diff --git a/de_DE.ISO8859-1/articles/explaining-bsd/article.sgml b/de_DE.ISO8859-1/articles/explaining-bsd/article.sgml index 35f835ed5b..5b3f2ac2c3 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/articles/explaining-bsd/article.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/articles/explaining-bsd/article.sgml @@ -1,699 +1,699 @@ %articles.ent; ]>
Hintergrundwissen zu BSD Greg Lehey
grog@FreeBSD.org
&tm-attrib.freebsd; &tm-attrib.amd; &tm-attrib.apple; &tm-attrib.linux; &tm-attrib.opengroup; &tm-attrib.sun; &tm-attrib.xfree86; &tm-attrib.general; In der Open Source-Welt steht das Wort Linux oft synonym für Betriebssystem, obwohl es nicht das einzige frei verfügbare Betriebssystem ist. Laut Internet Operating System Counter liefen im April 1999 - 31,3 Prozent der weltweit vernetzten Rechner unter Linux, + weltweit 31,3 Prozent der vernetzten Rechner unter Linux, 14,6 Prozent liefen hingegen unter BSD &unix;. Einige der weltweit größten Internetdienstleister, darunter Yahoo!, verwenden BSD. Der im Jahre 1999 weltgrößte FTP-Server ftp.cdrom.com (inzwischen abgeschaltet) verwendete BSD, um täglich 1,4 Terabyte an Daten zu übertragen. Hier geht es offensichtlich nicht um einen Nischenmarkt, BSD ist vielmehr ein gut gehütetes Geheimnis. Worin besteht nun dieses Geheimnis? Warum ist BSD nicht bekannter? Dieser Artikel versucht, diese und andere Fragen zu beantworten. Unterschiede zwischen BSD und Linux werden in diesem Artikel kursiv dargestellt. Übersetzt von Fabio Tosques.
Was ist BSD? BSD steht für Berkeley Software Distribution, also für die Verbreitung des Quellcodes der University of California, Berkeley, und war ursprünglich als Erweiterung für ein von AT&T's Research entwickeltes &unix; Betriebssystem gedacht. Verschiedene Open Source-Projekte beruhen auf dieser, als 4.4BSD-Lite bekannten Quellcodeausgabe. In dieser Ausgabe sind auch Softwarepakete anderer Open Source-Projekte, insbesondere jene des GNU-Projekts, enthalten. Das komplette Betriebssystem umfasst: Den BSD-Kernel, der sich um Prozessscheduling, Speichermanagement, die Unterstützung mehrerer Prozessoren (symmetric multi-processing, SMP), Gerätetreiber und anderes mehr kümmert. Im Gegensatz zum Linux-Kernel gibt es verschiedene BSD-Kernel mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Die C-Bibliothek, die grundlegende API des Systems. Die C-Bibliothek von BSD basiert auf Berkeley-Code und nicht auf Code des GNU-Projekts. Nützliche Programme wie Shells, Programme für Dateioperationen, Compiler und Linker. Einige Programme stammen aus dem GNU-Projekt, andere hingegen nicht. Das X Window-System für die grafische Benutzeroberfläche. Bei den meisten BSD-Versionen werden zwei X Window-Systeme gepflegt, die Version des &xfree86;-Projekts, sowie die des X.org-Projekts. Dieser Code wird auch von Linux verwendet. BSD definiert keinen Standarddesktop wie GNOME oder KDE. Beide sind aber in der Portssammlung vorhanden. Viele weitere Programme und Werkzeuge. Ein echtes &unix;? BSD-Betriebssysteme sind keine Nachbauten, sondern Weiterentwicklungen des &unix; Betriebssystems von AT&T's Research, das als Vorfahre des modernen &unix; System V gilt. Überrascht Sie diese Aussage? Wie kann das sein, wenn AT&T seine Quellen nie als Open Source veröffentlicht hat? Es stimmt, dass AT&T &unix; kein Open Source ist. Im Sinne des Copyright ist BSD daher eindeutig kein &unix;. Andererseits fügte AT&T aber Quellcode von anderen Projekten in den eigenen Code ein, insbesondere jenen der Computer Sciences Research Group (CSRG) der University of California in Berkeley, CA. Im Jahr 1976 begann die CSRG damit, Bänder ihrer Software zu vertreiben, die sie Berkeley Software Distribution oder BSD nannten. Anfangs wurden vor allem Anwendungen veröffentlicht. Das änderte sich schlagartig, als die CSRG von der Advanced Projects Research Agency (DARPA) den Auftrag bekam, deren Kommunikationsprotokolle (ARPANET) zu überarbeiten. Die neuen Protokolle wurden als Internet Protocols bezeichnet, und wurden später als TCP/IP weltbekannt. Die erste Implementierung dieser Protokolle erfolgte 1982 als Teil von 4.2BSD. Im Laufe der 80er Jahre entstanden einige neue Firmen, die Workstations vertrieben. Viele zogen es vor, &unix; zu lizenzieren und kein eigenes Betriebssystem zu entwickeln. Sun Microsystems lizenzierte &unix;, implementierte eine Version von 4.2BSD und bezeichnete das fertige Produkt als &sunos;. Als es AT&T gestattet wurde, &unix; kommerziell zu vertreiben, verkaufte AT&T eine abgespeckte Version namens System III, der schnell System V folgte. Im System V-Basissystem waren keine Netzwerkfunktionen enthalten, daher wurden alle Implementierungen zusätzlich mit Software des BSD-Projekts, darunter TCP/IP sowie diverse nützliche Programme wie csh oder vi. Diese Erweiterungen wurden unter der Bezeichnung Berkeley Extensions zusammengefasst. Da die BSD-Bänder AT&T-Quellcode enthielten, war eine &unix; Lizenz erforderlich. Als im Jahre 1990 die Förderung der CSRG auslief, beschlossen einige Mitglieder der Gruppe, den quelloffenen BSD-Code ohne den proprietären AT&T-Code zu veröffentlichen. Das Ergebnis dieser Bemühungen war Networking Tape 2, besser bekannt als Net/2. Net/2 war aber kein komplettes Betriebssystem, da gut 20 Prozent des Kernelcodes fehlten. William F. Jolitz, ein Mitglied der CSRG, schrieb den fehlenden Code und veröffentlichte diesen Anfang 1992 als 386BSD. Zur gleichen Zeit gründete eine andere Gruppe ehemaliger CSRG-Mitglieder das kommerzielle Unternehmen Berkeley Software Design Inc. und veröffentlichte eine Betaversion des Betriebssystems unter dem Namen BSD/386, die auf den gleichen Quellen basierte. Später wurde dieses Betriebssystem in BSD/OS umbenannt. 386BSD war niemals wirklich stabil. Daher spalteten sich 1993 zwei neue Projekte ab: NetBSD sowie FreeBSD. Beide Projekte entstanden, weil sich 386BSD zu langsam weiterentwickelte. Die erste NetBSD-Version entstand Anfang 1993, die erste FreeBSD-Version Ende 1993. Zu dieser Zeit hatte sich der Quellcode aber derart verändert, dass es schwer war, ihn wieder zu verschmelzen. Zudem hatten die beiden Projekte unterschiedliche Ziele, die dieser Artikel noch beschreiben wird. 1996 spaltete sich ein weiteres Projekt von NetBSD ab: OpenBSD. 2003 spaltete sich schließlich DragonFlyBSD von FreeBSD ab. Warum ist BSD nicht bekannter? BSD ist aus vielen Gründen relativ unbekannt: BSD-Entwickler sind eher an der Verbesserung des Codes - interessiert, als an der Vermarktung desselben. + interessiert als an der Vermarktung desselben. Die Popularität von Linux beruht auch auf externen Faktoren wie der Presse, sowie auf Firmen, die gegründet wurden, um Linux zu vertreiben. Bis heute fehlen den freien BSD-Systemen solche Förderer. BSD-Entwickler sind vielleicht erfahrener als Linux-Entwickler, und haben deshalb weniger Interesse daran, die Benutzung des Systems einfacher zu gestalten. Einsteiger sind bei Linux wahrscheinlich besser aufgehoben. 1992 verklagte AT&T BSDI, den Verkäufer von BSD/386, mit der Behauptung, der Quellcode enthalte urheberrechtlich geschützten AT&T Code. Zwar kam es 1994 zu einer außergerichtlichen Einigung, die Leute waren aber erst einmal verunsichert. Noch im März 2000 behauptete ein im Web publizierter Artikel, das Verfahren sei erst kürzlich eingestellt worden. Bezüglich der Bezeichnung schaffte der Gerichtsprozess jedoch Klarheit: In den 80er Jahren war BSD unter dem Namen BSD &unix; bekannt. Durch die Entfernung der letzten Zeilen des AT&T-Codes verlor BSD das Recht, sich &unix; zu nennen. Deshalb finden Sie in der Literatur sowohl Verweise auf 4.3BSD &unix; als auch auf 4.4BSD. Nach wie vor existiert das Vorurteil, die einzelnen BSD Projekte seien gespalten und zerstritten. Das Wall Street Journal sprach gar von einer Balkanisierung des BSD-Projekts. Wie der Prozess, basiert auch dieses Vorurteil hauptsächlich auf alten Geschichten. Ein Vergleich zwischen BSD und Linux Wo sind nun die Unterschiede zwischen, sagen wir Debian GNU/Linux und FreeBSD? Für die meisten Benutzer sind die Unterschiede nicht groß: Beide sind &unix; ähnliche Betriebssysteme. Beide sind nichtkommerzielle Projekte (was für eine Vielzahl anderer Linux-Distributionen nicht gilt). Der folgende Abschnitt betrachtet BSD näher und vergleicht es mit Linux. Die meisten Erläuterungen beziehen sich auf FreeBSD, da es sich dabei um das am häufigsten installierte BSD-System handelt. Die Unterschiede zu NetBSD, OpenBSD und DragonFlyBSD sind aber gering. Wem gehört BSD? BSD gehört weder einer einzelnen Person, noch gehört es einem Unternehmen. Entwickelt und zur Verfügung gestellt wird es von einer technisch interessierten und engagierten Gemeinschaft, die über die ganze Welt verteilt ist. Einige BSD-Komponenten sind eigenständige Open Source-Projekte mit eigenen Rechten, die getrennt verwaltet und gewartet werden. Wie erfolgt die Weiterentwicklung von BSD? BSD-Kernel werden nach dem Open Source-Modell weiterentwickelt. Jedes Projekt unterhält einen öffentlich zugänglichen Quellcode-Baum, der mit dem Concurrent Versions System (CVS) verwaltet wird, und alle Quellen des Projekts, die Dokumentation und andere notwendige Dateien enthält. CVS erlaubt es Anwendern, jede gewünschte Version des Systems auszuchecken (mit anderen Worten, eine Kopie des System zu erhalten). Eine Vielzahl von Entwicklern trägt weltweit zur Verbesserung von BSD bei. Dabei werden drei Typen unterschieden: Ein Contributor schreibt Code oder Dokumentationen. Ihm ist es nicht gestattet, seinen Beitrag direkt in den Quellbaum einfließen zu lassen. Bevor dieser Code in das System eingebracht wird, muss er von einem registrierten Entwickler, dem Committer geprüft werden. Committer können Code in den Quellbaum einbringen, das heißt sie besitzen Schreibrechte für den Quellcode-Baum. Um ein Committer zu werden, muss man zuerst seine Fähigkeiten im gewünschten Gebiet unter Beweis stellen. Es liegt im Ermessen des Committers, ob er die Allgemeinheit befragt, bevor er Änderungen am Quellbaum vornimmt. In der Regel wird ein erfahrener Committer korrekte Änderungen einfügen, ohne sich mit anderen abzustimmen. Ein Committer des Documentation Projects könnte etwa typografische oder grammatikalische Korrekturen ohne lange Diskussion durchführen. Auf der anderen Seite sollten Änderungen mit weitreichenden Konsequenzen vor dem Commit zur Begutachtung bereitgestellt werden. Im Extremfall kann ein Mitglied des Core Teams, das als Principal Architect fungiert, sogar die Entfernung der Änderung aus dem Quellcodebaum veranlassen. Dieser Vorgang wird als backing out bezeichnet. Alle Committer werden durch eine E-Mail über die erfolgte Änderung informiert. Es ist daher nicht möglich, heimlich eine Änderung durchzuführen. Das Core Team. Sowohl FreeBSD als auch NetBSD besitzen ein Core Team zur Betreuung des jeweiligen Projekts. Da die Core Teams erst im Projektverlauf entstanden, ist ihre Rolle nicht genau definiert. Um ein Mitglied des Core Teams zu sein, muss man kein Entwickler sein, obwohl dies die Regel ist. Die Regeln der Core Teams unterscheiden sich von Projekt zu Projekt, generell gilt aber, das dessen Mitglieder mehr Einfluss auf die Richtung des Projekts haben als Nichtmitglieder. Diese Konstellation unterscheidet sich von Linux in einigen Punkten: Es sind stets mehrere Personen für das System verantwortlich. In der Praxis ist dieser Unterschied aber nicht gravierend, da zum einen der Principal Architect verlangen kann, dass Änderungen zurückgenommen werden, und zum anderen auch beim Linux-Projekt mehrere Personen das Recht haben, Änderungen vorzunehmen. Es existiert ein zentraler Aufbewahrungsort (Repository), in dem die kompletten Betriebssystemquellen zu finden sind, einschließlich aller älteren Versionen. BSD-Projekte pflegen das komplette Betriebssystem, nicht nur den Kernel. Dieser Unterschied ist aber marginal, da weder BSD noch Linux ohne Anwendungsprogramme sinnvoll einsetzbar sind. Die unter BSD eingesetzten Applikationen sind oft identisch mit denen von Linux. Da beim BSD-Projekt nur ein CVS-Quellbaum gepflegt werden muss, ist die Entwicklung übersichtlicher, und es ist möglich, auf jede beliebige Version einer Datei zuzugreifen. CVS ermöglicht auch inkrementelle Updates: Das FreeBSD-Repository wird beispielsweise etwa 100 Mal pro Tag verändert. Viele dieser Änderungen betreffen aber nur einen relativen kleinen Bereich von FreeBSD. BSD-Versionen FreeBSD, NetBSD und OpenBSD stellen drei verschiedene Ausgaben (Releases) zur Verfügung. Analog zu Linux erhalten diese Ausgaben eine Nummer, etwa 1.4.1 oder 3.5. Die Versionsnummer erhält zusätzlich ein Suffix, das den Verwendungszweck bezeichnet: Die Entwicklerversion hat das Suffix CURRENT. FreeBSD weist diesem Suffix eine Nummer zu, z.B. FreeBSD 5.0-CURRENT. NetBSD verwendet ein etwas anderes Bezeichnungsschema und hängt als Suffix nur einen Buchstaben an die Versionsnummer an, der Änderungen an den internen Schnittstellen anzeigt, z.B. NetBSD 1.4.3G. OpenBSD weist der Entwicklerversion keine Nummer zu, sie heißt also einfach OpenBSD-current. Neue Entwicklungen werden zuerst in diesen Zweig eingefügt. In regelmäßigen Intervallen, durchschnittlich zwei- bis viermal im Jahr, wird eine so genannte RELEASE-Version des Systems veröffentlicht, die dann beispielsweise als OpenBSD 2.6-RELEASE oder NetBSD 1.4-RELEASE bezeichnet wird. Diese sind sowohl auf CD-ROM als auch als freier Download von den FTP-Servern der Projekte erhältlich. Diese RELEASE-Versionen sind für Endbenutzer gedacht. NetBSD verwendet sogar eine dritte Ziffer, um gepatchte Releases zu kennzeichnen (etwa NetBSD 1.4.2). Sobald Fehler in einer RELEASE-Version gefunden werden, werden diese beseitigt und in den CVS-Baum eingefügt. Beim FreeBSD-Projekt wird die daraus resultierende Version als STABLE bezeichnet, während sie bei NetBSD und OpenBSD weiterhin RELEASE heißt. Kleinere Änderungen, die sich nach einer Testphase im CURRENT-Zweig als stabil erweisen, können ebenfalls in die STABLE-Version einfließen. Bei Linux werden hingegen zwei getrennte Code-Bäume gepflegt: Eine stabile Version und eine Entwicklerversion. Stabile Versionen haben an der zweiten Stelle eine gerade Ziffer (2.0, 2.2 oder 2.4). Entwicklerversionen haben an der zweiten Stelle eine ungerade Ziffer (2.1, 2.3 oder 2.5). In jedem Fall folgt der zweiten Ziffer noch eine dritte, welche die Version genauer bezeichnet. Zusätzlich fügt jeder Verkäufer einer Linux-Distribution selbst Programme und Werkzeuge hinzu. Daher ist auch der Name der Distribution nicht unwichtig, da dieser ebenfalls eine Versionsnummer enthält. So kann die vollständige Beschreibung beispielsweise so aussehen: TurboLinux 6.0 mit Kernel 2.2.14 Welche BSD-Versionen gibt es überhaupt? Im Gegensatz zu den zahlreichen Linux-Distributionen gibt es nur vier große frei verfügbare BSDs. Jedes BSD-Projekt unterhält seinen eigenen Quellcode-Baum und seinen eigenen Kernel. In der Praxis scheinen die Unterschiede im Code der Anwenderprogramme aber geringer zu sein als bei Linux. Es ist nicht einfach, die Ziele der einzelnen BSD-Projekte genau zu trennen, da die Unterschiede eher subtiler Natur sind: FreeBSD will eine hohe Leistung erreichen, für den Benutzer einfach in der Bedienung sein, und wird von Internetanbietern bevorzugt eingesetzt. Es läuft auf einer Vielzahl von Plattformen, darunter i386-Systeme (PCs), Systeme mit einem AMD 64-Bit-Prozessor, &ultrasparc;-Systeme, Compaq Alpha-Systeme, sowie Systeme, die der Spezifikation NEC PC-98 entsprechen. Das FreeBSD-Projekt hat die mit Abstand größte Anwenderzahl unter den frei verfügbaren BSD-Systemen. Bei NetBSD ist Portabilität das oberste Ziel: Natürlich läuft NetBSD darauf. NetBSD kann auf vielen verschiedenen Systemen, von Palmtops bis hin zu großen Servern, installiert werden, und wurde sogar schon im Raumfahrtprogramm der NASA eingesetzt. Besonders für alte Nicht-Intel-Plattformen ist NetBSD die erste Wahl. Bei OpenBSD stehen die Sicherheit und sauberer Code im Vordergrund. OpenBSD verbindet bei der Weiterentwicklung des Systems Open Source-Konzepte mit rigorosen code reviews. Dadurch entsteht ein sehr sicheres System, das OpenBSD für sicherheitsbewusste Unternehmen, Banken, Börsen und die US-Regierung zu ersten Wahl macht. Auch OpenBSD läuft, ähnlich wie NetBSD, auf vielen verschiedenen Plattformen. Das Ziel von DragonFlyBSD ist eine hohe Leistung und Skalierbarkeit auf allen Systemen, vom Einzelplatzrechner bis hin zu riesigen Cluster-Systemen. DragonFlyBSD verfolgt dabei langfristig verschiedene technische Ziele, der Schwerpunkt der Entwicklung liegt aber auf der Bereitstellung einer SMP-fähigen Infrastruktur, die leicht zu verstehen, zu warten und weiterzuentwickeln ist. Es gibt noch zwei weitere BSD &unix; Systeme, die aber nicht Open Source sind: BSD/OS sowie Apples &macos; X: BSD/OS war das älteste, von 4.4BSD abstammende Betriebssystem. Es war zwar nicht Open Source, Quellcode-Lizenzen konnten aber relativ günstig erworben werden. Es wies viele Gemeinsamkeiten mit FreeBSD auf. Zwei Jahre, nachdem BSDi von Wind River Systems übernommen worden war, wurde die Entwicklung von BSD/OS als eigenständiges Produkt eingestellt. Zwar wird BSD/OS von Wind River noch unterstützt, eine aktive Weiterentwicklung erfolgt allerdings nur noch für das Embedded-Betriebssystem VxWorks. Bei &macos; X handelt es sich um die neueste Version des Betriebssystems der &macintosh;-Linie von Apple Computer Inc.'s. Darwin, der BSD-Kern des Betriebssystems ist als voll funktionsfähiges Open Source-Betriebssystem für x86- sowie PPC-Computer erhältlich. Die grafische Oberfläche Aqua/Quartz und andere proprietäre Anwendungen von &macos; X sind aber weiterhin closed-source Software. Einige Darwin-Entwickler sind auch FreeBSD-Committer, was auch für den umgekehrten Fall gilt. Worin unterscheidet sich die BSD-Lizenz von der GNU Public License? Linux steht unter der GNU General Public License (GPL), die entworfen wurde, um closed-source Software zu verhindern. Jede Software, die von einer Software abgeleitet wurde, die unter der GPL steht, muss wieder unter der GPL veröffentlicht werden. Auf Verlangen ist auch der Quellcode zur Verfügung zu stellen. Die BSD-Lizenz ist dagegen weniger restriktiv: Der Quellcode muss nicht zur Verfügung gestellt werden, es können also auch Binärdateien verbreitet werden. Dieser Umstand ist besonders für Anwendungen im Embedded-Bereich interessant. Was sollte ich sonst noch wissen? Da für BSD weniger Anwendungsprogramme verfügbar waren als für Linux, wurde ein Softwarepaket entwickelt, das die Ausführung von Linuxprogrammen unter BSD ermöglicht. Dieses Paket enthält zwei Dinge: Kernelmodifikationen zur korrekten Ausführung von Linux-Systemaufrufen sowie Linuxkompatibilitätsdateien, beispielsweise die C-Bibliothek von Linux. Unterschiede in der Ausführungsgeschwindigkeit von Linuxanwendungen auf einem Linuxrechner und einem vergleichbaren mit BSD ausgestatteten Rechner sind in der Praxis so gut wie nicht feststellbar. Die Alles-aus-einer-Hand-Natur von BSD hat den Vorteil, dass Upgrades im Vergleich zu Linux häufig leichter durchzuführen sind. BSD aktualisiert Bibliotheken, indem es Kompatibilitätsmodule für ältere Versionen der Bibliotheken bereitstellt. Daher ist es möglich, auch mehrere Jahre alte Binärdateien ohne Probleme auszuführen. Was soll ich nun benutzen, BSD oder Linux? Was heißt das nun alles für die Praxis? Wer sollte BSD, wer Linux benutzen? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Trotzdem folgen nun einige Empfehlungen: Wenn es nicht kaputt ist, fass' es nicht an!: Wenn Sie schon ein frei verfügbares Betriebssystem verwenden und damit glücklich sind, gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund für einen Wechsel. BSD-Systeme, inbesondere FreeBSD, können eine weitaus bessere Leistung als Linux-Systeme aufweisen. Diese Aussage ist aber nicht allgemein gültig. In den meisten Fällen sind die Leistungsunterschiede aber gering oder gar nicht festzustellen. In bestimmten Fällen kann auch Linux eine bessere Leistung aufweisen. In der Regel haben BSD-Systeme den Ruf, zuverlässiger zu sein. Diese Aussage beruht auf der reiferen Codebasis. Die BSD-Projekte haben den Ruf, über qualitativ und quantitativ bessere Dokumentation zu verfügen. Die verschiedenen Dokumentationsprojekte haben das Ziel, eine ständig aktualisierte und in zahlreiche Sprachen übersetzte Dokumentation zu erstellen, die alle Aspekte des System umfasst. Die BSD-Lizenz kann attraktiver sein als die GPL. BSD-Systeme können die meisten Linuxprogramme ausführen, während Linux keine BSD-Programme ausführen kann. Viele BSD-Systeme können sogar Programme von anderen &unix; ähnlichen Systemen ausführen. Daraus könnte man ableiten, dass die Migration auf ein BSD-System einfacher ist, als es bei Linux der Fall wäre. Wo gibt es Support, Serviceleistungen und Schulungen für BSD? BSDi / FreeBSD Mall, Inc. bieten seit fast 10 Jahren Support-Verträge für FreeBSD an. Darüber hinaus finden sich auf den folgenden Seiten der einzelnen Projekte Firmen, die Supportleistungen anbieten: FreeBSD, NetBSD, und OpenBSD.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/faq/book.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/faq/book.sgml index 96314a4118..756e065a06 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/faq/book.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/faq/book.sgml @@ -1,13509 +1,13517 @@ %books.ent; ]> Häufig gestellte Fragen zu FreeBSD 5.X und 6.X Frequently Asked Questions zu FreeBSD 5.X und 6.X The FreeBSD German Documentation Project Deutsche Übersetzung von Robert S. F. Drehmel, Dirk Gouders, Udo Erdelhoff und Johann Kois - $FreeBSDde: de-docproj/books/faq/book.sgml,v 1.600 2007/07/25 09:04:03 jkois Exp $ + $FreeBSDde: de-docproj/books/faq/book.sgml,v 1.602 2007/07/30 19:56:36 jkois Exp $ 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 The FreeBSD Documentation Project 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 The FreeBSD German Documentation Project &bookinfo.legalnotice; &tm-attrib.freebsd; &tm-attrib.3com; &tm-attrib.adobe; &tm-attrib.creative; &tm-attrib.cvsup; &tm-attrib.ibm; &tm-attrib.ieee; &tm-attrib.intel; &tm-attrib.iomega; &tm-attrib.linux; &tm-attrib.microsoft; &tm-attrib.mips; &tm-attrib.netscape; &tm-attrib.opengroup; &tm-attrib.oracle; &tm-attrib.sgi; &tm-attrib.sparc; &tm-attrib.sun; &tm-attrib.usrobotics; &tm-attrib.xfree86; &tm-attrib.general; Dies ist die FAQ für die FreeBSD-Versionen 5.X und 6.X. Alle Einträge sollten für FreeBSD ab Version 5.0 relevant sein, andernfalls wird darauf explizit hingewiesen. Falls Sie daran interessiert sein sollten, an diesem Projekt mitzuarbeiten, senden Sie eine Mail an die Mailingliste &a.de.translators;. Die aktuelle Version dieses Dokuments ist ständig auf dem FreeBSD World-Wide-Web-Server verfügbar. Sie kann aber auch als eine einzige große HTML-Datei, als Textdatei, als &postscript;- oder PDF-Datei sowie in verschiedenen anderen Formaten vom FreeBSD FTP-Server heruntergeladen werden. Alternativ können Sie die FAQ auch durchsuchen. Einleitung Willkommen zur FreeBSD 5.X-6.X FAQ! Wie auch bei den Usenet FAQs üblich, wird mit diesem Dokument beabsichtigt, die am häufigsten gestellten Fragen bezüglich des Betriebssystems FreeBSD zu erfassen und sie natürlich auch zu beantworten. Obwohl FAQs ursprünglich lediglich dazu dienen sollten, die Netzbelastung zu reduzieren und das ständige Wiederholen derselben Fragen zu vermeiden, haben sie sich als wertvolle Informationsquellen etabliert. Wir haben uns die größte Mühe gegeben, diese FAQ so lehrreich wie möglich zu gestalten; falls Sie irgendwelche Vorschläge haben, wie sie verbessert werden - kann, senden Sie diese bitte an den &a.de.translators;. + kann, senden Sie diese bitte an die Mailingliste des + &a.de.translators;. Was ist FreeBSD? FreeBSD ist, kurz gesagt, ein &unix; ähnliches Betriebssystem für die Plattformen Alpha/AXP, AMD64 sowie &intel; EM64T, &i386;, IA-64, PC-98 und &ultrasparc;, das auf der 4.4BSD-Lite-Release der University of California at Berkeley (UCB) basiert; außerdem flossen einige Erweiterungen aus der 4.4BSD-Lite2-Release mit ein. Es basiert außerdem indirekt auf der von William Jolitz unter dem Namen 386BSD herausgebrachten Portierung der Net/2-Release der UCB auf die &i386;-Plattform - allerdings ist nur wenig vom 386BSD-Code übriggeblieben. Eine umfassendere Beschreibung darüber, was FreeBSD ist und wie Sie es für Ihre Zwecke verwenden können, finden Sie auf den Internetseiten des FreeBSD Projects. Unternehmen, Internet Service Provider, Forscher, Computerfachleute, Studenten und Privatnutzer auf der ganzen Welt benutzen FreeBSD für die Arbeit, die Ausbildung oder zur Freizeitgestaltung. Ausführlichere Informationen zu FreeBSD, finden Sie im FreeBSD Handbuch. Welches Ziel hat das FreeBSD Project? Die Ziel von FreeBSD ist es, Software zur Nutzung für beliebige Zwecke, bedingungslos zur Verfügung zu stellen. Viele von uns haben erheblich zur Erstellung des Codes (und zum Projekt) beigetragen und hätten jetzt oder in Zukunft sicherlich nichts gegen einen geringen finanziellen Ausgleich einzuwenden, aber wir beabsichtigen definitiv nicht, darauf zu bestehen. Wir sind der Meinung, dass unsere Mission zuerst und vorderst darin besteht, allen und jedem Kommenden Code für welchen Zweck auch immer zur Verfügung zu stellen, damit der Code möglichst weit eingesetzt wird und den größtmöglichen Nutzen liefert. Das ist, so glauben wir, eines der fundamentalsten Ziele von freier Software und eines, das wir enthusiastisch unterstützen. Der Code in unserem Quellbaum, der der GNU General Public License (GPL) oder der GNU Library General Public License (LGPL) unterliegt, ist mit zusätzlichen, geringfügigen Bedingungen verknüpft, jedoch handelt es sich dabei lediglich um erzwungene Bereitstellung statt des sonst üblichen Gegenteils. Auf Grund der zusätzlichen Komplexität, die durch den kommerziellen Einsatz von GPL Software entstehen kann, bemühen wir uns jedoch, solche Software, wo möglich, durch solche, die der etwas lockereren FreeBSD Lizenz unterliegt, zu ersetzen. Beinhaltet das FreeBSD-Copyright irgendwelche Einschränkungen? Ja. Diese Einschränkungen regeln aber nicht, wie Sie mit dem Sourcecode umgehen, sondern betreffen nur den Umgang mit dem FreeBSD Project an sich. Wenn Sie sich ernsthaft damit auseinandersetzen wollen, lesen Sie einfach die FreeBSD-Lizenz. Wenn Sie einfach nur neugierig sind, sollte diese Zusammenfassung ausreichen: Behaupten Sie nicht, Sie hätten es geschrieben. Verklagen Sie uns nicht, wenn irgend etwas nicht funktioniert. Kann FreeBSD mein bisher verwendetes Betriebssystem ersetzen? In den meisten Fällen lautet die Antwort ja. Allerdings ist diese Frage nicht ganz so einfach, wie sie scheint. Die meisten Anwender benutzen kein Betriebssystem, sondern Anwendungen. Die Anwendungen sind es, die das Betriebssystem benutzen. FreeBSD ist dazu gedacht, eine stabile und vielfältige Umgebung für Anwendungen bereitzustellen. Es unterstützt viele unterschiedliche Web-Browser, Büroanwendungen, E-Mail-Programme, Grafik-Programme, Entwicklungsumgebungen, Netzwerk-Server, und so ziemlich alles andere, was Sie sich wünschen können. Die meisten dieser Anwendungen sind in der Ports-Sammlung verfügbar. Wenn Sie Anwendung benutzen müssen, die es nur für ein bestimmtes Betriebssystem gibt, dann kommen Sie an diesem Betriebssystem nicht vorbei. Allerdings stehen die Chancen nicht schlecht, dass es eine vergleichbare Anwendung für FreeBSD gibt. Wenn Sie einen verläßlichen Server für ihr Büro oder das Internet brauchen, oder eine stabilen Arbeitsplatz, oder einfach nur die Fähigkeit, ihre Arbeit ohne dauernde Abstürze machen zu können, dann kann FreeBSD genau das sein. Viele Anwender auf der ganzen Welt, vom Anfänger bis zum erfahrenen Administrator, benutzen an Ihren Arbeitsplätzen ausschließlich FreeBSD. Wenn Sie von einem anderen &unix; System zu FreeBSD wechseln, dürfte Ihnen vieles bekannt vorkommen. Wenn Ihr Hintergrund ein Grafik-orientiertes Betriebssystem wie &windows; oder ein älteres &macos; ist, werden Sie zusätzliche Zeit investieren müssen, um den &unix; Stil zu verstehen. Dieser FAQ und das FreeBSD Handbuch sind die besten Startpunkte. Warum heißt es FreeBSD? Es darf kostenlos genutzt werden - sogar von kommerziellen Benutzern. Der komplette Quellcode für das Betriebssystem ist frei verfügbar und die Benutzung, Verbreitung und Einbindung in andere (kommerzielle und nicht-kommerzielle) Arbeiten sind mit den geringstmöglichen Einschränkungen versehen worden. Jedem ist es freigestellt, Code für Verbesserungen oder die Behebung von Fehlern einzusenden und ihn zum Quellbaum hinzufügen zu lassen (dies ist natürlich Gegenstand von ein oder zwei offensichtlichen Klauseln). Es wird darauf hingewiesen, dass das englische Wort free hier in den Bedeutungen umsonst und Sie können tun, was immer Sie möchten genutzt wird. Abgesehen von ein oder zwei Dingen, die Sie mit dem FreeBSD-Code nicht tun können (z.B. vorgeben, ihn geschrieben zu haben), können Sie damit tatsächlich tun, was auch immer Sie möchten. Wie unterschieden sich FreeBSD, NetBSD, OpenBSD und andere Open-Source BSD-Systeme? James Howards Artikel The BSD Family Tree, der in DaemonNews erschienen ist, beschreibt sehr gut die Geschichte und die Unterschiede der BSD-Varianten. Welches ist die aktuelle FreeBSD-Version? Momentan gibt es zwei Entwicklungszweige, die für die Erstellung von Releases verwendet werden. Die 5.X-RELEASEs werden auf dem 5-STABLE-Zweig erstellt, die 6.X-RELEASEs auf dem 6-STABLE-Zweig. Bis zur Veröffentlichung von &os; 5.3 galt die 4.X-Serie als -STABLE. Seither gibt es für den Zweig 4.X nur mehr eine erweiterte Unterstützung in der Form von Korrekturen von größeren Problemen, wie neu entdeckten Sicherheitsheitslücken. Aus dem Zweig 5-STABLE werden zwar noch RELEASEs erzeugt, er gilt aber als ausgereift. Aktive Weiterentwicklungen konzentrieren sich daher auf den Zweig 6-STABLE. Version &rel.current; ist das aktuelle Release des 6-STABLE-Zweigs und ist im Januar 2007 erschienen. Version &rel2.current; ist das aktuelle Release aus dem 5-STABLE-Zweig und ist im Mai 2006 erschienen. Kurz gesagt, -STABLE ist für ISPs und andere Benutzer gedacht, die mehr Wert auf Stabilität und eine niedrige Änderungsfrequenz als auf die neuesten und möglicherweise unstabilen Features im aktuellen -CURRENT Snapshot legen. Releases können aus jedem Zweig entstehen, Sie sollten -CURRENT allerdings nur dann benutzen, wenn Sie auf ein erhöhtes Fehlverhalten im Vergleich zu -STABLE auch vorbereitet sind. Releases entstehen nur alle paar Monate. Viele Leute halten ihre Systeme aktueller (lesen Sie die Fragen zu &os;-CURRENT und &os;-STABLE), aber das erfordert ein erhöhtes Engagement, da die Sourcen sich ständig verändern. Weitere Informationen über Releases entnehmen Sie der Seite Release Engineering des FreeBSD Webauftritts. Was ist FreeBSD-CURRENT? &os;-CURRENT ist die Entwicklungsversion des Betriebssystems, aus der zu gegebener Zeit &os.stable; werden wird. Als solche ist sie lediglich für Entwickler, die am System mitarbeiten und für unentwegte Bastler von Interesse. Details zum Betrieb von -CURRENT finden Sie im entsprechenden Abschnitt des Handbuchs. Falls Sie nicht mit dem Betriebssystem vertraut sind oder nicht in der Lage sein sollten, den Unterschied zwischen einen echten und einem temporären Problem zu erkennen, sollten Sie &os;-CURRENT nicht verwenden. Dieser Zweig entwickelt sich manchmal sehr schnell weiter und kann gelegentlich für mehrere Tage hintereinander nicht installierbar sein. Von Personen, die &os;-CURRENT verwenden, wird erwartet, dass Sie dazu in der Lage sind, Probleme zu analysieren und nur dann von ihnen berichten, wenn es sich um Fehler und nicht um kurzzeitige Störungen handelt. Fragen wie make world produziert Fehlermeldungen bezüglich Gruppen werden in der -CURRENT Mailingliste manchmal nicht beachtet. Jeden Tag wird der aktuelle Entwicklungsstand in den Zweigen -CURRENT und -STABLE in einer Snapshot Release festgehalten. Mittlerweile werden sogar CDROM Distributionen dieser gelegentlichen Snapshots zur Verfügung gestellt. Die Ziele dieser Snapshot Releases sind: Die aktuelle Version der Installationssoftware zu testen. Personen, die -CURRENT oder -STABLE benutzen möchten, aber nicht über die nötige Zeit oder Bandbreite verfügen, um tagesaktuell zu bleiben, soll eine bequeme Möglichkeit geboten werden, es auf ihr System zu bringen. Die Erhaltung von Referenzpunkten des fraglichen Codes, für den Fall, dass wir später einmal ernsthaften Schaden anrichten sollten (obwohl CVS verhindern sollte, dass solche Situationen entstehen :) Sicherzustellen, dass alle zu testenden, neuen Merkmale und Fehlerbehebungen zu möglichst vielen potentiellen Testern gelangen. Von keinem -CURRENT Snapshot kann Produktionsqualität für beliebige Zwecke erwartet werden. Wenn Sie eine stabile und ausgetestete Version benötigen, sollten Sie eine vollständige Release oder einen -STABLE Snapshot verwenden. Snapshot-Releases sind auf der Snapshots-Seite verfügbar. In der Regel wird jeden Tag ein Snapshot jedes zur Zeit aktiven Zweiges erstellt. Was ist das Konzept von FreeBSD-STABLE? Zur der Zeit, als FreeBSD 2.0.5 herausgegeben wurde, wurde entschieden, die Entwicklung von FreeBSD zweizuteilen. Ein Zweig wurde -STABLE, der andere -CURRENT genannt. FreeBSD-STABLE ist für Anbieter von Internetdiensten und andere kommerzielle Unternehmen gedacht, für die plötzliche Veränderungen und experimentelle Features unerwünscht sind. In diesem Zweige werden nur ausgetestete Fehlerbehebungen und kleine, inkrementelle Änderungen aufgenommen. FreeBSD-CURRENT ist eine ununterbrochene Linie seitdem die Version 2.0 herausgegeben worden ist. Sie führt zu 6.2-RELEASE (und darüber hinaus). Unmittelbar vor der Veröffentlichung von 6.0-RELEASE wurde der 6-STABLE-Zweig erschaffen und &os.current; wurde zu 7-CURRENT. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter FreeBSD Release Engineering: Creating the Release Branch. Der Zweig 2.2-STABLE wurde mit der Veröffentlichung der Version 2.2.8 eingestellt. Der Zweig 3-STABLE endete mit Version 3.5.1, der letzten 3.X-Version, der Zweig 4.X endete mit der Version 4.11, der letzten 4.X-Version. Änderungen in diesen Zweigen beschränken sich im allgemeinen auf die Korrektur von sicherheitsrelevanten Fehlern. Der Zweig 5-STABLE wird zwar noch unterstützt, die Unterstützung beschränkt sich allerdings auf das Schließen von neu entdeckten Sicherheitslücken und die Behebung von anderen ernsten Problemen. &rel.current;-STABLE ist der Zweig, auf den sich die Entwicklung von -STABLE zurzeit konzentriert. Das neueste Release aus dem &rel.current;-STABLE-Zweig ist &rel.current;-RELEASE und ist im Januar 2007 erschienen. Aus dem 7-CURRENT-Zweig entsteht die nächste &os;-Generation. Weitere Informationen über diesen Zweig finden Sie unter Was ist FreeBSD-CURRENT?. Wann werden FreeBSD-Versionen erstellt? Im Schnitt gibt das &a.re; alle vier Monate eine neue FreeBSD-Version frei. Das Erscheinungsdatum einer neuer Version wird frühzeitig bekanntgegeben, damit die am System arbeitenden Personen wissen, bis wann ihre Projekte abgeschlossen und ausgetestet sein müssen. Vor jedem Release gibt es eine Testperiode um sicherzustellen, dass die neu hinzugefügten Features nicht die Stabilität des Releases beeinträchtigen. Viele Benutzer halten dies für einen großen Vorteil von FreeBSD, obwohl es manchmal frustrierend sein kann, so lange auf die Verfügbarkeit der aktuellsten Leckerbissen zu warten. Weitere Informationen über die Entwicklung von Releases, sowie eine Übersicht über kommende Releases, erhlaten Sie auf den release engineering Seiten der FreeBSD Webseite. Für diejenigen, die ein wenig mehr Spannung brauchen (oder möchten), werden täglich Snapshots herausgegeben, wie oben beschrieben. Wer ist für FreeBSD verantwortlich? Schlüsseldiskussionen, die das FreeBSD Project betreffen, wie z.B. über die generelle Ausrichtung des Projekts und darüber, wem es erlaubt sein soll, Code zum Quellbaum hinzuzufügen, werden innerhalb eines Core Teams von 9 Personen geführt. Es gibt ein weitaus größeres Team von über 350 Committern, die dazu autorisiert sind, Änderungen am FreeBSD Quellbaum durchzuführen. Jedoch werden die meisten nicht-trivialen Änderungen zuvor in den Mailinglisten diskutiert und es bestehen keinerlei Einschränkungen darüber, wer sich an diesen Diskussionen beteiligen darf. Wie kann ich FreeBSD beziehen? Jede bedeutende Ausgabe von FreeBSD ist per Anonymous-FTP vom FreeBSD FTP Server erhältlich: Das aktuelle 6-STABLE-Release, &rel.current;-RELEASE, finden Sie im Verzeichnis &rel.current;-RELEASE. Snapshots-Releases werden täglich aus dem -CURRENT-Zweig sowie aus dem -STABLE-Zweig erzeugt. Sie sollten aber nur von Entwicklern und sehr erfahrenen Testern verwendet werden. Das aktuelle Release von 5-STABLE, &rel2.current;-RELEASE finden Sie im Verzeichnis &rel2.current;-RELEASE. Wo und wie Sie FreeBSD auf CD, DVD, und anderen Medien beziehen können, erfahren Sie im Handbuch. Wie greife ich auf die Datenbank mit Problemberichten zu? Die Datenbank mit Problemberichten (PR, problem report) und Änderungsanfragen von Benutzern kann über die webbasierte PR-Abfrage-Schnittstelle abgefragt werden. Mit dem Programm &man.send-pr.1; können Sie Problemberichte oder Änderungsanträge per E-Mail einsenden. Alternativ können Sie Problemberichte auch über Ihren Browser und die webbasierte PR-Eingabe-Schnittstelle erstellen. Bevor Sie einen Fehler melden, sollten Sie sich zuerst den Artikel Writing FreeBSD Problem Reports durchlesen, damit Sie wissen, wie Sie eine gute Fehlermeldung verfassen. Gibt es weitere Informationsquellen? Sie finden eine umfassende Liste unter Documentation auf der FreeBSD-Webseite. Dokumentation und Support Gibt es gute Bücher über FreeBSD? Im Zuge des FreeBSD Projekts sind diverse gute Dokumente entstanden, die unter der folgenden URL abgerufen werden können: . Die Dokumente stehen auch als Pakete, die Sie leicht installieren können, zur Verfügung. In den nächsten Abschnitten erfahren Sie mehr über diese Pakete. Zusätzlich enthalten die Bibliographien am Ende dieser FAQ und im Handbuch Verweise auf weitere empfohlene Bücher. Ist die Dokumentation auch in anderen Formaten verfügbar? Zum Beispiel als einfacher Text (ASCII) oder als &postscript;? Ja. Werfen Sie einen Blick auf das Verzeichnis /pub/FreeBSD/doc/ auf dem FreeBSD FTP-Server. Dort finden sie Dokumentation in vielen verschiedenen Format. Die Dokumentation wurde nach vielen verschiedenen Kriterien sortiert. Die Kriterien sind: Der Name des Dokumentes, z.B. FAQ oder Handbuch. Die Sprache und der Zeichensatz, die in dem Dokument verwendet werden. Diese entsprechen den Anpassungen, die Sie auf Ihrem FreeBSD-System im Verzeichnis /usr/share/locale finden. Zurzeit werden die folgenden Sprachen und Zeichensätze benutzt: Name Bedeutung bn_BD.ISO10646-1 Bengalisch (oder Bangla) da_DK.ISO8859-1 Dänisch de_DE.ISO8859-1 Deutsch en_US.ISO8859-1 Amerikanisches Englisch es_ES.ISO8859-1 Spanisch fr_FR.ISO8859-1 Französisch it_IT.ISO8859-15 Italienisch hu_HU.ISO8859-2 Ungarisch ja_JP.eucJP Japanisch (EUC-kodiert) mn_MN.UTF-8 Mongolisch (UTF-8-kodiert) nl_NL.ISO8859-1 Niederländisch pl_PL.ISO8859-2 Polnisch pt_BR.ISO8859-1 Brasilianisches Portugiesisch ru_RU.KOI8-R Russisch (KOI8-R-kodiert) sr_YU.ISO8859-2 Serbisch tr_TR.ISO8859-9 Türkisch zh_CN.GB2312 Vereinfachtes Chinesisch (GB2312-kodiert) zh_TW.Big5 Chinesisch (Big5-kodiert) Einige Dokumente sind nicht in allen Sprachen verfügbar. Das Format des Dokumentes. Die Dokumentation wird in verschiedenen Formaten erzeugt, von denen jedes seine eigenen Vor- und Nachteile hat. Einige Formate lassen sich gut an einem Bildschirm lesen, während andere Formate dafür gedacht sind, ein ansprechendes Druckbild zu erzeugen. Das die Dokumentation in verschiedenen Formaten verfügbar ist, stellt sicher, dass unsere Leser die für sie relevanten Teile unabhängig vom Ausgabemedium (Bildschirm oder Papier) lesen können. Derzeit werden die folgenden Formate unterstützt: Format Erklärung html-split Viele kleine HTML-Dateien, die sich gegenseitig referenzieren. html Eine große HTML-Datei, die das komplette Dokument enthält. pdb Palm Pilot Datenbank für das Programm iSilo. pdf Adobe's Portable Document Format ps &postscript; rtf Microsoft's Rich Text Format Die Seitennummern werden nicht automatisch aktualisiert, wenn Sie diese Datei in Word laden. Wenn Sie das Dokument geladen haben, müssen Sie Sie Ctrl A , Ctrl End , F9 eingeben, um die Seitennummern aktualisieren zu lassen. txt Ganz normaler Text Das zur Komprimierung verwendete Programm. Zur Zeit werden drei verschiedene Methoden benutzt. Wenn die Dokumentation im Format html-split vorliegt, werden die Dateien mit &man.tar.1; zusammengefasst. Die so entstandene .tar Datei wird dann mit einer der unten genannten Methoden komprimiert. Bei allen anderen Formaten existiert nur eine Datei mit dem Namen book.format (z.B., book.pdb, book.html, und so weiter). Diese Dateien werden mit zwei verschiedenen Programmen komprimiert. Programm Beschreibung zip Das Zip-Format. Wenn Sie diese Dateien unter FreeBSD auspacken wollen, müssen sie vorher den Port archivers/unzip installieren. bz2 Das BZip2-Format. Es wird seltener als das Zip-Format benutzt, erzeugt aber normalerweise kleinere Archive. Sie müssen den Port archivers/bzip2 installieren, um diese Dateien entpacken zu können. Ein Beispiel: Die mit BZip2 gepackte Version des Handbuchs im &postscript;-Format hat den Namen book.ps.bz2 und ist im Verzeichnis handbook/ zu finden. Nachdem Sie das Format und das Kompressionsverfahren ausgewählt haben, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie das Dokument in Form eines FreeBSD Package herunterladen möchten. Der Vorteil dieser Variante, dass Sie die Dokumentation mit normalen Tools wie &man.pkg.add.1; und &man.pkg.delete.1; verwalten können. Wenn Sie das Package herunterladen und installieren wollen, müssen Sie den richtigen Dateinamen kennen. Die Dateien liegen in einem separaten Verzeichnis mit dem Namen packages und werden nach dem Schema Dokument-Name.Sprache.Zeichensatz.Format.tgz benannt. Ein Beispiel: Die englische Version der FAQ im PDF-Format ist in dem Package mit dem Namen faq.en_US.ISO8859-1.pdf.tgz enthalten. Sie können daher das englische PDF FAQ Package mit den folgenden Befehlen installieren. &prompt.root; pkg_add ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/doc/packages/faq.en_US.ISO8859-1.pdf.tgz Danach können Sie mit &man.pkg.info.1; nachsehen, wo die Datei installiert wurde. &prompt.root; pkg_info -f faq.en_US.ISO8859-1.pdf Information for faq.en_US.ISO8859-1.pdf: Packing list: Package name: faq.en_US.ISO8859-1.pdf CWD to /usr/share/doc/en_US.ISO8859-1/books/faq File: book.pdf CWD to . File: +COMMENT (ignored) File: +DESC (ignored) Wie Sie sehen können, wurde die Datei book.pdf im Verzeichnis /usr/share/doc/en_US.ISO8859-1/books/faq installiert. Wenn sie die Packages nicht benutzen, müssen Sie die komprimierten selber herunterladen, auspacken und die richtigen Stellen kopieren. Wenn Sie zum Beispiel die mit &man.bzip2.1; gepackte split HTMLVersion der englischen FAQ herunterladen und installieren wollten, bräuchten Sie die Datei doc/en_US.ISO8859-1/books/faq/book.html-split.tar.bz2. Um diese Datei herunterzuladen und auszupacken, wären die folgenden Schritte notwendig. &prompt.root; fetch ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/doc/en_US.ISO8859-1/books/faq/book.html-split.tar.bz2 &prompt.root; gzip -d book.html-split.tar.bz2 &prompt.root; tar xvf book.html-split.tar Danach haben Sie eine Sammlung vieler kleiner .html Datei. Die wichtigste Datei hat Namen index.html und enthält das Inhaltsverzeichnis, eine Einleitung und Verweise auf die anderen Teile des Dokumentes. Falls notwendig, können Sie die diversen Dateien jetzt an ihren endgültigen Bestimmungsort verschieben oder kopieren. Woher bekomme ich Informationen zu den FreeBSD Mailinglisten? Vollständige Informationen finden Sie im Handbucheintrag über Mailinglisten. Welche Newsgruppen existieren zu FreeBSD? Sie finden alle Informationen hierzu im Handbucheintrag zu Newsgruppen. Gibt es FreeBSD IRC (Internet Relay Chat) Kanäle? Ja, die meisten großen IRC Netze bieten einen FreeBSD Chat-Channel: Channel FreeBSD im EFNet ist ein FreeBSD-Forum, aber gehen Sie nicht dorthin, um technische Unterstützung zu suchen, oder, um zu versuchen, die Leute dort dazu zu bringen, Ihnen dabei zu helfen, das mühselige Lesen von Manuals zu ersparen oder eigene Nachforschungen zu betreiben. Es ist in erster Linie ein Chat-Channel und die Themen dort umfassen Sex, Sport oder Kernwaffen ebensogut, wie FreeBSD. Sie wurden gewarnt! Der Channel ist auf dem Server irc.chat.org verfügbar. Der Channel #FreeBSDhelp im EFNet hat sich dagegen auf die Unterstützung der Benutzer von FreeBSD spezialisiert. In diesem Channel sind Fragen deutlich willkommener als im Channel #FreeBSD. Der Channel #FreeBSD im DALNET ist in den USA unter irc.dal.net und in Europa unter irc.eu.dal.net verfügbar. Der Channel #FreeBSDHelp im DALNET ist in den USA unter irc.dal.net sowie in Europa unter irc.eu.dal.net verfügbar. Der Channel #FreeBSD im UNDERNET ist in den USA unter us.undernet.org und in Europa unter eu.undernet.org verfügbar. Es handelt sich hierbei um einen Hilfe-Channel, man wird Sie daher auf Dokumente verweisen, die Sie selbst lesen müssen. Der Channel #FreeBSD im RUSNET ist ein russischsprachiger Channel, der sich der Unterstützung von &os;-Anwendern verschrieben hat. Er ist auch ein guter Startpunkt für nichttechnische Diskussionen. Der Channel #BSDChat im IRCNET (Sprache: traditionelles Chinesisch) hat sich der Unterstützung von &os;-Anwendern verschrieben. Er ist auch ein guter Startpunkt für nichttechnische Diskussionen. Alle diese Kanäle unterscheiden sich voneinander und sind nicht miteinander verbunden. Ebenso unterscheiden sich Ihre Chat-Stile, weshalb es sein kann, dass Sie zunächst alle Kanäle ausprobieren müssen, um den zu Ihrem Chat-Stil passenden zu finden. Hier gilt, was für jeden IRC-Verkehr gilt: falls sie sich leicht angegriffen fühlen oder nicht mit vielen jungen (und einigen älteren) Leuten, verbunden mit dem nutzlosen Gezanke umgehen können, dann ziehen Sie es gar nicht erst in Erwägung. Gibt es Firmen, die Training und Support für FreeBSD anbieten? DaemonNews bietet Training und Support für FreeBSD an. Weitergehende Informationen finden Sie in der BSD Mall. Die FreeBSD Mall bietet ebenfalls professionellen FreeBSD support an. Weitergehende Informationen finden Sie auf ihrer Webseite. Wenn Ihre Firma oder Organisation ebenfalls Training und Support anbietet und hier genannt werden möchte, wenden Sie sich bitte an das FreeBSD Project. Nik Clayton
nik@FreeBSD.org
Installation Welche Dateien muss ich herunterladen, um FreeBSD zu bekommen? Sie benötigen drei Floppy-Images: floppies/boot.flp, floppies/kern1.flp sowie floppies/kern2.flp. Diese Images müssen mit Hilfe von Werkzeugen wie fdimage oder &man.dd.1; auf Disketten kopiert werden. Falls Sie selbst die einzelnen Distributionen herunterladen müssen (um z.B. von einem DOS-Dateisystem aus zu installieren), empfehlen wir, sich die folgenden Distributionen zu besorgen: base/ manpages compat* doc src/ssys.* Vollständige Instruktionen für dieses Vorgehen und ein wenig mehr zur Installation generell finden Sie im Handbucheintrag zur Installation von FreeBSD. Was soll ich tun, wenn das Floppy-Image nicht auf eine Diskette passt? Eine 3,5-Zoll (1,44MB) Diskette kann 1474560 Byte an Daten fassen und das Boot-Image ist exakt 1474560 Byte groß. Häufige Fehler bei der Erstellung der Boot-Diskette sind: Bei der Benutzung von FTP das Floppy-Image nicht im Binär-Modus herunterzuladen. Einige FTP-Clients benutzen als Voreinstellung den ASCII-Modus und versuchen, alle Zeilenendezeichen an das Zielsystem anzupassen. Dadurch wird das Boot-Image in jedem Fall unbrauchbar. Überprüfen Sie die Größe des heruntergeladenen Boot-Images: falls sie nicht exakt mit der auf dem Server übereinstimmt, hat das Herunterladen nicht richtig funktioniert. Abhilfe: geben Sie binary an der FTP-Eingabeaufforderung ein, nach dem Sie mit dem Server verbunden sind und bevor Sie das Image herunterladen. Die Benutzung des DOS-Befehls copy (oder eines entsprechendes Werkzeugs der grafischen Benutzeroberfläche), um das Boot-Image auf die Diskette zu übertragen. Programme wie copy sind hier unbrauchbar, weil das Image zur direkten Übertragung erstellt wurde. Das Image stellt den gesamten Disketteninhalt dar, Spur für Spur, und nicht eine gewöhnliche Datei. Sie müssen es roh mit speziellen Werkzeugen (z.B. fdimage oder rawrite) übertragen, wie es in der Installationsanleitung zu FreeBSD beschrieben ist. Wo befinden sich die Instruktionen zur Installation von FreeBSD? Installationsanleitungen finden Sie im Handbucheintrag zur Installation von FreeBSD. Was benötige ich zum Betrieb von FreeBSD? Der Betrieb von &os; 5.X und neuer erfordert mindestens einen 486er Prozessor mit mindestens 24 MB RAM sowie mindestens 150 MB an Festplattenspeicher. Alle &os;-Versionen laufen mit einer einfachen MDA-Grafikkarte, für &xorg; benötigen Sie allerdings eine VGA- oder eine bessere Videokarte. Lesen Sie auch den Abschnitt Hardwarekompatibilität. Wie kann ich eine angepasste Installationsdiskette erstellen? Zurzeit gibt es keine Möglichkeit, nur die angepassten Installationsdisketten zu erstellen. Sie müssen sich eine ganz neues Release erstellen, das Ihre Installationsdiskette enthält. Wenn Sie eine modifizierte Ausgabe erstellen wollen, finden Sie eine Anleitung im Artikel FreeBSD Release Engineering. Kann ich mehr als ein Betriebssystem auf meinem PC unterbringen? Sehen Sie sich Die Multi-OS-Seite an. Kann &windows; neben FreeBSD existieren? Installieren Sie zuerst &windows;, dann FreeBSD. Der Bootmanager von FreeBSD kann dann entweder &windows; oder FreeBSD booten. Falls Sie &windows; nach FreeBSD installieren, wird es, ohne zu fragen, Ihren Bootmanager überschreiben. Lesen Sie den nächsten Abschnitt, falls das passieren sollte. &windows; hat meinen Bootmanager zerstört! Wie stelle ich ihn wieder her? Es gibt drei Möglichkeiten, den FreeBSD-Bootmanager neu zu installieren: Unter DOS wechseln Sie in das Verzeichnis tools/ Ihrer FreeBSD-Distribution und suchen nach bootinst.exe. Rufen sie es so auf: ...\TOOLS> bootinst.exe boot.bin und der Bootmanager wird neu installiert. Booten Sie FreeBSD wieder mit der Bootdiskette und wählen Sie den Menüeintrag Custom Installation. Wählen Sie Partition. Wählen Sie das Laufwerk, auf dem sich der Bootmanager befand (wahrscheinlich der erste Eintrag) und wenn Sie in den Partitioneditor gelangen, wählen Sie als aller erstes (nehmen Sie z.B. keine Änderungen vor) (W)rite. Sie werden nach einer Bestätigung gefragt, antworten ja und vergessen Sie nicht, in der Bootmanager-Auswahl Boot Manager auszuwählen. Hierdurch wird der Bootmanager wieder auf die Festplatte geschrieben. Verlassen Sie nun das Installationsmenü und rebooten wie gewöhnlich von der Festplatte. Booten Sie FreeBSD wieder mit der Bootdiskette (oder der CDROM) und wählen Sie den Menüpunkt Fixit. Wählen Sie die für Sie passende Option, entweder die Fixit-Diskette oder die CD Nummer 2 (die Option live Filesystem). Wechseln Sie zur Fixit-Shell und geben Sie den folgenden Befehl ein: Fixit# fdisk -B -b /boot/boot0 bootdevice Als bootdevice müssen Sie das von Ihrem System verwendete Gerät angeben, z.B. ad0 (erste IDE-Platte), ad4 (erste IDE-Platte an einem zusätzlichen Controller), da0 (erste SCSI-Platte), usw. Mein IBM Thinkpad Modell A, T oder X, hängt sich auf, wenn ich FreeBSD zum ersten Mal starte. Was soll ich machen? Ein Fehler in den ersten BIOS-Versionen dieser Geräte führt dazu, dass sie die von FreeBSD genutzte Partition für eine Suspend-To-Disk-Partition halten. Wenn das BIOS dann versucht, diese Partition auszuwerten, hängt sich das System auf. Laut IBM In einer Mail von Keith Frechette kfrechet@us.ibm.com. wurde der Fehler wurde in den folgenden BIOS-Versionen behoben: Gerät BIOS Version T20 IYET49WW oder neuer T21 KZET22WW oder neuer A20p IVET62WW oder neuer A20m IWET54WW oder neuer A21p KYET27WW oder neuer A21m KXET24WW oder neuer A21e KUET30WW Es ist möglich, dass neuere Version des IBM BIOS den Fehler wieder enthalten. Dieser Beitrag von Jacques Vidrine auf der Mailingliste &a.mobile; beschreibt eine Technik, die Ihnen weiterhelfen könnte, wenn Ihr IBM Laptop mit FreeBSD nicht bootet und Sie eine neuere oder ältere BIOS-Version einspielen können. Wenn Ihr Thinkpad über eine ältere BIOS-Version verfügt und Sie das BIOS nicht aktualisieren können, ist eine der möglichen Lösungen, FreeBSD zu installieren, die Partitions-ID zu ändern und danach neue Bootblocks zu installieren, die mit der geänderten ID umgehen können. Zunächst müssen Sie die Maschine so weit wiederherstellen, dass sie über den Selbst-Test hinauskommt. Dazu ist es erforderlich, dass das System beim Start keine Partitions-ID auf seiner primären Festplatte findet. Eine Variante ist, die Platte auszubauen und vorübergehend in einem älteren Thinkpad (z.B. dem Thinkpad 600) oder (mit einem passenden Adapter) in einen normalen PC einzubauen. Sobald dies erfolgt ist, können Sie die FreeBSD-Partition löschen und die Festplatte wieder in das Thinkpad einbauen. Das Thinkpad sollte jetzt wieder starten können. Danach können Sie mit der nachfolgend beschriebenen Anleitung eine funktionsfähige FreeBSD-Installation erhalten. Beschaffen Sie sich boot1 und boot2 von . Legen Sie diese Dateien so ab, dass Sie während der Installation darauf zugreifen können. Installieren Sie ganz wie gewohnt FreeBSD auf dem Thinkpad. Allerdings dürfen Sie den Dangerously Dedicated-Modus nicht benutzen. Nach dem Abschluss der Installation dürfen Sie die Maschine nicht neu starten. Wechseln Sie zur Emergency Holographic Shell ( Alt F4 ) oder starten Sie eine fixit Shell. Benutzen Sie &man.fdisk.8;, um die Partitions-ID von FreeBSD von 165 in 166 zu ändern (dieser Wert wird von OpenBSD benutzt). Kopieren Sie die Dateien boot1 und boot2 auf die lokale Festplatte. Installieren Sie boot1 und boot2 mit &man.disklabel.8; auf die FreeBSD-Slice. &prompt.root; disklabel -B -b boot1 -s boot2 ad0sn Setzen Sie für n die Nummer der Slice ein, auf der sie FreeBSD installiert haben. Starten Sie das System neu. Am Boot-Prompt sollten Sie die Auswahl OpenBSD erhalten. Damit wird in Wirklichkeit FreeBSD gestartet. Was Sie machen müssen, wenn Sie FreeBSD und OpenBSD parallel installieren wollen, sollten Sie zu Übungszwecken einfach einmal selbst herausfinden. Kann ich FreeBSD auf einer Festplatte mit beschädigten Blöcken installieren? Prinzipiell ja. Allerdings ist das keine gute Idee. Wenn Ihnen bei einer modernen IDE-Platte defekte Sektoren gemeldet werden, wird die Platte mit großer Wahrscheinlichkeit innerhalb kurzer Zeit vollständig ausfallen, da die Meldung ein Zeichen dafür ist, dass die für die Korrektur reservierten Sektoren bereits verbraucht wurden. Wir raten Ihnen, die Platte auszutauschen. Falls Sie ein SCSI-Laufwerk mit beschädigten Blöcken besitzen, lesen Sie diese Antwort. Wenn ich von der Installationsdiskette boote, geschehen merkwürdige Dinge! Was sollte ich tun? Falls Sie beobachten, dass ihr Rechner sich bis zum Stillstand abmüht oder spontan rebootet, während Sie versuchen, von der Installationsdiskette zu booten, sollten Sie sich drei Fragen stellen: Haben Sie eine brandneue, frisch formatierte, fehlerfreie Diskette benutzt (günstigerweise eine brandneue, direkt aus dem Karton und nicht eine Diskette aus einem Magazin, das schon seit drei Jahren unter Ihrem Bett lag)? Haben Sie das Floppy-Image im Binär- (oder Image) Modus heruntergeladen? (Schämen Sie sich nicht. Sogar die besten unter uns haben wenigstens einmal Binärdateien versehentlich im ASCII-Modus heruntergeladen!) Falls Sie &windows; 95 oder &windows; 98 benutzen, haben Sie es heruntergefahren und fdimage bzw. rawrite in einfachem, reinem DOS neu gestartet? Es scheint, dass diese Betriebssysteme Programme stören, die direkt auf Hardware schreiben, wie es das Erstellungsprogramm für die Diskette tut; selbst bei der Ausführung des Programms in einem DOS-Fenster in der grafischen Benutzeroberfläche kann dieses Problem auftreten. Es wurde auch darüber berichtet, dass &netscape; Probleme beim Herunterladen der Bootdisketten verursacht. Es ist also wahrscheinlich besser, einen anderen FTP-Client zu benutzen. Ich habe zur Installation von meinem ATAPI CDROM gebootet, aber das Installationsprogramm sagt mir, dass es kein CDROM gefunden hat. Was geht hier ab? Dieses Problem wird üblicherweise durch ein falsch konfiguriertes CDROM verursacht. Bei vielen PCs ist das CDROM der Slave am zweiten IDE-Controller, ein Master ist nicht vorhanden. Laut Spezifikation ist diese Konfiguration illegal, aber &windows; verletzt die Spezifikation und das BIOS ignoriert sie, wenn es von einem CDROM booten soll. Daher konnten Sie zwar vom CDROM booten, während FreeBSD es nicht für die Installation benutzen kann. Um dieses Problem zu lösen, müssen Sie entweder das CDROM als Master an den IDE-Controller anschließen oder dafür sorgen, dass an dem vom CDROM genutzten IDE-Controller das CD-ROM als Slave und ein anderes Gerät als Master angeschlossen ist. Kann ich auf meinem Laptop per PLIP (Parallel Line IP) installieren? Ja, Sie brauchen dazu nur ein ganz normales Laplink-Kabel. Weitere Informationen zum Thema Netzwerke am Druckerport finden sie im Kapitel PLIP des Handbuchs. Welche Geometrie sollte ich für ein Festplattenlaufwerk verwenden? Unter der Geometrie einer Festplatte verstehen wir die Anzahl Zylinder, Schreib-/Leseköpfen und Sektoren/Spur auf einer Festplatte. Im folgenden wird dafür der Übersichtlichkeit halber der Begriff C/H/S verwendet. Das BIOS des PCs berechnet mit diesen Angaben, auf welche Bereiche der Festplatte es für Schreib-/Lesezugriffe zugreifen muss). Aus einigen Gründen scheint dies gerade bei frischgebackenen Systemadministratoren für sehr viel Verwirrung zu sorgen. Zunächst einmal ist die physikalische Geometrie eines SCSI-Laufwerks vollkommen irrelevant, da FreeBSD mit Blöcken arbeitet. Tatsächlich gibt es die physikalische Geometrie nicht, da die Sektordichte auf einer Festplatte variiert. Was die Hersteller als die wahre physikalische Geometrie bezeichnen, ist im allgemeinen die Geometrie, die aufgrund ihrer Ergebnisse im geringsten ungenutzten Speicher resultiert. Bei IDE-Platten arbeitet FreeBSD mit C/H/S-Angaben, aber alle modernen Laufwerke wandeln diese intern ebenfalls in Blocknummern um. Wichtig ist nur die logische Geometrie. Das BIOS kann die logische Geometrie der Festplatte abfragen; die erhaltenen Daten werden dann vom BIOS bei Zugriffen auf die Festplatte genutzt. Da FreeBSD das BIOS benutzt, während es bootet, ist es sehr wichtig, dass diese Angaben richtig sind. Insbesondere müssen alle Betriebssysteme mit derselben Geometrie arbeiten, falls Sie mehr als ein Betriebssystem auf einer Festplatte haben. Andernfalls werden Sie ernsthafte Bootprobleme bekommen! Bei SCSI-Festplatten hängt die zu verwendende Geometrie davon ab, ob der Extended Translation Support auf Ihrem Controller eingeschaltet ist (oft auch als Unterstützung für DOS-Platten >1GB oder ähnlich bezeichnet). Falls sie ausgeschaltet ist, benutzen Sie N Zylinder, 64 Köpfe und 32 Sektoren/Spur, wobei N die Kapazität der Festplatte in MB ist. Zum Beispiel sollten für eine 2GB Festplatte 2048 Zylinder, 64 Köpfe und 32 Sektoren/Spur angegeben werden. Falls sie eingeschaltet ist (was oft der Fall ist, um bestimmte Einschränkungen von &ms-dos; zu umgehen) und die Plattenkapazität mehr als 1GB beträgt, benutzen Sie M Zylinder, 63 Sektoren/Spur (nicht 64) und 255 Köpfe, wobei M der Plattenkapazität in MB, dividiert durch 7,844238 entspricht (!). Also würde unsere 2GB Beispielplatte 261 Zylinder, 63 Sektoren/Spur und 255 Köpfe haben. Falls Sie sich hier nicht sicher sind oder FreeBSD während der Installation die Geometrie nicht richtig erkennt, hilft es normalerweise, eine kleine DOS-Partition auf der Festplatte anzulegen. Das BIOS sollte dann in der Lage sein, die richtige Geometrie zu erkennen. Sie können die Partition jederzeit im Partitioneditor entfernen, falls Sie sie nicht behalten möchten. Allerdings kann Sie ganz nützlich sein, um Netzwerkkarten zu programmieren und ähnliches. Alternativ können Sie das frei verfügbare Programm pfdisk.exe verwenden. Sie finden es im Unterverzeichnis tools auf der FreeBSD-CDROM und allen FreeBSD FTP-Servern). Mit diesem Programm können Sie herausfinden, welche Geometrie die anderen Betriebssysteme auf der Festplatte verwenden. Diese Geometrie können Sie im Partitioneditor eingeben. Gibt es irgendwelche Einschränkungen, wie ich die Festplatte aufteilen darf? Ja. Sie müssen sicherstellen, dass Ihre Rootpartition innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegt, damit das BIOS den Kernel von Ihr booten kann. (Beachten Sie, dass es sich um eine Einschränkung durch das BIOS des PCs handelt und nicht durch FreeBSD). Für ein SCSI-Laufwerk bedeutet dies normalerweise, dass sich die Rootpartition in den ersten 1024MB befindet (oder in den ersten 4096MB, falls die Extended Translation eingeschaltet ist - siehe die vorherige Frage). Der entsprechende Wert für IDE ist 504MB. Verträgt sich FreeBSD mit Plattenmanagern? FreeBSD erkennt den Ontrack Plattenmanager und berücksichtigt ihn. Andere Plattenmanager werden nicht unterstützt. Falls Sie die Festplatte nur mit FreeBSD benutzen wollen, brauchen Sie keinen Plattenmanager. Wenn Sie Sie die Platte einfach in der vom BIOS maximal unterstützten Größe (normalerweise 504 Megabyte) konfigurieren, sollte FreeBSD erkennen, wie viel Platz Sie tatsächlich haben. Falls Sie eine alte Festplatte mit einem MFM-Controller verwenden, könnte es sein, dass Sie FreeBSD explizit angeben müssen, wie viele Zylinder es benutzen soll. Falls Sie die Festplatte mit FreeBSD und einem anderen Betriebssystem benutzen wollen, sollten Sie auch in der Lage sein, ohne einen Plattenmanager auszukommen: stellen sie einfach sicher, dass sich die Bootpartition von FreeBSD und der Bereich für das andere Betriebssystem in den ersten 1024 Zylindern befinden. Eine 20 Megabyte Bootpartition sollte völlig genügen, wenn Sie einigermaßen sorgfältig arbeiten. Beim ersten Booten von FreeBSD erscheint Missing Operating System. Was ist passiert? Dies ist ein klassischer Fall von Konflikten bei den verwendeten Plattengeometrien von FreeBSD und DOS oder anderen Betriebssystemen. Sie werden FreeBSD neu installieren müssen. Bei Beachtung obiger Instruktionen wird in den meisten Fällen alles funktionieren. Wieso komme ich nicht weiter als bis zum F?-Prompt des Bootmanagers? Dies ist ein weiteres Symptom für das bereits in der vorherigen Frage beschriebene Problem. Ihre Einstellungen zur Geometrie im BIOS und in FreeBSD stimmen nicht überein! Falls Ihr Controller oder BIOS Zylinderumsetzung (oft als >1GB drive support bezeichnet), probieren Sie eine Umsetzung dieser Einstellung und Neuinstallation von FreeBSD. Muss ich den vollständigen Quellcode installieren? Im allgemeinen nicht. Wir empfehlen jedoch dringend die Installation des base Source-Kit, das viele der hier erwähnten Dateien enthält und des sys (Kernel) Source-Kit, das den Quellcode für den Kernel enthält. Außer dem Programm zur Konfiguration des Kernels (&man.config.8;) gibt es im System nichts, zu dessen Funktion der Quellcode erforderlich ist. Mit Ausnahme der Kernelquellen ist unsere Build-Struktur so aufgebaut, dass Sie den Quellcode von überall her per NFS read-only mounten und dennoch neue Binaries erstellen können. (Wegen der Einschränkung bezüglich der Kernelquellen empfehlen wir, diese nicht direkt nach /usr/src zu mounten, sondern irgendwoanders hin mit passenden symbolischen Links, um die Toplevel-Struktur des Quellbaumes zu duplizieren.) Die Quellen verfügbar zu haben und zu wissen, wie man ein System mit ihnen erstellt, wird es Ihnen wesentlich einfacher machen, zu zukünftigen Ausgaben von FreeBSD zu wechseln. Um einen Teil der Quellen auszuwählen, verwenden Sie den Menüpunkt Custom, wenn Sie sich im Menü Distributions des Systeminstallationstools befinden. Muss ich einen Kernel erstellen? Ursprünglich war die Erstellung eines neuen Kernels bei fast jeder Installation von FreeBSD erforderlich, aber neuere Ausgaben haben von der Einführung weitaus benutzerfreundlicherer Kernelkonfigurationswerkzeuge profitiert. Seit &os; 5.X erfolgt die Kernelkonfiguration in der Regel durch die die deutlich flexibleren hints, die am Loader-Prompt eingegeben werden können. Es kann dennoch sinnvoll sein, einen neuen Kernel zu erstellen, der nur die benötigten Treiber enthält, um ein wenig Hauptspeicher zu sparen, für die meisten Systeme ist dies aber nicht mehr länger erforderlich. Soll ich DES, Blowfisch oder MD5 zur Verschlüsselung der Passwörter benutzen? FreeBSD benutzt standardmäßig MD5 zur Verschlüsselung der Passwörter. Es wird angenommen, dass diese Methode sicherer ist als das traditionell benutzte Verfahren, das auf dem DES Algorithmus basierte. Es ist immer noch möglich, DES-Passwörter zu benutzen, wenn Sie die Datei mit den Passwörtern mit älteren System austauschen müssen. Ältere System verstehen meist nur das unsichere Verfahren, dieses steht Ihnen zur Verfügung, wenn Sie mit sysinstall die crypto Distribution installieren. Sie können auch die crypto Sourcecodes installieren, wenn Sie Ihr System über die Sourcen aktualisieren. Die crypto Bibliotheken erlauben es Ihnen das sichere Blowfisch Verfahren für die Verschlüsselung der Passwörter einzusetzen. Das für neue Passwörter benutzte Verschlüsselungsverfahren wird über die Einstellung passwd_format in /etc/login festgelegt. Die möglichen Werte sind entweder des, blf (falls sie zur Verfügung stehen) oder md5. Weitere Informationen über die Einstellungen für den Login erhalten Sie in &man.login.conf.5;. Woran kann es liegen, dass ich zwar von der Diskette booten kann, aber nicht weiter als bis zur Meldung Probing Devices... komme? Falls Sie ein IDE &iomegazip;- oder &jaz;-Laufwerk eingebaut haben, entfernen Sie es und versuchen Sie es erneut. Solche Laufwerke könnten dem Bootvorgang stören. Nach der Installation des Systems können Sie das Laufwerk wieder einbauen. Dieser Fehler wird hoffentlich in einer späteren Version behoben werden. Wieso wird mit der Fehler panic: cant mount root gemeldet, wenn ich das System nach der Installation reboote? Dieser Fehler beruht auf Unstimmigkeiten zwischen den Festplatteninformationen im Bootblock und denen im Kernel. Der Fehler tritt normalerweise auf IDE-Systemen mit zwei Festplatten auf, bei denen die Festplatten als Master- oder Single-Device auf separaten IDE-Controllern angeschlossen sind und FreeBSD auf der Platte am zweiten Controller installiert wurde. Der Bootblock vermutet, dass das System auf ad0 (der zweiten BIOS-Platte) installiert ist, während der Kernel der ersten Platte auf dem zweiten Controller die Gerätekennung ad2 zuteilt. Der Kernel versucht nach der Geräteüberprüfung die vom Bootblock angenommene Bootdisk ad0 zu mounten, obwohl sie in Wirklichkeit ad2 heißt - und scheitert. Tun Sie folgendes, um dieses Problem zu beheben: Rebooten Sie das System und drücken Sie Enter, wenn die Meldung Booting kernel in 10 seconds; hit [Enter] to interrupt erscheint. Dadurch gelangen Sie in den Boot Loader. Geben Sie nun root_disk_unit="disk_number" ein. disk_number hat den Wert 0, wenn FreeBSD auf dem Master des ersten IDE-Controllers installiert wurde; 1, wenn FreeBSD auf dem Slave des ersten IDE-Controllers installiert wurde; 2, wenn FreeBSD auf dem Master des zweiten IDE-Controllers installiert wurde; und 3, wenn FreeBSD auf dem Slave des zweiten IDE-Controllers installiert wurde. Nach der Eingabe von boot sollte Ihr System jetzt korrekt starten. Damit Sie dieses Ritual nicht bei jedem Start des Systems durchführen müssen, sollten Sie die Zeile root_disk_unit="disk_number" in die Datei /boot/loader.conf.local eintragen. Stellen Sie eine ununterbrochene Folge der Festplatten her, indem Sie die FreeBSD-Platte am ersten IDE-Controller anschließen. Gibt es eine Hauptspeicherbegrenzung? Bei einer &i386;-Standardinstallation werden maximal 4 Gigabyte Hauptspeicher unterstützt. Seit &os; 4.9 und 5.1 wird auch ein größerer Hauptspeicher unterstützt. Dazu müssen Sie die zusätzliche Option PAE (&man.pae.4;) in Ihren Kernel kompilieren: options PAE &os;/pc98 unterstützt maximal 4 GB Hauptspeicher, daher kann PAE auf diesen Systemen nicht verwendet werden. Unter &os;/alpha hängt dieses Limit von der verwendeten Hardware ab - lesen Sie daher die Alpha Hardware Release Notes für weitere Informationen. Sonstige von &os; unterstützte Architekturen haben ein sehr viel höheres theoretisches Speicherlimit (viele Terabytes). Wo liegen die Grenzen für ffs-Dateisysteme? Theoretisch liegt das Limit für ffs-Dateisysteme bei 8 Terabyte (2G-Blöcke) oder 16TB für die Standard-Blockgröße von 8k. In der Praxis setzt die Software das Limit auf 1 Terabyte herab, aber durch Modifikationen sind auch Dateisysteme mit 4 Terabyte möglich (und existieren auch). Die maximale Größe einer einzelnen ffs-Datei liegt bei ungefähr 1G Blöcken (4TB, falls die Blockgröße 4k beträgt). Maximale Dateigröße Blockgröße geht sollte gehen 4K 4T-1 >4T 8K >32G 32T-1 16K >128G 32T-1 32K >512G 64T-1 64K >2048G 128T-1
Wenn die im Dateisystem verwendete Blockgröße 4k beträgt, wird mit dreifacher Indirektion gearbeitet und die Limitierung sollte durch die höchste Blocknummer erfolgen, die mit dreifacher Indirektion dargestellt werden kann (ungefähr 1k^3 + 1k^2 + 1k). In Wirklichkeit liegt das Limit aber bei der (falschen) Anzahl von 1G-1 Blocknummern im Dateisystem. Die maximale Anzahl der Blocknummern müsste 2G-1 sein. Es gibt einige Fehler für Blocknummern nahe 2G-1, aber solche Blocknummern sind bei einer Blockgröße von 4k unerreichbar. Bei Blocknummern von 8k und größer sollte das Limit bei 2G-1 Blocknummern liegen, tatsächlich liegt es aber bei 1G-1 Blocknummern. Die Verwendung der korrekten Grenze von 2G-1 verursacht Probleme.
Wieso erhalte ich die Fehlermeldung archsw.readin.failed beim Start des Systems, nachdem ich einen neuen Kernel erstellt habe? Ihr System und Ihr Kernel sind nicht synchron - dies ist nicht erlaubt. Sie müssen Ihren Kernel mit make buildworld und make buildkernel aktualisieren. Sie können den zu bootenden Kernel direkt im zweiten Schritt angeben, indem Sie eine beliebige Taste drücken, wenn das | erscheint und bevor der Loader startet. Mein System stürzt beim Booten ab! Was kann ich tun? Deaktivieren Sie die ACPI-Unterstützung. Dazu drücken Sie beim Start des Bootloaders die Leertaste. Das System antwortet darauf mit OK Geben Sie nun unset acpi_load und danach boot ein.
Hardware-Kompatibilität Allgemeines Ich will mir neue Hardware für mein FreeBSD-System zulegen, was soll ich kaufen? Diese Frage wird ständig auf den FreeBSD-Mailinglisten diskutiert. Da sich die Hardware ständig ändert, ist das allerdings keine Überraschung. Trotzdem sollten Sie unbedingt die Hardware-Informationen von &os; (&rel.current; oder &rel2.current;) und die Archive der Mailinglisten durchsehen, bevor Sie nach der neuesten/besten Hardware fragen. Normalerweise gab es kurz zuvor eine Diskussion über genau die Hardware, die Sie sich zulegen wollen. Wenn Sie sich einen Laptop zulegen wollen, sollten Sie einen Blick in das Archiv der Mailingliste FreeBSD-mobile werfen. Ansonsten empfiehlt sich ein Blick in das Archiv von FreeBSD-questions oder auch einer spezialisierte Mailingliste für diese Art von Hardware. Architekturen und Prozessoren Unterstützt FreeBSD neben x86 auch andere Architekturen? Ja. FreeBSD ist zurzeit für die Intel x86 und DEC (jetzt Compaq) Alpha Architekturen verfügbar. Seit FreeBSD 5.0 werden auch AMD64 sowie Intel EM64T, IA-64 und &sparc64; unterstützt. Die Neuzugänge auf der Liste der in Zukunft unterstützten Plattformen sind &mips; und &powerpc;. Abonnieren Sie die Mailinglisten &a.ppc; oder &a.mips; wenn Sie mehr über den Stand der Entwicklung erfahren wollen. Schließen Sie sich der Mailingliste &a.platforms; an, wenn Sie an grundsätzlichen Diskussionen über neue Architekturen interessiert sind. Falls Ihre Maschine eine andere Architektur aufweist und Sie unbedingt sofort etwas benötigen, schlagen wir vor, dass Sie sich einmal NetBSD oder OpenBSD ansehen. Unterstützt FreeBSD Symmetric-Multiproccessing (SMP)? Ja, seit &os;-Version 5.2 wurde SMP bereits im GENERIC-Kernel aktiviert. Dies sollte eigentlich auch für &os; 5.3 gelten. Allerdings traten bei der Entwicklung des Kernels auf einigen Rechnern Probleme auf. Daher entschloss man sich, SMP in der Voreinstellung zu deaktivieren, bis diese Probleme behoben sind. Dies ist eine der vordringlichen Aufgaben für &os; 5.4. Festplatten, Bandlaufwerke, sowie CD- und DVD-Laufwerke Welche Arten von Festplatten werden von FreeBSD unterstützt? FreeBSD unterstützt EIDE-, SATA-, SCSI- und SAS-Laufwerke (mit kompatiblen Controllern - siehe folgenden Abschnitt), sowie alle Laufwerke, die die original Western Digital-Schnittstelle (MFM, RLL, ESDI und natürlich IDE) benutzen. Ein paar Controller mit proprietären Schnittstellen könnten nicht laufen: halten Sie sich an WD1002/3/6/7-Schnittstellen und Clones. Welche SCSI- oder SAS-Controller werden unterstützt? Sie finden eine vollständige und aktuelle Liste in den Hardware-Informationen zu &os; (&rel.current; oder &rel2.current;). Welche Arten von Bandlaufwerken werden unterstützt? FreeBSD unterstützt SCSI-, QIC-36- (mit QIC-02-Schnittstelle) und QIC-40/80-Bandlaufwerke (diskettenbasiert). Hierzu gehören auch 8-mm (aka Exabyte) und DAT-Laufwerke. Die QIC-40/80-Laufwerke sind bekanntlich sehr langsam. Einige der frühen 8-mm-Laufwerke sind nicht besonders kompatibel zu SCSI-2 und könnten unter FreeBSD nicht einwandfrei funktionieren. Unterstützt FreeBSD Bandwechsler? Das Gerät &man.ch.4; und das Kommando chio unterstützen Bandwechsler. Details zum Betrieb des Wechslers finden Sie in der Hilfeseite &man.chio.1;. Falls Sie nicht AMANDA oder ein anderes Produkt benutzen, das den Wechsler bereits kennt, bedenken Sie, dass die Programme nur wissen, wie sie ein Band von einem Punkt zu einem anderen bewegen müssen. Sie selbst müssen sich also merken, in welchem Einschub sich ein Band befindet und zu welchem Einschub das Band, das sich gerade im Laufwerk befindet, zurück muss. Welche CDROM-Laufwerke werden von FreeBSD unterstützt? Jedes an einem unterstützten Controller angeschlossene SCSI-Laufwerk wird unterstützt. Die folgenden proprietären CDROM-Schnittstellen werden ebenfalls unterstützt: Mitsumi LU002 (8bit), LU005 (16bit) und FX001D (16bit 2x Speed). Sony CDU 31/33A Sound Blaster Non-SCSI CDROM Matsushita/Panasonic CDROM ATAPI compatible IDE CDROMs Von allen Nicht-SCSI-Laufwerken ist bekannt, dass sie im Vergleich zu SCSI-Laufwerken extrem langsam sind. Einige ATAPI-CDROMs könnten nicht funktionieren. FreeBSD kann direkt von der offiziellen &os; CD-ROM, sowie den CD-ROMs von Daemon News und &os; Mall, gebootet werden. Welche CD-Brenner werden von FreeBSD unterstützt? FreeBSD unterstützt alle ATAPI-kompatiblen IDE CD-R und CD-RW Brenner. Lesen Sie dazu auch &man.burncd.8;. FreeBSD unterstützt ebenfalls SCSI CD-R und CD-RW Brenner. Installieren und benutzen Sie das Paket cdrecord aus der Ports-Sammlung. Dazu müssen Sie allerdings das Gerät pass mit in Ihren Kernel aufnehmen. Unterstützt FreeBSD &iomegazip;-Laufwerke? FreeBSD unterstützt alle gängigen SCSI- und ATAPI-&iomegazip;-Laufwerke. Ihr SCSI-ZIP-Laufwerk darf nur mit den SCSI-Ziel-IDs 5 oder 6 laufen, aber Sie können sogar davon booten, falls das BIOS Ihres Hostadapters dies unterstützt. Es ist nicht bekannt, welche Hostadapter das Booten von anderen Zielen als 0 oder 1 erlauben; daher werden Sie in ihren Handbüchern nachsehen müssen, wenn Sie dieses Merkmal benutzen möchten. FreeBSD unterstützt ZIP-Laufwerke, die an der parallelen Schnittstelle angeschlossen sind. Der Kernel sollte die folgenden Treiber enthalten: scbus0, da0, ppbus0 und vp0 (der GENERIC-Kernel enthält alle, außer vp0). Wenn diese Treiber vorhanden sind, sollte das Laufwerk an der parallelen Schnittstelle als /dev/da0s4 verfügbar sein. Zip-Datenträger können mit mount /dev/da0s4 /mnt ODER (DOS-formatierte) mount_msdos /dev/da0s4 /mnt gemountet werden. Lesen Sie auch den FAQ-Eintrag zu Wechseldatenträgern und die Anmerkungen zum Thema Formatierung im Kapitel Administration. Unterstützt FreeBSD &jaz;, EZ und andere Wechsellaufwerke? Ja. Bei den meisten dieser Geräte handelt es sich um SCSI-Geräte, die von FreeBSD auch als solche angesprochen werden. Lediglich das IDE-EZ-Laufwerk wird als IDE-Laufwerk angesprochen. Schalten Sie die Laufwerke ein, bevor Sie Ihr System booten. Müssen Sie Medien im laufenden Betrieb wechseln, sollten Sie zuvor &man.mount.8;, &man.umount.8;, sowie &man.camcontrol.8; (für SCSI-Laufwerke) oder &man.atacontrol.8; (für IDE-Laufwerke), sowie den Abschnitt zur Nutzung von Wechsellaufwerken dieser FAQ lesen. Tastaturen und Mäuse Unterstützt FreeBSD meine Tastatur mit USB-Anschluss? Ja. FreeBSD unterstützt USB-Tastaturen, wenn Sie die USB-Unterstützung in /etc/rc.conf aktivieren. Wenn Sie die Unterstützung für USB-Tastaturen konfiguriert haben, ist die AT-Tastatur als /dev/kbd0 und die USB-Tastatur als /dev/kbd1 verfügbar. Dies gilt natürlich nur, wenn beide Tastaturen angeschlossen sind; falls nur die USB-Tastatur angeschlossen ist, ist diese als /dev/ukbd0 verfügbar. Wenn Sie die USB-Tastatur an der Systemkonsole benutzen wollen, müssen Sie dies dem System explizit mitteilen. Dazu muss das folgende Kommando während des Systemstarts ausgeführt werden: &prompt.root; kbdcontrol -k /dev/kbd1 < /dev/ttyv0 > /dev/null Wenn Sie nur die USB-Tastatur angeschlossen haben, ist diese als /dev/ukbd0 verfügbar; daher muss in diesem Fall das folgende Kommando benutzt werden: &prompt.root; kbdcontrol -k /dev/ukbd0 < /dev/ttyv0 > /dev/null Tragen Sie dieses Kommando in Datei /etc/rc.i386 ein. Sobald Sie diese Schritte durchgeführt haben, sollte die USB-Tastatur ohne weitere Änderungen auch unter X benutzbar sei. Zurzeit kann es noch Probleme geben, wenn Sie eine USB-Tastatur im laufenden Betrieb einstecken oder abziehen. Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie die Tastatur anschließen, bevor Sie das System anschalten und die Tastatur nicht abziehen, solange das System noch läuft. Weitere Informationen erhalten Sie in &man.ukbd.4;. Ich habe eine unübliche Busmaus. Wie muss ich sie konfigurieren? FreeBSD unterstützt die Busmaus und InPort-Busmaus von Herstellern wie Microsoft, Logitech und ATI. Der Gerätetreiber ist im GENERIC-Kernel allerdings nicht eingebunden. Wenn Sie den Bus-Gerätetreiber benötigen, müssen Sie daher einen angepassten Kernel erstellen. Dazu fügen Sie die folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein: device mse0 at isa? port 0x23c irq5 Die Busmaus wird üblicherweise zusammen mit einer speziellen Karte ausgeliefert. Sie könnte es Ihnen ermöglichen, andere Werte für die Port-Adresse und den Interrupt zu setzen. Weitere Informationen finden Sie in Handbuch zu Ihrer Maus und in der &man.mse.4; Manualpage. Wie benutze ich meine PS/2 (Mouse-Port oder Tastatur)-Maus? PS/2 Mäuse werden von FreeBSD unterstützt. Der notwendige Gerätetreiber, psm, ist bereits im GENERIC-Kernel enthalten. Wenn Sie einen angepassten Kernel ohne diesen Treiber benutzen, müssen Sie folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei einfügen und den Kernel neu kompilieren: device psm0 at atkbdc? irq 12 Wenn der Kernel das Gerät psm0 beim Booten korrekt erkennt, stellen Sie sicher, dass sich im Verzeichnis /dev ein Eintrag für psm0 befindet. Durch die Eingabe von &prompt.root; cd /dev; sh MAKEDEV psm0 können Sie diesen Eintrag auch selbst erstellen. Dazu müssen Sie allerdings als root angemeldet sind. Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie FreeBSD 5.0-RELEASE oder eine neuere Version mit &man.devfs.5; verwenden. Die Gerätedateien werden in diesem Fall automatisch in /dev erstellt. Kann man die Maus irgendwie außerhalb des X Window Systems benutzen? Falls Sie den normalen Konsoltreiber &man.syscons.4; benutzen, können Sie den Mauszeiger auf Textkonsolen zum Kopieren und Einfügen von Text verwenden. Starten Sie den Mausdämon &man.moused.8; und schalten Sie den Mauszeiger auf der virtuellen Konsole ein: &prompt.root; moused -p /dev/xxxx -t yyyy &prompt.root; vidcontrol -m on xxxx ist der Gerätename der Maus und yyyy ist das Protokoll. Der Mausdämon erkennt die Protokolle der meisten Mäuse (mit Ausnahme alter serieller Mäuse) automatisch, wenn Sie auto für das Protokoll angeben. Falls das Protokoll nicht automatisch erkannt wird, finden Sie die unterstützten Protokolle in der &man.moused.8; Manualpage. Wenn Sie eine PS/2-Maus besitzen und diese beim Systemstart aktivieren wollen, tragen Sie die Zeile moused_enable="YES" in die Datei /etc/rc.conf ein. Falls Sie den Mausdämon auf allen virtuellen Bildschirmen anstatt nur auf der Konsole benutzen wollen, tragen Sie außerdem allscreens_flags="-m on" in /etc/rc.conf ein. Während der Mausdämon läuft, muss der Zugriff auf die Maus zwischen dem Mausdämon und anderen Programmen, wie X Windows, koordiniert werden. Die FAQ Warum funktioniert meine meine Maus unter X nicht? enthält weitere Details. Wie funktioniert das Kopieren und Einfügen von Text mit der Maus auf einer Textkonsole? Wenn Sie es geschafft haben, den Mausdämon zu starten (wie im vorherigen Abschnitt gezeigt), halten Sie die linke Maustaste gedrückt und bewegen Sie die Maus, um einen Textabschnitt zu markieren. Dann drücken Sie die mittlere Maustaste, um den Text an der Cursorposition einzufügen. Wenn Sie keine 3-Tasten-Maus besitzen, können Sie die mittlere Maustaste mit einer Tastenkombination emulieren oder die Funktion der mittleren Taste auf eine andere Taste legen. Einzelheiten dazu enthält die Hilfeseite &man.moused.8;. Meine Maus hat ein neumodisches Rad und mehr Knöpfe. Kann ich sie in FreeBSD benutzen? Unglücklicherweise lautet die Antwort: Vielleicht. Solche Mäuse mit zusätzlichen Extras erfordern in den meisten Fällen spezielle Treiber. Wenn der Gerätetreiber für die Maus oder das Anwendungsprogramm keine spezielle Unterstützung für die Maus bietet, wird sie sich wie eine gewöhnliche Maus mit zwei oder drei Knöpfen verhalten. Ob und wie Sie das Rad unter X benutzen können, können Sie im passenden Abschnitt der FAQ erfahren. Wie benutze ich Maus/Trackball/Touchpad auf meinem Laptop? Bitte lesen Sie die Antwort zur vorherigen Frage. Netzkarten und serielle Geräte Welche Netzwerkkarten unterstützt FreeBSD? In den Hardware Informationen zu jedem FreeBSD Release werden die unterstützten Karten aufgezählt. Unterstützt FreeBSD Software Modems, wie die Winmodems? FreeBSD unterstützt viele Software-Modems, wenn Sie zusätzliche Software installieren. Der Port comms/ltmdm bietet Unterstützung für Modems, die auf dem oft verwendeten Lucent LT Chipsatz basieren. Der Port comms/mwavem bietet Unterstützung für die Modems im IBM Thinkpad 600 und 700. Sie können FreeBSD nicht über ein Software-Modem installieren, diese Software kann nur installiert werden, nachdem das Betriebssystem installiert wurde. Gibt es einen FreeBSD-Treiber für die Karten der Serie 43xx von Broadcom? Nein, und es wird wohl auch nie einen geben. Broadcom weigert sich, Informationen zu ihren drahtlosen Chipsätzen zu veröffentlichen. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass Broadcom auch softwaregesteuerte Radios herstellt. Damit ihre Produkte von der FCC zugelassen werden, muss sichergestellt sein, dass Benutzer nicht in der Lage sind, Betriebsfrequenzen, Modulationsparameter, Ausgangsleistung und andere Werte nach Belieben einzustellen. Ohne solche Informationen ist es aber nahezu unmöglich, einen Treiber zu programmieren. Welche seriellen Multi-Port-Karten werden von FreeBSD unterstützt? Es existiert eine Liste der unterstützten Karten im Abschnitt Verschiedene Geräte des Handbuchs. Von einigen nicht NoName-Nachbauten ist ebenfalls bekannt, dass sie funktionieren, speziell von den AST-kompatiblen. In &man.sio.4; finden Sie weitere Informationen zur Konfiguration solcher Karten. Wie kann ich den boot:-Prompt auf einer seriellen Konsole erscheinen lassen? Erstellen Sie einen Kernel mit options COMCONSOLE. Erstellen Sie /boot.config mit als einzigem Text in der Datei. Ziehen Sie das Tastaturkabel aus dem Rechner. Lesen Sie /usr/src/sys/i386/boot/biosboot/README.serial zur Information. Soundkarten Welche Soundkarten werden von FreeBSD unterstützt? &os; unterstützt verschiedene Soundkarten wie &soundblaster;, &soundblaster; Pro, &soundblaster; 16, Pro Audio Spectrum 16, AdLib und Gravis UltraSound. Lesen Sie die &os; Release Informationen sowie &man.snd.4;, wenn Sie genauere Informationen benötigen. MPU-401 und kompatible MIDI-Karten werden begrenzt unterstützt. Ebenso unterstützt werden Karten, die der µsoft; Sound System-Spezifikation entsprechen. Das gilt nur für Sound! Dieser Treiber unterstützt keine CDROMs, SCSI oder Joysticks auf diesen Karten, außer der &soundblaster;. Die &soundblaster;-SCSI-Schnittstelle und einige Nicht-SCSI-CDROMs werden unterstützt, Sie können von diesen Geräten aber nicht booten. Abhilfen für fehlenden Sound bei Verwendung des &man.pcm.4;-Treibers? Einige Soundkarten, darunter solche mit es1370-Chip, setzen die Lautstärke bei jedem Systemstart auf 0. In diesem Fall müssen Sie nach jedem Bootvorgang den folgenden Befehl ausführen: &prompt.root; mixer pcm 100 vol 100 cd 100 Sonstige Hardware Welche Geräte werden noch von FreeBSD unterstützt? Im Handbuch finden Sie eine Liste von anderen unterstützten Geräten. Unterstützt FreeBSD Power-Management auf meinem Laptop? FreeBSD 4.X unterstützt APM auf einigen Systemen. Lesen Sie dazu auch &man.apm.4;. FreeBSD 5.X und neuer unterstützen einen Großteil der ACPI-Funktionen moderner Hardware. Lesen Sie dazu auch &man.acpi.4;. Unterstützt Ihr System sowohl APM als auch ACPI, können Sie beide Systeme testen und sich für das System entscheiden, das Ihren Anforderungen am besten entspricht. Wie kann ich ACPI deaktivieren? Fügen Sie die Zeile hint.acpi.0.disabled="1" in die Datei /boot/device.hints ein. Wieso hängt sich mein Micron-System beim Booten auf? Einige Micron Motherboards besitzen eine nicht-konforme PCI-BIOS-Implementierung. Sie bereitet Kummer, wenn FreeBSD bootet, weil PCI-Geräte nicht an der angegebenen Adresse konfiguriert werden. Deaktivieren Sie Plug and Play Operating System im BIOS, um dieses Problem zu beheben. Wenn ich ein System mit einem ASUS K7V Mainboard von der Bootdiskette starte, hängt sich das System auf. Wie kann ich dieses Problem lösen? Schalten Sie im BIOS die Option boot virus protection aus. Warum arbeitet meine &tm.3com; PCI-Netzwerkkarte in meinem Micron-Computer nicht? Einige Micron Motherboards besitzen eine nicht-konforme PCI-BIOS-Implementierung, die die PCI-Geräte nicht an den angegebenen Adressen konfiguriert. Hierdurch entstehen Probleme, wenn FreeBSD bootet. Deaktivieren Sie die Option Plug and Play Operating System im BIOS, um das Problem zu umgehen. Meine PCMCIA-Karte funktioniert nicht und ich erhalte die Meldung: cbb0: unsupported card type detected.. Was kann ich tun? Sie können die ursprüngliche OLDCARD-Implementierung verwenden. Dazu entfernen Sie die folgenden Zeilen aus Ihrer Kernelkonfigurationsdatei: device cbb device pccard device cardbus Danach fügen Sie die folgenden Zeilen ein: device pcic device card 1 Um die Änderungen zu aktivieren, müssen Sie den neuen Kernel noch wie im Abschnitt Konfiguration des FreeBSD-Kernels des Handbuchs beschrieben bauen und installieren. Fehlerbehebung Warum zeigt &os; eine falsche Speichergröße an? Das liegt an den Unterschieden zwischen physikalischen und virtuellen Speicheraddressen. Bei moderner PC-Hardware ist es üblich, den Speicherbereich zwischen 3,5 und 4 Gigabyte für spezielle Aufgaben (normalerweise für PCI) zu reservieren. Dieser Adressbereich wird dabei dazu verwendet, um auf PCI-Hardware zuzugreifen. Dadurch kann in diesem Speicherbereich kein physikalischer Speicher existieren. Was mit dem in diesen Bereich gehörenden physikalischen Speicher passiert, hängt von der von Ihnen eingesetzten Hardware ab. Unglücklicherweise gibt es noch immer Hardware, die hier gar nichts macht. In diesem Fall ist Ihr System nicht in der Lage, auf diese 500 Megabyte des RAMs zuzugreifen. Ein Großteil der heute existierenden Hardware ist aber inzwischen in der Lage, diesen Speicherbereich in einen höheren Speicherbereich umzulenken, damit Sie weiterhin darauf zugreifen können. Allerdings kann es durch dieses Umlenken zu verwirrende Meldungen während des Systemstarts kommen. Unter 32-Bit-Versionen von &os; scheint dieser Speicherbereich nicht verfügbar zu sein, da er in einen Bereich oberhalb von 4 Gigabyte übertragen wurde, auf den ein 32-Bit-Kernel allerdings nicht zugreifen kann. Ist dies bei Ihnen der Fall, müssen Sie die PAE-Unterstützung in Ihren Kernel kompilieren. Lesen Sie dazu auch den entsprechenden FAQ-Eintrag. Verwenden Sie hingegen eine 64-Bit-Version von &os; oder einen 32-Bit-Kernel mit aktivierter PAE-Unterstützung, ist &os; in der Lage, diesen Speicherbereich korrekt zu erkennen und umzulenken, damit Sie weiterhin darauf zugreifen können. Allerdings wird in diesem Fall beim Systemstart mehr Speicher angezeigt, als tatsächlich auf Ihrem System vorhanden ist. Dies ist aber normal und wird nach dem Ende des Systemstarts automatisch korrigiert. Was sollte ich tun, wenn auf meiner Festplatte fehlerhafte Blöcke sind? SCSI-Laufwerke sollten in der Lage sein, diese automatisch zu verlagern. Bei einigen Laufwerken ist diese Eigenschaft jedoch aus unerfindlichen Gründen bei der Auslieferung ausgeschaltet... Um sie einzuschalten, müssen Sie den Page-Mode des ersten Gerätes editieren. Unter FreeBSD können Sie das (als root) mit folgendem Befehl tun &prompt.root; camcontrol modepage sd0 -m 1 -e -P 3 und die Werte für AWRE und ARRE von 0 auf 1 ändern:- AWRE (Auto Write Reallocation Enbld): 1 ARRE (Auto Read Reallocation Enbld): 1 Moderne IDE-Controller sind in der Lage, fehlerhafte Blöcke automatisch zu verlagern. Diese Funktionen sind bereits ab Werk aktiviert. Werden dennoch fehlerhafte Blöcke gemeldet (egal auf welchem Laufwerk), sollten Sie über den Kauf einer neuen Platte nachdenken. Zwar könnte es Ihnen mit Diagnoseprogrammen des Plattenherstellers gelingen, diese fehlerhaften Blöcke zu sperren. Allerdings können Sie damit den endgültigen Ausfall der Platte bestenfalls hinauszögern. Wieso wird der SCSI-Controller meines HP Netserver nicht erkannt? Hierbei handelt es sich um ein bekanntes Problem. Der auf dem Board befindliche EISA-SCSI-Controller auf dem HP Netserver belegt die EISA-Slotnummer 11, wodurch sich alle wirklichen EISA-Slots vor ihm befinden. Leider kollidiert der Adressraum von EISA-Slots >=10 mit dem Adressraum, der PCI zugeordnet ist und die Autokonfiguration von FreeBSD kann mit dieser Situation derzeit nicht besonders gut umgehen. Die einfachste Alternative ist, diese Kollision einfach zu leugnen. Setzen Sie dazu die Kerneloption EISA_SLOTS auf den Wert 12. Konfigurieren und kompilieren Sie den Kernel, wie im Handbucheintrag zur Kernelkonfiguration beschrieben. Dies bringt Ihnen natürlich das klassische Huhn-Ei-Problem, wenn Sie auf einer solchen Maschine installieren wollen. Um dieses Problem zu umgehen, existiert ein spezieller Hack in UserConfig. Benutzen Sie nicht die visuelle Schnittstelle, sondern die rohe Kommandozeilenschnittstelle. Geben Sie einfach eisa 12 quit am Prompt ein und Sie können Ihr System ganz normal installieren. Sie sollten auf jeden Fall einen angepassten Kernel zu kompilieren und installieren. Zukünftige Versionen werden hoffentlich eine passende Lösung für dieses Problem beinhalten. Sie können keine dangerously dedicated Platte auf einem HP Netserver verwenden. Lesen Sie weitere Informationen finden Sie in diesem Hinweis. Was bedeuten die ständigen Meldungen ed1: timeout? Dies wird meistens durch einen Interruptkonflikt verursacht (z.B., wenn zwei Karten den selben Interrupt benutzen). Booten Sie mit der Option -c und ändern Sie die Einträge zu ed0/de0/... Ihrem Board entsprechend. Wenn Sie den BNC-Anschluss Ihrer Netzwerkkarte benutzen, könnte es auch sein, dass es sich Geräte-Timeouts aufgrund fehlerhafter Terminierung handelt. Um dies zu überprüfen, verbinden Sie einen Terminator direkt mit der Netzwerkkarte (ohne Kabel) und beobachten Sie, ob die Fehlermeldungen verschwinden. Einige NE2000 kompatible Karten melden diesen Fehler, wenn keine Verbindung am UTP-Eingang existiert oder wenn das Kabel nicht eingesteckt ist. Warum funktioniert meine &tm.3com; 3C509 plötzlich nicht mehr? Diese Karte ist dafür berüchtigt, ihre Konfiguration zu vergessen. Sie müssen die Karte mit dem DOS-Programm 3c5x9.exe neu konfigurieren. Mein an der parallel Schnittstelle angeschlossener Drucker ist unglaublich langsam. Was kann ich tun? Falls das einzige Problem ist, dass er schrecklich langsam ist, dann sollte Sie versuchen, die Kommunikationseinstellungen der parallelen Schnittstellen zu ändern, wie es im Kapitel Drucken des Handbuchs beschrieben ist. Wieso brechen meine Programme gelegentlich mit Signal 11-Fehlern ab? Das Signal 11 wird generiert, wenn ein Prozess versucht, auf Speicher zuzugreifen, obwohl er vom Betriebssystem dazu nicht befugt wurde. Wenn Ihnen das scheinbar zufällig immer wieder passiert, sollten Sie der Sache einmal auf der Grund gehen. Das Problem hat in der Regel eine der folgenden Ursachen: Wenn das Problem nur in einer bestimmten Anwendung auftritt, die Sie selbst entwickeln, dann ist es wahrscheinlich ein Fehler in Ihren Sourcen. Wenn das Problem in einem Teil von FreeBSD auftritt, könnte es natürlich auch ein Fehler sein; aber in den meisten Fällen werden diese Probleme gefunden und behoben, bevor die typischen Leser der FAQ (wir) diese Teile der Sourcen benutzen können (dafür gibt es schließlich -CURRENT). Wenn der Fehler auftritt, wenn Sie ein Programm compilieren aber dabei immer wieder an anderer Stelle auftritt, dann ist das ein ganz eindeutiger Hinweis, dass das Problem nicht bei FreeBSD liegt. Nehmen wir zum Beispiel an, dass Sie make buildworld ausführen und die Compilierung von ls.c in ls.o abbricht. Wenn Sie nochmal "make buildworld" durchführen und die Compilierung an der gleichen Stelle abbricht, handelt es sich um einen Fehler in den Sourcen. Aktualisieren Sie Ihre Sourcen und versuchen Sie es noch einmal. Wenn der Fehler jedoch an einer anderen Stelle auftritt, liegt das Problem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Ihrer Hardware. Was Sie tun sollten: Im ersten Fall können Sie einen Debugger wie z.B. gdb benutzen, um die Stelle im Programm zu finden, an der auf eine falsche Adresse zugegriffen wird und danach den Fehler beheben. Im zweiten Fall müssen Sie sicherstellen, dass das Problem nicht von Ihrer Hardware verursacht wird. Typische Ursachen dafür sind unter anderem: Es könnte sein, dass Ihren Festplatten zu warm werden: Überprüfen Sie, ob die Lüfter in Ihrem Gehäuse noch funktionieren, damit Ihre Festplatten (und andere Hardware) nicht heißlaufen. Der Prozessor überhitzt, weil Sie Ihn übertaktet haben oder der CPU-Kühler ausgefallen ist. Sie müssen sicherstellen, dass Sie Ihre Hardware unter den Bedingungen betreiben, für die sie spezifiziert ist, zumindestens während Sie versuchen, das Problem zu lösen. Mit anderen Worten: Betreiben Sie Ihre CPU mit der normalen Taktfrequenz. Wenn Sie übertakten, sollten Sie daran denken, dass ein langsames System deutlich billiger ist als ein defektes System. Die große Masse hat nicht sehr häufig Mitgefühl mit Problemen bei übertakteten System, auch wenn Sie es für ungefährlich halten. Unzuverlässiger Speicher: Wenn Sie mehr als ein SIMM/DIMM installiert haben, sollten Sie sie alle ausbauen und die Maschine testweise mit jedem SIMM oder DIMM einzeln betreiben. So können Sie feststellen, ob die Ursache ein einzelnes SIMM/DIMM oder auch eine Kombination von Modulen ist. Zu optimistische Einstellung des Mainboards: In Ihrem BIOS und mit den Jumpern auf dem Mainboard können Sie diverse Timings ändern. In den meisten Fällen reichen die Defaults aus, aber manchmal kann es durch zu wenig wait states, die Einstellung RAM Speed: Turbo oder ähnliches zu merkwürdigen Problemen kommen. Ein möglicher Ansatz ist, die BIOS defaults zu laden, allerdings könnte es sinnvoll sein, die aktuellen Einstellungen vorher zu notieren. Schlechte oder fehlerhafte Stromversorgung des Mainboards: Wenn Sie unbenutzte Steckkarten, Platten oder CDROMs in Ihrem System haben, sollten Sie sie testweise ausbauen oder die Stromversorgung abziehen. Dadurch können Sie prüfen, ob Ihr Netzteil eventuell mit einer geringeren Last besser zurechtkommt. Sie können auch testweise ein anderes, am besten ein leistungsfähigeres, Netzteil ausprobieren. Wenn Sie zurzeit ein 250W-Netzteil benutzen, sollten Sie testweise ein 300W-Netzteil einbauen. Die sollten ebenfalls die SIG11 FAQ (unten aufgeführt) lesen, da sie gute Erklärungen für alle diese Probleme enthält (allerdings aus &linux;-Sicht). Sie erklärt ebenfalls, warum sowohl Programme als auch Geräte zur Speicherprüfung fehlerhaften Speicher teilweise nicht erkennen. Wenn alle diese Schritte nicht helfen, ist es möglich, dass Sie einen Fehler in FreeBSD gefunden haben. Folgen Sie einfach den Anweisungen für die Erstellung eines Problem Reports. Es existiert eine ausführliche FAQ hierzu unter der SIG11-Problem-FAQ Mein System stürzt mit der Meldung Fatal trap 12: page fault in kernel mode oder panic: ab und gibt eine Menge zusätzlicher Informationen aus. Was kann ich tun? Die Entwickler von FreeBSD interessieren sich für solchen Meldungen, allerdings brauchen Sie deutlich mehr Informationen als die, die Ihnen angezeigt werden. Kopieren Sie die komplette Meldungen und lesen Sie nun den FAQ-Eintrag über kernel panics. Erzeugen sie einen Kernel mit den zusätzlichen Daten zur Fehlersuche, und dann einen backtrace. Das hört sich komplizierter an, als es ist. Sie brauchen keine Programmier-Erfahrung, Sie müssen einfach nur den Anweisungen folgen. Wieso wird beim Booten der Bildschirm schwarz und reagiert nicht mehr? Dies ist ein bekanntes Problem mit der ATI Mach 64 Videokarte. Das Problem besteht darin, dass diese Karte die Adresse 2e8 benutzt und die vierte serielle Schnittstelle ebenfalls. Aufgrund eines Fehlers (einer Besonderheit?) im &man.sio.4;-Treiber wird diese Schnittstelle angesprochen, auch wenn Sie gar keine vierte serielle Schnittstelle besitzen und sogar, wenn sie sio3 (die vierte Schnittstelle), die normalerweise diese Adresse verwendet, deaktivieren. Bis der Fehler behoben ist, können Sie folgende Abhilfe verwenden: Geben Sie am Bootprompt ein. (Dies bringt den Kernel in den Konfigurationsmodus). Deaktivieren Sie sio0, sio1, sio2 und sio3 (alle). Auf diese Weise wird der sio-Treiber nicht aktiviert und das Problem tritt nicht mehr auf. Geben Sie exit ein, um den Bootvorgang fortzusetzen. Falls sie in der Lage sein wollen Ihre seriellen Schnittstellen zu benutzen, müssen Sie einen neuen Kernel mit folgenden Modifikationen erstellen: suchen Sie in /usr/src/sys/i386/isa/sio.c nach der Zeichenkette 0x2e8 und löschen Sie sie und das vorhergehende Komma (nicht das folgende Komma). Nun folgen Sie der normalen Prozedur zur Erstellung eines neuen Kernels. Auch nach Anwendung dieser Maßnahmen könnte es sein, dass Ihr X Windows-System nicht einwandfrei funktioniert. Wenn dies der Fall ist, stellen Sie sicher, dass es sich bei der von Ihnen benutzten X Windows-Version mindestens um &xfree86; 3.3.3 oder höher handelt. Diese Version und höhere besitzen eine integrierte Unterstützung für Mach64-Karten und sogar einen dedizierten X-Server für sie. Wieso verwendet FreeBSD nur 64 MB Hauptspeicher, obwohl in meinem Rechner 128 MB sind? Aufgrund der Art und Weise, wie FreeBSD die Hauptspeichergröße vom BIOS mitgeteilt bekommt, kann es lediglich 16-Bit Werte in kByte-Größe (65535 kByte = 64MB) erkennen (oder weniger... einige BIOSe setzen die Hauptspeichergröße auf 16MB). Falls Sie mehr als 64MB besitzen, wird FreeBSD versuchen, das zu erkennen, was aber nicht immer funktioniert. Um dieses Problem zu umgehen, müssen Sie die untenstehende Kerneloption verwenden. Es gibt einen Weg, vollständige Hauptspeicherinformationen vom BIOS zu erhalten, aber in den Bootblöcken ist nicht genügend Platz dafür vorhanden. Wenn der Platzmangel in den Bootblöcken eins Tages behoben ist, werden wir die erweiterten BIOS-Funktionen dazu nutzen, die vollständigen Hauptspeicherinformationen zu erhalten... aber zurzeit sind wir auf die Kerneloption angewiesen. options "MAXMEM=n" Hierbei ist n Ihre Hauptspeichergröße in Kilobyte. Bei einer 128 MB-Maschine müßten Sie 131072 benutzen. Ich habe mehr als 1 GB RAM. Trotzdem stürzt mein System mit der Meldung kmem_map too small ab. Was läuft hier schief? Im Normalfall bestimmt FreeBSD einige Kernelparameter, darunter die maximale Anzahl der Dateien, die gleichzeitig geöffnet sein können, aus der Größe des im System installierten Hauptspeichers. Auf Systemen mit mindestens 1 GB Hauptspeicher kann dieser auto sizing-Mechanismus diese Werte fälschlicherweise zu hoch ansetzen: Beim Systemstart fordert der Kernel dann verschiedene Tabellen und andere Strukturen an, die den Großteil des verfügbaren Kernelspeichers verbrauchen. Dies führt dazu, dass der Kernel während des Betriebs keine dynamischen Speicheranforderungen mehr ausführen kann und mit einer Kernelpanik abstürzt. Bauen Sie in diesem Fall Ihren eigenen Kernel. Dazu setzen Sie in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei auf 400 MB (). 400 MB sollten für Maschinen bis 6 GB Hauptspeicher ausreichend sein. Ich habe weniger als 1 GB Hauptspeicher. Dennoch stürzt mein System mit der Meldung kmem_map too small! ab? Diese Meldung zeigt an, dass der virtuelle Speicher für Netzwerkpuffer (spezieller mbuf-Cluster) aufgebraucht ist. Sie können die für mbuf verfügbare Größe an VM erhöhen, indem Sie den Anweisungen des Abschnitts Netzwerk-Limits des Handbuchs folgen. Wieso erhalte ich die Meldung /kernel: proc: table is full? Der FreeBSD-Kernel beschränkt die Anzahl der gleichzeitig laufenden Prozesse. Die Anzahl errechnet sich aus dem Wert der Variablen MAXUSERS in der Konfigurationsdatei des Kernels. Auch andere Einstellungen wie die Anzahl der Puffer für Netzwerkoperationen (Details dazu finden Sie in diesem Abschnitt). werden durch MAXUSERS beeinflusst. Wenn Ihr System stark belastet ist, sollten Sie den Wert von MAXUSERS erhöhen. Dadurch werden diverse Einstellung des Systems angepasst und die maximale Anzahl gleichzeitig laufender Prozesse erhöht. Um den Wert von MAXUSERS anzupassen, folgen Sie den Anweisungen des Abschnitts Datei- und Prozesslimits des Handbuchs. Dieser Abschnitt spricht zwar nur von Dateien, für Prozesse gelten aber die gleichen Beschränkungen. Wenn Ihr System nicht besonders stark ausgelastet ist und Sie einfach nur mehr gleichzeitig laufende Prozesse erlauben wollen, können Sie den Wert der Variable kern.maxproc in der Datei /boot/loader.conf anpassen. Um die Änderung zu aktivieren, müssen Sie Ihr System neu starten. Wollen Sie Ihr System zusätzlich optimieren, sollten Sie &man.loader.conf.5; und &man.sysctl.conf.5; lesen. Wenn diese Prozesse von einem einzigen Benutzer ausgeführt werden, müssen Sie den Wert von kern.maxprocperuid ebenfalls erhöhen. Dieser Wert muss immer mindestens um eins geringer sein als der Wert von kern.maxproc value. (Der Grund für diese Einschränkung ist, dass ein Systemprogramm, &man.init.8;, immer ausgeführt werden muss.) Damit Änderungen einer sysctl-Variable dauerhaft erhalten bleiben, nehmen Sie diese in /etc/sysctl.conf auf. Weitere Informationen zur Optimierung Ihres Systems finden Sie im Abschnitt Einstellungen mit sysctl des Handbuchs. Wieso erhalte ich die Meldung CMAP busy panic, wenn ich mein System mit einem neuen Kernel starte? Die Logik, die versucht, veraltete /var/db/kvm_*.db-Dateien zu erkennen, versagt manchmal und die Benutzung einer unpassenden Datei kann zu Paniksituationen führen. Falls das passiert, rebooten Sie im Single-User-Modus und löschen Sie die Dateien: &prompt.root; rm /var/db/kvm_*.db Was soll mir die Meldung ahc0: brkadrint, Illegal Host Access at seqaddr 0x0 sagen? Dies ist ein Konflikt mit einem Ultrastor SCSI Hostadapter. Rufen Sie während des Bootprozesses das Kernelkonfigurationsmenü auf und deaktivieren Sie uha0, welches das Problem verursacht. Wenn ich mein System starte, erhalte ich die Meldung ahc0: illegal cable configuration, obwohl die Verkabelung korrekt ist. Woran liegt das? Auf Ihrem Mainboard fehlen ein paar Logikbausteinen, die für die Unterstützung der automatischen Terminierung notwendig sind. Stellen Sie in Ihrem SCSI-BIOS manuell die korrekte Terminierung für Ihr System ein, anstatt sich auf die automatische Terminierung zu verlassen. Der Treiber für den AIC7XXX kann nicht erkennen, ob die externen Logikbausteine für die Erkennung der Kabel (und damit automatische Terminierung) vorhanden sind. Der Treiber muss sich darauf verlassen, dass diese vorhanden sind, wenn in der Konfiguration automatische Terminierung eingestellt ist. Ohne die externen Bausteine ist es sehr wahrscheinlich, dass der Treiber die Terminierung falsch einstellt, was die Zuverlässigkeit des SCSI-Busses herabsetzen kann. Wieso meldet Sendmail mail loops back to myself? Dies wird in der Sendmail-FAQ wie folgt beantwortet:- * Ich erhalte "Local configuration error" Meldungen, wie: 553 relay.domain.net config error: mail loops back to myself 554 <user@domain.net>... Local configuration error Wie kann ich dieses Problem lösen? Sie haben durch die Benutzung einer MX-Zeile eingestellt, dass Mail für die Domäne (z.B. domain.net) an einen speziellen Host (in diesem Fall relay.domain.net) weitergeleitet wird, aber der Relay-Host erkennt sich selbst nicht als domain.net. Fügen Sie domain.net in /etc/mail/local-host-names (falls Sie FEATURE(use_cw_file) benutzen) oder "Cw domain.net" in /etc/mail/sendmail.cf ein. Die aktuelle Version der Sendmail-FAQ wird nicht mehr mit dem Sendmail-Release verwaltet. Sie wird jedoch regelmäßig nach comp.mail.sendmail, comp.mail.misc, comp.mail.smail, comp.answers und news.answers gepostet. Sie können auch eine Kopie per E-Mail bekommen, indem Sie eine Mail mit dem Inhalt send usenet/news.answers/mail/sendmail-faq an mail-server@rtfm.mit.edu schicken. Wieso funktionieren bildschirmorientierte Anwendungen beim Zugriff über ein Netzwerk nicht richtig? Die entfernte Maschine scheint den Terminaltyp auf etwas anderes als den Typ cons25, der von FreeBSD verlangt wird, zu setzen. Es gibt mehrere mögliche Abhilfen für dieses Problem: Setzen Sie die Shell-Variable TERM nach dem Einloggen auf der entfernten Maschine auf ansi oder sco, sofern die entfernte Maschine diese Terminaltypen kennt. Benutzen Sie einen VT100-Emulator wie screen auf der FreeBSD-Console. screen bietet Ihnen die Möglichkeit, mehrere gleichzeitige Sitzungen von einem Bildschirm aus laufen zu lassen. Es ist ein sehr nettes Programm. Jedes screen-Fenster verhält sich, wie ein VT100-Terminal, weshalb die Variable TERM am entfernten Ende auf vt100 gesetzt werden sollte. Installieren Sie den Eintrag cons25 in der Bildschirmdatenbank der entfernten Maschine. Wie das zu geschehen hat, hängt vom Betriebssystem der entfernten Maschine ab. Das Systemadministrationshandbuch für das entfernte System sollte Ihnen hierbei helfen können. Starten Sie einen X-Server auf der FreeBSD-Seite und benutzen Sie einen X-basierten Terminalemulator wie xterm oder rxvt, um sich auf der entfernten Maschine einzuloggen. Die Variable TERM auf dem entfernten Host sollte auf xterm oder vt100 gesetzt werden. Wieso meldet mein Rechner calcru: negative time...? Dies kann durch verschiedene Hardware- oder Softwareprobleme in Verbindung mit Interrupts verursacht werden. Das kann aufgrund von Fehlern sein, aber es kann auch durch die Eigenarten bestimmter Geräte passieren. TCP/IP über die parallele Schnittstelle mit einer großen MTU laufen zu lassen, ist ein sicherer Weg, um dieses Problem hervorzurufen. Grafikbeschleuniger können es auch verursachen. In diesem Fall sollten Sie zunächst die Interrupteinstellungen der Karte überprüfen. Ein Seiteneffekt dieses Problems sind Prozesse, die mit der Meldung SIGXCPU exceeded cpu time limit abbrechen. Falls das Problem nicht anders gelöst werden kann, besteht die Lösung darin, diese sysctl-Variable zu setzen: &prompt.root; sysctl -w kern.timecounter.method=1 Die Option von &man.sysctl.8; sollte nicht mehr benutzt werden. Ab FreeBSD 4.4 wird die Option ignoriert. Sie können die Option auch weglassen, wenn Sie mit sysctl Variablen setzen. Das bedeutet zwar Performanceeinbußen, aber in Anbetracht der Ursache für dieses Problem werden Sie das wahrscheinlich nicht bemerken. Fall das Problem weiter bestehen bleibt, lassen sie die sysctl-Variable auf 1 stehen und setzen Sie die Option NTIMECOUNTER im Kernel auf immer höhere Werte. Wenn Sie irgendwann NTIMECOUNTER=20 erreicht haben sollten, ist das Problem nicht gelöst. Die Interrupts auf Ihrer Maschine sind für eine verlässliche Zeiterhaltung nicht zu gebrauchen. Warum wird meine PnP-Karte nicht mehr (oder nur noch als unknown) erkannt, seit ich FreeBSD 4.X benutze? FreeBSD 4.X ist deutlich PnP-orientierter und das führt leider dazu, dass einige PnP-Geräte (wie z.B. Soundkarten und interne Modems) nicht mehr funktionieren, obwohl Sie von FreeBSD 3.X noch erkannt wurden. Die Gründe für dieses Verhalten werden in der unten zitierten Mail von Mail von Peter Wemm erklärt. Diese Mail stammt von der Mailingliste freebsd-questions und war eine Antwort auf eine Frage bezüglich eines internen Modem, das nach dem Update auf FreeBSD 4.X nicht mehr erkannt wurde. Die mit [] gekennzeichneten Kommentare wurden eingefügt, um an einigen Stellen die Bezüge klarstellen.
Das PnP-BIOS hat es [das Modem] vorkonfiguriert und es dann im Adressraum liegenlassen, daher haben es die alten ISA-Erkennungsroutinen [in 3.X] gefunden. In 4.0 sind die ISA-Routinen deutlich PnP-orientierter. Es war möglich [in 3.X], dass eine ISA-Erkennungsroutinen ein zugelaufenes Gerät fand; während die PnP-Treiber zwar die ID erkannten, das Gerät aber wegen des Ressourcekonfliktes nicht benutzen konnten. Daher werden die programmierbaren Karten zunächst einmal abgeschaltet, um diese doppelte Erkennung vermeiden zu können. Das bedeutet allerdings auch, dass die Treiber die PnP-ID kennen muss, um PnP-Hardware unterstützen zu können. Wir haben uns vorgenommen, den Benutzern eine einfachere Möglichkeit zur Manipulation dieser Informationen zur Verfügung zu stellen.
Damit Ihr Gerät wieder funktioniert, müssen Sie seine PnP-ID herausfinden und die ID in die Listen eintragen, die zur Erkennung von PnP-Geräten genutzten werden. Zu diesem Zweck wird das Gerät mit &man.pnpinfo.8; analysiert. Das Beispiel zeigt die Ausgaben von &man.pnpinfo.8; für ein internes Modem: &prompt.root; pnpinfo Checking for Plug-n-Play devices... Card assigned CSN #1 Vendor ID PMC2430 (0x3024a341), Serial Number 0xffffffff PnP Version 1.0, Vendor Version 0 Device Description: Pace 56 Voice Internal Plug & Play Modem Logical Device ID: PMC2430 0x3024a341 #0 Device supports I/O Range Check TAG Start DF I/O Range 0x3f8 .. 0x3f8, alignment 0x8, len 0x8 [16-bit addr] IRQ: 4 - only one type (true/edge) [weitere TAG Zeilen gestrichen] TAG End DF End Tag Successfully got 31 resources, 1 logical fdevs -- card select # 0x0001 CSN PMC2430 (0x3024a341), Serial Number 0xffffffff Logical device #0 IO: 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 IRQ 5 0 DMA 4 0 IO range check 0x00 activate 0x01 Sie benötigen die Information aus der Zeile Vendor ID ganz im Anfang. Die in Klammern ausgegebene hexadezimale Zahl (0x3024a341 in diesem Beispiel) ist die PnP ID und die unmittelbar davor stehende Zeichenkette (PMC2430) ist eine eindeutige Herstellerkennung. Benutzen Sie &man.pciconf.8; wenn &man.pnpinfo.8; die Karte nicht anzeigt. Der Teil der Ausgabe von pciconf -vl für eine auf dem Motherboard integrierte Soundkarte sieht zum Beispiel so aus: &prompt.root; pciconf -vl chip1@pci0:31:5: class=0x040100 card=0x00931028 chip=0x24158086 rev=0x02 hdr=0x00 vendor = 'Intel Corporation' device = '82801AA 8xx Chipset AC'97 Audio Controller' class = multimedia subclass = audio Sie benötigen die Chip-ID 0x24158086, die hinter chip aufgeführt ist. Die Herstellerkennung oder die Chip-ID müssen in die Datei /usr/src/sys/isa/sio.c eingetragen werden. Sie sollten zunächst ein Backup von sio.c anlegen, falls etwas schief gehen sollte. Sie werden auch einen Patch erzeugen müssen, um ihn zusammen mit Ihrem PR einzusenden. (Sie wollten doch einen PR schreiben, oder etwa nicht?) Öffnen Sie nun sio.c mit einem Editor und suchen Sie nach der Zeile static struct isa_pnp_id sio_ids[] = { und blättern Sie dann nach unten, um die passende Stelle für Ihr Gerät zu finden. Unten finden Sie Beispiel für die Einträge, diese sind nach der Herstellerkennung sortiert. Diese sollte in dem Kommentar auf der rechten Seite aufgenommen werden, dazu kommt die Gerätebeschreibung (Device Description) aus der Ausgabe von &man.pnpinfo.8;: {0x0f804f3f, NULL}, /* OZO800f - Zoom 2812 (56k Modem) */ {0x39804f3f, NULL}, /* OZO8039 - Zoom 56k flex */ {0x3024a341, NULL}, /* PMC2430 - Pace 56 Voice Internal Modem */ {0x1000eb49, NULL}, /* ROK0010 - Rockwell ? */ {0x5002734a, NULL}, /* RSS0250 - 5614Jx3(G) Internal Modem */ Fügen Sie die hexadezimale Gerätekennung an der richtigen Stelle ein, speichern Sie die Datei ab, erzeugen Sie einen neuen Kernel und starten Sie Ihr System neu. Ihr Gerät sollte nun wie bei FreeBSD 3.X als sio Gerät erkannt werden.
