diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/audit/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/audit/chapter.sgml index b187d1d32f..9555ff43f7 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/audit/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/audit/chapter.sgml @@ -1,31 +1,847 @@ + + + + + + Tom + Rhodes + Geschrieben von + + + Robert + Watson + + + + + Daniel + Seuffert + Übersetzt von + + + - Security Event Auditing (noch nicht übersetzt) + Security Event Auditing - Dieses Kapitel ist noch nicht übersetzt. - Lesen Sie bitte - das Original in englischer Sprache. Wenn Sie helfen - wollen, dieses Kapitel zu übersetzen, senden Sie bitte - eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;. - + + Einleitung - + AUDIT + + Security Event Auditing + MAC + + + FreeBSD 6.2 und neuer unterstützen + ein feingranuliertes Sicherheits-Auditing. + Ereignis-Auditing erlaubt die + zuverlässige, feingranulierte und konfigurierbare + Aufzeichnung einer Vielzahl von sicherheitsrelevanten + Systemereignissen einschliesslich Benutzereingaben, + Konfigurationsänderungen sowie Datei- und + Netzwerkzugriffen. Diese Log-Datensätze können + unschätzbar wertvoll sein für direkte + Systemüberwachung, Einbruchserkennung und + Post-Mortem-Analyse. &os; implementiert &sun;s öffentlich + zugängliche BSM API und Dateiformat. Die + &os;-Implementierung kann mit den Audit-Implementierungen von + &sun; &solaris; und &apple; &macos; X zusammenarbeiten. + + Dieses Kapitel konzentriert sich auf die Installation + und Konfiguration des Ereignis-Auditings. Es erklärt + Audit-Richtlinien und stellt ein Beispiel einer + Audit-Konfiguration vor. + + Nach dem Lesen dieses Kapitels werden Sie + Folgendes wissen: + + + + Was Ereignis-Auditing ist und wie es arbeitet. + + + + Wie man Ereignis-Auditing in &os; für Benutzer + und Prozesse konfiguriert. + + + + Wie man den Audit-Pfad mittels Audit-Reduktion und + Revisionswerkzeugen überprüft. + + + + Vor dem Lesen dieses Kapitels sollten Sie: + + + + Sowohl &unix; als auch &os;-Basismechanismen + beherrschen (). + + + + Mit den grundlegenden Mechanismen der + Kernel-Konfiguration und -Kompilierung vertraut sein (). + + + + Mit den Maßnahmen zur Sicherung von &os; + vertraut sein (). + + + + + Die Audit-Funktionalität in + &os; 6.X ist nach wie vor + experimentell. Ihre Anwendung auf Produktivsystemen sollte + nur nach sorgfältiger Abwägung der Risiken des + Einsatzes experimenteller Software erfolgen. Zu den bekannten + Einschränkungen gehört, dass zur Zeit nicht alle + sicherheitsrelevanten System-Ereignisse auditierbar sind und + dass einige Anmelde-Mechanismen, wie z.B. X11-basierte + Bildschirm-Manager und Daemonen von Drittanbietern, das + Auditing für Benutzeranmeldungen nicht korrekt + konfigurieren. + + + + Das Sicherheits-Auditing ist in der Lage, sehr + detaillierte Log-Dateien von Systemaktivitäten zu + erzeugen. Auf einem ausgelasteten System kann die Pfad-Datei + sehr groß werden, wenn sie für hohe Auflösung + konfiguriert ist, und im Extremfall pro Woche um mehrere + Gigabyte anwachsen. Administratoren sollten daher den + benötigten Plattenplatz in Verbindung mit umfangreichen + Audit-Konfigurationen berücksichtigen. So kann es + wünschenswert sein, ein eigenes + Dateisystem für /var/audit + einzusetzen, damit andere Dateisysteme nicht betoffen sind, + wenn das Dateisystem des Audit voll läuft. + + + + + Schlüsselbegriffe + + Vor dem Lesen dieses Kapitels müssen einige + Audit-bezogene Schlüsselbegriffe erläutert + werden: + + + + event: Ein auditierbares Ereignis + ist ein Ereignis, das mit dem Audit-Subsystem + aufgezeichnet werden kann. Beispiele für + sicherheitsrelevante Systemereignisse sind etwa das Anlegen + von Dateien, das Erstellen einer Netzwerkverbindung oder + eine Benutzeranmeldung. Ereignisse sind entweder + attributierbar, können also zu einen + authentifizierten Benutzer zurückverfolgt werden, oder + sind nicht-attributierbar, falls dies nicht + möglich ist. Nicht-attributierbare Ereignisse erfolgen + daher vor der Authentifizierung im Anmeldeprozess + (beispielsweise die Eingabe eines falschen Passworts). + + + + class: Ereignisklassen sind + benannte Zusammenstellungen von zusammengehörenden + Ereignissen und werden in Auswahl-Ausdrücken benutzt. + Häufig genutzte Klassen von Ereignissen schließen + file creation (fc, Anlegen von Dateien), + exec (ex, Ausführung) und + login_logout (lo, Anmeldung-Abmeldung) + ein. + + + + record: Ein Datensatz ist ein + Audit-Logeintrag, welcher ein Sicherheitsereignis + enthält. Jeder Datensatz enthält einen + Ereignistyp, Informationen über den Gegenstand + (Benutzer), welcher die Aktion durchführt, Datums- und + Zeitinformationen, Informationen über jedes Objekt oder + Argument sowie den Zustand hinsichtlich Erfolg oder + Scheitern der Operation. + + + + trail: Ein Audit-Pfad (audit + trail) oder eine Log-Datei besteht aus einer Reihe von + Audit-Datensätzen, die Sicherheitsereignisse + beschreiben. Normalerweise sind die Pfade in grober + zeitlicher Reihenfolge bezüglich des Zeitpunktes, + an welchem ein Ereignis beendet wurde. Nur authorisierte + Prozesse dürfen Datensätze zum Audit-Pfad + hinzufügen. + + + + selection expression: Ein + Auswahlausdruck ist eine Zeichenkette, welche eine Liste von + Präfixen und Audit-Ereignisklassennamen enthält, + um Ereignisse abzugleichen. + + + + preselection: Die Vorauswahl ist + der Prozess, durch den das System erkennt, welche Ereignisse + von Interesse für den Administrator sind, um die + Erzeugung von Datensätze zu verhindern, welche nicht + von Belang sind. Die Konfiguration der Vorauswahl benutzt + eine Reihe von Auswahl-Ausdrücken, um zu erkennen, + welche Klassen von Ereignissen für welche Benutzer + aufgezeichnet werden sollen sowie globale Einstellungen, + welche sowohl auf authorisierte + als auch unauthorisierte Prozesse angewendet werden. + + + + reduction: Die Reduzierung ist + der Prozess, durch den Datensätze von bestehenden + Audit-Pfaden ausgewählt werden für Speicherung, + Ausdruck oder Analyse. Ebenso der Prozess, durch den + unerwünschte Datensätze aus dem Audit-Pfad + entfernt werden. Mittels Reduzierung können + Administratoren Richtlinien für die Speicherung von + Audit-Daten vorgeben. Zum Beispiel können + ausführliche Audit-Pfade für einen Monat + gespeichert werden, um danach den Pfad für + archivarische Zwecke auf die Anmeldeinformationen + zu reduzieren. + + + + + + Installation der Audit-Unterstützung + + Die Unterstützung des Ereignis-Auditings für den + Benutzerbereich wird bereits als Teil des Basissystems installiert. + Ab &os; 7.0 ist die Audit-Unterstützung bereits im + Standardkernel enthalten. Verwenden Sie hingegen noch + &os; 6.X, müssen Sie + folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen und + den Kernel neu bauen: + + options AUDIT + + Bauen und installieren Sie den Kernel wie in + beschrieben ist. + + Nachdem der Kernel mit Audit-Unterstützung + gebaut und installiert ist und das System neu gestartet wurde, + aktivieren Sie den Audit-Daemon + durch das Einfügen der folgenden Zeile in die Datei + &man.rc.conf.5;: + + auditd_enable="YES" + + Die Audit-Unterstützung kann nun durch einen + Neustart des Systems oder durch das manuelle Starten + des Audit-Daemon aktiviert werden: + + /etc/rc.d/auditd start + + + + Die Konfiguration des Audit + + Alle Konfigurationsdateien für das Sicherheits-Audit + finden sich unter + /etc/security. + Die folgenden Dateien müssen vorhanden sein, bevor + der Audit-Daemon gestartet wird: + + + + audit_class – Enthält + die Definitionen der Audit-Klassen. + + + + audit_control – Steuert + Teile des Audit-Subsystems wie Audit-Klassen, minimaler + Plattenplatz auf dem Audit-Log-Datenträger, maximale + Größe des Audit-Pfades usw. + + + + audit_event – Wörtliche + Namen und Beschreibungen von System-Audit-Ereignissen sowie + eine Liste, welche Klassen welches Ereignis + aufzeichnen. + + + + audit_user – Benutzerspezifische + Audit-Erfordernisse, welche mit den globalen Vorgaben bei + der Anmeldung kombiniert werden. + + + + audit_warn – Ein + anpassbares Shell-Skript, welches von + auditd benutzt wird, um + Warnhinweise in aussergewöhnlichen Situationen zu + erzeugen, z.B. wenn der Platz für die + Audit-Datensätze knapp wird oder wenn die Datei des + Audit-Pfades rotiert wurde. + + + + + Audit-Konfigurationsdateien sollten vorsichtig gewartet und + bearbeitet werden, da Fehler in der Konfiguration zu falscher + Aufzeichnung von Ereignissen führen könnten. + + + + Ereignis-Auswahlausdrücke + + Auswahlausdrücke werden an einigen Stellen + der Audit-Konfiguration benützt, um zu bestimmen, + welche Ereignisse auditiert werden sollen. Die Ausdrücke + enthalten eine Liste der Ereignisklassen, welche verglichen + werden sollen, jede mit einem Präfix, welches anzeigt, + ob verglichene Datensätze akzeptiert oder ignoriert + werden sollen und optional, um anzuzeigen, ob der Eintrag + beabsichtigt, erfolgreiche oder fehlgeschlagene Operationen + zu vergleichen. Auswahlausdrücke werden von links nach + rechts ausgewertet und zwei Ausdrücke werden durch + Aneinanderhängen miteinander kombiniert. + + Die folgende Liste enthält die + Standard-Ereignisklassen für das Audit und ist in + audit_class festgehalten: + + + + all – all – Vergleiche + alle Ereignisklassen. + + + + ad – administrative – Administrative + Aktionen ausgeführt auf dem System als Ganzes. + + + + ap – application – Aktionen + definiert für Applikationen. + + + + cl – file + close – Audit-Aufrufe für + den Systemaufruf close. + + + + ex – exec – Ausführung + des Audit-Programms. Auditierung von + Befehlszeilen-Argumenten und Umgebungsvariablen wird + gesteuert durch &man.audit.control.5; mittels der + argv und + envv-Parametergemäss der + Richtlinien-Einstellungen. + + + + fa – file + attribute access – Auditierung + des Zugriffs auf Objektattribute wie &man.stat.1;, + &man.pathconf.2; und ähnlichen Ereignissen. + + + + fc – file + create – Audit-Ereignisse, + bei denen eine Datei als Ergebnis angelegt wird. + + + + fd – file + delete – Audit-Ereignisse, + bei denen Dateilöschungen vorkommen. + + + + fm – file + attribute modify – Audit-Ereignisse, + bei welchen Dateiattribute geändert werden, wie + &man.chown.8;, &man.chflags.1;, &man.flock.2; etc. + + + + fr – file + read – Audit-Ereignisse, bei + denen Daten gelesen oder Dateien zum lesen geöffnet + werden usw. + + + + fw – file write – Audit-Ereignisse, + bei welchen Daten geschrieben oder Dateien geschrieben + oder verändert werden usw. + + + + io – ioctl – Nutzung + des Systemaufrufes &man.ioctl.2; durch Audit. + + + + ip – ipc – Auditierung + verschiedener Formen von Inter-Prozess-Kommunikation + einschliesslich POSIX-Pipes und System V + IPC-Operationen. + + + + lo – login_logout – Audit-Ereignisse + betreffend &man.login.1; und &man.logout.1;, welche auf + dem System auftreten. + + + + na – non + attributable – Auditierung + nicht-attributierbarer Ereignisse (Ereignisse, die nicht auf + einen bestimmten Benutzer zurückgeführt werden + können). + + + + no – invalid + class – Kein Abgleich von + Audit-Ereignissen. + + + + nt – network – Audit-Ereignisse + in Zusammenhang mit Netzwerkaktivitäten wie + z.B. &man.connect.2; und &man.accept.2;. + + + + ot – other – Auditierung + verschiedener Ereignisse. + + + + pc – process – Auditierung + von Prozess-Operationen wie &man.exec.3; und + &man.exit.3;. + + + + Diese Ereignisklassen können angepasst werden durch + Modifizierung der Konfigurationsdateien + audit_class und + audit_event. + + Jede Audit-Klasse in dieser Liste ist kombiniert mit + einem Präfix, welches anzeigt, ob + erfolgreiche/gescheiterte Operationen abgebildet werden, und + ob der Eintrag den Abgleich hinzufügt oder entfernt + für die Klasse und den Typ. + + + + (none) Kein Präfix, sowohl erfolgreiche als + auch gescheiterte Vorkommen eines Ereignisses werden + auditiert. + + + + + Auditiere nur erfolgreiche + Ereignisse in dieser Klasse. + + + + - Auditiere nur gescheiterte + Operationen in dieser Klasse. + + + + ^ Auditiere weder erfolgreiche + noch gescheiterte Ereignisse in dieser Klasse. + + + + ^+ Auditiere keine erfolgreichen + Ereignisse in dieser Klasse. + + + + ^- Auditiere keine gescheiterten + Ereignisse in dieser Klasse. + + + + Das folgende Beispiel einer Auswahl-Zeichenkette + wählt erfolgreiche und gescheiterte + Anmelde/Abmelde-Ereignisse aus, aber nur erfolgreich beendete + Ausführungs-Ereignisse: + + lo,+ex + + + + Konfigurationsdateien + + In den meisten Fällen müssen Administratoren + nur zwei Dateien ändern, wenn sie das Audit-System + konfigurieren: audit_control und + audit_user. Die erste Datei steuert + systemweite Audit-Eigenschaften und -Richtlinien; die zweite + Datei kann für die Feinanpassung der Auditierung von + Benutzern verwendet werden. + + + Die <filename>audit_control</filename>-Datei + + Die audit_control-Datei legt eine + Anzahl Vorgabewerte fest. Beim Betrachten des Inhaltes der + Datei sehen wir Folgendes: + + dir:/var/audit +flags:lo +minfree:20 +naflags:lo +policy:cnt +filesz:0 + + Die Option wird genutzt, um eines + oder mehrere Verzeichnisse festzulegen, in welchen + Audit-Protokolle gespeichert werden. Gibt es mehrere + Verzeichniseinträge, werden diese in der + angegebenen Reihenfolge genutzt, bis sie jeweils + gefüllt sind. Es ist üblich, Audit so zu + konfigurieren, dass die Audit-Logs auf einem dedizierten + Dateisystem abgelegt werden, um Wechselwirkungen zwischen + dem Audit-Subsystem und anderen Subsystemen zu verhindern, + falls das Dateisystem voll läuft. + + Das -Feld legt die systemweite + Standard-Vorauswahl-Maske für attributierbare (direkt + einem Benutzer zuordenbare) Ereignisse fest. Im + obigen Beispiel werden alle gescheiterten und erfolgreichen + Anmelde- und Abmelde-Ereignisse für alle Benutzer + aufgezeichnet. + + Die Option definiert den + minimalen Prozentsatz an freiem Plattenplatz für das + Dateisystem, in welchem der Audit-Pfad abgespeichert wird. + Wenn diese Schwelle überschritten ist, wird ein + Warnhinweis erzeugt. Das obige Beispiel legt den minimalen + freien Platz auf zwanzig Prozent fest. + + Die -Option bestimmt diejenigen + Audit-Klassen, für die nicht-attributierbare Ereignisse + aufgezeichnet werden sollen (beispielsweise Anmeldeprozesse + und System-Daemonen. + + Die Option legt eine durch Kommata + getrennte Liste von policy-Flags fest, welche verschiedene + Aspekte des Audit-Verhaltens steuern. Der vorgegebene Flag + cnt zeigt an, dass das System trotz eines + Audit-Fehlers weiterlaufen soll (dieses Flag wird dringend + angeraten). Ein anderes, häufig genutztes Flag ist + argv, welches dazu führt, dass + Befehlszeilen-Argumente für den Systemauruf + &man.execve.2; als Teil der Befehlsausführung + aufgezeichnet werden. + + Die -Option spezifiziert die + maximale Größe in Bytes, welche eine + Audit-Pfad-Datei wachsen darf, bevor sie automatisch beendet + und rotiert wird. Die Standardvorgabe 0 + setzt die automatische Log-Rotation ausser Kraft. Falls die + angeforderte Dateigröße größer Null + und gleichzeitig unterhalb des Minimums von 512K ist, dann + wird die Angabe verworfen und ein Log-Hinweis wird + erzeugt. + + + + Die Datei <filename>audit_user</filename> + + Die audit_user-Datei erlaubt es dem + Administrator, weitere Audit-Erfordernisse für bestimmte + Benutzer festzulegen. Jede Zeile konfiguriert das Auditing + für einen Benutzer über zwei Felder: Das erste Feld + ist alwaysaudit, welches eine Ansammlung + von Ereignissen vorgibt, welche immer für diesen Benutzer + aufgezeichnet werden. Das zweite Feld + neveraudit legt eine Menge an Ereignissen + fest, die niemals für diesen Benutzer auditiert werden + sollen. + + Das folgende Beispiel einer + audit_user-Datei zeichnet + Anmelde/Abmelde-Ereignisse, erfolgreiche + Befehlsausführungen für den Benutzer + root, Anlegen von Dateien und + erfolgreiche Befehlsausführungen für den Benutzer + www auf. Falls das Beispiel zusammen + mit der vorstehend als Beispiel gezeigten Datei + audit_control benutzt wird, dann ist + der Eintrag lo für Benutzer + root überflüssig und + Anmelde/Abmelde-Ereignisse werden für den Benutzer + www ebenfalls aufgezeichnet. + + root:lo,+ex:no +www:fc,+ex:no + + + + + + Administration des Audit-Subsystems + + + Audit-Pfade betrachten + + Audit-Pfade werden im binären BSM-Format + gespeichert, daher benötigen Sie spezielle Werkzeuge, um + derartige Dateien zu ändern oder Sie in Textdateien zu + konvertieren. Der + Befehl &man.praudit.1; wandelt alle Pfad-Dateien in ein + einfaches Textformat um. Der Befehl &man.auditreduce.1; kann + genutzt werden, um die Pfad-Dateien für Analyse, + Ausdruck, Archivierung oder andere Zwecke zu reduzieren. + auditreduce unterstützt eine Reihe von + Auswahl-Parametern einschliesslich Ereignistyp, + Ereignisklasse, Benutzer, Datum oder Uhrzeit des Ereignisses und + den Dateipfad oder das Objekt, mit dem gearbeitet + wurde. + + Das Dienstprogramm praudit schreibt + zum Beispiel den gesamten Inhalt einer angegebenen + Audit-Protokolldatei in eine simple Textdatei: + + &prompt.root; praudit /var/audit/AUDITFILE + + AUDITFILE + ist hier die zu schreibende Protokolldatei. + + Audit-Pfade bestehen aus einer Reihe von Datensätzen, + die wiederum aus Kürzeln (token) gebildet werden, die von + praudit fortlaufend zeilenweise ausgegeben + werden. Jedes Kürzel ist von einem bestimmten Typ, z.B. + enthält header einen + audit-Datensatz-Header oder path + enthält einen Dateipfad von einer Suche. Hier ein + Beispiel eines execve-Ereignisses: + + header,133,10,execve(2),0,Mon Sep 25 15:58:03 2006, + 384 msec +exec arg,finger,doug +path,/usr/bin/finger +attribute,555,root,wheel,90,24918,104944 +subject,robert,root,wheel,root,wheel,38439,38032,42086,128.232.9.100 +return,success,0 +trailer,133 + + Dieser Audit stellt einen erfolgreichen + execve-Aufruf dar, in welchem der Befehl + finger doug ausgeführt wurde. Das + Kürzel des Argumentes enthält die Befehlszeile, + welche die Shell an den Kernel weiterleitet. Das Kürzel + path enthält den Pfad zur + ausführbaren Datei (wie vom Kernel wahrgenommen). Das + Kürzel attribute beschreibt die + Binärdatei (insbesondere den Datei-Modus, der genutzt + werden kann, um zu bestimmen, ob setuid auf die Applikation + angewendet wurde). Das Kürzel subject + beschreibt den untergeordneten Prozess und speichert daher in + Aufeinanderfolge Audit-Benutzer-ID, effektive Benutzer-ID und + Gruppen-ID, wirkliche Benutzer-ID und Grppen-ID, Process-ID, + Session- ID, Port-ID und Anmelde-Adresse. Beachten Sie, dass + Audit-Benutzer-ID und wirkliche Benutzer-ID abweichen: Der Benutzer + robert wurde zum Benutzer + root, bevor er diesen Befehl + ausführte, aber er wird auditiert mit dem + ursprünglich authentifizierten Benutzer. Schließlich zeigt + das Kürzel return die erfolgreiche + Ausführung an und trailer schließt + den Datensatz ab. + + Seit &os; 6.3 unterstützt praudit auch + die Ausgabe im XML-Format (die sie über die Option + wählen. + + + + Audit-Pfade reduzieren + + Da Audit-Protokolldateien sehr groß sein können, + wird ein Administrator höchstwahrscheinlich eine Auswahl + an Datensätzen verwenden, wie z.B. alle Datensätze + zu einem bestimmten Benutzer: + + &prompt.root; auditreduce -u trhodes /var/audit/AUDITFILE | praudit + + Dies wird alle Audit-Datensätze des Benutzers + trhodes auswählen, die in der + Datei + AUDITFILE + gespeichert sind. + + + + Delegation von Rechten für Audit-Reviews + + Mitglieder der Gruppe audit haben + die Erlaubnis, Audit-Pfade in /var/audit + zu lesen; standardmässig ist diese Gruppe leer, daher + kann nur der Benutzer root die Audit-Pfade + lesen. Benutzer können der Gruppe + audit hinzugefügt werden, um + Rechte für Audit-Reviews zu gewähren. Da die + Fähigkeit, Inhalte von Audit-Protokolldateien zu verfolgen, + tiefgreifende Einblicke in das Verhalten von Benutzern und + Prozessen erlaubt, wird empfohlen, dass die Gewährung von + Rechten für Audit-Reviews mit Bedacht erfolgt. + + + + Aktive Überwachung mittles Audit-Pipes + + Audit-Pipes sind nachgebildete (geklonte) + Pseudo-Geräte im Dateisystem des Gerätes, welche es + Applikationen erlauben, die laufenden Audit-Datensätze + anzuzapfen. Dies ist vorrangig für Autoren von Intrusion + Detection Software und Systemüberwachungsprogrammen von + Bedeutung. Allerdings ist für den Administrator das + Audit-Pipe-Gerät ein angenehmer Weg, aktive + Überwachung zu gestatten, ohne Gefahr von Problemen durch + Besitzerrechte der Audit-Pfad-Datei oder Unterbrechung des + Stroms von Ereignissen durch Log-Rotation. Um den laufenden + Audit-Ereignisstrom zu verfolgen, geben Sie bitte folgende + Befehlszeile ein: + + &prompt.root; praudit /dev/auditpipe + + In der Voreinstellung kann nur der Benutzer + root auf die + Audit-Pipe-Geräte-Knotenpunkte zugreifen. Um sie allen + Mitgliedern der Gruppe audit + zugänglich zu machen, fügen Sie eine + devfs-Regel in + devfs.rules hinzu: + + add path 'auditpipe*' mode 0440 group audit + + Lesen Sie &man.devfs.rules.5; für weitere + Informationen, wie das devfs-Dateisystem konfiguriert + wird. + + + Es ist sehr leicht, Rückmeldungszyklen von + Audit-Ereignissen hervorzurufen, in welcher das Betrachten + des Resultates eines Audit-Ereignisses in die Erzeugung von + mehr Audit-Ereignissen mündet. Wenn zum Beispiel der + gesamte Netzwerk-I/O auditiert wird, während + &man.praudit.1; in einer SSH-Sitzung gestartet wurde, dann + wird ein kontinuierlicher, mächtiger Strom von + Audit-Ereignissen erzeugt, da jedes ausgegebene Ereignis + wiederum neue Ereignisse erzeugt. Es ist anzuraten, + praudit an einem Audit-Pipe-Gerät + nur von Sitzungen anzuwenden (ohne feingranuliertes + I/O-Auditing), um dies zu vermeiden. + + + + + Rotation von Audit-Pfad-Dateien + + Audit-Pfade werden nur vom Kernel geschrieben und nur + vom Audit-Daemon auditd verwaltet. + Administratoren sollten nicht versuchen, &man.newsyslog.conf.5; + oder andere Werkzeuge zu benutzen, um Audit-Protokolldateien + direkt zu rotieren. Stattdessen sollte das + audit Management-Werkzeug benutzt werden, + um die Auditierung zu beenden, das Audit-System neu zu + konfigurieren und eine Log-Rotation durchzuführen. Der + folgende Befehl veranlasst den Audit-Daemon, eine neue + Protokolldatei anzulegen und dem Kernel zu signalisieren, die + neue Datei zu nutzen. Die alte Datei wird beendet und + umbenannt. Ab diesem Zeitpunkt kann sie vom Administrator + bearbeitet werden. + + &prompt.root; audit -n + + + Falls der auditd-Daemon + gegenwärtig nicht läuft, wird dieser Befehl scheitern + und eine Fehlermeldung wird ausgegeben. + + + Das Hinzufügen der folgenden Zeile in + /etc/crontab wird die Log-Rotation alle + zwölf Stunden durch &man.cron.8; erzwingen: + + 0 */12 * * * root /usr/sbin/audit -n + + Die Änderung wird wirksam, sobald Sie die neue + /etc/crontab gespeichert haben. + + Die automatische Rotation der Audit-Pfad-Datei in + Abhängigkeit von der Dateigröße ist möglich + durch die Angabe der Option in + &man.audit.control.5;. Dieser Vorgang ist im Abschnitt + Konfigurationsdateien dieses Kapitels beschrieben. + + + + Komprimierung von Audit-Pfaden + + Da Audit-Pfad-Dateien sehr groß werden können, + ist es oft wünschenswert, Pfade zu komprimieren oder + anderweitig zu archivieren, sobald sie vom Audit-Daemon + geschlossen wurden. Das Skript + audit_warn kann genutzt werden, um + angepasste Aktionen für eine Vielzahl von audit-bezogenen + Ereignissen auszuführen, einschliesslich der sauberen + Beendigung von Audit-Pfaden, wenn diese geschlossen werden. + Zum Beispiel kann man die folgenden Zeilen in das + audit_warn-Skript aufnehmen, um + Audit-Pfade beim Beenden zu komprimieren: + + # +# Compress audit trail files on close. +# +if [ "$1" = closefile ]; then + gzip -9 $2 +fi + + Andere Archivierungsaktivitäten können das + Kopieren zu einem zentralen Server, die Löschung der alten + Pfad-Dateien oder die Reduzierung des alten Audit-Pfades durch + Entfernung nicht benötigter Datensätze + einschliessen. Das Skript wird nur dann ausgeführt, wenn + die Audit-Pfad-Dateien sauber beendet wurden, daher wird es + nicht auf Pfaden laufen, welche durch ein unsauberes Herunterfahren + des Systems nicht beendet wurden. + + + diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/firewalls/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/firewalls/chapter.sgml index 0a6061a791..adb3e8549e 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/firewalls/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/firewalls/chapter.sgml @@ -1,486 +1,491 @@ Joseph J. Barbish Beigetragen von Brad Davis Nach SGML konvertiert und aktualisiert von Michael Bunzel Teilweise übersetzt von Firewalls firewall security firewalls Einführung Firewalls ermöglichen es, den ein- und ausgehenden Netzwerkverkehr Ihres Systems zu filtern. Dazu verwendet eine Firewall eine oder mehrere Gruppen von Regeln, um ankommende Netzwerkpakete zu untersuchen und entweder durchzulassen oder zu blockieren. Die Regeln einer Firewall untersuchen charakteristische Eigenschaften von Datenpaketen, darunter den Protokolltyp, die Quell- und Zieladresse sowie den Quell- und Zielport. Firewalls können die Sicherheit eines Rechners oder eines Netzwerks erhöhen, indem sie folgende Aufgaben übernehmen: Den Schutz der Anwendungen, Dienste und Rechner Ihres internen Netzwerks vor unerwünschtem Datenverkehr aus dem Internet. Die Beschränkung des Zugriffs von Rechnern des internen Netzwerk auf Rechner oder Dienste des externen Internets. Den Einsatz von Network Address Translation (NAT), die es Ihnen durch die Verwendung von privaten IP-Adressen ermöglicht, eine einzige gemeinsame Internetverbindung für mehrere Rechner zu nutzen (entweder über eine einzige Adresse oder über eine Gruppe von jeweils automatisch zugewiesenen öffentlichen IP-Adressen). Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie: Wissen, wie man korrekte Paketfilterregeln erstellt. Die Unterschiede zwischen den in &os; eingebauten Firewalls kennen. Wissen, wie man die PF-Firewall von OpenBSD konfiguriert und einsetzt. IPFILTER konfigurieren und einsetzen können. Wissen, wie man IPFW konfiguriert und einsetzt. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: Die grundlegenden Konzepte von &os; und dem Internet verstehen. Firewallkonzepte firewall rulesets Es gibt zwei grundlegende Arten, Regelgruppen für Firewalls zu erstellen: einschließend (inclusive firewall) sowie auschließend (exclusive Firewall). Eine auschließende Firewall lässt jeden Datenverkehr durch, der nicht durch eine Regel ausgeschlossen wurde. Eine einschließende Firewall macht das genaue Gegenteil. Sie lässt Datenverkehr nur dann durch, wenn er einer der definierten Regeln entspricht. Einschließende Firewalls sind tendentiell sicherer als ausschließende Firewalls, da sie das Risiko, dass unerwünschter Datenverkehr die Firewall passiert, signifikant reduzieren. Die Sicherheit einer Firewall kann durch den Einsatz einer zustandsabhängigen Firewall (stateful firewall) weiter erhöht werden. Eine zustandsabhängige Firewall überwacht alle durch die Firewall gehenden offenen Verbindungen und erlaubt nur schon bestehenden Verkehr oder Datenverkehr, der eine neue Verbindung öffnet. Der Nachteil einer zustandsabhängigen Firewall ist allerdings, dass sie anfällig für Denial of Service (DoS) -Attacken ist, wenn sehr schnell sehr viele neue Verbindungen erstellt werden. Bei den meisten Firewalls können Sie eine Kombination aus zustandsabhängigem und nicht zustandsabhängigem Verhalten verwenden, um eine für Ihre Bedürfnisse optimale Fireall einzurichten. Firewallpakete Das Basissystem von &os; enthält bereits drei Firewallpakete: IPFILTER (auch als IPF bekannt), IPFIREWALL (auch als IPFW bezeichnet) sowie das von OpenBSD übernommene PacketFilter (das auch als PF bezeichnet wird). Zusätzlich verfügt &os; über zwei eingebaute Pakete für das sogenannte traffic shaping (dabei handelt es sich die Steuerung des Bandbreitenverbrauchs): &man.altq.4; sowie &man.dummynet.4;. Dummynet steht traditionell in enger Verbindung mit IPFW, während ALTQ gemeinsam mit - IPF/PF eingesetzt wird. + PF eingesetzt wird. + Traffic Shaping für IPFILTER ist derzeit + mit IPFILTER für NAT sowie Filterung und + mit IPFW und &man.dummynet.4; + oder durch die Kombination von + PF mit ALTQ möglich. Gemeinsam ist allen Firewallpaketen (IPF, IPFW sowie PF), dass sie Regeln einsetzen, um den Transfer von Datenpaketen auf und von Ihrem System zu regeln. Unterschiedlich sind aber die Art und Weise, wie dies realisiert wird. Auch die für diese Regeln verwendete Syntax ist unterschiedlich. &os; überlässt es dem Anwender, das Firewallsystem zu wählen, dass seinen Anforderungen und Vorlieben am Besten entspricht. Keines der im Basissystem enthaltenen Firewallpakete wird dabei als das beste angesehen. IPFILTER hat etwa den Vorteil, dass dessen zustandsabhängige Regeln relativ einfach in einer NAT-Umgebung implementiert werden können. Außerdem verfügt es über einen eigenen FTP-Proxy, der die Erstellung von sicheren Regeln für ausgehende FTP-Verbindungen vereinfacht. Da alle Firewalls auf der Untersuchung der Werte ausgewählter Kontrollfelder von Datenpaketen basieren, ist es für die Erstellung von Firewallregeln notwendig, die Funktionsweise von TCP/IP zu verstehen. Außerdem muss man dazu wissen, was die Werte der einzelnen Kontrollfelder bedeuten und wie diese während einer Verbindung eingesetzt werden. Eine gute Erklärung dieser Thematik finden Sie unter . Paket Filter (PF) von OpenBSD und <acronym>ALTQ</acronym> firewall PF Im Juli 2003 wurde PF, die Standard-Firewall von OpenBSD, nach &os; portiert und in die &os;-Ports-Sammlung aufgenommen. Die erste &os;-Version, die PF als Teil des Basisssytems enthielt, war &os; 5.3 im November 2004. Bei PF handelt es sich um eine komplette, vollausgestattete Firewall, die optional auch ALTQ (Alternatives Queuing) unterstützt. ALTQ bietet Ihnen Quality of Service (QoS)-Bandbreitenformung. Dadurch können Sie, basierend auf Filterregeln, unterschiedlichen Diensten eine bestimmte Bandbreite garantieren. Da das OpenBSD-Projekt bereits über eine hervorragende Dokumentation verfügt, wurde das PF-Handbuch nicht in dieses Kapitel aufgenommen. Weitere Informationen finden Sie unter . PF aktivieren PF ist in Standardinstallationen von &os; 5.3 oder neuer als eigenes, zur Laufzeit ladbares Kernelmodul enthalten. Das System lädt das PF-Kernelmodul automatisch, wenn die Anweisung pf_enable="YES" in /etc/rc.conf enthalten ist. Das ladbare Kernelmodul wurde mit aktivierter &man.pflog.4;-Protokollierung erstellt. Das Kernelmodul geht davon aus, dass die Einträge options INET sowie device bpf in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei vorhanden sind. Haben Sie NO_INET6 (seit &os; 6.X) oder NOINET6 (in &os;-Versionen vor 6.X) nicht definiert, benötigen Sie (etwa in &man.make.conf.5;) zusätzlich die Option options INET6. Nachdem Sie das Kernelmodul geladen oder die PF-Unterstützung statisch in Ihren Kernel kompiliert haben, können Sie pf über den Befehl pfctl aktivieren beziehungsweise deaktivieren. Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie pf aktivieren: &prompt.root; pfctl -e pfctl ermöglicht es Ihnen, die pf-Firewall zu steuern. Lesen Sie &man.pfctl.8;, bevor Sie das Programm einsetzen. Kernel-Optionen kernel options device pf kernel options device pflog kernel options device pfsync Es ist nicht zwingend nötig, dass Sie PF durch die Angabe der folgenden Optionen in den &os;-Kernel kompilieren. Kompilieren Sie die PF-Unterstützung in Ihren Kernel, so wird das Kernelmodul nie verwendet werden. Die folgenden Angaben dienen daher nur als Hintergrundinformationen. /usr/src/sys/conf/NOTES enthält Beispiele für die Kernelkonfigurationsoptionen von PF: device pf device pflog device pfsync device pf aktiviert die Unterstützung für die Packet Filter-Firewall. device pflog aktiviert das optionale &man.pflog.4;-Pseudonetzwerkgerät, das zum Protokollieren des Datenverkehrs über einen &man.bpf.4;-Deskriptor dient. &man.pflogd.8; ist in der Lage, diese Protokolldateien auf Ihre Platte zu speichern. device pfsync aktiviert das optionale &man.pfsync.4;-Pseudonetzwerkgerät für die Überwachung von Statusänderungen. Da es sich dabei nicht um einen Bestandteil des Kernelmoduls handelt, muss diese Option auf jeden Fall in den Kernel kompiliert werden, bevor man sie verwenden kann. Diese Einstellungen werden erst dann übernommen, wenn man einen Kernel mit diesen Optionen kompiliert und installiert. Verfügbare rc.conf-Optionen Um PF beim Systemstart zu aktivieren, benötigen Sie die folgenden Einträge in /etc/rc.conf: pf_enable="YES" # PF aktivieren(Modul, wenn nötig, aktivieren) pf_rules="/etc/pf.conf" # Datei mit Regeldefinitionen für pf pf_flags="" # zusätzliche Parameter für den Start von pfctl pflog_enable="YES" # stare pflogd(8) pflog_logfile="/var/log/pflog" # wo soll pflogd die Protokolldatei speichern pflog_flags="" # zusätzliche Parameter für den Start von pflogd Wenn Sie ein lokales Netzwerk hinter dieser Firewall betreiben, und Pakete für dessen Rechner weiterleiten oder NAT verwenden wollen, benötigen Sie zusätzlich die folgende Option: gateway_enable="YES" # LAN Gateway aktivieren <acronym>ALTQ</acronym> aktivieren ALTQ muss vor der Verwendung in den &os;-Kernel kompiliert werden. Beachten Sie, dass ALTQ nicht von allen verfügbaren Netzwerkkartentreibern unterstützt wird. Sehen Sie daher zuerst in &man.altq.4; nach, ob Ihre Netzwerkkarte diese Funktion unter Ihrer &os;-Version unterstützt. Die folgenden Kerneloptionen aktivieren ALTQ sowie alle Zusatzfunktionen: options ALTQ options ALTQ_CBQ # Class Bases Queuing (CBQ) options ALTQ_RED # Random Early Detection (RED) options ALTQ_RIO # RED In/Out options ALTQ_HFSC # Hierarchical Packet Scheduler (HFSC) options ALTQ_PRIQ # Priority Queuing (PRIQ) options ALTQ_NOPCC # Wird von SMP benötigt options ALTQ aktiviert das ALTQ-Framework. options ALTQ_CBQ aktiviert das Class Based Queuing (CBQ). CBQ erlaubt es, die Bandbreite einer Verbindung in verschiedene Klassen oder Warteschlangen zu unterteilen, um die Priorität von Datenpaketen basierend auf Filterregeln zu ändern. options ALTQ_RED aktiviert Random Early Detection (RED). RED wird zur Vermeidung einer Netzwerkverstopfung verwendet. Dazu ermittelt RED die Größe der Warteschlange und vergleicht diesen Wert mit den minimalen und maximalen Grenzwerten der Warteschlange. Ist die Warteschlange größer als das erlaubte Maximum, werden alle neuen Pakete verworfen. Getreu seinem Namen verwirft RED Pakete unterschiedlicher Verbindungen nach dem Zufallsprinzip. options ALTQ_RIO aktiviert Random Early Detection In and Out. options ALTQ_HFSC aktiviert den Hierarchical Fair Service Curve -Paketplaner. Weitere Informationen zu HFSC finden Sie unter . options ALTQ_PRIQ aktiviert Priority Queuing (PRIQ). PRIQ lässt Verkehr einer Warteschlange mit höherer Priorität zuerst durch. options ALTQ_NOPCC aktiviert die SMP Unterstützung von ALTQ. Diese Option ist nur auf SMP-System erforderlich. Filterregeln generieren Der Packetfilter liest seine Konfiguration aus der Datei &man.pf.conf.5; ein, um entsprechend der dort definierten Regeln Pakete durchzulassen oder zu verwerfen. Die Standardinstallation von &os; enthält bereits eine beispielhafte Version der Datei /etc/pf.conf mit einigen hilfreichen Beispielen und Erklärungen. Obwohl &os; eine eigene Version der Datei /etc/pf.conf enthält, wird dennoch die gleiche Syntax wie unter OpenBSD verwendet. Das OpenBSD-Team hat eine großartige Dokumentation zur Konfiguration von pf geschrieben, die unter erhältlich ist. Denken Sie beim Lesen des pf-Handbuch daran, dass die verschiedenen &os;-Versionen unterschiedliche Versionen der pf-Firewall einsetzen. So wird unter &os; 5.X noch die OpenBSD-Version 3.5 der Firewall verwendet, während in den &os;-6.X-Versionen die OpenBSD-Version 3.7 zum Einsatz kommt. Haben Sie weitere Fragen zur pf-Firewall, so können Sie diese auf der Mailingliste &a.pf; stellen. Vergessen Sie aber nicht, vorher die Archive der Mailinglisten zu durchsuchen, bevor Sie dort eine Frage stellen. Die IPFILTER-Firewall (IPF) Dieses Kapitel ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie bitte das Original in englischer Sprache. Wenn Sie helfen wollen, dieses Kapitel zu übersetzen, senden Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;. IPFW Dieses Kapitel ist noch nicht übersetzt. Lesen Sie bitte das Original in englischer Sprache. Wenn Sie helfen wollen, dieses Kapitel zu übersetzen, senden Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml index 5949ed8d2d..c0432bf572 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/introduction/chapter.sgml @@ -1,1230 +1,1230 @@ Jim Mock Neu zusammengestellt, umstrukturiert und um Abschnitte erweitert durch Sascha Edelburg Übersetzt von Einführung Übersicht Herzlichen Dank für Ihr Interesse an FreeBSD! Das folgende Kapitel behandelt verschiedene Aspekte des FreeBSD Projects wie dessen geschichtliche Entwicklung, dessen Ziele oder dessen Entwicklungsmodell. Nach dem Durcharbeiten des Kapitels wissen Sie über folgende Punkte Bescheid: Wo FreeBSD im Vergleich zu anderen Betriebssystemen steht Die Geschichte des FreeBSD Projects Die Ziele des FreeBSD Projects Die Grundlagen des FreeBSD-Open-Source-Entwicklungsmodells Und natürlich wo der Name FreeBSD herrührt Willkommen bei FreeBSD! 4.4BSD-Lite FreeBSD ist ein auf 4.4BSD-Lite basierendes Betriebssystem für Intel (x86 und &itanium;), AMD64, Alpha und Sun &ultrasparc; Rechner. An Portierungen zu anderen Architekturen wird derzeit gearbeitet. Mehr zu Geschichte von FreeBSD können Sie im kurzen geschichtlichen Abriss zu FreeBSD oder im Abschnitt Das aktuelle FreeBSD-Release nachlesen. Falls Sie das FreeBSD Project unterstützen wollen (mit Quellcode, Hardware- oder Geldspenden), sollten Sie den Artikel FreeBSD unterstützen lesen. Was kann FreeBSD? FreeBSD hat zahlreiche bemerkenswerte Eigenschaften. Um nur einige zu nennen: Präemptives Multitasking Präemptives Multitasking mit dynamischer Prioritätsanpassung zum reibungslosen und ausgeglichenen Teilen der Systemressourcen zwischen Anwendungen und Anwendern, selbst unter schwerster Last. Mehrbenutzerbetrieb Der Mehrbenutzerbetrieb von FreeBSD erlaubt es, viele Anwender gleichzeitig am System mit verschiedenen Aufgaben arbeiten zu lassen. Beispielsweise Geräte wie Drucker oder Bandlaufwerke, die sich nur schwerlich unter allen Anwendern des Systems oder im Netzwerk teilen lassen, können durch Setzen von Verwendungsbeschränkungen auf Benutzer oder Benutzergruppen wichtige Systemressourcen vor Überbeanspruchung schützen. TCP/IP-Netzwerkfähigkeit Hervorragende TCP/IP-Netzwerkfähigkeit mit Unterstützung von Industriestandards wie SCTP, DHCP, NFS, NIS, PPP, SLIP, IPsec und IPv6. Das heißt, Ihr FreeBSD-System kann in einfachster Weise mit anderen Systemen interagieren. Zudem kann es als Server-System im Unternehmen wichtige Aufgaben übernehmen, beispielsweise als NFS- oder E-Mail-Server oder es kann Ihren Betrieb durch HTTP- und FTP-Server beziehungsweise durch Routing und Firewalling Internet-fähig machen. Speicherschutz Der Speicherschutz stellt sicher, dass Anwendungen (oder Anwender) sich nicht gegenseitig stören. Stürzt eine Anwendung ab, hat das keine Auswirkung auf andere Prozesse. FreeBSD ist ein 32-Bit-Betriebssystem (64-Bit auf Alpha, &itanium;, AMD64, und &ultrasparc;) und wurde als solches von Grund auf neu entworfen. X-Window-System XFree86 Das X-Window-System (X11R7) als Industriestandard bietet eine grafische Benutzeroberfläche (GUI). Minimale Voraussetzung zur Verwendung ist lediglich eine Grafikkarte und ein Bildschirm, die beide den VGA-Modus unterstützen. Binärkompatibilität Linux Binärkompatibilität SCO Binärkompatibilität SVR4 Binärkompatibilität BSD/OS Binärkompatibilität NetBSD Binärkompatibilität mit vielen unter verschiedenen Betriebssystemen erstellten Programmen wie Linux, SCO, SVR4, BSDI und NetBSD. Tausende von sofort lauffähigen Anwendungen sind aus den Ports- und Packages-Sammlungen für FreeBSD verfügbar. Warum mühselig im Netz Software suchen, wenn sie bereits hier vorhanden ist? Tausende zusätzliche leicht zu portierende Anwendungen sind über das Internet zu beziehen. FreeBSD ist Quellcode-kompatibel mit den meisten kommerziellen &unix; Systemen. Daher bedürfen Anwendungen häufig nur geringer oder gar keiner Anpassung, um auf einem FreeBSD-System zu kompilieren. virtueller Speicher Seitenweise anforderbarer Virtueller Speicher und der merged VM/buffer cache-Entwurf bedient effektiv den großen Speicherhunger mancher Anwendungen bei gleichzeitigem Aufrechterhalten der Bedienbarkeit des Systems für weitere Benutzer. Symmetrisches Multi-Processing (SMP) SMP-Unterstützung für Mehrprozessorsysteme Kompiler C Kompiler C++ Kompiler FORTRAN Ein voller Satz von C, C++ und Fortran- Entwicklungswerkzeugen. Viele zusätzliche Programmiersprachen für Wissenschaft und Entwicklung sind aus der Ports- und Packages-Sammlung zu haben. Quellcode Quellcode für das gesamte System bedeutet größtmögliche Kontrolle über Ihre Umgebung. Warum sollte man sich durch proprietäre Lösungen knebeln und sich auf Gedeih und Verderb der Gnade eines Herstellers ausliefern, wenn man doch ein wahrhaft offenes System haben kann? Umfangreiche Online-Dokumentation. 4.4BSD-Lite Computer Systems Research Group (CSRG) U.C. Berkeley FreeBSD basiert auf dem 4.4BSD-Lite-Release der Computer Systems Research Group (CSRG) der Universität von Kalifornien in Berkeley und führt die namhafte Tradition der Entwicklung von BSD-Systemen fort. Zusätzlich zu der herausragenden Arbeit der CSRG hat das FreeBSD Project tausende weitere Arbeitsstunden investiert, um das System zu verfeinern und maximale Leistung und Zuverlässigkeit bei Alltagslast zu bieten. Während viele kommerzielle Riesen Probleme haben PC-Betriebssysteme mit derartigen Funktionen, Leistungpotential und Zuverlässigkeit anzubieten, kann FreeBSD damit schon jetzt aufwarten! Die Anwendungsmöglichkeiten von FreeBSD werden nur durch Ihre Vorstellungskraft begrenzt. Von Software-Entwicklung bis zu Produktionsautomatisierung, von Lagerverwaltung über Abweichungskorrektur bei Satelliten; Falls etwas mit kommerziellen &unix; Produkten machbar ist, dann ist es höchstwahrscheinlich auch mit FreeBSD möglich. FreeBSD profitiert stark von tausenden hochwertigen Anwendungen aus wissenschaftlichen Instituten und Universitäten in aller Welt. Häufig sind diese für wenig Geld oder sogar kostenlos zu bekommen. Kommerzielle Anwendungen sind ebenso verfügbar und es werden täglich mehr. Durch den freien Zugang zum Quellcode von FreeBSD ist es in unvergleichbarer Weise möglich, das System für spezielle Anwendungen oder Projekte anzupassen. Dies ist mit den meisten kommerziellen Betriebssystemen einfach nicht möglich. Beispiele für Anwendungen, die unter FreeBSD laufen, sind: Internet-Dienste: Die robuste TCP/IP-Implementierung in FreeBSD macht es zu einer idealen Plattform für verschiedenste Internet-Dienste, wie zum Beispiel: FTP-Server FTP-Server HTTP-Server HTTP-Server (Standard-Web-Server oder mit SSL-Verschlüsselung) IPv4- und IPv6-Routing Firewall NAT Firewalls und NAT-Gateways (IP-Masquerading) E-Mail E-Mail-Server Usenet Usenet-News und Foren (BBS) Zum Betreiben von FreeBSD reicht schon ein günstiger 386-PC. Wenn es das Wachstum Ihres Unternehmens verlangt, kann FreeBSD aber auch auf einem hochgerüsteten 4-Wege-System mit Xeon-Prozessoren und RAID-Plattenspeicher Verwendung finden. Bildung: Sind Sie Informatikstudent oder Student eines verwandten Studiengangs? Die praktischen Einblicke in FreeBSD sind die beste Möglichkeit etwas über Betriebssysteme, Rechnerarchitektur und Netzwerke zu lernen. Einige frei erhältliche CAD-, mathematische und grafische Anwendungen sind sehr nützlich, gerade für diejenigen, die FreeBSD nicht zum Selbstzweck, sondern als Arbeitsmittel einsetzen. Wissenschaft: Mit dem frei verfügbaren Quellcode für das gesamte System bildet FreeBSD ein exzellentes Studienobjekt in der Disziplin der Betriebssysteme, wie auch in anderen Zweigen der Informatik. Es ist beispielsweise denkbar, das räumlich getrennte Gruppen gemeinsam an einer Idee oder Entwicklung arbeiten. Das Konzept der freien Verfügbarkeit und -nutzung von FreeBSD ermöglicht so einen Gebrauch, auch ohne sich groß Gedanken über Lizenzbedingungen oder -beschränkungen machen zu müssen. Router DNS-Server Netzwerkfähigkeit: Brauchen Sie einen neuen Router? Oder einen Name-Server (DNS)? Eine Firewall zum Schutze Ihres Intranets vor Fremdzugriff? FreeBSD macht aus dem in der Ecke verstaubenden 386- oder 486-PC im Handumdrehen einen leistungsfähigen Router mit anspruchsvollen Packet-Filter-Fähigkeiten. X-Window-System XFree86 X-Window-System Accelerated-X X-Window-Workstation: FreeBSD ist eine gute Wahl für kostengünstige X-Terminals mit dem frei verfügbaren X11-Server. Im Gegensatz zu einem X-Terminal erlaubt es FreeBSD, viele Anwendungen lokal laufen zu lassen, was die Last eines zentralen Servers erleichtern kann. FreeBSD kann selbst plattenlos starten, was einzelne Workstations noch günstiger macht und die Wartung erleichtert. GNU-Compiler-Collection Software-Entwicklung: Das Standard-System von FreeBSD wird mit einem kompletten Satz an Entwicklungswerkzeugen bereitgestellt, unter anderem mit dem bekannten GNU C/C++-Kompiler und -Debugger. &os; ist sowohl in Form von Quellcode als auch in Binärform auf CD-ROM, DVD und über anonymous FTP erhältlich. Näheres zum Bezug von FreeBSD enthält . Wer benutzt FreeBSD? Anwender Bekannte FreeBSD-Anwender Unter FreeBSD laufen einige der größten Internet-Auftritte, beispielsweise: Yahoo! Yahoo! Apache Apache Blue Mountain Arts Blue Mountain Arts Pair Networks Pair Networks Sony Japan Sony Japan Netcraft Netcraft Weathernews Weathernews Supervalu Supervalu TELEHOUSE America TELEHOUSE America Sophos Anti-Virus Sophos Anti-Virus JMA Wired JMA Wired Das FreeBSD Project Der folgende Abschnitt bietet einige Hintergrundinformationen zum FreeBSD Project, einschließlich einem kurzen geschichtlichen Abriss, den Projektzielen und dem Entwicklungsmodell. Jordan Hubbard Beigesteuert von Kurzer geschichtlicher Abriss zu FreeBSD 386BSD Patchkit Hubbard, Jordan Williams, Nate Grimes, Rod FreeBSD Project Geschichte Das FreeBSD Project erblickte das Licht der Welt Anfang 1993 teils als Auswuchs des Unofficial 386BSD Patchkit unter der Regie der letzten drei Koordinatoren des Patchkits: Nate Williams, Rod Grimes und mir. 386BSD Unser eigentliches Ziel war es, einen zwischenzeitlichen Abzug von 386BSD zu erstellen, um ein paar Probleme zu beseitigen, die das Patchkit-Verfahren nicht lösen konnte. Einige von Ihnen werden sich in dem Zusammenhang noch an die frühen Arbeitstitel 386BSD 0.5 oder 386BSD Interim erinnern. Jolitz, Bill 386BSD war das Betriebssystem von Bill Jolitz. Dieses litt bis zu diesem Zeitpunkt heftig unter fast einjähriger Vernachlässigung. Als das Patchkit mit jedem Tag anschwoll und unhandlicher wurde, waren wir einhellig der Meinung, es müsse etwas geschehen. Wir entschieden uns Bill Jolitz zu helfen, indem wir den übergangsweise bereinigten Abzug zur Verfügung stellten. Diese Pläne wurden unschön durchkreuzt als Bill Jolitz plötzlich seine Zustimmung zu diesem Projekt zurückzog, ohne einen Hinweis darauf, was stattdessen geschehen sollte. Greenman, David Walnut Creek CDROM Es hat nicht lange gedauert zu entscheiden, dass das Ziel es wert war, weiterverfolgt zu werden, selbst ohne Bills Unterstützung. Also haben wir den von David Greenman geprägten Namen FreeBSD angenommen. Unsere anfänglichen Ziele setzten wir nach Rücksprache mit den damaligen Benutzern des Systems fest. Und als deutlich wurde, das Projekt würde möglicherweise Realität, nahm ich Kontakt mit Walnut Creek CDROM auf, mit einem Auge darauf, den Vertriebsweg für die vielen Missbegünstigten zu verbessern, die keinen einfachen Zugang zum Internet hatten. Walnut Creek CDROM unterstützte nicht nur die Idee des CD-ROM-Vertriebs, sondern stellte sogar dem Projekt einen Arbeitsrechner und eine schnelle Internetverbindung zur Verfügung. Ohne den beispiellosen Glauben von Walnut Creek CDROM in ein zu der Zeit absolut unbekanntes Projekt, gäbe es FreeBSD in der heutigen Form wohl nicht. 4.3BSD-Lite Net/2 U.C. Berkeley 386BSD Free Software Foundation Die erste auf CD-ROM (und netzweit) verfügbare Veröffentlichung war FreeBSD 1.0 im Dezember 1993. Diese basierte auf dem Band der 4.3BSD-Lite (Net/2) der Universität von Kalifornien in Berkeley. Viele Teile stammten aus 386BSD und von der Free Software Foundation. Gemessen am ersten Angebot, war das ein ziemlicher Erfolg und wir ließen dem das extrem erfolgreiche FreeBSD 1.1 im Mai 1994 folgen. Novell U.C. Berkeley Net/2 AT&T Zu dieser Zeit formierten sich unerwartete Gewitterwolken am Horizont, als Novell und die Universität von Kalifornien in Berkeley (UCB) ihren langen Rechtsstreit über den rechtlichen Status des Berkeley Net/2-Bandes mit einem Vergleich beilegten. Eine Bedingung dieser Einigung war es, dass die UCB große Teile des Net/2-Quellcodes als belastet zugestehen musste, und dass diese Besitz von Novell sind, welches den Code selbst einige Zeit vorher von AT&T bezogen hatte. Im Gegenzug bekam die UCB den Segen von Novell, dass sich das 4.4BSD-Lite-Release bei seiner endgültigen Veröffentlichung als unbelastet bezeichnen darf. Alle Net/2-Benutzer sollten auf das neue Release wechseln. Das betraf auch FreeBSD. Dem Projekt wurde eine Frist bis Ende Juli 1994 eingeräumt, das auf Net/2-basierende Produkt nicht mehr zu vertreiben. Unter den Bedingungen dieser Übereinkunft war es dem Projekt noch erlaubt ein letztes Release vor diesem festgesetzten Zeitpunkt herauszugeben. Das war FreeBSD 1.1.5.1. FreeBSD machte sich dann an die beschwerliche Aufgabe, sich Stück für Stück, aus einem neuen und ziemlich unvollständigen Satz von 4.4BSD-Lite-Teilen, wieder aufzubauen. Die Lite-Veröffentlichungen waren deswegen leicht, weil Berkeleys CSRG große Code-Teile, die für ein start- und lauffähiges System gebraucht wurden, aufgrund diverser rechtlicher Anforderungen entfernen musste und weil die 4.4-Portierung für Intel-Rechner extrem unvollständig war. Das Projekt hat bis November 1994 gebraucht diesen Übergang zu vollziehen, was dann zu dem im Netz veröffentlichten FreeBSD 2.0 und zur CD-ROM-Version (im späten Dezember) führte. Obwohl FreeBSD gerade die ersten Hürden genommen hatte, war dieses Release ein maßgeblicher Erfolg. Diesem folgte im Juni 1995 das robustere und einfacher zu installierende FreeBSD 2.0.5. Im August 1996 veröffentlichten wir FreeBSD 2.1.5. Es schien unter ISPs und der Wirtschaft beliebt genug zu sein, ein weiteres Release aus dem 2.1-STABLE-Zweig zu rechtfertigen. Das war FreeBSD 2.1.7.1. Es wurde im Februar 1997 veröffentlicht und bildete das Ende des Hauptentwicklungszweiges 2.1-STABLE. Derzeit unterliegt dieser Zweig dem Wartungsmodus, das heißt, es werden nur noch Sicherheitsverbesserungen und die Beseitigung von kritischen Fehlern vorgenommen (RELENG_2_1_0). FreeBSD 2.2 entsprang dem Hauptentwicklungszweig (-CURRENT) im November 1996 als RELENG_2_2-Zweig und das erste komplette Release (2.2.1) wurde im April 1997 herausgegeben. Weitere Veröffentlichungen des 2.2-Zweiges gab es im Sommer und Herbst 1997. Das letzte Release des 2.2-Zweiges bildete die Version 2.2.8, die im November 1998 erschien. Das erste offizielle 3.0-Release erschien im Oktober 1998 und läutete das Endes des 2.2-Zweiges ein. Am 20. Januar 1999 teilte sich der Quellbaum in die Zweige 4.0-CURRENT und 3.X-STABLE. Auf dem 3.X-STABLE-Zweig wurden folgende Releases erstellt: 3.1 am 15. Februar 1999, 3.2 am 15. Mai 1999, 3.3 am 16. September 1999, 3.4 am 20. Dezember 1999 und 3.5 am 24. Juni 2000. Letzterem folgte ein paar Tage später das Release 3.5.1, welches einige akute Sicherheitslöcher von Kerberos stopfte und die letzte Veröffentlichung des 3.X-Zweiges darstellte. Eine weitere Aufspaltung, aus dem der 4.X-STABLE-Zweig hervorging, erfolgte am 13. März 2000. Bisher gab es mehrere Veröffentlichungen aus diesem Zweig: 4.0-RELEASE erschien im März 2000. Das letzte Release, 4.11-RELEASE, erschien im Januar 2005. Das lang erwartete 5.0-RELEASE wurde am 19. Januar 2003 veröffentlicht. Nach nahezu drei Jahren Entwicklungszeit brachte dieses Release die Unterstützung für Mehrprozessor-Systeme sowie für Multithreading. Mit diesem Release lief &os; erstmalig auf den Plattformen &ultrasparc; und ia64. Im Juni 2003 folgte 5.1-RELEASE. Das letzte 5.X-Release aus dem CURRENT-Zweig war 5.2.1-RELEASE, das im Februar 2004 veröffentlicht wurde. Der Zweig RELENG_5 wurde im August 2004 erzeugt. Als erstes Release dieses Zweiges wurde 5.3-RELEASE veröffentlicht, bei dem es sich gleichzeitig auch um das erste 5-STABLE-Release handelte. Das aktuelle &rel2.current;-RELEASE (dem keine RELENG_5-Versionen mehr folgen werden) erschien im Mai 2006. Der Zweig RELENG_6 wurde im Juli 2005 erzeugt. 6.0-RELEASE, das erste Release des 6.X-Zweiges, wurde im November 2005 veröffentlicht. Das aktuelle &rel.current;-RELEASE (dem weitere RELENG_6-Versionen folgen werden) erschien im Mai 2006. Zurzeit werden Projekte mit langem Entwicklungshorizont im Zweig 7.X-CURRENT verfolgt, Schnappschüsse von 7.X auf CD-ROM (und natürlich im Netz) werden bei fortlaufender Entwicklung auf dem Snapshot-Server zur Verfügung gestellt. Jordan Hubbard Beigesteuert von Ziele des FreeBSD Projects FreeBSD Project Ziele Das FreeBSD Project stellt Software her, die ohne Einschränkungen für beliebige Zwecke eingesetzt werden kann. Viele von uns haben beträchtlich in Quellcode und Projekt investiert und hätten sicher nichts dagegen, hin und wieder ein wenig finanziellen Ausgleich dafür zu bekommen. Aber in keinem Fall bestehen wir darauf. Wir glauben unsere erste und wichtigste Mission ist es, Software für jeden Interessierten und zu jedem Zweck zur Verfügung zu stellen, damit die Software größtmögliche Verbreitung erlangt und größtmöglichen Nutzen stiftet. Das ist, glaube ich, eines der grundlegenden Ziele freier Software, welche wir mit größter Begeisterung unterstützen. GNU General Public License (GPL) GNU Lesser General Public License (LGPL) BSD Copyright Der Code in unserem Quellbaum, der unter die General Public License (GPL) oder die Library General Public License (LGPL) fällt, stellt geringfügig mehr Bedingungen. Das aber vielmehr im Sinne von eingefordertem Zugriff, als das übliche Gegenteil der Beschränkungen. Aufgrund zusätzlicher Abhängigkeiten, die sich durch die Verwendung von GPL-Software bei kommerziellem Gebrauch ergeben, bevorzugen wir daher Software unter dem transparenteren BSD-Copyright, wo immer es angebracht ist. Satoshi Asami Beigesteuert von Das Entwicklungsmodell von FreeBSD FreeBSD Project Entwicklungsmodell Die Entwicklung von FreeBSD ist ein offener und vielseitiger Prozess. FreeBSD besteht aus Beisteuerungen von Hunderten Leuten rund um die Welt, wie Sie aus der Liste der Beitragenden ersehen können. Die vielen Entwickler können aufgrund der Entwicklungs-Infrastruktur von &os; über das Internet zusammenarbeiten. Wir suchen ständig nach neuen Entwicklern, Ideen und jenen, die sich in das Projekt tiefer einbringen wollen. Nehmen Sie einfach auf der Mailingliste &a.hackers; Kontakt mit uns auf. Die Mailingliste &a.announce; steht für wichtige Ankündigungen, die alle FreeBSD-Benutzer betreffen, zur Verfügung. Unabhängig davon ob Sie alleine oder mit anderen eng zusammen arbeiten, enthält die folgende Aufstellung nützliche Informationen über das FreeBSD Project und dessen Entwicklungsabläufe. Das CVS-Repository CVS Repository Concurrent-Versions-System CVS Der Hauptquellbaum von FreeBSD wird mit CVS gepflegt, einem frei erhältlichen Versionskontrollsystem, welches mit FreeBSD geliefert wird. Das Haupt- CVS-Repository läuft auf einer Maschine in Santa Clara, Kalifornien, USA. Von dort wird es auf zahlreiche Server in aller Welt gespiegelt. Der CVS-Quellbaum, der die Zweige -CURRENT und -STABLE enthält, kann einfach auf Ihr eigenes System gespiegelt werden. Näheres dazu können Sie im Handbuch unter Synchronisation der Quellen in Erfahrung bringen. Die Committer-Liste Committer Die Committer sind Personen mit Schreibzugriff auf den CVS-Quellbaum (der Begriff Committer stammt vom &man.cvs.1;-Befehl commit, der zum Einspeisen von Änderungen ins Repository gebraucht wird). Der beste Weg, Vorschläge zur Prüfung durch die Mitglieder der Committer-Liste einzureichen, bietet der Befehl &man.send-pr.1;. Sollte es unerwartete Probleme mit diesem Verfahren geben, besteht immer noch die Möglichkeit eine E-Mail an die Liste &a.committers; zu schicken. Das FreeeBSD-Core-Team Core-Team Würde man das FreeBSD Project mit einem Unternehmen vergleichen, so wäre das FreeBSD-Core-Team das Gegenstück zum Vorstand. Die Hauptaufgabe des Core-Teams ist es, das Projekt als Ganzes in gesunder Verfassung zu halten und die weitere Entwicklung in die richtige Bahn zu lenken. Das Anwerben leidenschaftlicher und verantwortungsbewusster Entwickler ist eine Aufgabe des Core-Team, genauso wie die Rekrutierung neuer Mitglieder für das Core-Team, im Falle, dass Altmitglieder aus dem Projekt aussteigen. Das derzeitige Core-Team wurde im Juli 2006 aus einem Kreis kandidierender Committer gewählt. Wahlen werden alle zwei Jahre abgehalten. Einige Core-Team-Mitglieder haben auch spezielle Verantwortungsbereiche. Das bedeutet, sie haben sich darauf festgelegt, sicherzustellen, dass ein größerer Teil des Systems so funktioniert wie ausgewiesen. Eine vollständige Liste an FreeBSD beteiligter Entwickler und ihrer Verantwortungsbereiche kann in der Liste der Beitragenden eingesehen werden. Die Mehrzahl der Mitglieder des Core-Teams sind Freiwillige in Bezug auf die FreeBSD-Entwicklung und profitieren nicht finanziell vom Projekt. Daher sollte Verpflichtung nicht als garantierter Support fehlinterpretiert werden. Der oben angeführte Vergleich mit einem Vorstand hinkt und es wäre angebrachter zu erwähnen, dass diese Leute – wider besseres Wissen – ihr eigenes Leben für FreeBSD aufgegeben haben! Weitere Beitragende Beitragende Die größte Entwicklergruppe sind nicht zuletzt die Anwender selbst, die Rückmeldungen und Fehlerbehebungen in einem anhaltend hohen Maße an uns senden. Der bevorzugte Weg an dem weniger zentralisierten Bereich der FreeBSD-Entwicklung teilzuhaben, ist die Möglichkeit sich bei der Liste &a.hackers; anzumelden. Weitere Informationen über die verschiedenen FreeBSD-Mailinglisten erhalten Sie in . Die Liste der zu FreeBSD Beitragenden ist eine lange und wachsende. Also warum nicht selbst dort stehen, indem Sie gleich persönlich etwas zu FreeBSD beitragen? Quellcode ist nicht der einzige Weg, etwas zum Projekt beizusteuern. Eine genauere Übersicht über offene Aufgaben finden Sie auf der FreeBSD-Web-Site. Zusammengefasst bildet unser Entwicklungsmodell einen losen Verbund konzentrischer Kreise. Das zentralisierte Modell ist auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten, mit der einfachen Möglichkeit eine zentrale Code-Basis zu verfolgen und möglichen neuen Beitragenden nicht das Leben zu erschweren! Unser Ziel ist es, ein stabiles Betriebssystem mit einer großen Zahl passender Programme zu bieten, die der Anwender leicht installieren und anwenden kann. Und dieses Modell funktioniert für diese Aufgabe ziemlich gut. Das Einzige was wir von möglichen neuen Mitgliedern fordern, ist die gleiche Hingabe, mit der die jetzigen Mitglieder am dauerhaften Erfolg arbeiten! Das aktuelle FreeBSD-Release NetBSD OpenBSD 386BSD Free Software Foundation U.C. Berkeley Computer Systems Research Group (CSRG) FreeBSD ist ein (mit vollem Quellcode und ein frei erhältliches) auf 4.4BSD-Lite-basierendes Release für Intel &i386;, &i486;, &pentium;, &pentium; Pro, &celeron;, &pentium; II, &pentium; III, &pentium; 4 (oder ein dazu kompatibler Prozessor), &xeon;, DEC Alpha und Sun &ultrasparc; Systeme. Es stützt sich zum größten Teil auf Software der Computer Systems Research Group (CSRG) der Universität von Kalifornien in Berkeley mit einigen Verbesserungen aus NetBSD, OpenBSD, 386BSD und der Free Software Foundation. Seit unserem FreeBSD 2.0 von Ende 1994 hat sich Leistung, Funktionsvielfalt und Stabilität dramatisch verbessert. Die größte Änderung erfuhr das virtuelle Speichermanagement durch eine Kopplung von virtuellem Speicher und dem Buffer-Cache, das nicht nur die Leistung steigert, sondern auch den Hauptspeicherverbrauch reduziert und ein 5 MB-System zu einem nutzbaren Minimal-System verhilft. Weitere Verbesserungen sind volle NIS-Client- und Server-Unterstützung, T/TCP, Dial-On-Demand-PPP, integriertes DHCP, ein verbessertes SCSI-Subsystem, ISDN-Support, Unterstützung für ATM-, FDDI-, Fast- und Gigabit-Ethernet-Karten (1000 Mbit), verbesserter Support der neusten Adaptec-Controller und tausende Fehlerkorrekturen. Zusätzlich zur Standard-Distribution bietet FreeBSD eine Sammlung von portierter Software mit tausenden begehrten Programmen. Zum Verfassungszeitpunkt waren über &os.numports; Anwendungen in der Ports-Sammlung! Das Spektrum der Ports-Sammlung reicht von HTTP-Servern über Spiele, Programmiersprachen, Editoren und so ziemlich allem dazwischen. Die gesamte Ports-Sammlung benötigt &ports.size; an Speicherplatz, wobei jeder Port anhand eines Deltas zu den Quellen angegeben wird. Das macht es für uns erheblich leichter, Ports zu aktualisieren und es verringert den Plattenbedarf im Vergleich zur älteren 1.0-Port-Sammlung. Um ein Port zu übersetzen, müssen Sie einfach ins Verzeichnis des Programms wechseln und ein make install absetzen. Den Rest erledigt das System. Die originalen Quellen jedes zu installierenden Port werden dynamisch von CD-ROM oder einem FTP-Server bezogen. Es reicht also für genügend Plattenplatz zu sorgen, um die gewünschten Ports zu erstellen. Allen, die Ports nicht selbst kompilieren wollen: Es gibt zu fast jedem Port ein vorkompiliertes Paket, das einfach mit dem Befehl (pkg_add) installiert wird. Pakete und Ports werden in beschrieben. Eine Reihe von weiteren Dokumenten, die sich als hilfreich bei der Installation oder dem Arbeiten mit FreeBSD erweisen könnten, liegen auf neueren &os;-Systemen im Verzeichnis /usr/share/doc. Die lokal installierten Anleitungen lassen sich mit jedem HTML-fähigen Browser unter folgenden Adressen betrachten: Das FreeBSD-Handbuch /usr/share/doc/handbook/index.html Die FreeBSD-FAQ /usr/share/doc/faq/index.html Es besteht auch die Möglichkeit, sich die jeweils aktuellste Version der Referenzdokumente unter anzusehen. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/linuxemu/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/linuxemu/chapter.sgml index 6f3e07de67..40b576ed53 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/linuxemu/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/linuxemu/chapter.sgml @@ -1,3723 +1,3725 @@ Jim Mock Restrukturiert und teilweise aktualisiert von Brian N. Handy Beigetragen von Rich Murphey Johann Kois Übersetzt von Linux-Binärkompatibilität Übersicht Linux-Binärkompatibilität Binärkompatibilität Linux FreeBSD bietet Binärkompatibilität zu verschiedenen anderen &unix; Betriebssystemen, darunter auch Linux. Nun könnten Sie sich fragen, warum FreeBSD in der Lage sein muss, Linux-Binärprogramme auszuführen? Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach. Viele Unternehmen und Entwickler programmieren bzw. entwickeln nur für Linux, da es das Neueste und Beste in der Computerwelt ist. Für uns FreeBSD-Anwender heißt dies, genau diese Unternehmen und Entwickler zu bitten, FreeBSD-Versionen ihrer Programme herauszubringen. Das Problem dabei ist nur, dass die meisten dieser Firmen trotzdem nicht erkennen, wie viele zusätzliche Anwender ihre Produkte benutzen würden, wenn es auch FreeBSD-Versionen gäbe, und daher weiterhin ausschließlich für Linux entwickeln. Was also kann ein FreeBSD-Anwender tun? Genau an diesem Punkt kommt die Linux- Binärkompatibilität ins Spiel. Um es auf den Punkt zu bringen, genau diese Kompatibilität erlaubt es FreeBSD-Anwendern, etwa 90 % aller Linux-Anwendungen ohne Code-Änderungen zu verwenden. Dies schließt solche Anwendungen wie &staroffice;, Open Office, die Linux-Versionen von &netscape;, &adobe; &acrobat;, &realplayer;, VMWare , &oracle;, &wordperfect;, Doom, Quake und viele andere ein. Es wird sogar berichtet, dass diese Linux-Anwendungen in manchen Fällen unter FreeBSD eine bessere Leistung als unter Linux aufweisen. Allerdings gibt es nach wie vor einige Linux-spezifische Betriebssystem-Eigenschaften, die unter FreeBSD nicht unterstützt werden. Linux-Anwendungen, die &i386;-spezifische Aufrufe (wie die Aktivierung des virtuellen 8086-Modus) verwenden, funktionieren unter FreeBSD leider nicht. Nach dem Lesen dieses Kapitels werden Sie wissen, wie Sie die Linux-Binärkompatibilität installieren bzw. aktivieren. Wissen, wie man zusätzliche Linux-Systembibliotheken unter FreeBSD installiert. Linux-Anwendungen unter FreeBSD installieren können. Wissen, wie die Linux-Binärkompatibilität unter FreeBSD verwirklicht wurde. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie wissen, wie man Software Dritter installiert (). Installation KLD (kernel loadable object) Die Linux-Binärkompatibilität ist per Voreinstellung nicht aktiviert. Der einfachste Weg, dies zu tun, ist das Linux KLD (Kernel LoaDable object) zu laden. Dies erreichen Sie durch die Eingabe des folgenden Befehls: &prompt.root; kldload linux Wollen Sie die Linux-Binärkompatibilität dauerhaft aktivieren, sollten Sie die folgende Zeile in /etc/rc.conf einfügen: linux_enable="YES" Der &man.kldstat.8;-Befehl kann benutzt werden, um festzustellen, ob KLD geladen wurde: &prompt.user; kldstat Id Refs Address Size Name 1 2 0xc0100000 16bdb8 kernel 7 1 0xc24db000 d000 linux.ko Kerneloptionen COMPAT_LINUX Wenn Sie das KLD nicht laden können oder wollen, besteht auch die Möglichkeit, die Linux-Binärkompatibiltät statisch in den Kernel einzubinden. Dazu fügen Sie Ihrer Kernelkonfigurationsdatei den Eintrag options COMPAT_LINUX hinzu. Anschließend installieren Sie Ihren neuen Kernel wie in beschrieben. Linux-Laufzeitbibliotheken installieren Linux Linux-Laufzeitbibliotheken installieren Dies kann auf zwei Arten geschehen, entweder über den linux_base-Port, oder durch manuelle Installation der Bibliotheken . Installation unter Verwendung des linux_base-Ports Ports-Sammlung Dies ist die einfachste Methode, um die Laufzeitbibliotheken zu installieren. Sie funktioniert genauso wie die Installation eines beliebigen anderen Ports aus der Ports-Sammlung. Dazu machen Sie einfach folgendes: &prompt.root; cd /usr/ports/emulators/linux_base-fc4 &prompt.root; make install distclean Sie sollten nun über eine funktionierende Linux-Binärkompatibilität verfügen. Einige Programme könnten sich zwar über falsche Unterversionsnummern der Systembibliotheken beschweren, dies ist im Allgemeinen aber kein Problem. Unter Umständen gibt es mehrere Versionen des Ports emulators/linux_base. Die Ports entsprechen unterschiedlichen Versionen verschiedener Linux-Distributionen Sie sollten den Port installieren, der am besten die Anforderungen der Linux-Anwendung erfüllt. Manuelle Installation der Bibliotheken Wenn Sie die Ports-Sammlung nicht installiert haben, können Sie die Bibliotheken auch manuell installieren. Dazu brauchen Sie die jeweiligen Linux-Systembibliotheken, die das zu installierende Programm verwendet sowie den Laufzeit-Linker. Zusätzlich müssen Sie auf Ihrem FreeBSD-System einen virtuellen Verzeichnisbaum für die Linux-Bibliotheken einrichten. Alle unter FreeBSD gestarteten Linux-Programme suchen zuerst in diesem Verzeichnisbaum nach Systembibliotheken. Wenn also ein Linuxprogramm beispielsweise /lib/libc.so lädt, versucht FreeBSD zuerst, /compat/linux/lib/libc.so laden. Ist diese Datei nicht vorhanden, wird /lib/libc.so geladen. Systembibliotheken sollten daher besser in den virtuellen Verzeichnisbaum /compat/linux/lib als in den vom Linux-ld.so vorgeschlagenen installiert werden. Im Allgemeinen müssen Sie nur zu Beginn nach den Systembibliotheken suchen, die von Linuxprogrammen benötigt werden. Nach den ersten Installationen von Linuxprogrammen auf Ihrem FreeBSD-System verfügen Sie über eine Sammlung von Linux-Systembibliotheken, die es Ihnen ermöglichen wird, neue Linuxprogramme ohne Zusatzarbeit zu installieren. Installation zusätzlicher Systembibliotheken Shared-Libraries Was passiert, wenn Sie den linux_base-Port installieren, und Ihr Programm beschwert sich trotzdem über fehlende Systembibliotheken? Woher wissen Sie, welche Systembibliotheken von Linux-Binärprogrammen benötigt werden, und wo Sie diese finden? Grundsätzlich gibt es dafür zwei Möglichkeiten (um dieser Anleitung zu folgen, müssen Sie unter FreeBSD als Benutzer root angemeldet sein): Wenn Sie Zugriff auf ein Linux-System haben, können Sie dort nachsehen, welche Systembibliotheken eine Anwendung benötigt, und diese auf Ihr FreeBSD-System kopieren. Dazu folgendes Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben FTP verwendet, um die Linux-Binärversion von Doom zu bekommen und haben sie auf Ihrem Linux-System installiert. Nun können Sie überprüfen, welche Systembibliotheken das Programm benötigt, indem Sie ldd linuxdoom eingeben. Das Resultat sieht dann so aus: &prompt.user; ldd linuxdoom libXt.so.3 (DLL Jump 3.1) => /usr/X11/lib/libXt.so.3.1.0 libX11.so.3 (DLL Jump 3.1) => /usr/X11/lib/libX11.so.3.1.0 libc.so.4 (DLL Jump 4.5pl26) => /lib/libc.so.4.6.29 symbolische Links Sie müssten nun alle Dateien aus der letzten Spalte kopieren und sie unter /compat/linux speichern, wobei die Namen der ersten Spalte als symbolische Links auf diese Dateien zeigen. Damit haben Sie schließlich folgende Dateien auf Ihrem FreeBSD-System: /compat/linux/usr/X11/lib/libXt.so.3.1.0 /compat/linux/usr/X11/lib/libXt.so.3 -> libXt.so.3.1.0 /compat/linux/usr/X11/lib/libX11.so.3.1.0 /compat/linux/usr/X11/lib/libX11.so.3 -> libX11.so.3.1.0 /compat/linux/lib/libc.so.4.6.29 /compat/linux/lib/libc.so.4 -> libc.so.4.6.29
Beachten Sie, dass wenn Sie bereits eine Linux-Systembibliothek einer zur ersten Spalte passenden Hauptversionsnummer (laut ldd-Ausgabe) besitzen, Sie die Datei aus der zweiten Spalte nicht mehr kopieren müssen, da die bereits vorhandene Version funktionieren sollte. Hat die Systembibliothek jedoch eine neuere Versionsnummer, sollten Sie sie dennoch kopieren. Sie können die alte Version löschen, solange Sie einen symbolischen Link auf die neue Version anlegen. Wenn Sie also folgende Bibliotheken auf Ihrem System installiert haben: /compat/linux/lib/libc.so.4.6.27 /compat/linux/lib/libc.so.4 -> libc.so.4.6.27 und Sie haben eine neue Binärdatei, die laut ldd eine neuere Bibliothek benötigt: libc.so.4 (DLL Jump 4.5pl26) -> libc.so.4.6.29 Wenn diese sich nur um ein oder zwei Stellen in der Unterversionsnummer unterscheiden, müssen Sie /lib/libc.so.4.6.29 nicht auf Ihr System kopieren, da das Programm auch mit der etwas älteren Version ohne Probleme funktionieren sollte. Wenn Sie wollen, können Sie libc.so aber dennoch ersetzen (das heißt aktualisieren), was dann zu folgender Ausgabe führt: /compat/linux/lib/libc.so.4.6.29 /compat/linux/lib/libc.so.4 -> libc.so.4.6.29
Der Mechanismus der symbolischen Links wird nur für Linux-Binärdateien benötigt. Der FreeBSD-Laufzeitlinker sucht sich die passenden Hauptversionsnummern selbst, das heißt Sie müssen sich nicht darum kümmern.
