diff --git a/de_DE.ISO8859-1/articles/new-users/article.sgml b/de_DE.ISO8859-1/articles/new-users/article.sgml
index 9264516c2c..70297fc991 100644
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@@ -1,1210 +1,1209 @@
%articles.ent;
]>
Informationen für &os;- und &unix;-EinsteigerAnneliseAndersonandrsn@andrsn.stanford.edu15. August 1997
&tm-attrib.freebsd;
&tm-attrib.ibm;
&tm-attrib.microsoft;
&tm-attrib.netscape;
&tm-attrib.opengroup;
&tm-attrib.general;
Wir gratulieren Ihnen zur Installation von &os;! Diese
Einführung ist für alle Personen gedacht, die &os;
und &unix; noch nicht kennen, und enthält daher auch einige
grundlegende Informationen. Es wird davon ausgegangen, dass
Sie FreeBSD 2.0.5 oder neuer in der von FreeBSD.org
veröffentlichten Form installiert haben sowie über
gute Kenntnisse von DOS/&windows; oder &os2; verfügen.Übersetzt von Fabio Tosques.
-
+ An- und AbmeldenMelden Sie sich (wenn login: am
Bildschirm erscheint) als derjenige Benutzer, den Sie
während der Installation angelegt haben, oder als
root an. (Die FreeBSD-Installationsroutine
legt in jedem Fall einen Benutzer root an;
dieser darf auf dem System fast alles tun, einschließlich dem
Löschen von wichtigen Dateien. Seien Sie also vorsichtig, wenn
Sie sich als root anmelden.) Die Zeichen
&prompt.user; und &prompt.root; stellen im folgenden die
Eingabeaufforderung dar, wobei &prompt.user; für den
gewöhnlichen Benutzer und &prompt.root; für den Benutzer
root steht.Um sich abzumelden, geben Sie&prompt.root; exitso oft wie nötig ein (und zwar bis wieder
login: erscheint). Drücken Sie nach jedem
Befehl die Enter-Taste und beachten Sie, dass
&unix; zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet –
exit und EXIT sind also
zwei verschiedene Befehle.Um den Rechner herunterzufahren, geben Sie&prompt.root; /sbin/shutdown -h nowein.Um den Rechner neu zu starten, geben Sie&prompt.root; /sbin/shutdown -r nowein, oder Sie rufen einfach&prompt.root; /sbin/rebootauf.Sie können natürlich auch den Rechner mit
StrgAltEntf
neu starten. Warten Sie danach, bis der Neustart erfolgt ist.
Diese Tastenkombination ist in neueren FreeBSD-Versionen mit
/sbin/reboot identisch und viel besser als das
Drücken des Reset-Knopfes. Sie wollen das System ja sicher
nicht noch einmal neu installieren, oder?
-
+ Einen neuen Benutzer anlegen, der
root-Rechte erlangen kannFalls Sie während der Installation des Systems keine
Benutzer angelegt haben und noch als root
angemeldet sind, sollten Sie mit&prompt.root; addusereinen neuen Benutzer anlegen.Wenn Sie adduser das erste Mal
ausführen, werden Sie gefragt, ob Sie einige
Standardeinstellungen abspeichern möchten. Vielleicht
möchten Sie &man.csh.1; statt &man.sh.1; als
Default-Shell auswählen (falls sh
als Default-Shell angeboten wird). Diese Standardeinstellungen
sind in /etc/adduser.conf gespeichert und
können von Ihnen verändert werden.Angenommen, Sie möchten den Benutzer
jack mit dem vollständigen Namen
Jack Benimble anlegen. Weisen Sie
jack auf jeden Fall ein Passwort zu (auch
Kinder, die auf der Tastatur spielen, können ein Problem
darstellen). Wenn Sie gefragt werden, ob
jack Mitglied in anderen Gruppen sein soll,
geben Sie wheel ein.Login group is ``jack''. Invite jack into other groups: wheelDadurch können Sie sich als
jack anmelden, und mit &man.su.1;
root-Rechte erlangen. Dann werden Sie nie
wieder dafür kritisiert werden, dass Sie sich als
root am System anmelden.Das Programm adduser kann jederzeit mit
StrgC
beendet werden. Am Schluß haben Sie die Möglichkeit,
die Einstellungen für den neuen Benutzer nochmals zu
kontrollieren oder diese mit n zu verwerfen.
Sie sollten noch einen zweiten Benutzer anlegen, damit Sie auch
dann auf Ihr System zugreifen können, wenn Sie die
Anmeldedaten von jack bearbeitet und dabei
einen Fehler gemacht haben.Haben Sie alle Benutzer angelegt, geben Sie
exit ein, damit Sie sich als
jack anmelden können. Es ist generell
sinnvoll, wann immer möglich, als gewöhnlicher Benutzer
und nicht als der allmächtige Benutzer
root zu arbeiten.Falls Sie schon einen Benutzer angelegt haben und diesem
die Möglichkeit einräumen wollen, mit
suroot-Rechte zu
erlangen, können Sie sich als root
anmelden und die Datei /etc/group anpassen.
Fügen Sie in der ersten Zeile (der Gruppe
wheel) den Benutzer
jack ein. Sie sollten auch den Umgang
mit dem Texteditor &man.vi.1; erlernen. Alternativ können
Sie auch den einfacher zu bedienenden Texteditor &man.ee.1;
verwenden, der auf aktuellen FreeBSD-Systemen automatisch
installiert wird.Mit rmuser können Sie einen Benutzer
löschen.
-
+ Sich im System umsehenNachdem wir uns als gewöhnlicher Benutzer angemeldet
haben, sehen wir uns nun im System um und testen einige Befehle,
die uns den Zugriff auf die Hilfefunktion ermöglichen sowie
einige Informationen über unser System liefern.idSagt uns, wer wir sind!pwdZeigt uns, wo wir uns befinden, gibt also das aktuelle
Verzeichnis
(working directory) aus.lsListet die Dateien im aktuellen Verzeichnis
auf.ls Listet Dateien im aktuellen Verzeichnis auf und
kennzeichnet ausführbare Dateien mit einem
*, Verzeichnisse mit einem
/, sowie symbolische Links mit
@.ls Listet Dateiem im Langformat
auf, dabei werden Größe, Datum und Rechte
angezeigt.ls Listet auch versteckte Dateien auf (so genannte
dot-Dateien). Falls Sie als
root angemeldet sind, werden die
dot-Dateien auch ohne die Option
angezeigt.cdWechselt das Verzeichnis. cd
.. wechselt in der
Verzeichnishierarchie eine Stufe nach oben (beachten
Sie das Leerzeichen nach cd!).
cd /usr/local
wechselt dorthin.
cd ~ wechselt
wechselt in des Heimatverzeichnis des angemeldeten
Benutzers, in unserem Fall nach
/usr/home/jack. Geben Sie
cd /cdrom,
gefolgt von ls, ein, um herauszufinden,
ob Ihr CD-ROM-Laufwerk eingebunden ist und
funktioniert.view
DateinameZeigt den Inhalt von
Dateiname auf dem Bildschirm
an. Falls der Inhalt der Datei zu lang ist, und Sie nur
das Ende sehen, aktivieren Sie die
Rollen-Taste und drücken dann
die Bild hoch-Taste, um nach oben zu
scrollen. Sie können die
Rollen-Taste auch bei Manualpages
verwenden. Drücken Sie die
Rollen-Taste nochmals, um das Scrollen
zu beenden. Sie sollten sich auch einige der versteckten
Dateien in Ihrem Heimatverzeichnis mit
cat ansehen: cat
.cshrc, cat
.login, cat
.profile.In .cshrc sind einige nützliche
Aliase für den Befehl ls definiert.
Dort können Sie auch zusätzliche Aliase definieren.
Um diese Aliase allen Benutzern zur Verfügung zu stellen,
müssen Sie diese in /etc/csh.cshrc,
der systemweiten Konfigurationsdatei von csh,
eintragen.
-
+ Hilfe und Informationen erhaltenIm folgenden Abschnitt erhalten Sie einige Tipps zur
Verwendung der Hilfefunktion. Text
steht dabei für etwas, das Sie eingeben müssen —
meistens einen Befehl oder einen Dateinamen.apropos
textJeder Eintrag, der die Zeichenkette
text in der
whatis-Datenbank enthält,
wird aufgelistet.man
textDie Manualpage von
text. Manualpages sind
die Hauptinformationsquelle für &unix;-Systeme.
man ls zeigt
alle Möglichkeiten, wie ls
verwendet werden kann. Drücken Sie
Enter um weiterzublättern,
StrgB,
um eine Seite zurück zu blättern,
StrgF,
um eine Seite vorwärts zu blättern oder
StrgC
zum Beenden.which
textSagt Ihnen, in welchem Verzeichnis der Befehl
text im Pfad des Benutzers
gefunden wird.locate
textAlle Verzeichnisse, welche die Zeichenkette
text enthalten, werden
ausgegeben.whatis
textGibt aus, wofür das Kommando
text steht und welche
Handbuchseite(n) es dafür gibt.
whatis * liefert Ihnen Informationen
zu allen ausführbaren Dateien des aktuellen
Verzeichnisses.whereis
textGibt den absoluten Pfad der Datei
text aus.Rufen Sie nun whatis
mit einigen nützlichen Befehlen wie
cat, more,
grep, mv,
find, tar,
chmod, chown,
date, und script
auf. more funktioniert genau so
wie unter DOS und zeigt den Inhalt der Datei seitenweise an.
ls -l | more entspricht daher
more Dateiname.
Das *-Zeichen dient als Platzhalter,
ls w* zeigt daher alle Dateien an, die mit
w beginnen.Funktioniert der eine oder andere Aufruf bei Ihnen nicht?
Sowohl &man.locate.1;, als auch &man.whatis.1; sind von
einer Datenbank abhängig, die wöchentlich aktualisiert
wird. Falls Ihr Rechner nicht ständig läuft, können
Sie die täglichen, wöchentlichen und monatlichen
Aktualisierungen auch manuell starten. Melden Sie sich dazu als
root an. Warten Sie jeweils auf das Ende
eines Befehls, bevor Sie den nächsten Befehl eingeben.&prompt.root; periodic dailyoutput omitted
&prompt.root; periodic weeklyoutput omitted
&prompt.root; periodic monthlyoutput omittedDiese Befehle sind zwar Teil der Systemverwaltung, als
alleiniger Benutzer eines &unix;-Systems sind Sie aber auch der
Administrator des Systems. Sie müssen sich nur als
root anmelden, wenn Sie das System
verwalten möchten. Eine Information, die leider in
vielen dicken Büchern über &unix; vergessen wird,
die sich lieber den Pulldown-Menüs und Window-Managern
widmen. Empfehlenswerte Bücher zur
&unix;-Systemadministration sind das
UNIX System Administration Handbook
von Evi Nemeth et.al. (Prentice-Hall, 1995, ISBN 0-13-15051-7,
die zweite Ausgabe hat ein rotes Cover), oder
Essential System Administration von
Æleen Frisch (O'Reilly & Associates, 2002,
ISBN 0-596-00343-9).