Warum erhalte ich die Meldung nlist failed, wenn ich Programme wie top oder systat benutze? Das Programm sucht nach einem speziellen Symbol im Kernel, kann es aber aus irgendeinem Grunde nicht finden. Dieser Fehler wird von einem dieser Probleme verursacht: Ihr Kernel und die sonstigen Programme (das Userland) sind nicht mehr auf dem gleichen Stand. Mit anderen Worten, Sie haben zwar einen neuen Kernel erzeugt, aber kein installworld (oder umgekehrt); darum weicht die Symboltabelle von dem ab, was die Anwendung erwartet. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie lediglich die noch fehlenden Schritte des Upgrades durchführen. Die richtige Vorgehensweise kann /usr/src/UPDATING entnommen werden. Um Ihren Kernel zu laden, benutzen Sie nicht /boot/loader, sondern laden ihn direkt mit boot2 (siehe &man.boot.8;). Es ist zwar nicht immer ein Fehler, /boot/loader zu umgehen; allerdings ist er in der Regel besser dazu geeignet, die Symbole des Kernels für normale Anwendungen verfügbar zu machen. Wieso dauert es so lange, bis eine Verbindung (&man.ssh.1; oder &man.telnet.1;) aufgebaut wird? Das Symptom: Nach dem Aufbau des TCP-Verbindung vergeht einige Zeit, bis endlich die Abfrage des Passwortes (bzw. der Login-Prompt bei Telnet) erscheint. Das Problem: In den meisten Fällen versucht der Server in der Zwischenzeit, die IP-Adresse des Clients in einen Rechnernamen zu übersetzen. Viele Server (darunter die Telnet und SSH Server von FreeBSD) machen das, um den Hostnamen z.B. für spätere Verwendung durch den Systemadministrator in eine Protokolldatei schreiben zu können. Die Lösung: wenn das Problem bei jedem Server auftritt, den Sie von Ihrem Computer (dem Client) ansprechen, dann wird das Problem vom Client verursacht. Wenn das Problem aber nur auftritt, wenn jemand Ihren Rechner (den Server) anspricht, dann liegt die Ursache beim Server. Wenn das Problem vom Client verursacht wird, müsssen Sie die Einträge im DNS korrigieren, damit der Server Ihre IP-Adresse übersetzen kann. Wenn das Problem in Ihrem lokalen Netzwerk auftritt, sollten Sie es als Problem des Servers behandeln und weiterlesen; wenn es allerdings im Internet auftritt, werden Sie sich wahrscheinlich an Ihrem ISP wenden müssen, damit dieser das Problem für Sie korrigiert. Wenn das Problem vom Server verursacht wird und Sie sich in einem lokalen Netzwerk befinden, dann müssen Sie Ihren Server so konfigurieren, dass er die lokal genutzten IP-Adressen in Rechnernamen übersetzen kann. Weitere Informationen erhalten Sie in den Onlinehilfen zu &man.hosts.5; und &man.named.8;. Wenn dieses Problem im Internet auftritt, könnte die Ursache auch darin liegen, dass die Namensauflösung auf dem Server nicht funktioniert. Versuchen Sie, einen anderen Hostnamen wie z.B. www.yahoo.com aufzulösen. Wenn das nicht funktioniert, liegt das Problem bei Ihrem System. Haben Sie &os; gerade erst installiert, kann es auch sein, dass die Domänen- und Nameserverinformationen noch nicht in /etc/resolv.conf vorhanden sind. Dadurch kommt es häufig zu Verzögerungen beim Einsatz von SSH, weil die Option UseDNS in der Voreinstellung auf yes gesetzt ist (in der Datei sshd_config im Verzeichnis /etc/ssh). Ist dies bei Ihnen der Fall, müssen Sie entweder die fehlenden Informationen in /etc/resolv.conf eintragen oder als temporäre Maßnahme UseDNS auf no setzen. Was bedeutet stray IRQ? Stray IRQs sind ein Zeichen für Probleme bei der Behandlung von Hardware-IRQs. Sie werden meistens von Geräten verursacht, die ihren Interrupt Request zurückziehen, obwohl gerade der interrupt request acknowledge-Zyklus läuft. Sie können drei Dinge tun: Ertragen Sie die Warnungen. Sie erhalten nur die ersten 5 für jeden IRQ, alle anderen werden unterdrückt. Eliminieren Sie die Meldungen, indem Sie in isa_strayintr() den Wert 5 auf 0 ändern, um alle Meldungen zu unterdrücken. Eliminieren Sie die Meldungen, indem Sie Hardware für den Parallelport installieren, die IRQ 7 nutzt und vom PPP Treiber verwendet wird (das passiert auf den meisten Systemen), und installieren Sie eine IDE-Platte oder andere Hardware sowie einen dazu passenden Treiber, um IRQ 15 zu nutzen. Warum sehe ich in der Ausgabe von dmesg häufig die Meldung file: table is full? Diese Fehlermeldung besagt, dass Sie die zur Verfügung stehenden File-Handles des Systems verbraucht haben. Was das genau bedeutet und wie Sie dieses Problem lösen können, steht im Abschnitt kern.maxfiles im Kapitel Anpassung der Kernelkonfiguration des Handbuchs. Warum ist die Uhrzeit auf meinem Laptop immer falsch? Ihr Laptop verfügt über mehr als eine Uhr und FreeBSD benutzt leider die falsche. Starten Sie &man.dmesg.8; und achten Sie auf die Zeilen, in denen das Wort Timecounter vorkommt. Die von FreeBSD benutzte Uhr steht in der letzten Zeile, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es TSC sein. &prompt.root; dmesg | grep Timecounter Timecounter "i8254" frequency 1193182 Hz Timecounter "TSC" frequency 595573479 Hz Sie können das überprüfen, indem Sie den Wert der Systemvariablen kern.timecounter.hardware abfragen. &prompt.root; sysctl kern.timecounter.hardware kern.timecounter.hardware: TSC Es ist durchaus möglich, dass das BIOS die TSC Uhr ändert, um beispielsweise den CPU-Takt zu während des Batteriebetrieb zu ändern, oder im Stromsparmodus; leider bemerkt FreeBSD diese Änderungen nicht und daher scheint die Uhr falsch zu gehen. In diesem Beispiel ist die Uhr i8254 ebenfalls verfügbar; um sie auszuwählen, muss ihr Name in die Systemvariable kern.timecounter.hardware geschrieben werden. &prompt.root; sysctl -w kern.timecounter.hardware=i8254 kern.timecounter.hardware: TSC -> i8254 Die Uhrzeit Ihres Laptops sollte nun genauer funktionieren. Damit diese Änderung automatisch beim Start des Systems durchgeführt wird, müssen Sie die folgende Zeile in die /etc/sysctl.conf eintragen. kern.timecounter.hardware=i8254 Warum erkennt mein Laptop PC-Cards nicht? Dieses Problem tritt häufig auf Laptops mit mehreren Betriebssystemen auf. Einige nicht-BSD Betriebssysteme lassen die Hardware in einem inkonsistenten Zustand. Die Karte wird dann von pccardd als "(null)""(null)" anstelle des tatsächlichen Modells gefunden. Um dies zu beheben, müssen Sie die Hardware zurücksetzen, das heißt der PC-Card Einschub muss stromlos sein. Gehen Sie dazu nicht in den Standby- oder Suspend-Modus und stellen Sie sicher, dass der Laptop wirklich ausgeschaltet ist. Warten Sie einen Moment und booten dann, Ihre PC-Card sollte jetzt funktionieren. Einige Laptops schalten sich nicht wirklich aus. Wenn der obige Vorschlag nichts genutzt hat, entfernen Sie bitte die Batterie, warten einen Moment und booten erneut. Wieso hängt sich FreeBSD nach dem BIOS-Bildschirm mit der Meldung Read error auf? Der Bootloader von FreeBSD erkennt die Geometrie Ihrer Festplatte nicht richtig. Sie müssen die Geometrie manuell festlegen, wenn sie mit fdisk FreeBSD-Bereiche erzeugen oder ändern. Die richtigen Werte für die Geometrie können Sie im BIOS des Rechners ablesen. Achten Sie auf die Anzahl der Zylinder, Köpfe und Sektoren für Ihre Festplatte. Im fdisk von &man.sysinstall.8; müssen Sie G eingeben, um die Geometrie zu definieren. Sie erhalten eine Dialogbox, in der Sie die Anzahl der Zylinder, Köpfe und Sektoren eingeben können. Verwenden Sie die Angaben des BIOS und setzen Sie Schrägstriche zwischen die Zahlen. 5000 Zylinder, 250 Köpfe und 60 Sektoren würden also als 5000/250/60 eingegeben. Schließen Sie die Eingabe mit Enter ab und drücken Sie W, um die neue Partitionstabelle auf die Festplatte schreiben zu lassen. Ein anderes Betriebssystem hat meinen Bootmanager zerstört. Wie kann ich ihn wiederherstellen? Starten Sie &man.sysinstall.8; und wählen Sie Configure, dann Fdisk. Wählen Sie die Platte, auf der sich der Boot Manager befand, mit der Leertaste aus. Drücken Sie W, um die Änderungen auf die Platten schreiben zu lassen. Nun erscheint eine Abfrage, welcher Bootmanager installiert werden soll. Wählen Sie diesen an und er wird wieder installiert. Was soll mir die Meldung swap_pager: indefinite wait buffer: sagen? Ein Programm wollte Speicher auf Platte auslagern, und dieser Vorgang konnte nicht innerhalb von 20 Sekunden durchgeführt werden. Mögliche Gründe sind defekte Blöcke auf der Platte, falsche oder fehlerhafte Verkabelung sowie Probleme mit anderen Komponenten, die am Zugriff auf die Festplatte beteiligt sind. Wenn die Festplatte selbst fehlerhaft sind, sollten Sie entsprechende Meldungen in /var/log/messages und den Ausgaben von dmesg finden. Andernfalls sollten Sie die Kabel und Verbindungen überprüfen. Was sind UDMA ICRC Fehler und wie behebe ich sie? Der &man.ata.4;-Treiber meldet UDMA ICRC Fehler wenn eine DMA-Übertragung zu oder von einem Laufwerk fehlgeschlagen ist. Der Treiber versucht die Übertragung mehrmals durchzuführen und schaltet, wenn die Versuche fehlschlagen, vom DMA-Modus auf den langsameren PIO-Modus um. Der Fehler kann viele Ursachen haben, häufig ist ein Kabel kaputt oder die Geräte sind falsch verkabelt. Prüfen Sie, ob die ATA-Kabel unbeschädigt sind und für den verwendeten Ultra-DMA-Modus tauglich sind. Ebenso müssen Wechselrahmen für den verwendeten Modus geeignet sein. Stellen Sie sicher, dass alle Kabel fest angeschlossen sind. Es gab auch schon Probleme, wenn ein altes Laufwerk zusammen mit einem Ultra-DMA-66 oder einem schnelleren Laufwerk auf einem Kanal betrieben wurde. Es kann aber auch sein, dass das Laufwerk kaputt ist. Die meisten Hersteller stellen Test-Programme für ihre Laufwerke zur Verfügung. Überprüfen Sie damit Ihr Laufwerk und wenn nötig, sichern Sie Ihre Daten und ersetzen das Laufwerk. &man.atacontrol.8; zeigt für jedes ATA-Gerät den verwendeten DMA- oder PIO-Modus an. Das Kommando atacontrol mode Kanal zeigt die auf einem Kanal verwendeten Modi (die Kanäle werden von 0 an nummeriert). Was ist ein lock order reversal? &a.rwatson; hat diese Frage auf der Mailingliste freebsd-current ausführlich beantwortet. Das Original seiner Antwort finden Sie über den Thread lock order reversals - what do they mean?.
&a.rwatson; am 14. Dezember 2003 auf freebsd-current Diese Warnungen werden von Witness, einem Diagnosesystem, das Verklemmungen (deadlocks) zur Laufzeit erkennen kann, ausgegeben. Dieses System ist in FreeBSD -CURRENT-Kerneln vorhanden (aber nicht in Release-Kerneln) und wird in &man.witness.4; beschrieben. Unter anderem ist Witness in der Lage, die korrekte Reihenfolge von bekannten sowie zur Laufzeit entdeckten Ressource-Locks zu überprüfen, und eine Warnung auszugeben, wenn diese Reihenfolge verletzt wird. Dadurch wird es möglich, potentielle Verklemmungen (deadlocks) zu entdecken. Beachten Sie, dass Witness sehr vorsichtig ist und daher Falschmeldungen ausgeben kann. Falls Witness ein Verklemmungsproblem meldet, bedeutet dies: Wenn Sie Pech gehabt hätten, wäre es jetzt zu einer Verklemmung gekommen. Es sind einige falsch positive Meldungen bekannt, die noch besser dokumentiert werden müssten, um unnötige Problemmeldungen zu vermeiden. Neu auftretende Meldungen beruhen in der Regel auf Bugs in neu hinzugefügten Ressource-Locks, und werden meist rasch behoben, weil Witness laufend Fehlermeldungen produziert. :-).
"Falsch-positiv"-Meldungen bedeuten, dass Witness auf ein sehr viel ernsteres Problem gestoßen ist. Ursachen für eine derartige Meldung können beispielsweise Seitenfehler (page faults) oder eine Speicherverletzung innerhalb des Kernels sein, aber auch Namenskollisionen mit einem Mutex. Lesen Sie auch die lock order reversal page von Bjoern Zeeb, um sich über den Status bekannter lock order reversals zu informieren.
Warum erhalte ich die Meldung Called ... with the following non-sleepable locks held? Diese Meldung erscheint, wenn eine Funktion, die sich im Ruhemodus befindet, aufgerufen wird, während ein Mutex oder eine andere (nicht in den Ruhemodus versetzbare) Sperre aktiv war. Der Grund dafür ist, dass ein Mutex nicht für längere Zeitspannen aktiv sein soll, sondern nur für die Synchronisation von Gerätetreibern mit dem Rest des Kernels während eines Interrupts. Unter FreeBSD dürfen Interrupts nicht in den Ruhemodus versetzt werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass während des Bestehens eines Mutex kein Kernelsubsystem für einen längeren Zeitraum blockiert ist. Um solche Fehler abzufangen, können Sicherungen (Assertions) in den Kernel eingebaut werden, die danach mit dem Witness-Subsystem interagieren. Dadurch wird (in Abhängigkeit von Ihrer Systemkonfiguration) eine Warnung oder eine Fehlermeldung ausgegeben, falls der Aufruf einer Funktion während des Bestehens eines Mutex zu einer Blockierung führen kann. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Warnungen in der Regel zwar nicht bedrohlich sind. Unter bestimmten Umständen kann es aber dennoch zu unerwünschten Nebenwirkungen, angefangen von einer Erhöhung der Reaktionszeit bis hin zu einem kompletten Einfrieren des Systems kommen. Warum bricht buildworld/installworld mit der Meldung touch: not found ab? Dieser Fehler bedeutet nicht, dass &man.touch.1; nicht auf Ihrem System vorhanden ist. Vielmehr sind Dateien die Ursache, deren Erzeugungsdatum in der Zukunft liegt. Wenn Ihre CMOS-Uhr auf Ihre lokale Zeit eingestellt ist, müssen Sie adjkerntz -i verwenden, um die Kerneluhr anzupassen, wenn Sie in den Single-User-Modus booten.
Kommerzielle Anwendungen Dieser Abschnitt ist immer noch sehr dürftig, aber wir hoffen natürlich, dass Unternehmen einen Beitrag leisten werden! :) Die FreeBSD-Gruppe hat keinerlei finanzielle Interessen an einem der hier aufgelisteten Unternehmen, sondern listet sie lediglich als öffentlichen Service auf (und ist der Meinung, dass ein kommerzielles Interesse an FreeBSD sehr positiven Einfluss auf ein langfristiges Bestehen von FreeBSD haben kann). Wir möchten Anbieter kommerzieller Software dazu aufrufen, ihren Eintrag hier aufnehmen zu lassen. Auf der Anbieter-Seite finden Sie eine längere Liste. Wo bekomme ich FreeBSD-Versionen der klassischen Büro-Anwendungen? Das als Open Source verfügbare Office-Paket OpenOffice.org läuft nativ unter FreeBSD. Die um zusätzliche Funktionen erweiterte kommerzielle OpenOffice.org-Version StarOffice läuft in der &linux;-Version ebenfalls problemlos unter FreeBSD. In der Ports-Sammlung sind weitere Textbearbeitungsprogramme, Tabellenkalkulationen und Zeichenprogramme enthalten. Woher kann ich &motif; für FreeBSD bekommen? Der Quelltext für &motif; 2.2.2 wurde von der Open Group herausgegeben. Sie können entweder das Package open-motif installieren oder es mit dem entsprechenden Port selbst compilieren. Weitere Informationen über die Benutzung der Ports erhalten Sie im Kapitel Ports des Handbuchs. Die Open &motif; Distribution darf nur weitergegeben werden, wenn sie auf einem Open Source Betriebssystem benutzt wird. Weiterhin gibt es auch kommerzielle &motif;-Paket, die zwar nicht kostenlos sind, aber dafür auch mit closed source Software benutzt werden dürfen. Um die günstigste ELF-&motif; 2.1.20 Distribution für FreeBSD (entweder &i386; oder Alpha) zu bekommen, wenden Sie sich bitte an Apps2go. Es gibt zwei Distributionen, die development edition und die runtime edition (wesentlich günstiger). Diese Distributionen enthalten: OSF/&motif; manager, xmbind, panner, wsm. Development-Kit mit uil, mrm, xm, xmcxx, Include- und Imake-Dateien. Statische und dynamische ELF-Bibliotheken. Demonstrations-Applets. Achten Sie darauf, dass Sie bei der Bestellung angeben, dass Sie die FreeBSD-Version von &motif; möchten (vergessen Sie auch nicht, die Architektur anzugeben)! Von Apps2go werden auch Versionen für NetBSD und OpenBSD verkauft. Dieses Produkt ist zurzeit nur zum Download per FTP verfügbar. Weitere Informationen Apps2go Web-Seite oder sales@apps2go.com oder support@apps2go.com oder Telefon (817) 431 8775 oder +1 817 431-8775 Eine &motif; 2.0 Distribution für FreeBSD im a.out-Format gibt es bei Xi Graphics. Diese Distribution enthält:/ OSF/&motif; manager, xmbind, panner, wsm. Development-Kit mit uil, mrm, xm, xmcxx, Include- und Imake-Dateien. Statische und dynamische Bibliotheken (zur Verwendung unter FreeBSD 2.2.8 und frühere). Demonstrations-Applets. Vorformatierte Manualpages. Achten Sie darauf, bei der Bestellung anzugeben, dass Sie die FreeBSD-Version von &motif; möchten! Xi Graphics verkauft auch Versionen für BSDI und &linux;. Dieses Produkt ist derzeit ein Satz von vier Disketten... zukünftig wird es eine einheitliche CD-Distribution geben, wie beim CDE. Woher kann ich CDE für FreeBSD bekommen? Xi Graphics hat einmal CDE für FreeBSD verkauft, tut es aber nicht mehr. KDE ist ein Open-Source X11-Desktop, der CDE in vielen Punkten ähnelt. Eventuell gefällt Ihnen auch das "Look and Feel" von xfce. KDE und xfce sind über die Ports-Sammlung von FreeBSD verfügbar. Gibt es irgendwelche kommerzielle leistungsfähige X-Server? Ja, Xi Graphics vertreibt beschleunigte X-Produkte für FreeBSD und andere Intel-basierte Systeme. Das Angebot von Xi Graphics besteht aus einem leistungsfähigen X-Server, der einfache Konfiguration und Unterstützung für den parallelen Einsatz mehrerer Videokarten bietet. Es wird in binärer Form in einer einheitlichen Diskettendistribution für FreeBSD und Linux vertrieben. XI Graphics bietet auch leistungsfähige X-Server, die auf die Unterstützung von Laptops zugeschnitten sind. Es gibt ein kostenloses Kompatibilitäts-Demo der Version 5.0. Xi Graphics vertreibt auch &motif; und CDE für FreeBSD (siehe oben). Weitere Informationen Xi Graphics Web-Seite oder sales@xig.com oder support@xig.com oder Telefon (800) 946 7433 oder +1 303 298-7478. Gibt es irgendwelche Datenbanksysteme für FreeBSD? Ja! Lesen Sie den Abschnitt kommerzielle Anbieter auf der FreeBSD-Web-Seite. Schauen Sie auch im Abschnitt Datenbanken der Ports-Sammlung nach. Kann ich &oracle; unter FreeBSD laufen lassen? Ja. Die folgenden Seiten beschreiben genau, wie sich &linux;-&oracle; unter FreeBSD installieren lässt: http://www.unixcities.com/oracle/index.html http://www.shadowcom.net/freebsd-oracle9i/ Benutzerprogramme Nun, wo sind die ganzen Benutzerprogramme? Werfen Sie bitte einen Blick auf die Ports-Seite, um Informationen über die nach FreeBSD portierten Softwarepakete zu erhalten. Die Liste enthält zurzeit &os.numports; Einträge und wächst täglich. Schauen Sie hier also öfter nach oder melden Sie sich bei der Mailinglistefreebsd-announce an, um sich regelmäßig über Änderungen zu informieren. Die meisten Ports sollten auf den 4.X, 5.X und 6.X-Systemen laufen. Jedes Mal, wenn ein FreeBSD-Release erstellt wird, wird auch ein Snapshot des Port-Baumes vom Zeitpunkt des Releases in das Verzeichnis ports/ eingefügt. Wir unterstützen auch das Konzept von Packages - im Grunde genommen nicht mehr als komprimierte Binärdistributionen mit ein wenig zusätzlicher Intelligenz zur Ermöglichung angepasster Installationen. Ein Package kann leicht installiert und wieder deinstalliert werden, ohne, dass man etwas über wissen muss, welche Dateien es enthält. Benutzen Sie das Paketinstallationsmenü in /stand/sysinstall (unter dem Menüpunkt post-configuration) oder führen Sie den Befehl &man.pkg.add.1; mit den speziellen Paketdateien aus, die Sie installieren möchten. Paketdateien können für gewöhnlich an der Endung .tgz oder .tbz erkannt werden und diejenigen, die über eine CDROM-Distribution verfügen, haben auf ihrer CD ein Verzeichnis packages/All, das solche Dateien enthält. Für verschiedene FreeBSD-Versionen können sie von folgenden Adressen auch über das Netz heruntergeladen werden: für 4.X-RELEASE/4-STABLE ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-4-stable für 5.X-RELEASE/5-STABLE ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5-stable für 6.X-RELEASE/6-STABLE ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-6-stable für 7-CURRENT ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-7-current oder von Ihrem nächstgelegenen Mirror. Beachten Sie, dass nicht alle Ports als Package verfügbar sind, da ständig neue hinzugefügt werden. Es ist immer eine gute Idee, sich regelmäßig auf der ftp.de.FreeBSD.org Masterseite darüber zu informieren, welche Packages verfügbar sind. Wie konfiguriere ich INN (Internet News) für meine Maschine? Ein idealer Startpunkt nach der Installation des Packages oder Ports news/inn ist Dave Barr's INN-Seite, wo Sie die INN-FAQ finden. Unterstützt FreeBSD &java;? Ja. Informieren Sie sich bitte unter http://www.de.FreeBSD.org/java/. Warum kann ich manche Ports auf meiner 4.X-STABLE-Maschine nicht erstellen? Wenn Sie eine FreeBSD-Version benutzen, die deutlich älter als das aktuelle -CURRENT oder -STABLE ist, könnte es sein, dass Sie vorher Ihre Ports-Sammlung aktualisieren müssen. Lesen Sie dazu den Abschnitt Keeping Up des Porters-Handbuch. Ist Ihre Ports-Sammlung aktuell, könnte es sein, dass jemand eine Änderung am Port durchgeführt hat, die für -CURRENT funktioniert, den Port für -STABLE aber unbrauchbar gemacht hat. Bitte senden Sie einen Fehlerbericht mit dem Befehl &man.send-pr.1;. Von der Ports-Sammlung wird nämlich erwartet, dass sie sowohl auf -CURRENT als auch auf -STABLE funktioniert. Ich habe gerade versucht, INDEX mit make index zu bauen, und es hat nicht geklappt. Woran liegt das? Stellen Sie zuerst sicher, dass Ihre Ports-Sammlung aktuell ist. Fehler, die einen Bau von INDEX aus einer aktuellen Ports-Sammlung verhindern, sind sofort sichtbar und werden daher fast immer umgehend behoben. Ist Ihre Ports-Sammlung jedoch aktuell, haben Sie vielleicht ein anderes Problem. make index hat einen Bug im Umgang mit unvollständigen Kopien der Ports-Sammlung. Es nimmt an, dass Sie über eine lokale Kopie aller Ports verfügen, von denen jeder lokale Port abhängt. Wenn Sie also beispielsweise eine Kopie von foo/bar auf Ihrem System haben, und foo/bar ist von baz/quux abhängig, dann muss auch eine Kopie von baz/quux auf Ihrem System vorhanden sein, sowie eine Kopie aller Ports, von denen baz/quux abhängt. Anderenfalls ist make index aufgrund fehlender Informationen nicht in der Lage, den Abhängigkeitsbaum zu erzeugen. Dieses Problem tritt vor allem dann auf, wenn &os;-Benutzer &man.cvsup.1; verwenden, um die Ports-Sammlung zu aktualisieren und dabei verschiedene Kategorien durch die Datei refuse von der Aktualisierung ausschließen. Theoretisch ist es zwar möglich, Kategorien auszuschließen, in der Praxis gibt es aber zu viele Ports, die von Ports in anderen Kategorien abhängen. Wenn Sie also INDEX bauen wollen, müssen Sie über eine komplette Kopie der Ports-Sammlung verfügen. Es gibt seltene Fälle, in denen INDEX nicht gebaut werden kann, wenn bestimmte WITH_* oder WITHOUT_* Variablen in make.conf gesetzt sind. Wenn Sie dieses Problem haben, sollten Sie diese make-Variablen deaktivieren und INDEX erneut bauen, bevor Sie das Problem an &a.ports; melden. Warum ist CVSup nicht im FreeBSD-Basisquellbaum enthalten? Das Basissystem von FreeBSD soll selbstverwaltend sein. Es soll also möglich sein, das komplette Betriebssystem mit einer beschränkten Anzahl von Werkzeugen zu starten. Daher werden die zum Bau von FreeBSD nötigen Werkzeuge mit dem Quelltext gekoppelt. Zu diesen Werkzeugen gehören ein C-Compiler (&man.gcc.1;), &man.make.1;, &man.awk.1; und andere. Da CVSup in Modula-3 geschrieben wurde, müsste ein Modula-3-Compiler ins Basissystem aufgenommen und auch gewartet werden. Dies würde einen gestiegenen Speicherbedarf für die FreeBSD-Quellen sowie einen erhöhten Wartungsaufwand verursachen. Daher ist es sowohl für Entwickler als auch Benutzer einfacher, CVSup bei Bedarf als Port oder als Paket von einer Installations-CD zu installieren. Ich habe die Sourcen aktualisiert, wie aktualisiere ich jetzt die installierten Ports? FreeBSD enthält zwar kein Programm, das die installierten Ports aktualisiert, allerdings existieren diverse Programme, die diesen Prozess etwas vereinfachen. Weiterhin können Sie zusätzliche Programme installieren, die Sie dabei unterstützen. Sie können mit &man.pkg.version.1; ein Script erzeugen, das die installieren Ports mit einer neueren Version aus der Ports-Sammlung ersetzt: &prompt.root; pkg_version -c > /tmp/myscript Das so erzeugte Script muss manuell geändert werden, bevor es benutzt wird. Neuere Versionen von &man.pkg.version.1; erzwingen dies, indem sie ein &man.exit.1; an den Anfang des Scripts setzen. Sie sollten die Ausgaben des Scripts abspeichern, da sie Ihnen melden werden, welche Ports von den dem gerade aktualisierten Port abhängen. Es ist möglich, dass diese auch aktualisiert werden müssen. Der typische Fall, in dem ein Update erforderlich ist, ist eine Änderung der Versionsnummer einer shared library; in diesem Fall müssen die abhängigen Ports neu übersetzt werden, damit sie die neue Library benutzen. Ab FreeBSD 5.0 steht die Option in &man.pkg.version.1; nicht mehr zur Verfügung. Falls Sie über genügend freien Plattenplatz verfügen, können Sie diesen Prozess mit portupgrade automatisieren. portupgrade umfasst diverse Programme, die die Arbeit mit Packages erleichtern und ist als ports-mgmt/portupgrade verfügbar. Da portupgrade in Ruby geschrieben wurde, wird es wahrscheinlich nie ein Bestandteil von FreeBSD werden. Allerdings sollte das niemanden davon abhalten, es trotzdem zu benutzen. Wenn Ihr System rund um die Uhr läuft, kann es jede Woche automatisch eine Liste der Ports erzeugen, die wahrscheinlich aktualisiert werden müssen. Fügen Sie dazu weekly_status_pkg_enable="YES" in /etc/periodic.conf ein. Warum ist /bin/sh so spartanisch? Warum benutzt FreeBSD nicht die bash oder eine ähnliche Shell? Weil der &posix;-Standard definiert, dass es so eine Shell geben muss. Die ausführlichere Antwort: Viele Leute müssen Shell-Programme schreiben, die auf vielen verschiedenen Systemen nutzbar sein müssen. Aus diesem Grund enthält der &posix;-Standard eine sehr detaillierte Definition der Shell und der Hilfsprogramme. Die meisten Programme werden für die Bourne Shell geschrieben; außerdem nutzen mehrere wichtige Schnittstellen (&man.make.1;, &man.system.3;, &man.popen.3; und ihre Entsprechungen in höheren Programmiersprachen wie Perl und Tcl) die Bourne Shell, um Befehle auszuführen. Da die Bourne Shell an so vielen Stellen und so häufig genutzt wird, muss sie die folgenden Anforderungen erfüllen: Schneller Start, ein klar definiertes Verhalten und ein möglichst geringer Speicherverbrauch. Wir haben bei der vorliegenden Implementierung versucht, möglichst viele dieser Anforderungen zu erfüllen. Um /bin/sh nicht zu groß werden zu lasen, haben wir viele der Annehmlichkeiten der anderen Shells weggelassen. Aus diesem Grund gibt es in den Ports die luxuriöseren Shells wie bash, scsh, tcsh und zsh. Vergleichen Sie einfach mal den Speicherverbrauch der verschiedenen Shells, indem Sie ps -u aufrufen und sich die Angaben in den Spalten VSZ und RSS ansehen. Wieso dauert es so lange, bis &netscape; und Opera starten? In den meisten Fällen liegt es daran, dass Ihre DNS-Einstellungen fehlerhaft sind. Sowohl &netscape; als auch Opera stellen Anfragen an DNS, wenn Sie gestartet werden. Das Fenster des Browsers erscheint erst, wenn das Programm eine Antwort erhalten hat oder es festgestellt hat, dass Ihr System nicht an ein Netzwerk angeschlossen ist. Ich habe die Ports-Sammlung mit CVSup aktualisiert. Viele Ports lassen sich danach nicht mehr bauen und geben seltsame Fehlermeldungen aus. Was ist passiert? Ist die Ports-Sammlung kaputt? Sie sollten immer die Teilsammlung ports-base aktualisieren, wenn Sie nur Teile der Ports-Sammlung mit Hilfe der CVSup-Teilsammlungen aktualisieren. Die Erklärung dazu finden Sie im Handbuch. Wie erzeuge ich Audio-CDs aus MIDI-Dateien? Installieren Sie zuerst den Port audio/timidity++. Danach müssen Sie manuell die GUS-Patche von Eric A. Welsh von installieren. Wenn timidity++ richtig installiert wurde, können Sie mit dem folgenden Kommando MIDI-Dateien in das WAV-Format konvertieren: &prompt.user; timidity -Ow -s 44100 -o /tmp/juke/01.wav 01.mid Die WAV-Dateien können dann in andere Formate konvertiert werden oder auf Audio-CDs, wie im FreeBSD-Handbuch beschrieben, gebrannt werden. Kernelkonfiguration Ich möchte meinen Kernel anpassen. Ist das schwierig? Überhaupt nicht! Lesen Sie den Abschnitt zur Kernelkonfiguration im Handbuch. Sie sollten einen datierten Snapshot Ihres Kernels als kernel.YYMMDD zu erstellen, nachdem Sie alles zum Laufen gebracht haben. Außerdem sollten Sie eine Kopie des Verzeichnisses /modules erstellen, die den Namen /modules.YYMMDD hat. Auf diese Weise können Sie diesen Kernel hochfahren, anstatt den ganzen Weg zurück zu kernel.GENERIC gehen zu müssen, wenn Sie das nächste Mal mit Ihrer Konfiguration herumexperimentieren und dabei etwas falsch machen sollten. Das ist besonders wichtig, wenn Sie nun von einem Controller booten, der vom GENERIC-Kernel nicht unterstützt wird. Was kann ich machen, wenn meine Kernel-Kompilierungen fehlschlagen, weil _hw_float fehlt? Sie haben wahrscheinlich npx0 aus Ihrer Kernelkonfigurationsdatei entfernt, weil Sie keinen mathematischen Co-Prozessor besitzen. Die Gerätedatei npx0 ist allerdings VERPFLICHTEND. Ihre Hardware unterstützt Gleitkommaoperationen, selbst wenn dafür kein eigenes Bauteil (wie bei den 386er-Prozessoren) mehr verwendet wird. Daher müssen Sie die Gerätedatei npx0 einbinden. Selbst wenn es Ihnen gelingen sollte, einen Kernel ohne npx0-Unterstützung zu bauen, werden Sie diesen nicht booten können. Warum ist mein Kernel so groß (über 10 MByte)? Sie haben Ihren Kernel wahrscheinlich im Debug Modus erstellt. Ein Debug-Kernel enthält viele zusätzliche Informationen für die Fehlersuche, daher ist er so groß. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung eines Debug-Kernels die Performance des Systems nicht oder nur minimal reduziert; außerdem ist es für den Fall einer system panic sehr praktisch, einen Debug-Kernel zur Hand zu haben. Wenn Ihnen allerdings der Plattenplatz ausgeht oder Sie einfach rein prinzipiell keinen Debug-Kernel benutzen wollen, müssen die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sein: Die Konfigurationsdatei für Ihren Kernel darf die folgende Zeile nicht enthalten: makeoptions DEBUG=-g Sie dürfen &man.config.8; nicht mit dem Parameter starten. Sollten Sie sich nicht an diese Einschränkungen halten, wird Ihr Kernel im Debug-Modus erstellt. Solange Sie sich an diese Einschränkungen halten, können Sie Ihren Kernel ganz normal erstellen und die Größe des Kernels sollte deutlich sinken. Ein normaler Kernel ist nur 1.5 MByte bis 2 MByte groß. Wieso erhalte ich Meldungen über Interrupt-Konflikte, wenn ich eine Karte mit mehreren seriellen Schnittstellen einsetzen will? Wenn ich einen Kernel mit Unterstützung für serielle Multi-Port-Schnittstellen kompiliere, bekomme ich den Hinweis, dass nur der erste Port geprüft wird und die restlichen auf Grund von Interrupt-Konflikten übersprungen werden. Wie kann ich das Beheben? Das Problem besteht darin, dass in FreeBSD Code integriert ist, um den Kernel vor Abstürzen aufgrund von Hardware- oder Software-Konflikten zu bewahren. Behoben wird es, indem die IRQ-Angaben für alle Ports, bis auf einen ausgelassen werden. Hier ist ein Beispiel: # # Multiport high-speed serial line - 16550 UARTS # device sio2 at isa? port 0x2a0 tty irq 5 flags 0x501 vector siointr device sio3 at isa? port 0x2a8 tty flags 0x501 vector siointr device sio4 at isa? port 0x2b0 tty flags 0x501 vector siointr device sio5 at isa? port 0x2b8 tty flags 0x501 vector siointr Wieso kann ich nicht einmal den Standard-Kernel (GENERIC) bauen? Es gibt eine Reihe von möglichen Ursachen für dieses Problem: Sie benutzen die neuen Kommandos make buildkernel und make installkernel nicht, obwohl die Sourcen auf Ihrem System nicht zum laufenden System passen (z.B. benutzen Sie die Sourcen von 4.3-RELEASE auf einem System mit 4.0-RELEASE). Wenn Sie ein Upgrade durchführen wollen, sollten Sie /usr/src/UPDATING lesen, beachten Sie insbesondere den Abschnitt COMMON ITEMS gegen Ende des Dokuments. Sie benutzen zwar make buildkernel und make installkernel, aber Sie haben nicht darauf geachtet, dass vorher ein komplettes make buildworld durchgelaufen sein muss. Um seine Arbeit erledigen zu können, benötigt make buildkernel Dateien, die von make buildworld erzeugt werden. Auch wenn Sie FreeBSD-STABLE verwenden, ist es durchaus möglich, dass Sie die Sourcen genau zum falschen Zeitpunkt aktualisiert haben: Während Sie gerade modifiziert wurden oder kurzzeitig fehlerhaft waren. Eine absolute und vollständige Garantie, dass Sie die Sourcen compilieren können, gibt es nur für die Releases, bei FreeBSD-STABLE ist das nicht immer so. Wenn Sie es noch nicht versucht haben, sollten Sie ihre Source nochmals aktualisieren. Es ist denkbar, dass der von Ihnen genutzte Server zurzeit Probleme hat, benutzten Sie daher testweise auch einmal einen anderen Server. Wie kann ich prüfen, welchen Scheduler das System benutzt? Wenn Sie &os; 5.2.1 oder älter verwenden, überprüfen Sie dazu, ob auf Ihrem System die sysctl-Variable kern.quantum existiert. Ist dies bei Ihnen der Fall, werden Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden sehen: &prompt.user; sysctl kern.quantum kern.sched.quantum: 99960 Wenn die sysctl-Variable kern.quantum existiert, dann verwenden Sie den 4BSD-Scheduler. Existiert sie nicht, erzeugt &man.sysctl.8; eine Fehlermeldung (die Sie aber ignorieren können): &prompt.user; sysctl kern.sched.quantum sysctl: unknown oid 'kern.sched.quantum' Seit &os; 5.3-RELEASE wird der Name des verwendeten Schedulers direkt als Wert der sysctl-Variable kern.sched.name ausgegeben: &prompt.user; sysctl kern.sched.name kern.sched.name: 4BSD Was bedeutet kern.quantum? kern.quantum ist die maximale Anzahl Ticks, die ein Prozess ununterbrochen laufen kann. Die Variable ist charakteristisch für den 4BSD Scheduler, somit kann der verwendete Scheduler über die Existenz dieser Variablen bestimmt werden. Seit &os; 5.X wird kern.quantum als kern.sched.quantum bezeichnet. Was ist kern.sched.quantum? Lesen Sie den Abschnitt Platten, Dateisysteme und Boot Loader Wie kann ich meine neue Festplatte in mein FreeBSD-System einbinden? Lesen Sie das Tutorial zur Festplattenformatierung unter www.de.FreeBSD.org. Wie verschiebe ich mein System auf meine neue, große Platte? Die beste Methode ist, das Betriebssystem auf der neuen Platte neu zu installieren und danach die Daten zu verschieben. Wenn Sie -STABLE über eine Release hinaus genutzt haben oder eine Release aktualisiert haben, ist das sehr empfehlenswert. Sie können auf beiden Platten &man.boot0cfg.8; installieren und die beiden Versionen so lange parallel betreiben, bis Ihnen die neue Konfiguration gefällt. Wenn Sie dies tun wollen, können Sie im übernächsten Absatz erfahren, wie sie Ihre Daten verschieben können. Falls Sie sich entscheiden, das nicht zu tun, müssen Sie Ihre neue Platte partitionieren und labeln. Benutzen Sie dafür entweder /stand/sysinstall oder &man.fdisk.8; und &man.disklabel.8;. Weiterhin sollten Sie mit &man.boot0cfg.8; auf beiden Platten booteasy installieren, damit Sie in der Lage sind, das alte und das neue System abwechselnd zu starten, nachdem der Kopiervorgang abgeschlossen ist. Im Formatting-Media Tutorial finden Sie weitere Informationen zu diesen Schritten. Nachdem Sie die neue Platte eingerichtet haben, können Sie Ihre Daten verschieben. Dummerweise können Sie die Daten nicht einfach kopieren. Dinge wie Gerätedateien (in /dev), erweiterte Dateiattribute und symbolische Links führen dazu, dass das in die Hose geht. Sie müssen ein Programm benutzen, das damit umgehen kann, und das ist &man.dump.8;. Es wird oft empfohlen, die Daten im Single-User Modus zu verschieben, aber das ist nicht unbedingt notwendig. Sie sollten auf gar keinen Fall etwas anderes als &man.dump.8; und &man.restore.8; benutzen, um Ihr Root-Filesystem zu verschieben. Es könnte auch mit &man.tar.1; funktionieren - oder auch nicht. Sie sollten ebenfalls &man.dump.8; und &man.restore.8; benutzen, wenn Sie eine komplette Partition auf eine andere, leere Partition verschieben wollen. Um die Daten einer Partition mit dump auf eine andere Partition zu verschieben, müssen Sie die folgenden Schritte ausführen: Richten Sie in der neuen Partition mit newfs ein Dateisystem ein. Mounten Sie die Partition temporär an einer geeigneten Stelle. Wechseln Sie mit cd in dieses Verzeichnis. Lesen Sie die alte Partition mit dump aus und lenken Sie die Ausgabe auf die neue Partition um. Wenn Sie zum Beispiel root auf /dev/ad1s1a verschieben wollen und diese derzeit auf /mnt gemountet ist, bedeutet das: &prompt.root; newfs /dev/ad1s1a &prompt.root; mount /dev/ad1s1a /mnt &prompt.root; cd /mnt &prompt.root; dump 0af - / | restore xf - Wenn Sie Ihre Partitionen mit &man.dump.8; umorganisieren wollen, steht Ihnen etwas mehr Arbeit bevor. Wenn Sie eine Partition wie /var in die übergeordnete Partition verschieben wollen, müssen Sie zunächst eine neue Partition erzeugen, die die beiden alten Partitionen aufnehmen kann. Der zweite Schritt ist, wie oben beschrieben die übergeordnete Partition in die neue Partition zu verschieben. Im dritten und letzten Schritt verschieben Sie dann die untergeordnete Partition in das leere Verzeichnis, das im zweiten Schritt entstanden ist: &prompt.root; newfs /dev/ad1s1a &prompt.root; mount /dev/ad1s1a /mnt &prompt.root; cd /mnt &prompt.root; dump 0af - / | restore xf - &prompt.root; cd var &prompt.root; dump 0af - /var | restore xf - Wenn Sie ein Verzeichnis aus einer Partition herauslösen wollen, also z.B. /var auf eine eigene Partition verlegen wollen, dann müssen Sie zunächst beide Partitionen anlegen. Danach müssen Sie die untergeordnete Partition im passenden Verzeichnis unterhalb des temporären mount points mounten und zum Abschluß die alte Partition verschieben: &prompt.root; newfs /dev/ad1s1a &prompt.root; newfs /dev/ad1s1d &prompt.root; mount /dev/ad1s1a /mnt &prompt.root; mkdir /mnt/var &prompt.root; mount /dev/ad1s1d /mnt/var &prompt.root; cd /mnt &prompt.root; dump 0af - / | restore xf - Eventuell sagen Ihnen für Benutzerdaten &man.cpio.1;, &man.pax.1; oder &man.tar.1; eher zu als &man.dump.8;. Allerdings haben alle diese Programme den Nachteil, dass sie die erweiterten Dateiattribute nicht verstehen, daher sollten Sie bei ihrem Einsatz aufpassen. Gefährdet eine dangerously dedicated Festplatte meine Gesundheit? Die Installationsprozedur bietet Ihnen zwei verschiedene Methoden, Ihre Festplatte(n) zu partitionieren. Die Standardmethode macht sie kompatibel zu anderen Betriebssystemen auf derselben Maschine, indem fdisk-Tabelleneinträge (unter FreeBSD slices genannt) mit einem FreeBSD-Eintrag, in dem eigene Partitionen untergebracht werden, benutzt werden. Optional kann ausgewählt werden, ob ein Boot-Selektor installiert werden soll, um zwischen den möglichen Betriebssystemen auf der/den Platte(n) wechseln zu können. Bei der zweiten Methode wird die gesamte Platte für FreeBSD genutzt und nicht versucht, kompatibel zu anderen Betriebssystemen zu sein. Nun, warum wird es gefährlich genannt? Eine Platte in diesem Modus enthält nichts, was von normalen PC-Hilfsprogrammen als gültige fdisk-Tabelle betrachtet werden würde. Abhängig von der Qualität ihres Designs werden sie sich bei Ihnen beschweren, sobald sie mit einer solchen Platte in Kontakt kommen, oder noch schlimmer, sie könnten den Bootstrap von FreeBSD beschädigen, ohne Sie zu fragen oder darauf hinzuweisen. Hinzu kommt, dass vom Layout von dangerously dedicated Platten bekannt ist, dass es viele BIOSe verwirrt, einschließlich solcher von AWARD (wie es z.B. im HP Netserver oder Micronics-Systemen, sowie vielen anderen zu finden ist) und Symbios/NCR (für die bekannte 53C8xx-Reihe von SCSI-Controllern). Dies ist keine vollständige Liste - es gibt weitere. Symptome für diese Verwirrung sind read error-Meldungen, die vom FreeBSD-Bootstrap ausgegeben werden, wenn es sich selbst nicht finden kann, sowie Systemabstürze beim Booten. Warum gibt es diesen Modus dann überhaupt? Es spart ein paar kByte an Plattenplatz und kann echte Probleme verursachen, die zu einer Neuinstallation führen. Die Ursprünge des Dangerously dedicated Modus liegen in der Absicht, eines der häufigsten Probleme, das Erstinstallierer von FreeBSD plagt, zu verhindern - die BIOS-Werte für die Geometrie einer Festplatte auf der Festplatte selbst anzupassen. Geometrie ist ein veraltetes Konzept, das aber immer noch die Grundlage für die Interaktion zwischen dem PC-BIOS und den Festplatten ist. Wenn das Installationsprogramm von FreeBSD Slices erstellt, muss es sich die Lage dieser Slices auf der Festplatte in einer Art merken, die damit übereinstimmt, wie das BIOS erwartet, sie zu finden. Wenn das falsch geschieht, werden Sie nicht in der Lage sein, zu booten. Durch den Dangerously dedicated Modus wird versucht, dies zu umgehen, indem das Problem vereinfacht wird. In einigen Fällen klappt das zwar, aber er ist eher als allerletzter Ausweg gedacht - in 99 von 100 Fällen gibt es bessere Möglichkeiten, das Problem zu lösen. Wie vermeiden Sie also die Notwendigkeit zum DD Modus, wenn Sie installieren? Beginnen Sie, indem Sie sich notieren, welche Geometrie das BIOS für Ihre Platten benutzt. Sie können erreichen, dass der Kernel sie beim Booten ausgibt, indem Sie an der Eingabeaufforderung boot: angeben, oder boot -v im Loader verwenden. Kurz bevor das Installationsprogramm startet, wird der Kernel eine Liste mit den BIOS-Geometrien ausgeben. Keine Panik - warten Sie, bis das Installationsprogramm gestartet wurde und benutzen Sie Scrollback, um die Zahlen zu lesen. Typischerweise befinden sich die BIOS-Platten in derselben Reihenfolge, wie FreeBSD Ihre Platten auflistet - zuerst IDE, dann SCSI. Wenn Sie Ihre Festplatte in Slices unterteilen, überprüfen Sie, ob die Plattengeometrie, die im FDISK-Menü angegeben ist, korrekt ist (das heißt mit den Einstellungen im BIOS übereinstimmen). Falls die Werte nicht stimmen, benutzen Sie g, um sie zu korrigieren. Diese Schritte sind nötig, wenn sich absolut nichts auf der Festplatte befindet, oder, wenn die Festplatte vorher in einem anderen System benutzt worden ist. Beachten Sie, dass dies nur für die Festplatte nötig ist, von der Sie booten wollen. Mit weiteren vorhandenen Platten wird FreeBSD sich problemlos zurechtfinden. Wenn Sie es geschafft haben, dass das BIOS und FreeBSD in der Festplattengeometrie übereinstimmen, dann sind Ihre Probleme ziemlich sicher vorüber - ohne, dass es nötig gewesen wäre, den DD-Modus zu benutzen. Falls sie jedoch immer noch mit der gefürchteten read error-Meldung begrüßt werden sollten, wenn Sie versuchen, zu booten, wird es Zeit, dass Sie Ihre Finger kreuzen und es einfach versuchen - es gibt nichts mehr zu verlieren. Um eine dangerously dedicated Festplatte wieder für einen normalen PC brauchbar zu machen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist, ausreichend viele NULL-Bytes in den MBR zu schreiben, um irgendwelche nachfolgenden Installation glauben zu machen, dass es sich um eine leere Festplatte handelt. Sie können das zum Beispiel so tun: &prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/rda0 count=15 Alternativ installiert der undokumentierte DOS-Befehl C:\> fdisk /mbr einen neuen Master-Boot-Record, das heißt der BSD-Bootstrap wird zerstört. Auf welchen Partitionen kann ich problemlos Soft Updates einsetzen? Ich habe gehört, das der Einsatz von Soft Updates auf / Probleme verursachen kann. Die schnelle Antwort: Sie können Soft Updates bedenkenlos auf alle Partitionen benutzen. Die ausführliche Antwort: Es gab lange Zeit Bedenken, was den Einsatz von Soft Updates auf der root-Partition betrifft. Der Grund sind zwei Charakteristika der Soft Updates: Zum einen kann es bei einem Absturz des System auf einer Partition mit Soft Updates zum Datenverlust kommen. Die Partition ist zwar noch brauchbar, aber einige Daten können verloren gehen. Weiterhin kann es durch Soft Updates zu einem zeitweisen Mangel an Plattenplatz kommen. Bei der Benutzung von Soft Updates kann es bis zu dreißig Sekunden dauern, bis der Kernel Änderungen auf das physikalische Speichermedium schreibt. Wenn Sie eine große Datei löschen, ist diese Datei noch auf der Platte vorhanden, bis der Kernel die Löschoperation tatsächlich durchführt. Das kann zu einem sehr einfachen Problem führen: Stellen Sie sich vor, Sie löschen eine große Datei und legen gleich darauf eine andere große Datei an. Da die erste Datei noch nicht wirklich gelöscht wurde, ist eventuell nicht genug Platz für die zweite große Datei. Sie erhalten die Fehlermeldung, dass nicht genug freier Platz vorhanden ist, obwohl Sie ganz genau wissen, dass Sie gerade eben Platz geschaffen haben. Wenn Sie die Operation ein paar Sekunden später wiederholen, funktioniert alles wie von Geisterhand. Dieser Effekt hat mehr als einen Benutzer verwirrt und Zweifel an seiner geistigen Stabilität oder dem FreeBSD-Dateisystem aufkommen lassen. Wenn der Kernel ein Datenpaket annimmt und das System abstürzt, bevor er dies Daten auf die Platte geschrieben hat, kann es zum Verlust oder zur Zerstörung von Daten kommen. Dieses Risiko ist nur sehr gering und normalerweise tragbar. Wenn Sie allerdings einen IDE-Write-Cache verwenden, steigt das Risiko; daher wird normalerweise empfohlen, auf den Einsatz dieser Technik zu verzichten, wenn Sie Soft Updates benutzen. Diese beiden Probleme betreffen alle Partitionen, die Soft Updates verwenden. Was bedeutet das für die Root-Partition? Die wichtigen Daten auf der Root-Partition ändern sich nur sehr selten. Dateien wie /kernel und der Inhalt /etc werden nur bei der Wartung des Systems geändert, oder wenn Benutzer ihre Passwörter ändern. Wenn das System in den 30 Sekunden nach einer solchen Änderung abstürzt, ist es möglich, das Daten verloren gehen. Dieses Risiko ist in den meisten Fällen unerheblich, aber es ist vorhanden. Wenn das zu viel Risiko ist, dann sollten Sie Soft Updates nicht auf der Root-Partition einsetzen. / war schon immer eine der kleinsten Partitionen. Standardmäßig legt FreeBSD das Verzeichnis /tmp direkt auf /. Wenn in Ihrem /tmp viel Betrieb ist, kann es gelegentlich zu den oben beschriebenen Platzproblemen kommen. Um das Problem zu lösen, sollten sie einen symbolischen Link von /tmp nach /var/tmp legen. Was stimmt mit meinem ccd nicht? Das Symptom hierfür ist: &prompt.root; ccdconfig -C ccdconfig: ioctl (CCDIOCSET): /dev/ccd0c: Inappropriate file type or format Das geschieht für gewöhnlich, wenn Sie versuchen, die c Partitionen, die standardmäßig vom Typ unbenutzt sind, zu verbinden. Der ccd-Treiber verlangt Partitionen vom Typ FS_BSDFFS. Editieren Sie den Plattenlabel der Platten, die Sie zu verknüpfen versuchen und ändern Sie die Typen der Partitionen in 4.2BSD. Warum kann ich den Plattenlabel meines ccd nicht editieren? Das Symptom hierfür ist: &prompt.root; disklabel ccd0 (hier wird etwas vernünftiges ausgegeben; versuchen wir nun, es zu editieren) &prompt.root; disklabel -e ccd0 (editiern, speichern, beenden) disklabel: ioctl DIOCWDINFO: No disk label on disk; use "disklabel -r" to install initial label Der Grund ist, dass der von ccd zurückgelieferte Plattenlabel ein vorgetäuschter ist, der sich nicht wirklich auf der Platte befindet. Sie können das Problem beheben, indem Sie ihn explizit zurückschreiben, wie z.B. hier: &prompt.root; disklabel ccd0 > /tmp/disklabel.tmp &prompt.root; disklabel -Rr ccd0 /tmp/disklabel.tmp &prompt.root; disklabel -e ccd0 (nun wird es funktionieren) Kann ich andere fremde Dateisysteme unter FreeBSD mounten? FreeBSD unterstützt verschiedene fremde Dateisysteme. Digital UNIX UFS-CDROMs können unter FreeBSD direkt gemountet werden. Das Mounten von Partitionen von Digital &unix; und anderen Systemen, die UFS unterstützen, könnte schwieriger sein, abhängig von den Details der Plattenpartitionierung des betreffenden Betriebssystems. &linux; FreeBSD unterstützt ext2fs-Partitionen. Unter &man.mount.ext2fs.8; finden Sie weitere Informationen. &windowsnt; Ein NTFS-Treiber, der nur Lesezugriffe gestattet, ist Teil von &os;. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.mount.ntfs.8;. FAT FreeBSD enthält ein FAT-Treiber, der Lese- und Schreibzugriffe ermöglicht. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.mount.msdosfs.8;. ReiserFS FreeBSD enthält einen Treiber, der Lesezugriffe auf ReiserFS-Partitionen erlaubt. Weiter Informationen dazu finden Sie in der Manualpage &man.mount.reiserfs.8;. FreeBSD unterstützt auch verschiedene Netzwerk-Dateisysteme, wie NFS (&man.mount.nfs.8;), NetWare (&man.mount.nwfs.8;), sowie die SMB-Dateisysteme von Microsoft (&man.mount.smbfs.8;). Wie mounte ich eine erweiterte DOS-Partition? Die erweiterten DOS-Partitionen befinden sich hinter ALLEN primären Partitionen. Wenn sich zum Beispiel eine Partition E als sekundäre DOS-Partition auf Ihrem zweiten SCSI-Laufwerk befindet, müssen Sie die speziellen Dateien für Slice 5 im Verzeichnis /dev erstellen und dann /dev/da1s5 mounten: &prompt.root; cd /dev &prompt.root; ./MAKEDEV da1s5 &prompt.root; mount -t msdos /dev/da1s5 /dos/e Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie FreeBSD 5.0-RELEASE oder eine neuere Version mit &man.devfs.5; verwenden. Die Gerätedateien werden in diesem Fall automatisch in /dev erstellt. Gibt es ein verschlüsselndes Dateisystem für &os;? Seit FreeBSD 5.0 können Sie &man.gbde.8; einsetzen. Mit FreeBSD 6.0 kam &man.geli.8; hinzu. Für ältere Versionen gibt es den Port security/cfs. Wie kann ich den &windowsnt;-Loader zum Booten von FreeBSD verwenden? Das grundsätzliche Vorgehen besteht darin, dass Sie den ersten Sektor Ihrer eigentlichen FreeBSD-Rootpartition in eine Datei auf der DOS/&windowsnt;-Partition kopieren. Angenommen, sie nennen die Datei etwa c:\bootsect.bsd (durch c:\bootsect.dos inspiriert), dann können Sie die Datei c:\boot.ini etwa wie folgt editieren: [boot loader] timeout=30 default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS [operating systems] multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Windows NT" C:\BOOTSECT.BSD="FreeBSD" C:\="DOS" Falls FreeBSD auf derselben Platte, wie die &windowsnt;-Bootpartition installiert ist, kopieren Sie einfach /boot/boot1 nach C:\BOOTSECT.BSD. Falls FreeBSD auf einer anderen Platte installiert ist, wird /boot/boot1 nicht funktionieren; Sie brauchen in diesem Fall /boot/boot0. /boot/boot0 muss mit sysinstall installiert werden. Wählen Sie dazu den FreeBSD-Bootmanager aus, wenn Sie gefragt werden, ob sie einen Bootmanager installieren wollen. Dieser Schritt ist notwendig, weil /boot/boot0 eine leere Partitionstabelle enthält, die von sysinstall ausgefüllt wird, bevor /boot/boot0 in den MBR kopiert wird. Sie dürfen auf gar keinen Fall einfach /boot/boot0 statt /boot/boot1 kopieren. Wenn Sie das doch tun sollten, wird Ihre Partitionstabelle überschrieben und Ihr Rechner wird nicht mehr starten! Wenn der Bootmanager von FreeBSD gestartet wird, merkt er sich das zuletzt gestartet Betriebssystem, indem er dessen Partition als aktiv markiert. Danach kopiert er sich selbst (alle 512 Bytes) in den MBR. Wenn Sie also einfach /boot/boot0 nach C:\BOOTSECT.BSD kopieren, würde der Bootmanager eine leere Partitionstabelle (mit einem als aktiv markiertem Eintrag) in den MBR kopieren. Wie boote ich FreeBSD und &linux; mit LILO? Falls sich FreeBSD und &linux; auf derselben Platte befinden, folgen Sie einfach den Installationsanweisungen von LILO zum Booten eines Nicht-&linux;-Betriebssystems. Ganz knapp sind dies: Booten Sie &linux; und fügen Sie die folgenden Zeilen in die Datei /etc/lilo.conf ein: other=/dev/hda2 table=/dev/hda label=FreeBSD (hierbei wird angenommen, dass Ihre FreeBSD-Partition &linux; unter /dev/hda2 bekannt ist; ändern Sie dies entsprechend Ihren Einstellungen). Führen Sie nun als root den Befehl lilo aus und Sie sind fertig. Falls FreeBSD sich auf einer anderen Platte befindet, müssen Sie loader=/boot/chain.b zu den LILO-Angaben hinzufügen. Zum Beispiel: other=/dev/dab4 table=/dev/dab loader=/boot/chain.b label=FreeBSD In einigen Fällen könnte es sein, dass Sie beim FreeBSD-Bootloader die BIOS-Laufwerksnummer angeben müssen, um von der zweiten Platte booten zu können. Wenn Ihre FreeBSD-SCSI-Platte vom BIOS zum Beispiel als BIOS-Platte 1 erkannt wird, müssen Sie am Prompt des FreeBSD-Bootloaders eingeben: Boot: 1:da(0,a)/kernel Sie können &man.boot.8; so konfigurieren, dass das beim Booten automatisch geschieht. Das &linux;+FreeBSD mini-HOWTO ist ein guter Ratgeber bei Fragen zur Interaktion von FreeBSD und &linux;. Wie boote ich &os; und &linux; mit GRUB? Es ist sehr einfach, GRUB zum Starten von &os; einzusetzen. Dazu müssen Sie lediglich die folgenden Zeilen in die Konfigurationsdatei /boot/grub/grub.conf aufnehmen: title FreeBSD 6.1 root (hd0,a) kernel /boot/loader Dabei steht hd0,a für die root-Partition Ihrer ersten Festplatte. Benötigen Sie auch die Slice-Nummer, so verwenden Sie einen Eintrag der Form (hd0,2,a). In der Voreinstellung ist die Angabe der Slice-Nummer aber nicht nötig, da GRUB automatisch das erste Slice (das die Bezeichnung 'a' hat) nutzt. Wie boote ich FreeBSD und &linux; mit BootEasy? Installieren Sie LILO am Anfang Ihrer &linux;-Bootpartition, anstatt im Master Boot Record. Sie können LILO dann von BootEasy aus booten. Wenn Sie &windows; 95 und &linux; benutzen, wird das ohnehin empfohlen, um es einfacher zu machen, &linux; wieder zu booten, wenn es nötig werden sollte, dass Sie &windows; 95 neu installieren (&windows; 95 ist ein eifersüchtiges Betriebssystem, das kein anderes Betriebssystem im Master Boot Sektor duldet). Wie kann ich das ??? des Boot-Managers durch etwas Sinnvolles ersetzen? Solange Sie den Boot-Manager nicht komplett neu schreiben, gar nicht. Allerdings gibt es in der Kategorie sysutils der Ports diverse Boot-Manager, die diese Funktionalität bieten. Ich habe ein Wechsellaufwerk. Wie benutze ich es? Ob es sich um ein Wechsellaufwerk handelt, um ein &iomegazip; oder ein EZ-Laufwerk (oder sogar ein Diskettenlaufwerk, wenn Sie es auf diese Weise benutzen möchten), oder um eine neue Festplatte - wenn es einmal installiert und vom System erkannt ist und Sie Ihre Kassette/Diskette/was_auch_immer eingelegt haben, ist das Vorgehen bei allen Geräten ziemlich ähnlich. (dieser Abschnitt basiert auf Mark Mayo's ZIP-FAQ) Wenn es sich um ein ZIP- oder Diskettenlaufwerk handelt, und sich bereits ein DOS-Dateisystem darauf befindet, können Sie einen Befehl wie diesen für eine Diskette benutzen: &prompt.root; mount -t msdos /dev/fd0c /floppy oder diesen: &prompt.root; mount -t msdos /dev/da2s4 /zip für eine ZIP-Disk mit der Herstellerkonfiguration. Benutzen Sie bei anderen Platten &man.fdisk.8; oder &man.sysinstall.8;, um herauszufinden, wie sie konfiguriert sind. Die restlichen Beispiele sind für ein ZIP-Laufwerk unter da2, der dritten SCSI-Platte. Wenn es sich nicht um eine Diskette oder eine Wechselplatte handelt, die Sie mit anderen Leuten austauschen wollen, ist es wahrscheinlich besser, ein BSD-Dateisystem darauf zu installieren. Hierdurch bekommen Sie Unterstützung für lange Dateinamen, eine mindestens doppelt so hohe Leistungsausnutzung und wesentlich höhere Stabilität. Zunächst müssen Sie die Partitionen/Dateisysteme auf DOS-Ebene nochmals erstellen. Sie können entweder &man.fdisk.8; oder /stand/sysinstall benutzen, oder, bei einem kleinen Laufwerk, dem Sie eine Unterstützung für mehrere Betriebssysteme nicht zumuten wollen, entfernen Sie einfach die komplette FAT Partitionstabelle (Slices) und benutzen Sie einfach die BSD-Partitionierung: &prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/rda2 count=2 &prompt.root; disklabel -Brw da2 auto Sie können disklabel oder /stand/sysinstall benutzen, um mehrere BSD-Partitionen zu erstellen. Dies werden Sie sicherlich bei einer fest eingebauten Platte wollen, aber bei einem Wechsellaufwerk wie einem ZIP ist das wahrscheinlich irrelevant. Zum Schluß erstellen Sie ein neues Dateisystem - dieses befindet sich auf unserem ZIP-Laufwerk und belegt die gesamte Platte: &prompt.root; newfs /dev/rda2c anschließend mounten Sie es: &prompt.root; mount /dev/da2c /zip Und sicherlich ist es keine schlechte Idee, eine Zeile ähnlich der folgenden in die Datei /etc/fstab einzufügen, damit Sie in Zukunft nur mount /zip einzugeben brauchen: /dev/da2c /zip ffs rw,noauto 0 0 Wieso erhalte ich die Meldung Incorrect super block beim Mounten einer CDROM? Sie müssen &man.mount.8; mitteilen, was für ein Gerät Sie mounten wollen. Genauere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Optische Speichermedien des Handbuch, genauer gesagt im Abschnitt Benutzung von Daten-CDs. Wieso erhalte ich die Meldung Device not configured, wenn ich eine CDROM mounte? Das bedeutet im allgemeinen, dass sich keine CDROM im Laufwerk befindet, oder, dass das Laufwerk auf dem Bus nicht sichtbar ist. Dieses Problem wird im Kapitel Benutzung von Daten-CDs des Handbuchs ausführlich diskutiert. Wieso werden alle Sonderzeichen in den Dateinamen auf meinen CDs durch ? ersetzt, wenn ich die CD unter FreeBSD benutze? Wahrscheinlich werden auf der CDROM die Joliet Erweiterungen für die Speicherung von Datei- und Verzeichnisnamen benutzt. Werfen Sie einen Blick in das Kapitel Erzeugung von CD-ROMs im Handbuch, speziell in den Abschnitt über Benutzung von Daten-CDs. [Anmerkung des Übersetzers: Es geht hier nicht um die deutschen Sonderzeichen, da diese schon im normalen ISO8859-1 enthalten sind. Die Probleme treten auf, wenn man z.B. russische CDs (ISO8859-5) verwendet.] Ich habe eine CD mit FreeBSD gebrannt und kann sie nicht mit anderen Betriebssystemen lesen. Warum? Sie haben wahrscheinlichste eine Datei direkt auf CD geschrieben, statt ein ISO 9660-Dateisystems erzeugt zu haben. Werfen Sie einen Blick in das Kapitel Erzeugung von CD-ROMs im Handbuch, speziell in den Abschnitt über reine Daten-CDs. Wie kann ich ein Image einer Daten-CD erzeugen? Diese Information finden Sie im Abschnitt Kopieren von CD-ROMs des Handbuchs. Weitere Informationen über die Arbeit mit CD-ROMs finden Sie im Abschnitt Erzeugen von CD-ROMs im Kapitel Speichermedien des Handbuchs. Wieso kommt mount nicht meiner Audio-CD zurecht? Wenn Sie versuchen sollten, eine Audio-CD zu mounten, erhalten Sie die Meldung cd9660: /dev/acd0c: Invalid argument. Der Grund dafür ist, dass mount nur für Dateisysteme vorgehen ist. Audio CDs habe kein Dateisystem, sondern nur Daten. Wenn Sie eine Audio CD auslesen wollen, brauchen Sie ein entsprechendes Programm wie z.B. audio/xmcd aus den Ports. Wie nutze ich mount für eine Multi-Session CD? Standardmäßig benutzt &man.mount.8; den letzten (aktuellsten) Daten-Track der CD. Wenn Sie eine ältere Session benutzen wollen, müssen Sie diese mit der Option definieren. Weitere Informationen finden Sie in der Onlinehilfe zu &man.mount.cd9660.8; Wie lasse ich normale Benutzer Disketten, CDROMs und andere Wechseldatenträger mounten? Normale Benutzer können dazu berechtigt werden, Geräte zu mounten. Das geht so: Setzen Sie als root die sysctl-Variable vfs.usermount auf 1: &prompt.root; sysctl -w vfs.usermount=1 Ordnen Sie als root den Block-Geräten, die den Wechsellaufwerken zugeordnet sind, die entsprechenden Zugriffsrechte zu. Wenn Sie zum Beispiel den Benutzer den Zugriff auf das erste Diskettenlaufwerk zu erlauben wollen: &prompt.root; chmod 666 /dev/fd0 Um den Mitgliedern der Gruppe operator den Zugriff auf das CDROM zu gestatten: &prompt.root; chgrp operator /dev/acd0c &prompt.root; chmod 640 /dev/acd0c Ab &os; 5.X müssen Sie zusätzlich /etc/devfs.conf anpassen, weil diese Einstellungen ansonsten beim Systemneustart verloren gehen. Damit normale Benutzer bespielsweise das erste Diskettenlaufwerk mounten können, fügen Sie als root folgende Zeilen in /etc/devfs.conf ein: # Allen Benutzern erlauben, das erste Diskettenlaufwerk zu mounten. own /dev/fd0 root:operator perm /dev/fd0 0666 Damit alle Mitglieder der Gruppe operator das CD-ROM-Laufwerk mounten können, die folgenden Zeilen: # Alle Mitglieder der Gruppe operator dürfen CD-ROMs mounten. own /dev/acd0 root:operator perm /dev/acd0 0660 Fügen Sie zum Abschluss die Zeile vfs.usermount=1 in die Datei /etc/sysctl.conf ein, damit die Einstellung bei einem Neustart des Systems automatisch erhalten bleibt. Alle Benutzer können nun /dev/fd0 auf ein Verzeichnis, das ihnen gehört, mounten: &prompt.user; mkdir ~/my-mount-point &prompt.user; mount -t msdos /dev/fd0 ~/my-mount-point Die zur Gruppe operator gehörenden Benutzer können nun /dev/acd0c auf ein Verzeichnis, das ihnen gehört, mounten: &prompt.user; mkdir ~/my-mount-point &prompt.user; mount -t cd9660 /dev/acd0c ~/my-mount-point Das Unmounten des Gerätes ist simpel: &prompt.user; umount ~/my-mount-point Die Aktivierung von vfs.usermount hat jedoch negative Auswirkungen auf Sicherheitsaspekte. Ein besserer Weg, um auf &ms-dos;-formatierte Datenträger zuzugreifen, ist die Benutzung des Packages emulators/mtools. Denken Sie daran, dass Sie die Gerätenamen in diesen Beispielen an Ihre Konfiguration anpassen müssen. Wieso geben die Befehle du und df unterschiedliche Werte für den freien Plattenplatz aus? Der Grund ist die Funktionsweise von du und df. du geht durch einen Dateibaum, ermittelt die Größe jeder einzelnen Datei, und gibt die Summe aus. df fragt lediglich das Dateisystem wie viel Platz noch frei ist. Das scheint zwar auf den ersten Blick sehr ähnlich zu sein; allerdings wird sich ein leeres Verzeichnis auf die Ausgabe von df auswirken, während es auf das Ergebnis von du keinen Einfluss hat. Wenn Sie eine Datei löschen, während sie von einem Programm genutzt wird, wird diese Datei erst gelöscht, wenn sie vom Programm freigegeben wird. Allerdings wird die Datei sofort aus dem Verzeichnis entfernt. Sie können dieses Verhalten mit einem Programm wie more sehr einfach nachvollziehen. Dazu brauchen Sie nur eine Datei, die groß genug ist, um die Ausgabe von du und df zu beeinflussen. Bei der Größe aktueller Platten muss diese Datei schon sehr groß sein! Wenn Sie diese Datei löschen, während Sie sie sich in more anzeigen lassen, hat more kein Problem. Der Eintrag für die Datei wird lediglich aus dem Verzeichnis entfernt, damit kein anderes Programm mehr darauf zugreifen kann. Laut du ist die Datei verschwunden – es hat das Verzeichnis untersucht und die Datei nicht gefunden. Laut df ist die Datei aber vorhanden, da sie im Dateisystem immer noch Platz belegt. Sobald Sie more beenden, werden die Ergebnisse von du und df wieder übereinstimmen. Bitte beachten Sie, dass die Freigabe des Plattenplatzes durch die Soft Updates um bis zu 30 Sekunden verzögert werden kann. Die oben beschriebene Situation tritt sehr häufig auf Web-Servern auf. Viele Anwender installieren einen FreeBSD Web-Server und vergessen die Rotation der Logfiles, bis irgendwann die Partition /var überläuft. Der Administrator löscht die Datei, aber das System beschwert sich immer noch über fehlenden Plattenplatz. Die Datei wird erst freigegeben, wenn der Web-Server beendet und neu gestartet wird; dadurch kann das System den Plattenplatz freigeben. Um solche und ähnliche Unfälle zu verhindern, sollten Sie &man.newsyslog.8; einsetzen. Wie kann ich den Swap-Bereich vergrößern? Im Kapitel Konfiguration und Tuning des Handbuches gibt es einen Abschnitt mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung. Warum ist meine Festplatte unter &os; kleiner, als sie laut Hersteller sein soll? Festplattenhersteller definieren ein Gigabyte als eine Milliarde Bytes, für &os; ist ein Gigabyte hingegen 1.073.741.824 Bytes groß. Aus diesem Grund wird für eine Platte, die laut Herstellerangaben 80 GB groß ist, während des Bootvorgangs eine Größe von 76.319 MB angezeigt. Beachten Sie auch, dass &os; (in der Voreinstellung) 8 % des Plattenplatzes für sich reserviert. Warum kann eine Partition zu mehr als 100% gefüllt sein? Ein Teil jeder UFS Partition, in der Vorgabe sind das 8%, ist für das Betriebssystem und den Benutzer root reserviert. &man.df.1; rechnet diesen Teil bei der Ausgabe der Capacity Spalte nicht ein, so dass dort Werte über 100% angezeigt werden können. Die Anzahl der Blöcke in der blocks Spalte ist ebenfalls um 8% größer als die Summe der benutzten und verfügbaren Blöcke (die Spalten Used und Avail). Wie viel Platz reserviert wird, können Sie mit der Option von &man.tunefs.8; einstellen. Systemadministration Wo befinden sich die Konfigurationsdateien für den Systemstart? /etc/defaults/rc.conf (siehe &man.rc.conf.5;) ist die primäre Konfigurationsdatei. Die Startskripten des Systems, wie /etc/rc und /etc/rc.d (siehe &man.rc.8;) inkludieren diese Datei. Ändern Sie diese Datei nicht! Wenn Sie den Wert einer der in /etc/defaults/rc.conf gesetzten Variablen ändern wollen, fügen Sie die entsprechende Zeile in die Datei /etc/rc.conf ein und ändern die Zeile dort. Wenn Sie zum Beispiel den mitgelieferten DNS-Server named aktivieren wollen, müssen Sie lediglich das folgende Kommando eingeben: &prompt.root; echo named_enable="YES" >> /etc/rc.conf Wenn Sie lokale Server starten wollen, müssen Sie passende Shellskripten im Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d/ ablegen. Die Dateien müssen als ausführbar markiert sein und die Endung .sh haben. Wie kann ich am Einfachsten einen Benutzer hinzufügen? Benutzen Sie den Befehl &man.adduser.8; und für kompliziertere Fälle den Befehl &man.pw.8;. Benutzen Sie den Befehl &man.rmuser.8;, um einen Benutzer wieder zu löschen. Sie können, wenn nötig. auch &man.pw.8; benutzen. Warum erhalte ich Meldungen wie root: not found, nachdem ich meine crontab geändert habe? Die übliche Ursache dieses Problems ist, dass Sie die crontab des Systems (/etc/crontab) geändert und dann mit &man.crontab.1; installiert haben: &prompt.root; crontab /etc/crontab Diese Vorgehensweise ist falsch. Die crontab des Systems hat ein anderes Format als die crontabs für die einzelnen Benutzer, die mit &man.crontab.1; aktualisiert werden (genauere Informationen über die Unterschiede erhalten Sie in &man.crontab.5;). Wenn Sie so vorgegangen sind, ist die zweite crontab einfach nur eine Kopie von /etc/crontab, allerdings im falschen Format. Löschen Sie sie mit dem folgenden Befehl: &prompt.root; crontab -r Wenn Sie /etc/crontab wieder ändern müssen, sollten Sie einfach gar nichts tun, um &man.cron.8; über die Änderung zu informieren, er erkennt die Änderung automatisch. Wenn Sie ein Kommando jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat ausführen lassen wollen, ist es wahrscheinlich einfacher, wenn Sie entsprechende Shell-Scripte in /usr/local/etc/periodic ablegen. Diese werden dann von &man.periodic.8; zusammen mit den anderen regelmäßigen Tätigkeiten ausgeführt. Der eigentliche Grund für den Fehler ist die Tatsache, dass die crontab des Systems ein zusätzliches Feld enthält; dieses Feld gibt an, mit welcher Benutzerkennung der Befehl ausgeführt werden soll. In der mitgelieferten crontab ist das bei allen Einträgen die Benutzerkennung root. Wenn diese Datei als die crontab des Benutzers username (die nicht mit der crontab des Systems identisch ist) verwendet wird, hält &man.cron.8; die Zeichenkette root für den Namen des zu startenden Programmes, aber dieses Programm gibt es nicht. Wieso meldet mir &man.su.1; you are not in the correct group to su root, wenn ich mit &man.su.1; root werden will? Das ist ein Sicherheits-Feature. Wenn Sie mit &man.su.1; zum Account root (oder jedem anderen Account mit Super-User-Privilegien) wechseln wollen, müssen Sie ein Mitglied der Gruppe wheel sein. Wenn es dieses Feature nicht gäbe, könnte jeder, der einen Account auf dem System hat und zufällig das Passwort für root erfährt, mit Super-User-Rechten auf das System zugreifen. Durch dieses Feature ist die Lage anders, wenn Sie nicht Mitglied von wheel sind, können Sie nicht einmal versuchen, dass Passwort einzugeben. Um einem Benutzer zu erlauben, mit &man.su.1; root zu werden, müssen Sie ihn nur in die Gruppe wheel eintragen. Ich habe einen Fehler in der rc.conf oder einer der anderen Dateien für den Systemstart und jetzt kann ich sie nicht ändern, weil das Dateisystem read-only ist. Was kann ich tun? Wenn Sie aufgefordert werden, den Pfadnamen der Shell einzugeben, drücken Sie einfach ENTER. Geben Sie danach mount / ein, um das Root-Dateisystem im Schreib/Lese-Modus zu mounten. Sie werden wahrscheinlich auch mount -a -t ufs ausführen müssen, um das Dateisystem mit Ihrem Lieblingseditor zu mounten. Wenn Ihr Lieblingseditor auf einem Netzwerklaufwerk liegt, müssen Sie entweder das Netzwerk von Hand konfigurieren oder einen Editor benutzen, der auf einem lokalen Laufwerk vorhanden ist, z.B. &man.ed.1;. Wenn Sie einen bildschirmorientierten Editor wie zum Beispiel &man.vi.1; oder &man.emacs.1; benutzen wollen, werden Sie auch den Befehl export TERM=cons25 ausführen müssen, damit diese Editoren die richtigen Einstellungen aus der Datenbank &man.termcap.5; übernehmen. Sobald Sie diese Schritte ausgeführt, können Sie den Fehler in der /etc/rc.conf ganz normal beheben. Die Fehlermeldungen, die Ihnen unmittelbar nach den Startmeldungen des Kernels angezeigt wurden, sollten Ihnen die Nummer der Zeile mit dem Fehler melden. Wieso habe ich habe Probleme, meinen Drucker einzurichten? Bitte sehen Sie im Handbucheintrag über Drucker nach. Es sollte die meisten Ihrer Probleme behandeln. Lesen sie den Handbucheintrag über Drucker. Einige Drucker benötigen einen auf dem Rechner laufenden Treiber, um drucken zu können. Diese so genannten WinPrinter oder GDI-Drucker werden von FreeBSD nicht unterstützt und an diesem Zustand wird sich wohl auch nichts ändern. Wenn Ihr Drucker nicht unter DOS oder &windowsnt; 4.0 verwendet werden kann, handelt es sich um einen WinPrinter und wird in der Regel auch nicht unter FreeBSD funktionieren. Ihre einzige Chance, einen dieser Drucker benutzen können, ist der Port ports/print/pnm2ppa. Wie kann ich die Tastaturbelegung meines Systems korrigieren? Informationen dazu finden Sie im Kapitel länderspezifische Einstellungen des Handbuchs, insbesondere im Abschnitt Konfiguration der Konsole. Wieso erhalte ich beim Start des Systems Meldungen wie unknown: <PNP0303> can't assign resources? Die nachfolgende Erklärung stammt aus einer Mail auf der Mailingliste freebsd-current.
&a.wollman;, 24 April 2001 Die Geräte, für die can't assign resources-Meldungen ausgegeben werden, sind Legacy ISAGeräte, für die ein nicht PNP-fähiger Treiber in den Kernel eingebunden wurde. Dabei handelt es sich um Geräte wie den Tastaturkontroller, den programmierbaren Interrupt-Kontroller und diverse andere Standardkomponenten. Die Ressourcen können nicht zugewiesen werden, weil es schon einen Treiber gibt, der diese Ressourcen benutzt.
Wieso funktionieren die Benutzer-Quotas nicht richtig? Es kann sein, dass Ihr Kernel nicht für den Einsatz von Quotas konfiguriert ist. Damit Sie mit Quotas arbeiten können, müssen Sie folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen und den Kernel neu bauen: options QUOTA Weitere Informationen zum Einsatz von Quotas finden Sie im entsprechenden Abschnitt des Handbuchs. Benutzen Sie keine Quotas für /. Erstellen Sie die Quotas-Datei in dem Dateisystem, für das die Quotas gelten sollen, z.B.: Filesystem Quota file /usr /usr/admin/quotas /home /home/admin/quotas Unterstützt FreeBSD IPC-Grundfunktionen von System V? Ja, FreeBSD unterstützt IPC im Stil von System V einschließlich gemeinsamen Speicher, Nachrichten und Semaphoren bereits mit dem GENERIC-Kernel. Wenn Sie einen angepassten Kernel verwenden, müssen Sie die folgenden Zeilen in Ihre Kernelkonfigurationsdatei einfügen: options SYSVSHM options SYSVSHM # enable shared memory options SYSVSEM # enable for semaphores options SYSVMSG # enable for messaging Danach kompilieren und installieren Sie den neuen Kernel. Welchen Mail-Server kann ich an Stelle von Sendmail benutzen? Sendmail ist zwar der Mail-Server, der bei FreeBSD standardmäßig installiert wird, aber Sie können Ihn problemlos durch einen anderen MTA (z.B. aus den Ports) ersetzen. In der Port-Sammlung gibt es bereits viele verschiedene MTAs, mail/exim, mail/postfix, mail/qmail, sowie mail/zmailer sind einige der beliebteren Alternativen. Konkurrenz belebt das Geschäft und die Tatsache, dass Sie die Qual der Wahl haben, ist ein Vorteil. Daher sollten Sie Fragen wie Ist Sendmail besser als Qmail? besser nicht auf den Mailinglisten stellen. Wenn Sie dieses Thema interessiert, sollten sie zunächst die Archive durchsehen. Die Vorteile und Nachteile jedes einzelnen der verfügbaren MTAs sind schon mehrere Male bis zur Erschöpfung diskutiert worden. Was kann ich machen, wenn ich das Rootpasswort vergessen habe? Keine Panik! Starten Sie Ihr System neu und geben Sie boot -s an der Eingabeaufforderung Boot: ein, um in den Einzelbenutzermodus zu gelangen. Bei der Frage danach, welche Shell benutzt werden soll, drücken Sie einfach ENTER. Nun erscheint die Eingabeaufforderung &prompt.root;. Geben Sie mount -u / ein, um Ihr Root-Dateisystem für Lese- und Schreibzugriffe zu remounten und dann mount -a, um alle Dateisysteme zu remounten. Mit passwd root können Sie das Rootpasswort ändern und mit &man.exit.1; können Sie mit dem Booten fortfahren. Wie verhindere ich, dass das System mit Ctrl Alt Delete rebootet werden kann? Falls Sie syscons (den Standard-Treiber für die Konsole) benutzen, fügen Sie folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein: options SC_DISABLE_REBOOT Falls Sie den Konsolen-Treiber PCVT verwenden, benutzen Sie stattdessen die folgende Zeile: options PCVT_CTRL_ALT_DEL + + Alternativ können Sie auch die folgende + sysctl-Variable setzen (die aktiviert wird, ohne dass Sie + Ihr System dazu neu starten oder einen angepassten Kernel + erstellen müssen): + + &prompt.root; sysctl hw.syscons.kbd_reboot=0 Wie kann ich Textdateien von DOS Systemen auf &unix; Systemen verwenden? Benutzen Sie diesen Perl-Befehl: &prompt.user; perl -i.bak -npe 's/\r\n/\n/g' file ... file ist/sind die zu verarbeitende(n) Datei(en). Die Änderungen erfolgen in der Originaldatei, die zuvor mit der Erweiterung .bak gesichert wird. Alternativ können Sie den Befehl &man.tr.1; benutzen: &prompt.user; tr -d '\r' < dos-text-file > unix-file dos-text-file ist die Datei, die den Text im DOS-Format enthält und unix-file wird die konvertierte Ausgabe enthalten. Diese Möglichkeit könnte etwas schneller sein, als die Benutzung von Perl. Wie beende ich Prozesse namentlich? Benutzen Sie &man.killall.1;. Warum nervt su mich damit, dass ich nicht in der ACL von root bin? Der Fehler stammt vom verteilten Authentifizierungssystem Kerberos. Das Problem ist nicht ernsthaft, aber störend. Sie können entweder su mit der Option -K benutzen, oder Kerberos deinstallieren, wie in der nächsten Frage beschrieben. Wie deinstalliere ich Kerberos? Um Kerberos aus dem System zu entfernen, müssen Sie die bin-Distribution der von Ihnen benutzen RELEASE neu installieren. Wenn Sie die CDROM besitzen, können Sie sie mounten (wir nehmen an, unter /cdrom) und folgende Schritte ausführen: &prompt.root; cd /cdrom/bin &prompt.root; ./install.sh Alternativ können Sie alle Zeilen mit MAKE_KERBEROS aus der /etc/make.conf entfernen und dann ein make world durchführen. Wo ist /dev/MAKEDEV hin? Ab FreeBSD 5.X werden Geräte automatisch von &man.devfs.8; zur Verfügung gestellt. Die Gerätetreiber erstellen die Gerätedateien, wenn diese benötigt werden. Das Skript /dev/MAKEDEV wird nicht mehr gebraucht. Wenn Sie FreeBSD 4.X oder eine frühere Version benutzen und /dev/MAKEDEV fehlt, dann haben Sie ein Problem. Kopieren Sie das Skript aus den Systemquellen. Es liegt wahrscheinlich unter /usr/src/etc/MAKEDEV. Wie füge ich Pseudo-Terminals zum System hinzu? Wenn Sie viele Benutzer von telnet, ssh, X oder screens haben, könnte es sein, dass Ihnen die Pseudo-Terminals ausgehen. So fügen Sie weitere hinzu: Erstellen und installieren Sie einen neuen Kernel mit der Zeile pseudo-device pty 256 in der Konfigurationsdatei. Führen Sie die Befehle &prompt.root; cd /dev &prompt.root; ./MAKEDEV pty{1,2,3,4,5,6,7} aus, um 256 Geräteeinträge für die neuen Terminals zu erstellen. Editieren Sie die Datei /etc/ttys und fügen Sie Zeilen für jeden der 256 Terminals ein. Sie sollten so aussehen, wie die existierenden Einträge, also etwa so: ttyqc none network Die Reihenfolge der Buchstabenzuordnung lautet mit einem regulären Ausdruck tty[pqrsPQRS][0-9a-v]. Starten Sie das System mit dem neuen Kernel erneut, wenn Sie bereit sind. Warum kann ich das Gerät snd0 nicht erstellen? Es gibt kein Gerät snd. Diese Bezeichnung ist nur ein Sammelbegriff für die diversen Geräte, die zusammen das Soundsystem von FreeBSD bilden, wie zum Beispiel mixer, sequencer, und dsp. So erzeugen Sie diese Geräte: &prompt.root; cd /dev &prompt.root; sh MAKEDEV snd0 Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie FreeBSD 5.0-RELEASE oder eine neuere Version mit &man.devfs.5; verwenden. Die Gerätedateien werden in diesem Fall automatisch in /dev erstellt. Wie lade ich /etc/rc.conf und starte /etc/rc neu, ohne zu rebooten? Gehen Sie in den Einzelbenutzermodus und dann zurück in den Mehrbenutzermodus. Geben Sie auf der Konsole folgendes ein: &prompt.root; shutdown now (Hinweis: ohne -r oder -h) &prompt.root; return &prompt.root; exit Ich wollte auf das aktuelle -STABLE updaten, und plötzlich läuft hier ein -BETAx, -RC oder -PRERELEASE. Was ist passiert? Kurze Antwort: Das ist nur ein anderer Name. RC ist die Abkürzung für Release Candidate. Es bedeutet, dass eine neue Release bevorsteht. Und -PRERELEASE bedeutet bei FreeBSD normalerweise, dass die Sourcen zur Vorbereitung auf eine Release eingefroren wurden (in einigen Releases wurde -BETA anstelle von -PRERELEASE verwendet). Ausführliche Antwort: Bei FreeBSD gibt es zwei Quellen für Releases. Die Major Releases wie 4.0-RELEASE und 5.0-RELEASE werden aus dem aktuellen Stand des Hauptzweiges der Entwicklung (besser und kürzer als -CURRENT bekannt) erzeugt. Minor Releases wie 4.1-RELEASE or 5.2-RELEASE stammen aus dem aktiven -STABLE Zweig. Seit 4.3-RELEASE gibt es es nun auch einen eigenen Zweig für jede Release, der für die Leute gedacht ist, die ein sehr konservativ weiterentwickeltes System benötigen (im Normalfall also nur Updates aus dem Bereich Sicherheit). Bevor in einem Zweig eine Release erfolgt, muss in diesem Zweig ein bestimmter Prozess ablaufen. Ein Teil dieses Prozesses ist der code freeze, der Stop der Weiterentwicklung. Sobald dieser Schritt erfolgt ist, wird der Name des Zweiges geändert, um anzuzeigen, dass demnächst eine Release erfolgen wird. Wenn der Zweig zum Beispiel 4.5-STABLE genannt wurde, wird der Name in 4.6-PRERELEASE geändert, um dies zu verdeutlichen. Weiterhin ist das ein Zeichen, dass jetzt besonders intensiv getestet werden sollte. In dieser Phase können Fehler im Sourcecode noch korrigiert werden. Wenn der Sourcecode so weit gereift ist, dass eine Release erstellt werden kann, wird der Name in 4.6-RC geändert, um genau dies anzuzeigen. In dieser Phase können nur noch extrem wichtige Korrekturen aufgenommen werden. Sobald die Release (in diesem Beispiel 4.6-RELEASE) erfolgt ist, wird der Zweig in 4.6-STABLE umbenannt. Weitere Informationen über Versionsnummern und die verschiedenen Entwicklungszweige enthält der Artikel Release Engineering. Als ich versucht habe, einen neuen Kernel zu installieren, ist das chflags fehlgeschlagen. Was mache ich jetzt? Kurze Antwort: Ihre Sicherheitseinstellung (der securelevel) ist wahrscheinlich größer als 0. Sie müssen das System neu starten und den Kernel im Single-User Modus installierten. Ausführliche Antwort: Wenn die Sicherheitseinstellung größer als 0 ist, erlaubt Ihnen FreeBSD nicht, die Systemflags zu ändern. Um den aktuellen Securelevel zu ermitteln, können Sie das folgende Kommando benutzen: &prompt.root; sysctl kern.securelevel Sie können die Sicherheitseinstellung nicht verringern, Sie müssen das System neu starten und den Kernel im Single-User Mode installieren oder die Sicherheitseinstellung in /etc/rc.conf ändern und dann das System neu starten. Weitere Detail zur Sicherheitseinstellung erhalten Sie in &man.init.8;, weitere Informationen zur rc.conf erhalten Sie in /etc/defaults/rc.conf und &man.rc.conf.5;. Ich kann die Systemzeit nicht um mehr als eine Sekunde verstellen. Was mache ich jetzt? Kurze Antwort: Ihre Sicherheitseinstellung (der securelevel) ist wahrscheinlich größer als 1. Sie müssen das System neu starten und die Systemzeit im Single-User Modus verstellen. Ausführliche Antwort: Wenn die Sicherheitseinstellung größer als 1 ist, erlaubt Ihnen FreeBSD nicht, die Systemzeit zu ändern. Um den aktuellen Securelevel zu ermitteln, können Sie das folgende Kommando benutzen: &prompt.root; sysctl kern.securelevel Sie können die Sicherheitseinstellung nicht verringern, Sie müssen das System neu starten und die Systemzeit im Single-User Mode ändern oder die Sicherheitseinstellung in /etc/rc.conf ändern und dann das System neu starten. Weitere Detail zur Sicherheitseinstellung erhalten Sie in &man.init.8;, weitere Informationen zur rc.conf erhalten Sie in /etc/defaults/rc.conf und &man.rc.conf.5;. Warum braucht &man.rpc.statd.8; 256 MByte Speicher? Nein, das Programm hat keinen Fehler und es verbraucht auch nicht 256 MByte Speicher. rpc.statd projiziert nur einen übertrieben großen Speicherbereich in seinen eigenen Adressraum. Von einem rein technischen Standpunkt aus ist das nichts verwerfliches, allerdings verwirrt es Programme wie &man.top.1; und &man.ps.1;. &man.rpc.statd.8; projiziert seine Statusdatei (die in /var liegt) in seinen Adressraum. Um die Probleme zu vermeiden, die bei einer Vergrößerung dieser Projektion entstehen könnten, wird gleich ein möglichst großer Speicherbereich benutzt. Dies kann man sehr schön im Sourcecode sehen: Die Längenangabe beim Aufruf von &man.mmap.2; ist 0x10000000, ein sechzehntel des Adressraums bei IA32, oder genau 256 MByte. Warum kann ich das Dateiattribut schg nicht löschen? Sie betreiben Ihr System mit einer erhöhten Sicherheitsstufe. Senken Sie die Sicherheitsstufe und versuchen Sie es dann noch einmal. Weitere Informationen erhalten Sie im FAQ Eintrag über Sicherheitsstufen und in der Online-Hilfe &man.init.8;. Warum funktioniert die .shosts Authentifizierung von SSH in neueren Version von FreeBSD nicht mehr? Die .shosts Authentifizierung funktioniert nicht mehr, weil &man.ssh.1; in neueren Versionen von FreeBSD nicht mehr SUID-root installiert wird. Um dieses Problem zu lösen, gibt es die folgenden Möglichkeiten: Um das Problem für immer zu lösen, müssen Sie in /etc/make.conf die Variable ENABLE_SUID_SSH auf true setzen und ssh neu übersetzen (oder make world ausführen. Übergangsweise können Sie auch die Dateirechte von /usr/bin/ssh auf 4555 setzen, indem Sie den Befehl chmod 4555 /usr/bin/ssh als root ausführen. Fügen Sie anschließend ENABLE_SUID_SSH= true in die Datei /etc/make.conf ein, damit diese Änderung erhalten bleibt, wenn Sie das nächste Mal make world ausführen. Was ist vnlru? vnlru schreibt vnodes auf Platte und gibt sie wieder frei, falls das System die Grenzwert kern.maxvnodes erreicht. Dieser Thread des Kernel tut meistens gar nichts und wird nur aktiv, wenn Sie extrem viel RAM haben und gleichzeitig auf viele zehntausende kleine Dateien zugreifen. Was bedeuten die Zustände, die top für Speicherseiten ausgibt? Speicherseiten werden vom Kernel in verschiedenen Listen verwaltet: Active: Seiten, die vor Kurzem benutzt wurden. Inactive: Seiten, die länger nicht benutzt wurden. Cache: Meistens Seiten, die vorher im Zustand Inactive waren und noch gültige Daten enthalten. Diese Seiten können sofort in ihrem alten Kontext oder in einem neuen Kontext verwendet werden. Wenn eine Seite unverändert (clean) ist, kann ein Zustandswechsel direkt von Active nach Cache erfolgen. Ob dieser Zustandswechsel möglich ist, wird durch die Seitenersetzungsstrategie bestimmt, die der Entwickler des VM-Systems festgelegt hat. Free: Seiten, die keine Daten enthalten. Diese Seiten können sofort benutzt werden, wenn Seiten im Zustand Cache nicht benutzt werden können. Seiten im Zustand Free können auch während eines Interrupts angefordert werden. Wired: Seiten, die fest im Speicher liegen und nicht ausgelagert werden können. Normalerweise werden solche Seiten vom Kernel benutzt, manchmal werden Sie aber auch für spezielle Zwecke von Prozessen verwendet. Seiten im Zustand Inactive werden oft auf Plattenspeicher geschrieben (sozusagen ein sync des VM-Systems). Wenn die CPU erkennen kann, das eine Seite unmodifiziert (clean) ist, kann auch eine Active-Seite auf den Plattenspeicher ausgeschrieben werden. In bestimmten Situationen ist es von Vorteil, wenn ein Block von VM-Seiten, unabhängig von seinem Zustand, ausgeschrieben werden kann. Die Inactive-Liste enthält wenig benutzte Seiten, die ausgeschrieben werden könnten. Seiten im Zustand Cached sind schon ausgeschrieben und stehen Prozessen für die Verwendung im alten oder in einem neuen Kontext zur Verfügung. Seiten im Zustand Cache sind nicht ausreichend geschützt und können während Unterbrechungen nicht benutzt werden. Die eben beschriebene Behandlung von Speicherseiten kann durch weitere Zustände (wie das das Busy-Flag) verändert werden. Wie viel freien Speicher hat mein System? Es gibt verschiedene Arten von freiem Speicher. Eine Art ist die Speichermenge, die sofort, ohne etwas auszulagern, zur Verfügung steht. Der gesamte VM-Bereich ist eine weitere Art des freien Speichers. Die Betrachtung ist komplex, hängt aber von der Größe des Swap-Bereichs und der Größe des Arbeitsspeichers ab. Es gibt weitere Definitionen für freien Speicher, die aber alle relativ nutzlos sind. Wichtig ist hingegen, dass wenig Seiten ausgelagert werden (paging) und der Swap-Bereich ausreichend groß ist. Ich kann /var/empty nicht löschen! Das Verzeichnis /var/empty wird von &man.sshd.8; benötigt, wenn es mit Privilege Separation läuft. Das Verzeichnis /var/empty ist leer, gehört root und ist durch das Dateiattribut schg geschützt. Wir empfehlen Ihnen, das Verzeichnis zu belassen. Sollten Sie es aber trotzdem löschen wollen, müssen Sie zuerst das schg-Attribut entfernen. Schauen Sie sich dazu die Hilfeseite &man.chflags.1; an und beachten Sie die Antwort auf die Frage wie das schg-Attribut entfernt wird.
Das X Window System und virtuelle Konsolen Was ist das X Window System? Das X Window System (oder auch nur X11) ist das am häufigsten verwendete Window System für &unix;- und &unix;-ähnliche Systeme, zu denen auch &os; gehört. Der X  Protokollstandard wird von der X.org Foundation definiert und liegt aktuell in Version 11 Relase &xorg.version; vor und wird häufig auch nur als X11 bezeichnet. Das X Window System wurde für viele verschiedene Architekturen und Betriebssysteme implementiert. Eine serverseitige Implementierung wird dabei als X-Server bezeichnet. Welche X-Implementierungen sind für &os; verfügbar? Früher war &xfree86;, die X-Implementierung des XFree86 Projects, Inc., der Standard unter &os;. Dieser X-Server wurde bis einschließlich &os; Version 4.10 und 5.2 als Standard-X-Server installiert. Die von &xorg; veröffentlichte Implementierung diente nur als Referenzplattform, weil der verwendete Code über die Jahre sehr ineffizient geworden war. Anfang 2004 verließen einige Entwickler das XFree86 Project, um fortan &xorg; direkt zu unterstützen. Der Grund dafür waren Meinungsverschiedenheiten über die Geschwindigkeit der Weiterentwicklung, die zukünftige Ausrichtung des Projekts sowie persönliche Differenzen. Zur gleichen Zeit aktualisierte &xorg; ihren Quellcodebaum auf die &xfree86;-Version 4.3.99.903, brachte viele Änderungen, die bisher getrennt verwaltet worden waren, in das Projekt ein und veröffentlichte das Paket als X11R6.7.0, bevor &xfree86; die Lizenz änderte. Ein seperates, aber mit &xorg; verbundenes Projekt, freedesktop.org (oder fd.o), arbeitet an einer Überarbeitung des ursprünglichen &xfree86;-Codes, um einerseits mehr Rechenarbeit an die Grafikkarten zu übertragen (mit dem Ziel einer deutlich erhöhten Geschwindigkeit) und andererseits den Code zu modularisieren (mit dem Ziel einer verbesserten Wartung, einer schnelleren Entwicklung sowie einer vereinfachten Konfiguration). &xorg; plant, die Weiterentwicklungen von freedesktop.org in seine zukünftigen Versionen zu integrieren. Seit Juli 2004 ist &xorg; der Standard-X-Server für &os;. Die &xfree86;-Ports (x11/XFree86-4) sind aber weiterhin über die Ports-Sammlung verfügbar. Weitere Informationen zum X Window System finden Sie im X11-Kapitel des FreeBSD-Handbuchs. Der vorletzte Absatz beschreibt nur die Standardeinstellung. Es ist nach wie vor möglich, beide Implementierungen unter &os; zu verwenden. Lesen Sie dazu die Anweisungen im Eintrag vom 23.07.2004 in der Datei /usr/ports/UPDATING. Beachten Sie, dass es derzeit nicht möglich ist, Teile aus beiden Implementierungen parallel zu verwenden. Sie müssen sich also für eine der beiden Implementierungen entscheiden. Funktionieren meine Programme auch mit der &xorg;-Implementierung noch? Der &xorg;-Server basiert auf der gleichen X11R6-Spezifikation, die auch &xfree86; verwendet, daher sollte ein Großteil der Anwendungen problemlos funktionieren. Einige selten verwendete Protokolle werden allerdings nicht mehr unterstützt (XIE, PEX, sowie lbxproxy). Die beiden ersten Protokolle wurden allerdings auch vom &xfree86;-Port nicht unterstützt. Warum hat sich das X Project überhaupt aufgespalten? Diese Frage ist nicht &os;-spezifisch. Es gibt zu diesem Thema umfangreiche Postings in diversen Mailinglist-Archiven. Suchen Sie daher über eine Suchmaschine danach, statt diese Frage auf einer &os;-Mailingliste zu stellen. Warum hat sich &os; für &xorg; als Standard-X-Server entschieden? Die Entwickler von &xorg; geben an, dass sie neue Versionen rascher veröffentlichen und neue Eigenschaften schneller implementieren wollen. Außerdem verwenden sie nach wie vor die traditionelle X-Lizenz, während &xfree86; nun eine veränderte Version benutzt. Diese Entscheidung wird nach wie vor heftig diskutiert. Nur die Zeit wird zeigen, welche Implementierung technisch überlegen ist. Jeder &os;-Benutzer hat aber die freie Wahl zwischen den beiden Implementierungen. Ich möchte X benutzen, was muss ich tun? Wenn Sie X auf einem existierenden System installieren wollen, sollten Sie den Meta-Port x11/xorg verwenden, der alle benötigen Komponenten baut und installiert. Lesen Sie danach die Dokumentation zu &man.xorgconfig.1;, das Sie bei der Konfiguration des X-Servers für Ihre Grafikkarte, Maus usw. unterstützt. Bevorzugen Sie eine grafische Konfigurationsoberfläche, sollten Sie sich &man.xorgcfg.1; ansehen. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt X11 des FreeBSD-Handbuchs. Evtentuell möchten Sie sich auch den Xaccel-Server ansehen. Nähere Details finden Sie im Abschnitt über Xi Graphics. Ich habe versucht, X zu starten, aber wenn ich startx eingebe, erhalte ich die Fehlermeldung KDENABIO failed (Operation not permitted). Was soll ich jetzt machen? Das System läuft auf einer erhöhten Sicherheitsstufe (securelevel). X kann auf einer erhöhten Sicherheitsstufe nicht gestartet werden, weil X dazu Schreibzugriff auf /dev/io benötigt. Lesen Sie dazu auch &man.init.8;. Die Frage ist also eigentlich, was Sie anders machen sollten. Sie haben zwei Möglichkeiten: Setzen Sie die Sicherheitsstufe wieder zurück auf 0 (die Einstellung erfolgt in der Regel in /etc/rc.conf) oder starten Sie &man.xdm.1; während des Starts des Systems, bevor die Sicherheitsstufe erhöht wird. Der Abschnitt enthält Informationen darüber, wie Sie &man.xdm.1; beim Start des Systems starten können. Warum funktioniert meine Maus unter X nicht? Wenn Sie syscons (den Standard-Konsoltreiber) benutzen, können Sie FreeBSD so konfigurieren, dass auf jedem virtuellen Bildschirm ein Mauszeiger unterstützt wird. Um Konflikte mit X zu vermeiden, unterstützt syscons ein virtuelles Gerät mit dem Namen /dev/sysmouse. Über dieses virtuelle Gerät können andere Programme alle Mausbewegungen und Mausclicks im MouseSystems-Format mitlesen. Falls Sie Ihre Maus auf einer oder mehreren virtuellen Konsolen und X benutzen wollen, sollten Sie zunächst lesen und dann moused installieren. Die Datei /etc/X11/xorg.conf sollte die folgenden Einträge enthalten: Section "InputDevice" Option "Protocol" "SysMouse" Option "Device" "/dev/sysmouse" ..... Einige Leute ziehen es vor, unter X /dev/mouse zu benutzen. Hierzu sollte /dev/mouse nach /dev/sysmouse gelinkt werden: &prompt.root; cd /dev &prompt.root; rm -f mouse &prompt.root; ln -s sysmouse mouse Kann ich meine Rad-Maus auch unter X benutzen? Ja. Dazu müssen Sie X nur mitteilen, dass Sie eine Maus mit 5 Tasten haben. Dazu fügen Sie die Zeilen Buttons 5 sowie ZAxisMapping 4 5 in den Abschnitt InputDevice der Datei /etc/X11/xorg.conf ein. Das Beispiel zeigt, wie ein solcher Abschnitt aussehen könnte. Abschnitt <quote>InputDevice</quote> für Rad-Mäuse in der Konfigurationsdatei von &xorg; Section "InputDevice" Identifier "Mouse1" Driver "mouse" Option "Protocol" "auto" Option "Device" "/dev/sysmouse" Option "Buttons" "5" Option "ZAxisMapping" "4 5" EndSection <quote>.emacs</quote> Beispiel für seitenweises Blättern mit einer Rad-Maus (optional) ;; wheel mouse (global-set-key [mouse-4] 'scroll-down) (global-set-key [mouse-5] 'scroll-up) X verbietet Verbindungen von entfernten Systemen! Aus Sicherheitsgründen verbietet der X-Server in der Voreinstellung Verbindungen von entfernten Systemen. Starten Sie den X-Server mit der Option , wenn Sie Verbindungen von entfernten Systemen erlauben wollen: &prompt.user; startx -listen_tcp Wieso funktionieren Menüs und Dialoge in X nicht richtig? Versuchen Sie, die Num Lock-Taste auszustellen. Falls Ihre Num Lock-Taste beim Booten standardmäßig eingeschaltet ist, sollten Sie die folgende Zeile in den Abschnitt Keyboard der Datei /etc/X11/xorg.conf einfügen: # Let the server do the NumLock processing. This should only be # required when using pre-R6 clients ServerNumLock Was ist eine virtuelle Konsole und wie erstelle ich mehr? Mit virtuellen Konsolen können Sie mehrere simultane Sitzungen auf einer Maschine laufen lassen, ohne so komplizierte Dinge wie die Einrichtung eines Netzwerkes oder die Benutzung von X zu benötigen. Wenn das System startet, wird es nach der Anzeige aller Bootmeldungen eine Eingabeaufforderung auf dem Bildschirm anzeigen. Sie können dann auf der ersten virtuellen Konsole Ihren Benutzernamen und das Passwort eingeben und anfangen, zu arbeiten (oder zu spielen!). Gelegentlich möchten Sie möglicherweise eine weitere Sitzung starten wollen, vielleicht, um die Dokumentation zu einem Programm, das Sie gerade benutzen, einzusehen, oder, um Ihre Mails zu lesen, während Sie auf das Ende einer FTP-Übertragung warten. Drücken Sie einfach Alt F2 (halten Sie die Alt-Taste gedrückt und drücken Sie die Taste F2) und Sie gelangen zur Anmelde-Aufforderung auf der zweiten virtuellen Konsole! Wenn Sie zurück zur ersten Sitzung möchten, drücken Sie Alt F1 . Die Standardinstallation von FreeBSD bietet acht aktivierte virtuelle Konsolen. Mit Alt F1 , Alt F2 , Alt F3 und so weiter wechseln Sie zwischen diesen virtuellen Konsolen. Um mehr von ihnen zu aktivieren, editieren Sie /etc/ttys und fügen Einträge für ttyv4 bis zu ttyvc nach dem Kommentar zu virtuellen Terminals ein: # Edit the existing entry for ttyv3 in /etc/ttys and change # "off" to "on". ttyv3 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv4 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv5 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv6 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv7 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv8 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyv9 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyva "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure ttyvb "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure Benutzen Sie so wenig oder soviele, wie Sie möchten. Je mehr virtuelle Terminals Sie benutzen, desto mehr Ressourcen werden gebraucht; das kann wichtig sein, wenn Sie 8MB RAM oder weniger besitzen. Sie können auch secure in insecure ändern. Wenn Sie einen X-Server benutzen möchten, müssen Sie mindestens ein virtuelles Terminal unbenutzt (oder ausgeschaltet) lassen damit der Server es benutzen kann. Das heißt, dass Sie Pech haben, wenn Sie für jede Ihrer 12 Alt-Funktionstasten eine Anmeldeaufforderung haben möchten - Sie können das nur für elf von ihnen tun, wenn Sie einen X-Server auf derselben Maschine laufen lassen möchten. Der einfachste Weg, eine Konsole zu deaktivieren, ist, sie auszuschalten. Wenn Sie zum Beispiel die oben erwähnte volle Zuordnung aller 12 Terminals hätten, müssten Sie die Einstellung für das virtuelle Terminal 12 von: ttyvb "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure in: ttyvb "/usr/libexec/getty Pc" cons25 off secure ändern. Wenn Ihre Tastatur nur über zehn Funktionstasten verfügt, bedeutet das: ttyv9 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 off secure ttyva "/usr/libexec/getty Pc" cons25 off secure ttyvb "/usr/libexec/getty Pc" cons25 off secure (Sie können diese Zeilen auch einfach löschen.) Die einfachste (und sauberste) Möglichkeit, die virtuellen Konsolen zu aktivieren, ist, zu rebooten. Wenn Sie jedoch auf keinen Fall rebooten möchten, können Sie auch einfach das X Window System herunterfahren und als root &prompt.root; kill -HUP 1 ausführen. Es ist unbedingt erforderlich, dass Sie das X Window System vollständig herunterfahren, falls es läuft. Falls Sie es nicht tun, könnte es sein, dass sich ihr System nach der Eingabe des kill-Befehls aufhängt. Wie greife ich von X aus auf virtuelle Konsolen zu? Benutzen Sie Ctrl Alt Fn um auf eine virtuelle Konsole umzuschalten. Mit Ctrl Alt F1 würden Sie zur ersten virtuellen Konsole umschalten. Sobald Sie auf eine virtuelle Konsole umgeschaltet haben, können Sie ganz normal Alt Fn benutzen, um zwischen den einzelnen virtuellen Konsolen umzuschalten. Um zu Ihrer X-Sitzung zurückzukehren, müssen Sie auf die virtuelle Konsole umschalten, auf der X läuft. Wenn Sie X über der Eingabeaufforderung gestartet haben (z.B. mit startx), benutzt X die nächste freie virtuelle Konsole und nicht die Konsole, von der es gestartet wurde. Wenn Sie acht aktive virtuelle Konsole haben, dann wird X die neunte benutzen und Sie können mit AltF9 umschalten. Wie starte ich XDM beim Booten? Es gibt zwei Denkansätze, wie &man.xdm.1; zu starten ist. Bei dem einen wird xdm unter Nutzung des mitgelieferten Beispiels über /etc/ttys (&man.ttys.5;) gestartet, während beim zweiten Ansatz rc.local (&man.rc.8;) oder das Skript X.sh im Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d verwendet wird. Beide Ansätze sind gleichwertig und der eine wird in Situationen funktionieren, in denen der andere es nicht tut. In beiden Fällen ist das Ergebnis das gleiche: X liefert eine graphische Anmeldeaufforderung. Die ttys-Methode hat den Vorteil, dass dokumentiert ist, auf welchem vty X gestartet wird und der Neustart des X-Servers beim Abmelden an init übergeben wird. Die rc.local-Methode erleichtert ein Killen von xdm, falls Probleme beim Start des X-Servers auftreten sollten. Beim Laden von rc.local sollte xdm ohne irgendwelche Argumente (das heißt als Daemon) gestartet werden. xdm muss gestartet werden NACHDEM getty läuft, andernfalls entsteht ein Konflikt zwischen getty und xdm und die Konsole bleibt gesperrt. Der beste Weg, um dies zu vermeiden, ist, das Skript für etwa zehn Sekunden anzuhalten und dann xdm zu starten. Wenn Sie xdm durch einen Eintrag in /etc/ttys starten lassen, kann es zu einem Konflikt zwischen xdm und &man.getty.8; kommen. Um dieses Problem zu vermeiden, sollten Sie die Nummer des vt in die Datei /usr/local/lib/X11/xdm/Xservers eintragen. :0 local /usr/local/bin/X vt4 Diese Zeile führt dazu, dass der X Server /dev/ttyv3 nutzt. Die beiden Zahlen weichen voneinander ab: Der X-Server beginnt die Zählung der vty bei 1, während der FreeBSD-Kernel bei 0 beginnt. Wieso erhalte ich die Meldung Couldn't open console, wenn ich xconsole benutze? Wenn Sie X mit startx starten, werden die Zugriffsrechte für /dev/console leider nicht geändert, was dazu führt, dass Dinge wie xterm -C und xconsole nicht funktionieren. Das hängt damit zusammen, wie die Zugriffsrechte für die Konsole standardmäßig gesetzt sind. Auf einem Mehrbenutzersystem möchte man nicht unbedingt, dass jeder Benutzer einfach auf die Systemkonsole schreiben kann. Für Benutzer, die sich auf einer Maschine direkt mit einem VTY anmelden, existiert die Datei &man.fbtab.5;, um derartige Probleme zu lösen. In Kürze: sorgen Sie dafür, dass sich eine nicht auskommentierte Zeile der Form /dev/ttyv0 0600 /dev/console in der Datei /etc/fbtab befindet. Das sorgt dafür, dass wer auch immer sich auf /dev/ttyv0 anmeldet, auch die Konsole besitzt. Früher konnte ich &xfree86; als normaler User starten. Warum sagt mir das System jetzt, dass ich root sein muss? Alle X-Server müssen mit der ID root laufen, um direkt auf die Videohardware zuzugreifen. Die älteren Versionen von &xfree86; (bis einschließlich 3.3.6) installierten alle mitgelieferten Server so, dass sie automatisch unter ID root ausgeführt werden (setuid to root). Dies stellt natürlich eine Gefahrenquelle dar, da die X-Server große, komplexe Programme sind. Alle neueren Versionen von &xfree86; installieren die Server aus genau diesem Grund nicht mehr "setuid root". Es ist natürlich nicht tragbar, den X-Server immer mit der ID root laufen zu lassen; auch aus Gründen der Sicherheit ist es keine gute Idee. Es gibt zwei Möglichkeiten, um X auch als normaler Benutzer starten zu können. Die erste ist die Verwendung von xdm oder eines ähnlichen Programms; die zweite ist die Benutzer von Xwrapper. xdm ist ein ständig laufendes Programm, mit dem Logins über eine graphische Benutzeroberfläche sind. Es wird normalerweise beim Systemstart initialisiert und für die Authentifizierung der Benutzer und den Start ihrer Sitzungen verantwortlich. Es ist also die graphische Entsprechung von &man.getty.8; und &man.login.1;. Weitere Informationen zum Thema xdm finden Sie in der &xfree86; Dokumentation und dem entsprechenden FAQ-Eintrag. Xwrapper ist eine Hülle für den X-Server. Mit diesem kleinen Utility ist es möglich, manuell den X-Server zu starten und weiterhin eine annehmbare Sicherheit zu haben. Das Tools prüft, ob die per Kommandozeile übergebenen Argumente halbwegs sinnvoll sind. Wenn dies der Fall ist, startet es den entsprechenden X-Server. Wenn Sie (aus welchem Grund auch immer) keine graphische Anmeldung wollen, ist Xwrapper die optimale Lösung. Wenn Sie die vollständige Ports-Sammlung installiert haben, finden Sie das Tool im Verzeichnis /usr/ports/x11/wrapper. Warum funktioniert meine PS/2-Maus nicht richtig? Ihre Maus und der Maustreiber sind etwas aus der Synchronisation geraten. In seltenen Fällen kann es jedoch sein, dass der Treiber fälschlicherweise Synchronisationsprobleme meldet und Sie in den Kernelmeldungen folgendes sehen: psmintr: out of sync (xxxx != yyyy) und Ihre Maus nicht richtig zu funktionieren scheint. Falls das passiert, deaktivieren Sie den Code zur Überprüfung der Synchronisation, indem Sie die Treiberangaben für den PS/2-Maustreiber auf 0x100 setzen. Rufen Sie UserConfig durch Angabe der Option am Boot-Prompt auf: boot: -c Geben sie dann in der Kommandozeile von UserConfig folgendes ein: UserConfig> flags psm0 0x100 UserConfig> quit Meine PS/2-Maus von MouseSystems scheint nicht zu funktionieren. Es wurde berichtet, dass einige Modelle der PS/2-Mäuse von MouseSystems nur funktionieren, wenn sie im hochauflösenden Modus betrieben werden. Andernfalls springt der Mauszeiger sehr oft in die linke obere Ecke des Bildschirms. Das Flag 0x04 des Maustreibers bringt die Maus in den hochauflösenden Modus. Rufen Sie UserConfig durch Angabe der Option am Boot-Prompt auf: boot: -c Geben sie dann in der Kommandozeile von UserConfig folgendes ein: UserConfig> flags psm0 0x04 UserConfig> quit Lesen Sie den vorigen Abschnitt über eine andere mögliche Ursache für Probleme mit der Maus. Wie kann ich einen anderen X-Server installieren? &os;-Versionen vor 5.3 verwendeten &xfree86; 4.X als Standard-X-Server. Seither wird &xorg; als Standard-X-Server verwendet. Wenn Sie einen anderen X-Server installieren wollen, müssen Sie die folgende Zeile in Ihre /etc/make.conf einfügen. (Existiert die Datei nicht, müssen Sie sie zuvor anlegen.) X_WINDOW_SYSTEM= xorg Diese Variable kann die Werte xorg, xfree86-4, oder xfree86-3 annehmen. Wie vertausche ich die Maustasten? Benutzen Sie den Befehl xmodmap -e "pointer = 3 2 1" in Ihrer .xinitrc oder .xsession. Wie installiere ich einen Splash-Screen und wo finde ich sie? &os; erlaubt die Anzeige von Splash-Screens während des Bootvorganges. Die Splash-Screens dürfen Bitmaps mit 256 Farben (*.BMP) oder ZSoft-PCX-Dateien *.PCX) sein. Damit sie mit normalen VGA-Karten dargestellt werden können, darf die Größe 320x200 Bildpunkte nicht überschreiten. Wenn Sie in ihrem Kernel die VESA-Unterstützung eingebunden haben, beträgt die maximale Größe 1024x768 Pixel. Die derzeitige VESA-Unterstützung kann entweder direkt durch die Kernelkonfigurationsoption VESA in den Kernel eingebunden werden, oder durch das Laden des VESA-kld-Moduls während des Bootens. Um einen Splash-Screen zu benutzen, müssen Sie die Startdateien, die den Bootprozess von &os; kontrollieren, modifizieren. Dazu müssen Sie die Datei /boot/loader.rc erstellen, die die folgenden Zeilen enthält: include /boot/loader.4th start Außerdem benötigen Sie die Datei /boot/loader.conf, die die folgenden Zeilen enthält: splash_bmp_load="YES" bitmap_load="YES" Dies setzt voraus, dass Sie /boot/splash.bmp als Ihren Splash-Screen benutzen. Wenn Sie lieber eine PCX-Datei benutzen wollen, dann kopieren Sie sie nach /boot/splash.pcx, erstellen Sie eine Datei /boot/loader.rc, wie oben beschrieben und eine Datei /boot/loader.conf, die folgendes enthält: splash_pcx_load="YES" bitmap_load="YES" bitmap_name="/boot/splash.pcx" Alles, was Sie nun brauchen, ist ein Splash-Screen. Hierzu können Sie durch die Gallerie bei surfen. Kann ich die &windows;-Tasten unter X benutzen? Ja, Sie müssen lediglich mit &man.xmodmap.1; festlegen, welche Aktion diese Tasten auslösen sollen. Unter der Annahme, dass alle &windows; Tastaturen dem Standard entsprechen, lauten die Keycodes für die drei Tasten 115 - &windows;-Taste zwischen den Alt- und Strg-Tasten auf der linken Seite 116 - &windows;-Taste rechts von der AltGr-Taste 117 - Menü-Taste, links von der rechten Strg-Taste Nach der folgenden Anweisung erzeugt die linke &windows;-Taste ein Komma. &prompt.root; xmodmap -e "keycode 115 = comma" Sie werden Ihren Window Manager wahrscheinlich neu starten müssen, damit diese Einstellung wirksam wird. Um die neue Belegung der &windows;-Tasten automatisch beim Start von X zu erhalten, könnten Sie entsprechende xmodmap Anweisungen in ihre ~/.xinitrc einfügen. Die bevorzugte Variante ist aber, eine Datei mit dem Namen ~/.xmodmaprc zu erzeugen, die nur die Parameter für den Aufruf von xmodmap enthält. Wenn Sie mehrere Tasten umdefinieren wollen, muss jede Definition in eine eigene Zeile gesetzt werden. Weiterhin müssen Sie in Ihrer ~/.xinitrc noch die folgende Zeile einfügen: xmodmap $HOME/.xmodmaprc Sie könnten die drei Tasten zum Beispiel mit den Funktionen F13, F14 und F15 belegen. Dadurch ist es sehr einfach, diese Tasten mit nützlichen Funktionen eines Programmes oder Desktops zu verknüpfen. Falls Sie das auch tun wollen, sollten in Ihrer ~/.xmodmaprc die folgenden Anweisungen stehen. keycode 115 = F13 keycode 116 = F14 keycode 117 = F15 Falls Sie zum Beispiel fvwm2 benutzen, können Sie ihn so einstellen, dass F13 das Fenster unter dem Mauszeiger minimiert bzw. maximiert. F14 holt das Fenster unter dem Mauszeiger in den Vordergrund bzw. ganz nach hinten, wenn es bereits im Vordergrund ist. F15 öffnet das Arbeitsplatz (Programme) Menü, auch wenn der Cursor nicht auf den Hintergrund zeigt. Dies ist extrem praktisch, wenn der gesamte Bildschirm von Fenster belegt wird; als kleiner Bonus gibt es sogar einen Zusammenhang zwischen dem Symbol auf der Taste und der durchgeführten Aktion. Dieses Verhalten kann man mit den folgenden Einträgen in der Datei ~/.fvwmrc erhalten: Key F13 FTIWS A Iconify Key F14 FTIWS A RaiseLower Key F15 A A Menu Workplace Nop Wird 3D Hardware Beschleunigung für &opengl; unterstützt? Dies hängt davon ab, welche Version von &xfree86; oder &xorg; und welche Grafikkarte Sie verwenden. Wenn Sie eine Karte mit NVIDIA-Chipsatz besitzen, benutzen Sie die binären Treiber für FreeBSD, die Sie auf der Drivers-Seite von NVIDEA finden. Wenn Sie &xfree86;-4 oder &xorg; mit Grafikkarten wie der Matrox G200/G400, ATI Rage 128/Radeon, oder 3dfx Voodoo 3, 4, 5, und Banshee einsetzen, erhalten Sie weitere Informationen auf der Webseite &xfree86;-4 Direct Rendering on FreeBSD. Netzwerke Woher kann ich Informationen über Diskless Booting bekommen? Diskless Booting bedeutet, dass die FreeBSD-Maschine über ein Netzwerk gebootet wird und die notwendigen Dateien von einem Server anstatt von der Festplatte liest. Vollständige Details finden Sie im Handbucheintrag über den plattenlosen Betrieb. Kann eine FreeBSD-Maschine als Netzwerkrouter genutzt werden? Ja. Genaue Informationen zu diesem Thema finden Sie im Abschnitt Gateways und Routen des Handbuchkapitels Weiterführende Netzwerkthemen. Kann ich meine &windows;-Maschine über FreeBSD ans Internet anbinden? Personen, die diese Frage stellen, haben typischerweise zwei PCs zu Hause: einen mit FreeBSD und einen mit einer &windows;-Variante. Die Idee ist, die FreeBSD-Maschine an das Internet anzubinden, um in der Lage zu sein, von der &windows;-Maschine über die FreeBSD-Maschine auf das Internet zuzugreifen. Das ist tatsächlich nur ein Spezialfall der vorherigen Frage. Das User-Mode &man.ppp.8; von &os; kennt die Option . Wenn Sie &man.ppp.8; mit der Option starten, in /etc/rc.conf die Variable gateway_enable auf YES setzen und Ihre &windows;-Maschine korrekt konfigurieren, sollte das hervorragend funktionieren. Weitere Informationen erhalten Sie in der Hilfeseite &man.ppp.8; oder im Abschnitt User-PPP des Handbuchs. Wenn Sie Kernel-Mode PPP verwenden oder ihre Verbindung zum Internet über Ethernet erstellt wurde, müssen Sie &man.natd.8; verwenden. Weitere Informationen dazu finden Sie im natd-Abschnitt des Handbuchs. Unterstützt FreeBSD SLIP und PPP? Ja. Lesen Sie die Manualpages &man.slattach.8;, &man.sliplogin.8;, &man.pppd.8; und &man.ppp.8;. &man.ppp.8; und &man.pppd.8; liefern Unterstützung sowohl für eingehende, als auch ausgehende Verbindungen. &man.sliplogin.8; behandelt ausschließlich eingehende Verbindungen und &man.slattach.8; behandelt ausschließlich ausgehende Verbindungen. Diese Programme werden im Abschnitt PPP und SLIP des Handbuchs beschrieben. Falls Sie nur durch einen Shell-Account Zugang zum Internet haben, sehen Sie sich einmal das Package net/slirp an. Es kann Ihnen (eingeschränkten) Zugang zu Diensten wie ftp und http direkt von Ihrer lokalen Maschine aus ermöglichen. Unterstützt FreeBSD NAT oder Masquerading? Ja. Wenn Sie NAT über eine User-PPP-Verbindung einsetzen wollen, lesen Sie bitte den User-PPP Abschnitt des Handbuchs. Wollen Sie NAT über eine andere Verbindung einsetzen, lesen Sie bitte den NATD Abschnit des Handbuchs. Wie verbinde ich zwei FreeBSD-Maschinen mit PLIP über die parallele Schnittstelle? Dieses Thema wird im Handbuch-Kapitel PLIP behandelt. Wieso kann ich das Gerät /dev/ed0 nicht erstellen? Weil das nicht notwendig ist. Bei Berkeley-basierten Netzwerkimplementationen kann nur vom Kernel-Code aus direkt auf Netzwerkkarten zugegriffen werden. Zur weiteren Information lesen Sie bitte die Datei /etc/rc.network und die Manualpages zu den unterschiedlichen Netzwerkprogrammen, die dort erwähnt werden. Falls Sie danach total verwirrt sind, sollten Sie sich ein Buch besorgen, das die Netzwerkadministration auf einem anderen BSD-ähnlichen Betriebssystem beschreibt; mit wenigen signifikanten Ausnahmen gleicht die Netzwerkadministration auf FreeBSD im Grunde der auf &sunos; 4.0 oder Ultrix. Wie kann ich Ethernet-Aliase einrichten? Wenn sich die zweite Adresse im gleichen Subnetz befindet wie eine der Adressen, die bereits auf dem Interface konfiguriert sind, benutzen Sie netmask 0xffffffff in Ihrer &man.ifconfig.8; Befehlszeile, wie z.B.: &prompt.root; ifconfig ed0 alias 204.141.95.2 netmask 0xffffffff Andernfalls geben sie die Adresse und die Netzmaske so an, wie sie es bei einem normalen Interface auch tun würden: &prompt.root; ifconfig ed0 alias 172.16.141.5 netmask 0xffffff00 Wie bringe ich meine 3C503 dazu, den anderen Anschluss zu benutzen? Wenn Sie die anderen Anschlüsse benutzen möchten, müssen Sie einen zusätzlichen Parameter in der &man.ifconfig.8;-Befehlszeile spezifizieren. Der Standard-Anschluss ist link0. Um den AUI-Anschluss anstelle des BNC-Anschlusses zu verwenden, benutzen Sie link2. Diese Angaben sollten durch Benutzung der Variablen ifconfig_* in der Datei /etc/rc.conf spezifiziert werden. Warum habe ich Probleme mit NFS und FreeBSD? Gewisse PC-Netzwerkkarten sind (um es gelinde auszudrücken) besser als andere und können manchmal Probleme mit netzwerkintensiven Anwendungen wie NFS verursachen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbucheintrag zu NFS. Warum kann ich per NFS nicht von einer &linux;-Maschine mounten? Einige Versionen des NFS-Codes von &linux; akzeptieren Mount-Requests nur von einem privilegierten Port. Versuchen Sie &prompt.root; mount -o -P linuxbox:/blah /mnt Warum kann ich per NFS nicht von einer Sun-Maschine mounten? Sun Workstations mit &sunos; 4.X akzeptieren Mount-Requests nur von einem privilegierten Port. Versuchen Sie &prompt.root; mount -o -P sunbox:/blah /mnt Warum meldet mir mountd auf meinem FreeBSD NFS-Server ständig can't change attributes und bad exports list? Die häufigste Ursache für dieses Problem ist, dass Sie den Aufbau der &man.exports.5; nicht oder nicht richtig verstanden haben. Überprüfen Sie Ihre &man.exports.5; und lesen das Kapitel NFS im Handbuch, speziell den Abschnitt Konfiguration. Warum habe ich Probleme, per PPP mit NeXTStep-Maschinen zu kommunizieren? Versuchen Sie, die TCP-Erweiterung in /etc/rc.conf zu deaktivieren, indem Sie die folgende Variable auf NO setzen: tcp_extensions=NO Xylogic's Annex-Maschinen arbeiten hier auch fehlerhaft und Sie müssen die obige Änderung benutzen, um über Sie Verbindungen herzustellen. Wie aktiviere ich die Unterstützung für IP-Multicast? Multicast-Host-Funktionen werden standardmäßig unterstützt. Wenn Sie Ihre Maschine als Multicast-Router betreiben wollen, müssen Sie Ihren Kernel mit der Option MROUTING neu kompilieren und &man.mrouted.8; starten. Wenn Sie die Variable mrouted_enable in der Datei /etc/rc.conf auf "YES" setzen, wird &man.mrouted.8; während des Systemstart automatisch gestartet. MBONE-Tools sind in ihrer eigenen Ports-Kategorie mbone verfügbar. Schauen Sie dort nach, wenn Sie die Konferenztools vic und vat suchen! Welche Netzwerkkarten basieren auf dem DEC-PCI-Chipsatz? Hier ist eine von Glen Foster gfoster@driver.nsta.org zusammengetragene Liste mit einigen aktuellen Ergänzungen: Netzwerkkarten mit DEC-PCI-Chipsatz Vendor Model ASUS PCI-L101-TB Accton ENI1203 Cogent EM960PCI Compex ENET32-PCI D-Link DE-530 Dayna DP1203, DP2100 DEC DE435, DE450 Danpex EN-9400P3 JCIS Condor JC1260 Linksys EtherPCI Mylex LNP101 SMC EtherPower 10/100 (Modell 9332) SMC EtherPower (Model 8432) TopWare TE-3500P Znyx (2.2.X) ZX312, ZX314, ZX342, ZX345, ZX346, ZX348 Znyx (3.X) ZX345Q, ZX346Q, ZX348Q, ZX412Q, ZX414, ZX442, ZX444, ZX474, ZX478, ZX212, ZX214 (10mbps/hd)