Linux ELF-Binärdateien installieren Linux ELF-Binärdatei ELF-Binärdateien benötigen manchmal eine zusätzliche Kennzeichnung. Wenn Sie versuchen, eine nicht gekennzeichnete ELF-Binärdatei auszuführen, werden Sie eine Fehlermeldung ähnlich der folgenden erhalten: &prompt.user; ./my-linux-elf-binary ELF binary type not known Abort Damit der FreeBSD-Kernel eine Linux-ELF-Datei von einer FreeBSD-ELF-Datei unterscheiden kann, gibt es das Werkzeug &man.brandelf.1;: &prompt.user; brandelf -t Linux my-linux-elf-binary GNU Werkzeuge Die GNU Werkzeuge schreiben nun automatisch die passende Kennzeichnungsinformation in die ELF-Binärdateien, so dass Sie diesen Schritt in Zukunft nur noch selten benötigen werden. Namensauflösung konfigurieren Wenn DNS nicht funktioniert, oder Sie folgende Fehlermeldung erhalten: resolv+: "bind" is an invalid keyword resolv+: "hosts" is an invalid keyword müssen sie /compat/linux/etc/host.conf wie folgt anlegen: order hosts, bind multi on Diese Reihenfolge legt fest, dass zuerst /etc/hosts und anschließend DNS durchsucht werden. Wenn /compat/linux/etc/host.conf nicht vorhanden ist, finden Linux-Anwendungen FreeBSD's /etc/host.conf und beschweren sich über die inkompatible FreeBSD-Syntax. Wenn Sie keinen Nameserver (in /etc/resolv.conf) konfiguriert haben, sollten Sie den Eintrag bind entfernen.
Boris Hollas Für Mathematica 5.x aktualisiert von &mathematica; installieren Linux-Anwendungen Mathematica Dieses Dokument beschreibt die Installation der Linux-Version von &mathematica; 5.x auf einem FreeBSD-System. Die Linux-Version von &mathematica; oder &mathematica; für Studenten kann direkt von Wolfram unter bestellt werden. Den &mathematica;-Installer starten Zuerst müssen Sie &os; mitteilen, dass die Linux-Binärversion von &mathematica; die Linux-ABI verwendet. Dies erreichen Sie am einfachsten, indem Sie die Standard-ELF-Kennzeichnung für alle ungekennzeichneten Binärdateien auf Linux festlegen: &prompt.root; sysctl kern.fallback_elf_brand=3 Danach wird FreeBSD annehmen, dass alle ungekennzeichneten ELF-Binärdateien die Linux-ABI verwenden und es wäre nun möglich, das Installationsprogramm direkt von der CD-ROM zu starten. Unter &os; müssen allerdings die Datei MathInstaller in ein lokales Verzeichnis Ihrer Festplatte kopieren: &prompt.root; mount /cdrom &prompt.root; cp /cdrom/Unix/Installers/Linux/MathInstaller /LokalesVerzeichnis/ In dieser Datei ersetzen Sie in der ersten Zeile den Wert /bin/sh durch /compat/linux/bin/sh. Dadurch wird sichergestellt, dass der Installer von der Linux-Version von &man.sh.1; aufgerufen wird. Danach ersetzen Sie durch das im nächsten Abschnitt zu findende Skript oder über einen Texteditor alle Vorkommen von Linux) durch FreeBSD). Dadurch ist es dem &mathematica;-Installer möglich, durch den Einsatz von uname -s das Betriebssystem zu bestimmen. &os; wird dabei als Linux-artiges Betriebssystem behandelt. Durch den Aufruf von MathInstaller kann &mathematica; anschließend installiert werden. Die &mathematica;-Programmdateien anpassen Das von &mathematica; während der Installation erzeugte Shell-Skript muss angepasst werden, bevor Sie es einsetzen können. Wenn Sie die &mathematica;-Programmdateien unter /usr/local/bin installieren, finden Sie in diesem Verzeichnis die symbolische Links math, mathematica, Mathematica, sowie MathKernel. In jeder dieser Dateien müssen Sie jedes Vorkommen von Linux) durch FreeBSD) ersetzen (entweder über einen Texteditor oder durch das folgende Shellskript): #!/bin/sh cd /usr/local/bin for i in math mathematica Mathematica MathKernel do sed 's/Linux)/FreeBSD)/g' $i > $i.tmp sed 's/\/bin\/sh/\/compat\/linux\/bin\/sh/g' $i.tmp > $i rm $i.tmp chmod a+x $i done Ihr &mathematica;-Passwort anfordern Ethernet MAC-Adresse Wenn Sie &mathematica; das erste Mal starten, werden Sie nach einem Passwort gefragt. Haben Sie noch kein Passwort von Wolfram erhalten, müssen Sie zuerst im Installationsverzeichnis mathinfo aufrufen, um Ihre Rechner-ID zu bestimmen. Diese Rechner-ID basiert ausschließlich auf der MAC-Adresse Ihrer ersten Netzwerkkarte. Daher ist es nicht möglich, Ihre &mathematica;-Kopie auf verschiedenen Rechnern zu installieren. Wenn Sie sich bei Wolfram registrieren (durch E-Mail, Telefon oder Fax), teilen Sie Ihre Rechner-ID mit und erhalten dafür ein aus Zahlengruppen bestehendes Passwort. Das &mathematica;-Frontend über ein Netzwerk ausführen &mathematica; verwendet einige spezielle Schriftarten, um Zeichen anzuzeigen, die in den Standardzeichensätzen nicht vorhanden sind (z.B. Integrale, Summen, griechische Buchstaben). Das X-Protokoll verlangt allerdings, dass diese Schriftarten lokal installiert sind. Das bedeutet, dass Sie diese Schriftarten von der CD-ROM oder von einem Rechner, auf dem &mathematica; installiert ist, auf Ihren Rechner kopieren müssen. Diese Schriftarten befinden sich normalerweise in /cdrom/Unix/Files/SystemFiles/Fonts (&mathematica;-CD) oder in /usr/local/mathematica/SystemFiles/Fonts (Festplatte). Die aktuellen Schriftarten befinden sich dabei in den Unterverzeichnissen Type1 und X. Um diese Schriftarten zu verwenden, gibt es mehrere Möglichkeiten, die nun beschrieben werden: Die erste Möglichkeit besteht darin, die Schriftarten in eins der bereits existierenden Schriftartenverzeichnisse unter /usr/X11R6/lib/X11/fonts zu kopieren. Dies bedeutet, dass Sie fonts.dir editieren müssen, indem Sie die Schriftnamen hinzufügen und die Anzahl der Schriftarten in der ersten Zeile ändern. Alternativ ist es auch möglich, im Verzeichnis, in das Sie die Schriftarten kopiert haben, das Kommando &man.mkfontdir.1; auszuführen. Die zweite Möglichkeit, besteht darin, die Verzeichnisse nach /usr/X11R6/lib/X11/fonts zu kopieren: &prompt.root; cd /usr/X11R6/lib/X11/fonts &prompt.root; mkdir X &prompt.root; mkdir MathType1 &prompt.root; cd /cdrom/Unix/Files/SystemFiles/Fonts &prompt.root; cp X/* /usr/X11R6/lib/X11/fonts/X &prompt.root; cp Type1/* /usr/X11R6/lib/X11/fonts/MathType1 &prompt.root; cd /usr/X11R6/lib/X11/fonts/X &prompt.root; mkfontdir &prompt.root; cd ../MathType1 &prompt.root; mkfontdir Nun fügen Sie die neuen Schriftartenverzeichnisse in Ihren Pfad ein: &prompt.root; xset fp+ /usr/X11R6/lib/X11/fonts/X &prompt.root; xset fp+ /usr/X11R6/lib/X11/fonts/MathType1 &prompt.root; xset fp rehash Wenn Sie den &xorg;-Server verwenden, können Sie die Schriftarten-Verzeichnisse automatisch laden lassen, wenn Sie sie in Ihrer xorg.conf angeben. Für den &xfree86;-Server verwenden Sie die Datei XF86Config. Schriftarten Wenn Sie noch kein /usr/X11R6/lib/X11/fonts/Type1-Verzeichnis haben, können Sie das MathType1-Verzeichnis im vorherigen Beispiel in Type1 umbenennen. Aaron Kaplan Beigetragen von Robert Getschmann Mit Unterstützung durch &maple; installieren Linux-Anwendungen Maple &maple; ist ein mit &mathematica; vergleichbares kommerzielles Mathematikprogramm. Sie können dieses Programm unter kaufen und sich anschließend registrieren, um eine Lizenz zu erhalten. Um dieses Programm unter FreeBSD zu installieren, gehen Sie wie folgt vor: Führen Sie das INSTALL-Shell-Skript der Softwaredistribution aus. Wählen Sie die RedHat-Option aus, wenn Sie das Installationsprogramm danach fragt. Ein typisches Installationsverzeichnis wäre z.B. /usr/local/maple. Wenn Sie dies noch nicht gemacht haben, besorgen Sie sich nun eine &maple;-Lizenz von Maple Waterloo Software () und kopieren Sie diese nach /usr/local/maple/license/license.dat. Installieren Sie den FLEXlm-Lizenz-Manager, indem Sie das INSTALL_LIC-Installations-Shellskript ausführen, das mit &maple; ausgeliefert wird. Geben Sie Ihren primären Rechnernamen für den Lizenz-Server an. Verändern Sie /usr/local/maple/bin/maple.system.type wie folgt: ----- snip ------------------ *** maple.system.type.orig Sun Jul 8 16:35:33 2001 --- maple.system.type Sun Jul 8 16:35:51 2001 *************** *** 72,77 **** --- 72,78 ---- # the IBM RS/6000 AIX case MAPLE_BIN="bin.IBM_RISC_UNIX" ;; + "FreeBSD"|\ "Linux") # the Linux/x86 case # We have two Linux implementations, one for Red Hat and ----- snip end of patch ----- Bitte beachten Sie, dass nach "FreeBSD"|\ kein anderes Zeichen eingefügt werden darf. Dieser Patch weist &maple; an, FreeBSD als eine Art von Linux-System zu erkennen. Das Shell-Skript bin/maple ruft das Shell-Skript bin/maple.system.type auf, welches wiederum uname -a verwendet, um den Namen des Betriebssystems herauszufinden. Abhängig vom Betriebssystem weiß das System nun, welche Binärdateien verwendet werden sollen. Starten Sie den Lizenz-Server. Das folgende, als /usr/local/etc/rc.d/lmgrd.sh installierte Shell-Skript ist ein komfortabler Weg, um lmgrd zu starten: ----- snip ------------ #! /bin/sh PATH=/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/usr/X11R6/bin PATH=${PATH}:/usr/local/maple/bin:/usr/local/maple/FLEXlm/UNIX/LINUX export PATH LICENSE_FILE=/usr/local/maple/license/license.dat LOG=/var/log/lmgrd.log case "$1" in start) lmgrd -c ${LICENSE_FILE} 2>> ${LOG} 1>&2 echo -n " lmgrd" ;; stop) lmgrd -c ${LICENSE_FILE} -x lmdown 2>> ${LOG} 1>&2 ;; *) echo "Usage: `basename $0` {start|stop}" 1>&2 exit 64 ;; esac exit 0 ----- snip ------------ Versuchen Sie, &maple; zu starten: &prompt.user; cd /usr/local/maple/bin &prompt.user; ./xmaple Nun sollte das Programm laufen und alles funktionieren. Falls ja, vergessen Sie nicht, an Maplesoft zu schreiben und sie wissen zu lassen, dass Sie gerne eine native FreeBSD-Version hätten. Häufige Fehlerquellen Der FLEXlm-Lizenzmanager kann schwierig zu bedienen sein. Zusätzliche Dokumentation zu diesem Thema finden Sie unter . Es ist bekannt, dass lmgrd sehr pingelig ist, wenn es um die Lizenzdatei geht. Gibt es Probleme, führt dies zu einem Speicherauszug (core dump). Ein korrekte Lizenzdatei sollte ähnlich der folgenden aussehen: # ======================================================= # License File for UNIX Installations ("Pointer File") # ======================================================= SERVER chillig ANY #USE_SERVER VENDOR maplelmg FEATURE Maple maplelmg 2000.0831 permanent 1 XXXXXXXXXXXX \ PLATFORMS=i86_r ISSUER="Waterloo Maple Inc." \ ISSUED=11-may-2000 NOTICE=" Technische Universitat Wien" \ SN=XXXXXXXXX Seriennummer und Schlüssel wurden durch mehrere X unkenntlich gemacht. chillig ist ein Rechnername. Veränderungen an der Lizenzdatei sind möglich, solange Sie die FEATURE-Zeile nicht verändern (diese ist durch den Lizenzschlüssel geschützt). Dan Pelleg Beigesteuert von &matlab; installieren Linux-Anwendungen MATLAB Im Folgenden wird die Installation der Linux-Anwendung &matlab; Version 6.5 auf &os; beschrieben. Mit Ausnahme der &java.virtual.machine; (siehe ) läuft die Anwendung auch ganz gut. Die Linux-Version von &matlab; können Sie direkt bei The MathWorks bestellen. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Lizenz-Datei oder eine Anleitung zum Erstellen der Lizenz-Datei erhalten haben. Wenn Sie mit MathWorks in Kontakt stehen, weisen Sie bitte auf die fehlende &os;-Version der Software hin. Das &matlab;-Installationsskript Um &matlab; zu installieren, gehen Sie wie folgt vor: Hängen Sie die Installations-CD ein und wechseln Sie zu root, wie im Installations-Skript gefordert. Starten Sie die Installation mit dem folgenden Kommando: &prompt.root; /compat/linux/bin/sh /cdrom/install Die Installation erfordert eine graphische Benutzeroberfläche. Wenn Sie die Fehlermeldung erhalten, dass das Display nicht geöffnet werden konnte, führen Sie das folgende Kommando aus: &prompt.root; setenv HOME ~USER Für USER setzen Sie den Benutzer ein, von dem aus Sie root geworden sind. Beantworten Sie die Frage nach dem &matlab;-Root-Verzeichnis mit: /compat/linux/usr/local/matlab. Den langen Pfad werden Sie noch öfter brauchen. Die Tipparbeit können Sie sich mit dem folgenden Befehl erleichtern: &prompt.root; set MATLAB=/compat/linux/usr/local/matlab Editieren Sie die Lizenz-Datei entsprechend der Anweisung, die Sie beim Erwerb der Lizenz erhalten haben. Sie können die Datei schon vorher mit Ihrem Lieblingseditor bearbeiten. Kopieren Sie die Lizenz-Datei nach $MATLAB/license.dat bevor das Installationsprogramm Sie auffordert, die Datei zu editieren. Schließen Sie die Installation ab. Die &matlab;-Installation ist jetzt abgeschlossen. Die folgenden Schritte passen &matlab; an &os; an. Den Lizenzmanager starten Erstellen Sie symbolische Links zu den Startskripten des Lizenzmanagers: &prompt.root; ln -s $MATLAB/etc/lmboot /usr/local/etc/lmboot_TMW &prompt.root; ln -s $MATLAB/etc/lmdown /usr/local/etc/lmdown_TMW Erstellen Sie das Startskript /usr/local/etc/rc.d/flexlm.sh. Das folgende Beispiel ist eine geänderte Version des mitgelieferten Skripts $MATLAB/etc/rc.lm.glnx86. Angepasst wurden die Pfade zu den Dateien und der Start des Lizenzmanagers unter der Linux-Emulation. #!/bin/sh case "$1" in start) if [ -f /usr/local/etc/lmboot_TMW ]; then /compat/linux/bin/sh /usr/local/etc/lmboot_TMW -u username && echo 'MATLAB_lmgrd' fi ;; stop) if [ -f /usr/local/etc/lmdown_TMW ]; then /compat/linux/bin/sh /usr/local/etc/lmdown_TMW > /dev/null 2>&1 fi ;; *) echo "Usage: $0 {start|stop}" exit 1 ;; esac exit 0 Machen Sie Datei ausführbar: &prompt.root; chmod +x /usr/local/etc/rc.d/flexlm.sh Ersetzen Sie im Skript username durch einen existierenden Benutzer Ihres Systems (bitte keinesfalls root). Starten Sie den Lizenzmanager: &prompt.root; /usr/local/etc/rc.d/flexlm.sh start Einrichten der &java;-Laufzeitumgebung Erstellen Sie einen symbolischen Link auf eine unter &os; laufende &java;-Laufzeitumgebung (JRE): &prompt.root; cd $MATLAB/sys/java/jre/glnx86/ &prompt.root; unlink jre; ln -s ./jre1.1.8 ./jre Ein &matlab;-Startskript erstellen Kopieren Sie das folgende Skript nach /usr/local/bin/matlab: #!/bin/sh /compat/linux/bin/sh /compat/linux/usr/local/matlab/bin/matlab "$@" Machen Sie das Skript ausführbar: &prompt.root; chmod +x /usr/local/bin/matlab Abhängig von der Version des Ports emulators/linux_base kann das Skript auf Fehler laufen. Die Fehler können Sie vermeiden, indem Sie die Datei /compat/linux/usr/local/matlab/bin/matlab editieren. Ändern Sie die nachstehende Zeile if [ `expr "$lscmd" : '.*->.*'` -ne 0 ]; then (mit Version 13.0.1 in der Zeile 410) in die folgende um: if test -L $newbase; then Stopp-Skript für &matlab; erstellen Das nachstehende Skript beendet &matlab; ordnungsgemäß. Erstellen Sie die Datei $MATLAB/toolbox/local/finish.m mit dem nachstehenden Inhalt: ! $MATLAB/bin/finish.sh Übernehmen Sie die Zeichenkette $MATLAB unverändert. Im selben Verzeichnis befinden sich die Dateien finishsav.m und finishdlg.m. Die Dateien sichern die Einstellungen der Arbeitsfläche bevor &matlab; beendet wird. Wenn Sie eine der beiden Dateien benutzen, fügen Sie die obige Zeile unmittelbar nach dem save-Kommando ein. Erstellen Sie die Datei $MATLAB/bin/finish.sh mit nachstehendem Inhalt: #!/usr/compat/linux/bin/sh (sleep 5; killall -1 matlab_helper) & exit 0 Machen Sie die Datei ausführbar: &prompt.root; chmod +x $MATLAB/bin/finish.sh &matlab; benutzen Jetzt können Sie &matlab; mit dem matlab starten. Marcel Moolenaar Beigetragen von &oracle; installieren Linux-Anwendungen Oracle Übersicht Dieses Dokument beschreibt die Installation von &oracle; 8.0.5 und &oracle; 8.0.5.1 Enterprise Edition für Linux auf einem FreeBSD-Rechner. Installation der Linux-Umgebung Stellen Sie sicher, dass Sie sowohl emulators/linux_base und devel/linux_devtools aus der Ports-Sammlung installiert haben. Wenn Sie mit diesen Ports Schwierigkeiten haben, müssen Sie vielleicht ältere Versionen der Linux-Umgebung aus der Ports-Sammlung installieren. Wenn Sie den Intelligent-Agent verwenden wollen, müssen Sie zusätzlich das RedHat Tcl-Paket installieren: tcl-8.0.3-20.i386.rpm. Zur Installation von RPM-Paketen wir der Port archivers/rpm benötigt. Ist der Port installiert, lassen sich RPM-Pakete anschließend mit dem nachstehenden Befehl installieren: &prompt.root; rpm -i --ignoreos --root /compat/linux --dbpath /var/lib/rpm package Die Installation der RPM-Pakete sollte ohne Fehlermeldung ablaufen. Die &oracle;-Umgebung erzeugen Bevor Sie &oracle; installieren können, müssen Sie eine entsprechende Umgebung erzeugen. Dieses Dokument beschreibt nur, was Sie im Speziellen tun müssen, um die Linux-Version von &oracle; unter FreeBSD zu installieren, nicht aber, was bereits in der Installationsanleitung von &oracle; beschrieben wird. Kernel-Tuning Kernel Tuning Wie in der Installationsanleitung von &oracle; beschrieben, müssen Sie die maximale Shared-Memory Größe festlegen. Verwenden Sie SHMMAX nicht unter FreeBSD. SHMMAX wird lediglich aus SHMMAXPGS und PGSIZE berechnet. Definieren Sie stattdessen SHMMAXPGS. Alle anderen Optionen können wie in der Anleitung beschrieben verwendet werden. Zum Beispiel: options SHMMAXPGS=10000 options SHMMNI=100 options SHMSEG=10 options SEMMNS=200 options SEMMNI=70 options SEMMSL=61 Passen Sie diese Optionen entsprechend dem von Ihnen gewünschten Einsatzzweck von &oracle; an. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie folgende Optionen in Ihren Kernel kompilieren: options SYSVSHM #SysV shared memory options SYSVSEM #SysV semaphores options SYSVMSG #SysV interprocess communication &oracle;-Benutzer anlegen Legen Sie den Account oracle an. Der Account unterschiedet sich von normalen Accounts dadurch, dass er eine Linux-Shell zugeordnet bekommen muss. Fügen Sie /compat/linux/bin/bash in die Datei /etc/shells ein und setzen Sie die Shell für den oracle-Account auf /compat/linux/bin/bash. Umgebung Neben den normalen &oracle;-Variablen, wie z.B. ORACLE_HOME und ORACLE_SID müssen Sie die folgenden Variablen setzen: Variable Wert LD_LIBRARY_PATH $ORACLE_HOME/lib CLASSPATH $ORACLE_HOME/jdbc/lib/classes111.zip PATH /compat/linux/bin /compat/linux/sbin /compat/linux/usr/bin /compat/linux/usr/sbin /bin /sbin /usr/bin /usr/sbin /usr/local/bin $ORACLE_HOME/bin Es ist empfehlenswert, alle Variablen in der Datei .profile zu setzen. Ein komplettes Beispiel sieht folgendermaßen aus: ORACLE_BASE=/oracle; export ORACLE_BASE ORACLE_HOME=/oracle; export ORACLE_HOME LD_LIBRARY_PATH=$ORACLE_HOME/lib export LD_LIBRARY_PATH ORACLE_SID=ORCL; export ORACLE_SID ORACLE_TERM=386x; export ORACLE_TERM CLASSPATH=$ORACLE_HOME/jdbc/lib/classes111.zip export CLASSPATH PATH=/compat/linux/bin:/compat/linux/sbin:/compat/linux/usr/bin PATH=$PATH:/compat/linux/usr/sbin:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin PATH=$PATH:/usr/local/bin:$ORACLE_HOME/bin export PATH &oracle; installieren Auf Grund einer kleinen Unregelmäßigkeit im Linux-Emulator müssen Sie das Verzeichnis .oracle unter /var/tmp erzeugen, bevor Sie das Installationsprogramm starten. Das Verzeichnis muss dem Account oracle gehören. Sie sollten &oracle; nun ohne Probleme installieren können. Treten dennoch Probleme auf, überprüfen Sie zuerst Ihre &oracle;-Distribution und Ihre Konfiguration. Nachdem Sie &oracle; erfolgreich installiert haben, installieren Sie die Patches wie in den zwei folgenden Abschnitten beschrieben: Ein häufiges Problem ist, dass der TCP Protokoll-Adapter nicht korrekt installiert wird. Daraus folgt, dass Sie keine TCP-Listener starten können. Dieses Problem kann durch folgende Schritte behoben werden: &prompt.root; cd $ORACLE_HOME/network/lib &prompt.root; make -f ins_network.mk ntcontab.o &prompt.root; cd $ORACLE_HOME/lib &prompt.root; ar r libnetwork.a ntcontab.o &prompt.root; cd $ORACLE_HOME/network/lib &prompt.root; make -f ins_network.mk install Vergessen Sie nicht, root.sh nochmals auszuführen! root.sh patchen Während der &oracle;-Installation werden einige Aktionen, die als root ausgeführt werden müssen, in ein Shell-Skript mit dem Namen root.sh gespeichert. Dieses Skript befindet sich im Verzeichnis orainst. Verwenden Sie folgenden Patch für root.sh, damit es das richtige chown Kommando verwendet, oder lassen Sie das Skript alternativ unter einer Linux-Shell ablaufen: *** orainst/root.sh.orig Tue Oct 6 21:57:33 1998 --- orainst/root.sh Mon Dec 28 15:58:53 1998 *************** *** 31,37 **** # This is the default value for CHOWN # It will redefined later in this script for those ports # which have it conditionally defined in ss_install.h ! CHOWN=/bin/chown # # Define variables to be used in this script --- 31,37 ---- # This is the default value for CHOWN # It will redefined later in this script for those ports # which have it conditionally defined in ss_install.h ! CHOWN=/usr/sbin/chown # # Define variables to be used in this script Wenn Sie &oracle; nicht von CD-ROM installieren, können Sie Quelldatei für root.sh verändern. Sie heißt rthd.sh und befindet sich im orainst-Verzeichnis des Quellcodebaums. genclntsh patchen Das Skript genclntsh wird verwendet, um eine Shared-Library für Clients zu erzeugen. Diese wird bei der Erzeugung der Demos verwendet. Verwenden Sie folgenden Patch, um die Definition von PATH auszukommentieren: *** bin/genclntsh.orig Wed Sep 30 07:37:19 1998 --- bin/genclntsh Tue Dec 22 15:36:49 1998 *************** *** 32,38 **** # # Explicit path to ensure that we're using the correct commands #PATH=/usr/bin:/usr/ccs/bin export PATH ! PATH=/usr/local/bin:/bin:/usr/bin:/usr/X11R6/bin export PATH # # each product MUST provide a $PRODUCT/admin/shrept.lst --- 32,38 ---- # # Explicit path to ensure that we're using the correct commands #PATH=/usr/bin:/usr/ccs/bin export PATH ! #PATH=/usr/local/bin:/bin:/usr/bin:/usr/X11R6/bin export PATH # # each product MUST provide a $PRODUCT/admin/shrept.lst &oracle; starten Wenn Sie den Anweisungen gefolgt sind, sollten Sie nun in der Lage sein, &oracle; zu starten, genau so, wie Sie dies auch unter Linux tun würden. Holger Kipp Beigetragen von Valentino Vaschetto Originalversion nach SGML konvertiert durch: &sap.r3; installieren Linux-Anwendungen SAP R/3 Installationen von &sap; unter FreeBSD werden vom &sap; Support-Team nicht unterstützt – und &sap; bietet Support nur für zertifizierte Plattformen an! Übersicht Dieses Dokument beschreibt einen möglichen Weg, um ein &sap.r3;-System mit &oracle; Datenbank für Linux auf einem FreeBSD-Rechner zu installieren, einschließlich der Installation von FreeBSD und &oracle;. Zwei verschiedene Konfigurationen werden beschrieben: &sap.r3; 4.6B (IDES) mit &oracle; 8.0.5 unter FreeBSD 4.3-STABLE &sap.r3; 4.6C mit &oracle; 8.1.7 unter FreeBSD 4.5-STABLE Obwohl dieses Dokument versucht, alle wichtigen Schritte ausführlich zu beschreiben, besteht nicht die Absicht, die originalen Installationsanleitungen von &oracle; und &sap.r3; zu ersetzen. Benutzen Sie die mit &sap.r3; Linux Edition gelieferte Dokumentation für &sap;- und &oracle;-spezifische Fragen, sowie die Ressourcen von &oracle; und &sap;-OSS. Software/Programme Folgende CD-ROMs wurden für die Installation von &sap; verwendet: &sap.r3; 4.6B, &oracle; 8.0.5 Bezeichnung Nummer Beschreibung KERNEL 51009113 &sap; Kernel &oracle; / Installation / AIX, Linux, &solaris; RDBMS 51007558 &oracle; / RDBMS 8.0.5.X / Linux EXPORT1 51010208 IDES / DB-Export / Disc 1 of 6 EXPORT2 51010209 IDES / DB-Export / Disc 2 of 6 EXPORT3 51010210 IDES / DB-Export / Disc 3 of 6 EXPORT4 51010211 IDES / DB-Export / Disc 4 of 6 EXPORT5 51010212 IDES / DB-Export / Disc 5 of 6 EXPORT6 51010213 IDES / DB-Export / Disc 6 of 6 Zusätzlich wurde die &oracle; 8 Server CD-ROM (Pre-production Version 8.0.5 für Linux, Kernel Version 2.0.33) verwendet, die allerdings nicht unbedingt nötig ist und FreeBSD 4.3-STABLE (die Installation wurde kurz nach dem Erscheinen von 4.3-RELEASE durchgeführt). &sap.r3; 4.6C SR2, &oracle; 8.1.7 Bezeichnung Nummer Beschreibung KERNEL 51014004 &sap; Kernel &oracle; / &sap; Kernel Version 4.6D / DEC, Linux RDBMS 51012930 &oracle; 8.1.7/ RDBMS / Linux EXPORT1 51013953 Release 4.6C SR2 / Export / Disc 1 of 4 EXPORT1 51013953 Release 4.6C SR2 / Export / Disc 2 of 4 EXPORT1 51013953 Release 4.6C SR2 / Export / Disc 3 of 4 EXPORT1 51013953 Release 4.6C SR2 / Export / Disc 4 of 4 LANG1 51013954 Release 4.6C SR2 / Language / DE, EN, FR / Disc 1 of 3 Abhängig von den zu installierenden Sprachen kann es sein, dass zusätzliche Sprach-CDs nötig sind. Da hier nur Deutsch und Englisch verwendet wurden, ist die erste Sprachen-CD ausreichend. Nebenbei bemerkt sind die Nummern aller vier Export-CDs identisch. Das heißt alle drei Sprachen-CDs haben diesselbe Nummer (das unterscheidet sie von der Nummerierung der 4.6B IDES-Version). Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments lief das System unter FreeBSD 4.5-STABLE (20.03.2002). &sap;-Notes Die folgenden Anmerkungen sollten vor der Installation von &sap.r3; gelesen werden, da sie sich während der Installation als nützlich erwiesen haben. &sap.r3; 4.6B, &oracle; 8.0.5 Nummer Bezeichnung 0171356 &sap; Software on Linux: Essential Comments 0201147 INST: 4.6C R/3 Inst. on UNIX - &oracle; 0373203 Update / Migration &oracle; 8.0.5 --> 8.0.6/8.1.6 LINUX 0072984 Release of Digital UNIX 4.0B for &oracle; 0130581 R3SETUP step DIPGNTAB terminates 0144978 Your system has not been installed correctly 0162266 Questions and tips for R3SETUP on Windows NT/W2K &sap.r3; 4.6C, &oracle; 8.1.7 Nummer Bezeichnung 0015023 Initializing table TCPDB (RSXP0004) (EBCDIC) 0045619 R/3 with several languages or typefaces 0171356 &sap; Software on Linux: Essential Comments 0195603 RedHat 6.1 Enterprise version: Known problems 0212876 The new archiving tool SAPCAR 0300900 Linux: Released DELL Hardware 0377187 RedHat 6.2: important remarks 0387074 INST: R/3 4.6C SR2 Installation on UNIX 0387077 INST: R/3 4.6C SR2 Inst. on UNIX - &oracle; 0387078 &sap; Software on UNIX: OS Dependencies 4.6C SR2 Hardware-Anforderungen Die folgende Ausstattung reicht für die Installation eines &sap.r3; Systems aus. Für Produktionszwecke benötigt man natürlich eine exakte Bestimmung dieser Größen: Komponente 4.6B 4.6C Prozessor 2 x 800MHz &pentium; III 2 x 800MHz &pentium; III Hauptspeicher 1GB ECC 2GB ECC Festplattenplatz 50-60GB (IDES) 50-60GB (IDES) Für Produktionszwecke sind &xeon; Prozessoren mit großem Cache, Hochgeschwindigkeitsspeicher (SCSI, RAID Hardware Controller), USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) und ECC-RAM empfehlenswert. Der große Bedarf an Festplattenplatz ergibt sich durch das vorkonfigurierte IDES System, welches während der Installation 27 GB Datenbankdateien erzeugt. Dieser Speicher ist auch für neue Produktionssysteme und Anwendungsdaten ausreichend. &sap.r3; 4.6B, &oracle; 8.0.5 Folgende Standard-Hardware wurde verwendet: Ein Doppelprozessorboard mit zwei 800 MHz &pentium; III Prozessoren, Adaptec 29160 Ultra160 SCSI Adaptern (zum Anschluß eines 40/80 GB DLT Bandlaufwerks und eines CD-ROM-Laufwerks), &mylex; &acceleraid; (2 Kanäle, Firmware 6.00-1-00 mit 32 MB RAM). An den &mylex; RAID-Controller wurden 2 (gespiegelte) 17 GB Festplatten sowie vier 36 GB Festplatten (RAID level 5) angeschlossen. &sap.r3; 4.6C, &oracle; 8.1.7 Für diese Installation wurde ein DELL PowerEdge 2500 verwendet: Ein Doppelprozessorboard mit zwei 1000 MHz &pentium; III Prozessoren (256 kB Cache), 2 GB PC133 ECC SDRAM, PERC/3 DC PCI RAID-Controller mit 128 MB, und einem EIDE DVD-ROM Laufwerk. An den RAID-Controller sind zwei (gespiegelte) 18 GB Festplatten sowie vier 36 GB Festplatten (RAID level 5) angeschlossen. Installation von FreeBSD Als erstes müssen Sie FreeBSD installieren. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, die in des Handbuchs beschrieben werden. Aufteilung der Festplatte Um das Ganze zu vereinfachen, wurde sowohl für die &sap.r3; 46B- als auch die &sap.r3; 46C SR2-Installation die gleiche Platteneinteilung verwendet. Nur die Gerätenamen änderten sich, da die Installationen auf verschiedenen Hardwareplattformen durchgeführt wurden (Insbesondere /dev/da sowie /dev/amr; wenn also jemand z.B. ein AMI &megaraid; verwendet, so wird er /dev/amr0s1a anstelle von /dev/da0s1a vorfinden.): Dateisystem Größe (1k-blocks) HDD-Größe (GB) Gemountet nach /dev/da0s1a 1.016.303 1 / /dev/da0s1b 6 Swap /dev/da0s1e 2.032.623 2 /var /dev/da0s1f 8.205.339 8 /usr /dev/da1s1e 45.734.361 45 /compat/linux/oracle /dev/da1s1f 2.032.623 2 /compat/linux/sapmnt /dev/da1s1g 2.032.623 2 /compat/linux/usr/sap Konfigurieren und initialisieren Sie die zwei logischen Platten mit der &mylex;- oder PERC/3 RAID Software, bevor Sie beginnen. Diese kann während der BIOS-Bootphase gestartet werden. Beachten Sie bitte, dass sich diese Platteneinteilung etwas von den &sap;-Empfehlungen unterscheidet, da &sap; vorschlägt, die &oracle;-Unterverzeichnisse (und einige andere) separat einzuhängen – es ist jedoch einfacher, diese als reale Unterverzeichnisse zu erzeugen. <command>make world</command> und ein neuer Kernel Laden Sie die neuesten STABLE-Quellen herunter. Aktualisieren Sie das System und erzeugen Sie einen neuen Kernel, nachdem Sie die Kernelkonfigurationsdatei angepasst haben. Zusätzlich sollten Sie die Kernel Parameter einfügen, die sowohl von &sap.r3; als auch von &oracle; benötigt werden. Installation der Linux-Umgebung Das Linux-Basissystem installieren Zuerst muss der Port linux_base als root installiert werden: &prompt.root; cd /usr/ports/emulators/linux_base &prompt.root; make package Die Linux-Entwicklungsumgebung installieren Die Linux-Entwicklungsumgebung wird benötigt, wenn Sie &oracle; auf Ihrem FreeBSD-System installieren wollen (siehe ): &prompt.root; cd /usr/ports/devel/linux_devtools &prompt.root; make install distclean Die Linux-Entwicklungsumgebung wurde hier jedoch nur für die &sap.r3; 46B IDES-Installation verwendet. Sie wird nicht benötigt, wenn die &oracle;-Datenbank auf dem FreeBSD System nicht neu gebunden wird. Dies ist dann der Fall, wenn Sie den &oracle; Tarball eines Linux-Systems verwenden. Notwendige RPMs installieren RPMs Um das R3SETUP-Programm zu starten, wird PAM-Unterstützung benötigt. Während der ersten Installation von &sap; unter FreeBSD 4.3-STABLE wurde versucht, zuerst alle von PAM benötigten Pakete zu installieren. Anschließend wurde die Installation von PAM erzwungen, was auch ohne Probleme funktionierte. Für die folgende Installation von &sap.r3; 4.6C SR2 wurde die Installation von PAM ohne die abhängigen Pakete direkt erzwungen und es funktionierte ebenfalls. Es sieht so aus, als würden die abhängigen Pakete nicht benötigt. &prompt.root; rpm -i --ignoreos --nodeps --root /compat/linux --dbpath /var/lib/rpm \ pam-0.68-7.i386.rpm Um den Intelligent-Agent von &oracle; 8.0.5 auszuführen, musste das RedHat Tcl-Paket tcl-8.0.5-30.i386.rpm installiert werden, da sonst das Binden (link) während der &oracle;-Installation nicht funktionierte. Es gibt noch weitere Punkte beim Binden von &oracle;, die aber die Kombination &oracle;-Linux betreffen und nicht FreeBSD spezifisch sind. Zusätzliche Hinweise Eine gute Idee ist es, linprocfs in /etc/fstab einzufügen; weitere Informationen dazu erhalten Sie in der Hilfeseite &man.linprocfs.5;. Weiterhin sollten Sie in der Datei /etc/sysctl.conf die Zeile kern.fallback_elf_brand=3 einfügen. Die &sap.r3;-Umgebung erzeugen Die nötigen Dateisysteme erzeugen Für eine einfache Installation reicht es aus, folgende Dateisysteme zu erzeugen: Dateisysteme Größe in GB /compat/linux/oracle 45 GB /compat/linux/sapmnt 2 GB /compat/linux/usr/sap 2 GB Außerdem müssen einige Links angelegt werden. Ansonsten beschwert sich der &sap;-Installer, wenn er die erzeugten Links überprüft: &prompt.root; ln -s /compat/linux/oracle /oracle &prompt.root; ln -s /compat/linux/sapmnt /sapmnt &prompt.root; ln -s /compat/linux/usr/sap /usr/sap Eine Fehlermeldung während der Installation (hier unter dem PRD-System und &sap.r3; 4.6C SR2 könnte beispielsweise so aussehen: INFO 2002-03-19 16:45:36 R3LINKS_IND_IND SyLinkCreate:200 Checking existence of symbolic link /usr/sap/PRD/SYS/exe/dbg to /sapmnt/PRD/exe. Creating if it does not exist... WARNING 2002-03-19 16:45:36 R3LINKS_IND_IND SyLinkCreate:400 Link /usr/sap/PRD/SYS/exe/dbg exists but it points to file /compat/linux/sapmnt/PRD/exe instead of /sapmnt/PRD/exe. The program cannot go on as long as this link exists at this location. Move the link to another location. ERROR 2002-03-19 16:45:36 R3LINKS_IND_IND Ins_SetupLinks:0 can not setup link '/usr/sap/PRD/SYS/exe/dbg' with content '/sapmnt/PRD/exe' Benutzer und Verzeichnisse anlegen &sap.r3; benötigt zwei Benutzer und drei Benutzergruppen. Die Benutzernamen hängen von der (aus drei Buchstaben bestehenden) SAP-System-ID (SID) ab. Einige dieser SIDs sind von &sap; reserviert (z.B. SAP und NIX. Für eine komplette Übersicht schlagen Sie bitte in der &sap;-Dokumentation nach. Für die IDES-Installation wurde IDS verwendet, für die 4.6C-SR2-Installation PRD, da das System für Produktionszwecke eingesetzt werden sollte. Daraus ergaben sich folgende Gruppen (die Gruppen-IDs können variieren, es handelt sich nur um Werte, die für diese spezielle Installation verwendet wurden): Gruppen-ID Gruppen-Name Beschreibung 100 dba Datenbank-Administrator 101 sapsys SAP System 102 oper Datenbank-Operator Bei einer Standard-&oracle;-Installation wird nur die Gruppe dba verwendet. Für die Gruppe oper wird ebenfalls die Gruppe dba verwendet (weitere Informationen finden sich in der &oracle;- und &sap;-Dokumentation). Zusätzlich werden auch folgende Benutzer benötigt: Benutzer-ID Benutzername Generischer Name Gruppe Zusätzliche Gruppen Beschreibung 1000 idsadm/prdadm sidadm sapsys oper SAP Administrator 1002 oraids/oraprd orasid dba oper &oracle; Administrator Für das Anlegen des &sap;-Administrators mittels &man.adduser.8; werden folgende Einträge (beachten Sie bitte die Shell und das Heimatverzeichnis) benötigt: Name: sidadm Password: ****** Fullname: SAP Administrator SID Uid: 1000 Gid: 101 (sapsys) Class: Groups: sapsys dba HOME: /home/sidadm Shell: bash (/compat/linux/bin/bash) und für den Datenbank-Administrator: Name: orasid Password: ****** Fullname: Oracle Administrator SID Uid: 1002 Gid: 100 (dba) Class: Groups: dba HOME: /oracle/sid Shell: bash (/compat/linux/bin/bash) Wenn Sie beide Gruppen (dba und oper) verwenden, sollte auch die Gruppe oper hinzugefügt werden. Verzeichnisse erzeugen Diese Verzeichnisse werden gewöhnlich als eigene Dateisysteme erzeugt und gemountet. Letztlich liegt dies aber an Ihren Anforderungen an das System. Hier wurden sie als einfache Verzeichnisse angelegt, die sich alle im gleichen RAID5 befinden: Zuerst werden die Eigentümer und Rechte für einige Verzeichnisse (als Benutzer root) gesetzt: &prompt.root; chmod 775 /oracle &prompt.root; chmod 777 /sapmnt &prompt.root; chown root:dba /oracle &prompt.root; chown sidadm:sapsys /compat/linux/usr/sap &prompt.root; chmod 775 /compat/linux/usr/sap Danach werden (als Benutzer orasid) einige Verzeichnisse erzeugt, die alle Unterverzeichnisse von /oracle/SID sind: &prompt.root; su - orasid &prompt.root; cd /oracle/SID &prompt.root; mkdir mirrlogA mirrlogB origlogA origlogB &prompt.root; mkdir sapdata1 sapdata2 sapdata3 sapdata4 sapdata5 sapdata6 &prompt.root; mkdir saparch sapreorg &prompt.root; exit Für die &oracle; 8.1.7-Installation werden ebenfalls zusätzliche Verzeichnisse benötigt: &prompt.root; su - orasid &prompt.root; cd /oracle &prompt.root; mkdir 805_32 &prompt.root; mkdir client stage &prompt.root; mkdir client/80x_32 &prompt.root; mkdir stage/817_32 &prompt.root; cd /oracle/SID &prompt.root; mkdir 817_32 Das Verzeichnis client/80x_32 muss genau so genannt werden. Versuchen Sie nicht, das x durch eine Zahl oder einen Buchstaben zu ersetzen. Im dritten Schritt werden wiederum Verzeichnisse (als Benutzer sidadm) erzeugt: &prompt.root; su - sidadm &prompt.root; cd /usr/sap &prompt.root; mkdir SID &prompt.root; mkdir trans &prompt.root; exit Einträge in <filename>/etc/services</filename> &sap.r3; benötigt einige Einträge in /etc/services, die während der Installation unter FreeBSD nicht richtig gesetzt werden. Sie benötigen mindestens die zur Instanzennummer, in diesem Fall 00, passenden Einträge. Es ist auch möglich, direkt alle Einträge für dp, gw, sp und ms von 00 bis 99 einzufügen. Wenn Sie einen SAP-Router verwenden, oder den Zugang zu &sap;-OSS benötigen, müssen Sie auch 99 einfügen, da der Port 3299 normalerweise für den SAP-Router-Prozess auf dem Zielsystem benötigt wird: sapdp00 3200/tcp # SAP Dispatcher. 3200 + Instance-Number sapgw00 3300/tcp # SAP Gateway. 3300 + Instance-Number sapsp00 3400/tcp # 3400 + Instance-Number sapms00 3500/tcp # 3500 + Instance-Number sapmsSID 3600/tcp # SAP Message Server. 3600 + Instance-Number sapgw00s 4800/tcp # SAP Secure Gateway 4800 + Instance-Number Notwendige Lokalisierungen Locale &sap; benötigt mindestens zwei Lokalisierungen, die nicht Teil der RedHat-Standardinstallation sind. &sap; bietet diese als RPMs auf ihrem FTP-Server als Downloads an (diese sind aber nur dann zugänglich, wenn Sie ein Kunde mit OSS-Zugang sind). Für eine Übersicht der notwendigen RPMs lesen Sie bitte den &sap;-Hinweis 0171356. Es ist auch möglich, nur die passenden Links (z.B. von de_DE und en_US) zu erzeugen, diese Vorgehensweise wird aber nicht nicht empfohlen (obwohl es bisher beim IDES-System ohne Probleme funktioniert hat). Folgende Lokalisationen werden benötigt: de_DE.ISO-8859-1 en_US.ISO-8859-1 Erzeugen Sie die Links wie folgt: &prompt.root; cd /compat/linux/usr/share/locale &prompt.root; ln -s de_DE de_DE.ISO-8859-1 &prompt.root; ln -s en_US en_US.ISO-8859-1 Sind diese nicht vorhanden, wird es während der Installation zu einigen Problemen kommen. Wenn diese konsequent ignoriert werden (indem der fehlgeschlagene Schritt in CENTRDB.R3S auf OK gesetzt wird), ist es ohne größeren Aufwand nicht mehr möglich, sich am &sap;-System anzumelden. Kernel-Tuning Kernel Tuning &sap.r3;-Systeme verbrauchen sehr viele Ressourcen. Deshalb wurden folgende Parameter in die Kernelkonfigurationsdatei eingefügt: # Set these for memory pigs (SAP and Oracle): options MAXDSIZ="(1024*1024*1024)" options DFLDSIZ="(1024*1024*1024)" # System V options needed. options SYSVSHM #SYSV-style shared memory options SHMMAXPGS=262144 #max amount of shared mem. pages #options SHMMAXPGS=393216 #use this for the 46C inst.parameters options SHMMNI=256 #max number of shared memory ident if. options SHMSEG=100 #max shared mem.segs per process options SYSVMSG #SYSV-style message queues options MSGSEG=32767 #max num. of mes.segments in system options MSGSSZ=32 #size of msg-seg. MUST be power of 2 options MSGMNB=65535 #max char. per message queue options MSGTQL=2046 #max amount of msgs in system options SYSVSEM #SYSV-style semaphores options SEMMNU=256 #number of semaphore UNDO structures options SEMMNS=1024 #number of semaphores in system options SEMMNI=520 #number of semaphore indentifiers options SEMUME=100 #number of UNDO keys Die minimalen Werte sind in der von &sap; kommenden Dokumentation festgelegt. Da es keine Beschreibung für Linux (und daher auch nicht für FreeBSD) gibt, entnehmen Sie weitere Informationen dem HP-UX-Abschnitt (32-Bit). Da das System für die 4.6C SR2-Installation über mehr Hauptspeicher verfügte, können die Shared-Segments für &sap; und &oracle; größer sein. Wählen Sie daher eine größere Anzahl von Shared-Memory-Pages. Bei einer &os;-Standardinstallation auf &i386;-Systemen belassen Sie MAXDSIZ und DFLDSIZ auf dem Maximum von 1 GB. Ansonsten könnten seltsame Fehlermeldungen, wie ORA-27102: out of memory oder Linux Error: 12: Cannot allocate memory auftreten. &sap.r3; installieren Die &sap; CD-ROMs vorbereiten Für eine Installation werden viele CD-ROMs benötigt, die gemountet und ungemountet werden müssen. Wenn Sie genügend CD-ROM-Laufwerke haben, können Sie alle gleichzeitig gemountet werden. Ansonsten kopiert man die CD-ROM-Inhalte einfach in die entsprechenden Verzeichnisse, /oracle/SID/sapreorg/cd-name wobei cd-name KERNEL, RDBMS, EXPORT1, EXPORT2, EXPORT3, EXPORT4, EXPORT5 und EXPORT6 bei einer 4.6B/IDES-Installation und KERNEL, RDBMS, DISK1, DISK2, DISK3, DISK4 und LANG bei einer 4.6C SR2-Installation entspricht. Die Dateinamen auf den gemounteten CDs sollten aus Großbuchstaben bestehen. Ist dies nicht der Fall, verwenden Sie zum Mounten die Option . Für das Kopieren der CD-Inhalte verwenden Sie folgenden Befehle: &prompt.root; mount_cd9660 -g /dev/cd0a /mnt &prompt.root; cp -R /mnt/* /oracle/SID/sapreorg/cd-name &prompt.root; umount /mnt Das Installations-Skript ausführen Als erstes müssen Sie ein Installationsverzeichnis anlegen: &prompt.root; cd /oracle/SID/sapreorg &prompt.root; mkdir install &prompt.root; cd install Anschließend wird das Installations-Skript gestartet, das nahezu alle relevanten Daten in das Installationsverzeichnis kopiert: &prompt.root; /oracle/SID/sapreorg/KERNEL/UNIX/INSTTOOL.SH Die IDES-Installation (4.6B) wird mit einem vollständig angepassten &sap.r3; Demo-System geliefert, das heißt es gibt sechs statt drei Export-CDs. Da CENTRDB.R3S für eine Standard-Zentralinstanz (&r3; plus Datenbank) ausgelegt ist, aber nicht für eine IDES-Zentralinstanz, muss die passende CENTRDB.R3S-Datei manuell aus dem Verzeichnis EXPORT1 in das Installationsverzeichnis kopiert werden, da R3SETUP ansonsten nur nach drei EXPORT-CDs verlangt. Die aktuellere Version &sap; 4.6C SR2 wird mit vier EXPORT-CDs geliefert. Die die Installation überwachende Parameter-Datei heißt hier CENTRAL.R3S. Im Gegensatz zu früheren Versionen gibt es nun keine separaten Vorlagen für die Installation von Zentralinstanzen mit und ohne Datenbank mehr. &sap; verwendet eine eigene Vorlage für die Datenbankinstallation. Um die Installation später erneut starten, ist es jedoch ausreichend, die Installation mit der ursprünglichen Datei zu starten. Während und nach der Installation benötigt &sap; hostname, um den Rechnernamen, aber nicht den vollständigen Domain-Namen zu erhalten. Setzen Sie also entweder den Rechnernamen entsprechend, oder setzen Sie einen Alias mit alias hostname='hostname -s' für die Benutzer orasid und sidadm (Und zusätzlich für root. Dies zumindest für die Installationsschritte, die als root ausgeführt werden müssen.). Außerdem ist es möglich, nur die während der &sap;-Installation erstellten Dateien .profile und .login beider Benutzer anzupassen. <command>R3SETUP</command> 4.6B starten Stellen Sie sicher, dass LD_LIBRARY_PATH korrekt gesetzt wurde: &prompt.root; export LD_LIBRARY_PATH=/oracle/IDS/lib:/sapmnt/IDS/exe:/oracle/805_32/lib Gehen Sie in das Installationsverzeichnis und starten Sie R3SETUP als root: &prompt.root; cd /oracle/IDS/sapreorg/install &prompt.root; ./R3SETUP -f CENTRDB.R3S Das Skript stellt anschließend einige Fragen (Vorgaben stehen dabei in Klammern, gefolgt von den aktuellen Eingaben): Frage Vorgabe Eingabe Enter SAP System ID [C11] IDSEnter Enter SAP Instance Number [00] Enter Enter SAPMOUNT Directory [/sapmnt] Enter Enter name of SAP central host [troubadix.domain.de] Enter Enter name of SAP db host [troubadix] Enter Select character set [1] (WE8DEC) Enter Enter Oracle server version (1) Oracle 8.0.5, (2) Oracle 8.0.6, (3) Oracle 8.1.5, (4) Oracle 8.1.6 1Enter Extract Oracle Client archive [1] (Yes, extract) Enter Enter path to KERNEL CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/KERNEL Enter path to RDBMS CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/RDBMS Enter path to EXPORT1 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT1 Directory to copy EXPORT1 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD4_DIR] Enter Enter path to EXPORT2 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT2 Directory to copy EXPORT2 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD5_DIR] Enter Enter path to EXPORT3 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT3 Directory to copy EXPORT3 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD6_DIR] Enter Enter path to EXPORT4 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT4 Directory to copy EXPORT4 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD7_DIR] Enter Enter path to EXPORT5 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT5 Directory to copy EXPORT5 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD8_DIR] Enter Enter path to EXPORT6 CD [/sapcd] /oracle/IDS/sapreorg/EXPORT6 Directory to copy EXPORT6 CD [/oracle/IDS/sapreorg/CD9_DIR] Enter Enter amount of RAM for SAP + DB 850Enter (in Megabytes) Service Entry Message Server [3600] Enter Enter Group-ID of sapsys [101] Enter Enter Group-ID of oper [102] Enter Enter Group-ID of dba [100] Enter Enter User-ID of sidadm [1000] Enter Enter User-ID of orasid [1002] Enter Number of parallel procs [2] Enter Wenn Sie die CD-Inhalte nicht in verschiedene Verzeichnisse kopiert haben, findet das &sap;-Installationsprogramm die benötigten CDs nicht (diese sind durch die Datei LABEL.ASC gekennzeichnet) und würde von Ihnen verlangen, entweder die CD einzulegen und zu mounten oder den entsprechenden mount-Pfad einzugeben. CENTRDB.R3S ist möglicherweise nicht fehlerfrei. Im vorliegenden Fall wurde die CD EXPORT4 zwar erneut verlangt, dennoch wurde der richtige Schlüssel (6_LOCATION, danach 7_LOCATION) vorgeschlagen. Daher ist es problemlos möglich, durch Eingabe der korrekten Werte fortzufahren. Abgesehen von einigen kleineren (unten angeführten) Problemen, sollte nun bis zur Installation der &oracle;-Datenbank alles ohne Probleme ablaufen. <command>R3SETUP</command> 4.6C SR2 starten Stellen Sie sicher, dass LD_LIBRARY_PATH korrekt gesetzt ist. Dieser Wert unterscheidet sich von dem der 4.6B-&oracle; 8.0.5-Installation: &prompt.root; export LD_LIBRARY_PATH=/sapmnt/PRD/exe:/oracle/PRD/817_32/lib Gehen Sie in das Installationsverzeichnis und führen Sie R3SETUP als root aus: &prompt.root; cd /oracle/PRD/sapreorg/install &prompt.root; ./R3SETUP -f CENTRAL.R3S Das Skript stellt anschließend einige Fragen (Vorgaben in Klammern, gefolgt von den aktuellen Eingaben): Frage Vorgabe Eingabe Enter SAP System ID [C11] PRDEnter Enter SAP Instance Number [00] Enter Enter SAPMOUNT Directory [/sapmnt] Enter Enter name of SAP central host [majestix] Enter Enter Database System ID [PRD] PRDEnter Enter name of SAP db host [majestix] Enter Select character set [1] (WE8DEC) Enter Enter Oracle server version (2) Oracle 8.1.7 2Enter Extract Oracle Client archive [1] (Yes, extract) Enter Enter path to KERNEL CD [/sapcd] /oracle/PRD/sapreorg/KERNEL Enter amount of RAM for SAP + DB 2044 1800Enter (in Megabytes) Service Entry Message Server [3600] Enter Enter Group-ID of sapsys [100] Enter Enter Group-ID of oper [101] Enter Enter Group-ID of dba [102] Enter Enter User-ID of oraprd [1002] Enter Enter User-ID of prdadm [1000] Enter LDAP support 3Enter (no support) Installation step completed [1] (continue) Enter Choose installation service [1] (DB inst,file) Enter Bisher verursacht das Anlegen von Benutzern eine Fehlermeldung während der Installation, und zwar in den Stadien OSUSERDBSID_IND_ORA (beim Anlegen des Benutzers orasid), sowie in OSUSERSIDADM_IND_ORA (beim Anlegen des Benutzers sidadm). Abgesehen von einigen kleineren (unten angeführten) Problemen, sollte nun bis zur Installation der &oracle;-Datenbank alles ohne Probleme ablaufen. &oracle; 8.0.5 installieren Lesen Sie bitte die entsprechenden &sap;-Hinweise und &oracle;-Readmes für Probleme, die Linux und die &oracle;-Datenbank betreffen. Die meisten (wenn nicht alle) Probleme werden durch inkompatible Bibliotheken verursacht. Weiteres zur &oracle;-Installation finden Sie im Kapitel Installation von &oracle;. &oracle; 8.0.5 mit <command>orainst</command> installieren Wenn &oracle; 8.0.5 verwendet wird, werden einige zusätzliche Bibliotheken benötigt, da &oracle; 8.0.5 mit einer alten Version von glibc verlinkt wurde, RedHat 6.1 aber bereits eine aktuellere Version verwendet. Daher müssen Sie folgende zusätzliche Pakte installieren, um sicherzustellen, dass die Verlinkung ordnungsgemäß erfolgt: - compat-libs-5.2-2.i386.rpm - compat-glibc-5.2-2.0.7.2.i386.rpm - compat-egcs-5.2-1.0.3a.1.i386.rpm - compat-egcs-c++-5.2-1.0.3a.1.i386.rpm - compat-binutils-5.2-2.9.1.0.23.1.i386.rpm + + compat-libs-5.2-2.i386.rpm + compat-glibc-5.2-2.0.7.2.i386.rpm + compat-egcs-5.2-1.0.3a.1.i386.rpm + compat-egcs-c++-5.2-1.0.3a.1.i386.rpm + compat-binutils-5.2-2.9.1.0.23.1.i386.rpm + Lesen Sie bitte die entsprechenden &sap;-Hinweise und die &oracle;-Readmes. Ist dies nicht möglich (z.B. aus Zeitmangel, oder bei Nichtvorhandensein dieser Unterlagen), besteht auch die Möglichkeit, die originalen Binärdateien oder die verlinkten Binärdateien eines RedHat-Systems zu verwenden. Um den Intelligent-Agent zu kompilieren, muss das RedHat Tcl-Paket installiert sein. Wenn Sie tcl-8.0.3-20.i386.rpm nicht bekommen können, sollte es auch problemlos möglich sein, eine neuere Version, z.B. tcl-8.0.5-30.i386.rpm für RedHat 6.1, zu verwenden. Vom Binden abgesehen, läuft die Installation wie folgt ab: &prompt.root; su - oraids &prompt.root; export TERM=xterm &prompt.root; export ORACLE_TERM=xterm &prompt.root; export ORACLE_HOME=/oracle/IDS &prompt.root; cd $ORACLE_HOME/orainst_sap &prompt.root; ./orainst Bestätigen Sie alle Meldungen mit Enter, bis die Software installiert ist. Einzige Ausnahme ist die Frage nach der Installation des &oracle; On-Line Text Viewers. Dieser ist unter Linux (noch) nicht verfügbar. Daher muss diese Option deaktiviert werden. Anschließend will sich &oracle; unter Verwendung von i386-glibc20-linux-gcc anstelle der verfügbaren gcc, egcs oder i386-redhat-linux-gcc verlinken. Auf Grund zeitlicher Einschränkungen wurden für die Installation die Binärdateien der &oracle; 8.0.5 PreProduction-Version verwendet, nachdem sich der erste Versuch, die Version von der RDBMS-CD zum Laufen zu bringen, sowie die richtigen RPMs zu finden und zu installieren, zum Alptraum entwickelt hatte. &oracle; 8.0.5 Pre-Production für Linux (Kernel 2.0.33) installieren Diese Installation ist relativ einfach. Mounten Sie die CD und starten Sie den Installer. Danach wählen Sie das &oracle;-Heimatverzeichnis und kopieren Sie die Binärdateien dorthin. Die Überreste der vorherigen RDBMS-Installationsversuche werden dabei nicht entfernt. Danach konnte die &oracle;-Datenbank ohne Probleme gestartet werden. Das &oracle; 8.1.7-Linux-Archiv entpacken Nehmen Sie das aus dem Installationsverzeichnis eines Linux-Systems erstellte Archiv oracle81732.tgz und entpacken Sie es nach /oracle/SID/817_32/. Mit der &sap.r3;-Installation fortfahren Überprüfen Sie als Erstes die Umgebungseinstellungen der Benutzer idsamd(sidadm) und oraids (orasid). Beide sollten nun die Dateien .profile, .login und .cshrc enthalten, die alle hostname benutzen. Falls der Rechnername Ihres Systems der vollständige Rechnername ist, müssen Sie in allen drei Dateien hostname in hostname -s ändern. Datenbanken laden Danach kann R3SETUP entweder erneut gestartet oder fortgesetzt werden (je nachdem, ob Sie das Programm zuvor beendet hatten oder nicht). R3SETUP erzeugt nun die Tablespaces und lädt die Daten (für 46B IDES von EXPORT1 bis EXPORT6, für 46C von DISK1 bis DISK4) mittels R3load in die Datenbank. Wenn das Laden der Datenbank abgeschlossen ist (dieser Vorgang kann einige Stunden dauern!), werden einige Passwörter angefordert. Für Testinstallationen können auch Standard-Passwörter verwendet werden. Liegt Ihnen allerdings etwas an der Sicherheit Ihres Systems, so verwenden Sie andere Passwörter. Frage Eingabe Enter Password for sapr3 sapEnter Confirum Password for sapr3 sapEnter Enter Password for sys change_on_installEnter Confirm Password for sys change_on_installEnter Enter Password for system managerEnter Confirm Password for system managerEnter An diesem Punkt gab es während der 4.6B-Installation einige Probleme mit dipgntab. Listener Starten Sie den &oracle;-Listener als Benutzer orasid wie folgt: &prompt.user; umask 0; lsnrctl start Ansonsten könnten Sie die Meldung ORA-12546 erhalten, da die Sockets nicht über die korrekten Berechtigungen verfügen werden. Lesen Sie dazu auch den &sap;-Hinweis 072984. MNLS-Tabellen aktualisieren Wenn Sie Nicht-Latin-1-Sprachen in das &sap;-System einbauen wollen, müssen Sie die MNLS (Multi National Language Support)-Tabellen aktualisieren. Dies wird in den SAP-OSS-Hinweisen 15023 und 45619 beschrieben. Ansonsten können Sie diese Frage während der &sap;-Installation überspringen. Wenn Sie MNLS nicht benötigen, ist es trotzdem nötig, die Tabelle TCPDB zu überprüfen und zu initialisieren, falls dies nicht bereits geschehen ist. Lesen Sie die &sap;-Hinweise 0015023 und 0045619, falls Sie weitere Informationen benötigen. Abschließende Aufgaben &sap.r3;-Lizenzschlüssel anfordern Sie müssen Ihren &sap.r3;-Lizenzschlüssel