diff --git a/de_DE.ISO8859-1/articles/contributing-ports/article.sgml b/de_DE.ISO8859-1/articles/contributing-ports/article.sgml
index 3c6cb45ff6..25f8a73360 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/articles/contributing-ports/article.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/articles/contributing-ports/article.sgml
@@ -1,934 +1,934 @@
%articles.ent;
]>
Zur FreeBSD Ports-Sammlung beitragen$FreeBSD$Dieser Artikel beschreibt, wie man zur FreeBSD Ports-Sammlung
beitragen kann.Übersetzt von Martin Wilke.SamLawranceMarkLinimon
&tm-attrib.freebsd;
&tm-attrib.general;
Ports, beitragenEinleitungDie Ports-Sammlung ist ständig in Bearbeitung. Wir
wollen unseren Benutzern eine einfach zu verwendende,
aktuelle und qualitativ hochwertige Quelle für Software
von Drittanbietern bereitstellen. Deshalb suchen wir immer
Personen, die etwas von ihrer Zeit aufwenden können,
um uns dabei zu helfen.An der Ports-Sammlung zu arbeiten
ist ein hervorragender Weg, um zu helfen und dem Projekt
etwas zurück zu geben. Egal, ob Sie eine dauerhafte
Funktion oder eine kleine Aufgabe für einen
regnerischen Tag suchen - wir würden uns über
Ihre Hilfe freuen!Als Freiwillige/r setzen Sie sich selbst Grenzen.
Sie sollten sich aber immer bewusst sein, dass andere
Mitglieder der &os; Community möglicherweise auch
etwas von Ihnen erwarten. Sie sollten dies auf jeden
Fall in Ihre Entscheidung mit einbeziehen.Was Sie tun können, um uns zu helfenUm die Ports-Sammlung aktuell und in einem sauberen Zustand
zu halten, sind viele Dinge zu erledigen:Finden Sie eine begehrte oder nützliche
Software und erstellen Sie einen Port.Es gibt eine große Anzahl von Ports, die keinen
Maintainer haben. Werden Sie Maintainer und betreuen Sie einen Port.Wenn Sie einen Port erstellt haben oder betreuen,
vergessen Sie nicht, welche Aufgaben ein Maintainer
hat.Wenn Sie nur eine kleine Aufgabe suchen,
könnten Sie beispielsweise einen Bug oder defekten
Port fixen.Erstellen Sie einen neuen PortEs gibt ein eigenes Handbuch, das beim Erstellen
(und Aktualisieren) von Ports hilft. Es heißt Porter-Handbuch.
+ url="&url.books.porters-handbook;">Porter-Handbuch.
Das Porter-Handbuch ist die beste Referenz, um mit
dem Ports-System zu arbeiten. Es enthält Details
darüber, wie das Ports-System funktioniert und wie
man mit/an den Ports arbeitet.Übernahme eines nicht betreuten PortsEinen nicht betreuten Port aussuchenDie Betreuung eines Ports ist ein guter Weg zu helfen.
Nicht betreute Ports bleiben nur aktuell und stabil, wenn ein
Freiwilliger dafür sorgt. Es gibt eine grosse Anzahl
nicht betreuter Ports, daher ist es eine gute Idee für
den Einstieg, einen verwaisten Port zu übernehmen, den
Sie auch regelmässig selbst verwenden.Nicht betreute Ports haben als MAINTAINER
den Wert ports@FreeBSD.org. Eine Liste
der derzeit nicht betreuten Ports sowie Informationen zu deren
aktuellen Fehlern und Problemen können Sie unter
&os; Ports Monitoring System einsehen.Einige Ports beeinflussen durch Abhängigkeiten
und Slave-Port-Beziehungen eine grosse
Anzahl anderer Ports. Generell ist es ratsam, dass
Maintainer über ein Mindestmaß an Erfahrung
verfügen, bevor Sie derartige Ports betreuen.Um herauszufinden, ob ein Port Abhängigkeiten
oder Slave-Ports hat, können Sie im
Master-Port-Index/usr/ports/INDEX nachsehen. (Der Name der
Datei kann bei den einzelnen Releases von FreeBSD variieren,
z.B. INDEX-6). Einige Ports haben
bedingte Abhängigkeiten, die nicht im Standard-Index
INDEX zu finden sind. Wir erwarten, dass
Sie in der Lage sind, solche Ports zu erkennen, indem Sie sich
die Makefiles anderer Ports ansehen.Wie man einen Port übernimmtBitte vergewissern Sie sich, dass Sie die
Aufgaben eines Maintainers
verstanden haben. Lesen Sie bitte auch das
- Porter-Handbuch.
+ Porter-Handbuch.
Übernehmen Sie nicht mehr Aufgaben, als Sie
bewältigen können.Sie können einen nicht reservierten Port jederzeit
übernehmen, die Entscheidung liegt bei Ihnen. Wenn
Sie dazu bereit sind, setzen Sie MAINTAINER
auf Ihre E-Mail-Adresse und reichen einen Problembericht (PR)
mit den von Ihnen vorgenommenen Änderungen ein. Wenn beim
Kompilieren des Ports Fehler auftreten oder eine Aktualisierung
notwendig ist, können Sie derartige Änderungen dem
selben PR beifügen. Das ist sehr hilfreich, weil sich viele
Committer weigern, die Wartung eines Ports zu übergeben,
wenn jemand nicht die nötige Erfahrung mit &os; vorweisen
kann. Das Einreichen von PRs, die Kompilierfehler beheben oder
Ports aktualisieren, ist der beste Weg, um Erfahrung zu
sammeln.Erstellen Sie Ihren PR mit der
categoryports
und der classchange-request. Ein Committer wird
Ihren PR analysieren, die Änderungen committen und danach
den PR abschließen. Manchmal kann dieser Prozess eine
Weile dauern (auch Committer sind "nur" freiwillige
Helfer!).Die Herausforderung als Ports-Maintainer Dieser Abschnitt erklärt, warum Ports betreut werden
müssen, und beschreibt die Pflichten eines
Ports-Maintainers.Warum müssen Ports betreut werden?Einen Port zu erstellen ist eine einmalige Sache.
Sicherzustellen, dass ein Port aktuell ist und auch in Zukunft
funktioniert, erfordert hingegen eine laufende Betreuung
und einen nicht zu unterschätzenden Arbeitsaufwand.
Maintainer sind Personen, die einen Teil ihrer Zeit dazu
verwenden, einen Port für andere FreeBSD-Anwender aktuell
und einfach installierbar zu halten.Der wichtigste Grund für die Betreuung von Ports
ist der Wunsch, der &os;-Community die neueste und beste
Drittanbieter-Software zur Verfügung zu stellen. Eine
zusätzliche Herausforderung ist die Aufrechterhaltung
der Funktionalität einzelner Ports innerhalb der
sich verändernden Ports-Sammlung.Als Ports-Maintainer werden Sie folgende
Herausforderungen meistern:Neue Software-Versionen und AktualisierungenNeue Versionen und Aktualisierung von bereits
portierter Software werden kontinuierlich
veröffentlicht und müssen in die Ports-Sammlung
integriert werden, um aktuelle Software ausliefern zu
können.Änderungen an Abhängigkeiten ihres
PortsWenn bedeutende Änderungen an den
Abhängigkeiten Ihres Ports gemacht wurden,
kann es vonnöten sein, diesen zu aktualisieren,
damit er weiterhin korrekt funktioniert.Änderungen an abhängigen PortsWenn andere Ports von einem Ihrer betreuten
Ports abhängig sind, müssen Änderungen
eventuell mit anderen Maintainern abgesprochen
werden.Zusammenwirken von anderen Benutzern,
Maintainern und EntwicklernEin Teil der Aufgabe eines Maintainers ist es,
Support zu leisten. Damit ist kein Hauptsupport
für die Software gemeint (wir haben allerdings nichts
dagegen, wenn Sie sich dennoch entscheiden, dies zu tun).
Ihre Aufgabe ist aber, sich um &os;-spezifische
Fragen zu Ihren Ports zu kümmern.Bugs findenEine Portierung könnte vielleicht von
&os;-spezifischen Bugs beeinflusst werden. In einem solchen
Fall ist es Ihre Aufgabe, den Fehler zu finden und zu
beheben. Daher sollten Sie Ihren Port umfassend testen,
um derartige Probleme zu entdecken, bevor Sie einen
Port in die Ports-Sammlung aufnehmen.Änderungen an Ports, Infrastruktur und
LizenzenGelegentlich werden die Werkzeuge für das Bauen von Ports
erneuert oder es wird ein neuer Vorschlag zur
Infrastruktur der Ports-Sammlung gemacht. Sie sollten von
diesen Änderungen wissen, falls Ihre Ports betroffen
sind und aktualisiert werden müssen.Änderungen am Basissystem&os; ist in ständiger Entwicklung.
Änderungen an Software, Bibliotheken, dem Kernel
oder sogar Lizenzänderungen können
Änderungsbedarf an den Ports auslösen.Aufgaben eines MaintainersHalten Sie Ihre Ports aktuellDieser Abschnitt bietet einen kurzen Überblick zu
diesem Thema. Ausführliche Informationen zur
Aktualisierung von Ports finden Sie im Porter-Handbuch.
+ url="&url.books.porters-handbook;">Porter-Handbuch.
Achten Sie auf AktualisierungenÜberwachen Sie Ihr Programm auf neue Versionen
der Software, Aktualisierungen und Security-Fixes.
Ankündigungen in Mailinglisten oder auf
Nachrichtenseiten im Internet sind dabei sehr
hilfreich. Manchmal werden Sie von Benutzern gefragt
werden, wann Ihr Port eine Aktualisierung bekommt.
Wenn Sie mit anderen Dingen beschäftigt sind oder aus
sonstigen Gründen keine Aktualisierung
bereitstellen können, fragen Sie den Benutzer
doch einfach, ob er Ihnen bei der Aktualisierung
helfen möchte.Es kann auch vorkommen, dass Sie eine automatisch
generierte E-Mail vom
&os; Ports Version Check
bekommen, die Sie darüber informiert, dass eine
aktuellere Version des Distfiles Ihres Ports
verfügbar ist. Weitere Informationen über
dieses System (inklusive einer Erklärung, wie Sie
derartige E-Mails in Zukunft vermeiden können) finden
Sie ebenfalls in einer solchen Nachricht.Aufnehmen von ÄnderungenWenn verfügbar, integrieren Sie die
Veränderungen in den Port. Sie müssen in der
Lage sein, einen Patch zwischen dem alten und dem neuen
Port zu generieren.Nachprüfung und TestÜberprüfen und testen Sie
ihre Änderungen gründlich:Kompilieren, installieren und testen Sie
ihren Port auf so vielen Plattformen und
Architekturen, wie Sie können. Es kommt sehr
häufig vor, dass ein Port auf einem
Entwicklungszweig oder einer Plattform
funktioniert, auf einer anderen Plattform aber Fehler
erzeugt.Stellen Sie sicher, dass die
Abhängigkeiten ihres Ports vollständig
sind. Die empfohlene Vorgehensweise dafür
ist, dass Sie ihre eigenen Ports in einer
Tinderbox kompilieren.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im
Abschnitt Ressourcen
dieses Artikels.Stellen Sie sicher, dass die Liste der zu
installierenden Dateien und Verzeichnisse aktuell
ist.Überprüfen Sie ihren Port mit
&man.portlint.1;. Sehen Sie sich dazu den Abschnitt
Ressourcen an.
Dieser enthält wichtige Informationen zum
Einsatz von portlint.Achten Sie darauf, dass Änderungen an Ihrem
Port nicht den Bau eines anderen Ports verhindern.
Ist dies der Fall, besprechen Sie die von Ihnen
durchgeführten Änderungen mit den
Maintainern der betroffenen Ports. Dies ist besonders
dann wichtig, wenn Ihre Aktualisierung die
Shared Library-Version ändert;
in diesem Fall werden Sie für die abhängigen
Ports einen PORTREVISION-Bump
benötigen, damit diese von automatisierten Werkzeugen
wie &man.portupgrade.1; auf dem neuesten Stand gehalten
werden.Änderungen einreichenReichen Sie ihre Aktualisierungen mit einem PR ein,
welcher die Änderungen erklärt und einen Patch
enthält, der die Änderungen zwischen dem
Original und Ihrer aktualisierten Version umfasst.
Lesen Sie bitte zuerst den Artikel Writing FreeBSD
Problem Reports, der das korrekte Einreichen
von Problemberichten beschreibt.Bitte schicken Sie kein &man.shar.1;-Archiv
des gesamten Ports. Benutzen Sie stattdessen
&man.diff.1; -r. Auf diese Art und
Weise können Committer viel einfacher erkennen,
welche Änderungen vorgenommen wurden. Das
Porter-Handbuch enthält viele nützliche
Informationen zum Upgrading
+ url="&url.books.porters-handbook;/port-upgrading.html">Upgrading
eines Ports.Warten
- Es kann nur sehr wenig Zeit vergehen, bis sich ein
+ Es kann nur sehr wenig Zeit vergehen, bis sich ein
Committer mit Ihrem PR befasst. Es kann aber auch mehrere
Wochen dauern, bis eine Reaktion erfolgt - haben Sie bitte
Geduld.Feedback gebenWenn ein Committer Probleme in Ihren Änderungen
entdeckt, wird er Sie darüber informieren. Eine
schnelle Reaktion Ihrerseits ist hilfreich, um Ihren PR
rasch bearbeiten zu können. Außerdem hilft
es Ihnen, den Faden nicht zu verlieren, wenn Sie
versuchen, aufgetretene Probleme zu lösen.Und zuletzt...Ihre Änderungen werden übermittelt und im
Anschluss daran wird Ihr Port aktualisiert. Der
betreffende PR wird danach vom Committer geschlossen.
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft!Stellen Sie sicher, dass Ihre Ports den Buildprozess
weiterhin erfolgreich durchlaufenDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Probleme entdecken und
beheben, die ihre Ports daran hindern, den Buildprozess
erfolgreich zu durchlaufen.&os; garantiert nur für die
-STABLE-Zweige, dass die
Ports-Sammlung korrekt funktioniert. Sie sollten
5-STABLE oder
6-STABLE benutzen, wobei der letztere
Zweig bevorzugt wird. Theoretisch sollte es ausreichen, das
aktuelle Stable Release des jeweiligen
STABLE-Zweigs einzusetzen (da die ABIs
in der Regel nicht geändert werden), es empfiehlt sich
aber, dem jeweiligen STABLE-Zweig zu folgen.Seit die Mehrheit von &os;-Installationen auf
PC-kompatiblen Maschinen arbeitet
(i386-Architektur) erwarten wir, dass Ihr
Port auf dieser Architektur funktioniert. Da allerdings
immer mehr Leute die amd64-Architektur
nutzen, wird es immer wichtiger, dass Ports auch dort
korrekt funktionieren. Es ist durchaus in Ordnung, um Hilfe
zu fragen, wenn Sie keine solche Maschine besitzen.Häufige Fehler beim Umgang mit
nicht-i386 Maschinen entstehen,
weil Programmierer ür Instanzen und Pointer
ints verwendeten, oder weil der
relativ simple
gcc 2.95-Compiler
genutzt wird. Immer mehr Programmautoren
überarbeiten ihren Code, um diese Fehler zu
beseitigen — wenn der Programmautor seinen Code
allerdings nicht aktiv betreut, müssen Sie dies
eventuell selbst in die Hand nehmen.Sie sollten die folgende Liste durchgehen, um
sicherzustellen, dass Ihr Port gebaut werden kann:Achten Sie auf Build-FehlerÜberprüfen Sie regelmäßig den Ports
Building Cluster pointyhat
und den
Distfiles Survey,
um festzustellen, ob einer Ihrer Ports nicht gebaut oder
die Distfiles nicht geladen werden können (lesen Sie
den Abschnitt Ressourcen
dieses Artikels für weitere Informationen zu diesen
Systemen). Fehlerberichte kommen eventuell auch
von anderen Benutzern oder als automatisierte Meldungen
per E-Mail.Sammeln Sie InformationenWenn Sie ein Problem entdecken, benötigen Sie
als Erstes Informationen, die Ihnen dabei helfen, dieses
Problem zu beheben. Build-Fehler, die von
pointyhat gemeinsam mit Logdateien
verschickt werden, zeigen Ihnen, an welcher Stelle
der Fehler auftritt. Wenn Ihnen ein Fehler von
einem anderen Benutzer mitgeteilt wird, fragen
Sie nach, ob er bereit ist, ihnen Informationen
zukommen zu lassen, die eventuell bei der Diagnose
des Problems helfen können, wie z.B.:Build-Logs.Die Werkzeuge und Optionen, mit denen ein Port
gebaut wurde (inklusive der Optionen in
/etc/make.conf).Eine Liste installierter Pakete auf dem
System kann mit &man.pkg.info.1; erstellt
werden.Die &os;-Version, welche benutzt wird, kann
mit &man.uname.1; -a
ermittelt werden.Wann die Ports-Sammlung das letzte Mal
aktualisiert wurde.Wann die INDEX-Datei
zuletzt aktualisiert wurde.Suchen und finden Sie eine LösungLeider gibt es keinen allgemein gültigen
Weg, dies zu tun. Denken Sie daran: Wenn Probleme
auftauchen bitten Sie einfach jemanden um Hilfe!
Ein guter Anfang ist die Mailingliste &a.ports;.
Auch die Entwickler der Software selbst sind oft sehr
hilfreich.Änderungen übermittelnGenau wie beim Aktualisieren eines Ports
sollten Änderungen integriert, geprüft
und getestet werden. Reichen Sie Ihre Arbeit als
PR ein und geben Sie Feedback, falls dies notwendig
ist.Patches an Programmautoren sendenManchmal müssen Sie Patches erstellen, um
einen Port unter FreeBSD zum Laufen zu bekommen.
Einige (aber nicht alle) Programmautoren nehmen
diese Patches in Ihren Code für das nächste
Release auf. Dies kann den Benutzern anderer BSD-Systeme
helfen und einiges an unnötiger Mehrarbeit ersparen.
Bitte betrachten Sie das Versenden von verwertbaren
Patches an die Autoren als ein Gebot der
Höflichkeit.Ermitteln Sie Bug-Reports und PRs, die Ihre Ports
betreffen&os;-spezifische Bugs werden meistens durch falsche
Annahmen über Build- und Laufzeitumgebungen, die
nicht zu &os; passen, verursacht. Derartige Probleme zu
entdecken ist oft sehr schwierig, glücklicherweise
sind derartige Probleme aber nicht sehr häufig.Folgende Schritte sind notwendig, um sicherzustellen, dass
ihr Port weiterhin wie gewünscht funktioniert:Antworten Sie auf Bug-ReportsBugs können Ihnen als E-Mail durch die
GNATS Problem Report database zugestellt
werden, Sie können Ihnen aber auch direkt von
Benutzern gemeldet werden.Sie sollten innerhalb von 14 Tagen auf PRs und andere
Berichte antworten. Versuchen Sie schnellstmöglich
zu antworten, selbst wenn Sie nur mitteilen können,
dass Sie noch etwas Zeit brauchen, bevor Sie den PR
bearbeiten können.Sammeln Sie InformationenWenn mit dem Bug-Report nicht auch gleichzeitig eine
Lösung übermittelt wird, müssen Sie zuerst
die zum Beheben des Problems nötigen Informationen
sammeln.Wenn der Fehler reproduzierbar ist, können Sie
die meisten Informationen selbst sammeln. Wenn nicht,
bitten Sie die Person, die den Fehler gefunden hat,
diese Informationen für Sie zu sammeln:Eine genaue Beschreibung dessen, was Er/Sie getan
hat, den erwarteten Programmverlauf und den
tatsächlichen Ablauf.Eine Kopie der Eingabedaten, die den Fehler
auslösen.Informationen über das System, auf dem der
Port gebaut und ausgeführt wird, etwa die Liste
der installierten Pakete sowie die Ausgabe von
&man.env.1;.Core dumps.Stack traces.Schließen Sie falsche Reports ausEinige Fehlerberichte sind eventuell falsch. Es kommt
vor, dass ein Programm falsch benutzt wird. Weiterhin
können installierten Pakete veraltet sein und
müssten einfach nur aktualisiert werden. Manchmal
ist ein gemeldeter Fehler auch nicht &os;-spezifisch. In
diesem Fall melden Sie den Fehler den derzeitigen
Entwicklern der Software. Wenn Sie in der Lage sind, den
Fehler zu beheben, können Sie dies natürlich
trotzdem tun und den Entwicklern Ihren Patch zukommen
lassen.Lösungen findenBei Build-Fehlern werden Sie eine Lösung finden
müssen. Denken Sie daran zu fragen, wenn Sie nicht
weiterkommen!Änderungen einreichen oder annehmenGenau so wie bei der Aktualisierung eines Ports
sollten Sie alle Änderungen zuvor analysieren und
testen, um Sie danach als neuen PR (oder als
Folgebericht (follow-up),
falls ein PR zu diesem Problem bereits existiert)
einzureichen. Falls ein anderer Anwender Änderungen
für einen PR eingereicht hat, können Sie einen
Folgebericht erstellen, mit dem Sie die vorgeschlagenen
Änderungen akzeptieren oder (mit einer
Begründung) ablehnen.Support leistenTeilaufgabe eines Maintainers ist es, Support zu leisten
— nicht den Hauptsupport für die Software —
aber für seine Ports und &os;-spezifische Schlampereien
und Probleme. Benutzer kontaktieren Sie vielleicht wegen
Fragen, Anregungen, Problemen und Patches. Die meiste Zeit
werden sich derartige Mitteilungen spezifisch auf &os;
beziehen.Manchmal müssen Sie eventuell ihre diplomatischen
Fähigkeiten auffrischen und Benutzer freundlich an die
korrekten Anlaufstellen für den Hauptsupport verweisen.
Nur selten werden Sie auf eine Person treffen, die Sie fragt,
warum die RPMs nicht aktuell sind oder wie
Sie die Software unter Foo Linux zum Laufen
bringen. Ergreifen Sie die Gelegenheit und berichten Sie,
dass Ihr Port aktuell ist (natürlich nur, wenn er es auch
tatsächlich ist) und schlagen Sie vor, einmal &os;
auszuprobieren.Wenn Sie Glück haben, werden Benutzer und Entwickler
gelegentlich daran denken, dass Sie eine sehr
beschäftigte Person sind, deren Zeit nicht
unerschöpflich, sondern kostbar ist, und werden vielleicht
ein Teil Ihrer Arbeit für Sie übernehmen.
Beispielsweise könnten sie:Einen PR einreichen oder Ihnen Patches schicken.Einen vorhandenen PR untersuchen und eventuell einen
Patch dazu erstellen.Ihnen Änderungen für Ihre Ports zusenden.In diesem Fall ist ihre Hauptaufgabe zeitnahes
Antworten. Der Timeout für nicht ansprechbare Maintainer
beträgt 14 Tage. Nach dieser Periode können
Änderungen ohne ihre Prüfung eingereicht werden.
Diese Personen haben sich die Arbeit gemacht, etwas für
Sie zu übernehmen, versuchen Sie daher, möglichst
rasch zu antworten. Danach überprüfen, akzeptieren,
verändern oder diskutieren Sie diese Änderungen mit
den betroffenen Personen so schnell wie möglich.Wenn Sie vermitteln können, dass Sie deren Arbeit
zu schätzen wissen (und das sollten Sie), dann werden Sie
eine bessere Chance haben, dass diese Personen ihnen auch in
Zukunft etwas Arbeit abnehmen. :-)Defekte Ports finden und reparierenEs gibt zwei wirklich gute Anlaufstellen, um Ports
zu finden, die ihre Aufmerksamkeit benötigen.Sie können das Web
Interface der Problem Reports-Datenbank nutzen, um nach
ungelösten Problemen zu suchen. Die Mehrheit der PRs, die
zu Ports eingereicht werden, betreffen Aktualisierungsprobleme,
aber mit ein bißchen Recherche in den Übersichten
und Zusammenfassungen sollten Sie das eine oder andere
Interessante finden. (Die Kategorie sw-bug
ist ein guter Platz, um mit der Arbeit zu beginnen).Die zweite Anlaufstelle ist das &os; Ports Monitoring
System. Hier können Sie nicht betreute Ports mit
Build-Fehlern und Ports, die als BROKEN
gekennzeichnet sind, finden. Natürlich ist es auch in
Ordnung, Änderungen an betreuten Ports zu machen. Denken
Sie aber bitte daran, den Maintainer zuvor davon zu
informieren, da dieser möglicherweise bereits an diesem
Problem arbeitet.Sobald Sie einen Fehler oder ein Problem gefunden haben,
sammeln Sie dazu Informationen und versuchen Sie, den Fehler
zu analysieren und zu beheben! Wenn sich bereits ein PR mit
diesem Problem befasst, knüpfen Sie dort an. Ansonsten
reichen Sie einen neuen PR ein. Die von Ihnen vorgeschlagenen
Änderungen werden danach geprüft. Sind diese in
Ordnung, werden Sie danach committed.Sagen Sie Bescheid, wenn Sie einen Port nicht mehr
betreuen möchtenSo wie Ihre Interessen sich ändern, haben Sie
vielleicht irgendwann auch nicht mehr die Zeit, weiterhin
einige (oder alle) Ihrer Ports zu betreuen. Das ist
verständlich. Bitte lassen Sie es uns wissen, wenn Sie
keine Zeit oder kein Interesse mehr daran haben, Maintainer zu
sein oder einen Port selbst nicht mehr benutzen und deshalb
gerne abgeben wollen. Nur auf diese Art und Weise können
wir vorankommen und anderen anbieten, an diesen Ports zu
arbeiten, ohne dass diese auf Ihre Antworten warten müssen.
Denken Sie daran: &os; ist ein Freiwilligen-Projekt. Wenn Ihnen
eine Aufgabe keinen Spaß mehr macht, ist es wahrscheinlich
an der Zeit, jemand anderen an Ihre Ports zu lassen.In jedem Fall behält sich das Ports Management
Team (portmgr) das Recht vor, Ihnen den
Maintainer-Status abzuerkennen, wenn Sie für längere
Zeit nicht aktiv sind (derzeit liegt diese Grenze bei drei Monaten).
Damit ist gemeint, dass ungelöste Probleme oder ausstehende
Aktualisierungen in diesem Zeitraum nicht bearbeitet wurden.Ressourcen für Ports-Maintainer und CommitterDas Porter-Handbuch
+ url="&url.books.porters-handbook;">Porter-Handbuch
ist Ihr Ratgeber zum Ports-System und sollte stets
in Ihrer Reichweite sein!Der Artikel Writing FreeBSD Problem
Reports beschreibt, wie PRs formuliert und eingereicht
werden sollen. Allein im Jahr 2005 wurden mehr als 11.000 PRs
zu verschiedenen Ports eingereicht! Wenn Sie die Anweisungen
dieses Artikels befolgen, werden wir weniger Zeit benötigen,
um Ihre PRs zu bearbeiten.Die
Problem Report Database.Pointyhat
ist der Ports Build Cluster. Sie können Pointyhat nutzen,
um nach Port-Buildlogs über alle Architekturen und
Haupt-Releases zu suchen.Das FreeBSD Ports Monitoring
System kann verschiedene Informationen über Ports
enthalten, beispielsweise Build-Fehler und Problemberichte.
Als Ports-Maintainer können Sie hier den Buildstatus Ihres
Ports in Erfahrung bringen. Als Committer können Sie dort
defekte und unbetreute Ports finden, die gefixt werden
müssten.Bill Fenners Distfile
Survey kann Ihnen die Ports anzeigen, deren Distfiles
nicht erreichbar sind. Sie können damit Ihre eigenen
Ports prüfen oder auch herauszufinden, ob die
MASTER_SITES-Einträge bestimmter Ports
nicht mehr aktuell sind.Der tinderbox-Port ist die
gründlichste Lösung, um den Port während des ganzen
Prozesses der Installation, Paketerstellung und Deinstallation
zu testen. Das Programm bietet sowohl eine Kommandozeilen- als
auch eine Web-Schnittstelle. Weitere Informationen zu diesem
Port finden Sie im Verzeichnis
ports/ports-mgmt/tinderbox sowie auf der
Tinderbox
Homepage.Mit &man.portlint.1; können Sie einen Port auf die
Einhaltung von stilistischen und funktionellen Richtlinien hin
überprüfen. Da es sich bei
portlint um eine heuristische
Anwendung handelt, sollten Sie dessen Ausgaben nur als
einen Ratgeber verwenden. Wenn
portlint zu umfangreiche Änderungen
vorschlägt, lesen Sie nochmal das Porter-Handbuch
+ url="&url.books.porters-handbook;">Porter-Handbuch
oder bitten Sie jemanden um Rat.Die Mailingliste &a.ports; ist für allgemeine Diskussionen
über Ports vorgesehen. Wenn Sie Hilfe benötigen
können Sie dort nachfragen. Sie können einzelne
Mailinglisten
auch abonnieren oder in deren Archiven suchen und lesen.
Die Mailinglisten &a.ports-bugs; und &a.cvs-ports; könnten
für Sie ebenfalls von Interesse sein.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/articles/version-guide/article.sgml b/de_DE.ISO8859-1/articles/version-guide/article.sgml
index 69ca8aae8c..5aa7b729a8 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/articles/version-guide/article.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/articles/version-guide/article.sgml
@@ -1,483 +1,477 @@
%articles.ent;
]>
Die für Sie passende FreeBSD-Version bestimmenThe FreeBSD Documentation Project$FreeBSD$
&tm-attrib.freebsd;
2005The FreeBSD Documentation ProjectSie haben sich dafür entschieden, FreeBSD zu
installieren. Dieses Dokument soll Ihnen dabei
helfen, sich für eine Version zu entscheiden.Übersetzt von Johann Kois.HintergrundinformationenDamit Sie sich für die für Sie am Besten geeignete
&os;-Version entscheiden können, müssen Sie einige
Konzepte unseres Entwicklungs- und Release Engineering
(RE)-Prozesses verstehen.&os; wird von einer großen Gruppe von fast
ausschließlich freiwilligen Mitarbeitern entwickelt.
Der Quellcode des Kernels und der Systembibliotheken wird
durch ein Versionskontrollsystem
verwaltet und kann jederzeit heruntergeladen werden.
Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen
binäre Installationspakete erstellt.
Einige dieser Binärversionen durchlaufen einen intensiveren
Testprozess und werden danach als Release
veröffentlicht.ReleasesReleases werden durch eine
Hauptversionsnummer sowie eine
Unterversionsnummer gekennzeichnet.Das Ziel eines Haupt-Releases ist es, neue Funktionen
einzuführen. Dafür kann es auch nötig sein,
die Kompatibilität mit Vorgängerversionen
zugunsten der Weiterentwicklung von &os; aufzugeben.
Andererseits werden manchmal Funktionen aus dem System
entfernt, die nicht länger benötigt werden.Eine Unterversion wird veröffentlicht, um Probleme
zu beheben sowie die Leistung und Stabilität des
Systems zu verbessern. Dabei hat aber die Erhaltung der
Kompatibilität zwischen den einzelnen Unterversionen
Priorität. Ist die Einhaltung dieser Vorgaben
gewährleistet, werden gelegentlich auch in
Unterversionen neue Funktionen eingeführt.Beachten Sie aber, dass eine
Release-Version lediglich den Stand des
Quellcodes zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt, dem ein
Name (ein sogenanntes Tag) zugewiesen
wurde. So hat das Release Engineering Team dem Release 5.4
das Tag RELENG_5_4_0_RELEASE zugewiesen. Der
aktuelle Entwicklungsstand wird hingegen durch das Tag
HEAD gekennzeichnet.EntwicklungszweigeZeitgleich mit der Veröffentlichung einer
Release-Version wird ein Zweig
(branch) erzeugt
(in unserem Beispiel RELENG_5_4).
Der Quellcode von RELENG_5_4_0_RELEASE
bleibt danach unverändert, während sich Dateien
des Zweiges RELENG_5_4 sehr wohl
verändern können, wenn Änderungen wie
Behebungen von Sicherheitslücken oder anderen
Problemen von HEAD übernommen
werden.Während der Lebenszeit einer Hauptversion wird
ein weiteres Tag vergeben, beispielsweise
RELENG_5. In diesen Zweig können
zusätzlich zu den eben genannten Aktualisierungen
auch weitere Neuerungen von HEAD
übernommen werden, um so den Übergang zur
nächsten Unterversion vorzubereiten.STABLE versus
CURRENTWährend der Lebenszeit einer Hauptversion kann auch
ein STABLE-Zweig erzeugt werden. Dadurch
wird signalisiert, dass das &os;-Projekt der Ansicht ist, dass
dieser Zweig nun so stabil ist, dass er für die meisten
Anwender geeignet ist. Ein Zweig, der vor seiner Eignung
für den allgemeinen Einsatz noch weiter getestet werden
muss, wird hingegen als CURRENT
bezeichnet.Das &os;-Projekt übernimmt keine Garantie
dafür, dass die vertriebene Software für alle
Einsatzzwecke stabil genug ist. Diese
Entscheidung kann nur der jeweilige Anwender selbst treffen.
Bedenken Sie auch, dass das FreeBSD-Projekt sich fast
ausschließlich aus Freiwilligen zusammensetzt. Daher
kann auch nicht garantiert werden, dass die Software für
Ihre Anforderungen geeignet ist.Ports versus
PackagesNeben dem Betriebssystem selbst unterstützt &os;
auch Tausende Anwendungen, die unabhängig vom Projekt
selbst von Dritten entwickelt werden. Dazu gehören
Window-Systeme, Internetbrowser, E-Mail-Programme,
Office-Programme und viele andere mehr. Das FreeBSD-Projekt
stellt dazu in der Regel nur das als
Ports-Sammlung bezeichnete Gerüst
bereit, damit diese Programme unter &os; installiert werden
können. Ein Programm, dessen Lizenz die Installation
aus dem Quellcode erlaubt, wird als Port
bezeichnet, ein Programm, das aus einer vorkompilierten
Binärdatei installiert wird, hingegen als Paket
(package).Bisherige Release-ZeitpläneWährend der Entwicklung von &os; 5.X traten
Probleme auf, deren Tragweite erst im Nachhinein
vollkommen klar wurde. Die Entwicklungsziele für
die 5.X-Reihe waren äußerst ambitioniert und sahen
unter anderem vor:Die Unterstützung von Mehrprozessor-Systemen
(Symmetric MultiProcessing
(SMP)).Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit durch
die Entwicklung einer neuen Strategie für das
Ressourcenmanagement innerhalb des Kernels.Die zusätzliche Unterstützung von
verschiedenen Prozessor-Architekturen.Die Einführung eines neuen Modells für die
Handhabung von Threads.Die Entwicklung eines neuen Schedulers.Die Unterstützung neuer Technologien wie
Power Management (insbesondere auf Notebooks).All dem übergeordnet war die Festlegung, die
5.X-Serie erst dann für STABLE
zu erklären, wenn all diese Aufgaben erledigt
waren.Dies führte dazu, dass zwischen dem Entstehen
des STABLE-Zweiges von 4.X beziehungsweise
5.X mehrere Jahre vergingen. Dieser Umstand hatte mehrere
unerwünschte Auswirkungen:Die große Anzahl der gleichzeitig zu
implementierenden Neuerungen machte es sehr schwierig,
einen Teil davon zu isolieren und in den
STABLE-Zweig einzubringen.Anwender, die bestimmte Neuerungen unbedingt
benötigten (etwa die Unterstützung neuester
Hardware), entschieden sich vielfach dafür,
beispielsweise &os; 5.2.1 zu installieren, obwohl
es sich dabei um ein CURRENT-Release
handelte, das nur für Entwickler und nicht für
den allgemeinen Einsatz vorgesehen war.Um Änderungen aus diesen Versionen wieder in den
aktuellen Entwicklungszweig einzubringen, waren die
Entwickler gezwungen, diese Eigenschaften auf &os;-Versionen
zu unterstützen, die sie nicht als primäre
Entwicklungsplattform nutzten.Die zeitliche Verzögerung bis zum Erscheinen von
&os; 5.3, dem ersten STABLE-Release,
führte zu umfangreichen Änderungen, was die
Aktualisierung auf die neue Version äußerst
kompliziert machte.Um es auf den Punkt zu bringen: Niemand war mit dieser
Entwicklung zufrieden.Aus dieser Problematik wurden daher folgende
Rückschlüsse gezogen:Neue Hauptversionen werden künftig nicht mehr so
umfangreiche Änderungen aufweisen. Dafür werden
solche Versionen häfiger veröffentlicht werden.Soweit möglich, sollen Funktionserweiterungen
künftig voneinander isoliert entwickelt werden.
Dies setzt voraus, dass Teile der Entwicklungsarbeit
außerhalb des Hauptquellcodebaumes erfolgen.
Änderungen werden erst dann in den Hauptentwicklungszweig
eingebracht werden, wenn sichergestellt ist, dass diese die
Stabilität anderer Entwicklungsprojekte nicht
beeinträchtigen.Hauptversionen werden sich künftig an einem Zeitplan
orientieren und nicht mehr an den zu implementierenden
Änderungen. Wenn bestimmte Eigenschaften zum geplanten
Veröffentlichungszeitpunkt nicht fertig werden, werden
sie vorerst deaktiviert und erst in der nächsten
Hauptversion aktiviert.Durch die häufigere Veröffentlichung von weniger
umfangreichen Änderungen erhofft man sich außerdem,
dass die Einbringung von neuen Eigenschaften aus
HEAD in die neue
STABLE-Version erleichtert wird. Dadurch
können solche Eigenschaften in mehreren Hauptversionen
unterstützt werden. Da es sich dabei in der Regel um
isolierte Änderungen handeln wird, verringert sich auch
die Wahrscheinlichkeit, dass mit diesen Änderungen neue
Probleme eingeführt werden.Durch die Fokussierung auf einen Zeitplan statt auf
geplante Änderungen wird es für Anwender, Entwickler
von externen Programmen sowie &os;-Entwickler einfacher werden,
eigene Planungen zu erstellen.Diese Überlegungen, und nicht die Anpassung an die
Hauptversionsnummern anderer Betriebssysteme, sind die
Hauptmotivation für die Änderung des
Entwicklungszyklusses.Zukünftige Release-ZeitpläneSo sehen die derzeitigen Planungen des &os;-Projekts
für zukünftige Versionen aus:Alle 18 Monate soll eine neue Hauptversion
veröffentlicht werden.Eine Unterversion soll hingegen alle 4 Monate
veröffentlicht werden.
- Für die jeweils aktuellste Unterversion jeder
- Hauptversion sollen vorkompilierte Pakete angeboten
+ Für das jeweils aktuellste Unterversion-Release
+ jeder Hauptversion sollen vorkompilierte Pakete angeboten
werden.
-
- Zusätzlich sollen für das jeweils aktuellste
- Unterversions-Release jeder Hauptversion vorkompilierte
- Pakete angeboten werden.
-
-
Sicherheitslücken und andere kritische Probleme
sollen für die aktuellsten Unterversionen jeder
Hauptversion angeboten werden (in sogenannten
security branches).Aufgrund der vielen verschiedenen installierbaren Versionen,
ist es allerdings nicht möglich, jede Version zeitlich
unbegrenzt zu unterstützen. Dies liegt zum Teil an nur
begrenzt verfügbaren Rechnerkapazitäten, vor allem
aber an der ebenfalls nur begrenzt verfügbaren Leistung
der freiwilligen Mitarbeiter des &os;-Projekts.Interessierte Leser sollten sich auch folgende Seiten
ansehen:The Release Engineering ScheduleThe Security Branch ScheduleBeide Dokumente gehen näher auf die verschiedenen
Entwicklungszweige sowie den Zeitrahmen ein, für den
die einzelnen Zweige unterstützt werden.Wie sollten diese Faktoren meine Entscheidung
beeinflussen?Die wichtigsten Fragen, die Sie sich vor der Entscheidung
für die zu installierende Version stellen sollten, sind:Wie stabil muss Ihre Installation sein?Wie viel Arbeit wollen Sie in den Aktualisierungsprozess
investieren?Wie lange wollen Sie mit einer bestimmten Version
arbeiten, bevor Sie auf eine neuere Version wechseln?Wie sicherheitskritisch ist Ihre Installation?Wollen Sie Ihr System aus dem Quellcode installieren oder
bevorzugen Sie eine Binärinstallation?Sind Sie bereit, sich am &os;-Entwicklungsprozess zu
beteiligen?Es folgen nun einige grobe Richtlinien, die Ihnen bei Ihrer
Entscheidung helfen sollen:Wenn Sie an der derzeit stabilsten Version interessiert
sind und möglichst wenig Ressourcen in die
Aktualisierung Ihres Systems investieren wollen, sollten
Sie das aktuellste
STABLE-Unterversions-Release
installieren und bei dieser Version verbleiben. Dabei bleibt
es Ihnen überlassen, ob Sie Änderungen dieses
Zweiges übernehmen wollen oder nicht.Wenn es Ihnen auf auf eine sofortige Verfügbarkeit
ankommt, Sie die neuesten Fähigkeiten oder den
bestmöglichen Sicherheitslevel benötigen und
dazu bereit sind, Zeit in die Aktualisierung Ihres Systems
zu investieren, können Sie dem aktuellen
STABLE-Zweig folgen.Wenn Sie Ihr System nicht sofort benötigen und
bereit sind, sich durch einige Probleme zu arbeiten, können
Sie uns dabei helfen, eine neue bevorstehende Hauptversion zu testen,
um für diesen Zweig mittel- bis langfristig die
bestmögliche Stabilität zu erreichen.Nur wenn Sie bereit sind, das System aus dem Quellcode zu
installieren, Zeit haben, Probleme im Basissystem zu suchen
und zu beheben sowie entsprechende Problemberichte zu erstellen
und zusätzlich die entsprechende Mailingliste verfolgen
können, sollten sich dafür entscheiden,
HEAD zu folgen.FazitWir hoffen, dass dieser Artikel Ihr Verständnis des
&os;-Entwicklungsmodells verbessern und Ihnen Ihnen dabei
helfen konnte, sich für die &os;-Version zu entscheiden,
die Ihren Anforderungen am Besten entspricht.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml
index 0c71afdb1e..c1e1cc67b9 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/advanced-networking/chapter.sgml
@@ -1,5487 +1,5812 @@
JohannKoisÜbersetzt von Weiterführende NetzwerkthemenÜbersichtDieses Kapitel beschreibt verschiedene
weiterführende Netzwerkthemen.Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden SieDie Grundlagen von Gateways und Routen kennen.Bluetooth- sowie drahtlose, der Norm IEEE 802.11
entsprechende, Geräte mit FreeBSD verwenden
können.Eine Bridge unter FreeBSD einrichten können.Einen plattenlosen Rechner über das Netzwerk starten
können.Wissen, wie man NAT (Network Address Translation)
einrichtet.Zwei Computer über PLIP verbinden können.IPv6 auf einem FreeBSD-Rechner einrichten
können.ATM einrichten können.CARP, das Common Access Redundancy Protocol, unter
&os; einsetzen können.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten SieDie Grundlagen der /etc/rc-Skripte
verstanden haben.Mit der grundlegenden Netzwerkterminologie vertraut
sein.Einen neuen FreeBSD-Kernel konfigurieren und installieren
können ().Wissen, wie man zusätzliche Softwarepakete von
Drittherstellern installiert ().CoranthGryphonBeigetragen von Gateways und RoutenRoutingGatewaySubnetzDamit ein Rechner einen anderen über ein Netzwerk
finden kann, muss ein Mechanismus vorhanden sein, der
beschreibt, wie man von einem Rechner zum anderen gelangt.
Dieser Vorgang wird als Routing
bezeichnet. Eine Route besteht aus einem
definierten Adressenpaar: Einem Ziel und einem
Gateway. Dieses Paar zeigt an, dass Sie
über das Gateway zum
Ziel gelangen wollen. Es gibt drei Arten
von Zielen: Einzelne Rechner (Hosts), Subnetze und das
Standardziel. Die Standardroute
wird verwendet, wenn keine andere Route zutrifft. Wir werden
Standardrouten später etwas genauer behandeln.
Außerdem gibt es drei Arten von Gateways: Einzelne Rechner
(Hosts), Schnittstellen (Interfaces, auch als Links
bezeichnet), sowie Ethernet Hardware-Adressen (MAC-Adressen).
Ein BeispielUm die verschiedenen Aspekte des Routings zu
veranschaulichen, verwenden wir folgende Ausgaben von
netstat:&prompt.user; netstat -r
Routing tables
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
default outside-gw UGSc 37 418 ppp0
localhost localhost UH 0 181 lo0
test0 0:e0:b5:36:cf:4f UHLW 5 63288 ed0 77
10.20.30.255 link#1 UHLW 1 2421
example.com link#1 UC 0 0
host1 0:e0:a8:37:8:1e UHLW 3 4601 lo0
host2 0:e0:a8:37:8:1e UHLW 0 5 lo0 =>
host2.example.com link#1 UC 0 0
224 link#1 UC 0 0
DefaultrouteDie ersten zwei Zeilen geben die Standardroute (die wir
im nächsten
Abschnitt behandeln), sowie die
localhost Route an.Loopback-GerätDas in der Routingtabelle für
localhost festgelegte Interface
(Netif-Spalte)
lo0, ist auch als loopback-Gerät
(Prüfschleife) bekannt. Das heißt, dass der ganze
Datenverkehr für dieses Ziel intern (innerhalb des
Gerätes) bleibt, anstatt ihn über ein Netzwerk (LAN)
zu versenden, da das Ziel dem Start entspricht.EthernetMAC-AdresseDer nächste auffällige Punkt sind die mit
0:e0: beginnenden Adressen. Es
handelt sich dabei um Ethernet Hardwareadressen, die auch als
MAC-Adressen bekannt sind. FreeBSD identifiziert Rechner im
lokalen Netz automatisch (im Beispiel test0)
und fügt eine direkte Route zu diesem Rechner hinzu. Dies
passiert über die Ethernet-Schnittstelle
ed0. Außerdem existiert ein Timeout
(in der Spalte Expire) für diese Art
von Routen, der verwendet wird, wenn dieser Rechner in einem
definierten Zeitraum nicht reagiert. Wenn dies passiert, wird
die Route zu diesem Rechner automatisch gelöscht.
Rechner im lokalen Netz werden durch einen als RIP (Routing
Information Protocol) bezeichneten Mechanismus identifiziert,
der den kürzesten Weg zu den jeweiligen Rechnern
bestimmt.SubnetzFreeBSD fügt außerdem Subnetzrouten für das
lokale Subnetz hinzu (10.20.30.255 ist die Broadcast-Adresse
für das Subnetz 10.20.30,
example.com ist der zu
diesem Subnetz gehörige Domainname). Das Ziel
link#1 bezieht sich auf die erste
Ethernet-Karte im Rechner. Sie können auch feststellen,
dass keine zusätzlichen Schnittstellen angegeben
sind.Routen für Rechner im lokalen Netz und lokale
Subnetze werden automatisch durch den
routed Daemon konfiguriert. Ist
dieser nicht gestartet, sind nur statisch definierte
(explizit eingegebene) Routen vorhanden.Die Zeile host1 bezieht sich auf
unseren Rechner, der durch seine Ethernetadresse bekannt ist.
Da unser Rechner der Sender ist, verwendet FreeBSD automatisch
das Loopback-Gerät (lo0),
anstatt den Datenverkehr über die Ethernetschnittstelle
zu senden.Die zwei host2 Zeilen sind ein Beispiel
dafür, was passiert, wenn wir ein &man.ifconfig.8; Alias
verwenden (Lesen Sie dazu den Abschnitt über Ethernet,
wenn Sie wissen wollen, warum wir das tun sollten.). Das
Symbol => (nach der
lo0-Schnittstelle) sagt aus, dass wir
nicht nur das Loopbackgerät verwenden (da sich die
Adresse auf den lokalen Rechner bezieht), sondern dass es sich
zusätzlich auch um ein Alias handelt. Solche Routen sind
nur auf Rechnern vorhanden, die den Alias bereitstellen;
alle anderen Rechner im lokalen Netz haben für solche
Routen nur eine einfache link#1
Zeile.Die letzte Zeile (Zielsubnetz 224)
behandelt das Multicasting, das wir in einem anderen Abschnitt
besprechen werden.Schließlich gibt es für Routen noch
verschiedene Attribute, die Sie in der Spalte
Flags finden. Nachfolgend finden Sie eine
kurze Übersicht von einigen dieser Flags und ihrer
Bedeutung:UUp: Die Route ist aktiv.HHost: Das Ziel der Route ist ein einzelner
Rechner (Host).GGateway: Alle Daten, die an dieses Ziel gesendet
werden, werden von diesem System an ihr jeweiliges
Ziel weitergeleitet.SStatic: Diese Route wurde manuell konfiguriert,
das heißt sie wurde nicht
automatisch vom System erzeugt.CClone: Erzeugt eine neue Route, basierend auf der
Route für den Rechner, mit dem wir uns verbinden.
Diese Routenart wird normalerweise für lokale
Netzwerke verwendet.WWasCloned: Eine Route, die automatisch
konfiguriert wurde. Sie basiert auf einer lokalen
Netzwerkroute (Clone).LLink: Die Route beinhaltet einen Verweis auf eine
Ethernetkarte (MAC-Adresse).StandardroutenDefaultrouteStandardrouteDefaultrouteWenn sich der lokale Rechner mit einem entfernten Rechner
verbinden will, wird die Routingtabelle überprüft,
um festzustellen, ob bereits ein bekannter Pfad vorhanden ist.
Gehört dieser entfernte Rechner zu einem Subnetz, dessen
Pfad uns bereits bekannt ist
(Cloned route), dann versucht der
lokale Rechner über diese Schnittstelle eine Verbindung
herzustellen.Wenn alle bekannten Pfade nicht funktionieren, hat der
lokale Rechner eine letzte Möglichkeit: Die
Standardroute (Defaultroute). Bei dieser
Route handelt es sich um eine spezielle Gateway-Route
(gewöhnlich die einzige im System vorhandene), die im
Flags-Feld immer mit C gekennzeichnet ist.
Für Rechner im lokalen Netzwerk ist dieses Gateway auf
welcher Rechner auch immer eine Verbindung nach
außen hat gesetzt (entweder über eine
PPP-Verbindung, DSL, ein Kabelmodem, T1 oder eine beliebige
andere Netzwerkverbindung).Wenn Sie die Standardroute für einen Rechner
konfigurieren, der selbst als Gateway zur Außenwelt
funktioniert, wird die Standardroute zum Gateway-Rechner Ihres
Internetanbieter (ISP) gesetzt.Sehen wir uns ein Beispiel für Standardrouten an. So
sieht eine übliche Konfiguration aus:
[Local2] <--ether--> [Local1] <--PPP--> [ISP-Serv] <--ether--> [T1-GW]
Die Rechner Local1 und
Local2 befinden sich auf Ihrer Seite.
Local1 ist mit einem ISP über eine
PPP-Verbindung verbunden. Dieser PPP-Server ist über ein
lokales Netzwerk mit einem anderen Gateway-Rechner verbunden,
der über eine Schnittstelle die Verbindung des ISP zum
Internet herstellt.Die Standardrouten für Ihre Maschinen lauten:HostStandard GatewaySchnittstelleLocal2Local1EthernetLocal1T1-GWPPPEine häufig gestellte Frage lautet: Warum (oder
wie) sollten wir T1-GW als Standard-Gateway
für Local1 setzen, statt den (direkt
verbundenen) ISP-Server zu verwenden?.Bedenken Sie, dass die PPP-Schnittstelle für die
Verbindung eine Adresse des lokalen Netzes des ISP verwendet.
Daher werden Routen für alle anderen Rechner im lokalen
Netz des ISP automatisch erzeugt. Daraus folgt, dass Sie
bereits wissen, wie Sie T1-GW erreichen
können! Es ist also unnötig, einen Zwischenschritt
über den ISP-Server zu machen.Es ist üblich, die Adresse X.X.X.1 als Gateway-Adresse für
ihr lokales Netzwerk zu verwenden. Für unser Beispiel
bedeutet dies Folgendes: Wenn Ihr lokaler Klasse-C-Adressraum
10.20.30 ist und Ihr ISP
10.9.9 verwendet, sehen die
Standardrouten so aus:Rechner (Host)StandardrouteLocal2 (10.20.30.2)Local1 (10.20.30.1)Local1 (10.20.30.1, 10.9.9.30)T1-GW (10.9.9.1)Sie können die Standardroute ganz einfach in der Datei
/etc/rc.conf festlegen. In unserem
Beispiel wurde auf dem Rechner Local2
folgende Zeile in /etc/rc.conf
eingefügt:defaultrouter="10.20.30.1"Die Standardroute kann über &man.route.8; auch direkt
gesetzt werden:&prompt.root; route add default 10.20.30.1Weitere Informationen zum Bearbeiten von
Netzwerkroutingtabellen finden Sie in &man.route.8;.Rechner mit zwei HeimatnetzenDual-Homed-HostsEs gibt noch eine Konfigurationsmöglichkeit, die wir
besprechen sollten, und zwar Rechner, die sich in zwei
Netzwerken befinden. Technisch gesehen, zählt jeder als
Gateway arbeitende Rechner zu den Rechnern mit zwei
Heimatnetzen (im obigen Beispiel unter Verwendung einer
PPP-Verbindung). In der Praxis meint man damit allerdings nur
Rechner, die sich in zwei lokalen Netzen befinden.Entweder verfügt der Rechner über zwei
Ethernetkarten und jede dieser Karten hat eine Adresse in
einem separaten Subnetz, oder der Rechner hat nur eine
Ethernetkarte und verwendet &man.ifconfig.8; Aliasing. Die
erste Möglichkeit wird verwendet, wenn zwei physikalisch
getrennte Ethernet-Netzwerke vorhanden sind, die zweite, wenn
es nur ein physikalisches Ethernet-Netzwerk gibt, das aber aus
zwei logisch getrennten Subnetzen besteht.In beiden Fällen werden Routingtabellen erstellt,
damit jedes Subnetz weiß, dass dieser Rechner als Gateway
zum anderen Subnetz arbeitet (inbound
route). Diese Konfiguration (der
Gateway-Rechner arbeitet als Router zwischen den Subnetzen) wird
häufig verwendet, wenn es darum geht, Paketfilterung oder
eine Firewall (in eine oder beide Richtungen) zu implementieren.
Soll dieser Rechner Pakete zwischen den beiden
Schnittstellen weiterleiten, müssen Sie diese Funktion
manuell konfigurieren und aktivieren. Lesen Sie den
nächsten Abschnitt, wenn Sie weitere Informationen zu
diesem Thema benötigen.Einen Router konfigurierenRouterEin Netzwerkrouter ist einfach ein System, das Pakete von
einer Schnittstelle zur anderen weiterleitet.
Internetstandards und gute Ingenieurspraxis sorgten
dafür, dass diese Funktion in FreeBSD in der Voreinstellung
deaktiviert ist. Sie können diese Funktion aktivieren,
indem Sie in &man.rc.conf.5; folgende Änderung
durchführen:gateway_enable=YES # Auf YES setzen, wenn der Rechner als Gateway arbeiten sollDiese Option setzt die &man.sysctl.8;-Variable
net.inet.ip.forwarding auf
1. Wenn Sie das Routing kurzzeitig
unterbrechen wollen, können Sie die Variable auf
0 setzen.BGPRIPOSPFIhr neuer Router benötigt nun noch Routen, um zu
wissen, wohin er den Verkehr senden soll. Haben Sie ein
(sehr) einfaches Netzwerk, können Sie statische Routen
verwenden. FreeBSD verfügt über den Standard
BSD-Routing-Daemon &man.routed.8;, der RIP (sowohl Version 1
als auch Version 2) und IRDP versteht. BGP v4,
OSPF v2 und andere Protokolle werden von
net/zebra
unterstützt. Es stehen auch kommerzielle Produkte
wie gated zur Verfügung.AlHoangBeigetragen von Statische Routen einrichtenManuelle KonfigurationNehmen wir an, dass wir über folgendes Netzwerk
verfügen:
INTERNET
| (10.0.0.1/24) Default Router to Internet
|
|Interface xl0
|10.0.0.10/24
+------+
| | RouterA
| | (FreeBSD gateway)
+------+
| Interface xl1
| 192.168.1.1/24
|
+--------------------------------+
Internal Net 1 | 192.168.1.2/24
|
+------+
| | RouterB
| |
+------+
| 192.168.2.1/24
|
Internal Net 2
RouterA, ein &os;-Rechner, dient als
Router für den Zugriff auf das Internet. Die
Standardroute ist auf 10.0.0.1
gesetzt, damit ein Zugriff auf das Internet möglich wird.
Wir nehmen nun an, dass RouterB bereits
konfiguriert ist und daher weiß, wie er andere Rechner
erreichen kann. Dazu wird die Standardroute von
RouterB auf
192.168.1.1 gesetzt, da dieser
Rechner als Gateway fungiert.Sieht man sich die Routingtabelle für
RouterA an, erhält man folgende Ausgabe:
&prompt.user; netstat -nr
Routing tables
Internet:
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
default 10.0.0.1 UGS 0 49378 xl0
127.0.0.1 127.0.0.1 UH 0 6 lo0
10.0.0/24 link#1 UC 0 0 xl0
192.168.1/24 link#2 UC 0 0 xl1Mit dieser Routingtabelle kann RouterA
unser internes Netz 2 nicht erreichen, da keine Route zum
Rechner 192.168.2.0/24
vorhanden ist. Um dies zu korrigieren, kann die Route manuell
gesetzt werden. Durch den folgenden Befehl wird das
interne Netz 2 in die Routingtabelle des Rechners
RouterA aufgenommen, indem
192.168.1.2 als nächster
Zwischenschritt verwenden wird:&prompt.root; route add -net 192.168.2.0/24 192.168.1.2Ab sofort kann RouterA alle Rechner des
Netzwerks 192.168.2.0/24
erreichen.Routen dauerhaft einrichtenDas obige Beispiel ist für die Konfiguration einer
statischen Route auf einem laufenden System geeignet. Diese
Information geht jedoch verloren, wenn der &os;-Rechner neu
gestartet werden muss. Um dies zu verhindern, wird diese
Route in /etc/rc.conf eingetragen:# Add Internal Net 2 as a static route
static_routes="internalnet2"
route_internalnet2="-net 192.168.2.0/24 192.168.1.2"Die Variable static_routes enthält
eine Reihe von Strings, die durch Leerzeichen getrennt sind.
Jeder String bezieht sich auf den Namen einer Route. In
unserem Beispiel hat static_routesinternalnet2 als einzigen String.
Zusätzlich verwendet man die Konfigurationsvariable
route_internalnet2,
in der alle sonstigen an &man.route.8; zu übergebenden
Parameter festgelegt werden. In obigen Beispiel hätte
man folgenden Befehl verwendet:&prompt.root; route add -net 192.168.2.0/24 192.168.1.2Daher wird
"-net 192.168.2.0/24 192.168.1.2" als
Parameter der Variable route_ angegeben.
Wie bereits erwähnt, können bei
static_routes auch mehrere Strings
angegeben werden. Dadurch lassen sich mehrere statische
Routen anlegen. Durch folgende Zeilen werden auf einem
imaginären Rechner statische Routen zu den Netzwerken
192.168.0.0/24 sowie 192.168.1.0/24 definiert:static_routes="net1 net2"
route_net1="-net 192.168.0.0/24 192.168.0.1"
route_net2="-net 192.168.1.0/24 192.168.1.1"Verteilung von Routing-Informationenrouting propagationWir haben bereits darüber gesprochen, wie wir unsere
Routen zur Außenwelt definieren, aber nicht darüber,
wie die Außenwelt uns finden kann.Wir wissen bereits, dass Routing-Tabellen so erstellt
werden können, dass sämtlicher Verkehr für
einen bestimmten Adressraum (in unserem Beispiel ein
Klasse-C-Subnetz) zu einem bestimmten Rechner in diesem
Netzwerk gesendet wird, der die eingehenden Pakete im Subnetz
verteilt.Wenn Sie einen Adressraum für Ihre Seite zugewiesen
bekommen, richtet Ihr Diensteanbieter seine Routingtabellen so
ein, dass der ganze Verkehr für Ihr Subnetz entlang Ihrer
PPP-Verbindung zu Ihrer Seite gesendet wird. Aber woher
wissen die Seiten in der Außenwelt, dass sie die Daten an
Ihren ISP senden sollen?Es gibt ein System (ähnlich dem verbreiteten DNS),
das alle zugewiesenen Adressräume verwaltet und ihre
Verbindung zum Internet-Backbone definiert und dokumentiert.
Der Backbone ist das Netz aus
Hauptverbindungen, die den Internetverkehr in der ganzen Welt
transportieren und verteilen. Jeder Backbone-Rechner
verfügt über eine Kopie von Haupttabellen, die den
Verkehr für ein bestimmtes Netzwerk hierarchisch vom
Backbone über eine Kette von Diensteanbietern bis hin zu
Ihrer Seite leiten.Es ist die Aufgabe Ihres Diensteanbieters, den
Backbone-Seiten mitzuteilen, dass sie mit Ihrer Seite
verbunden wurden. Durch diese Mitteilung der Route ist nun
auch der Weg zu Ihnen bekannt. Dieser Vorgang wird als
Bekanntmachung von Routen
(routing propagation)
bezeichnet.ProblembehebungtracerouteManchmal kommt es zu Problemen bei der Bekanntmachung von
Routen, und einige Seiten sind nicht in der Lage, Sie zu
erreichen. Vielleicht der nützlichste Befehl, um
festzustellen, wo das Routing nicht funktioniert, ist
&man.traceroute.8;. Er ist außerdem sehr nützlich,
wenn Sie einen entfernten Rechner nicht erreichen können
(lesen Sie dazu auch &man.ping.8;).&man.traceroute.8; wird mit dem zu erreichenden Rechner
(Host) ausgeführt. Angezeigt werden die Gateway-Rechner
entlang des Verbindungspfades. Schließlich wird der
Zielrechner erreicht oder es kommt zu einem Verbindungsabbruch
(beispielsweise durch Nichterreichbarkeit eines
Gateway-Rechners).Weitere Informationen finden Sie in
&man.traceroute.8;.Multicast-RoutingMulticast-RoutingKerneloptionenMROUTING&os; unterstützt sowohl Multicast-Anwendungen als
auch Multicast-Routing. Multicast-Anwendungen müssen
nicht konfiguriert werden, sie laufen einfach.
Multicast-Routing muss in der Kernelkonfiguration aktiviert
werden:options MROUTINGZusätzlich muss &man.mrouted.8;, der
Multicast-Routing-Daemon, über die Datei
/etc/mrouted.conf eingerichtet werden,
um Tunnel und DVMRP zu aktivieren. Weitere
Informationen zu diesem Thema finden Sie in
&man.mrouted.8;.LoaderMarcFonvieilleMurrayStokelyDrahtlose NetzwerkeNetzwerke, drahtlos802.11drahtlose NetzwerkeGrundlagenDie meisten drahtlosen Netzwerke basieren auf dem
Standard IEEE 802.11. Sie bestehen aus Stationen, die
in der Regel im 2,4 GHz- oder im 5 GHz-Band
miteinander kommunizieren. Es ist aber auch
möglich, dass regional andere Frequenzen,
beispielsweise im 2,3 GHz- oder 4,9 GHz-Band,
verwendet werden.802.11-Netzwerke können auf zwei verschiedene
Arten aufgebaut sein: Im
Infrastruktur-Modus agiert eine
Station als Master, mit dem sich alle andere Stationen
verbinden. Die Summe aller Stationen wird als BSS
(Basic Service Set), die Master-Station hingegen als
Access Point (AP) bezeichnet. In einem BSS läuft
jedwede Kommunikation über den Access Point. Die
zweite Form drahtloser Netzwerke sind die sogenannten
Ad-hoc-Netzwerke (auch als IBSS
bezeichnet), in denen es keinen Access Point gibt und
in denen die Stationen direkt miteinander
kommunizieren.Die ersten 802.11-Netzwerke arbeiteten im
2,4 GHz-Band und nutzten dazu Prokolle der
IEEE-Standards 802.11 sowie 802.11b. Diese Standards
legen unter anderem Betriebsfrequenzen sowie Merkmale
des MAC-Layers (wie Frames und Transmissionsraten) fest.
Später kam der Standard 802.11a hinzu, der im
5 GHz-Band, im Gegensatz zu den ersten beiden
Standards aber mit unterschiedlichen Signalmechanismen
und höheren Transmissionsraten arbeitet. Der
neueste Standard 802.11g implementiert die Signal- und
Transmissionsmechanismen von 802.11a im 2,4 GHz-Band,
ist dabei aber abwärtskompatibel zu
802.11b-Netzwerken.Unabhängig von den zugrundeliegenden
Transportmechanismen verfügen 802.11-Netzwerke
über diverse Sicherheitsmechanismen. Der
ursprüngliche 802.11-Standard definierte lediglich
ein einfaches Sicherheitsprotokoll namens WEP. Dieses
Protokoll verwendet einen fixen (gemeinsam verwendeten)
Schlüssel sowie die RC4-Kryptografie-Chiffre,
um Daten verschlüsselt über das drahtlose
Netzwerk zu senden. Alle Stationen des Netzwerks
müssen sich auf den gleichen fixen Schlüssel
einigen, um miteinander kommunizieren zu können. Dieses
Schema ist sehr leicht zu knacken und wird deshalb heute
kaum mehr eingesetzt. Aktuelle Sicherheitsmechanismen
bauen auf dem Standard IEEE 802.11i auf, der neue
kryptografische Schlüssel (Chiffren), ein neues
Protokoll für die Anmeldung von Stationen an einem
Access Point sowie Mechanismen zum Austausch von
Schlüsseln als Vorbereitung der Kommunikation zwischen
verschiedenen Geräten festlegt. Kryptografische
Schlüssel werden regelmäßig getauscht.
Außerdem gibt es Mechanismen, um Einbruchsversuche
zu entdecken (und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können).
Ein weiteres häufig verwendetes Sicherheitsprotokoll ist
WPA. Dabei handelt es sich um einen Vorläufer von 802.11i,
der von einem Industriekonsortium als Zwischenlösung bis
zur endgültigen Verabschiedung von 802.11i entwickelt
wurde. WPA definiert eine Untergruppe der Anforderungen des
802.11i-Standards und ist für den Einsatz in älterer
Hardware vorgesehen. WPA benötigt nur den (auf dem
ursprünglichen WEP-Code basierenden) TKIP-Chiffre. 802.11i
erlaubt zwar auch die Verwendung von TKIP, fordert aber
zusätzlich eine stärkere Chiffre (AES-CCM)
für die Datenverschlüsselung. (AES war für
WPA nicht vorgesehen, weil man es als zu rechenintensiv
für den Einsatz in älteren Geräten ansah.)Neben den weiter oben erwähnten Standards ist auch
der Standard 802.11e von großer Bedeutung. Dieser
definiert Protokolle zur Übertragung von
Multimedia-Anwendungen wie das Streaming von Videodateien
oder Voice-over-IP (VoIP) in einem 802.11-Netzwerk. Analog
zu 802.11i verfügt auch 802.11e über eine
vorläufige Spezifikation namens WMM (ursprünglich
WME), die von einem Industriekonsortium als Untergruppe
von 802.11e spezifiziert wurde, um Multimedia-Anwendungen
bereits vor der endgültigen Verabschiedung des
802.11e-Standards implementieren zu können. 802.11e
sowie WME/WMM erlauben eine Prioritätenvergabe beim
Datentransfer im einem drahtlosen Netzwerk. Möglich
wird dies durch den Einsatz von Quality of Service-Protokollen
(QoS) und erweiterten Medienzugriffsprotokollen. Werden
diese Protokolle korrekt implementiert, erlauben sie daher
hohe Datenübertragungsraten und einen priorisierten
Datenfluss.&os; unterstützt seit der Version 6.0 die Standards
802.11a, 802.11b, sowie 802.11g. Ebenfalls unterstützt
werden WPA sowie die Sicherheitsprotokolle gemäß
802.11i (dies sowohl für 11a, 11b als auch 11g). QoS und
Verkehrpriorisierung, die von den WME/WMM-Protokollen
benötigt werden, werden ebenfalls (allerdings nicht
für alle drahtlosen Geräte) unterstützt.BasiskonfigurationKernelkonfigurationUm ein drahtloses Netzwerk zu nutzen, benötigen
Sie eine drahtlose Netzkarte und einen Kernel, der
drahtlose Netzwerke unterstützt. Der &os;-Kernel
unterstützt den Einsatz von Kernelmodulen. Daher
müssen Sie nur die Unterstützung für die
von Ihnen verwendeten Geräte aktivieren.Als Erstes benötigen Sie ein drahtloses Gerät.
Die meisten drahtlosen Geräte verwenden Bauteile von
Atheros und werden deshalb vom &man.ath.4;-Treiber
unterstützt. Um diesen Treiber zu verwenden,
nehmen Sie die folgende Zeile in die Datei
/boot/loader.conf auf:if_ath_load="YES"Der Atheros-Treiber besteht aus drei Teilen:
dem Treiber selbst (&man.ath.4;), dem
Hardware-Support-Layer für die
chip-spezifischen Funktionen (&man.ath.hal.4;)
sowie einem Algorithmus zur Auswahl der korrekten
Frame-Übertragungsrate (ath_rate_sample).
Wenn Sie die Unterstützung für diesen
Treiber als Kernelmodul laden, kümmert sich
dieses automatisch um diese Aufgaben. Verwenden
Sie ein Nicht-Atheros-Gerät, so müssen
Sie hingegen das für dieses Gerät geeignete
Modul laden, beispielsweiseif_wi_load="YES"für Geräte, die auf Bauteilen von
Intersil Prism basieren und daher den Treiber
&man.wi.4; voraussetzen.In den folgenden Abschnitten wird der
&man.ath.4;-Treiber verwendet. Verwenden Sie ein
anderes Gerät, müssen Sie diesen Wert
daher an Ihre Konfiguration anpassen. Eine Liste aller
verfügbaren Treiber für drahtlose Geräte
finden Sie in der Manualpage &man.wlan.4;. Gibt es
keinen nativen &os;-Treiber für Ihr drahtloses
Gerät, können Sie möglicherweise mit
NDIS einen
&windows;-Treiber verwenden.Neben dem korrekten Treiber benötigen Sie auch
die Unterstützung für 802.11-Netzwerke. Für
den &man.ath.4;-Treiber wird dazu automatisch das
Kernelmodul &man.wlan.4; geladen. Zusätzlich
benötigen Sie noch Module zur Verschlüsselung
ihres drahtlosen Netzwerks. Diese werden normalerweise
dynamisch vom &man.wlan.4;-Modul geladen. Im folgenden
Beispiel erfolgt allerdings eine manuelle Konfiguration.
Folgende Module sind verfügbar: &man.wlan.wep.4;,
&man.wlan.ccmp.4; sowie &man.wlan.tkip.4;. Sowohl
&man.wlan.ccmp.4; als auch &man.wlan.tkip.4; werden nur
benötigt, wenn Sie WPA und/oder die Sicherheitsprotokolle
von 802.11i verwenden wollen. Wollen Sie Ihr Netzwerk
hingegen offen betreiben (also völlig ohne
Verschlüsselung), benötigen Sie nicht einmal
die &man.wlan.wep.4;-Unterstützung. Um alle drei
Module beim Systemstart zu laden, fügen Sie folgende
Zeilen in die Datei /boot/loader.conf
ein:wlan_wep_load="YES"
wlan_ccmp_load="YES"
wlan_tkip_load="YES"Danach müssen Sie Ihr &os;-System neu starten.
Alternativ können Sie die Kernelmodule aber auch
manuell mit &man.kldload.8; laden.Wollen Sie keine Kernelmodule verwenden, können
Sie die benötigten Treiber auch in Ihren Kernel
kompilieren. Daz nehmen Sie folgende Zeilen in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei auf:device ath # Atheros IEEE 802.11 wireless network driver
device ath_hal # Atheros Hardware Access Layer
device ath_rate_sample # John Bicket's SampleRate control algorithm.
device wlan # 802.11 support (Required)
device wlan_wep # WEP crypto support for 802.11 devices
device wlan_ccmp # AES-CCMP crypto support for 802.11 devices
device wlan_tkip # TKIP and Michael crypto support for 802.11 devicesDanach bauen Sie den neuen Kernel und starten Ihr
&os;-System neu.Während des Systemstarts sollten nun einige
Informationen ähnlich den folgenden über das von
Ihnen verwendete drahtlose Gerät ausgegeben
werden:ath0: <Atheros 5212> mem 0xff9f0000-0xff9fffff irq 17 at device 2.0 on pci2
ath0: Ethernet address: 00:11:95:d5:43:62
ath0: mac 7.9 phy 4.5 radio 5.6Infrastruktur-ModusDrahtlose Netzwerke werden in der Regel im
Infrastruktur-Modus (auch BSS-Modus genannt) betrieben.
Dazu werden mehrere drahtlose Access Points zu einem
gemeinsamen drahtlosen Netzwerk verbunden. Jedes dieser
drahtlosen Netzwerke hat einen eigenen Namen, der als
SSID bezeichnet wird. Alle Clients
eines drahtlosen Netzwerks verbinden sich in diesem Modus
mit einem Access Point.&os;-ClientsEinen Access Point findenUm nach drahtlosen Netzwerken zu suchen, verwenden Sie
ifconfig. Dieser Scanvorgang kann einige
Zei in Anspruch nehmen, da dazu jede verfügbare
Frequenz auf verfügbare Access Points hin
überprüft werden muss. Um die Suche zu starten,
müssen Sie als Super-User angemeldet sein:&prompt.root; ifconfig ath0 up scan
SSID BSSID CHAN RATE S:N INT CAPS
dlinkap 00:13:46:49:41:76 6 54M 29:0 100 EPS WPA WME
freebsdap 00:11:95:c3:0d:ac 1 54M 22:0 100 EPS WPAIhre Netzwerkkarte muss in den Status
versetzt werden, bevor Sie den ersten
Scanvorgang starten können. Für spätere
Scans ist dies aber nicht mehr erforderlich.Als Ergebnis erhalten Sie eine Liste mit allen
gefundenen BSS/IBSS-Netzwerken. Zusätzlich zur
SSID (dem Namen des Netzwerks) wird
auch die BSSID ausgegeben. Dabei
handelt es sich um MAC-Adresse des Access Points. Das
Feld CAPS gibt den Typ des Netzwerks
sowie die Fähigkeiten der Stationen innerhalb des
Netzwerks an:EExtended Service Set (ESS). Zeigt an, dass die
Station Teil eines Infrastruktur-Netzwerks ist (und
nicht eines IBSS/Ad-hoc-Netzwerks).IIBSS/Ad-hoc-Netzwerk. Die Station ist Teil eines
Ad-hoc-Netzwerks (und nicht eines
ESS-Netzwerks).PPrivacy. Alle Datenframes, die innerhalb des
BSS ausgetauscht werden, sind verschlüsselt.
Dieses BSS verwendet dazu kryptografische Verfahren
wie WEP, TKIP oder AES-CCMP.SShort Preamble. Das Netzwerk verwendet eine
kurze Präambel (definiert in 802.11b High
Rate/DSSS PHY). Eine kurze Präambel verwendet
ein 56 Bit langes Sync-Feld (im Gegensatz
zu einer langen Präambel, die ein
128 Bit langes Sync-Feld verwendet).sShort slot time. Das 802.11g-Netzwerk verwendet
eine kurze Slotzeit, da es in diesem Netzwerk keine
veralteten (802.11b) Geräte gibt.Um eine Liste der bekannten Netzwerke auszugeben,
verwenden Sie den folgenden Befehl:&prompt.root; ifconfig ath0 list scanDiese Liste kann entweder automatisch durch das
drahtlose Gerät oder manuell durch eine
-Aufforderung aktualisiert werden.
Veraltete Informationen werden dabei automatisch
entfernt.BasiseinstellungenDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie ein einfaches
drahtloses Netzerk ohne Verschlüsselung unter &os;
einrichten. Nachdem Sie sich mit den Informationen dieses
Abschnitts vertraut gemacht haben, sollten Sie Ihr
drahtloses Netzwerk mit WPA
verschlüsseln.Das Einrichten eines drahtlosen Netzwerks erfolgt
in drei Schritten: Der Auswahl eines Access Points, der
Anmeldung Ihrer Station sowie der Konfiguration Ihrer
IP-Adresse.Einen Access Point auswählenIm Normalfall wird sich Ihre Station automatisch mit
einem der zur Verfügung stehenden Access Points
verbinden. Sie müssen dazu lediglich Ihr
drahtloses Gerät aktivieren. Alternativ können
Sie auch einen Eintrag ähnlich dem folgenden in
/etc/rc.conf aufnehmen:ifconfig_ath0="DHCP"Wollen Sie sich hingegen mit einem bestimmten
Access Point verbinden, müssen Sie dessen
SSID angeben:ifconfig_ath0="ssid Ihre_SSID DHCP"Gibt es in Ihrem Netzwerk mehrere Access Points
mit der gleichen SSID (was der Einfachheit wegen
häufig der Fall ist), können Sie sich dennoch
mit einem bestimmten Access Point verbinden. Dazu
müssen Sie lediglich die BSSID des Access Points
angeben (die Angabe der SSID ist in diesem Fall nicht
erforderlich):ifconfig_ath0="ssid Ihre_SSID bssid xx:xx:xx:xx:xx:xx DHCP"Es gibt noch weitere Möglichkeiten, den Zugriff
auf bestimmte Access Point zu beschränken,
beispielsweise durch die Begrenzung der Frequenzen, auf
denen eine Station nach einem Acces Point sucht. Sinnvoll
ist ein solches Vorgehen beispielsweise, wenn Ihr
drahtloses Gerät in verschiedenen Frequenzbereichen
arbeiten kann, da in diesem Fall das Prüfen aller
Frequenzen sehr zeitintensiv ist. Um nur innerhalb eines
bestimmten Frequenzbereichs nach einem Access Point zu
suchen, verwenden Sie die Option :ifconfig_ath0="mode 11g ssid Ihre_SSID DHCP"Dadurch sucht Ihr drahtloses Gerät nur im
2,4 GHz-Band (802.11g), aber nicht innerhalb des
5 GHz-Bandes nach einem Access Point. Mit der
Option können Sie eine
bestimmte Frequenz vorgeben, auf der gesucht werden
soll. Die Option erlaubt
die Angabe mehrerer erlaubter Frequenzen. Eine
umfassende Beschreibung dieser Optionen finden Sie in
der Manualpage &man.ifconfig.8;.AuthentifizierungWenn Sie einen Access Point gefunden haben, muss
sich Ihrem Station am Access Point anmelden, bevor
Sie Daten übertragen kann. Dazu gibt es
verschiedene Möglichkeiten. Am häufigsten
wird nach wie vor die sogenannte offene
Authentifizierung verwendet. Dabei wird
es jeder Station erlaubt, sich mit einem Netzwerk
zu verbinden und Daten zu übertragen. Aus
Sicherheitsgründen sollte diese Methode allerdings
nur zu Testzwecken bei der erstmaligen Einrichtung
eines drahtlosen Netzwerks verwendet werden. Andere
Authentifizierungsmechanismen erfordern den Austausch
kryptografischer Informationen, bevor Sie die
Übertragung von Daten erlauben. Dazu gehören
der Austausch fixer (vorher vereinbarter) Schlüssel
oder Kennwörter sowie der Einsatz komplexerer
Verfahren mit Backend-Diensten wie RADIUS. Die meisten
Netzwerke nutzen allerdings nach wie vor die offene
Authentifizierung, da dies die Voreinstellung ist. Am
zweithäufigsten kommt das weiter unten beschriebene
WPA-PSK
(das auch als WPA Personal
bezeichnet wird) zum Einsatz.Verwenden Sie eine
&apple; &airport; Extreme-Basisstation als Access Point,
benötigen Sie wahrscheinlich sowohl die
Shared-Key-Authentifizierung als auch einen
WEP-Schlüssel. Die entsprechende Konfiguration
erfolgt entweder in der Datei
/etc/rc.conf oder über das
Programm &man.wpa.supplicant.8;. Verwenden Sie nur
eine einzige &airport;-Basisstation, benötigen
Sie einen Eintrag ähnlich dem folgenden:ifconfig_ath0="authmode shared wepmode on weptxkey 1 wepkey 01234567 DHCP"Normalerweise sollten Sie
Shared-Key-Authentifizierung aber nicht verwenden,
da diese die Sicherheit des WEP-Schlüssel noch
weiter verringert. Müssen Sie WEP einsetzen
(beispielsweise weil Sie zu veralteten Geräten
kompatibel bleiben müssen), sollten Sie WEP
nur zusammen mit der offenen Authentifizierung
(open authentication) verwenden.
WEP wird im näher
beschrieben.Eine IP-Adresse über DHCP beziehenNachdem Sie einen Access Point gefunden und sich
authentifiziert haben, benötigen Sie noch eine
IP-Adresse, die Sie in der Regel über DHCP
zugewiesen bekommen. Dazu müssen Sie lediglich
die Option DHCP in Ihre
in der Datei /etc/rc.conf
vorhandene Konfiguration Ihres drahtlosen Geräts
aufnehmen:ifconfig_ath0="DHCP"Nun können Sie Ihr drahtloses Gerät
starten:&prompt.root; /etc/rc.d/netif startNachdem Sie das Gerät aktiviert haben,
können Sie mit ifconfig den
Status des Geräts ath0
abfragen:&prompt.root; ifconfig ath0
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 192.168.1.100 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.1.255
ether 00:11:95:d5:43:62
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (OFDM/54Mbps)
status: associated
ssid dlinkap channel 6 bssid 00:13:46:49:41:76
authmode OPEN privacy OFF txpowmax 36 protmode CTS bintval 100status: associated besagt, dass
sich Ihr Gerät mit dem drahtlosen Netzwerk verbunden
hat (konkret mit dem Netzwerk dlinkap).
bssid 00:13:46:49:41:76 gibt die
MAC-Adresse Ihres Access Points aus und die Zeile mit
authmode informiert Sie darüber,
dass Ihre Kommunikation nicht verschlüsselt wird
(OPEN).Statische IP-AdressenAlternativ zu dynamischen IP-Adressen
können Sie auch eine statische IP-Adresse verwenden.
Dazu ersetzen Sie in Ihrer Konfiguration
DHCP durch die zu verwendende
IP-Adresse. Beachten Sie dabei, dass Sie die anderen
Konfigurationsparameter nicht versehentlich
verändern:ifconfig_ath0="inet 192.168.1.100 netmask 255.255.255.0 ssid Ihre_SSID"WPABei WPA (Wi-Fi Protected Access) handelt es sich um ein
Sicherheitsprotokoll, das in 802.11-Netzwerken verwendet
wird, um die Nachteile von WEP (fehlende
Authentifizierung und schwache Verschlüsselung)
zu vermeiden. WPA stellt das aktuelle
802.1X-Authentifizierungsprotokoll dar und verwendet
eine von mehreren Chiffren, um die Datensicherheit
zu gewährleisten. Die einzige Chiffre, die von
WPA verlangt wird, ist TKIP (Temporary
Key Integrity Protocol), eine Chiffre,
die die von WEP verwendete RC4-Chiffre um Funktionen
zur Prüfung der Datenintegrität und zur
Erkennung und Bekämpfung von Einbruchsversuchen
erweitert.
TKIP ist durch Softwaremodifikationen auch unter
veralteter Hardware lauffähig. Im Vergleich zu
WEP ist WPA zwar sehr viel sicherer, es ist aber dennoch
nicht völlig immun gegen Angriffe. WPA definiert
mit AES-CCMP noch eine weitere Chiffre als Alternative
zu TKIP. AES-CCMP (das häufig als WPA2 oder RSN
bezeichnet wird) sollte, wenn möglich, eingesetzt
werden.WPA definiert Authentifizierungs- und
Verschlüsselungsprotokolle. Die Authentifizierung
erfolgt in der Regel über eine der folgenden
Techniken: 802.1X gemeinsam mit einem
Backend-Authentifizierungsdienst wie RADIUS, oder durch
einen Minimal-Handshake zwischen der Station und dem
Access Point mit einem vorher vereinbarten gemeinsamen
Schlüssel. Die erste Technik wird als
WPA Enterprise, die zweite
hingegen als WPA Personal
bezeichnet. Da sich der Aufwand für das Aufsetzen
eines RADIUS-Backend-Servers für die meisten
drahtlosen Netzwerke nicht lohnt, wird WPA in der Regel
als WPA-PSK (WPA, Pre-Shared-Key) konfiguriert.Die Kontrolle der drahtlosen Verbindung sowie die
vorangehende Authentifizierung (über Schlüssel
oder durch die Kommunikation mit einem Server) erfolgt
über das Programm &man.wpa.supplicant.8;, das
über die Datei
/etc/wpa_supplicant.conf
eingerichtet wird. Ausführliche Informationen
zur Konfiguration des Programms finden sich in der
Manualpage &man.wpa.supplicant.conf.5;.WPA-PSKWPA-PSK oder WPA-Personal basiert auf einem
gemeinsamen (vorher vereinbarten) Schlüssel (PSK),
der aus einem Passwort generiert und danach als
Master-Key des drahtlosen Netzwerks verwendet wird.
Jeder Benutzer des drahtlosen Netzwerks verwendet daher
den gleichen Schlüssel. WPA-PSK
sollte nur in kleinen Netzwerken eingesetzt werden, in
denen die Konfiguration eines Authentifizierungsservers
nicht möglich oder erwünscht ist.Achten Sie darauf, dass Sie immer starke
Passwörter verwenden, die ausreichend lang
sind und, wenn möglich, auch Sonderzeichen
enthalten, damit diese nicht leicht erraten und/oder
geknackt werden können.Der erste Schritt zum Einsatz von WPA-PSK ist die
Konfiguration der SSID und des gemeinsamen Schlüssels
Ihres Netzwerks in der Datei
/etc/wpa_supplicant.conf:network={
ssid="freebsdap"
psk="freebsdmall"
}Danach geben Sie in /etc/rc.conf
an, dass WPA zur Verschlüsselung eingesetzt werden
soll und dass die IP-Adresse über DHCP bezogen
wird:ifconfig_ath0="WPA DHCP"Nun können Sie Ihr Netzgerät aktivieren:&prompt.root; /etc/rc.d/netif start
Starting wpa_supplicant.
DHCPDISCOVER on ath0 to 255.255.255.255 port 67 interval 5
DHCPDISCOVER on ath0 to 255.255.255.255 port 67 interval 6
DHCPOFFER from 192.168.0.1
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPACK from 192.168.0.1
bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds.
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255
ether 00:11:95:d5:43:62
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (OFDM/36Mbps)
status: associated
ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac
authmode WPA privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36
protmode CTS roaming MANUAL bintval 100Alternativ können Sie die Konfiguration von
WPA-PSK
auch manuell durchführen, wobei Sie wiederum die
Konfigurationsdatei
/etc/wpa_supplicant.conf
verwenden:&prompt.root; wpa_supplicant -i ath0 -c /etc/wpa_supplicant.conf
Trying to associate with 00:11:95:c3:0d:ac (SSID='freebsdap' freq=2412 MHz)
Associated with 00:11:95:c3:0d:ac
WPA: Key negotiation completed with 00:11:95:c3:0d:ac [PTK=TKIP GTK=TKIP]Im zweiten Schritt starten Sie nun
dhclient, um eine IP-Adresse vom
DHCP-Server zu beziehen:&prompt.root; dhclient ath0
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPACK from 192.168.0.1
bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds.
&prompt.root; ifconfig ath0
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255
ether 00:11:95:d5:43:62
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (OFDM/48Mbps)
status: associated
ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac
authmode WPA privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36
protmode CTS roaming MANUAL bintval 100Enthält Ihre /etc/rc.conf
bereits die Zeile ifconfig_ath0="DHCP",
müssen Sie dhclient nicht mehr
manuell aufrufen, da dhclient in
diesem Fall automatisch gestartet wird, nachdem
wpa_supplicant die Schlüssel
übergibt.Sollte der Einsatz von DHCP nicht möglich sein,
können Sie auch eine statische IP-Adresse
angeben, nachdem wpa_supplicant Ihre
Station authentifiziert hat:&prompt.root; ifconfig ath0 inet 192.168.0.100 netmask 255.255.255.0
&prompt.root; ifconfig ath0
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 192.168.0.100 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255
ether 00:11:95:d5:43:62
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (OFDM/36Mbps)
status: associated
ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac
authmode WPA privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit txpowmax 36
protmode CTS roaming MANUAL bintval 100Verwenden Sie DHCP nicht, müssen Sie
zusätzlich noch das Standard-Gateway sowie
den/die Nameserver manuell festlegen:&prompt.root; route add default your_default_router
&prompt.root; echo "nameserver your_DNS_server" >> /etc/resolv.confWPA und EAP-TLSDie zweite Möglichkeit, WPA einzusetzen, ist
die Verwendung eines
802.1X-Backend-Authentifizierungsservers. Diese
Variante wird als WPA-Enterprise bezeichnet, um sie
vom weniger sicheren WPA-Personal abzugrenzen, das
auf dem Austausch gemeinsamer (und vorher vereinbarter
Schlüssel) basiert. Die bei WPA-Enterprise
verwendete Authentifizierung basiert auf EAP
(Extensible Authentication
Protocol).EAP selbst bietet keine Verschlüsselung,
sondern operiert in einem verschlüsselten
Tunnel. Es gibt verschiedene, auf EAP basierende
Authentifizierungsmethoden, darunter EAP-TLS,
EAP-TTLS sowie EAP-PEAP.Bei EAP-TLS (EAP with Transport Layers
Security) handelt es sich um sehr gut
unterstütztes Authentifizierungsprotokoll, da es
sich dabei um die erste EAP-Methode handelt, die von
der Wi-Fi
Alliance zertifiziert wurde. EAP-TLS
erfordert drei Zertifikate: Das (auf allen Rechnern
installierte) CA-Zertifikat, das Server-Zertifikat
Ihres Authentifizierungsservers, sowie ein
Client-Zertifikat für jeden drahtlosen Client.
Sowohl der Authentifizierungsservers als auch die
drahtlosen Clients authentifizieren sich gegenseitig
durch ihre Zertifikate, wobei sie überprüfen,
ob diese Zertifikate auch von der
Zertifizierungs-Authorität (CA) des jeweiligen
Unternehmens signiert wurden.Die Konfiguration erfolgt (analog zu WPA-PSK)
über die Datei
/etc/wpa_supplicant.conf:network={
ssid="freebsdap"
proto=RSN
key_mgmt=WPA-EAP
eap=TLS
identity="loader"
ca_cert="/etc/certs/cacert.pem"
client_cert="/etc/certs/clientcert.pem"
private_key="/etc/certs/clientkey.pem"
private_key_passwd="freebsdmallclient"
}Der Name des Netzwerks (die SSID).Das RSN/WPA2-Protokoll (IEEE 802.11i) wird
verwendet.Die key_mgmt-Zeile bezieht
sich auf das verwendete Key-Management-Protokoll.
In diesem Beispiel wird WPA gemeinsam mit der
EAP-Authentifizierung verwendet
(WPA-EAP).Die für die Verbindung verwendete
EAP-Methode.Das identity-Feld enthält
den von EAP verwendeten Identifizierungsstring.Das Feld ca_cert gibt den Pfad
zum CA-Zertifikat an. Dieses Datei wird benötigt,
um das Server-Zertifikat zu verifizieren.Die client_cert-Zeile gibt den
Pfad zum Client-Zertifikat an. Jeder Client hat ein
eigenes, innerhalb des Netzwerks eindeutiges
Zertifikat.Das Feld private_key gibt den
Pfad zum privaten Schlüssel des
Client-Zertifikat an.Das Feld private_key_passwd
enthält die Passphrase für den privaten
Schlüssel.Danach fügen Sie die folgende Zeile in
/etc/rc.conf ein:ifconfig_ath0="WPA DHCP"Nun können Sie Ihr drahtloses Gerät
über das rc.d-System
aktivieren:&prompt.root; /etc/rc.d/netif start
Starting wpa_supplicant.
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPACK from 192.168.0.20
bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds.
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255
ether 00:11:95:d5:43:62
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/11Mbps)
status: associated
ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac
authmode WPA2/802.11i privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit
txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100Alternativ können Sie Ihr drahtloses Gerält
wiederum manuell über
wpa_supplicant und
ifconfig aktivieren.WPA und EAP-TTLSBei EAP-TLS müssen sowohl der
Authentifizierungsserver als auch die Clients jeweils
ein eigenes Zertifikat aufweisen. Setzen Sie hingegen
EAP-TTLS (EAP-Tunneled
Transport Layer Security) ein, ist das
Client-Zertifikat optional. EAP-TTLS geht dabei
ähnlich vor wie verschlüsselte Webseiten,
bei denen der Webserver einen sicheren SSL-Tunnel
erzeugen kann, ohne dass der Besucher dabei über
ein client-seitiges Zertifikat verfügen muss.
EAP-TTLS verwendet einen verschlüsselten
TLS-Tunnel zum sicheren Transport der
Authentifizierungsdaten.Die Konfiguration von EAP-TTLS erfolgt in der
Datei /etc/wpa_supplicant.conf:network={
ssid="freebsdap"
proto=RSN
key_mgmt=WPA-EAP
eap=TTLS
identity="test"
password="test"
ca_cert="/etc/certs/cacert.pem"
phase2="auth=MD5"
}Die für die Verbindung verwendete
EAP-Methode.Das identity-Feld enthält
den Identifizierungsstring für die
EAP-Authentifizierung innerhalb des
verschlüsselten TlS-Tunnels.Das password-Feld enthält
die Passphrase für die
EAP-Authentifizierung.Das Feld ca_cert gibt den
Pfad zum CA-Zertifikat an, das benötigt wird,
um das Server-Zertifikat zu verifizieren.Die innerhalb des verschlüsselten TLS-Tunnels
verwendete Authentifizierungsmethode. In unserem
Beispiel handelt es sich dabei um EAP und MD5. Diese
Phase der inneren Authentifizierung wird
oft als phase2 bezeichnet.Folgende Zeile muss zusätzlich in die Datei
/etc/rc.conf aufgenommen werden:ifconfig_ath0="WPA DHCP"Nun können Sie Ihr drahtloses Gerät
aktivieren:&prompt.root; /etc/rc.d/netif start
Starting wpa_supplicant.
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPACK from 192.168.0.20
bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds.
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255
ether 00:11:95:d5:43:62
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/11Mbps)
status: associated
ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac
authmode WPA2/802.11i privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit
txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100WPA und EAP-PEAPPEAP (Protected EAP)
wurde als Alternative zu EAP-TTLS entwickelt. Es gibt
zwei verschiedene PEAP-Methoden, wobei es sich bei
PEAPv0/EAP-MSCHAPv2 um die häufiger verwendete
Methode handelt. In den folgenden Ausführungen
wird der Begriff PEAP synonym für diese
EAP-Methode verwendet. PEAP ist nach EAP-TLS der
am häufigsten verwendete und am besten
unterstützte EAP-Standard.PEAP arbeitet ähnlich wie EAP-TTLS: Es
verwendet ein server-seitiges Zertifikat, um
einen verschlüsselten TLS-Tunnel zu erzeugen,
über den die sichere Authentifizierung zwischen
den Clients und dem Authentifizierungsserver erfolgt.
In Sachen Sicherheit unterscheiden sich EAP-TTLS und
PEAP allerdings: PEAP überträgt den
Benutzernamen im Klartext und verschlüsselt nur
das Passwort, während EAP-TTLS sowohl den
Benutzernamen als auch das Passwort über den
TLS-Tunnel überträgt.Um EAP-PEAP einzurichten, müssen Sie die
Konfigurationsdatei
/etc/wpa_supplicant.conf
anpassen:network={
ssid="freebsdap"
proto=RSN
key_mgmt=WPA-EAP
eap=PEAP
identity="test"
password="test"
ca_cert="/etc/certs/cacert.pem"
phase1="peaplabel=0"
phase2="auth=MSCHAPV2"
}Die für die Verbindung verwendete
EAP-Methode.Das identity-Feld enthält
den Identifizierungsstring für die innerhalb
des verschlüsselten TLS-Tunnels erfolgende
EAP-Authentifizierung.Das Feld password enthält
die Passphrase für die EAP-Authentifizierung.Das Feld ca_cert gibt den Pfad
zum CA-Zertifikat an, das zur Verifizierung des
Server-Zertifikats benötigt wird.Dieses Feld enthält die Parameter für
die erste Phase der Authentifizierung (also den
TLS-Tunnel). Je nach dem, welchen
Authentifizierungsserver Sie verwenden, müssen
Sie hier einen unterschiedlichen Wert angeben.
In den meisten Fällen wird dieses Feld den
Wert client EAP encryption aufweisen,
der durch die Angabe von
peaplabel=0 gesetzt wird. Weitere
Informationen zur Konfiguration von PEAP finden Sie
in der Manualpage &man.wpa.supplicant.conf.5;.Das innerhalb des verschlüsselten TLS-Tunnels
verwendete Authentifizierungsprotokoll. In unserem
Beispiel handelt es sich dabei um
auth=MSCHAPV2.Danach fügen Sie die folgende Zeile in
/etc/rc.conf ein:ifconfig_ath0="WPA DHCP"Zuletzt müssen Sie die Netzkarte noch
aktivieren:&prompt.root; /etc/rc.d/netif start
Starting wpa_supplicant.
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPREQUEST on ath0 to 255.255.255.255 port 67
DHCPACK from 192.168.0.20
bound to 192.168.0.254 -- renewal in 300 seconds.
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 192.168.0.254 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255
ether 00:11:95:d5:43:62
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect (DS/11Mbps)
status: associated
ssid freebsdap channel 1 bssid 00:11:95:c3:0d:ac
authmode WPA2/802.11i privacy ON deftxkey UNDEF TKIP 2:128-bit
txpowmax 36 protmode CTS roaming MANUAL bintval 100WEPWEP (Wired Equivalent Privacy) ist Teil des
ursprünglichen 802.11-Standards. Es enthält
keinen Authentifzierungsmechanismus und verfügt
lediglich über eine schwache Zugriffskontrolle,
die sehr leicht geknackt werden kann.WEP kann über ifconfig
aktiviert werden:&prompt.root; ifconfig ath0 inet 192.168.1.100 netmask 255.255.255.0 ssid my_net \
wepmode on weptxkey 3 wepkey 3:0x3456789012 Mit weptxkey geben Sie an,
welcher WEP-Schlüssel für für die
Datenübertragung verwendet wird (in unserem
Beispiel ist dies der dritte Schlüssel). Der
gleiche Schlüssel muss auch am Access Point
eingestellt sein.Mit wepkey legen Sie den zu
verwendenden WEP-Schlüssel in der Form
Nummer:Schlüssel fest.
Ist der Schlüssel "Nummer" nicht vorhanden, wird
automatisch Schlüssel 1
verwendet. Die Angabe von "Nummer" ist zwingend
nötig, wenn Sie einen anderen als den ersten
Schlüssel verwenden wollen.In Ihrer Konfiguration müssen Sie
0x3456789012 durch den an
Ihrem Access Point konfigurierten Schlüssel
ersetzen.Weitere Informationen finden Sie in der Manualpage
&man.ifconfig.8;.Das Programm wpa_supplicant
eignet sich ebenfalls dazu, WEP für Ihr drahtloses
Gerät zu aktivieren. Obige Konfiguration lässt
sich dabei durch die Aufnahme der folgenden Zeilen in die
Datei /etc/wpa_supplicant.conf
realisieren:network={
ssid="my_net"
key_mgmt=NONE
wep_key3=3456789012
wep_tx_keyidx=3
}Danach müssen Sie das Programm noch aufrufen:&prompt.root; wpa_supplicant -i ath0 -c /etc/wpa_supplicant.conf
Trying to associate with 00:13:46:49:41:76 (SSID='dlinkap' freq=2437 MHz)
Associated with 00:13:46:49:41:76Ad-hoc-ModusDer IBSS-Modus (auch als Ad-hoc-Modus bezeichnet), ist
für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen vorgesehen. Um
beispielsweise eine Ad-hoc-Verbindung zwischen den Rechnern
A und B aufzubauen,
benötigen Sie lediglich zwei IP-Adressen und eine
SSID.Auf dem Rechner A geben Sie Folgendes
ein:&prompt.root; ifconfig ath0 inet 192.168.0.1 netmask 255.255.255.0 ssid freebsdap mediaopt adhoc
&prompt.root; ifconfig ath0
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet 192.168.0.1 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255
inet6 fe80::211:95ff:fec3:dac%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x4
ether 00:11:95:c3:0d:ac
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect <adhoc> (autoselect <adhoc>)
status: associated
ssid freebsdap channel 2 bssid 02:11:95:c3:0d:ac
authmode OPEN privacy OFF txpowmax 36 protmode CTS bintval 100Der adhoc-Parameter gibt an, dass die
Schnittstelle im IBSS-Modus läuft.Rechner B sollte nun in der Lage sein,
Rechner A zu finden:&prompt.root; ifconfig ath0 up scan
SSID BSSID CHAN RATE S:N INT CAPS
freebsdap 02:11:95:c3:0d:ac 2 54M 19:0 100 ISDer Wert I (Spalte CAPS) gibt an,
dass sich Rechner A im Ad-hoc-Modus befindet.
Nun müssen Sie nur noch Rechner B eine
unterschiedliche IP-Adresse zuweisen:&prompt.root; ifconfig ath0 inet 192.168.0.2 netmask 255.255.255.0 ssid freebsdap mediaopt adhoc
&prompt.root; ifconfig ath0
ath0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet6 fe80::211:95ff:fed5:4362%ath0 prefixlen 64 scopeid 0x1
inet 192.168.0.2 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.0.255
ether 00:11:95:d5:43:62
media: IEEE 802.11 Wireless Ethernet autoselect <adhoc> (autoselect <adhoc>)
status: associated
ssid freebsdap channel 2 bssid 02:11:95:c3:0d:ac
authmode OPEN privacy OFF txpowmax 36 protmode CTS bintval 100Damit sind die Rechner A und
B bereit und können untereinander
Daten austauschen.ProblembehandlungDie folgenden Auflistung zeigt, wie Sie einige
häufig auftretende Probleme bei der Einrichtung
Ihres drahtlosen Netzwerks beheben können.Wird Ihr Access Point bei der Suche nicht gefunden,
sollten Sie überprüfen, ob Sie bei Konfiguration
Ihres drahtlosen Geräts die Anzahl der Kanäle
beschränkt haben.Wenn Sie sich nicht mit Ihrem Access Point verbinden
können, sollten Sie überprüfen, ob die
Konfiguration Ihrer Station auch der des Access Points
entspricht. Achten Sie dabei speziell auf die
Authentifzierungsmethode und die Sicherheitsprotokolle.
Halten Sie Ihre Konfiguration so einfach wie möglich.
Verwenden Sie ein Sicherheitsprotokoll wie WPA oder WEP,
sollten Sie testweise Ihren Access Point auf
offene Authentifizierung und
keine Sicherheit einstellen.
Danach versuchen Sie sich erneut mit Ihren Access Point
zu verbinden.Nachdem Sie sich mit dem Access Point verbinden
können, prüfen Sie die Sicherheitseinstellungen,
beginnend mit einfachen Werkzeugen wie &man.ping.8;.Das Programm wpa_supplicant
kann Ihnen bei der Fehlersuche helfen. Dazu starten
Sie es manuell mit der Option und
durchsuchen anschließend die Protokollinformationen
nach eventuellen Fehlermeldungen.Zusätzlich gibt es auch zahlreiche
Low-Level-Debugging-Werkzeuge. Die Ausgabe von
Debugging-Informationen des 802.11 Protocol Support Layers
lassen sich mit dem Programm wlandebug
(das sich unter
/usr/src/tools/tools/net80211
befindet) aktivieren. Um beispielsweise während
der Suche nach Access Points und des Aufbaus von
802.11-Verbindungen
(Handshake) auftretende
Systemmeldungen auf die Konsole auszugeben, verwenden
Sie den folgenden Befehl:&prompt.root; wlandebug -i ath0 +scan+auth+debug+assoc
net.wlan.0.debug: 0 => 0xc80000<assoc,auth,scan>Der 802.11-Layer liefert umfangreiche Statistiken,
die Sie mit dem Werkzeug wlanstats
abrufen können. Diese Statistiken sollten alle
Fehler identifizieren, die im 802.11-Layer auftreten.
Beachten Sie aber, dass einige Fehler bereits im
darunterliegenden Gerätetreiber auftreten und
daher in diesen Statistiken nicht enthalten sind. Wie
Sie Probleme des Gerätetreibers identifizieren,
entnehmen Sie bitte der Dokumentation Ihres
Gerätetreibers.Können Sie Ihr Problem durch diese
Maßnahmen nicht lösen, sollten Sie einen
Problembericht (PR) erstellen und die Ausgabe der weiter
oben genannten Werkzeuge in den Bericht aufnehmen.PavLucistnikBeigetragen von pav@FreeBSD.orgBluetoothBluetoothÜbersichtBluetooth ermöglicht die Bildung von persönlichen
Netzwerken über drahtlose Verbindungen bei einer maximalen
Reichweite von 10 Metern und operiert im unlizensierten
2,4-GHz-Band. Solche Netzwerke werden normalerweise spontan
gebildet, wenn sich mobile Geräte, wie Mobiltelefone,
Handhelds oder Notebooks miteinander verbinden. Im Gegensatz zu
Wireless LAN ermöglicht Bluetooth auch höherwertige
Dienste, wie FTP-ähnliche Dateiserver, Filepushing,
Sprachübertragung, Emulation von seriellen Verbindungen
und andere mehr.Der Bluetooth-Stack von &os; verwendet das
Netgraph-Framework (&man.netgraph.4;). Viele
Bluetooth-USB-Adapter werden durch den &man.ng.ubt.4;-Treiber
unterstützt. Auf dem Chip BCM2033
von Broadcom basierende Bluetooth-Geräte werden von den
Treibern &man.ubtbcmfw.4; sowie &man.ng.ubt.4; unterstützt.
Die Bluetooth-PC-Card 3CRWB60-A von 3Com verwendet den
&man.ng.bt3c.4;-Treiber. Serielle sowie auf UART basierende
Bluetooth-Geräte werden von &man.sio.4;, &man.ng.h4.4;
sowie &man.hcseriald.8; unterstützt. Dieses Kapitel
beschreibt die Verwendung von USB-Bluetooth-Adaptern.Die Bluetooth-Unterstützung aktivierenBluetooth-Unterstützung ist in der Regel als
Kernelmodul verfügbar. Damit ein Gerät funktioniert,
muss der entsprechende Treiber im Kernel geladen werden:&prompt.root; kldload ng_ubtIst das Bluetooth-Gerät beim Systemstart angeschlossen,
kann das entsprechende Modul auch von
/boot/loader.conf geladen werden:ng_ubt_load="YES"Schließen Sie Ihren USB-Adapter an, sollte eine
Meldung ähnlich der folgenden auf der Konsole (oder in
syslog) erscheinen:ubt0: vendor 0x0a12 product 0x0001, rev 1.10/5.25, addr 2
ubt0: Interface 0 endpoints: interrupt=0x81, bulk-in=0x82, bulk-out=0x2
ubt0: Interface 1 (alt.config 5) endpoints: isoc-in=0x83, isoc-out=0x3,
wMaxPacketSize=49, nframes=6, buffer size=294Verwenden Sie &os; 6.0 oder eine 5.X-Version vor 5.5,
müssen Sie den Bluetooth-Stack manuell starten. Ab
&os; 5.5 beziehungsweise 6.1 und neuer wird der Stack hingegen
automatisch von &man.devd.8; gestartet.Kopieren Sie
/usr/share/examples/netgraph/bluetooth/rc.bluetooth
nach /etc/rc.bluetooth. Über dieses
Skript wird der Bluetooth-Stack gestartet und beendet. Es ist
empfehlenswert, den Bluetooth-Stack zu beenden, bevor Sie den
Adapter entfernen. Selbst wenn Sie dies nicht tun, kommt es
(normalerweise) zu keinem fatalen Fehler. Wenn Sie den
Bluetooth-Stack starten, erhalten Sie eine Meldung ähnlich
der folgenden:&prompt.root; /etc/rc.bluetooth start ubt0
BD_ADDR: 00:02:72:00:d4:1a
Features: 0xff 0xff 0xf 00 00 00 00 00
<3-Slot> <5-Slot> <Encryption> <Slot offset>
<Timing accuracy> <Switch> <Hold mode> <Sniff mode>
<Park mode> <RSSI> <Channel quality> <SCO link>
<HV2 packets> <HV3 packets> <u-law log> <A-law log> <CVSD>
<Paging scheme> <Power control> <Transparent SCO data>
Max. ACL packet size: 192 bytes
Number of ACL packets: 8
Max. SCO packet size: 64 bytes
Number of SCO packets: 8HCIDas Host Controller Interface (HCI)Das Host Controller Interface
(HCI) bietet eine Befehlsschnittstelle zum Basisbandcontroller
und Linkmanager, sowie Zugriff auf den Hardwarestatus und die
Kontrollregister. Dadurch wird ein einheitlicher Zugriff auf
die Fähigkeiten des Bluetooth-Basisbands möglich. Die
HCI-Layer des Rechners tauschen Daten und Befehle mit der
HCI-Firmware der Bluetooth-Geräte aus. Über den
Host Controller Transport Layer-Treiber (also den physikalischen
Bus) können beide HCI-Layer miteinander
kommunizieren.Eine einzelne Netgraph-Gerätedatei vom Typ
hci wird für ein einzelnes
Bluetooth-Gerät erzeugt. Die HCI-Gerätedatei ist
normalerweise mit der Bluetooth-Gerätetreiberdatei
(downstream) sowie der L2CAP-Gerätedatei (upstream)
verbunden. Alle HCI-Operationen müssen über die
HCI-Gerätedatei und nicht über die Treiberdatei
erfolgen. Der Standardname für die HCI-Gerätedatei
(die in &man.ng.hci.4; beschrieben wird) lautet
devicehci.Eine der wichtigsten Aufgaben ist das Auffinden von sich
in Reichweite befindenden Bluetooth-Geräten. Diese
Funktion wird als inquiry bezeichnet.
Inquiry sowie andere mit HCI in Verbindung stehende Funktionen
werden von &man.hccontrol.8; zur Verfügung gestellt. Das
folgende Beispiel zeigt, wie man herausfindet, welche
Bluetooth-Geräte sich in Reichweite befinden. Eine solche
Abfrage dauert nur wenige Sekunden. Beachten Sie, dass ein
Gerät nur dann antwortet, wenn es sich im Modus
discoverable befindet.&prompt.user; hccontrol -n ubt0hci inquiry
Inquiry result, num_responses=1
Inquiry result #0
BD_ADDR: 00:80:37:29:19:a4
Page Scan Rep. Mode: 0x1
Page Scan Period Mode: 00
Page Scan Mode: 00
Class: 52:02:04
Clock offset: 0x78ef
Inquiry complete. Status: No error [00]BD_ADDR stellt, ähnlich der
MAC-Adresse einer Netzkarte, die eindeutige Adresse eines
Bluetooth-Gerätes dar. Diese Adresse ist für die
Kommunikation mit dem Gerät nötig. Es ist aber auch
möglich, BD_ADDR einen Klartextnamen zuzuweisen. Die
Datei /etc/bluetooth/hosts enthält
Informationen über die bekannten Bluetooth-Rechner. Das
folgende Beispiel zeigt, wie man den Klartextnamen eines
entfernten Geräts in Erfahrung bringen kann:&prompt.user; hccontrol -n ubt0hci remote_name_request 00:80:37:29:19:a4
BD_ADDR: 00:80:37:29:19:a4
Name: Pav's T39Wenn Sie ein entferntes Bluetooth-Gerät abfragen, wird
dieses Ihren Rechner unter dem Namen
your.host.name (ubt0) finden. Dieser Name kann
aber jederzeit geändert werden.Bluetooth ermöglicht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (an
denen nur zwei Bluetooth-Geräte beteiligt sind), aber auch
Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen, bei denen eine Verbindung von
mehreren Bluetooth-Geräten gemeinsam genutzt wird. Das
folgende Beispiel zeigt, wie man die aktiven
Basisbandverbindungen des lokalen Gerätes anzeigen kann:&prompt.user; hccontrol -n ubt0hci read_connection_list
Remote BD_ADDR Handle Type Mode Role Encrypt Pending Queue State
00:80:37:29:19:a4 41 ACL 0 MAST NONE 0 0 OPENEin connection handle ist für die
Beendigung einer Basisbandverbindung nützlich. Im
Normalfall werden inaktive Verbindungen aber automatisch vom
Bluetooth-Stack getrennt.&prompt.root; hccontrol -n ubt0hci disconnect 41
Connection handle: 41
Reason: Connection terminated by local host [0x16]Rufen Sie hccontrol help auf, wenn Sie
eine komplette Liste aller verfügbaren HCI-Befehle
benötigen. Die meisten dieser Befehle müssen nicht
als root ausgeführt werden.L2CAPDas Logical Link Control and Adaptation Protocol (L2CAP)Das Logical Link Control and Adaptation
Protocol (L2CAP) bietet
höherwertigen Protokollen verbindungsorientierte und
verbindungslose Datendienste an. Dazu gehören auch
Protokollmultiplexing, Segmentierung und Reassemblierung.
L2CAP erlaubt höherwertigen Protokollen und Programmen den
Versand und Empfang von L2CAP-Datenpaketen mit einer Länge
von bis zu 64 Kilobytes.L2CAP arbeitet kanalbasiert. Ein
Kanal ist eine logische Verbindung innerhalb einer
Basisbandverbindung. Jeder Kanal ist dabei an ein einziges
Protokoll gebunden. Mehrere Geräte können an das
gleiche Protokoll gebunden sein, es ist aber nicht möglich,
einen Kanal an mehrere Protokolle zu binden. Jedes über
einen Kanal ankommende L2CAP-Paket wird an das entsprechende
höherwertige Protokoll weitergeleitet. Mehrere Kanäle
können sich die gleiche Basisbandverbindung teilen.Eine einzelne Netgraph-Gerätedatei vom Typ
l2cap wird für ein einzelnes
Bluetooth-Gerät erzeugt. Die L2CAP-Gerätedatei ist
normalerweise mit der Bluetooth-HCI-Gerätedatei
(downstream) sowie der Bluetooth-Socket-Gerätedatei
(upstream) verbunden. Der Standardname für die
L2CAP-Gerätedatei, die in &man.ng.l2cap.4; beschrieben
wird, lautet devicel2cap.Ein nützlicher Befehl zum Anpingen von anderen
Geräten ist &man.l2ping.8;. Einige Bluetooth-Geräte
senden allerdings nicht alle erhaltenen Daten zurück. Die
Ausgabe 0 bytes ist also kein Fehler:&prompt.root; l2ping -a 00:80:37:29:19:a4
0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=0 time=48.633 ms result=0
0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=1 time=37.551 ms result=0
0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=2 time=28.324 ms result=0
0 bytes from 0:80:37:29:19:a4 seq_no=3 time=46.150 ms result=0Das Programm &man.l2control.8; liefert Informationen
über L2CAP-Dateien. Das folgende Beispiel zeigt, wie man
die Liste der logischen Verbindungen (Kanäle) sowie die
Liste der Basisbandverbindungen abfragen kann:&prompt.user; l2control -a 00:02:72:00:d4:1a read_channel_list
L2CAP channels:
Remote BD_ADDR SCID/ DCID PSM IMTU/ OMTU State
00:07:e0:00:0b:ca 66/ 64 3 132/ 672 OPEN
&prompt.user; l2control -a 00:02:72:00:d4:1a read_connection_list
L2CAP connections:
Remote BD_ADDR Handle Flags Pending State
00:07:e0:00:0b:ca 41 O 0 OPEN&man.btsockstat.1; ist ein weiteres Diagnoseprogramm. Es
funktioniert analog zu &man.netstat.1;, arbeitet aber mit
Bluetooth-Datenstrukturen. Das folgende Beispiel zeigt die
gleiche Liste der logischen Verbindungen wie &man.l2control.8;
im vorherigen Beispiel.&prompt.user; btsockstat
Active L2CAP sockets
PCB Recv-Q Send-Q Local address/PSM Foreign address CID State
c2afe900 0 0 00:02:72:00:d4:1a/3 00:07:e0:00:0b:ca 66 OPEN
Active RFCOMM sessions
L2PCB PCB Flag MTU Out-Q DLCs State
c2afe900 c2b53380 1 127 0 Yes OPEN
Active RFCOMM sockets
PCB Recv-Q Send-Q Local address Foreign address Chan DLCI State
c2e8bc80 0 250 00:02:72:00:d4:1a 00:07:e0:00:0b:ca 3 6 OPENDas RFCOMM-ProtokollRFCOMMDas RFCOMM-Protokoll emuliert serielle Verbindungen
über das L2CAP-Protokoll. Es basiert auf dem ETSI-Standard
TS 07.10. Bei RFCOMM handelt es sich um ein einfaches
Transportprotokoll, das um Funktionen zur Emulation der
9poligen Schaltkreise von mit RS-232 (EIATIA-232-E) kompatiblen
seriellen Ports ergänzt wurde. RFCOMM erlaubt bis zu 60
simultane Verbindungen (RFCOMM-Kanäe) zwischen zwei
Bluetooth-Geräten.Eine RFCOMM-Kommunikation besteht aus zwei Anwendungen (den
Kommunikationsendpunkten), die über das
Kommunikationssegment miteinander verbunden sind. RFCOMM
unterstützt Anwendungen, die auf serielle Ports angewiesen
sind. Das Kommunikationssegment entspricht der (direkten)
Bluetooth-Verbindung zwischen den beiden Geräten.RFCOMM kümmert sich um die direkte Verbindung von zwei
Geräten, oder um die Verbindung zwischen einem Gerät
und einem Modem (Netzwerkverbindung). RFCOMM unterstützt
auch andere Konfigurationen. Ein Beispiel dafür sind
Module, die drahtlose Bluetooth-Geräte mit einer
verkabelten Schnittstelle verbinden können.Unter &os; wurde das RFCOMM-Protokoll im Bluetooth Socket-Layer
implementiert.PairingErstmaliger Verbindungsaufbau zwischen zwei
Bluetooth-Geräten (Pairing)
In der Voreinstellung nutzt Bluetooth keine
Authentifizierung, daher kann sich jedes Bluetoothgerät mit
jedem anderen Gerät verbinden. Ein Bluetoothgerät
(beispielsweise ein Mobiltelefon) kann jedoch für einen
bestimmten Dienst (etwa eine Einwählverbindung) eine
Authentifizierung anfordern. Bluetooth verwendet zu diesem
Zweck PIN-Codes. Ein PIN-Code ist ein
maximal 16 Zeichen langer ASCII-String. Damit eine Verbindung
zustande kommt, muss auf beiden Geräten der gleiche
PIN-Code verwendet werden. Nachdem der Code eingegeben wurde,
erzeugen beide Geräte einen link key,
der auf den Geräten gespeichert wird. Beim nächsten
Verbindungsaufbau wird der zuvor erzeugte Link Key verwendet.
Diesen Vorgang bezeichnet man als
Pairing. Geht der Link Key auf
einem Gerät verloren, muss das Pairing wiederholt
werden.Der &man.hcsecd.8;-Daemon verarbeitet alle
Bluetooth-Authentifzierungsanforderungen und wird über die
Datei /etc/bluetooth/hcsecd.conf
konfiguriert. Der folgende Ausschnitt dieser Datei zeigt die
Konfiguration für ein Mobiltelefon, das den PIN-Code
1234 verwendet:device {
bdaddr 00:80:37:29:19:a4;
name "Pav's T39";
key nokey;
pin "1234";
}Von der Länge abgesehen, unterliegen PIN-Codes keinen
Einschränkungen. Einige Geräte, beispielsweise
Bluetooth-Headsets, haben einen festen PIN-Code eingebaut. Die
Option sorgt dafür, dass der
&man.hcsecd.8;-Daemon im Vordergrund läuft. Dadurch kann
der Ablauf einfach verfolgt werden. Stellen Sie das entfernte
Gerät auf receive pairing
und initiieren Sie die Bluetoothverbindung auf dem entfernten
Gerät. Sie erhalten die Meldung, dass Pairing akzeptiert
wurde und der PIN-Code benötigt wird. Geben Sie den
gleichen PIN-Code ein, den Sie in
hcsecd.conf festgelegt haben. Ihr Computer
und das entfernte Gerät sind nun miteinander verbunden.
Alternativ können Sie das Pairing auch auf dem entfernten
Gerät initiieren.Unter &os; 5.5, 6.1 und neuer können Sie
hcsecd durch das Einfügen der
folgenden Zeile in /etc/rc.conf
beim Systemstart automatisch aktivieren:hcsecd_enable="YES"Es folgt nun eine beispielhafte Ausgabe
des hcsecd-Daemons:hcsecd[16484]: Got Link_Key_Request event from 'ubt0hci', remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4
hcsecd[16484]: Found matching entry, remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4, name 'Pav's T39', link key doesn't exist
hcsecd[16484]: Sending Link_Key_Negative_Reply to 'ubt0hci' for remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4
hcsecd[16484]: Got PIN_Code_Request event from 'ubt0hci', remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4
hcsecd[16484]: Found matching entry, remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4, name 'Pav's T39', PIN code exists
hcsecd[16484]: Sending PIN_Code_Reply to 'ubt0hci' for remote bdaddr 0:80:37:29:19:a4SDPDas Service Discovery Protocol (SDP)Das Service Discovery Protocol
(SDP) erlaubt es Clientanwendungen, von Serveranwendungen
angebotene Dienste sowie deren Eigenschaften abzufragen. Zu
diesen Eigenschaften gehören die Art oder die Klasse der
angebotenen Dienste sowie der Mechanismus oder das Protokoll,
die zur Nutzung des Dienstes notwendig sind.SDP ermöglicht Verbindungen zwischen einem SDP-Server
und einem SDP-Client. Der Server enthält eine Liste mit
den Eigenschaften der vom Server angebotenen Dienste. Jeder
Eintrag beschreibt jeweils einen einzigen Serverdienst. Ein
Client kann diese Informationen durch eine SDP-Anforderung
vom SDP-Server beziehen. Wenn der Client oder eine Anwendung
des Clients einen Dienst nutzen will, muss eine seperate
Verbindung mit dem Dienstanbieter aufgebaut werden. SDP bietet
einen Mechanismus zum Auffinden von Diensten und deren
Eigenschaften an, es bietet aber keine Mechanismen zur Verwendung
dieser Dienste.Normalerweise sucht ein SDP-Client nur nach Diensten, die
bestimmte geforderte Eigenschaften erfüllen. Es ist aber
auch möglich, anhand der Dienstbeschreibungen eine
allgemeine Suche nach den von einem Server angebotenen Diensten
durchzuführen. Diesen Vorgang bezeichnet man als
Browsing.Der Bluetooth-SDP-Server &man.sdpd.8; und der
Kommandozeilenclient &man.sdpcontrol.8; sind bereits in der
Standardinstallation von &os; enthalten. Das folgende Beispiel
zeigt, wie eine SDP-Abfrage durchgeführt wird:&prompt.user; sdpcontrol -a 00:01:03:fc:6e:ec browse
Record Handle: 00000000
Service Class ID List:
Service Discovery Server (0x1000)
Protocol Descriptor List:
L2CAP (0x0100)
Protocol specific parameter #1: u/int/uuid16 1
Protocol specific parameter #2: u/int/uuid16 1
Record Handle: 0x00000001
Service Class ID List:
Browse Group Descriptor (0x1001)
Record Handle: 0x00000002
Service Class ID List:
LAN Access Using PPP (0x1102)
Protocol Descriptor List:
L2CAP (0x0100)
RFCOMM (0x0003)
Protocol specific parameter #1: u/int8/bool 1
Bluetooth Profile Descriptor List:
LAN Access Using PPP (0x1102) ver. 1.0
... und so weiter. Beachten Sie, dass jeder Dienst eine
Liste seiner Eigenschaften (etwa den RFCOMM-Kanal)
zurückgibt. Je nach dem, welche Dienste Sie
benötigen, sollten Sie sich einige dieser Eigenschaften
notieren. Einige Bluetooth-Implementationen unterstützen
kein Service Browsing und geben
daher eine leere Liste zurück. Ist dies der Fall, ist es
dennoch möglich, nach einem bestimmten Dienst zu suchen.
Das folgende Beispiel demonstriert die Suche nach dem
OBEX Object Push (OPUSH) Dienst:&prompt.user; sdpcontrol -a 00:01:03:fc:6e:ec search OPUSHUnter &os; ist es die Aufgabe des &man.sdpd.8;-Servers,
Bluetooth-Clients verschiedene Dienste anzubieten. Unter
&os; 5.5, 6.1 und neuer können Sie dazu die folgende
Zeile in die Datei /etc/rc.conf
einfügen:sdpd_enable="YES"Nun kann der sdpd-Daemon durch
folgene Eingabe gestartet werden:&prompt.root; /etc/rc.d/sdpd startUnter &os; 6.0 und &os; 5.X-Versionen vor 5.5 ist
sdpd nicht in die &os;-Startskripten
integriert. Daher müssen Sie den Damon durch folgende
Eingabe manuell starten:&prompt.root; sdpdDer lokale Server, der den entfernten Clients
Bluetooth-Dienste anbieten soll, bindet diese Dienste an den
lokalen SDP-Daemon. Ein Beispiel für eine solche
Anwendung ist &man.rfcomm.pppd.8;. Einmal gestartet, wird der
Bluetooth-LAN-Dienst an den lokalen SDP-Daemon gebunden.Die Liste der vorhandenen Dienste, die am lokalen SDP-Server
registriert sind, lässt sich durch eine SDP-Abfrage
über einen lokalen Kontrollkanal abfragen:&prompt.root; sdpcontrol -l browseEinwahlverbindungen (Dial-Up Networking (DUN)) oder
Netzwerkverbindungen mit PPP (LAN)-Profilen einrichtenDas
Dial-Up Networking (DUN)-Profil
wird vor allem für Modems und Mobiltelefone verwendet.
Dieses Profil ermöglicht folgende Szenarien:Die Verwendung eines Mobiltelefons oder eines
Modems durch einen Computer als drahtloses Modem, um sich
über einen Einwahlprovider mit dem Internet zu verbinden
oder andere Einwahldienste zu benutzen.Die Verwendung eines Mobiltelefons oder eines
Modems durch einen Computers, um auf Datenabfragen zu
reagieren.Der Zugriff auf ein Netzwerk über das PPP (LAN)-Profil
kann in folgenden Situationen verwendet werden:Den LAN-Zugriff für ein einzelnes
Bluetooth-GerätDen LAN-Zugriff für mehrere
Bluetooth-GeräteEine PC-zu-PC-Verbindung (unter Verwendung
einer PPP-Verbindung über eine emulierte serielle
Verbindung)Beide Profile werden unter &os; durch &man.ppp.8; sowie
&man.rfcomm.pppd.8; implementiert - einem Wrapper, der
RFCOMM Bluetooth-Verbindungen unter PPP nutzbar macht. Bevor
ein Profil verwendet werden kann, muss ein neuer PPP-Abschnitt
in /etc/ppp/ppp.conf erzeugt werden.
Beispielkonfigurationen zu diesem Thema finden Sie in
&man.rfcomm.pppd.8;.Im folgenden Beispiel verwenden wir &man.rfcomm.pppd.8;, um
eine RFCOMM-Verbindung zu einem entfernten Gerät mit der
BD_ADDR 00:80:37:29:19:a4 auf dem
RFCOMM-Kanal DUN aufzubauen. Die aktuelle
RFCOMM-Kanalnummer erhalten Sie vom entfernten Gerät
über SDP. Es ist auch möglich, manuell einen
RFCOMM-Kanal festzulegen. In diesem Fall führt
&man.rfcomm.pppd.8; keine SDP-Abfrage durch. Verwenden Sie
&man.sdpcontrol.8;, um die RFCOMM-Kanäle des entfernten
Geräts herauszufinden.&prompt.root; rfcomm_pppd -a 00:80:37:29:19:a4 -c -C dun -l rfcomm-dialupDer &man.sdpd.8;-Server muss laufen, damit ein Netzzugriff
mit dem PPP (LAN)-Profil möglich ist. Außerdem muss
für den LAN-Client ein neuer Eintrag in
/etc/ppp/ppp.conf erzeugt werden.
Beispielkonfigurationen zu diesem Thema finden Sie in
&man.rfcomm.pppd.8;. Danach starten Sie den RFCOMM PPP-Server
über eine gültige RFCOMM-Kanalnummer. Der
RFCOMM PPP-Server bindet dadurch den Bluetooth-LAN-Dienst an den
lokalen SDP-Daemon. Das folgende Beispiel zeigt Ihnen, wie man
den RFCOMM PPP-Server startet.&prompt.root; rfcomm_pppd -s -C 7 -l rfcomm-serverOBEXDas Profil OBEX-Push (OPUSH)OBEX ist ein häufig verwendetes Protokoll für den
Dateitransfer zwischen Mobilgeräten. Sein Hauptzweck ist
die Kommunikation über die Infrarotschnittstelle. Es dient
daher zum Datentransfer zwischen Notebooks oder PDAs sowie zum
Austausch von Visitenkarten oder Kalendereinträgen zwischen
Mobiltelefonen und anderen Geräten mit PIM-Funktionen.Server und Client von OBEX werden durch das Softwarepaket
obexapp bereitgestellt, das als Port
comms/obexapp verfügbar
ist.Mit dem OBEX-Client werden Objekte zum OBEX-Server geschickt
oder angefordert. Ein Objekt kann etwa eine Visitenkarte oder
ein Termin sein. Der OBEX-Client fordert über SDP die
Nummer des RFCOMM-Kanals vom entfernten Gerät an. Dies
kann auch durch die Verwendung des Servicenamens anstelle der
RFCOMM-Kanalnummer erfolgen. Folgende Dienste werden
unterstützt: IrMC, FTRN und OPUSH. Es ist möglich,
den RFCOMM-Kanal als Nummer anzugeben. Es folgt nun ein
Beispiel für eine OBEX-Sitzung, bei der ein
Informationsobjekt vom Mobiltelefon angefordert und ein neues
Objekt (hier eine Visitenkarte) an das Telefonbuch des
Mobiltelefons geschickt wird:&prompt.user; obexapp -a 00:80:37:29:19:a4 -C IrMC
obex> get telecom/devinfo.txt
Success, response: OK, Success (0x20)
obex> put new.vcf
Success, response: OK, Success (0x20)
obex> di
Success, response: OK, Success (0x20)Um OBEX-Push-Dienste anbieten zu können, muss der
sdpd-Server gestartet sein. Ein
Wurzelverzeichnis, in dem alle ankommenden Objekt gespeichert
werden, muss zusätzlich angelegt werden. In der
Voreinstellung ist dies /var/spool/obex.
Starten Sie den OBEX-Server mit einer gültigen Kanalnummer.
Der OBEX-Server registriert nun den OBEX-Push-Dienst mit dem
lokalen SDP-Daemon. Um den OBEX-Server zu starten, geben Sie
Folgendes ein:&prompt.root; obexapp -s -C 10Das Profil Serial-Port (SPP)Durch dieses Profil können Bluetooth-Geräte RS232-
(oder damit kompatible) serielle Kabelverbindungen emulieren.
Anwendungen sind dadurch in der Lage, über eine virtuelle
serielle Verbindung Bluetooth als Ersatz für eine
Kabelverbindung zu nutzen.Das Profil Serial-Port wird durch &man.rfcomm.sppd.1;
verwirklicht. Pseudo-tty wird hier als virtuelle serielle
Verbindung verwendet. Das folgende Beispiel zeigt, wie man sich
mit einem entfernten Serial-Port-Dienst verbindet. Beachten
Sie, dass Sie den RFCOMM-Kanal nicht angeben müssen, da
&man.rfcomm.sppd.1; diesen über SDP vom entfernten
Gerät abfragen kann. Wenn Sie dies nicht wollen,
können Sie einen RFCOMM-Kanal auch manuell festlegen.&prompt.root; rfcomm_sppd -a 00:07:E0:00:0B:CA -t /dev/ttyp6
rfcomm_sppd[94692]: Starting on /dev/ttyp6...Sobald die Verbindung hergestellt ist, kann pseudo-tty als
serieller Port verwenden werden.&prompt.root; cu -l ttyp6ProblembehandlungEin entferntes Gerät kann keine Verbindung
aufbauenEinige ältere Bluetooth-Geräte unterstützen
keinen Rollentausch. Wenn &os; eine neue Verbindung
akzeptiert, wird versucht, die Rolle zu tauschen, um zum
Master zu werden. Geräte, die dies nicht
unterstützen, können keine Verbindung aufbauen.
Beachten Sie, dass der Rollentausch ausgeführt wird,
sobald eine neue Verbindung aufgebaut wird, daher ist es
nicht möglich, das entfernte Gerät zu fragen, ob es
den Rollentausch unterstützt. Dieses Verhalten von &os;
kann aber durch eine HCI-Option geändert werden:&prompt.root; hccontrol -n ubt0hci write_node_role_switch 0Wo finde ich genaue Informationen darüber, was
schiefgelaufen ist?Verwenden Sie hcidump,
das Sie über den Port comms/hcidump installieren
können. hcidump hat
Ähnlichkeiten mit &man.tcpdump.1;. Es dient zur Anzeige
der Bluetooth-Pakete in einem Terminal oder zur Speicherung
der Pakete in einer Datei (Dump).
- Steve
- Peterson
+ Andrew
+ ThompsonGeschrieben von LAN-Kopplung mit einer BridgeEinführungSubnetzBridgeManchmal ist es nützlich, ein physikalisches Netzwerk
(wie ein Ethernetsegment) in zwei separate Netzwerke
aufzuteilen, ohne gleich IP-Subnetze zu erzeugen, die über
einen Router miteinander verbunden sind. Ein Gerät, das
zwei Netze auf diese Weise verbindet, wird als
Bridge bezeichnet. Jedes FreeBSD-System
mit zwei Netzkarten kann als Bridge fungieren.Die Bridge arbeitet, indem sie die MAC Layeradressen
- (Ethernet Adressen) der Geräte in ihren Netzsegmenten
- lernt. Der Verkehr wird nur dann zwischen zwei Netzsegmenten
- weitergeleitet, wenn sich Sender und Empfänger in
- verschiedenen Netzsegmenten befinden.
+ (Ethernet Adressen) der Geräte in ihren
+ Netzwerksegmenten lernt. Der Verkehr wird nur dann zwischen
+ zwei Segmenten weitergeleitet, wenn sich Sender und
+ Empfänger in verschiedenen Netzwerksegmenten
+ befinden.
