diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml index 56ff96d4df..a64b4db7bd 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml @@ -1,4853 +1,4849 @@ Johann Kois Übersetzt von Weiterführende Netzwerkthemen Übersicht Dieses Kapitel beschreibt verschiedene weiterführende Netzwerkthemen. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Die Grundlagen von Gateways und Routen kennen. Bluetooth- sowie drahtlose, der Norm IEEE 802.11 entsprechende, Geräte mit FreeBSD verwenden können. Eine Bridge unter FreeBSD einrichten können. Einen plattenlosen Rechner über das Netzwerk starten können. Wissen, wie man NAT (Network Address Translation) einrichtet. Zwei Computer über PLIP verbinden können. IPv6 auf einem FreeBSD-Rechner einrichten können. ATM unter &os; 5.X einrichten können. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie Die Grundlagen der /etc/rc-Skripte verstanden haben. Mit der grundlegenden Netzwerkterminologie vertraut sein. Einen neuen FreeBSD-Kernel konfigurieren und installieren können (). Wissen, wie man zusätzliche Softwarepakete von Drittherstellern installiert (). Coranth Gryphon Beigetragen von Gateways und Routen Routing Gateway Subnetz Damit ein Rechner einen anderen über ein Netzwerk finden kann, muss ein Mechanismus vorhanden sein, der beschreibt, wie man von einem Rechner zum anderen gelangt. Dieser Vorgang wird als Routing bezeichnet. Eine Route besteht aus einem definierten Adressenpaar: Einem Ziel und einem Gateway. Dieses Paar zeigt an, dass Sie über das Gateway zum Ziel gelangen wollen. Es gibt drei Arten von Zielen: Einzelne Rechner (Hosts), Subnetze und das Standardziel. Die Standardroute wird verwendet, wenn keine andere Route zutrifft. Wir werden Standardrouten später etwas genauer behandeln. Außerdem gibt es drei Arten von Gateways: Einzelne Rechner (Hosts), Schnittstellen (Interfaces, auch als Links bezeichnet), sowie Ethernet Hardware-Adressen (MAC-Adressen). Ein Beispiel Um die verschiedenen Aspekte des Routings zu veranschaulichen, verwenden wir folgende Ausgaben von netstat: &prompt.user; netstat -r Routing tables Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire default outside-gw UGSc 37 418 ppp0 localhost localhost UH 0 181 lo0 test0 0:e0:b5:36:cf:4f UHLW 5 63288 ed0 77 10.20.30.255 link#1 UHLW 1 2421 example.com link#1 UC 0 0 host1 0:e0:a8:37:8:1e UHLW 3 4601 lo0 host2 0:e0:a8:37:8:1e UHLW 0 5 lo0 => host2.example.com link#1 UC 0 0 224 link#1 UC 0 0 Default-Route Standardroute Die ersten zwei Zeilen geben die Standardroute (die wir im nächsten Abschnitt behandeln), sowie die localhost Route an. Loopback-Gerät Das in der Routingtabelle für localhost festgelegte Interface (Netif-Spalte) lo0, ist auch als loopback-Gerät (Prüfschleife) bekannt. Das heißt, dass der ganze Datenverkehr für dieses Ziel intern (innerhalb des Gerätes) bleibt, anstatt ihn über ein Netzwerk (LAN) zu versenden, da das Ziel dem Start entspricht. Ethernet MAC-Adresse Der nächste auffällige Punkt sind die mit 0:e0: beginnenden Adressen. Es handelt sich dabei um Ethernet Hardwareadressen, die auch als MAC-Adressen bekannt sind. FreeBSD identifiziert Rechner im lokalen Netz automatisch (im Beispiel test0) und fügt eine direkte Route zu diesem Rechner hinzu. Dies passiert über die Ethernet-Schnittstelle ed0. Außerdem existiert ein Timeout (in der Spalte Expire) für diese Art von Routen, der verwendet wird, wenn dieser Rechner in einem definierten Zeitraum nicht reagiert. Wenn dies passiert, wird die Route zu diesem Rechner automatisch gelöscht. Rechner im lokalen Netz werden durch einen als RIP (Routing Information Protocol) bezeichneten Mechanismus identifiziert, der den kürzesten Weg zu den jeweiligen Rechnern bestimmt. Subnetz FreeBSD fügt außerdem Subnetzrouten für das lokale Subnetz hinzu (10.20.30.255 ist die Broadcast-Adresse für das Subnetz 10.20.30, example.com ist der zu diesem Subnetz gehörige Domainname). Das Ziel link#1 bezieht sich auf die erste Ethernet-Karte im Rechner. Sie können auch feststellen, dass keine zusätzlichen Schnittstellen angegeben sind. Routen für Rechner im lokalen Netz und lokale Subnetze werden automatisch durch den routed Daemon konfiguriert. Ist dieser nicht gestartet, sind nur statisch definierte (explizit eingegebene) Routen vorhanden. Die Zeile host1 bezieht sich auf unseren Rechner, der durch seine Ethernetadresse bekannt ist. Da unser Rechner der Sender ist, verwendet FreeBSD automatisch das Loopback-Gerät (lo0), anstatt den Datenverkehr über die Ethernetschnittstelle zu senden. Die zwei host2 Zeilen sind ein Beispiel dafür, was passiert, wenn wir ein &man.ifconfig.8; Alias verwenden (Lesen Sie dazu den Abschnitt über Ethernet, wenn Sie wissen wollen, warum wir das tun sollten.). Das Symbol => (nach der lo0-Schnittstelle) sagt aus, dass wir nicht nur das Loopbackgerät verwenden (da sich die Adresse auf den lokalen Rechner bezieht), sondern dass es sich zusätzlich auch um ein Alias handelt. Solche Routen sind nur auf Rechnern vorhanden, die den Alias bereitstellen; alle anderen Rechner im lokalen Netz haben für solche Routen nur eine einfache link#1 Zeile. Die letzte Zeile (Zielsubnetz 224) behandelt das Multicasting, das wir in einem anderen Abschnitt besprechen werden. Schließlich gibt es für Routen noch verschiedene Attribute, die Sie in der Spalte Flags finden. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht von einigen dieser Flags und ihrer Bedeutung: - + U Up: Die Route ist aktiv. H Host: Das Ziel der Route ist ein einzelner Rechner (Host). G Gateway: Alle Daten, die an dieses Ziel gesendet werden, werden von diesem System an ihr jeweiliges Ziel weitergeleitet. S Static: Diese Route wurde manuell konfiguriert, das heißt sie wurde nicht automatisch vom System erzeugt. C Clone: Erzeugt eine neue Route, basierend auf der Route für den Rechner, mit dem wir uns verbinden. Diese Routenart wird normalerweise für lokale Netzwerke verwendet. W WasCloned: Eine Route, die automatisch konfiguriert wurde. Sie basiert auf einer lokalen Netzwerkroute (Clone). L Link: Die Route beinhaltet einen Verweis auf eine Ethernetkarte (MAC-Adresse). Standardrouten Default-Route Standardroute Wenn sich der lokale Rechner mit einem entfernten Rechner verbinden will, wird die Routingtabelle überprüft, um festzustellen, ob bereits ein bekannter Pfad vorhanden ist. Gehört dieser entfernte Rechner zu einem Subnetz, dessen Pfad uns bereits bekannt ist (Cloned route), dann versucht der lokale Rechner über diese Schnittstelle eine Verbindung herzustellen. Wenn alle bekannten Pfade nicht funktionieren, hat der lokale Rechner eine letzte Möglichkeit: Die Standardroute (Default-Route). Bei dieser Route handelt es sich um eine spezielle Gateway-Route (gewöhnlich die einzige im System vorhandene), die im Flags-Feld immer mit C gekennzeichnet ist. Für Rechner im lokalen Netzwerk ist dieses Gateway auf welcher Rechner auch immer eine Verbindung nach außen hat gesetzt (entweder über eine PPP-Verbindung, DSL, ein Kabelmodem, T1 oder eine beliebige andere Netzwerkverbindung). Wenn Sie die Standardroute für einen Rechner konfigurieren, der selbst als Gateway zur Außenwelt funktioniert, wird die Standardroute zum Gateway-Rechner Ihres Internetanbieter (ISP) gesetzt. Sehen wir uns ein Beispiel für Standardrouten an. So sieht eine übliche Konfiguration aus: [Local2] <--ether--> [Local1] <--PPP--> [ISP-Serv] <--ether--> [T1-GW] Die Rechner Local1 und Local2 befinden sich auf Ihrer Seite. Local1 ist mit einem ISP über eine PPP-Verbindung verbunden. Dieser PPP-Server ist über ein lokales Netzwerk mit einem anderen Gateway-Rechner verbunden, der über eine Schnittstelle die Verbindung des ISP zum Internet herstellt. Die Standardrouten für Ihre Maschinen lauten: - + Host Standard Gateway Schnittstelle Local2 Local1 Ethernet Local1 T1-GW PPP Eine häufig gestellte Frage lautet: Warum (oder wie) sollten wir T1-GW als Standard-Gateway für Local1 setzen, statt den (direkt verbundenen) ISP-Server zu verwenden?. Bedenken Sie, dass die PPP-Schnittstelle für die Verbindung eine Adresse des lokalen Netzes des ISP verwendet. Daher werden Routen für alle anderen Rechner im lokalen Netz des ISP automatisch erzeugt. Daraus folgt, dass Sie bereits wissen, wie Sie T1-GW erreichen können! Es ist also unnötig, einen Zwischenschritt über den ISP-Server zu machen. Es ist üblich, die Adresse X.X.X.1 als Gateway-Adresse für ihr lokales Netzwerk zu verwenden. Für unser Beispiel bedeutet dies Folgendes: Wenn Ihr lokaler Klasse-C-Adressraum 10.20.30 ist und Ihr ISP 10.9.9 verwendet, sehen die Standardrouten so aus: - + Rechner (Host) Standardroute Local2 (10.20.30.2) Local1 (10.20.30.1) Local1 (10.20.30.1, 10.9.9.30) T1-GW (10.9.9.1) Sie können die Standardroute ganz einfach in der Datei /etc/rc.conf festlegen. In unserem Beispiel wurde auf dem Rechner Local2 folgende Zeile in /etc/rc.conf eingefügt: defaultrouter="10.20.30.1" Die Standardroute kann über &man.route.8; auch direkt gesetzt werden: &prompt.root; route add default 10.20.30.1 Weitere Informationen zum Bearbeiten von Netzwerkroutingtabellen finden Sie in &man.route.8;. Rechner mit zwei Heimatnetzen Dual-Homed-Hosts Es gibt noch eine Konfigurationsmöglichkeit, die wir besprechen sollten, und zwar Rechner, die sich in zwei Netzwerken befinden. Technisch gesehen, zählt jeder als Gateway arbeitende Rechner zu den Rechnern mit zwei Heimatnetzen (im obigen Beispiel unter Verwendung einer PPP-Verbindung). In der Praxis meint man damit allerdings nur Rechner, die sich in zwei lokalen Netzen befinden. Entweder verfügt der Rechner über zwei Ethernetkarten und jede dieser Karten hat eine Adresse in einem separaten Subnetz, oder der Rechner hat nur eine Ethernetkarte und verwendet &man.ifconfig.8; Aliasing. Die erste Möglichkeit wird verwendet, wenn zwei physikalisch getrennte Ethernet-Netzwerke vorhanden sind, die zweite, wenn es nur ein physikalisches Ethernet-Netzwerk gibt, das aber aus zwei logisch getrennten Subnetzen besteht. In beiden Fällen werden Routingtabellen erstellt, damit jedes Subnetz weiß, dass dieser Rechner als Gateway zum anderen Subnetz arbeitet (inbound route). Diese Konfiguration (der Gateway-Rechner arbeitet als Router zwischen den Subnetzen) wird häufig verwendet, wenn es darum geht, Paketfilterung oder eine Firewall (in eine oder beide Richtungen) zu implementieren. Soll dieser Rechner Pakete zwischen den beiden Schnittstellen weiterleiten, müssen Sie diese Funktion manuell konfigurieren und aktivieren. Lesen Sie den nächsten Abschnitt, wenn Sie weitere Informationen zu diesem Thema benötigen. Einen Router konfigurieren Router Ein Netzwerkrouter ist einfach ein System, das Pakete von einer Schnittstelle zur anderen weiterleitet. Internetstandards und gute Ingenieurspraxis sorgten dafür, dass diese Funktion in FreeBSD in der Voreinstellung deaktiviert ist. Sie können diese Funktion aktivieren, indem Sie in &man.rc.conf.5; folgende Änderung durchführen: gateway_enable=YES # Auf YES setzen, wenn der Rechner als Gateway arbeiten soll Diese Option setzt die &man.sysctl.8;-Variable net.inet.ip.forwarding auf 1. Wenn Sie das Routing kurzzeitig unterbrechen wollen, können Sie die Variable auf 0 setzen. BGP RIP OSPF Ihr neuer Router benötigt nun noch Routen, um zu wissen, wohin er den Verkehr senden soll. Haben Sie ein (sehr) einfaches Netzwerk, können Sie statische Routen verwenden. FreeBSD verfügt über den Standard BSD-Routing-Daemon &man.routed.8;, der RIP (sowohl Version 1 als auch Version 2) und IRDP versteht. BGP v4, OSPF v2 und andere Protokolle werden von net/zebra unterstützt. Es stehen auch kommerzielle Produkte wie gated zur Verfügung. Selbst wenn FreeBSD auf diese Art konfiguriert wurde, entspricht es den Standardanforderungen an Internet-Router nicht vollständig. Für den normalen Gebrauch kommt es den Standards aber nahe genug. Al Hoang Beigetragen von Statische Routen einrichten Manuelle Konfiguration Nehmen wir an, dass wir über folgendes Netzwerk verfügen: INTERNET | (10.0.0.1/24) Default Router to Internet | |Interface xl0 |10.0.0.10/24 +------+ | | RouterA | | (FreeBSD gateway) +------+ | Interface xl1 | 192.168.1.1/24 | +--------------------------------+ Internal Net 1 | 192.168.1.2/24 | +------+ | | RouterB | | +------+ | 192.168.2.1/24 | Internal Net 2 RouterA, ein &os;-Rechner, dient als Router für den Zugriff auf das Internet. Die Standardroute ist auf 10.0.0.1 gesetzt, damit ein Zugriff auf das Internet möglich wird. Wir nehmen nun an, dass RouterB bereits konfiguriert ist und daher weiß, wie er andere Rechner erreichen kann. Dazu wird die Standardroute von RouterB auf 192.168.1.1 gesetzt, da dieser Rechner als Gateway fungiert. Sieht man sich die Routingtabelle für RouterA an, erhält man folgende Ausgabe: &prompt.user; netstat -nr Routing tables Internet: Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire default 10.0.0.1 UGS 0 49378 xl0 127.0.0.1 127.0.0.1 UH 0 6 lo0 10.0.0/24 link#1 UC 0 0 xl0 192.168.1/24 link#2 UC 0 0 xl1 Mit dieser Routingtabelle kann RouterA unser internes Netz 2 nicht erreichen, da keine Route zum Rechner 192.168.2.0/24 vorhanden ist. Um dies zu korrigieren, kann die Route manuell gesetzt werden. Durch den folgenden Befehl wird das interne Netz 2 in die Routingtabelle des Rechners RouterA aufgenommen, indem 192.168.1.2 als nächster Zwischenschritt verwenden wird: &prompt.root; route add -net 192.168.2.0/24 192.168.1.2 Ab sofort kann RouterA alle Rechner des Netzwerks 192.168.2.0/24 erreichen. Routen dauerhaft einrichten Das obige Beispiel ist für die Konfiguration einer statischen Route auf einem laufenden System geeignet. Diese Information geht jedoch verloren, wenn der &os;-Rechner neu gestartet werden muss. Um dies zu verhindern, wird diese Route in /etc/rc.conf eingetragen: # Add Internal Net 2 as a static route static_routes="internalnet2" route_internalnet2="-net 192.168.2.0/24 192.168.1.2" Die Variable static_routes enthält eine Reihe von Strings, die durch Leerzeichen getrennt sind. Jeder String bezieht sich auf den Namen einer Route. In unserem Beispiel hat static_routes internalnet2 als einzigen String. Zusätzlich verwendet man die Konfigurationsvariable route_internalnet2, in der alle sonstigen an &man.route.8; zu übergebenden Parameter festgelegt werden. In obigen Beispiel hätte man folgenden Befehl verwendet: &prompt.root; route add -net 192.168.2.0/24 192.168.1.2 Daher wird "-net 192.168.2.0/24 192.168.1.2" als Parameter der Variable route_ angegeben. Wie bereits erwähnt, können bei static_routes auch mehrere Strings angegeben werden. Dadurch lassen sich mehrere statische Routen anlegen. Durch folgende Zeilen werden auf einem imaginären Rechner statische Routen zu den Netzwerken 192.168.0.0/24 sowie 192.168.1.0/24 definiert: static_routes="net1 net2" route_net1="-net 192.168.0.0/24 192.168.0.1" route_net2="-net 192.168.1.0/24 192.168.1.1" Verteilung von Routing-Informationen routing propagation Wir haben bereits darüber gesprochen, wie wir unsere Routen zur Außenwelt definieren, aber nicht darüber, wie die Außenwelt uns finden kann. Wir wissen bereits, dass Routing-Tabellen so erstellt werden können, dass sämtlicher Verkehr für einen bestimmten Adressraum (in unserem Beispiel ein Klasse-C-Subnetz) zu einem bestimmten Rechner in diesem Netzwerk gesendet wird, der die eingehenden Pakete im Subnetz verteilt. Wenn Sie einen Adressraum für Ihre Seite zugewiesen bekommen, richtet Ihr Diensteanbieter seine Routingtabellen so ein, dass der ganze Verkehr für Ihr Subnetz entlang Ihrer PPP-Verbindung zu Ihrer Seite gesendet wird. Aber woher wissen die Seiten in der Außenwelt, dass sie die Daten an Ihren ISP senden sollen? Es gibt ein System (ähnlich dem verbreiteten DNS), das alle zugewiesenen Adressräume verwaltet und ihre Verbindung zum Internet-Backbone definiert und dokumentiert. Der Backbone ist das Netz aus Hauptverbindungen, die den Internetverkehr in der ganzen Welt transportieren und verteilen. Jeder Backbone-Rechner verfügt über eine Kopie von Haupttabellen, die den Verkehr für ein bestimmtes Netzwerk hierarchisch vom Backbone über eine Kette von Diensteanbietern bis hin zu Ihrer Seite leiten. Es ist die Aufgabe Ihres Diensteanbieters, den Backbone-Seiten mitzuteilen, dass sie mit Ihrer Seite verbunden wurden. Durch diese Mitteilung der Route ist nun auch der Weg zu Ihnen bekannt. Dieser Vorgang wird als Bekanntmachung von Routen (routing propagation) bezeichnet. Problembehebung traceroute Manchmal kommt es zu Problemen bei der Bekanntmachung von Routen, und einige Seiten sind nicht in der Lage, Sie zu erreichen. Vielleicht der nützlichste Befehl, um festzustellen, wo das Routing nicht funktioniert, ist &man.traceroute.8;. Er ist außerdem sehr nützlich, wenn Sie einen entfernten Rechner nicht erreichen können (lesen Sie dazu auch &man.ping.8;). &man.traceroute.8; wird mit dem zu erreichenden Rechner (Host) ausgeführt. Angezeigt werden die Gateway-Rechner entlang des Verbindungspfades. Schließlich wird der Zielrechner erreicht oder es kommt zu einem Verbindungsabbruch (beispielsweise durch Nichterreichbarkeit eines Gateway-Rechners). Weitere Informationen finden Sie in &man.traceroute.8;. Multicast-Routing Multicast-Routing options MROUTING &os; unterstützt sowohl Multicast-Anwendungen als auch Multicast-Routing. Multicast-Anwendungen müssen nicht konfiguriert werden, sie laufen einfach. Multicast-Routing muss in der Kernelkonfiguration aktiviert werden: options MROUTING Zusätzlich muss &man.mrouted.8;, der Multicast-Routing-Daemon, über die Datei /etc/mrouted.conf eingerichtet werden, um Tunnel und DVMRP zu aktivieren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in &man.mrouted.8;. Eric Anderson Geschrieben von Drahtlose Netzwerke drahtlose Netzwerke 802.11 drahtlose Netzwerke Einführung Es kann sehr nützlich sein, einen Computer zu verwenden, ohne sich die ganze Zeit mit einem Netzwerkkabel herumärgern zu müssen. FreeBSD kann auf drahtlose Netzwerke (wireless LAN) zugreifen und sogar als Zugangspunkt (access point) für drahtlose Netzwerke verwendet werden. Betriebsmodi drahtloser Geräte Drahtlose 802.11-Geräte können in zwei Modi konfiguriert werden: BSS und IBSS. BSS-Modus Üblicherweise wird der BSS-Modus, der auch Infrastruktur-Modus genannt wird, verwendet. In diesem Modus sind die Zugangspunkte (access points) mit einem Kabel-Netzwerk verbunden. Jedes drahtlose Netzwerk besitzt einen Namen, der als die SSID des Netzwerks bezeichnet wird. Drahtlose Clients benutzen ein im IEEE-802.11-Standard beschriebenes Protokoll, um sich mit den Zugangspunkten zu verbinden. Durch die Angabe einer SSID kann sich der Client das Netzwerk, mit dem er sich verbinden will, aussuchen. Gibt der Client keine SSID an, so wird er mit einem beliebigen Netzwerk verbunden. IBSS-Modus Der IBSS-Modus, der auch ad-hoc-Modus genannt wird, wurde für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen entworfen. Es gibt zwei Modi: Den IBSS-Modus, auch ad-hoc- oder IEEE-ad-hoc-Modus (definiert im IEEE-802.11-Standard) sowie den demo-ad-hoc-Modus oder Lucent-adhoc-Modus (der manchmal ebenfalls als ad-hoc-Modus bezeichnet wird). Der zweite Modus stammt aus der Zeit vor IEEE 802.11 und sollte nur noch mit alten Installationen verwendet werden. Im folgenden wird keiner der ad-hoc-Modi behandelt. Infrastruktur-Modus Zugangspunkte Zugangspunkte sind drahtlose Netzwerkgeräte, die es einem oder mehreren Clients ermöglichen, diesen als einen zentralen Verteiler (Hub) zu benutzen. Wenn ein Zugangspunkt verwendet wird, kommunizieren alle Clients über diesen Zugangspunkt. Oft werden mehrere Zugangspunkte kombiniert, um ein ganzes Gebiet, wie ein Haus, ein Unternehmen oder einen Park mit einem drahtlosen Netzwerk zu versorgen. Üblicherweise haben Zugangspunkte mehrere Netzwerkverbindungen: Die drahtlose Karte, sowie eine oder mehrere Ethernetkarten, über die die Verbindung mit dem restlichen Netzwerk hergestellt wird. Sie können einen vorkonfigurierten Zugangspunkt kaufen, oder Sie können sich unter Verwendung von FreeBSD und einer unterstützten drahtlosen Karte einen eigenen bauen. Es gibt verschiedene Hersteller, die sowohl Zugangspunkte als auch drahtlose Karten mit verschiedensten Eigenschaften vertreiben. Einen FreeBSD-Zugangspunkt installieren drahtlose Netzwerke Zugangspunkte Voraussetzungen Um einen drahtlosen Zugangspunkt unter FreeBSD einzurichten, müssen Sie über eine drahtlose Karte verfügen. Zurzeit werden dafür von FreeBSD nur Karten mit Prism-Chipsatz unterstützt. Zusätzlich benötigen Sie eine von FreeBSD unterstützte Ethernetkarte (diese sollte nicht schwer zu finden sein, da FreeBSD eine Vielzahl von verschiedenen Karten unterstützt). Für die weiteren Erläuterungen nehmen wir an, dass Sie den ganzen Verkehr zwischen dem drahtlosen Gerät und dem an die Ethernetkarte angeschlossenen Kabel-Netzwerk über die &man.bridge.4;-Funktion realisieren wollen. Die hostap-Funktion, mit der FreeBSD Zugangspunkte implementiert, läuft am besten mit bestimmten Firmware-Versionen. Prism 2-Karten sollten die Firmwareversion 1.3.4 oder neuer verwenden. Prism 2.5- und Prism 3-Karten sollten die Firmwareversion 1.4.9 verwenden. Es kann sein, dass auch ältere Versionen funktionieren. Zurzeit ist es nur mit &windows;-Werkzeugen der Hersteller möglich, die Firmware zu aktualisieren. Einrichtung Stellen Sie als Erstes sicher, dass Ihr System die drahtlose Karte erkennt: &prompt.root; ifconfig -a wi0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::202:2dff:fe2d:c938%wi0 prefixlen 64 scopeid 0x7 inet 0.0.0.0 netmask 0xff000000 broadcast 255.255.255.255 ether 00:09:2d:2d:c9:50 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/2Mbps) status: no carrier ssid "" stationname "FreeBSD Wireless node" channel 10 authmode OPEN powersavemode OFF powersavesleep 100 wepmode OFF weptxkey 1 Kümmern Sie sich jetzt noch nicht um die Details, sondern stellen Sie nur sicher, dass ihre drahtlose Karte überhaupt erkannt und angezeigt wird. Wenn es sich um eine PC Card handelt, die überhaupt nicht erkannt wird, sollten Sie &man.pccardc.8; sowie &man.pccardd.8; lesen. Danach müssen Sie ein Modul laden, um die Bridge-Funktion von FreeBSD für den Zugangspunkt vorzubereiten. Um das Modul &man.bridge.4; zu laden, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; kldload bridge Dabei sollten beim Laden des Moduls keine Fehlermeldungen auftreten. Geschieht dies doch, kann es sein, dass Sie die Bridge-Funktion (&man.bridge.4;) in Ihren Kernel kompilieren müssen. Der Abschnitt LAN-Kopplung mit einer Bridge dieses Handbuchs sollte Ihnen dabei behilflich sein. Wenn die Bridge-Funktion aktiviert ist, müssen wir FreeBSD mitteilen, welche Schnittstellen über die Bridge verbunden werden sollen. Dazu verwenden wir &man.sysctl.8;: &prompt.root; sysctl net.link.ether.bridge=1 &prompt.root; sysctl net.link.ether.bridge_cfg="wi0 xl0" &prompt.root; sysctl net.inet.ip.forwarding=1 Ab &os; 5.2-RELEASE müssen Sie Folgendes eingeben: &prompt.root; sysctl net.link.ether.bridge.enable=1 &prompt.root; sysctl net.link.ether.bridge.config="wi0,xl0" &prompt.root; sysctl net.inet.ip.forwarding=1 Nun ist es an der Zeit, die drahtlose Karte zu installieren. Der folgende Befehl konfiguriert einen Zugangspunkt: &prompt.root; ifconfig wi0 ssid my_net channel 11 media DS/11Mbps mediaopt hostap up stationname "FreeBSD AP" Durch diese Zeile aktiviert &man.ifconfig.8; das Gerät wi0, setzt die SSID auf my_net sowie den Namen des Zugangspunkts auf FreeBSD AP. Mit wird die Karte in den 11 Mbps-Modus versetzt. Diese Option ist nötig, damit -Optionen wirksam werden. Durch wird die Schnittstelle als Zugangspunkt konfiguriert. Der zu benutzende 802.11b-Kanal wird durch festgelegt. Weitere Informationen zu gültigen Kanaloptionen finden Sie in &man.wicontrol.8;. Nun sollten Sie über einen voll funktionsfähigen und laufenden Zugangspunkt verfügen. Weitere Informationen finden Sie in den Hilfeseiten &man.wicontrol.8;, &man.ifconfig.8; und &man.wi.4;. Außerdem ist es empfehlenswert, den folgenden Abschnitt zu lesen, um sich über die Sicherung und Verschlüsselung von Zugangspunkten zu informieren. Statusinformationen Wenn der Zugangspunkt eingerichtet ist und läuft, können Sie die verbundenen Clients mit dem nachstehenden Kommando abfragen: &prompt.root; wicontrol -l 1 station: 00:09:b7:7b:9d:16 asid=04c0, flags=3<ASSOC,AUTH>, caps=1<ESS>, rates=f<1M,2M,5.5M,11M>, sig=38/15 Das Beispiel zeigt eine verbundene Station und die dazugehörenden Verbindungsparameter. Die angegebene Signalstärke ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da die Umrechnung in dBm oder andere Einheiten von der eingesetzten Firmware-Version abhängig ist. Clients Ein drahtloser Client ist ein System, das direkt auf einen Zugangspunkt oder einen anderen Client zugreift. Üblicherweise haben drahtlose Clients nur ein Netzwerkgerät, die drahtlose Netzkarte. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen drahtlosen Client zu konfigurieren. Diese hängen von den verschiedenen drahtlosen Betriebsmodi ab. Man unterscheidet vor allem zwischen BSS (Infrastrukturmodus, erfordert einen Zugangspunkt) und IBSS (ad-hoc, Peer-to-Peer-Modus, zwischen zwei Clients, ohne Zugangspunkt). In unserem Beispiel verwenden wir den weiter verbreiteten BSS-Modus, um einen Zugangspunkt anzusprechen. Voraussetzungen Es gibt nur eine Voraussetzung, um FreeBSD als drahtlosen Client betreiben zu können: Sie brauchen eine von FreeBSD unterstützte drahtlose Karte. Einen drahtlosen FreeBSD-Client einrichten Sie müssen ein paar Dinge über das drahtlose Netzwerk wissen, mit dem Sie sich verbinden wollen, bevor Sie starten können. In unserem Beispiel verbinden wir uns mit einem Netzwerk, das den Namen my_net hat, und bei dem die Verschlüsselung deaktiviert ist. In unserem Beispiel verwenden wir keine Verschlüsselung. Dies ist eine gefährliche Situation. Im nächsten Abschnitt werden Sie daher lernen, wie man die Verschlüsselung aktiviert, warum es wichtig ist, dies zu tun, und warum einige Verschlüsselungstechniken Sie trotzdem nicht vollständig schützen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Karte von FreeBSD erkannt wird: &prompt.root; ifconfig -a wi0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::202:2dff:fe2d:c938%wi0 prefixlen 64 scopeid 0x7 inet 0.0.0.0 netmask 0xff000000 broadcast 255.255.255.255 ether 00:09:2d:2d:c9:50 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/2Mbps) status: no carrier ssid "" stationname "FreeBSD Wireless node" channel 10 authmode OPEN powersavemode OFF powersavesleep 100 wepmode OFF weptxkey 1 Nun können wir die Einstellungen der Karte unserem Netzwerk anpassen: &prompt.root; ifconfig wi0 inet 192.168.0.20 netmask 255.255.255.0 ssid my_net Ersetzen Sie 192.168.0.20 und 255.255.255.0 durch eine gültige IP-Adresse und Netzmaske ihres Kabel-Netzwerks. Bedenken Sie außerdem, dass unser Zugangspunkt als Bridge zwischen dem drahtlosen und dem Kabel-Netzwerk fungiert. Für die anderen Rechner Ihres Netzwerks befinden Sie sich, genauso wie diese, im gleichen Kabel-Netzwerk, obwohl Sie zum drahtlosen Netzwerk gehören. Nachdem Sie dies erledigt haben, sollten Sie andere Rechner (Hosts) im Kabel-Netzwerk an&man.ping.8;en können, genauso, wie wenn Sie über eine Standardkabelverbindung mit ihnen verbunden wären. Wenn Probleme mit Ihrer drahtlosen Verbindung auftreten, stellen Sie sicher, dass Sie mit dem Zugangspunkt verbunden sind: &prompt.root; ifconfig wi0 sollte einige Informationen ausgeben und Sie sollten Folgendes sehen: status: associated Wird associated nicht angezeigt, sind Sie entweder außerhalb der Reichweite des Zugangspunktes, haben die Verschlüsselung deaktiviert, oder Sie haben ein anderes Konfigurationsproblem. Verschlüsselung drahtlose Netzwerke Verschlüsselung Verschlüsselung ist in einem drahtlosen Netzwerk wichtig, da Sie das Netzwerk nicht länger in einem geschützten Bereich betreiben können. Ihre Daten verbreiten sich in der ganzen Nachbarschaft, das heißt jeder, der es will, kann Ihre Daten lesen. Deshalb gibt es die Verschlüsselung. Durch die Verschlüsselung der durch die Luft versendeten Daten machen Sie es einem Dritten sehr viel schwerer, Ihre Daten abzufangen oder auf diese zuzugreifen. Die gebräuchlichsten Methoden, um Daten zwischen Ihrem Client und dem Zugangspunkt zu verschlüsseln, sind WEP und &man.ipsec.4;. WEP WEP WEP ist die Abkürzung für Wired Equivalency Protocol ("Verkabelung entsprechendes Protokoll"). WEP war ein Versuch, drahtlose Netzwerke ebenso sicher und geschützt zu machen wie verkabelte Netzwerke. Unglücklicherweise wurde es bereits geknackt, und ist relativ einfach auszuhebeln. Sie sollten sich also nicht darauf verlassen, wenn Sie sensible Daten verschlüsseln wollen. Allerdings ist eine schlechte Verschlüsselung noch immer besser als gar keine Verschlüsselung. Aktivieren Sie daher WEP für Ihren neuen FreeBSD-Zugangspunkt: &prompt.root; ifconfig wi0 inet up ssid my_net wepmode on wepkey 0x1234567890 media DS/11Mbps mediaopt hostap Auf dem Client können Sie WEP wie folgt aktivieren: &prompt.root; ifconfig wi0 inet 192.168.0.20 netmask 255.255.255.0 ssid my_net wepmode on wepkey 0x1234567890 Beachten Sie bitte, dass Sie 0x1234567890 durch einen besseren Schlüssel ersetzen sollten. IPsec &man.ipsec.4; ist ein viel besseres und robusteres Werkzeug, um Daten in einem Netzwerk zu verschlüsseln und ist auch der bevorzugte Weg, Daten in einem drahtlosen Netzwerk zu verschlüsseln. Weitere Informationen zu &man.ipsec.4; sowie zu dessen Implementierung enthält der Abschnitt IPsec des Handbuches. Werkzeuge Es gibt einige Werkzeuge, die dazu dienen, Ihr drahtloses Netzwerk zu installieren, und auftretende Probleme zu beheben. Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten von ihnen beschrieben. <application>bsd-airtools</application> Das Paket bsd-airtools enthält einen kompletten Werkzeugsatz zum Herausfinden von WEP-Schlüsseln, zum Auffinden von Zugangspunkten, usw. Die bsd-airtools können Sie über den Port net/bsd-airtools installieren. Wie ein Port installiert wird, beschreibt des Handbuchs. Das Programm dstumbler ist ein Werkzeug, das Sie beim Auffinden von Zugangspunkten unterstützt, und das Signal-Rausch-Verhältnis graphisch darstellen kann. Wenn Sie Probleme beim Einrichten und Betreiben Ihres Zugangspunktes haben, könnte dstumbler genau das Richtige für Sie sein. Um die Sicherheit Ihres drahtlosen Netzwerks zu überprüfen, könnten Sie das Paket dweputils (dwepcrack, dwepdump und dwepkeygen) verwenden. Durch diese Tools können Sie feststellen, ob WEP Ihren Sicherheitsanforderungen genügt. <command>wicontrol</command>, <command>ancontrol</command> und <command>raycontrol</command> Dies sind Werkzeuge, um das Verhalten Ihrer drahtlosen Karte im drahtlosen Netzwerk zu kontrollieren. In den obigen Beispielen haben wir &man.wicontrol.8; verwendet, da es sich bei unser drahtlosen Karte um ein Gerät der wi0-Schnittstelle handelt. Hätten Sie eine drahtlose Karte von Cisco, würden Sie diese über an0 ansprechen, und daher &man.ancontrol.8; verwenden. Das Kommando <command>ifconfig</command> ifconfig &man.ifconfig.8; kennt zwar viele Optionen von &man.wicontrol.8;, einige fehlen jedoch. Unter &man.ifconfig.8; finden Sie Informationen zu Parametern und Optionen. Unterstützte Karten Zugangspunkt Die einzigen Karten, die im BSS-Modus (das heißt als Zugangspunkt) derzeit unterstützt werden, sind solche mit Prism 2-, 2.5- oder 3-Chipsatz. Für eine komplette Übersicht lesen Sie bitte &man.wi.4;. Clients Beinahe alle nach 802.11b arbeitenden drahtlosen Karten werden von FreeBSD unterstützt. Die meisten dieser Karten von Prism, Spectrum24, Hermes, Aironet und Raylink arbeiten als drahtlose Netzkarten im IBSS-Modus (ad-hoc, Peer-to-Peer und BSS). 802.11a und 802.11g Clients &man.ath.4; unterstützt sowohl 802.11a als auch 802.11g. Wenn Ihre Karte auf dem Atheros-Chipsatz basiert, können Sie also eventuell diesen Treiber verwenden. Leider stellen nach wie vor viele Unternehmen die Spezifikationen ihrer Treiber der Open Source Gemeinde nicht zur Verfügung, weil sie diese Informationen als Geschäftsgeheimnisse betrachten. Daher haben die Entwickler von FreeBSD und anderen Betriebssystemen nur zwei Möglichkeiten. Entweder versuchen sie in einem aufwändigen Prozess den Treiber durch Reverse Engineering nachzubauen, oder sie versuchen, die vorhandenen Binärtreiber der µsoft.windows;-Plattform zu verwenden. Die meisten Entwickler, darunter auch die an FreeBSD beteiligten, haben sich für den zweiten Ansatz entschieden. Bill Paul (wpaul) ist es zu verdanken, dass es seit FreeBSD 5.3-RELEASE eine native Unterstützung der Network Driver Interface Specification (NDIS) gibt. Der FreeBSD NDISulator (auch als Project Evil bekannt) nutzt den binären &windows;-Treiber, indem er diesem vorgibt, unter &windows; zu laufen. Obwohl diese Fähigkeit noch relativ neu ist, arbeitet sie in den meisten Fällen bereits zufriedenstellend. Um den NDISulator zu verwenden, benötigen Sie drei Dinge: Die Kernelquellen Den &windowsxp;-Binärtreiber (mit der Erweiterung .SYS) Die Konfigurationsdatei des &windowsxp;-Treibers (mit der Erweiterung .INF) Als erstes müssen Sie das Wrappermodul für den &man.ndis.4; Miniport-Treiber kompilieren. Dazu geben Sie als root Folgendes ein: &prompt.root; cd /usr/src/sys/modules/ndis &prompt.root; make && make install Suchen Sie die Dateien für Ihre Karte. Diese befinden sich meistens auf einer beigelegten CD-ROM, oder können von der Internetseite des Herstellers heruntergeladen werden. In den folgenden Beispielen werden die Dateien W32DRIVER.SYS und W32DRIVER.INF verwendet. Als Nächstes kompilieren Sie den binären Treiber, um ein Kernelmodul zu erzeugen. Dazu wechseln Sie als root ins Modulverzeichnis if_ndis und kopieren den &windows;-Treiber dorthin: &prompt.root; cd /usr/src/sys/modules/if_ndis &prompt.root; cp /path/to/driver/W32DRIVER.SYS ./ &prompt.root; cp /path/to/driver/W32DRIVER.INF ./ Danach nutzen wir ndiscvt, um die Headerdatei ndis_driver_data.h mit den Treiberdefinitionen zu erzeugen, die für den Bau des Moduls benötigt wird: &prompt.root; ndiscvt -i W32DRIVER.INF -s W32DRIVER.SYS -o ndis_driver_data.h Die Optionen und legen die Konfigurations- und Binärdateien fest. Durch teilen wir Makefile mit, wo sich diese für den Bau des Moduls benötigte Datei befindet. Einige &windows;-Treiber benötigen noch weitere Dateien für einen fehlerfreien Betrieb. Ist dies bei Ihnen der Fall, können Sie diese Dateien mit der Option an ndiscvt übergeben (lesen Sie dazu auch &man.ndiscvt.8;). Nun können wir das Treibermodul kompilieren und installieren: &prompt.root; make && make install Um den Treiber zu verwenden, müssen Sie die entsprechenden Module laden: &prompt.root; kldload ndis &prompt.root; kldload if_ndis Der erste Befehl lädt den Wrapper für den NDIS Miniport-Treiber, der zweite die betreffende Netzwerkgerätedatei. Überprüfen Sie nun &man.dmesg.8; auf eventuelle Fehlermeldungen. Wenn alles klappt, sollte Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden erhalten: ndis0: <Wireless-G PCI Adapter> mem 0xf4100000-0xf4101fff irq 3 at device 8.0 on pci1 ndis0: NDIS API version: 5.0 ndis0: Ethernet address: 0a:b1:2c:d3:4e:f5 ndis0: 11b rates: 1Mbps 2Mbps 5.5Mbps 11Mbps ndis0: 11g rates: 6Mbps 9Mbps 12Mbps 18Mbps 36Mbps 48Mbps 54Mbps Ab sofort können Sie ndis0 wie jedes andere drahtlose Gerät (beispielsweise wi0) ansprechen. Lesen Sie sich dazu die vorherigen Abschnitte dieses Kapitels nochmals durch. Pav Lucistnik Beigetragen von
pav@oook.cz