Warum muss ich für Hosts auf meiner Site den FQDN benutzen? Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass der Host sich tatsächlich in einer anderen Domäne befindet; wenn Sie sich zum Beispiel in foo.example.org befinden und einen Host namens mumble in der Domäne example.org erreichen wollen, werden Sie den fully-qualified Domainnamen mumble.example.org, anstatt nur mumble benutzen müssen. Traditionell war dies bei BSD-BIND-Resolvern erlaubt. Die aktuelle Version von bind, die mit FreeBSD ausgeliefert wird, ermöglicht jedoch nicht mehr die standardmäßige Abkürzung von nicht-fully-qualified Domainnamen für andere als ihre eigene Domäne. Ein nicht-qualifizierter Host mumble muss also entweder als mumble.foo.example.org gefunden werden, oder er wird in der Hauptdomäne gesucht. Dies unterscheidet sich vom vorherigen Verhalten, wo die Suche über mumble.example.org und mumble.edu fortgesetzt wurde. Werfen Sie einen Blick in RFC 1535, um zu erfahren, warum dies als schlechter Stil oder sogar als eine Sicherheitslücke betrachtet wurde. Als Abhilfe können Sie die Zeile search foo.example.org example.org anstelle der vorherigen domain foo.example.org in Ihre Datei /etc/resolv.conf einfügen. Stellen Sie jedoch sicher, dass die Suchreihenfolge nicht über die Grenze zwischen lokaler und öffentlicher Administration, wie RFC 1535 sie nennt, hinausreicht. Wieso erhalte ich bei allen Netzwerkoperationen die Meldung Permission denied? Dieses Problem kann auftreten, wenn Sie einen Kernel mit der Option IPFIREWALL erstellt haben. In der Voreinstellung werden alle Pakete, die nicht explizit erlaubt wurden, blockiert. Falls sie Ihr System unbeabsichtigt als Firewall konfiguriert haben, können Sie die Netzwerkfunktionalität wiederherstellen, indem Sie als root folgendes eingeben: &prompt.root; ipfw add 65534 allow all from any to any Sie können in /etc/rc.conf auch firewall_type="open" setzen. Weitere Informationen über die Konfiguration einer FreeBSD-Firewall finden Sie im Kapitel Firewalls des Handbuchs. Wie viele Einbußen zieht IPFW nach sich? Diese Frage wird im Handbuch-Kapitel Firewalls im Abschnitt IPFW Overhead und Optimierung ausführlich behandelt. Warum kann ich bei &man.ipfw.8; einen Dienst nicht mit fwd auf eine andere Maschine umlenken? Der wahrscheinlichste Grund ist, dass Sie Network Address Translation (NAT) brauchen und nicht die einfache Weiterleitung von Pakete. Die fwd Anweisung macht genau das, was da steht: Sie leitet Pakete weiter; die Daten in den Paketen werden aber nicht verändert. Ein Beispiel: 01000 fwd 10.0.0.1 from any to foo 21 Wenn ein Paket mit dem Ziel foo die Maschine mit dieser Regel erreicht, wird das Paket an 10.0.0.1 weitergeleitet; die Zieladresse im Paket lautet aber immer noch foo! Die Zieladresse wird nicht in 10.0.0.1 geändert. Die meisten Rechner werden allerdings Pakete verwerfen, wenn die Zieladresse des Paketes nicht mit der Adresse des Rechners übereinstimmt. Das ist der Grund, warum eine fwd Regel oft nicht den Effekt hat, den der Benutzer wollte. Dieses Verhalten ist aber kein Fehler, sondern erwünscht. Wenn Sie einen Dienst auf eine andere Maschine umleiten wollen, sollten Sie sich den FAQ-Eintrag über die Umleitung von Diensten oder die Online-Hilfe zu &man.natd.8; durchlesen. Auch in der Ports Sammlung sind diverse Hilfsprogramme für diesen Zweck enthalten. Wie kann ich Service-Requests von einer Maschine auf eine andere umleiten? Sie können FTP-Requests (und andere Dienste) mit dem Package socket umleiten, das im Ports-Tree in der Kategorie sysutils verfügbar ist. Ersetzen sie die Befehlszeile für den Dienst einfach so, dass stattdessen socket aufgerufen wird, zum Beispiel so: ftp stream tcp nowait nobody /usr/local/bin/socket socket ftp.example.com ftp wobei ftp.example.com und ftp entsprechend der Host und der Port sind, wohin umgeleitet werden soll. Woher kann ich ein Bandbreiten-Managementtool bekommen? Für FreeBSD gibt es drei Bandbreiten-Managementtools. &man.dummynet.4; ist als Teil von &man.ipfw.4; in FreeBSD integriert. ALTQ ist für FreeBSD 4.X kostenlos verfügbar und seit FreeBSD 5.X als Bestandteil von &man.pf.4; im Basissystem enthalten. Bei Bandwidth Manager von Emerging Technologies handelt es sich hingegen um ein kommerzielles Produkt. Warum erhalte ich die Meldung /dev/bpf0: device not configured? Der Berkeley-Paket-Filter (&man.bpf.4;) muss in den Kernel eingebunden werden, bevor er von einem Programme aus genutzt werden kann. Fügen Sie folgendes zu Ihrer Kernelkonfigurationsdatei hinzu und erstellen Sie einen neuen Kernel: pseudo-device bpf # Berkeley Packet Filter Unter FreeBSD 4.X und früheren Versionen müssen Sie noch die Gerätedateien erstellen. Wechseln Sie dazu nach dem Neustart in das Verzeichnis /dev und führen Sie den folgenden Befehl aus: &prompt.root; sh MAKEDEV bpf0 Weitere Informationen über den Umgang mit Geräten finden Sie im Handbucheintrag über Device Nodes. Habe ich, analog zum smbmount von &linux;, eine Möglichkeit, auf ein freigegebenes Laufwerk einer &windows;-Maschine in meinem Netzwerk zuzugreifen? Benutzen Sie die Kernel-Erweiterungen und Benutzerprogramme aus dem Programmpaket SMBFS. Das Paket und weitergehende Informationen sind unter net/smbfs in den Ports verfügbar; ab der Version 4.5 ist SMBFS Bestandteil des Basissystems. Was bedeutet die Meldung icmp-response bandwidth limit 300/200 pps in meinen Logfiles? Mit dieser Meldung teilt Ihnen der Kernel mit, dass irgend jemand versucht, ihn zur Generierung von zu vielen ICMP oder TCP reset (RST) Antworten zu provozieren. ICMP Antworten sind oft das Ergebnis von Verbindungsversuchen zu unbenutzten UDP Ports. TCP Resets werden generiert, wenn jemand versucht, eine Verbindung zu einem ungenutzten TCP Port aufzubauen. Die Meldungen können unter anderem durch die folgenden Ereignisse ausgelöst werden: Denial of Service (DoS) Angriffe mit der Brechstange (und nicht durch Angriffe mit einzelnen Paketen, die gezielt eine Schwachstelle des Systems ausnutzen sollen). Port Scans, bei denen versucht wird, Verbindungen zu einer großen Anzahl von Ports (und nicht nur einigen bekannten Ports) herzustellen. Die erste Zahl gibt an, wie viele Pakete vom Kernel ohne das Limit versendet worden wären; die zweite Zahl gibt das Limit an. Sie können das Limit mit Hilfe der sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim einstellen. Im Beispiel wird das Limit auf 300 Pakete pro Sekunde gesetzt: &prompt.root; sysctl -w net.inet.icmp.icmplim=300 Wenn Sie zwar die Begrenzung benutzen möchten, aber die Meldungen nicht in Ihren Logfiles sehen möchten, können Sie die Meldungen mit der sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim_output abschalten: &prompt.root; sysctl -w net.inet.icmp.icmplim_output=0 Falls Sie die Begrenzung ganz abschalten wollen, können Sie die Sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim auf 0. Wir raten Ihnen aus den oben genannten Gründen dringend von diesem Schritt ab. Was bedeutet die Meldung arp: unknown hardware address format? Ein Gerät im lokalen Ethernet verwendet eine MAC-Adresse in einem Format, das FreeBSD nicht kennt. Der wahrscheinlichste Grund ist, dass jemand Experimente mit einer Ethernet-Karte anstellt. Die Meldung tritt sehr häufig in Netzwerken mit Cable Modems auf. Die Meldung ist harmlos und sollte die Performance Ihres Systems nicht negativ beeinflussen. Ich habe gerade CVSup installiert, aber das Programm bricht mit Fehlermeldungen ab. Was ist da schief gelaufen? Schauen Sie bitte zuerst nach, ob Sie eine Fehlermeldung wie die unten gezeigte erhalten. /usr/libexec/ld-elf.so.1: Shared object "libXaw.so.6" not found Solche Fehlermeldungen erhalten Sie, wenn Sie den net/cvsup Port auf einer Maschine installieren, die kein &xfree86;-System besitzt. Wenn Sie das GUI von CVSup benutzen wollen, müssen Sie &xfree86; installieren. Wenn Sie CVSup nur auf der Kommandozeile benutzen wollen, entfernen Sie bitte den Port, den Sie gerade installiert haben. Installieren Sie stattdessen den Port net/cvsup-without-gui. Genauere Informationen finden Sie im CVSup Abschnitt des Handbuchs.
Sicherheit Was ist ein Sandkasten (sandbox)? Sandkasten (sandbox) ist ein Ausdruck aus dem Bereich Sicherheit. Er hat zwei Bedeutungen: Ein Programm, das innerhalb virtueller Wände ausgeführt wird. Wenn ein Angreifer über eine Sicherheitslücke in diesen Programm einbricht, verhindern diese Wände ein tieferes Vordringen in das System. Man sagt: Der Prozess kann innerhalb der Wände spielen, das heißt nichts, was der Prozess in Bezug auf die Ausführung von Code tut, kann die Wände durchbrechen. Es ist also keine detailierte Revision des Codes erforderlich, um gewisse Aussagen über seine Sicherheit machen zu können. Die Wände könnten z.B. eine Benutzerkennung sein. Dies ist die Definition, die in den Hilfeseiten &man.security.7; und &man.named.8; benutzt wird. Nehmen Sie zum Beispiel den Dienst ntalk (siehe auch /etc/inetd.conf). Dieser Dienst ist früher mit der Benutzerkennung root gelaufen; nun läuft er mit der Benutzerkennung tty. Der Benutzer tty ist ein Sandkasten, der dazu gedacht ist, es jemandem, der über ntalk erfolgreich in das System eingebrochen ist, schwer zu machen, über diese Benutzerkennung hinaus vorzudringen. Ein Prozess, der sich innerhalb einer simulierten Maschine befindet. Dies ist etwas fortgeschrittener; grundsätzlich bedeutet es, dass jemand, der in der Lage ist, in einen Prozess einzudringen, annehmen könnte, er könnte weiter in die Maschine eindringen, tatsächlich aber nur in eine Simulation der Maschine einbricht und keine echten Daten verändert. Der gängigste Weg, dies zu erreichen, ist, in einem Unterverzeichnis eine simulierte Umgebung zu erstellen und den Prozess in diesem Verzeichnis mit chroot auszuführen (für diesen Prozess ist / dieses Verzeichnis und nicht das echte / des Systems). Eine weitere gebräuchliche Anwendung ist, ein untergeordnetes Dateisystem nur mit Leserechten zu mounten, und dann darüber eine Dateisystemebene zu erstellen, die einem Prozess einen scheinbar schreibberechtigten Blick in das Dateisystem gibt. Der Prozess mag glauben, dass er in der Lage ist, diese Dateien zu verändern, aber nur der Prozess sieht diesen Effekt - andere Prozess im System natürlich nicht. Es wird versucht, diese Art von Sandkasten so transparent zu gestalten, dass der Benutzer (oder Hacker) nicht merkt, dass er sich in ihm befindet. Ein &unix; System implementiert zwei Arten von Sandkästen - eine auf Prozessebene und die andere auf der Ebene der Benutzerkennung. Jeder Prozess auf einem &unix; System ist komplett von allen anderen Prozessen abgeschirmt. Ein Prozess kann den Adressraum eines anderen Prozesses nicht modifizieren. Das ist anders als bei &windows;, wo ein Prozess leicht den Adressraum eines anderen überschreiben kann, was zu einem Absturz führt. Ein Prozess gehört einer bestimmten Benutzerkennung. Falls die Benutzerkennung nicht die von root ist, dient sie dazu, den Prozess von Prozessen anderer Benutzer abzuschirmen. Die Benutzerkennung wird außerdem dazu genutzt, Daten auf der Festplatte abzuschirmen. Was sind die Sicherheitsstufen? Die Sicherheitsstufen sind ein Sicherheitsmechanismus, der im Kernel angesiedelt ist. Wenn die Sicherheitsstufe einen positiven Wert hat, verhindert der Kernel die Ausführung bestimmter Tätigkeiten; nicht einmal der Super-User (also root) darf sie durchführen. Zurzeit können über die Sicherheitsstufen unter anderem die folgenden Tätigkeiten geblockt werden: Änderungen bestimmter Dateiattribute, wie zum Beispiel schg (das "system immutable" Attribut) Schreibender Zugriff auf die Speicherbereiche des Kernels mittels /dev/mem und /dev/kmem. Laden von Kernel-Modulen. Änderungen an den Firewall-Regeln. Um die eingestellte Sicherheitsstufe eines aktiven Systems abzufragen, reicht das folgende einfache Kommando: &prompt.root; sysctl kern.securelevel Die Ausgaben wird den Namen der &man.sysctl.8;-Variablen (in diesem Fall kern.securelevel) und eine Zahl enthalten. Die Zahl ist der aktuelle Wert der Sicherheitsstufe. Wenn die Zahl positiv (größer als Null) ist, sind zumindestens einige der Schutzmaßnahmen aktiviert. Sie können die Sicherheitsstufe eines laufenden Systems nicht verringern, da dies den Mechanismus wertlos machen würden. Wenn Sie eine Tätigkeit ausführen müssen, bei der die Sicherheitsstufe nicht-positiv sein muss (z.B. ein installworld oder eine Änderung der Systemzeit), dann müssen Sie die entsprechende Einstellung in /etc/rc.conf ändern (suchen Sie nach den Variablen kern_securelevel und kern_securelevel_enable) und das System rebooten. Weitere Informationen über die Sicherheitsstufen und genaue Informationen, was die Einstellungen bewirken, können Sie der Online-Hilfe &man.init.8; entnehmen. Die Sicherheitsstufen sind kein magischer Zauberstab, der alle Ihre Problem löst; es gibt viele bekannte Probleme. Und in der Mehrzahl der Fälle vermitteln sie ein falsches Gefühl der Sicherheit. Eines der größten Probleme ist, dass alle für den Start des Systems benötigten Dateien geschützt sein müssen, damit die Sicherheitsstufe effektiv sein können. Wenn es ein Angreifer schafft, seine eigenen Programme ausführen zu lassen, bevor die Sicherheitsstufe gesetzt wird (was leider erst gegen Ende des Startvorgangs erfolgen kann, da viele der notwendigen Tätigkeiten für den Systemstart nicht mit einer gesetzten Sicherheitsstufe möglich wären), werden die Schutzmechanismen ausgehebelt. Es ist zwar nicht technisch unmöglich, alle beim Systemstart genutzten Dateien zu schützen; allerdings würde in einem so geschützten System die Administration zu einem Alptraum, da man das System neu starten oder in den Single-User Modus bringen müsste, um eine Konfigurationsdatei ändern zu können. Dieses und andere Probleme werden häufig auf den Mailinglisten diskutiert, speziell auf auf der Mailingliste &a.security;. Das verfügbare Archiv enthält ausgiebige Diskussionen. Einige Benutzer sind guter Hoffnung, dass das System der Sicherheitsstufen bald durch ein besser konfigurierbares System ersetzt wird, aber es gibt noch keine definitiven Aussagen. Fühlen Sie sich gewarnt. Wieso wartet BIND (named) sowohl auf Port 53 als auch auf einem hohen Port auf Anfragen? FreeBSD benutzt eine Version von BIND, die einen Port mit einer hohen, zufälligen Nummer für den Versand von Anfragen nutzt. Wenn Sie Port 53 für abgehende Anfragen benutzen wollen, um durch eine Firewall zu kommen oder sich einfach nur besser zu fühlen, können die folgenden Zeilen in /etc/namedb/named.conf eintragen. options { query-source address * port * 53; }; Wenn Sie möchten, können Sie statt * auch eine einzelne IP-Adresse eintragen, um die Dinge noch weiter einzuschränken. Ach übrigens, herzlichen Glückwunsch. Es ist eine sehr gute Angewohnheit, die Ausgaben von &man.sockstat.1; durchzusehen und auf merkwürdige Dinge zu achten. Wieso wartet Sendmail neuerdings sowohl auf Port 587 als auch auf dem Standard-Port 25 auf Anfragen? Aktuelle Sendmail-Versionen unterstützen eine neue Technik zur Einlieferung von Mails, die Port 587 nutzt. Diese Technik wird zwar noch nicht oft angewendet, erfreut sich aber ständig steigenden Popularität, Woher kommt dieser Benutzer toor mit UID 0? Ist mein System gehackt worden? Keine Panik. toor ist ein alternativer Account für den Super-User (wenn man root rückwärts schreibt, erhält man toor). Früher wurde er nur erzeugt, wenn die Shell &man.bash.1; installiert wurde, heute wird er auf jeden Fall erzeugt. Dieser Account ist für die Verwendung mit einer alternativen Shell vorgesehen; damit ist es nicht mehr erforderlich, die Shell von root zu ändern. Dies ist wichtig, wenn eine Shell verwendet wird, die nicht zum Lieferumfang von FreeBSD gehört, zum Beispiel aus einem Port oder einem Package. Diese Shells werden in der Regel in /usr/local/bin installiert und dieses Verzeichnis liegt standardmäßig auf einem anderem Filesystem. Wenn die Shell von root in /usr/local/bin liegt und /usr (oder das Filesystem, auf dem /usr/local/bin liegt) nicht gemountet werden kann, kann sich root nicht mehr einloggen, um das Problem zu beheben. Es ist allerdings möglich, das System zu rebooten und das Problem im Single-User Modus zu lösen, da man hier gefragt wird, welche Shell benutzt werden soll. Einige Anwender benutzen toor mit einer alternativen Shell für die tägliche Arbeit und benutzen root (mit der Standard-Shell) für den Single-User Modus und für Notfälle. Standardmäßig kann man sich nicht als toor anmelden, da der Account kein gültiges Passwort hat; Sie müssen sich also als root anmelden und ein Passwort für toor setzen, wenn Sie diesen Account benutzen wollen. Warum funktioniert suidperl nicht richtig? Aus Sicherheitsgründen wird suidperl standardmäßig ohne das SUID-Bit installiert. Der Systemadministrator kann das normale Verhalten mit dem folgenden Befehl herstellen: &prompt.root; chmod u+s /usr/bin/suidperl Wenn Sie wollen, dass suidperl auch beim Update via Sourcecode das SUID-Bit erhält, müssen Sie in /etc/make.conf die Zeile ENABLE_SUIDPERL=true einfügen, bevor Sie make buildworld starten. PPP Ich bekomme &man.ppp.8; nicht zum Laufen. Was mache ich falsch? Sie sollten zuerst &man.ppp.8; (die Manualpage zu ppp) und den Abschnitt zu PPP im Handbuch lesen. Aktivieren Sie das Logging mit folgendem Befehl: set log Phase Chat Connect Carrier lcp ipcp ccp command Dieser Befehl kann an der Eingabeaufforderung von &man.ppp.8; eingegeben oder in die Konfigurationsdatei /etc/ppp/ppp.conf eingetragen werden (der beste Ort hierfür ist der Anfang des Abschnitts default. Stellen Sie sicher, dass die Datei /etc/syslog.conf die folgenden Zeilen enthält: !ppp *.* /var/log/ppp.log und, dass die Datei /var/log/ppp.log existiert. Sie können nun über die Logfiles eine Menge darüber herausfinden, was geschieht. Es macht nichts, wenn die Einträge in den Logfiles Ihnen gar nichts sagen. Wenn Sie jemandem um Hilfe bitten müssen, könnten sie für ihn von Nutzen sein. Warum hängt sich ppp auf, wenn ich es benutze? Das liegt meistens daran, dass Ihr Rechnername nicht aufgelöst werden kann. Um dieses Problem zu lösen, müssen Sie sicherstellen, dass die Datei /etc/hosts von Ihrem Resolver zuerst genutzt wird. Dazu muss in der Datei /etc/host.conf der Eintrag hosts an die erste Stelle gesetzt werden. Erstellen Sie dann einfach für Ihren lokalen Rechner einen Eintrag in der Datei /etc/hosts. Falls Sie kein lokales Netzwerk besitzen, ändern Sie die localhost-Zeile: 127.0.0.1 foo.example.com foo localhost Andernfalls fügen Sie einfach einen weiteren Eintrag für Ihren lokalen Rechner hinzu. Weitere Details finden Sie in den betreffenden Manualpages. Wenn Sie fertig sind sollten Sie ping -c1 `hostname` erfolgreich ausführen können. Warum wählt &man.ppp.8; im -auto-Modus nicht? Überprüfen Sie zunächst, ob Sie einen Standard-Gateway eingestellt haben. Wenn Sie netstat -rn ausführen, sollten Sie zwei Einträge ähnlich den folgenden sehen: Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire default 10.0.0.2 UGSc 0 0 tun0 10.0.0.2 10.0.0.1 UH 0 0 tun0 Hier wird angenommen, dass Sie die Adressen aus dem Handbuch, der Manualpage oder aus der Datei ppp.conf.sample benutzt haben. Falls Sie keine Standardroute haben, kann es daran liegen, dass Sie eine alte Version von &man.ppp.8; benutzen, die das Wort HISADDR in der Datei ppp.conf nicht versteht. Ein weiterer Grund dafür, dass die Zeile für die Standardroute fehlt, könnte der sein, dass Sie fälschlicherweise eine Standardroute in der Datei /etc/rc.conf eingetragen und die folgende Zeile in ppp.conf ausgelassen haben: delete ALL Lesen Sie in diesem Fall den Abschnitt Abschließende Systemkonfiguration des Handbuchs. Was bedeutet No route to host? Dieser Fehler beruht für gewöhnlich auf einem fehlenden Abschnitt MYADDR: delete ALL add 0 0 HISADDR in Ihrer Datei /etc/ppp/ppp.linkup. Er ist nur notwendig, wenn Sie eine dynamische IP-Adresse besitzen oder die Adresse Ihres Gateways nicht kennen. Wenn Sie den interaktiven Modus benutzen, können Sie folgendes eingeben, nachdem Sie in den packet mode gelangt sind (den Paket Modus erkennen Sie an PPP im Prompt): delete ALL add 0 0 HISADDR Weitere Details finden Sie im Abschnitt PPP und Dynamische IP-Adressen des Handbuchs. Wieso werden meine Verbindungen nach ca. drei Minuten beendet? Der Standardtimeout für &man.ppp.8; beträgt drei Minuten. Er kann durch die Zeile set timeout NNN eingestellt werden, wobei NNN die Inaktivität in Sekunden, bevor die Verbindung geschlossen wird, angibt. Falls NNN Null ist, wird die Verbindung niemals aufgrund eines Timeouts geschlossen. Es ist möglich, diesen Befehl in die Datei ppp.conf einzubinden, oder ihn an der Eingabeaufforderung im interaktiven Modus einzugeben. Durch eine Verbindung zum Server-Socket von ppp über &man.telnet.1; oder &man.pppctl.8; ist es auch möglich, den Timeout bei aktiver Verbindung anzupassen. Weitere Details finden Sie in der Manualpage &man.ppp.8;. Wieso bricht meine Verbindung bei hoher Auslastung ab? Falls Sie Link-Quality-Reporting (LQR) konfiguriert haben, ist es möglich, dass zu viele LQR-Pakete zwischen Ihrer Maschine und dem verbundenen Rechner verloren gehen. ppp folgert daraus, dass die Verbindung nicht in Ordnung ist und schließt sie. Vor FreeBSD Version 2.2.5 war LQR standardmäßig aktiviert; nun ist es standardmäßig deaktiviert. Es kann durch folgende Zeile deaktiviert werden: disable lqr Warum brechen meine Verbindungen nach unbestimmter Zeit zusammen? Wenn die Qualität Ihrer Telefonleitung zu schlecht oder bei Ihrem Anschluss die Option (Telekomdeutsch: das Leistungsmerkmal) Anklopfen aktiviert ist, kann es manchmal vorkommen, dass Ihr Modem auflegt, weil es (fälschlicherweise) annimmt, dass es das Trägersignal verloren hat. Bei den meisten Modems gibt es eine Einstellmöglichkeit, um anzugeben, wie tolerant es gegenüber vorübergehenden Verlusten des Trägersignals sein soll. Bei einem USR &sportster; wird dies zum Beispiel im Register S10 in Zehntelsekunden angegeben. Um Ihr Modem toleranter zu machen, können Sie zu Ihrem Wählbefehl die folgende Sende-Empfangs-Sequenz hinzufügen: set dial "...... ATS10=10 OK ......" Weitere Information sollten Sie dem Handbuch Ihres Modems entnehmen können. Warum hängen meine Verbindung nach einer unbestimmten Zeit? Viele Leute machen Erfahrungen mit hängenden Verbindungen ohne erkennbaren Grund. Als erstes muss festgestellt werden, welche Seite der Verbindung hängt. Wenn Sie ein externes Modem benutzen, können Sie einfach versuchen, &man.ping.8; zu benutzen, um zu sehen, ob die TD-Anzeige aufleuchtet, wenn Sie Daten übertragen. Falls sie aufleuchtet (und die RD-Anzeige nicht), liegt das Problem am anderen Ende. Falls TD nicht aufleuchtet, handelt es sich um ein lokales Problem. Bei einem internen Modem müssen Sie den Befehl set server in Ihrer Datei ppp.conf benutzen. Stellen Sie über &man.pppctl.8; eine Verbindung zu &man.ppp.8; her, wenn die Verbindung hängt. Falls Ihre Netzwerkverbindung plötzlich wieder funktioniert (ppp wurde durch die Aktivität auf dem Diagnose-Socket wiederbelebt) oder Sie keine Verbindung bekommen (vorausgesetzt, der Befehl set socket wurde beim Start erfolgreich ausgeführt), handelt es sich um ein lokales Problem. Falls Sie eine Verbindung bekommen und die externe Verbindung weiterhin hängt, aktivieren Sie lokales asynchrones Logging mit set log local async und benutzen Sie &man.ping.8; von einem anderen Fenster oder Bildschirm aus, um die externe Verbindung zu benutzen. Das asynchrone Logging zeigt Ihnen, welche Daten über die Verbindung gesendet und empfangen werden. Falls Daten hinausgehen, aber nicht zurückkommen, handelt es sich um ein externes Problem. Wenn Sie festgestellt haben, ob es sich um ein lokales oder um ein externes Problem handelt, haben Sie zwei Möglichkeiten: Wenn es ein externes Problem ist, lesen Sie bitte bei weiter. Handelt es sich um ein lokales Problem, lesen Sie bitte . Was kann ich machen, wenn die Gegenstelle nicht antwortet? Hier können Sie wenig tun. Die meisten ISPs werden ablehnen, Ihnen zu helfen, wenn Sie kein Betriebssystem von Microsoft benutzen. Sie können enable lqr in Ihrer Datei ppp.conf angeben, wodurch &man.ppp.8; ermöglicht wird, ein externes Versagen zu erkennen und aufzulegen, aber diese Erkennung ist relativ langsam und deshalb nicht besonders nützlich. Evtl. sagen Sie Ihrem ISP nicht, dass Sie user-PPP benutzen... Versuchen Sie zunächst, jegliche Datenkompression auszuschalten, indem Sie folgendes zu Ihrer Konfiguration hinzufügen: disable pred1 deflate deflate24 protocomp acfcomp shortseq vj deny pred1 deflate deflate24 protocomp acfcomp shortseq vj Stellen Sie nun wieder eine Verbindung her, um festzustellen, ob sich etwas geändert hat. Falls es nun besser läuft oder falls das Problem vollständig behoben ist, versuchen Sie durch schrittweises Ändern der Einstellungen festzustellen, welche Einstellung den Unterschied bewirkt. Hierdurch erhalten Sie schlüssige Fakten für ein Gespräch mit Ihrem ISP (andererseits wird hierdurch offensichtlich, dass Sie kein Microsoft-Produkt benutzen). Aktivieren Sie asynchrones Logging und warten Sie, bis die Verbindung wieder hängt, bevor Sie sich an Ihren ISP wenden. Hierzu kann einiges an Plattenplatz nötig sein. Die Daten, die als letztes von dem Port gelesen wurden, könnten von Interesse sein. Für gewöhnlich handelt es sich um ASCII-Text, der sogar den Fehler beschreiben kann (Memory fault, core dumped). Falls Ihr ISP hilfsbereit ist, sollte er in der Lage sein, an seinem Ende das Logging zu aktivieren und wenn das nächste Mal die Verbindung abbricht, könnte er Ihnen mitteilen, worin das Problem auf seiner Seite besteht. Gerne können Sie Details auch an &a.brian; schicken, oder Ihren ISP bitten, sich direkt an ihn zu wenden. Was kann ich tun, wenn sich &man.ppp.8; aufhängt? In diesem Fall erstellen Sie am besten &man.ppp.8; neu, indem Sie CFLAGS+=-g und STRIP= am Ende des Makefiles einfügen und dann make clean && make && make install ausführen. Suchen Sie die Prozessnummer von &man.ppp.8; mit ps ajxww | fgrep ppp, wenn &man.ppp.8; sich aufhängt und führen Sie gdb ppp PID aus. Am gdb-Prompt können Sie bt benutzen, um einen Auszug von Stack zu erhalten. Senden Sie die Ergebnisse an &a.brian;. Warum passiert nach der Nachricht Login OK! nichts? Bei Freebsd-Versionen vor 2.2.5 wartete &man.ppp.8; darauf, dass der Partner das Line Control Protocol (LCP) initiiert. Viele ISPs starten nicht mit der Initiierung, sondern erwarten dies vom Client. Benutzen Sie die folgende Zeile, um &man.ppp.8; zu veranlassen, LCP zu initiieren: set openmode active Für gewöhnlich schadet es nicht, wenn beide Seiten versuchen, Verhandlungen einzuleiten. Deshalb ist openmode nun standardmäßig aktiv. Im nächsten Abschnitt wird allerdings erklärt, in welchen Fällen es doch schadet. Ich sehe ständig Fehlermeldungen über gleiche Magic Numbers Was heißt das? Nach dem Aufbau einer Verbindung kann es sein, dass Sie in der Logdatei gelegentlich Meldungen mit dem Hinweis magic is the same sehen. Manchmal sind diese Meldungen harmlos und manchmal bricht die eine oder andere Seite die Verbindung ab. Die meisten Implementationen von PPP können dieses Problem nicht handhaben und Sie werden wiederholte Konfigurationsanforderungen und -bestätigungen in der Logdatei finden, bis &man.ppp.8; schließlich aufgibt und die Verbindung beendet. Dies geschieht normalerweise auf Servern mit langsamen Festplatten, bei denen ein getty auf dem Port ausgeführt und &man.ppp.8; nach dem Einloggen von einem Login-Skript oder einem Programm aus gestartet wird. Ich habe auch davon gehört, dass dies bei der Benutzung von slirp regelmäßig auftritt. Der Grund hierfür ist, dass das ppp auf der Client-Seite in der Zeit, die benötigt wird, getty zu beenden und ppp zu starten, bereits beginnt, Line Control Protocol (LCP) Pakete zu senden. Da ECHO auf dem Serverport weiterhin eingeschaltet ist, werden diese Pakete zum &man.ppp.8; auf der Client-Seite reflektiert. Ein Teil der LCP-Verhandlungen ist die Einrichtung einer Magic Number für jede Seite der Verbindung, damit Echos erkannt werden können. Das Protokoll besagt, dass, wenn der Partner versucht, die gleiche Magic Number auszuhandeln, ein NAK zurückgesendet und eine neue "Magic Number" gewählt werden soll. Während der Server das ECHO eingeschaltet hat, sendet der Client LCP Pakete, sieht die gleiche Magic Number im reflektierten Paket und erzeugt ein NAK. Er sieht auch das reflektierte NAK (was bedeutet, dass &man.ppp.8; seine "Magic Number" ändern muss). Hierdurch wird eine Vielzahl von Änderungen der Magic Number hervorgerufen, die sich allesamt im tty-Puffer des Servers ansammeln. Sobald &man.ppp.8; auf dem Server startet, wird es mit Änderungen der Magic Number überflutet und entscheidet, dass es sich zur Genüge mit den LCP-Verhandlungen beschäftigt hat und gibt auf. Und während sich der Client noch darüber freut, dass er keine weiteren Reflexionen sieht, wird ihm gemeldet, dass der Server auflegt. Dies kann verhindert werden, indem dem Partner durch die folgende Zeile in der Datei ppp.conf erlaubt wird, mit der Verhandlung zu beginnen: set openmode passive Hierdurch wird &man.ppp.8; mitgeteilt, darauf zu warten, dass der Server mit den LCP-Verhandlungen beginnt. Einige Server starten jedoch nie mit der Verhandlungen; falls dies der Fall ist, können Sie folgendes tun: set openmode active 3 Hierdurch bleibt &man.ppp.8; für drei Sekunden passiv und fängt dann erst an, LCP-Anforderungen zu senden. Falls der Partner während dieser Zeit beginnt, Anforderungen zu senden, wird &man.ppp.8; direkt antworten und nicht erst, nachdem die drei Sekunden abgelaufen sind. Die LCP-Verhandlungen dauern an, bis die Verbindung geschlossen wird. Was mache ich falsch? Es gibt eine Fehlfunktion in der Implementierung von &man.ppp.8;, die darin besteht, dass LCP-, CCP- & IPCP-Antworten nicht mit den ursprünglichen Anforderungen assoziiert werden. Für den Fall, dass eine Implementation von PPP mehr als sechs Sekunden langsamer ist, als die andere Seite, resultiert das darin, dass die andere Seite zwei weitere LCP-Konfigurationsanforderungen sendet, was fatale Auswirkungen hat. Stellen Sie sich vor, wir hätten es mit zwei Implementierungen A und B zu tun. A beginnt unmittelbar nach der Verbindung, LCP-Anforderungen zu senden und B benötigt sieben Sekunden, zu starten. Wenn B startet, hat A bereits drei LCP-Anforderungen gesendet. Wir nehmen an, dass ECHO ausgeschaltet ist; andernfalls würden wir Probleme mit der "Magic Number" beobachten, wie bereits im vorherigen Abschnitt beschrieben. B sendet eine Anforderung und anschließend eine Bestätigung der ersten Anforderung von A. Dies führt dazu, dass A in den Zustand OPENED übergeht und eine Bestätigung (die erste) zurück an B sendet. In der Zwischenzeit sendet B zwei weitere Bestätigungen als Antwort auf die zusätzlichen Anforderungen, die von A gesendet worden sind, bevor B gestartet ist. B empfängt dann die erste Bestätigung von A und geht in den Zustand OPENED über. A empfängt die zweite Bestätigung von B, geht zurück in den Zustand REQ-SENT und sendet eine weitere (vierte) Anforderung entsprechend dem RFC. A empfängt dann die dritte Bestätigung und geht in den Zustand OPENED über. In der Zwischenzeit empfängt B die vierte Anforderung von A, wechselt in den Zustand ACK-SENT und sendet eine weitere (zweite) Anforderung und (vierte) Bestätigung entsprechend dem RFC. A erhält die Anforderung, geht in den Zustand REQ-SENT über, sendet eine weitere Anforderung, erhält unverzüglich die nächste Bestätigung und geht in OPENED über. Das geht so weiter, bis eine Seite erkennt, dass man zu keinem Ergebnis gelangt und aufgibt. Am besten verhindert man solche Situationen, indem man eine Seite als passiv konfiguriert, also dafür sorgt, dass eine Seite darauf wartet, dass die andere mit den Verhandlungen beginnt. Das kann durch den Befehl set openmode passive geschehen. Diese Option sollten Sie mit Vorsicht genießen. Folgenden Befehl sollten Sie benutzen, um die Wartezeit auf den Beginn der Verhandlungen des Partners von &man.ppp.8; zu begrenzen: set stopped N Alternativ kann der Befehl set openmode active N (wobei N die Wartezeit in Sekunden vor Beginn der Verhandlungen angibt) benutzt werden. Weitere Details finden Sie in den Manualpages. Warum reagiert &man.ppp.8; nicht mehr, wenn ich es mit shell verlassen habe? Wenn Sie den Befehl shell oder ! benutzen, führt &man.ppp.8; eine Shell aus (falls Sie Argumente übergeben haben, führt &man.ppp.8; diese Argumente aus). &man.ppp.8; wartet auf die Beendigung des Befehls, bevor es seine Arbeit fortsetzt. Falls Sie versuchen, die PPP-Verbindung während der Programmausführung zu benutzen, wird es so aussehen, als wäre die Verbindung eingefroren. Das liegt daran, dass &man.ppp.8; auf die Beendigung des Befehls wartet. Falls Sie solche Befehle verwenden möchten, benutzen Sie stattdessen den Befehl !bg. Hierdurch wird der angegebene Befehl im Hintergrund ausgeführt und &man.ppp.8; kann fortfahren, die Verbindung zu bedienen. Warum wird &man.ppp.8; niemals beendet, wenn ich es über ein Nullmodem-Kabel benutze? Es gibt keine Möglichkeit für &man.ppp.8;, automatisch festzustellen, ob eine direkte Verbindung beendet worden ist. Das liegt an den Leitungen, die bei einem seriellen Nullmodem-Kabel benutzt werden. Wenn Sie diese Art der Verbindung verwenden, sollte LQR immer aktiviert werden: enable lqr LQR wird standardmäßig akzeptiert, wenn es vom Partner ausgehandelt wird. Warum wählt &man.ppp.8; im Modus -auto ohne Grund? Falls &man.ppp.8; unerwarteterweise wählt, müssen Sie den Grund herausfinden und Wählfilter (dfilters) einsetzen, um dies zu verhindern. Benutzen Sie die folgende Zeile, um den Grund herauszufinden: set log +tcp/ip Dadurch wird jeglicher Verkehr über die Verbindung geloggt. Wenn das nächste mal unerwartet eine Verbindung hergestellt wird, werden Sie den Grund zusammen mit einer hilfreichen Zeitangabe in der Logdatei finden. Sie können nun das Wählen aufgrund dieser Bedingungen verhindern. Normalerweise wird diese Art von Problemen durch Anfragen an den DNS verursacht. Um zu verhindern, dass DNS-Anfragen den Aufbau der Verbindung hervorrufen (das verhindert nicht, dass Pakete über eine bestehende Verbindung gesendet werden), benutzen Sie die folgenden Zeilen: set dfilter 1 deny udp src eq 53 set dfilter 2 deny udp dst eq 53 set dfilter 3 permit 0/0 0/0 Dies ist nicht immer brauchbar, weil es effektiv Ihre Fähigkeit, auf Anforderung wählen zu können einschränkt - die meisten Programme müssen eine DNS-Anfrage durchführen, bevor Sie andere, das Netzwerk betreffenden Dinge tun können. Im Fall von DNS sollten Sie versuchen, herauszufinden, welches Programm tatsächlich versucht, einen Hostnamen aufzulösen. Sehr oft handelt es sich hier um &man.sendmail.8;. Sie sollten sicherstellen, dass Sie sendmail in der Konfigurationsdatei sagen, dass keine DNS-Anfragen durchführen soll. Weitere Details enthält der Abschnitt E-Mail über Einwahl-Verbindungen des Handbuchs. Sie könnten z.B. die folgende Zeile in Ihre .mc-Datei einfügen: define(`confDELIVERY_MODE', `d')dnl Das veranlasst sendmail dazu, alles in eine Warteschlange einzureihen, bis die Warteschlange verarbeitet wird (normalerweise wird sendmail mit aufgerufen, was besagt, dass die Warteschlange alle 30 Minuten abgearbeitet wird) oder, bis ein sendmail -q ausgeführt wird (z.B. aus Ihrer Datei ppp.linkup heraus). Was bedeuten diese CCP-Fehler? Ich sehe ständig folgende Fehler in meiner Logdatei: CCP: CcpSendConfigReq CCP: Received Terminate Ack (1) state = Req-Sent (6) Das liegt daran, dass &man.ppp.8; versucht, die Komprimierung Predictor1 auszuhandeln und der Partner über keinerlei Komprimierung verhandeln will. Die Meldungen sind harmlos, aber wenn Sie sie beseitigen möchten, können Sie die Komprimierung Predictor1 auch lokal ausschalten: disable pred1 Warum loggt ppp die Geschwindigkeit meiner Verbindung nicht? Um alle Zeilen Ihrer Modemkonversation mitzuloggen, müssen Sie folgendes einstellen: set log +connect Dies veranlasst &man.ppp.8; dazu, alles bis zur letzten angeforderten expext-Zeile mitzuloggen. Falls Sie die Geschwindigkeit Ihrer Verbindung erfahren möchten und PAP oder CHAP (und deshalb nach dem CONNECT im Wählskript nichts mehr zu chatten haben - kein set login-Skript), müssen Sie sicherstellen, dass Sie &man.ppp.8; anweisen, die gesamte CONNECT-Zeile zu erwarten, etwa so: set dial "ABORT BUSY ABORT NO\\sCARRIER TIMEOUT 4 \"\" ATZ OK-ATZ-OK ATDT\\T TIMEOUT 60 CONNECT \\c \\n" Hier bekommen wir unser CONNECT, senden nichts, erwarten dann einen Line-Feed, der &man.ppp.8; zwingt, die gesamte CONNECT-Antwort zu lesen. Warum ignoriert &man.ppp.8; das Zeichen \ in meinem Chat-Skript? ppp analysiert jede Zeile in Ihrer Konfigurationsdatei, damit es Zeichenketten wie z.B. set phone "123 456 789" korrekt interpretieren kann (und erkennen, dass es sich bei der Nummer tatsächlich nur um ein Argument handelt). Um das Zeichen " anzugeben, müssen Sie ihm einen Backslash (\) voranstellen. Wenn der Chat-Interpreter jedes Argument analysiert, reinterpretiert er die Argumente, um irgendwelche speziellen Escape-Sequenzen wie z.B. \P oder \T (sehen Sie in die Manualpage) zu finden. Das Ergebnis dieser Doppelanalyse ist, dass Sie daran denken müssen, die richtige Anzahl an Escape-Zeichen zu verwenden. Falls Sie tatsächlich das Zeichen \ z.B. zu Ihrem Modem senden möchten, brauchen Sie etwas ähnliches, wie: set dial "\"\" ATZ OK-ATZ-OK AT\\\\X OK" woraus sich folgende Zeichen ergeben: ATZ OK AT\X OK oder set phone 1234567 set dial "\"\" ATZ OK ATDT\\T" was folgende Zeichen ergibt: ATZ OK ATDT1234567 Warum gibt es die Datei ppp.core nicht, wenn &man.ppp.8; einen Segmentation Fault erzeugt hat? Weder &man.ppp.8; noch andere Programme sollten Core-Dumps erzeugen. Da &man.ppp.8; mit der effektiven Benutzerkennung 0 ausgeführt wird, wird das Betriebssystem &man.ppp.8;'s Coreimage nicht auf die Festplatte schreiben, bevor es &man.ppp.8; beendet hat. Falls &man.ppp.8; jedoch tatsächlich aufgrund einer Speicherverletzung abbricht und Sie die aktuellste Version (siehe Anfang dieses Kapitels) benutzen, dann sollten Sie folgendes tun: &prompt.user; tar xfz ppp-*.src.tar.gz &prompt.user; cd ppp*/ppp &prompt.user; echo STRIP= >>Makefile &prompt.user; echo CFLAGS+=-g >>Makefile &prompt.user; make clean all &prompt.user; su &prompt.root; make install &prompt.root; chmod 555 /usr/sbin/ppp Nun ist die installierte Version von &man.ppp.8; mit einem Debugger ausführbar. Sie können &man.ppp.8; nun nur noch als root ausführen, da alle vorherigen Zugriffsrechte aufgehoben worden sind. Achten Sie darauf, in welchem Verzeichnis Sie sich gerade befinden, wenn Sie &man.ppp.8; starten. Wenn nun wieder eine Speicherverletzung auftreten sollte, wird &man.ppp.8; einen Speicherauszug erzeugen, den Sie in der Datei ppp.core finden. Sie sollten dann folgendes tun: &prompt.user; su &prompt.root; gdb /usr/sbin/ppp ppp.core (gdb) bt ..... (gdb) f 0 .... (gdb) i args .... (gdb) l ..... Mit Hilfe all dieser Informationen sollte es möglich sein, das Problem zu diagnostizieren. Falls Sie mit dem Umgang mit gdb vertraut sind, könnten Sie weitere Einzelheiten herausfinden, z.B. wodurch der Fehler tatsächlich hervorgerufen wurde und die Adressen & Werte der betreffenden Variablen. Warum bekommt das Programm, das eine automatische Anwahl ausgelöst hat, keine Verbindung? Dies war ein bekanntes Problem bei &man.ppp.8;-Konfigurationen, bei denen automatisch dynamische, lokale IP-Adressen mit dem Partner ausgehandelt werden. In der aktuellsten Version ist das Problem behoben - suchen Sie in den Manualpages nach iface. Das Problem bestand darin, dass, wenn das erste Programm &man.connect.2; aufruft, die IP-Adresse der tun-Schnittstelle dem Socketendpunkt zugeordnet wird. Der Kernel erstellt das erste ausgehende Paket und schreibt es in das tun-Gerät. &man.ppp.8; liest dann das Paket und baut eine Verbindung auf. Falls die Schnittstellenadresse sich nun aufgrund &man.ppp.8;s dynamischer Adresszuordnung ändert, wird der originale Socketendpunkt ungültig. Alle weiteren Pakete, die zum Partner gesendet werden, werden für gewöhnlich verworfen. Selbst wenn sie nicht verworfen werden würden, würden alle Antworten nicht an den betreffenden Rechner gelangen, weil die IP-Adresse nicht mehr zu diesem Rechner gehört. Theoretisch gibt es mehrere Möglichkeiten, dieses Problem anzugehen. Am schönsten wäre es, wenn der Partner die gleiche IP-Adresse wieder zuordnen würde, wenn möglich :-) Die derzeitige Version von &man.ppp.8; tut das, aber die meisten anderen Implementierungen nicht. Die einfachste Maßnahme von unserer Seite wäre die, niemals die IP-Adresse der tun-Schnittstelle zu ändern, sondern stattdessen alle ausgehenden Pakete so zu ändern, dass als Absender-IP-Adresse anstelle der IP-Adresse der Schnittstelle die ausgehandelte IP-Adresse gesetzt wird. Das ist im wesentlichen das, was durch die Option iface-alias in der aktuellsten Version von &man.ppp.8; bewirkt wird (mit Unterstützung von &man.libalias.3; und &man.ppp.8;'s Schalter) - alle Schnittstellenadressen werden beibehalten und auf die letzte ausgehandelte Adresse umgesetzt. Eine andere Alternative (und wahrscheinlich die zuverlässigste) wäre die, einen Systemaufruf zu implementieren der die IP-Adressen aller verbundenen Sockets von einer Adresse in eine andere ändert. &man.ppp.8; würde diesen Aufruf benutzen, um die Sockets aller laufenden Programme zu ändern, nachdem eine neue IP-Adresse ausgehandelt worden ist. Der gleiche Systemaufruf könnte von DHCP-Clients benutzt werden, wenn sie gezwungen werden, einen re-bind() auf ihren Sockets auszuführen. Noch eine andere Möglichkeit wäre die, das Aktivieren von Schnittstellen ohne IP-Adresse zu erlauben. Ausgehende Paketen würde die IP-Adresse 255.255.255.255 gegeben, bis der erste ioctl() mit SIOCAIFADDR erfolgt. Dies würde in der vollständigen Verbindung des Sockets resultieren. Es wäre die Aufgabe von &man.ppp.8;, die Absender-IP-Adresse zu ändern, allerdings nur dann, wenn sie 255.255.255.255 lautet und nur die IP-Adresse und IP-Prüfsumme müssten geändert werden. Dies wäre allerdings keine besonders elegante Lösung, da der Kernel fehlerhafte Pakete an eine unzureichend konfigurierte Schnittstelle senden würde, in der Annahme, dass andere Mechanismen in der Lage sind, diese Dinge rückwirkend zu beheben. Warum laufen die meisten Spiele mit dem Schalter nicht? Der Grund dafür, dass Spiele und andere Programme nicht funktionieren, wenn libalias benutzt wird, ist der, dass der Rechner außerhalb des lokalen Netzes versucht, eine Verbindung aufzubauen und (unaufgefordert) UDP-Pakete an den Rechner innerhalb des lokalen Netzes zu senden. Die Software, die für die NAT zuständig ist, weiß nicht, dass sie diese Pakete an den internen Rechner weiterleiten soll. Um dies zu beheben, stellen Sie zunächst sicher, dass die Software, mit der Sie Probleme haben, die einzige ist, die gerade läuft. Benutzen Sie dann entweder tcpdump auf der tun-Schnittstelle des Gateways oder aktivieren Sie auf dem Gateway das Logging von TCP/IP (set log +tcp/ip) unter &man.ppp.8;. Wenn Sie nun das betreffende Programm starten, sollten Sie sehen, wie Pakete den Gateway-Rechner passieren. Wenn von außen etwas zurückkommt, wird es ignoriert (das ist das Problem). Merken Sie sich die Portnummer dieser Pakete und beenden Sie das betreffende Programm. Wiederholen Sie diesen Schritt einige Male, um festzustellen, ob die Portnummern konsistent sind. Falls dem so ist, wird die folgende Zeile im entsprechenden Abschnitt von /etc/ppp/ppp.conf dafür sorgen, dass das Programm funktioniert: nat port proto internalmachine:port port wobei für proto entweder tcp oder udp zu setzen ist, internalmachine den Rechner bezeichnet, an den die Pakete geschickt werden sollen und port die betreffende Portnummer. Sie können das Programm nicht auf einem anderen Rechner benutzen, ohne die obige Zeile abzuändern und die Benutzung des Programms auf zwei internen Rechnern steht außer Frage - schließlich sieht die Außenwelt Ihr gesamtes internes Netz so, als wäre es ein einzelner Rechner. Falls die Portnummern nicht konsistent sind, gibt es drei weitere Optionen: Ermöglichen Sie die Unterstützung durch libalias. Beispiele für spezielle Fälle finden Sie in /usr/src/lib/libalias/alias_*.c (alias_ftp.c ist ein schöner Prototyp). Hierzu gehört für gewöhnlich das Lesen bestimmter, erkannter, ausgehender Pakete, die Identifizierung der Instruktion, die den entfernten Rechner dazu veranlasst, auf einem bestimmten (wahlfreien) Port eine Verbindung zurück zum lokalen Rechner herzustellen, sowie das Erstellen einer Route in der Aliastabelle, so dass nachfolgende Pakete wissen, wohin sie gehören. Dieses ist zwar die komplizierteste Lösung, aber die beste, die auch dafür sorgt, dass die Software auf mehreren Rechnern funktioniert. Benutzen Sie einen Proxy. Die Anwendung könnte z.B. socks5 unterstützen, oder (wie im Fall von cvsup) eine Option passiv besitzen, die stets verhindert, dass verlangt wird, dass der Partner eine Verbindung zurück zur lokalen Maschine aufbaut. Leiten Sie mit nat addr alles zur lokalen Maschine um. Dieses Vorgehen ähnelt dem mit einem Vorschlaghammer. Hat jemand eine Liste mit nützlichen Portnummern erstellt? Noch nicht, aber hieraus könnte eine solche entstehen (falls Interesse besteht). In jedem Beispiel sollte internal durch die IP-Adresse der Maschine ersetzt werden, auf der das Spiel laufen soll. Asheron's Call nat port udp internal:65000 65000 Konfigurieren Sie das Spiel manuell auf Port 65000 um. Wenn Sie von mehreren Rechner aus spielen wollen, weisen Sie jedem eine eindeutige Portnummer zu (also 65001, 65002, u.s.w.) und fügen Sie für jede Maschine eine eigene nat port Zeile ein. Half Life nat port udp internal:27005 27015 PCAnywhere 8.0 nat port udp internal:5632 5632 nat port tcp internal:5631 5631 Quake nat port udp internal:6112 6112 Quake 2 nat port udp internal:27901 27910 nat port udp internal:60021 60021 nat port udp internal:60040 60040 Red Alert nat port udp internal:8675 8675 nat port udp internal:5009 5009 Was sind FCS-Fehler? FCS steht für Frame Check Sequence. Jedes PPP-Paket besitzt eine Checksumme, um sicherzustellen, dass die empfangenen Daten dieselben sind, wie die versendeten. Falls die FCS eines ankommenden Paketes fehlerhaft ist, wird das Paket verworfen und der Zähler HDLC FCS wird erhöht. Der HDLC-Fehlerwert kann durch den Befehl show hdlc angezeigt werden. Falls Ihre Leitung schlecht ist (oder falls Ihr serieller Treiber Pakete verwirft), werden sie gelegentliche FCS-Fehler sehen. Normalerweise lohnt es sich nicht, sich hierüber Gedanken zu machen, obwohl das Kompressionsprotokoll hierdurch wesentlich langsamer wird. Wenn Sie ein externes Modem besitzen, stellen Sie sicher, dass Ihr Kabel ausreichend gegen Interferenzen abgeschirmt ist - das könnte das Problem beseitigen. Falls Ihre Leitung einfriert, sobald die Verbindung steht, und viele FCS-Fehler auftreten, könnte das daran liegen, dass Ihre Leitung nicht 8-Bit-rein ist. Stellen Sie sicher, dass Ihr Modem keinen Software-Flow-Control (XON/XOFF) verwendet. Falls Ihre Datenschnittstelle Software-Flow-Control verwenden muss, benutzen Sie den Befehl set accmap 0x000a0000, um &man.ppp.8; zu sagen, dass es die Zeichen ^Q und ^S maskieren soll. Ein weiterer Grund dafür, dass zu viele FCS-Fehler auftreten, könnte der sein, dass das andere Ende aufgehört hat, ppp zu sprechen. Aktivieren Sie async Logging, um festzustellen, ob es sich bei den eingehenden Daten tatsächlich um einen login- oder Shell-Prompt handelt. Wenn Sie am anderen Ende einen Shell-Prompt haben, ist es möglich, durch den Befehl close lcp &man.ppp.8; zu beenden, ohne die Verbindung zu beenden (ein folgender term-Befehl wird Sie wieder mit der Shell auf dem entfernten Rechner verbinden. Falls nichts in Ihrer Logdatei darauf hindeutet, warum die Verbindung beendet wurde, sollten Sie den Administrator des externen Rechners (Ihren ISP?) fragen, warum die Sitzung beendet worden ist. Wieso hängen die Verbindungen meiner &macos;- und &windows; 98-Maschinen (und eventuell auch andere µsoft; Betriebssysteme), wenn auf meinem Gateway PPPoE läuft? Vielen Dank an Michael Wozniak mwozniak@netcom.ca für die Erklärung und an Dan Flemming danflemming@mac.com für die Lösung für &macos;. Die Ursache des Problems ist ein so genannter Black Hole Router. &macos; und &windows; 98 (und wahrscheinlich auch die anderen Betriebssysteme von Microsoft) senden TCP Pakete, bei denen zum einen die angeforderte Segmentgröße zu groß für einen PPPoE-Rahmen ist (die Default-MTU für Ethernet beträgt 1500 Byte) und bei denen das don't fragment Bit gesetzt ist (das ist bei TCP allerdings Standard). Außerdem sendet der Router beim Provider nicht die eigentlich notwendigen must fragment-Meldungen zu dem Webserver, von dem Sie gerade eine Seite laden wollen. Es ist auch möglich, dass diese Meldung zwar erzeugt, aber danach von einem Firewall vor dem Webserver abgefangen wird. Wenn Ihnen dieser Webserver nun ein Paket schickt, das nicht in einen PPPoE-Rahmen passt, dann verwirft der Router dieses Paket und die Seite wird nicht geladen (einige Seiten/Grafiken werden geladen, weil ihre Größe kleiner ist als die MSS). Dies scheint leider der Normalfall zu sein (wenn die Leute doch nur wüssten, wie man einen Router konfiguriert... stöhn...) Eine der möglichen Lösungen für dieses Problem ist die Erzeugung des folgenden Schlüssels in der Registry des Windows-Clients: HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Class\NetTrans\0000\MaxMTU Der Schlüssels sollte vom Typ String sein und den Wert 1436 haben, da einige ADSL-Router nicht mit größeren Paketen umgehen können. Wenn Sie &windows; 2000 verwenden, müssen Sie hingegen den Schlüssel Tcpip\Parameters\Interfaces\ID der Netzwerkkarte\MTU benutzen, außerdem müssen Sie als Typ DWORD verwenden. Die Knowledge Base von µsoft; enthält weitere Informationen darüber, wie sie die MTU einer &windows;-Maschine ändern, damit diese mit einem NAT-Router korrekt zusammenarbeitet. Vom besonderen Interesse sind die Artikel Q158474 - &windows; TCPIP Registry Entries und Q120642 - TCPIP & NBT Configuration Parameters for &windowsnt;. Bei &windows; 2000 können Sie alternativ auch, wie im Artikel 120642 beschrieben, mit regedit das DWORD Tcpip\Parameters\Interfaces\ID der Netzwerkkarte\EnablePMTUBHDetect auf 1 setzen. Mit den Bordmitteln von &macos; ist es leider nicht möglich, die TCP/IP-Einstellungen zu verändern. Es gibt jedoch kommerzielle Lösungen wie zum Beispiel OTAdvancedTuner (OT steht für OpenTransport, den TCP/IP-Stack von &macos;) von Sustainable Softworks, mit denen man die TCP/IP-Einstellungen bearbeiten kann. Wenn Sie als &macos;-Anwender NAT benutzen, sollten Sie im entsprechenden drop-down Menü den Punkt ip_interface_MTU auswählen und in der Dialogbox 1450 statt 1500 eingeben. Aktivieren Sie den Punkt Save as Auto Configure und klicken Sie danach auf Make Active. &man.ppp.8; kennt seit Version 2.3 den Befehl enable tcpmssfixup, mit dem die MSS automatisch korrigiert wird. Wenn Sie einen ältere Version von &man.ppp.8; benutzen müssen, könnte der Port tcpmssd für Sie interessant sein. Nichts von alledem hilft - ich bin verzweifelt! Was soll ich machen? Falls alles andere fehlschlägt, senden Sie möglichst umfangreiche Informationen, einschließlich Ihrer Konfigurationsdateien, wie Sie &man.ppp.8; starten, die relevanten Teile Ihrer Logdateien und die Ausgabe des Befehls netstat -rn (vor und nach Aufbau der Verbindung) an die Mailingliste &a.de.questions; oder die Newsgroup de.comp.os.unix.bsd. Irgend jemand sollte Ihnen dann weiterhelfen. Serielle Verbindungen Dieses Kapitel beantwortet häufig gestellte Fragen zu seriellen Verbindungen mit FreeBSD. PPP und SLIP werden im Abschnitt Netzwerke behandelt. Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine seriellen Schnittstellen gefunden hat? Wenn der FreeBSD Kernel bootet, testet er die seriellen Schnittstellen, für die er konfiguriert wurde. Sie können entweder Ihrem System aufmerksam beim Booten zusehen und die angezeigten Nachrichten lesen, oder Sie führen den Befehl &prompt.user; dmesg | grep sio aus, nachdem Ihr System hochgefahren ist und läuft. Hier ist ein Beispiel einer Ausgabe nach dem oben genannten Befehl: sio0: at 0x3f8-0x3ff irq 4 on isa sio0: type 16550A sio1: at 0x2f8-0x2ff irq 3 on isa sio1: type 16550A Es zeigt zwei serielle Schnittstellen. Die erste verwendet Port-Adresse 0x3f8, IRQ 4 und hat einen 16550A UART Chip. Die zweite benutzt ebenfalls einen 16550A UART, jedoch Port-Adresse 0x2f8 und IRQ 3. Modemkarten werden wie serielle Schnittstellen behandelt. Der einzige Unterschied ist, dass an diesen Schnittstellen immer ein Modem angeschlossen ist. Der GENERIC Kernel beinhaltet Unterstützung für zwei serielle Schnittstellen, die den im Beispiel genannten Port und IRQ verwenden. Wenn diese Einstellungen nicht richtig für Ihr System sind, Sie Modemkarten hinzugefügt oder mehr serielle Schnittstellen haben als Ihre Kernelkonfiguration zulässt, konfigurieren Sie Ihren Kernel einfach neu. In dem Kapitel über die Kernelkonfiguration finden Sie mehr Details. Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine Modemkarten gefunden hat? Die vorherige Frage sollte darauf eine Antwort geben. Wie kann ich auf die seriellen Schnittstellen in FreeBSD zugreifen? Die in &man.sio.4; beschriebene serielle Schnittstelle sio2 (COM3 unter &ms-dos;/&windows;), ist /dev/cuaa2 für Geräte mit abgehenden Verbindungen und /dev/ttyd2 für Geräte mit eingehenden Verbindungen. Was ist der Unterschied zwischen den beiden Geräteklassen? Sie benutzen ttydX für eingehende Verbindungen. Wird /dev/ttydX im blockierenden Modus geöffnet, wartet ein Prozess darauf, dass das entsprechende cuaaX Gerät inaktiv und der Empfangssignalpegel Mit Empfangssignalpegel oder Trägersignalerkennung wird hier die carrier detect Leitung bezeichnet. aktiv ist. Wird das cuaaX Gerät geöffnet, vergewissert es sich, dass die serielle Schnittstelle nicht bereits von dem ttydX Gerät in Gebrauch ist. Sollte die Schnittstelle verfügbar sein, stiehlt es sie von dem ttydX Gerät. Das cuaaX Gerät kümmert sich nicht um Trägersignalerkennung. Mit diesem Schema und einem automatisch antwortenden Modem, können sich Benutzer von aussen einloggen, Sie können weiterhin mit demselben Modem wählen und das System kümmert sich um die Konflikte. Wie kann ich die Unterstützung für eine Karte mit mehreren seriellen Schnittstellen aktivieren? Die Sektion über die Kernelkonfiguration bietet Informationen darüber, wie Sie Ihren Kernel konfigurieren. Für eine Karte mit mehreren seriellen Schnittstellen, schreiben Sie eine &man.sio.4; Zeile für jede serielle Schnittstelle auf der Karte in die Kernelkonfigurationsdatei. Aber achten Sie darauf, den IRQ und die Vektorbezeichnung nur in einem der Einträge zu plazieren. Alle seriellen Schnittstellen auf der Karte sollten sich einen IRQ teilen. Daher sollten Sie den IRQ nur beim letzten Eintrag angeben. Aktivieren Sie auch die COM_MULTIPORT Option. Das folgende Beispiel ist geeignet für eine AST Karte mit 4 seriellen Schnittstellen, die IRQ 7 benutzt: options "COM_MULTIPORT" device sio4 at isa? port 0x2a0 tty flags 0x781 device sio5 at isa? port 0x2a8 tty flags 0x781 device sio6 at isa? port 0x2b0 tty flags 0x781 device sio7 at isa? port 0x2b8 tty flags 0x781 irq 7 vector siointr Die Flags zeigen an, dass die Master-Schnittstelle die Minor-Nummer 7 (0x700) hat, Diagnosen während des Bootens ermöglicht sind (0x080), und dass sich alle Schnittstellen einen IRQ teilen (0x001). Kann FreeBSD mehrere Karten mit mehreren seriellen Schnittstellen mit den gleichen IRQs verwalten? Noch nicht. Sie müssen für jede Karte einen anderen IRQ verwenden. Kann ich die vorgegebenen seriellen Parameter für eine Schnittstelle einstellen? Das ttydX (oder cuaaX) Gerät ist das reguläre Gerät, das man in Anwendungen öffnet. Wenn ein Prozess es öffnet, hat es die voreingestellten Terminal Eingabe/Ausgabe-Einstellungen. Sie können diese Einstellungen mit dem Befehl &prompt.root; stty -a -f /dev/ttyd1 ansehen. Wenn Sie die Einstellungen für dieses Gerät ändern, sind die Einstellungen gültig, bis das Gerät geschlossen wird. Wird es danach geöffnet, hat es wieder die vorgegebenen Einstellungen. Um Änderungen an den vorgegebenen Einstellungen vorzunehmen, können Sie das Anfangsstatus-Gerät öffnen und dessen Einstellungen anpassen. Um zum Beispiel den CLOCAL Modus, 8 Bits und XON/XOFF Datenflusskontrolle als Standard für ttyd5 einzustellen, geben Sie &prompt.root; stty -f /dev/ttyid5 clocal cs8 ixon ixoff ein. Eine gute Stelle um dies zu tun ist in /etc/rc.serial. Jetzt hat eine Anwendung diese Einstellungen als Standardwerte, wenn sie ttyd5 öffnet. Die Anwendung kann die Einstellungen jedoch immer noch nach Belieben verändern. Man aber kann auch bestimme Einstellungen davor schützen, von einer Anwendung verändert zu werden, indem man Veränderungen am lock state Gerät vornimmt. Um beispielsweise die Geschwindigkeit von ttyd5 auf 57600 bps festzusetzen: &prompt.root; stty -f /dev/ttyld5 57600 Wenn jetzt eine Anwendung ttyd5 öffnet und versucht die Geschwindigkeit zu verändern, wird diese bei 57600 bps bleiben. Natürlich sollten Sie das Schreiben auf die Anfangsstatus- und lock state-Geräte nur root erlauben. Das &man.MAKEDEV.8; Skript tut dies nicht, wenn es die Geräte-Einträge erstellt. Wie kann ich Einwahl-Logins über mein Modem aktivieren? Also Sie wollen ein Internet Service Provider werden, ja? Als erstes brauchen Sie eines oder mehrere Modems, die automatisches Antworten beherrschen. Ihr Modem sollte auf Trägersignalerkennung reagieren und nicht fortlaufend die Leitung offen halten. Es muss auflegen und sich neu initialisieren können, wenn die Data Terminal Ready (DTR) Leitung ausgeschaltet wird. Es sollte wahrscheinlich RTS/CTS oder gar keine lokale Datenflusskontrolle benutzen. Zuletzt muss es eine konstante Geschwindigkeit zwischen dem Computer und sich selbst verwenden, aber es sollte (um die Anrufer freundlich zu behandeln) eine Geschwindigkeit zwischen sich und dem entfernten Modem aushandeln können. Für viele Modems, die mit dem Hayes Befehlssatz kompatibel sind, erzeugt der folgende Befehl diese Einstellungen und legt sie im nicht-flüchtigen Speicher ab: AT &C1 &D3 &K3 &Q6 S0=1 &W Die Sektion über das Senden von AT-Befehlen bietet weitere Informationen, wie man diese Einstellungen vornimmt, ohne zu einem &ms-dos; Terminalprogramm zu flüchten. Als nächstes erstellen Sie einen Eintrag in /etc/ttys für das Modem. Diese Datei listet alle Schnittstellen auf, auf denen das Betriebssystem Einlogversuche erwartet. Fügen Sie eine solche Zeile hinzu: ttyd1 "/usr/libexec/getty std 57600" dialup on insecure Diese Zeile bedeutet, dass an der zweiten seriellen Schnittstelle (/dev/ttyd1) ein Modem angeschlossen ist, das mit 57600 bps läuft und keine Parität besitzt (std.57600 aus /etc/gettytab). Der Terminal-Typ für diese Schnittstelle ist dialup (Einwahl). Die Schnittstelle ist eingeschaltet (on) und unsicher (insecure) – das bedeutet, man kann sich über diese Schnittstelle nicht als root einloggen. Für Einwahlanschlüsse wie diesen, benutzen Sie den ttydX Eintrag. Es ist relativ geläufig, dialup als Terminal-Typ zu verwenden. Viele Benutzer richten in ihren .profile oder .login Dateien eine Abfrage für das eigentliche Terminal ein, wenn der Start-Typ dialup ist. Das Beispiel zeigt die Schnittstelle als unsicher und um über diese Schnittstelle root zu werden, müssen Sie sich als normaler Benutzer einloggen und &man.su.1;. Wenn sie secure (sicher) als Einstellung verwenden, kann sich root direkt einloggen. Nachdem Sie Modifikationen in /etc/ttys vorgenommen haben, müssen Sie ein hangup oder HUP Signal an &man.init.8; senden: &prompt.root; kill -HUP 1 Das bringt &man.init.8; dazu, die Datei /etc/ttys neu einzulesen. init startet dann an allen als eingeschaltet (on) markierten Schnittstellen die getty-Prozesse. Sie können herausfinden ob noch Logins für Ihre Schnittstelle verfügbar sind, wenn Sie folgendes eingeben: &prompt.user; ps -ax | grep '[t]tyd1' Sie sollten etwas sehen, das so ähnlich aussieht wie: 747 ?? I 0:00:04 /usr/libexec/getty std.57600 ttyd1 Wie kann ich ein Hardware-Terminal mit meiner FreeBSD Box verbinden? Wenn Sie einen anderen Computer als Terminal für Ihr FreeBSD System verwenden wollen, verbinden Sie die beiden seriellen Schnittstellen mit einem Nullmodem-Kabel. Wenn Sie ein echtes (Hardware-)Terminal benutzen, lesen Sie die Begleitinformationen. Ändern Sie /etc/ttys wie oben angegeben. Wenn Sie zum Beispiel ein WYSE-50 Terminal mit der fünften seriellen Schnittstelle verbinden wollen, schreiben Sie einen Eintrag wie diesen: ttyd4 "/usr/libexec/getty std.38400" wyse50 on secure Das Beispiel zeigt, dass die Schnittstelle an /dev/ttyd4 mit einem wyse50 Terminal mit 38400 bps und ohne Parität (std.38400 aus /etc/gettytab) verbunden ist und root Logins möglich sind (secure). Warum kann ich tip oder cu nicht laufen lassen? Vielleicht sind auf Ihrem System die Programme &man.tip.1; und &man.cu.1; nur von uucp und der Gruppe dialer ausführbar. Sie können die Gruppe dialer verwenden, um zu kontrollieren wer Zugriff auf Ihr Modem oder entfernte Systeme hat. Fügen Sie sich einfach selbst zur Gruppe dialer hinzu. Als Alternative können Sie jeden Benutzer auf Ihrem System &man.tip.1; und &man.cu.1; verwenden lassen, dazu müssen Sie das folgende eingeben: &prompt.root; chmod 4511 /usr/bin/cu &prompt.root; chmod 4511 /usr/bin/tip Mein Hayes Modem wird nicht unterstützt – was kann ich tun? Eigentlich ist die Onlinehilfe für &man.tip.1; nicht mehr aktuell. Es gibt einen eingebauten, allgemeinen Hayes Wähler. Verwenden Sie einfach at=hayes in /etc/remote. Der Hayes Treiber ist nicht schlau genug, um ein paar der erweiterten Merkmale von neueren Modems zu erkennen – Nachrichten wie BUSY, NO DIALTONE oder CONNECT 115200 verwirren ihn nur. Sie sollten diese Nachrichten mit Hilfe von ATX0&W abschalten, wenn Sie tip benutzen. Das Anwahl-Timeout von &man.tip.1; beträgt 60 Sekunden. Ihr Modem sollte weniger verwenden, oder tip denkt, dass ein Kommunikationsfehler vorliegt. Versuchen Sie es mit ATS7=45&W. Tatsächlich unterstützt die ausgelieferte Version von &man.tip.1; es noch nicht vollständig. Die Lösung ist, tipconf.h im Verzeichnis /usr/src/usr.bin/tip/tip zu editieren. Dafür benötigen Sie natürlich die Quellcode Distribution. Editieren Sie die Zeile #define HAYES 0 in #define HAYES 1 um. Dann führen Sie make und make install aus. Es sollte jetzt funktionieren. Wie soll ich die AT Befehle eingeben? Erstellen Sie einen so genannten direct Eintrag in /etc/remote. Wenn Ihr Modem zum Beispiel an der ersten seriellen Schnittstelle, /dev/cuaa0, angeschlossen ist, dann fügen Sie die folgende Zeile hinzu: cuaa0:dv=/dev/cuaa0:br#19200:pa=none Verwenden Sie die höchste bps Rate, die Ihr Modem in der br Fähigkeit unterstützt. Geben Sie dann tip cuaa0 ein und Sie sind mit Ihrem Modem verbunden. Wenn auf Ihrem System keine /dev/cuaa0 Datei existiert, geben Sie folgendes ein: &prompt.root; cd /dev &prompt.root; sh MAKEDEV cuaa0 Oder benutzen Sie cu als root mit dem folgenden Befehl: &prompt.root; cu -lline -sspeed line steht für die serielle Schnittstelle (/dev/cuaa0) und speed für die Geschwindigkeit (57600). Wenn Sie mit dem Eingeben der AT Befehle fertig sind, beenden Sie mit ~.. Wieso funktioniert das <@> Zeichen für die pn Fähigkeit nicht? Das <@> Zeichen in der Telefonnummerfähigkeit sagt tip, dass es in der Datei /etc/phones nach einer Nummer suchen soll. Aber <@> ist auch ein spezielles Zeichen in den Dateien, in denen Fähigkeiten beschrieben werden, wie /etc/remote. Schreiben Sie es mit einem '\' (backslash): pn=\@ Wie kann ich von der Kommandozeile eine Telefonnummer wählen? Stellen Sie einen allgemeinen Eintrag in /etc/remote. Zum Beispiel: tip115200|Dial any phone number at 115200 bps:\ :dv=/dev/cuaa0:br#115200:at=hayes:pa=none:du: tip57600|Dial any phone number at 57600 bps:\ :dv=/dev/cuaa0:br#57600:at=hayes:pa=none:du: Mit einem Befehl wie tip -115200 5551234 können Sie dann wählen. Sollten Sie &man.cu.1; im Gegensatz zu &man.tip.1; bevorzugen, verwenden Sie einen allgemeinen cu-Eintrag: cu115200|Use cu to dial any number at 115200bps:\ :dv=/dev/cuaa1:br#57600:at=hayes:pa=none:du: Zum Wählen können Sie dann cu 5551234 -s 115200 eingeben. Muss ich dabei jedes Mal die bps Rate angeben? Schreiben Sie einen tip1200 oder einen cu1200 Eintrag, aber geben Sie auch die bps Rate an, die Ihr Modem wirklich unterstützt. Leider denkt &man.tip.1;, dass 1200 bps ein guter Standardwert ist und deswegen sucht es nach einem tip1200-Eintrag. Natürlich müssen Sie nicht wirklich 1200 bps benutzen. Wie kann ich möglichst komfortabel über einen Terminal-Server auf verschiedene Rechner zugreifen? Sie müssen nicht warten bis Sie verbunden sind, und jedes Mal CONNECT Rechner eingeben, benutzen Sie tip's cm Fähigkeit. Sie können diese Einträge in /etc/remote verwenden: pain|pain.deep13.com|Forrester's machine:\ :cm=CONNECT pain\n:tc=deep13: muffin|muffin.deep13.com|Frank's machine:\ :cm=CONNECT muffin\n:tc=deep13: deep13:Gizmonics Institute terminal server:\ :dv=/dev/cuaa2:br#38400:at=hayes:du:pa=none:pn=5551234: Mit den Befehlen tip pain oder tip muffin können Sie eine Verbindungen zu den Rechnern pain oder muffin herstellen; mit tip deep13 verbinden Sie sich mit dem Terminal Server. Kann tip mehr als eine Verbindung für jede Seite ausprobieren? Das ist oft ein Problem, wenn eine Universität mehrere Telefonleitungen hat und viele tausend Studenten diese benutzen wollen. Erstellen Sie einen Eintrag für Ihre Universität in /etc/remote und benutzen Sie <\@> für die pn Fähigkeit: big-university:\ :pn=\@:tc=dialout dialout:\ :dv=/dev/cuaa3:br#9600:at=courier:du:pa=none: Listen Sie die Telefonnummern der Universität in /etc/phones auf: big-university 5551111 big-university 5551112 big-university 5551113 big-university 5551114 &man.tip.1; probiert jede der Nummern in der aufgelisteten Reihenfolge und gibt dann auf. Möchten Sie, dass tip beim Versuchen eine Verbindung herzustellen nicht aufgibt, lassen Sie es in einer while-Schleife laufen. Warum muss ich zweimal Ctrl P tippen, um ein Ctrl P zu senden? Ctrl P ist das voreingestellte Zeichen, mit dem eine Übertragung erzwungen werden kann und wird benutzt, um &man.tip.1; zu sagen, dass das nächste Zeichen direkt gesendet werden soll und nicht als Fluchtzeichen interpretiert werden soll. Mit Hilfe der ~s Fluchtsequenz, mit der man Variablen setzen kann, können Sie jedes andere Zeichen als force-Zeichen definieren. Geben Sie ~sforce=zeichen ein und drücken Sie Enter. Für zeichen können Sie ein beliebiges einzelnes Zeichen einsetzen. Wenn Sie zeichen weglassen, ist das force-Zeichen nul, das Sie mit Ctrl 2 oder Ctrl SPACE eingeben können. Ein guter Wert für zeichen ist Shift Ctrl 6 , welches ich erst auf ein paar Terminal-Servern in Benutzung gesehen habe. Sie können das force-Zeichen auch bestimmen, indem Sie in $HOME/.tiprc das folgende einstellen: force=single-char Warum ist auf einmal alles was ich schreibe in GROSSBUCHSTABEN?? Sie müssen Ctrl A eingegeben haben, das raise-Zeichen von &man.tip.1; das speziell für Leute mit defekten Caps Lock Tasten eingerichtet wurde. Benutzen Sie ~s wie oben und setzen Sie die Variable raisechar auf etwas, das Ihnen angemessen erscheint. Tatsächlich kann die Variable auf das gleiche Zeichen wie das force-Zeichen gesetzt werden, wenn Sie diese Fähigkeiten niemals benutzen wollen. Hier ist ein Muster der .tiprc Datei, perfekt für Emacs Benutzer, die oft Ctrl 2 und Ctrl A tippen müssen: force=^^ raisechar=^^ Das ^^ steht für Shift Ctrl 6 . Wie kann ich Dateien mit tip übertragen? Wenn Sie mit einem anderen &unix; System kommunizieren, können Sie Dateien senden und empfangen – mit ~p (put) und ~t (take). Diese Befehle lassen &man.cat.1; und &man.echo.1; auf dem entfernten System laufen, um Dateien zu akzeptieren und zu senden. Die Syntax ist: ~p <local-file> [<remote-file>] ~t <remote-file> [<local-file>] Es gibt keine Fehlerkontrolle, deshalb sollten Sie besser ein anderes Protokoll benutzen, wie zmodem. Wie kann ich zmodem mit tip laufen lassen? Zuerst installieren Sie ein zmodem Programm aus der Ports-Sammlung (eines der beiden aus der comms-Kategorie, lrzsz oder rzsz). Um Dateien zu empfangen, starten Sie das Programm zum Senden auf dem entfernten Computer. Drücken Sie dann Enter gefolgt von ~C rz (oder ~C lrz, wenn Sie lrzsz installiert haben), um diese lokal zu empfangen. Um Dateien zu senden, starten Sie das Programm zum Empfangen auf dem entfernten Computer. Drücken Sie dann Enter gefolgt von ~C sz Dateien (oder ~C lsz Dateien), um sie zum entfernten System zu senden. Verschiedene Fragen FreeBSD benutzt viel mehr Swap-Speicher als &linux;. Warum? Es sieht nur so aus, als ob FreeBSD mehr Swap benutzt, als &linux;. Tatsächlich ist dies nicht der Fall. In dieser Hinsicht besteht der Hauptunterschied zwischen FreeBSD und &linux; darin, dass FreeBSD vorbeugend vollkommen untätige, unbenutzte Seiten aus dem Hauptspeicher in den Swap-Bereich auslagert, um mehr Hauptspeicher für die aktive Nutzung zur Verfügung zu stellen. &linux; tendiert dazu, nur als letzten Ausweg Seiten in den Swap-Bereich auszulagern. Die spürbar höhere Nutzung des Swap-Speichers wird durch die effizientere Nutzung des Hauptspeichers wieder ausgeglichen. Beachten Sie, dass FreeBSD in dieser Hinsicht zwar vorbeugend arbeitet, es entscheidet jedoch nicht willkürlich, Seiten auszulagern, wenn das System vollkommen untätig ist. Deshalb werden Sie feststellen, dass nicht alle Seiten Ihres Systems ausgelagert wurden, wenn Sie morgens aufstehen, nachdem das System eine Nacht lang nicht benutzt worden ist. Warum zeigt mir &man.top.1; so wenig freien Speicher an, obwohl nur wenige Programme laufen? Die Antwort ist ganz einfach: Freier Speicher ist verschwendeter Speicher. Der FreeBSD Kernel verwendet den von den Programmen nicht genutzten Speicher automatisch für den Plattencache. Die in &man.top.1; für Inact, Cache und Buf gemeldeten Werte stehen alle für zwischengespeicherte Daten mit unterschiedlichem Alter. Wenn das System wiederholt auf Daten zugreifen muss, braucht es nicht auf die langsame Platte zuzugreifen, da die Daten noch zwischengespeichert sind. Dadurch erhöht sich die Performance. Ganz generell ist es ein gutes Zeichen, wenn &man.top.1; einen kleinen Wert bei Free anzeigt, solange der Wert nicht extrem klein ist. Anmerkung des Übersetzers: Mit extrem klein sind hier Werte unterhalb 512 KByte gemeint. Warum ändert chmod die Zugriffsrechte auf symbolische Links nicht? Für symbolische Links gibt es keine separaten Zugriffsrechte und standardmäßig folgt &man.chmod.1; dem Link nicht; die Zugriffsrechte für die Datei, auf die der symbolische Link zeigt, werden also nicht verändert. Wenn Sie eine Datei mit dem Namen foo und einen auf diese Datei zeigenden symbolischen Link mit dem Namen bar haben, wird das folgende Kommando niemals einen Fehler melden. &prompt.user; chmod g-w bar Trotzdem werden die Zugriffsrechte für foo nicht geändert. Hierzu müssen Sie entweder oder zusammen mit der Option benutzen. Weitere Informationen finden Sie in den Manualpages &man.chmod.1; und &man.symlink.7;. Die Option bewirkt ein rekursives &man.chmod.1;. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie bei &man.chmod.1; Verzeichnisse oder symbolische Links zu Verzeichnissen angeben. Wenn Sie die Zugriffsrechte eines Verzeichnisses ändern möchten, das durch einen symbolischen Link referenziert wird, benutzen Sie &man.chmod.1; ohne irgendwelche Optionen und folgen dem symbolischen Link durch einen abschließenden Schrägstrich (/). Falls z.B. foo ein symbolischer Link zum Verzeichnis bar ist und Sie die Zugriffsrechte von foo (tatsächlich bar) ändern möchten, dann benutzen Sie etwas ähnliches wie: &prompt.user; chmod 555 foo/ Durch den abschließenden Schrägstrich folgt &man.chmod.1; dem symbolischen Link foo, um die Zugriffsrechte für das Verzeichnis bar zu ändern. Kann ich DOS-Programme unter FreeBSD ausführen? Ja. Sie können emulators/doscmd verwenden, das über die Ports-Sammlung verfügbar ist. doscmd war früher Teil des Basissystems von &os;, es wurde aber vor der Veröffentlichung von &os; 5.3 daraus entfernt. Falls doscmd nicht ausreicht, können Sie den Port emulators/pcemu verwenden, der einen 8088 und genug BIOS-Funktionen emuliert, um DOS-Textanwendungen laufen zu lassen. Der Port benötigt das X-Window-System. Was muss ich tun, um die FreeBSD-Dokumentation in meine Muttersprache zu übersetzen? Informationen zu diesem Thema finden Sie in der FAQ des FreeBSD German Documentation Project. Warum kommen alle meine Mails, die ich an @FreeBSD.org schicke, wieder zurück? Das Mailsystem von FreeBSD.org verwendet einige der strengeren Überprüfungen von Postfix für eingehende Mails. Mails, bei denen es Anzeichen für Konfigurationsprobleme oder Spam gibt, werden nicht akzeptiert. Dies kann aus einem der folgenden Gründe geschehen: Die Mail kommt von einem System oder Netzwerk, dass für Spam-Aktivitäten bekannt ist. Die Mailserver von FreeBSD akzeptierten keine Mails von bekannten Spam-Quellen. Wenn Sie eine Firma oder Domain benutzen, die Spam erzeugt oder verteilt, sollten Sie sich einen anderen ISP suchen. Der Mailtext enthält HTML. Mail sollte immer im Klartext gesendet werden, Sie sollten ihr Mailprogramm entsprechend einstellen. Das Mailsystem kann die IP-Adresse des einliefernden Systems nicht in einen symbolischen Namen umwandeln. Funktionierendes reverse DNS ist eine Vorbedingung, damit ihre Mails angenommen wird. Sorgen Sie dafür, dass der reverse DNS für Ihren Mailserver korrekt konfiguriert wird. Viele Anbieter für Privatkunden geben Ihnen diese Möglichkeit nicht. In diesem Fall sollten Sie Ihre Mails über den Mailserver Ihres Providers versenden. Der Rechnername, der im EHLO/HELO Teil der SMTP Kommunikation übergeben wird, kann nicht zu einer IP-Adresse aufgelöst werden. Damit die E-Mail akzeptiert wird, brauchen Sie einen voll qualifizierten Rechnernamen, der im DNS eingetragen ist. Wenn Sie diesen nicht besitzen, benutzen Sie bitte den Mailserver Ihres Providers, um E-Mails zu verschicken. Die Message-ID Ihrer Mail endet in localhost. Einige Mail-Clients generieren eine Message-ID, die nicht akzeptiert wird. Sie müssen Ihren Mail-Client so konfigurieren, dass er eine gültige Message-ID generiert. Alternativ können Sie die Message-ID von Ihrem Mailserver umschreiben lassen. Wo kann ich einen freien FreeBSD-Account bekommen? Das FreeBSD Project bietet zwar keinen freien Zugang zu seinen Servern an; andere Firmen bieten jedoch frei zugängliche &unix; Systeme. Die Kosten variieren und es kann sein, dass nicht alle Dienste zur Verfügung stehen. Arbornet, Inc, auch als M-Net bekannt, bietet seit 1983 uneingeschränkten Zugang zu &unix; Systemen. Zunächst wurde eine Altos-Maschine mit System III benutzt, 1991 erfolgte dann der Wechsel zu BSD/OS. Im Juni 2000 erfolgte ein erneuter Wechsel, diesmal zu FreeBSD. M-Net bietet Zugang mit Telnet und SSH und den Zugang zur gesamten Software von FreeBSD. Allerdings ist der Zugriff auf das Netzwerk auf Mitglieder und Gönner beschränkt, die eine Spende an die nicht-kommerzielle Organisation geleistet haben. M-Net stellt zusätzlich ein Mailbox-System und einen interaktiven Chat zur Verfügung. Grex bietet ein ganz ähnlichen Dienst wie M-Net an, dazu gehören auch das Mailbox-System und der interaktive Chat. Allerdings wird eine SUN4M mit &sunos; benutzt. Was ist sup und wie benutze ich es? Der Name SUP steht für Software Update Protocol und wurde von der CMU (Carnegie Mellon University) entwickelt, um ihre Entwicklungszweige zu synchronisieren. Wir haben es benutzt, um entfernte Sites mit unseren zentralen Quellcodeentwicklungen zu synchronisieren. SUP ist nicht sehr bandbreitenfreundlich und wurde abgelöst. Die derzeit empfohlene Methode, um Ihren Quellcode auf dem neuesten Stand zu halten ist CVSup. Wie heißt das niedliche rote Kerlchen? Er ist namenlos, es ist einfach der der BSD Daemon. Wenn Sie ihm unbedingt einen Namen geben wollen, rufen Sie ihn beastie. Beachten Sie aber, dass beastie wie BSD ausgesprochen wird. Weitere Informationen über den BSD daemon finden Sie auf seiner Homepage. Kann ich Bilder des BSD Daemon verwenden? Eventuell. Der BSD Daemon unterliegt dem Copyright von Marshall Kirk McKusick. Wenn Sie genaue Informationen über die Einschränkungen bei der Nutzung brauchen, sollten Sie sein Statement on the Use of the BSD Daemon Figure lesen. Kurz gesagt, können Sie den BSD Daemon benutzen, solange es für einen privaten Zweck ist und die Nutzung geschmackvoll bleibt. Für den kommerziellen Einsatz brauchen Sie die Zustimmung von Kirk McKusick. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite BSD Daemon's home page. Woher kann ich Bilder des BSD Daemon bekommen? Einige Bilder in den Format xfig und eps sind unter /usr/share/examples/BSD_daemon/ zu finden. Ich habe in den Mailinglisten eine Abkürzung oder einen Begriff gesehen, den ich nicht kenne. Wo erhalte ich eine Erklärung dazu? Sehen Sie bitte im FreeBSD-Glossar nach. Warum sollte mich die Farbe des Fahrradschuppens interessieren? Die ganz, ganz kurze Antwort ist: Überhaupt nicht. Die etwas längere Antwort lautet: Nur weil Sie in der Lage sind, einen Fahrradschuppen zu bauen, müssen Sie noch lange nicht andere davon abhalten, nur weil Ihnen die Farbe nicht gefällt. Dies ist natürlich eine Metapher dafür, dass Sie nicht eine Diskussion über jede kleine Änderung beginnen sollen, nur weil Sie das können. Einige Leute behaupten sogar, dass die Anzahl der (nutzlosen) Kommentare über eine Änderung umgekehrt proportional zur Komplexität der Änderung ist. Die noch längere und vollständigere Antwort ist, dass &a.phk; nach einen langen Diskussion über das Thema "Soll &man.sleep.1; Sekundenbruchteile als Parameter akzeptieren?" eine lange Mail mit dem Titel A bike shed (any colour will do) on greener grass... schrieb. Die einschlägigen Teile der Nachricht lauteten:
&a.phk; in freebsd-hackers, 2.10.1999 Einige von Euch haben mich gefragt, Was meinst Du mit dem Fahrradschuppen? Es ist eine lange oder eigentlich eher eine sehr alte und doch sehr kurze Geschichte. C. Northcote Parkinson schrieb in den frühen Sechzigern ein Buch mit dem Namen Parkinson's Law, das viele Einblick in die Beziehungen innerhalb des Managements gibt. [ein paar Kommentare zum Buch gestrichen] In dem Beispiel mit dem Fahrradschuppen ist die andere wichtige Komponente ein Kernkraftwerk. Ich glaube, dass zeigt schon, wie alt dieses Buch ist. Parkinson zeigte, dass man zum Vorstand gehen kann und die Genehmigung für ein mehrere Millionen oder sogar Milliarden Dollar teures Kernkraftwerk bekommt; wenn man aber einen Fahrradschuppen bauen will, wird man in endlose Diskussionen verwickelt. Laut Parkinson liegt das daran, dass ein Kernkraftwerk so groß, so teuer und so kompliziert ist, dass die Leute es nicht verstehen. Und bevor sie versuchen, es zu verstehen, verlassen Sie sich lieber darauf, dass irgend jemand sicherlich die ganzen Details geprüft hat, bevor das Projekt bis zum Vorstand gekommen ist. Im Buch von Richard P. Feynmann finden sich einige interessante und sehr passende Beispiele aus dem Gebiet von Los Alamos. Ein Fahrradschuppen ist was anderes. Jeder kann an seinem freien Wochenende einen bauen und hat trotzdem noch genug Zeit für die Sportschau. Daher ist es unwichtig, wie gut man sich vorbereitet und wie sinnvoll der eigene Vorschlag ist. Irgend jemand wird die Möglichkeit nutzen und zeigen, dass er seine Arbeit tut, dass er aufmerksam ist, dass er da ist. In Dänemark nennen wir dieses Verhalten Seine Fingerabdrücke hinterlassen. Es geht um persönlichen Stolz und Prestige; die Chance, auf irgend etwas zu zeigen und zu sagen zu können: Da! Das habe Ich getan. Politiker leiden sehr stark darunter, aber viele Leute verhalten sich so, wenn sie die Chance haben. Denkt einfach mal an Fußabdrücke in feuchtem Zement.
Nicht ganz ernstgemeinte Fragen Wie cool ist FreeBSD? Q. Hat irgend jemand Temperaturmessungen durchgeführt, während FreeBSD läuft? Ich weiss, dass &linux; cooler läuft, als DOS, habe aber niemals gesehen, dass FreeBSD erwähnt wurde. Es scheint sehr heiß zu laufen. A. Nein, aber wir haben zahlreiche Geschmackstests mit verblendeten Freiwilligen durchgeführt, denen außerdem zuvor 250 Mikrogramm LSD-25 verabreicht wurden. 35% der Freiwilligen sagte, dass FreeBSD nach Orange schmeckte, &linux; hingegen schmecke wie purple haze (Anm. d. Übersetzers: Song von Jimmy Hendrix und LSD-Marke). Keine der Gruppen hat besondere Abweichungen der Temperatur erwähnt. Eventuell hätten wir sämtliche Ergebnisse dieser Untersuchung fortwerfen sollen, als wir festgestellt haben, dass zu viele der Freiwilligen den Raum während der Tests verlassen haben und dadurch die Ergebnisse verfälscht haben. Wir glauben, dass die meisten der Freiwilligen nun bei Apple sind und an ihrer neuen scratch and sniff Oberfläche arbeiten. Es ist ein lustiges, altes Geschäft, in dem wir uns befinden! Ernsthaft, FreeBSD und &linux; benutzen beide die Instruktion HLT (halt), wenn das System untätig ist, wodurch der Energieverbrauch und dadurch die produzierte Wärme reduziert wird. Falls Sie auch noch APM (Advanced Power Management) konfiguriert haben, kann FreeBSD Ihre CPU auch in einen Low-Power-Modus bringen. Wer kratzt in meinen Speicherbänken?? Q. Gibt es irgend etwas seltsames, das FreeBSD tut, wenn ich den Kernel kompiliere, das dazu führt, dass der Speicher ein kratzendes Geräusch macht? Bei der Kompilierung (und auch für einen kurzen Moment nach der Erkennung des Floppy-Laufwerks beim Hochfahren), kommt ein seltsames kratzendes Geräusch von etwas das die Speicherbänke zu sein scheinen. A. Ja! In der BSD-Dokumentation finden Sie häufige Verweise auf Daemons und was die meisten Leute nicht wissen, ist, dass diese sich auf echte, nicht-körperlichen Wesen beziehen, die Besitz von Ihrem Computer ergriffen haben. Das kratzende Geräusch, das von Ihrem Speicher kommt, ist in Wirklichkeit hochtöniges Flüstern, das unter den Daemons ausgetauscht wird, während Sie entscheiden, wie Sie die verschiedenen Systemadministrationsaufgaben, am besten erledigen. Wenn Sie das Geräusch stört, wird ein fdisk /mbr sie vertreiben, aber wundern Sie sich nicht, wenn sie feindlich reagieren und versuchen, Sie aufzuhalten. Wenn Sie während der Ausführung zu irgendeinem Zeitpunkt die teuflische Stimme von Bill Gates aus dem eingebauten Lautsprecher kommen hören, laufen Sie weg und sehen Sie sich auf keinen Fall um! Befreit von dem ausgleichenden Einfluss der BSD Dämonen sind die beiden Dämonen von DOS und &windows; oft dazu in der Lage, die totale Kontrolle über Ihre Maschine für die ewige Verdammung Ihrer Seele zurückzuerlangen. Da Sie jetzt die Wahrheit kennen, würden Sie es vorziehen, sich an die Geräusche zu gewöhnen, wenn Sie die Wahl hätten. Wie viele FreeBSD-Hacker braucht man, um eine Glühbirne auszuwechseln? Eintausendeinhundertundneunundsechzig: Dreiundzwanzig, die sich bei -CURRENT beschweren, dass das Licht aus ist; Vier, die behaupten, dass es sich um ein Konfigurationsproblem handelt und dass solche Dinge wirklich nach -questions gehören; Drei, die PRs hierzu einreichen, einer von ihnen wird falsch unter DOC abgelegt und fristet sein Dasein im Dunkeln; Einen, der eine ungetestete Glühbirne einreicht, wonach buildworld nicht mehr funktioniert, und sie dann fünf Minuten später wieder herausnimmt; Acht, die die PR-Erzeuger beschimpfen, weil sie zu ihren PRs keine Patche hinzugefügt haben; Fünf, die sich darüber beschweren, dass buildworld nicht mehr funktioniert; Einunddreißig, die antworten, dass es bei ihnen funktioniert und dass sie cvsup wohl zu einigem ungünstigen Zeitpunkt durchgeführt haben; Einen, der einen Patch für eine neue Glühbirne an -hackers schickt; Einen, der sich beschwert, dass es vor drei Jahren Patches hierfür hatte, aber als er sie nach -CURRENT schickte, sind sie einfach ignoriert worden und er hatte schlechte Erfahrungen mit dem PR-System; nebenbei ist die vorgeschlagene Glühbirne nicht reflexiv; Siebenunddreißig, die schreien, dass Glühbirnen nicht in das Basissystem gehören, dass Committer nicht das Recht haben, solche Dinge durchzuführen, ohne die Gemeinschaft zu konsultieren und WAS GEDENKT -CORE HIER ZU TUN!? Zweihundert, die sich über die Farbe des Fahrradschuppens beschweren; Drei, die darauf hinweisen, dass der Patch nicht mit &man.style.9; übereinstimmt; Siebzehn, die sich beschweren, dass die vorgeschlagene neue Glühbirne der GPL unterliegt; Fünfhundertundsechsundachtzig, die sich in einen Streit über die vergleichbaren Vorteile der GPL, der BSD-Lizenz, der MIT-Lizenz, der NPL und der persönlichen Hygiene nichtgenannter FSF-Gründer verwickeln; Sieben, die unterschiedliche Teile des Threads nach -chat und -advocacy weiterleiten; Einer, der die vorgeschlagene Glühbirne einbaut, obwohl sie dunkler leuchtet, als die alte; Zwei, die sie wieder ausbauen, und in einer wütenden Nachricht argumentieren, dass FreeBSD besser ganz im Dunkeln dasteht, als mit einer dämmerigen Glühbirne; Sechsundvierzig, die sich lärmend wegen des Wiederausbaus der dämmerigen Glühbirne streiten und eine Erklärung von -core verlangen; Elf, die eine kleinere Glühbirne beantragen, damit sie in ihr Tamagotchi passt, falls wir irgendwann beschließen, FreeBSD auf diese Plattform zu portieren; Dreiundsiebzig, die sich über die SNR auf -hackers und -chat beschweren und aus Protest abmelden; Dreizehn, die unsubscribe, How do I unsubscribe? oder Please remove me from the list gefolgt von der üblichen Fußzeile abschicken; Einen, der eine funktionierende Glühbirne einbaut, während alle zu beschäftigt damit sind, mit jedem zu streiten, um es zu bemerken; Einunddreißig, die herausstellen, dass die neue Glühbirne 0,364% heller leuchten würde, wenn sie mit TenDRA kompiliert werden würde (obwohl sie in einen Würfel umgeformt werden müsste) und dass FreeBSD deshalb nach TenDRA, anstatt nach GCC wechseln sollte; Einen, der sich beschwert, dass bei der neuen Glühbirne die Verkleidung fehlt; Neun (einschließlich der PR-Ersteller), die fragen Was ist MFC? Siebenundfünfzig, die sich zwei Wochen, nachdem die Birne gewechselt worden ist, darüber beschweren, dass das Licht aus war. &a.nik; hat hinzugefügt: Ich habe ziemlich hierüber gelacht. Und dann dachte ich: "Halt, sollte in dieser Liste nicht irgendwo 'Einer, der es dokumentiert' sein?" Und dann wurde ich erleuchtet :-) Was passiert mit den Daten, die nach /dev/null geschrieben werden? Sie werden in einer speziellen Datensenke der CPU in Wärme umgewandelt, die dann über den Kühlkörper und den Lüfter abgeführt wird. Dies ist einer der Gründe für die Kühlung von CPUs; die Anwender gewöhnen sich an die schnelleren Prozessoren, gehen nicht mehr so sorgfältig mit Ihren Daten um und so landen immer mehr Daten in /dev/null, was zur Überhitzung der CPU führt. Wenn Sie /dev/null löschen (was die Datensenke ziemlich sicher abschaltet), wird Ihre CPU zwar nicht mehr so heiß, dafür wird Ihr System aber sehr schnell von den überzähligen Daten überladen und merkwürdige Effekte zeigen. Wenn Sie eine sehr schnell Netzwerkverbindung haben, können Sie Ihre CPU kühlen, indem sie Daten aus /dev/random lesen und in die Weite des Netzwerkes schicken; allerdings besteht hier die Gefahr der Überhitzung von Netzwerk und /. Außerdem dürfte Ihr ISP ziemlich wütend werden, da der größte Teil der Daten von seinen Geräten in Hitze umgewandelt werden wird; da ISPs aber über Klimaanlagen verfügen, sollte das kein großes Problem sein, solange Sie es nicht übertreiben. Nachtrag Paul Robinson: Es gibt andere Mittel und Wege. Wie jeder gute Systemadministrator weiss, gehört es zum guten Ton, einigen Daten zum Bildschirm zu senden, damit die Leuchtkäferchen, die das Bild anzeigen, glücklich sind. Die Leuchtkäferchen werden nach der Farbe Ihrer Hüte (Rot, Grün, oder Blau) unterschieden und sie verstecken bzw. zeigen sich (wobei man die Farbe ihrer Hüte erkennen kann) bei jeder Nahrungsaufnahme. Grafikkarten wandeln Daten in Leuchkäfer-Nahrung um und schicken sie dann zu den Leuchtkäfern - teure Karten erzeugen bessere Nahrung und sorgen so für besseres Verhalten der Leuchtkäfer. Diese brauchen allerdings einen konstanten Stimulus - darum gibt es Bildschirmschoner. Darum lautet mein Vorschlag, die zufälligen Daten einfach zum Bildschirm zu schicken, damit sie von den Leuchtkäfern verzehrt werden. Dabei entsteht keine Hitze, die Leuchtkäfer bleiben glücklich und man wird seine überflüssigen Daten sehr schnell los, auch wenn der Bildschirm etwas merkwürdig aussieht. Übrigens: Als Ex-Admin eines großen ISPs, der so seine Probleme mit der Kühlung seines Rechenzentrums hatte, kann ich nur davon abraten, überflüssige Daten einfach in das Netzwerk zu schicken. Die Heinzelmännchen, die die Pakete verteilen und versenden, regen sich darüber ganz furchtbar auf. Weiterführende Themen Wie kann ich mehr über die Interna von FreeBSD erfahren? Zurzeit gibt es nur ein Buch über die Interna von FreeBSD, The Design and Implementation of the FreeBSD Operating System von Marshall Kirk McKusick und George V. Neville-Neil, ISBN 0-201-70245-2, das sich auf FreeBSD 5.X konzentriert. Allgemeines Wissen über &unix; kann allerdings in den meisten Fällen auf FreeBSD angewendet werden. Eine Liste finden Sie im entsprechenden Abschnitt der Bibliographie. Wie kann ich bei der Entwicklung von FreeBSD mitarbeiten? Genauere Informationen finden Sie im Artikel FreeBSD unterstützen. Wir können Hilfe immer gut gebrauchen! Was sind SNAPs und RELEASEs? Derzeit existieren drei aktive/halbaktive Zweige im FreeBSD-CVS-Repository. In früheren Zweigen ändert sich wenig, daher gibt es nur drei aktive Entwicklungszweige: RELENG_5 bzw. 5.X-STABLE RELENG_6 bzw. 6-STABLE HEAD bzw. -CURRENT oder 7.X-CURRENT HEAD ist keine wirkliche Bezeichnung für einen Zweig, wie die anderen beiden. Es ist lediglich eine symbolische Konstante für den aktuellen, nicht verzweigten Entwicklungsstrom, auf den wir uns einfach als -CURRENT beziehen. Derzeit steht -CURRENT für den 7.X-Entwicklungsstrom, der 5-STABLE-Zweig (RELENG_5) wurde im Oktober 2004, der 6-STABLE-Zweig (RELENG_6) im November 2005 von -CURRENT abgespalten. Wie kann ich meine eigene, angepasstes Release erstellen? Eine Anleitung dazu finden Sie im Artikel FreeBSD Release Engineering. Wieso überschreibt make world das installierte System? Das ist beabsichtigt. Wie der Name schon andeutet, erstellt make world alle Systemdateien von Grund auf neu. Sie können also sicher sein, am Ende eine saubere, konsistente Umgebung zu haben (das ist der Grund, warum es so lange dauert). Falls die Umgebungsvariable DESTDIR während der Ausführung von make world oder make install definiert ist, werden die neu erstellten Binaries unter ${DESTDIR} in einem zum installierten identischen Verzeichnisbaum abgelegt. Einige zufällige Kombinationen von Änderungen von Shared Libraries und Neuerstellungen von Programmen können hierbei jedoch ein Scheitern von make world verursachen. Warum ist cvsup.FreeBSD.org kein Round-Robin-Eintrag im DNS, so dass Anfragen auf alle CVsup-Server verteilt werden? Die CVsup-Server gleichen sich stündlich mit dem Hauptserver ab. Allerdings findet der Abgleich nicht zur gleichen Zeit statt, daher können einige Server neuere Quellen bereitstellen als andere Server. Alle Server stellen jedoch Quellen bereit, die maximal eine Stunde alt sind. Wäre cvsup.FreeBSD.org ein Round-Robin-Eintrag im DNS, der Benutzern einen zufälligen Server zuteilt, könnten beim zweiten Lauf von CVsup ältere Quellen als beim ersten Lauf heruntergeladen werden. Warum meldet mein System (bus speed defaulted) beim Start? Die Adaptec 1542 SCSI Hostadapter erlauben dem Benutzer die Buszugriffsgeschwindigkeit per Software zu konfigurieren. Ältere Versionen des 1542-Treibers versuchten, die schnellstmögliche Geschwindigkeit herauszufinden und konfigurierten den Adapter entsprechend. Wir haben festgestellt, dass dies auf einigen Systemen nicht funktioniert, weshalb Sie nun die Kernelkonfigurationsoption TUNE_1542 definieren müssen, um es zu aktivieren. Die Benutzung auf Systemen, auf denen es funktioniert, könnte Ihre Platten schneller machen, aber auf den Systemen, auf denen es nicht funktioniert, könnten Ihre Daten beschädigt werden. Kann ich -CURRENT mit begrenztem Internetzugang folgen? Ja, Sie können das tun, ohne den gesamten Quellbaum herunterzuladen, indem Sie die Einrichtung CTM benutzen. Wie haben Sie die Distribution in 240k-Dateien aufgespalten? Bei neueren BSD-basierten Systemen gibt es eine Option zu &man.split.1;, die das Splitten von Dateien an willkürlichen Bytegrenzen erlaubt. Hier ist ein Beispiel aus /usr/src/Makefile. bin-tarball: (cd ${DISTDIR}; \ tar cf - . \ gzip --no-name -9 -c | \ split -b 240640 - \ ${RELEASEDIR}/tarballs/bindist/bin_tgz.) Ich habe eine Kernelerweiterung geschrieben. An wen sende ich sie? Lesen Sie bitte den Artikel FreeBSD unterstützen. Und Danke, dass Sie darüber nachdenken! Wie werden Plug&Play ISA-Karten erkannt und initialisiert? Von: Frank Durda IV uhclem@nemesis.lonestar.org Kurz gesagt gibt es nur wenige I/O-Ports über die PnP-Karten antworten, wenn der Host fragt, ob jemand da ist. Wenn die PnP-Erkennungsroutine startet, fragt sie, ob irgendwelche PnP-Karten vorhanden sind und alle PnP-Karten antworten mit ihrer Modellnummer auf demselben Port, von dem sie auch gelesen haben. Die Erkennungsroutine erhält also ein geodertes Ja auf diese Frage. Mindestens ein Bit wird bei dieser Antwort gesetzt sein. Die Erkennungsroutine ist dann in der Lage, dafür zu sorgen, dass Karten mit Modellnummern (zugeordnet von Microsoft/Intel) kleiner als X off-line gesetzt werden. Sie prüft dann, ob immer noch Karten da sind, die auf die Frage antworten. Falls die Antwort 0 war, sind keine Karten mit IDs größer X vorhanden. Nun prüft die Erkennungsroutine, ob Karten unterhalb X vorhanden sind. Dann setzt die Erkennungsroutine alle Karten größer als X-(limit/4) off-line und wiederholt die Frage. Wenn diese halbbinäre Suche nach IDs in Folge genügend oft wiederholt worden ist, wird die Erkennungsroutine schließlich alle in einem Rechner befindlichen PnP-Karten identifiziert haben und das mit einer Iterationszahl sehr viel kleiner als 2^64. Die IDs bestehen aus zwei 32-Bit-Feldern (daher 2^64) + acht Bit Prüfsumme. Die ersten 32 Bit sind die Herstellerkennung. Es wurde zwar nicht bestätigt, aber es wird angenommen, dass unterschiedliche Kartentypen desselben Herstellers unterschiedliche 32-Bit Herstellerkennungen besitzen können. 32 Bit nur für eindeutige Hersteller zu benötigen, scheint etwas übertrieben. Die niedrigen 32 Bit sind eine Seriennummer, Ethernetadresse - etwas, das die betreffende Karte einzigartig macht. Die Hersteller dürfen niemals eine zweite Karte mit denselben niedrigen 32 Bit herstellen, es sei denn, die höheren 32 Bit sind unterschiedlich. Sie können also mehrere Karten des selben Typs im Rechner haben und die gesamten 64 Bit bleiben stets eindeutig. Die 32-Bit-Gruppen können niemals nur aus Nullen bestehen. Das erlaubt es, bei der binären Suche zu Beginn nur auf von Null verschiedene Bits zu achten. Wenn das System alle vorhandenen Karten-IDs identifiziert hat, reaktiviert es jede Karte - eine nach der anderen (über dieselben I/O-Ports) und ermittelt, welche Ressourcen von der jeweiligen Karte benötigt werden, welche Wahlmöglichkeiten für Interrupts bestehen usw. Alle Karten werden abgefragt, um diese Informationen zusammenzustellen. Diese Informationen werden dann mit Informationen aus allen ECU-Dateien auf der Festplatte oder mit im MLB-BIOS verdrahteten Informationen verknüpft. Die ECU- und BIOS-PnP-Unterstützung für Hardware auf dem MLB ist für gewöhnlich künstlich und was die Peripheriegeräte tun ist nicht wirklich echtes PnP. Durch die Untersuchung der BIOS-Informationen und der ECU-Informationen können die Erkennungsroutinen jedoch die von PnP-Geräten benutzten Ressourcen so ändern, dass vermieden wird, dass bereits von anderen Geräten benutzte Ressourcen verwendet werden. Dann werden die PnP-Geräte nochmals besucht und ihre I/O, DMA, IRQ und Memory-Map-Adressen werden zugeordnet. Die Geräte werden an diesen Stellen sichtbar werden und dort bis zum nächsten Reboot verbleiben. Allerdings hindert Sie auch nichts daran, sie zu verschieben, wohin Sie wollen. Im obigen Teil wurde sehr viel vereinfacht, aber die grundlegende Idee sollte klar geworden sein. Microsoft hat einige der primären Druckerstatusports für PnP übernommen, da keine Karte diese Adressen für die entgegengesetzten I/O-Zyklen decodiert. Ich habe während der frühen Überprüfungsperiode des PnP-Vorschlags eine echte IBM Druckerkarte gefunden, die Schreibzugriffe auf dem Statusport decodiert hat, aber MS hat nur tough gesagt. Also schreiben sie auf den Druckerstatusport, um Adressen zu setzen, benutzen zusätzlich diese Adresse + 0x800 und einen dritten I/O-Port zum Lesen, der irgendwo zwischen 0x200 und 0x3ff liegen kann. Wie bekomme ich eine Major-Number für einen Gerätetreiber, den ich geschrieben habe? &os.current; stellt seit Februar 2003 Major-Numbers für Geräte zur Laufzeit automatisch bereit. Nach Möglichkeit sollte diese neue Funktion benutzt werden, anstatt eine Major-Number statisch festzulegen. Weitere Hinweise finden Sie in src/sys/conf/majors. Wenn Sie eine statisch festgelegte Major-Number benötigen, hängt das weitere Verfahren davon ab, ob Sie den Treiber frei verfügbar machen wollen. Falls dem so ist, senden Sie uns bitte eine Kopie der Treiber-Sourcen und zusätzlich die entsprechenden Änderungen der Datei files.i386, ein Beispiel für einen Eintrag in der Konfigurationsdatei und den entsprechenden Code für &man.MAKEDEV.8;, der die Gerätedateien für Ihr Gerät erzeugt. Falls Sie nicht beabsichtigen, den Treiber frei verfügbar zu machen, oder es aufgrund von Lizenzbeschränkungen nicht können, dann ist die Major-Number 32 für zeichenorientierte und die Major-Number 8 für blockorientierte Geräte speziell für diesen Zweck reserviert. In jedem Fall würden wir uns freuen, auf der Mailingliste &a.hackers; etwas über Ihren neuen Treiber zu hören. Gibt es alternative Layoutverfahren für Verzeichnisse? Als Antwort auf die Frage nach alternativen Layoutverfahren für Verzeichnisse ist das Schema, das derzeit benutzt wird, unverändert von dem, das ich 1983 geschrieben habe. Ich habe das Vorgehen für das originale Fast-Filesystem geschrieben und es niemals überarbeitet. Es funktioniert gut, wenn es darum geht, zu verhindern, dass Zylindergruppen volllaufen. Wie viele von Ihnen angemerkt haben, funktioniert es schlecht für find. Die meisten Dateisysteme werden von Archiven erstellt, die mit einer Tiefensuche (also ftw) erstellt wurden. Diese Verzeichnisse werden über die Zylindergruppen hinweg entfaltet und erzeugen denkbar ungünstigste Voraussetzungen für zukünftige Tiefensuchen. Falls man die Gesamtzahl der zu erstellenden Verzeichnisse wüsste, wäre die Lösung die, (gesamt / fs_ncg) pro Zylindergruppe zu erstellen, bevor fortgefahren wird. Offensichtlich müsste man eine Heuristik erstellen, um die Zahl zu schätzen. Sogar die Benutzung einer kleinen, fixen Zahl, z.B. 10, würde eine Verbesserung um Größenordnungen ausmachen. Um Wiederherstellungen von normalem Betrieb (wo der derzeitige Algorithmus vermutlich sinnvoller ist) zu unterscheiden, könnten Sie die Clusterung von bis zu 10 benutzen, wenn sie alle innerhalb eines 10-Sekunden-Fensters durchgeführt würden. Jedenfalls ist mein Schluss, dass dies ein fruchtbares Gebiet für Experimente ist. Kirk McKusick, September 1998 Wie kann ich optimalen Nutzen aus einer kernel panic ziehen? [Dieser Abschnitt wurde von &a.des;, der einige Tippfehler korrigiert und die Kommentare in eckigen Klammern hinzugefügt hat, aus einer Mail von &a.wpaul; in der Mailingliste freebsd-current entnommen.] From: Bill Paul <wpaul@skynet.ctr.columbia.edu> Subject: Re: the fs fun never stops To: Ben Rosengart Date: Sun, 20 Sep 1998 15:22:50 -0400 (EDT) Cc: current@FreeBSD.org [<Ben Rosengart> sendete die folgende Panik-Meldung] > Fatal trap 12: page fault while in kernel mode > fault virtual address = 0x40 > fault code = supervisor read, page not present > instruction pointer = 0x8:0xf014a7e5 ^^^^^^^^^^ > stack pointer = 0x10:0xf4ed6f24 > frame pointer = 0x10:0xf4ed6f28 > code segment = base 0x0, limit 0xfffff, type 0x1b > = DPL 0, pres 1, def32 1, gran 1 > processor eflags = interrupt enabled, resume, IOPL = 0 > current process = 80 (mount) > interrupt mask = > trap number = 12 > panic: page fault [Wenn] Sie eine Meldung wie diese sehen, reicht es nicht, sie einfach zu reproduzieren und sie einzusenden. Der Wert des Instruktionszeigers, den ich oben hervorgehoben habe, ist wichtig; leider ist er auch konfigurationsabhängig. Mit anderen Worten variieren die Werte abhängig von dem Kernel-Image, das Sie tatsächlich benutzen. Wenn Sie ein GENERIC Kernelimage von einem der Snapshots benutzen, dann ist es für jemand anderen möglich, die fehlerhafte Instruktion herauszufinden, aber wenn Sie einen angepassten Kernel benutzen, können nur Sie uns sagen, wo der Fehler auftrat. Was Sie tun sollten, ist folgendes: Notieren Sie sich den Wert des Instruktionszeigers. Beachten Sie, dass der Teil 0x8: am Anfang in diesem Fall nicht von Bedeutung ist; der Teil 0xf0xxxxxx ist der, den wir wollen. Tun Sie folgendes, wenn das System rebootet: &prompt.user; nm -n /kernel.that.caused.the.panic | grep f0xxxxxx wobei 0xf0xxxxxx der Wert des Instruktionszeigers ist. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie keinen exakten Treffer erzielen, weil die Symbole in der Symboltabelle des Kernels Funktionseinstiegspunkte sind und die Adresse des Instruktionszeiger irgendwo innerhalb einer Funktion liegen wird und nicht am Anfang. Falls sie keinen exakten Treffer erzielen, lassen Sie den letzten Teil des Werts des Instruktionszeigers weg und versuchen es nocheinmal, z.B.: &prompt.user; nm -n /kernel.that.caused.the.panic | grep f0xxxxx Falls das kein Ergebnis liefert, hacken Sie eine weitere Ziffer ab. Wiederholen Sie die Schritte, bis Sie irgendeine Ausgabe erhalten. Das Ergebnis wird eine Liste möglicher Funktionen sein, die die Panik verursacht haben. Das ist zwar kein absolut genauer Mechanismus, um die Fehlerursache ausfindig zu machen, aber es ist besser als gar nichts. Ich sehe ständig Leute, die Panik-Meldungen wie diese zeigen, aber ich sehe kaum jemanden, der sich die Zeit nimmt, den Instruktionszeiger einer Funktion aus der Symboltabelle des Kernel zuzuordnen. Der beste Weg, den Grund für eine Panik herauszufinden, ist der, einen Crash-Dump festzuhalten und dann &man.gdb.1; zu benutzen, um den Stack im Crash-Dump zurückzuverfolgen. Jedenfalls ist die Methode, die ich normalerweise benutze, folgende: Richten Sie eine Kernelkonfigurationsdatei ein, fügen Sie optional options DDB hinzu, falls Sie glauben, dass Sie den Kerneldebugger benötigen. (Ich benutze ihn hauptsächlich zum Setzen von Haltepunkten, wenn ich eine Endlosschleife irgendeiner Art vermute.) Benutzen Sie config -g KERNELCONFIG, um das Erstellungsverzeichnis einzurichten. cd /sys/compile/KERNELCONFIG; make Warten Sie, bis der Kernel fertig kompiliert ist. make install reboot Der &man.make.1;-Prozess wird zwei Kernel erstellt haben: kernel und kernel.debug. kernel wurde als /kernel installiert, während kernel.debug als Quelle für Debuggersymbole für &man.gdb.1; benutzt werden kann. Um sicherzustellen, dass ein Crash-Dump erhalten bleibt, müssen Sie /etc/rc.config editieren und dumpdev so setzen, dass es auf Ihre Swap-Partition zeigt. Das bewirkt, dass die &man.rc.8;-Skripte den Befehl &man.dumpon.8; benutzen, um Crash-Dumps zu ermöglichen. Sie können &man.dumpon.8; auch manuell ausführen. Nach einer Panik kann der Crash-Dump mit &man.savecore.8; wiederhergestellt werden; wenn dumpdev in /etc/rc.conf gesetzt ist, werden die &man.rc.8;-Skripte &man.savecore.8; automatisch ausführen und den Crash-Dump unter /var/crash ablegen. Crash-Dumps von FreeBSD sind für gewöhnlich genauso groß wie der physikalische Hauptspeicher Ihres Rechners. Das heißt, wenn Sie 64MB RAM haben, werden sie einen 64MB Crash-Dump erhalten. Deshalb müssen Sie dafür sorgen, dass genügend Speicherplatz in /var/crash zur Verfügung steht, um den Dump aufnehmen zu können. Alternativ führen Sie &man.savecore.8; manuell aus und lassen es den Crash-Dump in einem anderen Verzeichnis wiederherstellen, in dem Sie mehr Platz haben. Es ist möglich, die Größe des Crash-Dumps zu begrenzen, indem options MAXMEM=(foo) benutzt wird, um den Speicher, den der Kernel benutzt, auf einen etwas vernünftigeren Wert zu setzen. Wenn Sie z.B. 128MB RAM haben, können Sie die Speicherbenutzung des Kernels auf 16MB begrenzen, so dass die Größe Ihres Crash-Dumps 16MB anstatt 128MB beträgen wird. Wenn Sie den Crash-Dump wiederhergestellt haben, können Sie den Stack mit &man.gdb.1; so zurückverfolgen: &prompt.user; gdb -k /sys/compile/KERNELCONFIG/kernel.debug /var/crash/vmcore.0 (gdb) where Beachten Sie, dass es mehrere Seiten mit wertvollen Informationen geben könnte; idealerweise sollten Sie &man.script.1; benutzen, um sie alle festzuhalten. Wenn Sie das vollständige Kernelimage mit allen Debugginginformationen benutzen, müssten Sie exakt die Zeile des Kernel-Sourcecodes finden, wo die Panik aufgetreten ist. Für gewöhnlich müssen Sie den Stack von unten an zurückverfolgen, um die genaue Ereignisabfolge, die zum Crash führte, zurückzuverfolgen. Sie können &man.gdb.1; auch zum Ausdrucken der Inhalte verschiedener Variablen oder Strukturen benutzen, um den Systemstatus zum Zeitpunkt des Absturzes zu untersuchen. Wenn Sie nun wirklich verrückt sind und einen zweiten Computer haben, können Sie &man.gdb.1; auch für entferntes Debugging konfigurieren, so dass Sie &man.gdb.1; auf einem System benutzen können, um den Kernel auf einem anderen System zu debuggen, einschließlich dem Setzen von Haltepunkten und dem Bewegen in Einzelschritten durch den Kernelcode, genauso, wie Sie es mit einem normalen Benutzerprogramm tun können. Ich habe noch nicht damit gespielt weil ich nicht oft Gelegenheit habe, zwei Rechner nebeneinander für Debuggingzwecke einzurichten. [Bill hat hinzugefügt: "Ich vergaß, etwas zu erwähnen: wenn Sie DDB aktiviert haben und der Kernel im Debugger landet, können Sie eine Panik (und einen Crash-Dump) erzwingen, indem Sie einfach 'panic' am ddb-Prompt eingeben. Er könnte während der Panikphase wieder im Debugger stoppen. Falls er das tut, geben Sie 'continue' ein, dann wird er den Crash-Dump beenden." -ed] Wieso funktioniert dlsym() nicht mehr für ELF-Executables? Die ELF-Werkzeuge machen die in einem Executable definierten Symbole dem dynamischen Linker nicht standardmäßig sichtbar. Konsequenterweise werden dlsym()-Suchen nach Handlern aus Aufrufen von dlopen(NULL, flags) diese Symbole nicht finden können. Wenn Sie mit dlsym() nach im Hauptexecutable eines Prozesses vorhandenen Symbolen suchen wollen, müssen Sie das Executable mit der Option von &man.ld.1; linken. Wie kann ich den Adressraum des Kernels vergrössern oder verkleinern? Standardmäßig beträgt der Adressraum des Kernels 256MB (FreeBSD 3.X) bzw. 1 GB (FreeBSD 4.X). Wenn Sie einen netzwerkintensiven Server (z.B. einen großen FTP- oder HTTP-Server) betreiben, kann es sein, dass Sie der Meinung sind, dass 256MB nicht ausreichen. Wie also erhöhen Sie den Adressraum? Hier gibt es zwei Aspekte. Erstens müssen Sie dem Kernel sagen, dass er einen größeren Anteil des Adressraums für sich selbst reservieren soll. Da der Kernel am oberen Ende des Adressraums geladen wird, müssen Sie zweitens die Ladeadresse verringern, damit er mit dem Kopf nicht gegen die Obergrenze stößt. Das erste Ziel erreicht man, indem man den Wert von NKPDE in src/sys/i386/include/pmap.h erhöht. Für einen Adressraum von 1 GB sieht das so aus: #ifndef NKPDE #ifdef SMP #define NKPDE 254 /* addressable number of page tables/pde's */ #else #define NKPDE 255 /* addressable number of page tables/pde's */ #endif /* SMP */ #endif Dividieren Sie die gewünschte Adressraumgröße (in Megabyte) durch vier und subtrahieren Sie dann eins für UP und zwei für SMP, um den korrekten Wert für NKPDE zu finden. Um das zweite Ziel zu erreichen müssen Sie die korrekte Ladeadresse berechnen: subtrahieren Sie einfach die Größe des Adressraums (in Byte) von 0x100100000; für einen Adressraum von 1 GB lautet das Ergebnis 0xc0100000. Setzen Sie LOAD_ADDRESS in src/sys/i386/conf/Makefile.i386 auf diesen Wert; setzen Sie dann den Location-Counter am Anfang der Abschnittsliste in src/sys/i386/conf/kernel.script auf denselben Wert: OUTPUT_FORMAT("elf32-i386", "elf32-i386", "elf32-i386") OUTPUT_ARCH(i386) ENTRY(btext) SEARCH_DIR(/usr/lib); SEARCH_DIR(/usr/obj/elf/home/src/tmp/usr/i386-unknown-freebsdelf/lib); SECTIONS { /* Read-only sections, merged into text segment: */ . = 0xc0100000 + SIZEOF_HEADERS; .interp : { *(.interp) } Konfigurieren und erstellen Sie Ihren Kernel dann neu. Sie werden vermutlich Probleme mit &man.ps.1;, &man.top.1; und ähnlichen Programmen haben. Ein make world sollte diese beheben; alternativ können Sie die gepatchte pmap.h in das Verzeichnis /usr/include/vm kopieren und danach libkvm, &man.ps.1; und &man.top.1; neu erzeugen. Hinweis: die Größe des Kernel-Adressraums muss ein Vielfaches von vier Megabyte betragen. [&a.dg; fügt hinzu: Ich glaube, der Kerneladressraum muss eine Zweierpotenz sein, aber ich bin mir dessen nicht sicher. Der alte (ältere) Bootcode pflegte die oberen Adressbits zu mißbrauchen und ich glaube, er erwartete mindestens 256MB Granularität.] Danksagung Dieses kleine unschuldige Dokument mit Häufig gestellten Fragen wurde in den letzten 10 Jahren von Hunderten, wenn nicht Tausenden, geschrieben, neu geschrieben, überarbeitet, gefaltet, verdreht, durcheinander gebracht, wieder aufgebaut, verstümmelt, seziert, durchgekaut, überdacht, und wiederbelebt. Und das nicht nur einmal. Wir möchten allen dafür Verantwortlichen danken und wir fordern auch Sie auf, dieser Gruppe beizutreten, um diese FAQ noch besser zu machen. Folgende Personen haben durch die Beantwortung von Fragen, sowie durch Hinweise und Kommentare an der Entstehung der deutschen Übersetzung mitgewirkt: Ross Alexander &a.jhb; &a.nik; Glen Foster Oliver Fromme Frank Gruender Chris Hill James Howard &a.jkh; &a.alex; &a.jmas; Mike Meyer Dan O'Connor Eric Ogren &a.de.pierau; Oliver Schneider Christoph Sold Und an alle anderen, an die wir nicht gedacht haben. Entschuldigung und herzlichen Dank! &bibliography;
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/fdp-primer/sgml-markup/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/fdp-primer/sgml-markup/chapter.sgml index ecd070fa54..094e3aed96 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/fdp-primer/sgml-markup/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/fdp-primer/sgml-markup/chapter.sgml @@ -1,3012 +1,3012 @@ SGML-Dokumente erstellen In diesem Kapitel werden die beiden vom FDP eingesetzen Auszeichnungssprachen HTML und DocBook behandelt. Hierbei beschränkt sich dieses Kapitel auf die Elemente, die bei der täglichen Arbeit am ehesten zum Einsatz kommen werden. Beide Sprachen besitzen eine große Anzahl von Elementen. Das erschwert es, das richtige Element in der richtigen Situation auszuwählen. Aus diesem Grund werden zu jedem Element auch immer Beispiele angeboten, die den richtigen Einsatz des Elements verdeutlichen sollen. Es ist nicht das Ziel dieses Kapitels möglichst viele Elemente beider Sprachen zu behandeln – dies wäre nur eine Wiederholung der eigentlichen Sprachreferenz. Sofern es Unklarheiten zur Verwendung einzelner Elemente und Auszeichnung von bestimmten Sachverhalten gibt, können diese an &a.doc; geschickt werden. Fluß- kontra Blockelemente Wenn im folgenden von Flußelementen die Rede ist, sind damit Elemente gemeint, die in einem Blockelement auftreten können und keinen Zeilenumbruch hervorrufen. Blockelemente hingegen erzeugen unter anderem einen ZeilenumbruchDie englische Bezeichnung inline element wurde in Anlehnung an das Wort Fließtext mit Flußelement übersetzt.. HTML HTML, die HyperText Markup Language, ist die Auszeichnungssprache des Internets. Weitere Informationen zu HTML finden sich unter . Sie kommt bei der Erstellung der Webseiten des FreeBSD-Projektes zum Einsatz. Für technische Dokumentationen sollte HTML jedoch nicht eingesetzt werden, da DocBook eine größere und bessere Auswahl an Elementen bietet. Folglich sollte HTML nur für die FreeBSD-Webseiten verwendet werden. Die HTML-Spezifikation liegt bis jetzt in mehreren Versionen vor: 1, 2, 3.0, 3.2 und (die aktuelle) 4.0. Von letzterer existieren zwei Varianten: streng (HTML 4.0 Strict) und locker (HTML 4.0 Transitional). Die HTML-DTDs sind über den Port textproc/html verfügbar und werden automatisch als Teil des Metaports textproc/docproj mitinstalliert. Formale Öffentliche Bezeichner Da es mehrere Version von HTML gibt, existieren auch mehrere FÖPs, zu denen ein HTML-Dokument konform erklärt werden kann. Die Mehrzahl der sich auf der FreeBSD-Webseite befindenen HTML-Seiten sind zu der lockeren Version von HTML 4.0 konform. PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN" Die Elemente <sgmltag>head</sgmltag> und <sgmltag>body</sgmltag> Ein HTML-Dokument unterteilt sich normalerweise in zwei Bereiche: head und body. Der Kopf (head) enthält Metadaten wie den Dokumententitel und Angaben zum Autor. Der Rumpf (body) umfaßt den eigentlichen Dokumenteninhalt, der für den Leser bestimmt ist. In einem HTML-Dokument werden diese Bereiche über die Elemente head und body voneinander abgegrenzt. Beide sind Kinder des Wurzelelementes html. Die Struktur eines HTML-Dokumentes <html> <head> <title>Der Dokumententitel</title> </head> <body> … </body> </html> Blockelemente Überschriften HTML kennt sechs verschiedene Elemente, mit denen Überschriften ausgezeichnet werden können. Das bekannteste Element ist h1, das sich am Anfang der Überschriftenhierarchie befindet. h1 folgen die Überschriftenelemente h2 bis h6. Der Inhalt von hN stellt den Text der Überschrift dar. <sgmltag>h1</sgmltag>, <sgmltag>h2</sgmltag>… Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Erstes Kapitel