-
+ Textdateien bearbeitenUm Ihr System konfigurieren zu können, müssen Sie
häufig Textdateien bearbeiten. Die meisten
Konfigurationsdateien befinden sich im Verzeichnis
/etc. Um diese editieren zu können,
müssen Sie mit su zu
root werden. Sie können den einfachen
Editor ee verwenden, auf lange Sicht lohnt es
sich aber, die Bedienung von vi zu erlernen.
Falls Sie die Systemquellen installiert haben, befindet sich
unter /usr/src/contrib/nvi/docs/tutorial
ein ausgezeichnetes Tutorial zu vi.Bevor Sie eine Datei bearbeiten, sollten Sie eine
Sicherheitskopie der Datei anlegen. Wenn Sie beispielsweise
/etc/rc.conf bearbeiten möchten,
wechseln Sie mit cd /etc nach
/etc und geben Folgendes ein:&prompt.root; cp rc.conf rc.conf.origDadurch wird eine Kopie von rc.conf
mit dem Namen rc.conf.orig angelegt, mit
der Sie notfalls das Original wiederherstellen können,
indem Sie etc.conf.orig nach
etc.conf kopieren. Noch besser ist es,
die Datei zuerst zu verschieben (umzubenennen) und dann zu
kopieren:&prompt.root; mv rc.conf rc.conf.orig
&prompt.root; cp rc.conf.orig rc.confweil bei der Verwendung von mv das Datum
und der Besitzer der Datei erhalten bleiben. Danach können
Sie die Datei rc.conf bearbeiten.
Möchten Sie die Originaldatei wiederherstellen, geben
Sie mv rc.conf rc.conf.myedit (falls
Sie die bearbeitete Version erhalten möchten), gefolgt
von:&prompt.root; mv rc.conf.orig rc.confein, um den Originalzustand wiederherzustellen.Um eine Datei zu bearbeiten, geben Sie&prompt.root; vi filenameein.Innerhalb des Textes können Sie sich mit den
Pfeiltasten bewegen. Mit der Esc-Taste
wechselt vi in den Kommandomodus. Einige
der wichtigsten Kommandos sind:xlöscht den Buchstaben links vom Cursorddlöscht die komplette Zeile, auch wenn diese
am Bildschirm umgebrochen wird.ifügt Text an der Cursorposition ein.afügt Text rechts vom Cursor ein.Nachdem Sie i oder
a eingegeben haben, können Sie also
die Datei bearbeiten. Mit Esc kommen Sie
wieder in den Kommandomodus, wo Sie beispielsweise:weingeben, um Ihre Änderungen zu
speichern und mit vi
weiterarbeiten können.:wqSpeichern und Beenden.:q!Beenden, ohne die Änderungen zu
speichern./textbewegt den Cursor an die Stelle des ersten
Vorkommens von text;
/Enter (die
Enter-Taste) findet dann das nächste Vorkommen von
text.Gbewegt den Cursor ans Ende der Datei.nGbewegt den Cursor in die Zeile
n der Datei, wobei
n für eine Zahl
steht.CtrlLzeichnet den Bildschirm neu.Ctrlb und
Ctrlfeine Bildschirmseite zurück oder vorwärts
gehen, analog zu more und
view.Am besten sammeln Sie praktische Erfahrungen mit
vi in Ihrem Heimatverzeichnis, indem Sie
eine Datei anlegen und danach bearbeiten, die Datei
speichern und wieder aufrufen. vi
birgt wirklich einige Überraschungen, da es sich um ein
komplexes Programm handelt. Manchmal werden Sie versehentlich
ein Kommando ausführen, das etwas anderes tut, als Sie
erwarten. (vi ist viel leistungsfähiger
als der DOS-Editor EDIT. Rufen Sie doch einmal das Kommando
:r auf.) Drücken Sie die
Esc-Taste ruhig öfter als einmal, um sicher
zu gehen, dass Sie sich im Kommandomodus befinden und arbeiten Sie
in diesem Modus weiter, falls Probleme auftreten. Speichern Sie
die Datei immer wieder mit :w, und geben Sie
:q! ein, um von vorne zu beginnen (genauer
gesagt, vom letzten :w-Kommando), falls dies
nötig sein sollte.Danach können Sie mit cd nach
/etc wechseln, mit su
zu root werden, und mit
vi/etc/group
bearbeiten und einen Benutzer zur Gruppe
wheel hinzufügen, damit dieser
mit suroot-Rechte
erlangen kann. Fügen Sie dafür einfach ein Komma und
den Login-Namen des Benutzers an das Ende der ersten Zeile an,
drücken Sie Esc und :wq
(um die Datei zu speichern und den vi zu
verlassen). Sehr effizient, nicht wahr? (Sie haben hoffentlich
kein Leerzeichen nach dem Komma eingefügt?)
-
+ Dateien mit Hilfe von DOS ausdruckenBis zu diesem Zeitpunkt haben Sie wahrscheinlich noch keinen
Drucker eingerichtet, daher zeigen wir Ihnen, wie man eine Datei
aus einer Manualpage erzeugt, diese auf eine Diskette kopiert und
dann unter DOS ausdruckt. Möchten Sie etwa nachlesen, wie
Sie Dateirechte verändern können (was sehr wichtig ist),
rufen Sie mit man chmod die entsprechende
Manualpage auf. Der Befehl&prompt.user; man chmod | col -b > chmod.txtentfernt alle Formatierungen und leitet die Ausgabe der
Manualpage nach chmod.txt um, statt
diese auf dem Bildschirm anzuzeigen. Legen Sie danach eine
DOS-formatierte Diskette in Ihr Diskettenlaufwerk
a ein und geben Sie
su ein, um zu root
zu werden. Tippen Sie nun&prompt.root; /sbin/mount -t msdos /dev/fd0 /mntein, um das Diskettenlaufwerk unter
/mnt einzuhängen.Da Sie ab nun keine root-Rechte mehr
benötigen, werden Sie durch die Eingabe von
exit wieder zu jack
und wechseln dann in das Verzeichnis, in dem sich
chmod.txt befindet, und kopieren diese Datei
mit&prompt.user; cp chmod.txt /mntauf Ihre Diskette. Zeigen Sie mit
ls /mnt den Inhalt von
/mnt an. Als Ergebnis sollten Sie
chmod.txt erhalten.Leiten Sie nun die Ausgabe von /sbin/dmesg
in eine Datei um, indem Sie&prompt.user; /sbin/dmesg > dmesg.txteingeben und diese Datei ebenfalls auf die Diskette kopieren.
Mit /sbin/dmesg können Sie alle
während des Systemstarts angezeigten Meldungen ausgeben.
Es ist wichtig, dass Sie diese Meldungen verstehen, da hier
angezeigt wird, welche Hardware von FreeBSD beim Systemstart
gefunden wurde. Falls Sie Fragen auf der Mailingliste
&a.de.questions; oder im USENET stellen (etwa FreeBSD erkennt
mein Bandlaufwerk nicht, was soll ich tun?), wird man Sie
fragen, was dmesg ausgibt.Anschließend können Sie das Diskettenlaufwerk
wieder aus dem Verzeichnisbaum aushängen (unmounten), um
die Diskette zu entfernen. Dies funktioniert natürlich
nur als root:&prompt.root; /sbin/umount /mntDanach starten Sie DOS (&windows;). Kopieren Sie die
Dateien in ein Verzeichnis. Nun öffnen Sie die Dateien
mit DOS EDIT, &windows; Notepad, Wordpad oder einem anderen
Schreibprogramm, speichern die Datei, falls Sie kleinere
Änderungen vornehmen wollen, und drucken die Datei unter
DOS oder Windows aus. Manualpages werden unter DOS am besten
mit print ausgedruckt.Um Ihren Drucker unter FreeBSD einzurichten, muss ein
entsprechender Eintrag in
/etc/printcap und ein Spool-Verzeichnis
unter /var/spool/output angelegt werden.
Falls der Drucker an lpt0 (entspricht
LPT1 unter DOS) angeschlossen ist, müssen Sie
wahrscheinlich nur nach /var/spool/output
wechseln und (als root) das Verzeichnis
lpd mit mkdir lpd
anlegen, falls es nicht schon vorhanden ist. Danach sollte
sich der Drucker, wenn er eingeschaltet ist, beim Booten melden
und lp oder lpr sollte
eine Datei zum Drucker schicken und ausdrucken. Ob die Datei
schließlich ausgedruckt wird, hängt von der
Konfiguration des Druckers ab, die im FreeBSD Handbuch
ausführlich beschrieben ist.
-
-
+ Weitere nützliche Befehledfzeigt den freien Speicherplatz und eingehängte
(gemountete) Partitionen
an.ps auxzeigt laufende Prozesse an. ps ax
schränkt diese Ausgabe etwas ein.rm
dateinamelöscht
dateiname.rm -R
dirlöscht das Verzeichnis
dir und alle
Unterverzeichnisse — Vorsicht!ls -Rlistet Dateien im aktuellen Verzeichnis und allen
Unterverzeichnissen auf. Die Variante
ls -AFR > where.txt kann dazu
verwendet werden, um eine Liste aller Dateien unter
/ und (separat) unter
/usr zu erhalten. Allerdings
gibt es bessere Möglichkeiten, bestimmte Dateien
zu finden.passwdzum Ändern des Passworts eines Benutzers
(oder von root).man hierdie Manualpage des
&unix;-Dateisystems.Nutzen Sie find, um unter
/usr oder anderen
Verzeichnissen nach dateiname zu
suchen:&prompt.user; find /usr -name "dateiname>"Als Platzhalter können Sie bei
"dateiname"
einen * verwenden.
(dateiname muss dabei in
Hochkommata stehen.) Weisen Sie find an,
in / statt in /usr
zu suchen, werden alle eingehängten Dateisysteme
durchsucht, CD-ROM und DOS-Partitionen
eingeschlossen.Ein ausgezeichnetes Buch, in dem sämtliche
&unix;-Befehle beschrieben werden, ist
Unix for the Impatient von
Abrahams & Larson (2nd ed., Addison-Wesley, 1996).
Auch im Internet finden Sie viele Informationen zu
&unix;.
-
+ Die nächsten SchritteSie sollten nun alle wichtigen Werkzeuge kennen, um sich auf Ihrem
System zurechtzufinden, Dateien zu editieren und alles am Laufen
zu halten. Viele nützliche Informationen finden sich im
FreeBSD-Handbuch (das vielleicht schon auf Ihrer
Festplatte ist) und auf der FreeBSD Webseite.