Bluetooth Bluetooth Übersicht Bluetooth ermöglicht die Bildung von persönlichen Netzwerken über drahtlose Verbindungen bei einer maximalen Reichweite von 10 Metern und operiert im unlizensierten 2,4-GHz-Band. Solche Netzwerke werden normalerweise spontan gebildet, wenn sich mobile Geräte, wie Mobiltelefone, Handhelds oder Notebooks miteinander verbinden. Im Gegensatz zu Wireless LAN ermöglicht Bluetooth auch höherwertige Dienste, wie FTP-ähnliche Dateiserver, Filepushing, Sprachübertragung, Emulation von seriellen Verbindungen und andere mehr. Der Bluetooth-Stack von &os; verwendet das Netgraph-Framework (&man.netgraph.4;). Viele Bluetooth-USB-Adapter werden durch den &man.ng.ubt.4;-Treiber unterstützt. Auf dem Chip BCM2033 von Broadcom basierende Bluetooth-Geräte werden von den Treibern &man.ubtbcmfw.4; sowie &man.ng.ubt.4; unterstützt. Die Bluetooth-PC-Card 3CRWB60-A von 3Com verwendet den &man.ng.bt3c.4;-Treiber. Serielle sowie auf UART basierende Bluetooth-Geräte werden von &man.sio.4;, &man.ng.h4.4; sowie &man.hcseriald.8; unterstützt. Dieses Kapitel beschreibt die Verwendung von USB-Bluetooth-Adaptern. Bluetooth wird seit der Version 5.0 von &os; unterstützt. Die Bluetooth-Unterstützung aktivieren Bluetooth-Unterstützung ist in der Regel als Kernelmodul verfügbar. Damit ein Gerät funktioniert, muss der entsprechende Treiber im Kernel geladen werden: &prompt.root; kldload ng_ubt Ist das Bluetooth-Gerät beim Systemstart angeschlossen, kann das entsprechende Modul auch von /boot/loader.conf geladen werden: ng_ubt_load="YES" Schließen Sie Ihren USB-Adapter an, sollte eine Meldung ähnlich der folgenden auf der Konsole (oder in syslog) erscheinen: ubt0: vendor 0x0a12 product 0x0001, rev 1.10/5.25, addr 2 ubt0: Interface 0 endpoints: interrupt=0x81, bulk-in=0x82, bulk-out=0x2 ubt0: Interface 1 (alt.config 5) endpoints: isoc-in=0x83, isoc-out=0x3, wMaxPacketSize=49, nframes=6, buffer size=294 Kopieren Sie /usr/share/examples/netgraph/bluetooth/rc.bluetooth nach /etc/rc.bluetooth. Über dieses Skript wird der Bluetooth-Stack gestartet und beendet. Es ist empfehlenswert, den Bluetooth-Stack zu beenden, bevor Sie den Adapter entfernen. Selbst wenn Sie dies nicht tun, kommt es (normalerweise) zu keinem fatalen Fehler. Wenn Sie den Bluetooth-Stack starten, erhalten Sie eine Meldung ähnlich der folgenden: &prompt.root; /etc/rc.bluetooth start ubt0 BD_ADDR: 00:02:72:00:d4:1a Features: 0xff 0xff 0xf 00 00 00 00 00 <3-Slot> <5-Slot> <Encryption> <Slot offset> <Timing accuracy> <Switch> <Hold mode> <Sniff mode> <Park mode> <RSSI> <Channel quality> <SCO link> <HV2 packets> <HV3 packets> <u-law log> <A-law log> <CVSD> <Paging scheme> <Power control> <Transparent SCO data> Max. ACL packet size: 192 bytes Number of ACL packets: 8 Max. SCO packet size: 64 bytes Number of SCO packets: 8 HCI Das Host Controller Interface (HCI) Das Host Controller Interface (HCI) bietet eine Befehlsschnittstelle zum Basisbandcontroller und Linkmanager, sowie Zugriff auf den Hardwarestatus und die Kontrollregister. Dadurch wird ein einheitlicher Zugriff auf die Fähigkeiten des Bluetooth-Basisbands möglich. Die HCI-Layer des Rechners tauschen Daten und Befehle mit der HCI-Firmware der Bluetooth-Geräte aus. Über den Host Controller Transport Layer-Treiber (also den physikalischen Bus) können beide HCI-Layer miteinander kommunizieren. Eine einzelne Netgraph-Gerätedatei vom Typ hci wird für ein einzelnes Bluetooth-Gerät erzeugt. Die HCI-Gerätedatei ist normalerweise mit der Bluetooth-Gerätetreiberdatei (downstream) sowie der L2CAP-Gerätedatei (upstream) verbunden. Alle HCI-Operationen müssen über die HCI-Gerätedatei und nicht über die Treiberdatei erfolgen. Der Standardname für die HCI-Gerätedatei (die in &man.ng.hci.4; beschrieben wird) lautet devicehci. Eine der wichtigsten Aufgaben ist das Auffinden von sich in Reichweite befindenden Bluetooth-Geräten. Diese Funktion wird als inquiry bezeichnet. Inquiry sowie andere mit HCI in Verbindung stehende Funktionen werden von &man.hccontrol.8; zur Verfügung gestellt. Das folgende Beispiel zeigt, wie man herausfindet, welche Bluetooth-Geräte sich in Reichweite befinden. Eine solche Abfrage dauert nur wenige Sekunden. Beachten Sie, dass ein Gerät nur dann antwortet, wenn es sich im Modus discoverable befindet. &prompt.user; hccontrol -n ubt0hci inquiry Inquiry result, num_responses=1 Inquiry result #0 BD_ADDR: 00:80:37:29:19:a4 Page Scan Rep. Mode: 0x1 Page Scan Period Mode: 00 Page Scan Mode: 00 Class: 52:02:04 Clock offset: 0x78ef Inquiry complete. Status: No error [00] BD_ADDR stellt, ähnlich der MAC-Adresse einer Netzkarte, die eindeutige Adresse eines Bluetooth-Gerätes dar. Diese Adresse ist für die Kommunikation mit dem Gerät nötig. Es ist aber auch möglich, BD_ADDR einen Klartextnamen zuzuweisen. Die Datei /etc/bluetooth/hosts enthält Informationen über die bekannten Bluetooth-Rechner. Das folgende Beispiel zeigt, wie man den Klartextnamen eines entfernten Geräts in Erfahrung bringen kann: &prompt.user; hccontrol -n ubt0hci remote_name_request 00:80:37:29:19:a4 BD_ADDR: 00:80:37:29:19:a4 Name: Pav's T39 Wenn Sie ein entferntes Bluetooth-Gerät abfragen, wird dieses Ihren Rechner unter dem Namen your.host.name (ubt0) finden. Dieser Name kann aber jederzeit geändert werden. Bluetooth ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (an denen nur zwei Bluetooth-Geräte beteiligt sind), aber auch Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen, bei denen eine Verbindung von mehreren Bluetooth-Geräten gemeinsam genutzt wird. Das folgende Beispiel zeigt, wie man die aktiven Basisbandverbindungen des lokalen Gerätes anzeigen kann: &prompt.user; hccontrol -n ubt0hci read_connection_list Remote BD_ADDR Handle Type Mode Role Encrypt Pending Queue State 00:80:37:29:19:a4 41 ACL 0 MAST NONE 0 0 OPEN Ein connection handle ist für die Beendigung einer Basisbandverbindung nützlich. Im Normalfall werden inaktive Verbindungen aber automatisch vom Bluetooth-Stack getrennt. &prompt.root; hccontrol -n ubt0hci disconnect 41 Connection handle: 41 Reason: Connection terminated by local host [0x16] Rufen Sie hccontrol help auf, wenn Sie eine komplette Liste aller verfügbaren HCI-Befehle benötigen. Die meisten dieser Befehle müssen nicht als root ausgeführt werden. L2CAP Das Logical Link Control and Adaptation Protocol (L2CAP) Das Logical Link Control and Adaptation Protocol (L2CAP) bietet höherwertigen Protokollen verbindungsorientierte und verbindungslose Datendienste an. Dazu gehören auch Protokollmultiplexing, Segmentierung und Reassemblierung. L2CAP erlaubt höherwertigen Protokollen und Programmen den Versand und Empfang von L2CAP-Datenpaketen mit einer Länge von bis zu 64 Kilobytes. L2CAP arbeitet kanalbasiert. Ein Kanal ist eine logische Verbindung innerhalb einer Basisbandverbindung. Jeder Kanal ist dabei an ein einziges Protokoll gebunden. Mehrere Geräte können an das gleiche Protokoll gebunden sein, es ist aber nicht möglich, einen Kanal an mehrere Protokolle zu binden. Jedes über einen Kanal ankommende L2CAP-Paket wird an das entsprechende höherwertige Protokoll weitergeleitet. Mehrere Kanäle können sich die gleiche Basisbandverbindung teilen. Eine einzelne Netgraph-Gerätedatei vom Typ l2cap wird für ein einzelnes Bluetooth-Gerät erzeugt. Die L2CAP-Gerätedatei ist normalerweise mit der Bluetooth-HCI-Gerätedatei (downstream) sowie der Bluetooth-Socket-Gerätedatei (upstream) verbunden. Der Standardname für die L2CAP-Gerätedatei, die in &man.ng.l2cap.4; beschrieben wird, lautet devicel2cap. Ein nützlicher Befehl zum Anpingen von anderen Geräten ist &man.l2ping.8;. Einige Bluetooth-Geräte senden allerdings nicht alle erhaltenen Daten zurück. Die Ausgabe 0 bytes ist also kein Fehler: &prompt.root; l2ping -a 00:80:37:29:19:a4 0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=0 time=48.633 ms result=0 0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=1 time=37.551 ms result=0 0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=2 time=28.324 ms result=0 0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=3 time=46.150 ms result=0 Das Programm &man.l2control.8; liefert Informationen über L2CAP-Dateien. Das folgende Beispiel zeigt, wie man die Liste der logischen Verbindungen (Kanäle) sowie die Liste der Basisbandverbindungen abfragen kann: &prompt.user; l2control -a 00:02:72:00:d4:1a read_channel_list L2CAP channels: Remote BD_ADDR SCID/ DCID PSM IMTU/ OMTU State 00:07:e0:00:0b:ca 66/ 64 3 132/ 672 OPEN &prompt.user; l2control -a 00:02:72:00:d4:1a read_connection_list L2CAP connections: Remote BD_ADDR Handle Flags Pending State 00:07:e0:00:0b:ca 41 O 0 OPEN &man.btsockstat.1; ist ein weiteres Diagnoseprogramm. Es funktioniert analog zu &man.netstat.1;, arbeitet aber mit Bluetooth-Datenstrukturen. Das folgende Beispiel zeigt die gleiche Liste der logischen Verbindungen wie &man.l2control.8; im vorherigen Beispiel. &prompt.user; btsockstat Active L2CAP sockets PCB Recv-Q Send-Q Local address/PSM Foreign address CID State c2afe900 0 0 00:02:72:00:d4:1a/3 00:07:e0:00:0b:ca 66 OPEN Active RFCOMM sessions L2PCB PCB Flag MTU Out-Q DLCs State c2afe900 c2b53380 1 127 0 Yes OPEN Active RFCOMM sockets PCB Recv-Q Send-Q Local address Foreign address Chan DLCI State c2e8bc80 0 250 00:02:72:00:d4:1a 00:07:e0:00:0b:ca 3 6 OPEN Das RFCOMM-Protokoll RFCOMM Das RFCOMM-Protokoll emuliert serielle Verbindungen über das L2CAP-Protokoll. Es basiert auf dem ETSI-Standard TS 07.10. Bei RFCOMM handelt es sich um ein einfaches Transportprotokoll, das um Funktionen zur Emulation der 9poligen Schaltkreise von mit RS-232 (EIATIA-232-E) kompatiblen seriellen Ports ergänzt wurde. RFCOMM erlaubt bis zu 60 simultane Verbindungen (RFCOMM-Kanäe) zwischen zwei Bluetooth-Geräten. Eine RFCOMM-Kommunikation besteht aus zwei Anwendungen (den Kommunikationsendpunkten), die über das Kommunikationssegment miteinander verbunden sind. RFCOMM unterstützt Anwendungen, die auf serielle Ports angewiesen sind. Das Kommunikationssegment entspricht der (direkten) Bluetooth-Verbindung zwischen den beiden Geräten. RFCOMM kümmert sich um die direkte Verbindung von zwei Geräten, oder um die Verbindung zwischen einem Gerät und einem Modem (Netzwerkverbindung). RFCOMM unterstützt auch andere Konfigurationen. Ein Beispiel dafür sind Module, die drahtlose Bluetooth-Geräte mit einer verkabelten Schnittstelle verbinden können. Unter &os; wurde das RFCOMM-Protokoll im Bluetooth Socket-Layer implementiert. Pairing Erstmaliger Verbindungsaufbau zwischen zwei Bluetooth-Geräten (<foreignphrase>Pairing</foreignphrase>) In der Voreinstellung nutzt Bluetooth keine Authentifizierung, daher kann sich jedes Bluetoothgerät mit jedem anderen Gerät verbinden. Ein Bluetoothgerät (beispielsweise ein Mobiltelefon) kann jedoch für einen bestimmten Dienst (etwa eine Einwählverbindung) eine Authentifizierung anfordern. Bluetooth verwendet zu diesem Zweck PIN-Codes. Ein PIN-Code ist ein maximal 16 Zeichen langer ASCII-String. Damit eine Verbindung zustande kommt, muss auf beiden Geräten der gleiche PIN-Code verwendet werden. Nachdem der Code eingegeben wurde, erzeugen beide Geräte einen link key, der auf den Geräten gespeichert wird. Beim nächsten Verbindungsaufbau wird der zuvor erzeugte Link Key verwendet. Diesen Vorgang bezeichnet man als Pairing. Geht der Link Key auf einem Gerät verloren, muss das Pairing wiederholt werden. Der &man.hcsecd.8;-Daemon verarbeitet alle Bluetooth-Authentifzierungsanforderungen und wird über die Datei /etc/bluetooth/hcsecd.conf konfiguriert. Der folgende Ausschnitt dieser Datei zeigt die Konfiguration für ein Mobiltelefon, das den PIN-Code 1234 verwendet: device { bdaddr 00:80:37:29:19:a4; name "Pav's T39"; key nokey; pin "1234"; } Von der Länge abgesehen, unterliegen PIN-Codes keinen Einschränkungen. Einige Geräte, beispielsweise Bluetooth-Headsets, haben einen festen PIN-Code eingebaut. Die Option sorgt dafür, dass der &man.hcsecd.8;-Daemon im Vordergrund läuft. Dadurch kann der Ablauf einfach verfolgt werden. Stellen Sie das entfernte Gerät auf receive pairing und initiieren Sie die Bluetoothverbindung auf dem entfernten Gerät. Sie erhalten die Meldung, dass Pairing akzeptiert wurde und der PIN-Code benötigt wird. Geben Sie den gleichen PIN-Code ein, den Sie in hcsecd.conf festgelegt haben. Ihr Computer und das entfernte Gerät sind nun miteinander verbunden. Alternativ können Sie das Pairing auch auf dem entfernten Gerät initiieren. Es folgt nun eine beispielhafte Ausgabe des hcsecd-Daemons: hcsecd[16484]: Got Link_Key_Request event from 'ubt0hci', remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4 hcsecd[16484]: Found matching entry, remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4, name 'Pav's T39', link key doesn't exist hcsecd[16484]: Sending Link_Key_Negative_Reply to 'ubt0hci' for remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4 hcsecd[16484]: Got PIN_Code_Request event from 'ubt0hci', remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4 hcsecd[16484]: Found matching entry, remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4, name 'Pav's T39', PIN code exists hcsecd[16484]: Sending PIN_Code_Reply to 'ubt0hci' for remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4 SDP Das Service Discovery Protocol (SDP) Das Service Discovery Protocol (SDP) erlaubt es Clientanwendungen, von Serveranwendungen angebotene Dienste sowie deren Eigenschaften abzufragen. Zu diesen Eigenschaften gehören die Art oder die Klasse der angebotenen Dienste sowie der Mechanismus oder das Protokoll, die zur Nutzung des Dienstes notwendig sind. SDP ermöglicht Verbindungen zwischen einem SDP-Server und einem SDP-Client. Der Server enthält eine Liste mit den Eigenschaften der vom Server angebotenen Dienste. Jeder Eintrag beschreibt jeweils einen einzigen Serverdienst. Ein Client kann diese Informationen durch eine SDP-Anforderung vom SDP-Server beziehen. Wenn der Client oder eine Anwendung des Clients einen Dienst nutzen will, muss eine seperate Verbindung mit dem Dienstanbieter aufgebaut werden. SDP bietet einen Mechanismus zum Auffinden von Diensten und deren Eigenschaften an, es bietet aber keine Mechanismen zur Verwendung dieser Dienste. Normalerweise sucht ein SDP-Client nur nach Diensten, die bestimmte geforderte Eigenschaften erfüllen. Es ist aber auch möglich, anhand der Dienstbeschreibungen eine allgemeine Suche nach den von einem Server angebotenen Diensten durchzuführen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Browsing. Der Bluetooth-SDP-Server &man.sdpd.8; und der Kommandozeilenclient &man.sdpcontrol.8; sind bereits in der Standardinstallation von &os; enthalten. Das folgende Beispiel zeigt, wie eine SDP-Abfrage durchgeführt wird: &prompt.user; sdpcontrol -a 00:01:03:fc:6e:ec browse Record Handle: 00000000 Service Class ID List: Service Discovery Server (0x1000) Protocol Descriptor List: L2CAP (0x0100) Protocol specific parameter #1: u/int/uuid16 1 Protocol specific parameter #2: u/int/uuid16 1 Record Handle: 0x00000001 Service Class ID List: Browse Group Descriptor (0x1001) Record Handle: 0x00000002 Service Class ID List: LAN Access Using PPP (0x1102) Protocol Descriptor List: L2CAP (0x0100) RFCOMM (0x0003) Protocol specific parameter #1: u/int8/bool 1 Bluetooth Profile Descriptor List: LAN Access Using PPP (0x1102) ver. 1.0 ... und so weiter. Beachten Sie, dass jeder Dienst eine Liste seiner Eigenschaften (etwa den RFCOMM-Kanal) zurückgibt. Je nach dem, welche Dienste Sie benötigen, sollten Sie sich einige dieser Eigenschaften notieren. Einige Bluetooth-Implementationen unterstützen kein Service Browsing und geben daher eine leere Liste zurück. Ist dies der Fall, ist es dennoch möglich, nach einem bestimmten Dienst zu suchen. Das folgende Beispiel demonstriert die Suche nach dem OBEX Object Push (OPUSH) Dienst: &prompt.user; sdpcontrol -a 00:01:03:fc:6e:ec search OPUSH Unter &os; ist es die Aufgabe des &man.sdpd.8;-Servers, Bluetooth-Clients verschiedene Dienste anzubieten: &prompt.root; sdpd Der lokale Server, der den entfernten Clients Bluetooth-Dienste anbieten soll, bindet diese Dienste an den lokalen SDP-Daemon. Ein Beispiel für eine solche Anwendung ist &man.rfcomm.pppd.8;. Einmal gestartet, wird der Bluetooth-LAN-Dienst an den lokalen SDP-Daemon gebunden. Die Liste der vorhandenen Dienste, die am lokalen SDP-Server registriert sind, lässt sich durch eine SDP-Abfrage über einen lokalen Kontrollkanal abfragen: &prompt.root; sdpcontrol -l browse Einwahlverbindungen (Dial-Up Networking (DUN)) oder Netzwerkverbindungen mit PPP (LAN)-Profilen einrichten Das Dial-Up Networking (DUN)-Profil wird vor allem für Modems und Mobiltelefone verwendet. Dieses Profil ermöglicht folgende Szenarien: Die Verwendung eines Mobiltelefons oder eines Modems durch einen Computer als drahtloses Modem, um sich über einen Einwahlprovider mit dem Internet zu verbinden oder andere Einwahldienste zu benutzen. Die Verwendung eines Mobiltelefons oder eines Modems durch einen Computers, um auf Datenabfragen zu reagieren. Der Zugriff auf ein Netzwerk über das PPP (LAN)-Profil kann in folgenden Situationen verwendet werden: Den LAN-Zugriff für ein einzelnes Bluetooth-Gerät Den LAN-Zugriff für mehrere Bluetooth-Geräte Eine PC-zu-PC-Verbindung (unter Verwendung einer PPP-Verbindung über eine emulierte serielle Verbindung) Beide Profile werden unter &os; durch &man.ppp.8; sowie &man.rfcomm.pppd.8; implementiert - einem Wrapper, der RFCOMM Bluetooth-Verbindungen unter PPP nutzbar macht. Bevor ein Profil verwendet werden kann, muss ein neuer PPP-Abschnitt in /etc/ppp/ppp.conf erzeugt werden. Beispielkonfigurationen zu diesem Thema finden Sie in &man.rfcomm.pppd.8;. Im folgenden Beispiel verwenden wir &man.rfcomm.pppd.8;, um eine RFCOMM-Verbindung zu einem entfernten Gerät mit der BD_ADDR 00:80:37:29:19:a4 auf dem RFCOMM-Kanal DUN aufzubauen. Die aktuelle RFCOMM-Kanalnummer erhalten Sie vom entfernten Gerät über SDP. Es ist auch möglich, manuell einen RFCOMM-Kanal festzulegen. In diesem Fall führt &man.rfcomm.pppd.8; keine SDP-Abfrage durch. Verwenden Sie &man.sdpcontrol.8;, um die RFCOMM-Kanäle des entfernten Geräts herauszufinden. &prompt.root; rfcomm_pppd -a 00:80:37:29:19:a4 -c -C dun -l rfcomm-dialup Der &man.sdpd.8;-Server muss laufen, damit ein Netzzugriff mit dem PPP (LAN)-Profil möglich ist. Außerdem muss für den LAN-Client ein neuer Eintrag in /etc/ppp/ppp.conf erzeugt werden. Beispielkonfigurationen zu diesem Thema finden Sie in &man.rfcomm.pppd.8;. Danach starten Sie den RFCOMM PPP-Server über eine gültige RFCOMM-Kanalnummer. Der RFCOMM PPP-Server bindet dadurch den Bluetooth-LAN-Dienst an den lokalen SDP-Daemon. Das folgende Beispiel zeigt Ihnen, wie man den RFCOMM PPP-Server startet. &prompt.root; rfcomm_pppd -s -C 7 -l rfcomm-server OBEX Das Profil OBEX-Push (OPUSH) OBEX ist ein häufig verwendetes Protokoll für den Dateitransfer zwischen Mobilgeräten. Sein Hauptzweck ist die Kommunikation über die Infrarotschnittstelle. Es dient daher zum Datentransfer zwischen Notebooks oder PDAs sowie zum Austausch von Visitenkarten oder Kalendereinträgen zwischen Mobiltelefonen und anderen Geräten mit PIM-Funktionen. Server und Client von OBEX werden durch das Softwarepaket obexapp bereitgestellt, das als Port comms/obexapp verfügbar ist. Mit dem OBEX-Client werden Objekte zum OBEX-Server geschickt oder angefordert. Ein Objekt kann etwa eine Visitenkarte oder ein Termin sein. Der OBEX-Client fordert über SDP die Nummer des RFCOMM-Kanals vom entfernten Gerät an. Dies kann auch durch die Verwendung des Servicenamens anstelle der RFCOMM-Kanalnummer erfolgen. Folgende Dienste werden unterstützt: IrMC, FTRN und OPUSH. Es ist möglich, den RFCOMM-Kanal als Nummer anzugeben. Es folgt nun ein Beispiel für eine OBEX-Sitzung, bei der ein Informationsobjekt vom Mobiltelefon angefordert und ein neues Objekt (hier eine Visitenkarte) an das Telefonbuch des Mobiltelefons geschickt wird: &prompt.user; obexapp -a 00:80:37:29:19:a4 -C IrMC -obex> get -get: remote file> telecom/devinfo.txt -get: local file> devinfo-t39.txt +obex> get telecom/devinfo.txt Success, response: OK, Success (0x20) -obex> put -put: local file> new.vcf -put: remote file> new.vcf +obex> put new.vcf Success, response: OK, Success (0x20) obex> di Success, response: OK, Success (0x20) Um OBEX-Push-Dienste anbieten zu können, muss der sdpd-Server gestartet sein. Ein Wurzelverzeichnis, in dem alle ankommenden Objekt gespeichert werden, muss zusätzlich angelegt werden. In der Voreinstellung ist dies /var/spool/obex. Starten Sie den OBEX-Server mit einer gültigen Kanalnummer. Der OBEX-Server registriert nun den OBEX-Push-Dienst mit dem lokalen SDP-Daemon. Um den OBEX-Server zu starten, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; obexapp -s -C 10 Das Profil Serial-Port (SPP) Durch dieses Profil können Bluetooth-Geräte RS232- (oder damit kompatible) serielle Kabelverbindungen emulieren. Anwendungen sind dadurch in der Lage, über eine virtuelle serielle Verbindung Bluetooth als Ersatz für eine Kabelverbindung zu nutzen. Das Profil Serial-Port wird durch &man.rfcomm.sppd.1; verwirklicht. Pseudo-tty wird hier als virtuelle serielle Verbindung verwendet. Das folgende Beispiel zeigt, wie man sich mit einem entfernten Serial-Port-Dienst verbindet. Beachten Sie, dass Sie den RFCOMM-Kanal nicht angeben müssen, da &man.rfcomm.sppd.1; diesen über SDP vom entfernten Gerät abfragen kann. Wenn Sie dies nicht wollen, können Sie einen RFCOMM-Kanal auch manuell festlegen. &prompt.root; rfcomm_sppd -a 00:07:E0:00:0B:CA -t /dev/ttyp6 rfcomm_sppd[94692]: Starting on /dev/ttyp6... Sobald die Verbindung hergestellt ist, kann pseudo-tty als serieller Port verwenden werden. &prompt.root; cu -l ttyp6 Problembehandlung Ein entferntes Gerät kann keine Verbindung aufbauen Einige ältere Bluetooth-Geräte unterstützen keinen Rollentausch. Wenn &os; eine neue Verbindung akzeptiert, wird versucht, die Rolle zu tauschen, um zum Master zu werden. Geräte, die dies nicht unterstützen, können keine Verbindung aufbauen. Beachten Sie, dass der Rollentausch ausgeführt wird, sobald eine neue Verbindung aufgebaut wird, daher ist es nicht möglich, das entfernte Gerät zu fragen, ob es den Rollentausch unterstützt. Dieses Verhalten von &os; kann aber durch eine HCI-Option geändert werden: &prompt.root; hccontrol -n ubt0hci write_node_role_switch 0 Wo finde ich genaue Informationen darüber, was schiefgelaufen ist? - Verwenden Sie hcidump-1.5. - Dieses Paket kann unter - - herunterladen werden. hcidump hat + Verwenden Sie hcidump, + das Sie über den Port comms/hcidump installieren + können. hcidump hat Ähnlichkeiten mit &man.tcpdump.1;. Es dient zur Anzeige der Bluetooth-Pakete in einem Terminal oder zur Speicherung der Pakete in einer Datei (Dump).
Steve Peterson Geschrieben von LAN-Kopplung mit einer Bridge Einführung Subnetz Bridge Manchmal ist es nützlich, ein physikalisches Netzwerk (wie ein Ethernetsegment) in zwei separate Netzwerke aufzuteilen, ohne gleich IP-Subnetze zu erzeugen, die über einen Router miteinander verbunden sind. Ein Gerät, das zwei Netze auf diese Weise verbindet, wird als Bridge bezeichnet. Jedes FreeBSD-System mit zwei Netzkarten kann als Bridge fungieren. Die Bridge arbeitet, indem sie die MAC Layeradressen (Ethernet Adressen) der Geräte in ihren Netzsegmenten lernt. Der Verkehr wird nur dann zwischen zwei Netzsegmenten weitergeleitet, wenn sich Sender und Empfänger in verschiedenen Netzsegmenten befinden. In vielerlei Hinsicht entspricht eine Bridge daher einem Ethernet-Switch mit sehr wenigen Ports. Situationen, in denen <emphasis>Bridging</emphasis> angebracht ist Eine Bridge wird vor allem in folgenden zwei Situationen verwendet: Hohes Datenaufkommen in einem Segment In der ersten Situation wird Ihr physisches Netz mit Datenverkehr überschwemmt. Aus irgendwelchen Gründen wollen Sie allerdings keine Subnetze verwenden, die über einen Router miteinander verbunden sind. Stellen Sie sich einen Zeitungsverlag vor, in dem sich die Redaktions- und Produktionsabteilungen in verschiedenen Subnetzen befinden. Die Redaktionsrechner verwenden den Server A für Dateioperationen, und die Produktionsrechner verwenden den Server B. Alle Benutzer sind über ein gemeinsames Ethernet-LAN miteinander verbunden. Durch das hohe Datenaufkommen sinkt die Geschwindigkeit des gesamten Netzwerks. Würde man die Redaktionsrechner und die Produktionsrechner in separate Netzsegmente auslagern, könnte man diese beiden Segmente über eine Bridge verbinden. Nur der für Rechner im jeweils anderen Segment bestimmte Verkehr wird dann über die Brigde in das andere Netzsegment geleitet. Dadurch verringert sich das Gesamtdatenaufkommen in beiden Segmenten. Filtering/Traffic Shaping Firewall Firewall Network Adress Translation Die zweite häufig anzutreffende Situation tritt auf, wenn Firewallfunktionen benötigt werden, ohne dass Network Adress Translation (NAT) verwendet wird. Ein Beispiel dafür wäre ein kleines Unternehmen, das über DSL oder ISDN an seinen ISP angebunden ist. Es verfügt über 13 weltweit erreichbare IP-Adressen, sein Netzwerk besteht aus 10 Rechnern. In dieser Situation ist die Verwendung von Subnetzen sowie einer routerbasierten Firewall schwierig. Router DSL ISDN Eine brigdebasierte Firewall kann konfiguriert und in den ISDN/DSL-Downstreampfad ihres Routers eingebunden werden, ohne sich um IP-Adressen kümmern zu müssen. Die LAN-Kopplung konfigurieren Auswahl der Netzkarten Eine Bridge benötigt mindestens zwei Netzkarten. Leider sind unter FreeBSD 4.X nicht alle verfügbaren Netzkarten dafür geeignet. Lesen Sie &man.bridge.4; für Informationen zu unterstützten Karten. Installieren und testen Sie beide Netzkarten, bevor Sie fortfahren. Anpassen der Kernelkonfiguration Kernelkonfiguration Kernelkonfiguration options BRIDGE Um die Kernelunterstützung für die LAN-Kopplung zu aktivieren, fügen Sie options BRIDGE in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein, und erzeugen einen neuen Kernel. Firewallunterstützung Firewall Wenn Sie die Bridge als Firewall verwenden wollen, müssen Sie zusätzlich die Option IPFIREWALL einfügen. Die Konfiguration einer Firewall wird in des Handbuchs beschrieben. Wenn Sie Nicht-IP-Pakete (wie ARP-Pakete) durch Ihre Bridge leiten wollen, müssen Sie eine zusätzliche Option verwenden. Es handelt sich um IPFIREWALL_DEFAULT_TO_ACCEPT. Beachten Sie aber, dass Ihre Firewall durch diese Option per Voreinstellung alle Pakete akzeptiert. Sie sollten sich also über die Auswirkungen dieser Option im Klaren sein, bevor Sie sie verwenden. Unterstützung für Traffic Shaping Wenn Sie die Bridge als Traffic-Shaper verwenden wollen, müssen Sie die Option DUMMYNET in Ihre Kernelkonfigurationsdatei einfügen. Lesen Sie &man.dummynet.4;, um weitere Informationen zu erhalten. Die LAN-Kopplung aktivieren Fügen Sie die Zeile net.link.ether.bridge=1 in /etc/sysctl.conf ein, um die Bridge zur Laufzeit zu aktivieren, sowie die Zeile net.link.ether.bridge_cfg=if1,if2 um die LAN-Kopplung für die festgelegten Geräte zu ermöglichen (ersetzen Sie dazu if1 und if2 durch die Namen Ihrer Netzkarten). Wenn Sie die Datenpakete via &man.ipfw.8; filtern wollen, sollten Sie zusätzlich folgende Zeile einfügen: net.link.ether.bridge_ipfw=1 Ab &os; 5.2-RELEASE verwenden Sie die folgenden Zeilen: net.link.ether.bridge.enable=1 net.link.ether.bridge.config=if1,if2 net.link.ether.bridge.ipfw=1 Sonstige Informationen Wenn Sie via &man.ssh.1; auf die Bridge zugreifen wollen, können Sie einer der Netzkarten eine IP-Adresse zuzuweisen. Es besteht Einigkeit darüber, dass es eine schlechte Idee ist, beiden Karten eine IP-Adresse zuzuweisen. Wenn Sie verschiedene Bridges in Ihrem Netzwerk haben, kann es dennoch nicht mehr als einen Weg zwischen zwei Arbeitsplätzen geben. Das heißt, Spanning tree link Management wird nicht unterstützt. Eine Bridge kann, besonders für Verkehr über Segmente, die Laufzeiten von Paketen erhöhen. Jean-François Dockès Aktualisiert von Alex Dupre Reorganisiert und erweitert von Start und Betrieb von FreeBSD über ein Netzwerk plattenloser Arbeitsplatz plattenloser Betrieb FreeBSD kann über ein Netzwerk starten und arbeiten, ohne eine lokale Festplatte zu verwenden, indem es Dateisysteme eines NFS-Servers in den eigenen Verzeichnisbaum einhängt. Dazu sind, von den Standardkonfigurationsdateien abgesehen, keine Systemänderungen nötig. Ein solches System kann leicht installiert werden, da alle notwendigen Elemente bereits vorhanden sind: Es gibt mindestens zwei Möglichkeiten, den Kernel über das Netzwerk zu laden: PXE: Das Preboot eXecution Environment System von &intel; ist eine Art intelligentes Boot-ROM, das in einigen Netzkarten oder Hauptplatinen verwendet wird. Weitere Informationen finden Sie in &man.pxeboot.8;. Der Port Etherboot (net/etherboot) erzeugt ROM-fähigen Code, um einen Kernel über das Netzwerk zu laden. Dieser Code kann entweder auf ein Boot-PROM einer Netzkarte gebrannt werden, was von vielen Netzkarten unterstützt wird. Oder er kann von einer lokalen Diskette, Festplatte oder von einem laufenden &ms-dos;-System geladen werden. Das Beispielskript /usr/share/examples/diskless/clone_root erleichtert die Erzeugung und die Wartung des root-Dateisystems auf dem Server. Das Skript muss wahrscheinlich angepasst werden, dennoch werden Sie schnell zu einem Ergebnis kommen. Die Startdateien, die einen plattenlosen Systemstart erkennen und unterstützen, sind nach der Installation in /etc vorhanden. Dateiauslagerungen können sowohl via NFS als auch auf die lokale Platte erfolgen. Es gibt verschiedene Wege, einen plattenlosen Rechner einzurichten. Viele Elemente sind daran beteiligt, die fast immer an den persönlichen Geschmack angepasst werden können. Im folgenden Abschnitt wird die Installation eines kompletten Systems beschrieben, wobei der Schwerpunkt auf Einfachheit und Kompatibilität zu den Standardstartskripten von FreeBSD liegt. Das beschriebene System hat folgende Eigenschaften: Die plattenlosen Rechner haben ein gemeinsames /- sowie ein gemeinsames /usr-Dateisystem, die jeweils schreibgeschützt sind. Das root-Dateisystem ist eine Kopie eines Standardwurzelverzeichnisses von FreeBSD (üblicherweise das des Servers), bei dem einige Konfigurationsdateien durch für den plattenlosen Betrieb geeignete Versionen ersetzt wurden. Für die Bereiche des root-Dateisystems, die beschreibbar sein müssen, werden mit &man.mfs.8; (&os; 4.X) oder &man.md.4; (&os; 5.X) virtuelle Dateisysteme erzeugt. Dies bedeutet aber auch, dass alle Veränderungen verloren gehen, wenn das System neu gestartet wird. Der Kernel wird, in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation, entweder von Etherboot oder von PXE transferiert und geladen. Das hier beschriebene System ist nicht sicher. Es sollte nur in einem gesicherten Bereich eines Netzwerks verwendet werden und für andere Rechner nicht erreichbar sein. Alle Informationen in diesem Abschnitt wurden unter &os; 4.9-RELEASE sowie 5.2.1-RELEASE getestet. Die Beschreibungen beziehen sich aber vor allem auf die Version 4.X. Falls nötig, wurden daher Hinweise auf eventuelle Änderungen unter 5.X eingefügt. Hintergrundinformationen Die Einrichtung von plattenlosen Rechnern ist einfach, aber auch fehleranfällig. Der Grund dafür sind auftretende Fehler, die sich oft nur schwer zuordnen lassen. Unter anderem sind dafür folgende Umstände verantwortlich: Kompilierte Optionen haben zur Laufzeit unterschiedliche Auswirkungen. Fehlermeldungen sind oft kryptisch oder fehlen vollständig. Daher ist es nützlich, über die im Hintergrund ablaufenden Mechanismen Bescheid zu wissen. Dadurch wird es einfacher, eventuell auftretende Fehler zu beheben. Verschiedene Operationen müssen ausgeführt werden, um ein System erfolgreich zu starten: Der Rechner benötigt einige Startparameter, wie seine IP-Adresse, die Namen ausführbarer Dateien, den Servernamen sowie den root-Pfad. Für die Übermittlung dieser Informationen wird entweder das DHCP- oder das BOOTP-Protokoll verwendet. Bei DHCP handelt es sich um eine abwärtskompatible Erweiterung von BOOTP, die die gleichen Portnummern und das gleiche Paketformat verwendet. Es ist möglich, das System so zu konfigurieren, dass es nur BOOTP verwendet. Das Serverprogramm &man.bootpd.8; ist bereits im &os;-Basissystem enthalten. DHCP hat im Vergleich zu BOOTP allerdings mehrere Vorteile (bessere Konfigurationsdateien, die Möglichkeit zur Verwendung von PXE, sowie viele andere, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem plattenlosen Betrieb stehen). Dieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration mittels DHCP. Wenn möglich, werden aber entsprechende Beispiele für &man.bootpd.8; angeführt. Die Beispielkonfiguration nutzt das Softwarepaket ISC DHCP. Der Rechner muss ein oder mehrere Programme in den lokalen Speicher laden. Dazu wird entweder TFTP oder NFS verwendet. Die Auswahl zwischen TFTP und NFS erfolgt über das Setzen von verschiedenen Kompilieroptionen. Ein häufig gemachter Fehler ist es, Dateinamen für das falsche Protokoll anzugeben: TFTP transferiert normalerweise alle Dateien aus einem einzigen Verzeichnis des Servers, und erwartet einen Pfad relativ zu diesem Verzeichnis. NFS verlangt hingegen absolute Dateipfade. Die möglichen Bootstrap-Programme und der Kernel müssen initialisiert und ausgeführt werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: PXE lädt &man.pxeboot.8;. Dabei handelt es sich um eine modifizierte Version des &os;-Laders der Boot-Phase drei. Der &man.loader.8; beschafft alle für den Systemstart notwendigen Parameter, und hinterlegt diese in der Kernelumgebung, bevor er die Kontrolle übergibt. Es ist hier möglich, den GENERIC-Kernel zu verwenden. Etherboot lädt den Kernel hingegen direkt. Dafür müssen Sie allerdings einen Kernel mit spezifischen Optionen erzeugen. Auf 4.X-Systemen sind PXE und Etherboot gleichwertig. 5.X-Kernel übergeben hingegen viele Aufgaben an den &man.loader.8;, daher ist die Verwendung von PXE auf 5.X-Systemen empfehlenswert. Wenn Ihr BIOS und Ihre Netzkarten PXE unterstützen, sollten Sie es auch verwenden. Es ist allerdings nach wie vor möglich, ein 5.X-System über Etherboot zu starten. Zuletzt muss der Rechner auf seine Dateisysteme zugreifen können. Dafür wird stets NFS verwendet. Weitere Informationen finden Sie in &man.diskless.8;. Installationsanweisungen Konfiguration unter Verwendung von <application>ISC DHCP</application> DHCP plattenloser Betrieb Der ISC DHCP-Server kann Anfragen sowohl von BOOTP als auch von DHCP beantworten. isc-dhcp 3.0 ist nicht Teil des Basissystems. Sie müssen es daher zuerst installieren. Verwenden Sie dazu den Port net/isc-dhcp3-server oder das entsprechende Paket. Nachdem ISC DHCP installiert ist, muss das Programm konfiguriert werden (normalerweise in /usr/local/etc/dhcpd.conf). Im folgenden Beispiel verwendet Rechner margaux Etherboot, während Rechner corbieres PXE verwendet: default-lease-time 600; max-lease-time 7200; authoritative; option domain-name "example.com"; option domain-name-servers 192.168.4.1; option routers 192.168.4.1; subnet 192.168.4.0 netmask 255.255.255.0 { use-host-decl-names on; option subnet-mask 255.255.255.0; option broadcast-address 192.168.4.255; host margaux { hardware ethernet 01:23:45:67:89:ab; fixed-address margaux.example.com; next-server 192.168.4.4; filename "/tftpboot/kernel.diskless"; option root-path "192.168.4.4:/data/misc/diskless"; } host corbieres { hardware ethernet 00:02:b3:27:62:df; fixed-address corbieres.example.com; next-server 192.168.4.4; filename "pxeboot"; option root-path "192.168.4.4:/data/misc/diskless"; } } Diese Option weist dhcpd an, den Wert der host-Deklaration als Rechnernamen des plattenlosen Rechners zu senden. Alternativ kann man der host-Deklaration Folgendes hinzufügen: option host-name margaux Die Anweisung next-server bestimmt den TFTP- oder NFS-Server, von dem der Loader oder der Kernel geladen werden (in der Voreinstellung ist das der DHCP-Server selbst). Die Anweisung filename bestimmt die Datei, die Etherboot als nächstes lädt. Das genaue Format hängt von der gewählten Transfermethode ab. Etherboot kann sowohl mit NFS als auch mit TFTP kompiliert werden. In der Voreinstellung wird der &os;-Port mit NFS-Unterstützung kompiliert. PXE verwendet TFTP, daher wird im Beispiel ein relativer Dateipfad verwendet. Dies kann aber, je nach Konfiguration des TFTP-Servers, auch anders sein. Beachten Sie, dass PXE pxeboot lädt, und nicht den Kernel. Es ist auch möglich, das Verzeichnis /boot einer &os;-CD-ROM von pxeboot laden zu lassen. &man.pxeboot.8; kann einen GENERIC-Kernel laden, dadurch ist es möglich, PXE von einer entfernten CD-ROM zu starten. Die Option root-path bestimmt den Pfad des root-Dateisystems in normaler NFS-Schreibweise. Wird PXE verwendet, ist es möglich, die IP-Adresse des Rechners wegzulassen, solange nicht die Kerneloption BOOTP aktiviert wird. Der NFS-Server entspricht in diesem Fall dem TFTP-Server. Konfiguration bei Verwendung von BOOTP BOOTP plattenloser Betrieb Es folgt nun eine der Konfiguration von DHCP entsprechende Konfiguration (für einen Client) für bootpd. Zu finden ist die Konfigurationsdatei unter /etc/bootptab. Beachten Sie bitte, dass Etherboot mit der Option NO_DHCP_SUPPORT kompiliert werden muss, damit BOOTP verwendet werden kann. PXE hingegen benötigt DHCP. Der einzige offensichtliche Vorteil von bootpd ist, dass es bereits im Basissystem vorhanden ist. .def100:\ :hn:ht=1:sa=192.168.4.4:vm=rfc1048:\ :sm=255.255.255.0:\ :ds=192.168.4.1:\ :gw=192.168.4.1:\ :hd="/tftpboot":\ :bf="/kernel.diskless":\ :rp="192.168.4.4:/data/misc/diskless": margaux:ha=0123456789ab:tc=.def100 Ein Startprogramm unter Verwendung von <application>Etherboot</application> erstellen Etherboot Die Internetseite von Etherboot enthält ausführliche Informationen, die zwar vor allem für Linux gedacht sind, aber dennoch nützliche Informationen enthalten. Im Folgenden wird daher nur grob beschrieben, wie Sie Etherboot auf einem FreeBSD-System einsetzen können. Als Erstes müssen Sie net/etherboot als Paket oder als Port installieren. Sie können Etherboot so konfigurieren, dass TFTP anstelle von NFS verwendet wird, indem Sie die Datei Config im Quellverzeichnis von Etherboot bearbeiten. Für unsere Installation verwenden wir eine Startdiskette. Für Informationen zu anderen Methoden (PROM oder &ms-dos;-Programme) lesen Sie bitte die Dokumentation zu Etherboot. Um eine Startdiskette zu erzeugen, legen Sie eine Diskette in das Laufwerk des Rechners ein, auf dem Sie Etherboot installiert haben. Danach wechseln Sie in das Verzeichnis src des Etherboot-Verzeichnisbaums und geben Folgendes ein: &prompt.root; gmake bin32/devicetype.fd0 devicetype hängt vom Typ der Ethernetkarte ab, über die der plattenlose Rechner verfügt. Lesen Sie dazu NIC im gleichen Verzeichnis, um den richtigen Wert für devicetype zu bestimmen. Das System mit <acronym>PXE</acronym> starten In der Voreinstellung lädt der &man.pxeboot.8;-Loader den Kernel über NFS. Soll stattdessen TFTP verwendet werden, muss beim Kompilieren die Option LOADER_TFTP_SUPPORT in der Datei /etc/make.conf eingetragen sein. Sehen Sie sich die Dateien /etc/defaults/make.conf (oder /usr/share/examples/etc/make.conf für 5.X-Systeme) für weitere Anweisungen an. Es gibt zwei nicht dokumentierte Optionen für make.conf, die nützlich sein können, wenn Sie eine plattenlose serielle Konsole einrichten wollen: BOOT_PXELDR_PROBE_KEYBOARD, und BOOT_PXELDR_ALWAYS_SERIAL (die zweite Option existiert nur unter &os; 5.X). Um PXE beim Systemstart zu verwenden, müssen Sie im BIOS des Rechner die Option Über das Netzwerk starten aktivieren. Alternativ können Sie während der PC-Initialisierung auch eine Funktionstaste drücken. Serverkonfiguration - <acronym>TFTP</acronym> und <acronym>NFS</acronym> TFTP plattenloser Betrieb NFS plattenloser Betrieb Wenn Sie PXE oder Etherboot so konfiguriert haben, dass diese TFTP verwenden, müssen Sie auf dem Dateiserver tftpd aktivieren: Erzeugen Sie ein Verzeichnis, in dem tftpd seine Dateien ablegt, beispielsweise /tftpboot. Fügen Sie folgende Zeile in /etc/inetd.conf ein: tftp dgram udp wait root /usr/libexec/tftpd tftpd -s /tftpboot Anscheinend benötigen zumindest einige PXE-Versionen die TCP-Version von TFTP. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, fügen Sie eine zweite Zeile ein, in der Sie dgram udp durch stream tcp ersetzen. Weisen Sie inetd an, seine Konfiguration erneut einzulesen: &prompt.root; kill -HUP `cat /var/run/inetd.pid` Sie können das Verzeichnis /tftpboot an einem beliebigen Ort auf dem Server ablegen. Stellen Sie aber sicher, dass Sie diesen Ort sowohl in inetd.conf als auch in dhcpd.conf eingetragen haben. Außerdem müssen Sie NFS aktivieren und die entsprechenden Verzeichnisse exportieren. Fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: nfs_server_enable="YES" Exportieren Sie das Verzeichnis, in dem sich das Wurzelverzeichnis für den plattenlosen Betrieb befindet, indem Sie folgende Zeile in /etc/exports einfügen (passen Sie dabei den mountpoint an und ersetzen Sie margaux corbieres durch den Namen Ihres plattenlosen Rechners): /data/misc -alldirs -ro margaux Weisen sie nun mountd an, seine Konfigurationsdatei erneut einzulesen. Wenn Sie NFS erst in der Datei /etc/rc.conf aktivieren mussten, sollten Sie stattdessen den Rechner neu starten. Dadurch wird die Konfigurationsdatei ebenfalls neu eingelesen. &prompt.root; kill -HUP `cat /var/run/mountd.pid` Einen plattenlosen Kernel erzeugen plattenloser Betrieb Kernelkonfiguration Wenn Sie Etherboot verwenden, müssen Sie in die Kernelkonfigurationsdatei Ihres plattenlosen Clients zusätzlich folgende Optionen einfügen: options BOOTP # Use BOOTP to obtain IP address/hostname options BOOTP_NFSROOT # NFS mount root filesystem using BOOTP info Außerdem können Sie die Optionen BOOTP_NFSV3, BOOT_COMPAT sowie BOOTP_WIRED_TO verwenden (sehen Sie sich dazu auch LINT unter 4.X oder NOTES unter 5.X an). Die Namen dieser Optionen sind historisch bedingt. Sie ermöglichen eine unterschiedliche Verwendung von DHCP und BOOTP innerhalb des Kernels. Es ist auch möglich, eine strikte Verwendung von BOOTP oder DHCP zu erzwingen. Erzeugen Sie den neuen Kernel (lesen Sie dazu auch ) und kopieren Sie ihn an den in dhcpd.conf festgelegten Ort. Wenn Sie PXE verwenden, ist die Erzeugung eines Kernels zwar nicht unbedingt nötig, sie wird allerdings dennoch empfohlen. Die Aktivierung dieser Optionen bewirkt, dass die Anzahl der möglichen DHCP-Anforderungen während des Kernelstarts erhöht wird. Ein kleiner Nachteil sind eventuell auftretende Inkonsistenzen zwischen den neuen Werten und den von &man.pxeboot.8; erhaltenen Werten. Der große Vorteil dieser Variante ist es, dass dabei der Rechnername gesetzt wird, den Sie ansonsten durch eine andere Methode, beispielsweise in einer clientspezifischen rc.conf-Datei festlegen müssten. Damit ein 5.X-Kernel von Etherboot geladen werden kann, müssen device hints im Kernel einkompiliert sein. Dazu setzen Sie normalerweise folgende Option in die Kernelkonfigurationsdatei (sehen Sie sich dazu auch die kommentierte Datei NOTES an): hints "GENERIC.hints" Das root-Dateisystem erzeugen Root-Dateisystem plattenloser Betrieb Sie müssen für den plattenlosen Rechner ein root-Dateisystem erzeugen, und zwar an dem in dhcpd.conf als root-path festgelegten Ort. Der folgende Abschnitt beschreibt zwei Möglichkeiten, dies zu tun. Das Skript <filename>clone_root</filename> verwenden Die Verwendung dieses Skripts ist der schnellste Weg, der allerdings nur unter &os; 4.X funktioniert. Das Shellskript findet sich unter /usr/share/examples/diskless/clone_root und muss von Ihnen angepasst werden. Unbedingt nötig ist der Ort, an dem das Dateisystem erzeugt werden soll. Dazu setzen Sie die Variable DEST entsprechend. Die Kommentare am Anfang des Skripts enthalten weitere Informationen. Dort wird erklärt, wie das Basisdateisystem erzeugt wird und wie einzelne Dateien durch angepasste Versionen für den plattenlosen Betrieb, für ein Subnetzwerk oder für einen speziellen Rechner ersetzt werden. Ebenfalls enthalten sind Beispiele für /etc/fstab und /etc/rc.conf, die für den plattenlosen Betrieb angepasst sind. Die README-Dateien unter /usr/share/examples/diskless enthalten sehr viele interessante Hintergrundinformationen. Gemeinsam mit den Beispielen im Verzeichnis diskless beschreiben sie allerdings eine Konfigurationsmethode, die von der in clone_root und den Systemstartskripten unter /etc abweicht. Dies kann etwas verwirrend sein. Verwenden Sie diese Dateien also nur zu Informationszwecken. Es sei denn, Sie wollen die dort beschriebene Methode verwenden. In diesem Fall müssen Sie allerdings die rc-Skripte anpassen. Die Standardprozedur <command>make world</command> verwenden Diese Methode funktioniert sowohl unter &os; 4.X als auch unter 5.X und installiert ein komplettes jungfräuliches System (und nicht nur ein root-Dateisystem) nach DESTDIR. Dazu müssen Sie lediglich das folgende Skript ausführen: #!