In vielerlei Hinsicht entspricht eine Bridge daher einem
Ethernet-Switch mit sehr wenigen Ports.Situationen, in denen Bridging
angebracht ist
- Eine Bridge wird vor allem in folgenden zwei Situationen
- verwendet:
+ Es gibt zahlreiche Situationen, in denen der Einsatz
+ einer Bridge sinnvoll ist:
- Hohes Datenaufkommen in einem Segment
-
- In der ersten Situation wird Ihr physisches Netz
- mit Datenverkehr überschwemmt. Aus irgendwelchen
- Gründen wollen Sie allerdings keine Subnetze verwenden,
- die über einen Router miteinander verbunden sind.
-
- Stellen Sie sich einen Zeitungsverlag vor, in dem sich die
- Redaktions- und Produktionsabteilungen in verschiedenen
- Subnetzen befinden. Die Redaktionsrechner verwenden den
- Server A für Dateioperationen, und die
- Produktionsrechner verwenden den Server B.
- Alle Benutzer sind über ein gemeinsames Ethernet-LAN
- miteinander verbunden. Durch das hohe Datenaufkommen sinkt
- die Geschwindigkeit des gesamten Netzwerks.
-
- Würde man die Redaktionsrechner und die
- Produktionsrechner in separate Netzsegmente auslagern,
- könnte man diese beiden Segmente über eine Bridge
- verbinden. Nur der für Rechner im jeweils
- anderen Segment bestimmte Verkehr wird
- dann über die Brigde in das andere Netzsegment geleitet.
- Dadurch verringert sich das Gesamtdatenaufkommen in beiden
- Segmenten.
+ Verbinden von Netzwerken
+
+ Die Hauptaufgabe einer Bridge ist die Verbindung von zwei
+ oder mehreren Netzwerksegmenten zu einem gemeinsamen Netzwerk.
+ Es ist oft sinnvoller, eine hostbasierte Bridge anstelle
+ normaler Netzwerkkomponenten (wie Kabelverbindungen),
+ Firewalls oder Pseudonetzwerken über die
+ Schnittstelle einer virtuellen Maschine einzusetzen.
+
+
+
+ Eine Bridge kann außerdem ein drahtloses Gerät mit
+ einem Kabelnetzwerk verbinden. Diese Fähigkeit der
+ Bridge wird als HostAP-Modus
+ bezeichnet. Die Bridge agiert in diesem Fall als
+ Access Point für das drahtlose Gerät.Filtering/Traffic Shaping FirewallFirewallNAT
- Die zweite häufig anzutreffende Situation tritt auf,
- wenn Firewallfunktionen benötigt werden, ohne dass
+ Häufig kommt es vor, dass Firewallfunktionen
+ benötigt werden, ohne dass Routing oder
Network Adress Translation
- (NAT) verwendet wird.
+ (NAT) verwendet werden soll.Ein Beispiel dafür wäre ein kleines Unternehmen,
das über DSL oder ISDN an seinen ISP angebunden ist. Es
verfügt über 13 weltweit erreichbare IP-Adressen,
sein Netzwerk besteht aus 10 Rechnern. In dieser Situation
- ist die Verwendung von Subnetzen sowie einer routerbasierten
+ ist der Einsatz von Subnetzen sowie einer routerbasierten
Firewall schwierig.RouterDSLISDNEine brigdebasierte Firewall kann konfiguriert und in den
ISDN/DSL-Downstreampfad ihres Routers eingebunden werden, ohne
- sich um IP-Adressen kümmern zu müssen.
+ dass Sie sich um IP-Adressen kümmern müssen.
-
-
-
- Die LAN-Kopplung konfigurieren
- Auswahl der Netzkarten
-
- Eine Bridge benötigt mindestens zwei Netzkarten.
- Leider sind unter FreeBSD nicht alle verfügbaren
- Netzkarten dafür geeignet. Lesen Sie &man.bridge.4;
- für Informationen zu unterstützten Karten.
-
- Installieren und testen Sie beide Netzkarten, bevor Sie
- fortfahren.
+ Netzwerküberwachung
+
+ Eine Bridge kann zwei Netzwerksegmente miteinander
+ verbinden und danach alle Ethernet-Rahmen überprüfen,
+ die zwischen den beiden Netzwerksegmenten ausgetauscht werden.
+ Dazu verwendet man entweder &man.bpf.4;/&man.tcpdump.1; auf
+ dem Netzgerät der Bridge oder schickt Kopien aller
+ Rahmen an ein zusätzliches Netzgerät (den sogenannten
+ Span Port).
- Anpassen der Kernelkonfiguration
-
-
- Kerneloptionen
- BRIDGE
-
+ Layer 2-VPN
- Um die Kernelunterstützung für die LAN-Kopplung
- zu aktivieren, fügen Sie
-
- options BRIDGE
-
- in Ihre Kernelkonfigurationsdatei ein, und erzeugen einen
- neuen Kernel.
+ Zwei Ethernetnetzwerke können über einen IP-Link
+ miteinander verbunden werden, indem Sie die beiden Netzwerke
+ über einen EtherIP-Tunnel koppeln oder eine
+ &man.tap.4;-basierte Lösung wie OpenVPN einsetzen.
- Firewallunterstützung
+ Layer 2-Redundanz
+
+ Die Systeme eines Netzwerks können redundant
+ miteinander verbunden sein. In diesem Fall verwenden Sie das
+ Spanning Tree Protocol, um
+ redundante Pfade zu blockieren. Damit ein Ethernetnetzwerk
+ korrekt arbeitet, darf immer nur ein aktiver Pfad zwischen
+ zwei Geräten des Netzwerks existieren. Aufgabe des
+ Spanning Tree Protocols ist es daher, Schleifen zu entdecken
+ und redundante Links in den Status
+ blockiert zu versetzen. Fällt ein
+ aktiver Link aus, so berechnet das Protokoll einen neuen
+ Pfad. Dazu wird ein blockierter Pfad in den Status
+ aktiv versetzt, damit alle Systeme des
+ Netzwerks wieder miteinander kommunizieren können.
+
+
- Firewall
+
+ Kernelkonfiguration
- Wenn Sie die Bridge als Firewall verwenden wollen,
- müssen Sie zusätzlich die Option
- IPFIREWALL einfügen. Die
- Konfiguration einer Firewall wird in
- des Handbuchs beschrieben.
+ Dieser Abschnitt beschreibt nur die
+ &man.if.bridge.4;-Bridge-Implementierung. Ein
+ Netgraph-Bridge-Treiber ist ebenfalls verfügbar, wird
+ hier aber nicht behandelt. Lesen Sie die Manualpage
+ &man.ng.bridge.4;, wenn Sie diesen Treiber einsetzen
+ wollen.
+
+ Bei diesem Treiber handelt es sich um ein
+ Kernelmodul, das von &man.ifconfig.8; automatisch geladen
+ wird, wenn ein Bridge-Interface erzeugt wird. Alternativ ist
+ es aber auch möglich, die Unterstützung für
+ den Treiber in Ihren Kernel zu kompilieren. Dazu fügen
+ Sie die Zeile device if_bridge in Ihre
+ Kernelkonfigurationsdatei ein und bauen danach den Kernel
+ neu.
+
+ Paketfilter können mit allen Firewallpaketen verwendet
+ werden, die das &man.pfil.9;-Framework benutzen. Die Firewall
+ kann dabei entweder als Kernelmodul geladen oder in den Kernel
+ kompiliert werden.
+
+ Eine Bridge kann auch als Traffic
+ Shaper verwendet werden, wenn Sie
+ &man.altq.4; oder &man.dummynet.4; einsetzen.
+
- Wenn Sie Nicht-IP-Pakete (wie ARP-Pakete) durch Ihre
- Bridge leiten wollen, haben Sie drei Möglichkeiten.
- Eine Mögleichkeit wäre es, die folgende Option
- in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufzunehmen und den
- Kernel neu zu bauen:
+
+ Die LAN-Kopplung aktivieren
- option IPFIREWALL_DEFAULT_TO_ACCEPT
+ Eine Bridge wird durch das Klonen von Schnittstellen
+ erzeugt. Um eine Bridge zu erzeugen, verwenden Sie den Befehl
+ &man.ifconfig.8;. Ist der Bridge-Treiber nicht in Ihren Kernel
+ kompiliert, wird er automatisch geladen.
+
+ &prompt.root; ifconfig bridge create
+bridge0
+&prompt.root; ifconfig bridge0
+bridge0: flags=8802<BROADCAST,SIMPLEX,MULTICAST> metric 0 mtu 1500
+ ether 96:3d:4b:f1:79:7a
+ id 00:00:00:00:00:00 priority 32768 hellotime 2 fwddelay 15
+ maxage 20 holdcnt 6 proto rstp maxaddr 100 timeout 1200
+ root id 00:00:00:00:00:00 priority 0 ifcost 0 port 0
+
+ Im obigen Beispiel wird die Bridge erzeugt und erhält
+ automatisch eine zufällig generierte Ethernet-Adresse
+ zugewiesen. Die Parameter maxaddr sowie
+ timeout legen fest, wie viele MAC-Adressen
+ die Bridge in ihrer Forward-Tabelle halten kann beziehungsweise
+ wie viele Sekunden jeder Eintrag erhalten bleiben soll, nachdem
+ er zuletzt verwendet wurde. Die restlichen Parameter sind
+ für die Konfiguration von Spanning Tree notwendig.
+
+ Im nächsten Schritt werden die Schnittstellen, die
+ die Bridge verbinden soll, zugewiesen. Damit die Bridge
+ Datenpakete weiterleiten kann, müssen sowohl die Bridge
+ als auch die Schnittstellen (der zu verbindenden
+ Netzwerksegmente) aktiviert sein:
+
+ &prompt.root; ifconfig bridge0 addm fxp0 addm fxp1 up
+&prompt.root; ifconfig fxp0 up
+&prompt.root; ifconfig fxp1 up
+
+ Danach ist die Bridge in der Lage, Ethernet-Rahmen zwischen
+ den Schnittstellen fxp0 und
+ fxp1 weiterzuleiten. Um diese
+ Konfiguration beim Systemstart automatisch zu aktivieren,
+ müssen Sie folgende Einträge in die Datei
+ /etc/rc.conf aufnehmen:
+
+ cloned_interfaces="bridge0"
+ifconfig_bridge0="addm fxp0 addm fxp1 up"
+ifconfig_fxp0="up"
+ifconfig_fxp1="up"
+
+ Benötigen Sie für die Bridge eine IP-Adresse,
+ müssen Sie diese der Schnittstelle der Bridge zuweisen
+ (und nicht einer der Schnittstellen der gekoppelten
+ Netzwerksegmente). Dabei können Sie die IP-Adresse
+ sowohl statisch als auch dynamisch über DHCP
+ zuweisen:
+
+ &prompt.root; ifconfig bridge0 inet 192.168.0.1/24
+
+ Sie können der Bridge-Schnittstelle auch eine
+ IPv6-Adresse zuweisen.
+
- Alternativ können Sie den Firewall-Typ in der Datei
- rc.conf auf "open" setzen:
+
+ Firewalls
+ firewall
+
+ Nachdem ein Paketfilter aktiviert wurde, können
+ Datenpakete, die von den Schnittstellen der gekoppelten
+ Netzwerksegmente gesendet und empfangen werden, über
+ die Bridge weitergeleitet oder nach bestimmten Regeln
+ gefiltert oder auch komplett geblockt werden. Ist die
+ Richtung des Paketflusses wichtig, ist es am besten, eine
+ Firewall auf den Schnittstellen der einzelnen
+ Netzwerksegmente einzurichten und nicht auf der Bridge
+ selbst.
+
+ Eine Bridge verfügt über verschiedene Optionen,
+ über die Sie die Weiterleitung von Nicht-IP- und
+ ARP-Paketen sowie den Einsatz von Layer 2-Firewalls
+ (mit IPFW) steuern können. Lesen Sie die Manualpage
+ &man.if.bridge.4;, wenn Sie diese Funktionen
+ benötigen.
+
- firewall_type="open"
+
+ Spanning Tree
- Beachten Sie aber, dass Ihre Firewall durch diese Optionen
- per Voreinstellung alle Pakete und Verbindungen akzeptiert!
- Der Einsatz dieser Optionen erfordert also umfangreiche
- Anpassungen Ihrer Firewallregeln.
+ Der Bridge-Treiber implementiert das Rapid
+ Spanning Tree Protocol (RSTP oder 802.1w), das
+ abwärtskompatibel zum veralteten Spanning
+ Tree Protocol (STP) ist. Spanning Tree
+ dient dazu, Schleifen in einer Netzwerktopologie zu entdecken
+ und zu entfernen. RSTP arbeitet dabei schneller als das
+ veraltete STP. RSTP tauscht Informationen mit
+ benachbarten Switchen aus, um Pakete korrekt weiterzuleiten
+ und eine Schleifenbildung zu verhindern.
- Die dritte Möglichkeit ist der Einsatz der folgenden
- &man.ipfw.8;-Regel:
+ Die folgende Tabelle listet die von den verschiedenen
+ &os;-Versionen unterstützten Betriebsmodi auf:
- &prompt.root; ipfw add allow mac-type arp layer2
+
+
+
+
+ &os;-Version
+ STP-Modus
+ Standardmodus
+
+
- Diese Regel können Sie auch in Ihren bereits
- existierenden Regelsatz aufnehmen. Da diese Regel
- &man.arp.8;-Pakete durchlassen soll, muss Sie am Beginn
- Ihrer Firewallregeln platziert werden.
-
+
+
+ &os; 5.4—&os; 6.2
+ STP
+ STP
+
-
- Unterstützung für Traffic Shaping
+
+ &os; 6.3+
+ RSTP oder STP
+ STP
+
- Wenn Sie die Bridge als Traffic-Shaper verwenden wollen,
- müssen Sie die Option DUMMYNET in
- Ihre Kernelkonfigurationsdatei einfügen. Lesen Sie
- &man.dummynet.4;, um weitere Informationen zu erhalten.
-
+
+ &os; 7.0+
+ RSTP oder STP
+ RSTP
+
+
+
+
+
+ Spanning Tree kann auf den Schnittstellen der
+ durch die Bridge verbundenen Netzwerksegmente über die
+ Option stp aktiviert werden. Für eine
+ Bridge, die die Schnittstellen fxp0 und
+ fxp1 verbindet, aktivieren Sie STP wie
+ folgt:
+
+ &prompt.root; ifconfig bridge0 stp fxp0 stp fxp1
+bridge0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> metric 0 mtu 1500
+ ether d6:cf:d5:a0:94:6d
+ id 00:01:02:4b:d4:50 priority 32768 hellotime 2 fwddelay 15
+ maxage 20 holdcnt 6 proto rstp maxaddr 100 timeout 1200
+ root id 00:01:02:4b:d4:50 priority 32768 ifcost 0 port 0
+ member: fxp0 flags=1c7<LEARNING,DISCOVER,STP,AUTOEDGE,PTP,AUTOPTP>
+ port 3 priority 128 path cost 200000 proto rstp
+ role designated state forwarding
+ member: fxp1 flags=1c7<LEARNING,DISCOVER,STP,AUTOEDGE,PTP,AUTOPTP>
+ port 4 priority 128 path cost 200000 proto rstp
+ role designated state forwarding
+
+ Diese Bridge hat die Spanning-Tree-ID
+ 00:01:02:4b:d4:50 und die Priorität
+ 32768. Da diese ID mit der
+ Root-ID identisch ist, handelt es sich um die
+ Root-Bridge dieses Netzwerks.
+
+ Auf einer anderen Bridge des Netzwerks ist Spanning Tree
+ ebenfalls aktiviert:
+
+ bridge0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> metric 0 mtu 1500
+ ether 96:3d:4b:f1:79:7a
+ id 00:13:d4:9a:06:7a priority 32768 hellotime 2 fwddelay 15
+ maxage 20 holdcnt 6 proto rstp maxaddr 100 timeout 1200
+ root id 00:01:02:4b:d4:50 priority 32768 ifcost 400000 port 4
+ member: fxp0 flags=1c7<LEARNING,DISCOVER,STP,AUTOEDGE,PTP,AUTOPTP>
+ port 4 priority 128 path cost 200000 proto rstp
+ role root state forwarding
+ member: fxp1 flags=1c7<LEARNING,DISCOVER,STP,AUTOEDGE,PTP,AUTOPTP>
+ port 5 priority 128 path cost 200000 proto rstp
+ role designated state forwarding
+
+ Die Zeile root id 00:01:02:4b:d4:50 priority 32768
+ ifcost 400000 port 4 zeigt an, dass die Root-Bridge wie
+ im obigen Beispiel die ID 00:01:02:4b:d4:50
+ hat. Die Pfadkosten hin zur Root-Bridge betragen
+ 400000, wobei der Pfad zur Root-Bridge
+ über Port 4 geht (der wiederum
+ der Schnittstelle fxp0
+ entspricht).
- Die LAN-Kopplung aktivieren
-
- Fügen Sie die Zeile
-
- net.link.ether.bridge.enable=1
-
- in /etc/sysctl.conf ein, um die Bridge
- zur Laufzeit zu aktivieren, sowie die Zeile
-
- net.link.ether.bridge.config=if1,if2
-
- um die LAN-Kopplung für die festgelegten Geräte
- zu ermöglichen (ersetzen Sie dazu
- if1 und
- if2 durch die Namen Ihrer
- Netzkarten). Wenn Sie die Datenpakete via &man.ipfw.8; filtern
- wollen, sollten Sie zusätzlich folgende Zeile
- einfügen:
+ Fortgeschrittene Funktionen
- net.link.ether.bridge.ipfw=1
+
+ Den Datenfluss rekonstruieren
+
+ Die Bridge unterstützt den Monitormodus. Dabei
+ werden alle Pakete verworfen, nachdem sie von &man.bpf.4;
+ verarbeitet wurden. In diesem Modus erfolgt keine weitere
+ Bearbeitung und auch keine Weiterleitung von Datenpaketen.
+ Es ist daher möglich, die Eingabe von zwei oder mehr
+ Netzwerkschnittstellen in einen einzigen gemeinsamen
+ &man.bpf.4;-Stream zu vereinen. Ein solcher Datenstrom
+ ist beispielsweise nützlich, um den Datenverkehr für
+ ""network taps"" zu rekonstruieren, die ihre RX/TX-Signale
+ über verschiedene Schnittstellen senden.
+
+ Um die Eingabe von vier Netzwerkschnittstellen in einzigen
+ gemeinsamen Datenstrom zu vereinen, geben Sie Folgendes
+ ein:
- Vor &os; 5.2-RELEASE verwenden Sie die
- folgenden Zeilen:
+ &prompt.root; ifconfig bridge0 addm fxp0 addm fxp1 addm fxp2 addm fxp3 monitor up
+&prompt.root; tcpdump -i bridge0
+
- net.link.ether.bridge=1
-net.link.ether.bridge_cfg=if1,if2
-net.link.ether.bridge_ipfw=1
-
+
+ Span Ports
+
+ Eine Kopie jedes Ethernet-Rahmens, der an der Bridge
+ ankommt, wird über einen festgelegten
+ Span Port verschickt.
+ Auf einer Bridge können
+ beliebig viele Span Ports festgelegt werden. Wird
+ eine Schnittstelle als Span Port konfiguriert, kann
+ sie nicht mehr als normaler Bridge-Port verwendet werden.
+ Eine derartige Konfiguration ist beispielsweise sinnvoll,
+ um den Datenverkehr, der in einem Netzwerk über die
+ Bridge läuft, auf einen Rechner zu übertragen,
+ der mit einem Span Port der Bridge verbunden
+ ist.
+
+ Um eine Kopie aller Ethernet-Rahmen über die
+ Schnittstelle fxp4 zu verschicken,
+ geben Sie Folgendes ein:
+
+ &prompt.root; ifconfig bridge0 span fxp4
+
-
- Sonstige Informationen
+
+ Private Schnittstellen
+
+ Eine private Schnittstelle leitet keine Daten an einen
+ Port weiter, bei dem es sich ebenfalls um eine private
+ Schnittstelle handelt. Der Datenverkehr wird dabei komplett
+ blockiert, auch Ethernet-Rahmen und ARP-Pakete werden nicht
+ weitergeleitet. Wollen Sie hingegen nur spezifische
+ Datenpakete blockieren, sollten Sie eine Firewall
+ einsetzen.
+
- Wenn Sie via &man.ssh.1; auf die Bridge zugreifen wollen,
- können Sie einer der Netzkarten eine IP-Adresse zuzuweisen.
- Es besteht Einigkeit darüber, dass es eine schlechte Idee
- ist, beiden Karten eine IP-Adresse zuzuweisen.
-
+
+ Schnittstellen als sticky
+ kennzeichnen
+
+ Wenn die Schnittstelle eines über eine Bridge
+ verbundenen Netzwerksegments als
+ sticky gekennzeichnet wird,
+ werden alle dynamisch gelernten Adressen als statische Adressen
+ behandelt, sobald sie in den Forward-Cache der Bridge
+ aufgenommen wurden. Sticky-Einträge werden niemals aus
+ dem Cache entfernt oder ersetzt. Selbst dann nicht, wenn die
+ Adresse von einer anderen Schnittstelle verwendet wird. Sie
+ können dadurch die Vorteile statischer Adresseinträge
+ nutzen, ohne die Forward-Tabelle vor dem Einsatz der Bridge
+ mit statischen Einträgen füllen zu müssen.
+ Clients, die sich in einem bestimmten von der Bridge
+ verwalteten Segmente befinden, können dabei nicht in ein
+ anderes Segment wechseln.
+
+ Ein weiteres Beispiel für den Einsatz von
+ Sticky-Adressen wäre die Kombination einer Bridge mit
+ mehreren VLANs, um einen Router zu konfigurieren, der in
+ in der Lage ist, einzelne Kundennetzwerke voneinander zu
+ trennen, ohne IP-Adressbereiche zu verschwenden. Für das
+ folgende Beispiel nehmen wir an, dass sich der Client
+ CustomerA im VLAN
+ vlan100 und der Client
+ CustomerB im VLAN
+ vlan101 befinden. Die Bridge hat die
+ IP-Adresse 192.168.0.1 und ist
+ als Internet-Router konfiguriert.
+
+ &prompt.root; ifconfig bridge0 addm vlan100 sticky vlan100 addm vlan101 sticky vlan101
+&prompt.root; ifconfig bridge0 inet 192.168.0.1/24
+
+ Beide Clients sehen 192.168.0.1 als Ihr Default-Gateway.
+ Da der Brücken-Cache sticky ist,
+ sind Sie nicht dazu in der Lage, die MAC-Adresse des
+ anderen Kunden zu spoofen und dessen Datenverkehr
+ abzufangen.
+
+ Sie können die Kommunikation zwischen den VLANs
+ vollständig unterbinden, wenn Sie private Schnittstellen
+ (oder eine Firewall) einsetzen:
+
+ &prompt.root; ifconfig bridge0 private vlan100 private vlan101
+
+ Die Kunden sind nun komplett voneinander isoliert und
+ der komplette /24-Adressbereich
+ kann zugewiesen werden, ohne dass Sie Subnetze einsetzen
+ müssen.
+
- Wenn Sie verschiedene Bridges in Ihrem Netzwerk haben, kann
- es dennoch nicht mehr als einen Weg zwischen zwei
- Arbeitsplätzen geben. Das heißt,
- Spanning tree link Management
- wird nicht unterstützt.
+
+ SNMP-Monitoring
+
+ Die Schnittstelle der Bridge sowie die STP-Parameter
+ können durch den bereits im Basissystem enthaltenen
+ SNMP-Daemon überwacht werden. Die exportierten
+ Bridge-MIBs entsprechen den IETF-Standards, daher können
+ Sie einen beliebigen SNMP-Client oder ein beliebiges
+ Monitoring-Werkzeug einsetzen, um die benötigten Daten
+ zu erhalten.
+
+ Auf dem Rechner, auf dem die Bridge konfiguriert ist,
+ aktivieren Sie die Zeile
+ begemotSnmpdModulePath."bridge" = "/usr/lib/snmp_bridge.so"
+ in der Datei /etc/snmp.config und starten
+ danach den bsnmpd-Daemon.
+ Eventuell benötigen Sie noch weitere
+ Konfigurationsparameter wie Community-Namen und
+ Zugriffslisten. Die Konfiguration dieser Parameter wird
+ in den Manualpages &man.bsnmpd.1; sowie &man.snmp.bridge.3;
+ beschrieben.
+
+ Die folgenden Beispiele verwenden das Softwarepaket
+ Net-SNMP (net-mgmt/net-snmp), um die Bridge
+ abzufragen. Alternativ können Sie dafür auch den
+ Port net-mgmt/bsnmptools
+ einsetzen. Auf dem SNMP-Client fügen Sie danach die
+ folgenden Zeilen in die Datei
+ $HOME/.snmp/snmp.conf ein, um die
+ MIB-Definitionen der Bridge in
+ Net-SNMP zu importieren:
+
+ mibdirs +/usr/share/snmp/mibs
+mibs +BRIDGE-MIB:RSTP-MIB:BEGEMOT-MIB:BEGEMOT-BRIDGE-MIB
+
+ Um eine einzelne Bridge über den IETF BRIDGE-MIB
+ (RFC4188) zu überwachen, geben Sie Folgendes ein:
+
+ &prompt.user; snmpwalk -v 2c -c public bridge1.example.com mib-2.dot1dBridge
+BRIDGE-MIB::dot1dBaseBridgeAddress.0 = STRING: 66:fb:9b:6e:5c:44
+BRIDGE-MIB::dot1dBaseNumPorts.0 = INTEGER: 1 ports
+BRIDGE-MIB::dot1dStpTimeSinceTopologyChange.0 = Timeticks: (189959) 0:31:39.59 centi-seconds
+BRIDGE-MIB::dot1dStpTopChanges.0 = Counter32: 2
+BRIDGE-MIB::dot1dStpDesignatedRoot.0 = Hex-STRING: 80 00 00 01 02 4B D4 50
+...
+BRIDGE-MIB::dot1dStpPortState.3 = INTEGER: forwarding(5)
+BRIDGE-MIB::dot1dStpPortEnable.3 = INTEGER: enabled(1)
+BRIDGE-MIB::dot1dStpPortPathCost.3 = INTEGER: 200000
+BRIDGE-MIB::dot1dStpPortDesignatedRoot.3 = Hex-STRING: 80 00 00 01 02 4B D4 50
+BRIDGE-MIB::dot1dStpPortDesignatedCost.3 = INTEGER: 0
+BRIDGE-MIB::dot1dStpPortDesignatedBridge.3 = Hex-STRING: 80 00 00 01 02 4B D4 50
+BRIDGE-MIB::dot1dStpPortDesignatedPort.3 = Hex-STRING: 03 80
+BRIDGE-MIB::dot1dStpPortForwardTransitions.3 = Counter32: 1
+RSTP-MIB::dot1dStpVersion.0 = INTEGER: rstp(2)
+
+ Der Wert der Variable
+ dot1dStpTopChanges.0 ist hier 2, die
+ STP-Topologie der Bridge wurde also bereits zweimal
+ geändert. Unter einer Änderung versteht man dabei
+ die Anpassung eines oder mehrerer Links und die Kalkulation
+ eines neuen Baums. Der Wert der Variable
+ dot1dStpTimeSinceTopologyChange.0 gibt an,
+ wann dies zuletzt geschah.
+
+ Um mehrere Bridge-Schnittstellen zu überwachen,
+ können Sie den privaten BEGEMOT-BRIDGE-MIB
+ einsetzen:
+
+ &prompt.user; snmpwalk -v 2c -c public bridge1.example.com
+enterprises.fokus.begemot.begemotBridge
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeBaseName."bridge0" = STRING: bridge0
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeBaseName."bridge2" = STRING: bridge2
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeBaseAddress."bridge0" = STRING: e:ce:3b:5a:9e:13
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeBaseAddress."bridge2" = STRING: 12:5e:4d:74:d:fc
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeBaseNumPorts."bridge0" = INTEGER: 1
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeBaseNumPorts."bridge2" = INTEGER: 1
+...
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeStpTimeSinceTopologyChange."bridge0" = Timeticks: (116927) 0:19:29.27 centi-seconds
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeStpTimeSinceTopologyChange."bridge2" = Timeticks: (82773) 0:13:47.73 centi-seconds
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeStpTopChanges."bridge0" = Counter32: 1
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeStpTopChanges."bridge2" = Counter32: 1
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeStpDesignatedRoot."bridge0" = Hex-STRING: 80 00 00 40 95 30 5E 31
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeStpDesignatedRoot."bridge2" = Hex-STRING: 80 00 00 50 8B B8 C6 A9
+
+ Um die über den
+ mib-2.dot1dBridge-Subtree überwachte
+ Bridge-Schnittstelle zu ändern, geben Sie Folgendes
+ ein:
- Eine Bridge kann, besonders für Verkehr über
- Segmente, die Laufzeiten von Paketen erhöhen.
+ &prompt.user; snmpset -v 2c -c private bridge1.example.com
+BEGEMOT-BRIDGE-MIB::begemotBridgeDefaultBridgeIf.0 s bridge2
+ Jean-FrançoisDockèsAktualisiert von AlexDupreReorganisiert und erweitert von Start und Betrieb von FreeBSD über ein Netzwerkplattenloser Arbeitsplatzplattenloser BetriebFreeBSD kann über ein Netzwerk starten und arbeiten, ohne
eine lokale Festplatte zu verwenden, indem es Dateisysteme eines
NFS-Servers in den eigenen Verzeichnisbaum
einhängt. Dazu sind, von den Standardkonfigurationsdateien
abgesehen, keine Systemänderungen nötig. Ein solches
System kann leicht installiert werden, da alle notwendigen
Elemente bereits vorhanden sind:Es gibt mindestens zwei Möglichkeiten, den Kernel
über das Netzwerk zu laden:PXE: Das
Preboot eXecution Environment System von
&intel; ist eine Art intelligentes Boot-ROM, das in
einigen Netzkarten oder Hauptplatinen verwendet wird.
Weitere Informationen finden Sie in &man.pxeboot.8;.
Der Port
Etherboot
(net/etherboot)
erzeugt ROM-fähigen Code, um einen Kernel über
das Netzwerk zu laden. Dieser Code kann entweder auf ein
Boot-PROM einer Netzkarte gebrannt werden, was von vielen
Netzkarten unterstützt wird. Oder er kann von einer
lokalen Diskette, Festplatte oder von einem laufenden
&ms-dos;-System geladen werden.Das Beispielskript
/usr/share/examples/diskless/clone_root
erleichtert die Erzeugung und die Wartung des
root-Dateisystems auf dem Server. Das Skript muss
wahrscheinlich angepasst werden, dennoch werden Sie schnell zu
einem Ergebnis kommen.Die Startdateien, die einen plattenlosen Systemstart
erkennen und unterstützen, sind nach der Installation
in /etc vorhanden.Dateiauslagerungen können sowohl via
NFS als auch auf die lokale Platte
erfolgen.Es gibt verschiedene Wege, einen plattenlosen Rechner
einzurichten. Viele Elemente sind daran beteiligt, die fast
immer an den persönlichen Geschmack angepasst werden
können. Im folgenden Abschnitt wird die Installation
eines kompletten Systems beschrieben, wobei der
Schwerpunkt auf Einfachheit und Kompatibilität zu den
Standardstartskripten von FreeBSD liegt. Das beschriebene
System hat folgende Eigenschaften:Die plattenlosen Rechner haben ein gemeinsames
/- sowie ein gemeinsames
/usr-Dateisystem, die jeweils
schreibgeschützt sind.Das root-Dateisystem ist eine Kopie
eines Standardwurzelverzeichnisses von FreeBSD
(üblicherweise das des Servers), bei dem einige
Konfigurationsdateien durch für den plattenlosen
Betrieb geeignete Versionen ersetzt wurden.Für die Bereiche des root-Dateisystems, die
beschreibbar sein müssen, werden mit &man.md.4;
virtuelle Dateisysteme erzeugt. Dies bedeutet aber auch, dass
alle Veränderungen verloren gehen, wenn das System neu
gestartet wird.Der Kernel wird, in Abhängigkeit von der jeweiligen
Situation, entweder von Etherboot
oder von PXE transferiert und geladen.
Das hier beschriebene System ist nicht sicher. Es
sollte nur in einem gesicherten Bereich eines Netzwerks verwendet
werden und für andere Rechner nicht erreichbar sein.Alle Informationen in diesem Abschnitt wurden unter
&os; 5.2.1-RELEASE getestet.HintergrundinformationenDie Einrichtung von plattenlosen Rechnern ist einfach, aber
auch fehleranfällig. Der Grund dafür sind auftretende
Fehler, die sich oft nur schwer zuordnen lassen. Unter anderem
sind dafür folgende Umstände verantwortlich:Kompilierte Optionen haben zur Laufzeit unterschiedliche
Auswirkungen.Fehlermeldungen sind oft kryptisch oder fehlen
vollständig.Daher ist es nützlich, über die im Hintergrund
ablaufenden Mechanismen Bescheid zu wissen. Dadurch wird es
einfacher, eventuell auftretende Fehler zu beheben.Verschiedene Operationen müssen ausgeführt werden,
um ein System erfolgreich zu starten:Der Rechner benötigt einige Startparameter, wie
seine IP-Adresse, die Namen ausführbarer Dateien, den
Servernamen sowie den root-Pfad. Für die
Übermittlung dieser Informationen wird entweder das
DHCP- oder das BOOTP-Protokoll verwendet.
Bei DHCP handelt es sich um eine
abwärtskompatible Erweiterung von BOOTP, die die
gleichen Portnummern und das gleiche Paketformat verwendet.
Es ist möglich, das System so zu konfigurieren,
dass es nur BOOTP verwendet. Das Serverprogramm
&man.bootpd.8; ist bereits im &os;-Basissystem enthalten.
DHCP hat im Vergleich zu BOOTP
allerdings mehrere Vorteile (bessere Konfigurationsdateien,
die Möglichkeit zur Verwendung von
PXE, sowie viele andere, die nicht in
direktem Zusammenhang mit dem plattenlosen Betrieb stehen).
Dieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration mittels
DHCP. Wenn möglich, werden aber
entsprechende Beispiele für &man.bootpd.8;
angeführt. Die Beispielkonfiguration nutzt das
Softwarepaket ISC DHCP.Der Rechner muss ein oder mehrere Programme in den
lokalen Speicher laden. Dazu wird entweder
TFTP oder NFS
verwendet. Die Auswahl zwischen TFTP und
NFS erfolgt über das Setzen von
verschiedenen Kompilieroptionen. Ein häufig gemachter
Fehler ist es, Dateinamen für das falsche Protokoll
anzugeben: TFTP transferiert
normalerweise alle Dateien aus einem einzigen Verzeichnis
des Servers, und erwartet einen Pfad relativ zu diesem
Verzeichnis. NFS verlangt hingegen
absolute Dateipfade.Die möglichen Bootstrap-Programme und der Kernel
müssen initialisiert und ausgeführt werden. Dabei
gibt es zwei Möglichkeiten:PXE lädt &man.pxeboot.8;.
Dabei handelt es sich um eine modifizierte Version des
&os;-Laders der Boot-Phase drei. Der &man.loader.8;
beschafft alle für den Systemstart notwendigen
Parameter, und hinterlegt diese in der Kernelumgebung,
bevor er die Kontrolle übergibt. Es ist hier
möglich, den GENERIC-Kernel
zu verwenden.Etherboot lädt den
Kernel hingegen direkt. Dafür müssen Sie
allerdings einen Kernel mit spezifischen Optionen
erzeugen.PXE und
Etherboot sind zwar im
Großen und Ganzen gleichwertig, da der Kernel
aber viele Aufgaben an &man.loader.8; übergibt, sollte
bevorzugt PXE eingesetzt werden.Wenn Ihr BIOS und Ihre Netzkarten
PXE unterstützen, sollten Sie es
auch verwenden.Zuletzt muss der Rechner auf seine Dateisysteme
zugreifen können. Dafür wird stets
NFS verwendet.Weitere Informationen finden Sie in &man.diskless.8;.InstallationsanweisungenKonfiguration unter Verwendung von
ISC DHCPDHCPplattenloser BetriebDer ISC DHCP-Server kann
Anfragen sowohl von BOOTP als auch von DHCP beantworten.
isc-dhcp 3.0 ist nicht Teil
des Basissystems. Sie müssen es daher zuerst
installieren. Verwenden Sie dazu den Port
net/isc-dhcp3-server
oder das entsprechende Paket.Nachdem ISC DHCP installiert
ist, muss das Programm konfiguriert werden (normalerweise in
/usr/local/etc/dhcpd.conf). Im
folgenden Beispiel verwendet Rechner margauxEtherboot, während Rechner
corbieres PXE verwendet:
default-lease-time 600;
max-lease-time 7200;
authoritative;
option domain-name "example.com";
option domain-name-servers 192.168.4.1;
option routers 192.168.4.1;
subnet 192.168.4.0 netmask 255.255.255.0 {
use-host-decl-names on;
option subnet-mask 255.255.255.0;
option broadcast-address 192.168.4.255;
host margaux {
hardware ethernet 01:23:45:67:89:ab;
fixed-address margaux.example.com;
next-server 192.168.4.4;
filename "/tftpboot/kernel.diskless";
option root-path "192.168.4.4:/data/misc/diskless";
}
host corbieres {
hardware ethernet 00:02:b3:27:62:df;
fixed-address corbieres.example.com;
next-server 192.168.4.4;
filename "pxeboot";
option root-path "192.168.4.4:/data/misc/diskless";
}
}
Diese Option
weist dhcpd an, den Wert der
host-Deklaration als Rechnernamen des
plattenlosen Rechners zu senden. Alternativ kann man der
host-Deklaration Folgendes
hinzufügen: option host-name
margauxDie Anweisung
next-server bestimmt den
TFTP- oder
NFS-Server, von dem der Loader oder
der Kernel geladen werden (in der Voreinstellung ist das
der DHCP-Server selbst).Die Anweisung
filename bestimmt die Datei, die
Etherboot als nächstes
lädt. Das genaue Format hängt von der
gewählten Transfermethode ab.
Etherboot kann sowohl mit
NFS als auch mit
TFTP kompiliert werden. In der
Voreinstellung wird der &os;-Port mit
NFS-Unterstützung kompiliert.
PXE verwendet TFTP,
daher wird im Beispiel ein relativer Dateipfad verwendet.
Dies kann aber, je nach Konfiguration des
TFTP-Servers, auch anders sein.
Beachten Sie, dass PXE
pxeboot lädt, und nicht den
Kernel. Es ist auch möglich, das Verzeichnis
/boot einer
&os;-CD-ROM von pxeboot laden zu
lassen. &man.pxeboot.8; kann einen
GENERIC-Kernel laden, dadurch ist es
möglich, PXE von einer entfernten
CD-ROM zu starten.Die Option
root-path bestimmt den Pfad des
root-Dateisystems in normaler NFS-Schreibweise. Wird
PXE verwendet, ist es möglich,
die IP-Adresse des Rechners wegzulassen, solange nicht
die Kerneloption BOOTP aktiviert wird. Der
NFS-Server entspricht in diesem Fall
dem TFTP-Server.Konfiguration bei Verwendung von BOOTPBOOTPplattenloser BetriebEs folgt nun eine der Konfiguration von DHCP
entsprechende Konfiguration (für einen Client) für
bootpd. Zu finden ist die
Konfigurationsdatei unter /etc/bootptab.
Beachten Sie bitte, dass
Etherboot mit der Option
NO_DHCP_SUPPORT kompiliert werden muss,
damit BOOTP verwendet werden kann. PXE
hingegen benötigt
DHCP. Der einzige offensichtliche
Vorteil von bootpd ist, dass es
bereits im Basissystem vorhanden ist..def100:\
:hn:ht=1:sa=192.168.4.4:vm=rfc1048:\
:sm=255.255.255.0:\
:ds=192.168.4.1:\
:gw=192.168.4.1:\
:hd="/tftpboot":\
:bf="/kernel.diskless":\
:rp="192.168.4.4:/data/misc/diskless":
margaux:ha=0123456789ab:tc=.def100Ein Startprogramm unter Verwendung von
Etherboot erstellenEtherbootDie
Internetseite von Etherboot enthält
ausführliche Informationen, die zwar vor allem
für Linux gedacht sind, aber dennoch nützliche
Informationen enthalten. Im Folgenden wird daher nur grob
beschrieben, wie Sie Etherboot auf
einem FreeBSD-System einsetzen können.Als Erstes müssen Sie
net/etherboot als Paket
oder als Port installieren.Sie können Etherboot so
konfigurieren, dass TFTP anstelle von
NFS verwendet wird, indem Sie die Datei
Config im Quellverzeichnis von
Etherboot bearbeiten.Für unsere Installation verwenden wir eine
Startdiskette. Für Informationen zu anderen Methoden
(PROM oder &ms-dos;-Programme) lesen Sie bitte die
Dokumentation zu Etherboot.Um eine Startdiskette zu erzeugen, legen Sie eine Diskette
in das Laufwerk des Rechners ein, auf dem Sie
Etherboot installiert haben. Danach
wechseln Sie in das Verzeichnis src des
Etherboot-Verzeichnisbaums und geben
Folgendes ein:&prompt.root; gmake bin32/devicetype.fd0devicetype hängt vom Typ
der Ethernetkarte ab, über die der plattenlose Rechner
verfügt. Lesen Sie dazu NIC im
gleichen Verzeichnis, um den richtigen Wert für
devicetype zu bestimmen.Das System mit PXE startenIn der Voreinstellung lädt der
&man.pxeboot.8;-Loader den Kernel über
NFS. Soll stattdessen
TFTP verwendet werden, muss beim
Kompilieren die Option
LOADER_TFTP_SUPPORT in der Datei
/etc/make.conf eingetragen sein. Sehen
Sie sich die Datei
/usr/share/examples/etc/make.conf
für weitere Anweisungen an.Es gibt zwei Optionen für
make.conf, die nützlich sein
können, wenn Sie eine plattenlose serielle Konsole
einrichten wollen:
BOOT_PXELDR_PROBE_KEYBOARD, und
BOOT_PXELDR_ALWAYS_SERIAL.Um PXE beim Systemstart zu verwenden,
müssen Sie im BIOS des Rechner die
Option Über das Netzwerk starten
aktivieren. Alternativ können Sie während der
PC-Initialisierung auch eine Funktionstaste drücken.
Serverkonfiguration - TFTP und
NFSTFTPplattenloser BetriebNFSplattenloser BetriebWenn Sie PXE oder
Etherboot so konfiguriert haben,
dass diese TFTP verwenden, müssen
Sie auf dem Dateiserver tftpd
aktivieren:Erzeugen Sie ein Verzeichnis, in dem
tftpd seine Dateien ablegt,
beispielsweise /tftpboot.Fügen Sie folgende Zeile in
/etc/inetd.conf ein:tftp dgram udp wait root /usr/libexec/tftpd tftpd -s /tftpbootAnscheinend benötigen zumindest einige
PXE-Versionen die
TCP-Version von
TFTP. Sollte dies bei Ihnen der
Fall sein, fügen Sie eine zweite Zeile ein, in der
Sie dgram udp durch
stream tcp ersetzen.Weisen Sie inetd an, seine
Konfiguration erneut einzulesen (Damit der folgende
Befehl funktioniert, muss die Option
in der Datei
/etc/rc.conf vorhanden sein.):&prompt.root; /etc/rc.d/inetd restartSie können das Verzeichnis
/tftpboot an einem beliebigen Ort auf dem
Server ablegen. Stellen Sie aber sicher, dass Sie diesen Ort
sowohl in inetd.conf als auch in
dhcpd.conf eingetragen haben.Außerdem müssen Sie NFS aktivieren und die
entsprechenden Verzeichnisse exportieren.Fügen Sie folgende Zeile in
/etc/rc.conf ein:nfs_server_enable="YES"Exportieren Sie das Verzeichnis, in dem sich das
Wurzelverzeichnis für den plattenlosen Betrieb
befindet, indem Sie folgende Zeile in
/etc/exports einfügen (passen
Sie dabei den mountpoint
an und ersetzen Sie
margaux corbieres durch den
Namen Ihres plattenlosen Rechners):/data/misc -alldirs -ro margauxWeisen sie nun mountd an,
seine Konfigurationsdatei erneut einzulesen. Wenn Sie
NFS erst in der Datei
/etc/rc.conf aktivieren mussten,
sollten Sie stattdessen den Rechner neu starten. Dadurch
wird die Konfigurationsdatei ebenfalls neu eingelesen.
&prompt.root; /etc/rc.d/mountd restartEinen plattenlosen Kernel erzeugenplattenloser BetriebKernelkonfigurationWenn Sie Etherboot verwenden,
müssen Sie in die Kernelkonfigurationsdatei Ihres
plattenlosen Clients zusätzlich folgende Optionen
einfügen:options BOOTP # Use BOOTP to obtain IP address/hostname
options BOOTP_NFSROOT # NFS mount root file system using BOOTP infoAußerdem können Sie die Optionen
BOOTP_NFSV3,
BOOT_COMPAT sowie
BOOTP_WIRED_TO verwenden (sehen Sie sich
dazu auch die Datei NOTES an).Die Namen dieser Optionen sind historisch bedingt.
Sie ermöglichen eine unterschiedliche Verwendung von
DHCP und BOOTP innerhalb des Kernels.
Es ist auch möglich, eine strikte Verwendung von BOOTP
oder DHCP zu erzwingen.Erzeugen Sie den neuen Kernel (lesen Sie dazu auch
) und kopieren Sie ihn an den
in dhcpd.conf festgelegten Ort.Wenn Sie PXE verwenden, ist die
Erzeugung eines Kernels zwar nicht unbedingt nötig, sie
wird allerdings dennoch empfohlen. Die Aktivierung dieser
Optionen bewirkt, dass die Anzahl der möglichen
DHCP-Anforderungen während des
Kernelstarts erhöht wird. Ein kleiner Nachteil sind
eventuell auftretende Inkonsistenzen zwischen den neuen
Werten und den von &man.pxeboot.8; erhaltenen Werten. Der
große Vorteil dieser Variante ist es, dass dabei der
Rechnername gesetzt wird, den Sie ansonsten durch eine
andere Methode, beispielsweise in einer clientspezifischen
rc.conf-Datei festlegen müssten.
Damit der Kernel von
Etherboot geladen werden kann,
müssen device hints im
Kernel einkompiliert sein. Dazu setzen Sie normalerweise
folgende Option in die Kernelkonfigurationsdatei (sehen Sie
sich dazu auch die kommentierte Datei
NOTES an):hints "GENERIC.hints"Das root-Dateisystem erzeugenRoot-Dateisystemplattenloser BetriebSie müssen für den plattenlosen Rechner ein
root-Dateisystem erzeugen, und zwar an dem in
dhcpd.conf als
root-path festgelegten Ort.make world zum Füllen des
Dateisystems einsetzenDiese schnelle Methode installiert ein komplettes
jungfräuliches System (und nicht nur ein
root-Dateisystem) nach DESTDIR. Dazu
müssen Sie lediglich das folgende Skript
ausführen:#!/bin/sh
export DESTDIR=/data/misc/diskless
mkdir -p ${DESTDIR}
cd /usr/src; make buildworld && make buildkernel
cd /usr/src/etc; make distributionDanach müssen Sie noch die dadurch in
DESTDIR erzeugten Dateien
/etc/rc.conf sowie
/etc/fstab Ihren Wünschen
anpassen.Den Auslagerungsbereich konfigurierenFalls nötig, kann eine auf dem
NFS-Server liegende Datei als
Auslagerungsdatei eingerichtet werden.Eine NFS-Auslagerungsdatei
einrichtenDer Kernel unterstützt beim Systemstart keine
NFS-Auslagerungsdatei. Diese muss daher
in den Startskripten aktiviert werden, indem ein
beschreibbares Dateisystem eingehängt wird, um dort
die Auslagerungsdatei zu erzeugen und zu aktivieren. Um
eine Auslagerungsdatei zu erzeugen, gehen Sie wie folgt
vor:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/path/to/swapfile bs=1k count=1 oseek=100000Um die Auslagerungsdatei zu aktivieren, fügen Sie
folgende Zeile in rc.conf ein:swapfile=/path/to/swapfileVerschiedenesSchreibgeschütztes Dateisystem
/usrplattenloser Betrieb/usr schreibgeschütztWenn am plattenlosen Rechner X läuft, müssen
Sie die Konfigurationsdatei von
XDM anpassen, da Fehlermeldungen
in der Voreinstellung auf /usr
geschrieben werden.Der Server läuft nicht unter FreeBSDWenn das root-Dateisystem nicht auf einem
FreeBSD-Rechner liegt, muss das Dateisystem zuerst unter
FreeBSD erzeugt werden. Anschließend wird es
beispielsweise mit tar oder
cpio an den gewünschten Ort
kopiert.Dabei kann es Probleme mit den Gerätedateien
in /dev geben, die durch eine
unterschiedliche Darstellung der Major- und Minor-Number
von Geräten auf beiden Systemen hervorgerufen werden.
Eine Problemlösung besteht darin, das root-Verzeichnis
auf einem FreeBSD-Rechner einzuhängen und die
Gerätedateien dort mit &man.devfs.5; zu erzeugen.ISDN – diensteintegrierendes digitales NetzwerkISDNEine gute Quelle für Informationen zu ISDN ist die
ISDN-Seite von Dan Kegel.Welche Informationen finden Sie in diesem Abschnitt?Wenn Sie in Europa leben, könnte der Abschnitt
über ISDN-Karten für Sie interessant sein.Wenn Sie ISDN hauptsächlich dazu verwenden wollen, um
sich über einen Anbieter ins Internet einzuwählen,
sollten Sie den Abschnitt über Terminaladapter lesen.
Dies ist die flexibelste Methode, die auch die wenigsten
Probleme verursacht.Wenn Sie zwei Netzwerke miteinander verbinden, oder sich
über eine ISDN-Standleitung mit dem Internet verbinden
wollen, finden Sie entsprechende Informationen im Abschnitt
über Router und Bridges.Bei der Wahl der gewünschten Lösung sind die
entstehenden Kosten ein entscheidender Faktor. Die folgenden
Beschreibungen reichen von der billigsten bis zur teuersten
Variante.HellmuthMichaelisBeigetragen von ISDN-KartenISDNKartenDas ISDN-Subsystem von FreeBSD unterstützt den
DSS1/Q.931- (oder Euro-ISDN)-Standard nur für passive
Karten. Zusätzlich werden aber auch einige
aktive Karten unterstützt, bei denen die Firmware auch
andere Signalprotokolle unterstützt; dies schließt
auch die erste ISDN-Karte mit
Primärmultiplex-Unterstützung mit ein.isdn4bsd ermöglicht es
Ihnen, sich unter Nutzung von
IP over raw HDLC oder
synchronem PPP mit anderen ISDN-Routern zu
verbinden. Dazu verwenden Sie entweder Kernel-&man.ppp.8;
(via isppp, einem modifizierten
sppp-Treiber), oder Sie benutzen User-&man.ppp.8;. Wenn Sie
User-&man.ppp.8; verwenden, können Sie zwei oder mehrere
ISDN-B-Kanäle bündeln. Im Paket enthalten ist auch
ein Programm mit Anrufbeantworterfunktion sowie verschiedene
Werkzeuge, wie ein Softwaremodem, das 300 Baud
unterstützt.FreeBSD unterstützt eine ständig wachsende Anzahl
von PC-ISDN-Karten, die weltweit erfolgreich eingesetzt werden.
Von FreeBSD unterstützte passive ISDN-Karten enthalten
fast immer den ISAC/HSCX/IPAC ISDN-Chipsatz von Infineon
(ehemals Siemens). Unterstützt werden aber auch Karten mit
Cologne Chip (diese allerdings nur für den ISA-Bus),
PCI-Karten mit Winbond W6692 Chipsatz, einige Karten mit dem
Tiger 300/320/ISAC Chipsatz sowie einige Karten mit einem
herstellerspezifischen Chipsatz, wie beispielsweise die
Fritz!Card PCI V.1.0 und die Fritz!Card PnP von AVM.An aktiven ISDN-Karten werden derzeit die AVM B1 BRI-Karten
(ISA und PCI-Version) sowie die AVM T1 PRI-Karten (PCI-Version)
unterstützt.Informationen zu isdn4bsd finden
Sie im Verzeichnis
/usr/share/examples/isdn/ Ihres
FreeBSD-Systems, oder auf der
Internetseite
von isdn4bsd. Dort finden Sie auch
Verweise zu Tipps, Korrekturen, sowie weiteren Informationen,
wie dem
isdn4bsd-Handbuch.
Falls Sie an der Unterstützung eines zusätzlichen
ISDN-Protokolls, einer weiteren ISDN-Karte oder an einer anderen
Erweiterung von isdn4bsd interessiert
sind, wenden Sie sich bitte an &a.hm;.Für Fragen zur Installation, Konfiguration und zu
sonstigen Problemen von isdn4bsd gibt
es die Mailingliste &a.isdn.name;.ISDN-TerminaladapterTerminaladapterTerminaladapter (TA) sind für ISDN, was Modems für
analoge Telefonleitungen sind.ModemDie meisten Terminaladapter verwenden den
Standardbefehlssatz für Modems von Hayes (AT-Kommandos) und
können daher als Modemersatz verwendet werden.Ein Terminaladapter funktioniert prinzipiell wie ein Modem,
allerdings erfolgt der Verbindungsaufbau um einiges schneller.
Die Konfiguration von PPP entspricht
dabei exakt der eines Modems. Stellen Sie dabei allerdings
die serielle Geschwindigkeit so hoch wie möglich ein.
PPPDer Hauptvorteil bei der Verwendung eines Terminaladapters
zur Verbindung mit einem Internetanbieter ist die
Möglichkeit zur Nutzung von dynamischem PPP. Da
IP-Adressen immer knapper werden, vergeben die meisten Provider
keine statischen IP-Adressen mehr. Die meisten Router
unterstützen allerdings keine dynamische Zuweisung von
IP-Adressen.Der PPP-Daemon bestimmt die Stabilität und
Eigenschaften der Verbindung, wenn Sie einen Terminaladapter
verwenden. Daher können Sie unter FreeBSD einfach von
einer Modemverbindung auf eine ISDN-Verbindung wechseln, wenn
Sie PPP bereits konfiguriert haben. Allerdings bedeutet
dies auch, das bereits bestehende Probleme mit PPP auch unter
ISDN auftreten werden.Wenn Sie an maximaler Stabilität interessiert sind,
verwenden Sie Kernel-PPP, und
nicht das User-PPP.Folgende Terminaladapter werden von FreeBSD
unterstützt:Motorola BitSurfer und Bitsurfer ProAdtranDie meisten anderen Terminaladapter werden wahrscheinlich
ebenfalls funktionieren, da die Hersteller von Terminaladaptern
darauf achten, dass ihre Produkte den Standardbefehlssatz
möglichst gut unterstützen.Das wirkliche Problem mit einem externen Terminaladapter ist,
dass, ähnlich wie bei Modems, eine gute serielle Karte
eine Grundvoraussetzung ist.Sie sollten sich die
Anleitung für die Nutzung serieller Geräte unter
FreeBSD ansehen, wenn Sie detaillierte Informationen
über serielle Geräte und die Unterschiede zwischen
asynchronen und synchronen seriellen Ports benötigen.
Ein Terminaladapter, der an einem (asynchronen)
seriellen Standardport angeschlossen ist, beschränkt
Sie auf 115,2 Kbs. Dies
selbst dann, wenn Sie eine Verbindung mit 128 Kbs haben.
Um die volle Leistungsfähigkeit von ISDN (128 Kbs)
nutzen zu können, müssen Sie den Terminaladapter
daher an eine synchrone serielle Karte anschließen.Kaufen Sie keinen internen Terminaladapter in der Hoffnung,
damit das synchron/asynchron-Problem vermeiden zu können.
Interne Terminaladapter haben einen (asynchronen) seriellen
Standardportchip eingebaut. Der einzige Vorteil interner
Terminaladapter ist es, dass Sie ein serielles sowie ein
Stromkabel weniger benötigen.Eine synchrone Karte mit einem Terminaladapter ist
mindestens so schnell wie ein autonomer ISDN-Router,
und, in Kombination mit einem einfachen 386-FreeBSD-System,
wahrscheinlich flexibler.Die Entscheidung zwischen synchroner Karte/Terminaladapter
und einem autonomen ISDN-Router ist beinahe eine religiöse
Angelegenheit. Zu diesem Thema gibt es viele Diskussionen
in den Mailinglisten. Suchen Sie in den
Archiven
danach, wenn Sie an der kompletten Diskussion interessiert
sind.ISDN-Bridges und RouterISDNAutonome Bridge/RouterISDN-Bridges und Router sind keine Eigenheit von
FreeBSD oder eines anderen Betriebssystems. Für eine
vollständigere Beschreibung von Routing und
Netzwerkkopplungen mit einer Bridge informieren Sie sich
bitte durch weiterführende Literatur.In diesem Abschnitt werden die Begriffe Router und
Bridge synonym verwendet.ISDN-Router und Bridges werden immer günstiger und
damit auch immer beliebter. Ein ISDN-Router ist eine kleine
Box, die direkt an Ihr lokales Ethernet-Netzwerk angeschlossen
wird und sich mit einem Router oder einer Bridge verbindet.
Die eingebaute Software ermöglicht die Kommunikation
über PPP oder andere beliebte Protokolle.Ein Router ermöglicht einen deutlich höheren
Datendurchsatz als ein herkömmlicher Terminaladapter,
da er eine vollsynchrone ISDN-Verbindung nutzt.Das Hauptproblem mit ISDN-Routern und Bridges ist,
dass die Zusammenarbeit zwischen Geräten verschiedener
Hersteller nach wie vor ein Problem ist. Wenn Sie sich auf
diese Weise mit einem Internetanbieter verbinden wollen,
klären Sie daher vorher ab, welche Anforderungen Ihre
Geräte erfüllen müssen.Eine ISDN-Bridge ist eine einfache und wartungsarme
Lösung, zwei Netze, beispielsweise Ihr privates Netz
und Ihr Firmennetz, miteinander zu verbinden. Da Sie die
technische Ausstattung für beide Seiten kaufen müssen,
ist sichergestellt, dass die Verbindung funktionieren
wird.Um beispielsweise einen privaten Computer oder eine
Zweigstelle mit dem Hauptnetzwerk zu verbinden, könnte
folgende Konfiguration verwendet werden:Kleines Netzwerk (Privatnetz)10 base 2Das Netzwerk basiert auf der Bustopologie mit 10base2
Ethernet (Thinnet). Falls nötig, stellen
Sie die Verbindung zwischen Router und Netzwerkkabel mit einem
AUI/10BT-Transceiver her.
---Sun Workstation
|
---FreeBSD Rechner
|
---Windows 95
|
Autonomer Router
|
ISDN BRI Verbindung
10Base2 - EthernetWenn Sie nur einen einzelnen Rechner verbinden wollen,
können Sie auch ein Twisted-Pair-Kabel (Cross-Over)
verwenden, das direkt an den Router angeschlossen wird.Großes Netzwerk (Firmennetz)10 base TDieses Netzwerk basiert auf der Sterntopologie und 10baseT
Ethernet (Twisted Pair).
-------Novell Server
| H |
| ---Sun
| |
| U ---FreeBSD
| |
| ---Windows 95
| B |
|___---Autonomer Router
|
ISDN BRI Verbindung
ISDN NetzwerkdiagrammEin großer Vorteil der meisten Router und Bridges
ist es, dass man gleichzeitig zwei
unabhängige PPP-Verbindungen
zu zwei verschiedenen Zielen aufbauen kann. Diese
Funktion bieten die meisten Terminaladapter nicht. Die
Ausnahme sind spezielle (meist teure) Modelle, die über
zwei getrennte serielle Ports verfügen. Verwechseln Sie
dies aber nicht mit Kanalbündelung oder MPP.Dies kann sehr nützlich sein, wenn Sie eine
ISDN-Standleitung in Ihrem Büro haben, die sie
aufteilen wollen, ohne eine zusätzliche ISDN-Leitung
zu installieren. Ein ISDN-Router kann über einen B-Kanal
(64 Kbps) eine dedizierte Verbindung ins Internet aufbauen,
und gleichzeitig den anderen B-Kanal für eine separate
Datenverbindung nutzen. Der zweite B-Kanal kann beispielsweise
für ein- oder ausgehende Verbindungen verwendet werden.
Sie können ihn aber auch dynamisch mit dem ersten B-Kanal
bündeln, um Ihre Bandbreite zu erhöhen.IPX/SPXEine Ethernet-Bridge kann Daten nicht nur im IP-Protokoll,
sondern auch in beliebigen anderen Protokollen versenden.ChernLeeBeigetragen von NAT - Network Address TranslationÜberblicknatd&man.natd.8;, der Network-Address-Translation-Daemon von
FreeBSD, akzeptiert ankommende Raw-IP-Pakete, ändert den
Sender der Daten in den eigenen Rechner und leitet diese Pakete
in den ausgehenden IP-Paketstrom um, indem IP-Adresse und Port
des Senders so geändert werden, dass bei einer Antwort der
ursprüngliche Sender wieder bestimmt und die Daten an
ihn weitergeleitet werden können.Internet connection sharingNATDer häufigste Grund für die Verwendung von NAT ist
die gemeinsame Nutzung einer Internetverbindung.EinrichtungWegen der begrenzten Verfügbarkeit von IPv4-Adressen
und der gestiegenen Anzahl von Breitbandverbindungen über
Kabelmodem oder DSL, wird die gemeinsame Nutzung von
Internetverbindungen immer wichtiger. Der &man.natd.8;-Daemon
ermöglicht die Anbindung von mehreren Rechnern an das
Internet unter Nutzung einer gemeinsamen Verbindung und einer
IP-Adresse.Häufig soll ein über Kabelmodem oder DSL und eine
IP-Adresse an das Internet angebundener Rechner mehreren
Rechnern eines lokalen Netzwerks Internetdienste anbieten.Um dies zu ermöglichen, muss der FreeBSD-Rechner als
Gateway fungieren. Dazu sind zwei Netzkarten notwendig. Eine
für die Verbindung zum Internet, die zweite für die
Verbindung mit dem lokalen Netzwerk. Sämtliche Rechner
des lokalen Netzwerks sind über einen Hub oder einen Switch
miteinander verbunden.Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein LAN über
ein &os;-Gateway an das Internet anzubinden. Das folgende
Beispiel beschreibt ein Gateway, das zumindest zwei
Netzwerkkarten enthält. _______ __________ ________
| | | | | |
| Hub |-----| Client B |-----| Router |----- Internet
|_______| |__________| |________|
|
____|_____
| |
| Client A |
|__________|Network LayoutEine derartige Netzwerkkonfiguration wird vor allem zur
gemeinsamen Nutzung einer Internetverbindung verwendet. Ein
Rechner des lokalen Netzwerks (LAN) ist mit
dem Internet verbunden. Alle anderen Rechner des lokalen
Netzwerks haben nur über diesen
Gateway-Rechner Zugriff auf das Internet.KernelKonfigurationKernelkonfigurationFolgende Optionen müssen in die
Kernelkonfigurationsdatei eingetragen werden:options IPFIREWALL
options IPDIVERTDie folgende Optionen können ebenfalls eingetragen
werden:options IPFIREWALL_DEFAULT_TO_ACCEPT
options IPFIREWALL_VERBOSEIn /etc/rc.conf tragen Sie Folgendes
ein:gateway_enable="YES"
firewall_enable="YES"
firewall_type="OPEN"
natd_enable="YES"
natd_interface="fxp0"
natd_flags="" Richtet den Rechner als Gateway ein. Die
Ausführung von
sysctl net.inet.ip.forwarding=1
hätte den gleichen Effekt.Aktiviert die Firewallregeln in
/etc/rc.firewall beim
Systemstart.Ein vordefinierter Satz von Firewallregeln, der alle
Pakete durchlässt. Sehen Sie sich
/etc/rc.firewall an, wenn Sie diese
Option verwenden wollen.Die Netzkarte, die Pakete weiterleitet (und mit dem
Internet verbunden ist).Zusätzliche Konfigurationsoptionen, die beim
Systemstart an &man.natd.8; übergeben werden.Durch die Definition dieser Optionen in
/etc/rc.conf wird die Anweisung
natd -interface fxp0 beim Systemstart
ausgeführt. Dies kann aber auch manuell erfolgen.Falls Sie viele Optionen an &man.natd.8; übergeben
müssen, können Sie auch eine Konfigurationsdatei
verwenden. Dazu fügen Sie folgende Zeile in
/etc/rc.conf ein:natd_flags="-f /etc/natd.conf"Die Datei /etc/natd.conf enthält
verschiedene Konfigurationsoptionen, wobei jede Option in einer
Zeile steht. Das Beispiel im nächsten Abschnitt würde
folgende Konfigurationsdatei verwenden:redirect_port tcp 192.168.0.2:6667 6667
redirect_port tcp 192.168.0.3:80 80Wenn Sie eine Konfigurationsdatei verwenden wollen, sollten
Sie sich die Handbuchseite zu &man.natd.8; durchlesen,
insbesondere den Abschnitt über die Nutzung der Option
.Jedem Rechner und jeder Schnittstelle des lokalen Netzwerks
sollte eine IP-Adresse des im RFC 1918
definierten privaten Adressraums zugewiesen werden. Der
Standardgateway entspricht der internen IP-Adresse des
natd-Rechners.Im Beispiel werden den LAN-Clients A und
B die IP-Adressen
192.168.0.2 und
192.168.0.3 zugewiesen,
während die LAN-Netzkarte des
natd-Rechners die IP-Adresse
192.168.0.1 erhält. Der
natd-Rechner mit der IP-Adresse
192.168.0.1 wird als
Standardgateway für die Clients A und
B gesetzt. Die externe Netzkarte des
natd-Rechners muss für die
korrekte Funktion von &man.natd.8; nicht konfiguriert
werden.Ports umleitenWenn Sie &man.natd.8; verwenden, sind Ihre LAN-Clients von
aussen nicht erreichbar. LAN-Clients können zwar
Verbindungen nach aussen aufbauen, sind aber für
ankommende Verbindungen nicht erreichbar. Wenn Sie
Internetdienste auf einem LAN-Client anbieten wollen, haben Sie
daher ein Problem. Eine einfache Lösung ist die Umleitung
von bestimmten Internetports des
natd-Rechners auf einen LAN-Client.Beispielsweise könnte ein IRC-Server auf Client
A und ein Webserver auf Client
B laufen. Damit diese Konfiguration
funktioniert, müssen Verbindungen, die auf den Ports 6667
(IRC) und 80 (Web) ankommen, auf die entsprechenden Clients
umgeleitet werden.Dazu wird die Option unter
Nutzung folgender Syntax an &man.natd.8; übergeben: -redirect_port proto targetIP:targetPORT[-targetPORT]
[aliasIP:]aliasPORT[-aliasPORT]
[remoteIP[:remotePORT[-remotePORT]]]Für unser Beispiel heißt das: -redirect_port tcp 192.168.0.2:6667 6667
-redirect_port tcp 192.168.0.3:80 80Dadurch werden die entsprechenden
tcp-Ports auf die jeweiligen LAN-Clients
umgeleitet.Mit können auch ganze
Portbereiche statt einzelner Ports umgeleitet werden. So werden
mit tcp 192.168.0.2:2000-3000
2000-3000 alle Verbindungen, die auf den Ports
2000 bis 3000 ankommen, auf die entsprechenden Ports des Clients
A umgeleitet.Diese Optionen können während des Betriebs von
&man.natd.8; oder über die Option
natd_flags="" in
/etc/rc.conf gesetzt werden.Eine ausführliche Konfigurationsanleitung finden Sie
in &man.natd.8;.Adressen umleitenaddress redirectionDie Umleitung von Adressen ist nützlich, wenn mehrere
IP-Adressen verfügbar sind, die aber alle auf einem Rechner
verbleiben sollen. In diesem Fall kann &man.natd.8; jedem
LAN-Client eine eigene externe IP-Adresse zuweisen. Ausgehende
Pakete eines LAN-Clients werden so der entsprechenden
externen IP-Adresse des Clients zugeordnet. Ankommender Verkehr
für diese IP-Adresse wird automatisch an den entsprechenden
LAN-Client weitergeleitet. Diesen Vorgang bezeichnet man
auch als statisches NAT. Dem
natd-Gatewayrechner könnten
beispielsweise die IP-Adressen
128.1.1.1,
128.1.1.2 sowie
128.1.1.3 zugewiesen werden.
128.1.1.1 wird als die externe
IP-Adresse des natd-Gatewayrechners
verwendet, während 128.1.1.2
und 128.1.1.3 an die LAN-Clients
A und B weitergegeben werden.
benutzt folgende
Syntax:-redirect_address localIP publicIPlocalIPDie interne IP-Adresse des LAN-ClientspublicIPDie externe IP-Adresse des LAN-ClientsFür unser Beispiel hieße dies:-redirect_address 192.168.0.2 128.1.1.2
-redirect_address 192.168.0.3 128.1.1.3Analog zur Option
können Sie diese Argumente auch in der Option
natd_flags="" in
/etc/rc.conf angeben. Bei der Nutzung
der Adressumleitung ist die Portumleitung überflüssig,
weil alle für eine bestimmte IP-Adresse ankommenden Daten
umgeleitet werden.Die externe IP-Adresse des
natd-Rechners muss aktiv sein und
der externen Netzkarte zugewiesen sein. Weitere Informationen
zu diesem Thema finden Sie in &man.rc.conf.5;.PLIP – Parallel Line IPPLIPParallel Line IPPLIPPLIP ermöglicht TCP/IP-Verbindungen zwischen zwei
Rechnern, die über ihre parallelen Schnittstellen
verbunden sind. Eine solche Verbindung ist nützlich,
wenn zwei Rechner nicht mit Netzkarten ausgestattet sind,
oder wenn eine Installation auf einem Laptop erfolgen soll.
Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen:Die Herstellung eines parallelen (Laplink-) KabelsDie Verbindung von zwei Computern über PLIPEin paralleles Kabel herstellenEin paralleles (Laplink-)Kabel können Sie in fast jedem
Computergeschäft kaufen. Falls dies nicht möglich
sein sollte, oder Sie einfach wissen wollen, wie ein solches
Kabel aufgebaut ist, sollten Sie sich die folgende Tabelle
ansehen. Sie beschreibt die Herstellung eines parallelen
Netzwerkkabels aus einem gewöhnlichen parallelen
Druckerkabel.
PLIP einrichtenAls Erstes benötigen Sie ein Laplink-Kabel. Danach
müssen Sie sicherstellen, dass beide Computerkernel den
&man.lpt.4;-Treiber unterstützen:&prompt.root; grep lp /var/run/dmesg.boot
lpt0: <Printer> on ppbus0
lpt0: Interrupt-driven portDer Parallelport muss Interrupt-gesteuert sein, daher
sollte die Datei /boot/device.hints
zwei Zeilen ähnlich den folgenden enthalten:hint.ppc.0.at="isa"
hint.ppc.0.irq="7"Danach überprüfen Sie, ob die
Kernelkonfigurationsdatei die Zeile
device plip enthält, oder ob das
Kernelmodul plip.ko geladen wurde. In
beiden Fällen sollte die parallele Schnittstelle
von &man.ifconfig.8; angezeigt werden:&prompt.root; ifconfig plip0
plip0: flags=8810<POINTOPOINT,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500Verbinden Sie die parallelen Schnittstellen der beiden
Computer über das (Laplink-)Kabel.Konfigurieren Sie die Netzwerkparameter auf beiden Rechnern
als root. Wenn Sie beispielsweise den Rechner
host1 mit dem Rechner host2
verbinden wollen, gehen Sie folgendermaßen vor: host1 <-----> host2
IP Address 10.0.0.1 10.0.0.2Richten Sie die parallele Schnittstelle von
host1 ein, indem Sie Folgendes eingeben:&prompt.root; ifconfig plip0 10.0.0.1 10.0.0.2Danach richten Sie die parallele Schnittstelle von
host2 ein:&prompt.root; ifconfig plip0 10.0.0.2 10.0.0.1Sie sollten nun über eine funktionierende Verbindung
verfügen. Bei Problemen lesen Sie bitte die Hilfeseiten
&man.lp.4; sowie &man.lpt.4;.Zusätzlich sollten beide Rechner in
/etc/hosts eingetragen werden:127.0.0.1 localhost.my.domain localhost
10.0.0.1 host1.my.domain host1
10.0.0.2 host2.my.domainUm die Verbindung zu überprüfen, pingen Sie jeden
Rechner vom anderen Rechner aus an. Auf host1
gehen Sie dazu folgendermaßen vor:&prompt.root; ifconfig plip0
plip0: flags=8851<UP,POINTOPOINT,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet 10.0.0.1 --> 10.0.0.2 netmask 0xff000000
&prompt.root; netstat -r
Routing tables
Internet:
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
host2 host1 UH 0 0 plip0
&prompt.root; ping -c 4 host2
PING host2 (10.0.0.2): 56 data bytes
64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=0 ttl=255 time=2.774 ms
64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=1 ttl=255 time=2.530 ms
64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=2 ttl=255 time=2.556 ms
64 bytes from 10.0.0.2: icmp_seq=3 ttl=255 time=2.714 ms
--- host2 ping statistics ---
4 packets transmitted, 4 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 2.530/2.643/2.774/0.103 msAaronKaplanBeigetragen von TomRhodesÜberarbeitet und erweitert von BradDavisErweitert von IPv6 – Internet Protocol Version 6Bei IPv6 (auch als IPng oder
IP next generation
bekannt) handelt es sich um die neueste Version des bekannten
IP-Protokolls (das auch als IPv4 bezeichnet
wird). FreeBSD enthält, genauso wie die anderen frei
erhältlichen BSD-Systeme, die IPv6-Referenzimplementation
von KAME. FreeBSD erfüllt damit bereits
alle für die Nutzung von IPv6 nötigen Voraussetzungen.
Dieser Abschnitt konzentriert sich daher auf die Konfiguration
und den Betrieb von IPv6.Anfang der 90er Jahre wurde man auf den stark steigenden
Verbrauch von IPv4-Adressen aufmerksam. Im Hinblick auf das
Wachstums des Internets gab es zwei Hauptsorgen:Die drohende Knappheit von IPv4-Adressen. Dieses Problem
konnte durch die Einführung von privaten
Adressräumen gemäß RFC1918 (mit Adressen wie
10.0.0.0/8,
172.16.0.0/12, oder
192.168.0.0/16) sowie der
Entwicklung von Network Address
Translation (NAT)
weitestgehend entschärft werden.Die immer größer werdenden Einträge in
Router-Tabellen. Dieses Problem ist auch heute noch
aktuell.IPv6 ist in der Lage, diese, aber auch viele andere Probleme
zu lösen:IPv6 hat einen 128 Bit großen Adressraum. Es sind
also theoretisch
340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456 Adressen
verfügbar. In anderen Worten: Für jeden
Quadratmeter der Erdoberfläche sind etwa
6,67 * 10^27 IPv6-Adressen verfügbar.Router speichern nur noch Netzwerk-Aggregationsadressen in
Ihren Routingtabellen. Dadurch reduziert sich die
durchschnittliche Größe einer Routingtabelle auf
8192 Einträge.Weitere nützliche Eigenschaften von IPv6 sind:Die automatische Konfiguration von Adressen, die im
RFC2462
beschrieben wird.Anycast-Adressen (eine-von-vielen)Verpflichtende Multicast-AdressenDie Unterstützung von IPsec (IP-Security)Eine vereinfachte HeaderstrukturMobile IP-AdressenDie Umwandlung von IPv4- in IPv6-AdressenWeitere Informationsquellen:Beschreibung von IPv6 auf
playground.sun.comKAME.netHintergrundinformationen zu IPv6-AdressenEs gibt verschiedene Arten von IPv6-Adressen: Unicast-,
Anycast- und Multicast-Adressen.Unicast-Adressen sind die herkömlichen Adressen. Ein
Paket, das an eine Unicast-Adresse gesendet wird, kommt nur an
der Schnittstelle an, die dieser Adresse zugeordnet ist.Anycast-Adressen unterscheiden sich in ihrer Syntax nicht
von Unicast-Adressen, sie wählen allerdings aus
mehreren Schnittstellen eine Schnittstelle aus.
Ein für eine Anycast-Adresse
bestimmtes Paket kommt an der nächstgelegenen
(entsprechend der Router-Metrik) Schnittstelle
an. Anycast-Adressen werden nur von Routern verwendet.Multicast-Adressen bestimmen Gruppen, denen mehrere
Schnittstellen angehören. Ein
Paket, das an eine Multicast-Adresse geschickt wird, kommt an
allen Schnittstellen an, die zur Multicast-Gruppe gehören.Die von IPv4 bekannte Broadcast-Adresse
(normalerweise
xxx.xxx.xxx.255) wird bei IPv6
durch Multicast-Adressen verwirklicht.
Reservierte IPv6-AdressenIPv6-AdressePräfixlängeBeschreibungAnmerkungen::128 Bitnicht festgelegtentspricht 0.0.0.0
bei IPv4::1128 BitLoopback-Adresseentspricht 127.0.0.1
bei IPv4::00:xx:xx:xx:xx96 BitEingebettete IPv4-AdresseDie niedrigen 32 Bit entsprechen der IPv4-Adresse.
Wird auch als IPv4-kompatible IPv6-Adresse
bezeichnet.::ff:xx:xx:xx:xx96 BitEine auf IPv6 abgebildete IPv4-AdresseDie niedrigen 32 Bit entsprechen der IPv4-Adresse.
Notwendig für Rechner, die IPv6 nicht
unterstützen.fe80:: - feb::10 Bitlink-localEntspricht der Loopback-Adresse bei IPv4fec0:: - fef::10 Bitsite-localff::8 BitMulticast001
(im Dualsystem)3 BitGlobaler UnicastAlle globalen Unicastadressen stammen aus diesem
Pool. Die ersten 3 Bit lauten 001.
IPv6-Adressen verstehenDie kanonische Form von IPv6-Adressen lautet
x:x:x:x:x:x:x:x, jedes
x steht dabei für einen
16-Bit-Hexadezimalwert. Ein Beispiel für eine IPv6-Adresse
wäre etwa
FEBC:A574:382B:23C1:AA49:4592:4EFE:9982.Eine IPv6-Adresse enthält oft Teilzeichenfolgen aus lauter
Nullen. Eine solche Zeichenfolge kann zu ::
verkürzt werden. Bis zu drei führende Nullen eines
Hexquads können ebenfalls weggelassen werden.
fe80::1 entspricht also der Adresse
fe80:0000:0000:0000:0000:0000:0000:0001.
Eine weitere Möglichkeit ist die Darstellung der
letzten 32 Bit in der bekannten (dezimalen) IPv4-Darstellung,
bei der Punkte (.) zur Trennung verwendet werden.
2002::10.0.0.1 ist also nur eine
andere Schreibweise für die (hexadezimale) kanonische Form
2002:0000:0000:0000:0000:0000:0a00:0001,
die wiederum der Adresse
2002::a00:1 entspricht.Sie sollten nun in der Lage sein, die folgende Ausgabe zu
verstehen:&prompt.root; ifconfig
rl0: flags=8943<UP,BROADCAST,RUNNING,PROMISC,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
inet 10.0.0.10 netmask 0xffffff00 broadcast 10.0.0.255
inet6 fe80::200:21ff:fe03:8e1%rl0 prefixlen 64 scopeid 0x1
ether 00:00:21:03:08:e1
media: Ethernet autoselect (100baseTX )
status: activeBei
fe80::200:21ff:fe03:8e1%rl0
handelt es sich um eine automatisch konfigurierte
link-local-Adresse. Sie
wird im Rahmen der automatischen Konfiguration aus der
MAC-Adresse erzeugt.Weitere Informationen zum Aufbau von IPv6-Adressen finden
Sie im
RFC3513.Eine IPv6-Verbindung herstellenEs gibt derzeit drei Möglichkeiten, sich mit anderen
IPv6-Rechnern oder Netzwerken zu verbinden:Die Teilnahme am IPv6-Netzwerk Ihres Providers.
Wenn Sie daran interessiert sind, wenden Sie sich an Ihren
Provider.Die Verwendung eines 6-nach-4-Tunnels
(RFC3068).Die Verwendung des Ports
/usr/ports/net/freenet6 bei der Einwahl
ins Internet.DNS in der IPv6-WeltUrsprünglich gab es zwei verschiedene DNS-Einträge
für IPv6. Da A6-Einträge von der IETF für
obsolet erklärt wurden, sind AAAA-Einträge nun
Standard.Weisen Sie die erhaltene IPv6-Adresse Ihrem Rechnernamen zu,
indem Sie den EintragMYHOSTNAME AAAA MYIPv6ADDRin Ihre primäre DNS-Zonendatei einfügen. Falls
Sie nicht für Ihre DNS-Zone
verantwortlich sind, bitten Sie den dafür
Zuständigen, diese Änderung durchzuführen.
Die aktuellen Versionen von bind
(Version 8.3 oder 9) sowie
dns/djbdns (bei Verwendung
des IPv6-Patches) unterstützen AAAA-Einträge./etc/rc.conf für die Nutzung von
IPv6 anpassenEinen Client unter IPv6 einrichtenDieser Abschnitt beschreibt die Konfiguration eines
Rechners, der in Ihrem LAN als Client, aber nicht als Router
verwendet wird. Um die Schnittstelle während des
Systemstarts mit &man.rtsol.8; automatisch einzurichten,
fügen Sie folgende Zeile in
/etc/rc.conf ein:ipv6_enable="YES"Durch die folgende Zeile weisen Sie Ihrer Schnittstelle
fxp0 die statische IP-Adresse 2001:471:1f11:251:290:27ff:fee0:2093
zu:ipv6_ifconfig_fxp0="2001:471:1f11:251:290:27ff:fee0:2093"Um 2001:471:1f11:251::1
als Standardrouter festzulegen, fügen Sie folgende Zeile
in /etc/rc.conf ein:ipv6_defaultrouter="2001:471:1f11:251::1"Gateways und Router unter IPv6 einrichtenDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Ihren Rechner mit
Hilfe der von Ihrem Tunnel-Anbieter erhaltenen
Anweisungen dauerhaft für die Nutzung von IPv6
einrichten. Um den Tunnel beim Systemstart
wiederherzustellen, passen Sie
/etc/rc.conf wie folgt an:Listen Sie die einzurichtenden Tunnelschnittstellen
(hier gif0) auf:gif_interfaces="gif0"Um den lokalen Endpunkt
MY_IPv4_ADDR über diese
Schnittstelle mit dem entfernten Endpunkt
REMOTE_IPv4_ADDR zu
verbinden, verwenden Sie folgende Zeile:gifconfig_gif0="MY_IPv4_ADDR REMOTE_IPv4_ADDR"Um die Ihnen zugewiesene IPv6-Adresse als Endpunkt Ihres
IPv6-Tunnels zu verwenden, fügen Sie folgende Zeile
ein:ipv6_ifconfig_gif0="MY_ASSIGNED_IPv6_TUNNEL_ENDPOINT_ADDR"Nun müssen Sie nur noch die IPv6-Standardroute
angeben. Diese legt das andere Ende des IPv6-Tunnels
fest.ipv6_defaultrouter="MY_IPv6_REMOTE_TUNNEL_ENDPOINT_ADDR"Einen IPv6-Tunnel einrichtenWenn Ihr Server IPv6-Verkehr zwischen Ihrem Netzwerk und
der Außenwelt routen muss, benötigen Sie
zusätzlich die folgenden Zeilen in Ihrer
/etc/rc.conf:ipv6_gateway_enable="YES"Bekanntmachung von Routen und automatische
RechnerkonfigurationDieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung von
&man.rtadvd.8;, das Sie bei der Bekanntmachung der
IPv6-Standardroute unterstützt.Um &man.rtadvd.8; zu aktivieren, fügen Sie folgende
Zeile in /etc/rc.conf ein:rtadvd_enable="YES"Es ist wichtig, die Schnittstelle anzugeben, über die
IPv6-Routen bekanntgemacht werden sollen. Soll &man.rtadvd.8;
fxp0 verwenden, ist folgender Eintrag
nötig:rtadvd_interfaces="fxp0"Danach erzeugen Sie die Konfigurationsdatei
/etc/rtadvd.conf. Dazu ein Beispiel:fxp0:\
:addrs#1:addr="2001:471:1f11:246::":prefixlen#64:tc=ether:Ersetzen Sie dabei fxp0 durch die
zu verwendende Schnittstelle.Anschließend ersetzen Sie
2001:471:1f11:246:: durch das
Präfix der Ihnen zugewiesenen Verbindung.Wenn Sie eine /64-Netzmaske
verwenden, müssen Sie keine weiteren Anpassungen vornehmen.
Anderenfalls müssen Sie prefixlen#
auf den korrekten Wert setzen.HartiBrandtBeigetragen von ATM - Asynchronous Transfer ModeClassical IP over ATM
als PVC-Verbindung einrichtenClassical IP over ATM
(CLIP) ist die einfachste Möglichkeit,
um IP-Verkehr über ATM (Asynchronous
Transfer Mode-Verbindungen zu übertragen.
CLIP kann sowohl mit geschalteten Verbindungen (SVCs) als auch
mit permanenten Verbindungen (PVCs) verwendet werden. Dieser
Abschnitt beschreibt die Einrichtung eines PVC-basierten
Netzwerks.Ein vollständig vermaschtes Netzwerk aufbauenBei einem vollständig vermaschten
(fully meshed) Netzwerk ist
jeder Rechner über eine dezidierte Verbindung mit jedem
anderen Rechner des Netzwerks verbunden. Die Konfiguration
ist - vor allem für kleinere Netzwerke - relativ einfach.
Unser Beispielnetzwerk besteht aus vier Rechnern, die jeweils
über eine
ATM-Adapterkarte
mit dem
ATM-Netzwerk
verbunden sind. Als ersten Konfigurationsschritt planen wir
die Vergabe von IP-Adressen sowie die anzulegenden
ATM-Verbindungen:
RechnerIP-AdressehostA192.168.173.1hostB192.168.173.2hostC192.168.173.3hostD192.168.173.4Um ein vollständiges Netz aufzubauen, benötigen
wir für jedes Rechnerpaar eine eigene ATM-Verbindung:RechnerpaarVPI.VCI-PaarhostA - hostB0.100hostA - hostC0.101hostA - hostD0.102hostB - hostC0.103hostB - hostD0.104hostC - hostD0.105Die Werte VPI und VCI an den Verbindungsenden können
natürlich unterschiedlich sein. Wir nehmen hier aber an,
dass sie gleich sind. Nun müssen wir die
ATM-Schnittstellen auf jedem Rechner einrichten:hostA&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.1 up
hostB&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.2 up
hostC&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.3 up
hostD&prompt.root; ifconfig hatm0 192.168.173.4 upDabei setzen wir voraus, dass
hatm0 auf allen Rechnern die
ATM-Schnittstelle darstellt. Danach werden, beginnend mit
hostA, die PVCs auf den einzelnen Rechnern
eingerichtet (Wir nehmen an, dass die PVCs auf den
ATM-Switches bereits eingerichet sind. Lesen Sie die
entsprechenden Handbücher, wenn Sie einen Switch
einrichten müssen.):hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 100 llc/snap ubr
hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 101 llc/snap ubr
hostA&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 102 llc/snap ubr
hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 100 llc/snap ubr
hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 103 llc/snap ubr
hostB&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 104 llc/snap ubr
hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 101 llc/snap ubr
hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 103 llc/snap ubr
hostC&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.4 hatm0 0 105 llc/snap ubr
hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.1 hatm0 0 102 llc/snap ubr
hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.2 hatm0 0 104 llc/snap ubr
hostD&prompt.root; atmconfig natm add 192.168.173.3 hatm0 0 105 llc/snap ubrStatt UBR können auch andere
traffic contracts verwendet
werden. Voraussetzung ist allerdings, dass diese von Ihrem
ATM-Adapter unterstützt werden. Ist dies der Fall,
folgen auf den Namen des
traffic contracts die
entsprechenden Konfigurationsparameter. Weitere Informationen
zur Konfiguration von ATM-Adapterkarten erhalten Sie über
den Befehl&prompt.root; atmconfig help natm addoder durch das Lesen von &man.atmconfig.8;.Die Konfiguration von ATM-Adaptern kann auch über die
Datei /etc/rc.conf erfolgen. Für
hostA sähe die Konfiguration so
aus:network_interfaces="lo0 hatm0"
ifconfig_hatm0="inet 192.168.173.1 up"
natm_static_routes="hostB hostC hostD"
route_hostB="192.168.173.2 hatm0 0 100 llc/snap ubr"
route_hostC="192.168.173.3 hatm0 0 101 llc/snap ubr"
route_hostD="192.168.173.4 hatm0 0 102 llc/snap ubr"Mit dem folgenden Befehl lässt sich der derzeitige
Status aller CLIP-Routen anzeigen:hostA&prompt.root; atmconfig natm showTomRhodesBeigetragen von CARP - Common Access Redundancy ProtocolCARPCommon Access Redundancy Protocol (CARP)Das Common Access Redundancy
Protocol (CARP) erlaubt es,
mehreren Rechnern die gleiche IP-Adresse
zuzuweisen. Durch ein solches Vorgehen läßt sich
beispielsweise die Verfügbarkeit bestimmter Dienste
verbessern oder die Last zwischen einzelnen Systemen besser
verteilen. Den auf diese Art und Weise konfigurierten Systemen
kann zusätzlich eine eigene (im Netzwerk eindeutige)
IP-Adresse zugewiesen werden (wie dies auch
im folgenden Beispiel erfolgt).Um CARP zu aktivieren, müssen Sie die
&os;-Kernelkonfigurationsdatei um die folgende Option erweitern
und danach den &os;-Kernel neu bauen:device carpDanach ist CARP auf Ihrem System
verfügbar und kann über verschiedene
sysctl-Optionen (OIDs)
gesteuert werden. Zuerst müssen Sie CARP
jedoch mit ifconfig aktivieren:&prompt.root; ifconfig carp0 createDamit Sie dieses Protokoll in Ihrem Netzwerk einsetzen
können, muss jede Netzkarte eine eindeutige
Identifikationsnummer, die sogenannte VHID
(Virtual Host Identification),
besitzen, da sich ansonsten die Rechner Ihres Netzwerks nicht
voneinander unterscheiden lassen.Die Serververfügbarkeit mit CARP
verbessernWie bereits weiter oben erwähnt wurde, können Sie
CARP dazu verwenden, die Verfübarkeit
Ihrer Server zu verbessern. Im folgenden Bespiel werden
insgesamt drei Server (mit jeweils eigener, eindeutiger
IP-Adresse), die alle den gleichen Inhalt
anbieten, in einer Round Robin
DNS-Konfiguration eingerichtet.
Der Backup-Server verfügt über zwei
CARP-Schnittstellen (für die beiden
IP-Adressen der Content-Server). Tritt bei
einem Content-Server ein Problem auf, übernimmt der
Backup-Server die IP-Adresse des
ausgefallenen Servers. Dadurch sollte die Auswahl eines Servers
vom Anwender nicht bemerkt werden. Der Backup-Server muss
identisch konfiguriert sein und die gleichen Daten und Dienste
anbieten wie das System, das er ersetzen soll.Die beiden Content-Server werden (abgesehen von ihren
jeweiligen Hostnamen und VHIDs) identisch
konfiguriert und heißen in unserem Beispiel
hosta.example.org beziehungsweise
hostb.example.org. Damit Sie
CARP einsetzen können, müssen
Sie als Erstes die Datei rc.conf auf
beiden Systemen anpassen. Für das System
hosta.example.org nehmen Sie dazu folgende
Zeilen in rc.conf auf:hostname="hosta.example.org"
ifconfig_fxp0="inet 192.168.1.3 netmask 255.255.255.0"
cloned_interfaces="carp0"
ifconfig_carp0="vhid 1 pass testpast 192.168.1.50/24"Für das System hostb.example.org
benötigen Sie zusätzlich folgende Zeilen in
rc.conf:hostname="hostb.example.org"
ifconfig_fxp0="inet 192.168.1.4 netmask 255.255.255.0"
cloned_interfaces="carp0"
ifconfig_carp0="vhid 2 pass testpass 192.168.1.51/24"Achten Sie unbedingt darauf, dass die durch die Option
an ifconfig
übergebenen Passwörter auf beiden Systemen
identisch sind, da
carp-Geräte nur mit Systemen
kommunizieren können, die über ein korrektes Passwort
verfügen. Beachten Sie weiters, dass sich die
VHIDs der beiden Systeme unterscheiden
müssen.Nun richten Sie noch das dritte System,
provider.example.org, ein, das aktiviert
wird, wenn eines der beiden zuvor konfigurierten Systeme
ausfällt. Dieses dritte System benötigt zwei
carp-Geräte, um bei Bedarf
eines der beiden anderen
Systeme ersetzen zu können. Dazu konfigurieren Sie
rc.conf analog zur folgenden
Beispielkonfiguration:hostname="provider.example.org"
ifconfig_fxp0="inet 192.168.1.5 netmask 255.255.255.0"
cloned_interfaces="carp0 carp1"
ifconfig_carp0="vhid 1 advskew 100 pass testpass 192.168.1.50/24"
ifconfig_carp1="vhid 2 advskew 100 pass testpass 192.168.1.51/24"Durch die beiden carp-Geräte
ist es provider.example.org möglich,
festzustellen, ob eines der beiden anderen Systeme nicht mehr
reagiert. In diesem Fall übernimmt
provider.example.org die
IP-Adresse des betroffenen Systems.Ist im installierten &os;-Kernel die Option
"preemption" aktiviert, kann es sein, dass
provider.example.org die übernommene
IP-Adresse nicht mehr an den
Content-Server zurückgibt (wenn dieser wieder
funktioniert). In diesem Fall muss ein Administrator die
entsprechende Schnittstelle zurücksetzen.
Dazu gibt er auf dem Rechner
provider.example.org den folgenden
Befehl ein:&prompt.root; ifconfig carp0 down && ifconfig carp0 upDieser Befehl muss auf das
carp-Gerät ausgeführt
werden, das dem betroffenen System zugeordnet ist.Damit ist CARP vollständig
konfiguriert und der Testbetrieb kann beginnen. Zuvor
müssen Sie allerdings noch alle Systeme neu starten
(beziehungsweise die Netzwerkkonfiguration auf allen
Systemen neu einlesen), um die Einstelllungen zu
übernehmen.Für weitere Informtionen lesen Sie bitte die Manualpage
&man.carp.4;.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.sgml
index 2195339d7d..75adc7eac0 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.sgml
@@ -1,2743 +1,2734 @@
ChrisShumwayUmgeschrieben von UwePierauÜbersetzt von Grundlagen des UNIX BetriebssystemsÜbersichtDas folgende Kapitel umfasst die grundlegenden Kommandos
und Funktionsweisen des Betriebssystems FreeBSD. Viel von dem folgenden
Material gilt auch für jedes andere &unix;-artige System.
Falls Sie mit dem Material schon vertraut sind, können Sie dieses
Kapitel überlesen. Wenn FreeBSD neu für Sie ist, dann sollten
Sie dieses Kapitel auf jeden Fall aufmerksam lesen.Dieser Abschnitt behandelt die folgenden Themen:virtuelle Konsolen,Zugriffsrechte unter &unix; sowie Datei-Flags unter &os;,Zugriffskontrolllisten für Dateisysteme,die Verzeichnisstruktur von &os;,Organisation von Dateisystemen unter &os;,Ein- und Abhängen von Dateisystemen,Prozesse, Dämonen und Signale,Shells und die Login-Umgebung,Texteditoren,Geräte und Gerätedateien,Binärformate unter &os; undwie Sie in den Manualpages nach weiteren Informationen
suchen können.Virtuelle Konsolen und Terminalsvirtuelle KonsoleTerminalsSie können FreeBSD mit einem Terminal benutzen, der nur Text
darstellen kann. Wenn Sie FreeBSD auf diese Weise benutzen, stehen
Ihnen alle Möglichkeiten eines &unix; Betriebssystems zur
Verfügung. Dieser Abschnitt beschreibt was Terminals und
Konsolen sind und wie sie unter FreeBSD eingesetzt werden.Die KonsoleKonsoleWenn Ihr FreeBSD-System ohne eine graphische
Benutzeroberfläche startet, wird am Ende des Systemstarts,
nachdem die Startskripten gelaufen sind, ein Anmeldeprompt
ausgegeben. Die letzten Startmeldungen sollten ähnlich wie
die Folgenden aussehen:Additional ABI support:.
Local package initialization:.
Additional TCP options:.
Fri Sep 20 13:01:06 EEST 2002
FreeBSD/i386 (pc3.example.org) (ttyv0)
login:Beachten Sie die letzten beiden Zeilen der Ausgabe, die
vorletzte lautet:FreeBSD/i386 (pc3.example.org) (ttyv0)Diese Zeile enthält einige Informationen über das
gerade gestartete System. Die Ausgabe stammt von der
FreeBSD-Konsole einer Maschine mit einem Intel oder
Intel-kompatiblen Prozessor der x86-ArchitekturGenau das ist mit i386 gemeint. Auch
wenn Ihr System keine Intel 386 CPU besitzt, wird
i386 ausgegeben. Es wird immer die
Architektur und nicht der Typ des Prozessors ausgegeben.. Der Name des Systems (jedes &unix; System besitzt
einen Namen) ist pc3.example.org und die Ausgabe
stammt von der Systemkonsole, dem Terminal
ttyv0.Das Ende der Ausgabe ist immer die Aufforderung zur Eingabe
eines Benutzernamens:login:Der Anmeldevorgang wird im nächsten Abschnitt
erläutert.Der AnmeldevorgangFreeBSD ist ein Mehrbenutzersystem, das Multitasking
unterstützt. Das heißt mehrere Benutzer können
gleichzeitig viele Programme auf einem System laufen lassen.Jedes Mehrbenutzersystem muss die Benutzer voneinander
unterscheiden können. Bei FreeBSD und allen anderen
&unix;-artigen
Betriebssystemen wird dies dadurch erreicht, dass sich die
Benutzer anmelden müssen, bevor sie Programme laufen lassen
können. Jeder Benutzer besitzt einen eindeutigen Namen (den
Account) und ein dazugehörendes Passwort, die beide bei
der Anmeldung abgefragt werden.StartskriptenNachdem FreeBSD gestartet ist und die StartskriptenStartskripten sind Programme, die FreeBSD automatisch bei
jedem Startvorgang ausführt. Der Zweck der Skripte
besteht darin, das System zu konfigurieren und nützliche
Dienste im Hintergrund zu starten., gelaufen sind, erscheint eine Aufforderung zur Eingabe
des Benutzernamens:login:Wenn Ihr Benutzername beispielsweise john
ist, geben Sie jetzt john gefolgt von
Enter ein. Sie sollten dann eine Aufforderung zur
Eingabe des Passworts erhalten:login: john
Password:Geben Sie jetzt das Passwort von john
gefolgt von Enter ein. Das Passwort wird aus
Sicherheitsgründen nicht auf dem Bildschirm angezeigt.Wenn Sie das richtige Passwort eingegeben haben, sind Sie
am System angemeldet und können nun alle verfügbaren
Kommandos absetzen.Anmgemeldet sind Sie, wenn Sie die Tagesmeldungen
(message of today) gefolgt
von einer Eingabeaufforderung (dem Zeichen #,
$ oder %) gesehen
haben.Virtuelle KonsolenDa FreeBSD mehrere Programme gleichzeitig laufen lassen kann,
ist eine einzige Konsole, an der Kommandos abgesetzt werden
können, zu wenig. Abhilfe schaffen virtuelle Konsolen, die
mehrere Konsolen zur Verfügung stellen.Die Anzahl der virtuellen Konsolen unter FreeBSD können Sie
einstellen. Zwischen den einzelnen Konsolen können Sie mit
speziellen Tastenkombinationen wechseln. Jede Konsole verfügt
über einen eigenen Ausgabekanal und FreeBSD ordnet die
Tastatureingaben und Monitorausgaben der richtigen Konsole zu, wenn
Sie zwischen den Konsolen wechseln.Zum Umschalten der Konsolen stellt FreeBSD spezielle
Tastenkombinationen bereitEine recht technische und genaue Beschreibung der FreeBSD-Konsole
und der Tastatur-Treiber finden Sie in den Hilfeseiten
&man.syscons.4;, &man.atkbd.4;, &man.vidcontrol.1; und
&man.kbdcontrol.1;. Lesen Sie diese Seiten, wenn Sie an den
Einzelheiten interessiert sind.. Benutzen Sie
AltF1,
AltF2 bis
AltF8,
um zwischen den verschiedenen Konsolen umzuschalten.Wenn Sie zu einer anderen Konsole wechseln, sichert FreeBSD den
Bildschirminhalt und gibt den Bildschirminhalt der neuen Konsole
aus. Dies erzeugt die Illusion mehrerer Bildschirme und
Tastaturen, an denen Sie Kommandos absetzen können. Wenn eine
Konsole nicht sichtbar ist, weil Sie auf eine andere Konsole
gewechselt haben, laufen die dort abgesetzten Kommandos
weiter./etc/ttysIn der Voreinstellung stehen unter FreeBSD acht virtuelle
Konsolen zur Verfügung, deren Anzahl Sie leicht erhöhen
oder verringern können. Die Anzahl und Art der Konsolen wird
in /etc/ttys eingestellt.Jede Zeile in /etc/ttys, die nicht mit
# anfängt, konfiguriert einen Terminal oder
eine virtuelle Konsole. In der Voreinstellung werden in dieser
Datei neun virtuelle Konsolen definiert, von denen acht aktiviert
sind. Die Konsolen sind in den Zeilen, die mit
ttyv beginnen, definiert:# name getty type status comments
#
ttyv0 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
# Virtual terminals
ttyv1 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv2 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv3 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv4 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv5 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv6 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv7 "/usr/libexec/getty Pc" cons25 on secure
ttyv8 "/usr/X11R6/bin/xdm -nodaemon" xterm off secureDie Hilfeseite &man.ttys.5; enthält eine ausführliche
Beschreibung der Spalten dieser Datei und der Optionen, die Sie zum
Konfigurieren der virtuellen Konsolen benutzen können.Die Konsole im Single-User-ModusEine eingehende Beschreibung des Single-User-Modus finden Sie
in . Im Single-User-Modus steht
Ihnen nur eine Konsole zur Verfügung.
Die Definition dieser Konsole befindet sich ebenfalls in
/etc/ttys. Suchen Sie nach einer Zeile, die
mit console beginnt:# name getty type status comments
#
# If console is marked "insecure", then init will ask for the root password
# when going to single-user mode.
console none unknown off secureIn der Zeile, die mit console beginnt,
können Sie secure durch
insecure ersetzen. Wenn Sie danach in den
Single-User-Modus booten, verlangt das System ebenfalls die
Eingabe des root-Passworts.Setzen Sie insecure nicht
leichtfertig ein. Wenn Sie das Passwort von
root vergessen, wird es schwierig, in den
Single-User-Modus zu gelangen, wenn Sie den
FreeBSD-Boot-Prozess nicht genau verstehen.ZugriffsrechteUNIXFreeBSD, das ein direkter Abkömmling von BSD &unix; ist,
stützt sich auf mehrere Grundkonzepte von &unix; Systemen.
Das erste und ausgeprägteste: FreeBSD ist
ein Mehrbenutzer-Betriebssystem. Das System ermöglicht,
dass mehrere Benutzer gleichzeitig an völlig verschiedenen
und unabhängigen Aufgaben arbeiten können. Es ist
verantwortlich für eine gerechte Auf- und Zuteilung von
Nachfragen nach Hardware- und Peripheriegeräten, Speicher
und CPU-Zeit unter den Benutzern.Da das System mehrere Benutzer unterstützt, hat alles,
was das System verwaltet, einen Satz von Rechten, die bestimmen,
wer die jeweilige Ressource lesen, schreiben oder ausführen
darf. Diese Zugriffsrechte stehen in drei Achtergruppen, die in
drei Teile unterteilt sind: einen für den Besitzer der
Datei, einen für die Gruppe, zu der die Datei gehört
und einen für alle anderen. Die numerische Darstellung
sieht wie folgt aus:ZugriffsrechteDateizugriffsrechteWertZugriffsrechteAuflistung im Verzeichnis0Kein Lesen, Kein Schreiben, Kein Ausführen---1Kein Lesen, Kein Schreiben, Ausführen--x2Kein Lesen, Schreiben, Kein Ausführen-w-3Kein Lesen, Schreiben, Ausführen-wx4Lesen, Kein Schreiben, Kein Ausführenr--5Lesen, Kein Schreiben, Ausführenr-x6Lesen, Schreiben, Kein Ausführenrw-7Lesen, Schreiben, AusführenrwxlsVerzeichnisseSie können auf der Kommandozeile
von &man.ls.1; angeben, um eine ausführliche Verzeichnisauflistung
zu sehen, die in einer Spalte die Zugriffsrechte für den
Besitzer, die Gruppe und alle anderen enthält.
Die Ausgabe von ls -l könnte
wie folgt aussehen:&prompt.user; ls -l
total 530
-rw-r--r-- 1 root wheel 512 Sep 5 12:31 myfile
-rw-r--r-- 1 root wheel 512 Sep 5 12:31 otherfile
-rw-r--r-- 1 root wheel 7680 Sep 5 12:31 email.txt
...Die erste Spalte der Ausgabe enthält die
Zugriffsrechte:-rw-r--r--Das erste Zeichen von links ist ein Symbol, welches angibt,
ob es sich um eine normale Datei, ein Verzeichnis, ein
zeichenorientiertes Gerät, ein Socket oder irgendeine andere
Pseudo-Datei handelt. In diesem Beispiel zeigt - eine
normale Datei an. Die nächsten drei Zeichen,
dargestellt als rw-, ergeben die Rechte
für den Datei-Besitzer. Die drei Zeichen danach
r-- die Rechte der Gruppe, zu der die Datei
gehört. Die letzten drei Zeichen, r--,
geben die Rechte für den Rest der Welt an. Ein Minus
bedeutet, dass das Recht nicht gegeben ist. In diesem Fall
sind die Zugriffsrechte also: der Eigentümer kann die Datei
lesen und schreiben, die Gruppe kann lesen und alle anderen
können auch nur lesen. Entsprechend obiger Tabelle
wären die Zugriffsrechte für diese Datei
644, worin jede Ziffer die drei Teile der
Zugriffsrechte dieser Datei verkörpert.Das ist alles schön und gut, aber wie kontrolliert das
System die Rechte von Hardware-Geräten? FreeBSD behandelt
die meisten Hardware-Geräte als Dateien, welche Programme
öffnen, lesen und mit Daten beschreiben können wie
alle anderen Dateien auch. Diese Spezial-Dateien sind im
Verzeichnis /dev gespeichert.Verzeichnisse werden ebenfalls wie Dateien behandelt. Sie
haben Lese-, Schreib- und Ausführ-Rechte. Das
Ausführungs-Bit hat eine etwas andere Bedeutung für
ein Verzeichnis als für eine Datei. Die Ausführbarkeit
eines Verzeichnisses bedeutet, dass in das Verzeichnis
zum Beispiel mit cd gewechselt werden kann.
Das bedeutet auch, dass in dem Verzeichnis auf Dateien, deren
Namen bekannt sind, zugegriffen werden kann, vorausgesetzt die
Zugriffsrechte der Dateien lassen dies zu.Das Leserecht auf einem Verzeichnis erlaubt es, sich den Inhalt
des Verzeichnisses anzeigen zu lassen. Um eine Datei mit bekanntem
Namen in einem Verzeichnis zu löschen, müssen auf dem
Verzeichnis Schreib- und Ausführ-Rechte
gesetzt sein.Es gibt noch mehr Rechte, aber die werden vor allem in
speziellen Umständen benutzt, wie zum Beispiel bei
SetUID-Binaries und Verzeichnissen mit gesetztem Sticky-Bit.
Mehr über Zugriffsrechte von Dateien und wie sie gesetzt werden,
finden Sie in &man.chmod.1;.TomRhodesBeigesteuert von Symbolische ZugriffsrechteZugriffsrechtesymbolischeDie Zugriffsrechte lassen sich auch über Symbole
anstelle von oktalen Werten festlegen. Symbolische
Zugriffsrechte werden in der Reihenfolge
Wer, Aktion
und Berechtigung angegeben.
Die folgenden Symbole stehen zur Auswahl:OptionSymbolBedeutungWeruBenutzer (user)WergGruppe (group)WeroAndere (other)WeraAlleAktion+Berechtigungen hinzufügenAktion-Berechtigungen entziehenAktion=Berechtigungen explizit setzenBerechtigungrlesen (read)Berechtigungwschreiben (write)Berechtigungxausführen
(execute)BerechtigungtSticky-BitBerechtigungsSet-UID oder Set-GIDSymbolische Zugriffsrechte werden wie die numerischen
mit dem Kommando &man.chmod.1; vergeben. Wenn
Sie beispielsweise allen anderen Benutzern den Zugriff auf
die Datei FILE verbieten wollen,
benutzen Sie den nachstehenden Befehl:&prompt.user; chmod go= FILEWenn Sie mehr als eine Änderung der Rechte einer
Datei vornehmen wollen, können Sie eine durch Kommata
getrennte Liste der Rechte angeben. Das folgende Beispiel
entzieht der Gruppe und der Welt (den anderen) die
Schreibberechtigung auf die Datei FILE
und fügt dann für alle Ausführungsrechte
hinzu:&prompt.user; chmod go-w,a+x FILETomRhodesBeigetragen von &os; Datei-FlagsZusätzlich zu den vorhin diskutierten Zugriffsrechten
unterstützt &os; auch die sogenannten
Datei-Flags. Diese erhöhen die Sicherheit
Ihres Systems, indem sie eine verbesserte Kontrolle von
Dateien erlauben. Verzeichnisse werden allerdings nicht
unterstützt.Diese verbesserte Sicherheit führt dazu, dass manche
Dateien nicht einmal von root gelöscht
oder bearbeitet werden können.Datei-Flags können über &man.chflags.1; gesetzt
oder gelöscht werden. Um beispielsweise die Datei
file1 mit dem
unlöschbar-Flag zu sichern, geben Sie
folgenden Befehl ein:&prompt.root; chflags sunlink file1Um dieses Flag wieder zu löschen, geben Sie den
Befehl erneut ein. Allerdings setzen Sie ein
no vor :&prompt.root; chflags nosunlink file1Um die Flags dieser Datei anzuzeigen, verwenden Sie
&man.ls.1; zusammen mit der Option :&prompt.root; ls -lo file1Dadurch erhalten Sie eine Ausgabe ähnlich der
folgenden:-rw-r--r-- 1 trhodes trhodes sunlnk 0 Mar 1 05:54 file1Viele Flags können nur von root
gesetzt oder gelöscht werden. Andere wiederum können
auch vom Eigentümer der Datei gesetzt werden. Weitere
Informationen zu Datei-Flags finden sich in den Manualpages
&man.chflags.1; und &man.chflags.2;.Verzeichnis-StrukturenVerzeichnis HierarchienDie FreeBSD-Verzeichnishierarchie ist die Grundlage, um
ein umfassendes Verständnis des Systems zu erlangen.
Das wichtigste Konzept, das Sie verstehen sollten, ist das
Root-Verzeichnis /. Dieses Verzeichnis ist das
erste, das während des Bootens eingehangen wird. Es
enthält das notwendige Basissystem, um das System in den
Mehrbenutzerbetrieb zu bringen. Das Root-Verzeichnis enthält
auch die Mountpunkte für Dateisysteme, die beim Wechsel in
den Multiuser-Modus eingehängt werden.Ein Mountpunkt ist ein Verzeichnis, in das zusätzliche
Dateisysteme (in der Regel unterhalb des Wurzelverzeichnisses)
eingehängt werden können. Dieser Vorgang wird in
ausführlich beschrieben.
Standard-Mountpunkte sind /usr,
/var, /tmp,
/mnt sowie /cdrom.
Auf diese Verzeichnisse verweisen üblicherweise Einträge
in der Datei /etc/fstab.
/etc/fstab ist
eine Tabelle mit verschiedenen Dateisystemen und Mountpunkten
als Referenz des Systems. Die meisten der Dateisysteme in
/etc/fstab werden beim Booten automatisch
durch das Skript &man.rc.8; gemountet, wenn die zugehörigen
Einträge nicht mit der Option
versehen sind. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie
im .Eine vollständige Beschreibung der Dateisystem-Hierarchie
finden Sie in &man.hier.7;. Als Beispiel sei eine kurze
Übersicht über die am häufigsten verwendeten
Verzeichnisse gegeben:VerzeichnisBeschreibung/Wurzelverzeichnis des Dateisystems./bin/Grundlegende Werkzeuge für den Single-User-Modus
sowie den Mehrbenutzerbetrieb./boot/Programme und Konfigurationsdateien, die während
des Bootens benutzt werden./boot/defaults/Vorgaben für die Boot-Konfiguration, siehe
&man.loader.conf.5;./dev/Gerätedateien, siehe &man.intro.4;./etc/Konfigurationsdateien und Skripten des Systems./etc/defaults/Vorgaben für die System Konfigurationsdateien,
siehe &man.rc.8;./etc/mail/Konfigurationsdateien von MTAs wie
&man.sendmail.8;./etc/namedb/Konfigurationsdateien von named,
siehe &man.named.8;./etc/periodic/Täglich, wöchentlich oder monatlich
ablaufende Skripte, die von &man.cron.8; gestartet werden.
Siehe &man.periodic.8;./etc/ppp/Konfigurationsdateien von ppp,
siehe &man.ppp.8;./mnt/Ein leeres Verzeichnis, das von Systemadministratoren
häufig als temporärer Mountpunkt genutzt wird./proc/Prozess Dateisystem, siehe &man.procfs.5;
und &man.mount.procfs.8;./rescue/Statisch gelinkte Programme zur Wiederherstellung
des Systems, lesen Sie dazu auch &man.rescue.8;./root/Home Verzeichnis von root./sbin/Systemprogramme und administrative Werkzeuge, die
grundlegend für den Single-User-Modus und den
Mehrbenutzerbetrieb sind./tmp/Temporäre Dateien, die für gewöhnlich
bei einem Neustart des Systems verloren gehen.
Häufig wird ein speicherbasiertes Dateisystem unter
/tmp
eingehängt. Dieser Vorgang kann automatisiert werden,
wenn Sie die tmpmfs-bezogenen Variablen von
&man.rc.conf.5; verwenden. Alternativ können Sie
auch einen entsprechenden Eintrag in
/etc/fstab aufnehmen. Weitere
Informationen finden Sie in &man.mdmfs.8;./usr/Der Großteil der Benutzerprogramme und
Anwendungen./usr/bin/Gebräuchliche Werkzeuge, Programmierhilfen und
Anwendungen./usr/include/Standard C include-Dateien./usr/lib/Bibliotheken./usr/libdata/Daten verschiedener Werkzeuge./usr/libexec/System-Dämonen und System-Werkzeuge, die von
anderen Programmen ausgeführt werden./usr/local/Lokale Programme, Bibliotheken usw. Die Ports-Sammlung
benutzt dieses Verzeichnis als Zielverzeichnis für zu
installierende Anwendungen. Innerhalb von
/usr/local sollte das von
&man.hier.7; beschriebene Layout für
/usr benutzt werden. Das
man Verzeichnis wird direkt unter
/usr/local anstelle unter
/usr/local/share angelegt. Die
Dokumentation der Ports findet sich in
share/doc/port.
/usr/obj/Von der Architektur abhängiger Verzeichnisbaum,
der durch das Bauen von /usr/src
entsteht./usr/portsDie FreeBSD-Ports-Sammlung (optional)./usr/sbin/System-Dämonen und System-Werkzeuge, die von
Benutzern ausgeführt werden./usr/share/Von der Architektur unabhängige Dateien./usr/src/Quelldateien von BSD und/oder lokalen
Ergänzungen./usr/X11R6/Optionale X11R6-Programme und Bibliotheken./var/Wird für mehrere Zwecke genutzt und enthält
Logdateien, temporäre Daten und Spooldateien.
Manchmal wird ein speicherbasiertes Dateisystem unter
/var
eingehängt. Dieser Vorgang kann automatisiert werden,
wenn Sie die varmfs-bezogenen Variablen von
&man.rc.conf.5; verwenden. Alternativ können Sie
auch einen entsprechenden Eintrag in
/etc/fstab aufnehmen. Weitere
Informationen finden Sie in &man.mdmfs.8;./var/log/Verschiedene Logdateien des Systems./var/mail/Postfächer der Benutzer./var/spool/Verschiedene Spool-Verzeichnisse der Drucker- und
Mailsysteme./var/tmp/Temporäre Dateien. Dateien in diesem
Verzeichnis bleiben in der Regel auch bei einem Neustart
des Systems erhalten, es sei denn, bei
/var handelt es
sich um ein speicherbasiertes Dateisystem./var/ypNIS maps.Festplatten, Slices und Partitionen&os; identifiziert Dateien anhand eines Dateinamens.
In Dateinamen wird zwischen Groß- und Kleinschreibung
unterschieden: readme.txt und
README.TXT bezeichnen daher zwei
verschiedene Dateien. &os; benutzt keine Dateiendungen wie
.txt, um den Typ der Datei
(ein Programm, ein Dokument oder andere Daten) zu
bestimmen.Dateien werden in Verzeichnissen gespeichert. In einem
Verzeichnis können sich keine oder hunderte Dateien
befinden. Ein Verzeichnis kann auch andere Verzeichnisse
enthalten und so eine Hierarchie von Verzeichnissen aufbauen,
die Ihnen die Ablage von Daten erleichtert.In Dateinamen werden Verzeichnisse durch einen
Schrägstrich (/,
Slash) getrennt. Wenn
das Verzeichnis foo
ein Verzeichnis bar
enthält, in dem sich die Datei readme.txt
befindet, lautet der vollständige Name der Datei
(oder der Pfad zur Datei)
foo/bar/readme.txt.Verzeichnisse und Dateien werden in einem Dateisystem
gespeichert. Jedes Dateisystem besitzt ein
Wurzelverzeichnis
(Root-Directory),
das weitere Verzeichnisse enthalten kann.Dieses Konzept kennen Sie vielleicht von anderen
Betriebssystemen, aber es gibt einige Unterschiede:
In &ms-dos; werden Datei- und Verzeichnisnamen mit dem
Zeichen \ getrennt, &macos; benutzt
dazu das Zeichen :.&os; kennt keine Laufwerksbuchstaben und in Pfaden
werden keine Bezeichnungen für Laufwerke benutzt.
Die Pfadangabe c:/foo/bar/readme.txt
gibt es in &os; nicht.Stattdessen wird ein Dateisystem als Wurzeldateisystem
(root file system)
ausgewählt. Das Wurzelverzeichnis dieses Dateisystems
wird / genannt.
Jedes andere Dateisystem wird unter dem Wurzeldateisystem
eingehangen
(mount). Daher scheint
jedes Verzeichnis, unabhängig von der Anzahl der
Platten, auf derselben Platte zu liegen.Betrachten wir drei Dateisysteme A,
B und C. Jedes
Dateisystem besitzt ein eigenes Wurzelverzeichnis, das
zwei andere Verzeichnisse enthält:
A1,
A2,
B1,
B2,
C1 und
C2.Das Wurzeldateisystem soll A sein.
Das Kommando ls zeigt darin
die beiden Verzeichnisse A1
und A2 an.
Der Verzeichnisbaum sieht wie folgt aus: /
|
+--- A1
|
`--- A2Ein Dateisystem wird in einem Verzeichnis eines anderen
Dateisystems eingehangen. Wir hängen nun das Dateisystem
B in das Verzeichnis
A1 ein. Das
Wurzelverzeichnis von B ersetzt nun
das Verzeichnis A1 und
die Verzeichnisse des Dateisystems B
werden sichtbar: /
|
+--- A1
| |
| +--- B1
| |
| `--- B2
|
`--- A2Jede Datei in den Verzeichnissen
B1 oder
B2 kann
über den Pfad /A1/B1
oder /A1/B2
erreicht werden. Dateien aus dem Verzeichnis
/A1 sind jetzt
verborgen. Wenn das Dateisystem B
wieder abgehangen wird
(umount), erscheinen
die verborgenen Dateien wieder.Wenn das Dateisystem B unter dem
Verzeichnis A2
eingehangen würde, sähe der Verzeichnisbaum
so aus: /
|
+--- A1
|
`--- A2
|
+--- B1
|
`--- B2Die Dateien des Dateisystems B wären
unter den Pfaden /A2/B1 und
/A2/B2 erreichbar.Dateisysteme können übereinander eingehangen
werden. Der folgende Baum entsteht, wenn im letzten
Beispiel das Dateisystem C in das Verzeichnis
B1 des Dateisystems
B eingehangen wird: /
|
+--- A1
|
`--- A2
|
+--- B1
| |
| +--- C1
| |
| `--- C2
|
`--- B2C könnte auch im Verzeichnis
A1 eingehangen
werden: /
|
+--- A1
| |
| +--- C1
| |
| `--- C2
|
`--- A2
|
+--- B1
|
`--- B2Der &ms-dos;-Befehl join kann Ähnliches
bewirken.Normalerweise müssen Sie sich nicht mit Dateisystemen
beschäftigen. Während der Installation werden
die Dateisysteme und die Stellen, in der sie eingehangen werden,
festgelegt. Dateisysteme müssen Sie erst wieder anlegen,
wenn Sie eine neue Platte hinzufügen.Sie können sogar mit nur einem großen
Dateisystem auskommen. Dies hat mehrere Nachteile
und einen Vorteil.Vorteile mehrerer DateisystemeDie Dateisysteme können mit unterschiedlichen
Optionen (mount options)
eingehangen werden. Bei sorgfältiger Planung können
Sie beispielsweise das Wurzeldateisystem nur lesbar
einhängen. Damit schützen Sie sich vor dem
unabsichtlichen Löschen oder Editieren kritischer
Dateien. Von Benutzern beschreibbare Dateisysteme
wie /home
können Sie mit der Option nosuid
einhängen, wenn sie von anderen Dateisystemen getrennt
sind. Die SUID- und
GUID-Bits verlieren auf solchen
Dateisystemen ihre Wirkung und die Sicherheit des
Systems kann dadurch erhöht werden.Die Lage von Dateien im Dateisystem wird, abhängig
vom Gebrauch des Dateisystems, automatisch von &os;
optimiert. Ein Dateisystem mit vielen kleinen Dateien,
die häufig geschrieben werden, wird anders behandelt
als ein Dateisystem mit wenigen großen Dateien.
Mit nur einem Dateisystem ist diese Optimierung
unmöglich.In der Regel übersteht ein &os;-Dateisystem auch
einen Stromausfall. Allerdings kann ein Stromausfall zu
einem kritischen Zeitpunkt das Dateisystem beschädigen.
Wenn die Daten über mehrere Dateisysteme verteilt
sind, lässt sich das System mit hoher
Wahrscheinlichkeit noch starten. Dies erleichtert
das Zurückspielen von Datensicherungen.Vorteil eines einzelnen DateisystemsDie Größe von Dateisystemen liegt fest.
Es kann passieren, dass Sie eine Partition
vergrößern müssen. Dies ist nicht leicht:
Sie müssen die Daten sichern, das Dateisystem
vergrößert anlegen und die gesicherten
Daten zurückspielen.&os; kennt den Befehl &man.growfs.8;, mit dem man
Dateisysteme im laufenden Betrieb
vergrößern kann.Dateisysteme befinden sich in Partitionen (damit sind
nicht die normalen &ms-dos;-Partitionen gemeint). Jede Partition
wird mit einem Buchstaben von a bis
h bezeichnet und kann nur ein Dateisystem
enthalten. Dateisysteme können daher über ihren
Mount-Point, den Punkt an dem sie eingehangen sind, oder
den Buchstaben der Partition, in der sie liegen, identifiziert
werden.&os; benutzt einen Teil der Platte für den
Swap-Bereich, der dem Rechner
virtuellen Speicher zur Verfügung
stellt. Dadurch kann der Rechner Anwendungen mehr Speicher
zur Verfügung stellen als tatsächlich eingebaut
ist. Wenn der Speicher knapp wird, kann &os; nicht benutzte
Daten in den Swap-Bereich auslagern. Die ausgelagerten
Daten können später wieder in den Speicher
geholt werden (dafür werden dann andere Daten
ausgelagert).Für einige Partitionen gelten besondere
Konventionen:PartitionKonventionaEnthält normalerweise
das WurzeldateisystembEnthält normalerweise
den Swap-BereichcIst normalerweise genauso groß wie
die Slice in der die Partition liegt. Werkzeuge,
die auf der kompletten Slice arbeiten, wie ein
Bad-Block-Scanner, können so die
c-Partition benutzen.
Für gewöhnlich legen Sie in dieser
Partition kein Dateisystem an.dFrüher hatte die d-Partition
eine besondere Bedeutung. Heute ist dies nicht mehr der
Fall und die Partition d kann wie
jede andere Partition auch verwendet werden.Jede Partition, die ein Dateisystem enthält,
wird in einer Slice angelegt.
Slice ist der Begriff, den &os; für &ms-dos;-Partitionen
verwendet. Slices werden von eins bis vier durchnummeriert.SlicesPartitionendangerously dedicatedDie Slice-Nummern werden mit vorgestelltem
s hinter den Gerätenamen gestellt:
da0s1
ist die erste Slice auf dem ersten SCSI-Laufwerk. Auf einer
Festplatte gibt es höchstens vier Slices. In einer
Slice des passenden Typs kann es weitere logische Slices
geben. Diese erweiterten Slices werden ab fünf durchnummeriert:
ad0s5 ist
die erste erweiterte Slice auf einer IDE-Platte. Diese
Geräte werden von Dateisystemen benutzt, die sich in
einer kompletten Slice befinden müssen.Slices, dangerously dedicated-Festplatten
und andere Platten enthalten Partitionen, die mit Buchstaben
von a bis h bezeichnet
werden. Der Buchstabe wird an den Gerätenamen
gehangen: da0a
ist die a-Partition des ersten
da-Laufwerks. Dieses Laufwerk ist
dangerously dedicated.
ad1s3e ist
die fünfte Partition in der dritten Slice der zweiten
IDE-Platte.Schließlich wird noch jede Festplatte des Systems
eindeutig bezeichnet. Der Name einer Festplatte beginnt mit
einem Code, der den Typ der Platte bezeichnet. Es folgt eine
Nummer, die angibt, um welche Festplatte es sich handelt.
Anders als bei Slices werden Festplatten von Null beginnend
durchnummeriert. Gängige Festplatten-Namen sind in
zusammengestellt.Wenn Sie eine Partition angeben, erwartet &os;, dass Sie
auch die Slice und die Platte angeben, in denen sich die
Partition befindet. Wenn Sie eine Slice angeben, müssen
Sie auch die Platte der Slice angeben. Setzen Sie den Namen
aus dem Plattennamen gefolgt von einem s,
der Slice-Nummer und dem Buchstaben der Partition zusammen.
Einige Beispiele finden Sie in
.Der Aufbau einer Festplatte wird in
dargestellt.Um &os; zu installieren, müssen Sie zuerst Slices
auf den Festplatten anlegen. Innerhalb der Slices, die Sie
für &os; verwenden wollen, müssen Sie dann
Partitionen anlegen. In den Partitionen wiederum werden
die Dateisysteme (oder der Auslagerungsbereich) angelegt.
Für Dateisysteme müssen Sie schließlich
noch festlegen, wo diese eingehangen werden (Mount-Point).
Namen von Platten, Slices und PartitionenNameBedeutungad0s1aDie erste Partition (a)
in der ersten Slice (s1) der
ersten IDE-Festplatte (ad0).da1s2eDie fünfte Partition (e)
der zweiten Slice (s2) auf
der zweiten SCSI-Festplatte
(da1).Aufteilung einer FestplatteDas folgende Diagramm zeigt die Sicht von &os; auf die
erste IDE-Festplatte eines Rechners. Die Platte soll
4 GB groß sein und zwei Slices (&ms-dos;-Partitionen)
mit je 2 GB besitzen. Die erste Slice enthält
ein &ms-dos;-Laufwerk (C:), die zweite
Slice wird von &os; benutzt. Im Beispiel verwendet die
&os;-Installationen drei Datenpartitionen und einen
Auslagerungsbereich.Jede der drei Partitionen enthält ein Dateisystem.
Das Wurzeldateisystem ist die a-Partition.
In der e-Partition befindet sich
der /var-Verzeichnisbaum
und in der f-Partition befindet sich
der Verzeichnisbaum unterhalb von
/usr..-----------------. --.
| | |
| DOS / Windows | |
: : > First slice, ad0s1
: : |
| | |
:=================: ==: --.
| | | Partition a, mounted as / |
| | > referred to as ad0s2a |
| | | |
:-----------------: ==: |
| | | Partition b, used as swap |
| | > referred to as ad0s2b |
| | | |
:-----------------: ==: | Partition c, no
| | | Partition e, used as /var > file system, all
| | > referred to as ad0s2e | of FreeBSD slice,
| | | | ad0s2c
:-----------------: ==: |
| | | |
: : | Partition f, used as /usr |
: : > referred to as ad0s2f |
: : | |
| | | |
| | --' |
`-----------------' --'Anhängen und Abhängen von DateisystemenEin Dateisystem wird am besten als ein Baum mit der
Wurzel / veranschaulicht.
/dev, /usr, und
die anderen Verzeichnisse im Rootverzeichnis sind Zweige,
die wiederum eigene Zweige wie /usr/local
haben können.Root-DateisystemEs gibt verschiedene Gründe, bestimmte dieser Verzeichnisse
auf eigenen Dateisystemen anzulegen. /var
enthält log/, spool/
sowie verschiedene andere temporäre
Dateien und kann sich daher schnell füllen. Es empfiehlt sich,
/var von / zu trennen,
da es schlecht ist, wenn das Root-Dateisystem voll
läuft.Ein weiterer Grund bestimmte Verzeichnisbäume auf
andere Dateisysteme zu legen, ist gegeben, wenn sich die
Verzeichnisbäume auf gesonderten physikalischen oder
virtuellen Platten, wie
Network File System
oder CD-ROM-Laufwerken, befinden.Die fstab DateiDateisystemefstabWährend des Boot-Prozesses
werden in /etc/fstab aufgeführte
Verzeichnisse, sofern sie nicht mit der Option
versehen sind, automatisch angehangen.Die Zeilen in /etc/fstab haben das
folgende Format:device/mount-pointfstypeoptionsdumpfreqpassnodeviceEin existierender Gerätename
wie in beschrieben.mount-pointEin existierendes Verzeichnis,
an das das Dateisystem angehangen wird.fstypeDer Typ des Dateisystems,
der an &man.mount.8; weitergegeben wird. FreeBSDs
Standarddateisystem ist ufs.optionsEntweder
für beschreibbare Dateisysteme oder
für schreibgeschützte Dateisysteme, gefolgt von
weiteren benötigten Optionen. Eine häufig verwendete
Option ist für Dateisysteme,
die während der normalen Bootsequenz nicht angehangen
werden sollen. Weitere Optionen finden sich
in &man.mount.8;.dumpfreqGibt die Anzahl der Tage an, nachdem das
Dateisystem gesichert werden soll. Fehlt der Wert, wird
0 angenommen.passnoBestimmt die Reihenfolge, in der die Dateisysteme
überprüft werden sollen. Für Dateisysteme,
die übersprungen werden sollen, ist
passno auf null zu setzen. Für das
Root-Dateisystem, das vor allen anderen überprüft
werden muss, sollte der Wert von
passno eins betragen. Allen anderen
Dateisystemen sollten Werte größer eins zugewiesen
werden. Wenn mehrere Dateisysteme den gleichen Wert
besitzen, wird &man.fsck.8; versuchen, diese parallel zu
überprüfen.Das mount KommandoDateisystemeanhängen&man.mount.8; hängt schließlich Dateisysteme
an.In der grundlegenden Form wird es wie folgt benutzt:&prompt.root; mount devicemountpointViele Optionen werden in &man.mount.8; beschrieben,
die am häufigsten verwendeten sind:Optionen von mountHängt alle Dateisysteme aus
/etc/fstab an. Davon ausgenommen
sind Dateisysteme, die mit noauto markiert
sind, die mit der Option ausgeschlossen
wurden und Dateisysteme, die schon angehangen sind.Führt alles bis auf den
mount-Systemaufruf aus.
Nützlich ist diese Option in Verbindung
mit . Damit wird angezeigt, was
&man.mount.8; tatsächlich versuchen
würde, um das Dateisystem anzuhängen.Erzwingt das Anhängen eines unsauberen Dateisystems
oder erzwingt die Rücknahme des Schreibzugriffs, wenn
der Status des Dateisystems von beschreibbar auf
schreibgeschützt geändert wird.Hängt das Dateisystem schreibgeschützt ein. Das
kann auch durch Angabe von als Argument
( vor FreeBSD 5.2) der Option
erreicht werden.fstypeHängt das Dateisystem mit dem angegebenen Typ an,
oder hängt nur Dateisysteme mit dem angegebenen Typ
an, wenn auch angegeben
wurde.Die Voreinstellung für den Typ des Dateisystems
ist ufs.Aktualisiert die Mountoptionen des Dateisystems.Geschwätzig sein.Hängt das Dateisystem beschreibbar an. erwartet eine durch Kommata separierte Liste
von Optionen, unter anderem die folgenden:
-
- nodev
-
-
- Beachtet keine Gerätedateien auf dem Dateisystem.
- Dies ist eine nützliche Sicherheitsfunktion.
-
-
-
noexecVerbietet das Ausführen von binären
Dateien auf dem Dateisystem. Dies ist eine
nützliche Sicherheitsfunktion.nosuidSetUID und SetGID Bits werden auf dem Dateisystem
nicht beachtet. Dies ist eine nützliche
Sicherheitsfunktion.Das umount KommandoDateisystemeabhängen&man.umount.8; akzeptiert als Parameter entweder
einen Mountpoint, einen Gerätenamen, oder die
Optionen oder .Jede Form akzeptiert , um das
Abhängen zu erzwingen, und , um
etwas geschwätziger zu sein. Seien Sie bitte vorsichtig mit
: Ihr Computer kann abstürzen oder es
können Daten auf dem Dateisystem beschädigt werden, wenn
Sie das Abhängen erzwingen. und werden benutzt
um alle Dateisysteme, deren Typ durch
modifiziert werden kann, abzuhängen.
hängt das Rootdateisystem nicht ab.ProzesseDa FreeBSD ein Multitasking-Betriebssystem ist, sieht es so aus,
als ob mehrere Prozesse zur gleichen Zeit laufen. Jedes Programm,
das zu irgendeiner Zeit läuft, wird
Prozess genannt. Jedes Kommando
startet mindestens einen Prozess. Einige Systemprozesse
laufen ständig und stellen die Funktion des Systems sicher.Jeder Prozess wird durch eine eindeutige Nummer identifiziert,
die Prozess-ID oder
PID genannt wird. Prozesse haben ebenso
wie Dateien einen Besitzer und eine Gruppe, die festlegen, welche
Dateien und Geräte der Prozess benutzen kann. Dabei
finden die vorher beschriebenen Zugriffsrechte Anwendung. Die meisten
Prozesse haben auch einen Elternprozess, der sie gestartet hat.