anfordern, da die zur Installation verwendete Lizenz nur für vier Wochen gültig ist. Dazu ermitteln Sie zuerst Ihren Hardwareschlüssel. Melden Sie sich als idsadm an und rufen Sie saplicense auf: &prompt.root; /sapmnt/IDS/exe/saplicense -get Wird saplicense ohne Optionen aufgerufen, so erhalten Sie eine Übersicht der möglichen Optionen. Nach Erhalt des Lizenzschlüssels kann dieser installiert werden: &prompt.root; /sapmnt/IDS/exe/saplicense -install Nun müssen Sie folgende Daten eingeben: SAP SYSTEM ID = SID, 3 Zeichen CUSTOMER KEY = Hardware-Schlüssel, 11 Zeichen INSTALLATION NO = Installation, 10 Ziffern EXPIRATION DATE = JJJJMMTT, normalerweise "99991231" LICENSE KEY = Lizenzschlüssel, 24 Zeichen Benutzer anlegen Erzeugen Sie einen Benutzer innerhalb von client 000 (für einige Aufgaben muss dies innerhalb von client 000 erfolgen, aber nicht als Benutzer sap* und ddic). Als Benutzername empfiehlt sich beispielsweise wartung (oder auf Englisch service). Benötigte Profile sind sap_new und sap_all. Aus Sicherheitsgründen sollten die Passwörter der Standardbenutzer in allen Clients geändert werden (dies gilt auch für die Benutzer sap* und ddic). Transportsystem, Profile, Betriebsarten usw. konfigurieren Innerhalb von client 000 führen andere Benutzer als ddic und sap* normalerweise folgende Aufgaben durch: Aufgabe Transaktion Konfiguration des Transportsystems, beispielsweise als Stand-Alone Transport Domain Entity STMS Erstellen und Editieren von Profilen RZ10 Pflege von Betriebsarten und Instanzen RZ04 Diese sowie alle anderen Post-Installationsschritte sind ausführlich in den &sap;-Installationsanleitungen beschrieben. <filename>init<replaceable>sid</replaceable>.sap</filename> (<filename>initIDS.sap</filename>) anpassen Die Datei /oracle/IDS/dbs/initIDS.sap enthält das &sap;-Sicherungsprofil. Hier sind die Größe des verwendeten Band(laufwerks), die Kompressionsart und so weiter festgelegt. Um dieses Profil mit sapdba oder brbackup auszuführen, wurden folgende Werte geändert: compress = hardware archive_function = copy_delete_save cpio_flags = "-ov --format=newc --block-size=128 --quiet" cpio_in_flags = "-iuv --block-size=128 --quiet" tape_size = 38000M tape_address = /dev/nsa0 tape_address_rew = /dev/sa0 Erklärungen: compress: Das verwendete Bandlaufwerk war ein HP DLT1. Dieses unterstützt Hardware-Kompression. archive_function: Hier wird das Standardverhalten beim Sichern von &oracle;-Archivprotokollen festgelegt. Neue Protokolldateien werden auf Band gespeichert, bereits gespeicherte erneut gespeichert und anschließend gelöscht. Dies verhindert eine Vielzahl von Problemen, falls Sie Ihre Datenbank wiederherstellen müssen und dabei feststellen, dass eins Ihrer Archivbänder defekt ist. cpio_flags: Standardmäßig wird verwendet. Dies setzt die Blockgröße auf 5120 Bytes. Für DLT-Bänder werden von HP mindestens 32 K Blockgröße empfohlen, daher wurde hier verwendet, um 64 KB-blöcke zu erzeugen. wurde benötigt, da das Installationssystem über mehr als 65535 Inodes verfügt. Die letzte Option ist notwendig, weil brbackup sich sonst beschwert, wenn die cpio die Anzahl der gespeicherten Blöcke ausgibt. cpio_in_flags: Flags, die zum Laden der Daten vom Band benötigt werden. Das Format wird dabei automatisch erkannt. tape_size: Damit wird die maximale Speicherkapazität des Bandes angegeben. Aus Sicherheitsgründen (das Bandlaufwerk unterstützt Hardware-Kompression) ist dieser Wert geringfügig kleiner als der aktuelle Wert. tape_address: Nicht zurückspulendes Gerät für cpio. tape_address_rew: Zurückspulendes Gerät für cpio. Konfiguration nach Installationsende Die folgenden &sap;-Parameter sollten nach der Installation optimiert werden (die Beispiele gelten für IDES 46B, 1 GB Hauptspeicher): Name Wert ztta/roll_extension 250000000 abap/heap_area_dia 300000000 abap/heap_area_nondia 400000000 em/initial_size_MB 256 em/blocksize_kB 1024 ipc/shm_psize_40 70000000 &sap;-Hinweis 0013026: Name Wert ztta/dynpro_area 2500000 &sap;-Hinweis 0157246: Name Wert rdisp/ROLL_MAXFS 16000 rdisp/PG_MAXFS 30000 Mit obigen Parametern und einem System mit 1 Gigabyte Hauptspeicher, könnte der Speicherverbrauch in etwa so aussehen: Mem: 547M Active, 305M Inactive, 109M Wired, 40M Cache, 112M Buf, 3492K Free Während der Installation auftretende Probleme Neustarten von <command>R3SETUP</command> nach Behebung eines Problems R3SETUP bricht ab, wenn ein Fehler auftritt. Wenn Sie (nach Durchsicht der jeweiligen Protokolldateien) den Fehler behoben haben, müssen Sie R3SETUP erneut aufrufen, indem Sie für den fehlerhaften Schritt als Option REPEAT eingeben. Um R3SETUP erneut zu starten, rufen Sie die Datei einfach mit der entsprechenden R3S-Datei auf: &prompt.root; ./R3SETUP -f CENTRDB.R3S für 4.6B, oder mit &prompt.root; ./R3SETUP -f CENTRAL.R3S für 4.6C, unabhängig davon, ob der Fehler mit CENTRAL.R3S oder mit DATABASE.R3S auftrat. Zu bestimmten Zeitpunkten nimmt R3SETUP an, dass sowohl der Datenbank- als auch die &sap;-Prozesse vorhanden sind und laufen (da dies Schritte sind, die es bereits ausgeführt hat). Sollten Fehler auftreten (z.B. wenn sich die Datenbank nicht starten lässt), müssen Sie sowohl die Datenbank als auch &sap; manuell neu starten, nachdem Sie die Fehler behoben haben. Erst danach darf R3SETUP erneut gestartet werden. Achten Sie auch darauf, den &oracle;-Listener erneut zu starten (als Benutzer orasid mittels umask 0; lsnrctl start), wenn dieser beendet wurde (z.B. durch einen notwendigen Neustart des Systems). Fehler im Stadium OSUSERSIDADM_IND_ORA bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Wenn sich R3SETUP in diesem Stadium beschwert, editieren Sie die bei der Installation verwendete Version der Vorlage (CENTRDB.R3S (4.6B) oder entweder CENTRAL.R3S oder DATABASE.R3S (4.6C)). Finden Sie [OSUSERSIDADM_IND_ORA] oder suchen Sie nach dem einzigen STATUS=ERROR-Eintrag und ändern Sie die folgenden Werte: HOME=/home/sidadm (war voher leer) STATUS=OK (hatte den Status ERROR) Danach können Sie R3SETUP erneut aufrufen. Fehler im Stadium OSUSERDBSID_IND_ORA bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Wahrscheinlich beschwert sich R3SETUP auch in diesem Stadium. Der hier auftretende Fehler ähnelt dem im Abschnitt OSUSERSIDADM_IND_ORA. Editieren Sie einfach die bei der Installation verwendete Version der Vorlage (das heißt CENTRDB.R3S (4.6B) oder entweder CENTRAL.R3S oder DATABASE.R3S (4.6C)). Finden Sie [OSUSERDBSID_IND_ORA] oder suchen Sie nach dem einzigen STATUS=ERROR-Eintrag und ändern Sie folgenden Eintrag: STATUS=OK Danach können Sie R3SETUP erneut aufrufen. Fehler <errorname>oraview.vrf FILE NOT FOUND</errorname> bei der &oracle;-Installation Sie haben die Option &oracle; On-Line Text Viewer nicht deaktiviert, bevor Sie die Installation gestartet haben. Per Voreinstellung ist diese Option aktiviert, obwohl sie unter Linux gar nicht verfügbar ist. Deaktivieren Sie daher diese Option im &oracle;-Installationsmenü und starten Sie die Installation erneut. Fehler <errorname>TEXTENV_INVALID</errorname> bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command>, RFC oder beim Start von SAPGUI Tritt dieser Fehler auf, so fehlt die korrekte Lokalisierung. &sap;-Hinweis 0171356 führt die notwendigen RPMs auf, die installiert sein müssen (zum Beispiel saplocales-1.0-3, saposcheck-1.0-1 für RedHat 6.1). Falls Sie alle damit verbundenen Fehler ignoriert haben, und bei der Ausführung von R3SETUP den STATUS jeweils von ERROR auf OK (in CENTRDB.R3S) gesetzt haben, um R3SETUP anschließend neu zu starten, wurde das &sap;-System nicht ordnungsgemäß konfiguriert. Das bedeutet, dass Sie nicht via SAPgui am System anmelden können, obwohl das System trotzdem gestartet werden kann. Ein Versuch, sich über die alte Linux-SAPgui anzumelden, führte zu folgenden Fehlermeldungen: Sat May 5 14:23:14 2001 *** ERROR => no valid userarea given [trgmsgo. 0401] Sat May 5 14:23:22 2001 *** ERROR => ERROR NR 24 occured [trgmsgi. 0410] *** ERROR => Error when generating text environment. [trgmsgi. 0435] *** ERROR => function failed [trgmsgi. 0447] *** ERROR => no socket operation allowed [trxio.c 3363] Speicherzugriffsfehler Dieses Verhalten kommt daher, weil &sap.r3; nun nicht in der Lage ist, eine korrekte Lokalisierung zuzuweisen, und sich daher nicht ordnungsgemäß konfigurieren kann (durch fehlende Einträge in einigen Datenbank-Tabellen). Um sich in &sap; anmelden zu können, müssen Sie folgende Einträge zur Datei DEFAULT.PFL (lesen Sie dazu auch Hinweis 0043288) hinzufügen: abap/set_etct_env_at_new_mode = 0 install/collate/active = 0 rscp/TCP0B = TCP0B Starten Sie nun das &sap;-System neu. Sie sind nun in der Lage, sich anzumelden, obwohl einige länderspezifische Spracheinstellungen fehlerhaft sein könnten. Nachdem Sie diese Ländereinstellungen korrigiert (und die korrekten Lokalisierungen installiert) haben, können Sie diese Einträge wieder aus DEFAULT.PFL löschen und das &sap;-System anschließend neu starten. <errorcode>ORA-00001</errorcode> Dieser Fehler trat nur bei einer Installation von &oracle; 8.1.7 unter FreeBSD auf. Dies geschah deshalb, weil sich die &oracle;-Datenbank nicht initialisieren konnte und daher abstürzte. Dadurch verblieben Semaphore und Shared-Memory im System. Der nächste Startversuch führte dann zur Meldung ORA-00001. Suchen Sie diese Semaphore mittels ipcs -a und entfernen Sie sie mit ipcrm. <errorcode>ORA-00445</errorcode> (Hintergrundprozess PMON wurde nicht gestartet) Dieser Fehler trat bei &oracle; 8.1.7 auf. Die Meldung erscheint, wenn die Datenbank mit dem normalen startsap-Skript (zum Beispiel startsap_majestix_00) aber als Benutzer prdadm gestartet wird. Dies kann vermieden werden, indem die Datenbank als Benutzer oraprd über svrmgrl gestartet wird: &prompt.user; svrmgrl SVRMGR> connect internal; SVRMGR> startup; SVRMGR> exit <errorcode>ORA-12546</errorcode> (den Listener mit den richtigen Berechtigungen starten) Starten Sie den &oracle;-Listener als Benutzer oraids mit folgendem Befehl: &prompt.root; umask 0; lsnrctl start Ansonsten könnten Sie die Meldung ORA-12546 erhalten, da die Sockets nun nicht die richtigen Berechtigungen aufweisen. Lesen Sie dazu auch den &sap;-Hinweis 0072984. <errorcode>ORA-27102</errorcode> (kein freier Speicher mehr) Dieser Fehler trat auf, wenn versucht wurde, für MAXDSIZ und DFLDSIZ Werte über 1 GB (1024x1024x1024) festzulegen. Zusätzlich führte dies zur Fehlermeldung Linux Error 12: Cannot allocate memory. Fehler im Stadium [DIPGNTAB_IND_IND] bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Für allgemeine Informationen lesen Sie bitte den &sap;-Hinweis 0130581 # (R3SETUP - Abbruch im Stadium DIPGNTAB). Bei der IDES-spezifischen Installation verwendete der Installationsprozess aus irgendwelchen Gründen nicht den korrekten &sap;-Systemnamen IDS, sondern den leeren String "". Dies führte zu einigen kleineren Problemen beim Zugriff auf bestimmte Verzeichnisse, da die Pfade durch SID (in diesem Fall IDS) dynamisch generiert werden. Das heißt anstatt auf /usr/sap/IDS/SYS/... /usr/sap/IDS/DVMGS00 zuzugreifen, wurden folgende Pfade verwendet: /usr/sap//SYS/... /usr/sap/D00 Um dennoch mit der Installation fortfahren zu können, wurden ein Link sowie ein zusätzliches Verzeichnis erzeugt: &prompt.root; pwd /compat/linux/usr/sap &prompt.root; ls -l total 4 drwxr-xr-x 3 idsadm sapsys 512 May 5 11:20 D00 drwxr-x--x 5 idsadm sapsys 512 May 5 11:35 IDS lrwxr-xr-x 1 root sapsys 7 May 5 11:35 SYS -> IDS/SYS drwxrwxr-x 2 idsadm sapsys 512 May 5 13:00 tmp drwxrwxr-x 11 idsadm sapsys 512 May 4 14:20 trans Dieses Verhalten wird auch in den &sap;-Hinweisen 0029227 und 0008401 beschrieben. Bei der Installtion von &sap; 4.6C trat allerdings keines dieser Probleme auf. Fehler im Stadium [RFCRSWBOINI_IND_IND] bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Bei der Installation von &sap; 4.6C trat dieser Fehler als Folge eines anderen, bereits vorher aufgetretenen Fehlers auf. Daher müssen Sie sich die entsprechenden Protokolldateien durchsehen, und danach das wirkliche (bereits vorher aufgetretene) Problem beheben. Wenn Sie nach dem Durchsehen der Protokolldateien feststellen, dass dieser Fehler wirklich der eigentliche Fehler ist (lesen Sie dazu wiederum die &sap;-Hinweise), können Sie den STATUS des betreffenden Schritts von ERROR auf OK setzen (und zwar in der Datei CENTRDB.R3S). Anschließend starten Sie R3SETUP erneut. Nach der Installation müssen Sie den Report RSWBOINS der Transaktion SE38 ausführen. Lesen Sie den &sap;-Hinweis 0162266, um weitere Informationen zu den Stadien RFCRSWBOINI und RFCRADDBDIF zu erhalten. Fehler im Stadium [RFCRADDBDIF_IND_IND] bei der Ausführung von <command>R3SETUP</command> Hier gilt das Gleiche wie für den letzten Fehler. Stellen Sie durch Überprüfen der Protokolldateien sicher, dass dieser Fehler nicht durch ein früheres Problem verursacht wird. Wenn Sie sicher sind, dass &sap;-Hinweis 0162266 auf Ihr System zutrifft, setzen Sie den STATUS des betreffenden Stadiums von ERROR auf OK (und zwar in der Datei CENTRDB.R3S). Anschließend starten Sie R3SETUP erneut. Nach der Installation müssen Sie den Report RADDBDIF der Transaktion SE38 ausführen. sigaction sig31: File size limit exceeded Dieser Fehler trat beim Start des &sap;-Prozesses disp+work auf. Wird &sap; mit startsap-Skript gestartet, werden Subprozesse gestartet, deren Aufgabe es ist, alle anderen &sap;-Prozesse zu starten. Als Folge davon erkennt startsap dabei auftretende Fehler nicht. Um zu überprüfen, ob die &sap;-Prozesse korrekt gestartet wurden, überprüfen Sie den Prozessstatus mit ps ax | grep SID. Sie erhalten dadurch eine Liste aller &oracle;- und &sap;-Prozesse. Wenn einige Prozesse fehlen, oder Sie sich nicht mit dem &sap;-System verbinden können, überprüfen Sie wiederum die entsprechenden Protokolldateien, die sich unter /usr/sap/SID/DVEBMGSnr/work/ befinden. Die zu durchsuchenden Dateien heißen dev_ms und dev_disp. Wenn &oracle; und &sap; mehr Speicher anfordern als in der Kernelkonfigurationsdatei festgelegt wurde, wird das Signal 31 ausgeliefert. Der Fehler kann behoben werden, indem im Kernel ein größerer Wert verwendet wird. # larger value for 46C production systems: options SHMMAXPGS=393216 # smaller value sufficient for 46B: #options SHMMAXPGS=262144 Der Start von <command>saposcol</command> schlug fehl Das Programm saposcol (Version 4.6D) kann einige Probleme verursachen. Das &sap;-System verwendet saposcol, um Daten über die Systemleistung zu sammeln. Für die Benutzung des &sap;-Systems hingegen ist es es nicht erforderlich. Daher handelt es sich hier auch nur um ein kleineres Problem. Ältere Versionen von saposcol (z.B. 4.6B) funktionieren, sammeln allerdings nicht alle Daten (viele Aufrufe geben, zum Beispiel die CPU-Nutzung, einfach 0 (Null) zurück. Weiterführende Themen Wenn Sie sich fragen, wie die Linux-Binärkompatibilität unter FreeBSD realisiert wurde, sollten Sie diesen Abschnitt lesen. Der Großteil der folgenden Informationen stammt aus einer E-Mail, die von Terry Lambert (tlambert@primenet.com) an die FreeBSD-Chat-Mailingliste (freebsd-chat@FreeBSD.org) geschrieben wurde (Message ID: <199906020108.SAA07001@usr09.primenet.com>). Wie funktioniert es? execution class loader FreeBSD verfügt über eine execution class loader genannte Abstraktion. Dabei handelt es sich um einen Eingriff in den &man.execve.2; Systemaufruf. FreeBSD verfügt über eine Liste von Ladern, anstelle eines einzigen, auf #! zurückgreifenden Laders, um Shell-Interpreter oder Shell-Skripte auszuführen. Historisch gesehen untersuchte der einzige, auf UNIX-Plattformen vorhandene Lader die "magische Zahl" (in der Regel die ersten 4 oder 8 Bytes der Datei), um festzustellen, ob der Binärtyp dem System bekannt war. War dies der Fall, wurde der Binärlader aufgerufen. Wenn es sich nicht um den zum System gehörigen Binärtyp handelte, gab &man.execve.2; einen Fehler zurück, und die Shell versuchte stattdessen, die Datei als Shell-Befehl auszuführen. Dabei wurde als Standardeinstellung was auch immer die aktuelle Shell ist festgelegt. Später wurde ein Hack in &man.sh.1; eingefügt, der die zwei ersten Zeichen untersuchte. Wenn diese :\n entsprachen, wurde stattdessen die &man.csh.1;-Shell aufgerufen (wir glauben, dass dies zuerst von SCO umgesetzt wurde). FreeBSD versucht heute eine Liste von Ladern, unter denen sich ein allgemeiner Lader für Interpreter befindet. Der auszuführende Interpreter wird im ersten, durch Leerzeichen getrennten Feld, der #!-Zeile angegeben. Lässt sich der Interpreter nicht ermitteln, wird auf /bin/sh zurückgegriffen. ELF Für die Linux ABI-Unterstützung erkennt FreeBSD die magische Zahl als ELF-Binärdatei (Zu diesem Zeitpunkt wird nicht zwischen FreeBSD, &solaris;, Linux oder anderen Systemen unterschieden, die über ELF-Binärdateien verfügen.). Solaris Der ELF-Lader sucht nach einer speziellen Kennzeichnung, die aus einem Kommentarabschnitt in der ELF-Datei besteht, und die in SVR4/&solaris; ELF Binärdateien nicht vorhanden ist. Damit Linux-Binärdateien (unter FreeBSD) funktionieren, müssen sie als Linux gekennzeichnet werden, und zwar durch &man.brandelf.1;: &prompt.root; brandelf -t Linux file Nachdem dies geschehen ist, erkennt der ELF-Lader die Linux-Kennzeichnung der Datei. ELF brandelf Wenn der ELF-Lader die Linux-Kennzeichnung sieht, wird ein Zeiger in der proc-Struktur ersetzt. Alle Systemaufrufe werden durch diesen Zeiger indiziert (in einem traditionellen &unix; System wäre das ein sysent[]-Strukturfeld, das die Systemaufrufe enthält). Der Prozess wird weiterhin speziell gekennzeichnet, so dass der Trap-vector im Signal-trampoline-code eine spezielle Behandlung erfährt und das Linux-Kernelmodul verschiedene kleinere Korrekturen vornehmen kann. Der Linux-Systemaufrufvektor enthält neben anderen Dingen eine Liste der sysent[]-Einträge, deren Adressen sich im Kernelmodul befinden. Wenn ein Linux-Programm einen Systemaufruf ausführt, dereferenziert die Trap-Behandlungsroutine den Zeiger auf die Eintrittspunkte für die Systemaufrufe und erhält damit die Linux-Eintrittspunkte und nicht die FreeBSD-Eintrittspunkte. Zusätzlich verändert der Linuxmodus die Systempfade dynamisch; genauso, wie dies die Option beim Einbinden von Dateisystemen macht (Achtung: nicht das Dateisystem unionfs!). Zuerst wird die Datei im Verzeichnis /compat/linux/Originalpfad gesucht, danach, wenn sie dort nicht gefunden wurde, wird sie im FreeBSD-Verzeichnis /Originalpfad gesucht. Dadurch wird sichergestellt, dass Binärdateien, die zur Ausführung andere Binärdateien benötigen, ausgeführt werden können (so dass alle Linux-Werkzeuge unter der ABI laufen). Dies bedeutet auch, dass Linux-Binärdateien FreeBSD-Binärdateien laden und ausführen können, wenn keine passenden Linux-Binärdateien vorhanden sind. Ein in /compat/linux plaziertes &man.uname.1; kann damit Linux-Programmen vorgaukeln, dass sie auf einem Linux-System laufen. Im Endeffekt gibt es einen Linux-Kernel innerhalb des FreeBSD-Kernels. Die Sprungtabellen für Linux- beziehungsweise FreeBSD-Systemaufrufe verweisen allerdings auf dieselben Funktionen, die Kerneldienste wie Dateisystemoperationen, Operationen für den virtuellen Speicher, Signalübermittlung und System V IPC bereitstellen, Der einzige Unterschied ist, dass Binärdateien unter FreeBSD FreeBSD-glue-Funktionen verwenden. Linux-Binärdateien hingegen verwenden die Linux-glue-Funktionen. Die meisten älteren Betriebssysteme hatten ihre eigenen glue-Funktionen: Funktionsadressen in einem globalen, statischen sysent[] Strukturfeld an Stelle von Funktionsadressen, die durch einen dynamisch initialisierten Zeiger aus der proc Struktur, die den Aufruf gemacht hatte, dereferenziert wurden. Welche ist die echte FreeBSD-ABI? Das spielt keine Rolle. Grundsätzlich ist der einzige Unterschied (zurzeit ist das so; dies könnte sich in zukünftigen Versionen leicht ändern und wird sich wahrscheinlich auch ändern), dass die FreeBSD-glue-Funktionen statisch in den Kernel gelinkt sind, und dass die Linux-glue-Funktionen statisch gelinkt oder über ein Modul eingebunden werden können. Ja, aber ist das wirkliche eine Emulation? Nein. Es ist eine Implementierung eines ABIs, keine Emulation. Es ist kein Emulator (oder Simulator, um der nächsten Frage zuvorzukommen) beteiligt. Warum wird es manchmal Linux-Emulation genannt? Um es schwerer zu machen, FreeBSD zu verkaufen. Wirklich, das kommt daher, weil dies zu einer Zeit implemtiert wurde, in der es kein anderes Wort (als Emulation) gab, das beschrieb, was vor sich ging. Wenn der Kernel nicht entsprechend konfiguriert wurde oder das Modul geladen wurde, war es falsch zu behaupten, FreeBSD würde Linux-Binärprogramme ausführen. Man benötigte ein Wort, das beschrieb, was da geladen wurde – daher Der Linux-Emulator.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml index 11c207706e..163264a982 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports/chapter.sgml @@ -1,1584 +1,1598 @@ Uwe Pierau Übersetzt von Installieren von Anwendungen: Pakete und Ports Übersicht Ports Pakete FreeBSD enthält sehr viele Systemwerkzeuge, die Teil des Basissystems sind. Allerdings sind Sie früher oder später auf Software Dritter angewiesen, damit Sie bestimmte Arbeiten durchführen können. Um diese Software zu installieren, stellt FreeBSD zwei sich ergänzende Methoden zur Verfügung: Die Ports-Sammlung (zur Installation aus dem Quellcode) sowie Pakete (auch als Packages bezeichnet, zur Installation von vorkompilierten binären Softwarepaketen). Sie können beide Methoden benutzen, um Ihre Lieblingsanwendungen von lokalen Medien oder über das Netzwerk zu installieren. Dieses Kapitel behandelt die folgenden Themen: Die Installation binärer Softwarepakete. Der Bau Software Dritter aus dem Quellcode mithilfe der Ports-Sammlung. Wie zuvor installierte Pakete oder Ports entfernt werden. Wie Sie die Voreinstellungen der Ports-Sammlung überschreiben. Die Suche nach geeigneter Software. Wie Sie Ihre Anwendungen aktualisieren. Installation von Software Wenn Sie schon einmal ein &unix; System benutzt haben, werden Sie wissen, dass zusätzliche Software meist wie folgt installiert wird: Download der Software, die als Quelltext oder im Binärformat vorliegen kann. Auspacken der Software, die typischerweise ein mit &man.compress.1;, &man.gzip.1; oder &man.bzip2.1; komprimiertes Tar-Archiv enthält. Durchsuchen der Dokumentation, die sich meist in Dateien wie INSTALL, README oder mehreren Dateien im Verzeichnis doc/ befindet, nach Anweisungen, wie die Software zu installieren ist. Kompilieren der Software wenn sie als Quelltext vorliegt. Dazu müssen Sie vielleicht das Makefile anpassen, oder configure laufen lassen, oder andere Arbeiten durchführen. Testen und installieren der Software. Das beschreibt aber nur den optimalen Fall. Wenn Sie Software installieren, die nicht speziell für FreeBSD geschrieben wurde, müssen Sie vielleicht sogar den Quelltext anpassen, damit die Software funktioniert. Wenn Sie unbedingt wollen, können Sie mit FreeBSD Software nach der althergebrachten Methode installieren. Mit Paketen oder Ports bietet Ihnen FreeBSD allerdings zwei Methoden an, die Ihnen sehr viel Zeit sparen können. Zurzeit werden über &os.numports; Anwendungen Dritter über diese Methoden zur Verfügung gestellt. Das FreeBSD-Paket einer Anwendung besteht aus einer einzigen Datei, die Sie sich herunterladen müssen. Das Paket enthält schon übersetzte Kommandos der Anwendung, sowie zusätzliche Konfigurationsdateien oder Dokumentation. Zur Handhabung der Pakete stellt FreeBSD-Kommandos wie &man.pkg.add.1;, &man.pkg.delete.1; oder &man.pkg.info.1; zur Verfügung. Mit diesem System können neue Anwendungen mit einem Kommando, pkg_add, installiert werden. Der FreeBSD-Port einer Anwendung ist eine Sammlung von Dateien, die das Kompilieren der Quelltexte einer Anwendung automatisieren. Die Dateien eines Ports führen für Sie alle oben aufgeführten Schritte zum Installieren einer Anwendung durch. Mit einigen wenigen Kommandos wird der Quellcode der Anwendung automatisch heruntergeladen, ausgepackt, gepatcht, übersetzt und installiert. Tatsächlich kann das Portsystem auch dazu benutzt werden, Pakete zu generieren, die Sie mit den gleich beschriebenen Kommandos, wie pkg_add, manipulieren können. Pakete und Ports beachten Abhängigkeiten zwischen Anwendungen. Angenommen, Sie wollen eine Anwendung installieren, die von einer Bibliothek abhängt und die Anwendung wie die Bibliothek sind als Paket oder Port für FreeBSD verfügbar. Wenn Sie pkg_add oder das Portsystem benutzen, um die Anwendung zu installieren, werden Sie bemerken, dass die Bibliothek zuerst installiert wird, wenn sie nicht schon vorher installiert war. Sie werden sich fragen, warum FreeBSD-Pakete und -Ports unterstützt, wo doch beide Methoden fast gleiches leisten. Beide Methoden haben ihre Stärken und welche Sie einsetzen, hängt letztlich von Ihren Vorlieben ab. Vorteile von Paketen Das komprimierte Paket einer Anwendung ist normalerweise kleiner als das komprimierte Archiv der Quelltexte. Pakete müssen nicht mehr kompiliert werden. Dies ist ein Vorteil, wenn Sie große Pakete, wie Mozilla, KDE oder GNOME auf langsamen Maschinen installieren. Wenn Sie Pakete verwenden, brauchen Sie nicht zu verstehen, wie Sie Software unter FreeBSD kompilieren. Vorteile von Ports Da die Pakete auf möglichst vielen System laufen sollen, werden Optionen beim Übersetzen zurückhaltend gesetzt. Wenn Sie eine Anwendung über die Ports installieren, können Sie die Angabe der Optionen optimieren. Zum Beispiel können Sie spezifischen Code für Pentium 4 oder Athlon Prozessoren erzeugen. Die Eigenschaften einiger Anwendungen werden über Optionen zum Zeitpunkt des Übersetzens festgelegt. Apache kann zum Beispiel über viele eingebaute Optionen konfiguriert werden. Wenn Sie das Portsystem benutzen, können Sie die Vorgaben für die Optionen überschreiben. Für einige Fälle existieren verschiedene Pakete einer Anwendung, die beim Übersetzen unterschiedlich konfiguriert wurden. Für Ghostscript gibt es ein ghostscript-Paket und ein ghostscript-nox11-Paket, die sich durch die X11 Unterstützung unterscheiden. Diese grobe Unterscheidung ist mit dem Paketsystem möglich, wird aber schnell unhandlich, wenn eine Anwendung mehr als ein oder zwei Optionen zum Zeitpunkt des Übersetzens besitzt. Die Lizenzbestimmungen mancher Software verbietet ein Verbreiten in binärer Form. Diese Software muss als Quelltext ausgeliefert werden. Einige Leute trauen binären Distributionen nicht. Wenn Sie den Quelltext besitzen, können Sie sich diesen (zumindest theoretisch) durchlesen und nach möglichen Problemen durchsuchen. Wenn Sie eigene Anpassungen besitzen, benötigen Sie den Quelltext, um diese anzuwenden. Manch einer besitzt gerne den Quelltext, um ihn zu lesen, wenn es einmal langweilig ist, ihn zu hacken, oder sich einfach ein paar Sachen abzugucken (natürlich nur, wenn es die Lizenzbestimmungen erlauben). Wenn Sie über aktualisierte Ports informiert sein wollen, lesen Sie bitte die Mailinglisten &a.ports; und &a.ports-bugs;. Bevor Sie eine Anwendung installieren, sollten Sie auf der Seite über mögliche Sicherheitsprobleme mit der Anwendung informieren. Die Anwendung ports-mgmt/portaudit prüft automatisch alle installierten Anwendungen auf bekannte Sicherheitslöcher. Vor dem Bau eines Ports findet ebenfalls eine Prüfung statt. Installierte Pakete prüfen Sie mit dem Kommando portaudit -F -a. Der Rest dieses Kapitels beschreibt, wie Sie Software Dritter mit Paketen oder Ports auf einem FreeBSD-System installieren und verwalten. Suchen einer Anwendung Bevor Sie eine Anwendung installieren, müssen Sie deren Art und Namen kennen. Die Anzahl der nach FreeBSD portierten Anwendungen steigt ständig. Zum Glück gibt es einige Wege, die richtige zu finden. Eine aktuelle Liste verfügbarer Anwendungen, die sich auch durchsuchen lässt, finden Sie unter http://www.FreeBSD.org/ports/. Die Anwendungen sind in Kategorien unterteilt und Sie können sich alle Anwendungen einer Kategorie anzeigen lassen. Wenn Sie den Namen der Anwendung kennen, können Sie natürlich auch direkt nach dem Namen suchen. FreshPorts FreshPorts, das von Dan Langille gepflegt wird, erreichen Sie unter . FreshPorts verfolgt Änderungen an Anwendungen aus den Ports. Mit FreshPorts können Sie ein oder mehrere Ports beobachten und sich eine E-Mail schicken lassen, wenn ein Port aktualisiert wird. FreshMeat Wenn Sie den Namen einer Anwendung nicht kennen, versuchen Sie eine Webseite wie FreshMeat (), um eine passende Anwendung zu finden. Schauen Sie dann auf der FreeBSD-Webseite nach, ob die Anwendung schon portiert wurde. Wenn Sie den Portnamen kennen und nur nach der Kategorie suchen wollen, verwenden Sie das Kommando &man.whereis.1;. Geben Sie einfach whereis Datei ein. Datei ist der Name des Programms, das Sie suchen: &prompt.root; whereis lsof lsof: /usr/ports/sysutils/lsof Damit haben wir herausgefunden, dass sich lsof, ein Systemwerkzeug, im Verzeichnis /usr/ports/sysutils/lsof befindet. + + Auch mit einem einfachen &man.echo.1;-Befehl können + Sie herausfinden, wo Sie einen bestimmten Port finden. Dazu + ein Beispiel: + + &prompt.root; echo /usr/ports/*/*lsof* + /usr/ports/sysutils/lsof + + Beachten Sie aber, dass dieser Befehl auch alle Dateien + im Verzeichnis /usr/ports/distfiles + findet, auf die der angegebene Suchbegriff passt. + + Ein weiterer Weg, einen bestimmten Port zu finden, ist es, die eingebaute Suchfunktion der Ports-Sammlung zu benutzen. Dazu muss Ihr Arbeitsverzeichnis /usr/ports sein. In diesem Verzeichnis rufen Sie make search name=Anwendungsname auf, wobei Anwendungsname der Name der gesuchten Anwendung ist. Wenn Sie zum Beispiel nach lsof suchen: &prompt.root; cd /usr/ports &prompt.root; make search name=lsof Port: lsof-4.56.4 Path: /usr/ports/sysutils/lsof Info: Lists information about open files (similar to fstat(1)) Maint: obrien@FreeBSD.org Index: sysutils B-deps: R-deps: Der Teil der Ausgabe der Sie interessiert ist die Zeile, die mit Path: beginnt, weil sie Ihnen sagt, wo der Port zu finden ist. Die anderen Informationen werden zum Installieren des Ports nicht direkt benötigt, Sie brauchen sich darum jetzt nicht weiter zu kümmern. Erweiterte Suchen führen Sie mit dem Kommando make search key=Text aus. Damit werden Portnamen, Kommentare, Beschreibungen und Abhängigkeiten nach Text durchsucht. Dies kann sehr nützlich sein, wenn Sie den Namen des Programms, nach dem Sie suchen, nicht kennen. In beiden Fällen wird Groß- und Kleinschreibung bei der Suche ignoriert. Die Suche nach LSOF wird dieselben Ergebnisse wie die Suche nach lsof liefern. Chern Lee Beigesteuert von Benutzen des Paketsystems Installieren eines Pakets Pakete installieren pkg_add Mit &man.pkg.add.1; können Sie ein FreeBSD-Paket von einer lokalen Datei oder über das Netzwerk installieren. Download vor Installation eines Pakets &prompt.root; ftp -a ftp2.FreeBSD.org Connected to ftp2.FreeBSD.org. 220 ftp2.FreeBSD.org FTP server (Version 6.00LS) ready. 331 Guest login ok, send your email address as password. 230- 230- This machine is in Vienna, VA, USA, hosted by Verio. 230- Questions? E-mail freebsd@vienna.verio.net. 230- 230- 230 Guest login ok, access restrictions apply. Remote system type is UNIX. Using binary mode to transfer files. ftp> cd /pub/FreeBSD/ports/packages/sysutils/ 250 CWD command successful. ftp> get lsof-4.56.4.tgz local: lsof-4.56.4.tgz remote: lsof-4.56.4.tgz 200 PORT command successful. 150 Opening BINARY mode data connection for 'lsof-4.56.4.tgz' (92375 bytes). 100% |**************************************************| 92375 00:00 ETA 226 Transfer complete. 92375 bytes received in 5.60 seconds (16.11 KB/s) ftp> exit &prompt.root; pkg_add lsof-4.56.4.tgz Wenn Sie die Pakete nicht lokal vorliegen haben (zum Beispiel auf den FreeBSD-CD-ROMs), ist es wahrscheinlich einfacher den Schalter von &man.pkg.add.1; zu verwenden. Das Werkzeug bestimmt dann automatisch das nötige Objektformat und die richtige Version des Pakets, lädt dieses dann von einem FTP-Server und installiert das Paket. pkg_add &prompt.root; pkg_add -r lsof Das obige Beispiel würde ohne weitere Interaktion das richtige Paket herunterladen und installieren. Pakete werden vom &os;-Hauptserver heruntergeladen. Wenn Sie anderen Server verwenden möchten, geben Sie den Server in der Umgebungsvariablen PACKAGESITE an. Die Dateien werden mit &man.fetch.3;, das Umgebungsvariablen wie FTP_PASSIVE_MODE, FTP_PROXY und FTP_PASSWORD berücksichtigt, heruntergeladen. Wenn Sie durch eine Firewall geschützt werden, müssen Sie vielleicht eine oder mehrere dieser Umgebungsvariablen setzen oder einen FTP oder HTTP Proxy verwenden. Eine Liste der unterstützten Umgebungsvariablen finden Sie in &man.fetch.3;. Beachten Sie, dass im obigen Beispiel lsof anstelle von lsof-4.56.4 verwendet wird. Wenn Sie &man.pkg.add.1; zum Herunterladen eines Pakets verwenden, darf die Versionsnummer des Pakets nicht angegeben werden, da automatisch die neuste Version der Anwendung geholt wird. Unter &os.current; oder &os.stable; holt &man.pkg.add.1; die neuste Version einer Anwendung, unter einer Release holt &man.pkg.add.1; die Version der Anwendung, die im Release enthalten ist. Sie können dies ändern, indem Sie die Umgebungsvariable PACKAGESITE überschreiben. Wenn Sie bespielsweise &os; 5.4-RELEASE installiert haben, versucht &man.pkg.add.1; in der Voreinstellung die Pakete von ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5.4-release/Latest/ zu laden. Wollen Sie &man.pkg.add.1; dazu zwingen, nur &os; 5-STABLE-Pakete herunterzuladen, setzen Sie die Umgebungsvariable PACKAGESITE auf ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-5-stable/Latest/. Pakete werden im .tgz- und .tbz-Format ausgeliefert. Sie finden Sie unter oder auf der FreeBSD-CD-ROM-Distribution. Jede CD der FreeBSD Distribution (oder des PowerPaks) enthält Pakete im Verzeichnis /packages. Die Struktur des Paketbaums entspricht dem /usr/ports Baum. Jede Kategorie besitzt ein eigenes Verzeichnis und alle Pakete befinden sich im Verzeichnis All. Die Verzeichnisstruktur des Paketbaums ist ein Abbild der Ports, da beide Systeme eng zusammenarbeiten. Verwalten von Paketen Pakete verwalten &man.pkg.info.1; zeigt alle installierten Pakete und deren Beschreibung an. pkg_info &prompt.root; pkg_info cvsup-16.1 A general network file distribution system optimized for CV docbook-1.2 Meta-port for the different versions of the DocBook DTD ... &man.pkg.version.1; vergleicht die Version installierter Pakete mit der Version aus der Ports-Sammlung. pkg_version &prompt.root; pkg_version cvsup = docbook = ... Die Symbole in der zweiten Spalte zeigen das Alter des Pakets im Vergleich zu der lokalen Version aus der Ports-Sammlung an. Symbol Bedeutung = Die Version des installierten Paketes stimmt mit der Version aus der lokalen Ports-Sammlung überein. < Die installierte Version ist älter als die der verfügbaren Version aus der Ports-Sammlung. > Die installierte Version ist neuer als die aus der Ports-Sammlung (Eventuell ist die lokale Ports-Sammlung veraltet). ? Das installierte Paket konnte in der Ports-Sammlung nicht gefunden werden. Das kann dadurch hervorgerufen werden, dass ein installierter Port aus der Ports-Sammlung entfernt wurde oder einen neuen Namen erhalten hat. * In der Ports-Sammlung befinden sich mehrere Versionen der Anwendung. Entfernen eines Pakets pkg_delete Pakete entfernen Um ein zuvor installiertes Paket zu entfernen, benutzen Sie das Werkzeug &man.pkg.delete.1;. &prompt.root; pkg_delete xchat-1.7.1 Beachten Sie, dass &man.pkg.delete.1; die vollständige Bezeichnung des Pakets benötigt (also Paketname und Versionsnummer). Die Eingabe von xchat (anstelle von xchat-1.7.1) ist daher nicht ausreichend. Zwar können Sie die Versionsnummer eines installierten Pakets mit &man.pkg.version.1; herausfinden, es ist aber auch möglich, ein Paket zu deinstallieren, ohne die exakte Versionsnummer zu kennen, wenn Sie Wildcards einsetzen: &prompt.root; pkg_delete xchat\* In diesem Beispiel werden alle Pakete gelöscht, deren Name mit xchat beginnt. Verschiedenes Informationen über alle installierte Pakete werden in /var/db/pkg abgelegt. Das Verzeichnis enthält Dateien, in denen sich die Beschreibungen der Pakete und Listen von Dateien, die zu einem Paket gehören, befinden. Benutzen der Ports-Sammlung Die folgenden Abschnitte stellen die grundlegenden Anweisungen vor, um Anwendungen aus der Ports-Sammlung auf Ihren Rechner zu installieren oder zu löschen. &man.ports.7; enthält eine Auflistung aller verfügbaren make-Targets und Umgebungsvariablen. Installation der Ports-Sammlung Bevor Sie einen Port installieren können, müssen Sie zuerst die Ports-Sammlung installieren, die aus Makefiles, Patches und Beschreibungen besteht. Die Ports-Sammlung wird für gewöhnlich unter /usr/ports installiert. Bei der FreeBSD-Installation hatten Sie in sysinstall die Möglichkeit, die Ports-Sammlung zu installieren. Wenn Sie die Sammlung damals nicht installiert haben, können Sie das mit den folgenden Anweisungen nachholen: Installieren mit <application>CVSup</application> Dies ist eine schnelle Methode, um die Ports-Sammlung zu installieren und zu aktualisieren. CVSup wird im Abschnitt Benutzen von CVSup des Handbuchs beschrieben. Mit csup existiert eine in C geschriebene Neuimplementierung von CVSup, die ab &os; 6.2 bereits im Basissystem enthalten ist. Haben Sie &os; 6.2 installiert, können Sie Schritt 1 überspringen und die im Basissystem enthaltene Version von csup einsetzen. Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, können Sie csup über den Port net/csup installieren. In beiden Fällen ersetzen Sie bitte in den folgenden Ausführungen cvsup durch csup. Achten Sie darauf, dass das Verzeichnis /usr/ports leer ist, bevor Sie CVSup das erste Mal ausführen! Haben Sie die Ports-Sammlung zuvor schon aus einer anderen Quelle installiert, wird CVSup bereits aus dem Repository entfernte Patches nicht aus der lokalen Kopie der Ports-Sammlung löschen. Installieren Sie das Paket net/cvsup-without-gui: &prompt.root; pkg_add -r cvsup-without-gui Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Installation von CVSup des Handbuchs. Danach rufen Sie cvsup auf: &prompt.root; cvsup -L 2 -h cvsup.FreeBSD.org /usr/share/examples/cvsup/ports-supfile Ersetzen Sie cvsup.FreeBSD.org durch einen CVSup-Server in Ihrer Nähe. Eine vollständige Liste der CVSup-Spiegel finden Sie im Abschnitt CVSup-Server des Handbuchs. Sie sollten sich eine an Ihre Bedürfnisse angepasste ports-supfile erstellen, um so beispielsweise zu vermeiden, dass Sie bei jedem Aufruf von CVSup wieder die Parameterliste übergeben müssen. Dazu kopieren Sie zuerst als root die Datei /usr/share/examples/cvsup/ports-supfile nach /root oder in Ihr Heimatverzeichnis. Danach müssen Sie die Datei ports-supfile anpassen. Dazu ersetzen Sie cvsup.FreeBSD.org durch einen CVSup-Server in Ihrer Nähe. Eine vollständige Liste der CVSup-Spiegel finden Sie im Abschnitt CVSup-Server des Handbuchs. Nun können Sie cvsup mit folgender Syntax starten: &prompt.root; cvsup -L 2 /root/ports-supfile Mit &man.cvsup.1; können Sie später auch die Ports-Sammlung aktualisieren. Die installierten Ports werden mit diesem Kommando allerdings nicht aktualisiert. Installieren mit Portsnap Bei Portsnap handelt es sich um ein alternatives System zur Distribution der Ports-Sammlung, das seit &os; 6.0 im Basissystem enthalten ist. Verwenden Sie eine ältere &os;-Version, können Sie zur Installation das Paket ports-mgmt/portsnap verwenden: &prompt.root; pkg_add -r portsnap Eine detaillierte Beschreibung von Portsnap finden Sie im Abschnitt Portsnap einsetzen des Handbuchs. Ab &os; 6.1-RELEASE oder bei einem aktuellen Portsnap-Paket oder -Port ist dieser Schritt nicht nötig, da in diesen Fällen das Verzeichnis /usr/ports automatisch beim ersten Aufruf von &man.portsnap.8; angelegt wird. Verwenden Sie hingegen eine ältere Version von Portsnap, müssen Sie dieses Verzeichnis manuell anlegen, falls dieses auf Ihrem System noch nicht existiert: &prompt.root; mkdir /usr/ports Laden Sie einen komprimierten Snapshot der Ports-Sammlung in das Verzeichnis /var/db/portsnap herunter. Danach können Sie die Internetverbindung trennen, wenn Sie dies wünschen. &prompt.root; portsnap fetch Wenn Sie Portsnap das erste Mal verwenden, müssen Sie den Snapshot nach /usr/ports extrahieren: &prompt.root; portsnap extract Ist die Ports-Sammlung bereits installiert, und Sie wollen diese nur aktualisieren, führen Sie stattdessen folgenden Befehl aus: &prompt.root; portsnap update Installieren mit <application>sysinstall</application> Nicht zuletzt ist es auch möglich, die Ports-Sammlung über sysinstall zu installieren. Beachten Sie dabei aber, dass bei dieser Methode nicht die aktuellste Version der Ports-Sammlung, sondern die Version, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der installierten &os;-Version aktuell war, installiert wird. Haben Sie Zugriff auf das Internet, so sollten Sie daher stets eine der weiter oben beschriebenen Methoden verwenden, um die Ports-Sammlung zu installieren. Führen Sie als root sysinstall (vor &os; 5.2 /stand/sysinstall) aus: &prompt.root; /stand/sysinstall Wählen Sie den Punkt Configure aus und drücken Sie Enter. Wählen Sie dann Distributions aus und drücken Sie Enter. In diesem Menü wählen Sie ports aus und drücken die Leertaste. Danach wählen Sie Exit aus und drücken Enter. Legen Sie nun ein geeignetes Installationsmedium, wie CD-ROM oder FTP, fest. Wählen Sie nun Exit aus und drücken Enter. Verlassen Sie sysinstall mit X. Ports installieren Ports installieren Was ist mit einem Gerüst im Zusammenhang mit der Ports-Sammlung gemeint? In aller Kürze: ein Gerüst eines Ports ist ein minimaler Satz von Dateien, mit denen das FreeBSD-System eine Anwendung sauber übersetzen und installieren kann. Ein jeder Port beinhaltet: Eine Datei Makefile. Das Makefile enthält verschiedene Anweisungen, die spezifizieren, wie eine Anwendung kompiliert wird und wo sie auf Ihrem System installiert werden sollte. Eine Datei distinfo. Diese enthält Informationen, welche Dateien heruntergeladen werden müssen sowie deren MD5-Prüfsummen (die Sie mit &man.md5.1; sowie &man.sha256.1; überprüfen können, um sicher zu gehen, dass diese Dateien während des Herunterladens nicht beschädigt wurden). Ein files Verzeichnis. Hierin liegen Patches, welche das Übersetzen und Installieren der Anwendung ermöglichen. Patches sind im Wesentlichen kleine Dateien, die Änderungen an speziellen Dateien spezifizieren. Sie liegen als reiner Text vor und sagen ungefähr: Lösche Zeile 10 oder Ändere Zeile 26 zu .... Patches sind auch bekannt unter dem Namen diffs, weil Sie mit dem Programm &man.diff.1; erstellt werden. Dieses Verzeichnis kann auch noch andere Dateien enthalten, welche zum Bauen des Ports benutzt werden. Eine Datei pkg-descr. Eine ausführlichere, oft mehrzeilige Beschreibung der Anwendung. Eine Datei pkg-plist. Das ist eine Liste aller Dateien, die durch diesen Port installiert werden. Außerdem sind hier Informationen enthalten, die zum Entfernen des Ports benötigt werden. Einige Ports besitzen noch andere Dateien, wie pkg-message, die vom Portsystem benutzt werden, um spezielle Situationen zu handhaben. Wenn Sie mehr über diese Dateien oder das Port-System erfahren sollen, lesen Sie bitte das FreeBSD Porter's Handbook. Ein Port enthält lediglich Anweisungen, wie der Quelltext zu bauen ist, nicht aber den eigentlichen Quelltext. Den Quelltext erhalten Sie von einer CD-ROM oder aus dem Internet. Quelltexte werden in einem Format nach Wahl des jeweiligen Software-Autors ausgeliefert. Häufig ist dies ein gezipptes Tar-Archiv, aber es kann auch mit einem anderen Tool komprimiert oder gar nicht komprimiert sein. Der Quelltext, in welcher Form er auch immer vorliegen mag, wird Distfile genannt. Die zwei Methoden, mit denen ein Port installiert wird, werden unten besprochen. Zum Installieren von Ports müssen Sie als Benutzer root angemeldet sein. Stellen Sie sicher, dass die Ports-Sammlung aktuell ist, bevor Sie einen Port installieren. Informieren Sie sich vorher zusätzlich unter über mögliche Sicherheitsprobleme des zu installierenden Ports. Vor der Installation kann portaudit eine neue Anwendung automatisch auf Sicherheitslöcher prüfen. Das Werkzeug befindet sich in der Ports-Sammlung (ports-mgmt/portaudit). Vor der Installation einer neuen Anwendung sollten Sie mit portaudit -F die Sicherheitsdatenbank aktualisieren. Die täglich laufende Sicherheitsprüfung des Systems aktualisiert die Datenbank und prüft installierte Anwendungen auf vorhandene Sicherheitslöcher. Weiteres erfahren Sie in den Hilfeseiten &man.portaudit.1; und &man.periodic.8;. Die Ports-Sammlung geht davon, dass Ihr System über eine funktionierende Internetverbindung verfügt. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie eine Kopie des zu installierenden Distfiles manuell nach /usr/ports/distfiles kopieren. Dazu wechseln Sie als erstes in das Verzeichnis des Ports, den Sie installieren wollen: &prompt.root; cd /usr/ports/sysutils/lsof Im Verzeichnis lsof kann man das Gerüst erkennen. Der nächste Schritt ist das Übersetzen (auch Bauen genannt) des Ports durch die Eingabe des Befehls make: &prompt.root; make >> lsof_4.57D.freebsd.tar.gz doesn't seem to exist in /usr/ports/distfiles/. >> Attempting to fetch from ftp://lsof.itap.purdue.edu/pub/tools/unix/lsof/. ===> Extracting for lsof-4.57 ... [Ausgabe des Auspackens weggelassen] ... >> Checksum OK for lsof_4.57D.freebsd.tar.gz. ===> Patching for lsof-4.57 ===> Applying FreeBSD patches for lsof-4.57 ===> Configuring for lsof-4.57 ... [configure-Ausgabe weggelassen] ... ===> Building for lsof-4.57 ... [Ausgabe der Übersetzung weggelassen] ... &prompt.root; Ist die Übersetzungsprozedur beendet, landen Sie wiederum in der Kommandozeile und können das Programm im nächsten Schritt installieren. Dazu verwenden Sie den Befehl make install: &prompt.root; make install ===> Installing for lsof-4.57 ... [Ausgabe der Installation weggelassen] ... ===> Generating temporary packing list ===> Compressing manual pages for lsof-4.57 ===> Registering installation for lsof-4.57 ===> SECURITY NOTE: This port has installed the following binaries which execute with increased privileges. &prompt.root; Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie die gerade installierte Anwendung starten. Da lsof eine Anwendung ist, die mit erhöhten Rechten läuft, wird eine Sicherheitswarnung angezeigt. Sie sollten alle Warnungen während des Baus und der Installation eines Ports beachten. Es ist eine gute Idee, das Unterverzeichnis work nach erfolgter Installation wieder zu löschen. Einerseits gewinnen Sie dadurch Speicherplatz, andererseits könnte es sonst zu Problemen bei der Aktualisierung des Ports auf eine neuere Version kommen. &prompt.root; make clean ===> Cleaning for lsof-4.57 &prompt.root; Sie können zwei Schritte sparen, wenn Sie gleich make install clean anstelle von make, make install, und make clean eingeben. Um die Suche nach Kommandos zu beschleunigen, speichern einige Shells eine Liste der verfügbaren Kommandos in den durch die Umgebungsvariable PATH gegebenen Verzeichnissen. Nach der Installation eines Ports müssen Sie in einer solchen Shell vielleicht das Kommando rehash absetzen, um die neu installierten Kommandos benutzen zu können. Das Kommando rehash gibt es in Shells wie der tcsh. Unter Shells wie der sh benutzen Sie das Kommando hash -r. Weiteres entnehmen Sie bitte der Dokumentation Ihrer Shell. Einige von Dritten angebotenen DVD-ROM-Produkte wie das FreeBSD Toolkit von der FreeBSD Mall enthalten auch Distfiles (komprimierte Quellcodepakete). Diese lassen sich über die Ports-Sammlung installieren. Dazu hängen Sie die DVD-ROM unter /cdrom in den Verzeichnisbaum ein. Wenn Sie einen anderen Mountpunkt verwenden, sollten Sie die make-Variable CD_MOUNTPTS setzen, damit die auf der DVD-ROM enthaltenen Distfiles automatisch verwendet werden. Beachten Sie bitte, dass die Lizenzen einiger Ports die Einbeziehung auf der CD-ROM verbieten. Das kann verschiedene Gründe haben. Beispielsweise eine Registrierung vor dem Herunterladen erforderlich oder die Weiterverteilung ist verboten. Wenn Sie einen Port installieren wollen, der nicht auf der CD-ROM enthalten ist, müssen Sie online sein. Die Ports-Sammlung benutzt zum Herunterladen von Dateien &man.fetch.3;, das Umgebungsvariablen wie FTP_PASSIVE_MODE, FTP_PROXY und FTP_PASSWORD berücksichtigt. Wenn Sie durch eine Firewall geschützt werden, müssen Sie vielleicht eine oder mehrere dieser Umgebungsvariablen setzen, oder einen FTP oder HTTP Proxy verwenden. Eine Liste der unterstützten Umgebungsvariablen finden Sie in &man.fetch.3;. Benutzer ohne eine ständige Internet-Verbindung werden das Kommando make fetch zu schätzen wissen. Das Kommando lädt alle benötigten Dateien eines Ports herunter. Sie können das Kommando im Verzeichnis /usr/ports laufen lassen. In diesem Fall werden alle Dateien heruntergeladen. Es ist auch möglich, make fetch nur in einem Teil des Baums, wie /usr/ports/net, aufzurufen. Die Dateien von allen abhängigen Ports werden mit diesem Kommando allerdings nicht heruntergeladen. Wenn Sie diese Dateien ebenfalls herunterladen wollen, ersetzen Sie im Kommando fetch durch fetch-recursive. Abhängig davon, in welchem Verzeichnis Sie make aufrufen, können Sie analog zu make fetch die Ports einer Kategorie oder alle Ports bauen. Beachten Sie allerdings, dass manche Ports nicht zusammen installiert werden können. Weiterhin gibt es Fälle, in denen zwei Ports unterschiedliche Inhalte in derselben Datei speichern wollen. Manchmal ist es erforderlich, die benötigten Dateien von einem anderen Ort als den im Port vorgesehenen herunterzuladen. Der Ort wird durch die Variable MASTER_SITES vorgegeben, die Sie wie folgt überschreiben können: &prompt.root; cd /usr/ports/directory &prompt.root; make MASTER_SITE_OVERRIDE= \ ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/ fetch Im Beispiel wurde MASTER_SITES mit dem Wert ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/ überschrieben. Einige Ports besitzen Optionen, mit denen Sie zusätzliche Funktionen oder Sicherheitsoptionen einstellen können (oder manchmal auch müssen). Zusätzliche Optionen können beispielsweise für www/mozilla, security/gpgme und mail/sylpheed-claws angegeben werden. Wenn ein Port über zusätzliche Optionen verfügt, werden diese beim Bau des Ports auf der Konsole ausgegeben. Vorgabe-Verzeichnisse ändern Manchmal ist es nützlich (oder erforderlich), in anderen Verzeichnissen zu arbeiten. Die Verzeichnisse können Sie mit den Variablen WRKDIRPREFIX und PREFIX einstellen. Die Variable WRKDIRPREFIX gibt das Bauverzeichnis an: &prompt.root; make WRKDIRPREFIX=/usr/home/example/ports install Dieses Kommando baut den Port in /usr/home/example/ports und installiert ihn unter /usr/local. Die Variable PREFIX legt das Installations-Verzeichnis fest: &prompt.root; make PREFIX=/usr/home/example/local install In diesem Beispiel wird der Port unter /usr/ports gebaut und nach /usr/home/example/local installiert. Sie können beide Variablen auch zusammen benutzen: &prompt.root; make WRKDIRPREFIX=../ports PREFIX=../local install Die Kommandozeile ist zu lang, um sie hier komplett wiederzugeben, aber Sie sollten die zugrunde liegende Idee erkennen. Probleme mit <command>imake</command> imake Einige Ports, welche &man.imake.1; (Teil des X-Window-Systems) benutzen, funktionieren nicht gut mit PREFIX und bestehen darauf, unter /usr/X11R6 installiert zu werden. In ähnlicher Weise verhalten sich einige Perl-Ports, die PREFIX ignorieren und sich in den Perl-Verzeichnisbaum installieren. Zu erreichen, dass solche Ports PREFIX beachten, ist schwierig oder sogar unmöglich. Ports rekonfigurieren Beim Bau einiger Ports erhalten Sie ein ncurses-basiertes Menü, über dessen Optionen Sie den Bau dieser Ports beeinflussen können. Es gibt diverse Möglichkeiten, dieses Menü nach dem Bau eines Ports erneut aufzurufen, um beispielsweise Optionen zu entfernen, hinzuzufügen oder anzupassen. Sie können beispielsweise in das Verzeichnis des Ports wechseln und dort den Befehl make config eingeben, wodurch das Menü mit den ursprünglichen gewählten Optionen erneut aufgerufen wird. Eine andere Möglichkeit bietet der Befehl make showconfig, mit dem Sie eine Liste aller Konfigurationsoptionen dieses Ports aufrufen. Eine weitere Alternative bietet der Befehl make rmconfig, der die von Ihnen ursprünglich gewählten Optionen zurücksetzt und es Ihnen dadurch ermöglicht, die Konfiguration erneut zu beginnen. Die eben erwähnten Optionen (und viele andere) werden ausführlich in der Manualpage &man.ports.7; beschrieben. Entfernen installierter Ports Ports entfernen Da Sie nun wissen, wie man einen Port installiert, wollen Sie sicher auch wissen, wie man ein über einen Port installiertes Programm wieder deinstallieren kann. Ports werden analog zu Paketen mit &man.pkg.delete.1; deinstalliert (Lesen Sie sich den Abschnitt Benutzen des Paketsystems des Handbuchs durch, wenn Sie weitere Informationen benötigen.). Für das vorhin installierte Programm lsof würden Sie dazu wie folgt vorgehen: &prompt.root; pkg_delete lsof-4.57 Ports aktualisieren Ports aktualisieren Als erstes sollten sie sich alle installierten Ports anzeigen lassen, von denen eine aktuellere Version in der Ports-Sammlung existiert. Dazu verwenden Sie den Befehl &man.pkg.version.1;: &prompt.root; pkg_version -v <filename>/usr/ports/UPDATING</filename> Nachdem Sie die Ports-Sammlung auf den neusten Stand gebracht haben, lesen Sie bitte zuerst die Datei /usr/ports/UPDATING, bevor Sie einen Port aktualisieren. In dieser Datei werden Probleme und zusätzlich durchzuführende Schritte bei der Aktualisierung einzelner Ports beschrieben. Dazu gehören solche Dinge wie geänderte Dateiformate, verschobene Konfigurationsdateien, aber auch Inkompatibilitäten zu einer Vorgängerversion. Sollte UPDATING etwas hier Gesagtem widersprechen, so gilt das in UPDATING Gesagte. Ports mit Portupgrade aktualisieren portupgrade portupgrade wurde entwickelt, um die Aktualisierung von Ports zu vereinfachen. Sie können portupgrade über den Port ports-mgmt/portupgrade installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portupgrade/ &prompt.root; make install clean Durchsuchen Sie regelmäßig (am besten vor jeder Aktualisierung) die Liste der installierten Ports mit pkgdb -F und beheben Sie alle gefundenen Probleme. Wenn Sie portupgrade -a eingeben, beginnt portupgrade automatisch mit der Aktualisierung aller veralteteter Ports Ihres Systems. Verwenden Sie den Schalter , wenn Sie individuell entscheiden wollen, ob ein Port aktualisiert werden soll: &prompt.root; portupgrade -ai Wenn Sie nur eine einzelne Anwendung anstelle aller Anwendungen aktualisieren wollen, verwenden Sie das Kommando portupgrade pkgname. Geben Sie den Schalter an, wenn portupgrade zuvor alle Ports aktualisieren soll, die von dem gegebenen Paket abhängen. Der Schalter verwendet zur Installation Pakete anstelle von Ports. Mit dieser Option durchsucht portupgrade die in der Umgebungsvariablen PKG_PATH aufgeführten Verzeichnisse nach Paketen. Sind lokal keine Pakete vorhanden, versucht portupgrade die Pakete über das Netz herunterzuladen. Gibt es die Pakete weder lokal noch auf entfernten Rechnern, werden die Ports verwendet. Um dies zu verhindern, benutzen Sie die Option . &prompt.root; portupgrade -PP gnome2 Wenn Sie nur die Quelldateien des Ports (oder die Pakete mit ) herunterladen möchten, ohne die Anwendung zu bauen oder zu installieren, geben Sie die Option an. Weitere Möglichkeiten lesen Sie bitte in der Hilfeseite &man.portupgrade.1; nach. Ports mit Portmanager aktualisieren portmanager Portmanager ist ein weiteres Werkzeug, das die Aktualisierung installierter Ports erleichtert. Es kann über den Port ports-mgmt/portmanager installiert werden: &prompt.root; cd /usr/ports/ports-mgmt/portmanager &prompt.root; make install clean Alle installierten Ports können danach durch folgende Eingabe aktualisiert werden: &prompt.root; portmanager -u Wenn Sie zusätzlich die Optionen an Portmanager übergeben, werden Sie bei jedem Schritt um eine Bestätigung gefragt. Portmanager ist außerdem in der Lage, neue Ports auf Ihrem System zu installieren. Im Gegensatz zum bekannten make install clean aktualisiert es aber vor dem Bau und der Installation eines Ports alle abhängigen Ports. &prompt.root; portmanager x11/gnome2 Treten bei den Abhängigkeiten des zu installierenden Ports Probleme auf, ist Portmanager in der Lage, alle Abhängigkeiten in der korrekten Reihenfolge neu zu bauen. Nachdem dieser Schritt abgeschlossen ist, wird der problematische Port ebenfalls neu gebaut. &prompt.root; portmanager graphics/gimp -f Weitere Informationen finden Sie in der Manualpage &man.portmanager.1;. Platzbedarf von Ports Ports Plattenplatz Die Ports-Sammlung kann sehr viel Plattenplatz verschlingen. Führen Sie nach dem Bau und der Installation eines Ports make clean aus, um die Arbeitsverzeichnisse zu löschen. Dieser Befehl entfernt das Verzeichnis work des gebauten Ports. Wollen Sie die gesamte Ports-Sammlung aufräumen, verwenden Sie folgenden Befehl: &prompt.root; portsclean -C Im Laufe der Zeit werden sich zahlreiche Distfiles im Verzeichnis distfiles ansammeln. Sie können diese entweder händisch löschen, oder Sie verwenden den folgenden Befehl, um alle Distfiles zu löschen, die nicht länger benötigt werden: &prompt.root; portsclean -D Falls Sie nur alle Distfiles löschen wollen, die von keinem derzeit installierten Port referenziert werden: &prompt.root; portsclean -DD Das Werkzeug portsclean wird automatisch bei der Installation von portupgrade mit installiert. Denken Sie daran, installierte Ports wieder zu entfernen, wenn Sie diese nicht mehr benötigen. Um diese Arbeit zu erleichtern, können Sie den Port ports-mgmt/pkg_cutleaves installieren. Nach der Installation Nach der Installation einer neuen Anwendung wollen Sie wahrscheinlich die mitgelieferte Dokumentation lesen und die Konfigurationsdateien der Anwendung anpassen. Wenn die Anwendung ein Dæmon ist, sollten Sie sicherstellen, dass die Anwendung beim Booten startet. Die einzelnen Schritte sind natürlich von Anwendung zu Anwendung verschieden. Wenn Sie sich allerdings nach der Installation einer Anwendung die Frage Was nun? stellen, helfen die folgenden Hinweise vielleicht weiter. Finden Sie mit &man.pkg.info.1; heraus, welche Dateien die Anwendung wo installiert hat. Wenn Sie beispielsweise gerade die Version 1.0.0 von FooPackage installiert haben, zeigt Ihnen das folgende Kommando alle installierten Dateien des Pakets: &prompt.root; pkg_info -L foopackage-1.0.0 | less Achten Sie besonders auf die Manualpages, die Sie in man/ Verzeichnissen finden und auf Konfigurationsdateien, die in etc/ abgelegt werden. Manche Pakete enthalten in doc/ zusätzliche Dokumentation. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Version einer Anwendung Sie gerade installiert haben, können Sie mit dem folgenden Kommando nach der Anwendung suchen: &prompt.root; pkg_info | grep -i foopackage Das Kommando zeigt alle installierten Pakete, deren Paketname foopackage enthält. Ersetzen Sie foopackage durch den Namen der Anwendung, die Sie suchen. Nachdem Sie die Manualpages der Anwendung gefunden haben, lesen Sie diese bitte mit &man.man.1;. Schauen Sie sich auch die Beispiele für Konfigurationsdateien und die zusätzliche Dokumentation, wenn es welche gibt, an. Wenn es für die Anwendung eine Webseite gibt, suchen Sie dort nach zusätzlicher Dokumentation wie FAQs (häufig gestellte Fragen). Wenn Sie die Adresse der Webseite nicht kennen, versuchen Sie das folgende Kommando: &prompt.root; pkg_info foopackage-1.0.0 Die Ausgabe enthält oft eine Zeile, die mit WWW: beginnt und die URL der Webseite enthält. Ports, die während des Systemstarts gestartet werden sollen, installieren meist ein Beispielskript im Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d. Überprüfen Sie dieses Skript. Wenn nötig, passen Sie das Skript an und benennen Sie es um. Weitere Informationen finden Sie in . Kaputte Ports Stolpern Sie einmal über einen Port, der bei Ihnen nicht funktioniert, könnten Sie zum Beispiel Folgendes tun: Stellen Sie fest, ob die Datenbank mit den Problemberichten bereits einen Lösungsvorschlag enthält. Ist dies der Fall, können Sie die vorgeschlagene Lösung testen. Bitten Sie den Betreuer des Ports um Hilfe. Geben Sie dazu make maintainer ein oder lesen Sie das Makefile im Verzeichnis des Ports, um an die E-Mail-Adresse zu kommen. Vergessen Sie nicht den Namen und die Version des Ports (schicken Sie die Zeile mit $FreeBSD: aus dem Makefile) und die Ausgabe bis zur Fehlermeldung mitzuschicken. Einige Ports werden nicht von einer Einzelperson, sondern von einer Mailingliste betreut. Viele (aber nicht alle) dieser Adressen haben die Form freebsd-NameDerListe@FreeBSD.org. Denken Sie daran, wenn Sie Ihre Fragen formulieren. Dies gilt insbesondere für Ports, die als als Betreuer den Eintrag freebsd-ports@FreeBSD.org aufweisen. Derartige Ports haben überhaupt keinen Betreuer. Korrekturen und Unterstützung kommen daher nur von Personen, die diese Mailingliste abonniert haben. Gerade in diesem Bereich werden jederzeit zusätzliche freiwillige Helfer benötigt! Erhalten Sie auf Ihre Anfrage keine Antwort, können Sie über &man.send-pr.1; einen Problembericht erstellen. Bevor Sie einen solchen Bericht erstellen, sollten Sie den Artikel Writing FreeBSD Problem Reports lesen. Reparieren Sie ihn! Das FreeBSD Porter's Handbook enthält eine detaillierte Beschreibung des Portsystems. Damit sind Sie in der Lage, einen gelegentlich kaputten Port zu reparieren oder einen eigenen Port zu erstellen. Holen Sie sich das Paket von einem FTP-Server in Ihrer Nähe. Die Basis-Sammlung aller Pakete liegt auf ftp.de.FreeBSD.org im Verzeichnis packages. Aber versuchen Sie zuerst einen Spiegel in Ihrer Nähe! Benutzen Sie das Programm &man.pkg.add.1;, um Pakete auf Ihrem Rechner zu installieren. Dies hat zudem den Vorteil, dass es schneller geht. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ppp-and-slip/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ppp-and-slip/chapter.sgml index 00764b49be..6585be4728 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ppp-and-slip/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ppp-and-slip/chapter.sgml @@ -1,3463 +1,3463 @@ Jim Mock Restrukturiert, neu organisiert und aktualisiert von Thomas Schwarzkopf Übersetzt von PPP und SLIP Übersicht PPP SLIP Unter FreeBSD stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Computer miteinander zu verbinden. Der Aufbau einer Netzwerk- oder Internetverbindung mit Hilfe eines Einwahlmodems – für den eigenen oder für andere Rechner – erfordert den Einsatz von PPP oder SLIP. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie wissen: Wie Sie User-PPP einrichten. Wie Sie Kernel-PPP einrichten. Was zu tun ist, um PPPoE (PPP over Ethernet) einzurichten. Wie Sie PPPoA (PPP over ATM) einrichten. Wie Sie einen SLIP-Client und -Server einrichten und konfigurieren PPP User-PPP PPP Kernel-PPP PPP over Ethernet Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: mit den grundlegenden Begriffen der Netzwerktechnik vertraut sein. die Grundlagen und den Zweck einer Einwahlverbindung sowie PPP und/oder SLIP kennen. Sie fragen sich vielleicht, worin denn der Hauptunterschied zwischen User-PPP und Kernel-PPP liegt. Die Antwort ist einfach: User-PPP verarbeitet die ein- und ausgehenden Daten im Userland, statt im Kernel. Dies ist zwar aufwändig, im Hinblick auf die Daten, die dadurch zwischen Kernel und Userland hin und her kopiert werden müssen, doch es ermöglicht auch eine PPP-Implementierung mit weitaus mehr Funktionen. User-PPP verwendet das Gerät tun, um mit anderen Rechnern zu kommunizieren, während Kernel-PPP hierfür das Gerät ppp benutzt. In diesem Kapitel wird durchgängig vom Programm ppp gesprochen, wenn damit User-PPP gemeint ist. Ausnahmen werden gemacht, wenn eine Unterscheidung gegenüber anderer PPP-Software, wie pppd, notwendig wird. Soweit nichts anderes angegeben ist, sollten alle Befehle, die in diesem Kapitel erklärt werden, als root ausgeführt werden. Tom Rhodes Aktualisiert und erweitert von Brian Somers Ursprünglich geschrieben von Nik Clayton Mit Beiträgen von Dirk Frömberg Peter Childs User-PPP User-PPP Voraussetzungen Dieses Dokument geht davon aus, dass Sie Folgendes zur Verfügung haben: ISP PPP Einen Account bei einem Internet Service Provider (ISP), zu dem Sie mit PPP eine Verbindung aufbauen können. Ein Modem oder ein anderes Gerät, das, richtig konfiguriert und mit Ihrem Rechner verbunden, Ihnen die Herstellung einer Verbindung zu Ihrem ISP erlaubt. Die Einwahlnummer(n) Ihres ISP. PAP CHAP UNIX Login Name Passwort Ihren Login-Namen und Ihr Passwort (entweder ein reguläres Login/Passwort-Paar im UNIX-Stil oder ein PAP bzw. CHAP Login/Passwort-Paar). Nameserver Die IP-Adresse von einem oder mehreren Nameservern. Üblicherweise werden Ihnen von Ihrem ISP zwei IP-Adressen für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Wenn Sie keine solche IP-Adresse von Ihrem Provider bekommen haben, können Sie das Kommando enable dns in der Datei ppp.conf verwenden, um ppp anzuweisen, den Nameserver für Sie einzutragen. Diese Funktion setzt allerdings voraus, dass Ihr ISP eine PPP-Implementierung verwendet, die das Aushandeln eines Nameservers unterstützt. Die folgenden Informationen werden Ihnen möglicherweise von Ihrem ISP zur Verfügung gestellt, sie sind aber nicht zwingend erforderlich: Die Gateway IP-Adresse Ihres ISP. Als Gateway wird der Computer bezeichnet, zu dem Sie eine Verbindung aufbauen. Die IP-Adresse dieses Rechners wird als default route eingetragen. Wenn Sie diese Information nicht zur Verfügung haben, kann PPP so konfiguriert werden, dass der PPP-Server Ihres ISP während des Verbindungsaufbaus eine gültige Adresse übermittelt. ppp bezieht sich mit HISADDR auf diese IP-Adresse. Die Netzmaske, die Sie verwenden sollten. Falls Ihnen Ihr ISP keine Netzmaske vorgegeben hat, können Sie 255.255.255.255 verwenden. feste IP-Adresse Wenn Ihnen Ihr ISP eine statische IP-Adresse zur Verfügung stellt, können Sie diese eintragen. Andernfalls lassen wir uns einfach von der Gegenstelle eine IP-Adresse zuweisen. Falls Ihnen die erforderlichen Informationen fehlen sollten, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem ISP auf. Die Beispieldateien, die in diesem Kapitel dargestellt werden, enthalten Zeilennummern. Die Nummerierung dient lediglich einer leichteren Orientierung und sollte von Ihnen nicht in Ihre Dateien übernommen werden. Richtiges Einrücken, durch Tabulatoren und Leerzeichen, ist ebenfalls wichtig. Automatische Konfiguration von <application>PPP</application> PPP Konfiguration Sowohl ppp als auch pppd (die PPP-Implementierung auf Kernelebene) verwenden die Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc/ppp. Beispiele für User-PPP sind in /usr/share/examples/ppp/ zu finden. Die Konfiguration von ppp erfordert, je nach Ihren besonderen Bedingungen, die Bearbeitung einiger Dateien. Was Sie in diese Dateien eintragen, hängt unter anderem davon ab, ob Ihnen Ihr ISP eine statische IP-Adresse (Sie verwenden immer dieselbe IP-Adresse, die Ihnen einmal zugeteilt wurde) oder eine dynamische IP-Adresse (Ihre IP-Adresse ändert sich bei jeder Verbindung mit dem ISP) zugewiesen hat. PPP und statische IP-Adressen PPP mit fester IP-Adresse Sie müssen die Konfigurationsdatei /etc/ppp/ppp.conf bearbeiten. Sie sollte so aussehen, wie in dem unten angegebenen Beispiel. Zeilen die mit einem : enden, beginnen in der ersten Spalte (am Beginn der Zeile). Alle anderen Zeilen sollten wie dargestellt durch Leerzeichen oder Tabulatoren eingerückt werden. 1 default: 2 set log Phase Chat LCP IPCP CCP tun command 3 ident user-ppp VERSION (built COMPILATIONDATE) 4 set device /dev/cuaa0 5 set speed 115200 6 set dial "ABORT BUSY ABORT NO\\sCARRIER TIMEOUT 5 \ 7 \"\" AT OK-AT-OK ATE1Q0 OK \\dATDT\\T TIMEOUT 40 CONNECT" 8 set timeout 180 9 enable dns 10 11 provider: 12 set phone "(123) 456 7890" 13 set authname foo 14 set authkey bar 15 set login "TIMEOUT 10 \"\" \"\" gin:--gin: \\U word: \\P col: ppp" 16 set timeout 300 17 set ifaddr x.x.x.x y.y.y.y 255.255.255.255 0.0.0.0 18 add default HISADDR Zeile 1: Gibt den Standardeintrag an. Befehle dieses Eintrags werden automatisch ausgeführt, wenn ppp läuft. Zeile 2: Schaltet die Loggingparameter ein. Wenn die Verbindung zufriedenstellend funktioniert, können Sie diese Zeile verkürzen: set log phase tun Dies verhindert ein übermäßiges Anwachsen der Logdateien. Zeile 3: Gibt PPP an, wie es sich gegenüber der Gegenstelle identifizieren soll. PPP identifiziert sich gegenüber der Gegenstelle, wenn es Schwierigkeiten bei der Aushandlung und beim Aufbau der Verbindung gibt. Dabei werden Informationen bereitgestellt, die dem Administrator der Gegenstelle helfen können, die Ursache der Probleme zu finden. Zeile 4: Gibt das Device an, an dem das Modem angeschlossen ist. COM1 entspricht /dev/cuaa0 und COM2 entspricht /dev/cuaa1. Zeile 5: Legt die Geschwindigkeit fest, mit der Sie die Verbindung betreiben möchten. Falls ein Wert von 115200 nicht funktioniert (was aber bei jedem einigermaßen neuen Modem funktionieren sollte), versuchen Sie es stattdessen mit 38400. Zeilen 6 & 7: PPP User-PPP Die Zeichenfolge für die Einwahl. User-PPP verwendet eine expect-send Syntax, ähnlich dem &man.chat.8;-Programm. Weitere Informationen zu den Eigenschaften dieser Sprache bietet die Manual-Seite. Beachten Sie, dass dieser Befehl aufgrund der besseren Lesbarkeit auf der nächsten Zeile weitergeht. Das kann für jeden Befehl in ppp.conf gelten, wenn ``\'' das letzte Zeichen in einer Zeile ist. Zeile 8: Legt den Zeitrahmen fest, innerhalb dessen eine Reaktion erfolgen muss. Der Standardwert liegt bei 180 Sekunden, so dass diese Zeile lediglich einen kosmetischen Charakter hat. Zeile 9: Weist PPP an, bei der Gegenstelle eine Bestätigung der lokalen Resolvereinstellungen anzufordern. Wenn Sie einen lokalen Nameserver betreiben, sollte diese Zeile auskommentiert oder gelöscht werden. Zeile 10: Eine leere Zeile zur besseren Lesbarkeit. Leere Zeilen werden von PPP ignoriert. Zeile 11: Bestimmt einen Provider, namens provider. Wenn Sie hier den Namen Ihres ISP einsetzen, können Sie später die Verbindung mit aufbauen. Zeile 12: Gibt die Telefonnummer des Providers an. Mehrere Telefonnummern können angegeben werden, indem Doppelpunkte (:) oder Pipe-Zeichen (|) als Trennzeichen verwendet werden. Der Unterschied zwischen diesen beiden Trennzeichen ist in &man.ppp.8; beschrieben. Zusammenfassend: Wenn Sie die verschiedenen Nummern abwechselnd verwenden möchten, sollten Sie die Nummern durch einen Doppelpunkt trennen. Wenn Sie immer die erste Nummer verwenden möchten und die anderen nur zum Einsatz kommen sollen, wenn eine Einwahl mit der ersten Telefonnummer nicht möglich ist, sollten Sie das Pipe-Zeichen zur Trennung verwenden. Wie im Beispiel, sollten Sie die gesamte Reihe der Telefonnummern in Anführungszeichen setzen. Sie müssen die Telefonnummer in Anführungszeichen (") setzen, wenn Sie Leerzeichen in der Telefonnummer verwenden, ansonsten rufen Sie einen Fehler hervor, der vielleicht schwer zu finden ist. Zeilen 13 & 14: Gibt den Benutzernamen und das Passwort an. Wenn Sie zur Verbindung einen Login-Prompt im UNIX-Stil verwenden, bezieht sich der Befehl set login mit den \U und \P Variablen auf diese Werte. Wenn Sie zum Verbindungsaufbau PAP oder CHAP verwenden, werden diese Werte zum Zeitpunkt der Authentifizierung verwendet. Zeile 15: PAP CHAP Wenn Sie PAP oder CHAP einsetzen, gibt es an dieser Stelle keinen Login-Prompt, weshalb Sie diese Zeile auskommentieren oder löschen sollten. Der Abschnitt Authentifizierung mit PAP und CHAP enthält hierzu weitere Einzelheiten. Der Login-String hat die gleiche chat-ähnliche Syntax, wie der Einwahlstring. Der String in diesem Beispiel funktioniert mit einem ISP, dessen Login-Session folgendermaßen aussieht: J. Random Provider login: foo password: bar protocol: ppp Sie müssen dieses Skript noch an Ihre eigenen Erfordernisse anpassen. Wenn Sie dieses Skript zum ersten Mal schreiben, sollten Sie sicherstellen, dass Sie chat-logging aktiviert haben, damit Sie überprüfen zu können, ob die Konversation zwischen Ihrem Rechner und dem Rechner des Providers wie erwartet abläuft. Zeile 16: Zeitbeschränkung Setzt einen Zeitrahmen (in Sekunden), innerhalb dessen eine Reaktion erfolgen muss. In diesem Fall, wird die Verbindung nach 300 Sekunden automatisch geschlossen, wenn keine Aktivität zu verzeichnen ist. Wenn Sie keinen Zeitrahmen festlegen wollen, nach dessen Überschreiten die Verbindung geschlossen wird, können Sie diesen Wert auf 0 setzen oder die Kommandozeilen-Option verwenden. Zeile 17: ISP Gibt die IP-Adresse für das Interface an. Der String x.x.x.x sollte durch die IP-Adresse ersetzt werden, die Ihnen Ihr Provider zugeteilt hat. Der String y.y.y.y sollte durch die IP-Adresse ersetzt werden, die Ihr ISP als Gateway angegeben hat (das ist der Rechner, mit dem Ihr Rechner eine Verbindung aufbaut). Wenn Ihnen Ihr ISP keine Gateway Adresse zur Verfügung gestellt hat, verwenden Sie hier einfach 10.0.0.2/0. Wenn Sie eine erratene IP-Adresse verwenden müssen, sollten Sie in der Datei /etc/ppp/ppp.linkup einen entsprechenden Eintrag machen. Folgen Sie dazu den Anweisungen im Abschnitt PPP und dynamische IP-Adressen. Wenn diese Zeile ausgelassen wird, kann ppp nicht im Modus betrieben werden. Zeile 18: Fügt eine Defaultroute für das Gateway Ihres Providers hinzu. Das Wort HISADDR wird dabei durch die in Zeile 17 angegebene Gateway Adresse ersetzt. Wichtig ist, dass diese Zeile nach Zeile 17 erscheint, da andernfalls HISADDR noch nicht initialisiert ist. Wenn Sie ppp nicht im Modus betreiben, sollte diese Zeile in die Datei ppp.linkup verschoben werden. Wenn Sie eine statische IP-Adresse verwenden und ppp im Modus läuft, ist es nicht notwendig, einen Eintrag in die Datei ppp.linkup hinzuzufügen. In diesem Fall hat ihre Routingtabelle bereits die richtigen Einträge, bevor Sie die Verbindung aufbauen. Sie möchten aber vielleicht einen Eintrag hinzufügen, um ein Programm aufzurufen, nachdem die Verbindung aufgebaut ist. Dies wird weiter unten am Beispiel von Sendmail erklärt. Beispiele für Konfigurationsdateien finden Sie im Verzeichnis /usr/share/examples/ppp/. PPP und dynamische IP-Adressen PPP mit dynamischen IP-Adressen IPCP Wenn Ihnen Ihr ISP keine statische IP-Adresse zuteilt, kann ppp so konfiguriert werden, dass die lokale und die entfernte IP-Adresse beim Verbindungsaufbau ausgehandelt werden. Dies geschieht, indem zunächst eine IP-Adresse erraten wird, die von ppp, unter Verwendung des IP Configuration Protocol (IPCP) durch eine richtige ersetzt wird, wenn die Verbindung aufgebaut ist. Die Konfiguration der Datei ppp.conf entspricht derjenigen, die im Abschnitt PPP und statische IP- Adressen dargestellt wurde, jedoch mit folgender Änderung: 17 set ifaddr 10.0.0.1/0 10.0.0.2/0 255.255.255.255 Auch hier dient die Zeilennummerierung lediglich der besseren Übersichtlichkeit. Einrückungen, von mindestens einem Leerzeichen, sind allerdings erforderlich. Zeile 17: Die Zahl nach dem / Zeichen, gibt die Anzahl der Bits der Adresse an, auf die ppp besteht. Sie möchten vielleicht andere IP-Adressen verwenden, die oben angegebenen werden aber immer funktionieren. Das letzte Argument (0.0.0.0) weist PPP an, den Verbindungsaufbau mit der Adresse 0.0.0.0 zu beginnen, statt 10.0.0.1 zu verwenden. Dies ist bei einigen ISPs notwendig. Verwenden Sie nicht 0.0.0.0 als erstes Argument für set ifaddr, da so verhindert wird, dass PPP im Modus eine initiale Route setzt. Wenn PPP nicht im Modus läuft, müssen Sie die Datei/etc/ppp/ppp.linkup editieren. ppp.linkup kommt zum Einsatz, wenn eine Verbindung aufgebaut worden ist. Zu diesem Zeitpunkt hat ppp die Interface Adressen vergeben und es ist möglich, die Einträge in der Routingtabelle hinzuzufügen: 1 provider: 2 add default HISADDR Zeile 1: Beim Aufbau einer Verbindung sucht ppp in der Datei ppp.linkup nach einem Eintrag. PPP geht dabei nach folgenden Regeln vor: Suche zunächst nach der gleichen Bezeichnung, die wir auch in der Datei ppp.conf verwendet haben. Falls das nicht funktioniert, suche nach einem Eintrag der IP-Adresse unseres Gateways. Dieser Eintrag ist eine Bezeichnung im Stil von IP-Adressen, die sich aus vier Oktetts zusammensetzt. Falls immer noch kein passender Eintrag gefunden wurde, suche nach dem Eintrag MYADDR. Zeile 2: Diese Zeile weist ppp an, eine Defaultroute zu verwenden, die auf HISADDR zeigt. HISADDR wird nach der Aushandlung mit IPCP durch die IP-Adresse des Gateways ersetzt. Die Dateien /usr/share/examples/ppp/ppp.conf.sample und /usr/share/examples/ppp/ppp.linkup.sample bieten detaillierte Beispiele für pmdemand Einträge. Annahme eingehender Anrufe PPP eingehende Anrufe annehmen Wenn Sie ppp auf einem Rechner, der in ein LAN eingebunden ist, so konfigurieren, dass eingehende Anrufe angenommen werden, müssen Sie entscheiden, ob Pakete an das LAN weitergeleitet werden sollen. Wenn Sie das möchten, sollten Sie an die Gegenstelle eine IP-Adresse aus Ihrem lokalen Subnetz vergeben und den Befehl enable proxy in die Datei /etc/ppp/ppp.conf einfügen. Außerdem sollte die Datei /etc/rc.conf Folgendes enthalten: gateway_enable="YES" Welches getty? Der Abschnitt Einwählverbindungen bietet eine gute Beschreibung, wie Einwählverbindungen unter Verwendung von &man.getty.8; genutzt werden können. Eine Alternative zu getty ist mgetty, eine raffiniertere Version von getty, die mit Blick auf Einwählverbindungen entworfen wurde. Der Vorteil von mgetty ist, dass es auf aktive Weise mit Modems spricht, das heißt wenn ein Port in /etc/ttys ausgeschaltet ist, wird Ihr Modem nicht auf Anrufe reagieren. Spätere Versionen von mgetty (von 0.99beta aufwärts) unterstützen auch die automatische Erkennung von PPP-Streams, was Ihren Clients den skriptlosen Zugang zu Ihren Servern erlaubt. Der Abschnitt Mgetty und AutoPPP bietet weitere Informationen zu mgetty. <application>PPP</application> und Rechte Der Befehl ppp muss normalerweise als root ausgeführt werden. Wenn Sie jedoch möchten, dass ppp im Server-Modus auch von einem normalen Benutzer, wie unten beschrieben, durch Aufruf von ppp ausgeführt werden kann, müssen Sie diesem Benutzer die Rechte erteilen, ppp auszuführen, indem Sie ihn in der Datei /etc/group der Gruppe network hinzufügen. Sie werden ihm ebenfalls den Zugriff auf einen oder mehrere Abschnitte der Konfigurationsdatei geben müssen, indem Sie den allow Befehl verwenden: allow users fred mary Wenn dieser Befehl im default Abschnitt verwendet wird, erhalten die angegebenen Benutzer vollständigen Zugriff. PPP-Shells für dynamische IP-Adressen PPP Shells Erzeugen Sie eine Datei mit dem Namen /etc/ppp/ppp-shell, die Folgendes enthält: #!/bin/sh IDENT=`echo $0 | sed -e 's/^.*-\(.*\)$/\1/'` CALLEDAS="$IDENT" TTY=`tty` if [ x$IDENT = xdialup ]; then IDENT=`basename $TTY` fi echo "PPP for $CALLEDAS on $TTY" echo "Starting PPP for $IDENT" exec /usr/sbin/ppp -direct $IDENT Dieses Skript sollte ausführbar sein. Nun erzeugen Sie einen symbolischen Link ppp-dialup auf dieses Skript mit folgendem Befehl: &prompt.root; ln -s ppp-shell /etc/ppp/ppp-dialup Sie sollten dieses Skript als Shell für alle Benutzer von Einwählverbindungen verwenden. Dies ist ein Beispiel aus der Datei /etc/passwd für einen Benutzer namens pchilds, der PPP für Einwählverbindungen verwenden kann (Denken Sie daran, die Passwortdatei nicht direkt zu editieren, sondern dafür &man.vipw.8; zu verwenden). pchilds:*:1011:300:Peter Childs PPP:/home/ppp:/etc/ppp/ppp-dialup Erstellen Sie ein Verzeichnis /home/ppp, das von allen Benutzern gelesen werden kann und die folgenden leeren Dateien enthält: -r--r--r-- 1 root wheel 0 May 27 02:23 .hushlogin -r--r--r-- 1 root wheel 0 May 27 02:22 .rhosts Dies verhindert, dass /etc/motd angezeigt wird. PPP-Shells für statische IP-Adressen PPP Shells Erstellen Sie die Datei ppp-shell wie oben oben dargestellt. Erzeugen Sie nun für jeden Account mit statischer IP-Adresse einen symbolischen Link auf ppp-shell. Wenn Sie beispielsweise die drei Kunden, fred, sam und mary haben, für die Sie CIDR-/24-Netzwerke routen, schreiben Sie Folgendes: &prompt.root; ln -s /etc/ppp/ppp-shell /etc/ppp/ppp-fred &prompt.root; ln -s /etc/ppp/ppp-shell /etc/ppp/ppp-sam &prompt.root; ln -s /etc/ppp/ppp-shell /etc/ppp/ppp-mary Jeder Einwählzugang dieser Kunden sollte den oben erzeugten symbolischen Link als Shell haben (mary's Shell sollte also /etc/ppp/ppp-mary sein). Einrichten von <filename>ppp.conf</filename> für dynamische IP-Adressen Die Datei /etc/ppp/ppp.conf sollte in etwa wie folgt aussehen: default: set debug phase lcp chat set timeout 0 ttyd0: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.100.20 255.255.255.255 enable proxy ttyd1: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.100.21 255.255.255.255 enable proxy Die Einrückungen sind wichtig. Der Abschnitt default: wird für jede Sitzung geladen. Erstellen Sie für jede Einwählverbindung, die Sie in der Datei /etc/ttys ermöglicht haben, einen Eintrag, wie oben für ttyd0: gezeigt. Jede Verbindung sollte eine eigene IP-Adresse aus dem Pool der Adressen bekommen, die sie für diese Benutzergruppe reserviert haben. Einrichten von <filename>ppp.conf</filename> für statische IP-Adressen Zu dem bisher dargestellten Inhalt der Beispieldatei /usr/share/examples/ppp/ppp.conf sollten Sie einen Abschnitt für jeden Benutzer mit statisch zugewiesener IP-Adresse hinzufügen. Wir werden nun unser Beispiel mit den Accounts fred, sam und mary weiterführen. fred: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.101.1 255.255.255.255 sam: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.102.1 255.255.255.255 mary: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.103.1 255.255.255.255 Die Datei /etc/ppp/ppp.linkup sollte, falls erforderlich, ebenfalls Routinginformationen für jeden Benutzer mit statischer IP-Adresse enthalten. Die unten dargestellte Zeile würde dem Netzwerk 203.14.101.0/24 eine Route über die PPP-Verbindung des Client hinzufügen. fred: add 203.14.101.0 netmask 255.255.255.0 HISADDR sam: add 203.14.102.0 netmask 255.255.255.0 HISADDR mary: add 203.14.103.0 netmask 255.255.255.0 HISADDR <command>mgetty</command> und AutoPPP mgetty AutoPPP LCP Wird mgetty mit der Option AUTO_PPP konfiguriert und kompiliert, kann mgetty die LCP Phase von PPP-Verbindungen erkennen und automatisch eine ppp-Shell starten. Da hierbei jedoch die Login/Passwort-Sequenz nicht durchlaufen wird, ist es notwendig, Benutzer durch PAP oder CHAP zu authentifizieren. In diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass der Benutzer eine Version von mgetty mit der Option AUTO_PPP (v0.99beta oder neuer) erfolgreich konfiguriert, kompiliert und installiert hat. Stellen Sie sicher, dass die Datei /usr/local/etc/mgetty+sendfax/login.config Folgendes enthält: /AutoPPP/ - - /etc/ppp/ppp-pap-dialup Hierdurch wird mgetty angewiesen, das Skript ppp-pap-dialup für die erkannten PPP-Verbindungen auszuführen. Erstellen Sie nun die Datei /etc/ppp/ppp-pap-dialup mit folgendem Inhalt (die Datei sollte ausführbar sein): #!/bin/sh exec /usr/sbin/ppp -direct pap$IDENT Erstellen Sie bitte für jede Einwählverbindung, die Sie in /etc/ttys ermöglicht haben, einen korrespondierenden Eintrag in der Datei /etc/ppp/ppp.conf. Diese Einträge können problemlos, mit den Definitionen die wir weiter oben gemacht haben, koexistieren. pap: enable pap set ifaddr 203.14.100.1 203.14.100.20-203.14.100.40 enable proxy Jeder Benutzer, der sich auf diese Weise anmeldet, benötigt einen Benutzernamen und ein Passwort in der Datei /etc/ppp/ppp.secret. Sie haben auch die Möglichkeit, Benutzer mit Hilfe von PAP zu authentifizieren, indem Sie der Datei /etc/passwd folgende Option hinzufügen: enable passwdauth Wenn Sie bestimmten Benutzern eine statische IP-Adresse zuweisen möchten, können Sie diese als drittes Argument in der Datei /etc/ppp/ppp.secret angeben. In /usr/share/examples/ppp/ppp.secret.sample finden Sie hierfür Beispiele. MS-Erweiterungen DNS NetBIOS PPP Erweiterungen von Microsoft Es ist möglich PPP so zu konfigurieren, dass bei Bedarf DNS und NetBIOS Nameserveradressen bereitgestellt werden. Um diese Erweiterungen für die PPP Version 1.x zu aktivieren, sollte der entsprechende Abschnitt der Datei /etc/ppp/ppp.conf um folgende Zeilen ergänzt werden: enable msext set ns 203.14.100.1 203.14.100.2 set nbns 203.14.100.5 Für PPP Version 2 und höher: accept dns set dns 203.14.100.1 203.14.100.2 set nbns 203.14.100.5 Damit werden den Clients die primären und sekundären Nameserveradressen sowie ein NetBIOS Nameserver-Host mitgeteilt. In Version 2 und höher verwendet PPP die Werte, die in /etc/resolv.conf zu finden sind, wenn die Zeile set dns weggelassen wird. Authentifizierung durch PAP und CHAP PAP CHAP Einige ISPs haben ihr System so eingerichtet, dass der Authentifizierungsteil eines Verbindungsaufbaus mit Hilfe von PAP oder CHAP-Mechanismen durchgeführt wird. Wenn dies bei Ihnen der Fall sein sollte, wird Ihnen Ihr ISP bei der Verbindung keinen login:-Prompt präsentieren, sondern sofort mit der Aushandlung der PPP-Verbindung beginnen. PAP ist nicht so sicher wie CHAP, doch die Sicherheit ist hierbei normalerweise kein Problem, da Passwörter, obgleich von PAP im Klartext versandt, lediglich über die serielle Verbindung verschickt werden. Es gibt für Cracker wenig Möglichkeiten zu lauschen. Zurückkommend auf die Abschnitte PPP und statische IP-Adressen oder PPP und dynamische IP-Adressen müssen folgende Veränderungen vorgenommen werden: 13 set authname MyUserName 14 set authkey MyPassword 15 set login Zeile 13: Diese Zeile legt Ihren PAP/CHAP Benutzernamen fest. Sie müssen den richtigen Wert für MyUserName eingeben. Zeile 14: Passwort Diese Zeile legt Ihr PAP/CHAP Passwort fest. Sie müssen den richtigen Wert für MyPassword eingeben. Sie können eine zusätzliche Zeile, wie etwa: 16 accept PAP oder 16 accept CHAP verwenden, um deutlich zu machen, dass dies beabsichtigt ist, aber sowohl PAP wie auch CHAP als standardmäßig akzeptiert werden. Zeile 15: Ihr ISP wird normalerweise nicht von Ihnen verlangen, dass Sie sich am Server einloggen, wenn Sie PAP oder CHAP verwenden. Sie müssen deshalb den String set login deaktivieren. Veränderung Ihrer <command>ppp</command> Konfiguration im laufenden Betrieb Es ist möglich, dem Programm ppp Befehle zu erteilen, während es im Hintergrund läuft. Dazu ist jedoch die Einrichtung eines passenden Diagnose-Ports erforderlich. Ergänzen Sie hierzu Ihre Konfigurationsdatei um folgende Zeile: set server /var/run/ppp-tun%d DiagnosticPassword 0177 Damit wird PPP angewiesen, auf den angegebenen UNIX-Domainsocket zu hören und Clients nach dem angegebenen Passwort zu fragen, bevor der Zugang Gewährt wird. Das %d wird durch die Nummer des benutzten tun-Devices ersetzt. Wenn ein Socket eingerichtet ist, kann das Programm &man.pppctl.8; in Skripten verwendet werden, mit denen in das laufende Programm eingegriffen wird. Interne NAT von PPP benutzen PPP NAT PPP kann Network Address Translation (NAT) ohne Hilfe des Kernels durchführen. Wenn Sie diese Funktion benutzen wollen, fügen Sie die folgende Zeile in /etc/ppp/ppp.conf ein: nat enable yes Sie können NAT mit der Option auf der Kommandozeile von PPP aktivieren. Weiterhin kann NAT in /etc/rc.conf mit der Variablen ppp_nat aktiviert werden. Dies ist auch die Voreinstellung. Die nachstehende /etc/ppp/ppp.conf benutzt NAT für bestimmte eingehende Verbindungen: nat port tcp 10.0.0.2:ftp ftp nat port tcp 10.0.0.2:http http Wenn Sie Verbindungen von außen überhaupt nicht trauen, benutzen Sie die folgende Zeile: nat deny_incoming yes Abschließende Systemkonfiguration PPP Konfiguration Sie haben ppp nun konfiguriert, aber bevor PPP eingesetzt werden kann, gibt noch einige weitere Dinge zu erledigen, die alle die Bearbeitung der Datei /etc/rc.conf erfordern. Gehen Sie diese Datei von oben nach unten durch, und stellen Sie als Erstes sicher, dass die Zeile hostname= vorhanden ist: hostname="foo.example.com" Wenn Ihnen Ihr ISP eine statische IP-Adresse und einen Namen zugewiesen hat, ist es wahrscheinlich am besten, wenn Sie diesen Namen als Hostnamen verwenden. Schauen Sie nach der Variable network_interfaces. Wenn Sie Ihr System so konfigurieren möchten, dass bei Bedarf eine Verbindung zu Ihrem ISP aufgebaut wird, sollten Sie das Device tun0 zu der Liste hinzufügen oder es andernfalls entfernen. network_interfaces="lo0 tun0" ifconfig_tun0= Die Variable ifconfig_tun0 sollte leer sein und eine Datei namens /etc/start_if.tun0 sollte erstellt werden. Diese Datei sollte die nachfolgende Zeile enthalten: ppp -auto mysystem Dieses Skript startet Ihren ppp-Dæmon im Automatik-Modus. Es wird bei der Netzwerkkonfiguration ausgeführt. Wenn Ihr Rechner als Gateway für ein LAN fungiert, möchten Sie vielleicht auch die Option verwenden. In der Manual-Seite sind weitere Einzelheiten hierzu zu finden. Stellen Sie sicher, dass der Start eines Routerprogramms in /etc/rc.conf wie folgt deaktiviert ist: router_enable="NO" routed Es ist wichtig, dass der routed Dæmon nicht gestartet wird da routed dazu tendiert, die von ppp erstellten Einträge der Standardroute zu überschreiben. Es ist außerdem sinnvoll, darauf zu achten, dass die Zeile sendmail_flags nicht die Option enthält, da sendmail sonst ab und zu die Netzwerkverbindung prüfen wird, was möglicherweise dazu führt, dass sich Ihr Rechner einwählt. Sie können hier Folgendes angeben: sendmail_flags="-bd" sendmail Der Nachteil dieser Lösung ist, dass Sie sendmail nach jedem Aufbau einer ppp-Verbindung auffordern müssen, die Mailwarteschlange zu überprüfen, indem Sie Folgendes eingeben: &prompt.root; /usr/sbin/sendmail -q Vielleicht möchten Sie den Befehl !bg in der Datei ppp.linkup verwenden, um dies zu automatisieren: 1 provider: 2 delete ALL 3 add 0 0 HISADDR 4 !bg sendmail -bd -q30m SMTP Wenn Sie dies nicht möchten, ist es möglich, einen dfilter einzusetzen, um SMTP-Verkehr zu blockieren. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie in den Beispieldateien. Das Einzige, was nun noch zu tun bleibt, ist Ihren Rechner neu zu starten. Nach dem Neustart können Sie entweder: &prompt.root; ppp und danach dial provider eingeben, um eine PPP-Sitzung zu starten, oder Sie geben: &prompt.root; ppp -auto provider ein, um ppp bei Datenverkehr aus Ihrem Netzwerk heraus, automatisch eine Verbindung herstellen zu lassen (vorausgesetzt Sie haben kein start_if.tun0 Skript erstellt). Zusammenfassung Die folgenden Schritte sind nötig, wenn ppp zum ersten Mal eingerichtet werden soll: Clientseite: Stellen Sie sicher, dass das tun Device in den Kernel eingebaut ist. Vergewissern Sie sich, dass die Gerätedatei tunN im Verzeichnis /dev vorhanden ist. Bearbeiten Sie die Datei /etc/ppp/ppp.conf. Das Beispiel pmdemand sollte für die meisten ISP ausreichen. Wenn Sie eine dynamische IP-Adresse haben, erstellen Sie einen Eintrag in der Datei /etc/ppp/ppp.linkup. Aktualisieren Sie die Datei /etc/rc.conf. Erstellen Sie das Skript start_if.tun0, wenn Sie einen bedarfgesteuerten Einwahlprozess (demand dialing) benötigen. Serverseite: Stellen Sie sicher, dass das tun Device in den Kernel eingebaut ist. Vergewissern Sie sich, dass die Gerätedatei tunN im Verzeichnis /dev vorhanden ist Erstellen Sie einen Eintrag in der Datei /etc/passwd (verwenden Sie dazu das Programm &man.vipw.8;). Erstellen Sie ein Profil im Heimatverzeichnis des Benutzers, das ppp -direct direct-server o.Ä. ausführt. Bearbeiten Sie die Datei /etc/ppp/ppp.conf. Das Beispiel direct-server sollte ausreichen. Erzeugen Sie einen Eintrag in /etc/ppp/ppp.linkup. Aktualisieren Sie die Datei /etc/rc.conf. Gennady B. Sorokopud Teile wurden ursprünglich beigetragen von Robert Huff Kernel-PPP Einrichtung von Kernel-PPP PPP Kernel-PPP Bevor Sie PPP auf Ihrem Computer einrichten, sollten Sie dafür sorgen, dass pppd im Verzeichnis /usr/sbin vorhanden ist und /etc/ppp existiert. pppd kann auf zweierlei Weise arbeiten: Als Client – Sie möchten Ihren Rechner mit einem Netz verbinden, indem Sie eine serielle PPP-Verbindung aufbauen. PPP Server Als Server – Ihr Rechner ist in ein Netzwerk eingebunden und stellt die PPP-Verbindung für andere Rechner im Netzwerk her. In beiden Fällen werden Sie eine Datei mit den benötigten Optionen erstellen müssen (/etc/ppp/options oder, wenn mehr als ein Benutzer PPP verwendet, ~/.ppprc). Sie benötigen außerdem eine Software (vorzugsweise comms/kermit), mit der Sie seriell per Modem wählen und eine Verbindung zu dem entfernten Host aufbauen können. Trev Roydhouse Basierend auf Informationen von Verwendung von <command>pppd</command> als Client PPP Client Cisco Die folgende Datei /etc/ppp/options kann für einen Verbindungsaufbau mit PPP zu einem Cisco Terminalserver verwendet werden. crtscts # enable hardware flow control modem # modem control line noipdefault # remote PPP server must supply your IP address # if the remote host does not send your IP during IPCP # negotiation, remove this option passive # wait for LCP packets domain ppp.foo.com # put your domain name here :<remote_ip> # put the IP of remote PPP host here # it will be used to route packets via PPP link # if you didn't specified the noipdefault option # change this line to <local_ip>:<remote_ip> defaultroute # put this if you want that PPP server will be your # default router Um eine Verbindung herzustellen, sollten Sie: Kermit Modem Mit Kermit (oder einem anderen Modemprogramm) den entfernten Host anwählen und Ihren Benutzernamen sowie Ihr Passwort (oder was sonst nötig ist, um PPP auf dem entfernten Host zu aktivieren) eingeben. Kermit beenden (ohne die Verbindung abzubrechen). Folgendes eingeben: &prompt.root; /usr/src/usr.sbin/pppd.new/pppd /dev/tty01 19200 Achten Sie darauf, dass sie eine geeignete Geschwindigkeit wählen und das richtige Device verwenden. Nun ist Ihr Computer mit Hilfe von PPP verbunden. Wenn die Verbindung nicht funktionieren sollte, können Sie die Option in die Datei /etc/ppp/options eintragen und die Ausgaben auf der Konsole beobachten, um die Fehler zu finden. Das folgende Skript /etc/ppp/pppup führt alle 3 Schritte automatisch aus: #!/bin/sh -ps ax |grep pppd |grep -v grep -pid=`ps ax |grep pppd |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pgrep -l pppd +pid=`pgrep pppd` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing pppd, PID=' ${pid} kill ${pid} fi -ps ax |grep kermit |grep -v grep -pid=`ps ax |grep kermit |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pgrep -l kermit +pid=`pgrep kermit` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing kermit, PID=' ${pid} kill -9 ${pid} fi ifconfig ppp0 down ifconfig ppp0 delete kermit -y /etc/ppp/kermit.dial pppd /dev/tty01 19200 Kermit /etc/ppp/kermit.dial ist ein Kermit-Skript das den Einwählvorgang und alle notwendigen Autorisationen auf dem entfernten Host durchführt (ein Beispiel für ein solches Skript ist im Anhang zu diesem Dokument zu finden). Verwenden Sie das folgende Skript /etc/ppp/pppdown, um die PPP-Verbindung abzubrechen: #!/bin/sh -pid=`ps ax |grep pppd |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pid=`pgrep pppd` if [ X${pid} != "X" ] ; then echo 'killing pppd, PID=' ${pid} kill -TERM ${pid} fi -ps ax |grep kermit |grep -v grep -pid=`ps ax |grep kermit |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pgrep -l kermit +pid=`pgrep kermit` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing kermit, PID=' ${pid} kill -9 ${pid} fi /sbin/ifconfig ppp0 down /sbin/ifconfig ppp0 delete kermit -y /etc/ppp/kermit.hup /etc/ppp/ppptest Prüfen Sie, ob pppd immer noch läuft, indem Sie /usr/etc/ppp/ppptest ausführen. Dieses Skript sollte folgendermaßen aussehen: #!/bin/sh -pid=`ps ax| grep pppd |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pid=`pgrep pppd` if [ X${pid} != "X" ] ; then echo 'pppd running: PID=' ${pid-NONE} else echo 'No pppd running.' fi set -x netstat -n -I ppp0 ifconfig ppp0 Um die Modemverbindung abzubrechen, können Sie das Skript /etc/ppp/kermit.hup verwenden, das Folgendes enthalten sollte: set line /dev/tty01 ; put your modem device here set speed 19200 set file type binary set file names literal set win 8 set rec pack 1024 set send pack 1024 set block 3 set term bytesize 8 set command bytesize 8 set flow none pau 1 out +++ inp 5 OK out ATH0\13 echo \13 exit Hier ist eine alternative Methode, bei der chat an Stelle von Kermit eingesetzt wird: Die folgenden beiden Dateien reichen aus, um eine Verbindung über pppd herzustellen. /etc/ppp/options: /dev/cuaa1 115200 crtscts # enable hardware flow control modem # modem control line connect "/usr/bin/chat -f /etc/ppp/login.chat.script" noipdefault # remote PPP serve must supply your IP address # if the remote host doesn't send your IP during # IPCP negotiation, remove this option passive # wait for LCP packets domain <your.domain> # put your domain name here : # put the IP of remote PPP host here # it will be used to route packets via PPP link # if you didn't specified the noipdefault option # change this line to <local_ip>:<remote_ip> defaultroute # put this if you want that PPP server will be # your default router /etc/ppp/login.chat.script: Die folgenden Angaben sollten in einer Zeile stehen. ABORT BUSY ABORT 'NO CARRIER' "" AT OK ATDT<phone.number> CONNECT "" TIMEOUT 10 ogin:-\\r-ogin: <login-id> TIMEOUT 5 sword: <password> Wenn diese Dateien richtig installiert und modifiziert sind, müssen Sie pppd, nur noch wie folgt starten: &prompt.root; pppd Verwendung von <command>pppd</command> als Server /etc/ppp/options sollte etwa Folgendes enthalten: crtscts # Hardware flow control netmask 255.255.255.0 # netmask (not required) 192.114.208.20:192.114.208.165 # IP's of local and remote hosts # local ip must be different from one # you assigned to the Ethernet (or other) # interface on your machine. # remote IP is IP address that will be # assigned to the remote machine domain ppp.foo.com # your domain passive # wait for LCP modem # modem line Das folgende Skript /etc/ppp/pppserv lässt pppd als Server zu arbeiten: #!/bin/sh -ps ax |grep pppd |grep -v grep -pid=`ps ax |grep pppd |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pgrep -l pppd +pid=`pgrep pppd` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing pppd, PID=' ${pid} kill ${pid} fi -ps ax |grep kermit |grep -v grep -pid=`ps ax |grep kermit |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pgrep -l kermit +pid=`pgrep kermit` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing kermit, PID=' ${pid} kill -9 ${pid} fi # reset ppp interface ifconfig ppp0 down ifconfig ppp0 delete # enable autoanswer mode kermit -y /etc/ppp/kermit.ans # run ppp pppd /dev/tty01 19200 Verwenden Sie das Skript/etc/ppp/pppservdown, um den Server zu beenden: #!/bin/sh -ps ax |grep pppd |grep -v grep -pid=`ps ax |grep pppd |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pgrep -l pppd +pid=`pgrep pppd` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing pppd, PID=' ${pid} kill ${pid} fi -ps ax |grep kermit |grep -v grep -pid=`ps ax |grep kermit |grep -v grep|awk '{print $1;}'` +pgrep -l kermit +pid=`pgrep kermit` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing kermit, PID=' ${pid} kill -9 ${pid} fi ifconfig ppp0 down ifconfig ppp0 delete kermit -y /etc/ppp/kermit.noans Mit dem Kermit-Skript (/etc/ppp/kermit.ans) lässt sich die Funktion Ihres Modems, automatisch zu antworten, ein- bzw. ausschalten. Es sollte folgendermaßen aussehen: set line /dev/tty01 set speed 19200 set file type binary set file names literal set win 8 set rec pack 1024 set send pack 1024 set block 3 set term bytesize 8 set command bytesize 8 set flow none pau 1 out +++ inp 5 OK out ATH0\13 inp 5 OK echo \13 out ATS0=1\13 ; change this to out ATS0=0\13 if you want to disable ; autoanswer mode inp 5 OK echo \13 exit Ein Skript namens /etc/ppp/kermit.dial wird für die Einwahl und Authentifizierung am entfernten Host verwendet. Sie müssen es noch an Ihre lokalen Gegebenheiten anpassen. Geben Sie in diesem Skript Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein. In Abhängigkeit von der Reaktion Ihres Modems und des entfernten Hosts, werden Sie auch noch die input Anweisungen verändern müssen. ; ; put the com line attached to the modem here: ; set line /dev/tty01 ; ; put the modem speed here: ; set speed 19200 set file type binary ; full 8 bit file xfer set file names literal set win 8 set rec pack 1024 set send pack 1024 set block 3 set term bytesize 8 set command bytesize 8 set flow none set modem hayes set dial hangup off set carrier auto ; Then SET CARRIER if necessary, set dial display on ; Then SET DIAL if necessary, set input echo on set input timeout proceed set input case ignore def \%x 0 ; login prompt counter goto slhup :slcmd ; put the modem in command mode echo Put the modem in command mode. clear ; Clear unread characters from input buffer pause 1 output +++ ; hayes escape sequence input 1 OK\13\10 ; wait for OK if success goto slhup output \13 pause 1 output at\13 input 1 OK\13\10 if fail goto slcmd ; if modem doesn't answer OK, try again :slhup ; hang up the phone clear ; Clear unread characters from input buffer pause 1 echo Hanging up the phone. output ath0\13 ; hayes command for on hook input 2 OK\13\10 if fail goto slcmd ; if no OK answer, put modem in command mode :sldial ; dial the number pause 1 echo Dialing. output atdt9,550311\13\10 ; put phone number here assign \%x 0 ; zero the time counter :look clear ; Clear unread characters from input buffer increment \%x ; Count the seconds input 1 {CONNECT } if success goto sllogin reinput 1 {NO CARRIER\13\10} if success goto sldial reinput 1 {NO DIALTONE\13\10} if success goto slnodial reinput 1 {\255} if success goto slhup reinput 1 {\127} if success goto slhup if < \%x 60 goto look else goto slhup :sllogin ; login assign \%x 0 ; zero the time counter pause 1 echo Looking for login prompt. :slloop increment \%x ; Count the seconds clear ; Clear unread characters from input buffer output \13 ; ; put your expected login prompt here: ; input 1 {Username: } if success goto sluid reinput 1 {\255} if success goto slhup reinput 1 {\127} if success goto slhup if < \%x 10 goto slloop ; try 10 times to get a login prompt else goto slhup ; hang up and start again if 10 failures :sluid ; ; put your userid here: ; output ppp-login\13 input 1 {Password: } ; ; put your password here: ; output ppp-password\13 input 1 {Entering SLIP mode.} echo quit :slnodial echo \7No dialtone. Check the telephone line!