ein Chat-Channel und die Themen
dort umfassen Sex, Sport oder Kernwaffen ebensogut,
wie FreeBSD. Sie wurden gewarnt! Der Channel ist auf
dem Server irc.chat.org
verfügbar.Der Channel #FreeBSDhelp im
EFNet hat
sich dagegen auf die Unterstützung der Benutzer
von FreeBSD spezialisiert. In diesem Channel sind
Fragen deutlich willkommener als im Channel
#FreeBSD.Der Channel ##FreeBSD auf
Freenode
bietet allgemeine Hilfe zu FreeBSD-Themen. Durchschnittlich
sind zu jeden Zeitpunkt etwa 300 Benutzer online. Zwar
werden auch nicht-FreeBSD-spezifische Themen diskutiert,
den Hauptteil der Diskussionen dreht sich aber um die
Lösung der Probleme von FreeBSD-Anwendern. Die
Teilnehmer dieses Channels helfen Ihnen auch bei Fragen
zu elementaren Dingen und zeigen Ihnen auch, wo Sie die
entsprechenden Erklärungen im FreeBSD-Handbuch oder
anderen Ressourcen finden können. Obwohl die
Teilnehmer des Channels über die ganze Welt verstreut
sind, werden alle Diskussionen auf Englisch geführt.
Wollen Sie die Diskussion in Ihrer Sprache führen,
sollten Sie Ihre Frage trotzdem auf Englisch stellen und
danach gegebenfalls einen neuen Channel in der Form
##freebsd-Ihre_Sprache
erönnen.Der Channel #FreeBSD im DALNET ist in den
USA unter irc.dal.net und in Europa
unter irc.eu.dal.net
verfügbar.Der Channel #FreeBSDHelp im
DALNET
ist in den USA unter irc.dal.net
sowie in Europa unter irc.eu.dal.net
verfügbar.Der Channel #FreeBSD im UNDERNET ist in
den USA unter us.undernet.org und in
Europa unter eu.undernet.org
verfügbar. Es handelt sich hierbei um einen
Hilfe-Channel, man wird Sie daher auf Dokumente
verweisen, die Sie selbst lesen müssen.Der Channel #FreeBSD im RUSNET ist ein
russischsprachiger Channel, der sich der
Unterstützung von &os;-Anwendern verschrieben hat.
Er ist auch ein guter Startpunkt für
nichttechnische Diskussionen.Der Channel #bsdchat auf
Freenode
(Sprache: traditionelles Chinesisch, UTF-8-kodiert)
hat sich der
Unterstützung von &os;-Anwendern verschrieben.
Er ist auch ein guter Startpunkt für
nichttechnische Diskussionen.Alle diese Kanäle unterscheiden sich voneinander
und sind nicht miteinander verbunden. Ebenso
unterscheiden sich Ihre Chat-Stile, weshalb es sein kann,
dass Sie zunächst alle Kanäle ausprobieren
müssen, um den zu Ihrem Chat-Stil passenden zu
finden. Hier gilt, was für
jeden IRC-Verkehr gilt: falls sie
sich leicht angegriffen fühlen oder nicht mit vielen
jungen (und einigen älteren) Leuten, verbunden mit
dem nutzlosen Gezanke umgehen können, dann ziehen Sie
es gar nicht erst in Erwägung.Gibt es Firmen, die Training und Support für
FreeBSD anbieten?DaemonNews bietet Training und Support für
FreeBSD an. Weitergehende Informationen finden Sie in der
BSD
Mall.Die FreeBSD Mall bietet ebenfalls professionellen
FreeBSD support an. Weitergehende Informationen finden
Sie auf ihrer Webseite.Wenn Ihre Firma oder Organisation ebenfalls Training
und Support anbietet und hier genannt werden möchte,
wenden Sie sich bitte an das FreeBSD Project.NikClaytonnik@FreeBSD.orgInstallationWelche Dateien muss ich herunterladen, um FreeBSD
zu bekommen?Sie benötigen drei Floppy-Images:
floppies/boot.flp,
floppies/kern1.flp sowie
floppies/kern2.flp. Diese Images
müssen mit Hilfe von Werkzeugen wie
fdimage oder &man.dd.1; auf Disketten
kopiert werden.Falls Sie selbst die einzelnen Distributionen
herunterladen müssen (um z.B. von einem
DOS-Dateisystem aus zu installieren), empfehlen wir, sich
die folgenden Distributionen zu besorgen:base/manpagescompat*docsrc/ssys.*Vollständige Instruktionen für dieses
Vorgehen und ein wenig mehr zur Installation generell
finden Sie im Handbucheintrag zur
Installation von FreeBSD.Was soll ich tun, wenn das Floppy-Image nicht auf eine
Diskette passt?Eine 3,5-Zoll (1,44MB) Diskette kann 1474560 Byte an
Daten fassen und das Boot-Image ist exakt 1474560 Byte
groß.Häufige Fehler bei der Erstellung der
Boot-Diskette sind:Bei der Benutzung von FTP das
Floppy-Image nicht im
Binär-Modus
herunterzuladen.Einige FTP-Clients benutzen als Voreinstellung den
ASCII-Modus und versuchen, alle
Zeilenendezeichen an das Zielsystem anzupassen.
Dadurch wird das Boot-Image in jedem Fall unbrauchbar.
Überprüfen Sie die Größe des
heruntergeladenen Boot-Images: falls sie nicht
exakt mit der auf dem Server
übereinstimmt, hat das Herunterladen nicht
richtig funktioniert.Abhilfe: geben Sie binary an
der FTP-Eingabeaufforderung ein, nach dem Sie mit dem
Server verbunden sind und bevor Sie das Image
herunterladen.Die Benutzung des DOS-Befehls
copy (oder eines entsprechendes
Werkzeugs der grafischen Benutzeroberfläche), um
das Boot-Image auf die Diskette zu
übertragen.Programme wie copy sind hier
unbrauchbar, weil das Image zur direkten
Übertragung erstellt wurde. Das Image stellt den
gesamten Disketteninhalt dar, Spur für Spur, und
nicht eine gewöhnliche Datei. Sie müssen es
roh mit speziellen Werkzeugen (z.B.
fdimage oder
rawrite) übertragen, wie es in
der Installationsanleitung
zu FreeBSD beschrieben ist.Wo befinden sich die Instruktionen zur Installation
von FreeBSD?Installationsanleitungen finden Sie im Handbucheintrag zur
Installation von FreeBSD.Was benötige ich zum Betrieb von FreeBSD?Der Betrieb von &os; 5.X und neuer erfordert
mindestens einen 486er Prozessor mit mindestens 24 MB
RAM sowie mindestens 150 MB an Festplattenspeicher.Alle &os;-Versionen laufen mit einer einfachen
MDA-Grafikkarte, für &xorg; benötigen Sie allerdings
eine VGA- oder eine bessere Videokarte.Lesen Sie auch den Abschnitt
Hardwarekompatibilität.Wie kann ich eine angepasste
Installationsdiskette erstellen?Zurzeit gibt es keine Möglichkeit,
nur die angepassten
Installationsdisketten zu erstellen. Sie müssen sich
eine ganz neues Release erstellen, das Ihre
Installationsdiskette enthält.Wenn Sie eine modifizierte Ausgabe erstellen wollen,
finden Sie eine Anleitung im Artikel
FreeBSD Release Engineering.Kann ich mehr als ein Betriebssystem auf meinem PC
unterbringen?Sehen Sie sich Die
Multi-OS-Seite an.Kann &windows; neben FreeBSD existieren?Installieren Sie zuerst &windows;, dann FreeBSD.
Der Bootmanager von FreeBSD kann dann entweder &windows;
oder FreeBSD booten. Falls Sie &windows; nach FreeBSD
installieren, wird es, ohne zu fragen, Ihren Bootmanager
überschreiben. Lesen Sie den nächsten
Abschnitt, falls das passieren sollte.&windows; hat meinen Bootmanager zerstört!
Wie stelle ich ihn wieder her?Es gibt drei Möglichkeiten, den
FreeBSD-Bootmanager neu zu installieren:Unter DOS wechseln Sie in das Verzeichnis tools/
Ihrer FreeBSD-Distribution und suchen nach
bootinst.exe. Rufen sie es so
auf:...\TOOLS>bootinst.exe boot.binund der Bootmanager wird neu installiert.Booten Sie FreeBSD wieder mit der Bootdiskette und
wählen Sie den Menüeintrag Custom Installation.
Wählen Sie Partition. Wählen Sie das
Laufwerk, auf dem sich der Bootmanager befand
(wahrscheinlich der erste Eintrag) und wenn Sie in den
Partitioneditor gelangen, wählen Sie als aller
erstes (nehmen Sie z.B. keine Änderungen vor)
(W)rite. Sie werden nach einer Bestätigung
gefragt, antworten ja und vergessen Sie nicht, in der
Bootmanager-Auswahl Boot Manager
auszuwählen. Hierdurch wird der Bootmanager
wieder auf die Festplatte geschrieben. Verlassen Sie
nun das Installationsmenü und rebooten wie
gewöhnlich von der Festplatte.Booten Sie FreeBSD wieder mit der Bootdiskette
(oder der CDROM) und wählen Sie den
Menüpunkt Fixit. Wählen Sie
die für Sie passende Option, entweder die
Fixit-Diskette oder die CD Nummer 2 (die Option
live Filesystem). Wechseln Sie zur
Fixit-Shell und geben Sie den folgenden Befehl
ein:Fixit#fdisk -B -b /boot/boot0 bootdeviceAls bootdevice
müssen Sie das von Ihrem System verwendete
Gerät angeben, z.B. ad0
(erste IDE-Platte), ad4
(erste IDE-Platte an einem zusätzlichen
Controller), da0 (erste
SCSI-Platte), usw.Mein IBM Thinkpad Modell A, T oder X, hängt sich
auf, wenn ich FreeBSD zum ersten Mal starte. Was soll ich
machen?Ein Fehler in den ersten BIOS-Versionen dieser
Geräte führt dazu, dass sie die von FreeBSD
genutzte Partition für eine Suspend-To-Disk-Partition
halten. Wenn das BIOS dann versucht, diese Partition
auszuwerten, hängt sich das System auf.Laut IBM
In einer Mail von Keith Frechette
kfrechet@us.ibm.com.
wurde der Fehler wurde in den folgenden BIOS-Versionen
behoben:GerätBIOS VersionT20IYET49WW oder neuerT21KZET22WW oder neuerA20pIVET62WW oder neuerA20mIWET54WW oder neuerA21pKYET27WW oder neuerA21mKXET24WW oder neuerA21eKUET30WWEs ist möglich, dass neuere Version des IBM
BIOS den Fehler wieder enthalten.
Dieser Beitrag von Jacques Vidrine auf der
Mailingliste &a.mobile; beschreibt eine Technik,
die Ihnen weiterhelfen könnte, wenn Ihr IBM Laptop
mit FreeBSD nicht bootet und Sie eine neuere oder
ältere BIOS-Version einspielen können.Wenn Ihr Thinkpad über eine ältere
BIOS-Version verfügt und Sie das BIOS nicht
aktualisieren können, ist eine der möglichen
Lösungen, FreeBSD zu installieren, die Partitions-ID
zu ändern und danach neue Bootblocks zu installieren,
die mit der geänderten ID umgehen
können.Zunächst müssen Sie die Maschine so weit
wiederherstellen, dass sie über den Selbst-Test
hinauskommt. Dazu ist es erforderlich, dass das
System beim Start keine Partitions-ID auf seiner
primären Festplatte findet. Eine Variante ist, die
Platte auszubauen und vorübergehend in einem
älteren Thinkpad (z.B. dem Thinkpad 600) oder (mit
einem passenden Adapter) in einen normalen PC einzubauen.
Sobald dies erfolgt ist, können Sie die
FreeBSD-Partition löschen und die Festplatte wieder
in das Thinkpad einbauen. Das Thinkpad sollte jetzt
wieder starten können.Danach können Sie mit der nachfolgend
beschriebenen Anleitung eine funktionsfähige
FreeBSD-Installation erhalten.Beschaffen Sie sich boot1 und
boot2 von .
Legen Sie diese Dateien so ab, dass Sie
während der Installation darauf zugreifen
können.Installieren Sie ganz wie gewohnt FreeBSD auf dem
Thinkpad. Allerdings dürfen Sie den
Dangerously Dedicated-Modus
nicht benutzen. Nach dem
Abschluss der Installation dürfen Sie die
Maschine nicht neu
starten.Wechseln Sie zur Emergency Holographic
Shell (
AltF4)
oder starten Sie eine fixit
Shell.Benutzen Sie &man.fdisk.8;, um die Partitions-ID
von FreeBSD von 165 in
166 zu ändern (dieser Wert
wird von OpenBSD benutzt).Kopieren Sie die Dateien
boot1 und
boot2 auf die lokale
Festplatte.Installieren Sie boot1 und
boot2 mit &man.disklabel.8; auf
die FreeBSD-Slice.&prompt.root; disklabel -B -b boot1 -s boot2 ad0snSetzen Sie für n
die Nummer der Slice ein, auf der sie FreeBSD
installiert haben.Starten Sie das System neu. Am Boot-Prompt
sollten Sie die Auswahl OpenBSD
erhalten. Damit wird in Wirklichkeit FreeBSD
gestartet.Was Sie machen müssen, wenn Sie FreeBSD und
OpenBSD parallel installieren wollen, sollten Sie zu
Übungszwecken einfach einmal selbst
herausfinden.Kann ich FreeBSD auf einer Festplatte mit
beschädigten Blöcken installieren?Prinzipiell ja. Allerdings ist das keine gute
Idee.Wenn Ihnen bei einer modernen IDE-Platte defekte
Sektoren gemeldet werden, wird die Platte mit großer
Wahrscheinlichkeit innerhalb kurzer Zeit vollständig
ausfallen, da die Meldung ein Zeichen dafür ist,
dass die für die Korrektur reservierten Sektoren
bereits verbraucht wurden. Wir raten Ihnen, die Platte
auszutauschen.Falls Sie ein SCSI-Laufwerk mit beschädigten
Blöcken besitzen, lesen Sie diese Antwort.Wenn ich von der Installationsdiskette boote,
geschehen merkwürdige Dinge! Was sollte ich
tun?Falls Sie beobachten, dass ihr Rechner sich bis
zum Stillstand abmüht oder spontan rebootet,
während Sie versuchen, von der Installationsdiskette
zu booten, sollten Sie sich drei Fragen stellen:Haben Sie eine brandneue, frisch formatierte,
fehlerfreie Diskette benutzt (günstigerweise eine
brandneue, direkt aus dem Karton und nicht eine
Diskette aus einem Magazin, das schon seit drei Jahren
unter Ihrem Bett lag)?Haben Sie das Floppy-Image im Binär- (oder
Image) Modus heruntergeladen? (Schämen Sie sich
nicht. Sogar die besten unter uns haben wenigstens
einmal Binärdateien versehentlich im ASCII-Modus
heruntergeladen!)Falls Sie &windows; 95 oder &windows; 98
benutzen, haben Sie es heruntergefahren und
fdimage bzw.
rawrite in einfachem, reinem DOS
neu gestartet? Es scheint, dass diese
Betriebssysteme Programme stören, die direkt auf
Hardware schreiben, wie es das Erstellungsprogramm
für die Diskette tut; selbst bei der
Ausführung des Programms in einem DOS-Fenster in
der grafischen Benutzeroberfläche kann dieses
Problem auftreten.Es wurde auch darüber berichtet, dass
&netscape; Probleme beim Herunterladen der Bootdisketten
verursacht. Es ist also wahrscheinlich besser, einen
anderen FTP-Client zu benutzen.Ich habe zur Installation von meinem ATAPI CDROM
gebootet, aber das Installationsprogramm sagt mir,
dass es kein CDROM gefunden hat. Was geht hier
ab?Dieses Problem wird üblicherweise durch ein
falsch konfiguriertes CDROM verursacht. Bei vielen PCs
ist das CDROM der Slave am zweiten IDE-Controller, ein
Master ist nicht vorhanden. Laut Spezifikation ist diese
Konfiguration illegal, aber &windows; verletzt die
Spezifikation und das BIOS ignoriert sie, wenn es von
einem CDROM booten soll. Daher konnten Sie zwar vom
CDROM booten, während FreeBSD es nicht für die
Installation benutzen kann.Um dieses Problem zu lösen, müssen Sie
entweder das CDROM als Master an den IDE-Controller
anschließen oder dafür sorgen, dass an dem
vom CDROM genutzten IDE-Controller das CD-ROM als Slave
und ein anderes Gerät als Master angeschlossen
ist.Kann ich auf meinem Laptop per PLIP (Parallel Line IP)
installieren?Ja, Sie brauchen dazu nur ein ganz normales
Laplink-Kabel. Weitere Informationen zum Thema Netzwerke
am Druckerport finden sie im Kapitel PLIP des
Handbuchs.Welche Geometrie sollte ich für ein
Festplattenlaufwerk verwenden?Unter der Geometrie einer Festplatte
verstehen wir die Anzahl Zylinder,
Schreib-/Leseköpfen und Sektoren/Spur auf einer
Festplatte. Im folgenden wird dafür der
Übersichtlichkeit halber der Begriff C/H/S
verwendet. Das BIOS des PCs berechnet mit diesen
Angaben, auf welche Bereiche der Festplatte es für
Schreib-/Lesezugriffe zugreifen muss).Aus einigen Gründen scheint dies gerade bei
frischgebackenen Systemadministratoren für sehr viel
Verwirrung zu sorgen. Zunächst einmal ist die
physikalische Geometrie eines
SCSI-Laufwerks vollkommen irrelevant, da FreeBSD mit
Blöcken arbeitet. Tatsächlich gibt es
die physikalische Geometrie nicht, da die
Sektordichte auf einer Festplatte variiert. Was die
Hersteller als die wahre physikalische
Geometrie bezeichnen, ist im allgemeinen die Geometrie,
die aufgrund ihrer Ergebnisse im geringsten ungenutzten
Speicher resultiert. Bei IDE-Platten arbeitet FreeBSD mit
C/H/S-Angaben, aber alle modernen Laufwerke wandeln diese
intern ebenfalls in Blocknummern um.Wichtig ist nur die logische
Geometrie. Das BIOS kann die logische Geometrie der
Festplatte abfragen; die erhaltenen Daten werden dann vom
BIOS bei Zugriffen auf die Festplatte genutzt. Da FreeBSD
das BIOS benutzt, während es bootet, ist es sehr
wichtig, dass diese Angaben richtig sind.
Insbesondere müssen alle Betriebssysteme mit
derselben Geometrie arbeiten, falls Sie mehr als ein
Betriebssystem auf einer Festplatte haben. Andernfalls
werden Sie ernsthafte Bootprobleme bekommen!Bei SCSI-Festplatten hängt die zu verwendende
Geometrie davon ab, ob der Extended Translation Support
auf Ihrem Controller eingeschaltet ist (oft auch als
Unterstützung für DOS-Platten
>1GB oder ähnlich bezeichnet). Falls sie
ausgeschaltet ist, benutzen Sie
N Zylinder, 64 Köpfe und
32 Sektoren/Spur, wobei N die
Kapazität der Festplatte in MB ist. Zum Beispiel
sollten für eine 2GB Festplatte 2048 Zylinder, 64
Köpfe und 32 Sektoren/Spur angegeben werden.Falls sie eingeschaltet ist (was
oft der Fall ist, um bestimmte Einschränkungen von
&ms-dos; zu umgehen) und die Plattenkapazität mehr als
1GB beträgt, benutzen Sie M Zylinder, 63
Sektoren/Spur (nicht 64) und 255
Köpfe, wobei M der
Plattenkapazität in MB, dividiert durch 7,844238
entspricht (!). Also würde unsere 2GB Beispielplatte
261 Zylinder, 63 Sektoren/Spur und 255 Köpfe haben.Falls Sie sich hier nicht sicher sind oder FreeBSD
während der Installation die Geometrie nicht richtig
erkennt, hilft es normalerweise, eine kleine DOS-Partition
auf der Festplatte anzulegen. Das BIOS sollte dann in der
Lage sein, die richtige Geometrie zu erkennen. Sie
können die Partition jederzeit im Partitioneditor
entfernen, falls Sie sie nicht behalten möchten.
Allerdings kann Sie ganz nützlich sein, um
Netzwerkkarten zu programmieren und
ähnliches.Alternativ können Sie das frei verfügbare
Programm pfdisk.exe verwenden. Sie
finden es im Unterverzeichnis tools
auf der FreeBSD-CDROM und allen FreeBSD FTP-Servern). Mit
diesem Programm können Sie herausfinden, welche
Geometrie die anderen Betriebssysteme auf der Festplatte
verwenden. Diese Geometrie können Sie im
Partitioneditor eingeben.Gibt es irgendwelche Einschränkungen, wie ich die
Festplatte aufteilen darf?Ja. Sie müssen sicherstellen, dass Ihre
Rootpartition innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegt, damit
das BIOS den Kernel von Ihr booten kann. (Beachten Sie,
dass es sich um eine Einschränkung durch das
BIOS des PCs handelt und nicht durch FreeBSD).Für ein SCSI-Laufwerk bedeutet dies
normalerweise, dass sich die Rootpartition in den
ersten 1024MB befindet (oder in den ersten 4096MB, falls
die Extended Translation eingeschaltet ist - siehe die
vorherige Frage). Der entsprechende Wert für IDE ist
504MB.Verträgt sich FreeBSD mit Plattenmanagern?FreeBSD erkennt den Ontrack Plattenmanager und
berücksichtigt ihn. Andere Plattenmanager werden
nicht unterstützt.Falls Sie die Festplatte nur mit FreeBSD benutzen
wollen, brauchen Sie keinen Plattenmanager. Wenn Sie Sie
die Platte einfach in der vom BIOS maximal
unterstützten Größe (normalerweise 504
Megabyte) konfigurieren, sollte FreeBSD erkennen, wie viel
Platz Sie tatsächlich haben. Falls Sie eine alte
Festplatte mit einem MFM-Controller verwenden, könnte
es sein, dass Sie FreeBSD explizit angeben
müssen, wie viele Zylinder es benutzen soll.Falls Sie die Festplatte mit FreeBSD und einem anderen
Betriebssystem benutzen wollen, sollten Sie auch in der Lage
sein, ohne einen Plattenmanager auszukommen: stellen sie
einfach sicher, dass sich die Bootpartition von
FreeBSD und der Bereich für das andere Betriebssystem
in den ersten 1024 Zylindern befinden. Eine 20 Megabyte
Bootpartition sollte völlig genügen, wenn Sie
einigermaßen sorgfältig arbeiten.Beim ersten Booten von FreeBSD erscheint
Missing Operating System. Was ist
passiert?Dies ist ein klassischer Fall von Konflikten bei den
verwendeten Plattengeometrien von FreeBSD
und DOS oder anderen Betriebssystemen. Sie werden FreeBSD
neu installieren müssen. Bei Beachtung obiger
Instruktionen wird in den meisten Fällen alles
funktionieren.Wieso komme ich nicht weiter als bis zum
F?-Prompt des Bootmanagers?Dies ist ein weiteres Symptom für das bereits in
der vorherigen Frage beschriebene Problem. Ihre
Einstellungen zur Geometrie im BIOS und in FreeBSD stimmen
nicht überein! Falls Ihr Controller oder BIOS
Zylinderumsetzung (oft als >1GB drive
support bezeichnet), probieren Sie eine Umsetzung
dieser Einstellung und Neuinstallation von
FreeBSD.Muss ich den vollständigen Quellcode
installieren?Im allgemeinen nicht. Wir empfehlen jedoch dringend
die Installation des base Source-Kit,
das viele der hier erwähnten Dateien enthält und
des sys (Kernel) Source-Kit, das den
Quellcode für den Kernel enthält. Außer
dem Programm zur Konfiguration des Kernels
(&man.config.8;) gibt es im System nichts, zu dessen
Funktion der Quellcode erforderlich ist. Mit Ausnahme der
Kernelquellen ist unsere Build-Struktur so aufgebaut,
dass Sie den Quellcode von überall her per NFS
read-only mounten und dennoch neue Binaries erstellen
können. (Wegen der Einschränkung bezüglich
der Kernelquellen empfehlen wir, diese nicht direkt nach
/usr/src zu mounten, sondern
irgendwoanders hin mit passenden symbolischen Links, um
die Toplevel-Struktur des Quellbaumes zu
duplizieren.)Die Quellen verfügbar zu haben und zu wissen, wie
man ein System mit ihnen erstellt, wird es Ihnen
wesentlich einfacher machen, zu zukünftigen Ausgaben
von FreeBSD zu wechseln.Um einen Teil der Quellen auszuwählen, verwenden
Sie den Menüpunkt Custom, wenn Sie sich im Menü
Distributions des Systeminstallationstools
befinden.Muss ich einen Kernel erstellen?Ursprünglich war die Erstellung eines neuen
Kernels bei fast jeder Installation von FreeBSD
erforderlich, aber neuere Ausgaben haben von der
Einführung weitaus benutzerfreundlicherer
Kernelkonfigurationswerkzeuge profitiert. Seit &os; 5.X
erfolgt die Kernelkonfiguration in der Regel durch die
die deutlich flexibleren hints,
die am Loader-Prompt eingegeben werden können.Es kann dennoch sinnvoll sein, einen neuen Kernel
zu erstellen, der nur die benötigten Treiber
enthält, um ein wenig Hauptspeicher zu sparen,
für die meisten Systeme ist dies aber nicht mehr
länger erforderlich.Soll ich DES, Blowfisch oder MD5 zur Verschlüsselung der
Passwörter benutzen?FreeBSD benutzt standardmäßig
MD5 zur Verschlüsselung der
Passwörter. Es wird angenommen, dass diese
Methode sicherer ist als das traditionell benutzte
Verfahren, das auf dem DES
Algorithmus basierte. Es ist immer noch möglich,
DES-Passwörter zu benutzen, wenn Sie die Datei
mit den Passwörtern mit älteren System
austauschen müssen. Ältere System verstehen
meist nur das unsichere Verfahren, dieses steht Ihnen zur
Verfügung, wenn Sie mit sysinstall die
crypto Distribution installieren. Sie
können auch die crypto Sourcecodes installieren, wenn
Sie Ihr System über die Sourcen aktualisieren. Die crypto
Bibliotheken erlauben es Ihnen das sichere Blowfisch Verfahren
für die Verschlüsselung der Passwörter
einzusetzen. Das für neue Passwörter benutzte
Verschlüsselungsverfahren wird über die
Einstellung passwd_format in
/etc/login festgelegt. Die
möglichen Werte sind entweder des,
blf (falls sie zur Verfügung stehen)
oder md5. Weitere
Informationen über die Einstellungen für den
Login erhalten Sie in &man.login.conf.5;.Woran kann es liegen, dass ich zwar von der
Diskette booten kann, aber nicht weiter als bis zur
Meldung Probing Devices...
komme?Falls Sie ein IDE &iomegazip;- oder &jaz;-Laufwerk
eingebaut haben, entfernen Sie es und versuchen Sie es erneut.
Solche Laufwerke könnten dem Bootvorgang stören.
Nach der Installation des Systems können Sie das
Laufwerk wieder einbauen. Dieser Fehler wird hoffentlich
in einer späteren Version behoben werden.Wieso wird mit der Fehler panic: cant mount
root gemeldet, wenn ich das System nach der
Installation reboote?Dieser Fehler beruht auf Unstimmigkeiten zwischen den
Festplatteninformationen im Bootblock und denen im Kernel.
Der Fehler tritt normalerweise auf IDE-Systemen mit zwei
Festplatten auf, bei denen die Festplatten als Master-
oder Single-Device auf separaten IDE-Controllern
angeschlossen sind und FreeBSD auf der Platte am zweiten
Controller installiert wurde. Der Bootblock vermutet,
dass das System auf ad0 (der zweiten BIOS-Platte)
installiert ist, während der Kernel der ersten Platte
auf dem zweiten Controller die Gerätekennung ad2
zuteilt. Der Kernel versucht nach der
Geräteüberprüfung die vom Bootblock
angenommene Bootdisk ad0 zu mounten, obwohl sie in
Wirklichkeit ad2 heißt - und scheitert.Tun Sie folgendes, um dieses Problem zu
beheben:Rebooten Sie das System und drücken
Sie Enter, wenn die
Meldung Booting kernel in 10 seconds; hit
[Enter] to interrupt erscheint. Dadurch
gelangen Sie in den Boot Loader.Geben Sie nun
root_disk_unit="disk_number"
ein. disk_number hat den Wert
0, wenn FreeBSD auf dem Master des
ersten IDE-Controllers installiert wurde;
1, wenn FreeBSD auf dem Slave des
ersten IDE-Controllers installiert wurde;
2, wenn FreeBSD auf dem Master des
zweiten IDE-Controllers installiert wurde; und
3, wenn FreeBSD auf dem Slave des
zweiten IDE-Controllers installiert wurde.Nach der Eingabe von boot
sollte Ihr System jetzt korrekt starten.Damit Sie dieses Ritual nicht bei jedem Start des
Systems durchführen müssen, sollten Sie die
Zeile
root_disk_unit="disk_number"
in die Datei
/boot/loader.conf.local
eintragen.Stellen Sie eine ununterbrochene Folge der
Festplatten her, indem Sie die FreeBSD-Platte am
ersten IDE-Controller anschließen.Gibt es eine Hauptspeicherbegrenzung?Bei einer &i386;-Standardinstallation werden maximal
4 Gigabyte Hauptspeicher unterstützt. Seit
&os; 4.9 und 5.1 wird auch ein größerer
Hauptspeicher unterstützt. Dazu müssen Sie die
zusätzliche Option PAE (&man.pae.4;) in Ihren Kernel
kompilieren:options PAE&os;/pc98 unterstützt maximal 4 GB Hauptspeicher,
daher kann PAE auf diesen Systemen nicht verwendet werden.
Unter &os;/alpha hängt dieses Limit von der verwendeten
Hardware ab - lesen Sie daher die Alpha Hardware Release
Notes für weitere Informationen. Sonstige von &os;
unterstützte Architekturen haben ein sehr viel
höheres theoretisches Speicherlimit (viele
Terabytes).Wo liegen die Grenzen für
ffs-Dateisysteme?Theoretisch liegt das Limit für ffs-Dateisysteme
bei 8 Terabyte (2G-Blöcke) oder 16TB für die
Standard-Blockgröße von 8k. In der Praxis
setzt die Software das Limit auf 1 Terabyte herab, aber
durch Modifikationen sind auch Dateisysteme mit 4 Terabyte
möglich (und existieren auch).Die maximale Größe einer einzelnen
ffs-Datei liegt bei ungefähr 1G Blöcken (4TB,
falls die Blockgröße 4k beträgt).
Wenn die im Dateisystem verwendete
Blockgröße 4k beträgt, wird mit dreifacher
Indirektion gearbeitet und die Limitierung sollte durch
die höchste Blocknummer erfolgen, die mit dreifacher
Indirektion dargestellt werden kann (ungefähr 1k^3 +
1k^2 + 1k). In Wirklichkeit liegt das Limit aber bei der
(falschen) Anzahl von 1G-1 Blocknummern im Dateisystem.
Die maximale Anzahl der Blocknummern müsste 2G-1
sein. Es gibt einige Fehler für Blocknummern nahe
2G-1, aber solche Blocknummern sind bei einer
Blockgröße von 4k unerreichbar.Bei Blocknummern von 8k und größer sollte
das Limit bei 2G-1 Blocknummern liegen,
tatsächlich liegt es aber bei 1G-1 Blocknummern.
Die Verwendung der korrekten Grenze von 2G-1
verursacht Probleme.Wieso erhalte ich die Fehlermeldung
archsw.readin.failed beim Start des
Systems, nachdem ich einen neuen Kernel erstellt
habe?Ihr System und Ihr Kernel sind nicht synchron - dies
ist nicht erlaubt. Sie müssen Ihren Kernel mit
make buildworld und make
buildkernel aktualisieren.Sie können den zu bootenden Kernel direkt im
zweiten Schritt angeben, indem Sie eine beliebige Taste
drücken, wenn das | erscheint und bevor der Loader
startet.Mein System stürzt beim Booten ab! Was kann ich
tun?Deaktivieren Sie die ACPI-Unterstützung. Dazu
drücken Sie beim Start des Bootloaders die Leertaste.
Das System antwortet darauf mit OK Geben
Sie nun unset acpi_load
und danach boot ein.Hardware-KompatibilitätAllgemeinesIch will mir neue Hardware für mein
FreeBSD-System zulegen, was soll ich kaufen? Diese Frage wird ständig auf den
FreeBSD-Mailinglisten diskutiert. Da sich die Hardware
ständig ändert, ist das allerdings keine
Überraschung. Trotzdem sollten
Sie unbedingt die Hardware-Informationen von &os;
(&rel.current;
oder
&rel2.current;)
und die
Archive der Mailinglisten durchsehen, bevor Sie
nach der neuesten/besten Hardware fragen. Normalerweise
gab es kurz zuvor eine Diskussion über genau die
Hardware, die Sie sich zulegen wollen.Wenn Sie sich einen Laptop zulegen wollen, sollten Sie
einen Blick in das Archiv der Mailingliste FreeBSD-mobile
werfen. Ansonsten empfiehlt sich ein Blick in das Archiv
von FreeBSD-questions oder auch einer spezialisierte
Mailingliste für diese Art von Hardware.Architekturen und ProzessorenUnterstützt FreeBSD neben x86 auch andere
Architekturen?Ja. FreeBSD ist zurzeit für die Intel x86 und
DEC (jetzt Compaq) Alpha Architekturen verfügbar.
Seit FreeBSD 5.0 werden auch AMD64 sowie Intel EM64T,
IA-64 und &sparc64; unterstützt. Die Neuzugänge
auf der Liste der in Zukunft unterstützten Plattformen
sind &mips; und &powerpc;. Abonnieren Sie die Mailinglisten
&a.ppc; oder &a.mips; wenn Sie mehr über
den Stand der Entwicklung erfahren wollen. Schließen
Sie sich der Mailingliste &a.platforms; an, wenn Sie an
grundsätzlichen Diskussionen über neue Architekturen
interessiert sind.Falls Ihre Maschine eine andere Architektur aufweist
und Sie unbedingt sofort etwas benötigen, schlagen
wir vor, dass Sie sich einmal NetBSD oder OpenBSD
ansehen.Unterstützt FreeBSD Symmetric-Multiproccessing
(SMP)?Ja, seit &os;-Version 5.2 wurde SMP bereits im
GENERIC-Kernel aktiviert.Dies sollte eigentlich auch für &os; 5.3
gelten. Allerdings traten bei der Entwicklung des Kernels
auf einigen Rechnern Probleme auf. Daher entschloss man
sich, SMP in der Voreinstellung zu deaktivieren, bis diese
Probleme behoben sind. Dies ist eine der vordringlichen
Aufgaben für &os; 5.4.Festplatten, Bandlaufwerke, sowie CD- und DVD-LaufwerkeWelche Arten von Festplatten werden von FreeBSD
unterstützt?FreeBSD unterstützt EIDE-, SATA-, SCSI- und
SAS-Laufwerke (mit
kompatiblen Controllern - siehe folgenden Abschnitt),
sowie alle Laufwerke, die die original Western
Digital-Schnittstelle (MFM, RLL, ESDI und
natürlich IDE) benutzen. Ein paar Controller mit
proprietären Schnittstellen könnten nicht
laufen: halten Sie sich an WD1002/3/6/7-Schnittstellen und
Clones.Welche SCSI- oder SAS-Controller werden
unterstützt?Sie finden eine vollständige und aktuelle Liste
in den Hardware-Informationen zu &os;
(&rel.current; oder
&rel2.current;).Welche Arten von Bandlaufwerken werden
unterstützt?FreeBSD unterstützt SCSI-, QIC-36- (mit
QIC-02-Schnittstelle) und QIC-40/80-Bandlaufwerke
(diskettenbasiert). Hierzu gehören auch 8-mm (aka
Exabyte) und DAT-Laufwerke. Die QIC-40/80-Laufwerke sind
bekanntlich sehr langsam.Einige der frühen 8-mm-Laufwerke sind nicht
besonders kompatibel zu SCSI-2 und könnten unter
FreeBSD nicht einwandfrei funktionieren.Unterstützt FreeBSD Bandwechsler?Das Gerät &man.ch.4; und das Kommando
chio unterstützen Bandwechsler.
Details zum Betrieb des Wechslers finden Sie in der
Hilfeseite &man.chio.1;.Falls Sie nicht AMANDA oder
ein anderes Produkt benutzen, das den Wechsler bereits
kennt, bedenken Sie, dass die Programme nur wissen,
wie sie ein Band von einem Punkt zu einem anderen bewegen
müssen. Sie selbst müssen sich also merken, in
welchem Einschub sich ein Band befindet und zu welchem
Einschub das Band, das sich gerade im Laufwerk befindet,
zurück muss.Welche CDROM-Laufwerke werden von FreeBSD
unterstützt?Jedes an einem unterstützten Controller
angeschlossene SCSI-Laufwerk wird
unterstützt.Die folgenden proprietären CDROM-Schnittstellen
werden ebenfalls unterstützt:Mitsumi LU002 (8bit), LU005 (16bit) und FX001D
(16bit 2x Speed).Sony CDU 31/33ASound Blaster Non-SCSI CDROMMatsushita/Panasonic CDROMATAPI compatible IDE CDROMsVon allen Nicht-SCSI-Laufwerken ist bekannt, dass
sie im Vergleich zu SCSI-Laufwerken extrem langsam sind.
Einige ATAPI-CDROMs könnten nicht
funktionieren.FreeBSD kann direkt von der offiziellen &os; CD-ROM,
sowie den CD-ROMs von Daemon News und &os; Mall,
gebootet werden.Welche CD-Brenner werden von FreeBSD
unterstützt?FreeBSD unterstützt alle ATAPI-kompatiblen IDE
CD-R und CD-RW Brenner. Lesen Sie dazu auch
&man.burncd.8;.FreeBSD unterstützt ebenfalls SCSI CD-R und CD-RW
Brenner. Installieren und benutzen Sie das Paket
cdrecord aus der Ports-Sammlung. Dazu
müssen Sie allerdings das Gerät
pass mit in Ihren Kernel
aufnehmen.Unterstützt FreeBSD &iomegazip;-Laufwerke?FreeBSD unterstützt alle
gängigen SCSI- und ATAPI-&iomegazip;-Laufwerke.
Ihr SCSI-ZIP-Laufwerk darf
nur mit den SCSI-Ziel-IDs 5 oder 6 laufen, aber Sie
können sogar davon booten, falls das BIOS Ihres
Hostadapters dies unterstützt. Es ist nicht bekannt,
welche Hostadapter das Booten von anderen Zielen als 0
oder 1 erlauben; daher werden Sie in ihren
Handbüchern nachsehen müssen, wenn Sie dieses
Merkmal benutzen möchten.FreeBSD unterstützt ZIP-Laufwerke, die an der
parallelen Schnittstelle angeschlossen sind. Der Kernel
sollte die folgenden Treiber enthalten:
scbus0,
da0,
ppbus0 und
vp0 (der GENERIC-Kernel
enthält alle, außer
vp0). Wenn diese Treiber
vorhanden sind, sollte das Laufwerk an der parallelen
Schnittstelle als /dev/da0s4
verfügbar sein. Zip-Datenträger können mit
mount /dev/da0s4 /mnt ODER
(DOS-formatierte) mount_msdos /dev/da0s4
/mnt gemountet werden.Lesen Sie auch den
FAQ-Eintrag zu Wechseldatenträgern und die Anmerkungen zum Thema
Formatierung im Kapitel
Administration.Unterstützt FreeBSD &jaz;, EZ und andere
Wechsellaufwerke?Ja. Bei den meisten dieser Geräte handelt es sich
um SCSI-Geräte, die von FreeBSD auch als solche
angesprochen werden. Lediglich das IDE-EZ-Laufwerk wird
als IDE-Laufwerk angesprochen.Schalten Sie die Laufwerke ein, bevor Sie Ihr
System booten.Müssen Sie Medien im
laufenden Betrieb wechseln, sollten Sie zuvor &man.mount.8;,
&man.umount.8;, sowie &man.camcontrol.8; (für
SCSI-Laufwerke) oder &man.atacontrol.8; (für
IDE-Laufwerke), sowie den Abschnitt zur Nutzung von Wechsellaufwerken
dieser FAQ lesen.Tastaturen und MäuseUnterstützt FreeBSD meine Tastatur mit
USB-Anschluss?Ja. FreeBSD unterstützt USB-Tastaturen, wenn
Sie die USB-Unterstützung
in /etc/rc.conf aktivieren.Wenn Sie die Unterstützung für USB-Tastaturen
konfiguriert haben, ist die AT-Tastatur
als /dev/kbd0 und die USB-Tastatur
als /dev/kbd1 verfügbar. Dies
gilt natürlich nur, wenn beide Tastaturen
angeschlossen sind; falls nur die USB-Tastatur
angeschlossen ist, ist diese als
/dev/ukbd0 verfügbar.Wenn Sie die USB-Tastatur an der Systemkonsole
benutzen wollen, müssen Sie dies dem System explizit
mitteilen. Dazu muss das folgende Kommando
während des Systemstarts ausgeführt
werden:&prompt.root; kbdcontrol -k /dev/kbd1 < /dev/ttyv0 > /dev/nullWenn Sie nur die USB-Tastatur angeschlossen haben, ist
diese als /dev/ukbd0 verfügbar;
daher muss in diesem Fall das folgende Kommando
benutzt werden:&prompt.root; kbdcontrol -k /dev/ukbd0 < /dev/ttyv0 > /dev/nullTragen Sie dieses Kommando in Datei
/etc/rc.i386 ein.Sobald Sie diese Schritte durchgeführt haben,
sollte die USB-Tastatur ohne weitere Änderungen auch
unter X benutzbar sei.Zurzeit kann es noch Probleme geben, wenn Sie eine
USB-Tastatur im laufenden Betrieb einstecken oder
abziehen. Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie die
Tastatur anschließen, bevor Sie das System
anschalten und die Tastatur nicht abziehen, solange das
System noch läuft.Weitere Informationen erhalten Sie in
&man.ukbd.4;.Ich habe eine unübliche Busmaus. Wie muss
ich sie konfigurieren?FreeBSD unterstützt die Busmaus und
InPort-Busmaus von Herstellern wie Microsoft, Logitech und
ATI. Der Gerätetreiber ist im GENERIC-Kernel
allerdings nicht eingebunden. Wenn Sie den
Bus-Gerätetreiber benötigen, müssen Sie daher
einen angepassten Kernel erstellen. Dazu fügen Sie die
folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein:device mse0 at isa? port 0x23c irq5Die Busmaus wird üblicherweise zusammen mit einer
speziellen Karte ausgeliefert. Sie könnte es Ihnen
ermöglichen, andere Werte für die Port-Adresse
und den Interrupt zu setzen. Weitere Informationen finden
Sie in Handbuch zu Ihrer Maus und in der &man.mse.4;
Manualpage.Wie benutze ich meine PS/2 (Mouse-Port
oder Tastatur)-Maus?PS/2 Mäuse werden von FreeBSD unterstützt.
Der notwendige Gerätetreiber,
psm, ist bereits im
GENERIC-Kernel enthalten.Wenn Sie einen angepassten Kernel ohne diesen Treiber
benutzen, müssen Sie folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei einfügen und den Kernel neu
kompilieren:device psm0 at atkbdc? irq 12Wenn der Kernel das Gerät
psm0 beim Booten korrekt erkennt,
stellen Sie sicher, dass sich im Verzeichnis
/dev ein Eintrag für
psm0 befindet. Durch die Eingabe von&prompt.root; cd /dev; sh MAKEDEV psm0können Sie diesen Eintrag auch selbst erstellen.
Dazu müssen Sie allerdings als
root angemeldet sind.Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie FreeBSD
5.0-RELEASE oder eine neuere Version mit &man.devfs.5;
verwenden. Die Gerätedateien werden in diesem Fall
automatisch in /dev erstellt.Kann man die Maus irgendwie außerhalb des X
Window Systems benutzen?Falls Sie den normalen Konsoltreiber &man.syscons.4; benutzen,
können Sie den Mauszeiger auf Textkonsolen zum
Kopieren und Einfügen von Text verwenden. Starten
Sie den Mausdämon &man.moused.8; und schalten Sie den
Mauszeiger auf der virtuellen Konsole ein:&prompt.root; moused -p /dev/xxxx -t yyyy
&prompt.root; vidcontrol -m onxxxx ist der
Gerätename der Maus und
yyyy ist das Protokoll.
Der Mausdämon erkennt die Protokolle der meisten
Mäuse (mit Ausnahme alter serieller Mäuse)
automatisch, wenn Sie auto für
das Protokoll angeben. Falls das Protokoll nicht
automatisch erkannt wird, finden Sie die
unterstützten Protokolle in der
&man.moused.8; Manualpage.Wenn Sie eine PS/2-Maus besitzen und diese beim
Systemstart aktivieren wollen, tragen Sie die Zeile
moused_enable="YES" in die Datei
/etc/rc.conf ein. Falls Sie den
Mausdämon auf allen virtuellen Bildschirmen anstatt
nur auf der Konsole benutzen wollen, tragen Sie außerdem
allscreens_flags="-m on" in
/etc/rc.conf ein.Während der Mausdämon läuft, muss
der Zugriff auf die Maus zwischen dem Mausdämon und
anderen Programmen, wie X Windows, koordiniert werden.
Die FAQ Warum funktioniert meine
meine Maus unter X nicht? enthält weitere
Details.Wie funktioniert das Kopieren und Einfügen von
Text mit der Maus auf einer Textkonsole?Wenn Sie es geschafft haben, den Mausdämon zu
starten (wie im vorherigen
Abschnitt gezeigt), halten Sie die linke Maustaste
gedrückt und bewegen Sie die Maus, um einen
Textabschnitt zu markieren. Dann drücken Sie die
mittlere Maustaste, um den Text an der
Cursorposition einzufügen.Wenn Sie keine 3-Tasten-Maus besitzen, können
Sie die mittlere Maustaste mit einer Tastenkombination
emulieren oder die Funktion der mittleren Taste auf
eine andere Taste legen. Einzelheiten dazu enthält
die Hilfeseite &man.moused.8;.Meine Maus hat ein neumodisches Rad und mehr
Knöpfe. Kann ich sie in FreeBSD benutzen?Unglücklicherweise lautet die Antwort:
Vielleicht. Solche Mäuse mit
zusätzlichen Extras erfordern in den meisten
Fällen spezielle Treiber. Wenn der
Gerätetreiber für die Maus oder das
Anwendungsprogramm keine spezielle Unterstützung
für die Maus bietet, wird sie sich wie eine
gewöhnliche Maus mit zwei oder drei Knöpfen
verhalten.Ob und wie Sie das Rad unter X benutzen können,
können Sie im passenden
Abschnitt der FAQ erfahren.Wie benutze ich Maus/Trackball/Touchpad auf meinem
Laptop?Bitte lesen Sie die Antwort
zur vorherigen Frage.Wie kann ich die Delete-Taste in der sh und
csh einsetzen?Für die Bourne Shell
fügen Sie die folgende Zeile in die Datei
.shrc ein (lesen Sie dazu auch die
Manualpages &man.sh.1; sowie &man.editrc.5;).bind ^? ed-delete-next-char # for console
bind ^[[3~ ed-delete-next-char # for xtermFür die C Shell nehmen
Sie hingegen die folgende Zeile in die Datei
.cshrc auf (lesen Sie dazu auch die
Manualpage &man.csh.1;).bindkey ^? delete-char # for console
bindkey ^[[3~ delete-char # for xtermWeitere Informationen zu diesem Thema finden sich auch
hier.Netzkarten und serielle GeräteWelche Netzwerkkarten unterstützt
FreeBSD?In den Hardware Informationen zu jedem FreeBSD Release
werden die unterstützten Karten aufgezählt.Unterstützt FreeBSD Software Modems, wie die
Winmodems?FreeBSD unterstützt viele Software-Modems, wenn
Sie zusätzliche Software installieren. Der Port
comms/ltmdm bietet
Unterstützung für Modems, die auf dem oft
verwendeten Lucent LT Chipsatz basieren. Der Port
comms/mwavem
bietet Unterstützung für die Modems im IBM
Thinkpad 600 und 700.Sie können FreeBSD nicht über ein
Software-Modem installieren, diese Software kann nur
installiert werden, nachdem das Betriebssystem installiert
wurde.Gibt es einen FreeBSD-Treiber für die Karten der
Serie 43xx von Broadcom?Nein, und es wird wohl auch nie einen geben.Broadcom weigert sich, Informationen zu ihren drahtlosen
Chipsätzen zu veröffentlichen. Wahrscheinlich
liegt dies daran, dass Broadcom auch softwaregesteuerte
Radios herstellt. Damit ihre Produkte von der FCC
zugelassen werden, muss sichergestellt sein, dass Benutzer
nicht in der Lage sind, Betriebsfrequenzen,
Modulationsparameter, Ausgangsleistung und andere Werte
nach Belieben einzustellen. Ohne solche Informationen ist
es aber nahezu unmöglich, einen Treiber zu
programmieren.Welche seriellen Multi-Port-Karten werden von FreeBSD
unterstützt?Es existiert eine Liste der unterstützten Karten
im Abschnitt Verschiedene
Geräte des Handbuchs.Von einigen nicht NoName-Nachbauten ist ebenfalls
bekannt, dass sie funktionieren, speziell von den
AST-kompatiblen.In &man.sio.4; finden Sie weitere Informationen zur
Konfiguration solcher Karten.Wie kann ich den boot:-Prompt auf einer seriellen
Konsole erscheinen lassen?Erstellen Sie einen Kernel mit options
COMCONSOLE.Erstellen Sie /boot.config mit
als einzigem Text in der Datei.Ziehen Sie das Tastaturkabel aus dem
Rechner.Lesen Sie
/usr/src/sys/i386/boot/biosboot/README.serial
zur Information.SoundkartenWelche Soundkarten werden von FreeBSD
unterstützt?&os; unterstützt verschiedene Soundkarten wie
&soundblaster;, &soundblaster; Pro, &soundblaster; 16,
Pro Audio Spectrum 16, AdLib und Gravis UltraSound.
Lesen Sie die
&os; Release Informationen sowie &man.snd.4;,
wenn Sie genauere Informationen benötigen. MPU-401
und kompatible MIDI-Karten werden begrenzt unterstützt.
Ebenso unterstützt werden Karten, die der µsoft;
Sound System-Spezifikation entsprechen.Das gilt nur für Sound! Dieser Treiber
unterstützt keine CDROMs, SCSI oder Joysticks auf
diesen Karten, außer der &soundblaster;. Die
&soundblaster;-SCSI-Schnittstelle und einige
Nicht-SCSI-CDROMs werden unterstützt, Sie
können von diesen Geräten aber nicht
booten.Abhilfen für fehlenden Sound bei Verwendung des
&man.pcm.4;-Treibers?Einige Soundkarten, darunter solche mit es1370-Chip,
setzen die Lautstärke bei jedem Systemstart auf 0.
In diesem Fall müssen Sie nach jedem Bootvorgang
den folgenden Befehl ausführen:&prompt.root; mixer pcm 100 vol 100 cd 100Sonstige HardwareWelche Geräte werden noch von FreeBSD
unterstützt?Im Handbuch
finden Sie eine Liste von anderen unterstützten
Geräten.Unterstützt FreeBSD Power-Management auf meinem
Laptop?FreeBSD 4.X unterstützt APM
auf einigen Systemen. Lesen Sie dazu auch &man.apm.4;.FreeBSD 5.X und neuer unterstützen einen
Großteil der ACPI-Funktionen
moderner Hardware. Lesen Sie dazu auch &man.acpi.4;.
Unterstützt Ihr System sowohl APM
als auch ACPI, können Sie beide
Systeme testen und sich für das System entscheiden,
das Ihren Anforderungen am besten entspricht.Wie kann ich ACPI deaktivieren?Fügen Sie die Zeile
hint.acpi.0.disabled="1" in die Datei
/boot/device.hints ein.Wieso hängt sich mein Micron-System beim Booten
auf?Einige Micron Motherboards besitzen eine
nicht-konforme PCI-BIOS-Implementierung. Sie bereitet
Kummer, wenn FreeBSD bootet, weil PCI-Geräte nicht an
der angegebenen Adresse konfiguriert werden.Deaktivieren Sie Plug and Play Operating
System im BIOS, um dieses Problem zu beheben.Wenn ich ein System mit einem ASUS K7V Mainboard von
der Bootdiskette starte, hängt sich das System auf.
Wie kann ich dieses Problem lösen?Schalten Sie im BIOS die Option boot virus
protection aus.Warum arbeitet meine &tm.3com; PCI-Netzwerkkarte in meinem
Micron-Computer nicht?Einige Micron Motherboards besitzen eine
nicht-konforme PCI-BIOS-Implementierung, die die
PCI-Geräte nicht an den angegebenen Adressen
konfiguriert. Hierdurch entstehen Probleme, wenn FreeBSD
bootet.Deaktivieren Sie die Option Plug and Play
Operating System im BIOS, um das Problem zu
umgehen.Meine PCMCIA-Karte funktioniert nicht und ich erhalte
die Meldung:
cbb0: unsupported card type detected.. Was
kann ich tun?Sie können die ursprüngliche
OLDCARD-Implementierung verwenden. Dazu entfernen Sie die
folgenden Zeilen aus Ihrer Kernelkonfigurationsdatei:device cbb
device pccard
device cardbusDanach fügen Sie die folgenden Zeilen ein:device pcic
device card 1Um die Änderungen zu aktivieren, müssen Sie
den neuen Kernel noch wie im Abschnitt
Konfiguration des FreeBSD-Kernels des Handbuchs
beschrieben bauen und installieren.FehlerbehebungWarum zeigt &os; eine falsche Speichergröße
an?Das liegt an den Unterschieden zwischen physikalischen
und virtuellen Speicheraddressen.Bei moderner PC-Hardware ist es üblich, den
Speicherbereich zwischen 3,5 und 4 Gigabyte für
spezielle Aufgaben (normalerweise für PCI) zu
reservieren. Dieser Adressbereich wird dabei dazu
verwendet, um auf PCI-Hardware zuzugreifen. Dadurch
kann in diesem Speicherbereich kein physikalischer
Speicher existieren.Was mit dem in diesen Bereich gehörenden
physikalischen Speicher passiert, hängt von der von
Ihnen eingesetzten Hardware ab. Unglücklicherweise
gibt es noch immer Hardware, die hier gar nichts macht.
In diesem Fall ist Ihr System nicht in der Lage, auf diese
500 Megabyte des RAMs zuzugreifen.Ein Großteil der heute existierenden Hardware
ist aber inzwischen in der Lage, diesen Speicherbereich
in einen höheren Speicherbereich umzulenken, damit
Sie weiterhin darauf zugreifen können. Allerdings
kann es durch dieses Umlenken zu verwirrende Meldungen
während des Systemstarts kommen.Unter 32-Bit-Versionen von &os; scheint dieser
Speicherbereich nicht verfügbar zu sein, da er in einen
Bereich oberhalb von 4 Gigabyte übertragen wurde, auf den
ein 32-Bit-Kernel allerdings nicht zugreifen kann. Ist dies
bei Ihnen der Fall, müssen Sie die PAE-Unterstützung
in Ihren Kernel kompilieren. Lesen Sie dazu auch den
entsprechenden FAQ-Eintrag.Verwenden Sie hingegen eine 64-Bit-Version von &os;
oder einen 32-Bit-Kernel mit aktivierter
PAE-Unterstützung, ist &os; in der Lage, diesen
Speicherbereich korrekt zu erkennen und umzulenken, damit Sie
weiterhin darauf zugreifen können. Allerdings wird in
diesem Fall beim Systemstart mehr Speicher angezeigt, als
tatsächlich auf Ihrem System vorhanden ist. Dies ist
aber normal und wird nach dem Ende des Systemstarts
automatisch korrigiert.Was sollte ich tun, wenn auf meiner Festplatte
fehlerhafte Blöcke sind?SCSI-Laufwerke sollten in der Lage sein, diese
automatisch zu verlagern. Bei einigen Laufwerken ist
diese Eigenschaft jedoch aus unerfindlichen Gründen
bei der Auslieferung ausgeschaltet...Um sie einzuschalten, müssen Sie den Page-Mode
des ersten Gerätes editieren. Unter FreeBSD
können Sie das (als root) mit
folgendem Befehl tun&prompt.root; camcontrol modepage sd0 -m 1 -e -P 3und die Werte für AWRE und ARRE von 0 auf 1
ändern:-
AWRE (Auto Write Reallocation Enbld): 1
ARRE (Auto Read Reallocation Enbld): 1
Moderne IDE-Controller sind in der Lage, fehlerhafte
Blöcke automatisch zu verlagern. Diese Funktionen
sind bereits ab Werk aktiviert.Werden dennoch fehlerhafte Blöcke gemeldet (egal
auf welchem Laufwerk), sollten Sie über den Kauf einer
neuen Platte nachdenken. Zwar könnte es Ihnen mit
Diagnoseprogrammen des Plattenherstellers gelingen, diese
fehlerhaften Blöcke zu sperren. Allerdings können
Sie damit den endgültigen Ausfall der Platte bestenfalls
hinauszögern.Wieso wird der SCSI-Controller meines HP Netserver nicht
erkannt?Hierbei handelt es sich um ein bekanntes Problem. Der
auf dem Board befindliche EISA-SCSI-Controller auf dem HP
Netserver belegt die EISA-Slotnummer 11, wodurch sich alle
wirklichen EISA-Slots vor ihm befinden.
Leider kollidiert der Adressraum von EISA-Slots
>=10 mit dem Adressraum, der PCI zugeordnet ist und
die Autokonfiguration von FreeBSD kann mit dieser
Situation derzeit nicht besonders gut umgehen.Die einfachste Alternative ist, diese Kollision
einfach zu leugnen. Setzen Sie dazu die Kerneloption
EISA_SLOTS auf den Wert 12.
Konfigurieren und kompilieren Sie den Kernel, wie im
Handbucheintrag
zur Kernelkonfiguration beschrieben.Dies bringt Ihnen natürlich das klassische
Huhn-Ei-Problem, wenn Sie auf einer solchen Maschine
installieren wollen. Um dieses Problem zu umgehen,
existiert ein spezieller Hack in
UserConfig. Benutzen Sie nicht die
visuelle Schnittstelle, sondern die rohe
Kommandozeilenschnittstelle. Geben Sie einfach
eisa 12
quit
am Prompt ein und Sie können Ihr System ganz
normal installieren. Sie sollten auf jeden Fall einen
angepassten Kernel zu kompilieren und
installieren.Zukünftige Versionen werden hoffentlich eine
passende Lösung für dieses Problem
beinhalten.Sie können keine dangerously
dedicated Platte auf einem HP Netserver
verwenden. Lesen Sie weitere Informationen finden Sie
in diesem
Hinweis.Was bedeuten die ständigen Meldungen ed1:
timeout?Dies wird meistens durch einen Interruptkonflikt
verursacht (z.B., wenn zwei Karten den selben Interrupt
benutzen). Booten Sie mit der Option -c und ändern
Sie die Einträge zu ed0/de0/... Ihrem Board
entsprechend.Wenn Sie den BNC-Anschluss Ihrer Netzwerkkarte
benutzen, könnte es auch sein, dass es sich
Geräte-Timeouts aufgrund fehlerhafter Terminierung
handelt. Um dies zu überprüfen, verbinden Sie
einen Terminator direkt mit der Netzwerkkarte (ohne Kabel)
und beobachten Sie, ob die Fehlermeldungen
verschwinden.Einige NE2000 kompatible Karten melden diesen Fehler,
wenn keine Verbindung am UTP-Eingang existiert oder wenn
das Kabel nicht eingesteckt ist.Warum funktioniert meine &tm.3com; 3C509 plötzlich
nicht mehr?Diese Karte ist dafür berüchtigt, ihre
Konfiguration zu vergessen. Sie müssen die Karte mit
dem DOS-Programm 3c5x9.exe neu
konfigurieren.Mein an der parallel Schnittstelle angeschlossener
Drucker ist unglaublich langsam. Was kann ich
tun?Falls das einzige Problem ist, dass er
schrecklich langsam ist, dann sollte Sie versuchen, die
Kommunikationseinstellungen der parallelen Schnittstellen
zu ändern, wie es im Kapitel Drucken
des Handbuchs beschrieben ist.Wieso brechen meine Programme gelegentlich mit
Signal 11-Fehlern ab?Das Signal 11 wird generiert, wenn ein Prozess
versucht, auf Speicher zuzugreifen, obwohl er vom
Betriebssystem dazu nicht befugt wurde. Wenn Ihnen das
scheinbar zufällig immer wieder passiert, sollten Sie
der Sache einmal auf der Grund gehen.Das Problem hat in der Regel eine der folgenden
Ursachen:Wenn das Problem nur in einer bestimmten
Anwendung auftritt, die Sie selbst entwickeln, dann
ist es wahrscheinlich ein Fehler in Ihren
Sourcen.Wenn das Problem in einem Teil von FreeBSD
auftritt, könnte es natürlich auch ein
Fehler sein; aber in den meisten
Fällen werden diese Probleme gefunden und behoben,
bevor die typischen Leser der FAQ (wir) diese Teile
der Sourcen benutzen können (dafür gibt es
schließlich -CURRENT).Wenn der Fehler auftritt, wenn Sie ein Programm
compilieren aber dabei immer wieder an anderer Stelle
auftritt, dann ist das ein ganz eindeutiger Hinweis,
dass das Problem nicht bei
FreeBSD liegt.Nehmen wir zum Beispiel an, dass Sie make
buildworld ausführen und die Compilierung von
ls.c in ls.o
abbricht. Wenn Sie nochmal "make buildworld"
durchführen und die Compilierung an der gleichen
Stelle abbricht, handelt es sich um einen Fehler in den
Sourcen. Aktualisieren Sie Ihre Sourcen und versuchen Sie
es noch einmal. Wenn der Fehler jedoch an einer anderen
Stelle auftritt, liegt das Problem mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit bei Ihrer Hardware.Was Sie tun sollten:Im ersten Fall können Sie einen Debugger wie z.B.
gdb benutzen, um die Stelle im Programm zu finden, an der
auf eine falsche Adresse zugegriffen wird und danach den
Fehler beheben.Im zweiten Fall müssen Sie sicherstellen,
dass das Problem nicht von Ihrer Hardware verursacht
wird.Typische Ursachen dafür sind unter
anderem:Es könnte sein, dass Ihren Festplatten
zu warm werden: Überprüfen Sie, ob die
Lüfter in Ihrem Gehäuse noch funktionieren,
damit Ihre Festplatten (und andere Hardware) nicht
heißlaufen.Der Prozessor überhitzt, weil Sie Ihn
übertaktet haben oder der CPU-Kühler
ausgefallen ist. Sie müssen sicherstellen,
dass Sie Ihre Hardware unter den Bedingungen
betreiben, für die sie spezifiziert ist,
zumindestens während Sie versuchen, das Problem
zu lösen. Mit anderen Worten: Betreiben Sie
Ihre CPU mit der normalen Taktfrequenz.Wenn Sie übertakten, sollten Sie daran
denken, dass ein langsames System deutlich
billiger ist als ein defektes System. Die große
Masse hat nicht sehr häufig Mitgefühl mit
Problemen bei übertakteten System, auch wenn Sie
es für ungefährlich halten.Unzuverlässiger Speicher: Wenn Sie mehr als
ein SIMM/DIMM installiert haben, sollten Sie sie alle
ausbauen und die Maschine testweise mit jedem SIMM
oder DIMM einzeln betreiben. So können Sie
feststellen, ob die Ursache ein einzelnes SIMM/DIMM
oder auch eine Kombination von Modulen ist.Zu optimistische Einstellung des Mainboards: In
Ihrem BIOS und mit den Jumpern auf dem Mainboard
können Sie diverse Timings ändern. In den
meisten Fällen reichen die Defaults aus, aber
manchmal kann es durch zu wenig wait states, die
Einstellung RAM Speed: Turbo oder
ähnliches zu merkwürdigen Problemen kommen.
Ein möglicher Ansatz ist, die BIOS defaults zu
laden, allerdings könnte es sinnvoll sein, die
aktuellen Einstellungen vorher zu notieren.Schlechte oder fehlerhafte Stromversorgung des
Mainboards: Wenn Sie unbenutzte Steckkarten, Platten
oder CDROMs in Ihrem System haben, sollten Sie sie
testweise ausbauen oder die Stromversorgung abziehen.
Dadurch können Sie prüfen, ob Ihr Netzteil
eventuell mit einer geringeren Last besser
zurechtkommt. Sie können auch testweise ein
anderes, am besten ein leistungsfähigeres,
Netzteil ausprobieren. Wenn Sie zurzeit ein
250W-Netzteil benutzen, sollten Sie testweise ein
300W-Netzteil einbauen.Die sollten ebenfalls die SIG11 FAQ (unten
aufgeführt) lesen, da sie gute Erklärungen
für alle diese Probleme enthält (allerdings aus
&linux;-Sicht). Sie erklärt ebenfalls, warum sowohl
Programme als auch Geräte zur Speicherprüfung
fehlerhaften Speicher teilweise nicht erkennen.Wenn alle diese Schritte nicht helfen, ist es
möglich, dass Sie einen Fehler in FreeBSD
gefunden haben. Folgen Sie einfach den Anweisungen
für die Erstellung eines Problem Reports.Es existiert eine ausführliche FAQ hierzu unter
der
SIG11-Problem-FAQMein System stürzt mit der Meldung
Fatal trap 12: page fault in kernel
mode oder panic: ab und
gibt eine Menge zusätzlicher Informationen aus. Was
kann ich tun?Die Entwickler von FreeBSD interessieren sich für
solchen Meldungen, allerdings brauchen Sie deutlich mehr
Informationen als die, die Ihnen angezeigt werden.
Kopieren Sie die komplette Meldungen und lesen Sie nun den
FAQ-Eintrag über kernel panics.
Erzeugen sie einen Kernel mit den zusätzlichen Daten
zur Fehlersuche, und dann einen backtrace. Das hört
sich komplizierter an, als es ist. Sie brauchen keine
Programmier-Erfahrung, Sie müssen einfach nur den
Anweisungen folgen.Wieso wird beim Booten der Bildschirm schwarz und reagiert
nicht mehr?Dies ist ein bekanntes Problem mit der ATI Mach 64
Videokarte. Das Problem besteht darin, dass diese
Karte die Adresse 2e8 benutzt und die
vierte serielle Schnittstelle ebenfalls. Aufgrund eines
Fehlers (einer Besonderheit?) im &man.sio.4;-Treiber wird
diese Schnittstelle angesprochen, auch wenn Sie gar keine
vierte serielle Schnittstelle besitzen und
sogar, wenn sie sio3 (die vierte
Schnittstelle), die normalerweise diese Adresse verwendet,
deaktivieren.Bis der Fehler behoben ist, können Sie folgende
Abhilfe verwenden:Geben Sie am Bootprompt ein.
(Dies bringt den Kernel in den
Konfigurationsmodus).Deaktivieren Sie sio0,
sio1,
sio2 und
sio3 (alle). Auf diese Weise
wird der sio-Treiber nicht aktiviert und das Problem
tritt nicht mehr auf.Geben Sie exit ein, um den Bootvorgang
fortzusetzen.Falls sie in der Lage sein wollen Ihre seriellen
Schnittstellen zu benutzen, müssen Sie einen neuen
Kernel mit folgenden Modifikationen erstellen: suchen Sie
in /usr/src/sys/i386/isa/sio.c nach
der Zeichenkette 0x2e8 und löschen
Sie sie und das vorhergehende Komma (nicht das folgende
Komma). Nun folgen Sie der normalen Prozedur zur
Erstellung eines neuen Kernels.Auch nach Anwendung dieser Maßnahmen könnte
es sein, dass Ihr X Windows-System nicht einwandfrei
funktioniert. Wenn dies der Fall ist, stellen Sie sicher,
dass es sich bei der von Ihnen benutzten
X Windows-Version mindestens um &xfree86; 3.3.3 oder
höher handelt. Diese Version und höhere
besitzen eine integrierte Unterstützung für
Mach64-Karten und sogar einen dedizierten X-Server
für sie.Wieso verwendet FreeBSD nur 64 MB Hauptspeicher,
obwohl in meinem Rechner 128 MB sind?Aufgrund der Art und Weise, wie FreeBSD die
Hauptspeichergröße vom BIOS mitgeteilt bekommt,
kann es lediglich 16-Bit Werte in kByte-Größe
(65535 kByte = 64MB) erkennen (oder weniger... einige
BIOSe setzen die Hauptspeichergröße auf 16MB).
Falls Sie mehr als 64MB besitzen, wird FreeBSD versuchen,
das zu erkennen, was aber nicht immer
funktioniert.Um dieses Problem zu umgehen, müssen Sie die
untenstehende Kerneloption verwenden. Es gibt einen Weg,
vollständige Hauptspeicherinformationen vom BIOS zu
erhalten, aber in den Bootblöcken ist nicht
genügend Platz dafür vorhanden. Wenn der
Platzmangel in den Bootblöcken eins Tages behoben
ist, werden wir die erweiterten BIOS-Funktionen dazu
nutzen, die vollständigen Hauptspeicherinformationen
zu erhalten... aber zurzeit sind wir auf die Kerneloption
angewiesen.options
"MAXMEM=n"Hierbei ist n Ihre
Hauptspeichergröße in Kilobyte. Bei einer 128
MB-Maschine müßten Sie
131072 benutzen.Ich habe mehr als 1 GB RAM. Trotzdem stürzt
mein System mit der Meldung kmem_map too small
ab. Was läuft hier schief?Im Normalfall bestimmt FreeBSD einige Kernelparameter,
darunter die maximale Anzahl der Dateien, die gleichzeitig
geöffnet sein können, aus der Größe
des im System installierten Hauptspeichers. Auf Systemen
mit mindestens 1 GB Hauptspeicher kann dieser
auto sizing-Mechanismus diese Werte
fälschlicherweise zu hoch ansetzen: Beim Systemstart
fordert der Kernel dann verschiedene Tabellen und andere
Strukturen an, die den Großteil des verfügbaren
Kernelspeichers verbrauchen. Dies führt dazu, dass
der Kernel während des Betriebs keine dynamischen
Speicheranforderungen mehr ausführen kann und mit
einer Kernelpanik abstürzt.Bauen Sie in diesem Fall Ihren eigenen Kernel. Dazu
setzen Sie
in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei auf 400 MB
().
400 MB sollten für Maschinen bis 6 GB
Hauptspeicher ausreichend sein.Ich habe weniger als 1 GB Hauptspeicher. Dennoch
stürzt mein System mit der Meldung
kmem_map too small! ab?Diese Meldung zeigt an, dass der virtuelle
Speicher für Netzwerkpuffer (spezieller mbuf-Cluster)
aufgebraucht ist. Sie können die für mbuf
verfügbare Größe an VM erhöhen, indem
Sie den Anweisungen des Abschnitts
Netzwerk-Limits des Handbuchs folgen.Wieso erhalte ich die Meldung /kernel:
proc: table is full?Der FreeBSD-Kernel beschränkt die Anzahl der
gleichzeitig laufenden Prozesse. Die Anzahl errechnet
sich aus dem Wert der Variablen
MAXUSERS in der Konfigurationsdatei des
Kernels. Auch andere Einstellungen wie die Anzahl der
Puffer für Netzwerkoperationen (Details dazu
finden Sie in diesem
Abschnitt). werden durch
MAXUSERS beeinflusst. Wenn Ihr
System stark belastet ist, sollten Sie den Wert von
MAXUSERS erhöhen. Dadurch werden
diverse Einstellung des Systems angepasst und die
maximale Anzahl gleichzeitig laufender Prozesse
erhöht.Um den Wert von MAXUSERS anzupassen,
folgen Sie den Anweisungen des Abschnitts
Datei- und Prozesslimits des Handbuchs. Dieser
Abschnitt spricht zwar nur von Dateien, für Prozesse
gelten aber die gleichen Beschränkungen.Wenn Ihr System nicht besonders stark ausgelastet ist
und Sie einfach nur mehr gleichzeitig laufende Prozesse
erlauben wollen, können Sie den Wert der Variable
kern.maxproc in der Datei
/boot/loader.conf anpassen. Um die
Änderung zu aktivieren, müssen Sie Ihr System
neu starten. Wollen Sie Ihr System zusätzlich
optimieren, sollten Sie &man.loader.conf.5; und
&man.sysctl.conf.5; lesen.
Wenn diese Prozesse von einem einzigen Benutzer
ausgeführt werden, müssen Sie den Wert von
kern.maxprocperuid ebenfalls
erhöhen. Dieser Wert muss immer mindestens um
eins geringer sein als der Wert von
kern.maxproc value. (Der Grund
für diese Einschränkung ist, dass ein
Systemprogramm, &man.init.8;, immer ausgeführt werden
muss.)Damit Änderungen einer sysctl-Variable dauerhaft
erhalten bleiben, nehmen Sie diese in
/etc/sysctl.conf auf. Weitere
Informationen zur Optimierung Ihres Systems finden Sie im
Abschnitt
Einstellungen mit sysctl des Handbuchs.Wieso erhalte ich die Meldung CMAP busy
panic, wenn ich mein System mit einem neuen
Kernel starte?Die Logik, die versucht, veraltete
/var/db/kvm_*.db-Dateien zu erkennen,
versagt manchmal und die Benutzung einer unpassenden Datei
kann zu Paniksituationen führen.Falls das passiert, rebooten Sie im Single-User-Modus
und löschen Sie die Dateien:&prompt.root; rm /var/db/kvm_*.dbWas soll mir die Meldung ahc0: brkadrint,
Illegal Host Access at seqaddr 0x0
sagen?Dies ist ein Konflikt mit einem Ultrastor SCSI
Hostadapter.Rufen Sie während des Bootprozesses das
Kernelkonfigurationsmenü auf und deaktivieren Sie
uha0, welches das Problem
verursacht.Wenn ich mein System starte, erhalte ich die Meldung
ahc0: illegal cable configuration,
obwohl die Verkabelung korrekt ist. Woran liegt
das?Auf Ihrem Mainboard fehlen ein paar Logikbausteinen,
die für die Unterstützung der automatischen
Terminierung notwendig sind. Stellen Sie in Ihrem
SCSI-BIOS manuell die korrekte Terminierung für Ihr
System ein, anstatt sich auf die automatische Terminierung
zu verlassen. Der Treiber für den AIC7XXX kann nicht
erkennen, ob die externen Logikbausteine für die
Erkennung der Kabel (und damit automatische Terminierung)
vorhanden sind. Der Treiber muss sich darauf
verlassen, dass diese vorhanden sind, wenn in der
Konfiguration automatische Terminierung
eingestellt ist. Ohne die externen Bausteine ist es sehr
wahrscheinlich, dass der Treiber die Terminierung
falsch einstellt, was die Zuverlässigkeit des
SCSI-Busses herabsetzen kann.Wieso meldet Sendmail mail loops back to
myself?Dies wird in der Sendmail-FAQ wie folgt
beantwortet:- * Ich erhalte "Local configuration error" Meldungen, wie:
553 relay.domain.net config error: mail loops back to myself
554 <user@domain.net>... Local configuration error
Wie kann ich dieses Problem lösen?
Sie haben durch die Benutzung einer MX-Zeile eingestellt, dass
Mail für die Domäne (z.B. domain.net) an einen speziellen
Host (in diesem Fall relay.domain.net) weitergeleitet wird,
aber der Relay-Host erkennt sich selbst nicht als
domain.net. Fügen Sie domain.net in /etc/mail/local-host-names
(falls Sie FEATURE(use_cw_file) benutzen) oder "Cw domain.net"
in /etc/mail/sendmail.cf ein.
Die aktuelle Version der Sendmail-FAQ
wird nicht mehr mit dem Sendmail-Release verwaltet. Sie
wird jedoch regelmäßig nach comp.mail.sendmail,
comp.mail.misc,
comp.mail.smail,
comp.answers und
news.answers
gepostet. Sie können auch eine Kopie per E-Mail
bekommen, indem Sie eine Mail mit dem Inhalt send
usenet/news.answers/mail/sendmail-faq an
mail-server@rtfm.mit.edu schicken.Wieso funktionieren bildschirmorientierte Anwendungen beim
Zugriff über ein Netzwerk nicht richtig?Die entfernte Maschine scheint den Terminaltyp auf
etwas anderes als den Typ cons25, der
von FreeBSD verlangt wird, zu setzen.Es gibt mehrere mögliche Abhilfen für dieses
Problem:Setzen Sie die Shell-Variable TERM nach dem
Einloggen auf der entfernten Maschine auf
ansi oder sco,
sofern die entfernte Maschine diese Terminaltypen
kennt.Benutzen Sie einen VT100-Emulator wie
screen auf der
FreeBSD-Console. screen
bietet Ihnen die Möglichkeit, mehrere
gleichzeitige Sitzungen von einem Bildschirm aus
laufen zu lassen. Es ist ein sehr nettes Programm.
Jedes screen-Fenster
verhält sich, wie ein VT100-Terminal, weshalb die
Variable TERM am entfernten Ende auf
vt100 gesetzt werden
sollte.Installieren Sie den Eintrag
cons25 in der Bildschirmdatenbank
der entfernten Maschine. Wie das zu geschehen hat,
hängt vom Betriebssystem der entfernten Maschine
ab. Das Systemadministrationshandbuch für das
entfernte System sollte Ihnen hierbei helfen
können.Starten Sie einen X-Server auf der FreeBSD-Seite
und benutzen Sie einen X-basierten Terminalemulator
wie xterm oder
rxvt, um sich auf der entfernten
Maschine einzuloggen. Die Variable TERM auf dem
entfernten Host sollte auf xterm
oder vt100 gesetzt werden.Wieso meldet mein Rechner calcru: negative
time...?Dies kann durch verschiedene Hardware- oder
Softwareprobleme in Verbindung mit Interrupts verursacht
werden. Das kann aufgrund von Fehlern sein, aber es kann
auch durch die Eigenarten bestimmter Geräte
passieren. TCP/IP über die parallele Schnittstelle
mit einer großen MTU laufen zu lassen, ist ein
sicherer Weg, um dieses Problem hervorzurufen.
Grafikbeschleuniger können es auch verursachen. In
diesem Fall sollten Sie zunächst die
Interrupteinstellungen der Karte
überprüfen.Ein Seiteneffekt dieses Problems sind Prozesse, die
mit der Meldung SIGXCPU exceeded cpu time
limit abbrechen.Falls das Problem nicht anders gelöst werden
kann, besteht die Lösung darin, diese sysctl-Variable
zu setzen:&prompt.root; sysctl -w kern.timecounter.method=1Die Option von &man.sysctl.8;
sollte nicht mehr benutzt werden. Ab FreeBSD 4.4
wird die Option ignoriert. Sie können die Option
auch weglassen, wenn Sie mit sysctl
Variablen setzen.Das bedeutet zwar Performanceeinbußen, aber in
Anbetracht der Ursache für dieses Problem werden Sie
das wahrscheinlich nicht bemerken. Fall das Problem
weiter bestehen bleibt, lassen sie die sysctl-Variable auf
1 stehen und setzen Sie die Option
NTIMECOUNTER im Kernel auf immer
höhere Werte. Wenn Sie irgendwann
NTIMECOUNTER=20 erreicht haben sollten,
ist das Problem nicht gelöst. Die Interrupts auf
Ihrer Maschine sind für eine verlässliche
Zeiterhaltung nicht zu gebrauchen.Warum wird meine PnP-Karte nicht mehr (oder nur noch als
unknown) erkannt, seit ich FreeBSD 4.X
benutze?FreeBSD 4.X ist deutlich
PnP-orientierter und das führt
leider dazu, dass einige PnP-Geräte (wie z.B.
Soundkarten und interne Modems) nicht mehr funktionieren,
obwohl Sie von FreeBSD 3.X noch erkannt wurden.Die Gründe für dieses Verhalten werden in
der unten zitierten Mail von Mail von Peter Wemm
erklärt. Diese Mail stammt von der Mailingliste
freebsd-questions und war eine Antwort auf eine Frage
bezüglich eines internen Modem, das nach dem Update
auf FreeBSD 4.X nicht mehr erkannt wurde.Die mit [] gekennzeichneten Kommentare
wurden eingefügt, um an einigen Stellen die Bezüge
klarstellen.
Das PnP-BIOS hat es [das Modem] vorkonfiguriert und
es dann im Adressraum liegenlassen, daher haben es
die alten ISA-Erkennungsroutinen [in 3.X]
gefunden.In 4.0 sind die ISA-Routinen deutlich
PnP-orientierter. Es war möglich [in 3.X],
dass eine ISA-Erkennungsroutinen ein
zugelaufenes Gerät fand;
während die PnP-Treiber zwar die ID erkannten, das
Gerät aber wegen des Ressourcekonfliktes nicht
benutzen konnten. Daher werden die programmierbaren
Karten zunächst einmal abgeschaltet, um diese
doppelte Erkennung vermeiden zu können. Das
bedeutet allerdings auch, dass die Treiber die
PnP-ID kennen muss, um PnP-Hardware
unterstützen zu können. Wir haben uns
vorgenommen, den Benutzern eine einfachere
Möglichkeit zur Manipulation dieser Informationen
zur Verfügung zu stellen.
Damit Ihr Gerät wieder funktioniert, müssen
Sie seine PnP-ID herausfinden und die ID in die Listen
eintragen, die zur Erkennung von PnP-Geräten
genutzten werden. Zu diesem Zweck wird das Gerät mit
&man.pnpinfo.8; analysiert. Das Beispiel zeigt die
Ausgaben von &man.pnpinfo.8; für ein internes
Modem:&prompt.root; pnpinfo
Checking for Plug-n-Play devices...
Card assigned CSN #1
Vendor ID PMC2430 (0x3024a341), Serial Number 0xffffffff
PnP Version 1.0, Vendor Version 0
Device Description: Pace 56 Voice Internal Plug & Play Modem
Logical Device ID: PMC2430 0x3024a341 #0
Device supports I/O Range Check
TAG Start DF
I/O Range 0x3f8 .. 0x3f8, alignment 0x8, len 0x8
[16-bit addr]
IRQ: 4 - only one type (true/edge)[weitere TAG Zeilen gestrichen]TAG End DF
End Tag
Successfully got 31 resources, 1 logical fdevs
-- card select # 0x0001
CSN PMC2430 (0x3024a341), Serial Number 0xffffffff
Logical device #0
IO: 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8
IRQ 5 0
DMA 4 0
IO range check 0x00 activate 0x01Sie benötigen die Information aus der Zeile
Vendor ID ganz im Anfang. Die in Klammern
ausgegebene hexadezimale Zahl (0x3024a341 in diesem
Beispiel) ist die PnP ID und die unmittelbar davor
stehende Zeichenkette (PMC2430) ist eine eindeutige
Herstellerkennung.Benutzen Sie &man.pciconf.8; wenn &man.pnpinfo.8; die Karte
nicht anzeigt. Der Teil der Ausgabe von
pciconf -vl für eine auf dem
Motherboard integrierte Soundkarte sieht zum Beispiel so
aus:&prompt.root; pciconf -vl
chip1@pci0:31:5: class=0x040100 card=0x00931028 chip=0x24158086 rev=0x02 hdr=0x00
vendor = 'Intel Corporation'
device = '82801AA 8xx Chipset AC'97 Audio Controller'
class = multimedia
subclass = audioSie benötigen die Chip-ID 0x24158086,
die hinter chip aufgeführt ist.Die Herstellerkennung oder die Chip-ID müssen in die
Datei /usr/src/sys/isa/sio.c
eingetragen werden.Sie sollten zunächst ein Backup von
sio.c anlegen, falls etwas schief
gehen sollte. Sie werden auch einen Patch erzeugen
müssen, um ihn zusammen mit Ihrem PR einzusenden.
(Sie wollten doch einen PR schreiben, oder etwa nicht?)
Öffnen Sie nun sio.c mit einem
Editor und suchen Sie nach der Zeilestatic struct isa_pnp_id sio_ids[] = {und blättern Sie dann nach unten, um die passende
Stelle für Ihr Gerät zu finden. Unten finden
Sie Beispiel für die Einträge, diese sind nach
der Herstellerkennung sortiert. Diese sollte in dem
Kommentar auf der rechten Seite aufgenommen werden, dazu
kommt die Gerätebeschreibung (Device
Description) aus der Ausgabe von
&man.pnpinfo.8;:
{0x0f804f3f, NULL}, /* OZO800f - Zoom 2812 (56k Modem) */
{0x39804f3f, NULL}, /* OZO8039 - Zoom 56k flex */
{0x3024a341, NULL}, /* PMC2430 - Pace 56 Voice Internal Modem */
{0x1000eb49, NULL}, /* ROK0010 - Rockwell ? */
{0x5002734a, NULL}, /* RSS0250 - 5614Jx3(G) Internal Modem */
Fügen Sie die hexadezimale Gerätekennung an
der richtigen Stelle ein, speichern Sie die Datei ab,
erzeugen Sie einen neuen Kernel und starten Sie Ihr System
neu. Ihr Gerät sollte nun wie bei FreeBSD 3.X als
sio Gerät erkannt werden.Warum erhalte ich die Meldung nlist
failed, wenn ich Programme wie
top oder systat
benutze?Das Programm sucht nach einem speziellen Symbol im
Kernel, kann es aber aus irgendeinem Grunde nicht finden.
Dieser Fehler wird von einem dieser Probleme
verursacht:Ihr Kernel und die sonstigen Programme (das
Userland) sind nicht mehr auf dem
gleichen Stand. Mit anderen Worten, Sie haben zwar
einen neuen Kernel erzeugt, aber kein
installworld (oder
umgekehrt); darum weicht die Symboltabelle von dem
ab, was die Anwendung erwartet. Wenn dies der Fall ist,
müssen Sie lediglich die noch fehlenden Schritte
des Upgrades durchführen. Die richtige
Vorgehensweise kann
/usr/src/UPDATING entnommen
werden.Um Ihren Kernel zu laden, benutzen Sie nicht
/boot/loader, sondern laden ihn
direkt mit boot2 (siehe &man.boot.8;). Es ist zwar
nicht immer ein Fehler,
/boot/loader zu umgehen; allerdings
ist er in der Regel besser dazu geeignet, die Symbole des
Kernels für normale Anwendungen verfügbar zu
machen.Wieso dauert es so lange, bis eine Verbindung
(&man.ssh.1; oder &man.telnet.1;) aufgebaut wird?Das Symptom: Nach dem Aufbau des TCP-Verbindung
vergeht einige Zeit, bis endlich die Abfrage des
Passwortes (bzw. der Login-Prompt bei Telnet)
erscheint.Das Problem: In den meisten Fällen versucht der
Server in der Zwischenzeit, die IP-Adresse des Clients in
einen Rechnernamen zu übersetzen. Viele Server
(darunter die Telnet und SSH Server von FreeBSD) machen
das, um den Hostnamen z.B. für spätere
Verwendung durch den Systemadministrator in eine
Protokolldatei schreiben zu können.Die Lösung: wenn das Problem bei jedem Server
auftritt, den Sie von Ihrem Computer (dem Client)
ansprechen, dann wird das Problem vom Client verursacht.
Wenn das Problem aber nur auftritt, wenn jemand Ihren
Rechner (den Server) anspricht, dann liegt die Ursache
beim Server.Wenn das Problem vom Client verursacht wird,
müsssen Sie die Einträge im DNS korrigieren,
damit der Server Ihre IP-Adresse übersetzen kann.
Wenn das Problem in Ihrem lokalen Netzwerk auftritt,
sollten Sie es als Problem des Servers behandeln und
weiterlesen; wenn es allerdings im Internet auftritt,
werden Sie sich wahrscheinlich an Ihrem ISP wenden
müssen, damit dieser das Problem für Sie
korrigiert.Wenn das Problem vom Server verursacht wird und Sie
sich in einem lokalen Netzwerk befinden, dann müssen
Sie Ihren Server so konfigurieren, dass er die lokal
genutzten IP-Adressen in Rechnernamen übersetzen kann.
Weitere Informationen erhalten Sie in den Onlinehilfen zu
&man.hosts.5; und &man.named.8;. Wenn dieses Problem im
Internet auftritt, könnte die Ursache auch darin
liegen, dass die Namensauflösung auf dem Server
nicht funktioniert. Versuchen Sie, einen anderen
Hostnamen wie z.B. www.yahoo.com
aufzulösen. Wenn das nicht funktioniert, liegt das
Problem bei Ihrem System.Haben Sie &os; gerade erst installiert, kann es auch
sein, dass die Domänen- und Nameserverinformationen
noch nicht in /etc/resolv.conf
vorhanden sind. Dadurch kommt es häufig zu
Verzögerungen beim Einsatz von
SSH, weil die Option
UseDNS in der Voreinstellung auf
yes gesetzt ist (in der Datei
sshd_config im Verzeichnis
/etc/ssh). Ist dies bei Ihnen der
Fall, müssen Sie entweder die fehlenden Informationen
in /etc/resolv.conf eintragen oder
als temporäre Maßnahme UseDNS
auf no setzen.Was bedeutet stray IRQ?Stray IRQs sind ein Zeichen für Probleme bei der
Behandlung von Hardware-IRQs. Sie werden meistens von
Geräten verursacht, die ihren Interrupt Request
zurückziehen, obwohl gerade der interrupt request
acknowledge-Zyklus läuft.Sie können drei Dinge tun:Ertragen Sie die Warnungen. Sie erhalten nur die
ersten 5 für jeden IRQ, alle anderen werden
unterdrückt.Eliminieren Sie die Meldungen, indem Sie in
isa_strayintr() den Wert 5 auf 0
ändern, um alle Meldungen zu
unterdrücken.Eliminieren Sie die Meldungen, indem Sie Hardware
für den Parallelport installieren, die IRQ 7
nutzt und vom PPP Treiber verwendet wird (das passiert
auf den meisten Systemen), und installieren Sie eine
IDE-Platte oder andere Hardware sowie einen dazu
passenden Treiber, um IRQ 15 zu nutzen.Warum sehe ich in der Ausgabe von dmesg häufig
die Meldung file: table is
full?Diese Fehlermeldung besagt, dass Sie die zur
Verfügung stehenden File-Handles des Systems
verbraucht haben. Was das genau bedeutet und wie Sie
dieses Problem lösen können, steht im Abschnitt
kern.maxfiles im Kapitel Anpassung
der Kernelkonfiguration des Handbuchs.Warum ist die Uhrzeit auf meinem Laptop immer
falsch?Ihr Laptop verfügt über mehr als eine Uhr
und FreeBSD benutzt leider die falsche.Starten Sie &man.dmesg.8; und achten Sie auf die
Zeilen, in denen das Wort Timecounter
vorkommt. Die von FreeBSD benutzte Uhr steht in der
letzten Zeile, mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit wird es TSC
sein.&prompt.root; dmesg | grep Timecounter
Timecounter "i8254" frequency 1193182 Hz
Timecounter "TSC" frequency 595573479 HzSie können das überprüfen, indem Sie
den Wert der Systemvariablen
kern.timecounter.hardware
abfragen.&prompt.root; sysctl kern.timecounter.hardware
kern.timecounter.hardware: TSCEs ist durchaus möglich, dass das BIOS die
TSC Uhr ändert, um beispielsweise den CPU-Takt zu
während des Batteriebetrieb zu ändern, oder im
Stromsparmodus; leider bemerkt FreeBSD diese
Änderungen nicht und daher scheint die Uhr falsch zu
gehen.In diesem Beispiel ist die Uhr
i8254 ebenfalls verfügbar; um sie
auszuwählen, muss ihr Name in die Systemvariable
kern.timecounter.hardware geschrieben
werden.&prompt.root; sysctl -w kern.timecounter.hardware=i8254
kern.timecounter.hardware: TSC -> i8254Die Uhrzeit Ihres Laptops sollte nun genauer
funktionieren.Damit diese Änderung automatisch beim Start des
Systems durchgeführt wird, müssen Sie die
folgende Zeile in die
/etc/sysctl.conf eintragen.kern.timecounter.hardware=i8254Warum erkennt mein Laptop PC-Cards nicht?Dieses Problem tritt häufig auf Laptops mit mehreren
Betriebssystemen auf. Einige nicht-BSD Betriebssysteme lassen
die Hardware in einem inkonsistenten Zustand. Die Karte wird
dann von pccardd als
"(null)""(null)" anstelle des
tatsächlichen Modells gefunden.Um dies zu beheben, müssen Sie die Hardware
zurücksetzen, das heißt der PC-Card Einschub
muss stromlos sein. Gehen Sie dazu nicht in den Standby-
oder Suspend-Modus und stellen Sie sicher, dass der Laptop
wirklich ausgeschaltet ist. Warten Sie einen Moment und booten
dann, Ihre PC-Card sollte jetzt funktionieren.Einige Laptops schalten sich nicht wirklich aus. Wenn der
obige Vorschlag nichts genutzt hat, entfernen Sie bitte die
Batterie, warten einen Moment und booten erneut.Wieso hängt sich FreeBSD nach dem BIOS-Bildschirm
mit der Meldung Read error
auf?Der Bootloader von FreeBSD erkennt die Geometrie Ihrer
Festplatte nicht richtig. Sie müssen die Geometrie
manuell festlegen, wenn sie mit fdisk FreeBSD-Bereiche
erzeugen oder ändern.Die richtigen Werte für die Geometrie können
Sie im BIOS des Rechners ablesen. Achten Sie auf die
Anzahl der Zylinder, Köpfe und Sektoren für Ihre
Festplatte.Im fdisk von &man.sysinstall.8; müssen Sie
G eingeben, um die Geometrie zu
definieren.Sie erhalten eine Dialogbox, in der Sie die Anzahl der
Zylinder, Köpfe und Sektoren eingeben können.
Verwenden Sie die Angaben des BIOS und setzen Sie
Schrägstriche zwischen die Zahlen. 5000 Zylinder,
250 Köpfe und 60 Sektoren würden also als
5000/250/60 eingegeben.Schließen Sie die Eingabe mit Enter
ab und drücken Sie W, um die neue
Partitionstabelle auf die Festplatte schreiben zu
lassen.Ein anderes Betriebssystem hat meinen Bootmanager
zerstört. Wie kann ich ihn wiederherstellen?Starten Sie &man.sysinstall.8; und wählen Sie
Configure, dann Fdisk. Wählen Sie die Platte, auf
der sich der Boot Manager befand, mit der
Leertaste aus. Drücken Sie
W, um die Änderungen auf die Platten
schreiben zu lassen. Nun erscheint eine Abfrage, welcher
Bootmanager installiert werden soll. Wählen Sie
diesen an und er wird wieder installiert.Was soll mir die Meldung swap_pager: indefinite
wait buffer: sagen?Ein Programm wollte Speicher auf Platte auslagern, und
dieser Vorgang konnte nicht innerhalb von 20 Sekunden
durchgeführt werden. Mögliche Gründe sind
defekte Blöcke auf der Platte, falsche oder
fehlerhafte Verkabelung sowie Probleme mit anderen
Komponenten, die am Zugriff auf die Festplatte beteiligt
sind. Wenn die Festplatte selbst fehlerhaft sind, sollten
Sie entsprechende Meldungen in
/var/log/messages und den Ausgaben
von dmesg finden. Andernfalls sollten
Sie die Kabel und Verbindungen
überprüfen.Was sind UDMA ICRC Fehler und wie behebe ich
sie?Der &man.ata.4;-Treiber meldet UDMA ICRC
Fehler wenn eine DMA-Übertragung zu oder von einem
Laufwerk fehlgeschlagen ist. Der Treiber versucht die
Übertragung mehrmals durchzuführen und schaltet,
wenn die Versuche fehlschlagen, vom DMA-Modus auf den
langsameren PIO-Modus um.Der Fehler kann viele Ursachen haben, häufig ist ein
Kabel kaputt oder die Geräte sind falsch verkabelt.
Prüfen Sie, ob die ATA-Kabel unbeschädigt sind und
für den verwendeten Ultra-DMA-Modus tauglich sind. Ebenso
müssen Wechselrahmen für den verwendeten Modus geeignet
sein. Stellen Sie sicher, dass alle Kabel fest
angeschlossen sind. Es gab auch schon Probleme, wenn ein altes
Laufwerk zusammen mit einem Ultra-DMA-66 oder einem schnelleren
Laufwerk auf einem Kanal betrieben wurde. Es kann aber auch
sein, dass das Laufwerk kaputt ist. Die meisten Hersteller
stellen Test-Programme für ihre Laufwerke zur
Verfügung. Überprüfen Sie damit Ihr Laufwerk und
wenn nötig, sichern Sie Ihre Daten und ersetzen das
Laufwerk.&man.atacontrol.8; zeigt für jedes ATA-Gerät den
verwendeten DMA- oder PIO-Modus an. Das Kommando
atacontrol mode
Kanal
zeigt die auf einem Kanal verwendeten Modi (die Kanäle
werden von 0 an nummeriert).Was ist ein lock order
reversal?&a.rwatson; hat diese Frage auf der Mailingliste
freebsd-current ausführlich beantwortet. Das Original
seiner Antwort finden Sie über den Thread
lock order reversals - what do they mean?.
&a.rwatson; am 14. Dezember 2003 auf
freebsd-currentDiese Warnungen werden von Witness, einem
Diagnosesystem, das Verklemmungen
(deadlocks) zur Laufzeit
erkennen kann, ausgegeben. Dieses System ist in
FreeBSD -CURRENT-Kerneln vorhanden (aber nicht in
Release-Kerneln) und wird in &man.witness.4; beschrieben.
Unter anderem ist Witness in der Lage, die korrekte
Reihenfolge von bekannten sowie zur Laufzeit entdeckten
Ressource-Locks zu überprüfen, und eine Warnung
auszugeben, wenn diese Reihenfolge verletzt wird. Dadurch
wird es möglich, potentielle Verklemmungen
(deadlocks) zu entdecken.
Beachten Sie, dass Witness sehr vorsichtig ist und daher
Falschmeldungen ausgeben kann. Falls Witness ein
Verklemmungsproblem meldet, bedeutet dies: Wenn
Sie Pech gehabt hätten, wäre es jetzt zu einer
Verklemmung gekommen. Es sind einige falsch
positive Meldungen bekannt, die noch besser dokumentiert
werden müssten, um unnötige Problemmeldungen zu
vermeiden. Neu auftretende Meldungen beruhen in der Regel
auf Bugs in neu hinzugefügten Ressource-Locks, und
werden meist rasch behoben, weil Witness laufend
Fehlermeldungen produziert. :-).
"Falsch-positiv"-Meldungen bedeuten, dass Witness
auf ein sehr viel ernsteres Problem gestoßen ist.
Ursachen für eine derartige Meldung können
beispielsweise Seitenfehler
(page faults) oder eine
Speicherverletzung innerhalb des Kernels sein, aber
auch Namenskollisionen mit einem Mutex.Lesen Sie auch die lock
order reversal page von Bjoern Zeeb, um sich
über den Status bekannter lock order
reversals zu informieren.Warum erhalte ich die Meldung Called ... with
the following non-sleepable locks held?Diese Meldung erscheint, wenn eine Funktion, die sich
im Ruhemodus befindet, aufgerufen wird, während ein
Mutex oder eine andere (nicht in den Ruhemodus versetzbare)
Sperre aktiv war.Der Grund dafür ist, dass ein Mutex nicht für
längere Zeitspannen aktiv sein soll, sondern nur
für die Synchronisation von Gerätetreibern mit
dem Rest des Kernels während eines Interrupts. Unter
FreeBSD dürfen Interrupts nicht in den Ruhemodus
versetzt werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung,
dass während des Bestehens eines Mutex kein
Kernelsubsystem für einen längeren Zeitraum
blockiert ist.Um solche Fehler abzufangen, können Sicherungen
(Assertions) in den Kernel
eingebaut werden, die danach mit dem Witness-Subsystem
interagieren. Dadurch wird (in Abhängigkeit von Ihrer
Systemkonfiguration) eine Warnung oder eine Fehlermeldung
ausgegeben, falls der Aufruf einer Funktion während
des Bestehens eines Mutex zu einer Blockierung führen
kann.Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Warnungen
in der Regel zwar nicht bedrohlich sind. Unter bestimmten
Umständen kann es aber dennoch zu unerwünschten
Nebenwirkungen, angefangen von einer Erhöhung der
Reaktionszeit bis hin zu einem kompletten Einfrieren des
Systems kommen.Warum bricht buildworld/installworld mit der Meldung
touch: not found ab?Dieser Fehler bedeutet nicht, dass &man.touch.1; nicht
auf Ihrem System vorhanden ist. Vielmehr sind Dateien die
Ursache, deren Erzeugungsdatum in der Zukunft liegt. Wenn
Ihre CMOS-Uhr auf Ihre lokale Zeit eingestellt ist,
müssen Sie adjkerntz -i
verwenden, um die Kerneluhr anzupassen, wenn Sie in den
Single-User-Modus booten.Kommerzielle AnwendungenDieser Abschnitt ist immer noch sehr dürftig, aber
wir hoffen natürlich, dass Unternehmen einen Beitrag
leisten werden! :) Die FreeBSD-Gruppe hat keinerlei
finanzielle Interessen an einem der hier aufgelisteten
Unternehmen, sondern listet sie lediglich als
öffentlichen Service auf (und ist der Meinung, dass
ein kommerzielles Interesse an FreeBSD sehr positiven
Einfluss auf ein langfristiges Bestehen von FreeBSD haben
kann). Wir möchten Anbieter kommerzieller Software dazu
aufrufen, ihren Eintrag hier aufnehmen zu lassen. Auf der
Anbieter-Seite finden Sie eine längere
Liste.Wo bekomme ich FreeBSD-Versionen der klassischen
Büro-Anwendungen?Das als Open Source verfügbare Office-Paket
OpenOffice.org
läuft nativ unter FreeBSD. Die um zusätzliche
Funktionen erweiterte kommerzielle OpenOffice.org-Version
StarOffice
läuft in der &linux;-Version ebenfalls problemlos
unter FreeBSD.In der Ports-Sammlung sind weitere
Textbearbeitungsprogramme, Tabellenkalkulationen und
Zeichenprogramme enthalten.Woher kann ich &motif; für FreeBSD
bekommen?Der Quelltext für &motif; 2.2.2 wurde von der
Open Group herausgegeben. Sie können
entweder das Package open-motif
installieren oder es mit dem entsprechenden Port selbst
compilieren. Weitere Informationen über die
Benutzung der Ports erhalten Sie im Kapitel Ports des
Handbuchs.Die Open &motif; Distribution darf nur weitergegeben
werden, wenn sie auf einem Open Source
Betriebssystem benutzt wird.Weiterhin gibt es auch kommerzielle &motif;-Paket, die
zwar nicht kostenlos sind, aber dafür auch mit
closed source Software benutzt werden
dürfen. Um die günstigste ELF-&motif; 2.1.20
Distribution für FreeBSD (entweder &i386; oder Alpha)
zu bekommen, wenden Sie sich bitte an Apps2go.Es gibt zwei Distributionen, die development
edition und die runtime edition
(wesentlich günstiger). Diese Distributionen
enthalten:OSF/&motif; manager, xmbind, panner, wsm.Development-Kit mit uil, mrm, xm, xmcxx, Include-
und Imake-Dateien.Statische und dynamische ELF-Bibliotheken.Demonstrations-Applets.Achten Sie darauf, dass Sie bei der Bestellung
angeben, dass Sie die FreeBSD-Version von &motif;
möchten (vergessen Sie auch nicht, die Architektur
anzugeben)! Von Apps2go werden auch
Versionen für NetBSD und OpenBSD verkauft. Dieses
Produkt ist zurzeit nur zum Download per FTP
verfügbar.Weitere InformationenApps2go
Web-Seiteodersales@apps2go.com oder
support@apps2go.comoderTelefon (817) 431 8775 oder +1 817
431-8775Eine &motif; 2.0 Distribution für FreeBSD im
a.out-Format gibt es bei Xi
Graphics.Diese Distribution enthält:/OSF/&motif; manager, xmbind, panner, wsm.Development-Kit mit uil, mrm, xm, xmcxx, Include-
und Imake-Dateien.Statische und dynamische Bibliotheken (zur
Verwendung unter FreeBSD 2.2.8 und
frühere).Demonstrations-Applets.Vorformatierte Manualpages.Achten Sie darauf, bei der Bestellung anzugeben,
dass Sie die FreeBSD-Version von &motif; möchten!
Xi Graphics verkauft auch Versionen
für BSDI und &linux;. Dieses Produkt ist derzeit ein
Satz von vier Disketten... zukünftig wird es eine
einheitliche CD-Distribution geben, wie beim CDE.Woher kann ich CDE für FreeBSD bekommen?Xi Graphics hat einmal CDE
für FreeBSD verkauft, tut es aber nicht mehr.KDE ist ein
Open-Source X11-Desktop, der CDE in vielen Punkten
ähnelt. Eventuell gefällt Ihnen auch das "Look
and Feel" von xfce. KDE und xfce
sind über die Ports-Sammlung
von FreeBSD verfügbar.Gibt es irgendwelche kommerzielle leistungsfähige
X-Server?Ja, Xi
Graphics vertreibt beschleunigte X-Produkte für
FreeBSD und andere Intel-basierte Systeme.Das Angebot von Xi Graphics besteht aus einem
leistungsfähigen X-Server, der einfache Konfiguration
und Unterstützung für den parallelen Einsatz
mehrerer Videokarten bietet. Es wird in binärer Form
in einer einheitlichen Diskettendistribution für
FreeBSD und Linux vertrieben. XI Graphics bietet auch
leistungsfähige X-Server, die auf die
Unterstützung von Laptops zugeschnitten sind.
Es gibt ein kostenloses
Kompatibilitäts-Demo der Version
5.0.Xi Graphics vertreibt auch &motif; und CDE für
FreeBSD (siehe oben).Weitere InformationenXi Graphics
Web-Seiteodersales@xig.com oder
support@xig.comoderTelefon (800) 946 7433 oder +1 303
298-7478.Gibt es irgendwelche Datenbanksysteme für
FreeBSD?Ja! Lesen Sie den Abschnitt
kommerzielle Anbieter auf der FreeBSD-Web-Seite.Schauen Sie auch im Abschnitt Datenbanken
der Ports-Sammlung nach.Kann ich &oracle; unter FreeBSD laufen lassen?Ja. Die folgenden Seiten beschreiben genau, wie sich
&linux;-&oracle; unter FreeBSD installieren lässt:http://www.unixcities.com/oracle/index.htmlhttp://www.shadowcom.net/freebsd-oracle9i/BenutzerprogrammeNun, wo sind die ganzen Benutzerprogramme?Werfen Sie bitte einen Blick auf die Ports-Seite,
um Informationen über die nach FreeBSD
portierten Softwarepakete zu erhalten. Die Liste
enthält zurzeit &os.numports; Einträge und
wächst täglich. Schauen Sie hier also
öfter nach oder melden Sie sich bei der Mailinglistefreebsd-announce
an, um sich regelmäßig über
Änderungen zu informieren.Die meisten Ports sollten auf den 4.X, 5.X und
6.X-Systemen laufen. Jedes Mal, wenn ein FreeBSD-Release
erstellt wird, wird auch ein Snapshot des Port-Baumes vom
Zeitpunkt des Releases in das Verzeichnis
ports/ eingefügt.Wir unterstützen auch das Konzept von
Packages - im Grunde genommen nicht mehr
als komprimierte Binärdistributionen mit ein wenig
zusätzlicher Intelligenz zur Ermöglichung
angepasster Installationen. Ein Package kann leicht
installiert und wieder deinstalliert werden, ohne,
dass man etwas über wissen muss, welche
Dateien es enthält.Benutzen Sie das Paketinstallationsmenü in
/stand/sysinstall (unter dem
Menüpunkt post-configuration) oder führen Sie den
Befehl &man.pkg.add.1; mit den speziellen
Paketdateien aus, die Sie installieren möchten.
Paketdateien können für gewöhnlich an der
Endung .tgz oder
.tbz erkannt werden und
diejenigen, die über eine CDROM-Distribution
verfügen, haben auf ihrer CD ein Verzeichnis
packages/All, das solche Dateien
enthält. Für verschiedene FreeBSD-Versionen
können sie von folgenden Adressen auch über das
Netz heruntergeladen werden:für 4.X-RELEASE/4-STABLE
ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-4-stablefür 5.X-RELEASE/5-STABLE
ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5-stablefür 6.X-RELEASE/6-STABLE
ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-6-stablefür 7-CURRENT
ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-7-currentoder von Ihrem nächstgelegenen Mirror.Beachten Sie, dass nicht alle Ports als Package
verfügbar sind, da ständig neue hinzugefügt
werden. Es ist immer eine gute Idee, sich
regelmäßig auf der ftp.de.FreeBSD.org
Masterseite darüber zu informieren, welche Packages
verfügbar sind.Wie konfiguriere ich INN (Internet News) für
meine Maschine?Ein idealer Startpunkt nach der Installation des
Packages oder Ports news/inn
ist Dave
Barr's INN-Seite, wo Sie die INN-FAQ
finden.Unterstützt FreeBSD &java;?Ja. Informieren Sie sich bitte unter http://www.de.FreeBSD.org/java/.Warum kann ich manche Ports auf meiner
4.X-STABLE-Maschine nicht erstellen?Wenn Sie eine FreeBSD-Version benutzen, die deutlich
älter als das aktuelle -CURRENT oder -STABLE ist,
könnte es sein, dass Sie vorher Ihre Ports-Sammlung
aktualisieren müssen. Lesen Sie dazu den Abschnitt
Keeping Up des Porters-Handbuch. Ist Ihre
Ports-Sammlung aktuell, könnte es sein, dass jemand
eine Änderung am Port durchgeführt hat, die
für -CURRENT funktioniert, den Port für
-STABLE aber unbrauchbar gemacht hat.
Bitte senden Sie einen Fehlerbericht mit dem
Befehl &man.send-pr.1;. Von der Ports-Sammlung
wird nämlich erwartet, dass sie sowohl auf
-CURRENT als auch auf -STABLE funktioniert.Ich habe gerade versucht, INDEX
mit make index zu bauen, und es hat nicht
geklappt. Woran liegt das?Stellen Sie zuerst sicher, dass Ihre Ports-Sammlung
aktuell ist. Fehler, die einen Bau von
INDEX aus einer aktuellen Ports-Sammlung
verhindern, sind sofort sichtbar und werden daher fast immer
umgehend behoben.Ist Ihre Ports-Sammlung jedoch aktuell, haben Sie
vielleicht ein anderes Problem.
make index hat einen Bug im Umgang mit
unvollständigen Kopien der Ports-Sammlung. Es nimmt
an, dass Sie über eine lokale Kopie aller Ports
verfügen, von denen jeder lokale Port abhängt.
Wenn Sie also beispielsweise eine Kopie von
foo/bar auf Ihrem System haben, und
foo/bar ist von
baz/quux abhängig, dann muss auch
eine Kopie von baz/quux auf Ihrem
System vorhanden sein, sowie eine Kopie aller Ports, von
denen baz/quux abhängt.
Anderenfalls ist make index aufgrund
fehlender Informationen nicht in der Lage, den
Abhängigkeitsbaum zu erzeugen.Dieses Problem tritt vor allem dann auf, wenn
&os;-Benutzer &man.cvsup.1; verwenden, um die Ports-Sammlung
zu aktualisieren und dabei verschiedene Kategorien durch die
Datei refuse von der Aktualisierung
ausschließen. Theoretisch ist es zwar möglich,
Kategorien auszuschließen, in der Praxis gibt es aber
zu viele Ports, die von Ports in anderen Kategorien
abhängen. Wenn Sie also INDEX
bauen wollen, müssen Sie über
eine komplette Kopie der Ports-Sammlung verfügen.Es gibt seltene Fälle, in denen
INDEX nicht gebaut werden kann, wenn
bestimmte
WITH_* oder
WITHOUT_*
Variablen in make.conf gesetzt sind.
Wenn Sie dieses Problem haben, sollten Sie diese
make-Variablen deaktivieren und INDEX
erneut bauen, bevor Sie das Problem an &a.ports;
melden.Warum ist CVSup nicht im FreeBSD-Basisquellbaum
enthalten?Das Basissystem von FreeBSD soll
selbstverwaltend sein. Es soll also
möglich sein, das komplette Betriebssystem mit einer
beschränkten Anzahl von Werkzeugen zu starten. Daher
werden die zum Bau von FreeBSD nötigen Werkzeuge mit
dem Quelltext gekoppelt. Zu diesen Werkzeugen gehören
ein C-Compiler (&man.gcc.1;), &man.make.1;, &man.awk.1; und
andere.Da CVSup in Modula-3 geschrieben wurde, müsste ein
Modula-3-Compiler ins Basissystem aufgenommen und auch
gewartet werden. Dies würde einen gestiegenen
Speicherbedarf für die FreeBSD-Quellen sowie einen
erhöhten Wartungsaufwand verursachen. Daher ist es
sowohl für Entwickler als auch Benutzer einfacher,
CVSup bei Bedarf als Port oder als Paket von einer
Installations-CD zu installieren.Ich habe die Sourcen aktualisiert, wie aktualisiere
ich jetzt die installierten Ports?FreeBSD enthält zwar kein Programm, das die
installierten Ports aktualisiert, allerdings existieren
diverse Programme, die diesen Prozess etwas
vereinfachen. Weiterhin können Sie zusätzliche
Programme installieren, die Sie dabei
unterstützen.Sie können mit &man.pkg.version.1; ein Script
erzeugen, das die installieren Ports mit einer neueren
Version aus der Ports-Sammlung ersetzt:&prompt.root; pkg_version -c > /tmp/myscriptDas so erzeugte Script muss
manuell geändert werden, bevor es benutzt wird.
Neuere Versionen von &man.pkg.version.1; erzwingen dies,
indem sie ein &man.exit.1; an den Anfang des Scripts
setzen.Sie sollten die Ausgaben des Scripts abspeichern, da
sie Ihnen melden werden, welche Ports von den dem gerade
aktualisierten Port abhängen. Es ist möglich,
dass diese auch aktualisiert werden müssen. Der
typische Fall, in dem ein Update erforderlich ist, ist
eine Änderung der Versionsnummer einer shared
library; in diesem Fall müssen die abhängigen
Ports neu übersetzt werden, damit sie die neue
Library benutzen.Ab FreeBSD 5.0 steht die Option
in &man.pkg.version.1; nicht
mehr zur Verfügung.Falls Sie über genügend freien Plattenplatz
verfügen, können Sie diesen Prozess mit
portupgrade automatisieren.
portupgrade umfasst diverse
Programme, die die Arbeit mit Packages erleichtern und ist
als ports-mgmt/portupgrade
verfügbar. Da portupgrade in Ruby
geschrieben wurde, wird es wahrscheinlich nie ein Bestandteil
von FreeBSD werden. Allerdings sollte das niemanden davon
abhalten, es trotzdem zu benutzen.Wenn Ihr System rund um die Uhr läuft, kann es
jede Woche automatisch eine Liste der Ports erzeugen, die
wahrscheinlich aktualisiert werden müssen. Fügen
Sie dazu weekly_status_pkg_enable="YES"
in /etc/periodic.conf ein.Warum ist /bin/sh so spartanisch?
Warum benutzt FreeBSD nicht die bash
oder eine ähnliche Shell?Weil der &posix;-Standard definiert, dass es so
eine Shell geben muss.Die ausführlichere Antwort: Viele Leute
müssen Shell-Programme schreiben, die auf vielen
verschiedenen Systemen nutzbar sein müssen. Aus
diesem Grund enthält der &posix;-Standard eine sehr
detaillierte Definition der Shell und der Hilfsprogramme.
Die meisten Programme werden für die Bourne Shell
geschrieben; außerdem nutzen mehrere wichtige
Schnittstellen (&man.make.1;, &man.system.3;,
&man.popen.3; und ihre Entsprechungen in höheren
Programmiersprachen wie Perl und Tcl) die Bourne Shell, um
Befehle auszuführen. Da die Bourne Shell an so
vielen Stellen und so häufig genutzt wird, muss
sie die folgenden Anforderungen erfüllen: Schneller
Start, ein klar definiertes Verhalten und ein
möglichst geringer Speicherverbrauch.Wir haben bei der vorliegenden Implementierung
versucht, möglichst viele dieser Anforderungen zu
erfüllen. Um /bin/sh nicht zu
groß werden zu lasen, haben wir viele der
Annehmlichkeiten der anderen Shells weggelassen. Aus
diesem Grund gibt es in den Ports die luxuriöseren
Shells wie bash, scsh, tcsh und zsh. Vergleichen Sie
einfach mal den Speicherverbrauch der verschiedenen
Shells, indem Sie ps -u aufrufen und
sich die Angaben in den Spalten VSZ und
RSS ansehen.Wieso dauert es so lange, bis &netscape; und Opera
starten?In den meisten Fällen liegt es daran, dass
Ihre DNS-Einstellungen fehlerhaft sind. Sowohl &netscape;
als auch Opera stellen Anfragen an DNS, wenn Sie gestartet
werden. Das Fenster des Browsers erscheint erst, wenn das
Programm eine Antwort erhalten hat oder es festgestellt
hat, dass Ihr System nicht an ein Netzwerk
angeschlossen ist.Ich habe die Ports-Sammlung mit
CVSup aktualisiert. Viele
Ports lassen sich danach nicht mehr bauen und geben
seltsame Fehlermeldungen aus. Was ist passiert? Ist
die Ports-Sammlung kaputt?Sie sollten immer die Teilsammlung
ports-base aktualisieren, wenn Sie
nur Teile der Ports-Sammlung mit Hilfe der
CVSup-Teilsammlungen
aktualisieren. Die Erklärung dazu finden Sie im
Handbuch.Wie erzeuge ich Audio-CDs aus MIDI-Dateien?Installieren Sie zuerst den Port audio/timidity++. Danach
müssen Sie manuell die GUS-Patche von
Eric A. Welsh von
+ url="http://alleg.sourceforge.net/digmid.html">
installieren. Wenn timidity++
richtig installiert wurde, können Sie mit dem folgenden
Kommando MIDI-Dateien in das WAV-Format konvertieren:&prompt.user; timidity -Ow -s 44100 -o /tmp/juke/01.wav 01.midDie WAV-Dateien können dann in andere Formate
konvertiert werden oder auf Audio-CDs, wie im FreeBSD-Handbuch
beschrieben, gebrannt werden.KernelkonfigurationIch möchte meinen Kernel anpassen. Ist das
schwierig?Überhaupt nicht! Lesen Sie den Abschnitt zur
Kernelkonfiguration im Handbuch.Sie sollten einen datierten Snapshot Ihres Kernels
als kernel.YYMMDD zu erstellen,
nachdem Sie alles zum Laufen gebracht haben.
Außerdem sollten Sie eine Kopie des Verzeichnisses
/modules erstellen, die den Namen
/modules.YYMMDD hat. Auf diese
Weise können Sie diesen Kernel hochfahren, anstatt
den ganzen Weg zurück zu
kernel.GENERIC gehen zu
müssen, wenn Sie das nächste Mal mit Ihrer
Konfiguration herumexperimentieren und dabei etwas
falsch machen sollten. Das ist besonders wichtig, wenn
Sie nun von einem Controller booten, der vom
GENERIC-Kernel nicht unterstützt wird.Was kann ich machen, wenn meine Kernel-Kompilierungen
fehlschlagen, weil _hw_float
fehlt?Sie haben wahrscheinlich
npx0 aus Ihrer
Kernelkonfigurationsdatei entfernt, weil Sie keinen
mathematischen Co-Prozessor besitzen. Die Gerätedatei
npx0 ist allerdings
VERPFLICHTEND. Ihre Hardware
unterstützt Gleitkommaoperationen, selbst wenn dafür
kein eigenes Bauteil (wie bei den 386er-Prozessoren) mehr
verwendet wird. Daher müssen Sie
die Gerätedatei npx0 einbinden.
Selbst wenn es Ihnen gelingen sollte, einen Kernel ohne
npx0-Unterstützung zu bauen,
werden Sie diesen nicht booten können.Warum ist mein Kernel so groß (über 10
MByte)?Sie haben Ihren Kernel wahrscheinlich im
Debug Modus erstellt. Ein
Debug-Kernel enthält viele zusätzliche
Informationen für die Fehlersuche, daher ist er so
groß. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung
eines Debug-Kernels
die Performance des Systems nicht oder nur minimal
reduziert; außerdem ist es für den Fall einer
system panic sehr praktisch, einen Debug-Kernel zur Hand
zu haben.Wenn Ihnen allerdings der Plattenplatz ausgeht oder
Sie einfach rein prinzipiell keinen Debug-Kernel benutzen
wollen, müssen die beiden folgenden Bedingungen
erfüllt sein:Die Konfigurationsdatei für Ihren Kernel darf
die folgende Zeile nicht enthalten:makeoptions DEBUG=-gSie dürfen &man.config.8; nicht mit dem
Parameter starten.Sollten Sie sich nicht an diese Einschränkungen
halten, wird Ihr Kernel im Debug-Modus erstellt. Solange
Sie sich an diese Einschränkungen halten, können
Sie Ihren Kernel ganz normal erstellen und die
Größe des Kernels sollte deutlich sinken. Ein
normaler Kernel ist nur 1.5 MByte bis 2 MByte
groß.Wieso erhalte ich Meldungen über Interrupt-Konflikte,
wenn ich eine Karte mit mehreren seriellen Schnittstellen
einsetzen will?Wenn ich einen Kernel mit Unterstützung für
serielle Multi-Port-Schnittstellen kompiliere, bekomme ich
den Hinweis, dass nur der erste Port geprüft
wird und die restlichen auf Grund von Interrupt-Konflikten
übersprungen werden. Wie kann ich das
Beheben?Das Problem besteht darin, dass in FreeBSD Code
integriert ist, um den Kernel vor Abstürzen aufgrund
von Hardware- oder Software-Konflikten zu bewahren.
Behoben wird es, indem die IRQ-Angaben für alle
Ports, bis auf einen ausgelassen werden. Hier ist ein
Beispiel:
#
# Multiport high-speed serial line - 16550 UARTS
#
device sio2 at isa? port 0x2a0 tty irq 5 flags 0x501 vector siointr
device sio3 at isa? port 0x2a8 tty flags 0x501 vector siointr
device sio4 at isa? port 0x2b0 tty flags 0x501 vector siointr
device sio5 at isa? port 0x2b8 tty flags 0x501 vector siointr
Wieso kann ich nicht einmal den Standard-Kernel
(GENERIC) bauen?Es gibt eine Reihe von möglichen Ursachen
für dieses Problem:Sie benutzen die neuen Kommandos make
buildkernel und make
installkernel nicht, obwohl die Sourcen auf
Ihrem System nicht zum laufenden System passen (z.B.
benutzen Sie die Sourcen von 4.3-RELEASE auf einem
System mit 4.0-RELEASE). Wenn Sie ein Upgrade
durchführen wollen, sollten Sie
/usr/src/UPDATING lesen, beachten
Sie insbesondere den Abschnitt COMMON
ITEMS gegen Ende des Dokuments.Sie benutzen zwar make
buildkernel und make
installkernel, aber Sie haben nicht darauf
geachtet, dass vorher ein komplettes
make buildworld durchgelaufen sein
muss. Um seine Arbeit erledigen zu können,
benötigt make buildkernel
Dateien, die von make buildworld
erzeugt werden.Auch wenn Sie FreeBSD-STABLE verwenden, ist
es durchaus möglich, dass Sie die Sourcen
genau zum falschen Zeitpunkt aktualisiert haben:
Während Sie gerade modifiziert wurden oder
kurzzeitig fehlerhaft waren. Eine absolute und
vollständige Garantie, dass Sie die Sourcen
compilieren können, gibt es nur für die
Releases, bei FreeBSD-STABLE ist das nicht
immer so. Wenn Sie es noch nicht versucht haben,
sollten Sie ihre Source nochmals aktualisieren. Es
ist denkbar, dass der von Ihnen genutzte Server
zurzeit Probleme hat, benutzten Sie daher testweise
auch einmal einen anderen Server.Wie kann ich prüfen, welchen Scheduler das
System benutzt?Wenn Sie &os; 5.2.1 oder älter verwenden,
überprüfen Sie dazu, ob auf Ihrem System die
sysctl-Variable kern.quantum
existiert. Ist dies bei Ihnen der Fall, werden Sie eine
Ausgabe ähnlich der folgenden sehen:&prompt.user; sysctl kern.quantum
kern.sched.quantum: 99960Wenn die sysctl-Variable kern.quantum
existiert, dann verwenden Sie den 4BSD-Scheduler. Existiert
sie nicht, erzeugt &man.sysctl.8; eine Fehlermeldung (die Sie
aber ignorieren können):&prompt.user; sysctl kern.sched.quantum
sysctl: unknown oid 'kern.sched.quantum'Seit &os; 5.3-RELEASE wird der Name des verwendeten
Schedulers direkt als Wert der sysctl-Variable
kern.sched.name ausgegeben:&prompt.user; sysctl kern.sched.name
kern.sched.name: 4BSDWas bedeutet kern.quantum?kern.quantum ist die maximale
Anzahl Ticks, die ein Prozess ununterbrochen laufen kann.
Die Variable ist charakteristisch für den
4BSD Scheduler, somit kann der verwendete Scheduler
über die Existenz dieser Variablen bestimmt werden.
Seit &os; 5.X wird kern.quantum als
kern.sched.quantum bezeichnet.Was ist kern.sched.quantum?Lesen Sie den Abschnitt
Platten, Dateisysteme und Boot LoaderWie kann ich meine neue Festplatte in mein
FreeBSD-System einbinden?Lesen Sie das Tutorial zur Festplattenformatierung
unter www.de.FreeBSD.org.Wie verschiebe ich mein System auf meine neue,
große Platte?Die beste Methode ist, das Betriebssystem auf der
neuen Platte neu zu installieren und danach die Daten zu
verschieben. Wenn Sie -STABLE über eine Release
hinaus genutzt haben oder eine Release aktualisiert haben,
ist das sehr empfehlenswert. Sie können auf beiden
Platten &man.boot0cfg.8; installieren und die beiden
Versionen so lange parallel betreiben, bis Ihnen die neue
Konfiguration gefällt. Wenn Sie dies tun wollen,
können Sie im übernächsten Absatz erfahren,
wie sie Ihre Daten verschieben können.Falls Sie sich entscheiden, das nicht zu tun,
müssen Sie Ihre neue Platte partitionieren und
labeln. Benutzen Sie dafür entweder
/stand/sysinstall oder &man.fdisk.8;
und &man.disklabel.8;. Weiterhin sollten Sie mit
&man.boot0cfg.8; auf beiden Platten booteasy installieren,
damit Sie in der Lage sind, das alte und das neue System
abwechselnd zu starten, nachdem der Kopiervorgang
abgeschlossen ist. Im Formatting-Media
Tutorial finden Sie weitere Informationen zu
diesen Schritten.Nachdem Sie die neue Platte eingerichtet haben,
können Sie Ihre Daten verschieben. Dummerweise
können Sie die Daten nicht einfach kopieren. Dinge wie
Gerätedateien (in /dev),
erweiterte Dateiattribute und symbolische Links führen
dazu, dass das in die Hose geht. Sie müssen
ein Programm benutzen, das damit umgehen kann, und das
ist &man.dump.8;. Es wird oft empfohlen, die Daten im
Single-User Modus zu verschieben, aber das ist nicht
unbedingt notwendig.Sie sollten auf gar keinen Fall etwas anderes als
&man.dump.8; und &man.restore.8; benutzen, um Ihr Root-Filesystem
zu verschieben. Es könnte auch mit
&man.tar.1; funktionieren - oder auch nicht. Sie sollten
ebenfalls &man.dump.8; und &man.restore.8; benutzen, wenn
Sie eine komplette Partition auf eine andere, leere
Partition verschieben wollen. Um die Daten einer Partition mit
dump auf eine andere Partition zu verschieben, müssen
Sie die folgenden Schritte ausführen:Richten Sie in der neuen Partition mit newfs ein
Dateisystem ein.Mounten Sie die Partition temporär an einer
geeigneten Stelle.Wechseln Sie mit cd in dieses Verzeichnis.Lesen Sie die alte Partition mit dump aus und
lenken Sie die Ausgabe auf die neue Partition
um.Wenn Sie zum Beispiel root auf
/dev/ad1s1a verschieben wollen und
diese derzeit auf /mnt gemountet
ist, bedeutet das:&prompt.root; newfs /dev/ad1s1a
&prompt.root; mount /dev/ad1s1a /mnt
&prompt.root; cd /mnt
&prompt.root; dump 0af - / | restore xf -Wenn Sie Ihre Partitionen mit &man.dump.8;
umorganisieren wollen, steht Ihnen etwas mehr Arbeit
bevor. Wenn Sie eine Partition wie
/var in die übergeordnete Partition
verschieben wollen, müssen Sie zunächst eine neue
Partition erzeugen, die die beiden alten Partitionen
aufnehmen kann. Der zweite Schritt ist, wie oben
beschrieben die übergeordnete Partition in die neue
Partition zu verschieben. Im dritten und letzten Schritt
verschieben Sie dann die untergeordnete Partition in das
leere Verzeichnis, das im zweiten Schritt entstanden
ist:&prompt.root; newfs /dev/ad1s1a
&prompt.root; mount /dev/ad1s1a /mnt
&prompt.root; cd /mnt
&prompt.root; dump 0af - / | restore xf -
&prompt.root; cd var
&prompt.root; dump 0af - /var | restore xf -Wenn Sie ein Verzeichnis aus einer Partition
herauslösen wollen, also z.B.
/var auf eine eigene Partition
verlegen wollen, dann müssen Sie zunächst beide
Partitionen anlegen. Danach müssen Sie die
untergeordnete Partition im passenden Verzeichnis
unterhalb des temporären mount points mounten und zum
Abschluß die alte Partition verschieben:&prompt.root; newfs /dev/ad1s1a
&prompt.root; newfs /dev/ad1s1d
&prompt.root; mount /dev/ad1s1a /mnt
&prompt.root; mkdir /mnt/var
&prompt.root; mount /dev/ad1s1d /mnt/var
&prompt.root; cd /mnt
&prompt.root; dump 0af - / | restore xf -Eventuell sagen Ihnen für Benutzerdaten
&man.cpio.1;, &man.pax.1; oder &man.tar.1; eher zu als
&man.dump.8;. Allerdings haben alle diese Programme den
Nachteil, dass sie die erweiterten Dateiattribute
nicht verstehen, daher sollten Sie bei ihrem Einsatz
aufpassen.Gefährdet eine dangerously
dedicated Festplatte meine Gesundheit?Die Installationsprozedur bietet
Ihnen zwei verschiedene Methoden, Ihre Festplatte(n) zu
partitionieren. Die Standardmethode macht sie kompatibel
zu anderen Betriebssystemen auf derselben Maschine, indem
fdisk-Tabelleneinträge (unter FreeBSD
slices genannt) mit einem FreeBSD-Eintrag,
in dem eigene Partitionen untergebracht werden, benutzt
werden. Optional kann ausgewählt werden, ob ein
Boot-Selektor installiert werden soll, um zwischen den
möglichen Betriebssystemen auf der/den Platte(n)
wechseln zu können. Bei der zweiten Methode wird die
gesamte Platte für FreeBSD genutzt und nicht
versucht, kompatibel zu anderen Betriebssystemen zu
sein.Nun, warum wird es gefährlich
genannt? Eine Platte in diesem Modus enthält nichts,
was von normalen PC-Hilfsprogrammen als gültige
fdisk-Tabelle betrachtet werden würde. Abhängig
von der Qualität ihres Designs werden sie sich bei
Ihnen beschweren, sobald sie mit einer solchen Platte in
Kontakt kommen, oder noch schlimmer, sie könnten den
Bootstrap von FreeBSD beschädigen, ohne Sie zu fragen
oder darauf hinzuweisen. Hinzu kommt, dass vom
Layout von dangerously dedicated Platten
bekannt ist, dass es viele BIOSe verwirrt,
einschließlich solcher von AWARD (wie es z.B. im HP
Netserver oder Micronics-Systemen, sowie vielen anderen zu
finden ist) und Symbios/NCR (für die bekannte
53C8xx-Reihe von SCSI-Controllern). Dies ist keine
vollständige Liste - es gibt weitere. Symptome
für diese Verwirrung sind read
error-Meldungen, die vom FreeBSD-Bootstrap
ausgegeben werden, wenn es sich selbst nicht finden kann,
sowie Systemabstürze beim Booten.Warum gibt es diesen Modus dann überhaupt? Es
spart ein paar kByte an Plattenplatz und kann echte
Probleme verursachen, die zu einer Neuinstallation
führen. Die Ursprünge des Dangerously
dedicated Modus liegen in der Absicht, eines der
häufigsten Probleme, das Erstinstallierer von FreeBSD
plagt, zu verhindern - die BIOS-Werte für die
Geometrie einer Festplatte auf der
Festplatte selbst anzupassen.Geometrie ist ein veraltetes Konzept,
das aber immer noch die Grundlage für die Interaktion
zwischen dem PC-BIOS und den Festplatten ist. Wenn das
Installationsprogramm von FreeBSD Slices erstellt,
muss es sich die Lage dieser Slices auf der
Festplatte in einer Art merken, die damit
übereinstimmt, wie das BIOS erwartet, sie zu finden.
Wenn das falsch geschieht, werden Sie nicht in der Lage
sein, zu booten.Durch den Dangerously dedicated Modus
wird versucht, dies zu umgehen, indem das Problem
vereinfacht wird. In einigen Fällen klappt das zwar,
aber er ist eher als allerletzter Ausweg gedacht - in 99
von 100 Fällen gibt es bessere Möglichkeiten,
das Problem zu lösen.Wie vermeiden Sie also die Notwendigkeit zum
DD Modus, wenn Sie installieren? Beginnen
Sie, indem Sie sich notieren, welche Geometrie das BIOS
für Ihre Platten benutzt. Sie können erreichen,
dass der Kernel sie beim Booten ausgibt, indem Sie
an der Eingabeaufforderung
boot: angeben, oder boot
-v im Loader verwenden. Kurz bevor das
Installationsprogramm startet, wird der Kernel eine Liste
mit den BIOS-Geometrien ausgeben. Keine Panik - warten
Sie, bis das Installationsprogramm gestartet wurde und
benutzen Sie Scrollback, um die Zahlen zu lesen.
Typischerweise befinden sich die BIOS-Platten in derselben
Reihenfolge, wie FreeBSD Ihre Platten auflistet - zuerst
IDE, dann SCSI.Wenn Sie Ihre Festplatte in Slices unterteilen,
überprüfen Sie, ob die Plattengeometrie, die im
FDISK-Menü angegeben ist, korrekt ist (das heißt
mit den Einstellungen im BIOS übereinstimmen). Falls
die Werte nicht stimmen, benutzen Sie g, um
sie zu korrigieren. Diese Schritte sind nötig, wenn
sich absolut nichts auf der Festplatte befindet, oder,
wenn die Festplatte vorher in einem anderen System benutzt
worden ist. Beachten Sie, dass dies nur für die
Festplatte nötig ist, von der Sie booten wollen. Mit
weiteren vorhandenen Platten wird FreeBSD sich problemlos
zurechtfinden.Wenn Sie es geschafft haben, dass das BIOS und
FreeBSD in der Festplattengeometrie übereinstimmen,
dann sind Ihre Probleme ziemlich sicher vorüber -
ohne, dass es nötig gewesen wäre, den
DD-Modus zu benutzen. Falls sie jedoch
immer noch mit der gefürchteten read
error-Meldung begrüßt werden sollten,
wenn Sie versuchen, zu booten, wird es Zeit, dass Sie
Ihre Finger kreuzen und es einfach versuchen - es gibt
nichts mehr zu verlieren.Um eine dangerously dedicated
Festplatte wieder für einen normalen PC brauchbar zu
machen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist,
ausreichend viele NULL-Bytes in den MBR zu schreiben, um
irgendwelche nachfolgenden Installation glauben zu machen,
dass es sich um eine leere Festplatte handelt. Sie
können das zum Beispiel so tun:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/rda0 count=15Alternativ installiert der undokumentierte
DOS-BefehlC:\>fdisk /mbreinen neuen Master-Boot-Record, das heißt der
BSD-Bootstrap wird zerstört.Auf welchen Partitionen kann ich problemlos
Soft Updates einsetzen? Ich habe gehört, das der
Einsatz von Soft Updates auf /
Probleme verursachen kann.Die schnelle Antwort: Sie können Soft Updates
bedenkenlos auf alle Partitionen benutzen.Die ausführliche Antwort: Es gab lange Zeit
Bedenken, was den Einsatz von Soft Updates auf der
root-Partition betrifft. Der Grund sind zwei
Charakteristika der Soft Updates: Zum einen kann es bei
einem Absturz des System auf einer Partition mit
Soft Updates zum Datenverlust kommen. Die Partition ist
zwar noch brauchbar, aber einige Daten können
verloren gehen. Weiterhin kann es durch Soft Updates zu
einem zeitweisen Mangel an Plattenplatz kommen.Bei der Benutzung von Soft Updates kann es bis zu
dreißig Sekunden dauern, bis der Kernel
Änderungen auf das physikalische Speichermedium
schreibt. Wenn Sie eine große Datei löschen,
ist diese Datei noch auf der Platte vorhanden, bis der
Kernel die Löschoperation tatsächlich
durchführt. Das kann zu einem sehr einfachen Problem
führen: Stellen Sie sich vor, Sie löschen eine
große Datei und legen gleich darauf eine andere
große Datei an. Da die erste Datei noch nicht
wirklich gelöscht wurde, ist eventuell nicht genug
Platz für die zweite große Datei. Sie erhalten
die Fehlermeldung, dass nicht genug freier Platz
vorhanden ist, obwohl Sie ganz genau wissen, dass Sie
gerade eben Platz geschaffen haben. Wenn Sie die
Operation ein paar Sekunden später wiederholen,
funktioniert alles wie von Geisterhand. Dieser Effekt hat
mehr als einen Benutzer verwirrt und Zweifel an seiner
geistigen Stabilität oder dem FreeBSD-Dateisystem
aufkommen lassen.Wenn der Kernel ein Datenpaket annimmt und das System
abstürzt, bevor er dies Daten auf die Platte
geschrieben hat, kann es zum Verlust oder zur
Zerstörung von Daten kommen. Dieses Risiko ist nur
sehr gering und normalerweise tragbar. Wenn Sie
allerdings einen IDE-Write-Cache verwenden, steigt das
Risiko; daher wird normalerweise empfohlen, auf den
Einsatz dieser Technik zu verzichten, wenn Sie Soft Updates
benutzen.Diese beiden Probleme betreffen alle Partitionen, die
Soft Updates verwenden. Was bedeutet das für die
Root-Partition?Die wichtigen Daten auf der Root-Partition ändern
sich nur sehr selten. Dateien wie
/kernel und der Inhalt
/etc werden nur bei der Wartung des
Systems geändert, oder wenn Benutzer ihre
Passwörter ändern. Wenn das System in den
30 Sekunden nach einer solchen Änderung
abstürzt, ist es möglich, das Daten verloren
gehen. Dieses Risiko ist in den meisten Fällen
unerheblich, aber es ist vorhanden. Wenn das zu viel
Risiko ist, dann sollten Sie Soft Updates nicht auf der
Root-Partition einsetzen./ war schon immer eine der
kleinsten Partitionen. Standardmäßig legt
FreeBSD das Verzeichnis /tmp direkt
auf /. Wenn in Ihrem
/tmp viel Betrieb ist, kann es
gelegentlich zu den oben beschriebenen Platzproblemen
kommen. Um das Problem zu lösen, sollten sie einen
symbolischen Link von /tmp nach
/var/tmp legen.Was stimmt mit meinem ccd nicht?Das Symptom hierfür ist:&prompt.root; ccdconfig -C
ccdconfig: ioctl (CCDIOCSET): /dev/ccd0c: Inappropriate file type or formatDas geschieht für gewöhnlich, wenn Sie
versuchen, die c Partitionen, die
standardmäßig vom Typ
unbenutzt sind, zu verbinden. Der
ccd-Treiber verlangt Partitionen vom Typ FS_BSDFFS.
Editieren Sie den Plattenlabel der Platten, die Sie zu
verknüpfen versuchen und ändern Sie die Typen
der Partitionen in 4.2BSD.Warum kann ich den Plattenlabel meines ccd nicht
editieren?Das Symptom hierfür ist:&prompt.root; disklabel ccd0
(hier wird etwas vernünftiges ausgegeben; versuchen wir nun, es zu editieren)
&prompt.root; disklabel -e ccd0
(editiern, speichern, beenden)
disklabel: ioctl DIOCWDINFO: No disk label on disk;
use "disklabel -r" to install initial labelDer Grund ist, dass der von ccd
zurückgelieferte Plattenlabel ein
vorgetäuschter ist, der sich nicht
wirklich auf der Platte befindet. Sie können das
Problem beheben, indem Sie ihn explizit
zurückschreiben, wie z.B. hier:&prompt.root; disklabel ccd0 > /tmp/disklabel.tmp
&prompt.root; disklabel -Rr ccd0 /tmp/disklabel.tmp
&prompt.root; disklabel -e ccd0
(nun wird es funktionieren)Kann ich andere fremde Dateisysteme unter FreeBSD
mounten?FreeBSD unterstützt verschiedene fremde
Dateisysteme.Digital UNIXUFS-CDROMs können unter FreeBSD direkt
gemountet werden. Das Mounten von Partitionen von
Digital &unix; und anderen Systemen, die UFS
unterstützen, könnte schwieriger sein,
abhängig von den Details der
Plattenpartitionierung des betreffenden
Betriebssystems.&linux;FreeBSD unterstützt
ext2fs-Partitionen. Unter
&man.mount.ext2fs.8; finden Sie weitere
Informationen.&windowsnt;Ein NTFS-Treiber, der nur Lesezugriffe gestattet,
ist Teil von &os;. Weitere Informationen entnehmen
Sie bitte der Hilfeseite &man.mount.ntfs.8;.FATFreeBSD enthält ein FAT-Treiber, der Lese-
und Schreibzugriffe ermöglicht. Weitere
Informationen entnehmen Sie bitte der Hilfeseite
&man.mount.msdosfs.8;.ReiserFSFreeBSD enthält einen Treiber, der Lesezugriffe
auf ReiserFS-Partitionen erlaubt. Weiter Informationen
dazu finden Sie in der Manualpage
&man.mount.reiserfs.8;.FreeBSD unterstützt auch verschiedene
Netzwerk-Dateisysteme, wie NFS (&man.mount.nfs.8;), NetWare
(&man.mount.nwfs.8;), sowie die SMB-Dateisysteme von
Microsoft (&man.mount.smbfs.8;).Wie mounte ich eine erweiterte DOS-Partition?Die erweiterten DOS-Partitionen befinden sich hinter
ALLEN primären Partitionen. Wenn sich zum Beispiel
eine Partition E als sekundäre
DOS-Partition auf Ihrem zweiten SCSI-Laufwerk befindet,
müssen Sie die speziellen Dateien für
Slice 5 im Verzeichnis
/dev erstellen und dann
/dev/da1s5 mounten:&prompt.root; cd /dev
&prompt.root; ./MAKEDEV da1s5
&prompt.root; mount -t msdos /dev/da1s5 /dos/eLassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie FreeBSD
5.0-RELEASE oder eine neuere Version mit &man.devfs.5;
verwenden. Die Gerätedateien werden in diesem Fall
automatisch in /dev erstellt.Gibt es ein verschlüsselndes Dateisystem
für &os;?Seit FreeBSD 5.0 können Sie &man.gbde.8;
einsetzen. Mit FreeBSD 6.0 kam &man.geli.8; hinzu.
Für ältere Versionen gibt es den Port
security/cfs.Wie kann ich den &windowsnt;-Loader zum Booten von
FreeBSD verwenden?Das grundsätzliche Vorgehen besteht darin,
dass Sie den ersten Sektor Ihrer eigentlichen
FreeBSD-Rootpartition in eine Datei auf der
DOS/&windowsnt;-Partition kopieren. Angenommen, sie nennen
die Datei etwa c:\bootsect.bsd (durch
c:\bootsect.dos inspiriert), dann
können Sie die Datei c:\boot.ini
etwa wie folgt editieren:
[boot loader]
timeout=30
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Windows NT"
C:\BOOTSECT.BSD="FreeBSD"
C:\="DOS"
Falls FreeBSD auf derselben Platte, wie die
&windowsnt;-Bootpartition installiert ist, kopieren Sie
einfach /boot/boot1 nach
C:\BOOTSECT.BSD. Falls FreeBSD auf
einer anderen Platte installiert ist, wird
/boot/boot1 nicht funktionieren; Sie
brauchen in diesem Fall
/boot/boot0./boot/boot0 muss mit
sysinstall installiert werden. Wählen Sie dazu den
FreeBSD-Bootmanager aus, wenn Sie gefragt werden, ob sie
einen Bootmanager installieren wollen. Dieser Schritt ist
notwendig, weil /boot/boot0 eine
leere Partitionstabelle enthält, die von sysinstall
ausgefüllt wird, bevor
/boot/boot0 in den MBR kopiert
wird.Sie dürfen auf gar keinen Fall einfach
/boot/boot0 statt
/boot/boot1 kopieren. Wenn Sie das
doch tun sollten, wird Ihre Partitionstabelle
überschrieben und Ihr Rechner wird nicht mehr
starten!Wenn der Bootmanager von FreeBSD gestartet wird, merkt
er sich das zuletzt gestartet Betriebssystem, indem er
dessen Partition als aktiv markiert. Danach kopiert er
sich selbst (alle 512 Bytes) in den MBR. Wenn Sie also
einfach /boot/boot0 nach
C:\BOOTSECT.BSD kopieren, würde
der Bootmanager eine leere Partitionstabelle (mit einem
als aktiv markiertem Eintrag) in den MBR kopieren.Wie boote ich FreeBSD und &linux; mit LILO?Falls sich FreeBSD und &linux; auf derselben Platte
befinden, folgen Sie einfach den Installationsanweisungen
von LILO zum Booten eines Nicht-&linux;-Betriebssystems.