Viele Softwarepakte und Ports sind sowohl auf der FreeBSD-CD-ROM
als auch auf der Webseite verfügbar. Im Handbuch finden Sie
Hinweise, wie Sie mit diesen arbeiten können. Pakete
installieren Sie mit
pkg_add /cdrom/packages/All/Paketname,
wobei Paketname für den
Dateinamen des Paketes steht. Auf der CD-ROM finden Sie auch eine
Liste der Pakete und Ports inklusive einer kurzen Beschreibung.
Lesen Sie dazu
cdrom/packages/index,
cdrom/packages/index.txt sowie
cdrom/ports/index. Eine
ausführliche Beschreibung den jeweiligen Ports finden Sie
in /cdrom/ports/*/*/pkg-descr, wobei die
*-Zeichen für die Kategorie und das
Unterverzeichnis des jeweiligen Programms stehen.Falls Ihnen die Beschreibung zur Installation von Ports
von der CD-ROM im Handbuch zu kompliziert erscheint (mit
Programmen wie lndir und anderen), finden Sie
hier eine alternative Beschreibung, die in der Regel problemlos
funktioniert:Suchen Sie zuerst den Port, den Sie installieren möchten,
etwa kermit. Auf der CD-ROM sollte dafür
ein entsprechendes Verzeichnis vorhanden sein. Kopieren Sie
dieses Unterverzeichnis nach /usr/local
(ein guter Platz für Programme, die hinzugefügt werden
und allen Benutzern zugänglich sein sollen):&prompt.root; cp -R /cdrom/ports/comm/kermit /usr/localDanach wird das Verzeichnis
/usr/local/kermit angelegt, in dem sich alle
Dateien des Unterverzeichnisses kermit der
CD-ROM finden.Danach legen Sie mit mkdir
das Verzeichnis /usr/ports/distfiles an,
falls dieses noch nicht existiert. Suchen Sie dann in
/cdrom/ports/distfiles nach der Datei,
die dem Namen des Ports gleicht, den Sie installieren
möchten. Kopieren Sie diese Datei nach
/usr/ports/distfiles. Unter neueren
Versionen können Sie diesen Schritt überspringen, da
FreeBSD dies automatisch erledigt.Wechseln Sie nun mit cd nach
/usr/local/kermit. In diesem Verzeichnis
befindet sich bereits ein Makefile. Geben Sie
hier Folgendes ein:&prompt.root; make all installWährend der Installation wird sich der Port
alle gepackten Dateien via FTP holen, die zur Installation
benötigt werden, aber nicht auf der CD-ROM oder unter
/usr/ports/distfiles vorhanden sind.
Falls Sie noch keine Internetverbindung haben und die
benötigten Dateien nicht in
/cdrom/ports/distfiles vorhanden sind,
müssen Sie sich die Dateien über einem anderen Rechner
besorgen und manuell nach /usr/ports/distfiles
kopieren (entweder über eine Diskette oder durch das
Einhängen einer DOS-Partition. Sehen Sie im
Makefile (mit cat,
more oder view) nach, wo
die Dateien zu finden sind (meist auf der Hauptseite des Programms)
und besorgen Sie sich die Datei. Laden Sie die Datei unter DOS
herunter, wird der Dateiname möglicherweise gekürzt. In
diesem Fall müssen Sie, nachdem die Datei nach
/usr/ports/distfiles kopiert wurde, den
ursprünglichen Namen mit mv
wiederherstellen, damit die Datei von der
Installationsroutine gefunden werden kann. Laden Sie die Datei
mit FTP herunter, müssen Sie den Binär-Modus verwenden.
Nun wechseln Sie zurück nach
/usr/local/kermit (hier befindet sich ja
das zur Installation nötige Makefile)
und installieren das Programm mit
make all install.Beim Installieren von Ports oder Paketen kann es auch
passieren, dass andere Programme benötigt werden. Falls
die Installation beispielsweise mit
can't find unzip oder einer
ähnlichen Meldung abbricht, müssen Sie zuerst das
unzip-Paket oder den entsprechende Port installieren, bevor
Sie mit der Installation fortfahren können.Ist die Installation abgeschlossen, geben Sie
rehash ein, damit FreeBSD den Pfad neu
einliest und weiß, wo welche Programme zu finden sind.
(Falls beim Ausführen von whereis oder
which viele Fehlermeldungen wie
path not found auftreten, müssen
Sie die Pfad-Anweisungen in Ihrer .cshrc
im Heimatverzeichnis erweitern. Die Pfad-Anweisung tut unter
&unix; dasselbe wie unter DOS. Das aktuelle Verzeichnis
ist allerdings aus Sicherheitsgründen nicht im
voreingestellten Ausführungspfad enthalten. Befindet
sich die auszuführende Datei im aktuellen Verzeichnis,
muss ./ vor dem Befehl eingegeben werden,
(wobei nach dem Slash kein Leerzeichen stehen darf), damit
die Datei ausgeführt wird.)Vielleicht möchten Sie auch die neueste Version
des &netscape;-Browsers (zu finden auf der
FTP-Seite von
&netscape;) installieren, von der es auch eine FreeBSD-Version
gibt. Dazu müssen Sie allerdings das X Window-System
installiert haben. Nach dem Herunterladen verwenden Sie
gunzip dateiname
und
tar xvf dateiname,
um die Datei zu entpacken. Danach kopieren Sie die
Binärdatei nach /usr/local/bin oder ein
anderes Verzeichnis Ihres Pfades, und geben abschließend
rehash ein. Fügen Sie dann
in /etc/csh.cshrc, der systemweiten
Konfigurationsdatei von csh, folgende
Zeilen ein:setenv XKEYSYMDB /usr/X11R6/lib/X11/XKeysymDB
setenv XNLSPATH /usr/X11R6/lib/X11/nlsDabei wird davon ausgegangen, dass
XKeysymDB und das Verzeichnis
nls sich unter
/usr/X11R6/lib/X11 befinden. Ist dies
auf Ihrem System nicht der Fall, müssen Sie diese finden
und dorthin kopieren.Falls Sie &netscape; schon als Port von der CD-ROM oder
über FTP installiert haben, achten Sie unbedingt
darauf, nicht versehentlich
/usr/local/bin/netscape durch die neue
Binärdatei zu ersetzen, da es sich bei dieser Datei nur
um ein Shell-Skript handelt, das die Umgebungsvariablen für
Sie setzt. Nennen Sie die neue Binärdatei stattdessen
besser netscape.bin und ersetzen Sie die
alte Version
/usr/local/netscape/netscape.
-
+ Die ArbeitsumgebungDie Shell ist das wichtigste Programm Ihrer
Arbeitsumgebung. Unter DOS heißt die Shell command.com.
Die Shell interpretiert die Befehle, die Sie auf der
Kommandozeile eingeben und kommuniziert so mit dem Rest des
Betriebssystems. Sie können auch Shellskripte schreiben,
die den DOS-Batchdateien ähnlich sind. Es handelt sich
dabei um eine Folge von Befehlen, die hintereinander
ausgeführt werden.Zwei Shells werden von FreeBSD automatisch installiert:
csh und sh.
csh ist für die Arbeit auf der
Kommandozeile komfortabler, Skripten sollten allerdings für
sh (oder für
bash) geschrieben werden. Mit
echo $SHELL können Sie herausfinden,
welche Shell benutzt wird.Die csh-Shell ist zwar nicht schlecht,
aber die tcsh-Shell kann alles, was die
csh kann und einiges mehr. Sie erlaubt es
Ihnen, ausgeführte Befehle mit den Pfeiltasten wieder
aufzurufen und diese sogar zu verändern. Dateinamen oder
Befehle können mit der Tabulator-Taste automatisch
vervollständigt werden (csh nutzt
dafür ESC) und mit
cd - können Sie schnell in das
zuletzt verwendete Verzeichnis wechseln. Auch der Prompt
lässt sich unter der tcsh-Shell
wesentlich einfacher anpassen. All diese Eigenschaften
erleichtern den Umgang mit dem Betriebssystem.Wollen Sie eine neue Shell installieren, gehen Sie wie
folgt vor:Installieren Sie die Shell als Port oder Paket genau
so, wie Sie jedes andere Programm als Port oder Paket
installieren würden. Rufen Sie dann
rehash sowie
which tcsh auf (wir nehmen hier an,
dass Sie tcsh installieren wollen),
um sicher zu gehen, dass alles korrekt installiert
wurde.Als root editieren Sie nun
/etc/shells, und fügen eine
Zeile für die neue Shell ein, in unserem Fall also
/usr/local/bin/tcsh. Danach speichern
Sie die Datei (Einige Ports erledigen diesen Schritt
automatisch für Sie.).Nutzen Sie chsh, um
tcsh dauerhaft als Ihre Shell zu
definieren. Alternativ geben Sie einfach
tcsh ein, ohne sich neu am System
anzumelden.Bei früheren Versionen von FreeBSD und einigen
anderen Versionen von &unix; traten Probleme auf,
wenn root eine andere Shell
als sh oder csh
zugewiesen wurde; sie hatten dann keine funktionierende Shell,
wenn das System im Single-User-Modus ausgeführt wurde.
Die Lösung besteht darin, su -m
einzugeben, um root zu werden, weil
damit root die tcsh
zugewiesen wird, da diese Shell Teil der Umgebung ist. Dies
kann auch fest als Alias in .tcshrc
eingetragen werden:alias su su -mWenn tcsh startet, werden
/etc/csh.cshrc und
/etc/csh.login eingelesen (analog zur
csh). Ebenfalls eingelesen werden
.login und .cshrc
des Heimatverzeichnisses, falls .tcshrc
nicht gefunden wurde. Sie können auch
einfach .cshrc nach
.tcshrc kopieren.Da tcsh nun installiert ist, kann
der Prompt angepasst werden. Details dazu finden Sie in
&man.tcsh.1;. Die hier vorgeschlagene Zeile können Sie
in Ihre .tcshrc eintragen. Dadurch wird
angezeigt, wie viele Befehle bereits eingegeben wurden.
Außerdem erhalten Sie die aktuelle Uhrzeit sowie das
aktuelle Arbeitsverzeichnis. Für den
gewöhnlichen Benutzer wird ein > und
für root ein #
ausgegeben. Dabei handelt es sich um die Standardeinstellung
von tcsh:set prompt = "%h %t %~ %# "Diese Zeile sollte an derselben Stelle eingefügt
werden, wie die vorhandene "set prompt" Zeile oder nach
"if($?prompt) then". Kommentieren Sie die alte Zeile aus,
damit diese notfalls wieder benutzt werden kann.
Vergessen Sie auch auf keinen Fall die Leerzeichen und
Hochkommata. .tcshrc wird neu
eingelesen, wenn Sie source .tcshrc
eingeben.Eine Liste aller Umgebungsvariablen erhalten Sie,
wenn Sie am Prompt env eingeben. Sie sehen
dann den Default-Editor, -Pager, -Terminaltyp und viele andere
Umgebungsvariablen. Falls Sie sich von einem entfernten Rechner
anmelden und ein Programm nicht starten können, weil das
Terminal dazu nicht in der Lage ist, kann die Eingabe von
setenv TERM vt100 sehr hilfreich sein.
