diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml
index 31470dc103..08defba358 100644
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JohannKoisÜbersetzt von Weiterführende NetzwerkthemenÜbersichtDieses Kapitel beschreibt einige der häufiger
verwendeten Netzwerkdienste auf UNIX-Systemen. Es wird
beschrieben, wie die von FreeBSD verwendeten Netzwerkdienste
installiert, getestet und gewartet werden. Zusätzlich sind
im ganzen Kapitel Beispielkonfigurationsdateien vorhanden, von
denen Sie sicherlich profitieren werden.Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden SieDie Grundlagen von Gateways und Routen kennen.Wissen, wie Sie mit FreeBSD eine Bridge einrichten.Wissen, wie man ein Netzwerkdateisystem
installiert.Wissen, wie man einen plattenlosen Rechner über das
Netzwerk startet.Wissen, wie man einen Netzwerkinformationsserver (NIS)
für gemeinsame Benutzerkonten einrichtet.Wissen, wie man automatische Netzwerkeinstellungen
mittels DHCP einrichtet.Wissen, wie man einen Domain Name Server (DNS)
einrichtet.Wissen, wie man, unter Verwendung des NTP-Protokolls,
Uhrzeit und Datum synchronisiert, sowie einen Zeitserver
einrichtet.Wissen, wie man NAT (Network Address Translation)
einrichtet.In der Lage sein, den inetd-Daemon
einzurichten.Wissen, wie man zwei Computer über PLIP
verbindet.Wissen, wie man IPv6 auf einem FreeBSD-Rechner
einrichtet.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten SieDie Grundlagen der /etc/rc-Skripte
verstanden haben.Mit der grundlegenden Netzwerkterminologie vertraut
sein.CoranthGryphonBeigetragen von Gateways und RoutenRoutingGatewaySubnetzDamit ein Rechner einen anderen über ein Netzwerk
finden kann, muss ein Mechanismus vorhanden sein, der
beschreibt, wie man von einem Rechner zum anderen gelangt.
Dieser Vorgang wird als Routing
bezeichnet. Eine Route besteht aus einem
definierten Adressenpaar: Einem Ziel und einem
Gateway. Dieses Paar zeigt an, dass Sie
über den Gateway zum
Ziel gelangen wollen. Es gibt drei Arten
von Zielen: Einzelne Rechner (Hosts), Subnetze und das
Standardziel. Die Standardroute
wird verwendet, wenn keine andere Route zutrifft. Wir werden
Standardrouten später etwas genauer behandeln. Außerdem
gibt es drei Arten von Gateways: Einzelne Rechner (Hosts),
Schnittstellen (Interfaces, auch als Links
bezeichnet), sowie Ethernet Hardware-Adressen (MAC
Adressen).Ein BeispielUm die verschiedenen Aspekte des Routings zu
veranschaulichen, verwenden wir folgende Ausgaben von
netstat:&prompt.user; netstat -r
Routing tables
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
default outside-gw UGSc 37 418 ppp0
localhost localhost UH 0 181 lo0
test0 0:e0:b5:36:cf:4f UHLW 5 63288 ed0 77
10.20.30.255 link#1 UHLW 1 2421
example.com link#1 UC 0 0
host1 0:e0:a8:37:8:1e UHLW 3 4601 lo0
host2 0:e0:a8:37:8:1e UHLW 0 5 lo0 =>
host2.example.com link#1 UC 0 0
224 link#1 UC 0 0
Default-RouteStandardrouteDie ersten zwei Zeilen geben die Standardroute (die wir
im nächsten
Abschnitt behandeln), sowie die
localhost Route an.Loopback-GerätDas in der Routingtabelle für
localhost festgelegte Interface
(Netif-Spalte)
lo0, ist auch als loopback-Gerät
(Prüfschleife) bekannt. Das heißt, dass der ganze
Datenverkehr für dieses Ziel intern (innerhalb des
Gerätes) bleibt, anstatt ihn über ein Netzwerk (LAN)
zu versenden, da das Ziel dem Start entspricht.EthernetMAC-AdresseDer nächste auffällige Punkt sind die mit
0:e0: beginnenden Adressen. Es
handelt sich dabei um Ethernet Hardwareadressen, die auch als
MAC-Adressen bekannt sind. FreeBSD identifiziert Rechner im
lokalen Netz automatisch (im Beispiel test0)
und fügt eine direkte Route zu diesem Rechner hinzu. Dies
passiert über die Ethernet Schnittstelle
ed0. Außerdem existiert ein Timeout
(in der Spalte Expire) für diese Art
von Routen, der verwendet wird, wenn dieser Rechner in einem
definierten Zeitraum nicht reagiert. Wenn dies passiert, wird
die Route zu diesem Rechner automatisch gelöscht.
Rechner im lokalen Netz werden durch einen als RIP (Routing
Information Protocol) bezeichneten Mechanismus identifiziert,
der den kürzesten Weg zu den jeweiligen Rechnern
bestimmt.SubnetzFreeBSD fügt außerdem Subnetzrouten für das
lokale Subnetz hinzu (10.20.30.255 ist die Broadcast-Adresse
für das Subnetz 10.20.30,
example.com ist der zu
diesem Subnetz gehörige Domainname). Das Ziel
link#1 bezieht sich auf die erste
Ethernet-Karte im Rechner. Sie können auch feststellen,
dass keine zusätzlichen Schnittstellen angegeben
sind.Routen für Rechner im lokalen Netz und lokale
Subnetze werden automatisch durch den
routed Daemon konfiguriert. Ist
dieser nicht gestartet, sind nur statisch definierte
(explizit eingegebene) Routen vorhanden.Die Zeile host1 bezieht sich auf
unseren Rechner, der durch seine Ethernetadresse bekannt ist.
Da unser Rechner der Sender ist, verwendet FreeBSD automatisch
das Loopback-Gerät (lo0),
anstatt den Datenverkehr über die Ethernetschnittstelle
zu senden.Die zwei host2 Zeilen sind ein Beispiel
dafür, was passiert, wenn wir ein &man.ifconfig.8; Alias
verwenden (Lesen Sie dazu den Abschnitt über Ethernet,
wenn Sie wissen wollen, warum wir das tun sollten.). Das
Symbol => (nach der
lo0 Schnittstelle) sagt aus, dass wir
nicht nur das Loopbackgerät verwenden (da sich die
Adresse auf den lokalen Rechner bezieht), sondern dass es sich
zusätzlich auch um ein Alias handelt. Solche Routen sind
nur auf Rechnern vorhanden, die den Alias bereitstellen;
alle anderen Rechner im lokalen Netz haben für solche
Routen nur eine einfache link#1
Zeile.Die letzte Zeile (Ziel Subnetz 224)
behandelt das Multicasting, das wir in einem anderen Abschnitt
besprechen werden.Schließlich gibt es für Routen noch
verschiedene Attribute, die Sie in der Spalte
Flags finden. Nachfolgend finden Sie eine
kurze Übersicht von einigen dieser Flags und ihrer
Bedeutung:UUp: Die Route ist aktiv.HHost: Das Ziel der Route ist ein einzelner
Rechner (Host).GGateway: Alle Daten, die an dieses Ziel gesendet
werden, werden von diesem System an ihr jeweiliges
Ziel weitergeleitet.SStatic: Diese Route wurde manuell konfiguriert,
das heißt sie wurde nicht
automatisch vom System erzeugt.CClone: Erzeugt eine neue Route, basierend auf der
Route für den Rechner, mit dem wir uns verbinden.
Diese Routenart wird normalerweise für lokale
Netzwerke verwendet.WWasCloned: Eine Route, die automatisch
konfiguriert wurde. Sie basiert auf einer lokalen
Netzwerkroute (Clone).LLink: Die Route beinhaltet einen Verweis auf eine
Ethernetkarte (MAC-Adresse).StandardroutenDefault-RouteStandardrouteWenn sich der lokale Rechner mit einem entfernten Rechner
verbinden will, wird die Routingtabelle überprüft,
um festzustellen, ob bereits ein bekannter Pfad vorhanden ist.
Gehört dieser entfernte Rechner zu einem Subnetz, dessen
Pfad uns bereits bekannt ist (Cloned route), dann versucht der
lokale Rechner über diese Schnittstelle eine Verbindung
herzustellen.Wenn alle bekannten Pfade nicht funktionieren, hat der
lokale Rechner eine letzte Möglichkeit: Die
Standardroute (Default-Route). Bei dieser
Route handelt es sich um eine spezielle Gateway-Route
(gewöhnlich die einzige im System vorhandene), die im
Flags-Feld immer mit C gekennzeichnet ist.
Für Rechner im lokalen Netzwerk ist dieser Gateway auf
welcher Rechner auch immer eine Verbindung nach
außen hat gesetzt (entweder über eine
PPP-Verbindung, DSL, ein Kabelmodem, T1 oder eine beliebige
andere Netzwerkverbindung).Wenn Sie die Standardroute für einen Rechner
konfigurieren, der selbst als Gateway zur Außenwelt
funktioniert, wird die Standardroute zum Gateway-Rechner Ihres
Internetanbieter (ISP) gesetzt.Sehen wir uns ein Beispiel für Standardrouten an. So
sieht eine übliche Konfiguration aus:
[Local2] <--ether--> [Local1] <--PPP--> [ISP-Serv] <--ether--> [T1-GW]
Die Rechner Local1 und
Local2 befinden sich auf Ihrer Seite.
Local1 ist mit einem ISP über eine
PPP-Verbindung verbunden. Dieser PPP-Server ist über ein
lokales Netzwerk mit einem anderen Gateway-Rechner verbunden,
der über eine Schnittstelle die Verbindung des ISP zum
Internet herstellt.Die Standardrouten für Ihre Maschinen lauten:HostStandard GatewaySchnittstelleLocal2Local1EthernetLocal1T1-GWPPPEin häufige Frage lautet: Warum (oder wie)
sollten wir T1-GW als Standard-Gateway
für Local1 setzen,
statt den (direkt verbundenen) ISP-Server zu
verwenden?.Bedenken Sie, dass die PPP-Schnittstelle für die
Verbindung eine Adresse des lokalen Netzes des ISP verwendet.
Daher werden Routen für alle anderen Rechner im lokalen
Netz des ISP automatisch erzeugt. Daraus folgt, dass Sie
bereits wissen, wie Sie T1-GW erreichen
können! Es ist also unnötig, einen Zwischenschritt
über den ISP-Server zu machen.Es ist üblich, die Adresse X.X.X.1 als Gateway-Adresse für
ihr lokales Netzwerk zu verwenden. Für unser Beispiel
bedeutet dies Folgendes: Wenn Ihr lokaler Klasse-C-Adressraum
10.20.30 ist und Ihr ISP
10.9.9 verwendet, sehen die
Standardrouten so aus:Rechner (Host)StandardrouteLocal2 (10.20.30.2)Local1 (10.20.30.1)Local1 (10.20.30.1, 10.9.9.30)T1-GW (10.9.9.1)Rechner mit zwei Heimatnetzendual homed hostsEs gibt noch eine Konfigurationsmöglichkeit, die wir
besprechen sollten, und zwar Rechner, die sich in zwei
Netzwerken befinden. Technisch gesehen, zählt jeder als
Gateway arbeitende Rechner zu den Rechnern mit zwei
Heimatnetzen (im obigen Beispiel unter Verwendung einer
PPP-Verbindung). In der Praxis meint man damit allerdings nur
Rechner, die sich in zwei lokalen Netzen befinden.Entweder verfügt der Rechner über zwei
Ethernetkarten und jede dieser Karten hat eine Adresse in
einem separaten Subnetz, oder der Rechner hat nur eine
Ethernetkarte und verwendet &man.ifconfig.8; Aliasing. Die
erste Möglichkeit wird verwendet, wenn zwei physikalisch
getrennte Ethernet-Netzwerke vorhanden sind, die zweite, wenn
es nur ein physikalisches Ethernet-Netzwerk gibt, das aber aus
zwei logisch getrennten Subnetzen besteht.In beiden Fällen werden Routingtabellen erstellt,
damit jedes Subnetz weiß, dass dieser Rechner als Gateway zum
anderen Subnetz arbeitet (inbound
route). Diese Konfiguration
(der Gateway-Rechner arbeitet als Router zwischen den
Subnetzen) wird häufig verwendet, wenn es darum geht,
Paketfilterung oder eine Firewall (in eine oder beide
Richtungen) zu implementieren.Wenn Sie möchten, dass dieser Rechner Pakete zwischen
den beiden Schnittstellen weiterleitet, müssen Sie diese
Funktion manuell konfigurieren und aktivieren.Einen Router konfigurierenRouterEin Netzwerkrouter ist einfach ein System, das Pakete von
einer Schnittstelle zur anderen weiterleitet.
Internetstandards und gute Ingenieurspraxis sorgten
dafür, dass diese Funktion in FreeBSD per Voreinstellung
deaktiviert ist. Sie können diese Funktion aktivieren,
indem Sie in &man.rc.conf.5; folgende Änderung
durchführen:gateway_enable=YES # Auf YES setzen, wenn der Rechner als Gateway arbeiten sollDiese Option setzt die &man.sysctl.8;-Variable
net.inet.ip.forwarding auf
1. Wenn Sie das Routing kurzzeitig
unterbrechen wollen, können Sie die Variable auf
0 setzen.Ihr neuer Router benötigt nun noch Routen, um zu
wissen, wohin er den Verkehr senden soll. Haben Sie ein
(sehr) einfaches Netzwerk, können Sie statische Routen
verwenden. FreeBSD verfügt über den Standard
BSD-Routing-Daemon &man.routed.8;, der RIP (sowohl Version 1
als auch Version 2) und IRDP versteht. Für komplexere
Situationen sollen Sie sich net/gated näher
ansehen.Selbst wenn FreeBSD auf diese Art konfiguriert wurde,
entspricht es den Standardanforderungen an Internet-Router
nicht vollständig. Für den
normalen Gebrauch kommt es den Standards
aber nahe genug.Bekanntmachen von Routenrouting propagationWir haben bereits darüber gesprochen, wie wir unsere
Routen zur Außenwelt definieren, aber nicht darüber, wie
die Außenwelt uns finden kann.Wir wissen bereits, dass Routing-Tabellen so erstellt
werden können, dass sämtlicher Verkehr für
einen bestimmten Adressraum (in unserem Beispiel ein
Klasse-C-Subnetz) zu einem bestimmten Rechner in diesem
Netzwerk gesendet wird, der die eingehenden Pakete im Subnetz
verteilt.Wenn Sie einen Adressraum für Ihre Seite zugewiesen
bekommen, richtet Ihr Diensteanbieter seine Routingtabellen so
ein, dass der ganze Verkehr für Ihr Subnetz entlang Ihrer
PPP-Verbindung zu Ihrer Seite gesendet wird. Aber woher
wissen die Seiten in der Außenwelt, dass sie die Daten an
Ihren ISP senden sollen?Es gibt ein System (ähnlich dem verbreiteten DNS),
das alle zugewiesenen Adressräume verwaltet und ihre
Verbindung zum Internet-Backbone definiert und dokumentiert.
Der Backbone ist das Netz aus
Hauptverbindungen, die den Internetverkehr in der ganzen Welt
transportieren und verteilen. Jeder Backbone-Rechner
verfügt über eine Kopie von Haupttabellen, die den
Verkehr für ein bestimmtes Netzwerk über
hierarchisch vom Backbone über eine Kette von
Diensteanbietern bis hin zu Ihrer Seite leiten.Es ist die Aufgabe Ihres Diensteanbieters, den
Backbone-Seiten mitzuteilen, dass sie mit Ihrer Seite
verbunden wurden. Durch diese Mitteilung der Route ist nun
auch der Weg zu Ihnen bekannt. Dieser Vorgang wird als
Bekanntmachung von Routen
(routing propagation)
bezeichnet.ProblembehebungtracerouteManchmal kommt es zu Problemen bei der Bekanntmachung von
Routen, und einige Seiten sind nicht in der Lage, Sie zu
erreichen. Vielleicht der nützlichste Befehl, um
festzustellen, wo das Routing nicht funktioniert, ist
&man.traceroute.8;. Er ist außerdem sehr nützlich, wenn
Sie einen entfernten Rechner nicht erreichen können
(sehen Sie dazu auch &man.ping.8;).&man.traceroute.8; wird mit dem zu erreichenden Rechner
(Host) ausgeführt. Angezeigt werden die Gateway-Rechner
entlang des Verbindungspfades. Schließlich wird der
Zielrechner erreicht oder es kommt zu einem Verbindungsabbruch
(z. B. durch Nichterreichbarkeit eines
Gateway-Rechners).Für weitere Informationen lesen Sie bitte die
Dokumentation zu &man.traceroute.8;.EricAndersonGeschrieben von Drahtlose NetzwerkeEinführungEs kann sehr nützlich sein, einen Computer zu
verwenden, ohne sich die ganze Zeit mit einem Netzwerkkabel
herumärgern zu müssen. FreeBSD kann auf drahtlose
Netzwerke (wireless LAN)
zugreifen und sogar als Zugangspunkt
(access point) für
drahtlose Netzwerke verwendet werden.