Wenn Sie in der Shell Kommandos eingeben, dann ist die Shell ein
Prozess und jedes Kommando, das Sie starten, ist auch ein
Prozess. Jeder Prozess, den Sie auf diese Weise starten,
besitzt den Shell-Prozess als Elternprozess. Die Ausnahme
hiervon ist ein spezieller Prozess, der &man.init.8;
heißt. init ist immer der erste Prozess
und hat somit die PID 1. init wird vom Kernel
beim Booten von FreeBSD gestartet.Die Kommandos &man.ps.1; und &man.top.1; sind besonders
nützlich, um sich die Prozesse auf einem System anzusehen.
ps zeigt eine statische Liste der laufenden
Prozesse und kann deren PID, Speicherverbrauch und die
Kommandozeile, mit der sie gestartet wurden und vieles mehr
anzeigen. top zeigt alle laufenden Prozesse
an und aktualisiert die Anzeige, so dass Sie Ihrem Computer
bei der Arbeit zuschauen können.Normal zeigt Ihnen ps nur die laufenden
Prozesse, die Ihnen gehören. Zum Beispiel:&prompt.user; ps
PID TT STAT TIME COMMAND
298 p0 Ss 0:01.10 tcsh
7078 p0 S 2:40.88 xemacs mdoc.xsl (xemacs-21.1.14)
37393 p0 I 0:03.11 xemacs freebsd.dsl (xemacs-21.1.14)
48630 p0 S 2:50.89 /usr/local/lib/netscape-linux/navigator-linux-4.77.bi
48730 p0 IW 0:00.00 (dns helper) (navigator-linux-)
72210 p0 R+ 0:00.00 ps
390 p1 Is 0:01.14 tcsh
7059 p2 Is+ 1:36.18 /usr/local/bin/mutt -y
6688 p3 IWs 0:00.00 tcsh
10735 p4 IWs 0:00.00 tcsh
20256 p5 IWs 0:00.00 tcsh
262 v0 IWs 0:00.00 -tcsh (tcsh)
270 v0 IW+ 0:00.00 /bin/sh /usr/X11R6/bin/startx -- -bpp 16
280 v0 IW+ 0:00.00 xinit /home/nik/.xinitrc -- -bpp 16
284 v0 IW 0:00.00 /bin/sh /home/nik/.xinitrc
285 v0 S 0:38.45 /usr/X11R6/bin/sawfishWie Sie sehen, gibt &man.ps.1; mehrere Spalten aus. In der
PID Spalte findet sich die vorher besprochene
Prozess-ID. PIDs werden von 1 beginnend bis 99999 zugewiesen
und fangen wieder von vorne an, wenn die Grenze überschritten
wird. Ist eine PID bereits vergeben, wird diese allerdings nicht
erneut vergeben.
Die Spalte TT zeigt den Terminal, auf dem das
Programm läuft. STAT zeigt den Status
des Programms an und kann für die Zwecke dieser Diskussion ebenso
wie TT ignoriert werden. TIME
gibt die Zeit an, die das Programm auf der CPU gelaufen ist –
dies ist nicht unbedingt die Zeit, die seit dem Start des Programms
vergangen ist, da die meisten Programme hauptsächlich auf
bestimmte Dinge warten, bevor sie wirklich CPU-Zeit verbrauchen.
Unter der Spalte COMMAND finden Sie schließlich
die Kommandozeile, mit der das Programm gestartet wurde.&man.ps.1; besitzt viele Optionen, um die angezeigten Informationen
zu beeinflussen. Eine nützliche Kombination ist
auxww. Mit werden Information
über alle laufenden Prozesse und nicht nur Ihrer eigenen
angezeigt. Der Name des Besitzers des Prozesses, sowie Informationen
über den Speicherverbrauch werden mit
angezeigt. zeigt auch Dämonen-Prozesse an,
und veranlasst &man.ps.1; die komplette
Kommandozeile für jeden Befehl anzuzeigen, anstatt sie
abzuschneiden, wenn sie zu lang für die Bildschirmausgabe
wird.Die Ausgabe von &man.top.1; sieht ähnlich aus:&prompt.user; top
last pid: 72257; load averages: 0.13, 0.09, 0.03 up 0+13:38:33 22:39:10
47 processes: 1 running, 46 sleeping
CPU states: 12.6% user, 0.0% nice, 7.8% system, 0.0% interrupt, 79.7% idle
Mem: 36M Active, 5256K Inact, 13M Wired, 6312K Cache, 15M Buf, 408K Free
Swap: 256M Total, 38M Used, 217M Free, 15% Inuse
PID USERNAME PRI NICE SIZE RES STATE TIME WCPU CPU COMMAND
72257 nik 28 0 1960K 1044K RUN 0:00 14.86% 1.42% top
7078 nik 2 0 15280K 10960K select 2:54 0.88% 0.88% xemacs-21.1.14
281 nik 2 0 18636K 7112K select 5:36 0.73% 0.73% XF86_SVGA
296 nik 2 0 3240K 1644K select 0:12 0.05% 0.05% xterm
48630 nik 2 0 29816K 9148K select 3:18 0.00% 0.00% navigator-linu
175 root 2 0 924K 252K select 1:41 0.00% 0.00% syslogd
7059 nik 2 0 7260K 4644K poll 1:38 0.00% 0.00% mutt
...Die Ausgabe ist in zwei Abschnitte geteilt. In den ersten
fünf Kopfzeilen finden sich die zuletzt zugeteilte PID, die
Systemauslastung (engl. load average),
die Systemlaufzeit (die Zeit seit dem letzten Reboot) und die
momentane Zeit. Die weiteren Zahlen im Kopf beschreiben wie viele
Prozesse momentan laufen (im Beispiel 47), wie viel Speicher
und Swap verbraucht wurde und wie viel Zeit das System in den
verschiedenen CPU-Modi verbringt.Darunter befinden sich einige Spalten mit ähnlichen
Informationen wie in der Ausgabe von &man.ps.1;. Wie im vorigen
Beispiel können Sie die PID, den Besitzer, die verbrauchte
CPU-Zeit und das Kommando erkennen. &man.top.1; zeigt auch den
Speicherverbrauch des Prozesses an, der in zwei Spalten aufgeteilt
ist. Die erste Spalte gibt den gesamten Speicherverbrauch des
Prozesses an, in der zweiten Spalte wird der aktuelle Verbrauch
angegeben. &netscape; hat im gezeigten
Beispiel insgesamt 30 MB Speicher verbraucht. Momentan benutzt
es allerdings nur 9 MB.Die Anzeige wird von &man.top.1; automatisch alle zwei Sekunden
aktualisiert. Der Zeitraum kann mit eingestellt
werden.Dämonen, Signale und Stoppen von ProzessenWenn Sie einen Editor starten, können Sie ihn leicht bedienen
und Dateien laden. Sie können das, weil der Editor dafür
Vorsorge getroffen hat und auf einem Terminal
läuft. Manche Programme erwarten keine Eingaben von einem
Benutzer und lösen sich bei erster Gelegenheit von ihrem
Terminal. Ein Web-Server zum Beispiel verbringt den ganzen Tag
damit, auf Anfragen zu antworten und erwartet keine Eingaben von Ihnen.
Programme, die E-Mail von einem Ort zu einem anderen Ort transportieren
sind ein weiteres Beispiel für diesen Typ von Anwendungen.Wir nennen diese Programme Dämonen.
Dämonen stammen aus der griechischen Mythologie und waren
weder gut noch böse. Sie waren kleine dienstbare Geister,
die meistens nützliche Sachen für die Menschheit vollbrachten.
Ähnlich wie heutzutage Web-Server und Mail-Server nützliche
Dienste verrichten. Seit langer Zeit ist daher das BSD Maskottchen
dieser fröhlich aussehende Dämon mit Turnschuhen
und Dreizack.Programme, die als Dämon laufen, werden entsprechend einer
Konvention mit einem d am Ende benannt.
BIND steht beispielsweise für
Berkeley Internet Name Domain, das tatsächlich laufende Programm
heißt aber
named. Der Apache Webserver wird
httpd genannt, der Druckerspool-Dämon heißt
lpd usw. Dies ist allerdings eine Konvention
und keine unumstößliche Regel: Der Dämon der
Anwendung sendmail heißt
sendmail und nicht maild, wie
Sie vielleicht gedacht hatten.Manchmal müssen Sie mit einem Dämon kommunizieren. Dazu
verwenden Sie Signale. Sie können
mit einem Dämonen oder jedem anderen laufenden Prozess
kommunizieren, indem Sie diesem ein Signal schicken. Sie können
verschiedene Signale verschicken – manche haben eine festgelegte
Bedeutung, andere werden von der Anwendung interpretiert. Die
Dokumentation zur fraglichen Anwendung wird erklären, wie
die Anwendung Signale interpretiert. Sie können nur Signale
zu Prozessen senden, die Ihnen gehören. Normale Benutzer haben
nicht die Berechtigung, Prozessen anderer Benutzer mit &man.kill.1;
oder &man.kill.2; Signale zu schicken. Der Benutzer
root darf jedem Prozess Signale schicken.In manchen Fällen wird FreeBSD Signale senden. Wenn eine
Anwendung schlecht geschrieben ist und auf Speicher zugreift, auf
den sie nicht zugreifen soll, so sendet FreeBSD dem Prozess
das Segmentation Violation Signal
(SIGSEGV). Wenn eine Anwendung den &man.alarm.3;
Systemaufruf benutzt hat, um nach einiger Zeit benachrichtigt zu
werden, bekommt sie das Alarm Signal (SIGALRM)
gesendet.Zwei Signale können benutzt werden, um Prozesse zu stoppen:
SIGTERM und SIGKILL. Mit
SIGTERM fordern Sie den Prozess höflich zum
Beenden auf. Der Prozess kann das Signal abfangen und merken,
dass er sich beenden soll. Er hat dann Gelegenheit Logdateien
zu schließen und die Aktion, die er vor der Aufforderung
sich zu beenden durchführte, abzuschließen. Er kann
sogar SIGTERM ignorieren, wenn er eine Aktion
durchführt, die nicht unterbrochen werden darf.SIGKILL kann von keinem Prozess ignoriert
werden. Das Signal lässt sich mit Mich interessiert
nicht, was du gerade machst, hör sofort auf damit!
umschreiben. Wenn Sie einem Prozess SIGKILL
schicken, dann wird FreeBSD diesen sofort beenden
Das stimmt nicht ganz: Es gibt Fälle, in denen ein Prozess
nicht unterbrochen werden kann. Wenn der Prozesss zum Beispiel
eine Datei von einem anderen Rechner auf dem Netzwerk liest und dieser
Rechner aus irgendwelchen Gründen nicht erreichbar ist
(ausgeschaltet, oder ein Netzwerkfehler), dann ist der Prozess
nicht zu unterbrechen. Wenn der Prozess den Lesezugriff
nach einem Timeout von typischerweise zwei Minuten aufgibt,
dann wir er beendet..Andere Signale, die Sie vielleicht verschicken wollen, sind
SIGHUP, SIGUSR1 und
SIGUSR2. Diese Signale sind für allgemeine
Zwecke vorgesehen und verschiedene Anwendungen werden unterschiedlich
auf diese Signale reagieren.Nehmen wir an, Sie haben die Konfiguration Ihres Webservers
verändert und möchten dies dem Server mitteilen. Sie
könnten den Server natürlich stoppen und
httpd wieder starten. Die Folge wäre eine
kurze Zeit, in der der Server nicht erreichbar ist. Die meisten
Dämonen lesen Ihre Konfigurationsdatei beim Empfang eines
SIGHUP neu ein. Da es keinen Standard gibt, der
vorschreibt, wie auf diese Signale zu reagieren ist, lesen
Sie bitte die Dokumentation zu dem in Frage kommenden Dämon.Mit &man.kill.1; können Sie, wie unten gezeigt, Signale
verschicken.Verschicken von SignalenDas folgende Beispiel zeigt, wie Sie &man.inetd.8; ein
Signal schicken. Die Konfigurationsdatei von
inetd ist /etc/inetd.conf.
Diese Konfigurationsdatei liest inetd ein,
wenn er ein SIGHUP empfängt.Suchen Sie die Prozess-ID des Prozesses, dem Sie ein Signal
schicken wollen. Benutzen Sie dazu &man.ps.1; und &man.grep.1;.
Mit &man.grep.1; können Sie in einer Ausgabe nach einem
String suchen. Da &man.inetd.8; unter dem Benutzer
root läuft und Sie das Kommando als
normaler Benutzer absetzen, müssen Sie &man.ps.1; mit
aufrufen:&prompt.user; ps -ax | grep inetd
198 ?? IWs 0:00.00 inetd -wWDie Prozess-ID von &man.inetd.8; ist 198. In einigen
Fällen werden Sie auch das grep inetd
Kommando in der Ausgabe sehen. Dies hat damit zu tun, wie
&man.ps.1; die Liste der laufenden Prozesse untersucht.Senden Sie das Signal mit &man.kill.1;. Da &man.inetd.8;
unter dem Benutzer root läuft, müssen
Sie zuerst mit &man.su.1; root werden:&prompt.user; suPassword:
&prompt.root; /bin/kill -s HUP 198&man.kill.1; wird, wie andere Kommandos von &unix; Systemen auch, keine Ausgabe
erzeugen, wenn das Kommando erfolgreich war. Wenn Sie versuchen,
einem Prozess, der nicht Ihnen gehört, ein Signal zu
senden, dann werden Sie die Meldung
kill: PID: Operation not
permitted sehen. Wenn Sie sich bei der Eingabe der
PID vertippen, werden Sie das Signal dem falschen Prozess
schicken, was schlecht sein kann. Wenn Sie Glück haben,
existiert der Prozess nicht und Sie werden mit der Ausgabe
kill: PID: No such
process belohnt.Warum soll ich /bin/kill benutzen?Viele Shells stellen kill als internes
Kommando zur Verfügung, das heißt die Shell sendet
das Signal direkt, anstatt /bin/kill
zu starten. Das kann nützlich sein, aber die
unterschiedlichen Shells benutzen eine verschiedene Syntax,
um die Namen der Signale anzugeben. Anstatt jede Syntax zu
lernen, kann es einfacher sein, /bin/kill
... direkt aufzurufen.Andere Signale senden Sie auf die gleiche Weise, ersetzen
Sie nur TERM oder KILL
entsprechend.Es kann gravierende Auswirkungen haben, wenn Sie zufällig
Prozesse beenden. Insbesondere &man.init.8; mit der Prozess-ID
ist ein Spezialfall. Mit /bin/kill -s KILL 1
können Sie Ihr System schnell herunterfahren.
Überprüfen Sie die Argumente von &man.kill.1;
immer zweimal bevor
Sie Return drücken.ShellsShellsKommandozeileVon der tagtäglichen Arbeit mit FreeBSD wird eine Menge
mit der Kommandozeilen Schnittstelle der Shell erledigt. Die
Hauptaufgabe einer Shell besteht darin, Kommandos der Eingabe
anzunehmen und diese auszuführen. Viele Shells haben
außerdem eingebaute Funktionen, die die tägliche
Arbeit erleichtern, beispielsweise eine Dateiverwaltung,
die Vervollständigung von Dateinamen (Globbing), einen
Kommandozeileneditor, sowie Makros und Umgebungsvariablen. FreeBSD
enthält die Shells sh (die Bourne Shell) und
tcsh (die verbesserte C-Shell) im Basissystem.
Viele andere Shells, wie zsh oder
bash, befinden sich in der Ports-Sammlung.Welche Shell soll ich benutzen? Das ist wirklich eine
Geschmacksfrage. Sind Sie ein C-Programmierer, finden Sie
vielleicht eine C-artige Shell wie die tcsh
angenehmer. Kommen Sie von Linux oder ist Ihnen der Umgang mit &unix; Systemen
neu, so könnten Sie die bash probieren.
Der Punkt ist, dass
jede Shell ihre speziellen Eigenschaften hat, die mit Ihrer
bevorzugten Arbeitsumgebung harmonieren können oder nicht.
Sie müssen sich eine Shell aussuchen.Ein verbreitetes Merkmal in Shells ist die
Dateinamen-Vervollständigung. Sie müssen nur einige
Buchstaben eines Kommandos oder eines Dateinamen eingeben und
die Shell vervollständigt den Rest automatisch durch
drücken der Tab-Taste. Hier ist ein Beispiel.
Angenommen, Sie
haben zwei Dateien foobar und
foo.bar. Die Datei
foo.bar möchten Sie löschen. Nun
würden Sie an der Tastatur eingeben:
rm fo[Tab].
[Tab].Die Shell würde dann rm
foo[BEEP].bar ausgeben.[BEEP] meint den Rechner-Piepser. Diesen gibt die Shell
aus, um anzuzeigen, dass es den Dateinamen nicht
vervollständigen konnte, da es mehrere Möglichkeiten
gibt. Beide Dateien foobar und
foo.bar beginnen mit fo,
so konnte nur bis foo ergänzt werden.
Nachdem Sie . eingaben und dann die
Tab-Taste
drückten, konnte die Shell den Rest für Sie
ausfüllen.UmgebungsvariablenEin weiteres Merkmal der Shell ist der Gebrauch von
Umgebungsvariablen. Dies sind veränderbare Schlüsselpaare
im Umgebungsraum der Shell, die jedes von der Shell aufgerufene
Programm lesen kann. Daher enthält der Umgebungsraum viele
Konfigurationsdaten für Programme. Die folgende Liste zeigt
verbreitete Umgebungsvariablen und was sie bedeuten:UmgebungsvariablenVariableBeschreibungUSERName des angemeldeten Benutzers.PATHListe mit Verzeichnissen (getrennt durch Doppelpunkt)
zum Suchen nach Programmen.DISPLAYDer Name des X11-Bildschirms, auf dem
Ausgaben erfolgen sollen.SHELLDie aktuelle Shell.TERMName des Terminaltyps des Benutzers. Benutzt, um die
Fähigkeiten des Terminals zu bestimmen.TERMCAPDatenbankeintrag der Terminal Escape Codes,
benötigt um verschieden Terminalfunktionen
auszuführen.OSTYPETyp des Betriebsystems, beispielsweise FreeBSD.MACHTYPEDie CPU Architektur auf dem das System
läuft.EDITORVom Benutzer bevorzugter Text-Editor.PAGERVom Benutzer bevorzugter Text-Betrachter.MANPATHListe mit Verzeichnissen (getrennt durch Doppelpunkt)
zum Suchen nach Manualpages.ShellsBourne ShellDas Setzen von Umgebungsvariablen funktioniert
von Shell zu Shell unterschiedlich. Zum Beispiel benutzt man
in C-artigen Shells wie der tcsh dazu
setenv. Unter Bourne-Shells wie sh
oder bash benutzen Sie zum Setzen von
Umgebungsvariablen export. Um
beispielsweise die Variable EDITOR mit
csh oder tcsh auf
/usr/local/bin/emacs zu setzen, setzen Sie das
folgende Kommando ab:&prompt.user; setenv EDITOR /usr/local/bin/emacsUnter Bourne-Shells:&prompt.user; export EDITOR="/usr/local/bin/emacs"Sie können die meisten Shells Umgebungsvariablen
expandieren lassen, in dem Sie in der Kommandozeile ein
$ davor eingeben. Zum Beispiel gibt
echo $TERM aus, worauf $TERM
gesetzt ist, weil die Shell $TERM expandiert
und das Ergebnis an echo gibt.Shells behandeln viele Spezialzeichen, so genannte
Metazeichen, als besondere Darstellungen für Daten.
Das allgemeinste ist das Zeichen *, das eine
beliebige Anzahl Zeichen in einem Dateinamen repräsentiert.
Diese Metazeichen können zum Vervollständigen von
Dateinamen (Globbing) benutzt werden. Beispielsweise liefert
das Kommando echo * nahezu das gleiche
wie die Eingabe von ls, da die Shell alle
Dateinamen die mit * übereinstimmen, an
echo weitergibt.Um zu verhindern, dass die Shell diese Sonderzeichen
interpretiert, kann man sie schützen, indem man ihnen einen
Backslash (\) voranstellt. echo
$TERM gibt aus, auf was auch immer Ihr Terminal
gesetzt ist. echo \$TERM gibt
$TERM genauso aus, wie es hier steht.Ändern der ShellDer einfachste Weg Ihre Shell zu ändern, ist das
Kommando chsh zu benutzen.
chsh platziert Sie im Editor, welcher durch
Ihre Umgebungsvariable EDITOR gesetzt ist,
im vi wenn die Variable nicht gesetzt ist.
Ändern Sie die Zeile mit Shell:
entsprechend Ihren Wünschen.Sie können auch chsh mit der Option
aufrufen, dann wird Ihre Shell gesetzt,
ohne dass Sie in einen Editor gelangen. Um Ihre Shell
zum Beispiel auf die bash zu ändern,
geben Sie das folgende Kommando ein:&prompt.user; chsh -s /usr/local/bin/bashDie von Ihnen gewünschte Shell
muss in /etc/shells
aufgeführt sein. Haben Sie eine Shell aus der
Ports-Sammlung installiert,
sollte das schon automatisch erledigt werden. Installierten
Sie die Shell von Hand, so müssen Sie sie dort
eintragen.Haben Sie beispielsweise die bash nach
/usr/local/bin installiert, geben Sie
Folgendes ein:&prompt.root; echo "/usr/local/bin/bash" >> /etc/shellsDanach können Sie chsh aufrufen.Text-EditorenText EditorenEditorenEine großer Teil der Konfiguration wird bei FreeBSD durch
das Editieren von Textdateien erledigt. Deshalb ist es eine
gute Idee, mit einem Texteditor vertraut zu werden. FreeBSD hat
ein paar davon im Basissystem und sehr viel mehr in der
Ports-Sammlung.eeText EditoreneeDer am leichtesten und einfachsten zu erlernende Editor nennt
sich ee, was für
easy editor steht.
Um ee zu starten, gibt man in der
Kommandozeile ee filename ein, wobei
filename den Namen der zu editierenden
Datei darstellt. Um zum Beispiel /etc/rc.conf
zu editieren, tippen Sie ee /etc/rc.conf ein.
Einmal im Editor, finden Sie alle Editor-Funktionen oben im
Display aufgelistet. Das Einschaltungszeichen
^ steht für die Ctrl (oder
Strg) Taste, mit ^e ist also die
Tastenkombination Ctrle
gemeint. Um ee zu verlassen, drücken
Sie Esc und wählen dann aus. Der Editor fragt nach, ob Sie speichern
möchten, wenn die Datei verändert wurde.viText EditorenviemacsText EditorenemacsFreeBSD verfügt über leistungsfähigere
Editoren wie vi als Teil des
Basissystems, andere Editoren wie emacs
oder vim sind Teil der Ports-Sammlung.
Diese Editoren bieten höhere Funktionalität und
Leistungsfähigkeit, jedoch auf Kosten einer etwas
schwierigeren Erlernbarkeit. Wenn Sie viele Textdateien
editieren, sparen Sie auf lange Sicht mehr Zeit durch das Erlernen
von Editoren wie vim oder
emacs ein.Geräte und GerätedateienDer Begriff Gerät wird meist in Verbindung mit Hardware
wie Laufwerken, Druckern, Grafikkarten oder Tastaturen gebraucht.
Der Großteil der Meldungen, die beim Booten von FreeBSD angezeigt
werden, beziehen sich auf gefundene Geräte. Sie können sich
die Bootmeldungen später in /var/run/dmesg.boot
ansehen.Gerätenamen, die Sie wahrscheinlich in den Bootmeldungen sehen
werden, sind zum Beispiel acd0, das erste
IDE CD-ROM oder kbd0, die Tastatur.Auf die meisten Geräte wird unter &unix; Systemen über spezielle
Gerätedateien im /dev Verzeichnis
zugegriffen.Anlegen von GerätedateienWenn sie ein neues Gerät zu Ihrem System hinzufügen,
oder die Unterstützung für zusätzliche Geräte
kompilieren, müssen ein oder mehrere Gerätedateien
erstellt werden.DEVFS (Gerätedateisystem)Das Gerätedateisystem DEVFS
ermöglicht durch den
Namensraum des Dateisystems Zugriff auf den Namensraum der
Geräte im Kernel. Damit müssen Gerätedateien
nicht mehr extra angelegt werden, sondern werden von
DEVFS verwaltet.Weitere Informationen finden Sie in &man.devfs.5;.BinärformateUm zu verstehen, warum &os; das Format
&man.elf.5; benutzt, müssen Sie
zunächst etwas über die drei gegenwärtig
dominanten ausführbaren Formate
für &unix; Systeme wissen:&man.a.out.5;Das älteste und klassische
Objektformat von &unix; Systemen. Es benutzt einen kurzen,
kompakten Header mit einer magischen Nummer am Anfang, die oft
benutzt wird, um das Format zu charakterisieren
(weitere Details finden Sie unter &man.a.out.5;). Es
enthält drei geladene Segmente: .text, .data und
.bss, sowie eine Symboltabelle und eine
Stringtabelle.COFFDas Objektformat von SVR3. Der Header
enthält nun eine Sectiontable. Man kann
also mit mehr als nur den Sections .text, .data und .bss
arbeiten.&man.elf.5;Der Nachfolger von COFF.
Kennzeichnend sind mehrere Sections und mögliche
32-Bit- oder 64-Bit-Werte. Ein wesentlicher Nachteil:
ELF wurde auch unter der Annahme
entworfen, dass es nur eine ABI (Application
Binary Interface) pro Systemarchitektur geben wird.
Tatsächlich ist diese Annahme falsch – nicht
einmal für die kommerzielle SYSV-Welt (in der es
mindestens drei ABIs gibt: SVR4, Solaris, SCO) trifft
sie zu.FreeBSD versucht, dieses Problem zu umgehen, indem
ein Werkzeug bereitgestellt wird, um ausführbare
Dateien im ELF-Format mit
Informationen über die ABI zu versehen, zu der
sie passen. Weitere Informationen finden Sie in der
Manualpage &man.brandelf.1;.FreeBSD kommt aus dem klassischen Lager
und verwendete traditionell das Format &man.a.out.5;, eine
Technik, die bereits über viele BSD-Releases
hinweg eingesetzt und geprüft worden ist. Obwohl es
bereits seit einiger Zeit möglich war, auf einem
FreeBSD-System auch Binaries (und Kernel) im
ELF-Format zu erstellen und
auszuführen, widersetzte FreeBSD sich anfangs dem
Druck, auf ELF als
Standardformat umzusteigen. Warum? Nun, als das
Linux-Lager die schmerzhafte Umstellung auf
ELF durchführte, ging es nicht so
sehr darum, dem ausführbaren Format
a.out zu entkommen, als dem
unflexiblen, auf Sprungtabellen basierten Mechanismus
für Shared-Libraries der die Konstruktion von
Shared-Libraries für Hersteller und Entwickler
gleichermaßen sehr kompliziert machte. Da die
verfügbaren ELF-Werkzeuge eine
Lösung für das Problem mit den Shared-Libraries
anboten und ohnehin generell als ein Schritt
vorwärts angesehen wurden, wurde der Aufwand
für die Umstellung als notwendig akzeptiert und die
Umstellung wurde durchgeführt. Unter FreeBSD ist der
Mechanismus von Shared-Libraries enger an den Stil des
Shared-Library-Mechanismus von Suns &sunos;
angelehnt und von daher sehr einfach zu verwenden.Ja, aber warum gibt es so viele unterschiedliche Formate?In alter, grauer Vorzeit gab es simple Hardware.
Diese simple Hardware unterstützte ein einfaches,
kleines System. a.out war absolut passend
für die Aufgabe, Binaries auf diesem simplen System (eine PDP-11)
darzustellen. Als &unix; von diesem simplen System portiert
wurde, wurde auch das a.out-Format beibehalten,
weil es für die frühen Portierungen auf Architekturen
wie den Motorola 68000 und VAX ausreichte.Dann dachte sich ein schlauer Hardware-Ingenieur,
dass, wenn er Software zwingen könnte, einige
Tricks anzustellen, es ihm möglich wäre, ein
paar Gatter im Design zu sparen, und seinen CPU-Kern
schneller zu machen. Obgleich es dazu gebracht wurde, mit
dieser neuen Art von Hardware (heute als RISC
bekannt) zu arbeiten, war a.out für
diese Hardware schlecht geeignet. Deshalb wurden viele neue
Formate entwickelt, um eine bessere Leistung auf dieser
Hardware zu erreichen, als mit dem begrenzten, simplen
a.out-Format. Dinge wie
COFF, ECOFF und
einige andere obskure wurden erdacht und ihre Grenzen
untersucht, bevor die Dinge sich in Richtung
ELF entwickelten.Hinzu kam, dass die Größe von
Programmen gewaltig wurde und Festplatten sowie
physikalischer Speicher immer noch relativ klein waren.
Also wurde das Konzept von Shared-Libraries geboren. Das
VM-System wurde auch immer fortgeschrittener. Obwohl bei
jedem dieser Fortschritte das
a.out-Format benutzt worden ist,
wurde sein Nutzen mit jedem neuen Merkmal mehr und mehr
gedehnt. Zusätzlich wollte man Dinge dynamisch zur
Ausführungszeit laden, oder Teile ihres Programms
nach der Initialisierung wegwerfen, um Hauptspeicher
oder Swap-Speicher zu sparen. Programmiersprachen
wurden immer fortschrittlicher und man wollte, dass
Code automatisch vor der main-Funktion aufgerufen wird.
Das a.out-Format wurde oft
überarbeitet, um alle diese Dinge zu ermöglichen
und sie funktionierten auch für einige Zeit.
a.out konnte diese Probleme nicht
ohne ein ständiges Ansteigen eines Overheads im Code
und in der Komplexität handhaben. Obwohl
ELF viele dieser Probleme löste,
wäre es sehr aufwändig, ein System umzustellen, das
im Grunde genommen funktionierte. Also musste
ELF warten, bis es aufwändiger war, bei
a.out zu bleiben, als zu
ELF überzugehen.Im Laufe der Zeit haben sich die Erstellungswerkzeuge,
von denen FreeBSD seine Erstellungswerkzeuge abgeleitet
hat (speziell der Assembler und der Loader), in zwei
parallele Zweige entwickelt. Im FreeBSD-Zweig wurden
Shared-Libraries hinzugefügt und einige Fehler
behoben. Das GNU-Team, das diese Programme
ursprünglich geschrieben hat, hat sie umgeschrieben
und eine simplere Unterstützung zur Erstellung von
Cross-Compilern durch beliebiges Einschalten verschiedener
Formate usw. hinzugefügt. Viele Leute wollten
Cross-Compiler für FreeBSD erstellen, aber sie hatten
kein Glück, denn FreeBSD's ältere Sourcen
für as und ld
waren hierzu nicht geeignet. Die neuen
GNU-Werkzeuge (binutils) unterstützen
Cross-Compilierung, ELF, Shared-Libraries,
C++-Erweiterungen und mehr. Weiterhin geben viele
Hersteller ELF-Binaries heraus und es
ist gut, wenn FreeBSD sie ausführen kann.ELF ist ausdrucksfähiger als
a.out und gestattet eine bessere Erweiterbarkeit
des Basissystems. Die ELF-Werkzeuge werden
besser gewartet und bieten Unterstützung von
Cross-Compilierung, was für viele Leute wichtig ist.
ELF mag etwas langsamer sein, als
a.out, aber zu versuchen, das zu messen,
könnte schwierig werden. Es gibt unzählige Details, in
denen sich die beiden Formate unterscheiden, wie sie Pages
abbilden, Initialisierungscode handhaben usw. Keins davon
ist sehr wichtig, aber es sind Unterschiede. Irgendwann
wird die Unterstützung für Programme im
a.out-Format aus dem
GENERIC-Kernel entfernt werden.
Wenn es dann keinen oder kaum noch
Bedarf für die Unterstützung dieses Formates
gibt, werden die entsprechenden Routinen ganz entfernt
werden.Weitere InformationenManualpagesManualpagesDie umfassendste Dokumentation rund um FreeBSD gibt es in
Form von Manualpages. Annähernd jedes Programm im System
bringt eine kurze Referenzdokumentation mit, die die
grundsätzliche Funktion und verschiedene Parameter
erklärt. Diese Dokumentationen kann man mit dem
man Kommando benutzen. Die Benutzung des
man Kommandos ist einfach:&prompt.user; man KommandoKommando ist der Name des Kommandos,
über das Sie etwas erfahren wollen. Um beispielsweise
mehr über das Kommando ls zu lernen,
geben Sie ein:&prompt.user; man lsDie Online-Dokumentation ist in nummerierte Sektionen
unterteilt:Benutzerkommandos.Systemaufrufe und Fehlernummern.Funktionen der C Bibliothek.Gerätetreiber.Dateiformate.Spiele und andere Unterhaltung.Verschiedene Informationen.Systemverwaltung und -Kommandos.Kernel Entwickler.In einigen Fällen kann dasselbe Thema in mehreren
Sektionen auftauchen. Es gibt zum Beispiel ein chmod
Benutzerkommando und einen chmod()
Systemaufruf. In diesem Fall können Sie dem
man Kommando
sagen, aus welcher Sektion Sie die Information erhalten
möchten, indem Sie die Sektion mit angeben:&prompt.user; man 1 chmodDies wird Ihnen die Manualpage für das Benutzerkommando
chmod zeigen. Verweise auf eine Sektion
der Manualpages werden traditionell in Klammern
gesetzt. So bezieht sich &man.chmod.1; auf das
Benutzerkommando chmod und mit
&man.chmod.2; ist der Systemaufruf gemeint.Das ist nett, wenn Sie den Namen eines Kommandos wissen,
und lediglich wissen wollen, wie es zu benutzen ist. Aber was
tun Sie, wenn Sie Sich nicht an den Namen des Kommandos
erinnern können? Sie können mit man
nach Schlüsselbegriffen in den
Kommandobeschreibungen zu suchen, indem Sie den Parameter
benutzen:&prompt.user; man -k mailMit diesem Kommando bekommen Sie eine Liste der
Kommandos, deren Beschreibung das Schlüsselwort
mail enthält. Diese Funktionalität
erhalten Sie auch, wenn Sie das Kommando apropos
benutzen.Nun, Sie schauen Sich alle die geheimnisvollen Kommandos
in /usr/bin an, haben aber nicht den
blassesten Schimmer, wozu die meisten davon gut sind? Dann
rufen Sie doch einfach das folgende Kommando auf:&prompt.user; cd /usr/bin
&prompt.user; man -f *Dasselbe erreichen Sie durch Eingabe von:&prompt.user; cd /usr/bin
&prompt.user; whatis *GNU Info DateienFreeBSD enthält viele Anwendungen und Utilities
der Free Software Foundation (FSF). Zusätzlich zu den
Manualpages bringen diese Programme ausführlichere
Hypertext-Dokumente (info genannt) mit,
welche man sich mit dem Kommando info
ansehen kann. Wenn Sie emacs
installiert haben, können Sie auch dessen info-Modus
benutzen.Um das Kommando &man.info.1; zu benutzen, geben Sie
einfach ein:&prompt.user; infoEine kurze Einführung gibt es mit
h; eine Befehlsreferenz erhalten Sie durch
Eingabe von: ?.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
index 28a6a670e7..9c3eadc463 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/disks/chapter.sgml
@@ -1,4638 +1,4635 @@
BerndWarkenÜbersetzt von MartinHeinenSpeichermedienÜbersichtDieses Kapitel behandelt die Benutzung von Laufwerken unter
FreeBSD. Laufwerke können speichergestützte Laufwerke,
Netzwerklaufwerke oder normale SCSI/IDE-Geräte sein.Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Folgendes
wissen:Die Begriffe, die FreeBSD verwendet, um die
Organisation der Daten auf einem physikalischen Laufwerk
zu beschreiben (Partitionen und Slices).Wie Sie ein weiteres Laufwerk zu Ihrem System
hinzufügen.Wie virtuelle Dateisysteme, zum Beispiel RAM-Disks,
eingerichtet werden.Wie Sie mit Quotas die Benutzung von Laufwerken
einschränken können.Wie Sie Partitionen verschlüsseln, um Ihre Daten
zu schützen.Wie unter FreeBSD CDs und DVDs gebrannt werden.Sie werden die Speichermedien, die Sie für
Backups einsetzen können, kennen.Wie Sie die unter FreeBSD erhältlichen Backup
Programme benutzen.Wie Sie ein Backup mit Disketten erstellen.Was Dateisystem-Schnappschüsse sind und wie sie
eingesetzt werden.Bevor Sie dieses Kapitel lesen,sollten Sie einen einen &os;-Kernel installieren
können ().GerätenamenDie folgende Tabelle zeigt die von FreeBSD unterstützten
Speichergeräte und deren Gerätenamen.
Namenskonventionen von physikalischen LaufwerkenLaufwerkstypGerätenameIDE-FestplattenadIDE-CD-ROM LaufwerkeacdSCSI-Festplatten und USB-SpeichermediendaSCSI-CD-ROM LaufwerkecdVerschiedene proprietäre CD-ROM-Laufwerkemcd Mitsumi CD-ROM und
scd Sony CD-ROMDiskettenlaufwerkefdSCSI-BandlaufwerkesaIDE-BandlaufwerkeastFlash-Laufwerkefla für &diskonchip;
Flash-DeviceRAID-Laufwerkeaacd für &adaptec; AdvancedRAID,
mlxd und mlyd
für &mylex;,
amrd für AMI &megaraid;,
idad für Compaq Smart RAID,
twed für &tm.3ware; RAID.
DavidO'BrianIm Original von Hinzufügen von LaufwerkenLaufwerkehinzufügenAngenommen, Sie wollen ein neues SCSI-Laufwerk zu einer Maschine
hinzufügen, die momentan nur ein Laufwerk hat. Dazu schalten
Sie zuerst den Rechner aus und installieren das Laufwerk entsprechend
der Anleitungen Ihres Rechners, Ihres Controllers und Laufwerk
Herstellers. Den genauen Ablauf können wir wegen der
großen Abweichungen leider nicht beschreiben.Nachdem Sie das Laufwerk installiert haben, melden Sie sich als
Benutzer root an und kontrollieren Sie
/var/run/dmesg.boot, um sicherzustellen,
dass das neue Laufwerk gefunden wurde. Das neue Laufwerk
wird, um das Beispiel fortzuführen, da1
heißen und soll unter /1 angehangen
werden. Fügen Sie eine IDE-Platte hinzu, wird diese den
Namen ad1 erhalten.sPartitionenSlicesfdiskDa FreeBSD auf IBM-PC kompatiblen Rechnern läuft, muss
es die PC BIOS-Partitionen, die verschieden von den traditionellen
BSD-Partitionen sind, berücksichtigen. Eine PC Platte kann
bis zu vier BIOS-Partitionen enthalten. Wenn die Platte
ausschließlich für FreeBSD verwendet wird, können
Sie den dedicated Modus benutzen, ansonsten
muss FreeBSD in eine der BIOS-Partitionen installiert werden.
In FreeBSD heißen die PC BIOS-Partitionen
Slices, um sie nicht mit den traditionellen
BSD-Partitionen zu verwechseln. Sie können auch Slices auf
einer Platte verwenden, die ausschließlich von FreeBSD
benutzt wird, sich aber in einem Rechner befindet, der noch ein
anderes Betriebssystem installiert hat. Dadurch stellen Sie sicher,
dass Sie fdisk des anderen Betriebssystems noch
benutzen können.Im Fall von Slices wird die Platte als
/dev/da1s1e hinzugefügt. Das heißt:
SCSI-Platte, Einheit 1 (die zweite SCSI-Platte), Slice 1
(PC BIOS-Partition 1) und die e BSD-Partition.
Wird die Platte ausschließlich für FreeBSD verwendet
(dangerously dedicated), wird sie einfach als
/dev/da1e hinzugefügt.Da &man.bsdlabel.8; zum Speichern von Sektoren 32-Bit
Integer verwendet, ist das Werkzeug in den meisten Fällen
auf 2^32-1 Sektoren pro Laufwerk oder 2 TB
beschränkt. In &man.fdisk.8; darf der Startsektor
nicht größer als 2^32-1 sein und Partitionen
sind auf eine Länge von 2^32-1 beschränkt.
In den meisten Fällen beschränkt dies die
Größe einer Partition auf 2 TB
und die maximale Größe eines Laufwerks
auf 4 TB. Das &man.sunlabel.8;-Format ist
mit 2^32-1 Sektoren pro Partition und 8 Partitionen
auf 16 TB beschränkt. Mit größeren
Laufwerken können &man.gpt.8;-Partitionen benutzt
werden.Verwenden von &man.sysinstall.8;sysinstallhinzufügen von LaufwerkensuDas sysinstall MenüUm ein Laufwerk zu partitionieren und zu labeln, kann das
menügestützte sysinstall
benutzt werden. Dazu melden Sie sich als root
an oder benutzen su, um
root zu werden. Starten Sie
sysinstall und wählen das
Configure Menü, wählen Sie dort
den Punkt Fdisk aus.Partitionieren mit fdiskInnerhalb von fdisk geben Sie
A ein, um die ganze Platte für
FreeBSD zu benutzen. Beantworten Sie die Frage remain
cooperative with any future possible operating systems mit
YES. W schreibt die
Änderung auf die Platte, danach können Sie
fdisk mit q
verlassen. Da Sie eine Platte zu einem schon laufenden System
hinzugefügt haben, beantworten Sie die Frage nach dem
Master Boot Record mit None.Disk-Label-EditorBSD PartitionenAls nächstes müssen Sie
sysinstall verlassen und es erneut
starten. Folgen Sie dazu bitte den Anweisungen von oben, aber
wählen Sie dieses Mal die Option Label,
um in den Disk Label Editor zu gelangen.
Hier werden die traditionellen BSD-Partitionen erstellt.
Ein Laufwerk kann acht Partitionen, die mit den Buchstaben
a-h gekennzeichnet werden,
besitzen. Einige Partitionen sind für spezielle Zwecke
reserviert. Die a Partition ist für die
Root-Partition (/) reserviert. Deshalb
sollte nur das Laufwerk, von dem gebootet wird, eine
a Partition besitzen. Die b
Partition wird für Swap-Partitionen benutzt, wobei Sie
diese auf mehreren Platten benutzen dürfen.
Im dangerously dedicated Modus spricht
die c Partition die gesamte Platte an,
werden Slices verwendet, wird damit die ganze Slice angesprochen.
Die anderen Partitionen sind für allgemeine Zwecke
verwendbar.Der Label Editor von sysinstall
bevorzugt die e
Partition für Partitionen, die weder Root-Partitionen noch
Swap-Partitionen sind. Im Label
Editor können Sie ein einzelnes Dateisystem
mit C erstellen. Wählen Sie
FS, wenn Sie gefragt werden, ob Sie ein
FS (Dateisystem) oder Swap erstellen wollen, und geben Sie einen
Mountpoint z.B. /mnt an. Wenn Sie nach einer
FreeBSD-Installation ein Dateisystem mit
sysinstall erzeugen,
so werden die Einträge in /etc/fstab
nicht erzeugt, so dass die Angabe des Mountpoints nicht
wichtig ist.Sie können nun das Label auf das Laufwerk schreiben und
das Dateisystem erstellen, indem Sie W
drücken. Ignorieren Sie die Meldung von
sysinstall, dass die neue Partition
nicht angehangen werden konnte, und verlassen Sie den Label Editor
sowie sysinstall.EndeIm letzten Schritt fügen Sie noch in
/etc/fstab den Eintrag für das neue
Laufwerk ein.Die KommandozeileAnlegen von SlicesMit der folgenden Vorgehensweise wird eine Platte mit
anderen Betriebssystemen, die vielleicht auf Ihrem Rechner
installiert sind, zusammenarbeiten und nicht das
fdisk Programm anderer Betriebssysteme
stören. Bitte benutzen
Sie den dedicated Modus nur dann, wenn
Sie dazu einen guten Grund haben!&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 bs=1k count=1
&prompt.root; fdisk -BI da1 # Initialisieren der neuen Platte
-&prompt.root; bsdlabel -B -w -r da1s1 auto #Labeln.
+&prompt.root; bsdlabel -B -w da1s1 auto #Labeln.
&prompt.root; bsdlabel -e da1s1 # Editieren des Disklabels und Hinzufügen von Partitionen
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; newfs /dev/da1s1e # Wiederholen Sie diesen Schritt für jede Partition
&prompt.root; mount /dev/da1s1e /1 # Anhängen der Partitionen
&prompt.root; vi /etc/fstab # Ändern Sie /etc/fstab entsprechendWenn Sie ein IDE-Laufwerk besitzen, ändern Sie
da in ad.DedicatedOS/2Wenn das neue Laufwerk nicht von anderen Betriebssystemen
benutzt werden soll, können Sie es im
dedicated Modus betreiben. Beachten Sie bitte,
dass Microsoft-Betriebssysteme mit diesem Modus eventuell nicht
zurechtkommen, aber es entsteht kein Schaden am Laufwerk. Im
Gegensatz dazu wird IBMs &os2; versuchen, jede ihm nicht bekannte
Partition zu reparieren.&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 bs=1k count=1
-&prompt.root; bsdlabel -Brw da1 auto
+&prompt.root; bsdlabel -Bw da1 auto
&prompt.root; bsdlabel -e da1 # Erstellen der `e' Partition
&prompt.root; newfs -d0 /dev/da1e
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; vi /etc/fstab # /dev/da1e hinzufügen
&prompt.root; mount /1Eine alternative Methode:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/da1 count=2
-&prompt.root; bsdlabel /dev/da1 | bsdlabel -BrR da1 /dev/stdin
+&prompt.root; bsdlabel /dev/da1 | bsdlabel -BR da1 /dev/stdin
&prompt.root; newfs /dev/da1e
&prompt.root; mkdir -p /1
&prompt.root; vi /etc/fstab # /dev/da1e hinzufügen
&prompt.root; mount /1RAIDSoftware-RAIDChristopherShumwayOriginal von JimBrownÜberarbeitet von Concatenated-Disk (CCD) konfigurierenRAIDSoftwareRAIDCCDDie wichtigsten Faktoren bei der Auswahl von Massenspeichern
sind Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Preis.
Selten findet sich eine ausgewogene Mischung aller drei Faktoren.
Schnelle und zuverlässige Massenspeicher sind für
gewöhnlich teuer. Um die Kosten zu senken, muss
entweder an der Geschwindigkeit oder an der Zuverlässigkeit
gespart werden.Das unten beschriebene System sollte vor allem
preiswert sein. Der nächst wichtige Faktor war
die Geschwindigkeit gefolgt von der Zuverlässigkeit.
Die Geschwindigkeit war nicht so wichtig, da über
das Netzwerk auf das System zugegriffen wird. Da alle
Daten schon auf CD-Rs gesichert sind, war die
Zuverlässigkeit, obwohl wichtig, ebenfalls nicht
von entscheidender Bedeutung.Die Bewertung der einzelnen Faktoren ist der erste
Schritt bei der Auswahl von Massenspeichern. Wenn Sie
vor allem ein schnelles und zuverlässiges Medium
benötigen und der Preis nicht wichtig ist, werden
Sie ein anderes System als das hier beschriebene
zusammenstellen.Installation der HardwareNeben der IDE-Systemplatte besteht das System
aus drei Western Digital IDE-Festplatten mit
5400 RPM und einer Kapazität von je
30 GB. Insgesamt stehen also 90 GB
Speicherplatz zur Verfügung. Im Idealfall sollte
jede Festplatte an einen eigenen Controller angeschlossen
werden. Um Kosten zu sparen, wurde bei diesem System
darauf verzichtet und an jeden IDE-Controller eine
Master- und eine Slave-Platte angeschlossen.Beim Reboot wurde das BIOS so konfiguriert, dass es
die angeschlossenen Platten automatisch erkennt und FreeBSD
erkannte die Platten ebenfalls:ad0: 19574MB <WDC WD205BA> [39770/16/63] at ata0-master UDMA33
ad1: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata0-slave UDMA33
ad2: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata1-master UDMA33
ad3: 29333MB <WDC WD307AA> [59598/16/63] at ata1-slave UDMA33Wenn FreeBSD die Platten nicht erkennt,
überprüfen Sie, ob die Jumper korrekt
konfiguriert sind. Die meisten IDE-Festplatten
verfügen über einen
Cable Select-Jumper. Die Master-
und Slave-Platten werden mit einem anderen
Jumper konfiguriert. Bestimmen Sie den richtigen
Jumper mithilfe der Dokumentation Ihrer
Festplatte.Als nächstes sollten Sie überlegen,
auf welche Art der Speicher zur Verfügung
gestellt werden soll. Schauen Sie sich dazu
&man.vinum.8; ()
und &man.ccd.4; an. Im hier beschriebenen
System wird &man.ccd.4; eingesetzt.Konfiguration von CCDMit &man.ccd.4; können mehrere
gleiche Platten zu einem logischen Dateisystem
zusammengefasst werden. Um &man.ccd.4;
zu benutzen, muss der Kernel mit der entsprechenden
Unterstützung übersetzt werden.
Ergänzen Sie die Kernelkonfiguration um die
nachstehende Zeile. Anschließend müssen
Sie den Kernel neu übersetzen und installieren.pseudo-device ccdAlternativ kann &man.ccd.4; auch als
Kernelmodul geladen werden.Um &man.ccd.4; zu benutzen, müssen
die Laufwerke zuerst mit einem Label versehen werden.
Die Label werden mit &man.bsdlabel.8; erstellt:
- bsdlabel -r -w ad1 auto
-bsdlabel -r -w ad2 auto
-bsdlabel -r -w ad3 auto
+ bsdlabel -w ad1 auto
+bsdlabel -w ad2 auto
+bsdlabel -w ad3 autoDamit wurden die Label ad1c,
ad2c und ad3c
erstellt, die jeweils das gesamte Laufwerk umfassen.Im nächsten Schritt muss der Typ des Labels
geändert werden. Die Labels können Sie
mit &man.bsdlabel.8; editieren:bsdlabel -e ad1
bsdlabel -e ad2
bsdlabel -e ad3Für jedes Label startet dies den durch
EDITOR gegebenen Editor, typischerweise
&man.vi.1;.Ein unverändertes Label sieht zum Beispiel
wie folgt aus:8 partitions:
# size offset fstype [fsize bsize bps/cpg]
c: 60074784 0 unused 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)Erstellen Sie eine e-Partition
für &man.ccd.4;. Dazu können Sie normalerweise
die Zeile der c-Partition kopieren,
allerdings muss auf
4.2BSD gesetzt werden.
Das Ergebnis sollte wie folgt aussehen:8 partitions:
# size offset fstype [fsize bsize bps/cpg]
c: 60074784 0 unused 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)
e: 60074784 0 4.2BSD 0 0 0 # (Cyl. 0 - 59597)Erstellen des DateisystemsNachdem alle Platten ein Label haben, kann das
&man.ccd.4;-RAID aufgebaut werden. Dies geschieht
mit &man.ccdconfig.8;:ccdconfig ccd0 32 0 /dev/ad1e /dev/ad2e /dev/ad3eDie folgende Aufstellung erklärt die
verwendeten Kommandozeilenargumente:Das erste Argument gibt das zu konfigurierende
Gerät, hier /dev/ccd0c,
an. Die Angabe von /dev/ ist
dabei optional.Der Interleave für das Dateisystem. Der
Interleave definiert die Größe eines
Streifens in Blöcken, die normal 512 Bytes
groß sind. Ein Interleave von 32 ist
demnach 16384 Bytes groß.Weitere Argumente für &man.ccdconfig.8;.
Wenn Sie spiegeln wollen, können Sie das
hier angeben. Die gezeigte Konfiguration
verwendet keine Spiegel, sodass der Wert
0 angegeben ist.Das letzte Argument gibt die Geräte des
Plattenverbundes an. Benutzen Sie für jedes
Gerät den kompletten Pfadnamen.Nach Abschluß von &man.ccdconfig.8; ist der
Plattenverbund konfiguriert und es können Dateisysteme
auf dem Plattenverbund angelegt werden. Das Anlegen
von Dateisystemen wird in der Hilfeseite &man.newfs.8;
beschrieben. Für das Beispiel genügt
der folgende Befehl:newfs /dev/ccd0cAutomatisierungDamit &man.ccd.4; beim Start automatisch
aktiviert wird, ist die Datei /etc/ccd.conf
mit dem folgenden Kommando zu erstellen:ccdconfig -g > /etc/ccd.confWenn /etc/ccd.conf existiert, wird beim
Reboot ccdconfig -C von
/etc/rc aufgerufen. Damit wird
&man.ccd.4; eingerichtet und die darauf
befindlichen Dateisysteme können angehängt
werden.Wenn Sie in den Single-User Modus booten, müssen Sie
den Verbund erst konfigurieren, bevor Sie darauf befindliche
Dateisysteme anhängen können:ccdconfig -CIn /etc/fstab ist noch ein Eintrag
für das auf dem Verbund befindliche Dateisystem zu
erstellen, damit dieses beim Start des Systems immer
angehängt wird:/dev/ccd0c /media ufs rw 2 2Der Vinum-Volume-ManagerRAIDSoftwareRAIDVinumDer Vinum Volume Manager ist ein Block-Gerätetreiber,
der virtuelle Platten zur Verfügung stellt. Er trennt die
Verbindung zwischen der Festplatte und dem zugehörigen
Block-Gerät auf. Im Gegensatz zur konventionellen
Aufteilung einer Platte in Slices lassen sich dadurch Daten
flexibler, leistungsfähiger und zuverlässiger verwalten.
&man.vinum.8; stellt RAID-0, RAID-1 und RAID-5 sowohl einzeln wie
auch in Kombination zur Verfügung.Mehr Informationen über &man.vinum.8; erhalten Sie in
.Hardware-RAIDRAIDHardwareFreeBSD unterstützt eine Reihe von
RAID-Controllern. Diese Geräte
verwalten einen Plattenverbund; zusätzliche Software
wird nicht benötigt.Der Controller steuert mithilfe eines
BIOS auf der Karte die Plattenoperationen.
Wie ein RAID System eingerichtet wird,
sei kurz am Beispiel des Promise IDE
RAID-Controllers gezeigt. Nachdem
die Karte eingebaut ist und der Rechner neu gestartet wurde,
erscheint eine Eingabeaufforderung. Wenn Sie den Anweisungen
auf dem Bildschirm folgen, gelangen Sie in eine Maske, in der
Sie mit den vorhandenen Festplatten ein
RAID-System aufbauen können.
FreeBSD behandelt das RAID-System wie
eine einzelne Festplatte.Wiederherstellen eines ATA-RAID-1 VerbundsMit FreeBSD können Sie eine ausgefallene Platte in
einem RAID-Verbund während des Betriebs auswechseln,
vorausgesetzt Sie bemerken den Ausfall vor einem Neustart.Einen Ausfall erkennen Sie, wenn in der Datei
/var/log/messages oder in der
Ausgabe von &man.dmesg.8; Meldungen wie die folgenden
auftauchen:ad6 on monster1 suffered a hard error.
ad6: READ command timeout tag=0 serv=0 - resetting
ad6: trying fallback to PIO mode
ata3: resetting devices .. done
ad6: hard error reading fsbn 1116119 of 0-7 (ad6 bn 1116119; cn 1107 tn 4 sn 11)\\
status=59 error=40
ar0: WARNING - mirror lostÜberprüfen Sie den RAID-Verbund mit
&man.atacontrol.8;:&prompt.root; atacontrol list
ATA channel 0:
Master: no device present
Slave: acd0 <HL-DT-ST CD-ROM GCR-8520B/1.00> ATA/ATAPI rev 0
ATA channel 1:
Master: no device present
Slave: no device present
ATA channel 2:
Master: ad4 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device present
ATA channel 3:
Master: ad6 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device present
&prompt.root; atacontrol status ar0
ar0: ATA RAID1 subdisks: ad4 ad6 status: DEGRADEDDamit Sie die Platte ausbauen können, muss zuerst
der ATA-Channel der ausgefallenen Platte aus dem Verbund entfernt
werden:&prompt.root; atacontrol detach ata3Ersetzen Sie dann die Platte.Nun aktivieren Sie den ATA-Channel wieder:&prompt.root; atacontrol attach ata3
Master: ad6 <MAXTOR 6L080J4/A93.0500> ATA/ATAPI rev 5
Slave: no device presentNehmen Sie die neue Platte in den Verbund auf:&prompt.root; atacontrol addspare ar0 ad6Stellen Sie die Organisation des Verbunds wieder her:&prompt.root; atacontrol rebuild ar0Sie können den Fortschritt des Prozesses durch
folgende Befehle kontrollieren:&prompt.root; dmesg | tail -10
[output removed]
ad6: removed from configuration
ad6: deleted from ar0 disk1
ad6: inserted into ar0 disk1 as spare
&prompt.root; atacontrol status ar0
ar0: ATA RAID1 subdisks: ad4 ad6 status: REBUILDING 0% completedWarten Sie bis die Wiederherstellung beendet ist.MarcFonvieilleBeigetragen von USB SpeichermedienUSBSpeichermedienDer Universal Serial Bus (USB) wird heutzutage von
vielen externen Speichern benutzt: Festplatten,
USB-Thumbdrives oder CD-Brennern, die alle von
&os; unterstützt werden.USB-KonfigurationUSB-Massenspeicher werden vom Treiber &man.umass.4;
betrieben. Wenn Sie den GENERIC-Kernel
benutzen, brauchen Sie keine Anpassungen vorzunehmen.
Benutzen Sie einen angepassten Kernel, müssen die
nachstehenden Zeilen in der Kernelkonfigurationsdatei
enthalten sein:device scbus
device da
device pass
device uhci
device ohci
device usb
device umassDer Treiber &man.umass.4; greift über das
SCSI-Subsystem auf die USB-Geräte zu. Ihre
USB-Geräte werden daher vom System als SCSI-Geräte
erkannt. Abhängig vom Chipsatz Ihrer Systemplatine
benötigen Sie in der Kernelkonfiguration entweder
die Option device uhci oder die
Option device ohci. Die
Kernelkonfiguration kann allerdings auch beide Optionen
enthalten. Vergessen Sie bitte nicht, einen neuen
Kernel zu bauen und zu installieren, wenn Sie die
Kernelkonfiguration verändert haben.Wenn es sich bei Ihrem USB-Gerät um einen
CD-R- oder DVD-Brenner handelt, müssen Sie den
Treiber &man.cd.4; für SCSI-CD-ROMs in die
Kernelkonfiguration aufnehmen:device cdDa der Brenner als SCSI-Laufwerk erkannt wird,
sollten Sie den Treiber &man.atapicam.4; nicht
benutzen.USB 2.0-Controller werden von &os;
unterstützt, wenn Sie die folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen:device ehciDie Treiber &man.uhci.4; und &man.ohci.4; werden
immer noch für USB 1.X benötigt.Die USB-Konfiguration testenSie können das USB-Gerät nun testen.
Schließen Sie das Gerät an und untersuchen
Sie die Systemmeldungen (&man.dmesg.8;), Sie sehen
Ausgaben wie die folgende:umass0: USB Solid state disk, rev 1.10/1.00, addr 2
GEOM: create disk da0 dp=0xc2d74850
da0 at umass-sim0 bus 0 target 0 lun 0
da0: <Generic Traveling Disk 1.11> Removable Direct Access SCSI-2 device
da0: 1.000MB/s transfers
da0: 126MB (258048 512 byte sectors: 64H 32S/T 126C)Die Ausgaben, wie das erkannte Gerät oder
der Gerätename (da0)
hängen natürlich von Ihrer Konfiguration ab.Da ein USB-Gerät als SCSI-Gerät erkannt
wird, können Sie USB-Massenspeicher mit dem
Befehl camcontrol anzeigen:&prompt.root; camcontrol devlist
<Generic Traveling Disk 1.11> at scbus0 target 0 lun 0 (da0,pass0)Wenn auf dem Laufwerk ein Dateisystem eingerichtet
ist, sollten Sie das Dateisystem einhängen können.
beschreibt, wie Sie
USB-Laufwerke formatieren und Partitionen einrichten.Damit auch normale Anwender (ohne
root-Rechte) USB-Laufwerke einhängen
können, müssen Sie Ihr System erst entsprechend
konfigurieren. Als erstes müssen Sie sicherstellen, dass
diese Anwender auf die beim Einhängen eines USB-Laufwerks
dynamisch erzeugten Gerätedateien zugreifen dürfen.
Dazu können Sie beispielsweise mit &man.pw.8; alle
potentiellen Benutzer dieser Gerätedateien in die Gruppe
operator aufnehmen. Außerdem
muss sichergestellt werden, dass Mitglieder der Gruppe
operator Schreib- und Lesezugriff
auf diese Gerätedateien haben. Dazu fügen Sie die
folgenden Zeilen in die Konfigurationsdatei
/etc/devfs.rules ein:[localrules=1]
add path 'da*' mode 0660 group operatorVerfügt Ihr System auch über SCSI-Laufwerke,
gibt es eine Besonderheit. Haben Sie beispielsweise
die SCSI-Laufwerke da0 bis
da2 installiert, so sieht die
zweite Zeile wie folgt aus:add path 'da[3-9]*' mode 0660 group operatorDadurch werden die bereits vorhandenen
SCSI-Laufwerke nicht in die Gruppe
operator aufgenommen.Vergessen Sie nicht, die &man.devfs.rules.5;-Regeln
in der Datei /etc/rc.conf zu
aktivieren:devfs_system_ruleset="localrules"Als nächstes müssen Sie Ihre Kernelkonfiguration
anpassen, damit auch normale Benutzer Dateisysteme mounten
dürfen. Dazu fügen Sie am besten folgende Zeile
in die Konfigurationsdatei
/etc/sysctl.conf ein:vfs.usermount=1Damit diese Einstellung wirksam wird, müssen Sie Ihr
System neu starten. Alternativ können Sie diese Variable
auch mit &man.sysctl.8; setzen.Zuletzt müssen Sie noch ein Verzeichnis anlegen, in
das das USB-Laufwerk eingehängt werden soll. Dieses
Verzeichnis muss dem Benutzer gehören, der das
USB-Laufwerk in den Verzeichnisbaum einhängen will.
Dazu legen Sie als root ein
Unterverzeichnis
/mnt/$USER
an (wobei Sie $USER
durch den Login des jeweiligen Benutzers ersetzen):&prompt.root; mkdir /mnt/$USER
&prompt.root; chown $USER:$USER /mnt/$USERWenn Sie nun beispielsweise einen USB-Stick
anschließen, wird automatisch die Gerätedatei
/dev/da0s1 erzeugt. Da derartige
Geräte in der Regel mit dem FAT-Dateisystem
formatiert sind, können Sie sie beispielsweise mit
dem folgenden Befehl in den Verzeichnisbaum
einhängen:
- &prompt.user; mount_msdosfs -m 644 -M 755 /dev/da0s1 /mnt/$USER
+ &prompt.user; mount-t msdosfs -m 644 -M 755 /dev/da0s1 /mnt/$USERWenn Sie das Gerät entfernen (das Dateisystem
müssen Sie vorher abhängen), sehen Sie
in den Systemmeldungen Einträge wie die folgenden:umass0: at uhub0 port 1 (addr 2) disconnected
(da0:umass-sim0:0:0:0): lost device
(da0:umass-sim0:0:0:0): removing device entry
GEOM: destroy disk da0 dp=0xc2d74850
umass0: detachedWeiteres zu USBNeben den Abschnitten
Hinzufügen von Laufwerken
und Anhängen und
Abhängen von Dateisystemen lesen Sie bitte
die Hilfeseiten &man.umass.4;, &man.camcontrol.8; und
&man.usbdevs.8;.MikeMeyerBeigesteuert von CDs benutzenCD-ROMbrennenEinführungCDs besitzen einige Eigenschaften, die sie von
konventionellen Laufwerken unterscheiden. Zuerst konnten
sie nicht beschrieben werden. Sie wurden so entworfen, dass
sie ununterbrochen, ohne Verzögerungen durch Kopfbewegungen
zwischen den Spuren, gelesen werden können. Sie konnten
früher auch leichter als vergleichbar große Medien zwischen
Systemen bewegt werden.CDs besitzen Spuren, aber damit ist der Teil Daten
gemeint, der ununterbrochen gelesen wird, und nicht eine
physikalische Eigenschaft der CD. Um eine CD mit FreeBSD
zu erstellen, werden die Daten jeder Spur der CD in
Dateien vorbereitet und dann die Spuren auf die CD
geschrieben.ISO 9660DateisystemeISO 9660Das ISO 9660-Dateisystem wurde entworfen, um mit diesen
Unterschieden umzugehen. Leider hat es auch damals übliche
Grenzen für Dateisysteme implementiert. Glücklicherweise
existiert ein Erweiterungsmechanismus, der es korrekt
geschriebenen CDs erlaubt, diese Grenzen zu überschreiten
und dennoch auf Systemen zu funktionieren, die diese
Erweiterungen nicht unterstützen.sysutils/cdrtoolsDer Port sysutils/cdrtools
enthält das Programm &man.mkisofs.8;, das eine Datei
erstellt, die ein ISO 9660-Dateisystem enthält.
Das Programm hat Optionen, um verschiedene Erweiterungen
zu unterstützen, und wird unten beschrieben.CD-BrennerATAPIWelches Tool Sie zum Brennen von CDs benutzen, hängt davon
ab, ob Ihr CD-Brenner ein ATAPI-Gerät ist oder nicht.
Mit ATAPI-CD-Brennern wird
burncd benutzt, das Teil des Basissystems ist.
SCSI- und USB-CD-Brenner werden mit
cdrecord aus sysutils/cdrtools benutzt.
Zusätzlich ist es möglich, über das Modul
ATAPI/CAM SCSI-Werkzeuge wie
cdrecord
auch für ATAPI-Geräte einzusetzen.Wenn Sie eine Brennsoftware mit grafischer
Benutzeroberfläche benötigen, sollten Sie sich
X-CD-Roast oder
K3b näher ansehen. Diese
Werkzeuge können als Paket oder aus den
Ports (sysutils/xcdroast
und sysutils/k3b)
installiert werden. Mit ATAPI-Hardware benötigt
K3b das
ATAPI/CAM-Modul.mkisofsDas Programm &man.mkisofs.8; aus dem Port
sysutils/cdrtools
erstellt ein ISO 9660-Dateisystem,
das ein Abbild eines Verzeichnisbaumes ist.
Die einfachste Anwendung ist wie folgt:&prompt.root; mkisofs -o Imagedatei/path/to/treeDateisystemeISO 9660Dieses Kommando erstellt eine Imagedatei,
die ein ISO 9660-Dateisystem enthält, das eine Kopie des
Baumes unter /path/to/tree ist.
Dabei werden die Dateinamen auf Namen abgebildet, die den
Restriktionen des ISO 9660-Dateisystems entsprechen. Dateien
mit Namen, die im ISO 9660-Dateisystem nicht gültig sind,
bleiben unberücksichtigt.DateisystemeHFSDateisystemeJolietEs einige Optionen, um diese Beschränkungen
zu überwinden. Die unter &unix; Systemen üblichen
Rock-Ridge-Erweiterungen werden durch
aktiviert, aktiviert die von Microsoft
Systemen benutzten Joliet-Erweiterungen und
dient dazu, um das von &macos; benutzte HFS zu erstellen.Für CDs, die nur auf FreeBSD-Systemen verwendet werden
sollen, kann genutzt werden, um alle
Beschränkungen für Dateinamen aufzuheben. Zusammen
mit wird ein Abbild des
Dateisystems, ausgehend von dem Startpunkt im FreeBSD-Dateibaum,
erstellt, obwohl dies den ISO 9660 Standard
verletzen kann.CD-ROMbootbare erstellenDie letzte übliche Option ist .
Sie wird benutzt, um den Ort eines Bootimages einer
El Torito bootbaren CD anzugeben. Das Argument
zu dieser Option ist der Pfad zu einem Bootimage ausgehend
von der Wurzel des Baumes, der auf die CD geschrieben werden
soll. In der Voreinstellung erzeugt &man.mkisofs.8; ein
ISO-Image im Diskettenemulations-Modus. Dabei
muss das Image genau 1200, 1440 oder 2880 KB groß
sein. Einige Bootloader, darunter der auf den FreeBSD-Disks
verwendete, kennen keinen Emulationsmodus. Daher sollten Sie
in diesen Fällen die Option
verwenden. Wenn /tmp/myboot ein bootbares
FreeBSD-System enthält, dessen Bootimage sich in
/tmp/myboot/boot/cdboot befindet, können
Sie ein Abbild eines ISO 9660-Dateisystems in
/tmp/bootable.iso wie folgt
erstellen:&prompt.root; mkisofs -R -no-emul-boot -b boot/cdboot -o /tmp/bootable.iso /tmp/mybootWenn Sie md in Ihrem
Kernel konfiguriert haben, können Sie danach das Dateisystem
einhängen:&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /tmp/bootable.iso -u 0
&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/md0 /mntJetzt können Sie überprüfen, dass
/mnt und /tmp/myboot
identisch sind.Sie können das Verhalten von &man.mkisofs.8;
mit einer Vielzahl von Optionen beeinflussen. Insbesondere
können Sie das ISO 9660-Dateisystem modifizieren und
Joliet- oder HFS-Dateisysteme brennen. Details dazu
entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.mkisofs.8;.burncdCD-ROMbrennenWenn Sie einen ATAPI-CD-Brenner besitzen, können
Sie burncd benutzen, um ein ISO-Image
auf CD zu brennen. burncd ist Teil
des Basissystems und unter /usr/sbin/burncd
installiert. Da es nicht viele Optionen hat, ist es leicht
zu benutzen:&prompt.root; burncd -f cddevice data imagefile.iso fixateDieses Kommando brennt eine Kopie von
imagefile.iso auf das Gerät
cddevice. In der Grundeinstellung
wird das Gerät /dev/acd0 benutzt.
&man.burncd.8; beschreibt, wie die Schreibgeschwindigkeit
gesetzt wird, die CD ausgeworfen wird und Audiodaten
geschrieben werden.cdrecordWenn Sie keinen ATAPI-CD-Brenner besitzen, benutzen Sie
cdrecord, um CDs zu brennen.
cdrecord ist nicht Bestandteil des Basissystems.
Sie müssen es entweder aus den Ports in
sysutils/cdrtools oder dem
passenden Paket installieren. Änderungen im Basissystem
können Fehler im binären Programm verursachen und
führen möglicherweise dazu, dass Sie einen
Untersetzer brennen. Sie sollten
daher den Port aktualisieren, wenn Sie Ihr System aktualisieren
bzw. wenn Sie
STABLE verfolgen,
den Port aktualisieren, wenn es eine neue Version gibt.Obwohl cdrecord viele Optionen besitzt,
ist die grundlegende Anwendung einfacher als burncd.
Ein ISO 9660-Image erstellen Sie mit:&prompt.root; cdrecord dev=deviceimagefile.isoDer Knackpunkt in der Benutzung von cdrecord
besteht darin, das richtige Argument zu zu
finden. Benutzen Sie dazu den Schalter
von cdrecord, der eine ähnliche Ausgabe
wie die folgende produziert:CD-ROMbrennen&prompt.root; cdrecord -scanbus
Cdrecord 1.9 (i386-unknown-freebsd7.0) Copyright (C) 1995-2004 Jörg Schilling
Using libscg version 'schily-0.1'
scsibus0:
0,0,0 0) 'SEAGATE ' 'ST39236LW ' '0004' Disk
0,1,0 1) 'SEAGATE ' 'ST39173W ' '5958' Disk
0,2,0 2) *
0,3,0 3) 'iomega ' 'jaz 1GB ' 'J.86' Removable Disk
0,4,0 4) 'NEC ' 'CD-ROM DRIVE:466' '1.26' Removable CD-ROM
0,5,0 5) *
0,6,0 6) *
0,7,0 7) *
scsibus1:
1,0,0 100) *
1,1,0 101) *
1,2,0 102) *
1,3,0 103) *
1,4,0 104) *
1,5,0 105) 'YAMAHA ' 'CRW4260 ' '1.0q' Removable CD-ROM
1,6,0 106) 'ARTEC ' 'AM12S ' '1.06' Scanner
1,7,0 107) *Für die aufgeführten Geräte in der Liste
wird das passende Argument zu gegeben.
Benutzen Sie die drei durch Kommas separierten Zahlen, die zu
Ihrem CD-Brenner angegeben sind, als Argument für
. Im Beispiel ist das CDRW-Gerät
1,5,0, so dass die passende Eingabe
dev=1,5,0 wäre.
Einfachere Wege das Argument anzugeben, sind in &man.cdrecord.1;
beschrieben. Dort sollten Sie auch nach
Informationen über Audiospuren, das Einstellen der
Geschwindigkeit und ähnlichem suchen.Kopieren von Audio-CDsUm eine Kopie einer Audio-CD zu erstellen, kopieren Sie die
Stücke der CD in einzelne Dateien und brennen diese Dateien
dann auf eine leere CD. Das genaue Verfahren hängt davon ab,
ob Sie ATAPI- oder SCSI-Laufwerke verwenden.SCSI-LaufwerkeKopieren Sie die Audiodaten mit
cdda2wav:&prompt.user; cdda2wav -v255 -D2,0 -B -OwavDie erzeugten .wav Dateien schreiben
Sie mit cdrecord auf eine leere CD:&prompt.user; cdrecord -v dev=2,0 -dao -useinfo *.wavDas Argument von gibt das verwendete
Gerät an, das Sie, wie in
beschrieben, ermitteln können.ATAPI-LaufwerkeDer ATAPI-CD-Treiber stellt die einzelnen Stücke der
CD über die Dateien
/dev/acddtnn,
zur Verfügung. d bezeichnet
die Laufwerksnummer und nn ist die
Nummer des Stücks. Die Nummer ist immer zweistellig,
das heißt es wird, wenn nötig, eine führende
Null ausgegeben. Die Datei /dev/acd0t01
ist also das erste Stück des ersten CD-Laufwerks.
/dev/acd0t02 ist das zweite Stück
und /dev/acd0t03 das dritte.Überprüfen Sie stets, ob die entsprechenden
Dateien im Verzeichnis /dev auch
angelegt werden. Sind die Einträge nicht vorhanden,
weisen Sie Ihr System an, das Medium erneut zu testen:&prompt.root; dd if=/dev/acd0 of=/dev/null count=1Unter &os; 4.X werden diese Einträge nicht
mit dem Wert Null vordefiniert. Falls die entsprechenden
Einträge unter /dev nicht
vorhanden sind, müssen Sie diese hier von
MAKEDEV anlegen lassen:&prompt.root; cd /dev
&prompt.root; sh MAKEDEV acd0t99Die einzelnen Stücke kopieren Sie mit &man.dd.1;. Sie
müssen dazu eine spezielle Blockgröße
angeben:&prompt.root; dd if=/dev/acd0t01 of=track1.cdr bs=2352
&prompt.root; dd if=/dev/acd0t02 of=track2.cdr bs=2352
...
Die kopierten Dateien können Sie dann mit
burncd brennen. Auf der Kommandozeile
müssen Sie angeben, dass Sie Audio-Daten brennen
wollen und dass das Medium fixiert werden soll:&prompt.root; burncd -f /dev/acd0 audio track1.cdr track2.cdr ... fixateKopieren von Daten-CDsSie können eine Daten-CD in eine Datei kopieren, die einem
Image entspricht, das mit &man.mkisofs.8; erstellt
wurde. Mit Hilfe dieses Images können Sie jede Daten-CD
kopieren. Das folgende Beispiel verwendet
acd0 für das CD-ROM-Gerät. Wenn
Sie ein anderes Laufwerk benutzen, setzen Sie bitte den richtigen
Namen ein.&prompt.root; dd if=/dev/acd0 of=file.iso bs=2048Danach haben Sie ein Image, das Sie wie oben beschrieben, auf
eine CD brennen können.Einhängen von Daten-CDsNachdem Sie eine Daten-CD gebrannt haben, wollen Sie
wahrscheinlich auch die Daten auf der CD lesen. Dazu müssen
Sie die CD in den Dateibaum einhängen. Die Voreinstellung
für den Typ des Dateisystems von &man.mount.8; ist
UFS. Das System wird die Fehlermeldung
Incorrect super block ausgeben, wenn Sie
versuchen, die CD mit dem folgenden Kommando
einzuhängen:&prompt.root; mount /dev/cd0 /mntAuf der CD befindet sich ja kein UFS
Dateisystem, so dass der Versuch, die CD einzuhängen
fehlschlägt. Sie müssen &man.mount.8; sagen, dass
es ein Dateisystem vom Typ ISO9660 verwenden
soll. Dies erreichen Sie durch die Angabe von auf der Kommandozeile. Wenn Sie also die CD-ROM
/dev/cd0 in /mnt
einhängen wollen, führen Sie folgenden Befehl aus:&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/cd0c /mntAbhängig vom verwendeten CD-ROM kann der Gerätename
von dem im Beispiel (/dev/cd0)
abweichen. Die Angabe von führt
&man.mount.cd9660.8; aus, so dass das Beispiel verkürzt
werden kann:&prompt.root; mount_cd9660 /dev/cd0 /mntAuf diese Weise können Sie
Daten-CDs von jedem Hersteller verwenden. Es kann allerdings zu
Problemen mit CDs kommen, die verschiedene ISO9660-Erweiterungen
benutzen. So speichern Joliet-CDs alle Dateinamen unter Verwendung
von zwei Byte langen Unicode-Zeichen. Zwar unterstützt der
&os;-Kernel derzeit noch kein Unicode, der CD9660-Treiber erlaubt
es aber, zur Laufzeit eine Konvertierungstabelle zu laden. Tauchen
bei Ihnen also statt bestimmter Zeichen nur Fragezeichen auf, so
müssen Sie über die Option den
benötigten Zeichensatz angeben. Weitere Informationen zu
diesem Problem finden Sie in der Manualpage
&man.mount.cd9660.8;.Damit der Kernel diese Zeichenkonvertierung (festgelegt
durch die Option ) erkennt, müssen Sie
das Kernelmodul cd9660_iconv.ko laden.
Dazu fügen Sie entweder folgende Zeile in die Datei
loader.conf ein:cd9660_iconv_load="YES"Danach müssen Sie allerdings Ihr System neu starten.
Alternativ können Sie das Kernelmodul auch direkt
über &man.kldload.8; laden.Manchmal werden Sie die Meldung Device
not configured erhalten, wenn Sie versuchen, eine
CD-ROM einzuhängen. Für gewöhnlich liegt das daran,
dass das Laufwerk meint es sei keine CD eingelegt, oder
dass das Laufwerk auf dem Bus nicht erkannt wird. Es kann
einige Sekunden dauern, bevor das Laufwerk merkt, dass eine CD
eingelegt wurde. Seien Sie also geduldig.Manchmal wird ein SCSI-CD-ROM nicht erkannt, weil es keine Zeit
hatte, auf das Zurücksetzen des Busses zu antworten. Wenn Sie
ein SCSI-CD-ROM besitzen, sollten Sie die folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfiguration aufnehmen und einen neuen Kernel bauen:options SCSI_DELAY=15000Die Zeile bewirkt, dass nach dem Zurücksetzen des
SCSI-Busses beim Booten 15 Sekunden gewartet wird, um dem
CD-ROM-Laufwerk genügend Zeit zu geben, darauf zu
antworten.Brennen von rohen CDsSie können eine Datei auch direkt auf eine CD brennen,
ohne vorher auf ihr ein ISO 9660-Dateisystem einzurichten.
Einige Leute nutzen dies, um Datensicherungen durchzuführen.
Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass Sie schneller als
das Brennen einer normalen CD ist.&prompt.root; burncd -f /dev/acd1 -s 12 data archive.tar.gz fixateWenn Sie die Daten von einer solchen CD wieder
zurückbekommen wollen, müssen Sie sie direkt von dem
rohen Gerät lesen:&prompt.root; tar xzvf /dev/acd1Eine auf diese Weise gefertigte CD können Sie nicht in das
Dateisystem einhängen. Sie können Sie auch nicht auf
einem anderen Betriebssystem lesen. Wenn Sie die erstellten CDs in
das Dateisystem einhängen oder mit anderen Betriebssystemen
austauschen wollen, müssen Sie &man.mkisofs.8;
wie oben beschrieben benutzen.MarcFonvieilleBeigetragen von CD-BrennerATAPI/CAM TreiberDer ATAPI/CAM TreiberMit diesem Treiber kann auf ATAPI-Geräte (wie
CD-ROM-, CD-RW- oder DVD-Laufwerke) mithilfe des
SCSI-Subsystems zugegriffen werden. Damit können
Sie SCSI-Werkzeuge, wie sysutils/cdrdao oder &man.cdrecord.1;,
zusammen mit einem ATAPI-Gerät benutzen.Wenn Sie den Treiber benutzen wollen, fügen Sie
die folgende Zeile in
/boot/loader.conf ein:atapicam_load="YES"Danach müssen Sie Ihr System neu starten, um
den Treiber zu aktivieren.Alternativ können Sie die Unterstützung
für &man.atapicam.4; auch in Ihren Kernel kompilieren.
Dazu fügen Sie die folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei ein:device atapicamDie folgenden Zeilen werden ebenfalls benötigt,
sollten aber schon Teil der Kernelkonfiguration sein:device ata
device scbus
device cd
device passÜbersetzen und installieren Sie den neuen
Kernel. Der CD-Brenner sollte nun beim Neustart des Systems
erkannt werden:acd0: CD-RW <MATSHITA CD-RW/DVD-ROM UJDA740> at ata1-master PIO4
cd0 at ata1 bus 0 target 0 lun 0
cd0: <MATSHITA CDRW/DVD UJDA740 1.00> Removable CD-ROM SCSI-0 device
cd0: 16.000MB/s transfers
cd0: Attempt to query device size failed: NOT READY, Medium not present - tray closedÜber den Gerätenamen /dev/cd0
können Sie nun auf das Laufwerk zugreifen. Wenn Sie
beispielsweise eine CD-ROM in /mnt
einhängen wollen, benutzen Sie das nachstehende
Kommando:&prompt.root; mount -t cd9660 /dev/cd0 /mntDie SCSI-Adresse des Brenners können Sie als
root wie folgt ermitteln:&prompt.root; camcontrol devlist
<MATSHITA CDRW/DVD UJDA740 1.00> at scbus1 target 0 lun 0 (pass0,cd0)Die SCSI-Adresse 1,0,0 können
Sie mit den SCSI-Werkzeugen, zum Beispiel &man.cdrecord.1;,
verwenden.Weitere Informationen über das ATAPI/CAM- und
das SCSI-System erhalten Sie in den Hilfeseiten
&man.atapicam.4; und &man.cam.4;.MarcFonvieilleBeigetragen von AndyPolyakovMit Beiträgen von DVDs benutzenDVDbrennenEinführungNach der CD ist die DVD die nächste Generation
optischer Speichermedien. Auf einer DVD können
mehr Daten als auf einer CD gespeichert werden.
DVDs werden heutzutage als Standardmedium für
Videos verwendet.Für beschreibbare DVDs existieren fünf
Medienformate:DVD-R: Dies war das erste verfügbare Format.
Das Format wurde vom DVD-Forum
festgelegt. Die Medien sind nur einmal beschreibbar.DVD-RW: Dies ist die wiederbeschreibbare Version
des DVD-R Standards. Eine DVD-RW kann ungefähr
1000 Mal beschrieben werden.DVD-RAM: Dies ist ebenfalls ein wiederbeschreibbares
Format, das vom DVD-Forum unterstützt wird.
Eine DVD-RAM verhält sich wie eine Wechselplatte.
Allerdings sind die Medien nicht kompatibel zu den
meisten DVD-ROM-Laufwerken und DVD-Video-Spielern.
DVD-RAM wird nur von wenigen Brennern unterstützt.
Wollen Sie DVD-RAM einsetzen, sollten Sie
lesen.DVD+RW: Ist ein wiederbeschreibbares Format, das
von der DVD+RW
Alliance festgelegt wurde. Eine DVD+RW
kann ungefähr 1000 Mal beschrieben werden.DVD+R: Dieses Format ist die nur einmal beschreibbare
Variante des DVD+RW Formats.Auf einer einfach beschichteten DVD können
4.700.000.000 Bytes gespeichert werden. Das
sind 4,38 GB oder 4485 MB (1 Kilobyte
sind 1024 Bytes).Die physischen Medien sind unabhängig von
der Anwendung. Ein DVD-Video ist eine spezielle
Anordnung von Dateien, die auf irgendein Medium (zum Beispiel
DVD-R, DVD+R oder DVD-RW) geschrieben werden kann.
Bevor Sie ein Medium auswählen, müssen
Sie sicherstellen, dass der Brenner und der DVD-Spieler
(ein Einzelgerät oder ein DVD-ROM-Laufwerk
eines Rechners) mit dem Medium umgehen können.KonfigurationDas Programm &man.growisofs.1; beschreibt DVDs.
Das Kommando ist Teil der Anwendung
dvd+rw-tools
(sysutils/dvd+rw-tools).
dvd+rw-tools kann mit allen
DVD-Medien umgehen.Um die Geräte anzusprechen, brauchen die
Werkzeuge das SCSI-Subsystem. Daher muss der
Kernel den ATAPI/CAM-Treiber
zur Verfügung stellen. Der Treiber ist mit
USB-Brennern nutzlos; die Konfiguration von
USB-Geräten behandelt .Für ATAPI-Geräte müssen Sie ebenfalls
DMA-Zugriffe aktivieren. Fügen Sie dazu die nachstehende
Zeile in die Datei /boot/loader.conf
ein:hw.ata.atapi_dma="1"Bevor Sie dvd+rw-tools
mit Ihrem DVD-Brenner benutzen, lesen Sie bitte die
Hardware-Informationen auf der Seite dvd+rw-tools'
hardware compatibility notes.Wenn Sie eine grafische Oberfläche bevorzugen,
schauen Sie sich bitte den Port
sysutils/k3b
an. Der Port bietet eine leicht zu bedienende
Schnittstelle zu &man.growisofs.1; und vielen
anderen Werkzeugen.Daten-DVDs brennen&man.growisofs.1; erstellt mit dem Programm
mkisofs das Dateisystem
und brennt anschließend die DVD. Vor dem Brennen
brauchen Sie daher kein Abbild der Daten zu erstellen.Wenn Sie von den Daten im Verzeichnis
/path/to/data eine
DVD+R oder eine DVD-R brennen wollen, benutzen Sie
das nachstehende Kommando:&prompt.root; growisofs -dvd-compat -Z /dev/cd0 -J -R /path/to/dataDie Optionen werden an
&man.mkisofs.8; durchgereicht und dienen zum Erstellen
des Dateisystems (hier: ein ISO-9660-Dateisystem mit
Joliet- und Rock-Ridge-Erweiterungen). Weiteres
entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.mkisofs.8;.Die Option wird für die erste
Aufnahme einer Session benötigt, egal ob Sie eine
Multi-Session-DVD brennen oder nicht. Für
/dev/cd0 müssen Sie
den Gerätenamen Ihres Brenners einsetzen. Die
Option schließt das
Medium, weitere Daten können danach nicht mehr
angehängt werden. Durch die Angabe dieser Option
kann das Medium von mehr DVD-ROM-Laufwerken gelesen
werden.Sie können auch ein vorher erstelltes Abbild
der Daten brennen. Die nachstehende Kommandozeile
brennt das Abbild in der Datei
imagefile.iso:&prompt.root; growisofs -dvd-compat -Z /dev/cd0=imagefile.isoDie Schreibgeschwindigkeit hängt von den
verwendeten Medium sowie dem verwendeten Gerät ab
und sollte automatisch gesetzt werden. Falls Sie die
Schreibgeschwindigkeit vorgeben möchten, verwenden
Sie den Parameter . Weiteres
erfahren Sie in der Hilfeseite &man.growisofs.1;.DVDDVD-VideoDVD-Videos brennenEin DVD-Video ist eine spezielle Anordnung von Dateien, die
auf den ISO-9660 und den micro-UDF (M-UDF) Spezifikationen
beruht. Ein DVD-Video ist auf eine bestimmte Datei-Hierarchie
angewiesen. Daher müssen Sie DVDs mit speziellen
Programmen wie multimedia/dvdauthor
erstellen.Wenn Sie schon ein Abbild des Dateisystems eines
DVD-Videos haben, brennen Sie das Abbild wie jedes
andere auch. Eine passende Kommandozeile finden Sie
im vorigen Abschnitt. Wenn Sie die DVD im Verzeichnis
/path/to/video
zusammengestellt haben, erstellen Sie das DVD-Video
mit dem nachstehenden Kommando:&prompt.root; growisofs -Z /dev/cd0 -dvd-video /path/to/videoDie Option wird an
&man.mkisofs.8; weitergereicht. Dadurch erstellt
&man.mkisofs.8; die Datei-Hierarchie für ein
DVD-Video. Weiterhin bewirkt die Angabe von
, dass &man.growisofs.1;
mit der Option aufgerufen wird.DVDDVD+RWDVD+RW-Medien benutzenIm Gegensatz zu CD-RW-Medien müssen Sie DVD+RW-Medien
erst formatieren, bevor Sie die Medien benutzen.
Sie sollten &man.growisofs.1; einzetzen, da das Programm
Medien automatisch formatiert, wenn es erforderlich
ist. Sie können eine DVD+RW aber auch mit dem
Kommando dvd+rw-format formatieren:&prompt.root; dvd+rw-format /dev/cd0Sie müssen das Kommando nur einmal mit
neuen Medien laufen lassen. Anschließend
können Sie DVD+RWs, wie in den vorigen
Abschnitten beschrieben, brennen.Wenn Sie auf einer DVD+RW ein neues Dateisystem
erstellen wollen, brauchen Sie die DVD+RW vorher
nicht zu löschen. Überschreiben Sie
einfach das vorige Dateisystem indem Sie eine neue
Session anlegen:&prompt.root; growisofs -Z /dev/cd0 -J -R /path/to/newdataMit dem DVD+RW-Format ist es leicht, Daten an eine
vorherige Aufnahme anzuhängen. Dazu wird eine neue
Session mit der schon bestehenden zusammengeführt.
Es wird keine Multi-Session geschrieben, sondern
&man.growisofs.1; vergrößert
das ISO-9660-Dateisystem auf dem Medium.Das folgende Kommando fügt weitere Daten zu
einer vorher erstellten DVD+RW hinzu:&prompt.root; growisofs -M /dev/cd0 -J -R /path/to/nextdataWenn Sie eine DVD+RW erweitern, verwenden Sie
dieselben &man.mkisofs.8;-Optionen wie beim Erstellen
der DVD+RW.Um die Kompatibilität mit DVD-ROM-Laufwerken
zu gewährleisten, wollen Sie vielleicht die
Option einsetzen.
Zu einem DVD+RW-Medium können Sie mit dieser
Option auch weiterhin Daten hinzufügen.Wenn Sie das Medium aus irgendwelchen Gründen
doch löschen müssen, verwenden Sie den
nachstehenden Befehl:&prompt.root; growisofs -Z /dev/cd0=/dev/zeroDVDDVD-RWDVD-RW-Medien benutzenEine DVD-RW kann mit zwei Methoden beschrieben werden:
Sequential-Recording oder
Restricted-Overwrite. Voreingestellt
ist Sequential-Recording.Eine neue DVD-RW kann direkt beschrieben werden; sie
muss nicht vorher formatiert werden. Allerdings muss
eine DVD-RW, die mit Sequential-Recording aufgenommen
wurde, zuerst gelöscht werden, bevor eine neue Session
aufgenommen werden kann.Der folgende Befehl löscht eine DVD-RW im
Sequential-Recording-Modus:&prompt.root; dvd+rw-format -blank=full /dev/cd0Das vollständige Löschen
() dauert mit einem
1x Medium ungefähr eine Stunde. Wenn die
DVD-RW im Disk-At-Once-Modus (DAO) aufgenommen wurde,
kann Sie mit der Option schneller
gelöscht werden. Um eine DVD-RW im DAO-Modus zu
brennen, benutzen Sie das folgende Kommando:&prompt.root; growisofs -use-the-force-luke=dao -Z /dev/cd0=imagefile.isoDie Option
sollte nicht erforderlich sein, da &man.growisofs.1;
den DAO-Modus erkennt.Der Restricted-Overwrite-Modus sollte mit jeder
DVD-RW verwendet werden, da er flexibler als der
voreingestellte Sequential-Recording-Modus ist.Um Daten auf eine DVD-RW im Sequential-Recording-Modus
zu schreiben, benutzen Sie dasselbe Kommando wie
für die anderen DVD-Formate:&prompt.root; growisofs -Z /dev/cd0 -J -R /path/to/dataWenn Sie weitere Daten zu einer Aufnahme hinzufügen
wollen, benutzen Sie die Option von
&man.growisofs.1;. Werden die Daten im Sequential-Recording-Modus
hinzugefügt, wird eine neue Session erstellt.
Das Ergebnis ist ein Multi-Session-Medium.Eine DVD-RW im Restricted-Overwrite-Modus muss nicht
gelöscht werden, um eine neue Session aufzunehmen.
Sie können das Medium einfach mit der Option
überschreiben, ähnlich wie
bei DVD+RW. Mit der Option können
Sie das ISO-9660-Dateisystem, wie mit einer DVD+RW,
vergrößern. Die DVD enthält danach eine
Session.Benutzen sie das nachstehende Kommando, um den
Restricted-Overwrite-Modus einzustellen:&prompt.root; dvd+rw-format /dev/cd0Das folgende Kommando stellt den Modus wieder auf
Sequential-Recording zurück:&prompt.root; dvd+rw-format -blank=full /dev/cd0Multi-SessionNur wenige DVD-ROM-Laufwerke können
Multi-Session-DVDs lesen. Meist lesen die Spieler nur
die erste Session. Mehrere Sessions werden von
DVD+R, DVD-R und DVD-RW im Sequential-Recording-Modus
unterstützt. Im Modus Restricted-Overwrite gibt
es nur eine Session.Wenn das Medium noch nicht geschlossen ist, erstellt
das nachstehende Kommando eine neue Session auf einer
DVD+R, DVD-R oder DVD-RW im Sequential-Recording-Modus:&prompt.root; growisofs -M /dev/cd0 -J -R /path/to/nextdataWird diese Kommandozeile mit DVD+RW- oder DVD-RW-Medien
im Restricted-Overwrite-Modus benutzt, werden die
neuen Daten mit den Daten der bestehenden Session
zusammengeführt. Das Medium enthält danach
eine Session. Auf diesem Weg werden neue Daten zu
einer bestehenden Session hinzugefügt.Für den Anfang und das Ende einer Session
wird auf dem Medium zusätzlicher Platz verbraucht.
Um den Speicherplatz auf dem Medium optimal auszunutzen,
sollten Sie daher Sessions mit vielen Daten hinzufügen.
Auf ein DVD+R-Medium passen maximal 154 Sessions,
2000 Sessions auf ein DVD-R-Medium und
127 Sessions auf eine DVD+R Double Layer.WeiterführendesDas Kommando dvd+rw-mediainfo
/dev/cd0 zeigt
Informationen über eine im Laufwerk liegende
DVD an.Weiteres zu den dvd+rw-tools
lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.growisofs.1;,
auf der dvd+rw-tools
Web-Seite oder in den Archiven der cdwrite-Mailingliste.DVD-RAMDVDDVD-RAMKonfigurationDVD-RAM-fähige Brenner werden sowohl mit SCSI-
als auch mit ATAPI-Schnittstelle angeboten. Verwenden Sie
ein ATAPI-Gerät, müssen Sie den DMA-Modus
aktivieren. Dazu fügen Sie die folgende Zeile in
/boot/loader.conf ein:hw.ata.atapi_dma="1"Das Medium vorbereitenWie weiter oben in diesem Kapitel bereits erwähnt,
kann man eine DVD-RAM mit einer Wechselplatte vergleichen.
Wie diese muss auch eine DVD-RAM vor dem ersten Einsatz
vorbereitet werden. In unserem Beispiel
wird das gesamte Medium mit dem Standard-UFS2-Dateisystem
formatiert.Dazu geben Sie als root bei
eingelegter DVD-RAM die folgenden Befehle ein:&prompt.root; dd if=/dev/zero of=/dev/acd0 count=2
&prompt.root; bsdlabel -Bw acd0
&prompt.root; newfs /dev/acd0Denken Sie dabei daran, dass Sie gegebenenfalls die
Gerätedatei (hier acd0) an
Ihre Konfiguration anpassen müssen.Das Medium einsetzenNachdem Sie das Medium vorbereitet haben, können
Sie das DVD-RAM-Medium in Ihren Verzeichnisbaum
einhängen:&prompt.root; mount /dev/acd0/mntDanach können Sie schreibend und lesend auf das
Medium zugreifen.JulioMerinoOriginal von MartinKarlssonUmgeschrieben von Disketten benutzenDisketten sind nützlich, wenn kein anderes
bewegliches Speichermedium vorhanden ist oder wenn
nur kleine Datenmengen transferiert werden sollen.Dieser Abschnitt beschreibt die Handhabung von Disketten
unter FreeBSD. Hauptsächlich geht es um die
Formatierung und Benutzung von 3,5 Zoll Disketten,
doch lassen sich die Konzepte leicht auf Disketten anderer
Formate übertragen.Disketten formatierenDie GerätedateienWie auf jedes andere Gerät auch, greifen Sie
auf Disketten über Einträge im Verzeichnis
/dev zu. Verwenden Sie dazu die
Einträge
/dev/fdN.FormatierungBevor eine Diskette benutzt werden kann, muss Sie
(low-level) formatiert werden, was normalerweise der
Hersteller schon gemacht hat. Sie können die
Diskette allerdings noch einmal formatieren, um das Medium zu
überprüfen. Es ist möglich, die
Kapazität der Diskette zu verändern,
allerdings sind die meisten Disketten auf 1440 kB
ausgelegt.Mit &man.fdformat.1; formatieren Sie eine
Diskette. Das Kommando erwartet die Angabe eines
Gerätenamens.Achten Sie bei der Formatierung
auf Fehlermeldungen, die schlechte Speichermedien
anzeigen.Disketten formatierenDie Disketten werden mithilfe der Gerätedatei
/dev/fdN
formatiert. Legen Sie eine 3,5 Zoll Diskette in
Ihr Laufwerk ein und führen das folgende Kommando
aus:&prompt.root; /usr/sbin/fdformat -f 1440 /dev/fd0Das DisklabelNach dem Formatieren muss auf der Diskette ein Disklabel
erstellt werden. Das Disklabel wird später zerstört, ist
aber notwendig, um die Größe und Geometrie der Diskette
zu erkennen.Das Disklabel gilt für die ganze Diskette und enthält
alle Informationen über die Geometrie der Diskette. Eine
Liste der möglichen Geometrien finden Sie in
/etc/disktab.Erstellen Sie nun das Label mit &man.bsdlabel.8;:
- &prompt.root; /sbin/bsdlabel -B -r -w /dev/fd0 fd1440
+ &prompt.root; /sbin/bsdlabel -B -w /dev/fd0 fd1440Das DateisystemAuf der Diskette muss nun ein Dateisystem erstellt werden
(high-level Formatierung), damit FreeBSD von der Diskette lesen und
auf sie schreiben kann. Das Disklabel wird durch das Anlegen eines
Dateisystems zerstört. Falls Sie die Diskette später erneut
formatieren wollen, müssen Sie dann auch ein neues Disklabel
anlegen.Sie können entweder UFS oder FAT als Dateisystem
verwenden. Für Floppies ist FAT das beste Dateisystem.Das folgende Kommando legt ein Dateisystem auf der Diskette
an:&prompt.root; /sbin/newfs_msdos /dev/fd0Die Diskette kann nun benutzt werden.Verwenden der DisketteZum Einhägen der Diskette in das Dateisystem
verwenden Sie den Befehl &man.mount.msdosfs.8;. Sie
können auch den
Port emulators/mtools
verwenden, um mit der Diskette zu arbeiten.Bandmedien benutzenBandmedienDie wichtigsten Bandmedien sind 4mm, 8mm, QIC,
Mini-Cartridge und DLT.4mm (DDS: Digital Data Storage)BandmedienDDS (4mm) BänderBandmedienQIC BänderDie 4mm-Bänder ersetzen mehr und mehr das QIC-Format als
Backupmedium der Wahl für Workstations. Dieser Trend nahm stark
zu, als Conner die Firma Archive, einen führenden Hersteller von
QIC-Laufwerken, aufkaufte und die Produktion von QIC-Laufwerken
stoppte. 4mm-Laufwerke sind klein und ruhig, haben aber nicht den
gleichen Ruf der Zuverlässigkeit, den die 8mm-Laufwerke
genießen. Die 4mm-Kassetten sind preiswerter und mit den
Maßen 76,2 x 50,8 x 12,7 mm
(3 x 2 x 0,5 Inch) kleiner als die
8mm-Kassetten. Sowohl die 4mm- als auch die 8mm-Magnetköpfe
haben eine relativ kurze Lebensdauer, weil beide die gleiche
Helical-Scan-Technik benutzen.Der Datendurchsatz dieser Laufwerke beginnt bei etwa
150 kByte/s, Spitzenwerte liegen bei etwa 500 kByte/s.
Die Datenkapazität liegt zwischen 1,3 GB und 2 GB.
Die meisten Geräte haben eine Hardwarekompression eingebaut,
die die Kapazität ungefähr verdoppelt. Es gibt
Multi-Drive-Einheiten für Bandbibliotheken mit bis zu 6
Laufwerken in einem Gehäuse und automatischem Bandwechsel. Die
Kapazität einer solchen Bibliothek liegt bei 240 GB.Der Standard DDS-3 unterstützt nun Bandkapazitäten bis
zu 12 GB (oder komprimiert 24 GB).4mm-Laufwerke, ebenso wie 8mm-Laufwerke, verwenden Helical-Scan.
Alle Vor- und Nachteile von Helical-Scan gelten sowohl für 4mm-
als auch für 8mm-Laufwerke.Bänder sollten nach 2.000 Banddurchläufen oder 100
vollen Backups ersetzt werden.8mm (Exabyte)BandmedienExabyte (8mm) Bänder8mm-Bänder sind die verbreitetsten SCSI-Bandlaufwerke; sie
sind das geeignetste Bandformat zum Austausch von Bändern.
Fast an jedem Standort gibt es ein 8mm-Bandlaufwerk mit 2 GB.
8mm-Bänder sind zuverlässig, gut zu handhaben und
arbeiten leise. Bandkassetten sind preiswert und klein mit
122 x 84 x 15 mm
(4,8 x 3,3 x 0,6 Inch). Ein Nachteil
der 8mm-Technik ist die relativ kurze Lebensdauer des
Schreib-/Lesekopfs und der Bänder auf Grund der hohen
Relativgeschwindigkeit des Bandes über die Köpfe
hinweg.Der Datendurchsatz liegt ungefähr zwischen
250 kByte/s und 500 kByte/s. Die Datenkapazität
beginnt bei 300 MB und erreicht bis zu 7 GB bei den
Spitzengeräten. Die meisten Geräte
haben eine Hardwarekompression eingebaut, die die Kapazität
ungefähr verdoppelt. Diese Laufwerke sind erhältlich in
Form von Einzelgeräten oder als Multi-Drive-Bandbibliotheken mit
6 Laufwerken und 120 Bändern in einem Gehäuse. Die
Bänder werden von der Geräteeinheit automatisch gewechselt.
Die Kapazität einer solchen Bibliothek liegt bei 840 GB und
mehr.Das Exabyte-Modell Mammoth unterstützt
12 GB auf einem Band (24 GB mit Kompression) und kostet
etwa doppelt so viel wie ein konventionelles Bandlaufwerk.Die Daten werden mittels Helical-Scan auf das Band
aufgezeichnet, die Köpfe sind leicht schräg zum Medium
angebracht (mit einem Winkel von etwa 6 Grad). Das Band wickelt
sich 270 Grad um die Spule, die die Köpfe trägt.
Die Spule dreht sich, während das Band darüberläuft.
Das Resultat ist eine hohe Datendichte und eng gepackte Spuren,
die von einem Rand des Bands zum gegenüberliegenden quer
über das Band abgewinkelt verlaufen.QICBandmedienQIC-150QIC-150-Bänder und -Laufwerke sind wohl der am weitesten
verbreitete Bandtyp überhaupt. QIC-Bandlaufwerke sind die
preiswertesten seriösen Backupgeräte,
die angeboten werden. Der Nachteil dabei ist der hohe Preis
der Bänder. QIC-Bänder sind im Vergleich zu 8mm- oder
4mm-Bändern bis zu fünf Mal teurer, wenn man den Preis
auf 1 GB Datenkapazität umrechnet. Aber wenn Ihr Bedarf
mit einem halben Dutzend Bänder abgedeckt werden kann,
mag QIC die richtige Wahl sein.QIC ist der gängigste
Bandlaufwerkstyp. Jeder Standort hat ein QIC-Laufwerk der einen oder
anderen Dichte. Aber gerade das ist der Haken an der Sache, QIC
bietet eine große Anzahl verschiedener Datendichten auf
physikalisch ähnlichen (manchmal gleichen) Bändern.
QIC-Laufwerke sind nicht leise. Diese Laufwerke suchen lautstark die
richtige Bandstelle, bevor sie mit der Datenaufzeichnung beginnen.
Sie sind während des Lesens, Schreibens und Suchens deutlich
hörbar.Die Abmessungen der QIC-Kassetten betragen
152 x 102 x 17 mm
(6 x 4 x 0,7 Inch).Der Datendurchsatz liegt ungefähr zwischen
150 kByte/s und 500 kByte/s. Die Datenkapazität
reicht von 40 MB bis zu 15 GB.
Hardwarekompression ist in vielen der neueren QIC-Laufwerke eingebaut.
QIC-Laufwerke werden heute seltener eingesetzt; sie werden von den
DAT-Laufwerken abgelöst.Die Daten werden auf dem Band in Spuren aufgezeichnet. Die
Spuren verlaufen entlang der Längsachse des Bandmediums von einem
Ende zum anderen. Die Anzahl der Spuren, und damit auch die Breite
einer Spur, variiert mit der Kapazität des Laufwerks. Die
meisten, wenn nicht alle neueren Laufwerke sind
rückwärtskompatibel, zumindest zum Lesen (aber oft auch zum
Schreiben). QIC hat einen guten Ruf bezüglich der
Datensicherheit (die Mechanik ist einfacher und robuster als diejenige
der Helical-Scan-Laufwerke).Bänder sollten nach 5,000 Backups ersetzt werden.DLTBandmedienDLTDLT hat die schnellste Datentransferrate von allen hier
aufgelisteten Gerätetypen. Das 1/2-Inch-Band (12,7 mm)
befindet sich in einer Spulkassette mit den Abmessungen
101,6 x 101,6 x 25,4 mm
(4 x 4 x 1 Inch). Die eine Seite
der Kassette hat eine bewegliche Abdeckung. Der Laufwerksmechanismus
öffnet diese Abdeckung und zieht die Bandführung heraus.
Die Bandführung trägt ein ovales Loch, die das Laufwerk
zum Einhängen des Bandes benutzt. Die
Aufwickelspule befindet sich im Innern des Bandlaufwerks. Bei allen
anderen hier besprochenen Bandkassetten (9-Spur-Bänder
sind die einzige Ausnahme) befinden sich sowohl die Auf- als auch
die Abwickelspule im Inneren der Bandkassette.Der Datendurchsatz liegt bei etwa 1,5 MBytes/s, der dreifache
Durchsatz der 4mm-, 8mm- oder QIC-Bandlaufwerke. Die
Datenkapazität reicht von 10 GB bis 20 GB für
Einfachlaufwerke. Auch Mehrfachbandgeräte sind erhältlich,
sowohl als Bandwechsler wie auch als Multi-Drive-Bandbibliotheken, die
Platz für 5 bis 900 Bänder verteilt auf 1 bis 20 Laufwerke
enthalten, mit einer Speicherkapazität von 50 GB bis
9 TB.Mit Kompression unterstützt das Format DLT Type IV bis zu
70 GB Kapazität.Die Daten werden auf dem Band in Spuren aufgezeichnet, die
parallel zur Bewegungsrichtung verlaufen (gerade so wie bei den
QIC-Bändern). Zwei Spuren werden dabei gleichzeitig beschrieben.
Die Lebenszeit der Lese- und Schreibköpfe sind relativ lang; denn
sobald das Band anhält, gibt es keine Relativbewegung mehr
zwischen den Köpfen und dem Band.AITBandmedienAITAIT ist ein neues Format von Sony, das (mit Kompression) bis zu
50 GB pro Band speichern kann. Die Bänder haben einen
Speicherchip, der einen Index mit dem Inhalt des Bandes anlegt.
Dieser Index kann vom Bandlaufwerk zur schnellen Bestimmung der Lage
von Dateien auf dem Band benutzt werden, während andere
Bänder einige Minuten zur Lokalisierung benötigen.Entsprechende Software wie etwa
SAMS:Alexandria können 40
oder mehr AIT-Bandbibliotheken verarbeiten, indem sie
direkt mit dem Speicherchip des Bandes kommunizieren, wenn der
Bandinhalt am Bildschirm dargestellt werden soll oder bestimmt werden
soll, welche Dateien auf welchem Band gespeichert sind, oder um das
richtige Band zu lokalisieren, zu laden und Daten vom Band
zurückzuspielen. Bibliotheken dieser Art liegen in der
Preiskategorie von $20,000, womit sie etwas aus dem Hobbymarkt
herausfallen.Die erste Benutzung eines neuen BandsDer Versuch ein neues, vollkommen leeres Band ohne weiteres zu
lesen oder zu beschreiben wird schief gehen. Auf der Konsole werden
dann Meldungen ähnlich wie folgt ausgegeben:sa0(ncr1:4:0): NOT READY asc:4,1
0(ncr1:4:0): Logical unit is in process of becoming readyDas Band enthält nämlich keinen Identifier-Block
(Blocknummer 0). Alle QIC-Bandlaufwerke seit der Einführung des
QIC-525-Standards schreiben einen Identifier-Block auf das Band. Es
gibt zwei Lösungen:mt fsf 1 veranlasst das Bandlaufwerk
einen Identifier-Block auf das Band zu schreiben.Das Band durch Drücken des Bandauswurfknopfs an der
Vorderseite des Bandgeräts auswerfen.Danach das Band wieder einlegen und mit
dump Daten auf das Band
übertragen.Das Kommando dump gibt die Meldung
DUMP: End of tape detected zurück
und die Konsole zeigt:
HARDWARE FAILURE info:280 asc:80,96.Das Band zurückspulen mit dem Kommando:
mt rewind.Nachfolgende Bandoperationen werden dann erfolgreich
ausgeführt.Was ist mit Backups auf Disketten?Kann ich Disketten zum Backup meiner Daten verwenden?Backup DiskettenDiskettenDisketten sind kein wirklich geeignetes Medium für Backups
aus folgenden Gründen:Disketten sind unzuverlässig, besonders
langfristig.Speichern und Wiederherstellen ist sehr langsam.Sie haben eine sehr eingeschränkte Kapazität (Die
Zeiten sind längst vorbei, wo eine ganze Festplatte auf ein
Dutzend Floppies oder so gespeichert werden konnte).Wenn jedoch keine andere Möglichkeit zum Datenbackup
vorhanden ist, dann sind Disketten immer noch besser als gar kein
Backup.Wenn man gezwungen ist Disketten zu verwenden, dann sollte man
auf eine gute Qualität achten. Floppies, die schon einige Jahre
im Büro herumgelegen haben, sind eine schlechte Wahl. Ideal sind
neue Disketten von einem renommierten Hersteller.Wie mache ich ein Backup auf Disketten?Die beste Art eines Diskettenbackups ist der Befehl
&man.tar.1; mit der Mehrfachband-Option ,
die es ermöglicht ein Backup über mehrere
Floppies zu verteilen.Ein Backup aller Dateien im aktuellen Verzeichnis
einschließlich aller Unterverzeichnisse wird durch den folgenden
Befehl veranlasst (als root):&prompt.root; tar Mcvf /dev/fd0 *Wenn die erste Floppy voll ist, meldet sich &man.tar.1;
und verlangt einen Diskettenwechsel (weil &man.tar.1;
unabhängig vom
Medium arbeitet, wird das nächste Band (Volume) verlangt, was in
diesem Zusammenhang eine Diskette bedeutet), in etwa wie folgt:Prepare volume #2 for /dev/fd0 and hit return:Dies wird mit steigender Volumenzahl wiederholt, bis alle
angegebenen Dateien archiviert sind.Können Diskettenbackups komprimiert werden?targzipKompressionLeider erlaubt es &man.tar.1; nicht, die Option
für Multi-Volume-Archive zu verwenden.
Man kann natürlich alle Dateien mit &man.gzip.1;
komprimieren, sie mit &man.tar.1; auf die Floppies
aufspielen, und dann die Dateien wieder &man.gunzip.1;
entkomprimieren!Wie werden Diskettenbackups wieder hergestellt?Zur Wiederherstellung des gesamten Archivs verwendet man:&prompt.root; tar Mxvf /dev/fd0Eine Methode um nur bestimmte Dateien wieder her zu stellen ist
mit der ersten Diskette den folgenden Befehl auszuführen:&prompt.root; tar Mxvf /dev/fd0 filename&man.tar.1; wird dann die folgenden Disketten anfordern,
bis die benötigte Datei gefunden ist.Wenn man die Diskette kennt, auf der sich die Datei befindet,
kann man alternativ diese Diskette auch direkt einlegen und den
gleichen Befehl wie oben verwenden. Man beachte, dass, falls die
erste Datei eine Fortsetzung einer Datei von einer
der vorigen Disketten ist, &man.tar.1; die Warnung ausgibt,
dass diese Datei nicht wiederhergestellt werden kann, selbst dann,
wenn dies gar nicht verlangt wurde!LowellGilbertBeigetragen von Backup-StrategienWenn Sie eine eigene Backup-Strategie planen, müssen Sie
darauf achten, dass jedes der folgenden Probleme von Ihrer
Strategie abgedeckt wird:Plattendefekte.Versehentliches Löschen von Dateien.Eine nicht vorhersehbare Korrumpierung von Dateien.Die vollständige Zerstörung Ihres Systems, etwa
durch ein Feuer. Dazu gehört auch die Zerstörung
von Backups, die am gleichen Ort aufbewahrt werden.Es ist nicht nur möglich, dass ein System
für jedes dieser Probleme eine eigene (oft völlig
unterschiedliche) Strategie benötigt. Es ist vielmehr
unwahrscheinlich (sieht man von Systemen ab, die keine
wichtigen Daten enthalten), dass eine Technik alle
Problembereiche abdecken kann.Häufig verwendeten Techniken sind unter anderen:Die Archivierung des kompletten Systems auf externen
Datenträgern, die an einem gesonderten Ort aufbewahrt
werden. Dieser Ansatz schützt zwar vor allen oben
angeführten Problemen, ist aber zeitaufwändig.
Auch eine Wiederherstellung des Systems ist nicht ohne
weiteres möglich. Zwar können Sie Kopien Ihrer
Backups auch vor Ort und/oder auf online zugängigen
Systemen aufbewahren, was aber nichts daran ändert,
dass eine Wiederherstellung, insbesondere für nicht
privilegierte Benutzer, nach wie vor nicht ohne weiteres
möglich ist.Dateisystem-Snapshots. Diese Technik hilft zwar nur
gegen das versehentliche Löschen von Dateien, in einem
solchen Fall ist sie aber äußerst
hilfreich. Vorteile dieser Technik sind außerdem die
leichte und schnelle Implementierung und Handhabung.Das Erstellen von Kopien ganzer Dateisysteme und/oder
Platten (etwa durch einen periodischen &man.rsync.1;-Transfer des
kompletten Systems). Diese Technik ist insbesondere in
Netzwerken mit besonderen Anforderungen nützlich. Der
Schutz vor Plattendefekten ist allerdings schlechter als beim
Einsatz von RAID. Die
Fähigkeiten zur Wiederherstellung gelöschter
Dateien sind mit denen von UFS-Snapshots
vergleichbar. Ob diese Technik für Sie geeignet ist,
hängt also letztlich von Ihren Anforderungen ab.RAID. Minimiert oder vermeidet
Ausfallzeiten, die durch einen Plattendefekt verursacht werden
könnten. Zwar können Plattendefekte (aufgrund
der höheren Anzahl verwendeter Platten) häufiger
auftreten, sie stellen aber dann kein so akutes Problem
dar.Das Überprüfen von Datei-Fingerprints durch
&man.mtree.8;. Dabei handelt es sich zwar um keine
Backup-Technik im eigentlichen Sinne, Sie werden durch den
Einsatz dieser Werkzeugs aber informiert, dass Sie auf Ihre
Backups zurückgreifen müssen. Dies ist insbesondere
beim Einsatz von Offline-Backups von großer Bedeutung.
Daher sollte diese Technik regelmäßig eingesetzt
werden.Es gibt noch zahlreiche weitere Techniken, von denen aber viele
nur Variationen der eben beschriebenen Techniken sind. Spezielle
Anforderungen erfordern dabei in der Regel auch spezielle
Backup-Techniken (so erfordert das Backup einer aktiven Datenbank
in der Regel ein auf die eingesetzte Datenbank-Software abgestimmtes
Verfahren). Entscheidend ist daher immer, gegen welche Gefahren
Sie sich schützen und wie Sie diesen Schutz realisieren
wollen.DatensicherungDie drei wichtigsten Programme zur Sicherung von Daten sind
&man.dump.8;, &man.tar.1; und &man.cpio.1;.Sichern und WiederherstellenDatensicherungBackupBackup-SoftwaredumpBackup-Softwarerestoredumprestoredump und restore sind die
traditionellen
Backupprogramme in &unix; Systemen. Sie betrachten das Laufwerk als eine
Ansammlung von Blöcken, operieren also unterhalb dem
Abstraktionslevel von Dateien, Links und Verzeichnissen, die die
Grundlage des Dateisystemkonzepts bilden. dump
sichert ein ganzes Dateisystem auf einem Gerät, es ist nicht
möglich nur einen Teil des Dateisystems, oder einen
Verzeichnisbaum, der mehr als ein Dateisystem umfasst zu
sichern. dump schreibt keine Dateien oder
Verzeichnisse auf das Band, sondern die Blöcke, aus denen
Dateien und Verzeichnisse bestehen.Wenn Sie mit dump das Root-Verzeichnis
sichern, werden /home, /usr
und viele andere Verzeichnisse nicht gesichert, da dies normalerweise
Mountpunkte für andere Dateisysteme oder symbolische Links
zu diesen Dateisystemen sind.dump hat einige Eigenarten, die noch aus den
frühen Tagen der Version 6 von AT&T UNIX (ca. 1975)
stammen. Die Parameter
sind für 9-Spur-Bänder (6250 bpi) voreingestellt,
nicht auf die heute üblichen Medien hoher Dichte (bis zu
62.182 ftpi). Bei der Verwendung der Kapazitäten
moderner Bandlaufwerke muss diese Voreinstellung auf der
Kommandozeile überschrieben werden..rhostsrdump und rrestore
können Daten über
Netzwerk auf ein Band, das sich in einem Laufwerk eines anderen
Computers befindet, überspielen. Beide Programme benutzen die
Funktionen &man.rcmd.3; und &man.ruserok.3; zum
Zugriff auf das entfernte
Bandlaufwerk. Daher muss der Anwender, der das Backup
durchführt, auf dem entfernten Rechner in
.rhosts eingetragen sein.Die Argumente zu rdump und
rrestore müssen
zur Verwendung auf dem entfernten Computer geeignet sein.
Wenn Sie zum Beispiel mit rdump von einem
FreeBSD-Rechner aus auf ein Exabyte-Bandlaufwerk einer Sun mit
Namen komodo zugreifen möchten, setzen Sie
das folgende Kommando ab:&prompt.root; /sbin/rdump 0dsbfu 54000 13000 126 komodo:/dev/nsa8 /dev/da0a 2>&1Zum Ausführen dieses Kommandos müssen Sie auf dem
entfernten Rechner in .rhosts eingetragen
sein. Die r-Kommandos sind ein großes Sicherheitsrisiko,
daher sollten Sie deren Verwendung sorgfältig
abwägen.Es ist auch möglich, dump und
restore über eine gesicherte Verbindung
mit ssh einzusetzen:dump mit ssh
benutzen&prompt.root; /sbin/dump -0uan -f - /usr | gzip -2 | ssh -c blowfish \
targetuser@targetmachine.example.com dd of=/mybigfiles/dump-usr-l0.gzSie können ebenfalls mit der internen Methode
von dump auf entfernte Rechner zugreifen,
indem Sie die Umgebungsvariable RSH
setzen:dump über ssh
mit gesetzter RSH benutzen&prompt.root; RSH=/usr/bin/ssh /sbin/dump -0uan -f tatargetuser@targetmachine.example.com:/dev/sa0 /usrtarBackup-Softwaretar&man.tar.1; stammt ebenfalls aus Version 6 von AT&T UNIX
(ca. 1975). tar arbeitet mit dem Dateisystem,
denn es schreibt Dateien und Verzeichnisse auf das Band.
tar unterstützt zwar nicht alle Optionen,
die bei &man.cpio.1; zur Verfügung stehen, aber dafür
erfordert es auch nicht die ungewöhnliche Kommando-Pipeline,
die von cpio verwendet wird.tarSeit FreeBSD 5.3 sind sowohl GNU tar
als auch bsdtar verfügbar. Die
GNU-Version starten Sie über gtar. Sie
unterstützt auch entfernte Geräte, wobei die von
rdump benutzte Syntax übernommen wurde.
Um Daten mit tar auf ein an einer
Sun-Workstation (namens komodo) angeschlossenes
Exabyte-Bandlaufwerk zu archivieren, geben Sie Folgendes ein:&prompt.root; /usr/bin/gtar cf komodo:/dev/nsa8 . 2>&1Alternativ können Sie für diese Sicherung auch
bsdtar verwenden, indem Sie die Daten
über eine Pipeline und rsh an das
entfernte Laufwerk senden:&prompt.root; tar cf - . | rsh hostname dd of=tape-device obs=20bWenn Sie Bedenken bezüglich der Sicherheit beim Backup
über das Netz haben, sollten Sie ssh anstatt
rsh benutzen.CpioBackup-Softwarecpiocpio&man.cpio.1; ist das ursprüngliche Programm von
&unix; Systemen zum Dateitransfer mit magnetischen Medien.
cpio hat (neben vielen anderen
Leistungsmerkmalen) Optionen zum Byte-Swapping, zum Schreiben
einer Anzahl verschiedener Archivformate und zum Weiterleiten von
Daten an andere Programme über eine Pipeline. Dieses letzte
Leistungsmerkmal macht cpio zu einer
ausgezeichneten Wahl für Installationsmedien. Leider kann
cpio keine
Dateibäume durchlaufen, so dass eine Liste der zu bearbeitenden
Dateien über stdin angegeben werden
muss.cpio unterstützt keine Backups
über das Netzwerk. Man kann aber eine Pipeline und
rsh verwenden, um
Daten an ein entferntes Bandlaufwerk zu senden.&prompt.root; for f in directory_list; dofind $f >> backup.listdone
&prompt.root; cpio -v -o --format=newc < backup.list | ssh user@host "cat > backup_device"Dabei steht directory_list für
eine Aufzählung der Verzeichnisse, die Sie sichern wollen.
user@host
gibt den Benutzer auf dem Zielrechner an, der die Sicherung
laufen lässt. Der Ort der Sicherung wird durch
backup_device angegeben
(z.B. /dev/nsa0).paxBackup-SoftwarepaxpaxPOSIXIEEE&man.pax.1; ist die Antwort von IEEE/&posix; auf
tar und cpio.
Über die Jahre hinweg sind die verschiedenen
Versionen von tar und cpio leicht
inkompatibel geworden. Daher hat &posix;, statt eine Standardisierung
zwischen diesen auszufechten, ein neues Archivprogramm geschaffen.
pax versucht viele der unterschiedlichen
cpio- und tar-Formate zu lesen
und zu schreiben, außerdem einige neue, eigene Formate. Die
Kommandostruktur ähnelt eher cpio als
tar.AmandaBackup-SoftwareAmandaAmandaAmanda
(Advanced Maryland Network Disk Archiver) ist ein
Client/Server-Backupsystem, nicht nur ein einzelnes Programm.
Ein Amanda-Server kann auf einem
einzigen Bandlaufwerk Datensicherungen von jeder beliebigen
Anzahl von Computern speichern, sofern auf diesen jeweils ein
Amanda-Client läuft und sie
über Netzwerk mit dem Amanda-Server
verbunden sind.Ein häufiges Problem bei Standorten mit einer Anzahl
großer Festplatten ist, dass das Kopieren der Daten auf
Band langsamer vor sich geht als solche Daten anfallen.
Amanda löst dieses Problem
durch Verwendung einer Holding Disk, einer Festplatte
zum gleichzeitigen Zwischenspeichern mehrerer Dateisysteme.Für Datensicherungen über einen längeren
Zeitraum erzeugt AmandaArchivsets von allen Dateisystemen, die in
Amandas Konfigurationsdatei genannt
werden. Ein Archivset ist eine Gruppe von Bändern mit
vollen Backups und Reihen von inkrementellen (oder differentiellen)
Backups, die jeweils nur die Unterschiede zum vorigen
Backup enthalten. Zur Wiederherstellung von beschädigten
Dateisystemen benötigt man Das Letzte volle Backup und alle
darauf folgenden inkrementellen Backups.Die Konfigurationsdatei ermöglicht die Feineinstellung
der Backups und des Netzwerkverkehrs von
Amanda. Amanda
kann zum Schreiben der Daten auf das Band jedes der oben
beschriebenen Backuprogramme verwenden.
Amanda ist nicht Teil des Basissystems,
Sie müssen Amanda über
die Ports-Sammlung oder als Paket installieren.Tue nichtsTue nichts ist kein Computerprogramm, sondern die
am häufigsten angewendete Backupstrategie. Diese kostet nichts,
man muss keinen Backupplan befolgen, einfach nur nein sagen. Wenn
etwas passiert, einfach grinsen und ertragen!Wenn Ihre Zeit und Ihre Daten nicht so wichtig sind, dann ist
die Strategie Tue nichts das geeignetste Backupprogramm
für Ihren Computer. Aber &unix; ist ein nützliches Werkzeug,
Sie müssen damit rechnen, dass Sie innerhalb von sechs Monaten
eine Sammlung von Dateien haben, die für Sie wertvoll geworden
sind.Tue nichts ist die richtige Backupmethode für
/usr/obj und andere Verzeichnisbäume, die
vom Computer exakt wiedererzeugt werden können. Ein Beispiel
sind die Dateien, die diese Handbuchseiten darstellen – sie
wurden aus Quelldateien im Format SGML erzeugt.
Es ist nicht nötig, Sicherheitskopien der Dateien in den
sekundären Formaten wie etwa HTML zu
erstellen. Die Quelldateien in SGML sollten jedoch
in die regelmäßigen Backups mit einbezogen werden.Welches Backup-Programm ist am Besten?LISAdump, Punkt und Schluss.
Elizabeth D. Zwicky hat alle hier genannten Backup-Programme
bis zur Erschöpfung ausgetestet. Ihre eindeutige Wahl zur
Sicherung aller Daten mit Berücksichtigung aller Besonderheiten
von &unix; Dateisystemen ist dump.Elizabeth erzeugte Dateisysteme mit einer großen Vielfalt
ungewöhnlicher Bedingungen (und einiger gar nicht so
ungewöhnlicher) und testete jedes Programm durch ein Backup und
eine Wiederherstellung dieser Dateisysteme. Unter den Besonderheiten
waren Dateien mit Löchern, Dateien mit Löchern und einem
Block mit Null-Zeichen, Dateien mit ausgefallenen Buchstaben im
Dateinamen, unlesbare und nichtschreibbare Dateien,
Gerätedateien, Dateien, deren Länge sich während des
Backups ändert, Dateien, die während des Backups erzeugt und
gelöscht werden, u.v.m. Sie berichtete über ihre Ergebnisse
in LISA V im Oktober 1991, s. Torture-testing
Backup and Archive Programs.Die Wiederherstellung in einem NotfallVor dem UnglückEs sind nur vier Vorkehrungen zu treffen, um auf jedes
erdenkliche Unglück vorbereitet zu sein.bsdlabelAls erstes drucken Sie das bsdlabel jeder Ihrer Festplatten
(z.B. mittels bsdlabel da0 | lpr), die
Partitions- und Dateisystemtabelle jeder Festplatte (mit
/etc/fstab) sowie alle Bootmeldungen, jeweils
in zweifacher Ausfertigung.fix-it floppiesZweitens, überzeugen Sie sich, dass sowohl die
Bootdiskette als auch die Reparaturdiskette
(boot.flp bzw. fixit.flp)
all Ihre Geräte ansprechen können. Die einfachste Methode
dies nachzuprüfen ist, Ihren Rechner mit der Boot-Diskette im
Floppylaufwerk neu zu starten und die Bootmeldungen zu durchzusehen.
Wenn all Ihre Geräte aufgelistet sind und funktionieren,
können Sie weiter zu Schritt drei gehen.Ist das nicht der Fall, müssen Sie sich eine eigene
Version der beiden zum Booten benötigten Disketten erstellen.
Diese müssen einen Kernel enthalten, der all Ihre Platten
mounten kann und Zugriff auf Ihr Bandlaufwerk gestattet. Diese
Disketten müssen ferner folgende Programme enthalten:
fdisk, bsdlabel,
newfs, mount sowie
jedes Backup-Programm, das Sie verwenden. Diese Programme
müssen statisch gelinkt sein. Falls Sie dump
verwenden, muss die Diskette auch restore
enthalten.Drittens, machen Sie oft Backups auf Band. Jede Änderung
seit Ihrem letzten Backup kann unwiederbringlich verloren gehen.
Versehen Sie die Backup-Bänder mit Schreibschutz.Viertens, testen Sie aus, wie die Disketten (entweder
boot.flp und fixit.flp
oder Ihre beiden eigenen Disketten aus Schritt zwei) und die
Bänder mit den Backups zu behandeln sind. Machen Sie sich
Notizen zu diesem Test. Bewahren Sie diese Notizen zusammen mit den
Bootdisketten, den Ausdrucken und den Bändern mit den Backups
auf. Wenn der Ernstfall eintritt, werden Sie vielleicht so genervt
sein, dass Sie ohne Ihre Notizen vielleicht das Backup auf Ihren
Bändern zerstören. (Wie das geht? Man braucht nur
unglücklicherweise den Befehl tar cvf
/dev/sa0 einzugeben um ein Band zu
überschreiben).Als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung, kann man jeweils
die Disketten und Bänder zweifach erstellen. Eine der Kopien
sollte an einem entfernten Standort aufbewahrt werden. Ein
entfernter Standort ist NICHT der Keller im gleichen
Bürogebäude. Eine Anzahl von Firmen im World Trade Center
musste diese Lektion auf die harte Tour lernen. Ein entfernter
Standort sollte von Ihrem Computer und Ihren Festplatten
physikalisch durch eine erhebliche Entfernung getrennt sein.Ein Beispielskript zum Erstellen eigener Bootdisketten /mnt/sbin/init
gzip -c -best /sbin/fsck > /mnt/sbin/fsck
gzip -c -best /sbin/mount > /mnt/sbin/mount
gzip -c -best /sbin/halt > /mnt/sbin/halt
gzip -c -best /sbin/restore > /mnt/sbin/restore
gzip -c -best /bin/sh > /mnt/bin/sh
gzip -c -best /bin/sync > /mnt/bin/sync
cp /root/.profile /mnt/root
cp -f /dev/MAKEDEV /mnt/dev
chmod 755 /mnt/dev/MAKEDEV
chmod 500 /mnt/sbin/init
chmod 555 /mnt/sbin/fsck /mnt/sbin/mount /mnt/sbin/halt
chmod 555 /mnt/bin/sh /mnt/bin/sync
chmod 6555 /mnt/sbin/restore
#
# Geraetedateien erstellen
#
cd /mnt/dev
./MAKEDEV std
./MAKEDEV da0
./MAKEDEV da1
./MAKEDEV da2
./MAKEDEV sa0
./MAKEDEV pty0
cd /
#
# Minimale Dateisystemtabelle erstellen
#
cat > /mnt/etc/fstab < /mnt/etc/passwd < /mnt/etc/master.passwd <Nach dem UnglückDie Schlüsselfrage ist, ob Ihre Hardware überlebt
hat. Denn da Sie ja regelmäßig Backups angefertigt
haben, brauchen Sie sich um die Software keine Sorgen zu
machen.Falls die Hardware beschädigt wurde, ersetzen Sie zuerst
die defekten Teile bevor Sie den Computer benutzen.Falls die Hardware funktioniert, überprüfen Sie die
Disketten. Wenn Sie eigene Bootdisketten verwenden, booten Sie im
Single-User-Modus (geben dazu Sie -s am
Boot-Prompt boot: ein). Überspringen Sie den
folgenden Paragrafen.Wenn Sie die Standarddisketten boot.flp
und fixit.flp verwenden, lesen Sie hier weiter.