Ganz knapp sind dies:Booten Sie &linux; und fügen Sie die folgenden
Zeilen in die Datei /etc/lilo.conf
ein:other=/dev/hda2
table=/dev/hda
label=FreeBSD(hierbei wird angenommen, dass Ihre
FreeBSD-Partition &linux; unter
/dev/hda2 bekannt ist; ändern
Sie dies entsprechend Ihren Einstellungen). Führen
Sie nun als root den Befehl
lilo aus und Sie sind fertig.Falls FreeBSD sich auf einer anderen Platte befindet,
müssen Sie loader=/boot/chain.b zu
den LILO-Angaben hinzufügen. Zum Beispiel:other=/dev/dab4
table=/dev/dab
loader=/boot/chain.b
label=FreeBSDIn einigen Fällen könnte es sein, dass
Sie beim FreeBSD-Bootloader die BIOS-Laufwerksnummer
angeben müssen, um von der zweiten Platte booten zu
können. Wenn Ihre FreeBSD-SCSI-Platte vom BIOS zum
Beispiel als BIOS-Platte 1 erkannt wird, müssen Sie
am Prompt des FreeBSD-Bootloaders eingeben:Boot: 1:da(0,a)/kernelSie können &man.boot.8; so
konfigurieren, dass das beim Booten automatisch
geschieht.Das
&linux;+FreeBSD mini-HOWTO ist ein guter Ratgeber bei
Fragen zur Interaktion von FreeBSD und &linux;.Wie boote ich &os; und &linux; mit GRUB?Es ist sehr einfach, GRUB zum Starten von &os;
einzusetzen. Dazu müssen Sie lediglich die folgenden
Zeilen in die Konfigurationsdatei
/boot/grub/grub.conf aufnehmen:title FreeBSD 6.1
root (hd0,a)
kernel /boot/loader
Dabei steht hd0,a für die
root-Partition Ihrer ersten Festplatte. Benötigen
Sie auch die Slice-Nummer, so verwenden Sie einen Eintrag
der Form (hd0,2,a). In der
Voreinstellung ist die Angabe der Slice-Nummer aber nicht
nötig, da GRUB automatisch das erste Slice (das die
Bezeichnung 'a' hat) nutzt.Wie boote ich FreeBSD und &linux; mit BootEasy?Installieren Sie LILO am Anfang Ihrer
&linux;-Bootpartition, anstatt im Master Boot Record. Sie
können LILO dann von BootEasy aus booten.Wenn Sie &windows; 95 und &linux; benutzen, wird das
ohnehin empfohlen, um es einfacher zu machen, &linux; wieder
zu booten, wenn es nötig werden sollte, dass Sie
&windows; 95 neu installieren (&windows; 95 ist ein
eifersüchtiges Betriebssystem, das kein anderes
Betriebssystem im Master Boot Sektor duldet).Wie kann ich das ??? des
Boot-Managers durch etwas Sinnvolles ersetzen?Solange Sie den Boot-Manager nicht komplett neu
schreiben, gar nicht. Allerdings gibt es in der Kategorie
sysutils der Ports diverse
Boot-Manager, die diese Funktionalität
bieten.Ich habe ein Wechsellaufwerk. Wie benutze ich
es?Ob es sich um ein Wechsellaufwerk handelt, um ein
&iomegazip; oder ein EZ-Laufwerk (oder sogar ein
Diskettenlaufwerk, wenn Sie es auf diese Weise benutzen
möchten), oder um eine neue Festplatte - wenn es
einmal installiert und vom System erkannt ist und Sie Ihre
Kassette/Diskette/was_auch_immer eingelegt haben, ist das
Vorgehen bei allen Geräten ziemlich
ähnlich.(dieser Abschnitt basiert auf Mark
Mayo's ZIP-FAQ)Wenn es sich um ein ZIP- oder Diskettenlaufwerk
handelt, und sich bereits ein DOS-Dateisystem darauf
befindet, können Sie einen Befehl wie diesen für
eine Diskette benutzen:&prompt.root; mount -t msdos /dev/fd0c /floppyoder diesen:&prompt.root; mount -t msdos /dev/da2s4 /zipfür eine ZIP-Disk mit der
Herstellerkonfiguration.Benutzen Sie bei anderen Platten &man.fdisk.8; oder
&man.sysinstall.8;, um herauszufinden, wie sie
konfiguriert sind.Die restlichen Beispiele sind für ein
ZIP-Laufwerk unter da2, der dritten SCSI-Platte.Wenn es sich nicht um eine Diskette oder eine
Wechselplatte handelt, die Sie mit anderen Leuten
austauschen wollen, ist es wahrscheinlich besser, ein
BSD-Dateisystem darauf zu installieren. Hierdurch
bekommen Sie Unterstützung für lange Dateinamen,
eine mindestens doppelt so hohe Leistungsausnutzung und
wesentlich höhere Stabilität. Zunächst
müssen Sie die Partitionen/Dateisysteme auf DOS-Ebene
nochmals erstellen. Sie können entweder
&man.fdisk.8; oder /stand/sysinstall
benutzen, oder, bei einem kleinen Laufwerk, dem Sie eine
Unterstützung für mehrere Betriebssysteme nicht
zumuten wollen, entfernen Sie einfach die komplette FAT
Partitionstabelle (Slices) und benutzen Sie einfach die
BSD-Partitionierung:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/rda2 count=2
&prompt.root; disklabel -Brw da2 autoSie können disklabel oder
/stand/sysinstall benutzen, um mehrere
BSD-Partitionen zu erstellen. Dies werden Sie sicherlich
bei einer fest eingebauten Platte wollen, aber bei einem
Wechsellaufwerk wie einem ZIP ist das wahrscheinlich
irrelevant.Zum Schluß erstellen Sie ein neues Dateisystem -
dieses befindet sich auf unserem ZIP-Laufwerk und belegt
die gesamte Platte:&prompt.root; newfs /dev/rda2canschließend mounten Sie es:&prompt.root; mount /dev/da2c /zipUnd sicherlich ist es keine schlechte Idee, eine Zeile
ähnlich der folgenden in die Datei
/etc/fstab einzufügen, damit Sie
in Zukunft nur mount /zip einzugeben
brauchen:/dev/da2c /zip ffs rw,noauto 0 0Wieso erhalte ich die Meldung Incorrect
super block beim Mounten einer CDROM?Sie müssen &man.mount.8; mitteilen, was für
ein Gerät Sie mounten wollen. Genauere Informationen
dazu finden Sie im Kapitel Optische
Speichermedien des Handbuch, genauer gesagt im
Abschnitt Benutzung
von Daten-CDs.Wieso erhalte ich die Meldung Device not
configured, wenn ich eine CDROM
mounte?Das bedeutet im allgemeinen, dass sich keine
CDROM im Laufwerk befindet, oder, dass das Laufwerk
auf dem Bus nicht sichtbar ist. Dieses Problem wird im
Kapitel Benutzung
von Daten-CDs des Handbuchs ausführlich
diskutiert.Wieso werden alle Sonderzeichen in den Dateinamen auf
meinen CDs durch ? ersetzt, wenn ich die CD
unter FreeBSD benutze?Wahrscheinlich werden auf der CDROM die
Joliet Erweiterungen für die
Speicherung von Datei- und Verzeichnisnamen benutzt.
Werfen Sie einen Blick in das Kapitel Erzeugung von
CD-ROMs im Handbuch, speziell in den Abschnitt
über Benutzung
von Daten-CDs.[Anmerkung des Übersetzers: Es geht hier nicht um
die deutschen Sonderzeichen, da diese schon im normalen
ISO8859-1 enthalten sind. Die Probleme treten auf, wenn
man z.B. russische CDs (ISO8859-5) verwendet.]Ich habe eine CD mit FreeBSD gebrannt und kann sie
nicht mit anderen Betriebssystemen lesen. Warum?Sie haben wahrscheinlichste eine Datei direkt auf CD
geschrieben, statt ein ISO 9660-Dateisystems erzeugt zu
haben. Werfen Sie einen Blick in das Kapitel Erzeugung von
CD-ROMs im Handbuch, speziell in den Abschnitt
über reine
Daten-CDs.Wie kann ich ein Image einer Daten-CD erzeugen?Diese Information finden Sie im Abschnitt Kopieren
von CD-ROMs des Handbuchs. Weitere Informationen
über die Arbeit mit CD-ROMs finden Sie im Abschnitt
Erzeugen von
CD-ROMs im Kapitel Speichermedien des
Handbuchs.Wieso kommt mount nicht meiner
Audio-CD zurecht?Wenn Sie versuchen sollten, eine Audio-CD zu mounten,
erhalten Sie die Meldung cd9660: /dev/acd0c:
Invalid argument. Der Grund dafür ist,
dass mount nur für
Dateisysteme vorgehen ist. Audio CDs habe kein
Dateisystem, sondern nur Daten. Wenn Sie eine Audio CD
auslesen wollen, brauchen Sie ein entsprechendes Programm
wie z.B. audio/xmcd
aus den Ports.Wie nutze ich mount für eine
Multi-Session CD?Standardmäßig benutzt &man.mount.8; den
letzten (aktuellsten) Daten-Track der CD. Wenn Sie eine
ältere Session benutzen wollen, müssen Sie diese
mit der Option definieren. Weitere
Informationen finden Sie in der Onlinehilfe zu
&man.mount.cd9660.8;Wie lasse ich normale Benutzer Disketten, CDROMs und
andere Wechseldatenträger mounten?Normale Benutzer können dazu berechtigt werden,
Geräte zu mounten. Das geht so:Setzen Sie als root die
sysctl-Variable vfs.usermount auf
1:&prompt.root; sysctl -w vfs.usermount=1Ordnen Sie als root den
Block-Geräten, die den Wechsellaufwerken
zugeordnet sind, die entsprechenden Zugriffsrechte
zu.Wenn Sie zum Beispiel den Benutzer den Zugriff auf
das erste Diskettenlaufwerk zu erlauben
wollen:&prompt.root; chmod 666 /dev/fd0Um den Mitgliedern der Gruppe
operator den Zugriff auf das
CDROM zu gestatten:&prompt.root; chgrp operator /dev/acd0c
&prompt.root; chmod 640 /dev/acd0cAb &os; 5.X müssen Sie
zusätzlich /etc/devfs.conf
anpassen, weil diese Einstellungen ansonsten beim
Systemneustart verloren gehen.Damit normale Benutzer bespielsweise das erste
Diskettenlaufwerk mounten können, fügen Sie
als root folgende Zeilen in
/etc/devfs.conf ein:# Allen Benutzern erlauben, das erste Diskettenlaufwerk zu mounten.
own /dev/fd0 root:operator
perm /dev/fd0 0666Damit alle Mitglieder der Gruppe
operator das CD-ROM-Laufwerk
mounten können, die folgenden Zeilen:# Alle Mitglieder der Gruppe operator dürfen CD-ROMs mounten.
own /dev/acd0 root:operator
perm /dev/acd0 0660Fügen Sie zum Abschluss die Zeile
vfs.usermount=1
in die Datei /etc/sysctl.conf
ein, damit die Einstellung bei einem Neustart des
Systems automatisch erhalten bleibt.Alle Benutzer können nun
/dev/fd0 auf ein Verzeichnis, das
ihnen gehört, mounten:&prompt.user; mkdir ~/my-mount-point
&prompt.user; mount -t msdos /dev/fd0 ~/my-mount-pointDie zur Gruppe operator
gehörenden Benutzer können nun
/dev/acd0c auf ein Verzeichnis, das
ihnen gehört, mounten:&prompt.user; mkdir ~/my-mount-point
&prompt.user; mount -t cd9660 /dev/acd0c ~/my-mount-pointDas Unmounten des Gerätes ist simpel:&prompt.user; umount ~/my-mount-pointDie Aktivierung von vfs.usermount
hat jedoch negative Auswirkungen auf Sicherheitsaspekte.
Ein besserer Weg, um auf &ms-dos;-formatierte
Datenträger zuzugreifen, ist die Benutzung des
Packages
emulators/mtools.Denken Sie daran, dass Sie die Gerätenamen in
diesen Beispielen an Ihre Konfiguration anpassen
müssen.Wieso geben die Befehle du und
df unterschiedliche Werte für den
freien Plattenplatz aus?Der Grund ist die Funktionsweise von
du und df.
du geht durch einen Dateibaum,
ermittelt die Größe jeder einzelnen Datei, und
gibt die Summe aus. df fragt lediglich
das Dateisystem wie viel Platz noch frei ist. Das
scheint zwar auf den ersten Blick sehr ähnlich zu
sein; allerdings wird sich ein leeres Verzeichnis auf die
Ausgabe von df auswirken, während
es auf das Ergebnis von du keinen
Einfluss hat.Wenn Sie eine Datei löschen, während sie von
einem Programm genutzt wird, wird diese Datei erst
gelöscht, wenn sie vom Programm freigegeben wird.
Allerdings wird die Datei sofort aus dem Verzeichnis
entfernt. Sie können dieses Verhalten mit einem
Programm wie more sehr einfach
nachvollziehen. Dazu brauchen Sie nur eine Datei, die
groß genug ist, um die Ausgabe von
du und df zu
beeinflussen. Bei der Größe aktueller Platten
muss diese Datei schon sehr
groß sein! Wenn Sie diese Datei löschen,
während Sie sie sich in more
anzeigen lassen, hat more kein Problem.
Der Eintrag für die Datei wird lediglich aus dem
Verzeichnis entfernt, damit kein anderes Programm mehr
darauf zugreifen kann. Laut du ist die
Datei verschwunden – es hat das Verzeichnis
untersucht und die Datei nicht gefunden. Laut
df ist die Datei aber vorhanden, da sie
im Dateisystem immer noch Platz belegt. Sobald Sie
more beenden, werden die Ergebnisse von
du und df wieder
übereinstimmen.Bitte beachten Sie, dass die Freigabe des
Plattenplatzes durch die Soft Updates um bis zu 30 Sekunden
verzögert werden kann.Die oben beschriebene Situation tritt sehr häufig
auf Web-Servern auf. Viele Anwender installieren einen
FreeBSD Web-Server und vergessen die Rotation der
Logfiles, bis irgendwann die Partition
/var überläuft. Der
Administrator löscht die Datei, aber das System
beschwert sich immer noch über fehlenden
Plattenplatz. Die Datei wird erst freigegeben, wenn der
Web-Server beendet und neu gestartet wird; dadurch kann
das System den Plattenplatz freigeben. Um solche und
ähnliche Unfälle zu verhindern, sollten Sie
&man.newsyslog.8; einsetzen.Wie kann ich den Swap-Bereich
vergrößern?Im Kapitel Konfiguration und
Tuning des Handbuches gibt es einen Abschnitt
mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung.Warum ist meine Festplatte unter &os; kleiner, als sie
laut Hersteller sein soll?Festplattenhersteller definieren ein Gigabyte als eine
Milliarde Bytes, für &os; ist ein Gigabyte hingegen
1.073.741.824 Bytes groß. Aus diesem Grund wird
für eine Platte, die laut Herstellerangaben
80 GB groß ist, während des Bootvorgangs
eine Größe von 76.319 MB angezeigt.Beachten Sie auch, dass &os; (in der Voreinstellung)
8 % des Plattenplatzes für sich
reserviert.Warum kann eine Partition zu mehr als 100% gefüllt
sein?Ein Teil jeder UFS Partition, in der Vorgabe sind das 8%,
ist für das Betriebssystem und den Benutzer
root reserviert. &man.df.1; rechnet
diesen Teil bei der Ausgabe der Capacity
Spalte nicht ein, so dass dort Werte über 100%
angezeigt werden können. Die Anzahl der Blöcke in
der blocks Spalte ist ebenfalls um 8%
größer als die Summe der benutzten und
verfügbaren Blöcke (die Spalten
Used und Avail).Wie viel Platz reserviert wird, können Sie mit der
Option von &man.tunefs.8; einstellen.SystemadministrationWo befinden sich die Konfigurationsdateien für
den Systemstart?/etc/defaults/rc.conf (siehe
&man.rc.conf.5;) ist die primäre Konfigurationsdatei.
Die Startskripten des Systems, wie /etc/rc
und /etc/rc.d (siehe &man.rc.8;)
inkludieren diese Datei.
Ändern Sie diese Datei nicht!
Wenn Sie den Wert einer der in
/etc/defaults/rc.conf gesetzten
Variablen ändern wollen, fügen Sie die
entsprechende Zeile in die Datei
/etc/rc.conf ein und ändern
die Zeile dort.Wenn Sie zum Beispiel den mitgelieferten DNS-Server
named aktivieren wollen,
müssen Sie lediglich das folgende Kommando
eingeben:&prompt.root; echo named_enable="YES" >> /etc/rc.confWenn Sie lokale Server starten wollen, müssen
Sie passende Shellskripten im Verzeichnis
/usr/local/etc/rc.d/ ablegen. Die
Dateien müssen als ausführbar markiert sein und
die Endung .sh haben.Wie kann ich am Einfachsten einen Benutzer
hinzufügen?Benutzen Sie den Befehl &man.adduser.8; und für
kompliziertere Fälle den Befehl &man.pw.8;.Benutzen Sie den Befehl &man.rmuser.8;, um einen
Benutzer wieder zu löschen. Sie können, wenn
nötig. auch &man.pw.8; benutzen.Warum erhalte ich Meldungen wie root: not
found, nachdem ich meine crontab geändert
habe?Die übliche Ursache dieses Problems ist,
dass Sie die crontab des Systems
(/etc/crontab) geändert und dann
mit &man.crontab.1; installiert haben:&prompt.root; crontab /etc/crontabDiese Vorgehensweise ist falsch. Die crontab des
Systems hat ein anderes Format als die crontabs für
die einzelnen Benutzer, die mit &man.crontab.1;
aktualisiert werden (genauere Informationen über die
Unterschiede erhalten Sie in &man.crontab.5;).Wenn Sie so vorgegangen sind, ist die zweite crontab
einfach nur eine Kopie von
/etc/crontab, allerdings im falschen
Format. Löschen Sie sie mit dem folgenden
Befehl:&prompt.root; crontab -rWenn Sie /etc/crontab wieder
ändern müssen, sollten Sie einfach gar nichts
tun, um &man.cron.8; über die Änderung zu
informieren, er erkennt die Änderung
automatisch.Wenn Sie ein Kommando jeden Tag, jede Woche oder jeden
Monat ausführen lassen wollen, ist es wahrscheinlich
einfacher, wenn Sie entsprechende Shell-Scripte in
/usr/local/etc/periodic ablegen.
Diese werden dann von &man.periodic.8; zusammen mit den
anderen regelmäßigen Tätigkeiten
ausgeführt.Der eigentliche Grund für den Fehler ist die
Tatsache, dass die crontab des Systems ein
zusätzliches Feld enthält; dieses Feld gibt an,
mit welcher Benutzerkennung der Befehl ausgeführt
werden soll. In der mitgelieferten crontab ist das bei
allen Einträgen die Benutzerkennung
root. Wenn diese Datei als die
crontab des Benutzers username (die
nicht mit der crontab des Systems
identisch ist) verwendet wird, hält &man.cron.8; die
Zeichenkette root für den Namen
des zu startenden Programmes, aber dieses Programm gibt es
nicht.Wieso meldet mir &man.su.1; you are not in
the correct group to su root, wenn ich mit
&man.su.1; root werden will?Das ist ein Sicherheits-Feature. Wenn Sie mit
&man.su.1; zum Account root (oder
jedem anderen Account mit Super-User-Privilegien) wechseln
wollen, müssen Sie ein Mitglied der Gruppe
wheel sein. Wenn es dieses Feature
nicht gäbe, könnte jeder, der einen Account auf
dem System hat und zufällig das Passwort
für root erfährt, mit
Super-User-Rechten auf das System zugreifen. Durch dieses
Feature ist die Lage anders, wenn Sie nicht Mitglied von
wheel sind, können Sie nicht
einmal versuchen, dass Passwort
einzugeben.Um einem Benutzer zu erlauben, mit &man.su.1;
root zu werden, müssen Sie ihn
nur in die Gruppe wheel
eintragen.Ich habe einen Fehler in der
rc.conf oder einer der anderen
Dateien für den Systemstart und jetzt kann ich sie
nicht ändern, weil das Dateisystem
read-only ist. Was kann ich tun?Wenn Sie aufgefordert werden, den Pfadnamen der Shell
einzugeben, drücken Sie einfach
ENTER. Geben Sie danach mount
/ ein, um das Root-Dateisystem im
Schreib/Lese-Modus zu mounten. Sie werden wahrscheinlich
auch mount -a -t ufs ausführen
müssen, um das Dateisystem mit Ihrem Lieblingseditor
zu mounten. Wenn Ihr Lieblingseditor auf einem
Netzwerklaufwerk liegt, müssen Sie entweder das
Netzwerk von Hand konfigurieren oder einen Editor
benutzen, der auf einem lokalen Laufwerk vorhanden ist,
z.B. &man.ed.1;.Wenn Sie einen bildschirmorientierten Editor wie zum
Beispiel &man.vi.1; oder &man.emacs.1; benutzen wollen,
werden Sie auch den Befehl export
TERM=cons25 ausführen müssen, damit
diese Editoren die richtigen Einstellungen aus der
Datenbank &man.termcap.5; übernehmen.Sobald Sie diese Schritte ausgeführt, können
Sie den Fehler in der /etc/rc.conf
ganz normal beheben. Die Fehlermeldungen, die Ihnen
unmittelbar nach den Startmeldungen des Kernels angezeigt
wurden, sollten Ihnen die Nummer der Zeile mit dem Fehler
melden.Wieso habe ich habe Probleme, meinen Drucker
einzurichten?Bitte sehen Sie im Handbucheintrag über Drucker
nach. Es sollte die meisten Ihrer Probleme behandeln.
Lesen sie den Handbucheintrag über
Drucker.Einige Drucker benötigen einen auf dem Rechner
laufenden Treiber, um drucken zu können. Diese
so genannten WinPrinter oder
GDI-Drucker werden von FreeBSD nicht
unterstützt und an diesem Zustand wird sich wohl auch
nichts ändern. Wenn Ihr Drucker nicht unter DOS oder
&windowsnt; 4.0 verwendet werden kann, handelt es sich um
einen WinPrinter und wird in der Regel auch
nicht unter FreeBSD funktionieren. Ihre einzige Chance,
einen dieser Drucker benutzen können, ist der Port
ports/print/pnm2ppa.Wie kann ich die Tastaturbelegung meines Systems
korrigieren?Informationen dazu finden Sie im Kapitel länderspezifische
Einstellungen des Handbuchs, insbesondere im
Abschnitt Konfiguration
der Konsole.Wieso erhalte ich beim Start des Systems Meldungen wie
unknown: <PNP0303> can't assign
resources?Die nachfolgende Erklärung stammt aus einer Mail
auf der Mailingliste freebsd-current.
&a.wollman;, 24 April 2001Die Geräte, für die can't assign
resources-Meldungen ausgegeben werden, sind
Legacy ISAGeräte, für die ein nicht
PNP-fähiger Treiber in den Kernel eingebunden
wurde. Dabei handelt es sich um Geräte wie den
Tastaturkontroller, den programmierbaren
Interrupt-Kontroller und diverse andere
Standardkomponenten. Die Ressourcen können nicht
zugewiesen werden, weil es schon einen Treiber gibt, der
diese Ressourcen benutzt.
Wieso funktionieren die Benutzer-Quotas nicht
richtig?Es kann sein, dass Ihr Kernel nicht für den
Einsatz von Quotas konfiguriert ist. Damit Sie mit
Quotas arbeiten können, müssen Sie folgende
Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen und
den Kernel neu bauen:options QUOTAWeitere Informationen zum Einsatz von Quotas
finden Sie im entsprechenden
Abschnitt
des Handbuchs.Benutzen Sie keine Quotas für
/.Erstellen Sie die Quotas-Datei in dem Dateisystem,
für das die Quotas gelten sollen, z.B.:FilesystemQuota file/usr/usr/admin/quotas/home/home/admin/quotas……Unterstützt FreeBSD IPC-Grundfunktionen von
System V?Ja, FreeBSD unterstützt IPC im Stil von System V
einschließlich gemeinsamen Speicher, Nachrichten und
Semaphoren bereits mit dem
GENERIC-Kernel. Wenn Sie einen
angepassten Kernel verwenden, müssen Sie die folgenden
Zeilen in Ihre Kernelkonfigurationsdatei einfügen:
options SYSVSHM
options SYSVSHM # enable shared memory
options SYSVSEM # enable for semaphores
options SYSVMSG # enable for messaging
Danach kompilieren und installieren Sie den neuen
Kernel.Welchen Mail-Server kann ich an Stelle von Sendmail
benutzen?Sendmail
ist zwar der Mail-Server, der bei FreeBSD
standardmäßig installiert wird, aber Sie
können Ihn problemlos durch einen anderen MTA (z.B.
aus den Ports) ersetzen.In der Port-Sammlung gibt es bereits viele
verschiedene MTAs, mail/exim,
mail/postfix,
mail/qmail, sowie
mail/zmailer
sind einige der beliebteren Alternativen.Konkurrenz belebt das Geschäft und die Tatsache,
dass Sie die Qual der Wahl haben, ist ein Vorteil.
Daher sollten Sie Fragen wie Ist Sendmail besser
als Qmail? besser nicht auf den Mailinglisten
stellen. Wenn Sie dieses Thema interessiert, sollten sie
zunächst die Archive durchsehen. Die Vorteile und
Nachteile jedes einzelnen der verfügbaren MTAs sind
schon mehrere Male bis zur Erschöpfung diskutiert
worden.Was kann ich machen, wenn ich das Rootpasswort
vergessen habe?Keine Panik! Starten Sie Ihr System neu und
geben Sie boot -s an der
Eingabeaufforderung Boot: ein, um in den
Einzelbenutzermodus zu gelangen. Bei der Frage danach,
welche Shell benutzt werden soll, drücken Sie einfach
ENTER. Nun erscheint die Eingabeaufforderung
&prompt.root;. Geben Sie mount -u /
ein, um Ihr Root-Dateisystem für Lese- und
Schreibzugriffe zu remounten und dann mount
-a, um alle Dateisysteme zu remounten. Mit
passwd root können Sie das
Rootpasswort ändern und mit &man.exit.1;
können Sie mit dem Booten fortfahren.Wie verhindere ich, dass das System mit
CtrlAltDelete
rebootet werden kann?Falls Sie syscons (den Standard-Treiber für die
Konsole) benutzen, fügen Sie folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei ein:options SC_DISABLE_REBOOTFalls Sie den Konsolen-Treiber PCVT verwenden, benutzen
Sie stattdessen die folgende Zeile:options PCVT_CTRL_ALT_DELAlternativ können Sie auch die folgende
sysctl-Variable setzen (die aktiviert wird, ohne dass Sie
Ihr System dazu neu starten oder einen angepassten Kernel
erstellen müssen):&prompt.root; sysctl hw.syscons.kbd_reboot=0Wie kann ich Textdateien von DOS Systemen auf &unix;
Systemen verwenden?Benutzen Sie diesen Perl-Befehl:&prompt.user; perl -i.bak -npe 's/\r\n/\n/g' file ...file ist/sind die zu verarbeitende(n) Datei(en). Die
Änderungen erfolgen in der Originaldatei, die zuvor
mit der Erweiterung .bak gesichert wird.Alternativ können Sie den Befehl &man.tr.1;
benutzen:&prompt.user; tr -d '\r' < dos-text-file > unix-filedos-text-file ist die
Datei, die den Text im DOS-Format enthält und
unix-file wird die konvertierte
Ausgabe enthalten. Diese Möglichkeit könnte
etwas schneller sein, als die Benutzung von Perl.Wie beende ich Prozesse namentlich?Benutzen Sie &man.killall.1;.Warum nervt su mich damit, dass ich nicht in der
ACL von root bin?Der Fehler stammt vom verteilten
Authentifizierungssystem Kerberos. Das Problem ist nicht
ernsthaft, aber störend. Sie können entweder su
mit der Option -K benutzen, oder Kerberos deinstallieren,
wie in der nächsten Frage beschrieben.Wie deinstalliere ich Kerberos?Um Kerberos aus dem System zu entfernen, müssen
Sie die bin-Distribution der von Ihnen benutzen RELEASE
neu installieren. Wenn Sie die CDROM besitzen,
können Sie sie mounten (wir nehmen an, unter /cdrom)
und folgende Schritte ausführen:&prompt.root; cd /cdrom/bin
&prompt.root; ./install.shAlternativ können Sie alle Zeilen mit
MAKE_KERBEROS aus der
/etc/make.conf entfernen und dann ein
make world durchführen.Wo ist /dev/MAKEDEV hin?Ab FreeBSD 5.X werden Geräte automatisch
von &man.devfs.8; zur Verfügung gestellt. Die
Gerätetreiber erstellen die Gerätedateien,
wenn diese benötigt werden. Das Skript
/dev/MAKEDEV wird nicht mehr
gebraucht.Wenn Sie FreeBSD 4.X oder eine frühere
Version benutzen und /dev/MAKEDEV
fehlt, dann haben Sie ein Problem. Kopieren Sie das
Skript aus den Systemquellen. Es liegt wahrscheinlich
unter /usr/src/etc/MAKEDEV.Wie füge ich Pseudo-Terminals zum System
hinzu?Wenn Sie viele Benutzer von telnet, ssh, X oder
screens haben, könnte es sein, dass Ihnen die
Pseudo-Terminals ausgehen. So fügen Sie weitere
hinzu:Erstellen und installieren Sie einen neuen Kernel
mit der Zeilepseudo-device pty 256in der Konfigurationsdatei.Führen Sie die Befehle&prompt.root; cd /dev
&prompt.root; ./MAKEDEV pty{1,2,3,4,5,6,7}aus, um 256 Geräteeinträge für die
neuen Terminals zu erstellen.Editieren Sie die Datei
/etc/ttys und fügen Sie
Zeilen für jeden der 256 Terminals ein. Sie
sollten so aussehen, wie die existierenden
Einträge, also etwa so:ttyqc none networkDie Reihenfolge der Buchstabenzuordnung lautet mit
einem regulären Ausdruck
tty[pqrsPQRS][0-9a-v].Starten Sie das System mit dem neuen Kernel
erneut, wenn Sie bereit sind.Warum kann ich das Gerät snd0 nicht
erstellen?Es gibt kein Gerät snd.
Diese Bezeichnung ist nur ein Sammelbegriff für die
diversen Geräte, die zusammen das Soundsystem von
FreeBSD bilden, wie zum Beispiel
mixer,
sequencer, und
dsp.So erzeugen Sie diese Geräte:&prompt.root; cd /dev
&prompt.root; sh MAKEDEV snd0Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie FreeBSD
5.0-RELEASE oder eine neuere Version mit &man.devfs.5;
verwenden. Die Gerätedateien werden in diesem Fall
automatisch in /dev erstellt.Wie lade ich /etc/rc.conf und
starte /etc/rc neu, ohne zu
rebooten?Gehen Sie in den Einzelbenutzermodus und dann
zurück in den Mehrbenutzermodus.Geben Sie auf der Konsole folgendes ein:&prompt.root; shutdown now
(Hinweis: ohne -r oder -h)
&prompt.root; return
&prompt.root; exitIch wollte auf das aktuelle -STABLE updaten, und
plötzlich läuft hier ein -BETAx, -RC oder
-PRERELEASE. Was ist passiert?Kurze Antwort: Das ist nur ein anderer Name. RC ist
die Abkürzung für Release
Candidate. Es bedeutet, dass eine neue
Release bevorsteht. Und -PRERELEASE bedeutet bei FreeBSD
normalerweise, dass die Sourcen zur Vorbereitung auf eine
Release eingefroren wurden (in einigen
Releases wurde -BETA anstelle von -PRERELEASE
verwendet).Ausführliche Antwort: Bei FreeBSD gibt es zwei
Quellen für Releases. Die Major Releases wie
4.0-RELEASE und 5.0-RELEASE werden aus dem aktuellen Stand
des Hauptzweiges der Entwicklung (besser und kürzer
als -CURRENT bekannt)
erzeugt. Minor Releases wie 4.1-RELEASE or 5.2-RELEASE
stammen aus dem aktiven -STABLE Zweig. Seit 4.3-RELEASE
gibt es es nun auch einen eigenen Zweig für jede
Release, der für die Leute gedacht ist, die ein sehr
konservativ weiterentwickeltes System benötigen (im
Normalfall also nur Updates aus dem Bereich
Sicherheit).Bevor in einem Zweig eine Release erfolgt, muss
in diesem Zweig ein bestimmter Prozess ablaufen. Ein
Teil dieses Prozesses ist der code freeze,
der Stop der Weiterentwicklung. Sobald dieser Schritt
erfolgt ist, wird der Name des Zweiges geändert, um
anzuzeigen, dass demnächst eine Release erfolgen
wird. Wenn der Zweig zum Beispiel 4.5-STABLE genannt
wurde, wird der Name in 4.6-PRERELEASE geändert, um
dies zu verdeutlichen. Weiterhin ist das ein Zeichen, dass
jetzt besonders intensiv getestet werden sollte. In
dieser Phase können Fehler im Sourcecode noch
korrigiert werden. Wenn der Sourcecode so weit
gereift ist, dass eine Release
erstellt werden kann, wird der Name in 4.6-RC
geändert, um genau dies anzuzeigen. In dieser Phase
können nur noch extrem wichtige Korrekturen
aufgenommen werden. Sobald die Release (in diesem Beispiel
4.6-RELEASE) erfolgt ist, wird der Zweig in 4.6-STABLE
umbenannt.Weitere Informationen über Versionsnummern und die
verschiedenen Entwicklungszweige enthält der Artikel
Release
Engineering.Als ich versucht habe, einen neuen Kernel zu
installieren, ist das chflags fehlgeschlagen. Was mache
ich jetzt?Kurze Antwort: Ihre Sicherheitseinstellung (der
securelevel) ist wahrscheinlich größer als 0.
Sie müssen das System neu starten und den Kernel im
Single-User Modus installierten.Ausführliche Antwort: Wenn die
Sicherheitseinstellung größer als 0 ist,
erlaubt Ihnen FreeBSD nicht, die Systemflags zu
ändern. Um den aktuellen Securelevel zu ermitteln,
können Sie das folgende Kommando benutzen:&prompt.root; sysctl kern.securelevelSie können die Sicherheitseinstellung nicht
verringern, Sie müssen das System neu starten und den
Kernel im Single-User Mode installieren oder die
Sicherheitseinstellung in
/etc/rc.conf ändern und dann das
System neu starten. Weitere Detail zur
Sicherheitseinstellung erhalten Sie in &man.init.8;,
weitere Informationen zur rc.conf erhalten Sie in
/etc/defaults/rc.conf und
&man.rc.conf.5;.Ich kann die Systemzeit nicht um mehr als eine Sekunde
verstellen. Was mache ich jetzt?Kurze Antwort: Ihre Sicherheitseinstellung (der
securelevel) ist wahrscheinlich größer als 1.
Sie müssen das System neu starten und die Systemzeit
im Single-User Modus verstellen.Ausführliche Antwort: Wenn die
Sicherheitseinstellung größer als 1 ist,
erlaubt Ihnen FreeBSD nicht, die Systemzeit zu
ändern. Um den aktuellen Securelevel zu ermitteln,
können Sie das folgende Kommando benutzen:&prompt.root; sysctl kern.securelevelSie können die Sicherheitseinstellung nicht
verringern, Sie müssen das System neu starten und die
Systemzeit im Single-User Mode ändern oder die
Sicherheitseinstellung in
/etc/rc.conf ändern und dann das
System neu starten. Weitere Detail zur
Sicherheitseinstellung erhalten Sie in &man.init.8;,
weitere Informationen zur rc.conf erhalten Sie in
/etc/defaults/rc.conf und
&man.rc.conf.5;.Warum braucht &man.rpc.statd.8; 256 MByte
Speicher?Nein, das Programm hat keinen Fehler und es verbraucht
auch nicht 256 MByte Speicher. rpc.statd
projiziert nur einen übertrieben großen
Speicherbereich in seinen eigenen Adressraum.
Von einem rein technischen Standpunkt aus
ist das nichts verwerfliches, allerdings verwirrt es
Programme wie &man.top.1; und &man.ps.1;.&man.rpc.statd.8; projiziert seine Statusdatei (die in
/var liegt) in seinen
Adressraum. Um die Probleme zu vermeiden, die bei
einer Vergrößerung dieser Projektion entstehen
könnten, wird gleich ein möglichst großer
Speicherbereich benutzt. Dies kann man sehr schön im
Sourcecode sehen: Die Längenangabe beim Aufruf von
&man.mmap.2; ist 0x10000000, ein
sechzehntel des Adressraums bei IA32, oder genau 256
MByte.Warum kann ich das Dateiattribut
schg nicht löschen?Sie betreiben Ihr System mit einer erhöhten
Sicherheitsstufe. Senken Sie die Sicherheitsstufe und
versuchen Sie es dann noch einmal. Weitere Informationen
erhalten Sie im FAQ Eintrag
über Sicherheitsstufen und in der Online-Hilfe
&man.init.8;.Warum funktioniert die .shosts
Authentifizierung von SSH in neueren Version von FreeBSD
nicht mehr?Die .shosts
Authentifizierung funktioniert nicht mehr, weil
&man.ssh.1; in neueren Versionen von FreeBSD nicht mehr
SUID-root installiert wird. Um dieses
Problem zu lösen, gibt es die folgenden
Möglichkeiten:Um das Problem für immer zu lösen,
müssen Sie in /etc/make.conf
die Variable ENABLE_SUID_SSH auf
true setzen und ssh neu
übersetzen (oder make world
ausführen.Übergangsweise können Sie auch die
Dateirechte von /usr/bin/ssh auf
4555 setzen, indem Sie den Befehl
chmod 4555 /usr/bin/ssh als
root ausführen. Fügen
Sie anschließend ENABLE_SUID_SSH=
true in die Datei
/etc/make.conf ein, damit diese
Änderung erhalten bleibt, wenn Sie das
nächste Mal make world
ausführen.Was ist vnlru?vnlru schreibt vnodes auf Platte
und gibt sie wieder frei, falls das System die Grenzwert
kern.maxvnodes erreicht. Dieser Thread
des Kernel tut meistens gar nichts und wird nur aktiv,
wenn Sie extrem viel RAM haben und gleichzeitig auf viele
zehntausende kleine Dateien zugreifen.Was bedeuten die Zustände, die
top für Speicherseiten ausgibt?Speicherseiten werden vom Kernel in
verschiedenen Listen verwaltet:Active: Seiten, die vor
Kurzem benutzt wurden.Inactive: Seiten, die
länger nicht benutzt wurden.Cache: Meistens
Seiten, die vorher im Zustand Inactive
waren und noch gültige Daten enthalten. Diese
Seiten können sofort in ihrem alten Kontext oder
in einem neuen Kontext verwendet werden. Wenn eine
Seite unverändert
(clean) ist, kann
ein Zustandswechsel direkt von Active
nach Cache erfolgen.
Ob dieser Zustandswechsel möglich ist, wird durch
die Seitenersetzungsstrategie bestimmt, die der
Entwickler des VM-Systems festgelegt hat.Free: Seiten, die
keine Daten enthalten. Diese Seiten können
sofort benutzt werden, wenn Seiten im Zustand
Cache nicht benutzt werden
können. Seiten im Zustand Free
können auch während eines Interrupts
angefordert werden.Wired: Seiten, die
fest im Speicher liegen und nicht ausgelagert werden
können. Normalerweise werden solche Seiten vom
Kernel benutzt, manchmal werden Sie aber auch für
spezielle Zwecke von Prozessen verwendet.Seiten im Zustand Inactive
werden oft auf Plattenspeicher geschrieben (sozusagen
ein sync des VM-Systems). Wenn
die CPU erkennen kann, das eine Seite unmodifiziert
(clean) ist, kann
auch eine Active-Seite auf den
Plattenspeicher ausgeschrieben werden. In bestimmten
Situationen ist es von Vorteil, wenn ein Block von
VM-Seiten, unabhängig von seinem Zustand,
ausgeschrieben werden kann. Die
Inactive-Liste enthält wenig
benutzte Seiten, die ausgeschrieben werden könnten.
Seiten im Zustand Cached sind
schon ausgeschrieben und stehen Prozessen für
die Verwendung im alten oder in einem neuen Kontext
zur Verfügung. Seiten im Zustand
Cache sind nicht ausreichend
geschützt und können während Unterbrechungen
nicht benutzt werden.Die eben beschriebene Behandlung von Speicherseiten
kann durch weitere Zustände (wie das
das Busy-Flag) verändert werden.Wie viel freien Speicher hat mein System?Es gibt verschiedene Arten von freiem
Speicher. Eine Art ist die Speichermenge,
die sofort, ohne etwas auszulagern, zur Verfügung
steht. Der gesamte VM-Bereich
ist eine weitere Art des freien Speichers.
Die Betrachtung ist komplex, hängt aber von
der Größe des Swap-Bereichs und der
Größe des Arbeitsspeichers ab. Es gibt
weitere Definitionen für freien Speicher,
die aber alle relativ nutzlos sind. Wichtig ist
hingegen, dass wenig Seiten ausgelagert
werden (paging) und der
Swap-Bereich ausreichend groß ist.Ich kann /var/empty nicht
löschen!Das Verzeichnis /var/empty
wird von &man.sshd.8; benötigt, wenn es mit
Privilege Separation läuft.
Das Verzeichnis /var/empty ist
leer, gehört root und
ist durch das Dateiattribut schg
geschützt.Wir empfehlen Ihnen, das Verzeichnis zu belassen.
Sollten Sie es aber trotzdem löschen wollen,
müssen Sie zuerst das schg-Attribut
entfernen. Schauen Sie sich dazu die Hilfeseite
&man.chflags.1; an und beachten Sie die Antwort auf
die Frage wie das
schg-Attribut entfernt wird.Das X Window System und virtuelle KonsolenWas ist das X Window System?Das X Window System (oder auch nur X11)
ist das am häufigsten verwendete
Window System für &unix;- und &unix;-ähnliche Systeme,
zu denen auch &os; gehört.
Der X
Protokollstandard wird von der
X.org Foundation definiert
und liegt aktuell in Version 11 Relase &xorg.version; vor und wird
häufig auch nur als X11 bezeichnet.Das X Window System wurde für viele verschiedene
Architekturen und Betriebssysteme implementiert. Eine
serverseitige Implementierung wird dabei als
X-Server bezeichnet.Welche X-Implementierungen sind für &os;
verfügbar?Früher war &xfree86;, die X-Implementierung des
XFree86
Projects, Inc., der Standard unter &os;. Dieser
X-Server wurde bis einschließlich &os;
Version 4.10 und 5.2 als Standard-X-Server installiert.
Die von &xorg; veröffentlichte Implementierung diente
nur als Referenzplattform, weil der verwendete Code
über die Jahre sehr ineffizient geworden war.Anfang 2004 verließen einige Entwickler das
XFree86 Project, um fortan &xorg; direkt zu
unterstützen. Der Grund dafür waren
Meinungsverschiedenheiten über die Geschwindigkeit
der Weiterentwicklung, die zukünftige Ausrichtung des
Projekts sowie persönliche Differenzen. Zur gleichen
Zeit aktualisierte &xorg; ihren Quellcodebaum auf die
&xfree86;-Version 4.3.99.903,
brachte viele Änderungen, die bisher getrennt verwaltet
worden waren, in das Projekt ein und veröffentlichte
das Paket als X11R6.7.0, bevor
&xfree86; die Lizenz änderte. Ein seperates, aber
mit &xorg; verbundenes Projekt,
freedesktop.org
(oder fd.o), arbeitet an einer
Überarbeitung des ursprünglichen &xfree86;-Codes,
um einerseits mehr Rechenarbeit an die Grafikkarten zu
übertragen (mit dem Ziel einer deutlich erhöhten
Geschwindigkeit) und andererseits den Code zu modularisieren
(mit dem Ziel einer verbesserten Wartung, einer schnelleren
Entwicklung sowie einer vereinfachten Konfiguration). &xorg;
plant, die Weiterentwicklungen von freedesktop.org in seine
zukünftigen Versionen zu integrieren.Seit Juli 2004 ist &xorg; der Standard-X-Server für
&os;. Die &xfree86;-Ports
(x11/XFree86-4)
sind aber weiterhin über die Ports-Sammlung
verfügbar.Weitere Informationen zum X Window System finden Sie im
X11-Kapitel des
FreeBSD-Handbuchs.Der vorletzte Absatz beschreibt nur die
Standardeinstellung. Es ist nach wie vor möglich,
beide Implementierungen unter &os; zu verwenden. Lesen
Sie dazu die Anweisungen im Eintrag vom 23.07.2004 in
der Datei /usr/ports/UPDATING.Beachten Sie, dass es derzeit nicht möglich ist,
Teile aus beiden Implementierungen parallel zu verwenden.
Sie müssen sich also für eine der beiden
Implementierungen entscheiden.Funktionieren meine Programme auch mit der
&xorg;-Implementierung noch?Der &xorg;-Server basiert auf der gleichen
X11R6-Spezifikation, die auch &xfree86; verwendet, daher
sollte ein Großteil der Anwendungen problemlos
funktionieren. Einige selten verwendete Protokolle werden
allerdings nicht mehr unterstützt
(XIE, PEX, sowie
lbxproxy). Die beiden ersten Protokolle
wurden allerdings auch vom &xfree86;-Port nicht
unterstützt.Warum hat sich das X Project überhaupt
aufgespalten?Diese Frage ist nicht &os;-spezifisch. Es gibt zu
diesem Thema umfangreiche Postings in diversen
Mailinglist-Archiven. Suchen Sie daher über eine
Suchmaschine danach, statt diese Frage auf einer
&os;-Mailingliste zu stellen.Warum hat sich &os; für &xorg; als Standard-X-Server
entschieden?Die Entwickler von &xorg; geben an, dass sie neue
Versionen rascher veröffentlichen und neue Eigenschaften
schneller implementieren wollen. Außerdem verwenden
sie nach wie vor die traditionelle X-Lizenz, während
&xfree86; nun eine veränderte Version benutzt.Diese Entscheidung wird nach wie vor heftig
diskutiert. Nur die Zeit wird zeigen, welche
Implementierung technisch überlegen ist. Jeder
&os;-Benutzer hat aber die freie Wahl zwischen den
beiden Implementierungen.Ich möchte X benutzen, was muss ich
tun?Wenn Sie X auf einem existierenden System installieren
wollen, sollten Sie den Meta-Port
x11/xorg verwenden, der
alle benötigen Komponenten baut und installiert.Lesen Sie danach die Dokumentation zu
&man.xorgconfig.1;, das Sie bei der Konfiguration des
X-Servers für Ihre Grafikkarte, Maus usw.
unterstützt. Bevorzugen Sie eine grafische
Konfigurationsoberfläche, sollten Sie sich
&man.xorgcfg.1; ansehen.Weitere Informationen finden sich im Abschnitt X11 des
FreeBSD-Handbuchs.Evtentuell möchten Sie sich auch den Xaccel-Server
ansehen. Nähere Details finden Sie im
Abschnitt über Xi
Graphics.Ich habe versucht, X zu starten,
aber wenn ich startx eingebe, erhalte
ich die Fehlermeldung KDENABIO failed
(Operation not permitted). Was soll ich jetzt
machen?Das System läuft auf einer erhöhten
Sicherheitsstufe (securelevel).
X kann auf einer erhöhten Sicherheitsstufe nicht
gestartet werden, weil X dazu Schreibzugriff auf
/dev/io benötigt. Lesen Sie dazu
auch &man.init.8;.Die Frage ist also eigentlich, was Sie anders machen
sollten. Sie haben zwei Möglichkeiten: Setzen Sie
die Sicherheitsstufe wieder zurück auf 0 (die
Einstellung erfolgt in der Regel in
/etc/rc.conf) oder starten Sie
&man.xdm.1; während des Starts des Systems, bevor die
Sicherheitsstufe erhöht wird.Der Abschnitt enthält
Informationen darüber, wie Sie &man.xdm.1; beim Start
des Systems starten können.Warum funktioniert meine Maus unter X nicht?Wenn Sie syscons (den Standard-Konsoltreiber)
benutzen, können Sie FreeBSD so konfigurieren,
dass auf jedem virtuellen Bildschirm ein Mauszeiger
unterstützt wird. Um Konflikte mit X zu vermeiden,
unterstützt syscons ein virtuelles Gerät mit dem
Namen /dev/sysmouse. Über
dieses virtuelle Gerät können andere Programme
alle Mausbewegungen und Mausclicks im MouseSystems-Format
mitlesen. Falls Sie Ihre Maus auf einer oder mehreren
virtuellen Konsolen und X
benutzen wollen, sollten Sie zunächst lesen und dann
moused installieren.Die Datei /etc/X11/xorg.conf sollte
die folgenden Einträge enthalten:Section "InputDevice"
Option "Protocol" "SysMouse"
Option "Device" "/dev/sysmouse"
.....Einige Leute ziehen es vor, unter X
/dev/mouse zu benutzen. Hierzu
sollte /dev/mouse nach
/dev/sysmouse gelinkt werden:&prompt.root; cd /dev
&prompt.root; rm -f mouse
&prompt.root; ln -s sysmouse mouseKann ich meine Rad-Maus auch unter X benutzen?Ja.Dazu müssen Sie X nur mitteilen, dass Sie eine
Maus mit 5 Tasten haben. Dazu fügen Sie die Zeilen
Buttons 5 sowie
ZAxisMapping 4 5 in den Abschnitt
InputDevice der Datei
/etc/X11/xorg.conf ein. Das
Beispiel zeigt, wie ein solcher Abschnitt aussehen
könnte.Abschnitt InputDevice für
Rad-Mäuse in der Konfigurationsdatei von
&xorg;Section "InputDevice"
Identifier "Mouse1"
Driver "mouse"
Option "Protocol" "auto"
Option "Device" "/dev/sysmouse"
Option "Buttons" "5"
Option "ZAxisMapping" "4 5"
EndSection .emacs Beispiel für
seitenweises Blättern mit einer
Rad-Maus (optional);; wheel mouse
(global-set-key [mouse-4] 'scroll-down)
(global-set-key [mouse-5] 'scroll-up)X verbietet Verbindungen von entfernten Systemen!Aus Sicherheitsgründen verbietet der X-Server
in der Voreinstellung Verbindungen von entfernten
Systemen.Starten Sie den X-Server mit der Option
, wenn Sie Verbindungen von
entfernten Systemen erlauben wollen:&prompt.user;
startx -listen_tcpWieso funktionieren Menüs und Dialoge in X nicht
richtig?Versuchen Sie, die Num Lock-Taste
auszustellen.Falls Ihre Num Lock-Taste beim Booten
standardmäßig eingeschaltet ist, sollten Sie
die folgende Zeile in den Abschnitt
Keyboard der Datei
/etc/X11/xorg.conf einfügen:
# Let the server do the NumLock processing. This should only be
# required when using pre-R6 clients
ServerNumLock
Was ist eine virtuelle Konsole und wie erstelle ich
mehr?Mit virtuellen Konsolen können Sie mehrere
simultane Sitzungen auf einer Maschine laufen lassen, ohne
so komplizierte Dinge wie die Einrichtung eines Netzwerkes
oder die Benutzung von X zu benötigen.Wenn das System startet, wird es nach der Anzeige
aller Bootmeldungen eine Eingabeaufforderung auf dem
Bildschirm anzeigen. Sie können dann auf der ersten
virtuellen Konsole Ihren Benutzernamen und das Passwort
eingeben und anfangen, zu arbeiten (oder zu
spielen!).Gelegentlich möchten Sie möglicherweise eine
weitere Sitzung starten wollen, vielleicht, um die
Dokumentation zu einem Programm, das Sie gerade benutzen,
einzusehen, oder, um Ihre Mails zu lesen, während Sie
auf das Ende einer FTP-Übertragung warten.
Drücken Sie einfach AltF2 (halten Sie die Alt-Taste
gedrückt und drücken Sie die Taste F2)
und Sie gelangen zur Anmelde-Aufforderung auf der zweiten
virtuellen Konsole! Wenn Sie zurück
zur ersten Sitzung möchten, drücken Sie
AltF1.Die Standardinstallation von FreeBSD bietet acht
aktivierte virtuelle Konsolen. Mit
AltF1,
AltF2,
AltF3
und so weiter wechseln Sie zwischen diesen
virtuellen Konsolen.Um mehr von ihnen zu aktivieren, editieren Sie
/etc/ttys und fügen
Einträge für ttyv4 bis
zu ttyvc nach dem Kommentar zu
virtuellen Terminals ein:
# Edit the existing entry for ttyv3 in /etc/ttys and change
# "off" to "on".
ttyv3 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv4 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv5 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv6 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv7 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv8 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv9 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyva "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyvb "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
Benutzen Sie so wenig oder soviele, wie Sie
möchten. Je mehr virtuelle Terminals Sie benutzen,
desto mehr Ressourcen werden gebraucht; das kann wichtig
sein, wenn Sie 8MB RAM oder weniger besitzen. Sie
können auch secure in
insecure ändern.Wenn Sie einen X-Server benutzen möchten,
müssen Sie mindestens ein
virtuelles Terminal unbenutzt (oder ausgeschaltet)
lassen damit der Server es benutzen kann. Das
heißt, dass Sie Pech haben, wenn Sie für
jede Ihrer 12 Alt-Funktionstasten eine
Anmeldeaufforderung haben möchten - Sie können
das nur für elf von ihnen tun, wenn Sie einen
X-Server auf derselben Maschine laufen lassen
möchten.Der einfachste Weg, eine Konsole zu deaktivieren, ist,
sie auszuschalten. Wenn Sie zum Beispiel die oben
erwähnte volle Zuordnung aller 12 Terminals
hätten, müssten Sie die Einstellung
für das virtuelle Terminal 12 von:ttyvb "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on securein:ttyvb "/usr/libexec/getty Pc" cons25 off secureändern.Wenn Ihre Tastatur nur über zehn Funktionstasten
verfügt, bedeutet das:
ttyv9 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 off secure
ttyva "/usr/libexec/getty Pc" cons25 off secure
ttyvb "/usr/libexec/getty Pc" cons25 off secure
(Sie können diese Zeilen auch einfach
löschen.)Die einfachste (und sauberste) Möglichkeit, die
virtuellen Konsolen zu aktivieren, ist, zu rebooten. Wenn
Sie jedoch auf keinen Fall rebooten möchten,
können Sie auch einfach das X Window System
herunterfahren und als root&prompt.root; kill -HUP 1ausführen.Es ist unbedingt erforderlich, dass Sie das X
Window System vollständig herunterfahren, falls es
läuft. Falls Sie es nicht tun, könnte es sein,
dass sich ihr System nach der Eingabe des
kill-Befehls aufhängt.Wie greife ich von X aus auf virtuelle Konsolen
zu?Benutzen Sie
CtrlAltFn
um auf eine virtuelle Konsole umzuschalten. Mit
CtrlAltF1
würden Sie zur ersten virtuellen Konsole
umschalten.Sobald Sie auf eine virtuelle Konsole umgeschaltet
haben, können Sie ganz normal
AltFn
benutzen, um zwischen den einzelnen virtuellen Konsolen
umzuschalten.Um zu Ihrer X-Sitzung zurückzukehren, müssen
Sie auf die virtuelle Konsole umschalten, auf der X
läuft. Wenn Sie X über der Eingabeaufforderung
gestartet haben (z.B. mit startx),
benutzt X die nächste freie virtuelle Konsole und
nicht die Konsole, von der es gestartet wurde. Wenn Sie
acht aktive virtuelle Konsole haben, dann wird X die
neunte benutzen und Sie können mit AltF9
umschalten.Wie starte ich XDM beim Booten?Es gibt zwei Denkansätze, wie
&man.xdm.1; zu starten ist. Bei dem einen wird
xdm unter Nutzung des mitgelieferten
Beispiels über /etc/ttys
(&man.ttys.5;) gestartet, während beim zweiten Ansatz
rc.local (&man.rc.8;) oder das
Skript X.sh im Verzeichnis
/usr/local/etc/rc.d verwendet wird.
Beide Ansätze sind gleichwertig und der eine
wird in Situationen funktionieren, in denen der andere es
nicht tut. In beiden Fällen ist das Ergebnis das
gleiche: X liefert eine graphische
Anmeldeaufforderung.Die ttys-Methode hat den Vorteil, dass
dokumentiert ist, auf welchem vty X gestartet wird und der
Neustart des X-Servers beim Abmelden an init
übergeben wird. Die rc.local-Methode erleichtert ein
Killen von xdm, falls Probleme beim Start des X-Servers
auftreten sollten.Beim Laden von rc.local sollte xdm
ohne irgendwelche Argumente (das heißt als Daemon)
gestartet werden. xdm muss gestartet werden NACHDEM getty
läuft, andernfalls entsteht ein Konflikt zwischen
getty und xdm und die Konsole bleibt gesperrt. Der beste
Weg, um dies zu vermeiden, ist, das Skript für etwa
zehn Sekunden anzuhalten und dann xdm zu starten.Wenn Sie xdm durch einen Eintrag in
/etc/ttys starten lassen, kann es zu
einem Konflikt zwischen xdm und
&man.getty.8; kommen. Um dieses Problem zu
vermeiden, sollten Sie die Nummer des
vt in die Datei
/usr/local/lib/X11/xdm/Xservers
eintragen.:0 local /usr/local/bin/X vt4Diese Zeile führt dazu, dass der X Server
/dev/ttyv3 nutzt. Die beiden Zahlen
weichen voneinander ab: Der X-Server beginnt die
Zählung der vty bei 1, während der
FreeBSD-Kernel bei 0 beginnt.Wieso erhalte ich die Meldung Couldn't open
console, wenn ich xconsole benutze?Wenn Sie X mit
startx starten, werden die
Zugriffsrechte für
/dev/console leider
nicht geändert, was dazu
führt, dass Dinge wie xterm
-C und xconsole nicht
funktionieren.Das hängt damit zusammen, wie die Zugriffsrechte
für die Konsole standardmäßig gesetzt
sind. Auf einem Mehrbenutzersystem möchte man nicht
unbedingt, dass jeder Benutzer einfach auf die
Systemkonsole schreiben kann. Für Benutzer, die sich
auf einer Maschine direkt mit einem VTY anmelden,
existiert die Datei &man.fbtab.5;, um
derartige Probleme zu lösen.In Kürze: sorgen Sie dafür, dass sich
eine nicht auskommentierte Zeile der Form/dev/ttyv0 0600 /dev/consolein der Datei /etc/fbtab befindet.
Das sorgt dafür, dass wer auch immer sich auf
/dev/ttyv0 anmeldet, auch die Konsole
besitzt.Früher konnte ich &xfree86; als normaler User
starten. Warum sagt mir das System jetzt, dass ich
root sein muss?Alle X-Server müssen mit der ID
root laufen, um direkt auf die
Videohardware zuzugreifen. Die älteren Versionen von
&xfree86; (bis einschließlich 3.3.6) installierten
alle mitgelieferten Server so, dass sie automatisch
unter ID root ausgeführt werden
(setuid to root). Dies stellt
natürlich eine Gefahrenquelle dar, da die X-Server
große, komplexe Programme sind. Alle neueren
Versionen von &xfree86; installieren die Server aus genau
diesem Grund nicht mehr "setuid
root".Es ist natürlich nicht tragbar, den X-Server
immer mit der ID root laufen zu
lassen; auch aus Gründen der Sicherheit ist es keine
gute Idee. Es gibt zwei Möglichkeiten, um X auch als
normaler Benutzer starten zu können. Die erste ist
die Verwendung von xdm oder eines
ähnlichen Programms; die zweite ist die Benutzer von
Xwrapper.xdm ist ein ständig laufendes
Programm, mit dem Logins über eine graphische
Benutzeroberfläche sind. Es wird normalerweise beim
Systemstart initialisiert und für die
Authentifizierung der Benutzer und den Start ihrer
Sitzungen verantwortlich. Es ist also die graphische
Entsprechung von &man.getty.8; und &man.login.1;.
Weitere Informationen zum Thema xdm
finden Sie in der &xfree86;
Dokumentation und dem entsprechenden FAQ-Eintrag.Xwrapper ist eine
Hülle für den X-Server. Mit
diesem kleinen Utility ist es möglich, manuell den
X-Server zu starten und weiterhin eine annehmbare
Sicherheit zu haben. Das Tools prüft, ob die per
Kommandozeile übergebenen Argumente halbwegs sinnvoll
sind. Wenn dies der Fall ist, startet es den
entsprechenden X-Server. Wenn Sie (aus welchem Grund auch
immer) keine graphische Anmeldung wollen, ist
Xwrapper die optimale Lösung.
Wenn Sie die vollständige Ports-Sammlung installiert
haben, finden Sie das Tool im Verzeichnis
/usr/ports/x11/wrapper.Warum funktioniert meine PS/2-Maus nicht
richtig?Ihre Maus und der Maustreiber sind etwas aus der
Synchronisation geraten.In seltenen Fällen kann es jedoch sein,
dass der Treiber fälschlicherweise
Synchronisationsprobleme meldet und Sie in den
Kernelmeldungen folgendes sehen:psmintr: out of sync (xxxx != yyyy)und Ihre Maus nicht richtig zu funktionieren
scheint.Falls das passiert, deaktivieren Sie den Code zur
Überprüfung der Synchronisation, indem Sie die
Treiberangaben für den PS/2-Maustreiber auf 0x100
setzen. Rufen Sie UserConfig durch
Angabe der Option am Boot-Prompt
auf:boot: -cGeben sie dann in der Kommandozeile von
UserConfig folgendes ein:UserConfig> flags psm0 0x100
UserConfig> quitMeine PS/2-Maus von MouseSystems scheint nicht zu
funktionieren.Es wurde berichtet, dass einige Modelle der
PS/2-Mäuse von MouseSystems nur funktionieren, wenn
sie im hochauflösenden Modus betrieben
werden. Andernfalls springt der Mauszeiger sehr oft in
die linke obere Ecke des Bildschirms.Das Flag 0x04 des Maustreibers bringt die Maus
in den hochauflösenden Modus. Rufen Sie
UserConfig durch Angabe der Option
am Boot-Prompt auf:boot: -cGeben sie dann in der Kommandozeile von
UserConfig folgendes ein:UserConfig> flags psm0 0x04
UserConfig> quitLesen Sie den vorigen Abschnitt über eine andere
mögliche Ursache für Probleme mit der
Maus.Wie kann ich einen anderen X-Server installieren?&os;-Versionen vor 5.3 verwendeten
&xfree86; 4.X als
Standard-X-Server. Seither wird
&xorg; als
Standard-X-Server verwendet. Wenn Sie einen anderen
X-Server installieren wollen,
müssen Sie die folgende Zeile in Ihre
/etc/make.conf einfügen. (Existiert
die Datei nicht, müssen Sie sie zuvor anlegen.)X_WINDOW_SYSTEM= xorgDiese Variable kann die Werte xorg,
xfree86-4, oder
xfree86-3 annehmen.Wie vertausche ich die Maustasten?Benutzen Sie den Befehl xmodmap -e "pointer =
3 2 1" in Ihrer .xinitrc
oder .xsession.Wie installiere ich einen Splash-Screen und wo finde
ich sie?&os; erlaubt die Anzeige von
Splash-Screens während des
Bootvorganges. Die Splash-Screens dürfen
Bitmaps mit 256 Farben
(*.BMP) oder ZSoft-PCX-Dateien
*.PCX) sein. Damit sie mit normalen
VGA-Karten dargestellt werden können, darf die
Größe 320x200 Bildpunkte nicht
überschreiten. Wenn Sie in ihrem Kernel die
VESA-Unterstützung eingebunden haben, beträgt
die maximale Größe 1024x768 Pixel.
Die derzeitige VESA-Unterstützung kann entweder direkt
durch die Kernelkonfigurationsoption
VESA in den Kernel eingebunden werden,
oder durch das Laden des VESA-kld-Moduls während des
Bootens.Um einen Splash-Screen zu benutzen, müssen Sie die
Startdateien, die den Bootprozess von &os; kontrollieren,
modifizieren.Dazu müssen Sie die Datei
/boot/loader.rc erstellen, die
die folgenden Zeilen enthält:include /boot/loader.4th
startAußerdem benötigen Sie die Datei
/boot/loader.conf, die die
folgenden Zeilen enthält:splash_bmp_load="YES"
bitmap_load="YES"Dies setzt voraus, dass Sie
/boot/splash.bmp als Ihren
Splash-Screen benutzen. Wenn Sie lieber eine
PCX-Datei benutzen wollen, dann kopieren Sie sie nach
/boot/splash.pcx, erstellen Sie
eine Datei /boot/loader.rc, wie
oben beschrieben und eine Datei
/boot/loader.conf, die folgendes
enthält:splash_pcx_load="YES"
bitmap_load="YES"
bitmap_name="/boot/splash.pcx"Alles, was Sie nun brauchen, ist ein Splash-Screen.
Hierzu können Sie durch die Gallerie bei
surfen.Kann ich die &windows;-Tasten unter X
benutzen?Ja, Sie müssen lediglich mit &man.xmodmap.1;
festlegen, welche Aktion diese Tasten auslösen
sollen.Unter der Annahme, dass alle &windows;
Tastaturen dem Standard entsprechen, lauten die Keycodes
für die drei Tasten115 - &windows;-Taste zwischen den
Alt- und
Strg-Tasten auf der linken Seite116 - &windows;-Taste rechts von der
AltGr-Taste117 - Menü-Taste, links von der
rechten Strg-TasteNach der folgenden Anweisung erzeugt die linke
&windows;-Taste ein Komma.&prompt.root; xmodmap -e "keycode 115 = comma"Sie werden Ihren Window Manager wahrscheinlich neu
starten müssen, damit diese Einstellung wirksam
wird.Um die neue Belegung der &windows;-Tasten automatisch
beim Start von X zu erhalten, könnten Sie
entsprechende xmodmap Anweisungen in
ihre ~/.xinitrc einfügen. Die
bevorzugte Variante ist aber, eine Datei mit dem Namen
~/.xmodmaprc zu erzeugen, die nur die
Parameter für den Aufruf von
xmodmap enthält. Wenn Sie mehrere
Tasten umdefinieren wollen, muss jede Definition in
eine eigene Zeile gesetzt werden. Weiterhin müssen
Sie in Ihrer ~/.xinitrc noch die
folgende Zeile einfügen:xmodmap $HOME/.xmodmaprcSie könnten die drei Tasten zum Beispiel mit den
Funktionen F13, F14 und
F15 belegen. Dadurch ist es sehr
einfach, diese Tasten mit nützlichen Funktionen eines
Programmes oder Desktops zu verknüpfen.Falls Sie das auch tun wollen, sollten in Ihrer
~/.xmodmaprc die folgenden
Anweisungen stehen.
keycode 115 = F13
keycode 116 = F14
keycode 117 = F15
Falls Sie zum Beispiel fvwm2
benutzen, können Sie ihn so einstellen, dass
F13 das Fenster unter dem Mauszeiger
minimiert bzw. maximiert. F14 holt das
Fenster unter dem Mauszeiger in den Vordergrund bzw.
ganz nach hinten, wenn es bereits im Vordergrund ist.
F15 öffnet das Arbeitsplatz
(Programme) Menü, auch wenn der Cursor nicht auf den
Hintergrund zeigt. Dies ist extrem praktisch, wenn der
gesamte Bildschirm von Fenster belegt wird; als kleiner
Bonus gibt es sogar einen Zusammenhang zwischen dem Symbol
auf der Taste und der durchgeführten Aktion.Dieses Verhalten kann man mit den folgenden
Einträgen in der Datei ~/.fvwmrc
erhalten:
Key F13 FTIWS A Iconify
Key F14 FTIWS A RaiseLower
Key F15 A A Menu Workplace Nop
Wird 3D Hardware Beschleunigung für &opengl;
unterstützt?Dies hängt davon ab, welche Version von &xfree86;
oder &xorg; und welche Grafikkarte Sie verwenden.
Wenn Sie eine Karte mit NVIDIA-Chipsatz besitzen, benutzen
Sie die binären Treiber für FreeBSD, die Sie auf der
Drivers-Seite von NVIDEA finden.
Wenn Sie &xfree86;-4 oder &xorg; mit Grafikkarten wie
der Matrox G200/G400, ATI Rage 128/Radeon, oder 3dfx
Voodoo 3, 4, 5, und Banshee einsetzen, erhalten Sie
weitere Informationen auf der Webseite &xfree86;-4
Direct Rendering on FreeBSD.NetzwerkeWoher kann ich Informationen über Diskless
Booting bekommen?Diskless Booting bedeutet, dass
die FreeBSD-Maschine über ein Netzwerk gebootet wird
und die notwendigen Dateien von einem Server anstatt von
der Festplatte liest. Vollständige Details finden
Sie im Handbucheintrag
über den plattenlosen Betrieb.Kann eine FreeBSD-Maschine als Netzwerkrouter genutzt
werden?Ja. Genaue Informationen zu diesem Thema finden Sie
im Abschnitt
Gateways und Routen des Handbuchkapitels
Weiterführende Netzwerkthemen.Kann ich meine &windows;-Maschine über FreeBSD ans
Internet anbinden?Personen, die diese Frage stellen, haben
typischerweise zwei PCs zu Hause: einen mit FreeBSD und
einen mit einer &windows;-Variante. Die Idee ist, die
FreeBSD-Maschine an das Internet anzubinden, um in der
Lage zu sein, von der &windows;-Maschine über die
FreeBSD-Maschine auf das Internet zuzugreifen. Das
ist tatsächlich nur ein Spezialfall der vorherigen
Frage.Das User-Mode &man.ppp.8; von &os; kennt die Option
. Wenn Sie &man.ppp.8; mit der Option
starten, in
/etc/rc.conf die Variable
gateway_enable auf
YES setzen und Ihre &windows;-Maschine
korrekt konfigurieren, sollte das hervorragend
funktionieren. Weitere Informationen erhalten Sie
in der Hilfeseite &man.ppp.8; oder im
Abschnitt
User-PPP des Handbuchs.Wenn Sie Kernel-Mode PPP verwenden oder ihre
Verbindung zum Internet über Ethernet erstellt
wurde, müssen Sie &man.natd.8; verwenden. Weitere
Informationen dazu finden Sie im natd-Abschnitt
des Handbuchs.Unterstützt FreeBSD SLIP und PPP?Ja. Lesen Sie die Manualpages &man.slattach.8;,
&man.sliplogin.8;, &man.pppd.8; und &man.ppp.8;.
&man.ppp.8; und &man.pppd.8; liefern Unterstützung
sowohl für eingehende, als auch ausgehende
Verbindungen. &man.sliplogin.8; behandelt
ausschließlich eingehende Verbindungen und
&man.slattach.8; behandelt ausschließlich ausgehende
Verbindungen.Diese Programme werden im Abschnitt PPP und SLIP
des Handbuchs beschrieben.Falls Sie nur durch einen Shell-Account
Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich einmal das
Package net/slirp an.
Es kann Ihnen (eingeschränkten) Zugang zu Diensten
wie ftp und http direkt von Ihrer lokalen Maschine aus
ermöglichen.Unterstützt FreeBSD NAT oder
Masquerading?Ja. Wenn Sie NAT über eine User-PPP-Verbindung
einsetzen wollen, lesen Sie bitte den User-PPP Abschnitt
des Handbuchs. Wollen Sie NAT über eine andere
Verbindung einsetzen, lesen Sie bitte den
NATD Abschnit
des Handbuchs.Wie verbinde ich zwei FreeBSD-Maschinen mit PLIP
über die parallele Schnittstelle?Dieses Thema wird im Handbuch-Kapitel PLIP
behandelt.Wieso kann ich das Gerät
/dev/ed0 nicht erstellen?Weil das nicht notwendig ist. Bei Berkeley-basierten
Netzwerkimplementationen kann nur vom Kernel-Code aus
direkt auf Netzwerkkarten zugegriffen werden. Zur
weiteren Information lesen Sie bitte die Datei
/etc/rc.network und die Manualpages
zu den unterschiedlichen Netzwerkprogrammen, die dort
erwähnt werden. Falls Sie danach total verwirrt
sind, sollten Sie sich ein Buch besorgen, das die
Netzwerkadministration auf einem anderen
BSD-ähnlichen Betriebssystem beschreibt; mit wenigen
signifikanten Ausnahmen gleicht die Netzwerkadministration
auf FreeBSD im Grunde der auf &sunos; 4.0 oder
Ultrix.Wie kann ich Ethernet-Aliase einrichten?Wenn sich die zweite Adresse im gleichen Subnetz
befindet wie eine der Adressen, die bereits auf dem
Interface konfiguriert sind, benutzen Sie netmask
0xffffffff in Ihrer &man.ifconfig.8;
Befehlszeile, wie z.B.:&prompt.root; ifconfig ed0 alias 204.141.95.2 netmask 0xffffffffAndernfalls geben sie die Adresse und die Netzmaske so
an, wie sie es bei einem normalen Interface auch tun
würden:&prompt.root; ifconfig ed0 alias 172.16.141.5 netmask 0xffffff00Wie bringe ich meine 3C503 dazu, den anderen
Anschluss zu benutzen?Wenn Sie die anderen Anschlüsse benutzen
möchten, müssen Sie einen zusätzlichen
Parameter in der &man.ifconfig.8;-Befehlszeile
spezifizieren. Der Standard-Anschluss ist
link0. Um den AUI-Anschluss
anstelle des BNC-Anschlusses zu verwenden, benutzen Sie
link2. Diese Angaben sollten durch
Benutzung der Variablen ifconfig_* in der Datei
/etc/rc.conf spezifiziert
werden.Warum habe ich Probleme mit NFS und FreeBSD?Gewisse PC-Netzwerkkarten sind (um es gelinde
auszudrücken) besser als andere und können
manchmal Probleme mit netzwerkintensiven Anwendungen wie
NFS verursachen.Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie
im
Handbucheintrag zu NFS.Warum kann ich per NFS nicht von einer &linux;-Maschine
mounten?Einige Versionen des NFS-Codes von &linux; akzeptieren
Mount-Requests nur von einem privilegierten Port.
Versuchen Sie&prompt.root; mount -o -P linuxbox:/blah /mntWarum kann ich per NFS nicht von einer Sun-Maschine
mounten?Sun Workstations mit &sunos; 4.X akzeptieren
Mount-Requests nur von einem privilegierten Port.
Versuchen Sie&prompt.root; mount -o -P sunbox:/blah /mntWarum meldet mir mountd auf meinem
FreeBSD NFS-Server ständig can't change
attributes und bad exports
list?Die häufigste Ursache für dieses Problem
ist, dass Sie den Aufbau der &man.exports.5; nicht
oder nicht richtig verstanden haben. Überprüfen
Sie Ihre &man.exports.5; und lesen das Kapitel NFS im
Handbuch, speziell den Abschnitt
Konfiguration.Warum habe ich Probleme, per PPP mit NeXTStep-Maschinen zu
kommunizieren?Versuchen Sie, die TCP-Erweiterung in
/etc/rc.conf zu deaktivieren, indem
Sie die folgende Variable auf NO setzen:tcp_extensions=NOXylogic's Annex-Maschinen arbeiten hier auch
fehlerhaft und Sie müssen die obige Änderung
benutzen, um über Sie Verbindungen
herzustellen.Wie aktiviere ich die Unterstützung für
IP-Multicast?Multicast-Host-Funktionen werden standardmäßig
unterstützt. Wenn Sie Ihre Maschine als Multicast-Router
betreiben wollen, müssen Sie Ihren Kernel mit der Option
MROUTING neu kompilieren und
&man.mrouted.8; starten. Wenn Sie die Variable
mrouted_enable in der Datei
/etc/rc.conf auf
"YES" setzen, wird &man.mrouted.8;
während des Systemstart automatisch gestartet.MBONE-Tools sind in ihrer eigenen Ports-Kategorie
mbone
verfügbar. Schauen Sie dort nach, wenn Sie die
Konferenztools vic und
vat suchen!Welche Netzwerkkarten basieren auf dem
DEC-PCI-Chipsatz?Hier ist eine von Glen Foster
gfoster@driver.nsta.org zusammengetragene
Liste mit einigen aktuellen Ergänzungen:
Warum muss ich für Hosts auf meiner Site den
FQDN benutzen?Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass der
Host sich tatsächlich in einer anderen Domäne
befindet; wenn Sie sich zum Beispiel in foo.example.org
befinden und einen Host namens mumble in
der Domäne example.org erreichen wollen,
werden Sie den fully-qualified Domainnamen mumble.example.org, anstatt nur
mumble benutzen müssen.Traditionell war dies bei BSD-BIND-Resolvern erlaubt.
Die aktuelle Version von bind,
die mit FreeBSD ausgeliefert wird, ermöglicht jedoch
nicht mehr die standardmäßige Abkürzung
von nicht-fully-qualified Domainnamen für andere als
ihre eigene Domäne. Ein nicht-qualifizierter Host
mumble muss also entweder als
mumble.foo.example.org gefunden
werden, oder er wird in der Hauptdomäne
gesucht.Dies unterscheidet sich vom vorherigen Verhalten, wo
die Suche über mumble.example.org und mumble.edu fortgesetzt wurde.
Werfen Sie einen Blick in RFC 1535, um zu erfahren, warum
dies als schlechter Stil oder sogar als eine
Sicherheitslücke betrachtet wurde.Als Abhilfe können Sie die Zeilesearch foo.example.org example.organstelle der vorherigendomain foo.example.orgin Ihre Datei /etc/resolv.conf
einfügen. Stellen Sie jedoch sicher, dass die
Suchreihenfolge nicht über die Grenze zwischen
lokaler und öffentlicher Administration, wie
RFC 1535 sie nennt, hinausreicht.Wieso erhalte ich bei allen Netzwerkoperationen die
Meldung Permission denied?Dieses Problem kann auftreten, wenn Sie einen Kernel
mit der Option IPFIREWALL erstellt
haben. In der Voreinstellung werden alle Pakete, die
nicht explizit erlaubt wurden, blockiert.Falls sie Ihr System unbeabsichtigt als Firewall
konfiguriert haben, können Sie die
Netzwerkfunktionalität wiederherstellen, indem Sie
als root folgendes eingeben:&prompt.root; ipfw add 65534 allow all from any to anySie können in /etc/rc.conf
auch firewall_type="open"
setzen.Weitere Informationen über die Konfiguration
einer FreeBSD-Firewall finden Sie im Kapitel Firewalls
des Handbuchs.Wie viele Einbußen zieht IPFW nach sich?Diese Frage wird im Handbuch-Kapitel Firewalls im
Abschnitt IPFW
Overhead und Optimierung ausführlich
behandelt.Warum kann ich bei &man.ipfw.8; einen Dienst nicht mit
fwd auf eine andere Maschine
umlenken?Der wahrscheinlichste Grund ist, dass Sie Network
Address Translation (NAT) brauchen und nicht die einfache
Weiterleitung von Pakete. Die fwd
Anweisung macht genau das, was da steht: Sie leitet
Pakete weiter; die Daten in den Paketen werden aber nicht
verändert. Ein Beispiel:01000 fwd 10.0.0.1 from any to foo 21Wenn ein Paket mit dem Ziel
foo die Maschine mit dieser
Regel erreicht, wird das Paket an
10.0.0.1 weitergeleitet; die
Zieladresse im Paket lautet aber immer noch
foo! Die Zieladresse wird
nicht in
10.0.0.1 geändert. Die
meisten Rechner werden allerdings Pakete verwerfen, wenn
die Zieladresse des Paketes nicht mit der Adresse des
Rechners übereinstimmt. Das ist der Grund, warum
eine fwd Regel oft nicht den Effekt hat,
den der Benutzer wollte. Dieses Verhalten ist aber kein
Fehler, sondern erwünscht.Wenn Sie einen Dienst auf eine andere Maschine
umleiten wollen, sollten Sie sich den FAQ-Eintrag über die
Umleitung von Diensten oder die Online-Hilfe zu
&man.natd.8; durchlesen. Auch in der Ports Sammlung sind diverse
Hilfsprogramme für diesen Zweck enthalten.Wie kann ich Service-Requests von einer Maschine auf
eine andere umleiten?Sie können FTP-Requests (und andere Dienste) mit
dem Package socket umleiten, das im
Ports-Tree in der Kategorie sysutils
verfügbar ist. Ersetzen sie die Befehlszeile
für den Dienst einfach so, dass stattdessen
socket aufgerufen wird, zum Beispiel so:ftp stream tcp nowait nobody /usr/local/bin/socket socket ftp.example.comftpwobei ftp.example.com und
ftp entsprechend der Host und
der Port sind, wohin umgeleitet werden soll.Woher kann ich ein Bandbreiten-Managementtool
bekommen?Für FreeBSD gibt es drei
Bandbreiten-Managementtools. &man.dummynet.4; ist als
Teil von &man.ipfw.4; in FreeBSD integriert.
ALTQ
ist für FreeBSD 4.X kostenlos verfügbar und
seit FreeBSD 5.X als Bestandteil von &man.pf.4; im
Basissystem enthalten. Bei Bandwidth Manager von Emerging Technologies
handelt es sich hingegen um ein kommerzielles Produkt.Warum erhalte ich die Meldung /dev/bpf0:
device not configured?Der Berkeley-Paket-Filter (&man.bpf.4;) muss in
den Kernel eingebunden werden, bevor er von einem
Programme aus genutzt werden kann. Fügen Sie
folgendes zu Ihrer Kernelkonfigurationsdatei hinzu und
erstellen Sie einen neuen Kernel:pseudo-device bpf # Berkeley Packet FilterUnter FreeBSD 4.X und früheren Versionen
müssen Sie noch die Gerätedateien erstellen.
Wechseln Sie dazu nach dem Neustart in das Verzeichnis
/dev und führen Sie den folgenden
Befehl aus:&prompt.root; sh MAKEDEV bpf0Weitere Informationen über den Umgang mit Geräten
finden Sie im Handbucheintrag
über Device Nodes.Habe ich, analog zum smbmount von &linux;, eine
Möglichkeit, auf ein freigegebenes Laufwerk einer
&windows;-Maschine in meinem Netzwerk zuzugreifen?Benutzen Sie die Kernel-Erweiterungen und Benutzerprogramme
aus dem Programmpaket SMBFS. Das
Paket und weitergehende Informationen sind unter
net/smbfs in den Ports
verfügbar; ab der Version 4.5 ist
SMBFS Bestandteil
des Basissystems.Was bedeutet die Meldung icmp-response
bandwidth limit 300/200 pps in meinen
Logfiles?Mit dieser Meldung teilt Ihnen der Kernel mit,
dass irgend jemand versucht, ihn zur Generierung von
zu vielen ICMP oder TCP reset (RST) Antworten zu
provozieren. ICMP Antworten sind oft das Ergebnis von
Verbindungsversuchen zu unbenutzten UDP Ports. TCP Resets
werden generiert, wenn jemand versucht, eine Verbindung zu
einem ungenutzten TCP Port aufzubauen. Die Meldungen
können unter anderem durch die folgenden Ereignisse
ausgelöst werden:Denial of Service (DoS) Angriffe mit der
Brechstange (und nicht durch Angriffe mit einzelnen
Paketen, die gezielt eine Schwachstelle des Systems
ausnutzen sollen).Port Scans, bei denen versucht wird, Verbindungen
zu einer großen Anzahl von Ports (und nicht nur
einigen bekannten Ports) herzustellen.Die erste Zahl gibt an, wie viele Pakete vom Kernel
ohne das Limit versendet worden wären; die zweite
Zahl gibt das Limit an. Sie können das Limit mit
Hilfe der sysctl-Variable
net.inet.icmp.icmplim einstellen. Im
Beispiel wird das Limit auf 300 Pakete
pro Sekunde gesetzt:&prompt.root; sysctl -w net.inet.icmp.icmplim=300Wenn Sie zwar die Begrenzung benutzen möchten, aber
die Meldungen nicht in Ihren Logfiles sehen möchten,
können Sie die Meldungen mit der sysctl-Variable
net.inet.icmp.icmplim_output
abschalten:&prompt.root; sysctl -w net.inet.icmp.icmplim_output=0Falls Sie die Begrenzung ganz abschalten wollen,
können Sie die Sysctl-Variable
net.inet.icmp.icmplim auf
0. Wir raten Ihnen aus den oben
genannten Gründen dringend von diesem Schritt
ab.Was bedeutet die Meldung arp: unknown
hardware address format?Ein Gerät im lokalen Ethernet verwendet eine
MAC-Adresse in einem Format, das FreeBSD nicht kennt. Der
wahrscheinlichste Grund ist, dass jemand Experimente
mit einer Ethernet-Karte anstellt. Die Meldung tritt sehr
häufig in Netzwerken mit Cable Modems auf. Die
Meldung ist harmlos und sollte die Performance Ihres
Systems nicht negativ beeinflussen.Ich habe gerade CVSup installiert, aber das Programm bricht
mit Fehlermeldungen ab. Was ist da schief gelaufen?Schauen Sie bitte zuerst nach, ob Sie eine Fehlermeldung
wie die unten gezeigte erhalten./usr/libexec/ld-elf.so.1: Shared object "libXaw.so.6" not foundSolche Fehlermeldungen erhalten Sie, wenn Sie den
net/cvsup Port auf einer
Maschine installieren, die kein
&xfree86;-System besitzt. Wenn Sie
das GUI von CVSup
benutzen wollen, müssen Sie
&xfree86; installieren. Wenn Sie
CVSup nur auf der Kommandozeile
benutzen wollen, entfernen Sie bitte den Port, den Sie gerade
installiert haben. Installieren Sie stattdessen den Port
net/cvsup-without-gui.
Genauere Informationen finden Sie im
CVSup Abschnitt
des Handbuchs.SicherheitWas ist ein Sandkasten (sandbox)?Sandkasten (sandbox) ist ein Ausdruck
aus dem Bereich Sicherheit. Er hat zwei
Bedeutungen:Ein Programm, das innerhalb virtueller Wände
ausgeführt wird. Wenn ein Angreifer über
eine Sicherheitslücke in diesen Programm
einbricht, verhindern diese Wände ein tieferes
Vordringen in das System.Man sagt: Der Prozess kann innerhalb der
Wände spielen, das heißt nichts,
was der Prozess in Bezug auf die Ausführung von
Code tut, kann die Wände durchbrechen. Es ist
also keine detailierte Revision des Codes
erforderlich, um gewisse Aussagen über seine
Sicherheit machen zu können.Die Wände könnten z.B. eine
Benutzerkennung sein. Dies ist die Definition, die in
den Hilfeseiten &man.security.7; und &man.named.8; benutzt
wird.Nehmen Sie zum Beispiel den Dienst
ntalk (siehe auch /etc/inetd.conf).
Dieser Dienst ist früher mit der Benutzerkennung
root gelaufen; nun läuft er mit der
Benutzerkennung tty. Der Benutzer tty ist ein
Sandkasten, der dazu gedacht ist, es jemandem, der
über ntalk erfolgreich in das System eingebrochen
ist, schwer zu machen, über diese Benutzerkennung
hinaus vorzudringen.Ein Prozess, der sich innerhalb einer
simulierten Maschine befindet. Dies ist etwas
fortgeschrittener; grundsätzlich bedeutet es,
dass jemand, der in der Lage ist, in einen
Prozess einzudringen, annehmen könnte, er
könnte weiter in die Maschine eindringen,
tatsächlich aber nur in eine Simulation der
Maschine einbricht und keine echten Daten
verändert.Der gängigste Weg, dies zu erreichen, ist, in
einem Unterverzeichnis eine simulierte Umgebung zu
erstellen und den Prozess in diesem Verzeichnis
mit chroot auszuführen (für diesen
Prozess ist / dieses
Verzeichnis und nicht das echte /
des Systems).Eine weitere gebräuchliche Anwendung ist, ein
untergeordnetes Dateisystem nur mit Leserechten zu
mounten, und dann darüber eine Dateisystemebene
zu erstellen, die einem Prozess einen scheinbar
schreibberechtigten Blick in das Dateisystem gibt.
Der Prozess mag glauben, dass er in der Lage
ist, diese Dateien zu verändern, aber nur der
Prozess sieht diesen Effekt - andere Prozess
im System natürlich nicht.Es wird versucht, diese Art von Sandkasten so
transparent zu gestalten, dass der Benutzer (oder
Hacker) nicht merkt, dass er sich in ihm
befindet.Ein &unix; System implementiert zwei Arten von
Sandkästen - eine auf Prozessebene und die andere auf
der Ebene der Benutzerkennung.Jeder Prozess auf einem &unix; System ist komplett von
allen anderen Prozessen abgeschirmt. Ein Prozess
kann den Adressraum eines anderen Prozesses nicht
modifizieren. Das ist anders als bei &windows;, wo ein
Prozess leicht den Adressraum eines anderen
überschreiben kann, was zu einem Absturz
führt.Ein Prozess gehört einer bestimmten
Benutzerkennung. Falls die Benutzerkennung nicht die von
root ist, dient sie dazu, den
Prozess von Prozessen anderer Benutzer abzuschirmen.
Die Benutzerkennung wird außerdem dazu genutzt,
Daten auf der Festplatte abzuschirmen.Was sind die Sicherheitsstufen?Die Sicherheitsstufen sind ein Sicherheitsmechanismus,
der im Kernel angesiedelt ist. Wenn die Sicherheitsstufe
einen positiven Wert hat, verhindert der Kernel die
Ausführung bestimmter Tätigkeiten; nicht einmal
der Super-User (also root) darf sie
durchführen. Zurzeit können über die
Sicherheitsstufen unter anderem die folgenden
Tätigkeiten geblockt werden:Änderungen bestimmter Dateiattribute, wie zum
Beispiel schg (das "system immutable"
Attribut)Schreibender Zugriff auf die Speicherbereiche des
Kernels mittels /dev/mem und
/dev/kmem.Laden von Kernel-Modulen.Änderungen an den Firewall-Regeln.Um die eingestellte Sicherheitsstufe eines aktiven
Systems abzufragen, reicht das folgende einfache
Kommando:&prompt.root; sysctl kern.securelevelDie Ausgaben wird den Namen der
&man.sysctl.8;-Variablen (in diesem Fall
kern.securelevel) und eine Zahl
enthalten. Die Zahl ist der aktuelle Wert der
Sicherheitsstufe. Wenn die Zahl positiv
(größer als Null) ist, sind zumindestens einige
der Schutzmaßnahmen aktiviert.Sie können die Sicherheitsstufe eines laufenden
Systems nicht verringern, da dies den Mechanismus wertlos
machen würden. Wenn Sie eine Tätigkeit
ausführen müssen, bei der die Sicherheitsstufe
nicht-positiv sein muss (z.B. ein
installworld oder eine
Änderung der Systemzeit), dann müssen Sie die
entsprechende Einstellung in
/etc/rc.conf ändern (suchen Sie
nach den Variablen kern_securelevel und
kern_securelevel_enable) und das System
rebooten.Weitere Informationen über die Sicherheitsstufen
und genaue Informationen, was die Einstellungen bewirken,
können Sie der Online-Hilfe &man.init.8;
entnehmen.Die Sicherheitsstufen sind kein magischer
Zauberstab, der alle Ihre Problem löst; es gibt
viele bekannte Probleme. Und in der Mehrzahl der
Fälle vermitteln sie ein falsches Gefühl der
Sicherheit.Eines der größten Probleme ist, dass
alle für den Start des Systems benötigten
Dateien geschützt sein müssen, damit die
Sicherheitsstufe effektiv sein können. Wenn es ein
Angreifer schafft, seine eigenen Programme
ausführen zu lassen, bevor die Sicherheitsstufe
gesetzt wird (was leider erst gegen Ende des
Startvorgangs erfolgen kann, da viele der notwendigen
Tätigkeiten für den Systemstart nicht mit
einer gesetzten Sicherheitsstufe möglich
wären), werden die Schutzmechanismen ausgehebelt.
Es ist zwar nicht technisch unmöglich, alle beim
Systemstart genutzten Dateien zu schützen;
allerdings würde in einem so geschützten
System die Administration zu einem Alptraum, da man das
System neu starten oder in den Single-User Modus bringen
müsste, um eine Konfigurationsdatei
ändern zu können.Dieses und andere Probleme werden häufig auf
den Mailinglisten diskutiert, speziell auf auf der
Mailingliste &a.security;. Das verfügbare Archiv
enthält ausgiebige Diskussionen. Einige Benutzer
sind guter Hoffnung, dass das System der Sicherheitsstufen
bald durch ein besser konfigurierbares System ersetzt
wird, aber es gibt noch keine definitiven Aussagen.Fühlen Sie sich gewarnt.Wieso wartet BIND (named) sowohl auf Port
53 als auch auf einem hohen Port auf Anfragen?FreeBSD benutzt eine Version von
BIND, die einen Port mit einer hohen, zufälligen
Nummer für den Versand von Anfragen nutzt. Wenn Sie
Port 53 für abgehende Anfragen benutzen wollen, um
durch eine Firewall zu kommen oder sich einfach nur besser
zu fühlen, können die folgenden Zeilen in
/etc/namedb/named.conf
eintragen.options {
query-source address * port * 53;
}; Wenn Sie möchten, können Sie statt
* auch eine einzelne IP-Adresse
eintragen, um die Dinge noch weiter
einzuschränken.Ach übrigens, herzlichen Glückwunsch. Es
ist eine sehr gute Angewohnheit, die Ausgaben von
&man.sockstat.1; durchzusehen und auf merkwürdige
Dinge zu achten.Wieso wartet Sendmail neuerdings sowohl auf Port 587
als auch auf dem Standard-Port 25 auf Anfragen?Aktuelle Sendmail-Versionen unterstützen eine
neue Technik zur Einlieferung von Mails, die Port 587
nutzt. Diese Technik wird zwar noch nicht oft angewendet,
erfreut sich aber ständig steigenden
Popularität,Woher kommt dieser Benutzer toor
mit UID 0? Ist mein System gehackt worden?Keine Panik. toor ist ein
alternativer Account für den
Super-User (wenn man root rückwärts schreibt,
erhält man toor). Früher wurde er nur erzeugt,
wenn die Shell &man.bash.1; installiert wurde, heute wird
er auf jeden Fall erzeugt. Dieser Account ist für
die Verwendung mit einer alternativen Shell vorgesehen;
damit ist es nicht mehr erforderlich, die Shell von
root zu ändern. Dies ist
wichtig, wenn eine Shell verwendet wird, die nicht zum
Lieferumfang von FreeBSD gehört, zum Beispiel aus
einem Port oder einem Package. Diese Shells werden in der
Regel in /usr/local/bin installiert
und dieses Verzeichnis liegt standardmäßig auf
einem anderem Filesystem. Wenn die Shell von
root in
/usr/local/bin liegt und
/usr (oder das Filesystem, auf dem
/usr/local/bin liegt) nicht gemountet
werden kann, kann sich root nicht
mehr einloggen, um das Problem zu beheben. Es ist
allerdings möglich, das System zu rebooten und das
Problem im Single-User Modus zu lösen, da man hier
gefragt wird, welche Shell benutzt werden soll.Einige Anwender benutzen toor mit
einer alternativen Shell für die tägliche Arbeit
und benutzen root (mit der
Standard-Shell) für den Single-User Modus und
für Notfälle. Standardmäßig kann man
sich nicht als toor anmelden, da der
Account kein gültiges Passwort hat; Sie
müssen sich also als root
anmelden und ein Passwort für
toor setzen, wenn Sie diesen Account
benutzen wollen.Warum funktioniert suidperl nicht
richtig?Aus Sicherheitsgründen wird suidperl
standardmäßig ohne das SUID-Bit installiert.
Der Systemadministrator kann das normale Verhalten mit dem
folgenden Befehl herstellen:&prompt.root; chmod u+s /usr/bin/suidperlWenn Sie wollen, dass suidperl
auch beim Update via Sourcecode das SUID-Bit erhält,
müssen Sie in /etc/make.conf die
Zeile ENABLE_SUIDPERL=true
einfügen, bevor Sie perl bauen.PPPIch bekomme &man.ppp.8; nicht zum Laufen. Was mache
ich falsch?Sie sollten zuerst &man.ppp.8; (die Manualpage zu ppp)
und den Abschnitt zu
PPP im Handbuch lesen. Aktivieren Sie das Logging
mit folgendem Befehl:set log Phase Chat Connect Carrier lcp ipcp ccp commandDieser Befehl kann an der Eingabeaufforderung von
&man.ppp.8; eingegeben oder in die Konfigurationsdatei
/etc/ppp/ppp.conf eingetragen werden
(der beste Ort hierfür ist der Anfang des Abschnitts
default. Stellen Sie sicher, dass
die Datei /etc/syslog.conf die
folgenden Zeilen enthält:
!ppp
*.* /var/log/ppp.log
und, dass die Datei
/var/log/ppp.log existiert. Sie
können nun über die Logfiles eine Menge
darüber herausfinden, was geschieht. Es macht
nichts, wenn die Einträge in den Logfiles Ihnen gar
nichts sagen. Wenn Sie jemandem um Hilfe bitten
müssen, könnten sie für ihn von Nutzen
sein.Warum hängt sich ppp auf, wenn ich es
benutze?Das liegt meistens daran, dass Ihr Rechnername
nicht aufgelöst werden kann. Um dieses Problem zu
lösen, müssen Sie sicherstellen, dass die
Datei /etc/hosts von Ihrem Resolver
zuerst genutzt wird. Dazu muss in der Datei
/etc/host.conf der Eintrag
hosts an die erste Stelle gesetzt
werden. Erstellen Sie dann einfach für Ihren lokalen
Rechner einen Eintrag in der Datei
/etc/hosts. Falls Sie kein lokales
Netzwerk besitzen, ändern Sie die
localhost-Zeile:127.0.0.1 foo.example.com foo localhostAndernfalls fügen Sie einfach einen weiteren
Eintrag für Ihren lokalen Rechner hinzu. Weitere
Details finden Sie in den betreffenden
Manualpages.Wenn Sie fertig sind sollten Sie ping -c1
`hostname` erfolgreich ausführen
können.Warum wählt &man.ppp.8; im
-auto-Modus nicht?Überprüfen Sie zunächst, ob Sie einen
Standard-Gateway eingestellt haben. Wenn Sie
netstat -rn ausführen, sollten Sie
zwei Einträge ähnlich den folgenden
sehen:
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
default 10.0.0.2 UGSc 0 0 tun0
10.0.0.2 10.0.0.1 UH 0 0 tun0
Hier wird angenommen, dass Sie die Adressen aus
dem Handbuch, der Manualpage oder aus der Datei
ppp.conf.sample benutzt haben. Falls Sie keine
Standardroute haben, kann es daran liegen, dass Sie
eine alte Version von &man.ppp.8; benutzen, die das Wort
HISADDR in der Datei ppp.conf nicht
versteht.Ein weiterer Grund dafür, dass die Zeile
für die Standardroute fehlt, könnte der sein,
dass Sie fälschlicherweise eine Standardroute in
der Datei /etc/rc.conf eingetragen
und die folgende Zeile in ppp.conf
ausgelassen haben:delete ALLLesen Sie in diesem Fall den Abschnitt
Abschließende Systemkonfiguration des
Handbuchs.Was bedeutet No route to
host?Dieser Fehler beruht für gewöhnlich auf
einem fehlenden Abschnitt
MYADDR:
delete ALL
add 0 0 HISADDR
in Ihrer Datei
/etc/ppp/ppp.linkup. Er ist nur
notwendig, wenn Sie eine dynamische IP-Adresse besitzen
oder die Adresse Ihres Gateways nicht kennen. Wenn Sie
den interaktiven Modus benutzen, können Sie folgendes
eingeben, nachdem Sie in den packet
mode gelangt sind (den Paket Modus erkennen Sie
an PPP im Prompt):
delete ALL
add 0 0 HISADDR
Weitere Details finden Sie im Abschnitt PPP
und Dynamische IP-Adressen des Handbuchs.Wieso werden meine Verbindungen nach ca. drei Minuten
beendet?Der Standardtimeout für &man.ppp.8; beträgt
drei Minuten. Er kann durch die Zeileset timeout NNNeingestellt werden, wobei
NNN die Inaktivität in
Sekunden, bevor die Verbindung geschlossen wird, angibt.
Falls NNN Null ist, wird die
Verbindung niemals aufgrund eines Timeouts geschlossen.
Es ist möglich, diesen Befehl in die Datei
ppp.conf einzubinden, oder ihn an der
Eingabeaufforderung im interaktiven Modus einzugeben.
Durch eine Verbindung zum Server-Socket von
ppp über &man.telnet.1;
oder &man.pppctl.8; ist es auch möglich, den Timeout
bei aktiver Verbindung anzupassen. Weitere Details finden
Sie in der Manualpage &man.ppp.8;.Wieso bricht meine Verbindung bei hoher Auslastung
ab?Falls Sie Link-Quality-Reporting (LQR) konfiguriert
haben, ist es möglich, dass zu viele LQR-Pakete
zwischen Ihrer Maschine und dem verbundenen Rechner
verloren gehen. ppp folgert daraus, dass die
Verbindung nicht in Ordnung ist und schließt sie.
Vor FreeBSD Version 2.2.5 war LQR standardmäßig
aktiviert; nun ist es standardmäßig
deaktiviert. Es kann durch folgende Zeile deaktiviert
werden:disable lqrWarum brechen meine Verbindungen nach unbestimmter
Zeit zusammen?Wenn die Qualität Ihrer Telefonleitung zu
schlecht oder bei Ihrem Anschluss die Option
(Telekomdeutsch: das Leistungsmerkmal) Anklopfen aktiviert
ist, kann es manchmal vorkommen, dass Ihr Modem
auflegt, weil es (fälschlicherweise) annimmt,
dass es das Trägersignal verloren hat.Bei den meisten Modems gibt es eine
Einstellmöglichkeit, um anzugeben, wie tolerant es
gegenüber vorübergehenden Verlusten des
Trägersignals sein soll. Bei einem USR &sportster;
wird dies zum Beispiel im Register S10 in Zehntelsekunden
angegeben. Um Ihr Modem toleranter zu machen, können
Sie zu Ihrem Wählbefehl die folgende
Sende-Empfangs-Sequenz hinzufügen:set dial "...... ATS10=10 OK ......"Weitere Information sollten Sie dem Handbuch Ihres
Modems entnehmen können.Warum hängen meine Verbindung nach einer
unbestimmten Zeit?Viele Leute machen Erfahrungen mit hängenden
Verbindungen ohne erkennbaren Grund. Als erstes muss
festgestellt werden, welche Seite der Verbindung
hängt.Wenn Sie ein externes Modem benutzen, können Sie
einfach versuchen, &man.ping.8; zu benutzen, um zu sehen,
ob die TD-Anzeige aufleuchtet, wenn Sie
Daten übertragen. Falls sie aufleuchtet (und die
RD-Anzeige nicht), liegt das Problem am
anderen Ende. Falls TD nicht
aufleuchtet, handelt es sich um ein lokales Problem. Bei
einem internen Modem müssen Sie den Befehl
set server in Ihrer Datei
ppp.conf benutzen. Stellen Sie
über &man.pppctl.8; eine Verbindung zu &man.ppp.8;
her, wenn die Verbindung hängt. Falls Ihre
Netzwerkverbindung plötzlich wieder funktioniert (ppp
wurde durch die Aktivität auf dem Diagnose-Socket
wiederbelebt) oder Sie keine Verbindung bekommen
(vorausgesetzt, der Befehl set socket
wurde beim Start erfolgreich ausgeführt), handelt es
sich um ein lokales Problem. Falls Sie eine Verbindung
bekommen und die externe Verbindung weiterhin hängt,
aktivieren Sie lokales asynchrones Logging mit
set log local async und benutzen Sie
&man.ping.8; von einem anderen Fenster oder Bildschirm
aus, um die externe Verbindung zu benutzen. Das
asynchrone Logging zeigt Ihnen, welche Daten über die
Verbindung gesendet und empfangen werden. Falls Daten
hinausgehen, aber nicht zurückkommen, handelt es sich
um ein externes Problem.Wenn Sie festgestellt haben, ob es sich um ein lokales
oder um ein externes Problem handelt, haben Sie zwei
Möglichkeiten:Wenn es ein externes Problem ist, lesen Sie bitte bei
weiter.Handelt es sich um ein lokales Problem, lesen Sie bitte
.Was kann ich machen, wenn die Gegenstelle nicht
antwortet?Hier können Sie wenig tun. Die meisten ISPs
werden ablehnen, Ihnen zu helfen, wenn Sie kein
Betriebssystem von Microsoft benutzen. Sie können
enable lqr in Ihrer Datei
ppp.conf angeben, wodurch &man.ppp.8;
ermöglicht wird, ein externes Versagen zu erkennen
und aufzulegen, aber diese Erkennung ist relativ langsam
und deshalb nicht besonders nützlich. Evtl. sagen
Sie Ihrem ISP nicht, dass Sie user-PPP
benutzen...Versuchen Sie zunächst, jegliche Datenkompression
auszuschalten, indem Sie folgendes zu Ihrer Konfiguration
hinzufügen:
disable pred1 deflate deflate24 protocomp acfcomp shortseq vj
deny pred1 deflate deflate24 protocomp acfcomp shortseq vj
Stellen Sie nun wieder eine Verbindung her, um
festzustellen, ob sich etwas geändert hat. Falls es
nun besser läuft oder falls das Problem
vollständig behoben ist, versuchen Sie durch
schrittweises Ändern der Einstellungen festzustellen,
welche Einstellung den Unterschied bewirkt. Hierdurch
erhalten Sie schlüssige Fakten für ein Gespräch
mit Ihrem ISP (andererseits wird hierdurch offensichtlich,
dass Sie kein Microsoft-Produkt benutzen).Aktivieren Sie asynchrones Logging und warten Sie, bis
die Verbindung wieder hängt, bevor Sie sich an Ihren
ISP wenden. Hierzu kann einiges an Plattenplatz
nötig sein. Die Daten, die als letztes von dem Port
gelesen wurden, könnten von Interesse sein. Für
gewöhnlich handelt es sich um ASCII-Text, der sogar
den Fehler beschreiben kann (Memory fault, core
dumped).Falls Ihr ISP hilfsbereit ist, sollte er in der Lage
sein, an seinem Ende das Logging zu aktivieren und wenn
das nächste Mal die Verbindung abbricht, könnte
er Ihnen mitteilen, worin das Problem auf seiner Seite
besteht. Gerne können Sie Details auch an &a.brian;
schicken, oder Ihren ISP bitten, sich direkt an ihn zu
wenden.Was kann ich tun, wenn sich &man.ppp.8;
aufhängt?In diesem Fall erstellen Sie am besten &man.ppp.8;
neu, indem Sie CFLAGS+=-g und
STRIP= am Ende des Makefiles
einfügen und dann make clean && make
&& make install ausführen. Suchen
Sie die Prozessnummer von &man.ppp.8; mit ps
ajxww | fgrep ppp, wenn &man.ppp.8; sich
aufhängt und führen Sie gdb ppp
PID aus. Am
gdb-Prompt können Sie bt benutzen,
um einen Auszug von Stack zu erhalten.Senden Sie die Ergebnisse an &a.brian;.Warum passiert nach der Nachricht Login
OK! nichts?Bei Freebsd-Versionen vor 2.2.5 wartete &man.ppp.8;
darauf, dass der Partner das Line Control Protocol
(LCP) initiiert. Viele ISPs starten nicht mit der
Initiierung, sondern erwarten dies vom Client. Benutzen
Sie die folgende Zeile, um &man.ppp.8; zu veranlassen, LCP
zu initiieren:set openmode activeFür gewöhnlich schadet es nicht, wenn
beide Seiten versuchen, Verhandlungen einzuleiten.
Deshalb ist openmode nun standardmäßig aktiv.
Im nächsten Abschnitt wird allerdings erklärt,
in welchen Fällen es doch
schadet.Ich sehe ständig Fehlermeldungen über
gleiche Magic Numbers Was heißt
das?Nach dem Aufbau einer Verbindung kann es sein,
dass Sie in der Logdatei gelegentlich Meldungen mit
dem Hinweis magic is the same sehen.
Manchmal sind diese Meldungen harmlos und manchmal bricht
die eine oder andere Seite die Verbindung ab. Die meisten
Implementationen von PPP können dieses Problem nicht
handhaben und Sie werden wiederholte
Konfigurationsanforderungen und -bestätigungen in der
Logdatei finden, bis &man.ppp.8; schließlich aufgibt
und die Verbindung beendet.Dies geschieht normalerweise auf Servern mit langsamen
Festplatten, bei denen ein getty auf dem Port
ausgeführt und &man.ppp.8; nach dem Einloggen von
einem Login-Skript oder einem Programm aus gestartet wird.
Ich habe auch davon gehört, dass dies bei der
Benutzung von slirp regelmäßig auftritt. Der
Grund hierfür ist, dass das ppp auf der
Client-Seite in der Zeit, die benötigt wird, getty zu
beenden und ppp zu starten, bereits beginnt, Line Control
Protocol (LCP) Pakete zu senden. Da ECHO auf dem
Serverport weiterhin eingeschaltet ist, werden diese
Pakete zum &man.ppp.8; auf der Client-Seite
reflektiert.Ein Teil der LCP-Verhandlungen ist die Einrichtung
einer Magic Number für jede Seite der
Verbindung, damit Echos erkannt werden können.
Das Protokoll besagt, dass, wenn der Partner
versucht, die gleiche Magic Number auszuhandeln,
ein NAK zurückgesendet und eine neue "Magic Number"
gewählt werden soll. Während der Server das
ECHO eingeschaltet hat, sendet der Client LCP Pakete,
sieht die gleiche Magic Number im reflektierten
Paket und erzeugt ein NAK. Er sieht auch das reflektierte NAK
(was bedeutet, dass &man.ppp.8; seine "Magic Number"
ändern muss). Hierdurch wird eine Vielzahl von
Änderungen der Magic Number hervorgerufen,
die sich allesamt im tty-Puffer des Servers ansammeln. Sobald
&man.ppp.8; auf dem Server startet, wird es mit
Änderungen der Magic Number überflutet
und entscheidet, dass es sich zur Genüge mit den
LCP-Verhandlungen beschäftigt hat und gibt auf. Und
während sich der Client noch darüber freut,
dass er keine weiteren Reflexionen sieht, wird ihm
gemeldet, dass der Server auflegt.Dies kann verhindert werden, indem dem Partner durch
die folgende Zeile in der Datei
ppp.conf erlaubt wird, mit der
Verhandlung zu beginnen:set openmode passiveHierdurch wird &man.ppp.8; mitgeteilt, darauf zu
warten, dass der Server mit den LCP-Verhandlungen
beginnt. Einige Server starten jedoch nie mit der
Verhandlungen; falls dies der Fall ist, können Sie
folgendes tun:set openmode active 3Hierdurch bleibt &man.ppp.8; für drei Sekunden
passiv und fängt dann erst an, LCP-Anforderungen zu
senden. Falls der Partner während dieser Zeit
beginnt, Anforderungen zu senden, wird &man.ppp.8; direkt
antworten und nicht erst, nachdem die drei Sekunden
abgelaufen sind.Die LCP-Verhandlungen dauern an, bis die Verbindung
geschlossen wird. Was mache ich falsch?Es gibt eine Fehlfunktion in der Implementierung von
&man.ppp.8;, die darin besteht, dass LCP-, CCP- &
IPCP-Antworten nicht mit den ursprünglichen
Anforderungen assoziiert werden. Für den Fall,
dass eine Implementation von PPP mehr als sechs
Sekunden langsamer ist, als die andere Seite, resultiert
das darin, dass die andere Seite zwei weitere
LCP-Konfigurationsanforderungen sendet, was fatale
Auswirkungen hat.Stellen Sie sich vor, wir hätten es mit zwei
Implementierungen A und
B zu tun. A beginnt
unmittelbar nach der Verbindung, LCP-Anforderungen zu
senden und B benötigt sieben
Sekunden, zu starten. Wenn B startet,
hat A bereits drei LCP-Anforderungen
gesendet. Wir nehmen an, dass ECHO ausgeschaltet
ist; andernfalls würden wir Probleme mit der "Magic
Number" beobachten, wie bereits im vorherigen Abschnitt
beschrieben. B sendet eine Anforderung
und anschließend eine Bestätigung der ersten
Anforderung von A. Dies führt dazu,
dass A in den Zustand
OPENED übergeht und eine
Bestätigung (die erste) zurück an
B sendet. In der Zwischenzeit sendet
B zwei weitere Bestätigungen als
Antwort auf die zusätzlichen Anforderungen, die von
A gesendet worden sind, bevor
B gestartet ist. B
empfängt dann die erste Bestätigung von
A und geht in den Zustand
OPENED über. A
empfängt die zweite Bestätigung von
B, geht zurück in den Zustand
REQ-SENT und sendet eine
weitere (vierte) Anforderung entsprechend dem RFC.
A empfängt dann die dritte
Bestätigung und geht in den Zustand
OPENED über. In der Zwischenzeit
empfängt B die vierte Anforderung
von A, wechselt in den Zustand
ACK-SENT und sendet eine weitere
(zweite) Anforderung und (vierte) Bestätigung
entsprechend dem RFC. A erhält die
Anforderung, geht in den Zustand
REQ-SENT über, sendet eine weitere
Anforderung, erhält unverzüglich die
nächste Bestätigung und geht in
OPENED über.Das geht so weiter, bis eine Seite erkennt, dass
man zu keinem Ergebnis gelangt und aufgibt.Am besten verhindert man solche Situationen, indem man
eine Seite als passiv konfiguriert,
also dafür sorgt, dass eine Seite darauf
wartet, dass die andere mit den Verhandlungen beginnt. Das
kann durch den Befehlset openmode passivegeschehen. Diese Option sollten Sie mit Vorsicht
genießen. Folgenden Befehl sollten Sie benutzen, um
die Wartezeit auf den Beginn der Verhandlungen des
Partners von &man.ppp.8; zu begrenzen:set stopped NAlternativ kann der Befehlset openmode active N(wobei N die Wartezeit in
Sekunden vor Beginn der Verhandlungen angibt) benutzt
werden. Weitere Details finden Sie in den
Manualpages.Warum reagiert &man.ppp.8; nicht mehr, wenn ich es mit
shell verlassen habe?Wenn Sie den Befehl shell oder
! benutzen, führt &man.ppp.8; eine
Shell aus (falls Sie Argumente übergeben haben,
führt &man.ppp.8; diese Argumente aus). &man.ppp.8;
wartet auf die Beendigung des Befehls, bevor es seine
Arbeit fortsetzt. Falls Sie versuchen, die PPP-Verbindung
während der Programmausführung zu benutzen, wird
es so aussehen, als wäre die Verbindung eingefroren.
Das liegt daran, dass &man.ppp.8; auf die
Beendigung des Befehls wartet.Falls Sie solche Befehle verwenden möchten,
benutzen Sie stattdessen den Befehl
!bg. Hierdurch wird der angegebene
Befehl im Hintergrund ausgeführt und &man.ppp.8; kann
fortfahren, die Verbindung zu bedienen.Warum wird &man.ppp.8; niemals beendet, wenn ich es
über ein Nullmodem-Kabel benutze?Es gibt keine Möglichkeit für &man.ppp.8;,
automatisch festzustellen, ob eine direkte Verbindung
beendet worden ist. Das liegt an den Leitungen, die bei
einem seriellen Nullmodem-Kabel benutzt werden. Wenn Sie
diese Art der Verbindung verwenden, sollte LQR immer
aktiviert werden:enable lqrLQR wird standardmäßig akzeptiert, wenn es
vom Partner ausgehandelt wird.Warum wählt &man.ppp.8; im Modus -auto ohne
Grund?Falls &man.ppp.8; unerwarteterweise wählt,
müssen Sie den Grund herausfinden und Wählfilter
(dfilters) einsetzen, um dies zu verhindern.Benutzen Sie die folgende Zeile, um den Grund
herauszufinden:set log +tcp/ipDadurch wird jeglicher Verkehr über die
Verbindung geloggt. Wenn das nächste mal unerwartet
eine Verbindung hergestellt wird, werden Sie den Grund
zusammen mit einer hilfreichen Zeitangabe in der Logdatei
finden.Sie können nun das Wählen aufgrund dieser
Bedingungen verhindern. Normalerweise wird diese Art von
Problemen durch Anfragen an den DNS verursacht. Um zu
verhindern, dass DNS-Anfragen den Aufbau der
Verbindung hervorrufen (das verhindert
nicht, dass Pakete über
eine bestehende Verbindung gesendet werden), benutzen Sie
die folgenden Zeilen:
set dfilter 1 deny udp src eq 53
set dfilter 2 deny udp dst eq 53
set dfilter 3 permit 0/0 0/0
Dies ist nicht immer brauchbar, weil es effektiv Ihre
Fähigkeit, auf Anforderung wählen zu können
einschränkt - die meisten Programme müssen eine
DNS-Anfrage durchführen, bevor Sie andere, das
Netzwerk betreffenden Dinge tun können.Im Fall von DNS sollten Sie versuchen, herauszufinden,
welches Programm tatsächlich versucht, einen
Hostnamen aufzulösen. Sehr oft handelt es sich hier
um &man.sendmail.8;. Sie sollten
sicherstellen, dass Sie sendmail in der
Konfigurationsdatei sagen, dass keine DNS-Anfragen
durchführen soll. Weitere Details enthält
der Abschnitt
E-Mail
über Einwahl-Verbindungen des Handbuchs.
Sie könnten z.B. die folgende Zeile in
Ihre .mc-Datei einfügen:define(`confDELIVERY_MODE', `d')dnlDas veranlasst sendmail dazu, alles in eine
Warteschlange einzureihen, bis die Warteschlange
verarbeitet wird (normalerweise wird sendmail mit
aufgerufen, was besagt,
dass die Warteschlange alle 30 Minuten abgearbeitet
wird) oder, bis ein sendmail -q
ausgeführt wird (z.B. aus Ihrer Datei ppp.linkup
heraus).Was bedeuten diese CCP-Fehler?Ich sehe ständig folgende Fehler in meiner
Logdatei:
CCP: CcpSendConfigReq
CCP: Received Terminate Ack (1) state = Req-Sent (6)
Das liegt daran, dass &man.ppp.8; versucht, die
Komprimierung Predictor1 auszuhandeln und der Partner
über keinerlei Komprimierung verhandeln will. Die
Meldungen sind harmlos, aber wenn Sie sie beseitigen
möchten, können Sie die Komprimierung Predictor1
auch lokal ausschalten:disable pred1Warum loggt ppp die Geschwindigkeit meiner Verbindung
nicht?Um alle Zeilen Ihrer Modemkonversation
mitzuloggen, müssen Sie folgendes einstellen:set log +connectDies veranlasst &man.ppp.8; dazu, alles bis zur
letzten angeforderten expext-Zeile
mitzuloggen.Falls Sie die Geschwindigkeit Ihrer Verbindung
erfahren möchten und PAP oder CHAP (und deshalb nach
dem CONNECT im Wählskript nichts mehr zu
chatten haben - kein set
login-Skript), müssen Sie sicherstellen,
dass Sie &man.ppp.8; anweisen, die gesamte
CONNECT-Zeile zu erwarten, etwa so:set dial "ABORT BUSY ABORT NO\\sCARRIER TIMEOUT 4 \"\" ATZ OK-ATZ-OK ATDT\\T TIMEOUT 60 CONNECT \\c \\n"Hier bekommen wir unser CONNECT, senden nichts,
erwarten dann einen Line-Feed, der &man.ppp.8; zwingt, die
gesamte CONNECT-Antwort zu lesen.Warum ignoriert &man.ppp.8; das Zeichen
\ in meinem Chat-Skript?ppp analysiert jede Zeile in Ihrer
Konfigurationsdatei, damit es Zeichenketten wie z.B.
set phone "123 456 789" korrekt
interpretieren kann (und erkennen, dass es sich bei
der Nummer tatsächlich nur um
ein Argument handelt). Um das
Zeichen " anzugeben, müssen
Sie ihm einen Backslash (\)
voranstellen.Wenn der Chat-Interpreter jedes Argument analysiert,
reinterpretiert er die Argumente, um irgendwelche
speziellen Escape-Sequenzen wie z.B. \P
oder \T (sehen Sie in die Manualpage)
zu finden. Das Ergebnis dieser Doppelanalyse ist,
dass Sie daran denken müssen, die richtige
Anzahl an Escape-Zeichen zu verwenden.Falls Sie tatsächlich das Zeichen
\ z.B. zu Ihrem Modem senden
möchten, brauchen Sie etwas ähnliches,
wie:set dial "\"\" ATZ OK-ATZ-OK AT\\\\X OK"woraus sich folgende Zeichen ergeben:
ATZ
OK
AT\X
OK
oder
set phone 1234567
set dial "\"\" ATZ OK ATDT\\T"
was folgende Zeichen ergibt:
ATZ
OK
ATDT1234567
Warum gibt es die Datei ppp.core
nicht, wenn &man.ppp.8; einen Segmentation Fault erzeugt
hat?Weder &man.ppp.8; noch andere Programme sollten
Core-Dumps erzeugen. Da &man.ppp.8; mit der effektiven
Benutzerkennung 0 ausgeführt wird, wird das
Betriebssystem &man.ppp.8;'s Coreimage nicht auf die
Festplatte schreiben, bevor es &man.ppp.8; beendet hat.
Falls &man.ppp.8; jedoch tatsächlich aufgrund einer
Speicherverletzung abbricht und Sie
die aktuellste Version (siehe Anfang dieses Kapitels)
benutzen, dann sollten Sie folgendes tun:&prompt.user; tar xfz ppp-*.src.tar.gz
&prompt.user; cd ppp*/ppp
&prompt.user; echo STRIP= >>Makefile
&prompt.user; echo CFLAGS+=-g >>Makefile
&prompt.user; make clean all
&prompt.user; su
&prompt.root; make install
&prompt.root; chmod 555 /usr/sbin/pppNun ist die installierte Version von &man.ppp.8; mit
einem Debugger ausführbar. Sie können
&man.ppp.8; nun nur noch als root
ausführen, da alle vorherigen Zugriffsrechte
aufgehoben worden sind. Achten Sie darauf, in welchem
Verzeichnis Sie sich gerade befinden, wenn Sie &man.ppp.8;
starten.Wenn nun wieder eine Speicherverletzung auftreten
sollte, wird &man.ppp.8; einen Speicherauszug erzeugen,
den Sie in der Datei ppp.core finden.
Sie sollten dann folgendes tun:&prompt.user; su
&prompt.root; gdb /usr/sbin/ppp ppp.core(gdb)bt
.....
(gdb)f 0
....
(gdb)i args
....
(gdb)l
.....Mit Hilfe all dieser Informationen sollte es
möglich sein, das Problem zu diagnostizieren.Falls Sie mit dem Umgang mit gdb vertraut sind,
könnten Sie weitere Einzelheiten herausfinden, z.B.
wodurch der Fehler tatsächlich hervorgerufen wurde
und die Adressen & Werte der betreffenden
Variablen.Warum bekommt das Programm, das eine automatische
Anwahl ausgelöst hat, keine Verbindung?Dies war ein bekanntes Problem bei
&man.ppp.8;-Konfigurationen, bei denen automatisch
dynamische, lokale IP-Adressen mit dem Partner
ausgehandelt werden. In der aktuellsten Version ist das
Problem behoben - suchen Sie in den Manualpages nach
iface.Das Problem bestand darin, dass, wenn das erste
Programm &man.connect.2; aufruft, die IP-Adresse der
tun-Schnittstelle dem Socketendpunkt zugeordnet wird. Der
Kernel erstellt das erste ausgehende Paket und schreibt es
in das tun-Gerät. &man.ppp.8; liest dann das Paket
und baut eine Verbindung auf. Falls die
Schnittstellenadresse sich nun aufgrund &man.ppp.8;s
dynamischer Adresszuordnung ändert, wird der
originale Socketendpunkt ungültig. Alle weiteren
Pakete, die zum Partner gesendet werden, werden für
gewöhnlich verworfen. Selbst wenn sie nicht
verworfen werden würden, würden alle Antworten
nicht an den betreffenden Rechner gelangen, weil die
IP-Adresse nicht mehr zu diesem Rechner
gehört.Theoretisch gibt es mehrere Möglichkeiten, dieses
Problem anzugehen. Am schönsten wäre es, wenn
der Partner die gleiche IP-Adresse wieder zuordnen
würde, wenn möglich :-) Die
derzeitige Version von &man.ppp.8; tut das, aber die
meisten anderen Implementierungen nicht.Die einfachste Maßnahme von unserer Seite
wäre die, niemals die IP-Adresse der
tun-Schnittstelle zu ändern, sondern stattdessen alle
ausgehenden Pakete so zu ändern, dass als
Absender-IP-Adresse anstelle der IP-Adresse der
Schnittstelle die ausgehandelte IP-Adresse gesetzt wird.
Das ist im wesentlichen das, was durch die Option
iface-alias in der aktuellsten Version
von &man.ppp.8; bewirkt wird (mit Unterstützung von
&man.libalias.3; und &man.ppp.8;'s
Schalter) - alle Schnittstellenadressen werden beibehalten
und auf die letzte ausgehandelte Adresse
umgesetzt.Eine andere Alternative (und wahrscheinlich die
zuverlässigste) wäre die, einen Systemaufruf zu
implementieren der die IP-Adressen aller verbundenen
Sockets von einer Adresse in eine andere ändert.
&man.ppp.8; würde diesen Aufruf benutzen, um die
Sockets aller laufenden Programme zu ändern, nachdem
eine neue IP-Adresse ausgehandelt worden ist. Der gleiche
Systemaufruf könnte von DHCP-Clients benutzt werden,
wenn sie gezwungen werden, einen re-bind() auf ihren
Sockets auszuführen.Noch eine andere Möglichkeit wäre die, das
Aktivieren von Schnittstellen ohne IP-Adresse zu erlauben.
Ausgehende Paketen würde die IP-Adresse
255.255.255.255 gegeben, bis der erste ioctl() mit
SIOCAIFADDR erfolgt. Dies würde in der
vollständigen Verbindung des Sockets resultieren. Es
wäre die Aufgabe von &man.ppp.8;, die
Absender-IP-Adresse zu ändern, allerdings nur dann,
wenn sie 255.255.255.255 lautet und nur die IP-Adresse und
IP-Prüfsumme müssten geändert werden.
Dies wäre allerdings keine besonders elegante
Lösung, da der Kernel fehlerhafte Pakete an eine
unzureichend konfigurierte Schnittstelle senden
würde, in der Annahme, dass andere Mechanismen
in der Lage sind, diese Dinge rückwirkend zu
beheben.Warum laufen die meisten Spiele mit dem
Schalter nicht?Der Grund dafür, dass Spiele und andere
Programme nicht funktionieren, wenn libalias benutzt wird,
ist der, dass der Rechner außerhalb des lokalen
Netzes versucht, eine Verbindung aufzubauen und
(unaufgefordert) UDP-Pakete an den Rechner innerhalb des
lokalen Netzes zu senden. Die Software, die für die
NAT zuständig ist, weiß nicht, dass sie
diese Pakete an den internen Rechner weiterleiten
soll.Um dies zu beheben, stellen Sie zunächst sicher,
dass die Software, mit der Sie Probleme haben, die
einzige ist, die gerade läuft. Benutzen Sie dann
entweder tcpdump auf der tun-Schnittstelle des Gateways
oder aktivieren Sie auf dem Gateway das Logging von TCP/IP
(set log +tcp/ip) unter
&man.ppp.8;.Wenn Sie nun das betreffende Programm starten, sollten
Sie sehen, wie Pakete den Gateway-Rechner passieren. Wenn
von außen etwas zurückkommt, wird es ignoriert
(das ist das Problem). Merken Sie sich die Portnummer
dieser Pakete und beenden Sie das betreffende Programm.
Wiederholen Sie diesen Schritt einige Male, um
festzustellen, ob die Portnummern konsistent sind. Falls
dem so ist, wird die folgende Zeile im entsprechenden
Abschnitt von /etc/ppp/ppp.conf
dafür sorgen, dass das Programm
funktioniert:nat port protointernalmachine:portportwobei für proto
entweder tcp oder
udp zu setzen ist,
internalmachine den Rechner
bezeichnet, an den die Pakete geschickt werden sollen und
port die betreffende
Portnummer.Sie können das Programm nicht auf einem anderen
Rechner benutzen, ohne die obige Zeile abzuändern und
die Benutzung des Programms auf zwei internen Rechnern
steht außer Frage - schließlich sieht die
Außenwelt Ihr gesamtes internes Netz so, als
wäre es ein einzelner Rechner.Falls die Portnummern nicht konsistent sind, gibt es
drei weitere Optionen:Ermöglichen Sie die Unterstützung durch
libalias. Beispiele für spezielle
Fälle finden Sie in
/usr/src/lib/libalias/alias_*.c
(alias_ftp.c ist ein schöner
Prototyp). Hierzu gehört für
gewöhnlich das Lesen bestimmter, erkannter,
ausgehender Pakete, die Identifizierung der
Instruktion, die den entfernten Rechner dazu
veranlasst, auf einem bestimmten (wahlfreien)
Port eine Verbindung zurück zum lokalen Rechner
herzustellen, sowie das Erstellen einer
Route in der Aliastabelle, so dass
nachfolgende Pakete wissen, wohin sie
gehören.Dieses ist zwar die komplizierteste Lösung,
aber die beste, die auch dafür sorgt, dass
die Software auf mehreren Rechnern
funktioniert.Benutzen Sie einen Proxy. Die Anwendung
könnte z.B. socks5 unterstützen, oder (wie
im Fall von cvsup) eine Option
passiv besitzen, die stets verhindert,
dass verlangt wird, dass der Partner eine
Verbindung zurück zur lokalen Maschine
aufbaut.Leiten Sie mit nat addr alles
zur lokalen Maschine um. Dieses Vorgehen ähnelt
dem mit einem Vorschlaghammer.Hat jemand eine Liste mit nützlichen Portnummern
erstellt?Noch nicht, aber hieraus könnte eine solche
entstehen (falls Interesse besteht). In jedem Beispiel
sollte internal durch die
IP-Adresse der Maschine ersetzt werden, auf der das Spiel
laufen soll.Asheron's Callnat port udp
internal:65000
65000Konfigurieren Sie das Spiel manuell auf Port 65000
um. Wenn Sie von mehreren Rechner aus spielen wollen,
weisen Sie jedem eine eindeutige Portnummer zu (also
65001, 65002, u.s.w.) und fügen Sie für jede
Maschine eine eigene nat port Zeile
ein.Half Lifenat port udp
internal:27005
27015PCAnywhere 8.0nat port udp
internal:5632
5632nat port tcp
internal:5631
5631Quakenat port udp
internal:6112
6112Quake 2nat port udp
internal:27901
27910nat port udp
internal:60021
60021nat port udp
internal:60040
60040Red Alertnat port udp
internal:8675
8675nat port udp
internal:5009
5009Was sind FCS-Fehler?FCS steht für Frame
Check Sequence.
Jedes PPP-Paket besitzt eine Checksumme, um
sicherzustellen, dass die empfangenen Daten dieselben
sind, wie die versendeten. Falls die FCS eines
ankommenden Paketes fehlerhaft ist, wird das Paket
verworfen und der Zähler HDLC FCS wird erhöht.
Der HDLC-Fehlerwert kann durch den Befehl show
hdlc angezeigt werden.Falls Ihre Leitung schlecht ist (oder falls Ihr
serieller Treiber Pakete verwirft), werden sie
gelegentliche FCS-Fehler sehen. Normalerweise lohnt es
sich nicht, sich hierüber Gedanken zu machen, obwohl
das Kompressionsprotokoll hierdurch wesentlich langsamer
wird. Wenn Sie ein externes Modem besitzen, stellen Sie
sicher, dass Ihr Kabel ausreichend gegen
Interferenzen abgeschirmt ist - das könnte das
Problem beseitigen.Falls Ihre Leitung einfriert, sobald die Verbindung
steht, und viele FCS-Fehler auftreten, könnte das
daran liegen, dass Ihre Leitung nicht 8-Bit-rein ist.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Modem keinen
Software-Flow-Control (XON/XOFF) verwendet. Falls Ihre
Datenschnittstelle Software-Flow-Control verwenden
muss, benutzen Sie den Befehl
set accmap 0x000a0000, um &man.ppp.8;
zu sagen, dass es die Zeichen ^Q
und ^S maskieren soll.Ein weiterer Grund dafür, dass zu viele
FCS-Fehler auftreten, könnte der sein, dass das
andere Ende aufgehört hat, ppp zu
sprechen. Aktivieren Sie async
Logging, um festzustellen, ob es sich bei den eingehenden
Daten tatsächlich um einen login- oder Shell-Prompt
handelt. Wenn Sie am anderen Ende einen Shell-Prompt
haben, ist es möglich, durch den Befehl
close lcp &man.ppp.8; zu beenden, ohne
die Verbindung zu beenden (ein folgender
term-Befehl wird Sie wieder mit der
Shell auf dem entfernten Rechner verbinden.Falls nichts in Ihrer Logdatei darauf hindeutet, warum
die Verbindung beendet wurde, sollten Sie den
Administrator des externen Rechners (Ihren ISP?) fragen,
warum die Sitzung beendet worden ist.Wieso hängen die Verbindungen meiner &macos;- und
&windows; 98-Maschinen (und eventuell auch andere
µsoft; Betriebssysteme), wenn auf meinem Gateway
PPPoE läuft?Vielen Dank an Michael Wozniak
mwozniak@netcom.ca für die
Erklärung und an Dan Flemming
danflemming@mac.com für die
Lösung für &macos;.Die Ursache des Problems ist ein so genannter
Black Hole Router. &macos; und &windows; 98
(und wahrscheinlich auch die anderen Betriebssysteme von
Microsoft) senden TCP Pakete, bei denen zum einen die
angeforderte Segmentgröße zu groß
für einen PPPoE-Rahmen ist (die Default-MTU für
Ethernet beträgt 1500 Byte) und
bei denen das don't fragment Bit gesetzt
ist (das ist bei TCP allerdings Standard). Außerdem
sendet der Router beim Provider nicht die eigentlich
notwendigen must fragment-Meldungen zu dem
Webserver, von dem Sie gerade eine Seite laden wollen. Es
ist auch möglich, dass diese Meldung zwar
erzeugt, aber danach von einem Firewall vor dem Webserver
abgefangen wird. Wenn Ihnen dieser Webserver nun ein
Paket schickt, das nicht in einen PPPoE-Rahmen passt,
dann verwirft der Router dieses Paket und die Seite wird
nicht geladen (einige Seiten/Grafiken werden geladen, weil
ihre Größe kleiner ist als die MSS). Dies
scheint leider der Normalfall zu sein (wenn die Leute doch
nur wüssten, wie man einen Router
konfiguriert... stöhn...)Eine der möglichen Lösungen für dieses
Problem ist die Erzeugung des folgenden Schlüssels in
der Registry des Windows-Clients:HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Class\NetTrans\0000\MaxMTUDer Schlüssels sollte vom Typ String sein und den
Wert 1436 haben, da einige ADSL-Router
nicht mit größeren Paketen umgehen können.
Wenn Sie &windows; 2000 verwenden, müssen Sie
hingegen den Schlüssel
Tcpip\Parameters\Interfaces\ID der
Netzwerkkarte\MTU benutzen,
außerdem müssen Sie als Typ DWORD
verwenden.Die Knowledge Base von µsoft; enthält weitere
Informationen darüber, wie sie die MTU einer
&windows;-Maschine ändern, damit diese mit einem
NAT-Router korrekt zusammenarbeitet. Vom besonderen
Interesse sind die Artikel Q158474
- &windows; TCPIP Registry Entries und Q120642
- TCPIP & NBT Configuration Parameters for
&windowsnt;.Bei &windows; 2000 können Sie alternativ auch, wie
im Artikel 120642 beschrieben, mit regedit das DWORD
Tcpip\Parameters\Interfaces\ID der
Netzwerkkarte\EnablePMTUBHDetect
auf 1 setzen.Mit den Bordmitteln von &macos; ist es leider nicht
möglich, die TCP/IP-Einstellungen zu verändern.
Es gibt jedoch kommerzielle Lösungen wie zum Beispiel
OTAdvancedTuner (OT steht für OpenTransport, den
TCP/IP-Stack von &macos;) von Sustainable
Softworks, mit denen man die TCP/IP-Einstellungen
bearbeiten kann. Wenn Sie als &macos;-Anwender NAT
benutzen, sollten Sie im entsprechenden drop-down
Menü den Punkt ip_interface_MTU
auswählen und in der Dialogbox
1450 statt 1500
eingeben. Aktivieren Sie den Punkt Save as Auto
Configure und klicken Sie danach auf
Make Active.&man.ppp.8; kennt seit Version 2.3 den Befehl
enable tcpmssfixup, mit dem die MSS
automatisch korrigiert wird. Wenn Sie einen ältere
Version von &man.ppp.8; benutzen müssen, könnte
der Port tcpmssd für Sie
interessant sein.Nichts von alledem hilft - ich bin
verzweifelt! Was soll ich machen?Falls alles andere fehlschlägt, senden Sie
möglichst umfangreiche Informationen,
einschließlich Ihrer Konfigurationsdateien, wie Sie
&man.ppp.8; starten, die relevanten Teile Ihrer Logdateien
und die Ausgabe des Befehls netstat -rn
(vor und nach Aufbau der Verbindung) an die
Mailingliste &a.de.questions; oder die Newsgroup de.comp.os.unix.bsd.
Irgend jemand sollte Ihnen dann weiterhelfen.Serielle VerbindungenDieses Kapitel beantwortet häufig gestellte Fragen zu
seriellen Verbindungen mit FreeBSD. PPP und SLIP werden im
Abschnitt Netzwerke behandelt.Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine seriellen
Schnittstellen gefunden hat?Wenn der FreeBSD Kernel bootet, testet er die
seriellen Schnittstellen, für die er konfiguriert
wurde. Sie können entweder Ihrem System aufmerksam
beim Booten zusehen und die angezeigten Nachrichten lesen,
oder Sie führen den Befehl&prompt.user; dmesg | grep sioaus, nachdem Ihr System hochgefahren ist und
läuft.Hier ist ein Beispiel einer Ausgabe nach dem oben
genannten Befehl:
sio0: at 0x3f8-0x3ff irq 4 on isa
sio0: type 16550A
sio1: at 0x2f8-0x2ff irq 3 on isa
sio1: type 16550A
Es zeigt zwei serielle Schnittstellen. Die erste
verwendet Port-Adresse 0x3f8, IRQ 4 und
hat einen 16550A UART Chip. Die zweite benutzt ebenfalls
einen 16550A UART, jedoch Port-Adresse
0x2f8 und IRQ 3. Modemkarten werden
wie serielle Schnittstellen behandelt. Der einzige
Unterschied ist, dass an diesen Schnittstellen immer
ein Modem angeschlossen ist.Der GENERIC Kernel beinhaltet
Unterstützung für zwei serielle Schnittstellen,
die den im Beispiel genannten Port und IRQ verwenden.
Wenn diese Einstellungen nicht richtig für Ihr System
sind, Sie Modemkarten hinzugefügt oder mehr serielle
Schnittstellen haben als Ihre Kernelkonfiguration
zulässt, konfigurieren Sie Ihren Kernel einfach
neu. In dem Kapitel über die Kernelkonfiguration finden
Sie mehr Details.Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine Modemkarten
gefunden hat?Die vorherige Frage sollte darauf eine Antwort
geben.Wie kann ich auf die seriellen Schnittstellen in
FreeBSD zugreifen?Die in &man.sio.4; beschriebene serielle Schnittstelle
sio2 (COM3
unter &ms-dos;/&windows;), ist
/dev/cuaa2 für
Geräte mit abgehenden Verbindungen und
/dev/ttyd2 für Geräte mit
eingehenden Verbindungen. Was ist der Unterschied
zwischen den beiden Geräteklassen?Sie benutzen
ttydX
für eingehende Verbindungen. Wird
/dev/ttydX
im blockierenden Modus geöffnet, wartet ein
Prozess darauf, dass das entsprechende
cuaaX
Gerät inaktiv und der Empfangssignalpegel
Mit Empfangssignalpegel oder
Trägersignalerkennung wird hier
die carrier detect
Leitung bezeichnet.
aktiv ist. Wird das
cuaaX
Gerät geöffnet, vergewissert es sich, dass
die serielle Schnittstelle nicht bereits von dem
ttydX
Gerät in Gebrauch ist. Sollte die Schnittstelle
verfügbar sein, stiehlt es sie von dem
ttydX
Gerät. Das
cuaaX
Gerät kümmert sich nicht um
Trägersignalerkennung. Mit diesem Schema und einem
automatisch antwortenden Modem, können sich Benutzer
von aussen einloggen, Sie können weiterhin mit
demselben Modem wählen und das System kümmert
sich um die Konflikte.Wie kann ich die Unterstützung für eine
Karte mit mehreren seriellen Schnittstellen
aktivieren?Die Sektion über die Kernelkonfiguration bietet
Informationen darüber, wie Sie Ihren Kernel
konfigurieren. Für eine Karte mit mehreren seriellen
Schnittstellen, schreiben Sie eine &man.sio.4; Zeile
für jede serielle Schnittstelle auf der Karte in die
Kernelkonfigurationsdatei. Aber achten Sie darauf, den
IRQ und die Vektorbezeichnung nur in einem der
Einträge zu plazieren. Alle seriellen Schnittstellen
auf der Karte sollten sich einen IRQ teilen. Daher
sollten Sie den IRQ nur beim letzten Eintrag angeben.
Aktivieren Sie auch die COM_MULTIPORT
Option.Das folgende Beispiel ist geeignet für eine AST
Karte mit 4 seriellen Schnittstellen, die IRQ 7
benutzt:
options "COM_MULTIPORT"
device sio4 at isa? port 0x2a0 tty flags 0x781
device sio5 at isa? port 0x2a8 tty flags 0x781
device sio6 at isa? port 0x2b0 tty flags 0x781
device sio7 at isa? port 0x2b8 tty flags 0x781 irq 7 vector siointr
Die Flags zeigen an, dass die
Master-Schnittstelle die Minor-Nummer 7
(0x700) hat, Diagnosen während des
Bootens ermöglicht sind (0x080),
und dass sich alle Schnittstellen einen IRQ teilen
(0x001).Kann FreeBSD mehrere Karten mit mehreren seriellen
Schnittstellen mit den gleichen IRQs verwalten?Noch nicht. Sie müssen für jede Karte einen
anderen IRQ verwenden.Kann ich die vorgegebenen seriellen Parameter für
eine Schnittstelle einstellen?Das
ttydX
(oder
cuaaX)
Gerät ist das reguläre Gerät, das man in
Anwendungen öffnet. Wenn ein Prozess es
öffnet, hat es die voreingestellten Terminal
Eingabe/Ausgabe-Einstellungen. Sie können diese
Einstellungen mit dem Befehl&prompt.root; stty -a -f /dev/ttyd1ansehen. Wenn Sie die Einstellungen für dieses
Gerät ändern, sind die Einstellungen
gültig, bis das Gerät geschlossen wird. Wird es
danach geöffnet, hat es wieder die vorgegebenen
Einstellungen. Um Änderungen an den vorgegebenen
Einstellungen vorzunehmen, können Sie das
Anfangsstatus-Gerät öffnen und dessen
Einstellungen anpassen. Um zum Beispiel den
CLOCAL Modus, 8 Bits und
XON/XOFF Datenflusskontrolle als
Standard für ttyd5 einzustellen, geben Sie&prompt.root; stty -f /dev/ttyid5 clocal cs8 ixon ixoffein. Eine gute Stelle um dies zu tun ist in
/etc/rc.serial. Jetzt hat eine
Anwendung diese Einstellungen als Standardwerte, wenn sie
ttyd5 öffnet. Die Anwendung
kann die Einstellungen jedoch immer noch nach Belieben
verändern.Man aber kann auch bestimme Einstellungen davor
schützen, von einer Anwendung verändert zu
werden, indem man Veränderungen am lock
state Gerät vornimmt. Um beispielsweise die
Geschwindigkeit von ttyd5 auf 57600
bps festzusetzen:&prompt.root; stty -f /dev/ttyld5 57600Wenn jetzt eine Anwendung ttyd5
öffnet und versucht die Geschwindigkeit zu
verändern, wird diese bei 57600 bps bleiben.Natürlich sollten Sie das Schreiben auf die
Anfangsstatus- und lock state-Geräte nur
root erlauben. Das &man.MAKEDEV.8;
Skript tut dies nicht, wenn es die
Geräte-Einträge erstellt.Wie kann ich Einwahl-Logins über mein Modem
aktivieren?Also Sie wollen ein Internet Service Provider werden,
ja? Als erstes brauchen Sie eines oder mehrere Modems,
die automatisches Antworten beherrschen. Ihr Modem sollte
auf Trägersignalerkennung reagieren und nicht fortlaufend
die Leitung offen halten. Es muss auflegen und sich
neu initialisieren können, wenn die Data
Terminal Ready (DTR) Leitung
ausgeschaltet wird. Es sollte wahrscheinlich
RTS/CTS oder gar keine lokale
Datenflusskontrolle benutzen. Zuletzt muss es
eine konstante Geschwindigkeit zwischen dem Computer und
sich selbst verwenden, aber es sollte (um die Anrufer
freundlich zu behandeln) eine Geschwindigkeit zwischen
sich und dem entfernten Modem aushandeln können.Für viele Modems, die mit dem Hayes Befehlssatz
kompatibel sind, erzeugt der folgende Befehl diese
Einstellungen und legt sie im nicht-flüchtigen
Speicher ab:AT &C1 &D3 &K3 &Q6 S0=1 &WDie Sektion über das
Senden von AT-Befehlen bietet weitere
Informationen, wie man diese Einstellungen vornimmt, ohne
zu einem &ms-dos; Terminalprogramm zu flüchten.Als nächstes erstellen Sie einen Eintrag in
/etc/ttys für das Modem. Diese
Datei listet alle Schnittstellen auf, auf denen das
Betriebssystem Einlogversuche erwartet. Fügen Sie
eine solche Zeile hinzu:ttyd1 "/usr/libexec/getty std 57600" dialup on insecureDiese Zeile bedeutet, dass an der zweiten
seriellen Schnittstelle (/dev/ttyd1)
ein Modem angeschlossen ist, das mit 57600 bps läuft
und keine Parität besitzt
(std.57600 aus
/etc/gettytab). Der Terminal-Typ
für diese Schnittstelle ist dialup
(Einwahl). Die Schnittstelle ist
eingeschaltet (on) und
unsicher (insecure) –
das bedeutet, man kann sich über diese Schnittstelle
nicht als root einloggen. Für
Einwahlanschlüsse wie diesen, benutzen Sie den
ttydX Eintrag.Es ist relativ geläufig,
dialup als Terminal-Typ zu verwenden.
Viele Benutzer richten in ihren
.profile oder
.login Dateien eine Abfrage für
das eigentliche Terminal ein, wenn der Start-Typ
dialup ist. Das Beispiel zeigt die
Schnittstelle als unsicher und um über diese
Schnittstelle root zu werden,
müssen Sie sich als normaler Benutzer einloggen und
&man.su.1;. Wenn sie
secure (sicher) als
Einstellung verwenden, kann sich root
direkt einloggen.Nachdem Sie Modifikationen in
/etc/ttys vorgenommen haben,
müssen Sie ein hangup oder
HUP Signal an &man.init.8;
senden:&prompt.root; kill -HUP 1Das bringt &man.init.8; dazu, die Datei
/etc/ttys neu einzulesen.
init startet dann an allen als
eingeschaltet (on) markierten
Schnittstellen die getty-Prozesse. Sie können
herausfinden ob noch Logins für Ihre Schnittstelle
verfügbar sind, wenn Sie folgendes eingeben:&prompt.user; ps -ax | grep '[t]tyd1'Sie sollten etwas sehen, das so ähnlich aussieht
wie:747 ?? I 0:00:04 /usr/libexec/getty std.57600 ttyd1Wie kann ich ein Hardware-Terminal mit meiner FreeBSD
Box verbinden?Wenn Sie einen anderen Computer als Terminal für
Ihr FreeBSD System verwenden wollen, verbinden Sie die
beiden seriellen Schnittstellen mit einem Nullmodem-Kabel.