-
+ Einige abschließende BemerkungenAls root können Sie das
CD-ROM-Laufwerk mit /sbin/umount /cdrom
abhängen, eine andere CD-ROM einlegen und mit
/sbin/mount_cd9660 /dev/cd0a /cdrom wieder
einhängen (falls cd0a der Devicename
Ihres CD-ROM-Laufwerkes ist). Bei neueren FreeBSD-Versionen
muss dafür nur /sbin/mount /cdrom
eingegeben werden.Das Live-Filesystem (die zweite FreeBSD-CD-ROM) kann hilfreich
sein, wenn auf Ihrem System nur begrenzt Speicherplatz vorhanden
ist. Was genau auf dieser Live-CD enthalten ist, variiert von
Ausgabe zu Ausgabe. Vielleicht können verschiedene Spiele
von CD-ROM gespielt werden. Dazu muss aber auch
lndir vorhanden sein, damit diese Programme
wissen, wo sie die von ihnen benötigten Dateien finden, da
sich diese unter /cdrom und nicht unter
/usr und den entsprechenden
Unterverzeichnissen befinden, wie es diese Programme erwarten.
Lesen Sie dazu auch &man.lndir.1;.
-
+ KommentareFalls Sie diese einführende Anleitung benutzen,
würde es mich interessieren, ob Dinge schlecht erklärt
sind, was noch ergänzt werden sollte, und ob Ihnen diese
Einführung geholfen hat. Ich danke Eugene W. Stark,
Informatikprofessor am SUNY-Stony Brook, sowie John Fieber
für ihre hilfreichen Kommentare.Annelise Anderson,
andrsn@andrsn.stanford.edu
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/articles/version-guide/article.sgml b/de_DE.ISO8859-1/articles/version-guide/article.sgml
index 5aa7b729a8..dd901b98e7 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/articles/version-guide/article.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/articles/version-guide/article.sgml
@@ -1,477 +1,478 @@
%articles.ent;
]>
Die für Sie passende FreeBSD-Version bestimmenThe FreeBSD Documentation Project$FreeBSD$
&tm-attrib.freebsd;
2005The FreeBSD Documentation ProjectSie haben sich dafür entschieden, FreeBSD zu
installieren. Dieses Dokument soll Ihnen dabei
helfen, sich für eine Version zu entscheiden.Übersetzt von Johann Kois.HintergrundinformationenDamit Sie sich für die für Sie am Besten geeignete
&os;-Version entscheiden können, müssen Sie einige
Konzepte unseres Entwicklungs- und Release Engineering
(RE)-Prozesses verstehen.&os; wird von einer großen Gruppe von fast
ausschließlich freiwilligen Mitarbeitern entwickelt.
Der Quellcode des Kernels und der Systembibliotheken wird
durch ein Versionskontrollsystem
verwaltet und kann jederzeit heruntergeladen werden.
Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen
binäre Installationspakete erstellt.
Einige dieser Binärversionen durchlaufen einen intensiveren
Testprozess und werden danach als Release
veröffentlicht.ReleasesReleases werden durch eine
Hauptversionsnummer sowie eine
Unterversionsnummer gekennzeichnet.Das Ziel eines Haupt-Releases ist es, neue Funktionen
einzuführen. Dafür kann es auch nötig sein,
die Kompatibilität mit Vorgängerversionen
zugunsten der Weiterentwicklung von &os; aufzugeben.
Andererseits werden manchmal Funktionen aus dem System
entfernt, die nicht länger benötigt werden.Eine Unterversion wird veröffentlicht, um Probleme
zu beheben sowie die Leistung und Stabilität des
Systems zu verbessern. Dabei hat aber die Erhaltung der
Kompatibilität zwischen den einzelnen Unterversionen
Priorität. Ist die Einhaltung dieser Vorgaben
gewährleistet, werden gelegentlich auch in
Unterversionen neue Funktionen eingeführt.Beachten Sie aber, dass eine
Release-Version lediglich den Stand des
Quellcodes zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt, dem ein
Name (ein sogenanntes Tag) zugewiesen
wurde. So hat das Release Engineering Team dem Release 5.4
das Tag RELENG_5_4_0_RELEASE zugewiesen. Der
aktuelle Entwicklungsstand wird hingegen durch das Tag
HEAD gekennzeichnet.EntwicklungszweigeZeitgleich mit der Veröffentlichung einer
Release-Version wird ein Zweig
(branch) erzeugt
(in unserem Beispiel RELENG_5_4).
Der Quellcode von RELENG_5_4_0_RELEASE
bleibt danach unverändert, während sich Dateien
des Zweiges RELENG_5_4 sehr wohl
verändern können, wenn Änderungen wie
Behebungen von Sicherheitslücken oder anderen
Problemen von HEAD übernommen
werden.Während der Lebenszeit einer Hauptversion wird
ein weiteres Tag vergeben, beispielsweise
RELENG_5. In diesen Zweig können
zusätzlich zu den eben genannten Aktualisierungen
auch weitere Neuerungen von HEAD
übernommen werden, um so den Übergang zur
nächsten Unterversion vorzubereiten.STABLE versus
CURRENTWährend der Lebenszeit einer Hauptversion kann auch
ein STABLE-Zweig erzeugt werden. Dadurch
wird signalisiert, dass das &os;-Projekt der Ansicht ist, dass
dieser Zweig nun so stabil ist, dass er für die meisten
Anwender geeignet ist. Ein Zweig, der vor seiner Eignung
für den allgemeinen Einsatz noch weiter getestet werden
muss, wird hingegen als CURRENT
bezeichnet.Das &os;-Projekt übernimmt keine Garantie
dafür, dass die vertriebene Software für alle
Einsatzzwecke stabil genug ist. Diese
Entscheidung kann nur der jeweilige Anwender selbst treffen.
Bedenken Sie auch, dass das FreeBSD-Projekt sich fast
ausschließlich aus Freiwilligen zusammensetzt. Daher
kann auch nicht garantiert werden, dass die Software für
Ihre Anforderungen geeignet ist.Ports versus
PackagesNeben dem Betriebssystem selbst unterstützt &os;
auch Tausende Anwendungen, die unabhängig vom Projekt
selbst von Dritten entwickelt werden. Dazu gehören
Window-Systeme, Internetbrowser, E-Mail-Programme,
Office-Programme und viele andere mehr. Das FreeBSD-Projekt
stellt dazu in der Regel nur das als
Ports-Sammlung bezeichnete Gerüst
bereit, damit diese Programme unter &os; installiert werden
können. Ein Programm, dessen Lizenz die Installation
aus dem Quellcode erlaubt, wird als Port
bezeichnet, ein Programm, das aus einer vorkompilierten
Binärdatei installiert wird, hingegen als Paket
(package).Bisherige Release-ZeitpläneWährend der Entwicklung von &os; 5.X traten
Probleme auf, deren Tragweite erst im Nachhinein
vollkommen klar wurde. Die Entwicklungsziele für
die 5.X-Reihe waren äußerst ambitioniert und sahen
unter anderem vor:Die Unterstützung von Mehrprozessor-Systemen
(Symmetric MultiProcessing
(SMP)).Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit durch
die Entwicklung einer neuen Strategie für das
Ressourcenmanagement innerhalb des Kernels.Die zusätzliche Unterstützung von
verschiedenen Prozessor-Architekturen.Die Einführung eines neuen Modells für die
Handhabung von Threads.Die Entwicklung eines neuen Schedulers.Die Unterstützung neuer Technologien wie
Power Management (insbesondere auf Notebooks).All dem übergeordnet war die Festlegung, die
5.X-Serie erst dann für STABLE
zu erklären, wenn all diese Aufgaben erledigt
waren.Dies führte dazu, dass zwischen dem Entstehen
des STABLE-Zweiges von 4.X beziehungsweise
5.X mehrere Jahre vergingen. Dieser Umstand hatte mehrere
unerwünschte Auswirkungen:Die große Anzahl der gleichzeitig zu
implementierenden Neuerungen machte es sehr schwierig,
einen Teil davon zu isolieren und in den
STABLE-Zweig einzubringen.Anwender, die bestimmte Neuerungen unbedingt
benötigten (etwa die Unterstützung neuester
Hardware), entschieden sich vielfach dafür,
beispielsweise &os; 5.2.1 zu installieren, obwohl
es sich dabei um ein CURRENT-Release
handelte, das nur für Entwickler und nicht für
den allgemeinen Einsatz vorgesehen war.Um Änderungen aus diesen Versionen wieder in den
aktuellen Entwicklungszweig einzubringen, waren die
Entwickler gezwungen, diese Eigenschaften auf &os;-Versionen
zu unterstützen, die sie nicht als primäre
Entwicklungsplattform nutzten.Die zeitliche Verzögerung bis zum Erscheinen von
&os; 5.3, dem ersten STABLE-Release,
führte zu umfangreichen Änderungen, was die
Aktualisierung auf die neue Version äußerst
kompliziert machte.Um es auf den Punkt zu bringen: Niemand war mit dieser
Entwicklung zufrieden.Aus dieser Problematik wurden daher folgende
Rückschlüsse gezogen:Neue Hauptversionen werden künftig nicht mehr so
umfangreiche Änderungen aufweisen. Dafür werden
solche Versionen häfiger veröffentlicht werden.Soweit möglich, sollen Funktionserweiterungen
künftig voneinander isoliert entwickelt werden.
Dies setzt voraus, dass Teile der Entwicklungsarbeit
außerhalb des Hauptquellcodebaumes erfolgen.