Legen Sie die Bootdiskette boot.flp in das
erste Floppylaufwerk ein und starten Sie den Computer. Wie
üblich wird dann das originale Installationsmenü von
FreeBSD gestartet. Wählen Sie die Option
Fixit--Repair mode with CD-ROM or floppy. Legen
Sie die Diskette fixit.flp ein, wenn danach
gefragt wird. restore und die anderen Programme,
die Sie benötigen, befinden sich dann in
/mnt2/rescue
(/mnt2/stand vor
&os; 5.2).Stellen Sie die Dateisysteme nacheinander, getrennt von
einander, wieder her.mountRoot-PartitionbsdlabelnewfsVersuchen Sie die Root-Partition Ihrer ersten Festplatte
einzuhängen (z.B. mit mount /dev/sd0a
/mnt). Wenn das Bsdlabel beschädigt wurde,
benutzen Sie bsdlabel um die Platte
neu zu partitionieren und zu benennen und zwar so, dass die
Festplatte mit dem Label übereinstimmt, das Sie
ausgedruckt und aufbewahrt haben.Verwenden Sie newfs um neue Dateisysteme
auf den
Partitionen anzulegen. Hängen Sie nun die Root-Partition der
Festplatte mit Schreibzugriff ein (mit mount -u -o rw
/mnt). Benutzen Sie Ihr Backup-Programm um die Daten
für das jeweilige Dateisystem aus den Backup-Bändern
wieder her zu stellen (z.B. durch restore vrf
/dev/sta). Hängen Sie das Dateisystem wieder aus
(z.B. durch umount /mnt). Wiederholen Sie diesen
Ablauf für jedes betroffene Dateisystem.Sobald Ihr System wieder läuft, machen Sie gleich wieder
ein vollständiges Backup auf neue Bänder. Denn die
Ursache für den Absturz oder den Datenverlust kann wieder
zuschlagen. Eine weitere Stunde, die Sie jetzt noch
dranhängen, kann Ihnen später ein weiteres Missgeschick
ersparen.* Ich habe mich nicht auf Missgeschicke vorbereitet - was
nun?
]]>
MarcFonvieilleVerbessert und neu strukturiert von Netzwerk-, speicher- und dateibasierte DateisystemeLaufwerkevirtuelleNeben Laufwerken, die sich physikalisch im Rechner befinden
wie Floppylaufwerke, CDs, Festplatten usw., kann FreeBSD auch
mit anderen Laufwerken, den virtuellen Laufwerken,
umgehen.NFSCodaLaufwerkespeicherbasierteLaufwerkeRAM-DisksDazu zählen Netzwerkdateisysteme wie
Network Filesystem und Coda,
speicher- und dateibasierte Dateisysteme.Abhängig von der verwendeten FreeBSD Version werden
speicher- und dateibasierte Dateisysteme mit unterschiedlichen
Werkzeugen angelegt.Gerätedateien werden unter &os; automatisch
von &man.devfs.5; angelegt.Dateibasierte Laufwerke unter FreeBSDLaufwerkedateibasierteUnter FreeBSD werden virtuelle Laufwerke
(&man.md.4;) mit &man.mdconfig.8; erzeugt. Dazu muss das Modul
&man.md.4; geladen sein oder das entsprechende Gerät in der
Kernelkonfiguration aktiviert sein:device mdMit &man.mdconfig.8; können drei verschiedene virtuelle
Laufwerke angelegt werden: speicherbasierte Laufwerke, deren
Speicher von &man.malloc.9; zur Verfügung gestellt wird, oder
dateibasierte Laufwerke, deren Speicher von einer Datei oder dem
Swap-Bereich zur Verfügung gestellt wird. Eine mögliche
Anwendung ist das Einhängen von Dateien, die Abbilder von
CD-ROMs oder Floppies enthalten.Das Abbild eines Dateisystems wird wie folgt
eingehangen:Einhängen eines existierenden Abbildes unter
FreeBSD&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f diskimage -u 0
&prompt.root; mount /dev/md0/mntEin neues Dateisystem-Abbild erstellen Sie mit
&man.mdconfig.8; wie folgt:Erstellen eines dateibasierten Laufwerks mit
mdconfig&prompt.root; dd if=/dev/zero of=newimage bs=1k count=5k
5120+0 records in
5120+0 records out
&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f newimage -u 0
&prompt.root; bsdlabel -w md0 auto
&prompt.root; newfs md0a
/dev/md0a: 5.0MB (10224 sectors) block size 16384, fragment size 2048
using 4 cylinder groups of 1.25MB, 80 blks, 192 inodes.
super-block backups (for fsck -b #) at:
160, 2720, 5280, 7840
&prompt.root; mount /dev/md0a /mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md0a 4710 4 4330 0% /mntWenn Sie keine Gerätenummer mit dem Schalter
angeben, wird von &man.md.4; automatisch eine
ungenutzte Gerätenummer zugewiesen. Das zugewiesene Gerät
wird auf der Standardausgabe ausgegeben (zum Beispiel
md4). Weitere Informationen entnehmen Sie
bitte der Hilfeseite &man.mdconfig.8;.Das Werkzeug &man.mdconfig.8; ist sehr nützlich, doch muss
man viele Kommandos absetzen, um ein dateibasiertes Dateisystem zu
erstellen. FreeBSD enthält das Werkzeug &man.mdmfs.8;, das
die notwendigen Schritte in einem Befehl zusammenfasst. Es
konfiguriert mit &man.mdconfig.8; ein &man.md.4;-Laufwerk, erstellt
darauf mit &man.newfs.8; ein Dateisystem und hängt es
anschließend mit &man.mount.8; ein. Das virtuelle Laufwerk
aus dem obigen Beispiel kann somit einfach mit den nachstehenden
Befehlen erstellt werden:Mit mdmfs ein dateibasiertes
Dateisystem erstellen&prompt.root; dd if=/dev/zero of=newimage bs=1k count=5k
5120+0 records in
5120+0 records out
&prompt.root; mdmfs -F newimage -s 5m md0/mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md0 4718 4 4338 0% /mntWenn sie die Option ohne Gerätenummer
verwenden, wählt &man.md.4; automatisch ein ungenutztes
Gerät aus. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der
Hilfeseite &man.mdmfs.8;.Speicherbasierte Laufwerke unter FreeBSDLaufwerkespeicherbasierteVerwenden Sie ein
speicherbasiertes Dateisystem, sollten Sie die Option
swap backing aktivieren. Setzen Sie diese
Option, heißt dies allerdings nicht, dass das
speicherbasierte Laufwerk automatisch auf ihre Festplatte
ausgelagert wird, vielmehr wird der Speicherplatz danach
aus einem Speicherpool angefordert, der bei Bedarf auf
die Platte ausgelagert werden kann. Zusätzlich ist
es möglich, &man.malloc.9;-gestützte
speicherbasierte Laufwerke zu erstellen. Das Anlegen solcher
Laufwerke kann allerdings zu einer System-Panic führen,
wenn der Kernel danach über zu wenig Speicher
verfügt.Erstellen eines speicherbasierten Laufwerks mit
mdconfig&prompt.root; mdconfig -a -t swap -s 5m -u 1
&prompt.root; newfs -U md1
/dev/md1: 5.0MB (10240 sectors) block size 16384, fragment size 2048
using 4 cylinder groups of 1.27MB, 81 blks, 192 inodes.
with soft updates
super-block backups (for fsck -b #) at:
160, 2752, 5344, 7936
&prompt.root; mount /dev/md1/mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md1 4718 4 4338 0% /mntErstellen eines speicherbasierten Laufwerks mit
mdmfs&prompt.root; mdmfs -s 5m md2/mnt
&prompt.root; df /mnt
&prompt.root; df /mnt
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/md2 4846 2 4458 0% /mntVirtuelle Laufwerke freigebenLaufwerkeFreigabe von virtuellen LaufwerkenWenn ein virtuelles Laufwerk nicht mehr gebraucht wird, sollten
Sie dem System die belegten Ressourcen zurückgeben.
Hängen Sie dazu zuerst das Dateisystem ab und geben Sie dann
die benutzten Ressourcen mit &man.mdconfig.8; frei.Alle von /dev/md4 belegten Ressourcen
werden mit dem nachstehenden Kommando freigegeben:&prompt.root; mdconfig -d -u 4Eingerichtete &man.md.4;-Geräte werden mit dem Befehl
mdconfig -l angezeigt.TomRhodesBeigetragen von Schnappschüsse von DateisystemenSchnappschüssevon DateisystemenZusammen mit Soft Updates
bietet FreeBSD eine neue Funktion: Schnappschüsse von
Dateisystemen.Schnappschüsse sind Dateien, die ein Abbild eines
Dateisystems enthalten und müssen auf dem jeweiligen
Dateisystem erstellt werden. Pro Dateisystem darf es maximal
20 Schnappschüsse, die im Superblock vermerkt werden, geben.
Schnappschüsse bleiben erhalten, wenn das Dateisystem abgehangen,
neu eingehangen oder das System neu gestartet wird. Wenn Sie einen
Schnappschuss nicht mehr benötigen, können Sie ihn
mit &man.rm.1; löschen. Es ist egal, in welcher Reihenfolge
Schnappschüsse gelöscht werden. Es kann allerdings
vorkommen, dass nicht der gesamte Speicherplatz
wieder freigegeben wird, da ein anderer
Schnappschuss einen Teil der entfernten Blöcke für sich
beanspruchen kann.Das unveränderliche -Dateiflag
wird nach der Erstellung des Snaphshots von &man.mksnap.ffs.8;
gesetzt. Durch die Verwendung von &man.unlink.1; ist es allerdings
möglich, einen Schnappschuss zu löschen.Schnappschüsse werden mit &man.mount.8; erstellt. Das
folgende Kommando legt einen Schnappschuss von
/var in /var/snapshot/snap
ab:&prompt.root; mount -u -o snapshot /var/snapshot/snap /varDen Schnappschuss können Sie auch mit &man.mksnap.ffs.8;
erstellen:&prompt.root; mksnap_ffs /var /var/snapshot/snapUm einen Schnappschuss auf Ihrem System zu finden, verwenden
Sie &man.find.1;:&prompt.root; find /var -flags snapshotNachdem ein Schnappschuss erstellt wurde, können Sie
ihn für verschiedene Zwecke benutzen:Sie können den Schnappschuss für die
Datensicherung benutzen und ihn auf eine CD oder ein Band
schreiben.Sie können den Schnappschuss mit &man.fsck.8;
manuell prüfen. Wenn das Dateisystem zum Zeitpunkt der
Erstellung des Schnappschusses in Ordnung war, sollte
&man.fsck.8; immer erfolgreich durchlaufen. Der
Hintergrund-Prozess &man.fsck.8; hat im Übrigen genau
diese Aufgabe.Sie können den Schnappschuss mit &man.dump.8;
sichern. Sie erhalten dann eine konsistente Sicherung des
Dateisystems zu dem Zeitpunkt, der durch den Zeitstempel des
Schnappschusses gegeben ist. Der Schalter
von &man.dump.8; erstellt für die Sicherung einen
Schnappschuss und entfernt diesen am Ende der Sicherung
wieder.Sie können einen Schnappschuss in den
Verzeichnisbaum einhängen und sich dann den Zustand des
Dateisystems zu dem Zeitpunkt ansehen, an dem der
Schnappschuss erstellt wurde. Der folgende Befehl
hängt den Schnappschuss
/var/snapshot/snap ein:&prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /var/snapshot/snap -u 4
&prompt.root; mount -r /dev/md4 /mntSie können sich nun den eingefrorenen Stand des
/var Dateisystems unterhalb von
/mnt ansehen. Mit Ausnahme der früheren
Schnappschüsse, die als leere Dateien auftauchen, wird zu
Beginn alles so aussehen, wie zum Zeitpunkt der Erstellung des
Schnappschusses. Wenn Sie den Schnappschuss nicht mehr
benötigen, können Sie ihn, wie nachfolgend gezeigt,
abhängen:&prompt.root; umount /mnt
&prompt.root; mdconfig -d -u 4Weitere Informationen über Soft Updates und
Schnappschüsse von Dateisystemen sowie technische Artikel finden
Sie auf der Webseite
von Marshall Kirk McKusick.Dateisystem-QuotasAccountingPlattenplatzDisk QuotasQuotas sind eine optionale Funktion des Betriebssystems,
die es Ihnen erlauben, den Plattenplatz und/oder die Anzahl
der Dateien eines Benutzers oder der Mitglieder einer Gruppe,
auf Dateisystemebene zu beschränken. Oft wird dies
auf Timesharing-Systemen (Mehrbenutzersystemen) genutzt, da
es dort erwünscht ist, die Ressourcen, die ein Benutzer oder
eine Gruppe von Benutzern belegen können, zu limitieren. Das
verhindert, dass ein Benutzer oder eine Gruppe von Benutzern
den ganzen verfügbaren Plattenplatz belegt.Konfiguration des Systems, um Quotas zu
aktivierenBevor Quotas benutzt werden können, müssen
sie im Kernel konfiguriert werden, wozu die folgende Zeile
der Kernelkonfiguration hinzugefügt wird:options QUOTAIm gewöhnlichen GENERIC Kernel
sind Quotas nicht aktiviert, so dass Sie einen angepassten
Kernel konfigurieren und bauen müssen, um Quotas zu
benutzen. Weitere Informationen
finden Sie in .Durch Hinzufügen der folgenden Zeile in
/etc/rc.conf wird das Quota-System
aktiviert:enable_quotas="YES"Disk QuotasüberprüfenUm den Start des Quota-Systems zu beeinflussen, steht
eine weitere Variable zur Verfügung. Normalerweise
wird beim Booten die Integrität der Quotas auf
allen Dateisystemen mit &man.quotacheck.8;
überprüft. &man.quotacheck.8; stellt
sicher, dass die Quota-Datenbank mit den Daten auf
einem Dateisystem übereinstimmt. Dies ist allerdings
ein sehr zeitraubender Prozess, der die Zeit, die
das System zum Booten braucht, signifikant beeinflusst.
Eine Variable in /etc/rc.config erlaubt es Ihnen,
diesen Schritt zu überspringen:check_quotas="NO"Schließlich müssen Sie noch in
/etc/fstab die Plattenquotas auf
Dateisystemebene aktivieren. Dort können Sie
für alle Dateisysteme Quotas für Benutzer, Gruppen
oder für beide aktivieren.Um Quotas pro Benutzer für ein Dateisystem zu
aktivieren, geben Sie für dieses Dateisystem die
Option im Feld Optionen von
/etc/fstab an. Beispiel:/dev/da1s2g /home ufs rw,userquota 1 2Um Quotas für Gruppen einzurichten, verwenden
Sie anstelle von
. Um Quotas für Benutzer
und Gruppen einzurichten, ändern Sie den Eintrag
wie folgt ab:/dev/da1s2g /home ufs rw,userquota,groupquota 1 2Die Quotas werden jeweils im Rootverzeichnis des Dateisystems
unter dem Namen quota.user für
Benutzer-Quotas und quota.group für
Gruppen-Quotas abgelegt. Obwohl &man.fstab.5; beschreibt,
dass diese Dateien an anderer Stelle gespeichert werden
können, wird das nicht empfohlen, da es den Anschein hat,
dass die verschiedenen Quota-Utilities das nicht richtig
unterstützen.Jetzt sollten Sie Ihr System mit dem neuen Kernel booten.
/etc/rc wird dann automatisch die
richtigen Kommandos aufrufen, die die Quota-Dateien für
alle Quotas, die Sie in /etc/fstab
definiert haben, anlegen. Deshalb müssen vorher auch keine
leeren Quota-Dateien angelegt werden.Normalerweise brauchen Sie die Kommandos
&man.quotacheck.8;, &man.quotaon.8; oder
&man.quotaoff.8; nicht händisch aufzurufen,
obwohl Sie vielleicht die entsprechenden Seiten im
Manual lesen sollten, um sich mit ihnen vertraut
zu machen.Setzen von Quota-LimitsDisk QuotasLimitsNachdem Sie Quotas in Ihrem System aktiviert haben, sollten
Sie überprüfen, dass Sie auch tatsächlich
aktiviert sind. Führen Sie dazu einfach den folgenden
Befehl aus:&prompt.root; quota -vFür jedes Dateisystem, auf dem Quotas aktiviert sind,
sollten Sie eine Zeile mit der Plattenauslastung und den
aktuellen Quota-Limits sehen.Mit &man.edquota.8; können Sie nun
Quota-Limits setzen.Sie haben mehrere Möglichkeiten, die Limits für
den Plattenplatz, den ein Benutzer oder eine Gruppe verbrauchen
kann, oder die Anzahl der Dateien, die angelegt werden dürfen,
festzulegen. Die Limits können auf dem Plattenplatz
(Block-Quotas) oder der Anzahl der Dateien (Inode-Quotas) oder
einer Kombination von beiden basieren.
Jedes dieser Limits wird weiterhin in zwei Kategorien geteilt:
Hardlimits und Softlimits.HardlimitEin Hardlimit kann nicht überschritten werden.
Hat der Benutzer einmal ein Hardlimit erreicht, so kann er
auf dem betreffenden Dateisystem keinen weiteren Platz mehr
beanspruchen. Hat ein Benutzer beispielsweise ein Hardlimit
von 500 Kilobytes auf einem Dateisystem und benutzt davon
490 Kilobyte, so kann er nur noch 10 weitere Kilobytes
beanspruchen. Der Versuch, weitere 11 Kilobytes zu beanspruchen,
wird fehlschlagen.SoftlimitIm Gegensatz dazu können Softlimits für eine
befristete Zeit überschritten werden. Diese Frist
beträgt in der Grundeinstellung
eine Woche. Hat der Benutzer das Softlimit über die
Frist hinaus überschritten, so wird das Softlimit in
ein Hardlimit umgewandelt und der Benutzer kann
keinen weiteren Platz mehr beanspruchen. Wenn er einmal
das Softlimit unterschreitet, wird die Frist wieder
zurückgesetzt.Das folgende Beispiel zeigt die Benutzung von
&man.edquota.8;. Wenn &man.edquota.8; aufgerufen wird,
wird der Editor gestartet, der durch EDITOR
gegeben ist oder vi falls
EDITOR nicht gesetzt ist. In dem Editor
können Sie die Limits eingeben.&prompt.root; edquota -u testQuotas for user test:
/usr: kbytes in use: 65, limits (soft = 50, hard = 75)
inodes in use: 7, limits (soft = 50, hard = 60)
/usr/var: kbytes in use: 0, limits (soft = 50, hard = 75)
inodes in use: 0, limits (soft = 50, hard = 60)Für jedes Dateisystem, auf dem Quotas aktiv sind,
sehen Sie zwei Zeilen, eine für die Block-Quotas und die
andere für die Inode-Quotas. Um ein Limit zu modifizieren,
ändern Sie einfach den angezeigten Wert. Um beispielsweise
das Blocklimit dieses Benutzers von einem Softlimit von 50
und einem Hardlimit von 75 auf ein Softlimit von 500 und
ein Hardlimit von 600 zu erhöhen, ändern Sie
die Zeile/usr: kbytes in use: 65, limits (soft = 50, hard = 75)zu:/usr: kbytes in use: 65, limits (soft = 500, hard = 600)Die neuen Limits sind wirksam, wenn Sie den
Editor verlassen.Manchmal ist es erwünscht, die Limits für einen
Bereich von UIDs zu setzen. Dies kann mit der
Option von &man.edquota.8; bewerkstelligt werden.
Weisen Sie dazu die Limits einem Benutzer zu und rufen danach
edquota -p protouser startuid-enduid auf.
Besitzt beispielsweise der Benutzer test
die gewünschten Limits, können diese mit
dem folgenden Kommando für die UIDs 10.000 bis 19.999
dupliziert werden:&prompt.root; edquota -p test 10000-19999Weitere Informationen erhalten Sie in &man.edquota.8;.Überprüfen von Quota-Limits und PlattennutzungDisk QuotasüberprüfenSie können &man.quota.1; oder
&man.repquota.8; benutzen, um Quota-Limits
und Plattennutzung zu überprüfen. Um die Limits
oder die Plattennutzung individueller Benutzer und Gruppen
zu überprüfen, kann &man.quota.1;
benutzt werden. Ein Benutzer kann nur die eigenen Quotas und die
Quotas der Gruppe, der er angehört untersuchen. Nur der
Superuser darf sich alle Limits ansehen.
Mit &man.repquota.8; erhalten Sie eine Zusammenfassung
von allen Limits und der Plattenausnutzung für alle
Dateisysteme, auf denen Quotas aktiv sind.Das folgende Beispiel zeigt die Ausgabe von
quota -v für einen Benutzer, der
Quota-Limits auf zwei Dateisystemen besitzt:Disk quotas for user test (uid 1002):
Filesystem usage quota limit grace files quota limit grace
/usr 65* 50 75 5days 7 50 60
/usr/var 0 50 75 0 50 60Disk QuotasFristIm Dateisystem /usr liegt der Benutzer
momentan 15 Kilobytes über dem Softlimit von
50 Kilobytes und hat noch 5 Tage seiner Frist übrig.
Der Stern * zeigt an, dass der
Benutzer sein Limit überschritten hat.In der Ausgabe von &man.quota.1; werden Dateisysteme,
auf denen ein Benutzer keinen Platz verbraucht, nicht angezeigt,
auch wenn diesem Quotas zugewiesen wurden. Mit
werden diese Dateisysteme, wie /usr/var
im obigen Beispiel, angezeigt.Quotas über NFSNFSQuotas werden von dem Quota-Subsystem auf dem NFS Server
erzwungen. Der &man.rpc.rquotad.8; Dæmon stellt
&man.quota.1; die Quota Informationen auf dem NFS Client
zur Verfügung, so dass Benutzer auf diesen
Systemen ihre Quotas abfragen können.Aktivieren Sie rpc.rquotad in
/etc/inetd.conf wie folgt:rquotad/1 dgram rpc/udp wait root /usr/libexec/rpc.rquotad rpc.rquotadAnschließend starten Sie inetd
neu:&prompt.root; kill -HUP `cat /var/run/inetd.pid`LuckyGreenBeigetragen von shamrock@cypherpunks.toPartitionen verschlüsselnPartitionenverschlüsselnFreeBSD bietet ausgezeichnete Möglichkeiten, Daten vor
unberechtigten Zugriffen zu schützen. Wenn das
Betriebssystem läuft, schützen Zugriffsrechte und
vorgeschriebene Zugriffskontrollen (MAC) (siehe )
die Daten. Die Zugriffskontrollen des Betriebssystems
schützen allerdings nicht vor einem Angreifer, der
Zugriff auf den Rechner hat. Der Angreifer
kann eine Festplatte einfach in ein anderes System einbauen
und dort die Daten analysieren.Die für &os; verfügbaren kryptografischen
Subsysteme GEOM Based Disk Encryption (gbde)
und geli sind in der Lage, Daten auf
Dateisystemen auch vor hoch motivierten Angreifern zu
schützen, die über erhebliche Mittel verfügen.
Dieser Schutz ist unabhängig von der Art und Weise, durch
die ein Angreifer Zugang zu einer Festplatte oder zu einem
Rechner erlangt hat. Im Gegensatz zu schwerfälligen
Systemen, die einzelne Dateien verschlüsseln,
verschlüsseln gbde und
geli transparent ganze Dateisysteme. Auf der
Festplatte werden dabei keine Daten im Klartext gespeichert.Plattenverschlüsselung mit
gbdeWechseln sie zu rootSie benötigen Superuser-Rechte, um
gbde einzurichten.&prompt.user; su -
Password:Aktivieren Sie &man.gbde.4; in
der KernelkonfigurationsdateiFügen Sie folgende Zeile in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei ein:options GEOM_BDEÜbersetzen und installieren Sie den FreeBSD-Kernel
wie in beschrieben.Starten sie das System neu, um den neuen Kernel
zu benutzen.Alternativ zur Neukompilierung des Kernels können
Sie auch kldload verwenden, um das
Kernelmodul &man.gbde.4; zu laden:&prompt.root; kldload geom_bdeEinrichten eines verschlüsselten DateisystemsDas folgende Beispiel beschreibt, wie ein Dateisystem
auf einer neuen Festplatte verschlüsselt wird. Das
Dateisystem wird in /private eingehangen.
Mit gbde könnten auch
/home und /var/mail
verschlüsselt werden. Die dazu nötigen Schritte
können allerdings in dieser Einführung
nicht behandelt werden.Installieren der FestplatteInstallieren Sie die Festplatte wie in
beschrieben. Im Beispiel
verwenden wir die Partition /dev/ad4s1c.
Die Gerätedateien
/dev/ad0s1*
sind Standard-Partitionen des FreeBSD-Systems.&prompt.root; ls /dev/ad*
/dev/ad0 /dev/ad0s1b /dev/ad0s1e /dev/ad4s1
/dev/ad0s1 /dev/ad0s1c /dev/ad0s1f /dev/ad4s1c
/dev/ad0s1a /dev/ad0s1d /dev/ad4Verzeichnis für gbde-Lock-Dateien anlegen&prompt.root; mkdir /etc/gbdeDie Lock-Dateien sind für den Zugriff von
gbde auf verschlüsselte
Partitionen notwendig. Ohne die Lock-Dateien können
die Daten nur mit erheblichem manuellen Aufwand wieder
entschlüsselt werden (dies wird auch von der Software
nicht unterstützt). Jede verschlüsselte
Partition benötigt eine gesonderte Lock-Datei.Vorbereiten der gbde-PartitionEine von gbde benutzte
Partition muss einmalig vorbereitet werden:&prompt.root; gbde init /dev/ad4s1c -i -L /etc/gbde/ad4s1c&man.gbde.8; öffnet eine Vorlage in Ihrem Editor,
in der Sie verschiedene Optionen einstellen können.
Setzen Sie sector_size auf
2048, wenn Sie
UFS1 oder UFS2 benutzen.$FreeBSD: src/sbin/gbde/template.txt,v 1.1 2002/10/20 11:16:13 phk Exp $
#
# Sector size is the smallest unit of data which can be read or written.
# Making it too small decreases performance and decreases available space.
# Making it too large may prevent filesystems from working. 512 is the
# minimum and always safe. For UFS, use the fragment size
#
sector_size = 2048
[...]
&man.gbde.8; fragt dann zweimal eine Passphrase
zum Schutz der Daten ab. Die Passphrase muss beides
Mal gleich eingegeben werden. Die Sicherheit der
Daten hängt alleine von der Qualität der
gewählten Passphrase ab.
Die Auswahl einer sicheren und leicht zu merkenden
Passphrase wird auf der Webseite Diceware
Passphrase beschrieben.Mit gbde init wurde im Beispiel
auch die Lock-Datei /etc/gbde/ad4s1c
angelegt.Sichern Sie die Lock-Dateien von
gbde immer zusammen mit den
verschlüsselten Dateisystemen. Ein entschlossener
Angreifer kann die Daten vielleicht auch ohne die
Lock-Datei entschlüsseln. Ohne die Lock-Datei
können Sie allerdings nicht auf die
verschlüsselten Daten zugreifen. Dies ist nur noch
mit erheblichem manuellen Aufwand möglich, der
weder von &man.gbde.8; noch seinem Entwickler
unterstützt wird.Einbinden der verschlüsselten Partition
in den Kernel&prompt.root; gbde attach /dev/ad4s1c -l /etc/gbde/ad4s1cDas Kommando fragt die Passphrase ab, die Sie
beim Vorbereiten der Partition eingegeben haben. Das
neue Gerät erscheint danach als
/dev/device_name.bde im
Verzeichnis /dev:&prompt.root; ls /dev/ad*
/dev/ad0 /dev/ad0s1b /dev/ad0s1e /dev/ad4s1
/dev/ad0s1 /dev/ad0s1c /dev/ad0s1f /dev/ad4s1c
/dev/ad0s1a /dev/ad0s1d /dev/ad4 /dev/ad4s1c.bdeDateisystem auf dem verschlüsselten Gerät
anlegenWenn der Kernel die verschlüsselte Partition
kennt, können Sie ein Dateisystem auf ihr anlegen.
Benutzen Sie dazu den Befehl &man.newfs.8;. Da ein
Dateisystem vom Typ UFS2 sehr viel schneller als eins
vom Typ UFS1 angelegt wird, empfehlen wir Ihnen, die
Option zu benutzen.&prompt.root; newfs -U -O2 /dev/ad4s1c.bde&man.newfs.8; muss auf einer dem Kernel bekannten
gbde-Partition (einem
Gerät mit dem Namen
*.bde
laufen.Einhängen der verschlüsselten PartitionLegen Sie einen Mountpunkt für das
verschlüsselte Dateisystem an:&prompt.root; mkdir /privateHängen Sie das verschlüsselte Dateisystem
ein:&prompt.root; mount /dev/ad4s1c.bde /privateÜberprüfen des verschlüsselten
DateisystemDas verschlüsselte Dateisystem sollte jetzt
von &man.df.1; erkannt werden und benutzt werden
können.&prompt.user; df -H
Filesystem Size Used Avail Capacity Mounted on
/dev/ad0s1a 1037M 72M 883M 8% /
/devfs 1.0K 1.0K 0B 100% /dev
/dev/ad0s1f 8.1G 55K 7.5G 0% /home
/dev/ad0s1e 1037M 1.1M 953M 0% /tmp
/dev/ad0s1d 6.1G 1.9G 3.7G 35% /usr
/dev/ad4s1c.bde 150G 4.1K 138G 0% /privateEinhängen eines existierenden verschlüsselten
DateisystemsNach jedem Neustart müssen verschlüsselte
Dateisysteme dem Kernel wieder bekannt gemacht werden,
auf Fehler überprüft werden und eingehangen
werden. Die dazu nötigen Befehle müssen als
root durchgeführt werden.gbde-Partition im Kernel bekannt geben&prompt.root; gbde attach /dev/ad4s1c -l /etc/gbde/ad4s1cDas Kommando fragt nach der Passphrase, die Sie
beim Vorbereiten der verschlüsselten
gbde-Partition festgelegt
haben.Prüfen des DateisystemsDas verschlüsselte Dateisystem kann noch nicht
automatisch über /etc/fstab
eingehangen werden. Daher muss es vor dem Einhängen
mit &man.fsck.8; geprüft werden:&prompt.root; fsck -p -t ffs /dev/ad4s1c.bdeEinhängen des verschlüsselten
Dateisystems&prompt.root; mount /dev/ad4s1c.bde /privateDas verschlüsselte Dateisystem steht danach
zur Verfügung.Verschlüsselte Dateisysteme automatisch
einhängenMit einem Skript können verschlüsselte
Dateisysteme automatisch bekannt gegeben, geprüft
und eingehangen werden. Wir raten Ihnen allerdings
aus Sicherheitsgründen davon ab. Starten Sie das
Skript manuell an der Konsole oder in einer
&man.ssh.1;-Sitzung.Zu diesem Zweck existiert ein
rc.d-Skript, an das über
Einträge in der Datei &man.rc.conf.5;
Argumente übergeben werden können. Dazu ein
Beispiel:
- gbde_autoattach_all="YES"
-gbde_devices="ad4s1c"
+ gbde_autoattach_all="YES"
+gbde_devices="ad4s1c"Durch diese Argumente muss beim Systemstart die
gbde-Passphrase eingegeben werden.
Erst nach Eingabe der korrekten Passphrase wird die
gbde-verschlüsselte
Partition automatisch in den Verzeichnisbaum
eingehängt. Dieses Vorgehen ist insbesondere dann
nützlich, wenn Sie gbde auf
einem Notebook einsetzen wollen.Kryptografische Methoden von gbde&man.gbde.8; benutzt den 128-Bit AES im CBC-Modus,
um die Daten eines Sektors zu verschlüsseln. Jeder
Sektor einer Festplatte wird mit einem unterschiedlichen
AES-Schlüssel verschlüsselt. Mehr Informationen,
unter anderem wie die Schlüssel für einen Sektor
aus der gegebenen Passphrase ermittelt werden, erhalten
Sie in &man.gbde.4;.Kompatibilität&man.sysinstall.8; kann nicht mit verschlüsselten
gbde-Geräten umgehen. Vor
dem Start von &man.sysinstall.8; sind alle
*.bde-Geräte
zu deaktivieren, da &man.sysinstall.8; sonst bei der
Gerätesuche abstürzt. Das im Beispiel verwendete
Gerät wird mit dem folgenden Befehl deaktiviert:&prompt.root; gbde detach /dev/ad4s1cSie können gbde
nicht zusammen mit vinum
benutzen, da &man.vinum.4; das &man.geom.4;-Subsystem
nicht benutzt.DanielGerzoBeigetragen von Plattenverschlüsselung mit geliMit &os; 6.0 wurde eine neue kryptografische GEOM-Klasse
eingeführt - geli. Diese wird derzeit
von &a.pjd; weiterentwickelt. geli
unterscheidet sich von gbde durch
unterschiedliche Fähigkeiten und einen unterschiedlichen
Ansatz für die Verschlüsselung von Festplatten.Die wichtigsten Merkmale von &man.geli.8; sind:Der Einsatz des &man.crypto.9;-Frameworks –
verfügt das System über kryptografische Hardware,
wird diese von geli automatisch
verwendet.Die Unterstützung verschiedener kryptografischer
Algorithmen (derzeit AES, Blowfish, sowie 3DES).Die Möglichkeit, die root-Partition zu
verschlüsseln. Um auf die verschlüsselte
root-Partition zugreifen zu können, muss beim
Systemstart die Passphrase eingegeben werden.geli erlaubt den Einsatz von zwei
voneinander unabhängigen Schlüsseln (etwa einem
privaten Schlüssel und einem
Unternehmens-Schlüssel).geli ist durch einfache
Sektor-zu-Sektor-Verschlüsselung sehr schnell.Die Möglichkeit, Master-Keys zu sichern und
wiederherzustellen. Wenn ein Benutzer seinen Schlüssel
zerstört, kann er über seinen zuvor gesicherten
Schlüssel wieder auf seine Daten zugreifen.geli erlaubt es, Platten mit
einem zufälligen Einmal-Schlüssel einzusetzen,
was insbesondere für Swap-Partitionen und
temporäre Dateisysteme interessant ist.Weitere Informationen zu den Fähigkeiten von
geli finden Sie in &man.geli.8;.Die folgenden Schritte beschreiben, wie Sie
geli im &os;-Kernel aktivieren und einen
- neuen geli-Verschlüsselungs-Provider
- anlegen können. Abschließend wird gezeigt, wie
- Sie eine verschlüsselte Swap-Partition einrichten, die
- die von geli angebotenen Fähigkeiten
- nützt.
+ geli-Verschlüsselungs-Provider
+ anlegen können.
Voraussetzung für die Nutzung von
geli ist der Einsatz von &os; 6.0-RELEASE
oder neuer. Da Sie Ihren Kernel anpassen müssen,
benötigen Sie außerdem
root-Privilegien.Aufnahme der geli-Unterstützung
in Ihre KernelkonfigurationsdateiFügen Sie die folgenden Zeilen in Ihre
Kernelkonfigurationsdatei ein:
- options GEOM_ELI
-device crypto
+ options GEOM_ELI
+device cryptoBauen und installieren Sie Ihren neuen Kernel wie in
beschrieben.Alternativ können Sie aber auch das
geli-Kernelmodul beim Systemstart laden.
Dazu fügen Sie die folgende Zeile in
/boot/loader.conf ein:
- geom_eli_load="YES"
+ geom_eli_load="YES"Ab sofort wird &man.geli.8; vom Kernel
unterstützt.Erzeugen des Master-KeysDas folgende Beispiel beschreibt, wie Sie eine
Schlüsseldatei erzeugen, die als Teil des
Master-Keys für den Verschlüsselungs-Provider
verwendet wird, der unter /private in den
Verzeichnisbaum eingehängt (gemountet)
wird. Diese Schlüsseldatei liefert zufällige
Daten, die für die Verschlüsselung des
Master-Keys benötigt werden. Zusätzlich wird
der Master-Key durch eine Passphrase geschützt. Die
Sektorgröße des Providers beträgt 4 KB.
Außerdem wird beschrieben, wie Sie einen
geli-Provider aktivieren, ein vom ihm
verwaltetes Dateisystem erzeugen, es mounten, mit ihm
arbeiten und wie Sie es schließlich wieder unmounten
und den Provider deaktivieren.Um eine bessere Leistung zu erzielen, sollten Sie eine
größere Sektorgröße (beispielsweise
4 KB) verwenden.Der Master-Key wird durch eine Passphrase sowie die
Daten der Schlüsseldatei (die von
/dev/random stammen) geschützt.
Die Sektorgröße von
/dev/da2.eli (das als Provider
bezeichnet wird) beträgt 4 KB.&prompt.root; dd if=/dev/random of=/root/da2.key bs=64 count=1
&prompt.root; geli init -s 4096 -K /root/da2.key /dev/da2
Enter new passphrase:
Reenter new passphrase:Es ist nicht zwingend nötig, sowohl eine Passphrase
als auch eine Schlüsseldatei zu verwenden. Die
einzelnen Methoden können auch unabhängig
voneinander eingesetzt werden.Wird für die Schlüsseldatei der Wert
- angegeben, wird dafür die
Standardeingabe verwendet. Das folgende Beispiel zeigt,
dass Sie auch mehr als eine Schlüsseldatei verwenden
können.&prompt.root; cat keyfile1 keyfile2 keyfile3 | geli init -K - /dev/da2Aktivieren des Providers mit dem erzeugten
Schlüssel&prompt.root; geli attach -k /root/da2.key /dev/da2
Enter passphrase:Dadurch wird die (Normaltext-)Gerätedatei
/dev/da2.eli
angelegt.&prompt.root; ls /dev/da2*
/dev/da2 /dev/da2.eliDas neue Dateisystem erzeugen&prompt.root; dd if=/dev/random of=/dev/da2.eli bs=1m
&prompt.root; newfs /dev/da2.eli
&prompt.root; mount /dev/da2.eli /privateDas verschlüsselte Dateisystem wird nun von
&man.df.1; angezeigt und kann ab sofort eingesetzt werden.&prompt.root; df -H
Filesystem Size Used Avail Capacity Mounted on
/dev/ad0s1a 248M 89M 139M 38% /
/devfs 1.0K 1.0K 0B 100% /dev
/dev/ad0s1f 7.7G 2.3G 4.9G 32% /usr
/dev/ad0s1d 989M 1.5M 909M 0% /tmp
/dev/ad0s1e 3.9G 1.3G 2.3G 35% /var
/dev/da2.eli 150G 4.1K 138G 0% /privateDas Dateisystem unmounten und den Provider deaktivierenWenn Sie nicht mehr mit dem verschlüsselten
Dateisystem arbeiten und die unter /private eingehängte
Partition daher nicht mehr benötigen, sollten
Sie diese unmounten und den
geli-Verschlüsselungs-Provider
wieder deaktivieren.&prompt.root; umount /private
&prompt.root; geli detach da2.eliWeitere Informationen zum Einsatz von geli
finden Sie in &man.geli.8;.Der Einsatz des geli-
rc.d-Skriptsgeli verfügt über ein
rc.d-Skript,
das den Einsatz von geli
deutlich vereinfacht. Es folgt nun ein Beispiel, in dem
geli über die Datei
&man.rc.conf.5; konfiguriert wird:
- geli_devices="da2"
-geli_da2_flags="-p -k /root/da2.key"
+ geli_devices="da2"
+geli_da2_flags="-p -k /root/da2.key"Durch diese Einträge wird
/dev/da2 als
geli-Provider festgelegt. Der Master-Key
befindet sich in /root/da2.key. Beim
Aktivieren des geli-Providers wird keine
Passphrase abgefragt (beachten Sie, dass dies nur dann
möglich ist, wenn Sie geli mit dem
- Parameter -P initialisieren). Wird das
+ Parameter initialisieren). Wird das
System heruntergefahren, wird der
- geli-Provider zuvor deaktiviert.
+ geli-Provider zuvor deaktiviert.
Weitere Informationen zur Konfiguration der
rc.d-Skripten
finden Sie im Abschnitt rc.d des Handbuchs.ChristianBrüfferGeschrieben von Den Auslagerungsspeicher verschlüsselnAuslagerungsspeicherverschlüsselnDie Verschlüsselung des Auslagerungsspeichers ist unter &os;
einfach einzurichten und seit &os; 5.3-RELEASE verfügbar.
Je nach dem, welche &os;-Version Sie einsetzen, können
Konfiguration und mögliche Optionen allerdings unterschiedlich
sein. Seit &os; 6.0-RELEASE können Sie entweder das
&man.gbde.8;- oder das &man.geli.8;-Verschlüsselungs-Subsystem
einsetzen. Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, sind Sie
hingegen auf &man.gbde.8; beschränkt. Beide Subsysteme
werden über das rc.d-Skript
encswap gestartet.Der letzte Abschnitt,
Partitionen verschlüsseln, enthält eine kurze
Beschreibung der verschiedenen
Verschlüsselungs-Subsysteme.Warum sollte der Auslagerungsspeicher verschlüsselt
werden?Wie die Verschlüsselung von Plattenpartitionen dient
auch die Verschlüsselung des Auslagerungsspeichers dem
Schutz sensitiver Informationen. Stellen Sie sich etwa eine
Anwendung vor, die ein Passwort erfordert. Solange dieses
Passwort im Hauptspeicher verbleibt, ist alles in
Ordnung. Beginnt Ihr Betriebssystem allerdings, Daten auf
die Festplatte auszulagern, um im Hauptspeicher Platz für
andere Anwendungen zu schaffen, kann es passieren, dass Ihr
Passwort im Klartext in den Auslagerungsspeicher
geschrieben wird, was es einem potentiellen Angreifer leicht
macht, Ihr Passwort herauszufinden. Die Verschlüsselung
Ihres Auslagerungsspeichers kann dieses Problem lösen.VorbereitungenFür die weiteren Ausführungen dieses Abschnitts
stellt ad0s1b die Swap-Partition
dar.Noch ist Ihr Auslagerungsspeicher nicht verschlüsselt.
Es könnte allerdings sein, dass bereits Passwörter
oder andere sensitive Daten als Klartext im Auslagerungsspeicher
vorhanden sind. Daher sollten Sie den Auslagerungsspeicher
komplett mit zufällig generierten Zeichen
überschreiben, bevor Sie ihn verschlüsseln:&prompt.root; dd if=/dev/random of=/dev/ad0s1b bs=1mDen Auslagerungsspeicher mit &man.gbde.8;
verschlüsselnVerwenden Sie &os; 6.0-RELEASE oder neuer, sollten Sie
in /etc/fstab das Suffix
.bde an den Gerätenamen der
Swap-Partition anhängen:
-
+
# Device Mountpoint FStype Options Dump Pass#
/dev/ad0s1b.bde none swap sw 0 0
-
+
Für &os;-Versionen vor 6.0-RELEASE benötigen Sie
zusätzlich folgende Zeile in
/etc/rc.conf:gbde_swap_enable="YES"Den Auslagerungsspeicher mit &man.geli.8;
verschlüsselnAlternativ können Sie Ihren Auslagerungsspeicher auch
mit &man.geli.8; verschlüsseln. Die Vorgehensweise ist
dabei ähnlich. Allerdings hängen Sie bei der Verwendung
von &man.geli.8; in /etc/fstab das Suffix
.eli an den Gerätenamen der
Swap-Partition an:
-
+
# Device Mountpoint FStype Options Dump Pass#
/dev/ad0s1b.eli none swap sw 0 0
-
+
In der Voreinstellung verschlüsselt &man.geli.8; den
Auslagerungsspeicher mit dem AES-Algorithmus
und einer Schlüssellänge von 256 Bit.Es ist möglich, diese Optionen durch das Setzen der
geli_swap_flags-Option in
/etc/rc.conf anzupassen. Die folgende
Zeile weist das rc.d-Skript encswap an,
&man.geli.8;-Swap-Partitionen mit dem Blowfish-Algorithmus und
einer Schlüssellänge von 128 Bit zu
verschlüsseln. Zusätzlich wird die
Sektorgröße auf 4 Kilobyte gesetzt und die Option
detach on last close aktiviert:geli_swap_flags="-a blowfish -l 128 -s 4096 -d"Eine Auflistung möglicher Optionen für den Befehl
onetime finden Sie in der Manualpage zu
&man.geli.8;.Die korrekte Funktion testenNachdem Sie Ihr System neu gestartet haben, können Sie
die korrekte Funktion Ihres verschlüsselten
Auslagerungsspeichers prüfen, indem Sie sich die Ausgabe
von swapinfo ansehen.Wenn Sie &man.gbde.8; einsetzen, erhalten Sie eine
Meldung ähnlich der folgenden:&prompt.user; swapinfo
Device 1K-blocks Used Avail Capacity
/dev/ad0s1b.bde 542720 0 542720 0%
Wenn Sie &man.geli.8; einsetzen, erhalten Sie hingegen
ein Ausgabe ähnlich der folgenden:&prompt.user; swapinfo
Device 1K-blocks Used Avail Capacity
/dev/ad0s1b.eli 542720 0 542720 0%
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/firewalls/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/firewalls/chapter.sgml
index 8d20fc45fc..9fd46a626a 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/firewalls/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/firewalls/chapter.sgml
@@ -1,486 +1,486 @@
Joseph J.BarbishBeigetragen von BradDavisNach SGML konvertiert und aktualisiert von MichaelBunzelTeilweise übersetzt von FirewallsfirewallsecurityfirewallsEinführungFirewalls ermöglichen es, den ein- und ausgehenden
Netzwerkverkehr Ihres Systems zu filtern. Dazu verwendet eine
Firewall eine oder mehrere Gruppen von Regeln,
um ankommende Netzwerkpakete zu untersuchen und entweder
durchzulassen oder zu blockieren. Die Regeln einer
Firewall untersuchen charakteristische Eigenschaften von
Datenpaketen, darunter den Protokolltyp, die Quell- und
Zieladresse sowie den Quell- und Zielport.Firewalls können die Sicherheit eines Rechners oder
eines Netzwerks erhöhen, indem sie folgende Aufgaben
übernehmen:Den Schutz der Anwendungen, Dienste und Rechner Ihres
internen Netzwerks vor unerwünschtem Datenverkehr
aus dem Internet.Die Beschränkung des Zugriffs von Rechnern des
internen Netzwerk auf Rechner oder Dienste des externen
Internets.Den Einsatz von Network Address Translation
(NAT), die es Ihnen durch die Verwendung
von privaten IP-Adressen ermöglicht,
eine einzige gemeinsame Internetverbindung für mehrere
Rechner zu nutzen (entweder über eine einzige Adresse
oder über eine Gruppe von jeweils automatisch
zugewiesenen öffentlichen
IP-Adressen).Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie:Wissen, wie man korrekte Paketfilterregeln erstellt.Die Unterschiede zwischen den in &os; eingebauten Firewalls
kennen.Wissen, wie man die PF-Firewall
von OpenBSD konfiguriert und einsetzt.IPFILTER konfigurieren und
einsetzen können.Wissen, wie man
IPFW konfiguriert und einsetzt.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie:Die grundlegenden Konzepte von &os; und dem Internet
verstehen.FirewallkonzeptefirewallrulesetsEs gibt zwei grundlegende Arten, Regelgruppen für
Firewalls zu erstellen: einschließend
(inclusive firewall) sowie
auschließend (exclusive
Firewall). Eine auschließende Firewall
lässt jeden Datenverkehr durch, der nicht durch eine Regel
ausgeschlossen wurde. Eine einschließende Firewall macht
das genaue Gegenteil. Sie lässt Datenverkehr nur dann
durch, wenn er einer der definierten Regeln entspricht.Einschließende Firewalls sind tendentiell sicherer als
ausschließende Firewalls, da sie das Risiko, dass
unerwünschter Datenverkehr die Firewall passiert, signifikant
reduzieren.Die Sicherheit einer Firewall kann durch den Einsatz einer
zustandsabhängigen Firewall
(stateful firewall) weiter
erhöht werden. Eine zustandsabhängige Firewall
überwacht alle durch die Firewall gehenden offenen
Verbindungen und erlaubt nur schon bestehenden Verkehr oder
Datenverkehr, der eine neue Verbindung öffnet. Der Nachteil
einer zustandsabhängigen Firewall ist allerdings, dass sie
anfällig für Denial of Service (DoS)
-Attacken ist, wenn sehr schnell sehr viele neue Verbindungen
erstellt werden. Bei den meisten Firewalls können Sie eine
Kombination aus zustandsabhängigem und nicht
zustandsabhängigem Verhalten verwenden, um eine für Ihre
Bedürfnisse optimale Fireall einzurichten.FirewallpaketeDas Basissystem von &os; enthält bereits drei
Firewallpakete: IPFILTER (auch als
IPF bekannt), IPFIREWALL
(auch als IPFW bezeichnet) sowie das von OpenBSD
übernommene PacketFilter (das auch als
PF bezeichnet wird). Zusätzlich
verfügt &os; über zwei eingebaute Pakete für das
sogenannte traffic shaping (dabei
handelt es sich die Steuerung des Bandbreitenverbrauchs):
&man.altq.4; sowie &man.dummynet.4;. Dummynet steht traditionell
in enger Verbindung mit IPFW, während
ALTQ gemeinsam mit
IPF/PF eingesetzt wird.
Gemeinsam ist allen Firewallpaketen (IPF, IPFW sowie PF), dass sie
Regeln einsetzen, um den Transfer von Datenpaketen auf und von
Ihrem System zu regeln. Unterschiedlich sind aber die Art und
Weise, wie dies realisiert wird. Auch die für diese Regeln
verwendete Syntax ist unterschiedlich.&os; überlässt es dem Anwender, das Firewallsystem
zu wählen, dass seinen Anforderungen und Vorlieben am Besten
entspricht. Keines der im Basissystem enthaltenen Firewallpakete
wird dabei als das beste angesehen.IPFILTER hat etwa den Vorteil, dass dessen
zustandsabhängige Regeln relativ einfach in einer
NAT-Umgebung implementiert werden können.
Außerdem verfügt es über einen eigenen FTP-Proxy,
der die Erstellung von sicheren Regeln für ausgehende
FTP-Verbindungen vereinfacht.Da alle Firewalls auf der Untersuchung der Werte
ausgewählter Kontrollfelder von Datenpaketen basieren, ist es
für die Erstellung von Firewallregeln notwendig, die
Funktionsweise von TCP/IP zu verstehen.
Außerdem muss man dazu wissen, was die Werte der einzelnen
Kontrollfelder bedeuten und wie diese während einer
Verbindung eingesetzt werden. Eine gute Erklärung dieser
Thematik finden Sie unter .Paket Filter (PF) von OpenBSD und
ALTQfirewallPFIm Juli 2003 wurde PF, die
Standard-Firewall von OpenBSD, nach &os; portiert und in die
&os;-Ports-Sammlung aufgenommen. Die erste &os;-Version,
die PF als Teil des Basisssytems enthielt, war
&os; 5.3 im November 2004. Bei PF
handelt es sich um eine komplette, vollausgestattete Firewall,
die optional auch ALTQ (Alternatives
Queuing) unterstützt. ALTQ bietet Ihnen
Quality of Service
(QoS)-Bandbreitenformung. Dadurch können
Sie, basierend auf Filterregeln, unterschiedlichen Diensten eine
bestimmte Bandbreite garantieren. Da das OpenBSD-Projekt bereits
über eine hervorragende Dokumentation verfügt, wurde das
PF-Handbuch nicht in dieses Kapitel aufgenommen.Weitere Informationen finden Sie unter
.PF aktivierenPF ist in Standardinstallationen von &os; 5.3 oder
neuer als eigenes, zur Laufzeit ladbares Kernelmodul enthalten.
Das System lädt das PF-Kernelmodul automatisch, wenn die
Anweisung pf_enable="YES" in
/etc/rc.conf enthalten ist. Das ladbare
Kernelmodul wurde mit aktivierter &man.pflog.4;-Protokollierung
erstellt.Das Kernelmodul geht davon aus, dass die Einträge
options INET sowie
device bpf in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei
vorhanden sind. Haben Sie NO_INET6 (seit
&os; 6.X) oder NOINET6 (in &os;-Versionen
vor 6.X) nicht definiert, benötigen Sie (etwa in
&man.make.conf.5;) zusätzlich die Option
options INET6.Nachdem Sie das Kernelmodul geladen oder die
PF-Unterstützung statisch in Ihren Kernel kompiliert haben,
können Sie pf über den
Befehl pfctl aktivieren beziehungsweise
deaktivieren.Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie
pf aktivieren:&prompt.root; pfctl -epfctl ermöglicht es Ihnen, die
pf-Firewall zu steuern. Lesen Sie
&man.pfctl.8;, bevor Sie das Programm einsetzen.Kernel-Optionenkernel optionsdevice pfkernel optionsdevice pflogkernel optionsdevice pfsyncEs ist nicht zwingend nötig, dass Sie PF durch die
Angabe der folgenden Optionen in den &os;-Kernel kompilieren.
Kompilieren Sie die PF-Unterstützung in Ihren Kernel, so
wird das Kernelmodul nie verwendet werden.
Die folgenden Angaben dienen daher nur als
Hintergrundinformationen./usr/src/sys/conf/NOTES enthält
Beispiele für die Kernelkonfigurationsoptionen von PF:device pf
device pflog
device pfsyncdevice pf aktiviert die Unterstützung
für die Packet Filter-Firewall.device pflog aktiviert das optionale
&man.pflog.4;-Pseudonetzwerkgerät, das zum Protokollieren
des Datenverkehrs über einen &man.bpf.4;-Deskriptor
dient. &man.pflogd.8; ist in der Lage, diese Protokolldateien
auf Ihre Platte zu speichern.device pfsync aktiviert das optionale
&man.pfsync.4;-Pseudonetzwerkgerät für die
Überwachung von Statusänderungen.
Da es sich dabei nicht um einen Bestandteil des Kernelmoduls
handelt, muss diese Option auf jeden Fall in den Kernel kompiliert
werden, bevor man sie verwenden kann.Diese Einstellungen werden erst dann übernommen, wenn
man einen Kernel mit diesen Optionen kompiliert und
installiert.Verfügbare rc.conf-OptionenUm PF beim Systemstart zu aktivieren, benötigen Sie die
folgenden Einträge in /etc/rc.conf:pf_enable="YES" # PF aktivieren(Modul, wenn nötig, aktivieren)
pf_rules="/etc/pf.conf" # Datei mit Regeldefinitionen für pf
pf_flags="" # zusätzliche Parameter für den Start von pfctl
pflog_enable="YES" # stare pflogd(8)
pflog_logfile="/var/log/pflog" # wo soll pflogd die Protokolldatei speichern
pflog_flags="" # zusätzliche Parameter für den Start von pflogdWenn Sie ein lokales Netzwerk hinter dieser Firewall
betreiben, und Pakete für dessen Rechner weiterleiten oder
NAT verwenden wollen, benötigen Sie zusätzlich die
folgende Option:gateway_enable="YES" # LAN Gateway aktivierenALTQ aktivierenALTQ muss vor der Verwendung in den
&os;-Kernel kompiliert werden. Beachten Sie, dass
ALTQ nicht von allen verfügbaren
Netzwerkkartentreibern unterstützt wird. Sehen Sie daher
zuerst in &man.altq.4; nach, ob Ihre Netzwerkkarte diese
Funktion unter Ihrer &os;-Version unterstützt. Die
folgenden Kerneloptionen aktivieren ALTQ
sowie alle Zusatzfunktionen:options ALTQ
options ALTQ_CBQ # Class Bases Queuing (CBQ)
options ALTQ_RED # Random Early Detection (RED)
options ALTQ_RIO # RED In/Out
options ALTQ_HFSC # Hierarchical Packet Scheduler (HFSC)
options ALTQ_PRIQ # Priority Queuing (PRIQ)
options ALTQ_NOPCC # Wird von SMP benötigtoptions ALTQ aktiviert das
ALTQ-Framework.options ALTQ_CBQ aktiviert das
Class Based Queuing
(CBQ). CBQ erlaubt es, die
Bandbreite einer Verbindung in verschiedene Klassen oder
Warteschlangen zu unterteilen, um die Priorität von
Datenpaketen basierend auf Filterregeln zu ändern.options ALTQ_RED aktiviert
Random Early Detection
(RED). RED wird
zur Vermeidung einer Netzwerkverstopfung verwendet. Dazu
ermittelt RED die Größe der
Warteschlange und vergleicht diesen Wert mit den minimalen
und maximalen Grenzwerten der Warteschlange. Ist die
Warteschlange größer als das erlaubte Maximum,
werden alle neuen Pakete verworfen. Getreu seinem Namen
verwirft RED Pakete unterschiedlicher
Verbindungen nach dem Zufallsprinzip.options ALTQ_RIO aktiviert
Random Early Detection In and
Out.options ALTQ_HFSC aktiviert den
Hierarchical Fair Service Curve
-Paketplaner. Weitere Informationen zu HFSC
finden Sie unter .options ALTQ_PRIQ aktiviert
Priority Queuing
(PRIQ). PRIQ
lässt Verkehr einer Warteschlange mit höherer
Priorität zuerst durch.options ALTQ_NOPCC aktiviert die
SMP Unterstützung von
ALTQ. Diese Option ist nur auf
SMP-System erforderlich.Filterregeln generierenDer Packetfilter liest seine Konfiguration aus der Datei
&man.pf.conf.5; ein, um entsprechend der dort definierten Regeln
Pakete durchzulassen oder zu verwerfen. Die Standardinstallation
von &os; enthält bereits eine beispielhafte Version der
Datei /etc/pf.conf mit einigen hilfreichen
Beispielen und Erklärungen.Obwohl &os; eine eigene Version der Datei
/etc/pf.conf enthält, wird dennoch die
gleiche Syntax wie unter OpenBSD verwendet. Das OpenBSD-Team hat
eine großartige Dokumentation zur Konfiguration von
pf geschrieben, die unter
erhältlich ist.Denken Sie beim Lesen des pf-Handbuch daran, dass die
verschiedenen &os;-Versionen unterschiedliche Versionen
der pf-Firewall einsetzen. So
wird unter &os; 5.X noch die OpenBSD-Version 3.5
- der Firewall eingesetzt, während in den
+ der Firewall verwendet, während in den
&os;-6.X-Versionen die OpenBSD-Version 3.7 zum
Einsatz kommt.Haben Sie weitere Fragen zur
pf-Firewall, so
- können Sie auf der Mailingliste &a.pf;
+ können Sie diese auf der Mailingliste &a.pf;
stellen. Vergessen Sie aber nicht, vorher die Archive der
Mailinglisten zu durchsuchen, bevor Sie dort eine Frage
stellen.Die IPFILTER-Firewall (IPF)Dieses Kapitel ist noch nicht übersetzt.
Lesen Sie bitte
das Original in englischer Sprache. Wenn Sie helfen
wollen, dieses Kapitel zu übersetzen, senden Sie bitte
eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;.IPFWDieses Kapitel ist noch nicht übersetzt.
Lesen Sie bitte
das Original in englischer Sprache. Wenn Sie helfen
wollen, dieses Kapitel zu übersetzen, senden Sie bitte
eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml
index 5339e94f0b..18bfd06d12 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig/chapter.sgml
@@ -1,1502 +1,1509 @@
JimMockErweitert und neu strukturiert von JakeHambyUrsprünglich veröffentlicht von RobertAltschaffelÜbersetzt von Konfiguration des &os;-KernelsÜbersichtKernelErstellen eines angepassten KernelsDer Kernel ist das Herz des &os; Betriebssystems. Er ist
verantwortlich für die Speicherverwaltung, das Durchsetzen
von Sicherheitsdirektiven, Netzwerkfähigkeit, Festplattenzugriffen
und vieles mehr. Obwohl &os; es immer mehr ermöglicht, dynamisch
konfiguriert zu werden, ist es ab und an notwendig, den Kernel
neu zu konfigurieren und zu kompilieren.Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie Folgendes
wissen:Wieso Sie Ihren Kernel neu konfigurieren sollten.Wie Sie eine Kernelkonfigurationsdatei erstellen oder
verändern.Wie Sie mit der Konfigurationsdatei einen neuen Kernel
kompilieren.Wie Sie den neuen Kernel installieren.Was zu tun ist, falls etwas schiefgeht.Alle Kommandos, aus den Beispielen dieses Kapitels,
müssen mit root-Rechten
ausgeführt werden.Wieso einen eigenen Kernel bauen?Traditionell besaß &os; einen monolithischen Kernel. Das
bedeutet, dass der Kernel ein einziges großes Programm war,
das eine bestimmte Auswahl an Hardware unterstützte.
Also musste man immer, wenn man das Kernelverhalten verändern
wollte, zum Beispiel wenn man neue Hardware hinzufügen wollte,
einen neuen Kernel kompilieren, installieren und das System neu
starten.Heutzutage vertritt &os; immer mehr die Idee eines modularen
Kernels, bei dem bestimmte Funktionen, je nach Bedarf, als Module
geladen werden können. Ein bekanntes Beispiel dafür sind
die Module für die PCMCIA-Karten in Laptops, die zum Starten
nicht zwingend benötigt und erst bei Bedarf geladen
werden.Trotzdem ist es noch immer nötig, einige statische
Kernelkonfigurationen durchzuführen. In einigen Fällen
ist die Funktion zu systemnah, um durch ein Modul zu realisiert werden.
In anderen Fällen hat eventuell noch niemand ein ladbares
Kernelmodul für diese Funktion geschrieben.Das Erstellen eines angepaßten Kernels ist eines der
wichtigsten Rituale, das nahezu jeder BSD-Benutzer erdulden
muss. Obwohl dieser Prozess recht viel Zeit in Anspruch nimmt,
bringt er doch viele Vorteile für Ihr &os; System. Der
GENERIC-Kernel muss eine Vielzahl
unterschiedlicher Hardware unterstützen, im Gegensatz dazu
unterstützt ein angepasster Kernel nur
Ihre Hardware. Dies hat einige Vorteile:Schnellerer Bootvorgang. Da der Kernel nur
nach der Hardware des Systems sucht, kann sich
die Zeit für einen Systemstart erheblich
verkürzen.Geringerer Speicherbedarf. Ein eigener Kernel
benötigt in der Regel weniger Speicher als ein
GENERIC-Kernel, was vorteilhaft
ist, da der Kernel immer im RAM verweilt. Insbesondere
profitieren Systeme mit wenig RAM davon.Zusätzliche Hardwareunterstützung. Ein
angepasster Kernel kann Unterstützung für
Geräte wie Soundkarten bieten, die im
GENERIC-Kernel nicht enthalten
sind.Erstellen und Installation eines angepassten
KernelsKernelErstellen und InstallationZuerst erläutern wir die Verzeichnisstruktur, in der der
Kernel gebaut wird. Die im Folgenden genannten Verzeichnisse sind
relativ zum Verzeichnis
/usr/src/sys
angegeben, das Sie auch über den Pfad
/sys erreichen können. Es existieren
mehrere Unterverzeichnisse, die bestimmte Teile des Kernels
darstellen, aber die für uns wichtigsten sind
arch/conf, in dem
Sie die Konfigurationsdatei für den angepassten Kernel
erstellen werden, und compile, in dem der Kernel
gebaut wird. arch kann entweder
i386, alpha,
amd64, ia64,
powerpc, sparc64 oder
pc98 (eine in Japan beliebte Architektur) sein.
Alles in diesen Verzeichnissen ist nur für die jeweilige
Architektur relevant. Der Rest des Codes ist
maschinenunabhängig und für alle
Plattformen, auf die &os; portiert werden kann, gleich.
Beachten Sie die Verzeichnisstruktur, die jedem unterstützten
Gerät, jedem Dateisystem und jeder Option ein eigenes
Verzeichnis zuordnet.Die Beispiele in diesem Kapitel verwenden ein
i386-System. Wenn Sie ein anderes System benutzen,
passen Sie bitte die Pfade entsprechend der Architektur
des Systems an.Falls Sie kein /usr/src/sys Verzeichnis
vorfinden, so sind die Kernelquellen nicht installiert. Der
einfachste Weg, dies nachzuholen, ist
sysinstall als root
auszuführen. Dort wählen Sie
Configure, dann
Distributions, dann
src, danach
base und
sys. Wenn Sie eine
Aversion gegen sysinstall haben und eine
offizielle &os; CD-ROM besitzen, können Sie
die Kernelquellen auch von der Kommandozeile installieren:&prompt.root; mount /cdrom
&prompt.root; mkdir -p /usr/src/sys
&prompt.root; ln -s /usr/src/sys /sys
&prompt.root; cat /cdrom/src/ssys.[a-d]* | tar -xzvf -
&prompt.root; cat /cdrom/src/sbase.[a-d]* | tar -xzvf -Als nächstes wechseln sie in das Verzeichnis
arch/conf
und kopieren die Konfigurationsdatei
GENERIC in eine Datei, die den
Namen Ihres Kernels trägt. Zum Beispiel:&prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf
&prompt.root; cp GENERIC MYKERNELTraditionell ist der Name des Kernels immer in Großbuchstaben.
Wenn Sie mehrere &os; mit unterschiedlicher Hardware warten, ist
es nützlich, wenn Sie Konfigurationsdatei nach dem Hostnamen der
Maschinen benennen. Im Beispiel verwenden wir den Namen
MYKERNEL.Es ist nicht zu empfehlen die Konfigurationsdatei direkt
unterhalb von /usr/src abzuspeichern.
Wenn Sie Probleme haben, könnten Sie der Versuchung
erliegen, /usr/src
einfach zu löschen und wieder von vorne anzufangen.
Wenn Sie so vorgehen, werden Sie kurz darauf merken,
dass Sie soeben Ihre Kernelkonfigurationsdatei
gelöscht haben.Editieren Sie immer eine Kopie von GENERIC.
Änderungen an GENERIC können
verloren gehen, wenn der
Quellbaum aktualisiert
wird.Sie sollten die Konfigurationsdatei an anderer Stelle
aufheben und im Verzeichnis
i386
einen Link auf die Datei erstellen.Beispiel:&prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf
&prompt.root; mkdir /root/kernels
&prompt.root; cp GENERIC /root/kernels/MYKERNEL
&prompt.root; ln -s /root/kernels/MYKERNELJetzt editieren Sie MYKERNEL mit einem
Texteditor Ihres Vertrauens. Wenn Sie gerade neu anfangen, ist Ihnen
vielleicht nur der vi Editor bekannt,
der allerdings zu komplex ist, um hier erklärt zu werden.
Er wird aber in vielen Büchern aus der
Bibliographie gut erklärt. &os; bietet aber auch
einen leichter zu benutzenden Editor, den ee
an, den Sie, wenn Sie Anfänger sind, benutzen sollten. Sie
können die Kommentare am Anfang der Konfigurationsdatei
ändern, um die Änderungen gegenüber
GENERIC zu dokumentieren.SunOSFalls Sie schon einmal einen Kernel unter &sunos; oder einem
anderen BSD kompiliert haben, werden Sie diese Konfigurationsdatei
bereits kennen. Wenn Sie mit einem anderen Betriebssystem wie DOS
vertraut sind, könnte die GENERIC
Konfigurationsdatei Sie verschrecken. In diesen Fall sollten Sie
den Beschreibungen im Abschnitt über die
Konfigurationsdatei
langsam und vorsichtig folgen.Wenn Sie die &os; Quellen
synchronisieren, sollten Sie immer, bevor Sie etwas
verändern, /usr/src/UPDATING
durchlesen. Diese Datei enthält alle wichtigen Informationen,
die Sie beim Aktualisieren beachten müssen.
Da /usr/src/UPDATING immer zu Ihrer Version
der &os; Quellen passt, sind die Informationen dort genauer,
als in diesem Handbuch.Nun müssen Sie die Kernelquellen kompilieren.Den Kernel bauenWechseln Sie in das Verzeichnis /usr/src:&prompt.root; cd /usr/srcKompilieren Sie den neuen Kernel:&prompt.root; make buildkernel KERNCONF=MYKERNELInstallieren Sie den neuen Kernel:&prompt.root; make installkernel KERNCONF=MYKERNELSie benötigen den kompletten Quellcodebaum, um den
Kernel zu bauen.In der Voreinstellung werden beim Bau eines angepassten
Kernels stets alle Kernelmodule neu gebaut.
Wollen Sie Ihren Kernel schneller bauen oder nur bestimmte
Module bauen, sollten Sie /etc/make.conf
anpassen, bevor Sie Ihren Kernel bauen:MODULES_OVERRIDE = linux acpi sound/sound sound/driver/ds1 ntfs
- Durch diese Variable werden nur bestimmte Module (statt alle)
- Weitere Variablen, die beim Bau eines Kernels von Interesse sein
- könnten, finden Sie in &man.make.conf.5;.
+ Wenn Sie diese Variable setzen, werden ausschließlich
+ die hier angegebenen Module gebaut (und keine anderen).
+
+ WITHOUT_MODULES = linux acpi sound/sound sound/driver/ds1 ntfs
+
+ Durch das Setzen dieser Variable werden werden alle
+ Module bis auf die angegebenen gebaut. Weitere Variablen,
+ die beim Bau eines Kernels von Interesse sein könnten,
+ finden Sie in &man.make.conf.5;./boot/kernel.oldDer neue Kernel wird im Verzeichnis
/boot/kernel, genauer
unter /boot/kernel/kernel abgelegt,
während der alte Kernel nach
/boot/kernel.old/kernel verschoben wird.
Um den neuen Kernel zu benutzen, sollten Sie Ihren Rechner
jetzt neu starten. Falls etwas schief geht, sehen Sie
bitte in dem Abschnitt zur
Fehlersuche am Ende dieses Kapitels nach. Dort sollten Sie
auch unbedingt den Abschnitt lesen, der erklärt, was zu tun
ist, wenn der neue Kernel nicht
startet.Im Verzeichnis /boot werden andere
Dateien, die zum Systemstart benötigt werden, wie der
Boot-Loader (&man.loader.8;) und dessen Konfiguration, abgelegt.
Module von Fremdherstellern oder angepasste Module
werden in /boot/kernel
abgelegt. Beachten Sie bitte, dass diese Module immer
zu dem verwendeten Kernel passen müssen. Module,
die nicht zu dem verwendeten Kernel passen,
gefährden die Stabilität des Systems.JoelDahlFür &os; 6.X aktualisiert von Die KernelkonfigurationsdateiKernelNOTESNOTESKernelKonfigurationsdateiDas Format der Konfigurationsdatei ist recht einfach. Jede Zeile
enthält ein Schlüsselwort und ein oder mehrere Argumente.
Eine Zeile, die von einen # eingeleitet wird, gilt
als Kommentar und wird ignoriert. Die folgenden Abschnitte
beschreiben jedes Schlüsselwort in der Reihenfolge, in der es
in GENERIC auftaucht.
Eine ausführliche Liste aller
Optionen mit detaillierten Erklärungen finden Sie in der
Konfigurationsdatei NOTES, die sich in demselben
Verzeichnis wie die Datei sGENERIC befindet.
Von der Architektur unabhängige Optionen sind in
der Datei /usr/src/sys/conf/NOTES
aufgeführt.Um einen Kernel mit allen möglichen Optionen zu bauen
beispielsweise für Testzwecke), führen Sie als
root die folgenden Befehle aus:&prompt.root; cd /usr/src/sys/i386/conf && make LINTKernelKonfigurationsdateiDas folgende Beispiel zeigt eine GENERIC
Konfigurationsdatei, die, wo notwendig, zusätzliche Kommentare
enthält. Sie sollte der Datei
/usr/src/sys/i386/conf/GENERIC
auf Ihrem System sehr ähnlich sein.Kerneloptionenmachinemachine i386Gibt die Architektur der Maschine an und muss entweder
alpha, amd64,
i386, ia64,
pc98, powerpc
oder sparc64 sein.Kerneloptionencpucpu I486_CPU
cpu I586_CPU
cpu I686_CPUDie vorigen Zeilen geben den Typ der CPU Ihres Systems an. Sie
können mehrere CPU Typen angeben, wenn Sie sich zum Beispiel
nicht sicher sind, ob Sie I586_CPU oder
I686_CPU benutzen sollen. Für einen
angepassten Kernel ist es aber am besten, wenn Sie nur die CPU
angeben, die sich in der Maschine befindet. Der CPU-Typ wird
in den Boot-Meldungen ausgegeben, die in der Datei
/var/run/dmesg.boot gespeichert sind.Kerneloptionenidentident GENERICGibt den Namen Ihres Kernels an. Hier sollten Sie den Namen
einsetzen, den Sie Ihrer Konfigurationsdatei gegeben haben. In
unserem Beispiel ist das MYKERNEL. Der Wert, den
Sie ident zuweisen, wird beim Booten des neuen
Kernels ausgegeben. Wenn Sie den Kernel von Ihrem normal verwendeten
Kernel unterscheiden wollen, weil Sie zum Beispiel einen Kernel zum
Testen bauen, ist es nützlich, hier einen anderen Namen
anzugeben.#To statically compile in device wiring instead of /boot/device.hints
#hints "GENERIC.hints" # Default places to look for devices.Unter &os; werden Geräte mit &man.device.hints.5;
konfiguriert. In der Voreinstellung überprüft
&man.loader.8; beim Systemstart die Datei
/boot/device.hints. Die Option
hints erlaubt es, die Gerätekonfiguration
statisch in den Kernel einzubinden, sodass die Datei
device.hints in /boot
nicht benötigt wird.makeoptions DEBUG=-g # Build kernel with gdb(1) debug symbolsDer normale Bauprozess von FreeBSD erstellt nur dann einen
Kernel, der Debugging-Informationen enthält, wenn Sie die
Option von &man.gcc.1; aktivieren.options SCHED_4BSD # 4BSD schedulerDer herkömmliche (und voreingestellte) Scheduler von
&os;. Ändern Sie diesen Wert nicht!options PREEMPTION # Enable kernel thread preemptionErlaubt es Kernelthreads, vor Threads eigentlich höherer
Prioritält ausgeführt zu werden. Die Interaktivitält
des Systems wird dadurch erhölt. Interrupt-Threads werden
dabei bevorzugt ausgeführt.options INET # InterNETworkingNetzwerkunterstützung. Auch wenn Sie nicht planen, den
Rechner mit einem Netzwerk zu verbinden, sollten Sie diese Option
aktiviert lassen. Die meisten Programme sind mindestens auf die
Loopback Unterstützung (Verbindungen mit sich selbst)
angewiesen. Damit ist diese Option im Endeffekt
notwendig.options INET6 # IPv6 communications protocolsAktiviert die Unterstützung für das IPv6
Protokoll.options FFS # Berkeley Fast FilesystemDas Dateisystem für Festplatten. Wenn Sie von einer
Festplatte booten wollen, lassen Sie diese Option aktiviert.options SOFTUPDATES # Enable FFS Soft Updates supportMit dieser Option wird die Unterstützung für Soft
Updates, die Schreibzugriffe beschleunigen, in den Kernel
eingebunden. Auch wenn die Funktion im Kernel ist, muss
sie für einzelne Dateisysteme explizit aktiviert werden.
Überprüfen Sie mit &man.mount.8;, ob die Dateisysteme
Soft Updates benutzen. Wenn die Option
soft-updates nicht aktiviert ist, können
Sie die Option nachträglich mit &man.tunefs.8; aktivieren.
Für neue Dateisysteme können Sie Option beim Anlegen mit
&man.newfs.8; aktivieren.options UFS_ACL # Support for access control listsDiese Option aktiviert die Unterstützung für
Zugriffskontrolllisten (ACL). Die
ACLs hängen von
erweiterten Attributen und UFS2 ab,
eine genaue Beschreibung finden
Sie in . Die Zugriffskontrolllisten sind in
der Voreinstellung aktiviert und sollten auch nicht deaktiviert
werden, wenn Sie schon einmal auf einem Dateisystem verwendet wurden,
da dies die Zugriffsrechte auf Dateien in unvorhersehbarer Art und
Weise ändern kann.options UFS_DIRHASH # Improve performance on big directoriesDiese Option steigert die Geschwindigkeit von Plattenzugriffen
auf großen Verzeichnissen. Dadurch verbraucht das System etwas
mehr Speicher als vorher. Für stark beschäftigte Server
oder Arbeitsplatzrechner sollten Sie diese Option aktiviert lassen.
Auf kleineren Systemen, bei denen Speicher eine kostbare Ressource
darstellt oder Systemen, auf denen die Geschwindigkeit der
Plattenzugriffe nicht wichtig ist, wie Firewalls, können Sie
diese Option abstellen.options MD_ROOT # MD is a potential root deviceDiese Option aktiviert die Unterstüztung für
ein Root-Dateisystem auf einem speicherbasierten Laufwerk
(RAM-Disk).KerneloptionenNFSKerneloptionenNFS_ROOToptions NFSCLIENT # Network Filesystem Client
options NFSSERVER # Network Filesystem Server
options NFS_ROOT # NFS usable as /, requires NFSCLIENTDas Network Filesystem. Wenn Sie keine Partitionen von einem
&unix; File-Server über TCP/IP einhängen wollen, können
Sie diese Zeile auskommentieren.KerneloptionenMSDOSFSoptions MSDOSFS # MSDOS FilesystemDas &ms-dos; Dateisystem. Sie können diese Zeile
auskommentieren, wenn Sie nicht vorhaben, eine DOS-Partition
beim Booten einzuhängen. Das nötige Modul wird
ansonsten automatisch geladen, wenn Sie das erste Mal eine
DOS-Partition einhängen. Außerdem können
Sie mit den ausgezeichneten
emulators/mtools aus
der Ports-Sammlung auf DOS-Floppies zugreifen, ohne diese
an- und abhängen zu müssen (MSDOSFS
wird in diesem Fall nicht benötigt).options CD9660 # ISO 9660 FilesystemDas ISO 9660 Dateisystem für CD-ROMs. Sie können diese
Zeile auskommentieren, wenn Sie kein CD-ROM-Laufwerk besitzen oder
nur ab und an CDs einhängen. Das Modul wird automatisch
geladen, sobald Sie das erste Mal eine CD einhängen. Für
Audio-CDs benötigen Sie dieses Dateisystem nicht.options PROCFS # Process filesystem (requires PSEUDOFS)Das Prozessdateisystem. Dies ist ein Pseudo-Dateisystem,
das auf /proc eingehangen wird und es Programmen
wie &man.ps.1; erlaubt, mehr Informationen über laufende Prozesse
auszugeben. PROCFS sollte von &os; nicht mehr
benötigt werden, da die meisten Debug- und
Überwachungs-Werkzeuge nicht mehr darauf angewiesen sind.
Daher wird das Prozessdateisystem auch nicht mehr automatisch
in das System eingebunden.options PSEUDOFS # Pseudo-filesystem framework6.X-Kernel benötigen zusätzlich zur Option
PROCFS auch die Option
PSEUDOFS.options GEOM_GPT # GUID Partition Tables.Diese Option ermöglicht eine große Anzahl
Partitionen auf einem einzelnen Laufwerk.options COMPAT_43 # Compatible with BSD 4.3 [KEEP THIS!]Stellt die Kompatibilität zu 4.3BSD sicher. Belassen Sie
diese Option, da sich manche Programme recht sonderbar verhalten
werden, wenn Sie diese auskommentieren.options COMPAT_FREEBSD4 # Compatible with FreeBSD4Mit &os; 5.X stellt diese Option auf &i386;- und
Alpha-Systemen sicher, dass Anwendungen, die auf älteren &os;
Versionen übersetzt wurden und alte Systemaufrufe verwenden,
noch lauffähig sind. Wir empfehlen, diese Option auf allen
&i386;- und Alpha-Systemen zu verwenden, auf denen vielleicht noch
ältere Anwendungen laufen sollen. Auf Plattformen, die erst ab
&os; 5.0 unterstützt werden (wie ia64 und &sparc;),
wird diese Option nicht benötigt.options COMPAT_FREEBSD5 # Compatible with &os;5Diese Option wird ab &os; 6.X benötigt, um Programme,
die unter &os; 5.X-Versionen mit &os; 5.X-Systemaufrufen
kompiliert wurden, unter &os; 6.X ausführen zu
können.options SCSI_DELAY=5000 # Delay (in ms) before probing SCSIDies weist den Kernel an, 5 Sekunden zu warten, bevor er
anfängt nach SCSI-Geräten auf dem System zu suchen. Wenn
Sie nur IDE-Geräte besitzen, können Sie die Anweisung
ignorieren. Sie können versuchen, den Wert zu
senken, um den Startvorgang zu beschleunigen. Wenn
&os; dann Schwierigkeiten hat, Ihre SCSI-Geräte zu erkennen,
sollten Sie den Wert natürlich wieder erhöhen.options KTRACE # ktrace(1) supportDies schaltet die Kernel-Prozessverfolgung
(engl. kernel process tracing) ein,
die sehr nützlich bei der Fehlersuche ist.options SYSVSHM # SYSV-style shared memoryDiese Option aktiviert die Unterstützung für
System V Shared-Memory. Die XSHM-Erweiterung von X
benötigt diese Option und viele Graphik-Programme
werden die Erweiterung automatisch benutzen und schneller
laufen. Wenn Sie X benutzen, sollten Sie diese Option auf
jeden Fall aktivieren.options SYSVMSG # SYSV-style message queuesUnterstützung für System V Messages.
Diese Option vergrößert den Kernel nur um
einige hundert Bytes.options SYSVSEM # SYSV-style semaphoresUnterstützung für System V Semaphoren.
Dies wird selten gebraucht, vergrößert aber den
Kernel nur um einige hundert Bytes.Die Option des Kommandos
&man.ipcs.1; zeigt Programme an, die diese System V
Erweiterungen benutzen.options _KPOSIX_PRIORITY_SCHEDULING # POSIX P1003_1B real-time extensionsEchtzeit-Erweiterungen, die 1993 zu &posix;
hinzugefügt wurden. Bestimmte Programme wie
&staroffice; benutzen
diese Erweiterungen.options KBD_INSTALL_CDEV # install a CDEV entry in /devDiese Option erstellt für die Tastatur einen
Eintrag im Verzeichnis /dev.options ADAPTIVE_GIANT # Giant mutex is adaptive.Giant ist der Name einer Sperre (Mutex) die viele
Kernel-Ressourcen schützt. Heutzutage ist Giant ein
unannehmbarer Engpass, der die Leistung eines Systems
beeinträchtigt. Daher wird Giant durch Sperren ersetzt,
die einzelne Ressourcen schützen. Die Option
ADAPTIVE_GIANT fügt Giant zu den
Sperren hinzu, auf die gewartet werden kann. Ein Thread,
der die Sperre Giant von einem anderen Thread benutzt
vorfindet, kann nun weiterlaufen und auf die Sperre Giant
warten. Früher wäre der Prozess in den schlafenden
Zustand (sleep) gewechselt
und hätte darauf warten müssen, dass er wieder
laufen kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, belassen
Sie diese Option.KerneloptionenSMPdevice apic # I/O APICDas apic-Gerält ermöglicht die Benutzung
des I/O APIC für die Interrupt-Auslieferung.
Das apic-Gerält kann mit Kerneln für
Einprozessorsysteme und Mehrprozessorsysteme benutzt
werden. Kernel für Mehrprozessorsysteme benötigen
diese Option zwingend. Die Unterstützung für
Mehrprozessorsysteme aktivieren Sie mit der Option
options SMP.Das apic-Gerät existiert nur unter der i386-Architektur,
daher ist es sinnlos, diese Zeile unter einer anderen
Architektur in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufzunehmen.device eisaFügen Sie diese Zeile ein, wenn Sie ein EISA-Motherboard
besitzen. Dies aktiviert die Erkennung und Konfiguration von allen
Geräten auf dem EISA Bus.device pciWenn Sie ein PCI-Motherboard besitzen, fügen Sie diese Zeile
ein. Dies aktiviert die Erkennung von PCI-Karten und die PCI-ISA
bridge.# Floppy drives
device fdcDer Floppy-Controller.# ATA and ATAPI devices
device ataDieser Treiber unterstützt alle ATA und ATAPI Geräte.
Eine device ata Zeile reicht aus und der
Kernel wird auf modernen Maschinen alle PCI ATA/ATAPI Geräte
entdecken.device atadisk # ATA disk drivesFür ATA-Plattenlaufwerke brauchen Sie diese Zeile zusammen
mit device ata.device ataraid # ATA RAID drivesFür ATA-RAID brauchen Sie diese Zeile zusammen
mit device ata.
device atapicd # ATAPI CDROM drivesZusammen mit device ata wird dies für
ATAPI CD-ROM Laufwerke benötigt.device atapifd # ATAPI floppy drivesZusammen mit device ata wird dies für
ATAPI Floppy Laufwerke benötigt.device atapist # ATAPI tape drivesZusammen mit device ata wird dies für
ATAPI Bandlaufwerke benötigt.options ATA_STATIC_ID # Static device numberingErzwingt eine statische Gerätenummer für
den Controller; ohne diese Option werden die Nummern
dynamisch zugeteilt.# SCSI Controllers
device ahb # EISA AHA1742 family
device ahc # AHA2940 and onboard AIC7xxx devices
options AHC_REG_PRETTY_PRINT # Print register bitfields in debug
# output. Adds ~128k to driver.
device ahd # AHA39320/29320 and onboard AIC79xx devices
options AHD_REG_PRETTY_PRINT # Print register bitfields in debug
# output. Adds ~215k to driver.
device amd # AMD 53C974 (Teckram DC-390(T))
device isp # Qlogic family
#device ispfw # Firmware for QLogic HBAs- normally a module
device mpt # LSI-Logic MPT-Fusion
#device ncr # NCR/Symbios Logic
device sym # NCR/Symbios Logic (newer chipsets + those of `ncr'))
device trm # Tekram DC395U/UW/F DC315U adapters
device adv # Advansys SCSI adapters
device adw # Advansys wide SCSI adapters
device aha # Adaptec 154x SCSI adapters
device aic # Adaptec 15[012]x SCSI adapters, AIC-6[23]60.
device bt # Buslogic/Mylex MultiMaster SCSI adapters
device ncv # NCR 53C500
device nsp # Workbit Ninja SCSI-3
device stg # TMC 18C30/18C50SCSI-Controller. Kommentieren Sie alle Controller aus, die sich
nicht in Ihrem System befinden. Wenn Sie ein IDE-System besitzen,
können Sie alle Einträge entfernen. Die Zeilen mit den
*_REG_PRETTY_PRINT-Einträgen aktivieren
Debugging-Optionen für die jeweiligen Treiber.# SCSI peripherals
device scbus # SCSI bus (required for SCSI)
device ch # SCSI media changers
device da # Direct Access (disks)
device sa # Sequential Access (tape etc)
device cd # CD
device pass # Passthrough device (direct SCSI access)
device ses # SCSI Environmental Services (and SAF-TE)SCSI Peripheriegeräte. Kommentieren Sie wieder alle
Geräte aus, die Sie nicht besitzen. Besitzer von IDE-Systemen
können alle Einträge entfernen.Der USB-&man.umass.4;-Treiber und einige andere
Treiber benutzen das SCSI-Subsystem obwohl sie keine
SCSI-Geräte sind. Belassen Sie die SCSI-Unterstützung
im Kernel, wenn Sie solche Treiber verwenden.# RAID controllers interfaced to the SCSI subsystem
device amr # AMI MegaRAID
device arcmsr # Areca SATA II RAID
device asr # DPT SmartRAID V, VI and Adaptec SCSI RAID
device ciss # Compaq Smart RAID 5*
device dpt # DPT Smartcache III, IV - See NOTES for options
device hptmv # Highpoint RocketRAID 182x
device rr232x # Highpoint RocketRAID 232x
device iir # Intel Integrated RAID
device ips # IBM (Adaptec) ServeRAID
device mly # Mylex AcceleRAID/eXtremeRAID
device twa # 3ware 9000 series PATA/SATA RAID
# RAID controllers
device aac # Adaptec FSA RAID
device aacp # SCSI passthrough for aac (requires CAM)
device ida # Compaq Smart RAID
device mfi # LSI MegaRAID SAS
device mlx # Mylex DAC960 family
device pst # Promise Supertrak SX6000
device twe # 3ware ATA RAIDUnterstützte RAID Controller. Wenn Sie keinen der
aufgeführten Controller besitzen, kommentieren Sie die
Einträge aus oder entfernen sie.# atkbdc0 controls both the keyboard and the PS/2 mouse
device atkbdc # AT keyboard controllerDer Tastatur-Controller (atkbdc) ist für
die Ein- und Ausgabe von AT-Tastaturen und PS/2 Zeigegeräten (z.B.
einer Maus) verantwortlich. Dieser Controller wird vom
Tastaturtreiber (atkbd) und dem PS/2
Gerätetreiber (psm) benötigt.device atkbd # AT keyboardZusammen mit dem atkbdc Controller bietet der
atkbd Treiber Zugriff auf AT-Tastaturen.device psm # PS/2 mouseBenutzen Sie dieses Gerät, wenn Sie eine Maus mit PS/2
Anschluss besitzen.device kbdmux # keyboard multiplexerBasisunterstützung für Tastaturmultiplexer.
Verwenden Sie nur eine einzige Tastatur, können Sie diese
Zeile aus Ihrer Kernelkonfigurationsdatei entfernen.device vga # VGA video card driverDer Grafikkartentreiber.device splash # Splash screen and screen saver supportZeigt einen Splash Screen beim Booten. Diese
Zeile wird auch von den Bildschirmschonern benötigt.# syscons is the default console driver, resembling an SCO console
device scsc ist in der Voreinstellung der Treiber
für die Konsole, die der SCO-Konsole ähnelt. Da die
meisten bildschirmorientierten Programme auf die Konsole mit Hilfe
einer Datenbank wie termcap zugreifen, sollte es
keine Rolle spielen, ob Sie diesen Treiber oder
vt, den VT220 kompatiblen
Konsolentreiber einsetzen. Wenn Sie Probleme mit
bildschirmorientierten Anwendungen unter dieser Konsole haben, setzen
Sie beim Anmelden die Variable TERM auf den Wert
VT220.# Enable this for the pcvt (VT220 compatible) console driver
#device vt
#options XSERVER # support for X server on a vt console
#options FAT_CURSOR # start with block cursorDer VT220 kompatible Konsolentreiber ist kompatibel zu VT100/102.
Auf einigen Laptops, die aufgrund der Hardware inkompatibel zum
sc Treiber sind, funktioniert dieser Treiber gut.
Beim Anmelden sollten Sie die Variable TERM auf den
Wert vt100 setzen. Dieser Treiber kann sich als
nützlich erweisen, wenn Sie sich über das Netzwerk auf
vielen verschiedenen Maschinen anmelden, da dort oft Einträge in
termcap oder terminfo
für das sc Gerät fehlen. Dagegen
sollte vt100 auf jeder Plattform unterstützt
werden.device agpFügen Sie diese Zeile ein, wenn Sie eine AGP-Karte
besitzen. Damit werden Motherboards mit AGP und AGP GART
unterstützt.APM# Power management support (see NOTES for more options)
#device apmUnterstützung zur Energieverwaltung. Diese
Option ist nützlich für Laptops, allerdings
ist sie in GENERIC ab &os; 5.X
deaktiviert.# Add suspend/resume support for the i8254.
device pmtimerZeitgeber für Ereignisse der Energieverwaltung
(APM und ACPI).# PCCARD (PCMCIA) support
# PCMCIA and cardbus bridge support
device cbb # cardbus (yenta) bridge
device pccard # PC Card (16-bit) bus
device cardbus # CardBus (32-bit) busPCMCIA Unterstützung. Wenn Sie einen Laptop benutzen,
brauchen Sie diese Zeile.# Serial (COM) ports
device sio # 8250, 16[45]50 based serial portsDie seriellen Schnittstellen, die in der &ms-dos;-
und &windows;-Welt COM
genannt werden.Wenn Sie ein internes Modem, das COM4
benutzt, besitzen und eine serielle Schnittstelle haben,
die auf COM2 liegt, müssen
Sie den IRQ des Modems auf 2 setzen (wegen undurchsichtigen
technischen Gründen ist IRQ2 gleich IRQ9). Wenn Sie
eine serielle Multiport-Karte besitzen, entnehmen Sie bitte
die Werte, die Sie in die Datei
/boot/device.hints einfügen
müssen, der Hilfeseite &man.sio.4;. Einige Graphikkarten,
besonders die auf S3-Chips basierten, benutzen IO-Adressen
der Form 0x*2e8 und manche billige
serielle Karten dekodieren den 16-Bit IO-Adressraum
nicht sauber. Dies führt zu Konflikten und blockiert
dann die COM4-Schnittstelle.Jeder seriellen Schnittstelle muss ein eigener IRQ zugewiesen
werden (wenn Sie eine Multiport-Karte verwenden, bei der das Teilen
von Interrupts unterstützt wird, muss das nicht der Fall
sein), daher können in der Voreinstellung
COM3 und COM4
nicht benutzt werden.# Parallel port
device ppcDie parallele Schnittstelle auf dem ISA Bus.device ppbus # Parallel port bus (required)Unterstützung für den Bus auf der parallelen
Schnittstelle.device lpt # PrinterUnterstützung für Drucker über die parallele
Schnittstelle.Sie brauchen jede der drei Zeilen, um die Unterstützung
für einen Drucker an der parallelen Schnittstelle zu
aktivieren.device plip # TCP/IP over parallelDer Treiber für das Netzwerkinterface über die
parallele Schnittstelle.device ppi # Parallel port interface deviceAllgemeine I/O (geek port) und IEEE1284 I/O
Unterstützung.#device vpo # Requires scbus and daZip LaufwerkDies aktiviert den Treiber für ein Iomega Zip Laufwerk.
Zusätzlich benötigen Sie noch die Unterstützung
für scbus und da. Die
beste Performance erzielen Sie, wenn Sie die Schnittstelle im EPP 1.9
Modus betreiben.#device pucAktivieren Sie diesen Treiber, wenn Sie eine serielle
oder parallele PCI-Karte besitzen, die vom Treiber
&man.puc.4; unterstützt wird.# PCI Ethernet NICs.
device de # DEC/Intel DC21x4x (Tulip)
device em # Intel PRO/1000 adapter Gigabit Ethernet Card
device ixgb # Intel PRO/10GbE Ethernet Card
device txp # 3Com 3cR990 (Typhoon)
device vx # 3Com 3c590, 3c595 (Vortex)Verschiedene Treiber für PCI-Netzwerkkarten. Geräte,
die sich nicht in Ihrem System befinden, können Sie entfernen oder
auskommentieren.# PCI Ethernet NICs that use the common MII bus controller code.
# NOTE: Be sure to keep the 'device miibus' line in order to use these NICs!
device miibus # MII bus supportEinige PCI 10/100 Ethernet Netzwerkkarten, besonders die, die
MII-fähige Transceiver verwenden oder Transceiver-Steuerungen
implementieren, die ähnlich wie MII funktionieren,
benötigen die Unterstützung für den MII-Bus. Die
Zeile device miibus fügt dem Kernel die
Unterstützung für das allgemeine miibus API und allen
PHY-Treibern hinzu.device bce # Broadcom BCM5706/BCM5708 Gigabit Ethernet
device bfe # Broadcom BCM440x 10/100 Ethernet
device bge # Broadcom BCM570xx Gigabit Ethernet
device dc # DEC/Intel 21143 and various workalikes
device fxp # Intel EtherExpress PRO/100B (82557, 82558)
device lge # Level 1 LXT1001 gigabit ethernet
+device msk # Marvell/SysKonnect Yukon II Gigabit Ethernet
device nge # NatSemi DP83820 gigabit ethernet
device nve # nVidia nForce MCP on-board Ethernet Networking
device pcn # AMD Am79C97x PCI 10/100 (precedence over 'lnc')
device re # RealTek 8139C+/8169/8169S/8110S
device rl # RealTek 8129/8139
device sf # Adaptec AIC-6915 (Starfire)
device sis # Silicon Integrated Systems SiS 900/SiS 7016
device sk # SysKonnect SK-984x & SK-982x gigabit Ethernet
device ste # Sundance ST201 (D-Link DFE-550TX)
device stge # Sundance/Tamarack TC9021 gigabit Ethernet
device ti # Alteon Networks Tigon I/II gigabit Ethernet
device tl # Texas Instruments ThunderLAN
device tx # SMC EtherPower II (83c170 EPIC)
device vge # VIA VT612x gigabit ethernet
device vr # VIA Rhine, Rhine II
device wb # Winbond W89C840F
device xl # 3Com 3c90x (Boomerang, Cyclone)Treiber, die den MII Bus Controller Code benutzen.# ISA Ethernet NICs. pccard NICs included.
device cs # Crystal Semiconductor CS89x0 NIC
# 'device ed' requires 'device miibus'
device ed # NE[12]000, SMC Ultra, 3c503, DS8390 cards
device ex # Intel EtherExpress Pro/10 and Pro/10+
device ep # Etherlink III based cards
device fe # Fujitsu MB8696x based cards
device ie # EtherExpress 8/16, 3C507, StarLAN 10 etc.
device lnc # NE2100, NE32-VL Lance Ethernet cards
device sn # SMC's 9000 series of Ethernet chips
device xe # Xircom pccard Ethernet
# ISA devices that use the old ISA shims
#device leTreiber für ISA Ethernet Karten. Schauen Sie in
/usr/src/sys/i386/conf/NOTES
nach, um zu sehen, welche Karte von welchem Treiber
unterstützt wird.# Wireless NIC cards
device wlan # 802.11 supportGenerische 802.11-Unterstützung. Diese Zeile wird
unbedingt benötigt, wenn Sie WLAN nutzen wollen.device wlan_wep # 802.11 WEP support
device wlan_ccmp # 802.11 CCMP support
device wlan_tkip # 802.11 TKIP supportKrypto-Unterstützung für 802.11-Geräte. Sie
benötigen diese Zeilen, wenn Sie Ihr drahtloses Netzwerk
verschlüsseln und die 802.11-Sicherheitsprotokolle
einsetzen wollen.device an # Aironet 4500/4800 802.11 wireless NICs
device ath # Atheros pci/cardbus NIC's
device ath_hal # Atheros HAL (Hardware Access Layer)
device ath_rate_sample # SampleRate tx rate control for ath
device awi # BayStack 660 and others
device ral # Ralink Technology RT2500 wireless NICs.
device wi # WaveLAN/Intersil/Symbol 802.11 wireless NICs.
#device wl # Older non 802.11 Wavelan wireless NIC.Treiber für drahtlose Netzwerkkarten (WLAN).# Pseudo devices
device loop # Network loopbackDas TCP/IP Loopback Device. Wenn Sie eine Telnet oder FTP
Verbindung zu localhost (alias 127.0.0.1) aufbauen, erstellen Sie eine
Verbindung zu sich selbst durch dieses Device. Die Angabe
dieser Option ist verpflichtend.device random # Entropy deviceKryptographisch sicherer Zufallszahlengenerator.device ether # Ethernet supportether brauchen Sie nur, wenn Sie eine
Ethernet-Karte besitzen. Der Treiber unterstützt das
Ethernet-Protokoll.device sl # Kernel SLIPsl aktiviert die SLIP-Unterstützung.
SLIP ist fast vollständig von PPP verdrängt
worden, da letzteres leichter zu konfigurieren, besser
geeignet für Modem zu Modem Kommunikation und
mächtiger ist.device ppp # Kernel PPPDies ist Kernel Unterstützung für
PPP-Wählverbindungen. Es existiert auch eine
PPP-Version im Userland, die den tun
Treiber benutzt. Die Userland-Version ist flexibler
und bietet mehr Option wie die Wahl auf Anforderung.device tun # Packet tunnel.Dies wird vom der Userland PPP benutzt. Die
Zahl hinter tun gibt
die Anzahl der unterstützten gleichzeitigen Verbindungen an.
Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt
PPP
dieses Handbuchs.
device pty # Pseudo-ttys (telnet etc)Dies ist ein Pseudo-Terminal oder simulierter
Login-Terminal. Er wird von einkommenden telnet
und rlogin Verbindungen,
xterm und anderen Anwendungen wie
Emacs benutzt.device md # Memory disksPseudo-Gerät für Speicher-Laufwerke.device gif # IPv6 and IPv4 tunnelingDieses Gerät tunnelt IPv6 über IPv4, IPv4 über
IPv6, IPv4 über IPv4 oder IPv6 über IPv6.
Das Gerät gif kann die Anzahl der
benötigten Geräte automatisch bestimmen
(auto-cloning).device faith # IPv6-to-IPv4 relaying (translation)Dieses Pseudo-Gerät fängt zu ihm gesendete Pakete ab
und leitet Sie zu einem Dæmon weiter, der Verkehr zwischen IPv4
und IPv6 vermittelt.# The `bpf' device enables the Berkeley Packet Filter.
# Be aware of the administrative consequences of enabling this!
# Note that 'bpf' is required for DHCP.
device bpf # Berkeley packet filterDas ist der Berkeley Paketfilter. Dieses Pseudo-Gerät kann
Netzwerkkarten in den promiscuous Modus setzen und
erlaubt es damit, Pakete auf einem Broadcast Netzwerk (z.B. einem
Ethernet) einzufangen. Die Pakete können auf der Festplatte
gespeichert und mit &man.tcpdump.1; untersucht werden.Das &man.bpf.4;-Gerät wird von
&man.dhclient.8; genutzt, um die IP-Adresse des Default-Routers
zu bekommen. Wenn Sie DHCP benutzen, lassen Sie diese Option bitte
aktiviert.# USB support
device uhci # UHCI PCI->USB interface
device ohci # OHCI PCI->USB interface
device ehci # EHCI PCI->USB interface (USB 2.0)
device usb # USB Bus (required)
#device udbp # USB Double Bulk Pipe devices
device ugen # Generic
device uhid # Human Interface Devices
device ukbd # Keyboard
device ulpt # Printer
device umass # Disks/Mass storage - Requires scbus and da
device ums # Mouse
device ural # Ralink Technology RT2500USB wireless NICs
device urio # Diamond Rio 500 MP3 player
device uscanner # Scanners
# USB Ethernet, requires mii
device aue # ADMtek USB Ethernet
device axe # ASIX Electronics USB Ethernet
device cdce # Generic USB over Ethernet
device cue # CATC USB Ethernet
device kue # Kawasaki LSI USB Ethernet
device rue # RealTek RTL8150 USB EthernetUnterstützung für verschiedene USB Geräte.# FireWire support
device firewire # FireWire bus code
device sbp # SCSI over FireWire (Requires scbus and da)
device fwe # Ethernet over FireWire (non-standard!)Verschiedene Firewire-Geräte.Mehr Informationen und weitere von &os; unterstützte
Geräte entnehmen Sie bitte
/usr/src/sys/i386/conf/NOTES.Hohe Speicheranforderungen (PAE)Physical Address Extensions (PAE)hohe SpeicheranforderungenSysteme mit hohen Speicheranforderungen benötigen
mehr Speicher als den auf 4 Gigabyte beschränkten
User- und Kernel-Adressraum (KVA).
Mit dem &pentium; Pro und neueren CPUs hat
Intel den Adressraum auf 36-Bit erweitert.Die Physical-Address-Extension (PAE)
von &intel;s &pentium; Pro und neueren Prozessoren
unterstützt bis zu 64 Gigabyte Speicher.
&os; kann diesen Speicher mit der Option
in der Kernelkonfiguration nutzen. Die Option gibt es
in allen aktuellen &os;-Versionen. Wegen Beschräkungen der
Intel-Speicherarchitektur wird keine Unterscheidung
zwischen Speicher oberhalb oder unterhalb von 4 Gigabyte
getroffen. Speicher über 4 Gigabyte wird
einfach dem zur Verfügung stehenden Speicher
zugeschlagen.Sie aktivieren PAE im Kernel, indem
Sie die folgende Zeile in die Kernelkonfigurationsdatei
einfügen:options PAE&os; unterstützt PAE nur
auf IA-32 Prozessoren. Die
PAE-Unterstützung wurde
zudem noch nicht hinreichend getestet und befindet
sich im Vergleich zu anderen Komponenten von &os; noch
im Beta-Stadium.Die PAE-Unterstützung in &os;
ist mit den nachstehenden Einschränkungen verbunden:Ein Prozess kann nicht mehr als 4 Gigabyte
virtuellen Speicher benutzen.KLD-Module können nicht in
einen PAE-Kernel geladen werden,
da sich das Bausystem der Module vom Bausystem des
Kernels unterscheidet.Gerätetreiber, die nicht die
&man.bus.dma.9;-Schnittstelle benutzen, führen
zusammen mit einem PAE-Kernel zu
Datenverlusten. Diese Treiber sollen nicht mit
einem PAE-Kernel verwendet werden.
Daher gibt es unter &os; eine zusätzliche
PAE-Kernelkonfigurationsdatei,
die alle Treiber enthält, die mit einem
PAE-Kernel funktionieren.Einige Systemvariablen werden abhängig von
der Speichergröße eingestellt. In einem
PAE-System mit viel Speicher
können die Werte daher zu hoch eingestellt sein.
Ein Beispiel ist die sysctl-Variable
, die die maximale
Anzahl von vnodes im Kernel bestimmt. Solche
Variablen sollten auf einen angemessenen Wert
eingestellt werden.Es kann erforderlich sein, den virtuellen Adressraum
des Kernels (KVA) zu vergrößern
oder, wie oben beschrieben, den Wert einer häufig
gebrauchten Kernelvariablen zu verringern. Dies
verhindert einen Überlauf des KVAs.
Der Adressraum des Kernels kann mit der Kerneloption
vergrößert
werden.Hinweise zur Leistungssteigerung und Stabilität
entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.tuning.7;.
Die PAE-Unterstützung von &os;
wird in der Hilfeseite &man.pae.4; beschrieben.Wenn etwas schiefgehtEs gibt fünf Hauptfehlerquellen beim Erstellen eines
angepassten Kernels:config verursacht Fehler:Wenn &man.config.8; misslingt, liegen Fehler
in der Kernelkonfigurationsdatei vor. Zum Glück
gibt &man.config.8; die die Zeilennummer der
Fehlerstelle an, sodass Sie den Fehler schnell
finden können. Beispielsweise könnten
Sie folgende Fehlermeldung sehen:config: line 17: syntax errorVergleichen Sie die angegebene Zeile mit
GENERIC und stellen Sie sicher,
dass das Schlüsselwort richtig geschrieben
ist.make verursacht Fehler:Wenn make misslingt, liegen
meistens Fehler in der Konfigurationsdatei vor,
die aber nicht schwerwiegend genug für
&man.config.8; waren. Überprüfen Sie
wiederum Ihre Konfiguration und wenn Sie keinen
Fehler entdecken können, schicken Sie eine
E-Mail mit Ihrer Kernelkonfiguration an die Mailingliste
&a.de.questions;. Sie sollten dann schnell Hilfe erhalten.Der Kernel bootet nicht:Wenn der Kernel nicht booten will, ist das noch
lange kein Grund zur Panik. Denn &os; besitzt exzellente
Mechanismen zur Wiederherstellung nach dem Einsatz
inkompatibler Kernel. Den Kernel, mit dem Sie booten
wollen, können Sie sich im &os; Boot-Loader
aussuchen. Dazu wählen Sie im Bootmenü die
Option Escape to a loader prompt. Danach
geben Sie den Befehl unload kernel
ein, um anschließend mit
boot /boot/kernel.old
den alten Kernel zu booten. Sie können hier
natürlich auch den Dateinamen eines anderen Kernels, der
sauber bootet angeben. Für alle Fälle sollten Sie
immer einen Kernel, der garantiert bootet, bereit
halten.Nun können Sie die Konfiguration noch einmal
überprüfen und den Kernel neu kompilieren. Dazu
ist /var/log/messages sehr nützlich,
da hier sämtliche Kernelmeldungen von jedem erfolgreichen
Bootvorgang gespeichert werden. &man.dmesg.8; gibt Ihnen die
Kernelmeldungen vom letzten Bootvorgang aus.Für den Fall, dass Sie Probleme bei dem
Kernelbau bekommen, heben Sie sich immer einen
GENERIC oder einen anderen
Kernel, der garantiert bootet, auf. Der Name
dieses Kernels sollte so gewählt sein, dass
er beim nächsten Bau nicht überschrieben
wird. Sie können sich nicht auf
kernel.old verlassen, da
dieser Kernel durch den zuletzt installierten
Kernel, der vielleicht schon kaputt war, während
der Installation ersetzt wird. Kopieren Sie den
funktionierenden Kernel so schnell wie möglich
in das richtige Verzeichnis
(/boot/kernel).
Ansonsten funktionieren Kommandos wie &man.ps.1;
nicht. Benennen Sie dazu einfach das Verzeichnis
des funktionierenden Kernels um:&prompt.root; mv /boot/kernel /boot/kernel.bad
&prompt.root; mv /boot/kernel.good /boot/kernelDer Kernel ist in Ordnung, aber ps geht
nicht mehr:Wenn Sie eine andere Version des Kernels installiert
haben als die, mit der Ihre Systemwerkzeuge gebaut
wurden (beispielsweise einen -CURRENT-Kernel auf einem
-RELEASE-System), werden Programme wie &man.ps.1; und
&man.vmstat.8; nicht mehr funktionieren. Sie
sollten nun das komplette
System neu bauen und installieren. Achten
Sie darauf, dass die Quellen, aus denen Sie das
System bauen, zum installierten Kernel passen.
Das ist ein Grund dafür, warum man nie einen
Kernel, der nicht zur Systemversion passt, benutzen
sollten.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml
index df1a3e7c63..14227f3d17 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml
@@ -1,1557 +1,1559 @@
UwePierauÜbersetzt von Installieren von Anwendungen: Pakete und PortsÜbersichtPortsPaketeFreeBSD enthält sehr viele Systemwerkzeuge, die Teil des
Basissystems sind. Allerdings sind Sie früher oder später
auf Software Dritter angewiesen, damit Sie bestimmte Arbeiten
durchführen können. Um diese Software zu installieren,
stellt FreeBSD zwei sich ergänzende Methoden zur
Verfügung: Die Ports-Sammlung (zur Installation aus dem
Quellcode) sowie Pakete (auch als
Packages bezeichnet, zur Installation
von vorkompilierten binären Softwarepaketen).
Sie können beide Methoden benutzen, um Ihre Lieblingsanwendungen
von lokalen Medien oder über das Netzwerk zu
installieren.Dieses Kapitel behandelt die folgenden Themen:Die Installation binärer Softwarepakete.Der Bau Software Dritter aus dem Quellcode mithilfe der
Ports-Sammlung.Wie zuvor installierte Pakete oder Ports
entfernt werden.Wie Sie die Voreinstellungen der Ports-Sammlung
überschreiben.Die Suche nach geeigneter Software.Wie Sie Ihre Anwendungen aktualisieren.Installation von SoftwareWenn Sie schon einmal ein &unix; System benutzt haben, werden Sie
wissen, dass zusätzliche Software meist wie folgt
installiert wird:Download der Software, die als Quelltext oder im
Binärformat vorliegen kann.Auspacken der Software, die typischerweise ein mit
&man.compress.1;, &man.gzip.1; oder &man.bzip2.1;
komprimiertes Tar-Archiv enthält.Durchsuchen der Dokumentation, die sich meist in Dateien wie
INSTALL, README oder
mehreren Dateien im Verzeichnis doc/
befindet, nach Anweisungen, wie die Software
zu installieren ist.Kompilieren der Software wenn sie als Quelltext vorliegt.
Dazu müssen Sie vielleicht das Makefile
anpassen, oder configure laufen lassen, oder
andere Arbeiten durchführen.Testen und installieren der Software.Das beschreibt aber nur den optimalen Fall. Wenn Sie
Software installieren, die nicht speziell für FreeBSD
geschrieben wurde, müssen Sie vielleicht sogar den Quelltext
anpassen, damit die Software funktioniert.Wenn Sie unbedingt wollen, können Sie mit FreeBSD Software
nach der althergebrachten Methode installieren. Mit
Paketen oder Ports bietet Ihnen FreeBSD allerdings zwei Methoden an,
die Ihnen sehr viel Zeit sparen können. Zurzeit werden über
&os.numports; Anwendungen Dritter über diese Methoden zur
Verfügung gestellt.Das FreeBSD-Paket einer Anwendung besteht aus einer einzigen
Datei, die Sie sich herunterladen müssen. Das Paket
enthält schon übersetzte Kommandos der Anwendung, sowie
zusätzliche Konfigurationsdateien oder Dokumentation. Zur
Handhabung der Pakete stellt FreeBSD-Kommandos wie &man.pkg.add.1;,
&man.pkg.delete.1; oder &man.pkg.info.1; zur Verfügung.
Mit diesem System können neue Anwendungen mit einem
Kommando, pkg_add, installiert werden.Der FreeBSD-Port einer Anwendung ist eine Sammlung von Dateien,
die das Kompilieren der Quelltexte einer Anwendung
automatisieren.Die Dateien eines Ports führen für Sie alle oben
aufgeführten Schritte zum Installieren einer Anwendung durch.
Mit einigen wenigen Kommandos wird der Quellcode der Anwendung
automatisch heruntergeladen, ausgepackt, gepatcht, übersetzt und
installiert.Tatsächlich kann das Portsystem auch dazu benutzt werden,
Pakete zu generieren, die Sie mit den gleich beschriebenen Kommandos,
wie pkg_add, manipulieren können.Pakete und Ports beachten Abhängigkeiten zwischen
Anwendungen. Angenommen, Sie wollen eine Anwendung installieren,
die von einer Bibliothek abhängt und die Anwendung wie die
Bibliothek sind als Paket oder Port für FreeBSD verfügbar.
Wenn Sie pkg_add oder das Portsystem benutzen,
um die Anwendung zu installieren, werden Sie bemerken, dass
die Bibliothek zuerst installiert wird, wenn sie nicht schon vorher
installiert war.Sie werden sich fragen, warum FreeBSD-Pakete und -Ports
unterstützt, wo doch beide Methoden fast gleiches leisten.
Beide Methoden haben ihre Stärken und welche Sie einsetzen,
hängt letztlich von Ihren Vorlieben ab.Vorteile von PaketenDas komprimierte Paket einer Anwendung ist normalerweise
kleiner als das komprimierte Archiv der Quelltexte.Pakete müssen nicht mehr kompiliert werden. Dies ist
ein Vorteil, wenn Sie große Pakete, wie
Mozilla, KDE
oder GNOME auf langsamen Maschinen
installieren.Wenn Sie Pakete verwenden, brauchen Sie nicht zu verstehen,
wie Sie Software unter FreeBSD kompilieren.Vorteile von PortsDa die Pakete auf möglichst vielen System laufen sollen,
werden Optionen beim Übersetzen zurückhaltend gesetzt.
Wenn Sie eine Anwendung über die Ports installieren,
können Sie die Angabe der Optionen optimieren. Zum Beispiel
können Sie spezifischen Code für Pentium 4 oder
Athlon Prozessoren erzeugen.Die Eigenschaften einiger Anwendungen werden über
Optionen zum Zeitpunkt des Übersetzens festgelegt.
Apache kann zum Beispiel über
viele eingebaute Optionen konfiguriert werden. Wenn Sie das
Portsystem benutzen, können Sie die Vorgaben für die
Optionen überschreiben.Für einige Fälle existieren verschiedene
Pakete einer Anwendung, die beim Übersetzen
unterschiedlich konfiguriert wurden. Für
Ghostscript gibt es ein
ghostscript-Paket und ein
ghostscript-nox11-Paket, die sich durch die
X11 Unterstützung unterscheiden. Diese grobe Unterscheidung
ist mit dem Paketsystem möglich, wird aber schnell
unhandlich, wenn eine Anwendung mehr als ein oder zwei Optionen
zum Zeitpunkt des Übersetzens besitzt.Die Lizenzbestimmungen mancher Software verbietet ein
Verbreiten in binärer Form. Diese Software muss als
Quelltext ausgeliefert werden.Einige Leute trauen binären Distributionen nicht. Wenn
Sie den Quelltext besitzen, können Sie sich diesen
(zumindest theoretisch) durchlesen und nach möglichen Problemen
durchsuchen.Wenn Sie eigene Anpassungen besitzen, benötigen Sie den
Quelltext, um diese anzuwenden.Manch einer besitzt gerne den Quelltext, um ihn zu lesen,
wenn es einmal langweilig ist, ihn zu hacken, oder sich einfach
ein paar Sachen abzugucken (natürlich nur, wenn es die
Lizenzbestimmungen erlauben).Wenn Sie über aktualisierte Ports informiert sein wollen,
lesen Sie bitte die Mailinglisten &a.ports; und &a.ports-bugs;.Bevor Sie eine Anwendung installieren, sollten Sie
auf der Seite
über mögliche Sicherheitsprobleme mit der
Anwendung informieren.Die Anwendung
ports-mgmt/portaudit
prüft automatisch alle installierten Anwendungen
auf bekannte Sicherheitslöcher. Vor dem Bau eines
Ports findet ebenfalls eine Prüfung statt.
Installierte Pakete prüfen Sie mit dem
Kommando portaudit -F -a.Der Rest dieses Kapitels beschreibt, wie Sie Software Dritter mit
Paketen oder Ports auf einem FreeBSD-System installieren und
verwalten.Suchen einer AnwendungBevor Sie eine Anwendung installieren, müssen Sie deren
Art und Namen kennen.Die Anzahl der nach FreeBSD portierten Anwendungen steigt
ständig. Zum Glück gibt es einige Wege, die richtige zu
finden.Eine aktuelle Liste verfügbarer Anwendungen, die sich
auch durchsuchen lässt, finden Sie unter http://www.FreeBSD.org/ports/.
Die Anwendungen sind in Kategorien unterteilt und Sie
können sich alle Anwendungen einer Kategorie anzeigen
lassen. Wenn Sie den Namen der Anwendung kennen, können
Sie natürlich auch direkt nach dem Namen suchen.FreshPortsFreshPorts, das von Dan Langille gepflegt wird, erreichen Sie
unter .
FreshPorts verfolgt
Änderungen an Anwendungen aus den Ports. Mit FreshPorts
können Sie ein oder mehrere Ports beobachten und sich eine
E-Mail schicken lassen, wenn ein Port aktualisiert wird.FreshMeatWenn Sie den Namen einer Anwendung nicht kennen, versuchen
Sie eine Webseite wie FreshMeat
(),
um eine passende Anwendung zu finden. Schauen Sie dann auf der
FreeBSD-Webseite nach, ob die Anwendung schon portiert
wurde.Wenn Sie den Portnamen kennen und nur nach der
Kategorie suchen wollen, verwenden Sie das Kommando
&man.whereis.1;. Geben Sie einfach
whereis Datei ein.
Datei ist der Name des
Programms, das Sie suchen:&prompt.root; whereis lsof
lsof: /usr/ports/sysutils/lsofDamit haben wir herausgefunden, dass sich
lsof, ein Systemwerkzeug, im Verzeichnis
/usr/ports/sysutils/lsof
befindet.Ein weiterer Weg, einen bestimmten Port zu finden, ist es,
die eingebaute Suchfunktion der Ports-Sammlung zu benutzen.
Dazu muss Ihr Arbeitsverzeichnis
/usr/ports
sein. In diesem Verzeichnis rufen Sie
make search name=Anwendungsname
auf, wobei Anwendungsname
der Name der gesuchten Anwendung ist. Wenn Sie
zum Beispiel nach lsof suchen:&prompt.root; cd /usr/ports
&prompt.root; make search name=lsof
Port: lsof-4.56.4
Path: /usr/ports/sysutils/lsof
Info: Lists information about open files (similar to fstat(1))
Maint: obrien@FreeBSD.org
Index: sysutils
B-deps:
R-deps: Der Teil der Ausgabe der Sie interessiert ist die Zeile, die
mit Path: beginnt, weil sie Ihnen sagt, wo der Port
zu finden ist. Die anderen Informationen werden zum Installieren
des Ports nicht direkt benötigt, Sie brauchen sich darum
jetzt nicht weiter zu kümmern.Erweiterte Suchen führen Sie mit dem Kommando
make search key=Text
aus. Damit werden Portnamen, Kommentare, Beschreibungen und
Abhängigkeiten nach Text
durchsucht. Dies kann sehr nützlich sein, wenn Sie
den Namen des Programms, nach dem Sie suchen, nicht kennen.In beiden Fällen wird Groß- und Kleinschreibung bei
der Suche ignoriert. Die Suche nach LSOF wird
dieselben Ergebnisse wie die Suche nach lsof
liefern.ChernLeeBeigesteuert von Benutzen des PaketsystemsInstallieren eines PaketsPaketeinstallierenpkg_addMit &man.pkg.add.1; können Sie ein FreeBSD-Paket von einer
lokalen Datei oder über das Netzwerk installieren.Download vor Installation eines Pakets&prompt.root; ftp -a ftp2.FreeBSD.org
Connected to ftp2.FreeBSD.org.
220 ftp2.FreeBSD.org FTP server (Version 6.00LS) ready.
331 Guest login ok, send your email address as password.
230-
230- This machine is in Vienna, VA, USA, hosted by Verio.
230- Questions? E-mail freebsd@vienna.verio.net.
230-
230-
230 Guest login ok, access restrictions apply.
Remote system type is UNIX.
Using binary mode to transfer files.
ftp>cd /pub/FreeBSD/ports/packages/sysutils/
250 CWD command successful.
ftp>get lsof-4.56.4.tgz
local: lsof-4.56.4.tgz remote: lsof-4.56.4.tgz
200 PORT command successful.
150 Opening BINARY mode data connection for 'lsof-4.56.4.tgz' (92375 bytes).
100% |**************************************************| 92375 00:00 ETA
226 Transfer complete.
92375 bytes received in 5.60 seconds (16.11 KB/s)
ftp>exit
&prompt.root; pkg_add lsof-4.56.4.tgzWenn Sie die Pakete nicht lokal vorliegen haben (zum Beispiel
auf den FreeBSD-CD-ROMs), ist es wahrscheinlich einfacher den
Schalter von &man.pkg.add.1; zu verwenden. Das
Werkzeug bestimmt dann automatisch das nötige Objektformat und
die richtige Version des Pakets, lädt dieses dann von einem
FTP-Server und installiert das Paket.pkg_add&prompt.root; pkg_add -r lsofDas obige Beispiel würde ohne weitere Interaktion das
richtige Paket herunterladen und installieren. Pakete
werden vom &os;-Hauptserver heruntergeladen. Wenn Sie
anderen Server verwenden möchten, geben Sie den
Server in der Umgebungsvariablen PACKAGESITE
an. Die Dateien werden
mit &man.fetch.3;, das Umgebungsvariablen wie
FTP_PASSIVE_MODE, FTP_PROXY und
FTP_PASSWORD berücksichtigt, heruntergeladen.
Wenn Sie durch eine Firewall geschützt werden, müssen Sie
vielleicht eine oder mehrere dieser Umgebungsvariablen setzen oder
einen FTP oder HTTP Proxy verwenden. Eine Liste der
unterstützten Umgebungsvariablen finden Sie in &man.fetch.3;.
Beachten Sie, dass im obigen Beispiel lsof
anstelle von lsof-4.56.4 verwendet wird. Wenn
Sie &man.pkg.add.1; zum Herunterladen eines Pakets verwenden, darf
die Versionsnummer des Pakets nicht angegeben werden, da
automatisch die neuste Version der Anwendung geholt wird.Unter &os.current; oder &os.stable; holt &man.pkg.add.1;
die neuste Version einer Anwendung, unter einer Release
holt &man.pkg.add.1; die Version der Anwendung, die
im Release enthalten ist. Sie können dies ändern,
indem Sie die Umgebungsvariable PACKAGESITE
überschreiben. Wenn Sie bespielsweise
&os; 5.4-RELEASE installiert haben, versucht
&man.pkg.add.1; in der Voreinstellung die Pakete von
ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5.4-release/Latest/
zu laden. Wollen Sie &man.pkg.add.1; dazu zwingen, nur
&os; 5-STABLE-Pakete herunterzuladen, setzen Sie die
Umgebungsvariable PACKAGESITE auf
ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5-stable/Latest/.Pakete werden im .tgz- und
.tbz-Format ausgeliefert. Sie finden Sie unter
oder auf der FreeBSD-CD-ROM-Distribution. Jede CD der FreeBSD
Distribution (oder des PowerPaks) enthält Pakete im
Verzeichnis /packages. Die Struktur des
Paketbaums entspricht dem /usr/ports Baum.
Jede Kategorie besitzt ein eigenes Verzeichnis und alle
Pakete befinden sich im Verzeichnis
All.Die Verzeichnisstruktur des Paketbaums ist ein Abbild der
Ports, da beide Systeme eng zusammenarbeiten.Verwalten von PaketenPaketeverwalten&man.pkg.info.1; zeigt alle installierten Pakete und deren
Beschreibung an.pkg_info&prompt.root; pkg_info
cvsup-16.1 A general network file distribution system optimized for CV
docbook-1.2 Meta-port for the different versions of the DocBook DTD
...&man.pkg.version.1; vergleicht die Version installierter Pakete
mit der Version aus der Ports-Sammlung.pkg_version&prompt.root; pkg_version
cvsup =
docbook =
...Die Symbole in der zweiten Spalte zeigen das Alter des Pakets
im Vergleich zu der lokalen Version aus der Ports-Sammlung an.SymbolBedeutung=Die Version des installierten Paketes stimmt mit der
Version aus der lokalen Ports-Sammlung überein.<Die installierte Version ist älter als die der
verfügbaren Version aus der Ports-Sammlung.>Die installierte Version ist neuer als die aus der
Ports-Sammlung (Eventuell ist die lokale Ports-Sammlung
veraltet).?Das installierte Paket konnte in der Ports-Sammlung
nicht gefunden werden. Das kann dadurch hervorgerufen
werden, dass ein installierter Port aus der
Ports-Sammlung entfernt wurde oder einen neuen
Namen erhalten hat.*In der Ports-Sammlung befinden sich mehrere Versionen
der Anwendung.Entfernen eines Paketspkg_deletePaketeentfernenUm ein zuvor installiertes Paket zu entfernen, benutzen Sie das
Werkzeug &man.pkg.delete.1;.&prompt.root; pkg_delete xchat-1.7.1Beachten Sie, dass &man.pkg.delete.1; die vollständige
Bezeichnung des Pakets benötigt (also Paketname
und Versionsnummer). Die Eingabe von
xchat (anstelle von
xchat-1.7.1) ist daher nicht
ausreichend. Zwar können Sie die Versionsnummer eines
installierten Pakets mit &man.pkg.version.1; herausfinden,
es ist aber auch möglich, ein Paket zu deinstallieren,
ohne die exakte Versionsnummer zu kennen, wenn Sie Wildcards
einsetzen:&prompt.root; pkg_delete xchat\*In diesem Beispiel werden alle Pakete gelöscht, deren
Name mit xchat beginnt.VerschiedenesInformationen über alle installierte Pakete werden in
/var/db/pkg abgelegt. Das Verzeichnis
enthält Dateien, in denen sich die Beschreibungen der Pakete
und Listen von Dateien, die zu einem Paket gehören,
befinden.Benutzen der Ports-SammlungDie folgenden Abschnitte stellen die grundlegenden Anweisungen
vor, um Anwendungen aus der Ports-Sammlung auf
Ihren Rechner zu installieren oder zu löschen. &man.ports.7;
enthält eine Auflistung aller verfügbaren
make-Targets und Umgebungsvariablen.Installation der Ports-SammlungBevor Sie einen Port installieren können, müssen Sie
zuerst die Ports-Sammlung installieren, die aus Makefiles, Patches
und Beschreibungen besteht. Die Ports-Sammlung wird
für gewöhnlich unter /usr/ports
installiert.Bei der FreeBSD-Installation hatten Sie in
sysinstall die Möglichkeit, die
Ports-Sammlung zu installieren. Wenn Sie die Sammlung damals nicht
installiert haben, können Sie das mit den folgenden
Anweisungen nachholen:Installieren mit CVSupDies ist eine schnelle Methode, um die Ports-Sammlung zu
installieren und zu aktualisieren.
CVSup wird im Abschnitt Benutzen von CVSup des Handbuchs
beschrieben.Mit csup existiert eine in
C geschriebene Neuimplementierung von
CVSup, die ab &os; 6.2
bereits im Basissystem enthalten ist. Haben Sie
&os; 6.2 installiert, können Sie Schritt 1
überspringen und die im Basissystem enthaltene
Version von csup einsetzen.
Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, können
Sie csup über den Port
net/csup installieren.
In beiden Fällen ersetzen Sie bitte in den folgenden
Ausführungen cvsup durch
csup.Achten Sie darauf, dass das Verzeichnis /usr/ports leer ist, bevor Sie
CVSup das erste Mal ausführen!
Haben Sie die Ports-Sammlung zuvor schon aus einer anderen
Quelle installiert, wird CVSup
bereits aus dem Repository entfernte Patches nicht aus der
lokalen Kopie der Ports-Sammlung löschen.Installieren Sie das Paket net/cvsup-without-gui:&prompt.root; pkg_add -r cvsup-without-guiWeitere Informationen finden Sie im Abschnitt
Installation von CVSup
des Handbuchs.Danach rufen Sie cvsup auf:&prompt.root; cvsup -L 2 -h cvsup.FreeBSD.org /usr/share/examples/cvsup/ports-supfileErsetzen Sie
cvsup.FreeBSD.org durch einen
CVSup-Server in Ihrer Nähe.
Eine vollständige Liste der
CVSup-Spiegel finden Sie im
Abschnitt CVSup-Server
des Handbuchs.Sie sollten sich eine an Ihre Bedürfnisse angepasste
ports-supfile erstellen, um so
beispielsweise zu vermeiden, dass Sie bei jedem Aufruf von
CVSup wieder die Parameterliste
übergeben müssen.Dazu kopieren Sie zuerst als root
die Datei
/usr/share/examples/cvsup/ports-supfile
nach /root oder in Ihr
Heimatverzeichnis.Danach müssen Sie die Datei
ports-supfile anpassen.Dazu ersetzen Sie
cvsup.FreeBSD.org durch einen
CVSup-Server in Ihrer Nähe.
Eine vollständige Liste der
CVSup-Spiegel finden Sie im
Abschnitt CVSup-Server
des Handbuchs.Nun können Sie cvsup mit
folgender Syntax starten:&prompt.root; cvsup -L 2 /root/ports-supfileMit &man.cvsup.1; können Sie später auch die
Ports-Sammlung aktualisieren. Die installierten Ports werden
mit diesem Kommando allerdings nicht aktualisiert.Installieren mit PortsnapBei Portsnap handelt es sich
um ein alternatives System zur Distribution der Ports-Sammlung,
das seit &os; 6.0 im Basissystem enthalten ist. Verwenden
Sie eine ältere &os;-Version, können Sie zur
Installation das Paket ports-mgmt/portsnap verwenden:&prompt.root; pkg_add -r portsnapEine detaillierte Beschreibung von
Portsnap finden Sie im Abschnitt
Portsnap einsetzen des
Handbuchs.Ab &os; 6.1-RELEASE oder bei einem aktuellen
Portsnap-Paket oder -Port ist
dieser Schritt nicht nötig, da in diesen Fällen
das Verzeichnis /usr/ports automatisch beim
ersten Aufruf von &man.portsnap.8; angelegt wird. Verwenden
Sie hingegen eine ältere Version von
Portsnap, müssen Sie dieses
Verzeichnis manuell anlegen, falls dieses auf Ihrem System
noch nicht existiert:&prompt.root; mkdir /usr/portsLaden Sie einen komprimierten Snapshot der Ports-Sammlung
in das Verzeichnis /var/db/portsnap herunter. Danach
können Sie die Internetverbindung trennen, wenn Sie dies
wünschen.&prompt.root; portsnap fetchWenn Sie Portsnap das erste
Mal verwenden, müssen Sie den Snapshot nach
/usr/ports
extrahieren:&prompt.root; portsnap extractIst die Ports-Sammlung bereits installiert, und Sie
wollen diese nur aktualisieren, führen Sie
stattdessen folgenden Befehl aus:&prompt.root; portsnap updateInstallieren mit sysinstallNicht zuletzt ist es auch möglich, die Ports-Sammlung
über sysinstall zu installieren.
Beachten Sie dabei aber, dass bei dieser Methode nicht die
aktuellste Version der Ports-Sammlung, sondern die Version, die
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der installierten
&os;-Version aktuell war, installiert wird. Haben Sie Zugriff
auf das Internet, so sollten Sie daher stets eine der weiter oben
beschriebenen Methoden verwenden, um die Ports-Sammlung zu
installieren.Führen Sie als rootsysinstall (vor &os; 5.2
/stand/sysinstall) aus:&prompt.root; /stand/sysinstallWählen Sie den Punkt Configure
aus und drücken Sie Enter.Wählen Sie dann Distributions
aus und drücken Sie Enter.In diesem Menü wählen Sie
ports aus und drücken die
Leertaste.Danach wählen Sie Exit aus und
drücken Enter.Legen Sie nun ein geeignetes Installationsmedium, wie CD-ROM
oder FTP, fest.Wählen Sie nun Exit aus und
drücken Enter.Verlassen Sie sysinstall mit
X.Ports installierenPortsinstallierenWas ist mit einem Gerüst im Zusammenhang
mit der Ports-Sammlung gemeint? In aller Kürze: ein
Gerüst eines Ports ist ein minimaler Satz von Dateien, mit
denen das FreeBSD-System eine Anwendung sauber übersetzen und
installieren kann. Ein jeder Port beinhaltet:Eine Datei Makefile. Das
Makefile enthält verschiedene
Anweisungen, die spezifizieren, wie eine Anwendung kompiliert
wird und wo sie auf Ihrem System installiert werden
sollte.Eine Datei distinfo. Diese
enthält Informationen, welche Dateien heruntergeladen
werden müssen sowie deren MD5-Prüfsummen
(die Sie mit &man.md5.1; sowie &man.sha256.1;
überprüfen können, um sicher zu gehen,
dass diese Dateien während des Herunterladens nicht
beschädigt wurden).Ein files Verzeichnis. Hierin
liegen Patches, welche das Übersetzen und Installieren
der Anwendung ermöglichen. Patches sind im Wesentlichen
kleine Dateien, die Änderungen an speziellen Dateien
spezifizieren. Sie liegen als reiner Text vor und sagen
ungefähr:
Lösche Zeile 10 oder
Ändere Zeile 26 zu .... Patches sind
auch bekannt unter dem Namen diffs, weil
Sie mit dem Programm &man.diff.1;
erstellt werden.Dieses Verzeichnis kann auch noch andere Dateien enthalten,
welche zum Bauen des Ports benutzt werden.Eine Datei pkg-descr. Eine
ausführlichere, oft mehrzeilige Beschreibung der
Anwendung.Eine Datei pkg-plist. Das ist eine
Liste aller Dateien, die durch diesen Port installiert werden.
Außerdem sind hier Informationen enthalten, die zum
Entfernen des Ports benötigt werden.Einige Ports besitzen noch andere Dateien, wie
pkg-message, die vom Portsystem benutzt
werden, um spezielle Situationen zu handhaben. Wenn Sie mehr
über diese Dateien oder das Port-System erfahren sollen, lesen
Sie bitte das
FreeBSD Porter's Handbook.Ein Port enthält lediglich Anweisungen, wie der Quelltext
zu bauen ist, nicht aber den eigentlichen Quelltext.
Den Quelltext erhalten Sie von einer CD-ROM oder aus dem
Internet. Quelltexte werden in einem Format nach Wahl des
jeweiligen Software-Autors ausgeliefert. Häufig
ist dies ein gezipptes Tar-Archiv, aber es kann auch mit einem
anderen Tool komprimiert oder gar nicht komprimiert sein. Der
Quelltext, in welcher Form er auch immer vorliegen mag, wird
Distfile genannt. Die zwei Methoden, mit denen
ein Port installiert wird, werden unten besprochen.Zum Installieren von Ports müssen Sie als Benutzer
root angemeldet sein.Stellen Sie sicher, dass die Ports-Sammlung
aktuell ist, bevor Sie einen Port installieren.