Wenn Sie ein echtes (Hardware-)Terminal
benutzen, lesen Sie die Begleitinformationen.Ändern Sie /etc/ttys wie
oben angegeben. Wenn Sie zum Beispiel ein WYSE-50
Terminal mit der fünften seriellen Schnittstelle
verbinden wollen, schreiben Sie einen Eintrag wie
diesen:ttyd4 "/usr/libexec/getty std.38400" wyse50 on secureDas Beispiel zeigt, dass die Schnittstelle an
/dev/ttyd4 mit einem wyse50 Terminal
mit 38400 bps und ohne Parität
(std.38400 aus
/etc/gettytab) verbunden ist und
root Logins möglich sind
(secure).Warum kann ich tip oder
cu nicht laufen lassen?Vielleicht sind auf Ihrem System die Programme
&man.tip.1; und &man.cu.1; nur von
uucp und der Gruppe
dialer ausführbar. Sie
können die Gruppe dialer
verwenden, um zu kontrollieren wer Zugriff auf Ihr Modem
oder entfernte Systeme hat. Fügen Sie sich einfach
selbst zur Gruppe dialer
hinzu.Als Alternative können Sie jeden Benutzer auf
Ihrem System &man.tip.1; und &man.cu.1; verwenden lassen,
dazu müssen Sie das folgende eingeben:&prompt.root; chmod 4511 /usr/bin/cu
&prompt.root; chmod 4511 /usr/bin/tipMein Hayes Modem wird nicht unterstützt – was
kann ich tun?Eigentlich ist die Onlinehilfe für &man.tip.1;
nicht mehr aktuell. Es gibt einen eingebauten,
allgemeinen Hayes Wähler. Verwenden Sie einfach
at=hayes in
/etc/remote.Der Hayes Treiber ist nicht schlau genug, um ein paar
der erweiterten Merkmale von neueren Modems zu erkennen –
Nachrichten wie BUSY, NO
DIALTONE oder CONNECT 115200
verwirren ihn nur. Sie sollten diese Nachrichten mit
Hilfe von ATX0&W abschalten, wenn
Sie tip benutzen.Das Anwahl-Timeout von &man.tip.1;
beträgt 60 Sekunden. Ihr Modem sollte weniger
verwenden, oder tip denkt, dass
ein Kommunikationsfehler vorliegt. Versuchen Sie es mit
ATS7=45&W.Tatsächlich unterstützt die ausgelieferte
Version von &man.tip.1; es noch nicht
vollständig. Die Lösung ist,
tipconf.h im Verzeichnis
/usr/src/usr.bin/tip/tip zu
editieren. Dafür benötigen Sie natürlich
die Quellcode Distribution.Editieren Sie die Zeile #define HAYES
0 in #define HAYES 1 um.
Dann führen Sie make und
make install aus. Es sollte jetzt
funktionieren.Wie soll ich die AT Befehle eingeben?Erstellen Sie einen so genannten
direct Eintrag in
/etc/remote. Wenn Ihr Modem zum
Beispiel an der ersten seriellen Schnittstelle,
/dev/cuaa0, angeschlossen ist, dann
fügen Sie die folgende Zeile hinzu:cuaa0:dv=/dev/cuaa0:br#19200:pa=noneVerwenden Sie die höchste bps Rate, die Ihr Modem
in der br Fähigkeit unterstützt. Geben Sie dann
tip cuaa0 ein
und Sie sind mit Ihrem Modem verbunden.Wenn auf Ihrem System keine
/dev/cuaa0 Datei existiert, geben Sie
folgendes ein:&prompt.root; cd /dev
&prompt.root; sh MAKEDEV cuaa0Oder benutzen Sie cu als
root mit dem folgenden Befehl:&prompt.root; cu -lline -sspeedline steht für die
serielle Schnittstelle (/dev/cuaa0)
und speed für die
Geschwindigkeit (57600). Wenn Sie mit
dem Eingeben der AT Befehle fertig sind, beenden Sie mit
~..Wieso funktioniert das <@>
Zeichen für die pn Fähigkeit nicht?Das <@> Zeichen in der
Telefonnummerfähigkeit sagt tip, dass es in der
Datei /etc/phones nach einer Nummer
suchen soll. Aber <@> ist auch
ein spezielles Zeichen in den Dateien, in denen
Fähigkeiten beschrieben werden, wie
/etc/remote. Schreiben Sie es mit
einem '\' (backslash):pn=\@Wie kann ich von der Kommandozeile eine Telefonnummer
wählen?Stellen Sie einen allgemeinen Eintrag
in /etc/remote. Zum
Beispiel:
tip115200|Dial any phone number at 115200 bps:\
:dv=/dev/cuaa0:br#115200:at=hayes:pa=none:du:
tip57600|Dial any phone number at 57600 bps:\
:dv=/dev/cuaa0:br#57600:at=hayes:pa=none:du:
Mit einem Befehl wie tip -115200
5551234 können Sie dann wählen.
Sollten Sie &man.cu.1; im Gegensatz zu &man.tip.1;
bevorzugen, verwenden Sie einen allgemeinen
cu-Eintrag:
cu115200|Use cu to dial any number at 115200bps:\
:dv=/dev/cuaa1:br#57600:at=hayes:pa=none:du:
Zum Wählen können Sie dann cu
5551234 -s 115200 eingeben.Muss ich dabei jedes Mal die bps Rate
angeben?Schreiben Sie einen tip1200 oder
einen cu1200 Eintrag, aber geben Sie
auch die bps Rate an, die Ihr Modem wirklich
unterstützt. Leider denkt &man.tip.1;, dass
1200 bps ein guter Standardwert ist und deswegen sucht es
nach einem tip1200-Eintrag.
Natürlich müssen Sie nicht wirklich 1200 bps
benutzen.Wie kann ich möglichst komfortabel über
einen Terminal-Server auf verschiedene Rechner
zugreifen?Sie müssen nicht warten bis Sie verbunden sind,
und jedes Mal CONNECT
Rechner eingeben,
benutzen Sie tip's cm Fähigkeit.
Sie können diese Einträge in
/etc/remote verwenden:
pain|pain.deep13.com|Forrester's machine:\
:cm=CONNECT pain\n:tc=deep13:
muffin|muffin.deep13.com|Frank's machine:\
:cm=CONNECT muffin\n:tc=deep13:
deep13:Gizmonics Institute terminal server:\
:dv=/dev/cuaa2:br#38400:at=hayes:du:pa=none:pn=5551234:
Mit den Befehlen tip pain oder
tip muffin können Sie eine
Verbindungen zu den Rechnern pain oder
muffin herstellen; mit tip
deep13 verbinden Sie sich mit dem Terminal
Server.Kann tip mehr als eine Verbindung für jede Seite
ausprobieren?Das ist oft ein Problem, wenn eine Universität
mehrere Telefonleitungen hat und viele tausend Studenten
diese benutzen wollen.Erstellen Sie einen Eintrag für Ihre
Universität in /etc/remote und
benutzen Sie <\@> für die
pn Fähigkeit:
big-university:\
:pn=\@:tc=dialout
dialout:\
:dv=/dev/cuaa3:br#9600:at=courier:du:pa=none:
Listen Sie die Telefonnummern der Universität
in /etc/phones auf:
big-university 5551111
big-university 5551112
big-university 5551113
big-university 5551114
&man.tip.1; probiert jede der Nummern in der
aufgelisteten Reihenfolge und gibt dann auf. Möchten
Sie, dass tip beim Versuchen eine
Verbindung herzustellen nicht aufgibt, lassen Sie es in
einer while-Schleife laufen.Warum muss ich zweimal
CtrlP tippen, um ein
CtrlP zu senden?CtrlP ist das voreingestellte Zeichen, mit dem eine
Übertragung erzwungen werden kann und wird benutzt,
um &man.tip.1; zu sagen, dass das nächste
Zeichen direkt gesendet werden soll und nicht als
Fluchtzeichen interpretiert werden soll. Mit Hilfe der
~s Fluchtsequenz, mit der man Variablen
setzen kann, können Sie jedes andere Zeichen als
force-Zeichen definieren.Geben Sie
~sforce=zeichen
ein und drücken Sie Enter. Für
zeichen können Sie ein
beliebiges einzelnes Zeichen einsetzen. Wenn Sie
zeichen weglassen, ist das
force-Zeichen nul, das Sie mit
Ctrl2 oder
CtrlSPACE eingeben können. Ein
guter Wert für zeichen ist
ShiftCtrl6, welches ich erst auf ein paar
Terminal-Servern in Benutzung gesehen habe.Sie können das force-Zeichen auch
bestimmen, indem Sie in $HOME/.tiprc
das folgende einstellen:force=single-charWarum ist auf einmal alles was ich schreibe in
GROSSBUCHSTABEN??Sie müssen
CtrlA eingegeben haben, das
raise-Zeichen von &man.tip.1; das speziell
für Leute mit defekten Caps Lock Tasten
eingerichtet wurde. Benutzen Sie ~s wie
oben und setzen Sie die Variable raisechar auf
etwas, das Ihnen angemessen erscheint. Tatsächlich
kann die Variable auf das gleiche Zeichen wie das
force-Zeichen gesetzt werden, wenn Sie
diese Fähigkeiten niemals benutzen wollen.Hier ist ein Muster der .tiprc
Datei, perfekt für Emacs
Benutzer, die oft
Ctrl2 und
CtrlA tippen müssen:
force=^^
raisechar=^^
Das ^^ steht für
ShiftCtrl6.Wie kann ich Dateien mit tip
übertragen?Wenn Sie mit einem anderen &unix; System kommunizieren,
können Sie Dateien senden und empfangen – mit
~p (put) und ~t
(take). Diese Befehle lassen &man.cat.1; und &man.echo.1;
auf dem entfernten System laufen, um Dateien zu
akzeptieren und zu senden. Die Syntax ist:
~p <local-file> [<remote-file>]
~t <remote-file> [<local-file>]
Es gibt keine Fehlerkontrolle, deshalb sollten Sie
besser ein anderes Protokoll benutzen, wie zmodem.Wie kann ich zmodem mit tip
laufen lassen?Zuerst installieren Sie ein zmodem Programm aus der
Ports-Sammlung (eines der beiden aus der comms-Kategorie,
lrzsz oder
rzsz).Um Dateien zu empfangen, starten Sie das Programm zum
Senden auf dem entfernten Computer. Drücken Sie dann
Enter gefolgt von ~C rz (oder
~C lrz, wenn Sie lrzsz installiert
haben), um diese lokal zu empfangen.Um Dateien zu senden, starten Sie das Programm zum
Empfangen auf dem entfernten Computer. Drücken Sie
dann Enter gefolgt von ~C sz
Dateien (oder
~C lsz
Dateien), um sie zum
entfernten System zu senden.Verschiedene FragenFreeBSD benutzt viel mehr Swap-Speicher als &linux;.
Warum?Es sieht nur so aus, als ob FreeBSD mehr Swap benutzt,
als &linux;. Tatsächlich ist dies nicht der Fall. In
dieser Hinsicht besteht der Hauptunterschied zwischen
FreeBSD und &linux; darin, dass FreeBSD vorbeugend
vollkommen untätige, unbenutzte Seiten aus dem
Hauptspeicher in den Swap-Bereich auslagert, um mehr
Hauptspeicher für die aktive Nutzung zur
Verfügung zu stellen. &linux; tendiert dazu, nur als
letzten Ausweg Seiten in den Swap-Bereich auszulagern.
Die spürbar höhere Nutzung des Swap-Speichers
wird durch die effizientere Nutzung des Hauptspeichers
wieder ausgeglichen.Beachten Sie, dass FreeBSD in dieser Hinsicht
zwar vorbeugend arbeitet, es entscheidet jedoch nicht
willkürlich, Seiten auszulagern, wenn das System
vollkommen untätig ist. Deshalb werden Sie
feststellen, dass nicht alle Seiten Ihres Systems
ausgelagert wurden, wenn Sie morgens aufstehen, nachdem
das System eine Nacht lang nicht benutzt worden
ist.Warum zeigt mir &man.top.1; so wenig freien Speicher
an, obwohl nur wenige Programme laufen?Die Antwort ist ganz einfach: Freier Speicher ist
verschwendeter Speicher. Der FreeBSD Kernel verwendet den
von den Programmen nicht genutzten Speicher automatisch
für den Plattencache. Die in &man.top.1; für
Inact, Cache und
Buf gemeldeten Werte stehen alle
für zwischengespeicherte Daten mit unterschiedlichem
Alter. Wenn das System wiederholt auf Daten zugreifen
muss, braucht es nicht auf die langsame Platte
zuzugreifen, da die Daten noch zwischengespeichert sind.
Dadurch erhöht sich die Performance. Ganz generell
ist es ein gutes Zeichen, wenn &man.top.1; einen kleinen
Wert bei Free anzeigt, solange der Wert
nicht extrem klein ist.Anmerkung des Übersetzers: Mit extrem
klein sind hier Werte unterhalb 512 KByte
gemeint.Warum ändert chmod die
Zugriffsrechte auf symbolische Links nicht?Für symbolische Links gibt es keine separaten
Zugriffsrechte und standardmäßig folgt
&man.chmod.1; dem Link nicht; die Zugriffsrechte für
die Datei, auf die der symbolische Link zeigt, werden also
nicht verändert. Wenn Sie eine Datei mit dem Namen
foo und einen auf diese Datei
zeigenden symbolischen Link mit dem Namen
bar haben, wird das folgende Kommando
niemals einen Fehler melden.&prompt.user; chmod g-w barTrotzdem werden die Zugriffsrechte für
foo nicht geändert.Hierzu müssen Sie entweder
oder zusammen mit der Option
benutzen. Weitere Informationen
finden Sie in den Manualpages &man.chmod.1; und
&man.symlink.7;.Die Option bewirkt ein
rekursives &man.chmod.1;.
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie bei
&man.chmod.1; Verzeichnisse oder symbolische
Links zu Verzeichnissen angeben. Wenn Sie die
Zugriffsrechte eines Verzeichnisses ändern
möchten, das durch einen symbolischen Link
referenziert wird, benutzen Sie &man.chmod.1;
ohne irgendwelche Optionen und folgen dem symbolischen
Link durch einen abschließenden Schrägstrich
(/). Falls z.B.
foo ein symbolischer Link zum
Verzeichnis bar ist und Sie die
Zugriffsrechte von foo
(tatsächlich bar) ändern
möchten, dann benutzen Sie etwas ähnliches
wie:&prompt.user; chmod 555 foo/Durch den abschließenden Schrägstrich folgt
&man.chmod.1; dem symbolischen Link
foo, um die Zugriffsrechte für
das Verzeichnis bar zu
ändern.Kann ich DOS-Programme unter FreeBSD
ausführen?Ja. Sie können
emulators/doscmd
verwenden, das über die Ports-Sammlung verfügbar
ist.doscmd war früher
Teil des Basissystems von &os;, es wurde aber vor der
Veröffentlichung von &os; 5.3 daraus
entfernt.Falls doscmd nicht ausreicht,
können Sie den Port
emulators/pcemu
verwenden, der einen 8088 und genug BIOS-Funktionen emuliert,
um DOS-Textanwendungen laufen zu lassen. Der Port
benötigt das X-Window-System.Was muss ich tun, um die FreeBSD-Dokumentation in
meine Muttersprache zu übersetzen?Informationen zu diesem Thema finden Sie in der FAQ
des FreeBSD German Documentation Project.Warum kommen alle meine Mails, die ich an @FreeBSD.org
schicke, wieder zurück?Das Mailsystem von FreeBSD.org verwendet einige der
strengeren Überprüfungen von
Postfix für eingehende Mails.
Mails, bei denen es Anzeichen für Konfigurationsprobleme
oder Spam gibt, werden nicht akzeptiert. Dies kann aus einem
der folgenden Gründe geschehen:Die Mail kommt von einem System oder Netzwerk,
dass für Spam-Aktivitäten bekannt
ist.Die Mailserver von FreeBSD akzeptierten keine
Mails von bekannten Spam-Quellen. Wenn Sie eine
Firma oder Domain benutzen, die Spam erzeugt oder
verteilt, sollten Sie sich einen anderen ISP
suchen.Der Mailtext enthält HTML.Mail sollte immer im Klartext gesendet werden, Sie
sollten ihr Mailprogramm entsprechend
einstellen.Das Mailsystem kann die IP-Adresse des
einliefernden Systems nicht in einen symbolischen
Namen umwandeln.Funktionierendes reverse DNS ist eine
Vorbedingung, damit ihre Mails angenommen wird.
Sorgen Sie dafür, dass der reverse DNS
für Ihren Mailserver korrekt konfiguriert wird.
Viele Anbieter für Privatkunden geben Ihnen diese
Möglichkeit nicht. In diesem Fall sollten Sie
Ihre Mails über den Mailserver Ihres Providers
versenden.Der Rechnername, der im EHLO/HELO Teil der SMTP
Kommunikation übergeben wird, kann nicht zu einer
IP-Adresse aufgelöst werden.Damit die E-Mail akzeptiert wird, brauchen Sie einen
voll qualifizierten Rechnernamen, der im DNS eingetragen ist.
Wenn Sie diesen nicht besitzen, benutzen Sie bitte den
Mailserver Ihres Providers, um E-Mails zu verschicken.Die Message-ID Ihrer Mail endet in
localhost.Einige Mail-Clients generieren eine Message-ID, die
nicht akzeptiert wird. Sie müssen Ihren Mail-Client
so konfigurieren, dass er eine gültige Message-ID
generiert. Alternativ können Sie die Message-ID von
Ihrem Mailserver umschreiben lassen.Wo kann ich einen freien FreeBSD-Account bekommen?Das FreeBSD Project bietet zwar keinen freien Zugang
zu seinen Servern an; andere Firmen bieten jedoch frei
zugängliche &unix; Systeme. Die Kosten variieren und
es kann sein, dass nicht alle Dienste zur
Verfügung stehen.Arbornet,
Inc, auch als M-Net bekannt, bietet seit 1983
uneingeschränkten Zugang zu &unix; Systemen.
Zunächst wurde eine Altos-Maschine mit System III
benutzt, 1991 erfolgte dann der Wechsel zu BSD/OS. Im
Juni 2000 erfolgte ein erneuter Wechsel, diesmal zu
FreeBSD. M-Net bietet Zugang mit Telnet und SSH und den
Zugang zur gesamten Software von FreeBSD. Allerdings ist
der Zugriff auf das Netzwerk auf Mitglieder und
Gönner beschränkt, die eine Spende an die
nicht-kommerzielle Organisation geleistet haben. M-Net
stellt zusätzlich ein Mailbox-System und einen
interaktiven Chat zur Verfügung.Grex bietet
ein ganz ähnlichen Dienst wie M-Net an, dazu
gehören auch das Mailbox-System und der interaktive
Chat. Allerdings wird eine SUN4M mit &sunos;
benutzt.Was ist sup und wie benutze ich
es?Der Name SUP steht für
Software Update Protocol und wurde von der CMU (Carnegie
Mellon University) entwickelt, um ihre Entwicklungszweige
zu synchronisieren. Wir haben es benutzt, um entfernte
Sites mit unseren zentralen Quellcodeentwicklungen zu
synchronisieren.SUP ist nicht sehr bandbreitenfreundlich und wurde
abgelöst. Die derzeit empfohlene Methode, um Ihren
Quellcode auf dem neuesten Stand zu halten ist
CVSup.Wie heißt das niedliche rote Kerlchen?Er ist namenlos, es ist einfach der der BSD
Daemon. Wenn Sie ihm unbedingt einen Namen geben
wollen, rufen Sie ihn beastie. Beachten
Sie aber, dass beastie wie
BSD ausgesprochen wird.Weitere Informationen über den BSD daemon finden
Sie auf seiner
Homepage.Kann ich Bilder des BSD Daemon verwenden?Eventuell. Der BSD Daemon unterliegt dem Copyright
von Marshall Kirk McKusick. Wenn Sie genaue Informationen
über die Einschränkungen bei der Nutzung
brauchen, sollten Sie sein Statement
on the Use of the BSD Daemon Figure lesen.Kurz gesagt, können Sie den BSD Daemon benutzen,
solange es für einen privaten Zweck ist und die
Nutzung geschmackvoll bleibt. Für den kommerziellen
Einsatz brauchen Sie die Zustimmung von Kirk McKusick.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite BSD
Daemon's home page.Woher kann ich Bilder des BSD Daemon bekommen?Einige Bilder in den Format xfig und eps sind unter
/usr/share/examples/BSD_daemon/ zu
finden.Ich habe in den Mailinglisten eine Abkürzung oder
einen Begriff gesehen, den ich nicht kenne. Wo erhalte
ich eine Erklärung dazu?Sehen Sie bitte im
FreeBSD-Glossar nach.Warum sollte mich die Farbe des Fahrradschuppens
interessieren?Die ganz, ganz kurze Antwort ist: Überhaupt nicht.
Die etwas längere Antwort lautet: Nur weil Sie in der
Lage sind, einen Fahrradschuppen zu bauen, müssen Sie
noch lange nicht andere davon abhalten, nur weil Ihnen die
Farbe nicht gefällt. Dies ist natürlich eine
Metapher dafür, dass Sie nicht eine Diskussion über
jede kleine Änderung beginnen sollen, nur weil Sie
das können. Einige Leute behaupten sogar, dass
die Anzahl der (nutzlosen) Kommentare über eine
Änderung umgekehrt proportional zur
Komplexität der Änderung ist.Die noch längere und vollständigere Antwort
ist, dass &a.phk; nach einen langen Diskussion
über das Thema "Soll &man.sleep.1; Sekundenbruchteile
als Parameter akzeptieren?" eine lange Mail mit dem Titel
A
bike shed (any colour will do) on greener
grass... schrieb. Die einschlägigen
Teile der Nachricht lauteten:
&a.phk; in freebsd-hackers,
2.10.1999Einige von Euch haben mich gefragt, Was
meinst Du mit dem Fahrradschuppen?Es ist eine lange oder eigentlich eher eine sehr
alte und doch sehr kurze Geschichte. C. Northcote
Parkinson schrieb in den frühen Sechzigern ein Buch
mit dem Namen Parkinson's Law, das viele
Einblick in die Beziehungen innerhalb des Managements
gibt.[ein paar Kommentare zum Buch gestrichen]In dem Beispiel mit dem Fahrradschuppen ist die
andere wichtige Komponente ein Kernkraftwerk. Ich
glaube, dass zeigt schon, wie alt dieses Buch
ist.Parkinson zeigte, dass man zum Vorstand gehen
kann und die Genehmigung für ein mehrere Millionen
oder sogar Milliarden Dollar teures Kernkraftwerk
bekommt; wenn man aber einen Fahrradschuppen bauen will,
wird man in endlose Diskussionen verwickelt.Laut Parkinson liegt das daran, dass ein
Kernkraftwerk so groß, so teuer und so kompliziert
ist, dass die Leute es nicht verstehen. Und bevor
sie versuchen, es zu verstehen, verlassen Sie sich
lieber darauf, dass irgend jemand sicherlich die
ganzen Details geprüft hat, bevor das Projekt bis
zum Vorstand gekommen ist. Im Buch von Richard P.
Feynmann finden sich einige interessante und sehr
passende Beispiele aus dem Gebiet von Los
Alamos.Ein Fahrradschuppen ist was anderes. Jeder kann an
seinem freien Wochenende einen bauen und hat trotzdem
noch genug Zeit für die Sportschau. Daher ist es
unwichtig, wie gut man sich vorbereitet und wie sinnvoll
der eigene Vorschlag ist. Irgend jemand wird die
Möglichkeit nutzen und zeigen, dass er seine
Arbeit tut, dass er aufmerksam ist, dass er
da ist.In Dänemark nennen wir dieses Verhalten
Seine Fingerabdrücke hinterlassen.
Es geht um persönlichen Stolz und Prestige; die
Chance, auf irgend etwas zu zeigen und zu sagen zu
können: Da! Das habe
Ich getan. Politiker leiden
sehr stark darunter, aber viele Leute verhalten sich so,
wenn sie die Chance haben. Denkt einfach mal an
Fußabdrücke in feuchtem Zement.
Nicht ganz ernstgemeinte FragenWie cool ist FreeBSD?Q. Hat irgend jemand Temperaturmessungen
durchgeführt, während FreeBSD läuft? Ich
weiss, dass &linux; cooler läuft, als DOS, habe
aber niemals gesehen, dass FreeBSD erwähnt
wurde. Es scheint sehr heiß zu laufen.A. Nein, aber wir haben zahlreiche Geschmackstests mit
verblendeten Freiwilligen durchgeführt, denen
außerdem zuvor 250 Mikrogramm LSD-25 verabreicht
wurden. 35% der Freiwilligen sagte, dass FreeBSD
nach Orange schmeckte, &linux; hingegen schmecke wie
purple haze (Anm. d. Übersetzers: Song
von Jimmy Hendrix und LSD-Marke). Keine der Gruppen hat
besondere Abweichungen der Temperatur erwähnt.
Eventuell hätten wir sämtliche Ergebnisse dieser
Untersuchung fortwerfen sollen, als wir festgestellt
haben, dass zu viele der Freiwilligen den Raum
während der Tests verlassen haben und dadurch die
Ergebnisse verfälscht haben. Wir glauben, dass
die meisten der Freiwilligen nun bei Apple sind und an
ihrer neuen scratch and sniff
Oberfläche arbeiten. Es ist ein lustiges, altes
Geschäft, in dem wir uns befinden!Ernsthaft, FreeBSD und &linux; benutzen beide die
Instruktion HLT (halt), wenn das System
untätig ist, wodurch der Energieverbrauch und dadurch
die produzierte Wärme reduziert wird. Falls Sie auch
noch APM (Advanced Power Management) konfiguriert haben,
kann FreeBSD Ihre CPU auch in einen Low-Power-Modus
bringen.Wer kratzt in meinen Speicherbänken??Q. Gibt es irgend etwas seltsames, das
FreeBSD tut, wenn ich den Kernel kompiliere, das dazu
führt, dass der Speicher ein kratzendes
Geräusch macht? Bei der Kompilierung (und auch
für einen kurzen Moment nach der Erkennung des
Floppy-Laufwerks beim Hochfahren), kommt ein seltsames
kratzendes Geräusch von etwas das die
Speicherbänke zu sein scheinen.A. Ja! In der BSD-Dokumentation finden Sie
häufige Verweise auf Daemons und was
die meisten Leute nicht wissen, ist, dass diese sich
auf echte, nicht-körperlichen Wesen beziehen, die
Besitz von Ihrem Computer ergriffen haben. Das kratzende
Geräusch, das von Ihrem Speicher kommt, ist in
Wirklichkeit hochtöniges Flüstern, das unter den
Daemons ausgetauscht wird, während Sie entscheiden,
wie Sie die verschiedenen Systemadministrationsaufgaben,
am besten erledigen.Wenn Sie das Geräusch stört, wird ein
fdisk /mbr sie vertreiben, aber wundern
Sie sich nicht, wenn sie feindlich reagieren und
versuchen, Sie aufzuhalten. Wenn Sie während der
Ausführung zu irgendeinem Zeitpunkt die teuflische
Stimme von Bill Gates aus dem eingebauten Lautsprecher
kommen hören, laufen Sie weg und sehen Sie sich auf
keinen Fall um! Befreit von dem ausgleichenden
Einfluss der BSD Dämonen sind die beiden
Dämonen von DOS und &windows; oft dazu in der Lage, die
totale Kontrolle über Ihre Maschine für die
ewige Verdammung Ihrer Seele zurückzuerlangen. Da
Sie jetzt die Wahrheit kennen, würden Sie es
vorziehen, sich an die Geräusche zu gewöhnen,
wenn Sie die Wahl hätten.Wie viele FreeBSD-Hacker braucht man, um eine
Glühbirne auszuwechseln?Eintausendeinhundertundneunundsechzig:Dreiundzwanzig, die sich bei -CURRENT beschweren,
dass das Licht aus ist;Vier, die behaupten, dass es sich um ein
Konfigurationsproblem handelt und dass solche Dinge
wirklich nach -questions gehören;Drei, die PRs hierzu einreichen, einer von ihnen wird
falsch unter DOC abgelegt und fristet sein Dasein im
Dunkeln;Einen, der eine ungetestete Glühbirne einreicht,
wonach buildworld nicht mehr funktioniert, und sie dann
fünf Minuten später wieder herausnimmt;Acht, die die PR-Erzeuger beschimpfen, weil sie zu
ihren PRs keine Patche hinzugefügt haben;Fünf, die sich darüber beschweren, dass
buildworld nicht mehr funktioniert;Einunddreißig, die antworten, dass es bei
ihnen funktioniert und dass sie cvsup wohl zu einigem
ungünstigen Zeitpunkt durchgeführt
haben;Einen, der einen Patch für eine neue
Glühbirne an -hackers schickt;Einen, der sich beschwert, dass es vor drei
Jahren Patches hierfür hatte, aber als er sie nach
-CURRENT schickte, sind sie einfach ignoriert worden und
er hatte schlechte Erfahrungen mit dem PR-System; nebenbei
ist die vorgeschlagene Glühbirne nicht
reflexiv;Siebenunddreißig, die schreien, dass
Glühbirnen nicht in das Basissystem gehören,
dass Committer nicht das Recht haben, solche Dinge
durchzuführen, ohne die Gemeinschaft zu konsultieren
und WAS GEDENKT -CORE HIER ZU TUN!?Zweihundert, die sich über die Farbe des
Fahrradschuppens beschweren;Drei, die darauf hinweisen, dass der Patch nicht
mit &man.style.9; übereinstimmt;Siebzehn, die sich beschweren, dass die
vorgeschlagene neue Glühbirne der GPL
unterliegt;Fünfhundertundsechsundachtzig, die sich in einen
Streit über die vergleichbaren Vorteile der GPL, der
BSD-Lizenz, der MIT-Lizenz, der NPL und der
persönlichen Hygiene nichtgenannter FSF-Gründer
verwickeln;Sieben, die unterschiedliche Teile des Threads nach
-chat und -advocacy weiterleiten;Einer, der die vorgeschlagene Glühbirne einbaut,
obwohl sie dunkler leuchtet, als die alte;Zwei, die sie wieder ausbauen, und in einer
wütenden Nachricht argumentieren, dass FreeBSD
besser ganz im Dunkeln dasteht, als mit einer
dämmerigen Glühbirne;Sechsundvierzig, die sich lärmend wegen des
Wiederausbaus der dämmerigen Glühbirne streiten
und eine Erklärung von -core verlangen;Elf, die eine kleinere Glühbirne beantragen,
damit sie in ihr Tamagotchi passt, falls wir
irgendwann beschließen, FreeBSD auf diese Plattform
zu portieren;Dreiundsiebzig, die sich über die SNR auf
-hackers und -chat beschweren und aus Protest
abmelden;Dreizehn, die unsubscribe,
How do I unsubscribe?
oder Please remove me from the list gefolgt
von der üblichen Fußzeile abschicken;Einen, der eine funktionierende Glühbirne
einbaut, während alle zu beschäftigt damit sind,
mit jedem zu streiten, um es zu bemerken;Einunddreißig, die herausstellen, dass die
neue Glühbirne 0,364% heller leuchten würde,
wenn sie mit TenDRA kompiliert werden würde (obwohl
sie in einen Würfel umgeformt werden
müsste) und dass FreeBSD deshalb nach
TenDRA, anstatt nach GCC wechseln sollte;Einen, der sich beschwert, dass bei der neuen
Glühbirne die Verkleidung fehlt;Neun (einschließlich der PR-Ersteller), die
fragen Was ist MFC?Siebenundfünfzig, die sich zwei Wochen, nachdem
die Birne gewechselt worden ist, darüber beschweren,
dass das Licht aus war.&a.nik; hat
hinzugefügt:Ich habe ziemlich hierüber
gelacht.Und dann dachte ich: "Halt, sollte in dieser
Liste nicht irgendwo 'Einer, der es dokumentiert'
sein?"Und dann wurde ich erleuchtet
:-)Was passiert mit den Daten, die nach
/dev/null geschrieben werden?Sie werden in einer speziellen Datensenke der CPU in
Wärme umgewandelt, die dann über den
Kühlkörper und den Lüfter abgeführt
wird. Dies ist einer der Gründe für die
Kühlung von CPUs; die Anwender gewöhnen sich an
die schnelleren Prozessoren, gehen nicht mehr so
sorgfältig mit Ihren Daten um und so landen immer
mehr Daten in /dev/null, was zur
Überhitzung der CPU führt. Wenn Sie
/dev/null löschen (was die
Datensenke ziemlich sicher abschaltet), wird Ihre CPU zwar
nicht mehr so heiß, dafür wird Ihr System aber
sehr schnell von den überzähligen Daten
überladen und merkwürdige Effekte zeigen. Wenn
Sie eine sehr schnell Netzwerkverbindung haben,
können Sie Ihre CPU kühlen, indem sie Daten aus
/dev/random lesen und in die Weite
des Netzwerkes schicken; allerdings besteht hier die
Gefahr der Überhitzung von Netzwerk und
/. Außerdem dürfte Ihr
ISP ziemlich wütend werden, da der größte
Teil der Daten von seinen Geräten in Hitze
umgewandelt werden wird; da ISPs aber über
Klimaanlagen verfügen, sollte das kein großes
Problem sein, solange Sie es nicht
übertreiben.Nachtrag Paul Robinson:Es gibt andere Mittel und Wege. Wie jeder gute
Systemadministrator weiss, gehört es zum guten
Ton, einigen Daten zum Bildschirm zu senden, damit die
Leuchtkäferchen, die das Bild anzeigen,
glücklich sind. Die Leuchtkäferchen werden nach
der Farbe Ihrer Hüte (Rot, Grün, oder Blau)
unterschieden und sie verstecken bzw. zeigen sich (wobei
man die Farbe ihrer Hüte erkennen kann) bei jeder
Nahrungsaufnahme. Grafikkarten wandeln Daten in
Leuchkäfer-Nahrung um und schicken sie dann zu den
Leuchtkäfern - teure Karten erzeugen bessere Nahrung
und sorgen so für besseres Verhalten der
Leuchtkäfer. Diese brauchen allerdings einen
konstanten Stimulus - darum gibt es
Bildschirmschoner.Darum lautet mein Vorschlag, die zufälligen Daten
einfach zum Bildschirm zu schicken, damit sie von den
Leuchtkäfern verzehrt werden. Dabei entsteht keine
Hitze, die Leuchtkäfer bleiben glücklich und man
wird seine überflüssigen Daten sehr schnell los,
auch wenn der Bildschirm etwas merkwürdig
aussieht.Übrigens: Als Ex-Admin eines großen ISPs,
der so seine Probleme mit der Kühlung seines
Rechenzentrums hatte, kann ich nur davon abraten,
überflüssige Daten einfach in das Netzwerk zu
schicken. Die Heinzelmännchen, die die Pakete
verteilen und versenden, regen sich darüber ganz
furchtbar auf.Weiterführende ThemenWie kann ich mehr über die Interna von FreeBSD
erfahren?Zurzeit gibt es nur ein Buch über die Interna von
FreeBSD, The Design and Implementation of the FreeBSD
Operating System von Marshall Kirk McKusick und
George V. Neville-Neil, ISBN 0-201-70245-2, das sich auf
FreeBSD 5.X konzentriert.Allgemeines Wissen über &unix; kann
allerdings in den meisten Fällen auf FreeBSD
angewendet werden.Eine Liste finden Sie im entsprechenden Abschnitt der
Bibliographie.Wie kann ich bei der Entwicklung von FreeBSD
mitarbeiten?Genauere Informationen finden Sie im Artikel FreeBSD
unterstützen. Wir können Hilfe
immer gut gebrauchen!Was sind SNAPs und RELEASEs?Derzeit existieren drei aktive/halbaktive Zweige im
FreeBSD-CVS-Repository. In früheren Zweigen
ändert sich wenig, daher gibt es nur drei
aktive Entwicklungszweige:RELENG_5 bzw.
5.X-STABLERELENG_6 bzw.
6-STABLEHEAD bzw.
-CURRENT oder
7.X-CURRENTHEAD ist keine wirkliche
Bezeichnung für einen Zweig, wie die anderen beiden.
Es ist lediglich eine symbolische Konstante für
den aktuellen, nicht verzweigten
Entwicklungsstrom, auf den wir uns
einfach als -CURRENT beziehen.Derzeit steht -CURRENT für den
7.X-Entwicklungsstrom, der
5-STABLE-Zweig (RELENG_5)
wurde im Oktober 2004, der 6-STABLE-Zweig
(RELENG_6) im November 2005 von
-CURRENT abgespalten.Wie kann ich meine eigene, angepasstes Release
erstellen?Eine Anleitung dazu finden Sie im Artikel
FreeBSD Release Engineering.Wieso überschreibt make world
das installierte System?Das ist beabsichtigt. Wie der Name schon andeutet,
erstellt make world alle Systemdateien
von Grund auf neu. Sie können also sicher sein, am
Ende eine saubere, konsistente Umgebung zu haben (das ist
der Grund, warum es so lange dauert).Falls die Umgebungsvariable DESTDIR
während der Ausführung von make
world oder make install
definiert ist, werden die neu erstellten Binaries unter
${DESTDIR} in einem zum
installierten identischen Verzeichnisbaum abgelegt.
Einige zufällige Kombinationen von Änderungen
von Shared Libraries und Neuerstellungen von Programmen
können hierbei jedoch ein Scheitern von make
world verursachen.Warum ist cvsup.FreeBSD.org
kein Round-Robin-Eintrag im DNS, so dass Anfragen
auf alle CVsup-Server verteilt werden?Die CVsup-Server gleichen sich stündlich
mit dem Hauptserver ab. Allerdings findet der
Abgleich nicht zur gleichen Zeit statt, daher
können einige Server neuere Quellen bereitstellen
als andere Server. Alle Server stellen jedoch
Quellen bereit, die maximal eine Stunde alt sind.
Wäre cvsup.FreeBSD.org
ein Round-Robin-Eintrag im DNS, der Benutzern einen
zufälligen Server zuteilt, könnten beim
zweiten Lauf von CVsup ältere Quellen als beim
ersten Lauf heruntergeladen werden.Warum meldet mein System (bus speed
defaulted) beim Start?Die Adaptec 1542 SCSI Hostadapter erlauben dem
Benutzer die Buszugriffsgeschwindigkeit per Software zu
konfigurieren. Ältere Versionen des 1542-Treibers
versuchten, die schnellstmögliche Geschwindigkeit
herauszufinden und konfigurierten den Adapter
entsprechend. Wir haben festgestellt, dass dies auf
einigen Systemen nicht funktioniert, weshalb Sie nun die
Kernelkonfigurationsoption TUNE_1542
definieren müssen, um es zu aktivieren. Die
Benutzung auf Systemen, auf denen es funktioniert,
könnte Ihre Platten schneller machen, aber auf den
Systemen, auf denen es nicht funktioniert, könnten
Ihre Daten beschädigt werden.Kann ich -CURRENT mit begrenztem Internetzugang
folgen?Ja, Sie können das tun, ohne
den gesamten Quellbaum herunterzuladen, indem Sie die
Einrichtung CTM
benutzen.Wie haben Sie die Distribution in 240k-Dateien
aufgespalten?Bei neueren BSD-basierten Systemen gibt es eine Option
zu &man.split.1;, die das Splitten von
Dateien an willkürlichen Bytegrenzen erlaubt.Hier ist ein Beispiel aus
/usr/src/Makefile.
bin-tarball:
(cd ${DISTDIR}; \
tar cf - . \
gzip --no-name -9 -c | \
split -b 240640 - \
${RELEASEDIR}/tarballs/bindist/bin_tgz.)
Ich habe eine Kernelerweiterung geschrieben. An wen
sende ich sie?Lesen Sie bitte den Artikel
FreeBSD unterstützen.Und Danke, dass Sie darüber
nachdenken!Wie werden Plug&Play ISA-Karten erkannt und
initialisiert?Von: Frank Durda IV
uhclem@nemesis.lonestar.orgKurz gesagt gibt es nur wenige I/O-Ports über die
PnP-Karten antworten, wenn der Host fragt, ob jemand da
ist. Wenn die PnP-Erkennungsroutine startet, fragt sie,
ob irgendwelche PnP-Karten vorhanden sind und alle
PnP-Karten antworten mit ihrer Modellnummer auf demselben
Port, von dem sie auch gelesen haben. Die
Erkennungsroutine erhält also ein geodertes
Ja auf diese Frage. Mindestens ein Bit
wird bei dieser Antwort gesetzt sein. Die
Erkennungsroutine ist dann in der Lage, dafür zu
sorgen, dass Karten mit Modellnummern (zugeordnet von
Microsoft/Intel) kleiner als X off-line
gesetzt werden. Sie prüft dann, ob immer noch Karten
da sind, die auf die Frage antworten. Falls die Antwort
0 war, sind keine Karten mit IDs
größer X vorhanden. Nun prüft die
Erkennungsroutine, ob Karten unterhalb
X vorhanden sind. Dann setzt die
Erkennungsroutine alle Karten größer als
X-(limit/4) off-line und wiederholt die Frage. Wenn diese
halbbinäre Suche nach IDs in Folge genügend oft
wiederholt worden ist, wird die Erkennungsroutine
schließlich alle in einem Rechner befindlichen
PnP-Karten identifiziert haben und das mit einer
Iterationszahl sehr viel kleiner als 2^64.Die IDs bestehen aus zwei 32-Bit-Feldern (daher 2^64)
+ acht Bit Prüfsumme. Die ersten 32 Bit sind die
Herstellerkennung. Es wurde zwar nicht bestätigt,
aber es wird angenommen, dass unterschiedliche
Kartentypen desselben Herstellers unterschiedliche 32-Bit
Herstellerkennungen besitzen können. 32 Bit nur
für eindeutige Hersteller zu benötigen, scheint
etwas übertrieben.Die niedrigen 32 Bit sind eine Seriennummer,
Ethernetadresse - etwas, das die betreffende Karte
einzigartig macht. Die Hersteller dürfen niemals
eine zweite Karte mit denselben niedrigen 32 Bit
herstellen, es sei denn, die höheren 32 Bit sind
unterschiedlich. Sie können also mehrere Karten des
selben Typs im Rechner haben und die gesamten 64 Bit
bleiben stets eindeutig.Die 32-Bit-Gruppen können niemals nur aus Nullen
bestehen. Das erlaubt es, bei der binären Suche zu
Beginn nur auf von Null verschiedene Bits zu
achten.Wenn das System alle vorhandenen Karten-IDs
identifiziert hat, reaktiviert es jede Karte - eine nach
der anderen (über dieselben I/O-Ports) und ermittelt,
welche Ressourcen von der jeweiligen Karte benötigt
werden, welche Wahlmöglichkeiten für Interrupts
bestehen usw. Alle Karten werden abgefragt, um diese
Informationen zusammenzustellen.Diese Informationen werden dann mit Informationen aus
allen ECU-Dateien auf der Festplatte oder mit im MLB-BIOS
verdrahteten Informationen verknüpft. Die ECU- und
BIOS-PnP-Unterstützung für Hardware auf dem MLB
ist für gewöhnlich künstlich und was die
Peripheriegeräte tun ist nicht wirklich echtes PnP.
Durch die Untersuchung der BIOS-Informationen und der
ECU-Informationen können die Erkennungsroutinen
jedoch die von PnP-Geräten benutzten Ressourcen so
ändern, dass vermieden wird, dass bereits
von anderen Geräten benutzte Ressourcen verwendet
werden.Dann werden die PnP-Geräte nochmals besucht und
ihre I/O, DMA, IRQ und Memory-Map-Adressen werden
zugeordnet. Die Geräte werden an diesen Stellen
sichtbar werden und dort bis zum nächsten Reboot
verbleiben. Allerdings hindert Sie auch nichts daran, sie
zu verschieben, wohin Sie wollen.Im obigen Teil wurde sehr viel vereinfacht, aber die
grundlegende Idee sollte klar geworden sein.Microsoft hat einige der primären
Druckerstatusports für PnP übernommen, da keine
Karte diese Adressen für die entgegengesetzten
I/O-Zyklen decodiert. Ich habe während der
frühen Überprüfungsperiode des
PnP-Vorschlags eine echte IBM Druckerkarte gefunden, die
Schreibzugriffe auf dem Statusport decodiert hat, aber MS
hat nur tough gesagt. Also schreiben sie
auf den Druckerstatusport, um Adressen zu setzen, benutzen
zusätzlich diese Adresse + 0x800
und einen dritten I/O-Port zum Lesen, der irgendwo
zwischen 0x200 und
0x3ff liegen kann.Wie bekomme ich eine Major-Number für einen
Gerätetreiber, den ich geschrieben habe?&os.current; stellt seit Februar 2003
Major-Numbers für Geräte zur Laufzeit automatisch
bereit. Nach Möglichkeit sollte diese neue
Funktion benutzt werden, anstatt eine Major-Number
statisch festzulegen. Weitere Hinweise finden Sie in
src/sys/conf/majors.Wenn Sie eine statisch festgelegte Major-Number
benötigen, hängt das weitere Verfahren davon ab,
ob Sie den Treiber frei verfügbar machen wollen.
Falls dem so ist, senden Sie uns bitte eine Kopie der
Treiber-Sourcen und zusätzlich die entsprechenden
Änderungen der Datei files.i386,
ein Beispiel für einen Eintrag in der
Konfigurationsdatei und den entsprechenden Code für
&man.MAKEDEV.8;, der die Gerätedateien für Ihr
Gerät erzeugt. Falls Sie nicht beabsichtigen,
den Treiber frei verfügbar zu machen, oder es
aufgrund von Lizenzbeschränkungen nicht können,
dann ist die Major-Number 32 für zeichenorientierte
und die Major-Number 8 für blockorientierte
Geräte speziell für diesen Zweck reserviert. In
jedem Fall würden wir uns freuen, auf der Mailingliste
&a.hackers; etwas über Ihren neuen Treiber zu
hören.Gibt es alternative Layoutverfahren für
Verzeichnisse?Als Antwort auf die Frage nach alternativen
Layoutverfahren für Verzeichnisse ist das Schema, das
derzeit benutzt wird, unverändert von dem, das ich
1983 geschrieben habe. Ich habe das Vorgehen für das
originale Fast-Filesystem geschrieben und es niemals
überarbeitet. Es funktioniert gut, wenn es darum
geht, zu verhindern, dass Zylindergruppen volllaufen.
Wie viele von Ihnen angemerkt haben, funktioniert es
schlecht für find. Die meisten Dateisysteme werden
von Archiven erstellt, die mit einer Tiefensuche (also
ftw) erstellt wurden. Diese Verzeichnisse werden
über die Zylindergruppen hinweg entfaltet und
erzeugen denkbar ungünstigste Voraussetzungen
für zukünftige Tiefensuchen. Falls man die
Gesamtzahl der zu erstellenden Verzeichnisse wüsste,
wäre die Lösung die, (gesamt / fs_ncg) pro
Zylindergruppe zu erstellen, bevor fortgefahren wird.
Offensichtlich müsste man eine Heuristik
erstellen, um die Zahl zu schätzen. Sogar die
Benutzung einer kleinen, fixen Zahl, z.B. 10, würde
eine Verbesserung um Größenordnungen ausmachen.
Um Wiederherstellungen von normalem Betrieb (wo der
derzeitige Algorithmus vermutlich sinnvoller ist) zu
unterscheiden, könnten Sie die Clusterung von bis zu
10 benutzen, wenn sie alle innerhalb eines
10-Sekunden-Fensters durchgeführt würden.
Jedenfalls ist mein Schluss, dass dies ein
fruchtbares Gebiet für Experimente ist.Kirk McKusick, September 1998Wie kann ich optimalen Nutzen aus einer kernel panic
ziehen?[Dieser Abschnitt wurde von &a.des;, der
einige Tippfehler korrigiert und die Kommentare in eckigen
Klammern hinzugefügt hat, aus einer Mail von
&a.wpaul; in der Mailingliste freebsd-current
entnommen.]
From: Bill Paul <wpaul@skynet.ctr.columbia.edu>
Subject: Re: the fs fun never stops
To: Ben Rosengart
Date: Sun, 20 Sep 1998 15:22:50 -0400 (EDT)
Cc: current@FreeBSD.org
[<Ben Rosengart> sendete die
folgende Panik-Meldung]
> Fatal trap 12: page fault while in kernel mode
> fault virtual address = 0x40
> fault code = supervisor read, page not present
> instruction pointer = 0x8:0xf014a7e5
^^^^^^^^^^
> stack pointer = 0x10:0xf4ed6f24
> frame pointer = 0x10:0xf4ed6f28
> code segment = base 0x0, limit 0xfffff, type 0x1b
> = DPL 0, pres 1, def32 1, gran 1
> processor eflags = interrupt enabled, resume, IOPL = 0
> current process = 80 (mount)
> interrupt mask =
> trap number = 12
> panic: page fault
[Wenn] Sie eine Meldung wie diese sehen, reicht es
nicht, sie einfach zu reproduzieren und sie einzusenden.
Der Wert des Instruktionszeigers, den ich oben
hervorgehoben habe, ist wichtig; leider ist er auch
konfigurationsabhängig. Mit anderen Worten variieren
die Werte abhängig von dem Kernel-Image, das Sie
tatsächlich benutzen. Wenn Sie ein GENERIC
Kernelimage von einem der Snapshots benutzen, dann ist es
für jemand anderen möglich, die fehlerhafte
Instruktion herauszufinden, aber wenn Sie einen
angepassten Kernel benutzen, können nur
Sie uns sagen, wo der Fehler
auftrat.Was Sie tun sollten, ist folgendes:Notieren Sie sich den Wert des
Instruktionszeigers. Beachten Sie, dass der Teil
0x8: am Anfang in diesem Fall nicht
von Bedeutung ist; der Teil
0xf0xxxxxx ist der, den wir
wollen.Tun Sie folgendes, wenn das System
rebootet:&prompt.user; nm -n /kernel.that.caused.the.panic | grep f0xxxxxxwobei 0xf0xxxxxx der Wert des
Instruktionszeigers ist. Es besteht die
Möglichkeit, dass Sie keinen exakten Treffer
erzielen, weil die Symbole in der Symboltabelle des
Kernels Funktionseinstiegspunkte sind und die Adresse
des Instruktionszeiger irgendwo innerhalb einer
Funktion liegen wird und nicht am Anfang. Falls sie
keinen exakten Treffer erzielen, lassen Sie den
letzten Teil des Werts des Instruktionszeigers weg und
versuchen es nocheinmal, z.B.:&prompt.user; nm -n /kernel.that.caused.the.panic | grep f0xxxxxFalls das kein Ergebnis liefert, hacken Sie eine
weitere Ziffer ab. Wiederholen Sie die Schritte, bis
Sie irgendeine Ausgabe erhalten. Das Ergebnis wird
eine Liste möglicher Funktionen sein, die die
Panik verursacht haben. Das ist zwar kein absolut
genauer Mechanismus, um die Fehlerursache ausfindig zu
machen, aber es ist besser als gar nichts.Ich sehe ständig Leute, die Panik-Meldungen wie
diese zeigen, aber ich sehe kaum jemanden, der sich die
Zeit nimmt, den Instruktionszeiger einer Funktion aus der
Symboltabelle des Kernel zuzuordnen.Der beste Weg, den Grund für eine Panik
herauszufinden, ist der, einen Crash-Dump festzuhalten und
dann &man.gdb.1; zu benutzen, um den Stack im Crash-Dump
zurückzuverfolgen.Jedenfalls ist die Methode, die ich normalerweise
benutze, folgende:Richten Sie eine Kernelkonfigurationsdatei ein,
fügen Sie optional options DDB
hinzu, falls Sie glauben, dass Sie den
Kerneldebugger benötigen. (Ich benutze ihn
hauptsächlich zum Setzen von Haltepunkten, wenn
ich eine Endlosschleife irgendeiner Art
vermute.)Benutzen Sie config -g
KERNELCONFIG, um
das Erstellungsverzeichnis einzurichten.cd
/sys/compile/KERNELCONFIG;
makeWarten Sie, bis der Kernel fertig kompiliert
ist.make installrebootDer &man.make.1;-Prozess wird zwei Kernel
erstellt haben: kernel und
kernel.debug.
kernel wurde als
/kernel installiert, während
kernel.debug als Quelle für
Debuggersymbole für &man.gdb.1; benutzt werden
kann.Um sicherzustellen, dass ein Crash-Dump erhalten
bleibt, müssen Sie
/etc/rc.config editieren und
dumpdev so setzen, dass es auf
Ihre Swap-Partition zeigt. Das bewirkt, dass die
&man.rc.8;-Skripte den Befehl &man.dumpon.8; benutzen, um
Crash-Dumps zu ermöglichen. Sie können
&man.dumpon.8; auch manuell ausführen. Nach einer
Panik kann der Crash-Dump mit &man.savecore.8;
wiederhergestellt werden; wenn dumpdev
in /etc/rc.conf gesetzt ist, werden
die &man.rc.8;-Skripte &man.savecore.8; automatisch
ausführen und den Crash-Dump unter
/var/crash ablegen.Crash-Dumps von FreeBSD sind für
gewöhnlich genauso groß wie der physikalische
Hauptspeicher Ihres Rechners. Das heißt, wenn Sie
64MB RAM haben, werden sie einen 64MB Crash-Dump
erhalten. Deshalb müssen Sie dafür sorgen, dass
genügend Speicherplatz in
/var/crash zur Verfügung
steht, um den Dump aufnehmen zu können. Alternativ
führen Sie &man.savecore.8; manuell aus und lassen
es den Crash-Dump in einem anderen Verzeichnis
wiederherstellen, in dem Sie mehr Platz haben. Es ist
möglich, die Größe des Crash-Dumps zu
begrenzen, indem options MAXMEM=(foo)
benutzt wird, um den Speicher, den der Kernel benutzt,
auf einen etwas vernünftigeren Wert zu setzen.
Wenn Sie z.B. 128MB RAM haben, können Sie die
Speicherbenutzung des Kernels auf 16MB begrenzen, so
dass die Größe Ihres Crash-Dumps 16MB
anstatt 128MB beträgen wird.Wenn Sie den Crash-Dump wiederhergestellt haben,
können Sie den Stack mit &man.gdb.1; so
zurückverfolgen:&prompt.user; gdb -k /sys/compile/KERNELCONFIG/kernel.debug /var/crash/vmcore.0(gdb)whereBeachten Sie, dass es mehrere Seiten mit
wertvollen Informationen geben könnte; idealerweise
sollten Sie &man.script.1; benutzen, um sie alle
festzuhalten. Wenn Sie das vollständige Kernelimage
mit allen Debugginginformationen benutzen,
müssten Sie exakt die Zeile des
Kernel-Sourcecodes finden, wo die Panik aufgetreten ist.
Für gewöhnlich müssen Sie den Stack von
unten an zurückverfolgen, um die genaue
Ereignisabfolge, die zum Crash führte,
zurückzuverfolgen. Sie können &man.gdb.1; auch
zum Ausdrucken der Inhalte verschiedener Variablen oder
Strukturen benutzen, um den Systemstatus zum Zeitpunkt des
Absturzes zu untersuchen.Wenn Sie nun wirklich verrückt sind und einen
zweiten Computer haben, können Sie &man.gdb.1; auch
für entferntes Debugging konfigurieren, so dass
Sie &man.gdb.1; auf einem System benutzen können, um
den Kernel auf einem anderen System zu debuggen,
einschließlich dem Setzen von Haltepunkten und dem
Bewegen in Einzelschritten durch den Kernelcode, genauso,
wie Sie es mit einem normalen Benutzerprogramm tun
können. Ich habe noch nicht damit gespielt weil ich
nicht oft Gelegenheit habe, zwei Rechner nebeneinander
für Debuggingzwecke einzurichten.[Bill hat hinzugefügt: "Ich
vergaß, etwas zu erwähnen: wenn Sie DDB
aktiviert haben und der Kernel im Debugger landet,
können Sie eine Panik (und einen Crash-Dump)
erzwingen, indem Sie einfach 'panic' am ddb-Prompt
eingeben. Er könnte während der Panikphase
wieder im Debugger stoppen. Falls er das tut, geben Sie
'continue' ein, dann wird er den Crash-Dump beenden."
-ed]Wieso funktioniert dlsym() nicht mehr für
ELF-Executables?Die ELF-Werkzeuge machen die in einem Executable
definierten Symbole dem dynamischen Linker nicht
standardmäßig sichtbar. Konsequenterweise
werden dlsym()-Suchen nach Handlern
aus Aufrufen von dlopen(NULL, flags)
diese Symbole nicht finden können.Wenn Sie mit dlsym() nach im
Hauptexecutable eines Prozesses vorhandenen Symbolen
suchen wollen, müssen Sie das Executable mit der
Option von &man.ld.1;
linken.Wie kann ich den Adressraum des Kernels
vergrössern oder verkleinern?Standardmäßig beträgt der
Adressraum des Kernels 256MB (FreeBSD 3.X) bzw. 1 GB
(FreeBSD 4.X). Wenn Sie einen netzwerkintensiven Server
(z.B. einen großen FTP- oder HTTP-Server) betreiben,
kann es sein, dass Sie der Meinung sind, dass
256MB nicht ausreichen.Wie also erhöhen Sie den Adressraum? Hier
gibt es zwei Aspekte. Erstens müssen Sie dem Kernel
sagen, dass er einen größeren Anteil des
Adressraums für sich selbst reservieren soll.
Da der Kernel am oberen Ende des Adressraums geladen
wird, müssen Sie zweitens die Ladeadresse verringern,
damit er mit dem Kopf nicht gegen die Obergrenze
stößt.Das erste Ziel erreicht man, indem man den Wert von
NKPDE in
src/sys/i386/include/pmap.h
erhöht. Für einen Adressraum von 1 GB
sieht das so aus:
#ifndef NKPDE
#ifdef SMP
#define NKPDE 254 /* addressable number of page tables/pde's */
#else
#define NKPDE 255 /* addressable number of page tables/pde's */
#endif /* SMP */
#endif
Dividieren Sie die gewünschte
Adressraumgröße (in Megabyte) durch vier
und subtrahieren Sie dann eins für UP und zwei
für SMP, um den korrekten Wert für
NKPDE zu finden.Um das zweite Ziel zu erreichen müssen Sie die
korrekte Ladeadresse berechnen: subtrahieren Sie einfach
die Größe des Adressraums (in Byte) von
0x100100000; für einen Adressraum von 1 GB
lautet das Ergebnis 0xc0100000. Setzen Sie
LOAD_ADDRESS in
src/sys/i386/conf/Makefile.i386 auf
diesen Wert; setzen Sie dann den Location-Counter am
Anfang der Abschnittsliste in
src/sys/i386/conf/kernel.script auf
denselben Wert:
OUTPUT_FORMAT("elf32-i386", "elf32-i386", "elf32-i386")
OUTPUT_ARCH(i386)
ENTRY(btext)
SEARCH_DIR(/usr/lib); SEARCH_DIR(/usr/obj/elf/home/src/tmp/usr/i386-unknown-freebsdelf/lib);
SECTIONS
{
/* Read-only sections, merged into text segment: */
. = 0xc0100000 + SIZEOF_HEADERS;
.interp : { *(.interp) }
Konfigurieren und erstellen Sie Ihren Kernel dann neu.
Sie werden vermutlich Probleme mit &man.ps.1;, &man.top.1;
und ähnlichen Programmen haben. Ein make
world sollte diese beheben; alternativ
können Sie die gepatchte pmap.h
in das Verzeichnis /usr/include/vm
kopieren und danach libkvm,
&man.ps.1; und &man.top.1; neu erzeugen.Hinweis: die Größe des
Kernel-Adressraums muss ein Vielfaches von vier
Megabyte betragen.[&a.dg; fügt hinzu: Ich glaube, der
Kerneladressraum muss eine Zweierpotenz sein,
aber ich bin mir dessen nicht sicher. Der alte
(ältere) Bootcode pflegte die oberen Adressbits
zu mißbrauchen und ich glaube, er erwartete
mindestens 256MB Granularität.]DanksagungDieses kleine unschuldige Dokument mit Häufig gestellten
Fragen wurde in den letzten 10 Jahren von Hunderten, wenn
nicht Tausenden, geschrieben, neu geschrieben, überarbeitet,
gefaltet, verdreht, durcheinander gebracht, wieder aufgebaut,
verstümmelt, seziert, durchgekaut, überdacht, und
wiederbelebt. Und das nicht nur einmal.Wir möchten allen dafür Verantwortlichen danken
und wir fordern auch Sie auf, dieser Gruppe beizutreten,
um diese FAQ noch besser zu machen.Folgende Personen haben durch die Beantwortung von Fragen,
sowie durch Hinweise und Kommentare an der Entstehung der
deutschen Übersetzung mitgewirkt:Ross Alexander&a.jhb;&a.nik;Glen FosterOliver FrommeFrank GruenderChris HillJames Howard&a.jkh;&a.alex;&a.jmas;Mike MeyerDan O'ConnorEric Ogren&a.de.pierau;Oliver SchneiderChristoph SoldUnd an alle anderen, an die wir nicht gedacht haben.
Entschuldigung und herzlichen Dank!
&bibliography;
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/Makefile b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/Makefile
index cb3a3639b0..d80f59e3b7 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/Makefile
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/Makefile
@@ -1,259 +1,271 @@
#
# $FreeBSD$
-# $FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/Makefile,v 1.59 2007/10/22 19:47:34 jkois Exp $
-# basiert auf: 1.108
+# $FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/Makefile,v 1.60 2008/03/26 16:57:34 jkois Exp $
+# basiert auf: 1.109
#
# Build the FreeBSD Handbook in its German translation.
#
.PATH: ${.CURDIR}/../../share/sgml/glossary
MAINTAINER=de-bsd-translators@de.FreeBSD.org
DOC?= book
FORMATS?= html-split
HAS_INDEX= true
USE_PS2PDF= yes
INSTALL_COMPRESSED?= gz
INSTALL_ONLY_COMPRESSED?=
IMAGES_EN = advanced-networking/isdn-bus.eps
IMAGES_EN+= advanced-networking/isdn-twisted-pair.eps
IMAGES_EN+= advanced-networking/natd.eps
IMAGES_EN+= advanced-networking/net-routing.pic
IMAGES_EN+= advanced-networking/static-routes.pic
IMAGES_EN+= geom/striping.pic
IMAGES_EN+= install/adduser1.scr
IMAGES_EN+= install/adduser2.scr
IMAGES_EN+= install/adduser3.scr
IMAGES_EN+= install/boot-loader-menu.scr
IMAGES_EN+= install/boot-mgr.scr
IMAGES_EN+= install/config-country.scr
IMAGES_EN+= install/console-saver1.scr
IMAGES_EN+= install/console-saver2.scr
IMAGES_EN+= install/console-saver3.scr
IMAGES_EN+= install/console-saver4.scr
IMAGES_EN+= install/disklabel-auto.scr
IMAGES_EN+= install/disklabel-ed1.scr
IMAGES_EN+= install/disklabel-ed2.scr
IMAGES_EN+= install/disklabel-fs.scr
IMAGES_EN+= install/disklabel-root1.scr
IMAGES_EN+= install/disklabel-root2.scr
IMAGES_EN+= install/disklabel-root3.scr
IMAGES_EN+= install/disk-layout.eps
IMAGES_EN+= install/dist-set.scr
IMAGES_EN+= install/dist-set2.scr
IMAGES_EN+= install/docmenu1.scr
IMAGES_EN+= install/ed0-conf.scr
IMAGES_EN+= install/ed0-conf2.scr
IMAGES_EN+= install/edit-inetd-conf.scr
IMAGES_EN+= install/fdisk-drive1.scr
IMAGES_EN+= install/fdisk-drive2.scr
IMAGES_EN+= install/fdisk-edit1.scr
IMAGES_EN+= install/fdisk-edit2.scr
IMAGES_EN+= install/ftp-anon1.scr
IMAGES_EN+= install/ftp-anon2.scr
IMAGES_EN+= install/hdwrconf.scr
IMAGES_EN+= install/keymap.scr
IMAGES_EN+= install/main1.scr
IMAGES_EN+= install/mainexit.scr
IMAGES_EN+= install/main-std.scr
IMAGES_EN+= install/main-options.scr
IMAGES_EN+= install/main-doc.scr
IMAGES_EN+= install/main-keymap.scr
IMAGES_EN+= install/media.scr
IMAGES_EN+= install/mouse1.scr
IMAGES_EN+= install/mouse2.scr
IMAGES_EN+= install/mouse3.scr
IMAGES_EN+= install/mouse4.scr
IMAGES_EN+= install/mouse5.scr
IMAGES_EN+= install/mouse6.scr
IMAGES_EN+= install/mta-main.scr
IMAGES_EN+= install/net-config-menu1.scr
IMAGES_EN+= install/net-config-menu2.scr
IMAGES_EN+= install/nfs-server-edit.scr
IMAGES_EN+= install/ntp-config.scr
IMAGES_EN+= install/options.scr
IMAGES_EN+= install/pkg-cat.scr
IMAGES_EN+= install/pkg-confirm.scr
IMAGES_EN+= install/pkg-install.scr
IMAGES_EN+= install/pkg-sel.scr
IMAGES_EN+= install/probstart.scr
IMAGES_EN+= install/routed.scr
IMAGES_EN+= install/security.scr
IMAGES_EN+= install/sysinstall-exit.scr
IMAGES_EN+= install/timezone1.scr
IMAGES_EN+= install/timezone2.scr
IMAGES_EN+= install/timezone3.scr
IMAGES_EN+= install/userconfig.scr
IMAGES_EN+= install/userconfig2.scr
IMAGES_EN+= install/example-dir1.eps
IMAGES_EN+= install/example-dir2.eps
IMAGES_EN+= install/example-dir3.eps
IMAGES_EN+= install/example-dir4.eps
IMAGES_EN+= install/example-dir5.eps
IMAGES_EN+= mail/mutt1.scr
IMAGES_EN+= mail/mutt2.scr
IMAGES_EN+= mail/mutt3.scr
IMAGES_EN+= mail/pine1.scr
IMAGES_EN+= mail/pine2.scr
IMAGES_EN+= mail/pine3.scr
IMAGES_EN+= mail/pine4.scr
IMAGES_EN+= mail/pine5.scr
IMAGES_EN+= security/ipsec-network.pic
IMAGES_EN+= security/ipsec-crypt-pkt.pic
IMAGES_EN+= security/ipsec-encap-pkt.pic
IMAGES_EN+= security/ipsec-out-pkt.pic
IMAGES_EN+= vinum/vinum-concat.pic
IMAGES_EN+= vinum/vinum-mirrored-vol.pic
IMAGES_EN+= vinum/vinum-raid10-vol.pic
IMAGES_EN+= vinum/vinum-raid5-org.pic
IMAGES_EN+= vinum/vinum-simple-vol.pic
IMAGES_EN+= vinum/vinum-striped-vol.pic
IMAGES_EN+= vinum/vinum-striped.pic
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd1.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd2.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd3.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd4.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd5.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd6.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd7.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd8.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd9.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd10.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd11.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd12.png
IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd13.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd1.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd2.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd3.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd4.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd5.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd6.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd7.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd8.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd9.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd10.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd11.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd12.png
IMAGES_EN+= virtualization/virtualpc-freebsd13.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd01.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd02.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd03.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd04.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd05.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd06.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd07.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd08.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd09.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd10.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd11.png
+IMAGES_EN+= virtualization/vmware-freebsd12.png
# Images from the cross-document image library
IMAGES_LIB= callouts/1.png
IMAGES_LIB+= callouts/2.png
IMAGES_LIB+= callouts/3.png
IMAGES_LIB+= callouts/4.png
IMAGES_LIB+= callouts/5.png
IMAGES_LIB+= callouts/6.png
IMAGES_LIB+= callouts/7.png
IMAGES_LIB+= callouts/8.png
IMAGES_LIB+= callouts/9.png
IMAGES_LIB+= callouts/10.png
IMAGES_LIB+= callouts/11.png
IMAGES_LIB+= callouts/12.png
IMAGES_LIB+= callouts/13.png
IMAGES_LIB+= callouts/14.png
IMAGES_LIB+= callouts/15.png
#
# SRCS lists the individual SGML files that make up the document. Changes
# to any of these files will force a rebuild
#
# SGML content
SRCS+= audit/chapter.sgml
SRCS+= book.sgml
SRCS+= colophon.sgml
SRCS+= freebsd-glossary.sgml
SRCS+= advanced-networking/chapter.sgml
SRCS+= basics/chapter.sgml
SRCS+= bibliography/chapter.sgml
SRCS+= boot/chapter.sgml
SRCS+= config/chapter.sgml
SRCS+= cutting-edge/chapter.sgml
SRCS+= desktop/chapter.sgml
SRCS+= disks/chapter.sgml
SRCS+= eresources/chapter.sgml
SRCS+= firewalls/chapter.sgml
SRCS+= geom/chapter.sgml
SRCS+= install/chapter.sgml
SRCS+= introduction/chapter.sgml
SRCS+= jails/chapter.sgml
SRCS+= kernelconfig/chapter.sgml
SRCS+= l10n/chapter.sgml
SRCS+= linuxemu/chapter.sgml
SRCS+= mac/chapter.sgml
SRCS+= mail/chapter.sgml
SRCS+= mirrors/chapter.sgml
SRCS+= multimedia/chapter.sgml
SRCS+= network-servers/chapter.sgml
SRCS+= pgpkeys/chapter.sgml
SRCS+= ports/chapter.sgml
SRCS+= ppp-and-slip/chapter.sgml
SRCS+= preface/preface.sgml
SRCS+= printing/chapter.sgml
SRCS+= security/chapter.sgml
SRCS+= serialcomms/chapter.sgml
SRCS+= users/chapter.sgml
SRCS+= vinum/chapter.sgml
SRCS+= virtualization/chapter.sgml
SRCS+= x11/chapter.sgml
# Entities
SRCS+= chapters.ent
SRCS+= newsgroups.ent
# alle Kapitel bauen
CHAPTERS?= ${SRCS:M*chapter.sgml}
SGMLFLAGS+= ${CHAPTERS:S/\/chapter.sgml//:S/^/-i chap./}
SGMLFLAGS+= -i chap.freebsd-glossary
pgpkeyring: pgpkeys/chapter.sgml
@${JADE} -V nochunks ${OTHERFLAGS} ${JADEOPTS} -d ${DSLPGP} -t sgml ${MASTERDOC}
URL_RELPREFIX?= ../../../..
DOC_PREFIX?= ${.CURDIR}/../../..
#
# rules generating lists of mirror site from XML database.
#
XMLDOCS= mirrors-ftp:::mirrors.sgml.ftp.inc.tmp \
mirrors-cvsup:::mirrors.sgml.cvsup.inc.tmp \
eresources:::eresources.sgml.www.inc.tmp
DEPENDSET.DEFAULT= transtable mirror
XSLT.DEFAULT= ${XSL_MIRRORS}
XML.DEFAULT= ${XML_MIRRORS}
NO_TIDY.DEFAULT= yes
PARAMS.mirrors-ftp+= --param 'type' "'ftp'" \
--param 'proto' "'ftp'" \
--param 'target' "'handbook/mirrors/chapter.sgml'"
PARAMS.mirrors-cvsup+= --param 'type' "'cvsup'" \
--param 'proto' "'cvsup'" \
--param 'target' "'handbook/mirrors/chapter.sgml'"
PARAMS.eresources+= --param 'type' "'www'" \
--param 'proto' "'http'" \
--param 'target' "'handbook/eresources/chapter.sgml'"
SRCS+= mirrors.sgml.ftp.inc \
mirrors.sgml.cvsup.inc \
eresources.sgml.www.inc
CLEANFILES+= mirrors.sgml.ftp.inc mirrors.sgml.ftp.inc.tmp \
mirrors.sgml.cvsup.inc mirrors.sgml.cvsup.inc.tmp \
eresources.sgml.www.inc eresources.sgml.www.inc.tmp
.include "${DOC_PREFIX}/share/mk/doc.project.mk"
.for p in ftp cvsup
mirrors.sgml.${p}.inc: mirrors.sgml.${p}.inc.tmp
${SED} -e 's,<\([^ >]*\)\([^>]*\)/>,<\1\2>\1>,;s,,,'\
< $@.tmp > $@ || (${RM} -f $@ && false)
.endfor
eresources.sgml.www.inc: eresources.sgml.www.inc.tmp
${SED} -e 's,<\([^ >]*\)\([^>]*\)/>,<\1\2>\1>,;s,,,'\
< $@.tmp > $@ || (${RM} -f $@ && false)
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.sgml
index b8e4089912..a63e6b42e9 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.sgml
@@ -1,2771 +1,2771 @@
ChrisShumwayUmgeschrieben von UwePierauÜbersetzt von Grundlagen des UNIX BetriebssystemsÜbersichtDas folgende Kapitel umfasst die grundlegenden Kommandos
und Funktionsweisen des Betriebssystems FreeBSD. Viel von dem folgenden
Material gilt auch für jedes andere &unix;-artige System.
Falls Sie mit dem Material schon vertraut sind, können Sie dieses
Kapitel überlesen. Wenn FreeBSD neu für Sie ist, dann sollten
Sie dieses Kapitel auf jeden Fall aufmerksam lesen.Dieser Abschnitt behandelt die folgenden Themen:virtuelle Konsolen,Zugriffsrechte unter &unix; sowie Datei-Flags unter &os;,Zugriffskontrolllisten für Dateisysteme,die Verzeichnisstruktur von &os;,Organisation von Dateisystemen unter &os;,Ein- und Abhängen von Dateisystemen,Prozesse, Dämonen und Signale,Shells und die Login-Umgebung,Texteditoren,Geräte und Gerätedateien,Binärformate unter &os; undwie Sie in den Manualpages nach weiteren Informationen
suchen können.Virtuelle Konsolen und Terminalsvirtuelle KonsoleTerminalsSie können FreeBSD mit einem Terminal benutzen, der nur Text
darstellen kann. Wenn Sie FreeBSD auf diese Weise benutzen, stehen
Ihnen alle Möglichkeiten eines &unix; Betriebssystems zur
Verfügung. Dieser Abschnitt beschreibt was Terminals und
Konsolen sind und wie sie unter FreeBSD eingesetzt werden.Die KonsoleKonsoleWenn Ihr FreeBSD-System ohne eine graphische
Benutzeroberfläche startet, wird am Ende des Systemstarts,
nachdem die Startskripten gelaufen sind, ein Anmeldeprompt
ausgegeben. Die letzten Startmeldungen sollten ähnlich wie
die Folgenden aussehen:Additional ABI support:.
Local package initialization:.
Additional TCP options:.
Fri Sep 20 13:01:06 EEST 2002
FreeBSD/i386 (pc3.example.org) (ttyv0)
login:Beachten Sie die letzten beiden Zeilen der Ausgabe, die
vorletzte lautet:FreeBSD/i386 (pc3.example.org) (ttyv0)Diese Zeile enthält einige Informationen über das
gerade gestartete System. Die Ausgabe stammt von der
FreeBSD-Konsole einer Maschine mit einem Intel oder
Intel-kompatiblen Prozessor der x86-ArchitekturGenau das ist mit i386 gemeint. Auch
wenn Ihr System keine Intel 386 CPU besitzt, wird
i386 ausgegeben. Es wird immer die
Architektur und nicht der Typ des Prozessors ausgegeben.. Der Name des Systems (jedes &unix; System besitzt
einen Namen) ist pc3.example.org und die Ausgabe
stammt von der Systemkonsole, dem Terminal
ttyv0.Das Ende der Ausgabe ist immer die Aufforderung zur Eingabe
eines Benutzernamens:login:Der Anmeldevorgang wird im nächsten Abschnitt
erläutert.Der AnmeldevorgangFreeBSD ist ein Mehrbenutzersystem, das Multitasking
unterstützt. Das heißt mehrere Benutzer können
gleichzeitig viele Programme auf einem System laufen lassen.Jedes Mehrbenutzersystem muss die Benutzer voneinander
unterscheiden können. Bei FreeBSD und allen anderen
&unix;-artigen
Betriebssystemen wird dies dadurch erreicht, dass sich die
Benutzer anmelden müssen, bevor sie Programme laufen lassen
können. Jeder Benutzer besitzt einen eindeutigen Namen (den
Account) und ein dazugehörendes Passwort, die beide bei
der Anmeldung abgefragt werden.StartskriptenNachdem FreeBSD gestartet ist und die StartskriptenStartskripten sind Programme, die FreeBSD automatisch bei
jedem Startvorgang ausführt. Der Zweck der Skripte
besteht darin, das System zu konfigurieren und nützliche
Dienste im Hintergrund zu starten., gelaufen sind, erscheint eine Aufforderung zur Eingabe
des Benutzernamens:login:Wenn Ihr Benutzername beispielsweise john
ist, geben Sie jetzt john gefolgt von
Enter ein. Sie sollten dann eine Aufforderung zur
Eingabe des Passworts erhalten:login: john
Password:Geben Sie jetzt das Passwort von john
gefolgt von Enter ein. Das Passwort wird aus
Sicherheitsgründen nicht auf dem Bildschirm angezeigt.Wenn Sie das richtige Passwort eingegeben haben, sind Sie
am System angemeldet und können nun alle verfügbaren
Kommandos absetzen.Anmgemeldet sind Sie, wenn Sie die Tagesmeldungen
(message of today) gefolgt
von einer Eingabeaufforderung (dem Zeichen #,
$ oder %) gesehen
haben.Virtuelle KonsolenDa FreeBSD mehrere Programme gleichzeitig laufen lassen kann,
ist eine einzige Konsole, an der Kommandos abgesetzt werden
können, zu wenig. Abhilfe schaffen virtuelle Konsolen, die
mehrere Konsolen zur Verfügung stellen.Die Anzahl der virtuellen Konsolen unter FreeBSD können Sie
einstellen. Zwischen den einzelnen Konsolen können Sie mit
speziellen Tastenkombinationen wechseln. Jede Konsole verfügt
über einen eigenen Ausgabekanal und FreeBSD ordnet die
Tastatureingaben und Monitorausgaben der richtigen Konsole zu, wenn
Sie zwischen den Konsolen wechseln.Zum Umschalten der Konsolen stellt FreeBSD spezielle
Tastenkombinationen bereitEine recht technische und genaue Beschreibung der FreeBSD-Konsole
und der Tastatur-Treiber finden Sie in den Hilfeseiten
&man.syscons.4;, &man.atkbd.4;, &man.vidcontrol.1; und
&man.kbdcontrol.1;. Lesen Sie diese Seiten, wenn Sie an den
Einzelheiten interessiert sind.. Benutzen Sie
AltF1,
AltF2 bis
AltF8,
um zwischen den verschiedenen Konsolen umzuschalten.Wenn Sie zu einer anderen Konsole wechseln, sichert FreeBSD den
Bildschirminhalt und gibt den Bildschirminhalt der neuen Konsole
aus. Dies erzeugt die Illusion mehrerer Bildschirme und
Tastaturen, an denen Sie Kommandos absetzen können. Wenn eine
Konsole nicht sichtbar ist, weil Sie auf eine andere Konsole
gewechselt haben, laufen die dort abgesetzten Kommandos
weiter./etc/ttysIn der Voreinstellung stehen unter FreeBSD acht virtuelle
Konsolen zur Verfügung, deren Anzahl Sie leicht erhöhen
oder verringern können. Die Anzahl und Art der Konsolen wird
in /etc/ttys eingestellt.Jede Zeile in /etc/ttys, die nicht mit
# anfängt, konfiguriert einen Terminal oder
eine virtuelle Konsole. In der Voreinstellung werden in dieser
Datei neun virtuelle Konsolen definiert, von denen acht aktiviert
sind. Die Konsolen sind in den Zeilen, die mit
ttyv beginnen, definiert:# name getty type status comments
#
ttyv0 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
# Virtual terminals
ttyv1 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv2 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv3 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv4 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv5 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv6 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv7 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv8 "/usr/X11R6/bin/xdm -nodaemon" xterm off secureDie Hilfeseite &man.ttys.5; enthält eine ausführliche
Beschreibung der Spalten dieser Datei und der Optionen, die Sie zum
Konfigurieren der virtuellen Konsolen benutzen können.Die Konsole im Single-User-ModusEine eingehende Beschreibung des Single-User-Modus finden Sie
in . Im Single-User-Modus steht
Ihnen nur eine Konsole zur Verfügung.
Die Definition dieser Konsole befindet sich ebenfalls in
/etc/ttys. Suchen Sie nach einer Zeile, die
mit console beginnt:# name getty type status comments
#
# If console is marked "insecure", then init will ask for the root password
# when going to single-user mode.
console none unknown off secureIn der Zeile, die mit console beginnt,
können Sie secure durch
insecure ersetzen. Wenn Sie danach in den
Single-User-Modus booten, verlangt das System ebenfalls die
Eingabe des root-Passworts.Setzen Sie insecure nicht
leichtfertig ein. Wenn Sie das Passwort von
root vergessen, wird es schwierig, in den
Single-User-Modus zu gelangen, wenn Sie den
FreeBSD-Boot-Prozess nicht genau verstehen.Den Videomodus der Konsole anpassenDer Standard-Videomodus der FreeBSD-Konsole kann auf jeden
Modus eingestellt werden, der von Ihrer Grafikkarte und Ihrem
Monitor unterstützt wird (beispielsweise 1024x768 oder
1280x1024). Wollen Sie eine andere Einstellung verwenden,
müssen Sie Ihren Kernel neu kompilieren, nachdem Sie die
zwei folgenden Zeilen in Ihre Kernelkonfigurationsdatei
aufgenommen haben:OPTIONS VESA
options SC_PIXEL_MODENachdem Sie den Kernel mit diesen zwei Optionen neu
kompiliert haben, bestimmen Sie die möglichen
Videomodi mit dem Werkzeug &man.vidcontrol.1;. Um
beispielsweise einer Liste aller unterstützten
Modi zu erhalten, verwenden Sie den folgenden Befehl:&prompt.root; vidcontrol -i modeAls Ergebnis erhalten Sie eine Liste aller Videomodi,
die von Ihrer Hardware unterstützt werden. Sie wählen
einen neuen Modus aus, indem Sie den entsprechenden Wert
(wiederum als Benutzer root) an
&man.vidcontrol.1; übergeben:&prompt.root; vidcontrol MODE_279Um diese Einstellung dauerhaft zu speichern, müssen Sie
die folgende Zeile in die Datei
/etc/rc.conf aufnehmen:allscreens_flags="MODE_279"ZugriffsrechteUNIXFreeBSD, das ein direkter Abkömmling von BSD &unix; ist,
stützt sich auf mehrere Grundkonzepte von &unix; Systemen.
Das erste und ausgeprägteste: FreeBSD ist
ein Mehrbenutzer-Betriebssystem. Das System ermöglicht,
dass mehrere Benutzer gleichzeitig an völlig verschiedenen
und unabhängigen Aufgaben arbeiten können. Es ist
verantwortlich für eine gerechte Auf- und Zuteilung von
Nachfragen nach Hardware- und Peripheriegeräten, Speicher
und CPU-Zeit unter den Benutzern.Da das System mehrere Benutzer unterstützt, hat alles,
was das System verwaltet, einen Satz von Rechten, die bestimmen,
wer die jeweilige Ressource lesen, schreiben oder ausführen
darf. Diese Zugriffsrechte stehen in drei Achtergruppen, die in
drei Teile unterteilt sind: einen für den Besitzer der
Datei, einen für die Gruppe, zu der die Datei gehört
und einen für alle anderen. Die numerische Darstellung
sieht wie folgt aus:ZugriffsrechteDateizugriffsrechteWertZugriffsrechteAuflistung im Verzeichnis0Kein Lesen, Kein Schreiben, Kein Ausführen---1Kein Lesen, Kein Schreiben, Ausführen--x2Kein Lesen, Schreiben, Kein Ausführen-w-3Kein Lesen, Schreiben, Ausführen-wx4Lesen, Kein Schreiben, Kein Ausführenr--5Lesen, Kein Schreiben, Ausführenr-x6Lesen, Schreiben, Kein Ausführenrw-7Lesen, Schreiben, AusführenrwxlsVerzeichnisseSie können auf der Kommandozeile
von &man.ls.1; angeben, um eine ausführliche Verzeichnisauflistung
zu sehen, die in einer Spalte die Zugriffsrechte für den
Besitzer, die Gruppe und alle anderen enthält.
Die Ausgabe von ls -l könnte
wie folgt aussehen:&prompt.user; ls -l
total 530
-rw-r--r-- 1 root wheel 512 Sep 5 12:31 myfile
-rw-r--r-- 1 root wheel 512 Sep 5 12:31 otherfile
-rw-r--r-- 1 root wheel 7680 Sep 5 12:31 email.txt
...Die erste Spalte der Ausgabe enthält die
Zugriffsrechte:-rw-r--r--Das erste Zeichen von links ist ein Symbol, welches angibt,
ob es sich um eine normale Datei, ein Verzeichnis, ein
zeichenorientiertes Gerät, ein Socket oder irgendeine andere
Pseudo-Datei handelt. In diesem Beispiel zeigt - eine
normale Datei an. Die nächsten drei Zeichen,
dargestellt als rw-, ergeben die Rechte
für den Datei-Besitzer. Die drei Zeichen danach
r-- die Rechte der Gruppe, zu der die Datei
gehört. Die letzten drei Zeichen, r--,
geben die Rechte für den Rest der Welt an. Ein Minus
bedeutet, dass das Recht nicht gegeben ist. In diesem Fall
sind die Zugriffsrechte also: der Eigentümer kann die Datei
lesen und schreiben, die Gruppe kann lesen und alle anderen
können auch nur lesen. Entsprechend obiger Tabelle
wären die Zugriffsrechte für diese Datei
644, worin jede Ziffer die drei Teile der
Zugriffsrechte dieser Datei verkörpert.Das ist alles schön und gut, aber wie kontrolliert das
System die Rechte von Hardware-Geräten? FreeBSD behandelt
die meisten Hardware-Geräte als Dateien, welche Programme
öffnen, lesen und mit Daten beschreiben können wie
alle anderen Dateien auch. Diese Spezial-Dateien sind im
Verzeichnis /dev gespeichert.Verzeichnisse werden ebenfalls wie Dateien behandelt. Sie
haben Lese-, Schreib- und Ausführ-Rechte. Das
Ausführungs-Bit hat eine etwas andere Bedeutung für
ein Verzeichnis als für eine Datei. Die Ausführbarkeit
eines Verzeichnisses bedeutet, dass in das Verzeichnis
zum Beispiel mit cd gewechselt werden kann.
Das bedeutet auch, dass in dem Verzeichnis auf Dateien, deren
Namen bekannt sind, zugegriffen werden kann, vorausgesetzt die
Zugriffsrechte der Dateien lassen dies zu.Das Leserecht auf einem Verzeichnis erlaubt es, sich den Inhalt
des Verzeichnisses anzeigen zu lassen. Um eine Datei mit bekanntem
Namen in einem Verzeichnis zu löschen, müssen auf dem
Verzeichnis Schreib- und Ausführ-Rechte
gesetzt sein.Es gibt noch mehr Rechte, aber die werden vor allem in
speziellen Umständen benutzt, wie zum Beispiel bei
SetUID-Binaries und Verzeichnissen mit gesetztem Sticky-Bit.
Mehr über Zugriffsrechte von Dateien und wie sie gesetzt werden,
finden Sie in &man.chmod.1;.TomRhodesBeigesteuert von Symbolische ZugriffsrechteZugriffsrechtesymbolischeDie Zugriffsrechte lassen sich auch über Symbole
anstelle von oktalen Werten festlegen. Symbolische
Zugriffsrechte werden in der Reihenfolge
Wer, Aktion
und Berechtigung angegeben.
Die folgenden Symbole stehen zur Auswahl:OptionSymbolBedeutungWeruBenutzer (user)WergGruppe (group)WeroAndere (other)WeraAlleAktion+Berechtigungen hinzufügenAktion-Berechtigungen entziehenAktion=Berechtigungen explizit setzenBerechtigungrlesen (read)Berechtigungwschreiben (write)Berechtigungxausführen
(execute)BerechtigungtSticky-BitBerechtigungsSet-UID oder Set-GIDSymbolische Zugriffsrechte werden wie die numerischen
mit dem Kommando &man.chmod.1; vergeben. Wenn
Sie beispielsweise allen anderen Benutzern den Zugriff auf
die Datei FILE verbieten wollen,
benutzen Sie den nachstehenden Befehl:&prompt.user; chmod go= FILEWenn Sie mehr als eine Änderung der Rechte einer
Datei vornehmen wollen, können Sie eine durch Kommata
getrennte Liste der Rechte angeben. Das folgende Beispiel
entzieht der Gruppe und der Welt (den anderen) die
Schreibberechtigung auf die Datei FILE
und fügt dann für alle Ausführungsrechte
hinzu:&prompt.user; chmod go-w,a+x FILETomRhodesBeigetragen von &os; Datei-FlagsZusätzlich zu den vorhin diskutierten Zugriffsrechten
unterstützt &os; auch die sogenannten
Datei-Flags. Diese erhöhen die Sicherheit
Ihres Systems, indem sie eine verbesserte Kontrolle von
Dateien erlauben. Verzeichnisse werden allerdings nicht
unterstützt.Diese verbesserte Sicherheit führt dazu, dass manche
Dateien nicht einmal von root gelöscht
oder bearbeitet werden können.Datei-Flags können über &man.chflags.1; gesetzt
oder gelöscht werden. Um beispielsweise die Datei
file1 mit dem
unlöschbar-Flag zu sichern, geben Sie
folgenden Befehl ein:&prompt.root; chflags sunlink file1Um dieses Flag wieder zu löschen, geben Sie den
Befehl erneut ein. Allerdings setzen Sie ein
no vor :&prompt.root; chflags nosunlink file1Um die Flags dieser Datei anzuzeigen, verwenden Sie
&man.ls.1; zusammen mit der Option :&prompt.root; ls -lo file1Dadurch erhalten Sie eine Ausgabe ähnlich der
folgenden:-rw-r--r-- 1 trhodes trhodes sunlnk 0 Mar 1 05:54 file1Viele Flags können nur von root
gesetzt oder gelöscht werden. Andere wiederum können
auch vom Eigentümer der Datei gesetzt werden. Weitere
Informationen zu Datei-Flags finden sich in den Manualpages
&man.chflags.1; und &man.chflags.2;.Verzeichnis-StrukturenVerzeichnis HierarchienDie FreeBSD-Verzeichnishierarchie ist die Grundlage, um
ein umfassendes Verständnis des Systems zu erlangen.
Das wichtigste Konzept, das Sie verstehen sollten, ist das
Root-Verzeichnis /. Dieses Verzeichnis ist das
erste, das während des Bootens eingehangen wird. Es
enthält das notwendige Basissystem, um das System in den
Mehrbenutzerbetrieb zu bringen. Das Root-Verzeichnis enthält
auch die Mountpunkte für Dateisysteme, die beim Wechsel in
den Multiuser-Modus eingehängt werden.Ein Mountpunkt ist ein Verzeichnis, in das zusätzliche
Dateisysteme (in der Regel unterhalb des Wurzelverzeichnisses)
eingehängt werden können. Dieser Vorgang wird in
ausführlich beschrieben.
Standard-Mountpunkte sind /usr,
/var, /tmp,
/mnt sowie /cdrom.
Auf diese Verzeichnisse verweisen üblicherweise Einträge
in der Datei /etc/fstab.
/etc/fstab ist
eine Tabelle mit verschiedenen Dateisystemen und Mountpunkten
als Referenz des Systems. Die meisten der Dateisysteme in
/etc/fstab werden beim Booten automatisch
durch das Skript &man.rc.8; gemountet, wenn die zugehörigen
Einträge nicht mit der Option
versehen sind. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie
im .Eine vollständige Beschreibung der Dateisystem-Hierarchie
finden Sie in &man.hier.7;. Als Beispiel sei eine kurze
Übersicht über die am häufigsten verwendeten
Verzeichnisse gegeben:VerzeichnisBeschreibung/Wurzelverzeichnis des Dateisystems./bin/Grundlegende Werkzeuge für den Single-User-Modus
sowie den Mehrbenutzerbetrieb./boot/Programme und Konfigurationsdateien, die während
des Bootens benutzt werden./boot/defaults/Vorgaben für die Boot-Konfiguration, siehe
&man.loader.conf.5;./dev/Gerätedateien, siehe &man.intro.4;./etc/Konfigurationsdateien und Skripten des Systems./etc/defaults/Vorgaben für die System Konfigurationsdateien,
siehe &man.rc.8;./etc/mail/Konfigurationsdateien von MTAs wie
&man.sendmail.8;./etc/namedb/Konfigurationsdateien von named,
siehe &man.named.8;./etc/periodic/Täglich, wöchentlich oder monatlich
ablaufende Skripte, die von &man.cron.8; gestartet werden.
Siehe &man.periodic.8;./etc/ppp/Konfigurationsdateien von ppp,
siehe &man.ppp.8;./mnt/Ein leeres Verzeichnis, das von Systemadministratoren
häufig als temporärer Mountpunkt genutzt wird./proc/Prozess Dateisystem, siehe &man.procfs.5;
und &man.mount.procfs.8;./rescue/Statisch gelinkte Programme zur Wiederherstellung
des Systems, lesen Sie dazu auch &man.rescue.8;./root/Home Verzeichnis von root./sbin/Systemprogramme und administrative Werkzeuge, die
grundlegend für den Single-User-Modus und den
Mehrbenutzerbetrieb sind./tmp/Temporäre Dateien, die für gewöhnlich
bei einem Neustart des Systems verloren gehen.
Häufig wird ein speicherbasiertes Dateisystem unter
/tmp
eingehängt. Dieser Vorgang kann automatisiert werden,
wenn Sie die tmpmfs-bezogenen Variablen von
&man.rc.conf.5; verwenden. Alternativ können Sie
auch einen entsprechenden Eintrag in
/etc/fstab aufnehmen. Weitere
Informationen finden Sie in &man.mdmfs.8;./usr/Der Großteil der Benutzerprogramme und
Anwendungen./usr/bin/Gebräuchliche Werkzeuge, Programmierhilfen und
Anwendungen./usr/include/Standard C include-Dateien./usr/lib/Bibliotheken./usr/libdata/Daten verschiedener Werkzeuge./usr/libexec/System-Dämonen und System-Werkzeuge, die von
anderen Programmen ausgeführt werden./usr/local/Lokale Programme, Bibliotheken usw. Die Ports-Sammlung
benutzt dieses Verzeichnis als Zielverzeichnis für zu
installierende Anwendungen. Innerhalb von
/usr/local sollte das von
&man.hier.7; beschriebene Layout für
/usr benutzt werden. Das
man Verzeichnis wird direkt unter
/usr/local anstelle unter
/usr/local/share angelegt. Die
Dokumentation der Ports findet sich in
share/doc/port.
/usr/obj/Von der Architektur abhängiger Verzeichnisbaum,
der durch das Bauen von /usr/src
entsteht./usr/portsDie FreeBSD-Ports-Sammlung (optional)./usr/sbin/System-Dämonen und System-Werkzeuge, die von
Benutzern ausgeführt werden./usr/share/Von der Architektur unabhängige Dateien./usr/src/Quelldateien von BSD und/oder lokalen
Ergänzungen./usr/X11R6/Optionale X11R6-Programme und Bibliotheken./var/Wird für mehrere Zwecke genutzt und enthält
Logdateien, temporäre Daten und Spooldateien.
Manchmal wird ein speicherbasiertes Dateisystem unter
/var
eingehängt. Dieser Vorgang kann automatisiert werden,
wenn Sie die varmfs-bezogenen Variablen von
&man.rc.conf.5; verwenden. Alternativ können Sie
auch einen entsprechenden Eintrag in
/etc/fstab aufnehmen. Weitere
Informationen finden Sie in &man.mdmfs.8;./var/log/Verschiedene Logdateien des Systems./var/mail/Postfächer der Benutzer./var/spool/Verschiedene Spool-Verzeichnisse der Drucker- und
Mailsysteme./var/tmp/Temporäre Dateien. Dateien in diesem
Verzeichnis bleiben in der Regel auch bei einem Neustart
des Systems erhalten, es sei denn, bei
/var handelt es
sich um ein speicherbasiertes Dateisystem./var/ypNIS maps.Festplatten, Slices und Partitionen&os; identifiziert Dateien anhand eines Dateinamens.
In Dateinamen wird zwischen Groß- und Kleinschreibung
unterschieden: readme.txt und
README.TXT bezeichnen daher zwei
verschiedene Dateien. &os; benutzt keine Dateiendungen wie
.txt, um den Typ der Datei
(ein Programm, ein Dokument oder andere Daten) zu
bestimmen.Dateien werden in Verzeichnissen gespeichert. In einem
Verzeichnis können sich keine oder hunderte Dateien
befinden. Ein Verzeichnis kann auch andere Verzeichnisse
enthalten und so eine Hierarchie von Verzeichnissen aufbauen,
die Ihnen die Ablage von Daten erleichtert.In Dateinamen werden Verzeichnisse durch einen
Schrägstrich (/,
Slash) getrennt. Wenn
das Verzeichnis foo
ein Verzeichnis bar
enthält, in dem sich die Datei readme.txt
befindet, lautet der vollständige Name der Datei
(oder der Pfad zur Datei)
foo/bar/readme.txt.Verzeichnisse und Dateien werden in einem Dateisystem
gespeichert. Jedes Dateisystem besitzt ein
Wurzelverzeichnis
(Root-Directory),
das weitere Verzeichnisse enthalten kann.Dieses Konzept kennen Sie vielleicht von anderen
Betriebssystemen, aber es gibt einige Unterschiede:
In &ms-dos; werden Datei- und Verzeichnisnamen mit dem
Zeichen \ getrennt, &macos; benutzt
dazu das Zeichen :.&os; kennt keine Laufwerksbuchstaben und in Pfaden
werden keine Bezeichnungen für Laufwerke benutzt.
Die Pfadangabe c:/foo/bar/readme.txt
gibt es in &os; nicht.Stattdessen wird ein Dateisystem als Wurzeldateisystem
(root file system)
ausgewählt. Das Wurzelverzeichnis dieses Dateisystems
wird / genannt.
Jedes andere Dateisystem wird unter dem Wurzeldateisystem
eingehangen
(mount). Daher scheint
jedes Verzeichnis, unabhängig von der Anzahl der
Platten, auf derselben Platte zu liegen.Betrachten wir drei Dateisysteme A,
B und C. Jedes
Dateisystem besitzt ein eigenes Wurzelverzeichnis, das
zwei andere Verzeichnisse enthält:
A1,
A2,
B1,
B2,
C1 und
C2.Das Wurzeldateisystem soll A sein.
Das Kommando ls zeigt darin
die beiden Verzeichnisse A1
und A2 an.
Der Verzeichnisbaum sieht wie folgt aus: /
|
+--- A1
|
`--- A2Ein Dateisystem wird in einem Verzeichnis eines anderen
Dateisystems eingehangen. Wir hängen nun das Dateisystem
B in das Verzeichnis
A1 ein. Das
Wurzelverzeichnis von B ersetzt nun
das Verzeichnis A1 und
die Verzeichnisse des Dateisystems B
werden sichtbar: /
|
+--- A1
| |
| +--- B1
| |
| `--- B2
|
`--- A2Jede Datei in den Verzeichnissen
B1 oder
B2 kann
über den Pfad /A1/B1
oder /A1/B2
erreicht werden. Dateien aus dem Verzeichnis
/A1 sind jetzt
verborgen. Wenn das Dateisystem B
wieder abgehangen wird
(umount), erscheinen
die verborgenen Dateien wieder.Wenn das Dateisystem B unter dem
Verzeichnis A2
eingehangen würde, sähe der Verzeichnisbaum
so aus: /
|
+--- A1
|
`--- A2
|
+--- B1
|
`--- B2Die Dateien des Dateisystems B wären
unter den Pfaden /A2/B1 und
/A2/B2 erreichbar.Dateisysteme können übereinander eingehangen
werden. Der folgende Baum entsteht, wenn im letzten
Beispiel das Dateisystem C in das Verzeichnis
B1 des Dateisystems
B eingehangen wird: /
|
+--- A1
|
`--- A2
|
+--- B1
| |
| +--- C1
| |
| `--- C2
|
`--- B2C könnte auch im Verzeichnis
A1 eingehangen
werden: /
|
+--- A1
| |
| +--- C1
| |
| `--- C2
|
`--- A2
|
+--- B1
|
`--- B2Der &ms-dos;-Befehl join kann Ähnliches
bewirken.Normalerweise müssen Sie sich nicht mit Dateisystemen
beschäftigen. Während der Installation werden
die Dateisysteme und die Stellen, in der sie eingehangen werden,
festgelegt. Dateisysteme müssen Sie erst wieder anlegen,
wenn Sie eine neue Platte hinzufügen.Sie können sogar mit nur einem großen
Dateisystem auskommen. Dies hat mehrere Nachteile
und einen Vorteil.Vorteile mehrerer DateisystemeDie Dateisysteme können mit unterschiedlichen
Optionen (mount options)
eingehangen werden. Bei sorgfältiger Planung können
Sie beispielsweise das Wurzeldateisystem nur lesbar
einhängen. Damit schützen Sie sich vor dem
unabsichtlichen Löschen oder Editieren kritischer
Dateien. Von Benutzern beschreibbare Dateisysteme
wie /home
können Sie mit der Option nosuid
einhängen, wenn sie von anderen Dateisystemen getrennt
sind. Die SUID- und
GUID-Bits verlieren auf solchen
Dateisystemen ihre Wirkung und die Sicherheit des
Systems kann dadurch erhöht werden.Die Lage von Dateien im Dateisystem wird, abhängig
vom Gebrauch des Dateisystems, automatisch von &os;
optimiert. Ein Dateisystem mit vielen kleinen Dateien,
die häufig geschrieben werden, wird anders behandelt
als ein Dateisystem mit wenigen großen Dateien.
Mit nur einem Dateisystem ist diese Optimierung
unmöglich.In der Regel übersteht ein &os;-Dateisystem auch
einen Stromausfall. Allerdings kann ein Stromausfall zu
einem kritischen Zeitpunkt das Dateisystem beschädigen.
Wenn die Daten über mehrere Dateisysteme verteilt
sind, lässt sich das System mit hoher
Wahrscheinlichkeit noch starten. Dies erleichtert
das Zurückspielen von Datensicherungen.Vorteil eines einzelnen DateisystemsDie Größe von Dateisystemen liegt fest.
Es kann passieren, dass Sie eine Partition
vergrößern müssen. Dies ist nicht leicht:
Sie müssen die Daten sichern, das Dateisystem
vergrößert anlegen und die gesicherten
Daten zurückspielen.&os; kennt den Befehl &man.growfs.8;, mit dem man
Dateisysteme im laufenden Betrieb
vergrößern kann.Dateisysteme befinden sich in Partitionen (damit sind
nicht die normalen &ms-dos;-Partitionen gemeint). Jede Partition
wird mit einem Buchstaben von a bis
h bezeichnet und kann nur ein Dateisystem
enthalten. Dateisysteme können daher über ihren
Mount-Point, den Punkt an dem sie eingehangen sind, oder
den Buchstaben der Partition, in der sie liegen, identifiziert
werden.&os; benutzt einen Teil der Platte für den
Swap-Bereich, der dem Rechner
virtuellen Speicher zur Verfügung
stellt. Dadurch kann der Rechner Anwendungen mehr Speicher
zur Verfügung stellen als tatsächlich eingebaut
ist. Wenn der Speicher knapp wird, kann &os; nicht benutzte
Daten in den Swap-Bereich auslagern. Die ausgelagerten
Daten können später wieder in den Speicher
geholt werden (dafür werden dann andere Daten
ausgelagert).Für einige Partitionen gelten besondere
Konventionen:PartitionKonventionaEnthält normalerweise
das WurzeldateisystembEnthält normalerweise
den Swap-BereichcIst normalerweise genauso groß wie
die Slice in der die Partition liegt. Werkzeuge,
die auf der kompletten Slice arbeiten, wie ein
Bad-Block-Scanner, können so die
c-Partition benutzen.
Für gewöhnlich legen Sie in dieser
Partition kein Dateisystem an.dFrüher hatte die d-Partition
eine besondere Bedeutung. Heute ist dies nicht mehr der
Fall und die Partition d kann wie
jede andere Partition auch verwendet werden.Jede Partition, die ein Dateisystem enthält,
wird in einer Slice angelegt.
Slice ist der Begriff, den &os; für &ms-dos;-Partitionen
verwendet. Slices werden von eins bis vier durchnummeriert.SlicesPartitionendangerously dedicatedDie Slice-Nummern werden mit vorgestelltem
s hinter den Gerätenamen gestellt:
da0s1
ist die erste Slice auf dem ersten SCSI-Laufwerk. Auf einer
Festplatte gibt es höchstens vier Slices. In einer
Slice des passenden Typs kann es weitere logische Slices
geben. Diese erweiterten Slices werden ab fünf durchnummeriert:
ad0s5 ist
die erste erweiterte Slice auf einer IDE-Platte. Diese
Geräte werden von Dateisystemen benutzt, die sich in
einer kompletten Slice befinden müssen.Slices, dangerously dedicated-Festplatten
und andere Platten enthalten Partitionen, die mit Buchstaben
von a bis h bezeichnet
werden. Der Buchstabe wird an den Gerätenamen
gehangen: da0a
ist die a-Partition des ersten
da-Laufwerks. Dieses Laufwerk ist
dangerously dedicated.
ad1s3e ist
die fünfte Partition in der dritten Slice der zweiten
IDE-Platte.Schließlich wird noch jede Festplatte des Systems
eindeutig bezeichnet. Der Name einer Festplatte beginnt mit
einem Code, der den Typ der Platte bezeichnet. Es folgt eine
Nummer, die angibt, um welche Festplatte es sich handelt.
Anders als bei Slices werden Festplatten von Null beginnend
durchnummeriert. Gängige Festplatten-Namen sind in
zusammengestellt.Wenn Sie eine Partition angeben, erwartet &os;, dass Sie
auch die Slice und die Platte angeben, in denen sich die
Partition befindet. Wenn Sie eine Slice angeben, müssen
Sie auch die Platte der Slice angeben. Setzen Sie den Namen
aus dem Plattennamen gefolgt von einem s,
der Slice-Nummer und dem Buchstaben der Partition zusammen.
Einige Beispiele finden Sie in
.Der Aufbau einer Festplatte wird in
dargestellt.Um &os; zu installieren, müssen Sie zuerst Slices
auf den Festplatten anlegen. Innerhalb der Slices, die Sie
für &os; verwenden wollen, müssen Sie dann
Partitionen anlegen. In den Partitionen wiederum werden
die Dateisysteme (oder der Auslagerungsbereich) angelegt.
Für Dateisysteme müssen Sie schließlich
noch festlegen, wo diese eingehangen werden (Mount-Point).
Namen von Platten, Slices und PartitionenNameBedeutungad0s1aDie erste Partition (a)
in der ersten Slice (s1) der
ersten IDE-Festplatte (ad0).da1s2eDie fünfte Partition (e)
der zweiten Slice (s2) auf
der zweiten SCSI-Festplatte
(da1).Aufteilung einer FestplatteDas folgende Diagramm zeigt die Sicht von &os; auf die
erste IDE-Festplatte eines Rechners. Die Platte soll
4 GB groß sein und zwei Slices (&ms-dos;-Partitionen)
mit je 2 GB besitzen. Die erste Slice enthält
ein &ms-dos;-Laufwerk (C:), die zweite
Slice wird von &os; benutzt. Im Beispiel verwendet die
&os;-Installationen drei Datenpartitionen und einen
Auslagerungsbereich.Jede der drei Partitionen enthält ein Dateisystem.
Das Wurzeldateisystem ist die a-Partition.
In der e-Partition befindet sich
der /var-Verzeichnisbaum
und in der f-Partition befindet sich
der Verzeichnisbaum unterhalb von
/usr..-----------------. --.
| | |
| DOS / Windows | |
: : > First slice, ad0s1
: : |
| | |
:=================: ==: --.
| | | Partition a, mounted as / |
| | > referred to as ad0s2a |
| | | |
:-----------------: ==: |
| | | Partition b, used as swap |
| | > referred to as ad0s2b |
| | | |
:-----------------: ==: | Partition c, no
| | | Partition e, used as /var > file system, all
| | > referred to as ad0s2e | of FreeBSD slice,
| | | | ad0s2c
:-----------------: ==: |
| | | |
: : | Partition f, used as /usr |
: : > referred to as ad0s2f |
: : | |
| | | |
| | --' |
`-----------------' --'Anhängen und Abhängen von DateisystemenEin Dateisystem wird am besten als ein Baum mit der
Wurzel / veranschaulicht.
/dev, /usr, und
die anderen Verzeichnisse im Rootverzeichnis sind Zweige,
die wiederum eigene Zweige wie /usr/local
haben können.Root-DateisystemEs gibt verschiedene Gründe, bestimmte dieser Verzeichnisse
auf eigenen Dateisystemen anzulegen. /var
enthält log/, spool/
sowie verschiedene andere temporäre
Dateien und kann sich daher schnell füllen. Es empfiehlt sich,
/var von / zu trennen,
da es schlecht ist, wenn das Root-Dateisystem voll
läuft.Ein weiterer Grund bestimmte Verzeichnisbäume auf
andere Dateisysteme zu legen, ist gegeben, wenn sich die
Verzeichnisbäume auf gesonderten physikalischen oder
virtuellen Platten, wie
Network File System
oder CD-ROM-Laufwerken, befinden.Die fstab DateiDateisystemefstabWährend des Boot-Prozesses
werden in /etc/fstab aufgeführte
Verzeichnisse, sofern sie nicht mit der Option
versehen sind, automatisch angehangen.Die Zeilen in /etc/fstab haben das
folgende Format:device/mount-pointfstypeoptionsdumpfreqpassnodeviceEin existierender Gerätename
wie in beschrieben.mount-pointEin existierendes Verzeichnis,
an das das Dateisystem angehangen wird.fstypeDer Typ des Dateisystems,
der an &man.mount.8; weitergegeben wird. FreeBSDs
Standarddateisystem ist ufs.optionsEntweder
für beschreibbare Dateisysteme oder
für schreibgeschützte Dateisysteme, gefolgt von
weiteren benötigten Optionen. Eine häufig verwendete
Option ist für Dateisysteme,
die während der normalen Bootsequenz nicht angehangen
werden sollen. Weitere Optionen finden sich
in &man.mount.8;.dumpfreqGibt die Anzahl der Tage an, nachdem das
Dateisystem gesichert werden soll. Fehlt der Wert, wird
0 angenommen.passnoBestimmt die Reihenfolge, in der die Dateisysteme
überprüft werden sollen. Für Dateisysteme,
die übersprungen werden sollen, ist
passno auf null zu setzen. Für das
Root-Dateisystem, das vor allen anderen überprüft
werden muss, sollte der Wert von
passno eins betragen. Allen anderen
Dateisystemen sollten Werte größer eins zugewiesen
werden. Wenn mehrere Dateisysteme den gleichen Wert
besitzen, wird &man.fsck.8; versuchen, diese parallel zu
überprüfen.Das mount KommandoDateisystemeanhängen&man.mount.8; hängt schließlich Dateisysteme
an.In der grundlegenden Form wird es wie folgt benutzt:&prompt.root; mount devicemountpointViele Optionen werden in &man.mount.8; beschrieben,
die am häufigsten verwendeten sind:Optionen von mountHängt alle Dateisysteme aus
/etc/fstab an. Davon ausgenommen
sind Dateisysteme, die mit noauto markiert
sind, die mit der Option ausgeschlossen
wurden und Dateisysteme, die schon angehangen sind.Führt alles bis auf den
mount-Systemaufruf aus.
Nützlich ist diese Option in Verbindung
mit . Damit wird angezeigt, was
&man.mount.8; tatsächlich versuchen
würde, um das Dateisystem anzuhängen.Erzwingt das Anhängen eines unsauberen Dateisystems
oder erzwingt die Rücknahme des Schreibzugriffs, wenn
der Status des Dateisystems von beschreibbar auf
schreibgeschützt geändert wird.Hängt das Dateisystem schreibgeschützt ein. Das
kann auch durch Angabe von als Argument
( vor FreeBSD 5.2) der Option
erreicht werden.fstypeHängt das Dateisystem mit dem angegebenen Typ an,
oder hängt nur Dateisysteme mit dem angegebenen Typ
an, wenn auch angegeben
wurde.Die Voreinstellung für den Typ des Dateisystems
ist ufs.Aktualisiert die Mountoptionen des Dateisystems.Geschwätzig sein.Hängt das Dateisystem beschreibbar an. erwartet eine durch Kommata separierte Liste
von Optionen, unter anderem die folgenden:noexecVerbietet das Ausführen von binären
Dateien auf dem Dateisystem. Dies ist eine
nützliche Sicherheitsfunktion.nosuidSetUID und SetGID Bits werden auf dem Dateisystem
nicht beachtet. Dies ist eine nützliche
Sicherheitsfunktion.Das umount KommandoDateisystemeabhängen&man.umount.8; akzeptiert als Parameter entweder
einen Mountpoint, einen Gerätenamen, oder die
Optionen oder .Jede Form akzeptiert , um das
Abhängen zu erzwingen, und , um
etwas geschwätziger zu sein. Seien Sie bitte vorsichtig mit
: Ihr Computer kann abstürzen oder es
können Daten auf dem Dateisystem beschädigt werden, wenn
Sie das Abhängen erzwingen. und werden benutzt
um alle Dateisysteme, deren Typ durch
modifiziert werden kann, abzuhängen.
hängt das Rootdateisystem nicht ab.ProzesseDa FreeBSD ein Multitasking-Betriebssystem ist, sieht es so aus,
als ob mehrere Prozesse zur gleichen Zeit laufen. Jedes Programm,
das zu irgendeiner Zeit läuft, wird
Prozess genannt. Jedes Kommando
startet mindestens einen Prozess. Einige Systemprozesse
laufen ständig und stellen die Funktion des Systems sicher.Jeder Prozess wird durch eine eindeutige Nummer identifiziert,
die Prozess-ID oder
PID genannt wird. Prozesse haben ebenso
wie Dateien einen Besitzer und eine Gruppe, die festlegen, welche
Dateien und Geräte der Prozess benutzen kann. Dabei
finden die vorher beschriebenen Zugriffsrechte Anwendung. Die meisten
Prozesse haben auch einen Elternprozess, der sie gestartet hat.
Wenn Sie in der Shell Kommandos eingeben, dann ist die Shell ein
Prozess und jedes Kommando, das Sie starten, ist auch ein
Prozess. Jeder Prozess, den Sie auf diese Weise starten,
besitzt den Shell-Prozess als Elternprozess. Die Ausnahme
hiervon ist ein spezieller Prozess, der &man.init.8;
heißt. init ist immer der erste Prozess
und hat somit die PID 1. init wird vom Kernel
beim Booten von FreeBSD gestartet.Die Kommandos &man.ps.1; und &man.top.1; sind besonders
nützlich, um sich die Prozesse auf einem System anzusehen.
ps zeigt eine statische Liste der laufenden
Prozesse und kann deren PID, Speicherverbrauch und die
Kommandozeile, mit der sie gestartet wurden und vieles mehr
anzeigen. top zeigt alle laufenden Prozesse
an und aktualisiert die Anzeige, so dass Sie Ihrem Computer
bei der Arbeit zuschauen können.Normal zeigt Ihnen ps nur die laufenden
Prozesse, die Ihnen gehören. Zum Beispiel:&prompt.user; ps
PID TT STAT TIME COMMAND
298 p0 Ss 0:01.10 tcsh
7078 p0 S 2:40.88 xemacs mdoc.xsl (xemacs-21.1.14)
37393 p0 I 0:03.11 xemacs freebsd.dsl (xemacs-21.1.14)
48630 p0 S 2:50.89 /usr/local/lib/netscape-linux/navigator-linux-4.77.bi
48730 p0 IW 0:00.00 (dns helper) (navigator-linux-)
72210 p0 R+ 0:00.00 ps
390 p1 Is 0:01.14 tcsh
7059 p2 Is+ 1:36.18 /usr/local/bin/mutt -y
6688 p3 IWs 0:00.00 tcsh
10735 p4 IWs 0:00.00 tcsh
20256 p5 IWs 0:00.00 tcsh
262 v0 IWs 0:00.00 -tcsh (tcsh)
270 v0 IW+ 0:00.00 /bin/sh /usr/X11R6/bin/startx -- -bpp 16
280 v0 IW+ 0:00.00 xinit /home/nik/.xinitrc -- -bpp 16
284 v0 IW 0:00.00 /bin/sh /home/nik/.xinitrc
285 v0 S 0:38.45 /usr/X11R6/bin/sawfishWie Sie sehen, gibt &man.ps.1; mehrere Spalten aus. In der
PID Spalte findet sich die vorher besprochene
Prozess-ID. PIDs werden von 1 beginnend bis 99999 zugewiesen
und fangen wieder von vorne an, wenn die Grenze überschritten
wird. Ist eine PID bereits vergeben, wird diese allerdings nicht
erneut vergeben.
Die Spalte TT zeigt den Terminal, auf dem das
Programm läuft. STAT zeigt den Status
des Programms an und kann für die Zwecke dieser Diskussion ebenso
wie TT ignoriert werden. TIME
gibt die Zeit an, die das Programm auf der CPU gelaufen ist –
dies ist nicht unbedingt die Zeit, die seit dem Start des Programms
vergangen ist, da die meisten Programme hauptsächlich auf
bestimmte Dinge warten, bevor sie wirklich CPU-Zeit verbrauchen.
Unter der Spalte COMMAND finden Sie schließlich
die Kommandozeile, mit der das Programm gestartet wurde.&man.ps.1; besitzt viele Optionen, um die angezeigten Informationen
zu beeinflussen. Eine nützliche Kombination ist
auxww. Mit werden Information
über alle laufenden Prozesse und nicht nur Ihrer eigenen
angezeigt. Der Name des Besitzers des Prozesses, sowie Informationen
über den Speicherverbrauch werden mit
angezeigt. zeigt auch Dämonen-Prozesse an,
und veranlasst &man.ps.1; die komplette
Kommandozeile für jeden Befehl anzuzeigen, anstatt sie
abzuschneiden, wenn sie zu lang für die Bildschirmausgabe
wird.Die Ausgabe von &man.top.1; sieht ähnlich aus:&prompt.user; top
last pid: 72257; load averages: 0.13, 0.09, 0.03 up 0+13:38:33 22:39:10
47 processes: 1 running, 46 sleeping
CPU states: 12.6% user, 0.0% nice, 7.8% system, 0.0% interrupt, 79.7% idle
Mem: 36M Active, 5256K Inact, 13M Wired, 6312K Cache, 15M Buf, 408K Free
Swap: 256M Total, 38M Used, 217M Free, 15% Inuse
PID USERNAME PRI NICE SIZE RES STATE TIME WCPU CPU COMMAND
72257 nik 28 0 1960K 1044K RUN 0:00 14.86% 1.42% top
7078 nik 2 0 15280K 10960K select 2:54 0.88% 0.88% xemacs-21.1.14
281 nik 2 0 18636K 7112K select 5:36 0.73% 0.73% XF86_SVGA
296 nik 2 0 3240K 1644K select 0:12 0.05% 0.05% xterm
48630 nik 2 0 29816K 9148K select 3:18 0.00% 0.00% navigator-linu
175 root 2 0 924K 252K select 1:41 0.00% 0.00% syslogd
7059 nik 2 0 7260K 4644K poll 1:38 0.00% 0.00% mutt
...Die Ausgabe ist in zwei Abschnitte geteilt. In den ersten
fünf Kopfzeilen finden sich die zuletzt zugeteilte PID, die
Systemauslastung (engl. load average),
die Systemlaufzeit (die Zeit seit dem letzten Reboot) und die
momentane Zeit. Die weiteren Zahlen im Kopf beschreiben wie viele
Prozesse momentan laufen (im Beispiel 47), wie viel Speicher
und Swap verbraucht wurde und wie viel Zeit das System in den
verschiedenen CPU-Modi verbringt.Darunter befinden sich einige Spalten mit ähnlichen
Informationen wie in der Ausgabe von &man.ps.1;. Wie im vorigen
Beispiel können Sie die PID, den Besitzer, die verbrauchte
CPU-Zeit und das Kommando erkennen. &man.top.1; zeigt auch den
Speicherverbrauch des Prozesses an, der in zwei Spalten aufgeteilt
ist. Die erste Spalte gibt den gesamten Speicherverbrauch des
Prozesses an, in der zweiten Spalte wird der aktuelle Verbrauch
angegeben. &netscape; hat im gezeigten
Beispiel insgesamt 30 MB Speicher verbraucht. Momentan benutzt
es allerdings nur 9 MB.Die Anzeige wird von &man.top.1; automatisch alle zwei Sekunden
aktualisiert. Der Zeitraum kann mit eingestellt
werden.Dämonen, Signale und Stoppen von ProzessenWenn Sie einen Editor starten, können Sie ihn leicht bedienen
und Dateien laden. Sie können das, weil der Editor dafür
Vorsorge getroffen hat und auf einem Terminal
läuft. Manche Programme erwarten keine Eingaben von einem
Benutzer und lösen sich bei erster Gelegenheit von ihrem
Terminal. Ein Web-Server zum Beispiel verbringt den ganzen Tag
damit, auf Anfragen zu antworten und erwartet keine Eingaben von Ihnen.
Programme, die E-Mail von einem Ort zu einem anderen Ort transportieren
sind ein weiteres Beispiel für diesen Typ von Anwendungen.Wir nennen diese Programme Dämonen.
Dämonen stammen aus der griechischen Mythologie und waren
weder gut noch böse. Sie waren kleine dienstbare Geister,
die meistens nützliche Sachen für die Menschheit vollbrachten.
Ähnlich wie heutzutage Web-Server und Mail-Server nützliche
Dienste verrichten. Seit langer Zeit ist daher das BSD Maskottchen
dieser fröhlich aussehende Dämon mit Turnschuhen
und Dreizack.Programme, die als Dämon laufen, werden entsprechend einer
Konvention mit einem d am Ende benannt.
BIND steht beispielsweise für
Berkeley Internet Name Domain, das tatsächlich laufende Programm
heißt aber
named. Der Apache Webserver wird
httpd genannt, der Druckerspool-Dämon heißt
lpd usw. Dies ist allerdings eine Konvention
und keine unumstößliche Regel: Der Dämon der
Anwendung sendmail heißt
sendmail und nicht maild, wie
Sie vielleicht gedacht hatten.Manchmal müssen Sie mit einem Dämon kommunizieren. Dazu
verwenden Sie Signale. Sie können
mit einem Dämonen oder jedem anderen laufenden Prozess
kommunizieren, indem Sie diesem ein Signal schicken. Sie können
verschiedene Signale verschicken – manche haben eine festgelegte
Bedeutung, andere werden von der Anwendung interpretiert. Die
Dokumentation zur fraglichen Anwendung wird erklären, wie
die Anwendung Signale interpretiert. Sie können nur Signale
zu Prozessen senden, die Ihnen gehören. Normale Benutzer haben
nicht die Berechtigung, Prozessen anderer Benutzer mit &man.kill.1;
oder &man.kill.2; Signale zu schicken. Der Benutzer
root darf jedem Prozess Signale schicken.In manchen Fällen wird FreeBSD Signale senden. Wenn eine
Anwendung schlecht geschrieben ist und auf Speicher zugreift, auf
den sie nicht zugreifen soll, so sendet FreeBSD dem Prozess
das Segmentation Violation Signal
(SIGSEGV). Wenn eine Anwendung den &man.alarm.3;
Systemaufruf benutzt hat, um nach einiger Zeit benachrichtigt zu
werden, bekommt sie das Alarm Signal (SIGALRM)
gesendet.Zwei Signale können benutzt werden, um Prozesse zu stoppen:
SIGTERM und SIGKILL. Mit
SIGTERM fordern Sie den Prozess höflich zum
Beenden auf. Der Prozess kann das Signal abfangen und merken,
dass er sich beenden soll. Er hat dann Gelegenheit Logdateien
zu schließen und die Aktion, die er vor der Aufforderung
sich zu beenden durchführte, abzuschließen. Er kann
sogar SIGTERM ignorieren, wenn er eine Aktion
durchführt, die nicht unterbrochen werden darf.SIGKILL kann von keinem Prozess ignoriert
werden. Das Signal lässt sich mit Mich interessiert
nicht, was du gerade machst, hör sofort auf damit!
umschreiben. Wenn Sie einem Prozess SIGKILL
schicken, dann wird FreeBSD diesen sofort beenden
Das stimmt nicht ganz: Es gibt Fälle, in denen ein Prozess
nicht unterbrochen werden kann. Wenn der Prozesss zum Beispiel
eine Datei von einem anderen Rechner auf dem Netzwerk liest und dieser
Rechner aus irgendwelchen Gründen nicht erreichbar ist
(ausgeschaltet, oder ein Netzwerkfehler), dann ist der Prozess
nicht zu unterbrechen. Wenn der Prozess den Lesezugriff
nach einem Timeout von typischerweise zwei Minuten aufgibt,
dann wir er beendet..Andere Signale, die Sie vielleicht verschicken wollen, sind
SIGHUP, SIGUSR1 und
SIGUSR2. Diese Signale sind für allgemeine
Zwecke vorgesehen und verschiedene Anwendungen werden unterschiedlich
auf diese Signale reagieren.Nehmen wir an, Sie haben die Konfiguration Ihres Webservers
verändert und möchten dies dem Server mitteilen. Sie
könnten den Server natürlich stoppen und
httpd wieder starten. Die Folge wäre eine
kurze Zeit, in der der Server nicht erreichbar ist. Die meisten
Dämonen lesen Ihre Konfigurationsdatei beim Empfang eines
SIGHUP neu ein. Da es keinen Standard gibt, der
vorschreibt, wie auf diese Signale zu reagieren ist, lesen
Sie bitte die Dokumentation zu dem in Frage kommenden Dämon.Mit &man.kill.1; können Sie, wie unten gezeigt, Signale
verschicken.Verschicken von SignalenDas folgende Beispiel zeigt, wie Sie &man.inetd.8; ein
Signal schicken. Die Konfigurationsdatei von
inetd ist /etc/inetd.conf.
Diese Konfigurationsdatei liest inetd ein,
wenn er ein SIGHUP empfängt.Suchen Sie die Prozess-ID des Prozesses, dem Sie ein Signal
schicken wollen. Benutzen Sie dazu &man.ps.1; und &man.grep.1;.
Mit &man.grep.1; können Sie in einer Ausgabe nach einem
String suchen. Da &man.inetd.8; unter dem Benutzer
root läuft und Sie das Kommando als
normaler Benutzer absetzen, müssen Sie &man.ps.1; mit
aufrufen:&prompt.user; ps -ax | grep inetd
198 ?? IWs 0:00.00 inetd -wWDie Prozess-ID von &man.inetd.8; ist 198. In einigen
Fällen werden Sie auch das grep inetd
Kommando in der Ausgabe sehen. Dies hat damit zu tun, wie
&man.ps.1; die Liste der laufenden Prozesse untersucht.Senden Sie das Signal mit &man.kill.1;. Da &man.inetd.8;
unter dem Benutzer root läuft, müssen
Sie zuerst mit &man.su.1; root werden:&prompt.user; suPassword:
&prompt.root; /bin/kill -s HUP 198&man.kill.1; wird, wie andere Kommandos von &unix; Systemen auch, keine Ausgabe
erzeugen, wenn das Kommando erfolgreich war. Wenn Sie versuchen,
einem Prozess, der nicht Ihnen gehört, ein Signal zu
senden, dann werden Sie die Meldung
kill: PID: Operation not
permitted sehen. Wenn Sie sich bei der Eingabe der
PID vertippen, werden Sie das Signal dem falschen Prozess
schicken, was schlecht sein kann. Wenn Sie Glück haben,
existiert der Prozess nicht und Sie werden mit der Ausgabe
kill: PID: No such
process belohnt.Warum soll ich /bin/kill benutzen?Viele Shells stellen kill als internes
Kommando zur Verfügung, das heißt die Shell sendet
das Signal direkt, anstatt /bin/kill
zu starten. Das kann nützlich sein, aber die
unterschiedlichen Shells benutzen eine verschiedene Syntax,
um die Namen der Signale anzugeben. Anstatt jede Syntax zu
lernen, kann es einfacher sein, /bin/kill
... direkt aufzurufen.Andere Signale senden Sie auf die gleiche Weise, ersetzen
Sie nur TERM oder KILL
entsprechend.Es kann gravierende Auswirkungen haben, wenn Sie zufällig
Prozesse beenden. Insbesondere &man.init.8; mit der Prozess-ID
ist ein Spezialfall. Mit /bin/kill -s KILL 1
können Sie Ihr System schnell herunterfahren.
Überprüfen Sie die Argumente von &man.kill.1;
immer zweimal bevor
Sie Return drücken.ShellsShellsKommandozeileVon der tagtäglichen Arbeit mit FreeBSD wird eine Menge
mit der Kommandozeilen Schnittstelle der Shell erledigt. Die
Hauptaufgabe einer Shell besteht darin, Kommandos der Eingabe
anzunehmen und diese auszuführen. Viele Shells haben
außerdem eingebaute Funktionen, die die tägliche
Arbeit erleichtern, beispielsweise eine Dateiverwaltung,
die Vervollständigung von Dateinamen (Globbing), einen
Kommandozeileneditor, sowie Makros und Umgebungsvariablen. FreeBSD
enthält die Shells sh (die Bourne Shell) und
tcsh (die verbesserte C-Shell) im Basissystem.
Viele andere Shells, wie zsh oder
bash, befinden sich in der Ports-Sammlung.Welche Shell soll ich benutzen? Das ist wirklich eine
Geschmacksfrage. Sind Sie ein C-Programmierer, finden Sie
vielleicht eine C-artige Shell wie die tcsh
angenehmer. Kommen Sie von Linux oder ist Ihnen der Umgang mit &unix; Systemen
neu, so könnten Sie die bash probieren.
Der Punkt ist, dass
jede Shell ihre speziellen Eigenschaften hat, die mit Ihrer
bevorzugten Arbeitsumgebung harmonieren können oder nicht.
Sie müssen sich eine Shell aussuchen.Ein verbreitetes Merkmal in Shells ist die
Dateinamen-Vervollständigung. Sie müssen nur einige
Buchstaben eines Kommandos oder eines Dateinamen eingeben und
die Shell vervollständigt den Rest automatisch durch
drücken der Tab-Taste. Hier ist ein Beispiel.
Angenommen, Sie
haben zwei Dateien foobar und
foo.bar. Die Datei
foo.bar möchten Sie löschen. Nun
würden Sie an der Tastatur eingeben:
rm fo[Tab].
[Tab].Die Shell würde dann rm
foo[BEEP].bar ausgeben.[BEEP] meint den Rechner-Piepser. Diesen gibt die Shell
aus, um anzuzeigen, dass es den Dateinamen nicht
vervollständigen konnte, da es mehrere Möglichkeiten
gibt. Beide Dateien foobar und
foo.bar beginnen mit fo,
so konnte nur bis foo ergänzt werden.
Nachdem Sie . eingaben und dann die
Tab-Taste
drückten, konnte die Shell den Rest für Sie
ausfüllen.UmgebungsvariablenEin weiteres Merkmal der Shell ist der Gebrauch von
Umgebungsvariablen. Dies sind veränderbare Schlüsselpaare
im Umgebungsraum der Shell, die jedes von der Shell aufgerufene
Programm lesen kann. Daher enthält der Umgebungsraum viele
Konfigurationsdaten für Programme. Die folgende Liste zeigt
verbreitete Umgebungsvariablen und was sie bedeuten:UmgebungsvariablenVariableBeschreibungUSERName des angemeldeten Benutzers.PATHListe mit Verzeichnissen (getrennt durch Doppelpunkt)
zum Suchen nach Programmen.DISPLAYDer Name des X11-Bildschirms, auf dem
Ausgaben erfolgen sollen.SHELLDie aktuelle Shell.TERMName des Terminaltyps des Benutzers. Benutzt, um die
Fähigkeiten des Terminals zu bestimmen.TERMCAPDatenbankeintrag der Terminal Escape Codes,
benötigt um verschieden Terminalfunktionen
auszuführen.OSTYPETyp des Betriebsystems, beispielsweise FreeBSD.MACHTYPEDie CPU Architektur auf dem das System
läuft.EDITORVom Benutzer bevorzugter Text-Editor.PAGERVom Benutzer bevorzugter Text-Betrachter.MANPATHListe mit Verzeichnissen (getrennt durch Doppelpunkt)
zum Suchen nach Manualpages.ShellsBourne ShellDas Setzen von Umgebungsvariablen funktioniert
von Shell zu Shell unterschiedlich. Zum Beispiel benutzt man
in C-artigen Shells wie der tcsh dazu
setenv. Unter Bourne-Shells wie sh
oder bash benutzen Sie zum Setzen von
Umgebungsvariablen export. Um
beispielsweise die Variable EDITOR mit
csh oder tcsh auf
/usr/local/bin/emacs zu setzen, setzen Sie das
folgende Kommando ab:&prompt.user; setenv EDITOR /usr/local/bin/emacsUnter Bourne-Shells:&prompt.user; export EDITOR="/usr/local/bin/emacs"Sie können die meisten Shells Umgebungsvariablen
expandieren lassen, in dem Sie in der Kommandozeile ein
$ davor eingeben. Zum Beispiel gibt
echo $TERM aus, worauf $TERM
gesetzt ist, weil die Shell $TERM expandiert
und das Ergebnis an echo gibt.Shells behandeln viele Spezialzeichen, so genannte
Metazeichen, als besondere Darstellungen für Daten.
Das allgemeinste ist das Zeichen *, das eine
beliebige Anzahl Zeichen in einem Dateinamen repräsentiert.
Diese Metazeichen können zum Vervollständigen von
Dateinamen (Globbing) benutzt werden. Beispielsweise liefert
das Kommando echo * nahezu das gleiche
wie die Eingabe von ls, da die Shell alle
Dateinamen die mit * übereinstimmen, an
echo weitergibt.Um zu verhindern, dass die Shell diese Sonderzeichen
interpretiert, kann man sie schützen, indem man ihnen einen
Backslash (\) voranstellt. echo
$TERM gibt aus, auf was auch immer Ihr Terminal
gesetzt ist. echo \$TERM gibt
$TERM genauso aus, wie es hier steht.Ändern der ShellDer einfachste Weg Ihre Shell zu ändern, ist das
Kommando chsh zu benutzen.
chsh platziert Sie im Editor, welcher durch
Ihre Umgebungsvariable EDITOR gesetzt ist,
im vi wenn die Variable nicht gesetzt ist.
Ändern Sie die Zeile mit Shell:
entsprechend Ihren Wünschen.Sie können auch chsh mit der Option
aufrufen, dann wird Ihre Shell gesetzt,
ohne dass Sie in einen Editor gelangen. Um Ihre Shell
zum Beispiel auf die bash zu ändern,
geben Sie das folgende Kommando ein:&prompt.user; chsh -s /usr/local/bin/bashDie von Ihnen gewünschte Shell
muss in /etc/shells
aufgeführt sein. Haben Sie eine Shell aus der
Ports-Sammlung installiert,
sollte das schon automatisch erledigt werden. Installierten
Sie die Shell von Hand, so müssen Sie sie dort
eintragen.Haben Sie beispielsweise die bash nach
/usr/local/bin installiert, geben Sie
Folgendes ein:&prompt.root; echo "/usr/local/bin/bash" >> /etc/shellsDanach können Sie chsh aufrufen.Text-EditorenText EditorenEditorenEine großer Teil der Konfiguration wird bei FreeBSD durch
das Editieren von Textdateien erledigt. Deshalb ist es eine
gute Idee, mit einem Texteditor vertraut zu werden. FreeBSD hat
ein paar davon im Basissystem und sehr viel mehr in der
Ports-Sammlung.eeText EditoreneeDer am leichtesten und einfachsten zu erlernende Editor nennt
sich ee, was für
easy editor steht.
Um ee zu starten, gibt man in der
Kommandozeile ee filename ein, wobei
filename den Namen der zu editierenden
Datei darstellt. Um zum Beispiel /etc/rc.conf
zu editieren, tippen Sie ee /etc/rc.conf ein.
Einmal im Editor, finden Sie alle Editor-Funktionen oben im
Display aufgelistet. Das Einschaltungszeichen
^ steht für die Ctrl (oder
Strg) Taste, mit ^e ist also die
Tastenkombination Ctrle
gemeint. Um ee zu verlassen, drücken
Sie Esc und wählen dann aus. Der Editor fragt nach, ob Sie speichern
möchten, wenn die Datei verändert wurde.viText EditorenviemacsText EditorenemacsFreeBSD verfügt über leistungsfähigere
Editoren wie vi als Teil des
Basissystems, andere Editoren wie emacs
oder vim sind Teil der Ports-Sammlung.
Diese Editoren bieten höhere Funktionalität und
Leistungsfähigkeit, jedoch auf Kosten einer etwas
schwierigeren Erlernbarkeit. Wenn Sie viele Textdateien
editieren, sparen Sie auf lange Sicht mehr Zeit durch das Erlernen
von Editoren wie vim oder
emacs ein.Geräte und GerätedateienDer Begriff Gerät wird meist in Verbindung mit Hardware
wie Laufwerken, Druckern, Grafikkarten oder Tastaturen gebraucht.
Der Großteil der Meldungen, die beim Booten von FreeBSD angezeigt
werden, beziehen sich auf gefundene Geräte. Sie können sich
die Bootmeldungen später in /var/run/dmesg.boot
ansehen.Gerätenamen, die Sie wahrscheinlich in den Bootmeldungen sehen
werden, sind zum Beispiel acd0, das erste
IDE CD-ROM oder kbd0, die Tastatur.Auf die meisten Geräte wird unter &unix; Systemen über spezielle
Gerätedateien im /dev Verzeichnis
zugegriffen.Anlegen von GerätedateienWenn sie ein neues Gerät zu Ihrem System hinzufügen,
oder die Unterstützung für zusätzliche Geräte
kompilieren, müssen ein oder mehrere Gerätedateien
erstellt werden.DEVFS (Gerätedateisystem)Das Gerätedateisystem DEVFS
ermöglicht durch den
Namensraum des Dateisystems Zugriff auf den Namensraum der
Geräte im Kernel. Damit müssen Gerätedateien
nicht mehr extra angelegt werden, sondern werden von
DEVFS verwaltet.Weitere Informationen finden Sie in &man.devfs.5;.BinärformateUm zu verstehen, warum &os; das Format
&man.elf.5; benutzt, müssen Sie
zunächst etwas über die drei gegenwärtig
dominanten ausführbaren Formate
für &unix; Systeme wissen:&man.a.out.5;Das älteste und klassische
Objektformat von &unix; Systemen. Es benutzt einen kurzen,
kompakten Header mit einer magischen Nummer am Anfang, die oft
benutzt wird, um das Format zu charakterisieren
(weitere Details finden Sie unter &man.a.out.5;). Es
enthält drei geladene Segmente: .text, .data und
.bss, sowie eine Symboltabelle und eine
Stringtabelle.COFFDas Objektformat von SVR3. Der Header
enthält nun eine Sectiontable. Man kann
also mit mehr als nur den Sections .text, .data und .bss
arbeiten.&man.elf.5;Der Nachfolger von COFF.
Kennzeichnend sind mehrere Sections und mögliche
32-Bit- oder 64-Bit-Werte. Ein wesentlicher Nachteil:
ELF wurde auch unter der Annahme
entworfen, dass es nur eine ABI (Application
Binary Interface) pro Systemarchitektur geben wird.
Tatsächlich ist diese Annahme falsch – nicht
einmal für die kommerzielle SYSV-Welt (in der es
mindestens drei ABIs gibt: SVR4, Solaris, SCO) trifft
sie zu.FreeBSD versucht, dieses Problem zu umgehen, indem
ein Werkzeug bereitgestellt wird, um ausführbare
Dateien im ELF-Format mit
Informationen über die ABI zu versehen, zu der
sie passen. Weitere Informationen finden Sie in der
Manualpage &man.brandelf.1;.FreeBSD kommt aus dem klassischen Lager
und verwendete traditionell das Format &man.a.out.5;, eine
Technik, die bereits über viele BSD-Releases
hinweg eingesetzt und geprüft worden ist. Obwohl es
bereits seit einiger Zeit möglich war, auf einem
FreeBSD-System auch Binaries (und Kernel) im
ELF-Format zu erstellen und
auszuführen, widersetzte FreeBSD sich anfangs dem
Druck, auf ELF als
Standardformat umzusteigen. Warum? Nun, als das
Linux-Lager die schmerzhafte Umstellung auf
ELF durchführte, ging es nicht so
sehr darum, dem ausführbaren Format
a.out zu entkommen, als dem
unflexiblen, auf Sprungtabellen basierten Mechanismus
für Shared-Libraries der die Konstruktion von
Shared-Libraries für Hersteller und Entwickler
gleichermaßen sehr kompliziert machte. Da die
verfügbaren ELF-Werkzeuge eine
Lösung für das Problem mit den Shared-Libraries
anboten und ohnehin generell als ein Schritt
vorwärts angesehen wurden, wurde der Aufwand
für die Umstellung als notwendig akzeptiert und die
Umstellung wurde durchgeführt. Unter FreeBSD ist der
Mechanismus von Shared-Libraries enger an den Stil des
Shared-Library-Mechanismus von Suns &sunos;
angelehnt und von daher sehr einfach zu verwenden.Ja, aber warum gibt es so viele unterschiedliche Formate?In alter, grauer Vorzeit gab es simple Hardware.
Diese simple Hardware unterstützte ein einfaches,
kleines System. a.out war absolut passend
für die Aufgabe, Binaries auf diesem simplen System (eine PDP-11)
darzustellen. Als &unix; von diesem simplen System portiert
wurde, wurde auch das a.out-Format beibehalten,
weil es für die frühen Portierungen auf Architekturen
wie den Motorola 68000 und VAX ausreichte.Dann dachte sich ein schlauer Hardware-Ingenieur,
dass, wenn er Software zwingen könnte, einige
Tricks anzustellen, es ihm möglich wäre, ein
paar Gatter im Design zu sparen, und seinen CPU-Kern
schneller zu machen. Obgleich es dazu gebracht wurde, mit
dieser neuen Art von Hardware (heute als RISC
bekannt) zu arbeiten, war a.out für
diese Hardware schlecht geeignet. Deshalb wurden viele neue
Formate entwickelt, um eine bessere Leistung auf dieser
Hardware zu erreichen, als mit dem begrenzten, simplen
a.out-Format. Dinge wie
COFF, ECOFF und
einige andere obskure wurden erdacht und ihre Grenzen
untersucht, bevor die Dinge sich in Richtung
ELF entwickelten.Hinzu kam, dass die Größe von
Programmen gewaltig wurde und Festplatten sowie
physikalischer Speicher immer noch relativ klein waren.
Also wurde das Konzept von Shared-Libraries geboren. Das
VM-System wurde auch immer fortgeschrittener. Obwohl bei
jedem dieser Fortschritte das
a.out-Format benutzt worden ist,
wurde sein Nutzen mit jedem neuen Merkmal mehr und mehr
gedehnt. Zusätzlich wollte man Dinge dynamisch zur
Ausführungszeit laden, oder Teile ihres Programms
nach der Initialisierung wegwerfen, um Hauptspeicher
oder Swap-Speicher zu sparen. Programmiersprachen
wurden immer fortschrittlicher und man wollte, dass
Code automatisch vor der main-Funktion aufgerufen wird.
Das a.out-Format wurde oft
überarbeitet, um alle diese Dinge zu ermöglichen
und sie funktionierten auch für einige Zeit.
a.out konnte diese Probleme nicht
ohne ein ständiges Ansteigen eines Overheads im Code
und in der Komplexität handhaben. Obwohl
ELF viele dieser Probleme löste,
wäre es sehr aufwändig, ein System umzustellen, das
im Grunde genommen funktionierte. Also musste
ELF warten, bis es aufwändiger war, bei
a.out zu bleiben, als zu
ELF überzugehen.Im Laufe der Zeit haben sich die Erstellungswerkzeuge,
von denen FreeBSD seine Erstellungswerkzeuge abgeleitet
hat (speziell der Assembler und der Loader), in zwei
parallele Zweige entwickelt. Im FreeBSD-Zweig wurden
Shared-Libraries hinzugefügt und einige Fehler
behoben. Das GNU-Team, das diese Programme
ursprünglich geschrieben hat, hat sie umgeschrieben
und eine simplere Unterstützung zur Erstellung von
Cross-Compilern durch beliebiges Einschalten verschiedener
Formate usw. hinzugefügt. Viele Leute wollten
Cross-Compiler für FreeBSD erstellen, aber sie hatten
kein Glück, denn FreeBSD's ältere Sourcen
für as und ld
waren hierzu nicht geeignet. Die neuen
GNU-Werkzeuge (binutils) unterstützen
Cross-Compilierung, ELF, Shared-Libraries,
C++-Erweiterungen und mehr. Weiterhin geben viele
Hersteller ELF-Binaries heraus und es
ist gut, wenn FreeBSD sie ausführen kann.ELF ist ausdrucksfähiger als
a.out und gestattet eine bessere Erweiterbarkeit
des Basissystems. Die ELF-Werkzeuge werden
besser gewartet und bieten Unterstützung von
Cross-Compilierung, was für viele Leute wichtig ist.
ELF mag etwas langsamer sein, als
a.out, aber zu versuchen, das zu messen,
könnte schwierig werden. Es gibt unzählige Details, in
denen sich die beiden Formate unterscheiden, wie sie Pages
abbilden, Initialisierungscode handhaben usw. Keins davon
ist sehr wichtig, aber es sind Unterschiede. Irgendwann
wird die Unterstützung für Programme im
a.out-Format aus dem
GENERIC-Kernel entfernt werden.