Das ist die Überschrift des ersten Kapitels

Das ist die Überschrift des ersten Unterkapitels

Das ist die Überschrift des zweiten Kapitels

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Eine HTML-Seite sollte immer nur eine Überschrift h1 haben. Dieser Überschrift können beliebig viele Kapitel mit einer Überschrift h2 folgen, die selbst wiederum eine beliebige Anzahl von Kapiteln mit einer Überschrift h3 enthalten können. Diese Verschachtelung setzt sich bis zu Kapiteln mit einer h6-Überschrift fort. Es sollte vermieden werden, Elemente in der Überschriftenhierarchie auszulassen. Falsche Verschachtelung von Überschriften Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Erstes Kapitel

Unterkapitel

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Absätze Absätze können in HTML mit Hilfe des Elementes p ausgezeichnet werden. Absätze mit dem Element <sgmltag>p</sgmltag> Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Das hier, das ist ein Absatz. Absätze können andere Elemente enhalten.

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Blockzitate Ein Blockzitat ist ein etwas umfangreicheres Zitat aus einem anderen Text, das nicht zum aktuellen Absatz gehört. Blockzitat Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein:

Artikel 1: Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt

  1. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalten.

  2. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

  3. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

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Listen HTML kennt drei Arten von Listen: sortierte, unsortierte und Definitionslisten. Ein Eintrag in einer sortierten Liste wird üblicherweise mit einer Nummer versehen, Einträge in unsortierten Listen hingegen mit einem Aufzählungspunkt. Definitionslisten wiederum bestehen aus zwei Teilen: Der erste enthält den Begriff der definiert werden soll und der zweite dessen Erläuterung. Sortierte Listen werden mit dem Element ol (für ordered list) ausgezeichnet, unsortierte Listen mit ul (für unordered list) und Definitionslisten mit dl. Listenpunkte sortierter und unsortierter Listen werden mit dem Element li ausgezeichnet, welches Text oder andere Blockelemente enthalten kann. Begriffe, die in einer Definitionslisten enthalten sind, werden mit dem Element dt (für definition term) ausgezeichnet. Die Erklärung zu diesem Begriff wird mit Hilfe des Elementes dd (für definition description) markiert. So wie li, kann das Element dd ebenfalls andere Blockelemente aufnehmen. Listen mit <sgmltag>ul</sgmltag> und <sgmltag>ol</sgmltag> erstellen Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Jetzt folgt eine unsortierte Liste. Wahrscheinlich werden die einzelnen Einträge mit einem vorangehenden Punkt dargestellt.

  • Erster Eintrag
  • Zweiter Eintrag
  • Dritter Eintrag

Die zweite Liste ist sortiert und ihre Einträge bestehen aus mehreren Absätzen. Jeder Listeneintrag ist nummeriert.

  1. Das ist der erste Eintrag mit nur einem Absatz.

  2. Das ist der erste Absatz des zweiten Eintrags.

    Und das ist der zweite Absatz des zweiten Eintrags.

  3. Der dritte Eintrag besteht ebenfalls nur aus einem Eintrag.

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Definitionslisten mit <sgmltag>dl</sgmltag> erstellen Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein:
Erster Begriff

Erster Absatz der Erklärung

Zweiter Absatz der Erklärung.

Zweiter Begriff

Erster Absatz der Erklärung.

Dritter Begriff
Erster Absatz der Erklärung zum dritten Begriff.
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Vorformatierter Text - In einigen Fällen ist es gewollt, daß die Formatierung - eines Textes im Quelldokument erhalten bleibt, so daß der + In einigen Fällen ist es gewollt, dass die Formatierung + eines Textes im Quelldokument erhalten bleibt, damit der Leser diesen genau so sieht, wie ihn der Autor erstellt hat. In der HTML-Spezifikation ist dafür das Element - pre vorgesehen, welches dafür sorgt, daß + pre vorgesehen, welches dafür sorgt, dass Zeilenumbrüche erhalten bleiben und Leerzeichen nicht zusammengefaßt werden. Browser verwenden für den Inhalt des Elementes pre üblicherweise eine Fixschrift. Vorformatierten Text mit <sgmltag>pre</sgmltag> erstellen Der Originaltext einer E-Mail läßt sich beispielsweise wie folgt einbinden: From: nik@FreeBSD.org To: freebsd-doc@FreeBSD.org Subject: Neue Version verfügbar Es ist eine neue Version der Fibel für neue Mitarbeiter am FreeBSD-Dokumentationsprojekt verfügbar: <URL:http://people.FreeBSD.org/~nik/primer/index.html> Kommentare und Anmerkungen sind willkommen. N]]> Beachten Sie, dass < und & nach wie vor als Sonderzeichen erkannt werden. Daher wird in diesem Beispiel auch &lt; an Stelle von < verwendet. Aus dem gleichen Grund wurde auch &gt; an Stelle von > verwendet. Achten Sie also stets auf Sonderzeichen, wenn Sie normalen Text aus E-Mails, Programmcode oder einer anderen Quelle kopieren. Tabellen Die meisten Textbrowser, beispielsweise Lynx, können Tabellen nicht besonders gut darstellen. Deshalb sollten Auszeichnungsalternativen in Betracht gezogen werden, um eine angemessene Darstellung sicherzustellen. Tabellen lassen sich in HTML mit Hilfe des Elements table auszeichnen. Eine Tabelle setzt sich aus einer oder mehreren Zeilen (tr) zusammen, von denen jede mindestens eine Zelle (td) enthält. Zellen können wiederum andere Blockelemente, wie Absätze oder Listen, enthalten. Auch können sie auch andere Tabellen aufnehmen, wobei die Verschachtelungstiefe unbegrenzt ist. Soll die Tabellenzelle nur einen Textabsatz enthalten, ist es nicht notwendig den Text mit einem p zu umschließen. Einfache Tabelle mit <sgmltag>table</sgmltag> Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Eine einfache 2x2 Tabelle.

Obere linke Zelle Obere rechte Zelle
Untere linke Zelle Untere rechte Zelle
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- HTML kennt die Möglichkeit, daß sich eine + HTML kennt die Möglichkeit, dass sich eine Zelle mehrere Zeilen und/oder Spalten erstrecken kann. Sollen beispielsweise mehrere Spalten zusammenfassen werden, kann dies mit mit Hilfe des Attributes colspan erreicht werden, indem man ihm die Anzahl der zusammenzufassenden Spalten zuweist. Ähnliches gilt für die Zusammenfassung von Zeilen: Hierfür wird dem Attribut rowspan die Anzahl der zusammenzufassenden Zeilen zugewiesen. Anwendung des Attributes <literal>rowspan</literal> Diese Tabelle besteht aus einer langen Zelle auf der linken Seite und zwei kleineren Zellen auf der rechten.

Lang und dünn
Obere Zelle Untere Zelle
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Anwendung des Attributes <literal>colspan</literal> Eine breite Zeile oben und zwei schmalere Zeilen darunter.

Obere Zelle
Linke untere Zelle Rechte untere Zelle
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Gemeinsame Anwendung der Attrbute <literal>rowspan</literal> und <literal>colspan</literal> Eine Tablle mit 3-mal-3 Zellen. Oben links werden 2 mal 2 Zelle zusammengezogen.

Große obere linke Zelle Obere rechte Zelle
Mittlere rechte Zelle
Untere linke Zelle Untere mittlere Zelle Untere rechte Zelle
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Flußelemente Hervorheben von Information Sollen sich bestimmte Informationen von anderen optisch abheben, kann dies mit den HTML-Tags strong und em erreicht werden. strong stellt dabei eine stärkere Hervorhebung als em dar, wobei mit strong ausgezeichnete Elemente fett und mit em ausgezeichnete Elemente kursiv dargestellt werden. Allerdings ist diese Aussage nicht verläßlich, da die Darstellung vom Browser abhängig ist. Text mit <sgmltag>em</sgmltag> und <sgmltag>strong</sgmltag> hervorheben Dieses Wort ist hervorgehoben, während dieses noch stärker hervorgehoben ist.

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Fett- und Schrägschrift Da mittels HTML auch Festlegungen über die Darstellung getroffen werden können, gibt es die - Möglichkeit direkt zu bestimmen, daß bestimmte + Möglichkeit direkt zu bestimmen, dass bestimmte Inhalte fett oder kursiv dargestellt werden sollen. Mit b eingefaßte Inhalte werden fett und mit i eingefaßte kursiv dargestellt. Text mit <sgmltag>b</sgmltag> und <sgmltag>i</sgmltag> formatieren Dieses Wort wird fett dargestellt, während dieses kursiv dargestellt wird.

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Nicht-proportionale Schrift für Texte Der Tag tt erlaubt es, Text in einer schreibmaschinenähnlichen Schrift darzustellen. Nicht-proportionale Schrift mit <sgmltag>tt</sgmltag> Dieses Dokument wurde ursprünglich von Nik Clayton geschrieben. Nick Clayton kann unter der E-Mail-Adresse nik@FreeBSD.org erreicht werden.

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Änderung der Schriftgröße HTML bietet auch Möglichkeiten, um Einfluß auf die Schriftgröße zu nehmen, das heißt, zu bestimmen, ob die Schrift größer oder kleiner als die Standardschrift dargestellt werden soll. Es gibt drei verschiedene Wege, dies zu erreichen: Mittels der Tags big und small kann die Darstellungsgröße des eingeschlossenen Textes vergrößert respektive verkleinert werden. HTML erlaubt es zudem, diese Tags zu verschachteln, so - daß auch <big><big>Das ist + dass auch <big><big>Das ist wesentlich größer.</big></big> geschrieben werden kann. Das gleiche Ergebnis kann über die Zuweisung der Werte 1 und -1 an das Attribut size des Tags font erreicht werden. Diese Vorgehensweise sollte allerdings als veraltet betrachtet werden, da der Einsatz eines CSS hierfür die bessere Lösung darstellt. Über die Zuweisung von absoluten Werten im Bereich von 1 bis 7 an das Attribut size des Tags font Der Standardwert für size ist 3.. Diese Herangehensweise ist ebenfalls veraltet und sollte nicht mehr angewandt werden. Schriftgröße ändern mit <sgmltag>big</sgmltag>, <sgmltag>small</sgmltag> und <sgmltag>font</sgmltag> Die folgenden HTML-Schnipsel bewirken alle das gleiche: Dieser Text ist etwas kleiner. Dieser jedoch ein wenig größer.

Dieser Text ist etwas kleiner. Dieser jedoch ein wenig größer.

Dieser Text ist etwas kleiner. Dieser jedoch ein wenig größer.

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Links Bei Links handelt es sich ebenfalls Flußelemente. Auf andere Dokumente im WWW verweisen Um auf ein anderes Dokument im WWW zu verweisen, müssen Sie die URL dieses Dokuments kennen. Links auf andere Dokumente im WWW werden in HTML durch den Tag a und dessen Attribute href, das die Zieladresse enthält, angelegt. Der Inhalt des Elementes wird selbst zum Link und seine Darstellung erfolgt verschieden vom übrigen Text. Meist geschieht das durch eine andere - Schriftfarbe oder dadurch, daß der Linktext + Schriftfarbe oder dadurch, dass der Linktext unterstrichen wird. <literal><a href="..."></literal> benutzen Weitere Informationen stehen auf der FreeBSD-Webseite zur Verfügung.

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Beim Aufruf dieses Links wird das referenzierte Dokument vom Browser geladen und mit dessen Seitenanfang dargestellt.
Auf bestimmte Dokumentenabschnitte verweisen HTML unterstützt neben einfachen Links auch solche, die auf einen bestimmten Abschnitt innerhalb eines Dokumentes verweisen. Dazu müssen die Abschnitte, auf die verwiesen werden soll, mit Hilfe von sogenannten Ankern markiert werden. Diese Anker können ebenfalls mit Hilfe des Tags a gesetzt werden, nur das anstelle von href das Attribut name gesetzt werden muss. Anwendung von <literal><a name="..."></literal> Auf diesen Absatz kann mit Hilfe seines Namens (absatz1) verwiesen werden.

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Um auf einen so gekennzeichneten Abschnitt zu verweisen, muss die URL des Dokumentes um das Zeichen # und den Namen des Zielankers erweitert werden. Auf einen Abschnitt eines anderen Dokumentes verweisen - Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, daß der mit + Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, dass der mit absatz1 gekennzeichnete Absatz sich in der HTML-Datei foo.html befindet. Weitere Informationen können im ersten Absatz der Datei foo.html gefunden werden.