Informieren Sie sich vorher zusätzlich unter
über mögliche Sicherheitsprobleme
des zu installierenden Ports.Vor der Installation kann
portaudit eine neue Anwendung
automatisch auf Sicherheitslöcher prüfen.
Das Werkzeug befindet sich in der Ports-Sammlung
(ports-mgmt/portaudit).
Vor der Installation einer neuen Anwendung sollten
Sie mit portaudit -F die
Sicherheitsdatenbank aktualisieren. Die täglich
laufende Sicherheitsprüfung des Systems
aktualisiert die Datenbank und prüft installierte
Anwendungen auf vorhandene Sicherheitslöcher.
Weiteres erfahren Sie in den Hilfeseiten &man.portaudit.1;
und &man.periodic.8;.Die Ports-Sammlung geht davon, dass Ihr System über
eine funktionierende Internetverbindung verfügt.
Ist dies nicht der Fall, müssen Sie eine Kopie des zu
installierenden Distfiles manuell nach
/usr/ports/distfiles kopieren.Dazu wechseln Sie als erstes in das Verzeichnis des
Ports, den Sie installieren wollen:&prompt.root; cd /usr/ports/sysutils/lsofIm Verzeichnis lsof kann man das
Gerüst erkennen. Der
nächste Schritt ist das Übersetzen (auch Bauen genannt)
des Ports durch die Eingabe des Befehls
make:&prompt.root; make
>> lsof_4.57D.freebsd.tar.gz doesn't seem to exist in /usr/ports/distfiles/.
>> Attempting to fetch from ftp://lsof.itap.purdue.edu/pub/tools/unix/lsof/.
===> Extracting for lsof-4.57
...
[Ausgabe des Auspackens weggelassen]
...
>> Checksum OK for lsof_4.57D.freebsd.tar.gz.
===> Patching for lsof-4.57
===> Applying FreeBSD patches for lsof-4.57
===> Configuring for lsof-4.57
...
[configure-Ausgabe weggelassen]
...
===> Building for lsof-4.57
...
[Ausgabe der Übersetzung weggelassen]
...
&prompt.root;Ist die Übersetzungsprozedur beendet, landen Sie
wiederum in der Kommandozeile und können das Programm
im nächsten Schritt installieren. Dazu verwenden Sie
den Befehl make install:&prompt.root; make install
===> Installing for lsof-4.57
...
[Ausgabe der Installation weggelassen]
...
===> Generating temporary packing list
===> Compressing manual pages for lsof-4.57
===> Registering installation for lsof-4.57
===> SECURITY NOTE:
This port has installed the following binaries which execute with
increased privileges.
&prompt.root;Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie
die gerade installierte Anwendung starten. Da
lsof eine Anwendung ist, die mit erhöhten
Rechten läuft, wird eine Sicherheitswarnung angezeigt. Sie
sollten alle Warnungen während des Baus und der Installation
eines Ports beachten.Es ist eine gute Idee, das Unterverzeichnis work nach erfolgter Installation
wieder zu löschen. Einerseits gewinnen Sie dadurch
Speicherplatz, andererseits könnte es sonst zu Problemen
bei der Aktualisierung des Ports auf eine neuere Version
kommen.&prompt.root; make clean
===> Cleaning for lsof-4.57
&prompt.root;Sie können zwei Schritte sparen, wenn Sie gleich
make install clean anstelle von
make, make install,
und make clean eingeben.Um die Suche nach Kommandos zu beschleunigen, speichern
einige Shells eine Liste der verfügbaren Kommandos in den
durch die Umgebungsvariable PATH gegebenen
Verzeichnissen. Nach der Installation eines Ports müssen
Sie in einer solchen Shell vielleicht das Kommando
rehash absetzen, um die neu installierten
Kommandos benutzen zu können. Das Kommando
rehash gibt es in Shells wie
der tcsh. Unter Shells wie
der sh
benutzen Sie das Kommando hash -r.
Weiteres entnehmen Sie bitte der Dokumentation
Ihrer Shell.Einige von Dritten angebotenen DVD-ROM-Produkte wie das
FreeBSD Toolkit von der FreeBSD Mall
enthalten auch Distfiles (komprimierte Quellcodepakete).
Diese lassen sich über die Ports-Sammlung installieren.
Dazu hängen Sie die DVD-ROM unter
/cdrom in den Verzeichnisbaum ein. Wenn
Sie einen anderen Mountpunkt verwenden, sollten Sie die
make-Variable CD_MOUNTPTS setzen, damit die
auf der DVD-ROM enthaltenen Distfiles automatisch verwendet
werden.Beachten Sie bitte, dass die Lizenzen einiger Ports
die Einbeziehung auf der CD-ROM verbieten. Das kann
verschiedene Gründe haben. Beispielsweise eine
Registrierung vor dem Herunterladen erforderlich oder die
Weiterverteilung ist verboten. Wenn Sie einen Port
installieren wollen, der nicht auf
der CD-ROM enthalten ist, müssen Sie online sein.Die Ports-Sammlung benutzt zum Herunterladen von Dateien
&man.fetch.3;, das Umgebungsvariablen wie
FTP_PASSIVE_MODE, FTP_PROXY und
FTP_PASSWORD berücksichtigt. Wenn Sie durch
eine Firewall geschützt werden, müssen Sie vielleicht
eine oder mehrere dieser Umgebungsvariablen setzen, oder einen FTP
oder HTTP Proxy verwenden. Eine Liste der unterstützten
Umgebungsvariablen finden Sie in &man.fetch.3;.Benutzer ohne eine ständige Internet-Verbindung
werden das Kommando make fetch zu
schätzen wissen. Das Kommando lädt alle
benötigten Dateien eines Ports herunter. Sie
können das Kommando im Verzeichnis
/usr/ports laufen lassen. In diesem
Fall werden alle Dateien
heruntergeladen. Es ist auch möglich,
make fetch nur in einem Teil
des Baums, wie /usr/ports/net,
aufzurufen. Die Dateien von allen abhängigen
Ports werden mit diesem Kommando allerdings nicht
heruntergeladen. Wenn Sie diese Dateien ebenfalls
herunterladen wollen, ersetzen Sie im Kommando
fetch durch
fetch-recursive.Abhängig davon, in welchem Verzeichnis
Sie make aufrufen, können
Sie analog zu make fetch die
Ports einer Kategorie oder alle Ports bauen. Beachten
Sie allerdings, dass manche Ports nicht zusammen
installiert werden können. Weiterhin gibt es
Fälle, in denen zwei Ports unterschiedliche
Inhalte in derselben Datei speichern wollen.Manchmal ist es erforderlich, die benötigten
Dateien von einem anderen Ort als den im Port vorgesehenen
herunterzuladen. Der Ort wird durch die Variable
MASTER_SITES vorgegeben, die Sie
wie folgt überschreiben können:&prompt.root; cd /usr/ports/directory
&prompt.root; make MASTER_SITE_OVERRIDE= \
ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/ fetchIm Beispiel wurde MASTER_SITES
mit dem Wert
ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/
überschrieben.Einige Ports besitzen Optionen, mit denen Sie
zusätzliche Funktionen oder Sicherheitsoptionen
einstellen können (oder manchmal auch müssen).
Zusätzliche Optionen können beispielsweise für
www/mozilla,
security/gpgme und
mail/sylpheed-claws
angegeben werden. Wenn ein Port über zusätzliche
Optionen verfügt, werden diese beim Bau des
Ports auf der Konsole ausgegeben.Vorgabe-Verzeichnisse ändernManchmal ist es nützlich (oder erforderlich),
in anderen Verzeichnissen zu arbeiten. Die Verzeichnisse
können Sie mit den Variablen WRKDIRPREFIX
und PREFIX einstellen. Die Variable
WRKDIRPREFIX gibt das Bauverzeichnis an:&prompt.root; make WRKDIRPREFIX=/usr/home/example/ports installDieses Kommando baut den Port in
/usr/home/example/ports und installiert
ihn unter /usr/local.Die Variable PREFIX legt das
Installations-Verzeichnis fest:&prompt.root; make PREFIX=/usr/home/example/local installIn diesem Beispiel wird der Port unter
/usr/ports gebaut und nach
/usr/home/example/local installiert.Sie können beide Variablen auch zusammen
benutzen:&prompt.root; make WRKDIRPREFIX=../ports PREFIX=../local installDie Kommandozeile ist zu lang, um sie hier komplett
wiederzugeben, aber Sie sollten die zugrunde liegende
Idee erkennen.Probleme mit imakeimakeEinige Ports, welche &man.imake.1; (Teil des
X-Window-Systems) benutzen, funktionieren nicht gut
mit PREFIX und bestehen darauf,
unter /usr/X11R6 installiert
zu werden. In ähnlicher Weise verhalten sich
einige Perl-Ports, die PREFIX
ignorieren und sich in den Perl-Verzeichnisbaum
installieren. Zu erreichen, dass solche Ports
PREFIX beachten, ist
schwierig oder sogar unmöglich.Entfernen installierter PortsPortsentfernenDa Sie nun wissen, wie man einen Port installiert, wollen Sie
sicher auch wissen, wie man ein über einen Port installiertes
Programm wieder deinstallieren kann. Ports werden analog zu
Paketen mit &man.pkg.delete.1; deinstalliert (Lesen Sie sich den
Abschnitt Benutzen des
Paketsystems des Handbuchs durch, wenn Sie weitere Informationen
benötigen.). Für das vorhin installierte Programm
lsof würden Sie dazu wie folgt
vorgehen:&prompt.root; pkg_delete lsof-4.57Ports aktualisierenPortsaktualisierenAls erstes sollten sie sich alle installierten Ports
anzeigen lassen, von denen eine aktuellere Version in der
Ports-Sammlung existiert. Dazu verwenden Sie den Befehl
&man.pkg.version.1;:&prompt.root; pkg_version -v/usr/ports/UPDATINGNachdem Sie die Ports-Sammlung auf den neusten
Stand gebracht haben, lesen Sie bitte zuerst die Datei
/usr/ports/UPDATING, bevor
Sie einen Port aktualisieren. In dieser Datei werden
Probleme und zusätzlich durchzuführende
Schritte bei der Aktualisierung einzelner Ports
beschrieben. Dazu gehören solche Dinge wie
geänderte Dateiformate, verschobene Konfigurationsdateien,
aber auch Inkompatibilitäten zu einer
Vorgängerversion.Sollte UPDATING etwas hier Gesagtem
widersprechen, so gilt das in UPDATING
Gesagte.Ports mit Portupgrade aktualisierenportupgradeportupgrade wurde entwickelt, um
die Aktualisierung von Ports zu vereinfachen. Sie können
portupgrade über den Port
ports-mgmt/portupgrade
installieren:&prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portupgrade/
&prompt.root; make install cleanDurchsuchen Sie regelmäßig (am besten vor jeder
Aktualisierung) die Liste der installierten Ports mit
pkgdb -F und beheben Sie alle gefundenen
Probleme.Wenn Sie portupgrade -a eingeben,
beginnt portupgrade automatisch mit
der Aktualisierung aller veralteteter Ports Ihres Systems.
Verwenden Sie den Schalter , wenn Sie
individuell entscheiden wollen, ob ein Port aktualisiert werden
soll:&prompt.root; portupgrade -aiWenn Sie nur eine einzelne Anwendung anstelle
aller Anwendungen aktualisieren wollen, verwenden
Sie das Kommando
portupgrade pkgname.
Geben Sie den Schalter an, wenn
portupgrade zuvor alle
Ports aktualisieren soll, die von dem gegebenen
Paket abhängen.Der Schalter verwendet zur
Installation Pakete anstelle von Ports. Mit dieser
Option durchsucht portupgrade
die in der Umgebungsvariablen PKG_PATH
aufgeführten Verzeichnisse nach Paketen. Sind
lokal keine Pakete vorhanden, versucht
portupgrade die Pakete
über das Netz herunterzuladen. Gibt es die Pakete
weder lokal noch auf entfernten Rechnern, werden die Ports
verwendet. Um dies zu verhindern, benutzen Sie die
Option .
+ &prompt.root; portupgrade -PP gnome2
+
Wenn Sie nur die Quelldateien des Ports (oder die Pakete
mit ) herunterladen möchten,
ohne die Anwendung zu bauen oder zu installieren,
geben Sie die Option an.
Weitere Möglichkeiten lesen Sie bitte in
der Hilfeseite &man.portupgrade.1; nach.Ports mit Portmanager aktualisierenportmanagerPortmanager ist ein weiteres
Werkzeug, das die Aktualisierung installierter Ports
erleichtert. Es kann über den Port
ports-mgmt/portmanager
installiert werden:&prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portmanager
&prompt.root; make install cleanAlle installierten Ports können danach durch folgende
Eingabe aktualisiert werden:&prompt.root; portmanager -uWenn Sie zusätzlich die Optionen
an Portmanager übergeben, werden
Sie bei jedem Schritt um eine Bestätigung gefragt.
Portmanager ist außerdem in
der Lage, neue Ports auf Ihrem System zu installieren. Im
Gegensatz zum bekannten make install clean
aktualisiert es aber vor dem Bau und der Installation eines
Ports alle abhängigen Ports.&prompt.root; portmanager x11/gnome2Treten bei den Abhängigkeiten des zu installierenden
Ports Probleme auf, ist Portmanager
in der Lage, alle Abhängigkeiten in der korrekten
Reihenfolge neu zu bauen. Nachdem dieser Schritt abgeschlossen
ist, wird der problematische Port ebenfalls neu gebaut.&prompt.root; portmanager graphics/gimp -fWeitere Informationen finden Sie in der Manualpage
&man.portmanager.1;.Platzbedarf von PortsPortsPlattenplatzDie Ports-Sammlung kann sehr viel Plattenplatz
verschlingen. Führen Sie nach dem Bau und der
Installation eines Ports make
clean aus, um die
Arbeitsverzeichnisse zu löschen. Dieser Befehl
entfernt das Verzeichnis work des gebauten Ports.
Wollen Sie die gesamte Ports-Sammlung aufräumen,
verwenden Sie folgenden Befehl:&prompt.root; portsclean -CIm Laufe der Zeit werden sich zahlreiche Distfiles im
Verzeichnis distfiles
ansammeln. Sie können diese entweder händisch
löschen, oder Sie verwenden den folgenden Befehl, um alle
Distfiles zu löschen, die nicht länger
benötigt werden:&prompt.root; portsclean -DFalls Sie nur alle Distfiles löschen wollen, die von
keinem derzeit installierten Port referenziert werden:&prompt.root; portsclean -DDDas Werkzeug portsclean wird
automatisch bei der Installation von
portupgrade mit installiert.Denken Sie daran, installierte Ports wieder zu entfernen,
wenn Sie diese nicht mehr benötigen. Um diese Arbeit zu
erleichtern, können Sie den Port ports-mgmt/pkg_cutleaves
installieren.Nach der InstallationNach der Installation einer neuen Anwendung wollen Sie
wahrscheinlich die mitgelieferte Dokumentation lesen und die
Konfigurationsdateien der Anwendung anpassen. Wenn die Anwendung
ein Dæmon ist, sollten Sie sicherstellen, dass die
Anwendung beim Booten startet.Die einzelnen Schritte sind natürlich von Anwendung zu
Anwendung verschieden. Wenn Sie sich allerdings nach der Installation
einer Anwendung die Frage Was nun? stellen, helfen die
folgenden Hinweise vielleicht weiter.Finden Sie mit &man.pkg.info.1; heraus, welche Dateien die
Anwendung wo installiert hat. Wenn Sie beispielsweise gerade
die Version 1.0.0 von FooPackage installiert haben, zeigt Ihnen
das folgende Kommando alle installierten Dateien des
Pakets:&prompt.root; pkg_info -L foopackage-1.0.0 | lessAchten Sie besonders auf die Manualpages, die Sie in
man/ Verzeichnissen finden und auf
Konfigurationsdateien, die in etc/ abgelegt
werden. Manche Pakete enthalten in doc/
zusätzliche Dokumentation.Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Version einer
Anwendung Sie gerade installiert haben, können Sie mit dem
folgenden Kommando nach der Anwendung suchen:&prompt.root; pkg_info | grep -i foopackageDas Kommando zeigt alle installierten Pakete, deren
Paketname foopackage enthält.
Ersetzen Sie foopackage durch den
Namen der Anwendung, die Sie suchen.Nachdem Sie die Manualpages der Anwendung gefunden haben,
lesen Sie diese bitte mit &man.man.1;. Schauen Sie sich auch die
Beispiele für Konfigurationsdateien und die zusätzliche
Dokumentation, wenn es welche gibt, an.Wenn es für die Anwendung eine Webseite gibt, suchen
Sie dort nach zusätzlicher Dokumentation wie FAQs
(häufig gestellte Fragen). Wenn Sie die Adresse der Webseite
nicht kennen, versuchen Sie das folgende Kommando:&prompt.root; pkg_info foopackage-1.0.0Die Ausgabe enthält oft eine Zeile, die mit
WWW: beginnt und die URL der Webseite
enthält.Ports, die während des Systemstarts gestartet
werden sollen, installieren meist ein Beispielskript im
Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d.
Überprüfen Sie dieses Skript. Wenn nötig,
passen Sie das Skript an und benennen Sie es um. Weitere
Informationen finden Sie in
.Kaputte PortsStolpern Sie einmal über einen Port, der bei Ihnen nicht
funktioniert, könnten Sie zum Beispiel Folgendes tun:Stellen Sie fest, ob die
Datenbank mit den
Problemberichten bereits einen Lösungsvorschlag
enthält. Ist dies der Fall, können Sie die
vorgeschlagene Lösung testen.Bitten Sie den Betreuer des Ports um Hilfe. Geben
Sie dazu make maintainer ein oder lesen Sie das
Makefile im Verzeichnis des Ports, um an
die E-Mail-Adresse zu kommen. Vergessen Sie nicht den Namen und
die Version des Ports (schicken Sie die Zeile mit
$FreeBSD: aus dem
Makefile)
und die Ausgabe bis zur Fehlermeldung mitzuschicken.Einige Ports werden nicht von einer Einzelperson, sondern
von einer
Mailingliste betreut. Viele (aber nicht alle) dieser
Adressen haben die Form
freebsd-NameDerListe@FreeBSD.org.
Denken Sie daran, wenn Sie Ihre Fragen formulieren.Dies gilt insbesondere für Ports, die als als
Betreuer den Eintrag freebsd-ports@FreeBSD.org aufweisen.
Derartige Ports haben überhaupt keinen Betreuer.
Korrekturen und Unterstützung kommen daher nur von
Personen, die diese Mailingliste abonniert haben. Gerade
in diesem Bereich werden jederzeit zusätzliche
freiwillige Helfer benötigt!Erhalten Sie auf Ihre Anfrage keine Antwort, können
Sie über &man.send-pr.1; einen Problembericht erstellen.
Bevor Sie einen solchen Bericht erstellen, sollten Sie den
Artikel Writing
FreeBSD Problem Reports lesen.Reparieren Sie ihn! Das FreeBSD
Porter's Handbook enthält eine detaillierte
Beschreibung des Portsystems. Damit sind Sie in der Lage,
einen gelegentlich kaputten Port zu reparieren oder einen
eigenen Port zu erstellen.Holen Sie sich das Paket von einem FTP-Server in Ihrer
Nähe. Die Basis-Sammlung aller Pakete
liegt auf ftp.de.FreeBSD.org im
Verzeichnis packages.
Aber versuchen Sie zuerst einen Spiegel in Ihrer
Nähe! Benutzen Sie das Programm &man.pkg.add.1;, um
Pakete auf Ihrem Rechner zu installieren. Dies hat zudem den
Vorteil, dass es schneller geht.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.sgml
index c395ba4354..f10c0501b3 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.sgml
@@ -1,5327 +1,5327 @@
MatthewDillonViel von diesem Kapitel stammt aus der security(7)
Manualpage von MartinHeinenÜbersetzt von SicherheitSicherheitÜbersichtDieses Kapitel bietet eine Einführung in die Konzepte
der Systemsicherheit. Neben einigen Daumenregeln werden
weiterführende Themen wie S/Key, OpenSSL und Kerberos
diskutiert. Die meisten der hier besprochenen Punkte treffen
sowohl auf die Systemsicherheit sowie die Internetsicherheit zu.
Das Internet hat aufgehört ein friedlicher
Ort zu sein, an dem Sie nur nette Leute finden werden. Es ist
unumgänglich, dass Sie Ihre Daten, Ihr geistiges Eigentum,
Ihre Zeit und vieles mehr vor dem Zugriff von Hackern
schützen.&os; besitzt eine Reihe von Werkzeugen und Mechanismen, um die
Integrität und die Sicherheit Ihrer Systeme und Netzwerke
zu gewährleisten.Nach dem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, werden
Sie:Grundlegende auf &os; bezogene Sicherheitsaspekte
kennen.Die verschiedenen Verschlüsselungsmechanismen
von &os;, wie DES oder
MD5, kennen.Wissen, wie Sie ein Einmalpasswörter
zur Authentifizierung verwenden.TCP-Wrapper für
inetd einrichten können.Wissen, wie Sie KerberosIV
vor 5.0-Release einrichten.Wissen, wie Sie Kerberos5
unter &os; einrichten.Firewalls mit IPFW
erstellen können.Wissen, wie Sie IPsec konfigurieren und ein
VPN zwischen &os;/&windows;
Systemen einrichten,OpenSSH, &os;s
Implementierung von SSH, konfigurieren
und benutzen können.Portaudit anwenden können,
um Softwarepakete Dritter, die Sie über die
Ports-Sammlung installieren, auf bekannte
Sicherheitslücken hin zu überprüfen.Mit &os;-Sicherheitshinweisen umgehen können.Eine Vorstellung davon haben, was Prozessüberwachung
(Process Accounting) ist und wie
Sie diese Funktion unter &os; aktivieren können.Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten SieGrundlegende Konzepte von &os; und dem Internet
verstehen.Dieses Buch behandelt weitere Sicherheitsthemen.
Beispielsweise werden vorgeschriebene Zugriffskontrollen
in und Firewalls in
besprochen.EinführungSicherheit ist ein Konzept, das beim Systemadministrator anfängt
und aufhört. Obwohl alle BSD &unix; Mehrbenutzersysteme über
Sicherheitsfunktionen verfügen, ist es wohl eine der
größten Aufgaben eines Systemadministrators zusätzliche
Sicherheitsmechanismen zu erstellen und zu pflegen. Maschinen sind
nur so sicher wie sie gemacht werden und Sicherheitsanforderungen
stehen oft der Benutzerfreundlichkeit entgegen. Auf &unix; Systemen
können sehr viele Prozesse gleichzeitig laufen und viele dieser
Prozesse sind Server, das heißt von außen kann auf sie
zugegriffen werden. In einer Zeit, in der die Minicomputer und
Mainframes von gestern die Desktops von heute sind und Rechner
immer mehr vernetzt werden, kommt der Sicherheit eine große
Bedeutung zu.Zur Systemsicherheit gehört auch die Beschäftigung mit
verschiedenen Arten von Angriffen, auch solchen, die versuchen,
ein System still zu legen, oder sonst unbrauchbar zu machen ohne
root zu kompromittieren. Sicherheitsaspekte
lassen sich in mehrere Kategorien unterteilen:Denial-of-Service Angriffe.Kompromittierte Accounts.Kompromittierter root-Account durch
zugreifbare Server.Kompromittierter root-Account durch
kompromittierte Accounts.Einrichten von Hintertüren.DoS AngriffeDenial-of-Service (DoS)SicherheitDoS AngriffeDenial-of-Service (DoS)Denial-of-Service (DoS)Ein Denial-of-Service (Verhinderung von Diensten, DoS) Angriff
entzieht einer Maschine Ressourcen, die sie zur Bereitstellung
von Diensten benötigt. Meist versuchen Denial-of-Service Angriffe
die Dienste oder den Netzwerkstack einer Maschine zu überlasten,
um so die Maschine auszuschalten oder nicht nutzbar zu machen. Einige
Angriffe versuchen, Fehler im Netzwerkstack auszunutzen, und die
Maschine mit einem einzigen Paket auszuschalten. Diese Art des
Angriffs kann nur verhindert werden, indem der entsprechende Fehler
im Kernel behoben wird. Oft können Angriffe auf Dienste durch
die Angabe von Optionen verhindert werden, die die Last, die ein
Dienst auf das System unter widrigen Umständen ausüben kann,
begrenzt. Angriffen auf das Netzwerk ist schwerer zu begegnen.
Außer durch Trennen der Internetverbindung ist zum Beispiel
einem Angriff mit gefälschten Paketen nicht zu begegnen.
Diese Art von Angriff wird Ihr System zwar nicht unbrauchbar machen,
kann aber die Internetverbindung sättigen.Sicherheitkompromittierte AccountsKompromittierte Accounts kommen noch häufiger als
DoS Angriffe vor. Viele Systemadministratoren lassen auf ihren
Maschinen noch die Dienste telnetd,
rlogind, rshd
und ftpd laufen. Verbindungen zu diesen
Servern werden nicht verschlüsselt. Wenn Sie eine
größere Benutzerzahl auf Ihrem System haben, die sich von
einem entfernten System anmelden, ist die Folge davon, dass
das Passwort eines oder mehrerer Benutzer ausgespäht wurde.
Ein aufmerksamer Systemadministrator wird die Logs über Anmeldungen
von entfernten Systemen auf verdächtige Quelladressen, auch
für erfolgreiche Anmeldungen, untersuchen.Es ist immer davon auszugehen, dass ein Angreifer, der
Zugriff auf einen Account hat, Zugang zum
root-Account erlangt. Allerdings gibt der
Zugriff auf einen Account auf einem gut gesicherten und
gepflegten System nicht notwendig Zugriff auf den
root-Account. Diese Unterscheidung ist wichtig,
da ein Angreifer, der keinen Zugang zu root
besitzt, seine Spuren nicht verwischen kann. Er kann höchstens
die Dateien des betreffenden Benutzers verändern oder die
Maschine stilllegen. Kompromittierte Accounts sind sehr
häufig, da Benutzer meist nicht dieselben Vorsichtsmaßnahmen
wie Administratoren treffen.SicherheitHintertürenEs gibt viele Wege, Zugang zum root-Account
eines Systems zu bekommen: Ein Angreifer kann das Passwort von
root kennen, er kann einen Fehler in einem
Server entdecken, der unter root läuft und
dann über eine Netzwerkverbindung zu diesem Server einbrechen.
Oder er kennt einen
Fehler in einem SUID-root Programm, der es
ihm erlaubt, root zu werden, wenn er einmal
einen Account kompromittiert hat. Wenn ein Angreifer einen
Weg gefunden hat, root zu werden, braucht er
vielleicht keine Hintertür auf dem System installieren.
Viele der heute
bekannten und geschlossenen Sicherheitslöcher, die zu einem
root Zugriff führen, verlangen vom Angreifer
einen erheblichen Aufwand, um seine Spuren zu verwischen. Aus diesem
Grund wird er sich wahrscheinlich entschließen, eine Hintertür
(engl. Backdoor) zu installieren.
Eine Hintertür erlaubt es
dem Angreifer leicht auf den root-Account
zuzugreifen. Einem klugen Systemadministrator erlaubt sie allerdings
auch, den Einbruch zu entdecken. Wenn Sie es einem Angreifer verwehren,
Hintertüren zu installieren, kann das schädlich für
Ihre Sicherheit sein, da es vielleicht verhindert, dass die
Lücke, die der Angreifer für den Einbruch ausgenutzt hat,
entdeckt wird.Sicherheitsmaßnahmen sollten immer in mehreren Schichten
angelegt werden. Die Schichten können wie folgt eingeteilt
werden:Absichern von root und
Accounts.Absichern von unter root laufenden
Servern und SUID/SGID Programmen.Absichern von Accounts.Absichern der Passwort-Datei.Absichern des Kernels, der Geräte und von
Dateisystemen.Schnelles Aufdecken von unbefugten Veränderungen des
Systems.Paranoia.Die einzelnen Punkte der obigen Liste werden im nächsten
Abschnitt genauer behandelt.Absichern von &os;Sicherheit&os; absichernKommandos und ProtokolleIn diesem Abschnitt werden Anwendungen
fett gekennzeichnet, spezifische
Kommandos werden in einer Fixschrift
dargestellt und Protokolle verwenden die normale Schriftart.
Diese typographische Konvention hilft, Begriffe wie ssh
zu unterscheiden, die sowohl Protokoll als auch Kommando
sein können.Die folgenden Abschnitte behandeln die im
letzten Abschnitt erwähnten
Methoden Ihr &os;-System zu sichern.Absichern von root und
AccountssuZuallererst, kümmern Sie sich nicht um die Absicherung
von Accounts, wenn Sie root
noch nicht abgesichert haben. Auf den meisten Systemen ist
root ein Passwort zugewiesen. Sie
sollten immer davon ausgehen, dass
dieses Passwort kompromittiert ist. Das heißt nicht,
dass Sie das Passwort entfernen sollten, da es meist
für den Konsolenzugriff notwendig ist. Vielmehr heißt
es, dass Sie das Passwort nicht außerhalb der
Konsole, auch nicht zusammen mit &man.su.1;, verwenden sollten.
Stellen Sie sicher, dass Ihre PTYs in ttys als
unsicher markiert sind und damit Anmeldungen von
root mit telnet oder
rlogin verboten sind. Wenn Sie andere
Anwendungen wie SSH zum Anmelden
benutzen, vergewissern Sie sich, dass dort ebenfalls
Anmeldungen als root verboten sind. Für
SSH editieren Sie
/etc/ssh/sshd_config und überprüfen,
dass PermitRootLogin auf NO
gesetzt ist. Beachten Sie jede Zugriffsmethode – Dienste
wie FTP werden oft vergessen. Nur an der Systemkonsole sollte
ein direktes Anmelden als root möglich
sein.wheelNatürlich müssen Sie als Systemadministrator
root-Zugriff erlangen können. Dieser
sollte aber durch zusätzliche Passwörter
geschützt sein. Ein Weg, Zugang zu root
zu ermöglichen, ist es, berechtigte Mitarbeiter in
/etc/group in die Gruppe
wheel aufzunehmen. Die Personen, die
Mitglieder in der Gruppe wheel sind,
können mit su zu root
wechseln. Ihre Mitarbeiter sollten niemals die Gruppe
wheel als primäre Gruppe in
/etc/passwd besitzen. Mitarbeiter sollten
der Gruppe staff angehören und über
/etc/group in wheel
aufgenommen werden. Es sollten auch nur die Mitarbeiter, die
wirklich root Zugriff benötigen in
wheel aufgenommen werden. Mit anderen
Authentifizierungsmethoden müssen Sie niemanden in
wheel aufnehmen. Wenn Sie z.B.
Kerberos benutzen, wechseln Sie mit
&man.ksu.1; zu root und der Zugriff wird
mit der Datei .k5login geregelt. Dies ist
vielleicht eine bessere Lösung, da es der
wheel-Mechanismus einem Angreifer immer
noch möglich macht, den root-Account
zu knacken, nachdem er einen Mitarbeiter-Account geknackt hat.
Obwohl der wheel-Mechanismus besser als
gar nichts ist, ist er nicht unbedingt die sicherste Lösung.Indirekt können Sie die Accounts von Mitarbeitern und
damit auch den Zugriff auf root schützen,
indem Sie eine alternative Zugangsmethode verwenden und die
Accounts der Mitarbeiter mit einem ungültigen verschlüsselten
Passwort versehen. Mit &man.vipw.8; können Sie jedes
verschlüsselte Passwort mit einem
* Zeichen ersetzen. Das Kommando
wird /etc/master.passwd und die
Benutzer/Passwort Datenbank aktualisieren und die Passwort
Authentifizierung abstellen.Ein Account wiefoobar:R9DT/Fa1/LV9U:1000:1000::0:0:Foo Bar:/home/foobar:/usr/local/bin/tcshsollte wie folgt abgeändert werden:foobar:*:1000:1000::0:0:Foo Bar:/home/foobar:/usr/local/bin/tcshDa ein verschlüsseltes Passwort niemals
ein * sein kann, verhindert dies
die normale Anmeldung. Damit müssen sich die Mitarbeiter
mit anderen Mechanismen wie &man.kerberos.1; oder &man.ssh.1;
authentifizieren. Wenn Sie etwas wie
Kerberos benutzen, müssen Sie
die Maschinen, die die Kerberos-Server
beheimaten und die Maschinen der Benutzer absichern. Wenn Sie
öffentliche/private Schlüssel mit
SSH benutzen, muss die Maschine
von der die Anmeldung gestartet wird, gesichert
werden. Als zusätzliche Sicherheitsschicht können Sie
das Schlüsselpaar beim Erstellen mit &man.ssh-keygen.1; durch
ein Passwort schützen. Dadurch, dass Sie die
Passwörter Ihrer Mitarbeiter als ungültig markiert
haben, stellen Sie sicher, dass sich die Mitarbeiter nur mit
den sicheren Methoden, die Sie aufgesetzt haben, anmelden können.
Dies zwingt alle Mitarbeiter, verschlüsselte Verbindungen
für ihre Sitzungen zu verwenden, und schließt ein
wichtiges Loch, dass gerne von Angreifern ausgenutzt wird:
Das Abhören des Netzwerks von einer anderen weniger gesicherten
Maschine.Die indirekten Sicherheitsmechanismen setzen voraus, dass
Sie sich von einer restriktiven Maschine auf einer weniger restriktiven
Maschine anmelden. Wenn zum Beispiel auf Ihrem Hauptrechner alle
möglichen Arten von Servern laufen, so sollten auf Ihrer
Workstation keine Server laufen. Um Ihre Workstation vernünftig
abzusichern, sollten auf Ihr so wenig Server wie möglich bis hin
zu keinem Server laufen. Sie sollten zudem über einen
Bildschirmschoner verfügen, der mit einem Passwort
gesichert ist. Natürlich kann ein Angreifer, der physikalischen
Zugang zu einer Maschine hat, jede Art von Sicherheitsmechanismen
umgehen. Dieses Problem sollten Sie daher auch in Ihren
Überlegungen berücksichtigen. Beachten Sie dabei aber,
dass der Großteil der Einbrüche über das
Netzwerk erfolgt und die Einbrecher keinen Zugang zu der Maschine
besitzen.KerberosIVMit Kerberos können Sie das
Passwort eines Mitarbeiters an einer Stelle ändern
und alle Maschinen, auf denen der Mitarbeiter einen Account hat,
beachten die Änderung sofort. Wird der Account eines
Mitarbeiters einmal kompromittiert, so sollte die Fähigkeit, das
Passwort mit einem Schlag auf allen Maschinen zu ändern,
nicht unterschätzt werden. Mit einzelnen Passwörtern
wird es schwierig, das Passwort auf N Maschinen zu ändern.
Mit Kerberos können Sie auch
Beschränkungen für Passwörter festlegen:
Nicht nur das Ticket kann nach einiger Zeit ungültig werden,
Sie können auch festlegen, dass ein Benutzer nach einer
bestimmten Zeit, z.B. nach einem Monat, das Passwort wechseln
muss.Absichern von unter root laufenden
Servern und SUID/SGID ProgrammenntalkcomsatfingerSandkästensshdtelnetdrshdrlogindEin kluger Systemadministrator lässt nur die
Dienste, die er wirklich braucht, laufen; nicht mehr und auch
nicht weniger. Beachten Sie, dass Server von Dritten die
fehleranfälligsten sind. Wenn Sie z.B. eine alte Version von
imapd oder popper
laufen lassen, ist das so, als würden Sie der ganzen Welt
freien Zugang zu root geben. Lassen Sie keine
Server laufen, die Sie vorher nicht genau überprüft haben.
Viele Server müssen nicht unter root
laufen, zum Beispiel können ntalk,
comsat und finger
in speziellen Sandkästen unter
einem Benutzer laufen. Ein Sandkasten ist keine perfekte Lösung,
wenn Sie nicht eine Menge Arbeit in die Konfiguration investieren,
doch bewährt sich hier das Prinzip, die Sicherheit in Schichten
aufzubauen. Wenn es einem Angreifer gelingt, in einen Server,
der in einem Sandkasten läuft, einzubrechen, dann muss
er immer noch aus dem Sandkasten selber ausbrechen. Je mehr Schichten
der Angreifer zu durchbrechen hat, desto kleiner sind seine Aussichten
auf Erfolg. In der Vergangenheit wurden praktisch in jedem
Server, der unter root läuft, Lücken
gefunden, die zu einem root Zugriff führten.
Dies betrifft selbst die grundlegenden Systemdienste. Wenn Sie eine
Maschine betreiben, auf der man sich nur mit
SSH anmelden kann, dann stellen Sie die
Dienste telnetd,
rshd oder rlogind
ab!In der Voreinstellung laufen unter &os;
ntalkd, comsat
und finger nun in einem Sandkasten. Ein
weiteres Programm, das in einem Sandkasten laufen sollte, ist
&man.named.8;. In /etc/defaults/rc.conf sind
die notwendigen Argumente, um named in
einem Sandkasten laufen zu lassen, in kommentierter Form schon
enthalten. Abhängig davon, ob Sie ein neues System installieren
oder ein altes System aktualisieren, sind die hierfür
benötigten Benutzer noch nicht installiert.
Ein kluger Systemadministrator sollte immer nach Möglichkeiten
suchen, Server in einem Sandkasten laufen zu lassen.sendmailEinige Server wie sendmail,
popper, imapd
und ftpd werden normalerweise nicht in
Sandkästen betrieben. Zu einigen Servern gibt es Alternativen,
aber diese wollen Sie vielleicht wegen der zusätzlich nötigen
Arbeit nicht installieren (ein weiteres Beispiel für den
Widerspruch zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit).
In diesem Fall müssen Sie die
Server unter root laufen lassen und auf die
eingebauten Mechanismen vertrauen, Einbrüche zu entdecken.Weitere potentielle Löcher, die zu einem
root-Zugriff führen können, sind
die auf dem System installierten SUID- und SGID-Programme. Die
meisten dieser Programme wie rlogin stehen
in /bin, /sbin,
/usr/bin, oder /usr/sbin.
Obwohl nichts 100% sicher ist, können Sie davon ausgehen,
dass die SUID- und SGID-Programme des Basissystems ausreichend
sicher sind. Allerdings werden ab und an in diesen Programmen
Löcher gefunden. 1998 wurde in Xlib ein
Loch gefunden, das xterm, der
normal mit SUID installiert wird, verwundbar machte. Es ist besser
auf der sicheren Seite zu sein, als sich später zu beklagen,
darum wird ein kluger Systemadministrator den Zugriff auf
SUID-Programme mit einer Gruppe, auf die nur Mitarbeiter zugreifen
können, beschränken. SUID-Programme, die niemand benutzt,
sollten mit chmod 000 deaktiviert werden. Zum
Beispiel braucht ein Server ohne Bildschirm kein
xterm Programm. SGID-Programme sind
vergleichbar gefährlich. Wenn ein Einbrecher Zugriff auf
SGID-kmem Programm erhält, kann er
vielleicht /dev/kmem und damit die
verschlüsselte Passwortdatei lesen. Dies kompromittiert
unter Umständen jeden Account, der mit einem Passwort
geschützt ist. Alternativ kann ein Einbrecher, der in die
Gruppe kmem eingebrochen ist, die
Tastendrücke auf PTYs verfolgen. Dies schließt
auch PTYs mit ein, auf denen sich ein Benutzer mit sicheren
Methoden anmeldet. Ein Einbrecher, der Zugriff auf die
tty Gruppe hat, kann auf fast jeden Terminal
anderer Benutzer schreiben. Wenn der Benutzer einen Terminal-Emulator
benutzt, der über eine Tastatur-Simulation verfügt,
könnte der Angreifer Daten generieren, die den Terminal
veranlassen, ein Kommando unter diesem Benutzer laufen zu lassen.Absichern von AccountsAccounts sind für gewöhnlich sehr schwierig
abzusichern. Während Sie drakonische Beschränkungen
für Ihre Mitarbeiter einrichten und deren Passwörter
als ungültig markieren können, werden Sie das
vielleicht bei den normalen Accounts nicht durchsetzen.
Wenn Sie über ausreichend Macht verfügen, gelingt es Ihnen
vielleicht doch, ansonsten müssen Sie diese Accounts
aufmerksam überwachen. Wegen der zusätzlichen
Administrationsarbeit und der nötigen technischen
Unterstützung ist die Verwendung von
SSH und Kerberos
mit normalen Accounts erschwert, obwohl das natürlich
sicherer als die Verwendung von verschlüsselten
Passwörtern ist.Absichern der Passwort-DateiDer einzig sichere Weg ist, so viele Accounts wie möglich als
ungültig zu markieren und SSH oder
Kerberos zu benutzen, um auf sie
zuzugreifen. Obwohl die Datei /etc/spwd.db,
die die verschlüsselten Passwörter enthält,
nur von root gelesen werden kann, mag ein
Angreifer lesenden Zugriff auf diese Datei erlangen, ohne die
Fähigkeit sie auch zu beschreiben.Ihre Überwachungsskripten sollten Änderungen
an der Passwort-Datei melden (siehe Überprüfen der
Integrität von Dateien weiter unten).Absichern des Kernels, der Geräte und von
DateisystemenWenn ein Angreifer root-Zugriff erlangt,
kann er so ziemlich alles mit Ihrem System anstellen, doch sollten Sie
es ihm nicht zu leicht machen. Die meisten modernen Kernel haben
zum Beispiel einen Gerätetreiber, der es erlaubt, Pakete
abzuhören. Unter &os; wird das Gerät
bpf genannt. Für gewöhnlich
wird ein Angreifer versuchen, dieses Gerät zu nutzen, um
Pakete abzuhören. Sie sollten ihm diese Gelegenheit nicht
geben und auf den meisten Systemen ist das Gerät
bpf nicht nötig.sysctlAuch wenn Sie bpf nicht verwenden,
müssen Sie sich immer noch um /dev/mem
und /dev/kmem sorgen. Außerdem
kann der Angreifer immer noch auf die rohen Geräte
(raw devices)
schreiben. Weiterhin gibt es ein Programm zum Nachladen von
Modulen in den Kernel: &man.kldload.8;. Ein unternehmungslustiger
Angreifer kann dies benutzen, um sein eigenes
bpf oder ein anderes zum Abhören
geeignetes Gerät in den laufenden Kernel einzubringen. Um diese
Probleme zu vermeiden, müssen Sie den Kernel auf einer
höheren Sicherheitsstufe, mindestens 1,
laufen lassen. Die Sicherheitsstufe wird durch die Variable
kern.securelevel, die mit sysctl
gesetzt werden kann, angegeben. Nachdem Sie die Sicherheitsstufe
auf 1 gesetzt haben, sind schreibende Zugriffe
auf rohe Geräte verboten und die speziellen
chflags Optionen, wie schg
werden erzwungen. Sie müssen sicherstellen, dass die
schg Option auf allen kritischen Programmen,
Verzeichnissen und Skripten, die bis zum Setzen der Option laufen,
aktiviert ist. Das mag übertrieben sein da eine Migration
des Systems erschwert wird, wenn Sie auf einer höheren
Sicherheitsstufe arbeiten. Sie können einen Kompromiss
erreichen, indem Sie das System auf einer erhöhten
Sicherheitsstufe laufen lassen, aber die schg
Option nicht für jede Datei und jedes Verzeichnis auf der Welt
setzen. Eine andere Möglichkeit besteht darin,
/ und /usr einfach
schreibgeschützt einzuhängen. Bedenken Sie aber, dass
Sie das Aufdecken eines Einbruchs vielleicht verhindern, wenn
Sie zu drastische Maßnahmen zum Schutz Ihres Systems
verwenden.Überprüfen der Integrität von DateienSie können die Systemkonfiguration und die Dateien
nur so weit schützen, wie es die Benutzbarkeit des
Systems nicht einschränkt. Wenn Sie zum Beispiel
mit chflags die Option schg
auf die meisten Dateien in / und
/usr setzen, kann das Ihre Arbeit mehr behindern
als nützen. Die Maßnahme schützt zwar die
Dateien, schließt aber auch eine Möglichkeit,
Veränderungen zu entdecken, aus. Die letzte Schicht des
Sicherheitsmodells – das Aufdecken von Einbrüchen –
ist sicherlich die wichtigste. Alle Sicherheitsmaßnahmen sind
nichts wert, oder wiegen Sie in falscher Sicherheit, wenn Sie
nicht in der Lage sind, einen möglichen Einbruch zu entdecken.
Die Hälfte der Sicherheitsmaßnahmen hat die Aufgabe,
einen Einbruch zu verlangsamen, um es zu ermöglichen, den
Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen.Der beste Weg, einen Einbruch zu entdecken, ist es, nach
veränderten, fehlenden oder unerwarteten Dateien zu suchen.
Der wiederum beste Weg, nach veränderten Dateien zu suchen, ist
es, die Suche von einem anderen (oft zentralen) besonders
geschützten System durchzuführen. Es ist wichtig, dass
Ihre Sicherheitsüberprüfungen vor einem Angreifer
verborgen bleiben und daher sind sie auf einem besonders
geschützten System gut aufgehoben. Um dies optimal auszunutzen,
müssen Sie dem besonders geschützten System Zugriffsrechte
auf die zu schützenden Systeme geben. Sie können die
Dateisysteme der zu schützenden Systeme schreibgeschützt
für das besonders geschützte System exportieren, oder
Sie können der besonders geschützten Maschine
SSH auf die anderen Maschinen erlauben,
indem Sie SSH Schlüsselpaare
installieren. Mit Ausnahme des verursachten Netzwerkverkehrs
ist die NFS-Methode die am wenigsten sichtbare. Sie erlaubt es Ihnen,
nahezu unentdeckt die Dateisysteme der Clients zu beobachten. Wenn
Ihr besonders geschütztes System mit den Clients über
einen Switch verbunden ist, ist die NFS-Methode oft das Mittel der
Wahl. Wenn das besonders geschützte System allerdings
mit einem Hub verbunden ist, oder der Zugriff über mehrere
Router geschieht, ist die NFS-Methode aus der Netzwerksicht zu
unsicher. In einem solchen Fall ist SSH
besser geeignet, auch wenn es deutliche Spuren
hinterlässt.Wenn das besonders geschützte System lesenden Zugriff
auf die Clients hat, müssen Sie Skripten schreiben, die die
Überwachung durchführen. Wenn Sie die NFS-Methode
verwenden, können Sie dazu einfache Systemwerkzeuge wie
&man.find.1; und &man.md5.1; benutzen. Am besten berechnen
Sie einmal am Tag MD5-Prüfsummen der Dateien, Konfigurationsdateien
in /etc und /usr/local/etc
sollten öfter überprüft werden. Wenn Unstimmigkeiten
zwischen den auf der besonders geschützten Maschine gehaltenen
MD5-Prüfsummen und den ermittelten Prüfsummen festgestellt
werden, sollte Ihr System einen Systemadministrator benachrichtigen,
der den Unstimmigkeiten dann nachgehen sollte. Ein gutes Skript
überprüft das System auch auf verdächtige
SUID-Programme sowie gelöschte oder neue Dateien in
/ und /usr.Wenn Sie SSH anstelle von NFS
benutzen, wird das Erstellen der Skripten schwieriger. Sie müssen
die Skripten und die Programme wie find mit
scp auf den Client kopieren. Damit machen
Sie die Überprüfung für einen Angreifer sichtbar.
Außerdem kann der SSH-Client auf dem
Zielsystem schon kompromittiert sein. Zusammenfassend, kann der
Einsatz von SSH nötig sein,
wenn Sie über ungesicherte Verbindungen arbeiten, aber
der Umgang mit dieser Methode ist auch sehr viel schwieriger.Ein gutes Sicherheitsskript wird auch Dateien von Benutzern,
die den Zugriff auf ein System ermöglichen, wie
.rhosts, .shosts,
.ssh/authorized_keys usw., auf
Veränderungen untersuchen, die über die Möglichkeiten
einer Überprüfung mit MD5
(die ja nur Veränderungen erkennen kann) hinausgehen.Wenn Sie über große Partitionen verfügen, kann
es zu lange dauern, jede Datei zu überprüfen. In diesem
Fall sollten Sie beim Einhängen des Dateisystems Optionen
- setzen, die das Ausführen von SUID-Programmen und den
- Zugriff auf Geräte verbieten. &man.mount.8; stellt dazu
- die Optionen und
+ setzen, die das Ausführen von SUID-Programmen verbieten.
+ &man.mount.8; stellt dazu nosuid
zur Verfügung. Sie sollten diese Dateien aber trotzdem
mindestens einmal die Woche überprüfen, da das Ziel
dieser Schicht das Aufdecken eines Einbruchs, auch wenn er nicht
erfolgreich war, ist.Die Prozessüberwachung (siehe &man.accton.8;)
des Betriebssystems steht ein günstiges Werkzeug zur
Verfügung, dass sich bei der Analyse eines Einbruchs
als nützlich erweisen kann. Insbesondere können Sie
damit herausfinden, wie der Einbrecher in das System eingedrungen ist,
vorausgesetzt die Dateien der Prozessüberwachung sind
noch alle intakt.Schließlich sollten die Sicherheitsskripten die Logdateien
analysieren. Dies sollte so sicher wie möglich durchgeführt
werden, nützlich ist das Schreiben von Logdateien auf
entfernte Systeme mit syslog. Ein Einbrecher
wird versuchen, seine Spuren zu verwischen. Die Logdateien
sind wichtig für den Systemadministrator, da er aus ihnen
den Zeitpunkt und die Art des Einbruchs bestimmen kann. Eine
Möglichkeit, die Logdateien unverändert aufzuheben,
ist es, die Systemkonsole auf einen seriellen Port zu legen
und die Informationen dort von einer gesicherten Maschine
auszulesen.ParanoiaEs schadet nicht, ein bisschen paranoid zu sein.
Grundsätzlich darf ein Systemadministrator jede
Sicherheitsmaßnahme treffen, die die Bedienbarkeit des
Systems nicht einschränkt. Er kann auch Maßnahmen
treffen, die die Bedienbarkeit einschränken,
wenn er diese vorher genau durchdacht hat. Was noch wichtiger
ist: Halten Sie sich nicht sklavisch an dieses Dokument, sondern
führen Sie eigene Maßnahmen ein, um nicht einem
künftigen Angreifer, der auch Zugriff auf dieses Dokument
hat, alle Ihre Methoden zu verraten.Denial-of-Service AngriffeDenial-of-Service (DoS)Dieser Abschnitt behandelt Denial-of-Service Angriffe (DoS).
Ein DoS-Angriff findet typischerweise auf der Paketebene statt.
Während Sie nicht viel gegen moderne Angriffe mit falschen
Paketen, die das Netzwerk sättigen, ausrichten können,
können Sie sehr wohl den Schaden begrenzen, den solche
Angriffe verursachen können und insbesondere einen kompletten
Serverausfall verhindern, indem Sie beispielsweise folgende
Vorkehrungen treffen:Begrenzen von fork() Aufrufen.Begrenzen von Sprungbrett-Angriffen (ICMP response Angriffen,
ping zu Broadcast-Adressen usw.).Kernel-Cache für Routen.Ein häufiger DoS-Angriff gegen forkende Server versucht
den Server dazu zu bringen, solange neue Prozesse zu starten,
bis das System den ganzen Speicher und alle Dateideskriptoren
verbraucht hat, was dann zu einem Ausfall des Servers führt.
&man.inetd.8; besitzt einige Optionen, um diese Art von Angriffen
zu begrenzen. Beachten Sie bitte, dass es möglich ist, einen
Ausfall einer Maschine zu verhindern, doch ist es generell nicht
möglich, den Ausfall eines Dienstes bei dieser Art
von Angriffen zu verhindern. Lesen Sie sich bitte die Manualpages
von inetd gut durch und achten Sie speziell
auf die Optionen , und
. Angriffe mit gefälschten IP-Adressen
umgehen , so dass normalerweise eine
Kombination der Optionen benutzt werden muss. Manche Server,
die nicht von inetd gestartet werden,
besitzen Optionen, um den Start über fork()
einzuschränken.Sendmail besitzt die Option
, die besser als die
eingebauten Optionen zur Begrenzung der Systemauslastung funktioniert.
Sie sollten beim Start von sendmailMaxDaemonChildren so hoch setzen, dass Sie
die erwartete Auslastung gut abfangen können. Allerdings
sollten Sie den Wert nicht so hoch setzen, dass der
Rechner über seine eigenen Füße fällt.
Es ist auch klug, Sendmail im
Queue-Modus () laufen zu
lassen. Der Dæmon (sendmail -bd) sollte
getrennt von den Queue-Läufen (sendmail -q15m)
laufen. Wenn Sie trotzdem eine sofortige Auslieferung der Post
wünschen, können Sie die Queue in einem geringeren
Intervall, etwa , abarbeiten. Geben Sie
für diesesSendmail aber einen vernünftigen
Wert für MaxDaemonChildren an, um
Fehler zu verhindern.Syslogd kann direkt angegriffen
werden. Daher empfehlen wir Ihnen unbedingt die Option
zu benutzen. Sollte das nicht möglich
sein, benutzen Sie bitte .Vorsicht ist auch mit Diensten geboten, die automatisch
eine Rückverbindung eröffnen, wie der
reverse-identd der TCP-Wrapper.
Diese Funktion der TCP-Wrapper
sollten Sie normalerweise nicht benutzen.Es empfiehlt sich sehr, interne Dienste vor externen Zugriffen
durch eine Firewall an der Grenze Ihres Netzwerks zu schützen.
Dahinter steckt mehr die Idee, das Netzwerk vor Überlastung
durch Angriffe von außen zu schützen, als interne
Dienste vor einem root-Zugriff aus dem Netz
zu schützen. Konfigurieren Sie immer eine Firewall, die
alle Zugriffe blockiert, das heißt blockieren Sie
alles außer den Ports A, B, C, D
und M-Z. Damit können Sie Zugriffe auf alle niedrigen
Ports blockieren und Zugriffe auf spezielle Dienste wie
named, wenn Sie den primären
Namensdienst für eine Zone anbieten,
ntalkd oder
sendmail erlauben. Wenn Sie die
Firewall so konfigurieren, das sie in der Voreinstellung alle
Zugriffe erlaubt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie
vergessen, eine Reihe von Diensten zu blockieren bzw. einen
internen Dienst einführen und dann vergessen die Firewall
zu aktualisieren. Sie können immer die höheren
Portnummern öffnen, ohne die niedrigen Portnummern,
die nur von root benutzt werden dürfen,
zu kompromittieren. Beachten Sie bitte auch, dass es
&os; erlaubt, die Portnummern, die für dynamische
Verbindungen zur Verfügung stehen, zu konfigurieren.
Mit sysctl lassen sich verschiedene
Bereiche der net.inet.ip.portrange Variablen
setzen (eine Liste erhalten Sie mit sysctl -a | fgrep
portrange).
So können Sie zum Beispiel die Portnummern 4000 bis 5000
für den normalen Bereich und die Nummern 49152 bis 65535
für den hohen Bereich vorsehen. Dies erleichtert Ihnen
die Konfiguration der Firewall, da Sie nun Zugriffe auf Ports
unterhalb von 4000, mit Ausnahme der Dienste, die von außen
erreichbar sein sollen, blockieren können.Eine andere Form eines DoS-Angriffs nutzt einen Server
als Sprungbrett, der Server wird dabei so angegriffen, dass
seine Antworten ihn selber, das lokale Netzwerk oder einen
anderen Server überlasten. Der am häufigsten verwendete
Angriff dieser Art ist der ICMP ping broadcast
Angriff. Der Angreifer fälscht dazu
ping-Pakete, die zu der Broadcast-Adresse
Ihres LANs gesendet werden, indem er darin als Quelladresse
die Adresse des Opfers einsetzt. Wenn die Router an der Grenze
Ihres Netzwerks ping-Pakete auf
Broadcast-Adressen nicht abwehren, wird Ihr LAN genügend
Netzwerkverkehr generieren, um das Ziel des Angriffs zu
überlasten. Dies kann besonders effektiv sein, wenn der
Angreifer diese Methode mit mehreren Dutzend Broadcast-Adressen
über mehrere Netzwerke einsetzt. Es wurden schon
Broadcast-Angriffe mit über 120 Megabit pro Sekunde
gemessen. Ein zweiter Sprungbrett-Angriff wird gegen
das Fehlerbehandlungssystem von ICMP eingesetzt. Indem ein Angreifer
Pakete konstruiert, die eine ICMP-Fehlermeldung hervorrufen, kann
er das einkommende Netzwerk des Servers sättigen und diesen
wiederum veranlassen sein ausgehendes Netzwerk mit ICMP-Antworten
zu sättigen. Diese Art des Angriffs kann den kompletten
Speicher des Servers aufbrauchen und damit den Server stilllegen,
insbesondere wenn der Server nicht in der Lage ist, die generierten
ICMP-Antworten schnell genug abzuführen. Verwenden Sie die
sysctl-Variable
net.inet.icmp.icmplim, um die Auswirkungen
solcher Angriffe zu begrenzen. Die letzte
weit verbreitete Form von Sprungbrett-Angriffen verwendet
interne inetd-Dienste wie den
UDP echo-Dienst. Der Angreifer fälscht
dazu einfach ein UDP-Paket, indem er als Quellport den
echo-Port von Server A
und als Zielport den echo-Port von
Server B angibt, wobei beide
Server in Ihrem LAN stehen. Die beiden Server werden nun
dieses Paket zwischen sich hin und her schicken. Der Angreifer
kann die beiden Server und das LAN einfach damit überlasten,
dass er mehrere Pakete dieser Art generiert. Ähnliche
Probleme gibt es mit dem internen
chargen-Port, daher sollten Sie
die internen inetd-Testdienste
abstellen.Gefälschte IP-Pakete können dazu benutzt werden,
den Kernel-Cache für Routen zu überlasten. Schauen Sie
sich bitte die sysctl-Parameter
net.inet.ip.rtexpire, rtminexpire
und rtmaxcache an. Ein Angriff der gefälschte
Pakete mit zufälligen Quelladressen einsetzt, bewirkt, dass
der Kernel eine Route im Route-Cache anlegt, die Sie sich mit
netstat -rna | fgrep W3 ansehen können.
Diese Routen verfallen für gewöhnlich nach 1600 Sekunden.
Wenn der Kernel feststellt, dass die Routingtabelle im Cache
zu groß geworden ist, wird er dynamisch den Wert von
rtexpire verringern. Dieser Wert wird aber nie
kleiner werden als rtminexpire. Daraus
ergeben sich zwei Probleme:Der Kernel reagiert nicht schnell genug, wenn ein
Server mit einer niedrigen Grundlast plötzlich angegriffen
wird.rtminexpire ist nicht klein genug,
um einen anhaltenden Angriff zu überstehen.Wenn Ihre Server über eine T3 oder eine noch schnellere
Leitung mit dem Internet verbunden sind, ist es klug, mit
&man.sysctl.8; die Werte für rtexpire und
rtminexpire händisch zu setzen. Setzen
Sie bitte keinen der Werte auf Null, außer Sie wollen die
Maschine zum Erliegen bringen. Ein Wert von 2 Sekunden für
beide Parameter sollte ausreichen, um die Routingtabelle vor
einem Angriff zu schützen.Anmerkungen zum Zugriff mit Kerberos und SSHsshKerberosIVEs gibt ein paar Punkte, die Sie beachten sollten, wenn Sie
Kerberos oder SSH
einsetzen wollen. Kerberos 5 ist ein
ausgezeichnetes Authentifizierungsprotokoll. Leider gibt es
Fehler in den für Kerberos
angepassten Versionen von telnet und
rlogin, die sie ungeeignet für den
Umgang mit binären Datenströmen machen. Weiterhin
verschlüsselt Kerberos Ihre Sitzung
nicht, wenn Sie nicht die Option verwenden,
mit SSH wird dagegen alles
verschlüsselt.Ein Problem mit SSH sind Weiterleitungen von Verbindungen.
Wenn Sie von einer sicheren Maschine, auf der sich Ihre
Schlüssel befinden, eine Verbindung zu einer
ungesicherten Maschine aufmachen, wird für die Dauer der
Sitzung ein Port für Weiterleitungen geöffnet.
Ein Angreifer, der auf der unsicheren Maschine Zugang zu
root hat, kann diesen Port
benutzen, um Zugriff auf andere Maschinen zu
erlangen, die mit Ihren Schlüsseln zugänglich
sind.Wir empfehlen Ihnen, für die Logins Ihrer Mitarbeiter immer
SSH zusammen mit
Kerberos einzusetzen. Damit reduzieren
Sie die Abhängigkeit von potentiell gefährdeten
Schlüsseln und schützen gleichzeitig die Passwörter
mit Kerberos.
SSH-Schlüsselpaare sollten nur
für automatisierte Aufgaben von einem besonders gesicherten
Server eingesetzt werden (Kerberos
kann für diese Art von Aufgaben nicht eingesetzt werden).
Weiterhin empfehlen wir Ihnen, das Weiterreichen von Schlüsseln
in der SSH-Konfiguration abzustellen bzw.
die from=IP/DOMAIN Option in
authorized_keys zu verwenden, die den
Schlüssel nur von bestimmten Maschinen aus nutzbar macht.BillSwingleTeile umgeschrieben und aktualisiert von
- DES, Blowfish, MD5, und crypt()
+ DES, Blowfish, MD5, und CryptSicherheit
- crypt()
+ Crypt
- crypt()
+ CryptBlowfishDESMD5Jedem Benutzer eines &unix; Systems ist ein Passwort zugeordnet.
Es scheint offensichtlich, dass das Passwort nur dem Benutzer
und dem System bekannt sein muss. Um die Passwörter
geheim zu halten, werden sie mit einer nicht umkehrbaren Hash-Funktion
verschlüsselt, das heißt sie können leicht
verschlüsselt aber nicht entschlüsselt werden. Was wir
gerade als offensichtlich dargestellt haben, ist also nicht wahr: Das
Betriebssystem kennt das Passwort wirklich
nicht, es kennt nur das verschlüsselte
Passwort. Die einzige Möglichkeit, das originale Passwort
herauszufinden, besteht darin, alle möglichen Passwörter
auszuprobieren (brute force Suche).Zu der Zeit als &unix; entstanden ist, war die einzig sichere
Möglichkeit Passwörter zu verschlüsseln, leider
DES (Data Encryption Standard). Für die Einwohner der USA
stellte das kein Problem dar, aber da der Quellcode von DES nicht aus
den USA exportiert werden durfte, musste ein Weg gefunden werden,
der die Gesetze der USA nicht verletzte und gleichzeitig die
Kompatibilität mit anderen &unix; Systemen, die immer noch DES
benutzten, wahrte.Die Lösung bestand darin, die Verschlüsselungsbibliotheken
aufzuspalten. Benutzer in den USA konnten die DES-Bibliotheken
installieren und nutzen. In der Grundeinstellung benutzt &os;
MD5 als Verschlüsselungsmethode, das exportiert werden durfte
und damit von jedem genutzt werden konnte. Es wird davon ausgegangen,
dass MD5 sicherer als DES ist, so dass DES nur aus
Kompatibilitätsgründen installiert werden sollte.Erkennen der VerschlüsselungsmethodeDerzeit werden DES-, MD5- und Blowfish-Hash-Funktionen
unterstützt. In der
Voreinstellung benutzt &os; die MD5-Hash-Funktion.Sie können leicht herausfinden, welche
Verschlüsselungsmethode von &os; verwendet wird. Ein Weg
besteht darin, die verschlüsselten Passwörter in
/etc/master.passwd zu untersuchen.
Passwörter, die mit MD5 verschlüsselt wurden,
sind länger als die mit DES verschlüsselten und
beginnen mit den Zeichen $1$.
Passwörter, die mit $2a$
anfangen, wurden mit der Blowfish-Funktion verschlüsselt.
DES Passwörter besitzen keine offensichtlichen Merkmale,
an denen sie identifiziert werden könnten. Sie sind aber
kürzer als MD5-Passwörter und sind in einem
64 Zeichen umfassenden Alphabet kodiert, das das
$-Zeichen nicht enthält. Ein relativ
kurzes Passwort, das nicht mit einem
$-Zeichen anfängt, ist wahrscheinlich
ein DES-Passwort.Die Verschlüsselungsmethode für neue
Passwörter wird durch passwd_format in
/etc/login.conf bestimmt. Der Wert dieser
Variablen kann entweder des, md5
oder blf sein. Näheres schlagen Sie bitte
in &man.login.conf.5; nach.EinmalpasswörterEinmalpasswörterSicherheitEinmalpasswörterIn der Voreinstellung unterstützt &os;
OPIE (One-time Passwords in
Everything, das in der Regel MD5-Hash-Funktionen
einsetzt.Im Folgenden werden drei verschiedene
Passwörter verwendet. Das erste ist Ihr normales System- oder
Kerberos-Passwort und wird im Folgenden System-Passwort
genannt. Das zweite ist das Einmalpasswort, das bei OPIE von
opiekey generiert und von
opiepasswd und dem Login-Programm akzeptiert wird.
Im Folgenden wird es Einmalpasswort genannt. Das dritte
Passwort ist das geheime Passwort, das Sie mit
opiekey (manchmal auch mit
opiepasswd) zum Erstellen
der Einmalpasswörter verwenden. Dieses Passwort
werden wir im Folgenden geheimes Passwort
oder schlicht Passwort nennen.Das geheime Passwort steht in keiner Beziehung zu Ihrem
System-Passwort, beide können gleich sein, obwohl das nicht
empfohlen wird. Die geheimen Passwörter von
OPIE sind nicht auf eine Länge von 8 Zeichen,
wie alte &unix; PasswörterUnter &os; darf das System-Passwort maximal
128 Zeichen lang sein., beschränkt.
Sie können so lang sein, wie Sie wollen. Gebräuchlich sind
Passwörter, die sich aus sechs bis sieben Wörtern
zusammensetzen. Das OPIE-System arbeitet
größtenteils unabhängig von den
auf &unix;-Systemen verwendeten Passwort-Mechanismen.Neben dem Passwort gibt es noch zwei Werte, die für
OPIE wichtig sind. Der erste ist der
Initialwert (engl. seed
oder key), der aus zwei Buchstaben
und fünf Ziffern besteht. Der zweite Wert ist der
Iterationszähler, eine Zahl zwischen
1 und 100. OPIE generiert das Einmalpasswort, indem
es den Initialwert und das geheime Passwort aneinander hängt
und dann die MD5-Hash-Funktion so oft, wie durch den
Iterationszähler gegeben, anwendet. Das Ergebnis wird in
sechs englische Wörter umgewandelt, die Ihr Einmalpasswort
sind. Das Authentifizierungssystem (meistens PAM) merkt sich das
zuletzt benutzte Einmalpasswort und Sie sind authentisiert,
wenn die Hash-Funktion des Passworts dem vorigen Passwort
entspricht. Da nicht umkehrbare Hash-Funktionen benutzt werden,
ist es unmöglich, aus einem bekannten Passwort weitere
gültige Einmalpasswörter zu berechnen. Der
Iterationszähler wird nach jeder erfolgreichen Anmeldung um
eins verringert und stellt so die Synchronisation zwischen Benutzer
und Login-Programm sicher. Wenn der Iterationszähler den
Wert 1 erreicht, muss OPIE neu initialisiert werden.In jedem System werden mehrere Programme verwendet, die weiter
unten beschrieben werden. opiekey verlangt
einen Iterationszähler, einen Initialwert und ein geheimes
Passwort. Daraus generiert es ein Einmalpasswort oder eine Liste
von Einmalpasswörtern. opiepasswd wird
dazu benutzt, um OPIE zu initialisieren. Mit diesem Programm
können Passwörter, Iterationszähler oder
Initialwerte geändert werden. Als Parameter verlangt es
entweder ein geheimes Passwort oder einen Iterationszähler
oder einen Initialwert und ein Einmalpasswort.
opieinfo hingegen gibt den momentanen
Iterationszähler und Initialwert eines Benutzers aus. Diese
werden aus der Datei /etc/opiekeys
ermittelt.Im Folgenden werden vier verschiedene Tätigkeiten beschrieben.
Zuerst wird erläutert, wie
opiepasswd über eine gesicherte Verbindung
eingesetzt werden, um Einmalpasswörter das erste Mal
zu konfigurieren oder das Passwort oder den Initialwert
zu ändern. Als nächstes wird erklärt, wie
opiepasswd über eine nicht gesicherte
Verbindung, oder zusammen mit opiekey über
eine gesicherte Verbindung eingesetzt werden, um dasselbe zu
erreichen. Als drittes wird beschrieben, wie
opiekey genutzt wird,
um sich über eine nicht gesicherte Verbindung anzumelden.
Die vierte Tätigkeit beschreibt, wie mit
opiekey eine Reihe von Schlüsseln
generiert wird, die Sie sich aufschreiben oder ausdrucken können,
um sich von Orten anzumelden, die über keine gesicherten
Verbindungen verfügen.Einrichten über eine gesicherte VerbindungUm OPIE erstmals zu initalisieren, rufen Sie
opiepasswd auf:&prompt.user; opiepasswd -c
[grimreaper] ~ $ opiepasswd -f -c
Adding unfurl:
Only use this method from the console; NEVER from remote. If you are using
telnet, xterm, or a dial-in, type ^C now or exit with no password.
Then run opiepasswd without the -c parameter.
Using MD5 to compute responses.
Enter new secret pass phrase:
Again new secret pass phrase:
ID unfurl OTP key is 499 to4268
MOS MALL GOAT ARM AVID COED
Nach der Aufforderung Enter new secret pass phrase:
oder Enter secret password: geben Sie bitte Ihr
Passwort ein. Dies ist nicht das Passwort, mit dem Sie sich
anmelden, sondern es wird genutzt, um das Einmalpasswort
zu generieren. Die Zeile, die mit ID anfängt,
enthält Ihren Login-Namen, den Iterationszähler und den
Initialwert. Diese Werte müssen Sie sich nicht behalten, da
das System sie zeigen wird, wenn Sie sich anmelden. In der letzten
Zeile steht das Einmalpasswort, das aus diesen Parametern
und Ihrem geheimen Passwort ermittelt wurde. Wenn sie sich jetzt
wieder anmelden wollten, dann müssten Sie dieses
Passwort benutzen.Einrichten über eine nicht gesicherte VerbindungUm Einmalpasswörter über eine nicht gesicherte
Verbindung einzurichten, oder das geheime Passwort zu ändern,
müssen Sie über eine gesicherte Verbindung zu einer Stelle
verfügen, an der Sie opiekey ausführen.
Dies kann etwa die Eingabeaufforderung auf einer Maschine, der Sie
vertrauen, sein. Zudem müssen Sie einen Iterationszähler
vorgeben (100 ist ein guter Wert) und einen Initialwert wählen,
wobei Sie auch einen zufällig generierten benutzen können.
Benutzen Sie opiepasswd über die ungesicherte
Verbindung zu der Maschine, die Sie einrichten wollen:&prompt.user; opiepasswd
Updating unfurl:
You need the response from an OTP generator.
Old secret pass phrase:
otp-md5 498 to4268 ext
Response: GAME GAG WELT OUT DOWN CHAT
New secret pass phrase:
otp-md5 499 to4269
Response: LINE PAP MILK NELL BUOY TROY
ID mark OTP key is 499 gr4269
LINE PAP MILK NELL BUOY TROY
Drücken Sie Return, um die Vorgabe
für den Initialwert zu akzeptieren. Bevor
Sie nun das Zugriffspasswort
(engl. access password)
eingeben, rufen Sie über die gesicherte Verbindung
opikey mit denselben Parametern auf:&prompt.user; opiekey 498 to4268
Using the MD5 algorithm to compute response.
Reminder: Don't use opiekey from telnet or dial-in sessions.
Enter secret pass phrase:
GAME GAG WELT OUT DOWN CHAT
Gehen Sie nun zurück zu der nicht gesicherten Verbindung
und geben dort das eben generierte Einmalpasswort ein.Erzeugen eines einzelnen EinmalpasswortesNachdem Sie OPIE eingerichtet haben, werden Sie beim
nächsten Anmelden wie folgt begrüßt:&prompt.user; telnet example.com
Trying 10.0.0.1...
Connected to example.com
Escape character is '^]'.
FreeBSD/i386 (example.com) (ttypa)
login: <username>
otp-md5 498 gr4269 ext
Password: Anmerkung: OPIE besitzt eine nützliche Eigenschaft,
die hier nicht gezeigt ist. Wenn Sie an der Eingabeaufforderung
Return eingeben, wird die echo-Funktion eingeschaltet,
das heißt Sie sehen, was Sie tippen. Dies ist besonders
nützlich, wenn Sie ein generiertes Passwort von einem
Ausdruck abtippen müssen.MS-DOSWindowsMacOSJetzt müssen Sie Ihr Einmalpasswort generieren,
um der Anmeldeaufforderung nachzukommen. Dies muss auf
einem gesicherten System geschehen, auf dem Sie
oder opiekey ausführen können.
Dieses Programm gibt es übrigens auch für DOS, &windows; und
&macos;. Es benötigt den Iterationszähler
sowie den Initialwert als Parameter, die Sie mittels
cut-and-paste direkt von der Login-Aufforderung
nehmen können.Auf dem sicheren System:&prompt.user; opiekey 498 to4268
Using the MD5 algorithm to compute response.
Reminder: Don't use opiekey from telnet or dial-in sessions.
Enter secret pass phrase:
GAME GAG WELT OUT DOWN CHATMit dem jetzt generierten Einmalpasswort können
Sie die Anmeldeprozedur fortsetzen.Erzeugen von mehreren EinmalpasswörternManchmal müssen Sie sich an Orte begeben, an denen
Sie keinen Zugriff auf eine sichere Maschine oder eine
sichere Verbindung haben. In diesem Fall können Sie
vorher mit opiekey
einige Einmalpasswörter generieren, die Sie sich
ausdrucken und mitnehmen können. Zum Beispiel:&prompt.user; opiekey -n 5 30 zz99999
Using the MD5 algorithm to compute response.
Reminder: Don't use opiekey from telnet or dial-in sessions.
Enter secret pass phrase: <secret password>
26: JOAN BORE FOSS DES NAY QUIT
27: LATE BIAS SLAY FOLK MUCH TRIG
28: SALT TIN ANTI LOON NEAL USE
29: RIO ODIN GO BYE FURY TIC
30: GREW JIVE SAN GIRD BOIL PHIMit fordern Sie fünf
Passwörter der Reihe nach an. Der letzte
Iterationszähler wird durch gegeben.
Beachten Sie bitte, dass die Passwörter in der
umgekehrten Reihenfolge, in der sie
zu benutzen sind, ausgeben werden. Wenn Sie wirklich paranoid
sind, schreiben Sie sich jetzt die Passwörter auf,
ansonsten drucken Sie sie mit lpr aus.
Beachten Sie, dass jede Zeile den Iterationszähler
und das Einmalpasswort zeigt, trotzdem finden Sie es
vielleicht hilfreich, eine Zeile nach Gebrauch durchzustreichen.Einschränken der Benutzung von
System-PasswörternOPIE kann die Verwendung von System-Passwörtern
abhängig von der Quell-IP-Adresse einschränken.
Die dazu nötigen Einstellungen werden in der Datei
/etc/opieaccess vorgenommen, die
bei der Installation des Systems automatisch erzeugt wird.
Weitere Informationen über diese Datei und
Sicherheitshinweise zu ihrer Verwendung entnehmen Sie bitte
der Hilfeseite &man.opieaccess.5;.Die Datei opieaccess könnte
beispielsweise die folgende Zeile enthalten:permit 192.168.0.0 255.255.0.0Diese Zeile erlaubt es Benutzern, die sich von einer der
angegebenen Quell-IP-Adressen anmelden, ihr System-Passwort
zu verwenden. Beachten Sie bitte, dass eine Quell-IP-Adresse
leicht gefälscht werden kann.Findet sich in opieaccess kein
passender Eintrag, muss die Anmeldung mit OPIE erfolgen.TomRhodesBeigetragen von TCP-WrapperTCP-WrapperWahrscheinlich hat jeder, der &man.inetd.8; kennt,
schon mal von den TCP-Wrappern gehört. Die
wenigsten erkennen den vollen Nutzen der TCP-Wrapper
in einer Netzumgebung. Es scheint, dass die meisten
Leute Netzverbindungen mit einer Firewall absichern
wollen. Auch wenn eine Firewall ein mächtiges
Instrument ist, gibt es Sachen, die eine Firewall
nicht kann. Eine Firewall kann beispielsweise keine
Nachricht an den Verbindungsursprung senden. Genau
das und mehr können aber die
TCP-Wrapper. Im Folgenden werden
die Funktionen der TCP-Wrapper
und Beispiele für deren Konfiguration vorgestellt.Die TCP-Wrapper erweitern die
Steuerungsmöglichkeiten, die inetd
über die Dienste unter seiner Kontrolle hat.
Beispielsweise können Verbindungen protokolliert,
Nachrichten zurückgesandt oder nur interne Verbindungen
angenommen werden. Die TCP-Wrapper
bieten nicht nur eine weitere Sicherheitsschicht, die
teilweise auch von Firewalls geboten wird, sie bieten
darüber hinaus Funktionen zur Steuerung von
Verbindungen, die eine Firewall nicht bietet.Die erweiterten Funktionen der
TCP-Wrapper sind kein Firewall-Ersatz.
Sie sollten zusammen mit einer Firewall und anderen
Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt werden. Die
TCP-Wrapper sind eine weitere
Sicherheitsschicht zum Schutz eines Systems.Da die Wrapper die Funktion von inetd
erweitern, wird im Folgenden vorausgesetzt, dass Sie den
Abschnitt über die
inetd-Konfiguration
schon gelesen haben.Streng genommen handelt es sich bei den von &man.inetd.8;
gestarteten Programmen nicht um Daemonen. Da
sich diese Bezeichnung aber eingebürgert hat, wird sie auch
in diesem Abschnitt verwendet.TCP-Wrapper einrichtenUm die TCP-Wrapper unter &os;
zu benutzen, muss nur der inetd
aus rc.conf mit den voreingestellten
Optionen gestartet werden.
Die Konfigurationsdatei /etc/hosts.allow
darf keine Fehler enthalten; falls doch, werden die
Fehler mit &man.syslogd.8; protokolliert.Im Gegensatz zu anderen Implementationen der
TCP-Wrapper wird vom Gebrauch
der Datei hosts.deny abgeraten.
Die Konfiguration sollte sich vollständig in der
Datei /etc/hosts.allow befinden.In der einfachsten Konfiguration werden Dienste
abhängig vom Inhalt der Datei
/etc/hosts.allow erlaubt oder
gesperrt. Unter &os; wird in der Voreinstellung
jeder von inetd gestartete Dienst
erlaubt. Sehen wir uns zunächst die Grundkonfiguration
an.Eine Konfigurationszeile ist wie folgt aufgebaut:
Dienst : Adresse : Aktion.
Dienst ist der von inetd
gestartete Dienst (auch Daemon genannt). Die
Adresse kann ein gültiger
Rechnername, eine IP-Adresse oder
eine IPv6-Adresse in Klammern
([]) sein.
Der Wert allow im Feld
Aktion erlaubt Zugriffe, der Wert
deny verbietet Zugriffe.
Die Zeilen in hosts.allow
werden für jede Verbindung der Reihe nach
abgearbeitet. Trifft eine Zeile auf eine Verbindung
zu, wird die entsprechende Aktion ausgeführt
und die Abarbeitung ist beendet.Es gibt noch weitere Konfigurationsoptionen, die
gleich erläutert werden. Das bisher Gesagte
reicht, um eine einfache Regel aufzustellen. Wenn
Sie einkommende POP3-Verbindungen
für den Dienst
mail/qpopper
erlauben wollen, erweitern Sie
hosts.allow um die nachstehende
Zeile:# This line is required for POP3 connections:
qpopper : ALL : allowNachdem Sie die Zeile hinzugefügt haben, muss der
inetd neu gestartet werden. Sie
können dazu das Kommando &man.kill.1; verwenden
oder /etc/rc.d/inetd restart
ausführen.Erweiterte Konfiguration der TCP-WrapperDie TCP-Wrapper besitzen
weitere Optionen, die bestimmen, wie Verbindungen
behandelt werden. In einigen Fällen ist es
gut, wenn bestimmten Rechnern oder Diensten eine
Nachricht geschickt wird. In anderen Fällen
soll vielleicht der Verbindungsaufbau protokolliert
oder eine E-Mail an einen Administrator versandt
werden. Oder ein Dienst soll nur für das
lokale Netz bereitstehen. Dies alles ist mit so genannten
Wildcards, Metazeichen und der Ausführung externer
Programme möglich und wird in den nächsten
zwei Abschnitten erläutert.Externe Kommandos ausführenStellen Sie sich vor, eine Verbindung soll
verhindert werden und gleichzeitig soll demjenigen,
der die Verbindung aufgebaut hat, eine Nachricht
geschickt werden. Auf welche Art müssen
die TCP-Wrapper konfiguriert werden?
Die Option führt beim
Verbindungsaufbau ein Kommando aus. In der Datei
hosts.allow ist ein Beispiel
für diese Option enthalten:# Alle anderen Dienste sind geschützt
ALL : ALL \
: severity auth.info \
: twist /bin/echo "You are not welcome to use %d from %h."Für jeden Dienst, der nicht vorher in
der Datei hosts.allow konfiguriert
wurde, wird die Meldung You are not allowed to use
daemon from
hostname. zurückgegegeben.
Dies ist besonders nützlich, wenn Sie die
Gegenstelle sofort benachrichtigen wollen, nachdem
die Verbindung getrennt wurde. Beachten Sie, dass
der Text der Meldung in Anführungszeichen
(") stehen muss,
es gibt keine Ausnahmen zu dieser Regel.Ein so konfigurierter Server ist anfällig
für Denial-of-Service-Angriffe. Ein Angreifer
kann die gesperrten Dienste mit Verbindungsanfragen
überfluten.Um einem Denial-of-Service-Angriff zu entgehen,
benutzen Sie die Option .
Wie die Option verbietet
die Verbindung und führt
externe Kommandos aus. Allerdings sendet die
Option der Gegenstelle
keine Rückmeldung. Sehen Sie sich die
nachstehende Konfigurationsdatei an:# Verbindungen von example.com sind gesperrt:
ALL : .example.com \
: spawn (/bin/echo %a from %h attempted to access %d >> \
/var/log/connections.log) \
: denyDamit sind Verbindungen von der Domain
*.example.com gesperrt.
Jeder Verbindungsaufbau wird zudem in der Datei
/var/log/connections.log
protokolliert. Das Protokoll enthält den
Rechnernamen, die IP-Adresse
und den Dienst, der angesprochen wurde.In der Konfigurationsdatei wurde beispielsweise
das Metazeichen %a verwendet. Es gibt weitere
Metazeichen, die in der Hilfeseite &man.hosts.access.5;
beschrieben werden.WildcardsBisher verwendeten die Beispiele immer die
Wildcard ALL. Die Wildcard
ALL passt beispielsweise auf
jeden Dienst, jede Domain oder jede
IP-Adresse. Eine andere
Wildcard ist PARANOID. Sie passt
auf jeden Rechner dessen IP-Adresse
möglicherweise gefälscht ist. Dies ist dann
der Fall, wenn der Verbindungsaufbau von einer
IP-Adresse erfolgt, die nicht
zu dem übermittelten Rechnernamen passt.
Für solche Fälle werden mit der
Wildcard PARANOID Aktionen
festgelegt, beispielsweise:# Block possibly spoofed requests to sendmail:
sendmail : PARANOID : denyIn diesem Beispiel werden alle Verbindungen zu
sendmail verboten, die von einer
IP-Adresse ausgehen, die nicht zum
Rechnernamen passt.Die Wildcard PARANOID
kann einen Dienst unbrauchbar machen, wenn der
Client oder der Server eine fehlerhafte
DNS-Konfiguration besitzt.
Setzen Sie die Wildcard bitte umsichtig ein.Weiteres über Wildcards und deren Funktion
lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.hosts.access.5;
nach.In der Voreinstellung sind alle Dienste erlaubt.
Damit die gezeigten Beispiele funktionieren, müssen
Sie die erste Konfigurationszeile in der Datei
hosts.allow auskommentieren.MarkMurrayBeigesteuert von MarkDapozBasiert auf einem Beitrag von KerberosIVKerberosIVKerberos ist ein zusätzliches Netzwerkprotokoll, das es
Benutzern erlaubt, sich über einen sicheren Server zu
authentifizieren. Dienste wie rlogin,
rcp oder das sichere Kopieren von Dateien
zwischen Systemen und andere risikoreiche Tätigkeiten werden
durch Kerberos erheblich sicherer und kontrollierbarer.Die folgende Anleitung kann nur als Wegweiser dazu dienen, wie
Sie Kerberos für &os; konfigurieren. Eine komplette
Beschreibung des Systems finden Sie in den entsprechenden
Hilfeseiten.Installation von KerberosIVMITKerberosIVinstallierenKerberos ist eine optionale Komponente von &os;. Am
leichtesten installieren Sie die Software, wenn Sie bei
der ersten Installation von &os; in
sysinstall die Distribution
krb4 oder krb5
auswählen. Damit installieren Sie entweder die
eBones (KerberosIV) oder Heimdal
(Kerberos5) Version von Kerberos. Beide Versionen werden
mit &os; ausgeliefert, da sie außerhalb von den
USA oder Kanada entwickelt werden.
Sie unterliegen deshalb auch nicht den restriktiven
Exportbeschränkungen der USA und sind auch für
Bewohner anderer Länder zugänglich.Als Alternative steht die MIT Variante von Kerberos in der
Ports-Sammlung unter security/krb5 zur
Verfügung.Erstellen der initialen DatenbankDie folgenden Schritte werden nur auf dem Kerberos-Server
durchgeführt. Stellen Sie bitte vorher sicher, dass
keine alten Kerberos-Datenbanken mehr vorhanden sind. Im
Verzeichnis /etc/kerberosIV sollten sich nur
die folgenden Dateien befinden:&prompt.root; cd /etc/kerberosIV
&prompt.root; ls
README krb.conf krb.realmsWenn noch andere Dateien, wie principal.*
oder master_key, existieren, müssen
Sie die alte Kerberos-Datenbank mit kdb_destroy
löschen. Wenn Kerberos nicht läuft, können Sie
die Dateien auch einfach löschen.Sie sollten nun die Dateien krb.conf und
krb.realms editieren, um Ihr Kerberos-Realm zu
definieren. Das folgende Beispiel zeigt dies für das Realm
EXAMPLE.COM auf dem Server
grunt.example.com.
krb.conf sollte wie folgt aussehen:&prompt.root; cat krb.conf
EXAMPLE.COM
EXAMPLE.COM grunt.example.com admin server
CS.BERKELEY.EDU okeeffe.berkeley.edu
ATHENA.MIT.EDU kerberos.mit.edu
ATHENA.MIT.EDU kerberos-1.mit.edu
ATHENA.MIT.EDU kerberos-2.mit.edu
ATHENA.MIT.EDU kerberos-3.mit.edu
LCS.MIT.EDU kerberos.lcs.mit.edu
TELECOM.MIT.EDU bitsy.mit.edu
ARC.NASA.GOV trident.arc.nasa.govDie zusätzlich aufgeführten Realms brauchen Sie nicht
anzulegen. Sie zeigen hier nur, wie man Kerberos dazu bringt, andere
Realms zu erkennen. Sie können Sie also auch weglassen.Die erste Zeile benennt das Realm, in dem das System arbeitet.
Die anderen Zeilen enthalten Realm/Host Paare. Der erste Wert jeder
Zeile ist das Realm, der zweite Teil ein Host, der in diesem
Realm Key Distribution Center ist. Die
Schlüsselwörter admin server nach einem
Hostnamen bedeuten, dass dieser Host auch einen administrativen
Datenbankserver zur Verfügung stellt. Weitere Erklärungen zu
diesen Begriffen finden Sie in den Kerberos Manualpages.Als nächstes muss
grunt.example.com in das Realm
EXAMPLE.COM aufgenommen werden. Des Weiteren
erstellen wir einen Eintrag, der alle Rechner der Domäne
.example.com in das Realm
EXAMPLE.COM aufnimmt.
krb.realms sollte danach so aussehen:&prompt.root; cat krb.realms
grunt.example.com EXAMPLE.COM
.example.com EXAMPLE.COM
.berkeley.edu CS.BERKELEY.EDU
.MIT.EDU ATHENA.MIT.EDU
.mit.edu ATHENA.MIT.EDUDie zusätzlichen Realms sind hier wieder als Beispiel
gedacht. Sie können sie der Einfachheit halber auch
weglassen.Die erste Zeile nimmt ein einzelnes System
in das Realm auf. Die anderen Zeilen zeigen, wie bestimmte
Subdomänen einem bestimmten Realm zugeordnet werden.Das folgende Kommando muss nur auf dem Kerberos-Server
(oder Key Distribution Center) laufen. Mit
kdb_init können wir die Datenbank
anlegen:&prompt.root; kdb_initRealm name [default ATHENA.MIT.EDU ]:EXAMPLE.COM
You will be prompted for the database Master Password.
It is important that you NOT FORGET this password.
Enter Kerberos master key:Anschließend muss der Schlüssel gespeichert
werden, damit Server auf der lokalen Maschine darauf zugreifen
können. Dies geschieht mit kstash:&prompt.root; kstashEnter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!Das verschlüsselte Master-Passwort wurde in
/etc/kerberosIV/master_key gesichert.Anlegen von PrinzipalsFür jedes System, das mit Kerberos
gesichert werden soll, müssen zwei Prinzipale in die
Datenbank eingetragen werden. Ihre Namen sind
kpasswd und rcmd. Beide
Prinzipale müssen für jedes System angelegt werden, wobei
die Instanz der Name des jeweiligen Systems ist.Die Dæmonen kpasswd und
rcmd erlauben es anderen Systemen,
Kerberos-Passwörter zu ändern und Kommandos wie
&man.rcp.1;, &man.rlogin.1; und &man.rsh.1;
laufen zu lassen.Beide Einträge werden im Folgenden angelegt:&prompt.root; kdb_edit
Opening database...
Enter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Previous or default values are in [brackets] ,
enter return to leave the same, or new value.
Principal name:passwdInstance:grunt
<Not found>, Create [y] ?y
Principal: passwd, Instance: grunt, kdc_key_ver: 1
New Password: <---- geben Sie hier Zufallswerte ein
Verifying password
New Password: <---- geben Sie hier Zufallswerte ein
Random password [y] ?y
Principal's new key version = 1
Expiration date (enter yyyy-mm-dd) [ 2000-01-01 ] ?Max ticket lifetime (*5 minutes) [ 255 ] ?Attributes [ 0 ] ?
Edit O.K.
Principal name:rcmdInstance:grunt
<Not found>, Create [y] ?
Principal: rcmd, Instance: grunt, kdc_key_ver: 1
New Password: <---- geben Sie hier Zufallswerte ein
Verifying password
New Password: <---- geben Sie hier Zufallswerte ein
Random password [y] ?
Principal's new key version = 1
Expiration date (enter yyyy-mm-dd) [ 2000-01-01 ] ?Max ticket lifetime (*5 minutes) [ 255 ] ?Attributes [ 0 ] ?
Edit O.K.
Principal name: <---- geben Sie nichts an, um das Programm zu verlassenErstellen der Server-DateiWir müssen nun für jede Maschine die Instanzen,
die Dienste definieren, aus der Datenbank mit
ext_srvtab extrahieren. Die erstelle Datei
muss auf einem sicheren Weg in das
Verzeichnis /etc jedes Clients
kopiert werden. Die Datei muss auf jedem Server und auf
jedem Client vorhanden sein und ist unabdingbar für
Kerberos.&prompt.root; ext_srvtab gruntEnter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Generating 'grunt-new-srvtab'....Das Kommando erzeugt Dateien mit einem temporären Namen,
der es anderen Servern erlaubt, ihre Datei abzuholen. Die Datei
muss auf dem entsprechenden System in srvtab
umbenannt werden. Auf dem originalen System können Sie
&man.mv.1; benutzen, um die Datei umzubenennen:&prompt.root; mv grunt-new-srvtab srvtabWenn die Datei für ein Client-System bestimmt ist und das
Netzwerk nicht sicher ist, kopieren Sie die Datei auf ein bewegliches
Medium und transportieren sie physikalisch. Kopieren Sie die Datei
auf den Client in das Verzeichnis /etc.
Benennen Sie die Datei in srvtab um und setzen Sie
schließlich noch die Berechtigungen auf 600:&prompt.root; mv grumble-new-srvtab srvtab
&prompt.root; chmod 600 srvtabFüllen der DatenbankWir können nun Benutzer in der Datenbank anlegen. Mit
kdb_edit legen wir zuerst die Benutzerin
jane an:&prompt.root; kdb_edit
Opening database...
Enter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Previous or default values are in [brackets] ,
enter return to leave the same, or new value.
Principal name:janeInstance:
<Not found>, Create [y] ?y
Principal: jane, Instance: , kdc_key_ver: 1
New Password: <---- geben Sie ein sicheres Passwort ein
Verifying password
New Password: <---- wiederholen Sie die Eingabe
Principal's new key version = 1
Expiration date (enter yyyy-mm-dd) [ 2000-01-01 ] ?Max ticket lifetime (*5 minutes) [ 255 ] ?Attributes [ 0 ] ?
Edit O.K.
Principal name: <---- geben Sie nichts an, um das Programm zu verlassenTestenZuerst müssen die Kerberos-Dæmonen gestartet sein.
Wenn Sie /etc/rc.conf richtig angepasst haben,
passiert das automatisch, wenn Sie booten. Dieser Schritt ist nur
auf dem Kerberos-Server notwendig, die Clients bekommen alles
was sie brauchen aus dem /etc/kerberosIV
Verzeichnis.&prompt.root; kerberos &
Kerberos server starting
Sleep forever on error
Log file is /var/log/kerberos.log
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Current Kerberos master key version is 1
Local realm: EXAMPLE.COM
&prompt.root; kadmind -n &
KADM Server KADM0.0A initializing
Please do not use 'kill -9' to kill this job, use a
regular kill instead
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!Jetzt können wir mit kinit versuchen,
ein Ticket für die ID jane, die wir
oben angelegt haben, zu erhalten:&prompt.user; kinit jane
MIT Project Athena (grunt.example.com)
Kerberos Initialization for "jane"
Password:Mit klist können Sie sich vergewissern,
dass Sie die Tickets auch erhalten haben:&prompt.user; klist
Ticket file: /tmp/tkt245
Principal: jane@EXAMPLE.COM
Issued Expires Principal
Apr 30 11:23:22 Apr 30 19:23:22 krbtgt.EXAMPLE.COM@EXAMPLE.COMVersuchen Sie nun das Passwort mit &man.passwd.1;
zu ändern, um zu überprüfen, dass der
kpasswd Dæmon auch auf der
Kerberos-Datenbank autorisiert ist:&prompt.user; passwd
realm EXAMPLE.COM
Old password for jane:New Password for jane:
Verifying password
New Password for jane:
Password changed.Anlegen von su PrivilegienMit Kerberos kann jedem Benutzer, der
root-Privilegien braucht, ein
eigenes Passwort für
&man.su.1; zugewiesen werden. Dies wird dadurch
erreicht, dass die Instanz eines Prinzipals
root ist. Mit kbd_edit
legen wir nun den Eintrag jane.root in der
Kerberos-Datenbank an:&prompt.root; kdb_edit
Opening database...
Enter Kerberos master key:
Current Kerberos master key version is 1.
Master key entered. BEWARE!
Previous or default values are in [brackets] ,
enter return to leave the same, or new value.
Principal name:janeInstance:root
<Not found>, Create [y] ? y
Principal: jane, Instance: root, kdc_key_ver: 1
New Password: <---- geben Sie ein sicheres Passwort ein
Verifying password
New Password: <---- geben Sie das Passwort erneut ein
Principal's new key version = 1
Expiration date (enter yyyy-mm-dd) [ 2000-01-01 ] ?Max ticket lifetime (*5 minutes) [ 255 ] ?12 <--- Keep this short!
Attributes [ 0 ] ?
Edit O.K.
Principal name: <---- geben Sie nichts an, um das Programm zu verlassenVersuchen Sie nun, für diesen Prinzipal Tickets zu
bekommen:&prompt.root; kinit jane.root
MIT Project Athena (grunt.example.com)
Kerberos Initialization for "jane.root"
Password:Als nächstes fügen wir den Prinzipal in
.klogin von root ein:&prompt.root; cat /root/.klogin
jane.root@EXAMPLE.COMJetzt benutzen wir &man.su.1;:&prompt.user; su
Password:und kontrollieren, welche Tickets wir haben:&prompt.root; klist
Ticket file: /tmp/tkt_root_245
Principal: jane.root@EXAMPLE.COM
Issued Expires Principal
May 2 20:43:12 May 3 04:43:12 krbtgt.EXAMPLE.COM@EXAMPLE.COMWeitere KommandosIn einem der Beispiele haben wir einen Prinzipal mit
dem Namen jane und der Instanz
root angelegt. Der Prinzipal entstand aus
einem Benutzer mit dem gleichen Namen. Unter Kerberos ist es
Standard, dass ein
principal.instance der Form
username.root es dem
Benutzer username erlaubt, mit
&man.su.1; root zu werden, wenn die
entsprechenden Einträge in .klogin von
root existieren:&prompt.root; cat /root/.klogin
jane.root@EXAMPLE.COMDas gilt auch für die .klogin-Datei
im Heimatverzeichnis eines Benutzers:&prompt.user; cat ~/.klogin
jane@EXAMPLE.COM
jack@EXAMPLE.COMDie Einträge erlauben jedem, der sich im Realm
EXAMPLE.COM als jane oder
jack mit kinit authentifiziert
hat, mittels &man.rlogin.1;, &man.rsh.1; oder &man.rcp.1;
auf den Account jane und dessen
Dateien zuzugreifen.Im folgenden Beispiel meldet sich jane
mit Kerberos auf grunt an:&prompt.user; kinit
MIT Project Athena (grunt.example.com)
Password:
&prompt.user; rlogin grunt
Last login: Mon May 1 21:14:47 from grumble
Copyright (c) 1980, 1983, 1986, 1988, 1990, 1991, 1993, 1994
The Regents of the University of California. All rights reserved.
FreeBSD BUILT-19950429 (GR386) #0: Sat Apr 29 17:50:09 SAT 1995Im folgenden Beispiel wurde der Prinzipal jack
mit einer Instanz null angelegt. Mit der obigen
.klogin-Datei kann er sich nun auf derselben
Maschine als jane anmelden:&prompt.user; kinit
&prompt.user; rlogin grunt -l jane
MIT Project Athena (grunt.example.com)
Password:
Last login: Mon May 1 21:16:55 from grumble
Copyright (c) 1980, 1983, 1986, 1988, 1990, 1991, 1993, 1994
The Regents of the University of California. All rights reserved.
FreeBSD BUILT-19950429 (GR386) #0: Sat Apr 29 17:50:09 SAT 1995TillmanHodgsonBeigetragen von MarkMurrayBeruht auf einem Beitrag von Kerberos5Das Basissystem enthält ab &os; 5.1
nur noch Kerberos5. Die
Konfiguration von Kerberos5
ist der Konfiguration von KerberosIV
sehr ähnlich. Wenn Sie KerberosIV
benötigen, installieren Sie den Port
security/krb4.
Der folgende Abschnitt beschreibt ausschließlich
Kerberos5 für &os;-Releases
ab 5.0.Kerberos ist ein Netzwerk-Protokoll,
das Benutzer mithilfe eines sicheren Servers authentifiziert.
Mit Risiken behaftete Dienste, wie das Anmelden an entfernten
Systemen oder das Kopieren von Daten auf entfernte Systeme,
werden durch Kerberos erheblich
sicherer und lassen sich leichter steuern.Kerberos hat eine Aufgabe:
Die sichere Prüfung der Identität eines Benutzers
(Authentifizierung) über das Netzwerk. Das System
überprüft weder die Berechtigungen der Benutzer
(Autorisierung), noch verfolgt es die durchgeführten
Aktionen (Audit). Daher sollte Kerberos
zusammen mit anderen Sicherheits-Systemen eingesetzt werden, die
diese Funktionen bereitstellen. Die Daten einer Kommunikation
können verschlüsselt werden, nachdem die
Kommunikationspartner mit Kerberos
ihre Identität geprüft haben.Die folgenden Anweisungen beschreiben, wie Sie das mit
&os; gelieferte Kerberos einrichten.
Eine vollständige Beschreibung des Systems entnehmen
Sie bitte den entsprechenden Hilfeseiten.Die Beschreibung der
Kerberos-Installation benutzt
folgende Namensräume:Die DNS-Domain (Zone) heißt
example.org.Das Kerberos-Realm
heißt EXAMPLE.ORG.Benutzen Sie echte Domain-Namen, wenn Sie
Kerberos einrichten. Damit
vermeiden Sie DNS-Probleme und stellen
die Zusammenarbeit mit anderen
Kerberos-Realms sicher.GeschichteKerberos5GeschichteDas MIT entwickelte
Kerberos, um Sicherheitsprobleme
auf dem Netzwerk zu lösen. Das
Kerberos-Protokoll verwendet
starke Kryptographie, sodass ein Server die Identität
eines Clients (der umgekehrte Vorgang ist auch möglich)
über ein unsicheres Netzwerk feststellen kann.Der Begriff Kerberos wird sowohl für das Protokoll
als auch für Programme verwendet, die
Kerberos benutzen (wie
Kerberos-Telnet). Die aktuelle
Protokollversion ist 5 und wird in
RFC 1510 beschrieben.Mehrere Implementierungen des Protokolls stehen frei
zur Verfügung und decken viele Betriebssysteme ab.
Das Massachusetts Institute of Technology
(MIT), an dem Kerberos
ursprünglich entwickelt wurde, entwickelt seine
Kerberos-Version weiter. In den
USA wird diese Version häufig
eingesetzt, unterlag aber Export-Beschränkungen,
da sie in den USA entwickelt wurde.
Die MIT-Version von
Kerberos befindet sich im Port
security/krb5.
Heimdal ist eine weitere Implementierung der Protokollversion 5.
Sie wurde außerhalb der USA entwickelt
und unterliegt daher keinen Export-Beschränkungen.
Heimdal-Kerberos befindet sich
im Port security/heimdal
und das Basissystem von &os; enthält eine minimale
Installation von Heimdal.Um möglichst viele Benutzer anzusprechen, verwenden
die folgenden Beispiele die in &os; enthaltene
Heimdal-Distribution.Das Heimdal KDC einrichtenKerberos5Key Distribution CenterKerberos authentifiziert
Benutzer an einer zentralen Stelle: dem Key Distribution
Center (KDC). Das KDC
verteilt Tickets, mit denen ein
Dienst die Identität eines Benutzers feststellen kann.
Alle Mitglieder eines Kerberos-Realms
vertrauen dem KDC, daher gelten für
das KDC erhöhte
Sicherheitsanforderungen.Obwohl das KDC wenig Ressourcen eines
Rechners benötigt, sollte es wegen der
Sicherheitsanforderungen auf einem separaten Rechner
installiert werden.Das KDC wird in
/etc/rc.conf wie folgt aktiviert:kerberos5_server_enable="YES"
kadmind5_server_enable="YES"Danach wird die Konfigurationsdatei von
Kerberos,
/etc/krb5.conf, erstellt:[libdefaults]
default_realm = EXAMPLE.ORG
[realms]
EXAMPLE.ORG = {
kdc = kerberos.example.org
admin_server = kerberos.example.org
}
[domain_realm]
.example.org = EXAMPLE.ORGDiese Einstellungen setzen voraus, dass der voll
qualifizierte Name des KDCs
kerberos.example.org ist.
Wenn Ihr KDC einen anderen Namen hat,
müssen Sie in der DNS-Zone einen Alias-Eintrag (CNAME-Record)
für das KDC hinzufügen.Auf großen Netzwerken mit einem ordentlich
konfigurierten BIND
DNS-Server kann die Datei verkürzt
werden:[libdefaults]
default_realm = EXAMPLE.ORGDie Zonendatei von example.org
muss dann die folgenden Zeilen enthalten:_kerberos._udp IN SRV 01 00 88 kerberos.example.org.
_kerberos._tcp IN SRV 01 00 88 kerberos.example.org.
_kpasswd._udp IN SRV 01 00 464 kerberos.example.org.
_kerberos-adm._tcp IN SRV 01 00 749 kerberos.example.org.
_kerberos IN TXT EXAMPLE.ORGDamit Klienten die
Kerberos-Dienste benutzen
können, muss die Datei /etc/krb5.conf
entweder die vollständige Konfiguration enthalten
oder eine minimale Konfiguration enthalten
und zusätzlich ein DNS-Server
richtig eingerichtet sein.Im nächsten Schritt wird die
Kerberos-Datenbank eingerichtet.
Die Datenbank enthält die Schlüssel aller Prinzipale
und ist mit einem Passwort geschützt. Dieses Passwort
brauchen Sie nicht zu behalten, da ein davon abgeleiteter
Schlüssel in der Datei /var/heimdal/m-key
gespeichert wird. Den Schlüssel erstellen Sie, indem
Sie das Programm kstash aufrufen und
ein Passwort eingeben.Nachdem Sie den Schlüssel in
/var/heimdal/m-key erstellt haben,
können Sie die Datenbank mit dem Kommando
kadmin initialisieren. Verwenden
Sie hierbei die Option (lokal). Mit
dieser Option wird die Datenbank lokal modifiziert. Normal
würde der kadmind-Dienst benutzt,
der aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht läuft. An
der Eingabeaufforderung von kadmin
können Sie mit dem Kommando init
die Datenbank des Realms einrichten.Zuletzt erstellen Sie mit dem Kommando add
Ihren ersten Prinzipal. Benutzen Sie die voreingestellten
Optionen; Sie können die Einstellungen später
mit dem Kommando modify ändern.
An der Eingabeaufforderung zeigt das Kommando
? Hilfetexte an.Zusammengefasst wird die Datenbank wie folgt
eingerichtet:&prompt.root; kstash
Master key: xxxxxxxx
Verifying password - Master key: xxxxxxxx
&prompt.root; kadmin -l
kadmin> init EXAMPLE.ORG
Realm max ticket life [unlimited]:
kadmin> add tillman
Max ticket life [unlimited]:
Max renewable life [unlimited]:
Attributes []:
Password: xxxxxxxx
Verifying password - Password: xxxxxxxxJetzt kann das KDC gestartet werden.
Führen Sie zum Start der Dienste die Kommandos
/etc/rc.d/kerberos start und
/etc/rc.d/kadmind start aus. Obwohl
zu diesem Zeitpunkt noch keine kerberisierten Dienste
laufen, können Sie die Funktion des KDCs
schon überprüfen. Für den eben angelegten
Benutzer können Sie sich vom KDC
Tickets holen und diese Tickets anzeigen:&prompt.user; kinit tillman
tillman@EXAMPLE.ORG's Password:
&prompt.user; klist
Credentials cache: FILE: /tmp/krb5cc_500
Principal: tillman@EXAMPLE.ORG
Issued Expires Principal
Aug 27 15:37:58 Aug 28 01:37:58 krbtgt/EXAMPLE.ORG@EXAMPLE.ORGDieses Ticket kann, nachdem Sie Ihre Arbeit beendet haben,
zurückgezogen werden:&prompt.user; k5destroyKerberos-Dienste
einrichtenKerberos5Dienste einrichtenAlle Rechner, die kerberisierte Dienste anbieten,
müssen eine Kopie der
Kerberos-Konfigurationsdatei
/etc/krb5.conf besitzen. Sie
können die Datei einfach vom KDC
kopieren.Anschließend müssen Sie die Datei
/etc/krb5.keytab erzeugen. Im
Gegensatz zu normalen Workstations benötigt jeder
Server eine keytab.
Diese Datei enthält den Schlüssel des
Servers, mit dem sich der Server und das
KDC gegenseitig authentifizieren
können. Die Datei muss sicher auf den Server
transportiert werden (beispielsweise mit &man.scp.1;
oder einer Diskette). Unter keinen Umständen
darf die Datei im Klartext, zum Beispiel mit
FTP, übertragen werden,
da sonst die Sicherheit des Servers gefährdet
ist.Sie können die keytab auch
mit dem Programm kadmin übertragen.
Da Sie mit kadmin sowieso einen Host-Prinzipal
für den Server einrichten müssen, ist das ganz
praktisch.Sie müssen allerdings schon ein Ticket
besitzen und berechtigt sein, kadmin
auszuführen. Die Berechtigung erhalten Sie durch
einen Eintrag in der Zugriffskontrollliste
kadmind.acl. Weitere Informationen
über Zugriffskontrolllisten erhalten Sie in den
Heimdal-Info-Seiten (info heimdal)
im Abschnitt Remote administration. Wenn
der Zugriff auf kadmin von entfernten
Maschinen verboten ist, müssen Sie sich sicher
auf dem KDC anmelden (lokale Konsole,
&man.ssh.1; oder kerberisiertes Telnet) und die
keytab lokal mit
kadmin -l erzeugen.Nachdem Sie die Datei /etc/krb5.conf
installiert haben, können Sie das Kommando
kadmin benutzen. An der Eingabeaufforderung
von kadmin erstellt das Kommando
add --random-key den Host-Prinzipal
und das Kommando ext extrahiert den
Schlüssel des Prinzipals in eine Datei:&prompt.root; kadmin
kadmin> add --random-key host/myserver.example.org
Max ticket life [unlimited]:
Max renewable life [unlimited]:
Attributes []:
kadmin> ext host/myserver.example.org
kadmin> exitDas Kommando ext (von
extract) speichert den
extrahierten Schlüssel in der Datei
/etc/krb5.keytab.Wenn auf dem KDC, vielleicht aus
Sicherheitsgründen, kadmind
nicht läuft, können Sie das Kommando
kadmin von entfernten Rechnern nicht
benutzen. In diesem Fall legen Sie den Host-Prinzipal
host/myserver.EXAMPLE.ORG direkt
auf dem KDC an. Den Schlüssel
extrahieren Sie in eine temporäre Datei (damit
die Datei /etc/krb5.keytab nicht
überschrieben wird):&prompt.root; kadmin
kadmin> ext --keytab=/tmp/example.keytab host/myserver.example.org
kadmin> exitAnschließend müssen Sie die erzeugte
example.keytab sicher auf den
Server kopieren (mit scp oder
mithilfe einer Diskette). Geben Sie auf jeden Fall
einen anderen Namen für die keytab
an, weil sonst die keytab des
KDCs überschrieben würde.Wegen der Datei krb5.conf kann
der Server nun mit dem KDC kommunizieren
und seine Identität mithilfe der Datei
krb5.keytab nachweisen. Jetzt
können wir kerberisierte Dienste aktivieren.
Für telnet muss die folgende
Zeile in /etc/inetd.conf eingefügt
werden:telnet stream tcp nowait root /usr/libexec/telnetd telnetd -a userAusschlaggebend ist, dass die Authentifizierungs-Methode
mit auf user gesetzt
wird. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Hilfeseite
&man.telnetd.8;.Nachdem sie die Zeile in /etc/inetd.conf
eingefügt haben, starten Sie &man.inetd.8; mit
dem Kommando /etc/rc.d/inetd restart
durch.Kerberos-Clients
einrichtenKerberos5Clients einrichtenEin Client lässt sich leicht einrichten.
Sie benötigen nur die
Kerberos-Konfigurationsdatei
/etc/krb5.conf. Kopieren Sie
die Konfigurationsdatei einfach vom KDC
auf den Client.Sie können jetzt mit kinit
Tickets anfordern, mit klist Tickets
anzeigen und mit kdestroy Tickets
löschen. Sie können mit
Kerberos-Anwendungen kerberisierte
Server ansprechen. Wenn das nicht funktioniert,
Sie aber Tickets anfordern können, hat wahrscheinlich
der kerberisierte Server ein Problem und nicht der
Client oder das KDC.Wenn Sie eine Anwendung wie telnet
testen, können Sie mit einem Paket-Sniffer
(beispielsweise &man.tcpdump.1;) überprüfen,
dass Passwörter verschlüsselt übertragen
werden. Probieren Sie auch die Option
von telnet, die den gesamten Datenverkehr
verschlüsselt (analog zu ssh).Zu Heimdal gehören noch weitere Anwendungen.
Allerdings enthält das &os;-Basissystem nur eine
minimale Heimdal-Installation mit nur einer
kerberisierten Anwendung: telnet.Der Heimdal-Port enthält noch mehr kerberisierte
Anwendungen wie ftp, rsh,
rcp und rlogin.
Der MIT-Port enthält ebenfalls
weitere kerberisierte Anwendungen..k5login und
.k5users.k5login.k5usersNormalerweise wird ein
Kerberos-Prinzipal wie
tillman@EXAMPLE.ORG auf ein lokales
Benutzerkonto, beispielsweise tillman,
abgebildet. Daher benötigen Client-Anwendungen (zum
Beispiel telnet) keinen Benutzernamen.Manchmal wird aber Zugriff auf ein lokales Benutzerkonto
benötigt, zu dem es keinen passenden
Kerberos-Prinzipal gibt.
Der Prinzipal tillman@EXAMPLE.ORG
bräuchte beispielsweise Zugriff auf das Konto
webdevelopers. Ebenso könnten
andere Prinzipale auf dieses Konto zugreifen wollen.Die Dateien .k5login und
.k5users im Heimatverzeichnis eines
Benutzerkontos gewähren Zugriffe ähnlich wie
die Dateien .hosts und
.rhosts. Um den Prinzipalen
tillman@example.org und
jdoe@example.org auf das Konto
webdevelopers zu geben, wird im
Heimatverzeichnis von webdevelopers
die Datei .k5login mit folgendem
Inhalt angelegt:tillman@example.org
jdoe@example.orgDie angegebenen Prinzipale haben nun ohne ein gemeinsames
Passwort Zugriff auf das Konto.Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Hilfeseiten
zu diesen Dateien. Die Datei .k5users
wird in der Hilfeseite des Kommandos ksu
beschrieben.Tipps und FehlersucheKerberos5FehlersucheWenn Sie den Heimdal-Port oder den
MIT-Port benutzen, muss in der
Umgebungsvariable PATH der Pfad zu
den Programmen des Ports vor dem Pfad zu den
Kerberos-Programmen des Systems
stehen.Sind die Uhrzeiten der Systeme synchronisiert?
Wenn nicht, schlägt vielleicht die Authentifizierung
fehl. beschreibt, wie
Sie mithilfe von NTP die Uhrzeiten
synchronisieren.Die MIT- und Heimdal-Systeme
arbeiten bis auf kadmin gut zusammen.
Für kadmin wurde das Protokoll
nicht normiert.Wenn Sie den Namen eines Rechners ändern,
müssen Sie auch den host/-Prinzipal
ändern und die Datei keytab
aktualisieren. Dies betrifft auch spezielle Einträge
wie den Prinzipal für Apaches www/mod_auth_kerb.Die Rechnernamen müssen vor- und
rückwärts aufgelöst werden (im
DNS oder in
/etc/hosts).
CNAME-Einträge im
DNS funktionieren, aber die
entsprechenden A- und PTR-Einträge müssen
vorhanden und richtig sein. Wenn sich Namen nicht
auflösen lassen, ist die Fehlermeldung nicht
gerade selbstsprechend: Kerberos5 refuses
authentication because Read req
failed: Key table entry not found.Einige Betriebssysteme installieren
ksu mit falschen Zugriffsrechten;
es fehlt das Set-UID-Bit für root.
Das mag aus Sicherheitsgründen richtig sein,
doch funktioniert ksu dann nicht.
Dies ist kein Fehler des KDCs.Wenn Sie für einen Prinzipal unter
MIT-Kerberos
Tickets mit einer längeren Gültigkeit als
der vorgegebenen zehn Stunden einrichten wollen,
müssen Sie zwei Sachen ändern. Benutzen
Sie das modify_principal von
kadmin, um die maximale
Gültigkeitsdauer für den Prinzipal selbst
und den Prinzipal krbtgt
zu erhöhen.Mit einem Packet-Sniffer können Sie feststellen,
dass Sie sofort nach dem Aufruf von kinit
eine Antwort vom KDC
bekommen – noch bevor Sie überhaupt ein
Passwort eingegeben haben! Das ist in Ordnung:
Das KDC händigt
ein Ticket-Granting-Ticket (TGT)
auf Anfrage aus, da es durch einen vom Passwort
des Benutzers abgeleiteten Schlüssel
geschützt ist. Wenn das Passwort
eingegeben wird, wird es nicht zum KDC
gesendet, sondern zum Entschlüsseln der
Antwort des KDCs benutzt, die
kinit schon erhalten hat.
Wird die Antwort erfolgreich entschlüsselt,
erhält der Benutzer einen Sitzungs-Schlüssel
für die künftige verschlüsselte
Kommunikation mit dem KDC und das
Ticket-Granting-Ticket. Das Ticket-Granting-Ticket
wiederum ist mit dem Schlüssel des KDCs
verschlüsselt. Diese Verschlüsselung ist
für den Benutzer völlig transparent und
erlaubt dem KDC,
die Echtheit jedes einzelnen TGT
zu prüfen.Wenn Sie OpenSSH verwenden
und Tickets mir einer langen Gültigkeit
(beispielsweise einer Woche) benutzen, setzen Sie die Option
in der Datei
sshd_config auf no.
Ansonsten werden Ihre Tickets gelöscht, wenn Sie
sich abmelden.Host-Prinzipale können ebenfalls Tickets mit
längerer Gültigkeit besitzen. Wenn der
Prinzipal eines Benutzers über ein Ticket verfügt,
das eine Woche gültig ist, das Ticket des
Host-Prinzipals aber nur neun Stunden gültig ist,
funktioniert der Ticket-Cache nicht wie erwartet.
Im Cache befindet sich dann ein abgelaufenes Ticket
des Host-Prinzipals.Wenn Sie mit krb5.dict die
Verwendung schlechter Passwörter verhindern wollen,
geht das nur mit Prinzipalen, denen eine Passwort-Policy
zugewiesen wurde. Die Hilfeseite von
kadmind beschreibt kurz, wie
krb5.dict verwendet wird. Das
Format von krb5.dict ist
einfach: Die Datei enthält pro Zeile ein Wort.
Sie können daher einen symbolischen Link auf
/usr/share/dict/words erstellen.Unterschiede zum MIT-PortDer Hauptunterschied zwischen
MIT-Kerberos
und Heimdal-Kerberos
ist das Kommando kadmin.
Die Befehlssätze des Kommandos (obwohl funktional
gleichwertig) und das verwendete
Protokoll unterscheiden sich in beiden Varianten.
Das KDC lässt sich nur mit
dem kadmin Kommando der passenden
Kerberos-Variante verwalten.Für dieselbe Funktion können auch die
Client-Anwendungen leicht geänderte Kommandozeilenoptionen
besitzen. Folgen Sie bitte der Anleitung auf der
Kerberos-Seite
() des
MITs. Achten Sie besonders auf den
Suchpfad für Anwendungen. Der MIT-Port
wird standardmäßig in /usr/local/
installiert. Wenn die Umgebungsvariable PATH
zuerst die Systemverzeichnisse enthält, werden die
Systemprogramme anstelle der MIT-Programme
ausgeführt.Wenn Sie den MIT-Port
security/krb5 verwenden,
erscheint bei der Anmeldung mit telnetd
und klogind die Fehlermeldung
incorrect permissions on cache file.
Lesen Sie dazu bitte die im Port enthaltene Datei
/usr/local/share/doc/krb5/README.FreeBSD.
Wichtig ist, dass zur Authentifizierung die Binärdatei
login.krb5 verwendet wird, die
für durchgereichte Berechtigungen die Eigentümer
korrekt ändert.In der Datei rc.conf müssen
folgende Zeilen aufgenommen werden:kerberos5_server="/usr/local/sbin/krb5kdc"
kadmind5_server="/usr/local/sbin/kadmind"
kerberos5_server_enable="YES"
kadmind5_server_enable="YES"Diese Zeilen sind notwendig, weil die Anwendungen
von MIT-Kerberos Binärdateien
unterhalb von /usr/local installieren.Beschränkungen von
KerberosKerberos5BeschränkungenKerberos muss ganzheitlich
verwendet werdenJeder über das Netzwerk angebotetene Dienst
muss mit Kerberos
zusammenarbeiten oder auf anderen Wegen gegen Angriffe
aus dem Netzwerk geschützt sein. Andernfalls
können Berechtigungen gestohlen und wiederverwendet
werden. Es ist beispielsweise nicht sinnvoll, für
Anmeldungen mit rsh und
telnetKerberos
zu benutzen, dagegen aber POP3-Zugriff
auf einen Mail-Server zu erlauben, da POP3
Passwörter im Klartext versendet.Kerberos ist für
Einbenutzer-Systeme gedachtIn Mehrbenutzer-Umgebungen ist
Kerberos unsicherer als in
Einbenutzer-Umgebungen, da die Tickets im für alle
lesbaren Verzeichnis /tmp
gespeichert werden. Wenn ein Rechner von mehreren
Benutzern verwendet wird, ist es möglich, dass
Tickets gestohlen werden.Dieses Problem können Sie lösen, indem Sie mit
der Kommandozeilenoption oder besser
mit der Umgebungsvariablen KRB5CCNAME einen
Ort für die Tickets vorgeben. Diese Vorgehensweise
wird leider selten benutzt. Es reicht, die Tickets
im Heimatverzeichnis eines Benutzers zu speichern und
mit Zugriffsrechten zu schützen.Das KDC ist verwundbarDas KDC muss genauso abgesichert
werden wie die auf ihm befindliche Passwort-Datenbank.
Auf dem KDC dürfen keine anderen
Dienste laufen und der Rechner sollte physikalisch
gesichert sein. Die Gefahr ist groß, da
Kerberos alle Passwörter
mit einem Schlüssel, dem Haupt-Schlüssel,
verschlüsselt. Der Haupt-Schlüssel wiederum
wird in einer Datei auf dem KDC
gespeichert.Ein kompromittierter Haupt-Schlüssel ist nicht
ganz so schlimm wie allgemein angenommen. Der
Haupt-Schlüssel wird nur zum Verschlüsseln
der Passwort-Datenbank und zum Initialisieren des
Zufallsgenerators verwendet. Solange der Zugriff
auf das KDC abgesichert ist, kann
ein Angreifer wenig mit dem Haupt-Schlüssel
anfangen.Wenn das KDC nicht zur Verfügung
steht, vielleicht wegen eines Denial-of-Service Angriffs
oder wegen eines Netzwerkproblems, ist eine Authentifizierung
unmöglich. Damit können die Netzwerk-Dienste
nicht benutzt werden; das KDC ist
also ein optimales Ziel für einen Denial-of-Service
Angriff. Sie können diesem Angriff ausweichen,
indem Sie mehrere KDCs (einen Master
und einen oder mehrere Slaves) verwenden. Der Rückfall
auf ein sekundäres KDC oder
eine andere Authentifizierungs-Methode (dazu ist
PAM bestens geeignet) muss sorgfältig
eingerichtet werden.Mängel von
KerberosMit Kerberos können
sich Benutzer, Rechner und Dienste gegenseitig
authentifizieren. Allerdings existiert kein Mechanismus,
der das KDC gegenüber Benutzern,
Rechnern oder Diensten authentifiziert. Ein verändertes
kinit könnte beispielsweise alle
Benutzernamen und Passwörter abfangen. Die von
veränderten Programmen ausgehende Gefahr können
Sie lindern, indem Sie die Integrität von Dateien
mit Werkzeugen wie
security/tripwire
prüfen.Weiterführende DokumentationKerberos5weiterführende DokumentationThe
Kerberos FAQDesigning
an Authentication System: a Dialogue in Four
ScenesRFC 1510,
The Kerberos Network
Authentication Service (V5)MIT
Kerberos-SeiteHeimdal
Kerberos-SeiteTomRhodesBeigetragen von OpenSSLSicherheitOpenSSLOpenSSLEs wird oft übersehen, dass
OpenSSL Teil des &os;-Basissystems
ist. OpenSSL bietet eine
verschlüsselte Transportschicht oberhalb der
normalen Kommunikationsschicht und kann daher zusammen
mit vielen Netzdiensten benutzt werden.Anwendungsbeispiele für OpenSSL
sind die verschlüsselte Authentifizierung von
E-Mail-Clients oder Web-Transaktionen wie das Bezahlen mit
einer Kreditkarte. OpenSSL
kann während des Baus in viele Ports, wie
www/apache13-ssl und
mail/sylpheed-claws,
integriert werden.Ist beim Aufruf von make die
Variable WITH_OPENSSL_BASE nicht
explizit auf yes gesetzt, baut
die Ports-Sammlung meist den Port
security/openssl.Das OpenSSL von &os; stellt
die Protokolle Secure Sockets Layer v2/v3 (SSLv2/SSLv3) und
Transport Layer Security v1 (TLSv1) zur Verfügung.
Die OpenSSL-Bibliotheken stellen
kryptographische Funktionen bereit.Mit OpenSSL kann der
IDEA-Algorithmus verwendet werden,
wegen Patenten in den USA ist der Algorithmus in der
Voreinstellung allerdings deaktiviert. Wenn Sie die
IDEA-Lizenz akzeptieren, können
Sie den IDEA-Algorithmus aktivieren,
indem Sie die Variable MAKE_IDEA
in make.conf setzen.Meist wird OpenSSL eingesetzt,
um Zertifikate für Anwendungen bereitzustellen. Die
Zertifikate stellen die Identität einer Firma oder
eines Einzelnen sicher. Wenn ein Zertifikat nicht von
einer Zertifizierungsstelle (Certificate
Authority, CA)
gegengezeichnet wurde, erhalten Sie normalerweise eine
Warnung. Eine Zertifizierungsstelle ist eine Firma
wie VeriSign,
die Zertifikate von Personen oder Firmen
gegenzeichnet und damit die Korrektheit der Zertifikate
bestätigt. Diese Prozedur kostet Geld, ist aber
keine Voraussetzung für den Einsatz von Zertifikaten,
beruhigt aber sicherheitsbewusste Benutzer.Zertifikate erzeugenOpenSSLZertifikate erzeugenEin Zertifikat erzeugen Sie mit dem nachstehenden
Kommando:&prompt.root; openssl req -new -nodes -out req.pem -keyout cert.pem
Generating a 1024 bit RSA private key
................++++++
.......................................++++++
writing new private key to 'cert.pem'
-----
You are about to be asked to enter information that will be incorporated
into your certificate request.
What you are about to enter is what is called a Distinguished Name or a DN.
There are quite a few fields but you can leave some blank
For some fields there will be a default value,
If you enter '.', the field will be left blank.
-----
Country Name (2 letter code) [AU]:US
State or Province Name (full name) [Some-State]:PA
Locality Name (eg, city) []:Pittsburgh
Organization Name (eg, company) [Internet Widgits Pty Ltd]:My Company
Organizational Unit Name (eg, section) []:Systems Administrator
Common Name (eg, YOUR name) []:localhost.example.org
Email Address []:trhodes@FreeBSD.org
Please enter the following 'extra' attributes
to be sent with your certificate request
A challenge password []:SOME PASSWORD
An optional company name []:Another NameBeachten Sie bitte, dass die Eingabe bei
Common Name ein gültiger Domain-Name
sein muss. Eine andere Eingabe erzeugt ein unbrauchbares
Zertifikat. Das Zertifikat kann mit einer
Gültigkeitsdauer und anderen
Verschlüsselungsalgorithmen erzeugt werden.
Die Hilfeseite &man.openssl.1; beschreibt die zur
Verfügung stehenden Optionen.Das Verzeichnis, in dem Sie den letzten Befehl ausgeführt
haben, enthält nun zwei Dateien: Die Anforderung für
ein neues Zertifikat wurde in req.pem
gespeichert. Diese Datei können Sie an eine
Zertifizierungsstelle senden, wo Ihre Angaben geprüft werden.
Nach erfolgreicher Prüfung wird das Zertifikat an Sie
zurückgesandt. Die zweite Datei, cert.pem,
enthält den privaten Schlüssel für Ihr Zertifikat
und darf auch keine Fall in fremde Hände geraten, da ein
Angreifer sonst in der Lage ist, anderen Personen oder Rechnern
vorzugaukeln, dass es sich bei ihm um Sie handelt.Wenn Sie keine Signatur einer Zertifizierungsstelle
benötigen, können Sie ein selbst-signiertes
Zertifikat erstellen. Erzeugen Sie dazu zuerst einen
RSA-Schlüssel:&prompt.root; openssl dsaparam -rand -genkey -out myRSA.key 1024Erzeugen Sie dann den CA-Schlüssel:&prompt.root; openssl gendsa -des3 -out myca.keymyRSA.keyErstellen Sie mit diesem Schlüssel das
Zertifikat:&prompt.root; openssl req -new -x509 -days 365 -key myca.key -out new.crtZwei neue Dateien befinden sich nun im Verzeichnis:
Der Schlüssel der Zertifizierungsstelle
myca.key und das Zertifikat selbst,
new.crt. Sie sollten in einem
Verzeichnis, vorzugsweise unterhalb von
/etc abgelegt
werden, das nur von root lesbar
ist. Setzen Sie die Zugriffsrechte der Dateien mit
chmod auf 0700.Beispiel für ZertifikateWas fangen Sie mit einem Zertifikat an? Sie
könnten damit beispielsweise die Verbindungen zu
Sendmail verschlüsseln.
Dies würde die Klartext-Authentifizierung
für Benutzer des lokalen MTA
überflüssig machen.Das ist nicht unbedingt die beste Lösung,
da einige MUAs Warnungen ausgeben,
wenn ein Zertifikat nicht lokal installiert ist.
Die Installation von Zertifikaten wird in der
Dokumentation der MUAs
beschrieben.Ergänzen Sie die Konfigurationsdatei von
sendmail (.mc)
um die nachstehenden Zeilen:dnl SSL Options
define(`confCACERT_PATH',`/etc/certs')dnl
define(`confCACERT',`/etc/certs/new.crt')dnl
define(`confSERVER_CERT',`/etc/certs/new.crt')dnl
define(`confSERVER_KEY',`/etc/certs/myca.key')dnl
define(`confTLS_SRV_OPTIONS', `V')dnlIm Verzeichnis
/etc/certs
befindet sich der Schlüssel und das Zertifikat.
Bauen Sie danach im Verzeichnis
/etc/mail
mit dem Kommando make install
die .cf-Datei und starten
Sie anschließend sendmail
mit make restart neu.Wenn alles gut ging, erscheinen keine Fehlermeldungen
in der Datei /var/log/maillog und
Sie sehen sendmail in der
Prozessliste.Testen Sie nun den Mailserver mit dem Kommando
&man.telnet.1;:&prompt.root; telnet example.com 25
Trying 192.0.34.166...
Connected to example.com.
Escape character is '^]'.
220 example.com ESMTP Sendmail 8.12.10/8.12.10; Tue, 31 Aug 2004 03:41:22 -0400 (EDT)
ehlo example.com
250-example.com Hello example.com [192.0.34.166], pleased to meet you
250-ENHANCEDSTATUSCODES
250-PIPELINING
250-8BITMIME
250-SIZE
250-DSN
250-ETRN
250-AUTH LOGIN PLAIN
250-STARTTLS
250-DELIVERBY
250 HELP
quit
221 2.0.0 example.com closing connection
Connection closed by foreign host.Wenn in einer Zeile STARTTLS
erscheint, hat alles funktioniert.NikClaytonnik@FreeBSD.orgGeschrieben von VPNs mit IPsecIPsecDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie mit &os;-Gateways
ein Virtual-Private-Network
(VPN) einrichten. Als Beispiel wird ein
VPN zwischen zwei Netzen verwendet,
die über das Internet miteinander verbunden sind.Hiten M.Pandyahmp@FreeBSD.orgGeschrieben von IPsec GrundlagenDieser Abschnitt zeigt Ihnen, wie Sie IPsec einrichten
und damit &os;-Systeme und µsoft.windows; 2000/XP Systeme
sicher miteinander verbinden. Um IPsec einzurichten,
sollten Sie einen neuen Kernel erzeugen können (siehe
).IPsec ist ein Protokoll, das auf dem Internet-Protokoll
(IP) aufbaut. Mit IPsec können mehrere Systeme
geschützt miteinander kommunizieren. Das in
&os; realisierte IPsec-Protokoll baut auf der
KAME-Implementierung
auf und unterstützt sowohl IPv4 als auch IPv6.&os enthält eine von Hardware
beschleunigte Variante des IPsec-Protokolls. Diese
Variante wurde von OpenBSD übernommen und wird
Fast-IPsec genannt. Das
&man.crypto.4;-Subsystem arbeitet mit Kryptographie-Hardware
zusammen, die IPsec beschleunigt. Das Subsystem
ist neu und bietet noch nicht alle Funktionen, die
KAME-IPsec bietet. Wenn Sie die Hardware-Beschleunigung
nutzen wollen, fügen Sie folgende Zeile der
Kernelkonfiguration hinzu:KerneloptionFAST_IPSECoptions FAST_IPSEC # new IPsec (cannot define w/ IPSEC)Momentan können Sie Fast-IPsec
nicht zusammen mit KAME-IPsec benutzen. Weiteres zu
Fast-IPsec erfahren Sie in der
Hilfeseite &man.fast.ipsec.4;.Damit Firewalls den Status von &man.gif.4;-Tunneln
überwachen können, müssen Sie die Option
in Ihrer
Kernelkonfiguration aktivieren:options IPSEC_FILTERGIF #filter ipsec packets from a tunnelIPsecESPIPsecAHIPsec besteht wiederum aus zwei Protokollen:Encapsulated Security Payload (ESP)
verschlüsselt IP-Pakete mit einem symmetrischen Verfahren
(beispielsweise Blowfish oder 3DES). Damit werden
die Pakete vor Manipulationen Dritter geschützt.Der Authentication Header (AH)
enthät eine kryptographische Prüsumme,
die sicher stellt, dass ein IP-Paket nicht verändert
wurde. Der Authentication-Header folgt nach dem
normalen IP-Header und erlaubt dem Empfänger
eines IP-Paketes, dessen Integrität zu
prüfen.ESP und AH
können, je nach Situation, zusammen oder einzeln
verwendet werden.VPNVirtual Private NetworkVPNIPsec kann in zwei Modi betrieben werden: Der
Transport-Modus verschlüsselt
die Daten zwischen zwei Systemen. Der
Tunnel-Modus verbindet zwei
Subnetze miteinander. Durch einen Tunnel können
dann beispielsweise verschlüsselte Daten übertragen
werden. Ein Tunnel wird auch als Virtual-Private-Network (VPN)
bezeichnet. Detaillierte Informationen über
das IPsec-Subsystem von &os; enthält die
Hilfeseite &man.ipsec.4;.Die folgenden Optionen in der Kernelkonfiguration
aktivieren IPsec:KerneloptionIPSECKerneloptionIPSEC_ESPoptions IPSEC #IP security
options IPSEC_ESP #IP security (crypto; define w/ IPSEC)KerneloptionIPSEC_DEBUGWenn Sie zur Fehlersuche im IPsec-Subsystem
Unterstützung wünschen, sollten Sie die
folgende Option ebenfalls aktivieren:options IPSEC_DEBUG #debug for IP securityWas ist ein VPN?Es gibt keinen Standard, der festlegt, was ein
Virtual-Private-Network ist. VPNs können mit
verschiedenen Techniken, die jeweils eigene Vor- und
Nachteile besitzen, implementiert werden.