Wenn es dann keinen oder kaum noch
Bedarf für die Unterstützung dieses Formates
gibt, werden die entsprechenden Routinen ganz entfernt
werden.Weitere InformationenManualpagesManualpagesDie umfassendste Dokumentation rund um FreeBSD gibt es in
Form von Manualpages. Annähernd jedes Programm im System
bringt eine kurze Referenzdokumentation mit, die die
grundsätzliche Funktion und verschiedene Parameter
erklärt. Diese Dokumentationen kann man mit dem
man Kommando benutzen. Die Benutzung des
man Kommandos ist einfach:&prompt.user; man KommandoKommando ist der Name des Kommandos,
über das Sie etwas erfahren wollen. Um beispielsweise
mehr über das Kommando ls zu lernen,
geben Sie ein:&prompt.user; man lsDie Online-Dokumentation ist in nummerierte Sektionen
unterteilt:Benutzerkommandos.Systemaufrufe und Fehlernummern.Funktionen der C Bibliothek.Gerätetreiber.Dateiformate.Spiele und andere Unterhaltung.Verschiedene Informationen.Systemverwaltung und -Kommandos.Kernel Entwickler.In einigen Fällen kann dasselbe Thema in mehreren
Sektionen auftauchen. Es gibt zum Beispiel ein chmod
Benutzerkommando und einen chmod()
Systemaufruf. In diesem Fall können Sie dem
man Kommando
sagen, aus welcher Sektion Sie die Information erhalten
möchten, indem Sie die Sektion mit angeben:&prompt.user; man 1 chmodDies wird Ihnen die Manualpage für das Benutzerkommando
chmod zeigen. Verweise auf eine Sektion
der Manualpages werden traditionell in Klammern
gesetzt. So bezieht sich &man.chmod.1; auf das
Benutzerkommando chmod und mit
&man.chmod.2; ist der Systemaufruf gemeint.Das ist nett, wenn Sie den Namen eines Kommandos wissen,
und lediglich wissen wollen, wie es zu benutzen ist. Aber was
tun Sie, wenn Sie Sich nicht an den Namen des Kommandos
erinnern können? Sie können mit man
nach Schlüsselbegriffen in den
Kommandobeschreibungen zu suchen, indem Sie den Parameter
benutzen:&prompt.user; man -k mailMit diesem Kommando bekommen Sie eine Liste der
Kommandos, deren Beschreibung das Schlüsselwort
mail enthält. Diese Funktionalität
erhalten Sie auch, wenn Sie das Kommando apropos
benutzen.Nun, Sie schauen Sich alle die geheimnisvollen Kommandos
in /usr/bin an, haben aber nicht den
blassesten Schimmer, wozu die meisten davon gut sind? Dann
rufen Sie doch einfach das folgende Kommando auf:&prompt.user; cd /usr/bin
&prompt.user; man -f *Dasselbe erreichen Sie durch Eingabe von:&prompt.user; cd /usr/bin
&prompt.user; whatis *GNU Info DateienFreeBSD enthält viele Anwendungen und Utilities
der Free Software Foundation (FSF). Zusätzlich zu den
Manualpages bringen diese Programme ausführlichere
Hypertext-Dokumente (info genannt) mit,
welche man sich mit dem Kommando info
ansehen kann. Wenn Sie emacs
installiert haben, können Sie auch dessen info-Modus
benutzen.Um das Kommando &man.info.1; zu benutzen, geben Sie
einfach ein:&prompt.user; infoEine kurze Einführung gibt es mit
h; eine Befehlsreferenz erhalten Sie durch
Eingabe von: ?.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.sgml
index 9ac726c94c..82a8594397 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.sgml
@@ -1,3527 +1,3539 @@
ChernLeeGeschrieben von MikeSmithNach einem Tutorium von MattDillonBasiert ebenfalls auf tuning(7) von MartinHeinenÜbersetzt von Konfiguration und TuningÜbersichtSystem-KonfigurationSystem-OptimierungEin korrekt konfiguriertes System kann die Arbeit,
die bei der zukünftigen Pflege und bei Migrationen des Systems
entsteht, erheblich reduzieren. Dieses Kapitel beschreibt die
Konfiguration von &os; sowie Maßnahmen zur Leistungssteigerung
von &os;-Systemen.Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben,
werden Sie Folgendes wissen:Wie Sie effizient Dateisysteme und
Swap-Partitionen auf Ihrer Festplatte einrichten.Die Grundlagen der Konfiguration mit
rc.conf und des Systems zum Starten
von Anwendungen in /usr/local/etc/rc.d.Wie Sie Netzwerkkarten konfigurieren und testen.Wie Sie virtuelle Hosts und Netzwerkgeräte
konfigurieren.Wie Sie die verschiedenen Konfigurationsdateien
in /etc benutzen.Wie Sie mit sysctl-Variablen &os;
einstellen können.Wie Sie die Platten-Performance einstellen und Kernel-Parameter
modifizieren können.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Siedie Grundlagen von &unix; und &os; ()
verstehen.Damit vertraut sein, wie Sie einen Kernel konfigurieren
und kompilieren ().Vorbereitende KonfigurationLayout von PartitionenLayout von Partitionen/etc/var/usrPartitionenWenn Sie Dateisysteme mit &man.bsdlabel.8; oder
&man.sysinstall.8; anlegen, sollten Sie beachten, dass
Festplatten auf Daten in den äußeren Spuren
schneller zugreifen können als auf Daten in den
inneren Spuren. Daher sollten die kleineren oft benutzten
Dateisysteme, wie das Root-Dateisystem oder die Swap-Partition,
an den äußeren Rand der Platte gelegt werden.
Die größeren Partitionen wie /usr
sollten in die inneren Bereiche gelegt werden.
Es empfiehlt sich, die Partitionen in einer ähnlichen
Reihenfolge wie Root-Partition, Swap, /var
und /usr anzulegen.Die Größe von /var
ist abhängig vom Zweck der Maschine.
/var enthält hauptsächlich
Postfächer, den Spoolbereich zum Drucken und Logdateien.
Abhängig von der Anzahl der Systembenutzer und der
Aufbewahrungszeit für Logdateien, können gerade
die Postfächer und Logdateien zu ungeahnten Größen
wachsen. Oft werden Sie mit weniger als einem Gigabyte
auskommen, doch beachten Sie, dass
/var/tmp für Pakete ausreichend
dimensioniert ist.Die /usr-Partition enthält den
Hauptteil des Systems, die Ports-Sammlung (empfohlen) und die
Quellen (optional). Im Laufe der Installation haben Sie die
Möglichkeit, die Quellen und die Ports-Sammlung gleich mit
zu installieren. Für die
/usr-Partition sollten Sie mindestens
zwei Gigabyte vorsehen.Wenn Sie die Größe der Partitionen festlegen,
beachten Sie bitte das Wachstum Ihres Systems. Wenn Sie den
Platz auf einer Partition vollständig aufgebraucht haben,
eine andere Partition aber kaum benutzen, kann die Handhabung des
Systems schwierig werden.Die automatische Partitionierung von &man.sysinstall.8;
mit Auto-defaults legt manchmal zu kleine
/ und /var-Partition an.
Partitionieren Sie weise und großzügig.Swap PartitionSwap-PartitionGrößeSwap-PartitionAls Daumenregel sollten Sie doppelt soviel Speicher
für die Swap-Partition vorsehen, als Sie Hauptspeicher
haben. Verfügt die Maschine beispielsweise über
128 Megabyte Hauptspeicher, sollten Sie 256 Megabyte
für den Swap-Bereich vorsehen. Systeme mit weniger Speicher
werden wahrscheinlich mit viel mehr Swap mehr leisten. Es
wird nicht empfohlen, weniger als 256 Megabyte Swap einzurichten.
Außerdem sollten Sie künftige Speichererweiterungen
beachten, wenn Sie die Swap-Partition einrichten. Die
VM-Paging-Algorithmen im Kernel sind so eingestellt, dass
Sie am besten laufen, wenn die Swap-Partition mindestens
doppelt so groß wie der Hauptspeicher ist. Zu wenig
Swap kann zu einer Leistungsverminderung im
VM page scanning
Code führen, sowie Probleme verursachen, wenn Sie später
mehr Speicher in Ihre Maschine bauen.Auf größeren Systemen mit mehreren SCSI-Laufwerken
(oder mehreren IDE-Laufwerken an unterschiedlichen Controllern)
empfehlen wir Ihnen, Swap-Bereiche auf bis zu
vier Laufwerken einzurichten. Diese Swap-Partitionen sollten
ungefähr dieselbe Größe haben. Der Kernel
kann zwar mit beliebigen Größen umgehen, aber
die internen Datenstrukturen skalieren bis zur vierfachen
Größe der größten Partition. Ungefähr
gleich große Swap-Partitionen erlauben es dem Kernel,
den Swap-Bereich optimal über die Laufwerke zu verteilen.
Große Swap-Bereiche, auch wenn sie nicht oft gebraucht
werden, sind nützlich, da sich ein speicherfressendes
Programm unter Umständen auch ohne einen Neustart des Systems
beenden lässt.Warum partitionieren?Gegen eine einzelne Partition sprechen mehrere Gründe.
Jede Partition hat im Betrieb unterschiedliche Eigenschaften
und die Trennung der Partitionen erlaubt es, die Dateisysteme
an diese Eigenschaften anzupassen. Die Root- und
/usr-Partitionen weisen meist nur
lesende Zugriffe auf, während /var
und /var/tmp hauptsächlich
beschrieben werden.Indem Sie ein System richtig partitionieren, verhindern
Sie, dass eine Fragmentierung in den häufig beschriebenen
Partitionen auf die meist nur gelesenen Partitionen
übergreift. Wenn Sie die häufig beschriebenen
Partitionen an den Rand der Platte, legen, dann wird die
I/O-Leistung diesen Partitionen steigen.
Die I/O-Leistung ist natürlich auch für große
Partitionen wichtig, doch erzielen Sie eine größere
Leistungssteigerung, wenn Sie /var an den
Rand der Platte legen. Schließlich sollten Sie
noch die Stabilität des Systems beachten.
Eine kleine Root-Partition, auf die meist nur lesend
zugegriffen wird, überlebt einen schlimmen Absturz
wahrscheinlich eher als eine große Partition.Basiskonfigurationrc-Dateienrc.confInformationen zur Systemkonfiguration sind hauptsächlich
in /etc/rc.conf, die meist beim Start
des Systems verwendet wird, abgelegt. Der Name der Datei zeigt
ihren Zweck an: Sie enthält die Konfigurationen für
die rc* Dateien.In rc.conf werden die Vorgabewerte aus
/etc/defaults/rc.conf überschrieben.
Die Vorgabedatei sollte nicht nach /etc
kopiert werden, da sie die Vorgabewerte und keine Beispiele
enthält. Jede systemspezifische Änderung wird
in rc.conf vorgenommen.Um den administrativen Aufwand gering zu halten, existieren
in geclusterten Anwendungen mehrere Strategien,
globale Konfigurationen von systemspezifischen Konfigurationen
zu trennen. Der empfohlene Weg hält die globale Konfiguration
in einer separaten Datei z.B. rc.conf.site.
Diese Datei wird dann in /etc/rc.conf,
die nur systemspezifische Informationen enthält, eingebunden.Da rc.conf von &man.sh.1; gelesen
wird, ist das einfach zu erreichen:rc.conf: . /etc/rc.conf.site
hostname="node15.example.com"
network_interfaces="fxp0 lo0"
ifconfig_fxp0="inet 10.1.1.1"rc.conf.site: defaultrouter="10.1.1.254"
saver="daemon"
blanktime="100"rc.conf.site kann dann auf jedes
System mit rsync verteilt werden,
rc.conf bleibt dabei systemspezifisch.Bei einem Upgrade des Systems mit &man.sysinstall.8; oder
make world wird rc.conf
nicht überschrieben, so dass die Systemkonfiguration
erhalten bleibt.Konfiguration von AnwendungenInstallierte Anwendungen haben typischerweise
eigene Konfigurationsdateien, die eine eigene Syntax
verwenden. Damit diese Dateien leicht von der
Paketverwaltung gefunden und verwaltet werden können,
ist es wichtig, sie vom Basissystem zu trennen./usr/local/etcFür gewöhnlich werden diese Dateien in
/usr/local/etc installiert. Besitzt
eine Anwendung viele Konfigurationsdateien, werden
diese in einem separaten Unterverzeichnis abgelegt.Wenn ein Port oder ein Paket installiert wird, werden
normalerweise auch Beispiele für die Konfigurationsdateien
installiert. Diese erkennt man gewöhnlich an dem
Suffix .default. Wenn keine Konfigurationsdateien
für eine Anwendung existieren, werden sie durch
Kopieren der .default Dateien erstellt.Als Beispiel sei /usr/local/etc/apache
gezeigt:-rw-r--r-- 1 root wheel 2184 May 20 1998 access.conf
-rw-r--r-- 1 root wheel 2184 May 20 1998 access.conf.default
-rw-r--r-- 1 root wheel 9555 May 20 1998 httpd.conf
-rw-r--r-- 1 root wheel 9555 May 20 1998 httpd.conf.default
-rw-r--r-- 1 root wheel 12205 May 20 1998 magic
-rw-r--r-- 1 root wheel 12205 May 20 1998 magic.default
-rw-r--r-- 1 root wheel 2700 May 20 1998 mime.types
-rw-r--r-- 1 root wheel 2700 May 20 1998 mime.types.default
-rw-r--r-- 1 root wheel 7980 May 20 1998 srm.conf
-rw-r--r-- 1 root wheel 7933 May 20 1998 srm.conf.defaultAnhand der Dateigröße erkennen Sie, dass sich
nur srm.conf geändert hat. Eine
spätere Aktualisierung des Apache-Ports
überschreibt diese Datei nicht.TomRhodesBeigetragen von Start von DienstenDiensteViele Benutzer installieren Software Dritter auf &os;
mithilfe der Ports-Sammlung. Häufig soll die
Software bei einem Systemstart mitgestartet werden.
Beispielsweise sollen die Dienste
mail/postfix oder
www/apache13 nach
einem Systemstart laufen. Dieser Abschnitt stellt
die Startprozeduren für Software Dritter vor.Unter &os; werden die meisten der im System enthaltenen
Dienste wie &man.cron.8; mithilfe von Systemskripten gestartet.
Diese Skripten sind abhängig von der &os;- oder
Hersteller-Version. Allerdings kann ein Dienst mit
einfachen Skripten gestartet werden.Vor der Einführung von rc.d
legten Anwendungen einfach ein Startskript im Verzeichnis
/usr/local/etc/rc.d
ab. Das Startskript wurde von den Systemskripten in
den letzten Phasen des Systemstarts ausgeführt.Obwohl bereits viele Startskripten auf das neue
rc.d-System umgestellt wurden, gibt es
noch Anwendungen,
die ein Startskript im eben erwähnten Verzeichnis
benötigen. In diesem Fall weisen die Skripte kleinere
Unterschiede auf. Vor &os; 5.1 wurde der alte Stil
verwendet, obwohl in den meisten Fällen auch der neue
Stil problemlos funktionieren würde.Die Startskripten müssen das Suffix
.sh tragen und ausführbar sein.
Sie machen ein Skript ausführbar, indem Sie mit
chmod die Rechte 755
vergeben. Das Skript sollte die Optionen
und akzeptieren, um die Anwendung
zu starten und zu stoppen.Ein einfaches Startskript sieht wie folgt aus:#!/bin/sh
echo -n ' utility'
case "$1" in
start)
/usr/local/bin/utility
;;
stop)
kill -9 `cat /var/run/utility.pid`
;;
*)
echo "Usage: `basename $0` {start|stop}" >&2
exit 64
;;
esac
exit 0Das Skript akzeptiert die Optionen start
und stop zum Starten und Stoppen
einer Anwendung mit Namen utility.Manuell wird die Anwendung mit dem nachstehenden
Kommando gestartet:&prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/utility.sh startObwohl nicht jede Anwendung die Zeile in
rc.conf benötigt, akzeptieren
immer mehr Ports diese Konfiguration. Prüfen Sie
die Ausgaben während der Installation einer
Anwendung, um herauszufinden, wie die Anwendung
gestartet wird. Einige Anwendungen stellen Startskripten
bereit, die das rc.d-System
(wird im nächsten Abschnitt besprochen) verwenden.Dienste über das
rc.d-System startenMit rc.d lässt sich der Start
von Anwendungen besser steuern als mit den vorher besprochenen
Startskripten. Mit den im Abschnitt
rc.d
besprochenen Schlüsselwörtern können
Anwendungen in einer bestimmten Reihenfolge (zum Beispiel
nach DNS) gestartet werden und
Optionen können in rc.conf
statt fest im Startskript der Anwendung festgelegt werden.
Ein einfaches Startskript sieht wie folgt aus:#!/bin/sh
#
# PROVIDE: utility
# REQUIRE: DAEMON
# KEYWORD: shutdown
#
# DO NOT CHANGE THESE DEFAULT VALUES HERE
# SET THEM IN THE /etc/rc.conf FILE
#
utility_enable=${utility_enable-"NO"}
utility_flags=${utility_flags-""}
utility_pidfile=${utility_pidfile-"/var/run/utility.pid"}
. /etc/rc.subr
name="utility"
rcvar=`set_rcvar`
command="/usr/local/sbin/utility"
load_rc_config $name
pidfile="${utility_pidfile}"
start_cmd="echo \"Starting ${name}.\"; /usr/bin/nice -5 ${command} ${utility_flags} ${command_args}"
run_rc_command "$1"Dieses Skript stellt sicher, dass
utility nach den
daemon-Diensten gestartet wird.
Es stellt auch eine Methode bereit, die
Prozess-ID (PID)
der Anwendung in einer Datei zu speichern.In /etc/rc.conf könnte
für diese Anwendung die folgende Zeile stehen:utility_enable="YES"Die Methode erleichtert den Umgang mit
Kommandozeilenargumenten, bindet Funktionen aus
/etc/rc.subr ein, ist kompatibel
zum Werkzeug &man.rcorder.8; und lässt sich
über rc.conf leichter
konfigurieren.Andere Arten, um Dienste zu startenDienste wie POP3 oder
IMAP können über den
&man.inetd.8; gestartet werden. Nach der Installation
der Anwendung aus der Ports-Sammlung muss eine
Konfigurationszeile in der Datei
/etc/inetd.conf hinzugefügt oder
aktiviert werden. Der Abschnitt
beschreibt den
inetd und dessen Konfiguration.Systemdienste können auch mit &man.cron.8; gestartet
werden. Dieser Ansatz hat einige Vorteile; nicht zuletzt, weil
&man.cron.8; die Prozesse unter dem Eigentümer der
crontab startet, ist es möglich, dass
Dienste von nicht-root Benutzern gestartet
und gepflegt werden können.Dies nutzt eine Eigenschaft von &man.cron.8;:
Für die Zeitangabe kann @reboot
eingesetzt werden. Damit wird das Kommando gestartet, wenn
&man.cron.8; kurz nach dem Systemboot gestartet wird.TomRhodesBeigetragen von Programme mit cron startencronEin sehr nützliches Werkzeug von &os; ist &man.cron.8;.
cron läuft im Hintergrund und
überprüft fortlaufend die Datei
/etc/crontab. Beim Start sucht
cron neue crontab-Dateien
im Verzeichnis /var/cron/tabs. In den
crontab-Dateien wird festgelegt, welche
Programme zu welchem Zeitpunkt laufen sollen.Das Werkzeug cron verwendet
zwei verschiedene Konfigurationsdateien: Die
System-crontab und die
Benutzer-crontab. Der einzige Unterschied
zwischen beiden Formaten ist das sechste Feld. In der
System-crontab gibt das sechste Feld das
Konto an, unter dem ein Kommando läuft. Aus der
System-crontab können daher
Kommandos unter beliebigen Konten gestartet werden.
In der Benutzer-crontab gibt das
sechste Feld das auszuführende Kommando an. Alle
Kommandos laufen unter dem Konto, unter dem die
crontab erstellt wurde (ein
wichtiges Sicherheitsmerkmal).Benutzer können mit Benutzer-crontabs
ohne root-Rechte Befehle terminieren.
Die Kommandos in Benutzer-crontabs laufen
unter dem Benutzer, der die crontab
erstellt hat.Der Benutzer root kann, wie
jeder andere Benutzer, eine Benutzer-crontab
besitzen. Die Benutzer-crontab von
root ist nicht mit der Datei
/etc/crontab, der
System-crontab, zu verwechseln.
Normalerweise besitzt root, wegen
der Existenz der System-crontab, keine
eigene Benutzer-crontab.Der folgende Auszug aus der System-crontab/etc/crontab zeigt den Aufbau
einer crontab-Datei:# /etc/crontab - root's crontab for FreeBSD
#
# $FreeBSD: src/etc/crontab,v 1.32 2002/11/22 16:13:39 tom Exp $
#
#
SHELL=/bin/sh
PATH=/etc:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin
HOME=/var/log
#
#
#minute hour mday month wday who command
#
#
*/5 * * * * root /usr/libexec/atrun Das Zeichen # leitet, wie in
den meisten Konfigurationsdateien, einen Kommentar ein.
Benutzen Sie Kommentare, um die Funktion eines Eintrags
zu erläutern. Kommentare müssen in einer
extra Zeile stehen. Sie können nicht in derselben
Zeile wie ein Kommando stehen, da sie sonst Teil des
Kommandos wären. Leerzeilen in dieser Datei
werden ignoriert.Umgebungsvariablen werden mit dem Gleichheits-Zeichen
(=) festgelegt. Im Beispiel werden
die Variablen SHELL, PATH
und HOME definiert. Wenn die Variable
SHELL nicht definiert wird, benutzt
cron die Shell sh.
Wird die Variable PATH nicht gesetzt,
müssen alle Pfadangaben absolut sein, da es keinen
Vorgabewert für PATH gibt. Der
Vorgabewert für HOME ist das
Heimatverzeichnis des Accounts, dem die
crontab gehört.In dieser Zeile werden sieben Felder beschrieben:
minute, hour,
mday, month,
wday, who
und command. Die ersten Felder
legen den Zeitpunkt fest, an dem ein Kommando laufen
soll. Das Feld minute legt die
Minute fest, das Feld hour die
Stunde, das Feld mday den Tag
des Monats. Im Feld month
wird der Monat und im Feld wday
der Wochentag festgelegt. Alle Felder müssen
numerische Werte enthalten und die Zeitangaben sind
im 24-Stunden-Format. Das Feld who
gibt es nur in der Datei /etc/crontab
und gibt den Account an, unter dem das Kommando laufen
soll. In den crontab-Dateien
einzelner Accounts existiert dieses Feld nicht. Im
letzten Feld wird schließlich das auszuführende
Kommando angegeben.Diese Zeile definiert die Zeitpunkte an denen das
Kommando atrun laufen soll. Beachten
Sie die Zeichenfolge */5 gefolgt von
mehreren *-Zeichen. Das Zeichen
* ist ein Platzhalter und steht
für jede mögliche Zeit.
Diese Zeile führt das Kommando atrun
unter dem root-Account alle fünf
Minuten aus. Mehr über das Kommando
atrun erfahren Sie in der
Hilfeseite &man.atrun.8;.Bei den Kommandos können beliebige Optionen
angegeben werden. Wenn das Kommando zu lang ist und
auf der nächsten Zeile fortgesetzt werden soll,
muss am Ende der Zeile das Fortsetzungszeichen
(\) angegeben werden.Bis auf das sechste Feld, das den Account angibt, sieht
jede crontab-Datei so wie das Beispiel
aus. Das sechste Feld existiert nur in der Systemdatei
/etc/crontab. In den restlichen
crontab-Dateien fehlt dieses Feld.crontab installierenDie nachstehende Prozedur gilt nur für
Benutzer-crontabs. Die
System-crontab können
Sie einfach mit Ihrem Lieblingseditor editieren.
Das Werkzeug cron bemerkt, dass
sich die Datei geändert hat und wird die neue
Version benutzen. Lesen Sie bitte auch die FAQ
zur Meldung root: not found.Eine Benutzer-crontab, beispielsweise
die Datei crontab, können Sie mit
jedem Editor erstellen. Die Benutzer-crontab
installieren Sie mit dem nachstehenden Befehl:&prompt.root; crontab crontabDas Argument zum Befehl crontab
ist die vorher erstellte Datei crontab.Der Befehl crontab -l zeigt
die installierte crontab-Datei an.Benutzer, die eine eigene crontab-Datei
ohne Vorlage erstellen wollen, können den Befehl
crontab -e verwenden. Dieser Befehl
ruft einen Editor auf und installiert beim Verlassen des
Editors die crontab-Datei.Wollen Sie die installierte
Benutzer-crontab entfernen, rufen Sie den
Befehl crontab mit der Option
auf.TomRhodesBeigetragen von Das rc-System für Systemdienste2002 wurde das rc.d-System von
NetBSD zum Start von Systemdiensten in &os; integriert.
Die zu diesem System gehörenden Dateien sind im
Verzeichnis /etc/rc.d abgelegt.
Die Skripten in diesem Verzeichnis akzeptieren die
Optionen ,
und . Beispielsweise kann
&man.sshd.8; mit dem nachstehenden Kommando neu gestartet
werden:&prompt.root; /etc/rc.d/sshd restartAnalog können Sie andere Dienste starten und stoppen.
Normalerweise werden die Dienste beim Systemstart über
Einträge in der Datei &man.rc.conf.5; automatisch gestartet.
Der Network Address
Translation Dæmon wird zum Beispiel mit dem folgenden
Eintrag in /etc/rc.conf aktiviert:natd_enable="YES"Wenn dort bereits die Zeile
existiert, ändern Sie einfach in
. Die rc-Skripten starten, wie unten
beschrieben, auch abhängige Dienste.Da das rcNG-System primär
zum automatischen Starten und Stoppen von Systemdiensten
dient, funktionieren die Optionen ,
und nur,
wenn die entsprechenden Variablen in
/etc/rc.conf gesetzt sind. Beispielsweise
funktioniert das Kommando sshd restart
nur dann, wenn in /etc/rc.conf die
Variable sshd_enable auf
gesetzt wurde. Wenn Sie die Optionen ,
oder
unabhängig von den Einstellungen in
/etc/rc.conf benutzen wollen,
müssen Sie den Optionen mit dem Präfix
one verwenden. Um beispielsweise
sshd unabhängig von den
Einstellungen in /etc/rc.conf neu
zu starten, benutzen Sie das nachstehende Kommando:&prompt.root; /etc/rc.d/sshd onerestartOb ein Dienst in /etc/rc.conf
aktiviert ist, können Sie leicht herausfinden, indem
Sie das entsprechende rc.d-Skript
mit der Option aufrufen. Ein
Administrator kann beispielsweise wie folgt prüfen, ob
der sshd-Dienst in
/etc/rc.conf aktiviert ist:&prompt.root; /etc/rc.d/sshd rcvar
# sshd
$sshd_enable=YESDie zweite Zeile (# sshd) wird
vom Kommando sshd ausgegeben; sie
kennzeichnet nicht die Eingabeaufforderung von
root.Ob ein Dienst läuft, kann mit der Option
abgefragt werden. Das folgende
Kommando überprüft, ob der sshd
auch wirklich gestartet wurde:&prompt.root; /etc/rc.d/sshd status
sshd is running as pid 433.Einige Dienste können über die Option
neu initialisiert werden. Dazu wird
dem Dienst über ein Signal mitgeteilt,
dass er seine Konfigurationsdateien neu einlesen soll.
Oft wird dazu das Signal SIGHUP
verwendet. Beachten Sie aber, dass nicht alle Dienste diese
Option unterstützen.Die meisten Systemdienste werden beim Systemstart vom
rc.d-System gestartet. Zum Beispiel
aktiviert das Skript bgfsck die Prüfung
von Dateisystemen im Hintergrund. Das Skript gibt die folgende
Meldung aus, wenn es gestartet wird:Starting background file system checks in 60 seconds.Viele Systemdienste hängen von anderen Diensten
ab. NIS und andere RPC-basierende Systeme hängen
beispielsweise von dem rpcbind-Dienst
(portmapper) ab. Im Kopf der Startskripten befinden sich
die Informationen über Abhängigkeiten von anderen
- Diensten und weitere Metadaten. Mithilfe dieser Daten
+ Diensten und weitere Metadaten.Mithilfe dieser Daten
bestimmt das Programm &man.rcorder.8; beim Systemstart die
- Startreihenfolge der Dienste. Folgende Schlüsselwörter
- werden im Kopf der Startskripten verwendet:
+ Startreihenfolge der Dienste.
+
+ Folgende Schlüsselwörter müssen im Kopf aller
+ Startskripten verwendet werden (da sie von &man.rc.subr.8; zum
+ Aktivieren des Startskripts benötigt
+ werden:PROVIDE: Gibt die Namen der Dienste an,
die mit dieser Datei zur Verfügung gestellt werden.
+
+ Die folgenden Schlüsselwörter können im Kopf
+ des Startskripts angegeben werden. Sie sind zwar nicht unbedingt
+ notwendig, sind aber hilfreich beim Umgang mit
+ &man.rcorder.8;:
+
+ REQUIRE: Gibt die Namen der Dienste an,
von denen dieser Dienst abhängt. Diese Datei wird
nach den angegebenen Diensten
ausgeführt.BEFORE: Zählt Dienste auf,
die auf diesen Dienst angewiesen sind. Diese Datei wird
vor den angegebenen Diensten
ausgeführt.
- Mit diesem System kann ein Administrator den Start
- von Systemdiensten einfach steuern, ohne mit den
+ Durch das Verwenden dieser Schlüsselwörter kann
+ ein Administrator die Startreihenfolge von Systemdiensten
+ feingranuliert steuern, ohne mit den
Schwierigkeiten des runlevel-Systems
anderer &unix; Systeme kämpfen zu müssen.Weitere Informationen über das
rc.d-System finden sich in den
Manualpages zu &man.rc.8; sowie &man.rc.subr.8;. Wenn Sie
Ihre eigenen rc.d-Skripte schreiben
wollen, sollten Sie den Artikel
Practical rc.d
scripting in BSD lesen.MarcFonvieilleBeigetragen von Einrichten von NetzwerkkartenNetzwerkkarteneinrichtenEin Rechner ohne Netzanschluss ist heute nicht mehr
vorstellbar. Die Konfiguration einer Netzwerkkarte gehört zu
den alltäglichen Aufgaben eines &os; Administrators.Bestimmen des richtigen TreibersNetzwerkkartenTreiberBevor Sie anfangen, sollten Sie das Modell Ihrer Karte kennen,
wissen welchen Chip die Karte benutzt und bestimmen, ob es sich
um eine PCI- oder ISA-Karte handelt. Eine Aufzählung der
unterstützten PCI- und ISA-Karten finden Sie in der
Liste der unterstützen Geräte. Schauen Sie nach, ob Ihre
Karte dort aufgeführt ist.Wenn Sie wissen, dass Ihre Karte unterstützt wird,
müssen Sie den Treiber für Ihre Karte bestimmen.
/usr/src/sys/conf/NOTES und
/usr/src/sys/arch/conf/NOTES
enthalten eine
Liste der verfügbaren Treiber mit Informationen zu den
unterstützten Chipsätzen und Karten. Wenn Sie sich nicht
sicher sind, ob Sie den richtigen Treiber ausgewählt haben,
lesen Sie die Hilfeseite des Treibers. Die Hilfeseite enthält
weitere Informationen über die unterstützten Geräte
und macht auch auf mögliche Probleme aufmerksam.Wenn Sie eine gebräuchliche Karte besitzen, brauchen Sie
meistens nicht lange nach dem passenden Treiber zu suchen. Die
Treiber zu diesen Karten sind schon im
GENERIC-Kernel enthalten und die Karte sollte
während des Systemstarts erkannt werden:dc0: <82c169 PNIC 10/100BaseTX> port 0xa000-0xa0ff mem 0xd3800000-0xd38
000ff irq 15 at device 11.0 on pci0
dc0: Ethernet address: 00:a0:cc:da:da:da
miibus0: <MII bus> on dc0
ukphy0: <Generic IEEE 802.3u media interface> on miibus0
ukphy0: 10baseT, 10baseT-FDX, 100baseTX, 100baseTX-FDX, auto
dc1: <82c169 PNIC 10/100BaseTX> port 0x9800-0x98ff mem 0xd3000000-0xd30
000ff irq 11 at device 12.0 on pci0
dc1: Ethernet address: 00:a0:cc:da:da:db
miibus1: <MII bus> on dc1
ukphy1: <Generic IEEE 802.3u media interface> on miibus1
ukphy1: 10baseT, 10baseT-FDX, 100baseTX, 100baseTX-FDX, autoIm Beispiel erkennt das System zwei Karten, die den
&man.dc.4; Treiber benutzen.Ist der Treiber für Ihre Netzwerkkarte nicht
in GENERIC enthalten, müssen
Sie den Treiber laden, um die Karte zu benutzen.
Sie können den Treiber auf zwei Arten laden:Am einfachsten ist es, das Kernelmodul für
Ihre Karte mit &man.kldload.8; zu laden. Allerdings
gibt es nicht für alle Karten Kernelmodule;
zum Beispiel gibt es keine Kernelmodule für
ISA-Karten.Alternativ können Sie den Treiber für die
Karte fest in den Kernel einbinden. Schauen Sie sich dazu
/usr/src/sys/conf/NOTES,
/usr/src/sys/arch/conf/NOTES
und die Hilfeseite des Treibers, den Sie in den Kernel
einbinden möchten, an. Die Übersetzung des Kernels
wird in beschrieben. Wenn
Ihre Karte während des Systemstarts vom Kernel
(GENERIC) erkannt wurde, müssen
Sie den Kernel nicht neu übersetzen.&windows;-NDIS-Treiber einsetzenNDISNDISulator&windows;-TreiberMicrosoft WindowsMicrosoft WindowsGerätetreiberKLD (kernel loadable object)Leider stellen nach wie vor viele Unternehmen die
Spezifikationen ihrer Treiber der Open Source Gemeinde
nicht zur Verfügung, weil sie diese Informationen
als Geschäftsgeheimnisse betrachten. Daher haben die
Entwickler von FreeBSD und anderen Betriebssystemen nur
zwei Möglichkeiten. Entweder versuchen sie in einem
aufwändigen Prozess den Treiber durch
Reverse Engineering
nachzubauen, oder sie versuchen, die vorhandenen
Binärtreiber der µsoft.windows;-Plattform zu
verwenden. Die meisten Entwickler, darunter auch die an
FreeBSD beteiligten, haben sich für den zweiten Ansatz
entschieden.Bill Paul (wpaul) ist es zu verdanken, dass es seit
FreeBSD 5.3-RELEASE eine
native Unterstützung der
Network Driver Interface
Specification (NDIS) gibt. Der
FreeBSD NDISulator (auch als Project Evil bekannt) nutzt
den binären &windows;-Treiber, indem er diesem vorgibt,
unter &windows; zu laufen. Da der &man.ndis.4;-Treiber
eine &windows;-Binärdatei nutzt, kann er nur auf
&i386;- und amd64-Systemen verwendet werden.Der &man.ndis.4;-Treiber unterstützt primär
PCI-, CardBus- sowie PCMCIA-Geräte, USB-Geräte
werden hingegen noch nicht unterstützt.Um den NDISulator zu verwenden, benötigen Sie drei
Dinge:Die KernelquellenDen &windowsxp;-Binärtreiber
(mit der Erweiterung .SYS)Die Konfigurationsdatei des &windowsxp;-Treibers
(mit der Erweiterung .INF)Suchen Sie die Dateien für Ihre Karte. Diese
befinden sich meistens auf einer beigelegten CD-ROM, oder
können von der Internetseite des Herstellers
heruntergeladen werden. In den folgenden Beispielen werden
die Dateien W32DRIVER.SYS und
W32DRIVER.INF verwendet.Sie können einen &windows;/i386-Treiber nicht
unter &os;/amd64 einsetzen, vielmehr benötigen Sie
dafür einen &windows;/amd64-Treiber.Als Nächstes kompilieren Sie den binären
Treiber, um ein Kernelmodul zu erzeugen. Dazu rufen Sie als
root &man.ndisgen.8; auf:&prompt.root; ndisgen /path/to/W32DRIVER.INF/path/to/W32DRIVER.SYS&man.ndisgen.8; arbeitet interaktiv, benötigt es
weitere Informationen, so fragt es Sie danach. Als Ergebnis
erhalten Sie ein Kernelmodul im Arbeitsverzeichnis, das Sie
wie folgt laden können:&prompt.root; kldload ./W32DRIVER.koNeben dem vorhin erzeugten Kernelmodul müssen Sie
auch die Kernelmodule ndis.ko und
if_ndis.ko laden. Diese Module sollten
automatisch geladen werden, wenn Sie ein von &man.ndis.4;
abhängiges Modul laden. Wollen Sie die Module hingegen
manuell laden, geben Sie die folgenden Befehle ein:&prompt.root; kldload ndis
&prompt.root; kldload if_ndisDer erste Befehl lädt dabei den NDIS-Miniport-Treiber,
der zweite das tatsächliche Netzwerkgerät.Überprüfen Sie nun die Ausgabe von &man.dmesg.8;
auf eventuelle Fehler während des Ladevorgangs. Gab es
dabei keine Probleme, sollten Sie eine Ausgabe ähnlich
der folgenden erhalten:ndis0: <Wireless-G PCI Adapter> mem 0xf4100000-0xf4101fff irq 3 at device 8.0 on pci1
ndis0: NDIS API version: 5.0
ndis0: Ethernet address: 0a:b1:2c:d3:4e:f5
ndis0: 11b rates: 1Mbps 2Mbps 5.5Mbps 11Mbps
ndis0: 11g rates: 6Mbps 9Mbps 12Mbps 18Mbps 36Mbps 48Mbps 54MbpsAb jetzt können Sie mit dem Gerät
ndis0 wie mit jeder anderen
Gerätedatei (etwa dc0)
arbeiten.Wie jedes Kernelmodul können auch die NDIS-Module
beim Systemstart automatisch geladen werden. Dazu kopieren
Sie das erzeugte Modul (W32DRIVER.ko)
in das Verzeichnis /boot/modules. Danach
fügen Sie die folgende Zeile in
/boot/loader.conf ein:W32DRIVER_load="YES"Konfiguration von NetzwerkkartenNetzwerkkarteneinrichtenNachdem der richtige Treiber für die Karte geladen ist,
muss die Karte konfiguriert werden. Unter Umständen ist
die Karte schon während der Installation mit
sysinstall konfiguriert worden.Das nachstehende Kommando zeigt die Konfiguration der Karten
eines Systems an:&prompt.user; ifconfig
dc0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet 192.168.1.3 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.1.255
ether 00:a0:cc:da:da:da
media: Ethernet autoselect (100baseTX <full-duplex>)
status: active
dc1: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet 10.0.0.1 netmask 0xffffff00 broadcast 10.0.0.255
ether 00:a0:cc:da:da:db
media: Ethernet 10baseT/UTP
status: no carrier
lp0: flags=8810<POINTOPOINT,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
lo0: flags=8049<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST> mtu 16384
inet 127.0.0.1 netmask 0xff000000
tun0: flags=8010<POINTOPOINT,MULTICAST> mtu 1500In alten Versionen von &os; müssen Sie vielleicht
noch auf der Kommandozeile von &man.ifconfig.8;
angeben. Hinweise zum Gebrauch von &man.ifconfig.8; entnehmen
Sie bitte der Hilfeseite. Beachten Sie, dass in diesem
Beispiel die IPv6-Ausgaben (inet6 etc.)
ausgelassen wurden.Im Beispiel werden Informationen zu den folgenden Geräten
angezeigt:dc0: Der erste
Ethernet-Adapterdc1: Der zweite
Ethernet-Adapterlp0: Die parallele
Schnittstellelo0: Das Loopback-Gerättun0: Das von
ppp benutzte Tunnel-GerätDer Name der Netzwerkkarte wird aus dem Namen des Treibers und
einer Zahl zusammengesetzt. Die Zahl gibt die Reihenfolge an, in
der die Geräte beim Systemstart erkannt wurden. Die dritte
Karte, die den &man.sis.4; Treiber benutzt, würde
beispielsweise sis2 heißen.Der Adapter dc0 aus dem Beispiel ist
aktiv. Sie erkennen das an den folgenden Hinweisen:UP bedeutet, dass die Karte
konfiguriert und aktiv ist.Der Karte wurde die Internet-Adresse (inet)
192.168.1.3 zugewiesen.Die Subnetzmaske ist richtig
(0xffffff00 entspricht
255.255.255.0).Die Broadcast-Adresse 192.168.1.255 ist richtig.Die MAC-Adresse der Karte (ether)
lautet 00:a0:cc:da:da:da.Die automatische Medienerkennung ist aktiviert
(media: Ethernet autoselect (100baseTX
<full-duplex>)). Der Adapter
dc1 benutzt das Medium
10baseT/UTP. Weitere Informationen
über die einstellbaren Medien entnehmen
Sie bitte der Hilfeseite des Treibers.Der Verbindungsstatus (status) ist
active, das heißt es wurde ein
Trägersignal entdeckt. Für
dc1 wird status: no
carrier angezeigt. Das ist normal, wenn kein Kabel
an der Karte angeschlossen ist.Wäre die Karte nicht konfiguriert, würde die Ausgabe
von &man.ifconfig.8; so aussehen:dc0: flags=8843<BROADCAST,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
ether 00:a0:cc:da:da:daSie brauchen die Berechtigungen von root, um
Ihre Karte zu konfigurieren. Die Konfiguration kann auf der
Kommandozeile mit &man.ifconfig.8; erfolgen, allerdings
müsste sie dann nach jedem Neustart wiederholt werden.
Dauerhaft wird die Karte in /etc/rc.conf
konfiguriert.Öffnen Sie /etc/rc.conf mit Ihrem
Lieblingseditor und fügen Sie für jede Karte Ihres
Systems eine Zeile hinzu. In dem hier diskutierten Fall wurden
die nachstehenden Zeilen eingefügt:ifconfig_dc0="inet 192.168.1.3 netmask 255.255.255.0"
ifconfig_dc1="inet 10.0.0.1 netmask 255.255.255.0 media 10baseT/UTP"Ersetzen Sie dc0,
dc1 usw. durch die Gerätenamen Ihrer
Karten und setzen Sie die richtigen IP-Adressen ein. Die
Hilfeseiten des Treibers und &man.ifconfig.8; enthalten weitere
Einzelheiten über verfügbare Optionen. Die Syntax von
/etc/rc.conf wird in &man.rc.conf.5;
erklärt.Wenn Sie das Netz während der Installation
konfiguriert haben, existieren vielleicht schon Einträge
für Ihre Karten. Überprüfen Sie
/etc/rc.conf bevor Sie weitere Zeilen
hinzufügen.In /etc/hosts können Sie die Namen
und IP-Adressen der Rechner Ihres LANs eintragen. Weitere
Informationen entnehmen Sie bitte &man.hosts.5; und
/usr/share/examples/etc/hosts.Test und FehlersucheNachdem Sie die notwendigen Änderungen in
/etc/rc.conf vorgenommen haben, führen
Sie einen Neustart Ihres Systems durch. Dadurch werden die Adapter
konfiguriert und Sie stellen sicher, dass der Start ohne
Konfigurationsfehler erfolgt.Wenn das System gestartet ist, sollten Sie die Netzwerkkarten
testen.Test der Ethernet-KarteNetzwerkkartentestenMit zwei Tests können Sie prüfen, ob die
Ethernet-Karte richtig konfiguriert ist. Testen Sie zuerst mit
ping den Adapter selbst und sprechen Sie dann
eine andere Maschine im LAN an.Zuerst, der Test des Adapters:&prompt.user; ping -c5 192.168.1.3
PING 192.168.1.3 (192.168.1.3): 56 data bytes
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=0 ttl=64 time=0.082 ms
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.074 ms
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.076 ms
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.108 ms
64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=4 ttl=64 time=0.076 ms
--- 192.168.1.3 ping statistics ---
5 packets transmitted, 5 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 0.074/0.083/0.108/0.013 msJetzt versuchen wir, eine andere Maschine im LAN zu
erreichen:&prompt.user; ping -c5 192.168.1.2
PING 192.168.1.2 (192.168.1.2): 56 data bytes
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=0 ttl=64 time=0.726 ms
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.766 ms
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.700 ms
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.747 ms
64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=4 ttl=64 time=0.704 ms
--- 192.168.1.2 ping statistics ---
5 packets transmitted, 5 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 0.700/0.729/0.766/0.025 msSie können auch den Namen der Maschine anstelle von
192.168.1.2 benutzen, wenn Sie
/etc/hosts entsprechend eingerichtet
haben.FehlersucheNetzwerkkartenFehlersucheFehler zu beheben, ist immer sehr mühsam.
Indem Sie die einfachen Sachen zuerst prüfen,
erleichtern Sie sich die Aufgabe. Steckt das Netwerkkabel?
Sind die Netzwerkdienste richtig konfiguriert? Funktioniert
die Firewall? Wird die Netwerkkarte von &os;
unterstützt? Lesen Sie immer die Hardware-Informationen
des Releases, bevor Sie einen Fehlerbericht einsenden.
Aktualisieren Sie Ihre &os;-Version
auf -STABLE. Suchen Sie in den Archiven der Mailinglisten
oder auf dem Internet nach bekannten Lösungen.Wenn die Karte funktioniert, die Verbindungen aber
zu langsam sind, lesen Sie bitte die Hilfeseite
&man.tuning.7;. Prüfen Sie auch die
Netzwerkkonfiguration, da falsche Einstellungen die
Ursache für langsame Verbindungen sein können.Wenn Sie viele device timeout
Meldungen in den Systemprotokollen finden, prüfen
Sie, dass es keinen Konflikt zwischen der Netzwerkkarte
und anderen Geräten Ihres Systems gibt.
Überprüfen Sie nochmals die Verkabelung.
Unter Umständen benötigen Sie eine neue
Netzwerkkarte.Wenn Sie in den Systemprotokollen
watchdog timeout Fehlermeldungen
finden, kontrollieren Sie zuerst die Verkabelung.
Überprüfen Sie dann, ob der PCI-Steckplatz der
Karte Bus Mastering unterstützt. Auf einigen
älteren Motherboards ist das nur für einen
Steckplatz (meistens Steckplatz 0) der Fall. Lesen Sie
in der Dokumentation Ihrer Karte und Ihres Motherboards
nach, ob das vielleicht die Ursache des Problems sein
könnte.Die Meldung No route to host
erscheint, wenn Ihr System ein Paket nicht zustellen
kann. Das kann vorkommen weil beispielsweise keine
Default-Route gesetzt wurde oder das Netzwerkkabel
nicht richtig steckt. Schauen Sie in der Ausgabe
von netstat -rn nach, ob eine
Route zu dem Zielsystem existiert. Wenn nicht, lesen
Sie bitte das .Die Meldung ping: sendto: Permission
denied wird oft von einer falsch konfigurierten
Firewall verursacht. Wenn keine Regeln definiert wurden,
blockiert eine aktivierte Firewall alle Pakete, selbst
einfache ping-Pakete. Weitere
Informationen erhalten Sie in .Falls die Leistung der Karte schlecht ist, setzen
Sie die Medienerkennung von autoselect
(automatisch) auf das richtige Medium. In vielen Fällen
löst diese Maßnahme Leistungsprobleme. Wenn
nicht, prüfen Sie nochmal die Netzwerkeinstellungen
und lesen Sie die Hilfeseite &man.tuning.7;.Virtual Hostsvirtual hostsIP-AliaseEin gebräuchlicher Zweck von &os; ist das
virtuelle Hosting, bei dem ein Server im Netzwerk wie
mehrere Server aussieht. Dies wird dadurch erreicht,
dass einem Netzwerkinterface mehrere Netzwerk-Adressen
zugewiesen werden.Ein Netzwerkinterface hat eine echte
Adresse und kann beliebig viele alias Adressen
haben. Die Aliase werden durch entsprechende alias Einträge
in /etc/rc.conf festgelegt.Ein alias Eintrag für das Interface
fxp0 sieht wie folgt aus:ifconfig_fxp0_alias0="inet xxx.xxx.xxx.xxx netmask xxx.xxx.xxx.xxx"Beachten Sie, dass die Alias-Einträge mit
alias0 anfangen müssen und
weiter hochgezählt werden, das heißt
_alias1, _alias2,
und so weiter. Die Konfiguration der Aliase hört
bei der ersten fehlenden Zahl auf.Die Berechnung der Alias-Netzwerkmasken ist wichtig, doch
zum Glück einfach. Für jedes Interface muss es
eine Adresse geben, die die Netzwerkmaske des Netzwerkes richtig
beschreibt. Alle anderen Adressen in diesem Netzwerk haben dann
eine Netzwerkmaske, die mit 1 gefüllt
ist (also 255.255.255.255
oder hexadezimal
0xffffffff).Als Beispiel betrachten wir den Fall, in dem
fxp0 mit zwei Netzwerken verbunden
ist: dem Netzwerk 10.1.1.0 mit der
Netzwerkmaske 255.255.255.0
und dem Netzwerk 202.0.75.16 mit der
Netzwerkmaske 255.255.255.240.
Das System soll die Adressen 10.1.1.1
bis 10.1.1.5 und
202.0.75.17 bis
202.0.75.20 belegen.
Wie eben beschrieben, hat nur die erste Adresse in einem
Netzwerk (hier 10.0.1.1
und 202.0.75.17) die
richtige Netzwerkmaske. Alle anderen Adressen
(10.1.1.2 bis 10.1.1.5 und 202.0.75.18 bis 202.0.75.20) erhalten die Maske
255.255.255.255.Die folgenden Einträge in
/etc/rc.conf konfigurieren den Adapter
entsprechend dem Beispiel:ifconfig_fxp0="inet 10.1.1.1 netmask 255.255.255.0"
ifconfig_fxp0_alias0="inet 10.1.1.2 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias1="inet 10.1.1.3 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias2="inet 10.1.1.4 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias3="inet 10.1.1.5 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias4="inet 202.0.75.17 netmask 255.255.255.240"
ifconfig_fxp0_alias5="inet 202.0.75.18 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias6="inet 202.0.75.19 netmask 255.255.255.255"
ifconfig_fxp0_alias7="inet 202.0.75.20 netmask 255.255.255.255"Konfigurationsdateien/etc LayoutKonfigurationsdateien finden sich in einigen Verzeichnissen
unter anderem in:/etcEnthält generelle Konfigurationsinformationen,
die Daten hier sind systemspezifisch./etc/defaultsDefault Versionen der Konfigurationsdateien./etc/mailEnthält die &man.sendmail.8; Konfiguration
und weitere MTA Konfigurationsdateien./etc/pppHier findet sich die Konfiguration für
die User- und Kernel-ppp Programme./etc/namedbDas Vorgabeverzeichnis, in dem Daten von
&man.named.8; gehalten werden. Normalerweise
werden hier named.conf und Zonendaten
abgelegt./usr/local/etcInstallierte Anwendungen legen hier ihre
Konfigurationsdateien ab. Dieses Verzeichnis kann
Unterverzeichnisse für bestimmte Anwendungen
enthalten./usr/local/etc/rc.dOrt für Start- und Stopskripten installierter
Anwendungen./var/dbAutomatisch generierte systemspezifische Datenbanken,
wie die Paket-Datenbank oder die
locate-Datenbank.HostnamenhostnameDNS/etc/resolv.confresolv.confWie der &os;-Resolver auf das Internet Domain Name
System (DNS) zugreift, wird in /etc/resolv.conf
festgelegt.Die gebräuchlichsten Einträge in
/etc/resolv.conf sind:nameserverDie IP-Adresse eines Nameservers, den
der Resolver abfragen soll. Bis zu drei Server werden
in der Reihenfolge, in der sie aufgezählt
sind, abgefragt.searchSuchliste mit Domain-Namen zum Auflösen von
Hostnamen. Die Liste wird normalerweise durch den
Domain-Teil des lokalen Hostnamens festgelegt.domainDer lokale Domain-Name.Beispiel für eine typische
resolv.conf:search example.com
nameserver 147.11.1.11
nameserver 147.11.100.30Nur eine der Anweisungen search
oder domain sollte benutzt werden.Wenn Sie DHCP benutzen, überschreibt &man.dhclient.8;
für gewöhnlich resolv.conf
mit den Informationen vom DHCP-Server./etc/hostshosts/etc/hosts ist eine einfache textbasierte
Datenbank, die aus alten Internetzeiten stammt. Zusammen
mit DNS und NIS stellt sie eine Abbildung zwischen Namen und
IP-Adressen zur Verfügung. Anstatt &man.named.8;
zu konfigurieren, können hier lokale Rechner, die über
ein LAN verbunden sind, eingetragen werden. Lokale Einträge
für gebräuchliche Internet-Adressen in
/etc/hosts verhindern die Abfrage eines
externen Servers und beschleunigen die Namensauflösung.# $FreeBSD$
#
# Host Database
# This file should contain the addresses and aliases
# for local hosts that share this file.
# In the presence of the domain name service or NIS, this file may
# not be consulted at all; see /etc/nsswitch.conf for the resolution order.
#
#
::1 localhost localhost.my.domain myname.my.domain
127.0.0.1 localhost localhost.my.domain myname.my.domain
#
# Imaginary network.
#10.0.0.2 myname.my.domain myname
#10.0.0.3 myfriend.my.domain myfriend
#
# According to RFC 1918, you can use the following IP networks for
# private nets which will never be connected to the Internet:
#
# 10.0.0.0 - 10.255.255.255
# 172.16.0.0 - 172.31.255.255
# 192.168.0.0 - 192.168.255.255
#
# In case you want to be able to connect to the Internet, you need
# real official assigned numbers. PLEASE PLEASE PLEASE do not try
# to invent your own network numbers but instead get one from your
# network provider (if any) or from the Internet Registry (ftp to
# rs.internic.net, directory `/templates').
#/etc/hosts hat ein einfaches Format:[Internet Adresse] [Offizieller Hostname] [Alias1] [Alias2] ...Zum Beispiel:10.0.0.1 myRealHostname.example.com myRealHostname foobar1 foobar2Weitere Informationen entnehmen Sie bitte &man.hosts.5;.Konfiguration von LogdateienLogdateiensyslog.confsyslog.confsyslog.conf ist die Konfigurationsdatei
von &man.syslogd.8;. Sie legt fest, welche
syslog Meldungen in welche
Logdateien geschrieben werden.# $FreeBSD$
#
# Spaces ARE valid field separators in this file. However,
# other *nix-like systems still insist on using tabs as field
# separators. If you are sharing this file between systems, you
# may want to use only tabs as field separators here.
# Consult the syslog.conf(5) manpage.
*.err;kern.debug;auth.notice;mail.crit /dev/console
*.notice;kern.debug;lpr.info;mail.crit;news.err /var/log/messages
security.* /var/log/security
mail.info /var/log/maillog
lpr.info /var/log/lpd-errs
cron.* /var/log/cron
*.err root
*.notice;news.err root
*.alert root
*.emerg *
# uncomment this to log all writes to /dev/console to /var/log/console.log
#console.info /var/log/console.log
# uncomment this to enable logging of all log messages to /var/log/all.log
#*.* /var/log/all.log
# uncomment this to enable logging to a remote log host named loghost
#*.* @loghost
# uncomment these if you're running inn
# news.crit /var/log/news/news.crit
# news.err /var/log/news/news.err
# news.notice /var/log/news/news.notice
!startslip
*.* /var/log/slip.log
!ppp
*.* /var/log/ppp.logWeitere Informationen enthält &man.syslog.conf.5;.newsyslog.confnewsyslog.confDie Konfigurationsdatei für &man.newsyslog.8;, das
normalerweise von &man.cron.8; aufgerufen wird, ist
newsyslog.conf. &man.newsyslog.8;
stellt fest, ob Logdateien archiviert oder verschoben
werden müssen. So wird logfile
nach logfile.0 geschoben und
logfile.0 nach logfile.1
usw. Zudem können Logdateien mit &man.gzip.1;
komprimiert werden. Die Namen der Logdateien sind dann
logfile.0.gz, logfile.1.gz
usw.newsyslog.conf legt fest, welche
Logdateien wann bearbeitet und wie viele Dateien behalten werden.
Logdateien können auf Basis ihrer Größe oder zu
einem gewissen Zeitpunkt archiviert bzw. umbenannt werden.# configuration file for newsyslog
# $FreeBSD$
#
# filename [owner:group] mode count size when [ZB] [/pid_file] [sig_num]
/var/log/cron 600 3 100 * Z
/var/log/amd.log 644 7 100 * Z
/var/log/kerberos.log 644 7 100 * Z
/var/log/lpd-errs 644 7 100 * Z
/var/log/maillog 644 7 * @T00 Z
/var/log/sendmail.st 644 10 * 168 B
/var/log/messages 644 5 100 * Z
/var/log/all.log 600 7 * @T00 Z
/var/log/slip.log 600 3 100 * Z
/var/log/ppp.log 600 3 100 * Z
/var/log/security 600 10 100 * Z
/var/log/wtmp 644 3 * @01T05 B
/var/log/daily.log 640 7 * @T00 Z
/var/log/weekly.log 640 5 1 $W6D0 Z
/var/log/monthly.log 640 12 * $M1D0 Z
/var/log/console.log 640 5 100 * ZUm mehr zu erfahren, lesen Sie bitte &man.newsyslog.8;.sysctl.confsysctl.confsysctlsysctl.conf sieht ähnlich
wie rc.conf aus. Werte werden in der
Form Variable=Wert gesetzt.
Die angegebenen Werte werden gesetzt, nachdem sich das
System bereits im Mehrbenutzermodus befindet. Allerdings
lassen sich im Mehrbenutzermodus nicht alle Werte
setzen.Um das Protokollieren von fatalen Signalen abzustellen
und Benutzer daran zu hindern, von anderen Benutzern
gestartete Prozesse zu sehen, können Sie in der
Datei sysctl.conf die folgenden
Variablen setzen:# Do not log fatal signal exits (e.g. sig 11)
kern.logsigexit=0
# Prevent users from seeing information about processes that
# are being run under another UID.
security.bsd.see_other_uids=0Einstellungen mit sysctlsysctlEinstellungenmit sysctlMit &man.sysctl.8; können Sie Änderungen an
einem laufenden &os;-System vornehmen. Unter anderem
können Optionen des TCP/IP-Stacks oder des
virtuellen Speichermanagements verändert werden. Unter
der Hand eines erfahrenen Systemadministrators kann dies
die Systemperformance erheblich verbessern. Über 500
Variablen können mit &man.sysctl.8; gelesen und gesetzt
werden.Der Hauptzweck von &man.sysctl.8; besteht darin, Systemeinstellungen
zu lesen und zu verändern.Alle auslesbaren Variablen werden wie folgt angezeigt:&prompt.user; sysctl -aSie können auch eine spezielle Variable, z.B.
kern.maxproc lesen:&prompt.user; sysctl kern.maxproc
kern.maxproc: 1044Um eine Variable zu setzen, benutzen Sie die Syntax
Variable=
Wert:&prompt.root; sysctl kern.maxfiles=5000
kern.maxfiles: 2088 -> 5000Mit sysctl können Sie Strings, Zahlen oder
Boolean-Werte setzen. Bei Boolean-Werten setzen sie 1
für wahr und 0 für falsch.Wenn Sie Variablen automatisch während des Systemstarts
setzen wollen, fügen Sie die Variablen in die Datei
/etc/sysctl.conf ein. Weiteres
entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.sysctl.conf.5;
und dem .TomRhodesContributed by Schreibgeschützte VariablenSchreibgeschützte sysctl-Variablen können nur
während des Systemstarts verändert werden.Beispielsweise hat &man.cardbus.4; auf einigen Laptops
Schwierigkeiten, Speicherbereiche zu erkennen. Es treten
dann Fehlermeldungen wie die folgende auf:cbb0: Could not map register memory
device_probe_and_attach: cbb0 attach returned 12Um dieses Problem zu lösen, muss eine
schreibgeschützte sysctl-Variable verändert
werden. Eine OID kann in der Datei
/boot/loader.conf überschrieben
werden. Die Datei /boot/defaults/loader.conf
enthält Vorgabewwerte für sysctl-Variablen.Das oben erwähnte Problem wird durch die Angabe von
in
/boot/loader.conf gelöst.
Danach sollte &man.cardbus.4; fehlerfrei funktionieren.Tuning von LaufwerkenSysctl Variablenvfs.vmiodirenablevfs.vmiodirenableDie Variable vfs.vmiodirenable besitzt
in der Voreinstellung den Wert 1. Die Variable kann auf den Wert
0 (ausgeschaltet) oder 1 (angeschaltet) gesetzt werden. Sie
steuert, wie Verzeichnisse vom System zwischengespeichert
werden. Die meisten Verzeichnisse sind klein und benutzen
nur ein einzelnes Fragment, typischerweise 1 kB,
im Dateisystem. Im Buffer-Cache verbrauchen sie mit
512 Bytes noch weniger Platz. Ist die Variable
ausgeschaltet (auf 0) wird der Buffer-Cache nur
eine limitierte Anzahl Verzeichnisse zwischenspeichern, auch
wenn das System über sehr viel Speicher verfügt.
Ist die Variable aktiviert (auf 1), kann der Buffer-Cache den
VM-Page-Cache benutzen, um Verzeichnisse zwischenzuspeichern.
Der ganze Speicher steht damit zum Zwischenspeichern von
Verzeichnissen zur Verfügung. Der Nachteil bei dieser
Vorgehensweise ist, dass zum Zwischenspeichern eines
Verzeichnisses mindestens eine physikalische Seite im
Speicher, die normalerweise 4 kB groß ist,
anstelle von 512 Bytes gebraucht wird. Wir empfehlen,
diese Option aktiviert zu lassen, wenn Sie Dienste zur
Verfügung stellen, die viele Dateien manipulieren.
Beispiele für solche Dienste sind Web-Caches,
große Mail-Systeme oder Netnews. Die aktivierte
Variable vermindert, trotz des verschwendeten Speichers,
in aller Regel nicht die Leistung des Systems, obwohl Sie
das nachprüfen sollten.vfs.write_behindvfs.write_behindIn der Voreinstellung besitzt die Variable
vfs.write_behind den Wert
1 (aktiviert). Mit dieser Einstellung
schreibt das Dateisystem anfallende vollständige Cluster,
die besonders beim sequentiellen Schreiben großer Dateien
auftreten, direkt auf das Medium aus. Dies verhindert,
dass sich im Buffer-Cache veränderte Puffer
(dirty buffers) ansammeln,
die die I/O-Verarbeitung nicht mehr beschleunigen
würden. Unter bestimmten Umständen blockiert
diese Funktion allerdings Prozesse. Setzen Sie in diesem
Fall die Variable vfs.write_behind auf
den Wert 0.vfs.hirunningspacevfs.hirunningspaceDie Variable vfs.hirunningspace
bestimmt systemweit die Menge ausstehender Schreiboperationen,
die dem Platten-Controller zu jedem beliebigen Zeitpunkt
übergeben werden können. Normalerweise können
Sie den Vorgabewert verwenden. Auf Systemen mit
vielen Platten kann der Wert aber auf 4 bis
5 Megabyte erhöht werden.
Beachten Sie, dass ein zu hoher Wert (größer
als der Schreib-Schwellwert des Buffer-Caches) zu
Leistungverlusten führen kann. Setzen Sie den Wert daher
nicht zu hoch! Hohe Werte können auch Leseoperationen
verzögern, die gleichzeitig mit Schreiboperationen
ausgeführt werden.Es gibt weitere Variablen, mit denen Sie den Buffer-Cache
und den VM-Page-Cache beeinflussen können. Wir raten
Ihnen allerdings davon ab, diese Variablen zu verändern,
da das VM-System den virtuellen Speicher selbst sehr gut
verwaltet.vm.swap_idle_enabledvm.swap_idle_enabledDie Variable vm.swap_idle_enabled
ist für große Mehrbenutzer-Systeme gedacht, auf
denen sich viele Benutzer an- und abmelden und auf denen
es viele Prozesse im Leerlauf
(idle) gibt. Solche Systeme
fragen kontinuierlich freien Speicher an. Wenn Sie die
Variable vm.swap_idle_enabled aktivieren,
können Sie die Auslagerungs-Hysterese von Seiten mit
den Variablen vm.swap_idle_threshold1 und
vm.swap_idle_threshold2 einstellen. Die
Schwellwerte beider Variablen geben die Zeit in Sekunden an,
in denen sich ein Prozess im Leerlauf befinden muss. Wenn die
Werte so eingestellt sind, dass Seiten früher als nach dem
normalen Algorithmus ausgelagert werden, verschafft das dem
Auslagerungs-Prozess mehr Luft. Aktivieren Sie diese Funktion
nur, wenn Sie sie wirklich benötigen: Die Speicherseiten
werden eher früher als später ausgelagert. Der
Platz im Swap-Bereich wird dadurch schneller verbraucht und
die Plattenaktivitäten steigen an. Auf kleine Systeme
hat diese Funktion spürbare Auswirkungen. Auf großen
Systemen, die sowieso schon Seiten auslagern müssen,
können ganze Prozesse leichter in den Speicher geladen
oder ausgelagert werden.hw.ata.wchw.ata.wcIn &os; 4.3 wurde versucht, den IDE-Schreib-Zwischenspeicher
abzustellen. Obwohl dies die Bandbreite zum Schreiben auf
IDE-Platten verringerte, wurde es aus Gründen der
Datenkonsistenz als notwenig angesehen. Der Kern des
Problems ist, dass IDE-Platten keine zuverlässige
Aussage über das Ende eines Schreibvorgangs treffen.
Wenn der Schreib-Zwischenspeicher aktiviert ist, werden die Daten
nicht in der Reihenfolge ihres Eintreffens geschrieben. Es kann
sogar passieren, dass das Schreiben mancher Blöcke
im Fall von starker Plattenaktivität auf unbefristete
Zeit verzögert wird. Ein Absturz oder Stromausfall
zu dieser Zeit kann die Dateisysteme erheblich beschädigen.
Wir entschieden uns daher für die sichere Variante
und stellten den Schreib-Zwischenspeicher ab. Leider war
damit auch ein großer Leistungsverlust verbunden, so
dass wir die Variable
nach dem Release wieder aktiviert haben. Sie sollten den
Wert der Variable hw.ata.wc auf Ihrem
System überprüfen. Wenn der Schreib-Zwischenspeicher
abgestellt ist, können Sie ihn aktivieren, indem Sie die
Variable auf den Wert 1 setzen. Dies muss zum Zeitpunkt
des Systemstarts im Boot-Loader geschehen. Eine Änderung
der Variable, nachdem der Kernel gestartet ist, hat keine
Auswirkungen.Weitere Informationen finden Sie in &man.ata.4;.SCSI_DELAY
(kern.cam.scsi_delay)kern.cam.scsi_delayKerneloptionenSCSI_DELAYMit der Kerneloption SCSI_DELAY kann
die Dauer des Systemstarts verringert werden. Der Vorgabewert
ist recht hoch und er verzögert den Systemstart um 15 oder
mehr Sekunden. Normalerweise kann dieser Wert, insbesondere
mit modernen Laufwerken, auf 5 Sekunden heruntergesetzt
werden. Ab &os; 5.0 wird dazu die
sysctl-Variable
kern.cam.scsi_delay benutzt. Die Variable
sowie die Kerneloption verwenden für die Zeitangabe
Millisekunden und nicht Sekunden.Soft UpdatesSoft UpdatestunefsMit &man.tunefs.8; lassen sich Feineinstellungen an
Dateisystemen vornehmen. Das Programm hat verschiedene Optionen,
von denen hier nur Soft Updates betrachtet werden. Soft Updates
werden wie folgt ein- und ausgeschaltet:&prompt.root; tunefs -n enable /filesystem
&prompt.root; tunefs -n disable /filesystemEin eingehängtes Dateisystem kann nicht mit &man.tunefs.8;
modifiziert werden. Soft Updates werden am besten im Single-User
Modus aktiviert, bevor Partitionen eingehangen sind.Durch Einsatz eines Zwischenspeichers wird die Performance
im Bereich der Metadaten, vorwiegend beim Anlegen und Löschen
von Dateien, gesteigert. Wir empfehlen, Soft Updates auf allen
Dateisystemen zu aktivieren. Allerdings sollten Sie sich über
die zwei Nachteile von Soft Updates bewusst sein:
Erstens garantieren Soft Updates zwar die Konsistenz der Daten
im Fall eines Absturzes, aber es kann leicht passieren, dass
das Dateisystem über mehrere Sekunden oder gar eine Minute
nicht synchronisiert wurde. Im Fall eines Absturzes verlieren
Sie mit Soft Updates unter Umständen mehr Daten als ohne.
Zweitens verzögern Soft Updates die Freigabe von
Datenblöcken. Eine größere Aktualisierung
eines fast vollen Dateisystems, wie dem Root-Dateisystem,
z.B. während eines make installworld,
kann das Dateisystem vollaufen lassen. Dadurch würde
die Aktualisierung fehlschlagen.Details über Soft UpdatesSoft UpdatesDetailsEs gibt zwei klassische Herangehensweisen, wie
man die Metadaten des Dateisystems (also Daten
über Dateien, wie inode Bereiche oder Verzeichniseinträge)
aktualisiert auf die Platte zurückschreibt:Das historisch übliche Verfahren waren synchrone
Updates der Metadaten, d. h. wenn eine Änderung an
einem Verzeichnis nötig war, wurde anschließend
gewartet, bis diese Änderung tatsächlich auf die
Platte zurückgeschrieben worden war. Der
Inhalt der Dateien wurde im
Buffer Cache zwischengespeichert und
asynchron irgendwann später auf die Platte geschrieben.
Der Vorteil dieser Implementierung ist, dass sie
sicher funktioniert. Wenn während eines Updates ein
Ausfall erfolgt, haben die Metadaten immer einen
konsistenten Zustand. Eine Datei ist entweder komplett
angelegt oder gar nicht. Wenn die Datenblöcke einer
Datei im Fall eines Absturzes noch nicht den Weg aus dem
Buffer Cache auf die Platte gefunden haben,
kann &man.fsck.8; das Dateisystem reparieren, indem es die
Dateilänge einfach auf 0 setzt. Außerdem
ist die Implementierung einfach und überschaubar. Der
Nachteil ist, dass Änderungen der Metadaten sehr
langsam vor sich gehen. Ein rm -r
beispielsweise fasst alle Dateien eines Verzeichnisses
der Reihe nach an, aber jede dieser Änderungen am
Verzeichnis (Löschen einer Datei) wird einzeln synchron
auf die Platte geschrieben. Gleiches beim Auspacken
großer Hierarchien (tar -x).Der zweite Fall sind asynchrone Metadaten-Updates. Das
ist z. B. der Standard bei Linux/ext2fs oder die Variante
mount -o async für *BSD UFS. Man
schickt die Updates der Metadaten einfach auch noch
über den Buffer Cache, sie werden also
zwischen die Updates der normalen Daten eingeschoben.
Vorteil ist, dass man nun nicht mehr auf jeden Update
warten muss, Operationen, die zahlreiche Metadaten
ändern, werden also viel schneller. Auch
hier ist die Implementierung sehr einfach und wenig
anfällig für Fehler. Nachteil ist, dass
keinerlei Konsistenz des Dateisystems mehr gesichert ist.
Wenn mitten in einer Operation, die viele Metadaten
ändert, ein Ausfall erfolgt (Stromausfall, drücken
des Reset-Tasters), dann ist das Dateisystem
anschließend in einem unbestimmten Zustand. Niemand
kann genau sagen, was noch geschrieben worden ist und was
nicht mehr; die Datenblöcke einer Datei können
schon auf der Platte stehen, während die inode Tabelle
oder das zugehörige Verzeichnis nicht mehr aktualisiert
worden ist. Man kann praktisch kein fsck
mehr implementieren, das diesen Zustand
wieder reparieren kann, da die dazu nötigen
Informationen einfach auf der Platte fehlen. Wenn ein
Dateisystem derart beschädigt worden ist, kann man es
nur neu erzeugen (&man.newfs.8;) und die Daten
vom Backup zurückspielen.
Der historische Ausweg aus diesem Dilemma war ein
dirty region logging (auch als
Journalling bezeichnet, wenngleich
dieser Begriff nicht immer gleich benutzt und manchmal auch
für andere Formen von Transaktionsprotokollen gebraucht
wird). Man schreibt die Metadaten-Updates zwar synchron,
aber nur in einen kleinen Plattenbereich, die
logging area. Von da aus werden sie
dann asynchron auf ihre eigentlichen Bereiche verteilt. Da
die logging area ein kleines
zusammenhängendes Stückchen ist, haben die
Schreibköpfe der Platte bei massiven Operationen auf
Metadaten keine allzu großen Wege zurückzulegen,
so dass alles ein ganzes Stück schneller geht als
bei klassischen synchronen Updates. Die Komplexität
der Implementierung hält sich ebenfalls in Grenzen,
somit auch die Anfälligkeit für Fehler. Als
Nachteil ergibt sich, dass Metadaten zweimal auf die
Platte geschrieben werden müssen (einmal in die
logging area, einmal an die richtige
Stelle), so dass das im Falle regulärer
Arbeit (also keine gehäuften Metadatenoperationen) eine
Pessimisierung des Falls der synchronen
Updates eintritt, es wird alles langsamer. Dafür hat man
als Vorteil, dass im Falle eines Crashes der
konsistente Zustand dadurch erzielbar ist, dass die
angefangenen Operationen aus dem dirty region
log entweder zu Ende ausgeführt oder
komplett verworfen werden, wodurch das Dateisystem schnell
wieder zur Verfügung steht.Die Lösung von Kirk McKusick, dem Schöpfer von
Berkeley FFS, waren Soft Updates: die
notwendigen Updates der Metadaten werden im Speicher
gehalten und dann sortiert auf die Platte geschrieben
(ordered metadata updates). Dadurch hat man
den Effekt, dass im Falle massiver
Metadaten-Änderungen spätere Operationen die
vorhergehenden, noch nicht auf die Platte geschriebenen
Updates desselben Elements im Speicher
einholen. Alle Operationen, auf ein
Verzeichnis beispielsweise, werden also in der Regel noch im
Speicher abgewickelt, bevor der Update überhaupt auf
die Platte geschrieben wird (die dazugehörigen
Datenblöcke werden natürlich auch so sortiert,
dass sie nicht vor ihren Metadaten auf der Platte
sind). Im Fall eines Absturzes hat man ein implizites log
rewind: alle Operationen, die noch nicht den Weg auf
die Platte gefunden haben, sehen danach so aus, als
hätten sie nie stattgefunden. Man hat so also den
konsistenten Zustand von ca. 30 bis 60 Sekunden früher
sichergestellt. Der verwendete Algorithmus garantiert
dabei, dass alle tatsächlich benutzten Ressourcen
auch in den entsprechenden Bitmaps (Block- und inode
Tabellen) als belegt markiert sind. Der einzige Fehler, der
auftreten kann, ist, dass Ressourcen noch als
belegt markiert sind, die tatsächlich
frei sind. &man.fsck.8; erkennt dies und
korrigiert diese nicht mehr belegten Ressourcen. Die
Notwendigkeit eines Dateisystem-Checks darf aus diesem
Grunde auch ignoriert und das Dateisystem mittels
mount -f zwangsweise eingebunden werden.
Um noch allozierte Ressourcen freizugeben muss
später ein &man.fsck.8; nachgeholt werden. Das ist
dann auch die Idee des background fsck:
beim Starten des Systems wird lediglich ein
Schnappschuss des Filesystems
gemacht, mit dem &man.fsck.8; dann später arbeiten
kann. Alle Dateisysteme dürfen unsauber
eingebunden werden und das System kann sofort in den
Multiuser-Modus gehen. Danach wird ein
Hintergrund-fsck für die
Dateisysteme gestartet, die dies benötigen, um
möglicherweise irrtümlich belegte Ressourcen
freizugeben. (Dateisysteme ohne Soft
Updates benötigen natürlich immer noch
den üblichen (Vordergrund-)fsck,
bevor sie eingebunden werden können.)Der Vorteil ist, dass die Metadaten-Operationen
beinahe so schnell ablaufen wie im asynchronen Fall (also
durchaus auch schneller als beim logging, das
ja die Metadaten immer zweimal schreiben muss). Als
Nachteil stehen dem die Komplexität des Codes (mit
einer erhöhten Fehlerwahrscheinlichkeit in einem
bezüglich Datenverlust hoch sensiblen Bereich) und ein
erhöhter Speicherverbrauch entgegen. Außerdem
muss man sich an einige Eigenheiten
gewöhnen: Nach einem Absturz ist ein etwas älterer
Stand auf der Platte – statt einer leeren, aber bereits
angelegten Datei (wie nach einem herkömmlichen
fsck Lauf) ist auf einem Dateisystem mit
Soft Updates keine Spur der
entsprechenden Datei mehr zu sehen, da weder die Metadaten
noch der Dateiinhalt je auf die Platte geschrieben wurden.
Weiterhin kann der Platz nach einem rm -r
nicht sofort wieder als verfügbar markiert werden,
sondern erst dann, wenn der Update auch auf die Platte
vermittelt worden ist. Dies kann besonders dann Probleme
bereiten, wenn große Datenmengen in einem Dateisystem
ersetzt werden, das nicht genügend Platz hat, um alle
Dateien zweimal unterzubringen.Einstellungen von Kernel LimitsEinstellungenvon Kernel LimitsDatei und Prozeß Limitskern.maxfileskern.maxfilesAbhängig von den Anforderungen Ihres Systems
kann kern.maxfiles erhöht oder
erniedrigt werden. Die Variable legt die maximale
Anzahl von Dateideskriptoren auf Ihrem System fest. Wenn
die Dateideskriptoren aufgebraucht sind, werden Sie
die Meldung file: table is full
wiederholt im Puffer für Systemmeldungen sehen. Den
Inhalt des Puffers können Sie sich mit dmesg
anzeigen lassen.Jede offene Datei, jedes Socket und jede FIFO verbraucht
einen Dateideskriptor. Auf dicken Produktionsservern
können leicht Tausende Dateideskriptoren benötigt
werden, abhängig von der Art und Anzahl der gleichzeitig
laufenden Dienste.In älteren &os;-Versionen wurde die Voreinstellung
von kern.maxfile aus der
Kernelkonfigurationsoption maxusers
bestimmt. kern.maxfiles wächst
proportional mit dem Wert von maxusers.
Wenn Sie einen angepassten Kernel kompilieren, empfiehlt es sich
diese Option entsprechend der maximalen Benutzerzahl Ihres
Systems einzustellen. Obwohl auf einer Produktionsmaschine
vielleicht nicht 256 Benutzer gleichzeitig angemeldet sind,
können die benötigten Ressourcen ähnlich denen
eines großen Webservers sein.Seit &os; 4.5 wird kern.maxusers beim
Systemstart automatisch aus dem zur Verfügung stehenden
Hauptspeicher bestimmt. Im laufenden Betrieb kann dieser Wert
aus der (nur lesbaren) sysctl-Variable
kern.maxusers ermittelt werden. Falls ein
System für diese Variable einen anderen Wert benötigt,
kann der Wert über den Loader angepasst werden.
Häufig verwendete Werte sind dabei 64, 128, sowie 256.
Es ist empfehlenswert, die Anzahl der Dateideskriptoren nicht
auf einen Wert größer 256 zu setzen, es sei denn,
Sie benötigen wirklich eine riesige Anzahl von ihnen.
Viele der von kern.maxusers auf einen
Standardwert gesetzten Parameter können beim Systemstart
oder im laufenden Betrieb in der Datei
/boot/loader.conf (sehen Sie sich dazu
auch &man.loader.conf.5; sowie die Datei
/boot/defaults/loader.conf an) an Ihre
Bedürfnisse angepasst werden. Auf &os;-Systemen vor
&os; 4.4 muss dieser Wert allerdings über die
Kernelkonfigurationsoption (siehe auch &man.config.8;)
gesetzt werden.Ältere &os;-Versionen setzen diesen Wert selbst,
wenn Sie in der Konfigurationsdatei den Wert 0Der verwendete Algorithmus setzt
maxusers auf die Speichergröße
des Systems. Der minimale Wert beträgt dabei
32, das Maximum ist
384.
angeben. Wenn Sie den Wert selbst bestimmen wollen,
sollten Sie maxusers mindestens auf
4 setzen. Dies gilt insbesondere dann,
wenn Sie beabsichtigen, das X Window-System zu benutzen
oder Software zu kompilieren. Der Grund dafür ist, dass
der wichtigste Wert, der durch maxusers
bestimmt wird, die maximale Anzahl an Prozessen ist, die auf
20 + 16 * maxusers gesetzt wird. Wenn Sie
also maxusers auf 1 setzen, können
gleichzeitig nur 36 Prozesse laufen, von denen ungefähr
18 schon beim Booten des Systems gestartet werden. Dazu
kommen nochmals etwa 15 Prozesse beim Start des
X Window-Systems. Selbst eine einfache Aufgabe wie das
Lesen einer Manualpage benötigt neun Prozesse zum Filtern,
Dekomprimieren und Betrachten der Datei. Für die meisten
Benutzer sollte es ausreichen, maxusers auf
64 zu setzen, womit 1044 gleichzeitige Prozesse zur
Verfügung stehen. Wenn Sie allerdings den
gefürchteten Fehler proc table full
beim Start eines Programms oder auf einem Server mit einer
großen Benutzerzahl (wie
ftp.FreeBSD.org) sehen, dann
sollten Sie den Wert nochmals erhöhen und den Kernel
neu bauen.Die Anzahl der Benutzer, die sich auf einem Rechner
anmelden kann, wird durch maxusersnicht begrenzt. Der Wert dieser
Variablen legt neben der möglichen Anzahl der Prozesse
eines Benutzers weitere sinnvolle Größen für
bestimmte Systemtabellen fest. Die Option pseudo-device pty 16
legt die Anzahl der erlaubten Anmeldungen von entfernten
Systemen und X-Terminals fest. Unter &os; 5.X brauchen
Sie sich um die Anzahl dieser Geräte nicht mehr zu
kümmern, da der &man.pty.4;-Treiber automatisch neue
Geräte erstellt, wenn Sie die Option
device pty in Ihre Kernelkonfigurationsdatei
aufnehmen und danach den Kernel neu bauen.kern.ipc.somaxconnkern.ipc.somaxconnDie Variable kern.ipc.somaxconn
beschränkt die Größe der Warteschlange
(Listen-Queue) für
neue TCP-Verbindungen. Der Vorgabewert von
128 ist normalerweise zu klein, um neue
Verbindungen auf einem stark ausgelasteten Webserver
zuverlässig zu handhaben. Auf solchen Servern sollte
der Wert auf 1024 oder höher gesetzt
werden. Ein Dienst (z.B. &man.sendmail.8;, oder
Apache) kann die Größe
der Queue selbst einschränken. Oft gibt es die
Möglichkeit, die Größe der Listen-Queue in
einer Konfigurationsdatei einzustellen. Eine große
Listen-Queue übersteht vielleicht auch einen
Denial of Service Angriff (DoS).Netzwerk LimitsDie Kerneloption NMBCLUSTERS schreibt
die Anzahl der Netzwerkpuffer (Mbufs) fest, die das System besitzt.
Eine zu geringe Anzahl Mbufs auf einem Server mit viel Netzwerkverkehr
verringert die Leistung von &os;. Jeder Mbuf-Cluster nimmt
ungefähr 2 kB Speicher in Anspruch, so dass ein Wert
von 1024 insgesamt 2 Megabyte Speicher für Netzwerkpuffer
im System reserviert. Wie viele Cluster benötigt werden,
lässt sich durch eine einfache Berechnung herausfinden.
Wenn Sie einen Webserver besitzen, der maximal 1000 gleichzeitige
Verbindungen servieren soll und jede der Verbindungen je einen
16 kB großen Puffer zum Senden und Empfangen braucht,
brauchen Sie ungefähr 32 MB Speicher für
Netzwerkpuffer. Als Daumenregel verdoppeln Sie diese Zahl,
so dass sich für NMBCLUSTERS der Wert
2x32 MB / 2 kB = 32768 ergibt.
Für Maschinen mit viel Speicher sollten Werte zwischen
4096 und 32768 genommen werden. Sie können diesen Wert
nicht willkürlich erhöhen, da dies bereits zu einem
Absturz beim Systemstart führen kann. Mit der Option
von &man.netstat.1; können Sie den
Gebrauch der Netzwerkpuffer kontrollieren.Die Netzwerkpuffer können beim Systemstart mit der
Loader-Variablen kern.ipc.nmbclusters
eingestellt werden. Nur auf älteren &os;-Systemen
müssen Sie die Kerneloption NMBCLUSTERS
verwenden.Die Anzahl der &man.sendfile.2; Puffer muss auf ausgelasteten
Servern, die den Systemaufruf &man.sendfile.2; oft verwenden,
vielleicht erhöht werden. Dazu können Sie die
Kerneloption NSFBUFS verwenden oder die
Anzahl der Puffer in /boot/loader.conf
(siehe &man.loader.8;) setzen. Die Puffer sollten erhöht
werden, wenn Sie Prozesse im Zustand sfbufa
sehen. Die schreibgeschützte sysctl-Variable
kern.ipc.nsfbufs zeigt die Anzahl
eingerichteten Puffer im Kernel. Der Wert dieser Variablen
wird normalerweise von kern.maxusers bestimmt.
Manchmal muss die Pufferanzahl jedoch manuell eingestellt
werden.Auch wenn ein Socket nicht blockierend angelegt wurde,
kann der Aufruf von &man.sendfile.2; blockieren, um auf
freie struct sf_buf Puffer zu warten.net.inet.ip.portrange.*net.inet.ip.portrange.*Die sysctl-Variable net.inet.ip.portrange.*
legt die Portnummern für TCP- und UDP-Sockets fest.
Es gibt drei Bereiche: den niedrigen Bereich, den
normalen Bereich und den hohen Bereich. Die meisten
Netzprogramme benutzen den normalen Bereich. Dieser Bereich
umfasst in der Voreinstellung die Portnummern 500 bis 5000
und wird durch die Variablen
net.inet.ip.portrange.first und
net.inet.ip.portrange.last festgelegt.
Die festgelegten Bereiche für Portnummern werden von
ausgehenden Verbindungen benutzt. Unter bestimmten
Umständen, beispielsweise auf stark ausgelasteten
Proxy-Servern, sind alle Portnummern für ausgehende
Verbindungen belegt. Bereiche
für Portnummern spielen auf Servern keine Rolle, die
hauptsächlich eingehende Verbindungen verarbeiten (wie ein
normaler Webserver) oder nur eine begrenzte Anzahl ausgehender
Verbindungen öffnen (beispielsweise ein Mail-Relay).
Wenn Sie keine freien Portnummern mehr haben, sollten Sie
die Variable net.inet.ip.portrange.last
langsam erhöhen. Ein Wert von 10000,
20000 oder 30000 ist
angemessen. Beachten Sie auch eine vorhandene
Firewall, wenn Sie die Bereiche für Portnummern
ändern. Einige Firewalls sperren große Bereiche
(normalerweise aus den kleinen Portnummern) und erwarten,
dass hohe Portnummern für ausgehende Verbindungen
verwendet werden. Daher kann es erforderlich sein, den
Wert von net.inet.ip.portrange.first
zu erhöhen.TCP Bandwidth Delay Product BegrenzungTCP Bandwidth Delay Product Begrenzungnet.inet.tcp.inflight.enableDie TCP Bandwidth Delay Product Begrenzung gleicht
TCP/Vegas von NetBSD. Die
Begrenzung wird aktiviert, indem Sie die sysctl-Variable
net.inet.tcp.inflight.enable auf den
Wert 1 setzen. Das System wird dann
versuchen, für jede Verbindung, das Produkt aus der
Übertragungsrate und der Verzögerungszeit zu
bestimmen. Dieses Produkt begrenzt die Datenmenge, die
für einen optimales Durchsatz zwischengespeichert
werden muss.Diese Begrenzung ist nützlich, wenn Sie Daten
über Verbindungen mit einem hohen Produkt aus
Übertragungsrate und Verzögerungszeit wie Modems,
Gigabit-Ethernet oder schnellen WANs, zur Verfügung
stellen. Insbesondere wirkt sich die Begrenzung aus, wenn
die Verbindung die TCP-Option
Window-scaling verwendet oder
große Sende-Fenster
(send window) benutzt.
Schalten Sie die Debug-Meldungen aus, wenn Sie die Begrenzung
aktiviert haben. Dazu setzen Sie die Variable
net.inet.tcp.inflight.debug auf
0. Auf Produktions-Systemen sollten Sie
zudem die Variable net.inet.tcp.inflight.min
mindestens auf den Wert 6144 setzen.
Allerdings kann ein zu hoher Wert, abhängig von der
Verbindung, die Begrenzungsfunktion unwirksam machen.
Die Begrenzung reduziert die Datenmenge in den Queues von Routern
und Switches, sowie die Datenmenge in der Queue der lokalen
Netzwerkkarte. Die Verzögerungszeit
(Round Trip Time) für
interaktive Anwendungen sinkt, da weniger Pakete
zwischengespeichert werden. Dies gilt besonders für
Verbindungen über langsame Modems. Die Begrenzung
wirkt sich allerdings nur auf das Versenden von Daten aus
(Uploads, Server). Auf den Empfang von Daten (Downloads)
hat die Begrenzung keine Auswirkungen.Die Variable net.inet.tcp.inflight.stab
sollte nicht angepasst werden. Der
Vorgabewert der Variablen beträgt 20,
das heißt es werden maximal zwei Pakete zu dem Produkt
aus Übertragungsrate und Verzögerungszeit addiert.
Dies stabilisiert den Algorithmus und verbessert die
Reaktionszeit auf Veränderungen. Bei langsamen
Verbindungen können sich aber die Laufzeiten der Pakete
erhöhen (ohne diesen Algorithmus wären sie
allerdings noch höher). In solchen Fällen
können Sie versuchen, den Wert der Variablen auf
15, 10 oder
5 zu erniedrigen. Gleichzeitig müssen
Sie vielleicht auch net.inet.tcp.inflight.min
auf einen kleineren Wert (beispielsweise 3500)
setzen. Ändern Sie diese Variablen nur ab, wenn Sie
keine anderen Möglichkeiten mehr haben.Virtueller Speicher (Virtual
Memory)kern.maxvnodesEin vnode ist die interne Darstellung einer Datei oder
eines Verzeichnisses. Die Erhöhung der Anzahl der
für das Betriebssystem verfügbaren vnodes
verringert also die Schreib- und Lesezugriffe auf
Ihre Festplatte. vnodes werden im Normalfall vom
Betriebssystem automatisch vergeben und müssen
nicht von Ihnen angepasst werden. In einigen Fällen
stellt der Zugriff auf eine Platte allerdings einen
Flaschenhals dar, daher sollten Sie in diesem Fall die Anzahl
der möglichen vnodes erhöhen, um dieses Problem zu
beheben. Beachten Sie dabei aber die Größe
des inaktiven und freien Hauptspeichers.Um die Anzahl der derzeit verwendeten vnodes zu sehen,
geben Sie Folgendes ein:&prompt.root; sysctl vfs.numvnodes
vfs.numvnodes: 91349Die maximal mögliche Anzahl der vnodes erhalten
Sie durch die Eingabe von:&prompt.root; sysctl kern.maxvnodes
kern.maxvnodes: 100000Wenn sich die Anzahl der genutzten vnodes dem maximal
möglichen Wert nähert, sollten Sie den Wert
kern.maxvnodes zuerst um etwa 1.000
erhöhen. Beobachten Sie danach die Anzahl der vom
System genutzten vfs.numvnodes.
Nähert sich der Wert wiederum dem definierten
Maximum, müssen Sie kern.maxvnodes
nochmals erhöhen. Sie sollten nun eine Änderung
Ihres Speicherverbrauches (etwa über &man.top.1;)
registrieren können und über mehr aktiven
Speicher verfügen.Hinzufügen von Swap-BereichenEgal wie vorausschauend Sie planen, manchmal entspricht ein System
einfach nicht Ihren Erwartungen. Es ist leicht, mehr Swap-Bereiche
hinzuzufügen. Dazu stehen Ihnen drei Wege offen: Sie
können eine neue Platte einbauen, den Swap-Bereich über NFS
ansprechen oder eine Swap-Datei auf einer existierenden Partition
einrichten.Für Informationen zur Verschlüsselung von
Swap-Partitionen, zu den dabei möglichen Optionen sowie
zu den Gründen für eine Verschlüsselung des
Auslagerungsspeichers lesen Sie bitte
des Handbuchs.Swap auf einer neuen FestplatteDer einfachste Weg, zusätzlich einen Swap-Bereich
einzurichten, ist der Einbau einer neuen Platte, die Sie
sowieso gebrauchen können. Die Anordnung von
Swap-Bereichen wird in
des Handbuchs besprochen.Swap-Bereiche über NFSSwap-Bereiche über NFS sollten Sie nur dann einsetzen,
wenn Sie über keine lokale Platte verfügen, da es durch
die zur Verfügung stehende Bandbreite limitiert wird und
außerdem den NFS-Server zusätzlich belastet.Swap-DateienSie können eine Datei festgelegter Größe als
Swap-Bereich nutzen. Im folgenden Beispiel werden wir eine 64 MB
große Datei mit Namen /usr/swap0
benutzen, Sie können natürlich einen beliebigen Namen
für den Swap-Bereich benutzen.Erstellen einer Swap-DateiStellen Sie sicher, dass der Kernel RAM-Disks
(&man.md.4;) unterstützt. Dies ist in der
GENERIC-Konfiguration
voreingestellt.device md # Memory "disks"Legen Sie die Swap-Datei
/usr/swap0 an:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/usr/swap0 bs=1024k count=64Setzen Sie die richtigen Berechtigungen für
/usr/swap0:&prompt.root; chmod 0600 /usr/swap0Aktivieren Sie die Swap-Datei
/etc/rc.conf:swapfile="/usr/swap0" # Set to name of swapfile if aux swapfile desired.Um die Swap-Datei zu aktivieren, führen Sie
entweder einen Neustart durch oder geben das folgende Kommando
ein:&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /usr/swap0 -u 0 && swapon /dev/md0HitenPandyaVerfasst von TomRhodesEnergie- und RessourcenverwaltungEs ist wichtig, Hardware effizient einzusetzen. Vor der
Einführung des Advanced Configuration and Power
Interface (ACPI) konnten
Stromverbrauch und Wärmeabgabe eines Systems nur
schlecht von Betriebssystemen gesteuert werden. Die Hardware
wurde vom BIOS gesteuert, was die Kontrolle
der Energieverwaltung für den Anwender erschwerte. Das
Advanced Power Management (APM) erlaubte
es lediglich, einige wenige Funktionen zu steuern, obwohl die
Überwachung von Energie- und Ressourcenverbrauch zu den
wichtigsten Aufgaben eines Betriebssystems gehört, um auf
verschiedene Ereignisse, beispielsweise einen unerwarteten
Temperaturanstieg, reagieren können.Dieser Abschnitt erklärt das Advanced Configuration and
Power Interface (ACPI).Was ist ACPI?ACPIAPMAdvanced Configuration and Power Interface
(ACPI) ist ein Standard verschiedener
Hersteller, der die Verwaltung von Hardware und
Energiesparfunktionen festlegt. Die
ACPI-Funktionen können von einem
Betriebssystem gesteuert werden. Der Vorgänger des
ACPI, Advanced Power Management
(APM), erwies sich in modernen Systemen
als unzureichend.Mängel des Advanced Power Managements (APM)Das Advanced Power Management (APM)
steuert den Energieverbrauch eines Systems auf Basis
der Systemaktivität. Das APM-BIOS wird von dem
Hersteller des Systems zur Verfügung gestellt
und ist auf die spezielle Hardware angepasst. Der
APM-Treiber des Betriebssystems greift auf das
APM Software Interface zu, das den
Energieverbrauch regelt. APM findet sich in der Regel
nur noch in Systemen, die vor 2001 produziert
wurden.Das APM hat hauptsächlich
vier Probleme. Erstens läuft die Energieverwaltung
unabhängig vom Betriebssystem in einem
(herstellerspezifischen) BIOS. Beispielsweise kann
das APM-BIOS die Festplatten nach einer konfigurierbaren
Zeit ohne die Zustimmung des Betriebssystems herunterfahren.
Zweitens befindet sich die ganze APM-Logik im BIOS; das
Betriebssystem hat gar keine APM-Komponenten. Bei Problemen
mit dem APM-BIOS muss das Flash-ROM aktualisiert werden.
Diese Prozedur ist gefährlich, da sie im Fehlerfall
das System unbrauchbar machen kann. Zum Dritten ist APM
eine Technik, die herstellerspezifisch ist und nicht
koordiniert wird. Fehler im BIOS eines Herstellers werden
nicht unbedingt im BIOS anderer Hersteller korrigiert.
Das letzte Problem ist, dass im APM-BIOS nicht genügend
Platz vorhanden ist, um eine durchdachte oder eine auf den
Zweck der Maschine zugeschnittene Energieverwaltung
zu implementieren.Das Plug and Play BIOS (PNPBIOS)
war ebenfalls unzureichend. Das PNPBIOS verwendet eine
16-Bit-Technik. Damit das Betriebssystem das PNPBIOS
ansprechen kann, muss es in einer 16-Bit-Emulation laufen.Der APM-Treiber von &os; ist in
der Hilfeseite &man.apm.4; beschrieben.Konfiguration des ACPIDas Modul acpi.ko wird
standardmäßig beim Systemstart vom &man.loader.8;
geladen und sollte daher nicht
fest in den Kernel eingebunden werden. Dadurch kann
acpi.ko ohne einen Neubau des Kernels ersetzt
werden und das Modul ist leichter zu testen. Wenn Sie in der
Ausgabe von &man.dmesg.8; das Wort ACPI sehen,
ist das Modul geladen worden. Das ACPI-Modul im laufenden
Betrieb zu laden, führt oft nicht zum gewünschten
Ergebnis. Treten bei Ihrem System Probleme auf, können
Sie ACPI auch komplett deaktivieren.
Dazu definieren Sie die Variable
hint.acpi.0.disabled="1" in der Datei
/boot/loader.conf. Alternativ können
Sie die Variable auch am &man.loader.8;-Prompt eingeben.
Das Modul kann im laufenden Betrieb nicht entfernt werden,
da es zur Kommunikation mit der Hardware verwendet wird.ACPI und APM
können nicht zusammen verwendet werden. Das zuletzt
geladene Modul beendet sich, sobald es bemerkt, dass das andere
Modul geladen ist.Mit &man.acpiconf.8; können Sie das System in einen
Ruhemodus (sleep mode) versetzen.
Es gibt verschiedene Modi (von 1 bis
5), die Sie auf der Kommandozeile mit
angeben können. Für die meisten
Anwender sind die Modi 1 und
3 völlig ausreichend. Der Modus
5 schaltet das System
aus (Soft-off) und entspricht
dem folgenden Befehl:&prompt.root; halt -pVerschiedene Optionen können als
&man.sysctl.8;-Variablen gesetzt werden. Lesen Sie dazu
die Manualpages zu &man.acpi.4; sowie &man.acpiconf.8;.NateLawsonVerfasst von PeterSchultzMit Beiträgen von TomRhodesACPI-FehlersucheACPIProbleme mitACPI ist ein gänzlich neuer
Weg, um Geräte aufzufinden und deren Stromverbrauch
zu regulieren. Weiterhin bietet ACPI
einen einheitlichen Zugriff auf Geräte, die vorher
vom BIOS verwaltet wurden. Es werden
zwar Fortschritte gemacht, dass ACPI
auf allen Systemen läuft, doch tauchen immer wieder
Fehler auf: fehlerhafter Bytecode der
ACPI-Machine-Language
(AML) einiger Systemplatinen,
ein unvollständiges &os;-Kernel-Subsystem oder
Fehler im ACPI-CA-Interpreter von &intel;.Dieser Abschnitt hilft Ihnen, zusammen mit den Betreuern
des &os;-ACPI-Subsystems, Fehlerquellen
zu finden und Fehler zu beseitigen. Danke, dass Sie diesen
Abschnitt lesen; hoffentlich hilft er, Ihre Systemprobleme
zu lösen.Fehlerberichte einreichenBevor Sie einen Fehlerbericht einreichen, stellen
Sie bitte sicher, dass Ihr BIOS
und die Firmware Ihres Controllers aktuell sind.Wenn Sie sofort einen Fehlerbericht einsenden wollen,
schicken Sie bitte die folgenden Informationen an
die Mailingliste freebsd-acpi:Beschreiben Sie den Fehler und alle Umstände,
unter denen der Fehler auftritt. Geben Sie
ebenfalls den Typ und das Modell Ihres Systems
an. Wenn Sie einen neuen Fehler entdeckt haben,
versuchen Sie möglichst genau zu beschreiben,
wann der Fehler das erste Mal aufgetreten ist.Die Ausgabe von &man.dmesg.8; nach der Eingabe
von boot -v.
Geben Sie auch alle Fehlermeldungen an, die erscheinen,
wenn Sie den Fehler provozieren.Die Ausgabe von &man.dmesg.8; nach der Eingabe
von boot -v und mit deaktiviertem
ACPI, wenn das Problem ohne
ACPI nicht auftritt.Die Ausgabe von sysctl hw.acpi.
Dieses Kommando zeigt die vom System unterstützten
ACPI-Funktionen an.Die URL, unter der die
ACPI-Source-Language
(ASL) liegt. Schicken Sie
bitte nicht die ASL
an die Mailingliste, da die ASL
sehr groß sein kann. Eine Kopie der
ASL erstellen Sie mit dem
nachstehenden Befehl:&prompt.root; acpidump -td > name-system.aslSetzen Sie bitte für name
den Namen Ihres Kontos und für
system den Hersteller und
das Modell Ihres Systems ein. Zum Beispiel:
njl-FooCo6000.asl.Obwohl die meisten Entwickler die Mailingliste
&a.current.name; lesen, sollten Sie Fehlerberichte an
die Liste &a.acpi.name; schicken. Seien Sie bitte
geduldig; wir haben alle Arbeit außerhalb des Projekts.
Wenn der Fehler nicht offensichtlich ist, bitten
wir Sie vielleicht, einen offiziellen Fehlerbericht
(PR) mit &man.send-pr.1; einzusenden.
Geben Sie im Fehlerbericht bitte dieselben Informationen
wie oben an. Mithilfe der PRs
verfolgen und lösen wir Probleme. Senden Sie
bitte keinen PR ein, ohne vorher
den Fehlerbericht an die Liste &a.acpi.name; zu senden.
Wir benutzen die PRs als Erinnerung
an bestehende Probleme und nicht zum Sammeln aller
Probleme. Es kann sein, dass der Fehler schon von
jemand anderem gemeldet wurde.ACPI-GrundlagenACPIACPI gibt es in allen modernen Rechnern
der ia32- (x86), ia64- (Itanium) und amd64- (AMD) Architektur.
Der vollständige Standard bietet Funktionen
zur Steuerung und Verwaltung der CPU-Leistung,
der Stromversorgung, von Wärmebereichen, Batterien,
eingebetteten Controllern und Bussen. Auf den meisten
Systemen wird nicht der vollständige Standard implementiert.
Arbeitsplatzrechner besitzen meist nur Funktionen zur
Verwaltung der Busse, während Notebooks Funktionen
zur Temperaturkontrolle und Ruhezustände besitzen.Ein ACPI konformes System
besitzt verschiedene Komponenten. Die BIOS-
und Chipsatz-Hersteller stellen mehrere statische
Tabellen bereit (zum Beispiel die
Fixed-ACPI-Description-Table,
FADT). Die Tabellen enthalten beispielsweise
die mit SMP-Systemen benutzte
APIC-Map, Konfigurationsregister und
einfache Konfigurationen. Zusätzlich gibt es die
Differentiated-System-Description-Table (DSDT),
die Bytecode enthält. Die Tabelle ordnet Geräte
und Methoden in einem baumartigen Namensraum an.Ein ACPI-Treiber muss die statischen
Tabellen einlesen, einen Interpreter für den Bytecode
bereitstellen und die Gerätetreiber im Kernel so
modifizieren, dass sie mit dem ACPI-Subsystem
kommunizieren. Für &os;, Linux und NetBSD hat &intel;
den Interpreter ACPI-CA, zur Verfügung
gestellt. Der Quelltext zu ACPI-CA
befindet sich im Verzeichnis
src/sys/contrib/dev/acpica.
Die Schnittstelle von ACPI-CA zu &os;
befindet sich unter src/sys/dev/acpica/Osd.
Treiber, die verschiedene ACPI-Geräte
implementieren, befinden sich im Verzeichnis
src/sys/dev/acpica.Häufige ProblemeACPIProbleme mitDamit ACPI richtig funktioniert,
müssen alle Teile funktionieren. Im Folgenden
finden Sie eine Liste mit Problemen und möglichen
Umgehungen oder Fehlerbehebungen. Die Liste ist nach
der Häufigkeit, mit der die Probleme auftreten,
sortiert.MausproblemeEs kann vorkommen, dass die Maus nicht mehr funktioniert,
wenn Sie nach einem Suspend weiterarbeiten wollen. Ist dies
bei Ihnen der Fall, reicht es meistens aus, den Eintrag
hint.psm.0.flags="0x3000" in Ihre
/boot/loader.conf aufzunehmen. Besteht
das Problem weiterhin, sollten Sie einen Fehlerbericht
an das FreeBSD Project senden.Suspend/ResumeACPI kennt drei
Suspend-to-RAM-Zustände
(STR):
S1-S3.
Es gibt einen Suspend-to-Disk-Zustand:
S4. Der Zustand S5
wird Soft-Off genannt. In diesem Zustand befindet
sich ein Rechner, wenn die Stromversorgung angeschlossen
ist, der Rechner aber nicht hochgefahren ist. Der
Zustand S4 kann auf zwei Arten
implementiert werden:
S4BIOS und
S4OS.
Im ersten Fall wird der Suspend-to-Disk-Zustand durch
das BIOS hergestellt im zweiten
Fall alleine durch das Betriebssystem.Die Suspend-Zustände sind Ruhezustände,
in denen der Rechner weniger Energie als im
Normalbetrieb benötigt. Resume bezeichnet
die Rückkehr zum Normalbetrieb.Die Suspend-Zustände können Sie mit
dem Kommando sysctl hw.acpi
ermitteln. Das Folgende könnte beispielsweise
ausgegeben werden:hw.acpi.supported_sleep_state: S3 S4 S5
hw.acpi.s4bios: 0Diese Ausgabe besagt, dass mit dem Befehl
acpiconf -s die Zustände
S3, S4OS
und S5 eingestellt werden können.
Hätte den Wert
1, gäbe es den Zustand
S4BIOS anstelle
von S4OS.Wenn Sie die Suspend- und Resume-Funktionen
testen, fangen Sie mit dem S1-Zustand
an, wenn er angeboten wird. Dieser Zustand wird
am ehesten funktionieren, da der Zustand wenig
Treiber-Unterstützung benötigt. Der Zustand
S2 ist ähnlich wie
S1, allerdings hat ihn noch niemand
implementiert. Als nächstes sollten Sie den
Zustand S3 ausprobieren. Dies
ist der tiefste STR-Schlafzustand.
Dieser Zustand ist auf massive Treiber-Unterstützung
angewiesen, um die Geräte wieder richtig zu
initialisieren. Wenn Sie Probleme mit diesem Zustand
haben, können Sie die Mailingliste
&a.acpi.name; anschreiben. Erwarten Sie allerdings
nicht zu viel: Es gibt viele Treiber und Geräte,
an denen noch gearbeitet und getestet wird.Um das Problem einzugrenzen, entfernen Sie soviele
Treiber wie möglich aus dem Kernel. Sie können
das Problem isolieren, indem Sie einen Treiber nach
dem anderen laden, bis der Fehler wieder auftritt.
Typischerweise verursachen binäre Treiber wie
nvidia.ko, X11-Grafiktreiber und
USB-Treiber die meisten Fehler,
hingegen laufen Ethernet-Treiber für gewöhnlich
sehr zuverlässig. Wenn ein Treiber
zuverlässig geladen und entfernt werden kann,
können Sie den Vorgang automatisieren, indem
Sie die entsprechenden Kommandos in die Dateien
/etc/rc.suspend und
/etc/rc.resume einfügen.
In den Dateien finden Sie ein deaktiviertes Beispiel,
das einen Treiber lädt und wieder entfernt.
Ist die Bildschirmanzeige bei der Wiederaufnahme
des Betriebs gestört, setzen Sie bitte die
Variable auf
0. Versuchen Sie auch, die Variable
auf kürzere
Zeitspannen zu setzen.Die Suspend- und Resume-Funktionen können
Sie auch auf einer neuen Linux-Distribution
mit ACPI testen. Wenn es mit
Linux funktioniert, liegt das Problem wahrscheinlich
bei einem &os;-Treiber. Es hilft uns, das Problem
zu lösen, wenn Sie feststellen können, welcher
Treiber das Problem verursacht. Beachten Sie bitte,
dass die ACPI-Entwickler normalerweise
keine anderen Treiber pflegen (beispielsweise Sound- oder
ATA-Treiber). Es ist wohl das beste,
die Ergebnisse der Fehlersuche an die Mailingliste
&a.current.name; und den Entwickler des Treibers
zu schicken. Wenn Ihnen danach ist, versuchen Sie,
den Fehler in der Resume-Funktion zu finden, indem
Sie einige &man.printf.3;-Anweisungen in den Code
des fehlerhaften Treibers einfügen.Schließlich können Sie ACPI
noch abschalten und stattdessen APM
verwenden. Wenn die Suspend- und Resume-Funktionen mit
APM funktionieren, sollten Sie
vielleicht besser APM verwenden
(insbesondere mit alter Hardware von vor dem Jahr 2000).
Die Hersteller benötigten einige Zeit, um
ACPI korrekt zu implementieren, daher
gibt es mit älterer Hardware oft
ACPI-Probleme.Temporäre oder permanente SystemhängerDie meisten Systemhänger entstehen durch verlorene
Interrupts oder einen Interrupt-Sturm.
Probleme werden verursacht durch die Art, in der das
BIOS Interrupts vor dem Systemstart
konfiguriert, durch eine fehlerhafte
APIC-Tabelle und durch die
Zustellung des System-Control-Interrupts
(SCI).Interrupt-SturmAnhand der Ausgabe des Befehls
vmstat -i können Sie verlorene
Interrupts von einem Interrupt-Sturm unterscheiden.
Untersuchen Sie die Ausgabezeile, die acpi0
enthält. Ein Interrupt-Sturm liegt vor, wenn
der Zähler öfter als ein paar Mal pro
Sekunde hochgezählt wird. Wenn sich das System
aufgehangen hat, versuchen Sie mit der Tastenkombination
CtrlAltEsc in den Debugger DDB
zu gelangen. Geben Sie dort den Befehl
show interrupts ein.APICdeaktivierenWenn Sie Interrupt-Probleme haben, ist es vorerst
wohl am besten, APIC zu deaktivieren.
Tragen Sie dazu die Zeile
hint.apic.0.disabled="1" in
loader.conf ein.Abstürze (Panics)Panics werden so
schnell wie möglich behoben; mit ACPI
kommt es aber selten dazu. Zuerst sollten Sie
die Panic reproduzieren und dann versuchen einen
backtrace (eine
Rückverfolgung der Funktionsaufrufe) zu erstellen.
Richten Sie dazu den DDB über
die serielle Schnittstelle (siehe
) oder eine gesonderte
&man.dump.8;-Partition ein. In DDB
können Sie den backtrace
mit dem Kommando tr erstellen.
Falls Sie den backtrace
vom Bildschirm abschreiben müssen, schreiben
Sie bitte mindestens die fünf ersten und die
fünf letzten Zeile der Ausgabe auf.Versuchen Sie anschließend, das Problem
durch einen Neustart ohne ACPI
zu beseitigen. Wenn das funktioniert hat, können
Sie versuchen, das verantwortliche
ACPI-Subsystem durch Setzen der
Variablen
herauszufinden. Die Hilfeseite &man.acpi.4; enthält
dazu einige Beispiele.Nach einem Suspend oder einem Stopp startet
das System wiederSetzen Sie zuerst in &man.loader.conf.5; die Variable
auf
0. Damit wird verhindert, dass
ACPI während des Systemabschlusses
die Bearbeitung verschiedener Ereignisse deaktiviert.
Auf manchen Systemen muss die Variable den Wert
1 besitzen (die Voreinstellung).
Normalerweise wird der unerwünschte Neustart
des Systems durch Setzen dieser Variablen behoben.Andere ProblemeWenn Sie weitere Probleme mit ACPI
haben (Umgang mit einer Docking-Station, nicht erkannte
Geräte), schicken Sie bitte eine Beschreibung an die
Mailingliste. Allerdings kann es sein, dass einige
Probleme von noch unvollständigen Teilen des
ACPI-Subsystems abhängen und
es etwas dauern kann bis diese Teile fertig sind.
Seien Sie geduldig und rechnen Sie damit, dass wir
Ihnen Fehlerbehebungen zum Testen senden.ASL, acpidump und
IASLACPIASLEin häufiges Problem ist fehlerhafter Bytecode
des BIOS-Herstellers. Dies erkennen
Sie an Kernelmeldungen auf der Konsole wie die folgende:ACPI-1287: *** Error: Method execution failed [\\_SB_.PCI0.LPC0.FIGD._STA] \\
(Node 0xc3f6d160), AE_NOT_FOUNDOft können Sie das Problem dadurch lösen,
dass Sie eine aktuelle BIOS-Version
einspielen. Die meisten Meldungen auf der Konsole sind
harmlos, wenn aber beispielsweise der Batteriestatus
falsch angezeigt wird, können Sie in den
Meldungen nach Problemen mit der
AML-Machine-Language
(AML) suchen. Der Bytecode der
AML wird aus der
ACPI-Source-Language (ASL)
übersetzt und in einer Tabelle, der DSDT,
abgelegt. Eine Kopie der ASL
können Sie mit dem Befehl &man.acpidump.8; erstellen.
Verwenden Sie mit diesem Befehl sowohl die Option
(die Inhalte der statischen
Tabellen anzeigen) als auch die Option
(die AML in ASL
zurückübersetzen). Ein Beispiel für
die Syntax finden Sie im Abschnitt Fehlerberichte einreichen.Sie können einfach prüfen, ob sich die
ASL übersetzen lässt.
Für gewöhnlich können Sie Warnungen
während des Übersetzens ignorieren.
Fehlermeldungen führen normal dazu, dass
ACPI fehlerhaft arbeitet. Ihre
ASL übersetzen Sie mit dem
nachstehenden Kommando:&prompt.root; iasl ihre.aslDie ASL reparierenACPIASLAuf lange Sicht ist es unser Ziel, dass
ACPI ohne Eingriffe des Benutzers
läuft. Zurzeit entwickeln wir allerdings noch
Umgehungen für Fehler der BIOS-Hersteller.
Der µsoft;-Interpreter (acpi.sys
und acpiec.sys) prüft die
ASL nicht streng gegen den Standard.
Daher reparieren BIOS-Hersteller,
die ACPI nur unter &windows; testen,
ihre ASL nicht. Wir hoffen, dass
wir das vom Standard abweichende Verhalten des
µsoft;-Interpreters dokumentieren und in &os; replizieren
können. Dadurch müssen Benutzer ihre
ASL nicht selbst reparieren.
Sie können Ihre ASL selbst reparieren,
wenn Sie ein Problem umgehen und uns helfen möchten.
Senden Sie uns bitte die mit &man.diff.1; erstellte Differenz
zwischen alter und neuer ASL. Wir
werden versuchen, den Interpreter ACPI-CA
zu korrigieren, damit die Fehlerbehebung nicht mehr
erforderlich ist.ACPIFehlermeldungenDie nachfolgende Liste enthält häufige
Fehlermeldungen, deren Ursache und eine Beschreibung,
wie die Fehler korrigiert werden:Abhängigkeiten vom BetriebssystemEinige AMLs gehen davon aus, dass
die Welt ausschließlich aus verschiedenen
&windows;-Versionen besteht. &os; kann vorgeben, irgendein
Betriebssystem zu sein. Versuchen Sie das Betriebssystem,
das Sie in der ASL finden, in der
Datei /boot/loader.conf anzugeben:
hw.acpi.osname="Windows 2001".Fehlende Return-AnweisungenEinige Methoden verzichten auf die vom Standard
vorgeschriebene Rückgabe eines Wertes. Obwohl
der Interpreter ACPI-CA dies nicht
beheben kann, besitzt &os; die Möglichkeit, den
Rückgabewert implizit zu setzen. Wenn Sie
wissen, welcher Wert zurückgegeben werden muss,
können Sie die fehlenden Return-Anweisungen
selbst einsetzen. Die Option
zwingt iasl, die ASL
zu übersetzen.Überschreiben der vorgegebenen
AMLNachdem Sie Ihre ASL in der
Datei ihre.asl angepasst haben,
übersetzen Sie die ASL wie folgt:&prompt.root; iasl ihre.aslMit der Option erzwingen Sie das
Erstellen der AML auch wenn während
der Übersetzung Fehler auftreten. Beachten Sie,
dass einige Fehler, wie fehlende Return-Anweisungen,
automatisch vom Interpreter umgangen werden.In der Voreinstellung erstellt der Befehl
iasl die Ausgabedatei
DSDT.aml. Wenn Sie diese Datei
anstelle der fehlerhaften Kopie des BIOS
laden wollen, editieren Sie /boot/loader.conf
wie folgt:acpi_dsdt_load="YES"
acpi_dsdt_name="/boot/DSDT.aml"Stellen Sie bitte sicher, dass sich die Datei
DSDT.aml im Verzeichnis
/boot befindet.ACPI-Meldungen zur
Fehlersuche erzeugenACPIProbleme mitACPIFehlersucheDer ACPI-Treiber besitzt
flexible Möglichkeiten zur Fehlersuche. Sie
können sowohl die zu untersuchenden Subsysteme
als auch die zu erzeugenden Ausgaben festlegen. Die zu
untersuchenden Subsysteme werden als so genannte
layers angegeben. Die Subsysteme sind in
ACPI-CA-Komponenten
(ACPI_ALL_COMPONENTS) und
ACPI-Hardware (ACPI_ALL_DRIVERS)
aufgeteilt. Welche Meldungen ausgegeben werden, wird über
level gesteuert. level reicht
von ACPI_LV_ERROR (es werden nur Fehler
ausgegeben) bis zu ACPI_LV_VERBOSE (alles
wird ausgegeben). level ist eine Bitmaske,
sodass verschiedene Stufen auf einmal (durch Leerzeichen
getrennt) angegeben werden können. Die erzeugte
Ausgabemenge passt vielleicht nicht in den Konsolenpuffer.
In diesem Fall sollten Sie die Ausgaben mithilfe einer
seriellen Konsole sichern. Die möglichen Werte
für layers und level
werden in der Hilfeseite &man.acpi.4; beschrieben.Die Ausgaben zur Fehlersuche sind in der Voreinstellung
nicht aktiviert. Wenn ACPI im Kernel
enthalten ist, fügen Sie options ACPI_DEBUG
zur Kernelkonfigurationsdatei hinzu. Sie können die
Ausgaben zur Fehlersuche global aktivieren, indem Sie in der
Datei /etc/make.conf die Zeile
ACPI_DEBUG=1 einfügen. Das Modul
acpi.ko können Sie wie folgt
neu übersetzen:&prompt.root; cd /sys/modules/acpi/acpi
&& make clean &&
make ACPI_DEBUG=1Installieren Sie anschließend
acpi.ko im Verzeichnis
/boot/kernel.
In der Datei loader.conf stellen Sie
level und layer ein. Das
folgende Beispiel aktiviert die Ausgabe von Fehlern für
alle ACPI-CA-Komponenten und alle
ACPI-Hardwaretreiber (wie
CPU, LID):debug.acpi.layer="ACPI_ALL_COMPONENTS ACPI_ALL_DRIVERS"
debug.acpi.level="ACPI_LV_ERROR"Wenn ein Problem durch ein bestimmtes Ereignis,
beispielsweise den Start nach einem Ruhezustand, hervorgerufen
wird, können Sie die Einstellungen für
level und layer auch mit dem
Kommando sysctl vornehmen. In diesem
Fall müssen Sie die Datei loader.conf
nicht editieren. Auf der sysctl-Kommandozeile
geben Sie dieselben Variablennamen wie in
loader.conf an.ACPI-InformationsquellenWeitere Informationen zu ACPI
erhalten Sie an den folgenden Stellen:die &a.acpi; Mailingliste,die Archive der ACPI-Mailingliste:
,die alten Archive der ACPI-Mailingliste:
,die ACPI-Spezifikation (Version 2.0):
,in den nachstehenden &os;-Hilfeseiten:
&man.acpi.4;, &man.acpi.thermal.4;, &man.acpidump.8;,
&man.iasl.8; und &man.acpidb.8;,
DSDT debugging resource
(als Beispiel wird Compaq erläutert, die
Ressource ist aber dennoch nützlich).
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
index 982e36d09d..9aaeef3607 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
@@ -1,4625 +1,4630 @@
- Bernd
- Warken
- Übersetzt von
-
+ Bernd
+ Warken
+ Übersetzt von
+
MartinHeinenSpeichermedienÜbersichtDieses Kapitel behandelt die Benutzung von Laufwerken unter
FreeBSD. Laufwerke können speichergestützte Laufwerke,
Netzwerklaufwerke oder normale SCSI/IDE-Geräte sein.Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Folgendes
wissen:Die Begriffe, die FreeBSD verwendet, um die
Organisation der Daten auf einem physikalischen Laufwerk
zu beschreiben (Partitionen und Slices).Wie Sie ein weiteres Laufwerk zu Ihrem System
hinzufügen.Wie virtuelle Dateisysteme, zum Beispiel RAM-Disks,
eingerichtet werden.Wie Sie mit Quotas die Benutzung von Laufwerken
einschränken können.Wie Sie Partitionen verschlüsseln, um Ihre Daten
zu schützen.Wie unter FreeBSD CDs und DVDs gebrannt werden.Sie werden die Speichermedien, die Sie für
Backups einsetzen können, kennen.Wie Sie die unter FreeBSD erhältlichen Backup
Programme benutzen.Wie Sie ein Backup mit Disketten erstellen.Was Dateisystem-Schnappschüsse sind und wie sie
eingesetzt werden.Bevor Sie dieses Kapitel lesen,sollten Sie einen einen &os;-Kernel installieren
können ().GerätenamenDie folgende Tabelle zeigt die von FreeBSD unterstützten
Speichergeräte und deren Gerätenamen.
Namenskonventionen von physikalischen LaufwerkenLaufwerkstypGerätenameIDE-FestplattenadIDE-CD-ROM LaufwerkeacdSCSI-Festplatten und USB-SpeichermediendaSCSI-CD-ROM LaufwerkecdVerschiedene proprietäre CD-ROM-Laufwerkemcd Mitsumi CD-ROM und
scd Sony CD-ROMDiskettenlaufwerkefdSCSI-BandlaufwerkesaIDE-BandlaufwerkeastFlash-Laufwerkefla für &diskonchip;
Flash-DeviceRAID-Laufwerkeaacd für &adaptec; AdvancedRAID,
mlxd und mlyd
für &mylex;,
amrd für AMI &megaraid;,
idad für Compaq Smart RAID,
twed für &tm.3ware; RAID.
DavidO'BrianIm Original von Hinzufügen von LaufwerkenLaufwerkehinzufügenAngenommen, Sie wollen ein neues SCSI-Laufwerk zu einer Maschine
hinzufügen, die momentan nur ein Laufwerk hat. Dazu schalten
Sie zuerst den Rechner aus und installieren das Laufwerk entsprechend
der Anleitungen Ihres Rechners, Ihres Controllers und Laufwerk
Herstellers. Den genauen Ablauf können wir wegen der
großen Abweichungen leider nicht beschreiben.Nachdem Sie das Laufwerk installiert haben, melden Sie sich als
Benutzer root an und kontrollieren Sie
/var/run/dmesg.boot, um sicherzustellen,
dass das neue Laufwerk gefunden wurde. Das neue Laufwerk
wird, um das Beispiel fortzuführen, da1
heißen und soll unter /1 angehangen
werden. Fügen Sie eine IDE-Platte hinzu, wird diese den
Namen ad1 erhalten.sPartitionenSlicesfdiskDa FreeBSD auf IBM-PC kompatiblen Rechnern läuft, muss
es die PC BIOS-Partitionen, die verschieden von den traditionellen
BSD-Partitionen sind, berücksichtigen. Eine PC Platte kann
bis zu vier BIOS-Partitionen enthalten. Wenn die Platte
ausschließlich für FreeBSD verwendet wird, können
Sie den dedicated Modus benutzen, ansonsten
muss FreeBSD in eine der BIOS-Partitionen installiert werden.
In FreeBSD heißen die PC BIOS-Partitionen
Slices, um sie nicht mit den traditionellen
BSD-Partitionen zu verwechseln. Sie können auch Slices auf
einer Platte verwenden, die ausschließlich von FreeBSD
benutzt wird, sich aber in einem Rechner befindet, der noch ein
anderes Betriebssystem installiert hat. Dadurch stellen Sie sicher,
dass Sie fdisk des anderen Betriebssystems noch
benutzen können.Im Fall von Slices wird die Platte als
/dev/da1s1e hinzugefügt. Das heißt:
SCSI-Platte, Einheit 1 (die zweite SCSI-Platte), Slice 1
(PC BIOS-Partition 1) und die e BSD-Partition.
Wird die Platte ausschließlich für FreeBSD verwendet
(dangerously dedicated), wird sie einfach als
/dev/da1e hinzugefügt.Da &man.bsdlabel.8; zum Speichern von Sektoren 32-Bit
Integer verwendet, ist das Werkzeug in den meisten Fällen
auf 2^32-1 Sektoren pro Laufwerk oder 2 TB
beschränkt. In &man.fdisk.8; darf der Startsektor
nicht größer als 2^32-1 sein und Partitionen
sind auf eine Länge von 2^32-1 beschränkt.
In den meisten Fällen beschränkt dies die
Größe einer Partition auf 2 TB
und die maximale Größe eines Laufwerks
auf 4 TB. Das &man.sunlabel.8;-Format ist
mit 2^32-1 Sektoren pro Partition und 8 Partitionen
auf 16 TB beschränkt. Mit größeren
Laufwerken können &man.gpt.8;-Partitionen benutzt
werden.Verwenden von &man.sysinstall.8;sysinstallhinzufügen von LaufwerkensuDas sysinstall MenüUm ein Laufwerk zu partitionieren und zu labeln, kann das
menügestützte sysinstall
benutzt werden. Dazu melden Sie sich als root
an oder benutzen su, um
root zu werden. Starten Sie
sysinstall und wählen das
Configure Menü, wählen Sie dort
den Punkt Fdisk aus.Partitionieren mit fdiskInnerhalb von fdisk geben Sie
A ein, um die ganze Platte für
FreeBSD zu benutzen. Beantworten Sie die Frage remain
cooperative with any future possible operating systems mit
YES. W schreibt die
Änderung auf die Platte, danach können Sie
fdisk mit q
verlassen. Da Sie eine Platte zu einem schon laufenden System
hinzugefügt haben, beantworten Sie die Frage nach dem
Master Boot Record mit None.Disk-Label-EditorBSD PartitionenAls nächstes müssen Sie
sysinstall verlassen und es erneut
starten. Folgen Sie dazu bitte den Anweisungen von oben, aber
wählen Sie dieses Mal die Option Label,
um in den Disk Label Editor zu gelangen.
Hier werden die traditionellen BSD-Partitionen erstellt.
Ein Laufwerk kann acht Partitionen, die mit den Buchstaben
a-h gekennzeichnet werden,
besitzen. Einige Partitionen sind für spezielle Zwecke
reserviert. Die a Partition ist für die
Root-Partition (/) reserviert. Deshalb
sollte nur das Laufwerk, von dem gebootet wird, eine
a Partition besitzen. Die b
Partition wird für Swap-Partitionen benutzt, wobei Sie
diese auf mehreren Platten benutzen dürfen.
Im dangerously dedicated Modus spricht
die c Partition die gesamte Platte an,
werden Slices verwendet, wird damit die ganze Slice angesprochen.
Die anderen Partitionen sind für allgemeine Zwecke
verwendbar.Der Label Editor von sysinstall
bevorzugt die e
Partition für Partitionen, die weder Root-Partitionen noch
Swap-Partitionen sind. Im Label
Editor können Sie ein einzelnes Dateisystem
mit C erstellen. Wählen Sie
FS, wenn Sie gefragt werden, ob Sie ein
FS (Dateisystem) oder Swap erstellen wollen, und geben Sie einen
Mountpoint z.B. /mnt an. Wenn Sie nach einer
FreeBSD-Installation ein Dateisystem mit
sysinstall erzeugen,
so werden die Einträge in /etc/fstab
nicht erzeugt, so dass die Angabe des Mountpoints nicht
wichtig ist.Sie können nun das Label auf das Laufwerk schreiben und
das Dateisystem erstellen, indem Sie W
drücken. Ignorieren Sie die Meldung von
sysinstall, dass die neue Partition
nicht angehangen werden konnte, und verlassen Sie den Label Editor
sowie sysinstall.EndeIm letzten Schritt fügen Sie noch in
/etc/fstab den Eintrag für das neue
Laufwerk ein.Die KommandozeileAnlegen von SlicesMit der folgenden Vorgehensweise wird eine Platte mit
anderen Betriebssystemen, die vielleicht auf Ihrem Rechner
installiert sind, zusammenarbeiten und nicht das
fdisk Programm anderer Betriebssysteme
stören. Bitte benutzen
Sie den dedicated Modus nur dann, wenn
Sie dazu einen guten Grund haben!&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 bs=1k count=1
&prompt.root; fdisk -BI da1 # Initialisieren der neuen Platte
&prompt.root; bsdlabel -B -w da1s1 auto #Labeln.
&prompt.root; bsdlabel -e da1s1 # Editieren des Disklabels und Hinzufügen von Partitionen
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; newfs /dev/da1s1e # Wiederholen Sie diesen Schritt für jede Partition
&prompt.root; mount /dev/da1s1e /1 # Anhängen der Partitionen
&prompt.root; vi /etc/fstab # Ändern Sie /etc/fstab entsprechendWenn Sie ein IDE-Laufwerk besitzen, ändern Sie
da in ad.DedicatedOS/2Wenn das neue Laufwerk nicht von anderen Betriebssystemen
benutzt werden soll, können Sie es im
dedicated Modus betreiben. Beachten Sie bitte,
dass Microsoft-Betriebssysteme mit diesem Modus eventuell nicht
zurechtkommen, aber es entsteht kein Schaden am Laufwerk. Im
Gegensatz dazu wird IBMs &os2; versuchen, jede ihm nicht bekannte
Partition zu reparieren.&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 bs=1k count=1
&prompt.root; bsdlabel -Bw da1 auto
&prompt.root; bsdlabel -e da1 # Erstellen der `e' Partition
-&prompt.root; newfs -d0 /dev/da1e
+&prompt.root; newfs /dev/da1e
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; vi /etc/fstab # /dev/da1e hinzufügen
&prompt.root; mount /1Eine alternative Methode:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 count=2
&prompt.root; bsdlabel /dev/da1 | bsdlabel -BR da1 /dev/stdin
&prompt.root; newfs /dev/da1e
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; vi /etc/fstab # /dev/da1e hinzufügen
&prompt.root; mount /1RAIDSoftware-RAIDChristopherShumwayOriginal von JimBrownÜberarbeitet von Concatenated-Disk (CCD) konfigurierenRAIDSoftwareRAIDCCDDie wichtigsten Faktoren bei der Auswahl von Massenspeichern
sind Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Preis.
Selten findet sich eine ausgewogene Mischung aller drei Faktoren.
Schnelle und zuverlässige Massenspeicher sind für
gewöhnlich teuer. Um die Kosten zu senken, muss
entweder an der Geschwindigkeit oder an der Zuverlässigkeit
gespart werden.Das unten beschriebene System sollte vor allem
preiswert sein. Der nächst wichtige Faktor war
die Geschwindigkeit gefolgt von der Zuverlässigkeit.
Die Geschwindigkeit war nicht so wichtig, da über
das Netzwerk auf das System zugegriffen wird. Da alle
Daten schon auf CD-Rs gesichert sind, war die
Zuverlässigkeit, obwohl wichtig, ebenfalls nicht
von entscheidender Bedeutung.Die Bewertung der einzelnen Faktoren ist der erste
Schritt bei der Auswahl von Massenspeichern. Wenn Sie
vor allem ein schnelles und zuverlässiges Medium
benötigen und der Preis nicht wichtig ist, werden
Sie ein anderes System als das hier beschriebene
zusammenstellen.Installation der HardwareNeben der IDE-Systemplatte besteht das System
aus drei Western Digital IDE-Festplatten mit
5400 RPM und einer Kapazität von je
30 GB. Insgesamt stehen also 90 GB
Speicherplatz zur Verfügung. Im Idealfall sollte
jede Festplatte an einen eigenen Controller angeschlossen
werden. Um Kosten zu sparen, wurde bei diesem System
darauf verzichtet und an jeden IDE-Controller eine
Master- und eine Slave-Platte angeschlossen.Beim Reboot wurde das BIOS so konfiguriert, dass es
die angeschlossenen Platten automatisch erkennt und FreeBSD
erkannte die Platten ebenfalls:ad0: 19574MB <WDC WD205BA> [39770/16/63] at ata0-master UDMA33
ad1: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata0-slave UDMA33
ad2: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata1-master UDMA33
ad3: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata1-slave UDMA33Wenn FreeBSD die Platten nicht erkennt,
überprüfen Sie, ob die Jumper korrekt
konfiguriert sind. Die meisten IDE-Festplatten
verfügen über einen
Cable Select-Jumper. Die Master-
und Slave-Platten werden mit einem anderen
Jumper konfiguriert. Bestimmen Sie den richtigen
Jumper mithilfe der Dokumentation Ihrer
Festplatte.Als nächstes sollten Sie überlegen,
auf welche Art der Speicher zur Verfügung
gestellt werden soll. Schauen Sie sich dazu
&man.vinum.8; ()
und &man.ccd.4; an. Im hier beschriebenen
System wird &man.ccd.4; eingesetzt.Konfiguration von CCDMit &man.ccd.4; können mehrere
gleiche Platten zu einem logischen Dateisystem
zusammengefasst werden. Um &man.ccd.4;
zu benutzen, muss der Kernel mit der entsprechenden
Unterstützung übersetzt werden.
Ergänzen Sie die Kernelkonfiguration um die
nachstehende Zeile. Anschließend müssen
Sie den Kernel neu übersetzen und installieren.pseudo-device ccdAlternativ kann &man.ccd.4; auch als
Kernelmodul geladen werden.Um &man.ccd.4; zu benutzen, müssen
die Laufwerke zuerst mit einem Label versehen werden.
Die Label werden mit &man.bsdlabel.8; erstellt:bsdlabel -w ad1 auto
bsdlabel -w ad2 auto
bsdlabel -w ad3 autoDamit wurden die Label ad1c,
ad2c und ad3c
erstellt, die jeweils das gesamte Laufwerk umfassen.Im nächsten Schritt muss der Typ des Labels
geändert werden. Die Labels können Sie
mit &man.bsdlabel.8; editieren:bsdlabel -e ad1
bsdlabel -e ad2
bsdlabel -e ad3Für jedes Label startet dies den durch
EDITOR gegebenen Editor, typischerweise
&man.vi.1;.Ein unverändertes Label sieht zum Beispiel
wie folgt aus:8 partitions:
# size offset fstype [fsize bsize bps/cpg]
c: 60074784 0 unused 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)Erstellen Sie eine e-Partition
für &man.ccd.4;. Dazu können Sie normalerweise
die Zeile der c-Partition kopieren,
allerdings muss auf
4.2BSD gesetzt werden.
Das Ergebnis sollte wie folgt aussehen:8 partitions:
# size offset fstype [fsize bsize bps/cpg]
c: 60074784 0 unused 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)
e: 60074784 0 4.2BSD 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)Erstellen des DateisystemsNachdem alle Platten ein Label haben, kann das
&man.ccd.4;-RAID aufgebaut werden. Dies geschieht
mit &man.ccdconfig.8;:ccdconfig ccd0 32 0 /dev/ad1e /dev/ad2e /dev/ad3eDie folgende Aufstellung erklärt die
verwendeten Kommandozeilenargumente:Das erste Argument gibt das zu konfigurierende
Gerät, hier /dev/ccd0c,
an. Die Angabe von /dev/ ist
dabei optional.Der Interleave für das Dateisystem. Der
Interleave definiert die Größe eines
Streifens in Blöcken, die normal 512 Bytes
groß sind. Ein Interleave von 32 ist
demnach 16384 Bytes groß.Weitere Argumente für &man.ccdconfig.8;.
Wenn Sie spiegeln wollen, können Sie das
hier angeben. Die gezeigte Konfiguration
verwendet keine Spiegel, sodass der Wert
0 angegeben ist.Das letzte Argument gibt die Geräte des
Plattenverbundes an. Benutzen Sie für jedes
Gerät den kompletten Pfadnamen.Nach Abschluß von &man.ccdconfig.8; ist der
Plattenverbund konfiguriert und es können Dateisysteme
auf dem Plattenverbund angelegt werden. Das Anlegen
von Dateisystemen wird in der Hilfeseite &man.newfs.8;
beschrieben. Für das Beispiel genügt
der folgende Befehl:newfs /dev/ccd0cAutomatisierungDamit &man.ccd.4; beim Start automatisch
aktiviert wird, ist die Datei /etc/ccd.conf
mit dem folgenden Kommando zu erstellen:ccdconfig -g > /etc/ccd.confWenn /etc/ccd.conf existiert, wird beim
Reboot ccdconfig -C von
/etc/rc aufgerufen. Damit wird
&man.ccd.4; eingerichtet und die darauf
befindlichen Dateisysteme können angehängt
werden.Wenn Sie in den Single-User Modus booten, müssen Sie
den Verbund erst konfigurieren, bevor Sie darauf befindliche
Dateisysteme anhängen können:ccdconfig -CIn /etc/fstab ist noch ein Eintrag
für das auf dem Verbund befindliche Dateisystem zu
erstellen, damit dieses beim Start des Systems immer
angehängt wird:/dev/ccd0c /media ufs rw 2 2Der Vinum-Volume-ManagerRAIDSoftwareRAIDVinumDer Vinum Volume Manager ist ein Block-Gerätetreiber,
der virtuelle Platten zur Verfügung stellt. Er trennt die
Verbindung zwischen der Festplatte und dem zugehörigen
Block-Gerät auf. Im Gegensatz zur konventionellen
Aufteilung einer Platte in Slices lassen sich dadurch Daten
flexibler, leistungsfähiger und zuverlässiger verwalten.
&man.vinum.8; stellt RAID-0, RAID-1 und RAID-5 sowohl einzeln wie
auch in Kombination zur Verfügung.Mehr Informationen über &man.vinum.8; erhalten Sie in
.Hardware-RAIDRAIDHardwareFreeBSD unterstützt eine Reihe von
RAID-Controllern. Diese Geräte
verwalten einen Plattenverbund; zusätzliche Software
wird nicht benötigt.Der Controller steuert mithilfe eines
BIOS auf der Karte die Plattenoperationen.
Wie ein RAID System eingerichtet wird,
sei kurz am Beispiel des Promise IDE
RAID-Controllers gezeigt. Nachdem
die Karte eingebaut ist und der Rechner neu gestartet wurde,
erscheint eine Eingabeaufforderung. Wenn Sie den Anweisungen
auf dem Bildschirm folgen, gelangen Sie in eine Maske, in der
Sie mit den vorhandenen Festplatten ein
RAID-System aufbauen können.
FreeBSD behandelt das RAID-System wie
eine einzelne Festplatte.Wiederherstellen eines ATA-RAID-1 VerbundsMit FreeBSD können Sie eine ausgefallene Platte in
einem RAID-Verbund während des Betriebs auswechseln,
vorausgesetzt Sie bemerken den Ausfall vor einem Neustart.Einen Ausfall erkennen Sie, wenn in der Datei
/var/log/messages oder in der
Ausgabe von &man.dmesg.8; Meldungen wie die folgenden
auftauchen:ad6 on monster1 suffered a hard error.
ad6: READ command timeout tag=0 serv=0 - resetting
ad6: trying fallback to PIO mode
ata3: resetting devices .. done
ad6: hard error reading fsbn 1116119 of 0-7 (ad6 bn 1116119; cn 1107 tn 4 sn 11)\\
status=59 error=40
ar0: WARNING - mirror lostÜberprüfen Sie den RAID-Verbund mit
&man.atacontrol.8;:&prompt.root; atacontrol list
ATA channel 0:
Master: no device present
Slave: acd0 <HL-DT-ST CD-ROM GCR-8520B/1.00> ATA/ATAPI rev 0
ATA channel 1:
Master: no device present
Slave: no device present
ATA channel 2:
Master: ad4 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device present
ATA channel 3:
Master: ad6 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device present
&prompt.root; atacontrol status ar0
ar0: ATA RAID1 subdisks: ad4 ad6 status: DEGRADEDDamit Sie die Platte ausbauen können, muss zuerst
der ATA-Channel der ausgefallenen Platte aus dem Verbund entfernt
werden:&prompt.root; atacontrol detach ata3Ersetzen Sie dann die Platte.Nun aktivieren Sie den ATA-Channel wieder:&prompt.root; atacontrol attach ata3
Master: ad6 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device presentNehmen Sie die neue Platte in den Verbund auf:&prompt.root; atacontrol addspare ar0 ad6Stellen Sie die Organisation des Verbunds wieder her:&prompt.root; atacontrol rebuild ar0Sie können den Fortschritt des Prozesses durch
folgende Befehle kontrollieren:&prompt.root; dmesg | tail -10
[output removed]
ad6: removed from configuration
ad6: deleted from ar0 disk1
ad6: inserted into ar0 disk1 as spare
&prompt.root; atacontrol status ar0
ar0: ATA RAID1 subdisks: ad4 ad6 status: REBUILDING 0% completedWarten Sie bis die Wiederherstellung beendet ist.MarcFonvieilleBeigetragen von USB SpeichermedienUSBSpeichermedienDer Universal Serial Bus (USB) wird heutzutage von
vielen externen Speichern benutzt: Festplatten,
USB-Thumbdrives oder CD-Brennern, die alle von
&os; unterstützt werden.USB-KonfigurationUSB-Massenspeicher werden vom Treiber &man.umass.4;
betrieben. Wenn Sie den GENERIC-Kernel
benutzen, brauchen Sie keine Anpassungen vorzunehmen.
Benutzen Sie einen angepassten Kernel, müssen die
nachstehenden Zeilen in der Kernelkonfigurationsdatei
enthalten sein:device scbus
device da
device pass
device uhci
device ohci
device usb
device umassDer Treiber &man.umass.4; greift über das
SCSI-Subsystem auf die USB-Geräte zu. Ihre
USB-Geräte werden daher vom System als SCSI-Geräte
erkannt. Abhängig vom Chipsatz Ihrer Systemplatine
benötigen Sie in der Kernelkonfiguration entweder
die Option device uhci oder die
Option device ohci. Die
Kernelkonfiguration kann allerdings auch beide Optionen
enthalten. Vergessen Sie bitte nicht, einen neuen
Kernel zu bauen und zu installieren, wenn Sie die
Kernelkonfiguration verändert haben.Wenn es sich bei Ihrem USB-Gerät um einen
CD-R- oder DVD-Brenner handelt, müssen Sie den
Treiber &man.cd.4; für SCSI-CD-ROMs in die
Kernelkonfiguration aufnehmen:device cdDa der Brenner als SCSI-Laufwerk erkannt wird,
sollten Sie den Treiber &man.atapicam.4; nicht
benutzen.USB 2.0-Controller werden von &os;
unterstützt, wenn Sie die folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen:device ehciDie Treiber &man.uhci.4; und &man.ohci.4; werden
immer noch für USB 1.X benötigt.Die USB-Konfiguration testenSie können das USB-Gerät nun testen.
Schließen Sie das Gerät an und untersuchen
Sie die Systemmeldungen (&man.dmesg.8;), Sie sehen
Ausgaben wie die folgende:umass0: USB Solid state disk, rev 1.10/1.00, addr 2
GEOM: create disk da0 dp=0xc2d74850
da0 at umass-sim0 bus 0 target 0 lun 0
da0: <Generic Traveling Disk 1.11> Removable Direct Access SCSI-2 device
da0: 1.000MB/s transfers
da0: 126MB (258048 512 byte sectors: 64H 32S/T 126C)Die Ausgaben, wie das erkannte Gerät oder
der Gerätename (da0)
hängen natürlich von Ihrer Konfiguration ab.Da ein USB-Gerät als SCSI-Gerät erkannt
wird, können Sie USB-Massenspeicher mit dem
Befehl camcontrol anzeigen:&prompt.root; camcontrol devlist
<Generic Traveling Disk 1.11> at scbus0 target 0 lun 0 (da0,pass0)Wenn auf dem Laufwerk ein Dateisystem eingerichtet
ist, sollten Sie das Dateisystem einhängen können.
beschreibt, wie Sie
USB-Laufwerke formatieren und Partitionen einrichten.Damit auch normale Anwender (ohne
root-Rechte) USB-Laufwerke einhängen
können, müssen Sie Ihr System erst entsprechend
konfigurieren. Als erstes müssen Sie sicherstellen, dass
diese Anwender auf die beim Einhängen eines USB-Laufwerks
dynamisch erzeugten Gerätedateien zugreifen dürfen.
Dazu können Sie beispielsweise mit &man.pw.8; alle
potentiellen Benutzer dieser Gerätedateien in die Gruppe
operator aufnehmen. Außerdem
muss sichergestellt werden, dass Mitglieder der Gruppe
operator Schreib- und Lesezugriff
auf diese Gerätedateien haben. Dazu fügen Sie die
folgenden Zeilen in die Konfigurationsdatei
/etc/devfs.rules ein:[localrules=1]
add path 'da*' mode 0660 group operatorVerfügt Ihr System auch über SCSI-Laufwerke,
gibt es eine Besonderheit. Haben Sie beispielsweise
die SCSI-Laufwerke da0 bis
da2 installiert, so sieht die
zweite Zeile wie folgt aus:add path 'da[3-9]*' mode 0660 group operatorDadurch werden die bereits vorhandenen
SCSI-Laufwerke nicht in die Gruppe
operator aufgenommen.Vergessen Sie nicht, die &man.devfs.rules.5;-Regeln
in der Datei /etc/rc.conf zu
aktivieren:devfs_system_ruleset="localrules"Als nächstes müssen Sie Ihre Kernelkonfiguration
anpassen, damit auch normale Benutzer Dateisysteme mounten
dürfen. Dazu fügen Sie am besten folgende Zeile
in die Konfigurationsdatei
/etc/sysctl.conf ein:vfs.usermount=1Damit diese Einstellung wirksam wird, müssen Sie Ihr
System neu starten. Alternativ können Sie diese Variable
auch mit &man.sysctl.8; setzen.Zuletzt müssen Sie noch ein Verzeichnis anlegen, in
das das USB-Laufwerk eingehängt werden soll. Dieses
Verzeichnis muss dem Benutzer gehören, der das
USB-Laufwerk in den Verzeichnisbaum einhängen will.