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Die DocBook DTD DocBook wurde ursprüglich von HaL Computer Systems and O'Reilly & Associates als DTD für das Erstellen von technischen Dokumenten entwickelt Einen kurzen historischen Abriss finden Sie unter . . Seit 1998 wird es vom DocBook Technical Committee gewartet. DocBook ist sehr stark auf die Beschreibung von Inhalten, und nicht auf die Darstellung des Inhalts ausgerichtet. Damit steht es im Gegensatz zu LinuxDoc und HTML. Formelle und informelle Elemente Einige Elemente der DocBook DTD sind in zwei Varianten vorhanden: formell und informell. Üblicherweise besitzt die formelle Variante einen Titel, dem der eigentliche Elementeninhalt folgt. Die informelle Variante hingegen hat keinen Titel. Die DocBook DTD ist in der Portssammlung im Port textproc/docbook enthalten und wird bei der Installation von textproc/docproj automatisch mitinstalliert. Die FreeBSD-Erweiterungen Für das FDP wurde die DocBook DTD durch das FreeBSD-Dokumentationsproject um zusätzliche Elemente erweitert, um damit präzisiere Auszeichnungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben. Sofern im folgenden FreeBSD-spezifische Elemente genutzt werden, wird explizit darauf hingewiesen werden. Wenn nachfolgend im Text der Begriff DocBook verwendet wird, ist damit die durch das FDP erweiterte Version der DocBook DTD gemeint. Die durch das FDP vorgenommenen Erweiterungen sind nicht FreeBSD-spezifisch. Sie wurden lediglich vorgenommen, da sie für die Arbeit des FDPs als nützlich erschienen. Für den Fall, das in den anderen *nix-Lagern (NetBSD, OpenBSD, Linux,…) Interesse daran besteht, gemeinsam eine Standarderweiterung für die DocBook DTD zu entwickeln, kann mit dem &a.doceng; Verbindung aufgenommen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die FreeBSD-Erweiterungen nicht Bestandteil der Portssammlung. Sie werden im FreeBSD-CVS-Archiv (doc/share/sgml/freebsd.dtd) verwaltet. Formelle Öffentliche Bezeichner In Übereinstimmung mir der DocBook-Richtlinie zur Erstellung von Bezeichnern für DocBook-Erweiterungen lautet der Bezeichner der erweiterten FreeBSD-Variante: PUBLIC "-//FreeBSD//DTD DocBook V4.1-Based Extension//EN" Die Struktur von DocBook-Dokumenten DocBook erlaubt es, Dokumente auf verschiedene Weise zu strukturieren. Innerhalb des FDPs werden hauptsächlich zwei Arten von DocBook-Dokumenten verwendet: Buch und Artikel. - Beide unterscheiden sich darin, daß ein Buch auf der obersten + Beide unterscheiden sich darin, dass ein Buch auf der obersten Ebene durch chapter-Elemente strukturiert wird. Sollte das noch nicht ausreichend sein, können die einzelnen Kapitel eines Buches mit Hilfe des Elementes part in Teile aufgespalten werden. Das Handbuch zum Beispiel ist auf diese Weise aufgebaut. Kapitel (chapter) können weiterhin in Unterkapitel unterteilt werden. Diese werden durch die Elemente sect1 ausgezeichnet. Soll ein Unterkapitel selbst weitere Unterkapitel enthalten, kann das über das Element sect2 geschehen. Diese Unterteilung kann bis zur Tiefe von fünf Unterkapiteln – über die Elemente sect3, sect4 und sect5 – fortgeführt werden. Der eigentliche Inhalt, um den es ja in dem Artikel oder Buch geht, wird unterhalb der hier genannten Elemente eingefügt. Vom Aufbau her ist ein Artikel ist einfacher strukturiert als ein Buch. So kann ein Artikel beispielsweise keine Kapitel (chapter) enthalten. Stattdessen kann der Inhalt eines Artikels nur durch die schon bekannten sectN-Elemente in einen oder mehrere Abschnitte gegliedert werden. Überlegen Sie sich vor dem Schreiben eines Textes, ob der zu schreibende Text am besten als Buch oder als Artikel angelegt wird. Artikel eignen sich besser für Texte, die nicht in mehrere Kapitel aufgeteilt werden müssen und mit einem Umfang von ungefähr 20 bis 25 Seiten vergleichsweise kurz sind. Natürlich ist das nur eine Richtlinie. Bücher sind dementsprechend am besten für lange Texte geeignet, die sich sinnvoll in Kapitel unterteilen lassen und möglichweiser noch Anhänge und ähnliches enthalten können. Alle Tutorien von FreeBSD sind als Artikel verfaßt, während hingegen die FreeBSD-FAQ und das FreeBSD-Handbuch als Bücher verfaßt wurden. Bücher schreiben Der Inhalt eines Buches wird in einem book-Element abgelegt. Neben dem Textteil des Buches kann dieses Element weitergehende Informationen über das Buch selbst, wie Meta-Informationen zum Erstellen eines Stichwortverzeichnisses oder zusätzliche Inhalte zum Erstellen einer Titelei, enthalten. Diese zusätzlichen Inhalte sollten in einem bookinfo-Element abgelegt werden. Buchvorlage <sgmltag>book</sgmltag> mit <sgmltag>bookinfo</sgmltag> <book> <bookinfo> <title>Titel</title> <author> <firstname>Vorname</firstname> <surname>Nachname</surname> <affiliation> <address><email>E-Mail-Adresse</email></address> </affiliation> </author> <copyright> <year>1998</year> <holder role="mailto:E-Mail-Adresse">Vollständiger Name</holder> </copyright> <releaseinfo>$FreeBSD$</releaseinfo> <abstract> <para>Kurze Zusammenfassung des Buchinhaltes.</para> </abstract> </bookinfo> … </book> Artikel schreiben Der Inhalt eines Artikels wird in einem article-Element abgelegt. Neben dem Textteil kann dieses Element weitere Teile, wie Meta-Informationen zum Erstellen eines Stichwortverzeichnisses oder zusätzliche Inhalte zum Erstellen einer Titelei, enthalten. Analog zu einem Buch, sollten diese Informationen in einem articleinfo-Element abgelegt werden. Artikelvorlage <sgmltag>article</sgmltag> mit <sgmltag>articleinfo</sgmltag> <article> <articleinfo> <title>Titel</title> <author> <firstname>Vorname</firstname> <surname>Nachname</surname> <affiliation> <address><email>E-Mail-Adresse</email></address> </affiliation> </author> <copyright> <year>1998</year> <holder role="mailto:E-Mail-Adresse">Vollständiger Name</holder> </copyright> <releaseinfo>$FreeBSD$</releaseinfo> <abstract> <para>Kurze Zusammenfassung des Artikelinhalts.</para> </abstract> </articleinfo> … </article> Kapitel Kapitel werden mit dem chapter-Element angelegt und müssen ein title-Element enthalten. Verwendet werden können sie nur in Büchern. Ein einfaches Kapitel Kapitelüberschrift
]]> Kapitel können nicht leer sein. Nebem einem title-Element müssen sie weiteren Inhalt beinhalten. Falls ein leeres Kapitel benötig wird, kann dies durch das Einfügen eines leeren Absatzes (para) erreicht werden. Ein leeres Kapitel Das ist ein leeres Kapitel ]]> Unterkapitel Bücher werden auf der obersten Gliederungsebene durch chapter-Elemente in Kapitel unterteilt. Eine weitergehende Untergliederung kann durch das Anlegen von Unterkapiteln erreicht werden. Im Gegensatz zu Kapiteln, die durch chapter-Elemente ausgezeichnet werden, erfolgt die Auszeichnung von Unterkapitel mit dem Element sectn. Das n in Elementnamen trifft eine Aussage über die Gliederungstiefe, auf der sich das Unterkapitel befindet. Ein sect1-Element kann mehrere Elemente vom Typ sect2 enthalten, die die Unterkapitel der nächsten Gliederungsebene darstellen. sect5 ist das letzte Element, das auf diese Art zur Gliederung eingesetzt werden kann. Unterkapitel Ein Beispielkapitel Ein beliebiger Text. Erster Abschnitt (1.1) Zweiter Abschnitt (1.2) Erster Unterabschnitt (1.2.1) Erster Unterunterabschnitt (1.2.1.1) Zweiter Unterabschnitt (1.2.2) ]]> Die Unterkapitel dieses Beispiels wurden zu Demonstrationszwecken manuell durchnummeriert. In normalen Dokumenten wird diese Aufgabe von den Stylesheets übernommen. Bücher mittels <sgmltag>part</sgmltag> unterteilen In den Fällen, in denen die Unteilung eines Buches in Kapitel nicht ausreichend ist, können mehrere Kapitel mit dem Element part zu einem Teil zusammengefasst werden. Einführung Überblick Was ist FreeBSD? Die Geschichte von FreeBSD ]]> Blockelemente Absätze DocBook kennt drei Arten von Absätzen: Absätze mit Überschrift (formalpara), normale Absätze (para) und einfache Absätze (simpara). Normale Absätze und einfache Absätze - unterscheiden sich dadurch, daß innerhalb von + unterscheiden sich dadurch, dass innerhalb von para Blockelemente erlaubt sind, innerhalb von simpara hingegen nicht. Es ist empfehlenswert, para den Vorzug zu geben. Absatz mit <sgmltag>para</sgmltag> Das ist ein Absatz. Absätze können fast jedes andere Element aufnehmen.]]> Darstellung: Das ist ein Absatz. Absätze können fast jedes andere Element aufnehmen. Blockzitate Blockzitate sind textlich umfangreichere Zitate aus einem anderen Text, die nicht innerhalb des aktuellen Absatzes angezeigt werden sollen. Wahlweise können Blockzitate eine Überschrift haben und die Zitatquelle nennen. <sgmltag>blockquote</sgmltag> Ein Auszug aus dem Grundgesetz:
Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt Aus dem Grundgesetz Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalten. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
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Darstellung:
Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt Aus dem Grundgesetz Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalten. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Tipps, Anmerkungen, Warnungen, wichtige Informationen und Randbemerkungen In bestimmten Fällen kann es nützlich sein, dem Leser zusätzliche Informationen zu geben, die sich vom Haupttext abheben, damit der Leser sie besser wahrnimmt. Abhängig von der Art der Information, können solche Stellen mit einem der Elemente tip (für Tipps), note (für Anmerkungen), warning (für Warnungen), caution (für besonders ernstzunehmende Warnungen) und important (für wichtige Anmerkungen) ausgezeichnet werden. Trifft keines dieser Element für die auszuzeichnende Stelle zu, sollte diese mit dem Element sidebar ausgezeichnet werden. Da die richtige Einordnung einer auszuzeichnenden Textstelle nicht immer leicht zu treffen ist, werden in der DocBook-Dokumentation folgende Empfehlungen gegeben: Eine Anmerkung (note) ist eine Information, die von jedem Leser beachtet werden sollte. Eine wichtige Anmerkung (important) eine Variation einer Anmerkung. Eine Warnung (warning) betrifft einen möglichen Hardwareschaden oder weist auf eine Gefahr für Leib und Leben hin. Eine besonders ernstzunehmende Warnung (caution) betrifft einen möglichen Datenverlust oder Softwareschaden. <sgmltag>warning</sgmltag> Wenn Sie FreeBSD auf Ihrer Festplatte installieren, kann es sein, da&szlig; Sie Windows nie mehr benutzen wollen. ]]> Wenn Sie FreeBSD auf Ihrer Festplatte installieren, - kann es sein, daß Sie Windows nie mehr benutzen wollen. + kann es sein, dass Sie Windows nie mehr benutzen wollen. Listen und Handlungsanweisungen Listen sind ein oft gebrauchtes Hilfsmittel, wenn es darum geht, Informationen für den Benutzer übersichtlich darzustellen oder eine Abfolge von Arbeitsschritten zu beschreiben, die notwendig sind, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Zur Auszeichnung von Listen stellt DocBook die Elemente itemizedlist, orderedlist und procedure zur Verfügung. DocBook kennt noch andere Elemente für die Auszeichnung von Listen, die an dieser Stelle jedoch nicht behandelt werden. . itemizedlist und orderedlist ähneln sehr stark ihren HTML-Gegenstücken ul und ol. Beide Listenarten müssen mindestens ein Element listitem enthalten. Das listitem Element muss mindestens ein weiteres Blockelement enthalten. procedure unterscheidet sich ein wenig von den vorhergehenden. Es enthält step-Elemente, die wiederum step- oder substel-Elemente enthalten können. Ein step-Element kann nur Blockelemente aufnehmen. <sgmltag>itemizedlist</sgmltag>, <sgmltag>orderedlist</sgmltag> und <sgmltag>procedure</sgmltag> Das ist das erste Listenelement. Das ist das zweite Listenelement. Das ist das erste Aufzählungselement. Das ist das zweite Aufzählungselement. Machen Sie zuerst dies. Und dann machen Sie das.. Und jetzt noch das… ]]> Darstellung: Das ist das erste Listenelement. Das ist das zweite Listenelement. Das ist das erste Aufzählungselement. Das ist das zweite Aufzählungselement. Machen Sie zuerst dies. Und dann machen Sie das.. Und jetzt noch das… Dateiinhalte auszeichnen Technische Dokumente enthalten oft auch Konfigurationsbeispiele oder Quellcodeschnipsel. Zur Auszeichnung dieser Inhalte, stellt Docbook das Element programmlisting zur Verfügung. Im Gegensatz zu anderen DocBook-Elementen wird der Elementinhalt von programmlisting nicht normalisiert, das heißt, - daß alle Leerzeichen, Tabulatoren und + dass alle Leerzeichen, Tabulatoren und Zeilenumbrüche unverändert übernommen werden. - Aus diesem Grund ist es unter anderem wichtig, daß + Aus diesem Grund ist es unter anderem wichtig, dass sich der öffende Tag in der selben Zeile wie der Anfang des darzustellenden Textes befindet. Gleiches gilt für den schließenden Tag: Er muss sich am Ende der letzten Zeile befinden. Wird das nicht beachtet, kann es - sein, daß unerwartete Leerzeichen und Leerzeilen in + sein, dass unerwartete Leerzeichen und Leerzeilen in der Ausgabe auftauchen. <sgmltag>programlisting</sgmltag> Am Ende sollte Ihr Programm wie folgt aussehen: #include &lt;stdio.h&gt; int main(void) { printf("Hallo Welt!\n"); }]]> Die spitzen Klammern der #include-Anweisung können nicht direkt verwendet werden, sondern müssen über ihre Entitäten eingebunden werden. Darstellung: Am Ende sollte Ihr Programm wie folgt aussehen: #include <stdio.h> int main(void) { printf("Hallo Welt!\n"); } Textanmerkungen Textanmerkungen auf Englisch: callout sind ein Mechanismus, um auf bestimmte Stellen in einem vorhergehenden Beispiel oder Text zu verweisen. Um solche Verweise anzulegen, müssen die betreffenden Stellen in den Beispielen (programlisting, literallayout, …) mit co-Elementen markiert werden, wobei jedes Element ein eindeutiges id-Attribut besitzen muss. Anschließend sollte ein calloutlist-Element eingefügt werden, dessen Elemente sich auf die co-Elemente des Beispiels beziehen und die jeweiligen Anmerkungen enthalten. Das <sgmltag>co</sgmltag>- und das <sgmltag>calloutlist</sgmltag>-Element Am Ende sollte Ihr Programm wie folgt aussehen: #include &lt;stdio.h&gt; int main(void) { printf("Hallo Welt\n"); } Bindet die Headerdatei stdio.h ein. Bestimmt den Typ des Rückgabewertes von main(). Ruft die Funktion printf() auf, die Hallo Welt! auf der Standardausgabe ausgibt ]]> Darstellung: Am Ende sollte Ihr Programm wie folgt aussehen: #include &lt;stdio.h&gt; int main(void) { printf("Hallo Welt\n"); } Bindet die Headerdatei stdio.h ein. Bestimmt den Typ des Rückgabewertes von main(). Ruft die Funktion printf() auf, die Hallo Welt! auf der Standardausgabe ausgibt Tabellen Im Gegensatz zu HTML ist es nicht notwendig, Tabellen zu Layoutzwecken einzusetzen, da die Layoutaufgabe von den Stylesheets übernommen wird. Stattdessen sollten Tabellen nur für die Auszeichnung von Daten in Tabellenform genutzt werden. Vereinfacht betrachtet (für Details sollte die DocBook-Dokumentation zu Rate gezogen werden) besteht eine Tabelle, die entweder als formelle oder als informelle Tabelle angelegt werden kann, aus einem table-Element. Dieses Element selbst beinhaltet mindestens ein Element tgroup, das über ein Attribut die Spaltenanzahl der Tabelle bestimmt. Innerhalb des Elementes tgroup kann sich ein Element thead mit den Spaltenüberschriften und ein Element tbody mit dem eigentlichen Tabelleninhalt befinden. Beide Elemente beinhalten row-Elemente, die wiederum entry-Elemente beinhalten. Jedes entry-Element stellt eine einzelne Tabellenzelle dar. Tabellen mittels <sgmltag>informaltable</sgmltag> auszeichnen Spaltenüberschrift 1 Spaltenüberschrift 2 Zeile 1, Spalte 1 Zeile 1, Spalte 2 Zeile 2, Spalte 1 Zeile 2, Spalte 2 ]]> Darstellung: Spaltenüberschrift 1 Spaltenüberschrift 2 Zeile 1, Spalte 1 Zeile 1, Spalte 2 Zeile 2, Spalte 1 Zeile 2, Spalte 2 Verwenden Sie stets das Attribut pgwide mit dem Wert 1, wenn Sie das Element informaltable benutzen. Ein Bug des Internet Explorers verhindert ansonsten die korrekte Darstellung dieser Tabellen. Soll die Tabelle keinen Rand haben, kann das Attribut frame mit dem Wert none dem Element informaltable hinzugefügt werden (<informaltable frame="none">)). Tabelle mit Attribut <literal>frame="none"</literal> Darstellung: Spaltenüberschrift 1 Spaltenüberschrift 2 Zeile 1, Spalte 1 Zeile 1, Spalte 2 Zeile 2, Spalte 1 Zeile 2, Spalte 2 Beispiele für den Leser Oft gilt es, für dem Benutzer Beispiele zu geben, die er dann selber nachvollziehen soll. Meist handelt es sich dabei um interaktive Dialoge zwischen Mensch und Maschine: Der Benutzer gibt einen Befehl ein und erhält eine Antwort vom System. Ein Satz von speziellen Elementen und Entitäten unterstützt den Autor bei der Auszeichnung solcher Textstellen: screen Gedacht zur Auszeichnung von Bildschirminhalten. Im Unterschied zu anderen Elementen werden Leerzeichen innerhalb des Elementes screen unverändert übernommen. prompt, &prompt.root; und &prompt.user; Eingabeaufforderungen des Rechners (Betriebssysten, Shell oder Anwendung) sind ein häufig auftretender Teil dessen, was der Benutzer auf dem Bildschirm zu sehen bekommt. Sie sollten mit prompt ausgezeichnet werden. Ein Spezialfall sind die beiden Eingabeaufforderungen der Shell für normale Benutzer und den Superuser root. Jedesmal wenn auf eine von diesen beiden Nutzerrollen hingewiesen werden soll, sollte entweder &prompt.root; oder &prompt.user; eingesetzt werden. Beide Entitäten können auch außerhalb von screen verwendet werden. &prompt.root; und &prompt.user; sind FreeBSD-spezifische Erweiterungen der DocBook DTD und nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. userinput Das Element userinput ist für die Auszeichnung von Benutzereingaben gedacht. <sgmltag>screen</sgmltag>, <sgmltag>prompt</sgmltag> und <sgmltag>userinput</sgmltag> &prompt.user; ls -1 foo1 foo2 foo3 &prompt.user; ls -1 | grep foo2 foo2 &prompt.user; su Password: &prompt.root; cat foo2 This is the file called 'foo2']]> Darstellung: &prompt.user; ls -1 foo1 foo2 foo3 &prompt.user; ls -1 | grep foo2 foo2 &prompt.user; su Password: &prompt.root; cat foo2 This is the file called 'foo2' Obgleich der Inhalt der Datei foo2 in dem obigen Beispiel angezeigt wird, sollte dieser nicht mit programlisting ausgezeichnet werden. Vielmehr sollte programlisting einzig und allein für die Darstellung von Dateifragmenten außerhalb von Benutzeraktionen gewählt werden.
Flußelemente Hervorhebungen Wenn es darum geht bestimmte Wörter oder Textstellen hervorzuheben, sollte dafür das Element emphasis verwendet werden. Das so ausgezeichnete Text wird dann kursiv oder fett dargestellt; im Falle einer Sprachausgabe würde es anders betont werden. Im Gegensatz zu den HTML mit seinen Elementen b und i, kennt DocBook keinen Weg, um diese Darstellung zu ändernAnmerkung des Übersetzers: Hier sollte man sich noch einmal ins - Gedächtnis rufen, daß mittels der DocBook DTD nur + Gedächtnis rufen, dass mittels der DocBook DTD nur Inhalte ausgezeichnet werden und nicht das Layout bestimmt wird.. Handelt es sich bei dem darzustellenden um eine wichtige Information, kann alternativ important verwendet werden. Das Element <sgmltag>emphasis</sgmltag> FreeBSD ist zweifelslos das führende Unix-artige Bestriebssystem für die Intel-Plattform.]]> Darstellung: FreeBSD ist zweifelslos das führende Unix-artige Bestriebssystem für die Intel-Plattform. Zitate Um einen Auszug aus einer anderen Quelle zu zitieren - oder kenntlich zu machen, daß eine bestimmte Wendung + oder kenntlich zu machen, dass eine bestimmte Wendung im übertragenen Sinne zu verstehen ist, kann der betreffende Text mit Hilfe des Elementes quote ausgezeichnet werden. Innerhalb von quote können die meisten der normalerweise zur Verfügung stehenden Elemente genutzt werden. Richtig zitieren - Es sollte immer sichergestellt werden, daß die Suche die Grenzen + Es sollte immer sichergestellt werden, dass die Suche die Grenzen zwischen lokaler und öffentlicher Administration (RFC 1535) einhält.]]> Darstellung: Es sollte immer sichergestellt werden, das die Suche die Grenzen zwischen lokaler und öffentlicher Administration (RFC 1535) einhält. Tasten, Maustasten und Tastenkombinationen Das Element keycap beschreibt eine bestimmte Taste der Tastatur. Für die Auszeichnung von Maustasten steht analog das Element mousebutton zur Verfügung. Mit Hilfe von keycombo können beliebige Tasten- und Maustastenkombinationen beschrieben werden. Das Element keycombo besitzt ein Attribut action, dem einer der Werte click, double-click, other, press, seq oder simul zugewiesen werden kann. Die letzten beiden Werte deuten an, - daß die genannte Kombination nacheinander oder + dass die genannte Kombination nacheinander oder gleichzeitig gedrückt werden soll. Die Stylesheets fügen zwischen die einzelnen Unterelemente von keycombo +-Zeichen ein. Tasten, Maustasten und Tastenkombinationen Diese Eingaben zeichnen Sie wie folgt aus: Mit der Tastenkombination Alt F1 kann auf die zweite virtuelle Konsole umgeschaltet werden. Um vi zu beenden, ohne die Änderungen zu speichern, muss Esc :q! eingegeben werden. -Der Fenstermanager ist so konfiguriert, daß mittels +Der Fenstermanager ist so konfiguriert, dass mittels Alt rechter Maustaste Fenster verschoben werden können.]]> Darstellung: Mit der Tastenkombination Alt F1 kann auf die zweite virtuelle Konsole umgeschaltet werden. Um vi zu beenden, ohne die Änderungen zu speichern, muss Esc :q! eingegeben werden. - Der Fenstermanager ist so konfiguriert, daß mittels + Der Fenstermanager ist so konfiguriert, dass mittels Alt rechter Maustaste Fenster verschoben werden können. Anwendungen, Befehle, Optionen und Hilfeseiten Oft besteht die Notwendigkeit auf bestimmte Anwendungen und Befehle zu verweisen. Der Unterschied zwischen einer - Anwendung und einem Befehl liegt darin, daß eine + Anwendung und einem Befehl liegt darin, dass eine Anwendung ein einzelnes oder eine Gruppe von Programmen ist, mit denen eine bestimmte Aufgabe erledigt werden kann. Ein - Befehl hingegen ist der Name eines Programmes, daß der + Befehl hingegen ist der Name eines Programmes, dass der Benutzer aufrufen kannDer Befehl mozilla startet das Programm mozilla. . - Desweiteren kann es auch vorkommen, daß die + Desweiteren kann es auch vorkommen, dass die von einem Programm (in einem bestimmten Fall) akzeptierten Optionen genannt werden müssen. Schlußendlich ist es oft gewünscht, zu einem Befehl dessen Abschnitt der Manualseiten im Unix-üblichen Stil Befehl(Zahl) anzugeben. Anwendungsnamen können mit application ausgezeichnet werden. Befehle können zusammen mit der betreffenden Hilfeseite über das DocBook-Element citerefentry ausgezeichnet werden. citerefentry muss zwei weitere Elemente enthalten: refentrytitle, für den Befehlsnamen, und manvolnum, für die Kategorie der Hilfeseite. Diese Art auf Befehle zu verweisen kann sehr ermüdent sein. Daher gibt es einen Satz von Allgemeinen Entitäten, der diese Arbeit erleichtert. Er ist in der Datei doc/share/sgml/man-refs.ent enhalten und kann über den folgenden Bezeichner eingebunden werden: PUBLIC "-//FreeBSD//ENTITIES DocBook Manual Page Entities//EN" Jede Entität in dieser Datei ist wie folgt aufgebaut: &man.Hilfeseite.Kategorie;. Der Anfang eines Dokumentes, das diese Entitäten einbindet, könnte so aussehen: <!DOCTYPE book PUBLIC "-//FreeBSD//DTD DocBook V4.1-Based Extension//EN" [ <!ENTITY % man PUBLIC "-//FreeBSD//ENTITIES DocBook Manual Page Entities//EN"> %man; … ]> Um Befehle innerhalb des Fließtextes auszuzeichen, kann das Element command genutzt werden. Die Optionen eines Befehles können mit Hilfe von option ausgezeichnet werden. Wenn man sich mehrmals hintereinander auf den gleichen Befehl bezieht, sollte man beim ersten Auftreten die Notation &man.command.section; verwenden. Für alle folgenden Referenzen sollte hingegen command verwendet werden. Dadurch verbessert sich das Erscheinungsbild, insbesondere von HTML, deutlich. Die Unterscheidung zwischen command und application kann schwer sein, und manchmal ist die Entscheidung, welches Element das richtige ist, nicht leicht. Das folgende Beispiel soll diese Unterscheidung erleichtern. Anwendungen, Befehle und Optionen Sendmail ist der verbreitetste UNIX-Mailserver. Sendmail besteht aus den Programmen sendmail 8 , &man.mailq.8;, und &man.newaliases.8;. Mittels der Option kann sendmail 8 den Status der Mailwarteschlange ausgeben. Der Status der Mailwarteschlange kann durch den Befehl sendmail -bp überprüft werden.]]> Darstellung: Sendmail ist der verbreitetste UNIX-Mailserver. Sendmail besteht aus den Programmen sendmail 8 , mailq 8 und newaliases 8 . Mittels der Option kann sendmail 8 den Status der Mailwarteschlange ausgeben. Der Status der Mailwarteschlange kann durch den Befehl sendmail -bp überprüft werden. Die Schreibweise &man.Hilfeseite.Kategorie; ist leichter lesbar. Dateien, Verzeichnisse und Erweiterungen Immer wenn in einem Text der Name einer Datei, eines Verzeichnisses oder eine Dateierweiterung vorkommt, sollte die betreffende Stelle mit dem Element filename ausgezeichnet werden. Das Element <sgmltag>filename</sgmltag> Die SGML-Quellen des englischen Handbuches befinden sich im Verzeichnis /usr/doc/en/handbook/. In diesem Verzeichnis befindet sich eine Datei handbook.sgml. Desweiteren sollte sich eine Datei mit dem Namen Makefile zusammen mit mehreren Dateien mit der Endung .ent in diesem Verzeichnis befinden.]]> Darstellung: Die SGML-Quellen des englischen Handbuches befinden sich im Verzeichnis /usr/doc/en/handbook/. In diesem Verzeichnis befindet sich eine Datei handbook.sgml. Desweiteren sollte sich eine Datei mit dem Namen Makefile zusammen mit mehreren Dateien mit der Endung .ent in diesem Verzeichnis befinden. Portnamen FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. An einigen Stellen ist es notwendig, den Namen eines Ports aus FreeBSDs Portssammlung in Dokumenten zu verwenden. In diesem Fall sollte ebenfalls das Element filename eingesetzt werden, dabei aber dem Element das Attribut role mit dem Wert package zugewiesen werden. Da die Portssammlung an jeder beliebigen Stelle im Dateisystem installiert werden kann, sollte filename nur die Kategorie und den Namen des Ports enthalten, aber nicht das Verzeichnis /usr/ports. Portsnamen und das Element <sgmltag>filename</sgmltag> Wenn Sie Ihr Netz und dessen Datenverkehr analysieren möchten, dann installieren Sie bitte den Port net/ethereal.]]> Darstellung: Wenn Sie Ihr Netz und dessen Datenverkehr analysieren möchten, dann installieren Sie bitte den Port net/ethereal. Gerätedateien unterhalb von <filename>/dev</filename> FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. Wird in einem Dokument Bezug auf Gerätedateien unterhalb von dev genommen, dann gibt es zwei Möglichkeiten diese auszuzeichnen. Zum einen kann man sich auf das Gerät beziehen, so wie es unter /dev zu finden ist, und zum anderen kann man sich auf den Gerätenamen beziehen, wie es innerhalb des Kerns verwendet wird. Für letztere Möglichkeit sollte das Element devicename genutzt werden. Allerdings besteht nicht immer diese Wahlmöglichkeit. Einige Geräte, wie zum Beispiel Netzwerkkartenm haben keinen Eintrag unter /dev oder werden anders dargestellt. Gerätenamen per <sgmltag>devicename</sgmltag> auszeichnen Unter FreeBSD wird die serielle Datenübertragung über sio abgewickelt, das unterhalb von /dev eine Reihe von Einträgen anlegt. Zu diesen Einträgen behören beispielsweise /dev/ttyd0 und /dev/cuaa0. Andererseits erscheinen Geräte wie beispielsweise ed0 nicht unterhalb von /dev. Unter MS-DOS wird das erste Diskettelaufwerk als a: bezeichnet. FreeBSD bezeichnet es als /dev/fd0.]]> Darstellung: Unter FreeBSD wird die serielle Datenübertragung über sio abgewickelt, das unterhalb von /dev eine Reihe von Einträgen anlegt. Zu diesen Einträgen behören beispielsweise /dev/ttyd0 und /dev/cuaa0. Andererseits erscheinen Geräte wie beispielsweise ed0 nicht unterhalb von /dev. Unter MS-DOS wird das erste Diskettelaufwerk als a: bezeichnet. FreeBSD bezeichnet es als /dev/fd0. Rechner, Domains, IP-Adressen und mehr FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. Bezeichner für Rechner können in Abhängigkeit der Bezeichnungsweise auf verschiedene Art und Weise - ausgezeichnet werden. Gemeinsam ist allen, daß sie + ausgezeichnet werden. Gemeinsam ist allen, dass sie das Element hostid benutzen. Über das Attribut role wird die Art des Bezeichners genauer bestimmt. Kein Rollenattribut oder role="hostname" Ohne Rollenattribut stellt der umschlossene Text einen normlen Rechnernamen wie freefall oder wcarchive dar. Wenn es gewünscht ist, kann mittels role="hostname" explizit angegeben - werden, daß es sich um einen Rechnernamen + werden, dass es sich um einen Rechnernamen handelt. role="domainname" Ein Domainname wie FreeBSD.org oder ngo.org.uk. Er enthält keinen Rechnernamen. role="fqdn" Vollqualifizierter Domainname wie www.FreeBSD.org. Enthält sowohl einen Domainnamen als auch einen Rechnernamen. role="ipaddr" Eine IP-Adresse, meistens als durch Doppelpunkte getrenntes Tupel von vier Zahlen dargestellt. role="ip6addr" Eine IPv6-Adresse. role="netmask" Eine Netzwerkmaske, dargestellt als ein durch Doppelpunkte getrenntes Vierzahlentupel, einer Hexzahl oder als ein /, dem eine Zahl folgt. role="mac" Eine MAC-Adresse, dargestellt durch zweistellige Hexzahlen, die durch Doppelpunkte getrennt sind. <literal>role</literal> und <sgmltag>hostid</sgmltag> Der lokale Rechner kann immer über den Namen localhost angesprochen werden, dem immer die IP-Adresse 127.0.0.1 zugeordnet ist. Zur Domain FreeBSD.org gehören verschiedene Rechner, inklusive freefall.FreeBSD.org und bento.FreeBSD.org. Wenn eine IP-Adresse einer Netzwerkkarte zugeordnet wird, was mit der Hilfe von ifconfig geschieht, sollte immer die Netzmaske 255.255.255.255, die auch hexadezimal als 0xffffffff abgegeben werden kann, benutzt werden. Die MAC-Adresse ist für jede existierende Netzwerkkarte auf der Welt eindeutig. Eine typische MAC-Adresse ist beispielsweise 08:00:20:87:ef:d0.]]> Darstellung: Der lokale Rechner kann immer über den Namen localhost angesprochen werden, dem immer die IP-Adresse 127.0.0.1 zugeordnet ist. Zur Domain FreeBSD.org gehören verschieden Rechner, inklusive freefall.FreeBSD.org und bento.FreeBSD.org. Wenn eine IP-Adresse einer Netzwerkkarte zugeordnet wird, was mit der Hilfe von ifconfig geschieht, sollte immer die Netzmaske 255.255.255.255, die auch hexadezimal als 0xffffffff abgegeben werden kann, benutzt werden. Die MAC-Adresse ist für jede existierende Netzwerkkarte auf der Welt eindeutig. Eine typische MAC-Adresse ist beispielsweise 08:00:20:87:ef:d0. Benutzernamen FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. Namen von Benutzern, wie root oder bib, können mit dem Element username ausgezeichnet werden. Das Element <sgmltag>username</sgmltag> Für die meisten Administrationsaufgaben müssen Sie als root angemeldet sein.]]> Darstellung: Für die meisten Administrationsaufgaben müssen Sie als root angemeldet sein. Beschreibung von <filename>Makefile</filename>s FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. Zur Beschreibung von Teilen einer Makedatei stehen die beiden Elemente marketarget und makevar zur Verfügung. maketarget bezeichnet ein Ziel eines Makefiles, das als Parameter beim Aufruf von make angegeben werden kann. makevar hingegen bezeichnet eine Variable, die entweder in einem Makefile definiert oder make auf der Befehlszeile übergeben werden kann, um so den Bauprozess zu beeinflussen. <sgmltag>maketarget</sgmltag> und <sgmltag>makevar</sgmltag> Zwei übliche Ziele in einem Makefile sind all und clean. Üblicherweise wird, wenn das Ziel all aufgerufen wird, die gesamte Anwendung neu erstellt. Der Aufruf des Zieles clean veranlaßt das Löschen aller temporären Dateien (zum Beispiel .o), die während der Übersetzung erzeugt wurden. Das genaue Verhalten von clean kann von einer Reihe von Variablen beeinflußt werden. Stellvertretend seien hier CLOBBER und RECURSE genannt.]]> Darstellung: Zwei übliche Ziele in einem Makefile sind all und clean. Üblicherweise wird, wenn das Ziel all aufgerufen wird, die gesamte Anwendung neu erstellt. Der Aufruf des Zieles clean veranlaßt das Löschen aller temporären Dateien (zum Beispiel .o), die während der Übersetzung erzeugt wurden. Das genaue Verhalten von clean kann von einer Reihe von Variablen beeinflußt werden. Stellvertretend seien hier CLOBBER und RECURSE genannt. Text buchstabengetreu übernehmen Für das Handbuch ist es oft notwendig, Textausschnitte buchstabengetreu darzustellen. Hierbei kann es sich um Texte handeln, die aus einer anderen Datei stammen oder die der Leser eins-zu-eins aus dem Handbuch kopieren können soll. In einigen Fällen ist zu diesem Zwecke programlisting ausreichend, jedoch nicht immer. So ist programlisting zum Beispiel nicht einsetzbar, wenn es darum geht einen Auszug aus einer Datei innerhalb eines Absatzes einzufügen. In solchen Fällen sollte das Element literal zum Einsatz kommen. <sgmltag>literal</sgmltag> Die Zeile maxusers 10 in der Kernelkonfigurationsdatei beeinflußt die Größe vieler Systemtabellen und kann als ungefähr als Richtwert dafür gelten, wie viele paralle Anmeldungen das System handhaben kann.]]> Darstellung: Die Zeile maxusers 10 in der Kernelkonfigurationsdatei beeinflußt die Größe vieler Systemtabellen und kann als ungefähr als Richtwert dafür gelten, wie viele paralle Anmeldungen das System handhaben kann. Benutzerspezifische Eingaben darstellen - Es kommt oft vor, daß der Leser Beispiele, + Es kommt oft vor, dass der Leser Beispiele, Dateinamen oder Kommandozeilen verändern muss. Für einen solchen Anwendungsfall ist das Element replaceable gedacht. Es kann innerhalb von anderen Elementen genutzt werden, um die Teile auszuzeichnen, die es zu ersetzen gilt. Das Element <sgmltag>replaceable</sgmltag> &prompt.user; man command ]]> Darstellung: &prompt.user; man command - Dieses Beispiel zeigt, daß nur der Text mit + Dieses Beispiel zeigt, dass nur der Text mit replaceable umschlossen werden soll, den der Benutzer einzusetzen hat. Sämtlicher anderer Text sollte wie üblich ausgezeichnet werden. Die Zeile maxusers n in der Kernelkonfigurationsdatei bestimmt die Größe vieler Systemtabellen und stellt einen groben Richtwert dafür dar, wie viele gleichzeitige Anmeldungen das System unterstützt. Für einen Arbeitsplatzrechner stellt 32 einen guten Wert für n dar.]]> Darstellung: Die Zeile maxusers n in der Kernelkonfigurationsdatei bestimmt die Größe vieler Systemtabellen und stellt einen groben Richtwert dafür dar, wie viele gleichzeitige Anmeldungen das System unterstützt. Für einen Arbeitsplatzrechner stellt 32 einen guten Wert für n dar. Fehlermeldungen des Systems darstellen In manchen Fällen kann es nötig sein, Fehlermeldungen darzustellen, die von FreeBSD erzeugt werden können. Für solche Fälle ist das Element errorname vorgesehen. Das Element <sgmltag>errorname</sgmltag> Panic: cannot mount root ]]> Darstellung: Panic: cannot mount root Bilder und Grafiken Die Verwendung von Grafiken innerhalb der Dokumentation ist momentan noch in einem experimentellen Stadium. Es ist - daher wahrscheinlich, daß sich die hier beschriebenen + daher wahrscheinlich, dass sich die hier beschriebenen Mechanismen noch ändern werden. Für die Verwendung von Grafiken ist es notwendig, den Port graphics/ImageMagick zusätzlich zu installieren, da er nicht vom Port textproc/docproj mitinstalliert wird. Das beste Beispiel für den Einsatz von Grafiken ist der unter doc/en_US.ISO8859-1/articles/vm-design/ zu findene Artikel Design elements of the FreeBSD VM system. Falls beim Lesen der folgenden Kapitel Fragen unbeantwortet oder unklar bleiben, empfiehlt es sich, die unter dem genannten Verzeichnis befindlichen Dateien zu studieren und anhand ihrer zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Es empfiehlt sich, den Artikel in verschiedenen Ausgabeformaten zu erzeugen, da man so sehen kann, wie die Grafiken in Abhängigkeit vom Ausgabemedium angeordnet werden. Unterstütze Grafikformate Zur Zeit werden nur zwei Grafikformate unterstützt. Welches von beiden Formaten zum Einsatz kommen sollte, hängt von der Art der Grafik ab. Für Bilder, die vorrangig Vektorelemente wie Netzwerkdiagramme, Zeitlinien und ähnliches beinhalten, sollte Encapsulated Postscript als Format gewählt - werden. Wichtig ist es in diesem Fall, daß die + werden. Wichtig ist es in diesem Fall, dass die Grafikdatei die Endung .eps hat. Für Bitmapgrafiken, wie zum Beispiel Bildschirmfotos, steht das Portable Network Grafic Format zur Verfügung. In diesem Fall, sollte die Grafikdatei immer die Endung .png haben. In das CVS-Archiv sollten nur Grafiken in diesen beiden Formaten übernommen werden. Es sollte darauf sehr darauf geachtet werden, das richtige Format für das richtige Bild zu wählen. Erwartungsgemäß wird es Dokumente geben, die eine Mischung aus PNG- und EPS-Grafiken enthalten. In solchen Fällen, stellen die Makedateien die Verwendung des richtigen Formats in Abhängigkeit vom Ausgabeformat sicher. Deshalb sollte die gleiche Grafik niemals in zwei unterschiedlichen Formaten in das CVS-Archiv übernommen werden. - Es ist absehbar, daß das Dokumentationsprojekt + Es ist absehbar, dass das Dokumentationsprojekt in Zukunft das Scalable Vector Graphic-Format (SVG) als Standardformat für Vektorgrafiken übernehmen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dieser Wechsel noch nicht möglich, da der Stand der jetzigen SVG-Anwendungen noch nicht den dafür notwendigen Erfordernissen entspricht. DocBook-Elemente für den Grafikeinsatz Das Auszeichnen von Bildern mittels DocBook ist relativ einfach. Zuerst wird ein mediaobject-Element eingefügt, das als Container für medienspezifische Elemente fungieren kann. Für die Zwecke des FDPs sind das die Elemente imageobject und textobject. In das mediaobject-Element sollten ein Element vom Typ imageobject und zwei textobject-Elemente eingefügt werden. Das imageobject-Element verweist auf die eigentliche Grafikdatei. Dabei ist allerdings nur der Dateipfad ohne Erweiterung anzugegeben. Die textobject-Elemente werden dafür genutzt, Texte aufzunehmen, die dem Leser anstelle des Bildes oder zusammen mit dem Bild angezeigt werden. Dies kann unter zwei Umständen geschehen: Wenn ein Dokument als HTML-Datei durch einem Browser angezeigt wird. In diesem Falle muss jeder Grafik ein Alternativtext zugeordnet werden, der dem Leser angezeigt werden kann. Meist ist das notwendig, wenn der Browser die Grafik noch nicht geladen hat oder wenn der Benutzer den Mauszeiger über die Grafik führt. Wenn das Dokument als Textdatei gelesen wird. Da in einer Textdatei keine Grafiken angezeigt werden können, sollte es für die Grafik eine Textentsprechung geben, die alternativ angezeigt werden kann. Das folgende Beispiel soll das bisher geschriebene illustrieren. Angenommen es liegt eine einzubindene Grafik in der Datei bild1 vor, die die Darstellung eines As in einem Rechteck enthält. Die ASCII-Alternative könnte so ausgezeichnet werden: <mediaobject> <imageobject> <imagedata fileref="bild1"> </imageobject> <textobject> <literallayout class="monospaced">+ - - - - - - - - - - - - - - -+ | A | +- - - - - - - - - - - - - - -+</literallayout> </textobject> <textobject> <phrase>Ein Bild</phrase> </textobject> </mediaobject> Innerhalb vom Element imageobject befindet sich ein Element imagedata, welches mit Hilfe des Attributes fileref den Namen der Grafikdatei (ohne Erweiterung) angibt. Die Bestimmung der Dateierweiterung wird von den Stylesheets übernommen. Das erste textobject-Element enthält ein literallayout-Element, dessen Attribut class den Wert monospaced zugewiesen bekommt. Der Inhalt dieses Elements wird genutzt, wenn das Dokument in Textform ausgegeben wird. An dieser Stelle hat der Autor die Möglichkeit seine Textzeichenkünste unter Beweis zu stellen. - Wichtig ist, daß die erste und die letzte + Wichtig ist, dass die erste und die letzte Zeile sich gleichauf mit dem öffenden und dem schließenden Tag befindet. Dadurch wird - sichergestellt, daß keine unnötigen + sichergestellt, dass keine unnötigen Leerzeichen in die Ausgabe aufgenommen werden. Das zweite textobject-Element sollte lediglich ein phrase-Element enthalten. Wird das Dokument nach HTML konvertiert, wird dessen Inhalt für das Attribut alt des img-Tags verwendet. Die <filename>Makefile</filename>-Einträge Alle in einem Dokument verwendeten Grafiken müssen in dem zugehörigen Makefile in der Variable IMAGES enthalten sein. IMAGES sollte immer die Namen der Quellgrafiken enthalten. Werden in einem Dokument beispielsweise die drei Grafiken bild1.eps, bild2.png und bild3.png referenziert, sollte das Makefile die folgende Zeile enthalten: … IMAGES= bild1.eps bild2.png bild3.png … Eine andere Möglichkeit wäre: … IMAGES= bild1.eps IMAGES+= bild2.png IMAGES+= bild3.png … Es kann nicht oft genug betont werden: Welche Grafikdateien für das zu erzeugende Dokument benötigt werden, wird von dem Makefiles bestimmt. IMAGES darf nur die Originaldateien enthalten. Grafiken und Kapitel in Unterverzeichnissen Wenn Sie Ihre Dokumentation in mehrere kleine Dateien aufspalten (siehe ), müssen Sie sorgfältig vorgehen. Angenommen es handelt sich um ein Buch, dessen drei Kapitel in separaten Verzeichnissen angelegt wurden (kapitel1/kapitel.sgml, kapitel2/kapitel.sgml und kapitel3/kapitel.sgml). Enthalten die Kapitel Grafiken, empfiehlt es sich, diese in den gleichen Verzeichnisses abzulegen, wie die Kapitel selbst. In diesem - Falle gilt es jedoch zu beachten, daß die Pfade der + Falle gilt es jedoch zu beachten, dass die Pfade der Grafikdateien in der Variable IMAGES und in den imagedata-Elementen immer auch den Verzeichnisnamen mitenthalten. Soll beispielsweise die Datei kapitel1/bild1.png in das in kapitel1/kapitel.sgml enthaltene Kapitel eingebunden werden, sollte dies so erfolgen: <mediaobject> <imageobject> <imagedata fileref="kapitel1/bild1"> </imageobject> … </mediaobject> fileref muss den Datei- und den Verzeichnisnamen enthalten. Das Makefile muss dementsprechend die Zeile … IMAGES= kapitel1/bild1.png … enthalten. Wird dies beachtet, sollte es zu keinen Problemen kommen. Querverweise Querverweise sind auch Flußelemente. Querverweise innerhalb eines Dokumentes Um innerhalb eines Dokumentes Verweise anzulegen, muss angegeben werden, von welcher Textstelle aus wohin verwiesen werden soll. Jedes DocBook-Element besitzt ein Attribut id, über das seinem Element ein eindeutiger Bezeichner zugewiesen werden kann. In den meisten Fällen werden Querverweise nur zu Kapiteln gesetzt. Die chaper- und sect*-Elemente sollten aus diesem Grunde ein gesetztes id-Attribut besitzen. <sgmltag>chapter</sgmltag> und <sgmltag>section</sgmltag> mit dem Attribut <literal>id</literal> Einführung Das ist eine Einführung. Sie enthält ein Unterkapitel, das ebenfalls einen eigenen Bezeichner hat. Unterkapitel 1 Das ist ein Unterkapitel. ]]> Als Wert für das Attribut id sollte immer ein selbsterklärender Bezeichner gewählt - werden. Zudem ist es notwendig, daß dieser Bezeichner + werden. Zudem ist es notwendig, dass dieser Bezeichner innerhalb des Dokumentes eindeutig ist. Im obigen Beispiel wurde der Bezeichner für das Unterkapitel gebildet, indem der Bezeichner des übergeordneten Kapitels um den Titel des Unterkapitels erweitert wurde. Diese - Vorgehensweise hilft sicherzustellen, daß Bezeichner + Vorgehensweise hilft sicherzustellen, dass Bezeichner eindeutig sind und bleiben. Manchmal soll jedoch nicht auf den Anfang eines Kapitels verwiesen werden, sondern zum Beispiel auf eine Stelle in einem Absatz oder auf ein bestimmtes Beispiel. In solchen Fällen kann an der Stelle, auf die verwiesen werden soll, das Element anchor mit gesetztem Attribut id eingefügt werden. anchor kann selber keinen weiteren Inhalt aufnehmen. Querverweise und das Element <sgmltag>anchor</sgmltag> Dieser Absatz enthält ein Ziel für Querverweise, was jedoch keine Auswirkung auf dessen Darstellung hat.]]> Zum Anlegen des eigentlichen Querverweises selbst kann eines der beiden Elemente xref oder link genutzt werden. Beide besitzen das Attribut linkend, dem der id-Wert des Verweiszieles zugewiesen wird. Ob sich das Ziel vor oder nach dem Verweis befindet, spielt keine Rolle. xref und link unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Art und Weise, auf die der Text erzeugt wird, auf dem der Querverweis liegt. Kommt xref zum Einsatz, hat der Autor keine Kontrolle darüber – der Text wird automatisch für ihn erzeugt. Einsatz von <sgmltag>xref</sgmltag> - Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, daß sich + Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, dass sich folgendes Textfragment irgendwo innerhalb eines Dokumentes - auftaucht, daß das vorherige + auftaucht, dass das vorherige id-Beispiel enthält. Weitere Informationen gibt es im . Genauere Informationen können im gefunden werden.]]> Der Verweistext wird automatisch von den Stylesheets - erzeugt und so hervorgehoben, daß ersichtlich ist, - daß es sich bei dem Text um einen Verweis + erzeugt und so hervorgehoben, dass ersichtlich ist, + dass es sich bei dem Text um einen Verweis handelt.
Weitere Informationen können in der Einführung gefunden werden. Genauere Informationen können im Unterkapitel 1 gefunden werden.
Der Text, auf dem der HTML-Link für den Querverweis liegt, wurde von den Kapitelüberschriften übernommen. - Das bedeutet, daß es nicht + Das bedeutet, dass es nicht möglich ist, mit der Hilfe von xref einen Querverweis zu einer mit anchor gekennzeichneten Stelle anzulegen. Da anchor keinen Inhalt aufnehmen kann, können die Stylesheets nicht automatisch einen Text für den Verweis erzeugen. Möchte man selber den für den Verweis benutzten Text bestimmen können, sollte das Element link verwendet werden. Im Gegensatz zu xref kann link Inhalt aufnehmen, der dann für den Verweis verwendet wird. <sgmltag>link</sgmltag> beutzen - Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, daß + Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, dass es sich in dem Dokument befindet, das auch das id-Beispiel enthält. Weitere Informationen können im ersten Kapitel gefunden werden. Genauere Informationen können in diesem Kapitel gefunden werden.]]> Aus diesem SGML-Fragment würden die Stylesheets folgendes generieren (der hervorgehobene Text deutet den erzeugten Verweis an):
Weitere Informationen können im ersten Kapitel gefunden werden. Genauere Informationen können in diesem Kapitel gefunden werden.
Das letzte Beispiel ist schlecht. Es sollten niemals Wörter wie dieses oder hier als Linktext benutzt werden. Solche Wörter zwingen den Leser dazu, den Kontext des Verweises zu lesen, um zu verstehen, wohin der Verweis führt. Mit dem Element link kann auf mit anchor gekennzeichnete Stellen im Dokument verwiesen werden, da der Inhalt von link als Text für den Querverweise genutzt wird.
Verweise auf Dokumente im WWW Das Anlegen von Verweisen auf externe Dokumente ist wesentlich einfacher – solange die URL des zu referenzierenden Dokumentes bekannt ist. Um von einem bestimmten Textabschnitt auf das gewünschte externe Dokument zu verweisen, muss die jeweilige Stelle mit dem Element ulink ausgezeichnet werden. Mittels des Attributes url kann die Adresse des Zieldokumentes angegeben werden. Bei der Umformung des Quelldokumentes in die verschiedenen Ausgabeformate wird der sich zwischen Start- und Endtag befindliche Text für den Verweis übernommen, den der Leser aufrufen kann. Verweise mit <sgmltag>ulink</sgmltag> Natürlich ist es möglich, anstatt diesen Text weiterzulesen, sofort die FreeBSD-Homepage aufzurufen.]]> Darstellung: Natürlich ist es möglich, anstatt diesen Text weiterzulesen, sofort die FreeBSD-Homepage aufzurufen.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/Makefile b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/Makefile index b1c96842f1..b9350929eb 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/Makefile +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/Makefile @@ -1,245 +1,246 @@ # # $FreeBSD$ -# $FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/Makefile,v 1.57 2007/07/10 07:12:14 jkois Exp $ -# basiert auf: 1.106 +# $FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/Makefile,v 1.58 2007/07/29 18:12:00 jkois Exp $ +# basiert auf: 1.107 # # Build the FreeBSD Handbook in its German translation. # .PATH: ${.CURDIR}/../../share/sgml/glossary MAINTAINER=de-bsd-translators@de.FreeBSD.org DOC?= book FORMATS?= html-split HAS_INDEX= true USE_PS2PDF= yes INSTALL_COMPRESSED?= gz INSTALL_ONLY_COMPRESSED?= IMAGES_EN = advanced-networking/isdn-bus.eps IMAGES_EN+= advanced-networking/isdn-twisted-pair.eps IMAGES_EN+= advanced-networking/natd.eps IMAGES_EN+= advanced-networking/net-routing.pic IMAGES_EN+= advanced-networking/static-routes.pic IMAGES_EN+= geom/striping.pic IMAGES_EN+= install/adduser1.scr IMAGES_EN+= install/adduser2.scr IMAGES_EN+= install/adduser3.scr +IMAGES_EN+= install/boot-loader-menu.scr IMAGES_EN+= install/boot-mgr.scr IMAGES_EN+= install/config-country.scr IMAGES_EN+= install/console-saver1.scr IMAGES_EN+= install/console-saver2.scr IMAGES_EN+= install/console-saver3.scr IMAGES_EN+= install/console-saver4.scr IMAGES_EN+= install/disklabel-auto.scr IMAGES_EN+= install/disklabel-ed1.scr IMAGES_EN+= install/disklabel-ed2.scr IMAGES_EN+= install/disklabel-fs.scr IMAGES_EN+= install/disklabel-root1.scr IMAGES_EN+= install/disklabel-root2.scr IMAGES_EN+= install/disklabel-root3.scr IMAGES_EN+= install/disk-layout.eps IMAGES_EN+= install/dist-set.scr IMAGES_EN+= install/dist-set2.scr IMAGES_EN+= install/docmenu1.scr IMAGES_EN+= install/ed0-conf.scr IMAGES_EN+= install/ed0-conf2.scr IMAGES_EN+= install/edit-inetd-conf.scr IMAGES_EN+= install/fdisk-drive1.scr IMAGES_EN+= install/fdisk-drive2.scr IMAGES_EN+= install/fdisk-edit1.scr IMAGES_EN+= install/fdisk-edit2.scr IMAGES_EN+= install/ftp-anon1.scr IMAGES_EN+= install/ftp-anon2.scr IMAGES_EN+= install/hdwrconf.scr IMAGES_EN+= install/keymap.scr IMAGES_EN+= install/main1.scr IMAGES_EN+= install/mainexit.scr IMAGES_EN+= install/main-std.scr IMAGES_EN+= install/main-options.scr IMAGES_EN+= install/main-doc.scr IMAGES_EN+= install/main-keymap.scr IMAGES_EN+= install/media.scr IMAGES_EN+= install/mouse1.scr IMAGES_EN+= install/mouse2.scr IMAGES_EN+= install/mouse3.scr IMAGES_EN+= install/mouse4.scr IMAGES_EN+= install/mouse5.scr IMAGES_EN+= install/mouse6.scr IMAGES_EN+= install/mta-main.scr IMAGES_EN+= install/net-config-menu1.scr IMAGES_EN+= install/net-config-menu2.scr IMAGES_EN+= install/nfs-server-edit.scr IMAGES_EN+= install/ntp-config.scr IMAGES_EN+= install/options.scr IMAGES_EN+= install/pkg-cat.scr IMAGES_EN+= install/pkg-confirm.scr IMAGES_EN+= install/pkg-install.scr IMAGES_EN+= install/pkg-sel.scr IMAGES_EN+= install/probstart.scr IMAGES_EN+= install/routed.scr IMAGES_EN+= install/security.scr IMAGES_EN+= install/sysinstall-exit.scr IMAGES_EN+= install/timezone1.scr IMAGES_EN+= install/timezone2.scr IMAGES_EN+= install/timezone3.scr IMAGES_EN+= install/userconfig.scr IMAGES_EN+= install/userconfig2.scr IMAGES_EN+= install/example-dir1.eps IMAGES_EN+= install/example-dir2.eps IMAGES_EN+= install/example-dir3.eps IMAGES_EN+= install/example-dir4.eps IMAGES_EN+= install/example-dir5.eps IMAGES_EN+= mail/mutt1.scr IMAGES_EN+= mail/mutt2.scr IMAGES_EN+= mail/mutt3.scr IMAGES_EN+= mail/pine1.scr IMAGES_EN+= mail/pine2.scr IMAGES_EN+= mail/pine3.scr IMAGES_EN+= mail/pine4.scr IMAGES_EN+= mail/pine5.scr IMAGES_EN+= security/ipsec-network.pic IMAGES_EN+= security/ipsec-crypt-pkt.pic IMAGES_EN+= security/ipsec-encap-pkt.pic IMAGES_EN+= security/ipsec-out-pkt.pic IMAGES_EN+= vinum/vinum-concat.pic IMAGES_EN+= vinum/vinum-mirrored-vol.pic IMAGES_EN+= vinum/vinum-raid10-vol.pic IMAGES_EN+= vinum/vinum-raid5-org.pic IMAGES_EN+= vinum/vinum-simple-vol.pic IMAGES_EN+= vinum/vinum-striped-vol.pic IMAGES_EN+= vinum/vinum-striped.pic IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd1.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd2.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd3.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd4.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd5.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd6.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd7.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd8.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd9.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd10.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd11.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd12.png IMAGES_EN+= virtualization/parallels-freebsd13.png # Images from the cross-document image library IMAGES_LIB= callouts/1.png IMAGES_LIB+= callouts/2.png IMAGES_LIB+= callouts/3.png IMAGES_LIB+= callouts/4.png IMAGES_LIB+= callouts/5.png IMAGES_LIB+= callouts/6.png IMAGES_LIB+= callouts/7.png IMAGES_LIB+= callouts/8.png IMAGES_LIB+= callouts/9.png IMAGES_LIB+= callouts/10.png IMAGES_LIB+= callouts/11.png IMAGES_LIB+= callouts/12.png IMAGES_LIB+= callouts/13.png IMAGES_LIB+= callouts/14.png IMAGES_LIB+= callouts/15.png # # SRCS lists the individual SGML files that make up the document. Changes # to any of these files will force a rebuild # # SGML content SRCS+= audit/chapter.sgml SRCS+= book.sgml SRCS+= colophon.sgml SRCS+= freebsd-glossary.sgml SRCS+= advanced-networking/chapter.sgml SRCS+= basics/chapter.sgml SRCS+= bibliography/chapter.sgml SRCS+= boot/chapter.sgml SRCS+= config/chapter.sgml SRCS+= cutting-edge/chapter.sgml SRCS+= desktop/chapter.sgml SRCS+= disks/chapter.sgml SRCS+= eresources/chapter.sgml SRCS+= firewalls/chapter.sgml SRCS+= geom/chapter.sgml SRCS+= install/chapter.sgml SRCS+= introduction/chapter.sgml SRCS+= jails/chapter.sgml SRCS+= kernelconfig/chapter.sgml SRCS+= l10n/chapter.sgml SRCS+= linuxemu/chapter.sgml SRCS+= mac/chapter.sgml SRCS+= mail/chapter.sgml SRCS+= mirrors/chapter.sgml SRCS+= multimedia/chapter.sgml SRCS+= network-servers/chapter.sgml SRCS+= pgpkeys/chapter.sgml SRCS+= ports/chapter.sgml SRCS+= ppp-and-slip/chapter.sgml SRCS+= preface/preface.sgml SRCS+= printing/chapter.sgml SRCS+= security/chapter.sgml SRCS+= serialcomms/chapter.sgml SRCS+= users/chapter.sgml SRCS+= vinum/chapter.sgml SRCS+= virtualization/chapter.sgml SRCS+= x11/chapter.sgml # Entities SRCS+= chapters.ent SRCS+= newsgroups.ent # alle Kapitel bauen CHAPTERS?= ${SRCS:M*chapter.sgml} SGMLFLAGS+= ${CHAPTERS:S/\/chapter.sgml//:S/^/-i chap./} SGMLFLAGS+= -i chap.freebsd-glossary pgpkeyring: pgpkeys/chapter.sgml @${JADE} -V nochunks ${OTHERFLAGS} ${JADEOPTS} -d ${DSLPGP} -t sgml ${MASTERDOC} URL_RELPREFIX?= ../../../.. DOC_PREFIX?= ${.CURDIR}/../../.. # # rules generating lists of mirror site from XML database. # XMLDOCS= mirrors-ftp:::mirrors.sgml.ftp.inc.tmp \ mirrors-cvsup:::mirrors.sgml.cvsup.inc.tmp \ eresources:::eresources.sgml.www.inc.tmp DEPENDSET.DEFAULT= transtable mirror XSLT.DEFAULT= ${XSL_MIRRORS} XML.DEFAULT= ${XML_MIRRORS} NO_TIDY.DEFAULT= yes PARAMS.mirrors-ftp+= --param 'type' "'ftp'" \ --param 'proto' "'ftp'" \ --param 'target' "'handbook/mirrors/chapter.sgml'" PARAMS.mirrors-cvsup+= --param 'type' "'cvsup'" \ --param 'proto' "'cvsup'" \ --param 'target' "'handbook/mirrors/chapter.sgml'" PARAMS.eresources+= --param 'type' "'www'" \ --param 'proto' "'http'" \ --param 'target' "'handbook/eresources/chapter.sgml'" SRCS+= mirrors.sgml.ftp.inc \ mirrors.sgml.cvsup.inc \ eresources.sgml.www.inc CLEANFILES+= mirrors.sgml.ftp.inc mirrors.sgml.ftp.inc.tmp \ mirrors.sgml.cvsup.inc mirrors.sgml.cvsup.inc.tmp \ eresources.sgml.www.inc eresources.sgml.www.inc.tmp .include "${DOC_PREFIX}/share/mk/doc.project.mk" .for p in ftp cvsup mirrors.sgml.${p}.inc: mirrors.sgml.${p}.inc.tmp ${SED} -e 's,<\([^ >]*\)\([^>]*\)/>,<\1\2>,;s,,,'\ < $@.tmp > $@ || (${RM} -f $@ && false) .endfor eresources.sgml.www.inc: eresources.sgml.www.inc.tmp ${SED} -e 's,<\([^ >]*\)\([^>]*\)/>,<\1\2>,;s,,,'\ < $@.tmp > $@ || (${RM} -f $@ && false) diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml index ff888d908e..0c71afdb1e 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml @@ -1,5487 +1,5487 @@ Johann Kois Übersetzt von Weiterführende Netzwerkthemen Übersicht Dieses Kapitel beschreibt verschiedene weiterführende Netzwerkthemen. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Die Grundlagen von Gateways und Routen kennen. Bluetooth- sowie drahtlose, der Norm IEEE 802.11 entsprechende, Geräte mit FreeBSD verwenden können. Eine Bridge unter FreeBSD einrichten können. Einen plattenlosen Rechner über das Netzwerk starten können. Wissen, wie man NAT (Network Address Translation) einrichtet. Zwei Computer über PLIP verbinden können. IPv6 auf einem FreeBSD-Rechner einrichten können. ATM einrichten können. CARP, das Common Access Redundancy Protocol, unter &os; einsetzen können. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie Die Grundlagen der /etc/rc-Skripte verstanden haben. Mit der grundlegenden Netzwerkterminologie vertraut sein. Einen neuen FreeBSD-Kernel konfigurieren und installieren können (). Wissen, wie man zusätzliche Softwarepakete von Drittherstellern installiert (). Coranth Gryphon Beigetragen von Gateways und Routen Routing Gateway Subnetz Damit ein Rechner einen anderen über ein Netzwerk finden kann, muss ein Mechanismus vorhanden sein, der beschreibt, wie man von einem Rechner zum anderen gelangt. Dieser Vorgang wird als Routing bezeichnet. Eine Route besteht aus einem definierten Adressenpaar: Einem Ziel und einem Gateway. Dieses Paar zeigt an, dass Sie über das Gateway zum Ziel gelangen wollen. Es gibt drei Arten von Zielen: Einzelne Rechner (Hosts), Subnetze und das Standardziel. Die Standardroute wird verwendet, wenn keine andere Route zutrifft. Wir werden Standardrouten später etwas genauer behandeln. Außerdem gibt es drei Arten von Gateways: Einzelne Rechner (Hosts), Schnittstellen (Interfaces, auch als Links bezeichnet), sowie Ethernet Hardware-Adressen (MAC-Adressen). Ein Beispiel Um die verschiedenen Aspekte des Routings zu veranschaulichen, verwenden wir folgende Ausgaben von netstat: &prompt.user; netstat -r Routing tables Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire default outside-gw UGSc 37 418 ppp0 localhost localhost UH 0 181 lo0 test0 0:e0:b5:36:cf:4f UHLW 5 63288 ed0 77 10.20.30.255 link#1 UHLW 1 2421 example.com link#1 UC 0 0 host1 0:e0:a8:37:8:1e UHLW 3 4601 lo0 host2 0:e0:a8:37:8:1e UHLW 0 5 lo0 => host2.example.com link#1 UC 0 0 224 link#1 UC 0 0 Defaultroute Die ersten zwei Zeilen geben die Standardroute (die wir im nächsten Abschnitt behandeln), sowie die localhost Route an. Loopback-Gerät Das in der Routingtabelle für localhost festgelegte Interface (Netif-Spalte) lo0, ist auch als loopback-Gerät (Prüfschleife) bekannt. Das heißt, dass der ganze Datenverkehr für dieses Ziel intern (innerhalb des Gerätes) bleibt, anstatt ihn über ein Netzwerk (LAN) zu versenden, da das Ziel dem Start entspricht. Ethernet MAC-Adresse Der nächste auffällige Punkt sind die mit 0:e0: beginnenden Adressen. Es handelt sich dabei um Ethernet Hardwareadressen, die auch als MAC-Adressen bekannt sind. FreeBSD identifiziert Rechner im lokalen Netz automatisch (im Beispiel test0) und fügt eine direkte Route zu diesem Rechner hinzu. Dies passiert über die Ethernet-Schnittstelle ed0. Außerdem existiert ein Timeout (in der Spalte Expire) für diese Art von Routen, der verwendet wird, wenn dieser Rechner in einem definierten Zeitraum nicht reagiert. Wenn dies passiert, wird die Route zu diesem Rechner automatisch gelöscht. Rechner im lokalen Netz werden durch einen als RIP (Routing Information Protocol) bezeichneten Mechanismus identifiziert, der den kürzesten Weg zu den jeweiligen Rechnern bestimmt. Subnetz FreeBSD fügt außerdem Subnetzrouten für das lokale Subnetz hinzu (10.20.30.255 ist die Broadcast-Adresse für das Subnetz 10.20.30, example.com ist der zu diesem Subnetz gehörige Domainname). Das Ziel link#1 bezieht sich auf die erste Ethernet-Karte im Rechner. Sie können auch feststellen, dass keine zusätzlichen Schnittstellen angegeben sind. Routen für Rechner im lokalen Netz und lokale Subnetze werden automatisch durch den routed Daemon konfiguriert. Ist dieser nicht gestartet, sind nur statisch definierte (explizit eingegebene) Routen vorhanden. Die Zeile host1 bezieht sich auf unseren Rechner, der durch seine Ethernetadresse bekannt ist. Da unser Rechner der Sender ist, verwendet FreeBSD automatisch das Loopback-Gerät (lo0), anstatt den Datenverkehr über die Ethernetschnittstelle zu senden. Die zwei host2 Zeilen sind ein Beispiel dafür, was passiert, wenn wir ein &man.ifconfig.8; Alias verwenden (Lesen Sie dazu den Abschnitt über Ethernet, wenn Sie wissen wollen, warum wir das tun sollten.). Das Symbol => (nach der lo0-Schnittstelle) sagt aus, dass wir nicht nur das Loopbackgerät verwenden (da sich die Adresse auf den lokalen Rechner bezieht), sondern dass es sich zusätzlich auch um ein Alias handelt. Solche Routen sind nur auf Rechnern vorhanden, die den Alias bereitstellen; alle anderen Rechner im lokalen Netz haben für solche Routen nur eine einfache link#1 Zeile. Die letzte Zeile (Zielsubnetz 224) behandelt das Multicasting, das wir in einem anderen Abschnitt besprechen werden. Schließlich gibt es für Routen noch verschiedene Attribute, die Sie in der Spalte Flags finden. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht von einigen dieser Flags und ihrer Bedeutung: U Up: Die Route ist aktiv. H Host: Das Ziel der Route ist ein einzelner Rechner (Host). G Gateway: Alle Daten, die an dieses Ziel gesendet werden, werden von diesem System an ihr jeweiliges Ziel weitergeleitet. S Static: Diese Route wurde manuell konfiguriert, das heißt sie wurde nicht automatisch vom System erzeugt. C Clone: Erzeugt eine neue Route, basierend auf der Route für den Rechner, mit dem wir uns verbinden. Diese Routenart wird normalerweise für lokale Netzwerke verwendet. W WasCloned: Eine Route, die automatisch konfiguriert wurde. Sie basiert auf einer lokalen Netzwerkroute (Clone). L Link: Die Route beinhaltet einen Verweis auf eine Ethernetkarte (MAC-Adresse). Standardrouten Defaultroute Standardroute Defaultroute Wenn sich der lokale Rechner mit einem entfernten Rechner verbinden will, wird die Routingtabelle überprüft, um festzustellen, ob bereits ein bekannter Pfad vorhanden ist. Gehört dieser entfernte Rechner zu einem Subnetz, dessen Pfad uns bereits bekannt ist (Cloned route), dann versucht der lokale Rechner über diese Schnittstelle eine Verbindung herzustellen. Wenn alle bekannten Pfade nicht funktionieren, hat der lokale Rechner eine letzte Möglichkeit: Die Standardroute (Defaultroute). Bei dieser Route handelt es sich um eine spezielle Gateway-Route (gewöhnlich die einzige im System vorhandene), die im Flags-Feld immer mit C gekennzeichnet ist. Für Rechner im lokalen Netzwerk ist dieses Gateway auf welcher Rechner auch immer eine Verbindung nach außen hat gesetzt (entweder über eine PPP-Verbindung, DSL, ein Kabelmodem, T1 oder eine beliebige andere Netzwerkverbindung). Wenn Sie die Standardroute für einen Rechner konfigurieren, der selbst als Gateway zur Außenwelt funktioniert, wird die Standardroute zum Gateway-Rechner Ihres Internetanbieter (ISP) gesetzt. Sehen wir uns ein Beispiel für Standardrouten an. So sieht eine übliche Konfiguration aus: [Local2] <--ether--> [Local1] <--PPP--> [ISP-Serv] <--ether--> [T1-GW] Die Rechner Local1 und Local2 befinden sich auf Ihrer Seite. Local1 ist mit einem ISP über eine PPP-Verbindung verbunden. Dieser PPP-Server ist über ein lokales Netzwerk mit einem anderen Gateway-Rechner verbunden, der über eine Schnittstelle die Verbindung des ISP zum Internet herstellt. Die Standardrouten für Ihre Maschinen lauten: Host Standard Gateway Schnittstelle Local2 Local1 Ethernet Local1 T1-GW PPP Eine häufig gestellte Frage lautet: Warum (oder wie) sollten wir T1-GW als Standard-Gateway für Local1 setzen, statt den (direkt verbundenen) ISP-Server zu verwenden?. Bedenken Sie, dass die PPP-Schnittstelle für die Verbindung eine Adresse des lokalen Netzes des ISP verwendet. Daher werden Routen für alle anderen Rechner im lokalen Netz des ISP automatisch erzeugt. Daraus folgt, dass Sie bereits wissen, wie Sie T1-GW erreichen können! Es ist also unnötig, einen Zwischenschritt über den ISP-Server zu machen. Es ist üblich, die Adresse X.X.X.1 als Gateway-Adresse für ihr lokales Netzwerk zu verwenden. Für unser Beispiel bedeutet dies Folgendes: Wenn Ihr lokaler Klasse-C-Adressraum 10.20.30 ist und Ihr ISP 10.9.9 verwendet, sehen die Standardrouten so aus: Rechner (Host) Standardroute Local2 (10.20.30.2) Local1 (10.20.30.1) Local1 (10.20.30.1, 10.9.9.30) T1-GW (10.9.9.1) Sie können die Standardroute ganz einfach in der Datei /etc/rc.conf festlegen. In unserem Beispiel wurde auf dem Rechner Local2 folgende Zeile in /etc/rc.conf eingefügt: defaultrouter="10.20.30.1" Die Standardroute kann über &man.route.8; auch direkt gesetzt werden: &prompt.root; route add default 10.20.30.1 Weitere Informationen zum Bearbeiten von Netzwerkroutingtabellen finden Sie in &man.route.8;. Rechner mit zwei Heimatnetzen Dual-Homed-Hosts Es gibt noch eine Konfigurationsmöglichkeit, die wir besprechen sollten, und zwar Rechner, die sich in zwei Netzwerken befinden. Technisch gesehen, zählt jeder als Gateway arbeitende Rechner zu den Rechnern mit zwei Heimatnetzen (im obigen Beispiel unter Verwendung einer PPP-Verbindung). In der Praxis meint man damit allerdings nur Rechner, die sich in zwei lokalen Netzen befinden. Entweder verfügt der Rechner über zwei Ethernetkarten und jede dieser Karten hat eine Adresse in einem separaten Subnetz, oder der Rechner hat nur eine Ethernetkarte und verwendet &man.ifconfig.8; Aliasing. Die erste Möglichkeit wird verwendet, wenn zwei physikalisch getrennte Ethernet-Netzwerke vorhanden sind, die zweite, wenn es nur ein physikalisches Ethernet-Netzwerk gibt, das aber aus zwei logisch getrennten Subnetzen besteht. In beiden Fällen werden Routingtabellen erstellt, damit jedes Subnetz weiß, dass dieser Rechner als Gateway zum anderen Subnetz arbeitet (inbound route). Diese Konfiguration (der Gateway-Rechner arbeitet als Router zwischen den Subnetzen) wird häufig verwendet, wenn es darum geht, Paketfilterung oder eine Firewall (in eine oder beide Richtungen) zu implementieren. Soll dieser Rechner Pakete zwischen den beiden Schnittstellen weiterleiten, müssen Sie diese Funktion manuell konfigurieren und aktivieren. Lesen Sie den nächsten Abschnitt, wenn Sie weitere Informationen zu diesem Thema benötigen. Einen Router konfigurieren Router Ein Netzwerkrouter ist einfach ein System, das Pakete von einer Schnittstelle zur anderen weiterleitet. Internetstandards und gute Ingenieurspraxis sorgten dafür, dass diese Funktion in FreeBSD in der Voreinstellung deaktiviert ist. Sie können diese Funktion aktivieren, indem Sie in &man.rc.conf.5; folgende Änderung durchführen: gateway_enable=YES # Auf YES setzen, wenn der Rechner als Gateway arbeiten soll Diese Option setzt die &man.sysctl.8;-Variable net.inet.ip.forwarding auf 1. Wenn Sie das Routing kurzzeitig unterbrechen wollen, können Sie die Variable auf 0 setzen. BGP RIP OSPF Ihr neuer Router benötigt nun noch Routen, um zu wissen, wohin er den Verkehr senden soll. Haben Sie ein (sehr) einfaches Netzwerk, können Sie statische Routen verwenden. FreeBSD verfügt über den Standard BSD-Routing-Daemon &man.routed.8;, der RIP (sowohl Version 1 als auch Version 2) und IRDP versteht. BGP v4, OSPF v2 und andere Protokolle werden von net/zebra unterstützt. Es stehen auch kommerzielle Produkte wie gated zur Verfügung. Al Hoang Beigetragen von Statische Routen einrichten Manuelle Konfiguration Nehmen wir an, dass wir über folgendes Netzwerk verfügen: INTERNET | (10.0.0.1/24) Default Router to Internet | |Interface xl0 |10.0.0.10/24 +------+ | | RouterA | | (FreeBSD gateway) +------+ | Interface xl1 | 192.168.1.1/24 | +--------------------------------+ Internal Net 1 | 192.168.1.2/24 | +------+ | | RouterB | | +------+ | 192.168.2.1/24 | Internal Net 2 RouterA, ein &os;-Rechner, dient als Router für den Zugriff auf das Internet. Die Standardroute ist auf 10.0.0.1 gesetzt, damit ein Zugriff auf das Internet möglich wird. Wir nehmen nun an, dass RouterB bereits konfiguriert ist und daher weiß, wie er andere Rechner erreichen kann. Dazu wird die Standardroute von RouterB auf 192.168.1.1 gesetzt, da dieser Rechner als Gateway fungiert. Sieht man sich die Routingtabelle für RouterA an, erhält man folgende Ausgabe: &prompt.user; netstat -nr Routing tables Internet: Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire default 10.0.0.1 UGS 0 49378 xl0 127.0.0.1 127.0.0.1 UH 0 6 lo0 10.0.0/24 link#1 UC 0 0 xl0 192.168.1/24 link#2 UC 0 0 xl1 Mit dieser Routingtabelle kann RouterA unser internes Netz 2 nicht erreichen, da keine Route zum Rechner 192.168.2.0/24 vorhanden ist. Um dies zu korrigieren, kann die Route manuell gesetzt werden. Durch den folgenden Befehl wird das interne Netz 2 in die Routingtabelle des Rechners RouterA aufgenommen, indem 192.168.1.2 als nächster Zwischenschritt verwenden wird: &prompt.root; route add -net 192.168.2.0/24 192.168.1.2 Ab sofort kann RouterA alle Rechner des Netzwerks 192.168.2.0/24 erreichen. Routen dauerhaft einrichten Das obige Beispiel ist für die Konfiguration einer statischen Route auf einem laufenden System geeignet. Diese Information geht jedoch verloren, wenn der &os;-Rechner neu gestartet werden muss. Um dies zu verhindern, wird diese Route in /etc/rc.conf eingetragen: # Add Internal Net 2 as a static route static_routes="internalnet2" route_internalnet2="-net 192.168.2.0/24 192.168.1.2" Die Variable static_routes enthält eine Reihe von Strings, die durch Leerzeichen getrennt sind. Jeder String bezieht sich auf den Namen einer Route. In unserem Beispiel hat static_routes internalnet2 als einzigen String. Zusätzlich verwendet man die Konfigurationsvariable route_internalnet2, in der alle sonstigen an &man.route.8; zu übergebenden Parameter festgelegt werden. In obigen Beispiel hätte man folgenden Befehl verwendet: &prompt.root; route add -net 192.168.2.0/24 192.168.1.2 Daher wird "-net 192.168.2.0/24 192.168.1.2" als Parameter der Variable route_ angegeben. Wie bereits erwähnt, können bei static_routes auch mehrere Strings angegeben werden. Dadurch lassen sich mehrere statische Routen anlegen. Durch folgende Zeilen werden auf einem imaginären Rechner statische Routen zu den Netzwerken 192.168.0.0/24 sowie 192.168.1.0/24 definiert: static_routes="net1 net2" route_net1="-net 192.168.0.0/24 192.168.0.1" route_net2="-net 192.168.1.0/24 192.168.1.1" Verteilung von Routing-Informationen routing propagation Wir haben bereits darüber gesprochen, wie wir unsere Routen zur Außenwelt definieren, aber nicht darüber, wie die Außenwelt uns finden kann. Wir wissen bereits, dass Routing-Tabellen so erstellt werden können, dass sämtlicher Verkehr für einen bestimmten Adressraum (in unserem Beispiel ein Klasse-C-Subnetz) zu einem bestimmten Rechner in diesem Netzwerk gesendet wird, der die eingehenden Pakete im Subnetz verteilt. Wenn Sie einen Adressraum für Ihre Seite zugewiesen bekommen, richtet Ihr Diensteanbieter seine Routingtabellen so ein, dass der ganze Verkehr für Ihr Subnetz entlang Ihrer PPP-Verbindung zu Ihrer Seite gesendet wird. Aber woher wissen die Seiten in der Außenwelt, dass sie die Daten an Ihren ISP senden sollen? Es gibt ein System (ähnlich dem verbreiteten DNS), das alle zugewiesenen Adressräume verwaltet und ihre Verbindung zum Internet-Backbone definiert und dokumentiert. Der Backbone ist das Netz aus Hauptverbindungen, die den Internetverkehr in der ganzen Welt transportieren und verteilen. Jeder Backbone-Rechner verfügt über eine Kopie von Haupttabellen, die den Verkehr für ein bestimmtes Netzwerk hierarchisch vom Backbone über eine Kette von Diensteanbietern bis hin zu Ihrer Seite leiten. Es ist die Aufgabe Ihres Diensteanbieters, den Backbone-Seiten mitzuteilen, dass sie mit Ihrer Seite verbunden wurden. Durch diese Mitteilung der Route ist nun auch der Weg zu Ihnen bekannt. Dieser Vorgang wird als Bekanntmachung von Routen (routing propagation) bezeichnet. Problembehebung traceroute Manchmal kommt es zu Problemen bei der Bekanntmachung von Routen, und einige Seiten sind nicht in der Lage, Sie zu erreichen. Vielleicht der nützlichste Befehl, um festzustellen, wo das Routing nicht funktioniert, ist &man.traceroute.8;. Er ist außerdem sehr nützlich, wenn Sie einen entfernten Rechner nicht erreichen können (lesen Sie dazu auch &man.ping.8;). &man.traceroute.8; wird mit dem zu erreichenden Rechner (Host) ausgeführt. Angezeigt werden die Gateway-Rechner entlang des Verbindungspfades. Schließlich wird der Zielrechner erreicht oder es kommt zu einem Verbindungsabbruch (beispielsweise durch Nichterreichbarkeit eines Gateway-Rechners). Weitere Informationen finden Sie in &man.traceroute.8;. Multicast-Routing Multicast-Routing Kerneloptionen MROUTING &os; unterstützt sowohl Multicast-Anwendungen als auch Multicast-Routing. Multicast-Anwendungen müssen nicht konfiguriert werden, sie laufen einfach. Multicast-Routing muss in der Kernelkonfiguration aktiviert werden: options MROUTING Zusätzlich muss &man.mrouted.8;, der Multicast-Routing-Daemon, über die Datei /etc/mrouted.conf eingerichtet werden, um Tunnel und DVMRP zu aktivieren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in &man.mrouted.8;. Loader Marc Fonvieille Murray Stokely Drahtlose Netzwerke Netzwerke, drahtlos 802.11 drahtlose Netzwerke Grundlagen Die meisten drahtlosen Netzwerke basieren auf dem Standard IEEE 802.11. Sie bestehen aus Stationen, die in der Regel im 2,4 GHz- oder im 5 GHz-Band miteinander kommunizieren. Es ist aber auch möglich, dass regional andere Frequenzen, beispielsweise im 2,3 GHz- oder 4,9 GHz-Band, verwendet werden. 802.11-Netzwerke können auf zwei verschiedene Arten aufgebaut sein: Im Infrastruktur-Modus agiert eine Station als Master, mit dem sich alle andere Stationen verbinden. Die Summe aller Stationen wird als BSS (Basic Service Set), die Master-Station hingegen als Access Point (AP) bezeichnet. In einem BSS läuft jedwede Kommunikation über den Access Point. Die zweite Form drahtloser Netzwerke sind die sogenannten Ad-hoc-Netzwerke (auch als IBSS bezeichnet), in denen es keinen Access Point gibt und in denen die Stationen direkt miteinander kommunizieren. Die ersten 802.11-Netzwerke arbeiteten im 2,4 GHz-Band und nutzten dazu Prokolle der IEEE-Standards 802.11 sowie 802.11b. Diese Standards legen unter anderem Betriebsfrequenzen sowie Merkmale des MAC-Layers (wie Frames und Transmissionsraten) fest. Später kam der Standard 802.11a hinzu, der im 5 GHz-Band, im Gegensatz zu den ersten beiden Standards aber mit unterschiedlichen Signalmechanismen und höheren Transmissionsraten arbeitet. Der neueste Standard 802.11g implementiert die Signal- und Transmissionsmechanismen von 802.11a im 2,4 GHz-Band, ist dabei aber abwärtskompatibel zu 802.11b-Netzwerken. Unabhängig von den zugrundeliegenden Transportmechanismen verfügen 802.11-Netzwerke über diverse Sicherheitsmechanismen. Der ursprüngliche 802.11-Standard definierte lediglich ein einfaches Sicherheitsprotokoll namens WEP. Dieses Protokoll verwendet einen fixen (gemeinsam verwendeten) Schlüssel sowie die RC4-Kryptografie-Chiffre, um Daten verschlüsselt über das drahtlose Netzwerk zu senden. Alle Stationen des Netzwerks müssen sich auf den gleichen fixen Schlüssel einigen, um miteinander kommunizieren zu können. Dieses Schema ist sehr leicht zu knacken und wird deshalb heute kaum mehr eingesetzt. Aktuelle Sicherheitsmechanismen bauen auf dem Standard IEEE 802.11i auf, der neue kryptografische Schlüssel (Chiffren), ein neues Protokoll für die Anmeldung von Stationen an einem Access Point sowie Mechanismen zum Austausch von Schlüsseln als Vorbereitung der Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten festlegt. Kryptografische Schlüssel werden regelmäßig getauscht. Außerdem gibt es Mechanismen, um Einbruchsversuche zu entdecken (und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können). Ein weiteres häufig verwendetes Sicherheitsprotokoll ist WPA. Dabei handelt es sich um einen Vorläufer von 802.11i, der von einem Industriekonsortium als Zwischenlösung bis zur endgültigen Verabschiedung von 802.11i entwickelt wurde. WPA definiert eine Untergruppe der Anforderungen des 802.11i-Standards und ist für den Einsatz in älterer Hardware vorgesehen. WPA benötigt nur den (auf dem ursprünglichen WEP-Code basierenden) TKIP-Chiffre. 802.11i erlaubt zwar auch die Verwendung von TKIP, fordert aber zusätzlich eine stärkere Chiffre (AES-CCM) für die Datenverschlüsselung. (AES war für WPA nicht vorgesehen, weil man es als zu rechenintensiv für den Einsatz in älteren Geräten ansah.) Neben den weiter oben erwähnten Standards ist auch der Standard 802.11e von großer Bedeutung. Dieser definiert Protokolle zur Übertragung von Multimedia-Anwendungen wie das Streaming von Videodateien oder Voice-over-IP (VoIP) in einem 802.11-Netzwerk. Analog zu 802.11i verfügt auch 802.11e über eine vorläufige Spezifikation namens WMM (ursprünglich WME), die von einem Industriekonsortium als Untergruppe von 802.11e spezifiziert wurde, um Multimedia-Anwendungen bereits vor der endgültigen Verabschiedung des 802.11e-Standards implementieren zu können. 802.11e sowie WME/WMM erlauben eine Prioritätenvergabe beim Datentransfer im einem drahtlosen Netzwerk. Möglich wird dies durch den Einsatz von Quality of Service-Protokollen (QoS) und erweiterten Medienzugriffsprotokollen. Werden diese Protokolle korrekt implementiert, erlauben sie daher hohe Datenübertragungsraten und einen priorisierten Datenfluss. &os; unterstützt seit der Version 6.0 die Standards 802.11a, 802.11b, sowie 802.11g. Ebenfalls unterstützt werden WPA sowie die Sicherheitsprotokolle gemäß 802.11i (dies sowohl für 11a, 11b als auch 11g). QoS und Verkehrpriorisierung, die von den WME/WMM-Protokollen benötigt werden, werden ebenfalls (allerdings nicht für alle drahtlosen Geräte) unterstützt. Basiskonfiguration Kernelkonfiguration Um ein drahtloses Netzwerk zu nutzen, benötigen Sie eine drahtlose Netzkarte und einen Kernel, der drahtlose Netzwerke unterstützt. Der &os;-Kernel unterstützt den Einsatz von Kernelmodulen. Daher müssen Sie nur die Unterstützung für die von Ihnen verwendeten Geräte aktivieren. Als Erstes benötigen Sie ein drahtloses Gerät. Die meisten drahtlosen Geräte verwenden Bauteile von Atheros und werden deshalb vom &man.ath.4;-Treiber unterstützt. Um diesen Treiber zu verwenden, nehmen Sie die folgende Zeile in die Datei /boot/loader.conf auf: if_ath_load="YES" Der Atheros-Treiber besteht aus drei Teilen: dem Treiber selbst (&man.ath.4;), dem Hardware-Support-Layer für die chip-spezifischen Funktionen (&man.ath.hal.4;) sowie einem Algorithmus zur Auswahl der korrekten Frame-Übertragungsrate (ath_rate_sample). Wenn Sie die Unterstützung für diesen Treiber als Kernelmodul laden, kümmert sich dieses automatisch um diese Aufgaben. Verwenden Sie ein Nicht-Atheros-Gerät, so müssen Sie hingegen das für dieses Gerät geeignete Modul laden, beispielsweise if_wi_load="YES" für Geräte, die auf Bauteilen von Intersil Prism basieren und daher den Treiber &man.wi.4; voraussetzen. In den folgenden Abschnitten wird der &man.ath.4;-Treiber verwendet. Verwenden Sie ein anderes Gerät, müssen Sie diesen Wert daher an Ihre Konfiguration anpassen. Eine Liste aller verfügbaren Treiber für drahtlose Geräte finden Sie in der Manualpage &man.wlan.4;. Gibt es keinen nativen &os;-Treiber für Ihr drahtloses Gerät, können Sie möglicherweise mit NDIS einen &windows;-Treiber verwenden. Neben dem korrekten Treiber benötigen Sie auch die Unterstützung für 802.11-Netzwerke. Für den &man.ath.4;-Treiber wird dazu automatisch das Kernelmodul &man.wlan.4; geladen. Zusätzlich benötigen Sie noch Module zur Verschlüsselung ihres drahtlosen Netzwerks. Diese werden normalerweise dynamisch vom &man.wlan.4;-Modul geladen. Im folgenden Beispiel erfolgt allerdings eine manuelle Konfiguration. Folgende Module sind verfügbar: &man.wlan.wep.4;, &man.wlan.ccmp.4; sowie &man.wlan.tkip.4;. Sowohl &man.wlan.ccmp.4; als auch &man.wlan.tkip.4; werden nur benötigt, wenn Sie WPA und/oder die Sicherheitsprotokolle von 802.11i verwenden wollen. Wollen Sie Ihr Netzwerk hingegen offen betreiben (also völlig ohne Verschlüsselung), benötigen Sie nicht einmal die &man.wlan.wep.4;-Unterstützung. Um alle drei Module beim Systemstart zu laden, fügen Sie folgende Zeilen in die Datei /boot/loader.conf ein: wlan_wep_load="YES" wlan_ccmp_load="YES" wlan_tkip_load="YES" Danach müssen Sie Ihr &os;-System neu starten. Alternativ können Sie die Kernelmodule aber auch manuell mit &man.kldload.8; laden. Wollen Sie keine Kernelmodule verwenden, können Sie die benötigten Treiber auch in Ihren Kernel kompilieren. Daz nehmen Sie folgende Zeilen in Ihre Kernelkonfigurationsdatei auf: device ath # Atheros IEEE 802.11 wireless network driver device ath_hal # Atheros Hardware Access Layer device ath_rate_sample # John Bicket's SampleRate control algorithm. device wlan # 802.11 support (Required) device wlan_wep # WEP crypto support for 802.11 devices device wlan_ccmp # AES-CCMP crypto support for 802.11 devices device wlan_tkip # TKIP and Michael crypto support for 802.11 devices Danach bauen Sie den neuen Kernel und starten Ihr &os;-System neu. Während des Systemstarts sollten nun einige Informationen ähnlich den folgenden über das von Ihnen verwendete drahtlose Gerät ausgegeben werden: ath0: <Atheros 5212> mem 0xff9f0000-0xff9fffff irq 17 at device 2.0 on pci2 ath0: Ethernet address: 00:11:95:d5:43:62 ath0: mac 7.9 phy 4.5 radio 5.6 Infrastruktur-Modus Drahtlose Netzwerke werden in der Regel im Infrastruktur-Modus (auch BSS-Modus genannt) betrieben. Dazu werden mehrere drahtlose Access Points zu einem gemeinsamen drahtlosen Netzwerk verbunden. Jedes dieser drahtlosen Netzwerke hat einen eigenen Namen, der als SSID bezeichnet wird. Alle Clients eines drahtlosen Netzwerks verbinden sich in diesem Modus mit einem Access Point. &os;-Clients Einen Access Point finden Um nach drahtlosen Netzwerken zu suchen, verwenden Sie ifconfig. Dieser Scanvorgang kann einige Zei in Anspruch nehmen, da dazu jede verfügbare Frequenz auf verfügbare Access Points hin überprüft werden muss. Um die Suche zu starten, müssen Sie als Super-User angemeldet sein: &prompt.root; ifconfig ath0 up scan SSID BSSID CHAN RATE S:N INT CAPS dlinkap 00:13:46:49:41:76 6 54M 29:0 100 EPS WPA WME freebsdap 00:11:95:c3:0d:ac 1 54M 22:0 100 EPS WPA Ihre Netzwerkkarte muss in den Status versetzt werden, bevor Sie den ersten Scanvorgang starten können. Für spätere Scans ist dies aber nicht mehr erforderlich. Als Ergebnis erhalten Sie eine Liste mit allen gefundenen BSS/IBSS-Netzwerken. Zusätzlich zur SSID (dem Namen des Netzwerks) wird auch die BSSID ausgegeben. Dabei handelt es sich um MAC-Adresse des Access Points. Das Feld CAPS gibt den Typ des Netzwerks sowie die Fähigkeiten der Stationen innerhalb des Netzwerks an: E Extended Service Set (ESS). Zeigt an, dass die Station Teil eines Infrastruktur-Netzwerks ist (und nicht eines IBSS/Ad-hoc-Netzwerks). I IBSS/Ad-hoc-Netzwerk. Die Station ist Teil eines Ad-hoc-Netzwerks (und nicht eines ESS-Netzwerks). P Privacy. Alle Datenframes, die innerhalb des BSS ausgetauscht werden, sind verschlüsselt. Dieses BSS verwendet dazu kryptografische Verfahren wie WEP, TKIP oder AES-CCMP. S Short Preamble. Das Netzwerk verwendet eine kurze Präambel (definiert in 802.11b High Rate/DSSS PHY). Eine kurze Präambel verwendet ein 56 Bit langes Sync-Feld (im Gegensatz zu einer langen Präambel, die ein 128 Bit langes Sync-Feld verwendet). s Short slot time. Das 802.11g-Netzwerk verwendet eine kurze Slotzeit, da es in diesem Netzwerk keine veralteten (802.11b) Geräte gibt. Um eine Liste der bekannten Netzwerke auszugeben, verwenden Sie den folgenden Befehl: &prompt.root; ifconfig ath0 list scan Diese Liste kann entweder automatisch durch das drahtlose Gerät oder manuell durch eine -Aufforderung aktualisiert werden. Veraltete Informationen werden dabei automatisch entfernt. Basiseinstellungen Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie ein einfaches drahtloses Netzerk ohne Verschlüsselung unter &os; einrichten. Nachdem Sie sich mit den Informationen dieses Abschnitts vertraut gemacht haben, sollten Sie Ihr drahtloses Netzwerk mit WPA verschlüsseln. Das Einrichten eines drahtlosen Netzwerks erfolgt in drei Schritten: Der Auswahl eines Access Points, der Anmeldung Ihrer Station sowie der Konfiguration Ihrer IP-Adresse. Einen Access Point auswählen Im Normalfall wird sich Ihre Station automatisch mit einem der zur Verfügung stehenden Access Points verbinden. Sie müssen dazu lediglich Ihr drahtloses Gerät aktivieren. Alternativ können Sie auch einen Eintrag ähnlich dem folgenden in /etc/rc.conf aufnehmen: ifconfig_ath0="DHCP" Wollen Sie sich hingegen mit einem bestimmten Access Point verbinden, müssen Sie dessen SSID angeben: ifconfig_ath0="ssid Ihre_SSID DHCP" Gibt es in Ihrem Netzwerk mehrere Access Points mit der gleichen SSID (was der Einfachheit wegen häufig der Fall ist), können Sie sich dennoch mit einem bestimmten Access Point verbinden. Dazu müssen Sie lediglich die BSSID des Access Points angeben (die Angabe der SSID ist in diesem Fall nicht erforderlich): ifconfig_ath0="ssid Ihre_SSID bssid xx:xx:xx:xx:xx:xx DHCP" Es gibt noch weitere Möglichkeiten, den Zugriff auf bestimmte Access Point zu beschränken, beispielsweise durch die Begrenzung der Frequenzen, auf denen eine Station nach einem Acces Point sucht. Sinnvoll ist ein solches Vorgehen beispielsweise, wenn Ihr drahtloses Gerät in verschiedenen Frequenzbereichen arbeiten kann, da in diesem Fall das Prüfen aller Frequenzen sehr zeitintensiv ist. Um nur innerhalb eines bestimmten Frequenzbereichs nach einem Access Point zu suchen, verwenden Sie die Option : ifconfig_ath0="mode 11g ssid Ihre_SSID DHCP" Dadurch sucht Ihr drahtloses Gerät nur im 2,4 GHz-Band (802.11g), aber nicht innerhalb des 5 GHz-Bandes nach einem Access Point. Mit der Option können Sie eine bestimmte Frequenz vorgeben, auf der gesucht werden soll. Die Option erlaubt die Angabe mehrerer erlaubter Frequenzen. Eine umfassende Beschreibung dieser Optionen finden Sie in der Manualpage &man.ifconfig.8;. Authentifizierung Wenn Sie einen Access Point gefunden haben, muss sich Ihrem Station am Access Point anmelden, bevor Sie Daten übertragen kann. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am häufigsten wird nach wie vor die sogenannte offene Authentifizierung verwendet. Dabei wird es jeder Station erlaubt, sich mit einem Netzwerk zu verbinden und Daten zu übertragen. Aus Sicherheitsgründen sollte diese Methode allerdings nur zu Testzwecken bei der erstmaligen Einrichtung eines drahtlosen Netzwerks verwendet werden. Andere Authentifizierungsmechanismen erfordern den Austausch kryptografischer Informationen, bevor Sie die Übertragung von Daten erlauben. Dazu gehören der Austausch fixer (vorher vereinbarter) Schlüssel oder Kennwörter sowie der Einsatz komplexerer Verfahren mit Backend-Diensten wie RADIUS. Die meisten Netzwerke nutzen allerdings nach wie vor die offene Authentifizierung, da dies die Voreinstellung ist. Am zweithäufigsten kommt das weiter unten beschriebene WPA-PSK (das auch als WPA Personal bezeichnet wird) zum Einsatz. Verwenden Sie eine &apple; &airport; Extreme-Basisstation als Access Point, benötigen Sie wahrscheinlich sowohl die Shared-Key-Authentifizierung als auch einen WEP-Schlüssel. Die entsprechende Konfiguration erfolgt entweder in der Datei /etc/rc.conf oder über das Programm &man.wpa.supplicant.8;. Verwenden Sie nur eine einzige &airport;-Basisstation, benötigen Sie einen Eintrag ähnlich dem folgenden: ifconfig_ath0="authmode shared wepmode on weptxkey 1 wepkey 01234567 DHCP" Normalerweise sollten Sie Shared-Key-Authentifizierung aber nicht verwenden, da diese die Sicherheit des WEP-Schlüssel noch weiter verringert. Müssen Sie WEP einsetzen (beispielsweise weil Sie zu veralteten Geräten kompatibel bleiben müssen), sollten Sie WEP nur zusammen mit der offenen Authentifizierung (open authentication) verwenden. WEP wird im näher beschrieben. Eine IP-Adresse über DHCP beziehen Nachdem Sie einen Access Point gefunden und sich authentifiziert haben, benötigen Sie noch eine IP-Adresse, die Sie in der Regel über DHCP zugewiesen bekommen. Dazu müssen Sie lediglich die Option DHCP in Ihre in der Datei /etc/rc.conf vorhandene Konfiguration Ihres drahtlosen Geräts aufnehmen: ifconfig_ath0="DHCP" Nun können Sie Ihr drahtloses Gerät starten: &prompt.root; /etc/rc.d/netif start Nachdem Sie das Gerät aktiviert haben, können Sie mit ifconfig den Status des Geräts ath0 abfragen: &prompt.root; ifconfig ath0 ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1 inet 192.168.1.100 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.1.255 ether 00:11:95:d5:43:62 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (OFDM/54Mbps) status: associated ssid dlinkap channel 6 bssid 00:13:46:49:41:76 authmode OPEN privacy OFF txpowmax 36 protmode CTS bintval 100 status: associated besagt, dass sich Ihr Gerät mit dem drahtlosen Netzwerk verbunden hat (konkret mit dem Netzwerk dlinkap). bssid 00:13:46:49:41:76 gibt die MAC-Adresse Ihres Access Points aus und die Zeile mit authmode informiert Sie darüber, dass Ihre Kommunikation nicht verschlüsselt wird (OPEN). Statische IP-Adressen Alternativ zu dynamischen IP-Adressen können Sie auch eine statische IP-Adresse verwenden. Dazu ersetzen Sie in Ihrer Konfiguration DHCP durch die zu verwendende IP-Adresse. Beachten Sie dabei, dass Sie die anderen Konfigurationsparameter nicht versehentlich verändern: ifconfig_ath0="inet 192.168.1.100 netmask 255.255.255.0 ssid Ihre_SSID" WPA Bei WPA (Wi-Fi Protected Access) handelt es sich um ein Sicherheitsprotokoll, das in 802.11-Netzwerken verwendet wird, um die Nachteile von WEP (fehlende Authentifizierung und schwache Verschlüsselung) zu vermeiden. WPA stellt das aktuelle 802.1X-Authentifizierungsprotokoll dar und verwendet eine von mehreren Chiffren, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Die einzige Chiffre, die von WPA verlangt wird, ist TKIP (Temporary Key Integrity Protocol), eine Chiffre, die die von WEP verwendete RC4-Chiffre um Funktionen zur Prüfung der Datenintegrität und zur Erkennung und Bekämpfung von Einbruchsversuchen erweitert. TKIP ist durch Softwaremodifikationen auch unter veralteter Hardware lauffähig. Im Vergleich zu WEP ist WPA zwar sehr viel sicherer, es ist aber dennoch nicht völlig immun gegen Angriffe. WPA definiert mit AES-CCMP noch eine weitere Chiffre als Alternative zu TKIP. AES-CCMP (das häufig als WPA2 oder RSN bezeichnet wird) sollte, wenn möglich, eingesetzt werden. WPA definiert Authentifizierungs- und Verschlüsselungsprotokolle. Die Authentifizierung erfolgt in der Regel über eine der folgenden Techniken: 802.1X gemeinsam mit einem Backend-Authentifizierungsdienst wie RADIUS, oder durch einen Minimal-Handshake zwischen der Station und dem Access Point mit einem vorher vereinbarten gemeinsamen Schlüssel. Die erste Technik wird als WPA Enterprise, die zweite hingegen als WPA Personal bezeichnet. Da sich der Aufwand für das Aufsetzen eines RADIUS-Backend-Servers für die meisten drahtlosen Netzwerke nicht lohnt, wird WPA in der Regel als WPA-PSK (WPA, Pre-Shared-Key) konfiguriert. Die Kontrolle der drahtlosen Verbindung sowie die vorangehende Authentifizierung (über Schlüssel oder durch die Kommunikation mit einem Server) erfolgt über das Programm &man.wpa.supplicant.8;, das über die Datei /etc/wpa_supplicant.conf eingerichtet wird. Ausführliche Informationen zur Konfiguration des Programms finden sich in der Manualpage &man.wpa.supplicant.conf.5;. WPA-PSK WPA-PSK oder WPA-Personal basiert auf einem gemeinsamen (vorher vereinbarten) Schlüssel (PSK), der aus einem Passwort generiert und danach als Master-Key des drahtlosen Netzwerks verwendet wird. Jeder Benutzer des drahtlosen Netzwerks verwendet daher den gleichen Schlüssel. WPA-PSK sollte nur in kleinen Netzwerken eingesetzt werden, in denen die Konfiguration eines Authentifizierungsservers nicht möglich oder erwünscht ist. Achten Sie darauf, dass Sie immer starke Passwörter verwenden, die ausreichend lang sind und, wenn möglich, auch Sonderzeichen enthalten, damit diese nicht leicht erraten und/oder geknackt werden können. Der erste Schritt zum Einsatz von WPA-PSK ist die Konfiguration der SSID und des gemeinsamen Schlüssels Ihres Netzwerks in der Datei /etc/wpa_supplicant.conf: network={ ssid="freebsdap" psk="freebsdmall" } Danach geben Sie in /etc/rc.conf an, dass WPA zur Verschlüsselung eingesetzt werden soll und dass die IP-Adresse über DHCP bezogen wird: ifconfig_ath0="WPA DHCP" Nun können Sie Ihr Netzgerät aktivieren: &prompt.root; /etc/rc.d/netif start Starting wpa_supplicant. DHCPDISCOVER on ath0 to 255.255.255.255 port 67 interval 5 DHCPDISCOVER on ath0 to 255.255.255.255 port 67 interval 6 DHCPOFFER from 192.168.0.1 DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPACK from 192.168.0.1 bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds. ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1 inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 ether 00:11:95:d5:43:62 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (OFDM/36Mbps) status: associated ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac authmode WPA privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100 Alternativ können Sie die Konfiguration von WPA-PSK auch manuell durchführen, wobei Sie wiederum die Konfigurationsdatei /etc/wpa_supplicant.conf verwenden: &prompt.root; wpa_supplicant -i ath0 -c /etc/wpa_supplicant.conf Trying to associate with 00:11:95:c3:0d:ac (SSID='freebsdap' freq=2412 MHz) Associated with 00:11:95:c3:0d:ac WPA: Key negotiation completed with 00:11:95:c3:0d:ac [PTK=TKIP GTK=TKIP] Im zweiten Schritt starten Sie nun dhclient, um eine IP-Adresse vom DHCP-Server zu beziehen: &prompt.root; dhclient ath0 DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPACK from 192.168.0.1 bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds. &prompt.root; ifconfig ath0 ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1 inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 ether 00:11:95:d5:43:62 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (OFDM/48Mbps) status: associated ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac authmode WPA privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100 Enthält Ihre /etc/rc.conf bereits die Zeile ifconfig_ath0="DHCP", müssen Sie dhclient nicht mehr manuell aufrufen, da dhclient in diesem Fall automatisch gestartet wird, nachdem wpa_supplicant die Schlüssel übergibt. Sollte der Einsatz von DHCP nicht möglich sein, können Sie auch eine statische IP-Adresse angeben, nachdem wpa_supplicant Ihre Station authentifiziert hat: &prompt.root; ifconfig ath0 inet 192.168.0.100 netmask 255.255.255.0 &prompt.root; ifconfig ath0 ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1 inet 192.168.0.100 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 ether 00:11:95:d5:43:62 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (OFDM/36Mbps) status: associated ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac authmode WPA privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100 Verwenden Sie DHCP nicht, müssen Sie zusätzlich noch das Standard-Gateway sowie den/die Nameserver manuell festlegen: &prompt.root; route add default your_default_router &prompt.root; echo "nameserver your_DNS_server" >> /etc/resolv.conf WPA und EAP-TLS Die zweite Möglichkeit, WPA einzusetzen, ist die Verwendung eines 802.1X-Backend-Authentifizierungsservers. Diese Variante wird als WPA-Enterprise bezeichnet, um sie vom weniger sicheren WPA-Personal abzugrenzen, das auf dem Austausch gemeinsamer (und vorher vereinbarter Schlüssel) basiert. Die bei WPA-Enterprise verwendete Authentifizierung basiert auf EAP (Extensible Authentication Protocol). EAP selbst bietet keine Verschlüsselung, sondern operiert in einem verschlüsselten Tunnel. Es gibt verschiedene, auf EAP basierende Authentifizierungsmethoden, darunter EAP-TLS, EAP-TTLS sowie EAP-PEAP. Bei EAP-TLS (EAP with Transport Layers Security) handelt es sich um sehr gut unterstütztes Authentifizierungsprotokoll, da es sich dabei um die erste EAP-Methode handelt, die von der Wi-Fi Alliance zertifiziert wurde. EAP-TLS erfordert drei Zertifikate: Das (auf allen Rechnern installierte) CA-Zertifikat, das Server-Zertifikat Ihres Authentifizierungsservers, sowie ein Client-Zertifikat für jeden drahtlosen Client. Sowohl der Authentifizierungsservers als auch die drahtlosen Clients authentifizieren sich gegenseitig durch ihre Zertifikate, wobei sie überprüfen, ob diese Zertifikate auch von der Zertifizierungs-Authorität (CA) des jeweiligen Unternehmens signiert wurden. Die Konfiguration erfolgt (analog zu WPA-PSK) über die Datei /etc/wpa_supplicant.conf: network={ ssid="freebsdap" proto=RSN key_mgmt=WPA-EAP eap=TLS identity="loader" ca_cert="/etc/certs/cacert.pem" client_cert="/etc/certs/clientcert.pem" private_key="/etc/certs/clientkey.pem" private_key_passwd="freebsdmallclient" } Der Name des Netzwerks (die SSID). Das RSN/WPA2-Protokoll (IEEE 802.11i) wird verwendet. Die key_mgmt-Zeile bezieht sich auf das verwendete Key-Management-Protokoll. In diesem Beispiel wird WPA gemeinsam mit der EAP-Authentifizierung verwendet (WPA-EAP). Die für die Verbindung verwendete EAP-Methode. Das identity-Feld enthält den von EAP verwendeten Identifizierungsstring. Das Feld ca_cert gibt den Pfad zum CA-Zertifikat an. Dieses Datei wird benötigt, um das Server-Zertifikat zu verifizieren. Die client_cert-Zeile gibt den Pfad zum Client-Zertifikat an. Jeder Client hat ein eigenes, innerhalb des Netzwerks eindeutiges Zertifikat. Das Feld private_key gibt den Pfad zum privaten Schlüssel des Client-Zertifikat an. Das Feld private_key_passwd enthält die Passphrase für den privaten Schlüssel. Danach fügen Sie die folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: ifconfig_ath0="WPA DHCP" Nun können Sie Ihr drahtloses Gerät über das rc.d-System aktivieren: &prompt.root; /etc/rc.d/netif start Starting wpa_supplicant. DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPACK from 192.168.0.20 bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds. ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1 inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 ether 00:11:95:d5:43:62 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/11Mbps) status: associated ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac authmode WPA2/802.11i privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100 Alternativ können Sie Ihr drahtloses Gerält wiederum manuell über wpa_supplicant und ifconfig aktivieren. WPA und EAP-TTLS Bei EAP-TLS müssen sowohl der Authentifizierungsserver als auch die Clients jeweils ein eigenes Zertifikat aufweisen. Setzen Sie hingegen EAP-TTLS (EAP-Tunneled Transport Layer Security) ein, ist das Client-Zertifikat optional. EAP-TTLS geht dabei ähnlich vor wie verschlüsselte Webseiten, bei denen der Webserver einen sicheren SSL-Tunnel erzeugen kann, ohne dass der Besucher dabei über ein client-seitiges Zertifikat verfügen muss. EAP-TTLS verwendet einen verschlüsselten TLS-Tunnel zum sicheren Transport der Authentifizierungsdaten. Die Konfiguration von EAP-TTLS erfolgt in der Datei /etc/wpa_supplicant.conf: network={ ssid="freebsdap" proto=RSN key_mgmt=WPA-EAP eap=TTLS identity="test" password="test" ca_cert="/etc/certs/cacert.pem" phase2="auth=MD5" } Die für die Verbindung verwendete EAP-Methode. Das identity-Feld enthält den Identifizierungsstring für die EAP-Authentifizierung innerhalb des verschlüsselten TlS-Tunnels. Das password-Feld enthält die Passphrase für die EAP-Authentifizierung. Das Feld ca_cert gibt den Pfad zum CA-Zertifikat an, das benötigt wird, um das Server-Zertifikat zu verifizieren. Die innerhalb des verschlüsselten TLS-Tunnels verwendete Authentifizierungsmethode. In unserem Beispiel handelt es sich dabei um EAP und MD5. Diese Phase der inneren Authentifizierung wird oft als phase2 bezeichnet. Folgende Zeile muss zusätzlich in die Datei /etc/rc.conf aufgenommen werden: ifconfig_ath0="WPA DHCP" Nun können Sie Ihr drahtloses Gerät aktivieren: &prompt.root; /etc/rc.d/netif start Starting wpa_supplicant. DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPACK from 192.168.0.20 bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds. ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1 inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 ether 00:11:95:d5:43:62 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/11Mbps) status: associated ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac authmode WPA2/802.11i privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100 WPA und EAP-PEAP PEAP (Protected EAP) wurde als Alternative zu EAP-TTLS entwickelt. Es gibt zwei verschiedene PEAP-Methoden, wobei es sich bei PEAPv0/EAP-MSCHAPv2 um die häufiger verwendete Methode handelt. In den folgenden Ausführungen wird der Begriff PEAP synonym für diese EAP-Methode verwendet. PEAP ist nach EAP-TLS der am häufigsten verwendete und am besten unterstützte EAP-Standard. PEAP arbeitet ähnlich wie EAP-TTLS: Es verwendet ein server-seitiges Zertifikat, um einen verschlüsselten TLS-Tunnel zu erzeugen, über den die sichere Authentifizierung zwischen den Clients und dem Authentifizierungsserver erfolgt. In Sachen Sicherheit unterscheiden sich EAP-TTLS und PEAP allerdings: PEAP überträgt den Benutzernamen im Klartext und verschlüsselt nur das Passwort, während EAP-TTLS sowohl den Benutzernamen als auch das Passwort über den TLS-Tunnel überträgt. Um EAP-PEAP einzurichten, müssen Sie die Konfigurationsdatei /etc/wpa_supplicant.conf anpassen: network={ ssid="freebsdap" proto=RSN key_mgmt=WPA-EAP eap=PEAP identity="test" password="test" ca_cert="/etc/certs/cacert.pem" phase1="peaplabel=0" phase2="auth=MSCHAPV2" } Die für die Verbindung verwendete EAP-Methode. Das identity-Feld enthält den Identifizierungsstring für die innerhalb des verschlüsselten TLS-Tunnels erfolgende EAP-Authentifizierung. Das Feld password enthält die Passphrase für die EAP-Authentifizierung. Das Feld ca_cert gibt den Pfad zum CA-Zertifikat an, das zur Verifizierung des Server-Zertifikats benötigt wird. Dieses Feld enthält die Parameter für die erste Phase der Authentifizierung (also den TLS-Tunnel). Je nach dem, welchen Authentifizierungsserver Sie verwenden, müssen Sie hier einen unterschiedlichen Wert angeben. In den meisten Fällen wird dieses Feld den Wert client EAP encryption aufweisen, der durch die Angabe von peaplabel=0 gesetzt wird. Weitere Informationen zur Konfiguration von PEAP finden Sie in der Manualpage &man.wpa.supplicant.conf.5;. Das innerhalb des verschlüsselten TLS-Tunnels verwendete Authentifizierungsprotokoll. In unserem Beispiel handelt es sich dabei um auth=MSCHAPV2. Danach fügen Sie die folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: ifconfig_ath0="WPA DHCP" Zuletzt müssen Sie die Netzkarte noch aktivieren: &prompt.root; /etc/rc.d/netif start Starting wpa_supplicant. DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67 DHCPACK from 192.168.0.20 bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds. ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1 inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 ether 00:11:95:d5:43:62 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/11Mbps) status: associated ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac authmode WPA2/802.11i privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100 WEP WEP (Wired Equivalent Privacy) ist Teil des ursprünglichen 802.11-Standards. Es enthält keinen Authentifzierungsmechanismus und verfügt lediglich über eine schwache Zugriffskontrolle, die sehr leicht geknackt werden kann. WEP kann über ifconfig aktiviert werden: &prompt.root; ifconfig ath0 inet 192.168.1.100 netmask 255.255.255.0 ssid my_net \ wepmode on weptxkey 3 wepkey 3:0x3456789012 Mit weptxkey geben Sie an, welcher WEP-Schlüssel für für die Datenübertragung verwendet wird (in unserem Beispiel ist dies der dritte Schlüssel). Der gleiche Schlüssel muss auch am Access Point eingestellt sein. Mit wepkey legen Sie den zu verwendenden WEP-Schlüssel in der Form Nummer:Schlüssel fest. Ist der Schlüssel "Nummer" nicht vorhanden, wird automatisch Schlüssel 1 verwendet. Die Angabe von "Nummer" ist zwingend nötig, wenn Sie einen anderen als den ersten Schlüssel verwenden wollen. In Ihrer Konfiguration müssen Sie 0x3456789012 durch den an Ihrem Access Point konfigurierten Schlüssel ersetzen. Weitere Informationen finden Sie in der Manualpage &man.ifconfig.8;. Das Programm wpa_supplicant eignet sich ebenfalls dazu, WEP für Ihr drahtloses Gerät zu aktivieren. Obige Konfiguration lässt sich dabei durch die Aufnahme der folgenden Zeilen in die Datei /etc/wpa_supplicant.conf realisieren: network={ ssid="my_net" key_mgmt=NONE wep_key3=3456789012 wep_tx_keyidx=3 } Danach müssen Sie das Programm noch aufrufen: &prompt.root; wpa_supplicant -i ath0 -c /etc/wpa_supplicant.conf Trying to associate with 00:13:46:49:41:76 (SSID='dlinkap' freq=2437 MHz) Associated with 00:13:46:49:41:76 Ad-hoc-Modus Der IBSS-Modus (auch als Ad-hoc-Modus bezeichnet), ist für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen vorgesehen. Um beispielsweise eine Ad-hoc-Verbindung zwischen den Rechnern A und B aufzubauen, benötigen Sie lediglich zwei IP-Adressen und eine SSID. Auf dem Rechner A geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; ifconfig ath0 inet 192.168.0.1 netmask 255.255.255.0 ssid freebsdap mediaopt adhoc &prompt.root; ifconfig ath0 ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 192.168.0.1 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 inet6 fe80::211:95ff:fec3:dac%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x4 ether 00:11:95:c3:0d:ac media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect <adhoc> (autoselect <adhoc>) status: associated ssid freebsdap channel 2 bssid 02:11:95:c3:0d:ac authmode OPEN privacy OFF txpowmax 36 protmode CTS bintval 100 Der adhoc-Parameter gibt an, dass die Schnittstelle im IBSS-Modus läuft. Rechner B sollte nun in der Lage sein, Rechner A zu finden: &prompt.root; ifconfig ath0 up scan SSID BSSID CHAN RATE S:N INT CAPS freebsdap 02:11:95:c3:0d:ac 2 54M 19:0 100 IS Der Wert I (Spalte CAPS) gibt an, dass sich Rechner A im Ad-hoc-Modus befindet. Nun müssen Sie nur noch Rechner B eine unterschiedliche IP-Adresse zuweisen: &prompt.root; ifconfig ath0 inet 192.168.0.2 netmask 255.255.255.0 ssid freebsdap mediaopt adhoc &prompt.root; ifconfig ath0 ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1 inet 192.168.0.2 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 ether 00:11:95:d5:43:62 media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect <adhoc> (autoselect <adhoc>) status: associated ssid freebsdap channel 2 bssid 02:11:95:c3:0d:ac authmode OPEN privacy OFF txpowmax 36 protmode CTS bintval 100 Damit sind die Rechner A und B bereit und können untereinander Daten austauschen. Problembehandlung Die folgenden Auflistung zeigt, wie Sie einige häufig auftretende Probleme bei der Einrichtung Ihres drahtlosen Netzwerks beheben können. Wird Ihr Access Point bei der Suche nicht gefunden, sollten Sie überprüfen, ob Sie bei Konfiguration Ihres drahtlosen Geräts die Anzahl der Kanäle beschränkt haben. Wenn Sie sich nicht mit Ihrem Access Point verbinden können, sollten Sie überprüfen, ob die Konfiguration Ihrer Station auch der des Access Points entspricht. Achten Sie dabei speziell auf die Authentifzierungsmethode und die Sicherheitsprotokolle. Halten Sie Ihre Konfiguration so einfach wie möglich. Verwenden Sie ein Sicherheitsprotokoll wie WPA oder WEP, sollten Sie testweise Ihren Access Point auf offene Authentifizierung und keine Sicherheit einstellen. Danach versuchen Sie sich erneut mit Ihren Access Point zu verbinden. Nachdem Sie sich mit dem Access Point verbinden können, prüfen Sie die Sicherheitseinstellungen, beginnend mit einfachen Werkzeugen wie &man.ping.8;. Das Programm wpa_supplicant kann Ihnen bei der Fehlersuche helfen. Dazu starten Sie es manuell mit der Option und durchsuchen anschließend die Protokollinformationen nach eventuellen Fehlermeldungen. Zusätzlich gibt es auch zahlreiche Low-Level-Debugging-Werkzeuge. Die Ausgabe von Debugging-Informationen des 802.11 Protocol Support Layers lassen sich mit dem Programm wlandebug (das sich unter /usr/src/tools/tools/net80211 befindet) aktivieren. Um beispielsweise während der Suche nach Access Points und des Aufbaus von 802.11-Verbindungen (Handshake) auftretende Systemmeldungen auf die Konsole auszugeben, verwenden Sie den folgenden Befehl: &prompt.root; wlandebug -i ath0 +scan+auth+debug+assoc net.wlan.0.debug: 0 => 0xc80000<assoc,auth,scan> Der 802.11-Layer liefert umfangreiche Statistiken, die Sie mit dem Werkzeug wlanstats abrufen können. Diese Statistiken sollten alle Fehler identifizieren, die im 802.11-Layer auftreten. Beachten Sie aber, dass einige Fehler bereits im darunterliegenden Gerätetreiber auftreten und daher in diesen Statistiken nicht enthalten sind. Wie Sie Probleme des Gerätetreibers identifizieren, entnehmen Sie bitte der Dokumentation Ihres Gerätetreibers. Können Sie Ihr Problem durch diese Maßnahmen nicht lösen, sollten Sie einen Problembericht (PR) erstellen und die Ausgabe der weiter oben genannten Werkzeuge in den Bericht aufnehmen. Pav Lucistnik Beigetragen von
pav@FreeBSD.org
Bluetooth Bluetooth Übersicht Bluetooth ermöglicht die Bildung von persönlichen Netzwerken über drahtlose Verbindungen bei einer maximalen Reichweite von 10 Metern und operiert im unlizensierten 2,4-GHz-Band. Solche Netzwerke werden normalerweise spontan gebildet, wenn sich mobile Geräte, wie Mobiltelefone, Handhelds oder Notebooks miteinander verbinden. Im Gegensatz zu Wireless LAN ermöglicht Bluetooth auch höherwertige Dienste, wie FTP-ähnliche Dateiserver, Filepushing, Sprachübertragung, Emulation von seriellen Verbindungen und andere mehr. Der Bluetooth-Stack von &os; verwendet das Netgraph-Framework (&man.netgraph.4;). Viele Bluetooth-USB-Adapter werden durch den &man.ng.ubt.4;-Treiber unterstützt. Auf dem Chip BCM2033 von Broadcom basierende Bluetooth-Geräte werden von den Treibern &man.ubtbcmfw.4; sowie &man.ng.ubt.4; unterstützt. Die Bluetooth-PC-Card 3CRWB60-A von 3Com verwendet den &man.ng.bt3c.4;-Treiber. Serielle sowie auf UART basierende Bluetooth-Geräte werden von &man.sio.4;, &man.ng.h4.4; sowie &man.hcseriald.8; unterstützt. Dieses Kapitel beschreibt die Verwendung von USB-Bluetooth-Adaptern. Die Bluetooth-Unterstützung aktivieren Bluetooth-Unterstützung ist in der Regel als Kernelmodul verfügbar. Damit ein Gerät funktioniert, muss der entsprechende Treiber im Kernel geladen werden: &prompt.root; kldload ng_ubt Ist das Bluetooth-Gerät beim Systemstart angeschlossen, kann das entsprechende Modul auch von /boot/loader.conf geladen werden: ng_ubt_load="YES" Schließen Sie Ihren USB-Adapter an, sollte eine Meldung ähnlich der folgenden auf der Konsole (oder in syslog) erscheinen: ubt0: vendor 0x0a12 product 0x0001, rev 1.10/5.25, addr 2 ubt0: Interface 0 endpoints: interrupt=0x81, bulk-in=0x82, bulk-out=0x2 ubt0: Interface 1 (alt.config 5) endpoints: isoc-in=0x83, isoc-out=0x3, wMaxPacketSize=49, nframes=6, buffer size=294 Verwenden Sie &os; 6.0 oder eine 5.X-Version vor 5.5, müssen Sie den Bluetooth-Stack manuell starten. Ab &os; 5.5 beziehungsweise 6.1 und neuer wird der Stack hingegen automatisch von &man.devd.8; gestartet. Kopieren Sie /usr/share/examples/netgraph/bluetooth/rc.bluetooth nach /etc/rc.bluetooth. Über dieses Skript wird der Bluetooth-Stack gestartet und beendet. Es ist empfehlenswert, den Bluetooth-Stack zu beenden, bevor Sie den Adapter entfernen. Selbst wenn Sie dies nicht tun, kommt es (normalerweise) zu keinem fatalen Fehler. Wenn Sie den Bluetooth-Stack starten, erhalten Sie eine Meldung ähnlich der folgenden: &prompt.root; /etc/rc.bluetooth start ubt0 BD_ADDR: 00:02:72:00:d4:1a Features: 0xff 0xff 0xf 00 00 00 00 00 <3-Slot> <5-Slot> <Encryption> <Slot offset> <Timing accuracy> <Switch> <Hold mode> <Sniff mode> <Park mode> <RSSI> <Channel quality> <SCO link> <HV2 packets> <HV3 packets> <u-law log> <A-law log> <CVSD> <Paging scheme> <Power control> <Transparent SCO data> Max. ACL packet size: 192 bytes Number of ACL packets: 8 Max. SCO packet size: 64 bytes Number of SCO packets: 8 HCI Das Host Controller Interface (HCI) Das Host Controller Interface (HCI) bietet eine Befehlsschnittstelle zum Basisbandcontroller und Linkmanager, sowie Zugriff auf den Hardwarestatus und die Kontrollregister. Dadurch wird ein einheitlicher Zugriff auf die Fähigkeiten des Bluetooth-Basisbands möglich. Die HCI-Layer des Rechners tauschen Daten und Befehle mit der HCI-Firmware der Bluetooth-Geräte aus. Über den Host Controller Transport Layer-Treiber (also den physikalischen Bus) können beide HCI-Layer miteinander kommunizieren. Eine einzelne Netgraph-Gerätedatei vom Typ hci wird für ein einzelnes Bluetooth-Gerät erzeugt. Die HCI-Gerätedatei ist normalerweise mit der Bluetooth-Gerätetreiberdatei (downstream) sowie der L2CAP-Gerätedatei (upstream) verbunden. Alle HCI-Operationen müssen über die HCI-Gerätedatei und nicht über die Treiberdatei erfolgen. Der Standardname für die HCI-Gerätedatei (die in &man.ng.hci.4; beschrieben wird) lautet devicehci. Eine der wichtigsten Aufgaben ist das Auffinden von sich in Reichweite befindenden Bluetooth-Geräten. Diese Funktion wird als inquiry bezeichnet. Inquiry sowie andere mit HCI in Verbindung stehende Funktionen werden von &man.hccontrol.8; zur Verfügung gestellt. Das folgende Beispiel zeigt, wie man herausfindet, welche Bluetooth-Geräte sich in Reichweite befinden. Eine solche Abfrage dauert nur wenige Sekunden. Beachten Sie, dass ein Gerät nur dann antwortet, wenn es sich im Modus discoverable befindet. &prompt.user; hccontrol -n ubt0hci inquiry Inquiry result, num_responses=1 Inquiry result #0 BD_ADDR: 00:80:37:29:19:a4 Page Scan Rep. Mode: 0x1 Page Scan Period Mode: 00 Page Scan Mode: 00 Class: 52:02:04 Clock offset: 0x78ef Inquiry complete. Status: No error [00] BD_ADDR stellt, ähnlich der MAC-Adresse einer Netzkarte, die eindeutige Adresse eines Bluetooth-Gerätes dar. Diese Adresse ist für die Kommunikation mit dem Gerät nötig. Es ist aber auch möglich, BD_ADDR einen Klartextnamen zuzuweisen. Die Datei /etc/bluetooth/hosts enthält Informationen über die bekannten Bluetooth-Rechner. Das folgende Beispiel zeigt, wie man den Klartextnamen eines entfernten Geräts in Erfahrung bringen kann: &prompt.user; hccontrol -n ubt0hci remote_name_request 00:80:37:29:19:a4 BD_ADDR: 00:80:37:29:19:a4 Name: Pav's T39 Wenn Sie ein entferntes Bluetooth-Gerät abfragen, wird dieses Ihren Rechner unter dem Namen your.host.name (ubt0) finden. Dieser Name kann aber jederzeit geändert werden. Bluetooth ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (an denen nur zwei Bluetooth-Geräte beteiligt sind), aber auch Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen, bei denen eine Verbindung von mehreren Bluetooth-Geräten gemeinsam genutzt wird. Das folgende Beispiel zeigt, wie man die aktiven Basisbandverbindungen des lokalen Gerätes anzeigen kann: &prompt.user; hccontrol -n ubt0hci read_connection_list Remote BD_ADDR Handle Type Mode Role Encrypt Pending Queue State 00:80:37:29:19:a4 41 ACL 0 MAST NONE 0 0 OPEN Ein connection handle ist für die Beendigung einer Basisbandverbindung nützlich. Im Normalfall werden inaktive Verbindungen aber automatisch vom Bluetooth-Stack getrennt. &prompt.root; hccontrol -n ubt0hci disconnect 41 Connection handle: 41 Reason: Connection terminated by local host [0x16] Rufen Sie hccontrol help auf, wenn Sie eine komplette Liste aller verfügbaren HCI-Befehle benötigen. Die meisten dieser Befehle müssen nicht als root ausgeführt werden. L2CAP Das Logical Link Control and Adaptation Protocol (L2CAP) Das Logical Link Control and Adaptation Protocol (L2CAP) bietet höherwertigen Protokollen verbindungsorientierte und verbindungslose Datendienste an. Dazu gehören auch Protokollmultiplexing, Segmentierung und Reassemblierung. L2CAP erlaubt höherwertigen Protokollen und Programmen den Versand und Empfang von L2CAP-Datenpaketen mit einer Länge von bis zu 64 Kilobytes. L2CAP arbeitet kanalbasiert. Ein Kanal ist eine logische Verbindung innerhalb einer Basisbandverbindung. Jeder Kanal ist dabei an ein einziges Protokoll gebunden. Mehrere Geräte können an das gleiche Protokoll gebunden sein, es ist aber nicht möglich, einen Kanal an mehrere Protokolle zu binden. Jedes über einen Kanal ankommende L2CAP-Paket wird an das entsprechende höherwertige Protokoll weitergeleitet. Mehrere Kanäle können sich die gleiche Basisbandverbindung teilen. Eine einzelne Netgraph-Gerätedatei vom Typ l2cap wird für ein einzelnes Bluetooth-Gerät erzeugt. Die L2CAP-Gerätedatei ist normalerweise mit der Bluetooth-HCI-Gerätedatei (downstream) sowie der Bluetooth-Socket-Gerätedatei (upstream) verbunden. Der Standardname für die L2CAP-Gerätedatei, die in &man.ng.l2cap.4; beschrieben wird, lautet devicel2cap. Ein nützlicher Befehl zum Anpingen von anderen Geräten ist &man.l2ping.8;. Einige Bluetooth-Geräte senden allerdings nicht alle erhaltenen Daten zurück. Die Ausgabe 0 bytes ist also kein Fehler: &prompt.root; l2ping -a 00:80:37:29:19:a4 0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=0 time=48.633 ms result=0 0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=1 time=37.551 ms result=0 0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=2 time=28.324 ms result=0 0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=3 time=46.150 ms result=0 Das Programm &man.l2control.8; liefert Informationen über L2CAP-Dateien. Das folgende Beispiel zeigt, wie man die Liste der logischen Verbindungen (Kanäle) sowie die Liste der Basisbandverbindungen abfragen kann: &prompt.user; l2control -a 00:02:72:00:d4:1a read_channel_list L2CAP channels: Remote BD_ADDR SCID/ DCID PSM IMTU/ OMTU State 00:07:e0:00:0b:ca 66/ 64 3 132/ 672 OPEN &prompt.user; l2control -a 00:02:72:00:d4:1a read_connection_list L2CAP connections: Remote BD_ADDR Handle Flags Pending State 00:07:e0:00:0b:ca 41 O 0 OPEN &man.btsockstat.1; ist ein weiteres Diagnoseprogramm. Es funktioniert analog zu &man.netstat.1;, arbeitet aber mit Bluetooth-Datenstrukturen. Das folgende Beispiel zeigt die gleiche Liste der logischen Verbindungen wie &man.l2control.8; im vorherigen Beispiel. &prompt.user; btsockstat Active L2CAP sockets PCB Recv-Q Send-Q Local address/PSM Foreign address CID State c2afe900 0 0 00:02:72:00:d4:1a/3 00:07:e0:00:0b:ca 66 OPEN Active RFCOMM sessions L2PCB PCB Flag MTU Out-Q DLCs State c2afe900 c2b53380 1 127 0 Yes OPEN Active RFCOMM sockets PCB Recv-Q Send-Q Local address Foreign address Chan DLCI State c2e8bc80 0 250 00:02:72:00:d4:1a 00:07:e0:00:0b:ca 3 6 OPEN Das RFCOMM-Protokoll RFCOMM Das RFCOMM-Protokoll emuliert serielle Verbindungen über das L2CAP-Protokoll. Es basiert auf dem ETSI-Standard TS 07.10. Bei RFCOMM handelt es sich um ein einfaches Transportprotokoll, das um Funktionen zur Emulation der 9poligen Schaltkreise von mit RS-232 (EIATIA-232-E) kompatiblen seriellen Ports ergänzt wurde. RFCOMM erlaubt bis zu 60 simultane Verbindungen (RFCOMM-Kanäe) zwischen zwei Bluetooth-Geräten. Eine RFCOMM-Kommunikation besteht aus zwei Anwendungen (den Kommunikationsendpunkten), die über das Kommunikationssegment miteinander verbunden sind. RFCOMM unterstützt Anwendungen, die auf serielle Ports angewiesen sind. Das Kommunikationssegment entspricht der (direkten) Bluetooth-Verbindung zwischen den beiden Geräten. RFCOMM kümmert sich um die direkte Verbindung von zwei Geräten, oder um die Verbindung zwischen einem Gerät und einem Modem (Netzwerkverbindung). RFCOMM unterstützt auch andere Konfigurationen. Ein Beispiel dafür sind Module, die drahtlose Bluetooth-Geräte mit einer verkabelten Schnittstelle verbinden können. Unter &os; wurde das RFCOMM-Protokoll im Bluetooth Socket-Layer implementiert. Pairing Erstmaliger Verbindungsaufbau zwischen zwei Bluetooth-Geräten (<foreignphrase>Pairing</foreignphrase>) In der Voreinstellung nutzt Bluetooth keine Authentifizierung, daher kann sich jedes Bluetoothgerät mit jedem anderen Gerät verbinden. Ein Bluetoothgerät (beispielsweise ein Mobiltelefon) kann jedoch für einen bestimmten Dienst (etwa eine Einwählverbindung) eine Authentifizierung anfordern. Bluetooth verwendet zu diesem Zweck PIN-Codes. Ein PIN-Code ist ein maximal 16 Zeichen langer ASCII-String. Damit eine Verbindung zustande kommt, muss auf beiden Geräten der gleiche PIN-Code verwendet werden. Nachdem der Code eingegeben wurde, erzeugen beide Geräte einen link key, der auf den Geräten gespeichert wird. Beim nächsten Verbindungsaufbau wird der zuvor erzeugte Link Key verwendet. Diesen Vorgang bezeichnet man als Pairing. Geht der Link Key auf einem Gerät verloren, muss das Pairing wiederholt werden. Der &man.hcsecd.8;-Daemon verarbeitet alle Bluetooth-Authentifzierungsanforderungen und wird über die Datei /etc/bluetooth/hcsecd.conf konfiguriert. Der folgende Ausschnitt dieser Datei zeigt die Konfiguration für ein Mobiltelefon, das den PIN-Code 1234 verwendet: device { bdaddr 00:80:37:29:19:a4; name "Pav's T39"; key nokey; pin "1234"; } Von der Länge abgesehen, unterliegen PIN-Codes keinen Einschränkungen. Einige Geräte, beispielsweise Bluetooth-Headsets, haben einen festen PIN-Code eingebaut. Die Option sorgt dafür, dass der &man.hcsecd.8;-Daemon im Vordergrund läuft. Dadurch kann der Ablauf einfach verfolgt werden. Stellen Sie das entfernte Gerät auf receive pairing und initiieren Sie die Bluetoothverbindung auf dem entfernten Gerät. Sie erhalten die Meldung, dass Pairing akzeptiert wurde und der PIN-Code benötigt wird. Geben Sie den gleichen PIN-Code ein, den Sie in hcsecd.conf festgelegt haben. Ihr Computer und das entfernte Gerät sind nun miteinander verbunden. Alternativ können Sie das Pairing auch auf dem entfernten Gerät initiieren. Unter &os; 5.5, 6.1 und neuer können Sie hcsecd durch das Einfügen der folgenden Zeile in /etc/rc.conf beim Systemstart automatisch aktivieren: hcsecd_enable="YES" Es folgt nun eine beispielhafte Ausgabe des hcsecd-Daemons: hcsecd[16484]: Got Link_Key_Request event from 'ubt0hci', remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4 hcsecd[16484]: Found matching entry, remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4, name 'Pav's T39', link key doesn't exist hcsecd[16484]: Sending Link_Key_Negative_Reply to 'ubt0hci' for remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4 hcsecd[16484]: Got PIN_Code_Request event from 'ubt0hci', remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4 hcsecd[16484]: Found matching entry, remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4, name 'Pav's T39', PIN code exists hcsecd[16484]: Sending PIN_Code_Reply to 'ubt0hci' for remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4 SDP Das Service Discovery Protocol (SDP) Das Service Discovery Protocol (SDP) erlaubt es Clientanwendungen, von Serveranwendungen angebotene Dienste sowie deren Eigenschaften abzufragen. Zu diesen Eigenschaften gehören die Art oder die Klasse der angebotenen Dienste sowie der Mechanismus oder das Protokoll, die zur Nutzung des Dienstes notwendig sind. SDP ermöglicht Verbindungen zwischen einem SDP-Server und einem SDP-Client. Der Server enthält eine Liste mit den Eigenschaften der vom Server angebotenen Dienste. Jeder Eintrag beschreibt jeweils einen einzigen Serverdienst. Ein Client kann diese Informationen durch eine SDP-Anforderung vom SDP-Server beziehen. Wenn der Client oder eine Anwendung des Clients einen Dienst nutzen will, muss eine seperate Verbindung mit dem Dienstanbieter aufgebaut werden. SDP bietet einen Mechanismus zum Auffinden von Diensten und deren Eigenschaften an, es bietet aber keine Mechanismen zur Verwendung dieser Dienste. Normalerweise sucht ein SDP-Client nur nach Diensten, die bestimmte geforderte Eigenschaften erfüllen. Es ist aber auch möglich, anhand der Dienstbeschreibungen eine allgemeine Suche nach den von einem Server angebotenen Diensten durchzuführen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Browsing. Der Bluetooth-SDP-Server &man.sdpd.8; und der Kommandozeilenclient &man.sdpcontrol.8; sind bereits in der Standardinstallation von &os; enthalten. Das folgende Beispiel zeigt, wie eine SDP-Abfrage durchgeführt wird: &prompt.user; sdpcontrol -a 00:01:03:fc:6e:ec browse Record Handle: 00000000 Service Class ID List: Service Discovery Server (0x1000) Protocol Descriptor List: L2CAP (0x0100) Protocol specific parameter #1: u/int/uuid16 1 Protocol specific parameter #2: u/int/uuid16 1 Record Handle: 0x00000001 Service Class ID List: Browse Group Descriptor (0x1001) Record Handle: 0x00000002 Service Class ID List: LAN Access Using PPP (0x1102) Protocol Descriptor List: L2CAP (0x0100) RFCOMM (0x0003) Protocol specific parameter #1: u/int8/bool 1 Bluetooth Profile Descriptor List: LAN Access Using PPP (0x1102) ver. 1.0 ... und so weiter. Beachten Sie, dass jeder Dienst eine Liste seiner Eigenschaften (etwa den RFCOMM-Kanal) zurückgibt. Je nach dem, welche Dienste Sie benötigen, sollten Sie sich einige dieser Eigenschaften notieren. Einige Bluetooth-Implementationen unterstützen kein Service Browsing und geben daher eine leere Liste zurück. Ist dies der Fall, ist es dennoch möglich, nach einem bestimmten Dienst zu suchen. Das folgende Beispiel demonstriert die Suche nach dem OBEX Object Push (OPUSH) Dienst: &prompt.user; sdpcontrol -a 00:01:03:fc:6e:ec search OPUSH Unter &os; ist es die Aufgabe des &man.sdpd.8;-Servers, Bluetooth-Clients verschiedene Dienste anzubieten. Unter &os; 5.5, 6.1 und neuer können Sie dazu die folgende Zeile in die Datei /etc/rc.conf einfügen: sdpd_enable="YES" Nun kann der sdpd-Daemon durch folgene Eingabe gestartet werden: &prompt.root; /etc/rc.d/sdpd start Unter &os; 6.0 und &os; 5.X-Versionen vor 5.5 ist sdpd nicht in die &os;-Startskripten integriert. Daher müssen Sie den Damon durch folgende Eingabe manuell starten: &prompt.root; sdpd Der lokale Server, der den entfernten Clients Bluetooth-Dienste anbieten soll, bindet diese Dienste an den lokalen SDP-Daemon. Ein Beispiel für eine solche Anwendung ist &man.rfcomm.pppd.8;. Einmal gestartet, wird der Bluetooth-LAN-Dienst an den lokalen SDP-Daemon gebunden. Die Liste der vorhandenen Dienste, die am lokalen SDP-Server registriert sind, lässt sich durch eine SDP-Abfrage über einen lokalen Kontrollkanal abfragen: &prompt.root; sdpcontrol -l browse Einwahlverbindungen (Dial-Up Networking (DUN)) oder Netzwerkverbindungen mit PPP (LAN)-Profilen einrichten Das Dial-Up Networking (DUN)-Profil wird vor allem für Modems und Mobiltelefone verwendet. Dieses Profil ermöglicht folgende Szenarien: Die Verwendung eines Mobiltelefons oder eines Modems durch einen Computer als drahtloses Modem, um sich über einen Einwahlprovider mit dem Internet zu verbinden oder andere Einwahldienste zu benutzen. Die Verwendung eines Mobiltelefons oder eines Modems durch einen Computers, um auf Datenabfragen zu reagieren. Der Zugriff auf ein Netzwerk über das PPP (LAN)-Profil kann in folgenden Situationen verwendet werden: Den LAN-Zugriff für ein einzelnes Bluetooth-Gerät Den LAN-Zugriff für mehrere Bluetooth-Geräte Eine PC-zu-PC-Verbindung (unter Verwendung einer PPP-Verbindung über eine emulierte serielle Verbindung) Beide Profile werden unter &os; durch &man.ppp.8; sowie &man.rfcomm.pppd.8; implementiert - einem Wrapper, der RFCOMM Bluetooth-Verbindungen unter PPP nutzbar macht. Bevor ein Profil verwendet werden kann, muss ein neuer PPP-Abschnitt in /etc/ppp/ppp.conf erzeugt werden. Beispielkonfigurationen zu diesem Thema finden Sie in &man.rfcomm.pppd.8;. Im folgenden Beispiel verwenden wir &man.rfcomm.pppd.8;, um eine RFCOMM-Verbindung zu einem entfernten Gerät mit der BD_ADDR 00:80:37:29:19:a4 auf dem RFCOMM-Kanal DUN aufzubauen. Die aktuelle RFCOMM-Kanalnummer erhalten Sie vom entfernten Gerät über SDP. Es ist auch möglich, manuell einen RFCOMM-Kanal festzulegen. In diesem Fall führt &man.rfcomm.pppd.8; keine SDP-Abfrage durch. Verwenden Sie &man.sdpcontrol.8;, um die RFCOMM-Kanäle des entfernten Geräts herauszufinden. &prompt.root; rfcomm_pppd -a 00:80:37:29:19:a4 -c -C dun -l rfcomm-dialup Der &man.sdpd.8;-Server muss laufen, damit ein Netzzugriff mit dem PPP (LAN)-Profil möglich ist. Außerdem muss für den LAN-Client ein neuer Eintrag in /etc/ppp/ppp.conf erzeugt werden. Beispielkonfigurationen zu diesem Thema finden Sie in &man.rfcomm.pppd.8;. Danach starten Sie den RFCOMM PPP-Server über eine gültige RFCOMM-Kanalnummer. Der RFCOMM PPP-Server bindet dadurch den Bluetooth-LAN-Dienst an den lokalen SDP-Daemon. Das folgende Beispiel zeigt Ihnen, wie man den RFCOMM PPP-Server startet. &prompt.root; rfcomm_pppd -s -C 7 -l rfcomm-server OBEX Das Profil OBEX-Push (OPUSH) OBEX ist ein häufig verwendetes Protokoll für den Dateitransfer zwischen Mobilgeräten. Sein Hauptzweck ist die Kommunikation über die Infrarotschnittstelle. Es dient daher zum Datentransfer zwischen Notebooks oder PDAs sowie zum Austausch von Visitenkarten oder Kalendereinträgen zwischen Mobiltelefonen und anderen Geräten mit PIM-Funktionen. Server und Client von OBEX werden durch das Softwarepaket obexapp bereitgestellt, das als Port comms/obexapp verfügbar ist. Mit dem OBEX-Client werden Objekte zum OBEX-Server geschickt oder angefordert. Ein Objekt kann etwa eine Visitenkarte oder ein Termin sein. Der OBEX-Client fordert über SDP die Nummer des RFCOMM-Kanals vom entfernten Gerät an. Dies kann auch durch die Verwendung des Servicenamens anstelle der RFCOMM-Kanalnummer erfolgen. Folgende Dienste werden unterstützt: IrMC, FTRN und OPUSH. Es ist möglich, den RFCOMM-Kanal als Nummer anzugeben. Es folgt nun ein Beispiel für eine OBEX-Sitzung, bei der ein Informationsobjekt vom Mobiltelefon angefordert und ein neues Objekt (hier eine Visitenkarte) an das Telefonbuch des Mobiltelefons geschickt wird: &prompt.user; obexapp -a 00:80:37:29:19:a4 -C IrMC obex> get telecom/devinfo.txt Success, response: OK, Success (0x20) obex> put new.vcf Success, response: OK, Success (0x20) obex> di Success, response: OK, Success (0x20) Um OBEX-Push-Dienste anbieten zu können, muss der sdpd-Server gestartet sein. Ein Wurzelverzeichnis, in dem alle ankommenden Objekt gespeichert werden, muss zusätzlich angelegt werden. In der Voreinstellung ist dies /var/spool/obex. Starten Sie den OBEX-Server mit einer gültigen Kanalnummer. Der OBEX-Server registriert nun den OBEX-Push-Dienst mit dem lokalen SDP-Daemon. Um den OBEX-Server zu starten, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; obexapp -s -C 10 Das Profil Serial-Port (SPP) Durch dieses Profil können Bluetooth-Geräte RS232- (oder damit kompatible) serielle Kabelverbindungen emulieren. Anwendungen sind dadurch in der Lage, über eine virtuelle serielle Verbindung Bluetooth als Ersatz für eine Kabelverbindung zu nutzen. Das Profil Serial-Port wird durch &man.rfcomm.sppd.1; verwirklicht. Pseudo-tty wird hier als virtuelle serielle Verbindung verwendet. Das folgende Beispiel zeigt, wie man sich mit einem entfernten Serial-Port-Dienst verbindet. Beachten Sie, dass Sie den RFCOMM-Kanal nicht angeben müssen, da &man.rfcomm.sppd.1; diesen über SDP vom entfernten Gerät abfragen kann. Wenn Sie dies nicht wollen, können Sie einen RFCOMM-Kanal auch manuell festlegen. &prompt.root; rfcomm_sppd -a 00:07:E0:00:0B:CA -t /dev/ttyp6 rfcomm_sppd[94692]: Starting on /dev/ttyp6... Sobald die Verbindung hergestellt ist, kann pseudo-tty als serieller Port verwenden werden. &prompt.root; cu -l ttyp6 Problembehandlung Ein entferntes Gerät kann keine Verbindung aufbauen Einige ältere Bluetooth-Geräte unterstützen keinen Rollentausch. Wenn &os; eine neue Verbindung akzeptiert, wird versucht, die Rolle zu tauschen, um zum Master zu werden. Geräte, die dies nicht unterstützen, können keine Verbindung aufbauen. Beachten Sie, dass der Rollentausch ausgeführt wird, sobald eine neue Verbindung aufgebaut wird, daher ist es nicht möglich, das entfernte Gerät zu fragen, ob es den Rollentausch unterstützt. Dieses Verhalten von &os; kann aber durch eine HCI-Option geändert werden: &prompt.root; hccontrol -n ubt0hci write_node_role_switch 0 Wo finde ich genaue Informationen darüber, was schiefgelaufen ist? Verwenden Sie hcidump, das Sie über den Port comms/hcidump installieren können. hcidump hat Ähnlichkeiten mit &man.tcpdump.1;. Es dient zur Anzeige der Bluetooth-Pakete in einem Terminal oder zur Speicherung der Pakete in einer Datei (Dump).