- Drahtlose Geräte
-
- Es gibt zwei Hauptgruppen von drahtlosen Geräten:
- Zugangspunkte und Clients.
+ Wireless background
+
+ Drahtlose Geräte können in zwei Modi konfiguriert
+ werden: BSS und IBSS.
+
+
+ BSS-Modus
+ Überlicherweise wird der BSS-Modus, der auch
+ Infrastruktur-Modus genannt wird, verwendet. In diesem Modus
+ sind die Zugangspunkte (access
+ points mit einem Kabel-Netzwerk verbunden. Jedes
+ drahtlose Netzwerk besitzt einen Namen, der als die SSID des
+ Netzwerks bezeichnet wird.
+
+ Drahtlose Clients benutzen ein im IEEE 802.11 Standard
+ beschriebenes Protokoll, um sich mit den Zugangspunkten zu
+ verbinden. Durch die Angabe einer SSID kann sich der Client das
+ Netzwerk, mit dem er sich verbinden will, aussuchen. Gibt der
+ Client keine SSID an, so wird er mit irgendeinem Netzwerk
+ verbunden.
+
+
+
+ IBSS-Modus
+ Der IBSS-Modus, der auch ad-hoc-Modus genannt wird, wurde
+ für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen entworfen. Tatsächlich
+ gibt es zwei Modi: Der IBSS-Modus, auch ad-hoc- oder
+ IEEE-ad-hoc-Modus, der im IEEE 802.11 Standard definiert wird
+ und der demo-ad-hoc-Modus oder Lucent-adhoc-Modus (der zur
+ Verwirrung auch schon mal ad-hoc-Modus genannt wird). Der letzte
+ Modus stammt aus der Zeit vor IEEE 802.11 und sollte nur noch
+ mit alten Installationen verwendet werden.
+
+
+
+
+ Infrastruktur-ModusZugangspunkteZugangspunkte sind drahtlose Netzwerkgeräte, die es
einem oder mehreren Clients ermöglichen, diesen als
einen zentralen Verteiler (Hub) zu benutzen. Wenn ein
Zugangspunkt verwendet wird, kommunizieren alle Clients
über diesen Zugangspunkt. Oft werden mehrere
Zugangspunkte kombiniert, um ein ganzes Gebiet, wie ein
Haus, ein Unternehmen oder einen Park mit einem drahtlosen
Netzwerk zu versorgen.Üblicherweise haben Zugangspunkte mehrere
Netzwerkverbindungen: Die drahtlose Karte, sowie eine oder
mehrere Ethernetkarten, über die die Verbindung mit dem
restlichen Netzwerk hergestellt wird.Sie können einen vorkonfigurierten Zugangspunkt
kaufen, oder Sie können sich unter Verwendung von
FreeBSD und einer unterstützten drahtlosen Karte einen
eigenen bauen. Es gibt verschiedene Hersteller, die sowohl
Zugangspunkte als auch drahtlose Karten mit verschiedensten
Eigenschaften vertreiben.Einen FreeBSD Zugangspunkt installierenVoraussetzungenUm einen drahtlosen Zugangspunkt unter FreeBSD
einzurichten, müssen Sie über eine drahtlose
Karte verfügen. Zurzeit werden dafür von
FreeBSD nur Karten mit Prism-Chipsatz unterstützt.
Zusätzlich benötigen Sie eine von FreeBSD
unterstützte Ethernetkarte (diese sollte nicht schwer
zu finden sein, da FreeBSD eine Vielzahl von verschiedenen
Karten unterstützt). Für die weiteren
Erläuterungen nehmen wir an, dass Sie den ganzen
Verkehr zwischen dem drahtlosen Gerät und dem an die
Ethernetkarte angeschlossenen Kabel-Netzwerk über
die &man.bridge.4;-Funktion realisieren wollen.
+
+ Die hostap-Funktion, mit der FreeBSD Zugangspunkte
+ implementiert, läuft am besten mit bestimmten
+ Firmware-Versionen. Prism 2-Karten sollten die
+ Version 1.3.4 oder neuer der Firmware verwenden.
+ Prism 2.5- und Prism 3-Karten sollten die
+ Version 1.4.9 der Firmware verwenden. Es kann sein, dass
+ auch ältere Versionen funktionieren. Zurzeit ist es nur
+ mit Windows-Werkzeugen der Hersteller möglich, die Firmware
+ zu aktualisieren.EinrichtungStellen Sie als erstes sicher, dass Ihr System die
drahtlose Karte erkennt:&prompt.root; ifconfig -a
wi0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::202:2dff:fe2d:c938%wi0 prefixlen 64 scopeid 0x7
inet 0.0.0.0 netmask 0xff000000 broadcast 255.255.255.255
ether 00:09:2d:2d:c9:50
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/2Mbps)
status: no carrier
ssid ""
stationname "FreeBSD Wireless node"
channel 10 authmode OPEN powersavemode OFF powersavesleep 100
wepmode OFF weptxkey 1Kümmern Sie sich jetzt noch nicht um die Details,
sondern stellen Sie nur sicher, dass ihre drahtlose Karte
überhaupt erkannt und angezeigt wird.Danach müssen Sie ein Modul laden, um die
Bridge-Funktion von FreeBSD für den Zugangspunkt
vorzubereiten. Um das &man.bridge.4;-Modul zu laden,
machen Sie Folgendes:&prompt.root; kldload bridgeDabei sollten beim Laden des Moduls keine
Fehlermeldungen auftreten. Geschieht dies doch, kann es
sein, dass Sie die Bridge-Funktion (&man.bridge.4;)
in Ihren Kernel kompilieren müssen. Der Abschnitt
LAN-Kopplung mit einer Bridge
sollte Ihnen bei dieser Aufgabe behilflich sein.Wenn die Bridge-Funktion aktiviert ist,
müssen wir FreeBSD mitteilen, welche Schnittstellen
über die Bridge verbunden werden sollen. Dazu
verwenden wir &man.sysctl.8;:&prompt.root; sysctl net.link.ether.bridge=1
&prompt.root; sysctl net.link.ether.bridge_cfg="wi0 xl0"
&prompt.root; sysctl net.inet.ip.forwarding=1Nun ist es an der Zeit, die drahtlose Karte zu
installieren.
- Die folgenden Befehle versetzen die Karte in den
- BSS-Modus (und verwandeln sie damit in einen
- Zugangspunkt):
-
- &prompt.root; wicontrol -s "FreeBSD AP" -t 3 -n "my_net"
-&prompt.root; ifconfig wi0 inet up ssid my_net mediaopt hostap
-&prompt.root; wicontrol -p 6
-
- Der erste &man.wicontrol.8;-Befehl teilt FreeBSD mit,
- dass der Zugangspunkt FreeBSD AP heißt
- (Option ). Die Geschwindigkeit soll
- automatisch auf den höchstmöglichen Wert
- (11 Mbps) gesetzt werden (Option ).
- Außerdem soll die SSID (Stations-ID) auf
- my_net gesetzt werden (Option
- ). Lesen Sie die Dokumentation zu
- &man.wicontrol.8;, wenn Sie weitere Informationen
- benötigen.
+ Der folgende Befehl konfiguriert einen Zugangspunkt:
+
+ &prompt.root; ifconfig wi0 ssid my_net channel 11 media DS/11Mbps mediaopt hostap up stationname "FreeBSD AP"Die &man.ifconfig.8; Zeile aktiviert das
- wi0 -Gerät, und setzt die
- SSID auf my_net. Damit erzeugt man
- allerdings eine gewisse Redundanz. Dies ist hier aber
- Absicht, um zu zeigen, dass diese Einstellung an beiden
- Positionen durchgeführt werden kann. Die Einstellung
- dient dazu,
- &man.ifconfig.8; mitzuteilen, dass die Schnittstelle
- (wi0) in den Zugangspunktmodus
- versetzt werden soll.
-
- Die zweite &man.wicontrol.8;-Zeile versetzt das
- Gerät in den Zugangspunktmodus statt in den
- Standard-IBSS (ad-hoc) Modus.
+ wi0-Gerät, und setzt die
+ SSID auf my_net sowie den Namen des
+ Zugangspunkts auf FreeBSD AP
+ Mit wird die Karte in den
+ 11 Mbps-Modus versetzt. Diese Option ist nötig,
+ damit -Optionen wirksam werden. Mit
+ wird die Schnittstelle als
+ Zugangspunkt konfiguriert. Der zu benutzende 802.11b-Kanal
+ wird mit festgelegt. In der
+ Hilfeseite &man.wicontrol.8; werden weitere Kanäle
+
+ aufgezählt.
Nun sollten Sie über einen voll
funktionsfähigen und laufenden Zugangspunkt
verfügen. Für weitere Informationen lesen Sie
bitte die Dokumentationen zu &man.wicontrol.8;,
&man.ifconfig.8; und &man.wi.4;.Außerdem ist es empfehlenswert, den folgenden
Abschnitt zu lesen, um sich über die Sicherung bzw.
Verschlüsselung von Zugangspunkten zu
informieren.
+
+
+ Status Informationen
+ Wenn der Zugangspunkt eingerichtet ist und läuft,
+ können Sie die verbundenen Clients mit dem nachstehenden
+ Kommando abfragen:
+
+ &prompt.root; wicontrol -l
+1 station:
+00:09:b7:7b:9d:16 asid=04c0, flags=3<ASSOC,AUTH>, caps=1<ESS>, rates=f<1M,2M,5.5M,11M>, sig=38/15
+
+
+ Das Beispiel zeigt eine verbundene Station und die
+ dazugehörenden Verbindungsparameter. Die angegebene
+ Signalstärke sollte nur relativ interpretiert werden, da
+ die Umrechnung in dBm oder andere Einheiten abhängig von
+ der Firmware-Version ist.
+ ClientsEin drahtloser Client ist ein System, das direkt auf
einen Zugangspunkt oder einen anderen Client
zugreift.Üblicherweise haben drahtlose Clients nur ein
Netzwerkgerät, die drahtlose Netzkarte.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen
drahtlosen Client zu konfigurieren. Diese hängen von
den verschiedenen drahtlosen Betriebsmodi ab. Man
unterscheidet vor allem zwischen BSS (Infrastrukturmodus,
erfordert einen Zugangspunkt) und IBSS (ad-hoc,
Peer-to-Peer-Modus, zwischen zwei Clients, ohne
Zugangspunkt). In unserem Beispiel verwenden wir den weiter
verbreiteten BSS-Modus, um einen Zugangspunkt anzusprechen.
VoraussetzungenEs gibt nur eine Voraussetzung, um FreeBSD als
drahtlosen Client betreiben zu können: Sie brauchen
eine von FreeBSD unterstützte drahtlose
Karte.Einen drahtlosen FreeBSD Client einrichtenSie müssen ein paar Dinge über das drahtlose
Netzwerk wissen, mit dem Sie sich verbinden wollen, bevor
Sie starten können. In unserem Beispiel verbinden
wir uns mit einem Netzwerk, das den Namen
my_net hat, und bei dem die
Verschlüsselung deaktiviert ist.Anmerkung: In unserem Beispiel verwenden wir keine
Verschlüsselung. Dies ist eine gefährliche
Situation. Im nächsten Abschnitt werden Sie daher
lernen, wie man die Verschlüsselung aktiviert, warum
es wichtig ist, dies zu tun, und warum einige
Verschlüsselungstechnologien Sie trotzdem nicht
völlig schützen.Stellen Sie sicher, dass Ihre Karte von FreeBSD
erkannt wird:&prompt.root; ifconfig -a
wi0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::202:2dff:fe2d:c938%wi0 prefixlen 64 scopeid 0x7
inet 0.0.0.0 netmask 0xff000000 broadcast 255.255.255.255
ether 00:09:2d:2d:c9:50
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/2Mbps)
status: no carrier
ssid ""
stationname "FreeBSD Wireless node"
channel 10 authmode OPEN powersavemode OFF powersavesleep 100
wepmode OFF weptxkey 1Nun werden wir die Einstellungen der Karte unserem
Netzwerk anpassen:&prompt.root; ifconfig wi0 inet 192.168.0.20 netmask 255.255.255.0 ssid my_netErsetzen Sie 192.168.0.20 und 255.255.255.0 mit einer
gültigen IP-Adresse und Netzmaske ihres
Kabel-Netzwerks. Bedenken Sie außerdem, dass unser
Zugangspunkt als Bridge zwischen dem drahtlosen und
dem Kabel-Netzwerk fungiert. Für die anderen
Rechner Ihres Netzwerks befinden Sie sich, genauso wie
diese, im gleichen Kabel-Netzwerk, obwohl Sie zum
drahtlosen Netzwerk gehören.Nachdem Sie dies erledigt haben, sollten Sie andere
Rechner (Hosts) im Kabel-Netzwerk anpingen können.
Dies genauso, wie wenn Sie über eine
Standardkabelverbindung mit ihnen verbunden
wären.Wenn Probleme mit Ihrer drahtlosen Verbindung
auftreten, stellen Sie sicher, dass Sie mit dem
Zugangspunkt verbunden sind:&prompt.root; ifconfig wi0sollte einige Informationen ausgeben und Sie sollten
Folgendes sehen:status: associatedWird dies nicht angezeigt, sind Sie entweder
außerhalb der Reichweite des Zugangspunktes, haben die
Verschlüsselung deaktiviert, oder Sie haben ein
anderes Konfigurationsproblem.VerschlüsselungVerschlüsselung ist in einem drahtlosen Netzwerk
wichtig, da Sie das Netzwerk nicht länger in einem
geschützten Bereich betreiben können. Ihre Daten
verbreiten sich in der ganzen Nachbarschaft, das heißt
jeder, der es will, kann Ihre Daten lesen. Deshalb gibt es die
Verschlüsselung. Durch die Verschlüsselung der durch
die Luft versendeten Daten machen Sie es einem Dritten sehr
viel schwerer, Ihre Daten abzufangen, bzw. auf diese
zuzugreifen.Die gebräuchlichsten Methoden, um Daten zwischen
Ihrem Client und dem Zugangspunkt zu verschlüsseln,
sind WEP und &man.ipsec.4;.WEPWEP ist die Abkürzung für Wired Equivalency
Protocol ("Verkabelung entsprechendes Protokoll"). WEP
war ein Versuch, drahtlose Netzwerke genauso sicher und
geschützt zu machen wie verkabelte Netzwerke.
Unglücklicherweise wurde es bereits geknackt, und ist
relativ einfach auszuhebeln. Sie sollten sich also nicht
darauf verlassen, wenn Sie sensible Daten
verschlüsseln wollen.Allerdings ist eine schlechte Verschlüsselung
noch immer besser als gar keine Verschlüsselung.
Aktivieren Sie daher WEP für Ihren neuen FreeBSD
Zugangspunkt:
- &prompt.root; ifconfig wi0 inet up ssid my_net wepmode on wepkey 0x1234567890 mediaopt hostap
+ &prompt.root; ifconfig wi0 inet up ssid my_net wepmode on wepkey 0x1234567890 media DS/11Mbps mediaopt hostapAuf dem Client können Sie WEP wie folgt
aktivieren:&prompt.root; ifconfig wi0 inet 192.168.0.20 netmask 255.255.255.0 ssid my_net wepmode on wepkey 0x1234567890Beachten Sie bitte, dass Sie
0x1234567890 durch einen besseren
Schlüssel ersetzen sollten.IPsec&man.ipsec.4; ist ein viel besseres und robusteres
Werkzeug, um Daten in einem Netzwerk zu
verschlüsseln und ist auch der bevorzugte Weg,
Daten in einem drahtlosen Netzwerk zu verschlüsseln.