\7 exit 1 ; local variables: ; mode: csh ; comment-start: "; " ; comment-start-skip: "; " ; end: Tom Rhodes Beigetragen von Probleme bei <acronym>PPP</acronym>-Verbindungen PPP Fehlersuche Dieser Abschnitt behandelt Probleme, die auftauchen können, wenn PPP über ein Modem verwendet wird. Sie müssen beispielsweise genau die Eingabeaufforderung des Systems kennen, in das Sie sich einwählen. Einige ISPs verwenden ssword andere verwenden password; wenn das Einwahlskript falsch ist, scheitert die Anmeldung. Üblicherweise suchen Sie nach Fehlern der PPP-Verbindung indem Sie sich manuell verbinden. Wie das genau geht, wird im Folgenden gezeigt. Gerätedateien überprüfen Wenn Sie den Kernel neu konfiguriert haben, werden Sie such an das sio-Gerät erinnern. Falls Sie keinen Kernel konfiguriert haben, machen Sie sich keine Sorgen. Die seriellen Geräte finden Sie in der Ausgabe von dmesg: &prompt.root; dmesg | grep sio In der Ausgabe sollten die entsprechenden sio-Geräte, beispielsweise sio1 (COM2), angezeigt werden. Wird ein passendes Gerät angezeigt, brauchen Sie keinen neuen Kernel zu erstellen. Wenn Ihr Modem an sio1 angeschlossen ist (in DOS ist dieser Anschluss als COM2 bekannt), ist /dev/cuaa1 die dazugehörende Gerätedatei. Manuelle Verbindungen Ein Verbindungsaufbau zum Internet durch manuelle Steuerung von ppp geht schnell, ist einfach und stellt einen guten Weg dar, eine Verbindung auf Fehler hin zu überprüfen oder einfach Informationen darüber zu sammeln, wie Ihr ISP Verbindungen handhabt. Lassen Sie uns PPP von der Kommandozeile aus starten. Beachten Sie, dass in allen Beispielen example der Hostname der Maschine ist, auf der PPP läuft. Sie starten ppp, indem Sie einfach ppp eingeben: &prompt.root; ppp Wir haben ppp nun gestartet. ppp ON example> set device /dev/cuaa1 Wir geben das Device an, an das unser Modem angeschlossen ist. In diesem Fall ist es cuaa1. ppp ON example> set speed 115200 Wir geben die Verbindungsgeschwindigkeit an. Im Beispiel verwenden wir 115200 kbps ppp ON example> enable dns Wir weisen ppp an, unseren Resolver zu konfigurieren und in der Datei /etc/resolv.conf Einträge für den Nameserver hinzuzufügen. Falls ppp unseren Hostnamen nicht bestimmen kann, geben wir diesen später manuell an. ppp ON example> term Wir wechseln in den Terminal-Modus, um das Modem manuell kontrollieren zu können. deflink: Entering terminal mode on /dev/cuaa1 type '~h' for help at OK atdt123456789 Sie verwenden at zur Initialisierung Ihres Modems und dann atdt sowie die Nummer Ihres ISP, um den Einwählprozess zu starten. CONNECT Dies ist die Bestätigung, dass eine Verbindung aufgebaut wurde. Falls wir Verbindungsprobleme bekommen, die nicht mit der Hardware zusammenhängen, werden wir an dieser Stelle ansetzen müssen, um eine Lösung zu finden. ISP Login:myusername Hier werden Sie nach einem Benutzernamen gefragt. Geben Sie am Prompt den Namen ein, den Ihnen Ihr ISP zur Verfügung gestellt hat. ISP Pass:mypassword An dieser Stelle müssen Sie das Passwort angeben, das Ihnen von Ihrem ISP vorgegeben wurde. Das Passwort wird, analog dem normalen Anmeldevorgang, nicht angezeigt. Shell or PPP:ppp Abhängig von Ihrem ISP, kann es sein, dass dieser Prompt bei Ihnen gar nicht erscheint. Wir werden hier gefragt, ob wir eine Shell beim Provider verwenden oder ppp starten wollen. Weil wir eine Internetverbindung aufbauen wollen, haben wir uns in diesem Beispiel für ppp entschieden. Ppp ON example> Beachten Sie, dass sich in diesem Beispiel das erste in einen Großbuchstaben verwandelt hat. Dies zeigt, dass wir erfolgreich eine Verbindung zu unserem ISP hergestellt haben. PPp ON example> An dieser Stelle haben wir uns erfolgreich bei unserem ISP authentifiziert und warten darauf, dass uns eine IP-Adresse zugewiesen wird. PPP ON example> Wir haben uns mit der Gegenstelle auf eine IP-Adresse geeinigt und den Verbindungsaufbau erfolgreich abgeschlossen PPP ON example> add default HISADDR Hier geben wir unsere Standardroute an. Weil zu diesem Zeitpunkt unsere einzige Verbindung zu unserer Gegenstelle besteht, müssen wir dies tun, bevor wir Kontakt zu unserer Umwelt aufnehmen können. Falls dies aufgrund bestehender Routen nicht funktionieren sollte, können Sie ein Ausrufungszeichen ! vor setzen. Sie können diese Standardroute aber auch vor dem eigentlichen Verbindungsaufbau angeben und PPP wird entsprechend eine neue Route aushandeln. Wenn alles gut ging, sollten wir nun eine aktive Internetverbindung haben, die wir mit Ctrl z in den Hintergrund schicken können Wenn sie feststellen, dass PPP wieder zu ppp wird, ist die Verbindung abgebrochen. Es ist gut dies zu wissen, weil dadurch der Verbindungsstatus angezeigt wird. Große Ps zeigen an, dass wir eine Verbindung zum ISP haben und kleine ps zeigen an, dass wir aus irgendeinem Grund die Verbindung verloren haben. ppp hat nur diese beiden Zustände. Fehlersuche Wenn sie einen Direktanschluss haben und keine Verbindung aufbauen können, schalten Sie die Hardware-Flusssteuerung CTS/RTS aus, indem Sie die Option verwenden. Dies ist zumeist dann der Fall, wenn Sie mit einem PPP-fähigen Terminalserver verbunden sind. Hier bleibt PPP bei dem Versuch hängen, Daten über Ihre Nachrichtenverbindung zu schicken, weil auf ein CTS-Signal (Clear-to-Send) gewartet wird, das nie kommt. Wenn Sie diese Option jedoch gebrauchen, sollten Sie auch die Option verwenden, die erforderlich sein kann, um bestimmte Hardware zu kontrollieren, die auf die Übertragung bestimmter Zeichen zwischen den Kommunikations-Endpunkten (zumeist XON/XOFF) angewiesen ist. Die Manual-Seite &man.ppp.8; bietet mehr Informationen zu dieser Option und ihrer Verwendung. Wenn Sie ein älteres Modem haben, benötigen Sie vielleicht die Option . Standardmäßig wird keine Parität vorausgesetzt, sie ist aber für die Fehlerprüfung bei älteren Modems und bei bestimmten ISPs erforderlich. Sie könnten diese Option für den ISP Compuserve benötigen. PPP kehrt möglicherweise nicht in den Befehlsmodus zurück, was normalerweise auf einen Fehler bei der Aushandlung hinweist, wobei der ISP wartet, dass Ihre Seite den Aushandlungsprozess beginnt. Die Option ~p erzwingt in diesem Fall den Beginn des Aushandlungsprozesses. Wenn Sie nie einen Login-Prompt erhalten, müssen Sie statt des im Beispiel gezeigten UNIX-Stils höchst wahrscheinlich PAP oder CHAP für die Authentifizierung verwenden. Um PAP oder CHAP zu verwenden, ergänzen Sie PPP einfach um folgende Optionen, bevor Sie in den Terminalmodus wechseln: ppp ON example> set authname myusername Hierbei sollte myusername durch den Benutzernamen ersetzt werden, den Sie von Ihrem ISP bekommen haben. ppp ON example> set authkey mypassword mypassword sollten Sie durch das Passwort ersetzen, das Ihnen Ihr ISP gegeben hat. Wenn die Verbindung aufgebaut wird, Sie aber keine Rechner unter ihrem Domänen-Namen erreichen können, versuchen Sie, einen Rechner mit &man.ping.8; und seiner IP-Adresse zu erreichen. Wenn 100% der Pakete verloren gehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihnen keine Standardroute zugewiesen wurde. Überprüfen Sie, ob während des Verbindungsaufbaus die Option gesetzt war. Wenn Sie zu einer entfernten IP-Adresse eine Verbindung aufbauen können, ist es möglich, dass die Adresse eines Nameservers nicht in die Datei /etc/resolv.conf eingetragen wurde. Diese Datei sollte folgendermaßen aussehen: domain example.com nameserver x.x.x.x nameserver y.y.y.y Dabei sollten x.x.x.x und y.y.y.y durch die IP-Adressen der DNS-Server Ihres ISPs ersetzt werden. Diese Information ist Ihnen bei Vertragsabschluss mitgeteilt worden. Wenn nicht, sollte ein Anruf bei Ihrem ISP Abhilfe schaffen. Mit &man.syslog.3; können Sie Ihre PPP-Verbindung protokollieren. Fügen Sie einfach die folgende Zeile in /etc/syslog.conf ein: !ppp *.* /var/log/ppp.log In den meisten Fällen existiert diese Funktionalität bereits. Jim Mock Beigetragen (durch http://node.to/freebsd/how-tos/how-to-freebsd-pppoe.html) von PPP over Ethernet (PPPoE) PPP over Ethernet PPPoE PPP, over Ethernet Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie PPP over Ethernet (PPPoE) einrichten. Konfiguration des Kernels Eine besondere Kernelkonfiguration ist für PPPoE nicht mehr erforderlich. Sofern die notwendige NetGraph-Unterstützung nicht in den Kernel eingebaut wurde, wird diese von ppp dynamisch geladen. Einrichtung von <filename>ppp.conf</filename> Dies hier ist ein Beispiel einer funktionierenden ppp.conf: default: set log Phase tun command # you can add more detailed logging if you wish set ifaddr 10.0.0.1/0 10.0.0.2/0 name_of_service_provider: set device PPPoE:xl1 # replace xl1 with your Ethernet device set authname YOURLOGINNAME set authkey YOURPASSWORD set dial set login add default HISADDR <application>ppp</application> ausführen Als root, geben Sie ein: &prompt.root; ppp -ddial name_of_service_provider <application>ppp</application> beim Systemstart ausführen Fügen Sie Folgendes in Ihre Datei /etc/rc.conf ein: ppp_enable="YES" ppp_mode="ddial" ppp_nat="YES" # if you want to enable nat for your local network, otherwise NO ppp_profile="name_of_service_provider" Verwendung einer PPPoE-Dienstbezeichnung (service tag) Manchmal kann es notwendig sein, eine Dienstbezeichnung (service tag) zu verwenden, um eine Verbindung aufzubauen. Dienstbezeichnungen werden eingesetzt, um zwischen verschiedenen PPPoE-Servern unterscheiden zu können, die einem bestehenden Netzwerk zugeteilt sind. Die erforderlichen Dienstbezeichnungen sollten in der Dokumentation, zu finden sein, die Ihnen Ihr ISP zur Verfügung gestellt hat. Wenn Sie diese Informationen dort nicht finden, fragen Sie beim technischen Kundendienst Ihres ISP danach. Als letzte Möglichkeit, bleibt die Methode, die von dem Programm Roaring Penguin PPPoE vorgeschlagen wird, das in der Ports-Sammlung zu finden ist. Bedenken Sie aber, dass dadurch Daten Ihres Modems gelöscht werden können, so dass es nicht mehr benutzt werden kann. Überlegen Sie also genau, ob Sie dies machen wollen. Installieren Sie einfach das Programm, das Ihnen Ihr Provider zusammen mit dem Modem geliefert hat. Gehen Sie dann in das Menü System dieses Programms. Der Name Ihres Profils, sollte in der Liste aufgeführt sein. Normalerweise ist dies ISP. Der Name des Profils (service tag) wird im Eintrag für die PPPoE-Konfiguration in der Datei ppp.conf verwendet, als der Teil des Befehls set device (die manpage &man.ppp.8; enthält Einzelheiten hierzu), der den Provider angibt. Dieser Eintrag sollte folgendermaßen aussehen: set device PPPoE:xl1:ISP Vergessen Sie nicht, statt xl1 das richtige Device Ihrer Netzwerkkarte anzugeben. Denken sie auch daran, ISP durch das Profil, das Sie oben gefunden haben zu ersetzen. Weitere Informationen bieten: Nutzung von T-DSL und T-Online mit FreeBSD von Udo Erdelhoff Cheaper Broadband with FreeBSD on DSL von Renaud Waldura. PPPoE mit einem &tm.3com; <trademark class="registered">HomeConnect</trademark> ADSL Modem Dual Link Dieses Modem folgt nicht dem RFC 2516 (A Method for transmitting PPP over Ethernet (PPPoE), verfasst von L. Mamakos, K. Lidl, J. Evarts, D. Carrel, D. Simone, und R. Wheeler). Stattdessen wurden andere Pakettyp-Codes für die Ethernet Frames verwendet. Bitte beschweren Sie sich unter 3Com, wenn Sie der Ansicht sind, dass dieses Modem die PPPoE-Spezifikation einhalten sollte. Um FreeBSD in die Lage zu versetzen, mit diesem Gerät zu kommunizieren, muss ein sysctl Befehl angegeben werden. Dies kann beim Systemstart automatisch geschehen, indem die Datei /etc/sysctl.conf angepasst wird: net.graph.nonstandard_pppoe=1 oder, wenn der Befehl unmittelbar wirksam werden soll, durch: &prompt.root; sysctl net.graph.nonstandard_pppoe=1 Da hiermit eine systemweit gültige Einstellung vorgenommen wird, ist es nicht möglich, gleichzeitig mit einem normalen PPPoE-Client oder Server und einem &tm.3com; HomeConnect ADSL Modem zu kommunizieren. <application>PPP</application> over ATM (PPPoA) PPP over ATM PPPoA PPP, over ATM Nachfolgend wird beschrieben, wie PPP over ATM (PPPoA) eingerichtet wird. PPPoA ist vor allem unter europäischen DSL-Providern populär. Der Einsatz von PPPoA mit dem Alcatel &speedtouch; USB PPPoA-Unterstützung für dieses Gerät ist unter FreeBSD als Port verfügbar, da die Firmware unter Alcatels Lizenzvereinbarung vertrieben wird und deshalb nicht mit dem FreeBSD-Basissystem frei verteilt werden kann. Um die Software zu installieren, verwenden Sie einfach die Ports-Sammlung. Installieren Sie den Port net/pppoa und folgen Sie den dabei angegebenen Instruktionen. Für den ordnungsgemäßen Betrieb muss das Alcatel &speedtouch; USB, wie viele USB-Geräte, Firmware auf den Gastrechner laden. FreeBSD kann die Firmware automatisch laden, wenn das Gerät mit dem USB-Anschluss verbunden wird. Dazu fügen Sie als Benutzer root die nachstehenden Zeilen in /etc/usbd.conf ein: device "Alcatel SpeedTouch USB" devname "ugen[0-9]+" vendor 0x06b9 product 0x4061 attach "/usr/local/sbin/modem_run -f /usr/local/libdata/mgmt.o" Den USB-Dæmon aktivieren Sie mit der folgenden Zeile in /etc/rc.conf: usbd_enable="YES" Wenn die Verbindung beim Start von ppp aufgebaut werden soll, fügen Sie die nachstehenden Zeilen als Benutzer root in /etc/rc.conf ein: ppp_enable="YES" ppp_mode="ddial" ppp_profile="adsl" Verwenden Sie bitte diese Einstellungen zusammen mit der Beispielkonfiguration in ppp.conf des Ports net/pppoa. Die Verwendung von mpd Sie können mpd verwenden, um zu einer Reihe von Diensten, insbesondere PPTP-Diensten eine Verbindung herzustellen. Sie finden mpd in der Ports-Sammlung unter net/mpd. Viele ADSL Modems, wie das Alcatel &speedtouch; Home, sind auf einen PPTP-Tunnel zwischen dem Modem und dem Rechner angewiesen. Zuerst müssen Sie den Port installieren, um danach mpd entsprechend Ihren Anforderungen und den Vorgaben Ihres Providers konfigurieren zu können. Der Port installiert auch einige gut dokumentierte Beispielkonfigurationsdateien in PREFIX/etc/mpd/. Beachten Sie, dass PREFIX hier das Verzeichnis angibt, in das Ihre Ports installiert werden. Standardmäßig ist dies das Verzeichnis /usr/local/. Ein kompletter Leitfaden zur Konfiguration von mpd ist im HTML-Format verfügbar, sobald der Port installiert ist. Dieser ist in PREFIX/share/doc/mpd/ zu finden. Hier ist eine Beispielkonfiguration, um mit mpd eine Verbindung zu einem ADSL-Dienst aufzubauen. Die Konfiguration ist auf zwei Dateien verteilt. Zunächst die Datei mpd.conf: default: load adsl adsl: new -i ng0 adsl adsl set bundle authname username set bundle password password set bundle disable multilink set link no pap acfcomp protocomp set link disable chap set link accept chap set link keep-alive 30 10 set ipcp no vjcomp set ipcp ranges 0.0.0.0/0 0.0.0.0/0 set iface route default set iface disable on-demand set iface enable proxy-arp set iface idle 0 open Der Benutzername, den Sie zur Authentifizierung bei Ihrem ISP verwenden. Das Passwort, das Sie zur Authentifizierung bei Ihrem ISP verwenden. Die Datei mpd.links enthält Informationen über die Verbindung(en), die Sie aufbauen möchten. Eine Beispieldatei mpd.links, die das vorige Beispiel ergänzt, wird unten angegeben: adsl: set link type pptp set pptp mode active set pptp enable originate outcall set pptp self 10.0.0.1 set pptp peer 10.0.0.138 Die IP-Adresse des &os;-Rechners von dem aus Sie mpd verwenden. Die IP-Adresse des ADSL-Modems. Das Alcatel &speedtouch; Home hat die Adresse 10.0.0.138 voreingestellt. Ein Verbindungsaufbau kann einfach durch Eingabe des folgenden Befehls als root gestartet werden: &prompt.root; mpd -b adsl Sie können sich den Status der Verbindung durch folgenden Befehl anzeigen lassen: &prompt.user; ifconfig ng0 ng0: flags=88d1<UP,POINTOPOINT,RUNNING,NOARP,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 216.136.204.117 --> 204.152.186.171 netmask 0xffffffff Die Verwendung von mpd ist der empfehlenswerteste Weg, um mit &os; eine Verbindung zu einem ADSL-Dienst aufzubauen. Die Verwendung von pptpclient Es ist außerdem möglich, mit FreeBSD eine Verbindung zu anderen PPPoA-Diensten aufzubauen. Dazu wird net/pptpclient verwendet. Um mit net/pptpclient eine eine Verbindung zu einem DSL-Dienst aufbauen zu können, müssen Sie den entsprechenden Port bzw. das Paket installieren und die Datei /etc/ppp/ppp.conf bearbeiten. Sie müssen root sein, um diese Schritte durchführen zu können. Eine Beispieldatei für ppp.conf ist weiter unten angegeben. Weitere Informationen zu den Optionen von ppp.conf bietet die Manual-Seite ppp &man.ppp.8;: adsl: set log phase chat lcp ipcp ccp tun command set timeout 0 enable dns set authname username set authkey password set ifaddr 0 0 add default HISADDR Der Benutzername für den Zugang zu den Diensten Ihres ISP. Das Passwort für Ihren Account. Weil Sie Ihr Passwort in der Datei ppp.conf in Klartext angeben müssen, sollten Sie sicherstellen, dass niemand den Inhalt dieser Datei lesen kann. Die folgende Reihe von Befehlen stellt sicher, dass die Datei nur von root lesbar ist. Zusätzliche Informationen bieten die Manual-Seiten &man.chmod.1; und &man.chown.8;: &prompt.root; chown root:wheel /etc/ppp/ppp.conf &prompt.root; chmod 600 /etc/ppp/ppp.conf Dies wird einen Tunnel für eine PPP-Session zu Ihrem DSL-Router öffnen. Ethernet-DSL-Modems haben eine vorkonfigurierte LAN-IP-Adresse, mit der Sie eine Verbindung aufbauen. Im Falle des Alcatel &speedtouch; Home handelt es sich dabei um die Adresse 10.0.0.138. In der Dokumentation Ihres Routers sollte angegeben sein, welche Adresse Ihr Gerät verwendet. Um den Tunnel zu öffnen und eine PPP-Session zu starten, führen Sie bitte folgenden Befehl aus: &prompt.root; pptp address adsl Vielleicht möchten Sie ein kaufmännisches Und (&) an das Ende oben angegebenen Kommandos anfügen, da pptp sonst den Prompt nicht zurückgibt. Ein virtuelles Tunnel-Device tun wird für das Zusammenspiel der Prozesse pptp und ppp geschaffen. Wenn Sie den Prompt zurückerhalten haben oder der pptp-Prozess das Vorliegen einer Verbindung bestätigt, können Sie den Tunnel folgendermaßen überprüfen: &prompt.user; ifconfig tun0 tun0: flags=8051<UP,POINTOPOINT,RUNNING,MULTICAST> mtu 1500 inet 216.136.204.21 --> 204.152.186.171 netmask 0xffffff00 Opened by PID 918 Wenn Sie nicht in der Lage sein sollten, eine Verbindung aufzubauen, überprüfen Sie die Konfiguration Ihres Routers, den Sie normalerweise per telnet oder mit einem Web-Browser erreichen können. Falls dennoch keine Verbindung zustande kommt, sollten Sie die Ausgabe des Befehls pptp und die Logdatei /var/log/ppp.log von ppp nach Hinweisen auf die Ursache durchsuchen. Satoshi Asami Ursprünglich beigetragen von Guy Helmer Mit Beiträgen von Piero Serini SLIP SLIP Einrichtung eines SLIP-Clients SLIP Client Im Folgenden wird ein Weg beschrieben, SLIP auf einer FreeBSD-Maschine für ein Netzwerk mit festen Hostnamen einzurichten. Bei einer dynamischen Zuweisung des Hostnamens (das heißt wenn sich Ihre Adresse bei jeder Einwahl ändert) wird die Einrichtung wahrscheinlich etwas komplexer aussehen. Bestimmen Sie zuerst, an welcher seriellen Schnittstelle Ihr Modem angeschlossen ist. Viele Leute erzeugen einen symbolischen Link, wie etwa /dev/modem, der auf den wirklichen Gerätenamen /dev/cuaaN (/dev/cuadN unter &os; 6.X) verweist. Damit ist es Ihnen möglich, vom eigentlichen Gerätenamen zu abstrahieren, sollten Sie das Modem einmal an eine andere Schnittstelle anschließen müssen. Es kann ziemlich umständlich sein, wenn Sie eine viele Dateien in /etc und .kermrc-Dateien, die über das ganze System verstreut sind, anpassen müssen! /dev/cuaa0 (/dev/cuad0 unter &os; 6.X) ist COM1, /dev/cuaa1 (/dev/cuad1 unter &os; 6.X) ist COM2, etc. Stellen Sie sicher, dass Folgendes in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei steht: device sl 1 Dieses pseudo-device ist im GENERIC Kernel enthalten. Falls es von Ihnen nicht gelöscht wurde, sollten Sie hier kein Problem haben. Dinge, die Sie nur einmal erledigen müssen Tragen Sie Ihren lokalen Rechner, das Gateway, sowie die Nameserver in Ihre Datei /etc/hosts ein. Diese Datei sieht bei mir so aus: 127.0.0.1 localhost loghost 136.152.64.181 water.CS.Example.EDU water.CS water 136.152.64.1 inr-3.CS.Example.EDU inr-3 slip-gateway 128.32.136.9 ns1.Example.EDU ns1 128.32.136.12 ns2.Example.EDU ns2 Vergewissern Sie sich, dass in der Datei /etc/host.conf hosts vor bind steht, wenn Sie ein System vor FreeBSD 5.0 verwenden. Ab FreeBSD 5.0 wird die Datei /etc/nsswitch.conf verwendet, in deren -Zeile files vor dns stehen sollte. Ohne diese Reihenfolge könnten lustige Dinge passieren. Editieren Sie die Datei /etc/rc.conf. Ihren Hostnamen geben Sie an, indem Sie folgende Zeile bearbeiten: hostname="myname.my.domain" Hier sollte der vollständige Internethostname Ihres Rechners angegeben werden. Defaultroute Den Defaultrouter geben Sie durch die Modifikation folgender Zeile an: defaultrouter="NO" wird zu: defaultrouter="slip-gateway" Erstellen Sie die Datei /etc/resolv.conf, die Folgendes enthält: domain CS.Example.EDU nameserver 128.32.136.9 nameserver 128.32.136.12 Nameserver Domain Name Wie Sie sehen, werden hiermit die Nameserver angegeben. Natürlich hängen die tatsächlichen Domainnamen und Adressen von Ihren Gegebenheiten ab. Legen Sie ein Passwort für root und toor (sowie für alle anderen Accounts die kein Passwort haben) fest. Starten Sie Ihren Rechner neu und überprüfen Sie, ob er mir dem richtigen Hostnamen startet. Aufbau einer SLIP-Verbindung SLIP Verbindungsaufbau Wählen Sie sich ein, geben Sie slip und am Prompt den Namen Ihres Rechners sowie Ihr Passwort ein. Was Sie eingeben müssen, hängt von Ihren Gegebenheiten ab. Wenn Sie Kermit verwenden, können Sie ein Skript ähnlich dem Folgenden verwenden: # kermit setup set modem hayes set line /dev/modem set speed 115200 set parity none set flow rts/cts set terminal bytesize 8 set file type binary # The next macro will dial up and login define slip dial 643-9600, input 10 =>, if failure stop, - output slip\x0d, input 10 Username:, if failure stop, - output silvia\x0d, input 10 Password:, if failure stop, - output ***\x0d, echo \x0aCONNECTED\x0a Natürlich müssen Sie hier Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort eintragen. Wenn Sie das getan haben, können Sie am Kermit-Prompt einfach slip eingeben, um sich zu verbinden. Es ist generell eine schlechte Idee, Ihr Passwort in einer unverschlüsselten Textdatei irgendwo im Dateisystem zu speichern. Tun Sie dies auf Ihr eigenes Risiko. Belassen Sie Kermit so (Sie können es mit Ctrl z unterbrechen) und geben Sie als root ein: &prompt.root; slattach -h -c -s 115200 /dev/modem Wenn Sie mit ping Hosts auf der anderen Seite des Routers erreichen können, sind Sie verbunden! Wenn es nicht funktionieren sollte, können Sie versuchen statt als Argument für slattach zu verwenden. Beenden der Verbindung Um slattach zu beenden, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; kill -INT `cat /var/run/slattach.modem.pid` Beachten Sie, dass Sie root sein müssen, um dies durchführen zu können. Kehren Sie zu kermit zurück (mit Hilfe von fg, wenn Sie es unterbrochen haben) und beenden Sie dieses Programm (q). &man.slattach.8; gibt an, dass ifconfig sl0 down verwendet werden soll, um das Interface zu deaktivieren, doch das scheint keinen Unterschied zu machen. (ifconfig sl0 gibt dasselbe aus). Es kann vorkommen, dass Ihr Modem sich weigert, das Trägersignal zu beenden. In diesem Fall starten Sie kermit einfach neu und beenden es wieder. Beim zweiten Versuch geht es meist aus. Lösungen bei Problemen Wenn es nicht funktionieren sollte, können Sie an die Mailingliste &a.net.name; schreiben. Über diese Dinge sind Benutzer bisher gestolpert: Nicht oder in slattach verwenden (Das sollte nicht entscheidend sein, aber einige Benutzer haben berichtet, dass dies ihre Probleme löst). Verwendung von statt (bei einigen Schriftarten kann der Unterschied schwer zu erkennen sein). Probieren Sie ifconfig sl0, um den Status Ihrer Schnittstelle abzufragen. Das Ergebnis könnte beispielsweise so aussehen: &prompt.root; ifconfig sl0 sl0: flags=10<POINTOPOINT> inet 136.152.64.181 --> 136.152.64.1 netmask ffffff00 Wenn &man.ping.8; die Fehlermeldung no route to host ausgibt, kann die Routingtabelle falsch sein. Die Routen können Sie sich mit dem Kommando netstat -r ansehen: &prompt.root; netstat -r Routing tables Destination Gateway Flags Refs Use IfaceMTU Rtt Netmasks: (root node) (root node) Route Tree for Protocol Family inet: (root node) => default inr-3.Example.EDU UG 8 224515 sl0 - - localhost.Exampl localhost.Example. UH 5 42127 lo0 - 0.438 inr-3.Example.ED water.CS.Example.E UH 1 0 sl0 - - water.CS.Example localhost.Example. UGH 34 47641234 lo0 - 0.438 (root node) Die Zahlen im Beispiel stammen von einer recht ausgelasteten Maschine. Die Zahlen auf Ihrem System werden, je nach Netzaktivität, von den gezeigten abweichen. Einrichtung eines SLIP-Servers SLIP Server Dieses Dokument bietet Empfehlungen, wie Sie Ihr FreeBSD-System als SLIP-Server einrichten. Typischerweise bedeutet dies, Ihr System so zu, konfigurieren, dass beim Login automatisch eine Verbindung für entfernte SLIP-Clients aufgebaut wird. Voraussetzungen TCP/IP Netze Dieser Abschnitt ist ausgesprochen technischer Natur, weshalb Hintergrundwissen erforderlich ist. Wir gehen davon aus, dass Sie mit dem TCP/IP Protokoll, insbesondere mit Netzwerk- und Rechneradressierung, Netzwerkmasken, Subnetzen, Routing und Routingprotokollen, wie RIP, vertraut sind. Die Konfiguration von SLIP-Diensten auf einem Einwählserver erfordert die Kenntnis dieser Konzepte. Wenn Sie damit nicht vertraut sein sollten, lesen Sie bitte Craig Hunt's TCP/IP Network Administration publiziert von O'Reilly & Associates, Inc. (ISBN Nummer 0-937175-82-X) oder die Bücher von Douglas Comer über das TCP/IP Protokoll. Modem Wir gehen außerdem davon aus, dass Sie Ihr(e) Modem(s) eingerichtet haben und die entsprechenden Systemdateien so konfiguriert haben, dass Logins durch Ihr Modem zugelassen sind. Wenn Sie Ihr System dafür noch nicht vorbereitet haben, lesen Sie bitte , um Ihre Einwahlverbindung zu konfigurieren. Hilfreich sind auch die Manualpages &man.sio.4; mit Informationen zum Gerätetreiber der seriellen Schnittstelle &man.ttys.5;, sowie &man.gettytab.5;, &man.getty.8; und &man.init.8; für Informationen zur Konfiguration von Logins über ein Modem. &man.stty.1; bietet Informationen zur Einstellung der Parameter der seriellen Schnittstelle (etwa von clocal für direkt angeschlossene serielle Geräte). Ein kurzer Überblick Mit der normal verwendeten Konfiguration funktioniert der FreeBSD-SLIP-Server folgendermaßen: Ein SLIP-Benutzer wählt einen FreeBSD-SLIP-Server an und meldet sich mit einer speziellen SLIP-Login-ID ein, wobei /usr/sbin/sliplogin als Shell dieses besonderen Accounts dient. Das Programm sliplogin durchsucht die Datei /etc/sliphome/slip.hosts nach einer passenden Zeile für diesen Account. Falls ein Treffer erzielt wird, verbindet es den seriellen Anschluss mit einem verfügbaren SLIP-Interface und führt das Shellskript /etc/sliphome/slip.login aus, um das SLIP-Interface zu konfigurieren. Ein Beispiel für ein Login eines SLIP-Servers Wenn beispielsweise die Kennung eines SLIP-Benutzers, Shelmerg wäre, könnte der Eintrag des Benutzers Shelmerg in der Datei /etc/master.passwd etwa so aussehen: Shelmerg:password:1964:89::0:0:Guy Helmer - SLIP:/usr/users/Shelmerg:/usr/sbin/sliplogin Wenn sich Shelmerg anmeldet, wird sliplogin die Datei /etc/sliphome/slip.hosts nach einer übereinstimmenden Benutzerkennung durchsuchen. So könnte etwa folgende Zeile in /etc/sliphome/slip.hosts stehen: Shelmerg dc-slip sl-helmer 0xfffffc00 autocomp sliplogin wird die passende Zeile finden, den seriellen Anschluss mit dem nächsten verfügbaren SLIP-Interface verbinden und dann /etc/sliphome/slip.login wie hier dargestellt ausführen: /etc/sliphome/slip.login 0 19200 Shelmerg dc-slip sl-helmer 0xfffffc00 autocomp Wenn alles gut läuft, wird /etc/sliphome/slip.login ein ifconfig für das SLIP-Interface durchführen, mit dem sich sliplogin verbunden hat (in obigem Beispiel ist das slip 0, der als erster Parameter in der Liste an slip.login übergeben wurde), um die lokale IP-Adresse (dc-slip), die entfernte IP-Adresse (sl-helmer), die Netzmaske des SLIP-Interface (0xfffffc00) und alle zusätzlichen Optionen (autocomp) festzulegen. Wenn etwas schief laufen sollte, bietet, sliplogin normalerweise informative Meldungen durch den syslogd-Daemon, der die Meldungen standardmäßig nach /var/log/messages schreibt (sehen Sie hierzu auch in den Manual-Seiten für &man.syslogd.8; und &man.syslog.conf.5; nach). Überprüfen Sie auch /etc/syslog.conf, um zu sehen, was syslogd aufzeichnet und wo es aufgezeichnet wird. Kernelkonfiguration Kernel Konfiguration Der Standardkernel von &os; (GENERIC) bietet bereits SLIP-Unterstützung (&man.sl.4;). Falls Sie einen angepassten Kernel verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Kernelkonfigurationsdatei folgende Zeile enthält: device sl In der Voreinstellung leitet Ihr &os;-Rechner keine Pakete weiter. Wenn Sie Ihren FreeBSD-SLIP-Server als Router einsetzen möchten, müssen Sie die Datei /etc/rc.conf bearbeiten und den Wert der Variable gateway_enable auf setzen. Danach sollten Sie Ihren Rechner neu starten, damit die neuen Einstellungen wirksam werden. Weitere Informationen zur Konfiguration Ihres Kernels, finden Sie in dieses Handbuches. Konfiguration des Sliplogin Wie bereits erwähnt, gibt es im Verzeichnis /etc/sliphome drei Dateien, die Teil der Konfiguration für /usr/sbin/sliplogin sind (sliplogin ist in &man.sliplogin.8; beschrieben): slip.hosts, definiert die SLIP-Benutzer sowie deren IP-Adresse; slip.login, womit normalerweise nur das SLIP-Interface konfiguriert wird und (optional) slip.logout, womit die Auswirkungen von slip.login rückgängig gemacht werden, wenn die serielle Verbindung beendet wird. Konfiguration der Datei <filename>slip.hosts</filename> /etc/sliphome/slip.hosts enthält Zeilen, die mindestens vier durch Leerzeichen getrennte Elemente enthalten: Login-Kennung des SLIP-Benutzers Lokale Adresse (lokal für den SLIP-Server) der SLIP-Verbindung Entfernte Adresse der SLIP-Verbindung Netzwerkmaske Die lokalen und entfernten Adressen können Hostnamen sein, deren zugehörige IP-Adresse durch die Datei /etc/hosts oder mithilfe des Domain Name Service aufgelöst wird. Wie die Adressen aufgelöst werden, hängt von den Einstellungen in /etc/nsswitch.conf ab. Die Netzwerkmaske kann ein Name sein, der durch eine Suche in /etc/networks aufgelöst werden kann. Auf einem Beispielsystem, würde die Datei /etc/sliphome/slip.hosts folgendermaßen aussehen: # # login local-addr remote-addr mask opt1 opt2 # (normal,compress,noicmp) # Shelmerg dc-slip sl-helmerg 0xfffffc00 autocomp Am Ende der Zeile stehen eine oder mehrere der folgenden Optionen. – keine Header-Kompression – Header werden komprimiert – Header werden komprimiert, sofern die Gegenstelle es erlaubt – ICMP-Pakete werden deaktiviert (ping Pakete werden unterdrückt, statt die Ihnen zur Verfügung stehende Bandbreite aufzubrauchen) SLIP TCP/IP Netze Die Auswahl von lokalen und entfernten Adressen für Ihre SLIP-Verbindung, hängt davon ab, ob Sie ein TCP/IP-Subnetz reservieren oder ob Sie proxy ARP auf Ihrem SLIP-Server verwenden (es handelt sich nicht um echtes proxy ARP, aber dieser Begriff wird in diesem Abschnitt verwendet, um diesen Sachverhalt zu beschreiben). Wenn Sie nicht sicher sind, welche Methode Sie wählen sollen oder wie IP-Adressen zugewiesen werden, lesen Sie bitte in den Büchern zum Thema TCP/IP nach, die als Voraussetzungen für SLIP () angegeben worden sind oder fragen Sie Ihren IP-Netzwerkadministrator. Wenn Sie für Ihre SLIP-Clients ein eigenes Subnetz verwenden, werden Sie die Nummer des Subnetzes aus der Ihnen zugewiesenen IP-Netzwerknummer zuteilen und die IP-Adressen Ihrer SLIP-Clients aus diesem Subnetz verwenden müssen. Dann können Sie eine statische Route zu Ihrem SLIP-Subnetz über Ihren SLIP-Server auf Ihren nächsten IP-Router konfigurieren. Ethernet Wenn Sie aber andererseits die proxy ARP Methode verwenden möchten, werden Sie die IP-Adressen Ihrer SLIP-Clients aus dem Subnetz Ihres SLIP-Server nehmen und die Skripte /etc/sliphome/slip.login /etc/sliphome/slip.logout anpassen müssen, damit diese &man.arp.8; zur Verwaltung der proxy-ARP-Einträge in der ARP-Tabelle Ihres SLIP-Servers verwenden Konfiguration von <filename>slip.login</filename> Eine typische Datei /etc/sliphome/slip.login sieht folgendermaßen aus: #!/bin/sh - # # @(#)slip.login 5.1 (Berkeley) 7/1/90 # # generic login file for a slip line. sliplogin invokes this with # the parameters: # 1 2 3 4 5 6 7-n # slipunit ttyspeed loginname local-addr remote-addr mask opt-args # /sbin/ifconfig sl$1 inet $4 $5 netmask $6 Diese slip.login Datei führt lediglich ifconfig für das entsprechende SLIP-Interface mit den lokalen und entfernten Adressen und der Netzwerkmaske des SLIP-Interface aus. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, die proxy ARP Methode zu verwenden (statt eines separaten Subnetzes für Ihre SLIP-Clients) sollte Ihre Datei /etc/sliphome/slip.login etwa folgendermaßen aussehen: #!/bin/sh - # # @(#)slip.login 5.1 (Berkeley) 7/1/90 # # generic login file for a slip line. sliplogin invokes this with # the parameters: # 1 2 3 4 5 6 7-n # slipunit ttyspeed loginname local-addr remote-addr mask opt-args # /sbin/ifconfig sl$1 inet $4 $5 netmask $6 # Answer ARP requests for the SLIP client with our Ethernet addr /usr/sbin/arp -s $5 00:11:22:33:44:55 pub Die zusätzliche Zeile arp -s $5 00:11:22:33:44:55 pub in der Datei slip.login erzeugt einen ARP-Eintrag in der ARP-Tabelle des SLIP-Servers. Dieser ARP-Eintrag veranlasst den SLIP-Server mit seiner Ethernet MAC-Adresse zu antworten, sobald ein anderer IP-Knoten im Ethernet mit der IP-Adresse des SLIP-Clients Kontakt aufnehmen möchte. Ethernet MAC Adresse Wenn Sie das Beispiel von oben verwenden, achten Sie darauf die Ethernet MAC-Adresse (00:11:22:33:44:55) durch die MAC-Adresse der Ethernetkarte Ihres Systems zu ersetzen. Sonst wird Ihr proxy ARP sicher nicht funktionieren! Sie können die MAC-Adresse Ihres SLIP-Servers herausfinden, indem Sie sich die Ausgabe von netstat -i ansehen. Die zweite Zeile der Ausgabe sollte ungefähr aussehen wie diese hier: ed0 1500 <Link>0.2.c1.28.5f.4a 191923 0 129457 0 116 Dies zeigt an, dass die Ethernet MAC-Adresse dieses Systems 00:02:c1:28:5f:4a lautet. Die Punkte in der Ethernet MAC-Adresse, die von netstat -i ausgegeben wird, müssen durch Doppelpunkte ersetzt werden. Bei jeder einstelligen Hexadezimalzahl sollten außerdem führende Nullen hinzugefügt werden, um die Adresse in die Form zu bringen, die von &man.arp.8; verlangt wird. Die Manual-Seite von &man.arp.8; bietet hierzu eine vollständige Übersicht. Wenn Sie die Dateien /etc/sliphome/slip.login und /etc/sliphome/slip.logout erstellen, müssen diese ausführbar gemacht werden (chmod 755 /etc/sliphome/slip.login /etc/sliphome/slip.logout), da sliplogin auf deren Ausführbarkeit angewiesen ist. Konfiguration von <filename>slip.logout</filename> Die Datei/etc/sliphome/slip.logout ist nicht zwingend erforderlich (außer Sie verwenden proxy ARP), aber falls Sie diese Datei erzeugen möchten, ist hier ein Beispiel für ein grundlegendes slip.logout Skript: #!/bin/sh - # # slip.logout # # logout file for a slip line. sliplogin invokes this with # the parameters: # 1 2 3 4 5 6 7-n # slipunit ttyspeed loginname local-addr remote-addr mask opt-args # /sbin/ifconfig sl$1 down Wenn Sie proxy ARP einsetzen, muss /etc/sliphome/slip.logout den ARP-Eintrag für den SLIP-Client löschen: #!/bin/sh - # # @(#)slip.logout # # logout file for a slip line. sliplogin invokes this with # the parameters: # 1 2 3 4 5 6 7-n # slipunit ttyspeed loginname local-addr remote-addr mask opt-args # /sbin/ifconfig sl$1 down # Quit answering ARP requests for the SLIP client /usr/sbin/arp -d $5 arp -d $5 löscht den ARP-Eintrag, den die proxy ARP slip.login hinzufügte, als der SLIP-Client sich eingeloggt hatte. Es soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass für die Datei /etc/sliphome/slip.logout das Ausführungs-Bit gesetzt werden muss, nachdem die Datei erstellt worden ist (z.B. chmod 755 /etc/sliphome/slip.logout). Überlegungen zum Routing SLIP Routing Wenn Sie nicht die proxy ARP Methode benutzen, um Datenpakete zwischen Ihren SLIP-Clients und dem Rest Ihres Netzwerkes (oder vielleicht dem Internet) zu routen, werden Sie wahrscheinlich statische Routen zu Ihrem nächsten Standardrouter hinzufügen müssen, um Pakete aus dem Subnetz Ihres SLIP-Clients über Ihren SLIP-Server weiterzuleiten. Statische Routen statische Routen Das Hinzufügen von statischen Routen zu Ihrem nächsten Standardrouter kann problematisch sein (oder unmöglich, wenn Sie nicht die erforderliche Berechtigung haben...). Wenn Sie in Ihrer Organisation ein Netzwerk mit mehreren Routern haben, müssen einige Router, wie etwa die von Cisco und Proteon hergestellten, nicht nur mit der statischen Route zum SLIP-Subnetz konfiguriert werden, sondern es muss ihnen auch mitgeteilt werden, über welche statischen Routen sie andere Router informieren sollen. Daher ist einiges an Fachwissen und Problemlösungskompetenz erforderlich, um auf statischen Routen basierendes Routing erfolgreich einzurichten. Der Einsatz von <application>&gated;</application> &gated &gated; ist inzwischen proprietäre Software und steht der Öffentlichkeit nicht mehr als Sourcecode zur Verfügung (weitere Informationen hierzu sind auf der &gated; Webseite zu finden). Dieser Abschnitt existiert lediglich, um die Rückwärtskompatibilität für diejenigen sicherzustellen, die noch eine ältere Version verwenden. Eine Alternative zu dem aufwändigen Einsatz von statischen Routen ist die Installation von &gated; auf Ihrem FreeBSD-SLIP-Server. &gated; kann so konfiguriert werden, dass er die passenden Routingprotokolle (RIP/OSPF/BGP/EGP) verwendet, um die anderen Router über Ihr SLIP-Subnetz zu informieren. Sie müssen die Datei /etc/gated.conf erstellen, um &gated; zu konfigurieren. Hier ist eine Beispieldatei, ähnlich derjenigen, die der Autor auf einem FreeBSD-SLIP-Server verwendet hat: # # gated configuration file for dc.dsu.edu; for gated version 3.5alpha5 # Only broadcast RIP information for xxx.xxx.yy out the ed Ethernet interface # # # tracing options # traceoptions "/var/tmp/gated.output" replace size 100k files 2 general ; rip yes { interface sl noripout noripin ; interface ed ripin ripout version 1 ; traceoptions route ; } ; # # Turn on a bunch of tracing info for the interface to the kernel: kernel { traceoptions remnants request routes info interface ; } ; # # Propagate the route to xxx.xxx.yy out the Ethernet interface via RIP # export proto rip interface ed { proto direct { xxx.xxx.yy mask 255.255.252.0 metric 1; # SLIP connections } ; } ; # # Accept routes from RIP via ed Ethernet interfaces import proto rip interface ed { all ; } ; RIP Die oben angegebene Beispieldatei gated.conf sendet Routinginformationen, die das SLIP-Subnetz xxx.xxx.yy betreffen, mit Hilfe von RIP zum Ethernet. Wenn Sie einen anderen Ethernet-Treiber als ed verwenden, werden Sie die Einträge, die sich auf ed beziehen, entsprechend abändern müssen. Mit dieser Beispieldatei wird auch die Aufzeichnung der Aktivitäten von &gated; in der Datei /var/tmp/gated.output eingerichtet, was für eine eventuelle Fehlersuche nützlich sein kann. Sie können diese Option natürlich auch abschalten, wenn &gated; bei Ihnen ohne Probleme läuft. Sie müssen xxx.xxx.yy noch durch die Netzwerkadresse Ihres SLIP-Subnetzes ersetzen (ändern Sie die Netzmaske im Abschnitt proto direct ebenfalls). Wenn Sie &gated; auf Ihrem System installiert und konfiguriert haben, müssen Sie die FreeBSD-Startskripten noch anweisen, &gated; statt routed zu verwenden. Am einfachsten können Sie dies erreichen, indem Sie die Variablen router und router_flags in der Datei /etc/rc.conf entsprechend setzen. Die Manual-Seite für &gated; bietet weitere Informationen zu den Kommandozeilenparametern. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/virtualization/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/virtualization/chapter.sgml index 72aa005cc2..3315ceed88 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/virtualization/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/virtualization/chapter.sgml @@ -1,630 +1,641 @@ Murray Stokely Beigetragen von Oliver Peter Übersetzt von Virtualisierung Übersicht Virtualisierungssoftware erlaubt es, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf dem selben Computer laufen zu lassen. Derartige Softwaresysteme für PCs setzen in der Regel ein Host-Betriebssystem voraus, auf dem die Virtualisierungssoftware läuft und unterstützen eine nahezu beliebige Anzahl von Gast-Betriebssystemen. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, Kennen Sie den Unterscheid zwischen einem Host-Betriebssystem und einem Gast-Betriebssystem. Wissen Sie, wie man FreeBSD unter Linux mit &xen; installiert. Können Sie FreeBSD auf einem &intel;-basierenden &apple; &macintosh; installieren. Wissen Sie, wie man ein virtualisiertes FreeBSD-System für optimale Leistung konfiguriert. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie Die Grundlagen von &unix; und FreeBSD verstehen (). FreeBSD installieren können (). Wissen, wie man seine Netzwerkverbindung konfiguriert (). Software Dritter installieren können (). FreeBSD als Gast-Betriebssystem Parallels unter MacOS X Parallels Desktop für &mac; ist ein kommerzielles Softwareprodukt, welches für &intel;-basierende &apple; &mac;-Computer mit &macos; X 10.4.6 oder höher verfügbar ist. FreeBSD wird von diesem Softwarepaket als Gast-Betriebssystem vollständig unterstützt. Nach der Installation von Parallels auf &macos; X konfigurieren Sie als erstes eine virtuelle Maschine, in der Sie danach das gewünschte Gast-Betriebssystem (in unserem Fall FreeBSD) installieren. Installation von FreeBSD unter Parallels/&macos; X Der erste Schritt bei der Installation von FreeBSD unter Parallels/&macos; X ist es, eine virtuelle Maschine zu konfigurieren, in der Sie FreeBSD installieren können. Dazu wählen Sie bei der Frage nach dem Guest OS Type FreeBSD aus: Danach legen Sie geeignete Größen für Festplatten- und Arbeitsspeicher für die zu erstellende FreeBSD-Instanz fest. 4 GB Plattenplatz sowie 512 MB RAM sind in der Regel für die Arbeit unter Parallels ausreichend: Wählen Sie den gewünschten Netzwerktyp aus und konfigurieren Sie Ihre Netzwerkverbindung: Speichern Sie Ihre Eingaben, um die Konfiguration abzuschließen: Nachdem Sie die virtuelle Maschine erstellt haben, installieren Sie im nächsten Schritt FreeBSD in dieser virtuellen Maschine. Dazu verwenden Sie am besten eine offizielle FreeBSD-CDROM oder Sie laden von einem offiziellen FTP-Server ein ISO-Abbild auf Ihren &mac; herunter. Danach klicken Sie auf das Laufwerksymbol in der rechten unteren Ecke des Parallels-Fensters, um ihr virtuelles Laufwerk mit dem ISO-Abbild oder mit dem physikalischen CD-ROM-Laufwerk ihres Computers zu verknüpfen. Nachdem Sie diese Verknüpfung hergestellt haben, starten sie die virtuelle FreeBSD-Maschine neu, indem Sie wie gewohnt auf das Symbol "Neustarten" klicken. Parallels startet nun ein Spezial-BIOS, das zuerst prüft, ob Sie eine CD-ROM eingelegt haben (genau so, wie es auch ein echtes BIOS machen würde). In unserem Fall findet das BIOS ein FreeBSD-Installationsmedium und beginnt daher eine normale Installation mit sysinstall (wie in des Handbuchs beschreiben). Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie die virtuelle Maschine starten. FreeBSD für den Einsatz unter Parallels/&macos; X optimieren Nachdem Sie FreeBSD erfolgreich unter &macos; X mit Parallels installiert haben, sollten Sie ihr virtuelles FreeBSD-System für virtualisierte Operationen optimieren: Setzen der Bootloader-Variablen Die wichtigste Änderung ist es, die Variable zu verkleinern, um so die CPU-Auslastung in der Parallels-Umgebung zu verringern. kern.hz=100 Ohne diese Einstellung kann ein unbeschäftigtes FreeBSD unter Parallels trotzdem rund 15 Prozent der CPU-Leistung eines Single Prozessor &imac;'s verbrauchen. Nach dieser Änderung reduziert sich dieser Wert auf etwa 5 Prozent. Erstellen einer neuen Kernelkonfigurationsdatei Sie können alle SCSI-, FireWire- und USB-Laufwerks-Treiber entfernen. Parallels stellt einen virtuellen Netzwerkadapter bereit, der den &man.ed.4;-Treiber verwendet. Daher können alle Netzwerkgeräte bis auf &man.ed.4; und &man.miibus.4; aus dem Kernel entfernt werden. Netzwerkbetrieb einrichten Die einfachste Netzwerkkonfiguration ist der Einsatz von DHCP, um Ihre virtuelle Maschine mit dem gleichen lokalen Netzwerk, in dem sich der Host-&mac; befindet, zu verbinden. Dazu fügen Sie die Zeile ifconfig_ed0="DHCP" in die Datei /etc/rc.conf ein. Weitere Informationen zur Konfiguration des Netzwerks unter FreeBSD finden Sie im des Handbuchs. Fukang Chen (Loader) Beigetragen von FreeBSD mit &xen; unter Linux einsetzen Der &xen; Hypervisor ist ein als Open Source verfügbares Para-Virtualisierungsprodukt, das von der kommerziellen Firma XenSource unterstützt wird. Gast-Betriebssysteme werden dabei als domU-Domains, Host-Betriebssysteme hingegen als dom0 bezeichnet. Um eine virtuelle FreeBSD-Instanz unter Linux auszuführen, müssen Sie zuerst &xen; für Linux dom0 installieren. Als Host-Betriebssystem wird im folgenden Beispiel die Distribution Slackware verwendet. &xen; 3 unter Linux dom0 &xen; 3.0 von XenSource herunterladen Laden Sie die Datei xen-3.0.4_1-src.tgz von herunter. Den Tarball entpacken &prompt.root; cd xen-3.0.4_1-src &prompt.root; KERNELS="linux-2.6-xen0 linux-2.6-xenU" make world &prompt.root; make install Den dom0-Kernel neu kompilieren: &prompt.root; cd xen-3.0.4_1-src/linux-2.6.16.33-xen0 &prompt.root; make menuconfig &prompt.root; make &prompt.root; make install Ältere Versionen von &xen; müssen gegebenenfalls mit make ARCH=xen menuconfig näher spezifiziert werden. Einen Menü-Eintrag in die menu.lst von Grub aufnehmen Editieren Sie /boot/grub/menu.lst und fügen Sie die folgenden Zeilen hinzu: title Xen-3.0.4 root (hd0,0) kernel /boot/xen-3.0.4-1.gz dom0_mem=262144 module /boot/vmlinuz-2.6.16.33-xen0 root=/dev/hda1 ro Starten Sie Ihren Computer neu, um &xen; zu aktivieren Anschließend editieren Sie /etc/xen/xend-config.sxp und fügen die folgenden Zeilen hinzu: (network-script 'network-bridge netdev=eth0') Danach kann &xen; gestartet werden: &prompt.root; /etc/init.d/xend start &prompt.root; /etc/init.d/xendomains start Damit ist dom0 gestartet: &prompt.root; xm list Name ID Mem VCPUs State Time(s) Domain-0 0 256 1 r----- 54452.9 FreeBSD 7-CURRENT als domU verwenden Laden Sie den FreeBSD-dumU-Kernel für &xen; 3.0 sowie das Festplattenabbild von http://www.fsmware.com/ herunter: kernel-current mdroot-7.0.bz2 xmexample1.bsd Kopieren Sie xmexample1.bsd nach /etc/xen/ und passen Sie die Einträge für Kernel und Festplattenabbild an Ihre Konfiguration an. Ihre Konfiguration sollte ähnlich dem folgenden Beispiel aussehen: kernel = "/opt/kernel-current" memory = 256 name = "freebsd" vif = [ '' ] disk = [ 'file:/opt/mdroot-7.0,hda1,w' ] #on_crash = 'preserve' extra = "boot_verbose" extra += ",boot_single" extra += ",kern.hz=100" extra += ",vfs.root.mountfrom=ufs:/dev/xbd769a" Die Datei mdroot-7.0.bz2 sollte unkomprimiert sein. Als Nächstes muss der __xen_guest-Abschnitt in kernel-current verändert und das von &xen; 3.0.3 benötigte VIRT_BASE hinzugefügt werden: &prompt.root; objcopy kernel-current -R __xen_guest &prompt.root; perl -e 'print "LOADER=generic,GUEST_OS=freebsd,GUEST_VER=7.0,XEN_VER=xen-3.0,BSD_SYMTAB,VIRT_BASE=0xC0000000\x00"' > tmp &prompt.root; objcopy kernel-current --add-section __xen_guest=tmp &prompt.root; objdump -j __xen_guest -s kernel-current kernel-current: file format elf32-i386 Contents of section __xen_guest: 0000 4c4f4144 45523d67 656e6572 69632c47 LOADER=generic,G 0010 55455354 5f4f533d 66726565 6273642c UEST_OS=freebsd, 0020 47554553 545f5645 523d372e 302c5845 GUEST_VER=7.0,XE 0030 4e5f5645 523d7865 6e2d332e 302c4253 N_VER=xen-3.0,BS 0040 445f5359 4d544142 2c564952 545f4241 D_SYMTAB,VIRT_BA 0050 53453d30 78433030 30303030 3000 SE=0xC0000000. Nun kann die domU erstellt und gestartet werden: &prompt.root; xm create /etc/xen/xmexample1.bsd -c Using config file "/etc/xen/xmexample1.bsd". Started domain freebsd WARNING: loader(8) metadata is missing! Copyright (c) 1992-2006 The FreeBSD Project. Copyright (c) 1979, 1980, 1983, 1986, 1988, 1989, 1991, 1992, 1993, 1994 The Regents of the University of California. All rights reserved. FreeBSD 7.0-CURRENT #113: Wed Jan 4 06:25:43 UTC 2006 kmacy@freebsd7.gateway.2wire.net:/usr/home/kmacy/p4/freebsd7_xen3/src/sys/i386-xen/compile/XENCONF WARNING: DIAGNOSTIC option enabled, expect reduced performance. Xen reported: 1796.927 MHz processor. Timecounter "ixen" frequency 1796927000 Hz quality 0 CPU: Intel(R) Pentium(R) 4 CPU 1.80GHz (1796.93-MHz 686-class CPU) Origin = "GenuineIntel" Id = 0xf29 Stepping = 9 Features=0xbfebfbff<FPU,VME,DE,PSE,TSC,MSR,PAE,MCE,CX8,APIC,SEP,MTRR,PGE,MCA,CMOV,PAT,PSE36,CLFLUSH, DTS,ACPI,MMX,FXSR,SSE,SSE2,SS,HTT,TM,PBE> Features2=0x4400<CNTX-ID,<b14>> real memory = 265244672 (252 MB) avail memory = 255963136 (244 MB) xc0: <Xen Console> on motherboard cpu0 on motherboard Timecounters tick every 10.000 msec [XEN] Initialising virtual ethernet driver. xn0: Ethernet address: 00:16:3e:6b:de:3a [XEN] Trying to mount root from ufs:/dev/xbd769a WARNING: / was not properly dismounted Loading configuration files. No suitable dump device was found. Entropy harvesting: interrupts ethernet point_to_point kickstart. Starting file system checks: /dev/xbd769a: 18859 files, 140370 used, 113473 free (10769 frags, 12838 blocks, 4.2% fragmentation) Setting hostname: demo.freebsd.org. lo0: flags=8049<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST> mtu 16384 inet6 ::1 prefixlen 128 inet6 fe80::1%lo0 prefixlen 64 scopeid 0x2 inet 127.0.0.1 netmask 0xff000000 Additional routing options:. Mounting NFS file systems:. Starting syslogd. /etc/rc: WARNING: Dump device does not exist. Savecore not run. ELF ldconfig path: /lib /usr/lib /usr/lib/compat /usr/X11R6/lib /usr/local/lib a.out ldconfig path: /usr/lib/aout /usr/lib/compat/aout /usr/X11R6/lib/aout Starting usbd. usb: Kernel module not available: No such file or directory Starting local daemons:. Updating motd. Starting sshd. Initial i386 initialization:. Additional ABI support: linux. Starting cron. Local package initialization:. Additional TCP options:. Starting background file system checks in 60 seconds. Sun Apr 1 02:11:43 UTC 2007 FreeBSD/i386 (demo.freebsd.org) (xc0) login: Die domU sollte nun den &os; 7.0-CURRENT-Kernel ausführen: &prompt.root; uname -a FreeBSD demo.freebsd.org 7.0-CURRENT FreeBSD 7.0-CURRENT #113: Wed Jan 4 06:25:43 UTC 2006 kmacy@freebsd7.gateway.2wire.net:/usr/home/kmacy/p4/freebsd7_xen3/src/sys/i386-xen/compile/XENCONF i386 Das Netzwerk kann nun unter der domU konfiguriert werden. Die &os;-domU wird ein spezielles Gerät namens xn0 verwenden: &prompt.root; ifconfig xn0 10.10.10.200 netmask 255.0.0.0 &prompt.root; ifconfig xn0: flags=843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX> mtu 1500 inet 10.10.10.200 netmask 0xff000000 broadcast 10.255.255.255 ether 00:16:3e:6b:de:3a lo0: flags=8049<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST> mtu 16384 inet6 ::1 prefixlen 128 inet6 fe80::1%lo0 prefixlen 64 scopeid 0x2 inet 127.0.0.1 netmask 0xff000000 Unter der Slackware-dom0 sollten einige &xen;-spezifische Netzwerkgeräte erscheinen: &prompt.root; ifconfig eth0 Link encap:Ethernet HWaddr 00:07:E9:A0:02:C2 inet addr:10.10.10.130 Bcast:0.0.0.0 Mask:255.0.0.0 UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1 RX packets:815 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:1400 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 collisions:0 txqueuelen:0 RX bytes:204857 (200.0 KiB) TX bytes:129915 (126.8 KiB) lo Link encap:Local Loopback inet addr:127.0.0.1 Mask:255.0.0.0 UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1 RX packets:99 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:99 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 collisions:0 txqueuelen:0 RX bytes:9744 (9.5 KiB) TX bytes:9744 (9.5 KiB) peth0 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FF:FF:FF:FF:FF UP BROADCAST RUNNING NOARP MTU:1500 Metric:1 RX packets:1853349 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:952923 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 collisions:0 txqueuelen:1000 RX bytes:2432115831 (2.2 GiB) TX bytes:86528526 (82.5 MiB) Base address:0xc000 Memory:ef020000-ef040000 vif0.1 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FF:FF:FF:FF:FF UP BROADCAST RUNNING NOARP MTU:1500 Metric:1 RX packets:1400 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:815 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 collisions:0 txqueuelen:0 RX bytes:129915 (126.8 KiB) TX bytes:204857 (200.0 KiB) vif1.0 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FF:FF:FF:FF:FF UP BROADCAST RUNNING NOARP MTU:1500 Metric:1 RX packets:3 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:2 errors:0 dropped:157 overruns:0 carrier:0 collisions:0 txqueuelen:1 RX bytes:140 (140.0 b) TX bytes:158 (158.0 b) xenbr1 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FF:FF:FF:FF:FF UP BROADCAST RUNNING NOARP MTU:1500 Metric:1 RX packets:4 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0 TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0 collisions:0 txqueuelen:0 RX bytes:112 (112.0 b) TX bytes:0 (0.0 b) &prompt.root; brctl show bridge name bridge id STP enabled interfaces xenbr1 8000.feffffffffff no vif0.1 peth0 vif1.0 + + Virtual PC unter &windows; + + Dieser Abschnitt ist noch nicht übersetzt. + Lesen Sie bitte + das Original in englischer Sprache. Wenn Sie helfen + wollen, diesen Abschnitt zu übersetzen, senden Sie bitte + eine E-Mail an die Mailingliste &a.de.translators;. + + VMware unter &windows;/&mac;/&linux; Dieser Abschnitt wurde noch nicht geschrieben. FreeBSD als Host-Betriebssystem FreeBSD wird derzeit offiziell von keiner Virtualisierungssoftware als Host-Betriebssystem unterstützt. Viele Anwender verwenden aber noch ältere VMware-Versionen, die FreeBSD noch als Host-Betriebssystem unterstützen. Zusätzlich wird daran gearbeitet, &xen; als funktionierende Host-Umgebung (dom0) für FreeBSD verfügbar zu machen. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/x11/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/x11/chapter.sgml index 6c6433169c..8149d958ef 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/x11/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/x11/chapter.sgml @@ -1,1741 +1,1744 @@ Ken Tom Erweitert um X.Orgs X11-Server von Marc Fonvieille Martin Heinen Übersetzt von Das X-Window-System Übersicht Mit X11 steht unter &os; eine leistungsfähige frei verfügbare grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung, die sowohl in &xorg; und &xfree86; (sowie in weiteren, hier nicht diskutierten Varianten) implementiert wurde. Bis einschließlich &os; 5.2.1-RELEASE wurde standardmäßig &xfree86;, der X11-Server von The &xfree86; Project, Inc., installiert. Seit &os; 5.3-RELEASE ist &xorg; von der X.Org Foundation der voreingestellte X11-Server, der unter einer Lizenz ähnlich der von &os; steht. Zusätzlich sind einige kommerzielle X-Server für &os; verfügbar. Dieses Kapitel behandelt die Installation und Konfiguration von X11; der Schwerpunkt liegt auf &xorg; &xorg.version;. Informationen zur Konfiguration von &xfree86; (beispielsweise auf älteren Versionen von &os;, unter denen &xfree86; noch der Standard-X-Server war) sowie von äteren &xorg;-Versionen finden Sie weiterhin in den archivierten Versionen des &os;-Handbuchs unter . Auskunft über von X11 unterstützte Video-Hardware gibt die Webseite &xorg;. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie die Komponenten des X-Window-Systems und ihr Zusammenspiel kennen. Wissen, wie X11 installiert und konfiguriert wird. Wissen, wie Sie verschiedene Window-Manager installieren und benutzen. Wissen, wie &truetype;-Schriftarten mit X11 benutzt werden. Wissen, wie Sie die grafische Anmeldung (XDM) einrichten. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie wissen, wie Sie Software Dritter installieren (). X-Grundlagen Anwendern anderer grafischer Benutzeroberflächen, wie µsoft.windows; oder &macos;, kommt X beim ersten Mal oft befremdlich vor. Man braucht kein weitreichendes Verständnis der X-Komponenten und Ihres Zusammenspiels, um X anzuwenden. Um die Stärken von X auszunutzen, sollten Sie allerdings die Grundlagen verstehen. Warum heißt es X? X ist nicht die erste grafische Benutzeroberfläche, die für &unix; geschrieben wurde. Die Entwickler von X arbeiteten vorher an einem anderen System, das W (von engl. window: Fenster) hieß. X ist schlicht der nächste Buchstabe im Alphabet. X wird X, X-Window-System oder X11 genannt. Sagen Sie bitte nicht X-Windows: das kommt bei einigen Leuten schlecht an (die Hilfeseite &man.X.7; führt dies näher aus). Das Client/Server-Modell von X X wurde von Anfang an netzwerktransparent entworfen und verwendet ein Client-Server-Modell. In diesem Modell läuft der Server auf dem Rechner, an dem die Tastatur, der Bildschirm und die Maus angeschlossen ist. Der Server ist für Dinge wie die Verwaltung des Bildschirms und die Verarbeitung von - Tastatur- und Maus-Eingaben verantwortlich. Jede X-Anwendung, + Tastatur- und Maus-Eingaben sowie anderer Ein- und + Ausgabegeräte (beispielsweise könnte ein + Tablet zur Eingabe oder ein Videoprojektor + zur Ausgabe verwendet werden) verantwortlich. Jede X-Anwendung, beispielsweise ein XTerm oder &netscape; ist ein Client. Der Client sendet dem Server Nachrichten wie Zeichne an diesen Koordinaten ein Fenster und der Server sendet dem Client Nachrichten der Art Der Benutzer hat gerade den Ok-Knopf gedrückt. In kleinen Umgebungen laufen der X-Server und die X-Clients auf demselben Rechner. Es ist aber durchaus möglich, den X-Server auf einem weniger leistungsfähigen Arbeitsplatzrechner laufen zu lassen und die X-Anwendungen (die Clients) auf dem leistungsfähigen und teuren Server der Arbeitsgruppe zu betreiben. In diesem Fall kommunizieren der X-Server und die X-Clients über das Netz. Dieses Modell verwirrt viele Leute, die erwarten, dass der X-Server der dicke Rechner im Maschinenraum und der X-Client ihr Arbeitsplatzrechner ist. Merken Sie sich einfach, dass der X-Server der Rechner mit dem Bildschirm und der Maus ist und die X-Clients Programme sind, die in den Fenstern laufen. Das X-Protokoll ist unabhängig vom verwendeten Betriebssystem und Rechnertyp. Ein X-Server kann durchaus auch unter µsoft.windows; oder Apples &macos; betrieben werden, wie viele kostenlose und kommerzielle Anwendungen zeigen. Der Window-Manager Die X-Philosophie Werkzeuge statt Richtlinien ist wie die UNIX-Philosophie. Es wird nicht vorgeschrieben, wie eine Aufgabe zu lösen ist, stattdessen erhält der Benutzer Werkzeuge, über die er frei verfügen kann. Dies geht so weit, dass X nicht bestimmt, wie Fenster auf dem Bildschirm auszusehen haben, wie sie mit der Maus zu verschieben sind, welche Tastenkombination benutzt werden muss, um zwischen den Fenstern zu wechseln (z.B. Alt Tab unter µsoft.windows;), oder ob die Fensterrahmen Schaltflächen zum Schließen haben. X gibt die Verantwortung für all diese Sachen an eine Anwendung ab, die Window-Manager genannt wird. Unter X gibt es zahlreiche Window-Manager: AfterStep, Blackbox, ctwm, Enlightenment, fvwm, Sawfish, twm, Window Maker um nur einige zu nennen. Jeder dieser Window-Manager sieht anders aus: Manche stellen virtuelle Bildschirme zur Verfügung, in anderen lassen sich die Tastenkombinationen zur Verwaltung des Bildschirms anpassen, einige besitzen eine Startleiste oder etwas Ähnliches und in manchen lässt sich das Aussehen und Verhalten über die Anwendung von Themes beliebig einstellen. Die eben genannten Window-Manager und viele weitere finden Sie in der Kategorie x11-wm der Ports-Sammlung. Die grafischen Benutzeroberflächen KDE und GNOME besitzen eigene Window-Manager, die in den grafischen Arbeitsplatz integriert sind. Die Window-Manager werden unterschiedlich konfiguriert. Einige erwarten eine manuell erstellte Konfigurationsdatei, andere bieten grafische Werkzeuge für die meisten Konfigurationsarbeiten an. Die Konfigurationsdatei von Sawfish ist sogar in einem Lisp-Dialekt geschrieben. Fokus Der Window-Manager ist für die Methode, mit der ein Fenster den Fokus bekommt, verantwortlich. Jedes System, das Fenster verwendet, muss entscheiden, wie ein Fenster aktiviert wird, damit es Eingaben empfangen kann. Das aktive Fenster sollte zudem sichtbar gekennzeichnet werden. Eine geläufige Methode, den Fokus zu wechseln, wird click-to-focus genannt. Die Methode wird in µsoft.windows; benutzt: Ein Fenster wird aktiv, wenn es mit der Maus angeklickt wird. X legt nicht fest, wie der Fokus einzustellen ist, stattdessen bestimmt der Window-Manager welches Fenster den Fokus zu einem gegebenen Zeitpunkt erhält. Alle Window-Manager stellen die Methode click-to-focus bereit, die meisten stellen auch noch andere Methoden bereit. Verbreitete Methoden, den Fokus einzustellen, sind: focus-follows-mouse Den Fokus hat das Fenster, unter dem sich der Mauszeiger befindet. Das muss nicht unbedingt das Fenster, sein, das sich vorne befindet. Wird der Mauszeiger in ein anderes Fenster bewegt, so erhält dieses Fenster den Fokus, ohne das es angeklickt werden muss. sloppy-focus Diese Methode erweitert die Methode focus-follows-mouse. Wenn die Maus mit focus-follows-mouse aus dem Fenster auf die Oberfläche bewegt wird, verliert das aktive Fenster den Fokus. Da dann kein Fenster mehr den Fokus hat, gehen alle Eingaben verloren. Die Methode sloppy-focus wechselt den Fokus nur, wenn sich der Mauszeiger in ein neues Fenster bewegt und nicht, wenn er das aktive Fenster verlässt. click-to-focus Das aktive Fenster wird durch einen Mausklick festgelegt (dabei kann das Fenster vor alle anderen Fenster gesetzt werden). Alle Eingaben werden dann, unabhängig von der Position des Mauszeigers, dem aktiven Fenster zugeordnet. Viele Window-Manager unterstützen noch andere Methoden, so wie Abwandlungen der hier vorgestellten Methoden. Schauen Sie sich dazu bitte die Hilfeseiten Ihres Window-Managers an. Widgets Die X-Philosophie dehnt sich auch auf die Widgets aus, die von den Anwendungen benutzt werden. Ein Widget bezeichnet Objekte, die manipuliert werden können, wie buttons (Schaltflächen), check buttons (Mehrfachauswahlknopf), radio buttons (Einfachauswahlknopf), Icons und Auswahllisten. Unter µsoft.windows; werden Widgets Controls genannt. µsoft.windows; und Apples &macos; geben strenge Richtlinien für Widgets vor: Von den Entwicklern wird erwartet, dass Sie Anwendungen mit einheitlichem Aussehen und einheitlicher Bedienung (look and feel) entwickeln. X gibt weder einen Stil noch Widgets vor, die benutzt werden müssen. Erwarten Sie daher nicht, dass alle X-Anwendungen gleich aussehen oder sich gleich bedienen lassen. Es gibt mehrere verbreitete Widget-Sammlungen, beispielsweise die Athena-Widgets vom MIT, &motif; (abgeschrägte Ecken und drei Grautöne, danach wurden die Widgets von µsoft.windows; entworfen) oder OpenLook. Die meisten neuen X-Anwendungen benutzen heute modern aussehende Widgets, wie Qt, das von KDE benutzt wird oder GTK+, das von GNOME benutzt wird. Damit wird eine gewisse Einheitlichkeit in Bedienung und Aussehen erreicht, die sicher neuen Benutzern die Arbeit erleichtert. X11 installieren &xorg; ist der Standard-X-Server unter &os;. &xorg; ist der von der X.Org Foundation herausgegebene X-Server des Open-Source X Window Systems. &xorg; beruht auf &xfree86 4.4RC2 und X11R6.6. Derzeit ist die Version &xorg.version; von &xorg; in der Ports-Sammlung vorhanden. Die nachstehenden Kommandos bauen und installieren &xorg; aus der Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/x11/xorg &prompt.root; make install clean Der komplette Bau von &xorg; benötigt mindestens 4 GB freien Plattenplatz. Mit &man.pkg.add.1; können Sie X11 direkt von fertigen Paketen installieren. Wenn &man.pkg.add.1; die Pakete herunterlädt, lassen Sie die Versionsnummer aus. &man.pkg.add.1; holt automatisch die aktuelle Version eines Pakets. Das &xorg;-Paket holen und installieren Sie wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r xorg Die obigen Beispiele installieren die vollständige X11-Distribution, die unter anderem Server, Clients und Fonts enthält. Für die einzelnen Teile der Distribution gibt es ebenfalls separate Pakete. Der Rest dieses Kapitels erklärt, wie Sie X11 konfigurieren und sich eine Arbeitsumgebung einrichten. Christopher Shumway Beigetragen von X11 konfigurieren &xorg; X11 Vorarbeiten Bevor Sie X11 konfigurieren, benötigen Sie folgende Informationen: die Spezifikationen des Monitors den Chipset des Grafikadapters die Speichergröße des Grafikadapters Synchronisationsfrequenz horizontale Synchronisationsfrequenz vertikale Aus den Spezifikationen des Monitors ermittelt X11 die Auflösung und die Wiederholrate für den Betrieb des X-Servers. Die Spezifikationen entnehmen Sie der Dokumentation des Monitors oder der Webseite des Herstellers. Sie benötigen die horizontale und die vertikale Synchronisationsfrequenz. Der Chipsatz der Grafikkarte bestimmt den Treiber, den X11 verwendet. Die meisten Chipsätze werden automatisch erkannt, Sie brauchen die Information jedoch, wenn die Erkennung fehlschlägt. Die Speichergröße der Grafikkarte bestimmt die maximal mögliche Auflösung und Farbtiefe. X11 konfigurieren Ab Version 7.3 funktioniert &xorg; häfig auch, ohne dass Sie eine eigene Konfigurationsdatei anlegen müssen. Sie müssen dann nur den folgenden Befehl eingeben: &prompt.user; startx Funktioniert dies auf Ihrem System nicht (oder wollen Sie nicht mit den Standardeinstellungen arbeiten), müssen Sie X11 weiterhin manuell konfigurieren. Dazu erstellen Sie als erstes eine eine Vorgabe für die Konfigurationsdatei. Setzen Sie dazu als root den folgenden Befehl ab: &prompt.root; Xorg -configure Die Vorgabe-Konfiguration wird dann unter dem Namen xorg.conf.new im Verzeichnis /root gespeichert (das verwendete Verzeichnis wird durch die Umgebungsvariable $HOME bestimmt und hängt davon ab, wie Sie zu root gewechselt sind). X11 hat in diesem Schritt versucht, die Grafik-Hardware des Systems zu erkennen und eine Konfigurationsdatei ausgeschrieben, die zur Hardware passende Treiber lädt. Im nächsten Schritt wird geprüft, ob &xorg; die Grafik-Hardware des Systems verwenden kann. Setzen Sie dazu den folgenden Befehl ab: &prompt.root; Xorg -config xorg.conf.new Wenn jetzt ein graues Raster und der X-Mauszeiger erscheinen, war die Konfiguration erfolgreich. Beenden Sie den Test indem Sie Ctrl Alt Backspace drücken. Wenn die Maus nicht funktioniert, prüfen Sie, ob die Maus konfiguriert wurde. Die Mauskonfiguration wird in beschrieben. X11 anpassen Als Nächstes passen Sie xorg.conf.new an. Öffnen Sie die Datei in einem Editor, wie &man.emacs.1; oder &man.ee.1; und fügen Sie die Synchronisationsfrequenzen des Monitors ein. Die Frequenzen werden im Abschnitt "Monitor" eingetragen: Section "Monitor" Identifier "Monitor0" VendorName "Monitor Vendor" ModelName "Monitor Model" HorizSync 30-107 VertRefresh 48-120 EndSection Unter Umständen fehlen die Schlüsselwörter HorizSync und VertRefresh, die Sie dann nachtragen müssen. Geben Sie, wie im Beispiel gezeigt, die horizontale Synchronisationsfrequenz hinter HorizSync und die vertikale Synchronisationsfrequenz hinter VertRefresh an. X unterstützt die Energiesparfunktionen (DPMS, Energy Star) Ihres Monitors. Mit &man.xset.1; können Sie Zeitschranken für die DPMS-Modi standby, suspend, off vorgeben, oder diese zwingend aktivieren. Die DPMS-Funktionen können Sie mit der nachstehenden Zeile im "Monitor"-Abschnitt aktivieren: Option "DPMS" xorg.conf Die gewünschte Auflösung und Farbtiefe stellen Sie im Abschnitt "Screen" ein: Section "Screen" Identifier "Screen0" Device "Card0" Monitor "Monitor0" DefaultDepth 24 SubSection "Display" Viewport 0 0 Depth 24 Modes "1024x768" EndSubSection EndSection Mit DefaultDepth wird die Farbtiefe des X-Servers vorgegeben. Mit der Option -depth von &man.Xorg.1; lässt sich die vorgegebene Farbtiefe überschreiben. Modes gibt die Auflösung für die angegebene Farbtiefe an. Die Farbtiefe im Beispiel beträgt 24 Bits pro Pixel, die zugehörige Auflösung ist 1024x768 Pixel. Beachten Sie, dass in der Voreinstellung nur Standard-VESA-Modi der Grafikkarte angegeben werden können. Sichern Sie die Konfigurationsdatei und testen Sie die Konfiguration wie oben beschrieben. Bei der Fehlersuche sind Ihnen die Protokolle des X11-Servers behilflich. In den Protokollen wird die gefundene Graphik-Hardware protokolliert. Die Protokolle von &xorg; heißen /var/log/Xorg.0.log. Die Dateinamen enthalten eine laufende Nummer, der Name variiert daher von Xorg.0.log zu Xorg.8.log. Wenn alles funktioniert hat, installieren Sie die Datei an einen Ort, an dem &man.Xorg.1; sie findet. Normalerweise wird die Konfigurationsdatei unter /etc/X11/xorg.conf oder /usr/local/etc/X11/xorg.conf gespeichert: &prompt.root; cp xorg.conf.new /etc/X11/xorg.conf Damit ist die X11-Konfiguration beendet und &xorg; kann nun mithilfe von &man.startx.1; gestartet werden. Alternativ können Sie X11 auch mit &man.xdm.1; starten. Sie können X11 auch mit dem graphischen Werkzeug &man.xorgcfg.1; konfigurieren. Mit diesem Werkzeug können Sie Treiber auswählen und Einstellungen vornehmen. Das Werkzeug kann auch auf der Konsole benutzt werden, starten Sie es einfach mit xorgcfg -textmode. Weiteres erfahren Sie in den Hilfeseiten &man.xorgcfg.1;. Weiterhin gibt es noch das Werkzeug &man.xorgconfig.1;. Dieses Konsolenwerkzeug ist zwar schwerer zu handhaben, funktioniert aber auch in Situationen, in denen die anderen Werkzeuge nicht funktionieren. Spezielle Konfigurationen Konfiguration des &intel; i810 Graphics Chipsets Intel i810 Chipset Der &intel; i810-Chipset benötigt den Treiber agpgart, die AGP-Schnittstelle von X11. Weitere Informationen finden sich in &man.agp.4;. Ab jetzt kann die Hardware wie jede andere Grafikkarte auch konfiguriert werden. Der Treiber &man.agp.4; kann nicht nachträglich mit &man.kldload.8; in einen laufenden Kernel geladen werden. Er muss entweder fest im Kernel eingebunden sein oder beim Systemstart über /boot/loader.conf geladen werden. Einen Widescreen-Monitor einsetzen Widescreen-Monitor, Konfiguration Dieser Abschnitt geht über die normalen Konfigurationsarbeiten hinaus und setzt einiges an Vorwissen voraus. Selbst wenn die Standardwerkzeuge zur X-Konfiguration bei diesen Geräten nicht zum Erfolg führen, sollten sich in den Logdateien genug Informationen finden, mit denen Sie letztlich doch einen funktionierenden X-Server konfigurieren können. Alles, was Sie dazu noch benötigen, ist ein Texteditor. Aktuelle Widescreen-Formate (wie WSXGA, WSXGA+, WUXGA, WXGA, WXGA+, und andere mehr) unterstützen Seitenverhältnisse wie 16:10 oder 10:9, die unter X Probleme verursachen können. Bei einem Seitenverhältnis von 16:10 sind beispielsweise folgende Auflösungen möglich: 2560x1600 1920x1200 1680x1050 1440x900 1280x800 Diese Konfiguration könnte so einfach sein wie das zusätzliche Anlegen eines Eintrags einer dieser Auflösungen als ein möglicher Mode in Section "Screen": Section "Screen" Identifier "Screen0" Device "Card0" Monitor "Monitor0" DefaultDepth 24 SubSection "Display" Viewport 0 0 Depth 24 Modes "1680x1050" EndSubSection EndSection &xorg; ist normalerweise intelligent genug, um die Informationen zu den erlaubten Auflösungen über I2C/DDC zu beziehen, und weiß daher, welche Auflösungen und Frequenzen Ihr Widescreen-Monitor unterstützt. Wenn diese ModeLines in den Treiberdateien nicht vorhanden sind, kann es sein, dass Sie &xorg; beim Finden der korrekten Werte unterstützen müssen. Dazu extrahieren Sie die benötigten Informationen aus der Datei /var/log/Xorg.0.log und erzeugen daraus eine funktionierende ModeLine. Dazu suchen Sie in dieser Datei nach Zeilen ähnlich den folgenden: (II) MGA(0): Supported additional Video Mode: (II) MGA(0): clock: 146.2 MHz Image Size: 433 x 271 mm (II) MGA(0): h_active: 1680 h_sync: 1784 h_sync_end 1960 h_blank_end 2240 h_border: 0 (II) MGA(0): v_active: 1050 v_sync: 1053 v_sync_end 1059 v_blanking: 1089 v_border: 0 (II) MGA(0): Ranges: V min: 48 V max: 85 Hz, H min: 30 H max: 94 kHz, PixClock max 170 MHz Diese Informationen werden auch als EDID-Informationen bezeichnet. Um daraus eine funktionierende ModeLine zu erzeugen, müssen Sie lediglich die Zahlen in die korrekte Reihenfolge bringen: ModeLine <name> <clock> <4 horiz. timings> <4 vert. timings> Die korrekte ModeLine in Section "Monitor" würde für dieses Beispiel folgendermaßen aussehen: Section "Monitor" Identifier "Monitor1" VendorName "Bigname" ModelName "BestModel" ModeLine "1680x1050" 146.2 1680 1784 1960 2240 1050 1053 1059 1089 Option "DPMS" EndSection Nachdem diese Äderungen durchgeführt sind, sollte X auch auf Ihrem neuen Widescreen-Monitor starten. Murray Stokely Beigetragen von Schriftarten in X11 benutzen Type 1 Schriftarten Die Schriftarten, die mit X11 geliefert werden, eignen sich ganz und gar nicht für Desktop-Publishing-Anwendungen. Große Schriftarten zeigen bei Präsentationen deutliche Treppenstufen und die kleinen Schriftarten in &netscape; sind fast unleserlich. Es gibt allerdings mehrere hochwertige Type 1 Schriftarten (&postscript;), die mit X11 benutzt werden können. Beispielsweise enthalten die URW-Schriftarten (x11-fonts/urwfonts) hochwertige Versionen gängiger Type 1 Schriftarten (zum Beispiel Times Roman, Helvetica, Palatino). Die Sammlung Freefonts (x11-fonts/freefonts) enthält noch mehr Schriftarten, doch sind diese für den Einsatz in Grafik-Programmen wie The Gimp gedacht. Es fehlen auch einige Schriftarten, sodass sich die Sammlung nicht für den alltäglichen Gebrauch eignet. Weiterhin kann X11 leicht so konfiguriert werden, dass es &truetype;-Schriftarten verwendet. Mehr dazu erfahren Sie in der Hilfeseite &man.X.7; und im Abschnitt &truetype; Schriftarten. Die Type 1 Schriftarten lassen sich aus der Ports-Sammlung wie folgt installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/x11-fonts/urwfonts &prompt.root; make install clean Analog lassen sich Freefont und andere Sammlungen installieren. Die neuen Schriftarten müssen Sie in die Konfigurationsdatei des X-Servers im Verzeichnis /etc/X11 eintragen. Die Konfigurationsdatei von &xorg; heißt xorg.conf. Fügen Sie die folgende Zeile hinzu: FontPath "/usr/local/lib/X11/fonts/URW/" Sie können aber auch in der X-Sitzung das folgende Kommando absetzen: &prompt.user; xset fp+ /usr/local/lib/X11/fonts/URW &prompt.user; xset fp rehash Dann kennt der X-Server die neuen Schriftarten nur bis zum Ende der Sitzung. Wenn die Änderung dauerhaft sein soll, müssen Sie die Kommandos in ~/.xinitrc eintragen, wenn Sie X mit startx starten, oder in ~/.xsession, wenn Sie XDM benutzen. Sie können die Schriftarten auch in die neue Datei /usr/local/etc/fonts/local.conf, die im Abschnitt Anti-aliasing beschrieben wird, eintragen. &truetype;-Schriftarten TrueType-Schriftarten Schriftarten TrueType &xorg; kann &truetype;-Schriftarten mithilfe von zwei Modulen darstellen. Im folgenden Beispiel wird das Freetype-Modul benutzt, da es besser mit anderen Werkzeugen, die &truetype;-Schriftarten darstellen, übereinstimmt. Das Freetype-Modul aktivieren Sie im Abschnitt "Module" von /etc/X11/xorg.conf durch Einfügen der Zeile: Load "freetype" Erstellen Sie ein Verzeichnis für die &truetype;-Schriftarten (z.B. /usr/local/lib/X11/fonts/TrueType) und kopieren Sie alle Schriftarten dorthin. Die Schriftarten müssen im &unix;/&ms-dos;/&windows;-Format vorliegen, Schriftarten von einem &macintosh; können Sie nicht direkt übernehmen. Die Schriftarten müssen noch im Katalog fonts.dir erfasst werden. Den Katalog erzeugen Sie mit dem Kommando ttmkfdir aus dem Port x11-fonts/ttmkfdir: &prompt.root; cd /usr/local/lib/X11/fonts/TrueType &prompt.root; ttmkfdir -o fonts.dir Geben Sie dem System das &truetype;-Verzeichnis, wie im Abschnitt Type 1 Schriftarten beschrieben, bekannt: &prompt.user; xset fp+ /usr/local/lib/X11/fonts/TrueType &prompt.user; xset fp rehash Oder fügen Sie eine FontPath-Zeile in die Datei xorg.conf ein. Das war's. Jetzt sollten &netscape;, Gimp, &staroffice; und alle anderen X-Anwendungen die &truetype;-Schriftarten benutzen. Extrem kleine Schriftarten (Webseiten, die mit hoher Auflösung betrachtet werden) und sehr große Schriftarten (in &staroffice;) sollten jetzt viel besser aussehen. Joe Marcus Clarke Aktualisiert von Anti-aliasing Anti-aliasing Schriftarten Anti-aliasing X11 beherrscht das Anti-aliasing-Verfahren seit &xfree86; 4.0.2. Die Konfiguration der Schriftarten war vor &xfree86; 4.3.0 ziemlich schwierig. Ab &xfree86; 4.3.0 stehen alle Schriftarten in /usr/local/lib/X11/fonts/ und ~/.fonts/ automatisch für das Anti-aliasing-Verfahren mit Anwendungen, die Xft unterstützen, zur Verfügung. Es gibt schon viele Anwendungen, die Xft unterstützen, zum Beispiel: Qt 2.3 und höhere Versionen (das KDE-Toolkit), GTK+ 2.0 und höhere Versionen (das GNOME-Toolkit) sowie Mozilla 1.2 und höhere Versionen. In der Datei /usr/local/etc/fonts/local.conf werden die Schriftarten, die mit dem Anti-aliasing-Verfahren benutzt werden sollen und die Eigenschaften des Verfahrens festgelegt. In diesem Abschnitt wird nur die grundlegende Konfiguration von Xft beschrieben. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.fonts-conf.5;. XML Die Datei local.conf ist ein XML-Dokument. Achten Sie beim Editieren der Datei daher auf die richtige Groß- und Kleinschreibung und darauf, dass alle Tags geschlossen sind. Die Datei beginnt mit der üblichen XML-Deklaration gefolgt von einer DOCTYPE-Definition und dem <fontconfig>-Tag: <?xml version="1.0"?> <!DOCTYPE fontconfig SYSTEM "fonts.dtd"> <fontconfig> Wie vorher erwähnt, stehen schon alle Schriftarten in /usr/local/lib/X11/fonts/ und ~/.fonts/ für Anwendungen, die Xft unterstützen, zur Verfügung. Wenn Sie ein Verzeichnis außerhalb dieser beiden Bäume benutzen wollen, fügen Sie eine Zeile wie die nachstehende zu /usr/local/etc/fonts/local.conf hinzu: <dir>/path/to/my/fonts</dir> Wenn Sie neue Schriftarten hinzugefügt haben, müssen Sie den Schriftarten-Cache neu aufbauen: &prompt.root; fc-cache -f Das Anti-aliasing-Verfahren zeichnet Ränder leicht unscharf, dadurch werden kleine Schriften besser lesbar und der Treppenstufen-Effekt bei wird großen Schriften vermieden. Auf normale Schriftgrößen sollte das Verfahren aber nicht angewendet werden, da dies die Augen zu sehr anstrengt. Um kleinere Schriftgrößen als 14 Punkt von dem Verfahren auszunehmen, fügen Sie in local.conf die nachstehenden Zeilen ein: <match target="font"> <test name="size" compare="less"> <double>14</double> </test> <edit name="antialias" mode="assign"> <bool>false</bool> </edit> </match> <match target="font"> <test name="pixelsize" compare="less" qual="any"> <double>14</double> </test> <edit mode="assign" name="antialias"> <bool>false</bool> </edit> </match> Schriftarten Abstände Das Anti-aliasing-Verfahren kann die Abstände einiger Fixschriften falsch darstellen, dies fällt besonders unter KDE auf. Sie können das Problem umgehen, indem Sie die Abstände dieser Schriften auf den Wert 100 festsetzen. Fügen Sie die nachstehenden Zeilen hinzu: <match target="pattern" name="family"> <test qual="any" name="family"> <string>fixed</string> </test> <edit name="family" mode="assign"> <string>mono</string> </edit> </match> <match target="pattern" name="family"> <test qual="any" name="family"> <string>console</string> </test> <edit name="family" mode="assign"> <string>mono</string> </edit> </match> Damit werden die Namen der gebräuchlichen Fixschriften auf "mono" abgebildet. Für diese Schriften setzen Sie dann den Abstand fest: <match target="pattern" name="family"> <test qual="any" name="family"> <string>mono</string> </test> <edit name="spacing" mode="assign"> <int>100</int> </edit> </match> Bestimmte Schriftarten, wie Helvetica, können Probleme mit dem Anti-Aliasing-Verfahren verursachen. In der Regel erscheinen diese Schriftarten dann vertikal halbiert. Im schlimmsten Fall stürzen Anwendungen, wie Mozilla, als Folge davon ab. Sie vermeiden dies, indem Sie betroffene Schriftarten in local.conf von dem Verfahren ausnehmen: <match target="pattern" name="family"> <test qual="any" name="family"> <string>Helvetica</string> </test> <edit name="family" mode="assign"> <string>sans-serif</string> </edit> </match> Wenn Sie local.conf editiert haben, stellen Sie bitte sicher, dass die Datei mit dem Tag </fontconfig> endet. Ist das nicht der Fall, werden die Änderungen nicht berücksichtigt. Die mit X11 gelieferten Schriftarten eignen sich nicht besonders für das Anti-Aliasing-Verfahren. Der Port x11-fonts/bitstream-vera enthält viel besser geeignete Schriftarten. Wenn sie noch nicht existiert, legt der Port die Datei /usr/local/etc/fonts/local.conf an. Ansonsten erzeugt der Port die Datei /usr/local/etc/fonts/local.conf-vera, deren Inhalt Sie in /usr/local/etc/fonts/local.conf aufnehmen müssen. Danach werden die X11-Schriftarten Serif, Sans Serif und Monospaced durch die entsprechenden Bitstream-Schriftarten ersetzt. Benutzer können eigene Einstellungen in der Datei ~/.fonts.conf vornehmen. Achten Sie auch hier auf die richtige XML-Syntax. LCD Schriftarten auf einem LCD Mit einem LCD können Sie sub-pixel sampling anstelle von Anti-aliasing einsetzen. Dieses Verfahren behandelt die horizontal getrennten Rot-, Grün- und Blau-Komponenten eines Pixels gesondert und verbessert damit (teilweise sehr wirksam) die horizontale Auflösung. Die nachstehende Zeile in local.conf aktiviert diese Funktion: <match target="font"> <test qual="all" name="rgba"> <const>unknown</const> </test> <edit name="rgba" mode="assign"> <const>rgb</const> </edit> </match> Abhängig von der Organisation Ihres Bildschirms müssen Sie anstelle von verwenden. Experimentieren Sie und schauen Sie, was besser aussieht. Mozilla ohne Anti-Aliasing Der nächste Start des X-Servers aktiviert das Anti-aliasing-Verfahren. Beachten Sie, dass die Anwendungen dieses Verfahren auch benutzen müssen. Zurzeit wird das Verfahren von Qt und damit von KDE benutzt. GTK+ und GNOME können das Verfahren mit dem Font-capplet benutzen (Details entnehmen Sie bitte ). Ab der Version 1.2 benutzt Mozilla automatisch das Anti-Aliasing Verfahren. Dies können Sie verhindern, wenn Sie beim Übersetzen von Mozilla die Option -DWITHOUT_XFT angeben. Seth Kingsley Beigetragen von Der X-Display-Manager Einführung X-Display-Manager Der X-Display-Manager (XDM), eine optionale Komponente des X-Window-Systems, verwaltet Sitzungen. Er kann mit vielen Komponenten, wie minimal ausgestatteten X-Terminals, Arbeitsplatz-Rechnern und leistungsfähigen Netzwerkservern, nutzbringend eingesetzt werden. Da das X-Window-System netzwerktransparent ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, X-Clients und X-Server auf unterschiedlichen Rechnern im Netz laufen zu lassen. XDM stellt eine grafische Anmeldemaske zur Verfügung, in der Sie den Rechner, auf dem eine Sitzung laufen soll, auswählen können und in der Sie die nötigen Autorisierungs-Informationen, wie Benutzername und Passwort, eingeben können. Die Funktion des X-Display-Managers lässt sich mit der von &man.getty.8; (siehe ) vergleichen. Er meldet den Benutzer am ausgesuchten System an, startet ein Programm (meist einen Window-Manager) und wartet darauf, dass dieses Programm beendet wird, das heißt der Benutzer die Sitzung beendet hat. Nachdem die Sitzung beendet ist, zeigt XDM den grafischen Anmeldebildschirm für den nächsten Benutzer an. XDM einrichten Der XDM-Dæmon befindet sich in /usr/local/bin/xdm und kann jederzeit von root gestartet werden. Er verwaltet dann den X-Bildschirm des lokalen Rechners. XDM lässt sich bequem mit einem Eintrag in /etc/ttys (siehe ) bei jedem Start des Rechners aktivieren. In /etc/ttys sollte schon der nachstehende Eintrag vorhanden sein: ttyv8 "/usr/local/bin/xdm -nodaemon" xterm off secure In der Voreinstellung ist dieser Eintrag nicht aktiv. Um den Eintrag zu aktivieren, ändern Sie den Wert in Feld 5 von off zu on und starten Sie &man.init.8; entsprechend der Anleitung in neu. Das erste Feld gibt den Namen des Terminals an, auf dem das Programm läuft. Im Beispiel wird ttyv8 verwendet, das heißt XDM läuft auf dem neunten virtuellen Terminal. XDM konfigurieren Das Verhalten und Aussehen von XDM steuern Sie mit Konfigurationsdateien, die im Verzeichnis /usr/local/lib/X11/xdm stehen. Üblicherweise finden Sie dort die folgenden Dateien vor: Datei Beschreibung Xaccess Regelsatz, der zur Autorisierung von Clients benutzt wird. Xresources Vorgabewerte für X-Ressourcen. Xservers Liste mit lokalen und entfernten Bildschirmen, die verwaltet werden. Xsession Vorgabe für das Startskript der Sitzung. Xsetup_* Skript, das dazu dient, Anwendungen vor der Anmeldung zu starten. xdm-config Konfiguration für alle auf der Maschine verwalteten Bildschirme. xdm-errors Fehlermeldungen des Servers. xdm-pid Die Prozess-ID des gerade laufenden XDM-Prozesses. Im Verzeichnis /usr/local/lib/X11/xdm befinden sich auch noch Skripten und Programme, die zum Einrichten der XDM-Oberfläche dienen. Der Zweck dieser Dateien und der Umgang mit ihnen wird in der Hilfeseite &man.xdm.1; erklärt. Wir gehen im Folgenden nur kurz auf ein paar der Dateien ein. Die vorgegebene Einstellung zeigt ein rechteckiges Anmeldefenster, in dem der Rechnername in großer Schrift steht. Darunter befinden sich die Eingabeaufforderungen Login: und Password:. Mit dieser Maske können Sie anfangen, wenn Sie das Erscheinungsbild von XDM verändern wollen. Xaccess Verbindungen zu XDM werden über das X Display Manager Connection Protocol (XDMCP) hergestellt. XDMCP-Verbindungen von entfernten Maschinen werden über den Regelsatz in Xaccess kontrolliert. Diese Datei wird allerdings ignoriert, wenn in xdm-config keine Verbindungen entfernter Maschinen erlaubt sind (dies ist auch die Voreinstellung). Xresources In dieser Datei kann das Erscheinungsbild der Bildschirmauswahl und der Anmeldemasken festgelegt werden. Das Format entspricht den Dateien im Verzeichnis app-defaults, die in der X11-Dokumentation beschrieben sind. Xservers Diese Datei enthält eine Liste entfernter Maschinen, die in der Bildschirmauswahl angeboten werden. Xsession Dieses Skript wird vom XDM aufgerufen, nachdem sich ein Benutzer erfolgreich angemeldet hat. Üblicherweise besitzt jeder Benutzer eine angepasste Version dieses Skripts in ~/.xsession, das dann anstelle von Xsession ausgeführt wird. Xsetup_* Diese Skripten werden automatisch ausgeführt bevor die Bildschirmauswahl oder die Anmeldemasken angezeigt werden. Für jeden lokalen Bildschirm gibt es ein Skript, dessen Namen aus Xsetup_ gefolgt von der Bildschirmnummer gebildet wird (zum Beispiel Xsetup_0). Normalerweise werden damit ein oder zwei Programme, wie xconsole, im Hintergrund gestartet. xdm-config Diese Datei enthält Einstellungen, die für jeden verwalteten Bildschirm zutreffen. Das Format entspricht dem der Dateien aus app-defaults. xdm-errors Die Ausgaben jedes X-Servers, den XDM versucht zu starten, werden in dieser Datei gesammelt. Wenn ein von XDM verwalteter Bildschirm aus unbekannten Gründen hängen bleibt, sollten Sie in dieser Datei nach Fehlermeldungen suchen. Für jede Sitzung werden die Meldungen auch in die Datei ~/.xsession-errors des Benutzers geschrieben. Einrichten eines Bildschirm-Servers auf dem Netzwerk Damit sich Clients mit dem Bildschirm-Server verbinden können, muss der Zugriffsregelsatz editiert werden und der Listener aktiviert werden. Die Vorgabewerte sind sehr restriktiv eingestellt. Damit XDM Verbindungen annimmt, kommentieren Sie eine Zeile in der xdm-config Datei aus: ! SECURITY: do not listen for XDMCP or Chooser requests ! Comment out this line if you want to manage X terminals with xdm DisplayManager.requestPort: 0 Starten Sie danach XDM neu. Beachten Sie, dass Kommentare in den Ressourcen-Konfigurationsdateien mit einem ! anstelle des sonst üblichen Zeichens # beginnen. Wenn Sie strengere Zugriffskontrollen einrichten wollen, sehen Sie sich die Beispiele in Xaccess und die Hilfeseite &man.xdm.1; an. XDM ersetzen Es gibt mehrere Anwendungen, die XDM ersetzen können, zum Beispiel kdm, der Teil von KDE ist und später in diesem Kapitel besprochen wird. kdm ist ansprechender gestaltet und bietet neben einigen Schnörkeln die Möglichkeit, den zu verwendenden Window-Manager bei der Anmeldung auszuwählen. Valentino Vaschetto Beigetragen von Grafische Oberflächen Dieser Abschnitt beschreibt verschiedene grafische Oberflächen, die es für X unter FreeBSD gibt. Eine Oberfläche (desktop environment) kann alles von einem einfachen Window-Manager bis hin zu kompletten Anwendungen wie KDE oder GNOME sein. GNOME Über GNOME GNOME GNOME ist eine benutzerfreundliche Oberfläche, mit der Rechner leicht benutzt und konfiguriert werden können. GNOME besitzt eine Leiste, mit der Anwendungen gestartet werden und die Statusinformationen anzeigen kann. Programme und Daten können auf der Oberfläche abgelegt werden und Standardwerkzeuge stehen zur Verfügung. Es gibt Konventionen, die es Anwendungen leicht machen, zusammenzuarbeiten und ein konsistentes Erscheinungsbild garantieren. Benutzer anderer Betriebssysteme oder anderer Arbeitsumgebungen sollten mit der leistungsfähigen grafischen Oberfläche von GNOME sehr gut zurechtkommen. Auf der Webseite FreeBSD GNOME Project finden Sie weitere Informationen über GNOME auf FreeBSD. Zusätzlich finden Sie dort umfassende FAQs zur Installation, Konfiguration und zum Betrieb von GNOME. GNOME installieren Am einfachsten installieren Sie GNOME als Paket oder über die Ports-Sammlung. Wenn Sie das GNOME-Paket über das Netz installieren wollen, setzen Sie den nachstehenden Befehl ab: &prompt.root; pkg_add -r gnome2 Wenn Sie den Quellcode von GNOME übersetzen wollen, benutzen Sie die Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/x11/gnome2 &prompt.root; make install clean Nachdem GNOME installiert ist, muss der X-Server GNOME anstelle eines Window-Managers starten. Der einfachste Weg, GNOME zu starten, ist GDM, der GNOME Display Manager. GDM, das als Teil des GNOME-Desktops installiert (aber in der Voreinstellung deaktiviert) wird, kann durch das Einfügen von gdm_enable="YES" in /etc/rc.conf beim Systemstart aktiviert werden. Nach einem Systemneustart wird GNOME nach dem Anmelden automatisch gestartet. GNOME kann auch von der Kommandozeile gestartet werden, wenn Sie eine entsprechend konfigurierte .xinitrc in Ihrem Heimatverzeichnis besitzen. Existiert eine solche Version, ersetzen Sie den Aufruf des Window-Managers durch /usr/local/bin/gnome-session. Wenn .xinitrc nicht gesondert angepasst wurde, reicht es, den nachstehenden Befehl abzusetzen: &prompt.user; echo "/usr/local/bin/gnome-session" > ~/.xinitrc Rufen Sie danach startx auf, um die GNOME Oberfläche zu starten. Wenn Sie einen älteren Display-Manager wie XDM verwenden, müssen Sie anders vorgehen. Legen Sie eine ausführbare .xsession an, die das Kommando zum Start von GNOME enthält. Ersetzen Sie dazu den Start des Window-Managers durch /usr/local/bin/gnome-session: &prompt.user; echo "#!/bin/sh" > ~/.xsession &prompt.user; echo "/usr/local/bin/gnome-session" >> ~/.xsession &prompt.user; chmod +x ~/.xsession Sie können den Display-Manager auch so konfigurieren, dass der Window-Manager beim Anmelden gewählt werden kann. Im Abschnitt Details zu KDE wird das für kdm, den Display-Manager von KDE erklärt. Anti-aliasing-Verfahren mit GNOME GNOME Anti-Aliasing-Verfahren Die RENDER-Erweiterung von X11 setzt das Anti-Aliasing-Verfahren um. GTK+ 2.0 (das GNOME-Toolkit) und spätere Versionen benutzen dieses Verfahren. Die Konfiguration des Verfahrens ist in beschrieben. Aktivieren Sie Anti-Aliasing im Menü Applications Desktop Preferences Font . Dort wählen Sie dann eine der Möglichkeiten Best shapes, Best contrast oder Subpixel smoothing (LCDs). Für GTK+-Anwendungen, die nicht Teil von GNOME sind, setzen Sie die Umgebungsvariable GDK_USE_XFT vor dem Start der Anwendung auf den Wert 1. KDE Über KDE KDE KDE ist eine moderne, leicht zu benutzende Oberfläche, die unter anderem Folgendes bietet: eine schöne und moderne Oberfläche, eine Oberfläche, die völlig netzwerktransparent ist, ein integriertes Hilfesystem, das bequem und konsistent Hilfestellungen bezüglich der Bedienung der KDE-Oberfläche und ihrer Anwendungen gibt, ein konstantes Erscheinungsbild (look and feel) aller KDE-Anwendungen, einheitliche Menüs, Werkzeugleisten, Tastenkombinationen und Farbschemata, Internationalisierung: KDE ist in mehr als 40 Sprachen erhältlich, durch Dialoge gesteuerte zentrale Konfiguration der Oberfläche, viele nützliche KDE-Anwendungen. In KDE ist mit Konqueror auch ein Webbrowser enthalten, der sich durchaus mit anderen Webbrowsern auf &unix;-Systemen messen kann. Weitere Informationen über KDE erhalten Sie auf den KDE-Webseiten. Auf der Webseite KDE on FreeBSD finden Sie weitere FreeBSD-spezifische Informationen über KDE. KDE installieren Am einfachsten installieren Sie KDE, wie jede andere grafische Oberfläche auch als Paket oder über die Ports-Sammlung. Um KDE über das Netz zu installieren, setzen Sie den nachstehenden Befehl ab: &prompt.root; pkg_add -r kde &man.pkg.add.1; installiert automatisch die neuste Version einer Anwendung. Benutzen Sie die Ports-Sammlung, wenn Sie den Quellcode von KDE übersetzen wollen: &prompt.root; cd /usr/ports/x11/kde3 &prompt.root; make install clean Nachdem KDE installiert ist, muss der X-Server KDE anstelle eines Window-Managers starten. Legen Sie dazu die Datei .xinitrc an: &prompt.user; echo "exec startkde" > ~/.xinitrc Wenn das X-Window-System danach mit startx gestartet wird, erscheint die KDE-Oberfläche. Wird ein Display-Manager wie XDM benutzt, muss .xsession angepasst werden. Eine Anleitung für kdm folgt gleich in diesem Kapitel. Details zu KDE Wenn KDE erst einmal installiert ist, erschließen sich die meisten Sachen durch das Hilfesystem oder durch Ausprobieren. Benutzer von Windows oder &macos; werden sich sehr schnell zurecht finden. Die beste Referenz für KDE ist die Online-Dokumentation. KDE besitzt einen eigenen Webbrowser, sehr viele nützliche Anwendungen und ausführliche Dokumentation. Der Rest dieses Abschnitts beschäftigt sich daher mit Dingen, die schlecht durch einfaches Ausprobieren erlernbar sind. Der KDE-Display-Manager KDE Display-Manager Der Administrator eines Mehrbenutzersystems will den Benutzern vielleicht eine grafische Anmeldung wie mit XDM ermöglichen. KDE besitzt einen eigenen Display-Manager, der schöner aussieht und auch über mehr Optionen verfügt. Insbesondere können sich die Benutzer die Oberfläche für die Sitzung (beispielsweise KDE oder GNOME) aussuchen. Um kdm zu aktivieren, müssen Sie den Eintrag ttyv8 in der Datei /etc/ttys anpassen. Die von Ihnen angepasste Zeile sollte ähnlich der folgenden aussehen: ttyv8 "/usr/local/bin/kdm -nodaemon" xterm on secure XFce Über XFce XFce ist eine grafische Oberfläche, die auf den GTK+-Bibliotheken, die auch von GNOME benutzt werden, beruht. Die Oberfläche ist allerdings weniger aufwändig und für diejenigen gedacht, die eine schlichte und effiziente Oberfläche wollen, die dennoch einfach zu benutzen und zu konfigurieren ist. Die Oberfläche sieht ähnlich wie CDE aus, das in kommerziellen &unix; Systemen verwendet wird. Einige Merkmale von XFce sind: eine schlichte einfach zu benutzende Oberfläche, vollständig mit Mausoperationen konfigurierbar, Unterstützung von drag and drop, ähnliche Hauptleiste wie CDE, die Menüs enthält und über die Anwendungen gestartet werden können, integrierter Window-Manager, Datei-Manager und Sound-Manager, GNOME-compliance-Modul, mit Themes anpassbar (da GTK+ benutzt wird), schnell, leicht und effizient: ideal für ältere oder langsamere Maschinen oder Maschinen mit wenig Speicher. Weitere Information über XFce erhalten Sie auf der XFce-Webseite. XFce installieren Das XFce-Paket installieren Sie mit dem nachstehenden Kommando: &prompt.root; pkg_add -r xfce4 Mit der Ports-Sammlung können Sie auch den Quellcode übersetzen: &prompt.root; cd /usr/ports/x11-wm/xfce4 &prompt.root; make install clean Damit beim nächsten Start des X-Servers XFce benutzt wird, setzen Sie das folgende Kommando ab: &prompt.user; echo "/usr/local/bin/startxfce4" > ~/.xinitrc Wenn Sie einen Display-Manager benutzen, erstellen Sie die Datei .xsession, wie im GNOME Abschnitt beschrieben. Verwenden Sie jetzt allerdings das Kommando /usr/local/bin/startxfce4. Sie können auch den Display-Manager wie im kdm Abschnitt beschrieben, so konfigurieren, dass die Oberfläche für die Sitzung ausgewählt werden kann. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml index a567a0f62c..5398deb4f3 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/porters-handbook/book.sgml @@ -1,14079 +1,14079 @@ %books.ent; ]> Das FreeBSD Porter-Handbuch The FreeBSD German Documentation Project April 2000 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 The FreeBSD German Documentation Project &bookinfo.trademarks; &bookinfo.legalnotice; Einführung Die Ports-Sammlung von FreeBSD ist der gebräuchlichste Weg, um Anwendungen ("Ports") unter FreeBSD zu installieren. Wie alles andere in FreeBSD auch, ist sie hauptsächlich das Ergebnis der Arbeit von Freiwilligen. Es ist wichtig, diesen Aspekt beim Lesen im Hinterkopf zu behalten. In FreeBSD kann jeder einen neuen Port einsenden oder sich dazu bereit erklären, einen bereits vorhandenen Port zu pflegen, sofern der Port derzeit keinen Maintainer hat – dazu sind keine besonderen Rechte nötig. Einen neuen Port erstellen Sie sind also daran interessiert, einen neuen Port zu erstellen oder einen vorhandenen zu aktualisieren? Großartig! Die folgenden Kapitel beinhalten einige Richtlinien, um einen neuen Port für FreeBSD zu erstellen. Wenn Sie einen vorhandenen Port auf den neuesten Stand bringen wollen, sollten Sie mit fortfahren. Wenn Ihnen dieses Dokument nicht detailliert genug ist, sollten Sie einen Blick in /usr/ports/Mk/bsd.port.mk werfen. Das Makefile jedes Ports bindet diese Datei ein. Auch wenn Sie nicht täglich mit Makefiles arbeiten, sollten Sie gut damit zurecht kommen, da die Datei gut dokumentiert ist und Sie eine Menge Wissen daraus erlangen können. Zusätzlich können Sie speziellere Fragen an die &a.ports;-Mailingliste stellen. Nur ein Bruchteil der Variablen (VAR), die von Ihnen gesetzt werden können, finden hier Erwähnung. Die meisten von ihnen (wenn nicht sogar alle) sind am Anfang von /usr/ports/Mk/bsd.port.mk erläutert. Beachten Sie bitte, dass diese Datei eine nicht standardkonforme Tabulator-Einstellung verwendet. Emacs und Vim sollten diese Einstellung jedoch automatisch beim Öffnen der Datei setzen. Sowohl &man.vi.1; als auch &man.ex.1; können mit dem Befehl :set tabstop=4 dazu gebracht werden, die Datei richtig anzuzeigen, wenn sie geöffnet wird. Port erstellen auf die Schnelle Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie schnell einen Port erstellen können. In vielen Fällen ist dies allerdings nicht ausreichend, dann werden Sie in diesem Buch weiterlesen müssen. Als Erstes besorgen Sie sich das Original-Tarball (komprimiertes Archiv) und legen es im DISTDIR ab, welches standardmäßig /usr/ports/distfiles ist. Im Folgenden wird angenommen, dass die Software unverändert kompiliert werden konnte, dass also keinerlei Änderungen nötig waren, um den Port auf Ihrem FreeBSD-Rechner zum Laufen zu bringen. Falls Sie Änderungen vornehmen mussten, werden Sie auch den nächsten Abschnitt beachten müssen. Das <filename>Makefile</filename> schreiben Ein minimales Makefile sieht in etwa so aus: # New ports collection makefile for: oneko # Date created: 5 December 1994 # Whom: asami # # $FreeBSD$ # PORTNAME= oneko PORTVERSION= 1.1b CATEGORIES= games MASTER_SITES= ftp://ftp.cs.columbia.edu/archives/X11R5/contrib/ MAINTAINER= asami@FreeBSD.org COMMENT= A cat chasing a mouse all over the screen MAN1= oneko.1 MANCOMPRESSED= yes USE_IMAKE= yes .include <bsd.port.mk> Versuchen Sie es zu verstehen. Machen Sie sich keine Gedanken um die $FreeBSD$-Zeile, diese wird automatisch vom CVS eingefügt, wenn der Port in den Haupt-Ports-Tree importiert wird. Ein detailliertes Beispiel finden Sie im Abschnitt sample Makefile. Die Beschreibungsdateien erstellen Es gibt zwei Beschreibungsdateien, die für jeden Port benötigt werden, ob sie tatsächlich im Paket enthalten sind oder nicht. Dies sind pkg-descr und pkg-plist. Der pkg- Präfix unterscheidet sie von anderen Dateien. <filename>pkg-descr</filename> Diese enthält eine längere Beschreibung des Ports. Einer oder mehrere Absätze, die kurz und prägnant erklären, was der Port macht, sind ausreichend. pkg-descr enthält keine Anleitung oder detaillierte Beschreibung wie der Port benutzt oder kompiliert wird! Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie aus dem README oder der Manualpage kopieren ; Diese sind oft keine prägnanten Beschreibungen des Ports oder sie sind in einem ungünstigen Format (Manualpages haben z.B. bündige Zwischenräume). Wenn es für die portierte Software eine offizielle Webseite gibt, sollten Sie diese hier angeben. Fügen Sie hierzu eine der Webseiten mit dem Präfix WWW: ein, damit automatische Werkzeuge korrekt arbeiten. Das folgende Beispiel zeigt wie Ihre pkg-descr aussehen sollte: This is a port of oneko, in which a cat chases a poor mouse all over the screen. : (etc.) WWW: http://www.oneko.org/ <filename>pkg-plist</filename> Diese Datei enthält eine Liste aller Dateien, die von diesem Port installiert werden. Sie wird auch die Packliste genannt, da das Paket durch die hier aufgeführten Dateien erstellt wird. Die Pfadangaben sind relativ zum Installationspräfix (für gewöhnlich /usr/local oder /usr/X11R6). Wenn Sie die MANn-Variablen verwenden (was Sie auch machen sollten), führen Sie hier keine Manualpages auf. Wenn der Port während der Installation Verzeichnisse erstellt, stellen Sie sicher entsprechende @dirrm-Zeilen einzufügen, um die Verzeichnisse zu entfernen, wenn das Paket gelöscht wird. Hier ist ein kleines Beispiel: bin/oneko lib/X11/app-defaults/Oneko lib/X11/oneko/cat1.xpm lib/X11/oneko/cat2.xpm lib/X11/oneko/mouse.xpm @dirrm lib/X11/oneko Für weitere Details zur Packliste lesen Sie in der &man.pkg.create.1; Manualpage nach. Es wird empfohlen alle Dateinamen in dieser Datei alphabetisch sortiert zu halten. Das erlaubt Ihnen die Änderungen bei einem Upgrade Ihres Ports deutlich einfacher zu Überprüfen. Eine Packlist von Hand zu erzeugen kann eine sehr mühsame Aufgabe sein. Wenn der Port eine große Anzahl Dateien installiert, kann es Zeit sparen, eine Packliste automatisch zu erstellen. Es gibt nur einen Fall, in dem pkg-plist weggelassen werden kann. Wenn der Port nur eine handvoll Dateien und Verzeichnisse installiert, können diese in den Variablen PLIST_FILES und PLIST_DIRS im Makefile aufgelistet werden. Zum Beispiel könnten wir im obigen Beispiel ohne pkg-plist für den oneko-Port auskommen, indem wir die folgenden Zeilen ins Makefile einfügen: PLIST_FILES= bin/oneko \ lib/X11/app-defaults/Oneko \ lib/X11/oneko/cat1.xpm \ lib/X11/oneko/cat2.xpm \ lib/X11/oneko/mouse.xpm PLIST_DIRS= lib/X11/oneko Natürlich sollte PLIST_DIRS ungesetzt bleiben, wenn der Port keine eigenen Verzeichnisse installiert. Der Preis für diese Art die Dateien eines Ports anzugeben ist, dass man keine Befehlsfolgen wie in &man.pkg.create.1; nutzen kann. Deshalb ist es nur für einfache Ports geeignet und macht diese noch einfacher. Gleichzeitig bringt es den Vorteil die Anzahl der Dateien in der Ports-Sammlung zu reduzieren. Deshalb ziehen Sie bitte diese Vorgehensweise in Erwägung, bevor Sie pkg-plist benutzen. Später werden wir uns ansehen, wie pkg-plist und PLIST_FILES benutzt werden können, um anspruchsvollere Aufgaben zu erfüllen. Die Checksummendatei erzeugen Geben Sie einfach make makesum ein. Die Regeln von Make sorgen dafür, dass die Datei distinfo automatisch erstellt wird. Wenn sich die Checksumme einer heruntergeladenen Datei regelmäßig ändert und Sie sicher sind, dass Sie der Quelle trauen können (weil sie z.B. von einer Hersteller-CD oder täglich erstellter Dokumentation stammt), sollten Sie diese Dateien in der Variable IGNOREFILES angeben. Dann wird die Checksumme für diese Datei bei make makesum nicht berechnet, sondern auf IGNORE gesetzt. Den Port testen Sie sollten sicherstellen, dass die Port-Regeln genau das einhalten, was Sie von ihnen erwarten, auch beim Erzeugen eines Pakets aus dem Port. Dies sind die wichtigen Punkte, die Sie überprüfen sollten. pkg-plist enthält nichts, das nicht von Ihrem Port installiert wurde. pkg-plist enthält alles, was von Ihrem Port installiert wurde. Ihr Port kann mit Hilfe von make reinstall mehrmals installiert werden. Ihr Port räumt bei der Deinstallation hinter sich auf. Empfohlene Testreihenfolge make install make package make deinstall pkg_add Paket-Name make deinstall make reinstall make package Stellen Sie bitte sicher, dass während make package und make deinstall keine Warnungen ausgegeben werden. Nach Schritt 3 überprüfen Sie bitte, ob alle neuen Verzeichnisse korrekt entfernt wurden. Und versuchen Sie die Software nach Schritt 4 zu benutzen, um sicherzustellen, dass sie korrekt funktioniert, wenn diese aus einem Paket installiert wird. Der gründlichste Weg diese Schritte zu automatisieren ist eine Tinderbox zu installieren. Diese verwaltet Jails, in denen Sie alle oben genannten Schritte durchführen können, ohne den Zustand Ihres laufenden Systems zu verändern. Mehr Informationen hierzu entält ports/ports-mgmt/tinderbox Ihren Port mit <command>portlint</command> überprüfen Bitte verwenden Sie portlint, um festzustellen, ob Ihr Port unseren Richtlinien entspricht. Das Programm ports-mgmt/portlint ist Teil der Ports-Sammlung. Stellen Sie vor allem sicher, dass das Makefile in der richtigen Form und das Paket passend benannt ist. Den Port einreichen Als Erstes sorgen Sie bitte dafür, dass Sie den Abschnitt DOs and DON'Ts gelesen haben. Nun, da Sie mit Ihrem Port zufrieden sind, müssen Sie ihn nur noch in den Haupt-Ports-Tree von FreeBSD einbringen, damit alle daran teilhaben können. Wir benötigen nicht Ihr work-Verzeichnis oder Ihr pkgname.tgz-Paket – diese können Sie nun löschen. Als Nächstes fügen Sie bitte einfach die Ausgabe von shar `find port_dir` in einen Fehlerbericht (PR - Problem Report) und senden diesen mittels &man.send-pr.1; (unter Bug Reports and General Commentary finden Sie weitere Informationen über &man.send-pr.1;). Ordnen Sie den Fehlerbericht bitte in die Kategorie Ports mit der Klasse Change-Request ein (Markieren Sie den Bericht nicht als vertraulich (confidential)!). Fügen Sie bitte eine kurze Beschreibung des Programms, das Sie portiert haben, in das Beschreibungs-Feld des Problemberichts und das Shar (Shell-Archiv) in das Fix-Feld ein. Sie können uns die Arbeit um einiges vereinfachen, wenn Sie eine gute Beschreibung in der Zusammenfassung des Problemberichtes verwenden. Wir bevorzugen etwas wie Neuer Port: <Kategorie>/<Portname><Kurzbeschreibung des Ports> für neue Ports und Update Port: <Kategorie>/<Portname> <Kurzbeschreibung des Updates> für Portupdates. Wenn Sie sich an dieses Schema halten, ist die Chance, dass sich jemand bald Ihren Bericht ansieht, deutlich besser. Noch einmal: Bitte fügen Sie nicht das distfile der Originalquelle, das work-Verzeichnis oder das Paket, das Sie mit make package erstellt haben, ein. Haben Sie bitte etwas Geduld, nachdem Sie den Port eingereicht haben. Manchmal kann es einige Monate dauern, bevor ein Port in FreeBSD eingefügt wird, obwohl es wahrscheinlich nur ein paar Tage dauert. Sie können sich die Liste der Ports, die darauf warten in FreeBSD committet zu werden, ansehen. Nachdem wir einen Blick auf Ihren Port geworfen haben, werden wir, wenn nötig, bei Ihnen nachfragen und ihn in die Ports-Sammlung übernehmen. Ihr Name taucht dann auch in der Liste der Additional FreeBSD Contributors und in anderen Dateien auf. Ist das nicht toll?! :-) Einen Port in aller Ruhe erstellen Ok, das war nicht ganz einfach und der Port hat einige Veränderungen erfordert, um funktionieren zu können. In diesem Abschnitt werden wir Schritt für Schritt erklären, wie man den funktionierenden Port den Vorgaben der Ports entsprechend anpasst. Die Funktionsweise Beginnen wir mit der Abfolge der Ereignisse, die eintreten, wenn der Nutzer das erste make in Ihrem Portsverzeichnis ausführt. Sie empfinden es für das Verständnis vielleicht hilfreich bsd.port.mk in einem anderen Fenster offen zu haben, während Sie diesen Abschnitt lesen. Aber machen Sie sich keine Sorgen, falls Sie nicht wirklich verstehen, was bsd.port.mk macht, die Wenigsten begreifen dies... :> Das Target fetch wird aufgerufen. Es ist dafür verantwortlich sicherzustellen, dass der Tarball lokal im DISTDIR verfügbar ist. Falls fetch die benötigten Dateien in DISTDIR nicht finden kann, durchsucht es die URL MASTER_SITES, welche im Makefile gesetzt ist, ebenso wie unsere Haupt-FTP-Seite unter ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/ports/distfiles/ , wo wir genehmigte Distfiles als Backup aufbewahren. Danach wird versucht, so eine direkte Internetverbindung besteht, dass genannte Distfile mit FETCH herunterzuladen. Falls dies gelingt, wird die Datei in DISTDIR für weitere Nutzung abgelegt und fährt fort. Das Target extract wird aufgerufen. Es sucht nach den Distfiles Ihres Ports (normalerweise ein gzip-komprimierter Tarball) in DISTDIR und entpackt diese in ein temporäres Unterverzeichnis, welches von WRKDIR festgelegt wird (standardmäßig work). Das Target patch wird aufgerufen. Zuerst werden alle in PATCHFILES festgelegten Patches eingespielt. Anschließend werden, falls Patches der Form patch-* in PATCHDIR (standardmäßig das files-Unterverzeichnis) gefunden werden, diese in alphabetischer Reihenfolge eingespielt. Das Target configure wird aufgerufen. Dieses kann viele verschiedene Dinge machen. Existiert scripts/configure, so wird es aufgerufen. Falls HAS_CONFIGURE oder GNU_CONFIGURE gesetzt sind, wird WRKSRC/configure ausgeführt. Falls USE_IMAKE gesetzt ist, wird XMKMF (standardmäßig xmkmf -a) ausgeführt. Das Target build wird aufgerufen. Es ist für das Wechseln in das private Arbeitsverzeichnis (WRKSRC) und das Bauen des Ports zuständig. Ist USE_GMAKE gesetzt, so wird GNU make verwendet, sonst das System-make. Die oben genannten Schritte sind die Standardaktionen. Zusätzlich können Sie pre- irgendwas oder post-irgendwas als Targets definieren oder Skripten mit diesen Namen in das scripts-Unterverzeichnis legen. Sie werden dann vor bzw. nach den Standardaktionen aufgerufen. Angenommen Sie haben das Target post-extract in Ihrem Makefile definiert und eine Datei pre-build im scripts Unterverzeichnis, so wird das Target post-extract nach dem normalen Entpacken aufgerufen und das Skript pre-build ausgeführt, bevor die vordefinierten Bau-Regeln abgearbeitet sind. Es wird empfohlen, dass Sie Makefile-Targets verwenden, falls die Aktionen es erlauben, da es so für jemanden einfacher sein wird herauszufinden, was für eine nicht-standardmäßige Aktion der Port benötigt. Die Standardaktionen werden aus den Targets bsd.port.mk do-irgendwas übernommen. Zum Beispiel sind die Befehle zum Entpacken eines Ports im Target do-extract zu finden. Falls Sie mit einem vorgegebenen Target nicht zufrieden sind, können Sie es verändern, indem Sie das Target do-irgendwas in Ihrem Makefile neu definieren. Die Haupt-Targets (z.B. extract, configure usw.) machen nicht mehr als sicherzustellen, dass bis hierhin alle Abschnitte abgeschlossen sind, um danach die eigentlichen Targets oder Skripte aufzurufen. Und es ist nicht beabsichtigt, dass diese geändert werden. Falls Sie das Entpacken verändern wollen, verändern Sie do-extract, aber niemals die Art, wie extract arbeitet! Jetzt, da Sie verstehen, was geschieht, wenn der Benutzer make eingibt, lassen Sie uns durch die empfohlenen Schritte gehen, um den perfekten Port zu erstellen. Den originalen Quelltext besorgen Normalerweise liegt der original Quelltext als gepackte Datei (foo.tar.gz oder foo.tar.Z) vor. Kopieren Sie diese nach DISTDIR. Nutzen Sie, soweit möglich, immer die Quellen aus dem Hauptzweig. Es ist notwendig die Variable MASTER_SITES anzupassen, um anzugeben, wo sich der originale Quelltext befindet. In bsd.sites.mk finden sich hilfreiche Definitionen für die gebräuchlichsten Seiten. Bitte nutzen Sie diese Seiten und die zugehörigen Definitionen, soweit dies möglich ist. Damit wird vermieden, immer und immer wieder dieselben Informationen zu wiederholen. Da die Hauptseiten regelmäßig angepasst werden müssen, vereinfacht dieses Vorgehen die Pflege der Dateien für jeden Beteiligten. Falls keine zuverlässige und gut erreichbare FTP/HTTP-Seite zu finden ist, oder nur Seiten auffindbar sind, die keinen Standards entsprechen, sollte eine Kopie des Quelltextes auf einer zuverlässigen Seite abgelegt werden. Dies könnte z.B. die eigene Internetseite sein. Ist kein geeigneter Ort zum Ablegen des Quelltextes auffindbar, ist es möglich diesen intern auf ftp.FreeBSD.org abzulegen; dies sollte jedoch als letzte Möglichkeit angesehen werden. Das Distfile muss in diesem Fall in ~/public_distfiles/ eines freefall-Accounts abgelegt werden. Bitten Sie den Committer Ihres Ports dies zu erledigen. Er wird außerdem MASTER_SITES nach MASTER_SITE_LOCAL und MASTER_SITE_SUBDIR auf den freefall-Benutzernamen angepasst. Sollte sich das Distfile des Ports regelmäßig ohne Versionsanpassungen des Autors ändern, sollte überlegt werden, das Disfile auf der eigenen Internetseite abzulegen und diese in der Liste der MASTER_SITES an die erste Stelle zu setzen. Falls möglich, sollte der Autor des Ports gebeten werden, dies zu erledigen; hierüber wird die Kontrolle des Quelltextes verbessert. Wird eine eigene Version des Quelltextes auf eigenen Internetseiten verfügbar gemacht, verhindert dies Warnungen von checksum mismatch und reduziert den Arbeitsaufwand der Maintainer der FTP-Seiten. Auch wenn nur eine Quelle für den Quelltext des Ports zur Verfügung steht, ist es empfohlen, ein Backup auf einer weiteren Seite abzulegen und diese als zweiten Eintrag in MASTER_SITES aufzunehmen. Sind für den Port zusätzlich aus dem Internet verfügbare Patches erforderlich, sollten diese ebenfalls in DISTDIR abgelegt werden. Sollten diese Patches von anderer Quelle als der Hauptseite des Ports stammen, ist das kein Grund zur Sorge. Es gibt Wege diesem Umstand gerecht zu werden (beachten Sie die unten stehende Beschreibung zu PATCHFILES ). Den Port bearbeiten Entpacken Sie eine Kopie des Tarballs in ein privates Verzeichnis und nehmen Sie alle Änderungen vor, die nötig sind, um den Port unter einer aktuellen FreeBSD-Version kompilieren zu können. Protokollieren Sie sorgfältig alle Schritte, die Sie vornehmen, da Sie den Prozess in Kürze automatisieren werden. Alles, auch das Entfernen, Hinzufügen oder Bearbeiten von Dateien, sollte von einem automatisierten Skript oder einer Patch-Datei machbar sein, wenn Ihr Port fertig ist. Falls Ihr Port bedeutende Interaktionen/Veränderungen durch den Benutzer benötigt, um ihn zu Kompilieren oder zu Installieren, sollten Sie einen Blick auf Larry Walls klassische Configure-Skripte werfen oder vielleicht etwas Ähnliches selbst erstellen. Das Ziel der Ports-Sammlung ist es, jeden Port so plug-and-play-fähig wie möglich für den Endbenutzer zu machen, während ein Minimum an Speicherplatz gebraucht wird. Solange nicht anders angegeben wird von Patch-Dateien, Skripten und anderen Dateien, die Sie erstellt und der FreeBSD Ports-Sammlung hinzugefügt haben, angenommen, dass Sie unter den standardmäßigen BSD-Copyright-Bedingungen stehen. Fehlerbehebung (Patches) Bei der Vorbereitung eines Ports können die Dateien, die hinzugefügt oder verändert wurden, mittels &man.diff.1; abgefangen werden, um Sie später an &man.patch.1; zu übergeben. Jeder Patch, der dem Quelltext übergeben werden soll, sollte in einer Datei patch-* abgelegt werden, wobei * dem Pfadnamen der zu korrigierenden Datei entspricht, wie er auch in patch-Imakefile oder im patch-src-config.h erscheint. Diese Dateien sollten in PATCHDIR (normalerweise files) abgelegt sein, von wo sie automatisch übernommen werden. Alle Patches müssen sich relativ zur WRKSRC-Variable (normalerweise dem Verzeichnis, in dem sich der Quelltext des Ports entpackt und wo auch der Bau stattfindet) befinden. Um Korrekturen und Updates zu vereinfachen, sollte es vermieden werden, mehr als einen Patch für eine Datei zu nutzen (z.B. patch-file und patch-file2, welche beide WRKSRC/foobar.c verändern). Für die Benennung der Patches sollten nur die Zeichen [-+._a-zA-Z0-9] genutzt werden. Bitte verwenden Sie keine weiteren Zeichen als die angegebenen. Die Namensvergabe sollte nicht patch-aa oder patch-ab etc. entsprechen, erwähnen Sie immer den Pfad und Dateinamen. RCS-Zeichenketten sollten vermieden werden, da CVS diese verstümmeln würde, sobald wir diese Dateien in die Ports-Sammlung einpflegen. Wenn wir die Dateien wieder abrufen wären diese verändert und der Patch würde fehlschlagen. RCS-Zeichenketten sind in Dollar-Zeichen ($) eingefügte Zeichen und beginnen üblicherweise mit $Id oder $RCS. Die Option rekursiv () zu nutzen &man.diff.1;, um Patches zu erstellen, ist zulässig, jedoch sollte der Patch anschließend geprüft werden, um Unnötiges aus dem Patch zu entfernen. Im Einzelnen bedeutet dies, dass Diffs zwischen zwei Backup-Dateien, Makefiles oder wenn der Port Imake oder GNU configure usw. nutzt, überflüssig sind und entfernt werden sollten. Falls es es notwendig war, configure.in zu bearbeiten und es soll autoconf zum Neuerstellen von configure genutzt werden, sollten die Diffs aus configure nicht genutzt werden (diese werden oft einige tausend Zeilen groß!); – hier sollte USE_AUTOTOOLS=autoconf:261 definiert und das Diff aus configure.in genutzt werden. Zusätzlich sollte man unnötige Markup-Änderungen in Patches/Änderungen möglichst vermeiden. In der Open Source-Welt teilen sich Projekte häufig große Teile des Quellcodes. Allerdings verwenden die einzelnen Projekte oft unterschiedliche Programmierstile und Vorgaben für Einrückungen. Wenn man also einen funktionierenden Teil einer Funktion aus einem Projekt verwendet, um ein ähnliches Problem in einem anderen Projekt zu lösen, sollte man besonders vorsichtig sein, weil sich ansonsten die CVS-Änderungseinträge mit überflüssigen Einträgen füllen, die nur das Markup des Quellcodes betreffen, ohne dass sich an der Funktion des eigentlichen Quellcode etwas ändert (withspace-only changes). Solche Änderungen vergrößern nicht nur das CVS-Repository, sondern erschweren es auch die Ursache für eventuell auftretende Probleme zu finden. War es notwendig eine Datei zu entfernen, wird dies besser mittels des post-extract-Targets als über den Patch selbst realisiert. Ein einfacher Austausch kann direkt über das Makefile des Ports umgesetzt werden, indem der in-place-Modus von &man.sed.1; genutzt wird. Dies ist sehr hilfreich, wenn variable Werte korrigiert werden sollen. Beispiel: post-patch: @${REINPLACE_CMD} -e 's|for Linux|for FreeBSD|g' ${WRKSRC}/README @${REINPLACE_CMD} -e 's|-pthread|${PTHREAD_LIBS}|' ${WRKSRC}/configure Relativ häufig ergibt sich die Situation, in der die portierte Software die CR/LF-Konventionen für Zeilenenden nutzt (dies ist bei unter &windows; entwickelter Software häufig der Fall). Dies kann bei weiteren Patches Probleme (Compiler-Warnungen, Fehlermeldungen bei der Ausführung von Skripten wie z.B. /bin/sh^M not found) und anderes ergeben. Um schnell alle Dateien von CR/LF nach LF zu konvertieren, kann USE_DOS2UNIX=yes in das Makefile des Ports geschrieben werden. Hierzu kann eine Liste der zu konvertierenden Dateien erstellt werden: USE_DOS2UNIX= util.c util.h Sollen Gruppen von Dateien über verschiedene Unterverzeichnisse konvertiert werden, kann DOS2UNIX_REGEX genutzt werden, dessen Argumente find-kompatible, reguläre Ausdrücke sind. Mehr zur Formatierung findet sich in &man.re.format.7;. Diese Option ist beim Konvertieren aller Dateien mit definierter Endung, z.B. aller Dateien im Quellcode, wobei binäre Dateien unberührt bleiben, sinnvoll: USE_DOS2UNIX= yes DOS2UNIX_REGEX= .*\.(c|cpp|h) Konfigurieren Fügen Sie alle zusätzlichen Veränderungsbefehle Ihrem Skript configure hinzu und speichern Sie es im scripts-Unterverzeichnis. Wie vorstehend schon erwähnt, können Sie dies auch mit den Targets Makefile und/oder Skripte mit dem Namen pre-configure oder post-configure erledigen. Handhabung von Benutzereingaben Sollte der Port Eingaben vom Benutzer benötigen, muss IS_INTERACTIVE im Makefile des Ports gesetzt werden. Dies erlaubt overnight builds Ihren Port zu überspringen, falls der Nutzer die Variable BATCH setzt (setzt der Nutzer hingegen die Variable INTERACTIVE, werden nur Ports gebaut, die Interaktion vom Nutzer erwarten). Dies erspart den Rechnern, welche kontinuierlich Ports bauen, eine Menge Zeit (siehe unten). Zudem ist es empfohlen, falls sinnvolle Vorgaben für interaktive Optionen gesetzt sind, die PACKAGE_BUILDING-Variable zu prüfen und das interaktive Skript abzuschalten. Dies macht es uns möglich, Pakete für CDROMs und FTP-Server zu bauen. Die Konfiguration des Makefile Das Konfigurieren des Makefile ist sehr einfach und wir schlagen vor, dass Sie zunächst einen Blick auf vorhandene Beispiele werfen. Zusätzlich gibt es ein Beispiel eines Makefile in diesem Handbuch. Schauen Sie es sich an und verfolgen Sie bitte die Abfolge der Variablen und Abschnitte in dieser Vorlage. Damit erleichtern Sie es anderen, Ihren Port zu lesen. Bedenken Sie bitte die folgenden Probleme in der hier vorgegebenen Abfolge der Unterabschnitte dieses Kapitels, wenn Sie Ihr neues Makefile erstellen: Der originale Quelltext Liegt der Quelltext in DISTDIR als eine standardisierte und mit gzip gepackte Datei in der Art foozolix-1.2.tar.gz? Falls ja, können Sie zum nächsten Schritt übergehen. Falls nicht, sollten Sie versuchen, die Variablen DISTVERSION, DISTNAME, EXTRACT_CMD, EXTRACT_BEFORE_ARGS, EXTRACT_AFTER_ARGS, EXTRACT_SUFX, oder DISTFILES zu ändern. Das hängt davon ab, wie fremdartig das Distributionsfile Ihres Ports ist (der häufigste Fall ist EXTRACT_SUFX=.tar.Z, wenn der Tarball durch ein normales compress und nicht durch gzip gepackt wurde). Im schlimmsten Fall können Sie einfach Ihre eigene Vorgabe mittels do-extract erzeugen und die Standardvorgabe überschreiben; aber dies sollte in den wenigsten Fällen, wenn überhaupt, notwendig sein. Bezeichnungen Der erste Teil des Makefile beschreibt die Versionsnummer des Ports und führt ihn in der richtigen Kategorie auf. <makevar>PORTNAME</makevar> und <makevar>PORTVERSION</makevar> Setzen Sie bitte die Variable PORTNAME auf den Basisnamen Ihres Ports und die Variable PORTVERSION auf dessen Versionsnummer. <makevar>PORTREVISION</makevar> und <makevar>PORTEPOCH</makevar> <makevar>PORTREVISION</makevar> Die PORTREVISION-Variable ist ein streng monoton wachsender Wert, welcher auf 0 zurückgesetzt wird, nachdem PORTVERSION erhöht wurde (d.h. jedes Mal, wenn ein offizielles Release erfolgt). Sie wird an den Namen des Pakets angehängt, wenn sie ungleich 0 ist. Änderungen an PORTREVISION werden von automatisierten Werkzeugen (z.B. &man.pkg.version.1;) genutzt, um anzuzeigen, dass ein neues Paket verfügbar ist. PORTREVISION sollte jedes Mal erhöht werden, wenn eine Änderung am Port erfolgt, die beträchtliche Auswirkungen auf den Inhalt oder Struktur des aus dem Port erzeugten Pakets zur Folge hat. Beispiele dafür, wann PORTREVISION erhöht werden sollte: Hinzufügen von Patches, welche Sicherheitslücken schließen, Fehler beseitigen oder neue Funktionalität zum Port hinzufügen. Änderungen am Makefile des Ports, welche compile-time-Optionen hinzufügen oder entfernen. Änderungen bezüglich Packliste oder am Verhalten während der Installation des Pakets (d.h. Änderungen an einem Skript, welches Ausgangsdaten für das Paket erzeugt, wie z.B. SSH-Hostschlüssel). Versionssprung einer Shared-Library, welche eine Abhängigkeit dieses Ports ist (In diesem Fall würde ein Anwender bei der Installation des alten Pakets scheitern, falls er eine neue Version der Abhängigkeit bereits installiert hat, weil nach der alten Bibliothek libfoo.x anstatt nach libfoo.(x+1)) gesucht wird). Schleichende Änderungen am Distfile, welche bedeutende funktionale Änderungen verursachen, d.h. Änderungen des Distfile erfordern eine Korrektur an distinfo, ohne dass damit zusammenhängend die PORTVERSION verändert wird, obwohl ein diff -ru zwischen der alten und der neuen Version bedeutende Veränderungen am Code nachweist. Beispiele für Änderungen, welche keine Erhöhung von PORTREVISION erfordern: Stilistische Änderungen am Grundgerüst des Ports ohne funktionale Änderungen am daraus resultierenden Paket. Änderungen an der Variable MASTER_SITES oder andere funktionale Änderungen, welche das resultierende Paket nicht verändern. Marginale Patches am Distfile wie die Korrektur von Tippfehlern, welche nicht wichtig genug sind, um dem Benutzer die Bürde eines Upgrades aufzuerlegen. Build fixes, die ein Paket erst kompilierbar machen, welches ohne diese Änderungen vorher nicht erzeugt werden konnte (solange die Änderungen keine funktionale Differenz bringen auf Plattformen, auf denen dieses Paket schon vorher gebaut werden konnte). Da PORTREVISION den Inhalt des Pakets wiederspiegelt, ist es nicht notwendig PORTREVISION zu erhöhen, wenn das Paket vorher nicht erstellt werden konnte. Als Faustregel gilt: Stellen Sie sich die Frage, ob die durchgeführte Änderung am Port jedem hilft (entweder aufgrund einer Verbesserung, Beseitigung eines Fehlers, oder der Annahme, dass das neue Paket überhaupt erst funktioniert) und wägen Sie es gegen den Umstand ab, dass jedermann, der seine Ports-Sammlung regelmässig auf dem neuesten Stand hält, zu einer Aktualisierung gezwungen wird. Falls Sie die Frage positiv beantworten sollten, erhöhen Sie die Variable PORTREVISION. <makevar>PORTEPOCH</makevar> Von Zeit zu Zeit geschieht es, dass irgendjemand (Drittanbieter von Software oder FreeBSD Ports Committer) etwas Dummes tut und eine Version einer Software veröffentlicht, deren Versionsnummer niedriger ist als die der vorherigen. Ein Beispiel hierfür ist ein Port, der von foo-20000801 auf foo-1.0 geändert wird (der Erstere wird fälschlicherweise als neue Version behandelt, weil 2000801 ein numerisch größerer Wert ist als 1). In Situationen wie diesen sollte die Variable PORTEPOCH erhöht werden. Wenn PORTEPOCH größer als 0 ist, wird sie an den Namen des Pakets angehängt, wie in Abschnitt 0 oberhalb bereits beschrieben. PORTEPOCH darf niemals verringert oder auf 0 gesetzt werden, weil der Vergleich des Pakets mit einem früheren Zeitpunkt scheitern würde (d.h. das Paket würde niemals als veraltet erkannt werden): Die neue Versionsnummer (1.0,1 im obigen Beispiel) ist immer noch numerisch kleiner als die vorherige Version (2000801), aber das Suffix ,1 wird von automatisierten Werkzeugen gesondert behandelt und wird als größer erkannt, als das implizit angenommene Suffix ,0 im früheren Paket. Das Entfernen oder Zurücksetzen von PORTEPOCH führt zu unendlichem Ärger. Wenn Sie die obigen Ausführungen nicht vollständig verstanden haben, lesen Sie es bitte unbedingt nochmals bis Sie es vollständig verinnerlicht haben, oder fragen Sie vor jeder Änderung auf den Mailinglisten nach! Es wird erwartet, dass PORTEPOCH für die weitaus überwiegende Zahl der Ports nicht verwendet wird und der verantwortungsvolle und vorausschauende Umgang mit PORTVERSION macht es meist überflüssig, falls ein späteres Release die Versionsstruktur ändern sollte. Vorsicht ist geboten, wenn ein Release einer Drittanbieter-Software ohne eine offizielle Versionsnummer veröffentlicht wird, wie z.B. bei Snapshot-Versionen. Man ist versucht, das Release mit dem jeweiligen Datum zu bezeichnen, was unweigerlich zu den oben beschriebenen Problemen führt, wenn das nächste offizielle Release erscheint. Wenn z.B. ein Snapshot zum Datum 20000917 veröffentlicht wird und die vorherige Version der Software war 1.2, dann sollte der Snapshot die PORTVERSION 1.2.20000917 oder ähnlich erhalten und nicht 20000917, damit das nachfolgende Release, angenommen 1.3, immer noch einen größeren numerischen Wert aufweist. Beispiel für den Gebrauch von <makevar>PORTREVISION</makevar> und <makevar>PORTEPOCH</makevar> Der gtkmumble-Port, Version 0.10, befindet sich in der Ports-Sammlung: PORTNAME= gtkmumble PORTVERSION= 0.10 PKGNAME wird zu gtkmumble-0.10. Ein Sicherheitsloch wurde entdeckt, das einen lokalen Patch von FreeBSD erforderlich macht. PORTREVISION wird entsprechend erhöht. PORTNAME= gtkmumble PORTVERSION= 0.10 PORTREVISION= 1 PKGNAME wird zu gtkmumble-0.10_1 Eine neue Version wird vom Software-Drittanbieter veröffentlicht, bezeichnet mit der Version 0.2 (es stellt sich heraus, dass der Autor beabsichtigte, dass 0.10 eigentlich 0.1.0 bedeuten sollte, nicht was kommt nach 0.9  – Hoppla, aber nun ist es zu spät). Da die neue Unterversion 2 numerisch kleiner ist als die vorherige Version 10, muss PORTEPOCH erhöht werden, um sicherzustellen, dass das neue Paket auch als neuer erkannt wird. Da es ein neues Release des Drittanbieters ist, wird PORTREVISION auf 0 zurückgesetzt (oder aus dem Makefile entfernt). PORTNAME= gtkmumble PORTVERSION= 0.2 PORTEPOCH= 1 PKGNAME wird zu gtkmumble-0.2,1 Das nächste Release ist 0.3. Da PORTEPOCH niemals verringert wird, sind die Versionsvariablen nun wie folgt: PORTNAME= gtkmumble PORTVERSION= 0.3 PORTEPOCH= 1 PKGNAME wird zu gtkmumble-0.3,1 Falls PORTEPOCH mit diesem Upgrade auf 0 zurückgesetzt worden wäre, dann würde jemand, der das Paket gtkmumble-0.10_1 installiert hätte, das Paket gtkmumble-0.3 nicht als neuer erkennen, da 3 immer noch numerisch kleiner ist als 10. Bedenken Sie, dass genau dies der springende Punkt an PORTEPOCH ist. <makevar>PKGNAMEPREFIX</makevar> und <makevar>PKGNAMESUFFIX</makevar> Zwei optionale Variablen, PKGNAMEPREFIX und PKGNAMESUFFIX, werden verknüpft mit PORTNAME und PORTVERSION, um PKGNAME zu bilden als ${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME}${PKGNAMESUFFIX}-${PORTVERSION} . Stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass diese Variablen den Richtlinien für einen guten Paketnamen entsprechen. Insbesondere dürfen Sie keinesfalls einen Bindestrich (-) in PORTVERSION verwenden. Falls das Paket den language- oder -compiled.specifics-Teil aufweist (siehe unten) benutzen Sie PKGNAMEPREFIX oder PKGNAMESUFFIX respektive. Machen Sie diese Variablen nicht zum Bestandteil von PORTNAME! <makevar>LATEST_LINK</makevar> In einigen Fällen können mehrere Versionen einer Applikation gleichzeitig in der Ports-Sammlung sein. Das index build- und das package build-System müssen nun in der Lage sein, diese als unterschiedliche Ports zu erkennen, obwohl diese Versionen alle die gleichen Variablen PORTNAME, PKGNAMEPREFIX und sogar PKGNAMESUFFIX aufweisen. In solchen Fällen sollte die optionale Variable LATEST_LINK auf einen unterschiedlichen Wert für alle Ports gesetzt werden mit Ausnahme des Haupt-Ports. Beispiele hierfür sind die editors/vim5 und editors/vim-Ports und die www/apache*-Familie. Beachten Sie bitte, dass die Frage der Auswahl der wichtigsten Version (am populärsten, am besten Unterstützt, zuletzt gepatcht usw.) ausserhalb der Möglichkeiten dieses Handbuches liegt. Wir sagen Ihnen nur, wie Sie die anderen Ports spezifizieren, nachdem Sie den Haupt-Port erkoren haben. Namensregeln für Pakete Im Folgenden finden Sie die Regeln für die Benennung Ihrer Pakete. Diese sollen gewährleisten, dass das Paketverzeichnis leicht zu durchsuchen ist, da es bereits abertausende Pakete gibt und die Nutzer sich mit Schauder abwenden, wenn Ihre Augen überstrapaziert werden! Der Paketname soll aussehen wie language_region-name-compiled.specifics-version.numbers. Der Paketname ist definiert als ${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME}${PKGNAMESUFFIX}-${PORTVERSION} . Stellen Sie bitte sicher, dass die Variablen Ihres Ports diesem Format entsprechen. FreeBSD bemüht sich ausserordentlich, die Landessprachen seiner Nutzer zu unterstützen. Die language-Variable soll eine Abkürzung mit 2 Buchstaben sein der Sprachen gemäß ISO-639, falls der Port für eine bestimmte Sprache spezifisch ist. Beispiele hierfür sind ja für Japanisch, ru für Russisch, vi für Vietnamesisch, zh für Chinesisch, ko für Koreanisch und de für Deutsch. Sollte der Port spezifisch sein für eine gewisse Region innerhalb eines Sprachraumes, dann fügen Sie bitte auch den Ländercode mit 2 Buchstaben hinzu. Beispiele sind en_US für nordamerikanisches Englisch und fr_CH für schweizerisches Französisch. Der language-Teil muss in der PKGNAMEPREFIX-Variable gesetzt werden. Der erste Buchstabe des name-Teils muss kleingeschrieben werden (der Rest des Namens kann Großbuchstaben enthalten. Daher seien Sie bitte umsichtig, wenn Sie den Namen einer Software konvertieren, welche Grossbuchstaben enthält). Es ist Tradition, Perl 5-Module durch ein vorstehendes p5- und durch Umwandlung des doppelten Doppelpunktes in Bindestriche zu bezeichnen. So wird z.B. aus dem Data::Dumper-Modul der p5-Data-Dumper-Port. Vergewissern Sie sich, dass der Name des Ports und seine Versionsnummer klar getrennt sind und in den Variablen PORTNAME und PORTVERSION stehen. Der einzige Grund, um in PORTNAME einen Versionsteil aufzunehmen ist der, dass die Software wirklich so bezeichnet wird, wie z.B. die Ports textproc/libxml2 oder japanese/kinput2-freewnn. Ansonsten sollte PORTNAME keine versionsspezifischen Bestandteile aufweisen. Es ist vollkommen normal, dass viele Ports den gleichen PORTNAME aufweisen wie z.B. die www/apache*-Ports. In diesem Falle werden unterschiedliche Versionen (und unterschiedliche Indexeinträge) unterschieden durch die Werte von PKGNAMEPREFIX, PKGNAMESUFFIX und LATEST_LINK. Falls der Port mit verschiedenen, fest kodierten Vorgaben (üblicherweise Teil des Verzeichnisnamens in einer Familie von Ports) gebaut werden kann, dann soll der -compiled.specifics-Teil die einkompilierten Vorgaben anzeigen (der Bindestrich ist optional). Beispiele hierfür sind Papiergrößen und Font-Einheiten. Der -compiled.specifics-Teil muss in der Variablen PKGNAMESUFFIX gesetzt werden. Die Versionszeichenfolge sollte einen Bindestrich (-) am Schluss haben und eine von Punkten getrennte Liste von Integer-Zahlen und kleingeschriebenen Buchstaben sein. Es ist nicht zulässig, einen weiteren Bindestrich innerhalb des Versionsstrings zu verwenden! Die einzige Ausnahme hiervon ist die Zeichenfolge pl (bedeutet patchlevel), welche nur dann gebraucht werden darf, wenn die Applikation über keine Haupt– oder Unterversionsnummern verfügt. Wenn die Versionsbezeichnung der Software Zeichenketten wie alpha, beta, rc oder pre enthält, dann nehmen Sie bitte den ersten Buchstaben daraus und setzen ihn unmittelbar hinter einen Punkt. Falls die Versionszeichenfolge nach diesem Punkt fortgesetzt wird, sollen die Zahlen ohne einen Punkt zwischen den einzelnen Buchstaben folgen. Das Ziel ist es, die Ports anhand der Versionszeichenfolge zu sortieren. Stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass die Bestandteile der Versionsnummer immer durch einen Punkt getrennt sind und falls Datumsangaben verwandt werden diese im Format yyyy.mm.dd und nicht dd.mm.yyyy oder gar dem nicht Y2K-kompatiblen Format yy.mm.dd vorliegen. Hier sind einige reale Beispiele, die aufzeigen, wie man den Namen einer Applikation zu einem vernünftigen Paketnamen umwandelt: Softwarename PKGNAMEPREFIX PORTNAME PKGNAMESUFFIX PORTVERSION Grund mule-2.2.2 (leer) mule (leer) 2.2.2 Keine Änderung erforderlich EmiClock-1.0.2 (leer) emiclock (leer) 1.0.2 keine Großbuchstaben für einzelne Applikationen rdist-1.3alpha (leer) rdist (leer) 1.3.a Keine Zeichenketten wie alpha erlaubt es-0.9-beta1 (leer) es (leer) 0.9.b1 keine Zeichenketten wie beta erlaubt mailman-2.0rc3 (leer) mailman (leer) 2.0.r3 keine Zeichenketten wie rc erlaubt v3.3beta021.src (leer) tiff (leer) 3.3 Was sollte denn das eigentlich sein? tvtwm (leer) tvtwm (leer) pl11 Versionsstring zwingend erforderlich piewm (leer) piewm (leer) 1.0 Versionsstring zwingend erforderlich xvgr-2.10pl1 (leer) xvgr (leer) 2.10.1 pl nur erlaubt, wenn keine Versionsnummer vorhanden gawk-2.15.6 ja- gawk (leer) 2.15.6 Japanische Sprachversion psutils-1.13 (leer) psutils -letter 1.13 Papergröße beim Paketbau fix kodiert pkfonts (leer) pkfonts 300 1.0 Paket für 300 DPI Schriftarten Falls es in der Originalquelle überhaupt keinen Anhaltspunkt für irgendeine Versionsbezeichnung gibt und es unwahrscheinlich ist, dass der Autor jemals eine neue Version veröffentlichen wird, dann setzen Sie bitte die Version einfach auf 1.0 (wie im obigen Beispiel piewm). Sie können auch den Autor fragen oder eine Datumszeichenfolge (yyyy.mm.dd) als Version verwenden. Kategorisierung <makevar>CATEGORIES</makevar> Wenn ein Paket erzeugt wird, dann wird es unter /usr/ports/packages/All abgelegt und von einem oder mehreren Unterverzeichnissen werden auf /usr/ports/packages Links erstellt. Die Namen dieser Unterverzeichnisse werden durch die Variable CATEGORIES festgelegt. Dies geschieht, um dem Nutzer zu helfen, eine große Zahl von Paketen auf einer FTP-Webseite oder einer CD/DVD zu durchsuchen. Bitte werfen Sie einen Blick auf die Aktuelle Liste der Kategorien und suchen Sie die beste Kategorie für Ihren Port aus. Diese Liste legt auch fest, an welcher Stelle in der Ports-Sammlung der Port eingefügt wird. Falls Sie mehrere Kategorien angeben wird angenommen, dass die Dateien des Ports im Unterverzeichnis mit dem Namen der ersten angegebenen Kategorie liegen. Schauen Sie bitte unten für weitere Informationen darüber, wie man die richtige Kategorie bestimmt. Aktuelle Liste der Kategorien Hier ist die aktuelle Liste der Kategorien. Die mit einem Asterisk (*) bezeichneten sind virtuelle Kategorien, also solche, welche über kein eigenes Unterverzeichnis in der Ports-Sammlung verfügen. Sie werden nur als Sekundärkategorien benutzt und sind nur für Suchzwecke eingerichtet worden. Für nicht-virtuelle Kategorien finden Sie eine einzeilige Beschreibung in der Variable COMMENT im Makefile des jeweiligen Unterverzeichnisses. Kategorie Beschreibung Anmerkung accessibility Ports für behinderte Menschen. afterstep* Ports für den AfterStep Window Manager. arabic Arabische Sprachunterstützung. archivers Archivierungswerkzeuge. astro Ports für Astronomie. audio Sound-Unterstützung. benchmarks Benchmarking-Werkzeuge. biology Software für Biologie. cad CAD-Werkzeuge. chinese Chinesische Sprachunterstützung. comms Kommunikationsprogramme. Hauptsächlich Software für serielle Schnittstellen. converters Zeichensatz-Konverter. databases Datenbanken. deskutils Dinge, die vor der Erfindung des Computers auf dem Schreibtisch waren. devel Entwicklungs-Werkzeuge. Legen Sie keine Bibliotheken hier ab, nur weil es Bibliotheken sind, es sei denn, sie gehören wirklich nirgendwo anders hin. dns DNS-bezogene Software. editors allgemeine Editoren. Spezielle Editoren gehören in Ihre jeweilige Kategorie, (z.B. gehört ein mathematischer Formeleditor in math). elisp* Emacs-lisp-Ports. emulators Emulatoren für andere Betriebssysteme. Terminal-Emulatoren gehören nicht hierher; X-basierende gehören zu x11 und text-basierende zu comms oder misc, abhängig von deren genauer Funktionalität. finance Finanz-Software und ähnliches. french Französische Sprachunterstützung. ftp FTP Client- und Server-Werkzeuge. Falls Ihr Port sowohl FTP als auch HTTP unterstützt, stellen Sie ihn in ftp mit der Zweitkategorie www. games Spiele. geography* geografische Software. german Deutsche Sprachunterstützung. gnome* Ports für GNOME graphics grafische Werkzeuge. gnustep* Software für GNUstep. hamradio* Software für Amateurfunk. haskell* Software für die Haskell-Programmiersprache. hebrew Hebräische Sprachunterstützung. hungarian Ungarische Sprachunterstützung. ipv6* IPv6-bezogene Software. irc Internet Relay Chat (IRC)-Werkzeuge. japanese Japanische Sprachunterstützung. java Software für die Java-Programmiersprache. Die java-Kategorie sollte nicht die Einzige für einen Port sein mit Ausnahme der direkt nur mit der Programmiersprache zusammenhängenden Applikationen. Porter sollten java nicht als Hauptkategorie eines Ports wählen. kde* Ports für das K Desktop Environment (KDE)-Projekt. kld* Kernelmodule. korean Koreanische Sprachunterstützung. lang Programmiersprachen. linux* Linux-Applikationen und -Werkzeuge. lisp* Software für die Lisp-Programmiersprache. mail Mail-Software. math Numerische Berechnungen und andere mathematische Werkzeuge. mbone MBone-Applikationen. misc Verschiedene Werkzeuge. Hauptsächlich Werkzeuge, die nicht anderswo hingehören. Versuchen Sie, falls irgend möglich, eine bessere Kategorie für Ihren Port zu finden als misc, weil Ports hier leicht untergehen. multimedia Multimedia-Software. net Verschiedene Netzwerk-Software. net-im Instant Messaging-Software. net-mgmt Netzwerk-Management-Software. net-p2p Peer to peer-Netzwerkprogramme. news USENET News-Software. palm Software für Palm™. parallel* Applikationen für paralleles Rechnen. pear* Ports für das Pear PHP-Framework. perl5* Ports, welche Perl Version 5 benötigen. plan9* Verschiedene Programme von Plan9. polish Polnische Sprachunterstützung. ports-mgmt Hilfsprogramme für das Installieren und Entwickeln von FreeBSD Ports und Paketen. portuguese Portugiesische Sprachunterstützung. print Drucker-Software. Desktop Veröffentlichungs-Werkzeuge (DTP, Betrachter etc.) gehören auch hierher. python* Software für Python. ruby* Software für Ruby. rubygems* Ports für RubyGems-Pakete. russian Russische Sprachunterstützung. scheme* Software für die Scheme-Programmiersprache. science Wissenschaftliche Programme, die in keine andere Kategorie passen wie z.B. astro, biology und math. security Security-Werkzeuge. shells Shells. spanish* Spanische Sprachunterstützung. sysutils System-Werkzeuge. tcl* Ports, welche Tcl benötigen. tcl80* Ports, welche Tcl 8.0 benötigen. tcl82* Ports, welche Tcl 8.2 benötigen. tcl83* Ports, welche Tcl 8.3 benötigen. tcl84* Ports, welche Tcl 8.4 benötigen. textproc Textverarbeitungsprogramme. Dies beinhaltet nicht DTP-Werkzeuge, diese gehören in print. tk* Ports, welche Tk benötigen. tk80* Ports, welche Tk 8.0 benötigen. tk82* Ports, welche Tk 8.2 benötigen. tk83* Ports, welche Tk 8.3 benötigen. tk84* Ports, welche Tk 8.4 benötigen. tkstep80* Ports, welche TkSTEP 8.0 benötigen. ukrainian Ukrainische Sprachunterstützung. vietnamese Vietnamesische Sprachunterstützung. windowmaker* Ports für den WindowMaker Window-Manager. www Software für das World Wide Web (WWW). HTML-Werkzeuge gehören auch hierher. x11 X-Window-System und dergleichen. Diese Kategorie ist nur für Software, welche direkt X unterstützt. Fügen Sie keine normalen X-Applikationen hinzu. Die meisten davon gehören in eine andere x11-*-Kategorie (siehe unten). Falls Ihr Port eine X-Applikation ist, dann definieren Sie bitte USE_XLIB (impliziert durch USE_IMAKE) und fügen ihn der entsprechenden Kategorie hinzu. x11-clocks X11-Uhren. x11-drivers X11-Treiber. x11-fm X11-Dateimanager. x11-fonts X11-Schriftarten und Werkzeuge. x11-servers X11-Server. x11-themes X11-Themes. x11-toolkits X11-Toolkits. x11-wm X11-Window-Manager. xfce* Ports in Zusammenhang mit Xfce. zope* Zope-Unterstützung. Wählen der richtigen Kategorie Da viele der Kategorien sich überlappen, müssen Sie oft festlegen, welches die primäre Kategorie Ihres Ports ist. Hierzu gibt es einige Regeln, welche diese Auswahl bestimmen. Hier ist die Liste der Regeln mit abnehmender Wichtigkeit: Die erste (primäre) Kategorie muss eine physische (keine virtuelle, siehe oben) sein. Dies ist notwendig damit Pakete erstellt werden können. Die nachfolgenden Kategorien können wahllos virtuelle oder physische Kategorien sein. Sprachspezifische Kategorien kommen immer zuerst. Wenn Ihr Port z.B. Japanische X11-Schriftarten installiert, dann muss Ihre CATEGORIES-Zeile japanese x11-fonts enthalten. Spezifische Kategorien werden vor weniger spezifischen Kategorien aufgelistet. Ein HTML-Editor sollte z.B. als www editors aufgeführt werden und nicht umgekehrt. Genauso sollten Sie keinen Port unter net aufführen, wenn er zu irc, mail, mbone, news, security oder www passt, da net stillschweigend eingeschlossen ist in diesen Kategorien. x11 wird nur als sekundäre Kategorie benutzt, wenn die primäre Kategorie eine sprachspezifische ist. Keinesfalls sollten Sie x11 in die Kategorie-Zeile einer X-Applikation setzen. Emacs modes gehören in die gleiche Kategorie wie die vom jeweiligen mode unterstützte Applikation und nicht in editors. Ein Emacs mode z.B. für das Editieren von Quelltext einer bestimmten Programmiersprache gehört zur Kategorie lang. Für Ports, die vom Benutzer ladbare Kernelmodule installieren, sollte die virtuelle Kategorie kld in die CATEGORIES-Zeile aufgenommen werden. misc sollte nicht zusammen mit irgendeiner anderen nicht-virtuellen Kategorie auftreten. Falls Sie misc mit einer anderen Kategorie in CATEGORIES haben bedeutet dies, dass Sie gefahrlos misc streichen und die andere Kategorie alleine verwenden können! Falls Ihr Port wirklich in keine andere Kategorie passt, verwenden Sie bitte misc. Falls Sie sich über die Kategorie im Unklaren sind, hinterlassen Sie bitte einen Kommentar in Ihrem per &man.send-pr.1; eingereichten Bericht, damit wir diese Frage vor dem Import diskutieren können. Falls Sie ein Committer sind, schicken Sie bitte eine Nachricht an &a.ports;, damit die Frage im Vorhinein erörtert werden kann. Neue Ports werden zu häufig falsch kategorisiert und werden sofort wieder verschoben. Das bläht das Master Source Repository unnötig auf. Eine neue Kategorie vorschlagen Da die Ports-Sammlung über viele Jahre gewachsen ist, wurden viele neue Kategorien hinzugefügt. Neue Kategorien können virtuell (ohne eigenes Unterverzeichnis in der Ports-Sammlung) oder physisch sein. Der nachfolgende Text führt einige Punkte auf, welche bei der Neueinführung einer physischen Kategorie beachtet werden müssen, damit Sie dies bei einem eventuellen Vorschlag Ihrerseits berücksichtigen können. Unsere bestehende Maxime ist die Vermeidung der Neuanlage von physischen Kategorien, solange nicht eine große Zahl von Ports zugeordnet werden können oder falls ihr nicht Ports zugehören würden, welche eine logisch abgegrenzte Gruppe von limitiertem öffentlichem Interesse zugehören würden (zum Beispiel neue Sprachkategorien) oder vorzugsweise beides. Die Erklärung dafür ist, dass eine Neuanlage einer physischen Kategorie einen erheblichen Arbeitsaufwand sowohl für die Committer als auch diejenigen Nutzer bedeutet, welche die Änderungen der Ports-Sammlung nachvollziehen. Zusätzlich verursachen Vorschläge für neue Kategorien oftmals Kontroversen (natürlich deswegen, weil es keinen klaren Konsens darüber gibt, welche Kategorie als zu groß betrachtet werden muss noch ob sich bestimmte Kategorien zur einfachen Suche eignen (und wie viele Kategorien überhaupt ideal wären) und so weiter). Hier ist das Prozedere: Schlagen Sie die neue Kategorie auf &a.ports; vor. Sie sollten eine detaillierte Begründung für die neue Kategorie beifügen einschließlich einer Erklärung, warum Sie meinen, die existierenden Kategorien seien nicht ausreichend. Zeigen Sie außerdem eine Liste der zu verschiebenden Ports (falls neue Ports in GNATS auf ihren commit warten, die in diese Kategorie passen würden. Listen Sie diese bitte auch mit auf). Sind Sie der Maintainer oder Einreicher dieser Ports, erwähnen Sie es bitte. Es verleiht Ihrem Vorschlag mehr Gewicht. Nehmen Sie an der Diskussion teil. Falls es Unterstützung für Ihren Vorschlag geben sollte, reichen Sie bitte einen PR ein, welcher die Begründung und die Liste der betroffenen Ports enthält, die verschoben werden müssen. Idealerweise sollte der PR Patches für Folgendes enthalten: Makefiles für die neuen Ports nach dem Repocopy Makefile für die neue Kategorie Makefile für die alten Kategorien der betroffenen Ports Makefiles für Ports, welche von den alten Ports abhängen Für zusätzliches Ansehen sorgen Sie, wenn Sie die anderen Dateien, die geändert werden müssen, beifügen wie in der Direktive des Committer's Guide beschrieben. Da es die Ports-Infrastruktur beeinflusst und nicht nur die Durchführung von Repocopies und möglicherweise sogar Regressionstests auf dem Build Cluster durchgeführt werden müssen, sollte der PR dem Ports Management Team &a.portmgr; zugeordnet werden. Sobald der PR bestätigt wurde muss ein Committer den Rest der Prozedur durchführen, welche im Committers Guide beschrieben ist. Das Vorschlagen einer neuen virtuellen Kategorie ist ähnlich, aber wesentlich weniger aufwendig, weil keine Ports verschoben werden müssen. In diesem Falle müssen nur die Patches an den PR beigefügt werden, welche die neue Kategorie zur Variable CATEGORIES der betroffenen Ports hinzufügen. Vorschlagen einer Neuorganisation aller Kategorien Von Zeit zu Zeit schlägt jemand eine komplette Neuorganisation aller Ports, entweder mit einer zweistufigen Struktur oder irgendeiner Art von Schlüsselwörtern, vor. Bis heute wurde keiner dieser Vorschläge umgesetzt, weil sie zwar einfach zu machen sind, aber der Aufwand zur Umsetzung und Reorganisation der kompletten Ports-Sammlung schlichtweg mörderisch wäre. Bitte lesen Sie die Geschichte dieser Vorschläge in den Archiven der Mailinglisten nach, bevor Sie diese Ideen nochmals unterbreiten. Zudem sollten Sie gewappnet sein, dass man Sie auffordert, einen arbeitsfähigen Prototyp vorzulegen. Die Distributionsdateien Der zweite Teil des Makefile beschreibt die Dateien, welche heruntergeladen werden müssen, um den Port zu bauen und wo diese Dateien zu finden sind. <makevar>DISTVERSION/DISTNAME</makevar> DISTNAME ist der Name der Applikation wie er von den Autoren vergeben wurde. DISTNAME hat als Vorgabe ${PORTNAME}-${PORTVERSION} also überschreiben Sie diese Vorgabe nur, wenn es notwendig ist. DISTNAME wird nur an zwei Stellen genutzt. Erstens: (DISTFILES) hat als Vorgabe ${DISTNAME}${EXTRACT_SUFX}. Zweitens: Die Distributionsdatei soll in einem Unterverzeichnis namens WRKSRC extrahiert werden, dessen Vorgabe work/${DISTNAME} ist. Manche Drittanbieter-Namen, welche nicht in das Schema ${PORTNAME}-${PORTVERSION} passen, können durch Setzen von DISTVERSION automatisch behandelt werden. PORTVERSION und DISTNAME werden automatisch abgeleitet, können aber natürlich manuell überschrieben werden. Die folgende Tabelle führt einige Beispiele auf: DISTVERSION PORTVERSION 0.7.1d 0.7.1.d 10Alpha3 10.a3 3Beta7-pre2 3.b7.p2 8:f_17 8f.17 PKGNAMEPREFIX und PKGNAMESUFFIX beeinflussen DISTNAME nicht. Beachten Sie bitte auch, dass Sie DISTNAME unverändert lassen sollten, falls WRKSRC denselben Wert hat wie work/${PORTNAME}-${PORTVERSION} und gleichzeitig dass Archiv des originalen Quelltextes anders benannt ist als ${PORTNAME}-${PORTVERSION}${EXTRACT_SUFX}. Es ist einfacher DISTFILES zu definieren, als DISTNAME und WRKSRC (und möglicherweise EXTRACT_SUFX) zu setzen. <makevar>MASTER_SITES</makevar> Dokumentieren Sie das Verzeichnis der FTP/HTTP-URL, welche auf den originalen Tarball zeigt, in der Variable MASTER_SITES. Bitte vergessen Sie niemals den Schrägstrich (/) am Ende! Die make-Makros werden versuchen, diese Festlegung für die Aufbereitung der Distributionsdateien mittels FETCH zu benutzen, falls sie diese nicht schon auf dem System finden. Es wird empfohlen, mehrere Webseiten in dieser Liste aufzuführen, vorzugsweise auf verschiedenen Kontinenten. Dies ist ein Schutz gegen Probleme bei größeren Ausfällen im Internet. Wir planen sogar Unterstützung einzubauen, die automatisch einen Server in der Nähe zum Herunterladen bestimmt. Die Verfügbarkeit von vielen Webseiten wird dieses Vorhaben beträchtlich erleichtern. Falls der originale Tarball Teil eines populären Archivs ist, wie X-contrib, GNU oder Perl CPAN, können Sie möglicherweise auf diese Seiten in einer einfachen und kompakten Form mittels MASTER_SITE_* (d.h., MASTER_SITE_XCONTRIB, MASTER_SITE_GNU und MASTER_SITE_PERL_CPAN) referenzieren. Setzen Sie einfach MASTER_SITES auf eine dieser Variablen und MASTER_SITE_SUBDIR auf den Pfad innerhalb des Archivs. Hier ist ein Beispiel: MASTER_SITES= ${MASTER_SITE_XCONTRIB} MASTER_SITE_SUBDIR= applications Diese Variablen werden in /usr/ports/Mk/bsd.sites.mk definiert. Es werden ständig neue Einträge hinzugefügt, daher stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass Sie die neueste Version verwenden, bevor Sie einen Port einschicken. Der Nutzer kann ebenfalls die Variable MASTER_SITE_* in der /etc/make.conf setzen. Dadurch werden unsere Vorgaben überschrieben und stattdessen werden die Spiegel-Server seiner Wahl für die populären Archive genutzt. <makevar>EXTRACT_SUFX</makevar> Falls Sie eine Distributionsdatei haben, die ein eigentümliches Suffix nutzt, um die Art der Kompression anzuzeigen, dann setzen Sie EXTRACT_SUFX. Ist die Distributionsdatei zum Beispiel im Stil von foo.tgz anstatt des normalen foo.tar.gz benannt, würden Sie schreiben: DISTNAME= foo EXTRACT_SUFX= .tgz Falls erforderlich, setzen die Variablen USE_BZIP2 und USE_ZIP automatisch EXTRACT_SUFX auf .tar.bz2 oder .zip. Falls keine der beiden gesetzt ist, dann verwendet EXTRACT_SUFX die Vorgabe .tar.gz. Sie müssen niemals beide Variablen EXTRACT_SUFX und DISTFILES setzen. <makevar>DISTFILES</makevar> Manchmal haben die zu ladenden Dateien keinerlei Ähnlichkeit mit dem Namen des Ports. Es könnte z.B. source.tar.gz oder ähnlich heißen. In anderen Fällen könnte der Quelltext in mehreren Archiven sein und alle müssen heruntergeladen werden. Falls dies der Fall ist, setzen Sie DISTFILES als eine durch Leerzeichen getrennte Liste aller Dateien, die geladen werden müssen. DISTFILES= source1.tar.gz source2.tar.gz Wenn nicht ausdrücklich gesetzt, verwendet DISTFILES als Vorgabe ${DISTNAME}${EXTRACT_SUFX}. <makevar>EXTRACT_ONLY</makevar> Falls nur einige der DISTFILES extrahiert werden müssen (z.B. eine Datei ist der Quelltext und eine andere ist ein unkomprimiertes Dokument), dann listen Sie die zu extrahierenden Dateien in EXTRACT_ONLY auf. DISTFILES= source.tar.gz manual.html EXTRACT_ONLY= source.tar.gz Falls keine der DISTFILES unkomprimiert sein sollte, dann setzen Sie EXTRACT_ONLY auf einen leeren String. EXTRACT_ONLY= <makevar>PATCHFILES</makevar> Falls Ihr Port zusätzliche Patches benötigt, welche per FTP oder HTTP verfügbar sind, dann setzen Sie PATCHFILES auf den Namen der Dateien und PATCH_SITES auf die URL des Verzeichnisses, das diese Patches enthält (das Format ist das gleiche wie MASTER_SITES). Falls ein Patch wegen einiger zusätzlicher Pfadnamen nicht relativ zum Anfang des Quelltextbaumes (d.h., WRKSRC) liegt, dann setzen Sie bitte PATCH_DIST_STRIP entsprechend. Wenn z.B. alle Pfadnamen in diesem Patch ein zusätzliches foozolix-1.0/ vor ihren Dateinamen aufweisen, dann setzen Sie bitte PATCH_DIST_STRIP=-p1. Kümmern Sie sich nicht darum, ob die Patches komprimiert sind. Sie werden automatisch dekomprimiert, wenn die Dateinamen auf .gz oder .Z enden. Falls der Patch zusammen mit anderen Dateien in einem gezippten Tarball verteilt wird (z.B. mit Dokumentation), dann können Sie nicht PATCHFILES verwenden. In diesem Fall fügen Sie den Namen und den Ort dieses Tarballs zu DISTFILES und MASTER_SITES. Benutzen Sie dann die EXTRA_PATCHES-Variable, um auf diese Dateien zu zeigen und bsd.port.mk wird automatisch diese Dateien nutzen. Kopieren Sie niemals Patch-Dateien in das PATCHDIR-Verzeichnis, weil es möglicherweise nicht beschreibbar ist. Der Tarball wird zusammen mit dem anderen Quelltext extrahiert werden. Eine ausdrückliche Dekomprimierung eines mit gzip oder compress erzeugten Tarball ist nicht notwendig. Sollten Sie dies dennoch vorgeben, so beachten Sie bitte peinlich genau, dass Sie nichts überschreiben, was bereits im Verzeichnis vorhanden ist. Vergessen Sie auch nicht den kopierten Patch im Target von pre-clean zu entfernen. Verschiedene Distributionsdateien oder Patches von verschiedenen Seiten und Verzeichnissen (<literal>MASTER_SITES:n</literal>) (Betrachten Sie es als in irgendeiner Form fortgeschrittenes Thema. Neulinge sollten möglicherweise diesen Abschnitt beim ersten Lesen überspringen). Dieser Abschnitt stellt Informationen über die Mechanismen zum Herunterladen von Dateien zur Verfügung und behandelt die Variablen MASTER_SITES:n und MASTER_SITES_NN. Wir beziehen uns im weiteren Text auf diese Variablen als MASTER_SITES:n. Etwas Hintergrundinformation zu Beginn: OpenBSD verfügt über eine sehr elegante Option innerhalb der Variablen DISTFILES und PATCHFILES. Sowohl Dateien als auch Patches können mit angehängten :n-Bezeichnern versehen werden wobei n in beiden Fällen [0-9] sein kann und eine Gruppenzugehörigkeit anzeigt. Ein Beispiel hierfür ist: DISTFILES= alpha:0 beta:1 In OpenBSD wird die Datei alpha mit der Variable MASTER_SITES0 verknüpft anstatt dem in FreeBSD gebräuchlichen MASTER_SITES und beta mit MASTER_SITES1. Das ist eine sehr interessante Möglichkeit, die endlose Suche nach der richtigen Download-Seite zu verkürzen. Stellen Sie sich zwei Dateien in DISTFILES und 20 Webseiten in der Variable MASTER_SITES vor. Alle Seiten sind erschreckend langsam, beta findet sich auf allen Seiten in MASTER_SITES und alpha kann nur auf der zwanzigsten Seite gefunden werden. Wäre es nicht reine Verschwendung, wenn der Maintainer alle Seiten zuvor überprüfen müsste? Kein guter Start für das wundervolle Wochenende! Übertragen Sie diesen Umstand auf noch mehr DISTFILES und mehr MASTER_SITES. Ganz sicher würde unser distfiles survey master die Erleichterung sehr zu schätzen wissen, die eine solche Verringerung der Netzwerkbelastung bringen würde. In den nächsten Abschnitten sehen Sie die Implementierung dieser Idee durch FreeBSD. Dabei wurde das Konzept von OpenBSD ein wenig verbessert. Prinzipielle Information Dieser Abschnitt informiert Sie, wie Sie schnell ein fein granuliertes Herunterladen von vielen Dateien und Fehlerbereinigungen von verschiedenen Webseiten und Unterverzeichnissen bewerkstelligen. Wir beschreiben hier den Fall der vereinfachten Nutzung von MASTER_SITES:n. Das ist für die meisten Szenarien ausreichend. Falls Sie weitere Informationen benötigen, sollten Sie den nächsten Abschnitt lesen. Einige Programme bestehen aus mehreren Dateien, welche von verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden müssen. Zum Beispiel besteht Ghostscript aus dem Kern des Programms und einer großen Zahl von Treiberdateien, die vom Drucker des Benutzers abhängen. Einige dieser Treiberdateien werden mit der Kernapplikation mitgeliefert aber viele müssen von verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden. Um das zu unterstützen, muss jeder Eintrag in DISTFILES mit einem Komma und einem tag name abgeschlossen werden. Jeder in MASTER_SITES aufgeführte Webseite folgt ein Komma und eine Marke (tag), die anzeigt, welche Datei von dieser Webseite