Dazu legen Sie als root ein
Unterverzeichnis
/mnt/$USER
an (wobei Sie $USER
durch den Login des jeweiligen Benutzers ersetzen):&prompt.root; mkdir /mnt/$USER
&prompt.root; chown $USER:$USER /mnt/$USERWenn Sie nun beispielsweise einen USB-Stick
anschließen, wird automatisch die Gerätedatei
/dev/da0s1 erzeugt. Da derartige
Geräte in der Regel mit dem FAT-Dateisystem
formatiert sind, können Sie sie beispielsweise mit
dem folgenden Befehl in den Verzeichnisbaum
einhängen:&prompt.user; mount-t msdosfs -m 644 -M 755 /dev/da0s1 /mnt/$USERWenn Sie das Gerät entfernen (das Dateisystem
müssen Sie vorher abhängen), sehen Sie
in den Systemmeldungen Einträge wie die folgenden:umass0: at uhub0 port 1 (addr 2) disconnected
(da0:umass-sim0:0:0:0): lost device
(da0:umass-sim0:0:0:0): removing device entry
GEOM: destroy disk da0 dp=0xc2d74850
umass0: detachedWeiteres zu USBNeben den Abschnitten
Hinzufügen von Laufwerken
und Anhängen und
Abhängen von Dateisystemen lesen Sie bitte
die Hilfeseiten &man.umass.4;, &man.camcontrol.8; und
&man.usbdevs.8;.MikeMeyerBeigesteuert von CDs benutzenCD-ROMbrennenEinführungCDs besitzen einige Eigenschaften, die sie von
konventionellen Laufwerken unterscheiden. Zuerst konnten
sie nicht beschrieben werden. Sie wurden so entworfen, dass
sie ununterbrochen, ohne Verzögerungen durch Kopfbewegungen
zwischen den Spuren, gelesen werden können. Sie konnten
früher auch leichter als vergleichbar große Medien zwischen
Systemen bewegt werden.CDs besitzen Spuren, aber damit ist der Teil Daten
gemeint, der ununterbrochen gelesen wird, und nicht eine
physikalische Eigenschaft der CD. Um eine CD mit FreeBSD
zu erstellen, werden die Daten jeder Spur der CD in
Dateien vorbereitet und dann die Spuren auf die CD
geschrieben.ISO 9660DateisystemeISO 9660Das ISO 9660-Dateisystem wurde entworfen, um mit diesen
Unterschieden umzugehen. Leider hat es auch damals übliche
Grenzen für Dateisysteme implementiert. Glücklicherweise
existiert ein Erweiterungsmechanismus, der es korrekt
geschriebenen CDs erlaubt, diese Grenzen zu überschreiten
und dennoch auf Systemen zu funktionieren, die diese
Erweiterungen nicht unterstützen.sysutils/cdrtoolsDer Port sysutils/cdrtools
enthält das Programm &man.mkisofs.8;, das eine Datei
erstellt, die ein ISO 9660-Dateisystem enthält.
Das Programm hat Optionen, um verschiedene Erweiterungen
zu unterstützen, und wird unten beschrieben.CD-BrennerATAPIWelches Tool Sie zum Brennen von CDs benutzen, hängt davon
ab, ob Ihr CD-Brenner ein ATAPI-Gerät ist oder nicht.
Mit ATAPI-CD-Brennern wird
burncd benutzt, das Teil des Basissystems ist.
SCSI- und USB-CD-Brenner werden mit
cdrecord aus sysutils/cdrtools benutzt.
Zusätzlich ist es möglich, über das Modul
ATAPI/CAM SCSI-Werkzeuge wie
cdrecord
auch für ATAPI-Geräte einzusetzen.Wenn Sie eine Brennsoftware mit grafischer
Benutzeroberfläche benötigen, sollten Sie sich
X-CD-Roast oder
K3b näher ansehen. Diese
Werkzeuge können als Paket oder aus den
Ports (sysutils/xcdroast
und sysutils/k3b)
installiert werden. Mit ATAPI-Hardware benötigt
K3b das
ATAPI/CAM-Modul.mkisofsDas Programm &man.mkisofs.8; aus dem Port
sysutils/cdrtools
erstellt ein ISO 9660-Dateisystem,
das ein Abbild eines Verzeichnisbaumes ist.
Die einfachste Anwendung ist wie folgt:&prompt.root; mkisofs -o Imagedatei/path/to/treeDateisystemeISO 9660Dieses Kommando erstellt eine Imagedatei,
die ein ISO 9660-Dateisystem enthält, das eine Kopie des
Baumes unter /path/to/tree ist.
Dabei werden die Dateinamen auf Namen abgebildet, die den
Restriktionen des ISO 9660-Dateisystems entsprechen. Dateien
mit Namen, die im ISO 9660-Dateisystem nicht gültig sind,
bleiben unberücksichtigt.DateisystemeHFSDateisystemeJolietEs einige Optionen, um diese Beschränkungen
zu überwinden. Die unter &unix; Systemen üblichen
Rock-Ridge-Erweiterungen werden durch
aktiviert, aktiviert die von Microsoft
Systemen benutzten Joliet-Erweiterungen und
dient dazu, um das von &macos; benutzte HFS zu erstellen.Für CDs, die nur auf FreeBSD-Systemen verwendet werden
sollen, kann genutzt werden, um alle
Beschränkungen für Dateinamen aufzuheben. Zusammen
mit wird ein Abbild des
Dateisystems, ausgehend von dem Startpunkt im FreeBSD-Dateibaum,
erstellt, obwohl dies den ISO 9660 Standard
verletzen kann.CD-ROMbootbare erstellenDie letzte übliche Option ist .
Sie wird benutzt, um den Ort eines Bootimages einer
El Torito bootbaren CD anzugeben. Das Argument
zu dieser Option ist der Pfad zu einem Bootimage ausgehend
von der Wurzel des Baumes, der auf die CD geschrieben werden
soll. In der Voreinstellung erzeugt &man.mkisofs.8; ein
ISO-Image im Diskettenemulations-Modus. Dabei
muss das Image genau 1200, 1440 oder 2880 KB groß
sein. Einige Bootloader, darunter der auf den FreeBSD-Disks
verwendete, kennen keinen Emulationsmodus. Daher sollten Sie
in diesen Fällen die Option
verwenden. Wenn /tmp/myboot ein bootbares
FreeBSD-System enthält, dessen Bootimage sich in
/tmp/myboot/boot/cdboot befindet, können
Sie ein Abbild eines ISO 9660-Dateisystems in
/tmp/bootable.iso wie folgt
erstellen:&prompt.root; mkisofs -R -no-emul-boot -b boot/cdboot -o /tmp/bootable.iso /tmp/mybootWenn Sie md in Ihrem
Kernel konfiguriert haben, können Sie danach das Dateisystem
einhängen:&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /tmp/bootable.iso -u 0
&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/md0 /mntJetzt können Sie überprüfen, dass
/mnt und /tmp/myboot
identisch sind.Sie können das Verhalten von &man.mkisofs.8;
mit einer Vielzahl von Optionen beeinflussen. Insbesondere
können Sie das ISO 9660-Dateisystem modifizieren und
Joliet- oder HFS-Dateisysteme brennen. Details dazu
entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.mkisofs.8;.burncdCD-ROMbrennenWenn Sie einen ATAPI-CD-Brenner besitzen, können
Sie burncd benutzen, um ein ISO-Image
auf CD zu brennen. burncd ist Teil
des Basissystems und unter /usr/sbin/burncd
installiert. Da es nicht viele Optionen hat, ist es leicht
zu benutzen:&prompt.root; burncd -f cddevice data imagefile.iso fixateDieses Kommando brennt eine Kopie von
imagefile.iso auf das Gerät
cddevice. In der Grundeinstellung
wird das Gerät /dev/acd0 benutzt.
&man.burncd.8; beschreibt, wie die Schreibgeschwindigkeit
gesetzt wird, die CD ausgeworfen wird und Audiodaten
geschrieben werden.cdrecordWenn Sie keinen ATAPI-CD-Brenner besitzen, benutzen Sie
cdrecord, um CDs zu brennen.
cdrecord ist nicht Bestandteil des Basissystems.
Sie müssen es entweder aus den Ports in
sysutils/cdrtools oder dem
passenden Paket installieren. Änderungen im Basissystem
können Fehler im binären Programm verursachen und
führen möglicherweise dazu, dass Sie einen
Untersetzer brennen. Sie sollten
daher den Port aktualisieren, wenn Sie Ihr System aktualisieren
bzw. wenn Sie
STABLE verfolgen,
den Port aktualisieren, wenn es eine neue Version gibt.Obwohl cdrecord viele Optionen besitzt,
ist die grundlegende Anwendung einfacher als burncd.
Ein ISO 9660-Image erstellen Sie mit:&prompt.root; cdrecord dev=deviceimagefile.isoDer Knackpunkt in der Benutzung von cdrecord
besteht darin, das richtige Argument zu zu
finden. Benutzen Sie dazu den Schalter
von cdrecord, der eine ähnliche Ausgabe
wie die folgende produziert:CD-ROMbrennen&prompt.root; cdrecord -scanbus
Cdrecord 1.9 (i386-unknown-freebsd7.0) Copyright (C) 1995-2004 Jörg Schilling
Using libscg version 'schily-0.1'
scsibus0:
0,0,0 0) 'SEAGATE ' 'ST39236LW ' '0004' Disk
0,1,0 1) 'SEAGATE ' 'ST39173W ' '5958' Disk
0,2,0 2) *
0,3,0 3) 'iomega ' 'jaz 1GB ' 'J.86' Removable Disk
0,4,0 4) 'NEC ' 'CD-ROM DRIVE:466' '1.26' Removable CD-ROM
0,5,0 5) *
0,6,0 6) *
0,7,0 7) *
scsibus1:
1,0,0 100) *
1,1,0 101) *
1,2,0 102) *
1,3,0 103) *
1,4,0 104) *
1,5,0 105) 'YAMAHA ' 'CRW4260 ' '1.0q' Removable CD-ROM
1,6,0 106) 'ARTEC ' 'AM12S ' '1.06' Scanner
1,7,0 107) *Für die aufgeführten Geräte in der Liste
wird das passende Argument zu gegeben.
Benutzen Sie die drei durch Kommas separierten Zahlen, die zu
Ihrem CD-Brenner angegeben sind, als Argument für
. Im Beispiel ist das CDRW-Gerät
1,5,0, so dass die passende Eingabe
dev=1,5,0 wäre.
Einfachere Wege das Argument anzugeben, sind in &man.cdrecord.1;
beschrieben. Dort sollten Sie auch nach
Informationen über Audiospuren, das Einstellen der
Geschwindigkeit und ähnlichem suchen.Kopieren von Audio-CDsUm eine Kopie einer Audio-CD zu erstellen, kopieren Sie die
Stücke der CD in einzelne Dateien und brennen diese Dateien
dann auf eine leere CD. Das genaue Verfahren hängt davon ab,
ob Sie ATAPI- oder SCSI-Laufwerke verwenden.SCSI-LaufwerkeKopieren Sie die Audiodaten mit
cdda2wav:&prompt.user; cdda2wav -v255 -D2,0 -B -OwavDie erzeugten .wav Dateien schreiben
Sie mit cdrecord auf eine leere CD:&prompt.user; cdrecord -v dev=2,0 -dao -useinfo *.wavDas Argument von gibt das verwendete
Gerät an, das Sie, wie in
beschrieben, ermitteln können.ATAPI-LaufwerkeDer ATAPI-CD-Treiber stellt die einzelnen Stücke der
CD über die Dateien
/dev/acddtnn,
zur Verfügung. d bezeichnet
die Laufwerksnummer und nn ist die
Nummer des Stücks. Die Nummer ist immer zweistellig,
das heißt es wird, wenn nötig, eine führende
Null ausgegeben. Die Datei /dev/acd0t01
ist also das erste Stück des ersten CD-Laufwerks.
/dev/acd0t02 ist das zweite Stück
und /dev/acd0t03 das dritte.Überprüfen Sie stets, ob die entsprechenden
Dateien im Verzeichnis /dev auch
angelegt werden. Sind die Einträge nicht vorhanden,
weisen Sie Ihr System an, das Medium erneut zu testen:&prompt.root; dd if=/dev/acd0 of=/dev/null count=1Unter &os; 4.X werden diese Einträge nicht
mit dem Wert Null vordefiniert. Falls die entsprechenden
Einträge unter /dev nicht
vorhanden sind, müssen Sie diese hier von
MAKEDEV anlegen lassen:&prompt.root; cd /dev
&prompt.root; sh MAKEDEV acd0t99Die einzelnen Stücke kopieren Sie mit &man.dd.1;. Sie
müssen dazu eine spezielle Blockgröße
angeben:&prompt.root; dd if=/dev/acd0t01 of=track1.cdr bs=2352
&prompt.root; dd if=/dev/acd0t02 of=track2.cdr bs=2352
...
Die kopierten Dateien können Sie dann mit
burncd brennen. Auf der Kommandozeile
müssen Sie angeben, dass Sie Audio-Daten brennen
wollen und dass das Medium fixiert werden soll:&prompt.root; burncd -f /dev/acd0 audio track1.cdr track2.cdr ... fixateKopieren von Daten-CDsSie können eine Daten-CD in eine Datei kopieren, die einem
Image entspricht, das mit &man.mkisofs.8; erstellt
wurde. Mit Hilfe dieses Images können Sie jede Daten-CD
kopieren. Das folgende Beispiel verwendet
acd0 für das CD-ROM-Gerät. Wenn
Sie ein anderes Laufwerk benutzen, setzen Sie bitte den richtigen
Namen ein.&prompt.root; dd if=/dev/acd0 of=file.iso bs=2048Danach haben Sie ein Image, das Sie wie oben beschrieben, auf
eine CD brennen können.Einhängen von Daten-CDsNachdem Sie eine Daten-CD gebrannt haben, wollen Sie
wahrscheinlich auch die Daten auf der CD lesen. Dazu müssen
Sie die CD in den Dateibaum einhängen. Die Voreinstellung
für den Typ des Dateisystems von &man.mount.8; ist
UFS. Das System wird die Fehlermeldung
Incorrect super block ausgeben, wenn Sie
versuchen, die CD mit dem folgenden Kommando
einzuhängen:&prompt.root; mount /dev/cd0 /mntAuf der CD befindet sich ja kein UFS
Dateisystem, so dass der Versuch, die CD einzuhängen
fehlschlägt. Sie müssen &man.mount.8; sagen, dass
es ein Dateisystem vom Typ ISO9660 verwenden
soll. Dies erreichen Sie durch die Angabe von auf der Kommandozeile. Wenn Sie also die CD-ROM
/dev/cd0 in /mnt
einhängen wollen, führen Sie folgenden Befehl aus:&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/cd0c /mntAbhängig vom verwendeten CD-ROM kann der Gerätename
von dem im Beispiel (/dev/cd0)
abweichen. Die Angabe von führt
&man.mount.cd9660.8; aus, so dass das Beispiel verkürzt
werden kann:&prompt.root; mount_cd9660 /dev/cd0 /mntAuf diese Weise können Sie
Daten-CDs von jedem Hersteller verwenden. Es kann allerdings zu
Problemen mit CDs kommen, die verschiedene ISO9660-Erweiterungen
benutzen. So speichern Joliet-CDs alle Dateinamen unter Verwendung
von zwei Byte langen Unicode-Zeichen. Zwar unterstützt der
&os;-Kernel derzeit noch kein Unicode, der CD9660-Treiber erlaubt
es aber, zur Laufzeit eine Konvertierungstabelle zu laden. Tauchen
bei Ihnen also statt bestimmter Zeichen nur Fragezeichen auf, so
müssen Sie über die Option den
benötigten Zeichensatz angeben. Weitere Informationen zu
diesem Problem finden Sie in der Manualpage
&man.mount.cd9660.8;.Damit der Kernel diese Zeichenkonvertierung (festgelegt
durch die Option ) erkennt, müssen Sie
das Kernelmodul cd9660_iconv.ko laden.
Dazu fügen Sie entweder folgende Zeile in die Datei
loader.conf ein:cd9660_iconv_load="YES"Danach müssen Sie allerdings Ihr System neu starten.
Alternativ können Sie das Kernelmodul auch direkt
über &man.kldload.8; laden.Manchmal werden Sie die Meldung Device
not configured erhalten, wenn Sie versuchen, eine
CD-ROM einzuhängen. Für gewöhnlich liegt das daran,
dass das Laufwerk meint es sei keine CD eingelegt, oder
dass das Laufwerk auf dem Bus nicht erkannt wird. Es kann
einige Sekunden dauern, bevor das Laufwerk merkt, dass eine CD
eingelegt wurde. Seien Sie also geduldig.Manchmal wird ein SCSI-CD-ROM nicht erkannt, weil es keine Zeit
hatte, auf das Zurücksetzen des Busses zu antworten. Wenn Sie
ein SCSI-CD-ROM besitzen, sollten Sie die folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfiguration aufnehmen und einen neuen Kernel bauen:options SCSI_DELAY=15000Die Zeile bewirkt, dass nach dem Zurücksetzen des
SCSI-Busses beim Booten 15 Sekunden gewartet wird, um dem
CD-ROM-Laufwerk genügend Zeit zu geben, darauf zu
antworten.Brennen von rohen CDsSie können eine Datei auch direkt auf eine CD brennen,
ohne vorher auf ihr ein ISO 9660-Dateisystem einzurichten.
Einige Leute nutzen dies, um Datensicherungen durchzuführen.
Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass Sie schneller als
das Brennen einer normalen CD ist.&prompt.root; burncd -f /dev/acd1 -s 12 data archive.tar.gz fixateWenn Sie die Daten von einer solchen CD wieder
zurückbekommen wollen, müssen Sie sie direkt von dem
rohen Gerät lesen:&prompt.root; tar xzvf /dev/acd1Eine auf diese Weise gefertigte CD können Sie nicht in das
Dateisystem einhängen. Sie können Sie auch nicht auf
einem anderen Betriebssystem lesen. Wenn Sie die erstellten CDs in
das Dateisystem einhängen oder mit anderen Betriebssystemen
austauschen wollen, müssen Sie &man.mkisofs.8;
wie oben beschrieben benutzen.MarcFonvieilleBeigetragen von CD-BrennerATAPI/CAM TreiberDer ATAPI/CAM TreiberMit diesem Treiber kann auf ATAPI-Geräte (wie
CD-ROM-, CD-RW- oder DVD-Laufwerke) mithilfe des
SCSI-Subsystems zugegriffen werden. Damit können
Sie SCSI-Werkzeuge, wie sysutils/cdrdao oder &man.cdrecord.1;,
zusammen mit einem ATAPI-Gerät benutzen.Wenn Sie den Treiber benutzen wollen, fügen Sie
die folgende Zeile in
/boot/loader.conf ein:atapicam_load="YES"Danach müssen Sie Ihr System neu starten, um
den Treiber zu aktivieren.Alternativ können Sie die Unterstützung
für &man.atapicam.4; auch in Ihren Kernel kompilieren.
Dazu fügen Sie die folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei ein:device atapicamDie folgenden Zeilen werden ebenfalls benötigt,
sollten aber schon Teil der Kernelkonfiguration sein:device ata
device scbus
device cd
device passÜbersetzen und installieren Sie den neuen
Kernel. Der CD-Brenner sollte nun beim Neustart des Systems
erkannt werden:acd0: CD-RW <MATSHITA CD-RW/DVD-ROM UJDA740> at ata1-master PIO4
cd0 at ata1 bus 0 target 0 lun 0
cd0: <MATSHITA CDRW/DVD UJDA740 1.00> Removable CD-ROM SCSI-0 device
cd0: 16.000MB/s transfers
cd0: Attempt to query device size failed: NOT READY, Medium not present - tray closedÜber den Gerätenamen /dev/cd0
können Sie nun auf das Laufwerk zugreifen. Wenn Sie
beispielsweise eine CD-ROM in /mnt
einhängen wollen, benutzen Sie das nachstehende
Kommando:&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/cd0 /mntDie SCSI-Adresse des Brenners können Sie als
root wie folgt ermitteln:&prompt.root; camcontrol devlist
<MATSHITA CDRW/DVD UJDA740 1.00> at scbus1 target 0 lun 0 (pass0,cd0)Die SCSI-Adresse 1,0,0 können
Sie mit den SCSI-Werkzeugen, zum Beispiel &man.cdrecord.1;,
verwenden.Weitere Informationen über das ATAPI/CAM- und
das SCSI-System erhalten Sie in den Hilfeseiten
&man.atapicam.4; und &man.cam.4;.MarcFonvieilleBeigetragen von AndyPolyakovMit Beiträgen von DVDs benutzenDVDbrennenEinführungNach der CD ist die DVD die nächste Generation
optischer Speichermedien. Auf einer DVD können
mehr Daten als auf einer CD gespeichert werden.
DVDs werden heutzutage als Standardmedium für
Videos verwendet.Für beschreibbare DVDs existieren fünf
Medienformate:DVD-R: Dies war das erste verfügbare Format.
Das Format wurde vom DVD-Forum
festgelegt. Die Medien sind nur einmal beschreibbar.DVD-RW: Dies ist die wiederbeschreibbare Version
des DVD-R Standards. Eine DVD-RW kann ungefähr
1000 Mal beschrieben werden.DVD-RAM: Dies ist ebenfalls ein wiederbeschreibbares
Format, das vom DVD-Forum unterstützt wird.
Eine DVD-RAM verhält sich wie eine Wechselplatte.
Allerdings sind die Medien nicht kompatibel zu den
meisten DVD-ROM-Laufwerken und DVD-Video-Spielern.
DVD-RAM wird nur von wenigen Brennern unterstützt.
Wollen Sie DVD-RAM einsetzen, sollten Sie
lesen.DVD+RW: Ist ein wiederbeschreibbares Format, das
von der DVD+RW
Alliance festgelegt wurde. Eine DVD+RW
kann ungefähr 1000 Mal beschrieben werden.DVD+R: Dieses Format ist die nur einmal beschreibbare
Variante des DVD+RW Formats.Auf einer einfach beschichteten DVD können
4.700.000.000 Bytes gespeichert werden. Das
sind 4,38 GB oder 4485 MB (1 Kilobyte
sind 1024 Bytes).Die physischen Medien sind unabhängig von
der Anwendung. Ein DVD-Video ist eine spezielle
Anordnung von Dateien, die auf irgendein Medium (zum Beispiel
DVD-R, DVD+R oder DVD-RW) geschrieben werden kann.
Bevor Sie ein Medium auswählen, müssen
Sie sicherstellen, dass der Brenner und der DVD-Spieler
(ein Einzelgerät oder ein DVD-ROM-Laufwerk
eines Rechners) mit dem Medium umgehen können.KonfigurationDas Programm &man.growisofs.1; beschreibt DVDs.
Das Kommando ist Teil der Anwendung
dvd+rw-tools
(sysutils/dvd+rw-tools).
dvd+rw-tools kann mit allen
DVD-Medien umgehen.Um die Geräte anzusprechen, brauchen die
Werkzeuge das SCSI-Subsystem. Daher muss der
Kernel den ATAPI/CAM-Treiber
zur Verfügung stellen. Der Treiber ist mit
USB-Brennern nutzlos; die Konfiguration von
USB-Geräten behandelt .Für ATAPI-Geräte müssen Sie ebenfalls
DMA-Zugriffe aktivieren. Fügen Sie dazu die nachstehende
Zeile in die Datei /boot/loader.conf
ein:hw.ata.atapi_dma="1"Bevor Sie dvd+rw-tools
mit Ihrem DVD-Brenner benutzen, lesen Sie bitte die
Hardware-Informationen auf der Seite dvd+rw-tools'
hardware compatibility notes.Wenn Sie eine grafische Oberfläche bevorzugen,
schauen Sie sich bitte den Port
sysutils/k3b
an. Der Port bietet eine leicht zu bedienende
Schnittstelle zu &man.growisofs.1; und vielen
anderen Werkzeugen.Daten-DVDs brennen&man.growisofs.1; erstellt mit dem Programm
mkisofs das Dateisystem
und brennt anschließend die DVD. Vor dem Brennen
brauchen Sie daher kein Abbild der Daten zu erstellen.Wenn Sie von den Daten im Verzeichnis
/path/to/data eine
DVD+R oder eine DVD-R brennen wollen, benutzen Sie
das nachstehende Kommando:&prompt.root; growisofs -dvd-compat -Z /dev/cd0 -J -R /path/to/dataDie Optionen werden an
&man.mkisofs.8; durchgereicht und dienen zum Erstellen
des Dateisystems (hier: ein ISO-9660-Dateisystem mit
Joliet- und Rock-Ridge-Erweiterungen). Weiteres
entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.mkisofs.8;.Die Option wird für die erste
Aufnahme einer Session benötigt, egal ob Sie eine
Multi-Session-DVD brennen oder nicht. Für
/dev/cd0 müssen Sie
den Gerätenamen Ihres Brenners einsetzen. Die
Option schließt das
Medium, weitere Daten können danach nicht mehr
angehängt werden. Durch die Angabe dieser Option
kann das Medium von mehr DVD-ROM-Laufwerken gelesen
werden.Sie können auch ein vorher erstelltes Abbild
der Daten brennen. Die nachstehende Kommandozeile
brennt das Abbild in der Datei
imagefile.iso:&prompt.root; growisofs -dvd-compat -Z /dev/cd0=imagefile.isoDie Schreibgeschwindigkeit hängt von den
verwendeten Medium sowie dem verwendeten Gerät ab
und sollte automatisch gesetzt werden. Falls Sie die
Schreibgeschwindigkeit vorgeben möchten, verwenden
Sie den Parameter . Weiteres
erfahren Sie in der Hilfeseite &man.growisofs.1;.DVDDVD-VideoDVD-Videos brennenEin DVD-Video ist eine spezielle Anordnung von Dateien, die
auf den ISO-9660 und den micro-UDF (M-UDF) Spezifikationen
beruht. Ein DVD-Video ist auf eine bestimmte Datei-Hierarchie
angewiesen. Daher müssen Sie DVDs mit speziellen
Programmen wie multimedia/dvdauthor
erstellen.Wenn Sie schon ein Abbild des Dateisystems eines
DVD-Videos haben, brennen Sie das Abbild wie jedes
andere auch. Eine passende Kommandozeile finden Sie
im vorigen Abschnitt. Wenn Sie die DVD im Verzeichnis
/path/to/video
zusammengestellt haben, erstellen Sie das DVD-Video
mit dem nachstehenden Kommando:&prompt.root; growisofs -Z /dev/cd0 -dvd-video /path/to/videoDie Option wird an
&man.mkisofs.8; weitergereicht. Dadurch erstellt
&man.mkisofs.8; die Datei-Hierarchie für ein
DVD-Video. Weiterhin bewirkt die Angabe von
, dass &man.growisofs.1;
mit der Option aufgerufen wird.DVDDVD+RWDVD+RW-Medien benutzenIm Gegensatz zu CD-RW-Medien müssen Sie DVD+RW-Medien
erst formatieren, bevor Sie die Medien benutzen.
Sie sollten &man.growisofs.1; einzetzen, da das Programm
Medien automatisch formatiert, wenn es erforderlich
ist. Sie können eine DVD+RW aber auch mit dem
Kommando dvd+rw-format formatieren:&prompt.root; dvd+rw-format /dev/cd0Sie müssen das Kommando nur einmal mit
neuen Medien laufen lassen. Anschließend
können Sie DVD+RWs, wie in den vorigen
Abschnitten beschrieben, brennen.Wenn Sie auf einer DVD+RW ein neues Dateisystem
erstellen wollen, brauchen Sie die DVD+RW vorher
nicht zu löschen. Überschreiben Sie
einfach das vorige Dateisystem indem Sie eine neue
Session anlegen:&prompt.root; growisofs -Z /dev/cd0 -J -R /path/to/newdataMit dem DVD+RW-Format ist es leicht, Daten an eine
vorherige Aufnahme anzuhängen. Dazu wird eine neue
Session mit der schon bestehenden zusammengeführt.
Es wird keine Multi-Session geschrieben, sondern
&man.growisofs.1; vergrößert
das ISO-9660-Dateisystem auf dem Medium.Das folgende Kommando fügt weitere Daten zu
einer vorher erstellten DVD+RW hinzu:&prompt.root; growisofs -M /dev/cd0 -J -R /path/to/nextdataWenn Sie eine DVD+RW erweitern, verwenden Sie
dieselben &man.mkisofs.8;-Optionen wie beim Erstellen
der DVD+RW.Um die Kompatibilität mit DVD-ROM-Laufwerken
zu gewährleisten, wollen Sie vielleicht die
Option einsetzen.
Zu einem DVD+RW-Medium können Sie mit dieser
Option auch weiterhin Daten hinzufügen.Wenn Sie das Medium aus irgendwelchen Gründen
doch löschen müssen, verwenden Sie den
nachstehenden Befehl:&prompt.root; growisofs -Z /dev/cd0=/dev/zeroDVDDVD-RWDVD-RW-Medien benutzenEine DVD-RW kann mit zwei Methoden beschrieben werden:
Sequential-Recording oder
Restricted-Overwrite. Voreingestellt
ist Sequential-Recording.Eine neue DVD-RW kann direkt beschrieben werden; sie
muss nicht vorher formatiert werden. Allerdings muss
eine DVD-RW, die mit Sequential-Recording aufgenommen
wurde, zuerst gelöscht werden, bevor eine neue Session
aufgenommen werden kann.Der folgende Befehl löscht eine DVD-RW im
Sequential-Recording-Modus:&prompt.root; dvd+rw-format -blank=full /dev/cd0Das vollständige Löschen
() dauert mit einem
1x Medium ungefähr eine Stunde. Wenn die
DVD-RW im Disk-At-Once-Modus (DAO) aufgenommen wurde,
kann Sie mit der Option schneller
gelöscht werden. Um eine DVD-RW im DAO-Modus zu
brennen, benutzen Sie das folgende Kommando:&prompt.root; growisofs -use-the-force-luke=dao -Z /dev/cd0=imagefile.isoDie Option
sollte nicht erforderlich sein, da &man.growisofs.1;
den DAO-Modus erkennt.Der Restricted-Overwrite-Modus sollte mit jeder
DVD-RW verwendet werden, da er flexibler als der
voreingestellte Sequential-Recording-Modus ist.Um Daten auf eine DVD-RW im Sequential-Recording-Modus
zu schreiben, benutzen Sie dasselbe Kommando wie
für die anderen DVD-Formate:&prompt.root; growisofs -Z /dev/cd0 -J -R /path/to/dataWenn Sie weitere Daten zu einer Aufnahme hinzufügen
wollen, benutzen Sie die Option von
&man.growisofs.1;. Werden die Daten im Sequential-Recording-Modus
hinzugefügt, wird eine neue Session erstellt.
Das Ergebnis ist ein Multi-Session-Medium.Eine DVD-RW im Restricted-Overwrite-Modus muss nicht
gelöscht werden, um eine neue Session aufzunehmen.
Sie können das Medium einfach mit der Option
überschreiben, ähnlich wie
bei DVD+RW. Mit der Option können
Sie das ISO-9660-Dateisystem, wie mit einer DVD+RW,
vergrößern. Die DVD enthält danach eine
Session.Benutzen sie das nachstehende Kommando, um den
Restricted-Overwrite-Modus einzustellen:&prompt.root; dvd+rw-format /dev/cd0Das folgende Kommando stellt den Modus wieder auf
Sequential-Recording zurück:&prompt.root; dvd+rw-format -blank=full /dev/cd0Multi-SessionNur wenige DVD-ROM-Laufwerke können
Multi-Session-DVDs lesen. Meist lesen die Spieler nur
die erste Session. Mehrere Sessions werden von
DVD+R, DVD-R und DVD-RW im Sequential-Recording-Modus
unterstützt. Im Modus Restricted-Overwrite gibt
es nur eine Session.Wenn das Medium noch nicht geschlossen ist, erstellt
das nachstehende Kommando eine neue Session auf einer
DVD+R, DVD-R oder DVD-RW im Sequential-Recording-Modus:&prompt.root; growisofs -M /dev/cd0 -J -R /path/to/nextdataWird diese Kommandozeile mit DVD+RW- oder DVD-RW-Medien
im Restricted-Overwrite-Modus benutzt, werden die
neuen Daten mit den Daten der bestehenden Session
zusammengeführt. Das Medium enthält danach
eine Session. Auf diesem Weg werden neue Daten zu
einer bestehenden Session hinzugefügt.Für den Anfang und das Ende einer Session
wird auf dem Medium zusätzlicher Platz verbraucht.
Um den Speicherplatz auf dem Medium optimal auszunutzen,
sollten Sie daher Sessions mit vielen Daten hinzufügen.
Auf ein DVD+R-Medium passen maximal 154 Sessions,
2000 Sessions auf ein DVD-R-Medium und
127 Sessions auf eine DVD+R Double Layer.WeiterführendesDas Kommando dvd+rw-mediainfo
/dev/cd0 zeigt
Informationen über eine im Laufwerk liegende
DVD an.Weiteres zu den dvd+rw-tools
lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.growisofs.1;,
auf der dvd+rw-tools
Web-Seite oder in den Archiven der cdwrite-Mailingliste.DVD-RAMDVDDVD-RAMKonfigurationDVD-RAM-fähige Brenner werden sowohl mit SCSI-
als auch mit ATAPI-Schnittstelle angeboten. Verwenden Sie
ein ATAPI-Gerät, müssen Sie den DMA-Modus
aktivieren. Dazu fügen Sie die folgende Zeile in
/boot/loader.conf ein:hw.ata.atapi_dma="1"Das Medium vorbereitenWie weiter oben in diesem Kapitel bereits erwähnt,
kann man eine DVD-RAM mit einer Wechselplatte vergleichen.
Wie diese muss auch eine DVD-RAM vor dem ersten Einsatz
vorbereitet werden. In unserem Beispiel
wird das gesamte Medium mit dem Standard-UFS2-Dateisystem
formatiert.Dazu geben Sie als root bei
eingelegter DVD-RAM die folgenden Befehle ein:
- &prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/acd0 count=2
+ &prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/acd0 bs=2k count=1
&prompt.root; bsdlabel -Bw acd0
&prompt.root; newfs /dev/acd0Denken Sie dabei daran, dass Sie gegebenenfalls die
Gerätedatei (hier acd0) an
Ihre Konfiguration anpassen müssen.Das Medium einsetzenNachdem Sie das Medium vorbereitet haben, können
Sie das DVD-RAM-Medium in Ihren Verzeichnisbaum
einhängen:&prompt.root; mount /dev/acd0/mntDanach können Sie schreibend und lesend auf das
Medium zugreifen.JulioMerinoOriginal von MartinKarlssonUmgeschrieben von Disketten benutzenDisketten sind nützlich, wenn kein anderes
bewegliches Speichermedium vorhanden ist oder wenn
nur kleine Datenmengen transferiert werden sollen.Dieser Abschnitt beschreibt die Handhabung von Disketten
unter FreeBSD. Hauptsächlich geht es um die
Formatierung und Benutzung von 3,5 Zoll Disketten,
doch lassen sich die Konzepte leicht auf Disketten anderer
Formate übertragen.Disketten formatierenDie GerätedateienWie auf jedes andere Gerät auch, greifen Sie
auf Disketten über Einträge im Verzeichnis
/dev zu. Verwenden Sie dazu die
Einträge
/dev/fdN.FormatierungBevor eine Diskette benutzt werden kann, muss Sie
(low-level) formatiert werden, was normalerweise der
Hersteller schon gemacht hat. Sie können die
Diskette allerdings noch einmal formatieren, um das Medium zu
überprüfen. Es ist möglich, die
Kapazität der Diskette zu verändern,
allerdings sind die meisten Disketten auf 1440 kB
ausgelegt.Mit &man.fdformat.1; formatieren Sie eine
Diskette. Das Kommando erwartet die Angabe eines
Gerätenamens.Achten Sie bei der Formatierung
auf Fehlermeldungen, die schlechte Speichermedien
anzeigen.Disketten formatierenDie Disketten werden mithilfe der Gerätedatei
/dev/fdN
formatiert. Legen Sie eine 3,5 Zoll Diskette in
Ihr Laufwerk ein und führen das folgende Kommando
aus:&prompt.root; /usr/sbin/fdformat -f 1440 /dev/fd0Das DisklabelNach dem Formatieren muss auf der Diskette ein Disklabel
erstellt werden. Das Disklabel wird später zerstört, ist
aber notwendig, um die Größe und Geometrie der Diskette
zu erkennen.Das Disklabel gilt für die ganze Diskette und enthält
alle Informationen über die Geometrie der Diskette. Eine
Liste der möglichen Geometrien finden Sie in
/etc/disktab.Erstellen Sie nun das Label mit &man.bsdlabel.8;:&prompt.root; /sbin/bsdlabel -B -w /dev/fd0 fd1440Das DateisystemAuf der Diskette muss nun ein Dateisystem erstellt werden
(high-level Formatierung), damit FreeBSD von der Diskette lesen und
auf sie schreiben kann. Das Disklabel wird durch das Anlegen eines
Dateisystems zerstört. Falls Sie die Diskette später erneut
formatieren wollen, müssen Sie dann auch ein neues Disklabel
anlegen.Sie können entweder UFS oder FAT als Dateisystem
verwenden. Für Floppies ist FAT das beste Dateisystem.Das folgende Kommando legt ein Dateisystem auf der Diskette
an:&prompt.root; /sbin/newfs_msdos /dev/fd0Die Diskette kann nun benutzt werden.Verwenden der DisketteZum Einhägen der Diskette in das Dateisystem
verwenden Sie den Befehl &man.mount.msdosfs.8;. Sie
können auch den
Port emulators/mtools
verwenden, um mit der Diskette zu arbeiten.Bandmedien benutzenBandmedienDie wichtigsten Bandmedien sind 4mm, 8mm, QIC,
Mini-Cartridge und DLT.4mm (DDS: Digital Data Storage)BandmedienDDS (4mm) BänderBandmedienQIC BänderDie 4mm-Bänder ersetzen mehr und mehr das QIC-Format als
Backupmedium der Wahl für Workstations. Dieser Trend nahm stark
zu, als Conner die Firma Archive, einen führenden Hersteller von
QIC-Laufwerken, aufkaufte und die Produktion von QIC-Laufwerken
stoppte. 4mm-Laufwerke sind klein und ruhig, haben aber nicht den
gleichen Ruf der Zuverlässigkeit, den die 8mm-Laufwerke
genießen. Die 4mm-Kassetten sind preiswerter und mit den
Maßen 76,2 x 50,8 x 12,7 mm
(3 x 2 x 0,5 Inch) kleiner als die
8mm-Kassetten. Sowohl die 4mm- als auch die 8mm-Magnetköpfe
haben eine relativ kurze Lebensdauer, weil beide die gleiche
Helical-Scan-Technik benutzen.Der Datendurchsatz dieser Laufwerke beginnt bei etwa
150 kByte/s, Spitzenwerte liegen bei etwa 500 kByte/s.
Die Datenkapazität liegt zwischen 1,3 GB und 2 GB.
Die meisten Geräte haben eine Hardwarekompression eingebaut,
die die Kapazität ungefähr verdoppelt. Es gibt
Multi-Drive-Einheiten für Bandbibliotheken mit bis zu 6
Laufwerken in einem Gehäuse und automatischem Bandwechsel. Die
Kapazität einer solchen Bibliothek liegt bei 240 GB.Der Standard DDS-3 unterstützt nun Bandkapazitäten bis
zu 12 GB (oder komprimiert 24 GB).4mm-Laufwerke, ebenso wie 8mm-Laufwerke, verwenden Helical-Scan.
Alle Vor- und Nachteile von Helical-Scan gelten sowohl für 4mm-
als auch für 8mm-Laufwerke.Bänder sollten nach 2.000 Banddurchläufen oder 100
vollen Backups ersetzt werden.8mm (Exabyte)BandmedienExabyte (8mm) Bänder8mm-Bänder sind die verbreitetsten SCSI-Bandlaufwerke; sie
sind das geeignetste Bandformat zum Austausch von Bändern.
Fast an jedem Standort gibt es ein 8mm-Bandlaufwerk mit 2 GB.
8mm-Bänder sind zuverlässig, gut zu handhaben und
arbeiten leise. Bandkassetten sind preiswert und klein mit
122 x 84 x 15 mm
(4,8 x 3,3 x 0,6 Inch). Ein Nachteil
der 8mm-Technik ist die relativ kurze Lebensdauer des
Schreib-/Lesekopfs und der Bänder auf Grund der hohen
Relativgeschwindigkeit des Bandes über die Köpfe
hinweg.Der Datendurchsatz liegt ungefähr zwischen
250 kByte/s und 500 kByte/s. Die Datenkapazität
beginnt bei 300 MB und erreicht bis zu 7 GB bei den
Spitzengeräten. Die meisten Geräte
haben eine Hardwarekompression eingebaut, die die Kapazität
ungefähr verdoppelt. Diese Laufwerke sind erhältlich in
Form von Einzelgeräten oder als Multi-Drive-Bandbibliotheken mit
6 Laufwerken und 120 Bändern in einem Gehäuse. Die
Bänder werden von der Geräteeinheit automatisch gewechselt.
Die Kapazität einer solchen Bibliothek liegt bei 840 GB und
mehr.Das Exabyte-Modell Mammoth unterstützt
12 GB auf einem Band (24 GB mit Kompression) und kostet
etwa doppelt so viel wie ein konventionelles Bandlaufwerk.Die Daten werden mittels Helical-Scan auf das Band
aufgezeichnet, die Köpfe sind leicht schräg zum Medium
angebracht (mit einem Winkel von etwa 6 Grad). Das Band wickelt
sich 270 Grad um die Spule, die die Köpfe trägt.
Die Spule dreht sich, während das Band darüberläuft.
Das Resultat ist eine hohe Datendichte und eng gepackte Spuren,
die von einem Rand des Bands zum gegenüberliegenden quer
über das Band abgewinkelt verlaufen.QICBandmedienQIC-150QIC-150-Bänder und -Laufwerke sind wohl der am weitesten
verbreitete Bandtyp überhaupt. QIC-Bandlaufwerke sind die
preiswertesten seriösen Backupgeräte,
die angeboten werden. Der Nachteil dabei ist der hohe Preis
der Bänder. QIC-Bänder sind im Vergleich zu 8mm- oder
4mm-Bändern bis zu fünf Mal teurer, wenn man den Preis
auf 1 GB Datenkapazität umrechnet. Aber wenn Ihr Bedarf
mit einem halben Dutzend Bänder abgedeckt werden kann,
mag QIC die richtige Wahl sein.QIC ist der gängigste
Bandlaufwerkstyp. Jeder Standort hat ein QIC-Laufwerk der einen oder
anderen Dichte. Aber gerade das ist der Haken an der Sache, QIC
bietet eine große Anzahl verschiedener Datendichten auf
physikalisch ähnlichen (manchmal gleichen) Bändern.
QIC-Laufwerke sind nicht leise. Diese Laufwerke suchen lautstark die
richtige Bandstelle, bevor sie mit der Datenaufzeichnung beginnen.
Sie sind während des Lesens, Schreibens und Suchens deutlich
hörbar.Die Abmessungen der QIC-Kassetten betragen
152 x 102 x 17 mm
(6 x 4 x 0,7 Inch).Der Datendurchsatz liegt ungefähr zwischen
150 kByte/s und 500 kByte/s. Die Datenkapazität
reicht von 40 MB bis zu 15 GB.
Hardwarekompression ist in vielen der neueren QIC-Laufwerke eingebaut.
QIC-Laufwerke werden heute seltener eingesetzt; sie werden von den
DAT-Laufwerken abgelöst.Die Daten werden auf dem Band in Spuren aufgezeichnet. Die
Spuren verlaufen entlang der Längsachse des Bandmediums von einem
Ende zum anderen. Die Anzahl der Spuren, und damit auch die Breite
einer Spur, variiert mit der Kapazität des Laufwerks. Die
meisten, wenn nicht alle neueren Laufwerke sind
rückwärtskompatibel, zumindest zum Lesen (aber oft auch zum
Schreiben). QIC hat einen guten Ruf bezüglich der
Datensicherheit (die Mechanik ist einfacher und robuster als diejenige
der Helical-Scan-Laufwerke).Bänder sollten nach 5,000 Backups ersetzt werden.DLTBandmedienDLTDLT hat die schnellste Datentransferrate von allen hier
aufgelisteten Gerätetypen. Das 1/2-Inch-Band (12,7 mm)
befindet sich in einer Spulkassette mit den Abmessungen
101,6 x 101,6 x 25,4 mm
(4 x 4 x 1 Inch). Die eine Seite
der Kassette hat eine bewegliche Abdeckung. Der Laufwerksmechanismus
öffnet diese Abdeckung und zieht die Bandführung heraus.
Die Bandführung trägt ein ovales Loch, die das Laufwerk
zum Einhängen des Bandes benutzt. Die
Aufwickelspule befindet sich im Innern des Bandlaufwerks. Bei allen
anderen hier besprochenen Bandkassetten (9-Spur-Bänder
sind die einzige Ausnahme) befinden sich sowohl die Auf- als auch
die Abwickelspule im Inneren der Bandkassette.Der Datendurchsatz liegt bei etwa 1,5 MBytes/s, der dreifache
Durchsatz der 4mm-, 8mm- oder QIC-Bandlaufwerke. Die
Datenkapazität reicht von 10 GB bis 20 GB für
Einfachlaufwerke. Auch Mehrfachbandgeräte sind erhältlich,
sowohl als Bandwechsler wie auch als Multi-Drive-Bandbibliotheken, die
Platz für 5 bis 900 Bänder verteilt auf 1 bis 20 Laufwerke
enthalten, mit einer Speicherkapazität von 50 GB bis
9 TB.Mit Kompression unterstützt das Format DLT Type IV bis zu
70 GB Kapazität.Die Daten werden auf dem Band in Spuren aufgezeichnet, die
parallel zur Bewegungsrichtung verlaufen (gerade so wie bei den
QIC-Bändern). Zwei Spuren werden dabei gleichzeitig beschrieben.
Die Lebenszeit der Lese- und Schreibköpfe sind relativ lang; denn
sobald das Band anhält, gibt es keine Relativbewegung mehr
zwischen den Köpfen und dem Band.AITBandmedienAITAIT ist ein neues Format von Sony, das (mit Kompression) bis zu
50 GB pro Band speichern kann. Die Bänder haben einen
Speicherchip, der einen Index mit dem Inhalt des Bandes anlegt.
Dieser Index kann vom Bandlaufwerk zur schnellen Bestimmung der Lage
von Dateien auf dem Band benutzt werden, während andere
Bänder einige Minuten zur Lokalisierung benötigen.Entsprechende Software wie etwa
SAMS:Alexandria können 40
oder mehr AIT-Bandbibliotheken verarbeiten, indem sie
direkt mit dem Speicherchip des Bandes kommunizieren, wenn der
Bandinhalt am Bildschirm dargestellt werden soll oder bestimmt werden
soll, welche Dateien auf welchem Band gespeichert sind, oder um das
richtige Band zu lokalisieren, zu laden und Daten vom Band
zurückzuspielen. Bibliotheken dieser Art liegen in der
Preiskategorie von $20,000, womit sie etwas aus dem Hobbymarkt
herausfallen.Die erste Benutzung eines neuen BandsDer Versuch ein neues, vollkommen leeres Band ohne weiteres zu
lesen oder zu beschreiben wird schief gehen. Auf der Konsole werden
dann Meldungen ähnlich wie folgt ausgegeben:sa0(ncr1:4:0): NOT READY asc:4,1
0(ncr1:4:0): Logical unit is in process of becoming readyDas Band enthält nämlich keinen Identifier-Block
(Blocknummer 0). Alle QIC-Bandlaufwerke seit der Einführung des
QIC-525-Standards schreiben einen Identifier-Block auf das Band. Es
gibt zwei Lösungen:mt fsf 1 veranlasst das Bandlaufwerk
einen Identifier-Block auf das Band zu schreiben.Das Band durch Drücken des Bandauswurfknopfs an der
Vorderseite des Bandgeräts auswerfen.Danach das Band wieder einlegen und mit
dump Daten auf das Band
übertragen.Das Kommando dump gibt die Meldung
DUMP: End of tape detected zurück
und die Konsole zeigt:
HARDWARE FAILURE info:280 asc:80,96.Das Band zurückspulen mit dem Kommando:
mt rewind.Nachfolgende Bandoperationen werden dann erfolgreich
ausgeführt.Was ist mit Backups auf Disketten?Kann ich Disketten zum Backup meiner Daten verwenden?Backup DiskettenDiskettenDisketten sind kein wirklich geeignetes Medium für Backups
aus folgenden Gründen:Disketten sind unzuverlässig, besonders
langfristig.Speichern und Wiederherstellen ist sehr langsam.Sie haben eine sehr eingeschränkte Kapazität (Die
Zeiten sind längst vorbei, wo eine ganze Festplatte auf ein
Dutzend Floppies oder so gespeichert werden konnte).Wenn jedoch keine andere Möglichkeit zum Datenbackup
vorhanden ist, dann sind Disketten immer noch besser als gar kein
Backup.Wenn man gezwungen ist Disketten zu verwenden, dann sollte man
auf eine gute Qualität achten. Floppies, die schon einige Jahre
im Büro herumgelegen haben, sind eine schlechte Wahl. Ideal sind
neue Disketten von einem renommierten Hersteller.Wie mache ich ein Backup auf Disketten?Die beste Art eines Diskettenbackups ist der Befehl
&man.tar.1; mit der Mehrfachband-Option ,
die es ermöglicht ein Backup über mehrere
Floppies zu verteilen.Ein Backup aller Dateien im aktuellen Verzeichnis
einschließlich aller Unterverzeichnisse wird durch den folgenden
Befehl veranlasst (als root):&prompt.root; tar Mcvf /dev/fd0 *Wenn die erste Floppy voll ist, meldet sich &man.tar.1;
und verlangt einen Diskettenwechsel (weil &man.tar.1;
unabhängig vom
Medium arbeitet, wird das nächste Band (Volume) verlangt, was in
diesem Zusammenhang eine Diskette bedeutet), in etwa wie folgt:Prepare volume #2 for /dev/fd0 and hit return:Dies wird mit steigender Volumenzahl wiederholt, bis alle
angegebenen Dateien archiviert sind.Können Diskettenbackups komprimiert werden?targzipKompressionLeider erlaubt es &man.tar.1; nicht, die Option
für Multi-Volume-Archive zu verwenden.
Man kann natürlich alle Dateien mit &man.gzip.1;
komprimieren, sie mit &man.tar.1; auf die Floppies
aufspielen, und dann die Dateien wieder &man.gunzip.1;
entkomprimieren!Wie werden Diskettenbackups wieder hergestellt?Zur Wiederherstellung des gesamten Archivs verwendet man:&prompt.root; tar Mxvf /dev/fd0Eine Methode um nur bestimmte Dateien wieder her zu stellen ist
mit der ersten Diskette den folgenden Befehl auszuführen:&prompt.root; tar Mxvf /dev/fd0 filename&man.tar.1; wird dann die folgenden Disketten anfordern,
bis die benötigte Datei gefunden ist.Wenn man die Diskette kennt, auf der sich die Datei befindet,
kann man alternativ diese Diskette auch direkt einlegen und den
gleichen Befehl wie oben verwenden. Man beachte, dass, falls die
erste Datei eine Fortsetzung einer Datei von einer
der vorigen Disketten ist, &man.tar.1; die Warnung ausgibt,
dass diese Datei nicht wiederhergestellt werden kann, selbst dann,
wenn dies gar nicht verlangt wurde!LowellGilbertBeigetragen von Backup-StrategienWenn Sie eine eigene Backup-Strategie planen, müssen Sie
darauf achten, dass jedes der folgenden Probleme von Ihrer
Strategie abgedeckt wird:Plattendefekte.Versehentliches Löschen von Dateien.Eine nicht vorhersehbare Korrumpierung von Dateien.Die vollständige Zerstörung Ihres Systems, etwa
durch ein Feuer. Dazu gehört auch die Zerstörung
von Backups, die am gleichen Ort aufbewahrt werden.Es ist nicht nur möglich, dass ein System
für jedes dieser Probleme eine eigene (oft völlig
unterschiedliche) Strategie benötigt. Es ist vielmehr
unwahrscheinlich (sieht man von Systemen ab, die keine
wichtigen Daten enthalten), dass eine Technik alle
Problembereiche abdecken kann.Häufig verwendeten Techniken sind unter anderen:Die Archivierung des kompletten Systems auf externen
Datenträgern, die an einem gesonderten Ort aufbewahrt
werden. Dieser Ansatz schützt zwar vor allen oben
angeführten Problemen, ist aber zeitaufwändig.
Auch eine Wiederherstellung des Systems ist nicht ohne
weiteres möglich. Zwar können Sie Kopien Ihrer
Backups auch vor Ort und/oder auf online zugängigen
Systemen aufbewahren, was aber nichts daran ändert,
dass eine Wiederherstellung, insbesondere für nicht
privilegierte Benutzer, nach wie vor nicht ohne weiteres
möglich ist.Dateisystem-Snapshots. Diese Technik hilft zwar nur
gegen das versehentliche Löschen von Dateien, in einem
solchen Fall ist sie aber äußerst
hilfreich. Vorteile dieser Technik sind außerdem die
leichte und schnelle Implementierung und Handhabung.Das Erstellen von Kopien ganzer Dateisysteme und/oder
Platten (etwa durch einen periodischen &man.rsync.1;-Transfer des
kompletten Systems). Diese Technik ist insbesondere in
Netzwerken mit besonderen Anforderungen nützlich. Der
Schutz vor Plattendefekten ist allerdings schlechter als beim
Einsatz von RAID. Die
Fähigkeiten zur Wiederherstellung gelöschter
Dateien sind mit denen von UFS-Snapshots
vergleichbar. Ob diese Technik für Sie geeignet ist,
hängt also letztlich von Ihren Anforderungen ab.RAID. Minimiert oder vermeidet
Ausfallzeiten, die durch einen Plattendefekt verursacht werden
könnten. Zwar können Plattendefekte (aufgrund
der höheren Anzahl verwendeter Platten) häufiger
auftreten, sie stellen aber dann kein so akutes Problem
dar.Das Überprüfen von Datei-Fingerprints durch
&man.mtree.8;. Dabei handelt es sich zwar um keine
Backup-Technik im eigentlichen Sinne, Sie werden durch den
Einsatz dieser Werkzeugs aber informiert, dass Sie auf Ihre
Backups zurückgreifen müssen. Dies ist insbesondere
beim Einsatz von Offline-Backups von großer Bedeutung.
Daher sollte diese Technik regelmäßig eingesetzt
werden.Es gibt noch zahlreiche weitere Techniken, von denen aber viele
nur Variationen der eben beschriebenen Techniken sind. Spezielle
Anforderungen erfordern dabei in der Regel auch spezielle
Backup-Techniken (so erfordert das Backup einer aktiven Datenbank
in der Regel ein auf die eingesetzte Datenbank-Software abgestimmtes
Verfahren). Entscheidend ist daher immer, gegen welche Gefahren
Sie sich schützen und wie Sie diesen Schutz realisieren
wollen.DatensicherungDie drei wichtigsten Programme zur Sicherung von Daten sind
&man.dump.8;, &man.tar.1; und &man.cpio.1;.Sichern und WiederherstellenDatensicherungBackupBackup-SoftwaredumpBackup-Softwarerestoredumprestoredump und restore sind die
traditionellen
Backupprogramme in &unix; Systemen. Sie betrachten das Laufwerk als eine
Ansammlung von Blöcken, operieren also unterhalb dem
Abstraktionslevel von Dateien, Links und Verzeichnissen, die die
Grundlage des Dateisystemkonzepts bilden. dump
sichert ein ganzes Dateisystem auf einem Gerät, es ist nicht
möglich nur einen Teil des Dateisystems, oder einen
Verzeichnisbaum, der mehr als ein Dateisystem umfasst zu
sichern. dump schreibt keine Dateien oder
Verzeichnisse auf das Band, sondern die Blöcke, aus denen
Dateien und Verzeichnisse bestehen.Wenn Sie mit dump das Root-Verzeichnis
sichern, werden /home, /usr
und viele andere Verzeichnisse nicht gesichert, da dies normalerweise
Mountpunkte für andere Dateisysteme oder symbolische Links
zu diesen Dateisystemen sind.dump hat einige Eigenarten, die noch aus den
frühen Tagen der Version 6 von AT&T UNIX (ca. 1975)
stammen. Die Parameter
sind für 9-Spur-Bänder (6250 bpi) voreingestellt,
nicht auf die heute üblichen Medien hoher Dichte (bis zu
62.182 ftpi). Bei der Verwendung der Kapazitäten
moderner Bandlaufwerke muss diese Voreinstellung auf der
Kommandozeile überschrieben werden..rhostsrdump und rrestore
können Daten über
Netzwerk auf ein Band, das sich in einem Laufwerk eines anderen
Computers befindet, überspielen. Beide Programme benutzen die
Funktionen &man.rcmd.3; und &man.ruserok.3; zum
Zugriff auf das entfernte
Bandlaufwerk. Daher muss der Anwender, der das Backup
durchführt, auf dem entfernten Rechner in
.rhosts eingetragen sein.Die Argumente zu rdump und
rrestore müssen
zur Verwendung auf dem entfernten Computer geeignet sein.
Wenn Sie zum Beispiel mit rdump von einem
FreeBSD-Rechner aus auf ein Exabyte-Bandlaufwerk einer Sun mit
Namen komodo zugreifen möchten, setzen Sie
das folgende Kommando ab:&prompt.root; /sbin/rdump 0dsbfu 54000 13000 126 komodo:/dev/nsa8 /dev/da0a 2>&1Zum Ausführen dieses Kommandos müssen Sie auf dem
entfernten Rechner in .rhosts eingetragen
sein. Die r-Kommandos sind ein großes Sicherheitsrisiko,
daher sollten Sie deren Verwendung sorgfältig
abwägen.Es ist auch möglich, dump und
restore über eine gesicherte Verbindung
mit ssh einzusetzen:dump mit ssh
benutzen&prompt.root; /sbin/dump -0uan -f - /usr | gzip -2 | ssh -c blowfish \
targetuser@targetmachine.example.com dd of=/mybigfiles/dump-usr-l0.gzSie können ebenfalls mit der internen Methode
von dump auf entfernte Rechner zugreifen,
indem Sie die Umgebungsvariable RSH
setzen:dump über ssh
mit gesetzter RSH benutzen&prompt.root; RSH=/usr/bin/ssh /sbin/dump -0uan -f tatargetuser@targetmachine.example.com:/dev/sa0 /usrtarBackup-Softwaretar&man.tar.1; stammt ebenfalls aus Version 6 von AT&T UNIX
(ca. 1975). tar arbeitet mit dem Dateisystem,
denn es schreibt Dateien und Verzeichnisse auf das Band.
tar unterstützt zwar nicht alle Optionen,
die bei &man.cpio.1; zur Verfügung stehen, aber dafür
erfordert es auch nicht die ungewöhnliche Kommando-Pipeline,
die von cpio verwendet wird.tarSeit FreeBSD 5.3 sind sowohl GNU tar
als auch bsdtar verfügbar. Die
GNU-Version starten Sie über gtar. Sie
unterstützt auch entfernte Geräte, wobei die von
rdump benutzte Syntax übernommen wurde.
Um Daten mit tar auf ein an einer
Sun-Workstation (namens komodo) angeschlossenes
Exabyte-Bandlaufwerk zu archivieren, geben Sie Folgendes ein:&prompt.root; /usr/bin/gtar cf komodo:/dev/nsa8 . 2>&1Alternativ können Sie für diese Sicherung auch
bsdtar verwenden, indem Sie die Daten
über eine Pipeline und rsh an das
entfernte Laufwerk senden:&prompt.root; tar cf - . | rsh hostname dd of=tape-device obs=20bWenn Sie Bedenken bezüglich der Sicherheit beim Backup
über das Netz haben, sollten Sie ssh anstatt
rsh benutzen.CpioBackup-Softwarecpiocpio&man.cpio.1; ist das ursprüngliche Programm von
&unix; Systemen zum Dateitransfer mit magnetischen Medien.
cpio hat (neben vielen anderen
Leistungsmerkmalen) Optionen zum Byte-Swapping, zum Schreiben
einer Anzahl verschiedener Archivformate und zum Weiterleiten von
Daten an andere Programme über eine Pipeline. Dieses letzte
Leistungsmerkmal macht cpio zu einer
ausgezeichneten Wahl für Installationsmedien. Leider kann
cpio keine
Dateibäume durchlaufen, so dass eine Liste der zu bearbeitenden
Dateien über stdin angegeben werden
muss.cpio unterstützt keine Backups
über das Netzwerk. Man kann aber eine Pipeline und
rsh verwenden, um
Daten an ein entferntes Bandlaufwerk zu senden.&prompt.root; for f in directory_list; dofind $f >> backup.listdone
&prompt.root; cpio -v -o --format=newc < backup.list | ssh user@host "cat > backup_device"Dabei steht directory_list für
eine Aufzählung der Verzeichnisse, die Sie sichern wollen.
user@host
gibt den Benutzer auf dem Zielrechner an, der die Sicherung
laufen lässt. Der Ort der Sicherung wird durch
backup_device angegeben
(z.B. /dev/nsa0).paxBackup-SoftwarepaxpaxPOSIXIEEE&man.pax.1; ist die Antwort von IEEE/&posix; auf
tar und cpio.
Über die Jahre hinweg sind die verschiedenen
Versionen von tar und cpio leicht
inkompatibel geworden. Daher hat &posix;, statt eine Standardisierung
zwischen diesen auszufechten, ein neues Archivprogramm geschaffen.
pax versucht viele der unterschiedlichen
cpio- und tar-Formate zu lesen
und zu schreiben, außerdem einige neue, eigene Formate. Die
Kommandostruktur ähnelt eher cpio als
tar.AmandaBackup-SoftwareAmandaAmandaAmanda
(Advanced Maryland Network Disk Archiver) ist ein
Client/Server-Backupsystem, nicht nur ein einzelnes Programm.
Ein Amanda-Server kann auf einem
einzigen Bandlaufwerk Datensicherungen von jeder beliebigen
Anzahl von Computern speichern, sofern auf diesen jeweils ein
Amanda-Client läuft und sie
über Netzwerk mit dem Amanda-Server
verbunden sind.Ein häufiges Problem bei Standorten mit einer Anzahl
großer Festplatten ist, dass das Kopieren der Daten auf
Band langsamer vor sich geht als solche Daten anfallen.
Amanda löst dieses Problem
durch Verwendung einer Holding Disk, einer Festplatte
zum gleichzeitigen Zwischenspeichern mehrerer Dateisysteme.Für Datensicherungen über einen längeren
Zeitraum erzeugt AmandaArchivsets von allen Dateisystemen, die in
Amandas Konfigurationsdatei genannt
werden. Ein Archivset ist eine Gruppe von Bändern mit
vollen Backups und Reihen von inkrementellen (oder differentiellen)
Backups, die jeweils nur die Unterschiede zum vorigen
Backup enthalten. Zur Wiederherstellung von beschädigten
Dateisystemen benötigt man Das Letzte volle Backup und alle
darauf folgenden inkrementellen Backups.Die Konfigurationsdatei ermöglicht die Feineinstellung
der Backups und des Netzwerkverkehrs von
Amanda. Amanda
kann zum Schreiben der Daten auf das Band jedes der oben
beschriebenen Backuprogramme verwenden.
Amanda ist nicht Teil des Basissystems,
Sie müssen Amanda über
die Ports-Sammlung oder als Paket installieren.Tue nichtsTue nichts ist kein Computerprogramm, sondern die
am häufigsten angewendete Backupstrategie. Diese kostet nichts,
man muss keinen Backupplan befolgen, einfach nur nein sagen. Wenn
etwas passiert, einfach grinsen und ertragen!Wenn Ihre Zeit und Ihre Daten nicht so wichtig sind, dann ist
die Strategie Tue nichts das geeignetste Backupprogramm
für Ihren Computer. Aber &unix; ist ein nützliches Werkzeug,
Sie müssen damit rechnen, dass Sie innerhalb von sechs Monaten
eine Sammlung von Dateien haben, die für Sie wertvoll geworden
sind.Tue nichts ist die richtige Backupmethode für
/usr/obj und andere Verzeichnisbäume, die
vom Computer exakt wiedererzeugt werden können. Ein Beispiel
sind die Dateien, die diese Handbuchseiten darstellen – sie
wurden aus Quelldateien im Format SGML erzeugt.
Es ist nicht nötig, Sicherheitskopien der Dateien in den
sekundären Formaten wie etwa HTML zu
erstellen. Die Quelldateien in SGML sollten jedoch
in die regelmäßigen Backups mit einbezogen werden.Welches Backup-Programm ist am Besten?LISAdump, Punkt und Schluss.
Elizabeth D. Zwicky hat alle hier genannten Backup-Programme
bis zur Erschöpfung ausgetestet. Ihre eindeutige Wahl zur
Sicherung aller Daten mit Berücksichtigung aller Besonderheiten
von &unix; Dateisystemen ist dump.Elizabeth erzeugte Dateisysteme mit einer großen Vielfalt
ungewöhnlicher Bedingungen (und einiger gar nicht so
ungewöhnlicher) und testete jedes Programm durch ein Backup und
eine Wiederherstellung dieser Dateisysteme. Unter den Besonderheiten
waren Dateien mit Löchern, Dateien mit Löchern und einem
Block mit Null-Zeichen, Dateien mit ausgefallenen Buchstaben im
Dateinamen, unlesbare und nichtschreibbare Dateien,
Gerätedateien, Dateien, deren Länge sich während des
Backups ändert, Dateien, die während des Backups erzeugt und
gelöscht werden, u.v.m. Sie berichtete über ihre Ergebnisse
in LISA V im Oktober 1991, s. Torture-testing
Backup and Archive Programs.Die Wiederherstellung in einem NotfallVor dem UnglückEs sind nur vier Vorkehrungen zu treffen, um auf jedes
erdenkliche Unglück vorbereitet zu sein.bsdlabelAls erstes drucken Sie das bsdlabel jeder Ihrer Festplatten
(z.B. mittels bsdlabel da0 | lpr), die
Partitions- und Dateisystemtabelle jeder Festplatte (mit
/etc/fstab) sowie alle Bootmeldungen, jeweils
in zweifacher Ausfertigung.fix-it floppiesZweitens, überzeugen Sie sich, dass sowohl die
Bootdiskette als auch die Reparaturdiskette
(boot.flp bzw. fixit.flp)
all Ihre Geräte ansprechen können. Die einfachste Methode
dies nachzuprüfen ist, Ihren Rechner mit der Boot-Diskette im
Floppylaufwerk neu zu starten und die Bootmeldungen zu durchzusehen.
Wenn all Ihre Geräte aufgelistet sind und funktionieren,
können Sie weiter zu Schritt drei gehen.Ist das nicht der Fall, müssen Sie sich eine eigene
Version der beiden zum Booten benötigten Disketten erstellen.
Diese müssen einen Kernel enthalten, der all Ihre Platten
mounten kann und Zugriff auf Ihr Bandlaufwerk gestattet. Diese
Disketten müssen ferner folgende Programme enthalten:
fdisk, bsdlabel,
newfs, mount sowie
jedes Backup-Programm, das Sie verwenden. Diese Programme
müssen statisch gelinkt sein. Falls Sie dump
verwenden, muss die Diskette auch restore
enthalten.Drittens, machen Sie oft Backups auf Band. Jede Änderung
seit Ihrem letzten Backup kann unwiederbringlich verloren gehen.
Versehen Sie die Backup-Bänder mit Schreibschutz.Viertens, testen Sie aus, wie die Disketten (entweder
boot.flp und fixit.flp
oder Ihre beiden eigenen Disketten aus Schritt zwei) und die
Bänder mit den Backups zu behandeln sind. Machen Sie sich
Notizen zu diesem Test. Bewahren Sie diese Notizen zusammen mit den
Bootdisketten, den Ausdrucken und den Bändern mit den Backups
auf. Wenn der Ernstfall eintritt, werden Sie vielleicht so genervt
sein, dass Sie ohne Ihre Notizen vielleicht das Backup auf Ihren
Bändern zerstören. (Wie das geht? Man braucht nur
unglücklicherweise den Befehl tar cvf
/dev/sa0 einzugeben um ein Band zu
überschreiben).Als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung, kann man jeweils
die Disketten und Bänder zweifach erstellen. Eine der Kopien
sollte an einem entfernten Standort aufbewahrt werden. Ein
entfernter Standort ist NICHT der Keller im gleichen
Bürogebäude. Eine Anzahl von Firmen im World Trade Center
musste diese Lektion auf die harte Tour lernen. Ein entfernter
Standort sollte von Ihrem Computer und Ihren Festplatten
physikalisch durch eine erhebliche Entfernung getrennt sein.Ein Beispielskript zum Erstellen eigener Bootdisketten /mnt/sbin/init
gzip -c -best /sbin/fsck > /mnt/sbin/fsck
gzip -c -best /sbin/mount > /mnt/sbin/mount
gzip -c -best /sbin/halt > /mnt/sbin/halt
gzip -c -best /sbin/restore > /mnt/sbin/restore
gzip -c -best /bin/sh > /mnt/bin/sh
gzip -c -best /bin/sync > /mnt/bin/sync
cp /root/.profile /mnt/root
chmod 500 /mnt/sbin/init
chmod 555 /mnt/sbin/fsck /mnt/sbin/mount /mnt/sbin/halt
chmod 555 /mnt/bin/sh /mnt/bin/sync
chmod 6555 /mnt/sbin/restore
#
# Minimale Dateisystemtabelle erstellen
#
cat > /mnt/etc/fstab < /mnt/etc/passwd < /mnt/etc/master.passwd <Nach dem UnglückDie Schlüsselfrage ist, ob Ihre Hardware überlebt
hat. Denn da Sie ja regelmäßig Backups angefertigt
haben, brauchen Sie sich um die Software keine Sorgen zu
machen.Falls die Hardware beschädigt wurde, ersetzen Sie zuerst
die defekten Teile bevor Sie den Computer benutzen.Falls die Hardware funktioniert, überprüfen Sie die
Disketten. Wenn Sie eigene Bootdisketten verwenden, booten Sie im
Single-User-Modus (geben dazu Sie -s am
Boot-Prompt boot: ein). Überspringen Sie den
folgenden Paragrafen.Wenn Sie die Standarddisketten boot.flp
und fixit.flp verwenden, lesen Sie hier weiter.
Legen Sie die Bootdiskette boot.flp in das
erste Floppylaufwerk ein und starten Sie den Computer. Wie
üblich wird dann das originale Installationsmenü von
FreeBSD gestartet. Wählen Sie die Option
Fixit--Repair mode with CD-ROM or floppy. Legen
Sie die Diskette fixit.flp ein, wenn danach
gefragt wird. restore und die anderen Programme,
die Sie benötigen, befinden sich dann in
/mnt2/rescue
(/mnt2/stand vor
&os; 5.2).Stellen Sie die Dateisysteme nacheinander, getrennt von
einander, wieder her.mountRoot-PartitionbsdlabelnewfsVersuchen Sie die Root-Partition Ihrer ersten Festplatte
einzuhängen (z.B. mit mount /dev/sd0a
/mnt). Wenn das Bsdlabel beschädigt wurde,
benutzen Sie bsdlabel um die Platte
neu zu partitionieren und zu benennen und zwar so, dass die
Festplatte mit dem Label übereinstimmt, das Sie
ausgedruckt und aufbewahrt haben.Verwenden Sie newfs um neue Dateisysteme
auf den
Partitionen anzulegen. Hängen Sie nun die Root-Partition der
Festplatte mit Schreibzugriff ein (mit mount -u -o rw
/mnt). Benutzen Sie Ihr Backup-Programm um die Daten
für das jeweilige Dateisystem aus den Backup-Bändern
wieder her zu stellen (z.B. durch restore vrf
/dev/sta). Hängen Sie das Dateisystem wieder aus
(z.B. durch umount /mnt). Wiederholen Sie diesen
Ablauf für jedes betroffene Dateisystem.Sobald Ihr System wieder läuft, machen Sie gleich wieder
ein vollständiges Backup auf neue Bänder. Denn die
Ursache für den Absturz oder den Datenverlust kann wieder
zuschlagen. Eine weitere Stunde, die Sie jetzt noch
dranhängen, kann Ihnen später ein weiteres Missgeschick
ersparen.* Ich habe mich nicht auf Missgeschicke vorbereitet - was
nun?
]]>
MarcFonvieilleVerbessert und neu strukturiert von Netzwerk-, speicher- und dateibasierte DateisystemeLaufwerkevirtuelleNeben Laufwerken, die sich physikalisch im Rechner befinden
wie Floppylaufwerke, CDs, Festplatten usw., kann FreeBSD auch
mit anderen Laufwerken, den virtuellen Laufwerken,
umgehen.NFSCodaLaufwerkespeicherbasierteLaufwerkeRAM-DisksDazu zählen Netzwerkdateisysteme wie
Network Filesystem und Coda,
speicher- und dateibasierte Dateisysteme.Abhängig von der verwendeten FreeBSD Version werden
speicher- und dateibasierte Dateisysteme mit unterschiedlichen
Werkzeugen angelegt.Gerätedateien werden unter &os; automatisch
von &man.devfs.5; angelegt.Dateibasierte Laufwerke unter FreeBSDLaufwerkedateibasierteUnter FreeBSD werden virtuelle Laufwerke
(&man.md.4;) mit &man.mdconfig.8; erzeugt. Dazu muss das Modul
&man.md.4; geladen sein oder das entsprechende Gerät in der
Kernelkonfiguration aktiviert sein:device mdMit &man.mdconfig.8; können drei verschiedene virtuelle
Laufwerke angelegt werden: speicherbasierte Laufwerke, deren
Speicher von &man.malloc.9; zur Verfügung gestellt wird, oder
dateibasierte Laufwerke, deren Speicher von einer Datei oder dem
Swap-Bereich zur Verfügung gestellt wird. Eine mögliche
Anwendung ist das Einhängen von Dateien, die Abbilder von
CD-ROMs oder Floppies enthalten.Das Abbild eines Dateisystems wird wie folgt
eingehangen:Einhängen eines existierenden Abbildes unter
FreeBSD&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f diskimage -u 0
&prompt.root; mount /dev/md0/mntEin neues Dateisystem-Abbild erstellen Sie mit
&man.mdconfig.8; wie folgt:Erstellen eines dateibasierten Laufwerks mit
mdconfig&prompt.root; dd if=/dev/zero of=newimage bs=1k count=5k
5120+0 records in
5120+0 records out
&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f newimage -u 0
&prompt.root; bsdlabel -w md0 auto
&prompt.root; newfs md0a
/dev/md0a: 5.0MB (10224 sectors) block size 16384, fragment size 2048
using 4 cylinder groups of 1.25MB, 80 blks, 192 inodes.
super-block backups (for fsck -b #) at:
160, 2720, 5280, 7840
&prompt.root; mount /dev/md0a /mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md0a 4710 4 4330 0% /mntWenn Sie keine Gerätenummer mit dem Schalter
angeben, wird von &man.md.4; automatisch eine
ungenutzte Gerätenummer zugewiesen. Das zugewiesene Gerät
wird auf der Standardausgabe ausgegeben (zum Beispiel
md4). Weitere Informationen entnehmen Sie
bitte der Hilfeseite &man.mdconfig.8;.Das Werkzeug &man.mdconfig.8; ist sehr nützlich, doch muss
man viele Kommandos absetzen, um ein dateibasiertes Dateisystem zu
erstellen. FreeBSD enthält das Werkzeug &man.mdmfs.8;, das
die notwendigen Schritte in einem Befehl zusammenfasst. Es
konfiguriert mit &man.mdconfig.8; ein &man.md.4;-Laufwerk, erstellt
darauf mit &man.newfs.8; ein Dateisystem und hängt es
anschließend mit &man.mount.8; ein. Das virtuelle Laufwerk
aus dem obigen Beispiel kann somit einfach mit den nachstehenden
Befehlen erstellt werden:Mit mdmfs ein dateibasiertes
Dateisystem erstellen&prompt.root; dd if=/dev/zero of=newimage bs=1k count=5k
5120+0 records in
5120+0 records out
&prompt.root; mdmfs -F newimage -s 5m md0/mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md0 4718 4 4338 0% /mntWenn sie die Option ohne Gerätenummer
verwenden, wählt &man.md.4; automatisch ein ungenutztes
Gerät aus. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der
Hilfeseite &man.mdmfs.8;.Speicherbasierte Laufwerke unter FreeBSDLaufwerkespeicherbasierteVerwenden Sie ein
speicherbasiertes Dateisystem, sollten Sie die Option
swap backing aktivieren. Setzen Sie diese
Option, heißt dies allerdings nicht, dass das
speicherbasierte Laufwerk automatisch auf ihre Festplatte
ausgelagert wird, vielmehr wird der Speicherplatz danach
aus einem Speicherpool angefordert, der bei Bedarf auf
die Platte ausgelagert werden kann. Zusätzlich ist
es möglich, &man.malloc.9;-gestützte
speicherbasierte Laufwerke zu erstellen. Das Anlegen solcher
Laufwerke kann allerdings zu einer System-Panic führen,
wenn der Kernel danach über zu wenig Speicher
verfügt.Erstellen eines speicherbasierten Laufwerks mit
mdconfig&prompt.root; mdconfig -a -t swap -s 5m -u 1
&prompt.root; newfs -U md1
/dev/md1: 5.0MB (10240 sectors) block size 16384, fragment size 2048
using 4 cylinder groups of 1.27MB, 81 blks, 192 inodes.
with soft updates
super-block backups (for fsck -b #) at:
160, 2752, 5344, 7936
&prompt.root; mount /dev/md1/mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md1 4718 4 4338 0% /mntErstellen eines speicherbasierten Laufwerks mit
mdmfs&prompt.root; mdmfs -s 5m md2/mnt
&prompt.root; df /mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md2 4846 2 4458 0% /mntVirtuelle Laufwerke freigebenLaufwerkeFreigabe von virtuellen LaufwerkenWenn ein virtuelles Laufwerk nicht mehr gebraucht wird, sollten
Sie dem System die belegten Ressourcen zurückgeben.
Hängen Sie dazu zuerst das Dateisystem ab und geben Sie dann
die benutzten Ressourcen mit &man.mdconfig.8; frei.Alle von /dev/md4 belegten Ressourcen
werden mit dem nachstehenden Kommando freigegeben:&prompt.root; mdconfig -d -u 4Eingerichtete &man.md.4;-Geräte werden mit dem Befehl
mdconfig -l angezeigt.TomRhodesBeigetragen von Schnappschüsse von DateisystemenSchnappschüssevon DateisystemenZusammen mit Soft Updates
bietet FreeBSD eine neue Funktion: Schnappschüsse von
Dateisystemen.Schnappschüsse sind Dateien, die ein Abbild eines
Dateisystems enthalten und müssen auf dem jeweiligen
Dateisystem erstellt werden. Pro Dateisystem darf es maximal
20 Schnappschüsse, die im Superblock vermerkt werden, geben.
Schnappschüsse bleiben erhalten, wenn das Dateisystem abgehangen,
neu eingehangen oder das System neu gestartet wird. Wenn Sie einen
Schnappschuss nicht mehr benötigen, können Sie ihn
mit &man.rm.1; löschen. Es ist egal, in welcher Reihenfolge
Schnappschüsse gelöscht werden. Es kann allerdings
vorkommen, dass nicht der gesamte Speicherplatz
wieder freigegeben wird, da ein anderer
Schnappschuss einen Teil der entfernten Blöcke für sich
beanspruchen kann.Das unveränderliche -Dateiflag
wird nach der Erstellung des Snaphshots von &man.mksnap.ffs.8;
gesetzt. Durch die Verwendung von &man.unlink.1; ist es allerdings
möglich, einen Schnappschuss zu löschen.Schnappschüsse werden mit &man.mount.8; erstellt. Das
folgende Kommando legt einen Schnappschuss von
/var in /var/snapshot/snap
ab:&prompt.root; mount -u -o snapshot /var/snapshot/snap /varDen Schnappschuss können Sie auch mit &man.mksnap.ffs.8;
erstellen:&prompt.root; mksnap_ffs /var /var/snapshot/snapUm einen Schnappschuss auf Ihrem System zu finden, verwenden
Sie &man.find.1;:&prompt.root; find /var -flags snapshotNachdem ein Schnappschuss erstellt wurde, können Sie
ihn für verschiedene Zwecke benutzen:Sie können den Schnappschuss für die
Datensicherung benutzen und ihn auf eine CD oder ein Band
schreiben.Sie können den Schnappschuss mit &man.fsck.8;
manuell prüfen. Wenn das Dateisystem zum Zeitpunkt der
Erstellung des Schnappschusses in Ordnung war, sollte
&man.fsck.8; immer erfolgreich durchlaufen. Der
Hintergrund-Prozess &man.fsck.8; hat im Übrigen genau
diese Aufgabe.Sie können den Schnappschuss mit &man.dump.8;
sichern. Sie erhalten dann eine konsistente Sicherung des
Dateisystems zu dem Zeitpunkt, der durch den Zeitstempel des
Schnappschusses gegeben ist. Der Schalter
von &man.dump.8; erstellt für die Sicherung einen
Schnappschuss und entfernt diesen am Ende der Sicherung
wieder.Sie können einen Schnappschuss in den
Verzeichnisbaum einhängen und sich dann den Zustand des
Dateisystems zu dem Zeitpunkt ansehen, an dem der
Schnappschuss erstellt wurde. Der folgende Befehl
hängt den Schnappschuss
/var/snapshot/snap ein:&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /var/snapshot/snap -u 4
&prompt.root; mount -r /dev/md4 /mntSie können sich nun den eingefrorenen Stand des
/var Dateisystems unterhalb von
/mnt ansehen. Mit Ausnahme der früheren
Schnappschüsse, die als leere Dateien auftauchen, wird zu
Beginn alles so aussehen, wie zum Zeitpunkt der Erstellung des
Schnappschusses. Wenn Sie den Schnappschuss nicht mehr
benötigen, können Sie ihn, wie nachfolgend gezeigt,
abhängen:&prompt.root; umount /mnt
&prompt.root; mdconfig -d -u 4Weitere Informationen über Soft Updates und
Schnappschüsse von Dateisystemen sowie technische Artikel finden
Sie auf der Webseite
von Marshall Kirk McKusick.Dateisystem-QuotasAccountingPlattenplatzDisk QuotasQuotas sind eine optionale Funktion des Betriebssystems,
die es Ihnen erlauben, den Plattenplatz und/oder die Anzahl
der Dateien eines Benutzers oder der Mitglieder einer Gruppe,
auf Dateisystemebene zu beschränken. Oft wird dies
auf Timesharing-Systemen (Mehrbenutzersystemen) genutzt, da
es dort erwünscht ist, die Ressourcen, die ein Benutzer oder
eine Gruppe von Benutzern belegen können, zu limitieren. Das
verhindert, dass ein Benutzer oder eine Gruppe von Benutzern
den ganzen verfügbaren Plattenplatz belegt.Konfiguration des Systems, um Quotas zu
aktivierenBevor Quotas benutzt werden können, müssen
sie im Kernel konfiguriert werden, wozu die folgende Zeile
der Kernelkonfiguration hinzugefügt wird:options QUOTAIm gewöhnlichen GENERIC Kernel
sind Quotas nicht aktiviert, so dass Sie einen angepassten
Kernel konfigurieren und bauen müssen, um Quotas zu
benutzen. Weitere Informationen
finden Sie in .Durch Hinzufügen der folgenden Zeile in
/etc/rc.conf wird das Quota-System
aktiviert:enable_quotas="YES"Disk QuotasüberprüfenUm den Start des Quota-Systems zu beeinflussen, steht
eine weitere Variable zur Verfügung. Normalerweise
wird beim Booten die Integrität der Quotas auf
allen Dateisystemen mit &man.quotacheck.8;
überprüft. &man.quotacheck.8; stellt
sicher, dass die Quota-Datenbank mit den Daten auf
einem Dateisystem übereinstimmt. Dies ist allerdings
ein sehr zeitraubender Prozess, der die Zeit, die
das System zum Booten braucht, signifikant beeinflusst.
Eine Variable in /etc/rc.config erlaubt es Ihnen,
diesen Schritt zu überspringen:check_quotas="NO"Schließlich müssen Sie noch in
/etc/fstab die Plattenquotas auf
Dateisystemebene aktivieren. Dort können Sie
für alle Dateisysteme Quotas für Benutzer, Gruppen
oder für beide aktivieren.Um Quotas pro Benutzer für ein Dateisystem zu
aktivieren, geben Sie für dieses Dateisystem die
Option im Feld Optionen von
/etc/fstab an. Beispiel:/dev/da1s2g /home ufs rw,userquota 1 2Um Quotas für Gruppen einzurichten, verwenden
Sie anstelle von
. Um Quotas für Benutzer
und Gruppen einzurichten, ändern Sie den Eintrag
wie folgt ab:/dev/da1s2g /home ufs rw,userquota,groupquota 1 2Die Quotas werden jeweils im Rootverzeichnis des Dateisystems
unter dem Namen quota.user für
Benutzer-Quotas und quota.group für
Gruppen-Quotas abgelegt. Obwohl &man.fstab.5; beschreibt,
dass diese Dateien an anderer Stelle gespeichert werden
können, wird das nicht empfohlen, da es den Anschein hat,
dass die verschiedenen Quota-Utilities das nicht richtig
unterstützen.Jetzt sollten Sie Ihr System mit dem neuen Kernel booten.
/etc/rc wird dann automatisch die
richtigen Kommandos aufrufen, die die Quota-Dateien für
alle Quotas, die Sie in /etc/fstab
definiert haben, anlegen. Deshalb müssen vorher auch keine
leeren Quota-Dateien angelegt werden.Normalerweise brauchen Sie die Kommandos
&man.quotacheck.8;, &man.quotaon.8; oder
&man.quotaoff.8; nicht händisch aufzurufen,
obwohl Sie vielleicht die entsprechenden Seiten im
Manual lesen sollten, um sich mit ihnen vertraut
zu machen.Setzen von Quota-LimitsDisk QuotasLimitsNachdem Sie Quotas in Ihrem System aktiviert haben, sollten
Sie überprüfen, dass Sie auch tatsächlich
aktiviert sind. Führen Sie dazu einfach den folgenden
Befehl aus:&prompt.root; quota -vFür jedes Dateisystem, auf dem Quotas aktiviert sind,
sollten Sie eine Zeile mit der Plattenauslastung und den
aktuellen Quota-Limits sehen.Mit &man.edquota.8; können Sie nun
Quota-Limits setzen.Sie haben mehrere Möglichkeiten, die Limits für
den Plattenplatz, den ein Benutzer oder eine Gruppe verbrauchen
kann, oder die Anzahl der Dateien, die angelegt werden dürfen,
festzulegen. Die Limits können auf dem Plattenplatz
(Block-Quotas) oder der Anzahl der Dateien (Inode-Quotas) oder
einer Kombination von beiden basieren.
Jedes dieser Limits wird weiterhin in zwei Kategorien geteilt:
Hardlimits und Softlimits.HardlimitEin Hardlimit kann nicht überschritten werden.
Hat der Benutzer einmal ein Hardlimit erreicht, so kann er
auf dem betreffenden Dateisystem keinen weiteren Platz mehr
beanspruchen. Hat ein Benutzer beispielsweise ein Hardlimit
von 500 Kilobytes auf einem Dateisystem und benutzt davon
490 Kilobyte, so kann er nur noch 10 weitere Kilobytes
beanspruchen. Der Versuch, weitere 11 Kilobytes zu beanspruchen,
wird fehlschlagen.SoftlimitIm Gegensatz dazu können Softlimits für eine
befristete Zeit überschritten werden. Diese Frist
beträgt in der Grundeinstellung
eine Woche. Hat der Benutzer das Softlimit über die
Frist hinaus überschritten, so wird das Softlimit in
ein Hardlimit umgewandelt und der Benutzer kann
keinen weiteren Platz mehr beanspruchen. Wenn er einmal
das Softlimit unterschreitet, wird die Frist wieder
zurückgesetzt.Das folgende Beispiel zeigt die Benutzung von
&man.edquota.8;. Wenn &man.edquota.8; aufgerufen wird,
wird der Editor gestartet, der durch EDITOR
gegeben ist oder vi falls
EDITOR nicht gesetzt ist. In dem Editor
können Sie die Limits eingeben.&prompt.root; edquota -u testQuotas for user test:
/usr: kbytes in use: 65, limits (soft = 50, hard = 75)
inodes in use: 7, limits (soft = 50, hard = 60)
/usr/var: kbytes in use: 0, limits (soft = 50, hard = 75)
inodes in use: 0, limits (soft = 50, hard = 60)Für jedes Dateisystem, auf dem Quotas aktiv sind,
sehen Sie zwei Zeilen, eine für die Block-Quotas und die
andere für die Inode-Quotas. Um ein Limit zu modifizieren,
ändern Sie einfach den angezeigten Wert. Um beispielsweise
das Blocklimit dieses Benutzers von einem Softlimit von 50
und einem Hardlimit von 75 auf ein Softlimit von 500 und
ein Hardlimit von 600 zu erhöhen, ändern Sie
die Zeile/usr: kbytes in use: 65, limits (soft = 50, hard = 75)zu:/usr: kbytes in use: 65, limits (soft = 500, hard = 600)Die neuen Limits sind wirksam, wenn Sie den
Editor verlassen.Manchmal ist es erwünscht, die Limits für einen
Bereich von UIDs zu setzen. Dies kann mit der
Option von &man.edquota.8; bewerkstelligt werden.
Weisen Sie dazu die Limits einem Benutzer zu und rufen danach
edquota -p protouser startuid-enduid auf.
Besitzt beispielsweise der Benutzer test
die gewünschten Limits, können diese mit
dem folgenden Kommando für die UIDs 10.000 bis 19.999
dupliziert werden:&prompt.root; edquota -p test 10000-19999Weitere Informationen erhalten Sie in &man.edquota.8;.Überprüfen von Quota-Limits und PlattennutzungDisk QuotasüberprüfenSie können &man.quota.1; oder
&man.repquota.8; benutzen, um Quota-Limits
und Plattennutzung zu überprüfen. Um die Limits
oder die Plattennutzung individueller Benutzer und Gruppen
zu überprüfen, kann &man.quota.1;
benutzt werden. Ein Benutzer kann nur die eigenen Quotas und die
Quotas der Gruppe, der er angehört untersuchen. Nur der
Superuser darf sich alle Limits ansehen.
Mit &man.repquota.8; erhalten Sie eine Zusammenfassung
von allen Limits und der Plattenausnutzung für alle
Dateisysteme, auf denen Quotas aktiv sind.Das folgende Beispiel zeigt die Ausgabe von
quota -v für einen Benutzer, der
Quota-Limits auf zwei Dateisystemen besitzt:Disk quotas for user test (uid 1002):
Filesystem usage quota limit grace files quota limit grace
/usr 65* 50 75 5days 7 50 60
/usr/var 0 50 75 0 50 60Disk QuotasFristIm Dateisystem /usr liegt der Benutzer
momentan 15 Kilobytes über dem Softlimit von
50 Kilobytes und hat noch 5 Tage seiner Frist übrig.
Der Stern * zeigt an, dass der
Benutzer sein Limit überschritten hat.In der Ausgabe von &man.quota.1; werden Dateisysteme,
auf denen ein Benutzer keinen Platz verbraucht, nicht angezeigt,
auch wenn diesem Quotas zugewiesen wurden. Mit
werden diese Dateisysteme, wie /usr/var
im obigen Beispiel, angezeigt.Quotas über NFSNFSQuotas werden von dem Quota-Subsystem auf dem NFS Server
erzwungen. Der &man.rpc.rquotad.8; Dæmon stellt
&man.quota.1; die Quota Informationen auf dem NFS Client
zur Verfügung, so dass Benutzer auf diesen
Systemen ihre Quotas abfragen können.Aktivieren Sie rpc.rquotad in
/etc/inetd.conf wie folgt:rquotad/1 dgram rpc/udp wait root /usr/libexec/rpc.rquotad rpc.rquotadAnschließend starten Sie inetd
neu:&prompt.root; kill -HUP `cat /var/run/inetd.pid`LuckyGreenBeigetragen von shamrock@cypherpunks.toPartitionen verschlüsselnPartitionenverschlüsselnFreeBSD bietet ausgezeichnete Möglichkeiten, Daten vor
unberechtigten Zugriffen zu schützen. Wenn das
Betriebssystem läuft, schützen Zugriffsrechte und
vorgeschriebene Zugriffskontrollen (MAC) (siehe )
die Daten. Die Zugriffskontrollen des Betriebssystems
schützen allerdings nicht vor einem Angreifer, der
Zugriff auf den Rechner hat. Der Angreifer
kann eine Festplatte einfach in ein anderes System einbauen
und dort die Daten analysieren.Die für &os; verfügbaren kryptografischen
Subsysteme GEOM Based Disk Encryption (gbde)
und geli sind in der Lage, Daten auf
Dateisystemen auch vor hoch motivierten Angreifern zu
schützen, die über erhebliche Mittel verfügen.
Dieser Schutz ist unabhängig von der Art und Weise, durch
die ein Angreifer Zugang zu einer Festplatte oder zu einem
Rechner erlangt hat. Im Gegensatz zu schwerfälligen
Systemen, die einzelne Dateien verschlüsseln,
verschlüsseln gbde und
geli transparent ganze Dateisysteme. Auf der
Festplatte werden dabei keine Daten im Klartext gespeichert.Plattenverschlüsselung mit
gbdeWechseln sie zu rootSie benötigen Superuser-Rechte, um
gbde einzurichten.&prompt.user; su -
Password:Aktivieren Sie &man.gbde.4; in
der KernelkonfigurationsdateiFügen Sie folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei ein:options GEOM_BDEÜbersetzen und installieren Sie den FreeBSD-Kernel
wie in beschrieben.Starten sie das System neu, um den neuen Kernel
zu benutzen.Alternativ zur Neukompilierung des Kernels können
Sie auch kldload verwenden, um das
Kernelmodul &man.gbde.4; zu laden:&prompt.root; kldload geom_bdeEinrichten eines verschlüsselten DateisystemsDas folgende Beispiel beschreibt, wie ein Dateisystem
auf einer neuen Festplatte verschlüsselt wird. Das
Dateisystem wird in /private eingehangen.
Mit gbde könnten auch
/home und /var/mail
verschlüsselt werden. Die dazu nötigen Schritte
können allerdings in dieser Einführung
nicht behandelt werden.Installieren der FestplatteInstallieren Sie die Festplatte wie in
beschrieben. Im Beispiel
verwenden wir die Partition /dev/ad4s1c.
Die Gerätedateien
/dev/ad0s1*
sind Standard-Partitionen des FreeBSD-Systems.&prompt.root; ls /dev/ad*
/dev/ad0 /dev/ad0s1b /dev/ad0s1e /dev/ad4s1
/dev/ad0s1 /dev/ad0s1c /dev/ad0s1f /dev/ad4s1c
/dev/ad0s1a /dev/ad0s1d /dev/ad4Verzeichnis für gbde-Lock-Dateien anlegen&prompt.root; mkdir /etc/gbdeDie Lock-Dateien sind für den Zugriff von
gbde auf verschlüsselte
Partitionen notwendig. Ohne die Lock-Dateien können
die Daten nur mit erheblichem manuellen Aufwand wieder
entschlüsselt werden (dies wird auch von der Software
nicht unterstützt). Jede verschlüsselte
Partition benötigt eine gesonderte Lock-Datei.Vorbereiten der gbde-PartitionEine von gbde benutzte
Partition muss einmalig vorbereitet werden:
- &prompt.root; gbde init /dev/ad4s1c -i -L /etc/gbde/ad4s1c
+ &prompt.root; gbde init /dev/ad4s1c -i -L /etc/gbde/ad4s1c.lock&man.gbde.8; öffnet eine Vorlage in Ihrem Editor,
in der Sie verschiedene Optionen einstellen können.
Setzen Sie sector_size auf
2048, wenn Sie
UFS1 oder UFS2 benutzen.$FreeBSD: src/sbin/gbde/template.txt,v 1.1 2002/10/20 11:16:13 phk Exp $
#
# Sector size is the smallest unit of data which can be read or written.
# Making it too small decreases performance and decreases available space.
# Making it too large may prevent filesystems from working. 512 is the
# minimum and always safe. For UFS, use the fragment size
#
sector_size = 2048
[...]
&man.gbde.8; fragt dann zweimal eine Passphrase
zum Schutz der Daten ab. Die Passphrase muss beides
Mal gleich eingegeben werden. Die Sicherheit der
Daten hängt alleine von der Qualität der
gewählten Passphrase ab.
Die Auswahl einer sicheren und leicht zu merkenden
Passphrase wird auf der Webseite Diceware
Passphrase beschrieben.Mit gbde init wurde im Beispiel
- auch die Lock-Datei /etc/gbde/ad4s1c
- angelegt.
+ auch die Lock-Datei /etc/gbde/ad4s1c.lock
+ angelegt. gbde-Lockdateien
+ müssen die Dateiendung .lock aufweisen,
+ damit sie von /etc/rc.d/gbde, dem
+ Startskript von gbde, erkannt
+ werden.
Sichern Sie die Lock-Dateien von
gbde immer zusammen mit den
verschlüsselten Dateisystemen. Ein entschlossener
Angreifer kann die Daten vielleicht auch ohne die
Lock-Datei entschlüsseln. Ohne die Lock-Datei
können Sie allerdings nicht auf die
verschlüsselten Daten zugreifen. Dies ist nur noch
mit erheblichem manuellen Aufwand möglich, der
weder von &man.gbde.8; noch seinem Entwickler
unterstützt wird.Einbinden der verschlüsselten Partition
in den Kernel
- &prompt.root; gbde attach /dev/ad4s1c -l /etc/gbde/ad4s1c
+ &prompt.root; gbde attach /dev/ad4s1c -l /etc/gbde/ad4s1c.lockDas Kommando fragt die Passphrase ab, die Sie
beim Vorbereiten der Partition eingegeben haben. Das
neue Gerät erscheint danach als
/dev/device_name.bde im
Verzeichnis /dev:&prompt.root; ls /dev/ad*
/dev/ad0 /dev/ad0s1b /dev/ad0s1e /dev/ad4s1
/dev/ad0s1 /dev/ad0s1c /dev/ad0s1f /dev/ad4s1c
/dev/ad0s1a /dev/ad0s1d /dev/ad4 /dev/ad4s1c.bdeDateisystem auf dem verschlüsselten Gerät
anlegenWenn der Kernel die verschlüsselte Partition
kennt, können Sie ein Dateisystem auf ihr anlegen.
Benutzen Sie dazu den Befehl &man.newfs.8;. Da ein
Dateisystem vom Typ UFS2 sehr viel schneller als eins
vom Typ UFS1 angelegt wird, empfehlen wir Ihnen, die
Option zu benutzen.&prompt.root; newfs -U -O2 /dev/ad4s1c.bde&man.newfs.8; muss auf einer dem Kernel bekannten
gbde-Partition (einem
Gerät mit dem Namen
*.bde
laufen.Einhängen der verschlüsselten PartitionLegen Sie einen Mountpunkt für das
verschlüsselte Dateisystem an:&prompt.root; mkdir /privateHängen Sie das verschlüsselte Dateisystem
ein:&prompt.root; mount /dev/ad4s1c.bde /privateÜberprüfen des verschlüsselten
DateisystemDas verschlüsselte Dateisystem sollte jetzt
von &man.df.1; erkannt werden und benutzt werden
können.&prompt.user; df -H
Filesystem Size Used Avail Capacity Mounted on
/dev/ad0s1a 1037M 72M 883M 8% /
/devfs 1.0K 1.0K 0B 100% /dev
/dev/ad0s1f 8.1G 55K 7.5G 0% /home
/dev/ad0s1e 1037M 1.1M 953M 0% /tmp
/dev/ad0s1d 6.1G 1.9G 3.7G 35% /usr
/dev/ad4s1c.bde 150G 4.1K 138G 0% /privateEinhängen eines existierenden verschlüsselten
DateisystemsNach jedem Neustart müssen verschlüsselte
Dateisysteme dem Kernel wieder bekannt gemacht werden,
auf Fehler überprüft werden und eingehangen
werden. Die dazu nötigen Befehle müssen als
root durchgeführt werden.gbde-Partition im Kernel bekannt geben
- &prompt.root; gbde attach /dev/ad4s1c -l /etc/gbde/ad4s1c
+ &prompt.root; gbde attach /dev/ad4s1c -l /etc/gbde/ad4s1c.lockDas Kommando fragt nach der Passphrase, die Sie
beim Vorbereiten der verschlüsselten
gbde-Partition festgelegt
haben.Prüfen des DateisystemsDas verschlüsselte Dateisystem kann noch nicht
automatisch über /etc/fstab
eingehangen werden. Daher muss es vor dem Einhängen
mit &man.fsck.8; geprüft werden:&prompt.root; fsck -p -t ffs /dev/ad4s1c.bdeEinhängen des verschlüsselten
Dateisystems&prompt.root; mount /dev/ad4s1c.bde /privateDas verschlüsselte Dateisystem steht danach
zur Verfügung.Verschlüsselte Dateisysteme automatisch
einhängenMit einem Skript können verschlüsselte
Dateisysteme automatisch bekannt gegeben, geprüft
und eingehangen werden. Wir raten Ihnen allerdings
aus Sicherheitsgründen davon ab. Starten Sie das
Skript manuell an der Konsole oder in einer
&man.ssh.1;-Sitzung.Zu diesem Zweck existiert ein
rc.d-Skript, an das über
Einträge in der Datei &man.rc.conf.5;
Argumente übergeben werden können. Dazu ein
Beispiel:gbde_autoattach_all="YES"
-gbde_devices="ad4s1c"
+gbde_devices="ad4s1c"
+gbde_lockdir="/etc/gbde"
Durch diese Argumente muss beim Systemstart die
gbde-Passphrase eingegeben werden.
Erst nach Eingabe der korrekten Passphrase wird die
gbde-verschlüsselte
Partition automatisch in den Verzeichnisbaum
eingehängt. Dieses Vorgehen ist insbesondere dann
nützlich, wenn Sie gbde auf
einem Notebook einsetzen wollen.Kryptografische Methoden von gbde&man.gbde.8; benutzt den 128-Bit AES im CBC-Modus,
um die Daten eines Sektors zu verschlüsseln. Jeder
Sektor einer Festplatte wird mit einem unterschiedlichen
AES-Schlüssel verschlüsselt. Mehr Informationen,
unter anderem wie die Schlüssel für einen Sektor
aus der gegebenen Passphrase ermittelt werden, erhalten
Sie in &man.gbde.4;.Kompatibilität&man.sysinstall.8; kann nicht mit verschlüsselten
gbde-Geräten umgehen. Vor
dem Start von &man.sysinstall.8; sind alle
*.bde-Geräte
zu deaktivieren, da &man.sysinstall.8; sonst bei der
Gerätesuche abstürzt. Das im Beispiel verwendete
Gerät wird mit dem folgenden Befehl deaktiviert:&prompt.root; gbde detach /dev/ad4s1cSie können gbde
nicht zusammen mit vinum
benutzen, da &man.vinum.4; das &man.geom.4;-Subsystem
nicht benutzt.DanielGerzoBeigetragen von Plattenverschlüsselung mit geliMit &os; 6.0 wurde eine neue kryptografische GEOM-Klasse
eingeführt - geli. Diese wird derzeit
von &a.pjd; weiterentwickelt. geli
unterscheidet sich von gbde durch
unterschiedliche Fähigkeiten und einen unterschiedlichen
Ansatz für die Verschlüsselung von Festplatten.Die wichtigsten Merkmale von &man.geli.8; sind:Der Einsatz des &man.crypto.9;-Frameworks –
verfügt das System über kryptografische Hardware,
wird diese von geli automatisch
verwendet.Die Unterstützung verschiedener kryptografischer
Algorithmen (derzeit AES, Blowfish, sowie 3DES).Die Möglichkeit, die root-Partition zu
verschlüsseln. Um auf die verschlüsselte
root-Partition zugreifen zu können, muss beim
Systemstart die Passphrase eingegeben werden.geli erlaubt den Einsatz von zwei
voneinander unabhängigen Schlüsseln (etwa einem
privaten Schlüssel und einem
Unternehmens-Schlüssel).geli ist durch einfache
Sektor-zu-Sektor-Verschlüsselung sehr schnell.Die Möglichkeit, Master-Keys zu sichern und
wiederherzustellen. Wenn ein Benutzer seinen Schlüssel
zerstört, kann er über seinen zuvor gesicherten
Schlüssel wieder auf seine Daten zugreifen.geli erlaubt es, Platten mit
einem zufälligen Einmal-Schlüssel einzusetzen,
was insbesondere für Swap-Partitionen und
temporäre Dateisysteme interessant ist.Weitere Informationen zu den Fähigkeiten von
geli finden Sie in &man.geli.8;.Die folgenden Schritte beschreiben, wie Sie
geli im &os;-Kernel aktivieren und einen
geli-Verschlüsselungs-Provider
anlegen können.Voraussetzung für die Nutzung von
geli ist der Einsatz von &os; 6.0-RELEASE
oder neuer. Da Sie Ihren Kernel anpassen müssen,
benötigen Sie außerdem
root-Privilegien.Aufnahme der geli-Unterstützung
in Ihre KernelkonfigurationsdateiFügen Sie die folgenden Zeilen in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei ein:options GEOM_ELI
device cryptoBauen und installieren Sie Ihren neuen Kernel wie in
beschrieben.Alternativ können Sie aber auch das
geli-Kernelmodul beim Systemstart laden.
Dazu fügen Sie die folgende Zeile in
/boot/loader.conf ein:geom_eli_load="YES"Ab sofort wird &man.geli.8; vom Kernel
unterstützt.Erzeugen des Master-KeysDas folgende Beispiel beschreibt, wie Sie eine
Schlüsseldatei erzeugen, die als Teil des
Master-Keys für den Verschlüsselungs-Provider
verwendet wird, der unter /private in den
Verzeichnisbaum eingehängt (gemountet)
wird. Diese Schlüsseldatei liefert zufällige
Daten, die für die Verschlüsselung des
Master-Keys benötigt werden. Zusätzlich wird
der Master-Key durch eine Passphrase geschützt. Die
Sektorgröße des Providers beträgt 4 KB.
Außerdem wird beschrieben, wie Sie einen
geli-Provider aktivieren, ein vom ihm
verwaltetes Dateisystem erzeugen, es mounten, mit ihm
arbeiten und wie Sie es schließlich wieder unmounten
und den Provider deaktivieren.Um eine bessere Leistung zu erzielen, sollten Sie eine
größere Sektorgröße (beispielsweise
4 KB) verwenden.Der Master-Key wird durch eine Passphrase sowie die
Daten der Schlüsseldatei (die von
/dev/random stammen) geschützt.
Die Sektorgröße von
/dev/da2.eli (das als Provider
bezeichnet wird) beträgt 4 KB.&prompt.root; dd if=/dev/random of=/root/da2.key bs=64 count=1
&prompt.root; geli init -s 4096 -K /root/da2.key /dev/da2
Enter new passphrase:
Reenter new passphrase:Es ist nicht zwingend nötig, sowohl eine Passphrase
als auch eine Schlüsseldatei zu verwenden. Die
einzelnen Methoden können auch unabhängig
voneinander eingesetzt werden.Wird für die Schlüsseldatei der Wert
- angegeben, wird dafür die
Standardeingabe verwendet. Das folgende Beispiel zeigt,
dass Sie auch mehr als eine Schlüsseldatei verwenden
können.&prompt.root; cat keyfile1 keyfile2 keyfile3 | geli init -K - /dev/da2Aktivieren des Providers mit dem erzeugten
Schlüssel&prompt.root; geli attach -k /root/da2.key /dev/da2
Enter passphrase:Dadurch wird die (Normaltext-)Gerätedatei
/dev/da2.eli
angelegt.&prompt.root; ls /dev/da2*
/dev/da2 /dev/da2.eliDas neue Dateisystem erzeugen&prompt.root; dd if=/dev/random of=/dev/da2.eli bs=1m
&prompt.root; newfs /dev/da2.eli
&prompt.root; mount /dev/da2.eli /privateDas verschlüsselte Dateisystem wird nun von
&man.df.1; angezeigt und kann ab sofort eingesetzt werden.&prompt.root; df -H
Filesystem Size Used Avail Capacity Mounted on
/dev/ad0s1a 248M 89M 139M 38% /
/devfs 1.0K 1.0K 0B 100% /dev
/dev/ad0s1f 7.7G 2.3G 4.9G 32% /usr
/dev/ad0s1d 989M 1.5M 909M 0% /tmp
/dev/ad0s1e 3.9G 1.3G 2.3G 35% /var
/dev/da2.eli 150G 4.1K 138G 0% /privateDas Dateisystem unmounten und den Provider deaktivierenWenn Sie nicht mehr mit dem verschlüsselten
Dateisystem arbeiten und die unter /private eingehängte
Partition daher nicht mehr benötigen, sollten
Sie diese unmounten und den
geli-Verschlüsselungs-Provider
wieder deaktivieren.&prompt.root; umount /private
&prompt.root; geli detach da2.eliWeitere Informationen zum Einsatz von geli
finden Sie in &man.geli.8;.Der Einsatz des geli-
rc.d-Skriptsgeli verfügt über ein
rc.d-Skript,
das den Einsatz von geli
deutlich vereinfacht. Es folgt nun ein Beispiel, in dem
geli über die Datei
&man.rc.conf.5; konfiguriert wird:geli_devices="da2"
geli_da2_flags="-p -k /root/da2.key"Durch diese Einträge wird
/dev/da2 als
geli-Provider festgelegt. Der Master-Key
befindet sich in /root/da2.key. Beim
Aktivieren des geli-Providers wird keine
Passphrase abgefragt (beachten Sie, dass dies nur dann
möglich ist, wenn Sie geli mit dem
Parameter initialisieren). Wird das
System heruntergefahren, wird der
geli-Provider zuvor deaktiviert.Weitere Informationen zur Konfiguration der
rc.d-Skripten
finden Sie im Abschnitt rc.d des Handbuchs.ChristianBrüfferGeschrieben von Den Auslagerungsspeicher verschlüsselnAuslagerungsspeicherverschlüsselnDie Verschlüsselung des Auslagerungsspeichers ist unter &os;
einfach einzurichten und seit &os; 5.3-RELEASE verfügbar.
Je nach dem, welche &os;-Version Sie einsetzen, können
Konfiguration und mögliche Optionen allerdings unterschiedlich
sein. Seit &os; 6.0-RELEASE können Sie entweder das
&man.gbde.8;- oder das &man.geli.8;-Verschlüsselungs-Subsystem
einsetzen. Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, sind Sie
hingegen auf &man.gbde.8; beschränkt. Beide Subsysteme
werden über das rc.d-Skript
encswap gestartet.Der letzte Abschnitt,
Partitionen verschlüsseln, enthält eine kurze
Beschreibung der verschiedenen
Verschlüsselungs-Subsysteme.Warum sollte der Auslagerungsspeicher verschlüsselt
werden?Wie die Verschlüsselung von Plattenpartitionen dient
auch die Verschlüsselung des Auslagerungsspeichers dem
Schutz sensitiver Informationen. Stellen Sie sich etwa eine
Anwendung vor, die ein Passwort erfordert. Solange dieses
Passwort im Hauptspeicher verbleibt, ist alles in
Ordnung. Beginnt Ihr Betriebssystem allerdings, Daten auf
die Festplatte auszulagern, um im Hauptspeicher Platz für
andere Anwendungen zu schaffen, kann es passieren, dass Ihr
Passwort im Klartext in den Auslagerungsspeicher
geschrieben wird, was es einem potentiellen Angreifer leicht
macht, Ihr Passwort herauszufinden. Die Verschlüsselung
Ihres Auslagerungsspeichers kann dieses Problem lösen.VorbereitungenFür die weiteren Ausführungen dieses Abschnitts
stellt ad0s1b die Swap-Partition
dar.Noch ist Ihr Auslagerungsspeicher nicht verschlüsselt.
Es könnte allerdings sein, dass bereits Passwörter
oder andere sensitive Daten als Klartext im Auslagerungsspeicher
vorhanden sind. Daher sollten Sie den Auslagerungsspeicher
komplett mit zufällig generierten Zeichen
überschreiben, bevor Sie ihn verschlüsseln:&prompt.root; dd if=/dev/random of=/dev/ad0s1b bs=1mDen Auslagerungsspeicher mit &man.gbde.8;
verschlüsselnVerwenden Sie &os; 6.0-RELEASE oder neuer, sollten Sie
in /etc/fstab das Suffix
.bde an den Gerätenamen der
Swap-Partition anhängen:
# Device Mountpoint FStype Options Dump Pass#
/dev/ad0s1b.bde none swap sw 0 0
Für &os;-Versionen vor 6.0-RELEASE benötigen Sie
zusätzlich folgende Zeile in
/etc/rc.conf:gbde_swap_enable="YES"Den Auslagerungsspeicher mit &man.geli.8;
verschlüsselnAlternativ können Sie Ihren Auslagerungsspeicher auch
mit &man.geli.8; verschlüsseln. Die Vorgehensweise ist
dabei ähnlich. Allerdings hängen Sie bei der Verwendung
von &man.geli.8; in /etc/fstab das Suffix
.eli an den Gerätenamen der
Swap-Partition an:
# Device Mountpoint FStype Options Dump Pass#
/dev/ad0s1b.eli none swap sw 0 0
In der Voreinstellung verschlüsselt &man.geli.8; den
Auslagerungsspeicher mit dem AES-Algorithmus
und einer Schlüssellänge von 256 Bit.Es ist möglich, diese Optionen durch das Setzen der
geli_swap_flags-Option in
/etc/rc.conf anzupassen. Die folgende
Zeile weist das rc.d-Skript encswap an,
&man.geli.8;-Swap-Partitionen mit dem Blowfish-Algorithmus und
einer Schlüssellänge von 128 Bit zu
verschlüsseln. Zusätzlich wird die
Sektorgröße auf 4 Kilobyte gesetzt und die Option
detach on last close aktiviert:geli_swap_flags="-e blowfish -l 128 -s 4096 -d"Auf Systemen vor &os; 6.2-RELEASE verwenden Sie hingegen
die folgende Zeile:geli_swap_flags="-a blowfish -l 128 -s 4096 -d"Eine Auflistung möglicher Optionen für den Befehl
onetime finden Sie in der Manualpage zu
&man.geli.8;.Die korrekte Funktion testenNachdem Sie Ihr System neu gestartet haben, können Sie
die korrekte Funktion Ihres verschlüsselten
Auslagerungsspeichers prüfen, indem Sie sich die Ausgabe
von swapinfo ansehen.Wenn Sie &man.gbde.8; einsetzen, erhalten Sie eine
Meldung ähnlich der folgenden:&prompt.user; swapinfo
Device 1K-blocks Used Avail Capacity
/dev/ad0s1b.bde 542720 0 542720 0%
Wenn Sie &man.geli.8; einsetzen, erhalten Sie hingegen
ein Ausgabe ähnlich der folgenden:&prompt.user; swapinfo
Device 1K-blocks Used Avail Capacity
/dev/ad0s1b.eli 542720 0 542720 0%
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml
index 18bfd06d12..7b05b81bc9 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml
@@ -1,1509 +1,1614 @@
JimMockErweitert und neu strukturiert von JakeHambyUrsprünglich veröffentlicht von RobertAltschaffelÜbersetzt von Konfiguration des &os;-KernelsÜbersichtKernelErstellen eines angepassten KernelsDer Kernel ist das Herz des &os; Betriebssystems. Er ist
verantwortlich für die Speicherverwaltung, das Durchsetzen
von Sicherheitsdirektiven, Netzwerkfähigkeit, Festplattenzugriffen
und vieles mehr. Obwohl &os; es immer mehr ermöglicht, dynamisch
konfiguriert zu werden, ist es ab und an notwendig, den Kernel
neu zu konfigurieren und zu kompilieren.Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Folgendes
wissen:Wieso Sie Ihren Kernel neu konfigurieren sollten.Wie Sie eine Kernelkonfigurationsdatei erstellen oder
verändern.Wie Sie mit der Konfigurationsdatei einen neuen Kernel
kompilieren.Wie Sie den neuen Kernel installieren.Was zu tun ist, falls etwas schiefgeht.Alle Kommandos, aus den Beispielen dieses Kapitels,
müssen mit root-Rechten
ausgeführt werden.Wieso einen eigenen Kernel bauen?Traditionell besaß &os; einen monolithischen Kernel. Das
bedeutet, dass der Kernel ein einziges großes Programm war,
das eine bestimmte Auswahl an Hardware unterstützte.
Also musste man immer, wenn man das Kernelverhalten verändern
wollte, zum Beispiel wenn man neue Hardware hinzufügen wollte,
einen neuen Kernel kompilieren, installieren und das System neu
starten.Heutzutage vertritt &os; immer mehr die Idee eines modularen
Kernels, bei dem bestimmte Funktionen, je nach Bedarf, als Module
geladen werden können. Ein bekanntes Beispiel dafür sind
die Module für die PCMCIA-Karten in Laptops, die zum Starten
nicht zwingend benötigt und erst bei Bedarf geladen
werden.Trotzdem ist es noch immer nötig, einige statische
Kernelkonfigurationen durchzuführen. In einigen Fällen
ist die Funktion zu systemnah, um durch ein Modul zu realisiert werden.
In anderen Fällen hat eventuell noch niemand ein ladbares
Kernelmodul für diese Funktion geschrieben.Das Erstellen eines angepaßten Kernels ist eines der
wichtigsten Rituale, das nahezu jeder BSD-Benutzer erdulden
muss. Obwohl dieser Prozess recht viel Zeit in Anspruch nimmt,
bringt er doch viele Vorteile für Ihr &os; System. Der
GENERIC-Kernel muss eine Vielzahl
unterschiedlicher Hardware unterstützen, im Gegensatz dazu
unterstützt ein angepasster Kernel nur
Ihre Hardware. Dies hat einige Vorteile:Schnellerer Bootvorgang. Da der Kernel nur
nach der Hardware des Systems sucht, kann sich
die Zeit für einen Systemstart erheblich
verkürzen.Geringerer Speicherbedarf. Ein eigener Kernel
benötigt in der Regel weniger Speicher als ein
GENERIC-Kernel, was vorteilhaft
ist, da der Kernel immer im RAM verweilt. Insbesondere
profitieren Systeme mit wenig RAM davon.Zusätzliche Hardwareunterstützung. Ein
angepasster Kernel kann Unterstützung für
Geräte wie Soundkarten bieten, die im
GENERIC-Kernel nicht enthalten
sind.
+
+
+
+
+ Tom
+ Rhodes
+ Geschrieben von
+
+
+
+
+ Informationen über die vorhandene Hardware
+ beschaffen
+
+ Bevor Sie mit der Kernelkonfiguration beginnen, sollten
+ Sie wissen, über welche Hardware Ihr System verfügt.
+ Verwenden Sie derzeit noch ein anderes Betriebssystem, ist
+ es meist sehr einfach, eine Liste der installierten Hardware
+ zu erzeugen. Verwenden Sie beispielsweise µsoft.windows;,
+ können Sie dafür den
+ Gerätemanager verwenden, den
+ Sie in der Systemsteuerung finden.
+
+
+ Einige Versionen von µsoft.windows; verfügen
+ über ein System-Icon auf
+ dem Desktop, über das Sie den
+ Gerätemanager direkt aufrufen
+ können.
+
+
+ Haben Sie außer &os; kein weiteres Betriebssystem,
+ müssen Sie diese Informationen manuell zusammentragen.
+ Eine Möglichkeit, an Informationen über die
+ vorhandene Hardware zu gelangen, ist der Einsatz von &man.dmesg.8;
+ in Kombination mit &man.man.1;. Die meisten &os;-Gerätetreiber
+ haben eine eigene Manualpage, die Informationen über die
+ unterstützte Hardware enthält. Während des
+ Systemstarts werden Informationen über die vorhandene
+ Hardware ausgegeben. Die folgenden Zeilen zeigen beispielsweise
+ an, dass der psm-Treiber eine
+ angeschlossene Maus gefunden hat:
+
+ psm0: <PS/2 Mouse> irq 12 on atkbdc0
+psm0: [GIANT-LOCKED]
+psm0: [ITHREAD]
+psm0: model Generic PS/2 mouse, device ID 0
+
+ Dieser Treiber muss in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei
+ vorhanden sein oder durch das Werkzeug &man.loader.conf.5;
+ geladen werden.
+
+ Manchmal zeigt dmesg während des
+ Systemstarts nur Systemmeldungen, aber keine Informationen
+ zur gefundenen Hardware an. In diesem Fall können Sie
+ diese Informationen durch das Studium der Datei
+ /var/run/dmesg.boot
+ herausfinden.
+
+ Eine weitere Möglichkeit bietet das Werkzeug
+ &man.pciconf.8;, das ausführliche Informationen
+ bereitstellt. Dazu ein Beispiel:
+
+ ath0@pci0:3:0:0: class=0x020000 card=0x058a1014 chip=0x1014168c rev=0x01 hdr=0x00
+ vendor = 'Atheros Communications Inc.'
+ device = 'AR5212 Atheros AR5212 802.11abg wireless'
+ class = network
+ subclass = ethernet
+
+ Diese Zeilen, die Sie durch den Aufruf des Befehls
+ pciconf erhalten, zeigen,
+ dass der Treiber ath eine drahtlose
+ Ethernetkarte gefunden hat. Durch Eingabe des Befehls
+ man ath öffnet
+ sich die Manualpage &man.ath.4;.
+
+ Rufen Sie &man.man.1; mit der Option
+ auf, können Sie die Datenbank der Manualpages auch
+ durchsuchen. Für das angegebene Beispiel würde
+ dieser Befehl beispielsweise so aussehen:
+
+ &prompt.root; man -k Atheros
+
+ Dadurch erhalten Sie eine Liste aller Manualpages, die das
+ angegebene Suchkriterium enthalten:
+
+ ath(4) - Atheros IEEE 802.11 wireless network driver
+ath_hal(4) - Atheros Hardware Access Layer (HAL)
+
+ Mit diesen Informationen ausgestattet, sollte der Bau eines
+ angepassten Kernel keine allzugroßen Probleme mehr
+ bereiten.
+
+
Erstellen und Installation eines angepassten
KernelsKernelErstellen und InstallationZuerst erläutern wir die Verzeichnisstruktur, in der der
Kernel gebaut wird. Die im Folgenden genannten Verzeichnisse sind
relativ zum Verzeichnis
/usr/src/sys
angegeben, das Sie auch über den Pfad
/sys erreichen können. Es existieren
mehrere Unterverzeichnisse, die bestimmte Teile des Kernels
darstellen, aber die für uns wichtigsten sind
arch/conf, in dem
Sie die Konfigurationsdatei für den angepassten Kernel
erstellen werden, und compile, in dem der Kernel
gebaut wird. arch kann entweder
i386, alpha,
amd64, ia64,
powerpc, sparc64 oder
pc98 (eine in Japan beliebte Architektur) sein.
Alles in diesen Verzeichnissen ist nur für die jeweilige
Architektur relevant. Der Rest des Codes ist
maschinenunabhängig und für alle
Plattformen, auf die &os; portiert werden kann, gleich.
Beachten Sie die Verzeichnisstruktur, die jedem unterstützten
Gerät, jedem Dateisystem und jeder Option ein eigenes
Verzeichnis zuordnet.Die Beispiele in diesem Kapitel verwenden ein
i386-System. Wenn Sie ein anderes System benutzen,
passen Sie bitte die Pfade entsprechend der Architektur
des Systems an.Falls Sie kein /usr/src/sys Verzeichnis
vorfinden, so sind die Kernelquellen nicht installiert. Der
einfachste Weg, dies nachzuholen, ist
sysinstall als root
auszuführen. Dort wählen Sie
Configure, dann
Distributions, dann
src, danach
base und
sys. Wenn Sie eine
Aversion gegen sysinstall haben und eine
offizielle &os; CD-ROM besitzen, können Sie
die Kernelquellen auch von der Kommandozeile installieren:&prompt.root; mount /cdrom
&prompt.root; mkdir -p /usr/src/sys
&prompt.root; ln -s /usr/src/sys /sys
&prompt.root; cat /cdrom/src/ssys.[a-d]* | tar -xzvf -
&prompt.root; cat /cdrom/src/sbase.[a-d]* | tar -xzvf -Als nächstes wechseln sie in das Verzeichnis
arch/conf
und kopieren die Konfigurationsdatei
GENERIC in eine Datei, die den
Namen Ihres Kernels trägt. Zum Beispiel:&prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf
&prompt.root; cp GENERIC MYKERNELTraditionell ist der Name des Kernels immer in Großbuchstaben.
Wenn Sie mehrere &os; mit unterschiedlicher Hardware warten, ist
es nützlich, wenn Sie Konfigurationsdatei nach dem Hostnamen der
Maschinen benennen. Im Beispiel verwenden wir den Namen
MYKERNEL.Es ist nicht zu empfehlen die Konfigurationsdatei direkt
unterhalb von /usr/src abzuspeichern.
Wenn Sie Probleme haben, könnten Sie der Versuchung
erliegen, /usr/src
einfach zu löschen und wieder von vorne anzufangen.
Wenn Sie so vorgehen, werden Sie kurz darauf merken,
dass Sie soeben Ihre Kernelkonfigurationsdatei
gelöscht haben.Editieren Sie immer eine Kopie von GENERIC.
Änderungen an GENERIC können
verloren gehen, wenn der
Quellbaum aktualisiert
wird.Sie sollten die Konfigurationsdatei an anderer Stelle
aufheben und im Verzeichnis
i386
einen Link auf die Datei erstellen.Beispiel:&prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf
&prompt.root; mkdir /root/kernels
&prompt.root; cp GENERIC /root/kernels/MYKERNEL
&prompt.root; ln -s /root/kernels/MYKERNELJetzt editieren Sie MYKERNEL mit einem
Texteditor Ihres Vertrauens. Wenn Sie gerade neu anfangen, ist Ihnen
vielleicht nur der vi Editor bekannt,
der allerdings zu komplex ist, um hier erklärt zu werden.
Er wird aber in vielen Büchern aus der
Bibliographie gut erklärt. &os; bietet aber auch
einen leichter zu benutzenden Editor, den ee
an, den Sie, wenn Sie Anfänger sind, benutzen sollten. Sie
können die Kommentare am Anfang der Konfigurationsdatei
ändern, um die Änderungen gegenüber
GENERIC zu dokumentieren.SunOSFalls Sie schon einmal einen Kernel unter &sunos; oder einem
anderen BSD kompiliert haben, werden Sie diese Konfigurationsdatei
bereits kennen. Wenn Sie mit einem anderen Betriebssystem wie DOS
vertraut sind, könnte die GENERIC
Konfigurationsdatei Sie verschrecken. In diesen Fall sollten Sie
den Beschreibungen im Abschnitt über die
Konfigurationsdatei
langsam und vorsichtig folgen.Wenn Sie die &os; Quellen
synchronisieren, sollten Sie immer, bevor Sie etwas
verändern, /usr/src/UPDATING
durchlesen. Diese Datei enthält alle wichtigen Informationen,
die Sie beim Aktualisieren beachten müssen.
Da /usr/src/UPDATING immer zu Ihrer Version
der &os; Quellen passt, sind die Informationen dort genauer,
als in diesem Handbuch.Nun müssen Sie die Kernelquellen kompilieren.Den Kernel bauenWechseln Sie in das Verzeichnis /usr/src:&prompt.root; cd /usr/srcKompilieren Sie den neuen Kernel:&prompt.root; make buildkernel KERNCONF=MYKERNELInstallieren Sie den neuen Kernel:&prompt.root; make installkernel KERNCONF=MYKERNELSie benötigen den kompletten Quellcodebaum, um den
Kernel zu bauen.In der Voreinstellung werden beim Bau eines angepassten
Kernels stets alle Kernelmodule neu gebaut.
Wollen Sie Ihren Kernel schneller bauen oder nur bestimmte
Module bauen, sollten Sie /etc/make.conf
anpassen, bevor Sie Ihren Kernel bauen:MODULES_OVERRIDE = linux acpi sound/sound sound/driver/ds1 ntfsWenn Sie diese Variable setzen, werden ausschließlich
die hier angegebenen Module gebaut (und keine anderen).WITHOUT_MODULES = linux acpi sound/sound sound/driver/ds1 ntfsDurch das Setzen dieser Variable werden werden alle
Module bis auf die angegebenen gebaut. Weitere Variablen,
die beim Bau eines Kernels von Interesse sein könnten,
finden Sie in &man.make.conf.5;./boot/kernel.oldDer neue Kernel wird im Verzeichnis
/boot/kernel, genauer
unter /boot/kernel/kernel abgelegt,
während der alte Kernel nach
/boot/kernel.old/kernel verschoben wird.
Um den neuen Kernel zu benutzen, sollten Sie Ihren Rechner
jetzt neu starten. Falls etwas schief geht, sehen Sie
bitte in dem Abschnitt zur
Fehlersuche am Ende dieses Kapitels nach. Dort sollten Sie
auch unbedingt den Abschnitt lesen, der erklärt, was zu tun
ist, wenn der neue Kernel nicht
startet.Im Verzeichnis /boot werden andere
Dateien, die zum Systemstart benötigt werden, wie der
Boot-Loader (&man.loader.8;) und dessen Konfiguration, abgelegt.
Module von Fremdherstellern oder angepasste Module
werden in /boot/kernel
abgelegt. Beachten Sie bitte, dass diese Module immer
zu dem verwendeten Kernel passen müssen. Module,
die nicht zu dem verwendeten Kernel passen,
gefährden die Stabilität des Systems.JoelDahlFür &os; 6.X aktualisiert von Die KernelkonfigurationsdateiKernelNOTESNOTESKernelKonfigurationsdateiDas Format der Konfigurationsdatei ist recht einfach. Jede Zeile
enthält ein Schlüsselwort und ein oder mehrere Argumente.
Eine Zeile, die von einen # eingeleitet wird, gilt
als Kommentar und wird ignoriert. Die folgenden Abschnitte
beschreiben jedes Schlüsselwort in der Reihenfolge, in der es
in GENERIC auftaucht.
Eine ausführliche Liste aller
Optionen mit detaillierten Erklärungen finden Sie in der
Konfigurationsdatei NOTES, die sich in demselben
Verzeichnis wie die Datei sGENERIC befindet.
Von der Architektur unabhängige Optionen sind in
der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES
aufgeführt.Um einen Kernel mit allen möglichen Optionen zu bauen
beispielsweise für Testzwecke), führen Sie als
root die folgenden Befehle aus:&prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf && make LINTKernelKonfigurationsdateiDas folgende Beispiel zeigt eine GENERIC
Konfigurationsdatei, die, wo notwendig, zusätzliche Kommentare
enthält. Sie sollte der Datei
/usr/src/sys/i386/conf/GENERIC
auf Ihrem System sehr ähnlich sein.Kerneloptionenmachinemachine i386Gibt die Architektur der Maschine an und muss entweder
alpha, amd64,
i386, ia64,
pc98, powerpc
oder sparc64 sein.Kerneloptionencpucpu I486_CPU
cpu I586_CPU
cpu I686_CPUDie vorigen Zeilen geben den Typ der CPU Ihres Systems an. Sie
können mehrere CPU Typen angeben, wenn Sie sich zum Beispiel
nicht sicher sind, ob Sie I586_CPU oder
I686_CPU benutzen sollen. Für einen
angepassten Kernel ist es aber am besten, wenn Sie nur die CPU
angeben, die sich in der Maschine befindet. Der CPU-Typ wird
in den Boot-Meldungen ausgegeben, die in der Datei
/var/run/dmesg.boot gespeichert sind.Kerneloptionenidentident GENERICGibt den Namen Ihres Kernels an. Hier sollten Sie den Namen
einsetzen, den Sie Ihrer Konfigurationsdatei gegeben haben. In
unserem Beispiel ist das MYKERNEL. Der Wert, den
Sie ident zuweisen, wird beim Booten des neuen
Kernels ausgegeben. Wenn Sie den Kernel von Ihrem normal verwendeten
Kernel unterscheiden wollen, weil Sie zum Beispiel einen Kernel zum
Testen bauen, ist es nützlich, hier einen anderen Namen
anzugeben.#To statically compile in device wiring instead of /boot/device.hints
#hints "GENERIC.hints" # Default places to look for devices.Unter &os; werden Geräte mit &man.device.hints.5;
konfiguriert. In der Voreinstellung überprüft
&man.loader.8; beim Systemstart die Datei
/boot/device.hints. Die Option
hints erlaubt es, die Gerätekonfiguration
statisch in den Kernel einzubinden, sodass die Datei
device.hints in /boot
nicht benötigt wird.makeoptions DEBUG=-g # Build kernel with gdb(1) debug symbolsDer normale Bauprozess von FreeBSD erstellt nur dann einen
Kernel, der Debugging-Informationen enthält, wenn Sie die
Option von &man.gcc.1; aktivieren.options SCHED_4BSD # 4BSD schedulerDer herkömmliche (und voreingestellte) Scheduler von
&os;. Ändern Sie diesen Wert nicht!options PREEMPTION # Enable kernel thread preemptionErlaubt es Kernelthreads, vor Threads eigentlich höherer
Prioritält ausgeführt zu werden. Die Interaktivitält
des Systems wird dadurch erhölt. Interrupt-Threads werden
dabei bevorzugt ausgeführt.options INET # InterNETworkingNetzwerkunterstützung. Auch wenn Sie nicht planen, den
Rechner mit einem Netzwerk zu verbinden, sollten Sie diese Option
aktiviert lassen. Die meisten Programme sind mindestens auf die
Loopback Unterstützung (Verbindungen mit sich selbst)
angewiesen. Damit ist diese Option im Endeffekt
notwendig.options INET6 # IPv6 communications protocolsAktiviert die Unterstützung für das IPv6
Protokoll.options FFS # Berkeley Fast FilesystemDas Dateisystem für Festplatten. Wenn Sie von einer
Festplatte booten wollen, lassen Sie diese Option aktiviert.options SOFTUPDATES # Enable FFS Soft Updates supportMit dieser Option wird die Unterstützung für Soft
Updates, die Schreibzugriffe beschleunigen, in den Kernel
eingebunden. Auch wenn die Funktion im Kernel ist, muss
sie für einzelne Dateisysteme explizit aktiviert werden.
Überprüfen Sie mit &man.mount.8;, ob die Dateisysteme
Soft Updates benutzen. Wenn die Option
soft-updates nicht aktiviert ist, können
Sie die Option nachträglich mit &man.tunefs.8; aktivieren.
Für neue Dateisysteme können Sie Option beim Anlegen mit
&man.newfs.8; aktivieren.options UFS_ACL # Support for access control listsDiese Option aktiviert die Unterstützung für
Zugriffskontrolllisten (ACL). Die
ACLs hängen von
erweiterten Attributen und UFS2 ab,
eine genaue Beschreibung finden
Sie in . Die Zugriffskontrolllisten sind in
der Voreinstellung aktiviert und sollten auch nicht deaktiviert
werden, wenn Sie schon einmal auf einem Dateisystem verwendet wurden,
da dies die Zugriffsrechte auf Dateien in unvorhersehbarer Art und
Weise ändern kann.options UFS_DIRHASH # Improve performance on big directoriesDiese Option steigert die Geschwindigkeit von Plattenzugriffen
auf großen Verzeichnissen. Dadurch verbraucht das System etwas
mehr Speicher als vorher. Für stark beschäftigte Server
oder Arbeitsplatzrechner sollten Sie diese Option aktiviert lassen.
Auf kleineren Systemen, bei denen Speicher eine kostbare Ressource
darstellt oder Systemen, auf denen die Geschwindigkeit der
Plattenzugriffe nicht wichtig ist, wie Firewalls, können Sie
diese Option abstellen.options MD_ROOT # MD is a potential root deviceDiese Option aktiviert die Unterstüztung für
ein Root-Dateisystem auf einem speicherbasierten Laufwerk
(RAM-Disk).KerneloptionenNFSKerneloptionenNFS_ROOToptions NFSCLIENT # Network Filesystem Client
options NFSSERVER # Network Filesystem Server
options NFS_ROOT # NFS usable as /, requires NFSCLIENTDas Network Filesystem. Wenn Sie keine Partitionen von einem
&unix; File-Server über TCP/IP einhängen wollen, können
Sie diese Zeile auskommentieren.KerneloptionenMSDOSFSoptions MSDOSFS # MSDOS FilesystemDas &ms-dos; Dateisystem. Sie können diese Zeile
auskommentieren, wenn Sie nicht vorhaben, eine DOS-Partition
beim Booten einzuhängen. Das nötige Modul wird
ansonsten automatisch geladen, wenn Sie das erste Mal eine
DOS-Partition einhängen. Außerdem können
Sie mit den ausgezeichneten
emulators/mtools aus
der Ports-Sammlung auf DOS-Floppies zugreifen, ohne diese
an- und abhängen zu müssen (MSDOSFS
wird in diesem Fall nicht benötigt).options CD9660 # ISO 9660 FilesystemDas ISO 9660 Dateisystem für CD-ROMs. Sie können diese
Zeile auskommentieren, wenn Sie kein CD-ROM-Laufwerk besitzen oder
nur ab und an CDs einhängen. Das Modul wird automatisch
geladen, sobald Sie das erste Mal eine CD einhängen. Für
Audio-CDs benötigen Sie dieses Dateisystem nicht.options PROCFS # Process filesystem (requires PSEUDOFS)Das Prozessdateisystem. Dies ist ein Pseudo-Dateisystem,
das auf /proc eingehangen wird und es Programmen
wie &man.ps.1; erlaubt, mehr Informationen über laufende Prozesse
auszugeben. PROCFS sollte von &os; nicht mehr
benötigt werden, da die meisten Debug- und
Überwachungs-Werkzeuge nicht mehr darauf angewiesen sind.
Daher wird das Prozessdateisystem auch nicht mehr automatisch
in das System eingebunden.options PSEUDOFS # Pseudo-filesystem framework6.X-Kernel benötigen zusätzlich zur Option
PROCFS auch die Option
PSEUDOFS.options GEOM_GPT # GUID Partition Tables.Diese Option ermöglicht eine große Anzahl
Partitionen auf einem einzelnen Laufwerk.options COMPAT_43 # Compatible with BSD 4.3 [KEEP THIS!]Stellt die Kompatibilität zu 4.3BSD sicher. Belassen Sie
diese Option, da sich manche Programme recht sonderbar verhalten
werden, wenn Sie diese auskommentieren.options COMPAT_FREEBSD4 # Compatible with FreeBSD4Mit &os; 5.X stellt diese Option auf &i386;- und
Alpha-Systemen sicher, dass Anwendungen, die auf älteren &os;
Versionen übersetzt wurden und alte Systemaufrufe verwenden,
noch lauffähig sind. Wir empfehlen, diese Option auf allen
&i386;- und Alpha-Systemen zu verwenden, auf denen vielleicht noch
ältere Anwendungen laufen sollen. Auf Plattformen, die erst ab
&os; 5.0 unterstützt werden (wie ia64 und &sparc;),
wird diese Option nicht benötigt.options COMPAT_FREEBSD5 # Compatible with &os;5Diese Option wird ab &os; 6.X benötigt, um Programme,
die unter &os; 5.X-Versionen mit &os; 5.X-Systemaufrufen
kompiliert wurden, unter &os; 6.X ausführen zu
können.options SCSI_DELAY=5000 # Delay (in ms) before probing SCSIDies weist den Kernel an, 5 Sekunden zu warten, bevor er
anfängt nach SCSI-Geräten auf dem System zu suchen. Wenn
Sie nur IDE-Geräte besitzen, können Sie die Anweisung
ignorieren. Sie können versuchen, den Wert zu
senken, um den Startvorgang zu beschleunigen. Wenn
&os; dann Schwierigkeiten hat, Ihre SCSI-Geräte zu erkennen,
sollten Sie den Wert natürlich wieder erhöhen.options KTRACE # ktrace(1) supportDies schaltet die Kernel-Prozessverfolgung
(engl. kernel process tracing) ein,
die sehr nützlich bei der Fehlersuche ist.options SYSVSHM # SYSV-style shared memoryDiese Option aktiviert die Unterstützung für
System V Shared-Memory. Die XSHM-Erweiterung von X
benötigt diese Option und viele Graphik-Programme
werden die Erweiterung automatisch benutzen und schneller
laufen. Wenn Sie X benutzen, sollten Sie diese Option auf
jeden Fall aktivieren.options SYSVMSG # SYSV-style message queuesUnterstützung für System V Messages.
Diese Option vergrößert den Kernel nur um
einige hundert Bytes.options SYSVSEM # SYSV-style semaphoresUnterstützung für System V Semaphoren.
Dies wird selten gebraucht, vergrößert aber den
Kernel nur um einige hundert Bytes.Die Option des Kommandos
&man.ipcs.1; zeigt Programme an, die diese System V
Erweiterungen benutzen.options _KPOSIX_PRIORITY_SCHEDULING # POSIX P1003_1B real-time extensionsEchtzeit-Erweiterungen, die 1993 zu &posix;
hinzugefügt wurden. Bestimmte Programme wie
&staroffice; benutzen
diese Erweiterungen.options KBD_INSTALL_CDEV # install a CDEV entry in /devDiese Option erstellt für die Tastatur einen
Eintrag im Verzeichnis /dev.options ADAPTIVE_GIANT # Giant mutex is adaptive.Giant ist der Name einer Sperre (Mutex) die viele
Kernel-Ressourcen schützt. Heutzutage ist Giant ein
unannehmbarer Engpass, der die Leistung eines Systems
beeinträchtigt. Daher wird Giant durch Sperren ersetzt,
die einzelne Ressourcen schützen. Die Option
ADAPTIVE_GIANT fügt Giant zu den
Sperren hinzu, auf die gewartet werden kann. Ein Thread,
der die Sperre Giant von einem anderen Thread benutzt
vorfindet, kann nun weiterlaufen und auf die Sperre Giant
warten. Früher wäre der Prozess in den schlafenden
Zustand (sleep) gewechselt
und hätte darauf warten müssen, dass er wieder
laufen kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, belassen
Sie diese Option.
+
+ Beachten Sie, dass ab &os; 8.0-CURRENT und neuer alle
+ Mutexe in der Voreinstellung adaptiv sein werden, es sei denn,
+ Sie werden durch das Setzen der Option
+ NO_ADAPTIVE_MUTEXES explizit als
+ nichtadaptiv deklariert. Als Folge dessen ist Giant nun in
+ in der Voreinstellung ebenfalls adaptiv, daher ist in diesen
+ Versionen die Kerneloption ADAPTIVE_GIANT
+ nicht mehr in der Kernelkonfigurationsdatei enthalten.
+
+
KerneloptionenSMPdevice apic # I/O APICDas apic-Gerält ermöglicht die Benutzung
des I/O APIC für die Interrupt-Auslieferung.
Das apic-Gerält kann mit Kerneln für
Einprozessorsysteme und Mehrprozessorsysteme benutzt
werden. Kernel für Mehrprozessorsysteme benötigen
diese Option zwingend. Die Unterstützung für
Mehrprozessorsysteme aktivieren Sie mit der Option
options SMP.Das apic-Gerät existiert nur unter der i386-Architektur,
daher ist es sinnlos, diese Zeile unter einer anderen
Architektur in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufzunehmen.device eisaFügen Sie diese Zeile ein, wenn Sie ein EISA-Motherboard
besitzen. Dies aktiviert die Erkennung und Konfiguration von allen
Geräten auf dem EISA Bus.device pciWenn Sie ein PCI-Motherboard besitzen, fügen Sie diese Zeile
ein. Dies aktiviert die Erkennung von PCI-Karten und die PCI-ISA
bridge.# Floppy drives
device fdcDer Floppy-Controller.# ATA and ATAPI devices
device ataDieser Treiber unterstützt alle ATA und ATAPI Geräte.
Eine device ata Zeile reicht aus und der
Kernel wird auf modernen Maschinen alle PCI ATA/ATAPI Geräte
entdecken.device atadisk # ATA disk drivesFür ATA-Plattenlaufwerke brauchen Sie diese Zeile zusammen
mit device ata.device ataraid # ATA RAID drivesFür ATA-RAID brauchen Sie diese Zeile zusammen
mit device ata.
device atapicd # ATAPI CDROM drivesZusammen mit device ata wird dies für
ATAPI CD-ROM Laufwerke benötigt.device atapifd # ATAPI floppy drivesZusammen mit device ata wird dies für
ATAPI Floppy Laufwerke benötigt.device atapist # ATAPI tape drivesZusammen mit device ata wird dies für
ATAPI Bandlaufwerke benötigt.options ATA_STATIC_ID # Static device numberingErzwingt eine statische Gerätenummer für
den Controller; ohne diese Option werden die Nummern
dynamisch zugeteilt.# SCSI Controllers
device ahb # EISA AHA1742 family
device ahc # AHA2940 and onboard AIC7xxx devices
options AHC_REG_PRETTY_PRINT # Print register bitfields in debug
# output. Adds ~128k to driver.
device ahd # AHA39320/29320 and onboard AIC79xx devices
options AHD_REG_PRETTY_PRINT # Print register bitfields in debug
# output. Adds ~215k to driver.
device amd # AMD 53C974 (Teckram DC-390(T))
device isp # Qlogic family
#device ispfw # Firmware for QLogic HBAs- normally a module
device mpt # LSI-Logic MPT-Fusion
#device ncr # NCR/Symbios Logic
device sym # NCR/Symbios Logic (newer chipsets + those of `ncr'))
device trm # Tekram DC395U/UW/F DC315U adapters
device adv # Advansys SCSI adapters
device adw # Advansys wide SCSI adapters
device aha # Adaptec 154x SCSI adapters
device aic # Adaptec 15[012]x SCSI adapters, AIC-6[23]60.
device bt # Buslogic/Mylex MultiMaster SCSI adapters
device ncv # NCR 53C500
device nsp # Workbit Ninja SCSI-3
device stg # TMC 18C30/18C50SCSI-Controller. Kommentieren Sie alle Controller aus, die sich
nicht in Ihrem System befinden. Wenn Sie ein IDE-System besitzen,
können Sie alle Einträge entfernen. Die Zeilen mit den
*_REG_PRETTY_PRINT-Einträgen aktivieren
Debugging-Optionen für die jeweiligen Treiber.# SCSI peripherals
device scbus # SCSI bus (required for SCSI)
device ch # SCSI media changers
device da # Direct Access (disks)
device sa # Sequential Access (tape etc)
device cd # CD
device pass # Passthrough device (direct SCSI access)
device ses # SCSI Environmental Services (and SAF-TE)SCSI Peripheriegeräte. Kommentieren Sie wieder alle
Geräte aus, die Sie nicht besitzen. Besitzer von IDE-Systemen
können alle Einträge entfernen.Der USB-&man.umass.4;-Treiber und einige andere
Treiber benutzen das SCSI-Subsystem obwohl sie keine
SCSI-Geräte sind. Belassen Sie die SCSI-Unterstützung
im Kernel, wenn Sie solche Treiber verwenden.# RAID controllers interfaced to the SCSI subsystem
device amr # AMI MegaRAID
device arcmsr # Areca SATA II RAID
device asr # DPT SmartRAID V, VI and Adaptec SCSI RAID
device ciss # Compaq Smart RAID 5*
device dpt # DPT Smartcache III, IV - See NOTES for options
device hptmv # Highpoint RocketRAID 182x
device rr232x # Highpoint RocketRAID 232x
device iir # Intel Integrated RAID
device ips # IBM (Adaptec) ServeRAID
device mly # Mylex AcceleRAID/eXtremeRAID
device twa # 3ware 9000 series PATA/SATA RAID
# RAID controllers
device aac # Adaptec FSA RAID
device aacp # SCSI passthrough for aac (requires CAM)
device ida # Compaq Smart RAID
device mfi # LSI MegaRAID SAS
device mlx # Mylex DAC960 family
device pst # Promise Supertrak SX6000
device twe # 3ware ATA RAIDUnterstützte RAID Controller. Wenn Sie keinen der
aufgeführten Controller besitzen, kommentieren Sie die
Einträge aus oder entfernen sie.# atkbdc0 controls both the keyboard and the PS/2 mouse
device atkbdc # AT keyboard controllerDer Tastatur-Controller (atkbdc) ist für
die Ein- und Ausgabe von AT-Tastaturen und PS/2 Zeigegeräten (z.B.
einer Maus) verantwortlich. Dieser Controller wird vom
Tastaturtreiber (atkbd) und dem PS/2
Gerätetreiber (psm) benötigt.device atkbd # AT keyboardZusammen mit dem atkbdc Controller bietet der
atkbd Treiber Zugriff auf AT-Tastaturen.device psm # PS/2 mouseBenutzen Sie dieses Gerät, wenn Sie eine Maus mit PS/2
Anschluss besitzen.device kbdmux # keyboard multiplexerBasisunterstützung für Tastaturmultiplexer.