Für weitere Informationen über
&man.ipsec.4;-Sicherheit, und dessen Implementierung
lesen Sie Abschnitt IPsec
des Handbuches.WerkzeugeEs gibt einige Werkzeuge, die dazu dienen, Ihr
drahtloses Netzwerk zu installieren, und auftretende
Probleme zu beheben. Wir werden nun versuchen, einige davon
zu beschreiben.bsd-airtoolsDas Paket bsd-airtools
enthält einen kompletten Werkzeugsatz zum
Herausfinden von WEP-Schlüsseln, zum Auffinden von
Zugangspunkten, usw.Die bsd-airtools
können Sie über den net/bsd-airtools Port
installieren. Für weitere Informationen zum
Installieren von Ports lesen Sie bitte des Handbuchs.Das Programm dstumbler ist ein
Werkzeug, das Sie beim Auffinden von Zugangspunkten
unterstützt, und das Signal-Rausch-Verhältnis
graphisch darstellen kann. Wenn Sie Probleme beim
Einrichten und Betreiben Ihres Zugangspunktes haben,
könnte dstumbler genau das
Richtige für Sie sein.Um die Sicherheit Ihres drahtlosen Netzwerks zu
überprüfen, könnten Sie das Paket
dweputils (dwepcrack,
dwepdump und
dwepkeygen) verwenden, um
festzustellen, ob WEP Ihren Sicherheitsansprüchen
genügt.wicontrol, ancontrol, raycontrolDies sind Werkzeuge, um das Verhalten Ihrer drahtlosen
Karte im drahtlosen Netzwerk zu kontrollieren. In den
obigen Beispielen haben wir &man.wicontrol.8; verwendet,
da es sich bei unser drahtlosen Karte um ein Gerät
der wi0-Schnittstelle handelt.
Hätten Sie eine drahtlose Karte von Cisco,
würden Sie diese über
an0 ansprechen, und daher
&man.ancontrol.8; verwenden.ifconfig&man.ifconfig.8; kennt zwar viele Optionen von
&man.wicontrol.8;, einige fehlen jedoch. Lesen Sie die
Dokumentation zu &man.ifconfig.8; für weitere
Informationen zu Parametern und Optionen.Unterstützte KartenZugangspunktDie einzigen Karten, die im BSS-Modus (das heißt als
Zugangspunkt) derzeit unterstützt werden, sind solche
- mit Prism (oder Prism 2, 2.5)-Chipsatz. Für eine
+ mit Prism 2-, 2.5- oder 3-Chipsatz. Für eine
komplette Übersicht lesen Sie bitte &man.wi.4;.ClientsBeinahe alle 802.11b drahtlosen Karten werden von
FreeBSD unterstützt. Die meisten dieser Karten von
Prism, Spectrum24, Hermes, Aironet und Raylink arbeiten
als drahtlose Netzkarten im IBSS-Modus (ad-hoc,
Peer-to-Peer und BSS).LAN-Kopplung mit einer BridgeDieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.NFS (Network File System)Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
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das Original in englischer Sprache.Start und Betrieb von FreeBSD über ein
NetzwerkDieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.ISDN (Integrated Service Data Network)Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.NIS / YP (Network Information Service)Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.DNS (Domain Name Service)Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.NTP (Network Time Protocol)Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.NATD (Network Address Translation Daemon)Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.inetd Super-ServerDieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.Parallel Line IP (PLIP)Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.IPv6Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie
bitte
das Original in englischer Sprache.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
index f6e6530d71..b414f37901 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
@@ -1,3010 +1,3016 @@
BerndWarkenÜbersetzt von MartinHeinenSpeichermedienÜbersichtDieses Kapitel behandelt die Benutzung von Laufwerken unter
FreeBSD. Laufwerke können speichergestützte Laufwerke,
Netzwerklaufwerke oder normale SCSI/IDE Geräte sein.Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Folgendes
wissen:Die Begriffe, die FreeBSD verwendet, um die Organisation
der Daten auf einem physikalischen Laufwerk zu beschreiben
(Partitionen und Slices).Wie Sie Dateisysteme an- und abhängen.Wie Sie ein weiteres Laufwerk zu Ihrem System
hinzufügen.Wie virtuelle Dateisysteme, zum Beispiel RAM-Disks,
aufgesetzt werden.Wie Sie mit Quotas die Benutzung von Laufwerken
einschränken können.Wie unter FreeBSD CDs und DVDs gebrannt werden.Sie werden die Speichermedien, die Sie für
Backups einsetzen können, kennen.Wie Sie die unter FreeBSD erhältlichen Backup
Programme benutzen.Wie Sie ein Backup mit Disketten erstellen.Was Schnappschüsse sind und wie sie eingesetzt
werden.GerätenamenDie folgende Tabelle zeigt die von FreeBSD unterstützten
Speichergeräte und deren Gerätenamen.
Namenskonventionen von physikalischen LaufwerkenLaufwerkstypGerätenameIDE-FestplattenadIDE-CD-ROM LaufwerkeacdSCSI-Festplatten und USB-SpeichermediendaSCSI-CD-ROM LaufwerkecdVerschiedene proprietäre CD-ROM-Laufwerkemcd Mitsumi CD-ROM,
scd Sony CD-ROM,
matcd Matsushita/Panasonic CD-ROM
+
+ Der &man.matcd.4;-Treiber wurde am 5. Oktober
+ vom FreeBSD 4.X Zweig entfernt und existiert in
+ FreeBSD 5.0 und späteren Versionen
+ nicht.
+ DiskettenlaufwerkefdSCSI-BandlaufwerkesaIDE-BandlaufwerkeastFlash-Laufwerkefla für DiskOnChip Flash deviceRAID-Laufwerkeaacd für Adaptec AdvancedRAID,
mlxd und mlyd
für Mylex,
amrd für AMI MegaRAID,
idad für Compaq Smart RAID,
twed für 3Ware RAID.
DavidO'BrianIm Original von Hinzufügen von LaufwerkenLaufwerkehinzufügenAngenommen, Sie wollen ein neues SCSI-Laufwerk zu einer Maschine
hinzufügen, die momentan nur ein Laufwerk hat. Dazu schalten
Sie zuerst den Rechner aus und installieren das Laufwerk entsprechend
der Anleitungen Ihres Rechners, Ihres Controllers und Laufwerk
Herstellers. Wegen der großen Abweichungen in der genauen
Vorgehensweise würde eine detaillierte Beschreibung den Rahmen
dieses Dokumentes sprengen.Nachdem Sie das Laufwerk installiert haben, melden Sie sich als
Benutzer root an und kontrollieren Sie
/var/run/dmesg.boot, um sicherzustellen,
dass das neue Laufwerk gefunden wurde. Das neue Laufwerk
wird, um das Beispiel fortzuführen, da1
heißen und soll unter /1 angehangen
werden. Fügen Sie eine IDE-Platte hinzu, wird sie
wd1 auf FreeBSD Systemen vor 4.0 und
ad1
auf den meisten 4.X Systemen heißen.PartitionenSlicesfdiskDa FreeBSD auf IBM-PC kompatiblen Rechnern läuft, muss
es die PC BIOS-Partitionen, die verschieden von den traditionellen
BSD-Partitionen sind, berücksichtigen. Eine PC Platte kann
bis zu vier BIOS-Partitionen enthalten. Wenn die Platte
ausschließlich für FreeBSD verwendet wird, können
Sie den dedicated Modus benutzen, ansonsten
muss FreeBSD in eine der BIOS-Partitionen installiert werden.
In FreeBSD heißen die PC BIOS-Partitionen
Slices, um sie nicht mit den traditionellen
BSD-Partitionen zu verwechseln. Sie können auch Slices auf
einer Platte verwenden, die ausschließlich von FreeBSD benutzt wird,
sich aber in einem Rechner befindet, der noch ein anderes Betriebssystem
installiert hat. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie
fdisk des anderen Betriebssystems noch
benutzen können.Im Fall von Slices wird die Platte als
/dev/da1s1e hinzugefügt. Das heißt:
SCSI-Platte, Einheit 1 (die zweite SCSI-Platte), Slice 1
(PC BIOS-Partition 1) und die e BSD-Partition.
Wird die Platte ausschließlich für FreeBSD verwendet
(dangerously dedicated), wird sie einfach als
/dev/da1e hinzugefügt.Verwenden von &man.sysinstall.8;sysinstallhinzufügen von LaufwerkensuDas sysinstall MenüUm ein Laufwerk zu partitionieren und zu labeln, kann das
menügestützte /stand/sysinstall
benutzt werden. Dazu melden Sie sich als root
an oder benutzen su, um
root zu werden. Starten Sie
/stand/sysinstall und wählen das
Configure Menü, wählen Sie dort
den Punkt Fdisk aus.Partitionieren mit fdiskInnerhalb von fdisk geben Sie
A ein, um die ganze Platte für
FreeBSD zu benutzen. Beantworten Sie die Frage remain
cooperative with any future possible operating systems mit
YES. W schreibt die
Änderung auf die Platte, danach können Sie
fdisk mit q
verlassen. Da Sie eine Platte zu einem schon laufenden System
hinzugefügt haben, beantworten Sie die Frage nach dem
Master Boot Record mit None.Disk Label EditorBSD PartitionenAls nächstes müssen Sie
sysinstall verlassen und es erneut
starten. Folgen Sie dazu bitte den Anweisungen von oben, aber
wählen Sie dieses Mal die Option Label,
um in den Disk Label Editor zu gelangen.
Hier werden die traditionellen BSD-Partitionen erstellt.
Ein Laufwerk kann acht Partitionen, die mit den Buchstaben
a-h gekennzeichnet werden,
besitzen. Einige Partitionen sind für spezielle Zwecke
reserviert. Die a Partition ist für die
Root-Partition (/) reserviert. Deshalb
sollte nur das Laufwerk, von dem gebootet wird, eine
a Partition besitzen. Die b
Partition wird für Swap-Partitionen benutzt, wobei Sie
diese auf mehreren Platten benutzen dürfen.
Im dangerously dedicated Modus spricht
die c Partition die gesamte Platte an,
werden Slices verwendet, wird damit die ganze Slice angesprochen.
Die anderen Partitionen sind für allgemeine Zwecke
verwendbar.Der Label Editor von sysinstall
bevorzugt die e
Partition für Partitionen, die weder Root-Partitionen noch
Swap-Partitionen sind. Im Label
Editor können Sie ein einzelnes Dateisystem
mit C erstellen. Wählen Sie
FS, wenn Sie gefragt werden, ob Sie ein
FS (Dateisystem) oder Swap erstellen wollen, und geben Sie einen
Mountpoint z.B. /mnt an. Wenn Sie nach einer
FreeBSD Installation ein Dateisystem mit
sysinstall erzeugen,
so werden die Einträge in /etc/fstab
nicht erzeugt, so dass die Angabe des Mountpoints nicht
wichtig ist.Sie können nun das Label auf das Laufwerk schreiben und
das Dateisystem erstellen, indem Sie W
drücken. Ignorieren Sie die Meldung von
sysinstall, dass die neue Partition
nicht angehangen werden konnte, und verlassen Sie den Label Editor
sowie sysinstall.EndeIm letzten Schritt fügen Sie noch in
/etc/fstab den Eintrag für das neue
Laufwerk ein.Die KommandozeileAnlegen von SlicesMit der folgenden Vorgehensweise wird eine Platte mit
anderen Betriebssystemen, die vielleicht auf Ihrem Rechner
installiert sind, zusammenarbeiten und nicht das
fdisk Programm anderer Betriebssysteme
stören. Bitte benutzen
Sie den dedicated Modus nur dann, wenn
Sie dazu einen guten Grund haben!&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 bs=1k count=1
&prompt.root; fdisk -BI da1 # Initialisieren der neuen Platte
&prompt.root; disklabel -B -w -r da1s1 auto # Labeln
&prompt.root; disklabel -e da1s1 # Editieren des Disklabels und Hinzufügen von Partitionen
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; newfs /dev/da1s1e # Wiederholen Sie diesen Schritt für jede Partition
&prompt.root; mount /dev/da1s1e /1 # Anhängen der Partitionen
&prompt.root; vi /etc/fstab # Ändern Sie /etc/fstab entsprechendWenn Sie ein IDE-Laufwerk besitzen, ändern Sie
da in ad. Auf
Systemen vor 4.0 benutzen Sie wd.DedicatedOS/2Wenn das neue Laufwerk nicht von anderen Betriebssystemen
benutzt werden soll, können Sie es im
dedicated Modus betreiben. Beachten Sie bitte,
dass Microsoft Betriebssysteme mit diesem Modus eventuell nicht
zurechtkommen, aber es entsteht kein Schaden am Laufwerk. Im
Gegensatz dazu wird IBMs OS/2 versuchen, jede ihm nicht bekannte
Partition zu reparieren.&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 bs=1k count=1
&prompt.root; disklabel -Brw da1 auto
&prompt.root; disklabel -e da1 # Erstellen der `e' Partition
&prompt.root; newfs -d0 /dev/da1e
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; vi /etc/fstab # /dev/da1e hinzufügen
&prompt.root; mount /1Eine alternative Methode:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 count=2
&prompt.root; disklabel /dev/da1 | disklabel -BrR da1 /dev/stdin
&prompt.root; newfs /dev/da1e
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; vi /etc/fstab # /dev/da1e hinzufügen
&prompt.root; mount /1RAIDSoftware RAIDChristopherShumwayGeschrieben von ValentinoVaschettoMark Up von ccd (Concatenated Disk Configuration)Die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl von Massenspeichern
sind Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und der Preis.
Selten findet sich eine ausgewogene Mischung aller drei Faktoren.
Schnelle und zuverlässige Massenspeicher sind für
gewöhnlich teuer. Um die Kosten zu senken, muss
entweder an der Geschwindigkeit oder an der Zuverlässigkeit
gespart werden. Bei der Planung meines Systems habe ich die
Faktoren nach ihrer Wichtigkeit geordnet. Der wichtigste Faktor
waren die Kosten, da ich sehr viel Speicher zu einem guten Preis
brauchte. Der nächste Faktor, Geschwindigkeit, war nicht
so wichtig, da auf die Daten über ein geswitchtes
100 Mbit Ethernet, das wahrscheinlich den Engpass
darstellen würde, zugegriffen werden sollte. Die
Möglichkeit, die Ein- und Ausgabeoperationen auf mehrere
Platten zu verteilen, sollte für dieses Netzwerk mehr als
schnell genug sein. Die Frage nach der Zuverlässigkeit war
leicht zu beantworten, da sich die Daten ja schon auf CD-Rs
befanden und der Massenspeicher nur für den leichteren Zugriff
auf die Daten sorgen sollte. Wenn ein Laufwerk kaputt geht, kann
es leicht ersetzt werden und die Daten können nach dem
Wiederherstellen des Dateisystems von CD-Rs wieder kopiert
werden.Unter dem Strich wollte ich also möglichst viel Speicher
für mein Geld. Große IDE-Laufwerke sind heutzutage billig:
Ich fand IDE-Laufwerke von Western Digital mit 30,7 GB und 5400 RPM
für 130 US Dollars, von denen ich drei und damit ungefähr
neunzig Gigabyte Speicher kaufte.Installation der HardwareDie Laufwerke wurden in ein System eingebaut, das schon ein
IDE-Laufwerk als Systemplatte besaß. Es wäre ideal
gewesen, für jedes IDE-Laufwerk einen eigenen Controller
und ein eigenes Kabel zu haben, doch haben das die damit verbundenen
Kosten verboten. Zwei Platten wurden als Slave und eine als
Master konfiguriert. An den ersten IDE-Controller schloss ich
eine als Slave konfigurierte Platte zusätzlich zur Systemplatte
an. Die beiden anderen Platten wurden als Master und Slave an den
zweiten Controller angeschlossen.Beim Reboot wurde das BIOS so konfiguriert, dass es
die angeschlossenen Platten automatisch erkennt und FreeBSD
erkannte die Platten ebenfalls:ad0: 19574MB <WDC WD205BA> [39770/16/63] at ata0-master UDMA33
ad1: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata0-slave UDMA33
ad2: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata1-master UDMA33
ad3: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata1-slave UDMA33Wenn FreeBSD die Platten jetzt nicht erkennt,
überprüfen Sie, ob die Jumper korrekt konfiguriert sind.