/bin/sh export DESTDIR=/data/misc/diskless mkdir -p ${DESTDIR} cd /usr/src; make world && make kernel cd /usr/src/etc; make distribution Danach müssen Sie noch die dadurch in DESTDIR erzeugten Dateien /etc/rc.conf sowie /etc/fstab Ihren Wünschen anpassen. Den Auslagerungsbereich konfigurieren Falls nötig, kann eine auf dem NFS-Server liegende Datei als Auslagerungsdatei eingerichtet werden. Dazu müssen Sie auf 4.X und 5.X-Systemen unterschiedlich vorgehen. Eine <acronym>NFS</acronym>-Auslagerungsdatei unter &os; 4.X einrichten Größe und Ort der Auslagerungsdatei werden durch die &os;-spezifischen BOOTP/DHCP-Optionen 128 und 129 festgelegt. Es folgen nun einige Beispielkonfigurationen für ISC DHCP 3.0 sowie bootpd: Fügen Sie folgende Zeilen in dhcpd.conf ein: # Global section option swap-path code 128 = string; option swap-size code 129 = integer 32; host margaux { ... # Standard lines, see above option swap-path "192.168.4.4:/netswapvolume/netswap"; option swap-size 64000; } swap-path legt den Pfad zum Verzeichnis der Auslagerungsdatei fest. Jede Datei hat den Namen swap.client-ip. Ältere dhcpd-Versionen benutzen die Syntax option option-128 "..., die aber nicht mehr unterstützt wird. /etc/bootptab würde stattdessen folgende Syntax verwenden: T128="192.168.4.4:/netswapvolume/netswap":T129=0000fa00 Die Größe der Auslagerungsdatei wird in /etc/bootptab als Hexadezimalzahl festgelegt. Erzeugen Sie die Auslagerungsdatei(en) auf dem NFS-Dateiserver: &prompt.root; mkdir /netswapvolume/netswap &prompt.root; cd /netswapvolume/netswap &prompt.root; dd if=/dev/zero bs=1024 count=64000 of=swap.192.168.4.6 &prompt.root; chmod 0600 swap.192.168.4.6 Bei 192.168.4.6 handelt es sich um die IP-Adresse des plattenlosen Clients. Fügen Sie auf dem NFS-Dateiserver folgende Zeile in /etc/exports ein: /netswapvolume -maproot=0:10 -alldirs margaux corbieres Zuletzt weisen Sie mountd erneut an, die exports-Datei neu einzulesen. Eine <acronym>NFS</acronym>-Auslagerungsdatei unter &os; 5.X einrichten Der Kernel unterstützt beim Systemstart keine NFS-Auslagerungsdatei. Diese muss daher in den Startskripten aktiviert werden, indem ein beschreibbares Dateisystem eingehängt wird, um dort die Auslagerungsdatei zu erzeugen und zu aktivieren. Um eine Auslagerungsdatei zu erzeugen, gehen Sie wie folgt vor: &prompt.root; dd if=/dev/zero of=/path/to/swapfile bs=1k count=1 oseek=100000 Um die Auslagerungsdatei zu aktivieren, fügen Sie folgende Zeile in rc.conf ein: swapfile=/path/to/swapfile Verschiedenes Schreibgeschütztes Dateisystem <filename>/usr</filename> plattenloser Betrieb /usr schreibgeschützt Wenn am plattenlosen Rechner X läuft, müssen Sie die Konfigurationsdatei von XDM anpassen, da Fehlermeldungen in der Voreinstellung auf /usr geschrieben werden. Der Server läuft nicht unter FreeBSD Wenn das root-Dateisystem nicht auf einem FreeBSD-Rechner liegt, muss das Dateisystem zuerst unter FreeBSD erzeugt werden. Anschließend wird es beispielsweise mit tar oder cpio an den gewünschten Ort kopiert. Dabei kann es Probleme mit den Gerätedateien in /dev geben, die durch eine unterschiedliche Darstellung der Major- und Minor-Number von Geräten auf beiden Systemen hervorgerufen werden. Eine Problemlösung besteht darin, das root-Verzeichnis auf einem FreeBSD-Rechner einzuhängen und die Gerätedateien dort mit MAKEDEV zu erzeugen (seit FreeBSD 5.0 werden Gerätedateien allerdings mit &man.devfs.5; erzeugt, ein Ausführen von MAKEDEV ist unter diesen Versionen daher sinnlos). ISDN – diensteintegrierendes digitales Netzwerk ISDN Eine gute Quelle für Informationen zu ISDN ist die ISDN-Seite von Dan Kegel. Welche Informationen finden Sie in diesem Abschnitt? Wenn Sie in Europa leben, könnte der Abschnitt über ISDN-Karten für Sie interessant sein. Wenn Sie ISDN hauptsächlich dazu verwenden wollen, um sich über einen Anbieter ins Internet einzuwählen, sollten Sie den Abschnitt über Terminaladapter lesen. Dies ist die flexibelste Methode, die auch die wenigsten Probleme verursacht. Wenn Sie zwei Netzwerke miteinander verbinden, oder sich über eine ISDN-Standleitung mit dem Internet verbinden wollen, finden Sie entsprechende Informationen im Abschnitt über Router und Bridges. Bei der Wahl der gewünschten Lösung sind die entstehenden Kosten ein entscheidender Faktor. Die folgenden Beschreibungen reichen von der billigsten bis zur teuersten Variante. Hellmuth Michaelis Beigetragen von ISDN-Karten ISDN Karten Das ISDN-Subsystem von FreeBSD unterstützt den DSS1/Q.931- (oder Euro-ISDN)-Standard nur für passive Karten. Seit FreeBSD 4.4 werden auch einige aktive Karten unterstützt, bei denen die Firmware auch andere Signalprotokolle unterstützt; dies schließt auch die erste ISDN-Karte mit Primärmultiplex-Unterstützung mit ein. isdn4bsd ermöglicht es Ihnen, sich unter Nutzung von IP over raw HDLC oder synchronem PPP mit anderen ISDN-Routern zu verbinden. Dazu verwenden Sie entweder Kernel-&man.ppp.8; (via isppp, einem modifizierten sppp-Treiber), oder Sie benutzen User-&man.ppp.8;. Wenn Sie User-&man.ppp.8; verwenden, können Sie zwei oder mehrere ISDN-B-Kanäle bündeln. Im Paket enthalten ist auch ein Programm mit Anrufbeantworterfunktion sowie verschiedene Werkzeuge, wie ein Softwaremodem, das 300 Baud unterstützt. FreeBSD unterstützt eine ständig wachsende Anzahl von PC-ISDN-Karten, die weltweit erfolgreich eingesetzt werden. Von FreeBSD unterstützte passive ISDN-Karten enthalten fast immer den ISAC/HSCX/IPAC ISDN-Chipsatz von Infineon (ehemals Siemens). Unterstützt werden aber auch Karten mit Cologne Chip (diese allerdings nur für den ISA-Bus), PCI-Karten mit Winbond W6692 Chipsatz, einige Karten mit dem Tiger 300/320/ISAC Chipsatz sowie einige Karten mit einem herstellerspezifischen Chipsatz, wie beispielsweise die Fritz!Card PCI V.1.0 und die Fritz!Card PnP von AVM. An aktiven ISDN-Karten werden derzeit die AVM B1 BRI-Karten (ISA und PCI-Version) sowie die AVM T1 PRI-Karten (PCI-Version) unterstützt. Informationen zu isdn4bsd finden Sie im Verzeichnis /usr/share/examples/isdn/ Ihres FreeBSD-Systems, oder auf der Internetseite von isdn4bsd. Dort finden Sie auch Verweise zu Tipps, Korrekturen, sowie weiteren Informationen, wie dem isdn4bsd-Handbuch. Falls Sie an der Unterstützung eines zusätzlichen ISDN-Protokolls, einer weiteren ISDN-Karte oder an einer anderen Erweiterung von isdn4bsd interessiert sind, wenden Sie sich bitte an &a.hm;. Für Fragen zur Installation, Konfiguration und zu sonstigen Problemen von isdn4bsd gibt es die Mailingliste &a.isdn.name;. ISDN-Terminaladapter Terminaladapter Terminaladapter (TA) sind für ISDN, was Modems für analoge Telefonleitungen sind. Modem Die meisten Terminaladapter verwenden den Standardbefehlssatz für Modems von Hayes (AT-Kommandos) und können daher als Modemersatz verwendet werden. Ein Terminaladapter funktioniert prinzipiell wie ein Modem, allerdings erfolgt der Verbindungsaufbau um einiges schneller. Die Konfiguration von PPP entspricht dabei exakt der eines Modems. Stellen Sie dabei allerdings die serielle Geschwindigkeit so hoch wie möglich ein. PPP Der Hauptvorteil bei der Verwendung eines Terminaladapters zur Verbindung mit einem Internetanbieter ist die Möglichkeit zur Nutzung von dynamischem PPP. Da IP-Adressen immer knapper werden, vergeben die meisten Provider keine statischen IP-Adressen mehr. Die meisten Router unterstützen allerdings keine dynamische Zuweisung von IP-Adressen. Der PPP-Daemon bestimmt die Stabilität und Eigenschaften der Verbindung, wenn Sie einen Terminaladapter verwenden. Daher können Sie unter FreeBSD einfach von einer Modemverbindung auf eine ISDN-Verbindung wechseln, wenn Sie PPP bereits konfiguriert haben. Allerdings bedeutet dies auch, das bereits bestehende Probleme mit PPP auch unter ISDN auftreten werden. Wenn Sie an maximaler Stabilität interessiert sind, verwenden Sie Kernel-PPP, und nicht das User-PPP. Folgende Terminaladapter werden von FreeBSD unterstützt: Motorola BitSurfer und Bitsurfer Pro Adtran Die meisten anderen Terminaladapter werden wahrscheinlich ebenfalls funktionieren, da die Hersteller von Terminaladaptern darauf achten, dass ihre Produkte den Standardbefehlssatz möglichst gut unterstützen. Das wirkliche Problem mit einem externen Terminaladapter ist, dass, ähnlich wie bei Modems, eine gute serielle Karte eine Grundvoraussetzung ist. Sie sollten sich die Anleitung für die Nutzung serieller Geräte unter FreeBSD ansehen, wenn Sie detaillierte Informationen über serielle Geräte und die Unterschiede zwischen asynchronen und synchronen seriellen Ports benötigen. Ein Terminaladapter, der an einem (asynchronen) seriellen Standardport angeschlossen ist, beschränkt Sie auf 115,2 Kbs. Dies selbst dann, wenn Sie eine Verbindung mit 128 Kbs haben. Um die volle Leistungsfähigkeit von ISDN (128 Kbs) nutzen zu können, müssen Sie den Terminaladapter daher an eine synchrone serielle Karte anschließen. Kaufen Sie keinen internen Terminaladapter in der Hoffnung, damit das synchron/asynchron-Problem vermeiden zu können. Interne Terminaladapter haben einen (asynchronen) seriellen Standardportchip eingebaut. Der einzige Vorteil interner Terminaladapter ist es, dass Sie ein serielles sowie ein Stromkabel weniger benötigen. Eine synchrone Karte mit einem Terminaladapter ist mindestens so schnell wie ein autonomer ISDN-Router, und, in Kombination mit einem einfachen 386-FreeBSD-System, wahrscheinlich flexibler. Die Entscheidung zwischen synchroner Karte/Terminaladapter und einem autonomen ISDN-Router ist beinahe eine religiöse Angelegenheit. Zu diesem Thema gibt es viele Diskussionen in den Mailinglisten. Suchen Sie in den Archiven danach, wenn Sie an der kompletten Diskussion interessiert sind. ISDN-Bridges und Router ISDN Autonome Bridge/Router ISDN-Bridges und Router sind keine Eigenheit von FreeBSD oder eines anderen Betriebssystems. Für eine vollständigere Beschreibung von Routing und Netzwerkkopplungen mit einer Bridge informieren Sie sich bitte durch weiterführende Literatur. In diesem Abschnitt werden die Begriffe Router und Bridge synonym verwendet. ISDN-Router und Bridges werden immer günstiger und damit auch immer beliebter. Ein ISDN-Router ist eine kleine Box, die direkt an Ihr lokales Ethernet-Netzwerk angeschlossen wird und sich mit einem Router oder einer Bridge verbindet. Die eingebaute Software ermöglicht die Kommunikation über PPP oder andere beliebte Protokolle. Ein Router ermöglicht einen deutlich höheren Datendurchsatz als ein herkömmlicher Terminaladapter, da er eine vollsynchrone ISDN-Verbindung nutzt. Das Hauptproblem mit ISDN-Routern und Bridges ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Geräten verschiedener Hersteller nach wie vor ein Problem ist. Wenn Sie sich auf diese Weise mit einem Internetanbieter verbinden wollen, klären Sie daher vorher ab, welche Anforderungen Ihre Geräte erfüllen müssen. Eine ISDN-Bridge ist eine einfache und wartungsarme Lösung, zwei Netze, beispielsweise Ihr privates Netz und Ihr Firmennetz, miteinander zu verbinden. Da Sie die technische Ausstattung für beide Seiten kaufen müssen, ist sichergestellt, dass die Verbindung funktionieren wird. Um beispielsweise einen privaten Computer oder eine Zweigstelle mit dem Hauptnetzwerk zu verbinden, könnte folgende Konfiguration verwendet werden: Kleines Netzwerk (Privatnetz) 10 base 2 Das Netzwerk basiert auf der Bustopologie mit 10base2 Ethernet (Thinnet). Falls nötig, stellen Sie die Verbindung zwischen Router und Netzwerkkabel mit einem AUI/10BT-Transceiver her. ---Sun Workstation | ---FreeBSD Rechner | ---Windows 95 | Autonomer Router | ISDN BRI Verbindung 10Base2 - Ethernet Wenn Sie nur einen einzelnen Rechner verbinden wollen, können Sie auch ein Twisted-Pair-Kabel (Cross-Over) verwenden, das direkt an den Router angeschlossen wird. Großes Netzwerk (Firmennetz) 10 base T Dieses Netzwerk basiert auf der Sterntopologie und 10baseT Ethernet (Twisted Pair). -------Novell Server | H | | ---Sun | | | U ---FreeBSD | | | ---Windows 95 | B | |___---Autonomer Router | ISDN BRI Verbindung ISDN Netzwerkdiagramm Ein großer Vorteil der meisten Router und Bridges ist es, dass man gleichzeitig zwei unabhängige PPP-Verbindungen zu zwei verschiedenen Zielen aufbauen kann. Diese Funktion bieten die meisten Terminaladapter nicht. Die Ausnahme sind spezielle (meist teure) Modelle, die über zwei getrennte serielle Ports verfügen. Verwechseln Sie dies aber nicht mit Kanalbündelung oder MPP. Dies kann sehr nützlich sein, wenn Sie eine ISDN-Standleitung in Ihrem Büro haben, die sie aufteilen wollen, ohne eine zusätzliche ISDN-Leitung zu installieren. Ein ISDN-Router kann über einen B-Kanal (64 Kbps) eine dedizierte Verbindung ins Internet aufbauen, und gleichzeitig den anderen B-Kanal für eine separate Datenverbindung nutzen. Der zweite B-Kanal kann beispielsweise für ein- oder ausgehende Verbindungen verwendet werden. Sie können ihn aber auch dynamisch mit dem ersten B-Kanal bündeln, um Ihre Bandbreite zu erhöhen. IPX/SPX Eine Ethernet-Bridge kann Daten nicht nur im IP-Protokoll, sondern auch in beliebigen anderen Protokollen versenden. Chern Lee Beigetragen von NAT - Network Address Translation Überblick natd &man.natd.8;, der Network-Address-Translation-Daemon von FreeBSD, akzeptiert ankommende Raw-IP-Pakete, ändert den Sender der Daten in den eigenen Rechner und leitet diese Pakete in den ausgehenden IP-Paketstrom um, indem IP-Adresse und Port des Senders so geändert werden, dass bei einer Antwort der ursprüngliche Sender wieder bestimmt und die Daten an ihn weitergeleitet werden können. Internet connection sharing IP masquerading Der häufigste Grund für die Verwendung von NAT ist die gemeinsame Nutzung einer Internetverbindung. Einrichtung Wegen der begrenzten Verfügbarkeit von IPv4-Adressen und der gestiegenen Anzahl von Breitbandverbindungen über Kabelmodem oder DSL, wird die gemeinsame Nutzung von Internetverbindungen immer wichtiger. Der &man.natd.8;-Daemon ermöglicht die Anbindung von mehreren Rechnern an das Internet unter Nutzung einer gemeinsamen Verbindung und einer IP-Adresse. Häufig soll ein über Kabelmodem oder DSL und eine IP-Adresse an das Internet angebundener Rechner mehreren Rechnern eines lokalen Netzwerks Internetdienste anbieten. Um dies zu ermöglichen, muss der FreeBSD-Rechner als Gateway fungieren. Dazu sind zwei Netzkarten notwendig. Eine für die Verbindung zum Internet, die zweite für die Verbindung mit dem lokalen Netzwerk. Sämtliche Rechner des lokalen Netzwerks sind über einen Hub oder einen Switch miteinander verbunden. _______ __________ ________ | | | | | | | Hub |-----| Client B |-----| Router |----- Internet |_______| |__________| |________| | ____|_____ | | | Client A | |__________| Network Layout Eine derartige Netzwerkkonfiguration wird vor allem zur gemeinsamen Nutzung einer Internetverbindung verwendet. Ein Rechner des lokalen Netzwerks (LAN) ist mit dem Internet verbunden. Alle anderen Rechner des lokalen Netzwerks haben nur über diesen Gateway-Rechner Zugriff auf das Internet. Kernel Konfiguration Kernelkonfiguration Folgende Optionen müssen in die Kernelkonfigurationsdatei eingetragen werden: options IPFIREWALL options IPDIVERT Die folgende Optionen können ebenfalls eingetragen werden: options IPFIREWALL_DEFAULT_TO_ACCEPT options IPFIREWALL_VERBOSE In /etc/rc.conf tragen Sie Folgendes ein: gateway_enable="YES" firewall_enable="YES" firewall_type="OPEN" natd_enable="YES" natd_interface="fxp0" natd_flags="" Richtet den Rechner als Gateway ein. Die Ausführung von sysctl net.inet.ip.forwarding=1 hätte den gleichen Effekt. Aktiviert die Firewallregeln in /etc/rc.firewall beim Systemstart. Ein vordefinierter Satz von Firewallregeln, der alle Pakete durchlässt. Sehen Sie sich /etc/rc.firewall an, wenn Sie diese Option verwenden wollen. Die Netzkarte, die Pakete weiterleitet (und mit dem Internet verbunden ist). Zusätzliche Konfigurationsoptionen, die beim Systemstart an &man.natd.8; übergeben werden. Durch die Definition dieser Optionen in /etc/rc.conf wird die Anweisung natd -interface fxp0 beim Systemstart ausgeführt. Dies kann aber auch manuell erfolgen. Falls Sie viele Optionen an &man.natd.8; übergeben müssen, können Sie auch eine Konfigurationsdatei verwenden. Dazu fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: natd_flags="-f /etc/natd.conf" Die Datei /etc/natd.conf enthält verschiedene Konfigurationsoptionen, wobei jede Option in einer Zeile steht. Das Beispiel im nächsten Abschnitt würde folgende Konfigurationsdatei verwenden: redirect_port tcp 192.168.0.2:6667 6667 redirect_port tcp 192.168.0.3:80 80 Wenn Sie eine Konfigurationsdatei verwenden wollen, sollten Sie sich die Handbuchseite zu &man.natd.8; durchlesen, insbesondere den Abschnitt über die Nutzung der Option . Jedem Rechner und jeder Schnittstelle des lokalen Netzwerks sollte eine IP-Adresse des im RFC 1918 definierten privaten Adressraums zugewiesen werden. Der Standardgateway entspricht der internen IP-Adresse des natd-Rechners. Im Beispiel werden den LAN-Clients A und B die IP-Adressen 192.168.0.2 und 192.168.0.3 zugewiesen, während die LAN-Netzkarte des natd-Rechners die IP-Adresse 192.168.0.1 erhält. Der natd-Rechner mit der IP-Adresse 192.168.0.1 wird als Standardgateway für die Clients A und B gesetzt. Die externe Netzkarte des natd-Rechners muss für die korrekte Funktion von &man.natd.8; nicht konfiguriert werden. Ports umleiten Wenn Sie &man.natd.8; verwenden, sind Ihre LAN-Clients von aussen nicht erreichbar. LAN-Clients können zwar Verbindungen nach aussen aufbauen, sind aber für ankommende Verbindungen nicht erreichbar. Wenn Sie Internetdienste auf einem LAN-Client anbieten wollen, haben Sie daher ein Problem. Eine einfache Lösung ist die Umleitung von bestimmten Internetports des natd-Rechners auf einen LAN-Client. Beispielsweise könnte ein IRC-Server auf Client A und ein Webserver auf Client B laufen. Damit diese Konfiguration funktioniert, müssen Verbindungen, die auf den Ports 6667 (IRC) und 80 (Web) ankommen, auf die entsprechenden Clients umgeleitet werden. Dazu wird die Option unter Nutzung folgender Syntax an &man.natd.8; übergeben: -redirect_port proto targetIP:targetPORT[-targetPORT] [aliasIP:]aliasPORT[-aliasPORT] [remoteIP[:remotePORT[-remotePORT]]] Für unser Beispiel heißt das: -redirect_port tcp 192.168.0.2:6667 6667 -redirect_port tcp 192.168.0.3:80 80 Dadurch werden die entsprechenden tcp-Ports auf die jeweiligen LAN-Clients umgeleitet. Mit können auch ganze Portbereiche statt einzelner Ports umgeleitet werden. So werden mit tcp 192.168.0.2:2000-3000 2000-3000 alle Verbindungen, die auf den Ports 2000 bis 3000 ankommen, auf die entsprechenden Ports des Clients A umgeleitet. Diese Optionen können während des Betriebs von &man.natd.8; oder über die Option natd_flags="" in /etc/rc.conf gesetzt werden. Eine ausführliche Konfigurationsanleitung finden Sie in &man.natd.8;. Adressen umleiten address redirection Die Umleitung von Adressen ist nützlich, wenn mehrere IP-Adressen verfügbar sind, die aber alle auf einem Rechner verbleiben sollen. In diesem Fall kann &man.natd.8; jedem LAN-Client eine eigene externe IP-Adresse zuweisen. Ausgehende Pakete eines LAN-Clients werden so der entsprechenden externen IP-Adresse des Clients zugeordnet. Ankommender Verkehr für diese IP-Adresse wird automatisch an den entsprechenden LAN-Client weitergeleitet. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als statisches NAT. Dem natd-Gatewayrechner könnten beispielsweise die IP-Adressen 128.1.1.1, 128.1.1.2 sowie 128.1.1.3 zugewiesen werden. 128.1.1.1 wird als die externe IP-Adresse des natd-Gatewayrechners verwendet, während 128.1.1.2 und 128.1.1.3 an die LAN-Clients A und B weitergegeben werden. benutzt folgende Syntax: -redirect_address localIP publicIP - + localIP Die interne IP-Adresse des LAN-Clients publicIP Die externe IP-Adresse des LAN-Clients Für unser Beispiel hieße dies: -redirect_address 192.168.0.2 128.1.1.2 -redirect_address 192.168.0.3 128.1.1.3 Analog zur Option können Sie diese Argumente auch in der Option natd_flags="" in /etc/rc.conf angeben. Bei der Nutzung der Adressumleitung ist die Portumleitung überflüssig, weil alle für eine bestimmte IP-Adresse ankommenden Daten umgeleitet werden. Die externe IP-Adresse des natd-Rechners muss aktiv sein und der externen Netzkarte zugewiesen sein. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in &man.rc.conf.5;. PLIP – Parallel Line IP PLIP Parallel Line IP PLIP ermöglicht TCP/IP-Verbindungen zwischen zwei Rechnern, die über ihre parallelen Schnittstellen verbunden sind. Eine solche Verbindung ist nützlich, wenn zwei Rechner nicht mit Netzkarten ausgestattet sind, oder wenn eine Installation auf einem Laptop erfolgen soll. Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen: Die Herstellung eines parallelen (Laplink-) Kabels Die Verbindung von zwei Computern über PLIP Ein paralleles Kabel herstellen Ein paralleles (Laplink-)Kabel können Sie in fast jedem Computergeschäft kaufen. Falls dies nicht möglich sein sollte, oder Sie einfach wissen wollen, wie ein solches Kabel aufgebaut ist, sollten Sie sich die folgende Tabelle ansehen. Sie beschreibt die Herstellung eines parallelen Netzwerkkabels aus einem gewöhnlichen parallelen Druckerkabel. Die Netzwerk-Verdrahtung eines parallelen Kabels A-Name A-Ende B-Ende Beschreibung Post/Bit DATA0 -ERROR 2 15 15 2 Data 0/0x01 1/0x08 DATA1 +SLCT 3 13 13 3 Data 0/0x02 1/0x10 DATA2 +PE 4 12 12 4 Data 0/0x04 1/0x20 DATA3 -ACK 5 10 10 5 Strobe 0/0x08 1/0x40 DATA4 BUSY 6 11 11 6 Data 0/0x10 1/0x80 GND 18-25 18-25 GND -
PLIP einrichten Als Erstes benötigen Sie ein Laplink-Kabel. Danach müssen Sie sicherstellen, dass beide Computerkernel den &man.lpt.4;-Treiber unterstützen: &prompt.root; grep lp /var/run/dmesg.boot lpt0: <Printer> on ppbus0 lpt0: Interrupt-driven port Der Parallelport muss Interrupt-gesteuert sein, daher sollte Ihre Kernelkonfigurationsdatei unter &os; 4.X eine Zeile ähnlich der folgenden enthalten: device ppc0 at isa? irq 7 Unter &os; 5.X sollte die Datei /boot/device.hints hingegen folgende Zeilen enthalten: hint.ppc.0.at="isa" hint.ppc.0.irq="7" Danach überprüfen Sie, ob die Kernelkonfigurationsdatei die Zeile device plip enthält, oder ob das Kernelmodul plip.ko geladen wurde. In beiden Fällen sollte die parallele Schnittstelle von &man.ifconfig.8; angezeigt werden. Unter &os; 4.X sieht die Ausgabe in etwa so aus: &prompt.root; ifconfig lp0 lp0: flags=8810<POINTOPOINT,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 Unter &os; 5.X erhalten Sie folgende Ausgabe: &prompt.root; ifconfig plip0 plip0: flags=8810<POINTOPOINT,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 Die Gerätenamen der parallelen Schnittstelle sind für &os; 4.X (lpX) und &os; 5.X (plipX) unterschiedlich. Verbinden Sie die parallelen Schnittstellen der beiden Computer über das (Laplink-)Kabel. Konfigurieren Sie die Netzwerkparameter auf beiden Rechnern als root. Wenn Sie beispielsweise den Rechner host1, der unter &os; 4.X läuft, mit dem unter &os; 5.X laufenden Rechner host2 verbinden wollen, gehen Sie folgendermaßen vor: host1 <-----> host2 IP Address 10.0.0.1 10.0.0.2 Richten Sie die parallele Schnittstelle von host1 ein, indem Sie Folgendes eingeben: &prompt.root; ifconfig lp0 10.0.0.1 10.0.0.2 Danach richten Sie die parallele Schnittstelle von host2 ein: &prompt.root; ifconfig plip0 10.0.0.2 10.0.0.1 Sie sollten nun über eine funktionierende Verbindung verfügen. Bei Problemen lesen Sie bitte die Hilfeseiten &man.lp.4; sowie &man.lpt.4;. Zusätzlich sollten beide Rechner in /etc/hosts eingetragen werden: 127.0.0.1 localhost.my.domain localhost 10.0.0.1 host1.my.domain host1 10.0.0.2 host2.my.domain Um die Verbindung zu überprüfen, pingen Sie jeden Rechner vom anderen Rechner aus an. Auf host1 gehen Sie dazu folgendermaßen vor: &prompt.root; ifconfig lp0 lp0: flags=8851<UP,POINTOPOINT,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 10.0.0.1 --> 10.0.0.2 netmask 0xff000000 &prompt.root; netstat -r Routing tables Internet: Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire host2 host1 UH 0 0 lp0 &prompt.root; ping -c 4 host2 PING host2 (10.0.0.2): 56 data bytes 64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=0 ttl=255 time=2.774 ms 64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=1 ttl=255 time=2.530 ms 64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=2 ttl=255 time=2.556 ms 64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=3 ttl=255 time=2.714 ms --- host2 ping statistics --- 4 packets transmitted, 4 packets received, 0% packet loss round-trip min/avg/max/stddev = 2.530/2.643/2.774/0.103 ms
Aaron Kaplan Beigetragen von Tom Rhodes Überarbeitet und erweitert von Brad Davis Erweitert von IPv6 – Internet Protocol Version 6 Bei IPv6 (auch als IPng oder IP next generation bekannt) handelt es sich um die neueste Version des bekannten IP-Protokolls (das auch als IPv4 bezeichnet wird). FreeBSD enthält, genauso wie die anderen frei erhältlichen BSD-Systeme, die IPv6-Referenzimplementation von KAME. FreeBSD erfüllt damit bereits alle für die Nutzung von IPv6 nötigen Voraussetzungen. Dieser Abschnitt konzentriert sich daher auf die Konfiguration und den Betrieb von IPv6. Anfang der 90er Jahre wurde man auf den stark steigenden Verbrauch von IPv4-Adressen aufmerksam. Im Hinblick auf das Wachstums des Internets gab es zwei Hauptsorgen: Die drohende Knappheit von IPv4-Adressen. Dieses Problem konnte durch die Einführung von privaten Adressräumen (mit Adressen wie 10.0.0.0/8 oder 192.168.0.0/24) sowie der Entwicklung von Network Address Translation (NAT) weitestgehend entschärft werden. Die immer größer werdenden Einträge in Router-Tabellen. Dieses Problem ist auch heute noch aktuell. IPv6 ist in der Lage, diese, aber auch viele andere Probleme zu lösen: IPv6 hat einen 128 Bit großen Adressraum. Es sind also theoretisch 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456 Adressen verfügbar. In anderen Worten: Für jeden Quadratmeter der Erdoberfläche sind etwa 6,67 * 10^27 IPv6-Adressen verfügbar. Router speichern nur noch Netzwerk-Aggregationsadressen in Ihren Routingtabellen. Dadurch reduziert sich die durchschnittliche Größe einer Routingtabelle auf 8192 Einträge. Weitere nützliche Eigenschaften von IPv6 sind: Die automatische Konfiguration von Adressen, die im RFC2462 beschrieben wird. Anycast-Adressen (eine-von-vielen) Verpflichtende Multicast-Adressen Die Unterstützung von IPsec (IP-Security) Eine vereinfachte Headerstruktur Mobile IP-Adressen Die Umwandlung von IPv4- in IPv6-Adressen Weitere Informationsquellen: Beschreibung von IPv6 auf playground.sun.com KAME.net 6bone.net Hintergrundinformationen zu IPv6-Adressen Es gibt verschiedene Arten von IPv6-Adressen: Unicast-, Anycast- und Multicast-Adressen. Unicast-Adressen sind die herkömlichen Adressen. Ein Paket, das an eine Unicast-Adresse gesendet wird, kommt nur an der Schnittstelle an, die dieser Adresse zugeordnet ist. Anycast-Adressen unterscheiden sich in ihrer Syntax nicht von Unicast-Adressen, sie wählen allerdings aus mehreren Schnittstellen eine Schnittstelle aus. Ein für eine Anycast-Adresse bestimmtes Paket kommt an der nächstgelegenen (entsprechend der Router-Metrik) Schnittstelle an. Anycast-Adressen werden nur von Routern verwendet. Multicast-Adressen bestimmen Gruppen, denen mehrere Schnittstellen angehören. Ein Paket, das an eine Multicast-Adresse geschickt wird, kommt an allen Schnittstellen an, die zur Multicast-Gruppe gehören. Die von IPv4 bekannte Broadcast-Adresse (normalerweise xxx.xxx.xxx.255) wird bei IPv6 durch Multicast-Adressen verwirklicht. Reservierte IPv6-Adressen: IPv6-Adresse Präfixlänge Beschreibung Anmerkungen :: 128 Bit nicht festgelegt entspricht 0.0.0.0 bei IPv4 ::1 128 Bit Loopback-Adresse entspricht 127.0.0.1 bei IPv4 ::00:xx:xx:xx:xx 96 Bit Eingebettete IPv4-Adresse Die niedrigen 32 Bit entsprechen der IPv4-Adresse. Wird auch als IPv4-kompatible IPv6-Adresse bezeichnet. ::ff:xx:xx:xx:xx 96 Bit Eine auf IPv6 abgebildete IPv4-Adresse Die niedrigen 32 Bit entsprechen der IPv4-Adresse. Notwendig für Rechner, die IPv6 nicht unterstützen. fe80:: - feb:: 10 Bit link-local Entspricht der Loopback-Adresse bei IPv4 fec0:: - fef:: 10 Bit site-local   ff:: 8 Bit Multicast   001 (im Dualsystem) 3 Bit Globaler Unicast Alle globalen Unicastadressen stammen aus diesem Pool. Die ersten 3 Bit lauten 001.
IPv6-Adressen verstehen Die kanonische Form von IPv6-Adressen lautet x:x:x:x:x:x:x:x, jedes x steht dabei für einen 16-Bit-Hexadezimalwert. Ein Beispiel für eine IPv6-Adresse wäre etwa FEBC:A574:382B:23C1:AA49:4592:4EFE:9982. Eine IPv6-Adresse enthält oft Teilzeichenfolgen aus lauter Nullen. Eine solche Zeichenfolge kann zu :: verkürzt werden. Bis zu drei führende Nullen eines Hexquads können ebenfalls weggelassen werden. fe80::1 entspricht also der Adresse fe80:0000:0000:0000:0000:0000:0000:0001. Eine weitere Möglichkeit ist die Darstellung der letzten 32 Bit in der bekannten (dezimalen) IPv4-Darstellung, bei der Punkte (.) zur Trennung verwendet werden. 2002::10.0.0.1 ist also nur eine andere Schreibweise für die (hexadezimale) kanonische Form 2002:0000:0000:0000:0000:0000:0a00:0001, die wiederum der Adresse 2002::a00:1 entspricht. Sie sollten nun in der Lage sein, die folgende Ausgabe zu verstehen: &prompt.root; ifconfig rl0: flags=8943<UP,BROADCAST,RUNNING,PROMISC,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 10.0.0.10 netmask 0xffffff00 broadcast 10.0.0.255 inet6 fe80::200:21ff:fe03:8e1%rl0 prefixlen 64 scopeid 0x1 ether 00:00:21:03:08:e1 media: Ethernet autoselect (100baseTX ) status: active Bei fe80::200:21ff:fe03:8e1%rl0 handelt es sich um eine automatisch konfigurierte link-local-Adresse. Sie wird im Rahmen der automatischen Konfiguration aus der MAC-Adresse erzeugt. Weitere Informationen zum Aufbau von IPv6-Adressen finden Sie im RFC3513. Eine IPv6-Verbindung herstellen Es gibt derzeit vier Möglichkeiten, sich mit anderen IPv6-Rechnern oder Netzwerken zu verbinden: Die Teilnahme am experimentellen 6bone. Die Teilnahme am IPv6-Netzwerk Ihres Providers. Wenn Sie daran interessiert sind, wenden Sie sich an Ihren Provider. Die Verwendung eines 6-nach-4-Tunnels (RFC3068). Die Verwendung des Ports /usr/ports/net/freenet6 bei der Einwahl ins Internet. In diesem Abschnitt wird die Einrichtung einer Verbindung zum 6bone beschrieben, da dies derzeit der beliebteste Weg ist. Suchen Sie sich zuerst auf der Internetseite des 6bone-Projekts einen 6bone-Knoten in Ihrer Nähe. Schreiben Sie an die verantwortliche Person und mit etwas Glück erhalten Sie entsprechende Anweisungen, um Ihre Verbindung einzurichten. Dazu gehört üblicherweise die Einrichtung eines GRE-(gif)-Tunnels. Typischerweise wird ein &man.gif.4;-Tunnels wie folgt eingerichtet: &prompt.root; ifconfig gif0 create &prompt.root; ifconfig gif0 gif0: flags=8010<POINTOPOINT,MULTICAST> mtu 1280 &prompt.root; ifconfig gif0 tunnel MY_IPv4_ADDR HIS_IPv4_ADDR &prompt.root; ifconfig gif0 inet6 alias MY_ASSIGNED_IPv6_TUNNEL_ENDPOINT_ADDR Ersetzen Sie die in Großbuchstaben geschriebenen Werte durch die Informationen, die Sie für Ihren 6bone-Knoten erhalten haben. Die gezeigten Befehle bauen den Tunnel auf. Überprüfen Sie die korrekte Funktion, indem Sie ff02::1%gif0 an&man.ping6.8;en. Sie sollten zwei Antworten erhalten. Bei ff02:1%gif0 handelt es sich um eine Multicast-Adresse. %gif0 legt fest, dass die Multicast-Adresse der Schnittstelle gif0 verwendet werden soll. Da wir eine Multicast-Adresse ange&man.ping6.8;t haben, sollte der andere Endpunkt des Tunnels ebenfalls antworten. Eine Route zu Ihrem 6bone-Knoten können Sie einfach wie folgt einrichten: &prompt.root; route add -inet6 default -interface gif0 &prompt.root; ping6 -n MY_UPLINK &prompt.root; traceroute6 www.jp.FreeBSD.org (3ffe:505:2008:1:2a0:24ff:fe57:e561) from 3ffe:8060:100::40:2, 30 hops max, 12 byte packets 1 atnet-meta6 14.147 ms 15.499 ms 24.319 ms 2 6bone-gw2-ATNET-NT.ipv6.tilab.com 103.408 ms 95.072 ms * 3 3ffe:1831:0:ffff::4 138.645 ms 134.437 ms 144.257 ms 4 3ffe:1810:0:6:290:27ff:fe79:7677 282.975 ms 278.666 ms 292.811 ms 5 3ffe:1800:0:ff00::4 400.131 ms 396.324 ms 394.769 ms 6 3ffe:1800:0:3:290:27ff:fe14:cdee 394.712 ms 397.19 ms 394.102 ms Diese Ausgabe kann auf Ihrem Rechner unterschiedlich sein. Sie sollten aber jetzt die IPv6-Seite www.kame.net erreichen und die tanzende Schildkröte sehen können – vorausgesetzt, Sie haben einen IPv6-fähigen Browser wie www/mozilla, Konqueror (als Teil des Pakets x11/kdebase3) oder www/epiphany installiert. DNS in der IPv6-Welt Ursprünglich gab es zwei verschiedene DNS-Einträge für IPv6. Da A6-Einträge von der IETF für obsolet erklärt wurden, sind AAAA-Einträge nun Standard. Weisen Sie die erhaltene IPv6-Adresse Ihrem Rechnernamen zu, indem Sie den Eintrag MYHOSTNAME AAAA MYIPv6ADDR in Ihre primäre DNS-Zonendatei einfügen. Falls Sie nicht für Ihre DNS-Zone verantwortlich sind, bitten Sie den dafür Zuständigen, diese Änderung durchzuführen. Die aktuellen Versionen von bind (Version 8.3 oder 9) sowie dns/djbdns (bei Verwendung des IPv6-Patches) unterstützen AAAA-Einträge. <filename>/etc/rc.conf</filename> für die Nutzung von IPv6 anpassen Einen Client unter IPv6 einrichten Dieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration eines Rechners, der in Ihrem LAN als Client, aber nicht als Router verwendet wird. Um die Schnittstelle während des Systemstarts mit &man.rtsol.8; automatisch einzurichten, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: ipv6_enable="YES" Durch die folgende Zeile weisen Sie Ihrer Schnittstelle fxp0 die statische IP-Adresse 2001:471:1f11:251:290:27ff:fee0:2093 zu: ipv6_ifconfig_fxp0="2001:471:1f11:251:290:27ff:fee0:2093" Um 2001:471:1f11:251::1 als Standardrouter festzulegen, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: ipv6_defaultrouter="2001:471:1f11:251::1" Gateways und Router unter IPv6 einrichten Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Ihren Rechner mit Hilfe der von Ihrem Tunnel-Anbieter, beispielsweise 6bone, erhaltenen Anweisungen dauerhaft für die Nutzung von IPv6 einrichten. Um den Tunnel beim Systemstart wiederherzustellen, passen Sie /etc/rc.conf wie folgt an: Listen Sie die einzurichtenden Tunnelschnittstellen (hier gif0) auf: gif_interfaces="gif0" Um den lokalen Endpunkt MY_IPv4_ADDR über diese Schnittstelle mit dem entfernten Endpunkt REMOTE_IPv4_ADDR zu verbinden, verwenden Sie folgende Zeile: gifconfig_gif0="MY_IPv4_ADDR REMOTE_IPv4_ADDR" Um die Ihnen zugewiesene IPv6-Adresse als Endpunkt Ihres IPv6-Tunnels zu verwenden, fügen Sie folgende Zeile ein: ipv6_ifconfig_gif0="MY_ASSIGNED_IPv6_TUNNEL_ENDPOINT_ADDR" Nun müssen Sie nur noch die IPv6-Standardroute angeben. Diese legt das andere Ende des IPv6-Tunnels fest. ipv6_defaultrouter="MY_IPv6_REMOTE_TUNNEL_ENDPOINT_ADDR" Bekanntmachung von Routen und automatische Rechnerkonfiguration Dieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung von &man.rtadvd.8;, das Sie bei der Bekanntmachung der IPv6-Standardroute unterstützt. Um &man.rtadvd.8; zu aktivieren, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: rtadvd_enable="YES" Es ist wichtig, die Schnittstelle anzugeben, über die IPv6-Routen bekanntgemacht werden sollen. Soll &man.rtadvd.8; fxp0 verwenden, ist folgender Eintrag nötig: rtadvd_interfaces="fxp0" Danach erzeugen Sie die Konfigurationsdatei /etc/rtadvd.conf. Dazu ein Beispiel: fxp0:\ :addrs#1:addr="2001:471:1f11:246::":prefixlen#64:tc=ether: Ersetzen Sie dabei fxp0 durch die zu verwendende Schnittstelle. Anschließend ersetzen Sie 2001:471:1f11:246:: durch das Präfix der Ihnen zugewiesenen Verbindung. Wenn Sie eine /64-Netzmaske verwenden, müssen Sie keine weiteren Anpassungen vornehmen. Anderenfalls müssen Sie prefixlen# auf den korrekten Wert setzen.
Harti Brandt Beigetragen von ATM - Asynchronous Transfer Mode unter &os; 5.X <foreignphrase>Classical IP over ATM</foreignphrase> als PVC-Verbindung einrichten Classical IP over ATM (CLIP) ist die einfachste Möglichkeit, um IP-Verkehr über ATM (Asynchronous Transfer Mode-Verbindungen zu übertragen. CLIP kann sowohl mit geschalteten Verbindungen (SVCs) als auch mit permanenten Verbindungen (PVCs) verwendet werden. Dieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung eines PVC-basierten Netzwerks. Ein vollständig vermaschtes Netzwerk aufbauen Bei einem vollständig vermaschten (fully meshed) Netzwerk ist jeder Rechner über eine dezidierte Verbindung mit jedem anderen Rechner des Netzwerks verbunden. Die Konfiguration ist - vor allem für kleinere Netzwerke - relativ einfach. Unser Beispielnetzwerk besteht aus vier Rechnern, die jeweils über eine ATM-Adapterkarte mit dem ATM-Netzwerk verbunden sind. Als ersten Konfigurationsschritt planen wir die Vergabe von IP-Adressen sowie die anzulegenden ATM-Verbindungen: - + Rechner IP-Adresse hostA 192.168.173.1 hostB 192.168.173.2 hostC 192.168.173.3 hostD 192.168.173.4 Um ein vollständiges Netz aufzubauen, benötigen wir für jedes Rechnerpaar eine eigene ATM-Verbindung: - + Rechnerpaar VPI.VCI-Paar hostA - hostB 0.100 hostA - hostC 0.101 hostA - hostD 0.102 hostB - hostC 0.103 hostB - hostD 0.104 hostC - hostD 0.105 Die Werte VPI und VCI an den Verbindungsenden können natürlich unterschiedlich sein. Wir nehmen hier aber an, dass sie gleich sind. Nun müssen wir die ATM-Schnittstellen auf jedem Rechner einrichten: hostA&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.1 up hostB&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.2 up hostC&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.3 up hostD&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.4 up Dabei setzen wir voraus, dass hatm0 auf allen Rechnern die ATM-Schnittstelle darstellt. Danach werden, beginnend mit hostA, die PVCs auf den einzelnen Rechnern eingerichtet (Wir nehmen an, dass die PVCs auf den ATM-Switches bereits eingerichet sind. Lesen Sie die entsprechenden Handbücher, wenn Sie einen Switch einrichten müssen.): hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 100 llc/snap ubr hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 101 llc/snap ubr hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 102 llc/snap ubr hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 100 llc/snap ubr hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 103 llc/snap ubr hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 104 llc/snap ubr hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 101 llc/snap ubr hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 103 llc/snap ubr hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 105 llc/snap ubr hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 102 llc/snap ubr hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 104 llc/snap ubr hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 105 llc/snap ubr Statt UBR können auch andere traffic contracts verwendet werden. Voraussetzung ist allerdings, dass diese von Ihrem ATM-Adapter unterstützt werden. Ist dies der Fall, folgen auf den Namen des traffic contracts die entsprechenden Konfigurationsparameter. Weitere Informationen zur Konfiguration von ATM-Adapterkarten erhalten Sie über den Befehl &prompt.root; atmconfig help natm add oder durch das Lesen von &man.atmconfig.8;. Die Konfiguration von ATM-Adaptern kann auch über die Datei /etc/rc.conf erfolgen. Für hostA sähe die Konfiguration so aus: network_interfaces="lo0 hatm0" ifconfig_hatm0="inet 192.168.173.1 up" natm_static_routes="hostB hostC hostD" route_hostB="192.168.173.2 hatm0 0 100 llc/snap ubr" route_hostC="192.168.173.3 hatm0 0 101 llc/snap ubr" route_hostD="192.168.173.4 hatm0 0 102 llc/snap ubr" Mit dem folgenden Befehl lässt sich der derzeitige Status aller CLIP-Routen anzeigen: hostA&prompt.root; atmconfig natm show
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.sgml index fb2264b4a6..77d3a84a5b 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.sgml @@ -1,344 +1,344 @@ %books.ent; %chapters; %txtfiles; %pgpkeys; ]> Das &os;-Handbuch The FreeBSD German Documentation Project
de-bsd-translators@de.FreeBSD.org
Februar 1999 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 The FreeBSD German Documentation Project &bookinfo.legalnotice; &tm-attrib.freebsd; &tm-attrib.3com; &tm-attrib.3ware; &tm-attrib.arm; &tm-attrib.adaptec; &tm-attrib.adobe; &tm-attrib.apple; &tm-attrib.corel; &tm-attrib.creative; &tm-attrib.cvsup; &tm-attrib.heidelberger; &tm-attrib.ibm; &tm-attrib.ieee; &tm-attrib.intel; &tm-attrib.intuit; &tm-attrib.linux; &tm-attrib.lsilogic; &tm-attrib.m-systems; &tm-attrib.macromedia; &tm-attrib.microsoft; &tm-attrib.netscape; &tm-attrib.nexthop; &tm-attrib.opengroup; &tm-attrib.oracle; &tm-attrib.powerquest; &tm-attrib.realnetworks; &tm-attrib.redhat; &tm-attrib.sap; &tm-attrib.sun; &tm-attrib.symantec; &tm-attrib.themathworks; &tm-attrib.thomson; &tm-attrib.usrobotics; &tm-attrib.vmware; &tm-attrib.waterloomaple; &tm-attrib.wolframresearch; &tm-attrib.xfree86; &tm-attrib.xiph; &tm-attrib.general; Willkommen bei &os;! Dieses Handbuch beschreibt die Installation und den täglichen Umgang mit &os; &rel2.current;-RELEASE und &os; &rel.current;-RELEASE. Das Handbuch ist jederzeit unter Bearbeitung und das Ergebnis der Arbeit vieler Einzelpersonen. Manche Kapitel existieren noch nicht und andere Kapitel müssen auf den neusten Stand gebracht werden. Wenn Sie an diesem Projekt mithelfen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;. Die aktuelle Version des Handbuchs ist immer auf dem &os;-Webserver verfügbar. Es kann außerdem in verschiedenen Formaten und in komprimierter Form vom &os;-FTP-Server oder einem der vielen Spiegel herunter geladen werden. Vielleicht möchten Sie das Handbuch auch - durchsuchen. + durchsuchen.