Dieser Abschnitt stellt eine Möglichkeit vor,
ein VPN aufzubauen.VPN zwischen zwei Netzen über das InternetVPNeinrichtenDieses Szenario hat die folgenden Vorausetzungen:Es müssen zwei Netzwerke vorhanden sein.Beide Netzwerke müssen intern IP benutzen.Beide Netzwerke sind über einen &os;-Gateway
mit dem Internet verbunden.Der Gateway jedes Netzwerks besitzt mindestens
eine öffentliche IP-Adresse.Die intern verwendeten IP-Adressen können
private oder öffentliche Adressen sein.
Der Gateway kann, wenn nötig, IP-Adressen mit
NAT umschreiben.Die IP-Adressen der internen Netzwerke
dürfen nicht überlappen.
Mit NAT ließe sich diese Anforderung zwar umgehen, doch
wäre die Konfiguration und Pflege des resultierenden
Netzwerks zu aufwändig.Wenn die zu verbindenden Netzwerke intern dieselben
IP-Adressen benutzen (beispielsweise
192.168.1.x), müssen
einem der Netzwerke neue IP-Adressen zugewiesen werden.Die Netzwerktopologie sieht wie folgt aus:Netzwerk #1 [ Interne Rechner ] Privates Netz, 192.168.1.2-254
[ Win9x/NT/2K ]
[ UNIX ]
|
|
.---[fxp1]---. Private IP, 192.168.1.1
| FreeBSD |
`---[fxp0]---' Öffentliche IP, A.B.C.D
|
|
-=-=- Internet -=-=-
|
|
.---[fxp0]---. Öffentliche IP, W.X.Y.Z
| FreeBSD |
`---[fxp1]---' Private IP, 192.168.2.1
|
|
Netzwerk #2 [ Interne Rechner ]
[ Win9x/NT/2K ] Privates Netz, 192.168.2.2-254
[ UNIX ]Beachten Sie die beiden öffentlichen IP-Adressen.
Im Folgenden werden sie durch Buchstaben (als Platzhalter)
gekennzeichnet. Setzen Sie hierfür Ihre eigenen
öffentlichen IP-Adressen ein. Beide Gateways
besitzen die interne Adresse
x.x.x.1 und beide
Netzwerke besitzen unterschiedliche private IP-Adressen:
192.168.1.x und
192.168.2.x. Die Default-Route
aller internen Systeme ist jeweils die Gateway-Maschine
(x.x.x.1).Aus der Sicht der Systeme sollen jetzt beide
Netzwerke wie über einen Router, der in diesem
Fall etwas langsamer ist, verbunden werden.Auf dem Rechner 192.168.1.20
soll also beispielsweise der folgende Befehl funktionieren:ping 192.168.2.34&windows;-Systeme sollen die Systeme auf dem anderen
Netzwerk erkennen und Shares sollen funktionieren. Alles
soll genauso wie in lokalen Netzwerken funktionieren.Zusätzlich soll die Kommunikation zwischen beiden
Netzwerken noch verschlüsselt werden.Das VPN wird in mehreren Schritten aufgebaut:Zuerst wird eine virtuelle Verbindung zwischen
beiden Netzwerken über das Internet eingerichtet.
Die virtuelle Verbindung können Sie mit Werkzeugen
wie &man.ping.8; prüfen.Danach wird eine Sicherheitsrichtlinie
(Security-Policy) festgelegt,
die automatisch den Datenverkehr zwischen beiden
Netzwerken verschlüsselt und entschlüsselt.
Mit Werkzeugen wie &man.tcpdump.1; können Sie
überprüfen, dass die Daten tatsächlich
verschlüsselt werden.Wenn sich &windows;-Systeme im VPN gegenseitig
erkennen sollen, so sind noch weitere
Konfigurationsschritte notwendig, die aber nicht
in diesem Abschnitt beschrieben werden.Schritt 1: Die virtuelle Verbindung einrichtenNehmen wir an, sie wollten von der Gateway-Maschine
im Netzwerk #1 (öffentliche IP-Adresse
A.B.C.D, private IP-Adresse
192.168.1.1) das Kommando
ping 192.168.2.1 absetzen.
192.168.2.1 ist die private
IP-Adresse des Systems W.X.Y.Z
im Netzwerk #2. Welche Voraussetzungen müssen
erfüllt sein, damit der Befehl funktioniert?Die Gateway-Maschine muss das System
192.168.2.1 erreichen
können. Das heißt, eine Route zu diesem
System muss existieren.Private IP-Adressen, wie der Bereich
192.168.x, sollten im
Internet nicht verwendet werden. Jedes Paket zu
192.168.2.1 muss daher
in ein anderes Paket gepackt werden, das von
A.B.C.D kommt und
zu W.X.Y.Z geschickt
wird. Das erneute Verpacken der Pakete wird als
Kapselung bezeichnet.Wenn das Paket W.X.Y.Z
erreicht, muss es dort ausgepackt und an
192.168.2.1 ausgeliefert
werden.Sie können sich diese Prozedur so vorstellen,
dass ein Tunnel zwischen beiden Netzwerken existiert.
Die beiden Tunnel-Enden besitzen die IP-Adressen
A.B.C.D und
W.X.Y.Z. Der Tunnel
muss zudem Verkehr zwischen den privaten IP-Adressen
erlauben und transportiert so Daten zwischen privaten
IP-Adressen über das Internet.Unter &os; wird der Tunnel mit
gif-Geräten (generic
interface) erstellt. Auf jedem Gateway
muss das gif-Gerät mit
vier IP-Adressen eingerichtet werden: Zwei öffentliche
IP-Adressen und zwei private IP-Adressen.Die gif-Geräte werden vom
Kernel bereitgestellt und müssen in der
Kernelkonfigurationsdatei auf beiden Maschinen angegeben
werden:device gifWie gewöhnlich müssen Sie danach einen
neuen Kernel erstellen, installieren und das System
neu starten.Der Tunnel wird in zwei Schritten aufgebaut. Mit
&man.ifconfig.8; werden zuerst die öffentlichen
IP-Adressen konfiguriert. Anschließend werden
die privaten IP-Adressen mit &man.ifconfig.8; eingerichtet.Auf der Gateway-Maschine im Netzwerk #1 bauen
Sie den Tunnel mit den folgenden Kommandos auf:&prompt.root; ifconfig gif0 create
&prompt.root; ifconfig gif0 tunnel A.B.C.DW.X.Y.Z
&prompt.root; ifconfig gif0 inet 192.168.1.1192.168.2.1 netmask 0xffffffffAuf dem anderen Gateway benutzen Sie dieselben Kommandos,
allerdings mit vertauschten IP-Adressen:&prompt.root; ifconfig gif0 create
&prompt.root; ifconfig gif0 tunnel W.X.Y.ZA.B.C.D
&prompt.root; ifconfig gif0 inet 192.168.2.1192.168.1.1 netmask 0xffffffffDie Konfiguration können Sie anschließend mit
dem folgenden Kommando überprüfen:ifconfig gif0Auf dem Gateway in Netzwerk #1 sollten Sie
beispielsweise die nachstehende Ausgabe erhalten:&prompt.root; ifconfig gif0
gif0: flags=8051<UP,POINTOPOINT,RUNNING,MULTICAST> mtu 1280
tunnel inet A.B.C.D --> W.X.Y.Z
inet 192.168.1.1 --> 192.168.2.1 netmask 0xffffffff
Wie Sie sehen, ist ein Tunnel zwischen den IP-Adressen
A.B.C.D und
W.X.Y.Z aufgebaut worden,
der Verkehr zwischen den Adressen
192.168.1.1 und
192.168.2.1 zulässt.Gleichzeitig wurde ein Eintrag in der Routing-Tabelle
erstellt, den Sie sich mit netstat -rn
ansehen können. Auf der Gateway-Maschine in Netzwerk #1
sieht das so aus:&prompt.root; netstat -rn
Routing tables
Internet:
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
...
192.168.2.1 192.168.1.1 UH 0 0 gif0
...Die Route ist eine Host-Route, wie in der Spalte
Flags angegeben. Das heißt
die beiden Gateways wissen wie sie einander erreichen,
sie kennen allerdings nicht das Netzwerk auf der
anderen Seite. Dieses Problem werden wir gleich
angehen.Wahrscheinlich ist auf beiden Gateways eine Firewall
eingerichtet. Für den VPN-Verkehr muss die Firewall
umgegangen werden. Sie können generell den Verkehr
zwischen beiden Netzwerken erlauben oder Regeln erstellen,
die beide Tunnel-Enden des VPNs voreinander schützen.Der Test des VPNs wird erheblich leichter, wenn Sie
jeden Verkehr zwischen den Tunnel-Enden in der Firewall
erlauben. Wenn Sie auf der Gateway-Maschine &man.ipfw.8;
einsetzen, erlaubt die folgende Regel jeden Verkehr
zwischen den Tunnel-Enden, ohne die anderen Regeln zu
beeinflussen:ipfw add 1 allow ip from any to any via gif0Diese Regel muss offensichtlich auf beiden Gateway-Maschinen
existieren.Damit sollten Sie das Kommando ping
jetzt absetzen können. Auf dem System
192.168.1.1 sollte der
nachstehende Befehl Antworten erhalten:ping 192.168.2.1Denselben Test können Sie auch auf der anderen
Gateway-Maschine ausführen.Allerdings können Sie noch nicht die anderen
internen Maschinen auf den Netzwerken erreichen. Die Ursache
ist das Routing – die Gateway kennen sich zwar
gegenseitig, wissen aber noch nichts von den Netzwerken
hinter dem anderen Gateway.Um die Netzwerke bekannt zu geben, muss auf jeder
Gateway-Maschine noch eine statische Route hinzugefügt
werden. Auf der ersten Gateway-Maschine setzen Sie dazu
das folgende Kommando ab:route add 192.168.2.0 192.168.2.1 netmask 0xffffff00Dies entspricht der Anweisung: Um Rechner
auf dem Netz 192.168.2.0
zu erreichen, schicke die Pakete zum System
192.168.2.1. Auf
dem anderen Gateway muss das analoge Kommando (mit den
IP-Adressen 192.168.1.x)
abgesetzt werden.Damit ist jetzt der IP-Verkehr zwischen beiden
Netzwerken möglich.Zwei Drittel des VPNs zwischen beiden Netzen
ist nun eingerichtet. Es ist virtuell und
es ist ein Netzwerk. Es ist allerdings
noch nicht privat. Dies können Sie
mit &man.ping.8; und &man.tcpdump.1; überprüfen.
Setzen Sie auf dem ersten Gateway den folgenden Befehl ab:tcpdump dst host 192.168.2.1Starten Sie dann, ebenfalls auf dem ersten Gateway, den
folgenden Befehl:ping 192.168.2.1Sie werden die nachstehende Ausgabe erhalten:16:10:24.018080 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo request
16:10:24.018109 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo reply
16:10:25.018814 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo request
16:10:25.018847 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo reply
16:10:26.028896 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo request
16:10:26.029112 192.168.1.1 > 192.168.2.1: icmp: echo replyDie ICMP-Nachrichten werden unverschlüsselt
übertragen. Mit der Option
von &man.tcpdump.1; können Sie sich weitere Daten
der Pakete anzeigen lassen.Die Daten sollen aber automatisch verschlüsselt
werden. Wie das geht, wird im nächsten Abschnitt
erläutert.ZusammenfassungFügen Sie in beiden Kerneln die Zeile
device gif ein und bauen Sie die Kernel
neu.Fügen Sie auf dem Gateway in Netzwerk #1
folgende Zeilen in /etc/rc.conf
ein:gif_interfaces="gif0"
gifconfig_gif0="A.B.C.D W.X.Y.Z"
ifconfig_gif0="inet 192.168.1.1 192.168.2.1 netmask 0xffffffff"
static_routes="vpn"
route_vpn="192.168.2.0 192.168.2.1 netmask 0xffffff00"Setzen Sie dabei die richtigen IP-Adressen für
die Platzhalter ein.Fügen Sie auf beiden Gateways die nachstehende
Regel in das Firewall-Skript (zum Beispiel
/etc/rc.firewall) ein:ipfw add 1 allow ip from any to any via gif0Nehmen Sie in /etc/rc.conf auf dem
Gateway #2 analoge Änderungen, die IP-Adressen
müssen vertauscht werden, vor.Schritt 2: Die Verbindung mit IPsec schützenUm die Verbindung zu schützen, verwenden wir IPsec.
IPsec bietet einen Mechanismus, mit dem sich zwei
Systeme auf einen Schlüssel einigen können.
Mit diesem Schlüssel wird dann der Datenverkehr zwischen
beiden Systemen verschlüsselt.Es gibt hierbei zwei Sachen die konfiguriert werden
müssen:Die Security-Association bestimmt,
mit welchen Methoden der Verkehr zwischen beiden Systemen
verschlüsselt wird.Die Security-Policy bestimmt,
was verschlüsselt wird. Es soll ja nicht der
gesamte Datenverkehr nach außen verschlüsselt
werden, sondern nur der Teil des Verkehrs, der zum
VPN gehört.Die Security-Association wie auch die Security-Policy
werden vom Kernel verwaltet und können von Anwendungen
verändert werden. Dazu müssen allerdings zuerst
IPsec und das Encapsulated-Security-Payload (ESP) Protokoll
in die Kernelkonfigurationsdatei eingetragen werden:KerneloptionIPSECoptions IPSEC
options IPSEC_ESPWie üblich, müssen Sie danach den Kernel
übersetzen, installieren und das System neu starten.
Die Kernel müssen auf beiden Gateway-Maschinen
neu erstellt werden.IKESie können die Security-Association auf zwei
Arten konfigurieren: Manuell, dann müssen Sie
den Verschlüsselungsalgorithmus, die Schlüssel
und alles Weitere selbst konfigurieren. Oder automatisch,
mithilfe eines Dæmons, der das Internet-Key-Exchange
Protokoll (IKE) beherrscht.Im Allgemeinen wird die letzte Variante bevorzugt.
Sie ist auch wesentlich leichter einzurichten.IPsecSecurity-PolicysetkeyMit &man.setkey.8; können Sie Security-Policies
editieren und anzeigen. Die Beziehung von
setkey und der Tabelle der
Security-Policies im Kernel entspricht
dem Verhältnis von &man.route.8; und der Routing-Tabelle.
Die momentanen Security-Associations lassen sich ebenfalls
mit setkey anzeigen;
setkey verhält sich in diesem Fall
wie netstat -r, um die Analogie
fortzuführen.Sie haben die Wahl zwischen mehreren Programmen,
wenn Sie Security-Associations mit &os; verwalten
wollen. Im Folgenden wird racoon
beschrieben, das Sie über den Port security/ipsec-tools
installieren können.racoonAuf beiden Gateway-Maschinen muss
racoon laufen.
Konfiguriert wird jeweils die IP-Adresse der Gegenstelle
sowie der geheime Schlüssel. Dabei muss auf beiden
Gateway-Maschinen der gleiche Schlüssel verwendet
werden.Die beiden raccon-Daemonen prüfen mithilfe des
geheimen Schlüssels gegenseitig ihre Identität.
Anschließend generieren Sie einen neuen geheimen
Schlüssel, mit dem dann der Datenverkehr im VPN
verschlüsselt wird. Dieser Schlüssel wird
von Zeit zu Zeit geändert. Ein Angreifer,
der einen der Schlüssel geknackt hat – das ist
schon ziemlich unwahrscheinlich – kann somit nicht
viel mit diesem Schlüssel anfangen, da schon wieder ein
anderer Schlüssel verwendet wird.Die Konfiguration von racoon befindet sich in
${PREFIX}/etc/racoon. In der
dort befindlichen Konfigurationsdatei sollten Sie nicht
allzu viele Änderungen vornehmen müssen.
Sie müssen allerdings den so genannten
Pre-Shared-Key (den vorher ausgetauschten
Schlüssel) ändern.In der Voreinstellung befindet sich dieser Schlüssel
in der Datei ${PREFIX}/etc/racoon/psk.txt.
Dieser Schlüssel wird nicht zum
Verschlüsseln des Datenverkehrs verwendet. Er dient
lediglich der Authentifizierung der beiden racoon-Daemonen.Für jeden entfernten Kommunikationspartner enthält
psk.txt eine Zeile. Damit besteht die
Datei psk.txt in unserem Beispiel
aus einer Zeile (wir verwenden einen entfernten
Kommunikationspartner).Auf dem Gateway #1 sieht diese Zeile wie
folgt aus:W.X.Y.Z geheimDie Zeile besteht aus der öffentlichen IP-Adresse
der Gegenstelle, Leerzeichen und dem geheimen Schlüssel.
Sie sollten natürlich nicht geheim
verwenden. Für den geheimen Schlüssel gelten
dieselben Regeln wie für Passwörter.Auf dem anderen Gateway sieht die Zeile
folgendermaßen aus:A.B.C.D geheimDie Zeile besteht aus der öffentlichen IP-Adresse
der Gegenstelle, Leerzeichen und dem geheimen Schlüssel.
Die Zugriffsrechte von psk.txt müssen
auf 0600 (Lese- und Schreibzugriff nur
für root) gesetzt sein, bevor
racoon gestartet wird.Auf beiden Gateway-Maschinen muss racoon laufen. Sie
brauchen ebenfalls Firewall-Regeln, die IKE-Verkehr
erlauben. IKE verwendet UDP, um Nachrichten zum
ISAKMP-Port (Internet Security Association Key Management Protocol)
zu schicken. Die Regeln sollten früh in der
Regelkette auftauchen:ipfw add 1 allow udp from A.B.C.D to W.X.Y.Z isakmp
ipfw add 1 allow udp from W.X.Y.Z to A.B.C.D isakmpWenn racoon läuft, können Sie versuchen,
mit ping von einem Gateway-Rechner aus
den anderen Gateway zu erreichen. Die Verbindung wird zwar immer
noch nicht verschlüsselt, aber racoon wird die
Security-Association zwischen beiden Systemen einrichten.
Dies kann eine Weile dauern, und Sie bemerken vielleicht
eine kleine Verzögerung, bevor die Antworten von
der Gegenstelle kommen.Die Security-Association können Sie sich auf einem
der beiden Gateway-Systeme mit &man.setkey.8; ansehen:setkey -DDamit ist die erste Hälfte der Arbeit getan.
Jetzt muss noch die Security-Policy konfiguriert werden.Damit wir eine sinnvolle Security-Policy erstellen
können, fassen wir das bisher geleistete zusammen.
Die Diskussion gilt für beide Enden des Tunnels.Jedes gesendete IP-Paket enthält im Header
Informationen über das Paket selbst. Im Header
befinden sich die IP-Adressen des Senders und des
Empfängers. Wie wir bereits wissen, dürfen
private IP-Adressen, wie
192.168.x.y nicht auf
das Internet gelangen. Pakete zu privaten IP-Adressen
müssen zuerst in einem anderen Paket gekapselt
werden. In diesem Paket werden die privaten IP-Adressen
durch öffentliche IP-Adressen ersetzt.Das ausgehende Paket hat beispielsweise wie folgt
ausgesehen:
.----------------------.
| Src: 192.168.1.1 |
| Dst: 192.168.2.1 |
| <other header info> |
+----------------------+
| <packet data> |
`----------------------'Es wird in ein anderes Paket umgepackt (gekapselt)
und sieht danach wie folgt aus:
.--------------------------.
| Src: A.B.C.D |
| Dst: W.X.Y.Z |
| <other header info> |
+--------------------------+
| .----------------------. |
| | Src: 192.168.1.1 | |
| | Dst: 192.168.2.1 | |
| | <other header info> | |
| +----------------------+ |
| | <packet data> | |
| `----------------------' |
`--------------------------'Die Kapselung wird vom gif-Gerät
vorgenommen. Das neue Paket enthält im Header eine
öffentliche IP-Adresse und der Datenteil des Pakets
enthält das ursprüngliche Paket.Natürlich soll der gesamte Datenverkehr des VPNs
verschlüsselt werden. Dies kann man wie folgt
ausdrücken:Wenn ein Paket von A.B.C.D
zu W.X.Y.Z geschickt wird,
verschlüssele es entsprechend der
Security-Association.Wenn ein Paket von W.X.Y.Z
kommt und für A.B.C.D
bestimmt ist, entschlüssele es entsprechend der
Security-Association.Das ist fast richtig. Mit diesen Regeln würde
der ganze Verkehr von und zu W.X.Y.Z
verschlüsselt, auch wenn er nicht zum VPN gehört.
Die richtige Formulierung lautet:Wenn ein Paket, das ein gekapseltes Paket enthält,
von A.B.C.D zu
W.X.Y.Z geschickt wird,
verschlüssele es entsprechend der
Security-Association.Wenn ein Paket, das ein gekapseltes Paket enthält,
von W.X.Y.Z kommt und für
A.B.C.D bestimmt ist,
entschlüssele es entsprechend der
Security-Association.Dies ist eine zwar subtile aber eine
notwendige Änderung.Die Security-Policy können Sie mit &man.setkey.8;
erstellen. &man.setkey.8; besitzt eine Konfigurations-Syntax
zur Erstellung der Security-Policy. Sie können die
Konfiguration über die Standardeingabe oder in einer
Datei, die Sie mit der Option angeben,
erstellen.Gateway #1 (öffentliche IP-Adresse:
A.B.C.D) muss
folgendermaßen konfiguriert werden, um alle
ausgehenden Pakete an W.X.Y.Z
zu verschlüsseln:spdadd A.B.C.D/32 W.X.Y.Z/32 ipencap -P out ipsec esp/tunnel/A.B.C.D-W.X.Y.Z/require;Speichern Sie dieses Kommando in einer Datei, beispielsweise
/etc/ipsec.conf ab. Rufen Sie
anschließend das nachstehende Kommando auf:&prompt.root; setkey -f /etc/ipsec.conf weist &man.setkey.8; an,
der Security-Policy-Datenbank eine Regel hinzuzufügen.
Der Rest der Zeile gibt an, auf welche Pakete diese
Regel zutrifft. A.B.C.D/32
und W.X.Y.Z/32 sind
die IP-Adressen und Netzmasken, die Systeme angeben,
auf die diese Regel zutrifft. Im Beispiel gilt die
Regel für die beiden Gateway-Systeme.
zeigt an, dass die Regel nur
für Pakete gilt, die gekapselte Pakete enthalten.
legt fest, dass die Regel nur
für ausgehende Pakete gilt. gibt an, dass die Pakete
geschützt werden. Das benutzte Protokoll
wird durch angegeben.
kapselt das Paket in ein
IPsec-Paket. Die nochmalige Angabe von
A.B.C.D und
W.X.Y.Z gibt die
Security-Association an. Das abschließende
erzwingt die Verschlüsselung
der Pakete.Diese Regel gilt nur für ausgehende Pakete.
Sie brauchen eine analoge Regel für eingehende
Pakete:spdadd W.X.Y.Z/32 A.B.C.D/32 ipencap -P in ipsec esp/tunnel/W.X.Y.Z-A.B.C.D/require;In dieser Regel wird anstelle
von benutzt und die IP-Adressen
sind notwendigerweise umgekehrt angegeben.Das zweite Gateway-System mit der IP-Adresse
W.X.Y.Z braucht
entsprechende Regeln:spdadd W.X.Y.Z/32 A.B.C.D/32 ipencap -P out ipsec esp/tunnel/W.X.Y.Z-A.B.C.D/require;
spdadd A.B.C.D/32 W.X.Y.Z/32 ipencap -P in ipsec esp/tunnel/A.B.C.D-W.X.Y.Z/require;Schließlich brauchen Sie auf beiden Gateway-Systemen
noch Firewall-Regeln, die ESP- und IPENCAP-Pakete in beide
Richtungen erlauben:ipfw add 1 allow esp from A.B.C.D to W.X.Y.Z
ipfw add 1 allow esp from W.X.Y.Z to A.B.C.D
ipfw add 1 allow ipencap from A.B.C.D to W.X.Y.Z
ipfw add 1 allow ipencap from W.X.Y.Z to A.B.C.DDa die Regeln symmetrisch sind, können sie auf
beiden Systemen verwendet werden.Damit sehen ausgehende Pakete wie folgt aus:
.------------------------------. --------------------------.
| Src: A.B.C.D | |
| Dst: W.X.Y.Z | |
| < weitere Header > | | Encrypted
+------------------------------+ | packet.
| .--------------------------. | -------------. | contents
| | Src: A.B.C.D | | | | are
| | Dst: W.X.Y.Z | | | | completely
| | < weitere Header > | | | |- secure
| +--------------------------+ | | Encap'd | from third
| | .----------------------. | | -. | packet | party
| | | Src: 192.168.1.1 | | | | Original |- with real | snooping
| | | Dst: 192.168.2.1 | | | | packet, | IP addr |
| | | < weitere Header > | | | |- private | |
| | +----------------------+ | | | IP addr | |
| | | <Paket-Daten> | | | | | |
| | `----------------------' | | -' | |
| `--------------------------' | -------------' |
`------------------------------' --------------------------'
Am anderen Ende des VPNs werden die Pakete zuerst
entsprechend der von racoon ausgehandelten Security-Association
entschlüsselt. Das gif-Interface
entfernt dann die zweite Schicht, damit das ursprüngliche
Paket zum Vorschein kommt. Dieses kann dann in das interne
Netzwerk transportiert werden.Dass die Pakete wirklich verschlüsselt werden,
können Sie wieder mit &man.ping.8; überprüfen.
Melden Sie sich auf dem Gateway
A.B.C.D an und rufen
das folgende Kommando auf:tcpdump dst host 192.168.2.1Auf demselben Rechner setzen Sie dann noch das
nachstehende Kommando ab:ping 192.168.2.1Dieses Mal wird die Ausgabe wie folgt aussehen:XXX tcpdump outputJetzt zeigt &man.tcpdump.1; ESP-Pakete an. Auch wenn
Sie diese mit der Option untersuchen,
werden Sie wegen der Verschlüsselung nur
unverständliche Zeichen sehen.Herzlichen Glückwunsch. Sie haben soeben ein
VPN zwischen zwei entfernten Netzen eingerichtet.ZusammenfassungIPsec muss in beiden Kernelkonfigurationsdateien
enthalten sein:options IPSEC
options IPSEC_ESPInstallieren Sie den Port security/ipsec-tools. Tragen Sie
auf beiden Rechnern in
${PREFIX}/etc/racoon/psk.txt jeweils
die IP-Adresse des entfernten Gateways und den geheimen
Schlüssel ein. Setzen Sie die Zugriffsrechte der
Datei auf 0600.Fügen Sie auf jedem Rechner die folgenden
Zeilen zu /etc/rc.conf hinzu:ipsec_enable="YES"
ipsec_file="/etc/ipsec.conf"Erstellen Sie auf jedem Rechner die Datei
/etc/ipsec.conf mit den nötigen
-Zeilen. Auf dem Gateway #1
hat die Datei folgenden Inhalt:spdadd A.B.C.D/32 W.X.Y.Z/32 ipencap -P out ipsec
esp/tunnel/A.B.C.D-W.X.Y.Z/require;
spdadd W.X.Y.Z/32 A.B.C.D/32 ipencap -P in ipsec
esp/tunnel/W.X.Y.Z-A.B.C.D/require;Auf dem Gateway #2 sieht die Datei so aus:spdadd W.X.Y.Z/32 A.B.C.D/32 ipencap -P out ipsec
esp/tunnel/W.X.Y.Z-A.B.C.D/require;
spdadd A.B.C.D/32 W.X.Y.Z/32 ipencap -P in ipsec
esp/tunnel/A.B.C.D-W.X.Y.Z/require;Fügen Sie auf beiden Rechnern Firewall-Regeln
hinzu, die IKE-, ESP- und IPENCAP-Verkehr erlauben:ipfw add 1 allow udp from A.B.C.D to W.X.Y.Z isakmp
ipfw add 1 allow udp from W.X.Y.Z to A.B.C.D isakmp
ipfw add 1 allow esp from A.B.C.D to W.X.Y.Z
ipfw add 1 allow esp from W.X.Y.Z to A.B.C.D
ipfw add 1 allow ipencap from A.B.C.D to W.X.Y.Z
ipfw add 1 allow ipencap from W.X.Y.Z to A.B.C.DDas VPN wurde in zwei Schritten eingerichtet. Maschinen
auf beiden Netzen können miteinander kommunizieren
und der Datenverkehr zwischen beiden Netzen wird automatisch
verschlüsselt.ChernLeeBeigetragen von OpenSSHOpenSSHSicherheitOpenSSHOpenSSH stellt Werkzeuge bereit,
um sicher auf entfernte
Maschinen zuzugreifen. Die Kommandos rlogin,
rsh, rcp und
telnet können durch
OpenSSH ersetzt werden.
Zusätzlich können TCP/IP-Verbindungen sicher durch
SSH weitergeleitet (getunnelt) werden. Mit SSH werden alle
Verbindungen verschlüsselt, dadurch wird verhindert, dass
die Verbindung zum Beispiel abgehört oder übernommen
(Hijacking) werden kann.OpenSSH wird vom OpenBSD-Projekt
gepflegt und basiert auf SSH v1.2.12 mit allen aktuellen
Fixen und Aktualisierungen. OpenSSH
ist mit den SSH-Protokollen der Versionen 1 und 2 kompatibel.Vorteile von OpenSSHMit &man.telnet.1; oder &man.rlogin.1; werden Daten in
einer unverschlüsselten Form über das Netzwerk
gesendet. Daher besteht die Gefahr, das Benutzer/Passwort
Kombinationen oder alle Daten an beliebiger Stelle zwischen
dem Client und dem Server abgehört werden. Mit
OpenSSH stehen eine Reihe von
Authentifizierungs- und Verschlüsselungsmethoden zur
Verfügung, um das zu verhindern.Aktivieren von sshdOpenSSHaktivierenUnter &os; entscheidet der
Anwender bei einer Standard-Installation, ob
der sshd-Daemon aktiviert werden soll.
Um zu überprüfen, ob sshd
auf Ihrem System aktiviert ist, suchen Sie in
rc.conf nach der folgenden Zeile:sshd_enable="YES"Ist diese Zeile vorhanden, wird &man.sshd.8;, der
OpenSSH-Dæmon, beim
Systemstart automatisch aktiviert. Alternativ können Sie
OpenSSH auch über das
&man.rc.8;-Skript /etc/rc.d/sshd
starten:/etc/rc.d/sshd startSSH ClientOpenSSHClient&man.ssh.1; arbeitet ähnlich wie &man.rlogin.1;:&prompt.root; ssh user@example.com
Host key not found from the list of known hosts.
Are you sure you want to continue connecting (yes/no)? yes
Host 'example.com' added to the list of known hosts.
user@example.com's password: *******Der Anmeldevorgang wird danach, wie von
rlogin oder telnet gewohnt,
weiterlaufen. SSH speichert einen Fingerabdruck des
Serverschlüssels. Die Aufforderung, yes
einzugeben, erscheint nur bei der ersten Verbindung zu einem
Server. Weitere Verbindungen zu dem Server werden gegen den
gespeicherten Fingerabdruck des Schlüssels geprüft und
der Client gibt eine Warnung aus, wenn sich der empfangene
Fingerabdruck von dem gespeicherten unterscheidet. Die
Fingerabdrücke der Version 1 werden in
~/.ssh/known_hosts, die der Version 2 in
~/.ssh/known_hosts2 gespeichert.In der Voreinstellung akzeptieren aktuelle
OpenSSH-Server nur SSH v2
Verbindungen. Wenn möglich, wird Version 2 verwendet,
ist dies nicht möglich, fällt der Server auf
Version 1 zurück. Der Client kann gezwungen werden,
nur eine der beiden Versionen zu verwenden, indem die Option
(für die Version 1) oder
(für die Version 2) übergeben
wird. Die Unterstützung für Version 1 ist nur
noch aus Kompatibilitätsgründen zu älteren
Versionen enthalten.Secure CopyOpenSSHsecure copyscpMit &man.scp.1; lassen sich Dateien analog wie mit
&man.rcp.1; auf entfernte Maschinen kopieren. Mit
scp werden die Dateien allerdings in einer
sicheren Weise übertragen.&prompt.root; scp user@example.com:/COPYRIGHT COPYRIGHT
user@example.com's password:
COPYRIGHT 100% |*****************************| 4735
00:00
&prompt.root;Da der Fingerabdruck schon im vorigen Beispiel abgespeichert
wurde, wird er bei der Verwendung von scp in
diesem Beispiel überprüft. Da die Fingerabdrücke
übereinstimmen, wird keine Warnung ausgegeben.Die Argumente, die scp übergeben
werden, gleichen denen von cp in der Beziehung,
dass die ersten Argumente die zu kopierenden Dateien sind und
das letzte Argument den Bestimmungsort angibt. Da die Dateien
über das Netzwerk kopiert werden, können ein oder mehrere
Argumente die Form
besitzen.KonfigurationOpenSSHKonfigurationDie für das ganze System gültigen
Konfigurationsdateien des
OpenSSH-Dæmons und des Clients
finden sich in dem Verzeichnis
/etc/ssh.Die Client-Konfiguration befindet sich in
ssh_config, die des Servers befindet sich in
sshd_config.Das SSH-System lässt sich weiterhin über die
Anweisungen (Vorgabe ist
/usr/sbin/sshd) und
in /etc/rc.conf
konfigurieren.ssh-keygenMit &man.ssh-keygen.1; können DSA- oder RSA-Schlüssel
für einen Benutzer erzeugt werden, die anstelle von
Passwörtern verwendet werden können:&prompt.user; ssh-keygen -t dsa
Generating public/private dsa key pair.
Enter file in which to save the key (/home/user/.ssh/id_dsa):
Created directory '/home/user/.ssh'.
Enter passphrase (empty for no passphrase):
Enter same passphrase again:
Your identification has been saved in /home/user/.ssh/id_dsa.
Your public key has been saved in /home/user/.ssh/id_dsa.pub.
The key fingerprint is:
bb:48:db:f2:93:57:80:b6:aa:bc:f5:d5:ba:8f:79:17 user@host.example.com
&man.ssh-keygen.1; erzeugt einen öffentlichen und einen
privaten Schlüssel für die Authentifizierung. Der private
Schlüssel wird in ~/.ssh/id_dsa oder
~/.ssh/id_rsa gespeichert, während
sich der öffentliche Schlüssel in
~/.ssh/id_dsa.pub oder
~/.ssh/id_rsa.pub befindet, je nachdem,
- ob es sich um einen DSA- oder einen RSA-Schlüssel handelt.
- Der öffentliche Schlüssel muss in die Datei
+ ob es sich um einen DSA- oder einen
+ RSA-Schlüssel handelt.
+ Der öffentliche Schlüssel muss sowohl für
+ RSA- als auch für
+ DSA-Schlüssel in die Datei
~/.ssh/authorized_keys auf dem entfernten
Rechner aufgenommen werden, damit der Schlüssel
- funktioniert. Analog muss auch ein
- RSA-Version 1-Schlüssel nach
- ~/.ssh/authorized_keys kopiert werden.
+ funktioniert.
Damit werden Verbindungen zu der entfernten Maschine über
SSH-Schlüsseln anstelle von Passwörtern
authentifiziert.Wenn bei der Erstellung der Schlüssel mit
&man.ssh-keygen.1; ein Passwort angegeben wurde, wird der
Benutzer bei jeder Anmeldung zur Eingabe des Passworts
aufgefordert. Um den Umgang mit SSH-Schlüsseln zu
erleichtern, kann &man.ssh-agent.1; die Verwaltung dieser
Schlüssel für Sie übernehmen. Lesen Sie dazu
den weiter unten.Die Kommandozeilenoptionen und Dateinamen sind
abhängig von der OpenSSH-Version.
Die für Ihr System gültigen Optionen finden Sie
in der Hilfeseite &man.ssh-keygen.1;.ssh-agent und ssh-addMit &man.ssh-agent.1; und &man.ssh-add.1; ist es
möglich, SSH-Schlüssel
in den Speicher zu laden, damit die Passphrase nicht jedesmal
eingegeben werden muss.&man.ssh-agent.1; übernimmt die Authentifizierung
von ihm geladener privater Schlüssel.
&man.ssh-agent.1; sollte nur dazu verwendet werden, ein
anderes Programm zu starten, beispielsweise eine Shell oder
einen Window-Manager.Um &man.ssh-agent.1; in einer Shell zu verwenden, muss
es mit einer Shell als Argument aufgerufen werden.
Zusätzlich müssen die zu verwaltende Identität
(durch &man.ssh-add.1;) sowie deren Passphrase für den
privaten Schlüssel übergeben werden. Nachdem dies
erledigt ist, kann sich ein Benutzer über &man.ssh.1;
auf jedem Rechner anmelden, der einen entsprechenden
öffentlichen Schlüssel besitzt. Dazu ein
Beispiel:&prompt.user; ssh-agent csh
&prompt.user; ssh-add
Enter passphrase for /home/user/.ssh/id_dsa:
Identity added: /home/user/.ssh/id_dsa (/home/user/.ssh/id_dsa)
&prompt.user;Um &man.ssh-agent.1; unter X11 zu verwenden, müssen
Sie &man.ssh-agent.1; in Ihre ~/.xinitrc
aufnehmen. Dadurch können alle unter X11 gestarteten
Programme die Dienste von &man.ssh-agent.1; nutzen. Ihre
~/.xinitrc könnte dazu etwas so
aussehen:exec ssh-agent startxfce4Dadurch wird bei jedem Start von X11 zuerst
&man.ssh-agent.1; aufgerufen, das wiederum
XFCE startet. Nachdem Sie diese
Änderung durchgeführt haben, müssen Sie X11
neu starten. Danach können Sie mit &man.ssh-add.1;
Ihre SSH-Schlüssel laden.SSH-TunnelOpenSSHTunnelMit OpenSSH ist es möglich,
einen Tunnel zu erstellen, in dem ein anderes Protokoll
verschlüsselt übertragen wird.Das folgende Kommando erzeugt einen Tunnel für
telnet:&prompt.user; ssh -2 -N -f -L 5023:localhost:23 user@foo.example.com
&prompt.user;Dabei wurden die folgenden Optionen von ssh
verwendet:Erzwingt die Version 2 des Protokolls (Benutzen Sie die
Option nicht mit langsamen
SSH-Servern).Zeigt an, dass ein Tunnel erstellt werden soll.
Ohne diese Option würde ssh eine
normale Sitzung öffnen.Zwingt ssh im Hintergrund zu
laufen.Ein lokaler Tunnel wird in der Form
localport:remotehost:remoteport
angegeben. Die Verbindung wird dabei von dem lokalen Port
localport auf einen entfernten
Rechner weitergeleitet.Gibt den entfernten SSH server an.Ein SSH-Tunnel erzeugt ein Socket auf
localhost und dem angegebenen Port. Jede
Verbindung, die auf dem angegebenen Socket aufgemacht wird, wird
dann auf den spezifizierten entfernten Rechner und Port
weitergeleitet.Im Beispiel wird der Port 5023 auf
die entfernte Maschine und dort auf localhost
Port 23 weitergeleitet. Da der Port
23 für
Telnet reserviert ist,
erzeugt das eine sichere
Telnet-Verbindung durch einen
SSH-Tunnel.Diese Vorgehensweise kann genutzt werden, um jedes unsichere
TCP-Protokoll wie SMTP, POP3, FTP, usw. weiterzuleiten.Mit SSH einen sicheren Tunnel für SMTP erstellen&prompt.user; ssh -2 -N -f -L 5025:localhost:25 user@mailserver.example.com
user@mailserver.example.com's password: *****
&prompt.user; telnet localhost 5025
Trying 127.0.0.1...
Connected to localhost.
Escape character is '^]'.
220 mailserver.example.com ESMTPZusammen mit &man.ssh-keygen.1; und zusätzlichen
Benutzer-Accounts können Sie leicht benutzbare SSH-Tunnel
aufbauen. Anstelle von Passwörtern können Sie
Schlüssel benutzen und jeder Tunnel kann unter einem eigenen
Benutzer laufen.Beispiel für SSH-TunnelSicherer Zugriff auf einen POP3-ServerNehmen wir an, an Ihrer Arbeitsstelle gibt es einen
SSH-Server, der Verbindungen von außen akzeptiert. Auf
dem Netzwerk Ihrer Arbeitsstelle soll sich zudem noch ein
Mail-Server befinden, der POP3 spricht. Das Netzwerk oder die
Verbindung von Ihrem Haus zu Ihrer Arbeitsstelle ist unsicher
und daher müssen Sie Ihre E-Mail über eine gesicherte
Verbindung abholen können. Die Lösung zu diesem
Problem besteht darin, eine SSH-Verbindung von Ihrem Haus zu
dem SSH-Server an Ihrer Arbeitsstelle aufzubauen, und von dort
weiter zum Mail-Server zu tunneln.&prompt.user; ssh -2 -N -f -L 2110:mail.example.com:110 user@ssh-server.example.com
user@ssh-server.example.com's password: ******Wenn Sie den Tunnel eingerichtet haben, konfigurieren Sie
Ihren Mail-Client so, dass er POP3 Anfragen zu
localhost Port 2110 sendet. Die Verbindung
wird dann sicher zu mail.example.com
weitergeleitet.Umgehen einer strengen FirewallEinige Netzwerkadministratoren stellen sehr drakonische
Firewall-Regeln auf, die nicht nur einkommende Verbindungen
filtern, sondern auch ausgehende. Es kann sein, dass Sie
externe Maschinen nur über die Ports 22 und 80 (SSH und
Web) erreichen.Sie wollen auf einen Dienst, der vielleicht nichts mit
Ihrer Arbeit zu tun hat, wie einen Ogg Vorbis Musik-Server,
zugreifen. Wenn der Ogg Vorbis Server nicht auf den Ports 22
oder 80 läuft, können Sie aber nicht auf ihn
zugreifen.Die Lösung hier ist es, eine SSH-Verbindung zu einer
Maschine außerhalb der Firewall aufzumachen und durch
diese zum Ogg Vorbis Server zu tunneln.&prompt.user; ssh -2 -N -f -L 8888:music.example.com:8000 user@unfirewalled-system.example.org
user@unfirewalled-system.example.org's password: *******Konfigurieren Sie Ihren Client so, dass er
localhost und Port 8888 benutzt. Die Verbindung
wird dann zu music.example.com Port 8000
weitergeleitet und Sie haben die Firewall erfolgreich
umgangen.Die Option AllowUsersEs ist in der Regel ein gute Idee, festzulegen, welche
Benutzer sich von welchem Rechner aus anmelden können.
Dies lässt sich beispielsweise über die Option
AllowUsers festlegen. Soll sich etwa
nur root vom Rechner mit der IP-Adresse
192.168.1.32 aus einwählen
dürfen, würden Sie folgenden Eintrag in
/etc/ssh/sshd_config aufnehmen:AllowUsers root@192.168.1.32Damit sich admin von jedem Rechner aus
anmelden kann, geben Sie nur den Benutzernamen an:AllowUsers adminSie können auch mehrere Benutzer in einer Zeile
aufführen:AllowUsers root@192.168.1.32 adminNur ein Benutzer, der in dieser Liste aufgeführt ist,
darf sich auf diesem Rechner anmelden.Nachdem Sie /etc/ssh/sshd_config
angepasst haben, muss &man.sshd.8; seine Konfigurationsdateien
neu einlesen. Dazu geben Sie Folgendes ein:&prompt.root; /etc/rc.d/sshd reloadWeiterführende InformationenOpenSSH&man.ssh.1; &man.scp.1; &man.ssh-keygen.1;
&man.ssh-agent.1; &man.ssh-add.1; &man.ssh.config.5;&man.sshd.8; &man.sftp-server.8; &man.sshd.config.5;TomRhodesBeigetragen von ACLZugriffskontrolllisten für DateisystemeZusammen mit anderen Verbesserungen des Dateisystems wie
Schnappschüsse gibt es ab &os; 5.0
Zugriffskontrolllisten (access
control list, ACL).Zugriffskontrolllisten erweitern die normalen Zugriffsrechte
von &unix; Systemen auf eine kompatible (&posix;.1e) Weise
und bieten feiner granulierte Sicherheitsmechanismen.Zugriffskontrolllisten für Dateisysteme werden mit der
nachstehenden Zeile in der Kernelkonfiguration aktiviert:options UFS_ACLDiese Option ist in der GENERIC-Konfiguration
aktiviert. Das System gibt eine Warnung aus, wenn ein Dateisystem mit
ACLs eingehangen werden soll und die
Unterstützung für ACLs nicht im Kernel
aktiviert ist. Das Dateisystem muss weiterhin erweiterte Attribute
zur Verfügung stellen, damit ACLs verwendet
werden können. Das neue UNIX-Dateisystem
UFS2 stellt diese Attribute
standardmäßig zur Verfügung.Die Konfiguration erweiterter Attribute auf
UFS1 ist mit einem höheren Aufwand als die
Konfiguration erweiterter Attribute auf UFS2
verbunden. Zudem ist UFS2 mit erweiterten
Attributen leistungsfähiger als UFS1.
Zugriffskontrolllisten sollten daher mit UFS2
verwendet werden.Die Angabe der Option in
/etc/fstab aktiviert Zugriffskontrolllisten
für ein Dateisystem. Die bevorzugte Möglichkeit ist
die Verwendung von Zugriffskontrolllisten mit &man.tunefs.8; (Option
), im Superblock des Dateisystems festzuschreiben.
Diese Möglichkeit hat mehrere Vorteile:Nochmaliges Einhängen eines Dateisystems (Option
von &man.mount.8;) verändert den Status
der Zugriffskontrolllisten nicht. Die Verwendung von
Zugriffskontrolllisten kann nur durch Abhängen und erneutes
Einhängen eines Dateisystems verändert werden. Das
heißt auch, dass Zugriffskontrolllisten nicht
nachträglich auf dem Root-Dateisystem aktiviert werden
können.Die Zugriffskontrolllisten auf den Dateisystemen sind,
unabhängig von den Option in /etc/fstab
oder Namensänderungen der Geräte, immer aktiv. Dies
verhindert auch, dass Zugriffskontrolllisten aus Versehen
auf Dateisystem ohne Zugriffskontrolllisten aktiviert werden und
durch falsche Zugriffsrechte Sicherheitsprobleme entstehen.Es kann sein, dass sich der Status von Zugriffskontrolllisten
später durch nochmaliges Einhängen des Dateisystems
(Option von &man.mount.8;) ändern
lässt. Die momentane Variante ist aber sicherer, da der
Status der Zugriffskontrolllisten nicht versehentlich geändert
werden kann. Allgemein sollten Zugriffskontrolllisten auf einem
Dateisystem, auf dem sie einmal verwendet wurden, nicht deaktiviert
werden, da danach die Zugriffsrechte falsch sein können.
Werden Zugriffskontrolllisten auf einem solchen Dateisystem wieder
aktiviert, werden die Zugriffsrechte von Dateien, die sich
zwischenzeitlich geändert haben, überschrieben, was zu
erneuten Problemen führt.Die Zugriffsrechte einer Datei werden durch ein
+ (Plus) gekennzeichnet, wenn die Datei durch
Zugriffskontrolllisten geschützt ist:drwx------ 2 robert robert 512 Dec 27 11:54 private
drwxrwx---+ 2 robert robert 512 Dec 23 10:57 directory1
drwxrwx---+ 2 robert robert 512 Dec 22 10:20 directory2
drwxrwx---+ 2 robert robert 512 Dec 27 11:57 directory3
drwxr-xr-x 2 robert robert 512 Nov 10 11:54 public_htmlDie Verzeichnisse directory1,
directory2 und directory3
sind durch Zugriffskontrolllisten geschützt, das Verzeichnis
public_html nicht.Zugriffskontrolllisten benutzenDas Werkzeug &man.getfacl.1; zeigt Zugriffskontrolllisten
an. Das folgende Kommando zeigt die ACLs
auf der Datei test:&prompt.user; getfacl test
#file:test
#owner:1001
#group:1001
user::rw-
group::r--
other::r--Das Werkzeug &man.setfacl.1; ändert oder entfernt
ACLs auf Dateien. Zum Beispiel:&prompt.user; setfacl -k testDie Option entfernt alle
ACLs einer Datei oder eines Dateisystems.
Besser wäre es, die Option
zu verwenden, da sie die erforderlichen Felder
beibehält.&prompt.user; setfacl -m u:trhodes:rwx,g:web:r--,o::--- testMit dem vorstehenden Kommando werden die eben
entfernten Zugriffskontrolllisten wiederhergestellt.
Der Befehl gibt die Fehlermeldung
Invalid argument aus,
wenn Sie nicht existierende Benutzer oder Gruppen
als Parameter angeben.TomRhodesBeigetragen von PortauditSicherheitsprobleme in Software Dritter überwachenIn den letzten Jahren wurden zahlreiche Verbesserungen in
der Einschätzung und dem Umgang mit Sicherheitsproblemen
erzielt. Die Gefahr von Einbrüchen in ein System wird
aber immer größer, da Softwarepakete von Dritten
auf nahezu jedem Betriebssystem installiert und konfiguriert
werden.Die Einschätzung der Verletzlichkeit eines Systems ist
ein Schlüsselfaktor für dessen Sicherheit. &os;
veröffentlicht zwar Sicherheitshinweise
(security advisories) für
das Basissystem, das Projekt ist allerdings nicht dazu in der
Lage, dies auch für die zahlreichen Softwarepakete von
Dritten zu tun. Dennoch gibt es einen Weg, auch diese
Programmpakete zu überwachen. Das in der Ports-Sammlung
enthaltene Programm Portaudit wurde
gezielt dafür entwickelt.Der Port security/portaudit
fragt dazu eine Datenbank, die vom &os; Security Team sowie
den Ports-Entwicklern aktualisiert und gewartet wird, auf
bekannte Sicherheitsprobleme ab.Bevor Sie Portaudit verwenden
können, müssen Sie es über die Ports-Sammlung
installieren:&prompt.root; cd /usr/ports/security/portaudit && make install cleanWährend der Installation werden die
Konfigurationsdateien für &man.periodic.8; aktualisiert, was
es Portaudit erlaubt, seine Ausgabe
in den täglichen Sicherheitsbericht einzufügen.
Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass diese (an das
E-Mail-Konto von root gesendeten)
Sicherheitsberichte auch gelesen werden. An dieser Stelle
ist keine weitere Konfiguration nötig.Nach der Installation kann ein Administrator die unter
/var/db/portaudit lokal
gespeicherte Datenbank aktualisieren und sich danach durch
folgenden Befehl über mögliche Sicherheitslücken
der von ihm installierten Softwarepakete informieren:&prompt.root; portaudit -FdaDie Datenbank wird automatisch aktualisiert, wenn
&man.periodic.8; ausgeführt wird. Der eben genannte
Befehl ist daher optional, er wird aber für das
folgende Beispiel benötigt.Nach erfolgter Installation der Datenbank kann ein
Administrator über die Ports-Sammlung installierte
Softwarepakete Dritter jederzeit überprüfen. Dazu
muss er lediglich folgenden Befehl eingeben:&prompt.root; portaudit -aExistiert in Ihren installierten Softwarepaketen eine
Sicherheitslücke, wird Portaudit
eine Ausgabe ähnlich der folgenden produzieren:Affected package: cups-base-1.1.22.0_1
Type of problem: cups-base -- HPGL buffer overflow vulnerability.
Reference: <http://www.FreeBSD.org/ports/portaudit/40a3bca2-6809-11d9-a9e7-0001020eed82.html>
1 problem(s) in your installed packages found.
You are advised to update or deinstall the affected package(s) immediately.Wenn Sie die angegebene URL über einen
Internetbrowser aufrufen, erhalten Sie weitere Informationen
über die bestehende Sicherheitslücke, wie die betroffenen
Versionen, die Version des &os;-Ports sowie Hinweise auf weitere
Seiten, die ebenfalls Sicherheitshinweise zu diesem Problem
bieten.Portaudit ist ein mächtiges
Werkzeug und insbesondere in Zusammenarbeit mit dem
Port Portupgrade äußerst
hilfreich.TomRhodesBeigesteuert von Sicherheitshinweise&os; SicherheitshinweiseWie für andere hochwertige Betriebssysteme auch
werden für &os; Sicherheitshinweise herausgegeben.
Die Hinweise werden gewöhnlich auf den Sicherheits-Mailinglisten
und in den Errata veröffentlicht, nachdem das
Sicherheitsproblem behoben ist. Dieser Abschnitt beschreibt
den Umgang mit den Sicherheitshinweisen.Wie sieht ein Sicherheitshinweis aus?Der nachstehende Sicherheitshinweis stammt von
der Mailingliste &a.security-notifications.name;:=============================================================================
&os;-SA-XX:XX.UTIL Security Advisory
The &os; Project
Topic: denial of service due to some problem
Category: core
Module: sys
Announced: 2003-09-23
Credits: Person@EMAIL-ADDRESS
Affects: All releases of &os;
&os; 4-STABLE prior to the correction date
Corrected: 2003-09-23 16:42:59 UTC (RELENG_4, 4.9-PRERELEASE)
2003-09-23 20:08:42 UTC (RELENG_5_1, 5.1-RELEASE-p6)
2003-09-23 20:07:06 UTC (RELENG_5_0, 5.0-RELEASE-p15)
2003-09-23 16:44:58 UTC (RELENG_4_8, 4.8-RELEASE-p8)
2003-09-23 16:47:34 UTC (RELENG_4_7, 4.7-RELEASE-p18)
2003-09-23 16:49:46 UTC (RELENG_4_6, 4.6-RELEASE-p21)
2003-09-23 16:51:24 UTC (RELENG_4_5, 4.5-RELEASE-p33)
2003-09-23 16:52:45 UTC (RELENG_4_4, 4.4-RELEASE-p43)
2003-09-23 16:54:39 UTC (RELENG_4_3, 4.3-RELEASE-p39)
CVE Name: CVE-XXXX-XXXX
For general information regarding FreeBSD Security Advisories,
including descriptions of the fields above, security branches, and the
following sections, please visit
http://www.FreeBSD.org/security/.
I. Background
II. Problem Description
III. Impact
IV. Workaround
V. Solution
VI. Correction details
VII. ReferencesDas Feld Topic enthält eine
Beschreibung des Sicherheitsproblems und benennt das
betroffene Programm.Das Feld Category beschreibt den
betroffenen Systemteil. Mögliche Werte für dieses
Feld sind core, contrib
oder ports. Die Kategorie
core gilt für Kernkomponenten
des &os;-Betriebssystems, die Kategorie
contrib beschreibt zum Basissystem
gehörende Software Dritter beispielsweise
sendmail. Die Kategorie
ports beschreibt Software, die
Teil der Ports-Sammlung ist.Das Feld Module beschreibt die
betroffene Komponente. Im Beispiel ist
sys angegeben, das heißt
dieses Problem betrifft eine Komponente, die vom
Kernel benutzt wird.Das Feld Announced gibt den
Zeitpunkt der Bekanntgabe des Sicherheitshinweises
an. Damit existiert das Sicherheitsproblem,
ist vom Sicherheits-Team bestätigt worden
und eine entsprechende Korrektur wurde in das
Quellcode-Repository von &os; gestellt.Das Feld Credits gibt die Person
oder Organisation an, die das Sicherheitsproblem
bemerkte und gemeldet hat.Welche &os;-Releases betroffen sind, ist im Feld
Affects angegeben. Die Version einer
Datei, die zum Kernel gehört, können Sie
schnell mit ident ermitteln. Bei Ports
ist die Versionsnummer angegeben, die Sie im Verzeichnis
/var/db/pkg finden.
Wenn Sie Ihr System nicht täglich aktualisieren,
ist Ihr System wahrscheinlich betroffen.Wann das Problem in welchem Release behoben wurde,
steht im Feld Corrected.Reserviert für Informationen, über die
in der Common Vulnerabilities Database
nach Sicherheitslücken gesucht werden kann.Im Feld Background wird
das betroffene Werkzeug beschrieben. Meist finden Sie
hier warum das Werkzeug Bestandteil von &os; ist,
wofür es benutzt wird und eine kurze
Darstellung der Herkunft des Werkzeugs.Im Feld Problem Description befindet
sich eine genaue Darstellung des Sicherheitsproblems.
Hier wird fehlerhafter Code beschrieben oder geschildert,
wie ein Werkzeug ausgenutzt wird.Das Feld Impact beschreibt die
Auswirkungen des Sicherheitsproblems auf ein System,
beispielsweise erweiterte Rechte oder gar
Superuser-Rechte für normale Benutzer.Im Feld Workaround wird
eine Umgehung des Sicherheitsproblems beschrieben.
Die Umgehung ist für Administratoren gedacht,
die ihr System aus Zeitnot, Netzwerk-technischen oder
anderen Gründen nicht aktualisieren können.
Nehmen Sie Sicherheitsprobleme ernst: Auf einem
betroffenen System sollte das Problem entweder behoben
oder, wie hier beschrieben, umgangen werden.Im Feld Solution enthält eine
getestete Schritt-für-Schritt Anleitung, die das
Sicherheitsproblem behebt.Das Feld Correction Details
enthält die CVS-Tags der betroffenen Dateien
zusammen mit zugehörigen Revisionsnummern.Im Feld References finden sich
Verweise auf weitere Informationsquellen. Dies können
URLs zu Webseiten, Bücher, Mailinglisten und Newsgroups
sein.TomRhodesBeigetragen von Prozess-ÜberwachungProzess-ÜberwachungProzess-Überwachung
(Process accounting) ist ein
Sicherheitsverfahren, bei dem ein Administrator verfolgt,
welche Systemressourcen verwendet werden und wie sich diese
auf die einzelnen Anwender verteilen. Dadurch kann das
System überwacht werden und es ist sogar möglich,
zu kontrollieren, welche Befehle ein Anwender eingibt.Diese Fähigkeiten haben sowohl Vor- als auch Nachteile.
Positiv ist, dass man ein Einbruchsversuch bis an den Anfang
zurückverfolgen kann. Von Nachteil ist allerdings,
dass durch diesen Prozess Unmengen an Protokolldateien erzeugt
werden, die auch dementsprechenden Plattenplatz benötigen.
Dieser Abschnitt beschreibt die Grundlagen der
Prozess-Überwachung.Die Prozess-Überwachung aktivieren und
konfigurierenBevor Sie die Prozess-Überwachung verwenden können,
müssen Sie diese aktivieren. Dazu führen Sie als
root die folgenden Befehle aus:&prompt.root; touch /var/account/acct
&prompt.root; accton /var/account/acct
&prompt.root; echo 'accounting_enable="YES"' >> /etc/rc.confEinmal aktiviert, wird sofort mit der Überwachung von
CPU-Statistiken, Befehlen und anderen
Vorgängen begonnen. Protokolldateien werden in einem
nur von Maschinen lesbaren Format gespeichert, daher müssen
Sie diese über &man.sa.8; aufrufen. Geben Sie keine
Optionen an, gibt sa Informationen wie
die Anzahl der Aufrufe pro Anwender, die abgelaufene Zeit in
Minuten, die gesamte CPU- und Anwenderzeit
in Minuten, die durchschnittliche Anzahl der Ein- und
Ausgabeoperationen und viel andere mehr aus.Um Informationen über ausgeführte Befehle zu
erhalten, verwenden Sie &man.lastcomm.1;. So können Sie
etwa ermittlen, welche Befehle von wem auf welchem &man.ttys.5;
ausgeführt wurden:&prompt.root; lastcomm ls
trhodes ttyp1Das Ergebnis sind alle bekannten Einsätze von
ls durch trhodes
auf dem Terminal ttyp1.Zahlreiche weitere nützliche Optionen finden Sie in den
Manualpages zu &man.lastcomm.1;, &man.acct.5; sowie
&man.sa.8;.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml
index dbae7177ef..231d68ceb6 100644
--- a/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml
+++ b/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml
@@ -1,13979 +1,13981 @@
%books.ent;
]>
Das FreeBSD Porter-HandbuchThe FreeBSD German Documentation ProjectApril 200020002001200220032004200520062007The FreeBSD German
Documentation Project
&bookinfo.trademarks;
&bookinfo.legalnotice;
EinführungDie Ports-Sammlung von FreeBSD ist der gebräuchlichste
Weg, um Anwendungen ("Ports") unter FreeBSD zu installieren.
Wie alles andere in FreeBSD auch, ist sie hauptsächlich
das Ergebnis der Arbeit von Freiwilligen. Es ist wichtig,
diesen Aspekt beim Lesen im Hinterkopf zu behalten.In FreeBSD kann jeder einen neuen Port einsenden oder sich
dazu bereit erklären, einen bereits vorhandenen Port zu
pflegen, sofern der Port derzeit keinen Maintainer
hat – dazu sind keine besonderen Rechte
nötig.Einen neuen Port erstellenSie sind also daran interessiert, einen neuen Port zu
erstellen oder einen vorhandenen zu aktualisieren?
Großartig!Die folgenden Kapitel beinhalten einige Richtlinien, um
einen neuen Port für FreeBSD zu erstellen. Wenn Sie
einen vorhandenen Port auf den neuesten Stand bringen
wollen, sollten Sie mit
fortfahren.Wenn Ihnen dieses Dokument nicht detailliert genug ist,
sollten Sie einen Blick in
/usr/ports/Mk/bsd.port.mk werfen. Das
Makefile jedes Ports bindet diese Datei ein. Auch wenn Sie
nicht täglich mit Makefiles arbeiten, sollten Sie gut
damit zurecht kommen, da die Datei gut dokumentiert ist und
Sie eine Menge Wissen daraus erlangen können.
Zusätzlich können Sie speziellere Fragen an die
&a.ports;-Mailingliste stellen.Nur ein Bruchteil der Variablen
(VAR), die von
Ihnen gesetzt werden können, finden hier
Erwähnung. Die meisten von ihnen (wenn nicht sogar
alle) sind am Anfang von
/usr/ports/Mk/bsd.port.mk
erläutert. Beachten Sie bitte, dass diese Datei eine
nicht standardkonforme Tabulator-Einstellung
verwendet. Emacs und
Vim sollten diese Einstellung
jedoch automatisch beim Öffnen der Datei setzen. Sowohl
&man.vi.1; als auch &man.ex.1; können mit dem Befehl
:set tabstop=4 dazu gebracht werden, die
Datei richtig anzuzeigen, wenn sie geöffnet wird.Port erstellen auf die SchnelleDieser Abschnitt beschreibt, wie Sie schnell einen Port
erstellen können. In vielen Fällen ist dies
allerdings nicht ausreichend, dann werden Sie in diesem Buch
weiterlesen müssen.Als Erstes besorgen Sie sich das Original-Tarball
(komprimiertes Archiv) und legen es im
DISTDIR ab, welches
standardmäßig
/usr/ports/distfiles ist.Im Folgenden wird angenommen, dass die Software
unverändert kompiliert werden konnte, dass also keinerlei
Änderungen nötig waren, um den Port auf Ihrem
FreeBSD-Rechner zum Laufen zu bringen. Falls Sie
Änderungen vornehmen mussten, werden Sie auch den
nächsten Abschnitt beachten müssen.Das Makefile schreibenEin minimales Makefile sieht in etwa
so aus:# New ports collection makefile for: oneko
# Date created: 5 December 1994
# Whom: asami
#
# $FreeBSD$
#
PORTNAME= oneko
PORTVERSION= 1.1b
CATEGORIES= games
MASTER_SITES= ftp://ftp.cs.columbia.edu/archives/X11R5/contrib/
MAINTAINER= asami@FreeBSD.org
COMMENT= A cat chasing a mouse all over the screen
MAN1= oneko.1
MANCOMPRESSED= yes
USE_IMAKE= yes
.include <bsd.port.mk>Versuchen Sie es zu verstehen. Machen Sie sich keine
Gedanken um die
$FreeBSD$-Zeile, diese wird
automatisch vom CVS eingefügt, wenn der Port in den
Haupt-Ports-Tree importiert wird. Ein detailliertes Beispiel
finden Sie im Abschnitt
sample Makefile.Die Beschreibungsdateien erstellenEs gibt zwei Beschreibungsdateien, die für jeden Port
benötigt werden, ob sie tatsächlich im Paket
enthalten sind oder nicht. Dies sind
pkg-descr und
pkg-plist. Der pkg-
Präfix unterscheidet sie von anderen Dateien.pkg-descrDiese enthält eine längere Beschreibung des
Ports. Einer oder mehrere Absätze, die kurz und
prägnant erklären, was der Port macht, sind
ausreichend.pkg-descr enthält
keine Anleitung oder detaillierte
Beschreibung wie der Port benutzt oder kompiliert wird!
Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie aus dem
README oder der Manualpage kopieren
; Diese sind oft keine prägnanten
Beschreibungen des Ports oder sie sind in einem
ungünstigen Format (Manualpages haben z.B.
bündige Zwischenräume). Wenn es für die
portierte Software eine offizielle Webseite gibt, sollten
Sie diese hier angeben. Fügen Sie hierzu
eine der Webseiten mit dem
Präfix WWW: ein, damit
automatische Werkzeuge korrekt arbeiten.Das folgende Beispiel zeigt wie Ihre
pkg-descr aussehen sollte:This is a port of oneko, in which a cat chases a poor mouse all over
the screen.
:
(etc.)
WWW: http://www.oneko.org/pkg-plistDiese Datei enthält eine Liste aller Dateien, die
von diesem Port installiert werden. Sie wird auch die
Packliste genannt, da das Paket durch die
hier aufgeführten Dateien erstellt wird. Die
Pfadangaben sind relativ zum Installationspräfix
(für gewöhnlich /usr/local
oder /usr/X11R6). Wenn Sie die
MANn-Variablen
verwenden (was Sie auch machen sollten), führen Sie hier
keine Manualpages auf. Wenn der Port während der
Installation Verzeichnisse erstellt, stellen Sie sicher
entsprechende @dirrm-Zeilen
einzufügen, um die Verzeichnisse zu entfernen, wenn das
Paket gelöscht wird.Hier ist ein kleines Beispiel:bin/oneko
lib/X11/app-defaults/Oneko
lib/X11/oneko/cat1.xpm
lib/X11/oneko/cat2.xpm
lib/X11/oneko/mouse.xpm
@dirrm lib/X11/onekoFür weitere Details zur Packliste lesen Sie in der
&man.pkg.create.1; Manualpage nach.Es wird empfohlen alle Dateinamen in dieser Datei
alphabetisch sortiert zu halten. Das erlaubt Ihnen die
Änderungen bei einem Upgrade Ihres Ports deutlich
einfacher zu Überprüfen.Eine Packlist von Hand zu erzeugen kann eine sehr
mühsame Aufgabe sein. Wenn der Port eine große
Anzahl Dateien installiert, kann es Zeit sparen,
eine Packliste automatisch
zu erstellen.Es gibt nur einen Fall, in dem
pkg-plist weggelassen werden kann.
Wenn der Port nur eine handvoll Dateien und Verzeichnisse
installiert, können diese in den Variablen
PLIST_FILES und
PLIST_DIRS im
Makefile aufgelistet werden. Zum
Beispiel könnten wir im obigen Beispiel ohne
pkg-plist für den
oneko-Port auskommen, indem wir die
folgenden Zeilen ins Makefile
einfügen:PLIST_FILES= bin/oneko \
lib/X11/app-defaults/Oneko \
lib/X11/oneko/cat1.xpm \
lib/X11/oneko/cat2.xpm \
lib/X11/oneko/mouse.xpm
PLIST_DIRS= lib/X11/onekoNatürlich sollte PLIST_DIRS
ungesetzt bleiben, wenn der Port keine eigenen Verzeichnisse
installiert.Der Preis für diese Art die Dateien eines Ports
anzugeben ist, dass man keine Befehlsfolgen wie in
&man.pkg.create.1; nutzen kann. Deshalb ist es nur
für einfache Ports geeignet und macht diese noch
einfacher. Gleichzeitig bringt es den Vorteil die Anzahl
der Dateien in der Ports-Sammlung zu reduzieren. Deshalb
ziehen Sie bitte diese Vorgehensweise in Erwägung,
bevor Sie pkg-plist benutzen.Später werden wir uns ansehen, wie
pkg-plist und
PLIST_FILES benutzt werden können,
um anspruchsvollere Aufgaben zu
erfüllen.Die Checksummendatei erzeugenGeben Sie einfach make makesum ein.
Die Regeln von Make sorgen dafür, dass die Datei
distinfo automatisch erstellt
wird.Wenn sich die Checksumme einer heruntergeladenen Datei
regelmäßig ändert und Sie sicher sind, dass
Sie der Quelle trauen können (weil sie z.B. von einer
Hersteller-CD oder täglich erstellter Dokumentation
stammt), sollten Sie diese Dateien in der Variable
IGNOREFILES angeben. Dann wird die
Checksumme für diese Datei bei
make makesum nicht berechnet, sondern auf
IGNORE gesetzt.Den Port testenSie sollten sicherstellen, dass die Port-Regeln genau das
einhalten, was Sie von ihnen erwarten, auch beim Erzeugen eines
Pakets aus dem Port. Dies sind die wichtigen Punkte, die Sie
überprüfen sollten.pkg-plist enthält nichts,
das nicht von Ihrem Port installiert wurde.pkg-plist enthält alles,
was von Ihrem Port installiert wurde.Ihr Port kann mit Hilfe von
make reinstall mehrmals installiert
werden.Ihr Port
räumt bei der
Deinstallation hinter sich auf.Empfohlene Testreihenfolgemake installmake packagemake deinstallpkg_add Paket-Namemake deinstallmake reinstallmake packageStellen Sie bitte sicher, dass während
make package und
make deinstall keine Warnungen ausgegeben
werden. Nach Schritt 3 überprüfen Sie bitte, ob alle
neuen Verzeichnisse korrekt entfernt wurden. Und versuchen Sie
die Software nach Schritt 4 zu benutzen, um sicherzustellen,
dass sie korrekt funktioniert, wenn diese aus einem Paket
installiert wird.Der gründlichste Weg diese Schritte zu automatisieren
ist eine Tinderbox zu installieren.
Diese verwaltet Jails, in denen Sie alle
oben genannten Schritte durchführen können, ohne den
Zustand Ihres laufenden Systems zu verändern. Mehr
Informationen hierzu entält
ports/ports-mgmt/tinderboxIhren Port mit portlint
überprüfenBitte verwenden Sie portlint, um
festzustellen, ob Ihr Port unseren Richtlinien entspricht.
Das Programm
ports-mgmt/portlint ist
Teil der Ports-Sammlung. Stellen Sie vor allem sicher, dass
das Makefile in der
richtigen Form und das
Paket passend benannt
ist.Den Port einreichenAls Erstes sorgen Sie bitte dafür, dass Sie den
Abschnitt DOs and DON'Ts
gelesen haben.Nun, da Sie mit Ihrem Port zufrieden sind, müssen Sie
ihn nur noch in den Haupt-Ports-Tree von FreeBSD einbringen,
damit alle daran teilhaben können. Wir benötigen
nicht Ihr work-Verzeichnis oder Ihr
pkgname.tgz-Paket – diese
können Sie nun löschen. Als Nächstes fügen
Sie bitte einfach die Ausgabe von
shar `find port_dir` in einen Fehlerbericht
(PR - Problem Report) und senden diesen mittels
&man.send-pr.1; (unter
Bug Reports and General Commentary finden Sie weitere
Informationen über &man.send-pr.1;). Ordnen Sie den
Fehlerbericht bitte in die Kategorie Ports
mit der Klasse Change-Request ein
(Markieren Sie den Bericht nicht als
vertraulich
(confidential)!). Fügen Sie bitte eine
kurze Beschreibung des Programms, das Sie portiert haben, in
das Beschreibungs-Feld des Problemberichts und
das Shar (Shell-Archiv) in das Fix-Feld
ein.Sie können uns die Arbeit um einiges vereinfachen,
wenn Sie eine gute Beschreibung in der Zusammenfassung des
Problemberichtes verwenden. Wir bevorzugen etwas wie
Neuer Port:
<Kategorie>/<Portname><Kurzbeschreibung des
Ports> für neue Ports und Update
Port: <Kategorie>/<Portname>
<Kurzbeschreibung des Updates> für
Portupdates. Wenn Sie sich an dieses Schema halten, ist die
Chance, dass sich jemand bald Ihren Bericht ansieht,
deutlich besser.Noch einmal: Bitte fügen Sie nicht das
distfile der Originalquelle, das
work-Verzeichnis oder das Paket, das Sie mit
make package erstellt haben, ein.
Haben Sie bitte etwas Geduld, nachdem Sie den Port
eingereicht haben. Manchmal kann es einige Monate dauern,
bevor ein Port in FreeBSD eingefügt wird, obwohl es
wahrscheinlich nur ein paar Tage dauert. Sie können sich
die
Liste der Ports, die darauf warten in FreeBSD committet zu
werden, ansehen.Nachdem wir einen Blick auf Ihren Port geworfen haben,
werden wir, wenn nötig, bei Ihnen nachfragen und ihn in
die Ports-Sammlung übernehmen. Ihr Name taucht dann auch
in der Liste der Additional
FreeBSD Contributors und in anderen Dateien auf.
Ist das nicht toll?! :-)Einen Port in aller Ruhe erstellenOk, das war nicht ganz einfach und der Port hat einige
Veränderungen erfordert, um funktionieren zu können.
In diesem Abschnitt werden wir Schritt für Schritt
erklären, wie man den funktionierenden Port den Vorgaben
der Ports entsprechend anpasst.Die FunktionsweiseBeginnen wir mit der Abfolge der Ereignisse, die
eintreten, wenn der Nutzer das erste make
in Ihrem Portsverzeichnis ausführt. Sie empfinden es
für das Verständnis vielleicht hilfreich
bsd.port.mk in einem anderen Fenster
offen zu haben, während Sie diesen Abschnitt
lesen.Aber machen Sie sich keine Sorgen, falls Sie nicht
wirklich verstehen, was bsd.port.mk
macht, die Wenigsten begreifen dies...
:>Das Target fetch wird
aufgerufen. Es ist dafür verantwortlich
sicherzustellen, dass der Tarball lokal im
DISTDIR verfügbar ist. Falls
fetch die benötigten Dateien
in DISTDIR nicht finden kann,
durchsucht es die URL MASTER_SITES,
welche im Makefile gesetzt ist, ebenso wie unsere
Haupt-FTP-Seite unter
ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/
, wo wir genehmigte Distfiles als Backup
aufbewahren. Danach wird versucht, so eine direkte
Internetverbindung besteht, dass genannte Distfile mit
FETCH herunterzuladen. Falls dies
gelingt, wird die Datei in DISTDIR
für weitere Nutzung abgelegt und fährt
fort.Das Target extract wird
aufgerufen. Es sucht nach den Distfiles Ihres Ports
(normalerweise ein gzip-komprimierter Tarball) in
DISTDIR und entpackt diese in ein
temporäres Unterverzeichnis, welches von
WRKDIR festgelegt wird (standardmäßig
work).Das Target patch wird
aufgerufen. Zuerst werden alle in
PATCHFILES festgelegten Patches
eingespielt. Anschließend werden, falls Patches der
Form
patch-* in
PATCHDIR (standardmäßig das
files-Unterverzeichnis) gefunden
werden, diese in alphabetischer Reihenfolge
eingespielt.Das Target configure wird
aufgerufen. Dieses kann viele verschiedene Dinge
machen.Existiert scripts/configure,
so wird es aufgerufen.Falls HAS_CONFIGURE oder
GNU_CONFIGURE gesetzt sind, wird
WRKSRC/configure
ausgeführt.Falls USE_IMAKE gesetzt ist,
wird XMKMF
(standardmäßig xmkmf -a)
ausgeführt.Das Target build wird
aufgerufen. Es ist für das Wechseln in das private
Arbeitsverzeichnis (WRKSRC) und das
Bauen des Ports zuständig. Ist
USE_GMAKE gesetzt, so wird GNU
make verwendet, sonst das
System-make.Die oben genannten Schritte sind die Standardaktionen.
Zusätzlich können Sie pre-
irgendwas oder
post-irgendwas als Targets definieren oder Skripten mit diesen
Namen in das scripts-Unterverzeichnis
legen. Sie werden dann vor bzw. nach den Standardaktionen
aufgerufen.Angenommen Sie haben das Target post-extract
in Ihrem Makefile
definiert und eine Datei pre-build im
scripts Unterverzeichnis, so wird das
Target post-extract nach dem normalen
Entpacken aufgerufen und das Skript
pre-build
ausgeführt, bevor die vordefinierten Bau-Regeln
abgearbeitet sind. Es wird empfohlen, dass Sie
Makefile-Targets verwenden, falls die
Aktionen es erlauben, da es so für jemanden einfacher
sein wird herauszufinden, was für eine
nicht-standardmäßige Aktion der Port
benötigt.Die Standardaktionen werden aus den Targets
bsd.port.mkdo-irgendwas übernommen. Zum Beispiel sind die Befehle
zum Entpacken eines Ports im Target
do-extract zu finden. Falls Sie mit
einem vorgegebenen Target nicht zufrieden sind, können
Sie es verändern, indem Sie das Target
do-irgendwas in Ihrem Makefile neu
definieren.Die Haupt-Targets (z.B.
extract,
configure usw.) machen nicht mehr
als sicherzustellen, dass bis hierhin alle Abschnitte
abgeschlossen sind, um danach die eigentlichen Targets oder
Skripte aufzurufen. Und es ist nicht beabsichtigt, dass
diese geändert werden. Falls Sie das Entpacken
verändern wollen, verändern Sie
do-extract, aber niemals die Art,
wie extract arbeitet!Jetzt, da Sie verstehen, was geschieht, wenn der Benutzer
make eingibt, lassen Sie uns durch die
empfohlenen Schritte gehen, um den perfekten Port zu
erstellen.Den originalen Quelltext besorgenNormalerweise liegt der original Quelltext als gepackte
Datei (foo.tar.gz
oder
foo.tar.Z)
vor. Kopieren Sie diese nach DISTDIR.
Nutzen Sie, soweit möglich, immer die Quellen aus dem
Hauptzweig.Es ist notwendig die Variable
MASTER_SITES anzupassen, um anzugeben, wo
sich der originale Quelltext befindet. In
bsd.sites.mk finden sich hilfreiche
Definitionen für die gebräuchlichsten Seiten. Bitte
nutzen Sie diese Seiten und die zugehörigen Definitionen,
soweit dies möglich ist. Damit wird vermieden, immer und
immer wieder dieselben Informationen zu wiederholen. Da die
Hauptseiten regelmäßig angepasst werden
müssen, vereinfacht dieses Vorgehen die Pflege der
Dateien für jeden Beteiligten.Falls keine zuverlässige und gut erreichbare
FTP/HTTP-Seite zu finden ist, oder nur Seiten auffindbar sind,
die keinen Standards entsprechen, sollte eine Kopie des
Quelltextes auf einer zuverlässigen Seite abgelegt
werden. Dies könnte z.B. die eigene Internetseite
sein.Ist kein geeigneter Ort zum Ablegen des Quelltextes
auffindbar, ist es möglich diesen intern
auf ftp.FreeBSD.org abzulegen; dies sollte
jedoch als letzte Möglichkeit angesehen werden. Das
Distfile muss in diesem Fall in ~/public_distfiles/
eines freefall-Accounts abgelegt
werden. Bitten Sie den Committer Ihres Ports dies zu erledigen.
Er wird außerdem MASTER_SITES nach
MASTER_SITE_LOCAL und
MASTER_SITE_SUBDIR auf den
freefall-Benutzernamen angepasst.Sollte sich das Distfile des Ports regelmäßig
ohne Versionsanpassungen des Autors ändern, sollte
überlegt werden, das Disfile auf der eigenen
Internetseite abzulegen und diese in der Liste der
MASTER_SITES an die erste Stelle zu setzen.
Falls möglich, sollte der Autor des Ports gebeten werden,
dies zu erledigen; hierüber wird die Kontrolle des Quelltextes
verbessert. Wird eine eigene Version des Quelltextes auf
eigenen Internetseiten verfügbar gemacht, verhindert dies
Warnungen von checksum mismatch und
reduziert den Arbeitsaufwand der Maintainer der FTP-Seiten.
Auch wenn nur eine Quelle für den Quelltext des Ports zur
Verfügung steht, ist es empfohlen, ein Backup auf einer
weiteren Seite abzulegen und diese als zweiten Eintrag in
MASTER_SITES aufzunehmen.Sind für den Port zusätzlich aus dem Internet
verfügbare Patches erforderlich, sollten diese ebenfalls
in DISTDIR abgelegt werden. Sollten diese
Patches von anderer Quelle als der Hauptseite des Ports
stammen, ist das kein Grund zur Sorge. Es gibt Wege diesem
Umstand gerecht zu werden (beachten Sie die unten stehende
Beschreibung zu PATCHFILES
).Den Port bearbeitenEntpacken Sie eine Kopie des Tarballs in ein privates
Verzeichnis und nehmen Sie alle Änderungen
vor, die nötig sind, um den Port unter einer aktuellen
FreeBSD-Version kompilieren zu können.
Protokollieren Sie sorgfältig alle
Schritte, die Sie vornehmen, da Sie den Prozess in Kürze
automatisieren werden. Alles, auch das Entfernen,
Hinzufügen oder Bearbeiten von Dateien, sollte von einem
automatisierten Skript oder einer Patch-Datei machbar sein,
wenn Ihr Port fertig ist.Falls Ihr Port bedeutende Interaktionen/Veränderungen
durch den Benutzer benötigt, um ihn zu Kompilieren oder
zu Installieren, sollten Sie einen Blick auf Larry Walls
klassische Configure-Skripte werfen
oder vielleicht etwas Ähnliches selbst erstellen. Das
Ziel der Ports-Sammlung ist es, jeden Port so
plug-and-play-fähig wie möglich
für den Endbenutzer zu machen, während ein Minimum
an Speicherplatz gebraucht wird.Solange nicht anders angegeben wird von Patch-Dateien,
Skripten und anderen Dateien, die Sie erstellt und der FreeBSD
Ports-Sammlung hinzugefügt haben, angenommen, dass Sie
unter den standardmäßigen BSD-Copyright-Bedingungen
stehen.Fehlerbehebung (Patches)Bei der Vorbereitung eines Ports können die Dateien,
die hinzugefügt oder verändert wurden, mittels
&man.diff.1; abgefangen werden, um Sie später an
&man.patch.1; zu übergeben. Jeder Patch, der dem
Quelltext übergeben werden soll, sollte in einer Datei
patch-*
abgelegt werden, wobei * dem
Pfadnamen der zu korrigierenden Datei entspricht, wie er auch
in patch-Imakefile oder im
patch-src-config.h erscheint. Diese
Dateien sollten in PATCHDIR (normalerweise
files) abgelegt sein, von wo sie
automatisch übernommen werden. Alle Patches müssen
sich relativ zur WRKSRC-Variable
(normalerweise dem Verzeichnis, in dem sich der Quelltext des
Ports entpackt und wo auch der Bau stattfindet)
befinden.Um Korrekturen und Updates zu vereinfachen, sollte es
vermieden werden, mehr als einen Patch für eine Datei zu
nutzen (z.B. patch-file und
patch-file2, welche beide
WRKSRC/foobar.c
verändern).Für die Benennung der Patches sollten nur die Zeichen
[-+._a-zA-Z0-9] genutzt werden. Bitte
verwenden Sie keine weiteren Zeichen als die angegebenen. Die
Namensvergabe sollte nicht patch-aa oder
patch-ab etc. entsprechen, erwähnen
Sie immer den Pfad und Dateinamen.RCS-Zeichenketten sollten vermieden werden, da CVS diese
verstümmeln würde, sobald wir diese Dateien in die
Ports-Sammlung einpflegen. Wenn wir die Dateien wieder abrufen
wären diese verändert und der Patch würde
fehlschlagen. RCS-Zeichenketten sind in Dollar-Zeichen
($) eingefügte Zeichen und
beginnen üblicherweise mit $Id
oder $RCS.Die Option rekursiv () zu nutzen
&man.diff.1;, um Patches zu erstellen, ist zulässig,
jedoch sollte der Patch anschließend geprüft
werden, um Unnötiges aus dem Patch zu entfernen. Im
Einzelnen bedeutet dies, dass Diffs zwischen zwei
Backup-Dateien, Makefiles oder wenn der
Port Imake oder GNU
configure usw. nutzt, überflüssig
sind und entfernt werden sollten. Falls es es notwendig war,
configure.in zu bearbeiten und es soll
autoconf zum Neuerstellen von
configure genutzt werden, sollten die Diffs
aus configure nicht genutzt werden (diese
werden oft einige tausend Zeilen
groß!); – hier sollte
- USE_AUTOTOOLS=autoconf:253 definiert und
+ USE_AUTOTOOLS=autoconf:261 definiert und
das Diff aus configure.in genutzt
werden.War es notwendig eine Datei zu entfernen, wird dies besser
mittels des post-extract-Targets als
über den Patch selbst realisiert.Ein einfacher Austausch kann direkt über das
Makefile des Ports umgesetzt werden,
indem der in-place-Modus von &man.sed.1; genutzt wird. Dies
ist sehr hilfreich, wenn variable Werte korrigiert werden
sollen. Beispiel:post-patch:
@${REINPLACE_CMD} -e 's|for Linux|for FreeBSD|g' ${WRKSRC}/README
@${REINPLACE_CMD} -e 's|-pthread|${PTHREAD_LIBS}|' ${WRKSRC}/configure
Relativ häufig ergibt sich die Situation, in der die
portierte Software die CR/LF-Konventionen für Zeilenenden
nutzt (dies ist bei unter &windows; entwickelter Software
häufig der Fall). Dies kann bei weiteren Patches Probleme
(Compiler-Warnungen, Fehlermeldungen bei der Ausführung
von Skripten wie z.B. /bin/sh^M not found)
und anderes ergeben. Um schnell alle Dateien von CR/LF
nach LF zu konvertieren, kann
USE_DOS2UNIX=yes in das
Makefile des Ports geschrieben werden.
Hierzu kann eine Liste der zu konvertierenden Dateien erstellt
werden:USE_DOS2UNIX= util.c util.hSollen Gruppen von Dateien über verschiedene
Unterverzeichnisse konvertiert werden, kann
DOS2UNIX_REGEX genutzt werden, dessen
Argumente find-kompatible, reguläre
Ausdrücke sind. Mehr zur Formatierung findet sich in
&man.re.format.7;. Diese Option ist beim Konvertieren aller
Dateien mit definierter Endung, z.B. aller Dateien im
Quellcode, wobei binäre Dateien unberührt bleiben,
sinnvoll:USE_DOS2UNIX= yes
DOS2UNIX_REGEX= .*\.(c|cpp|h)KonfigurierenFügen Sie alle zusätzlichen
Veränderungsbefehle Ihrem Skript
configure hinzu und speichern Sie es im
scripts-Unterverzeichnis. Wie vorstehend
schon erwähnt, können Sie dies auch mit den Targets
Makefile und/oder Skripte mit dem Namen
pre-configure oder
post-configure erledigen.Handhabung von BenutzereingabenSollte der Port Eingaben vom Benutzer benötigen,
muss IS_INTERACTIVE im
Makefile des Ports gesetzt werden. Dies
erlaubt overnight builds Ihren Port zu
überspringen, falls der Nutzer die Variable
BATCH setzt (setzt der Nutzer hingegen die
Variable INTERACTIVE, werden
nur Ports gebaut, die Interaktion vom
Nutzer erwarten). Dies erspart den Rechnern, welche
kontinuierlich Ports bauen, eine Menge Zeit (siehe
unten).Zudem ist es empfohlen, falls sinnvolle Vorgaben für
interaktive Optionen gesetzt sind, die
PACKAGE_BUILDING-Variable zu prüfen
und das interaktive Skript abzuschalten. Dies macht es uns
möglich, Pakete für CDROMs und FTP-Server zu
bauen.Die Konfiguration des MakefileDas Konfigurieren des Makefile ist
sehr einfach und wir schlagen vor, dass Sie zunächst
einen Blick auf vorhandene Beispiele werfen. Zusätzlich
gibt es ein
Beispiel eines Makefile
in diesem Handbuch. Schauen Sie es sich an und verfolgen Sie
bitte die Abfolge der Variablen und Abschnitte in dieser
Vorlage. Damit erleichtern Sie es anderen,
Ihren Port zu lesen.Bedenken Sie bitte die folgenden Probleme in der hier
vorgegebenen Abfolge der Unterabschnitte dieses Kapitels, wenn
Sie Ihr neues Makefile erstellen:Der originale QuelltextLiegt der Quelltext in DISTDIR als eine
standardisierte und mit gzip gepackte Datei in der Art
foozolix-1.2.tar.gz? Falls ja,
können Sie zum nächsten Schritt übergehen.
Falls nicht, sollten Sie versuchen, die Variablen
DISTVERSION, DISTNAME,
EXTRACT_CMD,
EXTRACT_BEFORE_ARGS,
EXTRACT_AFTER_ARGS,
EXTRACT_SUFX, oder
DISTFILES zu ändern. Das hängt
davon ab, wie fremdartig das Distributionsfile Ihres Ports ist
(der häufigste Fall ist
EXTRACT_SUFX=.tar.Z, wenn der Tarball durch
ein normales compress und nicht durch
gzip gepackt wurde).Im schlimmsten Fall können Sie einfach Ihre eigene
Vorgabe mittels do-extract erzeugen
und die Standardvorgabe überschreiben; aber dies sollte
in den wenigsten Fällen, wenn überhaupt, notwendig
sein.BezeichnungenDer erste Teil des Makefile
beschreibt die Versionsnummer des Ports und führt ihn in
der richtigen Kategorie auf.PORTNAME und
PORTVERSIONSetzen Sie bitte die Variable
PORTNAME auf den Basisnamen Ihres Ports
und die Variable PORTVERSION auf dessen
Versionsnummer.PORTREVISION und
PORTEPOCHPORTREVISIONDie PORTREVISION-Variable ist ein
streng monoton wachsender Wert, welcher auf 0
zurückgesetzt wird, nachdem
PORTVERSION erhöht wurde (d.h.
jedes Mal, wenn ein offizielles Release erfolgt). Sie wird
an den Namen des Pakets angehängt, wenn sie ungleich
0 ist. Änderungen an PORTREVISION
werden von automatisierten Werkzeugen (z.B.
&man.pkg.version.1;) genutzt, um anzuzeigen, dass ein
neues Paket verfügbar ist.PORTREVISION sollte jedes Mal
erhöht werden, wenn eine Änderung am Port
erfolgt, die beträchtliche Auswirkungen auf den
Inhalt oder Struktur des aus dem Port erzeugten Pakets
zur Folge hat.Beispiele dafür, wann
PORTREVISION erhöht werden
sollte:Hinzufügen von Patches, welche
Sicherheitslücken schließen, Fehler
beseitigen oder neue Funktionalität zum Port
hinzufügen.Änderungen am Makefile
des Ports, welche compile-time-Optionen
hinzufügen oder entfernen.Änderungen bezüglich Packliste oder am
Verhalten während der Installation des Pakets
(d.h. Änderungen an einem Skript, welches
Ausgangsdaten für das Paket erzeugt, wie z.B.
SSH-Hostschlüssel).Versionssprung einer Shared-Library, welche eine
Abhängigkeit dieses Ports ist (In diesem Fall
würde ein Anwender bei der Installation des alten
Pakets scheitern, falls er eine neue Version der
Abhängigkeit bereits installiert hat, weil nach
der alten Bibliothek libfoo.x anstatt nach
libfoo.(x+1)) gesucht wird).Schleichende Änderungen am Distfile, welche
bedeutende funktionale Änderungen verursachen,
d.h. Änderungen des Distfile erfordern eine
Korrektur an distinfo, ohne dass
damit zusammenhängend die
PORTVERSION verändert wird,
obwohl ein diff -ru zwischen der
alten und der neuen Version bedeutende
Veränderungen am Code nachweist.Beispiele für Änderungen, welche keine
Erhöhung von PORTREVISION
erfordern:Stilistische Änderungen am Grundgerüst
des Ports ohne funktionale Änderungen am daraus
resultierenden Paket.Änderungen an der Variable
MASTER_SITES oder andere
funktionale Änderungen, welche das resultierende
Paket nicht verändern.Marginale Patches am Distfile wie die Korrektur
von Tippfehlern, welche nicht wichtig genug sind, um
dem Benutzer die Bürde eines Upgrades
aufzuerlegen.Build fixes, die ein Paket erst kompilierbar
machen, welches ohne diese Änderungen vorher
nicht erzeugt werden konnte (solange die
Änderungen keine funktionale Differenz bringen
auf Plattformen, auf denen dieses Paket schon vorher
gebaut werden konnte). Da
PORTREVISION den Inhalt des Pakets
wiederspiegelt, ist es nicht notwendig
PORTREVISION zu erhöhen, wenn
das Paket vorher nicht erstellt werden konnte.Als Faustregel gilt: Stellen Sie sich die Frage, ob
die durchgeführte Änderung am Port jedem hilft
(entweder aufgrund einer Verbesserung, Beseitigung eines
Fehlers, oder der Annahme, dass das neue Paket
überhaupt erst funktioniert) und wägen Sie es
gegen den Umstand ab, dass jedermann, der seine
Ports-Sammlung regelmässig auf dem neuesten Stand
hält, zu einer Aktualisierung gezwungen wird.
Falls Sie die Frage positiv beantworten sollten,
erhöhen Sie die Variable
PORTREVISION.PORTEPOCHVon Zeit zu Zeit geschieht es, dass irgendjemand
(Drittanbieter von Software oder FreeBSD Ports Committer)
etwas Dummes tut und eine Version einer Software
veröffentlicht, deren Versionsnummer niedriger ist
als die der vorherigen. Ein Beispiel hierfür ist
ein Port, der von foo-20000801 auf foo-1.0 geändert
wird (der Erstere wird fälschlicherweise als neue
Version behandelt, weil 2000801 ein numerisch
größerer Wert ist als 1).In Situationen wie diesen sollte die Variable
PORTEPOCH erhöht werden. Wenn
PORTEPOCH größer als 0 ist,
wird sie an den Namen des Pakets angehängt, wie in
Abschnitt 0 oberhalb bereits beschrieben.
PORTEPOCH darf niemals verringert oder
auf 0 gesetzt werden, weil der Vergleich des Pakets mit
einem früheren Zeitpunkt scheitern würde (d.h.
das Paket würde niemals als veraltet erkannt werden):
Die neue Versionsnummer (1.0,1 im
obigen Beispiel) ist immer noch numerisch kleiner als die
vorherige Version (2000801), aber das Suffix
,1 wird von automatisierten Werkzeugen
gesondert behandelt und wird als größer
erkannt, als das implizit angenommene Suffix
,0 im früheren Paket.Das Entfernen oder Zurücksetzen von
PORTEPOCH führt zu unendlichem
Ärger. Wenn Sie die obigen Ausführungen nicht
vollständig verstanden haben, lesen Sie es bitte
unbedingt nochmals bis Sie es vollständig
verinnerlicht haben, oder fragen Sie vor jeder
Änderung auf den Mailinglisten nach!Es wird erwartet, dass PORTEPOCH
für die weitaus überwiegende Zahl der Ports
nicht verwendet wird und der verantwortungsvolle und
vorausschauende Umgang mit PORTVERSION
macht es meist überflüssig, falls ein
späteres Release die Versionsstruktur ändern
sollte. Vorsicht ist geboten, wenn ein Release einer
Drittanbieter-Software ohne eine offizielle Versionsnummer
veröffentlicht wird, wie z.B. bei
Snapshot-Versionen. Man ist versucht,
das Release mit dem jeweiligen Datum zu bezeichnen,
was unweigerlich zu den oben beschriebenen Problemen
führt, wenn das nächste
offizielle Release erscheint.Wenn z.B. ein Snapshot zum Datum 20000917
veröffentlicht wird und die vorherige Version der
Software war 1.2, dann sollte der Snapshot die
PORTVERSION 1.2.20000917 oder
ähnlich erhalten und nicht 20000917, damit das
nachfolgende Release, angenommen 1.3, immer noch einen
größeren numerischen Wert aufweist.Beispiel für den Gebrauch von
PORTREVISION und
PORTEPOCHDer gtkmumble-Port, Version
0.10, befindet sich in der
Ports-Sammlung:PORTNAME= gtkmumble
PORTVERSION= 0.10PKGNAME wird zu
gtkmumble-0.10.Ein Sicherheitsloch wurde entdeckt, das einen lokalen
Patch von FreeBSD erforderlich macht.
PORTREVISION wird entsprechend
erhöht.PORTNAME= gtkmumble
PORTVERSION= 0.10
PORTREVISION= 1PKGNAME wird zu
gtkmumble-0.10_1Eine neue Version wird vom Software-Drittanbieter
veröffentlicht, bezeichnet mit der Version
0.2 (es stellt sich heraus, dass der
Autor beabsichtigte, dass 0.10
eigentlich 0.1.0 bedeuten sollte,
nicht was kommt nach 0.9
– Hoppla, aber nun ist es zu spät).
Da die neue Unterversion 2 numerisch
kleiner ist als die vorherige Version
10, muss PORTEPOCH
erhöht werden, um sicherzustellen, dass das neue
Paket auch als neuer erkannt wird. Da es
ein neues Release des Drittanbieters ist, wird
PORTREVISION auf 0 zurückgesetzt
(oder aus dem Makefile
entfernt).PORTNAME= gtkmumble
PORTVERSION= 0.2
PORTEPOCH= 1PKGNAME wird zu
gtkmumble-0.2,1Das nächste Release ist 0.3. Da
PORTEPOCH niemals verringert wird,
sind die Versionsvariablen nun wie folgt:PORTNAME= gtkmumble
PORTVERSION= 0.3
PORTEPOCH= 1PKGNAME wird zu
gtkmumble-0.3,1Falls PORTEPOCH mit diesem
Upgrade auf 0 zurückgesetzt
worden wäre, dann würde jemand, der das Paket
gtkmumble-0.10_1 installiert
hätte, das Paket gtkmumble-0.3
nicht als neuer erkennen, da 3 immer
noch numerisch kleiner ist als 10.
Bedenken Sie, dass genau dies der springende Punkt an
PORTEPOCH ist.PKGNAMEPREFIX und
PKGNAMESUFFIXZwei optionale Variablen,
PKGNAMEPREFIX und
PKGNAMESUFFIX, werden verknüpft mit
PORTNAME und
PORTVERSION, um
PKGNAME zu bilden als
${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME}${PKGNAMESUFFIX}-${PORTVERSION}
. Stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass diese
Variablen den Richtlinien
für einen guten Paketnamen entsprechen.
Insbesondere dürfen Sie
keinesfalls einen Bindestrich
(-) in PORTVERSION
verwenden. Falls das Paket den
language- oder
-compiled.specifics-Teil aufweist
(siehe unten) benutzen Sie PKGNAMEPREFIX
oder PKGNAMESUFFIX respektive. Machen Sie
diese Variablen nicht zum Bestandteil von
PORTNAME!LATEST_LINKIn einigen Fällen können mehrere Versionen
einer Applikation gleichzeitig in der Ports-Sammlung sein.
Das index build- und das package build-System müssen
nun in der Lage sein, diese als unterschiedliche Ports zu
erkennen, obwohl diese Versionen alle die gleichen Variablen
PORTNAME,
PKGNAMEPREFIX und sogar
PKGNAMESUFFIX aufweisen. In solchen
Fällen sollte die optionale Variable
LATEST_LINK auf einen unterschiedlichen
Wert für alle Ports gesetzt werden mit Ausnahme des
Haupt-Ports. Beispiele hierfür sind die
editors/vim5 und
editors/vim-Ports und die
www/apache*-Familie. Beachten Sie
bitte, dass die Frage der Auswahl der
wichtigsten Version
(am populärsten,
am besten Unterstützt,
zuletzt gepatcht usw.) ausserhalb der
Möglichkeiten dieses Handbuches liegt. Wir sagen Ihnen
nur, wie Sie die anderen Ports spezifizieren, nachdem Sie
den Haupt-Port erkoren haben.Namensregeln für PaketeIm Folgenden finden Sie die Regeln für die
Benennung Ihrer Pakete. Diese sollen gewährleisten,
dass das Paketverzeichnis leicht zu durchsuchen ist, da es
bereits abertausende Pakete gibt und die Nutzer sich mit
Schauder abwenden, wenn Ihre Augen überstrapaziert
werden!Der Paketname soll aussehen wie
language_region-name-compiled.specifics-version.numbers.Der Paketname ist definiert als
${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME}${PKGNAMESUFFIX}-${PORTVERSION}
. Stellen Sie bitte sicher, dass die Variablen
Ihres Ports diesem Format entsprechen.FreeBSD bemüht sich ausserordentlich, die
Landessprachen seiner Nutzer zu unterstützen.
Die language-Variable soll
eine Abkürzung mit 2 Buchstaben sein der Sprachen
gemäß ISO-639, falls der Port für eine
bestimmte Sprache spezifisch ist.
Beispiele hierfür sind ja
für Japanisch, ru für
Russisch, vi für Vietnamesisch,
zh für Chinesisch,
ko für Koreanisch und
de für Deutsch.Sollte der Port spezifisch sein für eine
gewisse Region innerhalb eines Sprachraumes, dann
fügen Sie bitte auch den Ländercode mit 2
Buchstaben hinzu. Beispiele sind
en_US für nordamerikanisches
Englisch und fr_CH für
schweizerisches Französisch.Der language-Teil muss
in der PKGNAMEPREFIX-Variable gesetzt
werden.Der erste Buchstabe des
name-Teils muss kleingeschrieben
werden (der Rest des Namens kann Großbuchstaben
enthalten. Daher seien Sie bitte umsichtig, wenn Sie den
Namen einer Software konvertieren, welche
Grossbuchstaben enthält).
Es ist Tradition, Perl 5-Module durch
ein vorstehendes p5- und durch
Umwandlung des doppelten Doppelpunktes in Bindestriche
zu bezeichnen. So wird z.B. aus dem
Data::Dumper-Modul der
p5-Data-Dumper-Port.Vergewissern Sie sich, dass der Name des Ports und
seine Versionsnummer klar getrennt sind und in den
Variablen PORTNAME und
PORTVERSION stehen. Der einzige
Grund, um in PORTNAME einen
Versionsteil aufzunehmen ist der, dass die Software
wirklich so bezeichnet wird, wie z.B. die Ports
textproc/libxml2 oder
japanese/kinput2-freewnn.
Ansonsten sollte PORTNAME keine
versionsspezifischen Bestandteile aufweisen. Es ist
vollkommen normal, dass viele Ports den gleichen
PORTNAME aufweisen wie z.B. die
www/apache*-Ports. In diesem Falle
werden unterschiedliche Versionen (und unterschiedliche
Indexeinträge) unterschieden durch die Werte von
PKGNAMEPREFIX,
PKGNAMESUFFIX und
LATEST_LINK.Falls der Port mit verschiedenen, fest kodierten
Vorgaben (üblicherweise Teil des
Verzeichnisnamens in einer Familie von Ports) gebaut
werden kann, dann soll der
-compiled.specifics-Teil die
einkompilierten Vorgaben anzeigen (der Bindestrich ist
optional). Beispiele hierfür sind
Papiergrößen und Font-Einheiten.Der
-compiled.specifics-Teil
muss in der Variablen PKGNAMESUFFIX
gesetzt werden.Die Versionszeichenfolge sollte einen Bindestrich
(-) am Schluss haben und eine von
Punkten getrennte Liste von Integer-Zahlen und
kleingeschriebenen Buchstaben sein.
Es ist nicht zulässig, einen weiteren Bindestrich
innerhalb des Versionsstrings zu verwenden! Die einzige
Ausnahme hiervon ist die Zeichenfolge
pl (bedeutet
patchlevel), welche
nur dann gebraucht werden darf,
wenn die Applikation über keine
Haupt– oder Unterversionsnummern
verfügt. Wenn die Versionsbezeichnung der Software
Zeichenketten wie alpha,
beta, rc oder
pre enthält, dann nehmen Sie bitte
den ersten Buchstaben daraus und setzen ihn unmittelbar
hinter einen Punkt.
Falls die Versionszeichenfolge nach diesem Punkt
fortgesetzt wird, sollen die Zahlen ohne einen Punkt
zwischen den einzelnen Buchstaben folgen.Das Ziel ist es, die Ports anhand der
Versionszeichenfolge zu sortieren. Stellen Sie bitte
unbedingt sicher, dass die Bestandteile der
Versionsnummer immer durch einen Punkt getrennt sind
und falls Datumsangaben verwandt werden diese im Format
yyyy.mm.dd und nicht dd.mm.yyyy oder gar dem nicht Y2K-kompatiblen Format
yy.mm.dd vorliegen.Hier sind einige reale Beispiele, die aufzeigen,
wie man den Namen einer Applikation zu einem
vernünftigen Paketnamen umwandelt:SoftwarenamePKGNAMEPREFIXPORTNAMEPKGNAMESUFFIXPORTVERSIONGrundmule-2.2.2(leer)mule(leer)2.2.2Keine Änderung erforderlichEmiClock-1.0.2(leer)emiclock(leer)1.0.2keine Großbuchstaben für einzelne
Applikationenrdist-1.3alpha(leer)rdist(leer)1.3.aKeine Zeichenketten wie
alpha erlaubtes-0.9-beta1(leer)es(leer)0.9.b1keine Zeichenketten wie beta
erlaubtmailman-2.0rc3(leer)mailman(leer)2.0.r3keine Zeichenketten wie rc
erlaubtv3.3beta021.src(leer)tiff(leer)3.3Was sollte denn das eigentlich sein?tvtwm(leer)tvtwm(leer)pl11Versionsstring zwingend erforderlichpiewm(leer)piewm(leer)1.0Versionsstring zwingend erforderlichxvgr-2.10pl1(leer)xvgr(leer)2.10.1pl nur erlaubt, wenn keine
Versionsnummer vorhandengawk-2.15.6ja-gawk(leer)2.15.6Japanische Sprachversionpsutils-1.13(leer)psutils-letter1.13Papergröße beim Paketbau fix
kodiertpkfonts(leer)pkfonts3001.0Paket für 300 DPI SchriftartenFalls es in der Originalquelle überhaupt keinen
Anhaltspunkt für irgendeine Versionsbezeichnung gibt
und es unwahrscheinlich ist, dass der Autor jemals eine neue
Version veröffentlichen wird, dann setzen Sie bitte die
Version einfach auf 1.0 (wie im obigen
Beispiel piewm). Sie können auch den
Autor fragen oder eine Datumszeichenfolge
(yyyy.mm.dd)
als Version verwenden.KategorisierungCATEGORIESWenn ein Paket erzeugt wird, dann wird es unter
/usr/ports/packages/All abgelegt und
von einem oder mehreren Unterverzeichnissen werden auf
/usr/ports/packages Links erstellt.
Die Namen dieser Unterverzeichnisse werden durch die
Variable CATEGORIES festgelegt.
Dies geschieht, um dem Nutzer zu helfen, eine große
Zahl von Paketen auf einer FTP-Webseite oder einer CD/DVD
zu durchsuchen.
Bitte werfen Sie einen Blick auf die Aktuelle Liste der
Kategorien und suchen Sie die beste Kategorie
für Ihren Port aus.Diese Liste legt auch fest, an welcher Stelle in der
Ports-Sammlung der Port eingefügt wird. Falls Sie
mehrere Kategorien angeben wird angenommen, dass die Dateien
des Ports im Unterverzeichnis mit dem Namen der ersten
angegebenen Kategorie liegen. Schauen Sie bitte unten für weitere
Informationen darüber, wie man die richtige Kategorie
bestimmt.Aktuelle Liste der KategorienHier ist die aktuelle Liste der Kategorien. Die mit
einem Asterisk (*) bezeichneten sind
virtuelle Kategorien, also solche,
welche über kein eigenes Unterverzeichnis in der
Ports-Sammlung verfügen. Sie werden nur als
Sekundärkategorien benutzt und sind nur für
Suchzwecke eingerichtet worden.Für nicht-virtuelle Kategorien finden Sie eine
einzeilige Beschreibung in der Variable
COMMENT im
Makefile des jeweiligen
Unterverzeichnisses.KategorieBeschreibungAnmerkungaccessibilityPorts für behinderte Menschen.afterstep*Ports für den AfterStep
Window Manager.arabicArabische Sprachunterstützung.archiversArchivierungswerkzeuge.astroPorts für Astronomie.audioSound-Unterstützung.benchmarksBenchmarking-Werkzeuge.biologySoftware für Biologie.cadCAD-Werkzeuge.chineseChinesische Sprachunterstützung.commsKommunikationsprogramme.Hauptsächlich Software für serielle
Schnittstellen.convertersZeichensatz-Konverter.databasesDatenbanken.deskutilsDinge, die vor der Erfindung des Computers
auf dem Schreibtisch waren.develEntwicklungs-Werkzeuge.Legen Sie keine Bibliotheken hier ab, nur weil
es Bibliotheken sind, es sei denn, sie gehören
wirklich nirgendwo anders hin.dnsDNS-bezogene Software.editorsallgemeine Editoren.Spezielle Editoren gehören in Ihre
jeweilige Kategorie, (z.B. gehört ein
mathematischer Formeleditor in
math).elisp*Emacs-lisp-Ports.emulatorsEmulatoren für andere Betriebssysteme.
Terminal-Emulatoren gehören
nicht hierher; X-basierende
gehören zu x11 und
text-basierende zu comms oder
misc, abhängig von deren
genauer Funktionalität.financeFinanz-Software und ähnliches.frenchFranzösische Sprachunterstützung.
ftpFTP Client- und Server-Werkzeuge.Falls Ihr Port sowohl FTP als auch HTTP
unterstützt, stellen Sie ihn in
ftp mit der Zweitkategorie
www.gamesSpiele.geography*geografische Software.germanDeutsche Sprachunterstützung.gnome*Ports für GNOMEgraphicsgrafische Werkzeuge.gnustep*Software für GNUstep.hamradio*Software für Amateurfunk.haskell*Software für die
Haskell-Programmiersprache.hebrewHebräische Sprachunterstützung.
hungarianUngarische Sprachunterstützung.ipv6*IPv6-bezogene Software.ircInternet Relay Chat (IRC)-Werkzeuge.japaneseJapanische Sprachunterstützung.javaSoftware für die Java-Programmiersprache.
Die java-Kategorie sollte
nicht die Einzige für einen Port sein mit
Ausnahme der direkt nur mit der Programmiersprache
zusammenhängenden Applikationen. Porter sollten
java nicht als Hauptkategorie
eines Ports wählen.kde*Ports für das K Desktop Environment
(KDE)-Projekt.kld*Kernelmodule.koreanKoreanische Sprachunterstützung.langProgrammiersprachen.linux*Linux-Applikationen und -Werkzeuge.lisp*Software für die Lisp-Programmiersprache.
mailMail-Software.mathNumerische Berechnungen und andere
mathematische Werkzeuge.mboneMBone-Applikationen.miscVerschiedene Werkzeuge.Hauptsächlich Werkzeuge, die nicht
anderswo hingehören. Versuchen Sie, falls
irgend möglich, eine bessere Kategorie
für Ihren Port zu finden als
misc, weil Ports hier leicht
untergehen.multimediaMultimedia-Software.netVerschiedene Netzwerk-Software.net-imInstant Messaging-Software.net-mgmtNetzwerk-Management-Software.net-p2pPeer to peer-Netzwerkprogramme.newsUSENET News-Software.palmSoftware für Palm™.
parallel*Applikationen für paralleles Rechnen.
pear*Ports für das Pear PHP-Framework.perl5*Ports, welche Perl
Version 5 benötigen.plan9*Verschiedene Programme von Plan9.
polishPolnische Sprachunterstützung.ports-mgmtHilfsprogramme für das Installieren und
Entwickeln von FreeBSD Ports und Paketen.portuguesePortugiesische Sprachunterstützung.
printDrucker-Software.Desktop Veröffentlichungs-Werkzeuge (DTP,
Betrachter etc.) gehören auch hierher.python*Software für Python.
ruby*Software für Ruby.
rubygems*Ports für RubyGems-Pakete.
russianRussische Sprachunterstützung.scheme*Software für die
Scheme-Programmiersprache.scienceWissenschaftliche Programme, die in keine
andere Kategorie passen wie z.B.
astro,
biology und
math.securitySecurity-Werkzeuge.shellsShells.spanish*Spanische Sprachunterstützung.sysutilsSystem-Werkzeuge.tcl*Ports, welche Tcl benötigen.tcl80*Ports, welche Tcl 8.0 benötigen.tcl82*Ports, welche Tcl 8.2 benötigen.tcl83*Ports, welche Tcl 8.3 benötigen.tcl84*Ports, welche Tcl 8.4 benötigen.textprocTextverarbeitungsprogramme.Dies beinhaltet nicht DTP-Werkzeuge, diese
gehören in print.
tk*Ports, welche Tk benötigen.tk80*Ports, welche Tk 8.0 benötigen.tk82*Ports, welche Tk 8.2 benötigen.tk83*Ports, welche Tk 8.3 benötigen.tk84*Ports, welche Tk 8.4 benötigen.tkstep80*Ports, welche TkSTEP 8.0 benötigen.
ukrainianUkrainische Sprachunterstützung.vietnameseVietnamesische Sprachunterstützung.
windowmaker*Ports für den WindowMaker Window-Manager.
wwwSoftware für das World Wide Web (WWW).
HTML-Werkzeuge gehören auch hierher.
x11X-Window-System und dergleichen.Diese Kategorie ist nur für Software,
welche direkt X unterstützt.
Fügen Sie keine normalen X-Applikationen hinzu.
Die meisten davon gehören in eine andere
x11-*-Kategorie (siehe unten).
Falls Ihr Port eine X-Applikation
ist, dann definieren Sie bitte
USE_XLIB (impliziert durch
USE_IMAKE) und fügen ihn der
entsprechenden Kategorie hinzu.x11-clocksX11-Uhren.x11-driversX11-Treiber.x11-fmX11-Dateimanager.x11-fontsX11-Schriftarten und Werkzeuge.x11-serversX11-Server.x11-themesX11-Themes.x11-toolkitsX11-Toolkits.x11-wmX11-Window-Manager.xfce*Ports in Zusammenhang mit Xfce.zope*Zope-Unterstützung.
Wählen der richtigen KategorieDa viele der Kategorien sich überlappen,
müssen Sie oft festlegen, welches die primäre
Kategorie Ihres Ports ist. Hierzu gibt es einige Regeln,
welche diese Auswahl bestimmen. Hier ist die Liste der
Regeln mit abnehmender Wichtigkeit:Die erste (primäre) Kategorie muss eine
physische (keine virtuelle, siehe oben) sein. Dies
ist notwendig damit Pakete erstellt werden können.
Die nachfolgenden Kategorien können wahllos
virtuelle oder physische Kategorien sein.Sprachspezifische Kategorien kommen immer zuerst.
Wenn Ihr Port z.B. Japanische X11-Schriftarten
installiert, dann muss Ihre
CATEGORIES-Zeile
japanese x11-fonts
enthalten.Spezifische Kategorien werden vor weniger
spezifischen Kategorien aufgelistet. Ein HTML-Editor
sollte z.B. als www editors
aufgeführt werden und nicht umgekehrt.
Genauso sollten Sie keinen Port unter
net aufführen, wenn er zu
irc, mail,
mbone, news,
security oder
www passt, da
net stillschweigend eingeschlossen
ist in diesen Kategorien.x11 wird nur als sekundäre
Kategorie benutzt, wenn die primäre Kategorie eine
sprachspezifische ist. Keinesfalls sollten Sie
x11 in die Kategorie-Zeile einer
X-Applikation setzen.Emacs modes gehören
in die gleiche Kategorie wie die vom jeweiligen mode
unterstützte Applikation und nicht in
editors. Ein
Emacs mode z.B. für das
Editieren von Quelltext einer bestimmten
Programmiersprache gehört zur Kategorie
lang.Für Ports, die vom Benutzer ladbare Kernelmodule
installieren, sollte die virtuelle Kategorie
kld in die
CATEGORIES-Zeile aufgenommen
werden.misc sollte nicht zusammen mit
irgendeiner anderen nicht-virtuellen Kategorie
auftreten. Falls Sie misc mit einer
anderen Kategorie in CATEGORIES haben
bedeutet dies, dass Sie gefahrlos
misc streichen und die andere
Kategorie alleine verwenden können!Falls Ihr Port wirklich in keine andere Kategorie
passt, verwenden Sie bitte
misc.Falls Sie sich über die Kategorie im Unklaren sind,
hinterlassen Sie bitte einen Kommentar in Ihrem per
&man.send-pr.1; eingereichten Bericht, damit wir diese Frage
vor dem Import diskutieren können. Falls Sie ein
Committer sind, schicken Sie bitte eine Nachricht an
&a.ports;, damit die Frage im Vorhinein erörtert werden
kann. Neue Ports werden zu häufig falsch kategorisiert
und werden sofort wieder verschoben. Das bläht das
Master Source Repository unnötig auf.Eine neue Kategorie vorschlagenDa die Ports-Sammlung über viele Jahre gewachsen
ist, wurden viele neue Kategorien hinzugefügt. Neue
Kategorien können virtuell (ohne
eigenes Unterverzeichnis in der Ports-Sammlung) oder
physisch sein.
Der nachfolgende Text führt einige Punkte auf, welche
bei der Neueinführung einer physischen Kategorie
beachtet werden müssen, damit Sie dies bei einem
eventuellen Vorschlag Ihrerseits berücksichtigen
können.Unsere bestehende Maxime ist die Vermeidung der
Neuanlage von physischen Kategorien, solange nicht eine
große Zahl von Ports zugeordnet werden können
oder falls ihr nicht Ports zugehören würden,
welche eine logisch abgegrenzte Gruppe von limitiertem
öffentlichem Interesse zugehören würden
(zum Beispiel neue Sprachkategorien) oder vorzugsweise
beides.Die Erklärung dafür ist, dass eine Neuanlage
einer physischen Kategorie einen erheblichen
Arbeitsaufwand sowohl für die Committer als
auch diejenigen Nutzer bedeutet, welche die Änderungen
der Ports-Sammlung nachvollziehen. Zusätzlich
verursachen Vorschläge für neue Kategorien oftmals
Kontroversen (natürlich deswegen, weil es keinen klaren
Konsens darüber gibt, welche Kategorie als zu
groß betrachtet werden muss noch ob sich
bestimmte Kategorien zur einfachen Suche eignen (und wie
viele Kategorien überhaupt ideal wären) und so
weiter).Hier ist das Prozedere:Schlagen Sie die neue Kategorie auf &a.ports; vor.
Sie sollten eine detaillierte Begründung für
die neue Kategorie beifügen einschließlich
einer Erklärung, warum Sie meinen, die
existierenden Kategorien seien nicht ausreichend.
Zeigen Sie außerdem eine Liste der zu
verschiebenden Ports (falls neue Ports in
GNATS auf ihren commit
warten, die in diese Kategorie passen würden.
Listen Sie diese bitte auch mit auf). Sind Sie der
Maintainer oder Einreicher dieser Ports, erwähnen
Sie es bitte. Es verleiht Ihrem Vorschlag mehr
Gewicht.Nehmen Sie an der Diskussion teil.Falls es Unterstützung für Ihren Vorschlag
geben sollte, reichen Sie bitte einen PR ein, welcher
die Begründung und die Liste der betroffenen Ports
enthält, die verschoben werden müssen.
Idealerweise sollte der PR Patches für Folgendes
enthalten:Makefiles für die
neuen Ports nach dem RepocopyMakefile für die neue
KategorieMakefile für die alten
Kategorien der betroffenen PortsMakefiles für Ports,
welche von den alten Ports abhängenFür zusätzliches Ansehen sorgen Sie,
wenn Sie die anderen Dateien, die geändert
werden müssen, beifügen wie in der
Direktive des Committer's Guide beschrieben.Da es die Ports-Infrastruktur beeinflusst und nicht
nur die Durchführung von Repocopies und
möglicherweise sogar Regressionstests auf dem Build
Cluster durchgeführt werden müssen, sollte der
PR dem Ports Management Team &a.portmgr; zugeordnet
werden.Sobald der PR bestätigt wurde muss ein
Committer den Rest der Prozedur durchführen, welche
im
Committers Guide beschrieben ist.Das Vorschlagen einer neuen virtuellen Kategorie ist
ähnlich, aber wesentlich weniger aufwendig, weil
keine Ports verschoben werden müssen. In diesem Falle
müssen nur die Patches an den PR beigefügt werden,
welche die neue Kategorie zur Variable
CATEGORIES der betroffenen Ports
hinzufügen.Vorschlagen einer Neuorganisation aller
KategorienVon Zeit zu Zeit schlägt jemand eine komplette
Neuorganisation aller Ports, entweder mit einer zweistufigen
Struktur oder irgendeiner Art von
Schlüsselwörtern, vor. Bis heute wurde keiner
dieser Vorschläge umgesetzt, weil sie zwar einfach
zu machen sind, aber der Aufwand zur Umsetzung und
Reorganisation der kompletten Ports-Sammlung schlichtweg
mörderisch wäre. Bitte lesen Sie die Geschichte
dieser Vorschläge in den Archiven der Mailinglisten
nach, bevor Sie diese Ideen nochmals unterbreiten. Zudem
sollten Sie gewappnet sein, dass man Sie auffordert, einen
arbeitsfähigen Prototyp vorzulegen.Die DistributionsdateienDer zweite Teil des Makefile
beschreibt die Dateien, welche heruntergeladen werden
müssen, um den Port zu bauen und wo diese Dateien zu
finden sind.DISTVERSION/DISTNAMEDISTNAME ist der Name der Applikation
wie er von den Autoren vergeben wurde.
DISTNAME hat als Vorgabe
${PORTNAME}-${PORTVERSION} also
überschreiben Sie diese Vorgabe nur, wenn es notwendig
ist. DISTNAME wird nur an zwei Stellen
genutzt. Erstens: (DISTFILES) hat als
Vorgabe
${DISTNAME}${EXTRACT_SUFX}.
Zweitens: Die Distributionsdatei soll in einem
Unterverzeichnis namens WRKSRC
extrahiert werden, dessen Vorgabe
work/${DISTNAME}
ist.Manche Drittanbieter-Namen, welche nicht in das Schema
${PORTNAME}-${PORTVERSION} passen,
können durch Setzen von DISTVERSION
automatisch behandelt werden. PORTVERSION
und DISTNAME werden automatisch
abgeleitet, können aber natürlich manuell
überschrieben werden. Die folgende Tabelle führt
einige Beispiele auf:DISTVERSIONPORTVERSION0.7.1d0.7.1.d10Alpha310.a33Beta7-pre23.b7.p28:f_178f.17PKGNAMEPREFIX und
PKGNAMESUFFIX beeinflussen
DISTNAME nicht. Beachten Sie bitte
auch, dass Sie DISTNAME
unverändert lassen sollten, falls
WRKSRC denselben Wert hat wie
work/${PORTNAME}-${PORTVERSION}
und gleichzeitig dass Archiv des originalen Quelltextes
anders benannt ist als
${PORTNAME}-${PORTVERSION}${EXTRACT_SUFX}.
Es ist einfacher
DISTFILES zu definieren, als
DISTNAME und WRKSRC
(und möglicherweise EXTRACT_SUFX)
zu setzen.MASTER_SITESDokumentieren Sie das Verzeichnis der FTP/HTTP-URL,
welche auf den originalen Tarball zeigt, in der Variable
MASTER_SITES. Bitte vergessen Sie
niemals den Schrägstrich (/)
am Ende!Die make-Makros werden versuchen,
diese Festlegung für die Aufbereitung der
Distributionsdateien mittels FETCH zu
benutzen, falls sie diese nicht schon auf dem System
finden.Es wird empfohlen, mehrere Webseiten in dieser Liste
aufzuführen, vorzugsweise auf verschiedenen
Kontinenten. Dies ist ein Schutz gegen Probleme bei
größeren Ausfällen im Internet.
Wir planen sogar Unterstützung einzubauen,
die automatisch einen Server in der Nähe zum
Herunterladen bestimmt. Die Verfügbarkeit von
vielen Webseiten wird dieses Vorhaben beträchtlich
erleichtern.Falls der originale Tarball Teil eines populären
Archivs ist, wie X-contrib, GNU oder Perl CPAN, können
Sie möglicherweise auf diese Seiten in einer einfachen
und kompakten Form mittels
MASTER_SITE_*
(d.h., MASTER_SITE_XCONTRIB,
MASTER_SITE_GNU und
MASTER_SITE_PERL_CPAN) referenzieren.
Setzen Sie einfach MASTER_SITES auf eine
dieser Variablen und MASTER_SITE_SUBDIR
auf den Pfad innerhalb des Archivs. Hier ist ein
Beispiel:MASTER_SITES= ${MASTER_SITE_XCONTRIB}
MASTER_SITE_SUBDIR= applicationsDiese Variablen werden in
/usr/ports/Mk/bsd.sites.mk definiert.
Es werden ständig neue Einträge hinzugefügt,
daher stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass Sie die
neueste Version verwenden, bevor Sie einen Port
einschicken.Der Nutzer kann ebenfalls die Variable
MASTER_SITE_* in der
/etc/make.conf setzen. Dadurch werden
unsere Vorgaben überschrieben und stattdessen werden
die Spiegel-Server seiner Wahl für die populären
Archive genutzt.EXTRACT_SUFXFalls Sie eine Distributionsdatei haben, die ein
eigentümliches Suffix nutzt, um die Art der
Kompression anzuzeigen, dann setzen Sie
EXTRACT_SUFX.Ist die Distributionsdatei zum Beispiel im Stil von
foo.tgz anstatt des normalen
foo.tar.gz benannt, würden Sie
schreiben:DISTNAME= foo
EXTRACT_SUFX= .tgzFalls erforderlich, setzen die Variablen
USE_BZIP2 und USE_ZIP
automatisch EXTRACT_SUFX auf
.tar.bz2 oder .zip.
Falls keine der beiden gesetzt ist, dann verwendet
EXTRACT_SUFX die Vorgabe
.tar.gz.Sie müssen niemals beide Variablen
EXTRACT_SUFX und
DISTFILES setzen.DISTFILESManchmal haben die zu ladenden Dateien keinerlei
Ähnlichkeit mit dem Namen des Ports. Es könnte
z.B. source.tar.gz oder ähnlich
heißen. In anderen Fällen könnte der
Quelltext in mehreren Archiven sein und alle müssen
heruntergeladen werden.Falls dies der Fall ist, setzen Sie
DISTFILES als eine durch Leerzeichen
getrennte Liste aller Dateien, die geladen werden
müssen.DISTFILES= source1.tar.gz source2.tar.gzWenn nicht ausdrücklich gesetzt, verwendet
DISTFILES als Vorgabe
${DISTNAME}${EXTRACT_SUFX}.EXTRACT_ONLYFalls nur einige der DISTFILES
extrahiert werden müssen (z.B. eine Datei ist der
Quelltext und eine andere ist ein unkomprimiertes Dokument),
dann listen Sie die zu extrahierenden Dateien in
EXTRACT_ONLY auf.DISTFILES= source.tar.gz manual.html
EXTRACT_ONLY= source.tar.gzFalls keine der
DISTFILES unkomprimiert sein sollte,
dann setzen Sie EXTRACT_ONLY auf einen
leeren String.EXTRACT_ONLY=PATCHFILESFalls Ihr Port zusätzliche Patches benötigt,
welche per FTP oder HTTP verfügbar sind, dann setzen
Sie PATCHFILES auf den Namen der Dateien
und PATCH_SITES auf die URL des
Verzeichnisses, das diese Patches enthält (das Format
ist das gleiche wie MASTER_SITES).Falls ein Patch wegen einiger zusätzlicher
Pfadnamen nicht relativ zum Anfang des Quelltextbaumes
(d.h., WRKSRC) liegt, dann setzen Sie
bitte PATCH_DIST_STRIP entsprechend.
Wenn z.B. alle Pfadnamen in diesem Patch ein
zusätzliches foozolix-1.0/ vor ihren
Dateinamen aufweisen, dann setzen Sie bitte
PATCH_DIST_STRIP=-p1.Kümmern Sie sich nicht darum, ob die Patches
komprimiert sind. Sie werden automatisch dekomprimiert,
wenn die Dateinamen auf .gz oder
.Z enden.Falls der Patch zusammen mit anderen Dateien in einem
gezippten Tarball verteilt wird (z.B. mit Dokumentation),
dann können Sie nicht PATCHFILES
verwenden. In diesem Fall fügen Sie den Namen und den
Ort dieses Tarballs zu DISTFILES und
MASTER_SITES. Benutzen Sie dann die
EXTRA_PATCHES-Variable, um auf diese
Dateien zu zeigen und bsd.port.mk
wird automatisch diese Dateien nutzen. Kopieren Sie
niemals Patch-Dateien in das
PATCHDIR-Verzeichnis, weil es
möglicherweise nicht beschreibbar ist.Der Tarball wird zusammen mit dem anderen Quelltext
extrahiert werden. Eine ausdrückliche Dekomprimierung
eines mit gzip oder compress erzeugten Tarball ist nicht
notwendig. Sollten Sie dies dennoch vorgeben, so beachten
Sie bitte peinlich genau, dass Sie nichts
überschreiben, was bereits im Verzeichnis vorhanden
ist. Vergessen Sie auch nicht den kopierten Patch im
Target von pre-clean zu
entfernen.Verschiedene Distributionsdateien oder Patches von
verschiedenen Seiten und Verzeichnissen
(MASTER_SITES:n)(Betrachten Sie es als in irgendeiner Form
fortgeschrittenes Thema.
Neulinge sollten möglicherweise diesen Abschnitt
beim ersten Lesen überspringen).Dieser Abschnitt stellt Informationen über
die Mechanismen zum Herunterladen von Dateien zur
Verfügung und behandelt die Variablen
MASTER_SITES:n und
MASTER_SITES_NN.
Wir beziehen uns im weiteren Text auf diese Variablen
als MASTER_SITES:n.Etwas Hintergrundinformation zu Beginn: OpenBSD
verfügt über eine sehr elegante Option
innerhalb der Variablen DISTFILES und
PATCHFILES. Sowohl Dateien als auch
Patches können mit angehängten
:n-Bezeichnern versehen werden wobei
n in beiden Fällen
[0-9] sein kann und eine
Gruppenzugehörigkeit anzeigt. Ein Beispiel
hierfür ist:DISTFILES= alpha:0 beta:1In OpenBSD wird die Datei alpha
mit der Variable MASTER_SITES0
verknüpft anstatt dem in FreeBSD gebräuchlichen
MASTER_SITES und
beta mit
MASTER_SITES1.Das ist eine sehr interessante Möglichkeit,
die endlose Suche nach der richtigen Download-Seite zu
verkürzen.Stellen Sie sich zwei Dateien in
DISTFILES und 20 Webseiten in der
Variable MASTER_SITES vor. Alle Seiten
sind erschreckend langsam, beta
findet sich auf allen Seiten in
MASTER_SITES und
alpha kann nur auf der zwanzigsten
Seite gefunden werden. Wäre es nicht reine
Verschwendung, wenn der Maintainer alle Seiten zuvor
überprüfen müsste? Kein guter
Start für das wundervolle Wochenende!Übertragen Sie diesen Umstand auf noch mehr
DISTFILES und mehr
MASTER_SITES. Ganz sicher würde
unser distfiles survey master die
Erleichterung sehr zu schätzen wissen, die eine
solche Verringerung der Netzwerkbelastung bringen
würde.In den nächsten Abschnitten sehen Sie die
Implementierung dieser Idee durch FreeBSD. Dabei wurde das
Konzept von OpenBSD ein wenig verbessert.Prinzipielle InformationDieser Abschnitt informiert Sie, wie Sie schnell
ein fein granuliertes Herunterladen von vielen Dateien
und Fehlerbereinigungen von verschiedenen Webseiten und
Unterverzeichnissen bewerkstelligen. Wir beschreiben
hier den Fall der vereinfachten Nutzung von
MASTER_SITES:n. Das ist für die
meisten Szenarien ausreichend. Falls Sie weitere
Informationen benötigen, sollten Sie den
nächsten Abschnitt lesen.Einige Programme bestehen aus mehreren Dateien,
welche von verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden
müssen. Zum Beispiel besteht
Ghostscript aus dem Kern des
Programms und einer großen Zahl von Treiberdateien,
die vom Drucker des Benutzers abhängen. Einige dieser
Treiberdateien werden mit der Kernapplikation mitgeliefert
aber viele müssen von verschiedenen Webseiten
heruntergeladen werden.Um das zu unterstützen, muss jeder Eintrag in
DISTFILES mit einem Komma und
einem tag name abgeschlossen werden.
Jeder in MASTER_SITES aufgeführte
Webseite folgt ein Komma und eine Marke (tag), die
anzeigt, welche Datei von dieser Webseite heruntergeladen
werden kann.Stellen Sie sich bitte eine Applikation vor, deren
Quelltext in zwei Teile aufgeteilt ist,
source1.tar.gz
und source2.tar.gz, welche von zwei
verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden
müssen. Das Makefile des Port
würde Zeilen enthalten wie in
.Vereinfachtes Beispiel für den Gebrauch von
MASTER_SITES:n mit einer Datei pro
WebseiteMASTER_SITES= ftp://ftp.example1.com/:source1 \
ftp://ftp.example2.com/:source2
DISTFILES= source1.tar.gz:source1 \
source2.tar.gz:source2Verschiedene Dateien können die gleiche Marke
aufweisen. Ausgehend vom vorherigen Beispiel nehmen wir
an, dass es noch eine dritte Datei gibt
(source3.tar.gz), welche von
ftp.example2.com heruntergeladen werden
soll. Das Makefile würde dann
aussehen wie .Vereinfachtes Beispiel für den Gebrauch von
MASTER_SITES:n mit mehr als einer
Datei pro WebseiteMASTER_SITES= ftp://ftp.example1.com/:source1 \
ftp://ftp.example2.com/:source2
DISTFILES= source1.tar.gz:source1 \
source2.tar.gz:source2 \
source3.tar.gz:source2Ausführliche InformationIn Ordnung, das vorherige Beispiel reicht nicht
für Ihre Bedürfnisse? In diesem Abschnitt
werden wir im Detail erklären, wie der fein
granulierte Mechanismus zum Herunterladen
(MASTER_SITES:n) funktioniert
und wie Sie Ihre Ports modifizieren, um ihn zu
nutzen.Elemente können nachstehend bezeichnet werden
mit :n
wobei n in diesem Falle
[^:,]+ ist. Das heißt
n könnte theoretisch
jede alphanumerische Zeichenkette sein, aber wir
beschränken sie auf
[a-zA-Z_][0-9a-zA-Z_]+ für
diesen Moment.Zudem ist die Zeichenkette case sensitive; d.h.
n unterscheidet sich von
N.Allerdings dürfen die folgenden Wörter
nicht gebraucht werden, da sie spezielle Bedeutungen
haben: default,
all und ALL
(diese Wörter werden intern genutzt in Punkt
).