Ich habe von vielen Problemen gehört, die dadurch entstanden
sind, dass die Platten mit cable select anstatt
richtig als Master und Slave konfiguriert waren.Die nächste Überlegung war, wie die Platten in
das Dateisystem eingebunden werden sollten. Ich schaute mir
&man.vinum.8; ()
und FreeBSDs &man.ccd.4; im Hinblick auf meine
Konfiguration an. Die Entscheidung fiel zugunsten von &man.ccd.4;,
da es aus weniger Teilen besteht und weniger Teile häufig
eine höhere Stabilität anzeigen. Vinum schien für
meine Zwecke ein bisschen zuviel zu sein.Konfiguration von CCDMit ccd können mehrere
gleiche Platten zu einem logischen Dateisystem
zusammengefasst werden. Um ccd
zu benutzen, muss der Kernel mit der entsprechenden
Unterstützung übersetzt werden. Ich fügte die
folgende Zeile zu meiner Konfigurationsdatei hinzu und
übersetzte den Kernel neu:pseudo-device ccd 4Ab FreeBSD 5.0 muss die gewünschte Anzahl an
Geräten nicht mehr angegeben werden, da die Geräte
automatisch zur Laufzeit erzeugt werden.In FreeBSD 4.0 und späteren Versionen kann
ccd auch als Kernelmodul geladen
werden.Um ccd zu benutzen, müssen
die Laufwerke zuerst mit einem Label versehen werden. Die Label
erstellte ich mit den folgenden Kommandos:disklabel -r -w ad1 auto
disklabel -r -w ad2 auto
disklabel -r -w ad3 autoDamit wurden die Label ad1c,
ad2c und ad3c
erstellt, die jeweils das gesamte Laufwerk umfassen.Im nächsten Schritt muss der Typ des Labels
geändert werden. Zum Editieren der Lables benutzte ich
folgende Kommandos:disklabel -e ad1
disklabel -e ad2
disklabel -e ad3Für jedes Label startete dies den durch
EDITOR gegebenen Editor, in meinem Fall &man.vi.1;,
der dann einen Abschnitt, wie den folgenden zeigte:8 partitions:
# size offset fstype [fsize bsize bps/cpg]
c: 60074784 0 unused 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)Für ccd musste ich eine
e Partition erstellen. Diese kann durch Kopieren
der c Partition erstellt werden, allerdings muss
auf 4.2BSD
gesetzt werden. Der editierte Label sah dann wie folgt aus:8 partitions:
# size offset fstype [fsize bsize bps/cpg]
c: 60074784 0 unused 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)
e: 60074784 0 4.2BSD 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)Erstellen des DateisystemsNachdem die Label erstellt waren, musste ich
ccd konfigurieren. Dazu dient
&man.ccdconfig.8;, das als ersten Parameter das zu konfigurierende
Gerät, in meinem Fall /dev/ccd0c,
erwartet. Wenn die Gerätedatei für
ccd0c noch nicht existiert, können
Sie diese mit den folgenden Kommandos erstellen:cd /dev
sh MAKEDEV ccd0Ab FreeBSD 5.0 werden die Gerätedateien
automatisch von &man.devfs.5; erzeugt.
MAKEDEV muss also nicht aufgerufen
werden.Das nächste Argument, das ccdconfig
erwartet, ist der Interleave für das Dateisystem. Der
Interleave definiert die Größe eines Streifens in
Blöcken, die normal 512 Bytes groß sind. Ein
Interleave von 32 ist demnach 16384 Bytes groß.Nach der Angabe des Interleaves können Sie Optionen
für ccdconfig angeben. Wenn Sie
gespiegelte Laufwerke einrichten möchten, müssen
Sie an dieser Stelle eine Option angeben.
Da ich keinen Spiegel erstellen wollte, habe ich
0 eingesetzt.Zum Schluss werden die Geräte des Verbundes angegeben.
Die komplette Kommandozeile sieht dann wie folgt aus:ccdconfig ccd0 32 0 /dev/ad1e /dev/ad2e /dev/ad3eDamit ist ccd konfiguriert und
mit &man.newfs.8; kann nun ein Dateisystem angelegt werden:newfs /dev/ccd0cAutomatisierungDamit ccd beim Start automatisch
aktiviert wird, ist die Datei /etc/ccd.conf
mit dem folgenden Kommando zu erstellen:ccdconfig -g > /etc/ccd.confWenn /etc/ccd.conf existiert, wird beim
Reboot ccdconfig -C von
/etc/rc aufgerufen. Damit wird
ccd eingerichtet und die darauf
befindlichen Dateisysteme können angehängt
werden.Wenn Sie in den Single-User Modus booten, müssen Sie
den Verbund erst konfigurieren, bevor Sie darauf befindliche
Dateisysteme anhängen können:ccdconfig -CIn /etc/fstab ist noch ein Eintrag für
das auf dem Verbund befindliche Dateisystem zu erstellen, damit
dieses beim Start des Systems immer angehängt wird:/dev/ccd0c /media ufs rw 2 2Der Vinum Volume ManagerDer Vinum Volume Manager ist ein Block-Gerätetreiber,
der virtuelle Platten zur Verfügung stellt. Er trennt die
Verbindung zwischen der Festplatte und dem zugehörigen
Block-Gerät auf. Im Gegensatz zur konventionellen
Aufteilung einer Platte in Slices lassen sich dadurch Daten
flexibler, leistungsfähiger und zuverlässiger verwalten.
&man.vinum.8; stellt RAID-0, RAID-1 und RAID-5 sowohl einzeln wie
auch in Kombination zur Verfügung.Mehr Informationen über &man.vinum.8; erhalten Sie in
.Hardware RAIDRAIDHardwareFreeBSD unterstützt eine Reihe von
RAID-Controllern, die mit Hilfe eines
BIOS auf der Karte ein RAID
System aufbauen und verwalten können. Wie ein
RAID System eingerichtet wird, sei kurz am
Beispiel des Promise IDE RAID-Controllers
gezeigt. Nachdem die Karte eingebaut ist und der Rechner neu
gestartet wurde, erscheint eine Eingabeaufforderung. Wenn Sie den
Anweisungen auf dem Bildschirm folgen, gelangen Sie in eine Maske,
in der Sie mit den vorhandenen Festplatten ein
RAID System aufbauen können. Das
RAID System erscheint später unter FreeBSD
als eine Festplatte.Wiederherstellen eines ATA-RAID-1 VerbundsMit FreeBSD können Sie eine ausgefallene Platte in
einem RAID-Verbund während des Betriebs auswechseln,
vorausgesetzt Sie bemerken den Ausfall vor einem Neustart.Einen Ausfall erkennen Sie, wenn in den Protokollen von
&man.syslogd.8; oder &man.dmesg.8; Meldungen wie die folgenden
auftauchen:ad6 on monster1 suffered a hard error.
ad6: READ command timeout tag=0 serv=0 - resetting
ad6: trying fallback to PIO mode
ata3: resetting devices .. done
ad6: hard error reading fsbn 1116119 of 0-7 (ad6 bn 1116119; cn 1107 tn 4 sn 11) status=59 error=40
ar0: WARNING - mirror lostÜberprüfen Sie den RAID-Verbund mit
&man.atacontrol.8;:&prompt.root; atacontrol list
ATA channel 0:
Master: no device present
Slave: acd0 <HL-DT-ST CD-ROM GCR-8520B/1.00> ATA/ATAPI rev 0
ATA channel 1:
Master: no device present
Slave: no device present
ATA channel 2:
Master: ad4 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device present
ATA channel 3:
Master: ad6 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device present
&prompt.root; atacontrol status ar0
ar0: ATA RAID1 subdisks: ad4 ad6 status: DEGRADEDDamit Sie die Platte ausbauen können, muss sie zuerst
aus dem Verbund entfernt werden:&prompt.root; atacontrol detach 3Ersetzen Sie dann die Platte.Nehmen Sie die neue Platte in den Verbund auf:&prompt.root; atacontrol attach 3
Master: ad6 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device presentStellen Sie die Organisation des Verbunds wieder her:&prompt.root; atacontrol rebuild ar0Das Kommando blockiert den Terminal bis der Verbund
wiederhergestellt ist. Den Fortgang des Prozesses können
Sie in einem anderen Terminal mit den folgenden Befehlen
kontrollieren:&prompt.root; dmesg | tail -10
[output removed]
ad6: removed from configuration
ad6: deleted from ar0 disk1
ad6: inserted into ar0 disk1 as spare
&prompt.root; atacontrol status ar0
ar0: ATA RAID1 subdisks: ad4 ad6 status: REBUILDING 0% completedWarten Sie bis die Wiederherstellung beendet ist.MikeMeyerBeigesteuert von Handhabung von optischen Speichermedien (CDs & DVDs)CD-ROMerstellenEinführungCDs besitzen einige Eigenschaften, die sie von
konventionellen Laufwerken unterscheiden. Zuerst konnten
sie nicht beschrieben werden. Sie wurden so entworfen, dass
sie ununterbrochen, ohne Verzögerungen durch Kopfbewegungen
zwischen den Spuren, gelesen werden können. Sie konnten
früher auch leichter als vergleichbar große Medien zwischen
Systemen bewegt werden.CDs besitzen Spuren, aber damit ist der Teil Daten
gemeint, der ununterbrochen gelesen wird, und nicht eine
physikalische Eigenschaft der CD. Um eine CD mit FreeBSD
zu erstellen, werden die Daten jeder Spur der CD in
Dateien vorbereitet und dann die Spuren auf die CD
geschrieben.ISO 9660DateisystemeISO-9660Das ISO 9660-Dateisystem wurde entworfen, um mit diesen
Unterschieden umzugehen. Leider hat es auch damals übliche
Grenzen für Dateisysteme implementiert. Glücklicherweise
existiert ein Erweiterungsmechanismus, der es korrekt
geschriebenen CDs erlaubt, diese Grenzen zu überschreiten
und dennoch auf Systemen zu funktionieren, die diese
Erweiterungen nicht unterstützen.mkisofsMit sysutils/mkisofs
wird eine Datei erstellt, die ein ISO 9660-Dateisystem enthält.
Das Kommando hat Optionen, um verschiedene Erweiterungen
zu unterstützen, und wird unten beschrieben. Sie
können es aus dem sysutils/mkisofs
Port installieren.CD BrennerATAPIWelches Tool Sie zum Brennen von CDs benutzen, hängt davon
ab, ob Ihr CD Brenner ein ATAPI Gerät ist oder nicht.
Mit ATAPI CD Brennern wird burncd benutzt, das Teil des Basissystems ist.
SCSI und USB CD-Brenner werden mit
cdrecord aus
sysutils/cdrtools
benutzt.Von burncd wird nur eine beschränkte
Anzahl von Laufwerken unterstützt. Um herauszufinden, ob
ein Laufwerk unterstützt wird, sehen Sie bitte unter
CD-R/RW supported drives
nach.mkisofssysutils/mkisofs erstellt ein
ISO 9660-Dateisystem,
das ein Abbild eines Verzeichnisbaumes des Dateisystems
ist. Die einfachste Anwendung ist wie folgt:&prompt.root; mkisofs -o Imagedatei/path/to/treeDateisystemeISO-9660Dieses Kommando erstellt eine Imagedatei,
die ein ISO 9660-Dateisystem enthält, das eine Kopie des
Baumes unter /path/to/tree ist.
Dabei werden die Dateinamen auf Namen abgebildet, die den
Restriktionen des ISO 9660-Dateisystems entsprechen. Dateien
mit Namen, die im ISO 9660-Dateisystem nicht gültig sind,
bleiben unberücksichtigt.DateisystemeHFSDateisystemeJolietEs einige Optionen, um diese Beschränkungen
zu überwinden. Die unter &unix; Systemen üblichen
Rock Ridge Erweiterungen werden durch
aktiviert, aktiviert die von Microsoft
Systemen benutzten Joliet Erweiterungen und
dient dazu, um das von MacOS benutzte HFS zu erstellen.
Für CDs, die nur auf FreeBSD-Systemen verwendet werden
sollen, kann genutzt werden, um alle
Beschränkungen für Dateinamen aufzuheben. Zusammen
mit wird ein Abbild des
Dateisystems, ausgehend von dem Startpunkt im FreeBSD-Dateibaum,
erstellt, obwohl dies den ISO 9660 Standard
verletzen kann.CD-ROMbootbare erstellenDie letzte übliche Option ist .
Sie wird benutzt, um den Ort eines Bootimages einer
El Torito bootbaren CD anzugeben. Das Argument
zu dieser Option ist der Pfad zu einem Bootimage ausgehend
von der Wurzel des Baumes, der auf die CD geschrieben werden
soll. Wenn /tmp/myboot ein bootbares
FreeBSD-System enthält, dessen Bootimage sich in
/tmp/myboot/boot/cdboot befindet, können
Sie ein Abbild eines ISO 9660-Dateisystems in
/tmp/bootable.iso wie folgt
erstellen:&prompt.root; mkisofs -U -R -b boot/cdboot -o /tmp/bootable.iso /tmp/mybootWenn Sie vn (mit FreeBSD 4.X)
oder md (mit FreeBSD 5.X) in Ihrem
Kernel konfiguriert haben, können Sie danach das Dateisystem
einhängen. Mit FreeBSD 4.X setzen Sie dazu die
nachstehenden Kommandos ab:&prompt.root; vnconfig -e vn0c /tmp/bootable.iso
&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/vn0c /mntMit FreeBSD 5.X verwenden Sie die Kommandos:&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /tmp/bootable.iso -u 0
&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/md0 /mntJetzt können Sie überprüfen, dass
/mnt und /tmp/myboot
identisch sind.Sie können das Verhalten von
sysutils/mkisofs
mit einer Vielzahl von Optionen beeinflussen. Insbesondere können
Sie das ISO-9660 Dateisystem modifizieren und Joliet- oder
HFS-Dateisysteme brennen. Details dazu entnehmen Sie
bitte der Manualpage von
sysutils/mkisofs.burncdCD-ROMbrennenWenn Sie einen ATAPI CD Brenner besitzen, können
Sie burncd benutzen, um ein ISO-Image
auf CD zu brennen. burncd ist Teil
des Basissystems und unter /usr/sbin/burncd
installiert. Da es nicht viele Optionen hat, ist es leicht
zu benutzen:&prompt.root; burncd -f cddevice data imagefile.iso fixateDieses Kommando brennt eine Kopie von
imagefile.iso auf das Gerät
cddevice. In der Grundeinstellung
wird das Gerät /dev/acd0c benutzt.
&man.burncd.8; beschreibt, wie die Schreibgeschwindigkeit
gesetzt wird, die CD ausgeworfen wird und Audio Daten
geschrieben werden.cdrecordWenn Sie keinen ATAPI CD Brenner besitzen, benutzen Sie
cdrecord, um CDs zu brennen.
cdrecord ist nicht Bestandteil des Basissystems.
Sie müssen es entweder aus den Ports in
sysutils/cdrtools oder dem
passenden Paket installieren. Änderungen im Basissystem
können Fehler im binären Programm verursachen und
führen möglicherweise dazu, dass Sie einen
Untersetzer brennen. Sie sollten
daher den Port aktualisieren, wenn Sie Ihr System aktualisieren
bzw. wenn Sie
STABLE verfolgen,
den Port aktualisieren, wenn es eine neue Version gibt.Obwohl cdrecord viele Optionen besitzt,
ist die grundlegende Anwendung einfacher als burncd.
Ein ISO 9660 Image erstellen Sie mit:&prompt.root; cdrecord dev=deviceimagefile.isoDer Knackpunkt in der Benutzung von cdrecord
besteht darin, das richtige Argument zu zu
finden. Benutzen Sie dazu den Schalter
von cdrecord, der eine ähnliche Ausgabe
wie die folgende produziert:CD-ROMbrennen&prompt.root; cdrecord -scanbus
Cdrecord 1.9 (i386-unknown-freebsd4.2) Copyright (C) 1995-2000 Jörg Schilling
Using libscg version 'schily-0.1'
scsibus0:
0,0,0 0) 'SEAGATE ' 'ST39236LW ' '0004' Disk
0,1,0 1) 'SEAGATE ' 'ST39173W ' '5958' Disk
0,2,0 2) *
0,3,0 3) 'iomega ' 'jaz 1GB ' 'J.86' Removable Disk
0,4,0 4) 'NEC ' 'CD-ROM DRIVE:466' '1.26' Removable CD-ROM
0,5,0 5) *
0,6,0 6) *
0,7,0 7) *
scsibus1:
1,0,0 100) *
1,1,0 101) *
1,2,0 102) *
1,3,0 103) *
1,4,0 104) *
1,5,0 105) 'YAMAHA ' 'CRW4260 ' '1.0q' Removable CD-ROM
1,6,0 106) 'ARTEC ' 'AM12S ' '1.06' Scanner
1,7,0 107) *Für die aufgeführten Geräte in der Liste
wird das passende Argument zu gegeben.
Benutzen Sie die drei durch Kommas separierten Zahlen, die zu
Ihrem CD Brenner angegeben sind, als Argument für
. Im Beispiel ist das CDRW Gerät
1,5,0, so dass die passende Eingabe
dev=1,5,0 wäre.