Steve Peterson Geschrieben von LAN-Kopplung mit einer Bridge Einführung Subnetz Bridge Manchmal ist es nützlich, ein physikalisches Netzwerk (wie ein Ethernetsegment) in zwei separate Netzwerke aufzuteilen, ohne gleich IP-Subnetze zu erzeugen, die über einen Router miteinander verbunden sind. Ein Gerät, das zwei Netze auf diese Weise verbindet, wird als Bridge bezeichnet. Jedes FreeBSD-System mit zwei Netzkarten kann als Bridge fungieren. Die Bridge arbeitet, indem sie die MAC Layeradressen (Ethernet Adressen) der Geräte in ihren Netzsegmenten lernt. Der Verkehr wird nur dann zwischen zwei Netzsegmenten weitergeleitet, wenn sich Sender und Empfänger in verschiedenen Netzsegmenten befinden. In vielerlei Hinsicht entspricht eine Bridge daher einem Ethernet-Switch mit sehr wenigen Ports. Situationen, in denen <emphasis>Bridging</emphasis> angebracht ist Eine Bridge wird vor allem in folgenden zwei Situationen verwendet: Hohes Datenaufkommen in einem Segment In der ersten Situation wird Ihr physisches Netz mit Datenverkehr überschwemmt. Aus irgendwelchen Gründen wollen Sie allerdings keine Subnetze verwenden, die über einen Router miteinander verbunden sind. Stellen Sie sich einen Zeitungsverlag vor, in dem sich die Redaktions- und Produktionsabteilungen in verschiedenen Subnetzen befinden. Die Redaktionsrechner verwenden den Server A für Dateioperationen, und die Produktionsrechner verwenden den Server B. Alle Benutzer sind über ein gemeinsames Ethernet-LAN miteinander verbunden. Durch das hohe Datenaufkommen sinkt die Geschwindigkeit des gesamten Netzwerks. Würde man die Redaktionsrechner und die Produktionsrechner in separate Netzsegmente auslagern, könnte man diese beiden Segmente über eine Bridge verbinden. Nur der für Rechner im jeweils anderen Segment bestimmte Verkehr wird dann über die Brigde in das andere Netzsegment geleitet. Dadurch verringert sich das Gesamtdatenaufkommen in beiden Segmenten. Filtering/Traffic Shaping Firewall Firewall NAT Die zweite häufig anzutreffende Situation tritt auf, wenn Firewallfunktionen benötigt werden, ohne dass Network Adress Translation (NAT) verwendet wird. Ein Beispiel dafür wäre ein kleines Unternehmen, das über DSL oder ISDN an seinen ISP angebunden ist. Es verfügt über 13 weltweit erreichbare IP-Adressen, sein Netzwerk besteht aus 10 Rechnern. In dieser Situation ist die Verwendung von Subnetzen sowie einer routerbasierten Firewall schwierig. Router DSL ISDN Eine brigdebasierte Firewall kann konfiguriert und in den ISDN/DSL-Downstreampfad ihres Routers eingebunden werden, ohne sich um IP-Adressen kümmern zu müssen. Die LAN-Kopplung konfigurieren Auswahl der Netzkarten Eine Bridge benötigt mindestens zwei Netzkarten. Leider sind unter FreeBSD nicht alle verfügbaren Netzkarten dafür geeignet. Lesen Sie &man.bridge.4; für Informationen zu unterstützten Karten. Installieren und testen Sie beide Netzkarten, bevor Sie fortfahren. Anpassen der Kernelkonfiguration Kerneloptionen BRIDGE Um die Kernelunterstützung für die LAN-Kopplung zu aktivieren, fügen Sie options BRIDGE in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein, und erzeugen einen neuen Kernel. Firewallunterstützung Firewall Wenn Sie die Bridge als Firewall verwenden wollen, müssen Sie zusätzlich die Option IPFIREWALL einfügen. Die Konfiguration einer Firewall wird in des Handbuchs beschrieben. Wenn Sie Nicht-IP-Pakete (wie ARP-Pakete) durch Ihre Bridge leiten wollen, haben Sie drei Möglichkeiten. Eine Mögleichkeit wäre es, die folgende Option in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufzunehmen und den Kernel neu zu bauen: option IPFIREWALL_DEFAULT_TO_ACCEPT Alternativ können Sie den Firewall-Typ in der Datei rc.conf auf "open" setzen: firewall_type="open" Beachten Sie aber, dass Ihre Firewall durch diese Optionen per Voreinstellung alle Pakete und Verbindungen akzeptiert! Der Einsatz dieser Optionen erfordert also umfangreiche Anpassungen Ihrer Firewallregeln. Die dritte Möglichkeit ist der Einsatz der folgenden &man.ipfw.8;-Regel: &prompt.root; ipfw add allow mac-type arp layer2 Diese Regel können Sie auch in Ihren bereits existierenden Regelsatz aufnehmen. Da diese Regel &man.arp.8;-Pakete durchlassen soll, muss Sie am Beginn Ihrer Firewallregeln platziert werden. Unterstützung für Traffic Shaping Wenn Sie die Bridge als Traffic-Shaper verwenden wollen, müssen Sie die Option DUMMYNET in Ihre Kernelkonfigurationsdatei einfügen. Lesen Sie &man.dummynet.4;, um weitere Informationen zu erhalten. Die LAN-Kopplung aktivieren Fügen Sie die Zeile net.link.ether.bridge.enable=1 in /etc/sysctl.conf ein, um die Bridge zur Laufzeit zu aktivieren, sowie die Zeile net.link.ether.bridge.config=if1,if2 um die LAN-Kopplung für die festgelegten Geräte zu ermöglichen (ersetzen Sie dazu if1 und if2 durch die Namen Ihrer Netzkarten). Wenn Sie die Datenpakete via &man.ipfw.8; filtern wollen, sollten Sie zusätzlich folgende Zeile einfügen: net.link.ether.bridge.ipfw=1 Vor &os; 5.2-RELEASE verwenden Sie die folgenden Zeilen: net.link.ether.bridge=1 net.link.ether.bridge_cfg=if1,if2 net.link.ether.bridge_ipfw=1 Sonstige Informationen Wenn Sie via &man.ssh.1; auf die Bridge zugreifen wollen, können Sie einer der Netzkarten eine IP-Adresse zuzuweisen. Es besteht Einigkeit darüber, dass es eine schlechte Idee ist, beiden Karten eine IP-Adresse zuzuweisen. Wenn Sie verschiedene Bridges in Ihrem Netzwerk haben, kann es dennoch nicht mehr als einen Weg zwischen zwei Arbeitsplätzen geben. Das heißt, Spanning tree link Management wird nicht unterstützt. Eine Bridge kann, besonders für Verkehr über Segmente, die Laufzeiten von Paketen erhöhen. Jean-François Dockès Aktualisiert von Alex Dupre Reorganisiert und erweitert von Start und Betrieb von FreeBSD über ein Netzwerk plattenloser Arbeitsplatz plattenloser Betrieb FreeBSD kann über ein Netzwerk starten und arbeiten, ohne eine lokale Festplatte zu verwenden, indem es Dateisysteme eines NFS-Servers in den eigenen Verzeichnisbaum einhängt. Dazu sind, von den Standardkonfigurationsdateien abgesehen, keine Systemänderungen nötig. Ein solches System kann leicht installiert werden, da alle notwendigen Elemente bereits vorhanden sind: Es gibt mindestens zwei Möglichkeiten, den Kernel über das Netzwerk zu laden: PXE: Das Preboot eXecution Environment System von &intel; ist eine Art intelligentes Boot-ROM, das in einigen Netzkarten oder Hauptplatinen verwendet wird. Weitere Informationen finden Sie in &man.pxeboot.8;. Der Port Etherboot (net/etherboot) erzeugt ROM-fähigen Code, um einen Kernel über das Netzwerk zu laden. Dieser Code kann entweder auf ein Boot-PROM einer Netzkarte gebrannt werden, was von vielen Netzkarten unterstützt wird. Oder er kann von einer lokalen Diskette, Festplatte oder von einem laufenden &ms-dos;-System geladen werden. Das Beispielskript /usr/share/examples/diskless/clone_root erleichtert die Erzeugung und die Wartung des root-Dateisystems auf dem Server. Das Skript muss wahrscheinlich angepasst werden, dennoch werden Sie schnell zu einem Ergebnis kommen. Die Startdateien, die einen plattenlosen Systemstart erkennen und unterstützen, sind nach der Installation in /etc vorhanden. Dateiauslagerungen können sowohl via NFS als auch auf die lokale Platte erfolgen. Es gibt verschiedene Wege, einen plattenlosen Rechner einzurichten. Viele Elemente sind daran beteiligt, die fast immer an den persönlichen Geschmack angepasst werden können. Im folgenden Abschnitt wird die Installation eines kompletten Systems beschrieben, wobei der Schwerpunkt auf Einfachheit und Kompatibilität zu den Standardstartskripten von FreeBSD liegt. Das beschriebene System hat folgende Eigenschaften: Die plattenlosen Rechner haben ein gemeinsames /- sowie ein gemeinsames /usr-Dateisystem, die jeweils schreibgeschützt sind. Das root-Dateisystem ist eine Kopie eines Standardwurzelverzeichnisses von FreeBSD (üblicherweise das des Servers), bei dem einige Konfigurationsdateien durch für den plattenlosen Betrieb geeignete Versionen ersetzt wurden. Für die Bereiche des root-Dateisystems, die beschreibbar sein müssen, werden mit &man.md.4; virtuelle Dateisysteme erzeugt. Dies bedeutet aber auch, dass alle Veränderungen verloren gehen, wenn das System neu gestartet wird. Der Kernel wird, in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation, entweder von Etherboot oder von PXE transferiert und geladen. Das hier beschriebene System ist nicht sicher. Es sollte nur in einem gesicherten Bereich eines Netzwerks verwendet werden und für andere Rechner nicht erreichbar sein. Alle Informationen in diesem Abschnitt wurden unter &os; 5.2.1-RELEASE getestet. Hintergrundinformationen Die Einrichtung von plattenlosen Rechnern ist einfach, aber auch fehleranfällig. Der Grund dafür sind auftretende Fehler, die sich oft nur schwer zuordnen lassen. Unter anderem sind dafür folgende Umstände verantwortlich: Kompilierte Optionen haben zur Laufzeit unterschiedliche Auswirkungen. Fehlermeldungen sind oft kryptisch oder fehlen vollständig. Daher ist es nützlich, über die im Hintergrund ablaufenden Mechanismen Bescheid zu wissen. Dadurch wird es einfacher, eventuell auftretende Fehler zu beheben. Verschiedene Operationen müssen ausgeführt werden, um ein System erfolgreich zu starten: Der Rechner benötigt einige Startparameter, wie seine IP-Adresse, die Namen ausführbarer Dateien, den Servernamen sowie den root-Pfad. Für die Übermittlung dieser Informationen wird entweder das DHCP- oder das BOOTP-Protokoll verwendet. Bei DHCP handelt es sich um eine abwärtskompatible Erweiterung von BOOTP, die die gleichen Portnummern und das gleiche Paketformat verwendet. Es ist möglich, das System so zu konfigurieren, dass es nur BOOTP verwendet. Das Serverprogramm &man.bootpd.8; ist bereits im &os;-Basissystem enthalten. DHCP hat im Vergleich zu BOOTP allerdings mehrere Vorteile (bessere Konfigurationsdateien, die Möglichkeit zur Verwendung von PXE, sowie viele andere, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem plattenlosen Betrieb stehen). Dieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration mittels DHCP. Wenn möglich, werden aber entsprechende Beispiele für &man.bootpd.8; angeführt. Die Beispielkonfiguration nutzt das Softwarepaket ISC DHCP. Der Rechner muss ein oder mehrere Programme in den lokalen Speicher laden. Dazu wird entweder TFTP oder NFS verwendet. Die Auswahl zwischen TFTP und NFS erfolgt über das Setzen von verschiedenen Kompilieroptionen. Ein häufig gemachter Fehler ist es, Dateinamen für das falsche Protokoll anzugeben: TFTP transferiert normalerweise alle Dateien aus einem einzigen Verzeichnis des Servers, und erwartet einen Pfad relativ zu diesem Verzeichnis. NFS verlangt hingegen absolute Dateipfade. Die möglichen Bootstrap-Programme und der Kernel müssen initialisiert und ausgeführt werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: PXE lädt &man.pxeboot.8;. Dabei handelt es sich um eine modifizierte Version des &os;-Laders der Boot-Phase drei. Der &man.loader.8; beschafft alle für den Systemstart notwendigen Parameter, und hinterlegt diese in der Kernelumgebung, bevor er die Kontrolle übergibt. Es ist hier möglich, den GENERIC-Kernel zu verwenden. Etherboot lädt den Kernel hingegen direkt. Dafür müssen Sie allerdings einen Kernel mit spezifischen Optionen erzeugen. PXE und Etherboot sind zwar im Großen und Ganzen gleichwertig, da der Kernel aber viele Aufgaben an &man.loader.8; übergibt, sollte bevorzugt PXE eingesetzt werden. Wenn Ihr BIOS und Ihre Netzkarten PXE unterstützen, sollten Sie es auch verwenden. Zuletzt muss der Rechner auf seine Dateisysteme zugreifen können. Dafür wird stets NFS verwendet. Weitere Informationen finden Sie in &man.diskless.8;. Installationsanweisungen Konfiguration unter Verwendung von <application>ISC DHCP</application> DHCP plattenloser Betrieb Der ISC DHCP-Server kann Anfragen sowohl von BOOTP als auch von DHCP beantworten. isc-dhcp 3.0 ist nicht Teil des Basissystems. Sie müssen es daher zuerst installieren. Verwenden Sie dazu den Port net/isc-dhcp3-server oder das entsprechende Paket. Nachdem ISC DHCP installiert ist, muss das Programm konfiguriert werden (normalerweise in /usr/local/etc/dhcpd.conf). Im folgenden Beispiel verwendet Rechner margaux Etherboot, während Rechner corbieres PXE verwendet: default-lease-time 600; max-lease-time 7200; authoritative; option domain-name "example.com"; option domain-name-servers 192.168.4.1; option routers 192.168.4.1; subnet 192.168.4.0 netmask 255.255.255.0 { use-host-decl-names on; option subnet-mask 255.255.255.0; option broadcast-address 192.168.4.255; host margaux { hardware ethernet 01:23:45:67:89:ab; fixed-address margaux.example.com; next-server 192.168.4.4; filename "/tftpboot/kernel.diskless"; option root-path "192.168.4.4:/data/misc/diskless"; } host corbieres { hardware ethernet 00:02:b3:27:62:df; fixed-address corbieres.example.com; next-server 192.168.4.4; filename "pxeboot"; option root-path "192.168.4.4:/data/misc/diskless"; } } Diese Option weist dhcpd an, den Wert der host-Deklaration als Rechnernamen des plattenlosen Rechners zu senden. Alternativ kann man der host-Deklaration Folgendes hinzufügen: option host-name margaux Die Anweisung next-server bestimmt den TFTP- oder NFS-Server, von dem der Loader oder der Kernel geladen werden (in der Voreinstellung ist das der DHCP-Server selbst). Die Anweisung filename bestimmt die Datei, die Etherboot als nächstes lädt. Das genaue Format hängt von der gewählten Transfermethode ab. Etherboot kann sowohl mit NFS als auch mit TFTP kompiliert werden. In der Voreinstellung wird der &os;-Port mit NFS-Unterstützung kompiliert. PXE verwendet TFTP, daher wird im Beispiel ein relativer Dateipfad verwendet. Dies kann aber, je nach Konfiguration des TFTP-Servers, auch anders sein. Beachten Sie, dass PXE pxeboot lädt, und nicht den Kernel. Es ist auch möglich, das Verzeichnis /boot einer &os;-CD-ROM von pxeboot laden zu lassen. &man.pxeboot.8; kann einen GENERIC-Kernel laden, dadurch ist es möglich, PXE von einer entfernten CD-ROM zu starten. Die Option root-path bestimmt den Pfad des root-Dateisystems in normaler NFS-Schreibweise. Wird PXE verwendet, ist es möglich, die IP-Adresse des Rechners wegzulassen, solange nicht die Kerneloption BOOTP aktiviert wird. Der NFS-Server entspricht in diesem Fall dem TFTP-Server. Konfiguration bei Verwendung von BOOTP BOOTP plattenloser Betrieb Es folgt nun eine der Konfiguration von DHCP entsprechende Konfiguration (für einen Client) für bootpd. Zu finden ist die Konfigurationsdatei unter /etc/bootptab. Beachten Sie bitte, dass Etherboot mit der Option NO_DHCP_SUPPORT kompiliert werden muss, damit BOOTP verwendet werden kann. PXE hingegen benötigt DHCP. Der einzige offensichtliche Vorteil von bootpd ist, dass es bereits im Basissystem vorhanden ist. .def100:\ :hn:ht=1:sa=192.168.4.4:vm=rfc1048:\ :sm=255.255.255.0:\ :ds=192.168.4.1:\ :gw=192.168.4.1:\ :hd="/tftpboot":\ :bf="/kernel.diskless":\ :rp="192.168.4.4:/data/misc/diskless": margaux:ha=0123456789ab:tc=.def100 Ein Startprogramm unter Verwendung von <application>Etherboot</application> erstellen Etherboot Die Internetseite von Etherboot enthält ausführliche Informationen, die zwar vor allem für Linux gedacht sind, aber dennoch nützliche Informationen enthalten. Im Folgenden wird daher nur grob beschrieben, wie Sie Etherboot auf einem FreeBSD-System einsetzen können. Als Erstes müssen Sie net/etherboot als Paket oder als Port installieren. Sie können Etherboot so konfigurieren, dass TFTP anstelle von NFS verwendet wird, indem Sie die Datei Config im Quellverzeichnis von Etherboot bearbeiten. Für unsere Installation verwenden wir eine Startdiskette. Für Informationen zu anderen Methoden (PROM oder &ms-dos;-Programme) lesen Sie bitte die Dokumentation zu Etherboot. Um eine Startdiskette zu erzeugen, legen Sie eine Diskette in das Laufwerk des Rechners ein, auf dem Sie Etherboot installiert haben. Danach wechseln Sie in das Verzeichnis src des Etherboot-Verzeichnisbaums und geben Folgendes ein: &prompt.root; gmake bin32/devicetype.fd0 devicetype hängt vom Typ der Ethernetkarte ab, über die der plattenlose Rechner verfügt. Lesen Sie dazu NIC im gleichen Verzeichnis, um den richtigen Wert für devicetype zu bestimmen. Das System mit <acronym>PXE</acronym> starten In der Voreinstellung lädt der &man.pxeboot.8;-Loader den Kernel über NFS. Soll stattdessen TFTP verwendet werden, muss beim Kompilieren die Option LOADER_TFTP_SUPPORT in der Datei /etc/make.conf eingetragen sein. Sehen Sie sich die Datei /usr/share/examples/etc/make.conf für weitere Anweisungen an. Es gibt zwei Optionen für make.conf, die nützlich sein können, wenn Sie eine plattenlose serielle Konsole einrichten wollen: BOOT_PXELDR_PROBE_KEYBOARD, und BOOT_PXELDR_ALWAYS_SERIAL. Um PXE beim Systemstart zu verwenden, müssen Sie im BIOS des Rechner die Option Über das Netzwerk starten aktivieren. Alternativ können Sie während der PC-Initialisierung auch eine Funktionstaste drücken. Serverkonfiguration - <acronym>TFTP</acronym> und <acronym>NFS</acronym> TFTP plattenloser Betrieb NFS plattenloser Betrieb Wenn Sie PXE oder Etherboot so konfiguriert haben, dass diese TFTP verwenden, müssen Sie auf dem Dateiserver tftpd aktivieren: Erzeugen Sie ein Verzeichnis, in dem tftpd seine Dateien ablegt, beispielsweise /tftpboot. Fügen Sie folgende Zeile in /etc/inetd.conf ein: tftp dgram udp wait root /usr/libexec/tftpd tftpd -s /tftpboot Anscheinend benötigen zumindest einige PXE-Versionen die TCP-Version von TFTP. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, fügen Sie eine zweite Zeile ein, in der Sie dgram udp durch stream tcp ersetzen. Weisen Sie inetd an, seine Konfiguration erneut einzulesen (Damit der folgende Befehl funktioniert, muss die Option in der Datei /etc/rc.conf vorhanden sein.): &prompt.root; /etc/rc.d/inetd restart Sie können das Verzeichnis /tftpboot an einem beliebigen Ort auf dem Server ablegen. Stellen Sie aber sicher, dass Sie diesen Ort sowohl in inetd.conf als auch in dhcpd.conf eingetragen haben. Außerdem müssen Sie NFS aktivieren und die entsprechenden Verzeichnisse exportieren. Fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: nfs_server_enable="YES" Exportieren Sie das Verzeichnis, in dem sich das Wurzelverzeichnis für den plattenlosen Betrieb befindet, indem Sie folgende Zeile in /etc/exports einfügen (passen Sie dabei den mountpoint an und ersetzen Sie margaux corbieres durch den Namen Ihres plattenlosen Rechners): /data/misc -alldirs -ro margaux Weisen sie nun mountd an, seine Konfigurationsdatei erneut einzulesen. Wenn Sie NFS erst in der Datei /etc/rc.conf aktivieren mussten, sollten Sie stattdessen den Rechner neu starten. Dadurch wird die Konfigurationsdatei ebenfalls neu eingelesen. &prompt.root; /etc/rc.d/mountd restart Einen plattenlosen Kernel erzeugen plattenloser Betrieb Kernelkonfiguration Wenn Sie Etherboot verwenden, müssen Sie in die Kernelkonfigurationsdatei Ihres plattenlosen Clients zusätzlich folgende Optionen einfügen: options BOOTP # Use BOOTP to obtain IP address/hostname options BOOTP_NFSROOT # NFS mount root file system using BOOTP info Außerdem können Sie die Optionen BOOTP_NFSV3, BOOT_COMPAT sowie BOOTP_WIRED_TO verwenden (sehen Sie sich dazu auch die Datei NOTES an). Die Namen dieser Optionen sind historisch bedingt. Sie ermöglichen eine unterschiedliche Verwendung von DHCP und BOOTP innerhalb des Kernels. Es ist auch möglich, eine strikte Verwendung von BOOTP oder DHCP zu erzwingen. Erzeugen Sie den neuen Kernel (lesen Sie dazu auch ) und kopieren Sie ihn an den in dhcpd.conf festgelegten Ort. Wenn Sie PXE verwenden, ist die Erzeugung eines Kernels zwar nicht unbedingt nötig, sie wird allerdings dennoch empfohlen. Die Aktivierung dieser Optionen bewirkt, dass die Anzahl der möglichen DHCP-Anforderungen während des Kernelstarts erhöht wird. Ein kleiner Nachteil sind eventuell auftretende Inkonsistenzen zwischen den neuen Werten und den von &man.pxeboot.8; erhaltenen Werten. Der große Vorteil dieser Variante ist es, dass dabei der Rechnername gesetzt wird, den Sie ansonsten durch eine andere Methode, beispielsweise in einer clientspezifischen rc.conf-Datei festlegen müssten. Damit der Kernel von Etherboot geladen werden kann, müssen device hints im Kernel einkompiliert sein. Dazu setzen Sie normalerweise folgende Option in die Kernelkonfigurationsdatei (sehen Sie sich dazu auch die kommentierte Datei NOTES an): hints "GENERIC.hints" Das root-Dateisystem erzeugen Root-Dateisystem plattenloser Betrieb Sie müssen für den plattenlosen Rechner ein root-Dateisystem erzeugen, und zwar an dem in dhcpd.conf als root-path festgelegten Ort. <command>make world</command> zum Füllen des Dateisystems einsetzen Diese schnelle Methode installiert ein komplettes jungfräuliches System (und nicht nur ein root-Dateisystem) nach DESTDIR. Dazu müssen Sie lediglich das folgende Skript ausführen: #!/bin/sh export DESTDIR=/data/misc/diskless mkdir -p ${DESTDIR} cd /usr/src; make buildworld && make buildkernel cd /usr/src/etc; make distribution Danach müssen Sie noch die dadurch in DESTDIR erzeugten Dateien /etc/rc.conf sowie /etc/fstab Ihren Wünschen anpassen. Den Auslagerungsbereich konfigurieren Falls nötig, kann eine auf dem NFS-Server liegende Datei als Auslagerungsdatei eingerichtet werden. Eine <acronym>NFS</acronym>-Auslagerungsdatei einrichten Der Kernel unterstützt beim Systemstart keine NFS-Auslagerungsdatei. Diese muss daher in den Startskripten aktiviert werden, indem ein beschreibbares Dateisystem eingehängt wird, um dort die Auslagerungsdatei zu erzeugen und zu aktivieren. Um eine Auslagerungsdatei zu erzeugen, gehen Sie wie folgt vor: &prompt.root; dd if=/dev/zero of=/path/to/swapfile bs=1k count=1 oseek=100000 Um die Auslagerungsdatei zu aktivieren, fügen Sie folgende Zeile in rc.conf ein: swapfile=/path/to/swapfile Verschiedenes Schreibgeschütztes Dateisystem <filename>/usr</filename> plattenloser Betrieb /usr schreibgeschützt Wenn am plattenlosen Rechner X läuft, müssen Sie die Konfigurationsdatei von XDM anpassen, da Fehlermeldungen in der Voreinstellung auf /usr geschrieben werden. Der Server läuft nicht unter FreeBSD Wenn das root-Dateisystem nicht auf einem FreeBSD-Rechner liegt, muss das Dateisystem zuerst unter FreeBSD erzeugt werden. Anschließend wird es beispielsweise mit tar oder cpio an den gewünschten Ort kopiert. Dabei kann es Probleme mit den Gerätedateien in /dev geben, die durch eine unterschiedliche Darstellung der Major- und Minor-Number von Geräten auf beiden Systemen hervorgerufen werden. Eine Problemlösung besteht darin, das root-Verzeichnis auf einem FreeBSD-Rechner einzuhängen und die Gerätedateien dort mit &man.devfs.5; zu erzeugen. ISDN – diensteintegrierendes digitales Netzwerk ISDN Eine gute Quelle für Informationen zu ISDN ist die ISDN-Seite von Dan Kegel. Welche Informationen finden Sie in diesem Abschnitt? Wenn Sie in Europa leben, könnte der Abschnitt über ISDN-Karten für Sie interessant sein. Wenn Sie ISDN hauptsächlich dazu verwenden wollen, um sich über einen Anbieter ins Internet einzuwählen, sollten Sie den Abschnitt über Terminaladapter lesen. Dies ist die flexibelste Methode, die auch die wenigsten Probleme verursacht. Wenn Sie zwei Netzwerke miteinander verbinden, oder sich über eine ISDN-Standleitung mit dem Internet verbinden wollen, finden Sie entsprechende Informationen im Abschnitt über Router und Bridges. Bei der Wahl der gewünschten Lösung sind die entstehenden Kosten ein entscheidender Faktor. Die folgenden Beschreibungen reichen von der billigsten bis zur teuersten Variante. Hellmuth Michaelis Beigetragen von ISDN-Karten ISDN Karten Das ISDN-Subsystem von FreeBSD unterstützt den DSS1/Q.931- (oder Euro-ISDN)-Standard nur für passive Karten. Zusätzlich werden aber auch einige aktive Karten unterstützt, bei denen die Firmware auch andere Signalprotokolle unterstützt; dies schließt auch die erste ISDN-Karte mit Primärmultiplex-Unterstützung mit ein. isdn4bsd ermöglicht es Ihnen, sich unter Nutzung von IP over raw HDLC oder synchronem PPP mit anderen ISDN-Routern zu verbinden. Dazu verwenden Sie entweder Kernel-&man.ppp.8; (via isppp, einem modifizierten sppp-Treiber), oder Sie benutzen User-&man.ppp.8;. Wenn Sie User-&man.ppp.8; verwenden, können Sie zwei oder mehrere ISDN-B-Kanäle bündeln. Im Paket enthalten ist auch ein Programm mit Anrufbeantworterfunktion sowie verschiedene Werkzeuge, wie ein Softwaremodem, das 300 Baud unterstützt. FreeBSD unterstützt eine ständig wachsende Anzahl von PC-ISDN-Karten, die weltweit erfolgreich eingesetzt werden. Von FreeBSD unterstützte passive ISDN-Karten enthalten fast immer den ISAC/HSCX/IPAC ISDN-Chipsatz von Infineon (ehemals Siemens). Unterstützt werden aber auch Karten mit Cologne Chip (diese allerdings nur für den ISA-Bus), PCI-Karten mit Winbond W6692 Chipsatz, einige Karten mit dem Tiger 300/320/ISAC Chipsatz sowie einige Karten mit einem herstellerspezifischen Chipsatz, wie beispielsweise die Fritz!Card PCI V.1.0 und die Fritz!Card PnP von AVM. An aktiven ISDN-Karten werden derzeit die AVM B1 BRI-Karten (ISA und PCI-Version) sowie die AVM T1 PRI-Karten (PCI-Version) unterstützt. Informationen zu isdn4bsd finden Sie im Verzeichnis /usr/share/examples/isdn/ Ihres FreeBSD-Systems, oder auf der Internetseite von isdn4bsd. Dort finden Sie auch Verweise zu Tipps, Korrekturen, sowie weiteren Informationen, wie dem isdn4bsd-Handbuch. Falls Sie an der Unterstützung eines zusätzlichen ISDN-Protokolls, einer weiteren ISDN-Karte oder an einer anderen Erweiterung von isdn4bsd interessiert sind, wenden Sie sich bitte an &a.hm;. Für Fragen zur Installation, Konfiguration und zu sonstigen Problemen von isdn4bsd gibt es die Mailingliste &a.isdn.name;. ISDN-Terminaladapter Terminaladapter Terminaladapter (TA) sind für ISDN, was Modems für analoge Telefonleitungen sind. Modem Die meisten Terminaladapter verwenden den Standardbefehlssatz für Modems von Hayes (AT-Kommandos) und können daher als Modemersatz verwendet werden. Ein Terminaladapter funktioniert prinzipiell wie ein Modem, allerdings erfolgt der Verbindungsaufbau um einiges schneller. Die Konfiguration von PPP entspricht dabei exakt der eines Modems. Stellen Sie dabei allerdings die serielle Geschwindigkeit so hoch wie möglich ein. PPP Der Hauptvorteil bei der Verwendung eines Terminaladapters zur Verbindung mit einem Internetanbieter ist die Möglichkeit zur Nutzung von dynamischem PPP. Da IP-Adressen immer knapper werden, vergeben die meisten Provider keine statischen IP-Adressen mehr. Die meisten Router unterstützen allerdings keine dynamische Zuweisung von IP-Adressen. Der PPP-Daemon bestimmt die Stabilität und Eigenschaften der Verbindung, wenn Sie einen Terminaladapter verwenden. Daher können Sie unter FreeBSD einfach von einer Modemverbindung auf eine ISDN-Verbindung wechseln, wenn Sie PPP bereits konfiguriert haben. Allerdings bedeutet dies auch, das bereits bestehende Probleme mit PPP auch unter ISDN auftreten werden. Wenn Sie an maximaler Stabilität interessiert sind, verwenden Sie Kernel-PPP, und nicht das User-PPP. Folgende Terminaladapter werden von FreeBSD unterstützt: Motorola BitSurfer und Bitsurfer Pro Adtran Die meisten anderen Terminaladapter werden wahrscheinlich ebenfalls funktionieren, da die Hersteller von Terminaladaptern darauf achten, dass ihre Produkte den Standardbefehlssatz möglichst gut unterstützen. Das wirkliche Problem mit einem externen Terminaladapter ist, dass, ähnlich wie bei Modems, eine gute serielle Karte eine Grundvoraussetzung ist. Sie sollten sich die Anleitung für die Nutzung serieller Geräte unter FreeBSD ansehen, wenn Sie detaillierte Informationen über serielle Geräte und die Unterschiede zwischen asynchronen und synchronen seriellen Ports benötigen. Ein Terminaladapter, der an einem (asynchronen) seriellen Standardport angeschlossen ist, beschränkt Sie auf 115,2 Kbs. Dies selbst dann, wenn Sie eine Verbindung mit 128 Kbs haben. Um die volle Leistungsfähigkeit von ISDN (128 Kbs) nutzen zu können, müssen Sie den Terminaladapter daher an eine synchrone serielle Karte anschließen. Kaufen Sie keinen internen Terminaladapter in der Hoffnung, damit das synchron/asynchron-Problem vermeiden zu können. Interne Terminaladapter haben einen (asynchronen) seriellen Standardportchip eingebaut. Der einzige Vorteil interner Terminaladapter ist es, dass Sie ein serielles sowie ein Stromkabel weniger benötigen. Eine synchrone Karte mit einem Terminaladapter ist mindestens so schnell wie ein autonomer ISDN-Router, und, in Kombination mit einem einfachen 386-FreeBSD-System, wahrscheinlich flexibler. Die Entscheidung zwischen synchroner Karte/Terminaladapter und einem autonomen ISDN-Router ist beinahe eine religiöse Angelegenheit. Zu diesem Thema gibt es viele Diskussionen in den Mailinglisten. Suchen Sie in den Archiven danach, wenn Sie an der kompletten Diskussion interessiert sind. ISDN-Bridges und Router ISDN Autonome Bridge/Router ISDN-Bridges und Router sind keine Eigenheit von FreeBSD oder eines anderen Betriebssystems. Für eine vollständigere Beschreibung von Routing und Netzwerkkopplungen mit einer Bridge informieren Sie sich bitte durch weiterführende Literatur. In diesem Abschnitt werden die Begriffe Router und Bridge synonym verwendet. ISDN-Router und Bridges werden immer günstiger und damit auch immer beliebter. Ein ISDN-Router ist eine kleine Box, die direkt an Ihr lokales Ethernet-Netzwerk angeschlossen wird und sich mit einem Router oder einer Bridge verbindet. Die eingebaute Software ermöglicht die Kommunikation über PPP oder andere beliebte Protokolle. Ein Router ermöglicht einen deutlich höheren Datendurchsatz als ein herkömmlicher Terminaladapter, da er eine vollsynchrone ISDN-Verbindung nutzt. Das Hauptproblem mit ISDN-Routern und Bridges ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Geräten verschiedener Hersteller nach wie vor ein Problem ist. Wenn Sie sich auf diese Weise mit einem Internetanbieter verbinden wollen, klären Sie daher vorher ab, welche Anforderungen Ihre Geräte erfüllen müssen. Eine ISDN-Bridge ist eine einfache und wartungsarme Lösung, zwei Netze, beispielsweise Ihr privates Netz und Ihr Firmennetz, miteinander zu verbinden. Da Sie die technische Ausstattung für beide Seiten kaufen müssen, ist sichergestellt, dass die Verbindung funktionieren wird. Um beispielsweise einen privaten Computer oder eine Zweigstelle mit dem Hauptnetzwerk zu verbinden, könnte folgende Konfiguration verwendet werden: Kleines Netzwerk (Privatnetz) 10 base 2 Das Netzwerk basiert auf der Bustopologie mit 10base2 Ethernet (Thinnet). Falls nötig, stellen Sie die Verbindung zwischen Router und Netzwerkkabel mit einem AUI/10BT-Transceiver her. ---Sun Workstation | ---FreeBSD Rechner | ---Windows 95 | Autonomer Router | ISDN BRI Verbindung 10Base2 - Ethernet Wenn Sie nur einen einzelnen Rechner verbinden wollen, können Sie auch ein Twisted-Pair-Kabel (Cross-Over) verwenden, das direkt an den Router angeschlossen wird. Großes Netzwerk (Firmennetz) 10 base T Dieses Netzwerk basiert auf der Sterntopologie und 10baseT Ethernet (Twisted Pair). -------Novell Server | H | | ---Sun | | | U ---FreeBSD | | | ---Windows 95 | B | |___---Autonomer Router | ISDN BRI Verbindung ISDN Netzwerkdiagramm Ein großer Vorteil der meisten Router und Bridges ist es, dass man gleichzeitig zwei unabhängige PPP-Verbindungen zu zwei verschiedenen Zielen aufbauen kann. Diese Funktion bieten die meisten Terminaladapter nicht. Die Ausnahme sind spezielle (meist teure) Modelle, die über zwei getrennte serielle Ports verfügen. Verwechseln Sie dies aber nicht mit Kanalbündelung oder MPP. Dies kann sehr nützlich sein, wenn Sie eine ISDN-Standleitung in Ihrem Büro haben, die sie aufteilen wollen, ohne eine zusätzliche ISDN-Leitung zu installieren. Ein ISDN-Router kann über einen B-Kanal (64 Kbps) eine dedizierte Verbindung ins Internet aufbauen, und gleichzeitig den anderen B-Kanal für eine separate Datenverbindung nutzen. Der zweite B-Kanal kann beispielsweise für ein- oder ausgehende Verbindungen verwendet werden. Sie können ihn aber auch dynamisch mit dem ersten B-Kanal bündeln, um Ihre Bandbreite zu erhöhen. IPX/SPX Eine Ethernet-Bridge kann Daten nicht nur im IP-Protokoll, sondern auch in beliebigen anderen Protokollen versenden. Chern Lee Beigetragen von NAT - Network Address Translation Überblick natd &man.natd.8;, der Network-Address-Translation-Daemon von FreeBSD, akzeptiert ankommende Raw-IP-Pakete, ändert den Sender der Daten in den eigenen Rechner und leitet diese Pakete in den ausgehenden IP-Paketstrom um, indem IP-Adresse und Port des Senders so geändert werden, dass bei einer Antwort der ursprüngliche Sender wieder bestimmt und die Daten an ihn weitergeleitet werden können. Internet connection sharing NAT Der häufigste Grund für die Verwendung von NAT ist die gemeinsame Nutzung einer Internetverbindung. Einrichtung Wegen der begrenzten Verfügbarkeit von IPv4-Adressen und der gestiegenen Anzahl von Breitbandverbindungen über Kabelmodem oder DSL, wird die gemeinsame Nutzung von Internetverbindungen immer wichtiger. Der &man.natd.8;-Daemon ermöglicht die Anbindung von mehreren Rechnern an das Internet unter Nutzung einer gemeinsamen Verbindung und einer IP-Adresse. Häufig soll ein über Kabelmodem oder DSL und eine IP-Adresse an das Internet angebundener Rechner mehreren Rechnern eines lokalen Netzwerks Internetdienste anbieten. Um dies zu ermöglichen, muss der FreeBSD-Rechner als Gateway fungieren. Dazu sind zwei Netzkarten notwendig. Eine für die Verbindung zum Internet, die zweite für die Verbindung mit dem lokalen Netzwerk. Sämtliche Rechner des lokalen Netzwerks sind über einen Hub oder einen Switch miteinander verbunden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein LAN über ein &os;-Gateway an das Internet anzubinden. Das folgende Beispiel beschreibt ein Gateway, das zumindest zwei Netzwerkkarten enthält. _______ __________ ________ | | | | | | | Hub |-----| Client B |-----| Router |----- Internet |_______| |__________| |________| | ____|_____ | | | Client A | |__________| Network Layout Eine derartige Netzwerkkonfiguration wird vor allem zur gemeinsamen Nutzung einer Internetverbindung verwendet. Ein Rechner des lokalen Netzwerks (LAN) ist mit dem Internet verbunden. Alle anderen Rechner des lokalen Netzwerks haben nur über diesen Gateway-Rechner Zugriff auf das Internet. Kernel Konfiguration Kernelkonfiguration Folgende Optionen müssen in die Kernelkonfigurationsdatei eingetragen werden: options IPFIREWALL options IPDIVERT Die folgende Optionen können ebenfalls eingetragen werden: options IPFIREWALL_DEFAULT_TO_ACCEPT options IPFIREWALL_VERBOSE In /etc/rc.conf tragen Sie Folgendes ein: gateway_enable="YES" firewall_enable="YES" firewall_type="OPEN" natd_enable="YES" natd_interface="fxp0" natd_flags="" Richtet den Rechner als Gateway ein. Die Ausführung von sysctl net.inet.ip.forwarding=1 hätte den gleichen Effekt. Aktiviert die Firewallregeln in /etc/rc.firewall beim Systemstart. Ein vordefinierter Satz von Firewallregeln, der alle Pakete durchlässt. Sehen Sie sich /etc/rc.firewall an, wenn Sie diese Option verwenden wollen. Die Netzkarte, die Pakete weiterleitet (und mit dem Internet verbunden ist). Zusätzliche Konfigurationsoptionen, die beim Systemstart an &man.natd.8; übergeben werden. Durch die Definition dieser Optionen in /etc/rc.conf wird die Anweisung natd -interface fxp0 beim Systemstart ausgeführt. Dies kann aber auch manuell erfolgen. Falls Sie viele Optionen an &man.natd.8; übergeben müssen, können Sie auch eine Konfigurationsdatei verwenden. Dazu fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: natd_flags="-f /etc/natd.conf" Die Datei /etc/natd.conf enthält verschiedene Konfigurationsoptionen, wobei jede Option in einer Zeile steht. Das Beispiel im nächsten Abschnitt würde folgende Konfigurationsdatei verwenden: redirect_port tcp 192.168.0.2:6667 6667 redirect_port tcp 192.168.0.3:80 80 Wenn Sie eine Konfigurationsdatei verwenden wollen, sollten Sie sich die Handbuchseite zu &man.natd.8; durchlesen, insbesondere den Abschnitt über die Nutzung der Option . Jedem Rechner und jeder Schnittstelle des lokalen Netzwerks sollte eine IP-Adresse des im RFC 1918 definierten privaten Adressraums zugewiesen werden. Der Standardgateway entspricht der internen IP-Adresse des natd-Rechners. Im Beispiel werden den LAN-Clients A und B die IP-Adressen 192.168.0.2 und 192.168.0.3 zugewiesen, während die LAN-Netzkarte des natd-Rechners die IP-Adresse 192.168.0.1 erhält. Der natd-Rechner mit der IP-Adresse 192.168.0.1 wird als Standardgateway für die Clients A und B gesetzt. Die externe Netzkarte des natd-Rechners muss für die korrekte Funktion von &man.natd.8; nicht konfiguriert werden. Ports umleiten Wenn Sie &man.natd.8; verwenden, sind Ihre LAN-Clients von aussen nicht erreichbar. LAN-Clients können zwar Verbindungen nach aussen aufbauen, sind aber für ankommende Verbindungen nicht erreichbar. Wenn Sie Internetdienste auf einem LAN-Client anbieten wollen, haben Sie daher ein Problem. Eine einfache Lösung ist die Umleitung von bestimmten Internetports des natd-Rechners auf einen LAN-Client. Beispielsweise könnte ein IRC-Server auf Client A und ein Webserver auf Client B laufen. Damit diese Konfiguration funktioniert, müssen Verbindungen, die auf den Ports 6667 (IRC) und 80 (Web) ankommen, auf die entsprechenden Clients umgeleitet werden. Dazu wird die Option unter Nutzung folgender Syntax an &man.natd.8; übergeben: -redirect_port proto targetIP:targetPORT[-targetPORT] [aliasIP:]aliasPORT[-aliasPORT] [remoteIP[:remotePORT[-remotePORT]]] Für unser Beispiel heißt das: -redirect_port tcp 192.168.0.2:6667 6667 -redirect_port tcp 192.168.0.3:80 80 Dadurch werden die entsprechenden tcp-Ports auf die jeweiligen LAN-Clients umgeleitet. Mit können auch ganze Portbereiche statt einzelner Ports umgeleitet werden. So werden mit tcp 192.168.0.2:2000-3000 2000-3000 alle Verbindungen, die auf den Ports 2000 bis 3000 ankommen, auf die entsprechenden Ports des Clients A umgeleitet. Diese Optionen können während des Betriebs von &man.natd.8; oder über die Option natd_flags="" in /etc/rc.conf gesetzt werden. Eine ausführliche Konfigurationsanleitung finden Sie in &man.natd.8;. Adressen umleiten address redirection Die Umleitung von Adressen ist nützlich, wenn mehrere IP-Adressen verfügbar sind, die aber alle auf einem Rechner verbleiben sollen. In diesem Fall kann &man.natd.8; jedem LAN-Client eine eigene externe IP-Adresse zuweisen. Ausgehende Pakete eines LAN-Clients werden so der entsprechenden externen IP-Adresse des Clients zugeordnet. Ankommender Verkehr für diese IP-Adresse wird automatisch an den entsprechenden LAN-Client weitergeleitet. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als statisches NAT. Dem natd-Gatewayrechner könnten beispielsweise die IP-Adressen 128.1.1.1, 128.1.1.2 sowie 128.1.1.3 zugewiesen werden. 128.1.1.1 wird als die externe IP-Adresse des natd-Gatewayrechners verwendet, während 128.1.1.2 und 128.1.1.3 an die LAN-Clients A und B weitergegeben werden. benutzt folgende Syntax: -redirect_address localIP publicIP localIP Die interne IP-Adresse des LAN-Clients publicIP Die externe IP-Adresse des LAN-Clients Für unser Beispiel hieße dies: -redirect_address 192.168.0.2 128.1.1.2 -redirect_address 192.168.0.3 128.1.1.3 Analog zur Option können Sie diese Argumente auch in der Option natd_flags="" in /etc/rc.conf angeben. Bei der Nutzung der Adressumleitung ist die Portumleitung überflüssig, weil alle für eine bestimmte IP-Adresse ankommenden Daten umgeleitet werden. Die externe IP-Adresse des natd-Rechners muss aktiv sein und der externen Netzkarte zugewiesen sein. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in &man.rc.conf.5;. PLIP – Parallel Line IP PLIP Parallel Line IP PLIP PLIP ermöglicht TCP/IP-Verbindungen zwischen zwei Rechnern, die über ihre parallelen Schnittstellen verbunden sind. Eine solche Verbindung ist nützlich, wenn zwei Rechner nicht mit Netzkarten ausgestattet sind, oder wenn eine Installation auf einem Laptop erfolgen soll. Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen: Die Herstellung eines parallelen (Laplink-) Kabels Die Verbindung von zwei Computern über PLIP Ein paralleles Kabel herstellen Ein paralleles (Laplink-)Kabel können Sie in fast jedem Computergeschäft kaufen. Falls dies nicht möglich sein sollte, oder Sie einfach wissen wollen, wie ein solches Kabel aufgebaut ist, sollten Sie sich die folgende Tabelle ansehen. Sie beschreibt die Herstellung eines parallelen Netzwerkkabels aus einem gewöhnlichen parallelen Druckerkabel. Die Netzwerk-Verdrahtung eines parallelen Kabels A-Name A-Ende B-Ende Beschreibung Post/Bit DATA0 -ERROR 2 15 15 2 Data 0/0x01 1/0x08 DATA1 +SLCT 3 13 13 3 Data 0/0x02 1/0x10 DATA2 +PE 4 12 12 4 Data 0/0x04 1/0x20 DATA3 -ACK 5 10 10 5 Strobe 0/0x08 1/0x40 DATA4 BUSY 6 11 11 6 Data 0/0x10 1/0x80 GND 18-25 18-25 GND -
PLIP einrichten Als Erstes benötigen Sie ein Laplink-Kabel. Danach müssen Sie sicherstellen, dass beide Computerkernel den &man.lpt.4;-Treiber unterstützen: &prompt.root; grep lp /var/run/dmesg.boot lpt0: <Printer> on ppbus0 lpt0: Interrupt-driven port Der Parallelport muss Interrupt-gesteuert sein, daher sollte die Datei /boot/device.hints zwei Zeilen ähnlich den folgenden enthalten: hint.ppc.0.at="isa" hint.ppc.0.irq="7" Danach überprüfen Sie, ob die Kernelkonfigurationsdatei die Zeile device plip enthält, oder ob das Kernelmodul plip.ko geladen wurde. In beiden Fällen sollte die parallele Schnittstelle von &man.ifconfig.8; angezeigt werden: &prompt.root; ifconfig plip0 plip0: flags=8810<POINTOPOINT,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 Verbinden Sie die parallelen Schnittstellen der beiden Computer über das (Laplink-)Kabel. Konfigurieren Sie die Netzwerkparameter auf beiden Rechnern als root. Wenn Sie beispielsweise den Rechner host1 mit dem Rechner host2 verbinden wollen, gehen Sie folgendermaßen vor: host1 <-----> host2 IP Address 10.0.0.1 10.0.0.2 Richten Sie die parallele Schnittstelle von host1 ein, indem Sie Folgendes eingeben: &prompt.root; ifconfig plip0 10.0.0.1 10.0.0.2 Danach richten Sie die parallele Schnittstelle von host2 ein: &prompt.root; ifconfig plip0 10.0.0.2 10.0.0.1 Sie sollten nun über eine funktionierende Verbindung verfügen. Bei Problemen lesen Sie bitte die Hilfeseiten &man.lp.4; sowie &man.lpt.4;. Zusätzlich sollten beide Rechner in /etc/hosts eingetragen werden: 127.0.0.1 localhost.my.domain localhost 10.0.0.1 host1.my.domain host1 10.0.0.2 host2.my.domain Um die Verbindung zu überprüfen, pingen Sie jeden Rechner vom anderen Rechner aus an. Auf host1 gehen Sie dazu folgendermaßen vor: &prompt.root; ifconfig plip0 plip0: flags=8851<UP,POINTOPOINT,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 10.0.0.1 --> 10.0.0.2 netmask 0xff000000 &prompt.root; netstat -r Routing tables Internet: Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire host2 host1 UH 0 0 plip0 &prompt.root; ping -c 4 host2 PING host2 (10.0.0.2): 56 data bytes 64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=0 ttl=255 time=2.774 ms 64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=1 ttl=255 time=2.530 ms 64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=2 ttl=255 time=2.556 ms 64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=3 ttl=255 time=2.714 ms --- host2 ping statistics --- 4 packets transmitted, 4 packets received, 0% packet loss round-trip min/avg/max/stddev = 2.530/2.643/2.774/0.103 ms
Aaron Kaplan Beigetragen von Tom Rhodes Überarbeitet und erweitert von Brad Davis Erweitert von IPv6 – Internet Protocol Version 6 Bei IPv6 (auch als IPng oder IP next generation bekannt) handelt es sich um die neueste Version des bekannten IP-Protokolls (das auch als IPv4 bezeichnet wird). FreeBSD enthält, genauso wie die anderen frei erhältlichen BSD-Systeme, die IPv6-Referenzimplementation von KAME. FreeBSD erfüllt damit bereits alle für die Nutzung von IPv6 nötigen Voraussetzungen. Dieser Abschnitt konzentriert sich daher auf die Konfiguration und den Betrieb von IPv6. Anfang der 90er Jahre wurde man auf den stark steigenden Verbrauch von IPv4-Adressen aufmerksam. Im Hinblick auf das Wachstums des Internets gab es zwei Hauptsorgen: Die drohende Knappheit von IPv4-Adressen. Dieses Problem konnte durch die Einführung von privaten Adressräumen gemäß RFC1918 (mit Adressen wie 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12, oder 192.168.0.0/16) sowie der Entwicklung von Network Address Translation (NAT) weitestgehend entschärft werden. Die immer größer werdenden Einträge in Router-Tabellen. Dieses Problem ist auch heute noch aktuell. IPv6 ist in der Lage, diese, aber auch viele andere Probleme zu lösen: IPv6 hat einen 128 Bit großen Adressraum. Es sind also theoretisch 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456 Adressen verfügbar. In anderen Worten: Für jeden Quadratmeter der Erdoberfläche sind etwa 6,67 * 10^27 IPv6-Adressen verfügbar. Router speichern nur noch Netzwerk-Aggregationsadressen in Ihren Routingtabellen. Dadurch reduziert sich die durchschnittliche Größe einer Routingtabelle auf 8192 Einträge. Weitere nützliche Eigenschaften von IPv6 sind: Die automatische Konfiguration von Adressen, die im RFC2462 beschrieben wird. Anycast-Adressen (eine-von-vielen) Verpflichtende Multicast-Adressen Die Unterstützung von IPsec (IP-Security) Eine vereinfachte Headerstruktur Mobile IP-Adressen Die Umwandlung von IPv4- in IPv6-Adressen Weitere Informationsquellen: Beschreibung von IPv6 auf playground.sun.com KAME.net Hintergrundinformationen zu IPv6-Adressen Es gibt verschiedene Arten von IPv6-Adressen: Unicast-, Anycast- und Multicast-Adressen. Unicast-Adressen sind die herkömlichen Adressen. Ein Paket, das an eine Unicast-Adresse gesendet wird, kommt nur an der Schnittstelle an, die dieser Adresse zugeordnet ist. Anycast-Adressen unterscheiden sich in ihrer Syntax nicht von Unicast-Adressen, sie wählen allerdings aus mehreren Schnittstellen eine Schnittstelle aus. Ein für eine Anycast-Adresse bestimmtes Paket kommt an der nächstgelegenen (entsprechend der Router-Metrik) Schnittstelle an. Anycast-Adressen werden nur von Routern verwendet. Multicast-Adressen bestimmen Gruppen, denen mehrere Schnittstellen angehören. Ein Paket, das an eine Multicast-Adresse geschickt wird, kommt an allen Schnittstellen an, die zur Multicast-Gruppe gehören. Die von IPv4 bekannte Broadcast-Adresse (normalerweise xxx.xxx.xxx.255) wird bei IPv6 durch Multicast-Adressen verwirklicht. Reservierte IPv6-Adressen IPv6-Adresse Präfixlänge Beschreibung Anmerkungen :: 128 Bit nicht festgelegt entspricht 0.0.0.0 bei IPv4 ::1 128 Bit Loopback-Adresse entspricht 127.0.0.1 bei IPv4 ::00:xx:xx:xx:xx 96 Bit Eingebettete IPv4-Adresse Die niedrigen 32 Bit entsprechen der IPv4-Adresse. Wird auch als IPv4-kompatible IPv6-Adresse bezeichnet. ::ff:xx:xx:xx:xx 96 Bit Eine auf IPv6 abgebildete IPv4-Adresse Die niedrigen 32 Bit entsprechen der IPv4-Adresse. Notwendig für Rechner, die IPv6 nicht unterstützen. fe80:: - feb:: 10 Bit link-local Entspricht der Loopback-Adresse bei IPv4 fec0:: - fef:: 10 Bit site-local   ff:: 8 Bit Multicast   001 (im Dualsystem) 3 Bit Globaler Unicast Alle globalen Unicastadressen stammen aus diesem Pool. Die ersten 3 Bit lauten 001.
IPv6-Adressen verstehen Die kanonische Form von IPv6-Adressen lautet x:x:x:x:x:x:x:x, jedes x steht dabei für einen 16-Bit-Hexadezimalwert. Ein Beispiel für eine IPv6-Adresse wäre etwa FEBC:A574:382B:23C1:AA49:4592:4EFE:9982. Eine IPv6-Adresse enthält oft Teilzeichenfolgen aus lauter Nullen. Eine solche Zeichenfolge kann zu :: verkürzt werden. Bis zu drei führende Nullen eines Hexquads können ebenfalls weggelassen werden. fe80::1 entspricht also der Adresse fe80:0000:0000:0000:0000:0000:0000:0001. Eine weitere Möglichkeit ist die Darstellung der letzten 32 Bit in der bekannten (dezimalen) IPv4-Darstellung, bei der Punkte (.) zur Trennung verwendet werden. 2002::10.0.0.1 ist also nur eine andere Schreibweise für die (hexadezimale) kanonische Form 2002:0000:0000:0000:0000:0000:0a00:0001, die wiederum der Adresse 2002::a00:1 entspricht. Sie sollten nun in der Lage sein, die folgende Ausgabe zu verstehen: &prompt.root; ifconfig rl0: flags=8943<UP,BROADCAST,RUNNING,PROMISC,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 10.0.0.10 netmask 0xffffff00 broadcast 10.0.0.255 inet6 fe80::200:21ff:fe03:8e1%rl0 prefixlen 64 scopeid 0x1 ether 00:00:21:03:08:e1 media: Ethernet autoselect (100baseTX ) status: active Bei fe80::200:21ff:fe03:8e1%rl0 handelt es sich um eine automatisch konfigurierte link-local-Adresse. Sie wird im Rahmen der automatischen Konfiguration aus der MAC-Adresse erzeugt. Weitere Informationen zum Aufbau von IPv6-Adressen finden Sie im RFC3513. Eine IPv6-Verbindung herstellen Es gibt derzeit drei Möglichkeiten, sich mit anderen IPv6-Rechnern oder Netzwerken zu verbinden: Die Teilnahme am IPv6-Netzwerk Ihres Providers. Wenn Sie daran interessiert sind, wenden Sie sich an Ihren Provider. Die Verwendung eines 6-nach-4-Tunnels (RFC3068). Die Verwendung des Ports /usr/ports/net/freenet6 bei der Einwahl ins Internet. DNS in der IPv6-Welt Ursprünglich gab es zwei verschiedene DNS-Einträge für IPv6. Da A6-Einträge von der IETF für obsolet erklärt wurden, sind AAAA-Einträge nun Standard. Weisen Sie die erhaltene IPv6-Adresse Ihrem Rechnernamen zu, indem Sie den Eintrag MYHOSTNAME AAAA MYIPv6ADDR in Ihre primäre DNS-Zonendatei einfügen. Falls Sie nicht für Ihre DNS-Zone verantwortlich sind, bitten Sie den dafür Zuständigen, diese Änderung durchzuführen. Die aktuellen Versionen von bind (Version 8.3 oder 9) sowie dns/djbdns (bei Verwendung des IPv6-Patches) unterstützen AAAA-Einträge. <filename>/etc/rc.conf</filename> für die Nutzung von IPv6 anpassen Einen Client unter IPv6 einrichten Dieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration eines Rechners, der in Ihrem LAN als Client, aber nicht als Router verwendet wird. Um die Schnittstelle während des Systemstarts mit &man.rtsol.8; automatisch einzurichten, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: ipv6_enable="YES" Durch die folgende Zeile weisen Sie Ihrer Schnittstelle fxp0 die statische IP-Adresse 2001:471:1f11:251:290:27ff:fee0:2093 zu: ipv6_ifconfig_fxp0="2001:471:1f11:251:290:27ff:fee0:2093" Um 2001:471:1f11:251::1 als Standardrouter festzulegen, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: ipv6_defaultrouter="2001:471:1f11:251::1" Gateways und Router unter IPv6 einrichten Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Ihren Rechner mit Hilfe der von Ihrem Tunnel-Anbieter erhaltenen Anweisungen dauerhaft für die Nutzung von IPv6 einrichten. Um den Tunnel beim Systemstart wiederherzustellen, passen Sie /etc/rc.conf wie folgt an: Listen Sie die einzurichtenden Tunnelschnittstellen (hier gif0) auf: gif_interfaces="gif0" Um den lokalen Endpunkt MY_IPv4_ADDR über diese Schnittstelle mit dem entfernten Endpunkt REMOTE_IPv4_ADDR zu verbinden, verwenden Sie folgende Zeile: gifconfig_gif0="MY_IPv4_ADDR REMOTE_IPv4_ADDR" Um die Ihnen zugewiesene IPv6-Adresse als Endpunkt Ihres IPv6-Tunnels zu verwenden, fügen Sie folgende Zeile ein: ipv6_ifconfig_gif0="MY_ASSIGNED_IPv6_TUNNEL_ENDPOINT_ADDR" Nun müssen Sie nur noch die IPv6-Standardroute angeben. Diese legt das andere Ende des IPv6-Tunnels fest. ipv6_defaultrouter="MY_IPv6_REMOTE_TUNNEL_ENDPOINT_ADDR" Einen IPv6-Tunnel einrichten Wenn Ihr Server IPv6-Verkehr zwischen Ihrem Netzwerk und der Außenwelt routen muss, benötigen Sie zusätzlich die folgenden Zeilen in Ihrer /etc/rc.conf: ipv6_gateway_enable="YES" Bekanntmachung von Routen und automatische Rechnerkonfiguration Dieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung von &man.rtadvd.8;, das Sie bei der Bekanntmachung der IPv6-Standardroute unterstützt. Um &man.rtadvd.8; zu aktivieren, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: rtadvd_enable="YES" Es ist wichtig, die Schnittstelle anzugeben, über die IPv6-Routen bekanntgemacht werden sollen. Soll &man.rtadvd.8; fxp0 verwenden, ist folgender Eintrag nötig: rtadvd_interfaces="fxp0" Danach erzeugen Sie die Konfigurationsdatei /etc/rtadvd.conf. Dazu ein Beispiel: fxp0:\ :addrs#1:addr="2001:471:1f11:246::":prefixlen#64:tc=ether: Ersetzen Sie dabei fxp0 durch die zu verwendende Schnittstelle. Anschließend ersetzen Sie 2001:471:1f11:246:: durch das Präfix der Ihnen zugewiesenen Verbindung. Wenn Sie eine /64-Netzmaske verwenden, müssen Sie keine weiteren Anpassungen vornehmen. Anderenfalls müssen Sie prefixlen# auf den korrekten Wert setzen.
Harti Brandt Beigetragen von ATM - Asynchronous Transfer Mode <foreignphrase>Classical IP over ATM</foreignphrase> als PVC-Verbindung einrichten Classical IP over ATM (CLIP) ist die einfachste Möglichkeit, um IP-Verkehr über ATM (Asynchronous Transfer Mode-Verbindungen zu übertragen. CLIP kann sowohl mit geschalteten Verbindungen (SVCs) als auch mit permanenten Verbindungen (PVCs) verwendet werden. Dieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung eines PVC-basierten Netzwerks. Ein vollständig vermaschtes Netzwerk aufbauen Bei einem vollständig vermaschten (fully meshed) Netzwerk ist jeder Rechner über eine dezidierte Verbindung mit jedem anderen Rechner des Netzwerks verbunden. Die Konfiguration ist - vor allem für kleinere Netzwerke - relativ einfach. Unser Beispielnetzwerk besteht aus vier Rechnern, die jeweils über eine ATM-Adapterkarte mit dem ATM-Netzwerk verbunden sind. Als ersten Konfigurationsschritt planen wir die Vergabe von IP-Adressen sowie die anzulegenden ATM-Verbindungen: Rechner IP-Adresse hostA 192.168.173.1 hostB 192.168.173.2 hostC 192.168.173.3 hostD 192.168.173.4 Um ein vollständiges Netz aufzubauen, benötigen wir für jedes Rechnerpaar eine eigene ATM-Verbindung: Rechnerpaar VPI.VCI-Paar hostA - hostB 0.100 hostA - hostC 0.101 hostA - hostD 0.102 hostB - hostC 0.103 hostB - hostD 0.104 hostC - hostD 0.105 Die Werte VPI und VCI an den Verbindungsenden können natürlich unterschiedlich sein. Wir nehmen hier aber an, dass sie gleich sind. Nun müssen wir die ATM-Schnittstellen auf jedem Rechner einrichten: hostA&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.1 up hostB&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.2 up hostC&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.3 up hostD&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.4 up Dabei setzen wir voraus, dass hatm0 auf allen Rechnern die ATM-Schnittstelle darstellt. Danach werden, beginnend mit hostA, die PVCs auf den einzelnen Rechnern eingerichtet (Wir nehmen an, dass die PVCs auf den ATM-Switches bereits eingerichet sind. Lesen Sie die entsprechenden Handbücher, wenn Sie einen Switch einrichten müssen.): hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 100 llc/snap ubr hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 101 llc/snap ubr hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 102 llc/snap ubr hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 100 llc/snap ubr hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 103 llc/snap ubr hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 104 llc/snap ubr hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 101 llc/snap ubr hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 103 llc/snap ubr hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 105 llc/snap ubr hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 102 llc/snap ubr hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 104 llc/snap ubr hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 105 llc/snap ubr Statt UBR können auch andere traffic contracts verwendet werden. Voraussetzung ist allerdings, dass diese von Ihrem ATM-Adapter unterstützt werden. Ist dies der Fall, folgen auf den Namen des traffic contracts die entsprechenden Konfigurationsparameter. Weitere Informationen zur Konfiguration von ATM-Adapterkarten erhalten Sie über den Befehl &prompt.root; atmconfig help natm add oder durch das Lesen von &man.atmconfig.8;. Die Konfiguration von ATM-Adaptern kann auch über die Datei /etc/rc.conf erfolgen. Für hostA sähe die Konfiguration so aus: network_interfaces="lo0 hatm0" ifconfig_hatm0="inet 192.168.173.1 up" natm_static_routes="hostB hostC hostD" route_hostB="192.168.173.2 hatm0 0 100 llc/snap ubr" route_hostC="192.168.173.3 hatm0 0 101 llc/snap ubr" route_hostD="192.168.173.4 hatm0 0 102 llc/snap ubr" Mit dem folgenden Befehl lässt sich der derzeitige Status aller CLIP-Routen anzeigen: hostA&prompt.root; atmconfig natm show Tom Rhodes Beigetragen von CARP - Common Access Redundancy Protocol CARP Common Access Redundancy Protocol (CARP) Das Common Access Redundancy Protocol (CARP) erlaubt es, mehreren Rechnern die gleiche IP-Adresse zuzuweisen. Durch ein solches Vorgehen läßt sich beispielsweise die Verfügbarkeit bestimmter Dienste verbessern oder die Last zwischen einzelnen Systemen besser verteilen. Den auf diese Art und Weise konfigurierten Systemen kann zusätzlich eine eigene (im Netzwerk eindeutige) IP-Adresse zugewiesen werden (wie dies auch im folgenden Beispiel erfolgt). Um CARP zu aktivieren, müssen Sie die &os;-Kernelkonfigurationsdatei um die folgende Option erweitern und danach den &os;-Kernel neu bauen: device carp Danach ist CARP auf Ihrem System verfügbar und kann über verschiedene sysctl-Optionen (OIDs) gesteuert werden. Zuerst müssen Sie CARP jedoch mit ifconfig aktivieren: &prompt.root; ifconfig carp0 create Damit Sie dieses Protokoll in Ihrem Netzwerk einsetzen können, muss jede Netzkarte eine eindeutige Identifikationsnummer, die sogenannte VHID (Virtual Host Identification), besitzen, da sich ansonsten die Rechner Ihres Netzwerks nicht voneinander unterscheiden lassen. Die Serververfügbarkeit mit CARP verbessern Wie bereits weiter oben erwähnt wurde, können Sie CARP dazu verwenden, die Verfübarkeit Ihrer Server zu verbessern. Im folgenden Bespiel werden insgesamt drei Server (mit jeweils eigener, eindeutiger IP-Adresse), die alle den gleichen Inhalt anbieten, in einer Round Robin DNS-Konfiguration eingerichtet. Der Backup-Server verfügt über zwei CARP-Schnittstellen (für die beiden IP-Adressen der Content-Server). Tritt bei einem Content-Server ein Problem auf, übernimmt der Backup-Server die IP-Adresse des ausgefallenen Servers. Dadurch sollte die Auswahl eines Servers vom Anwender nicht bemerkt werden. Der Backup-Server muss identisch konfiguriert sein und die gleichen Daten und Dienste anbieten wie das System, das er ersetzen soll. Die beiden Content-Server werden (abgesehen von ihren jeweiligen Hostnamen und VHIDs) identisch konfiguriert und heißen in unserem Beispiel hosta.example.org beziehungsweise hostb.example.org. Damit Sie CARP einsetzen können, müssen Sie als Erstes die Datei rc.conf auf beiden Systemen anpassen. Für das System hosta.example.org nehmen Sie dazu folgende Zeilen in rc.conf auf: hostname="hosta.example.org" ifconfig_fxp0="inet 192.168.1.3 netmask 255.255.255.0" cloned_interfaces="carp0" ifconfig_carp0="vhid 1 pass testpast 192.168.1.50/24" Für das System hostb.example.org benötigen Sie zusätzlich folgende Zeilen in rc.conf: hostname="hostb.example.org" ifconfig_fxp0="inet 192.168.1.4 netmask 255.255.255.0" cloned_interfaces="carp0" ifconfig_carp0="vhid 2 pass testpass 192.168.1.51/24" Achten Sie unbedingt darauf, dass die durch die Option an ifconfig übergebenen Passwörter auf beiden Systemen identisch sind, da carp-Geräte nur mit Systemen kommunizieren können, die über ein korrektes Passwort verfügen. Beachten Sie weiters, dass sich die VHIDs der beiden Systeme unterscheiden müssen. Nun richten Sie noch das dritte System, provider.example.org, ein, das aktiviert wird, wenn eines der beiden zuvor konfigurierten Systeme ausfällt. Dieses dritte System benötigt zwei carp-Geräte, um bei Bedarf eines der beiden anderen Systeme ersetzen zu können. Dazu konfigurieren Sie rc.conf analog zur folgenden Beispielkonfiguration: hostname="provider.example.org" ifconfig_fxp0="inet 192.168.1.5 netmask 255.255.255.0" cloned_interfaces="carp0 carp1" ifconfig_carp0="vhid 1 advskew 100 pass testpass 192.168.1.50/24" ifconfig_carp1="vhid 2 advskew 100 pass testpass 192.168.1.51/24" Durch die beiden carp-Geräte ist es provider.example.org möglich, festzustellen, ob eines der beiden anderen Systeme nicht mehr reagiert. In diesem Fall übernimmt provider.example.org die IP-Adresse des betroffenen Systems. Ist im installierten &os;-Kernel die Option "preemption" aktiviert, kann es sein, dass provider.example.org die übernommene IP-Adresse nicht mehr an den Content-Server zurückgibt (wenn dieser wieder funktioniert). In diesem Fall muss ein Administrator die entsprechende Schnittstelle zurücksetzen. Dazu gibt er auf dem Rechner provider.example.org den folgenden Befehl ein: &prompt.root; ifconfig carp0 down && ifconfig carp0 up Dieser Befehl muss auf das carp-Gerät ausgeführt werden, das dem betroffenen System zugeordnet ist. Damit ist CARP vollständig konfiguriert und der Testbetrieb kann beginnen. Zuvor müssen Sie allerdings noch alle Systeme neu starten (beziehungsweise die Netzwerkkonfiguration auf allen Systemen neu einlesen), um die Einstelllungen zu übernehmen. Für weitere Informtionen lesen Sie bitte die Manualpage &man.carp.4;.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/install/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/install/chapter.sgml index 7033e69bda..1ad4eb750c 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/install/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/install/chapter.sgml @@ -1,5177 +1,5187 @@ Jim Mock Überarbeitet und teilweise neu geschrieben von Randy Pratt Der Gang durch sysinstall und alle Bildschirmabzüge von Martin Heinen Übersetzt von &os; installieren Übersicht Installation &os; wird mit dem textorientierten Programm sysinstall installiert. Distributoren können ein anderes Installationsprogramm verwenden, voreingestellt ist jedoch sysinstall. Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie mithilfe von sysinstall &os; installieren. Dieses Kapitel behandelt folgende Punkte: Das Erzeugen von &os;-Startdisketten. Wie &os; Platten anspricht und aufteilt. Wie sysinstall ausgeführt wird. Die Menüs von sysinstall und die erforderlichen Eingaben in den Menüs. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie Die Hardware-Notes der &os;-Release, die Sie installieren wollen, lesen und sicherstellen, dass Ihre Hardware unterstützt wird. Diese Installationsanleitung gilt für Rechner mit &i386;-Architektur (PC-kompatible Rechner). Abweichende Anweisungen für andere Plattformen (beispielsweise Alpha) werden wo notwendig gegeben. Obwohl diese Anleitung so aktuell wie möglich ist, kann das Installationsverfahren von dem hier gezeigten geringfügig abweichen. Legen Sie bitte daher diese Anleitung nicht wortwörtlich aus, sondern lassen Sie sich von diesem Kapitel durch den Installationsprozess leiten. Hardware-Anforderungen Minimalkonfiguration Die zur Installation von &os; erforderliche Minimalkonfiguration hängt von der zu installierenden &os;-Version sowie von der Hardware-Architektur ab. Informationen zur jeweiligen Minimalkonfiguration finden Sie in Installation Notes auf der Unterseite Release Information der &os;-Internetseiten. Die folgenden Abschnitte fassen diese Informationen zusammen. Je nachdem, wie Sie &os; installieren, benötigen Sie eventuell auch ein Diskettenlaufwerk, ein unterstütztes CD-ROM-Laufwerk, oder auch eine Netzwerkkarte. des Handbuchs enthält weitere Informationen zu den verschiedenen Installationsarten. Die i386- und pc98-Architektur Sowohl &os;/i386 als auch &os;/pc98 benötigen jeweils mindestens einen 486-Prozessor sowie mindestens 24 MB RAM. Außerdem benötigen Sie für eine Minimalinstallation mindestens 150 MB freien Platz auf Ihrer Festplatte. In den meisten derartigen Konfigurationen ist es besser, für mehr RAM und mehr Plattenplatz zu sorgen, statt einen schnelleren Prozessor einzubauen. Die Alpha-Architektur Um &os;/alpha zu installieren, benötigen Sie eine unterstützte Plattorm (lesen Sie dazu auch des Handbuchs) sowie eine seperate Festplatte für die &os;-Installation. Es ist nicht derzeit möglich, die Platte mit einem weiteren Betriebssystem zu teilen. Diese seperate Platte muss an einen SCSI-Controller angeschlossen sein, der von der SRM-Firmware unterstützt wird. Alternativ können Sie auch eine IDE-Platte verwenden, wenn Ihr SRM das Starten von IDE-Platten unterstützt. Für die &os;-Installation benötigen Sie die SRM-Konsolen-Firmware für Ihre Plattform. Manchmal ist es möglich, zwischen der AlphaBIOS-Firmware (auch ARC genannt) und SRM zu wechseln. Ist dies bei Ihnen nicht möglich, müssen Sie sich die neue Firmware von der Internetseite Ihres Herstellers herunterladen. Die amd64-Architektur &os;/amd64 benötigt für den Betrieb mindestens einen AMD Athlon 64-, AMD Athlon 64-FX-, oder einen AMD Opteron-Prozessor. Wenn Sie einen auf dem Chipsatz nVidia nForce3 Pro-150 basierenden Rechner haben, müssen Sie im BIOS das IO-APIC deaktivieren. Erlaubt ihr BIOS dies nicht, müssen Sie stattdessen ACPI deaktivieren. Der Grund dafür sind Fehler im Pro-150-Chipsatz, die bis jetzt nicht behoben werden konnten. Die &sparc64;-Architektur Um &os;/&sparc64; zu installieren, benötigen Sie eine unterstützte Plattform (lesen Sie dazu auch des Handbuchs). Sie benötigen außerdem eine seperate Festplatte, wenn Sie &os;/&sparc64; installieren wollen, da es derzeit leider noch nicht möglich ist, die Platte mit einem weiteren Betriebssystem zu teilen. Unterstützte Hardware Die Hardware-Notes, die mit jedem &os;-Release ausgeliefert werden, enthalten eine Liste lauffähiger Hardware. Die Hardware-Notes befinden sich üblicherweise in der Datei HARDWARE.TXT im Wurzelverzeichnis der Distribution (CD-ROM oder FTP). Sie können die Hardware-Notes außerdem im Dokumentationsmenü von sysinstall oder auf der Webseite Release Information lesen. Vor der Installation Erstellen Sie eine Geräteliste Bevor Sie &os; installieren, erfassen Sie die Komponenten Ihres Rechners. Die &os;-Installation wird die Komponenten (Festplatten, Netzwerkkarten, CD-ROM-Laufwerke) zusammen mit der Modellbezeichnung und des Herstellers anzeigen. &os; wird auch versuchen, die richtige Konfiguration der Geräte zu ermitteln. Dazu gehören die benutzten Interrupts (IRQ) und IO-Ports. Wegen der Unwägbarkeiten von PC-Hardware kann die Konfiguration der Geräte allerdings fehlschlagen. In diesem Fall müssen Sie die von &os; ermittelte Konfiguration korrigieren. Wenn Sie schon ein anderes Betriebssystem, wie &windows; oder Linux installiert haben, können Sie die Hardware-Konfiguration mit den Mitteln dieses Betriebssystems bestimmen. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Einstellungen eine Erweiterungskarte besitzt, sehen Sie auf der Karte selbst nach. Manchmal sind die Einstellungen dort aufgedruckt. Gebräuchliche IRQs sind 3, 5 und 7. Die Adressen von IO-Ports werden normalerweise hexadezimal, zum Beispiel 0x330, angegeben. Halten Sie die Gerätekonfiguration vor der Installation in einer Tabelle wie der nachstehenden fest: Gerätekonfiguration Gerät IRQ IO-Ports Anmerkung erste Festplatte - - 40 GB, Seagate, erster IDE-Master CD-ROM - - erster IDE-Slave zweite Festplatte - - 20 GB, IBM, zweiter IDE-Master erster IDE-Controller 14 0x1f0 Netzwerkkarte - - &intel; 10/100 Modem - - &tm.3com; 56K Faxmodem, an COM1
Nachdem Sie wissen, über welche Hardware Ihr Rechner verfügt, müssen Sie diese Informationen mit den Hardwareanforderungen der zu installierenden &os;-Version abgleichen.
Sichern Sie Ihre Daten Wenn der Rechner, auf dem Sie &os; installieren wollen, wichtige Daten enthält, sichern Sie bitte diese Daten. Prüfen Sie auch, dass Sie die Daten aus der Sicherung wiederherstellen können, bevor Sie &os; installieren. Die &os;-Installation fragt zwar nach, bevor Sie Daten auf Ihre Festplatte schreibt, Ihre Daten sind allerdings unwiderruflich verloren, wenn der Installationsvorgang einmal angelaufen ist. Den Installationsort von &os; festlegen Wenn Sie die gesamte Festplatte für &os; verwenden wollen, müssen Sie sich an dieser Stelle keine weiteren Gedanken machen – lesen Sie bitte im nächsten Abschnitt weiter. Wenn Sie allerdings &os; neben anderen Betriebssystemen betreiben wollen, müssen Sie wissen, wie Daten auf einer Festplatte abgelegt werden und welche Auswirkungen dies hat. Platteneinteilung von &i386;-Systemen Eine PC-Festplatte wird in einzelne Bereiche unterteilt, die Partitionen heißen. &os; verwendet intern ebenfalls Partitionen. Um Verwechslungen und Unklarheiten zu vermeiden, werden diese Plattenbereiche unter &os; als Slices bezeichnet. So verwendet beispielsweise das Werkzeug fdisk den Begriff Slices, um sich auf PC-Partitionen zu beziehen. Auf einer PC-Festplatte können maximal vier Partitionen, die primäre Partitionen genannt werden, angelegt werden. Eine erweiterte Partition hebt diese Beschränkung auf. Eine Festplatte kann nur eine erweiterte Partition enthalten, die wiederum weitere so genannte logische Partitionen enthalten kann. Jede Partition besitzt eine Partitions-ID – eine Zahl, die den Typ der Partition festlegt. &os;-Partitionen tragen die Partitions-ID 165. Üblicherweise kennzeichnen Betriebssysteme Partitionen in einer besonderen Art und Weise. Beispielsweise werden jeder primären und logischen Partition unter DOS und dem verwandten &windows; Laufwerksbuchstaben beginnend mit C: zugewiesen. &os; muss auf einer primären Partition installiert werden. In dieser Partition hält &os; alle Daten einschließlich der Dateien, die Sie anlegen. Verfügt das System über mehrere Festplatten, können Sie auf allen oder einigen Platten eine &os;-Partition einrichten. Zur Installation von &os; benötigen Sie eine freie Partition: Dies kann eine extra für die Installation eingerichtete Partition sein oder eine existierende Partition, die nicht mehr benötigte Daten enthält. Wenn auf allen Platten bereits sämtliche Partitionen benutzt werden, müssen Sie eine der Partitionen für &os; frei machen. Benutzen Sie dazu die Werkzeuge des eingesetzten Betriebssystems (fdisk unter DOS oder &windows;). Verfügt das System über eine freie Partition, benutzen Sie diese Partition. Es kann allerdings sein, dass Sie eine oder mehrere der vorhandenen Partitionen vorher verkleinern müssen. Eine minimale &os;-Installation benötigt nur 100 MB Plattenplatz. Diese Installation ist allerdings sehr begrenzt und lässt wenig Platz für Ihre eigenen Dateien. Realistischer sind 250 MB für &os; ohne graphische Benutzeroberfläche und 350 MB für &os; mit einer graphischen Benutzeroberfläche. Sie benötigen weiteren Platz für die Installation zusätzlicher Software. Um die Partitionen zu verkleinern, können Sie beispielsweise das kommerzielle &partitionmagic; oder das freie GParted benutzen. Alternativ enthält das Verzeichnis tools der CD-ROM für diesen Zweck bereits die freien Werkzeuge FIPS und PResizer. Die Dokumentation zu beiden Werkzeugen befindet sich ebenfalls in diesem Verzeichnis. FIPS und PResizer können nur die Größen von FAT16- und FAT32-Partitionen verändern, während GParted und &partitionmagic; auch NTFS-Partitionen verändern können. Der falsche Gebrauch dieser Werkzeuge kann Daten auf der Festplatte löschen. Vor dem Einsatz dieser Werkzeuge stellen Sie bitte sicher, dass Sie frische, funktionierende Datensicherungen besitzen. Eine bestehende Partition verwenden Nehmen wir an, Sie haben einen Rechner mit einer 4 GB Festplatte auf der schon eine Version von &windows; installiert ist. Weiterhin haben Sie die Platte in zwei Laufwerke C: und D: unterteilt, die jeweils 2 GB groß sind. Auf C: wird 1 GB benutzt und 0,5 GB von Laufwerk D: werden benutzt. Sie haben also eine Festplatte mit zwei Partitionen und könnten alle Daten von Laufwerk D: auf das Laufwerk C: kopieren. Damit wäre die zweite Partition für &os; frei. Eine bestehende Partition verkleinern Nehmen wir an, Sie haben einen Rechner mit einer 4 GB Festplatte auf der schon eine Version von &windows; installiert ist. Während der Installation von &windows; haben sie eine große Partition C: angelegt, die 4 GB groß ist. Von den 4 GB werden 1,5 GB benutzt und Sie wollen 2 GB für &os; verwenden. Sie haben zwei Möglichkeiten, &os; zu installieren: Sichern Sie die Daten der &windows;-Partition und installieren Sie &windows; erneut auf einer 2 GB großen Partition. Verkleinern Sie die &windows;-Partition mit einem der oben aufgeführten Werkzeuge. Platteneinteilung von Alpha-Systemen Alpha Auf einer Alpha müssen Sie &os; auf einer eigenen Festplatte installieren. Zurzeit können Sie diese Festplatte nicht mit einem anderen Betriebssystem zusammen benutzen. Abhängig von der Alpha-Maschine, die Sie besitzen, können Sie eine SCSI- oder eine IDE-Festplatte verwenden; Voraussetzung ist, dass Sie das System von der gewählten Platte starten können. Entsprechend den Konventionen der Handbücher von Digital/Compaq werden Eingaben im SRM in Großbuchstaben dargestellt. Der SRM beachtet Groß- und Kleinschreibung nicht. Das SRM-Kommando SHOW DEVICE zeigt die Art und die Namen der Laufwerke des Systems an. Geben Sie das Kommando an der SRM-Eingabeaufforderung ein: >>>SHOW DEVICE dka0.0.0.4.0 DKA0 TOSHIBA CD-ROM XM-57 3476 dkc0.0.0.1009.0 DKC0 RZ1BB-BS 0658 dkc100.1.0.1009.0 DKC100 SEAGATE ST34501W 0015 dva0.0.0.0.1 DVA0 ewa0.0.0.3.0 EWA0 00-00-F8-75-6D-01 pkc0.7.0.1009.0 PKC0 SCSI Bus ID 7 5.27 pqa0.0.0.4.0 PQA0 PCI EIDE pqb0.0.1.4.0 PQB0 PCI EIDE Die Ausgabe stammt von einer Digital Personal Workstation 433au und zeigt drei an das System angeschlossene Laufwerke. Das erste Laufwerk ist ein CD-ROM mit dem Namen DKA0, die anderen beiden sind Festplatten mit den Namen DKC0 und DKC100. Laufwerke mit Namen wie DKx sind SCSI-Laufwerke. Der Name DKA100 zeigt ein SCSI-Laufwerk mit der SCSI-ID 1 auf dem ersten SCSI-Bus (A) an. DKC300 zeigt ein SCSI-Laufwerk mit der SCSI-ID 3 auf dem dritten SCSI-Bus (C) an. SCSI Host-Bus-Adapter werden mit dem Namen PKx bezeichnet. Wie in der Ausgabe von SHOW DEVICE gezeigt, werden SCSI-CD-ROM-Laufwerke wie andere SCSI-Festplatten behandelt. IDE-Laufwerke werden mit DQx bezeichnet, der dazugehörige IDE-Controller heißt PQx. Netzwerkparameter ermitteln Wird während der Installation ein Netzwerk benötigt (weil Sie über FTP oder von einem NFS-Server installieren wollen), müssen Sie die Konfiguration des Netzwerks kennen. Während der Installation werden Netzwerkparameter abgefragt, damit sich &os; mit dem Netzwerk verbinden und die Installation abschließen kann. Verbindung über Ethernet oder ein Kabel/DSL-Modem Wenn Sie sich mit einem Ethernet verbinden oder eine Internet-Verbindung mit einem Ethernet-Adapter über Kabel oder DSL herstellen, benötigen Sie die nachstehenden Daten: IP-Adresse IP-Adresse des Default-Gateways Hostname IP-Adressen der DNS-Server Subnetzmaske Wenn Sie die Daten nicht besitzen, fragen Sie bitte Ihren Systemadministrator oder Ihren Service-Provider. Können die Daten über DHCP bezogen werden, merken Sie sich diese Tatsache. Verbindung über ein Modem Auch wenn Sie sich mit einem normalen Modem bei einem ISP einwählen, können Sie &os; aus dem Internet installieren. Die Installation über ein Modem dauert nur sehr lange. Sie benötigen die nachstehenden Daten: Die Telefonnummer des ISPs. Die COM-Schnittstelle, an der das Modem angeschlossen ist. Den Benutzernamen und das Passwort für Ihr Konto. Lesen Sie die &os;-Errata Auch wenn das &os;-Project bemüht ist, ein Release so stabil wie möglich herzustellen, treten ab und an Fehler auf. In seltenen Fällen betrifft ein Fehler die Installations-Prozedur. Die Fehler und deren Behebungen werden in den &os;-Errata festgehalten. Lesen Sie bitte die Errata bevor Sie &os; installieren, damit Sie nicht in frisch entdeckte Probleme laufen. Dokumentation zu jedem Release, inklusive der Errata zu jedem Release, finden Sie im Release-Abschnitt des FreeBSD Webauftritts.. Die Installationsdateien beschaffen &os; kann von Dateien aus irgendeiner der nachstehenden Quellen installiert werden: Lokale Medien von einer CD-ROM oder einer DVD von einer DOS-Partition auf demselben Rechner von einem SCSI- oder QIC-Bandlaufwerk von Disketten Netzwerk von einem FTP-Server, wenn erforderlich auch durch eine Firewall oder durch einen HTTP-Proxy von einem NFS-Server über eine feste serielle oder eine feste parallele Verbindung Wenn Sie eine &os;-CD oder &os;-DVD gekauft haben, besitzen Sie schon alles, was Sie zur Installation benötigen. Lesen Sie bitte im nächsten Abschnitt () weiter. Wenn Sie sich die &os;-Installationsdateien noch nicht besorgt haben, lesen Sie bitte zuerst den . Dort werden die notwendigen Vorbereitungen für eine Installation von den eben genannten Medien beschrieben. Wenn Sie den Abschnitt durchgearbeitet haben, lesen Sie bitte in weiter. Das Startmedium vorbereiten Um &os; zu installieren, müssen Sie Ihren Rechner mit einem speziellen Startmedium hochfahren, das die Installationsroutine startet. Sie können das Installationsprogramm nicht unter einem anderen Betriebssystem ausführen. Ein Rechner startet normalerweise das auf der Festplatte installierte Betriebssystem, er kann aber auch von Disketten gestartet werden. Heutige Rechner können ebenfalls mit einer CD-ROM gestartet werden. Wenn Sie eine &os; CD-ROM oder DVD besitzen (gekauft oder selbst erstellt) und Ihr Rechner von CD-ROM oder DVD starten kann (üblicherweise können Sie das mit der BIOS-Option einstellen), können Sie diesen Abschnitt überspringen. Eine &os; CD-ROM oder DVD lässt sich direkt starten; Sie können damit &os; ohne weitere Vorbereitungen installieren. Um Startdisketten zu erzeugen, benutzen Sie die nachstehende Anleitung: Abbilder der Startdisketten besorgen Die Abbilder Startdisketten befinden sich auf dem Installationsmedium im Verzeichnis floppies/; sie können auch aus dem Internet heruntergeladen werden: ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/releases/<arch>/<version>-RELEASE/floppies/. Ersetzen Sie <arch> und <version> durch die passende Architektur und die passende Version. Beispielsweise stehen die Startdisketten von &os; &rel.current;-RELEASE für &i386; unter . Die Abbilder besitzen die Dateinamenerweiterung .flp. Im Verzeichnis floppies/ befinden sich verschiedene Abbilder; welches Sie benutzen, hängt von der zu installierenden &os;-Version und in einigen Fällen vom Zielrechner ab. In den - meisten Fällen werden Sie drei Disketten benötigen: + meisten Fällen werden Sie vier Disketten benötigen: boot.flp, - kern1.flp, sowie - kern2.flp. + kern1.flp, + kern2.flp sowie + kern3.flp. Lesen Sie bitte die Datei README.TXT im Verzeichnis floppies/, - sie enthält aktuelle Informationen über die - Abbilder. + sie enthält aktuelle Informationen zu den + Abbildern. Wenn Sie die Abbilder aus dem Internet herunterladen, benutzen Sie bitte den Binärmodus des FTP-Programms. Einige Web-Browser verwenden den Textmodus (oder ASCII-Modus), was dazu führt, dass sich die erstellten Disketten nicht starten lassen. Die Disketten vorbereiten Pro Abbild benötigen Sie eine Diskette. Es ist wichtig, dass die verwendeten Disketten fehlerfrei sind. Sie können dies sicherstellen, indem Sie die Disketten selbst formatieren, verlassen Sie sich bitte nicht auf vorformatierte Disketten. Das Formatierprogramm von &windows; zeigt fehlerhafte Blöcke nicht an, es markiert die Blöcke einfach als fehlerhaft und ignoriert sie dann. Benutzen Sie neue Disketten, wenn Sie diese Installationsart verwenden. Wenn Sie &os; installieren und das Installationsprogramm abstürzt, einfriert oder sich merkwürdig verhält, sind oft fehlerbehaftete Disketten die Ursache. Schreiben Sie die Abbilder auf neue Disketten und versuchen Sie, noch mal zu installieren. Die Abbilder auf Disketten schreiben Die .flp-Dateien sind keine normalen Dateien, die Sie auf eine Diskette kopieren. Sie können die Abbilder nicht von einem Laufwerk auf ein anderes Laufwerk kopieren. Die Abbilder werden mit einem speziellen Werkzeug direkt auf die Diskette geschrieben. DOS Wenn Sie die Startdisketten unter &ms-dos; oder &windows; erstellen, können Sie das mitgelieferte Werkzeug fdimage verwenden. Wenn Sie die Abbilder auf der CD-ROM verwenden und das CD-ROM-Laufwerk den Laufwerksbuchstaben E: besitzt, führen Sie den nachstehenden Befehl aus: E:\> tools\fdimage floppies\boot.flp A: Führen Sie das Kommando für jede .flp-Datei aus. Wechseln Sie bitte jedes Mal die Diskette und beschriften Sie die Diskette mit dem Namen der kopierten Datei. Falls Sie die Abbilder an anderer Stelle liegen haben, passen Sie bitte die Kommandozeile an. Wenn Sie keine CD-ROM besitzen, können Sie fdimage aus dem Verzeichnis tools des &os;-FTP-Servers herunterladen. Wenn Sie Startdisketten auf einem &unix; System (zum Beispiel einem anderen &os; System) erstellen, schreiben Sie die Abbilder mit dem Befehl &man.dd.1; direkt auf die Disketten. Auf einem &os;-System lautet die Kommandozeile: &prompt.root; dd if=boot.flp of=/dev/fd0 Unter &os; spricht /dev/fd0 das erste Diskettenlaufwerk an (das Laufwerk A:), /dev/fd1 spricht das Laufwerk B: an. Andere &unix; Varianten verwenden unter Umständen andere Gerätenamen, die in der Dokumentation des jeweiligen Systems beschrieben sind. Nun ist alles für die &os;-Installation vorbereitet.
Die Installation starten Die Installationsprozedur lässt die Daten auf Ihren Laufwerken solange unverändert bis die nachstehende Meldung erscheint: Last Chance: Are you SURE you want continue the installation? If you're running this on a disk with data you wish to save then WE STRONGLY ENCOURAGE YOU TO MAKE PROPER BACKUPS before proceeding! We can take no responsibility for lost disk contents! Vor dieser Meldung kann die Installationsprozedur jederzeit abgebrochen werden, ohne die Daten auf der Festplatte zu verändern. Wenn Sie meinen, etwas falsch konfiguriert zu haben, können Sie vor diesem Zeitpunkt einfach den Rechner ausschalten. Der Systemstart Systemstart von &i386;-Systemen Schalten Sie zunächst Ihren Rechner aus. Schalten Sie den Rechner ein. Während des Starts sollte angezeigt werden, wie Sie das Systemeinstellungsmenü (oder BIOS) erreichen. Meist drücken Sie dazu die Tasten F2, F10, Del oder Alt S . Benutzen Sie die angezeigte Tastenkombination. Viele Rechner zeigen beim Systemstart eine Grafik an. Typischerweise können Sie die Grafik mit der Taste Esc entfernen und so die angezeigten Meldungen lesen. Suchen Sie Option, die einstellt von welchem Gerät der Rechner startet. Normalerweise wird die Option genannt und zeigt eine Geräteliste, beispielsweise Floppy, CD-ROM, First Hard Disk an. Wenn Sie Startdisketten erstellt haben, wählen Sie Floppy aus, wenn Sie von CD-ROM starten, stellen Sie sicher, dass die CD-ROM ausgewählt ist. Wenn Sie nicht sicher sind, lesen Sie bitte im Handbuch des Rechners oder im Handbuch der Systemplatine nach. Stellen Sie das gewünschte Startmedium ein und sichern Sie die Einstellungen. Der Rechner sollte dann neu starten. Wenn Sie, wie in beschrieben, Startdisketten vorbereitet haben, benötigen Sie nun die erste Diskette, die boot.flp enthält. Legen Sie diese Diskette in das Diskettenlaufwerk ein. Wenn Sie den Rechner von einer CD-ROM starten, legen Sie die CD-ROM so früh wie möglich in das Laufwerk ein. Wenn Ihr Rechner wie normal startet und das existierende Betriebssystem lädt, kann das folgende Ursachen haben: Das Startmedium (Diskette, CD-ROM) ist nicht schnell genug eingelegt worden. Belassen Sie das Startmedium im Laufwerk und starten Sie Ihren Rechner neu. Die BIOS-Einstellungen sind falsch vorgenommen worden. Wiederholen Sie diesen Schritt, bis Sie die richtige Einstellung gefunden haben. Das verwendete BIOS kann nicht von dem gewünschten Medium starten. &os; startet jetzt. Wenn Sie von einer CD-ROM starten, sehen Sie die folgenden Meldungen (Versionsangaben entfernt): - Verifying DMI Pool Data ........ -Boot from ATAPI CD-ROM : - 1. FD 2.88MB System Type-(00) -Uncompressing ... done + Booting from CD-Rom... +CD Loader 1.2 + +Building the boot loader arguments +Looking up /BOOT/LOADER... Found +Relocating the loader and the BTX +Starting the BTX loader BTX loader 1.00 BTX version is 1.01 Console: internal video/keyboard -BIOS drive A: is disk0 -BIOS drive B: is disk1 -BIOS drive C: is disk2 -BIOS drive D: is disk3 +BIOS CD is cd0 +BIOS drive C: is disk0 +BIOS drive D: is disk1 BIOS 639kB/261120kB available memory -FreeBSD/i386 bootstrap loader, Revision 0.8 +FreeBSD/i386 bootstrap loader, Revision 1.1 -/kernel text=0x277391 data=0x3268c+0x332a8 | - -| -Hit [Enter] to boot immediately, or any other key for command prompt. -Booting [kernel] in 9 seconds... _ +Loading /boot/defaults/loader.conf +/boot/kernel/kernel text=0x64daa0 data=0xa4e80+0xa9e40 syms=[0x4+0x6cac0+0x4+0x88e9d] +\ Wenn Sie mit Startdisketten hochfahren, sehen Sie folgende Meldungen (Versionsangaben entfernt): - Verifying DMI Pool Data ........ + Booting from Floppy... +Uncompressing ... done BTX loader 1.00 BTX version is 1.01 Console: internal video/keyboard BIOS drive A: is disk0 BIOS drive C: is disk1 BIOS 639kB/261120kB available memory -FreeBSD/i386 bootstrap loader, Revision 0.8 +FreeBSD/i386 bootstrap loader, Revision 1.1 +Loading /boot/defaults/loader.conf /kernel text=0x277391 data=0x3268c+0x332a8 | Insert disk labelled "Kernel floppy 1" and press any key... Folgen Sie der Anweisung und entfernen Sie die boot.flp-Diskette, anschließend legen Sie die kern1.flp-Diskette ein und drücken Enter. Starten Sie das System mit der ersten Diskette und legen Sie, wenn Sie dazu aufgefordert werden, die anderen Disketten ein. Unabhängig davon, ob Sie von Disketten - oder von CD-ROM gestartet haben, wird folgende - Meldung erscheinen: + oder von CD-ROM gestartet haben, erscheint danach das + &os; Bootloader-Menü: - Hit [Enter] to boot immediately, or any other key for command prompt. -Booting [kernel] in 9 seconds... _ +
+ &os; Boot Loader Menu + + + + + + +
Warten Sie entweder zehn Sekunden oder drücken Sie Enter.
Systemstart von Alpha-Systemen Alpha Schalten Sie zunächst Ihren Rechner aus. Schalten Sie den Rechner ein und warten Sie auf die Eingabeaufforderung des Boot-Monitors. Wenn Sie, wie in beschrieben, Startdisketten vorbereitet haben, benötigen Sie nun die erste Diskette, die boot.flp enthält. Legen Sie diese Diskette in das Diskettenlaufwerk ein. Das nachstehende Kommando startet den Rechner von der Diskette (falls nötig, passen Sie den Gerätenamen der Diskette an): >>>BOOT DVA0 -FLAGS '' -FILE '' Wenn Sie den Rechner von einer CD-ROM starten, legen Sie die CD-ROM in das Laufwerk ein und führen das folgende Kommando aus (wenn nötig, passen Sie den Gerätenamen des CD-ROM-Laufwerks an): >>>BOOT DKA0 -FLAGS '' -FILE '' &os; wird jetzt starten. Wenn Sie den Rechner mit einer Diskette gestartet haben, wird irgendwann die nachstehende Meldung erscheinen: Insert disk labelled "Kernel floppy 1" and press any key... Folgen Sie der Anweisung und entfernen Sie die boot.flp-Diskette, anschließend legen Sie die kern1.flp-Diskette ein und drücken Enter. Unabhängig davon, ob Sie von Disketten oder von CD-ROM gestartet haben, wird folgende Meldung erscheinen: Hit [Enter] to boot immediately, or any other key for command prompt. Booting [kernel] in 9 seconds... _ Warten Sie entweder zehn Sekunden oder drücken Sie Enter, danach erscheint das Kernelkonfigurationsmenü.
Die Geräteerkennung prüfen Die letzten paar Hundert Zeilen der Bildschirmausgabe werden gesichert und können geprüft werden. Um sich den Bildschirmpuffer anzusehen, drücken Sie die Taste Scroll-Lock. Im Puffer können Sie mit den Pfeiltasten oder den Tasten PageUp und PageDown blättern. Um zur normalen Bildschirmausgabe zurückzukehren, drücken Sie nochmals die Taste Scroll-Lock. Prüfen Sie mit diesem Verfahren nun die Ausgaben der Geräteerkennung. Sie werden einen Text ähnlich wie in sehen. Die genauen Ausgaben sind abhängig von den in Ihrem System installierten Geräten.
Ausgabe der Geräteerkennung avail memory = 253050880 (247120K bytes) Preloaded elf kernel "kernel" at 0xc0817000. Preloaded mfs_root "/mfsroot" at 0xc0817084. md0: Preloaded image </mfsroot> 4423680 bytes at 0xc03ddcd4 md1: Malloc disk Using $PIR table, 4 entries at 0xc00fde60 npx0: <math processor> on motherboard npx0: INT 16 interface pcib0: <Host to PCI bridge> on motherboard pci0: <PCI bus> on pcib0 pcib1:<VIA 82C598MVP (Apollo MVP3) PCI-PCI (AGP) bridge> at device 1.0 on pci0 pci1: <PCI bus> on pcib1 pci1: <Matrox MGA G200 AGP graphics accelerator> at 0.0 irq 11 isab0: <VIA 82C586 PCI-ISA bridge> at device 7.0 on pci0 isa0: <iSA bus> on isab0 atapci0: <VIA 82C586 ATA33 controller> port 0xe000-0xe00f at device 7.1 on pci0 ata0: at 0x1f0 irq 14 on atapci0 ata1: at 0x170 irq 15 on atapci0 uhci0 <VIA 83C572 USB controller> port 0xe400-0xe41f irq 10 at device 7.2 on pci 0 usb0: <VIA 83572 USB controller> on uhci0 usb0: USB revision 1.0 uhub0: VIA UHCI root hub, class 9/0, rev 1.00/1.00, addr1 uhub0: 2 ports with 2 removable, self powered pci0: <unknown card> (vendor=0x1106, dev=0x3040) at 7.3 dc0: <ADMtek AN985 10/100BaseTX> port 0xe800-0xe8ff mem 0xdb000000-0xeb0003ff ir q 11 at device 8.0 on pci0 dc0: Ethernet address: 00:04:5a:74:6b:b5 miibus0: <MII bus> on dc0 ukphy0: <Generic IEEE 802.3u media interface> on miibus0 ukphy0: 10baseT, 10baseT-FDX, 100baseTX, 100baseTX-FDX, auto ed0: <NE2000 PCI Ethernet (RealTek 8029)> port 0xec00-0xec1f irq 9 at device 10. 0 on pci0 ed0 address 52:54:05:de:73:1b, type NE2000 (16 bit) isa0: too many dependant configs (8) isa0: unexpected small tag 14 orm0: <Option ROM> at iomem 0xc0000-0xc7fff on isa0 fdc0: <NEC 72065B or clone> at port 0x3f0-0x3f5,0x3f7 irq 6 drq2 on isa0 fdc0: FIFO enabled, 8 bytes threshold fd0: <1440-KB 3.5" drive> on fdc0 drive 0 atkbdc0: <Keyboard controller (i8042)> at port 0x60,0x64 on isa0 atkbd0: <AT Keyboard> flags 0x1 irq1 on atkbdc0 kbd0 at atkbd0 psm0: <PS/2 Mouse> irq 12 on atkbdc0 psm0: model Generic PS/@ mouse, device ID 0 vga0: <Generic ISA VGA> at port 0x3c0-0x3df iomem 0xa0000-0xbffff on isa0 sc0: <System console> at flags 0x100 on isa0 sc0: VGA <16 virtual consoles, flags=0x300> sio0 at port 0x3f8-0x3ff irq 4 flags 0x10 on isa0 sio0: type 16550A sio1 at port 0x2f8-0x2ff irq 3 on isa0 sio1: type 16550A ppc0: <Parallel port> at port 0x378-0x37f irq 7 on isa0 pppc0: SMC-like chipset (ECP/EPP/PS2/NIBBLE) in COMPATIBLE mode ppc0: FIFO with 16/16/15 bytes threshold plip0: <PLIP network interface> on ppbus0 ad0: 8063MB <IBM-DHEA-38451> [16383/16/63] at ata0-master UDMA33 acd0: CD-RW <LITE-ON LTR-1210B> at ata1-slave PIO4 Mounting root from ufs:/dev/md0c /stand/sysinstall running as init on vty0
Prüfen Sie die Ausgabe der Geräteerkennung sorgfältig und stellen Sie sicher, dass &os; alle erwarteten Geräte gefunden hat. Wenn ein Gerät nicht gefunden wurde, wird es nicht angezeigt. Ist dies bei Ihnen der Fall, müssen Sie einen angepassten Kernel erstellen, da das betroffene Gerät (beispielsweise eine Soundkarte) in diesem Fall vom GENERIC-Kernel nicht unterstützt wird. Ab &os; 6.2 gelangen Sie im nächsten Schritt in ein Menü, in dem Sie über die Cursortasten das Land, in dem Sie sich befinden, auswählen können (). Durch die Bestätigung mit der Enter-Taste wird automatisch das von Ihnen gewählte Land sowie die dazu passende Tastaturbelegung gewählt. Alternativ ist es auch hier möglich, sysinstall zu verlassen und von vorne zu beginnen.
Ihr Land auswählen
sysinstall beenden
Wählen Sie mit den Pfeiltasten den Punkt Exit Install des Hauptmenüs aus. Nach der Auswahl wird die folgende Meldung angezeigt: User Confirmation Requested Are you sure you wish to exit? The system will reboot (be sure to remove any floppies from the drives). [ Yes ] No Wenn Sie die Auswahl mit &gui.yes; bestätigen, wird das Installationsprogramm erneut starten, falls sich die CD-ROM noch im Laufwerk befindet. Wenn Sie mit Disketten gestartet haben, müssen Sie vor dem Neustart die boot.flp-Diskette entfernen.
Das Werkzeug sysinstall Zum Installieren von &os; stellt das &os;-Project das Werkzeug sysinstall zur Verfügung. Das Werkzeug arbeitet textorientiert und bietet eine Reihe von Menüs und Bildschirmen, um den Installationsprozess zu konfigurieren und zu steuern. Die Menüs von sysinstall werden mit Tasten wie den Pfeiltasten, Enter, Tab oder Space bedient. Eine ausführliche Beschreibung der Tastenbelegung ist in der Gebrauchsanweisung von sysinstall enthalten. Die Gebrauchsanweisung können Sie lesen, indem Sie den Menüpunkt Usage auswählen. Stellen Sie sicher, dass die Schaltfläche [Select], wie in gezeigt, aktiviert ist und drücken Sie die Taste Enter. Es erscheinen Anweisungen wie das Menüsystem zu bedienen ist. Wenn Sie diese gelesen haben, drücken Sie Enter, um in das Hauptmenü zurückzukehren.
Die Gebrauchsanweisung von sysinstall auswählen
Die Dokumentation abrufen Aus dem Hauptmenü wählen Sie mit den Pfeiltasten Doc aus und drücken Enter.
Die Dokumentation abrufen
Es wird das Dokumentationsmenü angezeigt.
Das Dokumentationsmenü von sysinstall
Lesen Sie bitte unbedingt die mitgelieferte Dokumentation. Um ein Dokument zu lesen, wählen Sie das Dokument mit den Pfeiltasten aus und drücken Enter. Wenn Sie das Dokument gelesen haben, kommen Sie mit der Taste Enter in das Dokumentationsmenü zurück. Um in das Hauptmenü zurückzukommen, wählen Sie mit den Pfeiltasten Exit aus und drücken die Taste Enter.
Die Tastaturbelegung ändern Um die Tastaturbelegung zu ändern, wählen Sie den Menüpunkt Keymap und drücken Enter. Dies ist nur erforderlich wenn Sie eine nicht standard-konforme Tastatur oder eine andere als eine amerikanische Tastatur einsetzen.
Das Hauptmenü von sysinstall
Eine andere Tastaturbelegung können Sie mit den Pfeiltasten markieren und der Taste Space auswählen. Wenn Sie die Taste Space nochmals drücken wird die Auswahl aufgehoben. Haben Sie eine Tastaturbelegung ausgewählt, markieren Sie mit den Pfeiltasten &gui.ok; und drücken Sie Enter. Der Bildschirmabzug zeigt nur einen der verfügbaren Belegungen an. Mit der Taste Tab markieren Sie die Schaltfläche &gui.cancel;, die mit der Vorgabe-Belegung wieder in das Hauptmenü zurückführt.
Sysinstall Keymap Menu
Installationsoptionen einstellen Wählen Sie Options aus und rücken die Taste Enter.
Das Hauptmenü von sysinstall
Optionen von sysinstall
Für die meisten Benutzer sind die voreingestellten Werte völlig ausreichend und brauchen daher nicht geändert werden. Der Name des Releases variiert mit der zu installierenden Version von &os;. Eine Beschreibung der ausgewählten Option erscheint blau hervorgehoben am unteren Ende des Bildschirms. Mit der Option Use Defaults können Sie alle Optionen auf die Vorgabewerte zurückstellen. Wenn Sie die Hilfeseite zu den verschiedenen Optionen lesen wollen, drücken Sie die Taste F1. Die Taste Q führt in das Hauptmenü zurück.
Eine Standard-Installation starten Die Standard-Installation sollte von allen &unix;- oder &os;-Anfängern benutzt werden. Markieren Sie mit den Pfeiltasten Standard und drücken Sie Enter, um die Installation zu starten.
Die Standard-Installation starten
Plattenplatz für &os; bereitstellen Ihre erste Aufgabe ist, &os; Plattenplatz bereitzustellen und den Plattenplatz für sysinstall kenntlich zu machen (label). Sie müssen daher wissen, wie &os; mit Platten umgeht. Nummerierung der Laufwerke im BIOS Bevor Sie &os; installieren und konfigurieren, sollten Sie Sie einen wichtigen Punkt beachten, besonders wenn Sie mehrere Festplatten besitzen. DOS Microsoft Windows In einem PC, der unter einem vom BIOS abhängigen Betriebssystem, wie &ms-dos; oder µsoft.windows; läuft, kann das BIOS die normale Reihenfolge der Laufwerke verändern und das Betriebssystem beachtet diese Änderung. Mit dieser Funktion kann der Rechner von einem anderen Laufwerk als dem so genannten primären Laufwerk gestartet werden. Die Funktion ist sehr zweckmäßig für Benutzer, die Datensicherungen auf einer zweiten Platte erstellen und dafür Werkzeuge wie Ghost oder xcopy einsetzen. Wenn die erste Platte ausfällt, von einem Virus befallen wird oder durch einen Fehler des Betriebssystems verunstaltet wird, können die Platten im BIOS logisch getauscht werden. Es sieht so aus, als wären die Laufwerke, ohne Öffnen des Gehäuses getauscht worden. SCSI BIOS Teurere Systeme mit SCSI-Controllern haben oft BIOS Erweiterungen, mit denen die Reihenfolge von bis zu sieben SCSI-Platten in ähnlicher Weise verändert werden kann. Ein Benutzer, der es gewohnt ist, diese BIOS-Funktionen zu benutzen, mag überrascht sein, dass &os; sich nicht wie erwartet verhält. &os; verwendet das BIOS nicht und weiß daher nichts von der logischen Plattenordnung im BIOS. Dies kann zu sehr verwirrenden Situationen führen, insbesondere wenn die Platten identische Geometrien besitzen und Kopien voneinander sind. Vor der Installation von &os; sollte im BIOS die normale Nummerierung der Laufwerke eingestellt und so belassen werden. Ist es nötig, die Reihenfolge der Laufwerke zu verändern, so sollte das immer auf dem schweren Weg, also durch Öffnen des Gehäuses und Verändern der Jumper und Kabel, erfolgen. Von Bills und Freds ungewöhnlichen Abenteuern Bill macht aus einer älteren Wintel Kiste ein neues &os;-System für Fred. Auf einer SCSI-Platte, die er mit der SCSI-ID 0 konfiguriert, installiert Bill &os;. Nachdem Fred das System einige Tage benutzt hat, bemerkt er, dass die ältere SCSI-Platte viele Fehler meldet und beschwert sich bei Bill. Nach einigen Tagen entschließt sich Bill, die Sache in die Hand zu nehmen. Er schnappt sich eine identische SCSI-Platte aus dem Lager im Hinterzimmer und baut diese, nachdem Sie einen Oberflächenscan überstanden hat, mit der SCSI-ID 4 ein. Anschließend kopiert er die Daten von der Platte mit der SCSI-ID 0 auf die Platte mit der SCSI-ID 4. Da die neue Platte zufriedenstellend läuft, stellt Bill im SCSI-BIOS die Reihenfolge der Platten so um, dass das System von der neuen Platte startet. Nach einem problemlosen Start von &os; läuft das System und Fred ist zufrieden. Nach einiger Zeit haben Bill und Fred Lust auf ein weiteres Abenteuer – Sie wollen das System auf eine neue &os;-Version aktualisieren. Bill ersetzt die angeschlagene Platte mit der SCSI-ID 0 durch eine gleiche Platte aus dem Lager. Auf der ausgetauschten Platte installiert er problemlos mithilfe von Freds Startdisketten die neue Version von &os;. Fred braucht ein paar Tage, um die neue &os;-Version zu testen und entscheidet, dass Sie für den produktiven Einsatz geeignet ist. Nun müssen die Daten von der alten Platte (mit der SCSI-ID 4) kopiert werden. Fred hängt dazu die alte Platte ein und stellt bestürzt fest, dass alle Daten verschwunden sind. Wo sind die Daten hin? Bill kopierte die Daten von der Platte mit der SCSI-ID 0 auf die Platte mit der SCSI-ID 4. Als Bill die Startreihenfolge im SCSI-BIOS änderte, führte er sich nur selbst an der Nase herum. &os; lief weiterhin auf der Platte mit der SCSI-ID 0. Durch die Änderung der Startreihenfolge wurde nur ein Teil des Boot- und Loader-Codes von der Platte mit der SCSI-ID 4 geladen. Die Kernel-Treiber von &os; ignorieren die BIOS-Einstellungen und benutzen die normale Nummerierung. Das System lief also weiterhin auf der Platte mit der SCSI-ID 0 und alle Daten von Fred befanden sich auf dieser Platte. Es schien nur so, als würde das System auf der Platte mit der SCSI-ID 4 laufen. Wir sind erleichtert zu bemerken, dass keine Daten verloren gingen oder verändert wurden. Die alte Platte wurde im Müll wiedergefunden und Freds Daten konnten wiederhergestellt werden (Bill weiß jetzt, dass er noch viel zu lernen hat). Obwohl in diesem Beispiel SCSI-Platten verwendet wurden, gelten die Konzepte gleichermaßen für IDE-Platten. Slices mit Fdisk erstellen Zu diesem Zeitpunkt werden noch keine Änderungen auf die Festplatte ausgeschrieben. Sie können daher sysinstall jederzeit verlassen, und erneut beginnen, wenn Sie denken, einen Fehler gemacht zu haben. Sie können sysinstall über die Menüs verlassen, die Taste U drücken oder die Option Undo wählen. Wenn Sie einmal nicht wissen, wie Sie ein Menü verlassen, können Sie den Rechner auch einfach ausschalten. Nachdem Sie in sysinstall die Standard-Installation ausgewählt haben, werden Sie folgende Meldung sehen: Message In the next menu, you will need to set up a DOS-style ("fdisk") partitioning scheme for your hard disk. If you simply wish to devote all disk space to FreeBSD (overwriting anything else that might be on the disk(s) selected) then use the (A)ll command to select the default partitioning scheme followed by a (Q)uit. If you wish to allocate only free space to FreeBSD, move to a partition marked "unused" and use the (C)reate command. [ OK ] [ Press enter or space ] Drücken Sie, wie angegeben, Enter. Im nächsten Bildschirm werden alle Festplatten angezeigt, die der Kernel während der Geräteerkennung gefunden hat. zeigt ein Beispiel von einem System mit zwei IDE-Platten, die als ad0 und ad2 erkannt wurden.
Ein Laufwerk für Fdisk aussuchen
Sie fragen sich vielleicht, warum ad1 nicht angezeigt wird. Wurde die Platte vielleicht nicht erkannt? Stellen Sie sich ein System mit zwei IDE-Platten vor. Eine Platte ist als Master am ersten Controller, die andere als Master am zweiten Controller angeschlossen. Wenn &os; die Platten in der Reihenfolge, in der sie gefunden werden, nummerieren würde, hießen die Platten ad0 und ad1 und alles würde funktionieren. Wenn Sie nun am ersten IDE-Controller eine dritte Platte als Slave anschließen würden, wäre diese Platte ad1. Die vorher ad1 genannte Platte würde nun ad2 heißen. Dateisysteme werden auf Geräten wie ad1s1a angelegt. Daher könnte es passieren, dass auf einmal Dateisysteme nicht mehr gefunden werden und Sie &os; umkonfigurieren müssten. Um diese Probleme zu umgehen, kann der Kernel so eingestellt werden, dass er Platten nach ihrem Anschlussort anstelle der gefundenen Reihenfolge benennt. Nach diesem Schema ist die Master-Platte am zweiten IDE-Controller immer ad2, auch wenn es die Geräte ad0 oder ad1 gar nicht gibt. Dieses Verhalten ist in &os; voreingestellt und der Grund warum im Beispiel die Geräte ad0 und ad2 angezeigt werden. Der Rechner, von dem die gezeigte Ausgabe stammt, hatte zwei IDE-Platten, die beide als Master konfiguriert waren, und keine Slave-Platten. Wählen Sie die Platte aus, auf die Sie &os; installieren wollen und drücken Sie &gui.ok;. Anschließend startet Fdisk und zeigt einen Bildschirm wie den in . Der Bildschirm von Fdisk ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt umfasst die ersten beiden Zeilen der Anzeige. Er enthält Einzelheiten über die aktuell ausgewählte Platte, unter anderem den &os;-Gerätenamen, die Plattengeometrie und die Kapazität der Platte. Der zweite Abschnitt zeigt die auf der Platte befindlichen Slices. Angezeigt wird der Anfang und das Ende der Slice, die Größe der Slice, der &os;-Gerätename, eine Beschreibung und der Subtyp. Im Beispiel sehen Sie zwei unbenutzte Slices, die durch die Plattenbelegung auf PCs entstehen. Weiterhin sehen Sie eine große FAT-Slice, die ziemlich sicher unter &ms-dos;/&windows; als Laufwerk C: auftaucht und eine erweiterte Slice, die unter &ms-dos;/&windows; weitere Laufwerke enthalten kann. Im dritten Abschnitt sind die Kommandos von Fdisk zusammengefasst.
Typischer Fdisk-Bildschirm vor dem Editieren
Die nächsten Schritte hängen von der beabsichtigten Einteilung der Festplatte ab. Wenn Sie die gesamte Festplatte für &os; verwenden wollen, drücken Sie die Taste A (entspricht dem Menüpunkt Use Entire Disk). Später im Installationsverlauf müssen Sie diese Auswahl bestätigen, danach werden alle bisherigen Daten von der Festplatte gelöscht. Diese Auswahl löscht vorher vorhandene Slices und ersetzt sie durch einen kleinen unbenutzten Bereich (der wieder durch das PC-Design bedingt ist) und eine große Slice für &os;. Wählen Sie dann die neu erstellte Slice mit den Pfeiltasten aus und drücken Sie die Taste S, um die Slice als startfähig (bootbar) zu markieren. zeigt den Bildschirm zu diesem Zeitpunkt. Beachten Sie das A in der Spalte Flags. Dies zeigt an, dass die Slice aktiv ist und das System von dieser Slice starten wird. Um Platz für &os; zu schaffen, können Sie auch bestehende Slices löschen. Markieren Sie dazu die Slice mit den Pfeiltasten und drücken Sie die Taste D. Danach legen Sie eine neue Slice mit der Taste C an. Sie werden nach der Größe der zu erstellenden Slice gefragt; der Vorgabewert entspricht der größten Slice, die angelegt werden kann (entspricht entweder dem größten freien Bereich auf der Festplatte oder der ganzen Festplatte). Wenn Sie schon Platz für &os; geschaffen haben (beispielsweise mit &partitionmagic;), können Sie eine neue Slice direkt mit der Taste C anlegen. Sie werden wieder nach der Größe der anzulegenden Slice gefragt.
Eine Partition über die gesamte Platte
Drücken Sie die Taste Q, wenn Sie fertig sind. Sysinstall merkt sich die Änderungen, schreibt sie aber noch nicht auf die Festplatte.
Einen Boot-Manager installieren Sie können nun einen Boot-Manager installieren. Unter folgenden Umständen sollten Sie den &os;-Boot-Manager installieren: Das System besitzt mehr als ein Laufwerk und &os; ist auf einem anderen Laufwerk als dem ersten Laufwerk installiert. &os; teilt sich das Laufwerk mit einem anderen Betriebssystem. Beim Systemstart wollen Sie auswählen, welches Betriebssystem gestartet wird. Wird der Rechner ausschließlich mit &os; betrieben und &os; ist auf dem ersten Laufwerk installiert, dann genügt der Standard-Boot-Manager. Wenn Sie einen anderen Boot-Manager benutzen, der &os; starten kann, wählen Sie bitte None aus. Nachdem Sie die Auswahl getroffen haben, drücken Sie die Taste Enter.
Sysinstall Boot-Manager-Menü
In der Hilfe, die Sie mit der Taste F1 aufrufen, werden Probleme beschrieben, die entstehen können, wenn sich zwei Betriebssysteme ein Laufwerk teilen.
Slices auf einem anderen Laufwerk anlegen Wenn das System mehr als ein Laufwerk besitzt, kehrt die Installationsprozedur nach der Auswahl des Boot-Managers zum Bildschirm Select Drives zurück. Sie können hier ein anderes Laufwerk auswählen und auf diesem Laufwerk mit Fdisk weitere Slices anlegen. Wenn Sie &os; auf einem anderen Laufwerk als dem ersten Laufwerk installieren, müssen Sie den &os;-Boot-Manager auf beiden Laufwerken installieren.
Die Laufwerksauswahl verlassen
Die Taste Tab wechselt zwischen dem zuletzt ausgewählten Laufwerk und den Schaltflächen &gui.ok; und &gui.cancel;. Drücken Sie einmal die Taste Tab, um &gui.ok; auszuwählen und drücken Sie anschließend Enter um die Installation weiterzuführen.
Partitionen mit <application>Bsdlabel</application> anlegen In jeder angelegten Slice müssen Sie Partitionen anlegen. Die Partitionen werden mit Buchstaben von a bis h gekennzeichnet. Die Buchstaben b, c und d haben eine besondere Bedeutung, die Sie beachten sollten. Einige Anwendungen profitieren von einer besonderen Aufteilung der Partitionen, insbesondere wenn das System mehr als ein Laufwerk besitzt. Bei der ersten &os;-Installation sollten Sie sich allerdings nicht zu viele Gedanken über die Partitionen machen. Wichtiger ist, dass Sie &os; installieren und benutzen. Wenn Sie mehr Erfahrung mit &os; gesammelt haben, können Sie &os; jederzeit mit anderen Partitionen installieren. Das folgende Schema legt vier Partitionen an: Eine Partition für den Auslagerungsbereich (swap space) und drei Partitionen für Dateisysteme. Partitionen auf dem ersten Laufwerk Partition Dateisystem Größe Beschreibung a / 100 MB Das Root-Dateisystem. Jedes andere Dateisystem wird irgendwo unterhalb von diesem Dateisystem eingehangen. 100 MB ist eine vernünftige Größe für dieses Dateisystem. Sie werden hier wenig Daten speichern und &os; benötigt ungefähr 40 MB Platz auf diesem Dateisystem. Der Rest ist für temporäre Daten und die Reserve, falls künftige Versionen von &os; mehr Platz in / benötigen. b N/A 2-3 x RAM Der Auslagerungsbereich befindet sich auf der b-Partition. Es ist schon fast eine Kunst, die Größe des Auslagerungsbereichs richtig zu bestimmen. Eine gute Daumenregel ist, den Auslagerungsbereich zwei bis dreimal größer als den Hauptspeicher (RAM) anzulegen. Sie sollten mindestens 64 MB für den Auslagerungsbereich vorsehen. Wenn das System also weniger als 32 MB Hauptspeicher besitzt, richten Sie einen 64 MB großen Auslagerungsbereich ein. Besitzt das System mehr als ein Laufwerk, können Sie auf jedem Laufwerk Auslagerungsbereiche anlegen. Da &os; alle Auslagerungsbereiche benutzt, wird der Vorgang des Auslagerns durch mehrere Bereiche beschleunigt. Berechnen Sie in diesem Fall die Größe des benötigten Auslagerungsbereichs, beispielsweise 128 MB, und teilen Sie die Größe durch die Anzahl der Laufwerke. Dies gibt die Größe des Auslagerungsbereichs auf jedem Laufwerk. Mit zwei Platten ergibt das in diesem Beispiel 64 MB Auslagerungsbereich pro Platte. e /var 50 MB Das Verzeichnis /var enthält Dateien, die sich dauernd ändern (Protokolldateien und Dateien für Verwaltungszwecke) und auf die im Normalbetrieb oft zugegriffen wird. Liegen diese Dateien in einem gesonderten Dateisystem, kann &os; den Zugriff auf die Dateien optimieren, ohne den Zugriff auf Dateien mit einem anderen Zugriffmuster zu stören. f /usr Der Rest des Laufwerks Alle anderen Dateien werden normalerweise im Verzeichnis /usr oder einem Unterverzeichnis von /usr abgelegt.