Ausserdem ist DEFAULT ein
reserviertes Wort (beachten Sie ).Elemente mit angehängtem
:n gehören zur Gruppe
n, :m
gehört zur Gruppe m
und so weiter.Elemente ohne Anhängsel sind gruppenlos,
d.h. sie gehören alle zu der speziellen Gruppe
DEFAULT. Falls sie an irgendeinem
Element DEFAULT hängen, ist
dies überflüssig, es sei denn Sie wollen,
dass ein Element sowohl zu DEFAULT
als auch anderen Gruppen gleichzeitig gehört
(beachten Sie ).Die folgenden Beispiele sind gleichwertig, aber
das erste Beispiel ist vorzuziehen:MASTER_SITES= alpha
MASTER_SITES= alpha:DEFAULTGruppen sind nicht ausschliessend, d.h. ein
Element kann mehreren Gruppen gleichzeitig
angehören und eine Gruppe wiederum kann entweder
mehrere Elemente oder überhaupt keine aufweisen.
Wiederholte Elemente sind schlicht nur wiederholte
Elemente.Wenn Sie wollen, dass ein Element gleichzeitig zu
mehreren Gruppen gehört, dann können Sie
diese durch ein Komma (,)
trennen.Anstatt jedes Mal ein anderes Anhängsel zu
verwenden und Wiederholungen aufzuführen,
können Sie mehrere Gruppen auf einmal in einem
einzigen Anhängsel bestimmen. Zum Beispiel
markiert :m,n,o ein Element,
welches zu den Gruppen m,
n und o
gehört.Alle folgenden Beispiele sind gleichwertig,
aber das erste Beispiel ist vorzuziehen:MASTER_SITES= alpha alpha:SOME_SITE
MASTER_SITES= alpha:DEFAULT alpha:SOME_SITE
MASTER_SITES= alpha:SOME_SITE,DEFAULT
MASTER_SITES= alpha:DEFAULT,SOME_SITEAlle Webseiten in einer Gruppe werden
gemäß MASTER_SORT_AWK
sortiert. Alle Gruppen innerhalb von
MASTER_SITES und
PATCH_SITES werden genauso
sortiert.Gruppensemantik kann benutzt werden in den
folgenden Variablen: MASTER_SITES,
PATCH_SITES,
MASTER_SITE_SUBDIR,
PATCH_SITE_SUBDIR,
DISTFILES und
PATCHFILES entsprechend der
folgenden Syntax:Elemente mit MASTER_SITES,
PATCH_SITES,
MASTER_SITE_SUBDIR und
PATCH_SITE_SUBDIR müssen
mit einem Schrägstrich beendet werden (
/). Falls Elemente zu
irgendwelchen Gruppen gehören, muss
:n
direkt nach dem Trenner /
stehen. Der
MASTER_SITES:n-Mechanismus
verlässt sich auf das Vorhandensein des
Trennzeichens /, um verwirrende
Elemente zu vermeiden in denen
:n ein zulässiger
Bestandteil des Elementes ist und das Auftreten
von :n die Gruppe
n anzeigt. Aus
Kompatibilitätsgründen (da der
/-Trenner sowohl in
MASTER_SITE_SUBDIR als auch
PATCH_SITE_SUBDIR-Elementen
nicht erforderlich ist) wird, falls das auf das
Anhängsel folgende nächste Zeichen kein
/ ist, auch
:n als gültiger Teil des
Elementes behandelt anstatt als Gruppenzusatz,
selbst wenn ein Element ein angehängtes
:n aufweist. Beachten Sie
sowohl
als auch .Ausführliches Beispiel von
MASTER_SITES:n in
MASTER_SITE_SUBDIRMASTER_SITE_SUBDIR= old:n new/:NEWVerzeichnisse innerhalb der Gruppe
DEFAULT ->
old:nVerzeichnisse innerhalb der Gruppe
NEW -> newAusführliches Beispiel von
MASTER_SITES:n mit
Komma-Operator, mehreren Dateien, mehreren
Webseiten und mehreren
UnterverzeichnissenMASTER_SITES= http://site1/%SUBDIR%/ http://site2/:DEFAULT \
http://site3/:group3 http://site4/:group4 \
http://site5/:group5 http://site6/:group6 \
http://site7/:DEFAULT,group6 \
http://site8/%SUBDIR%/:group6,group7 \
http://site9/:group8
DISTFILES= file1 file2:DEFAULT file3:group3 \
file4:group4,group5,group6 file5:grouping \
file6:group7
MASTER_SITE_SUBDIR= directory-trial:1 directory-n/:groupn \
directory-one/:group6,DEFAULT \
directoryDas vorstehende Beispiel führt zu
einem fein granulierten Herunterladen.
Die Webseiten werden in der exakten Reihenfolge
ihrer Nutzung aufgelistet.file1 wird
heruntergeladen vonMASTER_SITE_OVERRIDEhttp://site1/directory-trial:1/http://site1/directory-one/http://site1/directory/http://site2/http://site7/MASTER_SITE_BACKUPfile2 wird genauso
heruntergeladen wie
file1, da sie zur
gleichen Gruppe gehörenMASTER_SITE_OVERRIDEhttp://site1/directory-trial:1/http://site1/directory-one/http://site1/directory/http://site2/http://site7/MASTER_SITE_BACKUPfile3 wird
heruntergeladen vonMASTER_SITE_OVERRIDEhttp://site3/MASTER_SITE_BACKUPfile4 wird
heruntergeladen vonMASTER_SITE_OVERRIDEhttp://site4/http://site5/http://site6/http://site7/http://site8/directory-one/MASTER_SITE_BACKUPfile5 wird
heruntergeladen vonMASTER_SITE_OVERRIDEMASTER_SITE_BACKUPfile6 wird
heruntergeladen vonMASTER_SITE_OVERRIDEhttp://site8/MASTER_SITE_BACKUPWie gruppiere ich eine der speziellen Variablen
aus bsd.sites.mk, d.h.
MASTER_SITE_SOURCEFORGE?Lesen Sie .Ausführliches Beispiel von
MASTER_SITES:n mit
MASTER_SITE_SOURCEFORGEMASTER_SITES= http://site1/ ${MASTER_SITE_SOURCEFORGE:S/$/:sourceforge,TEST/}
DISTFILES= something.tar.gz:sourceforgesomething.tar.gz wird von
allen Webseiten innerhalb von
MASTER_SITE_SOURCEFORGE
heruntergeladen.Wie nutze ich dies mit
PATCH*-Variablen.In allen Beispielen wurden
MASTER*-Variablen genutzt,
aber sie funktionieren exakt genauso mit
PATCH*-Variablen, wie Sie an
.
sehen können.Vereinfachte Nutzung von
MASTER_SITES:n mit
PATCH_SITES.PATCH_SITES= http://site1/ http://site2/:test
PATCHFILES= patch1:testWas ändert sich für die Ports?
Was ändert sich nicht?Alle bestehenden Ports bleiben gleich. Der Code
für MASTER_SITES:n wird nur
aktiviert, falls es Elemente mit angehängtem
:n
entsprechend den zuvor erwähnten Syntax-Regeln
wie in
gezeigt gibt.Das Target des Port bleibt gleich:
checksum,
makesum,
patch,
configure,
build etc.
Mit der offensichtlichen Ausnahme von
do-fetch,
fetch-list,
master-sites
und patch-sites.do-fetch: nutzt die
neue Gruppierung DISTFILES und
PATCHFILES mit ihren darauf
zutreffenden Gruppenelementen in
MASTER_SITES und
PATCH_SITES welche zutreffende
Gruppenelemente sowohl in
MASTER_SITE_SUBDIR als auch
PATCH_SITE_SUBDIR aufweisen.
Sehen Sie hierzu .fetch-list: arbeitet
wie das alte fetch-list
mit der Ausnahme, dass es nur wie
do-fetch
gruppiert.master-sites
und patch-sites:
(inkompatibel zu älteren Versionen) geben
nur die Elemente der Gruppe
DEFAULT zurück.
Beziehungsweise sie führen genau genommen
die Targets von
master-sites-default und
patch-sites-default
aus.Weiterhin ist der Gebrauch des Target entweder
von master-sites-all oder
patch-sites-all der
direkten Überprüfung von
MASTER_SITES oder
PATCH_SITES vorzuziehen.
Zudem ist nicht garantiert, dass das direkte
Überprüfen in zukünftigen Versionen
funktionieren wird. Sehen Sie
für weitere Informationen zu diesen neuen
Port-Targets.Neue Port-TargetsEs gibt
master-sites-n
und
patch-sites-n-Targets,
welche die Elemente der jeweiligen Gruppe
n innerhalb von
MASTER_SITES und
PATCH_SITES auflisten.
Beispielweise werden sowohl
master-sites-DEFAULT als
auch patch-sites-DEFAULT
die Elemente der Gruppe
DEFAULT,
master-sites-test und
patch-sites-test der
Gruppe test usw.
zurückgeben.Es gibt das neue Target
master-sites-all und
patch-sites-all,
welche die Arbeit der alten Targets
master-sites und
patch-sites
übernehmen. Sie geben die Elemente aller
Gruppen zurück,als würden sie zur
gleichen Gruppe gehören - mit dem Vorbehalt,
dass sie so viele
MASTER_SITE_BACKUP und
MASTER_SITE_OVERRIDE auflisten
wie Gruppen mittels
DISTFILES oder
PATCHFILES definiert sind.
Das gleiche gilt entsprechend für
master-sites-all und
patch-sites-all.DIST_SUBDIRVerhindern Sie, dass Ihr Port das Verzeichnis
/usr/ports/distfiles in Unordnung
bringt. Falls Ihr Port eine ganze Reihe von Dateien
herunterladen muss oder eine Datei enthält,
die einen Namen hat, der möglicherweise mit
anderen Ports in Konflikt stehen könnte
(d.h.Makefile), dann setzen Sie die
Variable DIST_SUBDIR auf den Namen des
Ports (${PORTNAME} oder
${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME}
sollte hervorragend funktionieren). Dies wird
DISTDIR von der Vorgabe
/usr/ports/distfiles auf
/usr/ports/distfiles/DIST_SUBDIR ändern und stellt tatsächlich alle
für Ihren Port benötigten Dateien in dieses
Unterverzeichnis.Es wird zusätzlich nach dem Unterverzeichnis mit
dem gleichen Namen auf der Sicherung der Hauptseite auf
ftp.FreeBSD.org suchen (das
ausdrückliche Setzen von DISTDIR
in Ihrem Makefile wird dies nicht
gewährleisten, also nutzen Sie bitte
DIST_SUBDIR).Dies hat keine Auswirkungen auf die Variable
MASTER_SITES, die Sie in Ihrem
Makefile definieren.ALWAYS_KEEP_DISTFILESFalls Ihr Port binäre Distfiles benutzt und eine
Lizenz aufweist, die verlangt, dass das der Quelltext in
Form binärer Pakete verteilt werden muss, z.B. GPL,
dann wird ALWAYS_KEEP_DISTFILES den
&os; Build Cluster anweisen eine Kopie der Dateien in
DISTFILES vorzuhalten. Nutzer dieser
Ports benötigen generell diese Dateien nicht, daher
ist es ein gutes Konzept, nur dann die Distfiles zu
DISTFILES hinzuzufügen, wenn
PACKAGE_BUILDING definiert ist.Nutzung von
ALWAYS_KEEP_DISTFILES..if defined(PACKAGE_BUILDING)
DISTFILES+= foo.tar.gz
ALWAYS_KEEP_DISTFILES= yes
.endifWenn Sie zusätzliche Dateien zu
DISTFILES hinzufügen,
dann beachten Sie bitte, dass Sie diese auch in
distinfo aufführen.
Zudem werden die zusätzlichen Dateien normalerweise
ebenso in WRKDIR extrahiert,
was für einige Ports zu unbeabsichtigten
Seiteneffekten führen mag und spezielle
Behandlung erfordert.MAINTAINERFügen Sie hier Ihre E-Mailadresse ein. Bitte.
:-)Beachten Sie bitte, dass nur eine einzelne E-Mailadresse
ohne Kommentar in der Variable MAINTAINER
zulässig ist. Das Format sollte
user@hostname.domain sein.
Bitte fügen Sie keinen beschreibenden Text wie z.B. Ihren
wirklichen Namen ein, dies verwirrt lediglich
bsd.port.mk.Der Maintainer ist dafür verantwortlich, dass der
Port aktuell gehalten wird und er sorgt dafür, dass der
Port korrekt arbeitet. Für eine detaillierte Beschreibung
der Verantwortlichkeiten eines Maintainers beachten Sie bitte
den Abschnitt
Die Herausforderung für einen
Port-Maintainer.Änderungen am Port werden dem Maintainer zur
Begutachtung und Zustimmung vorgelegt, bevor sie committed
werden. Falls der Maintainer einem Aktualisierungs-Wunsch
nicht binnen 2 Wochen (ausgenommen wichtige öffentliche
Feiertage) zustimmt, dann wird dies als Maintainer-Timeout
betrachtet und eine Aktualisierung kann ohne
ausdrückliche Zustimmung des Maintainers erfolgen.
Falls der Maintainer nicht binnen 3 Monaten zustimmt, wird er
als abwesend ohne Grund betrachtet und kann als Maintainer
des fraglichen Ports durch eine andere Person ersetzt werden.
Ausgenommen davon ist alles, was durch das &a.portmgr; oder
das &a.security-officer; betreut wird. Es dürfen niemals
committs ohne vorherige Zustimmung an solchen Ports
vorgenommen werden!Wir behalten uns das Recht vor, die Einreichungen eines
Maintainers ohne ausdrückliche Zustimmung zu ändern,
falls wir der Auffassung sind, dass dadurch die Einhaltung von
Richtlinien und stilistischen Vorgaben für die
Ports-Sammlung besser erfüllt wird. Zudem können
größere Änderungen an der Infrastruktur der
Ports zu Änderungen an einem bestimmten Port ohne
Zustimmung des Maintainers führen.
Diese Änderungen beeinflussen niemals die
Funktionalität eines Ports.Das &a.portmgr; behält sich das Recht vor, die
Maintainerschaft jedem aus irgendeinem Grund zu entziehen oder
ausser Kraft zu setzen, und das Security Officer Team
&a.security-officer; behält sich das Recht vor, jede
Maintainerschaft aus Sicherheitsgründen aufzuheben oder
ausser Kraft zu setzen.COMMENTDies ist eine einzeilige Beschreibung des Ports.
Bitte fügen Sie nicht den Paketnamen
(oder die Version der Software) in den Kommentar ein.
Der Kommentar soll mit einem Großbuchstaben beginnen
und mit einem Punkt enden. Hier ist ein Beispiel:COMMENT= A cat chasing a mouse all over the screenDie COMMENT-Variable soll unmittelbar nach der
MAINTAINER-Variable im Makefile
stehen.Bitte versuchen Sie die COMMENT-Zeile auf weniger als 70
Zeichen zu begrenzen, da sie den Nutzern als einzeilige
Zusammenfassung des Ports angezeigt wird.Abhängigkeiten (dependencies)Viele Ports hängen von anderen Ports ab.
Es gibt sieben Variablen, welche Sie benutzen können,
um sicherzustellen, dass alle benötigten Teile auf dem
Rechner des Nutzers sind. Zusätzlich gibt es einige
vordefinierte Variablen für Abhängigkeiten in
häufigen Fällen und einige, welche das Verhalten
der Abhängigkeiten bestimmen.LIB_DEPENDSDiese Variable spezifiziert die Shared-Libraries,
von denen der Port abhängt. Es ist eine Liste von
lib:dir:target-Tupeln
wobei lib den Name der gemeinsam
genutzten Bibliothek, dir das
Verzeichnis, in welchem sie zu finden ist, falls nicht
verfügbar, und target das
Target in diesem Verzeichnis angeben. Zum Beispiel wird
LIB_DEPENDS= jpeg.9:${PORTSDIR}/graphics/jpeg
auf eine jpeg-Bibliothek mit der Hauptversionsnummer 9
prüfen, in das
graphics/jpeg-Unterverzeichnis Ihrer
Ports-Sammlung wechseln, es bauen und installieren, falls
es nicht gefunden wird.
Der target-Teil kann weggelassen
werden, falls er identisch mit
DEPENDS_TARGET ist (Vorgabe hierfür
ist install).Der lib-Teil ist ein
regulärer Ausdruck, welcher die Ausgabe von
ldconfig -r ausgewertet. Werte wie
intl.[5-7] und intl
sind zulässig. Das erste Muster,
intl.[5-7], stimmt überein mit:
intl.5, intl.6 oder
intl.7. Das zweite Muster,
intl, stimmt überein mit jeder
Version der intl-Bibliothek.Die Abhängigkeit wird zwei Mal überprüft,
einmal innerhalb des extract-Target
und dann innerhalb des
install-Target.
Zudem wird der Name der Abhängigkeit in das Paket
eingefügt, damit &man.pkg.add.1; es automatisch
installiert, falls es nicht auf dem Rechner des Nutzers
ist.RUN_DEPENDSDiese Variable legt Binärdateien oder Dateien,
von denen der Port abhängt, für die Laufzeit fest.
Es ist eine Liste von
path:dir:target-Tupeln,
wobei path der Name der
Binärdatei oder Datei, dir
das Verzeichnis, in welchem sie gefunden werden kann, falls
nicht vorhanden, und target das
Target in diesem Verzeichnis angeben.
Falls path mit einem Slash
(/) beginnt, wird es als Datei behandelt
und deren Vorhandensein wird mit test -e;
überprüft. Andernfalls wird angenommen, dass es
eine Binärdatei ist und which -s
wird benutzt, um zu überprüfen, ob das Programm im
Pfad vorhanden ist.Zum Beispiel wirdRUN_DEPENDS= ${LOCALBASE}/etc/innd:${PORTSDIR}/news/inn \
wish8.0:${PORTSDIR}/x11-toolkits/tk80überprüfen, ob die Datei oder das Verzeichnis
/usr/local/etc/innd existiert und es
erstellen und installieren aus dem
news/inn-Unterverzeichnis der
Ports-Sammlung, falls es nicht gefunden wird. Es wird zudem
überprüft, ob die Binärdatei namens
wish8.0 im Suchpfad vorhanden ist und
danach zum Unterverzeichnis
x11-toolkits/tk80 in Ihrer
Ports-Sammlung wechseln, es bauen und installieren,
falls es nicht gefunden wird.In diesem Fall ist innd eine
Binärdatei. Falls sich eine Binärdatei an
einem ungewöhnlichen Platz befindet, der nicht
im Suchpfad ist, dann sollten Sie die volle Pfadangabe
verwenden.Der offizielle Suchpfad PATH,
welcher im Ports Cluster benutzt wird, ist/sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/X11R6/binDie Abhängigkeit wird innerhalb des
install-Target
überprüft. Zudem wird der Name der
Abhängigkeit in das Paket übernommen,
damit &man.pkg.add.1; es automatisch installieren wird,
falls es auf dem System des Nutzers nicht vorhanden ist.
Der target-Teil kann
weggelassen werden, wenn er der gleiche ist wie in der
Variable DEPENDS_TARGET.BUILD_DEPENDSDiese Variable legt Binärdateien oder Dateien fest,
die dieser Port zur Erstellung benötigt. Wie
RUN_DEPENDS ist es eine Liste von
path:dir:target-Tupeln.
Zum Beispiel wird
BUILD_DEPENDS=
unzip:${PORTSDIR}/archivers/unzip
überprüfen, ob eine Binärdatei
unzip vorhanden ist und in das
Unterverzeichnis archivers/unzip
Ihrer Ports-Sammlung wechseln und sie erstellen und
installieren, falls sie nicht gefunden wird.Erstellen bedeutet hier alles von der
Extraktion bis zur Kompilierung. Die Abhängigkeit
wird im extract-Target
überprüft.
Der target-Teil kann
weggelassen werden, falls er identisch mit der Variable
DEPENDS_TARGET ist.FETCH_DEPENDSDiese Variable legt eine Binärdatei oder Datei
fest, welche der Port benötigt, um heruntergeladen
werden zu können. Wie die vorherigen beiden Variablen
ist er eine Liste von
path:dir:target-Tupeln.
Zum Beispiel wird
FETCH_DEPENDS=
ncftp2:${PORTSDIR}/net/ncftp2
überprüfen, ob eine Binärdatei namens
ncftp2 vorhanden ist, in das
Unterverzeichnis net/ncftp2 Ihrer
Ports-Sammlung wechseln, sie erstellen und installieren,
falls sie nicht gefunden wird.Die Abhängigkeit wird innerhalb des
fetch-Target überprüft.
Der target-Teil kann weggelassen
werden, falls er identisch mit der Variable
DEPENDS_TARGET ist.EXTRACT_DEPENDSDiese Variable spezifiziert eine Binärdatei oder
eine Datei, welche dieser Port für die Extraktion
benötigt. Wie die vorherigen Variablen ist er eine
Liste von
path:dir:target-Tupeln.
Zum Beispiel wird
EXTRACT_DEPENDS=
unzip:${PORTSDIR}/archivers/unzip
überprüfen, ob eine Binärdatei namens
unzip vorhanden ist, in das
Unterverzeichnis archivers/unzip
Ihrer Ports-Sammlung wechseln, sie erstellen und
installieren, falls sie nicht gefunden wird.Die Abhängigkeit wird innerhalb des
extract-Target überprüft.
Der target-Teil kann weggelassen
werden, falls er identisch mit der Variable
DEPENDS_TARGET ist.Nutzen Sie diese Variable nur, wenn die Extraktion
nicht funktioniert (die Vorgabe nimmt
gzip an) und nicht mit
USE_ZIP oder
USE_BZIP2 wie in beschrieben zum Laufen gebracht
werden kann.PATCH_DEPENDSDiese Variable legt eine Binärdatei oder eine
Datei fest, welche dieser Port zum Patchen benötigt.
Wie die vorhergehenden Variablen ist diese eine Liste von
path:dir:target-Tupeln.
Zum Beispiel wird
PATCH_DEPENDS=
${NONEXISTENT}:${PORTSDIR}/java/jfc:extract
in das Unterverzeichnis java/jfc Ihrer
Ports-Sammlung wechseln, um es zu entpacken.Die Abhängigkeit wird innerhalb des
patch-Target überprüft.
Der target-Teil kann entfallen,
falls er identisch mit der Variable
DEPENDS_TARGET ist.USE_*Es gibt eine Reihe von Variablen, um gebräuchliche
Abhängigkeiten einzukapseln, die viele Ports aufweisen.
Obwohl Ihre Verwendung optional ist, können sie helfen
die Übersichtlichkeit des Makefile
eines Ports zu erhöhen. Jede von ihnen ist im Stil von
USE_*.
Der Gebrauch dieser Variablen ist beschränkt auf das
Makefile eines Ports und
ports/Mk/bsd.*.mk. Es ist nicht
entworfen worden, um durch den Nutzer setzbare Optionen
einzukapseln; benutzen Sie
WITH_* und
WITHOUT_*
für diese Zwecke.Es ist immer falsch, irgendeine
USE_*-Variable
in der /etc/make.conf zu setzen.
Zum Beispiel würde das Setzen von
USE_GCC=3.2
eine Abhängigkeit für GCC32 für jeden Port
einschliesslich GCC32 selbst hinzufügen!
Die
USE_*-Varibalen
VariableBedeutungUSE_BZIP2Der Tarball dieses Ports wird mit
bzip2 komprimiert.USE_ZIPDer Tarball des Ports wird mit
zip komprimiert.USE_BISONDer Port benutzt bison
für die Erstellung.USE_CDRTOOLSDer Port erfordert
cdrecord entweder von
sysutils/cdrtools
oder sysutils/cdrtools-cjk,
abhängig davon, was der Nutzer vorgibt.
USE_GCCDieser Port benötigt eine bestimmte
Version von gcc zur Erstellung.
Die genaue Version kann festgelegt werden mit
Werten wie 3.2.
Mit 3.2+ kann die mindestens
erforderliche Version spezifiziert werden.
Der gcc aus
dem Basissystem wird genutzt, wenn er die
erforderliche Version erfüllt, andernfalls wird
eine geeignete Version des gcc
aus den Ports kompiliert und die Variablen
CC und CXX
werden angepasst.
Variablen zugehörig zu
gmake und dem
configure-Skript werden in
beschrieben, währenddessen
autoconf,
automake und
libtool in
beschrieben sind.
Perl-spezifische Variablen
werden in behandelt.
X11-Variablen sind aufgelistet in
.
behandelt GNOME-bezogene Variablen und KDE-bezogene Variablen.
dokumentiert Java-Variablen,
während Informationen zu
Apache,
PHP und PEAR-Modulen
enthält.
Python wird in
und
Ruby in
erörtert.
stellt Variablen für
SDL-Programme zur Verfügung
und enthält schliesslich
Variablen für Xfce.Minimale Version einer AbhängigkeitEine minimale Version einer Abhängigkeit kann in
jeder *_DEPENDS-Variable festgelegt
werden mit Ausnahme von LIB_DEPENDS
durch Anwendung folgender Syntax:p5-Spiffy>=0.26:${PORTSDIR}/devel/p5-SpiffyDas erste Feld enthält einen abhängigen
Paketnamen, welcher einem Eintrag in der Paketdatenbank
entsprechen muss und einen Vergleich mit einer
Paketversion. Die Abhängigkeit wird erfüllt,
wenn p5-Spiffy-0.26 oder eine neuere Version
auf dem System installiert ist.Anmerkungen zu AbhängigkeitenWie vorstehend beschrieben ist das Vorgabe-Target
DEPENDS_TARGET, wenn eine
Abhängigkeit benötigt wird.
Die Vorgabe hierfür ist install.
Dies ist eine Nutzer-Variable; sie wird niemals im
Makefile eines Ports definiert.
Falls Ihr Port einen besonderen Weg benötigt,
um mit einer Abhängigkeit umzugehen, dann benutzen
Sie bitte den :target-Teil der
*_DEPENDS-Variablen, anstatt
DEPENDS_TARGET zu ändern.Falls Sie make clean schreiben,
werden dessen Abhängigkeiten auch gesäubert.
Falls Sie dies nicht wollen, definieren Sie die Variable
NOCLEANDEPENDS in Ihrer Umgebung.
Dies kann besonders erstrebenswert sein, wenn der Port
etwas in seiner Liste von Abhängigkeiten hat,
das sehr viel Zeit für einen rebuild benötigt
wie KDE, GNOME oder Mozilla.Um von einem anderen Port bedingungslos abhängig
zu sein, benutzen Sie bitte die Variable
${NONEXISTENT} als erstes Feld von
BUILD_DEPENDS oder
RUN_DEPENDS. Benutzen Sie dies nur,
wenn Sie den Quelltext eines anderen Port benötigen.
Sie können auch oft Kompilierzeit sparen, wenn Sie das
Target festlegen. Zum Beispiel wird
BUILD_DEPENDS= ${NONEXISTENT}:${PORTSDIR}/graphics/jpeg:extract
immer zum jpeg-Port wechseln und ihn
extrahieren.Zirkuläre Abhängigkeiten sind fatalFühren Sie niemals irgendwelche zirkulären
Abhängigkeiten in der Ports-Sammlung ein!Die Struktur für die Erstellung von Ports dulde
keinerlei zirkuläre Abhängigkeiten. Falls Sie
dennoch eine verwenden, wird es irgendjemanden irgendwo auf
der Welt geben, dessen FreeBSD-Installation nahezu sofort
zusammenbricht und vielen anderen wird es sehr schnell
genauso ergehen.
So etwas kann extrem schwer festzustellen sein.
Falls Sie Zweifel haben vor einer Änderung,
dann vergewissern Sie sich, dass Sie folgendes getan haben:
cd /usr/ports; make index.
Dieser Prozess kann auf alten Maschinen sehr langsam sein,
aber Sie ersparen sich und einer Vielzahl von Menschen
möglicherweise eine Menge Ärger.MASTERDIRFalls Ihr Port wegen einer Variable, die verschiedene
Werte annimmt (z.B. Auflösung oder
Papiergröße), leicht unterschiedliche Versione
von Paketen erzeugen muss, dann legen Sie bitte ein
Unterverzeichnis pro Paket an, um es für den Nutzer
einfacher begreiflich zu machen, was zu machen ist.
Aber versuchen Sie dabei so viele Dateien wie möglich
zwischen diesen Ports gemeinsam zu nutzen.
Normalerweise benötigen Sie nur ein sehr kurzes
Makefile in allen ausser einem
Unterverzeichnis, wenn Sie Variablen intelligent nutzen.
In diesem einzigen Makefile können
Sie MASTERDIR verwenden, um anzugeben,
wo der Rest der Dateien liegt. Benutzen Sie bitte auch eine
Variable für
PKGNAMESUFFIX, damit die Pakete
unterschiedliche Namen haben werden.Wir demonstrieren dies am Besten an einem Beispiel. Es ist
Teil von
japanese/xdvi300/Makefile;PORTNAME= xdvi
PORTVERSION= 17
PKGNAMEPREFIX= ja-
PKGNAMESUFFIX= ${RESOLUTION}
:
# default
RESOLUTION?= 300
.if ${RESOLUTION} != 118 && ${RESOLUTION} != 240 && \
${RESOLUTION} != 300 && ${RESOLUTION} != 400
@${ECHO_MSG} "Error: invalid value for RESOLUTION: \"${RESOLUTION}\""
@${ECHO_MSG} "Possible values are: 118, 240, 300 (default) and 400."
@${FALSE}
.endifjapanese/xdvi300
verfügt ebenfalls über alle Patches, Paket-Dateien
usw. Wenn Sie make eintippen, wird der Port
die Standardvorgabe für die Auflösung nehmen (300)
und den Port ganz normal erstellen.Genauso wie für alle anderen Auflösungen ist
dies das vollständigexdvi118/Makefile:RESOLUTION= 118
MASTERDIR= ${.CURDIR}/../xdvi300
.include "${MASTERDIR}/Makefile"(xdvi240/Makefile und
xdvi400/Makefile sind ähnlich).
Die MASTERDIR-Definition teilt dem
bsd.port.mk mit, dass die normalen
Unterverzeichnisse wie FILESDIR und
SCRIPTDIR unter
xdvi300 gefunden werden können.
Die RESOLUTION=118-Zeile wird die
RESOLUTION=300-Zeile in
xdvi300/Makefile überschreiben
und der Port wird mit einer Auflösung von 118
erstellt.ManualpagesDie Variablen MAN[1-9LN]
werden automatisch jede Manualpage zur
pkg-plist hinzufügen
(dies bedeutet, dass Sie Manualpages
nicht in der
pkg-plist auflisten dürfen,
lesen Sie bitte Erstellung
der PLIST für weitere Details).
Sie veranlassen zudem den Installationsabschnitt
dazu, die Manualpages zu Komprimieren oder zu Dekomprimieren
abhängig vom gesetzten Wert der Variable
NOMANCOMPRESS in
/etc/make.conf.Falls Ihr Port versucht verschiedene Namen für
Manualpages unter Zuhilfenahme von Symlinks oder Hardlinks
zu installieren, müssen Sie die Variable
MLINKS nutzen, um diese zu identifizieren.
Der von Ihrem Port installierte Link wird von
bsd.port.mk gelöscht und wieder
eingefügt, um sicherzustellen, dass er auf die korrekte
Datei zeigt. Jede Manualpage, welche in
MLINKS aufgeführt ist, darf nicht in
der pkg-plist aufgenommen werden.Falls die Manualpages während der Installation
komprimiert werden sollen, müssen Sie die Variable
MANCOMPRESSED setzen. Diese Variable kann
drei Werte annehmen, yes,
no und maybe.
yes bedeutet, dass Manualpages bereits
komprimiert installiert sind, bei no sind
sie es nicht und maybe bedeutet, dass die
Software bereits den Wert von NOMANCOMPRESS
beachtet, damit bsd.port.mk nichts
besonderes auszuführen hat.MANCOMPRESSED wird automatisch auf
yes gesetzt, wenn
USE_IMAKE vorgegeben ist und gleichzeitig
NO_INSTALL_MANPAGES nicht. Im umgekehrten
Falle ist MANCOMPRESSED auf
no gesetzt.
Sie müssen es nicht explizit angeben, außer die
Standardvorgabe ist für Ihren Port nicht passend.Wenn Ihr Port den man tree irgendwo anders als in der
Variable MANPREFIX verankert, können
Sie ihn mit MANPREFIX bestimmen.
Sollten zudem Manualpages nur in bestimmten Abschnitten an
einem nicht-standardkonformen Platz liegen, wie z.B. bestimmte
Perl-Modul-Ports,
dann können Sie mittels der Variable
MANsectPREFIX
(wobei sect ein Wert aus
1-9, L oder
N ist) individuelle Pfade zu den
Manualpages festlegen.Wenn Ihre Manualpages in sprachspezifische
Unterverzeichnisse installiert werden, dann bestimmen Sie
bitte den Namen der Sprache mit der Variable
MANLANG. Der Wert dieser Variable ist
mit "" vorgegeben (das bedeutet nur
Englisch).Hier ist ein Beispiel, welches alles zusammenfasst.MAN1= foo.1
MAN3= bar.3
MAN4= baz.4
MLINKS= foo.1 alt-name.8
MANLANG= "" ja
MAN3PREFIX= ${PREFIX}/share/foobar
MANCOMPRESSED= yesDies zeigt an, dass sechs Dateien von diesem Port
installiert werden;${MANPREFIX}/man/man1/foo.1.gz
${MANPREFIX}/man/ja/man1/foo.1.gz
${PREFIX}/share/foobar/man/man3/bar.3.gz
${PREFIX}/share/foobar/man/ja/man3/bar.3.gz
${MANPREFIX}/man/man4/baz.4.gz
${MANPREFIX}/man/ja/man4/baz.4.gz${MANPREFIX}/man/man8/alt-name.8.gz
kann zusätzlich von Ihrem Port installiert werden,
oder auch nicht. Unabhängig davon wird ein Symlink
erstellt, welcher die Manualpages foo(1) und alt-name(8)
einbindet.Falls nur manche Manualpages übersetzt sind,
können Sie einige dynamisch vom
MANLANG-Inhalt erzeugte Variablen
nutzen:MANLANG= "" de ja
MAN1= foo.1
MAN1_EN= bar.1
MAN3_DE= baz.3Dies führt zu folgender Liste von Dateien:${MANPREFIX}/man/man1/foo.1.gz
${MANPREFIX}/man/de/man1/foo.1.gz
${MANPREFIX}/man/ja/man1/foo.1.gz
${MANPREFIX}/man/man1/bar.1.gz
${MANPREFIX}/man/de/man3/baz.3.gzInfo-DateienFalls Ihr Paket GNU-Info-Dateien installiert, sollten
diese in der INFO-Variablen augelistet sein
(ohne das angehängte .info) mit einem
Eintrag für jedes Dokument. Von diesen Dateien wird
angenommen, dass sie nach
PREFIX/INFO_PATH
installiert werden. Sie können
INFO_PATH ändern, falls Ihr Paket
einen anderen Ort vorsieht. Jedoch wird dies nicht empfohlen.
Die Einträge enthalten nur den relativen Pfad zu
PREFIX/INFO_PATH.
Zum Beispiel installiert lang/gcc33 Info-Dateien nach
PREFIX/INFO_PATH/gcc33,
wobei INFO etwa so aussieht:
INFO= gcc33/cpp gcc33/cppinternals gcc33/g77 ...
Entsprechende Installations-/Deinstalltions-Codes werden vor
der Paket-Registrierung automatisch der vorläufigen
pkg-plist hinzugefügt.Makefile-OptionenEinige größere Applikationen können mit
einer Reihe von Konfigurationen, die zusätzliche
Funktionalitäten hinzufügen, erstellt werden,
falls eine oder mehrere Bibliotheken oder Applikationen
verfügbar sind. Dazu gehören die Auswahl von
natürlichen Sprachen, GUI versus Kommandozeilen-Versionen
oder die Auswahl aus mehreren Datenbank-Programmen.
Da nicht alle Nutzer diese Bibliotheken oder Applikationen
wollen, stellt das Ports-System hooks (Haken) zur
Verfügung, damit der Autor des Ports bestimmen kann,
welche Konfiguration erstellt werden soll.KNOBS (Einstellungen)WITH_*
und
WITHOUT_*Diese Variablen sind entworfen worden, um vom
System-Administrator gesetzt zu werden. Es gibt viele,
die in ports/Mk/bsd.*.mk
standardisiert sind. Andere sind es nicht,
was verwirrend sein kann. Falls Sie eine solche
Konfigurationsvariable hinzufügen müssen,
dann nehmen Sie bitte eine aus der folgenden Liste.Sie sollten nicht annehmen, dass ein
WITH_*
notwendigerweise eine korrespondierende
WITHOUT_*-Variable
hat oder umgekehrt. Im Allgemeinen wird diese
Vorgabe einfach unterstellt.Falls nicht anderweitig festgelegt, werden diese
Variablen nur dahingehend überprüft, ob sie
gesetzt sind oder nicht – nicht darauf,
ob sie auf bestimmte Werte wie YES
oder NO gesetzt sind.
Die
WITH_*
und
WITHOUT_*-Variablen
VariableBedeutungWITH_APACHE2Falls gesetzt, benutze
www/apache20
anstelle der Vorgabe www/apache13.WITH_BERKELEY_DBDefiniere diese Variable, um die
Fähigkeit zu erhalten, eine Variante
der Berkeley Database wie z.B. databases/db41 zu
nutzen. Eine verwandte Variable,
WITH_BDB_VER, kann mit Werten
wie 2, 3, 4, 41 oder 42 festgelegt werden.WITH_MYSQLDefiniere diese Variable, um die
Fähigkeit zu erhalten, eine Variante
von MySQL zu nutzen wie z.B. databases/mysql40-server.
Eine verwandte Variable ist,
WANT_MYSQL_VER, welche
mit Werten wie 323, 40, 41, oder 50
belegt werden kann.WITHOUT_NLSFalls gesetzt, bedeutet sie, dass eine
Internationalisierung nicht benötigt wird,
was Kompilierzeit sparen kann. Als Vorgabe
wird Internationalisierung gebraucht.WITH_OPENSSL_BASENutze die Version von OpenSSL aus dem
Basissystem.WITH_OPENSSL_PORTNutze die Version von OpenSSL aus security/openssl und
überschreibe die Version, welche original
im Basissystem installiert wurde.WITH_POSTGRESQLDefiniere diese Variable, um die
Fähigkeit zu erhalten, eine Variante
der Datenbank PostGreSQL wie databases/postgresql72
auszuwählen.WITHOUT_X11Falls der Port mit oder ohne
Unterstützung für X erstellt werden
kann, dann sollte normalerweise mit
X-Unterstützung erstellt werden.
Falls die Variable gesetzt ist, soll die Version
ohne X-Unterstützung erstellt werden.
Benennung von Knobs (Einstellungen)Um die Anzahl der Knobs niedrig zu halten und zum
Vorteil des Anwenders, wird empfohlen, dass Porter
ähnliche Namen für Knobs verwenden.
Eine Liste der beliebtesten Knobs kann in der KNOBS-Datei
eingesehen werden.Knob-Namen sollten wiederspiegeln, was der Knob
bedeutet und was er bewirkt. Wenn ein Port einen
lib-Präfix im PORTNAME hat,
dann soll das lib-Präfix im Knob-Namen
entfallen.OPTIONSHintergrundDie OPTIONS-Variable gibt dem
Nutzer, der diesen Port installiert, einen Dialog mit
auswählbaren Optionen und speichert diese in
/var/db/ports/portname/options.
Bei der nächsten Neuerstellung des Ports werden
diese Einstellungen wieder verwandt.
Sie werden sich niemals mehr an all die zwanzig
WITH_* und
WITHOUT_*-Optionen
erinnern müssen, die Sie benutzt haben, um diesen
Port zu erstellen!Wenn der Anwender make config
benutzt (oder ein make build das
erste Mal laufen lässt) wird das Framework auf
/var/db/ports/portname/options
die Einstellungen prüfen. Falls die Datei nicht
existiert, werden die Werte von
OPTIONS genutzt, um eine Dialogbox
zu erzeugen, in welcher die Optionen an- oder abgeschaltet
werden können. Dann wird die
options-Datei gespeichert und die
ausgewählten Variablen werden bei der Erstellung
des Ports benutzt.Falls eine neue Version des Ports
OPTIONS hinzufügt, wird der
Dialog mit den gespeicherten Werten dem Nutzer
angezeigt.Benutzen Sie make showconfig,
um die gespeicherte Konfiguration zu betrachten.
Benutzen Sie make rmconfig, um die
gespeicherte Konfiguration zu Löschen.SyntaxDie Syntax für die
OPTIONS-Variable lautet:
OPTIONS= OPTION "descriptive text" default ...
Der Wert als Vorgabe ist entweder ON
oder OFF. Wiederholungen dieser drei
Felder sind erlaubt.OPTIONS-Definitionen
müssen vor der Einbindung von
bsd.port.pre.mk erscheinen.
Die WITH_* und
WITHOUT_*-Variablen können
nur nach der Einbindung von
bsd.port.pre.mk getestet
werden.BeispielEinfache Anwendung von
OPTIONSOPTIONS= FOO "Enable option foo" On \
BAR "Support feature bar" Off
.include <bsd.port.pre.mk>
.if defined(WITHOUT_FOO)
CONFIGURE_ARGS+= --without-foo
.else
CONFIGURE_ARGS+= --with-foo
.endif
.if defined(WITH_BAR)
RUN_DEPENDS+= bar:${PORTSDIR}/bar/bar
.endif
.include <bsd.port.post.mk>Automatische Aktivierung von FunktionenWenn Sie ein GNU-Konfigurationsskript benutzen,
sollten Sie ein Auge darauf werfen, welche Funktionen
durch die automatische Erkennung aktiviert werden.
Schalten Sie Funktionen, die Sie nicht möchten,
ausdrücklich durch Verwendung von
--without-xxx oder
--disable-xxx in der Variable
CONFIGURE_ARGS einzeln ab.Falsche Behandlung einer Option.if defined(WITH_FOO)
LIB_DEPENDS+= foo.0:${PORTSDIR}/devel/foo
CONFIGURE_ARGS+= --enable-foo
.endifStellen Sie sich vor im obigen Beispiel ist eine
Bibliothek libfoo auf dem System installiert. Der Nutzer
will nicht, dass diese Applikation libfoo benutzt, also
hat er die Option auf "off" im
make config-Dialog umgestellt.
Aber das Konfigurationsskript der Applikation hat
erkannt, dass die Bibliothek auf dem System vorhanden ist
und fügt ihre Funktionen in die Binärdatei ein.
Falls der Nutzer sich nun entschliesst libfoo von seinem
System zu entfernen, dann wird das Ports-System nicht
protestieren (es wurde keine Abhängigkeit von libfoo
eingetragen), aber die Applikation bricht ab.Korrekte Behandlung einer Option.if defined(WITH_FOO)
LIB_DEPENDS+= foo.0:${PORTSDIR}/devel/foo
CONFIGURE_ARGS+= --enable-foo
.else
CONFIGURE_ARGS+= --disable-foo
.endifIm zweiten Beispiel wird die Bibliothek libfoo explizit
abgeschaltet. Das Konfigurationsskript aktiviert die
entsprechenden Funktionen nicht in der Applikation trotz
der Anwesenheit der Bibliothek auf dem System.Die Festlegung des ArbeitsverzeichnissesJeder Port wird extrahiert in ein Arbeitsverzeichnis,
welches beschreibbar sein muss. Das Ports-System gibt als
Standard vor, dass die DISTFILES in
einem Verzeichnis namens ${DISTNAME}
entpackt werden. Mit anderen Worten, wenn Sie:PORTNAME= foo
PORTVERSION= 1.0festgelegt haben, dann enthalten die Distributions-Dateien
des Ports ein Verzeichnis auf oberster Ebene,
foo-1.0, und der Rest der Dateien
befindet sich unter diesem Verzeichnis.Es gibt eine Reihe von Variablen, die Sie
überschreiben können, falls dies nicht der Fall
sein sollte.WRKSRCDiese Variable listet den Namen des Verzeichnisses,
welches erstellt wird, wenn die Distfiles der Applikation
extrahiert werden. Wenn unser vorheriges Beispiel in einem
Verzeichnis namens foo (und nicht
foo-1.0) extrahiert wurde,
würden Sie schreiben:WRKSRC= ${WRKDIR}/foooder möglicherweiseWRKSRC= ${WRKDIR}/${PORTNAME}
NO_WRKSUBDIRWenn der Port überhaupt nicht in einem
Unterverzeichnis extrahiert wird, sollten Sie dies mit dem
Setzen von NO_WRKSUBDIR anzeigen.NO_WRKSUBDIR= yesCONFLICTSFalls Ihr Paket nicht mit anderen Paketen koexistieren
kann (wegen Dateikonflikten, Laufzeit-Inkompatibilitäten
usw.), führen Sie bitte die anderen Paketnamen in der
Variable CONFLICTS auf. Sie können
hier Shell-Globs wie * und
? verwenden. Paketnamen sollten in der
gleichen Weise aufgezählt werden, wie sie in
/var/db/pkg auftauchen. Bitte stellen
Sie sicher, dass CONFLICTS nicht mit dem
Paket des Ports selbst übereinstimmt, da ansonsten das
Erzwingen der Installation durch
FORCE_PKG_REGISTER nicht länger
funktionieren wird.CONFLICTS setzt automatisch die
Variable IGNORE, welche
ausführlicher in dokumentiert ist.Beim Entfernen eines von mehreren in Konflikt stehenden
Ports ist es ratsam, die
CONFLICTS-Einträge in den anderen
Ports für einige Monate beizubehalten, um Nutzer zu
unterstützen, die ihre Ports nur sporadisch
aktualisieren.Installation von DateienINSTALL_* macrosNutzen Sie die Makros in
bsd.port.mk, um korrekte
Modi und Eigentümer von Dateien in Ihren
*-install-Targets
sicherzustellen.INSTALL_PROGRAM ist ein Befehl,
um binäre Binärdateien zu installieren.INSTALL_SCRIPT ist ein Befehl,
um ausführbare Skripte zu installieren.
+
+ INSTALL_KLD ist ein Befehl, mit
+ dem Kernelmodule installiert werden können. Einige
+ Architekturen haben Probleme mit stripped-Modulen.
+ Daher sollten Sie diesen Befehl anstelle von
+ INSTALL_PROGRAM verwenden.
+
+
INSTALL_DATA ist ein Befehl,
um gemeinsam nutzbare Daten zu installieren.INSTALL_MAN ist ein Befehl,
um Manualpages oder andere Dokumentation zu
installieren (es wird nichts komprimiert).Das sind grundsätzlich alle
install-Befehle mit
ihren passenden Flags.Zerlegen von BinärdateienZerlegen Sie keine Binärdateien manuell,
wenn Sie es nicht müssen. Alle Binaries sollten
gestripped werden; allerdings vermag das
INSTALL_PROGRAM-Makro gleichzeitig
eine Binärdatei zu installieren und zu strippen
(beachten Sie den nächsten Abschnitt).Wenn Sie eine Datei strippen müssen, aber nicht das
INSTALL_PROGRAM-Makro nutzen wollen, dann
kann ${STRIP_CMD} Ihr Programm strippen.
Dies wird typischerweise innerhalb des
post-install-Targets gemacht.
Zum Beispiel:post-install:
${STRIP_CMD} ${PREFIX}/bin/xdlNutzen Sie &man.file.1; für die installierte
Applikation, um zu überprüfen, ob eine
Binärdatei gestripped ist oder nicht.
Wenn es nicht meldet not stripped,
dann ist es bereits gestripped. Zudem wird &man.strip.1;
nicht ein bereits gestripptes Programm nochmals versuchen
zu strippen, sondern wird stattdessen einfach sauber
beenden.Installation eines ganzen Verzeichnisbaums
inklusive DateienManchmal muss man eine große Zahl von Dateien
unter Erhalt ihrer hierarchischen Struktur installieren,
d.h. Kopieraktionen über einen ganzen Verzeichnisbaum
von WRKSRC zu einem Zielverzeichnis unter
PREFIX.Für diesen Fall gibt es zwei Makros. Der Vorteil
der Nutzung dieser Makros anstatt cp ist,
dass sie korrekte Besitzer und Berechtigungen auf den
Zieldateien garantieren.
Das erste Makro, COPYTREE_BIN, wird alle
installierten Dateien ausführbar markieren und damit
passend für die Installation in
PREFIX/bin
vorbereiten. Das zweite Makro,
COPYTREE_SHARE, setzt keine
Ausführungsberechtigungen auf Dateien und ist daher
geeignet für die Installation von Dateien im Target von
PREFIX/share.post-install:
${MKDIR} ${EXAMPLESDIR}
(cd ${WRKSRC}/examples/ && ${COPYTREE_SHARE} \* ${EXAMPLESDIR})Dieses Beispiel wird den Inhalt des
examples-Verzeichnisses im Distfile
des Drittanbieters in das Beispielverzeichnis Ihres Ports
kopieren.post-install:
${MKDIR} ${DATADIR}/summer
(cd ${WRKSRC}/temperatures/ && ${COPYTREE_SHARE} "June July August" ${DATADIR}/summer/)Und dieses Beispiel wird die Daten der Sommermonate in
das summer-Unterverzeichnis eines
DATADIR
installieren.Zusätzliche find-Argumente
können mit dem dritten Argument an die
COPYTREE_*-Makros übergeben werden.
Um zum Beispiel alle Dateien aus dem 1. Beispiel ohne die
Makefiles zu installieren, kann man folgenden Befehl
benutzen.post-install:
${MKDIR} ${EXAMPLESDIR}
(cd ${WRKSRC}/examples/ && \
${COPYTREE_SHARE} \* ${EXAMPLESDIR} "! -name Makefile")Beachten Sie bitte, dass diese Makros die installierten
Dateien nicht zur pkg-plist
hinzufügen, Sie müssen sie immer noch selbst
auflisten.Installation zusätzlicher DokumentationFalls Ihre Software zusätzlich zu den üblichen
Manualpages und Info-Seiten weitere Dokumentation hat und
Sie diese für nützlich halten, dann installieren
Sie sie unter
PREFIX/share/doc.
Dies kann wie vorstehend im Target des
post-install geschehen.Legen Sie ein neues Verzeichnis für Ihren Port an.
Das Verzeichnis sollte wiederspiegeln, was der Port ist.
Das bedeutet normalerweise PORTNAME.
Wie auch immer, wenn Sie meinen, der Nutzer möchte
verschiedene Versionen des Ports zur gleichen Zeit
installiert haben, dann können Sie die gesamte Variable
PKGNAME nutzen.Machen Sie die Installation von der Variablen
NOPORTDOCS abhängig, damit die
Nutzer sie in /etc/make.conf abschalten
können:post-install:
.if !defined(NOPORTDOCS)
${MKDIR} ${DOCSDIR}
${INSTALL_MAN} ${WRKSRC}/docs/xvdocs.ps ${DOCSDIR}
.endifHier einige praktische Variablen und wie sie
standardmässig bei Verwendung im
Makefile expandiert werden:
DATADIR wird expandiert zu
PREFIX/share/PORTNAME.DATADIR_REL wird expandiert zu
share/PORTNAME.DOCSDIR wird expandiert zu
PREFIX/share/doc/PORTNAME.DOCSDIR_REL wird expandiert zu
share/doc/PORTNAME.EXAMPLESDIR wird expandiert zu
PREFIX/share/examples/PORTNAME.EXAMPLESDIR_REL wird expandiert zu
share/examples/PORTNAME.NOPORTDOCS behandelt nur
zusätzliche Dokumentation, die in
DOCSDIR installiert ist.
Für normale Manualpages und Info-Seiten
wird die Variable benutzt.
Dinge, welche in DATADIR
und EXAMPLESDIR installiert werden,
legen die Variablen NOPORTDATA und
NOPORTEXAMPLES fest.Die Variablen werden nach PLIST_SUB
exportiert. Ihre Werte erscheinen dort als Pfadnamen relativ
zu PREFIX,
falls möglich. Das bedeutet, dass
share/doc/PORTNAME
standardmässig ersetzt wird durch
%%DOCSDIR%% in der Packliste usw.
(mehr zur Ersetzung durch die
pkg-plist finden Sie
hier).Alle installierten Dokumentationsdateien
und –Verzeichnisse
sollten in der pkg-plist dem
%%PORTDOCS%%-Präfix
enthalten sein, zum Beispiel:%%PORTDOCS%%%%DOCSDIR%%/AUTHORS
%%PORTDOCS%%%%DOCSDIR%%/CONTACT
%%PORTDOCS%%@dirrm %%DOCSDIR%%Alternativ zur Auflistung der Dokumentationsdateien in
der pkg-plist kann in einem Port auch
die Variable PORTDOCS gesetzt werden
für eine Liste von Dateien und Shell-Globs, um diese
zur endgültigen Packliste hinzuzufügen. Die Namen
werden relativ zur Variable DOCSDIR sein.
Wenn Sie also einen Port haben, welcher
PORTDOCS benutzt, und Sie haben eine vom
Standard abweichenden Platz für seine Dokumentation,
dann müssen Sie die Variable DOCSDIR
entsprechend setzen. Wenn ein Verzeichnis in
PORTDOCS aufgeführt ist, oder von
einem Shell-Glob dieser Variable abgebildet wird, dann wird
der komplette Verzeichnisbaum inklusive Dateien und
Verzeichnissen in der endgültigen Packliste
aufgenommen. Wenn die Variable NOPORTDOCS
gesetzt ist, dann werden die Dateien und Verzeichnisse,
die in PORTDOCS aufgelistet sind,
nicht installiert und werden auch nicht zur Packliste des
Ports hinzugefügt. Wie oben gezeigt bleibt es dem Port
selbst überlassen, die Dokumentation in
PORTDOCS zu installieren. Ein typisches
Beispiel für den Gebrauch von
PORTDOCS sieht wie folgt aus:PORTDOCS= README.* ChangeLog docs/*Die Äquivalente zu PORTDOCS
für unter DATADIR und
EXAMPLESDIR installierte Dateien sind
PORTDATA beziehungsweise
PORTEXAMPLES.Sie können auch pkg-message
benutzen, um Meldungen während der Installation
anzuzeigen. Lesen Sie diesen Abschnitt über den
Gebrauch von pkg-message
für weitere Details.
Die pkg-message-Datei muss nicht zur
pkg-plist hinzugefügt
werden.Unterverzeichnisse mit PREFIXLassen Sie den Port die Dateien in die richtigen
Unterverzeichnisse von PREFIX verteilen.
Einige Ports werfen alles in einen Topf und legen es im
Unterverzeichnis mit dem Namen des Ports ab, was falsch ist.
Ausserdem legen viele Ports alles ausser Binaries,
Header-Dateien und Manualpages in ein Unterverzeichnis
von lib, was natürlich auch nicht
der BSD-Philosophie entspricht und nicht gut funktioniert.
Viele der Dateien sollten in eines der folgenden
Verzeichnisse geschoben werden: etc
(Konfigurationsdateien), libexec
(intern gestartete Binärdateien),
sbin (Binärdateien für
Superuser/Manager), info
(Dokumentation für Info-Browser) oder
share (Architektur-unabhängige
Dateien). Lesen Sie hierzu &man.hier.7;; weitestgehend
greifen die Regeln für /usr auch
für /usr/local. Die Ausnahme sind
Ports, welche mit news aus dem USENET
arbeiten. In diesem Falle sollte
PREFIX/news
als Zielort für die Dateien benutzt werden.BesonderheitenEs gibt einige Dinge mehr, die zu beachten sind,
wenn man einen Port erstellt. Dieser Abschnitt
erklärt die wichtigsten.Shared-LibrariesWenn Ihr Port eine oder mehrere Shared-Libraries
installiert, dann definieren Sie bitte eine
USE_LDCONFIG make-Variable,
die bsd.port.mk anweisen wird,
${LDCONFIG} -m auf das
Verzeichnis, in das die neue Library installiert wird
(normalerweise
PREFIX/lib),
während des
post-install-Targets anzuwenden,
um sie im Shared-Library-Cache zu registrieren.
Diese Variable, wenn definiert, wird auch dafür sorgen,
dass ein entsprechendes
@exec /sbin/ldconfig -m und
@unexec /sbin/ldconfig -R-Paar zu Ihrer
pkg-plist-Datei hinzugefügt wird,
sodass ein Benutzer, der das Paket installiert, die
Bibliothek danach sofort benutzen kann und das System nach
deren Deinstallation nicht glaubt, die Bibliothek wäre
noch da.USE_LDCONFIG= yesWenn nötig, können Sie das Standardverzeichnis
außer Kraft setzen, indem Sie den
USE_LDCONFIG Wert auf eine Liste von
Verzeichnissen setzen, in die Shared Libraries installiert
werden sollen. Wenn Ihr Port z.B. diese Bibliotheken nach
PREFIX/lib/foo und
PREFIX/lib/bar
installiert, könnten Sie folgendes in Ihrem
Makefile benutzen:USE_LDCONFIG= ${PREFIX}/lib/foo ${PREFIX}/lib/barBitte überprüfen Sie dies genau. Oft ist das
überhaupt nicht nötig oder kann durch
-rpath oder das Setzen von
LD_RUN_PATH während des Linkens umgangen
werden (s. lang/moscow_ml für ein
Beispiel), oder durch einen Shell-Wrapper, der
LD_LIBRARY_PATH setzt, bevor er die
Binärdatei ausführt, wie es www/mozilla tut.Wenn Sie 32-Bit Libraries auf 64-Bit Systemen
installieren, benutzen Sie stattdessen
USE_LDCONFIG32.Versuchen Sie Shared-Library-Versionsnummern im
libfoo.so.0 Format zu halten.
Unser Runtime-Linker kümmert sich nur um die Major
(erste) Nummer.Wenn sich die Major-Library-Versionsnummer
während der Aktualisierung zu einer neuen
Portversion erhöht, sollte auch die
PORTREVISION aller Ports, die die
Shared-Library linken, erhöht werden, damit diese
mit der neuen Version der Bibliothek neu kompiliert
werden.Ports mit beschränkter VerbreitungLizenzen variieren und manche geben Restriktionen vor,
wie die Applikation gepackt werden oder ob sie
gewinnorientiert verkauft werden kann, usw.Es liegt in Ihrer Verantwortung als Porter die
Lizenzbestimmungen der Software zu lesen und
sicherzustellen, dass das FreeBSD-Projekt nicht haftbar
gemacht wird für Lizenzverletzungen durch
Weiterverbreitung des Quelltextes oder kompilierter
Binaries über FTP/HTTP oder CD-ROM. Im Zweifelsfall
kontaktieren Sie bitte die &a.ports;.In solchen Situationen können die in den folgenden
Abschnitten beschriebenen Variablen gesetzt werden.NO_PACKAGEDiese Variable zeigt an, dass wir keine binären
Pakete dieser Applikation erzeugen dürfen - z.B. wenn
die Lizenz die Weiterverteilung von binären Paketen
oder Paketen verbietet, die aus verändertem Quelltext
erzeugt wurden.Die DISTFILES des Ports dürfen
allerdings frei über FTP/HTTP Mirrors
weiterverbreitet werden. Sie dürfen auch auf CD-ROM
(oder ähnlichen Medien) weiterverbreitet werden - es
sei denn, NO_CDROM ist ebenfalls
gesetzt.NO_PACKAGE sollte auch benutzt
werden, wenn das binäre Paket nicht allgemein
brauchbar ist und die Applikation immer aus dem Quelltext
kompiliert werden sollte.
Zum Beispiel, wenn die Applikation konfigurierte
Informationen über den Rechner/Installationsort bei
der Installation einkompiliert bekommt, setzen Sie
NO_PACKAGE.NO_PACKAGE sollte auf eine
Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt,
warum kein Paket erzeugt werden soll.NO_CDROMDiese Variable gibt an, dassobwohl wir binäre
Pakete erzeugen dürfen – wir weder
diese Pakete noch die DISTFILES des
Ports auf einer CD-ROM (oder ähnlichen Medien)
verkaufen dürfen. Die DISTFILES
des Ports dürfen allerdings immer noch auf FTP/HTTP
Mirrors.Wenn diese Variable und auch
NO_PACKAGE gesetzt ist, dann werden
nur die DISTFILES des Ports
erhältlich sein – und das nur
mittels FTP/HTTP.NO_CDROM sollte auf eine
Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt,
warum der Port nicht auf CD-ROM weiterverbreitet werden
kann. Das sollte z.B. gemacht werden, wenn die Lizenz
des Ports nur für
nichtkommerzielle Zwecke gilt.NOFETCHFILESDateien, die in der Variable
NOFETCHFILES aufgelistet sind,
sind von keiner der MASTER_SITES
abrufbar. Ein Beispiel solch einer Datei ist eine selbige,
welche vom Anbieter auf CD-ROM bereitgestellt wird.Werkzeuge, die das Vorhandensein dieser Dateien auf
den MASTER_SITES
überprüfen, sollten diese Dateien
ignorieren und sie nicht melden.RESTRICTEDSetzen Sie diese Variable, wenn die Lizenz der
Applikation weder das Spiegeln der
DISTFILES der Applikation noch
das Weiterverbreiten von binären Paketen in
jedweder Art erlaubt.NO_CDROM oder
NO_PACKAGE sollten nicht zusammen
mit RESTRICTED gesetzt werden, weil
letztere Variable die anderen beiden impliziert.RESTRICTED sollte auf eine
Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt,
warum der Port nicht weiterverbreitet werden kann.
Typischerweise besagt dies, dass der Port proprietäre
Software enthält und der Benutzer die
DISTFILES manuell herunterladen
muss – möglicherweise erst nachdem
er sich für die Software registriert oder die
Bedingungen eines Endbenutzer-Lizenzvertrags
(EULA) akzeptiert hat.RESTRICTED_FILESWenn RESTRICTED oder
NO_CDROM gesetzt ist, ist diese
Variable auf ${DISTFILES}
${PATCHFILES} voreingestellt, sonst ist sie
leer. Wenn nicht jede dieser Dateien beschränkt ist,
dann führen Sie die betroffenen Dateien in dieser
Variable auf.Beachten Sie, dass der Porter für jede
aufgeführte Distributionsdatei einen Eintrag zu
/usr/ports/LEGAL hinzufügen
sollte, der genau beschreibt, was die Beschränkung
mit sich bringt.Build-Mechanismenmake, gmake
und imakeWenn Ihr Port GNU make
benutzt, dann setzen Sie bitte
USE_GMAKE=yes.
Port-Variablen im Zusammenhang mit gmakeVariableBedeutungUSE_GMAKEDer Port benötigt gmake
für den Build.GMAKEDer ganze Pfad zu gmake,
wenn es nicht im PATH ist.
Wenn Ihr Port eine X-Applikation ist, die
Makefile-Dateien aus
Imakefile-Dateien mit
imake erzeugt, dann setzen Sie
USE_IMAKE=yes. Das sorgt dafür,
dass die Konfigurationsphase automatisch ein
xmkmf -a ausführt.
Wenn das Flag ein Problem für
Ihren Port darstellt, setzen Sie
XMKMF=xmkmf. Wenn der Port
imake benutzt, aber das
install.man-Target nicht versteht,
dann sollte NO_INSTALL_MANPAGES=yes
gesetzt werden.Wenn das Makefile
im Quelltext Ihres Ports etwas anderes als
all als Haupt-Build-Target
hat, setzen Sie ALL_TARGET
entsprechend. Das Gleiche gilt für
install und
INSTALL_TARGET.configure SkriptWenn Ihr Port ein configure-Skript
benutzt, um Makefile-Dateien aus
Makefile.in-Dateien zu erzeugen,
setzen Sie GNU_CONFIGURE=yes.
Wenn Sie dem configure-Skript
zusätzliche Argumente übergeben wollen (das
Vorgabeargument ist --prefix=${PREFIX}
--infodir=${PREFIX}/${INFO_PATH}
--mandir=${MANPREFIX}/man
${CONFIGURE_TARGET}), setzen Sie diese
zusätzlichen Argumente in
CONFIGURE_ARGS.
Zusätzliche Umgebungsvariablen können
überdie Variable CONFIGURE_ENV
übergeben werden.Wenn Ihr Paket GNU configure
benutzt und die entstandene Binärdatei hat einen
komischen Namen wie
i386-portbld-freebsd4.7-appname,
dann müssen Sie zusätzlich die
CONFIGURE_TARGET-Variable setzen,
um das Target so anzugeben, wie Skripten, die von neueren
Versionen von autoconf erzeugt wurden,
es erwarten. Fügen Sie das Folgende direkt nach der
Zeile GNU_CONFIGURE=yes in Ihrem
Makefile hinzu:CONFIGURE_TARGET=--build=${MACHINE_ARCH}-portbld-freebsd${OSREL}
Variablen für Ports, die configure
benutzenVariableBedeutungGNU_CONFIGUREDer Port benutzt ein
configure-Skript, um das Bauen
vorzubereiten.HAS_CONFIGUREWie GNU_CONFIGURE, nur
dass kein Standard-Konfigurations-Target zu
CONFIGURE_ARGS hinzugefügt
wird.CONFIGURE_ARGSZusätzliche Argumente für das
configure-Skript.CONFIGURE_ENVZusätzliche Umgebungsvariablen
für die Abarbeitung des
configure-Skriptes.CONFIGURE_TARGETErsetzt das Standard-Konfigurations-Target.
Vorgabewert ist
${MACHINE_ARCH}-portbld-freebsd${OSREL}.
Benutzung von sconsWenn Ihr Port SCons
benutzt, definieren Sie
USE_SCONS=yes.
Variablen für Ports, die
scons benutzenVariableBedeutungSCONS_ARGSPort-spezifische SCons-Argumente, die der
SCons-Umgebung übergeben werden.SCONS_BUILDENVVariablen, die in der System-Umgebung
gesetzt werden sollen.SCONS_ENVVariablen, die in der SCons-Umgebung
gesetzt werden sollen.SCONS_TARGETLetztes Argument, das SCons übergeben
wird – ähnlich
MAKE_TARGET.
Um SConstruct im Quelltext alles,
was SCons in SCONS_ENV übergeben
wird, respektieren zu lassen (das ist hauptsächlich
CC/CXX/CFLAGS/CXXFLAGS), patchen Sie
SConstruct, sodass das Build
Environment wie folgt konstruiert
wird:env = Environment(**ARGUMENTS)Es kann dann mit env.Append und
env.Replace modifiziert werden.Benutzung von GNU autotoolsEinführungDie verschiedenen GNU autotools stellen einen
Abstraktionsmechanismus bereit für das Kompilieren
von Software für eine Vielfalt von Betriebssystemen
und Maschinenarchitekturen. Innerhalb der Ports-Sammlung
kann ein einzelner Port diese Werkzeuge mit Hilfe eines
einfachen Konstrukts benutzen:USE_AUTOTOOLS= tool:version[:operation] ...Als dies geschrieben wurde konnte
tool eins von
libtool, libltdl,
autoconf,
autoheader,
automake oder
aclocal sein.version gibt die einzelne
Werkzeug-Revision an, die benutzt werden soll (siehe
devel/{automake,autoconf,libtool}[0-9]+
für mögliche Versionen).operation ist eine
optionale Angabe, die modifiziert, wie das Werkzeug
benutzt wird.Es können auch mehrere Werkzeuge angegeben
werden – entweder durch Angabe aller in
einer einzigen Zeile oder durch Benutzung des
+= Makefile-Konstrukts.Schliesslich gibt es das spezielle Tool, genannt
autotools, das der Einfachheit dient
indem es von alle verfügbaren Versionen der Autotools
abhängt, was sinnvoll für Cross-Development ist.
Dies kann auch erreicht werden, indem man den Port
devel/autotools installiert.libtoolShared-Libraries, die das GNU Build-System benutzen,
verwenden normalerweise
libtool, um die Kompilierung und
Installation solcher Bibliotheken anzupassen.
Die übliche Praxis ist, eine Kopie von
libtool, die mit dem Quelltext
geliefert wird, zu benutzen. Falls Sie ein externes
libtool benötigen, können
Sie die Version, die von der Ports-Sammlung bereitgestellt
wird, benutzen:USE_AUTOTOOLS= libtool:version[:env]Ohne zusätzliche Angaben sagt
libtool:version dem Build-System, dass es das
Konfigurationsskript mit der auf dem System
installierten Kopie von libtool
patchen soll.
Die Variable GNU_CONFIGURE ist
impliziert. Außerdem werden einige
make– und shell-Variablen zur
weiteren Benutzung durch den Port gesetzt.
Für Genaueres siehe
bsd.autotools.mk.Mit der Angabe :env wird nur die
Umgebung vorbereitet.Schließlich können optional
LIBTOOLFLAGS und
LIBTOOLFILES gesetzt werden, um die
häufigsten Argumente und durch
libtool gepatchten Dateien außer
Kraft zu setzen. Die meisten Ports werden das aber nicht
brauchen. Für Weiteres siehe
bsd.autotools.mk.libltdlEinige Ports benutzen das
libltdl-Bibliothekspaket,
welches Teil der libtool-Suite ist.
Der Gebrauch dieser Bibliothek macht nicht automatisch
den Gebrauch von libtool selbst
nötig, deshalb wird ein separates Konstrukt zur
Verfügung gestellt.USE_AUTOTOOLS= libltdl:versionIm Moment sorgt dies nur für eine
LIB_DEPENDS-Abhängigkeit von dem
entsprechenden libltdl-Port und wird
zur Vereinfachung zur Verfügung gestellt,
um Abhängigkeiten von den Autotools-Ports
ausserhalb des USE_AUTOTOOLS-Systems
zu eliminieren. Es gibt keine weiteren Angaben für
dieses Werkzeug.autoconf und
autoheaderManche Ports enthalten kein Konfigurationsskript,
sondern eine autoconf-Vorlage in der
configure.ac-Datei.
Sie können die folgenden Zuweisungen benutzen,
um autoconf das Konfigurationsskript
erzeugen zu lassen, und auch autoheader
Header-Vorlagen zur Benutzung durch das
Konfigurationsskript erzeugen zu lassen.USE_AUTOTOOLS= autoconf:version[:env]undUSE_AUTOTOOLS= autoheader:versionwelches auch die Benutzung von
autoconf:version impliziert.Ähnlich wie bei libtool,
bereitet die Angabe des optionalen
:env nur die Umgebung für weitere
Benutzung vor. Ohne dieses wird der Port auch gepatched
und erneut konfiguriert.Die zusätzlichen optionalen Variablen
AUTOCONF_ARGS und
AUTOHEADER_ARGS können durch das
Makefile des Ports ausser Kraft
gesetzt werden, wenn erforderlich. Wie bei den
libtool-Äquivalenten werden die
meisten Ports dies aber nicht benötigen.automake und
aclocalManche Pakete enthalten nur
Makefile.am-Dateien. Diese
müssen durch automake in
Makefile.in-Dateien konvertiert
und dann durch configure
weiterbearbeitet werden, um schließlich ein
Makefile zu erzeugen.Ähnliches gilt für Pakete, die gelegentlich
keine aclocal.m4-Dateien mitliefern,
welche ebenfalls zum Erstellen der Software benötigt
werden. Diese können durch aclocal
erzeugt werden, welches configure.ac
oder configure.in durchsucht.aclocal hat eine ähnliche
Beziehung zu automake wie
autoheader zu
autoconf – beschrieben
im vorherigen Abschnitt. aclocal
impliziert die Benutzung von automake,
also haben wir:USE_AUTOTOOLS= automake:version[:env]undUSE_AUTOTOOLS= aclocal:versionwas auch die Benutzung von
automake:version
impliziert.Ähnlich wie bei libtool und
autoconf, bereitet die optionale Angabe
:env nur die Umgebung zur weiteren
Benutzung vor. Ohne sie wird der Port erneut
konfiguriert.Wie schon autoconf und
autoheader, hat sowohl
automake als auch
aclocal eine optionale
Argument-Variable AUTOMAKE_ARGS
bzw. ACLOCAL_ARGS, die durch das
Makefile des Ports, falls nötig,
außer Kraft gesetzt werden kann.Benutzung von GNU gettextGrundlegende BenutzungWenn Ihr Port gettext
benötigt, setzen Sie einfach
USE_GETTEXT auf yes,
und Ihr Port bekommt die Abhängigkeit von devel/gettext. Der Wert von
USE_GETTEXT kann auch die
benötigte Version der
libintl-Bibliothek angeben, der
grundlegenden Teil von
gettext – jedoch
wird von der Benutzung dieser Funktion
dringend abgeraten:
Ihr Port sollte einfach nur mit der aktuellen Version von
devel/gettext
funktionieren.Ein ziemlich häufiger Fall ist, dass ein Port
gettext und
configure benutzt. Normalerweise sollte
GNU configuregettext automatisch finden können.
Sollte das einmal nicht funktionieren, können
Hinweise über den Ort von gettext
in CPPFLAGS und LDFLAGS wie
folgt übergeben werden:USE_GETTEXT= yes
CPPFLAGS+= -I${LOCALBASE}/include
LDFLAGS+= -L${LOCALBASE}/lib
GNU_CONFIGURE= yes
CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="${CPPFLAGS}" \
LDFLAGS="${LDFLAGS}"Natürlich kann der Code kompakter sein,
wenn es keine weiteren Flags gibt, die
configure übergeben werden
müssen:USE_GETTEXT= yes
GNU_CONFIGURE= yes
CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="-I${LOCALBASE}/include" \
LDFLAGS="-L${LOCALBASE}/lib"Optionale BenutzungManche Softwareprodukte erlauben die Deaktivierung
von NLS - z.B. durch Übergeben von
an
configure. In diesem Fall sollte Ihr
Port gettext abhängig vom Status
von WITHOUT_NLS
benutzen. Für Ports mit niedriger bis mittlerer
Komplexität können Sie sich auf das folgende
Idiom verlassen:GNU_CONFIGURE= yes
.if !defined(WITHOUT_NLS)
USE_GETTEXT= yes
PLIST_SUB+= NLS=""
.else
CONFIGURE_ARGS+= --disable-nls
PLIST_SUB+= NLS="@comment "
.endifDer nächste Punkt auf Ihrer Todo-Liste ist
dafür zu sorgen, dass die Message-Catalog-Dateien
nur bedingt in der Packliste aufgeführt werden. Der
Makefile-Teil dieser Aufgabe ist
schon durch obiges Idiom erledigt.
Das wird im Abschnitt über Fortgeschrittene
pkg-plist-Methoden
erklärt.
Kurz gesagt, jedes Vorkommen von
%%NLS%% in
pkg-plist wird durch
@comment , wenn NLS
abgeschaltet ist, oder durch eine leere Zeichenkette,
wenn NLS aktiviert ist, ersetzt. Folglich werden die
Zeilen, denen %%NLS%% vorangestellt
ist, zu reinen Kommentaren in der endgültigen
Packliste, wenn NLS abgeschaltet ist;
andernfalls wird der Prefix einfach nur ausgelassen.
Alles, was Sie jetzt noch machen müssen, ist
%%NLS%% vor jedem Pfad zu einer
Message-Catalog-Datei in pkg-plist
einzufügen. Zum Beispiel:%%NLS%%share/locale/fr/LC_MESSAGES/foobar.mo
%%NLS%%share/locale/no/LC_MESSAGES/foobar.moIn sehr komplexen Fällen müssen Sie
eventuell fortgeschrittenere Techniken als die hier
vorgestellte benutzen - wie z.B. Dynamische
Packlistenerzeugung.Behandlung von Message-Catalog-VerzeichnissenBei der Installation von Message-Catalog-Dateien
gibt es einen Punkt zu beachten. Ihr Zielverzeichnis,
das unter LOCALBASE/share/locale
liegt, sollte nur selten von Ihrem Port erzeugt und
gelöscht werden. Die Verzeichnisse für die
gebräuchlichsten Sprachen sind in
/etc/mtree/BSD.local.dist
aufgelistet; das heisst, sie sind Teil des Systems.
Die Verzeichnisse für viele andere Sprachen sind
Teil des Ports devel/gettext. Sie wollen
vielleicht dessen pkg-plist
zur Hand nehmen, um festzustellen, ob Ihr Port eine
Message-Catalog-Datei für eine seltene Sprache
installiert.Die Benutzung von perlWenn MASTER_SITES auf
MASTER_SITE_PERL_CPAN gesetzt ist,
dann ist der bevorzugte Wert von
MASTER_SITE_SUBDIR der Top-Level-Name
der Hierarchie. Zum Beispiel ist der empfohlene Wert
für
p5-Module-Name-Module.
Die Top-Level-Hierarchie kann unter cpan.org
angeschaut werden. Dies sorgt dafür, dass der Port
weiter funktioniert, wenn sich der Autor des Moduls
ändert.Die Ausnahme dieser Regel ist, dass das entsprechende
Verzeichnis selber oder das Distfile in diesem Verzeichnis
nicht existiert. In solchen Fällen ist die Benutzung
der Id des Autors als MASTER_SITE_SUBDIR
erlaubt.
+ Jede der Einstellungen unten kann sowohl auf
+ YES als auch auf eine
+ Versionszeichenkette wie 5.8.0+ gesetzt
+ werden. Wenn YES benutzt wird, bedeutet
+ das, dass der Port mit jeder der unterstützten
+ Perl-Versionen funktioniert.
+ Falls ein Port nur mit einer bestimmten
+ Perl-Version funktioniert, kann
+ darauf mit einer Versionszeichenkette hingewiesen werden,
+ die entweder eine Mindest- (z.B. 5.7.3+),
+ Maximal- (z.B. 5.8.0-) oder
+ Absolutversion (z.B. 5.8.3)
+ festlegt.
+
Variablen für Ports, die perl
benutzenVariableBedeutungUSE_PERL5Bedeutet, dass der Port perl 5
zum Erstellen und zum Ausführen benutzt.USE_PERL5_BUILDBedeutet, dass der Port perl 5
zum Erstellen benutzt.USE_PERL5_RUNBedeutet, dass der Port perl 5
zur Laufzeit benutzt.PERLDer gesamte Pfad zu
perl 5 – entweder
im Basissystem oder nachinstalliert über einen
Port – ohne die Versionsnummer. Benutzen
Sie diese Variable, wenn Sie #!-Zeilen in Skripten
ersetzen müssen.PERL_CONFIGUREPerls MakeMaker für die Konfiguration
benutzen. Dies impliziert
USE_PERL5.PERL_MODBUILDModule::Build für configure, build und install
benutzen. Dies impliziert
PERL_CONFIGURE.Nur lesbare VariablenPERL_VERSIONDie volle Version des installierten
perl (z.B.
5.00503).PERL_VERDie kurze Angabe der installierten
perl-Version (z.B.
5.005).PERL_LEVELDie installierte perl-Version
als ein Integer der Form MNNNPP
(z.B. 500503).PERL_ARCHWo perl architektur
abhängige Bibliotheken ablegt. Vorgabe ist
${ARCH}-freebsd.PERL_PORTName des perl-Ports, der
installiert ist (z.B. perl5).SITE_PERLVerzeichnis, in das die Site-spezifischen
perl-Pakete kommen. Dieser Wert
wird zu PLIST_SUB hinzugefügt.
Ports von Perl-Modulen, die keine offizielle
Webseite haben, sollen in der WWW-Zeile ihrer
pkg-descr-Datei auf
cpan.org verlinken.
Die bevorzugte URL-Form ist
http://search.cpan.org/dist/Module-Name/
(inklusive des Slash am Ende).Benutzung von X11X.Org-KomponentenDie X11-Implementierung, welche die Ports-Sammlung
bereitstellt, ist X.Org. Wenn Ihre Applikation von
X-Komponenten abhängt, listen Sie die benötigten
Komponenten in USE_XORG auf. Als dies
geschrieben wurde, wurden die folgenden Komponenten
bereitgestellt:bigreqsproto compositeproto damageproto dmx
dmxproto evieproto fixesproto fontcacheproto fontenc
fontsproto fontutil glproto ice inputproto kbproto libfs
oldx printproto randrproto recordproto renderproto
resourceproto scrnsaverproto sm trapproto videoproto x11
xau xaw xaw6 xaw7 xaw8 xbitmaps xcmiscproto xcomposite
xcursor xdamage xdmcp xevie xext xextproto
xf86bigfontproto xf86dgaproto xf86driproto xf86miscproto
xf86rushproto xf86vidmodeproto xfixes xfont xfontcache xft
xi xinerama xineramaproto xkbfile xkbui xmu xmuu
xorg-server xp xpm xprintapputil xprintutil xpr oto
xproxymngproto xrandr xrender xres xscrnsaver xt xtrans
xtrap xtst xv xvmc xxf86dga xxf86misc
xxf86vm.Die aktuelle Liste finden Sie immer in
/usr/ports/Mk/bsd.xorg.mk.Das Mesa Projekt ist ein Versuch, eine freie OpenGL
Implementierung bereitzustellen. Sie können eine
Abhängigkeit von verschiedenen Komponenten diese
Projektes in der Variable USE_GL
spezifizieren. ouml;gliche Optionen sind: glut,
glu, glw, gl und linux.
Für Rückwärtskompatibilitä gilt der
Wert yes als
glu.Beispiel für USE_XORGUSE_XORG= xrender xft xkbfile xt xaw
USE_GL= gluViele Ports definieren USE_XLIB,
was dafür sorgt, dass der Port von allen (rund 50)
Bibliotheken abhängt. Diese Variable existiert, um
uuml;ckwärtskompatibilität sicherzustellen (sie
stammt noch aus der Zeit vor dem modularem X.Org), und
sollte bei neuen Ports nicht mehr benutzt werden.
Variablen für Ports, die X benutzenUSE_XLIBDer Port benutzt die X-Bibliotheken. Soll
nicht mehr verwendet werden - benutzen Sie
stattdessen eine Liste von Komponenten in
USE_XORG.USE_X_PREFIXSoll nicht mehr benutzt werden, ist jetzt
äquivalent zu USE_XLIB und
kann einfach durch letzteres ersetzt
werden.USE_IMAKEDer Port benutzt imake.
Impliziert USE_X_PREFIX.XMKMFIst auf den Pfad zu xmkmf
gesetzt, wenn nicht in PATH. Vorgabe
ist xmkmf -a.
Variablen bei Abhängigkeit von einzelnen
Teilen von X11X_IMAKE_PORTEin Port, der imake und einige
andere Werkzeuge, die zum Erstellen von X11 benutzt
werden, bereitstellt.X_LIBRARIES_PORTEin Port, der die X11-Bibliotheken
bereitstellt.X_CLIENTS_PORTEin Port, der X11-Clients bereitstellt.X_SERVER_PORTEin Port, der den X11-Server bereitstellt.X_FONTSERVER_PORTEin Port, der den Fontserver bereitstellt.X_PRINTSERVER_PORTEin Port, der den Printserver bereitstellt.X_VFBSERVER_PORTEin Port, der den virtuellen Framebuffer-Server
bereitstellt.X_NESTSERVER_PORTEin Port, der einen nested X-Server
bereitstellt.X_FONTS_ENCODINGS_PORTEin Port, der Kodierungen für Schriftarten
bereitstellt.X_FONTS_MISC_PORTEin Port, der verschiedene Bitmap-Schriftarten
bereitstellt.X_FONTS_100DPI_PORTEin Port, der 100dpi Bitmap-Schriftarten
bereitstellt.X_FONTS_75DPI_PORTEin Port, der 75dpi Bitmap-Schriftarten
bereitstellt.X_FONTS_CYRILLIC_PORTEin Port, der kyrillische Bitmap-Schriftarten
bereitstellt.X_FONTS_TTF_PORTEin Port, der &truetype;-Schriftarten
bereitstellt.X_FONTS_TYPE1_PORTEin Port, der Type1-Schriftarten bereitstellt.X_MANUALS_PORTEin Port, der entwicklerorientierte Manualpages
bereitstellt.
Benutzung von X11-bezogenen Variablen in einem
Port# Port benutzt X11-Bibliotheken und hängt
vom Font-Server
# sowie von kyrillischen Schriftarten ab.
RUN_DEPENDS= ${X11BASE}/bin/xfs:${X_FONTSERVER_PORT} \
${X11BASE}/lib/X11/fonts/cyrillic/crox1c.pcf.gz:${X_FONTS_CYRILLIC_PORT}
USE_XLIB= yesPorts, die Motif benötigenWenn Ihr Port eine Motif-Bibliothek benötigt,
definieren Sie USE_MOTIF im
Makefile.
Die Standard-Motif-Implementierung ist x11-toolkits/open-motif.
Benutzer können stattdessen x11-toolkits/lesstif wählen,
indem Sie die WANT_LESSTIF-Variable
setzen.Die Variable MOTIFLIB wird von
bsd.port.mk auf die entsprechende
Motif-Bibliothek gesetzt. Bitte patchen Sie den Quelltext
Ihres Ports, sodass er überall
${MOTIFLIB} benutzt, wo die
Motif-Bibliothek im Original Makefile
oder Imakefile referenziert
wird.Es gibt zwei verbreitete Fälle:Wenn sich der Port in seinem
Makefile oder
Imakefile auf die
Motif-Bibliothek als -lXm bezieht,
ersetzen Sie das einfach durch
${MOTIFLIB}.Wenn der Port in seinem
ImakefileXmClientLibs benutzt, ersetzen Sie
das durch ${MOTIFLIB}
${XTOOLLIB} ${XLIB}.Anmerkung: MOTIFLIB expandiert
(normalerweise) zu -L/usr/X11R6/lib
-lXm oder /usr/X11R6/lib/libXm.a
- d.h. Sie müssen kein
-L oder -l davor
einfügen.X11 SchriftartenWenn Ihr Port Schriftarten für das
X-Window-System installiert, legen Sie diese nach
X11BASE/lib/X11/fonts/local.Erzeugen eines künstlichen
DISPLAY durch XvfbManche Applikationen benötigen ein
funktionierendes X11-Display, damit die Kompilierung
funktioniert. Das stellt für den FreeBSD
Package-Building-Cluster, der ohne Display läuft,
ein Problem dar. Wenn der folgende kanonische Hack
benutzt wird, startet der Package-Building-Cluster den
virtuellen Framebuffer-X-Server, und ein funktionierendes
DISPLAY wird dem Build
übergeben.USE_DISPLAY= yesDesktop-EinträgeDesktop-Einträge (Freedesktop
Standard) können in Ihrem Port einfach
über die DESKTOP_ENTRIES-Variable
erzeugt werden. Diese Einträge erscheinen dann im
Applikationsmenü von standardkonformen
Desktop-Umgebungen wie GNOME oder KDE. Die
.desktop-Datei wird dann
automatisch erzeugt, installiert und der
pkg-plist hinzugefügt.
Die Syntax ist:DESKTOP_ENTRIES= "NAME" "COMMENT" "ICON" "COMMAND" "CATEGORY" StartupNotifyDie Liste der möglichen Kategorien ist auf der
Freedesktop
Webseite abrufbar.
StartupNotify zeigt an, ob die
Applikation den Status in Umgebungen, die
Startup-Notifications kennen, löschen wird.Beispiel:DESKTOP_ENTRIES= "ToME" "Roguelike game based on JRR Tolkien's work" \
"${DATADIR}/xtra/graf/tome-128.png" \
"tome -v -g" "Application;Game;RolePlaying" \
falseBenutzung von GNOMEDas FreeBSD/GNOME-Projekt benutzt seine eigene
Gruppe von Variablen, um zu definieren, welche
GNOME-Komponenten ein bestimmter Port benutzt. Eine
umfassende Liste dieser Variablen existiert innerhalb
der Webseite des FreeBSD/GNOME-Projektes.Benutzung von KDEVariablen-Definitionen
Variablen für Ports, die KDE benutzenUSE_KDELIBS_VERDer Port benutzt KDE-Bibliotheken. Die Variable
spezifiziert die Major Version von KDE, die benutzt
werden soll, und impliziert
USE_QT_VER der entsprechenden
Version. Der einzig mögliche Wert ist
3.USE_KDEBASE_VERDer Port benutzt die KDE-Base. Die Variable
spezifiziert die Major Version von KDE, die benutzt
werden soll, und impliziert
USE_QT_VER der entsprechenden
Version. Der einzig mögliche Wert ist
3.
Ports, die Qt benötigen
Variablen für Ports, die Qt
benötigenUSE_QT_VERDer Port benutzt das Qt-Toolkit. Mögliche
Werte sind 3 und
4; diese spezifizieren die Major
Version von Qt, die benutzt werden soll.
Entsprechende Parameter werden an das
configure-Skript und
make übergeben.QT_PREFIXEnthält den Pfad, wohin Qt installiert ist
(nur lesbare Variable).MOCEnthält den Pfad von moc
(nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des
USE_QT_VER-Werts.QTCPPFLAGSZusätzliche Compiler-Flags, die über
CONFIGURE_ENV an das Qt-Toolkit
übergeben werden. Voreingestellt entsprechend des
USE_QT_VER-Wertes.QTCFGLIBSZusätzliche Bibliotheken, die über
CONFIGURE_ENV für das Qt-Toolkit
gelinkt werden sollen. Voreingestellt entsprechend des
USE_QT_VER-Wertes.QTNONSTANDARDÄnderungen von
CONFIGURE_ENV,
CONFIGURE_ARGS und
MAKE_ENV sollen unterdrückt
werden.
Zusätzliche Variablen für Ports,
die Qt 4.xi benutzenQT_COMPONENTSSpezifiziert Tool– und
Bibliothek-Abhängigkeiten für Qt4.
Siehe unten für Details.UICEnthält den Pfad von uic
(nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des
USE_QT_VER-Wertes.QMAKEEnthält den Pfad von qmake
(nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des
USE_QT_VER-Wertes.QMAKESPECEnthält den Pfad der Konfigurationsdatei
für qmake
(nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des
USE_QT_VER-Wertes.
Wenn USE_QT_VER gesetzt ist,
werden dem configure-Skript einige
nützliche Einstellungen übergeben:CONFIGURE_ARGS+= --with-qt-includes=${QT_PREFIX}/include \
--with-qt-libraries=${QT_PREFIX}/lib \
--with-extra-libs=${LOCALBASE}/lib \
--with-extra-includes=${LOCALBASE}/include
CONFIGURE_ENV+= MOC="${MOC}" CPPFLAGS="${CPPFLAGS} ${QTCPPFLAGS}" LIBS="${QTCFGLIBS}" \
QTDIR="${QT_PREFIX}" KDEDIR="${KDE_PREFIX}"Wenn USE_QT_VER auf
4 gesetzt ist, werden auch die folgenden
Einstellungen übergeben:CONFIGURE_ENV+= UIC="${UIC}" QMAKE="${QMAKE}" QMAKESPEC="${QMAKESPEC}"
MAKE_ENV+= QMAKESPEC="${QMAKESPEC}"Komponentenauswahl (nur bei Qt 4.x)Wenn USE_QT_VER auf 4 gesetzt ist,
können individuelle Qt4-Tool- und
Bibliotheksabhängigkeiten in der Variable
QT_COMPONENTS angegeben werden. An jede
Komponente kann _build oder
_run als Suffix angehängt werden,
was eine Abhängigkeit zur Build- bzw. Laufzeit angibt.
Ohne Suffix gilt die Abhängigkeit sowohl zur Build-
als auch zur Laufzeit. Bibliothekskomponenten sollten
normalerweise ohne Suffix angegeben werden,
Tool-Komponenten mit _build und
Plugin-Komponenten mit _run. Die
gebräuchlichsten Komponenten werden im Folgenden
angegeben (alle verfügbaren Komponenten sind in
_QT_COMPONENTS_ALL in
/usr/ports/Mk/bsd.qt.mk
aufgelistet):
Verfügbare Qt4-BibliothekskomponentenNameBeschreibungcorelibKern-Bibliothek (kann weggelassen
werden– es sei denn, der Port benutzt nichts
außer corelib)guiGraphische
Benutzeroberflächen-BibliotheknetworkNetzwerk-BibliothekopenglOpenGL-Bibliothekqt3supportQt3-Kompatibilitäts-BibliothekqtestlibModultest-BibliothekscriptSkript-BibliotheksqlSQL-BibliothekxmlXML-Bibliothek
Sie können herausfinden, welche Bibliotheken die
Applikation benötigt, indem Sie nach erfolgreicher
Kompilierung ldd auf die
Hauptbinärdatei anwenden.
Verfügbare Qt4-Tool-KomponentenNameBeschreibungmocmeta object compiler (wird zum Build fast
jeder Qt-Applikation benötigt)qmakeMakefile-Generator / Build-WerkzeugrccResource-Compiler (wird benötigt, falls
die Applikation *.rc oder
*.qrc Dateien
enthält)uicUser-Interface-Compiler (wird benötigt,
falls die Applikation von Qt-Designer erzeugte
*.ui Dateien enthält -
gilt für praktisch jede Qt-Applikation mit
einer GUI)
Verfügbare Qt4-Plugin-KomponentenNameBeschreibungiconenginesSVG-Icon-Engine Plugin (wenn die Applikation
SVG-Icons mitliefert)imageformatsBildformatplugins für GIF, JPEG, MNG und
SVG (wenn die Applikation Bilddateien
mitliefert)
Qt4-Komponenten auswählenIn diesem Beispiel benutzt die portierte Applikation
die Qt4 GUI-Bibliothek, die Qt4-Core-Bibliothek, alle
Qt4-Codeerzeugungstools und Qt4's Makefile Generator. Da
die GUI-Bibliothek eine Abhängigkeit von der
Core-Bibliothek impliziert, muss corelib nicht angegeben
werden. Die Qt4-Codeerzeugungstools moc, uic und rcc,
sowie der Makefile Generator qmake werden nur für den
Build benötigt, deshalb bekommen die den Suffix
_build:USE_QT_VER= 4
QT_COMPONENTS= gui moc_build qmake_build rcc_build uic_buildZusätzliche BesonderheitenWenn die Applikation keine
configure Datei, sondern eine
.pro Datei hat, können Sie das
Folgende benutzen:HAS_CONFIGURE= yes
do-configure:
@cd ${WRKSRC} && ${SETENV} ${CONFIGURE_ENV} \
${QMAKE} -unix PREFIX=${PREFIX} texmaker.proBeachten Sie die Ähnlichkeit mit der
qmake-Zeile im mitgelieferten
BUILD.sh-Skript. Die
Übergabe von CONFIGURE_ENV
stellt sicher, dass qmake die
QMAKESPEC-Variable übergeben
bekommt, ohne die es nicht funktioniert.
qmake erzeugt Standard-Makefiles,
sodass es nicht nötig ist ein eigenes neues
build-Target zu schreiben.Qt-Applikationen sind oft so geschrieben, dass sie
plattformübergreifend sind, und oft ist X11/Unix
nicht die Plattform, auf der sie entwickelt werden.
Das sorgt oft für bestimmte fehlende
Kleinigkeiten wie z.B.:Fehlende zusätzliche
Include-Pfade.
Viele Applikationen kommen mit System-Tray-Icon
Support– unterlassen es aber Includes
oder Bibliotheken in den X11 Verzeichnissen zu suchen.
Sie können qmake über die
Kommandozeile sagen, es soll Verzeichnisse zu den
Include- und Bibliotheks-Suchpfaden
hinzufügen - z.B.:${QMAKE} -unix PREFIX=${PREFIX} INCLUDEPATH+=${X11BASE}/include \
LIBS+=-L${X11BASE}/lib sillyapp.proFalsche Installations-Pfade.
Manchmal werden Daten wie Icons oder .desktop-Dateien
per Vorgabe in Verzeichnisse installiert, die nicht von
XDG-kompatiblen Applikationen durchsucht werden.
editors/texmaker
ist hierfür ein Beispiel– siehe
patch-texmaker.pro im
files-Verzeichnis dieses Ports
als eine Vorlage, die zeigt, wie man dies direkt in der
Qmake Projektdatei löst.Benutzung von JavaVariablen-DefinitionenWenn Ihr Port ein Java™ Development Kit (JDK)
benötigt, entweder zum Bauen, zur Laufzeit oder
sogar, um das Distfile auszupacken, dann sollten Sie
USE_JAVA setzen.Es gibt mehrere JDKs in der
Ports-Sammlung– von verschiedenen Anbietern
und in verschiedenen Versionen.
Wenn Ihr Port eine bestimmte dieser Versionen
benötigt, können Sie definieren welche.
Die aktuelle Version ist java/jdk15.
Variablen, die von Ports, die Java benutzen, gesetzt
werden müssenVariableBedeutungUSE_JAVASollte definiert sein, damit die übrigen
Variablen irgendeinen Effekt haben.JAVA_VERSIONDurch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten
Java-Versionen für den Port. Ein optionales
"+" ermöglicht die Angabe eines
Bereiches von Versionen (mögliche Werte:
1.1[+] 1.2[+] 1.3[+] 1.4[+]).JAVA_OSDurch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten
JDK-Port-Betriebssystemen für den Port. (erlaubte
Werte: native linux).JAVA_VENDORDurch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten
JDK-Port-Anbietern für den Port. (erlaubte Werte:
freebsd bsdjava sun ibm
blackdown).JAVA_BUILDBedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte
JDK-Port zu den Build-Abhängigkeiten des Ports
hinzugefügt werden soll.JAVA_RUNBedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte
JDK-Port zu den Laufzeit-Abhängigkeiten des Ports
hinzugefügt werden soll.JAVA_EXTRACTBedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte
JDK-Port zu den Extract-Abhängigkeiten des Ports
hinzugefügt werden soll.USE_JIKESLegt fest, ob der Port den jikes
Bytecode-Compiler zum Kompilieren benutzen soll. Wenn
kein Wert für diese Variable gesetzt ist, wird der
Port jikes für die Kompilierung
benutzen– falls vorhanden. Sie können
die Benutzung von jikes auch
ausdrücklich verbieten oder erzwingen (durch
Setzen auf 'no' oder
'yes'). Im letzteren Fall wird
devel/jikes zu den
Build-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt.
In jedem Fall wird, wenn jikes
tatsächlich statt javac zur
Kompilierung benutzt wird, die Variable
HAVE_JIKES von
bsd.java.mk definiert.
Das Folgende ist eine Liste aller Variablen, die ein
Port bekommt, nachdem er USE_JAVA
gesetzt hat:
Bereitgestellte Variablen für Ports,
die Java benutzenVariableWertJAVA_PORTDer Name des JDK-Ports (z.B.
'java/jdk14').JAVA_PORT_VERSIONDie volle Version des JDK Ports (z.B.
'1.4.2'). Wenn Sie nur die ersten
beiden Stellen dieser Versionsnummer benötigen,
benutzen Sie
${JAVA_PORT_VERSION:C/^([0-9])\.([0-9])(.*)$/\1.\2/}.JAVA_PORT_OSDas vom JDK-Port benutzte Betriebssystem (z.B.
'linux').JAVA_PORT_VENDORDer Anbieter des JDK-Ports (z.B.
'sun').JAVA_PORT_OS_DESCRIPTIONBeschreibung des vom JDK-Port benutzten
Betriebssystems (z.B.
'Linux').JAVA_PORT_VENDOR_DESCRIPTIONBeschreibung des Anbieters des JDK-Ports (z.B.
'FreeBSD Foundation').JAVA_HOMEPfad zum Installationsverzeichnis des JDK (z.B.
'/usr/local/jdk1.3.1').JAVACPfad zum Java-Compiler, der benutzt werden soll
(z.B.
'/usr/local/jdk1.1.8/bin/javac' oder
'/usr/local/bin/jikes').JARPfad zum jar-Werkzeug, das
benutzt werden soll (z.B.
'/usr/local/jdk1.2.2/bin/jar' oder
'/usr/local/bin/fastjar').APPLETVIEWERPfad zum appletviewer-Werkzeug
(z.B.
'/usr/local/linux-jdk1.2.2/bin/appletviewer').JAVAPfad zur java Binärdatei.
Benutzen Sie dies, um Java-Programme auszuführen
(z.B.
'/usr/local/jdk1.3.1/bin/java').JAVADOCPfad zum
javadoc-Werkzeug.JAVAHPfad zum javah-Programm.JAVAPPfad zum javap-Programm.JAVA_KEYTOOLPfad zum keytool-Werkzeug.
Diese Variable ist nur verfügbar, wenn das JDK Java
1.2 oder höher ist.JAVA_N2APfad zum
native2ascii-Werkzeug.JAVA_POLICYTOOLPfad zum policytool Programm.
Diese Variable ist nur verfügbar, wenn das JDK
Java 1.2 oder höher ist.JAVA_SERIALVERPfad zum
serialver-Werkzeug.RMICPfad zum RMI Stub/Skeleton-Generator,
rmic.RMIREGISTRYPfad zum RMI Registry-Werkzeug,
rmiregistry.RMIDPfad zum RMI Daemon rmid.
Diese Variable ist nur verfügbar, wenn das JDK
Java 1.2 oder höher unterstützt.JAVA_CLASSESPfad zum Archiv, das die JDK-Klassendateien
enthält. Für das JDK 1.2 oder später
ist dies
${JAVA_HOME}/jre/lib/rt.jar.
Frühere JDKs benutzten
${JAVA_HOME}/lib/classes.zip.HAVE_JIKESIst dann gesetzt, wenn jikes
vom Port benutzt wird (s. USE_JIKES
oben).
Sie können das java-debug
make-Target benutzen, um Information zum Debuggen
Ihres Ports zu erhalten. Es wird die Werte vieler
der obenangegebenen Variablen anzeigen.Zusätzlich sind die folgenden Konstanten
definiert, damit alle Java-Ports auf eine konsistente
Art installiert werden können:
Konstanten, die für Ports, welche Java benutzen,
definiert sindKonstanteWertJAVASHAREDIRDas Basis-Verzeichnis für alles, was mit Java
zusammenhängt. Standardmäßig
${PREFIX}/share/java.JAVAJARDIRDas Verzeichnis, wohin JAR-Dateien installiert
werden sollen. Standardmäßig
${JAVASHAREDIR}/classes.JAVALIBDIRDas Verzeichnis, in dem JAR-Dateien, die von
anderen Ports installiert wurden, liegen.
Standardmäßig
${LOCALBASE}/share/java/classes.
Die entsprechenden Einträge sind sowohl in
PLIST_SUB (dokumentiert in
) als auch in
SUB_LIST definiert.Kompilieren mit AntWenn der Port mit Apache Ant kompiliert werden soll,
muss er USE_ANT setzen. Ant wird dann
als das sub-make-Kommando betrachtet. Wenn kein
do-build-Target vom Port definiert ist,
wird eine Standardvorgabe benutzt, die einfach Ant
entsprechend MAKE_ENV,
MAKE_ARGS und
ALL_TARGETS aufruft. Das ähnelt dem
USE_GMAKE-Mechanismus, der in dokumentiert ist.Wenn jikes anstelle von
javac benutzt wird (siehe
USE_JIKES in ), dann wird Ant es automatisch
benutzen, um den Port zu kompilieren.Optimales VerfahrenWenn Sie eine Java-Bibliothek portieren, sollte Ihr Port
die JAR-Datei(en) in ${JAVAJARDIR}
installieren, und alles andere unter
${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME}
(ausgenommen die Dokumentation - siehe unten). Um die
Größe der Packlistendatei zu reduzieren,
können die JAR-Datei(en) direkt im
Makefile angegeben werden. Benutzen
Sie einfach die folgende Anweisung (wobei
myport.jar der Name der JAR-Datei ist,
die als Teil des Ports installiert wird):PLIST_FILES+= %%JAVAJARDIR%%/myport.jarBeim Portieren einer Java-Applikation installiert der
Port normalerweise alles unter einem einzigen Verzeichnis
(inklusive seiner JAR-Abhängigkeiten). Die Benutzung
von ${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME}
wird in dieser Beziehung dringend empfohlen. Es liegt
im Entscheidungsbereich des Portierenden, ob der Port
die zusätzlichen JAR-Abhängigkeiten unter
diesem Verzeichnis installieren oder direkt die schon
installierten (aus ${JAVAJARDIR})
benutzen soll.Unabhängig von der Art Ihres Ports (Bibliothek
oder Applikation), sollte die zusätzliche Dokumentation
an die gleiche Stelle
installiert werden wie bei jedem anderen Port auch.
Das JavaDoc-Werkzeug ist dafür bekannt einen
unterschiedlichen Satz von Dateien abhängig von der
Version des benutzten JDKs zu erstellen. Für Ports,
die nicht die Benutzung eines bestimmten JDKs vorgeben,
ist es deshalb eine komplexe Aufgabe die Packliste
(pkg-plist) festzulegen. Dies ist
ein Grund, warum dringend angeraten wird, das
PORTDOCS-Makro zu benutzen.
Außerdem, selbst wenn Sie den Satz von Dateien,
den javadoc erzeugen wird,
voraussagen können, die Größe der
resultierenden pkg-plist
befürwortet die Benutzung von
PORTDOCS.Der Vorgabewert für DATADIR ist
${PREFIX}/share/${PORTNAME}. Es ist
eine gute Idee, DATADIR für
Java-Ports stattdessen auf
${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME} zu setzen.
In der Tat wird DATADIR automatisch zu
PLIST_SUB (dokumentiert in ) hinzugefügt, d.h. Sie können
%%DATADIR%% direkt in
pkg-plist benutzen.Zu der Frage, ob Java-Ports aus dem Quelltext gebaut
werden, oder direkt bereitgestellte binäre
Distributionen benutzt werden sollten, gab es, als dies
geschrieben wurde, keine definierte Richtlinie. Allerdings
ermutigen Mitglieder des &os;
Java-Projekts Porter dazu, Ihre Ports aus dem
Quelltext kompilieren zu lassen, wann immer dies kein
Problem darstellt.Alle Eigenschaften, die in diesem Abschnitt
präsentiert wurden sind in
bsd.java.mk implementiert.
Sollten Sie jemals der Meinung sein, dass Ihr Port
ausgefeiltere Java-Unterstützung benötigt,
schauen Sie bitte erst in das
bsd.java.mk CVS Log, weil es normalerweise immer
etwas Zeit braucht bis die neuesten Eigenschaften
dokumentiert sind. Wenn Sie glauben, dass der fehlende
Support auch für viele andere Java Ports nützlich
sein könnte, wenden Sie sich bitte an die
&a.java;.Obwohl es eine java-Kategorie
für Fehlerberichte gibt, bezieht sich diese auf die
JDK-Portierungsbemühungen des &os; Java-Projektes.
Deshalb sollten Sie Ihren Java-Port in der
ports-Kategorie einreichen wie bei
jeden anderen Port auch - es sei denn, die Angelegenheit,
die Sie zu klären versuchen, steht in Zusammenhang
entweder mit einer JDK-Implementierung oder
bsd.java.mk.Gleichermaßen gibt es eine definierte Richtlinie
für die CATEGORIES eines Java-Ports,
die in erklärt
wird.Webanwendungen, Apache und PHPApache
Variablen für Ports, die Apache
verwendenUSE_APACHEDer Port benötigt Apache. Mögliche Werte:
yes (beliebige Version),
1.3, 2.0,
2.2, 2.0+,
etc. – Standard ist Version
1.3.WITH_APACHE2Der Port benötigt Apache 2.0. Ist diese
Variable nicht gesetzt, so benötigt der Port
Apache 1.3. Diese Variable ist veraltet und sollte
nicht mehr verwendet werden.APXSVollständiger Pfad zu der
apxs Binärdatei. Die Variable
kann neu gesetzt werden.HTTPDVollständiger Pfad zu der
httpd Binärdatei.
Die Variable kann neu gesetzt werden.APACHE_VERSIONBeinhaltet die Versionsnummer des aktuell
installierten Apache (nur lesbare Variable).
Diese Variable ist nach Einbinden der Datei
bsd.port.pre.mk
verfügbar. Mögliche Werte:
13, 20,
22.APACHEMODDIRVerzeichnis der Apache-Module. Diese Variable wird
automatisch in pkg-plist ersetzt.APACHEINCLUDEDIRVerzeichnis der Apache Header-Dateien. Diese
Variable wird automatisch in pkg-plist ersetzt.APACHEETCDIR Verzeichnis der Apache-Konfigurationsdateien.
Diese Variable wird automatisch in pkg-plist
ersetzt.
Nützliche Variablen für Ports von
Apache-ModulenMODULENAMEName des Moduls. Standardwert ist
PORTNAME. Beispiel:
mod_helloSHORTMODNAMEDer gekürzte Name des Moduls.
Standardmäßig
wird der Wert von MODULENAME
übernommen.
Beispiel: helloAP_FAST_BUILDVerwende apxs zum Kompilieren
und Installieren des Moduls.AP_GENPLISTEine pkg-plist wird
automatisch erzeugt.AP_INCVerzeichnis für zusätzliche
Header-Dateien, die beim Kompilieren mitverwendet
werden.AP_LIBVerzeichnis für zusätzliche
Bibliothek-Dateien, welche beim Kompilieren
mitverwendet werden.AP_EXTRASZusätzliche Flags für
apxs.
WebanwendungenWebanwendungen sollten nach PREFIX/www/programmname
installiert werden.
Der Einfachheit halber ist dieser Pfad sowohl im
Makefile als auch in
pkg-plist als
WWWDIR verfügbar. Der relative
Pfad PREFIX ist hingegen im
Makefile durch die Variable
WWWDIR_REL festgelegt.Der Benutzername und die Benutzergruppe,
mit deren Rechte Webanwendungen laufen, sind in
WWWOWN und WWWGRP
festgelegt. Standardwert ist bei beiden
www. Falls ein Port mit anderen
Rechten gestartet werden soll, so sollte die Anweisung
WWWOWN?= myuser verwendet werden. Dies
vereinfacht dem Benutzer eine Anpassung dieser Werte.Falls die Webanwendung nicht explizit Apache
benötigt, so sollte dieser auch nicht als
Abhängigkeit des Ports aufgeführt werden.
Dadurch bleibt es dem Benutzer überlassen
Apache oder einen anderen Webserver zu verwenden.PHP
Variablen für Ports, die PHP verwendenUSE_PHPDer Port benötigt PHP. Der Wert
yes bewirkt eine Abhängigkeit
des Ports von PHP. Es kann auch eine Liste der
benötigten PHP-Erweiterungen angegeben
werden. Beispiel:
pcre xml gettextDEFAULT_PHP_VERLegt die Version von PHP fest, die
standardmäßig installiert wird, falls noch
kein PHP vorhanden ist. Standardwert ist
4. Mögliche Werte sind:
4,5IGNORE_WITH_PHPDer Port funktioniert nicht mit der angegebenen
Version von PHP. Mögliche Werte:
4, 5USE_PHPIZEDer Port wird als PHP-Erweiterung gebaut.USE_PHPEXTDer Port wird wie eine PHP-Erweiterung
behandelt – Installation und
Eintragung in die PHP-Registry für
Erweiterungen.USE_PHP_BUILDSetzt PHP als build-Anhängigkeit.WANT_PHP_CLIBenötigt die Kommandozeilen-Version von
PHP.WANT_PHP_CGIBenötigt die CGI-Version von PHP.WANT_PHP_MODBenötigt das Apache-Modul von PHP.WANT_PHP_SCRBenötigt die Kommandozeilen- oder die
CGI-Version von PHP.WANT_PHP_WEBBenötigt das Apache-Modul oder die CGI-Version
von PHP.
PEAR ModuleDas Portieren von PEAR-Modulen ist sehr einfach.Mit Hilfe der Variablen FILES,
TESTS, DATA,
SQLS, SCRIPTFILES,
DOCS und EXAMPLES
können die zu installierenden Dateien angegeben werden.
Alle aufgeführten Dateien werden automatisch in die
jeweiligen Verzeichnisse installiert und der Datei
pkg-plist hinzugefügt.Die Datei
${PORTSDIR}/devel/pear/bsd.pear.mk
muss am Ende des Makefiles
eingebunden werden.Beispiel eines Makefiles für eine PEAR
KlassePORTNAME= Date
PORTVERSION= 1.4.3
CATEGORIES= devel www pear
MAINTAINER= example@domain.com
COMMENT= PEAR Date and Time Zone Classes
BUILD_DEPENDS= ${PEARDIR}/PEAR.php:${PORTSDIR}/devel/pear-PEAR
RUN_DEPENDS= ${BUILD_DEPENDS}
FILES= Date.php Date/Calc.php Date/Human.php Date/Span.php \
Date/TimeZone.php
TESTS= test_calc.php test_date_methods_span.php testunit.php \
testunit_date.php testunit_date_span.php wknotest.txt \
bug674.php bug727_1.php bug727_2.php bug727_3.php \
bug727_4.php bug967.php weeksinmonth_4_monday.txt \
weeksinmonth_4_sunday.txt weeksinmonth_rdm_monday.txt \
weeksinmonth_rdm_sunday.txt
DOCS= TODO
_DOCSDIR= .
.include <bsd.port.pre.mk>
.include "${PORTSDIR}/devel/pear/bsd.pear.mk"
.include <bsd.port.post.mk>Python benutzenDie Ports unterstützen parallele Installationen
mehrerer Python-Versionen. Ports sollten sicherstellen,
dass der richtige python-Interpreter
verwendet wird – entsprechend der durch den
Benutzer definierbaren Variable
PYTHON_VERSION. Häufig bedeutet
dies, dass der Pfad zum python-Interpreter
durch den Wert der Variablen PYTHON_CMD
ersetzt werden muss.Ports, die Dateien unter
PYTHON_SITELIBDIR installieren, sollten
pyXY- als Präfix des Paketnamens
haben, sodass in deren Paketname die zugehörige
Python Version aufgeführt wird.PKGNAMEPREFIX= ${PYTHON_PKGNAMEPREFIX}
Nützliche Variablen für Ports,
die Python verwendenUSE_PYTHONDer Port benötigt Python. Die minimal
benötigte Version kann durch Werte wie
2.3+ angegeben werden.
Bereiche von Versionsnummern können durch Angabe der
minimalen und maximalen Versionsnummer, getrennt durch
einen Gedankenstrich, festgelegt werden, z.B.:
2.1-2.3USE_PYDISTUTILSVerwende Python-distutils zum Konfigurieren,
Kompilieren und Installieren. Dies ist erforderlich,
falls der Port eine setup.py-Datei
beinhaltet. Dadurch werden die
do-build und
do-install-Ziele und eventuell
auch das do-configure-Ziel
übergangen, falls GNU_CONFIGURE
nicht definiert ist.PYTHON_PKGNAMEPREFIXWird als PKGNAMEPREFIX verwendet,
um Pakete für unterschiedliche Python-Versionen zu
trennen. Beispiel: py24-PYTHON_SITELIBDIRVerzeichnis des site-Pakete Baums, der das
Installationsverzeichnis von Python (üblicherweise
LOCALBASE) beinhaltet. Die
PYTHON_SITELIBDIR-Variable kann
sehr nützlich bei der Installation von
Python-Modulen sein.PYTHONPREFIX_SITELIBDIRDie präfix-freie Variante von
PYTHON_SITELIBDIR. Benutzen Sie immer
%%PYTHON_SITELIBDIR%% in
pkg-plist, wenn möglich. Der
Standardwert von %%PYTHON_SITELIBDIR%%
ist
lib/python%%PYTHON_VERSION%%/site-packages
PYTHON_CMDKommandozeilen-Interpreter für Python mit
Versionsnummer.PYNUMERICListe der Abhängigkeiten für numerische
Erweiterungen.PYNUMPYListe der Abhängigkeiten für die neue
numerische Erweiterung numpy.
(PYNUMERIC ist vom Anbieter als
veraltet deklariert)PYXMLListe der Abhängigkeiten für
XML-Erweiterungen (wird ab Python 2.0 nicht mehr
benötigt, da im Basispaket enthalten).USE_TWISTEDSetzt die Abhängigkeit des Ports von
twistedCore. Die Liste der erforderlichen Komponenten
kann als Wert spezifiziert werden. Beispiel:
web lore pair flowUSE_ZOPESetzt Zope, eine Plattform für Webanwendungen,
als Abhängigkeit des Ports. Setzt die
Versionsabhängigkeit von Python auf 2.3. Setzt
ZOPEBASEDIR auf das Verzeichnis,
in welches Zope installiert wurde.
Eine vollständige Liste aller verfügbaren
Variablen ist in /usr/ports/Mk/bsd.python.mk
zu finden.Emacs benutzenDieser Abschnitt muss noch geschrieben werden.Ruby benutzen
Nützliche Variablen für Ports,
die Ruby verwendenVariableDescriptionUSE_RUBYDer Port benötigt Ruby.USE_RUBY_EXTCONFDer Port verwendet extconf.rb
für die Konfiguration.USE_RUBY_SETUPDer Port verwendet setup.rb
für die Konfiguration.RUBY_SETUPLegt den alternativen Namen von
setup.rb fest. Üblich ist der
Wert install.rb.
Die folgende Tabelle listet ausgewählte Variablen
auf, die Portautoren über die Port-Infrastruktur zur
Verfügung stehen. Diese Variablen sollten für die
Installation von Dateien in die entsprechenden Verzeichnisse
verwendet werden. Sie sollten in
pkg-plist so häufig wie möglich
verwendet und in einem Port nicht neu definiert werden.
Ausgewählte read-only-Variablen für Ports,
die Ruby verwendenVariableBeschreibungBeispielRUBY_PKGNAMEPREFIXWird als PKGNAMEPREFIX verwendet,
um Pakete für verschiedene Versionen von Ruby zu
unterscheiden.ruby18-RUBY_VERSIONVollständige Version von Ruby in der Form
x.y.z.1.8.2RUBY_SITELIBDIRInstallationsverzeichnis der von der
Rechnerarchitektur unabhängigen
Bibliotheken./usr/local/lib/ruby/site_ruby/1.8RUBY_SITEARCHLIBDIRInstallationsverzeichnis der von der Rechnerarchitektur
abhängigen Bibliotheken./usr/local/lib/ruby/site_ruby/1.8/amd64-freebsd6RUBY_MODDOCDIRInstallationsverzeichnis für die Dokumentation
der Module./usr/local/share/doc/ruby18/patsyRUBY_MODEXAMPLESDIRInstallationsverzeichnis für die Beispiele der
Module./usr/local/share/examples/ruby18/patsy
Eine vollständige Liste der verfügbarenVariablen
kann in /usr/ports/Mk/bsd.ruby.mk
eingesehen werden.SDL verwendenDie Variable USE_SDL wird für die
automatische Konfiguration der Abhängigkeiten für Ports
benutzt, die auf SDL basierende Bibliotheken wie
devel/sdl12 und
x11-toolkits/sdl_gui
verwenden.Die folgenden SDL-Bibliotheken sind derzeit
bekannt:sdl: devel/sdl12gfx: graphics/sdl_gfxgui: x11-toolkits/sdl_guiimage: graphics/sdl_imageldbad: devel/sdl_ldbadmixer: audio/sdl_mixermm: devel/sdlmmnet: net/sdl_netsound: audio/sdl_soundttf: graphics/sdl_ttfFalls ein Port z.B. von
net/sdl_net und
audio/sdl_mixer
abhängt, so wäre die Syntax:USE_SDL= net mixerDie Abhängigkeit von
devel/sdl12, die durch
net/sdl_net und
audio/sdl_mixer entsteht,
wird automatisch zum Port hinzugefügt.Falls USE_SDL im Port verwendet wird,
so wird automatisch:die Abhängigkeit von
sdl12-config zu
BUILD_DEPENDS hinzugefügtdie Variable SDL_CONFIG zu
CONFIGURE_ENV hinzugefügtdie Abhängigkeit der ausgewählten
Bibliotheken zu LIB_DEPENDS
hinzugefügtUm zu überprüfen, ob die SDL-Bibliotheken
verfügbar sind, kann die Variable
WANT_SDL verwendet werden:WANT_SDL=yes
.include <bsd.port.pre.mk>
.if ${HAVE_SDL:Mmixer}!=""
USE_SDL+= mixer
.endif
.include <bsd.port.post.mk>wxWidgets verwendenDieser Abschnitt beschreibt den Status der
wxWidgets-Bibliotheken in den Ports
und deren Einbindung in das Ports-System.EinführungEs gibt viele Probleme bei der gleichzeitigen Verwendung
unterschiedlicher Versionen von
wxWidgets-Bibliotheken (Dateien
unterschiedlicher
wxWidgets-Versionen haben
denselben Dateinamen). In den Ports wurde das Problem
dadurch gelöst, dass jede Version unter einem eigenen
Namen installiert wird, der die Versionsnummer als Suffix
beinhaltet.Der offensichtliche Nachteil dabei ist, dass jede
Anwendung so verändert werden muss, dass sie die
erwartete Version vorfindet. Die meisten solcher
Anwendungen benutzen das
wx-config-Skript, um die benötigten
Compiler- und Linkerflags zu erhalten. Dieses Skript hat
für jede verfügbare Version einen anderen Namen.
Die meisten Anwendungen beachten eine Umgebungsvariable oder
ein Argument beim configure-Skript, um
das gewünschte wx-config-Skript
festzulegen. Ansonsten müssen sie gepatcht
werden.Auswahl der VersionUm festzulegen, welche Version der
wxWidgets verwendet werden soll,
gibt es zwei Variablen (falls nur eine der beiden definiert
wird, so wird die andere auf einen Standardwert
gesetzt):
Variablen, um die
wxWidgets-Version festzulegenVariableBeschreibungStandardwertUSE_WXListe der Versionen, die der Port verwenden
kannAlle verfügbaren VersionenUSE_WX_NOTListe der Versionen, die der Port nicht verwenden
kannNichts
Es folgt eine Liste an möglichen
wxWidgets-Versionen und deren
zugehöriger Port:
Ab Version 2.5 werden auch Versionen in
Unicode unterstützt und über einen Unterport
mit dem Suffix -unicode installiert.
Dies kann aber auch über Variablen gehandhabt
werden (siehe ).Die Variablen in
können auf einen oder mehrere (durch Leerzeichen
getrennt) der folgenden Werte gesetzt werden:
Spezifikationen der
wxWidgets-VersionenBeschreibungBeispielEinzelne Version2.4Aufsteigende Versionsnummern2.4+Absteigende Versionsnummern2.6-Versionsinterval (muss aufsteigend sein)2.4-2.6
Desweiteren gibt es Variablen, über die eine
bevorzugte Version festgelegt werden kann. Die Versionen
können als Liste angegeben werden, wobei die
Reihenfolge der Priorisierung entspricht.
Variablen zur Festlegung der bevorzugten
wxWidgets-VersionNameBestimmt fürWANT_WX_VERden PortWITH_WX_VERden Benutzer
KomponentenauswahlDesweiteren gibt es Anwendungen, die nicht direkt
wxWidgets-Bibliotheken sind, aber
trotzdem mit diesen zusammenhängen. Diese Anwendungen
können über die Variable
WX_COMPS festgelegt werden. Die folgenden
Komponenten sind verfügbar:
Der Typ der Abhängigkeit kann für jede
Komponente durch hinzufügen eines Suffix (durch
Strichpunkt getrennt) festgelegt werden. Falls der Typ nicht
angegeben wird, wird ein Standardwert verwendet (siehe ). Die folgenden Typen sind
verfügbar:
Verfügbare Typen von
wxWidgets-AbhängigkeitenNameBeschreibungbuildKomponente wird zum Bau
benötigt – äquivalent zu
BUILD_DEPENDSrunKomponente wird zum Ausführen
benötigt – äquivalent zu
RUN_DEPENDSlibKomponente wird zum Bau und Ausführen
benötigt – äquivalent zu
LIB_DEPENDS
Die Standardwerte für die einzelnen Komponenten
sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Standardtypen der
wxWidgets-AbhängigkeitenKomponenteTyp der Abhängigkeitwxlibcontriblibpythonrunmozillalibsvglib
Auswahl von
wxWidgets-KomponentenDer folgende Ausschnitt entspricht einem Port, der
die wxWidgets-Version
2.4 und die zugehörigen
Bibliotheken verwendet.USE_WX= 2.4
WX_COMPS= wx contribUnicodeDie wxWidgets-Bibliotheken
unterstützen Unicode seit der Version
2.5. In den Ports sind beide Versionen
verfügbar und können über die folgenden
Variablen ausgewählt werden:
Variablen, um Unicode in den
wxWidgets-Versionen
auszuwählenVariableBeschreibungBestimmt fürWX_UNICODEDer Port funktioniert
ausschließlich mit der
Unicode-Versionden PortWANT_UNICODEDer Port funktioniert in beiden
Versionen – bevorzugt wird jedoch
Unicodeden PortWITH_UNICODEDer Port verwendet die Unicode-Versionden BenutzerWITHOUT_UNICODEDer Port verwendet, falls unterstützt, die
normale Version (falls WX_UNICODE
nicht definiert ist)den Benutzer
Die Variable WX_UNICODE darf
nicht bei Ports benutzt werden, die sowohl die Version mit
als auch ohne Unterstützung für Unicode
verwenden können. Falls der Port
standardmäßig Unterstützung für
Unicode bieten soll, verwenden Sie
WANT_UNICODE stattdessen.Feststellen der installierten VersionUm eine bereits installierte Version zu finden, muss
WANT_WX definiert werden. Falls diese
Variable nicht auf eine bestimmte Versionsnummer gesetzt
wird, werden die Komponenten einen Suffix mit der
Versionsnummer tragen. Die Variable
HAVE_WX wird gesetzt, falls eine
installierte Version vorgefunden wurde.Installierte
wxWidgets-Versionen
und –Komponenten feststellenDer folgende Ausschnitt kann in einem Port verwendet
werden, der wxWidgets
verwendet, falls es installiert ist, oder falls eine
Option dafür ausgewählt wurde.WANT_WX= yes
.include <bsd.port.pre.mk>
.if defined(WITH_WX) || ${HAVE_WX:Mwx-2.4} != ""
USE_WX= 2.4
CONFIGURE_ARGS+=--enable-wx
.endifDer folgende Ausschnitt kann verwendet werden, um
die Unterstützung für
wxPython zusätzlich zu der
von wxWidgets zu aktivieren
(beide in Version 2.6), wenn das
installiert ist, oder die Option ausgewählt
wurde.USE_WX= 2.6
WX_COMPS= wx
WANT_WX= 2.6
.include <bsd.port.pre.mk>
.if defined(WITH_WXPYTHON) || ${HAVE_WX:Mpython} != ""
WX_COMPS+= python
CONFIGURE_ARGS+=--enable-wxpython
.endifVordefinierte VariablenDie folgenden Variablen sind in den Ports
verfügbar (nachdem sie entsprechend definiert wurden).
Vordefinierte Variablen für Ports, die
wxWidgets verwendenNameBeschreibungWX_CONFIGPfad zum wxWidgetswx-config-Skript (mit
unterschiedlichem Namen)WXRC_CMDPfad zum wxWidgetswxrc-Programm (mit
unterschiedlichem Namen)WX_VERSIONVersion der wxWidgets, die
verwendet werden soll (z.B. 2.6)WX_UNICODEFalls Unterstützung für Unicode nicht
explizit definiert, jedoch verwendet wird, dann wird die
Unterstützung automatisch aktiviert.
Verarbeitung in
bsd.port.pre.mkFalls die Variablen gleich nach dem Importieren von
bsd.port.pre.mk benutzt werden sollen,
so muss die Variable WX_PREMK definiert
werden.Falls WX_PREMK definiert ist, so
werden Version, Abhängigkeiten, Komponenten und
vordefinierte Variablen nicht geändert, wenn die
Variablen des wxWidgets-Ports
nach dem Einbinden von
bsd.port.pre.mk geändert
werden.Verwendung von
wxWidgets-Variablen
in KommandosDer folgende Ausschnitt zeigt die Verwendung von
WX_PREMK durch Ausführen des
wx-config-Skriptes, um die
vollständige Version als Zeichenkette zu erhalten,
diese dann einer Variablen zuzuweisen und die Variable
anschließend einem Programm zu
übergeben.USE_WX= 2.4
WX_PREMK= yes
.include <bsd.port.pre.mk>
.if exists(${WX_CONFIG})
VER_STR!= ${WX_CONFIG} --release
PLIST_SUB+= VERSION="${VER_STR}"
.endifDie wxWidgets-Variablen
können problemlos in Kommandos benutzt werden, falls
diese in Targets ohne gesetztes
WX_PREMK verwendet werden.Weitere configure-ArgumenteEinige GNU configure-Skripte
können wxWidgets nicht
auffinden, falls nur die Umgebungsvariable
WX_CONFIG gesetzt ist, sondern
benötigen zusätzliche Argumente. Dafür kann
die Variable WX_CONF_ARGS benutzt
werden.
Zulässige Werte für
WX_CONF_ARGSMöglicher WertResultierendes Argumentabsolute--with-wx-config=${WX_CONFIG}relative--with-wx=${X11BASE}
--with-wx-config=${WX_CONFIG:T}
Verwendung von LuaDieser Abschnitt beschreibt den Status der
Lua-Bibliotheken in den Ports
und deren Einbindung in das Ports System.EinführungEs gibt viele Probleme bei der gleichzeitigen
Verwendung unterschiedlicher Versionen von
Lua-Bibliotheken (Dateien
unterschiedlicher Versionen haben denselben Dateinamen). In
den Ports wurde das Problem gelöst, indem jede Version
unter einem eigenen Namen mit der Versionsnummer als Suffix
installiert wird.Der offensichtliche Nachteil dabei ist, dass jede
Anwendung so verändert werden muss, dass sie die
erwartete Version vorfindet. Dies kann jedoch durch
zusätzliche Flags für Compiler und Linker
gelöst werden.Auswahl der VersionUm festzulegen, welche Version von
Lua verwendet werden soll, gibt
es zwei Variablen (falls nur eine der beiden definiert ist,
so wird die andere auf einen Standardwert gesetzt):
Variablen, um die
Lua-Version festzulegenVariableBeschreibungStandardwertUSE_LUAListe der Versionen, welche der Port verwenden
kannAlle verfügbaren VersionenUSE_LUA_NOTListe der Versionen, die der Port nicht verwenden
kannNichts
Es folgt eine Liste an möglichen
Lua-Versionen und deren
zugehöriger Port:
Die Variablen in
können auf einen oder mehrere (durch Leerzeichen
getrennt) der folgenden Werte gesetzt werden:
Spezifikationen der
Lua-VersionenBeschreibungBeispielSpezielle Version4.0Aufsteigende Versionen5.0+Absteigende Versionen5.0-Versionenintervall (muss aufsteigend sein)5.0-5.1
Desweiteren gibt es Variablen, über die eine
bevorzugte Version festgelegt werden kann. Die Versionen
können als Liste angegeben werden, wobei die
Reihenfolge der Priorisierung entspricht.
Variablen zur Festlegung der bevorzugten
Lua-VersionNameBestimmt fürWANT_LUA_VERden PortWITH_LUA_VERden Benutzer
Auswahl der
Lua-VersionDer folgende Ausschnitt entspricht einem Port, der
Lua in den Versionen
5.0 oder 5.1
verwenden kann und standardmäßig
5.0 verwendet. Diese Einstellung kann
durch die benutzerdefinierte Variable
WITH_LUA_VER überschrieben
werden.USE_LUA= 5.0-5.1
WANT_LUA_VER= 5.0KomponentenauswahlDesweiteren gibt es Anwendungen, die nicht direkt
Lua-Bibliotheken sind, aber
trotzdem mit diesen zusammenhängen. Diese Anwendungen
können über die Variable
LUA_COMPS festgelegt werden. Die
folgenden Komponenten sind verfügbar:
Verfügbare
Lua-KomponentenNameBeschreibungVersionseinschränkungenluaHauptbibliothekKeinetoluaBibliothek für die Unterstützung von C/C++-Code4.0-5.0rubyRuby-Bindungen4.0-5.0
Es gibt weitere Komponenten, die jedoch Module
für den Interpreter sind und nicht von Anwendungen
benutzt werden (nur von anderen Modulen).Der Typ der Abhängigkeit kann für jede
Komponente durch Hinzufügen eines Suffix (durch
Strichpunkt getrennt) festgelegt werden. Falls der Typ nicht
angegeben wird, wird ein Standardwert verwendet (siehe ). Die folgenden Typen sind
verfügbar:
Verfügbare Typen von
Lua-AbhängigkeitenNameBeschreibungbuildKomponente wird zum Bau
benötigt – äquivalent zu
BUILD_DEPENDSrunKomponente wird zum Ausführen
benötigt – äquivalent zu
RUN_DEPENDSlibKomponente wird zum Bau und zum Ausführen
benötigt – äquivalent zu
LIB_DEPENDS
Die Standardwerte für die einzelnen Komponenten
sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Standardtypen für
Lua-AbhängigkeitenKomponenteTyp der Abhängigkeitlualib für
4.0-5.0 (shared) und
build für 5.1
(static)toluabuild (static)rubylib (shared)
Auswahl von
Lua-KomponentenDer folgende Ausschnitt entspricht einem Port,
welcher die Lua-Version
4.0 und die zugehörigen
Ruby-Bindungen
verwendet.USE_LUA= 4.0
LUA_COMPS= lua rubyFeststellen der installierten VersionUm eine bereits installierte Version zu finden, muss
WANT_LUA definiert werden. Falls diese
Variable nicht auf eine bestimmte Versionsnummer gesetzt
wird, werden die Komponenten einen Suffix mit der
Versionsnummer tragen. Die Variable
HAVE_LUA wird gesetzt, falls eine
installierte Version vorgefunden wurde.Installierte
Lua-Versionen
und– Komponenten feststellenDer folgende Ausschnitt kann in einem Port verwendet
werden, der Lua benutzt, falls
es installiert ist oder eine Option dafür
ausgewählt wurde.WANT_LUA= yes
.include <bsd.port.pre.mk>
.if defined(WITH_LUA5) || ${HAVE_LUA:Mlua-5.[01]} != ""
USE_LUA= 5.0-5.1
CONFIGURE_ARGS+=--enable-lua5
.endifDer folgende Ausschnitt kann verwendet werden, um
die Unterstützung für
tolua zusätzlich zu der
von Lua zu aktivieren (beide in
Version 4.0), wenn dies installiert ist oder die Option
ausgewählt wurde.USE_LUA= 4.0
LUA_COMPS= lua
WANT_LUA= 4.0
.include <bsd.port.pre.mk>
.if defined(WITH_TOLUA) || ${HAVE_LUA:Mtolua} != ""
LUA_COMPS+= tolua
CONFIGURE_ARGS+=--enable-tolua
.endifVordefinierte VariablenDie folgenden Variablen sind in den Ports
verfügbar (nachdem sie entsprechend definiert wurden).