Einfachere Wege das Argument anzugeben, sind in &man.cdrecord.1;
beschrieben. Dort sollten Sie auch nach
Informationen über Audio Spuren, das Einstellen der
Geschwindigkeit und ähnlichem suchen.Kopieren von Audio-CDsUm eine Kopie einer Audio-CD zu erstellen, kopieren Sie die
Stücke der CD in einzelne Dateien und brennen diese Dateien
dann auf eine leere CD. Das genaue Verfahren hängt davon ab,
ob Sie ATAPI-Laufwerke oder SCSI-Laufwerke verwenden.SCSI-LaufwerkeKopieren Sie die Audio-Daten mit
cdda2wav:&prompt.user; cdda2wav -v255 -D2,0 -B -OwavDie erzeugten .wav Dateien schreiben
Sie mit cdrecord auf eine leere CD:&prompt.user; cdrecord -v dev=2,0 -dao -useinfo *.wavDas Argument von gibt das verwendete
Gerät an, das Sie, wie in
beschrieben, ermitteln können.ATAPI-LaufwerkeDer ATAPI CD-Treiber stellt die einzelnen Stücke der
CD über die Dateien
/dev/acddtn,
zur Verfügung. d bezeichnet
die Laufwerksnummer und n ist die
Nummer des Stücks. Die Datei /dev/acd0t1
bezeichnet also das erste Stück auf dem ersten
CD-Laufwerk.Die entsprechenden Dateien in /dev
erstellen Sie mit MAKEDEV:&prompt.root; cd /dev
&prompt.root; sh MAKEDEV acd0t99Ab FreeBSD 5.0 werden die Gerätedateien
automatisch von &man.devfs.5; erzeugt, so dass Sie
MAKEDEV nicht laufen lassen
müssen.Die einzelnen Stücke kopieren Sie mit &man.dd.1;. Sie
müssen dazu eine spezielle Blockgröße
angeben:&prompt.root; dd if=/dev/acd0t1 of=track1.cdr bs=2352
&prompt.root; dd if=/dev/acd0t2 of=track2.cdr bs=2352
...
Die kopierten Dateien können Sie dann mit
burncd brennen. Auf der Kommandozeile
müssen Sie angeben, dass Sie Audio-Daten brennen
wollen und dass das Medium fixiert werden soll:&prompt.root; burncd -f /dev/acd0c audio track1.cdr track2.cdr ... fixateKopieren von Daten-CDsSie können eine Daten-CD in eine Datei kopieren, die einem
Image entspricht, das mit
sysutils/mkisofs erstellt
wurde. Mit Hilfe dieses Images können Sie jede Daten-CD
kopieren. Das folgende Beispiel verwendet
acd0 für das CD-ROM Gerät. Wenn
Sie ein anderes Laufwerk benutzen, setzen Sie bitte den richtigen
Namen ein. An den Gerätenamen muss ein
c angehangen werden, um die ganze Partition,
in diesem Fall ist das die ganze CD-ROM, anzusprechen.&prompt.root; dd if=/dev/acd0c of=file.iso bs=2048Danach haben Sie ein Image, das Sie wie oben beschrieben, auf
eine CD brennen können.Einhängen von Daten-CDsNachdem Sie eine Daten-CD gebrannt haben, wollen Sie
wahrscheinlich auch die Daten auf der CD lesen. Dazu müssen
Sie die CD in den Dateibaum einhängen. Die Voreinstellung
für den Typ des Dateisystems von &man.mount.8; ist
UFS. Das System wird die Fehlermeldung
Incorrect super block ausgeben, wenn Sie
versuchen, die CD mit dem folgenden Kommando
einzuhängen:&prompt.root; mount /dev/cd0c /mntAuf der CD befindet sich ja kein UFS
Dateisystem, so dass der Versuch, die CD einzuhängen
fehlschlägt. Sie müssen &man.mount.8; sagen, dass
es ein Dateisystem vom Typ ISO9660 verwenden
soll. Dies erreichen Sie durch die Angabe von auf der Kommandozeile. Wenn Sie also die CD-ROM
/dev/cd0c in /mnt
einhängen wollen, führen Sie folgenden Befehl aus:&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/cd0c /mntAbhängig vom verwendeten CD-ROM kann der Gerätename
von dem im Beispiel (/dev/cd0c)
abweichen. Die Angabe von führt
&man.mount.cd9660.8; aus, so dass das Beispiel verkürzt
werden kann:&prompt.root; mount_cd9660 /dev/cd0c /mntAuf diese Weise können Sie
Daten-CDs von jedem Hersteller verwenden. Es kann allerdings zu
Problemen mit CDs kommen, die verschiedene ISO 9660 Erweiterungen
benutzen. So speichern Joliet CDs alle Dateinamen unter Verwendung
von zwei Byte langen Unicode Zeichen. Der FreeBSD Kernel
unterstützt zurzeit noch kein Unicode und manche
Sonderzeichen werden als Fragezeichen dargestellt. Ab
FreeBSD 4.3 sind im CD9660-Treiber Möglichkeiten vorgesehen,
eine Konvertierungstabelle zur Laufzeit zu laden. Module für
die gebräuchlisten Kodierungen finden Sie im Port
sysutils/cd9660_unicode.Manchmal werden Sie die Meldung Device
not configured erhalten, wenn Sie versuchen, eine
CD-ROM einzuhängen. Für gewöhnlich liegt das daran,
dass das Laufwerk meint es sei keine CD eingelegt, oder
dass das Laufwerk auf dem Bus nicht erkannt wird. Es kann
einige Sekunden dauern, bevor das Laufwerk merkt, dass eine CD
eingelegt wurde. Seien Sie also geduldig.Manchmal wird ein SCSI-CD-ROM nicht erkannt, weil es keine Zeit
hatte, auf das Zurücksetzen des Busses zu antworten. Wenn Sie
ein SCSI-CD-ROM besitzen, sollten Sie die folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfiguration aufnehmen und einen neuen Kernel bauen:options SCSI_DELAY=15000Die Zeile bewirkt, dass nach dem Zurücksetzen des
SCSI-Busses beim Booten 15 Sekunden gewartet wird, um dem
CD-ROM-Laufwerk genügend Zeit zu geben, darauf zu
antworten.Brennen von rohen CDsSie können eine Datei auch direkt auf eine CD brennen,
ohne vorher auf ihr ein ISO 9660 Dateisystem einzurichten.
Einige Leute nutzen dies, um Datensicherungen durchzuführen.
Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass Sie schneller als
das Brennen einer normalen CD ist.&prompt.root; burncd -f /dev/acd1c -s 12 data archive.tar.gz fixateWenn Sie die Daten von einer solchen CD wieder
zurückbekommen wollen, müssen Sie sie direkt von dem
rohen Gerät lesen:&prompt.root; tar xzvf /dev/acd1cEine auf diese Weise gefertigte CD können Sie nicht in das
Dateisystem einhängen. Sie können Sie auch nicht auf
einem anderen Betriebssystem lesen. Wenn Sie die erstellten CDs in
das Dateisystem einhängen oder mit anderen Betriebssystemen
austauschen wollen, müssen Sie
sysutils/mkisofs,
wie oben beschrieben, benutzen.JulioMerinoBeigetragen von Handhabung von DiskettenHeutzutage sind Disketten kein geeignetes Speichermedium mehr.
Trotzdem werden sie manchmal noch verwendet, wenn zum Beispiel kein
anderes Medium zur Verfügung steht und auf Daten eines anderen
Rechners zugegriffen werden muss.Dieser Abschnitt zeigt Ihnen, wie Sie Disketten formatieren, Daten
auf Disketten schreiben und Daten von Disketten lesen.
Tatsächlich habe ich diesen Abschnitt geschrieben, um Ihnen zu
zeigen, wie Sie die Kapazität Ihrer Disketten erhöhen
können.Die GerätedateienWie auf jedes andere Gerät auch, greifen Sie auf Disketten
über Einträge im Verzeichnis /dev
zu. Um auf das rohe Gerät zuzugreifen, benutzen Sie
/dev/fdX, wobei
Sie für X die Gerätenummer,
normalerweise 0, einsetzen. Auf eine formatierte
Diskette greifen Sie über das Gerät
/dev/fdX zu. Sie
können dazu auch die Einträge
/dev/fdXY, wobei
Y ein Buchstabe ist, benutzen.Die Einträge der Form
/dev/fdX.
Größe werden
genutzt, um Disketten zu formatieren.
Größe gibt die Kapazität
der Diskette in Kilobytes an.Manchmal müssen Sie diese Einträge in
/dev anlegen oder wiederherstellen. Dazu
können Sie das folgende Kommando benutzen:&prompt.root; cd /dev && ./MAKEDEV "fd*"Ab FreeBSD 5.0 werden die Gerätedateien automatisch
von &man.devfs.5; erzeugt. Es ist nicht notwendig
MAKEDEV laufen zu lassen.FormatierenBevor eine Diskette benutzt werden kann, muss Sie
(low-level) formatiert werden, was normalerweise der Hersteller
schon gemacht hat. Sie können sie allerdings noch einmal
formatieren, um das Medium zu überprüfen, oder die
Kapazität zu erhöhen.Mit &man.fdformat.1; formatieren Sie eine
Diskette. Dieses Werkzeug erwartet
die Angabe eines Gerätenamens der Form
/dev/fdX.
Größe aus
/dev, mit dem Sie die Kapazität der
Diskette steuern können. Legen Sie eine 3,5 Zoll Diskette in
Ihr Laufwerk ein und führen das folgende Kommando aus:&prompt.root; /usr/sbin/fdformat /dev/fd0.1440Das Formatieren dauert eine Weile und hier auftauchende Fehler
zeigen schlechte Medien an.Um eine andere Kapazität zu erzwingen, nehmen Sie
einen anderen Eintrag aus /dev. Benutzen Sie
dieselbe Diskette mit folgendem Befehl:&prompt.root; /usr/sbin/fdformat /dev/fd0.1720Das Formatieren mit einer höheren Kapazität nimmt
etwas mehr Zeit in Anspruch als das vorige Beispiel. Nachdem der
Befehl ausgeführt ist, haben Sie eine Diskette mit 1720 KB
Kapazität. Sie können auch andere Einträge aus
/dev verwenden, doch sind 1720 KB für
3,5-Zoll Disketten am besten geeignet.Das DisklabelNach dem Formatieren muss auf der Diskette ein Disklabel
erstellt werden. Das Disklabel wird später zerstört, ist
aber notwendig, um die Größe und Geometrie der Diskette
zu erkennen.Das Disklabel gilt für die ganze Diskette und enthält
alle Informationen über die Geometrie der Diskette. Eine
Liste der möglichen Geometrien finden Sie in
/etc/disktab.Erstellen Sie nun das Label mit
disklabel:&prompt.root; /sbin/disklabel -B -r -w /dev/fd0 fdsizeWenn Sie eine andere Kapazität benutzen wollen, ersetzen Sie
fdsize mit dem passenden Wert
(beispielsweise fd1440 oder
fd1720). Damit bestimmen Sie, welchen Eintrag
disklabel aus
/etc/disktab benutzt.Das DateisystemAuf der Diskette muss nun ein Dateisystem erstellt werden
(high-level Formatierung), damit FreeBSD von der Diskette lesen und
auf sie schreiben kann. Das Disklabel wird durch das Anlegen eines
Dateisystems zerstört. Falls Sie die Diskette später erneut
formatieren wollen, müssen Sie dann auch ein neues Disklabel
anlegen.Für das zu erstellende Dateisystem haben Sie die Wahl
zwischen UFS und FAT. Da UFS für Disketten weniger geeignet
ist, nehmen Sie bitte FAT.Das folgende Kommando legt ein Dateisystem auf der Diskette
an:&prompt.root; /sbin/newfs_msdos /dev/fd0Durch das Disklabel erkennt &man.newfs.8;
den Diskettentyp und ist in der Lage, ein neues Dateisystem
anzulegen. Die Diskette kann nun benutzt werden.Verwenden der DisketteSie können die Diskette mit
&man.mount.msdos.8; in Ihren Dateibaum
einhängen oder mit den Mtools aus
der Ports-Sammlung darauf zugreifen.Wenn Sie die Mtools benutzen und die
Diskette mit einer erhöhten Kapazität formatiert haben,
sollte mdir diese Kapazität
anzeigen.Disketten mit erhöhter Kapazität lassen sich praktisch
mit allen anderen Betriebssystemen ohne zusätzliche Utilities
verwenden. Microsoft-Systeme können mit ihnen ohne Probleme
umgehen. Es kann allerdings sein, dass ältere Laufwerke
nicht mit diesen Disketten zurechtkommen.Handhabung von BandmedienBandmedienDie wichtigsten Bandmedien sind 4mm, 8mm, QIC,
Mini-Cartridge und DLT.4mm (DDS: Digital Data Storage)BandmedienDDS (4mm) BänderBandmedienQIC BänderDie 4mm-Bänder ersetzen mehr und mehr das QIC-Format als
Backupmedium der Wahl für Workstations. Dieser Trend nahm stark
zu, als Conner die Firma Archive, einen führenden Hersteller von
QIC-Laufwerken, aufkaufte und die Produktion von QIC-Laufwerken
stoppte. 4mm-Laufwerke sind klein und ruhig, haben aber nicht den
gleichen Ruf der Zuverlässigkeit, den die 8mm-Laufwerke
genießen. Die 4mm-Kassetten sind preiswerter und mit den
Maßen 76,2 x 50,8 x 12,7 mm
(3 x 2 x 0,5 Inch) kleiner als die
8mm-Kassetten. Sowohl die 4mm- als auch die 8mm-Magnetköpfe
haben eine relativ kurze Lebensdauer, weil beide die gleiche
Helical-Scan-Technologie benutzen.Der Datendurchsatz dieser Laufwerke beginnt bei etwa
150 kByte/s, Spitzenwerte liegen bei etwa 500 kByte/s.
Die Datenkapazität liegt zwischen 1,3 GB und 2 GB.
Die meisten Geräte haben eine Hardwarekompression eingebaut,
die die Kapazität ungefähr verdoppelt. Es gibt
Multi-Drive-Einheiten für Bandbibliotheken mit bis zu 6
Laufwerken in einem Gehäuse und automatischem Bandwechsel. Die
Kapazität einer solchen Bibliothek liegt bei 240 GB.Der Standard DDS-3 unterstützt nun Bandkapazitäten bis
zu 12 GB (oder komprimiert 24 GB).4mm-Laufwerke, ebenso wie 8mm-Laufwerke, verwenden Helical-Scan.
Alle Vor- und Nachteile von Helical-Scan gelten sowohl für 4mm-
als auch für 8mm-Laufwerke.Bänder sollten nach 2.000 Banddurchläufen oder 100
vollen Backups ersetzt werden.8mm (Exabyte)BandmedienExabyte (8mm) Bänder8mm-Bänder sind die verbreitetsten SCSI-Bandlaufwerke; sie
sind das geeignetste Bandformat zum Austausch von Bändern.
Fast an jedem Standort gibt es ein 8mm-Bandlaufwerk mit 2 GB.
8mm-Bänder sind zuverlässig, gut zu handhaben und
arbeiten leise. Bandkassetten sind preiswert und klein mit
122 x 84 x 15 mm
(4,8 x 3,3 x 0,6 Inch). Ein Nachteil
der 8mm-Technologie ist die relativ kurze Lebensdauer des
Schreib-/Lesekopfs und der Bänder auf Grund der hohen
Relativgeschwindigkeit des Bandes über die Köpfe
hinweg.Der Datendurchsatz liegt ungefähr zwischen
250 kByte/s und 500 kByte/s. Die Datenkapazität
beginnt bei 300 MB und erreicht bis zu 7 GB bei den
Spitzengeräten. Die meisten Geräte
haben eine Hardwarekompression eingebaut, die die Kapazität
ungefähr verdoppelt. Diese Laufwerke sind erhältlich in
Form von Einzelgeräten oder als Multi-Drive-Bandbibliotheken mit
6 Laufwerken und 120 Bändern in einem Gehäuse. Die
Bänder werden von der Geräteeinheit automatisch gewechselt.
Die Kapazität einer solchen Bibliothek liegt bei 840 GB und
mehr.Das Exabyte-Modell Mammoth unterstützt
12 GB auf einem Band (24 GB mit Kompression) und kostet
etwa doppelt so viel wie ein konventionelles Bandlaufwerk.Die Daten werden mittels Helical-Scan auf das Band
aufgezeichnet, die Köpfe sind leicht schräg zum Medium
angebracht (mit einem Winkel von etwa 6 Grad). Das Band wickelt
sich 270 Grad um die Spule, die die Köpfe trägt.
Die Spule dreht sich, während das Band darüberläuft.