&chap.preface; Erste Schritte Dieser Teil des &os;-Handbuchs richtet sich an Benutzer und Administratoren für die &os; neu ist. Diese Kapitel geben Ihnen eine Einführung in &os;, geleiten Sie durch den Installationsprozess, erklären Ihnen die Grundlagen von &unix; Systemen, zeigen Ihnen, wie Sie die Fülle der erhältlichen Anwendungen Dritter installieren und führen Sie in X, der Benutzeroberfläche von &unix; Systemen ein. Es wird gezeigt, wie Sie den Desktop konfigurieren, um effektiver arbeiten zu können. Wir haben uns bemüht, Referenzen auf weiter vorne liegende Textteile auf ein Minimum zu beschränken, so dass Sie diesen Teil des Handbuchs ohne viel Blättern durcharbeiten können. Oft benutzte Funktionen Nach den Grundlagen beschäftigt sich das &os;-Handbuch mit oft benutzten Funktionen von &os;. Die Kapitel behandeln die nachstehenden Themen: Zeigen Ihnen beliebte und nützliche Werkzeuge wie Browser, Büroanwendungen und Programme zum Anzeigen von Dokumenten. Zeigen Ihnen Multimedia-Werkzeuge für &os;. Erklären den Bau eines angepassten &os;-Kernels, der die Systemfunktionen erweitert. Beschreiben ausführlich das Drucksystem, sowohl für direkt angeschlossene Drucker als auch für Netzwerkdrucker. Erläutern, wie Sie Linux-Anwendungen auf einem &os;-System laufen lassen. Damit Sie einige Kapitel verstehen, sollten Sie vorher andere Kapitel gelesen haben. Die Übersicht zu jedem Kapitel zählt die Voraussetzungen für das erolgreiche Durcharbeiten des Kapitels auf. Systemadministration Die restlichen Kapitel behandeln alle Aspekte der &os; Systemadministration. Am Anfang jedes Kapitels finden Sie eine Zusammenfassung, die beschreibt, was Sie nach dem Durcharbeiten des Kapitels gelernt haben. Weiterhin werden die Voraussetzungen beschrieben, die für das Durcharbeiten des Kapitels erforderlich sind. Diese Kapitel sollten Sie lesen, wenn Sie die Informationen darin benötigen. Sie brauchen Sie nicht in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen, noch müssen Sie die Kapitel lesen, bevor Sie anfangen, &os; zu benutzen. Netzwerke &os; ist eins der meist benutzten Betriebssysteme für leistungsfähige Netzwerkserver. Die Kapitel in diesem Teil behandeln die nachstehenden Themen: Serielle Datenübertragung PPP und PPP over Ethernet Electronic-Mail Den Betrieb von Netzwerkdiensten Weiterführende Netzwerkthemen Diese Kapitel sollten Sie lesen, wenn Sie die Informationen darin benötigen. Sie brauchen Sie nicht in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen, noch müssen Sie die Kapitel lesen, bevor Sie anfangen, &os; zu benutzen. Anhang &chap.colophon;
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml index 381081ec83..6765d28f29 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml @@ -1,1228 +1,1225 @@ Jim Mock Neu zusammengestellt, umstrukturiert und um Abschnitte erweitert durch Sascha Edelburg Übersetzt von Einführung Übersicht Herzlichen Dank für Ihr Interesse an FreeBSD! Das folgende Kapitel behandelt verschiedene Aspekte des FreeBSD-Projekts wie dessen geschichtliche Entwicklung, dessen Ziele oder dessen Entwicklungsmodell. Nach dem Durcharbeiten des Kapitels wissen Sie über folgende Punkte Bescheid: Wo FreeBSD im Vergleich zu anderen Betriebssystemen steht Die Geschichte des FreeBSD-Projekts Die Ziele des FreeBSD-Projekts Die Grundlagen des FreeBSD-Open-Source-Entwicklungsmodells Und natürlich wo der Name FreeBSD herrührt Willkommen bei FreeBSD! 4.4BSD-Lite FreeBSD ist ein auf 4.4BSD-Lite basierendes Betriebssystem für Intel (x86 und &itanium;), AMD64, Alpha und Sun &ultrasparc; Rechner. An Portierungen zu anderen Architekturen wird derzeit gearbeitet. Mehr zu Geschichte von FreeBSD können Sie im kurzen geschichtlichen Abriss zu FreeBSD oder im Abschnitt Das aktuelle FreeBSD-Release nachlesen. Falls Sie das FreeBSD-Projekt unterstützen wollen - (mit Quellcode, Hardware- oder Geldspenden) - lesen Sie den Artikel Contributing to - FreeBSD (derzeit nur in englischer Sprache - verfügbar). + (mit Quellcode, Hardware- oder Geldspenden), sollten Sie den + Artikel + FreeBSD unterstützen lesen. Was kann FreeBSD? FreeBSD hat zahlreiche bemerkenswerte Eigenschaften. Um nur einige zu nennen: Präemptives Multitasking Präemptives Multitasking mit dynamischer Prioritätsanpassung zum reibungslosen und ausgeglichenen Teilen der Systemressourcen zwischen Anwendungen und Anwendern, selbst unter schwerster Last. Mehrbenutzerbetrieb Der Mehrbenutzerbetrieb von FreeBSD erlaubt es, viele Anwender gleichzeitig am System mit verschiedenen Aufgaben arbeiten zu lassen. Beispielsweise Geräte wie Drucker oder Bandlaufwerke, die sich nur schwerlich unter allen Anwendern des Systems oder im Netzwerk teilen lassen, können durch Setzen von Verwendungsbeschränkungen auf Benutzer oder Benutzergruppen wichtige Systemressourcen vor Überbeanspruchung schützen. TCP/IP-Netzwerkfähigkeit Hervorragende TCP/IP-Netzwerkfähigkeit mit Unterstützung der Industriestandards wie SLIP, PPP, NFS, DHCP und NIS. Das heißt, Ihr FreeBSD-System kann in einfachster Weise mit anderen Systemen interagieren. Zudem kann es als Server-System im Unternehmen wichtige Aufgaben übernehmen, beispielsweise als NFS- oder E-Mail-Server oder es kann Ihren Betrieb durch HTTP- und FTP-Server beziehungsweise durch Routing und Firewalling Internet-fähig machen. Speicherschutz Der Speicherschutz stellt sicher, dass Anwendungen (oder Anwender) sich nicht gegenseitig stören. Stürzt eine Anwendung ab, hat das keine Auswirkung auf andere Prozesse. FreeBSD ist ein 32-Bit-Betriebssystem (64-Bit auf Alpha, &itanium;, AMD64, und &ultrasparc;) und wurde als solches von Grund auf neu entworfen. X-Window-System XFree86 Das X-Window-System (X11R6) als Industriestandard bietet eine grafische Benutzeroberfläche (GUI). Minimale Voraussetzung zur Verwendung ist lediglich eine Grafikkarte und ein Bildschirm, die beide den VGA-Modus unterstützen. Binärkompatibilität Linux Binärkompatibilität SCO Binärkompatibilität SVR4 Binärkompatibilität BSD/OS Binärkompatibilität NetBSD Binärkompatibilität mit vielen unter verschiedenen Betriebssystemen erstellten Programmen wie Linux, SCO, SVR4, BSDI und NetBSD. Tausende von sofort lauffähigen Anwendungen sind aus den Ports- und Packages-Sammlungen für FreeBSD verfügbar. Warum mühselig im Netz Software suchen, wenn sie bereits hier vorhanden ist? Tausende zusätzliche leicht zu portierende Anwendungen sind über das Internet zu beziehen. FreeBSD ist Quellcode-kompatibel mit den meisten kommerziellen &unix; Systemen. Daher bedürfen Anwendungen häufig nur geringer oder gar keiner Anpassung, um auf einem FreeBSD-System zu kompilieren. Virtueller Speicher Seitenweise anforderbarer Virtueller Speicher und der merged VM/buffer cache-Entwurf bedient effektiv den großen Speicherhunger mancher Anwendungen bei gleichzeitigem Aufrechterhalten der Bedienbarkeit des Systems für weitere Benutzer. Symmetrisches Multi-Processing (SMP) SMP-Unterstützung für Mehrprozessorsysteme Kompiler C Kompiler C++ Kompiler FORTRAN Ein voller Satz von C, C++, Fortran und Perl Entwicklungswerkzeugen. Viele zusätzliche Programmiersprachen für Wissenschaft und Entwicklung sind aus der Ports- und Packages-Sammlung zu haben. Quellcode Quellcode für das gesamte System bedeutet größtmögliche Kontrolle über Ihre Umgebung. Warum sollte man sich durch proprietäre Lösungen knebeln und sich auf Gedeih und Verderb der Gnade eines Herstellers ausliefern, wenn man doch ein wahrhaft offenes System haben kann? Umfangreiche Online-Dokumentation. 4.4BSD-Lite Computer Systems Research Group (CSRG) U.C. Berkeley FreeBSD basiert auf dem 4.4BSD-Lite-Release der Computer Systems Research Group (CSRG) der Universität von Kalifornien in Berkeley und führt die namhafte Tradition der Entwicklung von BSD-Systemen fort. Zusätzlich zu der herausragenden Arbeit der CSRG hat das FreeBSD-Projekt tausende weitere Arbeitsstunden investiert, um das System zu verfeinern und maximale Leistung und Zuverlässigkeit bei Alltagslast zu bieten. Während viele kommerzielle Riesen Probleme haben PC-Betriebssysteme mit derartigen Funktionen, Leistungpotential und Zuverlässigkeit anzubieten, kann FreeBSD damit schon jetzt aufwarten! Die Anwendungsmöglichkeiten von FreeBSD werden nur durch Ihre Vorstellungskraft begrenzt. Von Software-Entwicklung bis zu Produktionsautomatisierung, von Lagerverwaltung über Abweichungskorrektur bei Satelliten; Falls etwas mit kommerziellen &unix; Produkten machbar ist, dann ist es höchstwahrscheinlich auch mit FreeBSD möglich. FreeBSD profitiert stark von tausenden hochwertigen Anwendungen aus wissenschaftlichen Instituten und Universitäten in aller Welt. Häufig sind diese für wenig Geld oder sogar kostenlos zu bekommen. Kommerzielle Anwendungen sind ebenso verfügbar und es werden täglich mehr. Durch den freien Zugang zum Quellcode von FreeBSD ist es in unvergleichbarer Weise möglich, das System für spezielle Anwendungen oder Projekte anzupassen. Dies ist mit den meisten kommerziellen Betriebssystemen einfach nicht möglich. Beispiele für Anwendungen, die unter FreeBSD laufen, sind: Internet-Dienste: Die robuste TCP/IP-Implementierung in FreeBSD macht es zu einer idealen Plattform für verschiedenste Internet-Dienste, wie zum Beispiel: FTP-Server FTP-Server HTTP-Server HTTP-Server (Standard-Web-Server oder mit SSL-Verschlüsselung) Firewall IP-Masquerading Firewalls und NAT-Gateways (IP-Masquerading) E-Mail E-Mail-Server Usenet Usenet-News und Foren (BBS) Zum Betreiben von FreeBSD reicht schon ein günstiger 386-PC. Wenn es das Wachstum Ihres Unternehmens verlangt, kann FreeBSD aber auch auf einem hochgerüsteten 4-Wege-System mit Xeon-Prozessoren und RAID-Plattenspeicher Verwendung finden. Bildung: Sind Sie Informatikstudent oder Student eines verwandten Studiengangs? Die praktischen Einblicke in FreeBSD sind die beste Möglichkeit etwas über Betriebssysteme, Rechnerarchitektur und Netzwerke zu lernen. Einige frei erhältliche CAD-, mathematische und grafische Anwendungen sind sehr nützlich, gerade für diejenigen, die FreeBSD nicht zum Selbstzweck, sondern als Arbeitsmittel einsetzen. Wissenschaft: Mit dem frei verfügbaren Quellcode für das gesamte System bildet FreeBSD ein exzellentes Studienobjekt in der Disziplin der Betriebssysteme, wie auch in anderen Zweigen der Informatik. Es ist beispielsweise denkbar, das räumlich getrennte Gruppen gemeinsam an einer Idee oder Entwicklung arbeiten. Das Konzept der freien Verfügbarkeit und -nutzung von FreeBSD ermöglicht so einen Gebrauch, auch ohne sich groß Gedanken über Lizenzbedingungen oder -beschränkungen machen zu müssen. Router DNS-Server Netzwerkfähigkeit: Brauchen Sie einen neuen Router? Oder einen Name-Server (DNS)? Eine Firewall zum Schutze Ihres Intranets vor Fremdzugriff? FreeBSD macht aus dem in der Ecke verstaubenden 386- oder 486-PC im Handumdrehen einen leistungsfähigen Router mit anspruchsvollen Packet-Filter-Fähigkeiten. X-Window-System XFree86 X-Window-System Accelerated-X X-Window-Workstation: FreeBSD ist eine gute Wahl als kostengünstiges X-Terminal, egal ob mit dem frei erhältlichen &xfree86; Server oder mit einem der exzellenten kommerziellen Server von Xi Graphics. Im Gegensatz zu einem X-Terminal erlaubt es FreeBSD, viele Anwendungen lokal laufen zu lassen, was die Last eines zentralen Servers erleichtern kann. FreeBSD kann selbst plattenlos starten, was einzelne Workstations noch günstiger macht und die Wartung erleichtert. GNU-Compiler-Collection Software-Entwicklung: Das Standard-System von FreeBSD wird mit einem kompletten Satz an Entwicklungswerkzeugen bereitgestellt, unter anderem mit dem bekannten GNU C/C++-Kompiler und -Debugger. &os; ist sowohl in Form von Quellcode als auch in Binärform auf CD-ROM, DVD und über anonymous FTP erhältlich. Näheres zum Bezug von FreeBSD enthält . Wer benutzt FreeBSD? Anwender Bekannte FreeBSD-Anwender Unter FreeBSD laufen einige der größten Internet-Auftritte, beispielsweise: Yahoo! Yahoo! Apache Apache Blue Mountain Arts Blue Mountain Arts Pair Networks Pair Networks Sony Japan Sony Japan Netcraft Netcraft Weathernews Weathernews Supervalu Supervalu TELEHOUSE America TELEHOUSE America Sophos Anti-Virus Sophos Anti-Virus JMA Wired JMA Wired Das FreeBSD-Projekt Der folgende Abschnitt bietet einige Hintergrundinformationen zum FreeBSD-Projekt, einschließlich einem kurzen geschichtlichen Abriss, den Projektzielen und dem Entwicklungsmodell. Jordan Hubbard Beigesteuert von Kurzer geschichtlicher Abriss zu FreeBSD 386BSD Patchkit Hubbard, Jordan Williams, Nate Grimes, Rod FreeBSD-Projekt Geschichte Das FreeBSD-Projekt erblickte das Licht der Welt Anfang 1993 teils als Auswuchs des Unofficial 386BSD Patchkit unter der Regie der letzten drei Koordinatoren des Patchkits: Nate Williams, Rod Grimes und mir. 386BSD Unser eigentliches Ziel war es, einen zwischenzeitlichen Abzug von 386BSD zu erstellen, um ein paar Probleme zu beseitigen, die das Patchkit-Verfahren nicht lösen konnte. Einige von Ihnen werden sich in dem Zusammenhang noch an die frühen Arbeitstitel 386BSD 0.5 oder 386BSD Interim erinnern. Jolitz, Bill 386BSD war das Betriebssystem von Bill Jolitz. Dieses litt bis zu diesem Zeitpunkt heftig unter fast einjähriger Vernachlässigung. Als das Patchkit mit jedem Tag anschwoll und unhandlicher wurde, waren wir einhellig der Meinung, es müsse etwas geschehen. Wir entschieden uns Bill Jolitz zu helfen, indem wir den übergangsweise bereinigten Abzug zur Verfügung stellten. Diese Pläne wurden unschön durchkreuzt als Bill Jolitz plötzlich seine Zustimmung zu diesem Projekt zurückzog, ohne einen Hinweis darauf, was stattdessen geschehen sollte. Greenman, David Walnut Creek CDROM Es hat nicht lange gedauert zu entscheiden, dass das Ziel es wert war, weiterverfolgt zu werden, selbst ohne Bills Unterstützung. Also haben wir den von David Greenman geprägten Namen FreeBSD angenommen. Unsere anfänglichen Ziele setzten wir nach Rücksprache mit den damaligen Benutzern des Systems fest. Und als deutlich wurde, das Projekt würde möglicherweise Realität, nahm ich Kontakt mit Walnut Creek CDROM auf, mit einem Auge darauf, den Vertriebsweg für die vielen Missbegünstigten zu verbessern, die keinen einfachen Zugang zum Internet hatten. Walnut Creek CDROM unterstützte nicht nur die Idee des CD-ROM-Vertriebs, sondern stellte sogar dem Projekt einen Arbeitsrechner und eine schnelle Internetverbindung zur Verfügung. Ohne den beispiellosen Glauben von Walnut Creek CDROM in ein zu der Zeit absolut unbekanntes Projekt, gäbe es FreeBSD in der heutigen Form wohl nicht. 4.3BSD-Lite Net/2 U.C. Berkeley 386BSD Free Software Foundation Die erste auf CD-ROM (und netzweit) verfügbare Veröffentlichung war FreeBSD 1.0 aus dem Dezember 1993. Diese basierte auf dem Band der 4.3BSD-Lite (Net/2) der Universität von Kalifornien in Berkeley. Viele Teile wurden aus der 386BSD und der Free Software Foundation gestellt. Gemessen am ersten Angebot, war das ein ziemlicher Erfolg und wir ließen dem das extrem erfolgreiche FreeBSD 1.1 im Mai 1994 folgen. Novell U.C. Berkeley Net/2 AT&T Zu der Zeit formierten sich unerwartete Gewitterwolken am Horizont, als Novell und die Universität von Kalifornien in Berkeley (UCB) ihren langen Rechtsstreit über den rechtlichen Status des Berkeley Net/2-Bandes mit einem Vergleich beilegten. Eine Bedingung dieser Einigung war es, dass die UCB große Teile des Net/2-Quellcodes als belastet zugestehen musste, und dass diese Besitz von Novell sind, welches den Code selbst einige Zeit vorher von AT&T bezogen hatte. Im Gegenzug bekam die UCB den Segen von Novell, dass sich das 4.4BSD-Lite-Release bei seiner endgültigen Veröffentlichung als unbelastet bezeichnen darf. Alle Net/2-Benutzer sollten auf das neue Release wechseln. Das betraf auch FreeBSD. Dem Projekt wurde eine Frist bis Ende Juli 1994 eingeräumt, das auf Net/2-basierende Produkt nicht mehr zu vertreiben. Unter den Bedingungen dieser Übereinkunft war es dem Projekt noch erlaubt ein letztes Release vor diesem festgesetzten Zeitpunkt herauszugeben. Das war FreeBSD 1.1.5.1. FreeBSD machte sich dann an die beschwerliche Aufgabe, sich Stück für Stück, aus einem neuen und ziemlich unvollständigen Satz von 4.4BSD-Lite-Teilen, wieder aufzubauen. Die Lite-Veröffentlichungen waren deswegen leicht, weil Berkeleys CSRG große Code-Teile, die für ein start- und lauffähiges System gebraucht wurden, aufgrund diverser rechtlicher Anforderungen entfernen musste und weil die 4.4-Portierung für Intel-Rechner extrem unvollständig war. Das Projekt hat bis November 1994 gebraucht diesen Übergang zu vollziehen, was dann zu dem im Netz veröffentlichten FreeBSD 2.0 und zur CD-ROM-Version (im späten Dezember) führte. Obwohl FreeBSD gerade die ersten Hürden genommen hatte, war dieses Release ein maßgeblicher Erfolg. Diesem folgte im Juni 1995 das robustere und einfacher zu installierende FreeBSD 2.0.5. Im August 1996 veröffentlichten wir FreeBSD 2.1.5. Es schien unter ISPs und der Wirtschaft beliebt genug zu sein, ein weiteres Release aus dem 2.1-STABLE-Zweig zu rechtfertigen. Das war FreeBSD 2.1.7.1. Es wurde im Februar 1997 veröffentlicht und bildete das Ende des Hauptentwicklungszweiges 2.1-STABLE. Derzeit unterliegt dieser Zweig dem Wartungsmodus, das heißt, es werden nur noch Sicherheitsverbesserungen und die Beseitigung von kritischen Fehlern vorgenommen (RELENG_2_1_0). FreeBSD 2.2 entsprang dem Hauptentwicklungszweig (-CURRENT) im November 1996 als RELENG_2_2-Zweig und das erste komplette Release (2.2.1) wurde im April 1997 herausgegeben. Weitere Veröffentlichungen des 2.2-Zweiges gab es im Sommer und Herbst 1997. Das letzte Release des 2.2-Zweiges bildete die Version 2.2.8 und erschien im November 1998. Das erste offizielle 3.0-Release tauchte im Oktober 1998 auf und läutete das Endes des 2.2-Zweiges ein. Am 20. Januar 1999 teilte sich der Quellbaum erneut und führte zu den Zweigen 4.0-CURRENT und 3.X-STABLE. Auf dem 3.X-STABLE-Zweig wurden folgende Releases erstellt: 3.1 am 15. Februar 1999, 3.2 am 15. Mai 1999, 3.3 am 16. September 1999, 3.4 am 20. Dezember 1999 und 3.5 am 24. Juni 2000 veröffentlicht. Dem letzten folgte ein paar Tage später das Release 3.5.1, welches einige akute Sicherheitslöcher von Kerberos stopfte. Es ist die letzte Veröffentlichung des 3.X-Zweiges. Es folgte eine weitere Aufspaltung am 13. März 2000 aus dem der 4.X-STABLE-Zweig hervorging, welcher zurzeit als der stabile Zweig angesehen wird. Bis jetzt gab es mehrere Veröffentlichungen aus diesem Zweig: 4.0-RELEASE erschien im März 2000 und das neuste &rel2.current;-RELEASE erschien im &rel2.current.date;. Bis ins Jahr 2003 wird es weitere Veröffentlichungen aus dem 4.X-STABLE-Zweig (RELENG_4) geben. Das lang erwartete 5.0-RELEASE wurde am 19. Januar 2003 veröffentlicht. Nach nahezu drei Jahren brachte diese Release weiterentwickelte Unterstützung für Mehrprozessor-Systeme und Unterstützung für Multithreading. Mit dieser Release lief &os; erstmalig auf den Plattformen &ultrasparc; und ia64. Im Juni 2003 folgte das 5.1-RELEASE. Neben neuen Funktionen brachten die 5.X-Releases auch weitreichende Änderungen der Systemarchitektur. Dadurch enthält das System eine enorme Menge neuen Code, der nicht weit gehend ausgetestet ist. Die 5.X-Releases werden daher als Neue Technik bezeichnet, während die 4.X-Releases als produktionsreif bezeichnet werden. Mit der Zeit wird sich der 5.X-Zweig stabilisieren, danach wird die Entwicklung auf einem neuen Zweig, 6.0-CURRENT, weitergeführt. Zurzeit werden Projekte mit langem Entwicklungshorizont noch im Zweig 5.0-CURRENT verfolgt und Schnappschüsse von 5.0 auf CD-ROM (und natürlich im Netz) werden bei fortlaufender Entwicklung auf dem Snapshot-Server zur Verfügung gestellt. Jordan Hubbard Beigesteuert von Ziele des FreeBSD-Projekts FreeBSD-Projekt Ziele Das FreeBSD-Projekt stellt Software her, die ohne Einschränkungen für beliebige Zwecke eingesetzt werden kann. Viele von uns haben beträchtlich in Quellcode und Projekt investiert und hätten sicher nichts dagegen, hin und wieder ein wenig finanziellen Ausgleich dafür zu bekommen. Aber in keinem Fall bestehen wir darauf. Wir glauben unsere erste und wichtigste Mission ist es, Software für jeden Interessierten und zu jedem Zweck zur Verfügung zu stellen, damit die Software größtmögliche Verbreitung erlangt und größtmöglichen Nutzen stiftet. Das ist, glaube ich, eines der grundlegenden Ziele freier Software, welche wir mit größter Begeisterung unterstützen. GNU General Public License (GPL) GNU Lesser General Public License (LGPL) BSD Copyright Der Code in unserem Quellbaum, der unter die General Public License (GPL) oder die Library General Public License (LGPL) fällt, stellt geringfügig mehr Bedingungen. Das aber vielmehr im Sinne von eingefordertem Zugriff, als das übliche Gegenteil der Beschränkungen. Aufgrund zusätzlicher Abhängigkeiten, die sich durch die Verwendung von GPL-Software bei kommerziellem Gebrauch ergeben, bevorzugen wir daher Software unter dem transparenteren BSD-Copyright, wo immer es angebracht ist. Satoshi Asami Beigesteuert von Das Entwicklungsmodell von FreeBSD FreeBSD-Projekt Entwicklungsmodell Die Entwicklung von FreeBSD ist ein offener und vielseitiger Prozess. FreeBSD besteht aus Beisteuerungen von Hunderten Leuten rund um die Welt, wie Sie aus der Liste der Beitragenden ersehen können. Die vielen Entwickler können aufgrund der Entwicklungs-Infrastruktur von &os; über das Internet zusammenarbeiten. Wir suchen ständig nach neuen Entwicklern, Ideen und jenen, die sich in das Projekt tiefer einbringen wollen. Nehmen Sie einfach auf der Mailingliste &a.hackers; Kontakt mit uns auf. Die Mailingliste &a.announce; steht für wichtige Ankündigungen, die alle FreeBSD-Benutzer betreffen, zur Verfügung. Unabhängig davon ob Sie alleine oder mit anderen eng zusammen arbeiten, enthält die folgende Aufstellung nützliche Informationen über das FreeBSD-Projekt und dessen Entwicklungsabläufe. Das CVS-Repository CVS Repository Concurrent-Versions-System CVS Der Hauptquellbaum von FreeBSD wird mit CVS gepflegt, einem frei erhältlichen Versionskontrollsystem, welches mit FreeBSD geliefert wird. Das Haupt- CVS-Repository läuft auf einer Maschine in Santa Clara, Kalifornien, USA. Von dort wird es auf zahlreiche Server in aller Welt gespiegelt. Der CVS-Quellbaum, der die Zweige -CURRENT und -STABLE enthält, kann einfach auf Ihr eigenes System gespiegelt werden. Näheres dazu können Sie im Handbuch unter Synchronisation der Quellen in Erfahrung bringen. Die Committer-Liste Committer Die Committer sind Personen mit Schreibzugriff auf den CVS-Quellbaum (der Begriff Committer stammt vom &man.cvs.1;-Befehl commit, der zum Einspeisen von Änderungen ins Repository gebraucht wird). Der beste Weg, Vorschläge zur Prüfung durch die Mitglieder der Committer-Liste einzureichen, bietet der Befehl &man.send-pr.1;. Sollte es unerwartete Probleme mit diesem Verfahren geben, besteht immer noch die Möglichkeit eine E-Mail an die Liste &a.committers; zu schicken. Das FreeeBSD-Core-Team Core-Team Würde man das FreeBSD-Projekt mit einem Unternehmen vergleichen, so wäre das FreeBSD-Core-Team das Gegenstück zum Vorstand. Die Hauptaufgabe des Core-Teams ist es, das Projekt als Ganzes in gesunder Verfassung zu halten und die weitere Entwicklung in die richtige Bahn zu lenken. Das Anwerben leidenschaftlicher und verantwortungsbewusster Entwickler ist eine Aufgabe des Core-Team, genauso wie die Rekrutierung neuer Mitglieder für das Core-Team, im Falle, dass Altmitglieder aus dem Projekt aussteigen. Das derzeitige Core-Team wurde im Juni 2004 aus einem Kreis kandidierender Committer gewählt. Wahlen werden alle zwei Jahre abgehalten. Einige Core-Team-Mitglieder haben auch spezielle Verantwortungsbereiche. Das bedeutet, Sie haben sich darauf festgelegt, sicherzustellen, dass ein größerer Teil des Systems so funktioniert wie ausgewiesen. Eine vollständige Liste an FreeBSD beteiligter Entwickler und ihrer Verantwortungsbereiche kann in der Liste der Beitragenden eingesehen werden. Die Mehrzahl der Mitglieder des Core-Teams sind Freiwillige in Bezug auf die FreeBSD-Entwicklung und profitieren nicht finanziell vom Projekt. Daher sollte Verpflichtung nicht als garantierter Support fehlinterpretiert werden. Der oben angeführte Vergleich mit einem Vorstand hinkt und es wäre angebrachter zu erwähnen, dass diese Leute – wider besseres Wissen – ihr eigenes Leben für FreeBSD aufgegeben haben! Weitere Beitragende Beitragende Als letztes, aber mit Sicherheit nicht das Unwichtigste, ist die größte Gruppe der Entwickler – die Anwender selbst, die Rückmeldungen und Fehlerbehebungen in einem anhaltend hohen Maße an uns senden. Der bevorzugte Weg an dem weniger zentralisierten Bereich der FreeBSD-Entwicklung teilzuhaben, ist die Möglichkeit sich bei der Liste &a.hackers; anzumelden. Weitere Informationen über die verschiedenen FreeBSD-Mailinglisten erhalten Sie in . Die Liste der zu FreeBSD Beitragenden ist eine lange und wachsende. Also warum nicht selbst dort stehen, indem Sie gleich persönlich etwas zu FreeBSD beitragen? Quellcode ist nicht der einzige Weg, etwas zum Projekt beizusteuern. Eine genauere Übersicht über offene Aufgaben finden Sie auf der FreeBSD-Web-Site. Zusammengefasst bildet unser Entwicklungsmodell einen losen Verbund konzentrischer Kreise. Das zentralisierte Modell ist auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten, mit der einfachen Möglichkeit eine zentrale Code-Basis zu verfolgen und möglichen neuen Beitragenden nicht das Leben zu erschweren! Unser Ziel ist es, ein stabiles Betriebssystem mit einer großen Zahl passender Programme zu bieten, die der Anwender leicht installieren und anwenden kann. Und dieses Modell funktioniert für diese Aufgabe ziemlich gut. Das Einzige was wir von möglichen neuen Mitgliedern fordern, ist die gleiche Hingabe, mit der die jetzigen Mitglieder am dauerhaften Erfolg arbeiten! Das aktuelle FreeBSD-Release NetBSD OpenBSD 386BSD Free Software Foundation U.C. Berkeley Computer Systems Research Group (CSRG) FreeBSD ist ein (mit vollem Quellcode und ein frei erhältliches) auf 4.4BSD-Lite-basierendes Release für Intel &i386;, &i486;, &pentium;, &pentium; Pro, &celeron;, &pentium; II, &pentium; III, &pentium; 4 (oder ein dazu kompatibler Prozessor), &xeon;, DEC Alpha und Sun &ultrasparc; Systeme. Es stützt sich zum größten Teil auf Software der Computer Systems Research Group (CSRG) der Universität von Kalifornien in Berkeley mit einigen Verbesserungen aus NetBSD, OpenBSD, 386BSD und der Free Software Foundation. Seit unserem FreeBSD 2.0 vom Ende 1994, hat sich Leistung, Funktionsvielfalt und Stabilität dramatisch verbessert. Die größte Änderung erfuhr das virtuelle Speichermanagement durch eine Kopplung von virtuellem Speicher und dem Buffer-Cache, das nicht nur die Leistung steigert, sondern auch den Hauptspeicherverbrauch reduziert und ein 5 MB-System zu einem nutzbaren Minimal-System verhilft. Weitere Verbesserungen sind volle NIS-Client- und Server-Unterstützung, T/TCP, Dial-On-Demand-PPP, integriertes DHCP, ein verbessertes SCSI-Subsystem, ISDN-Support, Unterstützung für ATM-, FDDI-, Fast- und Gigabit-Ethernet-Karten (1000 Mbit), verbesserter Support der neusten Adaptec-Controller und tausende Fehlerkorrekturen. Zusätzlich zur Standard-Distribution bietet FreeBSD eine Sammlung von portierter Software mit tausenden begehrten Programmen. Zum Verfassungszeitpunkt waren über &os.numports; Anwendungen in der Ports-Sammlung! Das Spektrum der Ports-Sammlung reicht von HTTP-Servern über Spiele, Programmiersprachen, Editoren und so ziemlich allem dazwischen. Die gesamte Ports-Sammlung benötigt &ports.size; an Speicherplatz, wobei jeder Port anhand eines Deltas zu den Quellen angegeben wird. Das macht es für uns erheblich leichter, Ports zu aktualisieren und es verringert den Plattenbedarf im Vergleich zur älteren 1.0-Port-Sammlung. Um ein Port zu übersetzen, müssen Sie einfach ins Verzeichnis des Programms wechseln und ein make install absetzen. Den Rest erledigt das System. Die originalen Quellen jedes zu installierenden Port werden dynamisch von CD-ROM oder einem FTP-Server bezogen. Es reicht also für genügend Plattenplatz zu sorgen, um die gewünschten Ports zu erstellen. Allen, die Ports nicht selbst kompilieren wollen: Es gibt zu fast jedem Port ein vorkompiliertes Paket, das einfach mit dem Befehl (pkg_add) installiert wird. Pakete und Ports werden in beschrieben. Eine Reihe von weiteren Dokumenten, die sich als hilfreich bei der Installation oder dem Arbeiten mit FreeBSD erweisen könnten, liegen auf neueren &os;-Systemen im Verzeichnis /usr/share/doc. Die lokal installierten Anleitungen lassen sich mit jedem HTML-fähigen Browser unter folgenden Adressen betrachten: Das FreeBSD-Handbuch /usr/share/doc/handbook/index.html Die FreeBSD-FAQ /usr/share/doc/faq/index.html - Es besteht auch die Möglichkeit, die (am - häufigst-aktualisierten) Referenzdokumente unter http://www.FreeBSD.org/ - anzusehen. + Es besteht auch die Möglichkeit, sich die jeweils + aktuellste Version der Referenzdokumente unter anzusehen. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/linuxemu/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/linuxemu/chapter.sgml index 27ac0197c6..d94812a549 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/linuxemu/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/linuxemu/chapter.sgml @@ -1,3719 +1,3718 @@ Jim Mock Restrukturiert und teilweise aktualisiert von Brian N. Handy Beigetragen von Rich Murphey Johann Kois Übersetzt von Linux-Binärkompatibilität Übersicht Linux-Binärkompatibilität Binärkompatibilität Linux FreeBSD bietet Binärkompatibilität zu verschiedenen anderen &unix; Betriebssystemen, darunter auch Linux. Nun könnten Sie sich fragen, warum FreeBSD in der Lage sein muss, Linux-Binärprogramme auszuführen? Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach. Viele Unternehmen und Entwickler programmieren bzw. entwickeln nur für Linux, da es das Neueste und Beste in der Computerwelt ist. Für uns FreeBSD-Anwender heißt dies, genau diese Unternehmen und Entwickler zu bitten, FreeBSD-Versionen ihrer Programme herauszubringen. Das Problem dabei ist nur, dass die meisten dieser Firmen trotzdem nicht erkennen, wie viele zusätzliche Anwender ihre Produkte benutzen würden, wenn es auch FreeBSD-Versionen gäbe, und daher weiterhin ausschließlich für Linux entwickeln. Was also kann ein FreeBSD-Anwender tun? Genau an diesem Punkt kommt die Linux- Binärkompatibilität ins Spiel. Um es auf den Punkt zu bringen, genau diese Kompatibilität erlaubt es FreeBSD-Anwendern, etwa 90 % aller Linux-Anwendungen ohne Code-Änderungen zu verwenden. Dies schließt solche Anwendungen wie &staroffice;, Open Office, die Linux-Versionen von &netscape;, &adobe; &acrobat;, - - RealPlayer - 5 und 7, + RealPlayer, VMWare , &oracle;, WordPerfect , Doom, Quake und viele andere ein. Es wird sogar berichtet, dass diese Linux-Anwendungen in manchen Fällen unter FreeBSD eine bessere Leistung als unter Linux aufweisen. Linux /proc Dateisystem Allerdings gibt es nach wie vor einige Linux-spezifische Betriebssystem-Eigenschaften, die unter FreeBSD nicht unterstützt werden. Linux-Anwendungen, die in großem Stil das Linux-/proc-Dateisystem verwenden, werden unter FreeBSD nicht funktionieren, da sich dieses vom FreeBSD-/proc-Dateisystem unterscheidet. Auch &i386;-spezifische Aufrufe dieser Linux-Anwendungen (wie z.B. die Aktivierung des virtuellen 8086-Modus) funktionieren unter FreeBSD leider nicht. Nach dem Lesen dieses Kapitels werden Sie wissen, wie Sie die Linux-Binärkompatibilität installieren bzw. aktivieren. Wissen, wie man zusätzliche Linux-Systembibliotheken unter FreeBSD installiert. Linux-Anwendungen unter FreeBSD installieren können. Wissen, wie die Linux-Binärkompatibilität unter FreeBSD verwirklicht wurde. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie wissen, wie man Software Dritter installiert (). Installation KLD (kernel loadable object) Die Linux-Binärkompatibilität ist per Voreinstellung nicht aktiviert. Der einfachste Weg, dies zu tun, ist das Linux KLD (Kernel LoaDable object) zu laden. Dies geschieht durch die Eingabe von linux an der Eingabeaufforderung. Wollen Sie die Linux-Binärkompatibilität dauerhaft aktivieren, sollten Sie die folgende Zeile in /etc/rc.conf einfügen: linux_enable="YES" Der &man.kldstat.8;-Befehl kann benutzt werden, um festzustellen, ob KLD geladen wurde: &prompt.user; kldstat Id Refs Address Size Name 1 2 0xc0100000 16bdb8 kernel 7 1 0xc24db000 d000 linux.ko Kerneloption LINUX Wenn Sie das KLD nicht laden können oder wollen, besteht auch die Möglichkeit, die Linux-Binärkompatibiltät statisch in den Kernel einzubinden. Dazu fügen Sie Ihrer Kernelkonfigurationsdatei den Eintrag options COMPAT_LINUX hinzu. Anschließend installieren Sie Ihren neuen Kernel wie in beschrieben. Linux-Laufzeitbibliotheken installieren Linux Linux-Laufzeitbibliotheken installieren Dies kann auf zwei Arten geschehen, entweder über den linux_base-Port, oder durch manuelle Installation der Bibliotheken . Installation unter Verwendung des linux_base-Ports Ports Collection Dies ist die einfachste Methode, um die Laufzeitbibliotheken zu installieren. Sie funktioniert genauso wie die Installation eines beliebigen anderen Ports aus der Ports-Sammlung. Dazu machen Sie einfach folgendes: &prompt.root; cd /usr/ports/emulators/linux_base &prompt.root; make install distclean Sie sollten nun über eine funktionierende Linux-Binärkompatibilität verfügen. Einige Programme könnten sich zwar über falsche Unterversionsnummern der Systembibliotheken beschweren, dies ist im Allgemeinen aber kein Problem. Unter Umständen gibt es mehrere Versionen des Ports emulators/linux_base. Die Ports entsprechen unterschiedlichen Versionen verschiedener Linux-Distributionen Sie sollten den Port installieren, der am besten die Anforderungen der Linux-Anwendung erfüllt. Manuelle Installation der Bibliotheken Wenn Sie die Ports-Sammlung nicht installiert haben, können Sie die Bibliotheken auch manuell installieren. Dazu brauchen Sie die jeweiligen Linux-Systembibliotheken, die das zu installierende Programm verwendet sowie den Laufzeit-Linker. Zusätzlich müssen Sie auf Ihrem FreeBSD-System einen virtuellen Verzeichnisbaum für die Linux-Bibliotheken einrichten. Alle unter FreeBSD gestarteten Linux-Programme suchen zuerst in diesem Verzeichnisbaum nach Systembibliotheken. Wenn also ein Linuxprogramm beispielsweise /lib/libc.so lädt, versucht FreeBSD zuerst, /compat/linux/lib/libc.so laden. Ist diese Datei nicht vorhanden, wird /lib/libc.so geladen. Systembibliotheken sollten daher besser in den virtuellen Verzeichnisbaum /compat/linux/lib als in den vom Linux-ld.so vorgeschlagenen installiert werden. Im Allgemeinen müssen Sie nur zu Beginn nach den Systembibliotheken suchen, die von Linuxprogrammen benötigt werden. Nach den ersten Installationen von Linuxprogrammen auf Ihrem FreeBSD-System verfügen Sie über eine Sammlung von Linux-Systembibliotheken, die es Ihnen ermöglichen wird, neue Linuxprogramme ohne Zusatzarbeit zu installieren. Installation zusätzlicher Systembibliotheken Shared-Libraries Was passiert, wenn Sie den linux_base-Port installieren, und Ihr Programm beschwert sich trotzdem über fehlende Systembibliotheken? Woher wissen Sie, welche Systembibliotheken von Linux-Binärprogrammen benötigt werden, und wo Sie diese finden? Grundsätzlich gibt es dafür zwei Möglichkeiten (um dieser Anleitung zu folgen, müssen Sie unter FreeBSD als Benutzer root angemeldet sein): Wenn Sie Zugriff auf ein Linux-System haben, können Sie dort nachsehen, welche Systembibliotheken eine Anwendung benötigt, und diese auf Ihr FreeBSD-System kopieren. Dazu folgendes Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben FTP verwendet, um die Linux-Binärversion von Doom zu bekommen und haben sie auf Ihrem Linux-System installiert. Nun können Sie überprüfen, welche Systembibliotheken das Programm benötigt, indem Sie ldd linuxdoom eingeben. Das Resultat sieht dann so aus: &prompt.user; ldd linuxdoom libXt.so.3 (DLL Jump 3.1) => /usr/X11/lib/libXt.so.3.1.0 libX11.so.3 (DLL Jump 3.1) => /usr/X11/lib/libX11.so.3.1.0 libc.so.4 (DLL Jump 4.5pl26) => /lib/libc.so.4.6.29 symbolische Links Sie müssten nun alle Dateien aus der letzten Spalte kopieren und sie unter /compat/linux speichern, wobei die Namen der ersten Spalte als symbolische Links auf diese Dateien zeigen. Damit haben Sie schließlich folgende Dateien auf Ihrem FreeBSD-System: /compat/linux/usr/X11/lib/libXt.so.3.1.0 /compat/linux/usr/X11/lib/libXt.so.3 -> libXt.so.3.1.0 /compat/linux/usr/X11/lib/libX11.so.3.1.0 /compat/linux/usr/X11/lib/libX11.so.3 -> libX11.so.3.1.0 /compat/linux/lib/libc.so.4.6.29 /compat/linux/lib/libc.so.4 -> libc.so.4.6.29
Beachten Sie, dass wenn Sie bereits eine Linux-Systembibliothek einer zur ersten Spalte passenden Hauptversionsnummer (laut ldd-Ausgabe) besitzen, Sie die Datei aus der zweiten Spalte nicht mehr kopieren müssen, da die bereits vorhandene Version funktionieren sollte. Hat die Systembibliothek jedoch eine neuere Versionsnummer, sollten Sie sie dennoch kopieren. Sie können die alte Version löschen, solange Sie einen symbolischen Link auf die neue Version anlegen. Wenn Sie also folgende Bibliotheken auf Ihrem System installiert haben: /compat/linux/lib/libc.so.4.6.27 /compat/linux/lib/libc.so.4 -> libc.so.4.6.27 und Sie haben eine neue Binärdatei, die laut ldd eine neuere Bibliothek benötigt: libc.so.4 (DLL Jump 4.5pl26) -> libc.so.4.6.29 Wenn diese sich nur um ein oder zwei Stellen in der Unterversionsnummer unterscheiden, müssen Sie /lib/libc.so.4.6.29 nicht auf Ihr System kopieren, da das Programm auch mit der etwas älteren Version ohne Probleme funktionieren sollte. Wenn Sie wollen, können Sie libc.so aber dennoch ersetzen (das heißt aktualisieren), was dann zu folgender Ausgabe führt: /compat/linux/lib/libc.so.4.6.29 /compat/linux/lib/libc.so.4 -> libc.so.4.6.29
Der Mechanismus der symbolischen Links wird nur für Linux-Binärdateien benötigt. Der FreeBSD-Laufzeitlinker sucht sich die passenden Hauptversionsnummern selbst, das heißt Sie müssen sich nicht darum kümmern.
Linux ELF-Binärdateien installieren Linux ELF-Binärdatei ELF-Binärdateien benötigen manchmal eine zusätzliche Kennzeichnung. Wenn Sie versuchen, eine nicht gekennzeichnete ELF-Binärdatei auszuführen, werden Sie eine Fehlermeldung ähnlich der folgenden erhalten: &prompt.user; ./my-linux-elf-binary ELF binary type not known Abort Damit der FreeBSD-Kernel eine Linux-ELF-Datei von einer FreeBSD-ELF-Datei unterscheiden kann, gibt es das Werkzeug &man.brandelf.1;: &prompt.user; brandelf -t Linux my-linux-elf-binary GNU Werkzeuge Die GNU Werkzeuge schreiben nun automatisch die passende Kennzeichnungsinformation in die ELF-Binärdateien, so dass Sie diesen Schritt in Zukunft nur noch selten benötigen werden. Namensauflösung konfigurieren Wenn DNS nicht funktioniert, oder Sie folgende Fehlermeldung erhalten: resolv+: "bind" is an invalid keyword resolv+: "hosts" is an invalid keyword müssen sie /compat/linux/etc/host.conf wie folgt anlegen: order hosts, bind multi on Diese Reihenfolge legt fest, dass zuerst /etc/hosts und anschließend DNS durchsucht werden. Wenn /compat/linux/etc/host.conf nicht vorhanden ist, finden Linux-Anwendungen FreeBSD's /etc/host.conf und beschweren sich über die inkompatible FreeBSD-Syntax. Wenn Sie keinen Nameserver (in /etc/resolv.conf) konfiguriert haben, sollten Sie den Eintrag bind entfernen.
Murray Stokely Für Mathematica 4.x aktualisiert von Bojan Bistrovic Mit der Unterstützung von &mathematica; installieren Linux-Anwendungen Mathematica Dieses Dokument beschreibt die Installation der Linux-Version von &mathematica; 4.x auf einem FreeBSD-System. Die Linux-Version von &mathematica; läuft perfekt unter FreeBSD, allerdings müssen die von Wolfram verschickten Binärdateien gekennzeichnet werden, damit FreeBSD weiß, dass es die Linux-ABI verwenden muss, um sie auszuführen. Die Linux-Version von &mathematica; oder &mathematica; für Studenten kann direkt von Wolfram unter bestellt werden. Linux-Binärdateien kennzeichnen Die Linuxbinärdateien befinden sich im Unix-Verzeichnis der von Wolfram vertriebenen &mathematica;-CD-ROM. Sie müssen diesen Verzeichnisbaum auf Ihre Festplatte kopieren, damit Sie die Linux-Binärdateien kennzeichnen können, bevor Sie das Installationsprogramm aufrufen: &prompt.root; mount /cdrom &prompt.root; cp -rp /cdrom/Unix/ /localdir/ &prompt.root; brandelf -t Linux /localdir/Files/SystemFiles/Kernel/Binaries/Linux/* &prompt.root; brandelf -t Linux /localdir/Files/SystemFiles/FrontEnd/Binaries/Linux/* &prompt.root; brandelf -t Linux /localdir/Files/SystemFiles/Installation/Binaries/Linux/* &prompt.root; brandelf -t Linux /localdir/Files/SystemFiles/Graphics/Binaries/Linux/* &prompt.root; brandelf -t Linux /localdir/Files/SystemFiles/Converters/Binaries/Linux/* &prompt.root; brandelf -t Linux /localdir/Files/SystemFiles/LicenseManager/Binaries/Linux/mathlm &prompt.root; cd /localdir/Installers/Linux/ &prompt.root; ./MathInstaller Alternativ können Sie mit folgendem Befehl auch die Standard-ELF-Kennzeichnung für alle ungekennzeichneten Binärdateien festlegen: &prompt.root; sysctl kern.fallback_elf_brand=3 Danach wird FreeBSD annehmen, dass alle ungekennzeichneten ELF-Binärdateien die Linux-ABI verwenden. Dadurch sollte es Ihnen nun möglich sein, das Installationsprogramm direkt von der CD-ROM zu starten. Ihr &mathematica;-Passwort anfordern Bevor Sie &mathematica; ausführen können, müssen Sie von Wolfram ein zu Ihrer Rechner-ID passendes Passwort anfordern. Ethernet MAC-Adresse Nachdem Sie die Linux-Kompatibilitätsbibliotheken installiert und &mathematica; entpackt haben, können Sie Ihre Rechner-ID durch das Ausführen von mathinfo (im Installationsverzeichnis) ermitteln. Diese Rechner-ID basiert ausschließlich auf der MAC-Adresse Ihrer ersten Ethernet-Karte. &prompt.root; cd /localdir/Files/SystemFiles/Installation/Binaries/Linux &prompt.root; mathinfo disco.example.com 7115-70839-20412 Wenn Sie sich bei Wolfram registrieren (durch E-Mail, Telefon oder Fax), teilen Sie Ihre Rechner-ID mit und erhalten dafür ein aus Zahlengruppen bestehendes Passwort. Diese Information geben Sie ein, wenn Sie &mathematica; das erste Mal starten, genauso wie Sie es auch auf jeder anderen &mathematica;-Plattform machen würden. Das &mathematica;-Frontend über ein Netzwerk ausführen &mathematica; verwendet einige spezielle Schriftarten, um Zeichen anzuzeigen, die in den Standardzeichensätzen nicht vorhanden sind (z.B. Integrale, Summen, griechische Buchstaben). Das X-Protokoll verlangt allerdings, dass diese Schriftarten lokal installiert sind. Das bedeutet, dass Sie diese Schriftarten von der CD-ROM oder von einem Rechner, auf dem &mathematica; installiert ist, auf Ihren Rechner kopieren müssen. Diese Schriftarten befinden sich normalerweise in /cdrom/Unix/Files/SystemFiles/Fonts (&mathematica;-CD) oder in /usr/local/mathematica/SystemFiles/Fonts (Festplatte). Die aktuellen Schriftarten befinden sich dabei in den Unterverzeichnissen Type1 und X. Um diese Schriftarten zu verwenden, gibt es mehrere Möglichkeiten, die nun beschrieben werden: Die erste Möglichkeit besteht darin, die Schriftarten in eins der bereits existierenden Schriftartenverzeichnisse unter /usr/X11R6/lib/X11/fonts zu kopieren. Dies bedeutet, dass Sie fonts.dir editieren müssen, indem Sie die Schriftnamen hinzufügen und die Anzahl der Schriftarten in der ersten Zeile ändern. Alternativ ist es auch möglich, im Verzeichnis, in das Sie die Schriftarten kopiert haben, das Kommando &man.mkfontdir.1; auszuführen. Die zweite Möglichkeit, besteht darin, die Verzeichnisse nach /usr/X11R6/lib/X11/fonts zu kopieren: &prompt.root; cd /usr/X11R6/lib/X11/fonts &prompt.root; mkdir X &prompt.root; mkdir MathType1 &prompt.root; cd /cdrom/Unix/Files/SystemFiles/Fonts &prompt.root; cp X/* /usr/X11R6/lib/X11/fonts/X &prompt.root; cp Type1/* /usr/X11R6/lib/X11/fonts/MathType1 &prompt.root; cd /usr/X11R6/lib/X11/fonts/X &prompt.root; mkfontdir &prompt.root; cd ../MathType1 &prompt.root; mkfontdir Nun fügen Sie die neuen Schriftartenverzeichnisse in Ihren Pfad ein: &prompt.root; xset fp+ /usr/X11R6/lib/X11/fonts/X &prompt.root; xset fp+ /usr/X11R6/lib/X11/fonts/MathType1 &prompt.root; xset fp rehash Wenn Sie den &xfree86;-Server verwenden, können Sie die Schriftarten-Verzeichnisse automatisch laden lassen, indem Sie sie Ihrer XF86Config-Datei hinzufügen. Schriftarten Wenn Sie noch kein /usr/X11R6/lib/X11/fonts/Type1-Verzeichnis haben, können Sie das MathType1-Verzeichnis im vorherigen Beispiel in Type1 umbenennen. Aaron Kaplan Beigetragen von Robert Getschmann Mit Unterstützung durch &maple; installieren Linux-Anwendungen Maple &maple; ist ein mit &mathematica; vergleichbares kommerzielles Mathematikprogramm. Sie können dieses Programm unter kaufen und sich anschließend registrieren, um eine Lizenz zu erhalten. Um dieses Programm unter FreeBSD zu installieren, gehen Sie wie folgt vor: Führen Sie das INSTALL-Shell-Skript der Softwaredistribution aus. Wählen Sie die RedHat-Option aus, wenn Sie das Installationsprogramm danach fragt. Ein typisches Installationsverzeichnis wäre z.B. /usr/local/maple. Wenn Sie dies noch nicht gemacht haben, besorgen Sie sich nun eine &maple;-Lizenz von Maple Waterloo Software () und kopieren Sie diese nach /usr/local/maple/license/license.dat. Installieren Sie den FLEXlm-Lizenz-Manager, indem Sie das INSTALL_LIC-Installations-Shellskript ausführen, das mit &maple; ausgeliefert wird. Geben Sie Ihren primären Rechnernamen für den Lizenz-Server an. Verändern Sie /usr/local/maple/bin/maple.system.type wie folgt: ----- snip ------------------ *** maple.system.type.orig Sun Jul 8 16:35:33 2001 --- maple.system.type Sun Jul 8 16:35:51 2001 *************** *** 72,77 **** --- 72,78 ---- # the IBM RS/6000 AIX case MAPLE_BIN="bin.IBM_RISC_UNIX" ;; + "FreeBSD"|\ "Linux") # the Linux/x86 case # We have two Linux implementations, one for Red Hat and ----- snip end of patch ----- Bitte beachten Sie, dass nach "FreeBSD"|\ kein anderes Zeichen eingefügt werden darf. Dieser Patch weist &maple; an, FreeBSD als eine Art von Linux-System zu erkennen. Das Shell-Skript bin/maple ruft das Shell-Skript bin/maple.system.type auf, welches wiederum uname -a verwendet, um den Namen des Betriebssystems herauszufinden. Abhängig vom Betriebssystem weiß das System nun, welche Binärdateien verwendet werden sollen. Starten Sie den Lizenz-Server. Das folgende, als /usr/local/etc/rc.d/lmgrd.sh installierte Shell-Skript ist ein komfortabler Weg, um lmgrd zu starten: ----- snip ------------ #! /bin/sh PATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/usr/X11R6/bin PATH=${PATH}:/usr/local/maple/bin:/usr/local/maple/FLEXlm/UNIX/LINUX export PATH LICENSE_FILE=/usr/local/maple/license/license.dat LOG=/var/log/lmgrd.log case "$1" in start) lmgrd -c ${LICENSE_FILE} 2>> ${LOG} 1>&2 echo -n " lmgrd" ;; stop) lmgrd -c ${LICENSE_FILE} -x lmdown 2>> ${LOG} 1>&2 ;; *) echo "Usage: `basename $0` {start|stop}" 1>&2 exit 64 ;; esac exit 0 ----- snip ------------ Versuchen Sie, &maple; zu starten: &prompt.user; cd /usr/local/maple/bin &prompt.user; ./xmaple Nun sollte das Programm laufen und alles funktionieren. Falls ja, vergessen Sie nicht, an Maplesoft zu schreiben und sie wissen zu lassen, dass Sie gerne eine native FreeBSD-Version hätten. Häufige Fehlerquellen Der FLEXlm-Lizenzmanager kann schwierig zu bedienen sein. Zusätzliche Dokumentation zu diesem Thema finden Sie unter . Es ist bekannt, dass lmgrd sehr pingelig ist, wenn es um die Lizenzdatei geht. Gibt es Probleme, führt dies zu einem Speicherauszug (core dump). Ein korrekte Lizenzdatei sollte ähnlich der folgenden aussehen: # ======================================================= # License File for UNIX Installations ("Pointer File") # ======================================================= SERVER chillig ANY #USE_SERVER VENDOR maplelmg FEATURE Maple maplelmg 2000.0831 permanent 1 XXXXXXXXXXXX \ PLATFORMS=i86_r ISSUER="Waterloo Maple Inc." \ ISSUED=11-may-2000 NOTICE=" Technische Universitat Wien" \ SN=XXXXXXXXX Seriennummer und Schlüssel wurden durch mehrere X unkenntlich gemacht. chillig ist ein Rechnername. Veränderungen an der Lizenzdatei sind möglich, solange Sie die FEATURE-Zeile nicht verändern (diese ist durch den Lizenzschlüssel geschützt). Dan Pelleg Beigesteuert von &matlab; installieren Linux-Anwendungen MATLAB Im Folgenden wird die Installation der Linux-Anwendung &matlab; Version 6.5 auf &os; beschrieben. Mit Ausnahme der &java.virtual.machine; (siehe ) läuft die Anwendung auch ganz gut. Die Linux-Version von &matlab; können Sie direkt bei The MathWorks bestellen. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Lizenz-Datei oder eine Anleitung zum Erstellen der Lizenz-Datei erhalten haben. Wenn Sie mit MathWorks in Kontakt stehen, weisen Sie bitte auf die fehlende &os;-Version der Software hin. Das &matlab;-Installationsskript Um &matlab; zu installieren, gehen Sie wie folgt vor: Hängen Sie die Installations-CD ein und wechseln Sie zu root, wie im Installations-Skript gefordert. Starten Sie die Installation mit dem folgenden Kommando: &prompt.root; /compat/linux/bin/sh /cdrom/install Die Installation erfordert eine graphische Benutzeroberfläche. Wenn Sie die Fehlermeldung erhalten, dass das Display nicht geöffnet werden konnte, führen Sie das folgende Kommando aus: &prompt.root; setenv HOME ~USER Für USER setzen Sie den Benutzer ein, von dem aus Sie root geworden sind. Beantworten Sie die Frage nach dem &matlab;-Root-Verzeichnis mit: /compat/linux/usr/local/matlab. Den langen Pfad werden Sie noch öfter brauchen. Die Tipparbeit können Sie sich mit dem folgenden Befehl erleichtern: &prompt.root; set MATLAB=/compat/linux/usr/local/matlab Editieren Sie die Lizenz-Datei entsprechend der Anweisung, die Sie beim Erwerb der Lizenz erhalten haben. Sie können die Datei schon vorher mit Ihrem Lieblingseditor bearbeiten. Kopieren Sie die Lizenz-Datei nach $MATLAB/license.dat bevor das Installationsprogramm Sie auffordert, die Datei zu editieren. Schließen Sie die Installation ab. Die &matlab;-Installation ist jetzt abgeschlossen. Die folgenden Schritte passen &matlab; an &os; an. Den Lizenzmanager starten Erstellen Sie symbolische Links zu den Startskripten des Lizenzmanagers: &prompt.root; ln -s $MATLAB/etc/lmboot /usr/local/etc/lmboot_TMW &prompt.root; ln -s $MATLAB/etc/lmdown /usr/local/etc/lmdown_TMW Erstellen Sie das Startskript /usr/local/etc/rc.d/flexlm.sh. Das folgende Beispiel ist eine geänderte Version des mitgelieferten Skripts $MATLAB/etc/rc.lm.glnx86. Angepasst wurden die Pfade zu den Dateien und der Start des Lizenzmanagers unter der Linux-Emulation. #!/bin/sh case "$1" in start) if [ -f /usr/local/etc/lmboot_TMW ]; then /compat/linux/bin/sh /usr/local/etc/lmboot_TMW -u username && echo 'MATLAB_lmgrd' fi ;; stop) if [ -f /usr/local/etc/lmdown_TMW ]; then /compat/linux/bin/sh /usr/local/etc/lmdown_TMW > /dev/null 2>&1 fi ;; *) echo "Usage: $0 {start|stop}" exit 1 ;; esac exit 0 Machen Sie Datei ausführbar: &prompt.root; chmod +x /usr/local/etc/rc.d/flexlm.sh Ersetzen Sie im Skript username durch einen existierenden Benutzer Ihres Systems (bitte keinesfalls root). Starten Sie den Lizenzmanager: &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/flexlm.sh start Einrichten der &java;-Laufzeitumgebung Erstellen Sie einen symbolischen Link auf eine unter &os; laufende &java;-Laufzeitumgebung (JRE): &prompt.root; cd $MATLAB/sys/java/jre/glnx86/ &prompt.root; unlink jre; ln -s ./jre1.1.8 ./jre Ein &matlab;-Startskript erstellen Kopieren Sie das folgende Skript nach /usr/local/bin/matlab: #!/bin/sh /compat/linux/bin/sh /compat/linux/usr/local/matlab/bin/matlab "$@" Machen Sie das Skript ausführbar: &prompt.root; chmod +x /usr/local/bin/matlab Abhängig von der Version des Ports emulators/linux_base kann das Skript auf Fehler laufen. Die Fehler können Sie vermeiden, indem Sie die Datei /compat/linux/usr/local/matlab/bin/matlab editieren. Ändern Sie die nachstehende Zeile if [ `expr "$lscmd" : '.*->.*'` -ne 0 ]; then (mit Version 13.0.1 in der Zeile 410) in die folgende um: if test -L $newbase; then Stopp-Skript für &matlab; erstellen Das nachstehende Skript beendet &matlab; ordnungsgemäß. Erstellen Sie die Datei $MATLAB/toolbox/local/finish.m mit dem nachstehenden Inhalt: ! $MATLAB/bin/finish.sh Übernehmen Sie die Zeichenkette $MATLAB unverändert. Im selben Verzeichnis befinden sich die Dateien finishsav.m und finishdlg.m. Die Dateien sichern die Einstellungen der Arbeitsfläche bevor &matlab; beendet wird. Wenn Sie eine der beiden Dateien benutzen, fügen Sie die obige Zeile unmittelbar nach dem save-Kommando ein. Erstellen Sie die Datei $MATLAB/bin/finish.sh mit nachstehendem Inhalt: #!/usr/compat/linux/bin/sh (sleep 5; killall -1 matlab_helper) & exit 0 Machen Sie die Datei ausführbar: &prompt.root; chmod +x $MATLAB/bin/finish.sh &matlab; benutzen Jetzt können Sie &matlab; mit dem matlab starten. Marcel Moolenaar Beigetragen von &oracle; installieren Linux-Anwendungen Oracle Übersicht Dieses Dokument beschreibt die Installation von &oracle; 8.0.5 und &oracle; 8.0.5.1 Enterprise Edition für Linux auf einem FreeBSD-Rechner. Installation der Linux-Umgebung Stellen Sie sicher, dass Sie sowohl emulators/linux_base und devel/linux_devtools aus der Ports-Collection installiert haben. Wenn Sie mit diesen Ports Schwierigkeiten haben, müssen Sie vielleicht ältere Versionen der Linux-Umgebung aus der Ports-Collection installieren. Wenn Sie den Intelligent-Agent verwenden wollen, müssen Sie zusätzlich das RedHat Tcl-Paket installieren: tcl-8.0.3-20.i386.rpm. Zur Installation von RPM-Paketen wir der Port archivers/rpm benötigt. Ist der Port installiert, lassen sich RPM-Pakete anschließend mit dem nachstehenden Befehl installieren: &prompt.root; rpm -i --ignoreos --root /compat/linux --dbpath /var/lib/rpm package Die Installation der RPM-Pakete sollte ohne Fehlermeldung ablaufen. Die &oracle;-Umgebung erzeugen Bevor Sie &oracle; installieren können, müssen Sie eine entsprechende Umgebung erzeugen. Dieses Dokument beschreibt nur, was Sie im Speziellen tun müssen, um die Linux-Version von &oracle; unter FreeBSD zu installieren, nicht aber, was bereits in der Installationsanleitung von &oracle; beschrieben wird. Kernel-Tuning Kernel Tuning Wie in der Installationsanleitung von &oracle; beschrieben, müssen Sie die maximale Shared-Memory Größe festlegen. Verwenden Sie SHMMAX nicht unter FreeBSD. SHMMAX wird lediglich aus SHMMAXPGS und PGSIZE berechnet. Definieren Sie stattdessen SHMMAXPGS. Alle anderen Optionen können wie in der Anleitung beschrieben verwendet werden. Zum Beispiel: options SHMMAXPGS=10000 options SHMMNI=100 options SHMSEG=10 options SEMMNS=200 options SEMMNI=70 options SEMMSL=61 Passen Sie diese Optionen entsprechend dem von Ihnen gewünschten Einsatzzweck von &oracle; an. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie folgende Optionen in Ihren Kernel kompilieren: options SYSVSHM #SysV shared memory options SYSVSEM #SysV semaphores options SYSVMSG #SysV interprocess communication &oracle;-Benutzer anlegen Legen Sie den Account oracle an. Der Account unterschiedet sich von normalen Accounts dadurch, dass er eine Linux-Shell zugeordnet bekommen muss. Fügen Sie /compat/linux/bin/bash in die Datei /etc/shells ein und setzen Sie die Shell für den oracle-Account auf /compat/linux/bin/bash. Umgebung Neben den normalen &oracle;-Variablen, wie z.B. ORACLE_HOME und ORACLE_SID müssen Sie die folgenden Variablen setzen: - + Variable Wert LD_LIBRARY_PATH $ORACLE_HOME/lib CLASSPATH $ORACLE_HOME/jdbc/lib/classes111.zip PATH /compat/linux/bin /compat/linux/sbin /compat/linux/usr/bin /compat/linux/usr/sbin /bin /sbin /usr/bin /usr/sbin /usr/local/bin $ORACLE_HOME/bin Es ist empfehlenswert, alle Variablen in der Datei .profile zu setzen. Ein komplettes Beispiel sieht folgendermaßen aus: ORACLE_BASE=/oracle; export ORACLE_BASE ORACLE_HOME=/oracle; export ORACLE_HOME LD_LIBRARY_PATH=$ORACLE_HOME/lib export LD_LIBRARY_PATH ORACLE_SID=ORCL; export ORACLE_SID ORACLE_TERM=386x; export ORACLE_TERM CLASSPATH=$ORACLE_HOME/jdbc/lib/classes111.zip export CLASSPATH PATH=/compat/linux/bin:/compat/linux/sbin:/compat/linux/usr/bin PATH=$PATH:/compat/linux/usr/sbin:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin PATH=$PATH:/usr/local/bin:$ORACLE_HOME/bin export PATH &oracle; installieren Auf Grund einer kleinen Unregelmäßigkeit im Linux-Emulator müssen Sie das Verzeichnis .oracle unter /var/tmp erzeugen, bevor Sie das Installationsprogramm starten. Das Verzeichnis muss entwerder für alle Benutzer beschreibbar sein oder dem Account oracle gehören. Sie sollten &oracle; nun ohne Probleme installieren können. Treten dennoch Probleme auf, überprüfen Sie zuerst Ihre &oracle;-Distribution und Ihre Konfiguration. Nachdem Sie &oracle; erfolgreich installiert haben, installieren Sie die Patches wie in den zwei folgenden Abschnitten beschrieben: Ein häufiges Problem ist, dass der TCP Protokoll-Adapter nicht korrekt installiert wird. Daraus folgt, dass Sie keine TCP-Listener starten können. Dieses Problem kann durch folgende Schritte behoben werden: &prompt.root; cd $ORACLE_HOME/network/lib &prompt.root; make -f ins_network.mk ntcontab.o &prompt.root; cd $ORACLE_HOME/lib &prompt.root; ar r libnetwork.a ntcontab.o &prompt.root; cd $ORACLE_HOME/network/lib &prompt.root; make -f ins_network.mk install Vergessen Sie nicht, root.sh nochmals auszuführen! root.sh patchen Während der &oracle;-Installation werden einige Aktionen, die als root ausgeführt werden müssen, in ein Shell-Skript mit dem Namen root.sh gespeichert. Dieses Skript befindet sich im Verzeichnis orainst. Verwenden Sie folgenden Patch für root.sh, damit es das richtige chown Kommando verwendet, oder lassen Sie das Skript alternativ unter einer Linux-Shell ablaufen: *** orainst/root.sh.orig Tue Oct 6 21:57:33 1998 --- orainst/root.sh Mon Dec 28 15:58:53 1998 *************** *** 31,37 **** # This is the default value for CHOWN # It will redefined later in this script for those ports # which have it conditionally defined in ss_install.h ! CHOWN=/bin/chown # # Define variables to be used in this script --- 31,37 ---- # This is the default value for CHOWN # It will redefined later in this script for those ports # which have it conditionally defined in ss_install.h ! CHOWN=/usr/sbin/chown # # Define variables to be used in this script Wenn Sie &oracle; nicht von CD-ROM installieren, können Sie Quelldatei für root.sh verändern. Sie heißt rthd.sh und befindet sich im orainst-Verzeichnis des Quellcodebaums. genclntsh patchen Das Skript genclntsh wird verwendet, um eine Shared-Library für Clients zu erzeugen. Diese wird bei der Erzeugung der Demos verwendet. Verwenden Sie folgenden Patch, um die Definition von PATH auszukommentieren: *** bin/genclntsh.orig Wed Sep 30 07:37:19 1998 --- bin/genclntsh Tue Dec 22 15:36:49 1998 *************** *** 32,38 **** # # Explicit path to ensure that we're using the correct commands #PATH=/usr/bin:/usr/ccs/bin export PATH ! PATH=/usr/local/bin:/bin:/usr/bin:/usr/X11R6/bin export PATH # # each product MUST provide a $PRODUCT/admin/shrept.lst --- 32,38 ---- # # Explicit path to ensure that we're using the correct commands #PATH=/usr/bin:/usr/ccs/bin export PATH ! #PATH=/usr/local/bin:/bin:/usr/bin:/usr/X11R6/bin export PATH # # each product MUST provide a $PRODUCT/admin/shrept.lst &oracle; starten Wenn Sie den Anweisungen gefolgt sind, sollten Sie nun in der Lage sein, &oracle; zu starten, genau so, wie Sie dies auch unter Linux tun würden. Holger Kipp Beigetragen von Valentino Vaschetto Originalversion nach SGML konvertiert durch: &sap.r3; installieren Linux-Anwendungen SAP R/3 Installationen von &sap; unter FreeBSD werden vom &sap; Support-Team nicht unterstützt – und &sap; bietet Support nur für zertifizierte Plattformen an! Übersicht Dieses Dokument beschreibt einen möglichen Weg, um ein &sap.r3;-System mit &oracle; Datenbank für Linux auf einem FreeBSD-Rechner zu installieren, einschließlich der Installation von FreeBSD und &oracle;. Zwei verschiedene Konfigurationen werden beschrieben: &sap.r3; 4.6B (IDES) mit &oracle; 8.0.5 unter FreeBSD 4.3-STABLE &sap.r3; 4.6C mit &oracle; 8.1.7 unter FreeBSD 4.5-STABLE Obwohl dieses Dokument versucht, alle wichtigen Schritte ausführlich zu beschreiben, besteht nicht die Absicht, die originalen Installationsanleitungen von &oracle; und &sap.r3; zu ersetzen. Benutzen Sie die mit &sap.r3; Linux Edition gelieferte Dokumentation für &sap;- und &oracle;-spezifische Fragen, sowie die Ressourcen von &oracle; und &sap;-OSS. Software/Programme Folgende CD-ROMs wurden für die Installation von &sap; verwendet: &sap.r3; 4.6B, &oracle; 8.0.5 - + Bezeichnung Nummer Beschreibung KERNEL 51009113 &sap; Kernel &oracle; / Installation / AIX, Linux, &solaris; RDBMS 51007558 &oracle; / RDBMS 8.0.5.X / Linux EXPORT1 51010208 IDES / DB-Export / Disc 1 of 6 EXPORT2 51010209 IDES / DB-Export / Disc 2 of 6 EXPORT3 51010210 IDES / DB-Export / Disc 3 of 6 EXPORT4 51010211 IDES / DB-Export / Disc 4 of 6 EXPORT5 51010212 IDES / DB-Export / Disc 5 of 6 EXPORT6 51010213 IDES / DB-Export / Disc 6 of 6 Zusätzlich wurde die &oracle; 8 Server CD-ROM (Pre-production Version 8.0.5 für Linux, Kernel Version 2.0.33) verwendet, die allerdings nicht unbedingt nötig ist und FreeBSD 4.3-STABLE (die Installation wurde kurz nach dem Erscheinen von 4.3-RELEASE durchgeführt). &sap.r3; 4.6C SR2, &oracle; 8.1.7 - + Bezeichnung Nummer Beschreibung KERNEL 51014004 &sap; Kernel &oracle; / &sap; Kernel Version 4.6D / DEC, Linux RDBMS 51012930 &oracle; 8.1.7/ RDBMS / Linux EXPORT1 51013953 Release 4.6C SR2 / Export / Disc 1 of 4 EXPORT1 51013953 Release 4.6C SR2 / Export / Disc 2 of 4 EXPORT1 51013953 Release 4.6C SR2 / Export / Disc 3 of 4 EXPORT1 51013953 Release 4.6C SR2 / Export / Disc 4 of 4 LANG1 51013954 Release 4.6C SR2 / Language / DE, EN, FR / Disc 1 of 3 Abhängig von den zu installierenden Sprachen kann es sein, dass zusätzliche Sprach-CDs nötig sind. Da hier nur Deutsch und Englisch verwendet wurden, ist die erste Sprachen-CD ausreichend. Nebenbei bemerkt sind die Nummern aller vier Export-CDs identisch. Das heißt alle drei Sprachen-CDs haben diesselbe Nummer (das unterscheidet sie von der Nummerierung der 4.6B IDES-Version). Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments lief das System unter FreeBSD 4.5-STABLE (20.03.2002). &sap;-Notes Die folgenden Anmerkungen sollten vor der Installation von &sap.r3; gelesen werden, da sie sich während der Installation als nützlich erwiesen haben. &sap.r3; 4.6B, &oracle; 8.0.5 - + Nummer Bezeichnung 0171356 &sap; Software on Linux: Essential Comments 0201147 INST: 4.6C R/3 Inst. on UNIX - &oracle; 0373203 Update / Migration &oracle; 8.0.5 --> 8.0.6/8.1.6 LINUX 0072984 Release of Digital UNIX 4.0B for &oracle; 0130581 R3SETUP step DIPGNTAB terminates 0144978 Your system has not been installed correctly 0162266 Questions and tips for R3SETUP on Windows NT/W2K &sap.r3; 4.6C, &oracle; 8.1.7 - + Nummer Bezeichnung 0015023 Initializing table TCPDB (RSXP0004) (EBCDIC) 0045619 R/3 with several languages or typefaces 0171356 &sap; Software on Linux: Essential Comments 0195603 RedHat 6.1 Enterprise version: Known problems 0212876 The new archiving tool SAPCAR 0300900 Linux: Released DELL Hardware 0377187 RedHat 6.2: important remarks 0387074 INST: R/3 4.6C SR2 Installation on UNIX 0387077 INST: R/3 4.6C SR2 Inst. on UNIX - &oracle; 0387078 &sap; Software on UNIX: OS Dependencies 4.6C SR2 Hardware-Anforderungen Die folgende Ausstattung reicht für die Installation eines &sap.r3; Systems aus. Für Produktionszwecke benötigt man natürlich eine exakte Bestimmung dieser Größen: - + Komponente 4.6B 4.6C Prozessor 2 x 800MHz &pentium; III 2 x 800MHz &pentium; III Hauptspeicher 1GB ECC 2GB ECC Festplattenplatz 50-60GB (IDES) 50-60GB (IDES) Für Produktionszwecke sind &xeon; Prozessoren mit großem Cache, Hochgeschwindigkeitsspeicher (SCSI, RAID Hardware Controller), USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) und ECC-RAM empfehlenswert. Der große Bedarf an Festplattenplatz ergibt sich durch das vorkonfigurierte IDES System, welches während der Installation 27 GB Datenbankdateien erzeugt. Dieser Speicher ist auch für neue Produktionssysteme und Anwendungsdaten ausreichend. &sap.r3; 4.6B, &oracle; 8.0.5 Folgende Standard-Hardware wurde verwendet: Ein Doppelprozessorboard mit zwei 800 MHz &pentium; III Prozessoren, Adaptec 29160 Ultra160 SCSI Adaptern (zum Anschluß eines 40/80 GB DLT Bandlaufwerks und eines CD-ROM-Laufwerks), &mylex; &acceleraid; (2 Kanäle, Firmware 6.00-1-00 mit 32 MB RAM). An den &mylex; RAID-Controller wurden 2 (gespiegelte) 17 GB Festplatten sowie vier 36 GB Festplatten (RAID level 5) angeschlossen. &sap.r3; 4.6C, &oracle; 8.1.7 Für diese Installation wurde ein DELL PowerEdge 2500 verwendet: Ein Doppelprozessorboard mit zwei 1000 MHz &pentium; III Prozessoren (256 kB Cache), 2 GB PC133 ECC SDRAM, PERC/3 DC PCI RAID-Controller mit 128 MB, und einem EIDE DVD-ROM Laufwerk. An den RAID-Controller sind zwei (gespiegelte) 18 GB Festplatten sowie vier 36 GB Festplatten (RAID level 5) angeschlossen. Installation von FreeBSD Als erstes müssen Sie FreeBSD installieren. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: In den Beispielen wurde FreeBSD 4.3 via FTP, FreeBSD 4.5 hingegen direkt von CD installiert. Weitere Hinweise zur Installation von &os; finden Sie in . Aufteilung der Festplatte Um das Ganze zu vereinfachen, wurde sowohl für die &sap.r3; 46B- als auch die &sap.r3; 46C SR2-Installation die gleiche Platteneinteilung verwendet. Nur die Gerätenamen änderten sich, da die Installationen auf verschiedenen Hardwareplattformen durchgeführt wurden (Insbesondere /dev/da sowie /dev/amr; wenn also jemand z.B. ein AMI &megaraid; verwendet, so wird er /dev/amr0s1a anstelle von /dev/da0s1a vorfinden.): - + Dateisystem Größe (1k-blocks) HDD-Größe (GB) Gemountet nach /dev/da0s1a 1.016.303 1 / /dev/da0s1b 6 Swap /dev/da0s1e 2.032.623 2 /var /dev/da0s1f 8.205.339 8 /usr /dev/da1s1e 45.734.361 45 /compat/linux/oracle /dev/da1s1f 2.032.623 2 /compat/linux/sapmnt /dev/da1s1g 2.032.623 2 /compat/linux/usr/sap Konfigurieren und initialisieren Sie die zwei logischen Platten mit der &mylex;- oder PERC/3 RAID Software, bevor Sie beginnen. Diese kann während der BIOS-Bootphase gestartet werden. Beachten Sie bitte, dass sich diese Platteneinteilung etwas von den &sap;-Empfehlungen unterscheidet, da &sap; vorschlägt, die &oracle;-Unterverzeichnisse (und einige andere) separat einzuhängen – es ist jedoch einfacher, diese als reale Unterverzeichnisse zu erzeugen. <command>make world</command> und ein neuer Kernel Laden Sie die neuesten STABLE-Quellen herunter. Aktualisieren Sie das System und erzeugen Sie einen neuen Kernel, nachdem Sie die Kernelkonfigurationsdatei angepasst haben. Zusätzlich sollten Sie die Kernel Parameter einfügen, die sowohl von &sap.r3; als auch von &oracle; benötigt werden. Installation der Linux-Umgebung Das Linux-Basissystem installieren Zuerst muss der Port linux_base als root installiert werden: &prompt.root; cd /usr/ports/emulators/linux_base &prompt.root; make package Die Linux-Entwicklungsumgebung installieren Die Linux-Entwicklungsumgebung wird benötigt, wenn Sie &oracle; auf Ihrem FreeBSD-System installieren wollen (siehe ): &prompt.root; cd /usr/ports/devel/linux_devtools &prompt.root; make install distclean Die Linux-Entwicklungsumgebung wurde hier jedoch nur für die &sap.r3; 46B IDES-Installation verwendet. Sie wird nicht benötigt, wenn die &oracle;-Datenbank auf dem FreeBSD System nicht neu gebunden wird. Dies ist dann der Fall, wenn Sie den &oracle; Tarball eines Linux-Systems verwenden. Notwendige RPMs installieren RPMs Um das R3SETUP-Programm zu starten, wird PAM-Unterstützung benötigt. Während der ersten Installation von &sap; unter FreeBSD 4.3-STABLE wurde versucht, zuerst alle von PAM benötigten Pakete zu installieren. Anschließend wurde die Installation von PAM erzwungen, was auch ohne Probleme funktionierte. Für die folgende Installation von &sap.r3; 4.6C SR2 wurde die Installation von PAM ohne die abhängigen Pakete direkt erzwungen und es funktionierte ebenfalls. Es sieht so aus, als würden die abhängigen Pakete nicht benötigt. &prompt.root; rpm -i --ignoreos --nodeps --root /compat/linux --dbpath /var/lib/rpm \ pam-0.68-7.i386.rpm Um den Intelligent-Agent von &oracle; 8.0.5 auszuführen, musste das RedHat Tcl-Paket tcl-8.0.5-30.i386.rpm installiert werden, da sonst das Binden (link) während der &oracle;-Installation nicht funktionierte. Es gibt noch weitere Punkte beim Binden von &oracle;, die aber die Kombination &oracle;-Linux betreffen und nicht FreeBSD spezifisch sind. Zusätzliche Hinweise Eine gute Idee ist es, linprocfs in /etc/fstab einzufügen; weitere Informationen dazu erhalten Sie in der Hilfeseite &man.linprocfs.5;. Weiterhin sollten Sie in der Datei /etc/sysctl.conf die Zeile kern.fallback_elf_brand=3 einfügen. Die &sap.r3;-Umgebung erzeugen Die nötigen Dateisysteme erzeugen Für eine einfache Installation reicht es aus, folgende Dateisysteme zu erzeugen: - + Dateisysteme Größe in GB /compat/linux/oracle 45 GB /compat/linux/sapmnt 2 GB /compat/linux/usr/sap 2 GB Außerdem müssen einige Links angelegt werden. Ansonsten beschwert sich der &sap;-Installer, wenn er die erzeugten Links überprüft: &prompt.root; ln -s /compat/linux/oracle /oracle &prompt.root; ln -s /compat/linux/sapmnt /sapmnt &prompt.root; ln -s /compat/linux/usr/sap /usr/sap Eine Fehlermeldung während der Installation (hier unter dem PRD-System und &sap.r3; 4.6C SR2 könnte beispielsweise so aussehen: INFO 2002-03-19 16:45:36 R3LINKS_IND_IND SyLinkCreate:200 Checking existence of symbolic link /usr/sap/PRD/SYS/exe/dbg to /sapmnt/PRD/exe. Creating if it does not exist... WARNING 2002-03-19 16:45:36 R3LINKS_IND_IND SyLinkCreate:400 Link /usr/sap/PRD/SYS/exe/dbg exists but it points to file /compat/linux/sapmnt/PRD/exe instead of /sapmnt/PRD/exe. The program cannot go on as long as this link exists at this location. Move the link to another location. ERROR 2002-03-19 16:45:36 R3LINKS_IND_IND Ins_SetupLinks:0 can not setup link '/usr/sap/PRD/SYS/exe/dbg' with content '/sapmnt/PRD/exe' Benutzer und Verzeichnisse anlegen &sap.r3; benötigt zwei Benutzer und drei Benutzergruppen. Die Benutzernamen hängen von der (aus drei Buchstaben bestehenden) SAP-System-ID (SID) ab. Einige dieser SIDs sind von &sap; reserviert (z.B. SAP und NIX. Für eine komplette Übersicht schlagen Sie bitte in der &sap;-Dokumentation nach. Für die IDES-Installation wurde IDS verwendet, für die 4.6C-SR2-Installation PRD, da das System für Produktionszwecke eingesetzt werden sollte. Daraus ergaben sich folgende Gruppen (die Gruppen-IDs können variieren, es handelt sich nur um Werte, die für diese spezielle Installation verwendet wurden): - + Gruppen-ID Gruppen-Name Beschreibung 100 dba Datenbank-Administrator 101 sapsys SAP System 102 oper Datenbank-Operator Bei einer Standard-&oracle;-Installation wird nur die Gruppe dba verwendet. Für die Gruppe oper wird ebenfalls die Gruppe dba verwendet (weitere Informationen finden sich in der &oracle;- und &sap;-Dokumentation). Zusätzlich werden auch folgende Benutzer benötigt: - + Benutzer-ID Benutzername Generischer Name Gruppe Zusätzliche Gruppen Beschreibung 1000 idsadm/prdadm sidadm sapsys oper SAP Administrator 1002 oraids/oraprd orasid dba oper &oracle; Administrator Für das Anlegen des &sap;-Administrators mittels &man.adduser.8; werden folgende Einträge (beachten Sie bitte die Shell und das Heimatverzeichnis) benötigt: Name: sidadm Password: ****** Fullname: SAP Administrator SID Uid: 1000 Gid: 101 (sapsys) Class: Groups: sapsys dba HOME: /home/sidadm Shell: bash (/compat/linux/bin/bash) und für den Datenbank-Administrator: Name: orasid Password: ****** Fullname: Oracle Administrator SID Uid: 1002 Gid: 100 (dba) Class: Groups: dba HOME: /oracle/sid Shell: bash (/compat/linux/bin/bash) Wenn Sie beide Gruppen (dba und oper) verwenden, sollte auch die Gruppe oper hinzugefügt werden. Verzeichnisse erzeugen Diese Verzeichnisse werden gewöhnlich als eigene Dateisysteme erzeugt und gemountet. Letztlich liegt dies aber an Ihren Anforderungen an das System. Hier wurden sie als einfache Verzeichnisse angelegt, die sich alle im gleichen RAID5 befinden: Zuerst werden die Eigentümer und Rechte für einige Verzeichnisse (als Benutzer root) gesetzt: &prompt.root; chmod 775 /oracle &prompt.root; chmod 777 /sapmnt &prompt.root; chown root:dba /oracle &prompt.root; chown sidadm:sapsys /compat/linux/usr/sap &prompt.root; chmod 775 /compat/linux/usr/sap Danach werden (als Benutzer orasid) einige Verzeichnisse erzeugt, die alle Unterverzeichnisse von /oracle/SID sind: &prompt.root; su - orasid &prompt.root; cd /oracle/SID &prompt.root; mkdir mirrlogA mirrlogB origlogA origlogB &prompt.root; mkdir sapdata1 sapdata2 sapdata3 sapdata4 sapdata5 sapdata6 &prompt.root; mkdir saparch sapreorg &prompt.root; exit Für die &oracle; 8.1.7-Installation werden ebenfalls zusätzliche Verzeichnisse benötigt: &prompt.root; su - orasid &prompt.root; cd /oracle &prompt.root; mkdir 805_32 &prompt.root; mkdir client stage &prompt.root; mkdir client/80x_32 &prompt.root; mkdir stage/817_32 &prompt.root; cd /oracle/SID &prompt.root; mkdir 817_32 Das Verzeichnis client/80x_32 muss genau so genannt werden. Versuchen Sie nicht, das x durch eine Zahl oder einen Buchstaben zu ersetzen. Im dritten Schritt werden wiederum Verzeichnisse (als Benutzer sidadm) erzeugt: &prompt.root; su - sidadm &prompt.root; cd /usr/sap &prompt.root; mkdir SID &prompt.root; mkdir trans &prompt.root; exit Einträge in <filename>/etc/services</filename> &sap.r3; benötigt einige Einträge in /etc/services, die während der Installation unter FreeBSD nicht richtig gesetzt werden. Sie benötigen mindestens die zur Instanzennummer, in diesem Fall 00, passenden Einträge. Es ist auch möglich, direkt alle Einträge für dp, gw, sp und ms von 00 bis 99 einzufügen. Wenn Sie einen SAP-Router verwenden, oder den Zugang zu &sap;-OSS benötigen, müssen Sie auch 99 einfügen, da der Port 3299 normalerweise für den SAP-Router-Prozess auf dem Zielsystem benötigt wird: sapdp00 3200/tcp # SAP Dispatcher. 3200 + Instance-Number sapgw00 3300/tcp # SAP Gateway. 3300 + Instance-Number sapsp00 3400/tcp # 3400 + Instance-Number sapms00 3500/tcp # 3500 + Instance-Number sapmsSID 3600/tcp # SAP Message Server. 3600 + Instance-Number sapgw00s 4800/tcp # SAP Secure Gateway 4800 + Instance-Number Notwendige Lokalisierungen Locale &sap; benötigt mindestens zwei Lokalisierungen, die nicht Teil der RedHat-Standardinstallation sind. &sap; bietet diese als RPMs auf ihrem FTP-Server als Downloads an (diese sind aber nur dann zugänglich, wenn Sie ein Kunde mit OSS-Zugang sind). Für eine Übersicht der notwendigen RPMs lesen Sie bitte den &sap;-Hinweis 0171356. Es ist auch möglich, nur die passenden Links (z.B. von de_DE und en_US) zu erzeugen, diese Vorgehensweise wird aber nicht nicht empfohlen (obwohl es bisher beim IDES-System ohne Probleme funktioniert hat). Folgende Lokalisationen werden benötigt: de_DE.ISO-8859-1 en_US.ISO-8859-1 Erzeugen Sie die Links wie folgt: &prompt.root; cd /compat/linux/usr/share/locale &prompt.root; ln -s de_DE de_DE.ISO-8859-1 &prompt.root; ln -s en_US en_US.ISO-8859-1 Sind diese nicht vorhanden, wird es während der Installation zu einigen Problemen kommen. Wenn diese konsequent ignoriert werden (indem der fehlgeschlagene Schritt in CENTRDB.R3S auf OK gesetzt wird), ist es ohne größeren Aufwand nicht mehr möglich, sich am &sap;-System anzumelden. Kernel-Tuning Kernel Tuning &sap.r3;-Systeme verbrauchen sehr viele Ressourcen. Deshalb wurden folgende Parameter in die Kernelkonfigurationsdatei eingefügt: # Set these for memory pigs (SAP and Oracle): options MAXDSIZ="(1024*1024*1024)" options DFLDSIZ="(1024*1024*1024)" # System V options needed. options SYSVSHM #SYSV-style shared memory options SHMMAXPGS=262144 #max amount of shared mem. pages #options SHMMAXPGS=393216 #use this for the 46C inst.parameters options SHMMNI=256 #max number of shared memory ident if. options SHMSEG=100 #max shared mem.segs per process options SYSVMSG #SYSV-style message queues options MSGSEG=32767 #max num. of mes.segments in system options MSGSSZ=32 #size of msg-seg. MUST be power of 2 options MSGMNB=65535 #max char. per message queue options MSGTQL=2046 #max amount of msgs in system options SYSVSEM #SYSV-style semaphores options SEMMNU=256 #number of semaphore UNDO structures options SEMMNS=1024 #number of semaphores in system options SEMMNI=520 #number of semaphore indentifiers options SEMUME=100 #number of UNDO keys Die minimalen Werte sind in der von &sap; kommenden Dokumentation festgelegt. Da es keine Beschreibung für Linux (und daher auch nicht für FreeBSD) gibt, entnehmen Sie weitere Informationen dem HP-UX-Abschnitt (32-Bit). Da das System für die 4.6C SR2-Installation über mehr Hauptspeicher verfügte, können die Shared-Segments für &sap; und &oracle; größer sein. Wählen Sie daher eine größere Anzahl von Shared-Memory-Pages. Bei einer Standard-Installation von FreeBSD 4.5 auf &i386;-Systemen belassen Sie MAXDSIZ und DFLDSIZ auf dem Maximum von 1 GB. Ansonsten könnten seltsame Fehlermeldungen, wie ORA-27102: out of memory oder Linux Error: 12: Cannot allocate memory auftreten. &sap.r3; installieren Die &sap; CD-ROMs vorbereiten Für eine Installation werden viele CD-ROMs benötigt, die gemountet und ungemountet werden müssen. Wenn Sie genügend CD-ROM-Laufwerke haben, können Sie alle gleichzeitig gemountet werden. Ansonsten kopiert man die CD-ROM-Inhalte einfach in die entsprechenden Verzeichnisse, /oracle/SID/sapreorg/cd-name wobei cd-name KERNEL, RDBMS, EXPORT1, EXPORT2, EXPORT3, EXPORT4, EXPORT5 und EXPORT6 bei einer 4.6B/IDES-Installation und KERNEL, RDBMS, DISK1, DISK2, DISK3, DISK4 und LANG bei einer 4.6C SR2-Installation entspricht. Die Dateinamen auf den gemounteten CDs sollten aus Großbuchstaben bestehen. Ist dies nicht der Fall, verwenden Sie zum Mounten die Option . Für das Kopieren der CD-Inhalte verwenden Sie folgenden Befehle: &prompt.root; mount_cd9660 -g /dev/cd0a /mnt &prompt.root; cp -R /mnt/* /oracle/SID/sapreorg/cd-name &prompt.root; umount /mnt Das Installations-Skript ausführen Als erstes müssen Sie ein Installationsverzeichnis anlegen: &prompt.root; cd /oracle/SID/sapreorg &prompt.root; mkdir install &prompt.root; cd install Anschließend wird das Installations-Skript gestartet, das nahezu alle relevanten Daten in das Installationsverzeichnis kopiert: &prompt.root; /oracle/SID/sapreorg/KERNEL/UNIX/INSTTOOL.SH Die IDES-Installation (4.6B) wird mit einem vollständig angepassten &sap.r3; Demo-System geliefert, das heißt es gibt sechs statt drei Export-CDs. Da CENTRDB.R3S für eine Standard-Zentralinstanz (&r3; plus Datenbank) ausgelegt ist, aber nicht für eine IDES-Zentralinstanz, muss die passende CENTRDB.R3S-Datei manuell aus dem Verzeichnis EXPORT1 in das Installationsverzeichnis kopiert werden, da R3SETUP ansonsten nur nach drei EXPORT-CDs verlangt. Die aktuellere Version &sap; 4.6C SR2 wird mit vier EXPORT-CDs geliefert. Die die Installation überwachende Parameter-Datei heißt hier CENTRAL.R3S. Im Gegensatz zu früheren Versionen gibt es nun keine separaten Vorlagen für die Installation von Zentralinstanzen mit und ohne Datenbank mehr. &sap; verwendet eine eigene Vorlage für die Datenbankinstallation. Um die Installation später erneut starten, ist es jedoch ausreichend, die Installation mit der ursprünglichen Datei zu starten. Während und nach der Installation benötigt &sap; hostname, um den Rechnernamen, aber nicht den vollständigen Domain-Namen zu erhalten. Setzen Sie also entweder den Rechnernamen entsprechend, oder setzen Sie einen Alias mit alias hostname='hostname -s' für die Benutzer orasid und sidadm (Und zusätzlich für root. Dies zumindest für die Installationsschritte, die als root ausgeführt werden müssen.). Außerdem ist es möglich, nur die während der &sap;-Installation erstellten Dateien .profile und .login beider Benutzer anzupassen. <command>R3SETUP</command> 4.6B starten Stellen Sie sicher, dass LD_LIBRARY_PATH korrekt gesetzt wurde: &prompt.root; export LD_LIBRARY_PATH=/oracle/IDS/lib:/sapmnt/IDS/exe:/oracle/805_32/lib Gehen Sie in das Installationsverzeichnis und starten Sie R3SETUP als root: &prompt.root; cd /oracle/IDS/sapreorg/install &prompt.root; ./R3SETUP -f CENTRDB.R3S Das Skript stellt anschließend einige Fragen (Vorgaben stehen dabei in Klammern, gefolgt von den aktuellen Eingaben): - + Frage Vorgabe Eingabe Enter SAP System ID [C11] IDSEnter Enter SAP Instance Number [00] Enter Enter SAPMOUNT Directory [/sapmnt] Enter Enter name of SAP central host [troubadix.domain.de] Enter Enter name of SAP db host [troubadix] Enter Select character set [1] (WE8DEC) Enter Enter Oracle server version (1) Oracle 8.0.5, (2) Oracle 8.0.6, (3) Oracle 8.1.5, (4) Oracle 8.1.6 1Enter Extract Oracle Client archive [1] (Yes, extract) Enter Enter path to KERNEL CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/KERNEL Enter path to RDBMS CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/RDBMS Enter path to EXPORT1 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT1 Directory to copy EXPORT1 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD4_DIR] Enter Enter path to EXPORT2 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT2 Directory to copy EXPORT2 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD5_DIR] Enter Enter path to EXPORT3 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT3 Directory to copy EXPORT3 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD6_DIR] Enter Enter path to EXPORT4 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT4 Directory to copy EXPORT4 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD7_DIR] Enter Enter path to EXPORT5 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT5 Directory to copy EXPORT5 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD8_DIR] Enter Enter path to EXPORT6 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT6 Directory to copy EXPORT6 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD9_DIR] Enter Enter amount of RAM for SAP + DB 850Enter (in Megabytes) Service Entry Message Server [3600] Enter Enter Group-ID of sapsys [101] Enter Enter Group-ID of oper [102] Enter Enter Group-ID of dba [100] Enter Enter User-ID of sidadm [1000] Enter Enter User-ID of orasid [1002] Enter Number of parallel procs [2] Enter Wenn Sie die CD-Inhalte nicht in verschiedene Verzeichnisse kopiert haben, findet das &sap;-Installationsprogramm die benötigten CDs nicht (diese sind durch die Datei LABEL.ASC gekennzeichnet) und würde von Ihnen verlangen, entweder die CD einzulegen und zu mounten oder den entsprechenden mount-Pfad einzugeben. CENTRDB.R3S ist möglicherweise nicht fehlerfrei. Im vorliegenden Fall wurde die CD EXPORT4 zwar erneut verlangt, dennoch wurde der richtige Schlüssel (6_LOCATION, danach 7_LOCATION) vorgeschlagen. Daher ist es problemlos möglich, durch Eingabe der korrekten Werte fortzufahren. Abgesehen von einigen kleineren (unten angeführten) Problemen, sollte nun bis zur Installation der &oracle;-Datenbank alles ohne Probleme ablaufen. <command>R3SETUP</command> 4.6C SR2 starten Stellen Sie sicher, dass LD_LIBRARY_PATH korrekt gesetzt ist. Dieser Wert unterscheidet sich von dem der 4.6B-&oracle; 8.0.5-Installation: &prompt.root; export LD_LIBRARY_PATH=/sapmnt/PRD/exe:/oracle/PRD/817_32/lib Gehen Sie in das Installationsverzeichnis und führen Sie R3SETUP als root aus: &prompt.root; cd /oracle/PRD/sapreorg/install &prompt.root; ./R3SETUP -f CENTRAL.R3S Das Skript stellt anschließend einige Fragen (Vorgaben in Klammern, gefolgt von den aktuellen Eingaben): - + Frage Vorgabe Eingabe Enter SAP System ID [C11] PRDEnter Enter SAP Instance Number [00] Enter Enter SAPMOUNT Directory [/sapmnt] Enter Enter name of SAP central host [majestix] Enter Enter Database System ID [PRD] PRDEnter Enter name of SAP db host [majestix] Enter Select character set [1] (WE8DEC) Enter Enter Oracle server version (2) Oracle 8.1.7 2Enter Extract Oracle Client archive [1] (Yes, extract) Enter Enter path to KERNEL CD [/sapcd] /oracle/PRD/sapreorg/KERNEL Enter amount of RAM for SAP + DB 2044 1800Enter (in Megabytes) Service Entry Message Server [3600] Enter Enter Group-ID of sapsys [100] Enter Enter Group-ID of oper [101] Enter Enter Group-ID of dba [102] Enter Enter User-ID of oraprd [1002] Enter Enter User-ID of prdadm [1000] Enter LDAP support 3Enter (no support) Installation step completed [1] (continue) Enter Choose installation service [1] (DB inst,file) Enter Bisher verursacht das Anlegen von Benutzern eine Fehlermeldung während der Installation, und zwar in den Stadien OSUSERDBSID_IND_ORA (beim Anlegen des Benutzers orasid), sowie in OSUSERSIDADM_IND_ORA (beim Anlegen des Benutzers sidadm). Abgesehen von einigen kleineren (unten angeführten) Problemen, sollte nun bis zur Installation der &oracle;-Datenbank alles ohne Probleme ablaufen. &oracle; 8.0.5 installieren Lesen Sie bitte die entsprechenden &sap;-Hinweise und &oracle;-Readmes für Probleme, die Linux und die &oracle;-Datenbank betreffen. Die meisten (wenn nicht alle) Probleme werden durch inkompatible Bibliotheken verursacht. Weiteres zur &oracle;-Installation finden Sie im Kapitel Installation von &oracle;. &oracle; 8.0.5 mit <command>orainst</command> installieren Wenn &oracle; 8.0.5 verwendet wird, werden einige zusätzliche Bibliotheken benötigt, da &oracle; 8.0.5 mit einer alten Version von glibc verlinkt wurde, RedHat 6.1 aber bereits eine aktuellere Version verwendet. Daher müssen Sie folgende zusätzliche Pakte installieren, um sicherzustellen, dass die Verlinkung ordnungsgemäß erfolgt: compat-libs-5.2-2.i386.rpm compat-glibc-5.2-2.0.7.2.i386.rpm compat-egcs-5.2-1.0.3a.1.i386.rpm compat-egcs-c++-5.2-1.0.3a.1.i386.rpm compat-binutils-5.2-2.9.1.0.23.1.i386.rpm Lesen Sie bitte die entsprechenden &sap;-Hinweise und die &oracle;-Readmes. Ist dies nicht möglich (z.B. aus Zeitmangel, oder bei Nichtvorhandensein dieser Unterlagen), besteht auch die Möglichkeit, die originalen Binärdateien oder die verlinkten Binärdateien eines RedHat-Systems zu verwenden. Um den Intelligent-Agent zu kompilieren, muss das RedHat Tcl-Paket installiert sein. Wenn Sie tcl-8.0.3-20.i386.rpm nicht bekommen können, sollte es auch problemlos möglich sein, eine neuere Version, z.B. tcl-8.0.5-30.i386.rpm für RedHat 6.1, zu verwenden. Vom Binden abgesehen, läuft die Installation wie folgt ab: &prompt.root; su - oraids &prompt.root; export TERM=xterm &prompt.root; export ORACLE_TERM=xterm &prompt.root; export ORACLE_HOME=/oracle/IDS &prompt.root; cd $ORACLE_HOME/orainst_sap &prompt.root; ./orainst Bestätigen Sie alle Meldungen mit Enter, bis die Software installiert ist. Einzige Ausnahme ist die Frage nach der Installation des &oracle; On-Line Text Viewers. Dieser ist unter Linux (noch) nicht verfügbar. Daher muss diese Option deaktiviert werden. Anschließend will sich &oracle; unter Verwendung von i386-glibc20-linux-gcc anstelle der verfügbaren gcc, egcs oder i386-redhat-linux-gcc verlinken. Auf Grund zeitlicher Einschränkungen wurden für die Installation die Binärdateien der &oracle; 8.0.5 PreProduction-Version verwendet, nachdem sich der erste Versuch, die Version von der RDBMS-CD zum Laufen zu bringen, sowie die richtigen RPMs zu finden und zu installieren, zum Alptraum entwickelt hatte. &oracle; 8.0.5 Pre-Production für Linux (Kernel 2.0.33) installieren Diese Installation ist relativ einfach. Mounten Sie die CD und starten Sie den Installer. Danach wählen Sie das &oracle;-Heimatverzeichnis und kopieren Sie die Binärdateien dorthin. Die Überreste der vorherigen RDBMS-Installationsversuche werden dabei nicht entfernt. Danach konnte die &oracle;-Datenbank ohne Probleme gestartet werden. Das &oracle; 8.1.7-Linux-Archiv entpacken Nehmen Sie das aus dem Installationsverzeichnis eines Linux-Systems erstellte Archiv oracle81732.tgz und entpacken Sie es nach /oracle/SID/817_32/. Mit der &sap.r3;-Installation fortfahren Überprüfen Sie als Erstes die Umgebungseinstellungen der Benutzer idsamd(sidadm) und oraids (orasid). Beide sollten nun die Dateien .profile, .login und .cshrc enthalten, die alle hostname benutzen. Falls der Rechnername Ihres Systems der vollständige Rechnername ist, müssen Sie in allen drei Dateien hostname in hostname -s ändern. Datenbanken laden Danach kann R3SETUP entweder erneut gestartet oder fortgesetzt werden (je nachdem, ob Sie das Programm zuvor beendet hatten oder nicht). R3SETUP erzeugt nun die Tablespaces und lädt die Daten (für 46B IDES von EXPORT1 bis EXPORT6, für 46C von DISK1 bis DISK4) mittels R3load in die Datenbank. Wenn das Laden der Datenbank abgeschlossen ist (dieser Vorgang kann einige Stunden dauern!), werden einige Passwörter angefordert. Für Testinstallationen können auch Standard-Passwörter verwendet werden. Liegt Ihnen allerdings etwas an der Sicherheit Ihres Systems, so verwenden Sie andere Passwörter. - + Frage Eingabe Enter Password for sapr3 sapEnter Confirum Password for sapr3 sapEnter Enter Password for sys change_on_installEnter Confirm Password for sys change_on_installEnter Enter Password for system managerEnter Confirm Password for system managerEnter An diesem Punkt gab es während der 4.6B-Installation einige Probleme mit dipgntab. Listener Starten Sie den &oracle;-Listener als Benutzer orasid wie folgt: &prompt.user; umask 0; lsnrctl start Ansonsten könnten Sie die Meldung ORA-12546 erhalten, da die Sockets nicht über die korrekten Berechtigungen verfügen werden. Lesen Sie dazu auch den &sap;-Hinweis 072984. MNLS-Tabellen aktualisieren Wenn Sie Nicht-Latin-1-Sprachen in das &sap;-System einbauen wollen, müssen Sie die MNLS (Multi National Language Support)-Tabellen aktualisieren. Dies wird in den SAP-OSS-Hinweisen 15023 und 45619 beschrieben. Ansonsten können Sie diese Frage während der &sap;-Installation überspringen. Wenn Sie MNLS nicht benötigen, ist es trotzdem nötig, die Tabelle TCPDB zu überprüfen und zu initialisieren, falls dies nicht bereits geschehen ist. Lesen Sie die &sap;-Hinweise 0015023 und 0045619, falls Sie weitere Informationen benötigen. Abschließende Aufgaben &sap.r3;-Lizenzschlüssel anfordern Sie müssen Ihren &sap.r3;-Lizenzschlüssel anfordern, da die zur Installation verwendete Lizenz nur für vier Wochen gültig ist. Dazu ermitteln Sie zuerst Ihren Hardwareschlüssel. Melden Sie sich als idsadm an und rufen Sie saplicense auf: &prompt.root; /sapmnt/IDS/exe/saplicense -get Wird saplicense ohne Optionen aufgerufen, so erhalten Sie eine Übersicht der möglichen Optionen. Nach Erhalt des Lizenzschlüssels kann dieser installiert werden: &prompt.root; /sapmnt/IDS/exe/saplicense -install Nun müssen Sie folgende Daten eingeben: SAP SYSTEM ID = SID, 3 Zeichen CUSTOMER KEY = Hardware-Schlüssel, 11 Zeichen INSTALLATION NO = Installation, 10 Ziffern EXPIRATION DATE = JJJJMMTT, normalerweise "99991231" LICENSE KEY = Lizenzschlüssel, 24 Zeichen Benutzer anlegen Erzeugen Sie einen Benutzer innerhalb von client 000 (für einige Aufgaben muss dies innerhalb von client 000 erfolgen, aber nicht als Benutzer sap* und ddic). Als Benutzername empfiehlt sich beispielsweise wartung (oder auf Englisch service). Benötigte Profile sind sap_new und sap_all. Aus Sicherheitsgründen sollten die Passwörter der Standardbenutzer in allen Clients geändert werden (dies gilt auch für die Benutzer sap* und ddic). Transportsystem, Profile, Betriebsarten usw. konfigurieren Innerhalb von client 000 führen andere Benutzer als ddic und sap* normalerweise folgende Aufgaben durch: - + Aufgabe Transaktion Konfiguration des Transportsystems, beispielsweise als Stand-Alone Transport Domain Entity STMS Erstellen und Editieren von Profilen RZ10 Pflege von Betriebsarten und Instanzen RZ04 Diese sowie alle anderen Post-Installationsschritte sind ausführlich in den &sap;-Installationsanleitungen beschrieben. <filename>init<replaceable>sid</replaceable>.sap</filename> (<filename>initIDS.sap</filename>) anpassen Die Datei /oracle/IDS/dbs/initIDS.sap enthält das &sap;-Sicherungsprofil. Hier sind die Größe des verwendeten Band(laufwerks), die Kompressionsart und so weiter festgelegt. Um dieses Profil mit sapdba oder brbackup auszuführen, wurden folgende Werte geändert: compress = hardware archive_function = copy_delete_save cpio_flags = "-ov --format=newc --block-size=128 --quiet" cpio_in_flags = "-iuv --block-size=128 --quiet" tape_size = 38000M tape_address = /dev/nsa0 tape_address_rew = /dev/sa0 Erklärungen: compress: Das verwendete Bandlaufwerk war ein HP DLT1. Dieses unterstützt Hardware-Kompression. archive_function: Hier wird das Standardverhalten beim Sichern von &oracle;-Archivprotokollen festgelegt. Neue Protokolldateien werden auf Band gespeichert, bereits gespeicherte erneut gespeichert und anschließend gelöscht. Dies verhindert eine Vielzahl von Problemen, falls Sie Ihre Datenbank wiederherstellen müssen und dabei feststellen, dass eins Ihrer Archivbänder defekt ist. cpio_flags: Standardmäßig wird verwendet. Dies setzt die Blockgröße auf 5120 Bytes. Für DLT-Bänder werden von HP mindestens 32 K Blockgröße empfohlen, daher wurde hier verwendet, um 64 KB-blöcke zu erzeugen. wurde benötigt, da das Installationssystem über mehr als 65535 Inodes verfügt. Die letzte Option ist notwendig, weil brbackup sich sonst beschwert, wenn die cpio die Anzahl der gespeicherten Blöcke ausgibt. cpio_in_flags: Flags, die zum Laden der Daten vom Band benötigt werden. Das Format wird dabei automatisch erkannt. tape_size: Damit wird die maximale Speicherkapazität des Bandes angegeben. Aus Sicherheitsgründen (das Bandlaufwerk unterstützt Hardware-Kompression) ist dieser Wert geringfügig kleiner als der aktuelle Wert. tape_address: Nicht zurückspulendes Gerät für cpio. tape_address_rew: Zurückspulendes Gerät für cpio. Konfiguration nach Installationsende Die folgenden &sap;-Parameter sollten nach der Installation optimiert werden (die Beispiele gelten für IDES 46B, 1 GB Hauptspeicher): - + Name Wert ztta/roll_extension 250000000 abap/heap_area_dia 300000000 abap/heap_area_nondia 400000000 em/initial_size_MB 256 em/blocksize_kB 1024 ipc/shm_psize_40 70000000 &sap;-Hinweis 0013026: - + Name Wert ztta/dynpro_area 2500000 &sap;-Hinweis 0157246: - + Name Wert rdisp/ROLL_MAXFS 16000 rdisp/PG_MAXFS 30000 Mit obigen Parametern und einem System mit 1 Gigabyte Hauptspeicher, könnte der Speicherverbrauch in etwa so aussehen: Mem: 547M Active, 305M Inactive, 109M Wired, 40M Cache, 112M Buf, 3492K Free Während der Installation auftretende Probleme Neustarten von <command>R3SETUP</command> nach Behebung eines Problems R3SETUP bricht ab, wenn ein Fehler auftritt. Wenn Sie (nach Durchsicht der jeweiligen Protokolldateien) den Fehler behoben haben, müssen Sie R3SETUP erneut aufrufen, indem Sie für den fehlerhaften Schritt als Option REPEAT eingeben. Um R3SETUP erneut zu starten, rufen Sie die Datei einfach mit der entsprechenden R3S-Datei auf: &prompt.root; ./R3SETUP -f CENTRDB.R3S für 4.6B, oder mit &prompt.root; ./R3SETUP -f CENTRAL.R3S für 4.6C, unabhängig davon, ob der Fehler mit CENTRAL.R3S oder mit DATABASE.R3S auftrat. Zu bestimmten Zeitpunkten nimmt R3SETUP an, dass sowohl der Datenbank- als auch die &sap;-Prozesse vorhanden sind und laufen (da dies Schritte sind, die es bereits ausgeführt hat). Sollten Fehler auftreten (z.B. wenn sich die Datenbank nicht starten lässt), müssen Sie sowohl die Datenbank als auch &sap; manuell neu starten, nachdem Sie die Fehler behoben haben. Erst danach darf R3SETUP erneut gestartet werden. Achten Sie auch darauf, den &oracle;-Listener erneut zu starten (als Benutzer orasid mittels umask 0; lsnrctl start), wenn dieser beendet wurde (z.B. durch einen notwendigen Neustart des Systems). Fehler im Stadium OSUSERSIDADM_IND_ORA bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Wenn sich R3SETUP in diesem Stadium beschwert, editieren Sie die bei der Installation verwendete Version der Vorlage (CENTRDB.R3S (4.6B) oder entweder CENTRAL.R3S oder DATABASE.R3S (4.6C)). Finden Sie [OSUSERSIDADM_IND_ORA] oder suchen Sie nach dem einzigen STATUS=ERROR-Eintrag und ändern Sie die folgenden Werte: HOME=/home/sidadm (war voher leer) STATUS=OK (hatte den Status ERROR) Danach können Sie R3SETUP erneut aufrufen. Fehler im Stadium OSUSERDBSID_IND_ORA bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Wahrscheinlich beschwert sich R3SETUP auch in diesem Stadium. Der hier auftretende Fehler ähnelt dem im Abschnitt OSUSERSIDADM_IND_ORA. Editieren Sie einfach die bei der Installation verwendete Version der Vorlage (das heißt CENTRDB.R3S (4.6B) oder entweder CENTRAL.R3S oder DATABASE.R3S (4.6C)). Finden Sie [OSUSERDBSID_IND_ORA] oder suchen Sie nach dem einzigen STATUS=ERROR-Eintrag und ändern Sie folgenden Eintrag: STATUS=OK Danach können Sie R3SETUP erneut aufrufen. Fehler <errorname>oraview.vrf FILE NOT FOUND</errorname> bei der &oracle;-Installation Sie haben die Option &oracle; On-Line Text Viewer nicht deaktiviert, bevor Sie die Installation gestartet haben. Per Voreinstellung ist diese Option aktiviert, obwohl sie unter Linux gar nicht verfügbar ist. Deaktivieren Sie daher diese Option im &oracle;-Installationsmenü und starten Sie die Installation erneut. Fehler <errorname>TEXTENV_INVALID</errorname> bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command>, RFC oder beim Start von SAPGUI Tritt dieser Fehler auf, so fehlt die korrekte Lokalisierung. &sap;-Hinweis 0171356 führt die notwendigen RPMs auf, die installiert sein müssen (zum Beispiel saplocales-1.0-3, saposcheck-1.0-1 für RedHat 6.1). Falls Sie alle damit verbundenen Fehler ignoriert haben, und bei der Ausführung von R3SETUP den STATUS jeweils von ERROR auf OK (in CENTRDB.R3S) gesetzt haben, um R3SETUP anschließend neu zu starten, wurde das &sap;-System nicht ordnungsgemäß konfiguriert. Das bedeutet, dass Sie nicht via SAPgui am System anmelden können, obwohl das System trotzdem gestartet werden kann. Ein Versuch, sich über die alte Linux-SAPgui anzumelden, führte zu folgenden Fehlermeldungen: Sat May 5 14:23:14 2001 *** ERROR => no valid userarea given [trgmsgo. 