Vordefinierte Variablen für Ports, die
Lua verwendenNameBeschreibungLUA_VERDie Lua-Version, die
verwendet wird (z.B. 5.1)LUA_VER_SHDie Hauptversion für
shared-Lua-Bibliotheken (z.B.
1)LUA_VER_STRDie Lua-Version ohne die
Punkte (z.B. 51)LUA_PREFIXDer Präfix, unter dem
Lua (und Komponenten)
installiert istLUA_SUBDIRDas Verzeichnis unter
${PREFIX}/bin,
${PREFIX}/share und
${PREFIX}/lib, in welchem
Lua installiert istLUA_INCDIRDas Verzeichnis, in dem
Lua- und
tolua-Header-Dateien
installiert sindLUA_LIBDIRDas Verzeichnis, in dem
Lua– und
tolua-Bibliotheken
installiert sindLUA_MODLIBDIRDas Verzeichnis, in dem
Lua Modul-Bibliotheken
(.so) installiert sindLUA_MODSHAREDIRDas Verzeichnis, in dem
Lua-Module
(.lua) installiert sindLUA_PKGNAMEPREFIXDer Paketnamen-Präfix, der von
Lua-Modulen verwendet
wirdLUA_CMDDas Verzeichnis, in dem der
Lua-Interpreter liegtLUAC_CMDDas Verzeichnis, in dem der
Lua-Compiler liegtTOLUA_CMDDas Verzeichnis, in dem das
tolua-Programm liegt
Einem Port mitteilen, in welchem Verzeichnis
Lua liegtDer folgende Ausschnitt zeigt, wie einem Port,
welcher ein configure-Skript verwendet, mitgeteilt werden
kann, wo die Lua-Header-Dateien
und Bibliotheken liegen.
USE_LUA= 4.0
GNU_CONFIGURE= yes
CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="-I${LUA_INCDIR}" LDFLAGS="-L${LUA_LIBDIR}"Verarbeitung in
bsd.port.pre.mkFalls die Variablen gleich nach dem Einbinden von
bsd.port.pre.mk benutzt werden sollen,
so muss die Variable LUA_PREMK definiert
werden.Falls LUA_PREMK definiert ist, so
werden Version, Abhängigkeiten, Komponenten und
vordefinierte Variablen nicht geändert, wenn die
Variablen des Lua-Ports
nach dem Einbinden von
bsd.port.pre.mk geändert
werden.Verwendung von
Lua-Variablen in
KommandosDer folgende Ausschnitt zeigt die Verwendung von
LUA_PREMK durch Ausführen des
Lua-Interpreters, um die
vollständige Version als Zeichenkette zu erhalten,
diese dann einer Variablen zuzuweisen und die Variable
schließlich einem Programm zu übergeben.USE_LUA= 5.0
LUA_PREMK= yes
.include <bsd.port.pre.mk>
.if exists(${LUA_CMD})
VER_STR!= ${LUA_CMD} -v
CFLAGS+= -DLUA_VERSION_STRING="${VER_STR}"
.endifDie Lua-Variablen
können problemlos in Befehlen benutzt werden, falls
diese in Targets ohne gesetztes
LUA_PREMK verwendet werden.Xfce verwendenDie USE_XFCE-Variable wird für
die automatische Konfiguration der Abhängigkeiten
eingesetzt, welche die Xfce-Basisbibliotheken oder Anwendungen
wie x11-toolkits/libxfce4gui und
x11-wm/xfce4-panel
verwenden.Die folgenden Xfce-Bibliotheken und -Anwendungen werden
derzeit unterstützt:libexo: x11/libexolibgui: x11-toolkits/libxfce4guilibutil: x11/libxfce4utillibmcs: x11/libxfce4mcsmcsmanager: sysutils/xfce4-mcs-managerpanel: x11-wm/xfce4-panelthunar: x11-fm/thunarwm: x11-wm/xfce4-wmxfdev: dev/xfce4-dev-toolsDie folgenden zusätzlichen Parameter werden
unterstützt:configenv: Benutzen Sie dies, wenn Ihr Port eine
speziell angepasste
CONFIGURE_ENV-Variable benötigt,
um seine erforderlichen Bibliotheken zu finden.
-I${LOCALBASE}/include
-L${LOCALBASE}/lib wird CPPFLAGS
hinzugefügt und ergibt
CONFIGURE_ENV.Wenn also ein Port von sysutils/xfce4-mcs-manager
abhängt und die speziellen CPPFLAGS in seiner
configure-Umgebung verlangt, dann würde die Syntax wie
folgt aussehen:USE_XFCE= mcsmanager configenvStarten und Anhalten von Diensten (rc Skripten)rc.d-Skripten werden zum Starten
von Diensten während des Systemstarts verwendet und um
den Administratoren einen Standardweg zum Anhalten und Starten
von Diensten zu bieten. Ports halten sich an dieses
systemweite rc.d-Framework. Details zu
deren Benutzung können im rc.d Kapitel
des Handbuchs nachgelesen werden. Ausführliche
Beschreibungen der verfügbaren Befehle stehen in
&man.rc.8; und &man.rc.subr.8;. Desweiteren gibt es einen Artikel zu
praktischen Aspekten bezüglich
rc.d-Skripten.Ein oder mehrere rc-Skripten können installiert
werden mittels:USE_RC_SUBR= doormandSkripten müssen im Unterverzeichnis
files abgelegt und jeder Skript-Datei
muss ein .in-Suffix hinzugefügt
werden. Der einzige Unterschied zu einem
rc.d-Skript aus dem Basissystem ist, dass
die Zeile . /etc/rc.subr in
. %%RC_SUBR%% umbenannt werden muss,
da ältere Versionen von &os; die Datei
/etc/rc.subr nicht besitzen.
Standarderweiterungen wie SUB_LIST werden
ebenfalls unterstützt. Die Verwendung von
%%PREFIX%%,
%%LOCALBASE%% und
%%X11BASE%% wird dringend empfohlen.
Näheres zu SUB_LIST kann im zugehörigen Kapitel
nachgelesen werden.Für &os;-Versionen, die älter als 6.1-RELEASE
sind, ist die Integration mittels &man.rcorder.8;
möglich, indem USE_RCORDER anstatt
USE_RC_SUBR verwendet wird. Die Verwendung
dieser Methode wird aber nicht mehr empfohlen.Seit &os; 6.1-RELEASE sind lokale
rc.d-Skripten (inklusive der durch Ports
installierten) im allgemeinen &man.rcorder.8; des
Basissystems.Beispiel eines einfachen
rc.d-Skripts:#!/bin/sh
# PROVIDE: doormand
# REQUIRE: LOGIN
#
# Add the following lines to /etc/rc.conf.local or /etc/rc.conf
# to enable this service:
#
# doormand_enable (bool): Set to NO by default.
# Set it to YES to enable doormand.
# doormand_config (path): Set to %%PREFIX%%/etc/doormand/doormand.cf
# by default.
#
. %%RC_SUBR%%
name="doormand"
rcvar=${name}_enable
command=%%PREFIX%%/sbin/${name}
pidfile=/var/run/${name}.pid
load_rc_config $name
: ${doormand_enable="NO"}
: ${doormand_config="%%PREFIX%%/etc/doormand/doormand.cf"}
command_args="-p $pidfile -f $doormand_config"
run_rc_command "$1"Für die Wertzuweisung von Variablen sollte
"=" anstatt ":=" verwendet werden, da bei
Ersterem nur auf einen Standardwert gesetzt wird, wenn die
Variable vorher noch nicht gesetzt war, und bei Letzterem
dieser gesetzt wird, auch wenn der Wert vorher Null gewesen
ist. Ein Benutzer kann durchaus einen Ausdruck wie
doormand_flags="" in seiner
rc.conf.local-Datei stehen haben, und
eine Variablenzuweisung mittels ":=" würde in
diesem Fall die Benutzerdefinition überschreiben.Der Suffix des rc-Skriptes wird durch
RC_SUBR_SUFFIX für die weitere
Verwendung im Makefile des Ports
bereitgestellt. Aktuelle Versionen von &os; fügen keinen
Suffix den Skriptnamen hinzu im Gegensatz zu ältere
Versionen, die dies mit dem Suffix .sh
taten.Es sollten keine weiteren Skripten mit der
.sh-Endung hinzugefügt werden.
Irgendwann wird es ein Massenumbenennen aller Skripten im
Repository geben, die immer noch diese Endung haben.Anhalten und Deinstallieren von DienstenEs ist möglich, dass ein Dienst während der
Deinstallation automatisch angehalten wird. Es wird
empfohlen dieses Verhalten nur zu implementieren, wenn es
unbedingt erforderlich ist zuerst den Dienst anzuhalten und
dann die Dateien zu entfernen. Normalerweise sollte es dem
Administrator überlassen werden, ob ein Dienst durch
Deinstallieren angehalten werden soll. Dies betrifft auch
den Vorgang des Aktualisierens.Der Datei pkg-plist sollte eine
Zeile wie folgt zugefügt werden:@stopdaemon doormandDas Argument muss dabei mit dem Inhalt der
USE_RC_SUBR-Variablen
übereinstimmen.Fortgeschrittene
pkg-plist-MethodenÄnderungen an pkg-plist mit
Hilfe von make-VariablenEinige Ports, insbesondere die
p5--Ports, müssen, abhängig von
ihren Konfigurationsoptionen (oder im Falle der p5-Ports von
der perl-Version), die
pkg-plist verändern. Um dies zu
vereinfachen, werden für jeden Eintrag in
pkg-plist die Variablen
%%OSREL%%, %%PERL_VER%%
und %%PERL_VERSION%% durch die jeweiligen
Werte ersetzt. Der Wert von %%OSREL%% ist
die Revisionsnummer des Betriebssystems (z.B.
4.9). %%PERL_VERSION%%
gibt die vollständige Versionsnummer von
perl (z.B. 5.00502) und
%%PERL_VER%% die Versionsnummer ohne
Patchlevel (z.B. 5.005) an. Weitere, die
Dokumentationsdateien des Ports betreffende
%%VARS%%, werden
im entsprechenden
Abschnitt erläutert.Falls Sie weitere Ersetzungen von Variablen
durchführen müssen, können Sie in der Variable
PLIST_SUB eine Liste von
VAR=VALUE-Paaren
angeben, wobei in der pkg-plist%%VAR%% durch
VALUE ersetzt wird.Wenn Sie z.B. einen Port haben, der viele Dateien in ein
versionsspezifisches Unterverzeichnis installiert, dann
können Sie etwas wieOCTAVE_VERSION= 2.0.13
PLIST_SUB= OCTAVE_VERSION=${OCTAVE_VERSION}in das Makefile schreiben und
%%OCTAVE_VERSION%% verwenden,
unabhängig davon, wo die Variable in
pkg-plist verwendet wird. In diesem Fall
müssen Sie bei einem Upgrade des Ports nicht dutzende
(oder manchmal sogar hunderte) Zeilen in
pkg-plist anpassen.Diese Ersetzung (ebenso wie das Hinzufügen weiterer
Manualpages) wird
zwischen den pre-install- und
do-install-Targets ausgeführt,
indem aus PLIST
gelesen und in
TMPPLIST geschrieben
wird (Standard:
WRKDIR/.PLIST.mktmp).
Falls Ihr Port also
PLIST während dem
Erstellen generiert, so sollte dies vor oder in
pre-install geschehen. Muss Ihr Port
die resultierende Datei verändern, so sollte dies in
post-install mit der Ausgabedatei
TMPPLIST
erfolgen.Eine weitere Möglichkeit, die Paketliste eines
Ports zu verändern, besteht darin die Variablen
PLIST_FILES und
PLIST_DIRS zu setzen. Der Wert jeder der
beiden Variablen stellt eine Liste von Pfadnamen dar, die
zusammen mit dem Inhalt von
PLIST in
TMPPLIST geschrieben
wird. Dabei unterliegen die Namen in
PLIST_FILES und
PLIST_DIRS der weiter oben beschriebenen
Substitution von
%%VAR%%. Die
Namen aus PLIST_FILES werden ansonsten
unverändert in die endgültige Paketliste
übernommen, während den Namen aus
PLIST_DIRS noch der Wert von
@dirrm vorangestellt wird. Damit die
Verwendung von PLIST_FILES und
PLIST_DIRS überhaupt möglich
ist, müssen diese gesetzt werden, bevor
TMPPLIST geschrieben
wird – z.B. in
pre-install oder vorher.Leere VerzeichnisseAufräumen leerer VerzeichnisseBitte sorgen Sie dafür, dass ihre Ports bei der
Deinstallation leere Verzeichnisse löschen. Dazu wird
für jedes Verzeichnis, das der Port erzeugt hat, eine
@dirrm-Zeile angegeben. Um ein
Verzeichnis zu löschen müssen Sie zuerst dessen
Unterverzeichnisse entfernen. :
lib/X11/oneko/pixmaps/cat.xpm
lib/X11/oneko/sounds/cat.au
:
@dirrm lib/X11/oneko/pixmaps
@dirrm lib/X11/oneko/sounds
@dirrm lib/X11/onekoEs kann allerdings auch vorkommen, dass
@dirrm Fehler ausgibt, da andere Ports
ein Verzeichnis ebenfalls nutzen. Deshalb können Sie
@dirrmtry verwenden, um nur Verzeichnisse
zu löschen, die wirklich leer sind, und damit
Warnhinweise vermeiden.@dirrmtry share/doc/gimpDadurch wird es weder eine Fehlermeldung geben noch
wird &man.pkg.delete.1; abnormal beendet werden - auch dann
nicht, wenn
${PREFIX}/share/doc/gimp
nicht leer ist, da andere Ports hier ebenfalls Dateien
installiert haben.Erstellen leerer VerzeichnisseUm leere Verzeichnisse während der Installation
eines Ports zu erstellen, bedarf es etwas Aufmerksamkeit.
Diese Verzeichnisse werden nicht erstellt, wenn das Paket
installiert wird, da Pakete nur die Dateien speichern und
&man.pkg.add.1; nur die Verzeichnisse erstellt, die
dafür benötigt werden. Um sicher zu gehen, dass
das leere Verzeichnis erstellt wird, wenn ein Paket
installiert wird, muss die folgende Zeile in
pkg-plist über der entsprechenden
@dirrm Zeile eingetragen werden:@exec mkdir -p %D/share/foo/templatesKonfigurationsdateienSollte Ihr Port Konfigurationsdateien in
PREFIX/etc
benötigen, so sollten Sie diese
nicht einfach installieren und in
pkg-plist auflisten. Dies würde
&man.pkg.delete.1; veranlassen, diese Dateien zu löschen,
selbst wenn wenn sie vom Benutzer editiert wurden.Stattdessen sollten Beispieldateien mit einem
entsprechenden Suffix (beispielsweise
filename.sample)
versehen werden. Ist die Konfigurationsdatei nicht vorhanden,
so sollte die Beispieldatei an deren Platz kopiert werden. Bei
der Deinstallation sollte die Konfigurationsdatei
gelöscht werden, aber nur, wenn sie nicht vom Benutzer
verändert wurde. Das alles muss sowohl im
Makefile des Ports als auch in der
pkg-plist (für die Installation aus
einem Paket) sichergestellt werden.Beispiel aus einem Makefile:post-install:
@if [ ! -f ${PREFIX}/etc/orbit.conf ]; then \
${CP} -p ${PREFIX}/etc/orbit.conf.sample ${PREFIX}/etc/orbit.conf ; \
fiBeispiel aus einer pkg-plist:@unexec if cmp -s %D/etc/orbit.conf.sample %D/etc/orbit.conf; then rm -f %D/etc/orbit.conf; fi
etc/orbit.conf.sample
@exec if [ ! -f %D/etc/orbit.conf ] ; then cp -p %D/%F %B/orbit.conf; fiWahlweise können Sie auch eine Nachricht ausgegeben lassen,
in der Sie den Nutzer auffordern, die Datei an die richtige
Stelle zu kopieren und zu bearbeiten, bevor das Programm
ausgeführt werden kann.Dynamische oder statische PaketlisteEine statische Paketliste ist eine
Paketliste, die in der Ports-Sammlung, entweder in Form der
pkg-plist (mit oder ohne der Ersetzung
von Variablen) oder durch PLIST_FILES und
PLIST_DIRS im Makefile
eingebettet, verfügbar ist. Selbst wenn der Inhalt durch
ein Werkzeug oder ein Target im Makefile automatisch erzeugt
wird, bevor die Datei von einem Committer
in die Ports-Sammlung aufgenommen wird, so ist dies immer noch
eine statische Liste, da es möglich ist den Dateiinhalt
zu betrachten ohne ein Distfile Herunterladen oder Kompilieren
zu müssen.Eine dynamische Paketliste ist eine
Paketliste, die beim Kompilieren des Ports erstellt wird,
abhängig davon, welche Dateien und Verzeichnisse
installiert werden. Es ist nicht möglich diese Liste zu
betrachten, bevor der Quelltext heruntergeladen und kompiliert
oder nachdem ein make clean ausgeführt
wurde.Der Einsatz dynamischer Paketlisten ist zwar nicht
untersagt, aber Sie sollten, wann immer das möglich ist,
statische Paketlisten verwenden, da die Nutzer dann
&man.grep.1; auf alle verfügbaren Ports anwenden
können, um z.B. herauszufinden, von welchem eine
bestimmte Datei installiert wurde. Dynamische Paketlisten
sollten für komplexe Ports verwendet werden, bei denen
sich die Liste abhängig von den gewählten Funktionen
sehr stark ändern kann (wodurch die Pflege von statischen
Listen unmöglich wird), oder Ports, welche die Paketliste
abhängig von den Versionen verwendeter
Abhängigkeiten verändern (z.B. Ports, die Ihre
Dokumentation mit Javadoc
erzeugen).Maintainer, die dynamische Paketlisten bevorzugen,
werden dazu aufgefordert, neue Targets zu Ihren Ports
hinzuzufügen, welche die
pkg-plist-Datei erzeugen, sodass Benutzer
den Inhalt überprüfen können.Automatisiertes Erstellen von PaketlistenAls Erstes sollten Sie sich vergewissern, dass der Port
bis auf pkg-plist vollständig
ist.Als Nächstes erstellen Sie einen temporären
Verzeichnisbaum, in welchem Ihr Port installiert werden kann,
und installieren Sie alle Abhängigkeiten.&prompt.root; mkdir /var/tmp/$(make -V PORTNAME)
&prompt.root; mtree -U -f $(make -V MTREE_FILE) -d -e -p /var/tmp/$(make -V PORTNAME)
&prompt.root; make depends PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME)Speichern Sie die Verzeichnisstruktur in einer neuen
Datei.&prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * -type d) | sort > OLD-DIRSErstellen Sie eine leere
pkg-plist-Datei:&prompt.root; :>pkg-plistWenn Ihr Port auf PREFIX achtet (was
er machen sollte), so kann der Port nun installiert und die
Paketliste erstellt werden.&prompt.root; make install PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME)
&prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * \! -type d) | sort > pkg-plistSie müssen auch alle neu erstellten Verzeichnisse in
die Paketliste aufnehmen.&prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * -type d) | sort | comm -13 OLD-DIRS - | sort -r | sed -e 's#^#@dirrm #' >> pkg-plistZu guter Letzt muss die Paketliste noch manuell
aufgeräumt werden - es funktioniert eben nicht
alles automatisch. Manualpages sollten im
Makefile des Ports unter
MANn
aufgeführt sein und nicht in der Paketliste.
Konfigurationsdateien des Benutzers sollten entfernt oder als
filename.sample
installiert werden. Die info/dir-Datei
sollte nicht aufgeführt sein und die zugehörigen
install-info-Zeilen sollten
hinzugefügt werden, wie im info files-Abschnitt
beschrieben. Alle Bibliotheken, die der Port installiert,
sollten aufgelistet werden, wie es im Shared Libraries-Abschnitt
festgelegt ist.Alternativ dazu können Sie das
plist-Skript in
/usr/ports/Tools/scripts/ verwenden, um
die Paketliste automatisch zu erstellen. Der erste Schritt ist
derselbe wie oben: Nehmen Sie die ersten drei Zeilen, also
mkdir, mtree und
make depends. Installieren und bauen Sie
dann den Port:&prompt.root; make install PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME)Und lassen Sie plist die
pkg-plist-Datei erstellen:&prompt.root; /usr/ports/Tools/scripts/plist -Md -m $(make -V MTREE_FILE) /var/tmp/$(make -V PORTNAME) > pkg-plistDie Paketliste muss immer noch von Hand aufgeräumt
werden, wie es oben erklärt wurde.Die pkg-*
DateienEs gibt noch einige Tricks mit
pkg-*, die wir
noch nicht erwähnt haben, die aber oft sehr praktisch
sind.pkg-messageWenn Sie dem Anwender bei der Installation weitere
Informationen anzeigen wollen, so können Sie diese
Nachricht in pkg-message speichern.
Diese Vorgehensweise ist oft nützlich, um
zusätzliche Schritte anzuzeigen, die nach &man.pkg.add.1;
durchgeführt werden müssen. Dadurch können Sie
auch Lizenzinformationen darstellen.Wollen Sie nur ein paar Zeilen über die
Einstellungen zum Erstellen des Ports oder Warnungen ausgeben,
benutzen Sie ECHO_MSG.
pkg-message ist nur für Schritte
nach der Installation vorgesehen. Sie sollten den Unterschied
zwischen ECHO_MSG und
ECHO_CMD beachten: Ersteres wird benutzt,
um Informationen auf dem Bildschirm auszugeben, während
Letzteres für Kommando-Pipelining bestimmt ist.Ein gutes Beispiel für die Benutzung der beiden
Befehle ist in shells/bash2/Makefile zu
finden:update-etc-shells:
@${ECHO_MSG} "updating /etc/shells"
@${CP} /etc/shells /etc/shells.bak
@( ${GREP} -v ${PREFIX}/bin/bash /etc/shells.bak; \
${ECHO_CMD} ${PREFIX}/bin/bash) >/etc/shells
@${RM} /etc/shells.bakDie pkg-message wird nicht zur
pkg-plist hinzugefügt. Sie wird
auch nicht automatisch angezeigt, falls ein Anwender den
Port installiert. Sie müssen also die Ausgabe selbst im
post-install-Ziel des Make-Vorgangs
veranlassen.pkg-installSollte es nötig sein, dass Ihr Port bei der
Installation des Binärpakets mit &man.pkg.add.1; Befehle
ausführt, können Sie das Skript
pkg-install benutzen. Dieses Skript wird
automatisch dem Paket hinzugefügt und zweimal von
&man.pkg.add.1; ausgeführt: Zuerst als
${SH} pkg-install ${PKGNAME}
PRE-INSTALL und beim zweiten Mal als
${SH} pkg-install ${PKGNAME}
POST-INSTALL. $2 kann also
getestet werden, um festzustellen, in welchem Modus das Skript
ausgeführt wird. Die Umgebungsvariable
PKG_PREFIX wird auf das Verzeichnis gesetzt, in
welches das Paket installiert wird. Siehe &man.pkg.add.1;
für weiterführende Informationen.Das Skript wird nicht automatisch ausgeführt,
wenn Sie den Port mit make install
installieren. Wenn Sie es ausführen lassen wollen, dann
müssen Sie es im Makefile aufrufen:
PKG_PREFIX=${PREFIX} ${SH}
${PKGINSTALL} ${PKGNAME}
PRE-INSTALL.pkg-deinstallDieses Skript wird ausgeführt, wenn ein Paket
deinstalliert wird.Es wird zweimal von &man.pkg.delete.1; aufgerufen. Das
erste Mal als ${SH} pkg-deinstall
${PKGNAME} DEINSTALL und dann als
${SH} pkg-deinstall ${PKGNAME}
POST-DEINSTALL.pkg-reqMuss Ihr Port entscheiden, ob er installiert werden
soll oder nicht, können Sie ein
pkg-req-Bedingungsskript
verwenden. Dieses wird automatisch bei der Installation/
Deinstallation aufgerufen, um zu entscheiden, ob die
Installation/ Deinstallation fortgesetzt werden soll.Das Skript wird während der Installation von
&man.pkg.add.1; als pkg-req ${PKGNAME}
INSTALL aufgerufen. Bei der Deinstallation wird es
von &man.pkg.delete.1; als pkg-req ${PKGNAME}
DEINSTALL ausgeführt.Ändern der Namen der
pkg-*
DateienAlle Namen der
pkg-* Dateien
werden durch Variablen festgelegt. Sie können sie bei
Bedarf also im Makefile des Ports
ändern. Das ist besonders nützlich, wenn Sie die
gleichen pkg-*
Dateien in mehreren Ports nutzen oder in eine der oben genannten
Dateien schreiben wollen. Schreiben Sie niemals außerhalb
des Unterverzeichnisses WRKDIRpkg-*, eine Erklärung hierzu finden
Sie in Schreiben ausserhalb von
WRKDIR.Hier ist eine Liste von Variablennamen und ihren
Standardwerten (PKGDIR ist
standardmäßig
${MASTERDIR}).VariableStandardwertDESCR${PKGDIR}/pkg-descrPLIST${PKGDIR}/pkg-plistPKGINSTALL${PKGDIR}/pkg-installPKGDEINSTALL${PKGDIR}/pkg-deinstallPKGREQ${PKGDIR}/pkg-reqPKGMESSAGE${PKGDIR}/pkg-messageBitte benutzen Sie diese Variablen anstatt
PKG_ARGS zu ändern. Wenn Sie
PKG_ARGS modifizieren, werden diese Dateien
bei der Installation des Ports nicht korrekt in
/var/db/pkg installiert.Nutzung von SUB_FILES und
SUB_LISTDie Variablen SUB_FILES und
SUB_LIST sind nützlich, um dynamische
Werte in Port-Dateien zu verwenden, wie beispielsweise der
Installations-PREFIX in
pkg-message.Die Variable SUB_FILES enthält
eine Liste von Dateien, die automatisch verändert werden.
Jede Datei in
SUB_FILES muss ein entsprechendes Pendant
datei.in im Verzeichnis
FILESDIR haben. Die modifizierte Version
wird in WRKDIR angelegt. Dateien, die als
Werte von USE_RC_SUBR (oder veraltet in
USE_RCORDER) gespeichert werden, werden
automatisch zu SUB_FILES hinzugefügt.
Für die Dateien pkg-message,
pkg-install,
pkg-deinstall und
pkg-req werden die jeweiligen
Makefile-Variablen selbsttätig auf die geänderte
Version der Datei gesetzt.Die Variable SUB_LIST ist eine Liste
von VAR=WERT-Paaren. Jedes Paar
%%VAR%% in den Dateien von
SUB_FILES wird mit WERT
ersetzt. Einige gebräuchliche Paare werden automatisch
definiert: PREFIX,
LOCALBASE, X11BASE,
DATADIR, DOCSDIR,
EXAMPLESDIR. Jede Zeile, die mit
@comment beginnt, wird nach der
Variablen-Ersetzung aus der neu erstellten Datei
gelöscht.Im folgenden Beispiel wird %%ARCH%%
mit der Systemarchitektur in pkg-message
ersetzt:SUB_FILES= pkg-message
SUB_LIST= ARCH=${ARCH}Beachten Sie bitte, dass in diesem Beispiel die Datei
pkg-message.in im Verzeichnis
FILESDIR vorhanden sein muss.Hier ein Beispiel für eine gute
pkg-message.in:Now it is time to configure this package.
Copy %%PREFIX%%/share/examples/putsy/%%ARCH%%.conf into your home directory
as .putsy.conf and edit it.Ihren Port testenmake describe ausführenEinige der &os;-Werkzeuge zur Pflege von Ports, wie zum
Beispiel &man.portupgrade.1;, verwenden eine Datenbank names
/usr/ports/INDEX, welche Eigenschaften,
wie z.B. Port-Abhängigkeiten, verfolgt.
INDEX wird vom Makefile der höchsten
Ebene, ports/Makefile, mittels
make index erstellt, welches in das
Unterverzeichnis jedes Ports wechselt und dort make
describe ausführt. Wenn also make
describe bei einem Port fehlschlägt, kann
INDEX nicht generiert werden und schnell
werden viele Leute darüber unzufrieden sein.Es ist wichtig diese Datei erzeugen zu können,
unabhängig davon, welche Optionen in
make.conf vorhanden sind. Bitte
vermeiden Sie es daher beispielsweise
.error-Anweisungen zu benutzen, wenn zum
Beispiel eine Abhängigkeit nicht erfüllt wird
(Lesen Sie dazu bitte ).Wenn make describe eine Zeichenkette
anstatt einer Fehlermeldung erzeugt, sind Sie wahrscheinlich
auf der sicheren Seite. Vergleichen Sie die erzeugte
Zeichenkette mit bsd.port.mk, um mehr
über deren Bedeutung zu erfahren.Beachten Sie bitte außerdem, dass die Benutzung
einer aktuellen Version von portlint (wie
im nächsten Abschnitt beschrieben) automatisch
make describe startet.PortlintBitte überprüfen Sie Ihre Arbeit stets mit
portlint,
bevor Sie diese einreichen oder committen.
portlint warnt Sie bei häufigen
Fehlern, sowohl funktionaler als auch stilistischer Natur.
Für einen neuen (oder repokopierten) Port ist
portlint -A die gründlichste Variante;
für einen bereits existierenden Port ist
portlint -C ausreichend.Da portlint heuristische Methoden zur
Fehlersuche benutzt, kann es vorkommen, dass Warnungen
für Fehler erzeugt werden, die keine sind. Gelegentlich
kann etwas, das als Problem angezeigt wird, aufgrund von
Einschränkungen im Port-System nicht anders gelöst
werden. Wenn es Zweifel gibt, fragen Sie am besten auf
&a.ports; nach.Port ToolsDas Programm ports-mgmt/porttools ist Teil der
Ports-Sammlung.port ist das Front-End-Skript, das
Ihnen dabei behilflich sein kann Ihre Arbeit als Tester zu
vereinfachen. Um einen neuen Port zu testen oder einen bereits
bestehenden Port zu aktualisieren, können Sie
port test verwenden, damit die Tests,
inklusive der portlint-Überprüfung,
durchgeführt werden. Dieser Befehl spürt ausserdem
alle nicht in pkg-plist enthaltenen
Dateien auf und gibt eine Liste dieser aus. Hier ein
Beispiel:&prompt.root; port test /usr/ports/net/csupPREFIX und
DESTDIRPREFIX bestimmt, an welche Stelle der
Port installiert werden soll. In der Regel ist
dies/usr/local oder
/opt. Benutzer können
PREFIX setzen, wie sie wollen. Ihr Port
muss sich an diese Variable halten.DESTDIR, wenn es vom Benutzer gesetzt
wird, bestimmt die alternative Umgebung (in der Regel eine
Jail oder ein installiertes System, welches an anderer Stelle
- als / eingehängt ist). Ein Port
- wird unter
+ als / eingehängt ist).
+ Ein Port wird unter
DESTDIR/PREFIX
installiert und registriert sich in der Paket-Datenbank unter
- DESTDIR/var/db/pkg. Es ist wichtig Ports
- zu erstellen, welche sich an das DESTDIR
- halten.
+ DESTDIR/var/db/pkg.
+ Da DESTDIR mittels eines
+ &man.chroot.8;-Aufrufs vom Ports-System automatisch gesetzt
+ wird, brauchen Sie keine Änderungen oder besondere Pflege
+ für DESTDIR-konforme Ports.
Der Wert von PREFIX wird auf
- LOCALBASE_REL gesetzt (Standard ist
- /usr/local). Wenn
- USE_X_PREFIX oder
- USE_IMAKE gesetzt werden, wird
- PREFIXX11BASE_REL
- annehmen (Standard ist /usr/X11R6). Wenn
- USE_LINUX_PREFIX gesetzt wird, wird der
- PREFIXLINUXBASE_REL
+ LOCALBASE gesetzt (Standard ist
+ /usr/local).
+ Falls USE_X_PREFIX oder
+ USE_IMAKE gesetzt ist,
+ wird PREFIXX11BASE
+ entsprechen (aus
+ Kompatiblitätsgründen standardmäßig
+ LOCALBASE, das in Zukunft aber
+ komplett verschwinden wird).
+ Falls USE_LINUX_PREFIX gesetzt ist, wird
+ PREFIXLINUXBASE
annehmen (Standard ist
/compat/linux).Die Vermeidung der hart kodierten Angaben von
/usr/local oder
/usr/X11R6 im Quelltext wird den Port
viel flexibler machen und erleichtert es die Anforderungen
anderer Einsatzorte zu erfüllen. Für X-Ports, die
imake benutzen, geschieht dies automatisch;
andernfalls kann dies erreicht werden, indem alle Angaben von
/usr/local (oder
/usr/X11R6 für X-Ports, die nicht
imake benutzen) in den verschiedenen
Makefiles im Port ersetzt werden, um
${PREFIX} zu lesen, da diese Variable
automatisch an jede Stufe des Build- und Install-Prozesses
übergeben wird.Vergewissern Sie sich bitte, dass Ihre Anwendung nichts
unter /usr/local an Stelle von
PREFIX installiert. Um dies festzustellen,
können Sie folgendes machen:&prompt.root; make clean; make package PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME)Wenn etwas außerhalb von PREFIX
installiert wird, so gibt der Prozess der Paketerstellung eine
Meldung aus, dass es die Dateien nicht finden kann.Dies prüft nicht das Vorhandensein eines internen
Verweises oder die richtige Verwendung von
LOCALBASE für Verweise auf Dateien
anderer Ports. Das Testen der Installation in
/var/tmp/$(make -V PORTNAME) würde
dies erledigen.Bitte verzichten Sie auf das Setzen von
USE_X_PREFIX, es sei denn, Ihr Port
benötigt dies wirklich (das heißt, er muss auf
Dateien in X11BASE verweisen).Die Variable PREFIX kann in Ihrem
Makefile oder der Umgebung des Benutzers
neu gesetzt werden. Allerdings wird für einzelne Ports
dringend davon abgeraten diese Variable in den
Makefiles direkt zu setzen.Verweisen Sie bitte außerdem auf Programme/Dateien
von anderen Ports durch die oben erwähnten Variablen und
nicht mit den eindeutigen Pfadnamen. Wenn Ihr Port zum
Beispiel vom Makro PAGER erwartet, dass es
den vollständigen Pfadnamen von less
enthält, benutzen Sie folgendes Compiler-Flag:
-DPAGER=\"${LOCALBASE}/bin/less\"
anstatt -DPAGER=\"/usr/local/bin/less\".
Somit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch
funktioniert, wenn der Administrator den ganzen
/usr/local-Baum an eine andere Stelle
verschoben hat.
-
- Beachten Sie bitte, dass die Variablen
- LOCALBASE, LINUXBASE,
- X11BASE, DOCSDIR,
- EXAMPLESDIR, DATADIR,
- DESKTOPDIRDESTDIR
- bereits enthalten. Die Verwendung von
- DESTDIRLOCALBASE
- ist falsch. Benutzen Sie LOCALBASE_REL,
- LINUXBASE_REL,
- X11BASE_REL, wenn Sie eine Variable relativ
- zu DESTDIR benötigen. Um die
- Übersicht zu behalten kann man DESTDIR
- PREFIX durch TARGETDIR
- ersetzen.
-
- Beispiel einer richtigen Anwendung:
-
- post-install:
- ${INSTALL_PROGRAM} ${WRKSRC}/helper ${TARGETDIR}/bin/helper
- ${INSTALL_DATA} ${WRKSRC}/guide.txt ${DOCSDIR}
-
- Bei der Festlegung von Abhängigkeiten im Port wird
- LOCALBASE benutzt, da wir mit
- Abhängigkeiten innerhalb der Zielumgebung arbeiten.
- Für hart kodierte Pfadangaben von Dateien in der Software
- muss LOCALBASE_REL genutzt werden, da die
- Software in der Zielumgebung läuft.
-
-
- Beispiel einer richtigen Anwendung:
-
- RUN_DEPENDS= ${LOCALBASE}/share/gonzo/launch.dat:${PORTSDIR}/games/gonzo
-
-post-patch:
- @${REINPLACE_CMD} -e 's|/usr/gonzo/launch.dat|${LOCALBASE_REL}/share/gonzo/launch.dat}' ${WRKSRC}/main.c
- @${REINPLACE_CMD} -e 's|/etc/game.conf|${PREFIX}/etc/game.conf|' ${WRKSRC}/loader.c
-
-post-install:
- @${INSTALL_DATA} ${WRKSRC}/example/conf ${TARGETDIR}/etc/game.conf
-
-
- In Packlisten, pkg-*-Skripten,
- %%LOCALBASE%%,
- %%LINUXBASE%% und
- %%X11BASE%%-Erweiterungen sind die
- Pfadangaben ohne DESTDIR vorhanden, da all diese Dateien im
- Kontext einer Zielumgebung verarbeitet werden.Die TinderboxWenn Sie ein begeisterter Ports-Entwickler sind
möchten Sie vielleicht einen Blick auf die
Tinderbox werfen. Es ist ein
leistungsstarkes System zur Erstellung und zum Testen von
Ports, welches auf Skripten basiert, die auf Pointyhat verwendet werden. Sie
können Tinderbox installieren,
indem Sie den Port ports-mgmt/tinderbox benutzen.
Bitte lesen Sie die mitgelieferte Dokumentation
gründlich, da die Konfiguration nicht einfach ist.Um Näheres darüber zu erfahren, besuchen Sie
bitte die Tinderbox
Homepage.Einen Port aktualisierenWenn Sie feststellen, dass ein Port verglichen mit der
neuesten Version des Originalautors nicht mehr auf dem aktuellen
Stand ist, sollten Sie als Erstes sicherstellen, dass Sie die
aktuellste Version des Ports haben. Diese finden Sie im
Verzeichnis ports/ports-current der FreeBSD
FTP-Spiegelseiten. Wenn Sie allerdings mit mehr als ein paar
Ports arbeiten, werden Sie es wahrscheinlich einfacher finden
CVSup zu benutzen, um Ihre gesamte
Ports-Sammlung aktuell zu halten, wie es im Handbuch
beschrieben wird. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass Sie
so auch alle Abhängigkeiten des Ports aktuell
halten.Der nächste Schritt besteht darin festzustellen, ob
bereits eine Aktualisierung des Ports darauf wartet committet zu
werden. Um das sicherzustellen haben Sie folgende
Möglichkeiten. Es gibt eine durchsuchbare Schnittstelle zur
FreeBSD
Problembericht Datenbank (PR - Problem Report) (auch
bekannt als GNATS). Wählen Sie dazu
Ports im Drop-Down-Menü und geben Sie
den Namen des Ports ein.Allerdings wird manchmal vergessen den Namen des Ports
eindeutig im Feld für die Zusammenfassung anzugeben. In
diesem Fall können Sie das FreeBSD
Ports Monitoring System (auch bekannt als
portsmon) nutzen. Dieses versucht PRs von
Ports nach Portname zu sortieren. Um PRs nach einem bestimmten
Port zu durchsuchen können Sie die Übersicht
eines Ports verwenden.Wenn es keine wartenden PRs gibt, ist der nächste
Schritt eine E-Mail an den Maintainer des Ports zu schicken, wie
von make maintainer gezeigt wird. Diese
Person arbeitet vielleicht schon an einer Aktualisierung, oder
hat einen guten Grund den Port im Moment nicht zu aktualisieren
(z.B. wegen Stabilitätsproblemen der neuen Version). Sie
wollen sicher nicht die Arbeit des Maintainers doppelt machen.
Beachten Sie bitte, dass für Ports ohne Maintainer
ports@FreeBSD.org eingetragen ist. Das ist
nur die allgemeine &a.ports;-Mailingliste, deshalb wird es in
diesem Fall wahrscheinlich nicht helfen eine E-Mail dorthin zu
schicken.Wenn Sie der Maintainer bittet die Aktualisierung zu
erledigen, oder falls es keinen Maintainer gibt, haben Sie
Gelegenheit FreeBSD zu helfen, indem Sie die Aktualisierung
selbst bereitstellen. Bitte führen Sie die Änderungen
durch und speichern Sie die Ausgabe des rekursiven
diff des neuen und alten Portverzeichnisses
(wenn Ihr verändertes Portverzeichnis z.B.
superedit und das Original
superedit.bak heißt, dann speichern
Sie bitte die Ergebnisse von diff -ruN superedit.bak
superedit). Sowohl vereinheitlichendes als auch
kontextabhängiges diff (Auflistung der Unterschiede zweier
Dateien) sind akzeptabel, aber im Allgemeinen bevorzugen
Port-Committer vereinheitlichende diffs.
Bitte beachten Sie die Verwendung der
-N-Option. Dies ist der gebräuchliche
Weg diff dazu zu bewegen korrekt damit
umzugehen, neue Dateien anzulegen und alte zu löschen.
Bevor Sie das diff einsenden überprüfen Sie bitte die
Ausgabe, um sicherzugehen, dass die Änderungen sinnvoll
sind. Um gängige Operationen mit Korrekturdateien zu
vereinfachen, können Sie
/usr/ports/Tools/scripts/patchtool.py
benutzen. Aber lesen Sie bitte vorher
/usr/ports/Tools/scripts/README.patchtool.Falls der Port keinen Maintainer hat und Sie ihn selbst
aktiv benutzen, ziehen Sie bitte in Erwägung sich als
Maintainer zu melden. &os; hat mehr als 2000 Ports ohne
Maintainer und in diesem Bereich werden immer zusätzliche
Freiwillige benötigt (Für eine ausführliche
Beschreibung der Verantwortlichkeiten eines Maintainers lesen
Sie bitte im
Developer's Handbook nach).Der beste Weg uns das diff zu schicken ist mittels
&man.send-pr.1; (Kategorie Ports). Wenn Sie der Maintainer des
Ports sind, fügen Sie bitte [maintainer
update] an den Anfang Ihrer Zusammenfassung und setzen
Sie die Klasse des PR auf
maintainer-update. Ansonsten sollte die
Klasse des PR change-request
sein. Bitte erwähnen Sie alle hinzugefügten oder
gelöschten Dateien in der Nachricht, da diese beim Commit
ausdrücklich an &man.cvs.1; übergeben werden
müssen. Wenn das diff größer ist als 20 Kilobyte
komprimieren und uuencoden Sie es bitte. Ansonsten können
Sie es in den PR einfügen wie es ist.Bevor Sie den PR mit &man.send-pr.1; abschicken, sollten
Sie den Abschnitt Den
Problembericht schreiben im Artikel über
Problemberichte lesen. Dieser enthält sehr viel mehr
Informationen darüber, wie man nützliche
Problemberichte verfasst.Wenn Sie Ihre Aktualisierung aufgrund von
Sicherheitsbedenken oder eines schwerwiegenden Fehlers
bereitstellen wollen, informieren Sie bitte das &a.portmgr;,
um einen sofortigen Rebuild und eine Neuverteilung des Pakets
Ihres Ports durchzuführen. Sonst werden ahnungslose
Nutzer von &man.pkg.add.1; über mehrere Wochen die alte
Version durch pkg_add -r
installieren.Noch einmal: Bitte verwenden Sie &man.diff.1; und nicht
&man.shar.1;, um Aktualisierungen existierender Ports zu
senden.Nun, da Sie all das geschafft haben, werden Sie in nachlesen können, wie Sie den Port
aktuell halten.Sicherheit der PortsWarum Sicherheit so wichtig istEs finden sich immer wieder Fehler in Software. Die
gefährlichsten davon sind wohl jene, die
Sicherheitslücken öffnen. Technisch gesehen
müssen diese Lücken geschlossen werden, indem die
Fehler, die Sie verursacht haben, beseitigt werden. Aber die
Vorgehensweisen, wie mit bloßen Fehlern und
Sicherheitslücken umgegangen wird, sind sehr
unterschiedlich.Ein typischer kleiner Fehler betrifft nur Nutzer, die
eine bestimmte Kombination von Optionen aktiviert haben, die
den Fehler auslöst. Der Entwickler wird letztendlich
einen Patch herausgeben, gefolgt von einer neuen Version des
Programms, die den Fehler nicht mehr
enthält – jedoch wird die Mehrheit der
Nutzer nicht sofort aktualisieren, da sie von diesem Fehler
nicht betroffen sind. Ein kritischer Fehler, der zu
Datenverlust führen kann, stellt ein schwerwiegendes
Problem dar. Dennoch sind sich umsichtige Nutzer bewusst, dass
Datenverlust verschiedene Ursachen – neben
Softwarefehlern – haben kann, und machen
deshalb Sicherungskopien wichtiger Daten. Zumal ein
kritischer Fehler sehr schnell entdeckt wird.Bei einer Sicherheitslücke ist dies ganz anders.
Erstens wird sie vielleicht jahrelang nicht entdeckt, da dies
oftmals keine Fehlfunktion im Programm verursacht. Zweitens
kann eine böswillige Person unerlaubten Zugriff auf ein
unsicheres System erlangen, um empfindliche Daten zu
verändern oder zu zerstören; im schlimmsten Fall
findet der Nutzer nicht einmal die Ursache des Schadens.
Drittens hilft der Zugriff auf ein unsicheres System dem
Angreifer oft in ein anderes System einzudringen, welches
ansonsten nicht gefährdet wäre. Deshalb reicht es
nicht aus eine Sicherheitslücke nur zu schließen:
Die Zielgruppe sollte möglichst genau und umfassend
darüber informiert werden, damit sie die Gefahr
einschätzen und passende Maßnahmen ergreifen
können.Sicherheitslücken schliessenBei Ports und Paketen kann eine Sicherheitslücke im
ursprünglichen Programm oder in den Port-Dateien
verursacht werden. Im ersten Fall wird der ursprüngliche
Entwickler den Fehler wahrscheinlich umgehend korrigieren oder
eine neue Version herausgeben und Sie müssen den Port nur
aktualisieren und die Korrekturen des Autors beachten. Falls
sich die Korrektur aus irgendeinem Grund verzögert,
sollten Sie den Port als
FORBIDDEN markieren oder selbst den
Fehler für den Port korrigieren. Falls die
Sicherheitslücke im Port verursacht wird, sollten Sie ihn
sobald wie möglich berichtigen. In jedem Fall sollte
die Standardvorgehensweise zum
Einreichen von Änderungen beachtet
werden – es sei denn, Sie haben das Recht
diese direkt in den Ports-Baum zu committen.Ports-Committer zu sein ist nicht genug, um
Änderungen an einem beliebigen Port zu committen. Bitte
denken Sie daran, dass Ports üblicherweise Maintainer
haben, die Sie respektieren sollten.Bitte stellen Sie sicher, dass die Revision des Ports
erhöht wird, sobald die Sicherheitslücke geschlossen
wurde. Dadurch sehen die Nutzer, die installierte Pakete
regelmäßig aktualisieren, dass es an der Zeit ist
eine Aktualisierung durchzuführen. Außerdem wird
ein neues Paket gebaut, über FTP– und
WWW-Spiegel verteilt und die unsichere Version damit
verdrängt. PORTREVISION sollte
erhöht werden – es sei denn,
PORTREVISION hat sich im Laufe der
Korrektur des Fehlers geändert. Das heißt, Sie
sollten PORTREVISION erhöhen, wenn Sie
eine Korrektur hinzugefügt haben. Sie sollten diese aber
nicht erhöhen, wenn Sie den Port auf die neueste Version
des Programms gebracht haben und PORTREVISION
somit schon verändert wurde. Bitte beachten
Sie den betreffenden
Abschnitt für weitere Informationen.Die Community informiert haltenDie VuXML-DatenbankEin sehr wichtiger und dringender Schritt, den man
unternehmen muss, sobald eine Sicherheitslücke entdeckt
wurde, ist die Gemeinschaft der Anwender des Ports über
die Gefahr zu informieren. Diese Benachrichtigung hat zwei
Gründe. Erstens wird es sinnvoll sein, wenn die Gefahr
wirklich so groß ist, sofort Abhilfe zu schaffen,
indem man z.B. den betreffenden Netzwerkdienst beendet oder
den Port komplett deinstalliert, bis die Lücke
geschlossen wurde. Und Zweitens pflegen viele Nutzer
installierte Pakete nur gelegentlich zu aktualisieren. Sie
werden aus der Mitteilung erfahren, dass Sie das Paket,
sobald eine Korrektur verfügbar ist, sofort
aktualisieren müssen.Angesichts der riesigen Zahl an Ports kann nicht
für jeden Vorfall ein Sicherheitshinweis erstellt
werden, ohne durch die Flut an Nachrichten die
Aufmerksamkeit der Empfänger zu verlieren, im Laufe der
Zeit kommt es so zu ernsten Problemen. Deshalb werden
Sicherheitslücken von Ports in der FreeBSD
VuXML-Datenbank aufgezeichnet. Das Team der
Sicherheitsverantwortlichen beobachtet diese wegen
Angelegenheiten, die Ihr Eingreifen erfordern.Wenn Sie Committerrechte haben, können Sie die
VuXML-Datenbank selbst aktualisieren. Auf diese Weise helfen
Sie den Sicherheitsverantwortlichen und liefern die
kritischen Informationen frühzeitig an die Community.
Aber auch wenn Sie kein Committer sind und glauben, Sie
haben eine außergewöhnlich schwerwiegende
Lücke gefunden – egal
welche – zögern Sie bitte nicht die
Sicherheitsverantwortlichen zu kontaktieren, wie es in den
FreeBSD
Sicherheitsinformationen beschrieben wird.In Ordnung, Sie haben sich also für den
schwierigen Weg entschieden. Wie vielleicht aus dem Titel
hervorgeht, ist die VuXMl-Datenbank hauptsächlich ein
XML-Dokument. Die Quelldatei vuln.xml
können Sie im Port security/vuxml finden. Deshalb
wird der komplette Pfadname PORTSDIR/security/vuxml/vuln.xml
lauten. Jedes Mal, wenn Sie eine Sicherheitslücke in
einem Port entdecken, fügen Sie bitte einen Eintrag
dafür in diese Datei ein. Solange Sie nicht mit VuXML
vertraut sind, ist es das Beste, was Sie machen können,
einen vorhandenen Eintrag, der zu Ihrem Fall passt, zu
kopieren und als Vorlage zu verwenden.Eine kurze Einführung in VuXMLDas komplette XML ist komplex und würde den
Rahmen dieses Buches sprengen. Allerdings benötigen Sie
für einen grundlegenden Einblick in die Struktur eines
VuXML-Eintrags nur eine Vorstellung der Tags. XML-Tags
bestehen aus Namen, die in spitzen Klammern eingeschlossen
sind. Zu jedem öffnenden <Tag> muss ein passendes
</Tag> existieren. Tags können geschachtelt
werden. Wenn sie geschachtelt werden müssen die inneren
Tags vor den Äußeren geschlossen werden. Es gibt
eine Hierarchie von Tags – das heißt
komplexere Regeln zur Schachtelung. Klingt so ähnlich
wie HTML, oder? Der größte Unterschied ist: XML
ist erweiterbar
(eXtensible) – das
heißt es basiert darauf maßgeschneiderte Tags zu
definieren. Aufgrund seiner wesentlichen Struktur bringt
XML ansonsten formlose Daten in eine bestimmte Form. VuXML
ist speziell darauf zugeschnitten Beschreibungen von
Sicherheitslücken zu verwalten.Lassen Sie uns nun einen realistischen VuXML-Eintrag
betrachten:<vuln vid="f4bc80f4-da62-11d8-90ea-0004ac98a7b9">
<topic>Several vulnerabilities found in Foo</topic>
<affects>
<package>
<name>foo</name>
<name>foo-devel</name>
<name>ja-foo</name>
<range><ge>1.6</ge><lt>1.9</lt></range>
<range><ge>2.*</ge><lt>2.4_1</lt></range>
<range><eq>3.0b1</eq></range>
</package>
<package>
<name>openfoo</name>
<range><lt>1.10_7</lt></range>
<range><ge>1.2,1</ge><lt>1.3_1,1</lt></range>
</package>
</affects>
<description>
<body xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<p>J. Random Hacker reports:</p>
<blockquote
cite="http://j.r.hacker.com/advisories/1">
<p>Several issues in the Foo software may be exploited
via carefully crafted QUUX requests. These requests will
permit the injection of Bar code, mumble theft, and the
readability of the Foo administrator account.</p>
</blockquote>
</body>
</description>
<references>
<freebsdsa>SA-10:75.foo</freebsdsa>
<freebsdpr>ports/987654</freebsdpr>
<cvename>CAN-2010-0201</cvename>
<cvename>CAN-2010-0466</cvename>
<bid>96298</bid>
<certsa>CA-2010-99</certsa>
<certvu>740169</certvu>
<uscertsa>SA10-99A</uscertsa>
<uscertta>SA10-99A</uscertta>
<mlist msgid="201075606@hacker.com">http://marc.theaimsgroup.com/?l=bugtraq&m=203886607825605</mlist>
<url>http://j.r.hacker.com/advisories/1</url>
</references>
<dates>
<discovery>2010-05-25</discovery>
<entry>2010-07-13</entry>
<modified>2010-09-17</entry>
</dates>
</vuln>Die Namen der Tags sollten selbsterklärend sein
– also werfen wir einen genaueren Blick auf
die Felder, die Sie selbst ausfüllen
müssen:Dies ist die höchste Tag-Ebene eines
VuXML-Eintrags. Es ist ein vorgeschriebenes Attribut
vid, welches eine allgemein
einzigartige Kennung (universally unique identifier,
UUID) in Anführungszeichen für diesen
Eintrag festlegt. Sie sollten eine UUID für
jeden neuen VuXML-Eintrag erzeugen (und vergessen Sie
nicht die UUID der Vorlage zu ersetzen, es sei denn,
Sie schreiben den Eintrag von Grund auf selbst). Sie
können &man.uuidgen.1; verwenden, um eine VuXML
UUID zu erzeugen. Wahlweise können Sie, wenn Sie
FreeBSD 4.x verwenden, den Port devel/p5-Data-UUID
verwenden und folgenden Befehl aufrufen:perl -MData::UUID -le 'print lc new Data::UUID->create_str'Dies ist eine einzeilige Beschreibung des
gefundenen Fehlers.Hier werden die Namen betroffener Pakete
aufgeführt. Es können mehrere Namen
angegeben werden, da mehrere Pakete von einem einzigen
Master-Port oder Software-Produkt abhängen
können. Das schließt Stable– und
Developement-Zweige, lokalisierte Versionen und
Slave-Ports ein, die verschiedene
Auswahlmöglichkeiten wichtiger
Kompilierungszeit-Optionen bieten.Es liegt in Ihrer Verantwortung all diese
betroffenen Pakete zu finden, wenn Sie den
VuXML-Eintrag schreiben.Behalten Sie im
Hinterkopf, dass make search
name=foo Ihr Freund ist. Die wichtigsten
Punkte, auf die Sie achten sollten, sind die
folgenden:die foo-devel
Variante eines foo
Ports;andere Varianten mit einem Suffix wie
-a4 (für
Druck-betreffende Pakete),
-without-gui (für Pakete
mit deaktivierter X-Unterstützung) oder
ähnlichejp-,
ru-, zh-
und andere, eventuell lokalisierte, Varianten in
den entsprechenden Länderkategorien der
Ports-SammlungBetroffene Versionen der Pakete werden hier als
ein Bereich oder mehrere durch eine Kombination aus
<lt>, <le>
, <eq>,
<ge>, und
<gt>-Elementen ausgegeben.
Die angegebenen Bereiche sollten sich nicht
überschneiden.In einer Bereichsangabe steht
* (Asterisk) für die kleinste
Versionsnummer. Insbesondere ist
2.* kleiner als
2.a. Deshalb kann ein Stern benutzt
werden, um auf alle möglichen Alpha
-, Beta– und
RC -Versionen zuzutreffen. Zum
Beispiel passt
<ge>2.*</ge><lt>3.*
</lt> auf alle Versionen der Form
2.x, während
<ge>
2.0</ge><lt>3.0</lt> das
nicht erfüllt, da es nicht auf 2.r3
passt, auf 3.b aber
schon.Das obige Beispiel legt fest, dass Versionen von
1.6 bis 1.9
betroffen sind – außerdem
Versionen 2.x vor
2.4_1 und Version
3.0b1.Mehrere zusammenhängende Gruppen von
Paketen (im wesentlichen Ports) können im
Abschnitt <affected>
aufgeführt werden. Das kann man benutzen, wenn
sich Programme (sagen wir FooBar, FreeBar und OpenBar)
denselben Quelltext als Grundlage haben und sich noch
dessen Fehler und Sicherheitslücken teilen.
Beachten Sie den Unterschied zum Anführen
mehrerer Namen innerhalb eines <package>
Abschnittes.Die Versionsbereiche sollten, wenn möglich,
sowohl PORTEPOCH als auch
PORTREVISION erlauben. Bitte denken Sie
daran, dass gemäß der Vergleichsregeln eine
Version mit einer PORTEPOCH, die
nicht Null ist, größer ist als jede Version
ohne PORTEPOCH. Das heißt,
3.0,1 ist größer als
3.1 oder sogar
8.9.Das ist die Zusammenfassung des Problems. In
diesem Feld wird XHTML verwendet. Zumindest
umschließende <p> und
</p> sollten auftauchen.
Komplexere Tags sind zwar möglich, aber sollten
nur um der Genauigkeit und Klarheit willen verwendet
werden: Bitte verwenden Sie hier kein
Eye-Candy.Dieser Abschnitt enthält Verweise auf
relevante Dokumente. Es wird empfohlen so viele
Referenzen wie nötig aufzuführen.Das ist ein FreeBSD
Sicherheitshinweis.Das ist ein
FreeBSD Problembericht.Das ist eine Mitre CVE
Kennung.Das ist eine SecurityFocus
Fehler-Kennung.Das ist ein Sicherheitshinweis von US-CERT.Das ist eine Mitteilung über eine
Schwachstelle von US-CERT.Das ist ein Cyber-Sicherheitsalarm von US-CERT.Das ist ein technischer Cyber-Sicherheitsalarm
von US-CERT.Das ist eine URL zu einem archivierten Posting
auf einer Mailingliste. Das Attribut
msgid ist optional und gibt die
Nachrichtenkennung des Postings an.Das ist eine gewöhnliche URL. Sie sollte
nur verwendet werden, wenn keine der anderen
Referenzkategorien verfügbar ist.Das ist das Datum, an dem die
Sicherheitslücke bekannt wurde
(JJJJ-MM-TT).Das ist das Datum, an dem der Eintrag
hinzugefügt wurde
(JJJJ-MM-TT).Das ist das Datum, an dem zuletzt irgendeine
Information des Eintrags verändert wurde
(JJJJ-MM-TT). Neue
Einträge dürfen dieses Feld nicht enthalten.
Es sollte beim Editieren eines existierenden Eintrags
eingefügt werden.Ihre Änderungen an der VuXML-Datenbank
testenNehmen wir an, Sie haben gerade einen Eintrag
für eine Sicherheitslücke in dem Paket
clamav geschrieben oder
ausgefüllt, die in der Version
0.65_7 korrigiert wurde.Als Voraussetzung sollten Sie eine neue Version der
Ports ports-mgmt/portaudit und
ports-mgmt/portaudit-db
installieren.Zuerst überprüfen Sie bitte, ob bereits
ein Eintrag für diese Schwachstelle existiert. Wenn
es einen solchen Eintrag gibt, sollte er auf die vorige
Version 0.65_6 zutreffen:&prompt.user; packaudit
&prompt.user; portaudit clamav-0.65_6Um packaudit auszuführen,
müssen Sie die Berechtigung haben
DATABASEDIR zu
schreiben – üblicherweise ist das
/var/db/portaudit.Wenn keine vorhandenen Einträge gefunden werden
haben Sie grünes Licht einen neuen Eintrag für
diese Sicherheitslücke anzulegen. Sie können nun
eine neue UUID erzeugen (wir nehmen an, diese lautet
74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a)
und einen neuen Eintrag in der VuXML-Datenbank anlegen.
Bitte überprüfen Sie danach die Syntax mit
folgendem Befehl:&prompt.user; cd ${PORTSDIR}/security/vuxml && make validateSie werden zumindest eines der folgenden Pakete
benötigen: textproc/libxml2, textproc/jade.Jetzt bauen Sie bitte die
portaudit-Datenbank aus der VuXML-Datei
neu:&prompt.user; packauditUm sicherzustellen, dass der Abschnitt
<affected> Ihres Eintrags die
richtigen Pakete betrifft, verwenden Sie bitte den
folgenden Befehl:&prompt.user; portaudit -f /usr/ports/INDEX -r 74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5aBitte lesen Sie in &man.portaudit.1; nach, um ein
besseres Verständnis der Befehlssyntax zu
entwickeln.Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Eintrag keine
falschen Treffer in der Ausgabe erzeugt.Jetzt überprüfen Sie bitte, dass Ihr
Eintrag die richtigen Versionen des Pakets angibt:&prompt.user; portaudit clamav-0.65_6 clamav-0.65_7
Affected package: clamav-0.65_6 (matched by clamav<0.65_7)
Type of problem: clamav remote denial-of-service.
Reference: <http://www.freebsd.org/ports/portaudit/74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a.html>
1 problem(s) found.Offensichtlich sollte die erste Version ausgegeben
werden – die zweite jedoch nicht.Abschließend überprüfen Sie bitte,
ob die Webseite, die aus der VuXML-Datenbank erzeugt wird,
wie erwartet aussieht:&prompt.user; mkdir -p ~/public_html/portaudit
&prompt.user; packaudit
&prompt.user; lynx ~/public_html/portaudit/74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a.htmlWas man machen respektive vermeiden sollteEinführungHier ist eine Liste von gebräuchlichen Dos and
Don'ts (Dinge, die man machen oder vermeiden sollte), welchen
Sie während des Portierungsprozesses begegnen werden.
Sie sollten Ihren Port anhand dieser Liste
überprüfen. Sie können auch Ports in der PR
Datenbank, welche andere Menschen eingereicht haben,
kontrollieren. Senden Sie bitte Kommentare zu Ports, die Sie
verifizieren wie unter Bug
Reports and General Commentary beschrieben. Der
Abgleich von Ports aus der PR-Datenbank hilft uns diese
schneller zu committen, und zeigt auch, dass Sie wissen, worum
es geht.WRKDIRSchreiben Sie in keine Dateien außerhalb von
WRKDIR. WRKDIR ist der
einzige Ort, welcher während des Erstellen des Ports
garantiert beschreibbar ist (siehe Ports
Installieren von CDROM für ein Beispiel, um Ports
in einem schreibgeschützen Zweig zu erstellen). Wenn Sie
eine der pkg-*
Dateien modifizieren müssen, sollten Sie eine Variable erneut
definieren, anstatt die Datei zu
überschreiben.WRKDIRPREFIXVergewissern Sie sich, dass Ihr Port
WRKDIRPREFIX beachtet. Die meisten Ports
sollten sich darüber keine Sorgen machen. Beachten Sie
bitte, falls auf WRKDIR eines anderen Ports
verwiesen wird, dass die korrekte Position
WRKDIRPREFIXPORTSDIR/subdir/name/work,
und nicht etwa
PORTSDIR/subdir/name/work,
.CURDIR/../../subdir/name/work
oder ähnliches ist.Falls Sie WRKDIR selbst definieren,
sollten Sie sicherstellen, dass Sie
${WRKDIRPREFIX}${.CURDIR} am
Anfang anfügen.Unterschiedliche Betriebssysteme und
BetriebssystemversionenSie können auf Quelltext treffen, welcher
Modifizierungen oder bedingtes Kompilieren, abhängig
davon, unter welcher Unix-Version er läuft,
benötigt. Falls Sie Änderungen an solch einem
Quelltext vornehmen müssen, stellen Sie bitte sicher,
dass Sie Ihre Änderungen so allgemein wie möglich
halten, damit wir den Quelltext auf ältere
FreeBSD-Systeme portieren und zur Quer-Portierung auf andere
BSD-Systeme, wie etwa 4.4BSD von CSRG, BSD/386, 386BSD, NetBSD
und OpenBSD verwenden können.Der bevorzugte Weg, um 4.3BSD/Reno (1990) und neuere
Versionen des BSD-Quelltextes zu unterscheiden, ist das
BSD-Makro zu nutzen, welches in sys/param.h
definiert ist. Hoffentlich ist diese Datei schon
enthalten – falls nicht, so fügen Sie
folgenden Quelltext:#if (defined(__unix__) || defined(unix)) && !defined(USG)
#include <sys/param.h>
#endifan der richtigen Stelle in der .c
Datei hinzu. Wir glauben, dass jedes System, welches diese
beiden Symbole definiert, die Datei
sys/param.h besitzt. Wenn Sie auf
Systeme stoßen, wo dies nicht so ist, würden wir
gerne davon erfahren. Bitte senden Sie eine E-Mail an
&a.ports;.Eine andere Möglichkeit zur Unterscheidung ist der
GNU Autoconf-Stil:#ifdef HAVE_SYS_PARAM_H
#include <sys/param.h>
#endifVergessen Sie nicht
-DHAVE_SYS_PARAM_H zu den
CFLAGS im Makefile
hinzuzufügen, falls Sie diese Methode benutzen
sollten.Sobald Sie sys/param.h
hinzugefügt haben, können Sie mit Hilfe von#if (defined(BSD) && (BSD >= 199103))unterscheiden, ob der Quelltext auf einer 4.3 Net2
Code-Basis oder neuer (z.B. FreeBSD 1.x, 4.3/Reno, NetBSD 0.9,
386BSD, BSD/386 1.1 und niedriger) kompiliert werden
wird.Benutzen Sie:#if (defined(BSD) && (BSD >= 199306))um zu differenzieren, ob der Quelltext auf der Basis von
4.4 Code oder neuer (z.B. FreeBSD 2.x, 4.4, NetBSD 1.0,
BSD/386 2.0 oder höher) kompiliert werden wird.Der Wert des BSD-Makros ist
199506 für die 4.4BSD-Lite2 Codebasis.
Beachten Sie bitte, dass dies hier nur der Information wegen
angegeben ist. Das Makro sollte nicht dazu benutzt werden, um
zwischen Versionen von FreeBSD, welche auf 4.4-Lite basieren,
und Versionen, welche Änderungen von 4.4-Lite2
übernommen haben, zu unterscheiden. Das
__FreeBSD__ Makro sollte stattdessen
verwandt werden.Sparsam sollte eingesetzt werden:__FreeBSD__ ist in allen Versionen
von FreeBSD definiert. Benutzen Sie dieses Makro, falls
die Änderung(en), die Sie machen,
nur FreeBSD betrifft.
Portierungsfallen, wie der Gebrauch von
sys_errlist[] gegenüber
strerror() sind Berkeley-Eigenheiten,
keine FreeBSD Änderungen.In FreeBSD 2.x, ist __FreeBSD__
auf 2 definiert. In älteren
Versionen, ist es 1. Alle späteren
Versionen erhöhen es, damit es mit der
Haupt-Versionsnummer übereinstimmt.Falls Sie zwischen einem FreeBSD 1.x und einem
FreeBSD 2.x (oder höher) System unterscheiden
müssen, ist es normalerweise richtig, die
BSD-Makros (wie oben beschrieben) zu
benutzen. Gibt es tatsächlich eine
FreeBSD-spezifische Änderung (wie z.B. spezielle
Optionen von Shared-Libraries für
ld), ist es nicht zu beanstanden
__FreeBSD__ und #if
__FreeBSD__ > 1 zu nutzen, um FreeBSD 2.x und
spätere Systeme zu erkennen. Falls Sie eine
höhere Genauigkeit benötigen, um FreeBSD Systeme
seit 2.0-RELEASE zu erkennen, können Sie folgendes
nutzen:#if __FreeBSD__ >= 2
#include <osreldate.h>
# if __FreeBSD_version >= 199504
/* 2.0.5+ release specific code here */
# endif
#endifIn den Tausenden von Ports, die bis jetzt erstellt
wurden, gab es nur ein oder zwei Fälle, in denen
__FreeBSD__ hätte benutzt werden
sollen. Nur weil ein früherer Port es an der falschen
Stelle benutzt hatte, bedeutet das nicht, dass Sie dies auch
machen sollten.__FreeBSD_version WerteHier ist eine praktische Liste von
__FreeBSD_version-Werten wie in sys/param.h
definiert:
__FreeBSD_version-WerteRelease__FreeBSD_version2.0-RELEASE1194112.1-CURRENT199501, 1995032.0.5-RELEASE1995042.2-CURRENT vor 2.11995082.1.0-RELEASE1995112.2-CURRENT vor 2.1.51995122.1.5-RELEASE1996072.2-CURRENT vor 2.1.61996082.1.6-RELEASE1996122.1.7-RELEASE1996122.2-RELEASE2200002.2.1-RELEASE220000 (keine Änderung)2.2-STABLE nach 2.2.1-RELEASE220000 (keine Änderung)2.2-STABLE nach texinfo-3.92210012.2-STABLE nach top2210022.2.2-RELEASE2220002.2-STABLE nach 2.2.2-RELEASE2220012.2.5-RELEASE2250002.2-STABLE nach 2.2.5-RELEASE2250012.2-STABLE nach der Aufnahme von ldconfig -R2250022.2.6-RELEASE2260002.2.7-RELEASE2270002.2-STABLE nach 2.2.7-RELEASE2270012.2-STABLE nach &man.semctl.2; Änderung2270022.2.8-RELEASE2280002.2-STABLE nach 2.2.8-RELEASE2280013.0-CURRENT vor &man.mount.2; Änderung3000003.0-CURRENT nach &man.mount.2; Änderung3000013.0-CURRENT nach &man.semctl.2; Änderung3000023.0-CURRENT nach ioctl arg Änderungen3000033.0-CURRENT nach ELF-Konvertierung3000043.0-RELEASE3000053.0-CURRENT nach 3.0-RELEASE3000063.0-STABLE nach 3/4 Zweig3000073.1-RELEASE3100003.1-STABLE nach 3.1-RELEASE3100013.1-STABLE nach Änderung der C++
Konstruktor/Destruktor-Reihenfolge3100023.2-RELEASE3200003.2-STABLE3200013.2-STABLE nach binär-inkompatibler IPFW und
Socket-Änderungen3200023.3-RELEASE3300003.3-STABLE3300013.3-STABLE nach Hinzufügen von &man.mkstemp.3;
zur libc3300023.4-RELEASE3400003.4-STABLE3400013.5-RELEASE3500003.5-STABLE3500014.0-CURRENT nach 3.4 Zweig4000004.0-CURRENT nach der Änderung im Verhalten des
dynamischen Linkers.4000014.0-CURRENT nach Änderung der C++
Konstruktor/Destruktor Reihenfolge.4000024.0-CURRENT nach funktionierendem &man.dladdr.3;.4000034.0-CURRENT nach der __deregister_frame_info
Fehlerbehebung für den dynamischen Linker (auch
4.0-CURRENT nach EGCS 1.1.2 Integration).4000044.0-CURRENT nach &man.suser.9; API Änderung
(auch 4.0-CURRENT nach newbus).4000054.0-CURRENT nach Änderung der
cdevsw-Registrierung.4000064.0-CURRENT nach Hinzufügen von so_cred
für Zugangsberechtigungen auf Socket-Ebene.4000074.0-CURRENT nach Hinzufügen eines poll
Syscall-Wrappers zur libc_r.4000084.0-CURRENT nach der Änderung des Kernel
dev_t-Typs zum struct
specinfo-Zeiger.4000094.0-CURRENT nach dem Beseitigen eines Fehlers in
&man.jail.2;.4000104.0-CURRENT nach der sigset_t
Datentyp Änderung.4000114.0-CURRENT nach dem Wechsel zum GCC
2.95.2-Compiler.4000124.0-CURRENT nach Hinzufügen der erweiterbaren
Linux Mode ioctl-Routinen.4000134.0-CURRENT nach dem OpenSSL-Import.4000144.0-CURRENT nach der C++ ABI Änderung in GCC
2.95.2 von -fvtable-thunks zu -fno-vtable-thunks als
Standard.4000154.0-CURRENT nach OpenSSH-Import.4000164.0-RELEASE4000174.0-STABLE nach 4.0-RELEASE4000184.0-STABLE nach der Einführung von
verzögerten Prüfsummen.4000194.0-STABLE nach dem Einpflegen des
libxpg4-Quelltextes in die libc.4000204.0-STABLE nach der Aktualisierung von Binutils auf
2.10.0, Änderungen der binären ELF-Markierungen,
Aufnahme von tcsh ins Basissystem.4000214.1-RELEASE4100004.1-STABLE nach 4.1-RELEASE4100014.1-STABLE nachdem &man.setproctitle.3; von der
libutil in die libc verschoben wurde.4100024.1.1-RELEASE4110004.1.1-STABLE nach 4.1.1-RELEASE4110014.2-RELEASE4200004.2-STABLE nach Kombinaion von libgcc.a und
libgcc_r.a und zugehörigen Änderungen der
GCC-Bindungen.4200014.3-RELEASE4300004.3-STABLE nach der Einführung von
wint_t.4300014.3-STABLE nach dem Einpflegen der PCI
Stromstatus-API.4300024.4-RELEASE4400004.4-STABLE nach der Einführung von
d_thread_t.4400014.4-STABLE nach den Änderungen der
mount-Struktur (betrifft Dateisystem-Kernelmodule).
4400024.4-STABLE nachdem die Userland-Komponenten von
smbfs importiert worden sind.4400034.5-RELEASE4500004.5-STABLE nach der Umbenennung von Elementen der
USB-Struktur.4500014.5-STABLE nachdem die
sendmail_enable &man.rc.conf.5;
Variable geändert worden ist, um den Wert
NONE zu akzeptieren. 4500044.5-STABLE nachdem XFree86 4 als Standard zum Bauen
der Pakete benutzt wird.4500054.5-STABLE nach dem Reparieren des Empfangsfilters,
welcher anfällig für einfache DoS-Attacken
war.4500064.6-RELEASE4600004.6-STABLE &man.sendfile.2; repariert, um mit der
Dokumentation übereinzustimmen, und nicht mehr die
Anzahl der gesendeten Header mit der Anzahl der Daten,
welche aus der Datei geschickt werden, gegenzurechnen.4600014.6.2-RELEASE4600024.6-STABLE4601004.6-STABLE nach dem Einfließen von `sed -i' aus
CURRENT.4601014.6-STABLE nach dem Einfließen von vielen
neuen pkg_install-Funktionen aus HEAD (HEAD = die
aktuellste und letzte Version des
Quellverzeichnisbaumes).4601024.7-RELEASE4700004.7-STABLE470100Beginn von generierten __std{in,out,err}p
Referenzen statt __sF. Dies ändert std{in,out,err}
von einem Ausdruck während des Kompilierens zu einem
Laufzeitausdruck.4701014.7-STABLE nach dem Einfliessen von
mbuf-Änderungen, um m_aux mbufs mit denen von m_tag
zu ersetzen4701024.7-STABLE erhält OpenSSL 0.9.74701034.8-RELEASE4800004.8-STABLE4801004.8-STABLE nachdem &man.realpath.3; Thread-sicher
gemacht wurde.4801014.8-STABLE Änderung der 3ware-API in twe.4801024.9-RELEASE4900004.9-STABLE4901004.9-STABLE nachdem e_sid zu der Struktur
kinfo_eproc hinzugefügt wurde.4901014.9-STABLE nach dem Einfliessen der
libmap-Funktionalität für rtld.4901024.10-RELEASE4910004.10-STABLE4911004.10-STABLE nach dem Einfliessen von Revision
20040629 der Paket-Werkzeuge aus CURRENT.4911014.10-STABLE nach der Fehlerbehebung in der VM, um
das Freigeben von fiktiven Speicherseiten korrekt zu
handhaben.4911024.11-RELEASE4920004.11-STABLE4921004.11-STABLE nach dem Hinzufügen von
libdata/ldconfig Verzeichnissen zu den
mtree-Dateien.4921015.0-CURRENT5000005.0-CURRENT nach Hinzufügen von
zusätzlichen Feldern in den ELF-Headern und
Ändern der Methode zur ELF-Markierung von
Binärdateien.5000015.0-CURRENT nach kld-Metadaten
Änderungen.5000025.0-CURRENT nach buf/bio Änderungen.5000035.0-CURRENT nach binutils Aktualisierung.5000045.0-CURRENT nach dem Einfliessen des libxpg4
Quelltextes in die libc und der Einführung der
TASKQ-Schnittstelle.5000055.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der
AGP-Schnittstellen.5000065.0-CURRENT nach der Aktualisierung von Perl auf
Version 5.6.0.5000075.0-CURRENT nach der Aktualisierung des
KAME-Quelltextes zu den 2000/07-Quellen.5000085.0-CURRENT nach ether_ifattach() und
ether_ifdetach() Änderungen.5000095.0-CURRENT nachdem die mtree-Standards zurück
zur ursprünglichen Variante geändert wurden; -L
hinzugefügt, um Symlinks zu folgen.5000105.0-CURRENT nachdem die kqueue-API geändert
worden ist.5000115.0-CURRENT nachdem &man.setproctitle.3; von
libutil nach libc verschoben worden ist.5000125.0-CURRENT nach dem ersten SMPng-Commit.5000135.0-CURRENT nachdem <sys/select.h> nach
<sys/selinfo.h> verschoben worden ist.5000145.0-CURRENT nach dem Kombinieren von libgcc.a und
libgcc_r.a und damit verbundene Änderungen an
GCC-Bindungen.5000155.0-CURRENT nach der Änderung das
Zusammenbinden von libc und libc_r zu erlauben, womit die
-pthread Option veraltet ist.5000165.0-CURRENT nach dem Umschalten von struct ucred zu
struct xucred, um die vom Kernel exportierte API für
mount u.a.zu stabilisieren.5000175.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der CPUTYPE
make Variable zum Kontrollieren von CPU-spezifischen
Optimierungen.5000185.0-CURRENT nach dem Verschieben von
machine/ioctl_fd.h nach sys/fdcio.h5000195.0-CURRENT nach der Umbenennung der
locale-Namen.5000205.0-CURRENT nach dem Bzip2-Import. Kennzeichnet
auch, dass S/Key entfernt wurde.5000215.0-CURRENT nach SSE Unterstützung.5000225.0-CURRENT nach KSE-Meilenstein 2.5000235.0-CURRENT nach d_thread_t, und nachdem UUCP in
die Ports verschoben worden ist.5000245.0-CURRENT nach Änderungen in der ABI bei der
Weitergabe von Deskriptoren und Berechtigungen auf 64 Bit
Plattformen.5000255.0-CURRENT nachdem XFree86 4 als Standard zum
Erstellen der Pakete benutzt wird und die neue libc
strnstr()-Funktion hinzugefügt wurde.5000265.0-CURRENT nachdem die neue libc
strcasestr()-Funktion hinzugefügt wurde.5000275.0-CURRENT nachdem die Userland-Komponenten von
smbfs importiert wurden.5000285.0-CURRENT nachdem die neuen C99-Ganzzahlen mit
spezifischer Breite hinzugefügt wurden.(Nicht hochgezählt.)5.0-CURRENT nachdem eine Änderung im
Rückgabewert von &man.sendfile.2; gemacht
wurde.5000295.0-CURRENT nach der Einführung des Types
fflags_t, welches die passende
Größe für Dateiflags hat.5000305.0-CURRENT nach der Umbenennung der USB
elements-Struktur.5000315.0-CURRENT nach der Einführung von Perl
5.6.1.5000325.0-CURRENT nachdem die
sendmail_enable &man.rc.conf.5;
Variable geändert worden ist, um den Wert
NONE zu akzeptieren.5000335.0-CURRENT nachdem mtx_init() einen dritten
Parameter entgegen nimmt.5000345.0-CURRENT mit GCC 3.1.5000355.0-CURRENT ohne Perl in /usr/src5000365.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von
&man.dlfunc.3;5000375.0-CURRENT nachdem die Typen von einigen Elementen
der sockbuf-Struktur geändert wurden und nachdem die
Struktur neu geordnet wurde.5000385.0-CURRENT nach dem GCC 3.2.1 Import. Und auch
nachdem die Header nicht mehr _BSD_FOO_T_ sondern
_FOO_T_DECLARED benutzen. Dieser Wert kann auch als
konservative Schätzung für den Beginn der
Unterstützung des &man.bzip2.1; Pakets verwendet
werden.5000395.0-CURRENT nachdem verschiedene Änderungen an
Plattenfunktionen gemacht wurden, um die Anhängigkeit
von Interna der disklabel-Struktur zu entfernen.5000405.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von
&man.getopt.long.3; zur libc.5000415.0-CURRENT nach der Aktualisierung von Binutils
auf 2.13, bei denen die FreeBSD-Emulation, vec und das
Ausgabeformat geändert wurden.5000425.0-CURRENT nach dem Hinzufügen schwacher
pthread_XXX Stubs zur libc, womit libXThrStub.so veraltet
ist. 5.0-RELEASE.5000435.0-CURRENT nach dem Erstellen des
RELENG_5_0-Zweiges500100<sys/dkstat.h> ist leer und sollte nicht
inkludiert werden.5001015.0-CURRENT nach der Änderung in der
d_mmap_t-Schnittstelle.5001025.0-CURRENT nachdem taskqueue_swi geädert
wurde, um ohne Giant zu arbeiten, und taskqueue_swi_giant
hinzugefügt wurde, um Giant zu verwenden.500103cdevsw_add() und cdevsw_remove() gibt es nicht
länger. Auftauchen der
MAJOR_AUTO-Allokationsmöglichkeit.5001045.0-CURRENT nach der neuen
cdevsw-Initialisierungsmethode.500105devstat_add_entry() wurde durch
devstat_new_entry() ersetzt.500106Devstat Schnittstellenänderung; siehe
sys/sys/param.h 1.149.500107Token-Ring Schnittstellenänderungen.500108Hinzufügen von vm_paddr_t.5001095.0-CURRENT nachdem &man.realpath.3;
Thread-sicher gemacht wurde.5001105.0-CURRENT nachdem &man.usbhid.3; mit
NetBSD synchronisiert wurde.5001115.0-CURRENT nach der neuen NSS Implementierung
und Hinzufügen der POSIX.1 getpw*_r, getgr*_r
Funktionen.5001125.0-CURRENT nach Entfernen des alten
rc-Systems.5001135.1-RELEASE.5010005.1-CURRENT nach dem Erstellen des RELENG_5_1
Zweiges.5011005.1-CURRENT nachdem die Semantik von
sigtimedwait(2) and sigwaitinfo(2) korrigiert
wurden.5011015.1-CURRENT nach dem Hinzufügen der lockfunc und
lockfuncarg-Felder zu &man.bus.dma.tag.create.9;.5011025.1-CURRENT nach der Integration des GCC 3.3.1-pre
20030711 Snapshots.5011035.1-CURRENT 3ware-API Änderungen in twe.5011045.1-CURRENT Unterstützung von dynamisch
gebundenen /bin und /sbin und Verschieben von Bibliotheken
nach /lib.5011055.1-CURRENT nachdem im Kernel Unterstützung
für Coda 6.x hinzugefügt wurden.5011065.1-CURRENT nachdem die 16550 UART-Konstanten von
<dev/sio/sioreg.h> nach
<dev/ic/ns16550.h> verschoben
wurden. Und nachdem die libmap Funktionalität
vorbehaltlos vom rtld unterstützt wurde.5011075.1-CURRENT nach Aktualisierung der PFIL_HOOKS API.5011085.1-CURRENT nachdem kiconv(3) hinzugefügt
wurde.5011095.1-CURRENT nachdem der standardmäßige
Ablauf von open und close in cdevsw geändert
wurde.5011105.1-CURRENT nachdem das Layout von cdevsw
geändert wurde.5011115.1-CURRENT nach dem Hinzufügen von
Mehrfachvererbung in kobj.5011125.1-CURRENT nach der if_xname Änderung in der
Struktur ifnet5011135.1-CURRENT nachdem /bin und /sbin geändert
wurden, um sie dynamisch zu binden.5011145.2-RELEASE5020005.2.1-RELEASE5020105.2-CURRENT nach dem Erstellen des RELENG_5_2-Zweiges.5021005.2-CURRENT nachdem die
__cxa_atexit/__cxa_finalize Funktionen zur libc
hinzugefügt wurden.5021015.2-CURRENT nachdem die Standard-Thread Bibliothek
von libc_r zu libpthread geändert wurde.5021025.2-CURRENT nach dem Gerätetreiber API
Megapatch.5021035.2-CURRENT nachdem getopt_long_only()
hinzugefügt wurde.5021045.2-CURRENT nachdem NULL für C in ((void *)0)
geändert wurde, was mehr Warnungen erzeugt.5021055.2-CURRENT nachdem pf beim Bauen und Installieren
mit eingebunden wird.5021065.2-CURRENT nachdem time_t auf der sparc64-Plattform
in einen 64-bit Wert geändert wurde.5021075.2-CURRENT nachdem sich die Unterstützung
für den Intel C/C++-Compiler in einigen Headern und
execve(2) geändert hat, um sich strikter an POSIX zu
halten.5021085.2-CURRENT nach der Einführung der
bus_alloc_resource_any API5021095.2-CURRENT nach dem Hinzufügen von UTF-8
locales5021105.2-CURRENT nach dem Entfernen der getvfsent(3)
API5021115.2-CURRENT nach dem Hinzufügen der .warning
Directive für make.5021125.2-CURRENT nachdem ttyioctl() zwingend erforderlich
für serielle Treiber gemacht wurde.5021135.2-CURRENT nach dem Import des
ALTQ-Frameworks.5021145.2-CURRENT nachdem sema_timedwait(9) geändert
wurde, 0 bei Erfolg und einen von 0 verschiedenen
Fehlercode im Falle eines Fehlers
zurückzuliefern.5021155.2-CURRENT nach dem Ändern der Kernel
Struktur dev_t, in ein Zeiger auf die Struktur cdev *5021165.2-CURRENT nach dem Ändern der Kernelstruktur
udev_t in dev_t.5021175.2-CURRENT nachdem Unterstützung für
CLOCK_VIRTUAL und CLOCK_PROF zu clock_gettime(2) und
clock_getres(2) hinzugefügt wurde.5021185.2-CURRENT nachdem die Überprüfung des
Klonens von Netzwerk-Schnittstellen geändert
wurde.5021195.2-CURRENT nach dem Einfliessen von Revision
20040629 der Paket-Werkzeuge.5021205.2-CURRENT nachdem Bluetooth-Quelltext als nicht
i386-spezifisch markiert wurde.5021215.2-CURRENT nach der Einführung des KDB
Debugger Frameworks, der Umwandlung des DDB in ein Backend
und der Einführung des GDB-Backends.5021225.2-CURRENT nachdem VFS_ROOT geändert wurde,
eine Struktur thread als Argument zu aktzeptieren, wie
vflush. Die Struktur kinfo_proc enthält nun einen Zeiger
auf Benutzer Daten. Der Umstieg auf
xorg als standardmäßige X
Implementierung wurde auch zu dieser Zeit
durchgeführt.5021235.2-CURRENT nachdem die Art und Weise, wie rc.d-Skripte
von Ports und Altlasten gestartet werden, getrennt wurde.5021245.2-CURRENT nachdem die vorherige Änderung
rückgängig gemacht wurde.5021255.2-CURRENT nach dem Entfernen von
kmem_alloc_pageable() und dem Import von GCC 3.4.2.5021265.2-CURRENT nachdem die UMA Kernel API
geändert wurde, um Konstruktoren und
Initialisierungsmethoden zu erlauben
fehlzuschlagen.5021275.2-CURRENT nach der Änderung in der vfs_mount
Signatur sowie allgemeines Ersetzen von PRISON_ROOT durch
SUSER_ALLOWJAIL in der suser(9) API.5021285.3-BETA/RC vor der Änderung der pfil-API.5030005.3-RELEASE5030015.3-STABLE nach dem Erstellen des RELENG_5_3-Zweiges.5031005.3-STABLE nach dem Hinzufügen von
Fülloptionen im Stile der libc zu
&man.strftime.3;.5031015.3-STABLE nachdem OpenBSD's nc(1) von CURRENT
importiert wurde.5031025.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der Reparaturen
aus CURRENT, in
<src/include/stdbool.h> und
<src/sys/i386/include/_types.h>,
um die GCC-Kompatibilität des Intel C/C++-Compilers
zu benutzen.5031035.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der
Änderung aus CURRENT in ifi_epoch statt der lokalen
Zeit die Betriebszeit des Systems zu benutzen.5031045.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der Reparaturen
von EOVERFLOW in vswprintf(3) aus CURRENT.5031055.4-RELEASE.5040005.4-STABLE nach dem Erstellen des
RELENG_5_4-Zweiges.5041005.4-STABLE nach dem Vergrößern der
standardmäßigen Stackgröße für
Threads.5041015.4-STABLE nach dem Hinzufügen von sha256.5041025.4-STABLE nach dem Einfliessen von if_bridge aus
CURRENT.5041035.4-STABLE nach dem Einfliessen von bsdiff und
portsnap aus CURRENT.5041045.4-STABLE nach dem Einfliessen der Änderung
von ldconfig_local_dirs aus CURRENT.5041055.5-RELEASE.5050005.5-STABLE nach dem Erstellen des RELENG_5_5-Zweiges.5051006.0-CURRENT6000006.0-CURRENT nach der festen Aktivierung von
PFIL_HOOKS im Kernel.6000016.0-CURRENT nach der anfänglichen
Einführung von ifi_epoch zur Struktur if_data. Wurde
nach ein paar Tagen wieder rückgängig gemacht.
Benutzen Sie diesen Wert bitte nicht.6000026.0-CURRENT nach dem erneuten Hinzufügen des
Elements ifi_epoch zur Struktur if_data.6000036.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der Struktur
inpcb als Argument in der pfil API.6000046.0-CURRENT nach dem Hinzufügen des "-d
DESTDIR" Schalters zu newsyslog.6000056.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von
Fülloptionen im Style der libc zu
&man.strftime.3;.6000066.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von 802.11
Framework Neuerungen.6000076.0-CURRENT Änderung an den VOP_*VOBJECT()
Funktionen und Einführung des MNTK_MPSAFE Schalters
für Dateisysteme, welche ohne Giant arbeiten.6000086.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von cpufreq
Framework und Treibern.6000096.0-CURRENT nachdem OpenBSD's nc(1) importiert
wurde.6000106.0-CURRENT nachdem der Anschein von
matherr() Unterstützung in SVID2
entfernt wurde.6000116.0-CURRENT nach dem Vergrößern der
standardmäßigen Stackgröße für
Threads.6000126.0-CURRENT nach dem Einfliessen der Reparaturen in
<src/include/stdbool.h> und
<src/sys/i386/include/_types.h>,
um die GCC-Kompatibilität des Intel C/C++-Compilers
zu benutzen.6000136.0-CURRENT nachdem die Überprüfungen auf
EOVERFLOW in vswprintf(3) korrigiert wurden.6000146.0-CURRENT nach dem Einfliessen der Änderung,
in ifi_epoch, statt der lokalen Zeit, die Betriebzeit des
Systems zu benutzen.6000156.0-CURRENT nachdem das Format von LC_CTYPE auf der
Festplatte verändert wurde.6000166.0-CURRENT nachdem das Format der NLS-Kataloge auf
der Festplatte verändert wurde.6000176.0-CURRENT nachdem das Format von LC_COLLATE auf
der Festplatte verändert wurde.600018Installation der acpica Include-Dateien in
/usr/include.600019Hinzufügen des MSG_NOSIGNAL Schalters zur
send(2) API.600020Hinzufügen von Feldern zu cdevsw600021gtar wurde aus dem Basissystem entfernt.600022Die Optionen LOCAL_CREDS, LOCAL_CONNWAIT für
Sockets wurde zu unix(4) hinzugefügt.600023&man.hwpmc.4; und zugehörige Werkzeuge wurden
zu 6.0-CURRENT hinzugefügt.600024Die Struktur icmphdr wurden zu 6.0-CURRENT
hinzugefügt.600025pf Aktualisierung auf 3.7.600026Kernel libalias und ng_nat wurden
eingeführt.600027POSIX ttyname_r(3) wurde über unistd.h und
libc zur Verfügung gestellt.6000286.0-CURRENT nachdem libpcap zu Version v0.9.1 alpha
096 aktualisiert wurde.6000296.0-CURRENT nach dem Import von NetBSDs
if_bridge(4).6000306.0-CURRENT nachdem die Struktur ifnet aus dem
Treiber softcs herausgelöst wurde.6000316.0-CURRENT nach dem Import von libpcap
v0.9.1.6000326.0-STABLE nachdem die Versionen aller gemeinsam
genutzten Bibliotheken, welche seit RELENG_5 nicht
geändert wurden, erhöht wurden.6000336.0-STABLE nachdem das Argument credential zu der
dev_clone-Ereignisbehandlung hinzugefügt wurde.
6.0-RELEASE.6000346.0-STABLE nach dem Erstellen des
6.0-RELEASE-Zweiges.6001006.0-STABLE nach dem Aufnehmen von Skripten aus den
local_startup-Verzeichnissen in &man.rcorder.8; des
Basissystems.6001016.0-STABLE nach dem Aktualisieren der ELF-Typen und
Konstanten.6001026.0-STABLE nach dem Einfliessen der pidfile(3)-API
aus CURRENT.6001036.0-STABLE nach dem Einfliessen der Änderung
von ldconfig_local_dirs aus CURRENT.6001046.0-STABLE nach der NLS-Katalogunterstützung
von csh(1).6001056.1-RELEASE6010006.1-STABLE nach 6.1-RELEASE.6011006.1-STABLE nach dem Import von csup.6011016.1-STABLE nach der iwi(4)-Aktualisierung.6011026.1-STABLE nach der Aktualisierung der
Namensauflösung zu BIND9 und Aufnahme der
ablaufinvarianten Versionen der netdb-Funktionen.6011036.1-STABLE nachdem Unterstützung für DSO
(dynamic shared objects - gemeinsam genutzte, dynamische
Objekte) in OpenSSL aktiviert wurde.6011046.1-STABLE nachdem 802.11 Reparaturen die API der
IEEE80211_IOC_STA_INFO ioctl geändert haben.6011046.2-RELEASE6020006.2-STABLE nach 6.2-RELEASE.6021006.2-STABLE nach dem Hinzufügen der Wi-Spy
Eigenart.6021016.2-STABLE nachdem pci_find_extcap() hinzugefügt
wurde.6021026.2-STABLE nach dem Einpflegen der dlsym
Änderung aus CURRENT, ein angefordertes Symbol sowohl
in der spezifizierten dso, als auch in den impliziten
Abhängigkeiten nachzuschlagen.6021036.2-STABLE nach dem Einpflegen von ng_deflate(4)
und ng_pred1(4) netgraph Knoten und neuen Kompressions-
und -Verschlüsselungmodi für den ng_ppp(4)
Knoten aus CURRENT.6021046.2-STABLE nach dem Einpflegen der BSD lizensierten
Version von &man.gzip.1;, welche von NetBSD portiert wurde
aus CURRENT.6021056.2-STABLE nach dem Einpflegen der PCI MSI und
MSI-X Unterstützung aus CURRENT.6021066.2-STABLE nach dem Einpflegen von ncurses 5.6 und
Unterstützung für Multibyte-Zeichen aus
CURRENT.6021076.2-STABLE nach dem Einpflegen des 'SG'
Peripheriegerätes aus CURRENT in CAM, welches einen
Teil der SCSI SG passthrough Geräte API von Linux
enthält.6021086.2-STABLE nach dem Einpflegen von readline 5.2
Patchset 002 aus CURRENT.6021096.2-STABLE nach dem Einpflegen von
pmap_invalidate_cache(), pmap_change_attr(),
pmap_mapbios(), pmap_mapdev_attr(), und pmap_unmapbios()
für amd64 und i386 aus CURRENT.6021106.2-STABLE nach dem Einpflegen von BOP_BDFLUSH aus
CURRENT und dem daraus resultierendem Bruch mit dem
Dateisystemmodul KBI.602111
+
+ 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von libutil(3) aus
+ CURRENT.
+ 602112
+
+
7.0-CURRENT.7000007.0-CURRENT nachdem die Versionen aller gemeinsam
genutzten Bibliothken, welche seit RELENG_5 nicht
geändert wurden, erhöht wurden.7000017.0-CURRENT nachdem ein Berechtigungs-Argument zur
dev_clone-Ereignisroutine hinzugefügt wurde.7000027.0-CURRENT nachdem memmem(3) zur libc
hinzugefügt wurde.7000037.0-CURRENT nachdem die Argumente der
Kernelfunktion solisten(9) modifiziert wurden, um einen
Backlog-Parameter (Anzahl der maximalen wartenden
Verbindungen) zu akzeptieren.7000047.0-CURRENT nachdem IFP2ENADDR() geändert
wurde, einen Zeiger auf IF_LLADDR()
zurückzugeben.7000057.0-CURRENT nach dem Hinzufügen des
if_addr-Elements zur Struktur
ifnet und dem Entfernen von
IFP2ENADDR().7000067.0-CURRENT nach dem Aufnehmen von Skripten aus den
local_startup Verzeichnissen in &man.rcorder.8; des
Basissystems.7000077.0-CURRENT nach dem Entfernen der MNT_NODEV
mount-Option.7000087.0-CURRENT nach ELF-64 Typen Änderungen und
Symbol Versionierung.7000097.0-CURRENT nach Hinzufügen der hostb und
vgapci Treiber, Hinzufügen von pci_find_extcap() und
Änderung der AGP Treiber die Apertur nicht
länger abzubilden.7000107.0-CURRENT nachdem auf allen Plattformen
außer Alpha tv_sec in time_t umgewandelt
wurde.7000117.0-CURRENT nach Änderung von
ldconfig_local_dirs.7000127.0-CURRENT nach Änderung in
/etc/rc.d/abi um
/compat/linux/etc/ld.so.cache als
Symlink in ein schreibgeschütztes Dateisystem zu
unterstützen.7000137.0-CURRENT nach pts Import.7000147.0-CURRENT nach Einführung von Version 2 der
&man.hwpmc.4;'s ABI.7000157.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von
&man.fcloseall.3; zur libc.7000167.0-CURRENT nach dem Entfernen von ip6fw.7000177.0-CURRENT nach dem Import von snd_emu10kx.7000187.0-CURRENT nach dem Import von OpenSSL
0.9.8b.7000197.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der
bus_dma_get_tag-Funktion7000207.0-CURRENT nach dem Import von libpcap 0.9.4 und
tcpdump 3.9.4.7000217.0-CURRENT nach der dlsym Änderung, ein
angefordertes Symbol sowohl in der spezifizierten dso, als
auch in den impliziten Abhängigkeiten
nachzuschlagen.7000227.0-CURRENT nach dem Hinzufügen neuer
Sound-IOCTLs.7000237.0-CURRENT nach dem Import von OpenSSL
0.9.8d.7000247.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der
libelf.7000257.0-CURRENT nach größeren
Änderungen an den Sound sysctls.7000267.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der
Wi-Spy-Eigenart.7000277.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von
sctp-Aufrufen zur libc.7000287.0-CURRENT nach dem Ersetzen von GNU &man.gzip.1;
durch eine von NetBSD portierte Version, die unter
BSD-Lizenz steht.7000297.0-CURRENT nach dem Entfernen der IPIP
Tunnelkapselung (VIFF_TUNNEL) aus dem IPv4
Multicast-Forwarding-Quelltext.7000307.0-CURRENT nach den Modifizierungen an
bus_setup_intr() (newbus).7000317.0-CURRENT nach der Aufnahme der Firmware für
ipw(4) und iwi(4).7000327.0-CURRENT nach Unterstützung für
Multibyte-Zeichen.7000337.0-CURRENT nach Änderungen, wie insmntque(),
getnewvnode() und vfs_hash_insert() arbeiten.7000347.0-CURRENT nach Hinzufügen eines
Benachrichtigungsmechanismus für CPU
Frequenzänderungen.7000357.0-CURRENT nach dem Import des ZFS
Dateisystemes.7000367.0-CURRENT nach dem Einpflegen des 'SG'
Peripheriegerätes in CAM, welches einen Teil der SCSI
SG passthrough Geräte API von Linux
enthält.7000377.0-CURRENT nachdem &man.getenv.3;, &man.putenv.3;,
&man.setenv.3; und &man.unsetenv.3; geändert wurden,
um POSIX konform zu sein.7000387.0-CURRENT nachdem die Änderungen von 700038
rückgängig gemacht wurden.7000397.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von
&man.flopen.3; zur libutil.7000407.0-CURRENT nachdem Symbol Versionierung aktiviert
und die standardmäßige Thread-Bibliothek zu
libthr geändert wurde.7000417.0-CURRENT nach dem Import von GCC 4.2.0.7000427.0-CURRENT nachdem die Versionen aller
Shared-Libraries, welche seit RELENG_6 nicht geändert
wurden, erhöht worden sind.7000437.0-CURRENT nachdem das Argument für
vn_open()/VOP_OPEN() vom Dateideskriptorindex zur Struktur
file * geädert wurde.7000447.0-CURRENT nachdem &man.pam.nologin.8;
geädert wurde, eine Kontoverwaltungs-Funktion statt
einer Authentifizierungsfunktion für das
PAM-Framework zur Verfügung zu stellen.7000457.0-CURRENT nach aktualisierter 802.11 wireless
Unterstützung.7000467.0-CURRENT, nachdem
TCP-LRO-Schnittstellen-Ressourcen hinzugefügt
wurden.7000477.0-CURRENT, nachdem die RFC 3678
API-Unterstützung zum IPv4-Stack hinzugefügt
wurde. Veraltetes RFC 1724-Verhalten
des IP_MULTICAST_IF ioctl wurde entfernt;
0.0.0.0/8 darf nicht länger als Schnittstellen-Index
benutzt werden. Stattdessen sollte die Struktur ipmreqn
verwendet werden.7000487.0-CURRENT, nachdem pf von OpenBSD 4.1
importiert wurde7000497.0-CURRENT, nachdem die IPv6-Unterstützung
um FAST_IPSEC erweitert, KAME IPSEC entfernt und
FAST_IPSEC in IPSEC umbenannt wurde.(nicht geändert)7.0-CURRENT, nachdem Aufrufe von
setenv/putenv/usw. von der traditionellen
BSD-Art und Weise nach POSIX konvertiert
wurden.7000507.0-CURRENT, nachdem neue Systemaufrufe
(mmap/lseek/usw.) implementiert wurden.7000517.0-CURRENT, nachdem die I4B-Header nach
include/i4b verschoben wurden.700052
+
+ 7.0-CURRENT, nachdem die Unterstützung
+ für PCI Domänen hinzugefügt
+ wurde.
+ 700053
+
+
+ 8.0-CURRENT. Nach der Trennung in "wide und
+ single byte ctype".
+ 800000
+
+
+ 8.0-CURRENT, nachdem libpcap 0.9.8 und
+ tcpdump 3.9.8 importiert wurden.
+ 800001
+
Beachten Sie, dass 2.2-STABLE sich nach dem
2.2.5-RELEASE manchmal als 2.2.5-STABLE
identifiziert. Das Muster war früher das Jahr gefolgt
von dem Monat, aber wir haben uns entschieden, ab 2.2. einen
geradlinigeren Ansatz mit major/minor-Nummern zu benutzen.
Dies liegt daran, dass gleichzeitiges Entwickeln an mehreren
Zweigen es unmöglich macht, die Versionen nur mit Hilfe
des Datums des Releases zu unterteilen. Wenn Sie jetzt einen
Port erstellen brauchen Sie sich nicht um alte -CURRENTs zu
kümmern; diese sind hier nur als Referenz
augeführt.Etwas hinter die
bsd.port.mk-Anweisung schreibenSchreiben Sie bitte nichts hinter die .include
<bsd.port.mk>-Zeile. Normalerweise kann dies
vermieden werden, indem Sie die Datei
bsd.port.pre.mk irgendwo in der Mitte
Ihres Makefiles und
bsd.port.post.mk am Ende
einfügen.Sie dürfen entweder nur das
bsd.port.pre.mk/bsd.port.post.mk-Paar
oder bsd.port.mk alleine
hinzufügen; vermischen Sie diese Verwendungen
nicht!bsd.port.pre.mk definiert nur
einige Variablen, welche in Tests im
Makefile benutzt werden können,
bsd.port.post.mk definiert den
Rest.Hier sind einige wichtige Variablen, welche in
bsd.port.pre.mk definiert sind (dies ist
keine vollständige Liste, lesen Sie bitte
bsd.port.mk für eine
vollständige Auflistung).VariableBeschreibungARCHDie Architektur, wie von uname
-m zurückgegeben (z.B.
i386)OPSYSDer Typ des Betriebsystems, wie von uname
-s zurückgegeben (z.B.
FreeBSD)OSRELDie Release Version des Betriebssystems (z.B.,
2.1.5 oder
2.2.7)OSVERSIONDie numerische Version des Betriebssystems;
gleichbedeutend mit __FreeBSD_version.PORTOBJFORMATDas Objektformat des Systems
(elf oder aout;
beachten Sie, dass für moderne
Versionen von FreeBSD aout veraltet
ist).LOCALBASEDie Basis des local
Verzeichnisbaumes (z.B.
/usr/local/)X11BASEDie Basis des X11 Verzeichnisbaumes
(z.B., /usr/X11R6)PREFIXWo der Port sich selbst installiert (siehe Mehr Informationen über
PREFIX).Falls Sie die Variablen USE_IMAKE,
USE_X_PREFIX, oder
MASTERDIR definieren müssen, sollten
Sie dies vor dem Einfügen von
bsd.port.pre.mk machen.Hier sind ein paar Beispiele von Dingen, die Sie hinter
die Anweisung bsd.port.pre.mk schreiben
können:# lang/perl5 muss nicht kompliliert werden, falls perl5 schon auf dem System ist
.if ${OSVERSION} > 300003
BROKEN= perl ist im System
.endif
# nur eine Versionsnummer für die ELF Version der shlib
.if ${PORTOBJFORMAT} == "elf"
TCL_LIB_FILE= ${TCL_LIB}.${SHLIB_MAJOR}
.else
TCL_LIB_FILE= ${TCL_LIB}.${SHLIB_MAJOR}.${SHLIB_MINOR}
.endif
# die Software erstellt schon eine Verknüpfung fü ELF, aber nicht fü a.out
post-install:
.if ${PORTOBJFORMAT} == "aout"
${LN} -sf liblinpack.so.1.0 ${PREFIX}/lib/liblinpack.so
.endifSie haben sich daran erinnert Tabulator statt
Leerzeichen nach BROKEN= und
TCL_LIB_FILE= zu benutzen, oder?
:-).Benutzen Sie die exec-Anweisung in
Wrapper-SkriptenFalls der Port ein Shellskript installiert, dessen Zweck
es ist ein anderes Programm zu starten, und falls das Starten
des Programmes die letzte Aktion des Skripts ist, sollten Sie
sicherstellen, dass Sie die Funktion exec
dafür benutzen; zum Beispiel:#!/bin/sh
exec %%LOCALBASE%%/bin/java -jar %%DATADIR%%/foo.jar "$@"Die Funktion exec ersetzt den
Shell-Prozess mit dem angegebenen Programm. Falls
exec ausgelassen wird, verbleibt der
Shell-Prozess im Speicher während das Programm
ausgefährt wird und verbraucht unnötig
Systemressourcen.UIDs und GIDsDie aktuellen Listen von reservierten UIDs und GIDs sind
in ports/UIDs und
ports/GIDs zu finden.Falls Ihr Port einen bestimmten Benutzer auf dem zu
installierendem System benötigt, lassen Sie das
pkg-install-Skript den Aufruf von
pw machen, um ihn automatisch anzulegen.
Schauen Sie sich für ein Beispiel net/cvsup-mirror an. Beachten Sie
bitte, dass wir von diesem Vorgehen stark abraten! Bitte
registrieren Sie Benutzer/Gruppen wie unten
beschrieben.Falls Ihr Port die gleichen Benutzer/Gruppen IDs
benutzen muss, egal ob als Binär-Paket installiert oder
als Port kompiliert, müssen Sie eine nicht benutzte UID
zwischen 50 und 999 benutzen und entweder in
ports/UIDs (für Benutzer) oder in
ports/GIDs (für Gruppen)
registrieren. Für ein Beispiel schauen Sie sich bitte
japanese/Wnn6 an.Stellen Sie sicher, dass Sie keine UIDs verwenden,
welche schon vom System oder von einem anderen Port gebraucht
werden.Bitte fügen Sie einen Patch für diese beiden
Datei hinzu, falls für Ihren Port ein neuer Benutzer oder
Gruppe angelegt werden muss.Aufgaben vernünftig lösenDas Makefile sollte die
nötigen Schritte einfach und vernünftig
durchführen. Wenn Sie ein einige Zeilen einsparen oder
die Lesbarkeit verbessern können, dann machen Sie dies
bitte. Beispiele sind: Ein make-Konstrukt
.if anstatt eines Shellkonstrukt
if zu verwenden, anstatt
do-extract neu zu definieren, dies
mit EXTRACT* machen, oder
GNU_CONFIGURE anstelle von
CONFIGURE_ARGS += --prefix=${PREFIX}
zu verwenden.Falls Sie sich in einer Situation wiederfinden, in der
Sie viel Code neu schreiben müssen, um etwas zu testen,
sollten Sie zuerst bsd.port.mk erneut
konsultieren und nachprüfen ob es nicht bereits eine
Lösung für Ihr Problem enthält. Es ist zwar
schwer zu lesen, beinhaltet jedoch eine Menge kurzer
Lösungen für viele scheinbar schwierige
Probleme.Berücksichtigen Sie sowohl CC als
auch CXXDer Port sollte sowohl die CC- wie
auch die CXX-Variable berücksichtigen.
Damit ist gemeint, dass der Port diese Variablen nicht ohne
Rücksicht auf eventuell schon gesetzte Werte einfach
überschreiben sollte; stattdessen sollten neue Werte an
schon existierende angehängt werden. Dadurch können
Build-Optionen, die alle Ports betreffen, global definiert
werden.Falls der Port diese Variablen nicht
berücksichtigt, sollte NO_PACKAGE=ignores either
cc or cxx ins Makefile
eingefügt werden.Im Folgenden wird ein Beispiel eines
Makefiles gezeigt, welches die beiden
Variablen CC und CXX
berücksichtigt. Beachten Sie das
?=:CC?= gccCXX?= g++Nachfolgend ein Beispiel, welches weder
CC noch CXX
berücksichtigt:CC= gccCXX= g++Die Variablen CC und
CXX können auf FreeBSD-Systemen in
/etc/make.conf definiert werden. Im
ersten Beispiel wird ein Wert nur dann gesetzt, falls dieser
vorher noch nicht gesetzt war, um so systemweite Definitionen
zu berücksichtigen. Im zweiten Beispiel werden die
Variablen ohne Rücksicht überschrieben.Berücksichtigen Sie
CFLAGSDer Port sollte die Variable CFLAGS
berücksichtigen. Damit ist gemeint, dass der Port den
Wert dieser Variablen nicht absolut setzen und damit
existierende Werte überschreiben sollte; stattdessen
sollte er weitere Werte der Variablen durch Anhängen
hinzufügen. Dadurch können Build-Optionen, die alle
Ports betreffen, global definiert werden.Falls der Port diese Variablen nicht
berücksichtigt, sollte NO_PACKAGE=ignores
cflags ins Makefile
eingefügt werden.Im Folgenden wird ein Beispiel eines
Makefiles gezeigt, welches die Variable
CFLAGS berücksichtigt. Beachten Sie
das +=:CFLAGS+= -Wall -WerrorNachfolgend finden Sie ein Beispiel, welches die
CFLAGS-Variable nicht
berücksichtigt:CFLAGS= -Wall -WerrorDie Variable CFLAGS wird auf
FreeBSD-Systemen in /etc/make.conf
definiert. Im ersten Beispiel werden weitere Flags an die
Variable CFLAGS angehängt und somit
der bestehende Wert nicht gelöscht. Im zweiten Beispiel
wird die Variable ohne Rücksicht
überschrieben.Sie sollten Optimierungsflags aus
Makefiles Dritter entfernen. Die
CFLAGS des Systems beinhalten systemweite
Optimierungsflags. Ein Beispiel eines unveränderten
Makefiles:CFLAGS= -O3 -funroll-loops -DHAVE_SOUNDWerden nun systemweite Optimierungsflags verwendet so
würde das Makefile in etwa
folgendermaßen aussehen:CFLAGS+= -DHAVE_SOUNDThreading-BibliothekenDie Threading-Bibliothek muss mit Hilfe eines speziellen
Linker-Flags -pthread in die
Binärdateien unter &os; gebunden werden. Falls ein Port
auf ein direktes Verlinken gegen -lpthread
oder -lc_r besteht, passen Sie den Port
bitte so an, dass er die durch das Port-Framework
bereitgestellte Variable PTHREAD_LIBS
verwendet. Diese Variable hat üblicherweise den Wert
-pthread, kann aber auf einigen
Architekturen und &os;-Versionen abweichende Werte haben und
daher sollte nie -pthread direkt in Patches
geschrieben werden, sondern immer
PTHREAD_LIBS.Falls durch das Setzen von
PTHREAD_LIBS der Bau des Ports mit der
Fehlermeldung unrecognized option
'-pthread' abbricht, kann die Verwendung des
gcc als Linker durch setzen von
CONFIGURE_ENV auf
LD=${CC} helfen. Die Option
-pthread wird nicht direkt von
ld unterstützt.RückmeldungenBrauchbare Änderungen/Patches sollten an den
ursprünglichen Autor/Maintainer der Software geschickt
werden, damit diese in der nächsten Version der Software
mit aufgenommen werden können. Dadurch wird Ihre Aufgabe
für die nächste Version der Software deutlich
einfacher.README.htmlNehmen Sie bitte keine README.html
in den Port auf. Diese Datei ist kein Bestandteil der
CVS-Sammlung sondern wird durch make readme
erzeugt.Einen Port durch BROKEN,
FORBIDDEN oder IGNORE als
nicht installierbar markierenIn manchen Fällen sollten Benutzer davon abgehalten
werden einen Port zu installieren. Um einem Benutzer
mitzuteilen, dass ein Port nicht installiert werden sollte,
gibt es mehrere Variablen für make,
die im Makefile des Ports genutzt werden
können. Der Wert der folgenden
make-Variablen wird dem Benutzer als Grund
für die Ablehnung der Installation des Ports
zurückgegeben. Bitte benutzen Sie die richtige
make-Variable, denn jede enthält eine
völlig andere Bedeutung für den Benutzer und das
automatische System, das von dem Makefile
abhängt, wie der
Ports-Build-Custer, FreshPorts und portsmon.VariablenBROKEN ist reserviert für
Ports, welche momentan nicht korrekt kompiliert,
installiert oder deinstalliert werden. Es sollte
für Ports benutzt werden, von denen man annimmt,
dass dies ein temporäres Problem ist.Falls angegeben, wird der Build-Cluster dennoch
versuchen den Port zu bauen, um zu sehen, ob das
zugrunde liegende Problem behoben wurde (das ist jedoch
im Allgemeinen nicht der Fall).Benutzen Sie BROKEN zum
Beispiel, wenn ein Port:nicht kompiliertbeim Konfiguration- oder Installation-Prozess
scheitertDateien außerhalb von
${LOCALBASE} und
${X11BASE} installiertbeim Deinstallieren nicht alle seine Dateien
sauber entfernt (jedoch kann es akzeptable und
wünschenswert sein, Dateien, die vom Nutzer
verändert wurden, nicht zu entfernen)FORBIDDEN wird für Ports
verwendet, die Sicherheitslücken enthalten oder die
ernste Sicherheitsbedenken für das FreeBSD-System
aufwerfen, wenn sie installiert sind (z.B. ein als
unsicher bekanntes Programm, oder ein Programm, das
einen Dienst zur Verfügung stellt, der leicht
kompromittiert werden kann). Ports sollten als
FORBIDDEN gekennzeichnet werden,
sobald ein Programm eine Schwachstelle hat und kein
Update veröffentlicht wurde. Idealerweise sollten
Ports so bald wie möglich aktualisiert werden wenn
eine Sicherheitslücke entdeckt wurde, um die Zahl
verwundbarer FreeBSD-Hosts zu verringern (wir
schätzen es für unsere Sicherheit bekannt zu
sein), obwohl es manchmal einen beachtlichen Zeitabstand
zwischen der Bekanntmachung einer Schwachstelle und dem
entsprechenden Update gibt. Bitte kennzeichnen Sie einen
Port nicht aus irgendeinem Grund außer Sicherheit
als FORBIDDEN.IGNORE ist für Ports
reserviert, die aus anderen Gründen nicht gebaut
werden sollten. Es sollte für Ports verwendet
werden, in denen ein strukturelles Problem vermutet
wird. Der Build-Cluster wird unter keinen Umständen
Ports, die mit IGNORE markiert sind,
erstellen. Verwenden Sie IGNORE zum
Beispiel, wenn ein Port:kompiliert, aber nicht richtig läuftnicht auf der installierten Version von &os;
läuft&os; Kernelquelltext zum Bauen benötigt,
aber der Benutzer diese nicht installiert hatein Distfile benötigt, welches aufgrund
von Lizenzbeschränkungen nicht automatisch
abgerufen werden kannnicht korrekt mit einem momentan installiertem
Port arbeitet (der Port hängt zum Beispiel von
www/apache21 ab,
aber www/apache13 ist
installiert)Wenn ein Port mit einem momentan installiertem
Port kollidiert (zum Beispiel, wenn beide eine Datei
an die selbe Stelle installieren, diese aber eine
andere Funktion hat), benutzen Sie stattdessen
CONFLICTS.
CONFLICTS setzt
IGNORE dann
selbstständig.Um einen Port nur auf bestimmte
Systemarchitekturen mit IGNORE zu
markieren, gibt es zwei Variablen, die automatisch
IGNORE für Sie setzen:
ONLY_FOR_ARCHS und
NOT_FOR_ARCHS. Beispiele:ONLY_FOR_ARCHS= i386 amd64NOT_FOR_ARCHS= alpha ia64 sparc64Eine eigene IGNORE-Ausgabe kann
mit ONLY_FOR_ARCHS_REASON und
NOT_FOR_ARCHS_REASON festgelegt
werden. Für eine bestimmte Architektur sind
Angaben durch
ONLY_FOR_ARCHS_REASON_ARCH
und
NOT_FOR_ARCHS_REASON_ARCH
möglich.Wenn ein Port i386-Binärdateien
herunterlädt und installiert, sollte
IA32_BINARY_PORT gesetzt werden. Wenn
die Variable gesetzt ist, wird überprüft, ob
das Verzeichnis /usr/lib32 für
IA32-Versionen der Bibliotheken vorhanden ist, und ob
der Kernel mit IA32-Kompatibilität gebaut wurde.
Wenn eine dieser zwei Voraussetzungen nicht erfüllt
ist, wird IGNORE automatisch
gesetzt.Anmerkungen zur ImplementierungZeichenketten sollten nicht in Anführungszeichen
gesetzt werden. Auch die Wortwahl der Zeichenketten sollte
die Art und Weise beachten, wie die Informationen dem Nutzer
angezeigt werden. Beispiele:BROKEN= this port is unsupported on FreeBSD 5.xIGNORE= is unsupported on FreeBSD 5.xresultieren in den folgenden Ausgaben von
make describe:===> foobar-0.1 is marked as broken: this port is unsupported on FreeBSD 5.x.===> foobar-0.1 is unsupported on FreeBSD 5.x.Kennzeichnen eines Ports zur Entfernung durch
DEPRECATED oder
EXPIRATION_DATEDenken Sie bitte daran, dass BROKEN
und FORBIDDEN nur als temporärer
Ausweg verwendet werden sollten, wenn ein Port nicht
funktioniert. Dauerhaft defekte Ports sollten komplett aus der
Ports-Sammlung entfernt werden.Wenn es sinnvoll ist, können Benutzer vor der
anstehenden Entfernung eines Ports mit
DEPRECATED und
EXPIRATION_DATE gewarnt werden. Ersteres
ist einfach eine Zeichenkette, die angibt, warum der Port
entfernt werden soll. Letzteres ist eine Zeichenkette im ISO
8601-Format (JJJJ-MM-TT). Beides wird dem Benutzer
gezeigt.Es ist möglich DEPRECATED ohne
EXPIRATION_DATE zu setzen (zum Beispiel, um
eine neuere Version des Ports zu empfehlen), aber das
Gegenteil ist sinnlos.Es gibt keine Vorschrift wie lange die Vorwarnzeit sein
muss. Gegenwärtig ist es üblich einen Monat für
sicherheitsrelevante Probleme und zwei Monate für
Build-Probleme anzusetzen. Dies gibt allen interessierten
Committern ein wenig Zeit die Probleme zu beheben.Vermeiden Sie den Gebrauch des
.error-KonstruktesDer korrekte Weg eines Makefile
anzuzeigen, dass der Port aufgrund eines externen Grundes
nicht installiert werden kann (zum Beispiel, weil der Benutzer
eine ungültige Kombination von Build-Optionen angegeben
hat), ist IGNORE auf einen nicht leeren
Wert zu setzen. Dieser wird dann formatiert und dem Benutzer
von make install ausgegeben.Es ist ein verbreiteter Fehler .error
für diesem Zweck zu verwenden. Das Problem dabei ist,
dass viele automatisierte Werkzeuge, die mit dem Ports-Baum
arbeiten, in dieser Situation fehlschlagen. Am Häufigsten
tritt das Problem beim Versuch
/usr/ports/INDEX zu bauen auf (siehe
). Jedoch schlagen auch
trivialere Befehle wie make -V maintainer
in diesem Fall fehl. Dies ist nicht akzeptabel!Wie vermeidet man die Verwendung von
.errorNehmen Sie an, dass die Zeile
USE_POINTYHAT=yes in
make.conf enthalten ist. Der erste der
folgenden zwei Makefile-Schnipsel
lässt make index fehlschlagen,
während der zweite dies nicht tut..if USE_POINTYHAT
.error "POINTYHAT is not supported"
.endif.if USE_POINTYHAT
IGNORE=POINTYHAT is not supported
.endifVerwendung von sysctlVom Gebrauch von sysctl wird, außer in Targets,
abgeraten. Das liegt daran, dass die Auswertung aller
makevars, wie sie während
make index verwendet werden, dann den
Befehl ausführen muss, welches den Prozess weiter
verlangsamt.Die Verwendung von &man.sysctl.8; sollte immer durch die
Variable SYSCTL erfolgen, da diese den
vollständigen Pfad enthält und überschrieben
werden kann, so dies als notwendig erachtet wird.Erneutes Ausliefern von DistfilesManchmal ändern die Autoren der Software den Inhalt
veröffentlichter Distfiles, ohne den Dateinamen zu
ändern. Sie müssen überprüfen, ob die
Änderungen offizell sind und vom Autor durchgeführt
wurden. Es ist in der Vergangenheit vorgekommen, dass
Distfiles still und heimlich auf dem Download-Server
geändert wurden, um Schaden zu verursachen oder die
Sicherheit der Nutzer zu kompromittieren.Verschieben Sie das alte Distfile und laden Sie das neue
herunter. Entpacken Sie es und vergleichen Sie den Inhalt
mittels &man.diff.1;. Wenn Sie nichts Verdächtiges sehen
können Sie distinfo aktualisieren.
Stellen Sie sicher, dass die Änderungen in Ihrem PR oder
Commit-Protokoll zusammengefasst sind, um zu
Gewährleisten, dass nichts Negatives passiert ist.Sie können auch mit den Autoren der Software in
Verbindung treten und sich die Änderungen bestätigen
lassen.Notwendige Abhilfen (Workarounds)Manchmal ist es nötig Fehler in Programmen, die mit
älteren Versionen von &os; ausgeliefert werden, zu
umgehen.Einige Versionen von &man.make.1; waren zumindest
auf &os; 4.8 und 5.0 in Bezug auf die Behandlung von
Vergleichen mit OSVERSION defekt. Dies
führte häufig zu Fehlern während
make describe (und damit auch
während des make index für
alle Ports). Abhilfe schafft hier, den bedingten Vergleich
in Leerzeichen einzuschließen, z.B.:
if ( ${OSVERSION} > 500023
) Beachten Sie, dass eine
Test-Installation eines Ports auf 4.9 oder 5.2 dieses
Problem nicht aufspürt.VerschiedenesDie Dateien pkg-descr und
pkg-plist sollten beide doppelt
kontrolliert werden. Wenn Sie einen Port nachprüfen und
glauben, dass man es besser machen kann, dann verbessern Sie
ihn bitte.Bitte kopieren Sie nicht noch mehr Exemplare der
GNU General Public License in unser System.Bitte überprüfen Sie alle gesetzlichen Punkte
gründlich! Lassen Sie uns bitte keine illegale Software
verbreiten!Beispiel eines MakefileHier ein Beispiel für ein
Makefile, welches als Vorlage für
einen neuen Port dienen kann. Alle zusätzlichen Kommentare
in eckigen Klammern müssen entfernt werden!Es wird empfohlen, die hier gezeigte Formatierung zu
übernehmen (Reihenfolge der Variablen, Leerzeichen zwischen
einzelnen Abschnitten, usw.). Dadurch werden die wichtigen
Informationen sofort ersichtlich. Zur Überprüfung
Ihres Makefiles sollten Sie portlint verwenden.[the header...just to make it easier for us to identify the ports.]
# New ports collection makefile for: xdvi
[the "version required" line is only needed when the PORTVERSION
variable is not specific enough to describe the port.]
# Date created: 26 May 1995
[this is the person who did the original port to FreeBSD, in particular, the
person who wrote the first version of this Makefile. Remember, this should
not be changed when upgrading the port later.]
# Whom: Satoshi Asami <asami@FreeBSD.org>
#
# $FreeBSD$
[ ^^^^^^^^^ This will be automatically replaced with RCS ID string by CVS
when it is committed to our repository. If upgrading a port, do not alter
this line back to "$FreeBSD$". CVS deals with it automatically.]
#
[section to describe the port itself and the master site - PORTNAME
and PORTVERSION are always first, followed by CATEGORIES,
and then MASTER_SITES, which can be followed by MASTER_SITE_SUBDIR.
PKGNAMEPREFIX and PKGNAMESUFFIX, if needed, will be after that.
Then comes DISTNAME, EXTRACT_SUFX and/or DISTFILES, and then
EXTRACT_ONLY, as necessary.]
PORTNAME= xdvi
PORTVERSION= 18.2
CATEGORIES= print
[do not forget the trailing slash ("/")!
if you are not using MASTER_SITE_* macros]
MASTER_SITES= ${MASTER_SITE_XCONTRIB}
MASTER_SITE_SUBDIR= applications
PKGNAMEPREFIX= ja-
DISTNAME= xdvi-pl18
[set this if the source is not in the standard ".tar.gz" form]
EXTRACT_SUFX= .tar.Z
[section for distributed patches -- can be empty]
PATCH_SITES= ftp://ftp.sra.co.jp/pub/X11/japanese/
PATCHFILES= xdvi-18.patch1.gz xdvi-18.patch2.gz
[maintainer; *mandatory*! This is the person who is volunteering to
handle port updates, build breakages, and to whom a users can direct
questions and bug reports. To keep the quality of the Ports Collection
as high as possible, we no longer accept new ports that are assigned to
"ports@FreeBSD.org".]
MAINTAINER= asami@FreeBSD.org
COMMENT= A DVI Previewer for the X Window System
[dependencies -- can be empty]
RUN_DEPENDS= gs:${PORTSDIR}/print/ghostscript
LIB_DEPENDS= Xpm.5:${PORTSDIR}/graphics/xpm
[this section is for other standard bsd.port.mk variables that do not
belong to any of the above]
[If it asks questions during configure, build, install...]
IS_INTERACTIVE= yes
[If it extracts to a directory other than ${DISTNAME}...]
WRKSRC= ${WRKDIR}/xdvi-new
[If the distributed patches were not made relative to ${WRKSRC}, you
may need to tweak this]
PATCH_DIST_STRIP= -p1
[If it requires a "configure" script generated by GNU autoconf to be run]
GNU_CONFIGURE= yes
[If it requires GNU make, not /usr/bin/make, to build...]
USE_GMAKE= yes
[If it is an X application and requires "xmkmf -a" to be run...]
USE_IMAKE= yes
[et cetera.]
[non-standard variables to be used in the rules below]
MY_FAVORITE_RESPONSE= "yeah, right"
[then the special rules, in the order they are called]
pre-fetch:
i go fetch something, yeah
post-patch:
i need to do something after patch, great
pre-install:
and then some more stuff before installing, wow
[and then the epilogue]
.include <bsd.port.mk>Auf dem Laufenden bleibenDie &os; Ports-Sammlung verändert sich ständig.
Hier finden Sie einige Informationen, wie Sie auf dem Laufenden
bleiben.
FreshPortsEiner der einfachsten Wege, um sich über
Aktualisierungen, die bereits durchgeführt wurden, zu
informieren, ist sich bei FreshPorts
anzumelden. Sie können dort beliebige Ports
auswählen, die Sie beobachten möchten. Maintainern
wird ausdrücklich empfohlen sich anzumelden, da Sie nicht
nur über Ihre eigenen Änderungen informiert werden,
sondern auch über die aller anderen Committer (Diese sind
oft nötig, um über Änderungen des zugrunde
liegenden Frameworks informiert zu bleiben. Obwohl es
höflich wäre, vorher über solche
Änderungen benachrichtigt zu werden, wird es manchmal
vergessen oder ist einfach nicht möglich. Außerdem
sind die Änderungen manchmal nur sehr klein. Wir erwarten
von jedem in solchen Fällen nach bestem Gewissen zu
urteilen).Wenn Sie Fresh-Ports benutzen möchten,
benötigen Sie nur einen Account. Falls Sie sich mit einer
@FreeBSD.org E-Mailadresse registriert
haben, werden Sie den Anmeldelink am rechten Rand der Seite
finden. Diejenigen, die bereits einen FeshPorts-Account
haben, aber nicht Ihre @FreeBSD.org
E-Mailadresse benutzen, können einfach Ihre E-Mailadresse
auf @FreeBSD.org ändern, sich
anmelden, und dann die Änderung rückgängig
machen.FreshPorts bietet auch eine
Überprüfungsfunktion, die automatisch alle Committs
zum &os; Ports-Baum testet. Wenn Sie sich für diesen
Dienst anmelden, werden Sie über alle Fehler, die bei der
Überprüfung Ihres Committs auftreten,
informiert.Die Webschnittstelle zum Quelltext-RepositoryEs ist möglich die Dateien des Quellen-Repositories
mit Hilfe einer Webschnittstelle durchzusehen.
Änderungen, die das gesamte Ports-System betreffen,
werden jetzt in der Datei CHANGES
dokumentiert. Solche, die nur bestimmte Ports betreffen, in
der Datei UPDATING.
Aber die maßgebliche Antwort auf alle Fragen liegt
zweifellos darin, den Quelltext von bsd.port.mk
und dazugehörige Dateien zu lesen.Die &os; Ports-MailinglisteWenn Sie Maintainer sind, sollten Sie in Erwägung
ziehen die &a.ports;-Mailingliste zu verfolgen. Wichtige
Änderungen an der grundlegenden Funktionsweise von Ports
werden dort angekündigt und dann in
CHANGES committet.Der Cluster zum Bauen von &os;-Ports auf pointyhat.FreeBSD.orgEine der weniger bekannten Stärken von &os; ist es,
dass ein ganzer Cluster von Maschinen nur dafür
reserviert ist, andauernd die Ports-Sammlung zu bauen, und
zwar für jedes große &os; Release und jede
Tier-1-Architektur. Die Ergebnisse können Sie unter
package building
logs and errors finden.Alle Ports ausser denjenigen, die als
IGNORE markiert sind, werden gebaut. Ports,
die als BROKEN markiert sind, werden
dennoch ausprobiert, um zu sehen, ob das zugrunde liegende
Problem gelöst wurde (Dies wird erreicht, indem
TRYBROKEN an das
Makefile des Ports übergeben
wird).Die &os; Port-Distfile-PrüfungDer Build-Cluster ist dazu bestimmt, das neueste Release
jedes Ports aus bereits heruntergeladenden Distfiles zu bauen.
Da sich das Internet aber ständig verändert,
können Distfiles schnell verloren gehen. Die FreeBSD
Ports Distfiles Prüfung versucht jeden
Download-Standort für jeden Port anzufragen, um
herauszufinden, ob jedes Distfile noch verfügbar ist.
Maintainer werden gebeten diesen Bericht regelmäßig
durchzusehen, nicht nur, um den Build-Prozess für die
Nutzer zu beschleunigen, sondern auch um zu vermeiden, dass
auf den Maschinen, die freiwillig zur Verfügung gestellt
werden, um all diese Dateien anzubieten, Ressourcen
verschwendet werden.Das &os; Ports-Monitoring-SystemEine weitere praktische Ressource ist das FreeBSD
Ports-Monitoring-System (auch bekannt als
portsmon). Dieses System besteht aus einer
Datenbank, die Informationen von mehreren Quellen bezieht und
es erlaubt diese über ein Webinterface abzufragen.
Momentan werden die Ports-Problemberichte (PRs), die
Fehlerprotokolle des Build-Clusters und die einzelnen Dateien
der Ports-Sammlung verwendet. In Zukunft soll das auf die
Distfile-Prüfung und weitere Informationsquellen
ausgedehnt werden.Als Ausgangspunkt können Sie alle Informationen
eines Ports mit Hilfe der Übersicht
eines Ports betrachten.Zum Zeitpunkt des Schreibens ist dies die einzige
Quelle, die GNATS PR-Einträge auf Portnamen abbildet
(PR-Einreicher geben den Portnamen nicht immer in der
Zusammenfassung an, obwohl wir uns das wünschen
würden). Also ist portsmon ein guter
Anlaufpunkt, wenn Sie herausfinden wollen, ob zu einem
existierenden Port PRs oder Buildfehler eingetragen sind. Oder
um herauszufinden, ob ein neuer Port, den Sie erstellen
wollen, bereits eingereicht wurde.