Änderungen werden erst dann in den Hauptentwicklungszweig
eingebracht werden, wenn sichergestellt ist, dass diese die
Stabilität anderer Entwicklungsprojekte nicht
beeinträchtigen.Hauptversionen werden sich künftig an einem Zeitplan
orientieren und nicht mehr an den zu implementierenden
Änderungen. Wenn bestimmte Eigenschaften zum geplanten
Veröffentlichungszeitpunkt nicht fertig werden, werden
sie vorerst deaktiviert und erst in der nächsten
Hauptversion aktiviert.Durch die häufigere Veröffentlichung von weniger
umfangreichen Änderungen erhofft man sich außerdem,
dass die Einbringung von neuen Eigenschaften aus
HEAD in die neue
STABLE-Version erleichtert wird. Dadurch
können solche Eigenschaften in mehreren Hauptversionen
unterstützt werden. Da es sich dabei in der Regel um
isolierte Änderungen handeln wird, verringert sich auch
die Wahrscheinlichkeit, dass mit diesen Änderungen neue
Probleme eingeführt werden.Durch die Fokussierung auf einen Zeitplan statt auf
geplante Änderungen wird es für Anwender, Entwickler
von externen Programmen sowie &os;-Entwickler einfacher werden,
eigene Planungen zu erstellen.Diese Überlegungen, und nicht die Anpassung an die
Hauptversionsnummern anderer Betriebssysteme, sind die
Hauptmotivation für die Änderung des
Entwicklungszyklusses.Zukünftige Release-ZeitpläneSo sehen die derzeitigen Planungen des &os;-Projekts
für zukünftige Versionen aus:Alle 18 Monate soll eine neue Hauptversion
veröffentlicht werden.Eine Unterversion soll hingegen alle 4 Monate
veröffentlicht werden.Für das jeweils aktuellste Unterversion-Release
jeder Hauptversion sollen vorkompilierte Pakete angeboten
werden.Sicherheitslücken und andere kritische Probleme
sollen für die aktuellsten Unterversionen jeder
Hauptversion angeboten werden (in sogenannten
security branches).Aufgrund der vielen verschiedenen installierbaren Versionen,
ist es allerdings nicht möglich, jede Version zeitlich
unbegrenzt zu unterstützen. Dies liegt zum Teil an nur
begrenzt verfügbaren Rechnerkapazitäten, vor allem
aber an der ebenfalls nur begrenzt verfügbaren Leistung
der freiwilligen Mitarbeiter des &os;-Projekts.Interessierte Leser sollten sich auch folgende Seiten
ansehen:The Release Engineering Schedule
-
+ The Security Branch ScheduleBeide Dokumente gehen näher auf die verschiedenen
Entwicklungszweige sowie den Zeitrahmen ein, für den
die einzelnen Zweige unterstützt werden.Wie sollten diese Faktoren meine Entscheidung
beeinflussen?Die wichtigsten Fragen, die Sie sich vor der Entscheidung
für die zu installierende Version stellen sollten, sind:Wie stabil muss Ihre Installation sein?Wie viel Arbeit wollen Sie in den Aktualisierungsprozess
investieren?Wie lange wollen Sie mit einer bestimmten Version
arbeiten, bevor Sie auf eine neuere Version wechseln?Wie sicherheitskritisch ist Ihre Installation?Wollen Sie Ihr System aus dem Quellcode installieren oder
bevorzugen Sie eine Binärinstallation?Sind Sie bereit, sich am &os;-Entwicklungsprozess zu
beteiligen?Es folgen nun einige grobe Richtlinien, die Ihnen bei Ihrer
Entscheidung helfen sollen:Wenn Sie an der derzeit stabilsten Version interessiert
sind und möglichst wenig Ressourcen in die
Aktualisierung Ihres Systems investieren wollen, sollten
Sie das aktuellste
STABLE-Unterversions-Release
installieren und bei dieser Version verbleiben. Dabei bleibt
es Ihnen überlassen, ob Sie Änderungen dieses
Zweiges übernehmen wollen oder nicht.Wenn es Ihnen auf auf eine sofortige Verfügbarkeit
ankommt, Sie die neuesten Fähigkeiten oder den
bestmöglichen Sicherheitslevel benötigen und
dazu bereit sind, Zeit in die Aktualisierung Ihres Systems
zu investieren, können Sie dem aktuellen
STABLE-Zweig folgen.Wenn Sie Ihr System nicht sofort benötigen und
bereit sind, sich durch einige Probleme zu arbeiten, können
Sie uns dabei helfen, eine neue bevorstehende Hauptversion zu testen,
um für diesen Zweig mittel- bis langfristig die
bestmögliche Stabilität zu erreichen.Nur wenn Sie bereit sind, das System aus dem Quellcode zu
installieren, Zeit haben, Probleme im Basissystem zu suchen
und zu beheben sowie entsprechende Problemberichte zu erstellen
und zusätzlich die entsprechende Mailingliste verfolgen
können, sollten sich dafür entscheiden,
HEAD zu folgen.FazitWir hoffen, dass dieser Artikel Ihr Verständnis des
&os;-Entwicklungsmodells verbessern und Ihnen Ihnen dabei
helfen konnte, sich für die &os;-Version zu entscheiden,
die Ihren Anforderungen am Besten entspricht.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.sgml
index f3a940f35a..5481f9a1f3 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/book.sgml
@@ -1,371 +1,367 @@
%books.ent;
%chapters;
%txtfiles;
%pgpkeys;
]>
Das &os;-HandbuchThe FreeBSD German Documentation Project
-
-
- de-bsd-translators@de.FreeBSD.org
-
- Februar 199919951996199719981999200020012002200320042005200620072008
+ 2009The FreeBSD German Documentation Project
&bookinfo.legalnotice;
&tm-attrib.freebsd;
&tm-attrib.3com;
&tm-attrib.3ware;
&tm-attrib.arm;
&tm-attrib.adaptec;
&tm-attrib.adobe;
&tm-attrib.apple;
&tm-attrib.corel;
&tm-attrib.creative;
&tm-attrib.cvsup;
&tm-attrib.heidelberger;
&tm-attrib.ibm;
&tm-attrib.ieee;
&tm-attrib.intel;
&tm-attrib.intuit;
&tm-attrib.linux;
&tm-attrib.lsilogic;
&tm-attrib.m-systems;
&tm-attrib.macromedia;
&tm-attrib.microsoft;
&tm-attrib.netscape;
&tm-attrib.nexthop;
&tm-attrib.opengroup;
&tm-attrib.oracle;
&tm-attrib.powerquest;
&tm-attrib.realnetworks;
&tm-attrib.redhat;
&tm-attrib.sap;
&tm-attrib.sun;
&tm-attrib.symantec;
&tm-attrib.themathworks;
&tm-attrib.thomson;
&tm-attrib.usrobotics;
&tm-attrib.vmware;
&tm-attrib.waterloomaple;
&tm-attrib.wolframresearch;
&tm-attrib.xfree86;
&tm-attrib.xiph;
&tm-attrib.general;
Willkommen bei &os;! Dieses Handbuch beschreibt die
Installation und den täglichen Umgang mit
&os; &rel2.current;-RELEASE und
&os; &rel.current;-RELEASE.
Das Handbuch ist jederzeit unter Bearbeitung
und das Ergebnis der Arbeit vieler Einzelpersonen. Dies kann
dazu führen, dass bestimmte Bereiche nicht mehr aktuell
sind und auf den neuesten Stand gebracht werden müssen.
Bei Unklarheiten empfiehlt es sich daher stets, die
englische Originalversion des Handbuchs zu lesen.Wenn Sie bei der Übersetzung des Handbuchs mithelfen
möchten, senden Sie bitte
eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;.Die aktuelle Version des Handbuchs ist immer auf dem
&os;-Webserver
verfügbar und kann in verschiedenen Formaten und in
komprimierter Form vom &os;-FTP-Server
oder einem der vielen Spiegel
herunter geladen werden (ältere Versionen finden Sie hingegen
unter ).
Vielleicht möchten Sie das Handbuch aber auch
durchsuchen.
&chap.preface;
Erste SchritteDieser Teil des &os;-Handbuchs richtet sich an Benutzer
und Administratoren für die &os; neu ist. Diese
Kapitelgeben Ihnen eine Einführung in &os;,geleiten Sie durch den Installationsprozess,erklären Ihnen die Grundlagen
von &unix; Systemen,zeigen Ihnen, wie Sie die Fülle der erhältlichen
Anwendungen Dritter installieren undführen Sie in X, der Benutzeroberfläche
von &unix; Systemen ein. Es wird gezeigt, wie Sie den
Desktop konfigurieren, um effektiver arbeiten
zu können.Wir haben uns bemüht, Referenzen auf weiter vorne liegende
Textteile auf ein Minimum zu beschränken, so dass Sie
diesen Teil des Handbuchs ohne viel Blättern durcharbeiten
können.Oft benutzte FunktionenNach den Grundlagen beschäftigt sich das
&os;-Handbuch mit oft benutzten Funktionen von
&os;. Die Kapitel behandeln die nachstehenden
Themen:Zeigen Ihnen beliebte und nützliche
Werkzeuge wie Browser, Büroanwendungen und
Programme zum Anzeigen von Dokumenten.Zeigen Ihnen Multimedia-Werkzeuge für
&os;.Erklären den Bau eines angepassten &os;-Kernels,
der die Systemfunktionen erweitert.Beschreiben ausführlich das Drucksystem,
sowohl für direkt angeschlossene Drucker als
auch für Netzwerkdrucker.Erläutern, wie Sie Linux-Anwendungen auf einem
&os;-System laufen lassen.Damit Sie einige Kapitel verstehen, sollten Sie vorher
andere Kapitel gelesen haben. Die Übersicht zu jedem
Kapitel zählt die Voraussetzungen für das
erolgreiche Durcharbeiten des Kapitels auf.SystemadministrationDie restlichen Kapitel behandeln alle Aspekte der &os;
Systemadministration. Am Anfang jedes Kapitels finden Sie eine
Zusammenfassung, die beschreibt, was Sie nach dem Durcharbeiten des
Kapitels gelernt haben. Weiterhin werden die Voraussetzungen
beschrieben, die für das Durcharbeiten des Kapitels
erforderlich sind.Diese Kapitel sollten Sie lesen, wenn Sie die Informationen
darin benötigen. Sie brauchen Sie nicht in einer bestimmten
Reihenfolge zu lesen, noch müssen Sie die Kapitel lesen, bevor
Sie anfangen, &os; zu benutzen.Netzwerke&os; ist eins der meist benutzten Betriebssysteme
für leistungsfähige Netzwerkserver. Die
Kapitel in diesem Teil behandeln die nachstehenden
Themen:Serielle DatenübertragungPPP und PPP over EthernetElectronic-MailDen Betrieb von NetzwerkdienstenFirewallsWeiterführende NetzwerkthemenDiese Kapitel sollten Sie lesen, wenn Sie die Informationen
darin benötigen. Sie brauchen Sie nicht in einer bestimmten
Reihenfolge zu lesen, noch müssen Sie die Kapitel lesen, bevor
Sie anfangen, &os; zu benutzen.Anhang
&chap.colophon;
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml
index a6736a0c36..d4a1d79ced 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml
@@ -1,1268 +1,1283 @@
JimMockNeu zusammengestellt, umstrukturiert und um
Abschnitte erweitert durch SaschaEdelburgÜbersetzt von EinführungÜbersichtHerzlichen Dank für Ihr Interesse an &os;! Das
folgende Kapitel behandelt verschiedene Aspekte des
&os; Projects wie dessen geschichtliche Entwicklung,
dessen Ziele oder dessen Entwicklungsmodell.Nach dem Durcharbeiten des Kapitels wissen Sie über
folgende Punkte Bescheid:Wo &os; im Vergleich zu anderen Betriebssystemen
stehtDie Geschichte des &os; ProjectsDie Ziele des &os; ProjectsDie Grundlagen des
&os;-Open-Source-EntwicklungsmodellsUnd natürlich wo der Name &os;
herrührtWillkommen bei &os;!4.4BSD-Lite&os; ist ein auf 4.4BSD-Lite basierendes Betriebssystem
für Intel (x86 und &itanium;), AMD64, Alpha
und Sun &ultrasparc; Rechner. An
Portierungen zu anderen Architekturen wird derzeit gearbeitet.