Wenn Sie &os; auf mehr als einem Laufwerk installieren, müssen Sie noch weitere Partitionen in den Slices auf den anderen Laufwerken anlegen. Am einfachsten legen Sie pro Laufwerk zwei Partitionen an: eine für den Auslagerungsbereich und eine andere für ein Dateisystem. Partitionen auf weiteren Laufwerken Partition Dateisystem Größe Beschreibung b - - Wie schon besprochen, können Sie den Auslagerungsbereich auf mehrere Platten verteilen. Auch wenn die a-Partition frei ist, sollte der Auslagerungsbereich entsprechend der Konvention auf der b-Partition angelegt werden. e /diskn Der Rest des Laufwerks Der Rest der Platte wird von einer großen Partition eingenommen. Sie könnten für diese Partition die a-Partition anstelle der e-Partition benutzen. Allerdings ist die a-Partition per Konvention für das Root-Dateisystem (/) reserviert. Sie brauchen die Konvention nicht zu beachten, da aber sysinstall die Konvention beachtet, ist die Installation sauberer, wenn Sie das auch tun. Sie können das Dateisystem irgendwo einhängen. Das Beispiel schlägt die Verzeichnisse /diskn vor, wobei n die Laufwerke nummeriert. Sie können ein anderes Schema verwenden, wenn Sie möchten.
Wenn Sie die Aufteilung der Partitionen festgelegt haben, können Sie die Partitionen mit sysinstall anlegen. Es erscheint die nachstehende Meldung: Message Now, you need to create BSD partitions inside of the fdisk partition(s) just created. If you have a reasonable amount of disk space (200MB or more) and don't have any special requirements, simply use the (A)uto command to allocate space automatically. If you have more specific needs or just don't care for the layout chosen by (A)uto, press F1 for more information on manual layout. [ OK ] [ Press enter or space ] Drücken Sie Enter, um den &os;-Partitionseditor, der Disklabel heißt, zu starten. zeigt den Einstiegsbildschirm von Disklabel. Der Bildschirm ist in drei Bereiche geteilt. Die ersten Zeilen zeigen den Namen des Laufwerks, das Sie gerade bearbeiten und die Slice, die die erstellten Partitionen enthält (Disklabel spricht hier von Partitionen anstatt von Slices). Der freie Platz einer Slice, der noch keiner Partition zugeordnet ist, wird ebenfalls angezeigt. In der Mitte des Bildschirms werden die angelegten Partitionen, der Name des Dateisystems, das sich in der Partition befindet, dessen Größe und die Optionen zum Erstellen des Dateisystems angezeigt. Das untere Drittel des Bildschirms zeigt die in Disklabel gültigen Tastenkombinationen.
Sysinstall Disklabel-Editor
Disklabel kann für Sie automatisch Partitionen mit vorgegebenen Größen erstellen. Probieren Sie das bitte jetzt aus und drücken Sie die Taste A. Der Bildschirm sieht danach ähnlich wie in aus. Abhängig von der Größe des Laufwerks können die Vorgabewerte richtig oder falsch sein. Da Sie die Vorgaben nicht akzeptieren müssen, spielt das keine Rolle. &os; legt das Verzeichnis /tmp in einer eigenen Partition an. Dies verhindert, dass sich die Root-Partition mit temporären Dateien füllt.
Sysinstall Disklabel-Editor mit automatischen Vorgaben
Wollen Sie die vorgegebenen Partitionen nicht verwenden und durch eigene ersetzen, markieren Sie mit den Pfeiltasten die erste Partition und drücken Sie die Taste D, um die Partition zu löschen. Wiederholen Sie dies für alle vorgegebenen Partitionen. Um die erste Partition (a), die als / eingehangen wird, zu erstellen, drücken Sie die Taste C. Stellen Sie dabei sicher, dass die richtige Slice im oberen Teil des Bildschirms markiert ist. Wie in , erscheint ein Fenster, in dem Sie die Größe der Partition angeben müssen. Sie können die Größe in Blöcken oder einer Zahl gefolgt von M für Megabyte, G für Gigabyte oder C für Zylinder angeben. Ab &os; 5.X gibt es den Menüpunkt Custom Newfs (Taste Z). Sie können dort Dateisysteme vom Typ UFS2 anlegen (dies ist ab &os; 5.1 die Vorgabe), die Einstellungen von mit Auto Defaults angelegten Dateisystemen ändern oder die Option für zu erstellende Dateisysteme voreinstellen. Vergessen Sie nicht, Soft Updates mit der Option zu aktivieren.
Die Größe einer Partition festlegen
Die vorgegebene Größe erstellt eine Partition, die den Rest der Slice ausfüllt. Wenn Sie die Größen aus dem früheren Beispiel verwenden, löschen Sie die vorgeschlagene Größe mit der Taste Backspace und tragen Sie die neue Größe, wie in gezeigt, ein. Drücken Sie anschließend &gui.ok;.
Die Größe einer Partition ändern
Nachdem Sie die Größe der Partition festgelegt haben, werden Sie gefragt, ob die Partition ein Dateisystem oder einen Auslagerungsbereich enthalten soll (siehe ). Die erste Partition enthält ein Dateisystem, wählen Sie FS aus und drücken Sie die Taste Enter.
Den Partitionstyp festlegen
Abschließend müssen Sie, weil Sie ein Dateisystem erstellen, angeben, wo das Dateisystem eingehangen wird. Die Eingabe ist in dargestellt. Das Root-Dateisystem wird in / eingehangen, geben Sie daher / ein und drücken Sie die Taste Enter.
Den Mountpoint festlegen
Auf dem Bildschirm wird jetzt die neu angelegte Partition angezeigt. Wiederholen Sie diese Prozedur für die restlichen Partitionen. Beim Anlegen des Auslagerungsbereichs werden Sie nicht nach einem Mountpoint gefragt, da ein Auslagerungsbereich nie eingehangen wird. Wenn Sie die letzte Partition anlegen, /usr, können Sie die vorgeschlagene Größe stehen lassen. Das Dateisystem wird dann den Rest der Slice einnehmen. Der letzte Bildschirm von Disklabel sieht wie in aus (Ihre Werte werden von den gezeigten Werten abweichen). Drücken Sie die Taste Q, um Disklabel zu verlassen.
Sysinstall Disklabel-Editor
Den Installationsumfang bestimmen Die Distribution auswählen Welche Software Sie installieren, hängt hauptsächlich vom Zweck des Rechners und dem zur Verfügung stehenden Plattenplatz ab. Die vorgegebenen Distributionen reichen von der minimalen Installation bis hin zu einer kompletten Installation. Anfänger sollten eine der vorgegebenen Distributionen auswählen, erfahrene Benutzer können die zu installierende Distribution anpassen. Die Taste F1 führt zu einem Hilfebildschirm, der die Distributionen und deren Inhalte beschreibt. Drücken Sie Enter, um die Hilfe zu verlassen und zur Auswahl der Distribution zurückzukehren. Wenn Sie eine graphische Benutzeroberfläche installieren wollen, sollten Sie eine Distribution auswählen, deren Name mit X anfängt. Die Konfiguration des X-Servers und die Auswahl der Benutzeroberfläche ist Teil der Nacharbeiten. Die Konfiguration des X-Servers wird in besprochen. Seit &os; 5.3 wird &xorg; als Standard-X-Server installiert. Wenn Sie einen angepassten Kernel erstellen wollen, wählen Sie eine Distribution aus, die den Quellcode (source code) enthält. Warum und wie Sie einen angepassten Kernel erstellen, erfahren Sie in . Natürlich ist das flexibelste System das, auf dem alles installiert ist. Wenn das System über ausreichend Plattenplatz verfügt, wählen Sie mit den Pfeiltasten die Option All aus (siehe ) und drücken die Taste Enter. Wenn Sie Bedenken haben, dass der Plattenplatz nicht ausreicht, wählen Sie eine Distribution, die weniger Software enthält. Machen Sie sich keine unnötigen Sorgen um die richtige Distribution, ausgelassene Distribution können später nachinstalliert werden.
Die Distribution auswählen
Die Ports-Sammlung installieren Nach der Auswahl der Distribution haben Sie Gelegenheit, die &os;-Ports-Sammlung zu installieren. Mit der Ports-Sammlung lässt sich Software Dritter auf einfache Art und Weise installieren. Der Quellcode der zu installierenden Software ist nicht in der Ports-Sammlung enthalten. Stattdessen enthält die Ports-Sammlung Dateien, die den Installationsprozess (herunterladen, übersetzen und installieren) automatisieren. Die Ports-Sammlung wird in besprochen. Der Installationsprozess prüft nicht, ob ausreichend Platz für die Ports-Sammlung vorhanden ist. Wählen Sie die Ports-Sammlung bitte nur aus, wenn das System über ausreichenden Platz verfügt. In &os; &rel.current; nimmt die Ports-Sammlung ungefähr &ports.size; Plattenplatz in Anspruch. Neuere Versionen von &os; benötigen mit Sicherheit noch mehr Platz. User Confirmation Requested Would you like to install the FreeBSD ports collection? This will give you ready access to over &os.numports; ported software packages, at a cost of around &ports.size; of disk space when "clean" and possibly much more than that if a lot of the distribution tarballs are loaded (unless you have the extra CDs from a FreeBSD CD/DVD distribution available and can mount it on /cdrom, in which case this is far less of a problem). The ports collection is a very valuable resource and well worth having on your /usr partition, so it is advisable to say Yes to this option. For more information on the ports collection & the latest ports, visit: http://www.FreeBSD.org/ports [ Yes ] No Wählen Sie mit den Pfeiltasten &gui.yes; aus, um die Ports-Sammlung zu installieren. Wählen Sie &gui.no; aus, um die Ports-Sammlung auszulassen. Drücken Sie danach die Taste Enter, es erscheint wieder das Distributionsmenü.
Die Distributionen bestätigen
Wenn Sie mit den ausgewählten Optionen zufrieden sind, wählen Sie mit den Pfeiltasten Exit aus (stellen Sie sicher, dass &gui.ok; aktiv ist) und drücken Sie die Taste Enter.
Das Installationsmedium auswählen Wenn Sie von einer CD-ROM oder einer DVD installieren, wählen Sie bitte Install from a FreeBSD CD/DVD aus. Stellen Sie sicher, dass &gui.ok; aktiv ist und drücken Sie dann die Taste Enter, um mit der Installation fortzufahren. Wenn Sie ein anderes Installationsmedium benutzen, wählen Sie die passende Option aus und folgen den angezeigten Anweisungen. Die Hilfeseiten über Installationsmedien erreichen Sie mit der Taste F1. Drücken Sie Enter, um zur Auswahl des Installationsmediums zurückzukehren.
Das Installationsmedium auswählen
FTP-Installationsmodi Installation FTP Sie können zwischen drei FTP-Installationsmodi wählen: Active-FTP, Passive-FTP oder über einen HTTP-Proxy. FTP Active: Install from an FTP server Diese Option führt alle FTP-Operationen im Active-Mode aus. Dieser Modus funktioniert nicht durch Firewalls, er funktioniert aber mit alten FTP-Servern, die den Passive-Mode nicht beherrschen. Wenn die Verbindung im Passive-Mode (das ist die Vorgabe) hängt, versuchen Sie den Active-Mode. FTP Passive: Install from an FTP server through a firewall FTP Passive-Mode Mit dieser Option benutzt sysinstall den Passive-Mode für alle FTP-Operationen. In diesem Modus funktionieren Verbindungen durch Firewalls, die einkommende Pakete auf beliebigen TCP-Ports blockieren. FTP via a HTTP proxy: Install from an FTP server through a http proxy FTP über einen HTTP-Proxy Diese Option weist sysinstall an, alle FTP-Operationen mit HTTP über einen Proxy (wie ein Web-Browser) durchzuführen. Der Proxy leitet die Anfragen an den richtigen FTP-Server weiter. Mit dieser Option passieren Sie eine Firewall, die FTP-Verbindungen verbietet, aber einen HTTP-Proxy anbietet. Neben dem FTP-Server müssen Sie in diesem Fall den Proxy-Server angeben. Bei einem FTP-Proxy-Server müssen Sie normalerweise den Ziel-FTP-Server als Teil des Benutzernamens hinter dem Klammeraffen (@) angeben. Der Proxy-Server übernimmt die Kommunikation mit dem Ziel-FTP-Server. Nehmen wir an, Sie wollen von ftp.FreeBSD.org über den FTP-Proxy foo.example.com auf Port 1234 installieren. Wählen Sie das Menü Options aus und setzen Sie dort den FTP-Benutzernamen (username) auf ftp@ftp.FreeBSD.org. Als Passwort geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Setzen Sie das Installationsmedium auf Active-FTP oder Passive-FTP, je nachdem welchen Modus der Proxy-Server unterstützt. Für die URL geben Sie ftp://foo.example.com:1234/pub/FreeBSD an. Der Proxy-Server foo.example.com leitet Zugriffe auf das Verzeichnis /pub/FreeBSD an den Server ftp.FreeBSD.org weiter. Daher können foo.example.com als FTP-Server angeben.
Die Installation festschreiben Wenn Sie wünschen, kann die Installation nun beginnen. Dies ist die letzte Gelegenheit, die Installation abzubrechen und Änderungen auf der Festplatte zu vermeiden. User Confirmation Requested Last Chance! Are you SURE you want to continue the installation? If you're running this on a disk with data you wish to save then WE STRONGLY ENCOURAGE YOU TO MAKE PROPER BACKUPS before proceeding! We can take no responsibility for lost disk contents! [ Yes ] No Wählen Sie &gui.yes; aus und drücken Sie Enter, um weiter zu machen. Die Installationsdauer hängt von den ausgewählten Distributionen, dem Installationsmedium und der Geschwindigkeit des Rechners ab. Während der Installation wird der Fortgang mit Statusmeldungen angezeigt. Die Installation ist beendet, wenn die folgende Meldung erscheint: Message Congratulations! You now have FreeBSD installed on your system. We will now move on to the final configuration questions. For any option you do not wish to configure, simply select No. If you wish to re-enter this utility after the system is up, you may do so by typing: /usr/sbin/sysinstall. [ OK ] - [ Press enter to continue ] + [ Press enter or space ] Drücken Sie die Taste Enter, um die Nacharbeiten durchzuführen. Wenn Sie &gui.no; auswählen und Enter drücken wird die Installation abgebrochen und das System wird nicht verändert. Die nachstehende Meldung wird angezeigt: Message Installation complete with some errors. You may wish to scroll through the debugging messages on VTY1 with the scroll-lock feature. You can also choose "No" at the next prompt and go back into the installation menus to retry whichever operations have failed. [ OK ] Die Meldung wird angezeigt, weil nichts installiert wurde. Drücken Sie Enter, um in das Hauptmenü zurückzukehren. Dort können Sie die Installationsprozedur verlassen. Arbeiten nach der Installation Nach einer erfolgreichen Installation wird das System konfiguriert. Sie können das System direkt konfigurieren oder nach einem Neustart. Nach einem Neustart rufen Sie sysinstall (vor &os; 5.2 /stand/sysinstall) auf und wählen den Menüpunkt Configure. Netzwerkkonfiguration Wenn Sie schon PPP für eine FTP-Installation konfiguriert haben, erscheint dieser Bildschirm nicht. Sie können die Konfiguration später in sysinstall vornehmen. Netzwerke und die Konfiguration von &os; als Gateway oder Router werden eingehend im Kapitel Weiterführende Netzwerkthemen behandelt. User Confirmation Requested Would you like to configure any Ethernet or SLIP/PPP network devices? [ Yes ] No Wenn Sie eine Netzwerkkarte konfigurieren wollen, wählen Sie &gui.yes; aus und drücken Sie die Taste Enter. Wählen Sie &gui.no;, um die Netzwerkkonfiguration zu überspringen.
Eine Netzwerkkarte auswählen
Wählen Sie die zu konfigurierende Karte mit den Pfeiltasten aus und drücken Sie die Taste Enter. User Confirmation Requested Do you want to try IPv6 configuration of the interface? Yes [ No ] Für das gezeigte Installationsbeispiel genügte das momentan verwendete Internet-Protokoll (IPv4). Daher wurde mit den Pfeiltasten &gui.no; ausgewählt und mit der Taste Enter bestätigt. Wenn Sie durch einen RA-Server mit einem IPv6-Netzwerk verbunden sind, wählen Sie bitte &gui.yes; und drücken die Taste Enter. Die Suche nach den RA-Servern dauert einige Sekunden. User Confirmation Requested Do you want to try DHCP configuration of the interface? Yes [ No ] Falls Sie das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) nicht verwenden, wählen Sie &gui.no; aus und drücken Sie Enter. Wenn Sie &gui.yes; auswählen, wird das Programm dhclient ausgeführt und bei Erfolg die Netzwerkkarte konfiguriert. Mehr über DHCP können Sie in nachlesen. Der nächste Bildschirmabzug zeigt die Netzwerkkonfiguration eines Systems, das Gateway für das lokale Netz ist.
Die Netzwerkkarte ed0 konfigurieren
Tragen Sie in die Felder, die Sie mit der Taste Tab auswählen können, die richtige Konfiguration ein. Host Der vollständige Rechnername (fully-qualified hostname), wie in diesem Beispiel k6-2.example.com. Domain Der Domain-Name, in dem sich der Rechner befindet. Im Beispiel ist das example.com. IPv4 Gateway Die IP-Adresse des Rechners, der Pakete an entfernte Netze weiterleitet. Sie müssen dieses Feld ausfüllen, wenn der sich der Rechner in einem Netzwerk befindet. Lassen Sie das Feld leer, wenn der Rechner der Gateway in das Internet ist. Der IPv4-Gateway wird auch default gateway oder default route genannt. Name server Die IP-Adresse des lokalen DNS-Servers. Im Beispiel gibt es keinen lokalen DNS-Server, daher wurde der DNS-Server des Providers (208.163.10.2) benutzt. IPv4 address Die IP-Adresse der Netzwerkkarte (192.168.0.1). Netmask (Netzmaske) Im Beispiel werden Adressen aus einem Klasse C Netz (192.168.0.0 bis 192.168.0.255) benutzt. Standardmäßig besitzt ein Klasse C Netz die Netzmaske 255.255.255.0. Extra options to ifconfig (Optionen für ifconfig) Zusätzliche Optionen für den Befehl ifconfig, die spezifisch für die verwendete Netzwerkkarte sind. Im Beispiel sind keine Optionen angegeben. Wenn Sie alle Werte eingegeben haben, wählen Sie mit Tab &gui.ok; aus und drücken Sie Enter. User Confirmation Requested Would you like to Bring Up the ed0 interface right now? [ Yes ] No Wenn Sie &gui.yes; auswählen und Enter drücken, wird die Netzwerkkonfiguration aktiviert. Allerdings bringt dies zu diesem Zeitpunkt nicht viel, da der Rechner noch neu gestartet werden muss.
Gateway einrichten User Confirmation Requested Do you want this machine to function as a network gateway? [ Yes ] No Wählen Sie &gui.yes;, wenn der Rechner ein Gateway für ein lokales Netz ist und Pakete an andere Netze weiterleitet. Wenn der Rechner ein normaler Netzknoten ist, wählen Sie &gui.no; aus. Bestätigen Sie die auswahl mit der Taste Enter. IP-Dienste einrichten User Confirmation Requested Do you want to configure inetd and the network services that it provides? Yes [ No ] Wenn &gui.no; ausgewählt wird, werden Dienste wie telnetd nicht aktiviert. Benutzer können sich dann von entfernten Rechnern nicht mit telnet an dieser Maschine anmelden. Lokale Benutzer können aber auf entfernte Rechner mit telnet zugreifen. Die Dienste können Sie nach der Installation aktivieren, indem Sie die Datei /etc/inetd.conf editieren. Dies wird in beschrieben. Wenn Sie jetzt weitere Dienste aktivieren möchten, wählen Sie &gui.yes; aus. Es erscheint die nachstehende Rückfrage: User Confirmation Requested The Internet Super Server (inetd) allows a number of simple Internet services to be enabled, including finger, ftp and telnetd. Enabling these services may increase risk of security problems by increasing the exposure of your system. With this in mind, do you wish to enable inetd? [ Yes ] No Bestätigen Sie die Rückfrage mit &gui.yes;. User Confirmation Requested inetd(8) relies on its configuration file, /etc/inetd.conf, to determine which of its Internet services will be available. The default FreeBSD inetd.conf(5) leaves all services disabled by default, so they must be specifically enabled in the configuration file before they will function, even once inetd(8) is enabled. Note that services for IPv6 must be separately enabled from IPv4 services. Select [Yes] now to invoke an editor on /etc/inetd.conf, or [No] to use the current settings. [ Yes ] No Wenn Sie &gui.yes; auswählen, können Sie Dienste aktivieren, in dem Sie das Zeichen # am Zeilenanfang entfernen.
<filename>inetd.conf</filename> editieren
Wenn Sie die gewünschten Dienste aktiviert haben, drücken Sie die Taste Esc. Es erscheint ein Menü, in dem Sie die Änderungen abspeichern und den Editor verlassen können.
Anonymous-FTP FTP anonymous User Confirmation Requested Do you want to have anonymous FTP access to this machine? Yes [ No ] Anonymous-FTP verbieten Wenn Sie die vorgegebene Auswahl &gui.no; mit der Taste Enter bestätigen, können Benutzer, die ein Konto und ein Passwort auf dem System besitzen, immer noch mit FTP auf das System zugreifen. Anonymous-FTP erlauben Wenn Sie Anonymous-FTP erlauben, darf jeder auf Ihr System zugreifen. Bedenken Sie die Folgen für die Systemsicherheit (siehe ) bevor Sie diese Option aktivieren. Um Anonymous-FTP zu aktivieren, wählen Sie mit den Pfeiltasten &gui.yes; aus und drücken Sie die Taste Enter. Es erscheint ein ähnlicher Bildschirm wie der folgende:
Anonymous-FTP konfigurieren
Mit der Taste F1 rufen Sie die Hilfe auf: This screen allows you to configure the anonymous FTP user. The following configuration values are editable: UID: The user ID you wish to assign to the anonymous FTP user. All files uploaded will be owned by this ID. Group: Which group you wish the anonymous FTP user to be in. Comment: String describing this user in /etc/passwd FTP Root Directory: Where files available for anonymous FTP will be kept. Upload subdirectory: Where files uploaded by anonymous FTP users will go. Das FTP-Wurzelverzeichnis wird per Voreinstellung in /var angelegt. Wenn in /var zu wenig Platz vorhanden ist, können Sie das FTP-Wurzelverzeichnis beispielsweise nach /usr/ftp verlegen. Wenn Sie mit den Einstellungen zufrieden sind, drücken Sie die Taste Enter. User Confirmation Requested Create a welcome message file for anonymous FTP users? [ Yes ] No Wenn Sie &gui.yes; auswählen und mit Enter bestätigen, können Sie die Begrüßungsmeldung des FTP-Servers in einem Editor ändern.
Begrüßungsmeldung des FTP-Servers editieren
Der Editor, in dem Sie sich befinden, heißt ee. Folgen Sie den Anweisungen, um die Meldung zu editieren. Sie können die Meldung auch später in einem Editor Ihrer Wahl editieren. Merken Sie sich dazu den Dateinamen, der im Editor unten angezeigt wird. Wenn Sie die Taste Esc drücken, erscheint ein Menü, in dem a) leave editor vorgewählt ist. Drücken Sie die Taste Enter, um den Editor zu verlassen. Falls Sie Änderungen vorgenommen haben, bestätigen Sie die Änderungen nochmals mit Enter.
Network-File-System einrichten Mit dem Network-File-System (NFS) können Sie über ein Netzwerk auf Dateien zugreifen. Ein Rechner kann NFS-Server, NFS-Client oder beides sein. NFS wird in besprochen. NFS-Server einrichten User Confirmation Requested Do you want to configure this machine as an NFS server? Yes [ No ] Wenn Sie keinen NFS-Server benötigen, wählen Sie &gui.no; aus und bestätigen Sie mit Enter. Wenn Sie &gui.yes; auswählen, erscheint der Hinweis, dass die Datei exports angelegt werden muss. Message Operating as an NFS server means that you must first configure an /etc/exports file to indicate which hosts are allowed certain kinds of access to your local filesystems. Press [Enter] now to invoke an editor on /etc/exports [ OK ] Drücken Sie Enter und es wird ein Editor gestartet, in dem Sie die Datei exports editieren können.
<filename>exports</filename> editieren
Folgen Sie den Anweisungen, um Dateisysteme zu exportieren. Sie können die Datei auch später in einem Editor Ihrer Wahl editieren. Merken Sie sich dazu den Dateinamen, der im Editor unten angezeigt wird. Drücken Sie die Taste Esc und es erscheint ein Menü, in dem a) leave editor vorgewählt ist. Drücken Sie die Taste Enter, um den Editor zu verlassen.
<acronym>NFS</acronym>-Client einrichten Mit einem NFS-Client können Sie auf NFS-Server zugreifen. User Confirmation Requested Do you want to configure this machine as an NFS client? Yes [ No ] Wählen Sie entweder &gui.yes; oder &gui.no; aus und drücken Sie Enter.
Die Systemkonsole einrichten Sie können verschiedene Merkmale der Systemkonsole anpassen. User Confirmation Requested Would you like to customize your system console settings? [ Yes ] No Wenn Sie die Merkmale der Systemkonsole anpassen wollen, wählen Sie &gui.yes; aus und drücken Sie die Taste Enter.
Merkmale der Systemkonsole
Oft wird ein Bildschirmschoner auf der Konsole aktiviert. Wälen Sie mit den Pfeiltasten Saver aus und drücken Sie die Taste Enter.
Bildschirmschoner auswählen
Wählen Sie den gewünschten Bildschirmschoner mit den Pfeiltasten aus und drücken Sie Enter. Das Konfigurationsmenü der Systemkonsole erscheint wieder. In der Voreinstellung wird der Bildschirmschoner nach 300 Sekunden aktiviert. Um diese Zeitspanne zu ändern, wählen Sie wieder Saver aus. Mit den Pfeiltasten wählen Sie dann Timeout aus und drücken Enter. Es erscheint ein Eingabefenster:
Den Bildschirmschoner einstellen
Ändern Sie die Zeitspanne und wählen Sie &gui.ok; aus. Mit Enter kehren Sie in das Konfigurationsmenü der Systemkonsole zurück.
Die Konfiguration der Systemkonsole verlassen
Um die Nacharbeiten fortzuführen, wählen Sie Exit aus und drücken Sie Enter.
Die Zeitzone einstellen Wenn Sie die Zeitzone richtig einstellen, kann Ihr Rechner automatisch regional bedingte Zeitumstellungen ausführen und andere von der Zeitzone abhängige Funktionen handhaben. Das folgende Beispiel gilt für den Osten der USA. Ihre Auswahl hängt vom geographischen Standort Ihres Rechners ab. User Confirmation Requested Would you like to set this machine's time zone now? [ Yes ] No Um die Zeitzone einzustellen, wählen Sie &gui.yes; und drücken Enter. User Confirmation Requested Is this machine's CMOS clock set to UTC? If it is set to local time or you don't know, please choose NO here! Yes [ No ] Je nachdem ob die Systemzeit die Zeitzone UTC verwendet, wählen Sie &gui.yes; oder &gui.no; aus. Bestätigen Sie die Auswahl mit der Taste Enter.
Das Gebiet auswählen
Wählen Sie mit den Pfeiltasten das richtige Gebiet aus und drücken Sie Enter.
Das Land auswählen
Wählen Sie mit den Pfeiltasten das richtige Land aus und drücken Sie Enter.
Die Zeitzone auswählen
Wählen Sie mit den Pfeiltasten die richtige Zeitzone aus drücken Sie Enter. Confirmation Does the abbreviation 'EDT' look reasonable? [ Yes ] No Wenn die angezeigte Abkürzung der Zeitzone richtig ist, bestätigen Sie diese mit der Taste Enter.
Linux-Kompatibilität User Confirmation Requested Would you like to enable Linux binary compatibility? [ Yes ] No Wenn Sie &gui.yes; auswählen und Enter drücken, können Sie Linux-Software auf &os; laufen lassen. Später wird dazu die notwendige Software installiert. Wenn Sie über FTP installieren, müssen Sie mit dem Internet verbunden sein. Einige FTP-Server bieten nicht alle verfügbare Software an. Es kann sein, dass die nötige Software für die Linux-Kompatibilität nicht installiert werden kann, dies können Sie später jedoch nachholen. Die Maus konfigurieren Mit einer 3-Tasten-Maus können Sie Texte auf der Konsole und in Programmen markieren und einfügen (cut and paste). Wenn Sie eine 2-Tasten-Maus besitzen, können Sie eine 3-Tasten-Maus emulieren. Lesen Sie dazu nach der Installation die Hilfeseite &man.moused.8;. Das folgende Beispiel zeigt die Konfiguration einer nicht-USB-Maus (PS/2 oder serielle Maus): User Confirmation Requested Does this system have a non-USB mouse attached to it? [ Yes ] No Wählen Sie &gui.no; für eine USB-Maus und &gui.yes; für eine andere Maus aus und drücken Sie Enter.
Das Mausprotokoll festlegen
Markieren Sie mit den Pfeiltasten Type und drücken Sie press Enter.
Das Mausprotokoll festlegen
Im Beispiel wurde eine PS/2-Maus verwendet, sodass die Vorgabe Auto passend war. Sie können das Protokoll mit den Pfeiltasten ändern. Stellen Sie sicher, dass &gui.ok; aktiviert ist und verlassen Sie das Menü mit der Taste Enter.
Den Mausport einstellen
Wählen Sie mit den Pfeiltasten Port und drücken Sie die Taste Enter.
Den Mausport einstellen
Im Beispiel wurde eine PS/2-Maus verwendet, sodass die Vorgabe PS/2 richtig war. Sie können den Port mit den Pfeiltasten ändern. Bestätigen Sie die Auswahl mit der Taste Enter.
Den Mouse-Daemon aktivieren
Wählen Sie nun mit den Pfeiltasten Enable aus und drücken Sie die Taste Enter, um den Mouse-Daemon zu aktivieren und zu testen.
Den Mouse-Daemon testen
Bewegen Sie die Maus hin und her und prüfen Sie, dass sich der Mauszeiger entsprechend bewegt. Wenn alles in Ordnung ist, wählen Sie &gui.yes; aus und drücken Sie Enter. Wenn sich die Maus nicht richtig verhält, wurde sie nicht korrekt konfiguriert. Wählen Sie in diesem Fall &gui.no; und versuchen Sie, die Einstellungen zu korrigieren. Um mit den Nacharbeiten fortzufahren, wählen Sie mit den Pfeiltasten Exit aus und drücken Sie Enter.
Tom Rhodes Beigetragen von Weitere Netzwerkdienste einrichten Anfänger ohne Vorwissen finden das Einrichten von Netzwerkdiensten oft deprimierend. Netzwerke und das Internet sind für moderne Betriebssysteme von entscheidender Bedeutung. Es ist daher wichtig, die Netzwerkfunktionen von &os; zu kennen. Die von &os; angebotenen Netzwerkdienste können Sie während der Installation kennen lernen. Netzwerkdienste sind Programme, die Eingaben aus dem Netzwerk entgegennehmen. Es wird große Mühe darauf verwendet, dass diese Programme keinen Schaden verursachen. Leider können auch Programmierern Fehler unterlaufen und es gibt Fälle, in denen Fehler in Netzwerkdiensten von Angreifern ausgenutzt wurden. Es ist daher wichtig, dass Sie nur Dienste aktivieren, die Sie benötigen. Im Zweifallsfall sollten Sie einen Dienst solange nicht aktivieren, bis Sie herausfinden, dass Sie den Dienst benötigen. Einen Dienst können Sie später immer noch mit sysinstall oder in der Datei /etc/rc.conf aktivieren. Wählen Sie den Menüpunkt Networking und es erscheint ein Menü wie das nachstehende:
Netzwerkdienste – obere Hälfte
Die erste Option, Interfaces, wurde schon in konfiguriert. Sie können daher diesen Punkt überspringen. Der Punkt AMD aktiviert einen Dienst, der automatisch Dateisysteme einhängt. Normalerweise wird der Dienst zusammen mit dem NFS-Protokoll (siehe unten) verwendet, um automatisch entfernte Dateisysteme einzuhängen. Dieser Menüpunkt erfordert keine weitere Konfiguration. Der nächste Menüpunkt ist AMD Flags. Wenn Sie den Punkt auswählen, erscheint ein Fenster, in dem Sie AMD-spezifische Optionen eingeben können. Die nachstehenden Optionen sind schon vorgegeben: -a /.amd_mnt -l syslog /host /etc/amd.map /net /etc/amd.map Die Option legt das Verzeichnis fest (hier /.amd_mnt), unter dem Dateisysteme eingehangen werden. Die Option legt die Protokolldatei fest. Wenn syslogd verwendet wird, werden alle Meldungen an den Daemon syslogd gesendet. Das Verzeichnis /host dient zum Zugriff auf exportierte Verzeichnisse von entfernten Rechnern, das Verzeichnis /net dient zum Zugriff auf exportierte Verzeichnisse von entfernten IP-Adressen. Die Datei /etc/amd.map enthält die Einstellungen für von AMD verwaltete Dateisysteme. FTP anonymous Die Auswahl Anon FTP erlaubt Anonymous-FTP-Verbindungen. Wählen Sie diese Option, wenn Sie einen Anonymous-FTP-Server einrichten wollen. Seien Sie sich über die Sicherheitsrisiken bewusst, wenn Sie Anonymous-FTP erlauben. Die Sicherheitsrisiken und die Konfiguration von Anonymous-FTP werden in einem gesonderten Fenster erklärt, das aufgeht, wenn Sie diese Option auswählen. Der Menüpunkt Gateway konfiguriert das System, wie vorher erläutert, als Gateway. Wenn Sie während der Installation den Rechner aus Versehen als Gateway konfiguriert haben, können Sie dies hier wieder rückgängig machen. Der Menüpunkt Inetd konfiguriert, wie schon oben besprochen, den Daemon &man.inetd.8;. Die Auswahl Mail konfiguriert den Mail Transfer Agent (MTA) des Systems. Wenn Sie diesen Punkt auswählen, erscheint das folgende Menü:
Den <acronym>MTA</acronym> festlegen
In diesem Menü wählen Sie aus, welcher MTA installiert und benutzt wird. Ein MTA ist ein Mail-Server, der E-Mails an lokale Empfänger oder an Empfänger im Internet ausliefert. Die Auswahl Sendmail installiert das verbreitete sendmail (in &os; die Voreinstellung). Die Auswahl Sendmail local verwendet sendmail als MTA, deaktiviert aber den Empfang von E-Mails aus dem Internet. Postfix und Exim sind ähnlich wie Sendmail. Beide Programme liefern E-Mails aus und einige Anwender verwenden lieber eines der beiden Programme als MTA. Nachdem Sie einen MTA ausgewählt haben (oder beschlossen haben, keinen MTA zu benutzen), erscheint wieder das Menü Netzwerkdienste. Der nächste Menüpunkt ist NFS client. Die Auswahl NFS client erlaubt es dem System, mit einem NFS-Server zu kommunizieren. Ein NFS-Server stellt mithilfe des NFS-Protokolls Dateisysteme für andere Systeme auf dem Netzwerk bereit. Wenn der Rechner alleine für sich steht, können Sie diesen Menüpunkt auslassen. Wahrscheinlich müssen Sie noch weitere Einstellungen vornehmen; der beschreibt die Einstellungen für NFS-Server und NFS-Clients. Der Menüpunkt NFS server richtet einen NFS-Server auf dem Rechner ein. Durch die Auswahl dieses Punktes werden die für Remote-Procedure-Call (RPC) benötigten Dienste gestartet. Mit RPC werden Routinen auf entfernten Rechnern aufgerufen. Der nächste Punkt, Ntpdate, konfiguriert die Zeitsynchronisation. Wenn Sie diesen Punkt auswählen, erscheint das folgende Menü:
Ntpdate konfigurieren
Wählen Sie aus diesem Menü einen nahe liegenden Server aus. Die Zeitsynchronisation mit einem nahe liegenden Server ist, wegen der geringeren Latenzzeit, genauer als die Synchronisation mit einem weiter entfernten Server. Der nächste Menüpunkt ist PCNFSD. Wenn Sie diesen Punkt auswählen, wird net/pcnfsd aus der Ports-Sammlung installiert. Dieses nützliche Werkzeug stellt NFS-Authentifizierungsdienste für Systeme bereit, die diese Dienste nicht anbieten (beispielsweise Microsofts &ms-dos;). Um die nächsten Menüpunkte zu sehen, müssen Sie herunterblättern:
Netzwerkdienste – untere Hälfte
Die Programme &man.rpcbind.8;, &man.rpc.statd.8; und &man.rpc.lockd.8; werden für Remote-Procedure-Calls (RPC) benutzt. Das Programm rpcbind verwaltet die Kommunikation zwischen NFS-Servern und NFS-Clients und ist für den Betrieb eines NFS-Servers erforderlich. Der Daemon rpc.statd hält zusammen mit dem Daemon rpc.statd des entfernten Rechners den Status der Verbindung. Der Status einer Verbindung wird normalerweise in der Datei /var/db/statd.status festgehalten. Der nächste Menüpunkt ist rpc.lockd, der Dateisperren (file locks) bereitstellt. rpc.lockd wird normalerweise zusammen mit dem Daemon rpc.statd benutzt, der festhält welche Rechner Sperren anfordern und wie oft Sperren angefordert werden. Beide Dienste sind wunderbar zur Fehlersuche geeignet, doch werden Sie zum Betrieb von NFS-Servern und NFS-Clients nicht benötigt. Der nächste Punkt in der Auswahl ist Routed, der Routing-Daemon. Das Programm &man.routed.8; verwaltet die Routing-Tabelle, entdeckt Multicast-Router und stellt die Routing-Tabelle auf Anfrage jedem mit dem Netz verbundenen Rechner zur Verfügung. Der Daemon wird hauptsächlich auf Gateways eines lokalen Netzes eingesetzt. Wenn Sie den Punkt auswählen müssen Sie den Ort des Programms angeben. Die Vorgabe können Sie mit der Taste Enter übernehmen. Anschließend werden Sie nach den Kommandozeilenoptionen für routed gefragt. Vorgegeben ist die Option . Der nächste Menüpunkt ist Rwhod. Wenn Sie diesen Punkt auswählen, wird während des Systemstarts der Daemon &man.rwhod.8; gestartet. Das Kommando rwhod schickt Broadcast-Meldungen in das Netz oder empfängt diese im Consumer-Mode. Die Funktion der Werkzeuge wird in den Hilfeseiten &man.ruptime.1; und &man.rwho.1; beschrieben. Der vorletzte Menüpunkt aktiviert den Daemon &man.sshd.8;, den OpenSSH Secure-Shell-Server. Wo möglich sollte SSH anstelle von telnet und FTP eingesetzt werden. Der Secure-Shell-Server erstellt verschlüsselte und daher sichere Verbindungen zwischen zwei Rechnern. TCP Extensions ist der letzte Menüpunkt. Diese Auswahl aktiviert die TCP-Erweiterungen aus RFC 1323 und RFC 1644. Obwohl dies auf vielen Rechnern die Verbindungsgeschwindigkeit erhöht, können durch diese Option auch Verbindungsabbrüche auftreten. Auf Servern sollte diese Option nicht aktiviert werden, auf Einzelmaschinen kann diese Option nützlich sein. Wenn Sie die Netzwerkdienste eingerichtet haben, blättern Sie zum Menüpunkt Exit hoch, um die Nacharbeiten fortzusetzen.
Den X-Server einrichten Der X-Server kann erst nach einer erfolgreichen Installation von &os; eingerichtet werden. Weitere Informationen zur Installation und Konfiguration des X-Servers enthält des Handbuchs. Wenn Sie eine graphische Benutzeroberfläche, wie KDE oder GNOME verwenden wollen, müssen Sie einen X-Server einrichten. Pakete installieren Pakete (packages) sind schon übersetzte Programme und sind ein zweckmäßiger Weg, Programme zu installieren. Beispielhaft wird im Folgenden die Installation eines Paketes gezeigt. In diesem Schritt können auch weitere Pakete installiert werden. Nach der Installation können Sie mit sysinstall (vor &os; 5.2 /stand/sysinstall) zusätzliche Pakete installieren. User Confirmation Requested The FreeBSD package collection is a collection of hundreds of ready-to-run applications, from text editors to games to WEB servers and more. Would you like to browse the collection now? [ Yes ] No Nachdem Sie [ Yes ] ausgewählt und Enter gedrückt haben, gelangen Sie in die Paketauswahl:
Die Paketkategorie aussuchen
Es stehen nur die Pakete zur Auswahl, die sich auf dem momentanen Installationsmedium befinden. Wenn Sie All auswählen, werden alle Pakete angezeigt. Sie können die Anzeige auf die Pakete einer Kategorie beschränken. Wählen Sie mit den Pfeiltasten die Kategorie aus und drücken Sie die Taste Enter. Ein Menü mit allen Paketen der ausgewählten Kategorie erscheint:
Pakete auswählen
Im gezeigten Bildschirm ist das Paket bash ausgewählt. Sie können weitere Pakete auswählen, indem Sie die Pakete mit den Pfeiltasten markieren und die Taste Space drücken. In der unteren linken Ecke des Bildschirms wird eine Kurzbeschreibung des ausgewählten Pakets angezeigt. Die Taste Tab wechselt zwischen dem zuletzt ausgesuchten Paket, &gui.ok; und &gui.cancel;. Wenn Sie die zu installierenden Pakete ausgewählt haben, drücken Sie einmal Tab, um &gui.ok; zu markieren. Drücken Sie dann Enter, um wieder in die Paketauswahl zu gelangen. Die rechte und die linke Pfeiltaste wechseln ebenfalls zwischen &gui.ok; und &gui.cancel;. Mit diesen Tasten können Sie auch &gui.ok; auswählen und dann mit Enter zur Paketauswahl zurückkehren.
Pakete installieren
Benutzen Sie die Taste Tab und die Pfeiltasten um [ Install ] auszuwählen. Drücken Sie anschließend die Taste Enter. Sie müssen jetzt die Installation der Pakete bestätigen:
Paketinstallation bestätigen
Die Paketinstallation wird gestartet, wenn Sie &gui.ok; auswählen und Enter drücken. Den Verlauf der Installation können Sie anhand der angezeigten Meldungen verfolgen; achten Sie dabei auf Fehlermeldungen. Nach der Paketinstallation können Sie die Nacharbeiten fortsetzen. Wenn Sie keine Pakete ausgewählt haben und die Nacharbeiten fortsetzen möchten, wählen Sie trotzdem [ Install ] aus.
Benutzer und Gruppen anlegen Während der Installation sollten Sie mindestens ein Benutzerkonto anlegen, sodass Sie das System ohne das Konto root benutzen können. Normalerweise ist die Root-Partition recht klein und läuft schnell voll, wenn Sie Anwendungen unter dem root-Konto laufen lassen. Vor der größten Gefahr warnt der nachstehende Hinweis: User Confirmation Requested Would you like to add any initial user accounts to the system? Adding at least one account for yourself at this stage is suggested since working as the "root" user is dangerous (it is easy to do things which adversely affect the entire system). [ Yes ] No Der Bildschirm auf Deutsch: Bestätigung erforderlich Wollen Sie Benutzerkonten anlegen? Wir empfehlen, mindestens ein Konto für sich selbst anzulegen, da es gefährlich ist, unter "root" zu arbeiten (es ist leicht, Befehle einzugeben, die das System nachhaltig beeinträchtigen). [ Yes ] No Um ein Benutzerkonto anzulegen, wählen Sie &gui.yes; aus und drücken Enter.
Benutzerkonto auswählen
Markieren Sie User mit den Pfeiltasten und drücken Sie die Taste Enter.
Benutzerkonto anlegen
Wählen Sie die Felder zum Ausfüllen mit der Taste Tab aus. Zur Hilfe werden die nachstehenden Beschreibungen werden im unteren Teil des Bildschirms angezeigt: Login ID Der Name des Benutzerkontos (verpflichtend). UID Die numerische ID dieses Kontos. Wenn Sie das Feld leer lassen, wird eine ID automatisch zugeteilt. Group Die diesem Konto zugeordnete Login-Gruppe. Wenn Sie das Feld leer lassen, wird automatisch eine Gruppe zugeteilt. Password Das Passwort des Benutzerkontos. Füllen Sie dieses Feld sehr sorgfätig aus. Full name Der vollständige Name des Benutzers (Kommentarfeld). Member groups Die Gruppen, in denen dieses Konto Mitglied ist (das Konto erhält Zugriffsrechte auf Dateien dieser Gruppe). Home directory Das Heimatverzeichnis des Benutzerkontos. Wenn Sie das Feld leer lassen, wird das Verzeichnis automatisch festgelegt. Login shell Die Login-Shell des Kontos. Wenn Sie das Feld leer lassen, wird /bin/sh als Login-Shell festgesetzt. Im Beispiel wurde die Login-Shell von /bin/sh zu der vorher installierten /usr/local/bin/bash geändert. Tragen Sie keine Shell ein, die nicht existiert, da sich sonst nicht anmelden können. In der BSD-Welt wird häufig die C-Shell benutzt, die Sie mit /bin/tcsh angeben können. Damit ein Wechsel auf den Superuser root möglich ist, wurde dem Benutzerkonto die Gruppe wheel zugeordnet. Wenn Sie zufrieden sind, drücken Sie &gui.ok;. Es erscheint wieder das Benutzer-Menü:
Benutzermenü verlassen
Weitere Gruppen können, wenn Sie die Anforderungen schon kennen, zu diesem Zeitpunkt angelegt werden. Nach der Installation können Sie Gruppen mit dem Werkzeug sysinstall (vor &os; 5.2 /stand/sysinstall) anlegen. Wenn Sie alle Benutzer angelegt haben, wählen Sie mit den Pfeiltasten Exit aus und drücken Sie die Taste Enter.
Das <username>root</username>-Passwort festlegen Message Now you must set the system manager's password. This is the password you'll use to log in as "root". [ OK ] [ Press enter to continue ] Um das root-Passwort festzulegen, drücken Sie die Taste Enter. Sie müssen das Passwort zweimal eingeben. Stellen Sie sicher, dass Sie das Passwort nicht vergessen. Beachten Sie, dass bei der Eingabe das Passwort weder ausgegeben wird noch Sterne angezeigt werden. Changing local password for root. New password : Retype new password : Nach der erfolgreichen Eingabe des Passworts kann die Installation fortgesetzt werden. Die Installation beenden Wenn Sie noch weitere Netzwerkkarten konfigurieren oder weitere Einstellungen vornehmen wollen, können Sie das jetzt tun. Sie können die Einstellungen auch nach der Installation mit sysinstall (/stand/sysinstall vor &os; 5.2) vornehmen. User Confirmation Requested Visit the general configuration menu for a chance to set any last options? Yes [ No ] Um in das Hauptmenü zurückzukehren, wählen Sie mit den Pfeiltasten &gui.no; aus und drücken Sie Enter.
Die Installation beenden
Wählen Sie mit den Pfeiltasten [X Exit Install] aus und drücken Sie die Taste Enter. Sie müssen das Beenden der Installation bestätigen: User Confirmation Requested Are you sure you wish to exit? The system will reboot (be sure to remove any floppies from the drives). [ Yes ] No Wählen Sie &gui.yes; aus und entfernen Sie die Diskette aus dem Laufwerk, wenn Sie von einer Diskette gestartet haben. Das CD-Laufwerk ist bis zum Neustart des Systems verriegelt. Entfernen Sie die CD zügig wenn der Rechner startet. Achten Sie beim Neustart des Systems auf eventuell auftauchende Fehlermeldungen.
&os; starten Start von &os; auf einem &i386; Wenn alles funktioniert hat, laufen viele Meldungen über den Bildschirm und schließlich erscheint ein Anmeldeprompt. Um sich die Meldungen anzusehen. drücken Sie die Taste Scroll-Lock. Sie können dann mit den Tasten PgUp und PgDn blättern. Wenn Sie erneut Scroll-Lock drücken, kehren Sie zum Anmeldeprompt zurück. Es kann sein, dass der Puffer zu klein ist, um alle Meldungen anzuzeigen. Nachdem Sie sich angemeldet haben, können Sie sich mit dem Kommando dmesg alle Meldungen ansehen. Melden Sie sich bitte mit dem Benutzerkonto an (rpratt im Beispiel), das Sie während der Installation eingerichtet haben. Arbeiten Sie mit root nur dann wenn es erforderlich ist. Die nachfolgende Abbildung zeigt typische Startmeldungen (Versionsangaben entfernt): Copyright (c) 1992-2002 The FreeBSD Project. Copyright (c) 1979, 1980, 1983, 1986, 1988, 1989, 1991, 1992, 1993, 1994 The Regents of the University of California. All rights reserved. Timecounter "i8254" frequency 1193182 Hz CPU: AMD-K6(tm) 3D processor (300.68-MHz 586-class CPU) Origin = "AuthenticAMD" Id = 0x580 Stepping = 0 Features=0x8001bf<FPU,VME,DE,PSE,TSC,MSR,MCE,CX8,MMX> AMD Features=0x80000800<SYSCALL,3DNow!> real memory = 268435456 (262144K bytes) config> di sn0 config> di lnc0 config> di le0 config> di ie0 config> di fe0 config> di cs0 config> di bt0 config> di aic0 config> di aha0 config> di adv0 config> q avail memory = 256311296 (250304K bytes) Preloaded elf kernel "kernel" at 0xc0491000. Preloaded userconfig_script "/boot/kernel.conf" at 0xc049109c. md0: Malloc disk Using $PIR table, 4 entries at 0xc00fde60 npx0: <math processor> on motherboard npx0: INT 16 interface pcib0: <Host to PCI bridge> on motherboard pci0: <PCI bus> on pcib0 pcib1: <VIA 82C598MVP (Apollo MVP3) PCI-PCI (AGP) bridge> at device 1.0 on pci0 pci1: <PCI bus> on pcib1 pci1: <Matrox MGA G200 AGP graphics accelerator> at 0.0 irq 11 isab0: <VIA 82C586 PCI-ISA bridge> at device 7.0 on pci0 isa0: <ISA bus> on isab0 atapci0: <VIA 82C586 ATA33 controller> port 0xe000-0xe00f at device 7.1 on pci0 ata0: at 0x1f0 irq 14 on atapci0 ata1: at 0x170 irq 15 on atapci0 uhci0: <VIA 83C572 USB controller> port 0xe400-0xe41f irq 10 at device 7.2 on pci0 usb0: <VIA 83C572 USB controller> on uhci0 usb0: USB revision 1.0 uhub0: VIA UHCI root hub, class 9/0, rev 1.00/1.00, addr 1 uhub0: 2 ports with 2 removable, self powered chip1: <VIA 82C586B ACPI interface> at device 7.3 on pci0 ed0: <NE2000 PCI Ethernet (RealTek 8029)> port 0xe800-0xe81f irq 9 at device 10.0 on pci0 ed0: address 52:54:05:de:73:1b, type NE2000 (16 bit) isa0: too many dependant configs (8) isa0: unexpected small tag 14 fdc0: <NEC 72065B or clone> at port 0x3f0-0x3f5,0x3f7 irq 6 drq 2 on isa0 fdc0: FIFO enabled, 8 bytes threshold fd0: <1440-KB 3.5" drive> on fdc0 drive 0 atkbdc0: <keyboard controller (i8042)> at port 0x60-0x64 on isa0 atkbd0: <AT Keyboard> flags 0x1 irq 1 on atkbdc0 kbd0 at atkbd0 psm0: <PS/2 Mouse> irq 12 on atkbdc0 psm0: model Generic PS/2 mouse, device ID 0 vga0: <Generic ISA VGA> at port 0x3c0-0x3df iomem 0xa0000-0xbffff on isa0 sc0: <System console> at flags 0x1 on isa0 sc0: VGA <16 virtual consoles, flags=0x300> sio0 at port 0x3f8-0x3ff irq 4 flags 0x10 on isa0 sio0: type 16550A sio1 at port 0x2f8-0x2ff irq 3 on isa0 sio1: type 16550A ppc0: <Parallel port> at port 0x378-0x37f irq 7 on isa0 ppc0: SMC-like chipset (ECP/EPP/PS2/NIBBLE) in COMPATIBLE mode ppc0: FIFO with 16/16/15 bytes threshold ppbus0: IEEE1284 device found /NIBBLE Probing for PnP devices on ppbus0: plip0: <PLIP network interface> on ppbus0 lpt0: <Printer> on ppbus0 lpt0: Interrupt-driven port ppi0: <Parallel I/O> on ppbus0 ad0: 8063MB <IBM-DHEA-38451> [16383/16/63] at ata0-master using UDMA33 ad2: 8063MB <IBM-DHEA-38451> [16383/16/63] at ata1-master using UDMA33 acd0: CDROM <DELTA OTC-H101/ST3 F/W by OIPD> at ata0-slave using PIO4 Mounting root from ufs:/dev/ad0s1a swapon: adding /dev/ad0s1b as swap device Automatic boot in progress... /dev/ad0s1a: FILESYSTEM CLEAN; SKIPPING CHECKS /dev/ad0s1a: clean, 48752 free (552 frags, 6025 blocks, 0.9% fragmentation) /dev/ad0s1f: FILESYSTEM CLEAN; SKIPPING CHECKS /dev/ad0s1f: clean, 128997 free (21 frags, 16122 blocks, 0.0% fragmentation) /dev/ad0s1g: FILESYSTEM CLEAN; SKIPPING CHECKS /dev/ad0s1g: clean, 3036299 free (43175 frags, 374073 blocks, 1.3% fragmentation) /dev/ad0s1e: filesystem CLEAN; SKIPPING CHECKS /dev/ad0s1e: clean, 128193 free (17 frags, 16022 blocks, 0.0% fragmentation) Doing initial network setup: hostname. ed0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 192.168.0.1 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255 inet6 fe80::5054::5ff::fede:731b%ed0 prefixlen 64 tentative scopeid 0x1 ether 52:54:05:de:73:1b lo0: flags=8049<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST> mtu 16384 inet6 fe80::1%lo0 prefixlen 64 scopeid 0x8 inet6 ::1 prefixlen 128 inet 127.0.0.1 netmask 0xff000000 Additional routing options: IP gateway=YES TCP keepalive=YES routing daemons:. additional daemons: syslogd. Doing additional network setup:. Starting final network daemons: creating ssh RSA host key Generating public/private rsa1 key pair. Your identification has been saved in /etc/ssh/ssh_host_key. Your public key has been saved in /etc/ssh/ssh_host_key.pub. The key fingerprint is: cd:76:89:16:69:0e:d0:6e:f8:66:d0:07:26:3c:7e:2d root@k6-2.example.com creating ssh DSA host key Generating public/private dsa key pair. Your identification has been saved in /etc/ssh/ssh_host_dsa_key. Your public key has been saved in /etc/ssh/ssh_host_dsa_key.pub. The key fingerprint is: f9:a1:a9:47:c4:ad:f9:8d:52:b8:b8:ff:8c:ad:2d:e6 root@k6-2.example.com. setting ELF ldconfig path: /usr/lib /usr/lib/compat /usr/X11R6/lib /usr/local/lib a.out ldconfig path: /usr/lib/aout /usr/lib/compat/aout /usr/X11R6/lib/aout starting standard daemons: inetd cron sshd usbd sendmail. Initial rc.i386 initialization:. rc.i386 configuring syscons: blank_time screensaver moused. Additional ABI support: linux. Local package initialization:. Additional TCP options:. FreeBSD/i386 (k6-2.example.com) (ttyv0) login: rpratt Password: Das Erzeugen der RSA- und DSA-Schlüssel kann auf langsamen Maschinen lange dauern. Die Schlüssel werden nur beim ersten Neustart erzeugt, spätere Neustarts sind schneller. Wenn der X-Server konfiguriert ist und eine Oberfläche ausgewählt wurde, können Sie X mit dem Kommando startx starten. Start von &os; auf einer Alpha Alpha Nach der Installation können Sie &os; von der SRM-Eingabeaufforderung mit einem Befehl wie dem folgenden starten: >>>BOOT DKC0 Der Befehl weist die Firmware an, von dem angegebenen Laufwerk zu starten. Damit &os; künftig automatisch startet, geben Sie die folgenden Befehle ein: >>> SET BOOT_OSFLAGS A >>> SET BOOT_FILE '' >>> SET BOOTDEF_DEV DKC0 >>> SET AUTO_ACTION BOOT Beim Start von &os; erscheinen ähnliche Meldungen, wie beim Start von &os; auf einem &i386;-System. &os; herunterfahren Es ist wichtig, dass Sie das Betriebssystem richtig herunterfahren. Wechseln Sie zunächst mit dem Befehl su zum Superuser; Sie müssen dazu das root-Passwort eingeben. Der Wechsel auf den Superuser gelingt nur, wenn der Benutzer ein Mitglied der Gruppe wheel ist. Ansonsten melden Sie sich direkt als Benutzer root an. Der Befehl shutdown -h now hält das System an. The operating system has halted. Please press any key to reboot. Sie können den Rechner ausschalten, nachdem die Meldung Please press any key to reboot erschienen ist. Wenn Sie stattdessen eine Taste drücken, startet das System erneut. Sie können das System auch mit der Tastenkombination Ctrl Alt Del neu starten. Sie sollten diese Tastenkombination allerdings nicht gewohnheitsmäßig benutzen.
Fehlersuche Installation Fehlersuche Dieser Abschnitt behandelt häufig auftretende Installationsprobleme. Weiterhin enthält er Hinweise wie &os; parallel mit &ms-dos; oder &windows; betrieben wird. Wenn etwas schief geht Aufgrund der Beschränkungen der PC-Architektur ist eine zuverlässige Geräteerkennung nicht möglich. Falls die Geräteerkennung fehlschlägt, können Sie einige Dinge versuchen. Sehen Sie in den Hardware Notes Ihrer &os;-Version nach, ob Ihre Hardware unterstützt wird. Wenn Ihre Hardware unterstützt wird und sich der Installationsprozess aufhängt oder sonstige Probleme auftauchen, müssen Sie einen angepassten Kernel erstellen, da Ihre Hardware in diesem Fall nicht vom GENERIC-Kernel unterstützt wird. Der Kernel auf den Startdisketten verwendet die Werkseinstellungen für IRQs, IO-Adressen und DMA-Kanäle. Geänderte Einstellungen müssen Sie daher in der Kernelkonfigurationsdatei angeben, damit &os; diese Geräte korrekt erkennt. Es ist auch möglich, dass die Suche nach einem nicht vorhandenen Gerät dazu führt, dass die Erkennung eines vorhandenen Geräts fehlschlägt. In diesem Fall sollten Sie nicht vorhandene Geräte, deren Einstellungen sich mit vorhandenen Geräten überschneiden, deaktivieren. Einige Installationsprobleme können Sie vermeiden oder umgehen, indem Sie die Firmware der Hardware, insbesondere die Firmware der Systemplatine, aktualisieren. Die Firmware der Systemplatine ist das BIOS. Die meisten Hardware-Hersteller bieten aktuelle Firmware und Anleitungen zur Aktualisierung der Firmware auf dem Internet an. Viele Hersteller raten davon ab, ohne guten Grund das BIOS zu aktualisieren. Die Aktualisierung kann fehlschlagen und den BIOS-Chip dauerhaft beschädigen. Vorhandene &ms-dos;-Partitionen bearbeiten Partitionen &ms-dos; Viele Benutzer wollen &os; auf PCs installieren, auf denen sich schon ein µsoft;-Betriebssystem befindet. Bei diesem Vorhaben unterstützt das Werkzeug FIPS. Das Werkzeug befindet sich auf der Installations-CD-ROM im Verzeichnis tools oder kann von den &os;-Spiegeln heruntergeladen werden. Das Werkzeug FIPS teilt eine bestehende &ms-dos;-Partition auf. Der erste Teil enthält die Daten der alten Partition, der zweite Teil steht für die Installation von &os; zur Verfügung. Vorher muss die &ms-dos;-Partition defragmentiert werden. Klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste das Laufwerk an und wählen Sie Defragmentieren aus. Alternativ können Sie die Norton Disk Tools benutzen. Nachdem das Laufwerk defragmentiert ist, können Sie FIPS aufrufen. Folgen Sie einfach den Anweisungen des Werkzeugs. Nach einem Neustart können Sie &os; in die freie Slice installieren. Den Platzbedarf der Installation können Sie im Menü Distributions von sysinstall abschätzen. Von PowerQuest stammt das nützliche Werkzeug &partitionmagic;. Diese Anwendung bietet weit mehr Funktionen als FIPS. Benutzen Sie &partitionmagic;, wenn Sie die verwendeten Betriebssysteme oft wechseln wollen. Das Produkt kostet allerdings Geld; wenn Sie &os; installieren und beibehalten wollen, ist wahrscheinlich FIPS das Richtige für Sie. &ms-dos;- und &windows;-Dateisysteme benutzen Mit Double Space™ komprimierte Dateisysteme werden zurzeit von &os; nicht unterstützt. Damit &os; auf die Daten zugreifen kann, müssen Sie das Dateisystem daher dekomprimieren. Rufen Sie dazu den Compression Agent aus dem Menü Start > Programs > System Tools auf. Unter &os; hängen Sie &ms-dos;-Dateisysteme (FAT16 sowie FAT32) mit dem Kommando &man.mount.msdosfs.8; ein. Dazu ein Beispiel: &prompt.root; mount_msdosfs /dev/ad0s1 /mnt Das &ms-dos;-Dateisystem befindet sich hier auf der ersten Partition der primären Platte. Dies kann bei Ihnen anders sein. Die Anordnung der Partitionen entnehmen Sie den Ausgaben von dmesg und mount. Erweiterte &ms-dos;-Partitionen werden für gewöhnlich hinter die &os;-Partitionen gelegt: Die Nummern der von &ms-dos; benutzten Slices ist höher als die der Slices von &os;. Beispielsweise kann /dev/ad0s1 die erste &ms-dos; Partition sein, /dev/ad0s2 die &os;-Partition sein und /dev/ad0s3 eine erweiterte &ms-dos;-Partition. Einige Anfänger verwirrt diese Situation zunächst. Analog werden NTFS-Partitionen mit dem Kommando &man.mount.ntfs.8; eingehangen. Fragen und Antworten für Alpha-Benutzer Alpha Dieser Abschnitt beantwortet häufig gestellte Fragen zur &os;-Installation auf Alpha-Systemen. Kann ich &os; von der ARC- oder Alpha-BIOS-Konsole starten? ARC Alpha-BIOS SRM Nein, wie Compaq Tru64 und VMS startet &os; nur von der SRM-Konsole. Hilfe, ich habe keinen Platz! Muss ich zuerst alles löschen? Leider ja. Kann ich Compaq Tru64- oder VMS-Dateisysteme einhängen? Zurzeit nicht. Valentino Vaschetto Beigetragen von Anspruchsvollere Installationen Dieser Abschnitt beschreibt die Installation von &os; in besonderen Situationen. &os; auf einem System ohne Monitor oder Tastatur installieren Installation headless (serielle Konsole) serielle Konsole Diese Methode wird als headless install (kopflose Installation) bezeichnet, da die Maschine, auf die &os; installiert werden soll, entweder keinen Monitor angeschlossen hat oder über keine VGA-Karte verfügt. Wie kann &os; dennoch installiert werden? Eben mithilfe einer seriellen Konsole. Im Wesentlichen ist eine serielle Konsole eine andere Maschine, die Ein- und Ausgaben für eine andere Maschine bereitstellt. Um über eine serielle Konsole zu installieren, erstellen Sie zunächst die Startdisketten, wie in beschrieben. Damit ein Systemstart mit der seriellen Konsole möglich ist, müssen die Disketten entsprechend der nachstehenden Anleitung angepasst werden: Die Startdisketten für eine serielle Konsole anpassen mount Wenn Sie ein System mit den frisch erstellten Disketten starten, läuft der normale &os;-Installationsprozess an. Diese Installation soll aber über die serielle Konsole gesteuert werden. Hängen Sie mit dem Kommando &man.mount.8; die Diskette boot.flp ein: &prompt.root; mount /dev/fd0 /mnt Wechseln Sie in das Verzeichnis /mnt: &prompt.root; cd /mnt In diesem Verzeichnis können Sie den Start über eine serielle Konsole einstellen. Erstellen Sie die Datei boot.config mit dem Inhalt /boot/loader -h. Diese Zeile weist den Bootloader an, mit der seriellen Konsole zu starten. &prompt.root; echo "/boot/loader -h" > boot.config Nachdem Sie die Diskette angepasst haben, hängen Sie die Diskette mit dem Kommando &man.umount.8; wieder aus: &prompt.root; cd / &prompt.root; umount /mnt Sie können die Diskette nun aus dem Laufwerk entfernen. Das Nullmodemkabel anschließen Nullmodemkabel Sie müssen beide Maschinen mit einem Nullmodemkabel verbinden. Schließen Sie das Nullmodemkabel an die seriellen Schnittstellen beider Maschinen an. Sie können kein direktes serielles Kabel verwenden, Nullmodemkabel besitzen gekreuzte Leitungen. Die Installation starten Sie können die Installation jetzt starten. Legen Sie die boot.flp-Diskette in das Laufwerk der Maschine ein, auf der Sie &os; installieren wollen. Schalten Sie anschließend die Maschine ein. Die Verbindung mit der zur installierenden Maschine herstellen cu Mit dem Kommando &man.cu.1; verbinden Sie sich mit der zu installierenden Maschine: &prompt.root; cu -l /dev/cuad0 Unter &os; 5.X müssen Sie /dev/cuaa0 anstelle von /dev/cuad0 verwenden. Fertig! Über die cu-Sitzung können Sie nun die zu installierende Maschine steuern. Sie erhalten die Aufforderung die Diskette kern1.flp einzulegen. Anschließend legen Sie den Terminaltyp fest. Wählen Sie die FreeBSD color console aus und fahren wie gewohnt mit der Installation fort. Eigene Installationsmedien herstellen Im Folgenden ist mit Installations-CD eine CD-ROM oder DVD gemeint, die Sie gekauft oder selbst hergestellt haben. Oft müssen Sie eigene Installationsmedien erzeugen. Dies können physische Medien wie Bänder sein oder Installationsquellen sein, aus denen sysinstall Dateien herunterlädt, beispielsweise ein lokaler FTP-Server oder eine &ms-dos;-Partition. Beispiele: Im lokalen Netzwerk befinden sich viele Maschinen, Sie besitzen allerdings nur eine Installations-CD. Den Inhalt der Installations-CD wollen Sie auf einem lokalem FTP-Server bereitstellen. Zur Installation wird der lokale FTP-Server anstelle eines Internet-Servers benutzt. Sie haben eine Installations-CD, allerdings erkennt &os; im Gegensatz zu &ms-dos;/&windows; das CD- oder DVD-Laufwerk nicht. Sie können die Installationsdateien auf eine DOS-Partition desselben Rechners kopieren und &os; von der DOS-Partition installieren. Der Rechner, auf dem Sie &os; installieren wollen, besitzt kein CD- oder DVD-Laufwerk. Ein anderer Rechner, zu dem eine serielle oder parallele Verbindung besteht, besitzt allerdings ein CD- oder DVD-Laufwerk. Sie wollen ein Band erzeugen, mit dem Sie &os; installieren können. Eine Installations-CD-ROM erzeugen Mit jeder Release stellt das &os;-Project für jede unterstützte Architektur mindestens zwei CD-Abbilder (ISO-Images) zur Verfügung. Wenn Sie einen CD-Brenner besitzen, können Sie diese Abbilder brennen und damit &os; installieren. Wenn Sie einen CD-Brenner besitzen und über eine gute Internet-Verbindung verfügen, ist das die preiswerteste Art, &os; zu installieren. Das richtige Abbild herunterladen Die ISO-Abbilder für jedes Releases können Sie von ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ISO-IMAGES-arch/version oder einem nahe gelegenen Spiegel herunterladen. Ersetzen Sie arch und version durch passende Werte. Das Verzeichnis enthält die folgenden Abbilder: FreeBSD 5.<replaceable>X</replaceable> sowie 6.<replaceable>X</replaceable>-ISO-Abbilder Dateiname Inhalt Version-RELEASE-Architektur-bootonly.iso Enthält alles, was Sie benötigen, um um den FreeBSD-Kernel zu laden und die Installationsoberfläche zu starten. Die zu installierenden Dateien müssen über FTP oder eine andere geeignete Quelle bezogen werden. version-RELEASE-Architektur-disc1.iso Alles, was Sie für die Installation von FreeBSD benötigen. Zusätzlich ist ein Live-Dateisystem enthalten, das gemeinsam mit der Repair-Funktion von sysinstall verwendet werden kann. version-RELEASE-Architektur-disc2.iso Die &os;-Dokumentation (bis einschließlich &os; 6.1) und so viele Pakete Dritter, wie auf dem Installationsmedium Platz hatten. version-RELEASE-arch-docs.iso Die &os;-Dokumentation (ab &os; 6.2).
Sie benötigen nur eines der beiden Abbilder bootonly oder disc1. Laden Sie bitte nicht beide Abbilder herunter, das disc1-Abbild enthält alles, was das bootonly-Abbild enthält. Benutzen Sie das bootonly-Abbild, wenn Sie eine preiswerte Internet-Anbindung besitzen. Mit diesem Abbild können Sie &os; installieren. Software Dritter können Sie anschließend mithilfe des Ports-Systems () herunterladen. Benutzen Sie das disc1-Abbild, wenn Sie &os; installieren wollen und das Installationsmedium eine angemessene Auswahl an Software Dritter enthalten soll. Die zusätzlichen Abbilder sind nützlich aber nicht notwendig, insbesondere wenn Sie eine schnelle Internet-Verbindung besitzen.
Die CDs brennen Sie müssen die Abbilder auf eine CD brennen. Das Brennen von CDs unter &os; wird in erläutert (sehen Sie sich insbesondere und an). Wenn Sie die CDs unter einem anderen Betriebssystem erstellen, benutzen Sie die entsprechenden Werkzeuge des Betriebssystems. Die Abbilder sind Standard-ISO-Abbilder und können von vielen Brennprogrammen verarbeitet werden.
Wenn Sie eine angepasste Version von FreeBSD erstellen wollen, sollten Sie den Release Engineering Article lesen.
Einen lokalen FTP-Server einrichten Installation Netzwerkinstallation FTP Die Dateien auf der Installations-CD sind genauso angeordnet wie auf den &os;-FTP-Servern. Daher ist es einfach, einen lokalen FTP-Server für die &os;-Installation über ein Netzwerk einzurichten. Hängen Sie auf dem FTP-Server die CD-ROM in das Verzeichnis /cdrom ein: &prompt.root; mount /cdrom Legen Sie ein Konto für Anonymous-FTP an. Dazu editieren Sie die Datei /etc/passwd mit dem Kommando &man.vipw.8; und fügen die nachstehende Zeile hinzu: ftp:*:99:99::0:0:FTP:/cdrom:/nonexistent Stellen Sie sicher, dass der FTP-Dienst in der Datei /etc/inetd.conf aktiviert ist. Jeder, der Ihren Rechner über das Netzwerk erreicht, kann nun &os; über FTP installieren. In sysinstall wird dazu FTP als Installationsmedium wählt. Der FTP-Server wird durch die Auswahl Other (andere als die vorgegebenen Server) und anschließende Eingabe von ftp://Ihr Rechner festgelegt. Wenn die Version der für die FTP-Installation Ihrer Clients verwendeten Bootmedien (normalerweise Disketten) nicht exakt der von Ihnen auf Ihrem lokalen FTP-Server angebotenen Version entspricht, ist sysinstall nicht in der Lage, die Installation abzuschließen. Sind die Versionsnummern unterschiedlich, können Sie durch das Aufrufen des Punktes Options sysinstall dazu zwingen, die Installation dennoch abzuschließen. Dazu setzen Sie den Namen der Distribution auf any. Diese Vorgehensweise ist in Ihrem lokalen Netzwerk, das durch eine Firewall geschützt ist, völlig in Ordnung. Wenn Sie FTP für Rechner auf dem Internet (und nicht für lokale Rechner) anbieten, zieht Ihr Server die Aufmerksamkeit von Crackern und andere Unannehmlichkeiten auf sich. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass Sie gute Sicherheitsverfahren anwenden. Installationsdisketten erstellen Installation Disketten Wenn Sie, was wir nicht empfehlen, von Disketten installieren müssen, weil Disketten das einzig unterstützte Installationsmedium sind oder Sie es sich einfach schwer machen wollen, müssen Sie zunächst einige Disketten vorbereiten. Sie müssen mindestens den Inhalt des Verzeichnisses base auf 1.44 MB Disketten kopieren. Wenn Sie die Disketten unter &ms-dos; erstellen, müssen Sie die Disketten mit dem DOS-Kommando FORMAT formatieren. Unter &windows; können Sie Disketten mithilfe des Explorers formatieren (klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das A:-Laufwerk und wählen Sie Format aus). Vertrauen Sie vorformatierten Disketten nicht; formatieren Sie die Disketten zur Sicherheit immer selbst. In der Vergangenheit waren vorformatierte Disketten der Verursacher vieler Probleme. Falls Sie die Disketten auf einer &os;-Maschine erstellen, sollten Sie immer noch formatieren. Allerdings brauchen Sie kein DOS-Dateisystem auf den Disketten anzulegen. Mit den Kommandos bsdlabel und newfs können Sie das Dateisystem UFS verwenden, wie im nachstehenden Beispiel für 3.5" 1.44 MB Disketten gezeigt: &prompt.root; fdformat -f 1440 fd0.1440 &prompt.root; bsdlabel -w fd0.1440 floppy3 &prompt.root; newfs -t 2 -u 18 -l 1 -i 65536 /dev/fd0 Anschließend können Sie die Disketten wie ein normales Dateisystem einhängen und beschreiben. Nachdem Sie die Disketten formatiert haben, kopieren Sie die Dateien der Distribution auf die Disketten. Die Dateien der Distribution sind in Stücke geteilt, sodass fünf Dateien auf eine 1.44 MB Diskette passen. Kopieren Sie die gewünschten Distribution auf Disketten, wobei Sie so viele Dateien wie möglich auf eine Diskette kopieren. Jede Distribution wird auf der Diskette in einem eigenen Verzeichnis abgelegt, beispielsweise a:\base\base.aa, a:\base\base.ab und so weiter. Die Datei base.inf muss unbedingt auf die erste Diskette des base-Diskettensatzes kopiert werden, damit das Installationsprogramm feststellen kann, wie viele Disketten geladen werden müssen, um die Distribution wieder zusammenzusetzen. Im Installationsprozess wählen Sie als Installationsmedium Floppy aus. Folgen Sie dann den gegebenen Anweisungen. Von einer &ms-dos;-Partition installieren Installation von einer &ms-dos;-Partition Um eine Installation von einer &ms-dos;-Partition vorzubereiten, kopieren Sie Dateien der Distributionen in das Verzeichnis freebsd direkt unterhalb des Wurzelverzeichnisses (zum Beispiel c:\freebsd). In diesem Verzeichnis muss sich dieselbe Verzeichnisstruktur wie auf dem Installationsmedium befinden. Wenn Sie die Dateien von einer Installations-CD kopieren, empfehlen wir den DOS-Befehl xcopy. Das nachstehende Beispiel bereitet eine minimale Installation von &os; vor: C:\> md c:\freebsd C:\> xcopy e:\bin c:\freebsd\bin\ /s C:\> xcopy e:\manpages c:\freebsd\manpages\ /s Im Beispiel wurde angenommen, dass auf Laufwerk C: ausreichend Platz vorhanden ist und die CD-ROM Laufwerk E: ist. Wenn Sie kein CD-Laufwerk besitzen, können Sie die Distributionen von ftp.FreeBSD.org herunterladen. Jede Distribution liegt in einem eigenen Verzeichnis. Beispielsweise liegt die Base-Distribution im Verzeichnis &rel.current;/base/. Kopieren Sie jede Distribution, die Sie von einer &ms-dos;-Partition installieren wollen (und für die Platz ist) in das Verzeichnis c:\freebsd. Für eine minimale Installation benötigen Sie nur die Base-Distribution. Ein Installationsband erstellen Installation von einem QIC/SCSI-Band Falls Sie nicht über FTP oder von einer CD-ROM installieren können, ist die Installation von Band wahrscheinlich die einfachste Methode. Das Installationsprogramm erwartet, dass sich die Distributionen im tar-Format auf dem Band befinden. Von den Distributions-Dateien erstellen Sie das Installationsband einfach mit dem Kommando tar: &prompt.root; cd /freebsd/distdir &prompt.root; tar cvf /dev/rwt0 dist1 ... dist2 Stellen Sie während der Installation sicher, dass Sie über genügend freien Platz in einem temporären Verzeichnis (das Sie festlegen können) verfügen. Das temporäre Verzeichnis muss den gesamten Inhalt des Bands aufnehmen können. Da auf Bänder nicht wahlfrei zugegriffen werden kann, benötigt diese Installationsmethode temporär sehr viel Platz. Das Band muss sich vor dem Neustart mit der Startdiskette im Laufwerk befinden. Ansonsten wird das Band während der Geräteerkennung vielleicht nicht erkannt. Eine Netzwerkinstallation vorbereiten Installation Netzwerkinstallation seriell (SLIP oder PPP) Installation Netzwerkinstallation parallel (PLIP) Installation Netzwerkinstallation Ethernet Sie können drei Verbindungsarten für eine Netzwerkinstallation benutzen: Eine Ethernet-Verbindung, eine serielle Verbindung (SLIP oder PPP), oder eine parallele Verbindung (PLIP, Laplink-Kabel). Die schnellste Netzwerkinstallation ist natürlich mit einer Netzwerkkarte möglich. &os; unterstützt die meisten der üblichen Netzwerkkarten. Eine Liste der unterstützten Netzwerkkarten ist in den Hardware-Notes jedes Releases enthalten. Wenn Sie eine unterstützte PCMCIA-Netzwerkkarte benutzen, stellen Sie sicher, dass die Karte eingesteckt ist, bevor der Laptop eingeschaltet wird. Leider unterstützt &os; das Einstecken von PCMCIA-Karten während der Installation noch nicht. Für eine Netzwerkinstallation müssen Sie Ihre IP-Adresse, die Netzwerkmaske und den Namen Ihres Rechner kennen. Wenn Sie über eine PPP-Verbindung installieren und keine feste IP-Adresse besitzen, braucht Sie der vorgehende Satz nicht zu beunruhigen. Sie können eine IP-Adresse dynamisch von Ihrem ISP beziehen. Fragen Sie Ihren Systemadministrator nach den richtigen Netzwerkeinstellungen. Wenn Sie andere Rechner über Namen anstatt über IP-Adressen erreichen wollen, brauchen Sie zudem einen Nameserver und möglicherweise die Adresse eines Gateways (mit PPP ist das die Adresse des ISPs), über den Sie den Nameserver erreichen. Wenn Sie von einem FTP-Server über einen HTTP-Proxy installieren wollen, benötigen Sie außerdem noch die Adresse des Proxy-Servers. Wenn Sie nicht alle oder zumindest die meisten der benötigten Daten kennen, sollten Sie wirklich vor der Installation mit Ihrem Systemadministrator oder ISP reden! Die SLIP-Unterstützung ist recht einfach und auf feste Verbindungen, beispielsweise ein serielles Kabel zwischen einem Laptop und einem anderen Rechner, beschränkt. Die Verbindung muss fest sein, da die Installation mit SLIP keine Einwahl unterstützt. Eine Einwahl ist mit PPP möglich, das Sie, wenn möglich, gegenüber SLIP bevorzugen sollten. Wenn Sie ein Modem benutzen, ist PPP ziemlich sicher die einzige Wahl. Stellen Sie sicher, dass Sie die Daten Ihres Service Providers bereitliegen haben, da Sie während der Installation die Daten früh benötigen. Wenn Sie PAP oder CHAP benutzen, um sich mit Ihrem ISP zu verbinden (wenn Sie unter &windows; kein Skript benötigen, um die Verbindung herzustellen), brauchen Sie an der ppp-Eingabeaufforderung nur das Kommando dial abzusetzen. Ansonsten müssen Sie sich mit Modem-spezifischen AT-Kommandos bei Ihrem ISP einwählen (PPP stellt nur einen einfachen Terminal-Emulator zur Verfügung). Weiteres über PPP erfahren Sie im Abschnitt User-PPP des Handbuchs und im PPP-Abschnitt der FAQ. Bei Problemen können Sie mit dem Kommando set log local Meldungen auf den Bildschirm umleiten. Wenn eine feste Verbindung zu einer anderen &os;-Maschine besteht (2.0 Release oder neuer), sollten Sie ein paralleles Laplink-Kabel in Betracht ziehen. Über eine parallele Verbindung sind höhrere Geschwindigkeiten als über eine serielle Verbindung (typischerweise bis zu 50 kByte/s) möglich. Daher ist die Installation über eine parallele Verbindung schneller als eine Installation über eine serielle Verbindung. Eine NFS-Installation vorbereiten Installation Netzwerkinstallation NFS Eine NFS-Installation ist unkompliziert. Kopieren Sie einfach die Distributionen auf einen NFS-Server und wählen Sie NFS als Installationsmedium aus. Wenn der NFS-Server nur Verbindungen über privilegierte Ports (Ports kleiner 1024) annimmt, setzen Sie vor der Installation die Option NFS Secure im Menü Options. Wenn Sie eine schlechte Netzwerkkarte besitzen, die sehr langsam ist, wählen Sie die Option NFS Slow. Damit die NFS-Installation funktioniert, muss der NFS-Server auch Unterverzeichnisse von exportierten Verzeichnissen zum Einhängen freigeben. Wenn beispielsweise die Distribution von &os; &rel.current; unter ziggy:/usr/archive/stuff/FreeBSD liegt, muss der Rechner ziggy erlauben, das Verzeichnis /usr/archive/stuff/FreeBSD einzuhängen. Es reicht nicht, dass ziggy erlaubt das Verzeichnis /usr oder /usr/archive/stuff einzuhängen. Unter &os; werden diese Freigaben in der Datei /etc/exports mit der Option eingestellt. Die nötigen Einstellungen können auf einem anderen NFS-Server unterschiedlich sein. Wenn Sie vom NFS-Server die Fehlermeldung permission denied erhalten, dann haben Sie wahrscheinlich die Freigaben nicht richtig konfiguriert.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml index c4de313dc2..c930b4de94 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/multimedia/chapter.sgml @@ -1,1932 +1,1932 @@ Ross Lippert Überarbeitet von Multimedia Übersicht FreeBSD unterstützt viele unterschiedliche Soundkarten, die Ihnen den Genuss von Highfidelity-Klängen auf Ihrem Computer ermöglichen. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, Tonquellen in den Formaten MPEG Audio Layer 3 (MP3), WAV, Ogg Vorbis und vielen weiteren Formaten aufzunehmen und wiederzugeben. Darüber hinaus enthält die FreeBSD Ports-Sammlung Anwendungen, die Ihnen das Bearbeiten Ihrer aufgenommenen Tonspuren, das Hinzufügen von Klangeffekten und die Kontrolle der angeschlossenen MIDI-Geräte erlauben. Wenn Sie etwas Zeit investieren, können Sie mit &os; auch Videos und DVDs abspielen. Im Vergleich zu Audio-Anwendungen gibt es weniger Anwendungen zum Kodieren, Konvertieren und Abspielen von Video-Formaten. Es gab, als dieses Kapitel geschrieben wurde, keine Anwendung, die einzelne Video-Formate ähnlich wie audio/sox konvertieren konnte. Allerdings ändert sich die Software in diesem Umfeld sehr schnell. In diesem Kapitel wird das Einrichten von Soundkarten besprochen. beschreibt die Installation und Konfiguration von X11 und das Einrichten von Videokarten. Hinweise zur Verbesserung der Wiedergabe finden sich in diesem Kapitel. Dieses Kapitel behandelt die folgenden Punkte: Die Konfiguration des Systems damit Ihre Soundkarte erkannt wird. - Wie Sie mit Beispielanwendungen die - Funktion einer Soundkarte prüfen. + Wie Sie die Funktion einer Soundkarte testen + können. Wie Sie Fehler in den Einstellungen von Soundkarten finden. Wie Sie MP3s und andere Audio-Formate wiedergeben und erzeugen. Die Video-Unterstützung des X-Servers. Gute Anwendungen, die Videos abspielen und kodieren. Die Wiedergabe von DVDs, .mpg- und .avi-Dateien. Wie Sie CDs und DVDs in Dateien rippen. Die Konfiguration von TV-Karten. Das Einrichten von Scannern. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: Wissen, wie Sie einen neuen Kernel konfigurieren und installieren (). Der Versuch eine Audio-CD mit &man.mount.8; einzuhängen erzeugt mindestens einen Fehler; schlimmstenfalls kann es zu einer Kernel-Panic kommen. Die Medien besitzen eine andere Kodierung als normale ISO-Dateisysteme. Moses Moore Von Marc Fonvieille Aktualisiert für &os; 5.X von Benedikt Köhler Übersetzt von Uwe Pierau Soundkarten einrichten Den Soundtreiber einrichten PCI ISA Soundkarten Zunächst sollten Sie in Erfahrung bringen, welches Soundkartenmodell Sie besitzen, welchen Chip die Karte benutzt und ob es sich um eine PCI- oder ISA-Karte handelt. &os; unterstützt eine Reihe von PCI- als auch von ISA-Karten. Die Hardware-Notes zählen alle unterstützten Karten und deren Treiber auf. Kernel Konfiguration Um Ihre Soundkarte benutzen zu können, müssen Sie den richtigen Gerätetreiber laden. Sie haben zwei Möglichkeiten, den Treiber zu laden: Am einfachsten ist es, das Modul mit &man.kldload.8; zu laden. Sie können dazu die Kommandozeile verwenden: &prompt.root; kldload snd_emu10k1 Alternativ können Sie auch einen Eintrag in der Datei /boot/loader.conf erstellen: snd_emu10k1_load="YES" Beide Beispiele gelten für eine Creative &soundblaster; Live! Soundkarte. Weitere ladbare Soundmodule sind in der Datei /boot/defaults/loader.conf aufgeführt. Wenn Sie nicht sicher sind, welchen Gerätetreiber Sie laden müssen, laden Sie den Treiber snd_driver: &prompt.root; kldload snd_driver Der Treiber snd_driver ist ein Meta-Treiber, der alle gebräuchlichen Treiber lädt und die Suche nach dem richtigen Treiber vereinfacht. Weiterhin können alle Treiber über /boot/loader.conf geladen werden. Wollen Sie feststellen, welcher Treiber für Ihre Soundkarte vom Metatreiber snd_driver geladen wurde, sollten Sie sich mit cat /dev/sndstat den Inhalt der Datei /dev/sndstat ansehen. Alternativ können Sie die Unterstützung für die Soundkarte direkt in den Kernel einkompilieren. Diese Methode im nächsten Abschnitt beschrieben. Weiteres über den Bau eines Kernels erfahren Sie im Kapitel Kernelkonfiguration. Soundkarten in der Kernelkonfiguration einrichten - Zuerst müssen Sie den allgemeinen Audio-Treiber - &man.sound.4; in die Kernelkonfiguration aufnehmen. + Zuerst müssen Sie &man.sound.4;, den Treiber für + das Audio-Framework in die Kernelkonfiguration aufnehmen. Fügen Sie dazu die folgende Zeile in die Kernelkonfigurationsdatei ein: device sound - Als nächstes müssen Sie den richtigen + Als Nächstes müssen Sie den richtigen Treiber in die Kernelkonfiguration einfügen. Den Treiber entnehmen Sie bitte der Liste der unterstützen Soundkarten aus den Hardware-Notes. Zum Beispiel wird die Creative &soundblaster; Live! Soundkarte vom Treiber &man.snd.emu10k1.4; unterstützt. Für diese Karte verwenden Sie die nachstehende Zeile: device snd_emu10k1 Die richtige Syntax für die Zeile lesen Sie bitte in der Hilfeseite des entsprechenden - Treibers nach. Die Syntax finden Sie ebenfalls + Treibers nach. Die korrekte Syntax für alle + unterstützten Treiber finden Sie außerdem in der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES. - Nicht PnP-fähige ISA-Karten benötigen - weiterhin Angaben zu den Karteneinstellungen - (IRQ, I/O-Port). Die Karteneinstellungen tragen + Nicht PnP-fähige ISA-Soundkarten benötigen + (wie alle anderen ISA-Karten auch) weiterhin Angaben zu + den Karteneinstellungen (wie IRQ und I/O-Port). + Die Karteneinstellungen tragen Sie in die Datei /boot/device.hints ein. Während des Systemstarts liest der &man.loader.8; diese Datei und reicht die Einstellungen an den Kernel weiter. Für eine alte Creative &soundblaster; 16 ISA-Karte, die sowohl den - &man.snd.sbc.4;- als auch den snd_sb16(4)-Treiber + &man.snd.sbc.4;- als auch den + snd_sb16-Treiber benötigt, fügen Sie folgende Zeilen in die Kernelkonfigurationsdatei ein: device snd_sbc device snd_sb16 In die Datei /boot/device.hints - tragen Sie beispielsweise die folgenden Einstellungen - ein: + tragen Sie für diese Karte zusätzlich die + folgenden Einstellungen ein: hint.sbc.0.at="isa" hint.sbc.0.port="0x220" hint.sbc.0.irq="5" hint.sbc.0.drq="1" hint.sbc.0.flags="0x15" In diesem Beispiel benutzt die Karte den I/O-Port 0x220 und den IRQ 5. - Die Hilfeseite des jeweiligen Treibers beschreibt - die Syntax der Einträge in der Datei - /boot/device.hints. + Die Manualpage &man.sound.4; sowie des jeweiligen + Treibers beschreiben die Syntax der Einträge in der + Datei /boot/device.hints. Das Beispiel verwendet die vorgegebenen Werte. Falls Ihre Karteneinstellungen andere Werte vorgeben, müssen Sie die Werte in der Kernelkonfiguration - anpassen. Weiteres entnehmen Sie bitte der Hilfeseite + anpassen. Weitere Informationen zu dieser Soundkarte + entnehmen Sie bitte der Manualpage &man.snd.sbc.4;. Die Soundkarte testen Nachdem Sie den neuen Kernel gestartet oder das erforderliche Modul geladen haben, sollte Ihre Soundkarte in den Systemmeldungen (&man.dmesg.8;) auftauchen. Zum Beispiel: pcm0: <Intel ICH3 (82801CA)> port 0xdc80-0xdcbf,0xd800-0xd8ff irq 5 at device 31.5 on pci0 pcm0: [GIANT-LOCKED] pcm0: <Cirrus Logic CS4205 AC97 Codec> Den Status der Karte können Sie über die Datei /dev/sndstat prüfen: &prompt.root; cat /dev/sndstat FreeBSD Audio Driver (newpcm) Installed devices: pcm0: <Intel ICH3 (82801CA)> at io 0xd800, 0xdc80 irq 5 bufsz 16384 kld snd_ich (1p/2r/0v channels duplex default) Die Ausgaben können auf Ihrem System anders aussehen. Wenn das Gerät pcm nicht erscheint, prüfen Sie bitte Ihre Konfiguration. Stellen sie sicher, dass Sie den richtigen Treiber gewählt haben. beschreibt häufig auftretende Probleme. Wenn alles glatt lief, haben Sie nun eine funktionierende Soundkarte. Wenn ein CD-ROM oder DVD-ROM-Laufwerk an Ihrer Soundkarte angeschlossen ist, können Sie jetzt mit &man.cdcontrol.1; eine CD abspielen: &prompt.user; cdcontrol -f /dev/acd0 play 1 Es gibt viele Anwendungen, wie audio/workman, die eine bessere Benutzerschnittstelle besitzen. Um sich MP3-Audiodateien anzuhören, können Sie - eine Anwendung wie - audio/mpg123 installieren. - Eine schnelle Möglichkeit die Karte zu prüfen, - ist es, Daten an das Gerät /dev/dsp - zu senden: + eine Anwendung wie audio/mpg123 installieren. + + Eine weitere schnelle Möglichkeit die Karte zu + prüfen, ist es, Daten an das Gerät + /dev/dsp zu senden: &prompt.user; cat Datei > /dev/dsp Für Datei können Sie eine beliebige Datei verwenden. Wenn Sie einige Geräusche hören, funktioniert die Soundkarte. Die Einstellungen des Mixers können Sie mit dem Kommando &man.mixer.8; verändern. Weiteres lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.mixer.8; nach. Häufige Probleme Device Node Gerätedatei I/O port IRQ DSP Fehler Lösung - - unsupported subdevice XX - Ein oder mehrere Device Nodes wurden nicht - korrekt angelegt. Wiederholen Sie die oben angegebenen - Schritte. - - sb_dspwr(XX) timed out Der I/O Port ist nicht korrekt angegeben. bad irq XX Der IRQ ist falsch angegeben. Stellen Sie sicher, dass der angegebene IRQ mit dem Sound IRQ übereinstimmt. xxx: gus pcm not attached, out of memory Es ist nicht genug Speicher verfügbar, um das Gerät zu betreiben. xxx: can't open /dev/dsp! Überprüfen Sie mit fstat | grep dsp ob eine andere Anwendung das Gerät geöffnet hat. Häufige Störenfriede sind esound oder die Sound-Unterstützung von KDE. Munish Chopra Beigetragen von Mehrere Tonquellen abspielen Oft sollen mehrere Tonquellen gleichzeitig abgespielt werden, auch wenn beispielsweise esound oder artsd das Audiogerät nicht mit einer anderen Anwendung teilen können. Unter FreeBSD können mit &man.sysctl.8; virtuelle Tonkanäle eingerichtet werden. Virtuelle Kanäle mischen die Tonquellen im Kernel (so können mehr Kanäle als von der Hardware unterstützt benutzt werden). Die Anzahl der virtuellen Kanäle können Sie als Benutzer root wie folgt einstellen: &prompt.root; sysctl hw.snd.pcm0.vchans=4 &prompt.root; sysctl hw.snd.maxautovchans=4 Im Beispiel werden vier virtuelle Kanäle eingerichtet, eine im Normalfall ausreichende Anzahl. hw.snd.pcm0.vchans ist die Anzahl der virtuellen Kanäle des Geräts pcm0. Die Anzahl kann konfiguriert werden, sobald das Gerät existiert. hw.snd.maxautovchans ist die Anzahl der virtuellen Kanäle, die einem Gerät zugewiesen werden, wenn es durch &man.kldload.8; eingerichtet wird. Da das Modul pcm unabhängig von den Hardware-Treibern geladen werden kann, gibt hw.snd.maxautovchans die Anzahl der virtuellen Kanäle an, die später eingerichtete Geräte erhalten. Sie können die Anzahl der virtuellen Kanäle nur ändern, wenn das Gerät nicht genutzt wird. Schließen Sie daher zuerst alle Programme (etwa Musikabspielprogramme oder Sound-Daemonen), die auf dieses Gerät zugreifen. Wenn Sie ein System ohne &man.devfs.5; einsetzen, müssen Anwendungen die Geräte /dev/dsp0.x verwenden. Wenn hw.snd.pcm.0.vchans wie oben auf 4 gesetzt wurde, läuft x von 0 bis 4. Auf Systemen mit &man.devfs.5; werden die Geräte automatisch - zugeteilt. + zugeteilt, wenn ein Programm das Gerät + /dev/dsp0 anfordert. Josef El-Rayes Beigetragen von Den Mixer einstellen Die Voreinstellungen des Mixers sind im Treiber &man.pcm.4; fest kodiert. Es gibt zwar viele Anwendungen und Dienste, die den Mixer einstellen können und die eingestellten Werte bei jedem Start wieder - setzen, am einfachsten ist es allerdings, die Werte + setzen, am einfachsten ist es allerdings, die + Standardwerte für den Mixer direkt im Treiber einzustellen. Der Mixer kann in der Datei /boot/device.hints eingestellt werden: - hint.pcm.0.vol="100" + hint.pcm.0.vol="50" Die Zeile setzt die Lautstärke des Mixers beim Laden des Moduls &man.pcm.4; auf den Wert - 100. + 50. Chern Lee Ein Beitrag von Benedikt Köhler Übersetzt von MP3-Audio MP3 (MPEG Layer 3 Audio) ermöglicht eine Klangwiedergabe in CD-ähnlicher Qualität, was Sie sich auf Ihrem FreeBSD-Rechner nicht entgehen lassen sollten. MP3-Player XMMS (X Multimedia System) ist bei weitem der beliebteste MP3-Player für X11. WinAmp-Skins können auch mit XMMS genutzt werden, da die Benutzerschnittstelle fast identisch mit der von Nullsofts WinAmp ist. Daneben unterstützt XMMS auch eigene Plugins. XMMS kann als multimedia/xmms Port oder Package installiert werden. Die Benutzerschnittstelle von XMMS ist leicht zu erlernen und enthält eine Playlist, einen graphischen Equalizer und vieles mehr. Diejenigen, die mit WinAmp vertraut sind, werden XMMS sehr leicht zu benutzen finden. Der Port audio/mpg123 ist ein alternativer, kommandozeilenorientierter MP3-Player. mpg123 kann ausgeführt werden, indem man das zu benutzende Sound Device und die abzuspielende MP3-Datei auf der Kommandozeile wie unten angibt: &prompt.root; mpg123 -a /dev/dsp1.0 Foobar-GreatestHits.mp3 High Performance MPEG 1.0/2.0/2.5 Audio Player for Layer 1, 2 and 3. Version 0.59r (1999/Jun/15). Written and copyrights by Michael Hipp. Uses code from various people. See 'README' for more! THIS SOFTWARE COMES WITH ABSOLUTELY NO WARRANTY! USE AT YOUR OWN RISK! Playing MPEG stream from Foobar-GreatestHits.mp3 ... MPEG 1.0 layer III, 128 kbit/s, 44100 Hz joint-stereo /dev/dsp1.0 sollten Sie dabei mit dem dsp-Device Ihres Systems ersetzen. CD-Audio Tracks rippen Bevor man eine ganze CD oder einen CD-Track in das MP3-Format umwandeln kann, müssen die Audiodaten von der CD auf die Festplatte gerippt werden. Dabei werden die CDDA (CD Digital Audio) Rohdaten in WAV-Dateien kopiert. Die Anwendung cdda2wav die im sysutils/cdrtools Paket enthalten ist, kann zum Rippen der Audiodaten und anderen Informationen von CDs genutzt werden. Wenn die Audio CD in dem Laufwerk liegt, können Sie mit folgendem Befehl (als root) eine ganze CD in einzelne WAV-Dateien (eine Datei für jeden Track) rippen: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -B cdda2wav unterstützt auch ATAPI (IDE) CD-ROM-Laufwerke. Um von einem IDE-Laufwerk zu rippen, übergeben Sie auf der Kommandozeile statt der SCSI-IDs den Gerätenamen. Das folgende Kommando rippt den 7. Track: &prompt.root; cdda2wav -D /dev/acd0 -t 7 Der Schalter bezieht sich auf das SCSI Device 0,1,0, das sich aus dem Ergebnis des Befehls cdrecord -scanbus ergibt. Um einzelne Tracks zu rippen, benutzen Sie den Schalter wie folgt: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -t 7 Dieses Beispiel rippt den siebten Track der Audio CD-ROM. Um mehrere Tracks zu rippen, zum Beispiel die Tracks eins bis sieben, können Sie wie folgt einen Bereich angeben: &prompt.root; cdda2wav -D 0,1,0 -t 1+7 Mit &man.dd.1; können Sie ebenfalls Audio-Stücke von ATAPI-Laufwerken kopieren. Dies wird in erläutert. MP3-Dateien kodieren Gegenwärtig ist Lame der meistbenutzte MP3-Encoder. Lame finden Sie unter audio/lame im Ports-Verzeichnis. Benutzen Sie die WAV-Dateien, die sie von CD gerippt haben, und wandeln sie mit dem folgenden Befehl die Datei audio01.wav in audio01.mp3 um: &prompt.root; lame -h -b 128 \ --tt "Foo Liedtitel" \ --ta "FooBar Künstler" \ --tl "FooBar Album" \ --ty "2001" \ --tc "Geripped und kodiert von Foo" \ --tg "Musikrichtung" \ audio01.wav audio01.mp3 128 kbits ist die gewöhnliche MP3-Bitrate. Viele bevorzugen mit 160 oder 192 kbits eine höhere Qualität. Je höher die Bitrate ist, desto mehr Speicherplatz benötigt die resultierende MP3-Datei, allerdings wird die Qualität dadurch auch besser. Der Schalter verwendet den higher quality but a little slower (höhere Qualität, aber etwas langsamer) Modus. Die Schalter, die mit beginnen, sind ID3-Tags, die in der Regel Informationen über das Lied enthalten und in die MP3-Datei eingebettet sind. Weitere Optionen können in der Manualpage von Lame nachgelesen werden. MP3-Dateien dekodieren Um aus MP3-Dateien eine Audio CD zu erstellen, müssen diese in ein nicht komprimiertes WAV-Format umgewandelt werden. Sowohl XMMS als auch mpg123 unterstützen die Ausgabe der MP3-Dateien in unkomprimierte Dateiformate. Dekodieren mit XMMS: Starten Sie XMMS. Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um das XMMS-Menu zu öffnen. Wählen Sie Preference im Untermenü Options. Ändern Sie das Output-Plugin in Disk Writer Plugin. Drücken Sie Configure. Geben Sie ein Verzeichnis ein (oder wählen Sie browse), in das Sie die unkomprimierte Datei schreiben wollen. Laden Sie die MP3-Datei wie gewohnt in XMMS mit einer Lautstärke von 100% und einem abgeschalteten EQ. Drücken Sie Play und es wird so aussehen, als spiele XMMS die MP3-Datei ab, aber keine Musik ist zu hören. Der Player überspielt die MP3-Datei in eine Datei. Vergessen Sie nicht, das Output-Plugin wieder in den Ausgangszustand zurückzusetzen um wieder MP3-Dateien anhören zu können. Mit mpg123 nach stdout schreiben: Geben Sie mpg123 -s audio01.mp3 > audio01.pcm ein. XMMS schreibt die Datei im WAV-Format aus während mpg123 die MP3-Datei in rohe PCM-Audiodaten umwandelt. cdrecord kann mit beiden Formaten Audio-CDs erstellen, &man.burncd.8; kann nur rohe PCM-Audiodaten verarbeiten. Der Dateikopf von WAV-Dateien erzeugt am Anfang des Stücks ein Knacken. Sie können den Dateikopf mit dem Werkzeug SoX, das sich als Paket oder aus dem Port audio/sox installieren lässt, entfernen: &prompt.user; sox -t wav -r 44100 -s -w -c 2 track.wav track.raw Lesen Sie in diesem Handbuch, um mehr Informationen zur Benutzung von CD-Brennern mit FreeBSD zu erhalten. Ross Lippert Beigetragen von Videos wiedergeben Die Wiedergabe von Videos ist ein neues, sich schnell entwickelndes, Anwendungsgebiet. Seien Sie geduldig, es wird nicht alles so glatt laufen, wie bei den Audio-Anwendungen. Bevor Sie beginnen, sollten Sie das Modell Ihrer Videokarte und den benutzten Chip kennen. Obwohl &xorg; und &xfree86; viele Vidiokarten unterstützt, können nur einige Karten Videos schnell genug wiedergeben. Eine Liste der Erweiterungen, die der X-Server für eine Videokarte unterstützt, erhalten Sie unter laufendem X11 mit dem Befehl &man.xdpyinfo.1;. Halten Sie eine kurze MPEG-Datei bereit, mit der Sie Wiedergabeprogramme und deren Optionen testen können. Da einige DVD-Spieler in der Voreinstellung das DVD-Gerät mit /dev/dvd ansprechen oder diesen Namen fest einkodiert haben, wollen Sie vielleicht symbolische Links auf die richtigen Geräte anlegen: &prompt.root; ln -sf /dev/acd0 /dev/dvd &prompt.root; ln -sf /dev/acd0 /dev/rdvd Wegen &man.devfs.5; gehen gesondert angelegte Links wie diese bei einem Neustart des Systems verloren. Damit die symbolischen Links automatisch beim Neustart des Systems angelegt werden, fügen Sie die folgenden Zeilen in /etc/devfs.conf ein: link acd0 dvd link acd0 rdvd Zum Entschlüsseln von DVDs müssen bestimmte DVD-ROM-Funktionen aufgerufen werden und schreibender Zugriff auf das DVD-Gerät erlaubt sein. X11 benutzt Shared-Memory und Sie sollten die nachstehenden &man.sysctl.8;-Variablen auf die gezeigten Werte erhöhen: kern.ipc.shmmax=67108864 kern.ipc.shmall=32768 Video-Schnittstellen XVideo SDL DGA Es gibt einige Möglichkeiten, Videos unter X11 abzuspielen. Welche Möglichkeit funktioniert, hängt stark von der verwendeten Hardware ab. Ebenso hängt die erzielte Qualität von der Hardware ab. Die Videowiedergabe unter X11 ist ein aktuelles Thema, sodass jede neue Version von &xorg; oder von &xfree86; wahrscheinlich erhebliche Verbesserung enthält. Gebräuchliche Video-Schnittstellen sind: X11: normale X11-Ausgabe über Shared-Memory. XVideo: Eine Erweiterung der X11-Schnittstelle, die Videos in jedem X11-Drawable anzeigen kann. SDL: Simple Directmedia Layer. DGA: Direct Graphics Access. SVGAlib: Eine Schnittstelle zur Grafikausgabe auf der Konsole. XVideo Die Erweiterung XVideo (auch Xvideo, Xv oder xv) von &xorg; und &xfree86; 4.X, erlaubt die beschleunigte Wiedergabe von Videos in jedem Drawable. Diese Erweiterung liefert auch auf weniger leistungsfähigen Systemen (beispielsweise einem PIII 400 MHz Laptop) eine gute Wiedergabe. Ob die Erweiterung läuft, entnehmen Sie der Ausgabe von xvinfo: &prompt.user; xvinfo XVideo wird untertsützt, wenn die Ausgabe wie folgt aussieht: X-Video Extension version 2.2 screen #0 Adaptor #0: "Savage Streams Engine" number of ports: 1 port base: 43 operations supported: PutImage supported visuals: depth 16, visualID 0x22 depth 16, visualID 0x23 number of attributes: 5 "XV_COLORKEY" (range 0 to 16777215) client settable attribute client gettable attribute (current value is 2110) "XV_BRIGHTNESS" (range -128 to 127) client settable attribute client gettable attribute (current value is 0) "XV_CONTRAST" (range 0 to 255) client settable attribute client gettable attribute (current value is 128) "XV_SATURATION" (range 0 to 255) client settable attribute client gettable attribute (current value is 128) "XV_HUE" (range -180 to 180) client settable attribute client gettable attribute (current value is 0) maximum XvImage size: 1024 x 1024 Number of image formats: 7 id: 0x32595559 (YUY2) guid: 59555932-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: YUV (packed) id: 0x32315659 (YV12) guid: 59563132-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 12 number of planes: 3 type: YUV (planar) id: 0x30323449 (I420) guid: 49343230-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 12 number of planes: 3 type: YUV (planar) id: 0x36315652 (RV16) guid: 52563135-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: RGB (packed) depth: 0 red, green, blue masks: 0x1f, 0x3e0, 0x7c00 id: 0x35315652 (RV15) guid: 52563136-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 16 number of planes: 1 type: RGB (packed) depth: 0 red, green, blue masks: 0x1f, 0x7e0, 0xf800 id: 0x31313259 (Y211) guid: 59323131-0000-0010-8000-00aa00389b71 bits per pixel: 6 number of planes: 3 type: YUV (packed) id: 0x0 guid: 00000000-0000-0000-0000-000000000000 bits per pixel: 0 number of planes: 0 type: RGB (packed) depth: 1 red, green, blue masks: 0x0, 0x0, 0x0 Einige der aufgeführten Formate (wie YUV2 oder YUV12) existieren in machen XVideo-Implementierungen nicht. Dies kann zu Problemen mit einigen Spielern führen. XVideo wird wahrscheinlich von Ihrer Karte nicht unterstützt, wenn die die Ausgabe wie folgt aussieht: X-Video Extension version 2.2 screen #0 no adaptors present Wenn die XVideo-Erweiterung auf Ihrer Karte nicht läuft, wird es nur etwas schwieriger, die Anforderungen für die Wiedergabe von Videos zu erfüllen. Abhängig von Ihrer Videokarte und Ihrem Prozessor können Sie dennoch zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Sie sollten vielleicht die weiterführenden Quellen in zu Rate ziehen, um die Geschwindigkeit Ihres Systems zu steigern. Simple Directmedia Layer Die Simple Directmedia Layer, SDL, ist eine zwischen µsoft.windows;, BeOS und &unix; portable Schnittstelle. Mit dieser Schnittstelle können Anwendungen plattformunabhängig und effizient Ton und Grafik benutzen. SDL bietet eine hardwarenahe Schnittstelle, die manchmal schneller als die X11-Schnittstelle sein kann. SDL finden Sie in den Ports im Verzeichnis devel/sdl12. Direct Graphics Access Die X11-Erweiterung Direct Graphics Access (DGA) erlaubt es Anwendungen, am X-Server vorbei direkt in den Framebuffer zu schreiben. Da die Anwendung und der X-Server auf gemeinsame Speicherbereiche zugreifen, müssen die Anwendungen unter dem Benutzer root laufen. Die DGA-Erweiterung kann mit &man.dga.1; getestet werden. Das Kommando dga wechselt, jedes Mal wenn eine Taste gedrückt wird, die Farben der Anzeige. Sie können das Programm mit der Taste q verlassen. Video-Anwendungen Video-Anwendungen Dieser Abschnitt behandelt Anwendungen aus der &os;-Ports-Sammlung, die Videos abspielen. An der Videowiedergabe wird derzeit aktiv gearbeitet, sodass der Funktionsumfang der Anwendungen von dem hier beschriebenen abweichen kann. Viele unter &os; laufende Videoanwendungen wurden unter Linux entwickelt und befinden sich noch im Beta-Status. Der Betrieb dieser Anwendungen unter &os; stößt vielleicht auf einige der nachstehenden Probleme: Eine Anwendung kann eine Datei einer anderen Anwendung nicht abspielen. Eine Anwendung kann eine selbst produzierte Datei nicht abspielen. Wenn dieselbe Anwendung auf unterschiedlichen Maschinen gebaut wird, wird ein Video unterschiedlich wiedergegeben. Ein vergleichsweise einfacher Filter, wie die Skalierung eines Bildes, führt zu deutlichen Artefakten in der Darstellung. Eine Anwendung stürzt häufig ab. Die Dokumentation wird bei der Installation des Ports nicht installiert. Sie befindet sich entweder auf dem Internet oder im Verzeichnis work des Ports. Viele Anwendungen sind zudem sehr Linux-lastig. Probleme entstehen durch die Implementierung von Standard-Bibliotheken in Linux-Distributionen oder dadurch, dass die Anwendung bestimmte Linux-Kernelfunktionen voraussetzt. Diese Probleme werden nicht immer vom Betreuer eines Ports bemerkt und umgangen. In der Praxis entstehen dadurch folgende Probleme: Eigenschaften des Prozessors werden über /proc/cpuinfo ermittelt. Die falsche Anwendung von Threads führt dazu, dass sich ein Programm aufhängt statt sich zu beenden. Die Anwendung hängt von anderen Anwendungen ab, die sich noch nicht in der &os;-Ports-Sammlung befinden. Allerdings arbeiten die Anwendungsentwickler bislang mit den Betreuern der Ports zusammen, sodass zusätzlicher Portierungsaufwand minimiert wird. MPlayer MPlayer ist ein kürzlich entstandener und sich stark weiterentwickelnder Video-Spieler. Das Hauptaugenmerk des MPlayer-Teams liegt auf Geschwindigkeit und Flexibilität auf Linux und anderen &unix; Systemen. Das Projekt entstand weil der Gründer des Teams unzufrieden mit der Geschwindigkeit bestehender Video-Spieler war. Kritiker behaupten, dass die Benutzeroberfläche der einfachen Gestaltung zum Opfer fiel. Wenn Sie sich allerdings erstmal an die Kommandozeilenoptionen und die Tastensteuerung gewöhnt haben, funktioniert die Anwendung sehr gut. MPlayer bauen MPlayer bauen MPlayer finden Sie in der Ports-Sammlung unter multimedia/mplayer. Der Bau von MPlayer berücksichtigt die vorhandene Harware und erzeugt ein Programm, das nicht auf ein anderes System übertragbar ist. Es ist daher wichtig, dass Sie das Programm aus den Ports bauen und nicht das fertige Paket installieren. Zusätzlich können Sie auf der Kommandozeile von make noch einige Optionen angeben, die im Makefile beschrieben sind und am die Anfang des Baus ausgegeben werden: &prompt.root; cd /usr/ports/multimedia/mplayer &prompt.root; make N - O - T - E Take a careful look into the Makefile in order to learn how to tune mplayer towards you personal preferences! For example, make WITH_GTK1 builds MPlayer with GTK1-GUI support. If you want to use the GUI, you can either install /usr/ports/multimedia/mplayer-skins or download official skin collections from http://www.mplayerhq.hu/homepage/dload.html Für die meisten Benutzer sind die voreingestellten Option in Ordnung. Wenn Sie den XviD-Codec benötigen, müssen Sie auf der Kommandozeile die Option WITH_XVID angeben. Das DVD-Gerät können Sie mit der Option WITH_DVD_DEVICE angeben. Wenn Sie die Option nicht angeben, wird /dev/acd0 benutzt. Als dieser Abschnitt verfasst wurde, baute der MPlayer-Port die HTML-Dokumentation sowie die beiden Programme mplayer und mencoder. Mit mencoder können Sie Videodateien umwandeln. Die HTML-Dokumentation von MPlayer ist sehr lehrreich. Wenn Sie in diesem Kapitel Informationen über Video-Hardware oder Schnittstellen vermissen, ist die MPlayer-Dokumentation eine ausgezeichnete Quelle. Wenn Sie Informationen über die Video-Unterstützung unter &unix; benötigen, sollten Sie die MPlayer-Dokumentation auf jeden Fall lesen. MPlayer benutzen MPlayer benutzen Jeder Benutzer von MPlayer muss in seinem Heimatverzeichnis das Verzeichnis .mplayer anlegen. Dieses Verzeichnis können Sie wie folgt anlegen: &prompt.user; cd /usr/ports/multimedia/mplayer &prompt.user; make install-user Die Kommandozeilenoptionen von mplayer sind in der Hilfeseite aufgeführt. Eine genaue Beschreibung befindet sich in der HTML-Dokumentation. In diesem Abschnitt wird nur der normale Gebrauch von mplayer beschrieben. Um eine Datei, wie testfile.avi, unter verschiedenen Video-Schnittstellen abzuspielen, benutzen Sie die Option : &prompt.user; mplayer -vo xv testfile.avi &prompt.user; mplayer -vo sdl testfile.avi &prompt.user; mplayer -vo x11 testfile.avi &prompt.root; mplayer -vo dga testfile.avi &prompt.root; mplayer -vo 'sdl:dga' testfile.avi Es lohnt sich, alle Option zu testen. Die erzielte Geschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab und variiert beträchtlich je nach eingesetzter Hardware. Wenn Sie eine DVD abspielen wollen, ersetzen Sie testfile.avi durch . N ist die Nummer des Stücks, das Sie abspielen wollen und Gerät gibt den Gerätenamen des DVD-ROMs an. Das nachstehende Kommando spielt das dritte Stück von /dev/dvd: &prompt.root; mplayer -vo dga -dvd://3 /dev/dvd Das standardmäßig verwendete DVD-Laufwerk kann beim Bau des MPlayer-Ports mit der Option WITH_DVD_DEVICE festgelegt werden. Die Voreinstellung verwendet das Gerät /dev/acd0. Genaueres finden Sie im Makefile des Ports. Die Tastenkombinationen zum Abbrechen, Anhalten und Weiterführen der Wiedergabe entnehmen Sie bitte der Ausgabe von mplayer -h oder der Hilfeseite. Weitere nützliche Optionen für die Wiedergabe sind zur Wiedergabe im Vollbild-Modus und zur Steigerung der Geschwindigkeit. Damit die Kommandozeile von mplayer kurz bleibt, kann ein Benutzer Vorgaben in der Datei .mplayer/config hinterlegen: vo=xv fs=yes zoom=yes Schließlich kann mplayer noch DVD-Stücke in .vob-Dateien rippen. Das zweite Stück einer DVD wandeln Sie wie folgt in eine Datei um: &prompt.root; mplayer -dumpstream -dumpfile out.vob -dvd://2 /dev/dvd Die Ausgabedatei out.vob wird im MPEG-Format abgespeichert und kann mit anderen Werkzeugen aus diesem Abschnitt bearbeitet werden. mencoder mencoder Sie sollten die HTML-Dokumentation lesen, bevor Sie mencoder benutzen. Es gibt zwar eine Hilfeseite, die aber ohne die HTML-Dokumentation nur eingeschräkt nützlich ist. Es gibt viele Möglichkeiten die Qualität zu verbessern, die Bitrate zu verringern und Formate zu konvertieren. Einige davon haben erhebliche Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der Wiedergabe. Zum Start finden Sie im Folgenden einige Kommandozeilen. Die erste kopiert einfach eine Datei: &prompt.user; mencoder input.avi -oac copy -ovc copy -o output.avi Falsche Kombinationen von Kommandozeilenparametern ergeben eventuell Dateien, die selbst mplayer nicht mehr abspielen kann. Wenn Sie in eine Datei rippen, sollten Sie daher auf jeden Fall die Option von mplayer verwenden. Die nachstehende Kommandozeile wandelt die Datei input.avi nach MPEG4 mit MPEG3 für den Ton um (hierfür wird der Ports audio/lame benötigt): &prompt.user; mencoder input.avi -oac mp3lame -lameopts br=192 \ -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4:vhq -o output.avi Die Ausgabedatei lässt sowohl mit mplayer als auch xine abspielen. Wenn Sie input.avi durch ersetzen und das Kommando unter root laufen lassen, können Sie ein DVD-Stück direkt konvertieren. Da Sie wahrscheinlich beim ersten Mal unzufrieden mit den Ergebnissen sind, sollten Sie das Stück zuerst in eine Datei schreiben und anschließend die Datei weiterverarbeiten. Der Video-Spieler xine Der Video-Spieler xine ist ein Projekt mit großem Umfang. Das Projekt will nicht nur ein Programm für alle Video-Anwendungen bieten, sondern auch eine wiederverwendbare Bibliothek und ein Programm, das durch Plugins erweiterbar ist. Das Programm steht als fertiges Paket oder als Port unter multimedia/xine zur Verfügung. Der multimedia/xine-Spieler hat noch ein paar Ecken und Kanten, macht aber insgesamt einen guten Eindruck. Für einen reibungslosen Betrieb benötigt xine entweder eine schnelle CPU oder die XVideo-Erweiterung. Das GUI ist etwas schwerfällig. Zurzeit gibt es kein xine-Modul, das CSS-kodierte DVDs abspielen kann und sich in der &os; Ports-Sammlung befindet. xine ist benutzerfreundlicher als MPlayer, bietet allerdings nicht soviele Möglichkeiten. Am schnellsten läuft xine mit der XVideo-Erweiterung. In der Voreinstellung startet xine eine grafische Benutzeroberfläche. Über Menüs können Sie Dateien öffnen: &prompt.user; xine Alternativ können Sie das Programm auch ohne GUI aufrufen und Dateien direkt abspielen: &prompt.user; xine -g -p mymovie.avi Die transcode-Werkzeuge transcode ist kein Spieler, sondern eine Sammlung von Werkzeugen zur Umwandlung von Video- und Sounddateien. transcode mischt Video-Dateien und kann kaputte Video-Dateien reparieren. Die Werkzeuge werden als Filter verwendet, das heißt die Ein- und Ausgaben verwenden stdin/stdout. Beim Bau von transcode über den Port multimedia/transcode können zwar zahreiche Optionen angegeben werden. Empfehlenswert ist es aber, den Bau mit folgendem Befehl zu starten: &prompt.root; make WITH_OPTIMIZED_CFLAGS=yes WITH_LIBA52=yes WITH_LAME=yes WITH_OGG=yes \ WITH_MJPEG=yes -DWITH_XVID=yes Diese Einstellungen sollen für die meisten Anwender ausreichend sein. Um die Fähigkeiten von transcode zu illustrieren, wird im folgenden Beispiel eine DivX-Datei in eine PAL MPEG-1-Datei konvertiert: &prompt.user; transcode -i input.avi -V --export_prof vcd-pal -o output_vcd &prompt.user; mplex -f 1 -o output_vcd.mpg output_vcd.m1v output_vcd.mpa Die daraus resultierende MPEG-Datei, output_vcd.mpg, kann beispielsweise mit MPlayer abgespielt werden. Sie können sie sogar als Video-CD auf eine CD-R brennen. Wenn Sie diese Funktion benötigen, müssen Sie zusätzlich die beiden Programme multimedia/vcdimager und sysutils/cdrdao installieren. Zwar gibt es eine Manualpage zu transcode, Sie sollen aber auf jeden Fall auch die Informationen und Beispiele im transcode-Wiki lesen. Weiterführende Quellen Die Video-Software für &os; entwickelt sich sehr schnell. Es ist wahrscheinlich, dass die hier angesprochenen Probleme bald gelöst sind. Bis dahin müssen Anwender, die das meiste aus den Audio- und Video-Fähigkeiten von &os; machen wollen, Informationen aus mehreren FAQs und Tutorien zusammensuchen und verschiedene Anwendungen nebeneinander betreiben. Dieser Abschnitt weist auf weitere Informationsquellen hin. Die MPlayer-Dokumentation ist sehr aufschlussreich. Die Dokumente sollten wahrscheinlich von jedem gelesen werden, der hohe Fachkenntnisse über Video auf &unix; Systemen erlangen will. Die MPlayer-Mailinglisten reagiert feindselig auf Personen, die es nicht für nötig halten, die Dokumentation zu lesen. Wenn Sie Fehlerberichte an die Liste schicken wollen, lesen Sie bitte vorher die ausgezeichnete Dokumentation (RTFM). Das xine HOWTO enthält allgemein gültige Hinweise zur Verbesserung der Wiedergabegeschwindigkeit. Schließlich gibt es noch weitere vielversprechende Anwendungen, die Sie vielleicht ausprobieren wollen: Avifile gibt es schon als Port multimedia/avifile. Ogle wurde ebenfalls schon portiert: multimedia/ogle. Xtheater. multimedia/dvdauthor, ist ein Open-Source-Paket, mit dem Sie DVDs erstellen können. Josef El-Rayes Beigetragen von Marc Fonvieille Überarbeitet von TV-Karten einrichten TV-Karten Einführung Mit TV-Karten können Sie mit Ihrem Rechner über Kabel oder Antenne fernsehen. Die meisten Karten besitzen einen RCA- oder S-Video-Eingang. Einige Karten haben auch einen FM-Radio-Empfänger. Der &man.bktr.4;-Treiber von &os; unterstützt PCI-TV-Karten mit einem Brooktree Bt848/849/878/879 oder einem Conexant CN-878/Fusion 878a Chip. Die Karte sollte einen der unterstützten Empfänger besitzen, die in der Hilfeseite &man.bktr.4; aufgeführt sind. Den Treiber einrichten Um Ihre Karte zu benutzen, müssen Sie den &man.bktr.4;-Treiber laden. Fügen Sie die nachstehende Zeile in die Datei /boot/loader.conf ein: bktr_load="YES" Sie können den Treiber für die TV-Karte auch fest in den Kernel compilieren. Erweitern Sie dazu Ihre Kernelkonfiguration um die folgenden Zeilen: device bktr device iicbus device iicbb device smbus Die zusätzlichen Treiber werden benötigt, da die Komponenten der Karte über einen I2C-Bus verbunden sind. Bauen und installieren Sie dann den neuen Kernel. Anschließend müssen Sie Ihr System neu starten. Während des Neustarts sollte Ihre TV-Karte erkannt werden: bktr0: <BrookTree 848A> mem 0xd7000000-0xd7000fff irq 10 at device 10.0 on pci0 iicbb0: <I2C bit-banging driver> on bti2c0 iicbus0: <Philips I2C bus> on iicbb0 master-only iicbus1: <Philips I2C bus> on iicbb0 master-only smbus0: <System Management Bus> on bti2c0 bktr0: Pinnacle/Miro TV, Philips SECAM tuner. Abhängig von Ihrer Hardware können die Meldungen natürlich anders aussehen. Sie sollten aber prüfen, dass der Empfänger richtig erkannt wird. Die entdeckten Geräte lassen sich mit &man.sysctl.8; oder in der Kernelkonfigurationsdatei überschreiben. Wenn Sie beispielsweise einen Philips-SECAM-Empfänger erzwingen wollen, fügen Sie die folgende Zeile zur Kernelkonfigurationsdatei hinzu: options OVERRIDE_TUNER=6 Alternativ können Sie direkt &man.sysctl.8; benutzen: &prompt.root; sysctl hw.bt848.tuner=6 Weitere Informationen zu den verschiedenen Optionen finden Sie in &man.bktr.4; sowie in der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES. Nützliche Anwendungen Um die TV-Karte zu benutzen, müssen Sie eine der nachstehenden Anwendungen installieren: multimedia/fxtv lässt das Fernsehprogramm in einem Fenster laufen und kann Bilder, Audio und Video aufzeichnen. multimedia/xawtv eine weitere TV-Anwendung, mit den gleichen Funktionen wie fxtv. misc/alevt dekodiert und zeigt Videotext/Teletext an. Mit audio/xmradio lässt sich der FM-Radio-Empfänger, der sich auf einigen TV-Karten befindet, benutzen. audio/wmtune ein leicht zu bedienender Radio-Empfänger. Weitere Anwendungen finden Sie in der &os; Ports-Sammlung. Fehlersuche Wenn Sie Probleme mit Ihrer TV-Karte haben, prüfen Sie zuerst, ob der Video-Capture-Chip und der Empfänger auch wirklich vom &man.bktr.4;-Treiber unterstützt werden. Prüfen Sie dann, ob Sie die richtigen Optionen verwenden. Weitere Hilfe erhalten Sie auf der Mailingliste &a.multimedia.name; und in deren Archiven. Marc Fonvieille Beigetragen von Scanner Scanner Einführung Unter &os; stellt SANE (Scanner Access Now Easy) aus der Ports-Sammlung eine einheitliche Schnittstelle (API) für den Zugriff auf Scanner bereit. SANE wiederum greift auf Scanner mithilfe einiger &os;-Treiber zu. &os; unterstützt sowohl SCSI- als auch USB-Scanner. Prüfen Sie vor der Konfiguration mithilfe der Liste der unterstützten Geräte ob Ihr Scanner von SANE unterstützt wird. Die Hilfeseite &man.uscanner.4; zählt ebenfalls die unterstützten USB-Scanner auf. Den Kernel für Scanner einrichten Da sowohl SCSI- als auch USB-Scanner unterstützt werden, werden abhängig von der Schnittstelle unterschiedliche Treiber benötigt. USB-Scanner Im GENERIC-Kernel sind schon alle, für einen USB-Scanner notwendigen, Treiber enthalten. Wenn Sie einen angepassten Kernel benutzen, prüfen Sie, dass die Kernelkonfiguration die nachstehenden Zeilen enthält: device usb device uhci device ohci device uscanner Abhängig vom Chipsatz Ihrer Systemplatine benötigen Sie in der Kernelkonfiguration entweder die Option device uhci oder die Option device ohci. Die Kernelkonfiguration kann allerdings auch beide Optionen enthalten. Wenn Sie den Kernel nicht neu bauen wollen und einen angepassten Kernel verwenden, können Sie den Treiber &man.uscanner.4; direkt mit dem Kommando &man.kldload.8; laden: &prompt.root; kldload uscanner Wenn Sie das Modul bei jedem Systemstart laden wollen, fügen Sie in der Datei /boot/loader.conf die nachstehende Zeile hinzu: uscanner_load="YES" Nachdem Sie das System mit dem richtigen Kernel neu gestartet oder das Modul geladen haben, stecken Sie den USB-Scanner ein. Danach sollte in den Systemmeldungen (die Sie mit &man.dmesg.8; betrachten können) eine Zeile ähnlich der folgenden erscheinen: uscanner0: EPSON EPSON Scanner, rev 1.10/3.02, addr 2 Diese Meldung besagt, dass der Scanner die Gerätedatei /dev/uscanner0 benutzt. SCSI-Scanner Wenn Ihr Scanner eine SCSI-Schnittstelle besitzt, ist die Kernelkonfiguration abhängig vom verwendeten SCSI-Controller. Der GENERIC-Kernel unterstützt die gebräuchlichen SCSI-Controller. Den richtigen Treiber finden Sie in der Datei NOTES. Neben dem Treiber muss Ihre Kernelkonfiguration noch die nachstehenden Zeilen enthalten: device scbus device pass Nachdem Sie einen Kernel gebaut und installiert haben, sollte der Scanner beim Neustart in den Systemmeldungen erscheinen: pass2 at aic0 bus 0 target 2 lun 0 pass2: <AGFA SNAPSCAN 600 1.10> Fixed Scanner SCSI-2 device pass2: 3.300MB/s transfers Wenn der Scanner während des Systemstarts ausgeschaltet war, können Sie die Geräteerkennung erzwingen, indem Sie den SCSI-Bus erneut absuchen. Verwenden Sie dazu das Kommando &man.camcontrol.8;: &prompt.root; camcontrol rescan all Re-scan of bus 0 was successful Re-scan of bus 1 was successful Re-scan of bus 2 was successful Re-scan of bus 3 was successful Der Scanner wird anschließend in der SCSI-Geräteliste angezeigt: &prompt.root; camcontrol devlist <IBM DDRS-34560 S97B> at scbus0 target 5 lun 0 (pass0,da0) <IBM DDRS-34560 S97B> at scbus0 target 6 lun 0 (pass1,da1) <AGFA SNAPSCAN 600 1.10> at scbus1 target 2 lun 0 (pass3) <PHILIPS CDD3610 CD-R/RW 1.00> at scbus2 target 0 lun 0 (pass2,cd0) Weiteres über SCSI-Geräte lesen Sie bitte in den Hilfeseiten &man.scsi.4; und &man.camcontrol.8; nach. SANE konfigurieren SANE besteht aus zwei Teilen, den Backends (graphics/sane-backends) und den Frontends (graphics/sane-frontends). Das Backend greift auf den Scanner zu. Welches Backend welchen Scanner unterstützt, entnehmen Sie der Liste der unterstützten Geräte.. Der Betrieb eines Scanners ist nur dem richtigen Backend möglich. Die Frontends sind die Anwendungen, mit denen gescannt wird (xscanimage). Installieren Sie zuerst den Port oder das Paket graphics/sane-backends. Anschließend können Sie mit dem Befehl sane-find-scanner prüfen, ob SANE Ihren Scanner erkennt: &prompt.root; sane-find-scanner -q found SCSI scanner "AGFA SNAPSCAN 600 1.10" at /dev/pass3 Die Ausgabe zeigt die Schnittstelle und die verwendete Gerätedatei des Scanners. Der Hersteller und das Modell können in der Ausgabe fehlen. Bei einigen USB-Scannern müssen Sie die Firmware aktualisieren, dies wird in der Hilfeseite des Backends erklärt. Lesen Sie bitte auch die Hilfeseiten &man.sane-find-scanner.1; und &man.sane.7;. Als nächstes müssen Sie prüfen, ob der Scanner vom Frontend erkannt wird. Die SANE-Backends werden mit dem Kommandozeilenwerkzeug &man.scanimage.1; geliefert. Mit diesem Werkzeug können Sie sich Scanner anzeigen lassen und den Scan-Prozess von der Kommandozeile starten. Die Option zeigt die Scanner an: &prompt.root; scanimage -L device `snapscan:/dev/pass3' is a AGFA SNAPSCAN 600 flatbed scanner Erscheint die Meldung, dass kein Scanner gefunden wurde oder wird gar keine Ausgabe erzeugt, konnte &man.scanimage.1; keinen Scanner erkennen. In diesem Fall müssen Sie in der Konfigurationsdatei des Backends das zu benutzende Gerät eintragen. Die Konfigurationsdateien der Backends befinden sich im Verzeichnis /usr/local/etc/sane.d/. Erkennungsprobleme treten bei bestimmten USB-Scannern auf. Mit dem USB-Scanner aus zeigt sane-find-scanner die folgende Ausgabe: &prompt.root; sane-find-scanner -q found USB scanner (UNKNOWN vendor and product) at device /dev/uscanner0 Der Scanner wurde richtig erkennt, er benutzt eine USB-Schnittstelle und verwendet die Gerätedatei /dev/uscanner0. Ob der Scanner vom Frontend erkannt wird, zeigt das nachstehende Kommando: &prompt.root; scanimage -L No scanners were identified. If you were expecting something different, check that the scanner is plugged in, turned on and detected by the sane-find-scanner tool (if appropriate). Please read the documentation which came with this software (README, FAQ, manpages). Da der Scanner nicht erkannt wurde, muss die Datei /usr/local/etc/sane.d/epson.conf editiert werden. Der verwendete Scanner war ein &epson.perfection; 1650, daher wird das epson-Backend benutzt. Lesen Sie bitte alle Kommentare in der Konfigurationsdatei des Backends. Die durchzuführenden Änderungen sind einfach. Kommentieren Sie zunächst alle Zeilen mit der falschen Schnittstelle aus. Da der Scanner eine USB-Schnittstelle besitzt, wurden im Beispiel alle Zeilen, die mit scsi anfingen, auskommentiert. Fügen Sie dann die Schnittstelle und den Gerätenamen am Ende der Datei ein. In diesem Beispiel wurde die nachstehende Zeile eingefügt: usb /dev/uscanner0 Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der Hilfeseite des Backends. Jetzt können Sie prüfen, ob der Scanner richtig erkannt wird: &prompt.root; scanimage -L device `epson:/dev/uscanner0' is a Epson GT-8200 flatbed scanner Der Scanner wurde nun erkannt. Es ist nicht wichtig, ob der Hersteller oder das Modell Ihres Scanners korrekt angezeigt werden. Wichtig ist nur die Ausgabe `epson:/dev/uscanner0', die das richtige Backend und den richtigen Gerätenamen anzeigt. Wenn scanimage -L den Scanner erkannt hat, ist der Scanner eingerichtet und bereit, zu scannen. Obwohl wir mit &man.scanimage.1; von der Kommandozeile scannen können, ist eine graphische Anwendung zum Scannen besser geeignet. SANE bietet ein einfaches und effizientes Werkzeug: xscanimage (graphics/sane-frontends). Xsane (graphics/xsane) ist eine weitere beliebte graphische Anwendung. Dieses Frontend besitzt erweiterte Funktionen wie den Scan-Modus (beispielsweise Photo, Fax), eine Farbkorrektur und Batch-Scans. Beide Anwendungen lassen sich als GIMP-Plugin verwenden. Den Scanner für Benutzerkonten freigeben Vorher wurden alle Tätigkeiten mit root-Rechten ausgeführt. Wenn andere Benutzer den Scanner benutzen sollen, müssen sie Lese- und Schreibrechte auf die Gerätedatei des Scanners besitzen. Im Beispiel wird die Datei /dev/uscanner0 verwendet, die der Gruppe operator gehört. Damit der Benutzer joe auf den Scanner zugreifen kann, muss das Konto in die Gruppe operator aufgenommen werden: &prompt.root; pw groupmod operator -m joe Weiteres entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.pw.8;. Da Mitglieder der Gruppe operator in der Voreinstellung nur Leserechte für die Gerätedatei /dev/uscanner0 besitzen, müssen Sie ebenfalls die Schreibbrechtigung (0660 oder 0664) vergeben. Dazu fügen Sie in die Datei /etc/devfs.rules die nachstehenden Zeilen ein: [system=5] add path uscanner0 mode 660 In die Datei /etc/rc.conf fügen Sie noch die folgende Zeile ein: devfs_system_ruleset="system" Starten Sie anschließend Ihr System neu. Weitere Informationen finden Sie in &man.devfs.8;. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie genau darauf achten, wen Sie in eine Gruppe aufnehmen, besonders wenn es sich um die Gruppe operator handelt. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/network-servers/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/network-servers/chapter.sgml index 8c6ee09691..e883a96ef5 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/network-servers/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/network-servers/chapter.sgml @@ -1,5299 +1,5299 @@ Murray Stokely Überarbeitet von Johann Kois Übersetzt von Netzwerkserver Übersicht Dieses Kapitel beschreibt einige der häufiger verwendeten Netzwerkdienste auf &unix;-Systemen. Beschrieben werden Installation und Konfiguration sowie Test und Wartung verschiedener Netzwerkdienste. Zusätzlich sind im ganzen Kapitel Beispielkonfigurationsdateien vorhanden, von denen Sie sicherlich profitieren werden. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Den inetd-Daemon konfigurieren können. Wissen, wie man ein Netzwerkdateisystem einrichtet. Einen Network Information Server einrichten können, um damit Benutzerkonten im Netzwerk zu verteilen. Rechner durch Nutzung von DHCP automatisch für ein Netzwerk konfigurieren können. In der Lage sein, einen Domain Name Server einzurichten. Den Apache HTTP-Server konfigurieren können. Wissen, wie man einen File Transfer Protocol (FTP)-Server einrichtet. Mit Samba einen Datei- und Druckserver für &windows;-Clients konfigurieren können. Unter Nutzung des NTP-Protokolls Datum und Uhrzeit synchronisieren sowie einen Zeitserver installieren können. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie Die Grundlagen der /etc/rc-Skripte verstanden haben. Mit der grundlegenden Netzwerkterminologie vertraut sein. Wissen, wie man zusätzliche Softwarepakete von Drittherstellern installiert (). Chern Lee Beigetragen von Aktualisiert für &os; 6.1-RELEASE vom &os; Documentation Project Der <application>inetd</application> <quote>Super-Server</quote> Überblick &man.inetd.8; wird manchmal auch als Internet Super-Server bezeichnet, weil er Verbindungen für mehrere Dienste verwaltet. Wenn eine Verbindung eintrifft, bestimmt inetd, welches Programm für die eingetroffene Verbindung zuständig ist, aktiviert den entsprechenden Prozess und reicht den Socket an ihn weiter (der Socket dient dabei als Standardein- und -ausgabe sowie zur Fehlerbehandlung). Der Einsatz des inetd-Daemons an Stelle viele einzelner Daemonen kann auf nicht komplett ausgelasteten Servern zu einer Verringerung der Systemlast führen. inetd wird vor allem dazu verwendet, andere Daemonen zu aktivieren, einige Protokolle werden aber auch direkt verwaltet. Dazu gehören chargen, auth, sowie daytime. Dieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration von inetd durch Kommandozeilenoptionen sowie die Konfigurationsdatei /etc/inetd.conf. Einstellungen inetd wird durch das &man.rc.8;-System initialisiert. Die Option inetd_enable ist in der Voreinstellung zwar auf NO gesetzt, sie kann aber in Abhängigkeit von der vom Benutzer bei der Installation gewählten Konfiguration von sysinstall aktiviert werden. Die Verwendung von inetd_enable="YES" oder inetd_enable="NO" in /etc/rc.conf deaktiviert oder startet inetd beim Systemstart. Über den Befehl /etc/rc.d/inetd rcvar können Sie die aktuelle Konfiguration abfragen. Weitere Optionen können über die Option inetd_flags an inetd übergeben werden. Kommandozeilenoptionen Wie die meisten anderen Server-Daemonen lässt sich auch inetd über verschiedene Optionen steuern. Die vollständige Syntax für inetd lautet: inetd Die verschiedenen Optionen können über die Option inetd_flags der Datei /etc/rc.conf an inetd übergeben werden. In der Voreinstellung hat diese Option den Wert -wW -C 60. Durch das Setzen dieser Werte wird das TCP-Wrapping für alle inetd-Dienste aktiviert. Zusätzlich kann eine einzelne IP-Adresse jeden Dienst nur maximal 60 Mal pro Minute anfordern. Für Einsteiger ist es erfreulich, dass diese Parameter in der Regel nicht angepasst werden müssen. Da diese Parameter aber dennoch von Interesse sein können (beispielsweise, wenn Sie eine enorme Anzahl von Verbindungsanfragen erhalten), werden einige dieser einschränkenden Parameter im Folgenden näher erläutert. Eine vollständige Auflistung aller Optionen finden Sie hingegen in &man.inetd.8;. -c maximum Legt die maximale Anzahl von parallen Aufrufen eines Dienstes fest; in der Voreinstellung gibt es keine Einschränkung. Diese Einstellung kann für jeden Dienst durch Setzen des -Parameters festgelegt werden. -C rate Legt fest, wie oft ein Dienst von einer einzelnen IP-Adresse in einer Minute aufgerufen werden kann; in der Voreinstellung gibt es keine Einschränkung. Dieser Wert kann für jeden Dienst durch Setzen des Parameters festgelegt werden. -R rate Legt fest, wie oft ein Dienst in der Minute aktiviert werden kann; in der Voreinstellung sind dies 256 Aktivierungen pro Minute. Ein Wert von 0 erlaubt unbegrenzt viele Aktivierungen. -s maximum Legt fest, wie oft ein Dienst in der Minute von einer einzelnen IP-Adresse aus aktiviert werden kann; in der Voreinstellung gibt es hier keine Beschränkung. Diese Einstellung kann für jeden Dienst durch die Angabe angepasst werden. <filename>inetd.conf</filename> Die Konfiguration von inetd erfolgt über die Datei /etc/inetd.conf. Wenn /etc/inetd.conf geändert wird, kann inetd veranlasst werden, seine Konfigurationsdatei neu einzulesen. Die <application>inetd</application>-Konfiguration neu einlesen &prompt.root; /etc/rc.d/inetd reload Jede Zeile der Konfigurationsdatei beschreibt jeweils einen Daemon. Kommentare beginnen mit einem #. Ein Eintrag der Datei /etc/inetd.conf hat folgenden Aufbau: service-name socket-type protocol {wait|nowait}[/max-child[/max-connections-per-ip-per-minute[/max-child-per-ip]]] user[:group][/login-class] server-program server-program-arguments Ein Eintrag für den IPv4 verwendenden &man.ftpd.8;-Daemon könnte so aussehen: ftp stream tcp nowait root /usr/libexec/ftpd ftpd -l service-name Der Dienstname eines bestimmten Daemons. Er muss einem in /etc/services aufgelisteten Dienst entsprechen. In dieser Datei wird festgelegt, welchen Port inetd abhören muss. Wenn ein neuer Dienst erzeugt wird, muss er zuerst in die Datei /etc/services eingetragen werden. socket-type Entweder stream, dgram, raw, oder seqpacket. stream muss für verbindungsorientierte TCP-Daemonen verwendet werden, während dgram das UDP-Protokoll verwaltet. protocol Eines der folgenden: Protokoll Bedeutung tcp, tcp4 TCP (IPv4) udp, udp4 UDP (IPv4) tcp6 TCP (IPv6) udp6 UDP (IPv6) tcp46 TCP sowohl unter IPv4 als auch unter IPv6 udp46 UDP sowohl unter IPv4 als auch unter IPv6 {wait|nowait}[/max-child[/max-connections-per-ip-per-minute[/max-child-per-ip]]] gibt an, ob der von inetd aktivierte Daemon seinen eigenen Socket verwalten kann oder nicht. -Sockets müssen die Option verwenden, während Daemonen mit Stream-Sockets, die normalerweise auch aus mehreren Threads bestehen, die Option verwenden sollten. Die Option gibt in der Regel mehrere Sockets an einen einzelnen Daemon weiter, während für jeden neuen Socket einen Childdaemon erzeugt. Die maximale Anzahl an Child-Daemonen, die inetd erzeugen kann, wird durch die Option festgelegt. Wenn ein bestimmter Daemon 10 Instanzen benötigt, sollte der Wert /10 hinter die Option gesetzt werden. Geben Sie hingegen den Wert /0 an, gibt es keine Beschränkung. Zusätzlich zu kann die maximale Anzahl von Verbindungen eines Rechners mit einem bestimmten Daemon durch zwei weitere Optionen beschränkt werden. Die Option legt die maximale Anzahl von Verbindungsversuchen fest, die von einer bestimmten IP-Adresse aus unternommen werden können. Ein Wert von zehn würde die maximale Anzahl von Verbindungsversuchen einer IP-Adresse mit einem bestimmten Dienst auf zehn Versuche in der Minute beschränken. Durch die Angabe der Option können Sie hingegen festlegen, wieviele Child-Daemonen von einer bestimmten IP-Adresse aus gestartet werden können. Durch diese Optionen lassen sich ein absichtlicher oder unabsichtlicher Ressourcenverbrauch sowie die Auswirkungen eines Denial of Service (DoS)-Angriffs auf einen Rechner begrenzen. Sie müssen hier entweder oder angeben. Die Angabe von , und ist hingegen optional. Ein multithread-Daemon vom Streamtyp ohne die Optionen , oder sieht so aus: nowait Der gleiche Daemon mit einer maximal möglichen Anzahl von 10 parallelen Daemonen würde so aussehen: nowait/10 Wird zusätzlich die Anzahl der möglichen Verbindungen pro Minute für jede IP-Adresse auf 20 sowie die mögliche Gesamtzahl von Childdaemonen auf 10 begrenzt, so sieht der Eintrag so aus: nowait/10/20 All diese Optionen werden vom &man.fingerd.8;-Daemon bereits in der Voreinstellung verwendet: finger stream tcp nowait/3/10 nobody /usr/libexec/fingerd fingerd -s Will man die maximale Anzahl von Child-Daemonen auf 100 beschränken, wobei von jeder IP-Adresse aus maximal 5 Child-Daemonen gestartet werden dürfen, verwendet man den folgenden Eintrag: nowait/100/0/5. user Der Benutzername, unter dem der jeweilige Daemon laufen soll. Meistens laufen Daemonen als User root. Aus Sicherheitsgründen laufen einige Server aber auch als User daemon, oder als am wenigsten privilegierter User nobody. server-program Der vollständige Pfad des Daemons, der eine Verbindung entgegennimmt. Wird der Daemon von inetd intern bereitgestellt, sollte die Option verwendet werden. server-program-arguments Dieser Eintrag legt (gemeinsam mit und beginnend mit argv[0]), die Argumente fest, die bei der Aktivierung an den Daemon übergeben werden. Wenn die Anweisung auf der Kommandozeile also mydaemon -d lautet, wäre mydaemon -d auch der Wert der Option . Wenn es sich beim Daemon um einen internen Dienst handelt, sollte wiederum die Option verwendet werden. Sicherheit Abhängig von der bei der Installation festgelegten Konfiguration werden viele der von inetd verwalteten Dienste automatisch aktiviert! Wenn Sie einen bestimmten Daemon nicht benötigen, sollten Sie ihn deaktivieren! Dazu kommentieren Sie den jeweiligen Daemon in /etc/inetd.conf mit einem # aus, um danach die inetd-Konfiguration neu einzulesen. Einige Daemonen, zum Beispiel fingerd, sollten generell deaktiviert werden, da sie zu viele Informationen an einen potentiellen Angreifer liefern. Einige Daemonen haben unsichere Einstellungen, etwa große oder nichtexistierende Timeouts für Verbindungsversuche, die es einem Angreifer erlauben, über lange Zeit langsam Verbindungen zu einem bestimmten Daemon aufzubauen, um dessen verfügbare Ressourcen zu verbrauchen. Es ist daher eine gute Idee, diese Daemonen durch die Optionen , sowie zu beschränken, wenn Sie sehr viele Verbindungsversuche mit Ihrem System registrieren. TCP-Wrapping ist in der Voreinstellung aktiviert. Lesen Sie &man.hosts.access.5;, wenn Sie weitere Informationen zum Setzen von TCP-Beschränkungen für verschiedene von inetd aktivierte Daemonen benötigen. Verschiedenes Bei daytime, time, echo, discard, chargen, und auth handelt es sich um intern von inetd bereitgestellte Dienste. Der auth-Dienst bietet Identifizierungsdienste über das Netzwerk an und ist bis zu einem bestimmten Grad konfigurierbar, während die meisten anderen Dienste nur aktiviert oder deaktiviert werden können. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in &man.inetd.8;. Tom Rhodes Reorganisiert und erweitert von Bill Swingle Geschrieben von NFS – Network File System NFS Eines der vielen von FreeBSD unterstützten Dateisysteme ist das Netzwerkdateisystem, das auch als NFS bekannt ist. NFS ermöglicht es einem System, Dateien und Verzeichnisse über ein Netzwerk mit anderen zu teilen. Über NFS können Benutzer und Programme auf Daten entfernter Systeme zugreifen, und zwar genauso, wie wenn es sich um lokale Daten handeln würde. Einige der wichtigsten Vorteile von NFS sind: Lokale Arbeitsstationen benötigen weniger Plattenplatz, da gemeinsam benutzte Daten nur auf einem einzigen Rechner vorhanden sind. Alle anderen Stationen greifen über das Netzwerk auf diese Daten zu. Benutzer benötigen nur noch ein zentrales Heimatverzeichnis auf einem NFS-Server. Diese Verzeichnisse sind über das Netzwerk auf allen Stationen verfügbar. Speichergeräte wie Disketten-, CD-ROM- oder &iomegazip;-Laufwerke können über das Netzwerk von anderen Arbeitstationen genutzt werden. Dadurch sind für das gesamte Netzwerk deutlich weniger Speichergeräte nötig. Wie funktioniert <acronym>NFS</acronym>? NFS besteht aus zwei Hauptteilen: Einem Server und einem oder mehreren Clients. Der Client greift über das Netzwerk auf die Daten zu, die auf dem Server gespeichert sind. Damit dies korrekt funktioniert, müssen einige Prozesse konfiguriert und gestartet werden: Der Server benötigt folgende Daemonen: NFS Server Dateiserver Unix-Clients rpcbind mountd nfsd Daemon Beschreibung nfsd Der NFS-Daemon. Er bearbeitet Anfragen der NFS-Clients. mountd Der NFS-Mount-Daemon. Er bearbeitet die Anfragen, die &man.nfsd.8; an ihn weitergibt. rpcbind Der Portmapper-Daemon. Durch ihn erkennen die NFS-Clients, welchen Port der NFS-Server verwendet. Der Client kann ebenfalls einen Daemon aufrufen, und zwar den nfsiod-Daemon. Der nfsiod-Daemon bearbeitet Anfragen vom NFS-Server. Er ist optional und verbessert die Leistung des Netzwerks. Für eine normale und korrekte Arbeit ist er allerdings nicht erforderlich. Mehr erfahren Sie in der Hilfeseite &man.nfsiod.8;. <acronym>NFS</acronym> einrichten NFS einrichten NFS lässt sich leicht einrichten. Die nötigen Prozesse werden durch einige Änderungen in /etc/rc.conf bei jedem Systemstart gestartet. Stellen Sie sicher, dass auf dem NFS-Server folgende Optionen in der Datei /etc/rc.conf gesetzt sind: rpcbind_enable="YES" nfs_server_enable="YES" mountd_flags="-r" mountd läuft automatisch, wenn der NFS-Server aktiviert ist. Auf dem Client muss in /etc/rc.conf folgende Option gesetzt sein: nfs_client_enable="YES" /etc/exports legt fest, welche Dateisysteme NFS exportieren (manchmal auch als teilen bezeichnet) soll. Jede Zeile in /etc/exports legt ein Dateisystem sowie die Arbeitsstationen, die darauf Zugriff haben, fest. Außerdem ist es möglich, Zugriffsoptionen festzulegen. Es gibt viele verschiedene Optionen, allerdings werden hier nur einige von ihnen erwähnt. Wenn Sie Informationen zu weiteren Optionen benötigen, lesen Sie &man.exports.5;. Nun folgen einige Beispieleinträge für /etc/exports: NFS Export von Dateisystemen Die folgenden Beispiele geben Ihnen Anhaltspunkte zum Exportieren von Dateisystemen, obwohl diese Einstellungen natürlich von Ihrer Arbeitsumgebung und Ihrer Netzwerkkonfiguration abhängen. Das nächste Beispiel exportiert das Verzeichnis /cdrom für drei Rechner, die sich in derselben Domäne wie der Server befinden oder für die entsprechende Einträge in /etc/hosts existieren. Die Option kennzeichnet das exportierte Dateisystem als schreibgeschützt. Durch dieses Flag ist das entfernte System nicht in der Lage, das exportierte Dateisystem zu verändern. /cdrom -ro host1 host2 host3 Die nächste Zeile exportiert /home auf drei durch IP-Adressen bestimmte Rechner. Diese Einstellung ist nützlich, wenn Sie über ein privates Netzwerk ohne DNS-Server verfügen. Optional könnten interne Rechnernamen auch in /etc/hosts konfiguriert werden. Benötigen Sie hierzu weitere Informationen, lesen Sie bitte &man.hosts.5;. Durch das Flag wird es möglich, auch Unterverzeichnisse als Mountpunkte festzulegen. Dies bedeutet aber nicht, dass alle Unterverzeichnisse eingehängt werden, vielmehr wird es dem Client ermöglicht, nur diejenigen Verzeichnisse einzuhängen, die auch benötigt werden. /home -alldirs 10.0.0.2 10.0.0.3 10.0.0.4 Die nächste Zeile exportiert /a, damit Clients von verschiedenen Domänen auf das Dateisystem zugreifen können. Das -Flag erlaubt es dem Benutzer root des entfernten Systems, als root auf das exportierte Dateisystem zu schreiben. Wenn dieses Flag nicht gesetzt ist, kann selbst root nicht auf das exportierte Dateisystem schreiben. /a -maproot=root host.example.com box.example.org Damit ein Client auf ein exportiertes Dateisystem zugreifen kann, muss ihm dies explizit gestattet werden. Stellen Sie also sicher, dass der Client in /etc/exports aufgeführt wird. Jede Zeile in /etc/exports entspricht der Exportinformation für ein Dateisystem auf einen Rechner. Ein entfernter Rechner kann für jedes Dateisystem nur einmal festgelegt werden, und kann auch nur einen Standardeintrag haben. Nehmen wir an, dass /usr ein einziges Dateisystem ist. Dann wären folgende Zeilen ungültig: #Nicht erlaubt, wenn /usr ein einziges Dateisystem ist /usr/src client /usr/ports client Das Dateisystem /usr wird hier zweimal auf den selben Rechner (client) exportiert. Dies ist aber nicht zulässig. Der korrekte Eintrag sieht daher so aus: /usr/src /usr/ports client Die Eigenschaften eines auf einen anderen Rechner exportierten Dateisystems müssen alle in einer Zeile stehen. Zeilen, in denen kein Rechner festgelegt wird, werden als einzelner Rechner behandelt. Dies schränkt die Möglichkeiten zum Export von Dateisystemen ein, für die meisten Anwender ist dies aber kein Problem. Eine gültige Exportliste, in der /usr und /exports lokale Dateisysteme sind, sieht so aus: # Export src and ports to client01 and client02, but only # client01 has root privileges on it /usr/src /usr/ports -maproot=root client01 /usr/src /usr/ports client02 # The client machines have root and can mount anywhere # on /exports. Anyone in the world can mount /exports/obj read-only /exports -alldirs -maproot=root client01 client02 /exports/obj -ro Der Daemon mountd muss die Datei /etc/exports nach jeder Änderung neu einlesen, damit die Änderungen wirksam werden. Dies kann durch das Senden des HUP-Signals an den mountd-Prozess erfolgen: &prompt.root; kill -HUP `cat /var/run/mountd.pid` Alternativ können Sie das mountd-&man.rc.8;-Skript auch mit dem passenden Parameter aufrufen: &prompt.root; /etc/rc.d/mountd onereload Lesen Sie bitte des Handbuchs für Informationen zum Einsatz der rc-Skripte. Eine weitere Möglichkeit, diese Änderungen zu übernehmen, wäre der Neustart des Systems. Dies ist allerdings nicht nötig. Wenn Sie die folgenden Befehle als root ausführen, sollte alles korrekt gestartet werden. Auf dem NFS-Server: &prompt.root; rpcbind &prompt.root; nfsd -u -t -n 4 &prompt.root; mountd -r Auf dem NFS-Client: &prompt.root; nfsiod -n 4 Nun sollte alles bereit sein, um ein entferntes Dateisystem einhängen zu können. In unseren Beispielen nennen wir den Server server, den Client client. Wenn Sie ein entferntes Dateisystem nur zeitweise einhängen wollen, oder nur Ihre Konfiguration testen möchten, führen Sie auf dem Client als root einen Befehl ähnlich dem folgenden aus: NFS Dateisysteme einhängen &prompt.root; mount server:/home /mnt Dadurch wird das Verzeichnis /home des Servers auf dem Client unter /mnt eingehängt. Wenn alles korrekt konfiguriert wurde, sehen Sie auf dem Client im Verzeichnis /mnt alle Dateien des Servers. Wenn Sie ein entferntes Dateisystem nach jedem Systemstart automatisch einhängen wollen, fügen Sie das Dateisystem in /etc/fstab ein. Dazu ein Beispiel: server:/home /mnt nfs rw 0 0 Eine Beschreibung aller Optionen enthält die Hilfeseite &man.fstab.5;. Dateien sperren (<foreignphrase>Locking</foreignphrase>) Einige Anwendungen (beispielsweise mutt) erfordern die Sperrung von Dateien, damit sie korrekt arbeiten. Verwenden Sie NFS, so können Sie für die Sperrung von Dateien rpc.lockd einsetzen. Um diesen Daemon zu aktivieren, müssen Sie in /etc/rc.conf (sowohl auf Client- als auch auf Serverseite) folgende Zeilen aufnehmen (wobei vorausgesetzt wird, dasss NFS auf beiden Systemen bereits konfiguriert ist): rpc_lockd_enable="YES" rpc_statd_enable="YES" Danach starten Sie die Anwendung zur Verwaltung der Dateisperren durch folgenden Befehl: &prompt.root; /etc/rc.d/nfslocking start Benötigen Sie keine echten Dateisperren zwischen den NFS-Clients und dem NFS-Server, können Sie den NFS-Client durch die Übergabe der Option an &man.mount.nfs.8; zu einer lokalen Sperrung von Dateien zwingen. Lesen Sie dazu auch die Manualpage &man.mount.nfs.8;. Praktische Anwendungen NFS ist in vielen Situationen nützlich. Einige Anwendungsbereiche finden Sie in der folgenden Liste: NFS Anwendungsbeispiele Mehrere Maschinen können sich ein CD-ROM-Laufwerk oder andere Medien teilen. Dies ist billiger und außerdem praktischer, um Programme auf mehreren Rechnern zu installieren. In größeren Netzwerken ist es praktisch, einen zentralen NFS-Server einzurichten, auf dem die Heimatverzeichnisse der Benutzer gespeichert werden. Diese Heimatverzeichnisse werden über das Netzwerk exportiert. Dadurch haben die Benutzer immer das gleiche Heimatverzeichnis zur Verfügung, unabhängig davon, an welchem Arbeitsplatz sie sich anmelden. Verschiedene Rechner können auf ein gemeinsames Verzeichnis /usr/ports/distfiles zugreifen. Wenn Sie nun einen Port auf mehreren Rechnern installieren wollen, greifen Sie einfach auf dieses Verzeichnis zu, ohne die Quelldateien auf jede Maschine zu kopieren. Wylie Stilwell Beigetragen von Chern Lee Überarbeitet von <application>AMD</application> amd Automatic Mounter Daemon &man.amd.8; (Automatic Mounter Daemon) hängt ein entferntes Dateisystem automatisch ein, wenn auf eine Datei oder ein Verzeichnis in diesem Dateisystem zugegriffen wird. Dateisysteme, die über einen gewissen Zeitraum inaktiv sind, werden von amd automatisch abgehängt. amd ist eine einfache Alternative zum dauerhaften Einhängen von Dateisystemen in /etc/fstab. In der Voreinstellung stellt amd die Verzeichnisse /host und /net als NFS-Server bereit. Wenn auf eine Datei in diesen Verzeichnissen zugegriffen wird, sucht amd den entsprechenden Mountpunkt und hängt das Dateisystem automatisch ein. /net wird zum Einhängen von exportierten Dateisystemen von einer IP-Adresse verwendet, während /host zum Einhängen von exportierten Dateisystemen eines durch seinen Namen festgelegten Rechners dient. Ein Zugriff auf eine Datei in /host/foobar/usr würde amd veranlassen, das von foobar exportierte Dateisystem /usr einzuhängen. Ein exportiertes Dateisystem mit <application>amd</application> in den Verzeichnisbaum einhängen Sie können sich die verfügbaren Mountpunkte eines entfernten Rechners mit showmount ansehen. Wollen Sie sich die Mountpunkte des Rechners foobar ansehen, so verwenden Sie: &prompt.user; showmount -e foobar Exports list on foobar: /usr 10.10.10.0 /a 10.10.10.0 &prompt.user; cd /host/foobar/usr Wie Sie an diesem Beispiel erkennen können, zeigt showmount /usr als exportiertes Dateisystem an. Wenn man in das Verzeichnis /host/foobar/usr wechselt, versucht amd den Rechnernamen foobar aufzulösen und den gewünschten Export in den Verzeichnisbaum einzuhängen. amd kann durch das Einfügen der folgenden Zeile in /etc/rc.conf automatisch gestartet werden: amd_enable="YES" Mit der Option amd_flags kann amd angepasst werden. Die Voreinstellung für amd_flags sieht so aus: amd_flags="-a /.amd_mnt -l syslog /host /etc/amd.map /net /etc/amd.map" /etc/amd.map legt die Standardoptionen fest, mit denen exportierte Dateisysteme in den Verzeichnisbaum eingehängt werden. /etc/amd.conf hingegen legt einige der erweiterten Optionen von amd fest. Weitere Informationen finden Sie in den Hilfeseiten &man.amd.8; und &man.amd.conf.5;. John Lind Beigetragen von Integrationsprobleme mit anderen Systemen Bestimmte ISA-Ethernetadapter haben Beschränkungen, die zu ernsthaften Netzwerkproblemen, insbesondere mit NFS führen können. Es handelt sich dabei nicht um ein FreeBSD-spezifisches Problem, aber FreeBSD-Systeme sind davon ebenfalls betroffen. Das Problem tritt fast ausschließlich dann auf, wenn (FreeBSD)-PC-Systeme mit Hochleistungsrechnern verbunden werden, wie Systemen von Silicon Graphics, Inc. oder Sun Microsystems, Inc. Das Einhängen via NFS funktioniert problemlos, auch einige Dateioperationen können erfolgreich sein. Plötzlich aber wird der Server nicht mehr auf den Client reagieren, obwohl Anfragen von anderen Rechnern weiterhin bearbeitet werden. Dieses Problem betrifft stets den Client, egal ob es sich beim Client um das FreeBSD-System oder den Hochleistungsrechner handelt. Auf vielen Systemen gibt es keine Möglichkeit mehr, den Client ordnungsgemäß zu beenden. Die einzige Lösung ist es oft, den Rechner neu zu starten, da dieses NFS-Problem nicht mehr behoben werden kann. Die korrekte Lösung für dieses Problem ist es, sich eine schnellere Ethernetkarte für FreeBSD zu kaufen. Allerdings gibt es auch eine einfache und meist zufriedenstellende Lösung, um dieses Problem zu umgehen. Wenn es sich beim FreeBSD-System um den Server handelt, verwenden Sie beim Einhängen in den Verzeichnisbaum auf der Clientseite zusätzlich die Option . Wenn es sich beim FreeBSD-System um den Client handelt, dann hängen Sie das NFS-Dateisystem mit der zusätzlichen Option ein. Diese Optionen können auf der Clientseite auch durch das vierte Feld der Einträge in /etc/fstab festgelegt werden, damit die Dateisysteme automatisch eingehängt werden. Um die Dateisysteme manuell einzuhängen, verwendet man bei &man.mount.8; zusätzlich die Option . Es gibt ein anderes Problem, das oft mit diesem verwechselt wird. Dieses andere Problem tritt auf, wenn sich über NFS verbundene Server und Clients in verschiedenen Netzwerken befinden. Wenn dies der Fall ist, stellen Sie sicher, dass Ihre Router die nötigen UDP-Informationen weiterleiten, oder Sie werden nirgends hingelangen, egal was Sie machen. In den folgenden Beispielen ist fastws der Name des Hochleistungsrechners (bzw. dessen Schnittstelle), freebox hingegen ist der Name des FreeBSD-Systems, das über eine Netzkarte mit geringer Leistung verfügt. /sharedfs ist das exportierte NFS -Dateisystem (lesen Sie dazu auch &man.exports.5;). Bei /project handelt es sich um den Mountpunkt, an dem das exportierte Dateisystem auf der Clientseite eingehängt wird. In allen Fällen können zusätzliche Optionen, wie z.B. , oder wünschenswert sein. FreeBSD als Client (eingetragen in /etc/fstab auf freebox): fastws:/sharedfs /project nfs rw,-r=1024 0 0 Manuelles Einhängen auf freebox: &prompt.root; mount -t nfs -o -r=1024 fastws:/sharedfs /project &os; als Server (eingetragen in /etc/fstab auf fastws): freebox:/sharedfs /project nfs rw,-w=1024 0 0 Manuelles Einhängen auf fastws: &prompt.root; mount -t nfs -o -w=1024 freebox:/sharedfs /project Nahezu alle 16-bit Ethernetadapter erlauben Operationen ohne obengenannte Einschränkungen auf die Lese- oder Schreibgröße. Für alle technisch Interessierten wird nun beschrieben, was passiert, wenn dieser Fehler auftritt, und warum er irreversibel ist. NFS arbeitet üblicherweise mit einer Blockgröße von 8 kByte (obwohl es kleinere Fragmente zulassen würde). Da die maximale Rahmengröße von Ethernet 1500 Bytes beträgt, wird der NFS-Block in einzelne Ethernetrahmen aufgeteilt, obwohl es sich nach wie vor um eine Einheit handelt, die auch als Einheit empfangen, verarbeitet und bestätigt werden muss. Der Hochleistungsrechner verschickt die Pakete, aus denen der NFS-Block besteht, so eng hintereinander, wie es der Standard erlaubt. Auf der anderen Seite (auf der sich die langsamere Netzkarte befindet), überschreiben die späteren Pakete ihre Vorgänger, bevor diese vom System verarbeitet werden (Überlauf!). Dies hat zur Folge, dass der NFS-Block nicht mehr rekonstruiert und bestätigt werden kann. Als Folge davon glaubt der Hochleistungsrechner, dass der andere Rechner nicht erreichbar ist (Timeout!) und versucht die Sendung zu wiederholen. Allerdings wird wiederum der komplette NFS-Block verschickt, so dass sich der ganze Vorgang wiederholt, und zwar immer wieder (oder bis zum Systemneustart). Indem wir die Einheitengröße unter der maximalen Größe der Ethernetpakete halten, können wir sicherstellen, dass jedes vollständig erhaltene Ethernetpaket individuell angesprochen werden kann und vermeiden die Blockierung des Systems. Überläufe können zwar nach wie vor auftreten, wenn ein Hochleistungsrechner Daten auf ein PC-System transferiert. Durch die besseren (und schnelleren) Netzkarten treten solche Überläufe allerdings nicht mehr zwingend auf, wenn NFS-Einheiten übertragen werden. Tritt nun ein Überlauf auf, wird die betroffene Einheit erneut verschickt, und es besteht eine gute Chance, dass sie nun erhalten, verarbeitet und bestätigt werden kann. Bill Swingle Beigetragen von Eric Ogren Erweitert von Udo Erdelhoff NIS/YP – Network Information Service Was ist NIS? NIS Solaris HP-UX AIX Linux NetBSD OpenBSD NIS wurde von Sun Microsystems entwickelt, um &unix;-Systeme (ursprünglich &sunos;) zentral verwalten zu können. Mittlerweile hat es sich zu einem Industriestandard entwickelt, der von allen wichtigen &unix;-Systemen (&solaris;, HP-UX, &aix;, Linux, NetBSD, OpenBSD, FreeBSD und anderen) unterstützt wird. yellow pages NIS NIS war ursprünglich als Yellow Pages bekannt, aus markenrechtlichen Gründen wurde der Name aber geändert. Die alte Bezeichnung (sowie die Abkürzung YP) wird aber nach wie vor häufig verwendet. NIS Domänen Bei NIS handelt es sich um ein RPC-basiertes Client/Server-System. Eine Gruppe von Rechnern greift dabei innerhalb einer NIS-Domäne auf gemeinsame Konfigurationsdateien zu. Ein Systemadministrator wird dadurch in die Lage versetzt, NIS-Clients mit minimalem Aufwand einzurichten, sowie Änderungen an der Systemkonfiguration von einem zentralen Ort aus durchzuführen. Windows NT Die Funktion entspricht dem Domänensystem von &windowsnt;; auch wenn sich die interne Umsetzung unterscheidet, sind die Basisfunktionen vergleichbar. Wichtige Prozesse und Begriffe Es gibt verschiedene Begriffe und Anwenderprozesse, auf die Sie stoßen werden, wenn Sie NIS unter FreeBSD einrichten, egal ob Sie einen Server oder einen Client konfigurieren: rpcbind Begriff Beschreibung NIS-Domänenname Ein NIS-Masterserver sowie alle Clients (inklusive der Slaveserver) haben einen NIS-Domänennamen. Dieser hat (ähnlich den &windowsnt;-Domänennamen) nichts mit DNS zu tun. rpcbind Muss laufen, damit RPC (Remote Procedure Call, ein von NIS verwendetes Netzwerkprotokoll) funktioniert. NIS-Server sowie Clients funktionieren ohne rpcbind nicht. ypbind Bindet einen NIS-Client an seinen NIS-Server. Der Client bezieht den NIS-Domänennamen vom System und stellt über das RPC-Protokoll eine Verbindung zum NIS-Server her. ypbind ist der zentrale Bestandteil der Client-Server-Kommunikation in einer NIS-Umgebung. Wird >ypbind auf einem Client beendet, ist dieser nicht mehr in der Lage, auf den NIS-Server zuzugreifen. ypserv Sollte nur auf dem NIS-Server laufen, da es sich um den Serverprozess selbst handelt. Wenn &man.ypserv.8; nicht mehr läuft, kann der Server nicht mehr auf NIS-Anforderungen reagieren (wenn ein Slaveserver existiert, kann dieser als Ersatz fungieren). Einige NIS-Systeme (allerdings nicht das von FreeBSD) versuchen allerdings erst gar nicht, sich mit einem anderen Server zu verbinden, wenn der bisher verwendete Server nicht mehr reagiert. Die einzige Lösung dieses Problems besteht dann darin, den Serverprozess (oder gar den Server selbst) oder den ypbind-Prozess auf dem Client neu zu starten. rpc.yppasswdd Ein weiterer Prozess, der nur auf dem NIS-Masterserver laufen sollte. Es handelt sich um einen Daemonprozess, der es NIS-Clients ermöglicht, sich auf dem NIS-Masterserver anzumelden, um ihr Passwort zu ändern. Wie funktioniert NIS? In einer NIS-Umgebung gibt es drei Rechnerarten: Masterserver, Slaveserver und Clients. Server dienen als zentraler Speicherort für Rechnerkonfigurationen. Masterserver speichern die maßgebliche Kopie dieser Informationen, während Slaveserver diese Informationen aus Redundanzgründen spiegeln. Die Clients beziehen ihre Informationen immer vom Server. Auf diese Art und Weise können Informationen aus verschiedenen Dateien von mehreren Rechnern gemeinsam verwendet werden. master.passwd, group, und hosts werden oft gemeinsam über NIS verwendet. Immer, wenn ein Prozess auf einem Client auf Informationen zugreifen will, die normalerweise in lokalen Dateien vorhanden wären, wird stattdessen eine Anfrage an den NIS-Server gestellt, an den der Client gebunden ist. Arten von NIS-Rechnern NIS Masterserver Ein NIS-Masterserver verwaltet, ähnlich einem &windowsnt;-Domänencontroller, die von allen NIS-Clients gemeinsam verwendeten Dateien. passwd, group, sowie verschiedene andere von den Clients verwendete Dateien existieren auf dem Masterserver. Ein Rechner kann auch für mehrere NIS-Domänen als Masterserver fungieren. Dieser Abschnitt konzentriert sich im Folgenden allerdings auf eine relativ kleine NIS-Umgebung. NIS Slaveserver NIS-Slaveserver. Ähnlich einem &windowsnt;-Backupdomänencontroller, verwalten NIS-Slaveserver Kopien der Daten des NIS-Masterservers. NIS-Slaveserver bieten die Redundanz, die für kritische Umgebungen benötigt wird. Zusätzlich entlasten Slaveserver den Masterserver: NIS-Clients verbinden sich immer mit dem NIS-Server, der zuerst reagiert. Dieser Server kann auch ein Slaveserver sein. NIS Client NIS-Clients. NIS-Clients identifizieren sich gegenüber dem NIS-Server (ähnlich den &windowsnt;-Workstations), um sich am Server anzumelden. NIS/YP konfigurieren Dieser Abschnitt beschreibt an Hand eines Beispiels die Einrichtung einer NIS-Umgebung. Planung Nehmen wir an, Sie seien der Administrator eines kleinen Universitätsnetzes. Dieses Netz besteht aus fünfzehn FreeBSD-Rechnern, für die derzeit keine zentrale Verwaltung existiert, jeder Rechner hat also eine eigene Version von /etc/passwd und /etc/master.passwd. Diese Dateien werden manuell synchron gehalten; legen Sie einen neuen Benutzer an, so muss dies auf allen fünfzehn Rechnern manuell erledigt werden (unter Verwendung von adduser). Da diese Lösung sehr ineffizient ist, soll das Netzwerk in Zukunft NIS verwenden, wobei zwei der Rechner als Server dienen sollen. In Zukunft soll das Netz also wie folgt aussehen: Rechnername IP-Adresse Rechneraufgabe ellington 10.0.0.2 NIS-Master coltrane 10.0.0.3 NIS-Slave basie 10.0.0.4 Workstation der Fakultät bird 10.0.0.5 Clientrechner cli[1-11] 10.0.0.[6-17] Verschiedene andere Clients Wenn Sie NIS das erste Mal einrichten, ist es ratsam, sich zuerst über die Vorgangsweise Gedanken zu machen. Unabhängig von der Größe Ihres Netzwerks müssen Sie stets einige Entscheidungen treffen. Einen NIS-Domänennamen wählen NIS Domänenname Dies muss nicht der Domainname sein. Es handelt sich vielmehr um den NIS-Domainnamen. Wenn ein Client Informationen anfordert, ist in dieser Anforderung der Name der NIS-Domäne enthalten. Dadurch weiß jeder Server im Netzwerk, auf welche Anforderung er antworten muss. Stellen Sie sich den NIS-Domänennamen als den Namen einer Gruppe von Rechnern vor, die etwas gemeinsam haben. Manchmal wird der Name der Internetdomäne auch für die NIS-Domäne verwendet. Dies ist allerdings nicht empfehlenswert, da dies bei der Behebung von Problemen verwirrend sein kann. Der Name der NIS-Domäne sollte innerhalb Ihres Netzwerks einzigartig sein. Hilfreich ist es, wenn der Name die Gruppe der in ihr zusammengefassten Rechner beschreibt. Die Kunstabteilung von Acme Inc. hätte daher die NIS-Domäne acme-art. Für unser Beispiel verwenden wir den NIS-Domänennamen test-domain. SunOS Es gibt jedoch auch Betriebssysteme (vor allem &sunos;), die als NIS-Domänennamen den Name der Internetdomäne verwenden. Wenn dies für einen oder mehrere Rechner Ihres Netzwerks zutrifft, müssen Sie den Namen der Internetdomäne als Ihren NIS-Domänennamen verwenden. Anforderungen an den Server Wenn Sie einen NIS-Server einrichten wollen, müssen Sie einige Dinge beachten. Eine unangenehme Eigenschaft von NIS ist die Abhängigkeit der Clients vom Server. Wenn sich der Client nicht über den Server mit seiner NIS-Domäne verbinden kann, wird der Rechner oft unbenutzbar, da das Fehlen von Benutzer- und Gruppeninformationen zum Einfrieren des Clients führt. Daher sollten Sie für den Server einen Rechner auswählen, der nicht regelmäßig neu gestartet werden muss und der nicht für Testversuche verwendet wird. Idealerweise handelt es sich um einen alleinstehenden Rechner, dessen einzige Aufgabe es ist, als NIS-Server zu dienen. Wenn Sie ein Netzwerk haben, das nicht zu stark ausgelastet ist, ist es auch möglich, den NIS-Server als weiteren Dienst auf einem anderen Rechner laufen zu lassen. Denken Sie aber daran, dass ein Ausfall des NIS-Servers alle NIS-Clients betrifft. NIS-Server Die verbindlichen Kopien aller NIS-Informationen befinden sich auf einem einzigen Rechner, dem NIS-Masterserver. Die Datenbanken, in denen die Informationen gespeichert sind, bezeichnet man als NIS-Maps. Unter FreeBSD werden diese Maps unter /var/yp/[domainname] gespeichert, wobei [domainname] der Name der NIS-Domäne ist. Ein einzelner NIS-Server kann gleichzeitig mehrere NIS-Domänen verwalten, daher können auch mehrere Verzeichnisse vorhanden sein. Jede Domäne verfügt über ein eigenes Verzeichnis sowie einen eigenen, von anderen Domänen unabhängigen Satz von NIS-Maps. NIS-Master- und Slaveserver verwenden den ypserv-Daemon, um NIS-Anfragen zu bearbeiten. ypserv empfängt eingehende Anfragen der NIS-Clients, ermittelt aus der angeforderten Domäne und Map einen Pfad zur entsprechenden Datenbank, und sendet die angeforderten Daten von der Datenbank zum Client. Einen NIS-Masterserver einrichten NIS Serverkonfiguration Abhängig von Ihren Anforderungen ist die Einrichtung eines NIS-Masterservers relativ einfach, da NIS von FreeBSD bereits in der Standardkonfiguration unterstützt wird. Sie müssen nur folgende Zeilen in /etc/rc.conf einfügen: nisdomainname="test-domain" Diese Zeile setzt den NIS-Domänennamen auf test-domain, wenn Sie das Netzwerk initialisieren (beispielsweise nach einem Systemstart). nis_server_enable="YES" Dadurch werden die NIS-Serverprozesse gestartet. nis_yppasswdd_enable="YES" Durch diese Zeile wird der rpc.yppasswdd-Daemon aktiviert, der, wie bereits erwähnt, die Änderung von NIS-Passwörtern von einem Client aus ermöglicht. In Abhängigkeit von Ihrer NIS-Konfiguration können weitere Einträge erforderlich sein. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt NIS-Server, die auch als NIS-Clients arbeiten. Nun müssen Sie nur noch /etc/netstart als Superuser ausführen, um alles entsprechend Ihren Vorgaben in /etc/rc.conf einzurichten. Die NIS-Maps initialisieren NIS maps NIS-Maps sind Datenbanken, die sich im Verzeichnis /var/yp befinden. Sie werden am NIS-Masterserver aus den Konfigurationsdateien unter /etc erzeugt. Einzige Ausnahme: /etc/master.passwd. Dies ist auch sinnvoll, da Sie die Passwörter für Ihr root- oder andere Administratorkonten nicht an alle Server der NIS-Domäne verteilen wollen. Bevor Sie also die NIS-Maps des Masterservers einrichten, sollten Sie Folgendes tun: &prompt.root; cp /etc/master.passwd /var/yp/master.passwd &prompt.root; cd /var/yp &prompt.root; vi master.passwd Entfernen Sie alle Systemkonten (wie bin, tty, kmem oder games), sowie alle Konten, die Sie nicht an die NIS-Clients weitergeben wollen (beispielsweise root und alle Konten mit der UID 0 (=Superuser). Stellen Sie sicher, dass /var/yp/master.passwd weder von der Gruppe noch von der Welt gelesen werden kann (Zugriffsmodus 600)! Ist dies nicht der Fall, ändern Sie dies mit chmod. Tru64 UNIX Nun können Sie die NIS-Maps initialisieren. FreeBSD verwendet dafür das Skript ypinit (lesen Sie dazu auch &man.ypinit.8;). Dieses Skript ist auf fast allen UNIX-Betriebssystemen verfügbar. Bei Digitals Unix/Compaq Tru64 UNIX nennt es sich allerdings ypsetup. Da wir Maps für einen NIS-Masterserver erzeugen, verwenden wir ypinit mit der Option . Nachdem Sie die beschriebenen Aktionen durchgeführt haben, erzeugen Sie nun die NIS-Maps: ellington&prompt.root; ypinit -m test-domain Server Type: MASTER Domain: test-domain Creating an YP server will require that you answer a few questions. Questions will all be asked at the beginning of the procedure. Do you want this procedure to quit on non-fatal errors? [y/n: n] n Ok, please remember to go back and redo manually whatever fails. If you don't, something might not work. At this point, we have to construct a list of this domains YP servers. rod.darktech.org is already known as master server. Please continue to add any slave servers, one per line. When you are done with the list, type a <control D>. master server : ellington next host to add: coltrane next host to add: ^D The current list of NIS servers looks like this: ellington coltrane Is this correct? [y/n: y] y [..output from map generation..] NIS Map update completed. ellington has been setup as an YP master server without any errors. Dadurch erzeugt ypinit /var/yp/Makefile aus der Datei /var/yp/Makefile.dist. Durch diese Datei wird festgelegt, dass Sie in einer NIS-Umgebung mit nur einem Server arbeiten und dass alle Clients unter FreeBSD laufen. Da test-domain aber auch über einen Slaveserver verfügt, müssen Sie /var/yp/Makefile entsprechend anpassen: ellington&prompt.root; vi /var/yp/Makefile Sie sollten die Zeile NOPUSH = "True" auskommentieren (falls dies nicht bereits der Fall ist). Einen NIS-Slaveserver einrichten NIS Slaveserver Ein NIS-Slaveserver ist noch einfacher einzurichten als ein Masterserver. Melden Sie sich am Slaveserver an und ändern Sie /etc/rc.conf analog zum Masterserver. Der einzige Unterschied besteht in der Verwendung der Option , wenn Sie ypinit aufrufen. Die Option erfordert den Namen des NIS-Masterservers, daher sieht unsere Ein- und Ausgabe wie folgt aus: coltrane&prompt.root; ypinit -s ellington test-domain Server Type: SLAVE Domain: test-domain Master: ellington Creating an YP server will require that you answer a few questions. Questions will all be asked at the beginning of the procedure. Do you want this procedure to quit on non-fatal errors? [y/n: n] n Ok, please remember to go back and redo manually whatever fails. If you don't, something might not work. There will be no further questions. The remainder of the procedure should take a few minutes, to copy the databases from ellington. Transferring netgroup... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring netgroup.byuser... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring netgroup.byhost... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring master.passwd.byuid... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring passwd.byuid... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring passwd.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring group.bygid... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring group.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring services.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring rpc.bynumber... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring rpc.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring protocols.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring master.passwd.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring networks.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring networks.byaddr... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring netid.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring hosts.byaddr... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring protocols.bynumber... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring ypservers... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred Transferring hosts.byname... ypxfr: Exiting: Map successfully transferred coltrane has been setup as an YP slave server without any errors. Don't forget to update map ypservers on ellington. Sie sollten nun über das Verzeichnis /var/yp/test-domain verfügen. Die Kopien der NIS-Masterserver-Maps sollten sich in diesem Verzeichnis befinden. Allerdings müssen Sie diese auch aktuell halten. Die folgenden Einträge in /etc/crontab erledigen diese Aufgabe: 20 * * * * root /usr/libexec/ypxfr passwd.byname 21 * * * * root /usr/libexec/ypxfr passwd.byuid Diese zwei Zeilen zwingen den Slaveserver, seine Maps mit denen des Masterservers zu synchronisieren. Diese Einträge sind nicht zwingend, da der Masterserver versucht, alle Änderungen seiner NIS-Maps an seine Slaveserver weiterzugeben. Da Passwortinformationen aber für vom Server abhängige Systeme vital sind, ist es eine gute Idee, diese Aktualisierungen zu erzwingen. Besonders wichtig ist dies in stark ausgelasteten Netzen, in denen Map-Aktualisierungen unvollständig sein könnten. Führen Sie nun /etc/netstart auch auf dem Slaveserver aus, um den NIS-Server erneut zu starten. NIS-Clients Ein NIS-Client bindet sich unter Verwendung des ypbind-Daemons an einen NIS-Server. ypbind prüft die Standarddomäne des Systems (die durch domainname gesetzt wird), und beginnt RPCs über das lokale Netzwerk zu verteilen (broadcast). Diese Anforderungen legen den Namen der Domäne fest, für die ypbind eine Bindung erzeugen will. Wenn der Server der entsprechenden Domäne eine solche Anforderung erhält, schickt er eine Antwort an ypbind. ybind speichert daraufhin die Adresse des Servers. Wenn mehrere Server verfügbar sind (beispielsweise ein Master- und mehrere Slaveserver), verwendet ypbind die erste erhaltene Adresse. Ab diesem Zeitpunkt richtet der Client alle Anfragen an genau diesen Server. ypbind pingt den Server gelegentlich an, um sicherzustellen, dass der Server funktioniert. Antwortet der Server innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht (Timeout), markiert ypbind die Domäne als ungebunden und beginnt erneut, RPCs über das Netzwerk zu verteilen, um einen anderen Server zu finden. Einen NIS-Client konfigurieren NIS Client konfigurieren Einen FreeBSD-Rechner als NIS-Client einzurichten, ist recht einfach. Fügen Sie folgende Zeilen in /etc/rc.conf ein, um den NIS-Domänennamen festzulegen, und um ypbind bei der Initialisierung des Netzwerks zu starten: nisdomainname="test-domain" nis_client_enable="YES" Um alle Passworteinträge des NIS-Servers zu importieren, löschen Sie alle Benutzerkonten in /etc/master.passwd und fügen mit vipw folgende Zeile am Ende der Datei ein: +::::::::: Diese Zeile legt für alle gültigen Benutzerkonten der NIS-Server-Maps einen Zugang an. Es gibt verschiedene Wege, Ihren NIS-Client durch Änderung dieser Zeile zu konfigurieren. Lesen Sie dazu auch den Abschnitt über Netzgruppen weiter unten. Weitere detaillierte Informationen finden Sie im Buch Managing NFS and NIS von O'Reilly. Sie sollten zumindest ein lokales Benutzerkonto, das nicht über NIS importiert wird, in Ihrer /etc/master.passwd behalten. Dieser Benutzer sollte außerdem ein Mitglied der Gruppe wheel sein. Wenn es mit NIS Probleme gibt, können Sie diesen Zugang verwenden, um sich anzumelden, root zu werden und das Problem zu beheben. Um alle möglichen Gruppeneinträge vom NIS-Server zu importieren, fügen sie folgende Zeile in /etc/group ein: +:*:: Nachdem Sie diese Schritte erledigt haben, sollten Sie mit ypcat passwd die passwd-Map des NIS-Servers anzeigen können. Sicherheit unter NIS NIS Sicherheit Im Allgemeinen kann jeder entfernte Anwender einen RPC an &man.ypserv.8; schicken, um den Inhalt Ihrer NIS-Maps abzurufen, falls er Ihren NIS-Domänennamen kennt. Um solche unautorisierten Transaktionen zu verhindern, unterstützt &man.ypserv.8; securenets, durch die man den Zugriff auf bestimmte Rechner beschränken kann. &man.ypserv.8; versucht, beim Systemstart die Informationen über securenets aus der Datei /var/yp/securenets zu laden. Die Datei securenets kann auch in einem anderen Verzeichnis stehen, das mit der Option angegeben wird. Diese Datei enthält Einträge, die aus einer Netzwerkadresse und einer Netzmaske bestehen, die durch Leerzeichen getrennt werden. Kommentarzeilen beginnen mit #. /var/yp/securnets könnte beispielsweise so aussehen: # allow connections from local host -- mandatory 127.0.0.1 255.255.255.255 # allow connections from any host # on the 192.168.128.0 network 192.168.128.0 255.255.255.0 # allow connections from any host # between 10.0.0.0 to 10.0.15.255 # this includes the machines in the testlab 10.0.0.0 255.255.240.0 Wenn &man.ypserv.8; eine Anforderung von einer zu diesen Regeln passenden Adresse erhält, wird die Anforderung bearbeitet. Gibt es keine passende Regel, wird die Anforderung ignoriert und eine Warnmeldung aufgezeichnet. Wenn /var/yp/securenets nicht vorhanden ist, erlaubt ypserv Verbindungen von jedem Rechner aus. ypserv unterstützt auch das TCP-Wrapper-Paket von Wietse Venema. Mit diesem Paket kann der Administrator für Zugriffskontrollen die Konfigurationsdateien von TCP-Wrapper anstelle von /var/yp/securenets verwenden. Während beide Kontrollmechanismen einige Sicherheit gewähren, beispielsweise durch privilegierte Ports, sind sie gegenüber IP spoofing-Attacken verwundbar. Jeder NIS-Verkehr sollte daher von Ihrer Firewall blockiert werden. Server, die /var/yp/securenets verwenden, können Schwierigkeiten bei der Anmeldung von Clients haben, die ein veraltetes TCP/IP-Subsystem besitzen. Einige dieser TCP/IP-Subsysteme setzen alle Rechnerbits auf Null, wenn Sie einen Broadcast durchführen und/oder können die Subnetzmaske nicht auslesen, wenn sie die Broadcast-Adresse berechnen. Einige Probleme können durch Änderungen der Clientkonfiguration behoben werden. Andere hingegen lassen sich nur durch das Entfernen des betreffenden Rechners aus dem Netzwerk oder den Verzicht auf /var/yp/securenets umgehen. Die Verwendung von /var/yp/securenets auf einem Server mit einem solch veralteten TCP/IP-Subsystem ist eine sehr schlechte Idee, die zu einem Verlust der NIS-Funktionalität für große Teile Ihres Netzwerks führen kann. TCP-Wrapper Die Verwendung der TCP-Wrapper verlangsamt die Reaktion Ihres NIS-Servers. Diese zusätzliche Reaktionszeit kann in Clientprogrammen zu Timeouts führen. Dies vor allem in Netzwerken, die stark ausgelastet sind, oder nur über langsame NIS-Server verfügen. Wenn ein oder mehrere Ihrer Clientsysteme dieses Problem aufweisen, sollten Sie die betreffenden Clients in NIS-Slaveserver umwandeln, und diese an sich selbst binden. Bestimmte Benutzer an der Anmeldung hindern NIS Benutzer blockieren In unserem Labor gibt es den Rechner basie, der nur für Mitarbeiter der Fakultät bestimmt ist. Wir wollen diesen Rechner nicht aus der NIS-Domäne entfernen, obwohl passwd des NIS-Masterservers Benutzerkonten sowohl für Fakultätsmitarbeiter als auch für Studenten enthält. Was können wir also tun? Es gibt eine Möglichkeit, bestimmte Benutzer an der Anmeldung an einem bestimmten Rechner zu hindern, selbst wenn diese in der NIS-Datenbank vorhanden sind. Dazu müssen Sie lediglich an diesem Rechner den Eintrag -Benutzername an das Ende von /etc/master.passwd setzen, wobei Benutzername der zu blockierende Benutzername ist. Diese Änderung sollte bevorzugt durch vipw erledigt werden, da vipw Ihre Änderungen an /etc/master.passwd auf Plausibilität überprüft und nach erfolgter Änderung die Passwortdatenbank automatisch aktualisiert. Um also den Benutzer bill an der Anmeldung am Rechner basie zu hindern, gehen wir wie folgt vor: basie&prompt.root; vipw [add -bill to the end, exit] vipw: rebuilding the database... vipw: done basie&prompt.root; cat /etc/master.passwd root:[password]:0:0::0:0:The super-user:/root:/bin/csh toor:[password]:0:0::0:0:The other super-user:/root:/bin/sh daemon:*:1:1::0:0:Owner of many system processes:/root:/sbin/nologin operator:*:2:5::0:0:System &:/:/sbin/nologin bin:*:3:7::0:0:Binaries Commands and Source,,,:/:/sbin/nologin tty:*:4:65533::0:0:Tty Sandbox:/:/sbin/nologin kmem:*:5:65533::0:0:KMem Sandbox:/:/sbin/nologin games:*:7:13::0:0:Games pseudo-user:/usr/games:/sbin/nologin news:*:8:8::0:0:News Subsystem:/:/sbin/nologin man:*:9:9::0:0:Mister Man Pages:/usr/share/man:/sbin/nologin bind:*:53:53::0:0:Bind Sandbox:/:/sbin/nologin uucp:*:66:66::0:0:UUCP pseudo-user:/var/spool/uucppublic:/usr/libexec/uucp/uucico xten:*:67:67::0:0:X-10 daemon:/usr/local/xten:/sbin/nologin pop:*:68:6::0:0:Post Office Owner:/nonexistent:/sbin/nologin nobody:*:65534:65534::0:0:Unprivileged user:/nonexistent:/sbin/nologin +::::::::: -bill basie&prompt.root; Udo Erdelhoff Beigetragen von Netzgruppen verwenden Netzgruppen Die im letzten Abschnitt beschriebene Methode eignet sich besonders, wenn Sie spezielle Regeln für wenige Benutzer oder wenige Rechner benötigen. In großen Netzwerken werden Sie allerdings mit Sicherheit vergessen, einige Benutzer von der Anmeldung an bestimmten Rechnern auszuschließen. Oder Sie werden gezwungen sein, jeden Rechner einzeln zu konfigurieren. Dadurch verlieren Sie aber den Hauptvorteil von NIS, die zentrale Verwaltung. Die Lösung für dieses Problem sind Netzgruppen. Ihre Aufgabe und Bedeutung ist vergleichbar mit normalen, von UNIX-Dateisystemen verwendeten Gruppen. Die Hauptunterschiede sind das Fehlen einer numerischen ID sowie die Möglichkeit, Netzgruppen zu definieren, die sowohl Benutzer als auch andere Netzgruppen enthalten. Netzgruppen wurden entwickelt, um große, komplexe Netzwerke mit Hunderten Benutzern und Rechnern zu verwalten. Sie sind also von Vorteil, wenn Sie von dieser Situation betroffen sind. Andererseits ist es dadurch beinahe unmöglich, Netzgruppen mit einfachen Beispielen zu erklären. Das hier verwendete Beispiel veranschaulicht dieses Problem. Nehmen wir an, dass Ihre erfolgreiche Einführung von NIS die Aufmerksamkeit Ihrer Vorgesetzten geweckt hat. Ihre nächste Aufgabe besteht nun darin, Ihre NIS-Domäne um zusätzliche Rechner zu erweitern. Die folgenden Tabellen enthalten die neuen Benutzer und Rechner inklusive einer kurzen Beschreibung. Benutzername(n) Beschreibung alpha, beta Beschäftigte der IT-Abteilung charlie, delta Die neuen Lehrlinge der IT-Abteilung echo, foxtrott, golf, ... Normale Mitarbeiter able, baker, ... Externe Mitarbeiter Rechnername(n) Beschreibung war, death, famine, pollution Ihre wichtigsten Server. Nur IT-Fachleute dürfen sich an diesen Rechnern anmelden. pride, greed, envy, wrath, lust, sloth Weniger wichtige Server. Alle Mitarbeiter der IT-Abteilung dürfen sich auf diesen Rechnern anmelden. one, two, three, four, ... Gewöhnliche Arbeitsrechner. Nur die wirklichen Mitarbeiter dürfen diese Rechner verwenden. trashcan Ein sehr alter Rechner ohne kritische Daten. Sogar externe Mitarbeiter dürfen diesen Rechner verwenden. Wollten Sie diese Einschränkungen umsetzen, indem Sie jeden Benutzer einzeln blockieren, müssten Sie auf jedem System für jeden Benutzer eine entsprechende Zeile in passwd einfügen. Wenn Sie nur einen Eintrag vergessen, haben Sie ein Problem. Es mag noch angehen, dies während der ersten Installation zu erledigen, im täglichen Betrieb werden Sie allerdings mit Sicherheit einmal vergessen, die entsprechenden Einträge anzulegen. Vergessen Sie nicht: Murphy war Optimist. Die Verwendung von Netzgruppen hat in dieser Situation mehrere Vorteile. Sie müssen nicht jeden Benutzer einzeln verwalten; weisen Sie stattdessen den Benutzer einer Netzgruppe zu und erlauben oder verbieten Sie allen Mitglieder dieser Gruppe die Anmeldung an einem Server. Wenn Sie einen neuen Rechner hinzufügen, müssen Sie Zugangsbeschränkungen nur für die Netzgruppen festlegen. Legen Sie einen neuen Benutzer an, müssen Sie ihn nur einer oder mehrere Netzgruppen zuweisen. Diese Veränderungen sind voneinander unabhängig; Anweisungen der Form für diese Kombination aus Benutzer und Rechner mache Folgendes ... sind nicht mehr nötig. Wenn Sie die Einrichtung von NIS sorgfältig geplant haben, müssen Sie nur noch eine zentrale Konfigurationsdatei bearbeiten, um den Zugriff auf bestimmte Rechner zu erlauben oder zu verbieten. Der erste Schritt ist die Initialisierung der NIS-Maps der Netzgruppe. &man.ypinit.8; kann dies unter FreeBSD nicht automatisch durchführen. Sind die Maps aber erst einmal erzeugt, werden sie jedoch von NIS problemlos unterstützt. Um eine leere Map zu erzeugen, geben Sie Folgendes ein: ellington&prompt.root; vi /var/yp/netgroup Danach legen Sie die Einträge an. Für unser Beispiel benötigen wir mindestens vier Netzgruppen: IT-Beschäftige, IT-Lehrlinge, normale Beschäftigte sowie Externe. IT_EMP (,alpha,test-domain) (,beta,test-domain) IT_APP (,charlie,test-domain) (,delta,test-domain) USERS (,echo,test-domain) (,foxtrott,test-domain) \ (,golf,test-domain) INTERNS (,able,test-domain) (,baker,test-domain) Bei IT_EMP, IT_APP usw. handelt es sich um Netzgruppennamen. In den Klammern werden diesen Netzgruppen jeweils ein oder mehrere Benutzerkonten hinzugefügt. Die drei Felder in der Klammer haben folgende Bedeutung: Der Name des Rechners, auf dem die folgenden Werte gültig sind. Legen Sie keinen Rechnernamen fest, ist der Eintrag auf allen Rechnern gültig. Dadurch gehen Sie vielen Problemen aus dem Weg. Der Name des Benutzerkontos, der zu dieser Netzgruppe gehört. Die NIS-Domäne für das Benutzerkonto. Sie können Benutzerkonten von anderen NIS-Domänen in Ihre Netzgruppe importieren, wenn Sie mehrere NIS-Domänen verwalten. Jedes Feld kann Wildcards enthalten. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte &man.netgroup.5;. Netzgruppen Netzgruppennamen sollten nicht länger als 8 Zeichen sein, vor allem dann, wenn Sie Rechner mit verschiedenen Betriebssystemen in Ihrer NIS-Domäne haben. Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Die Verwendung von Großbuchstaben für Netzgruppennamen ermöglicht eine leichte Unterscheidung zwischen Benutzern, Rechnern und Netzgruppen. Einige NIS-Clients (dies gilt nicht für FreeBSD) können keine Netzgruppen mit einer großen Anzahl von Einträgen verwalten. Einige ältere Versionen von &sunos; haben beispielsweise Probleme, wenn Netzgruppen mehr als fünfzehn Einträge enthalten. Sie können dieses Problem umgehen, indem Sie mehrere Subnetzgruppen mit weniger als fünfzehn Benutzern anlegen und diese Subnetzgruppen wiederum in einer Netzgruppe zusammenfassen: BIGGRP1 (,joe1,domain) (,joe2,domain) (,joe3,domain) [...] BIGGRP2 (,joe16,domain) (,joe17,domain) [...] BIGGRP3 (,joe31,domain) (,joe32,domain) BIGGROUP BIGGRP1 BIGGRP2 BIGGRP3 Sie können diesen Vorgang wiederholen, wenn Sie mehr als 255 Benutzer in einer einzigen Netzgruppe benötigen. Das Aktivieren und Verteilen Ihre neuen NIS-Map ist einfach: ellington&prompt.root; cd /var/yp ellington&prompt.root; make Dadurch werden die NIS-Maps netgroup, netgroup.byhost und netgroup.byuser erzeugt. Prüfen Sie die Verfügbarkeit Ihrer neuen NIS-Maps mit &man.ypcat.1;. ellington&prompt.user; ypcat -k netgroup ellington&prompt.user; ypcat -k netgroup.byhost ellington&prompt.user; ypcat -k netgroup.byuser Die Ausgabe des ersten Befehls gibt den Inhalt von /var/yp/netgroup wieder. Der zweite Befehl erzeugt nur dann eine Ausgabe, wenn Sie rechnerspezifische Netzgruppen erzeugt haben. Der dritte Befehl gibt die Netzgruppen nach Benutzern sortiert aus. Die Einrichtung der Clients ist einfach. Sie müssen lediglich auf dem Server war &man.vipw.8; aufrufen und die Zeile +::::::::: durch +@IT_EMP::::::::: ersetzen. Ab sofort werden nur noch die Daten der in der Netzgruppe IT_EMP vorhandenen Benutzer in die Passwortdatenbank von war importiert. Nur diese Benutzer dürfen sich am Server anmelden. Unglücklicherweise gilt diese Einschränkung auch für die ~-Funktion der Shell und für alle Routinen, die auf Benutzernamen und numerische Benutzer-IDs zugreifen. Oder anders formuliert, cd ~user ist nicht möglich, ls -l zeigt die numerische Benutzer-ID statt dem Benutzernamen und find . -user joe -print erzeugt die Fehlermeldung No such user. Um dieses Problem zu beheben, müssen Sie alle Benutzereinträge importieren, ohne ihnen jedoch zu erlauben, sich an Ihrem Server anzumelden. Dazu fügen Sie eine weitere Zeile in /etc/master.passwd ein. Diese Zeile sollte ähnlich der folgenden aussehen: +:::::::::/sbin/nologin, was in etwa Importiere alle Einträge, aber ersetze die Shell in den importierten Einträgen durch /sbin/nologin entspricht. Sie können jedes Feld dieses Eintrages ersetzen, indem Sie einen Standardwert in /etc/master.passwd eintragen. Stellen Sie sicher, dass die Zeile +:::::::::/sbin/nologin nach der Zeile +@IT_EMP::::::::: eingetragen ist. Sonst haben alle via NIS importierten Benutzerkonten /sbin/nologin als Loginshell. Danach müssen Sie nur mehr eine einzige NIS-Map ändern, wenn ein neuer Mitarbeiter berücksichtigt werden muss. Für weniger wichtige Server gehen Sie analog vor, indem Sie den alten Eintrag +::::::::: in den lokalen Versionen von /etc/master.passwd durch folgende Einträge ersetzen: +@IT_EMP::::::::: +@IT_APP::::::::: +:::::::::/sbin/nologin Die entsprechenden Zeilen für normale Arbeitsplätze lauten: +@IT_EMP::::::::: +@USERS::::::::: +:::::::::/sbin/nologin Ab jetzt wäre alles wunderbar, allerdings ändert sich kurz darauf die Firmenpolitik: Die IT-Abteilung beginnt damit, externe Mitarbeiter zu beschäftigen. Externe dürfen sich an normalen Arbeitsplätzen sowie an den weniger wichtigen Servern anmelden. Die IT-Lehrlinge dürfen sich nun auch an den Hauptservern anmelden. Sie legen also die neue Netzgruppe IT_INTERN an, weisen Ihr die neuen IT-Externen als Benutzer zu und beginnen damit, die Konfiguration auf jedem einzelnen Rechner zu ändern ... Halt. Sie haben gerade die alte Regel Fehler in der zentralisierten Planung führen zu globaler Verwirrung. bestätigt. Da NIS in der Lage ist, Netzgruppen aus anderen Netzgruppen zu bilden, lassen sich solche Situationen leicht vermeiden. Eine Möglichkeit ist die Erzeugung rollenbasierter Netzgruppen. Sie könnten eine Netzgruppe BIGSRV erzeugen, um den Zugang zu den wichtigsten Servern zu beschränken, eine weitere Gruppe SMALLSRV für die weniger wichtigen Server und eine dritte Netzgruppe USERBOX für die normalen Arbeitsplatzrechner. Jede dieser Netzgruppen enthält die Netzgruppen, die sich auf diesen Rechnern anmelden dürfen. Die Einträge der Netzgruppen in der NIS-Map sollten ähnlich den folgenden aussehen: BIGSRV IT_EMP IT_APP SMALLSRV IT_EMP IT_APP ITINTERN USERBOX IT_EMP ITINTERN USERS Diese Methode funktioniert besonders gut, wenn Sie Rechner in Gruppen mit identischen Beschränkungen einteilen können. Unglücklicherweise ist dies die Ausnahme und nicht die Regel. Meistens werden Sie die Möglichkeit zur rechnerspezischen Zugangsbeschränkung benötigen. Rechnerspezifische Netzgruppen sind die zweite Möglichkeit, um mit den oben beschriebenen Änderungen umzugehen. In diesem Szenario enthält /etc/master.passwd auf jedem Rechner zwei mit + beginnende Zeilen. Die erste Zeile legt die Netzgruppe mit den Benutzern fest, die sich auf diesem Rechner anmelden dürfen. Die zweite Zeile weist allen anderen Benutzern /sbin/nologin als Shell zu. Verwenden Sie auch hier (analog zu den Netzgruppen) Großbuchstaben für die Rechnernamen. Die Zeilen sollten also ähnlich den folgenden aussehen: +@BOXNAME::::::::: +:::::::::/sbin/nologin Wenn Sie dies für alle Rechner erledigt haben, werden Sie die lokalen Versionen von /etc/master.passwd nie mehr verändern müssen. Alle weiteren Änderungen geschehen über die NIS-Maps. Nachfolgend ein Beispiel für eine mögliche Netzgruppen-Map, die durch einige Besonderheiten erweitert wurde: # Define groups of users first IT_EMP (,alpha,test-domain) (,beta,test-domain) IT_APP (,charlie,test-domain) (,delta,test-domain) DEPT1 (,echo,test-domain) (,foxtrott,test-domain) DEPT2 (,golf,test-domain) (,hotel,test-domain) DEPT3 (,india,test-domain) (,juliet,test-domain) ITINTERN (,kilo,test-domain) (,lima,test-domain) D_INTERNS (,able,test-domain) (,baker,test-domain) # # Now, define some groups based on roles USERS DEPT1 DEPT2 DEPT3 BIGSRV IT_EMP IT_APP SMALLSRV IT_EMP IT_APP ITINTERN USERBOX IT_EMP ITINTERN USERS # # And a groups for a special tasks # Allow echo and golf to access our anti-virus-machine SECURITY IT_EMP (,echo,test-domain) (,golf,test-domain) # # machine-based netgroups # Our main servers WAR BIGSRV FAMINE BIGSRV # User india needs access to this server POLLUTION BIGSRV (,india,test-domain) # # This one is really important and needs more access restrictions DEATH IT_EMP # # The anti-virus-machine mentioned above ONE SECURITY # # Restrict a machine to a single user TWO (,hotel,test-domain) # [...more groups to follow] Wenn Sie eine Datenbank verwenden, um Ihre Benutzerkonten zu verwalten, sollten Sie den ersten Teil der NIS-Map mit Ihren Datenbanktools erstellen können. Auf diese Weise haben neue Benutzer automatisch Zugriff auf die Rechner. Eine letzte Warnung: Es ist nicht immer ratsam, rechnerbasierte Netzgruppen zu verwenden. Wenn Sie Dutzende oder gar Hunderte identische Rechner einrichten müssen, sollten Sie rollenbasierte Netzgruppen verwenden, um die Grösse der NISs-Maps in Grenzen zu halten. Weitere wichtige Punkte Nachdem Sie Ihre NIS-Umgebung eingerichtet haben, müssen Sie einige Dinge anders als bisher erledigen. Jedes Mal, wenn Sie einen neuen Benutzer anlegen wollen, tun Sie dies ausschließlich am NIS-Masterserver. Außerdem müssen Sie anschließend die NIS-Maps neu erzeugen. Wenn Sie diesen Punkt vergessen, kann sich der neue Benutzer nur am NIS-Masterserver anmelden. Wenn Sie also den neuen Benutzer jsmith anlegen, gehen Sie folgerndermassen vor: &prompt.root; pw useradd jsmith &prompt.root; cd /var/yp &prompt.root; make test-domain Statt pw useradd jsmith könnten Sie auch adduser jsmith verwenden. Tragen Sie die Administratorkonten nicht in die NIS-Maps ein. Administratorkonten und Passwörter dürfen nicht auf Rechnern verbreitet werden, auf denen sich Benutzer anmelden können, die auf diese Konten keine Zugriff haben sollen. Sichern Sie die NIS-Master- und Slaveserver und minimieren Sie die Ausfallzeiten. Wenn diese Rechner gehackt oder einfach nur ausgeschaltet werden, haben viele Leute keinen Netzwerkzugriff mehr. Dies ist die größte Schwäche jeder zentralen Verwaltung. Wenn Sie Ihre NIS-Server nicht schützen, werden Sie viele verärgerte Anwender haben. Kompatibilität zu NIS v1 NIS Kompatibilität zu NIS v1 ypserv unterstützt NIS v1 unter FreeBSD nur eingeschränkt. Die NIS-Implementierung von FreeBSD verwendet nur NIS v2, andere Implementierungen unterstützen aus Gründen der Abwärtskompatibilität mit älteren Systemen auch NIS v1. Die mit diesen Systemen gelieferten ypbind-Daemonen versuchen, sich an einen NIS-v1-Server zu binden (Dies selbst dann, wenn sie ihn nie benötigen. Außerdem versuchen Sie auch dann, einen v1-Server zu erreichen, wenn Sie zuvor eine Antwort von einem v2-Server erhalten.). Während normale Clientaufrufe unter FreeBSD unterstützt werden, sind Anforderungen zum Transfer von v1-Maps nicht möglich. Daher kann FreeBSD nicht als Client oder Server verwendet werden, wenn ein NIS-Server vorhanden ist, der nur NIS v1 unterstützt. Glücklicherweise sollte es heute keine Server mehr geben, die nur NIS v1 unterstützen. NIS-Server, die auch als NIS-Clients arbeiten Wenn Sie ypserv in einer Multi-Serverdomäne verwenden, in der NIS-Server gleichzeitig als NIS-Clients arbeiten, ist es eine gute Idee, diese Server zu zwingen, sich an sich selbst zu binden. Damit wird verhindert, dass Bindeanforderungen gesendet werden und sich die Server gegenseitig binden. Sonst könnten seltsame Fehler auftreten, wenn ein Server ausfällt, auf den andere Server angewiesen sind. Letztlich werden alle Clients einen Timeout melden, und versuchen, sich an andere Server zu binden. Die dadurch entstehende Verzögerung kann beträchtlich sein. Außerdem kann der Fehler erneut auftreten, da sich die Server wiederum aneinander binden könnten. Sie können einen Rechner durch die Verwendung von ypbind sowie der Option zwingen, sich an einen bestimmten Server zu binden. Um diesen Vorgang zu automatisieren, können Sie folgende Zeilen in /etc/rc.conf einfügen: nis_client_enable="YES" # run client stuff as well nis_client_flags="-S NIS domain,server" Lesen Sie &man.ypbind.8;, wenn Sie weitere Informationen benötigen. Passwortformate NIS Passwortformate Unterschiedliche Passwortformate sind das Hauptproblem, das beim Einrichten eines NIS-Servers auftreten kann. Wenn der NIS-Server mit DES verschlüsselte Passwörter verwendet, werden nur Clients unterstützt, die ebenfalls DES benutzen. Wenn sich auf Ihrem Netzwerk beispielsweise &solaris; NIS-Clients befinden, müssen die Passwörter mit DES verschlüsselt werden. Welches Format die Server und Clients verwenden, steht in /etc/login.conf. Wenn ein System Passwörter mit DES verschlüsselt, enthält die default-Klasse einen Eintrag wie den folgenden: default:\ :passwd_format=des:\ :copyright=/etc/COPYRIGHT:\ [weitere Einträge] Mögliche Werte für passwd_format sind unter anderem blf und md5 (mit Blowfish und MD5 verschlüsselte Passwörter). Wenn die Datei /etc/login.conf geändert wird, muss die Login-Capability Datenbank neu erstellt werden. Geben Sie dazu als root den folgenden Befehl ein: &prompt.root; cap_mkdb /etc/login.conf Das Format der schon in /etc/master.passwd befindlichen Passwörter wird erst aktualisiert, wenn ein Benutzer sein Passwort ändert, nachdem die Datenbank neu erstellt wurde. Damit die Passwörter auch im gewählten Format abgespeichert werden, muss mit crypt_default in der Datei /etc/auth.conf die richtige Priorität der Formate eingestellt werden. Das gewählte Format sollte als Erstes in der Liste stehen. Sollen die Passwörter mit DES verschlüsselt werden, verwenden Sie den folgenden Eintrag: crypt_default = des blf md5 Wenn Sie alle &os; NIS-Server und NIS-Clients entsprechend den obigen Schritten eingestellt haben, wird im ganzen Netzwerk dasselbe Passwortformat verwendet. Falls Sie Probleme mit der Authentifizierung eines NIS-Clients haben, kontrollieren Sie die verwendeten Passwortformate. In einer heterogenen Umgebung werden Sie DES benutzen müssen, da dies der meist unterstützte Standard ist. Greg Sutter Geschrieben von Automatische Netzwerkkonfiguration mit DHCP Was ist DHCP? Dynamic Host Configuration Protocol DHCP Internet Software Consortium (ISC) Über DHCP, das Dynamic Host Configuration Protocol, kann sich ein System mit einem Netzwerk verbinden und die für die Kommunikation mit diesem Netzwerk nötigen Informationen beziehen. &os;-Versionen vor 6.0 verwenden die DHCP-Client-Implementierung (&man.dhclient.8;) von ISC (Internet Software Consortium). Ab 6.0 wird der von OpenBSD 3.7 stammende dhclient zum Einsatz kommen. Die Informationen in diesem Abschnitt beziehen sich daher sowohl auf den dhclient von ISC als auch auf den von OpenBSD. Als DHCP-Server wird in beiden Fällen der DHCP-Server der ISC-Distribution verwendet. Übersicht Dieser Abschnitt beschreibt sowohl die Clientseite des ISC- als auch des OpenBSD-Clients sowie die Serverseite des DHCP-Systems von ISC. Das Clientprogramm dhclient ist in FreeBSD integriert, das Serverprogramm kann über den Port net/isc-dhcp3-server installiert werden. Weiter Informationen finden Sie in &man.dhclient.8;, &man.dhcp-options.5; sowie &man.dhclient.conf.5;. Wie funktioniert DHCP? UDP Der DHCP-Client dhclient beginnt von einem Clientrechner aus über den UDP-Port 68 Konfigurationsinformationen anzufordern. Der Server antwortet auf dem UDP-Port 67, indem er dem Client eine IP-Adresse zuweist und ihm weitere wichtige Informationen über das Netzwerk, wie Netzmasken, Router und DNS-Server mitteilt. Diese Informationen werden als DHCP-Lease bezeichnet und sind nur für eine bestimmte Zeit, die vom Administrator des DHCP-Servers vorgegeben wird, gültig. Dadurch fallen verwaiste IP-Adressen, deren Clients nicht mehr mit dem Netzwerk verbunden sind, automatisch an den Server zurück. DHCP-Clients können sehr viele Informationen von einem DHCP-Server erhalten. Eine ausführliche Liste finden Sie in &man.dhcp-options.5;. Integration in FreeBSD In Abhängigkeit von der eingesetzten &os;-Version wird entweder der ISC-DHCP-Client oder der DHCP-Client von OpenBSD in FreeBSD integriert. Sowohl während der Installation als auch im Basissystem steht der DHCP-Client zur Verfügung. In Netzen mit DHCP-Servern wird dadurch die Konfiguration von Systemen erheblich vereinfacht. dhclient ist seit der Version 3.2 in &os; enthalten. sysinstall DHCP wird von sysinstall unterstützt. Wenn Sie eine Netzwerkkarte mit sysinstall konfigurieren, lautet die zweite Frage Do you want to try DHCP configuration of the interface?. Wenn Sie diese Frage bejahen, wird dhclient aufgerufen, und die Netzkarte wird automatisch eingerichtet. Um DHCP beim Systemstart zu aktivieren, müssen Sie zwei Dinge erledigen: DHCP Anforderungen Stellen Sie sicher, dass bpf in Ihren Kernel kompiliert ist. Dazu fügen Sie die Zeile device bpf in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein und erzeugen einen neuen Kernel. Weitere Informationen zur Kernelkonfiguration finden Sie in des Handbuchs. Das Gerät bpf ist im GENERIC-Kernel bereits enthalten. Für die Nutzung von DHCP muss also kein angepasster Kernel erzeugt werden. Wenn Sie um die Sicherheit Ihres Systems besorgt sind, sollten Sie wissen, dass bpf auch zur Ausführung von Paketsniffern erforderlich ist (obwohl diese dennoch als root ausgeführt werden müssen). bpf muss vorhanden sein, damit DHCP funktioniert. Sind Sie sehr sicherheitsbewusst, sollten Sie bpf aus Ihrem Kernel entfernen, wenn Sie DHCP nicht verwenden. Fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: ifconfig_fxp0="DHCP" Ersetzen Sie fxp0 durch den Eintrag für die Netzkarte, die Sie dynamisch einrichten wollen. Lesen Sie dazu auch . Wenn Sie dhclient an einem anderen Ort installiert haben, oder zusätzliche Flags an dhclient übergeben wollen, fügen Sie auch folgende (entsprechend angepasste) Zeilen ein: dhcp_program="/sbin/dhclient" dhcp_flags="" DHCP Server Der DHCP-Server dhcpd ist als Teil des Ports net/isc-dhcp3-server verfügbar. Dieser Port enthält die komplette ISC-DHCP-Distribution, inklusive der Dokumentation. Dateien DHCP Konfigurationsdateien /etc/dhclient.conf dhclient benötigt die Konfigurationsdatei /etc/dhclient.conf. Diese Datei enthält normalerweise nur Kommentare, da die Vorgabewerte zumeist ausreichend sind. Lesen Sie dazu auch &man.dhclient.conf.5;. /sbin/dhclient dhclient ist statisch gelinkt und befindet sich in /sbin. Weitere Informationen finden Sie in &man.dhclient.8;. /sbin/dhclient-script Bei dhclient-script handelt es sich um das FreeBSD-spezifische Konfigurationsskript des DHCP-Clients. Es wird in &man.dhclient-script.8; beschrieben und kann meist unverändert übernommen werden. /var/db/dhclient.leases Der DHCP-Client verfügt über eine Datenbank, die alle derzeit gültigen Leases enthält und als Logdatei erzeugt wird. Weitere Informationen finden Sie in &man.dhclient.8;. Weitere Informationen Das DHCP-Protokoll wird vollständig im RFC 2131 beschrieben. Eine weitere, lehrreiche Informationsquelle existiert unter . Einen DHCP-Server installieren und einrichten Übersicht Dieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung eines FreeBSD-Systems als DHCP-Server. Dazu wird die DHCP-Implementation von ISC (Internet Software Consortium) verwendet. Der DHCP-Server ist nicht im Basissystem von FreeBSD enthalten, daher müssen Sie als Erstes den Port net/isc-dhcp3-server installieren. Lesen Sie , wenn Sie weitere Informationen zur Ports-Sammlung benötigen. Den DHCP-Server installieren DHCP installieren Stellen Sie sicher, dass &man.bpf.4; in Ihren Kernel kompiliert ist. Dazu fügen Sie die Zeile device bpf Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein und erzeugen einen neuen Kernel. Die Kernelkonfiguration wird in beschrieben. Das Gerät bpf ist im GENERIC-Kernel bereits enthalten. Für die Nutzung von DHCP muss also kein angepasster Kernel erzeugt werden. Wenn Sie um die Sicherheit Ihres Systems besorgt sind, sollten Sie wissen, dass bpf auch zur Ausführung von Paketsniffern erforderlich ist (obwohl diese dennoch als root ausgeführt werden müssen). bpf muss vorhanden sein, damit DHCP funktioniert. Sind Sie sehr sicherheitsbewusst, sollten Sie bpf aus Ihrem Kernel entfernen, wenn Sie DHCP nicht verwenden. Danach müssen Sie die vom Port net/isc-dhcp3-server erzeugte Vorlage für dhcpd.conf anpassen. Die bei der Installation erzeugte Datei /usr/local/etc/dhcpd.conf.sample sollten Sie nach /usr/local/etc/dhcpd.conf kopieren, bevor Sie Veränderungen vornehmen. Den DHCP-Server einrichten DHCP dhcpd.conf dhcpd.conf besteht aus Festlegungen zu Subnetzen und Rechnern und lässt sich am besten an einem Beispiel erklären: option domain-name "example.com"; option domain-name-servers 192.168.4.100; option subnet-mask 255.255.255.0; default-lease-time 3600; max-lease-time 86400; ddns-update-style none; subnet 192.168.4.0 netmask 255.255.255.0 { range 192.168.4.129 192.168.4.254; option routers 192.168.4.1; } host mailhost { hardware ethernet 02:03:04:05:06:07; fixed-address mailhost.example.com; } Diese Option beschreibt die Domäne, die den Clients als Standardsuchdomäne zugewiesen wird. Weitere Informationen finden Sie in man.resolv.conf.5;. Diese Option legt eine, durch Kommata getrennte Liste von DNS-Servern fest, die von den Clients verwendet werden sollen. Die den Clients zugewiesene Netzmaske. Ein Client kann eine Lease einer bestimmten Dauer anfordern. Geschieht dies nicht, weist der Server eine Lease mit einer vorgegebenen Ablaufdauer (in Sekunden) zu. Die maximale Zeitdauer, für die der Server Konfigurationsinformationen vergibt. Sollte ein Client eine längere Zeitspanne anfordern, wird dennoch nur der Wert max-lease-time in Sekunden zugewiesen. Diese Option legt fest, ob der DHCP-Server eine DNS-Aktualisierung versuchen soll, wenn Konfigurationsdateien vergeben oder zurückgezogen werden. In der ISC-Implementation muss diese Option gesetzt sein. Dadurch werden die IP-Adressen festgelegt, die den Clients zugewiesen werden können. IP-Adressen zwischen diesen Grenzen sowie die einschließenden Adressen werden den Clients zugewiesen. Legt das Standard-Gateway fest, das den Clients zugewiesen wird. Die (Hardware-)MAC-Adresse eines Rechners (durch die der DHCP-Server den Client erkennt, der eine Anforderung an ihn stellt). Einem Rechner soll immer die gleiche IP-Adresse zugewiesen werden. Beachten Sie, dass hier auch ein Rechnername gültig ist, da der DHCP-Server den Rechnernamen auflöst, bevor er die Konfigurationsinformationen zuweist. Nachdem Sie dhcpd.conf fertig konfiguriert haben, sollten Sie den DHCP-Server aktivieren, indem Sie folgende Zeilen in /etc/rc.conf aufnehmen: dhcpd_enable="YES" dhcpd_ifaces="dc0" Dabei müssen Sie den Geräteeintrag dc0 durch die Gerätedatei (mehrere Gerätedateien müssen durch Leerzeichen getrennt werden) ersetzen, die Ihr DHCP-Server auf Anfragen von DHCP-Clients hin überwachen soll. Danach können Sie den Server durch Eingabe des folgenden Befehls starten: &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/isc-dhcpd.sh start Sollten Sie die Konfiguration Ihres Servers einmal verändern müssen, reicht es nicht aus, ein SIGHUP-Signal an dhcpd zu senden, weil damit die Konfiguration nicht erneut geladen wird (im Gegensatz zu den meisten Daemonen). Sie müssen den Prozess vielmehr mit dem Signal SIGTERM stoppen, um ihn anschließend neu zu starten. Dateien Server Konfigurationsdateien /usr/local/sbin/dhcpd dhcpd ist statisch gelinkt und befindet sich in /usr/local/sbin. Lesen Sie auch die mit dem Port installierte Hilfeseite &man.dhcpd.8;, wenn Sie weitere Informationen zu dhcpd benötigen. /usr/local/etc/dhcpd.conf dhcpd benötigt die Konfigurationsdatei /usr/local/etc/dhcpd.conf, damit der Server den Clients seine Dienste anbieten kann. Diese Datei muss alle Informationen enthalten, die an die Clients weitergegeben werden soll. Außerdem sind hier Informationen zur Konfiguration des Servers enthalten. Die mit dem Port installierte Hilfeseite &man.dhcpd.conf.5; enthält weitere Informationen. /var/db/dhcpd.leases Der DHCP-Server hat eine Datenbank, die alle vergebenen Leases enthält. Diese wird als Logdatei erzeugt. Weitere Informationen finden Sie in der vom Port installierten Hilfeseite &man.dhcpd.leases.5;. /usr/local/sbin/dhcrelay dhcrelay wird in komplexen Umgebungen verwendet, in denen ein DHCP-Server eine Anfrage eines Clients an einen DHCP-Server in einem separaten Netzwerk weiterleitet. Wenn Sie diese Funktion benötigen, müssen Sie den Port net/isc-dhcp3-relay installieren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in &man.dhcrelay.8;. Chern Lee Beigetragen von Tom Rhodes Daniel Gerzo <acronym>DNS</acronym> – Domain Name Service Überblick BIND DNS ist das für die Umwandlung von Rechnernamen in IP-Adressen zuständige Protokoll. &os; verwendet dazu BIND (Berkeley Internet Name Domain), die am häufigsten verwendete Implementierung von DNS). Eine Anfrage nach www.FreeBSD.org gibt die IP-Adresse des &os;-Webservers, eine Anfrage nach ftp.FreeBSD.org die IP-Adresse des entsprechenden FTP-Servers zurück. Der umgekehrte Weg ist ebenso möglich, eine IP-Adresse kann also auch in ihren Rechnernamen aufgelöst werden. Um eine DNS-Abfrage durchzuführen, muss auf dem jeweiligen Rechner kein Nameserver installiert sein. &os; verwendet derzeit in der Voreinstellung BIND9 als DNS-Serversoftware. Unsere Installation bietet Ihnen eine erhöhte Sicherheit, ein neues Dateisystemlayout sowie eine automatisierte &man.chroot.8;-Konfiguration. DNS Im Internet wird DNS durch ein komplexes System von autoritativen Root-Nameservern, Top Level Domain-Servern (TLD) sowie anderen kleineren Nameservern verwaltet, die individuelle Rechnerinformationen speichern und untereinander abgleichen. Derzeit wird BIND vom Internet Software Consortium () verwaltet. Begriffsbestimmungen Um dieses Dokument besser verstehen zu können, müssen einige DNS-spezifische Begriffe genauer definiert werden. Resolver Reverse-DNS Root-Zone Begriff Bedeutung Forward-DNS Rechnernamen in IP-Adressen umwandeln. Origin (Ursprung) Die in einer bestimmten Zonendatei beschriebene Domäne. named, BIND, Nameserver Gebräuchliche Namen für das unter &os; verwendete BIND-Nameserverpaket. Resolver Ein Systemprozess, durch den ein Rechner Zoneninformationen von einem Nameserver anfordert. Reverse-DNS Das Gegenteil von Forward-DNS; die Umwandlung von IP-Adressen in Rechnernamen Root-Zone Der Beginn der Internet-Zonenhierarchie. Alle Zonen befinden sich innerhalb der Root-Zone. Dies ist analog zu einem Dateisystem, in dem sich alle Dateien und Verzeichnisse innerhalb des Wurzelverzeichnisses befinden. Zone Eine individuelle Domäne, Unterdomäne, oder ein Teil von DNS, der von der gleichen Autorität verwaltet wird. Zonen Beispiele Es folgen nun einige Zonenbeispiele: . ist die Root-Zone. org. ist eine Top level Domain (TLD) innerhalb der Root-Zone. example.org. ist eine Zone innerhalb der org.-TLD. 1.168.192.in-addr.arpa. ist die Zone mit allen IP-Adressen des 192.168.1.*-IP-Adressraums. Wie man an diesen Beispielen erkennen kann, befindet sich der spezifischere Teil eines Rechnernamens auf der linken Seite der Adresse. example.org. beschreibt einen Rechner also genauer als org., während org. genauer als die Root-Zone ist. Jeder Teil des Rechnernamens hat Ähnlichkeiten mit einem Dateisystem, in dem etwa /dev dem Wurzelverzeichnis untergeordnet ist. Gründe für die Verwendung eines Nameservers Es gibt zwei Arten von Nameservern: Autoritative Nameserver sowie zwischenspeichernde (cachende) Nameserver. Ein autoritativer Nameserver ist notwendig, wenn Sie anderen verbindliche DNS-Auskünfte erteilen wollen. eine Domain, beispielsweise example.org, registriert wird, und den zu dieser Domain gehörenden Rechnern IP-Adressen zugewiesen werden müssen. ein IP-Adressblock reverse-DNS-Einträge benötigt, um IP-Adressen in Rechnernamen auflösen zu können. ein Backup-Nameserver (auch Slaveserver genannt) oder ein zweiter Nameserver auf Anfragen antworten soll. Ein cachender Nameserver ist notwendig, weil ein lokaler DNS-Server Daten zwischenspeichern und daher schneller auf Anfragen reagieren kann als ein entfernter Server. Wird nach www.FreeBSD.org gesucht, leitet der Resolver diese Anfrage an den Nameserver des ISPs weiter und nimmt danach das Ergebnis der Abfrage entgegen. Existiert ein lokaler, zwischenspeichernder DNS-Server, muss dieser die Anfrage nur einmal nach außen weitergeben. Für alle weiteren Anfragen ist dies nicht mehr nötig, da diese Information nun lokal gespeichert ist. Wie funktioniert <acronym>DNS</acronym>? Unter &os; wird der BIND-Daemon als named bezeichnet. Datei Beschreibung named Der BIND-Daemon. &man.rndc.8; Das Steuerprogramm für named. /etc/namedb Das Verzeichnis, in dem sich die Zoneninformationen für BIND befinden. /etc/namedb/named.conf Die Konfigurationsdatei für named. Je nachdem, wie eine Zone auf dem Server konfiguriert wurde, finden sich die zur Zone gehörendenden Dateien in den Unterverzeichnissen master, slave, oder dynamic des Verzeichnisses /etc/namedb. Diese Dateien enthalten die DNS-Informationen, die der Nameserver für die Beantwortung von Anfragen benötigt. BIND starten BIND Start Da BIND automatisch installiert wird, ist die Konfiguration relativ einfach. In der Voreinstellung wird ein in einer &man.chroot.8;-Umgebung betriebener named-Server eingerichtet. Um den Server manuell zu starten, verwenden Sie den folgenden Befehl: &prompt.root; /etc/rc.d/named forcestart Um den named-Daemon beim Systemstart automatisch zu starten, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: named_enable="YES" /etc/namedb/named.conf bietet zahlreiche Konfigurationsoptionen, die in diesem Dokument nicht alle beschrieben werden können. Wollen Sie die Startoptionen von named unter &os; anpassen, sollten Sie sich die named_*-Flags in der Datei /etc/defaults/rc.conf sowie die Manualpage zu &man.rc.conf.5; näher ansehen. Zusätzliche Informationen bietet Ihnen auch der Abschnitt des Handbuchs. Konfigurationsdateien BIND Konfigurationsdateien Die Konfigurationsdateien von named finden sich unter /etc/namedb und müssen in der Regel an Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Es sei denn, Sie benötigen nur einen einfachen Resolver. Ein Großteil der Konfigurationsarbeiten erfolgt dabei in diesem Verzeichnis. <command>make-localhost</command> verwenden Um eine Master-Zone für den lokalen Rechner zu erstellen, wechseln Sie in das Verzeichnis /etc/namedb und führen dort den folgenden Befehl aus: &prompt.root; sh make-localhost Wenn es keine Probleme gab, sollte nun eine neue Datei im Unterverzeichnis master vorhanden sein. Diese heißt entweder localhost.rev (für den lokalen Domain-Namen) oder localhost-v6.rev (wenn Sie IPv6 einsetzen). Als Standardkonfigurationsdatei wird dabei named.conf verwendet. <filename>/etc/namedb/named.conf</filename> // $FreeBSD$ // // Refer to the named.conf(5) and named(8) man pages, and the documentation // in /usr/share/doc/bind9 for more details. // // If you are going to set up an authoritative server, make sure you // understand the hairy details of how DNS works. Even with // simple mistakes, you can break connectivity for affected parties, // or cause huge amounts of useless Internet traffic. options { directory "/etc/namedb"; pid-file "/var/run/named/pid"; dump-file "/var/dump/named_dump.db"; statistics-file "/var/stats/named.stats"; // If named is being used only as a local resolver, this is a safe default. // For named to be accessible to the network, comment this option, specify // the proper IP address, or delete this option. listen-on { 127.0.0.1; }; // If you have IPv6 enabled on this system, uncomment this option for // use as a local resolver. To give access to the network, specify // an IPv6 address, or the keyword "any". // listen-on-v6 { ::1; }; // In addition to the "forwarders" clause, you can force your name // server to never initiate queries of its own, but always ask its // forwarders only, by enabling the following line: // // forward only; // If you've got a DNS server around at your upstream provider, enter // its IP address here, and enable the line below. This will make you // benefit from its cache, thus reduce overall DNS traffic in the Internet. /* forwarders { 127.0.0.1; }; */ Um vom Cache Ihres Internetproviders zu profitieren, können hier forwarders aktiviert werden. Normalerweise sucht ein Nameserver das Internet rekursiv ab, bis er die gesuchte Antwort findet. Durch diese Option wird stets der Nameserver Ihres Internetproviders zuerst abgefragt, um von dessen Cache zu profitieren. Wenn es sich um einen schnellen, viel benutzten Nameserver handelt, kann dies zu einer Geschwindigkeitssteigerung führen. 127.0.0.1 funktioniert hier nicht. Ändern Sie diese Adresse in einen Nameserver Ihres Einwahlproviders. /* * If there is a firewall between you and name servers you want * to talk to, you might need to uncomment the query-source * directive below. Previous versions of BIND always asked * questions using port 53, but BIND versions 8 and later * use a pseudo-random unprivileged UDP port by default. */ // query-source address * port 53; }; // If you enable a local name server, don't forget to enter 127.0.0.1 // first in your /etc/resolv.conf so this server will be queried. // Also, make sure to enable it in /etc/rc.conf. zone "." { type hint; file "named.root"; }; zone "0.0.127.IN-ADDR.ARPA" { type master; file "master/localhost.rev"; }; // RFC 3152 zone "1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.IP6.ARPA" { type master; file "master/localhost-v6.rev"; }; // NB: Do not use the IP addresses below, they are faked, and only // serve demonstration/documentation purposes! // // Example slave zone config entries. It can be convenient to become // a slave at least for the zone your own domain is in. Ask // your network administrator for the IP address of the responsible // primary. // // Never forget to include the reverse lookup (IN-ADDR.ARPA) zone! // (This is named after the first bytes of the IP address, in reverse // order, with ".IN-ADDR.ARPA" appended.) // // Before starting to set up a primary zone, make sure you fully // understand how DNS and BIND works. There are sometimes // non-obvious pitfalls. Setting up a slave zone is simpler. // // NB: Don't blindly enable the examples below. :-) Use actual names // and addresses instead. /* An example master zone zone "example.net" { type master; file "master/example.net"; }; */ /* An example dynamic zone key "exampleorgkey" { algorithm hmac-md5; secret "sf87HJqjkqh8ac87a02lla=="; }; zone "example.org" { type master; allow-update { key "exampleorgkey"; }; file "dynamic/example.org"; }; */ /* Examples of forward and reverse slave zones zone "example.com" { type slave; file "slave/example.com"; masters { 192.168.1.1; }; }; zone "1.168.192.in-addr.arpa" { type slave; file "slave/1.168.192.in-addr.arpa"; masters { 192.168.1.1; }; }; */ Hierbei handelt es sich um Slave-Einträge für eine Reverse- und Forward-DNS-Zone, die in der Datei named.conf definiert sind. Für jede neue Zone muss ein zusätzlicher Eintrag in named.conf erstellt werden. Ein einfacher Eintrag für eine Zone example.org könnte beispielsweise so aussehen: zone "example.org" { type master; file "master/example.org"; }; Die Option legt fest, dass es sich um eine Master-Zone handelt, deren Zoneninformationen sich in der Datei /etc/namedb/master/example.org befinden. Diese Datei wird durch die Option festgelegt. zone "example.org" { type slave; file "slave/example.org"; }; Hier handelt es sich um einen Slaveserver, der seine Informationen vom Masterserver der betreffenden Zone bezieht und diese in der angegebenen Datei speichert. Wenn der Masterserver nicht erreichbar ist, verfügt der Slaveserver über die transferierten Zoneninformationen und kann diese an andere Rechner weitergeben. Zonendateien BIND Zonendatei Die in der Datei /etc/namedb/master/example.org definierte Zonendatei für example.org könnte etwa so aussehen: $TTL 3600 ; 1 hour example.org. IN SOA ns1.example.org. admin.example.org. ( 2006051501 ; Serial 10800 ; Refresh 3600 ; Retry 604800 ; Expire 86400 ; Minimum TTL ) ; DNS Servers IN NS ns1.example.org. IN NS ns2.example.org. ; MX Records IN MX 10 mx.example.org. IN MX 20 mail.example.org. IN A 192.168.1.1 ; Machine Names localhost IN A 127.0.0.1 ns1 IN A 192.168.1.2 ns2 IN A 192.168.1.3 mx IN A 192.168.1.4 mail IN A 192.168.1.5 ; Aliases www IN CNAME @ Beachten Sie, dass jeder mit einem . endende Rechnername ein exakter Rechnername ist, während sich alles ohne einen abschließenden . auf den Ursprung bezieht. www steht daher für www.Ursprung. In unserer fiktiven Zonendatei ist example.org. der Ursprung, daher steht www für www.example.org. Eine Zonendatei hat folgenden Aufbau: recordname IN recordtype value DNS Einträge Die am häufigsten verwendeten DNS-Einträge sind: SOA Start der Zonenautorität NS Ein autoritativer Nameserver A Eine Rechneradresse CNAME Der kanonische Name eines Alias MX Mail Exchanger PTR Ein (bei Reverse-DNS verwendeter) Domain Name Pointer example.org. IN SOA ns1.example.org. admin.example.org. ( 2006051501 ; Serial 10800 ; Refresh after 3 hours 3600 ; Retry after 1 hour 604800 ; Expire after 1 week 86400 ) ; Minimum TTL of 1 day example.org. Der Name der Domäne und damit der Ursprung dieser Zonendatei. ns1.example.org. Der primäre/autoritative Nameserver dieser Zone. admin.example.org. Die für diese Zone verantwortliche Person. Das Zeichen @ wird dabei ersetzt (admin@example.org wird also zu admin.example.org). 2006051501 Die Seriennummer der Datei. Sie muss stets inkrementiert werden, wenn die Zonendatei geändert wird. Viele Administratoren bevorzugen ein JJJJMMTTRR-Format, um die Seriennummer festzulegen. 2006051501 steht also für den 15.05.2006, die beiden letzten Stellen für die erste Modifikation der Zonendatei an diesem Tag. Die Seriennummer ist von großer Bedeutung, da Slaveserver daran eine aktualisierte Zonendatei erkennen können. IN NS ns1.example.org. Ein NS-Eintrag. Jeder Nameserver, der für eine Zone verantwortlich ist, muss über einen solchen Eintrag verfügen. localhost IN A 127.0.0.1 ns1 IN A 192.168.1.2 ns2 IN A 192.168.1.3 mx IN A 192.168.1.4 mail IN A 192.168.1.5 Der Eintrag A bezieht sich auf Rechnernamen. ns1.example.org würde also zu 192.168.1.2 aufgelöst werden. IN A 192.168.1.1 Diese Zeile weist die IP-Adresse 192.168.1.1 dem aktuellen Ursprung, in unserem Fall also example.org, zu. www IN CNAME @ Der Eintrag für den kanonischen Namen wird dazu verwendet, Aliase für einen Rechner zu vergeben. Im Beispiel ist www ein Alias für den Master-Rechner localhost.example.org oder 192.168.1.1). Durch die Option CNAME können Aliasnamen vergeben werden. Ein Rechnername kann aber auch abwechselnd verschiedenen Rechnern zugewiesen werden. MX-Eintrag IN MX 10 mail.example.org. Die Option MX legt fest, welcher Mailserver für eintreffende Mails der Zone verantwortlich ist. mail.example.org ist der Rechnername des Mailservers, der eine Priorität von 10 hat. Es können auch mehrere Mailserver mit verschiedener Priorität (10, 20, ...) vorhanden sein. Ein Mailserver, der eine Mail an example.org verschicken will, verwendet zuerst den MX mit der höchsten Priorität (das heißt den mit der niedrigsten Prioritätsnummer), danach den mit der nächsthöheren Priorität. Und dies solange, bis die E-Mail zugestellt werden kann. Für (bei Reverse-DNS verwendete) in-addr.arpa-Zonendateien wird das gleiche Format verwendet. Der einzige Unterschied besteht in der Verwendung der Option PTR an Stelle der Optionen A und CNAME. $TTL 3600 1.168.192.in-addr.arpa. IN SOA ns1.example.org. admin.example.org. ( 2006051501 ; Serial 10800 ; Refresh 3600 ; Retry 604800 ; Expire 3600 ) ; Minimum IN NS ns1.example.org. IN NS ns2.example.org. 1 IN PTR example.org. 2 IN PTR ns1.example.org. 3 IN PTR ns2.example.org. 4 IN PTR mx.example.org. 5 IN PTR mail.example.org. Durch diese Datei werden den Rechnernamen der fiktiven Domäne IP-Adressen zugewiesen. Zwischenspeichernde (cachende) Nameserver BIND Zwischenspeichernde Nameserver Ein cachender Nameserver ist für keine Zonen verantwortlich. Er stellt lediglich eigene Anfragen und speichert deren Ergebnisse ab. Um einen solchen Nameserver einzurichten, gehen Sie wie gewohnt vor, allerdings definieren Sie keine Zonen. Sicherheit Obwohl BIND die am meisten verwendete (und kontrollierte) Implementierung von DNS darstellt, werden dennoch manchmal neue Sicherheitsprobleme entdeckt. Zwar startet &os; named automatisch in einer &man.chroot.8;-Umgebung, es gibt aber noch weitere Sicherheitsmechanismen, mit denen Sie potentielle DNS-Serviceattacken erschweren können. Es ist daher eine gute Idee, die Sicherheitshinweise von CERT zu lesen sowie die Mailingliste &a.security-notifications; zu abonnieren, um sich über Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit dem Internet und FreeBSD zu informieren. Tritt ein Problem auf, kann es nie schaden, die Quellen zu aktualisieren und named neu zu kompilieren. Weitere Informationsquellen Hilfeseiten zu BIND/named: &man.rndc.8;, &man.named.8;, &man.named.conf.5; Offizielle ISC-Seite zu BIND Offizielles Forum zu ISC- BIND BIND FAQs O'Reilly DNS and BIND 5th Edition RFC1034 - Domain Names - Concepts and Facilities RFC1035 - Domain Names - Implementation and Specification Murray Stokely Beigetragen von Der Apache HTTP-Server Webserver konfigurieren Apache Überblick Einige der weltgrößten Internetauftritte laufen unter &os;. Die Mehrzahl der Webserver im Internet nutzt den Apache HTTP-Server. Die Installationspakete für den Apache sollten auf Ihrem Installationsmedium vorhanden sein. Wenn Sie den Apache noch nicht installiert haben, können Sie dies jederzeit über den Port www/apache13 oder www/apache20 nachholen. Nachdem der Apache erfolgreich installiert wurde, muss er noch konfiguriert werden. Dieser Abschnitt beschreibt die Version 1.3.X des Apache HTTP-Servers, da diese Version unter &os; am häufigsten verwendet wird. Apache 2.X bringt zwar viele Verbesserungen mit sich, wird hier aber nicht beschrieben. Sollten Sie an Apache 2.X interessiert sein, informieren Sie sich bitte auf . Konfiguration Apache Konfigurationsdatei Der Apache HTTP-Server wird unter &os; primär über die Datei /usr/local/etc/apache/httpd.conf konfiguriert. Bei dieser Datei handelt es sich um eine typische &unix;-Konfigurationsdatei, in der Kommentarzeilen mit einem #-Zeichen beginnen. Eine komplette Beschreibung aller Optionen würde den Rahmen dieses Handbuchs sprengen, daher beschreiben wir hier nur die am häufigsten verwendeten Optionen. ServerRoot "/usr/local" Legt das Standardwurzelverzeichnis für die Apache-Installation fest. Binärdateien werden in die Verzeichnisse bin und sbin unterhalb des Serverwurzelverzeichnisses installiert, während sich Konfigurationsdateien im Verzeichnis etc/apache befinden. ServerAdmin you@your.address Die E-Mail-Adresse, an die Mitteilungen über Serverprobleme geschickt werden sollen. Diese Adresse erscheint auf vom Server erzeugten Seiten, beispielsweise auf Fehlerseiten. ServerName www.example.com Über die Option ServerName können Sie einen Rechnernamen festlegen, den Ihr Server an die Clients sendet, wenn sich dieser von tatsächlichen Rechnernamen unterscheidet (sie könnten etwa www statt des richtigen Rechnernamens verwenden). DocumentRoot "/usr/local/www/data" DocumentRoot: Das Verzeichnis, in dem Sie Ihre Dokumente ablegen. In der Voreinstellung befinden sich alle Seiten in diesem Verzeichnis, durch symbolische Links oder Aliase lassen sich aber auch andere Orte festlegen. Es ist empfehlenswert, eine Sicherungskopie Ihrer Konfigurationsdatei anzulegen, bevor Sie Änderungen durchführen. Nachdem Sie die Konfiguration beendet haben, können Sie den Apache starten. Den <application>Apache</application> betreiben Apache Starten oder Beenden Der Apache wird, im Gegensatz zu vielen anderen Netzwerkservern, nicht vom inetd-Super-Server verwaltet, sondern wird als eigenständiger Server betrieben, um die Leistung für eintreffende HTTP-Anfragen von den Clients (also von Internetbrowsern) zu verbessern. Gestartet, beendet oder neu gestartet wird der Server über einen Shellskript-Wrapper. Um den Apache erstmals zu starten, geben Sie einfach Folgendes ein: &prompt.root; /usr/local/sbin/apachectl start Wenn Sie den Server beenden wollen, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; /usr/local/sbin/apachectl stop Wenn Sie die Konfigurationsdatei verändern, müssen Sie den Server neu starten: &prompt.root; /usr/local/sbin/apachectl restart Um den Apache ohne den Abbruch bestehender Verbindungen neu zu starten, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; /usr/local/sbin/apachectl graceful Diese und weitere Optionen werden in &man.apachectl.8; beschrieben. Um den Apache beim Systemstart zu starten, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: apache_enable="YES" Wenn Sie während des Systemstarts weitere Parameter an den Apache-httpd-Daemon übergeben wollen, können Sie diese durch eine zusätzliche Zeile in rc.conf angeben: apache_flags="" Nachdem der Webserver gestartet ist, können Sie sich Ihre Internetseite ansehen, indem Sie in Ihren Browser die Adresse http://localhost/ eingeben. Die vordefinierte Standardstartseite ist /usr/local/www/data/index.html. Virtual Hosting Der Apache unterstützt zwei Formen des Virtual Hostings. Die erste Möglichkeit bezeichnet man als namenbasiertes virtuelles Hosting. Dabei wird der HTTP/1.1-Header der Clients dazu verwendet, den Rechnernamen zu bestimmen. Dadurch wird es möglich, mehrere Domains unter der gleichen IP-Adresse zu betreiben. Damit der Apache namenbasierte virtuelle Domains verwalten kann, fügen Sie die folgende Zeile in httpd.conf ein: NameVirtualHost * Wenn Ihr Webserver www.domain.tld heißt und Sie die virtuelle Domain www.someotherdomain.tld einrichten wollen, ergänzen Sie httpd.conf um folgende Einträge: <VirtualHost *> ServerName www.domain.tld DocumentRoot /www/domain.tld </VirtualHost> <VirtualHost *> ServerName www.someotherdomain.tld DocumentRoot /www/someotherdomain.tld </VirtualHost> Ersetzen Sie dabei die Adressen sowie den Pfad zu den Dokumenten durch Ihre eigenen Einstellungen. Ausführliche Informationen zum Einrichten von virtuellen Domains finden Sie in der offiziellen Apache-Dokumentation unter . Häufig verwendete Apache-Module Apache Module Es gibt viele verschiedene Apache-Module, die den Server um zusätzliche Funktionen erweitern. Die FreeBSD-Ports-Sammlung ermöglicht es Ihnen, den Apache gemeinsam mit einigen der beliebtesten Zusatzmodule zu installieren. mod_ssl Webserver Verschlüsselung SSL Verschlüsselung Das Modul mod_ssl verwendet die OpenSSL-Bibliothek, um, unter Nutzung der Protokolle Secure Sockets Layer (SSL v2/v3) sowie Transport Layer Security (TLS v1) starke Verschlüsselung zu ermöglichen. Durch dieses Modul können Sie ein signiertes Zertifikat von einer Zertifizierungsstelle anfordern, damit Sie einen sicheren Webserver unter &os; betreiben können. Wenn Sie den Apache 1.3.X noch nicht installiert haben, können Sie über den Port www/apache13-modssl eine Apache-Version installieren, in die mod_ssl als Modul einkompiliert wurde. Bevorzugen Sie den Apache 2.X, installieren Sie stattdessen den Port www/apache20, bei dem die SSL-Unterstützung bereits in der Voreinstellung aktiviert ist. Dynamische Webseiten mit Perl & PHP In den vergangenen Jahren haben immer mehr Unternehmen das Internet als Mittel für die Steigerung ihrer Einnahmen sowie für die Erhöhung ihrer Reichweite entdeckt. Dadurch stieg auch die Nachfrage nach interaktiven Internetinhalten. Neben einigen Unternehmen, darunter µsoft;, die dafür proprietäre Produkte entwickelt haben, hat auch die Open Source Community auf diesen Umstand reagiert und unter anderem mit mod_perl und mod_php Möglichkeiten zur Generierung dynamischer Internetseiten geschaffen. mod_perl mod_perl Perl Die Kombination Apache/Perl vereinigt die Vorteile der Programmiersprache Perl und des Apache HTTP-Servers. Durch das Modul mod_perl ist es möglich, vollständig in Perl geschriebene Apache-Module zu erzeugen. Da der Perl-Interpreter in den Server eingebettet wird, müssen Sie weder einen externen Interpreter noch Perl zusätzlich aufrufen. mod_perl ist in verschiedenen Versionen erhältlich. Bevor Sie mod_perl einsetzen,denken Sie bitte daran, dass mod_perl 1.0 nur mit Apache 1.3 und mod_perl 2.0 nur mit Apache 2 zusammenarbeitet. mod_perl 1.0 kann über den Port www/mod_perl, eine statisch kompilierte Version hingegen über den Port www/apache13-modperl installiert werden. Für die Installation von mod_perl 2.0 schließlich verwenden Sie den Port www/mod_perl2. Tom Rhodes Geschrieben von mod_php mod_php PHP Bei PHP, dem Hypertext Preprocessor, handelt es sich um eine vielseitig verwendbare Skriptsprache, die besonders für die Internetprogrammierung geeignet ist. PHP kann in HTML eingebettet werden und ähnelt von der Syntax her Sprachen wie C, &java; und Perl. Das Hauptanliegen von PHP ist es, Internetprogrammierern die rasche Erstellung von dynamisch erzeugten Internetseiten zu ermöglichen. Damit Ihr System PHP5 unterstützt, müssen Sie als Erstes den Apache Webserver über den Port lang/php5 installieren. Wenn Sie den Port lang/php5 das erste Mal installieren, werden die verfügbaren Optionen (OPTIONS) automatisch angezeigt. Erscheint das Konfigurationsmenü bei Ihnen nicht, so liegt dies daran, dass Sie den Port lang/php5 schon einmal auf Ihrem System installiert hatten. Es ist aber jederzeit möglich, dieses Menü aus dem Ports-Verzeichnis heraus über folgenden Befehl erneut aufzurufen: &prompt.root; make config In diesem Konfigurationsmenü müssen Sie die Option APACHE auswählen, damit mod_php5 als ein vom Apache-Webserver ladbares Modul gebaut wird. Viele Seiten verwenden nach wie vor (beispielsweise wegen der benötigten Kompatibilität zu bereits vorhandenen Web-Applikationen) PHP4. Ist dies bei Ihnen der Fall, so müssen Sie statt mod_php5 mod_php4 über den Port lang/php4 installieren. Der Port lang/php4 unterstützt viele der Konfigurations- und Laufzeitoptionen von lang/php5. Dieser Port installiert und konfiguriert die Module, die für die Unterstützung von dynamischen PHP-Anwendungen benötigt werden. Stellen Sie danach sicher, dass Ihre /usr/local/etc/apache/httpd.conf die folgenden Abschnitte enthält: LoadModule php5_module libexec/apache/libphp5.so AddModule mod_php5.c <IfModule mod_php5.c> DirectoryIndex index.php index.html </IfModule> <IfModule mod_php5.c> AddType application/x-httpd-php .php AddType application/x-httpd-php-source .phps </IfModule> Nachdem dies erledigt ist, rufen Sie apachectl auf, um das PHP-Modul zu laden: &prompt.root; apachectl graceful Bei künftigen Upgrades von PHP wird make config nicht mehr benötigt, da die von Ihnen ursprünglich ausgewählten Optionen (OPTIONS) vom &os;-Ports-Framework automatisch gespeichert werden. Die PHP-Unterstützung von &os; ist stark modular aufgebaut, daher verfügt eine Basisinstallation nur über wenige Funktionen. Eine Erweiterung um zusätzliche Funktionen ist allerdings sehr einfach über den Port lang/php5-extensions möglich. Der Port bietet Ihnen ein Auswahlmenü, über das Sie verschiedene PHP-Erweiterungen installieren können. Alternativ können Sie einzelne Erweiterungen aber weiterhin direkt über den jeweiligen Port installieren. Um beispielsweise die Unterstützung des Datenbankservers MySQL in PHP5 zu aktivieren, installieren Sie den Port databases/php5-mysql. Nachdem Sie eine Erweiterung installiert haben, müssen Sie den Apache-Server neu starten, damit die Erweiterung auch erkannt wird: &prompt.root; apachectl graceful Ab nun wird MySQL von PHP unterstützt. Murray Stokely Beigetragen von FTP – File Transfer Protocol FTP-Server Überblick Das File Transfer Protocol (FTP) ermöglicht auf einfache Art und Weise den Dateiaustausch mit einem FTP-Server. Der FTP-Server ftpd ist bei &os; bereits im Basisystem enthalten. Daher sind Konfiguration und Betrieb eines FTP-Servers unter FreeBSD relativ einfach. Konfiguration Der wichtigste Punkt ist hier die Entscheidung darüber, welche Benutzer auf Ihren FTP-Server zugreifen dürfen. Ein FreeBSD-System verfügt über diverse Systembenutzerkonten, um einzelnen Daemonen den Zugriff auf das System zu ermöglichen. Anonyme Benutzer sollten sich allerdings nicht über diese Benutzerkonten anmelden dürfen. Die Datei /etc/ftpusers enthält alle Benutzer, die vom FTP-Zugriff ausgeschlossen sind. In der Voreinstellung gilt dies auch die gerade erwähnten Systembenutzerkonten. Sie können über diese Datei weitere Benutzer vom FTP-Zugriff ausschließen. Sie können den Zugriff für einige Benutzer einschränken, ohne FTP komplett zu verbieten. Dazu passen Sie /etc/ftpchroot entsprechend an. Diese Datei enthält Benutzer und Gruppen sowie die für sie geltenden FTP-Einschränkungen und wird in &man.ftpchroot.5; ausführlich beschrieben. FTP anonymous Wenn Sie einen anonymen FTP-Zugriff auf Ihren Server ermöglichen wollen, müssen Sie den Benutzer ftp auf Ihrem &os;-System anlegen. Danach können sich Benutzer mit dem Benutzernamen ftp oder anonymous auf Ihrem FTP-Server anmelden. Das Passwort ist dabei beliebig (allerdings wird dazu in der Regel eine E-Mail-Adresse verwendet). Meldet sich ein anonymer Benutzer an, aktiviert der FTP-Server &man.chroot.2;, um den Zugriff auf das Heimatverzeichnis des Benutzers ftp zu beschränken. Es gibt zwei Textdateien, deren Inhalt Sie bei der Anmeldung an Ihrem FTP-Server anzeigen lassen können. Der Inhalt von /etc/ftpwelcome wird angezeigt, bevor der Login-Prompt erscheint. Nach einer erfolgreichen Anmeldung wird der Inhalt von /etc/ftpmotd angezeigt. Beachten Sie aber, dass es dabei um einen Pfad relativ zur Umgebung des anzumeldenden Benutzers handelt. Bei einer anonymen Anmeldung würde also die Datei ~ftp/etc/ftpmotd angezeigt. Nachdem Sie den FTP-Server konfiguriert haben, müssen Sie Ihn in /etc/inetd.conf aktivieren. Dazu müssen Sie lediglich das Kommentarsymbol # am Beginn der bereits vorhandenen ftpd-Zeile entfernen: ftp stream tcp nowait root /usr/libexec/ftpd ftpd -l Nachdem Sie diese Änderung durchgeführt haben, müssen Sie, wie in beschrieben, die inetd-Konfiguration neu einlesen. Danach können Sie sich auf Ihrem FTP-Server anmelden: &prompt.user; ftp localhost Wartung syslog Logdateien FTP Der ftpd-Daemon verwendet &man.syslog.3;, um Protokolldateien zu erstellen. In der Voreinstellung werden alle FTP betreffenden Nachrichten in die Datei /var/log/xferlog geschrieben. Dies lässt sich aber durch das Einfügen der folgenden Zeile in /etc/syslog.conf ändern: ftp.info /var/log/xferlog FTP anonymous Beachten Sie, dass mit dem Betrieb eines anonymen FTP-Servers verschiedene Sicherheitsrisiken verbunden sind. Problematisch ist hier vor allem die Erlaubnis zum anonymen Upload von Dateien. Dadurch könnte Ihr Server zur Verbreitung von illegaler oder nicht lizensierter Software oder noch Schlimmeren missbraucht werden. Wollen Sie anonyme Uploads dennoch erlauben, sollten Sie die Zugriffsrechte so setzen, dass solche Dateien erst nach Ihrer Zustimmung von anderen Benutzern heruntergeladen werden können. Murray Stokely Beigetragen von Mit Samba einen Datei- und Druckserver für µsoft.windows;-Clients einrichten Samba-Server Microsoft Windows Dateiserver Windows-Clients Druckserver Windows-Clients Überblick Samba ist ein beliebtes Open Source-Softwarepaket, das es Ihnen ermöglicht, einen Datei- und Druckserver für µsoft.windows;-Clients einzurichten. Clients können sich dadurch mit einem FreeBSD-System verbinden und dessen Speicherplatz oder dessen Drucker verwenden. Dies genauso, als wenn es sich um lokale Drucker oder Festplatten handeln würde. Samba sollte als Softwarepaket auf Ihren Installationsmedien vorhanden sein. Wenn Sie Samba noch nicht installiert haben, können Sie dies jederzeit über den Port oder das Paket net/samba3 nachholen. Konfiguration Die Standardkonfigurationsdatei von Samba heißt /usr/local/share/examples/smb.conf.default. Diese Datei muss nach /usr/local/etc/smb.conf kopiert und angepasst werden, bevor Samba verwendet werden kann. Die Datei smb.conf enthält Laufzeitinformationen für Samba, beispielsweise Druckerdefinitionen oder filesystem shares, also Bereiche des Dateisystems, die Sie mit &windows;-Clients teilen wollen. Die Konfiguration der Datei smb.conf erfolgt webbasiert über das im Samba-Paket enthaltene Programm swat. Das Samba Web Administration Tool (SWAT) verwenden Das Samba Web Administration Tool (SWAT) wird als Daemon von inetd aktiviert. Daher müssen Sie den Kommentar vor der folgenden Zeile in /etc/inetd.conf entfernen, bevor Sie swat zur Konfiguration von Samba verwenden können: - swat stream tcp nowait/400 root /usr/local/sbin/swat + swat stream tcp nowait/400 root /usr/local/sbin/swat swat Wie bereits in beschrieben, müssen Sie die inetd-Konfiguration neu einlesen, nachdem Sie diese Änderung durchgeführt haben. Nachdem swat in der Datei inetd.conf aktiviert wurde, rufen Sie in Ihrem Internetbrowser die Adresse auf und melden sich mit dem root-Benutzerkonto an. Nachdem Sie sich erfolgreich angemeldet haben, wird die Hauptkonfigurationseite von Samba geladen. Sie können nun die Dokumentation lesen, oder durch einen Klick auf die Globals-Karteikarte mit der Konfiguration beginnen. Die Einstellungen, die Sie hier vornehmen können, entsprechen denen des Abschnitts [global] von /usr/local/etc/smb.conf. Globale Einstellungen Unabhängig davon, ob Sie swat verwenden, oder /usr/local/etc/smb.conf direkt editieren, sollten Sie zuerst folgende Einstellungen anpassen: workgroup Der NT-Domänenname oder der Arbeitsgruppenname der Rechner, die auf den Server Zugriff haben sollen. netbios name NetBIOS Legt den NetBIOS-Namen fest, unter dem der Samba-Server bekannt ist. In der Regel handelt es sich dabei um den ersten Teil des DNS-Namens des Servers. server string Legt die Beschreibung fest, die angezeigt werden soll, wenn mit net view oder über andere Netzwerkprogramme Informationen über den Server angefordert werden. Samba absichern Zwei der wichtigsten Einstellungen in /usr/local/etc/smb.conf betreffen das zu verwendende Sicherheitsmodell sowie das Backend-Passwortformat für die Benutzer der Samba-Clients. Folgende Optionen sind dafür verantwortlich: security Die häufigsten Optionen sind security = share und security = user. Wenn Ihre Clients Benutzernamen verwenden, die den Benutzernamen auf Ihrem &os;-Rechner entsprechen, dann sollten Sie die Einstellung user level verwenden. Dies ist auch die Standardeinstellung. Allerdings ist es dazu erforderlich, dass sich die Clients auf Ihrem Rechner anmelden, bevor sie auf gemeinsame Ressourcen zugreifen können. In der Einstellung share level müssen sich Clients nicht unter Verwendung eines gültigen Logins auf Ihrem Rechner anmelden, bevor sie auf gemeinsame Ressourcen zugreifen können. In früheren Samba-Versionen war dies die Standardeinstellung. passdb backend NIS+ LDAP SQL database Samba erlaubt verschiedene Backend-Authentifizierungsmodelle. Sie können Clients durch LDAP, NIS+, eine SQL-Datenbank oder eine Passwortdatei authentifizieren. In der Voreinstellung wird smbpasswd verwendet. Diese Methode wird im folgenden Abschnitt näher beschrieben. Wenn Sie smbpasswd verwenden, müssen Sie die Datei /usr/local/private/smbpasswd erzeugen, damit Samba in der Lage ist, Clients zu authentifizieren. Wenn Sie auf Ihrem &unix;-Rechner vorhandenen Benutzern den Zugriff von einem &windows;-Client aus ermöglichen wollen, verwenden Sie den folgenden Befehl: &prompt.root; smbpasswd -a username Ausführliche Informationen zur Konfiguration von Samba finden Sie im Official Samba HOWTO. Sie sollten aber bereits nach dem Lesen dieses Abschnitts in der Lage sein, Samba zu starten. <application>Samba</application> starten Der Port net/samba3 legt ein neues Startskript an, mit dem Samba gesteuert (also etwa gestartet oder beendet) werden kann. Um dieses Skript zu aktivieren, fügen Sie folgende Zeile in /etc/rc.conf ein: samba_enable="YES" Alternativ können Sie auch die folgenden beiden Einträge verwenden: nmbd_enable="YES" smbd_enable="YES" Durch diese Einträge Samba beim Systemstart automatisch aktiviert. Danach können Sie Samba jederzeit durch folgenden Befehl starten: &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/samba start Starting SAMBA: removing stale tdbs : Starting nmbd. Starting smbd. Weitere Informationen zu den rc-Startskripten finden Sie im des Handbuchs. Samba verwendet drei Daemonen. Beachten Sie, dass sowohl nmbd als auch smbd durch das Skript samba gestartet werden. Wenn Sie die winbind name resolution services in smb.conf aktiviert haben, wird zusätzlich der winbindd-Daemon gestartet. Sie können Samba jederzeit durch den folgenden Befehl beenden: &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/samba stop Samba ist ein komplexes Softwarepaket mit umfassenden Funktionen, die eine weitreichende Integration von µsoft.windows;-Netzwerken ermöglichen. Für eine Beschreibung dieser Zusatzfunktionen sollten Sie sich auf umsehen. Tom Hukins Beigetragen von Die Uhrzeit mit NTP synchronisieren NTP Überblick Da die interne Uhrzeit eines Computers nie ganz exakt ist, wurde mit NTP (Network Time Protocol) eine Möglichkeit geschaffen, die exakte Uhrzeit zu ermitteln und festzulegen. Viele Internetdienste sind von einer exakten Uhrzeit abhängig. Ein Webserver könnte beispielsweise die Anforderung erhalten, eine Datei zu versenden, wenn sich diese in einer bestimmten Zeitspanne geändert hat. In einem lokalen Netzwerk ist es unbedingt notwendig, dass Rechner, die Dateien von einem gemeinsamen Dateiserver beziehen, ihre Uhrzeit synchronisieren, damit die Zeitstempel der Dateien konstistent bleiben. Dienste wie &man.cron.8; führen Befehle zu einem bestimmten Zeitpunkt aus. Ist die Uhrzeit nicht korrekt, kann dies zu Problemen führen. NTP ntpd &os; verwendet den &man.ntpd.8;- NTP-Server, um die genaue Uhrzeit von anderen NTP-Servern abzufragen, die eigene Systemzeit zu setzen, oder um diese anderen Rechnern anzubieten. Einen passenden NTP-Server auswählen NTP Serverwahl Um die Uhrzeit zu synchronisieren, müssen Sie sich mit einem NTP-Server verbinden. Ihr Netzwerkadministrator oder Ihr Internetprovider haben vielleicht schon einen NTP-Server eingerichtet. Lesen Sie deren Dokumentation, um dies zu überprüfen. Es gibt im Internet eine Liste mit frei zugänglichen NTP-Servern, aus der Sie sich einen in Ihrer Nähe gelegenen Server auswählen können. Beachten Sie aber auf jeden Fall die Nutzungsbedingungen des entsprechenden Servers, und fragen Sie um Erlaubnis, wenn dies nötig ist. Die Auswahl von mehreren NTP-Servern kann sinnvoll sein, wenn ein Server ausfällt oder falsche Zeiten liefert. &man.ntpd.8; verwendet die Antworten anderer Server, um zuverlässige Server zu bestimmen, die dann bevorzugt abgefragt werden. NTP unter &os; einrichten NTP Konfiguration NTP aktivieren ntpdate Wenn Sie Ihre Uhrzeit nur beim Systemstart synchronisieren wollen, können Sie &man.ntpdate.8; verwenden. Für Desktoprechner, die regelmäßig neu gestartet werden und keine ständige Synchronisation benötigen, ist dies akzeptabel. In allen anderen Fällen sollten Sie jedoch &man.ntpd.8; verwenden. Die Ausführung von &man.ntpdate.8; während des Systemstarts ist aber auch für Rechner, die &man.ntpd.8; verwenden, sinnvoll. &man.ntpd.8; passt die Systemzeit nur bei größeren Abweichungen an, während &man.ntpdate.8; die Zeit immer synchronisiert, egal wie groß die Differenz zwischen Systemzeit und korrekter Zeit ist. Um &man.ntpdate.8; beim Systemstart zu aktivieren, fügen Sie den Eintrag ntpdate_enable="YES" in /etc/rc.conf ein. Außerdem müssen Sie alle Server, mit denen Sie sich synchronisieren wollen, sowie alle an &man.ntpdate.8; zu übergebenden Optionen in den ntpdate_flags angeben. NTP ntp.conf NTP einrichten Die Konfiguration von NTP erfolgt über die Datei /etc/ntp.conf, und wird in der Hilfeseite &man.ntp.conf.5; beschrieben. Dazu ein einfaches Beispiel: server ntplocal.example.com prefer server timeserver.example.org server ntp2a.example.net driftfile /var/db/ntp.drift Die Option server legt die zu verwendenden Server fest, wobei jeder Server in einer eigenen Zeile steht. Wenn ein Server mit der Option prefer versehen ist, wie dies hier bei ntplocal.example.com der Fall ist, wird dieser Server bevorzugt verwendet. Eine Antwort von einem bevorzugten Server wird nur dann verworfen, wenn sie signifikant von denen anderer Server abweicht, ansonsten wird sie ohne Abfrage weiterer Server verwendet. Die Option prefer wird gewöhnlich nur für sehr zuverlässige und genaue Server verwendet, die über spezielle Hardware zur Zeitüberwachung verfügen. Die Option driftfile legt fest, in welcher Datei die Abweichungen der Systemuhr protokolliert werden. &man.ntpd.8; verwendet diese Datei, um die Systemzeit automatisch anzupassen, selbst wenn kurzzeitig kein NTP-Server zur Synchronisation verfügbar ist. Weiterhin legt die Option driftfile fest, wo Informationen über frühere Antworten des von Ihnen verwendeten NTP-Servers gespeichert werden sollen. Diese Datei enthält NTP-interne Informationen, sie sollte daher von anderen Prozessen nicht verändert werden. Den Zugang zu Ihrem NTP-Server beschränken In der Voreinstellung ist Ihr NTP-Server für alle Rechner im Internet erreichbar. Über die Option restrict in der Datei /etc/ntp.conf können Sie den Zugang zu Ihrem Server beschränken. Wenn Sie alle Rechner vom Zugriff auf Ihren NTP-Server ausschließen wollen, fügen Sie folgende Zeile in /etc/ntp.conf ein: restrict default ignore Durch diesen Eintrag verhindern Sie den Zugriff Ihres Servers auf alle auf Ihrem System konfigurierten Server. Müssen Sie Ihren NTP-Server mit einem externen NTP-Server synchronisieren, müssen Sie dies daher dezidiert zulassen. Lesen Sie in diesem Fall die Manualpage &man.ntp.conf.5;. Wenn Sie nur Rechnern Ihres eigenen Netzwerks die Synchronisation mit Ihrem NTP-Server erlauben, gleichzeitig aber verhindern wollen, dass diese den NTP-Server konfigurieren oder als Server für andere Rechner dienen können, fügen Sie folgende Zeile ein: restrict 192.168.1.0 mask 255.255.255.0 nomodify notrap Bei 192.168.1.0 handelt es sich um einen Rechner Ihres Netzwerks. 255.255.255.0 ist die Netzmaske Ihres Netzwerks. /etc/ntp.conf kann verschiedene restrict-Optionen enthalten. Weiteres erfahren Sie im Abschnitt Access Control Support der Hilfeseite &man.ntp.conf.5;. Den NTP-Server starten Damit der NTP-Server beim Systemstart automatisch gestartet wird, fügen Sie den Eintrag ntpd_enable="YES" in /etc/rc.conf ein. Wenn Sie weitere Argumente an &man.ntpd.8; übergeben wollen, passen Sie die Option ntpd_flags in der Datei /etc/rc.conf entsprechend an. Um den NTP-Server ohne einen Systemneustart zu starten, rufen Sie ntpd mit den unter ntpd_flags in /etc/rc.conf festgelegten Parametern auf. Hierzu ein Beispiel: &prompt.root; ntpd -p /var/run/ntpd.pid ntpd mit einer Einwahlverbindung verwenden &man.ntpd.8; benötigt keine ständige Internetverbindung. Wenn Sie sich ins Internet einwählen, ist es sinnvoll, zu verhindern, dass NTP-Verkehr eine Verbindung aufbauen oder aufrechterhalten kann. Wenn Sie user-PPP verwenden, können Sie dies in den filter-Direktiven von /etc/ppp/ppp.conf festlegen. Sehen Sie sich dazu das folgende Beispiel ein: set filter dial 0 deny udp src eq 123 # Prevent NTP traffic from initiating dial out set filter dial 1 permit 0 0 set filter alive 0 deny udp src eq 123 # Prevent incoming NTP traffic from keeping the connection open set filter alive 1 deny udp dst eq 123 # Prevent outgoing NTP traffic from keeping the connection open set filter alive 2 permit 0/0 0/0 Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt PACKET FILTERING von &man.ppp.8; sowie in den Beispielen unter /usr/share/examples/ppp/. Einige Internetprovider blockieren Ports mit niedrigen Nummern. In solchen Fällen funktioniert NTP leider nicht, da Antworten eines NTP-Servers Ihren Rechner nicht erreichen werden. Weitere Informationen Weiterführende Dokumentation (im HTML-Format) zum NTP-Server finden Sie unter /usr/share/doc/ntp/.