Das Resultat ist eine hohe Datendichte und eng gepackte Spuren,
die von einem Rand des Bands zum gegenüberliegenden quer
über das Band abgewinkelt verlaufen.QICBandmedienQIC-150QIC-150-Bänder und -Laufwerke sind wohl der am weitesten
verbreitete Bandtyp überhaupt. QIC-Bandlaufwerke sind die
preiswertesten seriösen Backupgeräte,
die angeboten werden. Der Nachteil dabei ist der hohe Preis
der Bänder. QIC-Bänder sind im Vergleich zu 8mm- oder
4mm-Bändern bis zu fünf Mal teurer, wenn man den Preis
auf 1 GB Datenkapazität umrechnet. Aber wenn Ihr Bedarf
mit einem halben Dutzend Bänder abgedeckt werden kann,
mag QIC die richtige Wahl sein.QIC ist der gängigste
Bandlaufwerkstyp. Jeder Standort hat ein QIC-Laufwerk der einen oder
anderen Dichte. Aber gerade das ist der Haken an der Sache, QIC
bietet eine große Anzahl verschiedener Datendichten auf
physikalisch ähnlichen (manchmal gleichen) Bändern.
QIC-Laufwerke sind nicht leise. Diese Laufwerke suchen lautstark die
richtige Bandstelle, bevor sie mit der Datenaufzeichnung beginnen.
Sie sind während des Lesens, Schreibens und Suchens deutlich
hörbar.Die Abmessungen der QIC-Kassetten betragen
152.4 x 101.6 x 17.78 mm
(6 x 4 x 0,7 Inch),
die QIC-Bandbreite beträgt 6,35 mm (1/4 Inch). Mini-Cartridges, die die
gleiche Bandbreite verwenden, werden gesondert vorgestellt.
Bandbibliotheken und Bandwechselgeräte gibt es im QIC-Format
keine.Der Datendurchsatz liegt ungefähr zwischen
150 kByte/s und 500 kByte/s. Die Datenkapazität
reicht von 40 MB bis zu 15 GB.
Hardwarekompression ist in vielen der neueren QIC-Laufwerke eingebaut.
QIC-Laufwerke werden heute seltener eingesetzt; sie werden von den
DAT-Laufwerken abgelöst.Die Daten werden auf dem Band in Spuren aufgezeichnet. Die
Spuren verlaufen entlang der Längsachse des Bandmediums von einem
Ende zum anderen. Die Anzahl der Spuren, und damit auch die Breite
einer Spur, variiert mit der Kapazität des Laufwerks. Die
meisten, wenn nicht alle neueren Laufwerke sind
rückwärtskompatibel, zumindest zum Lesen (aber oft auch zum
Schreiben). QIC hat einen guten Ruf bezüglich der
Datensicherheit (die Mechanik ist einfacher und robuster als diejenige
der Helical-Scan-Laufwerke).Bänder sollten nach 5,000 Backups ersetzt werden.XXX* Mini-CartridgeDLTBandmedienDLTDLT hat die schnellste Datentransferrate von allen hier
aufgelisteten Gerätetypen. Das 1/2-Inch-Band (12,7 mm)
befindet sich in einer Spulkassette mit den Abmessungen
101,6 x 101,6 x 25,4 mm
(4 x 4 x 1 Inch). Die eine Seite
der Kassette hat eine bewegliche Abdeckung. Der Laufwerksmechanismus
öffnet diese Abdeckung und zieht die Bandführung heraus.
Die Bandführung trägt ein ovales Loch, die das Laufwerk
zum Einhängen des Bandes benutzt. Die
Aufwickelspule befindet sich im Innern des Bandlaufwerks. Bei allen
anderen hier besprochenen Bandkassetten (9-Spur-Bänder
sind die einzige Ausnahme) befinden sich sowohl die Auf- als auch
die Abwickelspule im Inneren der Bandkassette.Der Datendurchsatz liegt bei etwa 1,5 MBytes/s, der dreifache
Durchsatz der 4mm-, 8mm- oder QIC-Bandlaufwerke. Die
Datenkapazität reicht von 10 GB bis 20 GB für
Einfachlaufwerke. Auch Mehrfachbandgeräte sind erhältlich,
sowohl als Bandwechsler wie auch als Multi-Drive-Bandbibliotheken, die
Platz für 5 bis 900 Bänder verteilt auf 1 bis 20 Laufwerke
enthalten, mit einer Speicherkapazität von 50 GB bis
9 TB.Mit Kompression unterstützt das Format DLT Type IV bis zu
70 GB Kapazität.Die Daten werden auf dem Band in Spuren aufgezeichnet, die
parallel zur Bewegungsrichtung verlaufen (gerade so wie bei den
QIC-Bändern). Zwei Spuren werden dabei gleichzeitig beschrieben.
Die Lebenszeit der Lese- und Schreibköpfe sind relativ lang; denn
sobald das Band anhält, gibt es keine Relativbewegung mehr
zwischen den Köpfen und dem Band.AITBandmedienAITAIT ist ein neues Format von Sony, das (mit Kompression) bis zu
50 GB pro Band speichern kann. Die Bänder haben einen
Speicherchip, der einen Index mit dem Inhalt des Bandes anlegt.
Dieser Index kann vom Bandlaufwerk zur schnellen Bestimmung der Lage
von Dateien auf dem Band benutzt werden, während andere
Bänder einige Minuten zur Lokalisierung benötigen.Entsprechende Software wie etwa SAMS:Alexandria
können 40 oder mehr AIT-Bandbibliotheken verarbeiten, indem sie
direkt mit dem Speicherchip des Bandes kommunizieren, wenn der
Bandinhalt am Bildschirm dargestellt werden soll oder bestimmt werden
soll, welche Dateien auf welchem Band gespeichert sind, oder um das
richtige Band zu lokalisieren, zu laden und Daten vom Band
zurückzuspielen. Bibliotheken dieser Art liegen in der
Preiskategorie von $20,000, womit sie etwas aus dem Hobbymarkt
herausfallen.Die erste Benutzung eines neuen BandsDer Versuch ein neues, vollkommen leeres Band ohne weiteres zu
lesen oder zu beschreiben wird schief gehen. Auf der Konsole werden
dann Meldungen ähnlich wie folgt ausgegeben:sa0(ncr1:4:0): NOT READY asc:4,1
0(ncr1:4:0): Logical unit is in process of becoming readyDas Band enthält nämlich keinen Identifier-Block
(Blocknummer 0). Alle QIC-Bandlaufwerke seit der Einführung des
QIC-525-Standards schreiben einen Identifier-Block auf das Band. Es
gibt zwei Lösungen:mt fsf 1 veranlasst das Bandlaufwerk einen
Identifier-Block auf das Band zu schreiben.Das Band durch Drücken des Bandauswurfknopfs an der
Vorderseite des Bandgeräts auswerfen.Danach das Band wieder einlegen und Daten auf das Band
übertragen wie in dump beschrieben.Das Kommando dump gibt die Meldung
DUMP: End of tape detected zurück und die
Konsole zeigt:
HARDWARE FAILURE info:280 asc:80,96.Das Band zurückspulen mit dem Kommando: mt
rewind.Nachfolgende Bandoperationen werden dann erfolgreich
ausgeführt.Was ist mit Backups auf Disketten?Kann ich Disketten zum Backup meiner Daten verwenden?Backup DiskettenDiskettenDisketten sind kein wirklich geeignetes Medium für Backups
aus folgenden Gründen:Disketten sind unzuverlässig, besonders
langfristig.Speichern und Wiederherstellen ist sehr langsam.Sie haben eine sehr eingeschränkte Kapazität (Die
Zeiten sind längst vorbei, wo eine ganze Festplatte auf ein
Dutzend Floppies oder so gespeichert werden konnte).Wenn jedoch keine andere Möglichkeit zum Datenbackup
vorhanden ist, dann sind Disketten immer noch besser als gar kein
Backup.Wenn man gezwungen ist Disketten zu verwenden, dann sollte man
auf eine gute Qualität achten. Floppies, die schon einige Jahre
im Büro herumgelegen haben, sind eine schlechte Wahl. Ideal sind
neue Disketten von einem renommierten Hersteller.Wie mache ich ein Backup auf Disketten?Die beste Art eines Diskettenbackups ist der Befehl
tar
mit der Mehrfachband-Option , die es
ermöglicht ein Backup über mehrere Floppies zu
verteilen.Ein Backup aller Dateien im aktuellen Verzeichnis
einschließlich aller Unterverzeichnisse wird durch den folgenden
Befehl veranlasst (als root):&prompt.root; tar Mcvf /dev/fd0 *Wenn die erste Floppy voll ist, meldet sich tar
und verlangt einen Diskettenwechsel (weil tar
unabhängig vom
Medium arbeitet, wird das nächste Band (Volume) verlangt, was in
diesem Zusammenhang eine Diskette bedeutet), in etwa wie folgt:Prepare volume #2 for /dev/fd0 and hit return:Dies wird mit steigender Volumenzahl wiederholt, bis alle
angegebenen Dateien archiviert sind.Können Diskettenbackups komprimiert werden?targzipKompressionLeider erlaubt es tar nicht, die Option
für Multi-Volume-Archive zu verwenden. Man
kann natürlich alle Dateien mit gzip
komprimieren, sie mit tar auf die Floppies
aufspielen, und dann die Dateien wieder gunzip
entkomprimieren!Wie werden Diskettenbackups wieder hergestellt?Zur Wiederherstellung des gesamten Archivs verwendet man:&prompt.root; tar Mxvf /dev/fd0Eine Methode um nur bestimmte Dateien wieder her zu stellen ist
mit der ersten Diskette den folgenden Befehl auszuführen:&prompt.root; tar Mxvf /dev/fd0 filenametar wird dann die folgenden Disketten anfordern,
bis die benötigte Datei gefunden ist.Wenn man die Diskette kennt, auf der sich die Datei befindet,
kann man alternativ diese Diskette auch direkt einlegen und den
gleichen Befehl wie oben verwenden. Man beachte, dass, falls die
erste Datei eine Fortsetzung einer Datei von einer
der vorigen Disketten ist, tar die Warnung ausgibt,
dass diese Datei nicht wiederhergestellt werden kann, selbst dann,
wenn dies gar nicht verlangt wurde!DatensicherungDatensicherungBackupDie drei wichtigsten Programme zur Sicherung von Daten sind
&man.dump.8;, &man.tar.1; und &man.cpio.1;.Sichern und WiederherstellenBackup SoftwareSichern / Wiederherstellendumprestoredump und restore sind die
traditionellen
Backupprogramme in &unix; Systemen. Sie betrachten das Laufwerk als eine
Ansammlung von Blöcken, operieren also unterhalb dem
Abstraktionslevel von Dateien, Links und Verzeichnissen, die die
Grundlage des Dateisystemkonzepts bilden. dump
sichert ein ganzes Dateisystem auf einem Gerät, es ist nicht
möglich nur einen Teil des Dateisystems, oder einen
Verzeichnisbaum, der mehr als ein Dateisystem umfasst zu
sichern. dump schreibt keine Dateien oder
Verzeichnisse auf das Band, sondern die Blöcke, aus denen
Dateien und Verzeichnisse bestehen.Wenn Sie mit dump das Root-Verzeichnis
sichern, werden /home, /usr
und viele andere Verzeichnisse nicht gesichert, da dies normalerweise
Mountpunkte für andere Dateisysteme oder symbolische Links
zu diesen Dateisystemen sind.dump hat einige Eigenarten, die noch aus den
frühen
Tagen der Version 6 von ATT Unix (ca. 1975) stammen. Die Parameter
sind für 9-Spur-Bänder (6250 bpi) voreingestellt,
nicht auf die heute üblichen Medien hoher Dichte (bis zu
62.182 ftpi). Bei der Verwendung der Kapazitäten
moderner Bandlaufwerke muss diese Voreinstellung auf der
Kommandozeile überschrieben werden..rhostsrdump und rrestore
können Daten über
Netzwerk auf ein Band, das sich in einem Laufwerk eines anderen
Computers befindet, überspielen. Beide Programme benutzen die
Befehle rcmd und ruserok zum
Zugriff auf das entfernte
Bandlaufwerk. Daher muss der Anwender, der das Backup
durchführt, auf dem entfernten Rechner in
.rhosts eingetragen sein.Die Argumente zu rdump und
rrestore müssen
zur Verwendung auf dem entfernten Computer geeignet sein.
Wenn Sie zum Beispiel mit rdump von einem
FreeBSD Rechner aus auf ein Exabyte Bandlaufwerk einer Sun mit
Namen komodo zugreifen möchten, setzen Sie
das folgende Kommando ab:&prompt.root; /sbin/rdump 0dsbfu 54000 13000 126 komodo:/dev/nsa8 /dev/da0a 2>&1Zum Ausführen dieses Kommandos müssen Sie auf dem
entfernten Rechner in .rhosts eingetragen
sein. Die r-Kommandos sind ein großes Sicherheitsrisiko,
daher sollten Sie deren Verwendung sorgfältig
abwägen.Es ist auch möglich, dump und
restore über eine gesicherte Verbindung
mit ssh einzusetzen:dump mit ssh
benutzen&prompt.root; /sbin/dump -0uan -f - /usr | gzip -2 | ssh1 -c blowfish \
targetuser@targetmachine.example.com dd of=/mybigfiles/dump-usr-l0.gztarBackup Softwaretar&man.tar.1; stammt ebenfalls aus Version 6 von ATT Unix
(ca. 1975). tar arbeitet mit dem Dateisystem,
denn es schreibt Dateien und Verzeichnisse auf das Band.
tar unterstützt zwar nicht den vollen Umfang
von Optionen, die bei
&man.cpio.1; zur Verfügung stehen, aber dafür erfordert
tar nicht die ungewöhnliche Kommando-Pipeline,
die cpio verwendet.tarDie meisten Versionen von tar unterstützen
keine Backups über das Netzwerk. Die GNU-Version von
tar die in FreeBSD verwendet wird, unterstützt
jedoch entfernte Geräte mit der gleichen Syntax wie
rdump. Um tar
für ein Exabyte-Bandlaufwerk auf einer Sun
namens komodo auszuführen, muss folgendes
Kommando aufgerufen werden:&prompt.root; /usr/bin/tar cf komodo:/dev/nsa8 . 2>&1Bei den Versionen ohne Unterstützung
für entfernte Geräte kann man die Daten über eine
Pipeline und rsh an ein entferntes Laufwerk
senden.&prompt.root; tar cf - . | rsh hostname dd of=tape-device obs=20bWenn Sie Bedenken bezüglich der Sicherheit beim Backup
über das Netz haben, sollten Sie ssh anstatt
rsh benutzen.CpioBackup Softwarecpio&man.cpio.1; ist das ursprüngliche Programm von &unix; Systemen zum
Dateitransfer mit magnetischen Medien. cpio
hat (neben vielen
anderen Leistungsmerkmalen) Optionen zum Byte-Swapping, zum Schreiben
einer Anzahl verschiedener Archivformate und zum Weiterleiten von
Daten an andere Programme über eine Pipeline. Dieses letzte
Leistungsmerkmal macht cpio zu einer
ausgezeichneten Wahl für Installationsmedien. Leider kann
cpio keine
Dateibäume durchlaufen, so dass eine Liste der zu bearbeitenden
Dateien über stdin angegeben werden
muss.cpio unterstützt keine Backups
über das Netzwerk. Man kann aber eine Pipeline und
rsh verwenden, um
Daten an ein entferntes Bandlaufwerk zu senden.&prompt.root; for f in directory_list; dofind $f >> backup.listdone
&prompt.root; cpio -v -o --format=newc < backup.list | ssh user@host "cat > backup_device"Dabei steht directory_list für
eine Aufzählung der Verzeichnisse, die Sie sichern wollen.
user@host
gibt den Benutzer auf dem Zielrechner an, der die Sicherung
laufen lässt. Der Ort der Sicherung wird durch
backup_device angegeben
(z.B. /dev/nsa0).paxBackup SoftwarepaxpaxPOSIXIEEE&man.pax.1; ist die Antwort von IEEE/POSIX auf
tar und cpio.