Mehr zu Geschichte von &os; können Sie im kurzen geschichtlichen Abriss zu &os;
oder im Abschnitt Das aktuelle
&os;-Release nachlesen.
Falls Sie das &os; Project unterstützen wollen
(mit Quellcode, Hardware- oder Geldspenden), sollten Sie den
Artikel
&os; unterstützen lesen.Was kann &os;?&os; hat zahlreiche bemerkenswerte Eigenschaften.
Um nur einige zu nennen:Präemptives MultitaskingPräemptives Multitasking mit
dynamischer Prioritätsanpassung zum reibungslosen und
ausgeglichenen Teilen der Systemressourcen zwischen
Anwendungen und Anwendern, selbst unter schwerster
Last.MehrbenutzerbetriebDer Mehrbenutzerbetrieb von
&os; erlaubt es, viele Anwender gleichzeitig am System
mit verschiedenen Aufgaben arbeiten zu lassen.
Beispielsweise Geräte wie Drucker oder Bandlaufwerke,
die sich nur schwerlich unter allen Anwendern des Systems
oder im Netzwerk teilen lassen, können durch Setzen
von Verwendungsbeschränkungen auf Benutzer oder
Benutzergruppen wichtige Systemressourcen vor
Überbeanspruchung schützen.TCP/IP-NetzwerkfähigkeitHervorragende
TCP/IP-Netzwerkfähigkeit mit
Unterstützung von Industriestandards wie SCTP, DHCP,
NFS, NIS, PPP, SLIP, IPsec und IPv6. Das heißt,
Ihr &os;-System kann in einfachster Weise mit anderen
Systemen interagieren. Zudem kann es als Server-System im
Unternehmen wichtige Aufgaben übernehmen,
beispielsweise als NFS- oder E-Mail-Server oder es kann
Ihren Betrieb durch HTTP- und FTP-Server beziehungsweise
durch Routing und Firewalling Internet-fähig machen.SpeicherschutzDer Speicherschutz stellt sicher,
dass Anwendungen (oder Anwender) sich nicht gegenseitig
stören. Stürzt eine Anwendung ab, hat das
keine Auswirkung auf andere Prozesse.&os; ist ein
32-Bit-Betriebssystem
(64-Bit auf Alpha, &itanium;, AMD64,
und &ultrasparc;) und wurde als solches von Grund auf
neu entworfen.X-Window-SystemXFree86Das X-Window-System (X11R7) als
Industriestandard bietet eine grafische Benutzeroberfläche
(GUI). Minimale Voraussetzung zur Verwendung ist
lediglich eine Grafikkarte und ein Bildschirm, die beide
den VGA-Modus unterstützen.BinärkompatibilitätLinuxBinärkompatibilitätSCOBinärkompatibilitätSVR4BinärkompatibilitätBSD/OSBinärkompatibilitätNetBSDBinärkompatibilität mit
vielen unter verschiedenen Betriebssystemen erstellten
Programmen wie Linux, SCO, SVR4, BSDI und NetBSD.Tausende von sofort
lauffähigen Anwendungen sind aus den
Ports- und
Packages-Sammlungen für &os;
verfügbar. Warum mühselig im Netz Software
suchen, wenn sie bereits hier vorhanden ist?Tausende zusätzliche leicht zu
portierende Anwendungen sind über das
Internet zu beziehen. &os; ist Quellcode-kompatibel
mit den meisten kommerziellen &unix; Systemen. Daher
bedürfen Anwendungen häufig nur geringer oder
gar keiner Anpassung, um auf einem &os;-System zu
kompilieren.virtueller SpeicherSeitenweise anforderbarer Virtueller
Speicher und der merged VM/buffer
cache-Entwurf bedient effektiv den großen
Speicherhunger mancher Anwendungen bei gleichzeitigem
Aufrechterhalten der Bedienbarkeit des Systems für
weitere Benutzer.Symmetrisches Multi-Processing (SMP)SMP-Unterstützung für
MehrprozessorsystemeKompilerCKompilerC++KompilerFORTRANEin voller Satz von C,
C++ und Fortran-
Entwicklungswerkzeugen. Viele
zusätzliche Programmiersprachen für Wissenschaft
und Entwicklung sind aus der Ports- und Packages-Sammlung
zu haben.QuellcodeQuellcode für das gesamte
System bedeutet größtmögliche Kontrolle
über Ihre Umgebung. Warum sollte man sich durch
proprietäre Lösungen knebeln und sich auf Gedeih
und Verderb der Gnade eines Herstellers ausliefern, wenn
man doch ein wahrhaft offenes System haben kann?Umfangreiche
Online-Dokumentation.4.4BSD-LiteComputer Systems Research Group (CSRG)U.C. Berkeley&os; basiert auf dem 4.4BSD-Lite-Release der Computer
Systems Research Group (CSRG) der Universität von
Kalifornien in Berkeley und führt die namhafte
Tradition der Entwicklung von BSD-Systemen fort.
Zusätzlich zu der herausragenden Arbeit der CSRG hat das
&os; Project tausende weitere Arbeitsstunden investiert,
um das System zu verfeinern und maximale Leistung und
Zuverlässigkeit bei Alltagslast zu bieten. Während
viele kommerzielle Riesen Probleme haben PC-Betriebssysteme
mit derartigen Funktionen, Leistungpotential und
Zuverlässigkeit anzubieten, kann &os; damit schon
jetzt aufwarten! Die Anwendungsmöglichkeiten von &os; werden nur
durch Ihre Vorstellungskraft begrenzt. Von
Software-Entwicklung bis zu Produktionsautomatisierung, von
Lagerverwaltung über Abweichungskorrektur bei Satelliten;
Falls etwas mit kommerziellen &unix; Produkten machbar ist, dann
ist es höchstwahrscheinlich auch mit &os;
möglich. &os; profitiert stark von tausenden
hochwertigen Anwendungen aus wissenschaftlichen Instituten und
Universitäten in aller Welt. Häufig sind diese
für wenig Geld oder sogar kostenlos zu bekommen.
Kommerzielle Anwendungen sind ebenso verfügbar und es
werden täglich mehr.Durch den freien Zugang zum Quellcode von &os; ist es
in unvergleichbarer Weise möglich, das System für
spezielle Anwendungen oder Projekte anzupassen. Dies ist
mit den meisten kommerziellen Betriebssystemen einfach nicht
möglich. Beispiele für Anwendungen, die unter
&os; laufen, sind:Internet-Dienste: Die robuste
TCP/IP-Implementierung in &os; macht es zu einer
idealen Plattform für verschiedenste
Internet-Dienste, wie zum Beispiel:FTP-ServerFTP-ServerHTTP-ServerHTTP-Server (Standard-Web-Server oder mit
SSL-Verschlüsselung)IPv4- und IPv6-RoutingFirewallNATFirewalls und NAT-Gateways
(IP-Masquerading)E-MailE-Mail-ServerUsenetUsenet-News und Foren (BBS)Zum Betreiben von &os; reicht schon ein
günstiger 386-PC. Wenn es das Wachstum Ihres
Unternehmens verlangt, kann &os; aber auch auf einem
hochgerüsteten 4-Wege-System mit Xeon-Prozessoren
und RAID-Plattenspeicher Verwendung finden.Bildung: Sind Sie
Informatikstudent oder Student eines verwandten
Studiengangs? Die praktischen Einblicke in &os; sind
die beste Möglichkeit etwas über Betriebssysteme,
Rechnerarchitektur und Netzwerke zu lernen. Einige frei
erhältliche CAD-, mathematische und grafische Anwendungen
sind sehr nützlich, gerade für diejenigen, die
&os; nicht zum Selbstzweck, sondern als
Arbeitsmittel einsetzen.Wissenschaft: Mit dem frei
verfügbaren Quellcode für das gesamte System
bildet &os; ein exzellentes Studienobjekt in der
Disziplin der Betriebssysteme, wie auch in anderen Zweigen
der Informatik. Es ist beispielsweise denkbar, das
räumlich getrennte Gruppen gemeinsam an einer Idee
oder Entwicklung arbeiten. Das Konzept der freien
Verfügbarkeit und -nutzung von &os;
ermöglicht so einen Gebrauch, auch ohne sich
groß Gedanken über Lizenzbedingungen oder
-beschränkungen machen zu müssen.RouterDNS-ServerNetzwerkfähigkeit: Brauchen
Sie einen neuen Router? Oder einen Name-Server (DNS)? Eine
Firewall zum Schutze Ihres Intranets vor Fremdzugriff?
&os; macht aus dem in der Ecke verstaubenden 386- oder
486-PC im Handumdrehen einen leistungsfähigen Router
mit anspruchsvollen Packet-Filter-Fähigkeiten.X-Window-SystemXFree86X-Window-SystemAccelerated-XX-Window-Workstation: &os; ist
eine gute Wahl für kostengünstige X-Terminals
mit dem frei verfügbaren X11-Server.
Im Gegensatz zu einem X-Terminal erlaubt es &os;, viele
Anwendungen lokal laufen zu lassen, was die Last eines
zentralen Servers erleichtern kann. &os; kann selbst
plattenlos starten, was einzelne
Workstations noch günstiger macht und die Wartung
erleichtert.GNU-Compiler-CollectionSoftware-Entwicklung: Das
Standard-System von &os; wird mit einem kompletten Satz
an Entwicklungswerkzeugen bereitgestellt, unter anderem
mit dem bekannten GNU C/C++-Kompiler und -Debugger.&os; ist sowohl in Form von Quellcode als auch in
Binärform auf CD-ROM, DVD und über anonymous FTP
erhältlich. Näheres zum Bezug von &os;
enthält .
-
+ Wer benutzt &os;?AnwenderBekannte &os;-Anwender
- Unter &os; laufen einige der größten
- Internet-Auftritte, beispielsweise:
+ &os; dient als Plattform für Geräte und Produkte
+ einiger der weltgrößten IT-Firmen, darunter:
+
+
+ Apple
+
+
+ Apple
+
+
+ Cisco
+
+
+ Cisco
+
+
+ Juniper
+
+
+ Juniper
+
+
+ NetApp
+
+
+ NetApp
+
+
+
+ Außerdem laufen einige der größten
+ Internet-Auftritte unter &os;, beispielsweise:Yahoo!Yahoo!