0401] Sat May 5 14:23:22 2001 *** ERROR => ERROR NR 24 occured [trgmsgi. 0410] *** ERROR => Error when generating text environment. [trgmsgi. 0435] *** ERROR => function failed [trgmsgi. 0447] *** ERROR => no socket operation allowed [trxio.c 3363] Speicherzugriffsfehler Dieses Verhalten kommt daher, weil &sap.r3; nun nicht in der Lage ist, eine korrekte Lokalisierung zuzuweisen, und sich daher nicht ordnungsgemäß konfigurieren kann (durch fehlende Einträge in einigen Datenbank-Tabellen). Um sich in &sap; anmelden zu können, müssen Sie folgende Einträge zur Datei DEFAULT.PFL (lesen Sie dazu auch Hinweis 0043288) hinzufügen: abap/set_etct_env_at_new_mode = 0 install/collate/active = 0 rscp/TCP0B = TCP0B Starten Sie nun das &sap;-System neu. Sie sind nun in der Lage, sich anzumelden, obwohl einige länderspezifische Spracheinstellungen fehlerhaft sein könnten. Nachdem Sie diese Ländereinstellungen korrigiert (und die korrekten Lokalisierungen installiert) haben, können Sie diese Einträge wieder aus DEFAULT.PFL löschen und das &sap;-System anschließend neu starten. <errorcode>ORA-00001</errorcode> Dieser Fehler trat nur bei einer Installation von &oracle; 8.1.7 unter FreeBSD 4.5 auf. Dies geschah deshalb, weil sich die &oracle;-Datenbank nicht initialisieren konnte und daher abstürzte. Dadurch verblieben Semaphore und Shared-Memory im System. Der nächste Startversuch führte dann zur Meldung ORA-00001. Suchen Sie diese Semaphore mittels ipcs -a und entfernen Sie sie mit ipcrm. <errorcode>ORA-00445</errorcode> (Hintergrundprozess PMON wurde nicht gestartet) Dieser Fehler trat bei &oracle; 8.1.7 auf. Die Meldung erscheint, wenn die Datenbank mit dem normalen startsap-Skript (zum Beispiel startsap_majestix_00) aber als Benutzer prdadm gestartet wird. Dies kann vermieden werden, indem die Datenbank als Benutzer oraprd über svrmgrl gestartet wird: &prompt.user; svrmgrl SVRMGR> connect internal; SVRMGR> startup; SVRMGR> exit <errorcode>ORA-12546</errorcode> (den Listener mit den richtigen Berechtigungen starten) Starten Sie den &oracle;-Listener als Benutzer oraids mit folgendem Befehl: &prompt.root; umask 0; lsnrctl start Ansonsten könnten Sie die Meldung ORA-12546 erhalten, da die Sockets nun nicht die richtigen Berechtigungen aufweisen. Lesen Sie dazu auch den &sap;-Hinweis 0072984. <errorcode>ORA-27102</errorcode> (kein freier Speicher mehr) Dieser Fehler trat auf, wenn versucht wurde, für MAXDSIZ und DFLDSIZ Werte über 1 GB (1024x1024x1024) festzulegen. Zusätzlich führte dies zur Fehlermeldung Linux Error 12: Cannot allocate memory. Fehler im Stadium [DIPGNTAB_IND_IND] bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Für allgemeine Informationen lesen Sie bitte den &sap;-Hinweis 0130581 # (R3SETUP - Abbruch im Stadium DIPGNTAB). Bei der IDES-spezifischen Installation verwendete der Installationsprozess aus irgendwelchen Gründen nicht den korrekten &sap;-Systemnamen IDS, sondern den leeren String "". Dies führte zu einigen kleineren Problemen beim Zugriff auf bestimmte Verzeichnisse, da die Pfade durch SID (in diesem Fall IDS) dynamisch generiert werden. Das heißt anstatt auf /usr/sap/IDS/SYS/... /usr/sap/IDS/DVMGS00 zuzugreifen, wurden folgende Pfade verwendet: /usr/sap//SYS/... /usr/sap/D00 Um dennoch mit der Installation fortfahren zu können, wurden ein Link sowie ein zusätzliches Verzeichnis erzeugt: &prompt.root; pwd /compat/linux/usr/sap &prompt.root; ls -l total 4 drwxr-xr-x 3 idsadm sapsys 512 May 5 11:20 D00 drwxr-x--x 5 idsadm sapsys 512 May 5 11:35 IDS lrwxr-xr-x 1 root sapsys 7 May 5 11:35 SYS -> IDS/SYS drwxrwxr-x 2 idsadm sapsys 512 May 5 13:00 tmp drwxrwxr-x 11 idsadm sapsys 512 May 4 14:20 trans Dieses Verhalten wird auch in den &sap;-Hinweisen 0029227 und 0008401 beschrieben. Bei der Installtion von &sap; 4.6C trat allerdings keines dieser Probleme auf. Fehler im Stadium [RFCRSWBOINI_IND_IND] bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Bei der Installation von &sap; 4.6C trat dieser Fehler als Folge eines anderen, bereits vorher aufgetretenen Fehlers auf. Daher müssen Sie sich die entsprechenden Protokolldateien durchsehen, und danach das wirkliche (bereits vorher aufgetretene) Problem beheben. Wenn Sie nach dem Durchsehen der Protokolldateien feststellen, dass dieser Fehler wirklich der eigentliche Fehler ist (lesen Sie dazu wiederum die &sap;-Hinweise), können Sie den STATUS des betreffenden Schritts von ERROR auf OK setzen (und zwar in der Datei CENTRDB.R3S). Anschließend starten Sie R3SETUP erneut. Nach der Installation müssen Sie den Report RSWBOINS der Transaktion SE38 ausführen. Lesen Sie den &sap;-Hinweis 0162266, um weitere Informationen zu den Stadien RFCRSWBOINI und RFCRADDBDIF zu erhalten. Fehler im Stadium [RFCRADDBDIF_IND_IND] bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Hier gilt das Gleiche wie für den letzten Fehler. Stellen Sie durch Überprüfen der Protokolldateien sicher, dass dieser Fehler nicht durch ein früheres Problem verursacht wird. Wenn Sie sicher sind, dass &sap;-Hinweis 0162266 auf Ihr System zutrifft, setzen Sie den STATUS des betreffenden Stadiums von ERROR auf OK (und zwar in der Datei CENTRDB.R3S). Anschließend starten Sie R3SETUP erneut. Nach der Installation müssen Sie den Report RADDBDIF der Transaktion SE38 ausführen. sigaction sig31: File size limit exceeded Dieser Fehler trat beim Start des &sap;-Prozesses disp+work auf. Wird &sap; mit startsap-Skript gestartet, werden Subprozesse gestartet, deren Aufgabe es ist, alle anderen &sap;-Prozesse zu starten. Als Folge davon erkennt startsap dabei auftretende Fehler nicht. Um zu überprüfen, ob die &sap;-Prozesse korrekt gestartet wurden, überprüfen Sie den Prozessstatus mit ps ax | grep SID. Sie erhalten dadurch eine Liste aller &oracle;- und &sap;-Prozesse. Wenn einige Prozesse fehlen, oder Sie sich nicht mit dem &sap;-System verbinden können, überprüfen Sie wiederum die entsprechenden Protokolldateien, die sich unter /usr/sap/SID/DVEBMGSnr/work/ befinden. Die zu durchsuchenden Dateien heißen dev_ms und dev_disp. Wenn &oracle; und &sap; mehr Speicher anfordern als in der Kernelkonfigurationsdatei festgelegt wurde, wird das Signal 31 ausgeliefert. Der Fehler kann behoben werden, indem im Kernel ein größerer Wert verwendet wird. # larger value for 46C production systems: options SHMMAXPGS=393216 # smaller value sufficient for 46B: #options SHMMAXPGS=262144 Der Start von <command>saposcol</command> schlug fehl Das Programm saposcol (Version 4.6D) kann einige Probleme verursachen. Das &sap;-System verwendet saposcol, um Daten über die Systemleistung zu sammeln. Für die Benutzung des &sap;-Systems hingegen ist es es nicht erforderlich. Daher handelt es sich hier auch nur um ein kleineres Problem. Ältere Versionen von saposcol (z.B. 4.6B) funktionieren, sammeln allerdings nicht alle Daten (viele Aufrufe geben, zum Beispiel die CPU-Nutzung, einfach 0 (Null) zurück. Weiterführende Themen Wenn Sie sich fragen, wie die Linux-Binärkompatibilität unter FreeBSD realisiert wurde, sollten Sie diesen Abschnitt lesen. Der Großteil der folgenden Informationen stammt aus einer E-Mail, die von Terry Lambert (tlambert@primenet.com) an die FreeBSD-Chat-Mailingliste (freebsd-chat@FreeBSD.org) geschrieben wurde (Message ID: <199906020108.SAA07001@usr09.primenet.com>). Wie funktioniert es? execution class loader FreeBSD verfügt über eine execution class loader genannte Abstraktion. Dabei handelt es sich um einen Eingriff in den &man.execve.2; Systemaufruf. FreeBSD verfügt über eine Liste von Ladern, anstelle eines einzigen, auf #! zurückgreifenden Laders, um Shell-Interpreter oder Shell-Skripte auszuführen. Historisch gesehen untersuchte der einzige, auf UNIX-Plattformen vorhandene Lader die "magische Zahl" (in der Regel die ersten 4 oder 8 Bytes der Datei), um festzustellen, ob der Binärtyp dem System bekannt war. War dies der Fall, wurde der Binärlader aufgerufen. Wenn es sich nicht um den zum System gehörigen Binärtyp handelte, gab &man.execve.2; einen Fehler zurück, und die Shell versuchte stattdessen, die Datei als Shell-Befehl auszuführen. Dabei wurde als Standardeinstellung was auch immer die aktuelle Shell ist festgelegt. Später wurde ein Hack in &man.sh.1; eingefügt, der die zwei ersten Zeichen untersuchte. Wenn diese :\n entsprachen, wurde stattdessen die &man.csh.1;-Shell aufgerufen (wir glauben, dass dies zuerst von SCO umgesetzt wurde). FreeBSD versucht heute eine Liste von Ladern, unter denen sich ein allgemeiner Lader für Interpreter befindet. Der auszuführende Interpreter wird im ersten, durch Leerzeichen getrennten Feld, der #!-Zeile angegeben. Läßt sich der Interpreter nicht ermitteln, wird auf /bin/sh zurückgegriffen. ELF Für die Linux ABI-Unterstützung erkennt FreeBSD die magische Zahl als ELF-Binärdatei (Zu diesem Zeitpunkt wird nicht zwischen FreeBSD, &solaris;, Linux oder anderen Systemen unterschieden, die über ELF-Binärdateien verfügen.). Solaris Der ELF-Lader sucht nach einer speziellen Kennzeichnung, die aus einem Kommentarabschnitt in der ELF-Datei besteht, und die in SVR4/&solaris; ELF Binärdateien nicht vorhanden ist. Damit Linux-Binärdateien (unter FreeBSD) funktionieren, müssen sie als Linux gekennzeichnet werden, und zwar durch &man.brandelf.1;: &prompt.root; brandelf -t Linux file Nachdem dies geschehen ist, erkennt der ELF-Lader die Linux-Kennzeichnung der Datei. ELF brandelf Wenn der ELF-Lader die Linux-Kennzeichnung sieht, wird ein Zeiger in der proc-Struktur ersetzt. Alle Systemaufrufe werden durch diesen Zeiger indiziert (in einem traditionellen &unix; System wäre das ein sysent[]-Strukturfeld, das die Systemaufrufe enthält). Der Prozess wird weiterhin speziell gekennzeichnet, so dass der Trap-vector im Signal-trampoline-code eine spezielle Behandlung erfährt und das Linux-Kernelmodul verschiedene kleinere Korrekturen vornehmen kann. Der Linux-Systemaufrufvektor enthält neben anderen Dingen eine Liste der sysent[]-Einträge, deren Adressen sich im Kernelmodul befinden. Wenn ein Linux-Programm einen Systemaufruf ausführt, dereferenziert die Trap-Behandlungsroutine den Zeiger auf die Eintrittspunkte für die Systemaufrufe und erhält damit die Linux-Eintrittspunkte und nicht die FreeBSD-Eintrittspunkte. Zusätzlich verändert der Linuxmodus die Systempfade dynamisch; genauso, wie dies die Option beim Einbinden von Dateisystemen macht (Achtung: nicht das Dateisystem unionfs!). Zuerst wird die Datei im Verzeichnis /compat/linux/Originalpfad gesucht, danach, wenn sie dort nicht gefunden wurde, wird sie im FreeBSD-Verzeichnis /Originalpfad gesucht. Dadurch wird sichergestellt, dass Binärdateien, die zur Ausführung andere Binärdateien benötigen, ausgeführt werden können (so dass alle Linux-Werkzeuge unter der ABI laufen). Dies bedeutet auch, dass Linux-Binärdateien FreeBSD-Binärdateien laden und ausführen können, wenn keine passenden Linux-Binärdateien vorhanden sind. Ein in /compat/linux plaziertes &man.uname.1; kann damit Linux-Programmen vorgaukeln, dass sie auf einem Linux-System laufen. Im Endeffekt gibt es einen Linux-Kernel innerhalb des FreeBSD-Kernels. Die Sprungtabellen für Linux- beziehungsweise FreeBSD-Systemaufrufe verweisen allerdings auf dieselben Funktionen, die Kerneldienste wie Dateisystemoperationen, Operationen für den virtuellen Speicher, Signalübermittlung und System V IPC bereitstellen, Der einzige Unterschied ist, dass Binärdateien unter FreeBSD FreeBSD-glue-Funktionen verwenden. Linux-Binärdateien hingegen verwenden die Linux-glue-Funktionen. Die meisten älteren Betriebssysteme hatten ihre eigenen glue-Funktionen: Funktionsadressen in einem globalen, statischen sysent[] Strukturfeld an Stelle von Funktionsadressen, die durch einen dynamisch initialisierten Zeiger aus der proc Struktur, die den Aufruf gemacht hatte, dereferenziert wurden. Welche ist die echte FreeBSD-ABI? Das spielt keine Rolle. Grundsätzlich ist der einzige Unterschied (zurzeit ist das so; dies könnte sich in zukünftigen Versionen leicht ändern und wird sich wahrscheinlich auch ändern), dass die FreeBSD-glue-Funktionen statisch in den Kernel gelinkt sind, und dass die Linux-glue-Funktionen statisch gelinkt oder über ein Modul eingebunden werden können. Ja, aber ist das wirkliche eine Emulation? Nein. Es ist eine Implementierung eines ABIs, keine Emulation. Es ist kein Emulator (oder Simulator, um der nächsten Frage zuvorzukommen) beteiligt. Warum wird es manchmal Linux-Emulation genannt? Um es schwerer zu machen, FreeBSD zu verkaufen. Wirklich, das kommt daher, weil dies zu einer Zeit implemtiert wurde, in der es kein anderes Wort (als Emulation) gab, das beschrieb, was vor sich ging. Wenn der Kernel nicht entsprechend konfiguriert wurde oder das Modul geladen wurde, war es falsch zu behaupten, FreeBSD würde Linux-Binärprogramme ausführen. Man benötigte ein Wort, das beschrieb, was da geladen wurde – daher Der Linux-Emulator.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/network-servers/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/network-servers/chapter.sgml index f3bac7be48..91566c8599 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/network-servers/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/network-servers/chapter.sgml @@ -1,5520 +1,5530 @@ Murray Stokely Überarbeitet von Johann Kois Übersetzt von Netzwerkserver Übersicht Dieses Kapitel beschreibt einige der häufiger verwendeten Netzwerkdienste auf &unix;-Systemen. Beschrieben werden Installation und Konfiguration sowie Test und Wartung verschiedener Netzwerkdienste. Zusätzlich sind im ganzen Kapitel Beispielkonfigurationsdateien vorhanden, von denen Sie sicherlich profitieren werden. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Den inetd-Daemon konfigurieren können. Wissen, wie man ein Netzwerkdateisystem einrichtet. Einen Network Information Server einrichten können, um damit Benutzerkonten im Netzwerk zu verteilen. Rechner durch Nutzung von DHCP automatisch für ein Netzwerk konfigurieren können. In der Lage sein, einen Domain Name Server einzurichten. Den Apache HTTP-Server konfigurieren können. Wissen, wie man einen File Transfer Protocol (FTP)-Server einrichtet. Mit Samba einen Datei- und Druckserver für &windows;-Clients konfigurieren können. Unter Nutzung des NTP-Protokolls Datum und Uhrzeit synchronisieren sowie einen Zeitserver installieren können. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie Die Grundlagen der /etc/rc-Skripte verstanden haben. Mit der grundlegenden Netzwerkterminologie vertraut sein. Wissen, wie man zusätzliche Softwarepakete von Drittherstellern installiert (). Chern Lee Beigetragen von Der <application>inetd</application> <quote>Super-Server</quote> Überblick &man.inetd.8; wird auch als Internet Super-Server bezeichnet, weil er Verbindungen für mehrere Dienste verwaltet. Wenn eine Verbindung eintrifft, bestimmt inetd, welches Programm für die eingetroffene Verbindung zuständig ist, aktiviert den entsprechenden Prozess und reicht den Socket an ihn weiter (der Socket dient dabei als Standardein- und -ausgabe sowie zur Fehlerbehandlung). Durch die Nutzung einer einzigen Instanz des inetd-Daemons an Stelle viele einzelner Daemonen lässt sich die Systemlast verringern. inetd wird vor allem dazu verwendet, andere Daemonen zu aktivieren, einige Protokolle werden aber auch direkt verwaltet. Dazu gehören chargen, auth, sowie daytime. Dieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration von inetd durch Kommandozeilenoptionen sowie die Konfigurationsdatei /etc/inetd.conf. Einstellungen inetd wird durch /etc/rc.conf initialisiert. Die Option inetd_enable ist in der Voreinstellung auf NO gesetzt, wird aber oft von sysinstall aktiviert, wenn man das mittlere Sicherheitsprofil auswählt. Die Verwendung von inetd_enable="YES" oder inetd_enable="NO" in /etc/rc.conf deaktiviert oder startet inetd beim Systemstart. Weitere Optionen können über die Option inetd_flags an inetd übergeben werden. Kommandozeilenoptionen inetd verwendet folgende Syntax: -d Debugging aktivieren. -l Die Protokollierung von erfolgreich aufgebauten Verbindungen aktivieren. -w TCP-Wrapping für externe Dienste aktivieren (Voreinstellung). -W TCP-Wrapping für interne, in inetd eingebaute Dienste aktivieren (Voreinstellung). -c maximum Legt die maximale Anzahl von parallen Aufrufen eines Dienstes fest; in der Voreinstellung gibt es keine Einschränkung. Diese Einstellung kann für jeden Dienst durch Setzen des -Parameters festgelegt werden. -C rate Legt fest, wie oft ein Dienst von einer einzelnen IP-Adresse in einer Minute aufgerufen werden kann; in der Voreinstellung gibt es keine Einschränkung. Dieser Wert kann für jeden Dienst durch Setzen des Parameters festgelegt werden. -R rate Legt fest, wie oft ein Dienst in der Minute aktiviert werden kann; in der Voreinstellung sind dies 256 Aktivierungen pro Minute. Ein Wert von 0 erlaubt unbegrenzt viele Aktivierungen. -a Legt die IP-Adresse fest, an die ein Dienst gebunden wird. Alternativ kann auch ein Rechnername angegeben werden. In diesem Fall wird die IPv4- oder IPv6-Adresse des Rechners verwendet. Ein Rechnername wird meist dann festgelegt, wenn inetd innerhalb eines &man.jail.8;s läuft. In diesem Fall entspricht der Rechnername der &man.jail.8;-Umgebung. Wenn ein Rechnername angegeben wird, und sowohl IPv4 als auch IPv6 benötigt werden, muss jedes Protokoll durch einen Eintrag in /etc/inetd.conf an jeden einzelnen benötigten Dienst gebunden werden. Ein TCP-basierter Dienst benötigt also zwei Einträge, einen für tcp4, den anderen für tcp6. -p Legt eine alternative Datei fest, in der Prozess-IDs gespeichert werden sollen. Diese Argumente können durch das Setzen der Option inetd_flags in der Datei /etc/rc.conf an inetd übergeben werden. In der Voreinstellung hat inetd_flags den Wert -wW. TCP-Wrapping ist also für interne und externe Dienste von inetd aktiviert. Im Normalfall müssen diese Parameter weder geändert noch in /etc/rc.conf eingetragen werden. Ein externer Dienst ist ein Daemon ausserhalb von inetd, der nur aktiviert wird, wenn eine Verbindung für ihn ankommt. Ein interner Dienst wird hingegen von inetd selbst bereitgestellt. <filename>inetd.conf</filename> Die Konfiguration von inetd erfolgt über die Datei /etc/inetd.conf. Wenn /etc/inetd.conf geändert wird, kann inetd durch Senden eines HangUP-Signals an den inetd-Prozess veranlasst werden, seine Konfigurationsdatei neu einzulesen. Ein HangUP-Signal an <application>inetd</application> senden &prompt.root; kill -HUP `cat /var/run/inetd.pid` Jede Zeile der Konfigurationsdatei beschreibt jeweils einen Daemon. Kommentare beginnen mit einem #. /etc/inetd.conf hat folgenden Aufbau: service-name socket-type protocol {wait|nowait}[/max-child[/max-connections-per-ip-per-minute]] user[:group][/login-class] server-program server-program-arguments Ein Eintrag für den IPv4 verwendenden ftpd-Daemon könnte so aussehen: ftp stream tcp nowait root /usr/libexec/ftpd ftpd -l service-name Der Dienstname eines bestimmten Daemons. Er muss einem in /etc/services aufgelisteten Dienst entsprechen. In dieser Datei wird festgelegt, welchen Port inetd abhören muss. Wenn ein neuer Dienst erzeugt wird, muss er zuerst in die Datei /etc/services eingetragen werden. socket-type Entweder stream, dgram, raw, oder seqpacket. stream muss für verbindungsorientierte TCP-Daemonen verwendet werden, während dgram das UDP-Protokoll verwaltet. protocol Eines der folgenden: - + Protokoll Bedeutung tcp, tcp4 TCP (IPv4) udp, udp4 UDP (IPv4) tcp6 TCP (IPv6) udp6 UDP (IPv6) tcp46 TCP sowohl unter IPv4 als auch unter IPv6 udp46 UDP sowohl unter IPv4 als auch unter IPv6 {wait|nowait}[/max-child[/max-connections-per-ip-per-minute]] gibt an, ob der von inetd aktivierte Daemon seinen eigenen Socket verwalten kann oder nicht. -Sockets müssen die Option verwenden, während Daemonen mit Stream-Sockets, die normalerweise auch aus mehreren Threads bestehen, die Option verwenden sollten. Die Option gibt in der Regel mehrere Sockets an einen einzelnen Daemon weiter, während für jeden neuen Socket einen Childdaemon erzeugt. Die maximale Anzahl an Childdaemonen, die inetd erzeugen kann, wird durch die Option festgelegt. Wenn ein bestimmter Daemon 10 Instanzen benötigt, sollte der Wert /10 hinter die Option gesetzt werden. Zusätzlich zu kann die maximale Anzahl von Verbindungen eines Rechners mit einem bestimmten Daemon durch die Option beschränkt werden. Ein Wert von zehn würde die maximale Anzahl von Verbindungsversuchen einer IP-Adresse mit einem bestimmten Dienst auf zehn Versuche in der Minute beschränken. Dadurch lassen sich ein absichtlicher oder unabsichtlicher Ressourcenverbrauch sowie die Auswirkungen eines Denial of Service (DoS)-Angriffs auf einen Rechner begrenzen. oder sind in diesem Fall obligatorisch. und sind hingegen optional. Ein multithread-Daemon vom Streamtyp ohne die Optionen oder sieht so aus: nowait Der gleiche Daemon mit einer maximal möglichen Anzahl von 10 parallelen Daemonen würde so aussehen: nowait/10 Wird zusätzlich die Anzahl der möglichen Verbindungen pro Minute für jede IP-Adresse auf 20 sowie die mögliche Gesamtzahl von Childdaemonen auf 10 begrenzt, so sieht der Eintrag so aus: nowait/10/20 All diese Optionen werden vom fingerd-Daemon bereits in der Voreinstellung verwendet: finger stream tcp nowait/3/10 nobody /usr/libexec/fingerd fingerd -s user Der Benutzername, unter dem der jeweilige Daemon laufen soll. Meistens laufen Daemonen als User root. Aus Sicherheitsgründen laufen einige Server aber auch als User daemon, oder als am wenigsten privilegierter User nobody. server-program Der vollständige Pfad des Daemons, der eine Verbindung entgegennimmt. Wird der Daemon von inetd intern bereitgestellt, sollte die Option verwendet werden. server-program-arguments Dieser Eintrag legt (gemeinsam mit und beginnend mit argv[0]), die Argumente fest, die bei der Aktivierung an den Daemon übergeben werden. Wenn die Anweisung auf der Kommandozeile also mydaemon -d lautet, wäre mydaemon -d auch der Wert der Option . Wenn es sich beim Daemon um einen internen Dienst handelt, sollte wiederum die Option verwendet werden. Sicherheit Abhängig von dem bei der Installation ausgewählten Sicherheitsprofil werden viele der von inetd verwalteten Daemonen automatisch aktiviert! Wenn Sie einen bestimmten Daemon nicht benötigen, deaktivieren Sie ihn! Dazu kommentieren Sie den jeweiligen Daemon in /etc/inetd.conf mit einem # aus, und senden ein Hangup-Signal (HUP) an inetd. Einige Daemonen, zum Beispiel fingerd, sollten generell deaktiviert werden, da sie einen potentiellen Angreifer mit zu viel Informationen versorgen. Einige Daemonen haben unsichere Einstellungen, etwa große oder nichtexistierende Timeouts für Verbindungsversuche, die es einem Angreifer erlauben, über lange Zeit langsam Verbindungen zu einem bestimmten Daemon aufzubauen, um dessen verfügbare Ressourcen zu verbrauchen. Es ist daher eine gute Idee, diese Daemonen durch die Optionen und zu beschränken. TCP-Wrapping ist in der Voreinstellung aktiviert. Lesen Sie &man.hosts.access.5;, wenn Sie weitere Informationen zum Setzen von TCP-Beschränkungen für verschiedene von inetd aktivierte Daemonen benötigen. Verschiedenes Bei daytime, time, echo, discard, chargen, und auth handelt es sich um intern von inetd bereitgestellte Dienste. Der auth-Dienst bietet Identifizierungsdienste (ident, identd) über das Netzwerk an und ist bis zu einem bestimmten Grad konfigurierbar. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in &man.inetd.8;. Tom Rhodes Reorganisiert und erweitert von Bill Swingle Geschrieben von NFS – Network File System NFS Eines der vielen von FreeBSD unterstützten Dateisysteme ist das Netzwerkdateisystem, das auch als NFS bekannt ist. NFS ermöglicht es einem System, Dateien und Verzeichnisse über ein Netzwerk mit anderen zu teilen. Über NFS können Benutzer und Programme auf Daten entfernter Systeme zugreifen, und zwar genauso, wie wenn es sich um lokale Daten handeln würde. Einige der wichtigsten Vorteile von NFS sind: Lokale Arbeitsstationen benötigen weniger Plattenplatz, da gemeinsam benutzte Daten nur auf einem einzigen Rechner vorhanden sind. Alle anderen Stationen greifen über das Netzwerk auf diese Daten zu. Benutzer benötigen nur noch ein zentrales Heimatverzeichnis auf einem NFS-Server. Diese Verzeichnisse sind über das Netzwerk auf allen Stationen verfügbar. Speichergeräte wie Disketten-, CD-ROM- oder &iomegazip;-Laufwerke können über das Netzwerk von anderen Arbeitstationen genutzt werden. Dadurch sind für das gesamte Netzwerk deutlich weniger Speichergeräte nötig. Wie funktioniert <acronym>NFS</acronym>? NFS besteht aus zwei Hauptteilen: Einem Server und einem oder mehreren Clients. Der Client greift über das Netzwerk auf die Daten zu, die auf dem Server gespeichert sind. Damit dies korrekt funktioniert, müssen einige Prozesse konfiguriert und gestartet werden: In &os; 5.X wurde portmap durch rpcbind ersetzt. Benutzer von &os; 5.X müssen daher in den folgenden Beispielen portmap durch rpcbind ersetzen. Der Server benötigt folgende Daemonen: NFS Server Dateiserver Unix-Clients portmap mountd nfsd Daemon Beschreibung nfsd Der NFS-Daemon. Er bearbeitet Anfragen der NFS-Clients. mountd Der NFS-Mount-Daemon. Er bearbeitet die Anfragen, die &man.nfsd.8; an ihn weitergibt. portmap Der Portmapper-Daemon. Durch ihn erkennen die NFS-Clients, welchen Port der NFS-Server verwendet. Der Client kann ebenfalls einen Daemon aufrufen, und zwar den nfsiod-Daemon. Der nfsiod-Daemon bearbeitet Anfragen vom NFS-Server. Er ist optional und verbessert die Leistung des Netzwerks. Für eine normale und korrekte Arbeit ist er allerdings nicht erforderlich. Mehr erfahren Sie in der Hilfeseite &man.nfsiod.8;. <acronym>NFS</acronym> einrichten NFS einrichten NFS lässt sich leicht einrichten. Die nötigen Prozesse werden durch einige Änderungen in /etc/rc.conf bei jedem Systemstart gestartet. Stellen Sie sicher, dass auf dem NFS-Server folgende Optionen in der Datei /etc/rc.conf gesetzt sind: portmap_enable="YES" nfs_server_enable="YES" mountd_flags="-r" mountd läuft automatisch, wenn der NFS-Server aktiviert ist. Auf dem Client muss in /etc/rc.conf folgende Option gesetzt sein: nfs_client_enable="YES" /etc/exports legt fest, welche Dateisysteme NFS exportieren (manchmal auch als teilen bezeichnet) soll. Jede Zeile in /etc/exports legt ein Dateisystem sowie die Arbeitsstationen, die darauf Zugriff haben, fest. Außerdem ist es möglich, Zugriffsoptionen festzulegen. Es gibt viele verschiedene Optionen, allerdings werden hier nur einige von ihnen erwähnt. Wenn Sie Informationen zu weiteren Optionen benötigen, lesen Sie &man.exports.5;. Nun folgen einige Beispieleinträge für /etc/exports: NFS Export von Dateisystemen Die folgenden Beispiele geben Ihnen Anhaltspunkte zum Exportieren von Dateisystemen, obwohl diese Einstellungen natürlich von Ihrer Arbeitsumgebung und Ihrer Netzwerkkonfiguration abhängen. Das nächste Beispiel exportiert das Verzeichnis /cdrom für drei Rechner, die sich in derselben Domäne wie der Server befinden oder für die entsprechende Einträge in /etc/hosts existieren. Die Option kennzeichnet das exportierte Dateisystem als schreibgeschützt. Durch dieses Flag ist das entfernte System nicht in der Lage, das exportierte Dateisystem zu verändern. /cdrom -ro host1 host2 host3 Die nächste Zeile exportiert /home auf drei durch IP-Adressen bestimmte Rechner. Diese Einstellung ist nützlich, wenn Sie über ein privates Netzwerk ohne DNS-Server verfügen. Optional könnten interne Rechnernamen auch in /etc/hosts konfiguriert werden. Benötigen Sie hierzu weitere Informationen, lesen Sie bitte &man.hosts.5;. Durch das Flag wird es möglich, auch Unterverzeichnisse als Mountpunkte festzulegen. Dies bedeutet aber nicht, dass alle Unterverzeichnisse eingehängt werden, vielmehr wird es dem Client ermöglicht, nur diejenigen Verzeichnisse einzuhängen, die auch benötigt werden. /home -alldirs 10.0.0.2 10.0.0.3 10.0.0.4 Die nächste Zeile exportiert /a, damit Clients von verschiedenen Domänen auf das Dateisystem zugreifen können. Das -Flag erlaubt es dem Benutzer root des entfernten Systems, als root auf das exportierte Dateisystem zu schreiben. Wenn dieses Flag nicht gesetzt ist, kann selbst root nicht auf das exportierte Dateisystem schreiben. /a -maproot=root host.example.com box.example.org Damit ein Client auf ein exportiertes Dateisystem zugreifen kann, muss ihm dies explizit gestattet werden. Stellen Sie also sicher, dass der Client in /etc/exports aufgeführt wird. Jede Zeile in /etc/exports entspricht der Exportinformation für ein Dateisystem auf einen Rechner. Ein entfernter Rechner kann für jedes Dateisystem nur einmal festgelegt werden, und kann auch nur einen Standardeintrag haben. Nehmen wir an, dass /usr ein einziges Dateisystem ist. Dann wären folgende Zeilen ungültig: - /usr/src client + #Nicht erlaubt, wenn /usr ein einziges Dateisystem ist +/usr/src client /usr/ports client Das Dateisystem /usr wird hier zweimal auf den selben Rechner (client) exportiert. Dies ist aber nicht zulässig. Der korrekte Eintrag sieht daher so aus: /usr/src /usr/ports client Die Eigenschaften eines auf einen anderen Rechner exportierten Dateisystems müssen alle in einer Zeile stehen. Zeilen, in denen kein Rechner festgelegt wird, werden als einzelner Rechner behandelt. Dies schränkt die Möglichkeiten zum Export von Dateisystemen ein, für die meisten Anwender ist dies aber kein Problem. Eine gültige Exportliste, in der /usr und /exports lokale Dateisysteme sind, sieht so aus: # Export src and ports to client01 and client02, but only # client01 has root privileges on it /usr/src /usr/ports -maproot=root client01 /usr/src /usr/ports client02 # The client machines have root and can mount anywhere # on /exports. Anyone in the world can mount /exports/obj read-only /exports -alldirs -maproot=root client01 client02 /exports/obj -ro Sie müssen mountd nach jeder Änderung von /etc/exports neu starten, damit die Änderungen wirksam werden. Dies kann durch das Senden des HUP-Signals an den mountd-Prozess erfolgen: &prompt.root; kill -HUP `cat /var/run/mountd.pid` Alternativ können Sie auch das System neu starten. Dies ist allerdings nicht nötig. Wenn Sie die folgenden Befehle als root ausführen, sollte alles korrekt gestartet werden. Auf dem NFS-Server: &prompt.root; portmap &prompt.root; nfsd -u -t -n 4 &prompt.root; mountd -r Auf dem NFS-Client: &prompt.root; nfsiod -n 4 Nun sollte alles bereit sein, um ein entferntes Dateisystem einhängen zu können. In unseren Beispielen nennen wir den Server server, den Client client. Wenn Sie ein entferntes Dateisystem nur zeitweise einhängen wollen, oder nur Ihre Konfiguration testen möchten, führen Sie auf dem Client als root einen Befehl ähnlich dem folgenden aus: NFS Dateisysteme einhängen &prompt.root; mount server:/home /mnt Dadurch wird das Verzeichnis /home des Servers auf dem Client unter /mnt eingehängt. Wenn alles korrekt konfiguriert wurde, sehen Sie auf dem Client im Verzeichnis /mnt alle Dateien des Servers. Wenn Sie ein entferntes Dateisystem nach jedem Systemstart automatisch einhängen wollen, fügen Sie das Dateisystem in /etc/fstab ein. Dazu ein Beispiel: server:/home /mnt nfs rw 0 0 Eine Beschreibung aller Optionen enthält die Hilfeseite &man.fstab.5;. Praktische Anwendungen NFS ist in vielen Situationen nützlich. Einige Anwendungsbereiche finden Sie in der folgenden Liste: NFS Anwendungsbeispiele Mehrere Maschinen können sich ein CD-ROM-Laufwerk oder andere Medien teilen. Dies ist billiger und außerdem praktischer, um Programme auf mehreren Rechnern zu installieren. In größeren Netzwerken ist es praktisch, einen zentralen NFS-Server einzurichten, auf dem die Heimatverzeichnisse der Benutzer gespeichert werden. Diese Heimatverzeichnisse werden über das Netzwerk exportiert. Dadurch haben die Benutzer immer das gleiche Heimatverzeichnis zur Verfügung, unabhängig davon, an welchem Arbeitsplatz sie sich anmelden. Verschiedene Rechner können auf ein gemeinsames Verzeichnis /usr/ports/distfiles zugreifen. Wenn Sie nun einen Port auf mehreren Rechnern installieren wollen, greifen Sie einfach auf dieses Verzeichnis zu, ohne die Quelldateien auf jede Maschine zu kopieren. Wylie Stilwell Beigetragen von Chern Lee Überarbeitet von <application>AMD</application> amd Automatic Mounter Daemon &man.amd.8; (Automatic Mounter Daemon) hängt ein entferntes Dateisystem automatisch ein, wenn auf eine Datei oder ein Verzeichnis in diesem Dateisystem zugegriffen wird. Dateisysteme, die über einen gewissen Zeitraum inaktiv sind, werden von amd automatisch abgehängt. amd ist eine einfache Alternative zum dauerhaften Einhängen von Dateisystemen in /etc/fstab. In der Voreinstellung stellt amd die Verzeichnisse /host und /net als NFS-Server bereit. Wenn auf eine Datei in diesen Verzeichnissen zugegriffen wird, sucht amd den entsprechenden Mountpunkt und hängt das Dateisystem automatisch ein. /net wird zum Einhängen von exportierten Dateisystemen von einer IP-Adresse verwendet, während /host zum Einhängen von exportierten Dateisystemen eines durch seinen Namen festgelegten Rechners dient. Ein Zugriff auf eine Datei in /host/foobar/usr würde amd veranlassen, das von foobar exportierte Dateisystem /usr einzuhängen. Ein exportiertes Dateisystem mit <application>amd</application> in den Verzeichnisbaum einhängen Sie können sich die verfügbaren Mountpunkte eines entfernten Rechners mit showmount ansehen. Wollen Sie sich die Mountpunkte des Rechners foobar ansehen, so verwenden Sie: &prompt.user; showmount -e foobar Exports list on foobar: /usr 10.10.10.0 /a 10.10.10.0 &prompt.user; cd /host/foobar/usr Wie Sie an diesem Beispiel erkennen können, zeigt showmount /usr als exportiertes Dateisystem an. Wenn man in das Verzeichnis /host/foobar/usr wechselt, versucht amd den Rechnernamen foobar aufzulösen und den gewünschten Export in den Verzeichnisbaum einzuhängen. amd kann durch das Einfügen der folgenden Zeile in /etc/rc.conf automatisch gestartet werden: amd_enable="YES" Mit der Option amd_flags kann amd angepasst werden. Die Voreinstellung für amd_flags sieht so aus: amd_flags="-a /.amd_mnt -l syslog /host /etc/amd.map /net /etc/amd.map" /etc/amd.map legt die Standardoptionen fest, mit denen exportierte Dateisysteme in den Verzeichnisbaum eingehängt werden. /etc/amd.conf hingegen legt einige der erweiterten Optionen von amd fest. Weitere Informationen finden Sie in den Hilfeseiten &man.amd.8; und &man.amd.conf.5;. John Lind Beigetragen von Integrationsprobleme mit anderen Systemen Bestimmte ISA-Ethernetadapter haben Beschränkungen, die zu ernsthaften Netzwerkproblemen, insbesondere mit NFS führen können. Es handelt sich dabei nicht um ein FreeBSD-spezifisches Problem, aber FreeBSD-Systeme sind davon ebenfalls betroffen. Das Problem tritt fast ausschließlich dann auf, wenn (FreeBSD)-PC-Systeme mit Hochleistungsrechnern verbunden werden, wie Systemen von Silicon Graphics, Inc. oder Sun Microsystems, Inc. Das Einhängen via NFS funktioniert problemlos, auch einige Dateioperationen können erfolgreich sein. Plötzlich aber wird der Server nicht mehr auf den Client reagieren, obwohl Anfragen von anderen Rechnern weiterhin bearbeitet werden. Dieses Problem betrifft stets den Client, egal ob es sich beim Client um das FreeBSD-System oder den Hochleistungsrechner handelt. Auf vielen Systemen gibt es keine Möglichkeit mehr, den Client ordnungsgemäß zu beenden. Die einzige Lösung ist es oft, den Rechner neu zu starten, da dieses NFS-Problem nicht mehr behoben werden kann. Die korrekte Lösung für dieses Problem ist es, sich eine schnellere Ethernetkarte für FreeBSD zu kaufen. Allerdings gibt es auch eine einfache und meist zufriedenstellende Lösung, um dieses Problem zu umgehen. Wenn es sich beim FreeBSD-System um den Server handelt, verwenden Sie beim Einhängen in den Verzeichnisbaum auf der Clientseite zusätzlich die Option . Wenn es sich beim FreeBSD-System um den Client handelt, dann hängen Sie das NFS-Dateisystem mit der zusätzlichen Option ein. Diese Optionen können auf der Clientseite auch durch das vierte Feld der Einträge in /etc/fstab festgelegt werden, damit die Dateisysteme automatisch eingehängt werden. Um die Dateisysteme manuell einzuhängen, verwendet man bei &man.mount.8; zusätzlich die Option . Es gibt ein anderes Problem, das oft mit diesem verwechselt wird. Dieses andere Problem tritt auf, wenn sich über NFS verbundene Server und Clients in verschiedenen Netzwerken befinden. Wenn dies der Fall ist, stellen Sie sicher, dass Ihre Router die nötigen UDP-Informationen weiterleiten, oder Sie werden nirgends hingelangen, egal was Sie machen. In den folgenden Beispielen ist fastws der Name des Hochleistungsrechners (bzw. dessen Schnittstelle), freebox hingegen ist der Name des FreeBSD-Systems, das über eine Netzkarte mit geringer Leistung verfügt. /sharedfs ist das exportierte NFS -Dateisystem (lesen Sie dazu auch &man.exports.5;). Bei /project handelt es sich um den Mountpunkt, an dem das exportierte Dateisystem auf der Clientseite eingehängt wird. In allen Fällen können zusätzliche Optionen, wie z.B. , oder wünschenswert sein. FreeBSD als Client (eingetragen in /etc/fstab auf freebox): fastws:/sharedfs /project nfs rw,-r=1024 0 0 Manuelles Einhängen auf freebox: &prompt.root; mount -t nfs -o -r=1024 fastws:/sharedfs /project &os; als Server (eingetragen in /etc/fstab auf fastws): freebox:/sharedfs /project nfs rw,-w=1024 0 0 Manuelles Einhängen auf fastws: &prompt.root; mount -t nfs -o -w=1024 freebox:/sharedfs /project Nahezu alle 16-bit Ethernetadapter erlauben Operationen ohne obengenannte Einschränkungen auf die Lese- oder Schreibgröße. Für alle technisch Interessierten wird nun beschrieben, was passiert, wenn dieser Fehler auftritt, und warum er irreversibel ist. NFS arbeitet üblicherweise mit einer Blockgröße von 8 kByte (obwohl es kleinere Fragmente zulassen würde). Da die maximale Rahmengröße von Ethernet 1500 Bytes beträgt, wird der NFS-Block in einzelne Ethernetrahmen aufgeteilt, obwohl es sich nach wie vor um eine Einheit handelt, die auch als Einheit empfangen, verarbeitet und bestätigt werden muss. Der Hochleistungsrechner verschickt die Pakete, aus denen der NFS-Block besteht, so eng hintereinander, wie es der Standard erlaubt. Auf der anderen Seite (auf der sich die langsamere Netzkarte befindet), überschreiben die späteren Pakete ihre Vorgänger, bevor diese vom System verarbeitet werden (Überlauf!). Dies hat zur Folge, dass der NFS-Block nicht mehr rekonstruiert und bestätigt werden kann. Als Folge davon glaubt der Hochleistungsrechner, dass der andere Rechner nicht erreichbar ist (Timeout!) und versucht die Sendung zu wiederholen. Allerdings wird wiederum der komplette NFS-Block verschickt, so dass sich der ganze Vorgang wiederholt, und zwar immer wieder (oder bis zum Systemneustart). Indem wir die Einheitengröße unter der maximalen Größe der Ethernetpakete halten, können wir sicherstellen, dass jedes vollständig erhaltene Ethernetpaket individuell angesprochen werden kann und vermeiden die Blockierung des Systems. Überläufe können zwar nach wie vor auftreten, wenn ein Hochleistungsrechner Daten auf ein PC-System transferiert. Durch die besseren (und schnelleren) Netzkarten treten solche Überläufe allerdings nicht mehr zwingend auf, wenn NFS-Einheiten übertragen werden. Tritt nun ein Überlauf auf, wird die betroffene Einheit erneut verschickt, und es besteht eine gute Chance, dass sie nun erhalten, verarbeitet und bestätigt werden kann. Bill Swingle Beigetragen von Eric Ogren Erweitert von Udo Erdelhoff NIS/YP – Network Information Service Was ist NIS? NIS Solaris HP-UX AIX Linux NetBSD OpenBSD NIS wurde von Sun Microsystems entwickelt, um &unix;-Systeme (ursprünglich &sunos;) zentral verwalten zu können. Mittlerweile hat es sich zu einem Industriestandard entwickelt, der von allen wichtigen &unix;-Systemen (&solaris;, HP-UX, &aix;, Linux, NetBSD, OpenBSD, FreeBSD und anderen) unterstützt wird. yellow pages NIS NIS war ursprünglich als Yellow Pages bekannt, aus markenrechtlichen Gründen wurde der Name aber geändert. Die alte Bezeichnung (sowie die Abkürzung YP) wird aber nach wie vor häufig verwendet. NIS Domänen Bei NIS handelt es sich um ein RPC-basiertes Client/Server-System. Eine Gruppe von Rechnern greift dabei innerhalb einer NIS-Domäne auf gemeinsame Konfigurationsdateien zu. Ein Systemadministrator wird dadurch in die Lage versetzt, NIS-Clients mit minimalem Aufwand einzurichten, sowie Änderungen an der Systemkonfiguration von einem zentralen Ort aus durchzuführen. Windows NT Die Funktion entspricht dem Domänensystem von &windowsnt;; auch wenn sich die interne Umsetzung unterscheidet, sind die Basisfunktionen vergleichbar. Wichtige Prozesse und Begriffe Es gibt verschiedene Begriffe und Anwenderprozesse, auf die Sie stoßen werden, wenn Sie NIS unter FreeBSD einrichten, egal ob Sie einen Server oder einen Client konfigurieren: portmap Begriff Beschreibung NIS-Domänenname Ein NIS-Masterserver sowie alle Clients (inklusive der Slaveserver) haben einen NIS-Domänennamen. Dieser hat (ähnlich den &windowsnt;-Domänennamen) nichts mit DNS zu tun. portmap Muss laufen, damit RPC (Remote Procedure Call, ein von NIS verwendetes Netzwerkprotokoll) funktioniert. NIS-Server sowie Clients funktionieren ohne portmap nicht. ypbind Bindet einen NIS-Client an seinen NIS-Server. Der Client bezieht den NIS-Domänennamen vom System und stellt über das RPC-Protokoll eine Verbindung zum NIS-Server her. ypbind ist der zentrale Bestandteil der Client-Server-Kommunikation in einer NIS-Umgebung. Wird >ypbind auf einem Client beendet, ist dieser nicht mehr in der Lage, auf den NIS-Server zuzugreifen. ypserv Sollte nur auf dem NIS-Server laufen, da es sich um den Serverprozess selbst handelt. Wenn &man.ypserv.8; nicht mehr läuft, kann der Server nicht mehr auf NIS-Anforderungen reagieren (wenn ein Slaveserver existiert, kann dieser als Ersatz fungieren). Einige NIS-Systeme (allerdings nicht das von FreeBSD) versuchen allerdings erst gar nicht, sich mit einem anderen Server zu verbinden, wenn der bisher verwendete Server nicht mehr reagiert. Die einzige Lösung dieses Problems besteht dann darin, den Serverprozess (oder gar den Server selbst) oder den ypbind-Prozess auf dem Client neu zu starten. rpc.yppasswdd Ein weiterer Prozess, der nur auf dem NIS-Masterserver laufen sollte. Es handelt sich um einen Daemonprozess, der es NIS-Clients ermöglicht, sich auf dem NIS-Masterserver anzumelden, um ihr Passwort zu ändern. Wie funktioniert NIS? In einer NIS-Umgebung gibt es drei Rechnerarten: Masterserver, Slaveserver und Clients. Server dienen als zentraler Speicherort für Rechnerkonfigurationen. Masterserver speichern die maßgebliche Kopie dieser Informationen, während Slaveserver diese Informationen aus Redundanzgründen spiegeln. Die Clients beziehen ihre Informationen immer vom Server. Auf diese Art und Weise können Informationen aus verschiedenen Dateien von mehreren Rechnern gemeinsam verwendet werden. master.passwd, group, und hosts werden oft gemeinsam über NIS verwendet. Immer, wenn ein Prozess auf einem Client auf Informationen zugreifen will, die normalerweise in lokalen Dateien vorhanden wären, wird stattdessen eine Anfrage an den NIS-Server gestellt, an den der Client gebunden ist. Arten von NIS-Rechnern NIS Masterserver Ein NIS-Masterserver verwaltet, ähnlich einem &windowsnt;-Domänencontroller, die von allen NIS-Clients gemeinsam verwendeten Dateien. passwd, group, sowie verschiedene andere von den Clients verwendete Dateien existieren auf dem Masterserver. Ein Rechner kann auch für mehrere NIS-Domänen als Masterserver fungieren. Dieser Abschnitt konzentriert sich im Folgenden allerdings auf eine relativ kleine NIS-Umgebung. NIS Slaveserver NIS-Slaveserver. Ähnlich einem &windowsnt;-Backupdomänencontroller, verwalten NIS-Slaveserver Kopien der Daten des NIS-Masterservers. NIS-Slaveserver bieten die Redundanz, die für kritische Umgebungen benötigt wird. Zusätzlich entlasten Slaveserver den Masterserver: NIS-Clients verbinden sich immer mit dem NIS-Server, der zuerst reagiert. Dieser Server kann auch ein Slaveserver sein. NIS Client NIS-Clients. NIS-Clients identifizieren sich gegenüber dem NIS-Server (ähnlich den &windowsnt;-Workstations), um sich am Server anzumelden. NIS/YP konfigurieren Dieser Abschnitt beschreibt an Hand eines Beispiels die Einrichtung einer NIS-Umgebung. Es wird dabei davon ausgegangen, dass Sie FreeBSD 3.3 oder eine aktuellere Version verwenden. Wahrscheinlich funktioniert diese Anleitung auch für FreeBSD-Versionen ab 3.0, es gibt dafür aber keine Garantie. Planung Nehmen wir an, Sie seien der Administrator eines kleinen Universitätsnetzes. Dieses Netz besteht aus fünfzehn FreeBSD-Rechnern, für die derzeit keine zentrale Verwaltung existiert, jeder Rechner hat also eine eigene Version von /etc/passwd und /etc/master.passwd. Diese Dateien werden manuell synchron gehalten; legen Sie einen neuen Benutzer an, so muss dies auf allen fünfzehn Rechnern manuell erledigt werden (unter Verwendung von adduser). Da diese Lösung sehr ineffizient ist, soll das Netzwerk in Zukunft NIS verwenden, wobei zwei der Rechner als Server dienen sollen. In Zukunft soll das Netz also wie folgt aussehen: - + Rechnername IP-Adresse Rechneraufgabe ellington 10.0.0.2 NIS-Master coltrane 10.0.0.3 NIS-Slave basie 10.0.0.4 Workstation der Fakultät bird 10.0.0.5 Clientrechner cli[1-11] 10.0.0.