Über die Jahre hinweg sind die verschiedenen
Versionen von tar und cpio leicht
inkompatibel geworden. Daher hat POSIX, statt eine Standardisierung
zwischen diesen auszufechten, ein neues Archivprogramm geschaffen.
pax versucht viele der unterschiedlichen
cpio- und tar-Formate zu lesen
und zu schreiben, außerdem einige neue, eigene Formate. Die
Kommandostruktur ähnelt eher cpio als
tar.AmandaBackup SoftwareAmandaAmandaAmanda
(Advanced Maryland Network Disk Archiver) ist ein
Client/Server-Backupsystem, nicht nur ein einzelnes Programm. Ein
Amanda-Server kann auf einem einzigen Bandlaufwerk Datensicherungen
von jeder beliebigen Anzahl von Computern speichern, sofern auf diesen
jeweils ein Amanda-Client läuft und sie über Netzwerk mit
dem Amanda-Server verbunden sind.Ein häufiges Problem bei Standorten mit einer Anzahl
großer Festplatten ist, dass das Kopieren der Daten auf Band
langsamer vor sich geht als solche Daten anfallen. Amanda löst
dieses Problem durch Verwendung einer Holding Disk,
einer Festplatte
zum gleichzeitigen Zwischenspeichern mehrerer Dateisysteme.Für Datensicherungen über einen längeren Zeitraum
erzeugt Amanda Archivsets von allen Dateisystemen,
die in Amanda's
Konfigurationsdatei genannt werden. Ein Archivset ist eine Gruppe von
Bändern mit vollen Backups und Reihen von inkrementellen (oder
differentiellen) Backups, die jeweils nur die Unterschiede zum vorigen
Backup enthalten. Zur Wiederherstellung von beschädigten
Dateisystemen benötigt man Das Letzte volle Backup und alle
darauf folgenden inkrementellen Backups.Die Konfigurationsdatei ermöglicht die Feineinstellung der
Backups und des Netzwerkverkehrs von Amanda. Amanda kann zum
Schreiben der Daten auf das Band jedes der oben beschriebenen
Backuprogramme verwenden. Amanda ist nicht Teil des Basissystems,
Sie müssen Amanda über die Ports-Sammlung oder als Paket
installieren.Tue nichtsTue nichts ist kein Computerprogramm, sondern die
am häufigsten angewendete Backupstrategie. Diese kostet nichts,
man muss keinen Backupplan befolgen, einfach nur nein sagen. Wenn
etwas passiert, einfach grinsen und ertragen!Wenn Ihre Zeit und Ihre Daten nicht so wichtig sind, dann ist
die Strategie Tue nichts das geeignetste Backupprogramm
für Ihren Computer. Aber &unix; ist ein nützliches Werkzeug,
Sie müssen damit rechnen, dass Sie innerhalb von sechs Monaten
eine Sammlung von Dateien haben, die für Sie wertvoll geworden
sind.Tue nichts ist die richtige Backupmethode für
/usr/obj und andere Verzeichnisbäume, die
vom Computer exakt wiedererzeugt werden können. Ein Beispiel
sind die Dateien, die diese Handbuchseiten darstellen — sie
wurden aus Quelldateien im Format SGML erzeugt.
Es ist nicht nötig, Sicherheitskopien der Dateien in den
sekundären Formaten wie etwa HTML zu
erstellen. Die Quelldateien in SGML sollten jedoch
in die regelmäßigen Backups mit einbezogen werden.Welches Backup-Programm ist am Besten?LISAdump, Punkt und Schluss.
Elizabeth D. Zwicky hat alle hier genannten Backup-Programme
bis zur Erschöpfung ausgetestet. Ihre eindeutige Wahl zur
Sicherung aller Daten mit Berücksichtigung aller Besonderheiten
von &unix; Dateisystemen ist dump.Elizabeth erzeugte Dateisysteme mit einer großen Vielfalt
ungewöhnlicher Bedingungen (und einiger gar nicht so
ungewöhnlicher) und testete jedes Programm durch ein Backup und
eine Wiederherstellung dieser Dateisysteme. Unter den Besonderheiten
waren Dateien mit Löchern, Dateien mit Löchern und einem
Block mit Null-Zeichen, Dateien mit ausgefallenen Buchstaben im
Dateinamen, unlesbare und nichtschreibbare Dateien,
Gerätedateien, Dateien, deren Länge sich während des
Backups ändert, Dateien, die während des Backups erzeugt und
gelöscht werden, u.v.m. Sie berichtete über ihre Ergebnisse
in LISA V im Oktober 1991, s. Torture-testing
Backup and Archive Programs.Die Wiederherstellung in einem NotfallVor dem UnglückEs sind nur vier Vorkehrungen zu treffen, um auf jedes
erdenkliche Unglück vorbereitet zu sein.disklabelAls erstes drucken Sie das Disklabel jeder Ihrer Festplatten
(z.B. mittels disklabel da0 | lpr), die
Partitions- und Dateisystemtabelle jeder Festplatte (mit
/etc/fstab) sowie alle Bootmeldungen, jeweils
in zweifacher Ausfertigung.fix-it floppiesZweitens, überzeugen Sie sich, dass sowohl die
Bootdiskette als auch die Reparaturdiskette
(boot.flp bzw. fixit.flp)
all Ihre Geräte ansprechen können. Die einfachste Methode
dies nachzuprüfen ist, Ihren Rechner mit der Boot-Diskette im
Floppylaufwerk neu zu starten und die Bootmeldungen zu durchzusehen.
Wenn all Ihre Geräte aufgelistet sind und funktionieren,
können Sie weiter zu Schritt drei gehen.Ist das nicht der Fall, müssen Sie sich eine eigene
Version der beiden zum Booten benötigten Disketten erstellen.
Diese müssen einen Kernel enthalten, der all Ihre Platten
mounten kann und Zugriff auf Ihr Bandlaufwerk gestattet. Diese
Disketten müssen ferner folgende Programme enthalten:
fdisk, disklabel,
newfs, mount sowie
jedes Backup-Programm, das Sie verwenden. Diese Programme
müssen statisch gelinkt sein. Falls Sie dump
verwenden, muss die Diskette auch restore
enthalten.Drittens, machen Sie oft Backups auf Band. Jede Änderung
seit Ihrem letzten Backup kann unwiederbringlich verloren gehen.
Versehen Sie die Backup-Bänder mit Schreibschutz.Viertens, testen Sie aus, wie die Disketten (entweder
boot.flp und fixit.flp
oder Ihre beiden eigenen Disketten aus Schritt zwei) und die
Bänder mit den Backups zu behandeln sind. Machen Sie sich
Notizen zu diesem Test. Bewahren Sie diese Notizen zusammen mit den
Bootdisketten, den Ausdrucken und den Bändern mit den Backups
auf. Wenn der Ernstfall eintritt, werden Sie vielleicht so genervt
sein, dass Sie ohne Ihre Notizen vielleicht das Backup auf Ihren
Bändern zerstören. (Wie das geht? Man braucht nur
unglücklicherweise den Befehl tar cvf
/dev/sa0 einzugeben um ein Band zu
überschreiben).Als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung, kann man jeweils
die Disketten und Bänder zweifach erstellen. Eine der Kopien
sollte an einem entfernten Standort aufbewahrt werden. Ein
entfernter Standort ist NICHT der Keller im gleichen
Bürogebäude. Eine Anzahl von Firmen im World Trade Center
musste diese Lektion auf die harte Tour lernen. Ein entfernter
Standort sollte von Ihrem Computer und Ihren Festplatten
physikalisch durch eine erhebliche Entfernung getrennt sein.Ein Beispielskript zum Erstellen eigener Bootdisketten /mnt/sbin/init
gzip -c -best /sbin/fsck > /mnt/sbin/fsck
gzip -c -best /sbin/mount > /mnt/sbin/mount
gzip -c -best /sbin/halt > /mnt/sbin/halt
gzip -c -best /sbin/restore > /mnt/sbin/restore
gzip -c -best /bin/sh > /mnt/bin/sh
gzip -c -best /bin/sync > /mnt/bin/sync
cp /root/.profile /mnt/root
cp -f /dev/MAKEDEV /mnt/dev
chmod 755 /mnt/dev/MAKEDEV
chmod 500 /mnt/sbin/init
chmod 555 /mnt/sbin/fsck /mnt/sbin/mount /mnt/sbin/halt
chmod 555 /mnt/bin/sh /mnt/bin/sync
chmod 6555 /mnt/sbin/restore
#
# Geraetedateien erstellen
#
cd /mnt/dev
./MAKEDEV std
./MAKEDEV da0
./MAKEDEV da1
./MAKEDEV da2
./MAKEDEV sa0
./MAKEDEV pty0
cd /
#
# Minimale Dateisystemtabelle erstellen
#
cat > /mnt/etc/fstab < /mnt/etc/passwd < /mnt/etc/master.passwd <Nach dem UnglückDie Schlüsselfrage ist, ob Ihre Hardware überlebt
hat. Denn da Sie ja regelmäßig Backups angefertigt
haben, brauchen Sie sich um die Software keine Sorgen zu
machen.Falls die Hardware beschädigt wurde, ersetzen Sie zuerst
die defekten Teile.Falls die Hardware funktioniert, überprüfen Sie die
Disketten. Wenn Sie eigene Bootdisketten verwenden, booten Sie im
Single-User-Modus (geben dazu Sie -s am
Boot-Prompt boot: ein). Überspringen Sie den
folgenden Paragrafen.Wenn Sie die Standarddisketten boot.flp
und fixit.flp verwenden, lesen Sie hier weiter.
Legen Sie die Bootdiskette boot.flp in das
erste Floppylaufwerk ein und starten Sie den Computer. Wie
üblich wird dann das originale Installationsmenü von
FreeBSD gestartet. Wählen Sie die Option
Fixit--Repair mode with CD-ROM or floppy. Legen
Sie die Diskette fixit.flp ein, wenn danach
gefragt wird. restore und die anderen Programme,
die Sie benötigen, befinden sich dann in
/mnt2/stand.Stellen Sie die Dateisysteme nacheinander, getrennt von
einander, wieder her.mountRoot-PartitiondisklabelnewfsVersuchen Sie die Root-Partition Ihrer ersten Festplatte
einzuhängen (z.B. mit mount /dev/sd0a
/mnt). Wenn das Disklabel beschädigt wurde,
benutzen Sie disklabel um die Platte
neu zu partitionieren und zu benennen und zwar so, dass die
Festplatte mit dem Label übereinstimmt, das Sie
ausgedruckt und aufbewahrt haben.Verwenden Sie newfs um neue Dateisysteme
auf den
Partitionen anzulegen. Hängen Sie nun die Root-Partition der
Festplatte mit Schreibzugriff ein (mit mount -u -o rw
/mnt). Benutzen Sie Ihr Backup-Programm um die Daten
für das jeweilige Dateisystem aus den Backup-Bändern
wieder her zu stellen (z.B. durch restore vrf
/dev/sta). Hängen Sie das Dateisystem wieder aus
(z.B. durch umount /mnt). Wiederholen Sie diesen
Ablauf für jedes betroffene Dateisystem.Sobald Ihr System wieder läuft, machen Sie gleich wieder
ein vollständiges Backup auf neue Bänder. Denn die
Ursache für den Absturz oder den Datenverlust kann wieder
zuschlagen. Eine weitere Stunde, die Sie jetzt noch
dranhängen, kann Ihnen später ein weiteres Missgeschick
ersparen.* Ich habe mich nicht auf Missgeschicke vorbereitet - was
nun?
]]>
MarcFonvieilleVerbessert und neu strukturiert von Netzwerk-, speicher- und dateibasierte DateisystemeLaufwerkevirtuelleNeben Laufwerken, die sich physikalisch im Rechner befinden
wie Floppylaufwerke, CDs, Festplatten usw., kann FreeBSD auch
mit anderen Laufwerken, den virtuellen Laufwerken,
umgehen.NFSCodaLaufwerkespeicherbasierteLaufwerkeRAM-DisksDazu zählen Netzwerkdateisysteme wie
Network Filesystem und Coda,
speicher- und dateibasierte Dateisysteme.Abhängig von der verwendeten FreeBSD Version werden
speicher- und dateibasierte Dateisysteme mit unterschiedlichen
Werkzeugen angelegt.In FreeBSD 4.X werden Gerätedateien mit
&man.MAKEDEV.8; angelegt. FreeBSD 5.X erzeugt
Gerätedateien automatisch mithilfe von &man.devfs.5;.Dateibasierte Laufwerke unter FreeBSD 4.XLaufwerkedateibasierte unter FreeBSD 4.XMit &man.vnconfig.8; werden vnode Pseudo-Platten
konfiguriert und aktiviert. Ein vnode
stellt eine Datei dar, auf der Dateioperationen ablaufen.
Das bedeutet, dass &man.vnconfig.8; Dateien benutzt,
um ein Dateisystem zu erstellen und zu verwalten. Damit
ist es z.B. möglich, Dateien, die Abbilder von Floppies
oder CDs enthalten, anzuhängen.In der Kernelkonfiguration muss die
&man.vn.4;-Unterstützung aktiviert sein, damit
&man.vnconfig.8; funktioniert:pseudo-device vnUm ein existierendes Abbild eines Dateisystems
einzuhängen:Einhängen eines existierenden Abbildes unter
FreeBSD 4.X&prompt.root; vnconfig vn0diskimage
&prompt.root; mount /dev/vn0c /mntUm ein neues Dateisystem mit &man.vnconfig.8; anzulegen:Anlegen eines dateibasierten Laufwerks&prompt.root; dd if=/dev/zero of=newimage bs=1k count=5k
5120+0 records in
5120+0 records out
&prompt.root; vnconfig -s labels -c vn0newimage
&prompt.root; disklabel -r -w vn0 auto
&prompt.root; newfs vn0c
Warning: 2048 sector(s) in last cylinder unallocated
/dev/vn0c: 10240 sectors in 3 cylinders of 1 tracks, 4096 sectors
5.0MB in 1 cyl groups (16 c/g, 32.00MB/g, 1280 i/g)
super-block backups (for fsck -b #) at:
32
&prompt.root; mount /dev/vn0c /mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/vn0c 4927 1 4532 0% /mntDateibasierte Laufwerke unter FreeBSD 5.XLaufwerkedateibasierte unter FreeBSD 5.XUnter FreeBSD 5.0 werden virtuelle Laufwerke (&man.md.4;)
mit &man.mdconfig.8; erzeugt. Dazu muss das Modul &man.md.4;
geladen sein oder das entsprechende Gerät in der
Kernelkonfiguration aktiviert sein:device mdMit &man.mdconfig.8; können drei verschiedene virtuelle
Laufwerke angelegt werden: speicherbasierte Laufwerke, deren
Speicher von &man.malloc.9; zur Verfügung gestellt wird, oder
dateibasierte Laufwerke, deren Speicher von einer Datei oder dem
Swap-Bereich zur Verfügung gestellt wird. Eine mögliche
Anwendung ist das Einhängen von Dateien, die Abbilder von
CD-ROMs oder Floppies enthalten.Das Abbild eines Dateisystems wird wie folgt
eingehangen:Einhängen eines existierenden Abbildes unter
FreeBSD 5.X&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f diskimage -u 0
&prompt.root; mount /dev/md0c /mntEin neues Dateisystem-Abbild erstellen Sie mit
&man.mdconfig.8; wie folgt:Erstellen eines dateibasierten Laufwerks mit
mdconfig&prompt.root; dd if=/dev/zero of=newimage bs=1k count=5k
5120+0 records in
5120+0 records out
&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f newimage -u 0
&prompt.root; disklabel -r -w md0 auto
&prompt.root; newfs md0c
/dev/md0c: 5.0MB (10240 sectors) block size 16384, fragment size 2048
using 4 cylinder groups of 1.27MB, 81 blks, 256 inodes.
super-block backups (for fsck -b #) at:
32, 2624, 5216, 7808
&prompt.root; mount /dev/md0c /mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md0c 4846 2 4458 0% /mntWenn Sie keine Gerätenummer mit dem Schalter
angeben, wird von &man.md.4; automatisch eine
ungenutzte Gerätenummer zugewiesen. Das zugewiesene Gerät
wird auf der Standardausgabe ausgegeben (zum Beispiel
md4). Weitere Informationen entnehmen Sie
bitte der Hilfeseite &man.mdconfig.8;.Das Werkzeug &man.mdconfig.8; ist sehr nützlich, doch muss
man viele Kommandos absetzen, um ein dateibasiertes Dateisystem zu
erstellen. FreeBSD enthält das Werkzeug &man.mdmfs.8;, das
die notwendigen Schritte in einem Befehl zusammenfasst. Es
konfiguriert mit &man.mdconfig.8; ein &man.md.4;-Laufwerk, erstellt
darauf mit &man.newfs.8; ein Dateisystem und hängt es
anschließend mit &man.mount.8; ein. Das virtuelle Laufwerk
aus dem obigen Beispiel kann somit einfach mit den nachstehenden
Befehlen erstellt werden:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=newimage bs=1k count=5k
5120+0 records in
5120+0 records in
5120+0 records out
&prompt.root; mdmfs -F newimage -s 5m md0/mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md0 4846 2 4458 0% /mntWenn sie die Option ohne Gerätenummer
verwenden, wählt &man.md.4; automatisch ein ungenutztes
Gerät aus. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der
Hilfeseite &man.mdmfs.8;.Speicherbasierte Laufwerke unter FreeBSD 4.XLaufwerkespeicherbasierte unter FreeBSD 4.XLaufwerkeRAM-Disks unter FreeBSD 4.XMit dem Gerätetreiber &man.md.4; lassen sich unter
FreeBSD 4.X leicht speicherbasierte Laufwerke (RAM-disks)
anlegen. Der dazu nötige Speicher wird mit &man.malloc.9;
belegt.Nehmen Sie einfach ein Dateisystem, dass Sie
z.B. mit &man.vnconfig.8; vorbereitet haben:Speicherbasiertes Laufwerk unter FreeBSD 4.X&prompt.root; dd if=newimage of=/dev/md0
5120+0 records in
5120+0 records out
&prompt.root; mount /dev/md0c/mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md0c 4927 1 4532 0% /mntWeitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Hilfeseite
&man.md.4;.Speicherbasierte Laufwerke unter FreeBSD 5.XLaufwerkespeicherbasierte unter FreeBSD 5.XLaufwerkeRAM-Disks unter FreeBSD 5.XSpeicher- und dateibasierte Laufwerke werden in
FreeBSD 5.0 mit denselben Werkzeugen erstellt:
&man.mdconfig.8; oder &man.mdmfs.8;. Der Speicher für
speicherbasierte Laufwerke (RAM-disks) wird mit
&man.malloc.9; belegt.Erstellen eines speicherbasierten Laufwerks mit
mdconfig&prompt.root; mdconfig -a -t malloc -s 5m -u 1
&prompt.root; newfs -U md1
/dev/md1: 5.0MB (10240 sectors) block size 16384, fragment size 2048
using 4 cylinder groups of 1.27MB, 81 blks, 256 inodes.
with soft updates
super-block backups (for fsck -b #) at:
32, 2624, 5216, 7808
&prompt.root; mount /dev/md1/mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md1 4846 2 4458 0% /mntErstellen eines speicherbasierten Laufwerks mit
mdmfs&prompt.root; mdmfs -M -s 5m md2/mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md2 4846 2 4458 0% /mntDer Speicher für das Dateisystem muss nicht mit &man.malloc.9;
zugewiesen werden, sondern kann auch aus dem Swap-Bereich stammen.