+ Yandex/primary>
+
+
+ Yandex
+
+
ApacheApache
- Blue Mountain Arts
+ Rambler
- Blue
- Mountain Arts
+ Rambler
+
+
+ Sina
+
+
+ SinaPair NetworksPair
NetworksSony JapanSony
JapanNetcraftNetcraftWeathernewsWeathernews
-
- Supervalu
-
-
-
- Supervalu
-
-
TELEHOUSE AmericaTELEHOUSE
America
-
-
- Sophos Anti-Virus
-
-
-
- Sophos
- Anti-Virus
-
-
-
- JMA Wired
-
-
-
- JMA
- Wired
- Das &os; ProjectDer folgende Abschnitt bietet einige
Hintergrundinformationen zum &os; Project,
einschließlich einem kurzen geschichtlichen Abriss,
den Projektzielen und dem Entwicklungsmodell.JordanHubbardBeigesteuert von Kurzer geschichtlicher Abriss zu &os;386BSD PatchkitHubbard, JordanWilliams, NateGrimes, Rod&os; ProjectGeschichteDas &os; Project erblickte das Licht der Welt Anfang
1993 teils als Auswuchs des Unofficial 386BSD
Patchkit unter der Regie der letzten drei
Koordinatoren des Patchkits: Nate Williams, Rod Grimes und
mir.386BSDUnser eigentliches Ziel war es, einen zwischenzeitlichen
Abzug von 386BSD zu erstellen, um ein paar Probleme zu
beseitigen, die das Patchkit-Verfahren nicht lösen
konnte. Einige von Ihnen werden sich in dem Zusammenhang noch
an die frühen Arbeitstitel 386BSD 0.5 oder
386BSD Interim erinnern.Jolitz, Bill386BSD war das Betriebssystem von Bill Jolitz. Dieses
litt bis zu diesem Zeitpunkt heftig unter fast
einjähriger Vernachlässigung. Als das Patchkit mit
jedem Tag anschwoll und unhandlicher wurde, waren wir
einhellig der Meinung, es müsse etwas geschehen. Wir
entschieden uns Bill Jolitz zu helfen, indem wir den
übergangsweise bereinigten Abzug zur
Verfügung stellten. Diese Pläne wurden unschön
durchkreuzt als Bill Jolitz plötzlich seine Zustimmung
zu diesem Projekt zurückzog, ohne einen Hinweis darauf,
was stattdessen geschehen sollte.Greenman, DavidWalnut Creek CDROMEs hat nicht lange gedauert zu entscheiden, dass das Ziel
es wert war, weiterverfolgt zu werden, selbst ohne Bills
Unterstützung. Also haben wir den von David Greenman
geprägten Namen &os; angenommen.
Unsere anfänglichen Ziele setzten wir nach
Rücksprache mit den damaligen Benutzern des Systems fest.
Und als deutlich wurde, das Projekt würde
möglicherweise Realität, nahm ich Kontakt mit Walnut
Creek CDROM auf, mit einem Auge darauf, den Vertriebsweg
für die vielen Missbegünstigten zu verbessern,
die keinen einfachen Zugang zum Internet hatten. Walnut Creek
CDROM unterstützte nicht nur die Idee des
CD-ROM-Vertriebs, sondern stellte sogar dem Projekt einen
Arbeitsrechner und eine schnelle Internetverbindung zur
Verfügung. Ohne den beispiellosen Glauben von Walnut
Creek CDROM in ein zu der Zeit absolut unbekanntes Projekt,
gäbe es &os; in der heutigen Form wohl nicht.4.3BSD-LiteNet/2U.C. Berkeley386BSDFree Software FoundationDie erste auf CD-ROM (und netzweit) verfügbare
Veröffentlichung war &os; 1.0 im Dezember
1993. Diese basierte auf dem Band der 4.3BSD-Lite
(Net/2) der Universität von Kalifornien in
Berkeley. Viele Teile stammten aus 386BSD und von der Free
Software Foundation. Gemessen am ersten Angebot, war
das ein ziemlicher Erfolg und wir ließen dem das extrem
erfolgreiche &os; 1.1 im Mai 1994 folgen.NovellU.C. BerkeleyNet/2AT&TZu dieser Zeit formierten sich unerwartete Gewitterwolken am
Horizont, als Novell und die Universität von Kalifornien
in Berkeley (UCB) ihren langen Rechtsstreit über den
rechtlichen Status des Berkeley Net/2-Bandes mit einem
Vergleich beilegten. Eine Bedingung dieser Einigung war es,
dass die UCB große Teile des Net/2-Quellcodes als
belastet zugestehen musste, und dass diese
Besitz von Novell sind, welches den Code selbst einige Zeit vorher
von AT&T bezogen hatte. Im Gegenzug bekam die UCB den
Segen von Novell, dass sich das 4.4BSD-Lite-Release
bei seiner endgültigen Veröffentlichung als
unbelastet bezeichnen darf. Alle Net/2-Benutzer sollten
auf das neue Release wechseln. Das betraf auch &os;. Dem
Projekt wurde eine Frist bis Ende Juli 1994 eingeräumt,
das auf Net/2-basierende Produkt nicht mehr zu vertreiben.
Unter den Bedingungen dieser Übereinkunft war es dem
Projekt noch erlaubt ein letztes Release vor diesem
festgesetzten Zeitpunkt herauszugeben. Das war
&os; 1.1.5.1.&os; machte sich dann an die beschwerliche Aufgabe,
sich Stück für Stück, aus einem neuen und
ziemlich unvollständigen Satz von 4.4BSD-Lite-Teilen,
wieder aufzubauen. Die
Lite-Veröffentlichungen waren deswegen
leicht, weil Berkeleys CSRG große Code-Teile,
die für ein start- und lauffähiges System gebraucht
wurden, aufgrund diverser rechtlicher Anforderungen entfernen
musste und weil die 4.4-Portierung für Intel-Rechner extrem
unvollständig war. Das Projekt hat bis November 1994
gebraucht diesen Übergang zu vollziehen, was dann zu dem
im Netz veröffentlichten &os; 2.0 und zur
CD-ROM-Version (im späten Dezember) führte. Obwohl
&os; gerade die ersten Hürden genommen hatte, war
dieses Release ein maßgeblicher Erfolg. Diesem folgte
im Juni 1995 das robustere und einfacher zu installierende
&os; 2.0.5.Im August 1996 veröffentlichten wir
&os; 2.1.5. Es schien unter ISPs und der Wirtschaft
beliebt genug zu sein, ein weiteres Release aus dem
2.1-STABLE-Zweig zu rechtfertigen. Das war
&os; 2.1.7.1. Es wurde im Februar 1997
veröffentlicht und bildete das Ende des
Hauptentwicklungszweiges 2.1-STABLE. Derzeit unterliegt
dieser Zweig dem Wartungsmodus, das heißt, es werden nur
noch Sicherheitsverbesserungen und die Beseitigung von
kritischen Fehlern vorgenommen (RELENG_2_1_0).&os; 2.2 entsprang dem Hauptentwicklungszweig
(-CURRENT) im November 1996 als
RELENG_2_2-Zweig und das erste komplette Release (2.2.1) wurde
im April 1997 herausgegeben. Weitere Veröffentlichungen
des 2.2-Zweiges gab es im Sommer und Herbst 1997. Das letzte
Release des 2.2-Zweiges bildete die Version 2.2.8, die im
November 1998 erschien. Das erste offizielle 3.0-Release
erschien im Oktober 1998 und läutete das Endes des
2.2-Zweiges ein.Am 20. Januar 1999 teilte sich der Quellbaum
in die Zweige 4.0-CURRENT und 3.X-STABLE. Auf dem
3.X-STABLE-Zweig wurden folgende
Releases erstellt: 3.1 am 15. Februar 1999,
3.2 am 15. Mai 1999,
3.3 am 16. September 1999,
3.4 am 20. Dezember 1999 und
3.5 am 24. Juni 2000. Letzterem
folgte ein paar Tage später das Release 3.5.1, welches
einige akute Sicherheitslöcher von Kerberos stopfte und
die letzte Veröffentlichung des 3.X-Zweiges
darstellte.Eine weitere Aufspaltung, aus dem der 4.X-STABLE-Zweig
hervorging, erfolgte am 13. März 2000.
Bisher gab es mehrere Veröffentlichungen
aus diesem Zweig: 4.0-RELEASE erschien im März 2000.
Das letzte Release, 4.11-RELEASE, erschien im Januar 2005.Das lang erwartete 5.0-RELEASE wurde am
19. Januar 2003 veröffentlicht. Nach nahezu
drei Jahren Entwicklungszeit brachte dieses Release die
Unterstützung für Mehrprozessor-Systeme sowie
für Multithreading. Mit diesem Release lief &os;
erstmalig auf den Plattformen &ultrasparc;
und ia64. Im Juni 2003 folgte
5.1-RELEASE. Das letzte 5.X-Release aus dem CURRENT-Zweig war
5.2.1-RELEASE, das im Februar 2004 veröffentlicht
wurde.Der Zweig RELENG_5 wurde im August 2004 erzeugt. Als
erstes Release dieses Zweiges wurde 5.3-RELEASE
veröffentlicht, bei dem es sich gleichzeitig auch um
das erste 5-STABLE-Release handelte. Das aktuelle
5.5-RELEASE (dem keine RELENG_5-Versionen mehr
folgen werden) erschien im
Mai 2006.Der Zweig RELENG_6 wurde im Juli 2005 erzeugt. 6.0-RELEASE,
das erste Release des 6.X-Zweiges, wurde im November 2005
veröffentlicht. Das aktuelle &rel2.current;-RELEASE (dem
- weitere RELENG_6-Versionen folgen werden) erschien im
- Mai 2006.
+ wahrscheinlich weitere RELENG_6-Versionen folgen werden)
+ erschien im November 2008.
Der Zweig RELENG_7 wurde im Oktober 2007 erzeugt.
7.0-RELEASE, das erste Release des 7.X-Zweiges, wurde im
- Februar 2008 veröffentlicht.
- Weitere RELENG_7-Versionen werden folgen.
+ Februar 2008 veröffentlicht. Das aktuelle
+ &rel.current;-RELEASE (dem weitere RELENG_7-Versionen folgen
+ werden) erschien im
+ Januar 2009.
Zurzeit werden Projekte mit langem Entwicklungshorizont
im Zweig 8.X-CURRENT verfolgt, Schnappschüsse
von 8.X auf CD-ROM (und natürlich im Netz) werden bei
fortlaufender Entwicklung auf dem
Snapshot-Server zur Verfügung gestellt.JordanHubbardBeigesteuert von Ziele des &os; Projects&os; ProjectZieleDas &os; Project stellt Software her, die ohne
Einschränkungen für beliebige Zwecke eingesetzt
werden kann. Viele
von uns haben beträchtlich in Quellcode und Projekt
investiert und hätten sicher nichts dagegen, hin und
wieder ein wenig finanziellen Ausgleich dafür zu
bekommen. Aber in keinem Fall bestehen wir darauf. Wir
glauben unsere erste und wichtigste Mission ist
es, Software für jeden Interessierten und zu jedem Zweck
zur Verfügung zu stellen, damit die Software
größtmögliche Verbreitung erlangt und
größtmöglichen Nutzen stiftet. Das ist,
glaube ich, eines der grundlegenden Ziele freier Software,
welche wir mit größter Begeisterung
unterstützen.GNU General Public License (GPL)GNU Lesser General Public License (LGPL)BSD CopyrightDer Code in unserem Quellbaum, der unter die General
Public License (GPL) oder die Library General Public License
(LGPL) fällt, stellt geringfügig mehr Bedingungen.