[6-17] Verschiedene andere Clients Wenn Sie NIS das erste Mal einrichten, ist es ratsam, sich zuerst über die Vorgangsweise Gedanken zu machen. Unabhängig von der Größe Ihres Netzwerks müssen Sie stets einige Entscheidungen treffen. Einen NIS-Domänennamen wählen NIS Domänenname Dies muss nicht der Domainname sein. Es handelt sich vielmehr um den NIS-Domainnamen. Wenn ein Client Informationen anfordert, ist in dieser Anforderung der Name der NIS-Domäne enthalten. Dadurch weiß jeder Server im Netzwerk, auf welche Anforderung er antworten muss. Stellen Sie sich den NIS-Domänennamen als den Namen einer Gruppe von Rechnern vor, die etwas gemeinsam haben. Manchmal wird der Name der Internetdomäne auch für die NIS-Domäne verwendet. Dies ist allerdings nicht empfehlenswert, da dies bei der Behebung von Problemen verwirrend sein kann. Der Name der NIS-Domäne sollte innerhalb Ihres Netzwerks einzigartig sein. Hilfreich ist es, wenn der Name die Gruppe der in ihr zusammengefassten Rechner beschreibt. Die Kunstabteilung von Acme Inc. hätte daher die NIS-Domäne acme-art. Für unser Beispiel verwenden wir den NIS-Domänennamen test-domain. SunOS Es gibt jedoch auch Betriebssysteme (vor allem &sunos;), die als NIS-Domänennamen den Name der Internetdomäne verwenden. Wenn dies für einen oder mehrere Rechner Ihres Netzwerks zutrifft, müssen Sie den Namen der Internetdomäne als Ihren NIS-Domänennamen verwenden. Anforderungen an den Server Wenn Sie einen NIS-Server einrichten wollen, müssen Sie einige Dinge beachten. Eine unangenehme Eigenschaft von NIS ist die Abhängigkeit der Clients vom Server. Wenn sich der Client nicht über den Server mit seiner NIS-Domäne verbinden kann, wird der Rechner oft unbenutzbar, da das Fehlen von Benutzer- und Gruppeninformationen zum Einfrieren des Clients führt. Daher sollten Sie für den Server einen Rechner auswählen, der nicht regelmäßig neu gestartet werden muss und der nicht für Testversuche verwendet wird. Idealerweise handelt es sich um einen alleinstehenden Rechner, dessen einzige Aufgabe es ist, als NIS-Server zu dienen. Wenn Sie ein Netzwerk haben, das nicht zu stark ausgelastet ist, ist es auch möglich, den NIS-Server als weiteren Dienst auf einem anderen Rechner laufen zu lassen. Denken Sie aber daran, dass ein Ausfall des NIS-Servers alle NIS-Clients betrifft. NIS-Server Die verbindlichen Kopien aller NIS-Informationen befinden sich auf einem einzigen Rechner, dem NIS-Masterserver. Die Datenbanken, in denen die Informationen gespeichert sind, bezeichnet man als NIS-Maps. Unter FreeBSD werden diese Maps unter /var/yp/[domainname] gespeichert, wobei [domainname] der Name der NIS-Domäne ist. Ein einzelner NIS-Server kann gleichzeitig mehrere NIS-Domänen verwalten, daher können auch mehrere Verzeichnisse vorhanden sein. Jede Domäne verfügt über ein eigenes Verzeichnis sowie einen eigenen, von anderen Domänen unabhängigen Satz von NIS-Maps. NIS-Master- und Slaveserver verwenden den ypserv-Daemon, um NIS-Anfragen zu bearbeiten. ypserv empfängt eingehende Anfragen der NIS-Clients, ermittelt aus der angeforderten Domäne und Map einen Pfad zur entsprechenden Datenbank, und sendet die angeforderten Daten von der Datenbank zum Client. Einen NIS-Masterserver einrichten NIS Serverkonfiguration Abhängig von Ihren Anforderungen ist die Einrichtung eines NIS-Masterservers relativ einfach, da NIS von FreeBSD bereits in der Standardkonfiguration unterstützt wird. Sie müssen nur folgende Zeilen in /etc/rc.conf einfügen: nisdomainname="test-domain" Diese Zeile setzt den NIS-Domänennamen auf test-domain, wenn Sie das Netzwerk initialisieren (beispielsweise nach einem Systemstart). nis_server_enable="YES" Dadurch werden die NIS-Serverprozesse gestartet. nis_yppasswdd_enable="YES" Durch diese Zeile wird der rpc.yppasswdd-Daemon aktiviert, der, wie bereits erwähnt, die Änderung von NIS-Passwörtern von einem Client aus ermöglicht. In Abhängigkeit von Ihrer NIS-Konfiguration können weitere Einträge erforderlich sein. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt NIS-Server, die auch als NIS-Clients arbeiten. Nun müssen Sie nur noch /etc/netstart als Superuser ausführen, um alles entsprechend Ihren Vorgaben in /etc/rc.conf einzurichten. Die NIS-Maps initialisieren NIS maps NIS-Maps sind Datenbanken, die sich im Verzeichnis /var/yp befinden. Sie werden am NIS-Masterserver aus den Konfigurationsdateien unter /etc erzeugt. Einzige Ausnahme: /etc/master.passwd. Dies ist auch sinnvoll, da Sie die Passwörter für Ihr root- oder andere Administratorkonten nicht an alle Server der NIS-Domäne verteilen wollen. Bevor Sie also die NIS-Maps des Masterservers einrichten, sollten Sie Folgendes tun: &prompt.root; cp /etc/master.passwd /var/yp/master.passwd &prompt.root; cd /var/yp &prompt.root; vi master.passwd Entfernen Sie alle Systemkonten (wie bin, tty, kmem oder games), sowie alle Konten, die Sie nicht an die NIS-Clients weitergeben wollen (beispielsweise root und alle Konten mit der UID 0 (=Superuser). Stellen Sie sicher, dass /var/yp/master.passwd weder von der Gruppe noch von der Welt gelesen werden kann (Zugriffsmodus 600)! Ist dies nicht der Fall, ändern Sie dies mit chmod. Tru64 UNIX Nun können Sie die NIS-Maps initialisieren. FreeBSD verwendet dafür das Skript ypinit (lesen Sie dazu auch &man.ypinit.8;). Dieses Skript ist auf fast allen UNIX-Betriebssystemen verfügbar. Bei Digitals Unix/Compaq Tru64 UNIX nennt es sich allerdings ypsetup. Da wir Maps für einen NIS-Masterserver erzeugen, verwenden wir ypinit mit der Option . Nachdem Sie die beschriebenen Aktionen durchgeführt haben, erzeugen Sie nun die NIS-Maps: ellington&prompt.root; ypinit -m test-domain Server Type: MASTER Domain: test-domain Creating an YP server will require that you answer a few questions. Questions will all be asked at the beginning of the procedure. Do you want this procedure to quit on non-fatal errors? [y/n: n] n Ok, please remember to go back and redo manually whatever fails. If you don't, something might not work. At this point, we have to construct a list of this domains YP servers. rod.darktech.org is already known as master server. Please continue to add any slave servers, one per line. When you are done with the list, type a <control D>. master server : ellington next host to add: coltrane next host to add: ^D The current list of NIS servers looks like this: ellington coltrane Is this correct? [y/n: y] y [..output from map generation..] NIS Map update completed. ellington has been setup as an YP master server without any errors. Dadurch erzeugt ypinit /var/yp/Makefile aus der Datei /var/yp/Makefile.dist. Durch diese Datei wird festgelegt, dass Sie in einer NIS-Umgebung mit nur einem Server arbeiten und dass alle Clients unter FreeBSD laufen. Da test-domain aber auch über einen Slaveserver verfügt, müssen Sie /var/yp/Makefile entsprechend anpassen: ellington&prompt.root; vi /var/yp/Makefile Sie sollten die Zeile NOPUSH = "True" auskommentieren (falls dies nicht bereits der Fall ist). Einen NIS-Slaveserver einrichten NIS Slaveserver Ein NIS-Slaveserver ist noch einfacher einzurichten als ein Masterserver. Melden Sie sich am Slaveserver an und ändern Sie /etc/rc.conf analog zum Masterserver. Der einzige Unterschied besteht in der Verwendung der Option , wenn Sie ypinit aufrufen. Die Option erfordert den Namen des NIS-Masterservers, daher sieht unsere Ein- und Ausgabe wie folgt aus: coltrane&prompt.root; ypinit -s ellington test-domain Server Type: SLAVE Domain: test-domain Master: ellington Creating an YP server will require that you answer a few questions. Questions will all be asked at the beginning of the procedure. Do you want this procedure to quit on non-fatal errors? [y/n: n] n Ok, please remember to go back and redo manually whatever fails. If you don't, something might not work. There will be no further questions. The remainder of the procedure should take a few minutes, to copy the databases from ellington. Transferring netgroup... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring netgroup.byuser... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring netgroup.byhost... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring master.passwd.byuid... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring passwd.byuid... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring passwd.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring group.bygid... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring group.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring services.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring rpc.bynumber... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring rpc.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring protocols.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring master.passwd.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring networks.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring networks.byaddr... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring netid.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring hosts.byaddr... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring protocols.bynumber... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring ypservers... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring hosts.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred coltrane has been setup as an YP slave server without any errors. Don't forget to update map ypservers on ellington. Sie sollten nun über das Verzeichnis /var/yp/test-domain verfügen. Die Kopien der NIS-Masterserver-Maps sollten sich in diesem Verzeichnis befinden. Allerdings müssen Sie diese auch aktuell halten. Die folgenden Einträge in /etc/crontab erledigen diese Aufgabe: 20 * * * * root /usr/libexec/ypxfr passwd.byname 21 * * * * root /usr/libexec/ypxfr passwd.byuid Diese zwei Zeilen zwingen den Slaveserver, seine Maps mit denen des Masterservers zu synchronisieren. Diese Einträge sind nicht zwingend, da der Masterserver versucht, alle Änderungen seiner NIS-Maps an seine Slaveserver weiterzugeben. Da Passwortinformationen aber für vom Server abhängige Systeme vital sind, ist es eine gute Idee, diese Aktualisierungen zu erzwingen. Besonders wichtig ist dies in stark ausgelasteten Netzen, in denen Map-Aktualisierungen unvollständig sein könnten. Führen Sie nun /etc/netstart auch auf dem Slaveserver aus, um den NIS-Server erneut zu starten. NIS-Clients Ein NIS-Client bindet sich unter Verwendung des ypbind-Daemons an einen NIS-Server. ypbind prüft die Standarddomäne des Systems (die durch domainname gesetzt wird), und beginnt RPCs über das lokale Netzwerk zu verteilen (broadcast). Diese Anforderungen legen den Namen der Domäne fest, für die ypbind eine Bindung erzeugen will. Wenn der Server der entsprechenden Domäne eine solche Anforderung erhält, schickt er eine Antwort an ypbind. ybind speichert daraufhin die Adresse des Servers. Wenn mehrere Server verfügbar sind (beispielsweise ein Master- und mehrere Slaveserver), verwendet ypbind die erste erhaltene Adresse. Ab diesem Zeitpunkt richtet der Client alle Anfragen an genau diesen Server. ypbind pingt den Server gelegentlich an, um sicherzustellen, dass der Server funktioniert. Antwortet der Server innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht (Timeout), markiert ypbind die Domäne als ungebunden und beginnt erneut, RPCs über das Netzwerk zu verteilen, um einen anderen Server zu finden. Einen NIS-Client konfigurieren NIS Client konfigurieren Einen FreeBSD-Rechner als NIS-Client einzurichten, ist recht einfach. Fügen Sie folgende Zeilen in /etc/rc.conf ein, um den NIS-Domänennamen festzulegen, und um ypbind bei der Initialisierung des Netzwerks zu starten: nisdomainname="test-domain" nis_client_enable="YES" Um alle Passworteinträge des NIS-Servers zu importieren, löschen Sie alle Benutzerkonten in /etc/master.passwd und fügen mit vipw folgende Zeile am Ende der Datei ein: +::::::::: Diese Zeile legt für alle gültigen Benutzerkonten der NIS-Server-Maps einen Zugang an. Es gibt verschiedene Wege, Ihren NIS-Client durch Änderung dieser Zeile zu konfigurieren. Lesen Sie dazu auch den Abschnitt über Netzgruppen weiter unten. Weitere detaillierte Informationen finden Sie im Buch Managing NFS and NIS von O'Reilly. Sie sollten zumindest ein lokales Benutzerkonto, das nicht über NIS importiert wird, in Ihrer /etc/master.passwd behalten. Dieser Benutzer sollte außerdem ein Mitglied der Gruppe wheel sein. Wenn es mit NIS Probleme gibt, können Sie diesen Zugang verwenden, um sich anzumelden, root zu werden und das Problem zu beheben. Um alle möglichen Gruppeneinträge vom NIS-Server zu importieren, fügen sie folgende Zeile in /etc/group ein: +:*:: Nachdem Sie diese Schritte erledigt haben, sollten Sie mit ypcat passwd die passwd-Map des NIS-Servers anzeigen können. Sicherheit unter NIS NIS Sicherheit Im Allgemeinen kann jeder entfernte Anwender einen RPC an &man.ypserv.8; schicken, um den Inhalt Ihrer NIS-Maps abzurufen, falls er Ihren NIS-Domänennamen kennt. Um solche unautorisierten Transaktionen zu verhindern, unterstützt &man.ypserv.8; securenets, durch die man den Zugriff auf bestimmte Rechner beschränken kann. &man.ypserv.8; versucht, beim Systemstart die Informationen über securenets aus der Datei /var/yp/securenets zu laden. Die Datei securenets kann auch in einem anderen Verzeichnis stehen, das mit der Option angegeben wird. Diese Datei enthält Einträge, die aus einer Netzwerkadresse und einer Netzmaske bestehen, die durch Leerzeichen getrennt werden. Kommentarzeilen beginnen mit #. /var/yp/securnets könnte beispielsweise so aussehen: # allow connections from local host -- mandatory 127.0.0.1 255.255.255.255 # allow connections from any host # on the 192.168.128.0 network 192.168.128.0 255.255.255.0 # allow connections from any host # between 10.0.0.0 to 10.0.15.255 # this includes the machines in the testlab 10.0.0.0 255.255.240.0 Wenn &man.ypserv.8; eine Anforderung von einer zu diesen Regeln passenden Adresse erhält, wird die Anforderung bearbeitet. Gibt es keine passende Regel, wird die Anforderung ignoriert und eine Warnmeldung aufgezeichnet. Wenn /var/yp/securenets nicht vorhanden ist, erlaubt ypserv Verbindungen von jedem Rechner aus. ypserv unterstützt auch das tcpwrapper-Paket von Wietse Venema. Mit diesem Paket kann der Administrator für Zugriffskontrollen die Konfigurationsdateien von tcpwrapper anstelle von /var/yp/securenets verwenden. Während beide Kontrollmechanismen einige Sicherheit gewähren, beispielsweise durch privilegierte Ports, sind sie gegenüber IP spoofing-Attacken verwundbar. Jeder NIS-Verkehr sollte daher von Ihrer Firewall blockiert werden. Server, die /var/yp/securenets verwenden, können Schwierigkeiten bei der Anmeldung von Clients haben, die ein veraltetes TCP/IP-Subsystem besitzen. Einige dieser TCP/IP-Subsysteme setzen alle Rechnerbits auf Null, wenn Sie einen Broadcast durchführen und/oder können die Subnetzmaske nicht auslesen, wenn sie die Broadcast-Adresse berechnen. Einige Probleme können durch Änderungen der Clientkonfiguration behoben werden. Andere hingegen lassen sich nur durch das Entfernen des betreffenden Rechners aus dem Netzwerk oder den Verzicht auf /var/yp/securenets umgehen. Die Verwendung von /var/yp/securenets auf einem Server mit einem solch veralteten TCP/IP-Subsystem ist eine sehr schlechte Idee, die zu einem Verlust der NIS-Funktionalität für große Teile Ihres Netzwerks führen kann. tcpwrapper Die Verwendung von tcpwrapper verlangsamt die Reaktion Ihres NIS-Servers. Diese zusätzliche Reaktionszeit kann in Clientprogrammen zu Timeouts führen. Dies vor allem in Netzwerken, die stark ausgelastet sind, oder nur über langsame NIS-Server verfügen. Wenn ein oder mehrere Ihrer Clientsysteme dieses Problem aufweisen, sollten Sie die betreffenden Clients in NIS-Slaveserver umwandeln, und diese an sich selbst binden. Bestimmte Benutzer an der Anmeldung hindern NIS Benutzer blockieren In unserem Labor gibt es den Rechner basie, der nur für Mitarbeiter der Fakultät bestimmt ist. Wir wollen diesen Rechner nicht aus der NIS-Domäne entfernen, obwohl passwd des NIS-Masterservers Benutzerkonten sowohl für Fakultätsmitarbeiter als auch für Studenten enthält. Was können wir also tun? Es gibt eine Möglichkeit, bestimmte Benutzer an der Anmeldung an einem bestimmten Rechner zu hindern, selbst wenn diese in der NIS-Datenbank vorhanden sind. Dazu müssen Sie lediglich an diesem Rechner den Eintrag -Benutzername an das Ende von /etc/master.passwd setzen, wobei Benutzername der zu blockierende Benutzername ist. Diese Änderung sollte bevorzugt durch vipw erledigt werden, da vipw Ihre Änderungen an /etc/master.passwd auf Plausibilität überprüft und nach erfolgter Änderung die Passwortdatenbank automatisch aktualisiert. Um also den Benutzer bill an der Anmeldung am Rechner basie zu hindern, gehen wir wie folgt vor: basie&prompt.root; vipw [add -bill to the end, exit] vipw: rebuilding the database... vipw: done basie&prompt.root; cat /etc/master.passwd root:[password]:0:0::0:0:The super-user:/root:/bin/csh toor:[password]:0:0::0:0:The other super-user:/root:/bin/sh daemon:*:1:1::0:0:Owner of many system processes:/root:/sbin/nologin operator:*:2:5::0:0:System &:/:/sbin/nologin bin:*:3:7::0:0:Binaries Commands and Source,,,:/:/sbin/nologin tty:*:4:65533::0:0:Tty Sandbox:/:/sbin/nologin kmem:*:5:65533::0:0:KMem Sandbox:/:/sbin/nologin games:*:7:13::0:0:Games pseudo-user:/usr/games:/sbin/nologin news:*:8:8::0:0:News Subsystem:/:/sbin/nologin man:*:9:9::0:0:Mister Man Pages:/usr/share/man:/sbin/nologin bind:*:53:53::0:0:Bind Sandbox:/:/sbin/nologin uucp:*:66:66::0:0:UUCP pseudo-user:/var/spool/uucppublic:/usr/libexec/uucp/uucico xten:*:67:67::0:0:X-10 daemon:/usr/local/xten:/sbin/nologin pop:*:68:6::0:0:Post Office Owner:/nonexistent:/sbin/nologin nobody:*:65534:65534::0:0:Unprivileged user:/nonexistent:/sbin/nologin +::::::::: -bill basie&prompt.root; Udo Erdelhoff Beigetragen von Netzgruppen verwenden Netzgruppen Die im letzten Abschnitt beschriebene Methode eignet sich besonders, wenn Sie spezielle Regeln für wenige Benutzer oder wenige Rechner benötigen. In großen Netzwerken werden Sie allerdings mit Sicherheit vergessen, einige Benutzer von der Anmeldung an bestimmten Rechnern auszuschließen. Oder Sie werden gezwungen sein, jeden Rechner einzeln zu konfigurieren. Dadurch verlieren Sie aber den Hauptvorteil von NIS, die zentrale Verwaltung. Die Lösung für dieses Problem sind Netzgruppen. Ihre Aufgabe und Bedeutung ist vergleichbar mit normalen, von UNIX-Dateisystemen verwendeten Gruppen. Die Hauptunterschiede sind das Fehlen einer numerischen ID sowie die Möglichkeit, Netzgruppen zu definieren, die sowohl Benutzer als auch andere Netzgruppen enthalten. Netzgruppen wurden entwickelt, um große, komplexe Netzwerke mit Hunderten Benutzern und Rechnern zu verwalten. Sie sind also von Vorteil, wenn Sie von dieser Situation betroffen sind. Andererseits ist es dadurch beinahe unmöglich, Netzgruppen mit einfachen Beispielen zu erklären. Das hier verwendete Beispiel veranschaulicht dieses Problem. Nehmen wir an, dass Ihre erfolgreiche Einführung von NIS die Aufmerksamkeit Ihrer Vorgesetzten geweckt hat. Ihre nächste Aufgabe besteht nun darin, Ihre NIS-Domäne um zusätzliche Rechner zu erweitern. Die folgenden Tabellen enthalten die neuen Benutzer und Rechner inklusive einer kurzen Beschreibung. - + Benutzername(n) Beschreibung alpha, beta Beschäftigte der IT-Abteilung charlie, delta Die neuen Lehrlinge der IT-Abteilung echo, foxtrott, golf, ... Normale Mitarbeiter able, baker, ... Externe Mitarbeiter - + Rechnername(n) Beschreibung war, death, famine, pollution Ihre wichtigsten Server. Nur IT-Fachleute dürfen sich an diesen Rechnern anmelden. pride, greed, envy, wrath, lust, sloth Weniger wichtige Server. Alle Mitarbeiter der IT-Abteilung dürfen sich auf diesen Rechnern anmelden. one, two, three, four, ... Gewöhnliche Arbeitsrechner. Nur die wirklichen Mitarbeiter dürfen diese Rechner verwenden. trashcan Ein sehr alter Rechner ohne kritische Daten. Sogar externe Mitarbeiter dürfen diesen Rechner verwenden. Wollten Sie diese Einschränkungen umsetzen, indem Sie jeden Benutzer einzeln blockieren, müssten Sie auf jedem System für jeden Benutzer eine entsprechende Zeile in passwd einfügen. Wenn Sie nur einen Eintrag vergessen, haben Sie ein Problem. Es mag noch angehen, dies während der ersten Installation zu erledigen, im täglichen Betrieb werden Sie allerdings mit Sicherheit einmal vergessen, die entsprechenden Einträge anzulegen. Vergessen Sie nicht: Murphy war Optimist. Die Verwendung von Netzgruppen hat in dieser Situation mehrere Vorteile. Sie müssen nicht jeden Benutzer einzeln verwalten; weisen Sie stattdessen den Benutzer einer Netzgruppe zu und erlauben oder verbieten Sie allen Mitglieder dieser Gruppe die Anmeldung an einem Server. Wenn Sie einen neuen Rechner hinzufügen, müssen Sie Zugangsbeschränkungen nur für die Netzgruppen festlegen. Legen Sie einen neuen Benutzer an, müssen Sie ihn nur einer oder mehrere Netzgruppen zuweisen. Diese Veränderungen sind voneinander unabhängig; Anweisungen der Form für diese Kombination aus Benutzer und Rechner mache Folgendes ... sind nicht mehr nötig. Wenn Sie die Einrichtung von NIS sorgfältig geplant haben, müssen Sie nur noch eine zentrale Konfigurationsdatei bearbeiten, um den Zugriff auf bestimmte Rechner zu erlauben oder zu verbieten. Der erste Schritt ist die Initialisierung der NIS-Maps der Netzgruppe. &man.ypinit.8; kann dies unter FreeBSD nicht automatisch durchführen. Sind die Maps aber erst einmal erzeugt, werden sie jedoch von NIS problemlos unterstützt. Um eine leere Map zu erzeugen, geben Sie Folgendes ein: ellington&prompt.root; vi /var/yp/netgroup Danach legen Sie die Einträge an. Für unser Beispiel benötigen wir mindestens vier Netzgruppen: IT-Beschäftige, IT-Lehrlinge, normale Beschäftigte sowie Externe. IT_EMP (,alpha,test-domain) (,beta,test-domain) IT_APP (,charlie,test-domain) (,delta,test-domain) USERS (,echo,test-domain) (,foxtrott,test-domain) \ (,golf,test-domain) INTERNS (,able,test-domain) (,baker,test-domain) Bei IT_EMP, IT_APP usw. handelt es sich um Netzgruppennamen. In den Klammern werden diesen Netzgruppen jeweils ein oder mehrere Benutzerkonten hinzugefügt. Die drei Felder in der Klammer haben folgende Bedeutung: Der Name des Rechners, auf dem die folgenden Werte gültig sind. Legen Sie keinen Rechnernamen fest, ist der Eintrag auf allen Rechnern gültig. Dadurch gehen Sie vielen Problemen aus dem Weg. Der Name des Benutzerkontos, der zu dieser Netzgruppe gehört. Die NIS-Domäne für das Benutzerkonto. Sie können Benutzerkonten von anderen NIS-Domänen in Ihre Netzgruppe importieren, wenn Sie mehrere NIS-Domänen verwalten. Jedes Feld kann Wildcards enthalten. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte &man.netgroup.5;. Netzgruppen Netzgruppennamen sollten nicht länger als 8 Zeichen sein, vor allem dann, wenn Sie Rechner mit verschiedenen Betriebssystemen in Ihrer NIS-Domäne haben. Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Die Verwendung von Großbuchstaben für Netzgruppennamen ermöglicht eine leichte Unterscheidung zwischen Benutzern, Rechnern und Netzgruppen. Einige NIS-Clients (dies gilt nicht für FreeBSD) können keine Netzgruppen mit einer großen Anzahl von Einträgen verwalten. Einige ältere Versionen von &sunos; haben beispielsweise Probleme, wenn Netzgruppen mehr als fünfzehn Einträge enthalten. Sie können dieses Problem umgehen, indem Sie mehrere Subnetzgruppen mit weniger als fünfzehn Benutzern anlegen und diese Subnetzgruppen wiederum in einer Netzgruppe zusammenfassen: BIGGRP1 (,joe1,domain) (,joe2,domain) (,joe3,domain) [...] BIGGRP2 (,joe16,domain) (,joe17,domain) [...] BIGGRP3 (,joe31,domain) (,joe32,domain) BIGGROUP BIGGRP1 BIGGRP2 BIGGRP3 Sie können diesen Vorgang wiederholen, wenn Sie mehr als 255 Benutzer in einer einzigen Netzgruppe benötigen. Das Aktivieren und Verteilen Ihre neuen NIS-Map ist einfach: ellington&prompt.root; cd /var/yp ellington&prompt.root; make Dadurch werden die NIS-Maps netgroup, netgroup.byhost und netgroup.byuser erzeugt. Prüfen Sie die Verfügbarkeit Ihrer neuen NIS-Maps mit &man.ypcat.1;. ellington&prompt.user; ypcat -k netgroup ellington&prompt.user; ypcat -k netgroup.byhost ellington&prompt.user; ypcat -k netgroup.byuser Die Ausgabe des ersten Befehls gibt den Inhalt von /var/yp/netgroup wieder. Der zweite Befehl erzeugt nur dann eine Ausgabe, wenn Sie rechnerspezifische Netzgruppen erzeugt haben. Der dritte Befehl gibt die Netzgruppen nach Benutzern sortiert aus. Die Einrichtung der Clients ist einfach. Sie müssen lediglich auf dem Server war &man.vipw.8; aufrufen und die Zeile +::::::::: durch +@IT_EMP::::::::: ersetzen. Ab sofort werden nur noch die Daten der in der Netzgruppe IT_EMP vorhandenen Benutzer in die Passwortdatenbank von war importiert. Nur diese Benutzer dürfen sich am Server anmelden. Unglücklicherweise gilt diese Einschränkung auch für die ~-Funktion der Shell und für alle Routinen, die auf Benutzernamen und numerische Benutzer-IDs zugreifen. Oder anders formuliert, cd ~user ist nicht möglich, ls -l zeigt die numerische Benutzer-ID statt dem Benutzernamen und find . -user joe -print erzeugt die Fehlermeldung No such user. Um dieses Problem zu beheben, müssen Sie alle Benutzereinträge importieren, ohne ihnen jedoch zu erlauben, sich an Ihrem Server anzumelden. Dazu fügen Sie eine weitere Zeile in /etc/master.passwd ein. Diese Zeile sollte ähnlich der folgenden aussehen: +:::::::::/sbin/nologin, was in etwa Importiere alle Einträge, aber ersetze die Shell in den importierten Einträgen durch /sbin/nologin entspricht. Sie können jedes Feld dieses Eintrages ersetzen, indem Sie einen Standardwert in /etc/master.passwd eintragen. Stellen Sie sicher, dass die Zeile +:::::::::/sbin/nologin nach der Zeile +@IT_EMP::::::::: eingetragen ist. Sonst haben alle via NIS importierten Benutzerkonten /sbin/nologin als Loginshell. Danach müssen Sie nur mehr eine einzige NIS-Map ändern, wenn ein neuer Mitarbeiter berücksichtigt werden muss. Für weniger wichtige Server gehen Sie analog vor, indem Sie den alten Eintrag +::::::::: in den lokalen Versionen von /etc/master.passwd durch folgende Einträge ersetzen: +@IT_EMP::::::::: +@IT_APP::::::::: +:::::::::/sbin/nologin Die entsprechenden Zeilen für normale Arbeitsplätze lauten: +@IT_EMP::::::::: +@USERS::::::::: +:::::::::/sbin/nologin Ab jetzt wäre alles wunderbar, allerdings ändert sich kurz darauf die Firmenpolitik: Die IT-Abteilung beginnt damit, externe Mitarbeiter zu beschäftigen. Externe dürfen sich an normalen Arbeitsplätzen sowie an den weniger wichtigen Servern anmelden. Die IT-Lehrlinge dürfen sich nun auch an den Hauptservern anmelden. Sie legen also die neue Netzgruppe IT_INTERN an, weisen Ihr die neuen IT-Externen als Benutzer zu und beginnen damit, die Konfiguration auf jedem einzelnen Rechner zu ändern ... Halt. Sie haben gerade die alte Regel Fehler in der zentralisierten Planung führen zu globaler Verwirrung. bestätigt. Da NIS in der Lage ist, Netzgruppen aus anderen Netzgruppen zu bilden, lassen sich solche Situationen leicht vermeiden. Eine Möglichkeit ist die Erzeugung rollenbasierter Netzgruppen. Sie könnten eine Netzgruppe BIGSRV erzeugen, um den Zugang zu den wichtigsten Servern zu beschränken, eine weitere Gruppe SMALLSRV für die weniger wichtigen Server und eine dritte Netzgruppe USERBOX für die normalen Arbeitsplatzrechner. Jede dieser Netzgruppen enthält die Netzgruppen, die sich auf diesen Rechnern anmelden dürfen. Die Einträge der Netzgruppen in der NIS-Map sollten ähnlich den folgenden aussehen: BIGSRV IT_EMP IT_APP SMALLSRV IT_EMP IT_APP ITINTERN USERBOX IT_EMP ITINTERN USERS Diese Methode funktioniert besonders gut, wenn Sie Rechner in Gruppen mit identischen Beschränkungen einteilen können. Unglücklicherweise ist dies die Ausnahme und nicht die Regel. Meistens werden Sie die Möglichkeit zur rechnerspezischen Zugangsbeschränkung benötigen. Rechnerspezifische Netzgruppen sind die zweite Möglichkeit, um mit den oben beschriebenen Änderungen umzugehen. In diesem Szenario enthält /etc/master.passwd auf jedem Rechner zwei mit + beginnende Zeilen. Die erste Zeile legt die Netzgruppe mit den Benutzern fest, die sich auf diesem Rechner anmelden dürfen. Die zweite Zeile weist allen anderen Benutzern /sbin/nologin als Shell zu. Verwenden Sie auch hier (analog zu den Netzgruppen) Großbuchstaben für die Rechnernamen. Die Zeilen sollten also ähnlich den folgenden aussehen: +@BOXNAME::::::::: +:::::::::/sbin/nologin Wenn Sie dies für alle Rechner erledigt haben, werden Sie die lokalen Versionen von /etc/master.passwd nie mehr verändern müssen. Alle weiteren Änderungen geschehen über die NIS-Maps. Nachfolgend ein Beispiel für eine mögliche Netzgruppen-Map, die durch einige Besonderheiten erweitert wurde: # Define groups of users first IT_EMP (,alpha,test-domain) (,beta,test-domain) IT_APP (,charlie,test-domain) (,delta,test-domain) DEPT1 (,echo,test-domain) (,foxtrott,test-domain) DEPT2 (,golf,test-domain) (,hotel,test-domain) DEPT3 (,india,test-domain) (,juliet,test-domain) ITINTERN (,kilo,test-domain) (,lima,test-domain) D_INTERNS (,able,test-domain) (,baker,test-domain) # # Now, define some groups based on roles USERS DEPT1 DEPT2 DEPT3 BIGSRV IT_EMP IT_APP SMALLSRV IT_EMP IT_APP ITINTERN USERBOX IT_EMP ITINTERN USERS # # And a groups for a special tasks # Allow echo and golf to access our anti-virus-machine SECURITY IT_EMP (,echo,test-domain) (,golf,test-domain) # # machine-based netgroups # Our main servers WAR BIGSRV FAMINE BIGSRV # User india needs access to this server POLLUTION BIGSRV (,india,test-domain) # # This one is really important and needs more access restrictions DEATH IT_EMP # # The anti-virus-machine mentioned above ONE SECURITY # # Restrict a machine to a single user TWO (,hotel,test-domain) # [...more groups to follow] Wenn Sie eine Datenbank verwenden, um Ihre Benutzerkonten zu verwalten, sollten Sie den ersten Teil der NIS-Map mit Ihren Datenbanktools erstellen können. Auf diese Weise haben neue Benutzer automatisch Zugriff auf die Rechner. Eine letzte Warnung: Es ist nicht immer ratsam, rechnerbasierte Netzgruppen zu verwenden. Wenn Sie Dutzende oder gar Hunderte identische Rechner einrichten müssen, sollten Sie rollenbasierte Netzgruppen verwenden, um die Grösse der NISs-Maps in Grenzen zu halten. Weitere wichtige Punkte Nachdem Sie Ihre NIS-Umgebung eingerichtet haben, müssen Sie einige Dinge anders als bisher erledigen. Jedes Mal, wenn Sie einen neuen Benutzer anlegen wollen, tun Sie dies ausschließlich am NIS-Masterserver. Außerdem müssen Sie anschließend die NIS-Maps neu erzeugen. Wenn Sie diesen Punkt vergessen, kann sich der neue Benutzer nur am NIS-Masterserver anmelden. Wenn Sie also den neuen Benutzer jsmith anlegen, gehen Sie folgerndermassen vor: &prompt.root; pw useradd jsmith &prompt.root; cd /var/yp &prompt.root; make test-domain Statt pw useradd jsmith könnten Sie auch adduser jsmith verwenden. Tragen Sie die Administratorkonten nicht in die NIS-Maps ein. Administratorkonten und Passwörter dürfen nicht auf Rechnern verbreitet werden, auf denen sich Benutzer anmelden können, die auf diese Konten keine Zugriff haben sollen. Sichern Sie die NIS-Master- und Slaveserver und minimieren Sie die Ausfallzeiten. Wenn diese Rechner gehackt oder einfach nur ausgeschaltet werden, haben viele Leute keinen Netzwerkzugriff mehr. Dies ist die größte Schwäche jeder zentralen Verwaltung. Wenn Sie Ihre NIS-Server nicht schützen, werden Sie viele verärgerte Anwender haben. Kompatibilität zu NIS v1 NIS Kompatibilität zu NIS v1 ypserv unterstützt NIS v1 unter FreeBSD nur eingeschränkt. Die NIS-Implementierung von FreeBSD verwendet nur NIS v2, andere Implementierungen unterstützen aus Gründen der Abwärtskompatibilität mit älteren Systemen auch NIS v1. Die mit diesen Systemen gelieferten ypbind-Daemonen versuchen, sich an einen NIS-v1-Server zu binden (Dies selbst dann, wenn sie ihn nie benötigen. Außerdem versuchen Sie auch dann, einen v1-Server zu erreichen, wenn Sie zuvor eine Antwort von einem v2-Server erhalten.). Während normale Clientaufrufe unter FreeBSD unterstützt werden, sind Anforderungen zum Transfer von v1-Maps nicht möglich. Daher kann FreeBSD nicht als Client oder Server verwendet werden, wenn ein NIS-Server vorhanden ist, der nur NIS v1 unterstützt. Glücklicherweise sollte es heute keine Server mehr geben, die nur NIS v1 unterstützen. NIS-Server, die auch als NIS-Clients arbeiten Wenn Sie ypserv in einer Multi-Serverdomäne verwenden, in der NIS-Server gleichzeitig als NIS-Clients arbeiten, ist es eine gute Idee, diese Server zu zwingen, sich an sich selbst zu binden. Damit wird verhindert, dass Bindeanforderungen gesendet werden und sich die Server gegenseitig binden. Sonst könnten seltsame Fehler auftreten, wenn ein Server ausfällt, auf den andere Server angewiesen sind. Letztlich werden alle Clients einen Timeout melden, und versuchen, sich an andere Server zu binden. Die dadurch entstehende Verzögerung kann beträchtlich sein. Außerdem kann der Fehler erneut auftreten, da sich die Server wiederum aneinander binden könnten. Sie können einen Rechner durch die Verwendung von ypbind sowie der Option zwingen, sich an einen bestimmten Server zu binden. Um diesen Vorgang zu automatisieren, können Sie folgende Zeilen in /etc/rc.conf einfügen: nis_client_enable="YES" # run client stuff as well nis_client_flags="-S NIS domain,server" Lesen Sie &man.ypbind.8;, wenn Sie weitere Informationen benötigen. Passwortformate NIS Passwortformate Unterschiedliche Passwortformate sind das Hauptproblem, das beim Einrichten eines NIS-Servers auftreten kann. Wenn der NIS-Server mit DES verschlüsselte Passwörter verwendet, werden nur Clients unterstützt, die ebenfalls DES benutzen. Wenn sich auf Ihrem Netzwerk beispielsweise &solaris; NIS-Clients befinden, müssen die Passwörter mit DES verschlüsselt werden. Welches Format die Server und Clients verwenden, steht in /etc/login.conf. Wenn ein System Passwörter mit DES verschlüsselt, enthält die default-Klasse einen Eintrag wie den folgenden: default:\ :passwd_format=des:\ :copyright=/etc/COPYRIGHT:\ [weitere Einträge] Mögliche Werte für passwd_format sind unter anderem blf und md5 (mit Blowfish und MD5 verschlüsselte Passwörter). Wenn die Datei /etc/login.conf geändert wird, muss die Login-Capability Datenbank neu erstellt werden. Geben Sie dazu als root den folgenden Befehl ein: &prompt.root; cap_mkdb /etc/login.conf Das Format der schon in /etc/master.passwd befindlichen Passwörter wird erst aktualisiert, wenn ein Benutzer sein Passwort ändert, nachdem die Datenbank neu erstellt wurde. Damit die Passwörter auch im gewählten Format abgespeichert werden, muss mit crypt_default in der Datei /etc/auth.conf die richtige Priorität der Formate eingestellt werden. Das gewählte Format sollte als Erstes in der Liste stehen. Sollen die Passwörter mit DES verschlüsselt werden, verwenden Sie den folgenden Eintrag: crypt_default = des blf md5 Wenn Sie alle &os; NIS-Server und NIS-Clients entsprechend den obigen Schritten eingestellt haben, wird im ganzen Netzwerk dasselbe Passwortformat verwendet. Falls Sie Probleme mit der Authentifizierung eines NIS-Clients haben, kontrollieren Sie die verwendeten Passwortformate. In einer heterogenen Umgebung werden Sie DES benutzen müssen, da dies der meist unterstützte Standard ist. Greg Sutter Geschrieben von Automatische Netzwerkkonfiguration mit DHCP Was ist DHCP? Dynamic Host Configuration Protocol DHCP Internet Software Consortium (ISC) Über DHCP, das Dynamic Host Configuration Protocol, kann sich ein System mit einem Netzwerk verbinden und die für die Kommunikation mit diesem Netzwerk nötigen Informationen beziehen. FreeBSD verwendet die DHCP-Implementation von ISC (Internet Software Consortium), daher beziehen sich alle implementationsspezifischen Informationen in diesem Abschnitt auf die ISC-Distribution. Übersicht Dieser Abschnitt beschreibt sowohl die Client- als auch die Serverseite des DHCP-Systems von ISC. Das Clientprogramm dhclient ist in FreeBSD integriert, das Serverprogramm kann über den Port net/isc-dhcp3-server installiert werden. Weiter Informationen finden Sie in &man.dhclient.8;, &man.dhcp-options.5; sowie &man.dhclient.conf.5;. Wie funktioniert DHCP? UDP Der DHCP-Client dhclient beginnt von einem Clientrechner aus über den UDP-Port 68 Konfigurationsinformationen anzufordern. Der Server antwortet auf dem UDP-Port 67, indem er dem Client eine IP-Adresse zuweist und ihm weitere wichtige Informationen über das Netzwerk, wie Netzmasken, Router und DNS-Server mitteilt. Diese Informationen werden als DHCP-Lease bezeichnet und sind nur für eine bestimmte Zeit, die vom Administrator des DHCP-Servers vorgegeben wird, gültig. Dadurch fallen verwaiste IP-Adressen, deren Clients nicht mehr mit dem Netzwerk verbunden sind, automatisch an den Server zurück. DHCP-Clients können sehr viele Informationen von einem DHCP-Server erhalten. Eine ausführliche Liste finden Sie in &man.dhcp-options.5;. Integration in FreeBSD Der ISC-DHCP-Client ist seit FreeBSD 3.2 vollständig in FreeBSD integriert. Sowohl während der Installation als auch im Basissystem steht der DHCP-Client zur Verfügung. In Netzen mit DHCP-Servern wird dadurch die Konfiguration von Systemen erheblich vereinfacht. sysinstall DHCP wird von sysinstall unterstützt. Richten Sie eine Netzkarte unter sysinstall ein, wird Ihnen zuerst folgende Frage gestellt: Wollen Sie diese Karte über DHCP einrichten? Wenn Sie diese Frage bejahen, wird dhclient aufgerufen, und die Netzkarte wird automatisch eingerichtet. Um DHCP beim Systemstart zu aktivieren, müssen Sie zwei Dinge erledigen: DHCP Anforderungen Stellen Sie sicher, dass bpf in Ihren Kernel kompiliert ist. Dazu fügen Sie die Zeile device bpf (pseudo-device bpf unter &os; 4.X) in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein und erzeugen einen neuen Kernel. Weitere Informationen zur Kernelkonfiguration finden Sie in des Handbuchs. Das Gerät bpf ist im GENERIC-Kernel bereits enthalten. Für die Nutzung von DHCP muss also kein angepasster Kernel erzeugt werden. Wenn Sie um die Sicherheit Ihres Systems besorgt sind, sollten Sie wissen, dass bpf auch zur Ausführung von Paketsniffern erforderlich ist (obwohl diese dennoch als root ausgeführt werden müssen). bpf muss vorhanden sein, damit DHCP funktioniert. Sind Sie sehr sicherheitsbewusst, sollten Sie bpf aus Ihrem Kernel entfernen, wenn Sie DHCP nicht verwenden. Fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: ifconfig_fxp0="DHCP" Ersetzen Sie fxp0 durch den Eintrag für die Netzkarte, die Sie dynamisch einrichten wollen. Lesen Sie dazu auch . Wenn Sie dhclient an einem anderen Ort installiert haben, oder zusätzliche Flags an dhclient übergeben wollen, fügen Sie auch folgende (entsprechend angepasste) Zeilen ein: dhcp_program="/sbin/dhclient" dhcp_flags="" DHCP Server Der DHCP-Server dhcpd ist als Teil des Ports net/isc-dhcp3-server verfügbar. Dieser Port enthält die komplette ISC-DHCP-Distribution, inklusive der Dokumentation. Dateien DHCP Konfigurationsdateien /etc/dhclient.conf dhclient benötigt die Konfigurationsdatei /etc/dhclient.conf. Diese Datei enthält normalerweise nur Kommentare, da die Vorgabewerte zumeist ausreichend sind. Lesen Sie dazu auch &man.dhclient.conf.5;. /sbin/dhclient dhclient ist statisch gelinkt und befindet sich in /sbin. Weitere Informationen finden Sie in &man.dhclient.8;. /sbin/dhclient-script Bei dhclient-script handelt es sich um das FreeBSD-spezifische Konfigurationsskript des DHCP-Clients. Es wird in &man.dhclient-script.8; beschrieben und kann meist unverändert übernommen werden. /var/db/dhclient.leases Der DHCP-Client verfügt über eine Datenbank, die alle derzeit gültigen Leases enthält und als Logdatei erzeugt wird. Weitere Informationen finden Sie in &man.dhclient.8;. Weitere Informationen Das DHCP-Protokoll wird vollständig im RFC 2131 beschrieben. Eine weitere, lehrreiche Informationsquelle existiert unter . Einen DHCP-Server installieren und einrichten Übersicht Dieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung eines FreeBSD-Systems als DHCP-Server. Dazu wird die DHCP-Implementation von ISC (Internet Software Consortium) verwendet. Der DHCP-Server ist nicht im Basissystem von FreeBSD enthalten, daher müssen Sie als Erstes den Port net/isc-dhcp3-server installieren. Lesen Sie , wenn Sie weitere Informationen zur Portssammlung benötigen. Den DHCP-Server installieren DHCP installieren Stellen Sie sicher, dass &man.bpf.4; in Ihren Kernel kompiliert ist. Dazu fügen Sie die Zeile device bpf (pseudo-device bpf unter &os; 4.X)in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein und erzeugen einen neuen Kernel. Die Kernelkonfiguration wird in beschrieben. Das Gerät bpf ist im GENERIC-Kernel bereits enthalten. Für die Nutzung von DHCP muss also kein angepasster Kernel erzeugt werden. Wenn Sie um die Sicherheit Ihres Systems besorgt sind, sollten Sie wissen, dass bpf auch zur Ausführung von Paketsniffern erforderlich ist (obwohl diese dennoch als root ausgeführt werden müssen). bpf muss vorhanden sein, damit DHCP funktioniert. Sind Sie sehr sicherheitsbewusst, sollten Sie bpf aus Ihrem Kernel entfernen, wenn Sie DHCP nicht verwenden. Danach müssen Sie die vom Port net/isc-dhcp3-server erzeugte Vorlage für dhcpd.conf anpassen. Die bei der Installation erzeugte Datei /usr/local/etc/dhcpd.conf.sample sollten Sie nach /usr/local/etc/dhcpd.conf kopieren, bevor Sie Veränderungen vornehmen. Den DHCP-Server einrichten DHCP dhcpd.conf dhcpd.conf besteht aus Festlegungen zu Subnetzen und Rechnern und lässt sich am besten an einem Beispiel erklären: option domain-name "example.com"; option domain-name-servers 192.168.4.100; option subnet-mask 255.255.255.0; default-lease-time 3600; max-lease-time 86400; ddns-update-style none; subnet 192.168.4.0 netmask 255.255.255.0 { range 192.168.4.129 192.168.4.254; option routers 192.168.4.1; } host mailhost { hardware ethernet 02:03:04:05:06:07; fixed-address mailhost.example.com; } Diese Option beschreibt die Domäne, die den Clients als Standardsuchdomäne zugewiesen wird. Weitere Informationen finden Sie in man.resolv.conf.5;. Diese Option legt eine, durch Kommata getrennte Liste von DNS-Servern fest, die von den Clients verwendet werden sollen. Die den Clients zugewiesene Netzmaske. Ein Client kann eine Lease einer bestimmten Dauer anfordern. Geschieht dies nicht, weist der Server eine Lease mit einer vorgegebenen Ablaufdauer (in Sekunden) zu. Die maximale Zeitdauer, für die der Server Konfigurationsinformationen vergibt. Sollte ein Client eine längere Zeitspanne anfordern, wird dennoch nur der Wert max-lease-time in Sekunden zugewiesen. Diese Option legt fest, ob der DHCP-Server eine DNS-Aktualisierung versuchen soll, wenn Konfigurationsdateien vergeben oder zurückgezogen werden. In der ISC-Implementation muss diese Option gesetzt sein. Dadurch werden die IP-Adressen festgelegt, die den Clients zugewiesen werden können. IP-Adressen zwischen diesen Grenzen sowie die einschließenden Adressen werden den Clients zugewiesen. Legt das Standard-Gateway fest, das den Clients zugewiesen wird. Die (Hardware-)MAC-Adresse eines Rechners (durch die der DHCP-Server den Client erkennt, der eine Anforderung an ihn stellt). Einem Rechner soll immer die gleiche IP-Adresse zugewiesen werden. Beachten Sie, dass hier auch ein Rechnername gültig ist, da der DHCP-Server den Rechnernamen auflöst, bevor er die Konfigurationsinformationen zuweist. Nachdem Sie dhcpd.conf fertig konfiguriert haben, können Sie den DHCP-Server starten: &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/isc-dhcpd.sh start Sollten Sie die Konfiguration Ihres Servers einmal verändern müssen, reicht es nicht aus, ein SIGHUP-Signal an dhcpd zu senden, weil damit die Konfiguration nicht erneut geladen wird (im Gegensatz zu den meisten Daemonen). Sie müssen den Prozess vielmehr mit dem Signal SIGTERM stoppen, um ihn anschließend neu zu starten. Dateien Server Konfigurationsdateien /usr/local/sbin/dhcpd dhcpd ist statisch gelinkt und befindet sich in /usr/local/sbin. Lesen Sie auch die mit dem Port installierte Hilfeseite &man.dhcpd.8;, wenn Sie weitere Informationen zu dhcpd benötigen. /usr/local/etc/dhcpd.conf dhcpd benötigt die Konfigurationsdatei /usr/local/etc/dhcpd.conf, damit der Server den Clients seine Dienste anbieten kann. Diese Datei muss alle Informationen enthalten, die an die Clients weitergegeben werden soll. Außerdem sind hier Informationen zur Konfiguration des Servers enthalten. Die mit dem Port installierte Hilfeseite &man.dhcpd.conf.5; enthält weitere Informationen. /var/db/dhcpd.leases Der DHCP-Server hat eine Datenbank, die alle vergebenen Leases enthält. Diese wird als Logdatei erzeugt. Weitere Informationen finden Sie in der vom Port installierten Hilfeseite &man.dhcpd.leases.5;. /usr/local/sbin/dhcrelay dhcrelay wird in komplexen Umgebungen verwendet, in denen ein DHCP-Server eine Anfrage eines Clients an einen DHCP-Server in einem separaten Netzwerk weiterleitet. Wenn Sie diese Funktion benötigen, müssen Sie den Port net/isc-dhcp3-relay installieren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in &man.dhcrelay.8;. Chern Lee Beigetragen von DNS – Domain Name Service Überblick BIND DNS ist das für die Umwandlung von Rechnernamen in IP-Adressen zuständige Protokoll. FreeBSD verwendet dazu BIND (Berkeley Internet Name Domain), die am häufigsten verwendete Implementierung von DNS. Eine Anfrage nach www.FreeBSD.org gibt die IP-Adresse des &os;-Webservers, eine Anfrage nach ftp.FreeBSD.org die IP-Adresse des entsprechenden FTP-Servers zurück. Der umgekehrte Weg ist ebenso möglich, eine IP-Adresse kann also auch in ihren Rechnernamen aufgelöst werden. Um eine DNS-Abfrage durchzuführen, muss am jeweiligen Rechner kein Nameserver installiert sein. DNS Im Internet wird DNS durch ein komplexes System von autoritativen Root-Nameservern sowie anderen kleineren Nameservern verwaltet, die individuelle Rechnerinformationen speichern und untereinander abgleichen. Dieses Dokument beschreibt die unter FreeBSD verwendete stabile Version BIND 8.x. BIND 9.x kann über den Port net/bind9 installiert werden. Das DNS-Protokoll wird in den RFCs 1034 und 1035 beschrieben. Derzeit wird BIND vom Internet Software Consortium () verwaltet. Begriffsbestimmungen Um dieses Dokument besser verstehen zu können, müssen einige DNS-spezifische Begriffe genauer definiert werden. Resolver Reverse-DNS root zone Begriff Bedeutung Forward-DNS Rechnernamen in IP-Adressen umwandeln Origin (Ursprung) Die in einer bestimmten Zonendatei beschriebene Domäne. named, BIND, Nameserver Gebräuchliche Namen für das unter FreeBSD verwendete BIND-Nameserverpaket Resolver Ein Systemprozess, durch den ein Rechner Zoneninformationen von einem Nameserver anfordert. Reverse-DNS Das Gegenteil von Forward-DNS; die Umwandlung von IP-Adressen in Rechnernamen Root-Zone Der Beginn der Internet-Zonenhierarchie. Alle Zonen befinden sich innerhalb der Root-Zone. Dies ist analog zu einem Dateisystem, in dem sich alle Dateien und Verzeichnisse innerhalb des Wurzelverzeichnisses befinden. Zone Eine individuelle Domäne, Unterdomäne, oder ein Teil von DNS, der von der gleichen Autorität verwaltet wird. Zonen Beispiele Es folgen nun einige Zonenbeispiele: . ist die Root-Zone. org. ist eine Zone innerhalb der Root-Zone. example.org. ist eine Zone innerhalb der org-Zone. foo.example.org. ist eine Unterdomäne, eine Zone innerhalb der Zone example.org. 1.2.3.in-addr.arpa. ist die Zone mit allen IP-Adressen des 3.2.1.