Auf der Kommandozeile von &man.mdconfig.8; ist dazu
durch zu ersetzen.
Ohne Angabe des Schalters verwendet &man.mdmfs.8;
Speicher aus dem Swap-Bereich. Weitere Informationen entnehmen Sie
bitte den Hilfeseiten &man.mdconfig.8; und &man.mdmfs.8;.Virtuelle Laufwerke freigebenLaufwerkeFreigabe von virtuellen LaufwerkenWenn ein virtuelles Laufwerk nicht mehr gebraucht wird, sollten
Sie dem System die belegten Ressourcen zurückgeben.
Hängen Sie dazu zuerst das Dateisystem ab und geben Sie dann
die benutzten Ressourcen mit &man.mdconfig.8; frei.Alle von /dev/md4 belegten Ressourcen
werden mit dem nachstehenden Kommando freigegeben:&prompt.root; mdconfig -d -u 4Eingerichtete &man.md.4;-Geräte werden mit dem Befehl
mdconfig -l angezeigt.Unter FreeBSD 4.X geben Sie die Ressourcen mit
&man.vnconfig.8; frei. Die von /dev/vn4
belegten Ressourcen geben Sie wie folgt frei:&prompt.root; vnconfig -u vn4TomRhodesBeigetragen von Schnappschüsse von DateisystemenSchnappschüsse von DateisystemenSchnappschüsseZusammen mit Soft Updates
bietet FreeBSD 5.0 eine neue Funktion: Schnappschüsse von
Dateisystemen.Schnappschüsse sind Dateien, die ein Abbild eines
Dateisystems enthalten und müssen auf dem jeweiligen
Dateisystem erstellt werden. Pro Dateisystem darf es maximal
20 Schnappschüsse, die im Superblock vermerkt werden, geben.
Schnappschüsse bleiben erhalten, wenn das Dateisystem abgehangen,
neu eingehangen oder das System neu gestartet wird. Wenn Sie einen
Schnappschuss nicht mehr benötigen, können Sie ihn
mit &man.rm.1; löschen. Es ist egal, in welcher Reihenfolge
Schnappschüsse gelöscht werden. Es kann allerdings
vorkommen, dass nicht der gesamte Speicherplatz
wieder freigegeben wird, da ein anderer
Schnappschuss einen Teil der entfernten Blöcke für sich
beanspruchen kann.Schnappschüsse werden mit dem Flag
(siehe &man.chflags.1;) angelegt, um sicherzustellen, das nicht
einmal root den Schnappschuss beschreiben
kann. In &man.unlink.1; wird allerdings für
Schnappschüsse eine Ausnahme gemacht: Sie dürfen
gelöscht werden, ohne das das Flag
vorher entfernt werden muss.Schnappschüsse werden mit &man.mount.8; erstellt. Das
folgende Kommando legt einen Schnappschuss von
/var in /var/snapshot/snap
ab:&prompt.root; mount -u -o snapshot /var/snapshot/snap /varNachdem ein Schnappschuss erstellt wurde, können Sie
ihn für verschiedene Zwecke benutzen:Sie können den Schnappschuss für die
Datensicherung benutzen und ihn auf eine CD oder ein Band
schreiben.Sie können den Schnappschuss mit &man.fsck.8;
prüfen. Wenn das Dateisystem zum Zeitpunkt der Erstellung
des Schnappschusses in Ordnung war, sollte &man.fsck.8; immer
erfolgreich durchlaufen.Sie können den Schnappschuss mit &man.dump.8;
sichern. Sie erhalten dann eine konsistente Sicherung des
Dateisystems zu dem Zeitpunkt, der durch den Zeitstempel des
Schnappschusses gegeben ist. Der Schalter
von &man.dump.8; erstellt für die Sicherung einen
Schnappschuss und entfernt diesen am Ende der Sicherung
wieder.Sie können einen Schnappschuss in den
Verzeichnisbaum einhängen und sich dann den Zustand des
Dateisystems zu dem Zeitpunkt ansehen, an dem der
Schnappschuss erstellt wurde. Der folgende Befehl
hängt den Schnappschuss
/var/snapshot/snap ein:&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /var/snapshot/snap -u 4&prompt.root; mount -r /dev/md4 /mntSie können sich nun den eingefrorenen Stand des
/var Dateisystems unterhalb von
/mnt ansehen. Mit Ausnahme der früheren
Schnappschüsse, die als leere Dateien auftauchen, wird alles
so aussehen, wie zu dem Zeitpunkt als der Schnappschuss
erstellt wurde. Wenn Sie den Schnappschuss nicht mehr
benötigen, können Sie ihn, wie nachfolgend gezeigt,
abhängen:&prompt.root; umount /mnt&prompt.root; mdconfig -d -u 4Weitere Informationen über Soft Updates und
Schnappschüsse von Dateisystemen sowie technische Artikel finden
Sie auf der Webseite
von Marshall Kirk McKusick.Dateisystem QuotasAccountingPlattenplatzDisk QuotasQuotas sind eine optionale Funktion des Betriebssystems,
die es Ihnen erlauben, den Plattenplatz und/oder die Anzahl
der Dateien eines Benutzers oder der Mitglieder einer Gruppe,
auf Dateisystemebene zu beschränken. Oft wird dies
auf Timesharing-Systemen (Mehrbenutzersystemen) genutzt, da
es dort erwünscht ist, die Ressourcen, die ein Benutzer oder
eine Gruppe von Benutzern belegen können, zu limitieren. Das
verhindert, dass ein Benutzer oder eine Gruppe von Benutzern
den ganzen verfügbaren Plattenplatz belegt.Konfiguration des Systems, um Quotas zu
aktivierenBevor Quotas benutzt werden können, müssen
sie im Kernel konfiguriert werden, wozu die folgende Zeile
der Kernelkonfiguration hinzugefügt wird:options QUOTAIm gewöhnlichen GENERIC Kernel
sind Quotas nicht aktiviert, so dass Sie einen angepassten
Kernel konfigurieren und bauen müssen, um Quotas zu
benutzen. Weitere Informationen
finden Sie in .Durch Hinzufügen der folgenden Zeile in
/etc/rc.conf wird das Quota-System
aktiviert:enable_quotas="YES"Disk QuotasüberprüfenUm den Start des Quota-Systems zu beeinflussen, steht
eine weitere Variable zur Verfügung. Normalerweise
wird beim Booten die Integrität der Quotas auf
allen Dateisystemen mit quotacheck
überprüft. quotacheck stellt
sicher, dass die Quota-Datenbank mit den Daten auf
einem Dateisystem übereinstimmt. Dies ist allerdings
ein sehr zeitraubender Prozess, der die Zeit, die
das System zum Booten braucht, signifikant beeinflusst.
Eine Variable in /etc/rc.config erlaubt es Ihnen,
diesen Schritt zu überspringen:check_quotas="NO"Wenn Sie ein FreeBSD vor 3.2-RELEASE benutzen, ist
die Konfiguration einfacher. In /etc/rc.conf
setzen Sie nur eine Variable:check_quotas="YES"Schließlich müssen Sie noch in
/etc/fstab die Plattenquotas auf
Dateisystemebene aktivieren. Dort können Sie
für alle Dateisysteme Quotas für Benutzer, Gruppen
oder für beide aktivieren.Um Quotas pro Benutzer für ein Dateisystem zu
aktivieren, geben Sie für dieses Dateisystem die
Option userquota im Feld Optionen von
/etc/fstab an. Beispiel:/dev/da1s2g /home ufs rw,userquota 1 2Um Quotas für Gruppen einzurichten, verwenden
Sie groupquota anstelle von
userquota. Um Quotas für Benutzer
und Gruppen einzurichten, ändern Sie den Eintrag
wie folgt ab:/dev/da1s2g /home ufs rw,userquota,groupquota 1 2Die Quotas werden jeweils im Rootverzeichnis des Dateisystems
unter dem Namen quota.user für
Benutzer-Quotas und quota.group für
Gruppen-Quotas abgelegt. Obwohl &man.fstab.5; beschreibt,
dass diese Dateien an anderer Stelle gespeichert werden
können, wird das nicht empfohlen, da es den Anschein hat,
dass die verschiedenen Quota-Utilities das nicht richtig
unterstützen.Jetzt sollten Sie Ihr System mit dem neuen Kernel booten.
/etc/rc wird dann automatisch die
richtigen Kommandos aufrufen, die die Quota-Dateien für
alle Quotas, die Sie in /etc/fstab
definiert haben, anlegen. Deshalb müssen vorher auch keine
leeren Quota-Dateien angelegt werden.Normalerweise brauchen Sie die Kommandos
quotacheck, quotaon oder
quotaoff nicht händisch aufzurufen,
obwohl Sie vielleicht die entsprechenden Seiten im
Manual lesen sollten, um sich mit ihnen vertraut
zu machen.Setzen von Quota-LimitsDisk QuotasLimitsNachdem Sie Quotas in Ihrem System aktiviert haben, sollten
Sie überprüfen, dass Sie auch tatsächlich
aktiviert sind. Führen Sie dazu einfach den folgenden
Befehl aus:&prompt.root; quota -vFür jedes Dateisystem, auf dem Quotas aktiviert sind,
sollten Sie eine Zeile mit der Plattenauslastung und den
aktuellen Quota-Limits sehen.Mit edquota können Sie nun
Quota-Limits setzen.Sie haben mehrere Möglichkeiten, die Limits für
den Plattenplatz, den ein Benutzer oder eine Gruppe verbrauchen
kann, oder die Anzahl der Dateien, die angelegt werden dürfen,
festzulegen. Die Limits können auf dem Plattenplatz
(Block-Quotas) oder der Anzahl der Dateien (Inode-Quotas) oder
einer Kombination von beiden basieren.
Jedes dieser Limits wird weiterhin in zwei Kategorien geteilt:
Hardlimits und Softlimits.HardlimitEin Hardlimit kann nicht überschritten werden.
Hat der Benutzer einmal ein Hardlimit erreicht, so kann er
auf dem betreffenden Dateisystem keinen weiteren Platz mehr
beanspruchen. Hat ein Benutzer beispielsweise ein Hardlimit
von 500 Blöcken auf einem Dateisystem und benutzt davon
490 Blöcke, so kann er nur noch 10 weitere Blöcke
beanspruchen. Der Versuch, weitere 11 Blöcke zu beanspruchen,
wird fehlschlagen.SoftlimitIm Gegensatz dazu können Softlimits für eine
befristete Zeit überschritten werden. Diese Frist
beträgt in der Grundeinstellung
eine Woche. Hat der Benutzer das Softlimit über die
Frist hinaus überschritten, so wird das Softlimit in
ein Hardlimit umgewandelt und der Benutzer kann
keinen weiteren Platz mehr beanspruchen. Wenn er einmal
das Softlimit unterschreitet, wird die Frist wieder
zurückgesetzt.Das folgende Beispiel zeigt die Benutzung von
edquota. Wenn edquota
aufgerufen wird, wird ein Editor, der durch EDITOR
gegeben ist, oder vi falls EDITOR
nicht gesetzt ist, gestartet, in dem Sie die Limits eingeben
können.&prompt.root; edquota -u testQuotas for user test:
/usr: blocks in use: 65, limits (soft = 50, hard = 75)
inodes in use: 7, limits (soft = 50, hard = 60)
/usr/var: blocks in use: 0, limits (soft = 50, hard = 75)
inodes in use: 0, limits (soft = 50, hard = 60)Für jedes Dateisystem, auf dem Quotas aktiv sind,
sehen Sie zwei Zeilen, eine für die Block-Quotas und die
andere für die Inode-Quotas. Um ein Limit zu modifizieren,
ändern Sie einfach den angezeigten Wert. Um beispielsweise
das Blocklimit dieses Benutzers von einem Softlimit von 50
und einem Hardlimit von 75 auf ein Softlimit von 500 und
ein Hardlimit von 600 zu erhöhen, ändern Sie
die Zeile/usr: blocks in use: 65, limits (soft = 50, hard = 75)zu: /usr: blocks in use: 65, limits (soft = 500, hard = 600)Die neuen Limits sind wirksam, wenn Sie den
Editor verlassen.Manchmal ist es erwünscht, die Limits für einen
Bereich von UIDs zu setzen. Dies kann mit der
Option von edquota bewerkstelligt werden.
Weisen Sie dazu die Limits einem Benutzer zu und rufen danach
edquota -p protouser startuid-enduid auf.
Besitzt beispielsweise der Benutzer test
die gewünschten Limits, können diese mit
dem folgenden Kommando für die UIDs 10.000 bis 19.999
dupliziert werden:&prompt.root; edquota -p test 10000-19999Weitere Informationen erhalten Sie in &man.edquota.8;.Überprüfen von Quota-Limits und PlattennutzungDisk QuotasüberprüfenSie können quota oder
repquota benutzen, um Quota-Limits
und Plattennutzung zu überprüfen. Um die Limits
oder die Plattennutzung individueller Benutzer und Gruppen
zu überprüfen, kann quota
benutzt werden. Ein Benutzer kann nur die eigenen Quotas und die
Quotas der Gruppe, der er angehört untersuchen. Nur der
Superuser darf sich alle Limits ansehen.
Mit repquota erhalten Sie eine Zusammenfassung
von allen Limits und der Plattenausnutzung für alle
Dateisysteme, auf denen Quotas aktiv sind.Das folgende Beispiel zeigt die Ausgabe von
quota -v für einen Benutzer, der
Quota-Limits auf zwei Dateisystemen besitzt:Disk quotas for user test (uid 1002):
Filesystem blocks quota limit grace files quota limit grace
/usr 65* 50 75 5days 7 50 60
/usr/var 0 50 75 0 50 60Disk QuotasFristIm Dateisystem /usr liegt der Benutzer
momentan 15 Blöcke über dem Softlimit von
50 Blöcken und hat noch 5 Tage seiner Frist übrig.
Der Stern * zeigt an, dass der
Benutzer sein Limit überschritten hat.In der Ausgabe von quota werden Dateisysteme,
auf denen ein Benutzer keinen Platz verbraucht, nicht angezeigt,
auch wenn diesem Quotas zugewiesen wurden. Mit
werden diese Dateisysteme, wie /usr/var
im obigen Beispiel, angezeigt.Quotas über NFSNFSQuotas werden von dem Quota-Subsystem auf dem NFS Server
erzwungen. Der &man.rpc.rquotad.8; Dæmon stellt
&man.quota.1; die Quota Informationen auf dem NFS Client
zur Verfügung, so dass Benutzer auf diesen
Systemen ihre Quotas abfragen können.Aktivieren Sie rpc.rquotad in
/etc/inetd.conf wie folgt:rquotad/1 dgram rpc/udp wait root /usr/libexec/rpc.rquotad rpc.rquotadAnschließend starten Sie inetd
neu:&prompt.root; kill -HUP `cat /var/run/inetd.pid`