Verwenden Sie nur eine einzige Tastatur, können Sie diese
Zeile aus Ihrer Kernelkonfigurationsdatei entfernen.device vga # VGA video card driverDer Grafikkartentreiber.device splash # Splash screen and screen saver supportZeigt einen Splash Screen beim Booten. Diese
Zeile wird auch von den Bildschirmschonern benötigt.# syscons is the default console driver, resembling an SCO console
device scsc ist in der Voreinstellung der Treiber
für die Konsole, die der SCO-Konsole ähnelt. Da die
meisten bildschirmorientierten Programme auf die Konsole mit Hilfe
einer Datenbank wie termcap zugreifen, sollte es
keine Rolle spielen, ob Sie diesen Treiber oder
vt, den VT220 kompatiblen
Konsolentreiber einsetzen. Wenn Sie Probleme mit
bildschirmorientierten Anwendungen unter dieser Konsole haben, setzen
Sie beim Anmelden die Variable TERM auf den Wert
VT220.# Enable this for the pcvt (VT220 compatible) console driver
#device vt
#options XSERVER # support for X server on a vt console
#options FAT_CURSOR # start with block cursorDer VT220 kompatible Konsolentreiber ist kompatibel zu VT100/102.
Auf einigen Laptops, die aufgrund der Hardware inkompatibel zum
sc Treiber sind, funktioniert dieser Treiber gut.
Beim Anmelden sollten Sie die Variable TERM auf den
Wert vt100 setzen. Dieser Treiber kann sich als
nützlich erweisen, wenn Sie sich über das Netzwerk auf
vielen verschiedenen Maschinen anmelden, da dort oft Einträge in
termcap oder terminfo
für das sc Gerät fehlen. Dagegen
sollte vt100 auf jeder Plattform unterstützt
werden.device agpFügen Sie diese Zeile ein, wenn Sie eine AGP-Karte
besitzen. Damit werden Motherboards mit AGP und AGP GART
unterstützt.APM# Power management support (see NOTES for more options)
#device apmUnterstützung zur Energieverwaltung. Diese
Option ist nützlich für Laptops, allerdings
ist sie in GENERIC ab &os; 5.X
deaktiviert.# Add suspend/resume support for the i8254.
device pmtimerZeitgeber für Ereignisse der Energieverwaltung
(APM und ACPI).# PCCARD (PCMCIA) support
# PCMCIA and cardbus bridge support
device cbb # cardbus (yenta) bridge
device pccard # PC Card (16-bit) bus
device cardbus # CardBus (32-bit) busPCMCIA Unterstützung. Wenn Sie einen Laptop benutzen,
brauchen Sie diese Zeile.# Serial (COM) ports
device sio # 8250, 16[45]50 based serial portsDie seriellen Schnittstellen, die in der &ms-dos;-
und &windows;-Welt COM
genannt werden.Wenn Sie ein internes Modem, das COM4
benutzt, besitzen und eine serielle Schnittstelle haben,
die auf COM2 liegt, müssen
Sie den IRQ des Modems auf 2 setzen (wegen undurchsichtigen
technischen Gründen ist IRQ2 gleich IRQ9). Wenn Sie
eine serielle Multiport-Karte besitzen, entnehmen Sie bitte
die Werte, die Sie in die Datei
/boot/device.hints einfügen
müssen, der Hilfeseite &man.sio.4;. Einige Graphikkarten,
besonders die auf S3-Chips basierten, benutzen IO-Adressen
der Form 0x*2e8 und manche billige
serielle Karten dekodieren den 16-Bit IO-Adressraum
nicht sauber. Dies führt zu Konflikten und blockiert
dann die COM4-Schnittstelle.Jeder seriellen Schnittstelle muss ein eigener IRQ zugewiesen
werden (wenn Sie eine Multiport-Karte verwenden, bei der das Teilen
von Interrupts unterstützt wird, muss das nicht der Fall
sein), daher können in der Voreinstellung
COM3 und COM4
nicht benutzt werden.# Parallel port
device ppcDie parallele Schnittstelle auf dem ISA Bus.device ppbus # Parallel port bus (required)Unterstützung für den Bus auf der parallelen
Schnittstelle.device lpt # PrinterUnterstützung für Drucker über die parallele
Schnittstelle.Sie brauchen jede der drei Zeilen, um die Unterstützung
für einen Drucker an der parallelen Schnittstelle zu
aktivieren.device plip # TCP/IP over parallelDer Treiber für das Netzwerkinterface über die
parallele Schnittstelle.device ppi # Parallel port interface deviceAllgemeine I/O (geek port) und IEEE1284 I/O
Unterstützung.#device vpo # Requires scbus and daZip LaufwerkDies aktiviert den Treiber für ein Iomega Zip Laufwerk.
Zusätzlich benötigen Sie noch die Unterstützung
für scbus und da. Die
beste Performance erzielen Sie, wenn Sie die Schnittstelle im EPP 1.9
Modus betreiben.#device pucAktivieren Sie diesen Treiber, wenn Sie eine serielle
oder parallele PCI-Karte besitzen, die vom Treiber
&man.puc.4; unterstützt wird.# PCI Ethernet NICs.
device de # DEC/Intel DC21x4x (Tulip)
device em # Intel PRO/1000 adapter Gigabit Ethernet Card
device ixgb # Intel PRO/10GbE Ethernet Card
device txp # 3Com 3cR990 (Typhoon)
device vx # 3Com 3c590, 3c595 (Vortex)Verschiedene Treiber für PCI-Netzwerkkarten. Geräte,
die sich nicht in Ihrem System befinden, können Sie entfernen oder
auskommentieren.# PCI Ethernet NICs that use the common MII bus controller code.
# NOTE: Be sure to keep the 'device miibus' line in order to use these NICs!
device miibus # MII bus supportEinige PCI 10/100 Ethernet Netzwerkkarten, besonders die, die
MII-fähige Transceiver verwenden oder Transceiver-Steuerungen
implementieren, die ähnlich wie MII funktionieren,
benötigen die Unterstützung für den MII-Bus. Die
Zeile device miibus fügt dem Kernel die
Unterstützung für das allgemeine miibus API und allen
PHY-Treibern hinzu.device bce # Broadcom BCM5706/BCM5708 Gigabit Ethernet
device bfe # Broadcom BCM440x 10/100 Ethernet
device bge # Broadcom BCM570xx Gigabit Ethernet
device dc # DEC/Intel 21143 and various workalikes
device fxp # Intel EtherExpress PRO/100B (82557, 82558)
device lge # Level 1 LXT1001 gigabit ethernet
device msk # Marvell/SysKonnect Yukon II Gigabit Ethernet
device nge # NatSemi DP83820 gigabit ethernet
device nve # nVidia nForce MCP on-board Ethernet Networking
device pcn # AMD Am79C97x PCI 10/100 (precedence over 'lnc')
device re # RealTek 8139C+/8169/8169S/8110S
device rl # RealTek 8129/8139
device sf # Adaptec AIC-6915 (Starfire)
device sis # Silicon Integrated Systems SiS 900/SiS 7016
device sk # SysKonnect SK-984x & SK-982x gigabit Ethernet
device ste # Sundance ST201 (D-Link DFE-550TX)
device stge # Sundance/Tamarack TC9021 gigabit Ethernet
device ti # Alteon Networks Tigon I/II gigabit Ethernet
device tl # Texas Instruments ThunderLAN
device tx # SMC EtherPower II (83c170 EPIC)
device vge # VIA VT612x gigabit ethernet
device vr # VIA Rhine, Rhine II
device wb # Winbond W89C840F
device xl # 3Com 3c90x (Boomerang, Cyclone)Treiber, die den MII Bus Controller Code benutzen.# ISA Ethernet NICs. pccard NICs included.
device cs # Crystal Semiconductor CS89x0 NIC
# 'device ed' requires 'device miibus'
device ed # NE[12]000, SMC Ultra, 3c503, DS8390 cards
device ex # Intel EtherExpress Pro/10 and Pro/10+
device ep # Etherlink III based cards
device fe # Fujitsu MB8696x based cards
device ie # EtherExpress 8/16, 3C507, StarLAN 10 etc.
device lnc # NE2100, NE32-VL Lance Ethernet cards
device sn # SMC's 9000 series of Ethernet chips
device xe # Xircom pccard Ethernet
# ISA devices that use the old ISA shims
#device leTreiber für ISA Ethernet Karten. Schauen Sie in
/usr/src/sys/i386/conf/NOTES
nach, um zu sehen, welche Karte von welchem Treiber
unterstützt wird.# Wireless NIC cards
device wlan # 802.11 supportGenerische 802.11-Unterstützung. Diese Zeile wird
unbedingt benötigt, wenn Sie WLAN nutzen wollen.device wlan_wep # 802.11 WEP support
device wlan_ccmp # 802.11 CCMP support
device wlan_tkip # 802.11 TKIP supportKrypto-Unterstützung für 802.11-Geräte. Sie
benötigen diese Zeilen, wenn Sie Ihr drahtloses Netzwerk
verschlüsseln und die 802.11-Sicherheitsprotokolle
einsetzen wollen.device an # Aironet 4500/4800 802.11 wireless NICs
device ath # Atheros pci/cardbus NIC's
device ath_hal # Atheros HAL (Hardware Access Layer)
device ath_rate_sample # SampleRate tx rate control for ath
device awi # BayStack 660 and others
device ral # Ralink Technology RT2500 wireless NICs.
device wi # WaveLAN/Intersil/Symbol 802.11 wireless NICs.
#device wl # Older non 802.11 Wavelan wireless NIC.Treiber für drahtlose Netzwerkkarten (WLAN).# Pseudo devices
device loop # Network loopbackDas TCP/IP Loopback Device. Wenn Sie eine Telnet oder FTP
Verbindung zu localhost (alias 127.0.0.1) aufbauen, erstellen Sie eine
Verbindung zu sich selbst durch dieses Device. Die Angabe
dieser Option ist verpflichtend.device random # Entropy deviceKryptographisch sicherer Zufallszahlengenerator.device ether # Ethernet supportether brauchen Sie nur, wenn Sie eine
Ethernet-Karte besitzen. Der Treiber unterstützt das
Ethernet-Protokoll.device sl # Kernel SLIPsl aktiviert die SLIP-Unterstützung.
SLIP ist fast vollständig von PPP verdrängt
worden, da letzteres leichter zu konfigurieren, besser
geeignet für Modem zu Modem Kommunikation und
mächtiger ist.device ppp # Kernel PPPDies ist Kernel Unterstützung für
PPP-Wählverbindungen. Es existiert auch eine
PPP-Version im Userland, die den tun
Treiber benutzt. Die Userland-Version ist flexibler
und bietet mehr Option wie die Wahl auf Anforderung.device tun # Packet tunnel.Dies wird vom der Userland PPP benutzt. Die
Zahl hinter tun gibt
die Anzahl der unterstützten gleichzeitigen Verbindungen an.
Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt
PPP
dieses Handbuchs.
device pty # Pseudo-ttys (telnet etc)Dies ist ein Pseudo-Terminal oder simulierter
Login-Terminal. Er wird von einkommenden telnet
und rlogin Verbindungen,
xterm und anderen Anwendungen wie
Emacs benutzt.device md # Memory disksPseudo-Gerät für Speicher-Laufwerke.device gif # IPv6 and IPv4 tunnelingDieses Gerät tunnelt IPv6 über IPv4, IPv4 über
IPv6, IPv4 über IPv4 oder IPv6 über IPv6.
Das Gerät gif kann die Anzahl der
benötigten Geräte automatisch bestimmen
(auto-cloning).device faith # IPv6-to-IPv4 relaying (translation)Dieses Pseudo-Gerät fängt zu ihm gesendete Pakete ab
und leitet Sie zu einem Dæmon weiter, der Verkehr zwischen IPv4
und IPv6 vermittelt.# The `bpf' device enables the Berkeley Packet Filter.
# Be aware of the administrative consequences of enabling this!
# Note that 'bpf' is required for DHCP.
device bpf # Berkeley packet filterDas ist der Berkeley Paketfilter. Dieses Pseudo-Gerät kann
Netzwerkkarten in den promiscuous Modus setzen und
erlaubt es damit, Pakete auf einem Broadcast Netzwerk (z.B. einem
Ethernet) einzufangen. Die Pakete können auf der Festplatte
gespeichert und mit &man.tcpdump.1; untersucht werden.Das &man.bpf.4;-Gerät wird von
&man.dhclient.8; genutzt, um die IP-Adresse des Default-Routers
zu bekommen. Wenn Sie DHCP benutzen, lassen Sie diese Option bitte
aktiviert.# USB support
device uhci # UHCI PCI->USB interface
device ohci # OHCI PCI->USB interface
device ehci # EHCI PCI->USB interface (USB 2.0)
device usb # USB Bus (required)
#device udbp # USB Double Bulk Pipe devices
device ugen # Generic
device uhid # Human Interface Devices
device ukbd # Keyboard
device ulpt # Printer
device umass # Disks/Mass storage - Requires scbus and da
device ums # Mouse
device ural # Ralink Technology RT2500USB wireless NICs
device urio # Diamond Rio 500 MP3 player
device uscanner # Scanners
# USB Ethernet, requires mii
device aue # ADMtek USB Ethernet
device axe # ASIX Electronics USB Ethernet
device cdce # Generic USB over Ethernet
device cue # CATC USB Ethernet
device kue # Kawasaki LSI USB Ethernet
device rue # RealTek RTL8150 USB EthernetUnterstützung für verschiedene USB Geräte.# FireWire support
device firewire # FireWire bus code
device sbp # SCSI over FireWire (Requires scbus and da)
device fwe # Ethernet over FireWire (non-standard!)Verschiedene Firewire-Geräte.Mehr Informationen und weitere von &os; unterstützte
Geräte entnehmen Sie bitte
/usr/src/sys/i386/conf/NOTES.Hohe Speicheranforderungen (PAE)Physical Address Extensions (PAE)hohe SpeicheranforderungenSysteme mit hohen Speicheranforderungen benötigen
mehr Speicher als den auf 4 Gigabyte beschränkten
User- und Kernel-Adressraum (KVA).
Mit dem &pentium; Pro und neueren CPUs hat
Intel den Adressraum auf 36-Bit erweitert.Die Physical-Address-Extension (PAE)
von &intel;s &pentium; Pro und neueren Prozessoren
unterstützt bis zu 64 Gigabyte Speicher.
&os; kann diesen Speicher mit der Option
in der Kernelkonfiguration nutzen. Die Option gibt es
in allen aktuellen &os;-Versionen. Wegen Beschräkungen der
Intel-Speicherarchitektur wird keine Unterscheidung
zwischen Speicher oberhalb oder unterhalb von 4 Gigabyte
getroffen. Speicher über 4 Gigabyte wird
einfach dem zur Verfügung stehenden Speicher
zugeschlagen.Sie aktivieren PAE im Kernel, indem
Sie die folgende Zeile in die Kernelkonfigurationsdatei
einfügen:options PAE&os; unterstützt PAE nur
auf IA-32 Prozessoren. Die
PAE-Unterstützung wurde
zudem noch nicht hinreichend getestet und befindet
sich im Vergleich zu anderen Komponenten von &os; noch
im Beta-Stadium.Die PAE-Unterstützung in &os;
ist mit den nachstehenden Einschränkungen verbunden:Ein Prozess kann nicht mehr als 4 Gigabyte
virtuellen Speicher benutzen.KLD-Module können nicht in
einen PAE-Kernel geladen werden,
da sich das Bausystem der Module vom Bausystem des
Kernels unterscheidet.Gerätetreiber, die nicht die
&man.bus.dma.9;-Schnittstelle benutzen, führen
zusammen mit einem PAE-Kernel zu
Datenverlusten. Diese Treiber sollen nicht mit
einem PAE-Kernel verwendet werden.
Daher gibt es unter &os; eine zusätzliche
PAE-Kernelkonfigurationsdatei,
die alle Treiber enthält, die mit einem
PAE-Kernel funktionieren.Einige Systemvariablen werden abhängig von
der Speichergröße eingestellt. In einem
PAE-System mit viel Speicher
können die Werte daher zu hoch eingestellt sein.
Ein Beispiel ist die sysctl-Variable
, die die maximale
Anzahl von vnodes im Kernel bestimmt. Solche
Variablen sollten auf einen angemessenen Wert
eingestellt werden.Es kann erforderlich sein, den virtuellen Adressraum
des Kernels (KVA) zu vergrößern
oder, wie oben beschrieben, den Wert einer häufig
gebrauchten Kernelvariablen zu verringern. Dies
verhindert einen Überlauf des KVAs.
Der Adressraum des Kernels kann mit der Kerneloption
vergrößert
werden.Hinweise zur Leistungssteigerung und Stabilität
entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.tuning.7;.
Die PAE-Unterstützung von &os;
wird in der Hilfeseite &man.pae.4; beschrieben.Wenn etwas schiefgehtEs gibt fünf Hauptfehlerquellen beim Erstellen eines
angepassten Kernels:config verursacht Fehler:Wenn &man.config.8; misslingt, liegen Fehler
in der Kernelkonfigurationsdatei vor. Zum Glück
gibt &man.config.8; die die Zeilennummer der
Fehlerstelle an, sodass Sie den Fehler schnell
finden können. Beispielsweise könnten
Sie folgende Fehlermeldung sehen:config: line 17: syntax errorVergleichen Sie die angegebene Zeile mit
GENERIC und stellen Sie sicher,
dass das Schlüsselwort richtig geschrieben
ist.make verursacht Fehler:Wenn make misslingt, liegen
meistens Fehler in der Konfigurationsdatei vor,
die aber nicht schwerwiegend genug für
&man.config.8; waren. Überprüfen Sie
wiederum Ihre Konfiguration und wenn Sie keinen
Fehler entdecken können, schicken Sie eine
E-Mail mit Ihrer Kernelkonfiguration an die Mailingliste
&a.de.questions;. Sie sollten dann schnell Hilfe erhalten.Der Kernel bootet nicht:Wenn der Kernel nicht booten will, ist das noch
lange kein Grund zur Panik. Denn &os; besitzt exzellente
Mechanismen zur Wiederherstellung nach dem Einsatz
inkompatibler Kernel. Den Kernel, mit dem Sie booten
wollen, können Sie sich im &os; Boot-Loader
aussuchen. Dazu wählen Sie im Bootmenü die
Option Escape to a loader prompt. Danach
geben Sie den Befehl unload kernel
ein, um anschließend mit
boot /boot/kernel.old
den alten Kernel zu booten. Sie können hier
natürlich auch den Dateinamen eines anderen Kernels, der
sauber bootet angeben. Für alle Fälle sollten Sie
immer einen Kernel, der garantiert bootet, bereit
halten.Nun können Sie die Konfiguration noch einmal
überprüfen und den Kernel neu kompilieren. Dazu
ist /var/log/messages sehr nützlich,
da hier sämtliche Kernelmeldungen von jedem erfolgreichen
Bootvorgang gespeichert werden. &man.dmesg.8; gibt Ihnen die
Kernelmeldungen vom letzten Bootvorgang aus.Für den Fall, dass Sie Probleme bei dem
Kernelbau bekommen, heben Sie sich immer einen
GENERIC oder einen anderen
Kernel, der garantiert bootet, auf. Der Name
dieses Kernels sollte so gewählt sein, dass
er beim nächsten Bau nicht überschrieben
wird. Sie können sich nicht auf
kernel.old verlassen, da
dieser Kernel durch den zuletzt installierten
Kernel, der vielleicht schon kaputt war, während
der Installation ersetzt wird. Kopieren Sie den
funktionierenden Kernel so schnell wie möglich
in das richtige Verzeichnis
(/boot/kernel).
Ansonsten funktionieren Kommandos wie &man.ps.1;
nicht. Benennen Sie dazu einfach das Verzeichnis
des funktionierenden Kernels um:&prompt.root; mv /boot/kernel /boot/kernel.bad
&prompt.root; mv /boot/kernel.good /boot/kernelDer Kernel ist in Ordnung, aber ps geht
nicht mehr:Wenn Sie eine andere Version des Kernels installiert
haben als die, mit der Ihre Systemwerkzeuge gebaut
wurden (beispielsweise einen -CURRENT-Kernel auf einem
-RELEASE-System), werden Programme wie &man.ps.1; und
&man.vmstat.8; nicht mehr funktionieren. Sie
sollten nun das komplette
System neu bauen und installieren. Achten
Sie darauf, dass die Quellen, aus denen Sie das
System bauen, zum installierten Kernel passen.
Das ist ein Grund dafür, warum man nie einen
Kernel, der nicht zur Systemversion passt, benutzen
sollten.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml
index 163264a982..016d5d39ec 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml
@@ -1,1598 +1,1689 @@
UwePierauÜbersetzt von Installieren von Anwendungen: Pakete und PortsÜbersichtPortsPaketeFreeBSD enthält sehr viele Systemwerkzeuge, die Teil des
Basissystems sind. Allerdings sind Sie früher oder später
auf Software Dritter angewiesen, damit Sie bestimmte Arbeiten
durchführen können. Um diese Software zu installieren,
stellt FreeBSD zwei sich ergänzende Methoden zur
Verfügung: Die Ports-Sammlung (zur Installation aus dem
Quellcode) sowie Pakete (auch als
Packages bezeichnet, zur Installation
von vorkompilierten binären Softwarepaketen).
Sie können beide Methoden benutzen, um Ihre Lieblingsanwendungen
von lokalen Medien oder über das Netzwerk zu
installieren.Dieses Kapitel behandelt die folgenden Themen:Die Installation binärer Softwarepakete.Der Bau Software Dritter aus dem Quellcode mithilfe der
Ports-Sammlung.Wie zuvor installierte Pakete oder Ports
entfernt werden.Wie Sie die Voreinstellungen der Ports-Sammlung
überschreiben.Die Suche nach geeigneter Software.Wie Sie Ihre Anwendungen aktualisieren.Installation von SoftwareWenn Sie schon einmal ein &unix; System benutzt haben, werden Sie
wissen, dass zusätzliche Software meist wie folgt
installiert wird:Download der Software, die als Quelltext oder im
Binärformat vorliegen kann.Auspacken der Software, die typischerweise ein mit
&man.compress.1;, &man.gzip.1; oder &man.bzip2.1;
komprimiertes Tar-Archiv enthält.Durchsuchen der Dokumentation, die sich meist in Dateien wie
INSTALL, README oder
mehreren Dateien im Verzeichnis doc/
befindet, nach Anweisungen, wie die Software
zu installieren ist.Kompilieren der Software wenn sie als Quelltext vorliegt.
Dazu müssen Sie vielleicht das Makefile
anpassen, oder configure laufen lassen, oder
andere Arbeiten durchführen.Testen und installieren der Software.Das beschreibt aber nur den optimalen Fall. Wenn Sie
Software installieren, die nicht speziell für FreeBSD
geschrieben wurde, müssen Sie vielleicht sogar den Quelltext
anpassen, damit die Software funktioniert.Wenn Sie unbedingt wollen, können Sie mit FreeBSD Software
nach der althergebrachten Methode installieren. Mit
Paketen oder Ports bietet Ihnen FreeBSD allerdings zwei Methoden an,
die Ihnen sehr viel Zeit sparen können. Zurzeit werden über
&os.numports; Anwendungen Dritter über diese Methoden zur
Verfügung gestellt.Das FreeBSD-Paket einer Anwendung besteht aus einer einzigen
Datei, die Sie sich herunterladen müssen. Das Paket
enthält schon übersetzte Kommandos der Anwendung, sowie
zusätzliche Konfigurationsdateien oder Dokumentation. Zur
Handhabung der Pakete stellt FreeBSD-Kommandos wie &man.pkg.add.1;,
&man.pkg.delete.1; oder &man.pkg.info.1; zur Verfügung.
Mit diesem System können neue Anwendungen mit einem
Kommando, pkg_add, installiert werden.Der FreeBSD-Port einer Anwendung ist eine Sammlung von Dateien,
die das Kompilieren der Quelltexte einer Anwendung
automatisieren.Die Dateien eines Ports führen für Sie alle oben
aufgeführten Schritte zum Installieren einer Anwendung durch.
Mit einigen wenigen Kommandos wird der Quellcode der Anwendung
automatisch heruntergeladen, ausgepackt, gepatcht, übersetzt und
installiert.Tatsächlich kann das Portsystem auch dazu benutzt werden,
Pakete zu generieren, die Sie mit den gleich beschriebenen Kommandos,
wie pkg_add, manipulieren können.Pakete und Ports beachten Abhängigkeiten zwischen
Anwendungen. Angenommen, Sie wollen eine Anwendung installieren,
die von einer Bibliothek abhängt und die Anwendung wie die
Bibliothek sind als Paket oder Port für FreeBSD verfügbar.
Wenn Sie pkg_add oder das Portsystem benutzen,
um die Anwendung zu installieren, werden Sie bemerken, dass
die Bibliothek zuerst installiert wird, wenn sie nicht schon vorher
installiert war.Sie werden sich fragen, warum FreeBSD-Pakete und -Ports
unterstützt, wo doch beide Methoden fast gleiches leisten.
Beide Methoden haben ihre Stärken und welche Sie einsetzen,
hängt letztlich von Ihren Vorlieben ab.Vorteile von PaketenDas komprimierte Paket einer Anwendung ist normalerweise
kleiner als das komprimierte Archiv der Quelltexte.Pakete müssen nicht mehr kompiliert werden. Dies ist
ein Vorteil, wenn Sie große Pakete, wie
Mozilla, KDE
oder GNOME auf langsamen Maschinen
installieren.Wenn Sie Pakete verwenden, brauchen Sie nicht zu verstehen,
wie Sie Software unter FreeBSD kompilieren.Vorteile von PortsDa die Pakete auf möglichst vielen System laufen sollen,
werden Optionen beim Übersetzen zurückhaltend gesetzt.
Wenn Sie eine Anwendung über die Ports installieren,
können Sie die Angabe der Optionen optimieren. Zum Beispiel
können Sie spezifischen Code für Pentium 4 oder
Athlon Prozessoren erzeugen.Die Eigenschaften einiger Anwendungen werden über
Optionen zum Zeitpunkt des Übersetzens festgelegt.
Apache kann zum Beispiel über
viele eingebaute Optionen konfiguriert werden. Wenn Sie das
Portsystem benutzen, können Sie die Vorgaben für die
Optionen überschreiben.Für einige Fälle existieren verschiedene
Pakete einer Anwendung, die beim Übersetzen
unterschiedlich konfiguriert wurden. Für
Ghostscript gibt es ein
ghostscript-Paket und ein
ghostscript-nox11-Paket, die sich durch die
X11 Unterstützung unterscheiden. Diese grobe Unterscheidung
ist mit dem Paketsystem möglich, wird aber schnell
unhandlich, wenn eine Anwendung mehr als ein oder zwei Optionen
zum Zeitpunkt des Übersetzens besitzt.Die Lizenzbestimmungen mancher Software verbietet ein
Verbreiten in binärer Form. Diese Software muss als
Quelltext ausgeliefert werden.Einige Leute trauen binären Distributionen nicht. Wenn
Sie den Quelltext besitzen, können Sie sich diesen
(zumindest theoretisch) durchlesen und nach möglichen Problemen
durchsuchen.Wenn Sie eigene Anpassungen besitzen, benötigen Sie den
Quelltext, um diese anzuwenden.Manch einer besitzt gerne den Quelltext, um ihn zu lesen,
wenn es einmal langweilig ist, ihn zu hacken, oder sich einfach
ein paar Sachen abzugucken (natürlich nur, wenn es die
Lizenzbestimmungen erlauben).Wenn Sie über aktualisierte Ports informiert sein wollen,
lesen Sie bitte die Mailinglisten &a.ports; und &a.ports-bugs;.Bevor Sie eine Anwendung installieren, sollten Sie
auf der Seite
über mögliche Sicherheitsprobleme mit der
Anwendung informieren.Die Anwendung
ports-mgmt/portaudit
prüft automatisch alle installierten Anwendungen
auf bekannte Sicherheitslöcher. Vor dem Bau eines
Ports findet ebenfalls eine Prüfung statt.
Installierte Pakete prüfen Sie mit dem
Kommando portaudit -F -a.Der Rest dieses Kapitels beschreibt, wie Sie Software Dritter mit
Paketen oder Ports auf einem FreeBSD-System installieren und
verwalten.Suchen einer AnwendungBevor Sie eine Anwendung installieren, müssen Sie deren
Art und Namen kennen.Die Anzahl der nach FreeBSD portierten Anwendungen steigt
ständig. Zum Glück gibt es einige Wege, die richtige zu
finden.Eine aktuelle Liste verfügbarer Anwendungen, die sich
auch durchsuchen lässt, finden Sie unter http://www.FreeBSD.org/ports/.
Die Anwendungen sind in Kategorien unterteilt und Sie
können sich alle Anwendungen einer Kategorie anzeigen
lassen. Wenn Sie den Namen der Anwendung kennen, können
Sie natürlich auch direkt nach dem Namen suchen.FreshPortsFreshPorts, das von Dan Langille gepflegt wird, erreichen Sie
unter .
FreshPorts verfolgt
Änderungen an Anwendungen aus den Ports. Mit FreshPorts
können Sie ein oder mehrere Ports beobachten und sich eine
E-Mail schicken lassen, wenn ein Port aktualisiert wird.FreshMeatWenn Sie den Namen einer Anwendung nicht kennen, versuchen
Sie eine Webseite wie FreshMeat
(),
um eine passende Anwendung zu finden. Schauen Sie dann auf der
FreeBSD-Webseite nach, ob die Anwendung schon portiert
wurde.Wenn Sie den Portnamen kennen und nur nach der
Kategorie suchen wollen, verwenden Sie das Kommando
&man.whereis.1;. Geben Sie einfach
whereis Datei ein.
Datei ist der Name des
Programms, das Sie suchen:&prompt.root; whereis lsof
lsof: /usr/ports/sysutils/lsofDamit haben wir herausgefunden, dass sich
lsof, ein Systemwerkzeug, im Verzeichnis
/usr/ports/sysutils/lsof
befindet.Auch mit einem einfachen &man.echo.1;-Befehl können
Sie herausfinden, wo Sie einen bestimmten Port finden. Dazu
ein Beispiel:&prompt.root; echo /usr/ports/*/*lsof*
/usr/ports/sysutils/lsofBeachten Sie aber, dass dieser Befehl auch alle Dateien
im Verzeichnis /usr/ports/distfiles
findet, auf die der angegebene Suchbegriff passt.Ein weiterer Weg, einen bestimmten Port zu finden, ist es,
die eingebaute Suchfunktion der Ports-Sammlung zu benutzen.
Dazu muss Ihr Arbeitsverzeichnis
/usr/ports
sein. In diesem Verzeichnis rufen Sie
make search name=Anwendungsname
auf, wobei Anwendungsname
der Name der gesuchten Anwendung ist. Wenn Sie
zum Beispiel nach lsof suchen:&prompt.root; cd /usr/ports
&prompt.root; make search name=lsof
Port: lsof-4.56.4
Path: /usr/ports/sysutils/lsof
Info: Lists information about open files (similar to fstat(1))
Maint: obrien@FreeBSD.org
Index: sysutils
B-deps:
R-deps: Der Teil der Ausgabe der Sie interessiert ist die Zeile, die
mit Path: beginnt, weil sie Ihnen sagt, wo der Port
zu finden ist. Die anderen Informationen werden zum Installieren
des Ports nicht direkt benötigt, Sie brauchen sich darum
jetzt nicht weiter zu kümmern.Erweiterte Suchen führen Sie mit dem Kommando
make search key=Text
aus. Damit werden Portnamen, Kommentare, Beschreibungen und
Abhängigkeiten nach Text
durchsucht. Dies kann sehr nützlich sein, wenn Sie
den Namen des Programms, nach dem Sie suchen, nicht kennen.In beiden Fällen wird Groß- und Kleinschreibung bei
der Suche ignoriert. Die Suche nach LSOF wird
dieselben Ergebnisse wie die Suche nach lsof
liefern.ChernLeeBeigesteuert von Benutzen des PaketsystemsInstallieren eines PaketsPaketeinstallierenpkg_addMit &man.pkg.add.1; können Sie ein FreeBSD-Paket von einer
lokalen Datei oder über das Netzwerk installieren.Download vor Installation eines Pakets&prompt.root; ftp -a ftp2.FreeBSD.org
Connected to ftp2.FreeBSD.org.
220 ftp2.FreeBSD.org FTP server (Version 6.00LS) ready.
331 Guest login ok, send your email address as password.
230-
230- This machine is in Vienna, VA, USA, hosted by Verio.
230- Questions? E-mail freebsd@vienna.verio.net.
230-
230-
230 Guest login ok, access restrictions apply.
Remote system type is UNIX.
Using binary mode to transfer files.
ftp>cd /pub/FreeBSD/ports/packages/sysutils/
250 CWD command successful.
ftp>get lsof-4.56.4.tgz
local: lsof-4.56.4.tgz remote: lsof-4.56.4.tgz
200 PORT command successful.
150 Opening BINARY mode data connection for 'lsof-4.56.4.tgz' (92375 bytes).
100% |**************************************************| 92375 00:00 ETA
226 Transfer complete.
92375 bytes received in 5.60 seconds (16.11 KB/s)
ftp>exit
&prompt.root; pkg_add lsof-4.56.4.tgzWenn Sie die Pakete nicht lokal vorliegen haben (zum Beispiel
auf den FreeBSD-CD-ROMs), ist es wahrscheinlich einfacher den
Schalter von &man.pkg.add.1; zu verwenden. Das
Werkzeug bestimmt dann automatisch das nötige Objektformat und
die richtige Version des Pakets, lädt dieses dann von einem
FTP-Server und installiert das Paket.pkg_add&prompt.root; pkg_add -r lsofDas obige Beispiel würde ohne weitere Interaktion das
richtige Paket herunterladen und installieren. Pakete
werden vom &os;-Hauptserver heruntergeladen. Wenn Sie
anderen Server verwenden möchten, geben Sie den
Server in der Umgebungsvariablen PACKAGESITE
an. Die Dateien werden
mit &man.fetch.3;, das Umgebungsvariablen wie
FTP_PASSIVE_MODE, FTP_PROXY und
FTP_PASSWORD berücksichtigt, heruntergeladen.
Wenn Sie durch eine Firewall geschützt werden, müssen Sie
vielleicht eine oder mehrere dieser Umgebungsvariablen setzen oder
einen FTP oder HTTP Proxy verwenden. Eine Liste der
unterstützten Umgebungsvariablen finden Sie in &man.fetch.3;.
Beachten Sie, dass im obigen Beispiel lsof
anstelle von lsof-4.56.4 verwendet wird. Wenn
Sie &man.pkg.add.1; zum Herunterladen eines Pakets verwenden, darf
die Versionsnummer des Pakets nicht angegeben werden, da
automatisch die neuste Version der Anwendung geholt wird.Unter &os.current; oder &os.stable; holt &man.pkg.add.1;
die neuste Version einer Anwendung, unter einer Release
holt &man.pkg.add.1; die Version der Anwendung, die
im Release enthalten ist. Sie können dies ändern,
indem Sie die Umgebungsvariable PACKAGESITE
überschreiben. Wenn Sie bespielsweise
&os; 5.4-RELEASE installiert haben, versucht
&man.pkg.add.1; in der Voreinstellung die Pakete von
ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5.4-release/Latest/
zu laden. Wollen Sie &man.pkg.add.1; dazu zwingen, nur
&os; 5-STABLE-Pakete herunterzuladen, setzen Sie die
Umgebungsvariable PACKAGESITE auf
ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5-stable/Latest/.Pakete werden im .tgz- und
.tbz-Format ausgeliefert. Sie finden Sie unter
oder auf der FreeBSD-CD-ROM-Distribution. Jede CD der FreeBSD
Distribution (oder des PowerPaks) enthält Pakete im
Verzeichnis /packages. Die Struktur des
Paketbaums entspricht dem /usr/ports Baum.
Jede Kategorie besitzt ein eigenes Verzeichnis und alle
Pakete befinden sich im Verzeichnis
All.Die Verzeichnisstruktur des Paketbaums ist ein Abbild der
Ports, da beide Systeme eng zusammenarbeiten.Verwalten von PaketenPaketeverwalten&man.pkg.info.1; zeigt alle installierten Pakete und deren
Beschreibung an.pkg_info&prompt.root; pkg_info
cvsup-16.1 A general network file distribution system optimized for CV
docbook-1.2 Meta-port for the different versions of the DocBook DTD
...&man.pkg.version.1; vergleicht die Version installierter Pakete
mit der Version aus der Ports-Sammlung.pkg_version&prompt.root; pkg_version
cvsup =
docbook =
...Die Symbole in der zweiten Spalte zeigen das Alter des Pakets
im Vergleich zu der lokalen Version aus der Ports-Sammlung an.SymbolBedeutung=Die Version des installierten Paketes stimmt mit der
Version aus der lokalen Ports-Sammlung überein.<Die installierte Version ist älter als die der
verfügbaren Version aus der Ports-Sammlung.>Die installierte Version ist neuer als die aus der
Ports-Sammlung (Eventuell ist die lokale Ports-Sammlung
veraltet).?Das installierte Paket konnte in der Ports-Sammlung
nicht gefunden werden. Das kann dadurch hervorgerufen
werden, dass ein installierter Port aus der
Ports-Sammlung entfernt wurde oder einen neuen
Namen erhalten hat.*In der Ports-Sammlung befinden sich mehrere Versionen
der Anwendung.
+
+
+ !
+ Das installierte Paket ist zwar im Index enthalten,
+ aus irgendeinem Grund war pkg_version
+ aber dennoch nicht in der Lage, die Versionsnummer des
+ installierten Pakets mit der Versionsnummer des
+ entsprechenden Eintrags im Index zu vergleichen.
+ Entfernen eines Paketspkg_deletePaketeentfernenUm ein zuvor installiertes Paket zu entfernen, benutzen Sie das
Werkzeug &man.pkg.delete.1;.&prompt.root; pkg_delete xchat-1.7.1Beachten Sie, dass &man.pkg.delete.1; die vollständige
Bezeichnung des Pakets benötigt (also Paketname
und Versionsnummer). Die Eingabe von
xchat (anstelle von
xchat-1.7.1) ist daher nicht
ausreichend. Zwar können Sie die Versionsnummer eines
installierten Pakets mit &man.pkg.version.1; herausfinden,
es ist aber auch möglich, ein Paket zu deinstallieren,
ohne die exakte Versionsnummer zu kennen, wenn Sie Wildcards
einsetzen:&prompt.root; pkg_delete xchat\*In diesem Beispiel werden alle Pakete gelöscht, deren
Name mit xchat beginnt.VerschiedenesInformationen über alle installierte Pakete werden in
/var/db/pkg abgelegt. Das Verzeichnis
enthält Dateien, in denen sich die Beschreibungen der Pakete
und Listen von Dateien, die zu einem Paket gehören,
befinden.Benutzen der Ports-SammlungDie folgenden Abschnitte stellen die grundlegenden Anweisungen
vor, um Anwendungen aus der Ports-Sammlung auf
Ihren Rechner zu installieren oder zu löschen. &man.ports.7;
enthält eine Auflistung aller verfügbaren
make-Targets und Umgebungsvariablen.Installation der Ports-SammlungBevor Sie einen Port installieren können, müssen Sie
zuerst die Ports-Sammlung installieren, die aus Makefiles, Patches
und Beschreibungen besteht. Die Ports-Sammlung wird
für gewöhnlich unter /usr/ports
installiert.Bei der FreeBSD-Installation hatten Sie in
sysinstall die Möglichkeit, die
Ports-Sammlung zu installieren. Wenn Sie die Sammlung damals nicht
installiert haben, können Sie das mit den folgenden
Anweisungen nachholen:Installieren mit CVSupDies ist eine schnelle Methode, um die Ports-Sammlung zu
installieren und zu aktualisieren.
CVSup wird im Abschnitt Benutzen von CVSup des Handbuchs
beschrieben.
- Mit csup existiert eine in
- C geschriebene Neuimplementierung von
- CVSup, die ab &os; 6.2
- bereits im Basissystem enthalten ist. Haben Sie
- &os; 6.2 installiert, können Sie Schritt 1
- überspringen und die im Basissystem enthaltene
- Version von csup einsetzen.
- Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, können
+ Die seit &os; 6.2 im Basissystem enthaltene Variante
+ des CVSup-Protokolls heißt
+ csup. Verwenden Sie hingegen
+ noch eine ältere &os;-Version, können
Sie csup über den Port
- net/csup installieren.
- In beiden Fällen ersetzen Sie bitte in den folgenden
- Ausführungen cvsup durch
- csup.
+ net/csup installieren.Achten Sie darauf, dass das Verzeichnis /usr/ports leer ist, bevor Sie
- CVSup das erste Mal ausführen!
+ csup das erste Mal ausführen!
Haben Sie die Ports-Sammlung zuvor schon aus einer anderen
- Quelle installiert, wird CVSup
+ Quelle installiert, wird csup
bereits aus dem Repository entfernte Patches nicht aus der
lokalen Kopie der Ports-Sammlung löschen.
- Installieren Sie das Paket net/cvsup-without-gui:
-
- &prompt.root; pkg_add -r cvsup-without-gui
+ Rufen Sie csup auf:
- Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt
- Installation von CVSup
- des Handbuchs.
-
-
-
- Danach rufen Sie cvsup auf:
-
- &prompt.root; cvsup -L 2 -h cvsup.FreeBSD.org /usr/share/examples/cvsup/ports-supfile
+ &prompt.root; csup -L 2 -h cvsup.FreeBSD.org /usr/share/examples/cvsup/ports-supfileErsetzen Sie
cvsup.FreeBSD.org durch einen
CVSup-Server in Ihrer Nähe.
Eine vollständige Liste der
CVSup-Spiegel finden Sie im
Abschnitt CVSup-Server
des Handbuchs.Sie sollten sich eine an Ihre Bedürfnisse angepasste
ports-supfile erstellen, um so
beispielsweise zu vermeiden, dass Sie bei jedem Aufruf von
CVSup wieder die Parameterliste
übergeben müssen.Dazu kopieren Sie zuerst als root
die Datei
/usr/share/examples/cvsup/ports-supfile
nach /root oder in Ihr
Heimatverzeichnis.Danach müssen Sie die Datei
ports-supfile anpassen.Dazu ersetzen Sie
cvsup.FreeBSD.org durch einen
CVSup-Server in Ihrer Nähe.
Eine vollständige Liste der
CVSup-Spiegel finden Sie im
Abschnitt CVSup-Server
des Handbuchs.
- Nun können Sie cvsup mit
+ Nun können Sie csup mit
folgender Syntax starten:
- &prompt.root; cvsup -L 2 /root/ports-supfile
+ &prompt.root; csup -L 2 /root/ports-supfile
- Mit &man.cvsup.1; können Sie später auch die
+ Mit &man.csup.1; können Sie später auch die
Ports-Sammlung aktualisieren. Die installierten Ports werden
mit diesem Kommando allerdings nicht aktualisiert.Installieren mit PortsnapBei Portsnap handelt es sich
um ein alternatives System zur Distribution der Ports-Sammlung,
das seit &os; 6.0 im Basissystem enthalten ist. Verwenden
Sie eine ältere &os;-Version, können Sie zur
Installation das Paket ports-mgmt/portsnap verwenden:&prompt.root; pkg_add -r portsnapEine detaillierte Beschreibung von
Portsnap finden Sie im Abschnitt
Portsnap einsetzen des
Handbuchs.Ab &os; 6.1-RELEASE oder bei einem aktuellen
Portsnap-Paket oder -Port ist
dieser Schritt nicht nötig, da in diesen Fällen
das Verzeichnis /usr/ports automatisch beim
ersten Aufruf von &man.portsnap.8; angelegt wird. Verwenden
Sie hingegen eine ältere Version von
Portsnap, müssen Sie dieses
Verzeichnis manuell anlegen, falls dieses auf Ihrem System
noch nicht existiert:&prompt.root; mkdir /usr/portsLaden Sie einen komprimierten Snapshot der Ports-Sammlung
in das Verzeichnis /var/db/portsnap herunter. Danach
können Sie die Internetverbindung trennen, wenn Sie dies
wünschen.&prompt.root; portsnap fetchWenn Sie Portsnap das erste
Mal verwenden, müssen Sie den Snapshot nach
/usr/ports
extrahieren:&prompt.root; portsnap extractIst die Ports-Sammlung bereits installiert, und Sie
wollen diese nur aktualisieren, führen Sie
stattdessen folgenden Befehl aus:&prompt.root; portsnap updateInstallieren mit sysinstallNicht zuletzt ist es auch möglich, die Ports-Sammlung
über sysinstall zu installieren.
Beachten Sie dabei aber, dass bei dieser Methode nicht die
aktuellste Version der Ports-Sammlung, sondern die Version, die
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der installierten
&os;-Version aktuell war, installiert wird. Haben Sie Zugriff
auf das Internet, so sollten Sie daher stets eine der weiter oben
beschriebenen Methoden verwenden, um die Ports-Sammlung zu
installieren.Führen Sie als rootsysinstall (vor &os; 5.2
/stand/sysinstall) aus:&prompt.root; /stand/sysinstallWählen Sie den Punkt Configure
aus und drücken Sie Enter.Wählen Sie dann Distributions
aus und drücken Sie Enter.In diesem Menü wählen Sie
ports aus und drücken die
Leertaste.Danach wählen Sie Exit aus und
drücken Enter.Legen Sie nun ein geeignetes Installationsmedium, wie CD-ROM
oder FTP, fest.Wählen Sie nun Exit aus und
drücken Enter.Verlassen Sie sysinstall mit
X.Ports installierenPortsinstallierenWas ist mit einem Gerüst im Zusammenhang
mit der Ports-Sammlung gemeint? In aller Kürze: ein
Gerüst eines Ports ist ein minimaler Satz von Dateien, mit
denen das FreeBSD-System eine Anwendung sauber übersetzen und
installieren kann. Ein jeder Port beinhaltet:Eine Datei Makefile. Das
Makefile enthält verschiedene
Anweisungen, die spezifizieren, wie eine Anwendung kompiliert
wird und wo sie auf Ihrem System installiert werden
sollte.Eine Datei distinfo. Diese
enthält Informationen, welche Dateien heruntergeladen
werden müssen sowie deren MD5-Prüfsummen
(die Sie mit &man.md5.1; sowie &man.sha256.1;
überprüfen können, um sicher zu gehen,
dass diese Dateien während des Herunterladens nicht
beschädigt wurden).Ein files Verzeichnis. Hierin
liegen Patches, welche das Übersetzen und Installieren
der Anwendung ermöglichen. Patches sind im Wesentlichen
kleine Dateien, die Änderungen an speziellen Dateien
spezifizieren. Sie liegen als reiner Text vor und sagen
ungefähr:
Lösche Zeile 10 oder
Ändere Zeile 26 zu .... Patches sind
auch bekannt unter dem Namen diffs, weil
Sie mit dem Programm &man.diff.1;
erstellt werden.Dieses Verzeichnis kann auch noch andere Dateien enthalten,
welche zum Bauen des Ports benutzt werden.Eine Datei pkg-descr. Eine
ausführlichere, oft mehrzeilige Beschreibung der
Anwendung.Eine Datei pkg-plist. Das ist eine
Liste aller Dateien, die durch diesen Port installiert werden.
Außerdem sind hier Informationen enthalten, die zum
Entfernen des Ports benötigt werden.Einige Ports besitzen noch andere Dateien, wie
pkg-message, die vom Portsystem benutzt
werden, um spezielle Situationen zu handhaben. Wenn Sie mehr
über diese Dateien oder das Port-System erfahren sollen, lesen
Sie bitte das
FreeBSD Porter's Handbook.Ein Port enthält lediglich Anweisungen, wie der Quelltext
zu bauen ist, nicht aber den eigentlichen Quelltext.
Den Quelltext erhalten Sie von einer CD-ROM oder aus dem
Internet. Quelltexte werden in einem Format nach Wahl des
jeweiligen Software-Autors ausgeliefert. Häufig
ist dies ein gezipptes Tar-Archiv, aber es kann auch mit einem
anderen Tool komprimiert oder gar nicht komprimiert sein. Der
Quelltext, in welcher Form er auch immer vorliegen mag, wird
Distfile genannt. Die zwei Methoden, mit denen
ein Port installiert wird, werden unten besprochen.Zum Installieren von Ports müssen Sie als Benutzer
root angemeldet sein.Stellen Sie sicher, dass die Ports-Sammlung
aktuell ist, bevor Sie einen Port installieren.
Informieren Sie sich vorher zusätzlich unter
über mögliche Sicherheitsprobleme
des zu installierenden Ports.Vor der Installation kann
portaudit eine neue Anwendung
automatisch auf Sicherheitslöcher prüfen.
Das Werkzeug befindet sich in der Ports-Sammlung
(ports-mgmt/portaudit).
Vor der Installation einer neuen Anwendung sollten
Sie mit portaudit -F die
Sicherheitsdatenbank aktualisieren. Die täglich
laufende Sicherheitsprüfung des Systems
aktualisiert die Datenbank und prüft installierte
Anwendungen auf vorhandene Sicherheitslöcher.
Weiteres erfahren Sie in den Hilfeseiten &man.portaudit.1;
und &man.periodic.8;.Die Ports-Sammlung geht davon, dass Ihr System über
eine funktionierende Internetverbindung verfügt.
Ist dies nicht der Fall, müssen Sie eine Kopie des zu
installierenden Distfiles manuell nach
/usr/ports/distfiles kopieren.Dazu wechseln Sie als erstes in das Verzeichnis des
Ports, den Sie installieren wollen:&prompt.root; cd /usr/ports/sysutils/lsofIm Verzeichnis lsof kann man das
Gerüst erkennen. Der
nächste Schritt ist das Übersetzen (auch Bauen genannt)
des Ports durch die Eingabe des Befehls
make:&prompt.root; make
>> lsof_4.57D.freebsd.tar.gz doesn't seem to exist in /usr/ports/distfiles/.
>> Attempting to fetch from ftp://lsof.itap.purdue.edu/pub/tools/unix/lsof/.
===> Extracting for lsof-4.57
...
[Ausgabe des Auspackens weggelassen]
...
>> Checksum OK for lsof_4.57D.freebsd.tar.gz.
===> Patching for lsof-4.57
===> Applying FreeBSD patches for lsof-4.57
===> Configuring for lsof-4.57
...
[configure-Ausgabe weggelassen]
...
===> Building for lsof-4.57
...
[Ausgabe der Übersetzung weggelassen]
...
&prompt.root;Ist die Übersetzungsprozedur beendet, landen Sie
wiederum in der Kommandozeile und können das Programm
im nächsten Schritt installieren. Dazu verwenden Sie
den Befehl make install:&prompt.root; make install
===> Installing for lsof-4.57
...
[Ausgabe der Installation weggelassen]
...
===> Generating temporary packing list
===> Compressing manual pages for lsof-4.57
===> Registering installation for lsof-4.57
===> SECURITY NOTE:
This port has installed the following binaries which execute with
increased privileges.
&prompt.root;Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie
die gerade installierte Anwendung starten. Da
lsof eine Anwendung ist, die mit erhöhten
Rechten läuft, wird eine Sicherheitswarnung angezeigt. Sie
sollten alle Warnungen während des Baus und der Installation
eines Ports beachten.Es ist eine gute Idee, das Unterverzeichnis work nach erfolgter Installation
wieder zu löschen. Einerseits gewinnen Sie dadurch
Speicherplatz, andererseits könnte es sonst zu Problemen
bei der Aktualisierung des Ports auf eine neuere Version
kommen.&prompt.root; make clean
===> Cleaning for lsof-4.57
&prompt.root;Sie können zwei Schritte sparen, wenn Sie gleich
make install clean anstelle von
make, make install,
und make clean eingeben.Um die Suche nach Kommandos zu beschleunigen, speichern
einige Shells eine Liste der verfügbaren Kommandos in den
durch die Umgebungsvariable PATH gegebenen
Verzeichnissen. Nach der Installation eines Ports müssen
Sie in einer solchen Shell vielleicht das Kommando
rehash absetzen, um die neu installierten
Kommandos benutzen zu können. Das Kommando
rehash gibt es in Shells wie
der tcsh. Unter Shells wie
der sh
benutzen Sie das Kommando hash -r.
Weiteres entnehmen Sie bitte der Dokumentation
Ihrer Shell.Einige von Dritten angebotenen DVD-ROM-Produkte wie das
FreeBSD Toolkit von der FreeBSD Mall
enthalten auch Distfiles (komprimierte Quellcodepakete).
Diese lassen sich über die Ports-Sammlung installieren.
Dazu hängen Sie die DVD-ROM unter
/cdrom in den Verzeichnisbaum ein. Wenn
Sie einen anderen Mountpunkt verwenden, sollten Sie die
make-Variable CD_MOUNTPTS setzen, damit die
auf der DVD-ROM enthaltenen Distfiles automatisch verwendet
werden.Beachten Sie bitte, dass die Lizenzen einiger Ports
die Einbeziehung auf der CD-ROM verbieten. Das kann
verschiedene Gründe haben. Beispielsweise eine
Registrierung vor dem Herunterladen erforderlich oder die
Weiterverteilung ist verboten. Wenn Sie einen Port
installieren wollen, der nicht auf
der CD-ROM enthalten ist, müssen Sie online sein.Die Ports-Sammlung benutzt zum Herunterladen von Dateien
&man.fetch.3;, das Umgebungsvariablen wie
FTP_PASSIVE_MODE, FTP_PROXY und
FTP_PASSWORD berücksichtigt. Wenn Sie durch
eine Firewall geschützt werden, müssen Sie vielleicht
eine oder mehrere dieser Umgebungsvariablen setzen, oder einen FTP
oder HTTP Proxy verwenden. Eine Liste der unterstützten
Umgebungsvariablen finden Sie in &man.fetch.3;.Benutzer ohne eine ständige Internet-Verbindung
werden das Kommando make fetch zu
schätzen wissen. Das Kommando lädt alle
benötigten Dateien eines Ports herunter. Sie
können das Kommando im Verzeichnis
/usr/ports laufen lassen. In diesem
Fall werden alle Dateien
heruntergeladen. Es ist auch möglich,
make fetch nur in einem Teil
des Baums, wie /usr/ports/net,
aufzurufen. Die Dateien von allen abhängigen
Ports werden mit diesem Kommando allerdings nicht
heruntergeladen. Wenn Sie diese Dateien ebenfalls
herunterladen wollen, ersetzen Sie im Kommando
fetch durch
fetch-recursive.Abhängig davon, in welchem Verzeichnis
Sie make aufrufen, können
Sie analog zu make fetch die
Ports einer Kategorie oder alle Ports bauen. Beachten
Sie allerdings, dass manche Ports nicht zusammen
installiert werden können. Weiterhin gibt es
Fälle, in denen zwei Ports unterschiedliche
Inhalte in derselben Datei speichern wollen.Manchmal ist es erforderlich, die benötigten
Dateien von einem anderen Ort als den im Port vorgesehenen
herunterzuladen. Der Ort wird durch die Variable
MASTER_SITES vorgegeben, die Sie
wie folgt überschreiben können:&prompt.root; cd /usr/ports/directory
&prompt.root; make MASTER_SITE_OVERRIDE= \
ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/ fetchIm Beispiel wurde MASTER_SITES
mit dem Wert
ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/
überschrieben.Einige Ports besitzen Optionen, mit denen Sie
zusätzliche Funktionen oder Sicherheitsoptionen
einstellen können (oder manchmal auch müssen).
Zusätzliche Optionen können beispielsweise für
www/mozilla,
security/gpgme und
mail/sylpheed-claws
angegeben werden. Wenn ein Port über zusätzliche
Optionen verfügt, werden diese beim Bau des
Ports auf der Konsole ausgegeben.Vorgabe-Verzeichnisse ändernManchmal ist es nützlich (oder erforderlich),
in anderen Verzeichnissen zu arbeiten. Die Verzeichnisse
können Sie mit den Variablen WRKDIRPREFIX
und PREFIX einstellen. Die Variable
WRKDIRPREFIX gibt das Bauverzeichnis an:&prompt.root; make WRKDIRPREFIX=/usr/home/example/ports installDieses Kommando baut den Port in
/usr/home/example/ports und installiert
ihn unter /usr/local.Die Variable PREFIX legt das
Installations-Verzeichnis fest:&prompt.root; make PREFIX=/usr/home/example/local installIn diesem Beispiel wird der Port unter
/usr/ports gebaut und nach
/usr/home/example/local installiert.Sie können beide Variablen auch zusammen
benutzen:&prompt.root; make WRKDIRPREFIX=../ports PREFIX=../local installDie Kommandozeile ist zu lang, um sie hier komplett
wiederzugeben, aber Sie sollten die zugrunde liegende
Idee erkennen.Probleme mit imakeimakeEinige Ports, welche &man.imake.1; (Teil des
X-Window-Systems) benutzen, funktionieren nicht gut
mit PREFIX und bestehen darauf,
unter /usr/X11R6 installiert
zu werden. In ähnlicher Weise verhalten sich
einige Perl-Ports, die PREFIX
ignorieren und sich in den Perl-Verzeichnisbaum
installieren. Zu erreichen, dass solche Ports
PREFIX beachten, ist
schwierig oder sogar unmöglich.Ports rekonfigurierenBeim Bau einiger Ports erhalten Sie ein ncurses-basiertes
Menü, über dessen Optionen Sie den Bau dieser Ports
beeinflussen können. Es gibt diverse Möglichkeiten,
dieses Menü nach dem Bau eines Ports erneut aufzurufen, um
beispielsweise Optionen zu entfernen, hinzuzufügen oder
anzupassen. Sie können beispielsweise in das
Verzeichnis des Ports wechseln und dort den Befehl
makeconfig
eingeben, wodurch das Menü mit den ursprünglichen
gewählten Optionen erneut aufgerufen wird. Eine andere
Möglichkeit bietet der Befehl
makeshowconfig,
mit dem Sie eine Liste aller Konfigurationsoptionen dieses
Ports aufrufen. Eine weitere Alternative bietet der Befehl
makermconfig,
der die von Ihnen ursprünglich gewählten Optionen
zurücksetzt und es Ihnen dadurch ermöglicht, die
Konfiguration erneut zu beginnen. Die eben erwähnten
Optionen (und viele andere) werden ausführlich in
der Manualpage &man.ports.7; beschrieben.Entfernen installierter PortsPortsentfernenDa Sie nun wissen, wie man einen Port installiert, wollen Sie
sicher auch wissen, wie man ein über einen Port installiertes
Programm wieder deinstallieren kann. Ports werden analog zu
Paketen mit &man.pkg.delete.1; deinstalliert (Lesen Sie sich den
Abschnitt Benutzen des
Paketsystems des Handbuchs durch, wenn Sie weitere Informationen
benötigen.). Für das vorhin installierte Programm
lsof würden Sie dazu wie folgt
vorgehen:&prompt.root; pkg_delete lsof-4.57Ports aktualisierenPortsaktualisierenAls erstes sollten sie sich alle installierten Ports
anzeigen lassen, von denen eine aktuellere Version in der
Ports-Sammlung existiert. Dazu verwenden Sie den Befehl
&man.pkg.version.1;:&prompt.root; pkg_version -v/usr/ports/UPDATINGNachdem Sie die Ports-Sammlung auf den neusten
Stand gebracht haben, lesen Sie bitte zuerst die Datei
/usr/ports/UPDATING, bevor
Sie einen Port aktualisieren. In dieser Datei werden
Probleme und zusätzlich durchzuführende
Schritte bei der Aktualisierung einzelner Ports
beschrieben. Dazu gehören solche Dinge wie
geänderte Dateiformate, verschobene Konfigurationsdateien,
aber auch Inkompatibilitäten zu einer
Vorgängerversion.Sollte UPDATING etwas hier Gesagtem
widersprechen, so gilt das in UPDATING
Gesagte.Ports mit Portupgrade aktualisierenportupgradeportupgrade wurde entwickelt, um
die Aktualisierung von Ports zu vereinfachen. Sie können
portupgrade über den Port
ports-mgmt/portupgrade
installieren:&prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portupgrade/
&prompt.root; make install cleanDurchsuchen Sie regelmäßig (am besten vor jeder
Aktualisierung) die Liste der installierten Ports mit
pkgdb -F und beheben Sie alle gefundenen
Probleme.Wenn Sie portupgrade -a eingeben,
beginnt portupgrade automatisch mit
der Aktualisierung aller veralteteter Ports Ihres Systems.
Verwenden Sie den Schalter , wenn Sie
individuell entscheiden wollen, ob ein Port aktualisiert werden
soll:&prompt.root; portupgrade -aiWenn Sie nur eine einzelne Anwendung anstelle
aller Anwendungen aktualisieren wollen, verwenden
Sie das Kommando
portupgrade pkgname.
Geben Sie den Schalter an, wenn
portupgrade zuvor alle
Ports aktualisieren soll, die von dem gegebenen
Paket abhängen.Der Schalter verwendet zur
Installation Pakete anstelle von Ports. Mit dieser
Option durchsucht portupgrade
die in der Umgebungsvariablen PKG_PATH
aufgeführten Verzeichnisse nach Paketen. Sind
lokal keine Pakete vorhanden, versucht
portupgrade die Pakete
über das Netz herunterzuladen. Gibt es die Pakete
weder lokal noch auf entfernten Rechnern, werden die Ports
verwendet. Um dies zu verhindern, benutzen Sie die
Option .&prompt.root; portupgrade -PP gnome2Wenn Sie nur die Quelldateien des Ports (oder die Pakete
mit ) herunterladen möchten,
ohne die Anwendung zu bauen oder zu installieren,
geben Sie die Option an.
Weitere Möglichkeiten lesen Sie bitte in
der Hilfeseite &man.portupgrade.1; nach.Ports mit Portmanager aktualisierenportmanagerPortmanager ist ein weiteres
Werkzeug, das die Aktualisierung installierter Ports
erleichtert. Es kann über den Port
ports-mgmt/portmanager
installiert werden:&prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portmanager
&prompt.root; make install cleanAlle installierten Ports können danach durch folgende
Eingabe aktualisiert werden:&prompt.root; portmanager -uWenn Sie zusätzlich die Optionen
an Portmanager übergeben, werden
Sie bei jedem Schritt um eine Bestätigung gefragt.
Portmanager ist außerdem in
der Lage, neue Ports auf Ihrem System zu installieren. Im
Gegensatz zum bekannten make install clean
aktualisiert es aber vor dem Bau und der Installation eines
Ports alle abhängigen Ports.&prompt.root; portmanager x11/gnome2Treten bei den Abhängigkeiten des zu installierenden
Ports Probleme auf, ist Portmanager
in der Lage, alle Abhängigkeiten in der korrekten
Reihenfolge neu zu bauen. Nachdem dieser Schritt abgeschlossen
ist, wird der problematische Port ebenfalls neu gebaut.&prompt.root; portmanager graphics/gimp -fWeitere Informationen finden Sie in der Manualpage
&man.portmanager.1;.
+
+
+ Ports mit Portmaster aktualisieren
+
+
+ portmaster
+
+
+ Bei Portmaster handelt es sich
+ um ein weiteres Werkzeug zum Aktualisieren von Ports.
+ Portmaster nutzt nur Werkzeuge, die
+ bereits im Basissystem vorhanden sind (ist also nicht von
+ weiteren Ports abhängig). Es verwendet Informationen
+ in /var/db/pkg/, um
+ festzustellen, welche Ports aktualisiert werden sollen.
+ Sie können dieses Program über den Port
+ ports-mgmt/portmaster
+ installieren:
+
+ &prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portmaster
+&prompt.root; make install clean
+
+ Portmaster teilt Ports in vier
+ Kategorien ein:
+
+
+
+ Root ports (no dependencies, not depended on)
+
+
+ Trunk ports (no dependencies, are depended on)
+
+
+ Branch ports (have dependencies, are depended on)
+
+
+ Leaf ports (have dependencies, not depended on)
+
+
+
+ Um eine Liste aller installierter Ports anzuzeigen (und nach
+ neueren Versionen zu suchen, verwenden Sie die Option
+ :
+
+ &prompt.root; portmaster -L
+===>>> Root ports (No dependencies, not depended on)
+===>>> ispell-3.2.06_18
+===>>> screen-4.0.3
+ ===>>> New version available: screen-4.0.3_1
+===>>> tcpflow-0.21_1
+===>>> 7 root ports
+...
+===>>> Branch ports (Have dependencies, are depended on)
+===>>> apache-2.2.3
+ ===>>> New version available: apache-2.2.8
+...
+===>>> Leaf ports (Have dependencies, not depended on)
+===>>> automake-1.9.6_2
+===>>> bash-3.1.17
+ ===>>> New version available: bash-3.2.33
+...
+===>>> 32 leaf ports
+
+===>>> 137 total installed ports
+ ===>>> 83 have new versions available
+
+
+ Um alle derzeit installierten Ports zu aktualisieren,
+ verwenden Sie einfach den folgenden Befehl:
+
+ &prompt.root; portmaster -a
+
+ In der Voreinstellung erzeugt
+ Portmaster eine Sicherheitskopie,
+ bevor ein installierter Port gelöscht wird. Ist die
+ Installation der neuen Version erfolgreich, wird dieses
+ Backup wieder gelöscht. Wollen Sie das Backup lieber
+ manuell löschen, verwenden Sie die Option
+ beim Aufruf von
+ Portmaster. Durch die Verwendung
+ der Option wird
+ Portmaster im interaktiven
+ Modus gestartet und fragt bei jedem zu aktualisierenden Port
+ nach, wie Sie vorgehen wollen.
+
+ Treten während der Aktualisierung Fehler auf, können
+ Sie die Option verwenden, um alle Ports zu
+ aktualisieren beziehungsweise neu zu bauen:
+
+ &prompt.root; portmaster -af
+
+ Portmaster ist auch in der Lage,
+ neue Ports zu installieren, wobei zuvor alle abhängigen Ports
+ aktualisiert werden:
+
+ &prompt.root; portmaster shells/bash
+
+ Weiterführende Informationen finden Sie in der Manualpage
+ &man.portmaster.8;.
+ Platzbedarf von PortsPortsPlattenplatzDie Ports-Sammlung kann sehr viel Plattenplatz
verschlingen. Führen Sie nach dem Bau und der
Installation eines Ports make
clean aus, um die
Arbeitsverzeichnisse zu löschen. Dieser Befehl
entfernt das Verzeichnis work des gebauten Ports.
Wollen Sie die gesamte Ports-Sammlung aufräumen,
verwenden Sie folgenden Befehl:&prompt.root; portsclean -CIm Laufe der Zeit werden sich zahlreiche Distfiles im
Verzeichnis distfiles
ansammeln. Sie können diese entweder händisch
löschen, oder Sie verwenden den folgenden Befehl, um alle
Distfiles zu löschen, die nicht länger
benötigt werden:&prompt.root; portsclean -DFalls Sie nur alle Distfiles löschen wollen, die von
keinem derzeit installierten Port referenziert werden:&prompt.root; portsclean -DDDas Werkzeug portsclean wird
automatisch bei der Installation von
portupgrade mit installiert.Denken Sie daran, installierte Ports wieder zu entfernen,
wenn Sie diese nicht mehr benötigen. Um diese Arbeit zu
erleichtern, können Sie den Port ports-mgmt/pkg_cutleaves
installieren.Nach der InstallationNach der Installation einer neuen Anwendung wollen Sie
wahrscheinlich die mitgelieferte Dokumentation lesen und die
Konfigurationsdateien der Anwendung anpassen. Wenn die Anwendung
ein Dæmon ist, sollten Sie sicherstellen, dass die
Anwendung beim Booten startet.Die einzelnen Schritte sind natürlich von Anwendung zu
Anwendung verschieden. Wenn Sie sich allerdings nach der Installation
einer Anwendung die Frage Was nun? stellen, helfen die
folgenden Hinweise vielleicht weiter.Finden Sie mit &man.pkg.info.1; heraus, welche Dateien die
Anwendung wo installiert hat. Wenn Sie beispielsweise gerade
die Version 1.0.0 von FooPackage installiert haben, zeigt Ihnen
das folgende Kommando alle installierten Dateien des
Pakets:&prompt.root; pkg_info -L foopackage-1.0.0 | lessAchten Sie besonders auf die Manualpages, die Sie in
man/ Verzeichnissen finden und auf
Konfigurationsdateien, die in etc/ abgelegt
werden. Manche Pakete enthalten in doc/
zusätzliche Dokumentation.Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Version einer
Anwendung Sie gerade installiert haben, können Sie mit dem
folgenden Kommando nach der Anwendung suchen:&prompt.root; pkg_info | grep -i foopackageDas Kommando zeigt alle installierten Pakete, deren
Paketname foopackage enthält.
Ersetzen Sie foopackage durch den
Namen der Anwendung, die Sie suchen.Nachdem Sie die Manualpages der Anwendung gefunden haben,
lesen Sie diese bitte mit &man.man.1;. Schauen Sie sich auch die
Beispiele für Konfigurationsdateien und die zusätzliche
Dokumentation, wenn es welche gibt, an.Wenn es für die Anwendung eine Webseite gibt, suchen
Sie dort nach zusätzlicher Dokumentation wie FAQs
(häufig gestellte Fragen). Wenn Sie die Adresse der Webseite
nicht kennen, versuchen Sie das folgende Kommando:&prompt.root; pkg_info foopackage-1.0.0Die Ausgabe enthält oft eine Zeile, die mit
WWW: beginnt und die URL der Webseite
enthält.Ports, die während des Systemstarts gestartet
werden sollen, installieren meist ein Beispielskript im
Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d.
Überprüfen Sie dieses Skript. Wenn nötig,
passen Sie das Skript an und benennen Sie es um. Weitere
Informationen finden Sie in
.Kaputte PortsStolpern Sie einmal über einen Port, der bei Ihnen nicht
funktioniert, könnten Sie zum Beispiel Folgendes tun:Stellen Sie fest, ob die
Datenbank mit den
Problemberichten bereits einen Lösungsvorschlag
enthält. Ist dies der Fall, können Sie die
vorgeschlagene Lösung testen.Bitten Sie den Betreuer des Ports um Hilfe. Geben
Sie dazu make maintainer ein oder lesen Sie das
Makefile im Verzeichnis des Ports, um an
die E-Mail-Adresse zu kommen. Vergessen Sie nicht den Namen und
die Version des Ports (schicken Sie die Zeile mit
$FreeBSD: aus dem
Makefile)
und die Ausgabe bis zur Fehlermeldung mitzuschicken.Einige Ports werden nicht von einer Einzelperson, sondern
von einer
Mailingliste betreut. Viele (aber nicht alle) dieser
Adressen haben die Form
freebsd-NameDerListe@FreeBSD.org.
Denken Sie daran, wenn Sie Ihre Fragen formulieren.Dies gilt insbesondere für Ports, die als als
Betreuer den Eintrag freebsd-ports@FreeBSD.org aufweisen.
Derartige Ports haben überhaupt keinen Betreuer.
Korrekturen und Unterstützung kommen daher nur von
Personen, die diese Mailingliste abonniert haben. Gerade
in diesem Bereich werden jederzeit zusätzliche
freiwillige Helfer benötigt!Erhalten Sie auf Ihre Anfrage keine Antwort, können
Sie über &man.send-pr.1; einen Problembericht erstellen.
Bevor Sie einen solchen Bericht erstellen, sollten Sie den
Artikel Writing
FreeBSD Problem Reports lesen.Reparieren Sie ihn! Das FreeBSD
Porter's Handbook enthält eine detaillierte
Beschreibung des Portsystems. Damit sind Sie in der Lage,
einen gelegentlich kaputten Port zu reparieren oder einen
eigenen Port zu erstellen.Holen Sie sich das Paket von einem FTP-Server in Ihrer
Nähe. Die Basis-Sammlung aller Pakete
liegt auf ftp.de.FreeBSD.org im
Verzeichnis packages.
Aber versuchen Sie zuerst einen Spiegel in Ihrer
Nähe! Benutzen Sie das Programm &man.pkg.add.1;, um
Pakete auf Ihrem Rechner zu installieren. Dies hat zudem den
Vorteil, dass es schneller geht.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/printing/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/printing/chapter.sgml
index 2ce9e35531..1424b9433f 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/printing/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/printing/chapter.sgml
@@ -1,5625 +1,5635 @@
SeanKellyBeigetragen von JimMockRestrukturiert und aktualisiert durch StefanBethkeÜbersetzt von DruckenÜbersichtLPD spooling systemdruckenMit FreeBSD können Sie viele unterschiedliche Drucker
benutzen, von den ältesten Nadeldruckern bis zu den
neuesten Laserdruckern, und allen möglichen Geräten
dazwischen. Auf diese Weise können Sie hochwertige
Ausdrucke mit Ihren Programmen erzeugen.Sie können FreeBSD auch so konfigurieren, dass es
Druckaufträge von anderen Computern über Ihr lokales
Netzwerk entgegennimmt, seien es &windows;-, &macos;- oder andere
FreeBSD-Computer. FreeBSD stellt sicher, dass die
Druckaufträge in der richtigen Reihenfolge bearbeitet
werden und kann optional ein Deckblatt mit dem Namen des
Auftraggebers eines Druckauftrags aufgeben. FreeBSD kann auch
Statistiken über die Computer und Benutzer führen, die
Ausdrucke in Auftrag geben.In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie:FreeBSD-Druckerwarteschlangen einrichten.Druckfilter installieren, die Druckaufträge je nach
Bedarf besonders behandeln und z.B. Dokumente automatisch
in eine Form umwandeln, die Ihr Drucker versteht.Druckaufträge mit einem Deckblatt versehen
können.Mit einem Drucker drucken können, der an einen
anderen Computer angeschlossen ist.Mit einem Drucker drucken können, der direkt an das
Netzwerk angeschlossen ist.die Größe von Druckaufträgen
beschränken können, oder bestimmte Benutzer von
den Benutzung des Drucksystems ausschließen
können.Statistiken aufzeichnen und die Benutzung des
Drucksystems nach Benutzern und Computern aufschlüsseln
können.Probleme beim Drucken diagnostizieren und beheben
können.Bevor Sie dieses Kapitel lesen:Machen Sie sich mit der Konfiguration und Installation
eines neuen Kernels vertraut ().EinführungUm einen Drucker mit FreeBSD zu benutzen, können Sie
das Berkeley Line Printer Spooling System, das auch als
LPD-Drucksystem oder nur als
LPD bekannt ist,
verwenden. Dieses System zur Verwaltung von
Druckaufträgen ist das Standardsystem in FreeBSD. Dieses
Kapitel führt Sie in LPD
und dessen Konfiguration ein.Wenn Sie bereits mit LPD oder
einem anderen Drucksystem vertraut sind, können Sie direkt
im Abschnitt Einfache
Drucker-Konfiguration weiterlesen.LPD steuert alle Aspekte rund um
die Drucker, die an den Computer angeschlossen sind. Es ist
verantwortlich für:Die Zugriffskontrolle für direkt und über das
Netzwerk angeschlossene Drucker.DruckaufträgeDie Entgegennahme von Dateien, die gedruckt werden
sollen; eine so an das Drucksystem übergebene Datei
wird als Druckauftrag
bezeichnet.Den gleichzeitigen Zugriff von mehreren Benutzern auf
einen Drucker. Alle Druckaufträge werden in einer
Druckerwarteschlange gesammelt, und
nacheinander abgearbeitet.Den Druck von Deckblättern (auch als
Banner- oder
Burst-Seiten bezeichnet), damit
Benutzer ihre Druckaufträge schnell innerhalb eines
Stapels von ausgedruckten Dokumenten finden
können.Das Einstellen der korrekten Kommunikations-Parameter
für Drucker, die seriell angeschlossen sind.Das Senden von Druckaufträgen an ein
LPD-System auf einem anderen
Computer.Das Ausführen von speziellen Filtern, um
Druckaufträge in die unterschiedlichen
Seitenbeschreibungssprachen umzusetzen oder an die
Fähigkeiten eines Druckers anzupassen.Das Erfassen von Verrechnungsdaten für
Druckaufträge.Sie können LPD alle diese
Funktionen, oder auch nur einen Teil davon, ausführen
lassen, indem Sie die Konfigurationsdatei
(/etc/printcap) anpassen, und indem Sie
spezielle Filterprogramme bereitstellen.Vorteile des DrucksystemsWenn Sie der einzige Benutzer sind, der mit Ihrem Computer
arbeitet, fragen Sie sich vielleicht, warum Sie die
Konfigurationsarbeit für das Drucksystem auf sich nehmen
sollten, wenn Sie Deckblätter, Abrechnungsdaten oder
Zugriffskontrolle nicht benötigen. Obwohl Sie direkt auf den
Drucker zugreifen können, bietet
LPD eine Reihe von Vorteilen:
LPD druckt im Hintergrund;
Sie müssen nicht erst darauf warten, dass Ihr
Druckauftrag an den Drucker übermittelt worden
ist.&tex;LPD kann Druckaufträge
mit Kopf- oder Fußzeilen versehen, oder ein
spezielles Dateiformat, wie DVI von &tex;, automatisch in ein
für den Drucker verständliches Format umwandeln;
Sie müssen diese Schritte nicht manuell
ausführen.Viele freie und kommerzielle Programme, mit denen Sie
drucken können, erwarten, mithilfe des
LPD-Drucksystems zu drucken.
Wenn Sie das Drucksystem konfiguriert haben, können
Sie einfacher mit neuer oder auch vorhandener Software
drucken.Grund-KonfigurationUm einen Drucker mit dem
LPD-Drucksystem benutzen zu
können, müssen Sie sowohl Ihren Drucker und die
Drucker-Schnittstelle als auch das
LPD-Drucksystem konfigurieren.
Dieser Abschnitt beschreibt zwei Konfigurationen:Abschnitt Einfache
Drucker-Konfiguration beschreibt, wie Sie einen
Drucker an Ihren Computer anschließen und
LPD so konfigurieren, dass
Sie Textdateien zum Drucker senden können.Abschnitt Erweiterte
Drucker-Konfiguration beschreibt, wie Sie mit
speziellen Dateiformaten umgehen können, wie Sie
Deckblätter drucken können, wie Sie den Zugriff auf
Drucker einschränken können, und wie Sie
Verrechnungsdaten aufzeichnen können.Einfache Drucker-KonfigurationDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie die
LPD-Software konfigurieren, um
Ihren Drucker zu benutzen. Diese Grundlagen werden
erklärt:Abschnitt Hardware-Konfiguration
erläutert, wie Sie Ihren Drucker an Ihren Computer
anschließen können.Abschnitt Software-Konfiguration
erklärt, wie Sie die
LPD-Konfigurationsdatei
(/etc/printcap) anpassen.Wenn Sie einen Drucker einrichten möchten, der
über das Netzwerk angeschlossen ist (anstatt über
die serielle oder parallele Schnittstelle), lesen Sie bitte
Abschnitt Drucker mit
direkter TCP-Schnittstelle.Obwohl dieser Abschnitt Grund-Konfiguration
heißt, ist die Konfiguration relativ komplex. Es ist
vergleichsweise schwierig, einen Drucker mit Ihrem Computer
und dem LPD-Drucksystem zu
verbinden. Die weiteren Optionen, wie Kopfzeilen oder
Deckblätter, sind einfach zu konfigurieren, sobald die
Grund-Konfiguration erfolgreich abgeschlossen ist.Hardware-KonfigurationDieser Abschnitt beschreibt, über welche
Schnittstellen Sie einen Drucker mit Ihrem Computer
verbinden können. Er behandelt sowohl die
Schnittstellen und Kabel, als auch die Kerneloptionen, die
Sie benötigen, um FreeBSD mit Ihrem Drucker
kommunizieren zu lassen.Wenn Sie Ihren Drucker bereits erfolgreich mit einem
anderen Betriebssystem auf Ihrem PC eingesetzt haben,
können Sie wahrscheinlich mit dem Abschnitt Software-Konfiguration
fortfahren.Schnittstellen und KabelPraktisch alle Drucker unterstützen mindestens
eine dieser Schnittstellen:DruckerserielleSeriell angeschlossene
Drucker werden über eine serielle Schnittstelle
(auch RS-232 oder COM-Schnittstelle genannt)
mit Ihrem Computer verbunden. Diese Schnittstelle wird
von vielen unterschiedlichen Systemen verwendet.
Serielle Kabel sind leicht erhältlich und
können auch einfach selbst hergestellt werden.
Einige Drucker erfordern möglicherweise ein
spezielles Kabel oder besondere
Kommunikationseinstellungen. Die meisten seriellen
Schnittstellen von PCs besitzen eine maximale
Datenübertragungsrate von 115200 bps;
zum Ausdruck großer Grafiken sind serielle
Drucker daher ungeeignet.DruckerparalleleParallel angeschlossene
Drucker werden über eine parallele Schnittstelle
mit Ihrem Computer verbunden. Diese Schnittstelle wird
hauptsächlich von PCs und Workstations benutzt.
Die Schnittstelle bietet eine höhere
Datenübertragungsrate als serielle Schnittstellen.
Kabel sind leicht erhältlich, sind aber
vergleichsweise schwer selbst herzustellen.
Üblicherweise brauchen keine
Kommunikationsparameter festgelegt zu werden; dies
macht die Einrichtung sehr einfach.CentronicsDrucker, paralleleDie parallele Schnittstelle wird auch als
Centronics-Schnittstelle bezeichnet,
nach dem Namen des Steckverbinders, der hier
häufig zum Einsatz kommt.DruckerUSBUSB-Schnittstelle (Universal Serial Bus)
bieten noch höhere Geschwindigkeiten als
parallele Schnittstellen oder serielle
RS-232-Schnittstellen.
USB-Kabel sind einfach und billig. Zum Drucken
ist die USB-Schnittstelle besser geeignet als
serielle oder parallele Schnittstellen, auf
vielen &unix; Systemen werden USB-Schnittstellen
jedoch nur unzureichend unterstützt. Um
Probleme zu vermeiden, sollten Sie sich einen
Drucker anschaffen, der sowohl eine USB-Schnittstelle
als auch eine parallele Schnittstelle besitzt
(viele Drucker besitzen heute beide Schnittstellen).Im Allgemeinen versenden parallele Schnittstellen
Daten nur in eine Richtung (vom Computer zum Drucker),
serielle Schnittstellen und USB-Schnittstellen versenden
Daten in beide Richtungen. Moderne parallele Schnittstellen
(EPP and ECP) übertragen Daten bi-direktional nach
dem Standard IEEE 1284.PostScriptEin Drucker kann auf zwei Arten bi-direktional
angesprochen werden. Die erste Methode benutzt einen
Druckertreiber, der die herstellerspezifische Sprache
des Druckers beherrscht. Diese Methode wird oft mit
Tintenstrahl-Druckern eingesetzt und dazu benutzt,
den Füllstand der Tintenpatronen und andere
Status-Informationen auszugeben. Die zweite Methode
wird benutzt, wenn der Drucker &postscript; beherrscht.Da ein &postscript;-Druckauftrag ein
komplettes Programm ist, kann es auch Daten an den
Computer zurückliefern, ohne überhaupt eine
Seite Papier zu bedrucken. Auf diesem Wege werden auch
Probleme wie z.B. ein Papierstau vom Drucker an den
Computer übermittelt. Darüberhinaus ist dies
die effektivste Methode, um die tatsächlich gedruckte
Anzahl an Seiten vom Drucker abzufragen: ein
&postscript;-Programm ermittelt jeweils vor und direkt nach
einem Druckauftrag den Seitenzähler des Druckers, und
vergleicht die beiden Zählerwerte.Parallele SchnittstellenUm einen Drucker mit paralleler Schnittstelle an Ihren
Computer anzuschließen, verbinden Sie den Drucker
mit einer parallelen Schnittstelle Ihres Computers. Die
Dokumentation zu Ihrem Drucker oder Computer sollte Ihnen
hier weiterhelfen.Notieren Sie sich, mit welcher parallelen
Schnittstelle des Computers Sie den Drucker verbunden
haben. Die meisten Computer haben lediglich eine parallele
Schnittstelle. Der FreeBSD-Gerätename der ersten
Schnittstelle lautet ppc0, der
der zweiten ppc1, und so weiter.
Der Gerätename für den Drucker an der ersten
parallelen Schnittstelle folgt dem selben Schema und
lautet /dev/lpt0, usw.Serielle SchnittstellenUm einen Drucker mit serieller Schnittstelle an Ihren
Computer anzuschließen, verbinden Sie den Drucker
mit einer seriellen Schnittstelle Ihres Computers. Die
Dokumentation zu Ihrem Drucker oder Computer sollte Ihnen
hier weiterhelfen.Sollten Sie sich nicht sicher sein, welches das
richtige Kabel ist, können Sie eine
dieser Alternativen ausprobieren:Ein Modemkabel verbindet alle
Anschlüsse an einem Ende des Kabels eins-zu-eins
mit den Anschlüssen am anderen Ende des Kabels.
Ein solches Kabel wird auch als (engl.)
DTE-to-DCE- oder
DEE-zu-DÜE-Kabel
bezeichnet.NullmodemkabelEin Nullmodemkabel verbindet
einige Signale eins-zu-eins, andere über Kreuz
(z.B. Sende- und Empfangsleitung), und verbindet
einige weitere direkt im Stecker miteinander. Ein
solches Kabel wird auch als (engl.)
DTE-to-DTE- oder
DEE-zu-DEE-Kabel bezeichnet.Ein Serielles Druckerkabel
schließlich, das für einige spezielle
Drucker benötigt wird, verbindet zusätzliche
Signale miteinander, anstatt sie im Stecker
zurückzuführen.BaudrateParitätFlusssteuerungSie sollten auch die Kommunikationsparameter am
Drucker einstellen; üblicherweise gibt es dazu
DIP-Schalter, oder eine Option in der
Menüführung am Drucker. Wählen Sie die
höchste Bitrate (auch als
bps Bits pro Sekunde oder
Baudrate bezeichnet), die sowohl Ihr
Drucker als auch Ihr Computer unterstützen.
Wählen Sie 7 oder 8 Bits, gerade, ungerade oder keine
Parität, und ein oder zwei Stoppbits. Wählen
Sie die Art der Flusssteuerung: keine, XON/XOFF (auch
als in-band- oder
Software-Flusssteuerung bezeichnet),
oder Hardware. Notieren Sie sich diese Einstellungen,
damit Sie sie später bei der Software-Konfiguration
zur Verfügung haben.Software-KonfigurationDieser Abschnitt beschreibt die notwendigen
Konfigurationsschritte, damit Sie mit dem
FreeBSD-LPD-System drucken
können.Diese Schritte müssen Sie ausführen:Konfigurieren Sie Ihren Kernel, soweit notwendig, um
die Schnittstelle benutzen zu können, an die Ihr
Drucker angeschlossen ist. Abschnitt Kernel-Konfiguration
erklärt, welche Optionen Sie
benötigen.Konfigurieren Sie die Kommunikationseinstellungen
für die parallele Schnittstelle, sofern Sie sie
benutzen. Abschnitt Kommunikationseinstellungen
für die parallele Schnittstelle enthält
die Details.Prüfen Sie, ob Sie Daten an den Drucker senden
können. Abschnitt Prüfen der
Drucker-Kommunikation führt eine Reihe von
Möglichkeiten auf.Konfigurieren Sie LPD
für Ihren Drucker, indem Sie die
Konfigurationsdatei /etc/printcap
anpassen. Details dazu finden Sie im Abschnitt LPD
aktivieren: die
/etc/printcap-Datei.Kernel-KonfigurationDer Betriebssystem-Kernel ist für eine bestimmte
Kombination aus Geräten kompiliert. Dies
schließt Ihre seriellen oder parallelen
Schnittstellen mit ein. Dementsprechend kann es notwendig
sein, die Kernelkonfiguration um weitere Schnittstellen zu
erweitern.So können Sie prüfen, ob Ihr Kernel die
serielle Schnittstelle unterstützt, an die Sie den
Drucker angeschlossen haben:&prompt.root; grep sioN /var/run/dmesg.bootErsetzen Sie N durch die
Nummer der seriellen Schnittstelle, beginnend bei Null.
Wenn Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden erhalten,
unterstützt ihr Kernel diese Schnittstelle:sio2 at port 0x3e8-0x3ef irq 5 on isa
sio2: type 16550A Erhalten Sie keine Ausgabe, oder eine Fehlermeldung,
wird die Schnittstelle nicht korrekt
unterstützt.So können Sie prüfen, ob Ihr Kernel die
parallele Schnittstelle unterstützt, an die Sie den
Drucker angeschlossen haben:&prompt.root; grep ppcN /var/run/dmesg.bootErsetzen Sie N durch die
Nummer der parallelen Schnittstelle, beginnend bei Null.
Wenn Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden erhalten,
unterstützt ihr Kernel diese Schnittstelle:ppc0: <Parallel port> at port 0x378-0x37f irq 7 on isa0
ppc0: SMC-like chipset (ECP/EPP/PS2/NIBBLE) in COMPATIBLE mode
ppc0: FIFO with 16/16/8 bytes threshold Erhalten Sie keine Ausgabe, oder eine Fehlermeldung,
wird die Schnittstelle nicht korrekt
unterstützt.Gegebenenfalls müssen Sie Ihren Kernel
umkonfigurieren und neu kompilieren, damit die von Ihnen
gewählte Schnittstelle unterstützt wird.Um Unterstützung für eine serielle
Schnittstelle hinzuzufügen, lesen Sie bitte Kapitel
Konfiguration des FreeBSD
Kernels. Um eine parallele Schnittstelle
hinzuzufügen, lesen Sie bitte ebenfalls jenes Kapitel
als auch den folgenden Abschnitt Kommunikationseinstellungen
für die parallele Schnittstelle.Kommunikationseinstellungen für die parallele
SchnittstelleWenn Sie die parallele Schnittstelle zur Kommunikation
mit Ihrem Drucker benutzen, haben Sie die Wahl zwischen
Interrupt-gesteuerter oder Polling-Datenübertragung.
Der generische Druckergerätetreiber &man.lpt.4; in
FreeBSD benutzt das &man.ppbus.4;-System,
das die parallele Schnittstelle mithilfe des
&man.ppc.4;-Treibers steuert.Die Interrupt-gesteuerte
Datenübertragung ist die Voreinstellung im
GENERIC-Kernel. Der Treiber benutzt eine IRQ-Leitung,
um zu erfahren, wann der Drucker weitere Daten
empfangen kann.Bei der Polling-Methode
prüft der Treiber in regelmäßigen
Abständen, ob weitere Daten übertragen
werden können.Die Interrupt-gesteuerte Methode ist
überlicherweise schneller und verbraucht weniger
Rechenzeit als die Polling-Methode, es wird jedoch eine
eigene IRQ-Leitung für die Schnittstelle
benötigt. Darüberhinaus kann es mit einigen
Druckermodellen zu Problemen kommen, wenn die
Interrupt-gesteuerte Übertragung zum Einsatz
kommt.Die können die Kommunikationseinstellung entweder
in der Kernel-Konfiguration wählen, oder mittels des
&man.lptcontrol.8;-Programms zur Laufzeit
einstellen.So legen Sie die Kommunikationseinstellung
in der Kernel-Konfiguration fest:Ändern Sie Ihre Kernel-Konfigurationsdatei.
Finden Sie die Zeile, die mit device
ppc0 beginnt. Wenn Sie die zweite parallele
Schnittstelle konfigurieren möchten, suchen Sie
nach device ppc1, für die
dritte Schnittstelle ppc2,
usw.Um die Interrupt-Steuerung zu aktivieren,
passen Sie die folgende Zeile an:hint.ppc.0.irq="N"Ersetzen Sie N
durch die Nummer der IRQ-Leitung, die dieser
parallelen Schnittstelle zugewiesen ist. Stellen
Sie sicher, dass Ihre
Kernel-Konfigurationsdatei den &man.ppc.4;-Treiber
enthält:device ppcWenn Sie den Polling-Modus verwenden
möchten, entfernen Sie die folgende Zeile
aus /boot/device.hints:hint.ppc.0.irq="N"Sollte der Treiber die Schnittstelle dennoch
im Interrupt-Modus betreiben, könnte dies an
der Aktivierung durch das &man.acpi.4;-System in
FreeBSD liegen. Bitte prüfen Sie die
ACPI- und die BIOS-Konfiguration.Wenn Sie Ihre Kernel-Konfigurationsdatei angepasst
haben, kompilieren und installieren Sie nun einen
neuen Kernel. Das Kapitel Konfiguration des
FreeBSD-Kernels enthält weitere Details
dazu.So können Sie die
Kommunikationseinstellung mit
&man.lptcontrol.8;
ändern:Um die Interrupt-Steuerung für die
Schnittstelle N zu
aktivieren, geben Sie ein:&prompt.root; lptcontrol -i -d /dev/lptNUm den Polling-Modus für die Schnittstelle
N zu aktivieren, geben Sie
ein:&prompt.root; lptcontrol -p -d /dev/lptNSie können diesen Befehl in
/etc/rc.local aufnehmen, damit er bei
jedem Systemstart automatisch ausgeführt wird.
&man.lptcontrol.8; enthält weitere
Informationen.Kommunikation mit den Drucker prüfenBevor Sie mit der Konfiguration des
LPD-Drucksystems fortfahren,
sollten Sie sicherstellen, das Sie erfolgreich Daten an
Ihren Drucker senden können. Es ist deutlich
einfacher, Kommunikations- und Konfigurationsprobleme
unabhängig voneinander zu lösen.Der Drucker kann mit einem Probeausdruck getestet
werden. Für alle Drucker, die normalen Text
unmittelbar drucken können, bietet sich das Programm
&man.lptest.1; an: es produziert alle 96 druckbaren
ASCII-Zeichen auf 96 Zeilen.PostScriptFür einen &postscript;-Drucker (oder andere
Drucker, die eine Seitenbeschreibungssprache verwenden)
muss ein passendes Programm an den Drucker gesendet
werden, z.B. dieses:%!PS
100 100 moveto 300 300 lineto stroke
310 310 moveto /Helvetica findfont 12 scalefont setfont
(Funktioniert dieser Drucker?) show
showpageSie können dieses ProstScript-Programm in einer
Datei speichern, und mit den Beispielen in den folgenden
Abschnitt verwenden.PCLNicht alle Drucker, die eine
Seitenbeschreibungssprache verwenden, benötigen ein
Test-Programm: z.B. HPs PCL (das auch in vielen
kompatiblen Druckern zum Einsatz zu kommt), versteht
normalen Text. Besondere Escape-Sequenzen werden
benutzt, um die erweiterten Möglichkeiten
aufzurufen. &postscript;-Drucker können in der Regel
keinen normalen Text direkt verarbeiten, weil sie ein
&postscript;-Programm erwarten, das eine Seite
produziert.Einen Paralleldrucker prüfenDruckerparalleleDieser Abschnitt führt vor, wie Sie die
Kommunikation mit Ihrem Drucker über die parallele
Schnittstelle prüfen können.So testen Sie einen Drucker an einer
parallelen Schnittstelle:Werden Sie root mithilfe
des &man.su.1;-Befehls.Senden Sie Testdaten an den Drucker.Wenn Ihr Drucker reinen Text direkt drucken
kann, verwenden Sie &man.lptest.1;:&prompt.root; lptest > /dev/lptNErsetzen Sie N
durch die Nummer der parallelen Schnittstelle,
an die der Drucker angeschlossen ist (angefangen
bei Null).Wenn Ihr Drucker &postscript; (oder eine
andere Seitenbeschreibungssprache) versteht,
senden Sie ein passendes Testprogramm an den
Drucker. Geben Sie folgenden Befehl ein:&prompt.root; cat > /dev/lptNErsetzen Sie N
durch die Nummer der parallelen Schnittstelle,
an die der Drucker angeschlossen ist (angefangen
bei Null). Geben Sie nun das Testprogramm ein,
Zeile für Zeile. Kontrollieren Sie jede
Zeile, bevor Sie die Eingabetaste drücken:
Sie können die Zeile später nicht mehr
ändern. Zum Schluss tippen Sie
CtrlD.
Wenn Sie ein anderes Zeichen nutzen, um das Ende
der Datei anzuzeigen, müssen Sie
natürlich die entsprechende
Tastenkombination für dieses Zeichen
betätigen.Sie können das Testprogramm auch in
einer Datei speichern, und dann diesen Befehl
aufrufen:&prompt.root; cat Testprogramm > /dev/lptNErsetzen Sie
Testprogramm durch
den Dateinamen, unter dem Sie das Testprogramm
gespeichert haben.Der Drucker sollte einige Zeilen oder eine Seite
drucken. Machen Sie sich keine Sorgen über falsche
Formatierungen: die Software-Konfiguration enthält
Informationen zum Umformatieren von
Druckaufträgen.Einen seriellen Drucker prüfenDruckerserielleDieser Abschnitt führt vor, wie Sie die
Kommunikation mit Ihrem Drucker über die parallele
Schnittstelle prüfen können.So testen Sie einen Drucker an einer
seriellen Schnittstelle:Werden Sie root mithilfe
des &man.su.1;-Befehls.Ändern Sie die Datei
/etc/remote. Fügen Sie
den folgenden Eintrag hinzu:printer:dv=/dev/Gerät:br#Baudrate:pa=ParitätBaudrateserieller AnschlussParitätErsetzen Sie
Gerät durch den
Gerätenamen der seriellen Schnittstelle
(ttyd0 für die erste,
ttyd1 für die zweite, usw.),
Baudrate ist die
Geschwindigkeit und
Parität die
Parität (even für
gerade, odd für ungerade
oder none für keine), die
Sie am Drucker eingestellt haben.Hier ein Beispieleintrag für einen Drucker,
der über die dritte serielle Schnittstelle
angeschlossen ist, mit 19.200 Baud kommuniziert und
keine Parität verwendet:printer:dv=/dev/ttyd2:br#19200:pa=noneVerbinden Sie sich mit dem Drucker über den
Befehl &man.tip.1;:&prompt.root; tip printerKommt es hierbei zu einer Fehlermeldung,
ändern Sie den Eintrag in
/etc/remote und verwenden Sie
/dev/cuaaN
statt
/dev/ttydN.Senden Sie Testdaten an den Drucker.Wenn Ihr Drucker reinen Text direkt drucken
kann, verwenden Sie &man.lptest.1;:&prompt.user; $lptestWenn Ihr Drucker &postscript; (oder eine
andere Seitenbeschreibungssprache) versteht,
senden Sie ein passendes Testprogramm an den
Drucker. Geben Sie das Testprogramm ein, Zeile
für Zeile. Kontrollieren Sie jede Zeile,
bevor Sie die Eingabetaste drücken: Sie
können die Zeile später nicht mehr
ändern. Zum Schluss tippen Sie
Control-D.Sie können das Testprogramm auch in
einer Datei speichern, und dann diesen Befehl
aufrufen:&prompt.user; >TestprogrammErsetzen Sie
Testprogramm durch
den Dateinamen, unter dem Sie das Testprogramm
gespeichert haben. Nachdem &man.tip.1; die Datei
gesendet hat, tippen Sie
Control-D.Der Drucker sollte einige Zeilen oder eine Seite
drucken. Machen Sie sich keine Sorgen über falsche
Formatierungen: die Software-Konfiguration enthält
Informationen zum Umformatieren von
Druckaufträgen.LPD aktivieren: die
/etc/printcap-DateiNachdem Sie Ihren Drucker angeschlossen haben, Ihren
Kernel richtig konfiguriert haben und erfolgreich einen
Testausdruck produziert haben, können Sie nun das
LPD-System konfigurieren.Sie konfigurieren LPD, indem
Sie die Datei /etc/printcap anpassen.
Da LPD die Datei jedes Mal liest,
wenn eine Aktion durchgeführt wird, werden
Änderungen an der Konfiguration sofort aktiv.DruckerEigenschaftenDie &man.printcap.5;-Datei ist einfach aufgebaut. Sie
können /etc/printcap mit Ihrem
bevorzugten Texteditor bearbeiten. Sie verwendet dasselbe
Format wie auch /usr/share/misc/termcap
oder /etc/remote. Informationen zum
Format finden Sie in &man.cgetent.3;.Die Grund-Konfiguration des
LPD-Systems beinhaltet diese
Schritte:Wählen Sie einen Namen (und einige praktische
Abkürzungen) für die Druckerwarteschlage, und
tragen Sie ihn in die
/etc/printcap-Datei ein. Abschnitt
Einen Namen
wählen enthält weitere
Informationen.DeckblätterSchalten Sie den Druck von Deckblättern aus (dies
ist standardmäßig eingeschaltet), indem Sie das
Attribut sh setzen. Abschnitt Den Druck von
Deckblättern ausschalten erklärt, wie Sie
dies tun können.Legen Sie ein Pufferverzeichnis für die
Warteschlange an, und geben Sie den Pfad mittels des
sd-Attributs an: siehe Abschnitt
Das Pufferverzeichnis
anlegen.Geben Sie den Gerätenamen für Ihren
Drucker mittels des lp-Attributs an:
siehe Abschnitt Festlegen der
Drucker-Gerätedatei. Ist Ihr Drucker
über eine serielle Schnittstelle angeschlossen,
benutzen Sie das Attribut ms#,
wie dies in Abschnitt Festlegen der
Kommunikationsparameter beschrieben ist.Installieren Sie einen Filter für reinen Text:
siehe Abschnitt Den
Textfilter installieren.Testen Sie die Konfiguration, indem Sie etwas mit
dem &man.lpr.1;-Befehl drucken. Die Abschnitte Die Konfiguration
testen und Fehlersuche und
Problembehebung enthalten weitere
Informationen.Drucker, die eine Seitenbeschreibungssprache wie
&postscript; verwenden, können keinen reinen Text
drucken. Es wird deshalb angenommen, dass Sie nur
solche Dateien drucken, die Ihr Drucker verarbeiten
kann.Viele Anwender erwarten, dass sie normalen Text auf
allen Druckern drucken können. Viele Programme, die mit
LPD zusammenarbeiten, gehen
ebenfalls von dieser Annahme aus. Wenn Sie einen
&postscript;-Drucker installieren, und Sie sowohl
&postscript;- als auch Textdateien drucken möchten,
sollten Sie einen weiteren Konfigurationsschritt
ausführen und einen Text-zu-&postscript;-Filter
installieren. Der Abschnitt Drucken von reinen
Textdateien auf einem &postscript;-Drucker
erklärt, wie Sie dies tun können.Einen Namen wählenDer erste einfache Schritt ist, einen Namen für
Ihren Drucker zu wählen. Sie können diesen Namen
frei wählen, Sie sollten allerdings keine
Sonderzeichen oder Umlaute verwenden. Sie können
mehrere Alias-Namen vergeben.Ein Drucker in /etc/printcap
sollte den Alias lp haben. Dieser Name
wird standardmäßig von allen Druckbefehlen
verwendet, wenn auf der Befehlszeile oder in der
PRINTER-Umgebungsvariablen kein anderer
Drucker angegeben ist.Ebenso ist es üblich, eine ausführliche
Beschreibung des Druckermodells als letzten Alias-Namen zu
verwenden.Sobald Sie einen Namen und einige einfache Alias-Namen
ausgewählt haben, tragen Sie sie in die Datei
/etc/printcap ein. Beginnen Sie die
Zeile mit dem Namen des Druckers und fügen Sie alle
Alias-Namen an. Trennen Sie die Namen durch den
senkrechten Strich |. Fügen Sie an
das Ende der Zeile einen Doppelpunkt :
an.Das folgende Beispiel definiert zwei Drucker, einen
Diablo 630 Zeilendrucker, und einen Panasonic KX-P4455
&postscript;-Laserdrucker:#
# /etc/printcap for host rose
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:Der erste Drucker hat den Namen
rattan, und hat die Alias-Namen
line, diablo,
lp und Diablo 630 Line
Printer. Da er den Alias-Namen
lp trägt, wird er
standardmäßig von den Druckprogrammen
verwendet. Der zweite Drucker heißt
bamboo, und hat die Alias-Namen
ps, PS,
S, panasonic und
Panasonic KX-P4455 PostScript
v51.4.Keine Deckblätter druckendruckenDeckblattStandardmäßig druckt das
LPD-System ein
Deckblatt vor jedem Druckauftrag,
die den Namen des Druckauftrags, den Benutzer und den
Computer angibt. Während der Einrichtung des Systems
und beim Testen stört das Deckblatt allerdings,
weshalb Sie sie zunächst deaktivieren
sollten.Um den Druck von Deckblättern zu deaktivieren,
fügen Sie das Attribut sh zur
Druckerdefinition in /etc/printcap
hinzu. Hier ein Beispiel:#
# /etc/printcap for host rose - no header pages anywhere
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:Beachten Sie die korrekte Formatierung: die beiden
Definitionen beginnen auf einer Zeile; weitere Zeilen der
Definition sind mit einem Tab-Zeichen
eingerückt, und alle Zeilen einer Definition, bis auf
die letzte, enden mit dem Backslash
\.Das Pufferverzeichnis anlegenPufferverzeichnisDruckaufträgeDer nächste Schritt ist, das
Pufferverzeichnis anzulegen. In
diesem Verzeichnis werden Druckaufträge
zwischengespeichert, während sie gedruckt werden.
Gleichzeitig werden hier auch einige Verwaltungsdateien
des Systems abgelegt.Da sich die Dateien in diesem Verzeichnis häufig
ändern, ist es üblich, das Verzeichnis unter
/var/spool anzulegen. Es ist
nicht notwendig, Sicherungskopien der Dateien
herzustellen; das Verzeichnis kann nötigenfalls
leicht mit &man.mkdir.1; wieder angelegt werden.Es ist auch üblich, dem Verzeichnis denselben
Namen wie dem Drucker zu geben:&prompt.root; mkdir /var/spool/DruckernameWenn Sie viele Drucker verwenden, ist es am besten,
wenn Sie für die Pufferverzeichnisse ein eigenes
Unterverzeichnis in /var/spool
anlegen, wie dies hier für die beiden Beispieldrucker
rattan und bamboo
gezeigt wird:&prompt.root; mkdir /var/spool/lpd
&prompt.root; mkdir /var/spool/lpd/rattan
&prompt.root; mkdir /var/spool/lpd/bambooUm zu verhindern, dass alle Benutzer den Inhalt
aller Druckaufträge einsehen können, sollten
Sie die Rechte auf den Pufferverzeichnissen
einschränken. Die Verzeichnisse sollten dem
Benutzer daemon und der Gruppe
daemon gehören, und auch nur
vom Benutzer und der Gruppe les-, schreib- und
durchsuchbar sein. Für unsere
Beispieldrucker:&prompt.root; chown daemon:daemon /var/spool/lpd/rattan
&prompt.root; chown daemon:daemon /var/spool/lpd/bamboo
&prompt.root; chmod 770 /var/spool/lpd/rattan
&prompt.root; chmod 770 /var/spool/lpd/bambooSchließlich müssen Sie dem
LPD-System noch mitteilen, wo
Sie die Pufferverzeichnisse angelegt haben. Dazu geben Sie
in der Definition das Attribut sd
an:#
# /etc/printcap for host rose - added spooling directories
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:Beachten Sie, dass der Druckername in der ersten
Spalte beginnt, und dass alle Folgezeilen mit einem
Tab eingerückt sind.Wenn Sie das sd-Attribut nicht
angeben, verwendet das System
/var/spool/lpd als
Verzeichnis.Festlegen der Drucker-GerätedateiNachdem Sie die die korrekten Gerätedatei
für die Schnittstelle identifiziert und angelegt
haben, müssen Sie dem
LPD-System mitteilen, welche
Gerätedatei es für die Datenübertragung
zum Drucker verwenden soll.Geben Sie die Gerätedatei durch das Attribut
lp in
/etc/printcap an.Wenn rattan an die erste parallele
Schnittstelle angeschlossen ist, und
bamboo an die sechste serielle, dann
sieht /etc/printcap so aus:#
# /etc/printcap for host rose - identified what devices to use
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\
:lp=/dev/lpt0:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:\
:lp=/dev/ttyd5:Wenn Sie lp nicht angeben, versucht
LPD die Gerätedatei
/dev/lp zu verwenden.
/dev/lp ist zurzeit in FreeBSD nicht
definiert.Wenn Ihr Drucker über eine parallele
Schnittstelle angeschlossen ist, können Sie mit dem
Abschnitt Den
Textfilter installieren fortfahren. Verwenden Sie
eine serielle Schnittstelle, beachten Sie bitte den
folgenden Abschnitt.Kommunikationsparameter festlegenDruckerserielleFür seriell angeschlossene Drucker kann
LPD die Geschwindigkeit,
Parität und weitere Kommunikationsparameter
einstellen. Dies hat folgende Vorteile:Sie können die Parameter einfach in
/etc/printcap ändern, ohne
das Ausgabe-Filterprogramm anpassen zu
müssen.Dasselbe Ausgabe-Filterprogramm kann für
unterschiedliche Drucker verwendet werden, auch wenn
diese unterschiedliche Kommunikationseinstellungen
benötigen.Die folgenden Attribute legen die seriellen
Kommunikationsparameter fest:br#BaudrateSetzt die Übertragungsgeschwindigkeit auf
Baudrate.
Baudrate kann
üblicherweise 50, 75, 110, 134.5, 150, 300,
600, 1200, 1800, 2400, 4800, 9600, 19200, 38400,
57600, oder 115200 Bit pro Sekunde betragen.ms#stty-ModiSetzt die Eigenschaften für das Gerät,
nachdem es geöffnet wurde. Die verfügbaren
Eigenschaften sind in &man.stty.1;
aufgeführt.Wenn LPD das mit
lp angegebene Gerät öffnet,
setzt es die mit ms# angegebenen
Eigenschaften. Von besonderem Interesse sind hier die Modi
parenb, parodd,
cs5, cs6,
cs7, cs8,
cstopb, crtscts und
ixon, die in der
&man.stty.1;-Handbuchseite erläutert werden.Für den über die sechste serielle
Schnittstelle angeschlossenen Laserdrucker beträgt
die Geschwindigkeit 38.400 Baud, und es werden diese
Kommunikationseinstellungen verwendet: keine Parität
(-parenb), 8-Bit-Zeichen
(cs8), keine Modemsteuerung
(clocal) und
Hardware-Flusssteuerung
(crtscts):bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:\
:lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:Den Textfilter installierenDruckfilterEin Textfilter, auch als
Eingangsfilter bezeichnet, ist ein
Programm, das von LPD
aufgerufen wird, wenn ein Druckauftrag verarbeitet wird.
Dabei wird die Standardeingabe des Programms mit der zu
druckenden Datei verbunden, und die Standardausgabe mit
dem im lp-Attribut angegebenen
Gerät. Das Programm sollte nun die Datei einlesen,
alle Übersetzungen durchführen, die für den
Drucker notwendig sind, und das Ergebnis über die
Standardausgabe an den Drucker senden. Textfilter werden
im Abschnitt Filter genauer
erläutert.Um einen einfachen Test durchzuführen, reicht ein
kleines Filterprogramm, dass schlicht
/bin/cat aufruft, um die Daten
unverändert und den Drucker zu schicken. FreeBSD
verfügt über das Programm
lpf, das Unterstreichung und Fettdruck
für solche Drucker ermöglicht, die ansonsten
dazu nicht in der Lage wären. Darüberhinaus gibt
es viele andere Filter, die Sie einsetzen können.
lpf wird im Abschnitt lpf: ein Textfilter
ausführlich beschrieben.Legen Sie zunächst das folgende Shell-Skript als
/usr/local/libexec/if-simple mit
Ihrem bevorzugten Texteditor an:#!/bin/sh
#
# if-simple - Simple text input filter for lpd
# Installed in /usr/local/libexec/if-simple
#
# Simply copies stdin to stdout. Ignores all filter arguments.
/bin/cat && exit 0
exit 2Machen Sie die Datei ausführbar:&prompt.root; chmod 555 /usr/local/libexec/if-simpleKonfigurieren Sie nun den Textfilter für Ihren
Drucker in /etc/printcap, indem Sie
das if-Attribut hinzufügen. Hier
die Konfiguration unserer beiden Beispieldrucker:#
# /etc/printcap for host rose - added text filter
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\
:lp=/dev/lpt0:\
:if=/usr/local/libexec/if-simple:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:\
:lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:\
:if=/usr/local/libexec/if-simple:Das Shell-Skript if-simple
steht im Verzeichnis /usr/share/examples/printing.LPD aktivieren&man.lpd.8; wird von /etc/rc
gestartet, wenn die &man.rc.conf.5;-Variable
lpd_enable auf YES
gesetzt ist. Fügen Sie dazu diese Zeile in
/etc/rc.conf hinzu:lpd_enable="YES"Starten Sie Ihren Computer neu, oder starten Sie
&man.lpd.8; von Hand:&prompt.root; lpdDie Konfiguration testenDamit ist die einfache Konfiguration abgeschlossen.
Noch muss die Konfiguration aber getestet werden und
etwaige Probleme müssen behoben werden. Um die
Konfiguration zu testen, sollten Sie einen Probeausdruck
mithilfe des Programms &man.lpr.1; produzieren.
&man.lpr.1; übergibt Druckaufträge an das
LPD-System.Sie können &man.lpr.1; mit &man.lptest.1;
kombinieren, um Testdaten zu drucken. &man.lptest.1; wurde
im Abschnitt Kommunikation mit den Drucker
prüfen vorgestellt.So testen Sie die einfache
LPD-Konfiguration:&prompt.root; lptest 20 5 | lpr -PDruckernameErsetzen Sie Druckername
durch den Namen des Druckers, den Sie testen möchten.
Wenn Sie den Standard-Drucker testen möchten, rufen
Sie &man.lpr.1; ohne die Option auf.
Wenn Sie einen Drucker testen möchten, der nur
&postscript; versteht, müssen Sie ein
&postscript;-Testprogramm an &man.lpr.1; übergeben.
Ein Testprogramm, das Sie in einer Datei gespeichert haben,
können Sie mit dem Befehl
lpr Dateiname
an das LPD-System
übergeben.Bei einem &postscript;-Drucker hängt das Ergebnis
naturgemäß vom Testprogramm ab. Wenn Sie
&man.lptest.1; verwenden, sollte das Ergebnis
ungefähr so aussehen:!"#$%&'()*+,-./01234
"#$%&'()*+,-./012345
#$%&'()*+,-./0123456
$%&'()*+,-./01234567
%&'()*+,-./012345678Um sicherzustellen, dass alles richtig
funktioniert, sollten Sie jetzt ein größeres
&postscript;-Programm senden. Mit &man.lptest.1; können
Sie größere Datenmengen z.B. mit dem Befehl
lptest 80 60 erzeugen: &man.lptest.1;
produziert 60 Zeilen mit je 80 Zeichen.Wenn Sie nicht erfolgreich drucken können, finden
Sie im Abschnitt Fehlersuche und
Problembehebung weitere Informationen.JohannKoisÜbersetzt von Erweiterte Drucker-KonfigurationDieser Abschnitt beschreibt den Einsatz von Filtern für
das Drucken speziell formatierter Seiten oder von
Deckblättern, das Drucken über ein Netzwerk sowie die
Beschränkung und Verrechnung der Druckernutzung.FilterDruckenFilterObwohl LPD Netzwerkprotokolle,
Warteschlangen, Zugriffskontrollen und andere für das
Drucken wichtige Aspekte prinzipiell unterstützt, passiert
ein Großteil der wirklichen Arbeit
in den sogenannten Filtern. Dabei handelt
es sich um Programme, die direkt mit einem Drucker
kommunizieren und deren Gerätespezifika und spezielle
Anforderungen erfüllen. Im einfachsten Fall
installiert man nur einen reinen Textfilter, der mit beinahe
allen Druckern funktionieren sollte. (Lesen Sie dazu auch den
Abschnitt Den Text-Filter
installieren.)Um die erweiterten Fähigkeiten von Druckern auch
einsetzen zu können, sollten Sie verstehen, wie Filter
arbeiten, da diese für die Bereitstellung dieser Funktionen
zuständig sind. Die schlechte Nachricht ist, dass
Sie diese Filter bereitstellen müssen.
Die gute Nachricht ist allerdings, dass diese in der Regel
bereits vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, können
Sie einen Filter meist relativ einfach selbst erstellen.Der Filter /usr/libexec/lpr/lpf wird
bereits mit FreeBSD geliefert. Er kümmert sich um die
korrekte Behandlung von gelöschten Zeichen (das sogenannte
Backspacing), um im Text
enthaltene Tabulatoren, sowie um die Verrechnung von
Druckaufträgen. Das ist aber auch alles, was dieser
Filter kann. Zusätzliche Filter und für die Funktion
von Filtern nötige Komponenten finden sich aber in der
FreeBSD Ports-Sammlung.Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen:Der Abschnitt
Die Funktionsweise von Filtern versucht, einen
Überblick über die Rolle von Filtern innerhalb des
Druckprozesses zu geben. Sie sollten diesen Abschnitt lesen,
damit Sie verstehen, was unter der Haube
passiert, wenn LPD einen Filter
verwendet. Dieses Wissen wird Ihnen dabei helfen, Probleme,
die bei Installation von Filtern für verschiedene Drucker
entstehen können, vorauszusehen und zu beheben.LPD geht davon aus, dass
jeder Drucker in der Lage ist, normalen Text zu drucken.
Für &postscript;- (oder andere sprachbasierte) Drucker
stellt dies allerdings ein Problem dar, da diese nicht in
der Lage sind, normalen Text direkt zu drucken. Der
Abschnitt Normalen Text auf
&postscript;-Druckern drucken beschreibt, wie Sie
dieses Problem lösen können. Besitzen Sie einen
&postscript;-Drucker, sollten Sie diesen Abschnitt
lesen.&postscript; ist ein populäres Ausgabeformat, das
von vielen Programmen unterstützt wird. Es ist sogar
möglich, &postscript;-Code direkt zu schreiben. Leider
sind &postscript;-Drucker in der Regel relativ teuer. Der
Abschnitt &postscript;
auf Nicht-&postscript;-Druckern emulieren beschreibt,
wie Sie einen Textfilter anpassen müssen, um
&postscript;-Daten auf einem
nicht-&postscript;-fähigen Drucker
auszugeben. Haben Sie keinen &postscript;-Drucker, sollten
Sie insbesondere diesen Abschnitt lesen.Der Abschnitt
Konvertierungsfilter beschreibt eine Möglichkeit
zur automatischen Konvertierung verschiedener Dateiformate
in ein von Ihrem Drucker unterstütztes Format. Nachdem
Sie diesen Abschnitt gelesen haben, werden Sie in der Lage
sein, Ihren Drucker so zu konfigurieren, dass Sie durch die
Eingabe von lpr -t troff-Daten, von
lpr -d &tex;-DVI-Daten, oder von
lpr -v Rasterbilddaten drucken können.
Daher sollten Sie diesen Abschnitt auf jeden Fall lesen.Im Abschnitt
Ausgabefilter wird eine nur selten genutzte
Eigenschaft von LPD, die
sogenannten Ausgabefilter, beschrieben. Wenn Sie keine
Deckblätter drucken müssen, können
Sie diesen Abschnitt überspringen.Der Abschnitt lpf:
Ein Textfilter beschreibt lpf,
einen kompletten, wenn auch einfachen Textfilter für
Zeilendrucker (oder auch Laserdrucker, die sich analog
verhalten), der bereits mit FreeBSD geliefert wird. Wenn
Sie nur am Ausdruck von reinem Text interessiert sind, oder
wenn Ihr Drucker nur Schrott produziert, wenn
er auf Backspace-Zeichen trifft, sollten Sie sich
lpf näher ansehen.Eine Kopie der verschiedenen Skripte finden Sie im
Verzeichnis /usr/share/examples/printing.Die Funktionsweise von FilternBei einem Filter handelt es sich um ein ausführbares
Programm, das von LPD gestartet
wird, um den geräteabhängigen Teil der Kommunikation
mit einem Drucker zu übernehmen.Wenn LPD eine Datei über
einen Druckauftrag drucken will, startet es ein Filterprogramm.
Danach setzt es die Standardeingabe des Filters auf die zu
druckende Datei, die Standardausgabe auf den Drucker und die
Standardfehlerausgabe auf /dev/console
(Voreinstellung) oder auf die über die Option
lf in /etc/printcap
festgelegte Datei.troffWelcher Filter von LPD mit
welchen Argumenten geladen wird, wird in der Datei
/etc/printcap oder durch die Argumente,
die der Anwender &man.lpr.1; auf der Kommandozeile
übergibt, festgelegt. Gibt der Anwender beispielsweise
lpr -t ein, startet
LPD über die
tf-Fähigkeit den troff-Filter für
den gewünschten Drucker. Wollen Sie hingegen normalen
Text drucken, wird der if-Filter gestartet.
(Für Ausnahmen von diesem Vorgehen lesen Sie bitte den
Abschnitt
Ausgabefilter.)Es gibt drei Arten von Filtern, die Sie in
/etc/printcap angeben können:Textfilter (die in der
LPD-Dokumentation als
input filter bezeichnet werden) sind
für den Druck von normalem Text zuständig.
Es handelt sich dabei um eine Art Standardfilter, da
LPD von jedem Drucker erwartet,
dass er normalen Text drucken kann. Aufgabe des
Textfilters ist es, sicherzustellen, dass gelöschte
Zeichen (Backspaces),
Tabulatoren und andere Sonderzeichen Ihren Drucker nicht
verwirren. Falls Sie für die Nutzung eines Druckers
bezahlen müssen, kann der Textfilter über die
Anzahl der gedruckten Zeilen auch die Anzahl der von Ihnen
gedruckten Seiten ermitteln. Der Textfilter wird mit
folgenden Argumenten gestartet:filter-name-c
- -wwidth
- -llength
- -iindent
+ -w width
+ -l length
+ -i indent-n login-h hostacct-fileDie einzelnen Argumente haben folgende Bedeutung:Notwendig, wenn lpr -l
verwendet wird.widthDer Wert der in
/etc/printcap festgelegten
Option pw (page
width). In der Voreinstellung
ist dieser Wert auf 132 gesetzt.lengthDer Wert der
pl-Fähigkeit
(page length),
Voreinstellung 66.indentDer durch lpr -i
festgelegte Einzug, Voreinstellung 0.loginDer Name des Benutzers, der die Datei
druckt.hostDer Rechner, auf dem der Druckauftrag
gestartet wurde.acct-fileDer Name der Verrechnungsdatei, in der die
Ergebnisse der
af-Fähigkeit gespeichert
werden.DruckenFilterEin Konvertierungsfilter
konvertiert verschiedene Dateiformate in ein Format, das
Ihr Drucker auf Papier ausgeben kann. So kann etwa der
ditroff-Schriftsatz nicht direkt gedruckt werden, daher
müssen Sie einen Konvertierungsfilter installieren,
um diese Daten in ein Format zu bringen, das Ihr Drucker
verarbeiten und drucken kann. Der Abschnitt
Konvertierungsfilter enthält ausführliche
Informationen zu diesen Filtern. Konvertierungsfilter
können auch zur Verrechnung verwendet werden. Sie
werden mit folgenden Argumenten gestartet:filter-name-xpixel-width
- -ypixel-height
+ choice="plain">-x pixel-width
+ -y pixel-height-n login-h hostacct-filepixel-width ist der Wert
der px-Fähigkeit
(Voreinstellung 0), während
pixel-height dem Wert der
py-Fähigkeit (Voreinstellung
ebenfalls 0) entspricht.Ausgabefilter werden nur
verwendet, wenn keine Textfilter vorhanden sind oder wenn
Deckblätter benötigt werden. Der Abschnitt
Ausgabefilter
enthält weitere Informationen. Ausgabefilter
unterstützen nur zwei Argumente:filter-name
- -wwidth
- -llength
+ -w width
+ -l lengthBeide Argumente entsprechen den Optionen
und der
Textfilter.Alle Filter sollten mit folgenden Rückgabewerten
(Exitcodes) beendet werden:exit 0Der Filter hat die Datei erfolgreich gedruckt.exit 1Der Filter war nicht in der Lage, die Datei zu
drucken und meldet diesen Exitcode an
LPD, um die Datei erneut
zu drucken. LPD startet
daraufhin den Filter erneut.exit 2Der Filter war nicht in der Lage, die Datei zu
drucken. Bei diesem Exitcode soll
LPD aber nicht versuchen,
die Datei erneut zu drucken, sondern den Druckauftrag
verwerfen./usr/libexec/lpr/lpf, der mit FreeBSD
gelieferte Textfilter, nutzt die Argumente page
width und page
length, um festzulegen, wann ein Seitenumbruch
(form feed) gesendet werden
soll sowie zur Verrechnung von Druckaufträgen. Dazu werden
der Benutzername, der für den Druckauftrag verwendete
Rechner sowie die Verrechnungsdatei ausgewertet, um die
entsprechenden Einträge zu erstellen.Wenn Sie auf der Suche nach Filtern sind, achten Sie
darauf, dass diese LPD-kompatibel sind. Dazu müssen
diese die oben beschriebenen Argumente unterstützen.
Wenn Sie planen, Ihre Filter selbst zu erstellen, müssen
diese ebenfalls die gleichen Argumente und Exitcodes
unterstützen.Normalen Text auf &postscript;-Druckern druckenDruckjobSie sind der alleinige Benutzer Ihres Computers und Ihres
&postscript;-Druckers und Sie sind sich sicher, dass Sie
niemals normalen Text an Ihren Drucker senden werden?
Außerdem werden Sie niemals ein Programm verwenden,
um normalen Text auszudrucken? Nur wenn dies alles zutrifft,
können Sie diesen Abschnitt überspringen.Wollen Sie allerdings sowohl &postscript; als auch
normalen Text drucken, müssen Sie Ihren Drucker zuvor
entsprechend konfigurieren. Dazu muss Ihr Textfilter in der
Lage sein, zu unterscheiden, ob es sich bei einem ankommenden
Druckauftrag um normalen Text oder um &postscript;-Daten
handelt. Jeder &postscript;-Druckauftrag muss mit den Zeichen
%! beginnen (sehen Sie in Ihrem
Druckerhandbuch nach, ob Ihr Drucker weitere Sprachen
unterstützt). Sind dies die beiden ersten Zeichen eines
Druckauftrages, so handelt es sich um &postscript;-Daten, die
direkt gedruckt werden können. Fehlen diese Zeichen
allerdings, muss der Textfilter den Inhalt der Datei nach
&postscript; konvertieren, bevor die Datei gedruckt werden
kann.Wie funktioniert diese Unterscheidung?DruckerseriellHaben Sie einen seriellen Drucker, können Sie
lprps installieren.
lprps ist ein &postscript;-Druckerfilter,
der eine Zweiwegekommunikation mit einem Drucker
ermöglicht. Er aktualisiert die Druckerstatusdatei mit
Protokollinformationen des Druckers. Dadurch sind Anwender
und Administratoren in der Lage, den genauen Zustand des
Druckers zu prüfen (durch Meldungen wie toner
low oder paper jam).
Wichtiger ist allerdings, dass lprpspsif enthält, ein Programm, das
feststellen kann, ob ein ankommender Druckauftrag normalen
Text enthält. Ist dies der Fall, wird
textps (das ebenfalls mit
lprps geliefert wird) aufgerufen und die
Datei nach &postscript; konvertiert. Danach kann
lprps die Datei an den Drucker senden.lprps ist in der FreeBSD
- Ports-Sammlung enthalten. Nach
+ Ports-Sammlung enthalten. Je
+ nach der von Ihnen verwendeten Papiergröße
+ installieren Sie dazu den Port print/lprps-a4 oder print/lprps-letter. Nach
der Installation müssen Sie nur noch den Pfad zum
Programm psif angeben, das als Teil von
lprps installiert wird. Haben Sie
lprps über die Ports-Sammlung
installiert, fügen Sie folgende Zeile in den
Eintrag Ihres &postscript;-Druckers in
/etc/printcap ein::if=/usr/local/libexec/psif:Zusätzlich sollten Sie die
- rw-Fähigkeit aktivieren. Dadurch
- wird LPD im Schreib- und Lesemodus
- geöffnet.
+ rw-Fähigkeit aktivieren, um
+ LPD im Schreib- und Lesemodus
+ zu öffnen.
Haben Sie hingegen einen parallelen &postscript;-Drucker,
was eine Zweiwegekommunikation mit Ihrem Drucker (auf die
lprps angewiesen ist) unmöglich
macht, können Sie das folgende Shell-Skript verwenden:#!/bin/sh
#
# psif - Drucke PostScript oder normalen Text auf einem PostScript-Drucker
# Script-Version; das ist NICHT die mit lprps gelieferte Version!
# Installiert unter: /usr/local/libexec/psif
#
IFS="" read -r first_line
first_two_chars=`expr "$first_line" : '\(..\)'`
if [ "$first_two_chars" = "%!" ]; then
#
# PostScript - einfach drucken.
#
echo "$first_line" && cat && printf "\004" && exit 0
exit 2
else
#
# Normaler Text - zuerst konvertieren, dann drucken.
#
( echo "$first_line"; cat ) | /usr/local/bin/textps && printf "\004" && exit 0
exit 2
fi Für dieses Skript wurde textps
als seperates Programm installiert, um normalen Text nach
&postscript; zu konvertieren. Sie können aber auch jeden
anderen Text-nach-&postscript;-Konverter verwenden. Die
FreeBSD Ports-Sammlung
enthält mit a2ps ein umfangreiches
Programm zur Konvertierung von normalem Text nach
&postscript;.&postscript; auf Nicht-&postscript;-Druckern emulierenPostScriptEmulationGhostscriptBei &postscript; handelt es sich um den
de facto-Standard für hochwertigen
Schriftsatz und Druck. Leider ist &postscript; aber auch ein
teurer Standard. Glücklicherweise
hat Aladdin Enterprises daher eine freie
&postscript;-ähnliche Implementierung namens
Ghostscript entwickelt, die auch
- unter FreeBSD lauffähig ist. Ghostscript kann fast jede
+ unter FreeBSD lauffähig ist.
+ Ghostscript kann fast jede
&postscript;-Datei lesen und auf den verschiedensten
Geräten ausgeben, darunter auch auf vielen
Nicht-&postscript;-Druckern. Durch die Installation von
- Ghostscript und die Nutzung eines speziellen Textfilters
+ Ghostscript und die Nutzung eines
+ speziellen Textfilters
erreichen Sie, dass sich Ihr Nicht-&postscript;-Drucker
wie ein echter &postscript;-Drucker verhält.
- Ghostscript ist in der FreeBSD Ports-Sammlung enhalten
- und kann daher einfach installiert werden.
+ Ghostscript ist in
+ verschiedenen Versionen in der FreeBSD Ports-Sammlung enhalten,
+ die am häfigsten verwendete Version ist print/ghostscript-gpl.Um &postscript; zu emulieren, muss der Textfilter
erkennen, ob er eine &postscript;-Datei drucken soll. Ist
dies nicht der Fall, wird die Datei direkt an den Drucker
- geschickt. Anderenfalls wird die Datei an Ghostscript
+ geschickt. Anderenfalls wird die Datei an
+ Ghostscript
übergeben, das die Datei in ein Format konvertiert,
das Ihr Drucker versteht.Dazu ein Beispiel. Das folgende Skript ist ein Textfilter
für den Drucker DeskJet 500 von Hewlett Packard. Nutzen
Sie einen anderen Drucker, müssen Sie die Option
beim Aufruf von gs
(Ghostscript) entsprechend anpassen. Eine Liste der von
- Ghostscript unterstützten Geräte erhalten Sie durch
- die Eingabe von gs -h auf der
- Kommandozeile.
+ Ghostscript unterstützten
+ Geräte erhalten Sie durch die Eingabe von
+ gs -h auf der Kommandozeile.
#!/bin/sh
#
# ifhp - Ghostscript-emuliertes PostScript auf einem HP DeskJet 500 drucken
# Installiert unter: /usr/local/libexec/ifhp
#
# LF als CR+LF behandeln (um einen "Treppeneffekt" auf HP/PCL-Drucker
# zu vermeiden)
#
printf "\033&k2G" || exit 2
#
# Lies die ersten zwei Zeichen der Datei
#
IFS="" read -r first_line
first_two_chars=`expr "$first_line" : '\(..\)'`
if [ "$first_two_chars" = "%!" ]; then
#
# Oh. Es ist PostScript; mit Ghostscript konvertieren, danach drucken.
#
/usr/local/bin/gs -dSAFER -dNOPAUSE -q -sDEVICE=djet500 \
-sOutputFile=- - && exit 0
else
#
# Normaler Text oder HP/PCL, einfach direkt drucken. Ans Ende setzen wir
# einen Seitenumbruch (also ein Form Feed), damit auch die letzte Seite
# ausgeworfen wird.
#
echo "$first_line" && cat && printf "\033&l0H" &&
exit 0
fi
exit 2Zuletzt müssen Sie LPD
noch durch die if-Fähigkeit über
den neuen Filter informieren::if=/usr/local/libexec/ifhp:Das ist alles. Ab sofort sollte sowohl ein
lpr normaler.text als auch ein
lpr wasauchimmer.ps funktionieren und beide
Dateien sollten problemlos gedruckt werden.KonvertierungsfilterNachdem Sie Ihren Drucker wie unter Einfache Drucker-Konfiguration
eingerichtet haben, wollen Sie wahrscheinlich einige
Konvertierungsfilter installieren, damit Sie (abgesehen von
ASCII-Text) auch Ihre Lieblings-Dateiformate drucken
können.Warum sollte ich einen Konvertierungsfilter
installieren?&tex;DVI-Dateien druckenKonvertierungsfilter erleichtern das Drucken von
verschiedenen Dateiformaten. Nehmen wir beispielsweise an,
dass Sie sehr viel mit dem &tex;-Satzsystem arbeiten und
über einen &postscript;-Drucker verfügen. Eine
vom &tex;-System erzeugte DVI-Datei kann erst dann gedruckt
werden, nachdem diese nach &postscript; konvertiert wurde.
Dazu geben Sie Folgendes ein:&prompt.user; dvips seaweed-analysis.dvi
&prompt.user; lpr seaweed-analysis.psHaben Sie einen Konvertierungsfilter für
DVI-Dateien installiert, können Sie die manuelle
Konvertierung überspringen, da dies nun
LPD für Sie erledigt.
Wollen Sie eine DVI-Datei drucken, geben Sie nur noch den
folgenden Befehl ein:&prompt.user; lpr -d seaweed-analysis.dviDurch die Verwendung der Option
wurde LPD angewiesen, unsere
DVI-Datei vor dem Druck zu konvertieren. Der Abschnitt
Formatierungs-
und Konvertierungsoptionen beschreibt die dabei
möglichen Optionen.Für jede Konvertierungsoption, die Ihr Drucker
unterstützen soll, müssen Sie einen eigenen
Konvertierungsfilter installieren und
dessen Pfad in der Datei /etc/printcap
angeben. Ein Konvertierungsfilter verhält sich im
Prinzip wie ein Textfilter bei einer einfachen
Druckerkonfiguration (lesen Sie dazu auch den Abschnitt
Den Textfilter
installieren), allerdings konvertiert er die Datei
in ein Format, das Ihr Drucker versteht, anstatt normalen
Text zu drucken.Welche Konvertierungsfilter sollte ich installieren?Sie sollten nur Filter installieren, die Sie auch
benötigen. Wenn Sie sehr viele DVI-Dateien drucken,
sollten Sie auch einen DVI-Konvertierungsfilter installieren.
Müssen Sie viele troff-Daten drucken, ist ein
troff-Filter hilfreich.Die folgende Tabelle listet die von
LPD unterstützten Filter
sowie die Einträge in
/etc/printcap auf, mit denen Sie diese
Fähigkeiten aktivieren. Zusätzlich wird
angegeben, wie Sie lpr jeweils
aufrufen müssen:Dateityp/etc/printcap-Fähigkeitlpr-OptioncifplotcfDVIdfplotgfditroffnfFORTRAN-TextrftrofftfRasterdatenvfNormaler Textifkeine, , or
Wollen Sie also lpr -d verwenden,
muss die df-Fähigkeit in
/etc/printcap aktiviert sein.FORTRANObwohl manche Leute etwas anderes behaupten, sind
Formate wie FORTRAN-Text und -Plot inzwischen nahezu
obsolet. Wenn Sie diese Formate dennoch benötigen,
installieren Sie einfach einen angepassten Filter. Wollen
Sie beispielsweise zwar Printerleaf-Dateien (also Dateien des
Desktop Publishing-Programms von Interleaf), aber keine
Plotdateien drucken, so können Sie einen
Printerleaf-Konvertierungsfilter installieren, der es durch
die Aktivierung der gf-Fähigkeit
erlaubt, diese Dateien direkt zu drucken. Nun müssen
Sie Ihren Mitarbeitern nur noch mitteilen, dass
lpr -g nun für drucke
Printerleaf-Dateien steht.Konvertierungsfilter installierenDa Konvertierungsfilter nicht zum Basissystem von FreeBSD
gehören, sollten diese unter
/usr/local installiert werden.
Häufig wird das Verzeichnis
/usr/local/libexec verwendet, da es
sich bei Konvertierungsfiltern um spezielle Programme
handelt, die nur von LPD, aber
nicht von einem normalen Benutzer gestartet werden.Um einen Konvertierungsfilter zu aktivieren, müssen
Sie dessen Pfad zusätzlich zur benötigten
Fähigkeit in der Datei
/etc/printcap eintragen.In unserem Beispiel wollen wir einen
DVI-Konvertierungsfilter für den Drucker
bamboo installieren. Unsere bereits
bekannte /etc/printcap wurde
allerdings um die df-Fähigkeit
für den Drucker bamboo
erweitert.#
# /etc/printcap des Rechners rose - neuer df-Filter für bamboo
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\
:lp=/dev/lpt0:\
:if=/usr/local/libexec/if-simple:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:\
:lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:\
:if=/usr/local/libexec/psif:\
:df=/usr/local/libexec/psdf:Beim DVI-Filter handelt es sich um ein Shell-Skript
namens /usr/local/libexec/psdf:#!/bin/sh
#
# psdf - DVI-nach-PostScript Druckerfilter
# Installiert unter: /usr/local/libexec/psdf
#
# Wird von lpd aktiviert, wenn der Nutzer lpr -d eingibt.
#
exec /usr/local/bin/dvips -f | /usr/local/libexec/lprps "$@"Dieses Skript startet dvips im
Filtermodus (durch das Argument wird der
Druckauftrag über die Standardeingabe entgegengenommen).
Danach wird der &postscript;-Druckerfilter
lprps (lesen Sie dazu auch den Abschnitt
Drucken von
reinen Textdateien auf einem &postscript;-Drucker)
mit den von LPD übergebenen
Argumenten gestartet. lprps wiederum
nutzt diese Argumente, um die gedruckten Seiten zu
verrechnen.Beispiele für KonvertierungsfilterDa es keine verbindliche Prozedur zur Installation eines
Druckerfilters gibt, folgen nun weitere Beispiele.
Verwenden Sie diese, um Ihre eigenen Filter zu erstellen.
Falls ein Filter Ihren Anforderungen bereits entspricht,
können Sie ihn auch direkt verwenden.Das erste Beispiel beschreibt einen
Konvertierungsfilter für GIF-Dateien für den
Drucker LaserJet III-Si von Hewlett Packard:#!/bin/sh
#
# hpvf - Konvertiert GIF-Dateien nach HP/PCL, danach wird gedruckt.
# Installiert unter: /usr/local/libexec/hpvf
PATH=/usr/X11R6/bin:$PATH; export PATH
giftopnm | ppmtopgm | pgmtopbm | pbmtolj -resolution 300 \
&& exit 0 \
|| exit 2Dieser Filter konvertiert eine GIF-Datei in eine
portable Anymap, diese in ein portables Graustufenbild,
dieses wiederum in eine portable Bitmap, die
schließlich in ein LaserJet/PCL-kompatibles Format
umgewandelt wird./etc/printcap muss für einen
Drucker, der diesen Filter nutzen will, folgenden Eintrag
enthalten:#
# /etc/printcap des Rechners orchid
#
teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\
:lp=/dev/lpt0:sh:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:\
:if=/usr/local/libexec/hpif:\
:vf=/usr/local/libexec/hpvf:Das folgende Skript ist ein Konvertierungsfilter, der
das Drucken von troff-Daten des groff-Textsatzsystems
auf dem &postscript;-Drucker bamboo
ermöglicht:#!/bin/sh
#
# pstf - Konvertiert groff's troff-Daten nach PS, dann wird gedruckt.
# Installiert unter: /usr/local/libexec/pstf
#
exec grops | /usr/local/libexec/lprps "$@"Dieses Skript nutzt wiederum lprps,
um mit dem Drucker zu kommunizieren. Wäre der Drucker
an einem parallelen Port angeschlossen, würde das Skript
so aussehen:#!/bin/sh
#
# pstf - Konvertiert groff's troff-Daten nach PS, danach wird gedruckt.
# Installiert unter: /usr/local/libexec/pstf
#
exec gropsDas ist alles. Um den Filter verwenden zu können,
müssen Sie ihn allerdings noch in
/etc/printcap aktivieren::tf=/usr/local/libexec/pstf:Das nächste Skript ist ein FORTRAN-Textfilter
für jeden Drucker, der normalen Text direkt drucken
kann und der hier für den Drucker
teak installiert wird:#!/bin/sh
#
# hprf - FORTRAN-Textfilter für den Drucker LaserJet 3si:
# Installiert unter: /usr/local/libexec/hprf
#
printf "\033&k2G" && fpr && printf "\033&l0H" &&
exit 0
exit 2 Zusätzlich benötigen wir wiederum einen
Eintrag in /etc/printcap, um diesen
Filter für den Drucker teak zu
aktivieren::rf=/usr/local/libexec/hprf:Das letzte Beispiel ist etwas komplexer. Es soll ein
DVI-Filter für den bereits erwähnten
LaserJet-Drucker teak installiert werden.
Der erste Teil ist einfach: Sie müssen den Pfad des
DVI-Filters in /etc/printcap
eintragen::df=/usr/local/libexec/hpdf:Nun kommt der schwierige Teil: Sie müssen den
Filter funktionsfähig machen. Dazu benötigen Sie
einen DVI-nach-LaserJet/PCL-Konverter.
Glücklicherweise enthält die FreeBSD
Ports-Sammlung mit
dvi2xx ein solches Programm. Nach der
Installation des Ports verfügen wir über das
Programm dvilj2p, das zur Konvertierung
von DVI-Daten in zu den Druckern LaserJet IIp, LaserJet III,
sowie LaserJet 2000 kompatible Codes benötigt wird.Durch den Einsatz von dvilj2p wird
der Filter hpdf relativ komplex, da
dvilj2p nicht von der Standardeingabe
lesen kann, sondern als Eingabe einen Dateinamen erwartet.
Zusätzlich muss der Dateiname auf
.dvi enden, daher ist die Verwendung
von /dev/fd/0 als Standardeingabe
problematisch. Wir können diese Problem aber umgehen,
indem wir einen temporären Dateinamen symbolisch
nach /dev/fd/0 linken. Dadurch wird
dvilj2p gezwungen, dennoch von der
Standardeingabe zu lesen.Das letzte Problem, das wir noch lösen müssen,
ist, dass wir /tmp nicht als
temporären Link verwenden können. Symbolische
Links gehören dem User sowie der Gruppe
bin. Der Filter läuft aber als
User daemon. Außerdem ist
/tmp durch ein Sticky-Bit gesichert.
Daher kann der Filter den Link zwar erzeugen, ein
Aufräumen ist aber nicht mehr möglich, weil sich
die Eigentümer des Filters und des temporären
Verzeichnisses unterscheiden.Daher legt der Filter den symbolischen Link im
Arbeitsverzeichnis an, das gleichzeitig als
Spooling-Verzeichnis dient (festgelegt durch die Aktivierung
der sd-Fähigkeit in
/etc/printcap). Das Arbeitsverzeichnis
ist ein idealer Ort für den Filter, insbesondere da
dieses (manchmal) sogar über mehr freien Speicherplatz
als /tmp verfügt.Mit diesen Informationen sind wir nun in der Lage, den
Filter zu entwickeln:#!/bin/sh
#
# hpdf - DVI-Daten auf einen HP/PCL-Drucker drucken
# Installiert unter: /usr/local/libexec/hpdf
PATH=/usr/local/bin:$PATH; export PATH
#
# Eine Funktion zum Aufräumen unserer temporären Dateien.
# Diese finden sich im Arbeitsverzeichnis, das wir auch als
# Spooling-Verzeichnis für unseren Drucker verwenden werden.
#
cleanup() {
rm -f hpdf$$.dvi
}
#
# Eine Funktion, um fatale Fehler zu behandeln. Dazu die Meldung
# ausgeben, danach ein exit 2. Dadurch weiß LPD, dass es
# den Auftrag nicht noch einmal drucken soll.
#
fatal() {
echo "$@" 1>&2
cleanup
exit 2
}
#
# Wenn ein Anwender den Auftrag entfernt, sendet LPD ein SIGINT, daher
# wollen wir SIGINT und einige andere Signale abfangen (trappen), um
# nach der Konvertierung aufräumen zu können.
#
trap cleanup 1 2 15
#
# Bevor wir anfangen, räumen wir noch auf. Sicher ist sicher.
#
cleanup
#
# Die DVI-Eingabedatei auf die Standardeingabe linken (die zu druckende
# Datei).
#
ln -s /dev/fd/0 hpdf$$.dvi || fatal "Konnte Symlink nicht anlegen!"