Das aber vielmehr im Sinne von eingefordertem Zugriff, als das
übliche Gegenteil der Beschränkungen. Aufgrund
zusätzlicher Abhängigkeiten, die sich durch die
Verwendung von GPL-Software bei kommerziellem Gebrauch
ergeben, bevorzugen wir daher Software unter dem
transparenteren BSD-Copyright, wo immer es angebracht ist.SatoshiAsamiBeigesteuert von Das Entwicklungsmodell von &os;&os; ProjectEntwicklungsmodellDie Entwicklung von &os; ist ein offener und
vielseitiger Prozess. &os; besteht aus Beisteuerungen
von Hunderten Leuten rund um die Welt, wie Sie aus der
Liste
der Beitragenden ersehen können. Die vielen
Entwickler können aufgrund der Entwicklungs-Infrastruktur
von &os; über das Internet zusammenarbeiten. Wir suchen
ständig nach neuen Entwicklern, Ideen und jenen, die sich
in das Projekt tiefer einbringen wollen. Nehmen Sie einfach
auf der Mailingliste &a.hackers; Kontakt mit uns auf.
Die Mailingliste &a.announce; steht für wichtige
Ankündigungen, die alle &os;-Benutzer betreffen,
zur Verfügung.Unabhängig davon ob Sie alleine oder mit
anderen eng zusammen arbeiten, enthält die folgende
Aufstellung nützliche Informationen über das
&os; Project und dessen Entwicklungsabläufe.CVS- und SVN-RepositoriesCVSRepositoryConcurrent-Versions-SystemCVSSVNRepositorySubversionSVNDer Hauptquellbaum von &os; wurde über viele
Jahre ausschließlich mit CVS gepflegt, einem
frei erhältlichen Versionskontrollsystem, welches
mit &os; geliefert wird. Im Juni 2008 begann das
&os; Project mit dem Umstieg auf SVN (Subversion).
Dieser Schritt wurde notwendig, weil
CVS aufgrund des rapide
wachsenden Quellcodebaumes und dem Umfang der bereits
gespeichterten Revisisionsinformationen an seine Grenzen
zu stoßen begann. Während das
Hauptrepository nun SVN
verwendet, hat sich auf der Client-Seite nichts
geändert. Werkzeuge wie
CVSup und
csup, die auf der alten
CVS-Infrastruktur aufbauen,
funktionieren weiterhin, weil alle Änderungen,
die im SVN-Repository
erfolgen, in das
CVS-Repository portiert
werden. Im Moment wird nur src-Quellcodebaum
über SVN verwaltet.
Die Dokumentation, die Webseiten sowie die Ports
befinden sich weiterhin in einem
CVS-Repository. Das
Haupt-CVS-Repository
läuft auf einer Maschine in
Santa Clara, Kalifornien, USA. Von dort wird es auf
zahlreiche Server in aller Welt gespiegelt. Der
SVN-Quellbaum, der die Zweige
-CURRENT und
-STABLE enthält,
kann so einfach auf Ihr eigenes System gespiegelt
werden. Näheres dazu können Sie im Handbuch unter
Synchronisation der Quellen
in Erfahrung bringen.Die Committer-ListeCommitterDie Committer sind Personen
mit Schreibzugriff auf den
CVS-Quellbaum (der Begriff Committer
stammt vom &man.cvs.1;-Befehl commit,
der zum Einspeisen von Änderungen ins Repository
gebraucht wird). Der beste Weg, Vorschläge zur
Prüfung durch die Mitglieder der Committer-Liste
einzureichen, bietet der Befehl &man.send-pr.1;. Sollte es
unerwartete Probleme mit diesem Verfahren geben, besteht
immer noch die Möglichkeit eine E-Mail an die Liste
&a.committers; zu schicken.Das FreeeBSD-Core-TeamCore-TeamWürde man das &os; Project mit einem
Unternehmen vergleichen, so wäre das
&os;-Core-Team das
Gegenstück zum Vorstand. Die Hauptaufgabe des
Core-Teams ist es, das Projekt als Ganzes in gesunder
Verfassung zu halten und die weitere Entwicklung in die
richtige Bahn zu lenken. Das Anwerben leidenschaftlicher
und verantwortungsbewusster Entwickler ist eine
Aufgabe des Core-Team, genauso wie die Rekrutierung
neuer Mitglieder für das Core-Team, im Falle, dass
Altmitglieder aus dem Projekt aussteigen. Das
derzeitige Core-Team wurde im Juli 2008 aus einem Kreis
kandidierender Committer gewählt. Wahlen
werden alle zwei Jahre abgehalten.Einige Core-Team-Mitglieder haben auch spezielle
Verantwortungsbereiche. Das bedeutet, sie haben sich
darauf festgelegt, sicherzustellen, dass ein
größerer Teil des Systems so funktioniert wie
ausgewiesen. Eine vollständige Liste an &os;
beteiligter Entwickler und ihrer Verantwortungsbereiche
kann in der Liste der
Beitragenden eingesehen werden.Die Mehrzahl der Mitglieder des Core-Teams sind
Freiwillige in Bezug auf die &os;-Entwicklung und
profitieren nicht finanziell vom Projekt. Daher
sollte Verpflichtung nicht als
garantierter Support fehlinterpretiert
werden. Der oben angeführte Vergleich mit einem
Vorstand hinkt und es wäre angebrachter zu
erwähnen, dass diese Leute – wider besseres
Wissen – ihr eigenes Leben für &os;
aufgegeben haben!Weitere BeitragendeBeitragendeDie größte Entwicklergruppe sind
nicht zuletzt die Anwender selbst, die
Rückmeldungen und Fehlerbehebungen in einem anhaltend
hohen Maße an uns senden. Der bevorzugte Weg an
dem weniger zentralisierten Bereich der
&os;-Entwicklung teilzuhaben, ist die
Möglichkeit sich bei der Liste &a.hackers;
anzumelden. Weitere Informationen über die
verschiedenen &os;-Mailinglisten erhalten Sie in
.Die Liste
der zu &os; Beitragenden ist eine
lange und wachsende. Also warum nicht selbst dort
stehen, indem Sie gleich persönlich etwas zu
&os; beitragen?Quellcode ist nicht der einzige Weg, etwas zum
Projekt beizusteuern. Eine genauere Übersicht
über offene Aufgaben finden Sie auf der &os;-Web-Site.Zusammengefasst bildet unser Entwicklungsmodell einen
losen Verbund konzentrischer Kreise. Das zentralisierte
Modell ist auf die Bedürfnisse der
Anwender zugeschnitten, mit der einfachen
Möglichkeit eine zentrale Code-Basis zu verfolgen und
möglichen neuen Beitragenden nicht das Leben zu
erschweren! Unser Ziel ist es, ein stabiles Betriebssystem mit
einer großen Zahl passender
Programme zu bieten, die der Anwender
leicht installieren und anwenden kann. Und dieses Modell
funktioniert für diese Aufgabe ziemlich gut.Das Einzige was wir von möglichen neuen Mitgliedern
fordern, ist die gleiche Hingabe, mit der die jetzigen
Mitglieder am dauerhaften Erfolg arbeiten!Das aktuelle &os;-ReleaseNetBSDOpenBSD386BSDFree Software FoundationU.C. BerkeleyComputer Systems Research Group (CSRG)&os; ist ein (mit vollem Quellcode und ein frei
erhältliches) auf 4.4BSD-Lite-basierendes Release
für Intel &i386;, &i486;, &pentium;,
&pentium; Pro,
&celeron;,
&pentium; II,
&pentium; III,
&pentium; 4 (oder ein dazu kompatibler Prozessor),
&xeon;, DEC Alpha und
Sun &ultrasparc; Systeme.
Es stützt sich zum größten
Teil auf Software der Computer Systems Research Group (CSRG)
der Universität von Kalifornien in Berkeley mit einigen
Verbesserungen aus NetBSD, OpenBSD, 386BSD und der Free
Software Foundation.Seit unserem &os; 2.0 von Ende 1994 hat sich
Leistung, Funktionsvielfalt und Stabilität dramatisch
verbessert.
Die größte Änderung erfuhr das virtuelle
Speichermanagement durch eine Kopplung von virtuellem Speicher
und dem Buffer-Cache, das nicht nur die Leistung
steigert, sondern auch den Hauptspeicherverbrauch reduziert
und ein 5 MB-System zu einem nutzbaren Minimal-System
verhilft. Weitere Verbesserungen sind volle NIS-Client- und
Server-Unterstützung, T/TCP, Dial-On-Demand-PPP,
integriertes DHCP, ein verbessertes SCSI-Subsystem,
ISDN-Support, Unterstützung für ATM-, FDDI-, Fast-
und Gigabit-Ethernet-Karten (1000 Mbit), verbesserter
Support der neusten Adaptec-Controller und tausende
Fehlerkorrekturen.Zusätzlich zur Standard-Distribution bietet &os;
eine Sammlung von portierter Software mit tausenden begehrten
Programmen. Zum Verfassungszeitpunkt waren über
&os.numports; Anwendungen in der Ports-Sammlung! Das Spektrum
der Ports-Sammlung reicht von HTTP-Servern über Spiele,
Programmiersprachen, Editoren und so ziemlich allem
dazwischen. Die gesamte Ports-Sammlung benötigt
&ports.size; an Speicherplatz, wobei jeder Port anhand eines
Deltas zu den Quellen angegeben wird. Das
macht es für uns erheblich leichter, Ports zu
aktualisieren und es verringert den Plattenbedarf im Vergleich
zur älteren 1.0-Port-Sammlung. Um ein Port zu
übersetzen, müssen Sie einfach ins Verzeichnis des
Programms wechseln und ein make install
absetzen. Den Rest erledigt das System. Die originalen
Quellen jedes zu installierenden Port werden dynamisch von
CD-ROM oder einem FTP-Server bezogen. Es reicht also für
genügend Plattenplatz zu sorgen, um die gewünschten
Ports zu erstellen. Allen, die Ports nicht selbst kompilieren
wollen: Es gibt zu fast jedem Port ein vorkompiliertes
Paket, das einfach mit dem Befehl (pkg_add)
installiert wird. Pakete und Ports werden in
beschrieben.Eine Reihe von weiteren Dokumenten, die sich als hilfreich
bei der Installation oder dem Arbeiten mit &os; erweisen
könnten, liegen auf neueren &os;-Systemen im Verzeichnis
/usr/share/doc. Die lokal installierten
Anleitungen lassen sich mit jedem HTML-fähigen Browser
unter folgenden Adressen betrachten:Das &os;-Handbuch/usr/share/doc/handbook/index.htmlDie &os;-FAQ/usr/share/doc/faq/index.htmlEs besteht auch die Möglichkeit, sich die jeweils
aktuellste Version der Referenzdokumente unter anzusehen.