*-IP-Adressraums. Wie man an diesen Beispielen erkennen kann, befindet sich der spezifischere Teil eines Rechnernamens auf der linken Seite der Adresse. example.org. beschreibt einen Rechner also genauer als org., während org. genauer als die Root-Zone ist. Jeder Teil des Rechnernamens hat Ähnlichkeiten mit einem Dateisystem, in dem etwa /dev dem Wurzelverzeichnis untergeordnet ist. Gründe für die Verwendung eines Nameservers Es gibt zwei Arten von Nameservern: Autoritative Nameserver sowie zwischenspeichernde (cachende) Nameserver. Ein autoritativer Nameserver ist notwendig, wenn sie anderen verbindliche DNS-Auskünfte erteilen wollen. eine Domain, beispielsweise example.org, registriert wird, und den zu dieser Domain gehörenden Rechnern IP-Adressen zugewiesen werden müssen. ein IP-Adressblock reverse-DNS-Einträge benötigt, um IP-Adressen in Rechnernamen auflösen zu können. ein Backup-Nameserver (auch Slaveserver genannt) auf Anfragen antworten muss, weil der Hauptserver nicht erreichbar ist. Ein cachender Nameserver ist notwendig, weil ein lokaler DNS-Server Daten zwischenspeichern und daher schneller auf Anfragen reagieren kann als ein entfernter Server. die Datenmenge reduziert werden muss (DNS-Verkehr macht etwa 5 % des gesamten Datenverkehrs im Internet aus). Wird nach www.FreeBSD.org gesucht, leitet der Resolver diese Anfrage an den Nameserver des ISPs weiter und nimmt danach das Ergebnis der Abfrage entgegen. Existiert ein lokaler, zwischenspeichernder DNS-Server, muss dieser die Anfrage nur einmal nach außen weitergeben. Für alle weiteren Anfragen ist dies nicht mehr nötig, da diese Information nun lokal gespeichert ist. Wie funktioniert DNS? Unter FreeBSD wird der BIND-Daemon als named bezeichnet. - + Datei Beschreibung named Der BIND-Daemon. ndc Das Steuerprogramm für named. /etc/namedb Das Verzeichnis, in dem sich die Zoneninformationen für BIND befinden. /etc/namedb/named.conf Die Konfigurationsdatei für named. Zonendateien befinden sich normalerweise im Verzeichnis /etc/namedb und enthalten die vom Nameserver angebotenen DNS-Zoneninformationen. BIND starten BIND Start Da BIND automatisch installiert wird, ist die Konfiguration relativ einfach. Um den named-Daemon beim Systemstart automatisch zu starten, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: named_enable="YES" Um den Daemon (nach der Konfiguration) manuell zu starten, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; ndc start Konfigurationsdateien BIND Konfigurationsdateien <command>make-localhost</command> verwenden Um die lokale reverse-DNS-Zonendatei /etc/namedb/localhost.rev korrekt zu erzeugen, machen Sie Folgendes: &prompt.root; cd /etc/namedb &prompt.root; sh make-localhost <filename>/etc/namedb/named.conf</filename> // $FreeBSD$ // // Refer to the named(8) manual page for details. If you are ever going // to setup a primary server, make sure you've understood the hairy // details of how DNS is working. Even with simple mistakes, you can // break connectivity for affected parties, or cause huge amount of // useless Internet traffic. options { directory "/etc/namedb"; // In addition to the "forwarders" clause, you can force your name // server to never initiate queries of its own, but always ask its // forwarders only, by enabling the following line: // // forward only; // If you've got a DNS server around at your upstream provider, enter // its IP address here, and enable the line below. This will make you // benefit from its cache, thus reduce overall DNS traffic in the Internet. /* forwarders { 127.0.0.1; }; */ Um vom Cache Ihres Internetproviders zu profitieren, können hier forwarders aktiviert werden. Normalerweise sucht ein Nameserver das Internet rekursiv ab, bis er die gesuchte Antwort findet. Durch diese Option wird stets der Nameserver Ihres Internetproviders zuerst abgefragt, um von dessen Cache zu profitieren. Wenn es sich um einen schnellen, viel benutzten Nameserver handelt, kann dies zu einer Geschwindigkeitssteigerung führen. 127.0.0.1 funktioniert hier nicht. Ändern Sie diese Adresse in einen Nameserver Ihres Einwahlproviders. /* * If there is a firewall between you and name servers you want * to talk to, you might need to uncomment the query-source * directive below. Previous versions of BIND always asked * questions using port 53, but BIND 8.1 uses an unprivileged * port by default. */ // query-source address * port 53; /* * If running in a sandbox, you may have to specify a different * location for the dumpfile. */ // dump-file "s/named_dump.db"; }; // Note: the following will be supported in a future release. /* host { any; } { topology { 127.0.0.0/8; }; }; */ // Setting up secondaries is way easier and the rough picture for this // is explained below. // // If you enable a local name server, don't forget to enter 127.0.0.1 // into your /etc/resolv.conf so this server will be queried first. // Also, make sure to enable it in /etc/rc.conf. zone "." { type hint; file "named.root"; }; zone "0.0.127.IN-ADDR.ARPA" { type master; file "localhost.rev"; }; zone "0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.IP6.INT" { type master; file "localhost.rev"; }; // NB: Do not use the IP addresses below, they are faked, and only // serve demonstration/documentation purposes! // // Example secondary config entries. It can be convenient to become // a secondary at least for the zone where your own domain is in. Ask // your network administrator for the IP address of the responsible // primary. // // Never forget to include the reverse lookup (IN-ADDR.ARPA) zone! // (This is the first bytes of the respective IP address, in reverse // order, with ".IN-ADDR.ARPA" appended.) // // Before starting to setup a primary zone, better make sure you fully // understand how DNS and BIND works, however. There are sometimes // unobvious pitfalls. Setting up a secondary is comparably simpler. // // NB: Don't blindly enable the examples below. :-) Use actual names // and addresses instead. // // NOTE!!! FreeBSD runs BIND in a sandbox (see named_flags in rc.conf). // The directory containing the secondary zones must be write accessible // to BIND. The following sequence is suggested: // // mkdir /etc/namedb/s // chown bind:bind /etc/namedb/s // chmod 750 /etc/namedb/s Wenn Sie BIND innerhalb einer Sandbox betreiben wollen, lesen Sie bitte den . /* zone "example.com" { type slave; file "s/example.com.bak"; masters { 192.168.1.1; }; }; zone "0.168.192.in-addr.arpa" { type slave; file "s/0.168.192.in-addr.arpa.bak"; masters { 192.168.1.1; }; }; */ Hierbei handelt es sich um Slave-Einträge für eine Reverse- und Forward-DNS-Zone, die in der Datei named.conf definiert sind. Für jede neue Zone muss ein zusätzlicher Eintrag in named.conf erstellt werden. Ein einfacher Eintrag für eine Zone example.org könnte beispielsweise so aussehen: zone "example.org" { type master; file "example.org"; }; Die Option legt fest, dass es sich um eine Master-Zone handelt, deren Zoneninformationen sich in der Datei /etc/namedb/example.org befinden. Diese Datei wird durch die Option festgelegt. zone "example.org" { type slave; file "example.org"; }; Hier handelt es sich um einen Slaveserver, der seine Informationen vom Masterserver der betreffenden Zone bezieht und diese in der angegebenen Datei speichert. Wenn der Masterserver nicht erreichbar ist, verfügt der Slaveserver über die transferierten Zoneninformationen und kann diese an andere Rechner weitergeben. Zonendateien Die in der Datei /etc/namedb/example.org definierte Zonendatei für example.org könnte etwa so aussehen: $TTL 3600 example.org. IN SOA ns1.example.org. admin.example.org. ( 5 ; Serial 10800 ; Refresh 3600 ; Retry 604800 ; Expire 86400 ) ; Minimum TTL ; DNS Servers @ IN NS ns1.example.org. @ IN NS ns2.example.org. ; Machine Names localhost IN A 127.0.0.1 ns1 IN A 3.2.1.2 ns2 IN A 3.2.1.3 mail IN A 3.2.1.10 @ IN A 3.2.1.30 ; Aliases www IN CNAME @ ; MX Record @ IN MX 10 mail.example.org. Beachten Sie, dass jeder mit einem . endende Rechnername ein exakter Rechnername ist, während sich alles ohne einen abschließenden . auf den Ursprung bezieht. www steht daher für www.Ursprung. In unserer fiktiven Zonendatei ist example.org. der Ursprung, daher steht www für www.example.org. Eine Zonendatei hat folgenden Aufbau: recordname IN recordtype value DNS Einträge Die am häufigsten verwendeten DNS-Einträge sind: SOA Start der Zonenautorität NS Ein autoritativer Nameserver A Eine Rechneradresse CNAME Der kanonische Name eines Alias MX Mail Exchanger PTR Ein (bei Reverse-DNS verwendeter) Domain Name Pointer example.org. IN SOA ns1.example.org. admin.example.org. ( 5 ; Serial 10800 ; Refresh after 3 hours 3600 ; Retry after 1 hour 604800 ; Expire after 1 week 86400 ) ; Minimum TTL of 1 day example.org. Der Name der Domäne und damit der Ursprung dieser Zonendatei. ns1.example.org. Der primäre/autoritative Nameserver dieser Zone. admin.example.org. Die für diese Zone verantwortliche Person. Das Zeichen @ wird dabei ersetzt (admin@example.org wird also zu admin.example.org). 5 Die Seriennummer der Datei. Sie muss stets inkrementiert werden, wenn die Zonendatei geändert wird. Viele Administratoren bevorzugen ein JJJJMMTTRR-Format, um die Seriennummer festzulegen. 2001041002 steht also für den 10.04.2001, die beiden letzten Stellen für die zweite Modifikation der Zonendatei an diesem Tag. Die Seriennummer ist von großer Bedeutung, da Slaveserver daran eine aktualisierte Zonendatei erkennen können. @ IN NS ns1.example.org. Ein NS-Eintrag. Jeder Nameserver, der für eine Zone verantwortlich ist, muss über einen solchen Eintrag verfügen. Das Zeichen @ steht in unserem Beispiel für example.org., @ verweist also auf den Ursprung. localhost IN A 127.0.0.1 ns1 IN A 3.2.1.2 ns2 IN A 3.2.1.3 mail IN A 3.2.1.10 @ IN A 3.2.1.30 Der Eintrag A bezieht sich auf Rechnernamen. ns1.example.org würde also zu 3.2.1.2 aufgelöst werden. Da das (Ursprungs-)Symbol @ verwendet wird, wird example.org zu 3.2.1.30 aufgelöst. www IN CNAME @ Der Eintrag für den kanonischen Namen wird dazu verwendet, Aliase für einen Rechner zu vergeben. Im Beispiel ist www ein Alias für den Ursprungsrechner (example.org oder 3.2.1.30). Durch die Option CNAME können Aliasnamen vergeben werden. Ein Rechnername kann aber auch abwechselnd verschiedenen Rechnern zugewiesen werden. MX-Eintrag @ IN MX 10 mail.example.org. Die Option MX legt fest, welcher Mailserver für eintreffende Mails der Zone verantwortlich ist. mail.example.org ist der Rechnername des Mailservers, der eine Priorität von 10 hat. Es können auch mehrere Mailserver mit verschiedener Priorität vorhanden sein. Ein Mailserver, der eine Mail an example.org verschicken will, verwendet zuerst den MX mit der höchsten Priorität, danach den mit der nächsthöheren, bis die E-Mail zugestellt werden kann. Für (bei Reverse-DNS verwendete) in-addr.arpa-Zonendateien wird das gleiche Format verwendet. Der einzige Unterschied besteht in der Verwendung der Option PTR an Stelle der Optionen A und CNAME. $TTL 3600 1.2.3.in-addr.arpa. IN SOA ns1.example.org. admin.example.org. ( 5 ; Serial 10800 ; Refresh 3600 ; Retry 604800 ; Expire 3600 ) ; Minimum @ IN NS ns1.example.org. @ IN NS ns2.example.org. 2 IN PTR ns1.example.org. 3 IN PTR ns2.example.org. 10 IN PTR mail.example.org. 30 IN PTR example.org. Durch diese Datei werden den Rechnernamen der fiktiven Domäne IP-Adressen zugewiesen. Zwischenspeichernde (cachende) Nameserver BIND Zwischenspeichernde Nameserver Ein cachender Nameserver ist für keine Zonen verantwortlich. Er stellt lediglich eigene Anfragen und speichert deren Ergebnisse ab. Um einen solchen Nameserver einzurichten, gehen Sie wie gewohnt vor, allerdings definieren Sie keine Zonen. <application>named</application> in einer Sandbox ausführen BIND Sandbox chroot Es ist möglich, &man.named.8; als nicht privilegierter Benutzer in einer mit &man.chroot.8; definierten Sandbox auszuführen. Dadurch hat der named-Daemon keinen Zugriff auf Verzeichnisse und Dateien außerhalb der Sandbox. Sollte named kompromittiert werden, lässt sich dadurch der mögliche Schaden begrenzen. FreeBSD erzeugt dazu automatisch einen Benutzer und eine Gruppe namens bind. Manchmal wird auch empfohlen, statt mit chroot das Wurzelverzeichnis für named zu ändern, named innerhalb eines &man.jail.8;s auszuführen. Diese Situation wird hier jedoch nicht beschrieben. Da named keinen Zugriff auf Dateien außerhalb der Sandbox (wie Systembibliotheken oder Protokolldateien) hat, sind einige Vorbereitungen notwendig, damit named korrekt funktioniert. Im Folgenden wird angenommen, dass die Sandbox unter /etc/namedb eingerichtet wird. Außerdem befinden sich die Dateien in diesem Verzeichnis noch im Originalzustand. Alle Schritte müssen als root durchgeführt werden. Erzeugen Sie alle Verzeichnisse, die named benötigt: &prompt.root; cd /etc/namedb &prompt.root; mkdir -p bin dev etc var/tmp var/run master slave &prompt.root; chown bind:bind slave var/* Da named nur schreibend auf diese Verzeichnisse zugreifen muss, werden auch keine weiteren Rechte zugeteilt. Erzeugen Sie die Basiszonen sowie die nötigen Konfigurationsdateien: &prompt.root; cp /etc/localtime etc &prompt.root; mv named.conf etc && ln -sf etc/named.conf &prompt.root; mv named.root master &prompt.root; sh make-localhost && mv localhost.rev localhost-v6.rev master&prompt.root; cat > master/named.localhost $ORIGIN localhost. $TTL 6h @ IN SOA localhost. postmaster.localhost. ( 1 ; serial 3600 ; refresh 1800 ; retry 604800 ; expiration 3600 ) ; minimum IN NS localhost. IN A 127.0.0.1 ^D Dadurch ist es named möglich, die korrekte Systemzeit an &man.syslogd.8; weiterzugeben. syslog logs DNS Wenn Sie FreeBSD in einer Version vor 4.9-RELEASE verwenden, erzeugen Sie eine statisch gelinkte Kopie von named-xfer und kopieren diese in Ihre Sandbox: &prompt.root; cd /usr/src/lib/libisc &prompt.root; make cleandir && make cleandir && make depend && make all &prompt.root; cd /usr/src/lib/libbind &prompt.root; make cleandir && make cleandir && make depend && make all &prompt.root; cd /usr/src/libexec/named-xfer &prompt.root; make cleandir && make cleandir && make depend && make NOSHARED=yes all &prompt.root; cp named-xfer /etc/namedb/bin && chmod 555 /etc/namedb/bin/named-xfer Nachdem Sie ihre statische gelinkte Version von named-xfer installiert haben, müssen Sie etwas aufräumen, damit keine veralteten Kopien von Bibliotheken oder Programmen in Ihrem Quellbaum verbleiben: &prompt.root; cd /usr/src/lib/libisc &prompt.root; make cleandir &prompt.root; cd /usr/src/lib/libbind &prompt.root; make cleandir &prompt.root; cd /usr/src/libexec/named-xfer &prompt.root; make cleandir Dieser Schritt kann manchmal fehlschlagen. Wenn dies passiert, machen Sie Folgendes: &prompt.root; cd /usr/src && make cleandir && make cleandir Danach löschen Sie /usr/obj inklusive aller Unterverzeichnisse: &prompt.root; rm -fr /usr/obj && mkdir /usr/obj Dadurch entfernen Sie den ganzen Müll aus Ihrem Quellbaum und die fehlgeschlagenen Schritte sollten nun ebenfalls funktionieren. Wenn Sie &os; in der Version 4.9-RELEASE oder neuer verwenden, wird die in /usr/libexec vorhandene Kopie von named-xfer automatisch statisch gelinkt und Sie können die Datei einfach mit &man.cp.1; in Ihre Sandbox kopieren. Erzeugen Sie ein dev/null, auf das named lesend und schreibend zugreifen kann: &prompt.root; cd /etc/namedb/dev && mknod null c 2 2 &prompt.root; chmod 666 null Linken Sie /etc/namedb/var/run/ndc symbolisch nach /var/run/ndc: &prompt.root; ln -sf /etc/namedb/var/run/ndc /var/run/ndc Dadurch können Sie auf die Option verzichten, wenn Sie &man.ndc.8; aufrufen. Der Inhalt von /var/run wird beim Systemstart automatisch gelöscht. Diese Anweisung kann unter Nutzung der Option in die crontab von root eingebaut werden. Lesen Sie dazu auch die Hilfeseite &man.crontab.5;. syslog logs named Weisen Sie &man.syslogd.8; an, einen zusätzlichen log-Socket zu erzeugen, auf den named Schreibzugriff hat. Dazu hängen Sie in der Datei /etc/rc.conf an den Eintrag syslogd_flags die Option -l /etc/namedb/dev/log an. chroot Stellen Sie sicher, dass named gestartet wird und sein Wurzelverzeichnis mittels chroot in die Sandbox setzt, indem Sie folgende Einträge in /etc/rc.conf einfügen: named_enable="YES" named_flags="-u bind -g bind -t /etc/namedb /etc/named.conf" Beachten Sie, dass die Konfigurationsdatei /etc/named.conf durch einen absoluten Pfad (aber relativ zur Sandbox) festgelegt wird. Bei der im obigen Beispiel angesprochenen Datei handelt es sich also um /etc/namedb/etc/named.conf. Danach bearbeiten Sie /etc/namedb/etc/named.conf, damit named weiß, welche Zonen geladen werden müssen und wo sich diese befinden. Es folgt nun ein kommentiertes Beispiel (alle nicht dokumentierten Einträge gelten auch für einen DNS-Server, der nicht in einer Sandbox läuft): options { directory "/"; named-xfer "/bin/named-xfer"; version ""; // Don't reveal BIND version query-source address * port 53; }; // ndc control socket controls { unix "/var/run/ndc" perm 0600 owner 0 group 0; }; // Zones follow: zone "localhost" IN { type master; file "master/named.localhost"; allow-transfer { localhost; }; notify no; }; zone "0.0.127.in-addr.arpa" IN { type master; file "master/localhost.rev"; allow-transfer { localhost; }; notify no; }; zone "0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.ip6.int" { type master; file "master/localhost-v6.rev"; allow-transfer { localhost; }; notify no; }; zone "." IN { type hint; file "master/named.root"; }; zone "private.example.net" in { type master; file "master/private.example.net.db"; allow-transfer { 192.168.10.0/24; }; }; zone "10.168.192.in-addr.arpa" in { type slave; masters { 192.168.10.2; }; file "slave/192.168.10.db"; }; directory wird als / festgelegt, da sich alle von named benötigten Dateien in diesem Verzeichnis befinden (analog zur /etc/namedb eines normalen Benutzers. Legt den vollständigen Pfad zur Binärdatei named-xfer aus der Sicht von named fest. Das ist nötig, weil named per Voreinstellung im Verzeichnis /usr/libexec nach named-xfer sucht. Legt die Datei (relativ zum directory-Statement) fest, in der named die Zonendatei für diese Zone findet. Legt die Datei (relativ zum directory-Statement) fest, in die named eine Kopie der Zonendatei dieser Zone schreibt, nachdem diese erfolgreich vom Masterserver angefordert wurde. Aus diesem Grund musste in den vorherigen Schritten auch bind der Eigentümer des Verzeichnisses slave sein. Nachdem Sie diese Schritte erledigt haben, müssen Sie entweder den Rechner oder &man.syslogd.8; neu starten. Danach starten Sie &man.named.8; unter Verwendung der neuen, unter syslogd_flags und named_flags festgelegten Optionen. Sie verwenden nun eine Sandboxversion von named! Sicherheit Obwohl BIND die am meisten verwendete (und kontrollierte) Implementierung von DNS darstellt, werden dennoch manchmal neue Sicherheitsprobleme entdeckt. Es ist daher eine gute Idee, die Sicherheitshinweise von CERT zu lesen sowie die Mailingliste &a.security-notifications; zu abonnieren, um sich über Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit dem Internet und FreeBSD zu informieren. Tritt ein Problem auf, kann es nie schaden, die Quellen zu aktualisieren und named neu zu kompilieren. Weitere Informationsquellen Hilfeseiten zu BIND/named: &man.ndc.8;, &man.named.8;, &man.named.conf.5; Offizielle ISC-Seite zu BIND BIND FAQs O'Reilly DNS and BIND 4th Edition RFC1034 - Domain Names - Concepts and Facilities RFC1035 - Domain Names - Implementation and Specification Tom Rhodes Geschrieben von <acronym>BIND</acronym>9 und &os; bind9 Konfiguration Mit &os; 5.3 wurde der DNS-Server BIND9 in das Basissystem aufgenommen. Vorteile der neuen Version sind die verbesserte Sicherheit, ein neues Dateisystem sowie eine automatisierte Konfiguration von &man.chroot.8;. Der erste Teil dieses Abschnitts beschreibt diese Neuerungen inklusive ihrer Konfiguration, der zweite Abschnitt konzentriert sich auf den Umstieg auf &os; 5.3. Der BIND-Server wird im Folgenden als &man.named.8; bezeichnet. Die Grundlagen von DNS wurden bereits im letzten Abschnitt beschrieben. Lesen Sie sich diesen Abschnitt noch einmal durch, bevor Sie fortfahren. Die Konfigurationsdateien für named befinden sich unter /var/named/etc/namedb/ und müssen von Ihnen angepasst werden, bevor sie verwendet werden können. Ein Großteil der Änderungen betrifft Dateien in diesem Verzeichnis. Eine Master-Zone einrichten Um eine Master-Zone einzurichten, wechseln Sie ins Verzeichnis /var/named/etc/namedb/ und geben den folgenden Befehl ein: &prompt.root; sh make-localhost Wenn alles klappt, wird die lokale reverse-DNS-Zonendatei localhost.rev (localhost-v6.rev bei Verwendung von IPv6) im Verzeichnis master angelegt. Da es sich dabei um die Standardkonfigurationsdatei handelt, wird diese automatisch in named.conf eingebunden. Eine Slave-Zone einrichten Weitere Domains oder Subdomains werden konfiguriert, indem man sie als Slave-Zonen einrichtet. In den meisten Fällen kann master/localhost.rev einfach in das Verzeichnis slave kopiert und angepasst werden. Danach werden die Dateien in named.conf eingebunden. Das folgende Beispiel beschreibt die Konfiguration der Domain example.com: zone "example.com" { type slave; file "slave/example.com"; masters { 10.0.0.1; }; }; zone "0.168.192.in-addr.arpa" { type slave; file "slave/0.168.192.in-addr.arpa"; masters { 10.0.0.1; }; }; Beachten Sie, dass die Master-IP-Adresse nur den primären Domainserver festlegt, von dem die Zonen transferiert werden. Das heißt aber nicht, dass dieser Server auch als DNS-Server arbeitet. <acronym>BIND</acronym> automatisch starten Um den named-Daemon beim Systemstart automatisch zu starten, fügen Sie folgende Zeile in rc.conf ein: named_enable="YES" Obwohl es noch weitere Optionen gibt, sollten Sie named bereits jetzt starten können. Zusätzliche Konfigurationsoptionen werden in &man.rc.conf.5; beschrieben. Wenn Sie named nicht über die Datei rc.conf starten wollen, können Sie auch den folgenden Befehl eingeben: &prompt.root; /etc/rc.d/named start <acronym>BIND</acronym>9 absichern &os; führt named automatisch in einer &man.chroot.8;-Umgebung (Sandbox) aus, es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, potentielle Angriffe auf Ihren DNS-Server abzuwehren. Zugriffskontrolllisten (<foreignphrase>Access Control Lists</foreignphrase>) verwenden Durch Zugriffskontrolllisten können Sie die Abfrage von Zoneninformationen einschränken. Dazu definieren Sie das entsprechende Netzwerk im acl-Abschnitt und fügen anschließend die IP-Adressen in die Zonenkonfigurationsdatei ein. Um den Zugriff auf Zoneninformationen zu erlauben, fügen Sie Zeilen ähnlich den folgenden ein: acl "example.com" { 192.168.0.0/24; }; zone "example.com" { type slave; file "slave/example.com"; masters { 10.0.0.1; }; allow-query { example.com; }; }; zone "0.168.192.in-addr.arpa" { type slave; file "slave/0.168.192.in-addr.arpa"; masters { 10.0.0.1; }; allow-query { example.com; }; }; Die Ausgabe der Versionsnummer unterbinden Die Abfrage der Versionsnummer des DNS- Servers kann einem Angreifer den Zugriff auf das System ermöglichen. Er ist dadurch in der Lage, gezielt nach bekannten Sicherheitslücken dieser Version zu suchen und diese auf Ihr System anzuwenden. Daher ist es eine gute Idee, eine falsche Angabe im Abschitt options der Datei named.conf anzugeben: options { directory "/etc/namedb"; pid-file "/var/run/named/pid"; dump-file "/var/dump/named_dump.db"; statistics-file "/var/stats/named.stats"; version "None of your business"; }; Murray Stokely Beigetragen von Der Apache HTTP-Server Webserver Konfiguration Apache Überblick Einige der weltgrößten Internetauftritte laufen unter &os;. Die Mehrzahl der Webserver im Internet nutzt den Apache HTTP-Server. Die Installationspakete für den Apache sollten auf Ihrem Installationsmedium vorhanden sein. Wenn Sie den Apache noch nicht installiert haben, können Sie dies jederzeit über den Port www/apache13 oder www/apache2 nachholen. Nachdem der Apache erfolgreich installiert wurde, muss er noch konfiguriert werden. Dieser Abschnitt beschreibt die Version 1.3.X des Apache HTTP-Servers, da diese Version unter &os; am häufigsten verwendet wird. Apache  2.X bringt zwar viele Verbesserungen mit sich, wird hier aber nicht beschrieben. Sollten Sie an Apache  2.X interessiert sein, informieren Sie sich bitte auf . Konfiguration Apache Konfigurationsdatei Der Apache HTTP-Server wird unter &os; primär über die Datei /usr/local/etc/apache/httpd.conf konfiguriert. Bei dieser Datei handelt es sich um eine typische &unix;-Konfigurationsdatei, in der Kommentarzeilen mit einem #-Zeichen beginnen. Eine komplette Beschreibung aller Optionen würde den Rahmen dieses Handbuchs sprengen, daher beschreiben wir hier nur die am häufigsten verwendeten Optionen. ServerRoot "/usr/local" Legt das Standardwurzelverzeichnis für die Apache-Installation fest. Binärdateien werden in die Verzeichnisse bin und sbin unterhalb des Serverwurzelverzeichnisses installiert, während sich Konfigurationsdateien im Verzeichnis etc/apache befinden. ServerAdmin you@your.address Die E-Mail-Adresse, an die Mitteilungen über Serverprobleme geschickt werden sollen. Diese Adresse erscheint auf vom Server erzeugten Seiten, beispielsweise auf Fehlerseiten. ServerName www.example.com Über die Option ServerName können Sie einen Rechnernamen festlegen, den Ihr Server an die Clients sendet, wenn sich dieser von tatsächlichen Rechnernamen unterscheidet (sie könnten etwa www statt des richtigen Rechnernamens verwenden). DocumentRoot "/usr/local/www/data" DocumentRoot: Das Verzeichnis, in dem Sie Ihre Dokumente ablegen. In der Voreinstellung befinden sich alle Seiten in diesem Verzeichnis, durch symbolische Links oder Aliase lassen sich aber auch andere Orte festlegen. Es ist empfehlenswert, eine Sicherungskopie Ihrer Konfigurationsdatei anzulegen, bevor Sie Änderungen durchführen. Nachdem Sie die Konfiguration beendet haben, können Sie den Apache starten. Den <application>Apache</application> betreiben Apache Starten oder Beenden Der Apache wird, im Gegensatz zu vielen anderen Netzwerkservern, nicht vom inetd-Super-Server verwaltet, sondern wird als eigenständiger Server betrieben, um die Leistung für eintreffende HTTP-Anfragen von den Clients (also von Internetbrowsern) zu verbessern. Gestartet, beendet oder neu gestartet wird der Server über einen Shellskript-Wrapper. Um den Apache erstmals zu starten, geben Sie einfach Folgendes ein: &prompt.root; /usr/local/sbin/apachectl start Wenn Sie den Server beenden wollen, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; /usr/local/sbin/apachectl stop Wenn Sie die Konfigurationsdatei verändern, müssen Sie den Server neu starten: &prompt.root; /usr/local/sbin/apachectl restart + Um den Apache ohne den Abbruch + bestehender Verbindungen neu zu starten, geben Sie Folgendes + ein: + + &prompt.root; /usr/local/sbin/apachectl graceful + + Diese und weitere Optionen werden in + &man.apachectl.8; beschrieben. + Um den Apache beim Systemstart zu starten, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: apache_enable="YES" Wenn Sie während des Systemstarts weitere Parameter an den Apache-httpd-Daemon übergeben wollen, können Sie diese durch eine zusätzliche Zeile in rc.conf angeben: apache_flags="" Nachdem der Webserver gestartet ist, können Sie sich Ihre Internetseite ansehen, indem Sie in Ihren Browser die Adresse http://localhost/ eingeben. Die vordefinierte Standardstartseite ist /usr/local/www/data/index.html. Virtual Hosting Der Apache unterstützt zwei Formen des Virtual Hostings. Die erste Möglichkeit bezeichnet man als namenbasiertes virtuelles Hosting. Dabei wird der HTTP/1.1-Header der Clients dazu verwendet, den Rechnernamen zu bestimmen. Dadurch wird es möglich, mehrere Domains unter der gleichen IP-Adresse zu betreiben. Damit der Apache namenbasierte virtuelle Domains verwalten kann, fügen Sie die folgende Zeile in httpd.conf ein: NameVirtualHost * Wenn Ihr Webserver www.domain.tld heißt und Sie die virtuelle Domain www.someotherdomain.tld einrichten wollen, ergänzen Sie httpd.conf um folgende Einträge: <VirtualHost *> ServerName www.domain.tld DocumentRoot /www/domain.tld <VirtualHost> <VirtualHost *> ServerName www.someotherdomain.tld DocumentRoot /www/someotherdomain.tld </VirtualHost> Ersetzen Sie dabei die Adressen sowie den Pfad zu den Dokumenten durch Ihre eigenen Einstellungen. Ausführliche Informationen zum Einrichten von virtuellen Domains finden Sie in der offiziellen Apache-Dokumentation unter . Häufig verwendete Apache-Module Apache Module Es gibt viele verschiedene Apache-Module, die den Server um zusätzliche Funktionen erweitern. Die FreeBSD-Portssammlung ermöglicht es Ihnen, den Apache gemeinsam mit einigen der beliebtesten Zusatzmodule zu installieren. mod_ssl Webserver secure SSL Verschlüsselung Das Modul mod_ssl verwendet die OpenSSL-Bibliothek, um, unter Nutzung der Protokolle Secure Sockets Layer (SSL v2/v3) sowie Transport Layer Security (TLS v1) starke Verschlüsselung zu ermöglichen. Durch dieses Modul können Sie ein signiertes Zertifikat von einer Zertifizierungsstelle anfordern, damit Sie einen sicheren Webserver unter &os; betreiben können. Wenn Sie den Apache 1.3.X noch nicht installiert haben, können Sie über den Port www/apache13-modssl eine Apache-Version installieren, in die mod_ssl als Modul einkompiliert wurde. Bevorzugen Sie den Apache 2.X, installieren Sie stattdessen den Port www/apache2, bei dem die SSL-Unterstützung bereits in der Voreinstellung aktiviert ist. mod_perl Perl Die Kombination Apache/Perl vereinigt die Vorteile der Programmiersprache Perl und des Apache HTTP-Servers. Durch das Modul mod_perl ist es möglich, vollständig in Perl geschriebene Apache-Module zu erzeugen. Da der Perl-Interpreter in den Server eingebettet wird, müssen Sie weder einen externen Interpreter noch Perl zusätzlich aufrufen. Wenn Sie den Apache noch nicht installiert haben, können Sie über den Port www/apache13-modperl eine Apacheversion installieren, in die mod_perl als Modul einkompiliert wurde. PHP PHP PHP steht für PHP: Hypertext Preprocessor und ist eine häufig verwendete und als Open Source veröffentlichte Skriptsprache, die besonders für die Internetprogrammierung geeignet ist und in HTML eingebunden werden kann. Die Syntax ähnelt der von C, &java; und Perl und ist einfach zu erlernen. Das Hauptanliegen von PHP ist es, Internetprogrammierern die rasche Erstellung von dynamisch erzeugten Internetseiten zu ermöglichen. Die Fähigkeiten von PHP gehen aber weit darüber hinaus. PHP kann über den Port lang/php5 installiert werden. Murray Stokely Beigetragen von FTP – File Transfer Protocol FTP-Server Überblick Das File Transfer Protocol (FTP) ermöglicht auf einfache Art und Weise den Dateiaustausch mit einem FTP-Server. Der FTP-Server ftpd ist bei &os; bereits im Basisystem enthalten. Daher sind Konfiguration und Betrieb eines FTP-Servers unter FreeBSD relativ einfach. Konfiguration Der wichtigste Punkt ist hier die Entscheidung darüber, welche Benutzer auf Ihren FTP-Server zugreifen dürfen. Ein FreeBSD-System verfügt über diverse Systembenutzerkonten, um einzelnen Daemonen den Zugriff auf das System zu ermöglichen. Anonyme Benutzer sollten sich allerdings nicht über diese Benutzerkonten anmelden dürfen. Die Datei /etc/ftpusers enthält alle Benutzer, die vom FTP-Zugriff ausgeschlossen sind. In der Voreinstellung gilt dies auch die gerade erwähnten Systembenutzerkonten. Sie können über diese Datei weitere Benutzer vom FTP-Zugriff ausschließen. Sie können den Zugriff für einige Benutzer einschränken, ohne FTP komplett zu verbieten. Dazu passen Sie /etc/ftpchroot entsprechend an. Diese Datei enthält Benutzer und Gruppen sowie die für sie geltenden FTP-Einschränkungen und wird in &man.ftpchroot.5; ausführlich beschrieben. Wenn Sie einen anonymen FTP-Zugriff auf Ihren Server ermöglichen wollen, müssen Sie den Benutzer ftp auf Ihrem &os;-System anlegen. Danach können sich Benutzer mit dem Benutzernamen ftp oder anonymous auf Ihrem FTP-Server anmelden. Das Passwort ist dabei beliebig (allerdings wird dazu in der Regel eine E-Mail-Adresse verwendet). Meldet sich ein anonymer Benutzer an, aktiviert der FTP-Server &man.chroot.2;, um den Zugriff auf das Heimatverzeichnis des Benutzers ftp zu beschränken. Es gibt zwei Textdateien, deren Inhalt Sie bei der Anmeldung an Ihrem FTP-Server anzeigen lassen können. Der Inhalt von /etc/ftpwelcome wird angezeigt, bevor der Login-Prompt erscheint. Nach einer erfolgreichen Anmeldung wird der Inhalt von /etc/ftpmotd angezeigt. Beachten Sie aber, dass es dabei um einen Pfad relativ zur Umgebung des anzumeldenden Benutzers handelt. Bei einer anonymen Anmeldung würde also die Datei ~ftp/etc/ftpmotd angezeigt. Nachdem Sie den FTP-Server konfiguriert haben, müssen Sie Ihn in /etc/inetd.conf aktivieren. Dazu müssen Sie lediglich das Kommentarsymbol # am Beginn der bereits vorhandenen ftpd-Zeile entfernen: ftp stream tcp nowait root /usr/libexec/ftpd ftpd -l Nachdem Sie diese Änderung durchgeführt haben, müssen Sie, wie in beschrieben, ein HangUP-Signal an inetd senden. Danach können Sie sich auf Ihrem FTP-Server anmelden: &prompt.user; ftp localhost Wartung syslog logs FTP Der ftpd-Daemon verwendet &man.syslog.3;, um Protokolldateien zu erstellen. In der Voreinstellung werden alle FTP betreffenden Nachrichten in die Datei /var/log/xferlog geschrieben. Dies lässt sich aber durch das Einfügen der folgenden Zeile in /etc/syslog.conf ändern: ftp.info /var/log/xferlog Beachten Sie, dass mit dem Betrieb eines anonymen FTP-Servers verschiedene Sicherheitsrisiken verbunden sind. Problematisch ist hier vor allem die Erlaubnis zum anonymen Upload von Dateien. Dadurch könnte Ihr Server zur Verbreitung von illegaler oder nicht lizensierter Software oder noch Schlimmeren missbraucht werden. Wollen Sie anonyme Uploads dennoch erlauben, sollten Sie die Zugriffsrechte so setzen, dass solche Dateien erst nach Ihrer Zustimmung von anderen Benutzern heruntergeladen werden können. Murray Stokely Beigetragen von Mit Samba einen Datei- und Druckserver für µsoft.windows;-Clients einrichten Samba-Server Microsoft Windows Dateiserver Windows-Clients Druckserver Windows-Clients Überblick Samba ist ein beliebtes Open Source-Softwarepaket, das es Ihnen ermöglicht, einen Datei- und Druckserver für µsoft.windows;-Clients einzurichten. Clients können sich dadurch mit einem FreeBSD-System verbinden und dessen Speicherplatz oder dessen Drucker verwenden. Dies genauso, als wenn es sich um lokale Drucker oder Festplatten handeln würde. Samba sollte als Softwarepaket auf Ihren Installationsmedien vorhanden sein. Wenn Sie Samba noch nicht installiert haben, können Sie dies jederzeit über den Port oder das Paket net/samba3 nachholen. Konfiguration Die Standardkonfigurationsdatei von Samba heißt /usr/local/etc/smb.conf.default. Diese Datei muss nach /usr/local/etc/smb.conf kopiert und angepasst werden, bevor Samba verwendet werden kann. Die Datei smb.conf enthält Laufzeitinformationen für Samba, beispielsweise Druckerdefinitionen oder filesystem shares, also Bereiche des Dateisystems, die Sie mit &windows;-Clients teilen wollen. Die Konfiguration der Datei smb.conf erfolgt webbasiert über das im Samba-Paket enthaltene Programm swat. Das Samba Web Administration Tool (SWAT) verwenden Das Samba Web Administration Tool (SWAT) wird als Daemon von inetd aktiviert. Daher müssen Sie den Kommentar vor der folgenden Zeile in /etc/inetd.conf entfernen, bevor Sie swat zur Konfiguration von Samba verwenden können: swat stream tcp nowait/400 root /usr/local/sbin/swat Wie bereits in beschrieben, müssen Sie ein HangUP-Signal an inetd senden, nachdem Sie diese Änderung durchgeführt haben. Nachdem swat in der Datei inetd.conf aktiviert wurde, rufen Sie in Ihrem Internetbrowser die Adresse auf und melden sich mit dem root-Benutzerkonto an. Nachdem Sie sich erfolgreich angemeldet haben, wird die Hauptkonfigurationseite von Samba geladen. Sie können nun die Dokumentation lesen, oder durch einen Klick auf die Globals-Karteikarte mit der Konfiguration beginnen. Die Einstellungen, die Sie hier vornehmen können, entsprechen denen des Abschnitts [global] von /usr/local/etc/smb.conf. Globale Einstellungen Unabhängig davon, ob Sie swat verwenden, oder /usr/local/etc/smb.conf direkt editieren, sollten Sie zuerst folgende Einstellungen anpassen: workgroup Der NT-Domänenname oder der Arbeitsgruppenname der Rechner, die auf den Server Zugriff haben sollen. netbios name NetBIOS Legt den NetBIOS-Namen fest, unter dem der Samba-Server bekannt ist. In der Regel handelt es sich dabei um den ersten Teil des DNS-Namens des Servers. server string Legt die Beschreibung fest, die angezeigt werden soll, wenn mit net view oder über andere Netzwerkprogramme Informationen über den Server angefordert werden. Samba absichern Zwei der wichtigsten Einstellungen in /usr/local/etc/smb.conf betreffen das zu verwendende Sicherheitsmodell sowie das Backend-Passwortformat für die Benutzer der Samba-Clients. Folgende Optionen sind dafür verantwortlich: security Die häufigsten Optionen sind security = share und security = user. Wenn Ihre Clients Benutzernamen verwenden, die den Benutzernamen auf Ihrem &os;-Rechner entsprechen, dann sollten Sie die Einstellung user level verwenden. Dies ist auch die Standardeinstellung. Allerdings ist es dazu erforderlich, dass sich die Clients auf Ihrem Rechner anmelden, bevor sie auf gemeinsame Ressourcen zugreifen können. In der Einstellung share level müssen sich Clients nicht unter Verwendung eines gültigen Logins auf Ihrem Rechner anmelden, bevor sie auf gemeinsame Ressourcen zugreifen können. In früheren Samba-Versionen war dies die Standardeinstellung. passdb backend NIS+ LDAP SQL database Samba erlaubt verschiedene Backend-Authentifizierungsmodelle. Sie können Clients durch LDAP, NIS+, eine SQL-Datenbank oder eine Passwortdatei authentifizieren. In der Voreinstellung wird smbpasswd verwendet. Diese Methode wird im folgenden Abschnitt näher beschrieben. Wenn Sie smbpasswd verwenden, müssen Sie die Datei /usr/local/private/smbpasswd erzeugen, damit Samba in der Lage ist, Clients zu authentifizieren. Wenn Sie allen auf Ihrem &unix;-Rechner vorhandenen Benutzern den Zugriff von einem &windows;-Client aus ermöglichen wollen, verwenden Sie den folgenden Befehl: &prompt.root; grep -v "^#" /etc/passwd | make_smbpasswd > /usr/local/private/smbpasswd &prompt.root; chmod 600 /usr/local/private/smbpasswd Für ausführliche Informationen zur Konfiguration von Samba sollten Sie die mitinstallierte Dokumentation lesen. Sie sollten aber nach dem Lesen dieses Abschnitts in der Lage sein, Samba zu starten. <application>Samba</application> starten Um Samba beim Systemstart zu aktivieren, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: samba_enable="YES" Danach können Sie Samba jederzeit durch folgenden Befehl starten: &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/samba.sh start Starting SAMBA: removing stale tdbs : Starting nmbd. Starting smbd. Samba verwendet drei Daemonen. Beachten Sie, dass sowohl nmbd als auch smbd durch das Skript samba.sh gestartet werden. Wenn Sie die winbind name resolution services in smb.conf aktiviert haben, wird zusätzlich der winbindd-Daemon gestartet. Sie können Samba jederzeit durch den folgenden Befehl beenden: &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/samba.sh stop Samba ist ein komplexes Softwarepaket mit umfassenden Funktionen, die eine weitreichende Integration von µsoft.windows;-Netzwerken ermöglichen. Für eine Beschreibung dieser Zusatzfunktionen sollten Sie sich auf umsehen. Tom Hukins Beigetragen von Die Uhrzeit mit NTP synchronisieren NTP Überblick Da die interne Uhrzeit eines Computers nie ganz exakt ist, wurde mit NTP (Network Time Protocol) eine Möglichkeit geschaffen, die exakte Uhrzeit zu ermitteln und festzulegen. Viele Internetdienste sind von einer exakten Uhrzeit abhängig. Ein Webserver könnte beispielsweise die Anforderung erhalten, eine Datei zu versenden, wenn sich diese in einer bestimmten Zeitspanne geändert hat. In einem lokalen Netzwerk ist es unbedingt notwendig, dass Rechner, die Dateien von einem gemeinsamen Dateiserver beziehen, ihre Uhrzeit synchronisieren, damit die Zeitstempel der Dateien konstistent bleiben. Dienste wie &man.cron.8; führen Befehle zu einem bestimmten Zeitpunkt aus. Ist die Uhrzeit nicht korrekt, kann dies zu Problemen führen. NTP ntpd &os; verwendet den &man.ntpd.8;- NTP-Server, um die genaue Uhrzeit von anderen NTP-Servern abzufragen, die eigene Systemzeit zu setzen, oder um diese anderen Rechnern anzubieten. Einen passenden NTP-Server auswählen NTP Serverwahl Um die Uhrzeit zu synchronisieren, müssen Sie sich mit einem NTP-Server verbinden. Ihr Netzwerkadministrator oder Ihr Internetprovider haben vielleicht schon einen NTP-Server eingerichtet. Lesen Sie deren Dokumentation, um dies zu überprüfen. Es gibt im Internet eine Liste mit frei zugänglichen NTP-Servern, aus der Sie sich einen in Ihrer Nähe gelegenen Server auswählen können. Beachten Sie aber auf jeden Fall die Nutzungsbedingungen des entsprechenden Servers, und fragen Sie um Erlaubnis, wenn dies nötig ist. Die Auswahl von mehreren NTP-Servern kann sinnvoll sein, wenn ein Server ausfällt oder falsche Zeiten liefert. &man.ntpd.8; verwendet die Antworten anderer Server, um zuverlässige Server zu bestimmen, die dann bevorzugt abgefragt werden. NTP unter &os; einrichten NTP Konfiguration NTP aktivieren ntpdate Wenn Sie Ihre Uhrzeit nur beim Systemstart synchronisieren wollen, können Sie &man.ntpdate.8; verwenden. Für Desktoprechner, die regelmäßig neu gestartet werden und keine ständige Synchronisation benötigen, ist dies akzeptabel. In allen anderen Fällen sollten Sie jedoch &man.ntpd.8; verwenden. Die Ausführung von &man.ntpdate.8; während des Systemstarts ist aber auch für Rechner, die &man.ntpd.8; verwenden, sinnvoll. &man.ntpd.8; passt die Systemzeit nur bei größeren Abweichungen an, während &man.ntpdate.8; die Zeit immer synchronisiert, egal wie groß die Differenz zwischen Systemzeit und korrekter Zeit ist. Um &man.ntpdate.8; beim Systemstart zu aktivieren, fügen Sie den Eintrag ntpdate_enable="YES" in /etc/rc.conf ein. Außerdem müssen Sie alle Server, mit denen Sie sich synchronisieren wollen, sowie alle an &man.ntpdate.8; zu übergebenden Optionen in den ntpdate_flags angeben. NTP ntp.conf NTP einrichten Die Konfiguration von NTP erfolgt über die Datei /etc/ntp.conf, und wird in der Hilfeseite &man.ntp.conf.5; beschrieben. Dazu ein einfaches Beispiel: server ntplocal.example.com prefer server timeserver.example.org server ntp2a.example.net driftfile /var/db/ntp.drift Die Option server legt die zu verwendenden Server fest, wobei jeder Server in einer eigenen Zeile steht. Wenn ein Server mit der Option prefer versehen ist, wie dies hier bei ntplocal.example.com der Fall ist, wird dieser Server bevorzugt verwendet. Eine Antwort von einem bevorzugten Server wird nur dann verworfen, wenn sie signifikant von denen anderer Server abweicht, ansonsten wird sie ohne Abfrage weiterer Server verwendet. Die Option prefer wird gewöhnlich nur für sehr zuverlässige und genaue Server verwendet, die über spezielle Hardware zur Zeitüberwachung verfügen. Die Option driftfile legt fest, in welcher Datei die Abweichungen der Systemuhr protokolliert werden. &man.ntpd.8; verwendet diese Datei, um die Systemzeit automatisch anzupassen, selbst wenn kurzzeitig kein NTP-Server zur Synchronisation verfügbar ist. Weiterhin legt die Option driftfile fest, wo Informationen über frühere Antworten des von Ihnen verwendeten NTP-Servers gespeichert werden sollen. Diese Datei enthält NTP-interne Informationen, sie sollte daher von anderen Prozessen nicht verändert werden. Den Zugang zu Ihrem NTP-Server beschränken In der Voreinstellung ist Ihr NTP-Server für alle Rechner im Internet erreichbar. Über die Option restrict in der Datei /etc/ntp.conf können Sie den Zugang zu Ihrem Server beschränken. Wenn Sie alle Rechner vom Zugriff auf Ihren NTP-Server ausschließen wollen, fügen Sie folgende Zeile in /etc/ntp.conf ein: restrict default ignore Wenn Sie nur Rechnern Ihres eigenen Netzwerks die Synchronisation mit Ihrem NTP-Server erlauben, gleichzeitig aber verhindern wollen, dass diese den NTP-Server konfigurieren oder als Server für andere Rechner dienen können, fügen Sie folgende Zeile ein: restrict 192.168.1.0 mask 255.255.255.0 nomodify notrap Bei 192.168.1.0 handelt es sich um einen Rechner Ihres Netzwerks. 255.255.255.0 ist die Netzmaske Ihres Netzwerks. /etc/ntp.conf kann verschiedene restrict-Optionen enthalten. Weiteres erfahren Sie im Abschnitt Access Control Support der Hilfeseite &man.ntp.conf.5;. Den NTP-Server starten Damit der NTP-Server beim Systemstart automatisch gestartet wird, fügen Sie den Eintrag xntpd_enable="YES" in /etc/rc.conf ein. Wenn Sie weitere Argumente an &man.ntpd.8; übergeben wollen, passen Sie die Option xntpd_flags in der Datei /etc/rc.conf entsprechend an. Um den NTP-Server ohne einen Systemneustart zu starten, rufen Sie ntpd mit den unter xntpd_flags in /etc/rc.conf festgelegten Parametern auf. Hierzu ein Beispiel: &prompt.root; ntpd -p /var/run/ntpd.pid Unter &os; 5.X wurden verschiedene Optionen in /etc/rc.conf umbenannt. Daher müssen Sie alle Vorkommen von xntpd durch ntpd ersetzen. ntpd mit einer Einwahlverbindung verwenden &man.ntpd.8; benötigt keine ständige Internetverbindung. Wenn Sie sich ins Internet einwählen, ist es sinnvoll, zu verhindern, dass NTP-Verkehr eine Verbindung aufbauen oder aufrechterhalten kann. Wenn Sie user-PPP verwenden, können Sie dies in den filter-Direktiven von /etc/ppp/ppp.conf festlegen. Sehen Sie sich dazu das folgende Beispiel ein: set filter dial 0 deny udp src eq 123 # Prevent NTP traffic from initiating dial out set filter dial 1 permit 0 0 set filter alive 0 deny udp src eq 123 # Prevent incoming NTP traffic from keeping the connection open set filter alive 1 deny udp dst eq 123 # Prevent outgoing NTP traffic from keeping the connection open set filter alive 2 permit 0/0 0/0 Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt PACKET FILTERING von &man.ppp.8; sowie in den Beispielen unter /usr/share/examples/ppp/. Einige Internetprovider blockieren Ports mit niedrigen Nummern. In solchen Fällen funktioniert NTP leider nicht, da Antworten eines NTP-Servers Ihren Rechner nicht erreichen werden. Weitere Informationen Weiterführende Dokumentation (im HTML-Format) zum NTP-Server finden Sie unter /usr/share/doc/ntp/.