#
# Umwandeln: LF = CR+LF
#
printf "\033&k2G" || fatal "Konnte Drucker nicht initialisieren!"
#
# Konvertieren und drucken. Da der Rückgabewert von dvilj2p
# unzuverlässig ist, ignorieren wir ihn einfach.
#
dvilj2p -M1 -q -e- dfhp$$.dvi
#
# Aufräumen und beenden.
#
cleanup
exit 0 Automatische Konvertierung: Eine Alternative zu
KonvertierungsfilternAlle in diesem Abschnitt besprochenen
Konvertierungsfilter sind zwar sehr hilfreich, allerdings
müssen Sie nach wie vor bei jedem Aufruf von
&man.lpr.1; angeben, welchen Filter sie verwenden wollen,
was mit der Zeit sicher nervend wird. Schlimmer ist
allerdings, dass die Auswahl eines unpassenden Filters
dazu führen kann, dass Sie Hunderte Seiten Papier
ausdrucken.Statt also Konvertierungsfilter zu installieren,
könnten Sie den Textfilter (der ohnehin der
Standardfilter ist) verwenden, um den zu druckenden
Dateityp zu erkennen und anschließend den korrekten
Konvertierungsfilter auszuwählen. Um den Dateityp
zu bestimmen, können Sie beispielsweise
file verwenden. Leider ist es
bei einigen Dateitypen problematisch,
diese zu unterscheiden. Daher könnten Sie für
diese Dateitypen dennoch einen Konvertierungsfilter
installieren.apsfilterDruckenFilterapsfilterDie FreeBSD Ports-Sammlung enthält mit
apsfilter einen Textfilter, der diese
automatische Konvertierung durchführen kann. Er ist
in der Lage, normalen Text sowie &postscript;- und
DVI-Dateien zu erkennen, diese zu konvertieren und auf
Ihren Drucker auszugeben.AusgabefilterLPD unterstützt noch eine
weitere Filterart, die sogenannten Ausgabefilter. Diese sind
– analog zu einem Textfilter –
für den Druck von normalem Text ausgelegt, allerdings
verfügen sie im Vergleich zu diesen nur über
sehr eingeschränkte Fähigkeiten. Wenn Sie einen
Ausgabefilter (aber keinen Textfilter) verwenden, dannstartet LPD nur einen
Ausgabefilter für den kompletten Druckauftrag, statt
für jede Datei des Auftrags einen eigenen Filter zu
starten.kümmert sich LPD nicht
darum, den Beginn oder das Ende einer Datei innerhalb des
Druckauftrages zu finden.übergibt LPD weder
den Benutzer- noch den Rechnernamen desjenigen, der den
Druckauftrag erteilt hat, an den Ausgabefilter, was
eine Verrechnung von Druckaufträgen unmöglich
macht. Ausgabefilter unterstützen insgesamt nur
zwei Argumente:filter-name
- -wwidth
- -llength
+ -w width
+ -l lengthwidth basiert auf der
pw-Fähigkeit,
length hingegen auf der
pl-Fähigkeit des gewählten
Druckers.Lassen Sie sich von dieser angeblichen Einfachheit eines
Ausgabefilters nicht täuschen. Ausgabefilter sind
beispielsweise nicht dazu in der Lage,
jede Datei eines Druckauftrages auf einer neuen Seite zu
drucken. Dazu benötigen Sie einen Textfilter (die im
Abschnitt Den Textfilter
installieren beschrieben werden). Außerdem
sind Ausgabefilter in Wirklichkeit
komplexer, da sie den gesendeten
Bytestrom nicht nur auf Sonderzeichen hin untersuchen
müssen, sondern auch die Übertragung von Signalen
für LPD übernehmen
müssen.Sie benötigen Ausgabefilter
aber dann, wenn Sie Deckblätter drucken wollen, da
dazu Escape-Sequenzen und Initialisierungsstrings
erforderlich sind. (Es ist allerdings nicht
möglich, den Druck dieser Deckblätter
zu verrechnen, da LPD
keine Benutzer- oder Rechnerinformationen an den
Ausgabefilter übergibt.)LPD kann für den gleichen
Drucker sowohl Ausgabefilter als auch Textfilter verwenden.
In solchen Fällen verwendet LPD
den Ausgabefilter nur für den Druck von Deckblättern
(die im Abschnitt Deckblätter
näher beschrieben werden). Nach dem Druck des Deckblattes
erwartet LPD, dass sich der
Ausgabefilter selbst beendet. Dazu werden
zwei Bytes an den Ausgabefilter gesendet: ASCII 031, gefolgt
von ASCII 001. Wenn ein Ausgabefilter diese zwei Bytes
(031, 001) empfängt, sendet er das Signal
SIGSTOP an sich selbst. Nachdem
LPD den Rest des Druckauftrages
erledigt hat, wird der Ausgabefilter erneut gestartet, indem
ein SIGCONT an den Ausgabefilter
gesendet wird.Haben Sie nur einen Ausgabefilter, aber
keinen Textfilter installiert, dann
verwendet LPD den Ausgabefilter auch
für den Druck von normalem Text. Wie bereits erwähnt,
werden dabei allerdings alle Dateien des Druckauftrags unmittelbar
hintereinander gedruckt, Seitenumbrüche oder ein
zusätzlicher Papiervorschub sind also nicht möglich.
Da dieses Verhalten von Ihnen wahrscheinlich
nicht gewünscht wird, werden Sie in
fast allen Fällen einen zusätzlichen Textfilter
benötigen.Der weiter oben beschriebene Textfilter
lpf kann auch als Ausgabefilter verwendet
werden. Wenn Sie nur einen funktionierenden Ausgabefilter
benötigen, aber nicht den dafür benötigten
Code (zur Zeichenerkennung und zum Senden von Signalen)
schreiben wollen, sollten Sie sich lpf
näher ansehen. Sie können lpf
auch in ein Shell-Skript einbinden, um von Ihrem Drucker
benötigte Initialisierungscodes zu verarbeiten.lpf: Ein TextfilterDer Textfilter (Eingabefilter)
/usr/libexec/lpr/lpf wird bereits mit
FreeBSD geliefert. Er erlaubt das Einrücken der
Ausgabe (über lpr -i), die
Übergabe von Zeichen-Literalen
(über lpr -l), das Anpassen der
Druckposition bei gelöschten Zeichen
(Backspaces) oder Tabulatoren,
sowie die Verrechnung gedruckter Seiten. Zusätzlich
kann dieser Textfilter auch als Ausgabefilter arbeiten.lpf ist für viele verschiedene
Druckumgebungen geeignet. Zwar ist dieser Textfilter nicht
in der Lage, Initialisierungssequenzen an einen Drucker
zu senden, dieses Problem kann allerdings durch das Schreiben
und Ausführen eines Shell-Skripts (das diese Funktion
übernimmt) und das anschließende Aufrufen von
lpf gelöst werden.Seiten verrechnenverrechnenDruckernutzungDamit Sie lpf für die Verrechnung
von Druckaufträgen einsetzen können, müssen Sie
die korrekten Werte für die pw- und
pl-Fähigkeiten in
/etc/printcap eintragen.
lpf verwendet diese Werte, um festzustellen,
wieviel Text auf eine Seite passt und wieviele Seiten im
Druckauftrag enthalten sind. Weitere Informationen zur
Verrechnung der Druckernutzung enthält der Abschnitt
Die Druckernutzung
verrechnen.DeckblätterWenn Sie viele Benutzer mit
verschiedenen Druckern verwalten müssen, sollten Sie
Deckblätter als notwendiges
Übel akzeptieren.BannerseitenDeckblätterDeckblätterDeckblätter (manchmal auch als
Bannerseiten oder
burst pages bezeichnet) geben an, wem
die Ausgabe eines Druckauftrags gehört. Sie werden
normalerweise in großen fetten Buchstaben gedruckt,
manchmal sogar mit zusätzlicher Umrandung, damit man
sie leichter von den tatsächlichen Seiten eines
Druckauftrages unterscheiden kann. Der Nachteil von
Deckblättern ist allerdings, dass es sich dabei um
eine zusätzliche zu druckende Seite handelt, die in
der Regel bereits nach wenigen Minuten wieder im Papierkorb
landet. Da aber für jeden Druckauftrag nur ein einziges
Deckblatt gedruckt wird, ist der Papierverbrauch in den
meisten Fällen tolerierbar.Das LPD-System kann
Deckblätter automatisch erzeugen, wenn
Ihr Drucker normalen Text direkt drucken kann. Haben Sie
hingegen einen &postscript;-Drucker, benötigen Sie ein
externes Programm, um die Deckblätter zu generieren
(Lesen Sie dazu auch den Abschnitt Deckblätter
auf &postscript;-Druckern erzeugen.).Deckblätter aktivierenIm Abschnitt Einfache
Drucker-Konfiguration haben wir die Ausgabe von
Deckblättern durch die die Angabe der Option
sh
(suppress header) in
/etc/printcap deaktiviert. Um die
Ausgabe von Deckblättern wieder zu aktivieren,
müssen Sie daher die sh-Fähigkeit
wieder entfernen.Das klingt zu einfach? Wo ist der Haken?Sie haben recht. Es ist möglich,
dass Sie einen Ausgabefilter verwenden müssen, um die
nötigen Initialisierungsstrings an den Drucker zu senden.
Das folgende Beispiel beschreibt einen Ausgabefilter für
PCL-kompatible Drucker von Hewlett Packard:#!/bin/sh
#
# hpof - Ausgabefilter für PCL-kompatible Drucker von Hewlett Packard
# Installiert unter: /usr/local/libexec/hpof
printf "\033&k2G" || exit 2
exec /usr/libexec/lpr/lpfGeben Sie den Pfad des Ausgabefilters über die
of-Fähigkeit an. Weitere Informationen
finden Sie im Abschnitt Ausgabefilter.Das nächste Beispiel beschreibt die Datei
/etc/printcap des bereits erwähnten
Druckers teak. Allerdings sind nun die
Ausgabe von Deckblättern sowie der vorhin beschriebene
Ausgabefilter enthalten:#
# /etc/printcap für den Rechner orchid
#
teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\
:lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:\
:if=/usr/local/libexec/hpif:\
:vf=/usr/local/libexec/hpvf:\
:of=/usr/local/libexec/hpof:Wenn ein Anwender nun einen Druckauftrag an den Drucker
teak schickt, wird für jeden
Druckauftrag ein Deckblatt erstellt. Benötigt ein
Anwender keine Deckblätter, kann er die Ausgabe dieser
Seiten durch die Verwendung von lpr -h
unterdrücken. Weitere, für die Ausgabe von
Deckblättern interessante &man.lpr.1;-Optionen finden
Sie im Abschnitt Deckblattoptionen.LPD verwendet ein
Form Feed, um das Deckblatt
abzuschließen. Wenn Ihr Drucker ein anderes Zeichen
verwendet, um eine Seite auszuwerfen, geben Sie dieses
über die ff-Fähigkeit in
/etc/printcap an.Deckblätter kontrollierenHaben Sie die Ausgabe von Deckblättern aktiviert,
gibt LPD eine ganze Seite in
großen Buchstaben aus, die den Anwender, den
verwendeten Rechner sowie den Druckauftrag beschreiben.
Das folgende Beispiel ist ein Deckblatt für den
Druckauftrag outline, der von kelly auf dem Rechner
rose erstellt wurde: k ll ll
k l l
k l l
k k eeee l l y y
k k e e l l y y
k k eeeeee l l y y
kk k e l l y y
k k e e l l y yy
k k eeee lll lll yyy y
y
y y
yyyy
ll
t l i
t l
oooo u u ttttt l ii n nnn eeee
o o u u t l i nn n e e
o o u u t l i n n eeeeee
o o u u t l i n n e
o o u uu t t l i n n e e
oooo uuu u tt lll iii n n eeee
r rrr oooo ssss eeee
rr r o o s s e e
r o o ss eeeeee
r o o ss e
r o o s s e e
r oooo ssss eeee
Job: outline
Date: Sun Sep 17 11:04:58 1995LPD fügt ein
Form Feed an diesen Text an,
damit der eigentliche Druckauftrag auf einer neuen Seite
gestartet wird (es sei denn, Sie haben die
sf-Fähigkeit (suppress
form feeds) des jeweiligen Druckers in
/etc/printcap aktiviert).Wenn Sie dies wüschen, kann
LPD auch nur ein kurzes
Deckblatt ausgeben. Dazu verwenden Sie die
Option sb
(short banner)
in /etc/printcap. Dadurch erhalten Sie
ein Deckblatt ähnlich dem folgenden:rose:kelly Job: outline Date: Sun Sep 17 11:07:51 1995In der Voreinstellung druckt LPD
zuerst das Deckblatt und danach den eigentlichen Druckauftrag.
Um diese Reihenfolge umzukehren, geben Sie die Option
hl (header
last) in /etc/printcap
ans.Deckblätter verrechnenWenn Sie die in LPD eingebaute
Funktion zur Erstellung von Deckblättern verwenden,
werden Sie auf folgendes Paradigma stoßen:
Deckblätter müssen kostenlos
sein.Warum ist das so?Weil der Ausgabefilter das einzige externe Programm ist,
das zum Zeitpunkt der Erstellung des Deckblatts eine
Verrechnung durchführen könnte. Da Ausgabefilter
aber weder über Benutzer- noch über
Rechnerinformationen verfügen, ist es nicht
möglich, einen Druckauftrag einem bestimmten Benutzer
zuzuordnen. Da ein Benutzer die Ausgabe von Deckblättern
über lpr -h unterdrücken kann,
ist es auch nicht möglich, die Vorgabe verrechne
eine zusätzliche Seite in den Text- oder
Konvertierungsfilter (die über die zur Verrechnung
nötigen Benutzer- und Rechnerinformationen verfügen)
aufzunehmen, weil Benutzer sonst für Deckblätter
bezahlen müssten, die sie nicht gedruckt haben.Es ist ebenfalls nicht ausreichend,
jeden Filter eigene Deckblätter erzeugen zu lassen (und
sie dadurch verrechnen zu können). Wollte ein Benutzer
durch ein lpr -h die Ausgabe eines
Deckblattes unterdrücken, würde dieses nun trotzdem
verrechnet werden, da LPD keine
Informationen über die Verwendung der Option
an einen Filter weitergibt.Welche Möglichkeiten habe ich nun?Sie können:Das Paradigma von LPD
einfach akzeptieren und die Deckblätter gratis
abgeben.Eine alternatives Drucksystem wie
LPRng installieren. Der
Abschnitt
Alternativen zum Standard-Drucksystem beschreibt
verschiedene Drucksysteme, die
LPD ersetzen können.Schreiben Sie einen intelligenten
Ausgabefilter. Normalerweise kümmert sich ein
Ausgabefilter nur um die Initialisierung des Druckers oder
um eine einfache Zeichenkonvertierung. Außerdem
eignet er sich für die Ausgabe von Deckblättern
und normalem Text, wenn Sie keinen Text- oder Eingabefilter
installiert haben. Haben Sie allerdings einen Textfilter
installiert, verwendet LPD
Ausgabefilter nur für die Ausgabe von Deckblättern.
Ein Ausgabefilter kann den Text des von
LPD erzeugten Deckblattes
untersuchen, um festzustellen, welcher Benutzer und welcher
Rechner den Druckauftrag gestartet hat. Leider weiß
der Ausgabefilter auch mit dieser Methode nicht, welche
Datei er zur Verrechnung verwenden soll (da der Name dieser
Datei durch die af-Fähigkeit
übergeben wird). Wenn Sie eine
Standard-Verrechnungsdatei verwenden, können Sie diese
in den Ausgabefilter einbauen. Um den Text des Deckblattes
zu untersuchen, verwenden Sie die
sh-Fähigkeit
(short header) in
/etc/printcap. Falls Ihnen das zuviel
Aufwand ist, freuen sich Ihre Benutzer sicher darüber,
wenn Sie ihnen den kostenlosen Druck von Deckblättern
erlauben.Deckblätter auf &postscript;-Druckern ausgebenIn der Regel erzeugt
LPD ein Deckblatt mit normalem Text,
das für viele verschiedene Drucker geeignet ist.
Da &postscript;-Drucker normalen Text aber nicht drucken
können, ist die LPD-Funktion
zur Erstellung von Deckblättern auf diesen Drucker relativ
sinnlos.Es sei denn, jeder Text- und Konvertierungsfilter erzeugt
über den Benutzer- und Rechnernamen sein eigenes, für
den jeweiligen Drucker geeignetes Deckblatt. Das Problem
dieser Methode ist allerdings, dass ein Anwender auch dann ein
Deckblatt erhält, wenn er dies über
lpr -h verhindern wollte.Das folgende Skript benötigt drei Argumente (den
Loginnamen des Benutzers, den Rechnernamen und den Namen
des Druckauftrages), um daraus ein einfaches
&postscript;-Deckblatt zu erzeugen:#!/bin/sh
#
# make-ps-header - ein PostScript-Deckblatt auf stdout ausgeben
# Installiert unter: /sr/local/libexec/make-ps-header
#
#
# Die folgenden Werte sind PostScript-Einheiten (72 pro Zoll).
# Passen Sie diese Werte für A4 oder die von Ihnen verwendete
# Papiergröße an:
#
page_width=612
page_height=792
border=72
#
# Argumente prüfen
#
if [ $# -ne 3 ]; then
echo "Usage: `basename $0` <user> <host> <job>" 1>&2
exit 1
fi
#
# Diese Werte in Variablen speichern, damit der PostScript-Code
# übersichtlicher wird.
#
user=$1
host=$2
job=$3
date=`date`
#
# Sende den PostScript-Code an stdout.
#
exec cat <<EOF
%!PS
%
% Sicherstellen, dass es keine unerwünschten Wechselwirkungen mit
% dem folgenden Druckauftrag gibt.
%
save
%
% Ziehe eine fette Umrandung.
%
$border $border moveto
$page_width $border 2 mul sub 0 rlineto
0 $page_height $border 2 mul sub rlineto
currentscreen 3 -1 roll pop 100 3 1 roll setscreen
$border 2 mul $page_width sub 0 rlineto closepath
0.8 setgray 10 setlinewidth stroke 0 setgray
%
% Zeige den Benutzernamen groß und fett an.
%
/Helvetica-Bold findfont 64 scalefont setfont
$page_width ($user) stringwidth pop sub 2 div $page_height 200 sub moveto
($user) show
%
% Und nun zeige noch die Einzelheiten an.
%
/Helvetica findfont 14 scalefont setfont
/y 200 def
[ (Job:) (Host:) (Date:) ] {
200 y moveto show /y y 18 sub def }
forall
/Helvetica-Bold findfont 14 scalefont setfont
/y 200 def
[ ($job) ($host) ($date) ] {
270 y moveto show /y y 18 sub def
} forall
%
% Das wars.
%
restore
showpage
EOF Nun kann jeder Konvertierungs- oder Textfilter dieses
Skript aufrufen, um zuerst das Deckblatt zu erzeugen und
danach den Druckauftrag zu drucken. Das nächste
Beispiel enthält den bereits beschriebenen
DVI-Konvertierungsfilter, der hier um die Funktion zur
Erzeugung eines Deckblatts erweitert wurde:#!/bin/sh
#
# psdf - DVI-nach-PostScript - Druckerfilter
# Installiert unter: /usr/local/libexec/psdf
#
# Wird von lpd aufgerufen, wenn der Benutzer lpr -d verwendet.
#
orig_args="$@"
fail() {
echo "$@" 1>&2
exit 2
}
while getopts "x:y:n:h:" option; do
case $option in
x|y) ;; # Ignore
n) login=$OPTARG ;;
h) host=$OPTARG ;;
*) echo "LPD started `basename $0` wrong." 1>&2
exit 2
;;
esac
done
[ "$login" ] || fail "No login name"
[ "$host" ] || fail "No host name"
( /usr/local/libexec/make-ps-header $login $host "DVI File"
/usr/local/bin/dvips -f ) | eval /usr/local/libexec/lprps $orig_argsBeachten Sie, dass der Filter die Liste der Argumente
überprüft, um den Benutzer- und den Rechnernamen
zu ermitteln. Dieser Vorgang ist prinzipiell für alle
Filter identisch. Der Textfilter benötigt allerdings
etwas andere Argumente, die im Abschnitt Die Funktionsweise von
Filtern beschrieben werden.Wie bereits erwähnt, deaktiviert diese Methode
leider die suppress header page-Option
(also die Option ) von
lpr. Benutzer können danach den
Ausdruck eines Deckblattes nicht mehr verhindern, da der
angepasste Filter zu jedem Druckauftrag automatisch ein
Deckblatt erstellt.Damit ein Benutzer bei Bedarf den Ausdruck eines
Deckblatts dennoch unterbinden kann, müssen Sie
auch hier den im Abschnitt
Deckblätter verrechnen beschriebenen
Trick einsetzen: Schreiben Sie einen Ausgabefilter, der
das von LPD erzeugte Deckblatt untersucht und daraus
eine &postscript;-Version erzeugt. Wenn der Benutzer
den Druckauftrag mit lpr -h verschickt,
erzeugt LPD kein Deckblatt, was
in weiterer Folge auch für Ihren Ausgabefilter gilt.
Soll hingegen ein Deckblatt erzeugt werden, liest der
Ausgabefilter den von LPD
übergebenen Text und erzeugt daraus ein für
Ihren &postscript;-Drucker geeignetes Deckblatt.Haben Sie Ihren &postscript;-Drucker über eine
serielle Verbindung angeschlossen, können Sie auch
lprps verwenden. In diesem Paket ist
mit psof auch ein Ausgabefilter
enthalten, der die eben beschriebenen Funktionen
übernehmen kann. Beachten Sie aber, dass Sie mit
psof keine Deckblätter verrechnen
können.Drucken über ein NetzwerkDruckerNetzwerkNetzwerkdruckFreeBSD unterstützt das Drucken über ein
Netzwerk, also den Versand von Druckaufträgen an einen
entfernten Drucker. Man unterscheidet dabei zwei
Möglichkeiten:Den Zugriff auf einen an einem entfernten Rechner
angeschlossenen Drucker. Sie konfigurieren dabei auf Ihrem
System einen Drucker, der über eine konventionelle
serielle oder parallele Verbindung an einem anderen Rechner
angeschlossen ist. Danach richten Sie
LPD auf dem entfernten System
so ein, dass andere Drucker über das Netzwerk auf
diesen Drucker zugreifen können. Der Abschnitt
Auf entfernten
Rechnern installierte Drucker beschreibt, wie Sie
dazu vorgehen müssen.Den Zugriff auf einen direkt an ein Netzwerk
angeschlossenen Drucker. Ein solcher Drucker verfügt
anstelle (oder zusätzlich zu) einer parallelen oder
seriellen Schnittstelle über eine Netzwerkschnittstelle.
Ein solcher Drucker kann sich auf zwei Arten verhalten:Er kann das LPD-Protokoll
direkt unterstützen und sogar Druckjobs von entfernten
Rechner verwalten. In diesem Fall verhält sich der
Drucker wie ein normaler Rechner, auf dem
LPD läuft. Lesen Sie den
Abschnitt
Auf entfernten Rechnern installierte Drucker, um
einen solchen Drucker einzurichten.Er könnte Verbindungen über ein
Netzwerk unterstützen. In diesem Fall
verbinden Sie den Drucker mit einem
Rechner Ihres Netzwerks, der danach für die
Verwaltung von Druckaufträgen sowie den
tatsächlichen Druck verantwortlich ist. Der
Abschnitt Drucker mit
direkter TCP-Schnittstelle enthält
Hinweise zur Installation derartiger Drucker.Auf entfernten Rechnern installierte DruckerDas LPD-Drucksystem
unterstützt den Versand von Druckaufträgen an
andere Rechner, auf denen entweder
LPD läuft oder die zu
LPD kompatibel sind. Dadurch
können Sie einen Drucker auf einem Rechner installieren
und von anderen Rechnern des Netzwerks darauf zugreifen.
Außerdem werden Drucker mit direkter TCP-Schnittstelle
unterstützt, wenn diese das
LPD-Protokoll
unterstützen.Um diese Art des Druckens über ein Netzwerk zu
aktivieren, installieren Sie zuerst Ihren Drucker auf einem
Rechner Ihres Netzwerks, dem sogenannten
printer host. Die dazu nötigen
Schritte werden im Abschnitt
Einfache Drucker-Konfiguration beschrieben. Falls
Sie eine erweiterte Druckerkonfiguration benötigen,
sollten Sie auch den Abschnitt Erweiterte
Drucker-Konfiguration lesen. Danach testen Sie, ob
der Drucker alle von Ihnen aktivierten
LPD-Fähigkeiten
unterstützt. Stellen Sie auch sicher, dass Ihr
lokales System berechtigt ist, den
LPD-Dienst auf dem
entfernten System zu nutzen (lesen
Sie dazu den Abschnitt
Druckaufträge auf entfernten Druckern
beschränken).DruckerNetzwerkNetzwerkdruckerWenn Sie einen Drucker mit einer zu
LPD kompatiblen
Netzwerkschnittstelle verwenden, handelt es sich beim
printer host um den Drucker selbst,
und der Druckername ist der von Ihnen
für diesen Drucker vorgegebene Name. Lesen Sie die
Dokumentation Ihres Druckers und/oder der Netzwerkschnittstelle
Ihres Druckers, um dies zu klären.Wenn Sie einen Hewlett Packard Laserjet-Drucker
verwenden, sorgt der Druckername text
für eine automatische LF-zu-CRLF-Konvertierung. In
diesem Fall wird das hpif-Skript
nicht benötigt.Danach müssen Sie auf jedem Rechner, der auf diesen
Drucker zugreifen soll, einen entsprechenden Eintrag in
deren /etc/printcap aufnehmen. Dazu
werden folgende Informationen benötigt:Der Name des Eintrags. Entspricht in der Regel dem
Eintrag auf dem printer host.Lassen Sie den Eintrag für die
lp-Fähigkeit leer, schreiben Sie
also :lp=:.Erzeugen Sie ein Spooling-Verzeichnis und geben Sie
dessen Pfad über die
sd-Fähigkeit an.
LPD speichert Ihre
Druckaufträge in diesem Verzeichnis, bevor sie an den
Drucker geschickt werden.Geben Sie den Namen des printer
hosts über die
rm-Fähigkeit an.Geben Sie den Namen des Druckers (auf dem
printer host) über die
rp-Fähigkeit an.Das ist alles. Sie benötigen weder
Konvertierungsfilter, noch Seitengrößen oder
sonstige Angaben in Ihrer lokalen
/etc/printcap.Dazu ein Beispiel. Der Rechner rose
verfügt über zwei Drucker, bamboo
und rattan. Wir wollen nun allen Benutzern
des Rechners orchid erlauben, diese Drucker
zu verwenden. Es folgt nun wieder die bereits aus dem Abschnitt
Deckblätter verwenden bekannte
/etc/printcap für den Rechner
orchid. Diese enthielt bereits einen Eintrag
für den Drucker teak. Zusätzlich
tragen wir nun die zwei Drucker des Rechners
rose ein:#
# /etc/printcap für den Rechner orchid - mit zusätzlichen
# Einträgen für die (entfernten) Drucker auf dem Rechner rose
#
#
# teak ist ein lokaler Drucker und direkt mit orchid verbunden:
#
teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\
:lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:\
:if=/usr/local/libexec/ifhp:\
:vf=/usr/local/libexec/vfhp:\
:of=/usr/local/libexec/ofhp:
#
# rattan ist mit rose verbunden, Druckaufträge für rattan gehen daher
# an den Rechner rose:
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:lp=:rm=rose:rp=rattan:sd=/var/spool/lpd/rattan:
#
# bamboo ist ebenfalls mit rose verbunden:
#
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:lp=:rm=rose:rp=bamboo:sd=/var/spool/lpd/bamboo:Nun müssen wir nur noch die Spooling-Verzeichnisse
auf dem Rechner orchid erzeugen:&prompt.root; mkdir -p /var/spool/lpd/rattan /var/spool/lpd/bamboo
&prompt.root; chmod 770 /var/spool/lpd/rattan /var/spool/lpd/bamboo
&prompt.root; chown daemon:daemon /var/spool/lpd/rattan /var/spool/lpd/bambooDamit können Benutzer des Rechners
orchid die Drucker rattan
und bamboo verwenden. Gibt ein Benutzer
auf orchid beispielsweise
&prompt.user; lpr -P bamboo -d sushi-review.dvi
ein, würde LPD auf dem Rechner
orchid den Druckauftrag in das
Spooling-Verzeichnis /var/spool/lpd/bamboo
kopieren und feststellen, dass es sich um einen DVI-Auftrag
handelt. Sobald rose über genug freien
Platz im bamboo-Spooling-Verzeichnis
verfügt, würden die beiden
LPDs die Datei auf den Rechner
rose transferieren. Diese Datei verbleibt
danach in der Druckerwarteschlange des Rechners
rose, bis der Ausdruck der Datei
abgeschlossen ist. Vor dem Ausdruck würde die Datei
noch von DVI nach &postscript; konvertiert werden, da es sich
bei bamboo um einen an den Rechner
rose angeschlossenen &postscript;-Drucker
handelt.Drucker mit direkter TCP-SchnittstelleWenn Sie eine Netzwerkkarte für Ihren Drucker kaufen,
können Sie zwei verschiedene Versionen wählen:
Eine Version, die ein Drucksystem emuliert (die teure Version),
oder eine Version, die sich verhält, als wäre der
Drucker an eine serielle oder parallele Schnittstelle
angeschlossen (die billige Version). Dieser Abschnitt
beschreibt die billige Variante. Bevorzugen Sie die teure
Variante, sollten Sie den Abschnitt Auf entfernten
Rechnern installierte Drucker nochmals lesen.Das Format der Datei /etc/printcap
erlaubt es Ihnen, anzugeben, welche serielle oder parallele
Schnittstelle verwendet werden soll und (falls Sie eine
serielle Schnittstelle verwenden) welche Parameter (Baudrate,
Flußkontrolle, Behandlung von Tabulatoren, Konvertierung
von neuen Zeilen und andere mehr) Sie verwenden wollen. Es
gibt allerdings keine Möglichkeit, eine Verbindung zu
einem Drucker zu definieren, der einen TCP/IP- oder einem
anderem Netzwerkport auf Druckaufträge hin abfragt.Um Daten an einen Netzwerkdrucker zu schicken, müssen
Sie daher ein Kommunikationsprogramm entwickeln, das von
Text- und Konvertierungsfiltern aufgerufen werden kann. Dazu
ein Beispiel. Das Skript netprint
übernimmt alle Daten von der Standardeingabe und schickt
sie an einen Netzwerkdrucker. netprint
erwartet zwei Argumente: Als erstes Argument wird der Hostname
des Druckers und als zweites Argument der Port, über den
die Verbindung erfolgen soll, übergeben. Dabei handelt
sich allerdings um eine Ein-Wege-Kommunikation (von FreeBSD zum
Drucker). Viele Netzwerkdrucker unterstützen aber auch
eine Zwei-Wege-Kommunikation, deren Vorteile (Abfrage des
Druckerstatus, die Verrechnung von Druckaufträgen und
andere mehr) Sie vielleicht nutzen wollen.#!/usr/bin/perl
#
# netprint - Textfilter für einen Netzwerkdrucker
# Installiert unter: /usr/local/libexec/netprint
#
$#ARGV eq 1 || die "Usage: $0 <printer-hostname> <port-number>";
$printer_host = $ARGV[0];
$printer_port = $ARGV[1];
require 'sys/socket.ph';
($ignore, $ignore, $protocol) = getprotobyname('tcp');
($ignore, $ignore, $ignore, $ignore, $address)
= gethostbyname($printer_host);
$sockaddr = pack('S n a4 x8', &AF_INET, $printer_port, $address);
socket(PRINTER, &PF_INET, &SOCK_STREAM, $protocol)
|| die "Can't create TCP/IP stream socket: $!";
connect(PRINTER, $sockaddr) || die "Can't contact $printer_host: $!";
while (<STDIN>) { print PRINTER; }
exit 0; Dieses Skript kann für verschiedene Filter
eingesetzt werden. Das folgende Beispiel verwendet den
an ein Netzwerk angeschlossenen Zeilendrucker Diablo 750-N.
Dieser Drucker empfängt zu druckende Daten auf dem
- Port 5100. Der Hostname des Druckers lautet scrivener.
+ Port 5100. Der Hostname des Druckers lautet
+ scrivener.
Daher sieht der Textfilter für diesen Drucker wie folgt
aus:#!/bin/sh
#
# diablo-if-net - Textfilter für den Diablo-Drucker `scrivener'.
# Drucker lauscht auf Port 5100.
# Installiert unter: /usr/local/libexec/diablo-if-net
#
exec /usr/libexec/lpr/lpf "$@" | /usr/local/libexec/netprint scrivener 5100Den Druckerzugriff beschränkenDruckerden Zugriff beschränkenDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie den Druckerzugriff
beschränken können. Das
LPD-Drucksystem erlaubt Ihnen die
Kontrolle darüber, wer lokal oder über ein Netzwerk
auf einen Drucker zugreifen darf, ob mehrere Kopien erstellt
werden dürfen und wie groß Druckaufträge und
Druckerwarteschlangen werden dürfen.Den Ausdruck von mehreren Kopien verhindernDas LPD-System macht es dem
einzelnen Benutzer einfach, mehrere Kopien einer Datei zu
drucken. So werden mit lpr -#5
beispielsweise fünf Kopien jeder Datei des Druckauftrags
erstellt. Ob dies gut oder schlecht ist, müssen Sie
selbst entscheiden.Wenn Sie der Meinung sind, dass multiple Kopien eine
unnötige Beanspruchung Ihres Druckers darstellen,
sollten Sie die -Opion von &man.lpr.1;
deaktivieren, indem Sie die
sc-Fähigkeit in Ihre
/etc/printcap aufnehmen. Verwendet ein
Benutzer dennoch die Option , erhält
er daraufhin folgende Meldung:lpr: multiple copies are not allowedWenn Sie den Zugriff auf einen entfernten Drucker
(wie in Abschnitt Auf entfernten
Rechnern installierte Drucker beschrieben) konfiguriert
haben, müssen Sie die sc-Fähigkeit
auch auf den entfernten Rechnern, die auf Ihren Drucker
zugreifen dürfen, in /etc/printcap
eintragen, damit Benutzer diese Vorgabe nicht durch den Wechsel
auf einen anderen Rechner umgehen können.Dazu ein Beispiel. Es handelt sich dabei um die Datei
/etc/printcap auf dem Rechner
rose. Der Drucker rattan
soll multiple Kopien zulassen, auf dem Laserdrucker
bamboo sollen multiple Kopien hingegen
nicht erlaubt sein, daher müssen wir für diesen
Drucker die sc-Fähigkeit
aktivieren:#
# /etc/printcap für den Rechner rose - multiple Kopien auf bamboo verbieten
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\
:lp=/dev/lpt0:\
:if=/usr/local/libexec/if-simple:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:\
:lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:\
:if=/usr/local/libexec/psif:\
:df=/usr/local/libexec/psdf:Außerdem müssen wir noch die
sc-Fähigkeit in der Datei
/etc/printcap des Rechners
orchid aktivieren. Parallel dazu untersagen
wir das Erstellen von multiplen Kopien auf dem Drucker
teak:#
# /etc/printcap für den Rechner orchid - lokal machen wir keine multiplen Kopien
# Lokaler Drucker teak oder entfernter Drucker bamboo:
teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\
:lp=/dev/lpt0:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:sc:\
:if=/usr/local/libexec/ifhp:\
:vf=/usr/local/libexec/vfhp:\
:of=/usr/local/libexec/ofhp:
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:lp=:rm=rose:rp=rattan:sd=/var/spool/lpd/rattan:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:lp=:rm=rose:rp=bamboo:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:Durch die Verwendung der
sc-Fähigkeit ist zwar die Verwendung
von lpr -# nicht mehr möglich, ein
Benutzer kann aber weiterhin &man.lpr.1; mehrmals hintereinander
aufrufen oder eine Datei mehrfach in den gleichen Druckauftrag
aufnehmen:&prompt.user; lpr forsale.sign forsale.sign forsale.sign forsale.sign forsale.signAuch dieser Mißbrauch Ihres Druckers kann verhindert
werden, falls Sie dies wünschen. Diese Maßnahmen
werden in diesem Abschnitt allerdings nicht behandelt.Den Zugriff auf bestimmte Drucker beschränkenSie können angeben, wer auf welchem Drucker drucken
darf, wenn Sie den Gruppenmechanismus von &unix; in Kombination
mit der rg-Fähigkeit von
/etc/printcap einsetzen. Weisen Sie dazu
alle Benutzer, die auf einen Drucker zugreifen dürfen,
einer gemeinsamen Gruppe zu und geben Sie diese Gruppe
über die rg-Fähigkeit an.Benutzer, die dieser Gruppe nicht angehören (dies
gilt auch für root), erhalten die
Meldung
lpr: Not a member of the restricted group
wenn Sie diesen Drucker verwenden wollen.Analog zur sc-Fähigkeit
(suppress multiple copies) müssen
Sie die rg-Fähigkeit auch auf allen
entfernten Rechnern aktivieren, die auf Ihren Drucker
zugreifen dürfen (lesen Sie dazu auch den Abschnitt
Auf entfernten
Rechnern installierte Drucker).Wollen wir beispielsweise allen Benutzern die Verwendung
des Druckers rattan, aber nur Mitgliedern
der Gruppe artists die Verwendung des
Druckers bamboo erlauben, passen wir die
bereits bekannte /etc/printcap des
Rechners rose entsprechend an:#
# /etc/printcap des Rechners rose - Zugriffsbeschränkung für bamboo
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\
:lp=/dev/lpt0:\
:if=/usr/local/libexec/if-simple:
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:rg=artists:\
:lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:\
:if=/usr/local/libexec/psif:\
:df=/usr/local/libexec/psdf:Die Datei /etc/printcap des Rechners
orchid wird dadurch nicht beeinflusst. Jeder
Benutzer des Rechners orchid kann also
weiterhin den Drucker bamboo verwenden.Für jeden Drucker kann nur eine einzige
priviligierte Gruppe erstellt werden.Die Größe von Druckaufträgen kontrollierenDruckaufträgeWenn Sie viele Benutzer haben, die Ihre Drucker verwenden
dürfen, werden Sie wahrscheinlich eine Obergrenze für
Dateien angeben wollen, die Benutzer an Ihren Drucker senden
dürfen. Dies ist sinnvoll, weil Speicherplatz
für Spooling-Verzeichnisse nur begrenzt verfügbar
ist und Sie stets sicherstellen müssen, dass auch die
Druckaufträge anderer Benutzer verarbeitet werden
können.DruckauftragkontrollierenLPD verwendet die
mx-Fähigkeit, um die maximal erlaubte
Größe von Dateien eines Druckauftrags anzugeben.
Dieser Wert wird in 1.024 Bytes großen
BUFSIZ-Blöcken angegeben. Setzen Sie
diesen Wert auf Null, gibt es keine
Größenbeschränkung. Existiert die
mx-Fähigkeit hingegen überhaupt
nicht, so gilt ein Limit von 1.000 Blöcken.Diese Limits gelten nur für die Größe
von Dateien innerhalb eines
Druckauftrages, nicht aber für
die Gesamtgröße des Druckauftrags.LPD lehnt eine Datei auch dann
nicht ab, wenn sie das Limit des Druckers überschreitet.
Vielmehr wird die Datei bis zum Erreichen des Limits in die
Warteschlange geladen, danach wird der Druck gestartet. Der
das Limit überschreitende Rest wird hingegen verworfen
und nicht gedruckt!Mit diesem Wissen können wir nun Limits für die
Drucker rattan und bamboo
definieren. Da &postscript;-Dateien der Gruppe
artists in der Regel sehr groß
sind, setzen wir ein Limit von fünf Megabytes. Für
den Druck von normalen Text (auf dem Drucker
rattan) setzen wir hingegen kein Limit:#
# /etc/printcap für den Rechner rose
#
#
# Kein Größenlimit:
#
rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:mx#0:sd=/var/spool/lpd/rattan:\
:lp=/dev/lpt0:\
:if=/usr/local/libexec/if-simple:
#
# Ein Limit von 5 Megabyte:
#
bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:rg=artists:mx#5000:\
:lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:\
:if=/usr/local/libexec/psif:\
:df=/usr/local/libexec/psdf:Auch diese Limits gelten nur für lokale Benutzer.
Wenn Sie den Zugriff auf Ihren Drucker auch über ein
Netzwerk erlauben wollen, unterliegen die Benutzer dieser
Rechner diesen Limits nicht. Daher müssen Sie diese
Limits über die mx-Fähigkeit
auch in der /etc/printcap jedes
Rechners definieren, der Ihren Drucker verwenden darf.
Der Abschnitt
Auf entfernten Rechnern installierte Drucker
enthält weitere Informationen zum Drucken über
ein Netzwerk.Es gibt eine weitere Möglichkeit, um die
Größe von Druckaufträgen von entfernten
Rechnern zu beschränken. Lesen Sie dazu den Abschnitt
Druckaufträge von entfernten Rechnern
beschränken.Druckaufträge von entfernten Rechnern
beschränkenDas LPD-System bietet mehrere
Möglichkeiten, um Druckaufträge zu beschränken,
die auf entfernten Rechnern gestartet wurden:Rechner beschränkenSie können festlegen, von welchen entfernten
Rechnern ein lokaler LPD
Druckaufträge annimmt, indem Sie die Dateien
/etc/hosts.equiv sowie
/etc/hosts.lpd entsprechend
anpassen. LPD
überprüft diese Dateien, um festzustellen,
ob ein Druckauftrag von einem Rechner stammt, der in
einer dieser Dateien aufgeführt ist. Ist dies
nicht der Fall, lehnt LPD
den Druckauftrag ab.Der Aufbau dieser Datei ist sehr einfach: Jede
Zeile enthält einen einzigen Rechnernamen.
Beachten Sie aber, dass
/etc/hosts.equiv auch vom
&man.ruserok.3;-Protokoll benötigt wird und
Änderungen dieser Datei auch Programme wie
&man.rsh.1; und &man.rcp.1; beeinflussen
können.Das folgende Beispiel beschreibt die Datei
/etc/hosts.lpd auf dem Rechner
rose:orchid
violet
madrigal.fishbaum.deDurch diese Vorgaben akzeptiert rose
nur noch Druckaufträge von den Rechnern
orchid, violet,
und madrigal.fishbaum.de.
Versucht ein anderer Rechner, auf den
LPD von
rose zuzugreifen, wird dieser
Druckauftrag abgelehnt werden.GrößenbeschränkungenSie können festlegen, wieviel Speicherplatz
auf dem Dateisystem, in dem das Spooling-Verzeichnis
liegt, mindestens frei sein muss. Dazu erzeugen Sie im
Spooling-Verzeichnis Ihres lokalen Druckers die Datei
minfree. In dieser Datei geben
Sie an, wieviele 512 Byte große
Blöcke auf Ihrer Platte frei sein müssen,
damit ein Druckauftrag von einem entfernten Rechner
akzeptiert wird.Durch diese Vorgabe können Sie sicherstellen,
dass Benutzer von entfernten Rechnern Ihr Dateisystem
nicht zumüllen. Außerdem
können Sie damit lokale Benutzer bevorzugen, da
diese auch dann noch Druckaufträge erteilen
dürfen, wenn der verfügbare Plattenplatz
unter das in der Datei minfree
definierte Limit gefallen ist.Legen wir nun die Datei minfree
für den Drucker bamboo an. Zuerst
untersuchen wir /etc/printcap, um
das Spooling-Verzeichnis für diesen Drucker zu
finden. Das folgende Beispiel zeigt den Eintrag
für den Drucker bamboo:bamboo|ps|PS|S|panasonic|Panasonic KX-P4455 PostScript v51.4:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/bamboo:sc:rg=artists:mx#5000:\
:lp=/dev/ttyd5:ms#-parenb cs8 clocal crtscts:rw:mx#5000:\
:if=/usr/local/libexec/psif:\
:df=/usr/local/libexec/psdf:Das Spooling-Verzeichnis wird über die
sd-Fähigkeit festgelegt.
Wir wollen, dass mindestens drei Megabyte
(also 6144 Blöcke) freier Plattenplatz
vorhanden sein müssen, damit
LPD einen Druckauftrag
von einem entfernten Rechner akzeptiert:&prompt.root; echo 6144 > /var/spool/lpd/bamboo/minfreeBenutzer beschränkenSie können auch festlegen, welche entfernten
Benutzer Ihren lokalen Drucker verwenden dürfen,
indem Sie die rs-Fähigkeit in
/etc/printcap definieren. Wenn
für den Eintrag eines lokalen Druckers die
rs-Fähigkeit definiert ist,
akzeptiert LPD
Druckaufträge von entfernten Rechnern nur dann,
wenn der Benutzer, der den
Druckauftrag gesendet hat, auch über ein
gleichnamiges Benutzerkonto auf dem lokalen Rechner
verfügt. Ist dies nicht der Fall, lehnt
LPD den Druckauftrag ab.Diese Fähigkeit ist besonders in Umgebungen
nützlich, in denen beispielsweise verschiedene
Abteilungen ein gemeinsames Netzwerk teilen, wobei
einige Benutzer zu mehreren Abteilungen gehören.
Haben diese Benutzer auch ein Benutzerkonto auf Ihrem
System, so können sie Ihren Drucker auch von
ihrer eigenen Abteilung aus nutzen. Wollen Sie zwar
den Zugriff auf Ihren Drucker, nicht
aber den Zugriff auf Ihre übrigen
Ressourcen erlauben, können Sie für diese
Benutzer einen sogenannten Token-Account
ohne Heimatverzeichnis und mit einer nutzlosen Shell
wie /usr/bin/false erstellen.Die Druckernutzung verrechnenDruckerverrechnenSie wollen die Nutzung Ihrer Drucker kostenpflichtig machen?
Warum auch nicht? Papier und Tinte kosten Geld. Auch eine
regelmäßige Wartung muss bezahlt werden. Nachdem Sie
einen Preis festgelegt haben, den Sie für jede
gedruckte Seite verrechnen wollen, stellt sich die Frage, wie Sie
die Verrechnung der Druckkosten technisch umsetzen
können.Die schlechte Nachricht ist, dass das
LPD-System dabei wenig hilfreich ist.
Die Verrechnung von Druckaufträgen hängt stark vom
verwendeten Drucker, den zu druckenden Dateiformaten und
Ihren Anforderungen an die Verrechnung
der Druckernutzung ab.Um die Verrechnung der Druckernutzung zu implementieren,
müssen Sie sowohl Ihre Textfilter (um den Druck von
normalem Text abzurechnen) als auch Ihre Konvertierungsfilter
(um den Druck sonstiger Formate abzurechnen) entsprechend
anpassen, damit diese die Zahl der gedruckten Seiten
ermitteln können. Leider können Sie dazu nicht
einen einfachen Ausgabefilter verwenden, da diese die
Verrechnung von Druckaufträgen nicht unterstützen.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Filterarten finden
Sie im Abschnitt Filter.Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, wie Sie diese
Verrechnung umsetzen können:Die periodische Verrechnung wird
häufiger verwendet, da sie einfacher zu implementieren
ist. Wenn ein Druckauftrag ausgeführt wird,
schreibt der Filter den Benutzer, den verwendeten Rechner
sowie die Anzahl der gedruckten Seiten in eine
Verrechnungsdatei. Nach einem zu definierenden Zeitraum
werden diese Dateien ausgewertet, die Gesamtzahl der
von einem Benutzer gedruckten Seiten bestimmt und dem
jeweiligen Benutzer verrechnet. Danach werden alle
Protokolldateien zurückgesetzt, und die Protokollierung
beginnt von Neuem.Die unmittelbare Verrechnung wird
nur selten eingesetzt, das sie schwieriger zu implementieren
ist. Bei dieser Methode wird der Druckauftrag verrechnet,
sobald der Drucker verwendet wird. Dadurch können Sie
beispielsweise verhindern, dass ein Benutzer seine erlaubte
Druckquote überschreitet.
Zusätzlich können Sie es Ihren Benutzern erlauben,
deren Druckquote abzufragen oder anzupassen. Allerdings
benötigen Sie eine Datenbank, um Benutzer und deren
Quoten verwalten zu können.Das LPD-Drucksystem
unterstützt beide Methoden. Allerdings müssen Sie
die benötigen Filter sowie den zur Verrechnung nötigen
Code selbst bereitstellen. Der Vorteil dabei ist allerdings,
dass Sie in der Wahl Ihrer Verrechnungsmethode äußerst
flexibel sind. So können Sie sich etwa für die
periodische oder die unmittelbare Verrechnung entscheiden. Sie
können festlegen, welche Informationen Sie erfassen wollen:
Benutzernamen, Rechnernamen, die Art der Druckaufträge,
die Anzahl der gedruckten Seiten, den Papierverbrauch, den
Zeitaufwand für die Bearbeitung eines Druckauftrages und
viele andere mehr. Dazu müssen Sie Ihre Filter entsprechend
anpassen, damit diese Informationen erfassst und gespeichert
werden.Kurzanleitung für die Implementierung der
DruckerverrechnungFreeBSD bietet Ihnen zwei Programme, um eine periodische
Verrechnung rasch zu implementieren. Dabei handelt es sich
um den im Abschnitt lpf: Ein Textfilter
behandelten Textfilter sowie um &man.pac.8;, ein Programm,
mit dem Sie Einträge aus Verrechnungsdateien auslesen
und aufsummieren können.Wie bereits im Abschnitt Filter erwähnt,
startet LPD den Text- oder
Konvertierungsfilter mit dem Namen der Verrechnungsdatei als
Argument. Dadurch weiß der Filter, in welche Datei
er einen Verrechnungseintrag schreiben soll. Der Name dieser
Datei wird über die af-Fähigkeit
in /etc/printcap festgelegt. Falls die
Datei nicht über einen absoluten Pfad angegeben wird,
handelt es sich um einen Pfad relativ zum
Spooling-Verzeichnis.LPD startet
lpf mit den Argumenten page width
und page length, die über die
pw- und pl-Fähigkeit
definiert werden. lpf verwendet diese
Argumente danach, um den Papierverbrauch zu bestimmen. Nachdem
die Datei an den Drucker geschickt wurde, wird ein
Verrechnungseintrag in die Verrechnungsdatei geschrieben. Ein
solcher Eintrag sieht dabei ähnlich den folgenden aus:2.00 rose:andy
3.00 rose:kelly
3.00 orchid:mary
5.00 orchid:mary
2.00 orchid:zhangSie sollten für jeden Drucker eine eigene
Verrechnungsdatei verwenden, da lpf
die Verrechnungsdatei nicht sperren kann. Sind also
gleichzeitig zwei lpf-Instanzen aktiv,
kann es dazu kommen, dass Ihre Verrechnungsdatei zerstört
wird, wenn beide Instanzen gleichzeitig in die gleiche Datei
schreiben. Damit für jeden Drucker eine eigene
Verrechnungsdatei angelegt wird, fügen Sie den
Eintrag af=acct in
/etc/printcap ein. Dadurch wird für
jeden Drucker eine separate Verrechnungsdatei mit dem Namen
acct im Spooling-Verzeichnis des
jeweiligen Druckers erzeugt.Wenn Sie Ihre Daten erfasst haben und die entstandenen
Kosten Ihren Benutzern verrechnen wollen, starten Sie
&man.pac.8;. Dazu wechseln Sie in das Spooling-Verzeichnis
des auszuwertenden Druckers und geben pac
ein. Dadurch erhalten Sie eine Ausgabe ähnlich
der folgenden: Login pages/feet runs price
orchid:kelly 5.00 1 $ 0.10
orchid:mary 31.00 3 $ 0.62
orchid:zhang 9.00 1 $ 0.18
rose:andy 2.00 1 $ 0.04
rose:kelly 177.00 104 $ 3.54
rose:mary 87.00 32 $ 1.74
rose:root 26.00 12 $ 0.52
total 337.00 154 $ 6.74Folgende Argumente können an &man.pac.8;
übergeben werden:Gibt an, welcher Drucker
ausgewertet werden soll. Diese Option setzt voraus,
dass für die af-Fähigkeit
in /etc/printcap ein absoluter
Pfad angegeben wurde.Sortiert die Ausgabe nach den verursachten Kosten
anstelle einer alphabetischen Sortierung der
Benutzernamen.Ignoriert den Rechnernamen in Verrechnungsdateien.
Ist diese Option gesetzt, ist der Benutzer
smith auf dem Rechner
alpha mit dem Benutzer
smith auf dem Rechner
gamma identisch. Ist diese Option
nicht gesetzt, handelt es sich um unterschiedliche
Benutzer.Berechnet die entstandenen Kosten aus dem
Preis in Dollar pro Seite
statt aus dem über die
pc-Fähigkeit in
/etc/printcap definierten Preis.
In der Voreinstellung sind dies zwei Cent pro Seite.
Sie können aber auch einen eigenen
Preis in Form einer
Gleitkommazahl angeben.Die Sortierreihenfolge umkehren.Die Verrechnungsdatei in einer neuen Datei
aufsummieren und die originale Verrechnungsdatei
zurücksetzen.name…Verrechnungsinformationen nur für die
angegebenen Benutzernamen ausgeben.In der Voreinstellung gibt &man.pac.8; aus, wieviele
Seiten von welchem Benutzer auf welchem Rechner gedruckt
wurden. Wenn Rechnernamen für Sie uninteressant sind
(weil sich Benutzer beispielsweise auf jedem Rechner
anmelden können), sollten Sie pac -m
verwenden, um die folgende Ausgabe zu erhalten: Login pages/feet runs price
andy 2.00 1 $ 0.04
kelly 182.00 105 $ 3.64
mary 118.00 35 $ 2.36
root 26.00 12 $ 0.52
zhang 9.00 1 $ 0.18
total 337.00 154 $ 6.74Um den zu verrechnenden Betrag zu ermitteln, verwendet
&man.pac.8; die pc-Fähigkeit von
/etc/printcap (Voreinstellung 200, dieser
Wert entspricht 2 Cents). Geben Sie hier (als Hundertfaches
des tatsächlichen Wertes) den Preis pro Seite an, den
Sie verrechnen wollen. Sie können diesen Wert
überschreiben, wenn Sie &man.pac.8; mit der Option
ausführen. Beachten Sie dabei aber,
dass Sie in diesem Fall die Einheiten in Dollar angeben, und
nicht als Hundertfaches des tatsächlichen Cent-Betrages.
So steht
&prompt.root; pac -p1.50
beispielsweise für einen Preis von einem Dollar und
fünfzig Cent pro Seite.Der Aufruf von pac -s führt
schließlich dazu, dass die aufsummierten Informationen
in einer eigenen Auswertedatei gespeichert werden. Diese hat
den gleichen Namen wie die Verrechnungsdatei, es wird
lediglich ein _sum an den Dateinamen
angehängt. Danach wird die Verrechnungsdatei
zurückgesetzt. Wenn Sie &man.pac.8; erneut aufrufen,
wird die Auswertedatei eingelesen, um die Startbeträge
zu erhalten, alle weiteren Informationen stammen danach
aus der normalen Verrechnungsdatei.Wie kann man die Anzahl der gedruckten Seiten
ermitteln?Um die Druckernutzung auch nur annähernd genau
verrechnen zu können, müssen Sie ermitteln, wieviel
Papier ein Druckauftrag verbraucht. Die Bestimmung dieses
Wertes ist das zentrale Problem, das Sie lösen müssen,
wenn Sie Druckaufträge kostenpflichtig machen wollen.Normaler Text stellt in der Regel kein Problem dar: Sie
zählen dazu nur die Zeilen des Druckauftrages und
dividieren diesen Wert durch die Anzahl der Zeilen pro Seite,
die Ihr Drucker bietet. Allerdings dürfen Sie dabei
nicht vergessen, dass gelöschte Zeichen
(Backspaces) Zeilen
überschreiben. Außerdem können sich lange
logische Zeilen (im Druckauftrag) über mehrere
physikalische Zeilen (am Ausdruck) erstrecken.Der im Abschnitt lpf:
Ein Textfilter vorgestellte Textfilter
lpf berücksichtigt diese
Besonderheiten. Wenn Sie einen eigenen Textfilter für
die Verrechnung der Druckernutzung schreiben wollen, sollten
Sie sich daher den Quellcode von lpf
näher ansehen.Aber was ist mit anderen Dateiformaten?Für die DVI-nach-LaserJet- oder für die
DVI-nach-&postscript;-Konvertierung können Sie die
Protokolldateien von dvilj oder
dvips auslesen, um festzustellen, wieviele
Seiten konvertiert wurden. Die gleiche Methode könnte
auch mit anderen Dateitypen funktionieren.Alle diese Methoden haben aber das Problem, dass ein
Drucker möglicherweise nicht alle Seiten des
Druckauftrages drucken kann. So könnte es etwa zu einem
Papierstau kommen, der Toner könnte zu Ende gehen oder
es könnte ein Druckerdefekt
auftreten – trotzdem würden alle Seiten
des Druckauftrages verrechnet werden.Was kann man dagegen tun?Es gibt nur eine einzige sichere
Methode, um die Druckernutzung exakt
zu bestimmen. Besorgen Sie sich einen Drucker, der das
verbrauchte Papier protokolliert und verbinden Sie ihn
über eine serielle oder eine Netzwerkverbindung.
Nahezu alle &postscript;-Drucker, aber auch viele andere
Modelle und Druckertypen (beispielsweise Laserdrucker von
Imagen) sind dazu in der Lage. Passen Sie die Filter
für diese Drucker entsprechend an, damit diese
nach jedem Druckauftrag die Anzahl der gedruckten Seiten
ermitteln und verrechnen Sie Druckaufträge
ausschließlich über diesen
Wert. Danach müssen Sie sich um die Anzahl
der gedruckten Zeilen oder um mögliche Druckerprobleme
nie mehr kümmern.Sie können aber auch großzügig sein und alle
Ausdrucke kostenlos abgeben.JohannKoisÜbersetzt von Drucker verwendenDruckerverwendenDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie einen unter FreeBSD
konfigurierten Drucker verwenden können. Die folgende
Liste bietet einen Überblick über wichtige
Anwenderbefehle:&man.lpr.1;Einen Druckauftrag drucken&man.lpq.1;Eine Druckerwarteschlange prüfen&man.lprm.1;Einen Druckauftrag aus einer Warteschlange entfernen
(stornieren)Zusätzlich existiert mit &man.lpc.8; ein Befehl zur
zur Steuerung von Druckern und Druckerwarteschlangen, der im
Abschnitt Drucker verwalten
näher beschrieben wird.Jeder der drei Befehle &man.lpr.1;, &man.lprm.1;, sowie
&man.lpq.1; akzeptiert die Option
,
mit der Sie den zu verwendenden Drucker (der dazu in
/etc/printcap definiert sein muss)
festlegen. Dadurch sind Sie in der Lage, Druckaufträge
zu erstellen, zu stornieren, oder den Status Ihrer
Druckaufträge zu überprüfen. Verwenden Sie die
Option nicht, wird der in der Umgebungsvariable
PRINTER definierte Drucker verwendet. Existiert
diese Variable nicht, greifen diese Befehle auf den Drucker
lp zurück.Im Folgenden steht der Begriff
Standarddrucker daher
für den über die Umgebungsvariable PRINTER
definierten Drucker, oder, falls diese Variable nicht existiert,
für den Drucker lp.Druckaufträge erstellenUm eine Datei zu drucken, geben Sie folgenden Befehl ein:&prompt.user; lpr filename...printingDadurch wird jede angegebene Datei an den Standarddrucker
geschickt. Wenn Sie keine Datei angeben, liest &man.lpr.1;
die zu druckenden Daten von der Standardeingabe. Um
beispielsweise einige wichtige Systemdateien zu drucken, geben
Sie folgenden Befehl ein:&prompt.user; lpr /etc/host.conf /etc/hosts.equivUm einen bestimmten Drucker auszuwählen, verwenden Sie:&prompt.user; lpr -P printer-namefilename...Das folgende Beispiel gibt eine ausführliche Liste aller
im Arbeitsverzeichnis enthaltenen Dateien auf den Drucker
rattan aus:&prompt.user; ls -l | lpr -P rattanDa keine Dateien an &man.lpr.1; übergeben werden, liest
lpr die zu druckenden Daten von der
Standardeingabe, in unserem Fall also die Ausgabe des Befehls
ls -l.&man.lpr.1; akzeptiert auch verschiedene Optionen zur
Formatierung und Konvertierung von Dateien, zur Erzeugung von
multiplen Ausdrucken und so weiter. Lesen Sie dazu den
Abschnitt Druckoptionen.Druckaufträge verwaltenDruckauftragWenn Sie &man.lpr.1; verwenden, werden alle zu druckenden
Daten in ein Paket, den sogenannten Druckauftrag,
gepackt und an LPD geschickt. Jeder
Drucker verfügt über eine Druckerwarteschlange, in
der Ihre Druckaufträge gemeinsam mit denen anderer Benutzer
verbleiben, bis sie gedruckt werden können. Zuerst
eintreffende Druckaufträge werden dabei auch zuerst
gedruckt.Um die Druckerwarteschlange des Standarddruckers anzuzeigen,
verwenden Sie &man.lpq.1;. Wollen Sie einen anderen Drucker
abfragen, müssen Sie die Option
verwenden. Der Befehl
&prompt.user; lpq -P bamboo
zeigt so die Druckerwarteschlange des Druckers
bamboo an. Dieser Befehl liefert eine
Ausgabe ähnlich der folgenden:bamboo is ready and printing
Rank Owner Job Files Total Size
active kelly 9 /etc/host.conf, /etc/hosts.equiv 88 bytes
2nd kelly 10 (standard input) 1635 bytes
3rd mary 11 ... 78519 bytesDerzeit enthält die Warteschlange von
bamboo drei Druckaufträge. Dem ersten
Auftrag, der vom Benutzer kelly erstellt wurde, wurde die
Auftragsnummer (job number) 9 zugewiesen.
Analog erhält jeder Druckerauftrag eine eindeutige Nummer
zugewiesen. Diese Nummern sind nur dann von Bedeutung, wenn
Sie einen Druckauftrag stornieren wollen. Der Abschnitt
Druckaufträge
stornieren beschreibt, wie Sie dazu vorgehen.Der Auftrag mit der Nummer 9 besteht aus zwei Dateien,
mehrere an &man.lpr.1; übergebene Dateien werden also als
Teil eines (gemeinsamen) Druckauftrags betrachtet. Dieser
Druckauftrag ist derzeit aktiv (beachten Sie den Status
active in der Spalte Rank),
wird also gerade gedruckt. Der zweite Auftrag besteht aus
Daten, die von der Standardeingabe an &man.lpr.1;
übergeben wurden. Der dritte Auftrag wurde vom Benutzer
mary erstellt. Er ist sehr viel
größer als die anderen Aufträge. Da der
Pfad der zu druckenden Datei aufgrund seiner Länge nicht
in der Spalte Files Platz hat, werden von
&man.lpq.1; nur drei Punkte angezeigt.Die erste Zeile der Ausgabe von &man.lpq.1; ist ebenfalls
sehr nützlich: Sie beschreibt den momentanen Druckerstatus
(oder zumindest, was LPD denkt,
dass der Drucker gerade macht).&man.lpq.1; unterstützt auch die Option
zur Erstellung einer ausführlicheren
Ausgabe. Die Eingabe von lpq -l erzeugt
für unser obiges Beispiel die folgende Ausgabe:waiting for bamboo to become ready (offline ?)
kelly: 1st [job 009rose]
/etc/host.conf 73 bytes
/etc/hosts.equiv 15 bytes
kelly: 2nd [job 010rose]
(standard input) 1635 bytes
mary: 3rd [job 011rose]
/home/orchid/mary/research/venus/alpha-regio/mapping 78519 bytesDruckaufträge stornierenMit &man.lprm.1; können Sie einen Druckauftrag
stornieren. Häufig ist &man.lprm.1; auch noch in der
Lage, einen bereits aktiven Auftrag abzubrechen, allerdings
wird dabei in der Regel trotzdem ein Teil des Auftrages oder
der gesamte Auftrag gedruckt.Um einen Druckauftrag auf dem Standarddrucker zu
stornieren, müssen Sie zuerst die Auftragsnummer
über &man.lpq.1; ermitteln. Danach geben Sie
Folgendes ein:&prompt.user; lprm job-numberUm einen Druckauftrag eines anderen Druckers zu stornieren,
benötigen Sie wiederum die Option . Der
folgende Befehl entfernt den Druckauftrag mit der Nummer 10
aus der Warteschlange des Druckers
bamboo:&prompt.user; lprm -P bamboo 10&man.lprm.1; unterstützt verschiedene Kurzbefehle:lprm -Entfernt alle Druckaufträge (des Standarddruckers),
die von Ihnen erstellt wurden.lprm userEntfernt alle Druckaufträge (des Standarddruckers),
die vom Benutzer user erstellt
wurden. Der Superuser kann im Gegensatz zu einem normalen
Benutzer auch Aufträge anderer Benutzer entfernen.lprmWenn Sie weder eine Auftragsnummer, einen Benutzernamen,
noch die Option angeben, entfernt
&man.lprm.1; den aktiven Druckauftrag auf dem
Standarddrucker, falls dieser Auftrag von Ihnen erstellt
wurde. Der Superuser kann hingegen jeden aktiven
Druckauftrag abbrechen.Verwenden Sie zusätzlich die Option
zu den eben beschriebenen Kurzbefehlen, wenn Sie diese auf einen
anderen Drucker als den Standarddrucker anwenden wollen. So
entfernt der folgende Befehl beispielsweise alle
Druckaufträge des aktuellen Benutzers aus der
Druckerwarteschlange des Druckers
rattan:&prompt.user; lprm -P rattan -Wenn Sie in einer Netzwerkumgebung arbeiten, erlaubt es
&man.lprm.1; Ihnen nur, Druckaufträge auf dem Rechner
zu stornieren, auf dem sie erstellt wurden. Dies gilt selbst
dann, wenn der gleiche Drucker auch auf anderen Rechnern des
Netzwerks verfügbar ist. Die folgende Befehlsfolge
veranschaulicht diesen Umstand:&prompt.user; lpr -P rattan myfile
&prompt.user; rlogin orchid
&prompt.user; lpq -P rattan
Rank Owner Job Files Total Size
active seeyan 12 ... 49123 bytes
2nd kelly 13 myfile 12 bytes
&prompt.user; lprm -P rattan 13
rose: Permission denied
&prompt.user; logout
&prompt.user; lprm -P rattan 13
dfA013rose dequeued
cfA013rose dequeued
Abseits von normalem Text: Druckoptionen&man.lpr.1; unterstützt verschiedene Optionen zur
Formatierung von Text, zur Konvertierung von Grafik- und
anderen Dateiformaten, zur Erzeugung von multiplen Kopien,
zur Verwaltung von Druckaufträgen und andere mehr.
Dieser Abschnitt beschreibt einige dieser Optionen.Formatierungs- und KonvertierungsoptionenDie folgenden &man.lpr.1;-Optionen kontrollieren die
Formatierung von in einem Druckauftrag enthaltenen Dateien.
Verwenden Sie diese Optionen, wenn Ihr Druckauftrag keinen
normalen Text enthält, oder wenn Sie normalen Text
mit &man.pr.1; formatieren wollen.&tex;Der folgende Befehl druckt so beispielsweise eine
DVI-Datei (des &tex;-Satzsystems) namens
fish-report.dvi auf dem Drucker
bamboo:&prompt.user; lpr -P bamboo -d fish-report.dviDiese Optionen gelten für jede Datei des
Druckauftrags, daher ist es nicht möglich beispielsweise
DVI- und ditroff-Dateien über den gleichen Druckauftrag
zu drucken. Sie müssen diese Dateien vielmehr über
getrennte Druckaufträge drucken, wobei Sie jeweils
geeignete Konvertierungsoptionen verwenden.Alle Optionen mit Ausnahme von und
setzen einen installierten und
für den jeweiligen Drucker konfigurierten
Konvertierungsfilter voraus. So benötigt die Option
den DVI-Konvertierungsfilter. Diese
Filter werden im Abschnitt
Konvertierungsfilter ausführlich
beschrieben.Druckt cifplot-Dateien.Druckt DVI-Dateien.Druckt FORTRAN-Textdateien.Druckt Plot-Daten.Rückt die Ausgabe um
anzahl Spalten ein, lassen
Sie anzahl weg, wird der Text
um 8 Spalten eingerückt. Beachten Sie aber, dass
diese Option nicht mit allen Konvertierungsfiltern
funktioniert.Zwischen der Option und der
der Zahl darf dabei kein Leerzeichen stehen.Druckt Text inklusive vorhandener Steuerzeichen.Druckt ditroff-Dateien (geräteunabhängiges
troff).-pFormatiert normalen Text mit &man.pr.1;, bevor der
Ausdruck erfolgt.Verwende titel auf dem
&man.pr.1;-Deckblatt anstelle des Dateinamens. Diese
Option ist nur wirksam, wenn sie gemeinsam mit der
Option verwendet.Druckt troff-Daten.Druckt Rasterdaten.Dazu ein Beispiel. Der folgende Befehl druckt eine
formatierte Version der Manualpage zu &man.ls.1; auf den
Standarddrucker:&prompt.user; zcat /usr/share/man/man1/ls.1.gz | troff -t -man | lpr -t&man.zcat.1; dekomprimiert den Quellcode der Manualpage
&man.ls.1; und reicht ihn an &man.troff.1; weiter, das
ihn formatiert und daraus GNU troff-Daten erzeugt. Diese
werden wiederum an &man.lpr.1; weitergereicht, das den
Druckauftrag schließlich an
LPD übergibt. Da die Option
von &man.lpr.1; verwendet wurde,
konvertiert das Drucksystem die GNU troff-Daten zuvor in
ein Format, das der Standarddrucker verstehen und ausgeben
kann.Druckaufträge verwaltenDie folgenden Optionen von &man.lpr.1; weisen
LPD an, den Druckauftrag auf
verschiedene Art und Weise zu behandeln:-# anzahlErzeugt anzahl Ausdrucke
jeder im Druckauftrag enthaltenen Datei anstelle eines
einzigen Exemplars. Diese Option kann von einem
Administrator deaktiviert werden, um die Beanspruchung
des Druckers zu verringern. Lesen Sie den Abschnitt
Den Ausdruck von mehreren Kopien verhindern,
wenn Sie diese Funktion benötigen.Das folgende Beispiel druckt drei Kopien der Datei
parser.c, gefolgt von drei Kopien
von parser.h auf den
Standarddrucker:&prompt.user; lpr -#3 parser.c parser.h-mVerschickt eine E-Mail, nachdem der Druckauftrag
beendet wurde. Verwenden Sie diese Option, sendet
LPD Ihnen eine E-Mail, wenn
es die Bearbeitung Ihres Druckauftrages abgeschlossen
hat. Diese Nachricht enthält Informationen
darüber, ob Ihr Auftrag erfolgreich erledigt wurde
oder ob ein Fehler auftrat. Ist dies der Fall, wird
meist noch angegeben, welcher Fehler auftrat.-sKopiert die Dateien nicht in das
Spooling-Verzeichnis, sondern verlinkt stattdessen
symbolisch auf diese Dateien.Wenn Sie einen umfangreichen Druckauftrag erstellen,
werden Sie diese Option wahrscheinlich verwenden wollen.
Einerseits sparen Sie dadurch Speicherplatz im
Spooling-Verzeichnis (im schlimmsten Fall könnte
Ihr Druckauftrag ansonsten das Dateisystem des
Spooling-Verzeichnis zum Überlaufen bringen),
andererseits sparen Sie dadurch auch Zeit, weil
LPD die in Ihrem Druckauftrag
enthaltenen Dateien nicht in das Spooling-Verzeichnis
kopieren muss.Da LPD in diesem Fall die
Originaldateien verwendet, muss sichergestellt sein,
dass diese nicht verändert werden, bevor der
Ausdruck abgeschlossen ist.Wenn Sie auf einen entfernten Drucker drucken,
muss LPD die Dateien dennoch
vom lokalen auf den entfernten Rechner kopieren. In
diesem Fall spart die Option
Speicherplatz lediglich im lokalen
Spooling-Verzeichnis, nicht aber im entfernten. Dennoch
ist diese Option auch in diesem Fall nützlich.-rLöscht die im Druckauftrag enthaltenen Dateien,
nachdem sie in das Spooling-Verzeichnis kopiert oder
unter Verwendung der Option
gedruckt werden. Verwenden Sie diese Option daher
nur mit äußerster Vorsicht!Deckblatt-OptionenDie folgenden &man.lpr.1;-Optionen passen den Text an,
der auf einem Deckblatt eines Druckauftrages ausgegeben
wird. Wird die Ausgabe von Deckblättern auf dem
Zieldrucker unterdrückt, bleiben diese Optionen
wirkungslos. Lesen Sie den Abschnitt Deckblätter,
wenn Sie diese Funktion benötigen.-C textErsetzt den Rechnernamen auf dem Deckblatt durch
text. Der Rechnername ist
dabei in der Regel der Name des Rechners, auf dem der
Druckauftrag erstellt wurde.-J textErsetzt den Namen des Druckauftrages auf dem
Deckblatt durch text. Der
Name des Druckauftrages entspricht in der Regel dem
Namen der ersten Datei des Druckauftrages oder
stdin, wenn Sie die
Standardeingabe an den Drucker weiterleiten.-hVerhindert den Ausdruck von Deckblättern.Ob diese Option funktioniert, hängt von der
Art und Weise ab, wie Deckblätter auf Ihrem
System erzeugt werden. Lesen Sie den Abschnitt
Deckblätter für weitere
Informationen.Drucker verwaltenAls Administrator Ihres Systems ist es Ihre Aufgabe, Drucker
zu installieren, zu konfigurieren und zu testen. Um mit Ihrem
Drucker zu kommunizieren, können Sie &man.lpc.8; verwenden.
Dadurch sind Sie in der Lage,Ihre Drucker zu starten und zu beenden.Die Warteschlangen Ihrer Drucker zu aktivieren und zu
deaktivieren.Die Reihenfolge der Druckaufträge zu
ändern.Am Anfang dieses Abschnitts steht die Erklärung
einiger Begriffe. Wenn ein Drucker beendet
ist, wird der Inhalt seiner Warteschlange nicht gedruckt.
Druckaufträge können zwar weiterhin erstellt werden,
diese verbleiben aber solange in der Warteschlange, bis der
Drucker wieder gestartet oder die
Warteschlange gelöscht wird.Ist eine Warteschlange deaktiviert,
kann (mit Ausnahme von root) kein Benutzer
mehr einen Druckauftrag erteilen. Ist die Warteschlange hingegen
aktiviert, können Druckaufträge
erteilt werden. Ist ein Drucker zwar
gestartet, die Warteschlange hingegen
deaktiviert, werden dennoch alle noch in
der Warteschlange vorhandenen Druckaufträge gedruckt.Im Allgemeinen benötigen Sie
root-Rechte, um &man.lpc.8; einsetzen zu
können. Als normaler Benutzer erlaubt es Ihnen &man.lpc.8;
lediglich, den Druckstatus abzufragen und einen hängenden
Drucker neu zu starten.Es folgt nun eine Zusammenfassung der Befehle von
&man.lpc.8;. Die meisten dieser Befehle benötigen das
Argument printer-name, mit dem Sie
angeben, auf welchen Drucker der Befehl angewendet werden soll.
Wenn Sie für printer-nameall angeben, wird der Befehl auf alle in
/etc/printcap definierten Drucker
angewendet.abort
printer-nameBricht den aktuellen Druckauftrag ab und beendet den
Drucker. Solange die Warteschlange aktiviert ist,
können allerdings weiterhin Druckaufträge
erteilt werden.clean
printer-nameEntfernt veraltete Dateien aus dem
Spooling-Verzeichnis des Druckers, da diese manchmal nicht
vollständig von LPD
entfernt werden können. Dies ist insbesondere dann
der Fall, wenn während der Bearbeitung des
Druckauftrages Fehler auftraten. Dieser Befehl sucht
dabei nach Dateien, die nicht in das Spooling-Verzeichnis
gehören und entfernt diese.disable
printer-nameDeaktiviert die Annahme neuer Druckaufträge.
Solange der Drucker nicht beendet wird, werden weiterhin
alle in der Warteschlange enthaltenen Auftrage bearbeitet
und gedruckt. root kann jederzeit
Druckaufträge erstellen, selbst dann, wenn die
Druckerwarteschlange deaktiviert ist.Dieser Befehl ist besonders nützlich, wenn Sie
einen neuen Drucker testen müssen oder einen neuen
Filter installiert haben. Dazu deaktivieren Sie die
Warteschlange des Druckers und erstellen Ihre
Druckaufträge als root.
Andere Benutzer können erst dann einen Druckauftrag
erstellen, wenn Sie Ihre Tests abgeschlossen haben und
die Druckerwarteschlange mit enable
wieder reaktivieren.down printer-namenachrichtBeendet einen Drucker. Äquivalent zu
disable, gefolgt von
stop. Die von Ihnen definierte
nachricht wird als
Druckerstatus angezeigt, wenn ein Benutzer die
Warteschlange des Druckers mit &man.lpq.1; oder
mit lpc status abfragt.enable
printer-nameAktiviert die Warteschlange eines Druckers. Erteilte
Druckaufträge können zwar erteilt werden, diese
werden aber nur dann gedruckt, wenn der Drucker auch
gestartet ist.help
command-nameAusgaben von hilfreichen Informationen zu
command-name. Wird kein
command-name angegeben, wird
die Liste der verfügbaren Befehle ausgegeben.restart
printer-nameStartet den Drucker. Normale Benutzer können
diesen Befehl verwenden, um einen hängenden
LPD zu reaktivieren, sie sind
allerdings nicht berechtigt, einen Drucker zu starten,
der mit stop oder down
beendet wurde. Dieser Befehl ist äquivalent zu
abort, gefolgt von
start.start
printer-nameStartet den Drucker, um die in der Warteschlange
enthaltenen Aufträge zu drucken.stop
printer-nameBeendet den Drucker. Der Drucker beendet den aktiven
Druckauftrag noch, danach wird kein weiterer in der
Warteschlange enthaltener Auftrag gedruckt. Obwohl der
Drucker beendet wurde, können weiterhin
Druckaufträge erteilt werden, solange die
Warteschlange nicht deaktiviert wurde.topq printer-namejob-or-usernameSortiert die Druckerwarteschlange des Druckers
printer-name um, wobei
der Auftrag mit der angegebenen
Auftragsnummer,
oder Druckaufträge, die von
username erstellt wurden, an
den Beginn der Warteschlange gesetzt werden. Für
diesen Befehl kann die Option all
nicht als printer-name
verwendet werden.up
printer-nameStartet einen Drucker. Das Gegenstück zu
down. Äquivalent zu
start, gefolgt von
enable.&man.lpc.8; akzeptiert diese Befehle direkt auf der
Kommandozeile. Geben Sie keinen Befehl ein, wird
&man.lpc.8; im interaktiven Modus gestartet. In diesem
Modus können Sie solange Befehle eingeben, bis Sie
exit oder quit
eingeben.Alternativen zum
LPD-DrucksystemWenn Sie dieses Kapitel bis hierher gelesen haben, wissen
Sie so gut wie alles über
LPD, das Standarddrucksystem von
FreeBSD. Wahrscheinlich sind Ihnen bereits einige
Unzulänglichkeiten dieses Systems aufgefallen, und Sie
fragen sich nun, welche anderen Drucksysteme es für FreeBSD
gibt.LPRngLPRngLPRng steht für
LPR: the Next Generation. Dabei handelt es
sich um eine von Grund auf neu geschriebene Version von PLP.
LPRng wurde von Patrick Powell und Justin Mason, dem
Hauptmaintainer von PLP, entwickelt . Die offizielle
Webseite von LPRng ist unter
zu finden.CUPSCUPSCUPS, das
Common UNIX Printing System,
stellt eine portable Abstraktionsschicht dar, die das
Drucken auf allen &unix;-artigen Betriebsystemen
ermöglicht. CUPS wurde von
Easy Software entwickelt, um &unix;-Herstellern und
-Benutzern eine einheitliche Standardlösung für
den Druck von Dokumenten zu bieten.CUPS verwendet das Internet
Printing Protocol (IPP), um
Druckaufträge und -warteschlangen zu verwalten.
Zusätzlich werden die Protokolle
Line Printer Daemon
(LPD),
Server Message Block
(SMB), und
AppSocket/JetDirect),
unterstützt, wenn auch nur mit eingeschränkter
Funktionalität. Ausserdem ermöglicht
CUPS das Auffinden von
Netzwerkdruckern sowie die Verwendung auf
PostScript Printer
Description (PPD)
basierender Druckoptionen.Die offizielle Webseite von CUPS
ist .ProblembehandlungWenn Sie eine einfache Testseite mit &man.lptest.1; gedruckt
haben, könnte eines der folgenden Probleme aufgetreten
sein:Der Druck hat erst mit einer gewissen Verzögerung
geklappt oder das bedruckte Blatt verblieb im Drucker, so als
wäre der Druckvorgang noch nicht abgeschlossen.Die Testseite wurde zwar gedruckt, danach tat sich
allerdings nichts mehr. Vielleicht mussten Sie sogar eine
Taste Ihres Druckers, etwa PRINT REMAINING oder FORM FEED
drücken, damit der Druckvorgang fortgesetzt wurde.Wenn das der Fall ist, hat der Drucker vermutlich vor
dem eigentlichen Drucken gewartet, ob noch weitere Daten
für Ihren Druckauftrag gesendet werden. Um dieses
Problem zu beheben, können Sie den Textfilter
anweisen, ein Form Feed
-Zeichen (oder ein anderes entsprechendes Zeichen) an den
Drucker zu senden. Dies reicht für gewöhnlich
aus, um den Drucker zum Druck des noch im internen
Puffer verbliebenen Textes zu bewegen. Dadurch kann auch
sichergestellt werden, dass jeder neue Druckauftrag auf
einer neuen Seite beginnt.Der folgende Ersatz für das Shell-Skript
/usr/local/libexec/if-simple gibt
ein Form Feed aus, nachdem der Auftrag an
den Drucker geschickt wurde:#!/bin/sh
#
# if-simple - Einfacher Eingabefilter für lpd
# Installiert unter /usr/local/libexec/if-simple
#
# Kopiert stdin einfach nach stdout. Ignoriert alle Filter-Argumente.
# Schreibt ein Form-Feed-Zeichen (\f) nach dem Ende des Druckauftrages.
/bin/cat && printf "\f" && exit 0
exit 2Der Drucker erzeugte einen Treppeneffekt
(staircase effect).Sie haben einen Ausdruck ähnlich dem folgenden
erhalten:!"#$%&'()*+,-./01234
"#$%&'()*+,-./012345
#$%&'()*+,-./0123456MS-DOSOS/2ASCIISie sind zu einem weiteren Opfer des
Treppeneffekts geworden. Verursacht
wird dieser Effekt durch unterschiedliche Ansichten
darüber, welche Zeichen den Beginn einer neuen Zeile
anzeigen sollen. &unix;-ähnliche Betriebssysteme
verwenden dafür ein einzelnes Zeichen: ASCII-Code 10,
auch als Line Feed (LF)
bekannt. &ms-dos;, &os2; und andere Betriebssysteme
verwenden stattdessen ein Zeichenpaar: ASCII-Code 10
und ASCII-Code 13,
Carriage Return (CR). Viele
Drucker verwenden in der Voreinstellung die Konvention von
&ms-dos;, um Zeilenumbrüche darzustellen.Wenn Sie unter FreeBSD drucken, wird nur das Zeichen
Line Feed verwendet. Der
Drucker erkennt dieses Zeichen und erweitert den
Druckbereich um eine Zeile, verbleibt zum Druck des
nächsten Zeichens aber in derselben horizontalen
Position. Das ist der Grund für die Verwendung des
Carriage Return: Es setzt
die Position für das folgende Zeichen auf den linken
Rand der Seite.FreeBSD erwartet von einem Drucker das folgende
Verhalten:Drucker empfängt CRDrucker druckt CRDrucker empfängt LFDrucker druckt CR + LFEs gibt mehrere Möglichkeiten, dieses Verhalten zu
erreichen:Verändern Sie die Konfiguration Ihres Druckers,
um die Interpretation dieser Zeichen zu verändern.
Lesen Sie Ihr Druckerhandbuch, wenn Sie nicht wissen,
was Sie dazu tun müssen.Wenn Sie auf Ihrem Rechner neben FreeBSD noch
andere Betriebssysteme verwenden, müssen Sie
Ihren Drucker möglicherweise anschließend
erneut konfigurieren, damit die
Zeichen CR und LF unter diesen Systemen korrekt
interpretiert werden. Ist dies bei Ihnen der Fall,
werden Sie wohl eine der folgenden Lösungen
bevorzugen.Lassen Sie LF durch den Treiber der seriellen
Schnittstelle automatisch in CR+LF konvertieren.
Selbstverständlich funktioniert dies nur mit
Druckern, die an einer seriellen Schnittstelle
angeschlossen sind. Um diese Möglichkeit zu
nutzen, müssen Sie die
ms#-Fähigkeit verwenden und
in /etc/printcap den
onlcr-Modus für den Drucker
aktivieren.Senden Sie eine Escape-Sequenz
an den Drucker, damit das Zeichen LF zeitweilig anders
behandelt wird. Suchen Sie im Handbuch Ihres Druckers
nach den von Ihrem Drucker unterstützten
Escape-Sequenzen. Wenn Sie eine entsprechenden
Escape-Sequenz finden, müssen Sie den Textfilter so
anpassen, dass zuerst die Escape-Sequenz und
anschließend der Druckauftrag gesendet wird.PCLEs folgt nun ein Bespieltextfilter für einen
Drucker, der die Hewlett Packard PCL Escape-Sequenzen
versteht. Dieser Filter veranlasst den Drucker,
LF-Zeichen als Folgen von LF+CR aufzufassen.
Anschließend wird der Druckauftrag gesendet. Als
Abschluss wird ein Form
Feed gesendet, um die letzte Seite des
Druckauftrags auszuwerfen. Dieses Beispiel sollte mit
nahezu allen Druckern von Hewlett Packard
funktionieren.#!/bin/sh
#
# hpif - Einfacher Text-Eingabefilter für lpd für auf HP-PCL basierende Drucker
# Installiert unter /usr/local/libexec/hpif
#
# Kopiert stdin einfach nach stdout. Ignoriert alle Filterargumente.
# Weist den Drucker an LF als CR+LF zu interpretieren.
# Wirft die Seite nach dem Drucken aus.
printf "\033&k2G" && cat && printf "\033&l0H" && exit 0
exit 2Das nächste Beispiel aus
/etc/printcap beschreibt den
Rechner orchid, an dessen Parallelport
ein Drucker angeschlossen ist. Es handelt sich dabei um
einen Hewlett Packard LaserJet 3Si, der den Namen
teak verwendet. Als Textfilter wird
das Skript aus dem letzten Beispiel verwendet:#
# /etc/printcap für den Rechner orchid
#
teak|hp|laserjet|Hewlett Packard LaserJet 3Si:\
:lp=/dev/lpt0:sh:sd=/var/spool/lpd/teak:mx#0:\
:if=/usr/local/libexec/hpif:Alle Zeilen wurden in die gleiche Zeile gedruckt.Der Drucker hat niemals eine neue Zeile begonnen. Alle
Zeilen des Textes wurden in eine einzige Zeile gedruckt.Dieses Problem ist das Gegenteil des
oben beschriebenen Treppeneffekts und kommt wesentlich
seltener vor. Die von FreeBSD zum Abschluss einer Zeile
benutzten LF-Zeichen werden als CR-Zeichen interpretiert.
Dadurch wird die Druckposition zwar auf den linken Rand
der Seite, aber nicht um eine Zeile nach unten gesetzt.Konfigurieren Sie Ihren Drucker, um die folgende
Interpretation der Zeichen LF und CR zu erzwingen:Drucker empfängtDrucker drucktCRCRLFCR + LFManche Zeichen wurden nicht gedruckt.Der Drucker hat in jeder Zeile einige Zeichen nicht
gedruckt. Vielleicht ist das Problem auch während des
Druckens schlimmer geworden, und der Drucker hat immer mehr
Zeichen nicht gedruckt.Dieses Problem entsteht, weil der Drucker mit der
Geschwindigkeit, mit der die Daten über die serielle
Schnittstelle (an einer parallelen Schnittstelle sollte das
Problem nicht auftreten) eintreffen, nicht mithalten kann.
Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu
lösen:Wenn der Drucker die Flusskontrolle mit XON/XOFF
unterstützt, können Sie in der
ms#-Fähigkeit den
ixon-Modus aktivieren.Unterstützt der Drucker die
Carrier-Flusskontrolle, dann sollten Sie den
crtscts-Modus in der
ms#-Fähigkeit aktivieren.
Stellen Sie aber sicher, dass das verwendete
Druckerkabel auch für die Carrier-Flusskontrolle
geeignet ist.Es wurden nur wirre Zeichen gedruckt.Anstelle des gewünschten Textes wurden nur
zufällige Zeichen gedruckt.Dieses Problem wird ebenfalls durch falsche
Konfigurationsparameter im Zusammenhang mit einem seriellen
Drucker verursacht. Kontrollieren Sie die bps-Rate in der
br-Fähigkeit und die
Paritätseinstellung
(Parity) in der
ms#-Fähigkeit. Überprüfen
Sie außerdem, ob der Drucker auch tatsächlich die
gleichen Einstellungen verwendet, die in
/etc/printcap definiert wurden.Der Drucker hat überhaupt nicht reagiert.Wenn gar nichts passiert ist, dann liegt das vermutlich
an FreeBSD und nicht am Drucker. Aktivieren Sie die
Protokollierung (lf-Fähigkeit)
für den entsprechenden Drucker in der Datei
/etc/printcap. Es folgt nun ein
Beispieleintrag für den Drucker
rattan, bei dem die
lf-Fähigkeit aktiviert wurde.rattan|line|diablo|lp|Diablo 630 Line Printer:\
:sh:sd=/var/spool/lpd/rattan:\
:lp=/dev/lpt0:\
:if=/usr/local/libexec/if-simple:\
:lf=/var/log/rattan.logVersuchen Sie jetzt noch einmal zu drucken.
Überprüfen Sie die Protokolldatei (in unserem
Beispiel /var/log/rattan.log) auf
etwaige Fehlermeldungen. Versuchen Sie aufgrund dieser
Meldungen, das Problem zu beheben.Wenn Sie keine Protokolldatei festlegen, verwendet
LPD in der Voreinstellung
/dev/console für die Ausgabe
der Fehlermeldungen.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.sgml
index db754d36c1..78aee98636 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.sgml
@@ -1,5327 +1,5313 @@
MatthewDillonViel von diesem Kapitel stammt aus der security(7)
Manualpage von MartinHeinenÜbersetzt von SicherheitSicherheitÜbersichtDieses Kapitel bietet eine Einführung in die Konzepte
der Systemsicherheit. Neben einigen Daumenregeln werden
weiterführende Themen wie S/Key, OpenSSL und Kerberos
diskutiert. Die meisten der hier besprochenen Punkte treffen
sowohl auf die Systemsicherheit sowie die Internetsicherheit zu.
Das Internet hat aufgehört ein friedlicher
Ort zu sein, an dem Sie nur nette Leute finden werden. Es ist
unumgänglich, dass Sie Ihre Daten, Ihr geistiges Eigentum,
Ihre Zeit und vieles mehr vor dem Zugriff von Hackern
schützen.&os; besitzt eine Reihe von Werkzeugen und Mechanismen, um die
Integrität und die Sicherheit Ihrer Systeme und Netzwerke
zu gewährleisten.Nach dem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, werden
Sie:Grundlegende auf &os; bezogene Sicherheitsaspekte
kennen.Die verschiedenen Verschlüsselungsmechanismen
von &os;, wie DES oder
MD5, kennen.Wissen, wie Sie ein Einmalpasswörter
zur Authentifizierung verwenden.TCP-Wrapper für
- inetd einrichten können.
+ inetd einrichten können.
Wissen, wie Sie KerberosIV
vor 5.0-Release einrichten.Wissen, wie Sie Kerberos5
unter &os; einrichten.Firewalls mit IPFW
erstellen können.Wissen, wie Sie IPsec konfigurieren und ein
VPN zwischen &os;/&windows;
Systemen einrichten,OpenSSH, &os;s
Implementierung von SSH, konfigurieren
und benutzen können.Portaudit anwenden können,
um Softwarepakete Dritter, die Sie über die
Ports-Sammlung installieren, auf bekannte
Sicherheitslücken hin zu überprüfen.Mit &os;-Sicherheitshinweisen umgehen können.Eine Vorstellung davon haben, was Prozessüberwachung
(Process Accounting) ist und wie
Sie diese Funktion unter &os; aktivieren können.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten SieGrundlegende Konzepte von &os; und dem Internet
verstehen.Dieses Buch behandelt weitere Sicherheitsthemen.
Beispielsweise werden vorgeschriebene Zugriffskontrollen
in und Firewalls in
besprochen.EinführungSicherheit ist ein Konzept, das beim Systemadministrator anfängt
und aufhört. Obwohl alle BSD &unix; Mehrbenutzersysteme über
Sicherheitsfunktionen verfügen, ist es wohl eine der
größten Aufgaben eines Systemadministrators zusätzliche
Sicherheitsmechanismen zu erstellen und zu pflegen. Maschinen sind
nur so sicher wie sie gemacht werden und Sicherheitsanforderungen
stehen oft der Benutzerfreundlichkeit entgegen. Auf &unix; Systemen
können sehr viele Prozesse gleichzeitig laufen und viele dieser
Prozesse sind Server, das heißt von außen kann auf sie
zugegriffen werden. In einer Zeit, in der die Minicomputer und
Mainframes von gestern die Desktops von heute sind und Rechner
immer mehr vernetzt werden, kommt der Sicherheit eine große
Bedeutung zu.Zur Systemsicherheit gehört auch die Beschäftigung mit
verschiedenen Arten von Angriffen, auch solchen, die versuchen,
ein System still zu legen, oder sonst unbrauchbar zu machen ohne
root zu kompromittieren. Sicherheitsaspekte
lassen sich in mehrere Kategorien unterteilen:Denial-of-Service Angriffe.Kompromittierte Accounts.Kompromittierter root-Account durch
zugreifbare Server.Kompromittierter root-Account durch
kompromittierte Accounts.Einrichten von Hintertüren.DoS AngriffeDenial-of-Service (DoS)SicherheitDoS AngriffeDenial-of-Service (DoS)Denial-of-Service (DoS)Ein Denial-of-Service (Verhinderung von Diensten, DoS) Angriff
entzieht einer Maschine Ressourcen, die sie zur Bereitstellung
von Diensten benötigt. Meist versuchen Denial-of-Service Angriffe
die Dienste oder den Netzwerkstack einer Maschine zu überlasten,
um so die Maschine auszuschalten oder nicht nutzbar zu machen. Einige
Angriffe versuchen, Fehler im Netzwerkstack auszunutzen, und die
Maschine mit einem einzigen Paket auszuschalten. Diese Art des
Angriffs kann nur verhindert werden, indem der entsprechende Fehler
im Kernel behoben wird. Oft können Angriffe auf Dienste durch
die Angabe von Optionen verhindert werden, die die Last, die ein
Dienst auf das System unter widrigen Umständen ausüben kann,
begrenzt. Angriffen auf das Netzwerk ist schwerer zu begegnen.
Außer durch Trennen der Internetverbindung ist zum Beispiel
einem Angriff mit gefälschten Paketen nicht zu begegnen.
Diese Art von Angriff wird Ihr System zwar nicht unbrauchbar machen,
kann aber die Internetverbindung sättigen.Sicherheitkompromittierte AccountsKompromittierte Accounts kommen noch häufiger als
DoS Angriffe vor. Viele Systemadministratoren lassen auf ihren
Maschinen noch die Dienste telnetd,
rlogind, rshd
und ftpd laufen. Verbindungen zu diesen
Servern werden nicht verschlüsselt. Wenn Sie eine
größere Benutzerzahl auf Ihrem System haben, die sich von
einem entfernten System anmelden, ist die Folge davon, dass
das Passwort eines oder mehrerer Benutzer ausgespäht wurde.
Ein aufmerksamer Systemadministrator wird die Logs über Anmeldungen
von entfernten Systemen auf verdächtige Quelladressen, auch
für erfolgreiche Anmeldungen, untersuchen.Es ist immer davon auszugehen, dass ein Angreifer, der
Zugriff auf einen Account hat, Zugang zum
root-Account erlangt. Allerdings gibt der
Zugriff auf einen Account auf einem gut gesicherten und
gepflegten System nicht notwendig Zugriff auf den
root-Account. Diese Unterscheidung ist wichtig,
da ein Angreifer, der keinen Zugang zu root
besitzt, seine Spuren nicht verwischen kann. Er kann höchstens
die Dateien des betreffenden Benutzers verändern oder die
Maschine stilllegen. Kompromittierte Accounts sind sehr
häufig, da Benutzer meist nicht dieselben Vorsichtsmaßnahmen
wie Administratoren treffen.SicherheitHintertürenEs gibt viele Wege, Zugang zum root-Account
eines Systems zu bekommen: Ein Angreifer kann das Passwort von
root kennen, er kann einen Fehler in einem
Server entdecken, der unter root läuft und
dann über eine Netzwerkverbindung zu diesem Server einbrechen.
Oder er kennt einen
Fehler in einem SUID-root Programm, der es
ihm erlaubt, root zu werden, wenn er einmal
einen Account kompromittiert hat. Wenn ein Angreifer einen
Weg gefunden hat, root zu werden, braucht er
vielleicht keine Hintertür auf dem System installieren.
Viele der heute
bekannten und geschlossenen Sicherheitslöcher, die zu einem
root Zugriff führen, verlangen vom Angreifer
einen erheblichen Aufwand, um seine Spuren zu verwischen. Aus diesem
Grund wird er sich wahrscheinlich entschließen, eine Hintertür
(engl. Backdoor) zu installieren.
Eine Hintertür erlaubt es
dem Angreifer leicht auf den root-Account
zuzugreifen. Einem klugen Systemadministrator erlaubt sie allerdings
auch, den Einbruch zu entdecken. Wenn Sie es einem Angreifer verwehren,
Hintertüren zu installieren, kann das schädlich für
Ihre Sicherheit sein, da es vielleicht verhindert, dass die
Lücke, die der Angreifer für den Einbruch ausgenutzt hat,
entdeckt wird.Sicherheitsmaßnahmen sollten immer in mehreren Schichten
angelegt werden. Die Schichten können wie folgt eingeteilt
werden:Absichern von root und
Accounts.Absichern von unter root laufenden
Servern und SUID/SGID Programmen.Absichern von Accounts.Absichern der Passwort-Datei.Absichern des Kernels, der Geräte und von
Dateisystemen.Schnelles Aufdecken von unbefugten Veränderungen des
Systems.Paranoia.Die einzelnen Punkte der obigen Liste werden im nächsten
Abschnitt genauer behandelt.Absichern von &os;Sicherheit&os; absichernKommandos und ProtokolleIn diesem Abschnitt werden Anwendungen
fett gekennzeichnet, spezifische
Kommandos werden in einer Fixschrift
dargestellt und Protokolle verwenden die normale Schriftart.
Diese typographische Konvention hilft, Begriffe wie ssh
zu unterscheiden, die sowohl Protokoll als auch Kommando
sein können.Die folgenden Abschnitte behandeln die im
letzten Abschnitt erwähnten
Methoden Ihr &os;-System zu sichern.Absichern von root und
AccountssuZuallererst, kümmern Sie sich nicht um die Absicherung
von Accounts, wenn Sie root
noch nicht abgesichert haben. Auf den meisten Systemen ist
root ein Passwort zugewiesen. Sie
sollten immer davon ausgehen, dass
dieses Passwort kompromittiert ist. Das heißt nicht,
dass Sie das Passwort entfernen sollten, da es meist
für den Konsolenzugriff notwendig ist. Vielmehr heißt
es, dass Sie das Passwort nicht außerhalb der
Konsole, auch nicht zusammen mit &man.su.1;, verwenden sollten.
Stellen Sie sicher, dass Ihre PTYs in ttys als
unsicher markiert sind und damit Anmeldungen von
root mit telnet oder
rlogin verboten sind. Wenn Sie andere
Anwendungen wie SSH zum Anmelden
benutzen, vergewissern Sie sich, dass dort ebenfalls
Anmeldungen als root verboten sind. Für
SSH editieren Sie
/etc/ssh/sshd_config und überprüfen,
dass PermitRootLogin auf NO
gesetzt ist. Beachten Sie jede Zugriffsmethode – Dienste
wie FTP werden oft vergessen. Nur an der Systemkonsole sollte
ein direktes Anmelden als root möglich
sein.wheelNatürlich müssen Sie als Systemadministrator
root-Zugriff erlangen können. Dieser
sollte aber durch zusätzliche Passwörter
geschützt sein. Ein Weg, Zugang zu root
zu ermöglichen, ist es, berechtigte Mitarbeiter in
/etc/group in die Gruppe
wheel aufzunehmen. Die Personen, die
Mitglieder in der Gruppe wheel sind,
können mit su zu root
wechseln. Ihre Mitarbeiter sollten niemals die Gruppe
wheel als primäre Gruppe in
/etc/passwd besitzen. Mitarbeiter sollten
der Gruppe staff angehören und über
/etc/group in wheel
aufgenommen werden. Es sollten auch nur die Mitarbeiter, die
wirklich root Zugriff benötigen in
wheel aufgenommen werden. Mit anderen
Authentifizierungsmethoden müssen Sie niemanden in
wheel aufnehmen. Wenn Sie z.B.
Kerberos benutzen, wechseln Sie mit
&man.ksu.1; zu root und der Zugriff wird
mit der Datei .k5login geregelt. Dies ist
vielleicht eine bessere Lösung, da es der
wheel-Mechanismus einem Angreifer immer
noch möglich macht, den root-Account
zu knacken, nachdem er einen Mitarbeiter-Account geknackt hat.
Obwohl der wheel-Mechanismus besser als
gar nichts ist, ist er nicht unbedingt die sicherste Lösung.
- Indirekt können Sie die Accounts von Mitarbeitern und
- damit auch den Zugriff auf root schützen,
- indem Sie eine alternative Zugangsmethode verwenden und die
- Accounts der Mitarbeiter mit einem ungültigen verschlüsselten
- Passwort versehen. Mit &man.vipw.8; können Sie jedes
- verschlüsselte Passwort mit einem
- * Zeichen ersetzen. Das Kommando
- wird /etc/master.passwd und die
- Benutzer/Passwort Datenbank aktualisieren und die Passwort
- Authentifizierung abstellen.
+ Um ein Konto komplett zu sperren, verwenden Sie den Befehl
+ &man.pw.8;:
- Ein Account wie
+ &prompt.root;pw lock staff
+
+ Danach ist es diesem Benutzer nicht mehr möglich (auch
+ nicht mit &man.ssh.1;), sich anzumelden.
+
+ Eine weitere Möglichkeit, bestimmte Benutzer zu sperren,
+ ist es, das verschlüsselte Passwort durch das Zeichen
+ * zu ersetzen. Da ein
+ verschlüsseltes Passwort niemals diesem Zeichen entsprechen
+ kann, kann sich der betroffene Benutzer ebenfalls nicht mehr
+ anmelden. Beispielsweise müsste dazu das Kontofoobar:R9DT/Fa1/LV9U:1000:1000::0:0:Foo Bar:/home/foobar:/usr/local/bin/tcsh
- sollte wie folgt abgeändert werden:
+ wie folgt abgeändert werden:foobar:*:1000:1000::0:0:Foo Bar:/home/foobar:/usr/local/bin/tcsh
- Da ein verschlüsseltes Passwort niemals
- ein * sein kann, verhindert dies
- die normale Anmeldung. Damit müssen sich die Mitarbeiter
- mit anderen Mechanismen wie &man.kerberos.1; oder &man.ssh.1;
- authentifizieren. Wenn Sie etwas wie
- Kerberos benutzen, müssen Sie
- die Maschinen, die die Kerberos-Server
- beheimaten und die Maschinen der Benutzer absichern. Wenn Sie
- öffentliche/private Schlüssel mit
- SSH benutzen, muss die Maschine
- von der die Anmeldung gestartet wird, gesichert
- werden. Als zusätzliche Sicherheitsschicht können Sie
- das Schlüsselpaar beim Erstellen mit &man.ssh-keygen.1; durch
- ein Passwort schützen. Dadurch, dass Sie die
- Passwörter Ihrer Mitarbeiter als ungültig markiert
- haben, stellen Sie sicher, dass sich die Mitarbeiter nur mit
- den sicheren Methoden, die Sie aufgesetzt haben, anmelden können.
- Dies zwingt alle Mitarbeiter, verschlüsselte Verbindungen
- für ihre Sitzungen zu verwenden, und schließt ein
- wichtiges Loch, dass gerne von Angreifern ausgenutzt wird:
- Das Abhören des Netzwerks von einer anderen weniger gesicherten
- Maschine.
-
- Die indirekten Sicherheitsmechanismen setzen voraus, dass
+ Durch diese Änderung wird der Benutzer
+ foobar daran gehindert, sich auf
+ konventionellem Wege am System anzumelden. Diese
+ Maßnahmen greifen allerdings nicht, wenn das betroffene
+ System auch eine Anmeldung über
+ Kerberos oder &man.ssh.1; erlaubt.
+
+ Diese Sicherheitsmechanismen setzen voraus, dass
Sie sich von einer restriktiven Maschine auf einer weniger restriktiven
Maschine anmelden. Wenn zum Beispiel auf Ihrem Hauptrechner alle
möglichen Arten von Servern laufen, so sollten auf Ihrer
Workstation keine Server laufen. Um Ihre Workstation vernünftig
abzusichern, sollten auf Ihr so wenig Server wie möglich bis hin
zu keinem Server laufen. Sie sollten zudem über einen
Bildschirmschoner verfügen, der mit einem Passwort
gesichert ist. Natürlich kann ein Angreifer, der physikalischen
Zugang zu einer Maschine hat, jede Art von Sicherheitsmechanismen
umgehen. Dieses Problem sollten Sie daher auch in Ihren
Überlegungen berücksichtigen. Beachten Sie dabei aber,
dass der Großteil der Einbrüche über das
Netzwerk erfolgt und die Einbrecher keinen Zugang zu der Maschine
besitzen.KerberosIVMit Kerberos können Sie das
Passwort eines Mitarbeiters an einer Stelle ändern
und alle Maschinen, auf denen der Mitarbeiter einen Account hat,
beachten die Änderung sofort. Wird der Account eines
Mitarbeiters einmal kompromittiert, so sollte die Fähigkeit, das
Passwort mit einem Schlag auf allen Maschinen zu ändern,
nicht unterschätzt werden. Mit einzelnen Passwörtern
wird es schwierig, das Passwort auf N Maschinen zu ändern.
Mit Kerberos können Sie auch
Beschränkungen für Passwörter festlegen:
Nicht nur das Ticket kann nach einiger Zeit ungültig werden,
Sie können auch festlegen, dass ein Benutzer nach einer
bestimmten Zeit, z.B. nach einem Monat, das Passwort wechseln
muss.Absichern von unter root laufenden
Servern und SUID/SGID ProgrammenntalkcomsatfingerSandkästensshdtelnetdrshdrlogindEin kluger Systemadministrator lässt nur die
Dienste, die er wirklich braucht, laufen; nicht mehr und auch
nicht weniger. Beachten Sie, dass Server von Dritten die
fehleranfälligsten sind. Wenn Sie z.B. eine alte Version von
imapd oder popper
laufen lassen, ist das so, als würden Sie der ganzen Welt
freien Zugang zu root geben. Lassen Sie keine
Server laufen, die Sie vorher nicht genau überprüft haben.
Viele Server müssen nicht unter root
laufen, zum Beispiel können ntalk,
comsat und finger
in speziellen Sandkästen unter
einem Benutzer laufen. Ein Sandkasten ist keine perfekte Lösung,
wenn Sie nicht eine Menge Arbeit in die Konfiguration investieren,
doch bewährt sich hier das Prinzip, die Sicherheit in Schichten
aufzubauen. Wenn es einem Angreifer gelingt, in einen Server,
der in einem Sandkasten läuft, einzubrechen, dann muss
er immer noch aus dem Sandkasten selber ausbrechen. Je mehr Schichten
der Angreifer zu durchbrechen hat, desto kleiner sind seine Aussichten
auf Erfolg. In der Vergangenheit wurden praktisch in jedem
Server, der unter root läuft, Lücken
gefunden, die zu einem root Zugriff führten.
Dies betrifft selbst die grundlegenden Systemdienste. Wenn Sie eine
Maschine betreiben, auf der man sich nur mit
SSH anmelden kann, dann stellen Sie die
Dienste telnetd,
rshd oder rlogind
ab!In der Voreinstellung laufen unter &os;
ntalkd, comsat
und finger nun in einem Sandkasten. Ein
weiteres Programm, das in einem Sandkasten laufen sollte, ist
&man.named.8;. In /etc/defaults/rc.conf sind
die notwendigen Argumente, um named in
einem Sandkasten laufen zu lassen, in kommentierter Form schon
enthalten. Abhängig davon, ob Sie ein neues System installieren
oder ein altes System aktualisieren, sind die hierfür
benötigten Benutzer noch nicht installiert.
Ein kluger Systemadministrator sollte immer nach Möglichkeiten
suchen, Server in einem Sandkasten laufen zu lassen.sendmailEinige Server wie sendmail,
popper, imapd
und ftpd werden normalerweise nicht in
Sandkästen betrieben. Zu einigen Servern gibt es Alternativen,
aber diese wollen Sie vielleicht wegen der zusätzlich nötigen
Arbeit nicht installieren (ein weiteres Beispiel für den
Widerspruch zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit).
In diesem Fall müssen Sie die
Server unter root laufen lassen und auf die
eingebauten Mechanismen vertrauen, Einbrüche zu entdecken.Weitere potentielle Löcher, die zu einem
root-Zugriff führen können, sind
die auf dem System installierten SUID- und SGID-Programme. Die
meisten dieser Programme wie rlogin stehen
in /bin, /sbin,
/usr/bin, oder /usr/sbin.
Obwohl nichts 100% sicher ist, können Sie davon ausgehen,
dass die SUID- und SGID-Programme des Basissystems ausreichend
sicher sind. Allerdings werden ab und an in diesen Programmen
Löcher gefunden. 1998 wurde in Xlib ein
Loch gefunden, das xterm, der
normal mit SUID installiert wird, verwundbar machte. Es ist besser
auf der sicheren Seite zu sein, als sich später zu beklagen,
darum wird ein kluger Systemadministrator den Zugriff auf
SUID-Programme mit einer Gruppe, auf die nur Mitarbeiter zugreifen
können, beschränken. SUID-Programme, die niemand benutzt,
sollten mit chmod 000 deaktiviert werden. Zum
Beispiel braucht ein Server ohne Bildschirm kein
xterm Programm. SGID-Programme sind
vergleichbar gefährlich. Wenn ein Einbrecher Zugriff auf
SGID-kmem Programm erhält, kann er
vielleicht /dev/kmem und damit die
verschlüsselte Passwortdatei lesen. Dies kompromittiert
unter Umständen jeden Account, der mit einem Passwort
geschützt ist. Alternativ kann ein Einbrecher, der in die
Gruppe kmem eingebrochen ist, die
Tastendrücke auf PTYs verfolgen. Dies schließt
auch PTYs mit ein, auf denen sich ein Benutzer mit sicheren
Methoden anmeldet. Ein Einbrecher, der Zugriff auf die
tty Gruppe hat, kann auf fast jeden Terminal
anderer Benutzer schreiben. Wenn der Benutzer einen Terminal-Emulator
benutzt, der über eine Tastatur-Simulation verfügt,
könnte der Angreifer Daten generieren, die den Terminal
veranlassen, ein Kommando unter diesem Benutzer laufen zu lassen.Absichern von AccountsAccounts sind für gewöhnlich sehr schwierig
abzusichern. Während Sie drakonische Beschränkungen
für Ihre Mitarbeiter einrichten und deren Passwörter
als ungültig markieren können, werden Sie das
vielleicht bei den normalen Accounts nicht durchsetzen.
Wenn Sie über ausreichend Macht verfügen, gelingt es Ihnen
vielleicht doch, ansonsten müssen Sie diese Accounts
aufmerksam überwachen. Wegen der zusätzlichen
Administrationsarbeit und der nötigen technischen
Unterstützung ist die Verwendung von
SSH und Kerberos
mit normalen Accounts erschwert, obwohl das natürlich
sicherer als die Verwendung von verschlüsselten
Passwörtern ist.Absichern der Passwort-DateiDer einzig sichere Weg ist, so viele Accounts wie möglich als
ungültig zu markieren und SSH oder
Kerberos zu benutzen, um auf sie
zuzugreifen. Obwohl die Datei /etc/spwd.db,
die die verschlüsselten Passwörter enthält,
nur von root gelesen werden kann, mag ein
Angreifer lesenden Zugriff auf diese Datei erlangen, ohne die
Fähigkeit sie auch zu beschreiben.Ihre Überwachungsskripten sollten Änderungen
an der Passwort-Datei melden (siehe Überprüfen der
Integrität von Dateien weiter unten).Absichern des Kernels, der Geräte und von
DateisystemenWenn ein Angreifer root-Zugriff erlangt,
kann er so ziemlich alles mit Ihrem System anstellen, doch sollten Sie
es ihm nicht zu leicht machen. Die meisten modernen Kernel haben
zum Beispiel einen Gerätetreiber, der es erlaubt, Pakete
abzuhören. Unter &os; wird das Gerät
bpf genannt. Für gewöhnlich
wird ein Angreifer versuchen, dieses Gerät zu nutzen, um
Pakete abzuhören. Sie sollten ihm diese Gelegenheit nicht
geben und auf den meisten Systemen ist das Gerät
bpf nicht nötig.sysctlAuch wenn Sie bpf nicht verwenden,
müssen Sie sich immer noch um /dev/mem
und /dev/kmem sorgen. Außerdem
kann der Angreifer immer noch auf die rohen Geräte
(raw devices)
schreiben. Weiterhin gibt es ein Programm zum Nachladen von
Modulen in den Kernel: &man.kldload.8;. Ein unternehmungslustiger
Angreifer kann dies benutzen, um sein eigenes
bpf oder ein anderes zum Abhören
geeignetes Gerät in den laufenden Kernel einzubringen. Um diese
Probleme zu vermeiden, müssen Sie den Kernel auf einer
höheren Sicherheitsstufe, mindestens 1,
laufen lassen. Die Sicherheitsstufe wird durch die Variable
kern.securelevel, die mit sysctl
gesetzt werden kann, angegeben. Nachdem Sie die Sicherheitsstufe
auf 1 gesetzt haben, sind schreibende Zugriffe
auf rohe Geräte verboten und die speziellen
chflags Optionen, wie schg
werden erzwungen. Sie müssen sicherstellen, dass die
schg Option auf allen kritischen Programmen,
Verzeichnissen und Skripten, die bis zum Setzen der Option laufen,
aktiviert ist. Das mag übertrieben sein da eine Migration
des Systems erschwert wird, wenn Sie auf einer höheren
Sicherheitsstufe arbeiten. Sie können einen Kompromiss
erreichen, indem Sie das System auf einer erhöhten
Sicherheitsstufe laufen lassen, aber die schg
Option nicht für jede Datei und jedes Verzeichnis auf der Welt
setzen. Eine andere Möglichkeit besteht darin,
/ und /usr einfach
schreibgeschützt einzuhängen. Bedenken Sie aber, dass
Sie das Aufdecken eines Einbruchs vielleicht verhindern, wenn
Sie zu drastische Maßnahmen zum Schutz Ihres Systems
verwenden.Überprüfen der Integrität von DateienSie können die Systemkonfiguration und die Dateien
nur so weit schützen, wie es die Benutzbarkeit des
Systems nicht einschränkt. Wenn Sie zum Beispiel
mit chflags die Option schg
auf die meisten Dateien in / und
/usr setzen, kann das Ihre Arbeit mehr behindern
als nützen. Die Maßnahme schützt zwar die
Dateien, schließt aber auch eine Möglichkeit,
Veränderungen zu entdecken, aus. Die letzte Schicht des
Sicherheitsmodells – das Aufdecken von Einbrüchen –
ist sicherlich die wichtigste. Alle Sicherheitsmaßnahmen sind
nichts wert, oder wiegen Sie in falscher Sicherheit, wenn Sie
nicht in der Lage sind, einen möglichen Einbruch zu entdecken.
Die Hälfte der Sicherheitsmaßnahmen hat die Aufgabe,
einen Einbruch zu verlangsamen, um es zu ermöglichen, den
Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen.Der beste Weg, einen Einbruch zu entdecken, ist es, nach
veränderten, fehlenden oder unerwarteten Dateien zu suchen.
Der wiederum beste Weg, nach veränderten Dateien zu suchen, ist
es, die Suche von einem anderen (oft zentralen) besonders
geschützten System durchzuführen. Es ist wichtig, dass
Ihre Sicherheitsüberprüfungen vor einem Angreifer
verborgen bleiben und daher sind sie auf einem besonders
geschützten System gut aufgehoben. Um dies optimal auszunutzen,
müssen Sie dem besonders geschützten System Zugriffsrechte
auf die zu schützenden Systeme geben. Sie können die
Dateisysteme der zu schützenden Systeme schreibgeschützt
für das besonders geschützte System exportieren, oder
Sie können der besonders geschützten Maschine
SSH auf die anderen Maschinen erlauben,
indem Sie SSH Schlüsselpaare
installieren. Mit Ausnahme des verursachten Netzwerkverkehrs
ist die NFS-Methode die am wenigsten sichtbare. Sie erlaubt es Ihnen,
nahezu unentdeckt die Dateisysteme der Clients zu beobachten. Wenn
Ihr besonders geschütztes System mit den Clients über
einen Switch verbunden ist, ist die NFS-Methode oft das Mittel der
Wahl. Wenn das besonders geschützte System allerdings
mit einem Hub verbunden ist, oder der Zugriff über mehrere
Router geschieht, ist die NFS-Methode aus der Netzwerksicht zu
unsicher. In einem solchen Fall ist SSH
besser geeignet, auch wenn es deutliche Spuren
hinterlässt.Wenn das besonders geschützte System lesenden Zugriff
auf die Clients hat, müssen Sie Skripten schreiben, die die
Überwachung durchführen. Wenn Sie die NFS-Methode
verwenden, können Sie dazu einfache Systemwerkzeuge wie
&man.find.1; und &man.md5.1; benutzen. Am besten berechnen
Sie einmal am Tag MD5-Prüfsummen der Dateien, Konfigurationsdateien
in /etc und /usr/local/etc
sollten öfter überprüft werden. Wenn Unstimmigkeiten
zwischen den auf der besonders geschützten Maschine gehaltenen
MD5-Prüfsummen und den ermittelten Prüfsummen festgestellt
werden, sollte Ihr System einen Systemadministrator benachrichtigen,
der den Unstimmigkeiten dann nachgehen sollte. Ein gutes Skript
überprüft das System auch auf verdächtige
SUID-Programme sowie gelöschte oder neue Dateien in
/ und /usr.Wenn Sie SSH anstelle von NFS
benutzen, wird das Erstellen der Skripten schwieriger. Sie müssen
die Skripten und die Programme wie find mit
scp auf den Client kopieren. Damit machen
Sie die Überprüfung für einen Angreifer sichtbar.
Außerdem kann der SSH-Client auf dem
Zielsystem schon kompromittiert sein. Zusammenfassend, kann der
Einsatz von SSH nötig sein,
wenn Sie über ungesicherte Verbindungen arbeiten, aber
der Umgang mit dieser Methode ist auch sehr viel schwieriger.Ein gutes Sicherheitsskript wird auch Dateien von Benutzern,
die den Zugriff auf ein System ermöglichen, wie
.rhosts, .shosts,
.ssh/authorized_keys usw., auf
Veränderungen untersuchen, die über die Möglichkeiten
einer Überprüfung mit MD5
(die ja nur Veränderungen erkennen kann) hinausgehen.Wenn Sie über große Partitionen verfügen, kann
es zu lange dauern, jede Datei zu überprüfen. In diesem
Fall sollten Sie beim Einhängen des Dateisystems Optionen
setzen, die das Ausführen von SUID-Programmen verbieten.
&man.mount.8; stellt dazu nosuid
zur Verfügung. Sie sollten diese Dateien aber trotzdem
mindestens einmal die Woche überprüfen, da das Ziel
dieser Schicht das Aufdecken eines Einbruchs, auch wenn er nicht
erfolgreich war, ist.Die Prozessüberwachung (siehe &man.accton.8;)
des Betriebssystems steht ein günstiges Werkzeug zur
Verfügung, dass sich bei der Analyse eines Einbruchs
als nützlich erweisen kann. Insbesondere können Sie
damit herausfinden, wie der Einbrecher in das System eingedrungen ist,
vorausgesetzt die Dateien der Prozessüberwachung sind
noch alle intakt.Schließlich sollten die Sicherheitsskripten die Logdateien
analysieren. Dies sollte so sicher wie möglich durchgeführt
werden, nützlich ist das Schreiben von Logdateien auf
entfernte Systeme mit syslog. Ein Einbrecher
wird versuchen, seine Spuren zu verwischen. Die Logdateien
sind wichtig für den Systemadministrator, da er aus ihnen
den Zeitpunkt und die Art des Einbruchs bestimmen kann. Eine
Möglichkeit, die Logdateien unverändert aufzuheben,
ist es, die Systemkonsole auf einen seriellen Port zu legen
und die Informationen dort von einer gesicherten Maschine
auszulesen.ParanoiaEs schadet nicht, ein bisschen paranoid zu sein.
Grundsätzlich darf ein Systemadministrator jede
Sicherheitsmaßnahme treffen, die die Bedienbarkeit des
Systems nicht einschränkt. Er kann auch Maßnahmen
treffen, die die Bedienbarkeit einschränken,
wenn er diese vorher genau durchdacht hat. Was noch wichtiger
ist: Halten Sie sich nicht sklavisch an dieses Dokument, sondern
führen Sie eigene Maßnahmen ein, um nicht einem
künftigen Angreifer, der auch Zugriff auf dieses Dokument
hat, alle Ihre Methoden zu verraten.Denial-of-Service AngriffeDenial-of-Service (DoS)Dieser Abschnitt behandelt Denial-of-Service Angriffe (DoS).
Ein DoS-Angriff findet typischerweise auf der Paketebene statt.
Während Sie nicht viel gegen moderne Angriffe mit falschen
Paketen, die das Netzwerk sättigen, ausrichten können,
können Sie sehr wohl den Schaden begrenzen, den solche
Angriffe verursachen können und insbesondere einen kompletten
Serverausfall verhindern, indem Sie beispielsweise folgende
Vorkehrungen treffen:Begrenzen von fork() Aufrufen.Begrenzen von Sprungbrett-Angriffen (ICMP response Angriffen,
ping zu Broadcast-Adressen usw.).Kernel-Cache für Routen.Ein häufiger DoS-Angriff gegen forkende Server versucht
den Server dazu zu bringen, solange neue Prozesse zu starten,
bis das System den ganzen Speicher und alle Dateideskriptoren
verbraucht hat, was dann zu einem Ausfall des Servers führt.
&man.inetd.8; besitzt einige Optionen, um diese Art von Angriffen
zu begrenzen. Beachten Sie bitte, dass es möglich ist, einen
Ausfall einer Maschine zu verhindern, doch ist es generell nicht
möglich, den Ausfall eines Dienstes bei dieser Art
von Angriffen zu verhindern. Lesen Sie sich bitte die Manualpages
von inetd gut durch und achten Sie speziell
auf die Optionen , und
. Angriffe mit gefälschten IP-Adressen
umgehen , so dass normalerweise eine
Kombination der Optionen benutzt werden muss. Manche Server,
die nicht von inetd gestartet werden,
besitzen Optionen, um den Start über fork()
einzuschränken.Sendmail besitzt die Option
, die besser als die
eingebauten Optionen zur Begrenzung der Systemauslastung funktioniert.
Sie sollten beim Start von sendmailMaxDaemonChildren so hoch setzen, dass Sie
die erwartete Auslastung gut abfangen können. Allerdings
sollten Sie den Wert nicht so hoch setzen, dass der
Rechner über seine eigenen Füße fällt.
Es ist auch klug, Sendmail im
Queue-Modus () laufen zu
lassen. Der Dæmon (sendmail -bd) sollte
getrennt von den Queue-Läufen (sendmail -q15m)
laufen. Wenn Sie trotzdem eine sofortige Auslieferung der Post
wünschen, können Sie die Queue in einem geringeren
Intervall, etwa , abarbeiten. Geben Sie
für diesesSendmail aber einen vernünftigen
Wert für MaxDaemonChildren an, um
Fehler zu verhindern.Syslogd kann direkt angegriffen
werden. Daher empfehlen wir Ihnen unbedingt die Option
zu benutzen. Sollte das nicht möglich
sein, benutzen Sie bitte .Vorsicht ist auch mit Diensten geboten, die automatisch
eine Rückverbindung eröffnen, wie der
reverse-identd der TCP-Wrapper.
Diese Funktion der TCP-Wrapper
sollten Sie normalerweise nicht benutzen.Es empfiehlt sich sehr, interne Dienste vor externen Zugriffen
durch eine Firewall an der Grenze Ihres Netzwerks zu schützen.
Dahinter steckt mehr die Idee, das Netzwerk vor Überlastung
durch Angriffe von außen zu schützen, als interne
Dienste vor einem root-Zugriff aus dem Netz
zu schützen. Konfigurieren Sie immer eine Firewall, die
alle Zugriffe blockiert, das heißt blockieren Sie
alles außer den Ports A, B, C, D
und M-Z. Damit können Sie Zugriffe auf alle niedrigen
Ports blockieren und Zugriffe auf spezielle Dienste wie
named, wenn Sie den primären
Namensdienst für eine Zone anbieten,
ntalkd oder
sendmail erlauben. Wenn Sie die
Firewall so konfigurieren, das sie in der Voreinstellung alle
Zugriffe erlaubt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie
vergessen, eine Reihe von Diensten zu blockieren bzw. einen
internen Dienst einführen und dann vergessen die Firewall
zu aktualisieren. Sie können immer die höheren
Portnummern öffnen, ohne die niedrigen Portnummern,
die nur von root benutzt werden dürfen,
zu kompromittieren. Beachten Sie bitte auch, dass es
&os; erlaubt, die Portnummern, die für dynamische
Verbindungen zur Verfügung stehen, zu konfigurieren.
Mit sysctl lassen sich verschiedene
Bereiche der net.inet.ip.portrange Variablen
setzen (eine Liste erhalten Sie mit sysctl -a | fgrep
portrange).
So können Sie zum Beispiel die Portnummern 4000 bis 5000
für den normalen Bereich und die Nummern 49152 bis 65535
für den hohen Bereich vorsehen. Dies erleichtert Ihnen
die Konfiguration der Firewall, da Sie nun Zugriffe auf Ports
unterhalb von 4000, mit Ausnahme der Dienste, die von außen
erreichbar sein sollen, blockieren können.Eine andere Form eines DoS-Angriffs nutzt einen Server
als Sprungbrett, der Server wird dabei so angegriffen, dass
seine Antworten ihn selber, das lokale Netzwerk oder einen
anderen Server überlasten. Der am häufigsten verwendete
Angriff dieser Art ist der ICMP ping broadcast
Angriff. Der Angreifer fälscht dazu
ping-Pakete, die zu der Broadcast-Adresse
Ihres LANs gesendet werden, indem er darin als Quelladresse
die Adresse des Opfers einsetzt. Wenn die Router an der Grenze
Ihres Netzwerks ping-Pakete auf
Broadcast-Adressen nicht abwehren, wird Ihr LAN genügend
Netzwerkverkehr generieren, um das Ziel des Angriffs zu
überlasten. Dies kann besonders effektiv sein, wenn der
Angreifer diese Methode mit mehreren Dutzend Broadcast-Adressen
über mehrere Netzwerke einsetzt. Es wurden schon
Broadcast-Angriffe mit über 120 Megabit pro Sekunde
gemessen. Ein zweiter Sprungbrett-Angriff wird gegen
das Fehlerbehandlungssystem von ICMP eingesetzt. Indem ein Angreifer
Pakete konstruiert, die eine ICMP-Fehlermeldung hervorrufen, kann
er das einkommende Netzwerk des Servers sättigen und diesen
wiederum veranlassen sein ausgehendes Netzwerk mit ICMP-Antworten
zu sättigen. Diese Art des Angriffs kann den kompletten
Speicher des Servers aufbrauchen und damit den Server stilllegen,
insbesondere wenn der Server nicht in der Lage ist, die generierten
ICMP-Antworten schnell genug abzuführen. Verwenden Sie die
sysctl-Variable
net.inet.icmp.icmplim, um die Auswirkungen
solcher Angriffe zu begrenzen. Die letzte
weit verbreitete Form von Sprungbrett-Angriffen verwendet
interne inetd-Dienste wie den
UDP echo-Dienst. Der Angreifer fälscht
dazu einfach ein UDP-Paket, indem er als Quellport den
echo-Port von Server A
und als Zielport den echo-Port von
Server B angibt, wobei beide
Server in Ihrem LAN stehen. Die beiden Server werden nun
dieses Paket zwischen sich hin und her schicken. Der Angreifer
kann die beiden Server und das LAN einfach damit überlasten,
dass er mehrere Pakete dieser Art generiert. Ähnliche
Probleme gibt es mit dem internen
chargen-Port, daher sollten Sie
die internen inetd-Testdienste
abstellen.Gefälschte IP-Pakete können dazu benutzt werden,
den Kernel-Cache für Routen zu überlasten. Schauen Sie
sich bitte die sysctl-Parameter
net.inet.ip.rtexpire, rtminexpire
und rtmaxcache an. Ein Angriff der gefälschte
Pakete mit zufälligen Quelladressen einsetzt, bewirkt, dass
der Kernel eine Route im Route-Cache anlegt, die Sie sich mit
netstat -rna | fgrep W3 ansehen können.
Diese Routen verfallen für gewöhnlich nach 1600 Sekunden.
Wenn der Kernel feststellt, dass die Routingtabelle im Cache
zu groß geworden ist, wird er dynamisch den Wert von
rtexpire verringern. Dieser Wert wird aber nie
kleiner werden als rtminexpire. Daraus
ergeben sich zwei Probleme:Der Kernel reagiert nicht schnell genug, wenn ein
Server mit einer niedrigen Grundlast plötzlich angegriffen
wird.rtminexpire ist nicht klein genug,
um einen anhaltenden Angriff zu überstehen.Wenn Ihre Server über eine T3 oder eine noch schnellere
Leitung mit dem Internet verbunden sind, ist es klug, mit
&man.sysctl.8; die Werte für rtexpire und
rtminexpire händisch zu setzen. Setzen
Sie bitte keinen der Werte auf Null, außer Sie wollen die
Maschine zum Erliegen bringen. Ein Wert von 2 Sekunden für
beide Parameter sollte ausreichen, um die Routingtabelle vor
einem Angriff zu schützen.Anmerkungen zum Zugriff mit Kerberos und SSHsshKerberosIVEs gibt ein paar Punkte, die Sie beachten sollten, wenn Sie
Kerberos oder SSH
einsetzen wollen. Kerberos 5 ist ein
ausgezeichnetes Authentifizierungsprotokoll. Leider gibt es
Fehler in den für Kerberos
angepassten Versionen von telnet und
rlogin, die sie ungeeignet für den
Umgang mit binären Datenströmen machen. Weiterhin
verschlüsselt Kerberos Ihre Sitzung
nicht, wenn Sie nicht die Option verwenden,
mit SSH wird dagegen alles
verschlüsselt.Ein Problem mit SSH sind Weiterleitungen von Verbindungen.
Wenn Sie von einer sicheren Maschine, auf der sich Ihre
Schlüssel befinden, eine Verbindung zu einer
ungesicherten Maschine aufmachen, wird für die Dauer der
Sitzung ein Port für Weiterleitungen geöffnet.
Ein Angreifer, der auf der unsicheren Maschine Zugang zu
root hat, kann diesen Port
benutzen, um Zugriff auf andere Maschinen zu
erlangen, die mit Ihren Schlüsseln zugänglich
sind.Wir empfehlen Ihnen, für die Logins Ihrer Mitarbeiter immer
SSH zusammen mit
Kerberos einzusetzen. Damit reduzieren
Sie die Abhängigkeit von potentiell gefährdeten
Schlüsseln und schützen gleichzeitig die Passwörter
mit Kerberos.
SSH-Schlüsselpaare sollten nur
für automatisierte Aufgaben von einem besonders gesicherten
Server eingesetzt werden (Kerberos
kann für diese Art von Aufgaben nicht eingesetzt werden).
Weiterhin empfehlen wir Ihnen, das Weiterreichen von Schlüsseln
in der SSH-Konfiguration abzustellen bzw.
die from=IP/DOMAIN Option in
authorized_keys zu verwenden, die den
Schlüssel nur von bestimmten Maschinen aus nutzbar macht.BillSwingleTeile umgeschrieben und aktualisiert von DES, Blowfish, MD5, und CryptSicherheitCryptCryptBlowfishDESMD5Jedem Benutzer eines &unix; Systems ist ein Passwort zugeordnet.
Es scheint offensichtlich, dass das Passwort nur dem Benutzer
und dem System bekannt sein muss. Um die Passwörter
geheim zu halten, werden sie mit einer nicht umkehrbaren Hash-Funktion
verschlüsselt, das heißt sie können leicht
verschlüsselt aber nicht entschlüsselt werden. Was wir
gerade als offensichtlich dargestellt haben, ist also nicht wahr: Das
Betriebssystem kennt das Passwort wirklich
nicht, es kennt nur das verschlüsselte
Passwort. Die einzige Möglichkeit, das originale Passwort
herauszufinden, besteht darin, alle möglichen Passwörter
auszuprobieren (brute force Suche).Zu der Zeit als &unix; entstanden ist, war die einzig sichere
Möglichkeit Passwörter zu verschlüsseln, leider
DES (Data Encryption Standard). Für die Einwohner der USA
stellte das kein Problem dar, aber da der Quellcode von DES nicht aus
den USA exportiert werden durfte, musste ein Weg gefunden werden,
der die Gesetze der USA nicht verletzte und gleichzeitig die
Kompatibilität mit anderen &unix; Systemen, die immer noch DES
benutzten, wahrte.Die Lösung bestand darin, die Verschlüsselungsbibliotheken
aufzuspalten. Benutzer in den USA konnten die DES-Bibliotheken
installieren und nutzen. In der Grundeinstellung benutzt &os;
MD5 als Verschlüsselungsmethode, das exportiert werden durfte
und damit von jedem genutzt werden konnte. Es wird davon ausgegangen,
dass MD5 sicherer als DES ist, so dass DES nur aus
Kompatibilitätsgründen installiert werden sollte.Erkennen der VerschlüsselungsmethodeDerzeit werden DES-, MD5- und Blowfish-Hash-Funktionen
unterstützt. In der
Voreinstellung benutzt &os; die MD5-Hash-Funktion.Sie können leicht herausfinden, welche
Verschlüsselungsmethode von &os; verwendet wird. Ein Weg
besteht darin, die verschlüsselten Passwörter in
/etc/master.passwd zu untersuchen.
Passwörter, die mit MD5 verschlüsselt wurden,
sind länger als die mit DES verschlüsselten und
beginnen mit den Zeichen $1$.
Passwörter, die mit $2a$
anfangen, wurden mit der Blowfish-Funktion verschlüsselt.
DES Passwörter besitzen keine offensichtlichen Merkmale,
an denen sie identifiziert werden könnten. Sie sind aber
kürzer als MD5-Passwörter und sind in einem
64 Zeichen umfassenden Alphabet kodiert, das das
$-Zeichen nicht enthält. Ein relativ
kurzes Passwort, das nicht mit einem
$-Zeichen anfängt, ist wahrscheinlich
ein DES-Passwort.Die Verschlüsselungsmethode für neue
Passwörter wird durch passwd_format in
/etc/login.conf bestimmt. Der Wert dieser
Variablen kann entweder des, md5
oder blf sein. Näheres schlagen Sie bitte
in &man.login.conf.5; nach.EinmalpasswörterEinmalpasswörterSicherheitEinmalpasswörterIn der Voreinstellung unterstützt &os;
OPIE (One-time Passwords in
Everything, das in der Regel MD5-Hash-Funktionen
einsetzt.Im Folgenden werden drei verschiedene
Passwörter verwendet. Das erste ist Ihr normales System- oder
Kerberos-Passwort und wird im Folgenden System-Passwort
genannt. Das zweite ist das Einmalpasswort, das bei OPIE von
opiekey generiert und von
opiepasswd und dem Login-Programm akzeptiert wird.
Im Folgenden wird es Einmalpasswort genannt. Das dritte
Passwort ist das geheime Passwort, das Sie mit
opiekey (manchmal auch mit
opiepasswd) zum Erstellen
der Einmalpasswörter verwenden. Dieses Passwort
werden wir im Folgenden geheimes Passwort
oder schlicht Passwort nennen.Das geheime Passwort steht in keiner Beziehung zu Ihrem
System-Passwort, beide können gleich sein, obwohl das nicht
empfohlen wird. Die geheimen Passwörter von
OPIE sind nicht auf eine Länge von 8 Zeichen,
wie alte &unix; PasswörterUnter &os; darf das System-Passwort maximal
128 Zeichen lang sein., beschränkt.
Sie können so lang sein, wie Sie wollen. Gebräuchlich sind
Passwörter, die sich aus sechs bis sieben Wörtern
zusammensetzen. Das OPIE-System arbeitet
größtenteils unabhängig von den
auf &unix;-Systemen verwendeten Passwort-Mechanismen.Neben dem Passwort gibt es noch zwei Werte, die für
OPIE wichtig sind. Der erste ist der
Initialwert (engl. seed
oder key), der aus zwei Buchstaben
und fünf Ziffern besteht. Der zweite Wert ist der
Iterationszähler, eine Zahl zwischen
1 und 100. OPIE generiert das Einmalpasswort, indem
es den Initialwert und das geheime Passwort aneinander hängt
und dann die MD5-Hash-Funktion so oft, wie durch den
Iterationszähler gegeben, anwendet. Das Ergebnis wird in
sechs englische Wörter umgewandelt, die Ihr Einmalpasswort
sind. Das Authentifizierungssystem (meistens PAM) merkt sich das
zuletzt benutzte Einmalpasswort und Sie sind authentisiert,
wenn die Hash-Funktion des Passworts dem vorigen Passwort
entspricht. Da nicht umkehrbare Hash-Funktionen benutzt werden,
ist es unmöglich, aus einem bekannten Passwort weitere
gültige Einmalpasswörter zu berechnen. Der
Iterationszähler wird nach jeder erfolgreichen Anmeldung um
eins verringert und stellt so die Synchronisation zwischen Benutzer
und Login-Programm sicher. Wenn der Iterationszähler den
Wert 1 erreicht, muss OPIE neu initialisiert werden.In jedem System werden mehrere Programme verwendet, die weiter
unten beschrieben werden. opiekey verlangt
einen Iterationszähler, einen Initialwert und ein geheimes
Passwort. Daraus generiert es ein Einmalpasswort oder eine Liste
von Einmalpasswörtern. opiepasswd wird
dazu benutzt, um OPIE zu initialisieren. Mit diesem Programm
können Passwörter, Iterationszähler oder
Initialwerte geändert werden. Als Parameter verlangt es
entweder ein geheimes Passwort oder einen Iterationszähler
oder einen Initialwert und ein Einmalpasswort.
opieinfo hingegen gibt den momentanen
Iterationszähler und Initialwert eines Benutzers aus. Diese
werden aus der Datei /etc/opiekeys
ermittelt.Im Folgenden werden vier verschiedene Tätigkeiten beschrieben.
Zuerst wird erläutert, wie
opiepasswd über eine gesicherte Verbindung
eingesetzt werden, um Einmalpasswörter das erste Mal
zu konfigurieren oder das Passwort oder den Initialwert
zu ändern. Als nächstes wird erklärt, wie
opiepasswd über eine nicht gesicherte
Verbindung, oder zusammen mit opiekey über
eine gesicherte Verbindung eingesetzt werden, um dasselbe zu
erreichen. Als drittes wird beschrieben, wie
opiekey genutzt wird,
um sich über eine nicht gesicherte Verbindung anzumelden.
Die vierte Tätigkeit beschreibt, wie mit
opiekey eine Reihe von Schlüsseln
generiert wird, die Sie sich aufschreiben oder ausdrucken können,
um sich von Orten anzumelden, die über keine gesicherten
Verbindungen verfügen.Einrichten über eine gesicherte VerbindungUm OPIE erstmals zu initalisieren, rufen Sie
opiepasswd auf:&prompt.user; opiepasswd -c
[grimreaper] ~ $ opiepasswd -f -c
Adding unfurl:
Only use this method from the console; NEVER from remote. If you are using
telnet, xterm, or a dial-in, type ^C now or exit with no password.
Then run opiepasswd without the -c parameter.
Using MD5 to compute responses.
Enter new secret pass phrase:
Again new secret pass phrase:
ID unfurl OTP key is 499 to4268
MOS MALL GOAT ARM AVID COED
Nach der Aufforderung Enter new secret pass phrase:
oder Enter secret password: geben Sie bitte Ihr
Passwort ein. Dies ist nicht das Passwort, mit dem Sie sich
anmelden, sondern es wird genutzt, um das Einmalpasswort
zu generieren. Die Zeile, die mit ID anfängt,
enthält Ihren Login-Namen, den Iterationszähler und den
Initialwert. Diese Werte müssen Sie sich nicht behalten, da
das System sie zeigen wird, wenn Sie sich anmelden. In der letzten
Zeile steht das Einmalpasswort, das aus diesen Parametern
und Ihrem geheimen Passwort ermittelt wurde. Wenn sie sich jetzt
wieder anmelden wollten, dann müssten Sie dieses
Passwort benutzen.Einrichten über eine nicht gesicherte VerbindungUm Einmalpasswörter über eine nicht gesicherte
Verbindung einzurichten, oder das geheime Passwort zu ändern,
müssen Sie über eine gesicherte Verbindung zu einer Stelle
verfügen, an der Sie opiekey ausführen.
Dies kann etwa die Eingabeaufforderung auf einer Maschine, der Sie
vertrauen, sein. Zudem müssen Sie einen Iterationszähler
vorgeben (100 ist ein guter Wert) und einen Initialwert wählen,
wobei Sie auch einen zufällig generierten benutzen können.
Benutzen Sie opiepasswd über die ungesicherte
Verbindung zu der Maschine, die Sie einrichten wollen:&prompt.user; opiepasswd
Updating unfurl:
You need the response from an OTP generator.
Old secret pass phrase:
otp-md5 498 to4268 ext
Response: GAME GAG WELT OUT DOWN CHAT
New secret pass phrase:
otp-md5 499 to4269
Response: LINE PAP MILK NELL BUOY TROY
ID mark OTP key is 499 gr4269
LINE PAP MILK NELL BUOY TROY
Drücken Sie Return, um die Vorgabe
für den Initialwert zu akzeptieren. Bevor
Sie nun das Zugriffspasswort
(engl. access password)
eingeben, rufen Sie über die gesicherte Verbindung
opikey mit denselben Parametern auf:&prompt.user; opiekey 498 to4268
Using the MD5 algorithm to compute response.
Reminder: Don't use opiekey from telnet or dial-in sessions.
Enter secret pass phrase:
GAME GAG WELT OUT DOWN CHAT
Gehen Sie nun zurück zu der nicht gesicherten Verbindung
und geben dort das eben generierte Einmalpasswort ein.Erzeugen eines einzelnen EinmalpasswortesNachdem Sie OPIE eingerichtet haben, werden Sie beim
nächsten Anmelden wie folgt begrüßt:&prompt.user; telnet example.com
Trying 10.0.0.1...
Connected to example.com
Escape character is '^]'.
FreeBSD/i386 (example.com) (ttypa)
login: <username>
otp-md5 498 gr4269 ext
Password: Anmerkung: OPIE besitzt eine nützliche Eigenschaft,
die hier nicht gezeigt ist. Wenn Sie an der Eingabeaufforderung
Return eingeben, wird die echo-Funktion eingeschaltet,
das heißt Sie sehen, was Sie tippen. Dies ist besonders
nützlich, wenn Sie ein generiertes Passwort von einem
Ausdruck abtippen müssen.MS-DOSWindowsMacOSJetzt müssen Sie Ihr Einmalpasswort generieren,
um der Anmeldeaufforderung nachzukommen. Dies muss auf
einem gesicherten System geschehen, auf dem Sie
oder opiekey ausführen können.
Dieses Programm gibt es übrigens auch für DOS, &windows; und
&macos;. Es benötigt den Iterationszähler
sowie den Initialwert als Parameter, die Sie mittels
cut-and-paste direkt von der Login-Aufforderung
nehmen können.Auf dem sicheren System:&prompt.user; opiekey 498 to4268
Using the MD5 algorithm to compute response.
Reminder: Don't use opiekey from telnet or dial-in sessions.
Enter secret pass phrase:
GAME GAG WELT OUT DOWN CHATMit dem jetzt generierten Einmalpasswort können
Sie die Anmeldeprozedur fortsetzen.Erzeugen von mehreren EinmalpasswörternManchmal müssen Sie sich an Orte begeben, an denen
Sie keinen Zugriff auf eine sichere Maschine oder eine
sichere Verbindung haben. In diesem Fall können Sie
vorher mit opiekey
einige Einmalpasswörter generieren, die Sie sich
ausdrucken und mitnehmen können. Zum Beispiel:&prompt.user; opiekey -n 5 30 zz99999
Using the MD5 algorithm to compute response.
Reminder: Don't use opiekey from telnet or dial-in sessions.
Enter secret pass phrase: <secret password>
26: JOAN BORE FOSS DES NAY QUIT
27: LATE BIAS SLAY FOLK MUCH TRIG
28: SALT TIN ANTI LOON NEAL USE
29: RIO ODIN GO BYE FURY TIC
30: GREW JIVE SAN GIRD BOIL PHIMit fordern Sie fünf
Passwörter der Reihe nach an. Der letzte
Iterationszähler wird durch gegeben.
Beachten Sie bitte, dass die Passwörter in der
umgekehrten Reihenfolge, in der sie
zu benutzen sind, ausgeben werden. Wenn Sie wirklich paranoid
sind, schreiben Sie sich jetzt die Passwörter auf,
ansonsten drucken Sie sie mit lpr aus.
Beachten Sie, dass jede Zeile den Iterationszähler
und das Einmalpasswort zeigt, trotzdem finden Sie es
vielleicht hilfreich, eine Zeile nach Gebrauch durchzustreichen.Einschränken der Benutzung von
System-PasswörternOPIE kann die Verwendung von System-Passwörtern
abhängig von der Quell-IP-Adresse einschränken.
Die dazu nötigen Einstellungen werden in der Datei
/etc/opieaccess vorgenommen, die
bei der Installation des Systems automatisch erzeugt wird.
Weitere Informationen über diese Datei und
Sicherheitshinweise zu ihrer Verwendung entnehmen Sie bitte
der Hilfeseite &man.opieaccess.5;.Die Datei opieaccess könnte
beispielsweise die folgende Zeile enthalten:permit 192.168.0.0 255.255.0.0Diese Zeile erlaubt es Benutzern, die sich von einer der
angegebenen Quell-IP-Adressen anmelden, ihr System-Passwort
zu verwenden. Beachten Sie bitte, dass eine Quell-IP-Adresse
leicht gefälscht werden kann.Findet sich in opieaccess kein
passender Eintrag, muss die Anmeldung mit OPIE erfolgen.TomRhodesBeigetragen von TCP-WrapperTCP-WrapperWahrscheinlich hat jeder, der &man.inetd.8; kennt,
schon mal von den TCP-Wrappern gehört. Die
wenigsten erkennen den vollen Nutzen der TCP-Wrapper
in einer Netzumgebung. Es scheint, dass die meisten
Leute Netzverbindungen mit einer Firewall absichern
wollen. Auch wenn eine Firewall ein mächtiges
Instrument ist, gibt es Sachen, die eine Firewall
nicht kann. Eine Firewall kann beispielsweise keine
Nachricht an den Verbindungsursprung senden. Genau
das und mehr können aber die
TCP-Wrapper. Im Folgenden werden
die Funktionen der TCP-Wrapper
und Beispiele für deren Konfiguration vorgestellt.Die TCP-Wrapper erweitern die
Steuerungsmöglichkeiten, die inetd
über die Dienste unter seiner Kontrolle hat.
Beispielsweise können Verbindungen protokolliert,
Nachrichten zurückgesandt oder nur interne Verbindungen
angenommen werden. Die TCP-Wrapper
bieten nicht nur eine weitere Sicherheitsschicht, die
teilweise auch von Firewalls geboten wird, sie bieten
darüber hinaus Funktionen zur Steuerung von
Verbindungen, die eine Firewall nicht bietet.Die erweiterten Funktionen der
TCP-Wrapper sind kein Firewall-Ersatz.
Sie sollten zusammen mit einer Firewall und anderen
Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt werden. Die
TCP-Wrapper sind eine weitere
Sicherheitsschicht zum Schutz eines Systems.Da die Wrapper die Funktion von inetd
erweitern, wird im Folgenden vorausgesetzt, dass Sie den
Abschnitt über die
inetd-Konfiguration
schon gelesen haben.Streng genommen handelt es sich bei den von &man.inetd.8;
gestarteten Programmen nicht um Daemonen. Da
sich diese Bezeichnung aber eingebürgert hat, wird sie auch
in diesem Abschnitt verwendet.TCP-Wrapper einrichtenUm die TCP-Wrapper unter &os;
zu benutzen, muss nur der inetd
aus rc.conf mit den voreingestellten
Optionen gestartet werden.
Die Konfigurationsdatei /etc/hosts.allow
darf keine Fehler enthalten; falls doch, werden die
Fehler mit &man.syslogd.8; protokolliert.Im Gegensatz zu anderen Implementationen der
TCP-Wrapper wird vom Gebrauch
der Datei hosts.deny abgeraten.
Die Konfiguration sollte sich vollständig in der
Datei /etc/hosts.allow befinden.In der einfachsten Konfiguration werden Dienste
abhängig vom Inhalt der Datei
/etc/hosts.allow erlaubt oder
gesperrt. Unter &os; wird in der Voreinstellung
jeder von inetd gestartete Dienst
erlaubt. Sehen wir uns zunächst die Grundkonfiguration
an.Eine Konfigurationszeile ist wie folgt aufgebaut:
Dienst : Adresse : Aktion.
Dienst ist der von inetd
gestartete Dienst (auch Daemon genannt). Die
Adresse kann ein gültiger
Rechnername, eine IP-Adresse oder
eine IPv6-Adresse in Klammern
([]) sein.
Der Wert allow im Feld
Aktion erlaubt Zugriffe, der Wert
deny verbietet Zugriffe.
Die Zeilen in hosts.allow
werden für jede Verbindung der Reihe nach
abgearbeitet. Trifft eine Zeile auf eine Verbindung
zu, wird die entsprechende Aktion ausgeführt
und die Abarbeitung ist beendet.Es gibt noch weitere Konfigurationsoptionen, die
gleich erläutert werden. Das bisher Gesagte
reicht, um eine einfache Regel aufzustellen. Wenn
Sie einkommende POP3-Verbindungen
für den Dienst
mail/qpopper
erlauben wollen, erweitern Sie
hosts.allow um die nachstehende
Zeile:# This line is required for POP3 connections:
qpopper : ALL : allowNachdem Sie die Zeile hinzugefügt haben, muss der
inetd neu gestartet werden. Sie
können dazu das Kommando &man.kill.1; verwenden
oder /etc/rc.d/inetd restart
ausführen.Erweiterte Konfiguration der TCP-WrapperDie TCP-Wrapper besitzen
weitere Optionen, die bestimmen, wie Verbindungen
behandelt werden. In einigen Fällen ist es
gut, wenn bestimmten Rechnern oder Diensten eine
Nachricht geschickt wird. In anderen Fällen
soll vielleicht der Verbindungsaufbau protokolliert
oder eine E-Mail an einen Administrator versandt
werden. Oder ein Dienst soll nur für das
lokale Netz bereitstehen. Dies alles ist mit so genannten
Wildcards, Metazeichen und der Ausführung externer
Programme möglich und wird in den nächsten
zwei Abschnitten erläutert.Externe Kommandos ausführenStellen Sie sich vor, eine Verbindung soll
verhindert werden und gleichzeitig soll demjenigen,
der die Verbindung aufgebaut hat, eine Nachricht
geschickt werden. Auf welche Art müssen
die TCP-Wrapper konfiguriert werden?
Die Option führt beim
Verbindungsaufbau ein Kommando aus. In der Datei
hosts.allow ist ein Beispiel
für diese Option enthalten:# Alle anderen Dienste sind geschützt
ALL : ALL \
: severity auth.info \
: twist /bin/echo "You are not welcome to use %d from %h."Für jeden Dienst, der nicht vorher in
der Datei hosts.allow konfiguriert
wurde, wird die Meldung You are not allowed to use
daemon from
hostname. zurückgegegeben.
Dies ist besonders nützlich, wenn Sie die
Gegenstelle sofort benachrichtigen wollen, nachdem
die Verbindung getrennt wurde. Beachten Sie, dass
der Text der Meldung in Anführungszeichen
(") stehen muss,
es gibt keine Ausnahmen zu dieser Regel.Ein so konfigurierter Server ist anfällig
für Denial-of-Service-Angriffe. Ein Angreifer
kann die gesperrten Dienste mit Verbindungsanfragen
überfluten.Um einem Denial-of-Service-Angriff zu entgehen,
benutzen Sie die Option .
Wie die Option verbietet
die Verbindung und führt
externe Kommandos aus. Allerdings sendet die
Option der Gegenstelle
keine Rückmeldung. Sehen Sie sich die
nachstehende Konfigurationsdatei an:# Verbindungen von example.com sind gesperrt:
ALL : .example.com \
: spawn (/bin/echo %a from %h attempted to access %d >> \
/var/log/connections.log) \
: denyDamit sind Verbindungen von der Domain
*.example.com gesperrt.
Jeder Verbindungsaufbau wird zudem in der Datei
/var/log/connections.log
protokolliert. Das Protokoll enthält den
Rechnernamen, die IP-Adresse
und den Dienst, der angesprochen wurde.In der Konfigurationsdatei wurde beispielsweise
das Metazeichen %a verwendet. Es gibt weitere
Metazeichen, die in der Hilfeseite &man.hosts.access.5;
beschrieben werden.WildcardsBisher verwendeten die Beispiele immer die
Wildcard ALL. Die Wildcard
ALL passt beispielsweise auf
jeden Dienst, jede Domain oder jede
IP-Adresse. Eine andere
Wildcard ist PARANOID. Sie passt
auf jeden Rechner dessen IP-Adresse
möglicherweise gefälscht ist. Dies ist dann
der Fall, wenn der Verbindungsaufbau von einer
IP-Adresse erfolgt, die nicht
zu dem übermittelten Rechnernamen passt.
Für solche Fälle werden mit der
Wildcard PARANOID Aktionen
festgelegt, beispielsweise:# Block possibly spoofed requests to sendmail:
sendmail : PARANOID : denyIn diesem Beispiel werden alle Verbindungen zu
sendmail verboten, die von einer
IP-Adresse ausgehen, die nicht zum
Rechnernamen passt.Die Wildcard PARANOID
kann einen Dienst unbrauchbar machen, wenn der
Client oder der Server eine fehlerhafte
DNS-Konfiguration besitzt.
Setzen Sie die Wildcard bitte umsichtig ein.Weiteres über Wildcards und deren Funktion
lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.hosts.access.5;
nach.In der Voreinstellung sind alle Dienste erlaubt.
Damit die gezeigten Beispiele funktionieren, müssen
Sie die erste Konfigurationszeile in der Datei
hosts.allow auskommentieren.MarkMurrayBeigesteuert von MarkDapozBasiert auf einem Beitrag von KerberosIVKerberosIVKerberos ist ein zusätzliches Netzwerkprotokoll, das es
Benutzern erlaubt, sich über einen sicheren Server zu
authentifizieren. Dienste wie rlogin,
rcp oder das sichere Kopieren von Dateien
zwischen Systemen und andere risikoreiche Tätigkeiten werden
durch Kerberos erheblich sicherer und kontrollierbarer.Die folgende Anleitung kann nur als Wegweiser dazu dienen, wie
Sie Kerberos für &os; konfigurieren. Eine komplette
Beschreibung des Systems finden Sie in den entsprechenden
Hilfeseiten.Installation von KerberosIVMITKerberosIVinstallierenKerberos ist eine optionale Komponente von &os;. Am
leichtesten installieren Sie die Software, wenn Sie bei
der ersten Installation von &os; in
sysinstall die Distribution
krb4 oder krb5
auswählen. Damit installieren Sie entweder die
eBones (KerberosIV) oder Heimdal
(Kerberos5) Version von Kerberos. Beide Versionen werden
mit &os; ausgeliefert, da sie außerhalb von den
USA oder Kanada entwickelt werden.
Sie unterliegen deshalb auch nicht den restriktiven
Exportbeschränkungen der USA und sind auch für
Bewohner anderer Länder zugänglich.Als Alternative steht die MIT Variante von Kerberos in der
Ports-Sammlung unter security/krb5 zur
Verfügung.Erstellen der initialen DatenbankDie folgenden Schritte werden nur auf dem Kerberos-Server
durchgeführt. Stellen Sie bitte vorher sicher, dass
keine alten Kerberos-Datenbanken mehr vorhanden sind. Im
Verzeichnis /etc/kerberosIV sollten sich nur
die folgenden Dateien befinden:&prompt.root; cd /etc/kerberosIV
&prompt.root; ls
README krb.conf krb.realmsWenn noch andere Dateien, wie principal.*
oder master_key, existieren, müssen
Sie die alte Kerberos-Datenbank mit kdb_destroy
löschen. Wenn Kerberos nicht läuft, können Sie
die Dateien auch einfach löschen.Sie sollten nun die Dateien krb.conf und
krb.realms editieren, um Ihr Kerberos-Realm zu
definieren. Das folgende Beispiel zeigt dies für das Realm
EXAMPLE.COM auf dem Server
grunt.example.com.
krb.conf sollte wie folgt aussehen:&prompt.root; cat krb.conf
EXAMPLE.COM
EXAMPLE.COM grunt.example.com admin server
CS.BERKELEY.EDU okeeffe.berkeley.edu
ATHENA.MIT.EDU kerberos.mit.edu
ATHENA.MIT.EDU kerberos-1.mit.edu
ATHENA.MIT.EDU kerberos-2.mit.edu
ATHENA.MIT.EDU kerberos-3.mit.edu
LCS.MIT.EDU kerberos.lcs.mit.edu
TELECOM.MIT.EDU bitsy.mit.edu
ARC.NASA.GOV trident.arc.nasa.govDie zusätzlich aufgeführten Realms brauchen Sie nicht
anzulegen. Sie zeigen hier nur, wie man Kerberos dazu bringt, andere
Realms zu erkennen. Sie können Sie also auch weglassen.Die erste Zeile benennt das Realm, in dem das System arbeitet.
Die anderen Zeilen enthalten Realm/Host Paare. Der erste Wert jeder
Zeile ist das Realm, der zweite Teil ein Host, der in diesem
Realm Key Distribution Center ist. Die
Schlüsselwörter admin server nach einem
Hostnamen bedeuten, dass dieser Host auch einen administrativen
Datenbankserver zur Verfügung stellt. Weitere Erklärungen zu
diesen Begriffen finden Sie in den Kerberos Manualpages.Als nächstes muss
grunt.example.com in das Realm
EXAMPLE.COM aufgenommen werden. Des Weiteren
erstellen wir einen Eintrag, der alle Rechner der Domäne
.example.com in das Realm
EXAMPLE.COM aufnimmt.
krb.realms sollte danach so aussehen:&prompt.root; cat krb.realms
grunt.example.com EXAMPLE.COM
.example.com EXAMPLE.COM
.berkeley.edu CS.BERKELEY.EDU
.MIT.EDU ATHENA.MIT.EDU
.mit.edu ATHENA.MIT.EDUDie zusätzlichen Realms sind hier wieder als Beispiel
gedacht. Sie können sie der Einfachheit halber auch
weglassen.Die erste Zeile nimmt ein einzelnes System
in das Realm auf. Die anderen Zeilen zeigen, wie bestimmte
Subdomänen einem bestimmten Realm zugeordnet werden.Das folgende Kommando muss nur auf dem Kerberos-Server
(oder Key Distribution Center) laufen. Mit
kdb_init können wir die Datenbank
anlegen:&prompt.root; kdb_initRealm name [default ATHENA.MIT.EDU ]:EXAMPLE.COM
You will be prompted for the database Master Password.
It is important that you NOT FORGET this password.
Enter Kerberos master key:Anschließend muss der Schlüssel gespeichert
werden, damit Server auf der lokalen Maschine darauf zugreifen
können. Dies geschieht mit kstash:&prompt.root; kstashEnter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!Das verschlüsselte Master-Passwort wurde in
/etc/kerberosIV/master_key gesichert.Anlegen von PrinzipalsFür jedes System, das mit Kerberos
gesichert werden soll, müssen zwei Prinzipale in die
Datenbank eingetragen werden. Ihre Namen sind
kpasswd und rcmd. Beide
Prinzipale müssen für jedes System angelegt werden, wobei
die Instanz der Name des jeweiligen Systems ist.Die Dæmonen kpasswd und
rcmd erlauben es anderen Systemen,
Kerberos-Passwörter zu ändern und Kommandos wie
&man.rcp.1;, &man.rlogin.1; und &man.rsh.1;
laufen zu lassen.Beide Einträge werden im Folgenden angelegt:&prompt.root; kdb_edit
Opening database...
Enter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Previous or default values are in [brackets] ,
enter return to leave the same, or new value.
Principal name:passwdInstance:grunt
<Not found>, Create [y] ?y
Principal: passwd, Instance: grunt, kdc_key_ver: 1
New Password: <---- geben Sie hier Zufallswerte ein
Verifying password
New Password: <---- geben Sie hier Zufallswerte ein
Random password [y] ?y
Principal's new key version = 1
Expiration date (enter yyyy-mm-dd) [ 2000-01-01 ] ?Max ticket lifetime (*5 minutes) [ 255 ] ?Attributes [ 0 ] ?
Edit O.K.
Principal name:rcmdInstance:grunt
<Not found>, Create [y] ?
Principal: rcmd, Instance: grunt, kdc_key_ver: 1
New Password: <---- geben Sie hier Zufallswerte ein
Verifying password
New Password: <---- geben Sie hier Zufallswerte ein
Random password [y] ?
Principal's new key version = 1
Expiration date (enter yyyy-mm-dd) [ 2000-01-01 ] ?Max ticket lifetime (*5 minutes) [ 255 ] ?Attributes [ 0 ] ?
Edit O.K.
Principal name: <---- geben Sie nichts an, um das Programm zu verlassenErstellen der Server-DateiWir müssen nun für jede Maschine die Instanzen,
die Dienste definieren, aus der Datenbank mit
ext_srvtab extrahieren. Die erstelle Datei
muss auf einem sicheren Weg in das
Verzeichnis /etc jedes Clients
kopiert werden. Die Datei muss auf jedem Server und auf
jedem Client vorhanden sein und ist unabdingbar für
Kerberos.&prompt.root; ext_srvtab gruntEnter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Generating 'grunt-new-srvtab'....Das Kommando erzeugt Dateien mit einem temporären Namen,
der es anderen Servern erlaubt, ihre Datei abzuholen. Die Datei
muss auf dem entsprechenden System in srvtab
umbenannt werden. Auf dem originalen System können Sie
&man.mv.1; benutzen, um die Datei umzubenennen:&prompt.root; mv grunt-new-srvtab srvtabWenn die Datei für ein Client-System bestimmt ist und das
Netzwerk nicht sicher ist, kopieren Sie die Datei auf ein bewegliches
Medium und transportieren sie physikalisch. Kopieren Sie die Datei
auf den Client in das Verzeichnis /etc.
Benennen Sie die Datei in srvtab um und setzen Sie
schließlich noch die Berechtigungen auf 600:&prompt.root; mv grumble-new-srvtab srvtab
&prompt.root; chmod 600 srvtabFüllen der DatenbankWir können nun Benutzer in der Datenbank anlegen. Mit
kdb_edit legen wir zuerst die Benutzerin
jane an:&prompt.root; kdb_edit
Opening database...
Enter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Previous or default values are in [brackets] ,
enter return to leave the same, or new value.
Principal name:janeInstance:
<Not found>, Create [y] ?y
Principal: jane, Instance: , kdc_key_ver: 1
New Password: <---- geben Sie ein sicheres Passwort ein
Verifying password
New Password: <---- wiederholen Sie die Eingabe
Principal's new key version = 1
Expiration date (enter yyyy-mm-dd) [ 2000-01-01 ] ?Max ticket lifetime (*5 minutes) [ 255 ] ?Attributes [ 0 ] ?
Edit O.K.
Principal name: <---- geben Sie nichts an, um das Programm zu verlassenTestenZuerst müssen die Kerberos-Dæmonen gestartet sein.
Wenn Sie /etc/rc.conf richtig angepasst haben,
passiert das automatisch, wenn Sie booten. Dieser Schritt ist nur
auf dem Kerberos-Server notwendig, die Clients bekommen alles
was sie brauchen aus dem /etc/kerberosIV
Verzeichnis.&prompt.root; kerberos &
Kerberos server starting
Sleep forever on error
Log file is /var/log/kerberos.log
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Current Kerberos master key version is 1
Local realm: EXAMPLE.COM
&prompt.root; kadmind -n &
KADM Server KADM0.0A initializing
Please do not use 'kill -9' to kill this job, use a
regular kill instead
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!Jetzt können wir mit kinit versuchen,
ein Ticket für die ID jane, die wir
oben angelegt haben, zu erhalten:&prompt.user; kinit jane
MIT Project Athena (grunt.example.com)
Kerberos Initialization for "jane"
Password:Mit klist können Sie sich vergewissern,
dass Sie die Tickets auch erhalten haben:&prompt.user; klist
Ticket file: /tmp/tkt245
Principal: jane@EXAMPLE.COM
Issued Expires Principal
Apr 30 11:23:22 Apr 30 19:23:22 krbtgt.EXAMPLE.COM@EXAMPLE.COMVersuchen Sie nun das Passwort mit &man.passwd.1;
zu ändern, um zu überprüfen, dass der
kpasswd Dæmon auch auf der
Kerberos-Datenbank autorisiert ist:&prompt.user; passwd
realm EXAMPLE.COM
Old password for jane:New Password for jane:
Verifying password
New Password for jane:
Password changed.Anlegen von su PrivilegienMit Kerberos kann jedem Benutzer, der
root-Privilegien braucht, ein
eigenes Passwort für
&man.su.1; zugewiesen werden. Dies wird dadurch
erreicht, dass die Instanz eines Prinzipals
root ist. Mit kbd_edit
legen wir nun den Eintrag jane.root in der
Kerberos-Datenbank an:&prompt.root; kdb_edit
Opening database...
Enter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Previous or default values are in [brackets] ,
enter return to leave the same, or new value.
Principal name:janeInstance:root
<Not found>, Create [y] ? y
Principal: jane, Instance: root, kdc_key_ver: 1
New Password: <---- geben Sie ein sicheres Passwort ein
Verifying password
New Password: <---- geben Sie das Passwort erneut ein
Principal's new key version = 1
Expiration date (enter yyyy-mm-dd) [ 2000-01-01 ] ?Max ticket lifetime (*5 minutes) [ 255 ] ?12 <--- Keep this short!
Attributes [ 0 ] ?
Edit O.K.
Principal name: <---- geben Sie nichts an, um das Programm zu verlassenVersuchen Sie nun, für diesen Prinzipal Tickets zu
bekommen:&prompt.root; kinit jane.root
MIT Project Athena (grunt.example.com)
Kerberos Initialization for "jane.root"
Password:Als nächstes fügen wir den Prinzipal in
.klogin von root ein:&prompt.root; cat /root/.klogin
jane.root@EXAMPLE.COMJetzt benutzen wir &man.su.1;:&prompt.user; su
Password:und kontrollieren, welche Tickets wir haben:&prompt.root; klist
Ticket file: /tmp/tkt_root_245
Principal: jane.root@EXAMPLE.COM
Issued Expires Principal
May 2 20:43:12 May 3 04:43:12 krbtgt.EXAMPLE.COM@EXAMPLE.COMWeitere KommandosIn einem der Beispiele haben wir einen Prinzipal mit
dem Namen jane und der Instanz
root angelegt. Der Prinzipal entstand aus
einem Benutzer mit dem gleichen Namen. Unter Kerberos ist es
Standard, dass ein
principal.instance der Form
username.root es dem
Benutzer username erlaubt, mit
&man.su.1; root zu werden, wenn die
entsprechenden Einträge in .klogin von
root existieren:&prompt.root; cat /root/.klogin
jane.root@EXAMPLE.COMDas gilt auch für die .klogin-Datei
im Heimatverzeichnis eines Benutzers:&prompt.user; cat ~/.klogin
jane@EXAMPLE.COM
jack@EXAMPLE.COMDie Einträge erlauben jedem, der sich im Realm
EXAMPLE.COM als jane oder
jack mit kinit authentifiziert
hat, mittels &man.rlogin.1;, &man.rsh.1; oder &man.rcp.1;
auf den Account jane und dessen
Dateien zuzugreifen.Im folgenden Beispiel meldet sich jane
mit Kerberos auf grunt an:&prompt.user; kinit
MIT Project Athena (grunt.example.com)
Password:
&prompt.user; rlogin grunt
Last login: Mon May 1 21:14:47 from grumble
Copyright (c) 1980, 1983, 1986, 1988, 1990, 1991, 1993, 1994
The Regents of the University of California. All rights reserved.
FreeBSD BUILT-19950429 (GR386) #0: Sat Apr 29 17:50:09 SAT 1995Im folgenden Beispiel wurde der Prinzipal jack
mit einer Instanz null angelegt. Mit der obigen
.klogin-Datei kann er sich nun auf derselben
Maschine als jane anmelden:&prompt.user; kinit
&prompt.user; rlogin grunt -l jane
MIT Project Athena (grunt.example.com)
Password:
Last login: Mon May 1 21:16:55 from grumble
Copyright (c) 1980, 1983, 1986, 1988, 1990, 1991, 1993, 1994
The Regents of the University of California. All rights reserved.
FreeBSD BUILT-19950429 (GR386) #0: Sat Apr 29 17:50:09 SAT 1995TillmanHodgsonBeigetragen von MarkMurrayBeruht auf einem Beitrag von Kerberos5Das Basissystem enthält ab &os; 5.1
nur noch Kerberos5. Die
Konfiguration von Kerberos5
ist der Konfiguration von KerberosIV
sehr ähnlich. Wenn Sie KerberosIV
benötigen, installieren Sie den Port
security/krb4.
Der folgende Abschnitt beschreibt ausschließlich
Kerberos5 für &os;-Releases
ab 5.0.Kerberos ist ein Netzwerk-Protokoll,
das Benutzer mithilfe eines sicheren Servers authentifiziert.
Mit Risiken behaftete Dienste, wie das Anmelden an entfernten
Systemen oder das Kopieren von Daten auf entfernte Systeme,
werden durch Kerberos erheblich
sicherer und lassen sich leichter steuern.Kerberos hat eine Aufgabe:
Die sichere Prüfung der Identität eines Benutzers
(Authentifizierung) über das Netzwerk. Das System
überprüft weder die Berechtigungen der Benutzer
(Autorisierung), noch verfolgt es die durchgeführten
Aktionen (Audit). Daher sollte Kerberos
zusammen mit anderen Sicherheits-Systemen eingesetzt werden, die
diese Funktionen bereitstellen. Die Daten einer Kommunikation
können verschlüsselt werden, nachdem die
Kommunikationspartner mit Kerberos
ihre Identität geprüft haben.Die folgenden Anweisungen beschreiben, wie Sie das mit
&os; gelieferte Kerberos einrichten.
Eine vollständige Beschreibung des Systems entnehmen
Sie bitte den entsprechenden Hilfeseiten.Die Beschreibung der
Kerberos-Installation benutzt
folgende Namensräume:Die DNS-Domain (Zone) heißt
example.org.Das Kerberos-Realm
heißt EXAMPLE.ORG.Benutzen Sie echte Domain-Namen, wenn Sie
Kerberos einrichten. Damit
vermeiden Sie DNS-Probleme und stellen
die Zusammenarbeit mit anderen
Kerberos-Realms sicher.GeschichteKerberos5GeschichteDas MIT entwickelte
Kerberos, um Sicherheitsprobleme
auf dem Netzwerk zu lösen. Das
Kerberos-Protokoll verwendet
starke Kryptographie, sodass ein Server die Identität
eines Clients (der umgekehrte Vorgang ist auch möglich)
über ein unsicheres Netzwerk feststellen kann.Der Begriff Kerberos wird sowohl für das Protokoll
als auch für Programme verwendet, die
Kerberos benutzen (wie
Kerberos-Telnet). Die aktuelle
Protokollversion ist 5 und wird in
RFC 1510 beschrieben.Mehrere Implementierungen des Protokolls stehen frei
zur Verfügung und decken viele Betriebssysteme ab.
Das Massachusetts Institute of Technology
(MIT), an dem Kerberos
ursprünglich entwickelt wurde, entwickelt seine
Kerberos-Version weiter. In den
USA wird diese Version häufig
eingesetzt, unterlag aber Export-Beschränkungen,
da sie in den USA entwickelt wurde.
Die MIT-Version von
Kerberos befindet sich im Port
security/krb5.
Heimdal ist eine weitere Implementierung der Protokollversion 5.
Sie wurde außerhalb der USA entwickelt
und unterliegt daher keinen Export-Beschränkungen.
Heimdal-Kerberos befindet sich
im Port security/heimdal
und das Basissystem von &os; enthält eine minimale
Installation von Heimdal.Um möglichst viele Benutzer anzusprechen, verwenden
die folgenden Beispiele die in &os; enthaltene
Heimdal-Distribution.Das Heimdal KDC einrichtenKerberos5Key Distribution CenterKerberos authentifiziert
Benutzer an einer zentralen Stelle: dem Key Distribution
Center (KDC). Das KDC
verteilt Tickets, mit denen ein
Dienst die Identität eines Benutzers feststellen kann.
Alle Mitglieder eines Kerberos-Realms
vertrauen dem KDC, daher gelten für
das KDC erhöhte
Sicherheitsanforderungen.Obwohl das KDC wenig Ressourcen eines
Rechners benötigt, sollte es wegen der
Sicherheitsanforderungen auf einem separaten Rechner
installiert werden.Das KDC wird in
/etc/rc.conf wie folgt aktiviert:kerberos5_server_enable="YES"
kadmind5_server_enable="YES"Danach wird die Konfigurationsdatei von
Kerberos,
/etc/krb5.conf, erstellt:[libdefaults]
default_realm = EXAMPLE.ORG
[realms]
EXAMPLE.ORG = {
kdc = kerberos.example.org
admin_server = kerberos.example.org
}
[domain_realm]
.example.org = EXAMPLE.ORGDiese Einstellungen setzen voraus, dass der voll
qualifizierte Name des KDCs
kerberos.example.org ist.
Wenn Ihr KDC einen anderen Namen hat,
müssen Sie in der DNS-Zone einen Alias-Eintrag (CNAME-Record)
für das KDC hinzufügen.Auf großen Netzwerken mit einem ordentlich
konfigurierten BIND
DNS-Server kann die Datei verkürzt
werden:[libdefaults]
default_realm = EXAMPLE.ORGDie Zonendatei von example.org
muss dann die folgenden Zeilen enthalten:_kerberos._udp IN SRV 01 00 88 kerberos.example.org.
_kerberos._tcp IN SRV 01 00 88 kerberos.example.org.
_kpasswd._udp IN SRV 01 00 464 kerberos.example.org.
_kerberos-adm._tcp IN SRV 01 00 749 kerberos.example.org.
_kerberos IN TXT EXAMPLE.ORGDamit Klienten die
Kerberos-Dienste benutzen
können, muss die Datei /etc/krb5.conf
entweder die vollständige Konfiguration enthalten
oder eine minimale Konfiguration enthalten
und zusätzlich ein DNS-Server
richtig eingerichtet sein.Im nächsten Schritt wird die
Kerberos-Datenbank eingerichtet.
Die Datenbank enthält die Schlüssel aller Prinzipale
und ist mit einem Passwort geschützt. Dieses Passwort
brauchen Sie nicht zu behalten, da ein davon abgeleiteter
Schlüssel in der Datei /var/heimdal/m-key
gespeichert wird. Den Schlüssel erstellen Sie, indem
Sie das Programm kstash aufrufen und
ein Passwort eingeben.Nachdem Sie den Schlüssel in
/var/heimdal/m-key erstellt haben,
können Sie die Datenbank mit dem Kommando
kadmin initialisieren. Verwenden
Sie hierbei die Option (lokal). Mit
dieser Option wird die Datenbank lokal modifiziert. Normal
würde der kadmind-Dienst benutzt,
der aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht läuft. An
der Eingabeaufforderung von kadmin
können Sie mit dem Kommando init
die Datenbank des Realms einrichten.Zuletzt erstellen Sie mit dem Kommando add
Ihren ersten Prinzipal. Benutzen Sie die voreingestellten
Optionen; Sie können die Einstellungen später
mit dem Kommando modify ändern.
An der Eingabeaufforderung zeigt das Kommando
? Hilfetexte an.Zusammengefasst wird die Datenbank wie folgt
eingerichtet:&prompt.root; kstash
Master key: xxxxxxxx
Verifying password - Master key: xxxxxxxx
&prompt.root; kadmin -l
kadmin> init EXAMPLE.ORG
Realm max ticket life [unlimited]:
kadmin> add tillman
Max ticket life [unlimited]:
Max renewable life [unlimited]:
Attributes []:
Password: xxxxxxxx
Verifying password - Password: xxxxxxxxJetzt kann das KDC gestartet werden.
Führen Sie zum Start der Dienste die Kommandos
/etc/rc.d/kerberos start und
/etc/rc.d/kadmind start aus. Obwohl
zu diesem Zeitpunkt noch keine kerberisierten Dienste
laufen, können Sie die Funktion des KDCs
schon überprüfen. Für den eben angelegten
Benutzer können Sie sich vom KDC
Tickets holen und diese Tickets anzeigen:&prompt.user; kinit tillman
tillman@EXAMPLE.ORG's Password:
&prompt.user; klist
Credentials cache: FILE: /tmp/krb5cc_500
Principal: tillman@EXAMPLE.ORG
Issued Expires Principal
Aug 27 15:37:58 Aug 28 01:37:58 krbtgt/EXAMPLE.ORG@EXAMPLE.ORGDieses Ticket kann, nachdem Sie Ihre Arbeit beendet haben,
zurückgezogen werden:&prompt.user; k5destroyKerberos-Dienste
einrichtenKerberos5Dienste einrichtenAlle Rechner, die kerberisierte Dienste anbieten,
müssen eine Kopie der
Kerberos-Konfigurationsdatei
/etc/krb5.conf besitzen. Sie
können die Datei einfach vom KDC
kopieren.Anschließend müssen Sie die Datei
/etc/krb5.keytab erzeugen. Im
Gegensatz zu normalen Workstations benötigt jeder
Server eine keytab.
Diese Datei enthält den Schlüssel des
Servers, mit dem sich der Server und das
KDC gegenseitig authentifizieren
können. Die Datei muss sicher auf den Server
transportiert werden (beispielsweise mit &man.scp.1;
oder einer Diskette). Unter keinen Umständen
darf die Datei im Klartext, zum Beispiel mit
FTP, übertragen werden,
da sonst die Sicherheit des Servers gefährdet
ist.Sie können die keytab auch
mit dem Programm kadmin übertragen.
Da Sie mit kadmin sowieso einen Host-Prinzipal
für den Server einrichten müssen, ist das ganz
praktisch.Sie müssen allerdings schon ein Ticket
besitzen und berechtigt sein, kadmin
auszuführen. Die Berechtigung erhalten Sie durch
einen Eintrag in der Zugriffskontrollliste
kadmind.acl. Weitere Informationen
über Zugriffskontrolllisten erhalten Sie in den
Heimdal-Info-Seiten (info heimdal)
im Abschnitt Remote administration. Wenn
der Zugriff auf kadmin von entfernten
Maschinen verboten ist, müssen Sie sich sicher
auf dem KDC anmelden (lokale Konsole,
&man.ssh.1; oder kerberisiertes Telnet) und die
keytab lokal mit
kadmin -l erzeugen.Nachdem Sie die Datei /etc/krb5.conf
installiert haben, können Sie das Kommando
kadmin benutzen. An der Eingabeaufforderung
von kadmin erstellt das Kommando
add --random-key den Host-Prinzipal
und das Kommando ext extrahiert den
Schlüssel des Prinzipals in eine Datei:&prompt.root; kadmin
kadmin> add --random-key host/myserver.example.org
Max ticket life [unlimited]:
Max renewable life [unlimited]:
Attributes []:
kadmin> ext host/myserver.example.org
kadmin> exitDas Kommando ext (von
extract) speichert den
extrahierten Schlüssel in der Datei
/etc/krb5.keytab.Wenn auf dem KDC, vielleicht aus
Sicherheitsgründen, kadmind
nicht läuft, können Sie das Kommando
kadmin von entfernten Rechnern nicht
benutzen. In diesem Fall legen Sie den Host-Prinzipal
host/myserver.EXAMPLE.ORG direkt
auf dem KDC an. Den Schlüssel
extrahieren Sie in eine temporäre Datei (damit
die Datei /etc/krb5.keytab nicht
überschrieben wird):&prompt.root; kadmin
kadmin> ext --keytab=/tmp/example.keytab host/myserver.example.org
kadmin> exitAnschließend müssen Sie die erzeugte
example.keytab sicher auf den
Server kopieren (mit scp oder
mithilfe einer Diskette). Geben Sie auf jeden Fall
einen anderen Namen für die keytab
an, weil sonst die keytab des
KDCs überschrieben würde.Wegen der Datei krb5.conf kann
der Server nun mit dem KDC kommunizieren
und seine Identität mithilfe der Datei
krb5.keytab nachweisen. Jetzt
können wir kerberisierte Dienste aktivieren.
Für telnet muss die folgende
Zeile in /etc/inetd.conf eingefügt
werden:telnet stream tcp nowait root /usr/libexec/telnetd telnetd -a userAusschlaggebend ist, dass die Authentifizierungs-Methode
mit auf user gesetzt
wird. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Hilfeseite
&man.telnetd.8;.Nachdem sie die Zeile in /etc/inetd.conf
eingefügt haben, starten Sie &man.inetd.8; mit
dem Kommando /etc/rc.d/inetd restart
durch.Kerberos-Clients
einrichtenKerberos5Clients einrichtenEin Client lässt sich leicht einrichten.
Sie benötigen nur die
Kerberos-Konfigurationsdatei
/etc/krb5.conf. Kopieren Sie
die Konfigurationsdatei einfach vom KDC
auf den Client.Sie können jetzt mit kinit
Tickets anfordern, mit klist Tickets
anzeigen und mit kdestroy Tickets
löschen. Sie können mit
Kerberos-Anwendungen kerberisierte
Server ansprechen. Wenn das nicht funktioniert,
Sie aber Tickets anfordern können, hat wahrscheinlich
der kerberisierte Server ein Problem und nicht der
Client oder das KDC.Wenn Sie eine Anwendung wie telnet
testen, können Sie mit einem Paket-Sniffer
(beispielsweise &man.tcpdump.1;) überprüfen,
dass Passwörter verschlüsselt übertragen
werden. Probieren Sie auch die Option
von telnet, die den gesamten Datenverkehr
verschlüsselt (analog zu ssh).Zu Heimdal gehören noch weitere Anwendungen.
Allerdings enthält das &os;-Basissystem nur eine
minimale Heimdal-Installation mit nur einer
kerberisierten Anwendung: telnet.Der Heimdal-Port enthält noch mehr kerberisierte
Anwendungen wie ftp, rsh,
rcp und rlogin.
Der MIT-Port enthält ebenfalls
weitere kerberisierte Anwendungen..k5login und
.k5users.k5login.k5usersNormalerweise wird ein
Kerberos-Prinzipal wie
tillman@EXAMPLE.ORG auf ein lokales
Benutzerkonto, beispielsweise tillman,
abgebildet. Daher benötigen Client-Anwendungen (zum
Beispiel telnet) keinen Benutzernamen.Manchmal wird aber Zugriff auf ein lokales Benutzerkonto
benötigt, zu dem es keinen passenden
Kerberos-Prinzipal gibt.
Der Prinzipal tillman@EXAMPLE.ORG
bräuchte beispielsweise Zugriff auf das Konto
webdevelopers. Ebenso könnten
andere Prinzipale auf dieses Konto zugreifen wollen.Die Dateien .k5login und
.k5users im Heimatverzeichnis eines
Benutzerkontos gewähren Zugriffe ähnlich wie
die Dateien .hosts und
.rhosts. Um den Prinzipalen
tillman@example.org und
jdoe@example.org auf das Konto
webdevelopers zu geben, wird im
Heimatverzeichnis von webdevelopers
die Datei .k5login mit folgendem
Inhalt angelegt:tillman@example.org
jdoe@example.orgDie angegebenen Prinzipale haben nun ohne ein gemeinsames
Passwort Zugriff auf das Konto.Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Hilfeseiten
zu diesen Dateien. Die Datei .k5users
wird in der Hilfeseite des Kommandos ksu
beschrieben.Tipps und FehlersucheKerberos5FehlersucheWenn Sie den Heimdal-Port oder den
MIT-Port benutzen, muss in der
Umgebungsvariable PATH der Pfad zu
den Programmen des Ports vor dem Pfad zu den
Kerberos-Programmen des Systems
stehen.Sind die Uhrzeiten der Systeme synchronisiert?
Wenn nicht, schlägt vielleicht die Authentifizierung
fehl. beschreibt, wie
Sie mithilfe von NTP die Uhrzeiten
synchronisieren.Die MIT- und Heimdal-Systeme
arbeiten bis auf kadmin gut zusammen.
Für kadmin wurde das Protokoll
nicht normiert.Wenn Sie den Namen eines Rechners ändern,
müssen Sie auch den host/-Prinzipal
ändern und die Datei keytab
aktualisieren. Dies betrifft auch spezielle Einträge
wie den Prinzipal für Apaches www/mod_auth_kerb.Die Rechnernamen müssen vor- und
rückwärts aufgelöst werden (im
DNS oder in
/etc/hosts).
CNAME-Einträge im
DNS funktionieren, aber die
entsprechenden A- und PTR-Einträge müssen
vorhanden und richtig sein. Wenn sich Namen nicht
auflösen lassen, ist die Fehlermeldung nicht
gerade selbstsprechend: Kerberos5 refuses
authentication because Read req
failed: Key table entry not found.Einige Betriebssysteme installieren
ksu mit falschen Zugriffsrechten;
es fehlt das Set-UID-Bit für root.
Das mag aus Sicherheitsgründen richtig sein,
doch funktioniert ksu dann nicht.
Dies ist kein Fehler des KDCs.Wenn Sie für einen Prinzipal unter
MIT-Kerberos
Tickets mit einer längeren Gültigkeit als
der vorgegebenen zehn Stunden einrichten wollen,
müssen Sie zwei Sachen ändern. Benutzen
Sie das modify_principal von
kadmin, um die maximale
Gültigkeitsdauer für den Prinzipal selbst
und den Prinzipal krbtgt
zu erhöhen.Mit einem Packet-Sniffer können Sie feststellen,
dass Sie sofort nach dem Aufruf von kinit
eine Antwort vom KDC
bekommen – noch bevor Sie überhaupt ein
Passwort eingegeben haben! Das ist in Ordnung:
Das KDC händigt
ein Ticket-Granting-Ticket (TGT)
auf Anfrage aus, da es durch einen vom Passwort
des Benutzers abgeleiteten Schlüssel
geschützt ist. Wenn das Passwort
eingegeben wird, wird es nicht zum KDC
gesendet, sondern zum Entschlüsseln der
Antwort des KDCs benutzt, die
kinit schon erhalten hat.
Wird die Antwort erfolgreich entschlüsselt,
erhält der Benutzer einen Sitzungs-Schlüssel
für die künftige verschlüsselte
Kommunikation mit dem KDC und das
Ticket-Granting-Ticket. Das Ticket-Granting-Ticket
wiederum ist mit dem Schlüssel des KDCs
verschlüsselt. Diese Verschlüsselung ist
für den Benutzer völlig transparent und
erlaubt dem KDC,
die Echtheit jedes einzelnen TGT
zu prüfen.Wenn Sie OpenSSH verwenden
und Tickets mir einer langen Gültigkeit
(beispielsweise einer Woche) benutzen, setzen Sie die Option
in der Datei
sshd_config auf no.
Ansonsten werden Ihre Tickets gelöscht, wenn Sie
sich abmelden.Host-Prinzipale können ebenfalls Tickets mit
längerer Gültigkeit besitzen. Wenn der
Prinzipal eines Benutzers über ein Ticket verfügt,
das eine Woche gültig ist, das Ticket des
Host-Prinzipals aber nur neun Stunden gültig ist,
funktioniert der Ticket-Cache nicht wie erwartet.
Im Cache befindet sich dann ein abgelaufenes Ticket
des Host-Prinzipals.Wenn Sie mit krb5.dict die
Verwendung schlechter Passwörter verhindern wollen,
geht das nur mit Prinzipalen, denen eine Passwort-Policy
zugewiesen wurde. Die Hilfeseite von
kadmind beschreibt kurz, wie
krb5.dict verwendet wird. Das
Format von krb5.dict ist
einfach: Die Datei enthält pro Zeile ein Wort.
Sie können daher einen symbolischen Link auf
/usr/share/dict/words erstellen.Unterschiede zum MIT-PortDer Hauptunterschied zwischen
MIT-Kerberos
und Heimdal-Kerberos
ist das Kommando kadmin.
Die Befehlssätze des Kommandos (obwohl funktional
gleichwertig) und das verwendete
Protokoll unterscheiden sich in beiden Varianten.
Das KDC lässt sich nur mit
dem kadmin Kommando der passenden
Kerberos-Variante verwalten.Für dieselbe Funktion können auch die
Client-Anwendungen leicht geänderte Kommandozeilenoptionen
besitzen. Folgen Sie bitte der Anleitung auf der
Kerberos-Seite
() des
MITs. Achten Sie besonders auf den
Suchpfad für Anwendungen. Der MIT-Port
wird standardmäßig in /usr/local/
installiert. Wenn die Umgebungsvariable PATH
zuerst die Systemverzeichnisse enthält, werden die
Systemprogramme anstelle der MIT-Programme
ausgeführt.Wenn Sie den MIT-Port
security/krb5 verwenden,
erscheint bei der Anmeldung mit telnetd
und klogind die Fehlermeldung
incorrect permissions on cache file.
Lesen Sie dazu bitte die im Port enthaltene Datei
/usr/local/share/doc/krb5/README.FreeBSD.
Wichtig ist, dass zur Authentifizierung die Binärdatei
login.krb5 verwendet wird, die
für durchgereichte Berechtigungen die Eigentümer
korrekt ändert.In der Datei rc.conf müssen
folgende Zeilen aufgenommen werden:kerberos5_server="/usr/local/sbin/krb5kdc"
kadmind5_server="/usr/local/sbin/kadmind"
kerberos5_server_enable="YES"
kadmind5_server_enable="YES"Diese Zeilen sind notwendig, weil die Anwendungen
von MIT-Kerberos Binärdateien
unterhalb von /usr/local installieren.Beschränkungen von
KerberosKerberos5BeschränkungenKerberos muss ganzheitlich
verwendet werdenJeder über das Netzwerk angebotetene Dienst
muss mit Kerberos
zusammenarbeiten oder auf anderen Wegen gegen Angriffe
aus dem Netzwerk geschützt sein. Andernfalls
können Berechtigungen gestohlen und wiederverwendet
werden. Es ist beispielsweise nicht sinnvoll, für
Anmeldungen mit rsh und
telnetKerberos
zu benutzen, dagegen aber POP3-Zugriff
auf einen Mail-Server zu erlauben, da POP3
Passwörter im Klartext versendet.Kerberos ist für
Einbenutzer-Systeme gedachtIn Mehrbenutzer-Umgebungen ist
Kerberos unsicherer als in
Einbenutzer-Umgebungen, da die Tickets im für alle
lesbaren Verzeichnis /tmp
gespeichert werden. Wenn ein Rechner von mehreren
Benutzern verwendet wird, ist es möglich, dass
Tickets gestohlen werden.Dieses Problem können Sie lösen, indem Sie mit
der Kommandozeilenoption oder besser
mit der Umgebungsvariablen KRB5CCNAME einen
Ort für die Tickets vorgeben. Diese Vorgehensweise
wird leider selten benutzt. Es reicht, die Tickets
im Heimatverzeichnis eines Benutzers zu speichern und
mit Zugriffsrechten zu schützen.Das KDC ist verwundbarDas KDC muss genauso abgesichert
werden wie die auf ihm befindliche Passwort-Datenbank.
Auf dem KDC dürfen keine anderen
Dienste laufen und der Rechner sollte physikalisch
gesichert sein. Die Gefahr ist groß, da
Kerberos alle Passwörter
mit einem Schlüssel, dem Haupt-Schlüssel,
verschlüsselt. Der Haupt-Schlüssel wiederum
wird in einer Datei auf dem KDC
gespeichert.Ein kompromittierter Haupt-Schlüssel ist nicht
ganz so schlimm wie allgemein angenommen. Der
Haupt-Schlüssel wird nur zum Verschlüsseln
der Passwort-Datenbank und zum Initialisieren des
Zufallsgenerators verwendet. Solange der Zugriff
auf das KDC abgesichert ist, kann
ein Angreifer wenig mit dem Haupt-Schlüssel
anfangen.Wenn das KDC nicht zur Verfügung
steht, vielleicht wegen eines Denial-of-Service Angriffs
oder wegen eines Netzwerkproblems, ist eine Authentifizierung
unmöglich. Damit können die Netzwerk-Dienste
nicht benutzt werden; das KDC ist
also ein optimales Ziel für einen Denial-of-Service
Angriff. Sie können diesem Angriff ausweichen,
indem Sie mehrere KDCs (einen Master
und einen oder mehrere Slaves) verwenden. Der Rückfall
auf ein sekundäres KDC oder
eine andere Authentifizierungs-Methode (dazu ist
PAM bestens geeignet) muss sorgfältig
eingerichtet werden.Mängel von
KerberosMit Kerberos können
sich Benutzer, Rechner und Dienste gegenseitig
authentifizieren. Allerdings existiert kein Mechanismus,
der das KDC gegenüber Benutzern,
Rechnern oder Diensten authentifiziert. Ein verändertes
kinit könnte beispielsweise alle
Benutzernamen und Passwörter abfangen. Die von
veränderten Programmen ausgehende Gefahr können
Sie lindern, indem Sie die Integrität von Dateien
mit Werkzeugen wie
security/tripwire
prüfen.Weiterführende DokumentationKerberos5weiterführende DokumentationThe
Kerberos FAQDesigning
an Authentication System: a Dialogue in Four
ScenesRFC 1510,
The Kerberos Network
Authentication Service (V5)MIT
Kerberos-SeiteHeimdal
Kerberos-SeiteTomRhodesBeigetragen von OpenSSLSicherheitOpenSSLOpenSSLEs wird oft übersehen, dass
OpenSSL Teil des &os;-Basissystems
ist. OpenSSL bietet eine
verschlüsselte Transportschicht oberhalb der
normalen Kommunikationsschicht und kann daher zusammen
mit vielen Netzdiensten benutzt werden.Anwendungsbeispiele für OpenSSL
sind die verschlüsselte Authentifizierung von
E-Mail-Clients oder Web-Transaktionen wie das Bezahlen mit
einer Kreditkarte. OpenSSL
kann während des Baus in viele Ports, wie
www/apache13-ssl und
mail/sylpheed-claws,
integriert werden.Ist beim Aufruf von make die
Variable WITH_OPENSSL_BASE nicht
explizit auf yes gesetzt, baut
die Ports-Sammlung meist den Port
security/openssl.Das OpenSSL von &os; stellt
die Protokolle Secure Sockets Layer v2/v3 (SSLv2/SSLv3) und
Transport Layer Security v1 (TLSv1) zur Verfügung.
Die OpenSSL-Bibliotheken stellen
kryptographische Funktionen bereit.Mit OpenSSL kann der
IDEA-Algorithmus verwendet werden,
wegen Patenten in den USA ist der Algorithmus in der
Voreinstellung allerdings deaktiviert. Wenn Sie die
IDEA-Lizenz akzeptieren, können
Sie den IDEA-Algorithmus aktivieren,
indem Sie die Variable MAKE_IDEA
in make.conf setzen.Meist wird OpenSSL eingesetzt,
um Zertifikate für Anwendungen bereitzustellen. Die
Zertifikate stellen die Identität einer Firma oder
eines Einzelnen sicher. Wenn ein Zertifikat nicht von
einer Zertifizierungsstelle (Certificate
Authority, CA)
gegengezeichnet wurde, erhalten Sie normalerweise eine
Warnung. Eine Zertifizierungsstelle ist eine Firma
wie VeriSign,
die Zertifikate von Personen oder Firmen
gegenzeichnet und damit die Korrektheit der Zertifikate
bestätigt. Diese Prozedur kostet Geld, ist aber
keine Voraussetzung für den Einsatz von Zertifikaten,
beruhigt aber sicherheitsbewusste Benutzer.Zertifikate erzeugenOpenSSLZertifikate erzeugenEin Zertifikat erzeugen Sie mit dem nachstehenden
Kommando:&prompt.root; openssl req -new -nodes -out req.pem -keyout cert.pem
Generating a 1024 bit RSA private key
................++++++
.......................................++++++
writing new private key to 'cert.pem'
-----
You are about to be asked to enter information that will be incorporated
into your certificate request.
What you are about to enter is what is called a Distinguished Name or a DN.
There are quite a few fields but you can leave some blank
For some fields there will be a default value,
If you enter '.', the field will be left blank.
-----
Country Name (2 letter code) [AU]:US
State or Province Name (full name) [Some-State]:PA
Locality Name (eg, city) []:Pittsburgh
Organization Name (eg, company) [Internet Widgits Pty Ltd]:My Company
Organizational Unit Name (eg, section) []:Systems Administrator
Common Name (eg, YOUR name) []:localhost.example.org
Email Address []:trhodes@FreeBSD.org
Please enter the following 'extra' attributes
to be sent with your certificate request
A challenge password []:SOME PASSWORD
An optional company name []:Another NameBeachten Sie bitte, dass die Eingabe bei
Common Name ein gültiger Domain-Name
sein muss. Eine andere Eingabe erzeugt ein unbrauchbares
Zertifikat. Das Zertifikat kann mit einer
Gültigkeitsdauer und anderen
Verschlüsselungsalgorithmen erzeugt werden.
Die Hilfeseite &man.openssl.1; beschreibt die zur
Verfügung stehenden Optionen.Das Verzeichnis, in dem Sie den letzten Befehl ausgeführt
haben, enthält nun zwei Dateien: Die Anforderung für
ein neues Zertifikat wurde in req.pem
gespeichert. Diese Datei können Sie an eine
Zertifizierungsstelle senden, wo Ihre Angaben geprüft werden.
Nach erfolgreicher Prüfung wird das Zertifikat an Sie
zurückgesandt. Die zweite Datei, cert.pem,
enthält den privaten Schlüssel für Ihr Zertifikat
und darf auch keine Fall in fremde Hände geraten, da ein
Angreifer sonst in der Lage ist, anderen Personen oder Rechnern
vorzugaukeln, dass es sich bei ihm um Sie handelt.Wenn Sie keine Signatur einer Zertifizierungsstelle
benötigen, können Sie ein selbst-signiertes
Zertifikat erstellen. Erzeugen Sie dazu zuerst einen
RSA-Schlüssel:&prompt.root; openssl dsaparam -rand -genkey -out myRSA.key 1024Erzeugen Sie dann den CA-Schlüssel:&prompt.root; openssl gendsa -des3 -out myca.keymyRSA.keyErstellen Sie mit diesem Schlüssel das
Zertifikat:&prompt.root; openssl req -new -x509 -days 365 -key myca.key -out new.crtZwei neue Dateien befinden sich nun im Verzeichnis:
Der Schlüssel der Zertifizierungsstelle
myca.key und das Zertifikat selbst,
new.crt. Sie sollten in einem
Verzeichnis, vorzugsweise unterhalb von
/etc abgelegt
werden, das nur von root lesbar
ist. Setzen Sie die Zugriffsrechte der Dateien mit
chmod auf 0700.Beispiel für ZertifikateWas fangen Sie mit einem Zertifikat an? Sie
könnten damit beispielsweise die Verbindungen zu
Sendmail verschlüsseln.
Dies würde die Klartext-Authentifizierung
für Benutzer des lokalen MTA
überflüssig machen.Das ist nicht unbedingt die beste Lösung,
da einige MUAs Warnungen ausgeben,
wenn ein Zertifikat nicht lokal installiert ist.
Die Installation von Zertifikaten wird in der
Dokumentation der MUAs
beschrieben.Ergänzen Sie die Konfigurationsdatei von
sendmail (.mc)
um die nachstehenden Zeilen:dnl SSL Options
define(`confCACERT_PATH',`/etc/certs')dnl
define(`confCACERT',`/etc/certs/new.crt')dnl
define(`confSERVER_CERT',`/etc/certs/new.crt')dnl
define(`confSERVER_KEY',`/etc/certs/myca.key')dnl
define(`confTLS_SRV_OPTIONS', `V')dnlIm Verzeichnis
/etc/certs
befindet sich der Schlüssel und das Zertifikat.
Bauen Sie danach im Verzeichnis
/etc/mail
mit dem Kommando make install
die .cf-Datei und starten
Sie anschließend sendmail
mit make restart neu.Wenn alles gut ging, erscheinen keine Fehlermeldungen
in der Datei /var/log/maillog und
Sie sehen sendmail in der
Prozessliste.Testen Sie nun den Mailserver mit dem Kommando
&man.telnet.1;:&prompt.root; telnet example.com 25
Trying 192.0.34.166...
Connected to example.com.
Escape character is '^]'.
220 example.com ESMTP Sendmail 8.12.10/8.12.10; Tue, 31 Aug 2004 03:41:22 -0400 (EDT)
ehlo example.com
250-example.com Hello example.com [192.0.34.166], pleased to meet you
250-ENHANCEDSTATUSCODES
250-PIPELINING
250-8BITMIME
250-SIZE
250-DSN
250-ETRN
250-AUTH LOGIN PLAIN
250-STARTTLS
250-DELIVERBY
250 HELP
quit
221 2.0.0 example.com closing connection
Connection closed by foreign host.Wenn in einer Zeile STARTTLS
erscheint, hat alles funktioniert.NikClaytonnik@FreeBSD.orgGeschrieben von VPNs mit IPsecIPsecDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie mit &os;-Gateways
ein Virtual-Private-Network
(VPN) einrichten. Als Beispiel wird ein
VPN zwischen zwei Netzen verwendet,
die über das Internet miteinander verbunden sind.Hiten M.Pandyahmp@FreeBSD.orgGeschrieben von IPsec GrundlagenDieser Abschnitt zeigt Ihnen, wie Sie IPsec einrichten
und damit &os;-Systeme und µsoft.windows; 2000/XP Systeme
sicher miteinander verbinden. Um IPsec einzurichten,
sollten Sie einen neuen Kernel erzeugen können (siehe
).IPsec ist ein Protokoll, das auf dem Internet-Protokoll
(IP) aufbaut. Mit IPsec können mehrere Systeme
geschützt miteinander kommunizieren. Das in
&os; realisierte IPsec-Protokoll baut auf der
KAME-Implementierung
auf und unterstützt sowohl IPv4 als auch IPv6.&os enthält eine von Hardware
beschleunigte Variante des IPsec-Protokolls. Diese
Variante wurde von OpenBSD übernommen und wird
Fast-IPsec genannt. Das
&man.crypto.4;-Subsystem arbeitet mit Kryptographie-Hardware
zusammen, die IPsec beschleunigt. Das Subsystem
ist neu und bietet noch nicht alle Funktionen, die
KAME-IPsec bietet. Wenn Sie die Hardware-Beschleunigung
nutzen wollen, fügen Sie folgende Zeile der
Kernelkonfiguration hinzu:KerneloptionFAST_IPSECoptions FAST_IPSEC # new IPsec (cannot define w/ IPSEC)Momentan können Sie Fast-IPsec
nicht zusammen mit KAME-IPsec benutzen. Weiteres zu
Fast-IPsec erfahren Sie in der
Hilfeseite &man.fast.ipsec.4;.Damit Firewalls den Status von &man.gif.4;-Tunneln
überwachen können, müssen Sie die Option
in Ihrer
Kernelkonfiguration aktivieren:options IPSEC_FILTERGIF #filter ipsec packets from a tunnelIPsecESPIPsecAHIPsec besteht wiederum aus zwei Protokollen:Encapsulated Security Payload (ESP)
verschlüsselt IP-Pakete mit einem symmetrischen Verfahren
(beispielsweise Blowfish oder 3DES). Damit werden
die Pakete vor Manipulationen Dritter geschützt.Der Authentication Header (AH)
enthät eine kryptographische Prüsumme,
die sicher stellt, dass ein IP-Paket nicht verändert
wurde. Der Authentication-Header folgt nach dem
normalen IP-Header und erlaubt dem Empfänger
eines IP-Paketes, dessen Integrität zu
prüfen.ESP und AH
können, je nach Situation, zusammen oder einzeln
verwendet werden.VPNVirtual Private NetworkVPNIPsec kann in zwei Modi betrieben werden: Der
Transport-Modus verschlüsselt
die Daten zwischen zwei Systemen. Der
Tunnel-Modus verbindet zwei
Subnetze miteinander. Durch einen Tunnel können
dann beispielsweise verschlüsselte Daten übertragen
werden. Ein Tunnel wird auch als Virtual-Private-Network (VPN)
bezeichnet. Detaillierte Informationen über
das IPsec-Subsystem von &os; enthält die
Hilfeseite &man.ipsec.4;.Die folgenden Optionen in der Kernelkonfiguration
aktivieren IPsec:KerneloptionIPSECKerneloptionIPSEC_ESPoptions IPSEC #IP security
options IPSEC_ESP #IP security (crypto; define w/ IPSEC)KerneloptionIPSEC_DEBUGWenn Sie zur Fehlersuche im IPsec-Subsystem
Unterstützung wünschen, sollten Sie die
folgende Option ebenfalls aktivieren:options IPSEC_DEBUG #debug for IP securityWas ist ein VPN?Es gibt keinen Standard, der festlegt, was ein
Virtual-Private-Network ist. VPNs können mit
verschiedenen Techniken, die jeweils eigene Vor- und
Nachteile besitzen, implementiert werden.
Dieser Abschnitt stellt eine Möglichkeit vor,
ein VPN aufzubauen.VPN zwischen zwei Netzen über das InternetVPNeinrichtenDieses Szenario hat die folgenden Vorausetzungen:Es müssen zwei Netzwerke vorhanden sein.Beide Netzwerke müssen intern IP benutzen.Beide Netzwerke sind über einen &os;-Gateway
mit dem Internet verbunden.Der Gateway jedes Netzwerks besitzt mindestens
eine öffentliche IP-Adresse.Die intern verwendeten IP-Adressen können
private oder öffentliche Adressen sein.
Der Gateway kann, wenn nötig, IP-Adressen mit
NAT umschreiben.Die IP-Adressen der internen Netzwerke
dürfen nicht überlappen.
Mit NAT ließe sich diese Anforderung zwar umgehen, doch
wäre die Konfiguration und Pflege des resultierenden
Netzwerks zu aufwändig.Wenn die zu verbindenden Netzwerke intern dieselben
IP-Adressen benutzen (beispielsweise
192.168.1.x), müssen
einem der Netzwerke neue IP-Adressen zugewiesen werden.Die Netzwerktopologie sieht wie folgt aus:Netzwerk #1 [ Interne Rechner ] Privates Netz, 192.168.1.2-254
[ Win9x/NT/2K ]
[ UNIX ]
|
|
.---[fxp1]---. Private IP, 192.168.1.1
| FreeBSD |
`---[fxp0]---' Öffentliche IP, A.B.C.D
|
|
-=-=- Internet -=-=-
|
|
.---[fxp0]---. Öffentliche IP, W.X.Y.Z
| FreeBSD |
`---[fxp1]---' Private IP, 192.168.2.1
|
|
Netzwerk #2 [ Interne Rechner ]
[ Win9x/NT/2K ] Privates Netz, 192.168.2.2-254
[ UNIX ]Beachten Sie die beiden öffentlichen IP-Adressen.
Im Folgenden werden sie durch Buchstaben (als Platzhalter)
gekennzeichnet. Setzen Sie hierfür Ihre eigenen
öffentlichen IP-Adressen ein. Beide Gateways
besitzen die interne Adresse
x.x.x.1 und beide
Netzwerke besitzen unterschiedliche private IP-Adressen:
192.168.1.x und
192.168.2.x. Die Default-Route
aller internen Systeme ist jeweils die Gateway-Maschine
(x.x.x.1).Aus der Sicht der Systeme sollen jetzt beide
Netzwerke wie über einen Router, der in diesem
Fall etwas langsamer ist, verbunden werden.Auf dem Rechner 192.168.1.20
soll also beispielsweise der folgende Befehl funktionieren:ping 192.168.2.34&windows;-Systeme sollen die Systeme auf dem anderen
Netzwerk erkennen und Shares sollen funktionieren. Alles
soll genauso wie in lokalen Netzwerken funktionieren.Zusätzlich soll die Kommunikation zwischen beiden
Netzwerken noch verschlüsselt werden.Das VPN wird in mehreren Schritten aufgebaut:Zuerst wird eine virtuelle Verbindung zwischen
beiden Netzwerken über das Internet eingerichtet.
Die virtuelle Verbindung können Sie mit Werkzeugen
wie &man.ping.8; prüfen.Danach wird eine Sicherheitsrichtlinie
(Security-Policy) festgelegt,
die automatisch den Datenverkehr zwischen beiden
Netzwerken verschlüsselt und entschlüsselt.
Mit Werkzeugen wie &man.tcpdump.1; können Sie
überprüfen, dass die Daten tatsächlich
verschlüsselt werden.Wenn sich &windows;-Systeme im VPN gegenseitig
erkennen sollen, so sind noch weitere
Konfigurationsschritte notwendig, die aber nicht
in diesem Abschnitt beschrieben werden.Schritt 1: Die virtuelle Verbindung einrichtenNehmen wir an, sie wollten von der Gateway-Maschine
im Netzwerk #1 (öffentliche IP-Adresse
A.B.C.D, private IP-Adresse
192.168.1.1) das Kommando
ping 192.168.2.1 absetzen.
192.168.2.1 ist die private
IP-Adresse des Systems W.X.Y.Z
im Netzwerk #2. Welche Voraussetzungen müssen
erfüllt sein, damit der Befehl funktioniert?Die Gateway-Maschine muss das System
192.168.2.1 erreichen
können. Das heißt, eine Route zu diesem
System muss existieren.Private IP-Adressen, wie der Bereich
192.168.x, sollten im
Internet nicht verwendet werden. Jedes Paket zu
192.168.2.1 muss daher
in ein anderes Paket gepackt werden, das von
A.B.C.D kommt und
zu W.X.Y.Z geschickt
wird. Das erneute Verpacken der Pakete wird als
Kapselung bezeichnet.Wenn das Paket W.X.Y.Z
erreicht, muss es dort ausgepackt und an
192.168.2.1 ausgeliefert
werden.Sie können sich diese Prozedur so vorstellen,
dass ein Tunnel zwischen beiden Netzwerken existiert.
Die beiden Tunnel-Enden besitzen die IP-Adressen
A.B.C.D und
W.X.Y.Z. Der Tunnel
muss zudem Verkehr zwischen den privaten IP-Adressen
erlauben und transportiert so Daten zwischen privaten
IP-Adressen über das Internet.Unter &os; wird der Tunnel mit
gif-Geräten (generic
interface) erstellt. Auf jedem Gateway
muss das gif-Gerät mit
vier IP-Adressen eingerichtet werden: Zwei öffentliche
IP-Adressen und zwei private IP-Adressen.Die gif-Geräte werden vom
Kernel bereitgestellt und müssen in der
Kernelkonfigurationsdatei auf beiden Maschinen angegeben
werden:device gifWie gewöhnlich müssen Sie danach einen
neuen Kernel erstellen, installieren und das System
neu starten.Der Tunnel wird in zwei Schritten aufgebaut. Mit
&man.ifconfig.8; werden zuerst die öffentlichen
IP-Adressen konfiguriert. Anschließend werden
die privaten IP-Adressen mit &man.ifconfig.8; eingerichtet.Auf der Gateway-Maschine im Netzwerk #1 bauen
Sie den Tunnel mit den folgenden Kommandos auf:&prompt.root; ifconfig gif0 create
&prompt.root; ifconfig gif0 tunnel A.B.C.DW.X.Y.Z
&prompt.root; ifconfig gif0 inet 192.168.1.1192.168.2.1 netmask 0xffffffffAuf dem anderen Gateway benutzen Sie dieselben Kommandos,
allerdings mit vertauschten IP-Adressen:&prompt.root; ifconfig gif0 create
&prompt.root; ifconfig gif0 tunnel W.X.Y.ZA.B.C.D
&prompt.root; ifconfig gif0 inet 192.168.2.1192.168.1.1 netmask 0xffffffffDie Konfiguration können Sie anschließend mit
dem folgenden Kommando überprüfen:ifconfig gif0Auf dem Gateway in Netzwerk #1 sollten Sie
beispielsweise die nachstehende Ausgabe erhalten:&prompt.root; ifconfig gif0
gif0: flags=8051<UP,POINTOPOINT,RUNNING,MULTICAST> mtu 1280
tunnel inet A.B.C.D --> W.X.Y.Z
inet 192.168.1.1 --> 192.168.2.1 netmask 0xffffffff
Wie Sie sehen, ist ein Tunnel zwischen den IP-Adressen
A.B.C.D und
W.X.Y.Z aufgebaut worden,
der Verkehr zwischen den Adressen
192.168.1.1 und
192.168.2.1 zulässt.Gleichzeitig wurde ein Eintrag in der Routing-Tabelle
erstellt, den Sie sich mit netstat -rn
ansehen können. Auf der Gateway-Maschine in Netzwerk #1
sieht das so aus:&prompt.root; netstat -rn
Routing tables
Internet:
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
...
192.168.2.1 192.168.1.1 UH 0 0 gif0
...Die Route ist eine Host-Route, wie in der Spalte
Flags angegeben. Das heißt
die beiden Gateways wissen wie sie einander erreichen,
sie kennen allerdings nicht das Netzwerk auf der
anderen Seite. Dieses Problem werden wir gleich
angehen.Wahrscheinlich ist auf beiden Gateways eine Firewall
eingerichtet. Für den VPN-Verkehr muss die Firewall
umgegangen werden. Sie können generell den Verkehr
zwischen beiden Netzwerken erlauben oder Regeln erstellen,
die beide Tunnel-Enden des VPNs voreinander schützen.Der Test des VPNs wird erheblich leichter, wenn Sie
jeden Verkehr zwischen den Tunnel-Enden in der Firewall
erlauben. Wenn Sie auf der Gateway-Maschine &man.ipfw.8;
einsetzen, erlaubt die folgende Regel jeden Verkehr
zwischen den Tunnel-Enden, ohne die anderen Regeln zu
beeinflussen:ipfw add 1 allow ip from any to any via gif0Diese Regel muss offensichtlich auf beiden Gateway-Maschinen
existieren.Damit sollten Sie das Kommando ping
jetzt absetzen können. Auf dem System
192.168.1.1 sollte der
nachstehende Befehl Antworten erhalten:ping 192.168.2.1Denselben Test können Sie auch auf der anderen
Gateway-Maschine ausführen.Allerdings können Sie noch nicht die anderen
internen Maschinen auf den Netzwerken erreichen. Die Ursache
ist das Routing – die Gateway kennen sich zwar
gegenseitig, wissen aber noch nichts von den Netzwerken
hinter dem anderen Gateway.Um die Netzwerke bekannt zu geben, muss auf jeder
Gateway-Maschine noch eine statische Route hinzugefügt
werden. Auf der ersten Gateway-Maschine setzen Sie dazu
das folgende Kommando ab:route add 192.168.2.0 192.168.2.1 netmask 0xffffff00Dies entspricht der Anweisung: Um Rechner
auf dem Netz 192.168.2.0
zu erreichen, schicke die Pakete zum System
192.168.2.1. Auf
dem anderen Gateway muss das analoge Kommando (mit den
IP-Adressen 192.168.1.x)
abgesetzt werden.Damit ist jetzt der IP-Verkehr zwischen beiden
Netzwerken möglich.Zwei Drittel des VPNs zwischen beiden Netzen
ist nun eingerichtet. Es ist virtuell und
es ist ein Netzwerk. Es ist allerdings
noch nicht privat. Dies können Sie
mit &man.ping.8; und &man.tcpdump.1; überprüfen.
Setzen Sie auf dem ersten Gateway den folgenden Befehl ab:tcpdump dst host 192.168.2.1Starten Sie dann, ebenfalls auf dem ersten Gateway, den
folgenden Befehl:ping 192.168.2.1Sie werden die nachstehende Ausgabe erhalten:16:10:24.018080 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo request
16:10:24.018109 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo reply
16:10:25.018814 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo request
16:10:25.018847 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo reply
16:10:26.028896 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo request
16:10:26.029112 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo replyDie ICMP-Nachrichten werden unverschlüsselt
übertragen. Mit der Option
von &man.tcpdump.1; können Sie sich weitere Daten
der Pakete anzeigen lassen.Die Daten sollen aber automatisch verschlüsselt
werden. Wie das geht, wird im nächsten Abschnitt
erläutert.ZusammenfassungFügen Sie in beiden Kerneln die Zeile
device gif ein und bauen Sie die Kernel
neu.Fügen Sie auf dem Gateway in Netzwerk #1
folgende Zeilen in /etc/rc.conf
ein:gif_interfaces="gif0"
gifconfig_gif0="A.B.C.D W.X.Y.Z"
ifconfig_gif0="inet 192.168.1.1 192.168.2.1 netmask 0xffffffff"
static_routes="vpn"
route_vpn="192.168.2.0 192.168.2.1 netmask 0xffffff00"Setzen Sie dabei die richtigen IP-Adressen für
die Platzhalter ein.Fügen Sie auf beiden Gateways die nachstehende
Regel in das Firewall-Skript (zum Beispiel
/etc/rc.firewall) ein:ipfw add 1 allow ip from any to any via gif0Nehmen Sie in /etc/rc.conf auf dem
Gateway #2 analoge Änderungen, die IP-Adressen
müssen vertauscht werden, vor.Schritt 2: Die Verbindung mit IPsec schützenUm die Verbindung zu schützen, verwenden wir IPsec.
IPsec bietet einen Mechanismus, mit dem sich zwei
Systeme auf einen Schlüssel einigen können.
Mit diesem Schlüssel wird dann der Datenverkehr zwischen
beiden Systemen verschlüsselt.Es gibt hierbei zwei Sachen die konfiguriert werden
müssen:Die Security-Association bestimmt,
mit welchen Methoden der Verkehr zwischen beiden Systemen
verschlüsselt wird.Die Security-Policy bestimmt,
was verschlüsselt wird. Es soll ja nicht der
gesamte Datenverkehr nach außen verschlüsselt
werden, sondern nur der Teil des Verkehrs, der zum
VPN gehört.Die Security-Association wie auch die Security-Policy
werden vom Kernel verwaltet und können von Anwendungen
verändert werden. Dazu müssen allerdings zuerst
IPsec und das Encapsulated-Security-Payload (ESP) Protokoll
in die Kernelkonfigurationsdatei eingetragen werden:KerneloptionIPSECoptions IPSEC
options IPSEC_ESPWie üblich, müssen Sie danach den Kernel
übersetzen, installieren und das System neu starten.
Die Kernel müssen auf beiden Gateway-Maschinen
neu erstellt werden.IKESie können die Security-Association auf zwei
Arten konfigurieren: Manuell, dann müssen Sie
den Verschlüsselungsalgorithmus, die Schlüssel
und alles Weitere selbst konfigurieren. Oder automatisch,
mithilfe eines Dæmons, der das Internet-Key-Exchange
Protokoll (IKE) beherrscht.Im Allgemeinen wird die letzte Variante bevorzugt.
Sie ist auch wesentlich leichter einzurichten.IPsecSecurity-PolicysetkeyMit &man.setkey.8; können Sie Security-Policies
editieren und anzeigen. Die Beziehung von
setkey und der Tabelle der
Security-Policies im Kernel entspricht
dem Verhältnis von &man.route.8; und der Routing-Tabelle.
Die momentanen Security-Associations lassen sich ebenfalls
mit setkey anzeigen;
setkey verhält sich in diesem Fall
wie netstat -r, um die Analogie
fortzuführen.Sie haben die Wahl zwischen mehreren Programmen,
wenn Sie Security-Associations mit &os; verwalten
wollen. Im Folgenden wird racoon
beschrieben, das Sie über den Port security/ipsec-tools
installieren können.racoonAuf beiden Gateway-Maschinen muss
racoon laufen.
Konfiguriert wird jeweils die IP-Adresse der Gegenstelle
sowie der geheime Schlüssel. Dabei muss auf beiden
Gateway-Maschinen der gleiche Schlüssel verwendet
werden.Die beiden raccon-Daemonen prüfen mithilfe des
geheimen Schlüssels gegenseitig ihre Identität.
Anschließend generieren Sie einen neuen geheimen
Schlüssel, mit dem dann der Datenverkehr im VPN
verschlüsselt wird. Dieser Schlüssel wird
von Zeit zu Zeit geändert. Ein Angreifer,
der einen der Schlüssel geknackt hat – das ist
schon ziemlich unwahrscheinlich – kann somit nicht
viel mit diesem Schlüssel anfangen, da schon wieder ein
anderer Schlüssel verwendet wird.Die Konfiguration von racoon befindet sich in
${PREFIX}/etc/racoon. In der
dort befindlichen Konfigurationsdatei sollten Sie nicht
allzu viele Änderungen vornehmen müssen.
Sie müssen allerdings den so genannten
Pre-Shared-Key (den vorher ausgetauschten
Schlüssel) ändern.In der Voreinstellung befindet sich dieser Schlüssel
in der Datei ${PREFIX}/etc/racoon/psk.txt.
Dieser Schlüssel wird nicht zum
Verschlüsseln des Datenverkehrs verwendet. Er dient
lediglich der Authentifizierung der beiden racoon-Daemonen.Für jeden entfernten Kommunikationspartner enthält
psk.txt eine Zeile. Damit besteht die
Datei psk.txt in unserem Beispiel
aus einer Zeile (wir verwenden einen entfernten
Kommunikationspartner).Auf dem Gateway #1 sieht diese Zeile wie
folgt aus:W.X.Y.Z geheimDie Zeile besteht aus der öffentlichen IP-Adresse
der Gegenstelle, Leerzeichen und dem geheimen Schlüssel.
Sie sollten natürlich nicht geheim
verwenden. Für den geheimen Schlüssel gelten
dieselben Regeln wie für Passwörter.Auf dem anderen Gateway sieht die Zeile
folgendermaßen aus:A.B.C.D geheimDie Zeile besteht aus der öffentlichen IP-Adresse
der Gegenstelle, Leerzeichen und dem geheimen Schlüssel.
Die Zugriffsrechte von psk.txt müssen
auf 0600 (Lese- und Schreibzugriff nur
für root) gesetzt sein, bevor
racoon gestartet wird.Auf beiden Gateway-Maschinen muss racoon laufen. Sie
brauchen ebenfalls Firewall-Regeln, die IKE-Verkehr
erlauben. IKE verwendet UDP, um Nachrichten zum
ISAKMP-Port (Internet Security Association Key Management Protocol)
zu schicken. Die Regeln sollten früh in der
Regelkette auftauchen:ipfw add 1 allow udp from A.B.C.D to W.X.Y.Z isakmp
ipfw add 1 allow udp from W.X.Y.Z to A.B.C.D isakmpWenn racoon läuft, können Sie versuchen,
mit ping von einem Gateway-Rechner aus
den anderen Gateway zu erreichen. Die Verbindung wird zwar immer
noch nicht verschlüsselt, aber racoon wird die
Security-Association zwischen beiden Systemen einrichten.
Dies kann eine Weile dauern, und Sie bemerken vielleicht
eine kleine Verzögerung, bevor die Antworten von
der Gegenstelle kommen.Die Security-Association können Sie sich auf einem
der beiden Gateway-Systeme mit &man.setkey.8; ansehen:setkey -DDamit ist die erste Hälfte der Arbeit getan.
Jetzt muss noch die Security-Policy konfiguriert werden.Damit wir eine sinnvolle Security-Policy erstellen
können, fassen wir das bisher geleistete zusammen.
Die Diskussion gilt für beide Enden des Tunnels.Jedes gesendete IP-Paket enthält im Header
Informationen über das Paket selbst. Im Header
befinden sich die IP-Adressen des Senders und des
Empfängers. Wie wir bereits wissen, dürfen
private IP-Adressen, wie
192.168.x.y nicht auf
das Internet gelangen. Pakete zu privaten IP-Adressen
müssen zuerst in einem anderen Paket gekapselt
werden. In diesem Paket werden die privaten IP-Adressen
durch öffentliche IP-Adressen ersetzt.Das ausgehende Paket hat beispielsweise wie folgt
ausgesehen:
.----------------------.
| Src: 192.168.1.1 |
| Dst: 192.168.2.1 |
| <other header info> |
+----------------------+
| <packet data> |
`----------------------'Es wird in ein anderes Paket umgepackt (gekapselt)
und sieht danach wie folgt aus:
.--------------------------.
| Src: A.B.C.D |
| Dst: W.X.Y.Z |
| <other header info> |
+--------------------------+
| .----------------------. |
| | Src: 192.168.1.1 | |
| | Dst: 192.168.2.1 | |
| | <other header info> | |
| +----------------------+ |
| | <packet data> | |
| `----------------------' |
`--------------------------'Die Kapselung wird vom gif-Gerät
vorgenommen. Das neue Paket enthält im Header eine
öffentliche IP-Adresse und der Datenteil des Pakets
enthält das ursprüngliche Paket.Natürlich soll der gesamte Datenverkehr des VPNs
verschlüsselt werden. Dies kann man wie folgt
ausdrücken:Wenn ein Paket von A.B.C.D
zu W.X.Y.Z geschickt wird,
verschlüssele es entsprechend der
Security-Association.Wenn ein Paket von W.X.Y.Z
kommt und für A.B.C.D
bestimmt ist, entschlüssele es entsprechend der
Security-Association.Das ist fast richtig. Mit diesen Regeln würde
der ganze Verkehr von und zu W.X.Y.Z
verschlüsselt, auch wenn er nicht zum VPN gehört.
Die richtige Formulierung lautet:Wenn ein Paket, das ein gekapseltes Paket enthält,
von A.B.C.D zu
W.X.Y.Z geschickt wird,
verschlüssele es entsprechend der
Security-Association.Wenn ein Paket, das ein gekapseltes Paket enthält,
von W.X.Y.Z kommt und für
A.B.C.D bestimmt ist,
entschlüssele es entsprechend der
Security-Association.Dies ist eine zwar subtile aber eine
notwendige Änderung.Die Security-Policy können Sie mit &man.setkey.8;
erstellen. &man.setkey.8; besitzt eine Konfigurations-Syntax
zur Erstellung der Security-Policy. Sie können die
Konfiguration über die Standardeingabe oder in einer
Datei, die Sie mit der Option angeben,
erstellen.Gateway #1 (öffentliche IP-Adresse:
A.B.C.D) muss
folgendermaßen konfiguriert werden, um alle
ausgehenden Pakete an W.X.Y.Z
zu verschlüsseln:spdadd A.B.C.D/32 W.X.Y.Z/32 ipencap -P out ipsec esp/tunnel/A.B.C.D-W.X.Y.Z/require;Speichern Sie dieses Kommando in einer Datei, beispielsweise
/etc/ipsec.conf ab. Rufen Sie
anschließend das nachstehende Kommando auf:&prompt.root; setkey -f /etc/ipsec.conf weist &man.setkey.8; an,
der Security-Policy-Datenbank eine Regel hinzuzufügen.
Der Rest der Zeile gibt an, auf welche Pakete diese
Regel zutrifft. A.B.C.D/32
und W.X.Y.Z/32 sind
die IP-Adressen und Netzmasken, die Systeme angeben,
auf die diese Regel zutrifft. Im Beispiel gilt die
Regel für die beiden Gateway-Systeme.
zeigt an, dass die Regel nur
für Pakete gilt, die gekapselte Pakete enthalten.
legt fest, dass die Regel nur
für ausgehende Pakete gilt. gibt an, dass die Pakete
geschützt werden. Das benutzte Protokoll
wird durch angegeben.
kapselt das Paket in ein
IPsec-Paket. Die nochmalige Angabe von
A.B.C.D und
W.X.Y.Z gibt die
Security-Association an. Das abschließende
erzwingt die Verschlüsselung
der Pakete.Diese Regel gilt nur für ausgehende Pakete.
Sie brauchen eine analoge Regel für eingehende
Pakete:spdadd W.X.Y.Z/32 A.B.C.D/32 ipencap -P in ipsec esp/tunnel/W.X.Y.Z-A.B.C.D/require;In dieser Regel wird anstelle
von benutzt und die IP-Adressen
sind notwendigerweise umgekehrt angegeben.Das zweite Gateway-System mit der IP-Adresse
W.X.Y.Z braucht
entsprechende Regeln:spdadd W.X.Y.Z/32 A.B.C.D/32 ipencap -P out ipsec esp/tunnel/W.X.Y.Z-A.B.C.D/require;
spdadd A.B.C.D/32 W.X.Y.Z/32 ipencap -P in ipsec esp/tunnel/A.B.C.D-W.X.Y.Z/require;Schließlich brauchen Sie auf beiden Gateway-Systemen
noch Firewall-Regeln, die ESP- und IPENCAP-Pakete in beide
Richtungen erlauben:ipfw add 1 allow esp from A.B.C.D to W.X.Y.Z
ipfw add 1 allow esp from W.X.Y.Z to A.B.C.D
ipfw add 1 allow ipencap from A.B.C.D to W.X.Y.Z
ipfw add 1 allow ipencap from W.X.Y.Z to A.B.C.DDa die Regeln symmetrisch sind, können sie auf
beiden Systemen verwendet werden.Damit sehen ausgehende Pakete wie folgt aus:
.------------------------------. --------------------------.
| Src: A.B.C.D | |
| Dst: W.X.Y.Z | |
| < weitere Header > | | Encrypted
+------------------------------+ | packet.
| .--------------------------. | -------------. | contents
| | Src: A.B.C.D | | | | are
| | Dst: W.X.Y.Z | | | | completely
| | < weitere Header > | | | |- secure
| +--------------------------+ | | Encap'd | from third
| | .----------------------. | | -. | packet | party
| | | Src: 192.168.1.1 | | | | Original |- with real | snooping
| | | Dst: 192.168.2.1 | | | | packet, | IP addr |
| | | < weitere Header > | | | |- private | |
| | +----------------------+ | | | IP addr | |
| | | <Paket-Daten> | | | | | |
| | `----------------------' | | -' | |
| `--------------------------' | -------------' |
`------------------------------' --------------------------'
Am anderen Ende des VPNs werden die Pakete zuerst
entsprechend der von racoon ausgehandelten Security-Association
entschlüsselt. Das gif-Interface
entfernt dann die zweite Schicht, damit das ursprüngliche
Paket zum Vorschein kommt. Dieses kann dann in das interne
Netzwerk transportiert werden.Dass die Pakete wirklich verschlüsselt werden,
können Sie wieder mit &man.ping.8; überprüfen.
Melden Sie sich auf dem Gateway
A.B.C.D an und rufen
das folgende Kommando auf:tcpdump dst host 192.168.2.1Auf demselben Rechner setzen Sie dann noch das
nachstehende Kommando ab:ping 192.168.2.1Dieses Mal wird die Ausgabe wie folgt aussehen:XXX tcpdump outputJetzt zeigt &man.tcpdump.1; ESP-Pakete an. Auch wenn
Sie diese mit der Option untersuchen,
werden Sie wegen der Verschlüsselung nur
unverständliche Zeichen sehen.Herzlichen Glückwunsch. Sie haben soeben ein
VPN zwischen zwei entfernten Netzen eingerichtet.ZusammenfassungIPsec muss in beiden Kernelkonfigurationsdateien
enthalten sein:options IPSEC
options IPSEC_ESPInstallieren Sie den Port security/ipsec-tools. Tragen Sie
auf beiden Rechnern in
${PREFIX}/etc/racoon/psk.txt jeweils
die IP-Adresse des entfernten Gateways und den geheimen
Schlüssel ein. Setzen Sie die Zugriffsrechte der
Datei auf 0600.Fügen Sie auf jedem Rechner die folgenden
Zeilen zu /etc/rc.conf hinzu:ipsec_enable="YES"
ipsec_file="/etc/ipsec.conf"Erstellen Sie auf jedem Rechner die Datei
/etc/ipsec.conf mit den nötigen
-Zeilen. Auf dem Gateway #1
hat die Datei folgenden Inhalt:spdadd A.B.C.D/32 W.X.Y.Z/32 ipencap -P out ipsec
esp/tunnel/A.B.C.D-W.X.Y.Z/require;
spdadd W.X.Y.Z/32 A.B.C.D/32 ipencap -P in ipsec
esp/tunnel/W.X.Y.Z-A.B.C.D/require;Auf dem Gateway #2 sieht die Datei so aus:spdadd W.X.Y.Z/32 A.B.C.D/32 ipencap -P out ipsec
esp/tunnel/W.X.Y.Z-A.B.C.D/require;
spdadd A.B.C.D/32 W.X.Y.Z/32 ipencap -P in ipsec
esp/tunnel/A.B.C.D-W.X.Y.Z/require;Fügen Sie auf beiden Rechnern Firewall-Regeln
hinzu, die IKE-, ESP- und IPENCAP-Verkehr erlauben:ipfw add 1 allow udp from A.B.C.D to W.X.Y.Z isakmp
ipfw add 1 allow udp from W.X.Y.Z to A.B.C.D isakmp
ipfw add 1 allow esp from A.B.C.D to W.X.Y.Z
ipfw add 1 allow esp from W.X.Y.Z to A.B.C.D
ipfw add 1 allow ipencap from A.B.C.D to W.X.Y.Z
ipfw add 1 allow ipencap from W.X.Y.Z to A.B.C.DDas VPN wurde in zwei Schritten eingerichtet. Maschinen
auf beiden Netzen können miteinander kommunizieren
und der Datenverkehr zwischen beiden Netzen wird automatisch
verschlüsselt.ChernLeeBeigetragen von OpenSSHOpenSSHSicherheitOpenSSHOpenSSH stellt Werkzeuge bereit,
um sicher auf entfernte
Maschinen zuzugreifen. Die Kommandos rlogin,
rsh, rcp und
telnet können durch
OpenSSH ersetzt werden.
Zusätzlich können TCP/IP-Verbindungen sicher durch
SSH weitergeleitet (getunnelt) werden. Mit SSH werden alle
Verbindungen verschlüsselt, dadurch wird verhindert, dass
die Verbindung zum Beispiel abgehört oder übernommen
(Hijacking) werden kann.OpenSSH wird vom OpenBSD-Projekt
gepflegt und basiert auf SSH v1.2.12 mit allen aktuellen
Fixen und Aktualisierungen. OpenSSH
ist mit den SSH-Protokollen der Versionen 1 und 2 kompatibel.Vorteile von OpenSSHMit &man.telnet.1; oder &man.rlogin.1; werden Daten in
einer unverschlüsselten Form über das Netzwerk
gesendet. Daher besteht die Gefahr, das Benutzer/Passwort
Kombinationen oder alle Daten an beliebiger Stelle zwischen
dem Client und dem Server abgehört werden. Mit
OpenSSH stehen eine Reihe von
Authentifizierungs- und Verschlüsselungsmethoden zur
Verfügung, um das zu verhindern.Aktivieren von sshdOpenSSHaktivierenUnter &os; entscheidet der
Anwender bei einer Standard-Installation, ob
der sshd-Daemon aktiviert werden soll.
Um zu überprüfen, ob sshd
auf Ihrem System aktiviert ist, suchen Sie in
rc.conf nach der folgenden Zeile:sshd_enable="YES"Ist diese Zeile vorhanden, wird &man.sshd.8;, der
OpenSSH-Dæmon, beim
Systemstart automatisch aktiviert. Alternativ können Sie
OpenSSH auch über das
&man.rc.8;-Skript /etc/rc.d/sshd
starten:/etc/rc.d/sshd startSSH ClientOpenSSHClient&man.ssh.1; arbeitet ähnlich wie &man.rlogin.1;:&prompt.root; ssh user@example.com
Host key not found from the list of known hosts.
Are you sure you want to continue connecting (yes/no)? yes
Host 'example.com' added to the list of known hosts.
user@example.com's password: *******Der Anmeldevorgang wird danach, wie von
rlogin oder telnet gewohnt,
weiterlaufen. SSH speichert einen Fingerabdruck des
Serverschlüssels. Die Aufforderung, yes
einzugeben, erscheint nur bei der ersten Verbindung zu einem
Server. Weitere Verbindungen zu dem Server werden gegen den
gespeicherten Fingerabdruck des Schlüssels geprüft und
der Client gibt eine Warnung aus, wenn sich der empfangene
Fingerabdruck von dem gespeicherten unterscheidet. Die
Fingerabdrücke der Version 1 werden in
~/.ssh/known_hosts, die der Version 2 in
~/.ssh/known_hosts2 gespeichert.In der Voreinstellung akzeptieren aktuelle
OpenSSH-Server nur SSH v2
Verbindungen. Wenn möglich, wird Version 2 verwendet,
ist dies nicht möglich, fällt der Server auf
Version 1 zurück. Der Client kann gezwungen werden,
nur eine der beiden Versionen zu verwenden, indem die Option
(für die Version 1) oder
(für die Version 2) übergeben
wird. Die Unterstützung für Version 1 ist nur
noch aus Kompatibilitätsgründen zu älteren
Versionen enthalten.Secure CopyOpenSSHsecure copyscpMit &man.scp.1; lassen sich Dateien analog wie mit
&man.rcp.1; auf entfernte Maschinen kopieren. Mit
scp werden die Dateien allerdings in einer
sicheren Weise übertragen.&prompt.root; scp user@example.com:/COPYRIGHT COPYRIGHT
user@example.com's password:
COPYRIGHT 100% |*****************************| 4735
00:00
&prompt.root;Da der Fingerabdruck schon im vorigen Beispiel abgespeichert
wurde, wird er bei der Verwendung von scp in
diesem Beispiel überprüft. Da die Fingerabdrücke
übereinstimmen, wird keine Warnung ausgegeben.Die Argumente, die scp übergeben
werden, gleichen denen von cp in der Beziehung,
dass die ersten Argumente die zu kopierenden Dateien sind und
das letzte Argument den Bestimmungsort angibt. Da die Dateien
über das Netzwerk kopiert werden, können ein oder mehrere
Argumente die Form
besitzen.KonfigurationOpenSSHKonfigurationDie für das ganze System gültigen
Konfigurationsdateien des
OpenSSH-Dæmons und des Clients
finden sich in dem Verzeichnis
/etc/ssh.Die Client-Konfiguration befindet sich in
ssh_config, die des Servers befindet sich in
sshd_config.Das SSH-System lässt sich weiterhin über die
Anweisungen (Vorgabe ist
/usr/sbin/sshd) und
in /etc/rc.conf
konfigurieren.ssh-keygenMit &man.ssh-keygen.1; können DSA- oder RSA-Schlüssel
für einen Benutzer erzeugt werden, die anstelle von
Passwörtern verwendet werden können:&prompt.user; ssh-keygen -t dsa
Generating public/private dsa key pair.
Enter file in which to save the key (/home/user/.ssh/id_dsa):
Created directory '/home/user/.ssh'.
Enter passphrase (empty for no passphrase):
Enter same passphrase again:
Your identification has been saved in /home/user/.ssh/id_dsa.
Your public key has been saved in /home/user/.ssh/id_dsa.pub.
The key fingerprint is:
bb:48:db:f2:93:57:80:b6:aa:bc:f5:d5:ba:8f:79:17 user@host.example.com
&man.ssh-keygen.1; erzeugt einen öffentlichen und einen
privaten Schlüssel für die Authentifizierung. Der private
Schlüssel wird in ~/.ssh/id_dsa oder
~/.ssh/id_rsa gespeichert, während
sich der öffentliche Schlüssel in
~/.ssh/id_dsa.pub oder
~/.ssh/id_rsa.pub befindet, je nachdem,
ob es sich um einen DSA- oder einen
RSA-Schlüssel handelt.
Der öffentliche Schlüssel muss sowohl für
RSA- als auch für
DSA-Schlüssel in die Datei
~/.ssh/authorized_keys auf dem entfernten
Rechner aufgenommen werden, damit der Schlüssel
funktioniert.Damit werden Verbindungen zu der entfernten Maschine über
SSH-Schlüsseln anstelle von Passwörtern
authentifiziert.Wenn bei der Erstellung der Schlüssel mit
&man.ssh-keygen.1; ein Passwort angegeben wurde, wird der
Benutzer bei jeder Anmeldung zur Eingabe des Passworts
aufgefordert. Um den Umgang mit SSH-Schlüsseln zu
erleichtern, kann &man.ssh-agent.1; die Verwaltung dieser
Schlüssel für Sie übernehmen. Lesen Sie dazu
den weiter unten.Die Kommandozeilenoptionen und Dateinamen sind
abhängig von der OpenSSH-Version.
Die für Ihr System gültigen Optionen finden Sie
in der Hilfeseite &man.ssh-keygen.1;.ssh-agent und ssh-addMit &man.ssh-agent.1; und &man.ssh-add.1; ist es
möglich, SSH-Schlüssel
in den Speicher zu laden, damit die Passphrase nicht jedesmal
eingegeben werden muss.&man.ssh-agent.1; übernimmt die Authentifizierung
von ihm geladener privater Schlüssel.
&man.ssh-agent.1; sollte nur dazu verwendet werden, ein
anderes Programm zu starten, beispielsweise eine Shell oder
einen Window-Manager.Um &man.ssh-agent.1; in einer Shell zu verwenden, muss
es mit einer Shell als Argument aufgerufen werden.
Zusätzlich müssen die zu verwaltende Identität
(durch &man.ssh-add.1;) sowie deren Passphrase für den
privaten Schlüssel übergeben werden. Nachdem dies
erledigt ist, kann sich ein Benutzer über &man.ssh.1;
auf jedem Rechner anmelden, der einen entsprechenden
öffentlichen Schlüssel besitzt. Dazu ein
Beispiel:&prompt.user; ssh-agent csh
&prompt.user; ssh-add
Enter passphrase for /home/user/.ssh/id_dsa:
Identity added: /home/user/.ssh/id_dsa (/home/user/.ssh/id_dsa)
&prompt.user;Um &man.ssh-agent.1; unter X11 zu verwenden, müssen
Sie &man.ssh-agent.1; in Ihre ~/.xinitrc
aufnehmen. Dadurch können alle unter X11 gestarteten
Programme die Dienste von &man.ssh-agent.1; nutzen. Ihre
~/.xinitrc könnte dazu etwas so
aussehen:exec ssh-agent startxfce4Dadurch wird bei jedem Start von X11 zuerst
&man.ssh-agent.1; aufgerufen, das wiederum
XFCE startet. Nachdem Sie diese
Änderung durchgeführt haben, müssen Sie X11
neu starten. Danach können Sie mit &man.ssh-add.1;
Ihre SSH-Schlüssel laden.SSH-TunnelOpenSSHTunnelMit OpenSSH ist es möglich,
einen Tunnel zu erstellen, in dem ein anderes Protokoll
verschlüsselt übertragen wird.Das folgende Kommando erzeugt einen Tunnel für
telnet:&prompt.user; ssh -2 -N -f -L 5023:localhost:23 user@foo.example.com
&prompt.user;Dabei wurden die folgenden Optionen von ssh
verwendet:Erzwingt die Version 2 des Protokolls (Benutzen Sie die
Option nicht mit langsamen
SSH-Servern).Zeigt an, dass ein Tunnel erstellt werden soll.
Ohne diese Option würde ssh eine
normale Sitzung öffnen.Zwingt ssh im Hintergrund zu
laufen.Ein lokaler Tunnel wird in der Form
localport:remotehost:remoteport
angegeben. Die Verbindung wird dabei von dem lokalen Port
localport auf einen entfernten
Rechner weitergeleitet.Gibt den entfernten SSH server an.Ein SSH-Tunnel erzeugt ein Socket auf
localhost und dem angegebenen Port. Jede
Verbindung, die auf dem angegebenen Socket aufgemacht wird, wird
dann auf den spezifizierten entfernten Rechner und Port
weitergeleitet.Im Beispiel wird der Port 5023 auf
die entfernte Maschine und dort auf localhost
Port 23 weitergeleitet. Da der Port
23 für
Telnet reserviert ist,
erzeugt das eine sichere
Telnet-Verbindung durch einen
SSH-Tunnel.Diese Vorgehensweise kann genutzt werden, um jedes unsichere
TCP-Protokoll wie SMTP, POP3, FTP, usw. weiterzuleiten.Mit SSH einen sicheren Tunnel für SMTP erstellen&prompt.user; ssh -2 -N -f -L 5025:localhost:25 user@mailserver.example.com
user@mailserver.example.com's password: *****
&prompt.user; telnet localhost 5025
Trying 127.0.0.1...
Connected to localhost.
Escape character is '^]'.
220 mailserver.example.com ESMTPZusammen mit &man.ssh-keygen.1; und zusätzlichen
Benutzer-Accounts können Sie leicht benutzbare SSH-Tunnel
aufbauen. Anstelle von Passwörtern können Sie
Schlüssel benutzen und jeder Tunnel kann unter einem eigenen
Benutzer laufen.Beispiel für SSH-TunnelSicherer Zugriff auf einen POP3-ServerNehmen wir an, an Ihrer Arbeitsstelle gibt es einen
SSH-Server, der Verbindungen von außen akzeptiert. Auf
dem Netzwerk Ihrer Arbeitsstelle soll sich zudem noch ein
Mail-Server befinden, der POP3 spricht. Das Netzwerk oder die
Verbindung von Ihrem Haus zu Ihrer Arbeitsstelle ist unsicher
und daher müssen Sie Ihre E-Mail über eine gesicherte
Verbindung abholen können. Die Lösung zu diesem
Problem besteht darin, eine SSH-Verbindung von Ihrem Haus zu
dem SSH-Server an Ihrer Arbeitsstelle aufzubauen, und von dort
weiter zum Mail-Server zu tunneln.&prompt.user; ssh -2 -N -f -L 2110:mail.example.com:110 user@ssh-server.example.com
user@ssh-server.example.com's password: ******Wenn Sie den Tunnel eingerichtet haben, konfigurieren Sie
Ihren Mail-Client so, dass er POP3 Anfragen zu
localhost Port 2110 sendet. Die Verbindung
wird dann sicher zu mail.example.com
weitergeleitet.Umgehen einer strengen FirewallEinige Netzwerkadministratoren stellen sehr drakonische
Firewall-Regeln auf, die nicht nur einkommende Verbindungen
filtern, sondern auch ausgehende. Es kann sein, dass Sie
externe Maschinen nur über die Ports 22 und 80 (SSH und
Web) erreichen.Sie wollen auf einen Dienst, der vielleicht nichts mit
Ihrer Arbeit zu tun hat, wie einen Ogg Vorbis Musik-Server,
zugreifen. Wenn der Ogg Vorbis Server nicht auf den Ports 22
oder 80 läuft, können Sie aber nicht auf ihn
zugreifen.Die Lösung hier ist es, eine SSH-Verbindung zu einer
Maschine außerhalb der Firewall aufzumachen und durch
diese zum Ogg Vorbis Server zu tunneln.&prompt.user; ssh -2 -N -f -L 8888:music.example.com:8000 user@unfirewalled-system.example.org
user@unfirewalled-system.example.org's password: *******Konfigurieren Sie Ihren Client so, dass er
localhost und Port 8888 benutzt. Die Verbindung
wird dann zu music.example.com Port 8000
weitergeleitet und Sie haben die Firewall erfolgreich
umgangen.Die Option AllowUsersEs ist in der Regel ein gute Idee, festzulegen, welche
Benutzer sich von welchem Rechner aus anmelden können.
Dies lässt sich beispielsweise über die Option
AllowUsers festlegen. Soll sich etwa
nur root vom Rechner mit der IP-Adresse
192.168.1.32 aus einwählen
dürfen, würden Sie folgenden Eintrag in
/etc/ssh/sshd_config aufnehmen:AllowUsers root@192.168.1.32Damit sich admin von jedem Rechner aus
anmelden kann, geben Sie nur den Benutzernamen an:AllowUsers adminSie können auch mehrere Benutzer in einer Zeile
aufführen:AllowUsers root@192.168.1.32 adminNur ein Benutzer, der in dieser Liste aufgeführt ist,
darf sich auf diesem Rechner anmelden.Nachdem Sie /etc/ssh/sshd_config
angepasst haben, muss &man.sshd.8; seine Konfigurationsdateien
neu einlesen. Dazu geben Sie Folgendes ein:&prompt.root; /etc/rc.d/sshd reloadWeiterführende InformationenOpenSSH&man.ssh.1; &man.scp.1; &man.ssh-keygen.1;
&man.ssh-agent.1; &man.ssh-add.1; &man.ssh.config.5;&man.sshd.8; &man.sftp-server.8; &man.sshd.config.5;TomRhodesBeigetragen von ACLZugriffskontrolllisten für DateisystemeZusammen mit anderen Verbesserungen des Dateisystems wie
Schnappschüsse gibt es ab &os; 5.0
Zugriffskontrolllisten (access
control list, ACL).Zugriffskontrolllisten erweitern die normalen Zugriffsrechte
von &unix; Systemen auf eine kompatible (&posix;.1e) Weise
und bieten feiner granulierte Sicherheitsmechanismen.Zugriffskontrolllisten für Dateisysteme werden mit der
nachstehenden Zeile in der Kernelkonfiguration aktiviert:options UFS_ACLDiese Option ist in der GENERIC-Konfiguration
aktiviert. Das System gibt eine Warnung aus, wenn ein Dateisystem mit
ACLs eingehangen werden soll und die
Unterstützung für ACLs nicht im Kernel
aktiviert ist. Das Dateisystem muss weiterhin erweiterte Attribute
zur Verfügung stellen, damit ACLs verwendet
werden können. Das neue UNIX-Dateisystem
UFS2 stellt diese Attribute
standardmäßig zur Verfügung.Die Konfiguration erweiterter Attribute auf
UFS1 ist mit einem höheren Aufwand als die
Konfiguration erweiterter Attribute auf UFS2
verbunden. Zudem ist UFS2 mit erweiterten
Attributen leistungsfähiger als UFS1.
Zugriffskontrolllisten sollten daher mit UFS2
verwendet werden.Die Angabe der Option in
/etc/fstab aktiviert Zugriffskontrolllisten
für ein Dateisystem. Die bevorzugte Möglichkeit ist
die Verwendung von Zugriffskontrolllisten mit &man.tunefs.8; (Option
), im Superblock des Dateisystems festzuschreiben.
Diese Möglichkeit hat mehrere Vorteile:Nochmaliges Einhängen eines Dateisystems (Option
von &man.mount.8;) verändert den Status
der Zugriffskontrolllisten nicht. Die Verwendung von
Zugriffskontrolllisten kann nur durch Abhängen und erneutes
Einhängen eines Dateisystems verändert werden. Das
heißt auch, dass Zugriffskontrolllisten nicht
nachträglich auf dem Root-Dateisystem aktiviert werden
können.Die Zugriffskontrolllisten auf den Dateisystemen sind,
unabhängig von den Option in /etc/fstab
oder Namensänderungen der Geräte, immer aktiv. Dies
verhindert auch, dass Zugriffskontrolllisten aus Versehen
auf Dateisystem ohne Zugriffskontrolllisten aktiviert werden und
durch falsche Zugriffsrechte Sicherheitsprobleme entstehen.Es kann sein, dass sich der Status von Zugriffskontrolllisten
später durch nochmaliges Einhängen des Dateisystems
(Option von &man.mount.8;) ändern
lässt. Die momentane Variante ist aber sicherer, da der
Status der Zugriffskontrolllisten nicht versehentlich geändert
werden kann. Allgemein sollten Zugriffskontrolllisten auf einem
Dateisystem, auf dem sie einmal verwendet wurden, nicht deaktiviert
werden, da danach die Zugriffsrechte falsch sein können.
Werden Zugriffskontrolllisten auf einem solchen Dateisystem wieder
aktiviert, werden die Zugriffsrechte von Dateien, die sich
zwischenzeitlich geändert haben, überschrieben, was zu
erneuten Problemen führt.Die Zugriffsrechte einer Datei werden durch ein
+ (Plus) gekennzeichnet, wenn die Datei durch
Zugriffskontrolllisten geschützt ist:drwx------ 2 robert robert 512 Dec 27 11:54 private
drwxrwx---+ 2 robert robert 512 Dec 23 10:57 directory1
drwxrwx---+ 2 robert robert 512 Dec 22 10:20 directory2
drwxrwx---+ 2 robert robert 512 Dec 27 11:57 directory3
drwxr-xr-x 2 robert robert 512 Nov 10 11:54 public_htmlDie Verzeichnisse directory1,
directory2 und directory3
sind durch Zugriffskontrolllisten geschützt, das Verzeichnis
public_html nicht.Zugriffskontrolllisten benutzenDas Werkzeug &man.getfacl.1; zeigt Zugriffskontrolllisten
an. Das folgende Kommando zeigt die ACLs
auf der Datei test:&prompt.user; getfacl test
#file:test
#owner:1001
#group:1001
user::rw-
group::r--
other::r--Das Werkzeug &man.setfacl.1; ändert oder entfernt
ACLs auf Dateien. Zum Beispiel:&prompt.user; setfacl -k testDie Option entfernt alle
ACLs einer Datei oder eines Dateisystems.
Besser wäre es, die Option
zu verwenden, da sie die erforderlichen Felder
beibehält.&prompt.user; setfacl -m u:trhodes:rwx,g:web:r--,o::--- testMit dem vorstehenden Kommando werden die eben
entfernten Zugriffskontrolllisten wiederhergestellt.
Der Befehl gibt die Fehlermeldung
Invalid argument aus,
wenn Sie nicht existierende Benutzer oder Gruppen
als Parameter angeben.TomRhodesBeigetragen von PortauditSicherheitsprobleme in Software Dritter überwachenIn den letzten Jahren wurden zahlreiche Verbesserungen in
der Einschätzung und dem Umgang mit Sicherheitsproblemen
erzielt. Die Gefahr von Einbrüchen in ein System wird
aber immer größer, da Softwarepakete von Dritten
auf nahezu jedem Betriebssystem installiert und konfiguriert
werden.Die Einschätzung der Verletzlichkeit eines Systems ist
ein Schlüsselfaktor für dessen Sicherheit. &os;
veröffentlicht zwar Sicherheitshinweise
(security advisories) für
das Basissystem, das Projekt ist allerdings nicht dazu in der
Lage, dies auch für die zahlreichen Softwarepakete von
Dritten zu tun. Dennoch gibt es einen Weg, auch diese
Programmpakete zu überwachen. Das in der Ports-Sammlung
enthaltene Programm Portaudit wurde
gezielt dafür entwickelt.Der Port security/portaudit
fragt dazu eine Datenbank, die vom &os; Security Team sowie
den Ports-Entwicklern aktualisiert und gewartet wird, auf
bekannte Sicherheitsprobleme ab.Bevor Sie Portaudit verwenden
können, müssen Sie es über die Ports-Sammlung
installieren:&prompt.root; cd /usr/ports/security/portaudit && make install cleanWährend der Installation werden die
Konfigurationsdateien für &man.periodic.8; aktualisiert, was
es Portaudit erlaubt, seine Ausgabe
in den täglichen Sicherheitsbericht einzufügen.
Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass diese (an das
E-Mail-Konto von root gesendeten)
Sicherheitsberichte auch gelesen werden. An dieser Stelle
ist keine weitere Konfiguration nötig.Nach der Installation kann ein Administrator die unter
/var/db/portaudit lokal
gespeicherte Datenbank aktualisieren und sich danach durch
folgenden Befehl über mögliche Sicherheitslücken
der von ihm installierten Softwarepakete informieren:&prompt.root; portaudit -FdaDie Datenbank wird automatisch aktualisiert, wenn
&man.periodic.8; ausgeführt wird. Der eben genannte
Befehl ist daher optional, er wird aber für das
folgende Beispiel benötigt.Nach erfolgter Installation der Datenbank kann ein
Administrator über die Ports-Sammlung installierte
Softwarepakete Dritter jederzeit überprüfen. Dazu
muss er lediglich folgenden Befehl eingeben:&prompt.root; portaudit -aExistiert in Ihren installierten Softwarepaketen eine
Sicherheitslücke, wird Portaudit
eine Ausgabe ähnlich der folgenden produzieren:Affected package: cups-base-1.1.22.0_1
Type of problem: cups-base -- HPGL buffer overflow vulnerability.
Reference: <http://www.FreeBSD.org/ports/portaudit/40a3bca2-6809-11d9-a9e7-0001020eed82.html>
1 problem(s) in your installed packages found.
You are advised to update or deinstall the affected package(s) immediately.Wenn Sie die angegebene URL über einen
Internetbrowser aufrufen, erhalten Sie weitere Informationen
über die bestehende Sicherheitslücke, wie die betroffenen
Versionen, die Version des &os;-Ports sowie Hinweise auf weitere
Seiten, die ebenfalls Sicherheitshinweise zu diesem Problem
bieten.Portaudit ist ein mächtiges
Werkzeug und insbesondere in Zusammenarbeit mit dem
Port Portupgrade äußerst
hilfreich.TomRhodesBeigesteuert von Sicherheitshinweise&os; SicherheitshinweiseWie für andere hochwertige Betriebssysteme auch
werden für &os; Sicherheitshinweise herausgegeben.
Die Hinweise werden gewöhnlich auf den Sicherheits-Mailinglisten
und in den Errata veröffentlicht, nachdem das
Sicherheitsproblem behoben ist. Dieser Abschnitt beschreibt
den Umgang mit den Sicherheitshinweisen.Wie sieht ein Sicherheitshinweis aus?Der nachstehende Sicherheitshinweis stammt von
der Mailingliste &a.security-notifications.name;:=============================================================================
&os;-SA-XX:XX.UTIL Security Advisory
The &os; Project
Topic: denial of service due to some problem
Category: core
Module: sys
Announced: 2003-09-23
Credits: Person@EMAIL-ADDRESS
Affects: All releases of &os;
&os; 4-STABLE prior to the correction date
Corrected: 2003-09-23 16:42:59 UTC (RELENG_4, 4.9-PRERELEASE)
2003-09-23 20:08:42 UTC (RELENG_5_1, 5.1-RELEASE-p6)
2003-09-23 20:07:06 UTC (RELENG_5_0, 5.0-RELEASE-p15)
2003-09-23 16:44:58 UTC (RELENG_4_8, 4.8-RELEASE-p8)
2003-09-23 16:47:34 UTC (RELENG_4_7, 4.7-RELEASE-p18)
2003-09-23 16:49:46 UTC (RELENG_4_6, 4.6-RELEASE-p21)
2003-09-23 16:51:24 UTC (RELENG_4_5, 4.5-RELEASE-p33)
2003-09-23 16:52:45 UTC (RELENG_4_4, 4.4-RELEASE-p43)
2003-09-23 16:54:39 UTC (RELENG_4_3, 4.3-RELEASE-p39)
CVE Name: CVE-XXXX-XXXX
For general information regarding FreeBSD Security Advisories,
including descriptions of the fields above, security branches, and the
following sections, please visit
http://www.FreeBSD.org/security/.
I. Background
II. Problem Description
III. Impact
IV. Workaround
V. Solution
VI. Correction details
VII. ReferencesDas Feld Topic enthält eine
Beschreibung des Sicherheitsproblems und benennt das
betroffene Programm.Das Feld Category beschreibt den
betroffenen Systemteil. Mögliche Werte für dieses
Feld sind core, contrib
oder ports. Die Kategorie
core gilt für Kernkomponenten
des &os;-Betriebssystems, die Kategorie
contrib beschreibt zum Basissystem
gehörende Software Dritter beispielsweise
sendmail. Die Kategorie
ports beschreibt Software, die
Teil der Ports-Sammlung ist.Das Feld Module beschreibt die
betroffene Komponente. Im Beispiel ist
sys angegeben, das heißt
dieses Problem betrifft eine Komponente, die vom
Kernel benutzt wird.Das Feld Announced gibt den
Zeitpunkt der Bekanntgabe des Sicherheitshinweises
an. Damit existiert das Sicherheitsproblem,
ist vom Sicherheits-Team bestätigt worden
und eine entsprechende Korrektur wurde in das
Quellcode-Repository von &os; gestellt.Das Feld Credits gibt die Person
oder Organisation an, die das Sicherheitsproblem
bemerkte und gemeldet hat.Welche &os;-Releases betroffen sind, ist im Feld
Affects angegeben. Die Version einer
Datei, die zum Kernel gehört, können Sie
schnell mit ident ermitteln. Bei Ports
ist die Versionsnummer angegeben, die Sie im Verzeichnis
/var/db/pkg finden.
Wenn Sie Ihr System nicht täglich aktualisieren,
ist Ihr System wahrscheinlich betroffen.Wann das Problem in welchem Release behoben wurde,
steht im Feld Corrected.Reserviert für Informationen, über die
in der Common Vulnerabilities Database
nach Sicherheitslücken gesucht werden kann.Im Feld Background wird
das betroffene Werkzeug beschrieben. Meist finden Sie
hier warum das Werkzeug Bestandteil von &os; ist,
wofür es benutzt wird und eine kurze
Darstellung der Herkunft des Werkzeugs.Im Feld Problem Description befindet
sich eine genaue Darstellung des Sicherheitsproblems.
Hier wird fehlerhafter Code beschrieben oder geschildert,
wie ein Werkzeug ausgenutzt wird.Das Feld Impact beschreibt die
Auswirkungen des Sicherheitsproblems auf ein System,
beispielsweise erweiterte Rechte oder gar
Superuser-Rechte für normale Benutzer.Im Feld Workaround wird
eine Umgehung des Sicherheitsproblems beschrieben.
Die Umgehung ist für Administratoren gedacht,
die ihr System aus Zeitnot, Netzwerk-technischen oder
anderen Gründen nicht aktualisieren können.
Nehmen Sie Sicherheitsprobleme ernst: Auf einem
betroffenen System sollte das Problem entweder behoben
oder, wie hier beschrieben, umgangen werden.Im Feld Solution enthält eine
getestete Schritt-für-Schritt Anleitung, die das
Sicherheitsproblem behebt.Das Feld Correction Details
enthält die CVS-Tags der betroffenen Dateien
zusammen mit zugehörigen Revisionsnummern.Im Feld References finden sich
Verweise auf weitere Informationsquellen. Dies können
URLs zu Webseiten, Bücher, Mailinglisten und Newsgroups
sein.TomRhodesBeigetragen von Prozess-ÜberwachungProzess-ÜberwachungProzess-Überwachung
(Process accounting) ist ein
Sicherheitsverfahren, bei dem ein Administrator verfolgt,
welche Systemressourcen verwendet werden und wie sich diese
auf die einzelnen Anwender verteilen. Dadurch kann das
System überwacht werden und es ist sogar möglich,
zu kontrollieren, welche Befehle ein Anwender eingibt.Diese Fähigkeiten haben sowohl Vor- als auch Nachteile.
Positiv ist, dass man ein Einbruchsversuch bis an den Anfang
zurückverfolgen kann. Von Nachteil ist allerdings,
dass durch diesen Prozess Unmengen an Protokolldateien erzeugt
werden, die auch dementsprechenden Plattenplatz benötigen.
Dieser Abschnitt beschreibt die Grundlagen der
Prozess-Überwachung.Die Prozess-Überwachung aktivieren und
konfigurierenBevor Sie die Prozess-Überwachung verwenden können,
müssen Sie diese aktivieren. Dazu führen Sie als
root die folgenden Befehle aus:&prompt.root; touch /var/account/acct
&prompt.root; accton /var/account/acct
&prompt.root; echo 'accounting_enable="YES"' >> /etc/rc.confEinmal aktiviert, wird sofort mit der Überwachung von
CPU-Statistiken, Befehlen und anderen
Vorgängen begonnen. Protokolldateien werden in einem
nur von Maschinen lesbaren Format gespeichert, daher müssen
Sie diese über &man.sa.8; aufrufen. Geben Sie keine
Optionen an, gibt sa Informationen wie
die Anzahl der Aufrufe pro Anwender, die abgelaufene Zeit in
Minuten, die gesamte CPU- und Anwenderzeit
in Minuten, die durchschnittliche Anzahl der Ein- und
Ausgabeoperationen und viel andere mehr aus.Um Informationen über ausgeführte Befehle zu
erhalten, verwenden Sie &man.lastcomm.1;. So können Sie
etwa ermittlen, welche Befehle von wem auf welchem &man.ttys.5;
ausgeführt wurden:&prompt.root; lastcomm ls
trhodes ttyp1Das Ergebnis sind alle bekannten Einsätze von
ls durch trhodes
- auf dem Terminal ttyp1.
+ auf dem Terminal ttyp1.
Zahlreiche weitere nützliche Optionen finden Sie in den
Manualpages zu &man.lastcomm.1;, &man.acct.5; sowie
&man.sa.8;.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/virtualization/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/virtualization/chapter.sgml
index 3315ceed88..5f305cd00c 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/virtualization/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/virtualization/chapter.sgml
@@ -1,641 +1,1058 @@
MurrayStokelyBeigetragen von OliverPeterÜbersetzt von VirtualisierungÜbersichtVirtualisierungssoftware erlaubt es, mehrere Betriebssysteme
gleichzeitig auf dem selben Computer laufen zu lassen. Derartige
Softwaresysteme für PCs setzen in der Regel ein
Host-Betriebssystem voraus, auf dem die
Virtualisierungssoftware läuft und unterstützen eine
nahezu beliebige Anzahl von Gast-Betriebssystemen.Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben,Kennen Sie den Unterscheid zwischen einem
Host-Betriebssystem und einem Gast-Betriebssystem.
+
+ Können Sie FreeBSD auf einem &intel;-basierenden
+ &apple; &macintosh; installieren.
+
+
Wissen Sie, wie man FreeBSD unter Linux mit
&xen; installiert.
- Können Sie FreeBSD auf einem &intel;-basierenden
- &apple; &macintosh; installieren.
+ Können Sie FreeBSD unter µsoft.windows;
+ und Virtual PC installieren.Wissen Sie, wie man ein virtualisiertes FreeBSD-System
für optimale Leistung konfiguriert.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten SieDie Grundlagen von &unix; und FreeBSD verstehen
().FreeBSD installieren können
().Wissen, wie man seine Netzwerkverbindung
konfiguriert ().Software Dritter installieren können
().FreeBSD als Gast-BetriebssystemParallels unter MacOS XParallels Desktop für &mac;
ist ein kommerzielles Softwareprodukt, welches für
&intel;-basierende &apple; &mac;-Computer mit
&macos; X 10.4.6
oder höher verfügbar ist. FreeBSD wird von diesem
Softwarepaket als Gast-Betriebssystem vollständig
unterstützt. Nach der Installation von
Parallels auf &macos; X
konfigurieren Sie als erstes eine virtuelle Maschine,
in der Sie danach das gewünschte Gast-Betriebssystem (in
unserem Fall FreeBSD) installieren.Installation von FreeBSD unter
Parallels/&macos; XDer erste Schritt bei der Installation von FreeBSD unter
Parallels/&macos; X ist es,
eine virtuelle Maschine zu konfigurieren, in der Sie
FreeBSD installieren können. Dazu wählen Sie bei
der Frage nach dem Guest OS TypeFreeBSD aus:Danach legen Sie geeignete Größen für
Festplatten- und Arbeitsspeicher für die zu erstellende
FreeBSD-Instanz fest. 4 GB Plattenplatz sowie
512 MB RAM sind in der Regel für die Arbeit unter
Parallels ausreichend:Wählen Sie den gewünschten Netzwerktyp
aus und konfigurieren Sie Ihre Netzwerkverbindung:Speichern Sie Ihre Eingaben, um die Konfiguration
abzuschließen:Nachdem Sie die virtuelle Maschine erstellt haben,
installieren Sie im nächsten Schritt FreeBSD in dieser
virtuellen Maschine. Dazu verwenden Sie am besten eine
offizielle FreeBSD-CDROM oder Sie laden von einem offiziellen
FTP-Server ein ISO-Abbild auf Ihren &mac; herunter. Danach
klicken Sie auf das Laufwerksymbol in der rechten unteren
Ecke des Parallels-Fensters, um
ihr virtuelles Laufwerk mit dem ISO-Abbild oder mit dem
physikalischen CD-ROM-Laufwerk ihres Computers zu
verknüpfen.Nachdem Sie diese Verknüpfung hergestellt haben,
starten sie die virtuelle FreeBSD-Maschine neu, indem Sie
wie gewohnt auf das Symbol "Neustarten" klicken.
Parallels startet nun ein
Spezial-BIOS, das zuerst prüft, ob Sie eine CD-ROM
eingelegt haben (genau so, wie es auch ein echtes BIOS
machen würde).In unserem Fall findet das BIOS ein
FreeBSD-Installationsmedium und beginnt daher eine normale
Installation mit sysinstall
(wie in des Handbuchs
beschreiben).Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können
Sie die virtuelle Maschine starten.FreeBSD für den Einsatz unter
Parallels/&macos; X optimierenNachdem Sie FreeBSD erfolgreich unter &macos; X mit
Parallels installiert haben, sollten
Sie ihr virtuelles FreeBSD-System für virtualisierte
Operationen optimieren:Setzen der Bootloader-VariablenDie wichtigste Änderung ist es, die Variable
zu verkleinern, um so die
CPU-Auslastung in der
Parallels-Umgebung zu
verringern.kern.hz=100Ohne diese Einstellung kann ein unbeschäftigtes
FreeBSD unter Parallels trotzdem
rund 15 Prozent der CPU-Leistung eines Single Prozessor
&imac;'s verbrauchen. Nach dieser Änderung reduziert
sich dieser Wert auf etwa 5 Prozent.Erstellen einer neuen KernelkonfigurationsdateiSie können alle SCSI-, FireWire- und
USB-Laufwerks-Treiber entfernen.
Parallels stellt einen
virtuellen Netzwerkadapter bereit, der den
&man.ed.4;-Treiber verwendet. Daher können alle
Netzwerkgeräte bis auf &man.ed.4; und
&man.miibus.4; aus dem Kernel entfernt werden.Netzwerkbetrieb einrichtenDie einfachste Netzwerkkonfiguration ist der Einsatz
von DHCP, um Ihre virtuelle Maschine mit dem gleichen
lokalen Netzwerk, in dem sich der Host-&mac; befindet, zu
verbinden. Dazu fügen Sie die Zeile
ifconfig_ed0="DHCP" in die Datei
/etc/rc.conf ein. Weitere
Informationen zur Konfiguration des Netzwerks unter
FreeBSD finden Sie im des Handbuchs.FukangChen (Loader)Beigetragen von FreeBSD mit &xen; unter Linux einsetzenDer &xen; Hypervisor ist ein
als Open Source verfügbares Para-Virtualisierungsprodukt,
das von der kommerziellen Firma XenSource unterstützt wird.
Gast-Betriebssysteme werden dabei als domU-Domains,
Host-Betriebssysteme hingegen als dom0 bezeichnet. Um eine
virtuelle FreeBSD-Instanz unter Linux auszuführen,
müssen Sie zuerst &xen;
für Linux dom0 installieren. Als Host-Betriebssystem
wird im folgenden Beispiel die Distribution Slackware
verwendet.&xen; 3 unter Linux dom0&xen; 3.0 von XenSource herunterladenLaden Sie die Datei xen-3.0.4_1-src.tgz
von
herunter.Den Tarball entpacken&prompt.root; cd xen-3.0.4_1-src
&prompt.root; KERNELS="linux-2.6-xen0 linux-2.6-xenU" make world
&prompt.root; make installDen dom0-Kernel neu kompilieren:&prompt.root; cd xen-3.0.4_1-src/linux-2.6.16.33-xen0
&prompt.root; make menuconfig
&prompt.root; make
&prompt.root; make installÄltere Versionen von
&xen; müssen
gegebenenfalls mit
make ARCH=xen menuconfig näher
spezifiziert werden.Einen Menü-Eintrag in die menu.lst von Grub
aufnehmenEditieren Sie /boot/grub/menu.lst
und fügen Sie die folgenden Zeilen hinzu:title Xen-3.0.4
root (hd0,0)
kernel /boot/xen-3.0.4-1.gz dom0_mem=262144
module /boot/vmlinuz-2.6.16.33-xen0 root=/dev/hda1 roStarten Sie Ihren Computer neu, um &xen; zu
aktivierenAnschließend editieren Sie
/etc/xen/xend-config.sxp und
fügen die folgenden Zeilen hinzu:(network-script 'network-bridge netdev=eth0')Danach kann &xen;
gestartet werden:&prompt.root; /etc/init.d/xend start
&prompt.root; /etc/init.d/xendomains startDamit ist dom0 gestartet:&prompt.root; xm list
Name ID Mem VCPUs State Time(s)
Domain-0 0 256 1 r----- 54452.9FreeBSD 7-CURRENT als domU verwendenLaden Sie den FreeBSD-dumU-Kernel für
&xen; 3.0 sowie
das Festplattenabbild von http://www.fsmware.com/
herunter:kernel-currentmdroot-7.0.bz2xmexample1.bsdKopieren Sie xmexample1.bsd
nach /etc/xen/ und passen Sie
die Einträge für Kernel und Festplattenabbild an
Ihre Konfiguration an. Ihre Konfiguration sollte
ähnlich dem folgenden Beispiel aussehen:kernel = "/opt/kernel-current"
memory = 256
name = "freebsd"
vif = [ '' ]
disk = [ 'file:/opt/mdroot-7.0,hda1,w' ]
#on_crash = 'preserve'
extra = "boot_verbose"
extra += ",boot_single"
extra += ",kern.hz=100"
extra += ",vfs.root.mountfrom=ufs:/dev/xbd769a"Die Datei mdroot-7.0.bz2 sollte
unkomprimiert sein.Als Nächstes muss der __xen_guest-Abschnitt in
kernel-current verändert und das
von &xen; 3.0.3 benötigte
VIRT_BASE hinzugefügt werden:&prompt.root; objcopy kernel-current -R __xen_guest
&prompt.root; perl -e 'print "LOADER=generic,GUEST_OS=freebsd,GUEST_VER=7.0,XEN_VER=xen-3.0,BSD_SYMTAB,VIRT_BASE=0xC0000000\x00"' > tmp
&prompt.root; objcopy kernel-current --add-section __xen_guest=tmp&prompt.root; objdump -j __xen_guest -s kernel-current
kernel-current: file format elf32-i386
Contents of section __xen_guest:
0000 4c4f4144 45523d67 656e6572 69632c47 LOADER=generic,G
0010 55455354 5f4f533d 66726565 6273642c UEST_OS=freebsd,
0020 47554553 545f5645 523d372e 302c5845 GUEST_VER=7.0,XE
0030 4e5f5645 523d7865 6e2d332e 302c4253 N_VER=xen-3.0,BS
0040 445f5359 4d544142 2c564952 545f4241 D_SYMTAB,VIRT_BA
0050 53453d30 78433030 30303030 3000 SE=0xC0000000. Nun kann die domU erstellt und gestartet werden:&prompt.root; xm create /etc/xen/xmexample1.bsd -c
Using config file "/etc/xen/xmexample1.bsd".
Started domain freebsd
WARNING: loader(8) metadata is missing!
Copyright (c) 1992-2006 The FreeBSD Project.
Copyright (c) 1979, 1980, 1983, 1986, 1988, 1989, 1991, 1992, 1993, 1994
The Regents of the University of California. All rights reserved.
FreeBSD 7.0-CURRENT #113: Wed Jan 4 06:25:43 UTC 2006
kmacy@freebsd7.gateway.2wire.net:/usr/home/kmacy/p4/freebsd7_xen3/src/sys/i386-xen/compile/XENCONF
WARNING: DIAGNOSTIC option enabled, expect reduced performance.
Xen reported: 1796.927 MHz processor.
Timecounter "ixen" frequency 1796927000 Hz quality 0
CPU: Intel(R) Pentium(R) 4 CPU 1.80GHz (1796.93-MHz 686-class CPU)
Origin = "GenuineIntel" Id = 0xf29 Stepping = 9
Features=0xbfebfbff<FPU,VME,DE,PSE,TSC,MSR,PAE,MCE,CX8,APIC,SEP,MTRR,PGE,MCA,CMOV,PAT,PSE36,CLFLUSH,
DTS,ACPI,MMX,FXSR,SSE,SSE2,SS,HTT,TM,PBE>
Features2=0x4400<CNTX-ID,<b14>>
real memory = 265244672 (252 MB)
avail memory = 255963136 (244 MB)
xc0: <Xen Console> on motherboard
cpu0 on motherboard
Timecounters tick every 10.000 msec
[XEN] Initialising virtual ethernet driver.
xn0: Ethernet address: 00:16:3e:6b:de:3a
[XEN]
Trying to mount root from ufs:/dev/xbd769a
WARNING: / was not properly dismounted
Loading configuration files.
No suitable dump device was found.
Entropy harvesting: interrupts ethernet point_to_point kickstart.
Starting file system checks:
/dev/xbd769a: 18859 files, 140370 used, 113473 free (10769 frags, 12838 blocks, 4.2% fragmentation)
Setting hostname: demo.freebsd.org.
lo0: flags=8049<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST> mtu 16384
inet6 ::1 prefixlen 128
inet6 fe80::1%lo0 prefixlen 64 scopeid 0x2
inet 127.0.0.1 netmask 0xff000000
Additional routing options:.
Mounting NFS file systems:.
Starting syslogd.
/etc/rc: WARNING: Dump device does not exist. Savecore not run.
ELF ldconfig path: /lib /usr/lib /usr/lib/compat /usr/X11R6/lib /usr/local/lib
a.out ldconfig path: /usr/lib/aout /usr/lib/compat/aout /usr/X11R6/lib/aout
Starting usbd.
usb: Kernel module not available: No such file or directory
Starting local daemons:.
Updating motd.
Starting sshd.
Initial i386 initialization:.
Additional ABI support: linux.
Starting cron.
Local package initialization:.
Additional TCP options:.
Starting background file system checks in 60 seconds.
Sun Apr 1 02:11:43 UTC 2007
FreeBSD/i386 (demo.freebsd.org) (xc0)
login: Die domU sollte nun den
&os; 7.0-CURRENT-Kernel ausführen:&prompt.root; uname -a
FreeBSD demo.freebsd.org 7.0-CURRENT FreeBSD 7.0-CURRENT #113: Wed Jan 4 06:25:43 UTC 2006
kmacy@freebsd7.gateway.2wire.net:/usr/home/kmacy/p4/freebsd7_xen3/src/sys/i386-xen/compile/XENCONF i386Das Netzwerk kann nun unter der domU konfiguriert werden.
Die &os;-domU wird ein spezielles Gerät namens
xn0 verwenden:&prompt.root; ifconfig xn0 10.10.10.200 netmask 255.0.0.0
&prompt.root; ifconfig
xn0: flags=843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX> mtu 1500
inet 10.10.10.200 netmask 0xff000000 broadcast 10.255.255.255
ether 00:16:3e:6b:de:3a
lo0: flags=8049<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST> mtu 16384
inet6 ::1 prefixlen 128
inet6 fe80::1%lo0 prefixlen 64 scopeid 0x2
inet 127.0.0.1 netmask 0xff000000 Unter der Slackware-dom0 sollten einige
&xen;-spezifische
Netzwerkgeräte erscheinen:&prompt.root; ifconfig
eth0 Link encap:Ethernet HWaddr 00:07:E9:A0:02:C2
inet addr:10.10.10.130 Bcast:0.0.0.0 Mask:255.0.0.0
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:815 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:1400 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:0
RX bytes:204857 (200.0 KiB) TX bytes:129915 (126.8 KiB)
lo Link encap:Local Loopback
inet addr:127.0.0.1 Mask:255.0.0.0
UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1
RX packets:99 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:99 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:0
RX bytes:9744 (9.5 KiB) TX bytes:9744 (9.5 KiB)
peth0 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FF:FF:FF:FF:FF
UP BROADCAST RUNNING NOARP MTU:1500 Metric:1
RX packets:1853349 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:952923 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:1000
RX bytes:2432115831 (2.2 GiB) TX bytes:86528526 (82.5 MiB)
Base address:0xc000 Memory:ef020000-ef040000
vif0.1 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FF:FF:FF:FF:FF
UP BROADCAST RUNNING NOARP MTU:1500 Metric:1
RX packets:1400 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:815 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:0
RX bytes:129915 (126.8 KiB) TX bytes:204857 (200.0 KiB)
vif1.0 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FF:FF:FF:FF:FF
UP BROADCAST RUNNING NOARP MTU:1500 Metric:1
RX packets:3 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:2 errors:0 dropped:157 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:1
RX bytes:140 (140.0 b) TX bytes:158 (158.0 b)
xenbr1 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FF:FF:FF:FF:FF
UP BROADCAST RUNNING NOARP MTU:1500 Metric:1
RX packets:4 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:0
RX bytes:112 (112.0 b) TX bytes:0 (0.0 b)&prompt.root; brctl show
bridge name bridge id STP enabled interfaces
xenbr1 8000.feffffffffff no vif0.1
peth0
vif1.0
+
+
+
+ Johann
+ Kois
+ Übersetzt von
+
+
+
+
Virtual PC unter &windows;
- Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt.
- Lesen Sie bitte
- das Original in englischer Sprache. Wenn Sie helfen
- wollen, diesen Abschnitt zu übersetzen, senden Sie bitte
- eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;.
+ Virtual PC für &windows; wird
+ von µsoft; kostenlos zum Download angeboten. Die
+ Systemanforderungen für dieses Programm finden Sie
+ hier. Nachdem Sie Virtual PC
+ unter µsoft.windows; installiert haben, müssen Sie eine
+ virtuelle Maschine konfigurieren und das gewünschte
+ Betriebssystem installieren.
+
+
+ FreeBSD in Virtual PC/µsoft.windows; installieren
+
+ Der erste Schritt zur Installation von FreeBSD in
+ µsoft.windows;/Virtual PC ist
+ es, eine neue virtuelle Maschine zu erstellen, in die Sie
+ FreeBSD installieren können. Dazu wählen Sie die
+ Option Create a virtual machine,
+ wenn Sie danach gefragt werden:
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+ Bei der Frage nach dem
+ Operating system wählen Sie
+ Other:
+
+
+
+
+
+
+
+ Danach müssen Sie den von Ihnen gewüschten
+ Plattenplatz sowie die Größe des Hauptspeichers
+ angeben. 4 GB Plattenplatz sowie 512 MB RAM sollten
+ für die Installation von FreeBSD in
+ Virtual PC ausreichend sein:
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+ Speichern Sie Ihre Eingaben und beenden Sie die
+ Konfiguration:
+
+
+
+
+
+
+
+ Wählen Sie nun die für FreeBSD erstellte
+ virtuelle Maschine aus und klicken Sie auf
+ Settings, um das Netzwerk zu
+ konfigurieren:
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+ Nun können Sie FreeBSD installieren. Dazu
+ verwenden Sie am besten eine offizielle FreeBSD-CD-ROM
+ oder ein ISO-Image, das Sie von einem offiziellen
+ FreeBSD-FTP-Server heruntergeladen haben. Wenn Sie ein
+ ISO-Image auf Ihrer Festplatte gespeichert haben, oder
+ eine FreeBSD-CD-ROM in Ihr CD-Laufwerk eingelegt haben,
+ doppelklicken Sie auf die virtuelle Maschine, die Sie
+ für FreeBSD angelegt haben. Danach klicken Sie
+ auf CD und wählen die Option
+ Capture ISO Image... im
+ Virtual PC-Fenster. Danach
+ können Sie im folgenden Fenster das CD-Laufwerk
+ mit Ihrem physikalischen CD-Laufwerk oder mit dem
+ ISO-Image verknüpfen.
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+ Danach starten Sie die virtuelle Maschine neu, indem
+ Sie zuerst auf Action und danach auf
+ Reset klicken.
+ Virtual PC startet Ihre
+ virtuelle Maschine nun neu und prüft zuerst, ob
+ die virtuelle Maschine über ein CD-Laufwerk
+ verfügt.
+
+
+
+
+
+
+
+ Da dies hier der Fall ist, beginnt nun eine normale,
+ auf sysinstall basierende
+ Installation, die in beschrieben
+ wird. Sie können FreeBSD nun installieren.
+ Verzichten Sie an dieser Stelle aber unbedingt auf die
+ X11-Konfiguration.
+
+
+
+
+
+
+
+ Nachdem die Installation abgeschlossen ist, entfernen
+ Sie die CD-ROM aus dem Laufwerk (oder lösen die
+ Verknüpfung zum ISO-Image). Danach starten Sie die
+ virtuelle Maschine neu, um FreeBSD zu starten.
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+ FreeBSD in µsoft.windows;/Virtual PC konfigurieren
+
+ Nachdem Sie FreeBSD auf Ihrem µsoft.windows;-System
+ erfolgreich unter Virtual PC
+ installiert haben, sollten Sie ihr virtuelles FreeBSD noch
+ anpassen, um eine optimale Funktion zu
+ gewährleisten.
+
+
+
+ Setzen der Bootloader-Variablen
+
+ Die wichtigste Änderung ist es, die Variable
+ zu verkleinern, um so die
+ CPU-Auslastung in der
+ Virtual PC-Umgebung zu
+ verringern. Dazu fügen Sie die folgende Zeile
+ in die Datei /boot/loader.conf
+ ein:
+
+ kern.hz=100
+
+ Ohne diese Einstellung kann ein unbeschäftigtes
+ FreeBSD unter Virutal PC
+ trotzdem rund 40 Prozent der CPU-Leistung eines
+ Ein-Prozessor-Systems verbrauchen. Nach dieser
+ Änderung reduziert sich dieser Wert auf etwa
+ 5 Prozent.
+
+
+
+ Erstellen einer neuen Kernelkonfigurationsdatei
+
+ Sie können alle SCSI-, FireWire- und
+ USB-Laufwerks-Treiber entfernen.
+ Virtual PC stellt einen
+ virtuellen Netzwerkadapter bereit, der den
+ &man.de.4;-Treiber verwendet. Daher können alle
+ Netzwerkgeräte bis auf &man.de.4; und
+ &man.miibus.4; aus dem Kernel entfernt werden.
+
+
+
+ Das Netzwerk einrichten
+
+ Die einfachste Netzwerkkonfiguration ist der Einsatz
+ von DHCP, um Ihre virtuelle Maschine mit dem gleichen
+ lokalen Netzwerk, in dem sich Ihr
+ Host-µsoft.windows; befindet, zu verbinden. Dazu
+ fügen Sie die Zeile
+ ifconfig_de0="DHCP" in die Datei
+ /etc/rc.conf ein. Weitere
+ Informationen zur Konfiguration des Netzwerks unter
+ FreeBSD finden Sie im des Handbuchs.
+
+
+
- VMware unter &windows;/&mac;/&linux;
+
+
+
+ Johann
+ Kois
+ Übersetzt von
+
+
+
+
+ VMWare unter MacOS
+
+ VMWare Fusion für &mac;
+ ist ein kommerzielles Programm, das für
+ &intel; basierte &apple; &mac;-Computer mit
+ &macos; 10.4.9 oder neuer erhältlich ist. FreeBSD wird
+ von diesem Produkt vollständig als Gast-Betriebssystem
+ unterstützt. Nachdem Sie
+ VMWare Fusion unter &macos; X
+ installiert haben, können Sie das gewünschte
+ Gastbetriebssystem (in unserem Fall FreeBSD) installieren.
+
+
+ FreeBSD in VMWare/&macos; X installieren
+
+ Zuerst müssen Sie VMWare Fusion starten, um eine
+ virtuelle Maschine zu erstellen. Dazu wählen Sie die
+ Option "New":
+
+
+
+
+
+
+
+ Dadurch wird ein Assistent gestartet, der Ihnen bei der
+ Erzeugung einer neuen virtuellen Maschine behilflich ist.
+ Clicken Sie auf "Continue", um den Prozess zu starten:
+
+
+
+
+
+
+
+ Wählen Sie Other als das
+ Operating System, danach
+ FreeBSD oder
+ FreeBSD 64-bit, je nach dem,
+ welche Version Sie installieren wollen, wenn Sie nach
+ der zu installierenden Version
+ gefragt werden:
+
+
+
+
+
+
+
+ Vergeben Sie einen Namen für virtuelle Maschine an
+ und legen Sie den Speicherort fest:
+
+
+
+
+
+
+
+ Legen Sie die Größe Ihrer virtuellen Festplatte
+ fest:
+
+
+
+
+
+
- Dieser Abschnitt wurde noch nicht geschrieben.
+ Nachdem Sie auf "Finish" geklickt haben, wird die virtuelle
+ Maschine gestartet:
+
+
+
+
+
+
+ Nun können Sie &os; wie gewohnt installieren (lesen Sie
+ dazu auch des Handbuchs):
+
+
+
+
+
+
+
+ Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie
+ noch verschiedene Parameter der virtuellen Maschine, etwa den
+ Speicherverbrauch, konfigurieren:
+
+
+ Die Hardware der virtuellen Maschine kann nicht
+ geändert werden, solange die virtuelle Maschine
+ läft.
+
+
+
+
+
+
+
+
+ Die Anzahl der CPUs der virtuellen Maschine:
+
+
+
+
+
+
+
+ Den Status des CD-Laufwerks. Sie können das
+ CD-Laufwerk von der virtuellen Maschine lösen, wenn
+ Sie es nicht benötigen.
+
+
+
+
+
+
+
+ Zuletzt sollten Sie noch festlegen, wie sich die
+ virtuelle Maschine mit dem Netzwerk verbinden soll. Sollen
+ neben dem Gastsystem auch andere Rechner auf Ihre virtuelle
+ Maschine zugreifen können, müssen Sie die Option
+ Connect directly to the physical network
+ (Bridged) wählen. Ist dies nicht der
+ Fall, sollten Sie die Option Share the
+ host's internet connection (NAT) wählen.
+ In dieser Einstellung kann die virtuelle Maschine zwar auf
+ auf das Internet zugreifen, andere Rechner dürfen
+ aber nicht auf die virtuelle Maschine zugreifen.
+
+
+
+
+
+
+
+ Nachdem Sie die Konfiguration abgeschlossen haben,
+ können Sie FreeBSD starten.
+
+
+ FreeBSD unter &macos; X/VMWare konfigurieren
+
+ Nachdem Sie FreeeBSD erfolgreich unter
+ VMWare für &macos; X
+ installiert haben, sollten Sie ihr virtuelles FreeBSD noch
+ anpassen, um eine optimale Funktion zu gewährleisten.
+
+
+
+ Die wichtigste Änderung ist es, die Variable
+ zu verkleinern, um so die
+ CPU-Auslastung in der
+ VMWare-Umgebung zu
+ verringern.
+
+ kern.hz=100
+
+ Ohne diese Einstellung kann ein unbeschäftigtes
+ FreeBSD unter VMWare trotzdem
+ rund 15 Prozent der CPU-Leistung eines Single Prozessor
+ &imac;'s verbrauchen. Nach dieser Änderung reduziert
+ sich dieser Wert auf etwa 5 Prozent.
+
+
+
+ Erstellen einer neuen Kernelkonfigurationsdatei
+
+ Sie können alle FireWire- und
+ USB-Laufwerks-Treiber entfernen.
+ VMWare stellt einen
+ virtuellen Netzwerkadapter bereit, der den
+ &man.em.4;-Treiber verwendet. Daher können alle
+ Netzwerkgeräte bis auf &man.em.4; und
+ &man.miibus.4; aus dem Kernel entfernt werden.
+
+
+
+ Netzwerkbetrieb einrichten
+
+ Die einfachste Netzwerkkonfiguration ist der Einsatz
+ von DHCP, um Ihre virtuelle Maschine mit dem gleichen
+ lokalen Netzwerk, in dem sich der Host-&mac; befindet, zu
+ verbinden. Dazu fügen Sie die Zeile
+ ifconfig_em0="DHCP" in die Datei
+ /etc/rc.conf ein. Weitere
+ Informationen zur Konfiguration des Netzwerks unter
+ FreeBSD finden Sie im des Handbuchs.
+
+
+ FreeBSD als Host-BetriebssystemFreeBSD wird derzeit offiziell von keiner
Virtualisierungssoftware als Host-Betriebssystem
unterstützt. Viele Anwender verwenden aber noch
ältere VMware-Versionen, die
FreeBSD noch als Host-Betriebssystem unterstützen.
Zusätzlich wird
daran gearbeitet, &xen; als
funktionierende Host-Umgebung (dom0) für FreeBSD
verfügbar zu machen.