heruntergeladen werden kann. Stellen Sie sich bitte eine Applikation vor, deren Quelltext in zwei Teile aufgeteilt ist, source1.tar.gz und source2.tar.gz, welche von zwei verschiedenen Webseiten heruntergeladen werden müssen. Das Makefile des Port würde Zeilen enthalten wie in . Vereinfachtes Beispiel für den Gebrauch von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit einer Datei pro Webseite MASTER_SITES= ftp://ftp.example1.com/:source1 \ ftp://ftp.example2.com/:source2 DISTFILES= source1.tar.gz:source1 \ source2.tar.gz:source2 Verschiedene Dateien können die gleiche Marke aufweisen. Ausgehend vom vorherigen Beispiel nehmen wir an, dass es noch eine dritte Datei gibt (source3.tar.gz), welche von ftp.example2.com heruntergeladen werden soll. Das Makefile würde dann aussehen wie . Vereinfachtes Beispiel für den Gebrauch von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit mehr als einer Datei pro Webseite MASTER_SITES= ftp://ftp.example1.com/:source1 \ ftp://ftp.example2.com/:source2 DISTFILES= source1.tar.gz:source1 \ source2.tar.gz:source2 \ source3.tar.gz:source2 Ausführliche Information In Ordnung, das vorherige Beispiel reicht nicht für Ihre Bedürfnisse? In diesem Abschnitt werden wir im Detail erklären, wie der fein granulierte Mechanismus zum Herunterladen (MASTER_SITES:n) funktioniert und wie Sie Ihre Ports modifizieren, um ihn zu nutzen. Elemente können nachstehend bezeichnet werden mit :n wobei n in diesem Falle [^:,]+ ist. Das heißt n könnte theoretisch jede alphanumerische Zeichenkette sein, aber wir beschränken sie auf [a-zA-Z_][0-9a-zA-Z_]+ für diesen Moment. Zudem ist die Zeichenkette case sensitive; d.h. n unterscheidet sich von N. Allerdings dürfen die folgenden Wörter nicht gebraucht werden, da sie spezielle Bedeutungen haben: default, all und ALL (diese Wörter werden intern genutzt in Punkt ). Ausserdem ist DEFAULT ein reserviertes Wort (beachten Sie ). Elemente mit angehängtem :n gehören zur Gruppe n, :m gehört zur Gruppe m und so weiter. Elemente ohne Anhängsel sind gruppenlos, d.h. sie gehören alle zu der speziellen Gruppe DEFAULT. Falls sie an irgendeinem Element DEFAULT hängen, ist dies überflüssig, es sei denn Sie wollen, dass ein Element sowohl zu DEFAULT als auch anderen Gruppen gleichzeitig gehört (beachten Sie ). Die folgenden Beispiele sind gleichwertig, aber das erste Beispiel ist vorzuziehen: MASTER_SITES= alpha MASTER_SITES= alpha:DEFAULT Gruppen sind nicht ausschliessend, d.h. ein Element kann mehreren Gruppen gleichzeitig angehören und eine Gruppe wiederum kann entweder mehrere Elemente oder überhaupt keine aufweisen. Wiederholte Elemente sind schlicht nur wiederholte Elemente. Wenn Sie wollen, dass ein Element gleichzeitig zu mehreren Gruppen gehört, dann können Sie diese durch ein Komma (,) trennen. Anstatt jedes Mal ein anderes Anhängsel zu verwenden und Wiederholungen aufzuführen, können Sie mehrere Gruppen auf einmal in einem einzigen Anhängsel bestimmen. Zum Beispiel markiert :m,n,o ein Element, welches zu den Gruppen m, n und o gehört. Alle folgenden Beispiele sind gleichwertig, aber das erste Beispiel ist vorzuziehen: MASTER_SITES= alpha alpha:SOME_SITE MASTER_SITES= alpha:DEFAULT alpha:SOME_SITE MASTER_SITES= alpha:SOME_SITE,DEFAULT MASTER_SITES= alpha:DEFAULT,SOME_SITE Alle Webseiten in einer Gruppe werden gemäß MASTER_SORT_AWK sortiert. Alle Gruppen innerhalb von MASTER_SITES und PATCH_SITES werden genauso sortiert. Gruppensemantik kann benutzt werden in den folgenden Variablen: MASTER_SITES, PATCH_SITES, MASTER_SITE_SUBDIR, PATCH_SITE_SUBDIR, DISTFILES und PATCHFILES entsprechend der folgenden Syntax: Elemente mit MASTER_SITES, PATCH_SITES, MASTER_SITE_SUBDIR und PATCH_SITE_SUBDIR müssen mit einem Schrägstrich beendet werden ( /). Falls Elemente zu irgendwelchen Gruppen gehören, muss :n direkt nach dem Trenner / stehen. Der MASTER_SITES:n-Mechanismus verlässt sich auf das Vorhandensein des Trennzeichens /, um verwirrende Elemente zu vermeiden in denen :n ein zulässiger Bestandteil des Elementes ist und das Auftreten von :n die Gruppe n anzeigt. Aus Kompatibilitätsgründen (da der /-Trenner sowohl in MASTER_SITE_SUBDIR als auch PATCH_SITE_SUBDIR-Elementen nicht erforderlich ist) wird, falls das auf das Anhängsel folgende nächste Zeichen kein / ist, auch :n als gültiger Teil des Elementes behandelt anstatt als Gruppenzusatz, selbst wenn ein Element ein angehängtes :n aufweist. Beachten Sie sowohl als auch . Ausführliches Beispiel von <literal>MASTER_SITES:n</literal> in <makevar>MASTER_SITE_SUBDIR</makevar> MASTER_SITE_SUBDIR= old:n new/:NEW Verzeichnisse innerhalb der Gruppe DEFAULT -> old:n Verzeichnisse innerhalb der Gruppe NEW -> new Ausführliches Beispiel von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit Komma-Operator, mehreren Dateien, mehreren Webseiten und mehreren Unterverzeichnissen MASTER_SITES= http://site1/%SUBDIR%/ http://site2/:DEFAULT \ http://site3/:group3 http://site4/:group4 \ http://site5/:group5 http://site6/:group6 \ http://site7/:DEFAULT,group6 \ http://site8/%SUBDIR%/:group6,group7 \ http://site9/:group8 DISTFILES= file1 file2:DEFAULT file3:group3 \ file4:group4,group5,group6 file5:grouping \ file6:group7 MASTER_SITE_SUBDIR= directory-trial:1 directory-n/:groupn \ directory-one/:group6,DEFAULT \ directory Das vorstehende Beispiel führt zu einem fein granulierten Herunterladen. Die Webseiten werden in der exakten Reihenfolge ihrer Nutzung aufgelistet. file1 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE http://site1/directory-trial:1/ http://site1/directory-one/ http://site1/directory/ http://site2/ http://site7/ MASTER_SITE_BACKUP file2 wird genauso heruntergeladen wie file1, da sie zur gleichen Gruppe gehören MASTER_SITE_OVERRIDE http://site1/directory-trial:1/ http://site1/directory-one/ http://site1/directory/ http://site2/ http://site7/ MASTER_SITE_BACKUP file3 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE http://site3/ MASTER_SITE_BACKUP file4 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE http://site4/ http://site5/ http://site6/ http://site7/ http://site8/directory-one/ MASTER_SITE_BACKUP file5 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE MASTER_SITE_BACKUP file6 wird heruntergeladen von MASTER_SITE_OVERRIDE http://site8/ MASTER_SITE_BACKUP Wie gruppiere ich eine der speziellen Variablen aus bsd.sites.mk, d.h. MASTER_SITE_SOURCEFORGE? Lesen Sie . Ausführliches Beispiel von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit <makevar>MASTER_SITE_SOURCEFORGE</makevar> MASTER_SITES= http://site1/ ${MASTER_SITE_SOURCEFORGE:S/$/:sourceforge,TEST/} DISTFILES= something.tar.gz:sourceforge something.tar.gz wird von allen Webseiten innerhalb von MASTER_SITE_SOURCEFORGE heruntergeladen. Wie nutze ich dies mit PATCH*-Variablen. In allen Beispielen wurden MASTER*-Variablen genutzt, aber sie funktionieren exakt genauso mit PATCH*-Variablen, wie Sie an . sehen können. Vereinfachte Nutzung von <literal>MASTER_SITES:n</literal> mit <makevar>PATCH_SITES</makevar>. PATCH_SITES= http://site1/ http://site2/:test PATCHFILES= patch1:test Was ändert sich für die Ports? Was ändert sich nicht? Alle bestehenden Ports bleiben gleich. Der Code für MASTER_SITES:n wird nur aktiviert, falls es Elemente mit angehängtem :n entsprechend den zuvor erwähnten Syntax-Regeln wie in gezeigt gibt. Das Target des Port bleibt gleich: checksum, makesum, patch, configure, build etc. Mit der offensichtlichen Ausnahme von do-fetch, fetch-list, master-sites und patch-sites. do-fetch: nutzt die neue Gruppierung DISTFILES und PATCHFILES mit ihren darauf zutreffenden Gruppenelementen in MASTER_SITES und PATCH_SITES welche zutreffende Gruppenelemente sowohl in MASTER_SITE_SUBDIR als auch PATCH_SITE_SUBDIR aufweisen. Sehen Sie hierzu . fetch-list: arbeitet wie das alte fetch-list mit der Ausnahme, dass es nur wie do-fetch gruppiert. master-sites und patch-sites: (inkompatibel zu älteren Versionen) geben nur die Elemente der Gruppe DEFAULT zurück. Beziehungsweise sie führen genau genommen die Targets von master-sites-default und patch-sites-default aus. Weiterhin ist der Gebrauch des Target entweder von master-sites-all oder patch-sites-all der direkten Überprüfung von MASTER_SITES oder PATCH_SITES vorzuziehen. Zudem ist nicht garantiert, dass das direkte Überprüfen in zukünftigen Versionen funktionieren wird. Sehen Sie für weitere Informationen zu diesen neuen Port-Targets. Neue Port-Targets Es gibt master-sites-n und patch-sites-n-Targets, welche die Elemente der jeweiligen Gruppe n innerhalb von MASTER_SITES und PATCH_SITES auflisten. Beispielweise werden sowohl master-sites-DEFAULT als auch patch-sites-DEFAULT die Elemente der Gruppe DEFAULT, master-sites-test und patch-sites-test der Gruppe test usw. zurückgeben. Es gibt das neue Target master-sites-all und patch-sites-all, welche die Arbeit der alten Targets master-sites und patch-sites übernehmen. Sie geben die Elemente aller Gruppen zurück,als würden sie zur gleichen Gruppe gehören - mit dem Vorbehalt, dass sie so viele MASTER_SITE_BACKUP und MASTER_SITE_OVERRIDE auflisten wie Gruppen mittels DISTFILES oder PATCHFILES definiert sind. Das gleiche gilt entsprechend für master-sites-all und patch-sites-all. <makevar>DIST_SUBDIR</makevar> Verhindern Sie, dass Ihr Port das Verzeichnis /usr/ports/distfiles in Unordnung bringt. Falls Ihr Port eine ganze Reihe von Dateien herunterladen muss oder eine Datei enthält, die einen Namen hat, der möglicherweise mit anderen Ports in Konflikt stehen könnte (d.h.Makefile), dann setzen Sie die Variable DIST_SUBDIR auf den Namen des Ports (${PORTNAME} oder ${PKGNAMEPREFIX}${PORTNAME} sollte hervorragend funktionieren). Dies wird DISTDIR von der Vorgabe /usr/ports/distfiles auf /usr/ports/distfiles/DIST_SUBDIR ändern und stellt tatsächlich alle für Ihren Port benötigten Dateien in dieses Unterverzeichnis. Es wird zusätzlich nach dem Unterverzeichnis mit dem gleichen Namen auf der Sicherung der Hauptseite auf ftp.FreeBSD.org suchen (das ausdrückliche Setzen von DISTDIR in Ihrem Makefile wird dies nicht gewährleisten, also nutzen Sie bitte DIST_SUBDIR). Dies hat keine Auswirkungen auf die Variable MASTER_SITES, die Sie in Ihrem Makefile definieren. <makevar>ALWAYS_KEEP_DISTFILES</makevar> Falls Ihr Port binäre Distfiles benutzt und eine Lizenz aufweist, die verlangt, dass das der Quelltext in Form binärer Pakete verteilt werden muss, z.B. GPL, dann wird ALWAYS_KEEP_DISTFILES den &os; Build Cluster anweisen eine Kopie der Dateien in DISTFILES vorzuhalten. Nutzer dieser Ports benötigen generell diese Dateien nicht, daher ist es ein gutes Konzept, nur dann die Distfiles zu DISTFILES hinzuzufügen, wenn PACKAGE_BUILDING definiert ist. Nutzung von <makevar>ALWAYS_KEEP_DISTFILES</makevar>. .if defined(PACKAGE_BUILDING) DISTFILES+= foo.tar.gz ALWAYS_KEEP_DISTFILES= yes .endif Wenn Sie zusätzliche Dateien zu DISTFILES hinzufügen, dann beachten Sie bitte, dass Sie diese auch in distinfo aufführen. Zudem werden die zusätzlichen Dateien normalerweise ebenso in WRKDIR extrahiert, was für einige Ports zu unbeabsichtigten Seiteneffekten führen mag und spezielle Behandlung erfordert. <makevar>MAINTAINER</makevar> Fügen Sie hier Ihre E-Mailadresse ein. Bitte. :-) Beachten Sie bitte, dass nur eine einzelne E-Mailadresse ohne Kommentar in der Variable MAINTAINER zulässig ist. Das Format sollte user@hostname.domain sein. Bitte fügen Sie keinen beschreibenden Text wie z.B. Ihren wirklichen Namen ein, dies verwirrt lediglich bsd.port.mk. Der Maintainer ist dafür verantwortlich, dass der Port aktuell gehalten wird und er sorgt dafür, dass der Port korrekt arbeitet. Für eine detaillierte Beschreibung der Verantwortlichkeiten eines Maintainers beachten Sie bitte den Abschnitt Die Herausforderung für einen Port-Maintainer. Änderungen am Port werden dem Maintainer zur Begutachtung und Zustimmung vorgelegt, bevor sie committed werden. Falls der Maintainer einem Aktualisierungs-Wunsch nicht binnen 2 Wochen (ausgenommen wichtige öffentliche Feiertage) zustimmt, dann wird dies als Maintainer-Timeout betrachtet und eine Aktualisierung kann ohne ausdrückliche Zustimmung des Maintainers erfolgen. Falls der Maintainer nicht binnen 3 Monaten zustimmt, wird er als abwesend ohne Grund betrachtet und kann als Maintainer des fraglichen Ports durch eine andere Person ersetzt werden. Ausgenommen davon ist alles, was durch das &a.portmgr; oder das &a.security-officer; betreut wird. Es dürfen niemals committs ohne vorherige Zustimmung an solchen Ports vorgenommen werden! Wir behalten uns das Recht vor, die Einreichungen eines Maintainers ohne ausdrückliche Zustimmung zu ändern, falls wir der Auffassung sind, dass dadurch die Einhaltung von Richtlinien und stilistischen Vorgaben für die Ports-Sammlung besser erfüllt wird. Zudem können größere Änderungen an der Infrastruktur der Ports zu Änderungen an einem bestimmten Port ohne Zustimmung des Maintainers führen. Diese Änderungen beeinflussen niemals die Funktionalität eines Ports. Das &a.portmgr; behält sich das Recht vor, die Maintainerschaft jedem aus irgendeinem Grund zu entziehen oder ausser Kraft zu setzen, und das Security Officer Team &a.security-officer; behält sich das Recht vor, jede Maintainerschaft aus Sicherheitsgründen aufzuheben oder ausser Kraft zu setzen. <makevar>COMMENT</makevar> Dies ist eine einzeilige Beschreibung des Ports. Bitte fügen Sie nicht den Paketnamen (oder die Version der Software) in den Kommentar ein. Der Kommentar soll mit einem Großbuchstaben beginnen und mit einem Punkt enden. Hier ist ein Beispiel: COMMENT= A cat chasing a mouse all over the screen Die COMMENT-Variable soll unmittelbar nach der MAINTAINER-Variable im Makefile stehen. Bitte versuchen Sie die COMMENT-Zeile auf weniger als 70 Zeichen zu begrenzen, da sie den Nutzern als einzeilige Zusammenfassung des Ports angezeigt wird. Abhängigkeiten (dependencies) Viele Ports hängen von anderen Ports ab. Es gibt sieben Variablen, welche Sie benutzen können, um sicherzustellen, dass alle benötigten Teile auf dem Rechner des Nutzers sind. Zusätzlich gibt es einige vordefinierte Variablen für Abhängigkeiten in häufigen Fällen und einige, welche das Verhalten der Abhängigkeiten bestimmen. <makevar>LIB_DEPENDS</makevar> Diese Variable spezifiziert die Shared-Libraries, von denen der Port abhängt. Es ist eine Liste von lib:dir:target-Tupeln wobei lib den Name der gemeinsam genutzten Bibliothek, dir das Verzeichnis, in welchem sie zu finden ist, falls nicht verfügbar, und target das Target in diesem Verzeichnis angeben. Zum Beispiel wird LIB_DEPENDS= jpeg.9:${PORTSDIR}/graphics/jpeg auf eine jpeg-Bibliothek mit der Hauptversionsnummer 9 prüfen, in das graphics/jpeg-Unterverzeichnis Ihrer Ports-Sammlung wechseln, es bauen und installieren, falls es nicht gefunden wird. Der target-Teil kann weggelassen werden, falls er identisch mit DEPENDS_TARGET ist (Vorgabe hierfür ist install). Der lib-Teil ist ein regulärer Ausdruck, welcher die Ausgabe von ldconfig -r ausgewertet. Werte wie intl.[5-7] und intl sind zulässig. Das erste Muster, intl.[5-7], stimmt überein mit: intl.5, intl.6 oder intl.7. Das zweite Muster, intl, stimmt überein mit jeder Version der intl-Bibliothek. Die Abhängigkeit wird zwei Mal überprüft, einmal innerhalb des extract-Target und dann innerhalb des install-Target. Zudem wird der Name der Abhängigkeit in das Paket eingefügt, damit &man.pkg.add.1; es automatisch installiert, falls es nicht auf dem Rechner des Nutzers ist. <makevar>RUN_DEPENDS</makevar> Diese Variable legt Binärdateien oder Dateien, von denen der Port abhängt, für die Laufzeit fest. Es ist eine Liste von path:dir:target-Tupeln, wobei path der Name der Binärdatei oder Datei, dir das Verzeichnis, in welchem sie gefunden werden kann, falls nicht vorhanden, und target das Target in diesem Verzeichnis angeben. Falls path mit einem Slash (/) beginnt, wird es als Datei behandelt und deren Vorhandensein wird mit test -e; überprüft. Andernfalls wird angenommen, dass es eine Binärdatei ist und which -s wird benutzt, um zu überprüfen, ob das Programm im Pfad vorhanden ist. Zum Beispiel wird RUN_DEPENDS= ${LOCALBASE}/etc/innd:${PORTSDIR}/news/inn \ wish8.0:${PORTSDIR}/x11-toolkits/tk80 überprüfen, ob die Datei oder das Verzeichnis /usr/local/etc/innd existiert und es erstellen und installieren aus dem news/inn-Unterverzeichnis der Ports-Sammlung, falls es nicht gefunden wird. Es wird zudem überprüft, ob die Binärdatei namens wish8.0 im Suchpfad vorhanden ist und danach zum Unterverzeichnis x11-toolkits/tk80 in Ihrer Ports-Sammlung wechseln, es bauen und installieren, falls es nicht gefunden wird. In diesem Fall ist innd eine Binärdatei. Falls sich eine Binärdatei an einem ungewöhnlichen Platz befindet, der nicht im Suchpfad ist, dann sollten Sie die volle Pfadangabe verwenden. Der offizielle Suchpfad PATH, welcher im Ports Cluster benutzt wird, ist /sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/X11R6/bin Die Abhängigkeit wird innerhalb des install-Target überprüft. Zudem wird der Name der Abhängigkeit in das Paket übernommen, damit &man.pkg.add.1; es automatisch installieren wird, falls es auf dem System des Nutzers nicht vorhanden ist. Der target-Teil kann weggelassen werden, wenn er der gleiche ist wie in der Variable DEPENDS_TARGET. <makevar>BUILD_DEPENDS</makevar> Diese Variable legt Binärdateien oder Dateien fest, die dieser Port zur Erstellung benötigt. Wie RUN_DEPENDS ist es eine Liste von path:dir:target-Tupeln. Zum Beispiel wird BUILD_DEPENDS= unzip:${PORTSDIR}/archivers/unzip überprüfen, ob eine Binärdatei unzip vorhanden ist und in das Unterverzeichnis archivers/unzip Ihrer Ports-Sammlung wechseln und sie erstellen und installieren, falls sie nicht gefunden wird. Erstellen bedeutet hier alles von der Extraktion bis zur Kompilierung. Die Abhängigkeit wird im extract-Target überprüft. Der target-Teil kann weggelassen werden, falls er identisch mit der Variable DEPENDS_TARGET ist. <makevar>FETCH_DEPENDS</makevar> Diese Variable legt eine Binärdatei oder Datei fest, welche der Port benötigt, um heruntergeladen werden zu können. Wie die vorherigen beiden Variablen ist er eine Liste von path:dir:target-Tupeln. Zum Beispiel wird FETCH_DEPENDS= ncftp2:${PORTSDIR}/net/ncftp2 überprüfen, ob eine Binärdatei namens ncftp2 vorhanden ist, in das Unterverzeichnis net/ncftp2 Ihrer Ports-Sammlung wechseln, sie erstellen und installieren, falls sie nicht gefunden wird. Die Abhängigkeit wird innerhalb des fetch-Target überprüft. Der target-Teil kann weggelassen werden, falls er identisch mit der Variable DEPENDS_TARGET ist. <makevar>EXTRACT_DEPENDS</makevar> Diese Variable spezifiziert eine Binärdatei oder eine Datei, welche dieser Port für die Extraktion benötigt. Wie die vorherigen Variablen ist er eine Liste von path:dir:target-Tupeln. Zum Beispiel wird EXTRACT_DEPENDS= unzip:${PORTSDIR}/archivers/unzip überprüfen, ob eine Binärdatei namens unzip vorhanden ist, in das Unterverzeichnis archivers/unzip Ihrer Ports-Sammlung wechseln, sie erstellen und installieren, falls sie nicht gefunden wird. Die Abhängigkeit wird innerhalb des extract-Target überprüft. Der target-Teil kann weggelassen werden, falls er identisch mit der Variable DEPENDS_TARGET ist. Nutzen Sie diese Variable nur, wenn die Extraktion nicht funktioniert (die Vorgabe nimmt gzip an) und nicht mit USE_ZIP oder USE_BZIP2 wie in beschrieben zum Laufen gebracht werden kann. <makevar>PATCH_DEPENDS</makevar> Diese Variable legt eine Binärdatei oder eine Datei fest, welche dieser Port zum Patchen benötigt. Wie die vorhergehenden Variablen ist diese eine Liste von path:dir:target-Tupeln. Zum Beispiel wird PATCH_DEPENDS= ${NONEXISTENT}:${PORTSDIR}/java/jfc:extract in das Unterverzeichnis java/jfc Ihrer Ports-Sammlung wechseln, um es zu entpacken. Die Abhängigkeit wird innerhalb des patch-Target überprüft. Der target-Teil kann entfallen, falls er identisch mit der Variable DEPENDS_TARGET ist. <makevar>USE_<replaceable>*</replaceable></makevar> Es gibt eine Reihe von Variablen, um gebräuchliche Abhängigkeiten einzukapseln, die viele Ports aufweisen. Obwohl Ihre Verwendung optional ist, können sie helfen die Übersichtlichkeit des Makefile eines Ports zu erhöhen. Jede von ihnen ist im Stil von USE_*. Der Gebrauch dieser Variablen ist beschränkt auf das Makefile eines Ports und ports/Mk/bsd.*.mk. Es ist nicht entworfen worden, um durch den Nutzer setzbare Optionen einzukapseln; benutzen Sie WITH_* und WITHOUT_* für diese Zwecke. Es ist immer falsch, irgendeine USE_*-Variable in der /etc/make.conf zu setzen. Zum Beispiel würde das Setzen von USE_GCC=3.2 eine Abhängigkeit für GCC32 für jeden Port einschliesslich GCC32 selbst hinzufügen! Die <makevar>USE_<replaceable>*</replaceable></makevar>-Varibalen Variable Bedeutung USE_BZIP2 Der Tarball dieses Ports wird mit bzip2 komprimiert. USE_ZIP Der Tarball des Ports wird mit zip komprimiert. USE_BISON Der Port benutzt bison für die Erstellung. USE_CDRTOOLS Der Port erfordert cdrecord entweder von sysutils/cdrtools oder sysutils/cdrtools-cjk, abhängig davon, was der Nutzer vorgibt. USE_GCC Dieser Port benötigt eine bestimmte Version von gcc zur Erstellung. Die genaue Version kann festgelegt werden mit Werten wie 3.2. Mit 3.2+ kann die mindestens erforderliche Version spezifiziert werden. Der gcc aus dem Basissystem wird genutzt, wenn er die erforderliche Version erfüllt, andernfalls wird eine geeignete Version des gcc aus den Ports kompiliert und die Variablen CC und CXX werden angepasst.
Variablen zugehörig zu gmake und dem configure-Skript werden in beschrieben, währenddessen autoconf, automake und libtool in beschrieben sind. Perl-spezifische Variablen werden in behandelt. X11-Variablen sind aufgelistet in . behandelt GNOME-bezogene Variablen und KDE-bezogene Variablen. dokumentiert Java-Variablen, während Informationen zu Apache, PHP und PEAR-Modulen enthält. Python wird in und Ruby in erörtert. stellt Variablen für SDL-Programme zur Verfügung und enthält schliesslich Variablen für Xfce.
Minimale Version einer Abhängigkeit Eine minimale Version einer Abhängigkeit kann in jeder *_DEPENDS-Variable festgelegt werden mit Ausnahme von LIB_DEPENDS durch Anwendung folgender Syntax: p5-Spiffy>=0.26:${PORTSDIR}/devel/p5-Spiffy Das erste Feld enthält einen abhängigen Paketnamen, welcher einem Eintrag in der Paketdatenbank entsprechen muss und einen Vergleich mit einer Paketversion. Die Abhängigkeit wird erfüllt, wenn p5-Spiffy-0.26 oder eine neuere Version auf dem System installiert ist. Anmerkungen zu Abhängigkeiten Wie vorstehend beschrieben ist das Vorgabe-Target DEPENDS_TARGET, wenn eine Abhängigkeit benötigt wird. Die Vorgabe hierfür ist install. Dies ist eine Nutzer-Variable; sie wird niemals im Makefile eines Ports definiert. Falls Ihr Port einen besonderen Weg benötigt, um mit einer Abhängigkeit umzugehen, dann benutzen Sie bitte den :target-Teil der *_DEPENDS-Variablen, anstatt DEPENDS_TARGET zu ändern. Falls Sie make clean schreiben, werden dessen Abhängigkeiten auch gesäubert. Falls Sie dies nicht wollen, definieren Sie die Variable NOCLEANDEPENDS in Ihrer Umgebung. Dies kann besonders erstrebenswert sein, wenn der Port etwas in seiner Liste von Abhängigkeiten hat, das sehr viel Zeit für einen rebuild benötigt wie KDE, GNOME oder Mozilla. Um von einem anderen Port bedingungslos abhängig zu sein, benutzen Sie bitte die Variable ${NONEXISTENT} als erstes Feld von BUILD_DEPENDS oder RUN_DEPENDS. Benutzen Sie dies nur, wenn Sie den Quelltext eines anderen Port benötigen. Sie können auch oft Kompilierzeit sparen, wenn Sie das Target festlegen. Zum Beispiel wird BUILD_DEPENDS= ${NONEXISTENT}:${PORTSDIR}/graphics/jpeg:extract immer zum jpeg-Port wechseln und ihn extrahieren. Zirkuläre Abhängigkeiten sind fatal Führen Sie niemals irgendwelche zirkulären Abhängigkeiten in der Ports-Sammlung ein! Die Struktur für die Erstellung von Ports dulde keinerlei zirkuläre Abhängigkeiten. Falls Sie dennoch eine verwenden, wird es irgendjemanden irgendwo auf der Welt geben, dessen FreeBSD-Installation nahezu sofort zusammenbricht und vielen anderen wird es sehr schnell genauso ergehen. So etwas kann extrem schwer festzustellen sein. Falls Sie Zweifel haben vor einer Änderung, dann vergewissern Sie sich, dass Sie folgendes getan haben: cd /usr/ports; make index. Dieser Prozess kann auf alten Maschinen sehr langsam sein, aber Sie ersparen sich und einer Vielzahl von Menschen möglicherweise eine Menge Ärger.
<makevar>MASTERDIR</makevar> Falls Ihr Port wegen einer Variable, die verschiedene Werte annimmt (z.B. Auflösung oder Papiergröße), leicht unterschiedliche Versione von Paketen erzeugen muss, dann legen Sie bitte ein Unterverzeichnis pro Paket an, um es für den Nutzer einfacher begreiflich zu machen, was zu machen ist. Aber versuchen Sie dabei so viele Dateien wie möglich zwischen diesen Ports gemeinsam zu nutzen. Normalerweise benötigen Sie nur ein sehr kurzes Makefile in allen ausser einem Unterverzeichnis, wenn Sie Variablen intelligent nutzen. In diesem einzigen Makefile können Sie MASTERDIR verwenden, um anzugeben, wo der Rest der Dateien liegt. Benutzen Sie bitte auch eine Variable für PKGNAMESUFFIX, damit die Pakete unterschiedliche Namen haben werden. Wir demonstrieren dies am Besten an einem Beispiel. Es ist Teil von japanese/xdvi300/Makefile; PORTNAME= xdvi PORTVERSION= 17 PKGNAMEPREFIX= ja- PKGNAMESUFFIX= ${RESOLUTION} : # default RESOLUTION?= 300 .if ${RESOLUTION} != 118 && ${RESOLUTION} != 240 && \ ${RESOLUTION} != 300 && ${RESOLUTION} != 400 @${ECHO_MSG} "Error: invalid value for RESOLUTION: \"${RESOLUTION}\"" @${ECHO_MSG} "Possible values are: 118, 240, 300 (default) and 400." @${FALSE} .endif japanese/xdvi300 verfügt ebenfalls über alle Patches, Paket-Dateien usw. Wenn Sie make eintippen, wird der Port die Standardvorgabe für die Auflösung nehmen (300) und den Port ganz normal erstellen. Genauso wie für alle anderen Auflösungen ist dies das vollständige xdvi118/Makefile: RESOLUTION= 118 MASTERDIR= ${.CURDIR}/../xdvi300 .include "${MASTERDIR}/Makefile" (xdvi240/Makefile und xdvi400/Makefile sind ähnlich). Die MASTERDIR-Definition teilt dem bsd.port.mk mit, dass die normalen Unterverzeichnisse wie FILESDIR und SCRIPTDIR unter xdvi300 gefunden werden können. Die RESOLUTION=118-Zeile wird die RESOLUTION=300-Zeile in xdvi300/Makefile überschreiben und der Port wird mit einer Auflösung von 118 erstellt. Manualpages Die Variablen MAN[1-9LN] werden automatisch jede Manualpage zur pkg-plist hinzufügen (dies bedeutet, dass Sie Manualpages nicht in der pkg-plist auflisten dürfen, lesen Sie bitte Erstellung der PLIST für weitere Details). Sie veranlassen zudem den Installationsabschnitt dazu, die Manualpages zu Komprimieren oder zu Dekomprimieren abhängig vom gesetzten Wert der Variable NOMANCOMPRESS in /etc/make.conf. Falls Ihr Port versucht verschiedene Namen für Manualpages unter Zuhilfenahme von Symlinks oder Hardlinks zu installieren, müssen Sie die Variable MLINKS nutzen, um diese zu identifizieren. Der von Ihrem Port installierte Link wird von bsd.port.mk gelöscht und wieder eingefügt, um sicherzustellen, dass er auf die korrekte Datei zeigt. Jede Manualpage, welche in MLINKS aufgeführt ist, darf nicht in der pkg-plist aufgenommen werden. Falls die Manualpages während der Installation komprimiert werden sollen, müssen Sie die Variable MANCOMPRESSED setzen. Diese Variable kann drei Werte annehmen, yes, no und maybe. yes bedeutet, dass Manualpages bereits komprimiert installiert sind, bei no sind sie es nicht und maybe bedeutet, dass die Software bereits den Wert von NOMANCOMPRESS beachtet, damit bsd.port.mk nichts - besonderes auszuführen hat. + Besonderes auszuführen hat. MANCOMPRESSED wird automatisch auf yes gesetzt, wenn USE_IMAKE vorgegeben ist und gleichzeitig NO_INSTALL_MANPAGES nicht. Im umgekehrten Falle ist MANCOMPRESSED auf no gesetzt. Sie müssen es nicht explizit angeben, außer die Standardvorgabe ist für Ihren Port nicht passend. Wenn Ihr Port den man tree irgendwo anders als in der Variable MANPREFIX verankert, können Sie ihn mit MANPREFIX bestimmen. Sollten zudem Manualpages nur in bestimmten Abschnitten an einem nicht-standardkonformen Platz liegen, wie z.B. bestimmte Perl-Modul-Ports, dann können Sie mittels der Variable MANsectPREFIX (wobei sect ein Wert aus 1-9, L oder N ist) individuelle Pfade zu den Manualpages festlegen. Wenn Ihre Manualpages in sprachspezifische Unterverzeichnisse installiert werden, dann bestimmen Sie bitte den Namen der Sprache mit der Variable MANLANG. Der Wert dieser Variable ist mit "" vorgegeben (das bedeutet nur Englisch). Hier ist ein Beispiel, welches alles zusammenfasst. MAN1= foo.1 MAN3= bar.3 MAN4= baz.4 MLINKS= foo.1 alt-name.8 MANLANG= "" ja MAN3PREFIX= ${PREFIX}/share/foobar MANCOMPRESSED= yes Dies zeigt an, dass sechs Dateien von diesem Port installiert werden; ${MANPREFIX}/man/man1/foo.1.gz ${MANPREFIX}/man/ja/man1/foo.1.gz ${PREFIX}/share/foobar/man/man3/bar.3.gz ${PREFIX}/share/foobar/man/ja/man3/bar.3.gz ${MANPREFIX}/man/man4/baz.4.gz ${MANPREFIX}/man/ja/man4/baz.4.gz ${MANPREFIX}/man/man8/alt-name.8.gz kann zusätzlich von Ihrem Port installiert werden, oder auch nicht. Unabhängig davon wird ein Symlink erstellt, welcher die Manualpages foo(1) und alt-name(8) einbindet. Falls nur manche Manualpages übersetzt sind, können Sie einige dynamisch vom MANLANG-Inhalt erzeugte Variablen nutzen: MANLANG= "" de ja MAN1= foo.1 MAN1_EN= bar.1 MAN3_DE= baz.3 Dies führt zu folgender Liste von Dateien: ${MANPREFIX}/man/man1/foo.1.gz ${MANPREFIX}/man/de/man1/foo.1.gz ${MANPREFIX}/man/ja/man1/foo.1.gz ${MANPREFIX}/man/man1/bar.1.gz ${MANPREFIX}/man/de/man3/baz.3.gz Info-Dateien Falls Ihr Paket GNU-Info-Dateien installiert, sollten diese in der INFO-Variablen augelistet sein (ohne das angehängte .info) mit einem Eintrag für jedes Dokument. Von diesen Dateien wird angenommen, dass sie nach PREFIX/INFO_PATH installiert werden. Sie können INFO_PATH ändern, falls Ihr Paket einen anderen Ort vorsieht. Jedoch wird dies nicht empfohlen. Die Einträge enthalten nur den relativen Pfad zu PREFIX/INFO_PATH. Zum Beispiel installiert lang/gcc33 Info-Dateien nach PREFIX/INFO_PATH/gcc33, wobei INFO etwa so aussieht: INFO= gcc33/cpp gcc33/cppinternals gcc33/g77 ... Entsprechende Installations-/Deinstalltions-Codes werden vor der Paket-Registrierung automatisch der vorläufigen pkg-plist hinzugefügt. Makefile-Optionen Einige größere Applikationen können mit einer Reihe von Konfigurationen, die zusätzliche Funktionalitäten hinzufügen, erstellt werden, falls eine oder mehrere Bibliotheken oder Applikationen verfügbar sind. Dazu gehören die Auswahl von natürlichen Sprachen, GUI versus Kommandozeilen-Versionen oder die Auswahl aus mehreren Datenbank-Programmen. Da nicht alle Nutzer diese Bibliotheken oder Applikationen wollen, stellt das Ports-System hooks (Haken) zur Verfügung, damit der Autor des Ports bestimmen kann, welche Konfiguration erstellt werden soll. KNOBS (Einstellungen) <makevar>WITH_<replaceable>*</replaceable></makevar> und <makevar>WITHOUT_<replaceable>*</replaceable></makevar> Diese Variablen sind entworfen worden, um vom System-Administrator gesetzt zu werden. Es gibt viele, die in ports/Mk/bsd.*.mk standardisiert sind. Andere sind es nicht, was verwirrend sein kann. Falls Sie eine solche Konfigurationsvariable hinzufügen müssen, dann nehmen Sie bitte eine aus der folgenden Liste. Sie sollten nicht annehmen, dass ein WITH_* notwendigerweise eine korrespondierende WITHOUT_*-Variable hat oder umgekehrt. Im Allgemeinen wird diese Vorgabe einfach unterstellt. Falls nicht anderweitig festgelegt, werden diese Variablen nur dahingehend überprüft, ob sie gesetzt sind oder nicht – nicht darauf, ob sie auf bestimmte Werte wie YES oder NO gesetzt sind. Die <makevar>WITH_<replaceable>*</replaceable></makevar> und <makevar> WITHOUT_<replaceable>*</replaceable></makevar>-Variablen Variable Bedeutung WITH_APACHE2 Falls gesetzt, benutze www/apache20 anstelle der Vorgabe www/apache13. WITH_BERKELEY_DB Definiere diese Variable, um die Fähigkeit zu erhalten, eine Variante der Berkeley Database wie z.B. databases/db41 zu nutzen. Eine verwandte Variable, WITH_BDB_VER, kann mit Werten wie 2, 3, 4, 41 oder 42 festgelegt werden. WITH_MYSQL Definiere diese Variable, um die Fähigkeit zu erhalten, eine Variante von MySQL zu nutzen wie z.B. databases/mysql40-server. Eine verwandte Variable ist, WANT_MYSQL_VER, welche mit Werten wie 323, 40, 41, oder 50 belegt werden kann. WITHOUT_NLS Falls gesetzt, bedeutet sie, dass eine Internationalisierung nicht benötigt wird, was Kompilierzeit sparen kann. Als Vorgabe wird Internationalisierung gebraucht. WITH_OPENSSL_BASE Nutze die Version von OpenSSL aus dem Basissystem. WITH_OPENSSL_PORT Nutze die Version von OpenSSL aus security/openssl und überschreibe die Version, welche original im Basissystem installiert wurde. WITH_POSTGRESQL Definiere diese Variable, um die Fähigkeit zu erhalten, eine Variante der Datenbank PostGreSQL wie databases/postgresql72 auszuwählen. WITHOUT_X11 Falls der Port mit oder ohne Unterstützung für X erstellt werden kann, dann sollte normalerweise mit X-Unterstützung erstellt werden. Falls die Variable gesetzt ist, soll die Version ohne X-Unterstützung erstellt werden.
Benennung von Knobs (Einstellungen) Um die Anzahl der Knobs niedrig zu halten und zum Vorteil des Anwenders, wird empfohlen, dass Porter ähnliche Namen für Knobs verwenden. Eine Liste der beliebtesten Knobs kann in der KNOBS-Datei eingesehen werden. Knob-Namen sollten wiederspiegeln, was der Knob bedeutet und was er bewirkt. Wenn ein Port einen lib-Präfix im PORTNAME hat, dann soll das lib-Präfix im Knob-Namen entfallen.
<makevar>OPTIONS</makevar> Hintergrund Die OPTIONS-Variable gibt dem Nutzer, der diesen Port installiert, einen Dialog mit auswählbaren Optionen und speichert diese in /var/db/ports/portname/options. Bei der nächsten Neuerstellung des Ports werden diese Einstellungen wieder verwandt. Sie werden sich niemals mehr an all die zwanzig WITH_* und WITHOUT_*-Optionen erinnern müssen, die Sie benutzt haben, um diesen Port zu erstellen! Wenn der Anwender make config benutzt (oder ein make build das erste Mal laufen lässt) wird das Framework auf /var/db/ports/portname/options die Einstellungen prüfen. Falls die Datei nicht existiert, werden die Werte von OPTIONS genutzt, um eine Dialogbox zu erzeugen, in welcher die Optionen an- oder abgeschaltet werden können. Dann wird die options-Datei gespeichert und die ausgewählten Variablen werden bei der Erstellung des Ports benutzt. Falls eine neue Version des Ports OPTIONS hinzufügt, wird der Dialog mit den gespeicherten Werten dem Nutzer angezeigt. Benutzen Sie make showconfig, um die gespeicherte Konfiguration zu betrachten. Benutzen Sie make rmconfig, um die gespeicherte Konfiguration zu Löschen. Syntax Die Syntax für die OPTIONS-Variable lautet: OPTIONS= OPTION "descriptive text" default ... Der Wert als Vorgabe ist entweder ON oder OFF. Wiederholungen dieser drei Felder sind erlaubt. OPTIONS-Definitionen müssen vor der Einbindung von bsd.port.pre.mk erscheinen. Die WITH_* und WITHOUT_*-Variablen können nur nach der Einbindung von bsd.port.pre.mk getestet werden. Beispiel Einfache Anwendung von <makevar>OPTIONS</makevar> OPTIONS= FOO "Enable option foo" On \ BAR "Support feature bar" Off .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITHOUT_FOO) CONFIGURE_ARGS+= --without-foo .else CONFIGURE_ARGS+= --with-foo .endif .if defined(WITH_BAR) RUN_DEPENDS+= bar:${PORTSDIR}/bar/bar .endif .include <bsd.port.post.mk> Automatische Aktivierung von Funktionen Wenn Sie ein GNU-Konfigurationsskript benutzen, sollten Sie ein Auge darauf werfen, welche Funktionen durch die automatische Erkennung aktiviert werden. Schalten Sie Funktionen, die Sie nicht möchten, ausdrücklich durch Verwendung von --without-xxx oder --disable-xxx in der Variable CONFIGURE_ARGS einzeln ab. Falsche Behandlung einer Option .if defined(WITH_FOO) LIB_DEPENDS+= foo.0:${PORTSDIR}/devel/foo CONFIGURE_ARGS+= --enable-foo .endif Stellen Sie sich vor im obigen Beispiel ist eine Bibliothek libfoo auf dem System installiert. Der Nutzer will nicht, dass diese Applikation libfoo benutzt, also hat er die Option auf "off" im make config-Dialog umgestellt. Aber das Konfigurationsskript der Applikation hat erkannt, dass die Bibliothek auf dem System vorhanden ist und fügt ihre Funktionen in die Binärdatei ein. Falls der Nutzer sich nun entschliesst libfoo von seinem System zu entfernen, dann wird das Ports-System nicht protestieren (es wurde keine Abhängigkeit von libfoo eingetragen), aber die Applikation bricht ab. Korrekte Behandlung einer Option .if defined(WITH_FOO) LIB_DEPENDS+= foo.0:${PORTSDIR}/devel/foo CONFIGURE_ARGS+= --enable-foo .else CONFIGURE_ARGS+= --disable-foo .endif Im zweiten Beispiel wird die Bibliothek libfoo explizit abgeschaltet. Das Konfigurationsskript aktiviert die entsprechenden Funktionen nicht in der Applikation trotz der Anwesenheit der Bibliothek auf dem System.
Die Festlegung des Arbeitsverzeichnisses Jeder Port wird extrahiert in ein Arbeitsverzeichnis, welches beschreibbar sein muss. Das Ports-System gibt als Standard vor, dass die DISTFILES in einem Verzeichnis namens ${DISTNAME} entpackt werden. Mit anderen Worten, wenn Sie: PORTNAME= foo PORTVERSION= 1.0 festgelegt haben, dann enthalten die Distributions-Dateien des Ports ein Verzeichnis auf oberster Ebene, foo-1.0, und der Rest der Dateien befindet sich unter diesem Verzeichnis. Es gibt eine Reihe von Variablen, die Sie überschreiben können, falls dies nicht der Fall sein sollte. <makevar>WRKSRC</makevar> Diese Variable listet den Namen des Verzeichnisses, welches erstellt wird, wenn die Distfiles der Applikation extrahiert werden. Wenn unser vorheriges Beispiel in einem Verzeichnis namens foo (und nicht foo-1.0) extrahiert wurde, würden Sie schreiben: WRKSRC= ${WRKDIR}/foo oder möglicherweise WRKSRC= ${WRKDIR}/${PORTNAME} <makevar>NO_WRKSUBDIR</makevar> Wenn der Port überhaupt nicht in einem Unterverzeichnis extrahiert wird, sollten Sie dies mit dem Setzen von NO_WRKSUBDIR anzeigen. NO_WRKSUBDIR= yes <makevar>CONFLICTS</makevar> Falls Ihr Paket nicht mit anderen Paketen koexistieren kann (wegen Dateikonflikten, Laufzeit-Inkompatibilitäten usw.), führen Sie bitte die anderen Paketnamen in der Variable CONFLICTS auf. Sie können hier Shell-Globs wie * und ? verwenden. Paketnamen sollten in der gleichen Weise aufgezählt werden, wie sie in /var/db/pkg auftauchen. Bitte stellen Sie sicher, dass CONFLICTS nicht mit dem Paket des Ports selbst übereinstimmt, da ansonsten das Erzwingen der Installation durch FORCE_PKG_REGISTER nicht länger funktionieren wird. CONFLICTS setzt automatisch die Variable IGNORE, welche ausführlicher in dokumentiert ist. Beim Entfernen eines von mehreren in Konflikt stehenden Ports ist es ratsam, die CONFLICTS-Einträge in den anderen Ports für einige Monate beizubehalten, um Nutzer zu unterstützen, die ihre Ports nur sporadisch aktualisieren. Installation von Dateien INSTALL_* macros Nutzen Sie die Makros in bsd.port.mk, um korrekte Modi und Eigentümer von Dateien in Ihren *-install-Targets sicherzustellen. INSTALL_PROGRAM ist ein Befehl, um binäre Binärdateien zu installieren. INSTALL_SCRIPT ist ein Befehl, um ausführbare Skripte zu installieren. INSTALL_KLD ist ein Befehl, mit dem Kernelmodule installiert werden können. Einige Architekturen haben Probleme mit stripped-Modulen. Daher sollten Sie diesen Befehl anstelle von INSTALL_PROGRAM verwenden. INSTALL_DATA ist ein Befehl, um gemeinsam nutzbare Daten zu installieren. INSTALL_MAN ist ein Befehl, um Manualpages oder andere Dokumentation zu installieren (es wird nichts komprimiert). Das sind grundsätzlich alle install-Befehle mit ihren passenden Flags. Zerlegen von Binärdateien Zerlegen Sie keine Binärdateien manuell, wenn Sie es nicht müssen. Alle Binaries sollten gestripped werden; allerdings vermag das INSTALL_PROGRAM-Makro gleichzeitig eine Binärdatei zu installieren und zu strippen (beachten Sie den nächsten Abschnitt). Wenn Sie eine Datei strippen müssen, aber nicht das INSTALL_PROGRAM-Makro nutzen wollen, dann kann ${STRIP_CMD} Ihr Programm strippen. Dies wird typischerweise innerhalb des post-install-Targets gemacht. Zum Beispiel: post-install: ${STRIP_CMD} ${PREFIX}/bin/xdl Nutzen Sie &man.file.1; für die installierte Applikation, um zu überprüfen, ob eine Binärdatei gestripped ist oder nicht. Wenn es nicht meldet not stripped, dann ist es bereits gestripped. Zudem wird &man.strip.1; nicht ein bereits gestripptes Programm nochmals versuchen zu strippen, sondern wird stattdessen einfach sauber beenden. Installation eines ganzen Verzeichnisbaums inklusive Dateien Manchmal muss man eine große Zahl von Dateien unter Erhalt ihrer hierarchischen Struktur installieren, d.h. Kopieraktionen über einen ganzen Verzeichnisbaum von WRKSRC zu einem Zielverzeichnis unter PREFIX. Für diesen Fall gibt es zwei Makros. Der Vorteil der Nutzung dieser Makros anstatt cp ist, dass sie korrekte Besitzer und Berechtigungen auf den Zieldateien garantieren. Das erste Makro, COPYTREE_BIN, wird alle installierten Dateien ausführbar markieren und damit passend für die Installation in PREFIX/bin vorbereiten. Das zweite Makro, COPYTREE_SHARE, setzt keine Ausführungsberechtigungen auf Dateien und ist daher geeignet für die Installation von Dateien im Target von PREFIX/share. post-install: ${MKDIR} ${EXAMPLESDIR} (cd ${WRKSRC}/examples/ && ${COPYTREE_SHARE} \* ${EXAMPLESDIR}) Dieses Beispiel wird den Inhalt des examples-Verzeichnisses im Distfile des Drittanbieters in das Beispielverzeichnis Ihres Ports kopieren. post-install: ${MKDIR} ${DATADIR}/summer (cd ${WRKSRC}/temperatures/ && ${COPYTREE_SHARE} "June July August" ${DATADIR}/summer/) Und dieses Beispiel wird die Daten der Sommermonate in das summer-Unterverzeichnis eines DATADIR installieren. Zusätzliche find-Argumente können mit dem dritten Argument an die COPYTREE_*-Makros übergeben werden. Um zum Beispiel alle Dateien aus dem 1. Beispiel ohne die Makefiles zu installieren, kann man folgenden Befehl benutzen. post-install: ${MKDIR} ${EXAMPLESDIR} (cd ${WRKSRC}/examples/ && \ ${COPYTREE_SHARE} \* ${EXAMPLESDIR} "! -name Makefile") Beachten Sie bitte, dass diese Makros die installierten Dateien nicht zur pkg-plist hinzufügen, Sie müssen sie immer noch selbst auflisten. Installation zusätzlicher Dokumentation Falls Ihre Software zusätzlich zu den üblichen Manualpages und Info-Seiten weitere Dokumentation hat und Sie diese für nützlich halten, dann installieren Sie sie unter PREFIX/share/doc. Dies kann wie vorstehend im Target des post-install geschehen. Legen Sie ein neues Verzeichnis für Ihren Port an. Das Verzeichnis sollte wiederspiegeln, was der Port ist. Das bedeutet normalerweise PORTNAME. Wie auch immer, wenn Sie meinen, der Nutzer möchte verschiedene Versionen des Ports zur gleichen Zeit installiert haben, dann können Sie die gesamte Variable PKGNAME nutzen. Machen Sie die Installation von der Variablen NOPORTDOCS abhängig, damit die Nutzer sie in /etc/make.conf abschalten können: post-install: .if !defined(NOPORTDOCS) ${MKDIR} ${DOCSDIR} ${INSTALL_MAN} ${WRKSRC}/docs/xvdocs.ps ${DOCSDIR} .endif Hier einige praktische Variablen und wie sie standardmässig bei Verwendung im Makefile expandiert werden: DATADIR wird expandiert zu PREFIX/share/PORTNAME. DATADIR_REL wird expandiert zu share/PORTNAME. DOCSDIR wird expandiert zu PREFIX/share/doc/PORTNAME. DOCSDIR_REL wird expandiert zu share/doc/PORTNAME. EXAMPLESDIR wird expandiert zu PREFIX/share/examples/PORTNAME. EXAMPLESDIR_REL wird expandiert zu share/examples/PORTNAME. NOPORTDOCS behandelt nur zusätzliche Dokumentation, die in DOCSDIR installiert ist. Für normale Manualpages und Info-Seiten wird die Variable benutzt. Dinge, welche in DATADIR und EXAMPLESDIR installiert werden, legen die Variablen NOPORTDATA und NOPORTEXAMPLES fest. Die Variablen werden nach PLIST_SUB exportiert. Ihre Werte erscheinen dort als Pfadnamen relativ zu PREFIX, falls möglich. Das bedeutet, dass share/doc/PORTNAME standardmässig ersetzt wird durch %%DOCSDIR%% in der Packliste usw. (mehr zur Ersetzung durch die pkg-plist finden Sie hier). Alle installierten Dokumentationsdateien und –Verzeichnisse sollten in der pkg-plist dem %%PORTDOCS%%-Präfix enthalten sein, zum Beispiel: %%PORTDOCS%%%%DOCSDIR%%/AUTHORS %%PORTDOCS%%%%DOCSDIR%%/CONTACT %%PORTDOCS%%@dirrm %%DOCSDIR%% Alternativ zur Auflistung der Dokumentationsdateien in der pkg-plist kann in einem Port auch die Variable PORTDOCS gesetzt werden für eine Liste von Dateien und Shell-Globs, um diese zur endgültigen Packliste hinzuzufügen. Die Namen werden relativ zur Variable DOCSDIR sein. Wenn Sie also einen Port haben, welcher PORTDOCS benutzt, und Sie haben eine vom Standard abweichenden Platz für seine Dokumentation, dann müssen Sie die Variable DOCSDIR entsprechend setzen. Wenn ein Verzeichnis in PORTDOCS aufgeführt ist, oder von einem Shell-Glob dieser Variable abgebildet wird, dann wird der komplette Verzeichnisbaum inklusive Dateien und Verzeichnissen in der endgültigen Packliste aufgenommen. Wenn die Variable NOPORTDOCS gesetzt ist, dann werden die Dateien und Verzeichnisse, die in PORTDOCS aufgelistet sind, nicht installiert und werden auch nicht zur Packliste des Ports hinzugefügt. Wie oben gezeigt bleibt es dem Port selbst überlassen, die Dokumentation in PORTDOCS zu installieren. Ein typisches Beispiel für den Gebrauch von PORTDOCS sieht wie folgt aus: PORTDOCS= README.* ChangeLog docs/* Die Äquivalente zu PORTDOCS für unter DATADIR und EXAMPLESDIR installierte Dateien sind PORTDATA beziehungsweise PORTEXAMPLES. Sie können auch pkg-message benutzen, um Meldungen während der Installation anzuzeigen. Lesen Sie diesen Abschnitt über den Gebrauch von pkg-message für weitere Details. Die pkg-message-Datei muss nicht zur pkg-plist hinzugefügt werden. Unterverzeichnisse mit PREFIX Lassen Sie den Port die Dateien in die richtigen Unterverzeichnisse von PREFIX verteilen. Einige Ports werfen alles in einen Topf und legen es im Unterverzeichnis mit dem Namen des Ports ab, was falsch ist. Ausserdem legen viele Ports alles ausser Binaries, Header-Dateien und Manualpages in ein Unterverzeichnis von lib, was natürlich auch nicht der BSD-Philosophie entspricht und nicht gut funktioniert. Viele der Dateien sollten in eines der folgenden Verzeichnisse geschoben werden: etc (Konfigurationsdateien), libexec (intern gestartete Binärdateien), sbin (Binärdateien für Superuser/Manager), info (Dokumentation für Info-Browser) oder share (Architektur-unabhängige Dateien). Lesen Sie hierzu &man.hier.7;; weitestgehend greifen die Regeln für /usr auch für /usr/local. Die Ausnahme sind Ports, welche mit news aus dem USENET arbeiten. In diesem Falle sollte PREFIX/news als Zielort für die Dateien benutzt werden.
Besonderheiten Es gibt einige Dinge mehr, die zu beachten sind, wenn man einen Port erstellt. Dieser Abschnitt erklärt die wichtigsten. Shared-Libraries Wenn Ihr Port eine oder mehrere Shared-Libraries installiert, dann definieren Sie bitte eine USE_LDCONFIG make-Variable, die bsd.port.mk anweisen wird, ${LDCONFIG} -m auf das Verzeichnis, in das die neue Library installiert wird (normalerweise PREFIX/lib), während des post-install-Targets anzuwenden, um sie im Shared-Library-Cache zu registrieren. Diese Variable, wenn definiert, wird auch dafür sorgen, dass ein entsprechendes @exec /sbin/ldconfig -m und @unexec /sbin/ldconfig -R-Paar zu Ihrer pkg-plist-Datei hinzugefügt wird, sodass ein Benutzer, der das Paket installiert, die Bibliothek danach sofort benutzen kann und das System nach deren Deinstallation nicht glaubt, die Bibliothek wäre noch da. USE_LDCONFIG= yes Wenn nötig, können Sie das Standardverzeichnis außer Kraft setzen, indem Sie den USE_LDCONFIG Wert auf eine Liste von Verzeichnissen setzen, in die Shared Libraries installiert werden sollen. Wenn Ihr Port z.B. diese Bibliotheken nach PREFIX/lib/foo und PREFIX/lib/bar installiert, könnten Sie folgendes in Ihrem Makefile benutzen: USE_LDCONFIG= ${PREFIX}/lib/foo ${PREFIX}/lib/bar Bitte überprüfen Sie dies genau. Oft ist das überhaupt nicht nötig oder kann durch -rpath oder das Setzen von LD_RUN_PATH während des Linkens umgangen werden (s. lang/moscow_ml für ein Beispiel), oder durch einen Shell-Wrapper, der LD_LIBRARY_PATH setzt, bevor er die Binärdatei ausführt, wie es www/mozilla tut. Wenn Sie 32-Bit Libraries auf 64-Bit Systemen installieren, benutzen Sie stattdessen USE_LDCONFIG32. Versuchen Sie Shared-Library-Versionsnummern im libfoo.so.0 Format zu halten. Unser Runtime-Linker kümmert sich nur um die Major (erste) Nummer. Wenn sich die Major-Library-Versionsnummer während der Aktualisierung zu einer neuen Portversion erhöht, sollte auch die PORTREVISION aller Ports, die die Shared-Library linken, erhöht werden, damit diese mit der neuen Version der Bibliothek neu kompiliert werden. Ports mit beschränkter Verbreitung Lizenzen variieren und manche geben Restriktionen vor, wie die Applikation gepackt werden oder ob sie gewinnorientiert verkauft werden kann, usw. Es liegt in Ihrer Verantwortung als Porter die Lizenzbestimmungen der Software zu lesen und sicherzustellen, dass das FreeBSD-Projekt nicht haftbar gemacht wird für Lizenzverletzungen durch Weiterverbreitung des Quelltextes oder kompilierter Binaries über FTP/HTTP oder CD-ROM. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie bitte die &a.ports;. In solchen Situationen können die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Variablen gesetzt werden. <makevar>NO_PACKAGE</makevar> Diese Variable zeigt an, dass wir keine binären Pakete dieser Applikation erzeugen dürfen - z.B. wenn die Lizenz die Weiterverteilung von binären Paketen oder Paketen verbietet, die aus verändertem Quelltext erzeugt wurden. Die DISTFILES des Ports dürfen allerdings frei über FTP/HTTP Mirrors weiterverbreitet werden. Sie dürfen auch auf CD-ROM (oder ähnlichen Medien) weiterverbreitet werden - es sei denn, NO_CDROM ist ebenfalls gesetzt. NO_PACKAGE sollte auch benutzt werden, wenn das binäre Paket nicht allgemein brauchbar ist und die Applikation immer aus dem Quelltext kompiliert werden sollte. Zum Beispiel, wenn die Applikation konfigurierte Informationen über den Rechner/Installationsort bei der Installation einkompiliert bekommt, setzen Sie NO_PACKAGE. NO_PACKAGE sollte auf eine Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt, warum kein Paket erzeugt werden soll. <makevar>NO_CDROM</makevar> Diese Variable gibt an, dassobwohl wir binäre Pakete erzeugen dürfen – wir weder diese Pakete noch die DISTFILES des Ports auf einer CD-ROM (oder ähnlichen Medien) verkaufen dürfen. Die DISTFILES des Ports dürfen allerdings immer noch auf FTP/HTTP Mirrors. Wenn diese Variable und auch NO_PACKAGE gesetzt ist, dann werden nur die DISTFILES des Ports erhältlich sein – und das nur mittels FTP/HTTP. NO_CDROM sollte auf eine Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt, warum der Port nicht auf CD-ROM weiterverbreitet werden kann. Das sollte z.B. gemacht werden, wenn die Lizenz des Ports nur für nichtkommerzielle Zwecke gilt. <makevar>NOFETCHFILES</makevar> Dateien, die in der Variable NOFETCHFILES aufgelistet sind, sind von keiner der MASTER_SITES abrufbar. Ein Beispiel solch einer Datei ist eine selbige, welche vom Anbieter auf CD-ROM bereitgestellt wird. Werkzeuge, die das Vorhandensein dieser Dateien auf den MASTER_SITES überprüfen, sollten diese Dateien ignorieren und sie nicht melden. <makevar>RESTRICTED</makevar> Setzen Sie diese Variable, wenn die Lizenz der Applikation weder das Spiegeln der DISTFILES der Applikation noch das Weiterverbreiten von binären Paketen in jedweder Art erlaubt. NO_CDROM oder NO_PACKAGE sollten nicht zusammen mit RESTRICTED gesetzt werden, weil letztere Variable die anderen beiden impliziert. RESTRICTED sollte auf eine Zeichenkette gesetzt werden, die den Grund beschreibt, warum der Port nicht weiterverbreitet werden kann. Typischerweise besagt dies, dass der Port proprietäre Software enthält und der Benutzer die DISTFILES manuell herunterladen muss – möglicherweise erst nachdem er sich für die Software registriert oder die Bedingungen eines Endbenutzer-Lizenzvertrags (EULA) akzeptiert hat. <makevar>RESTRICTED_FILES</makevar> Wenn RESTRICTED oder NO_CDROM gesetzt ist, ist diese Variable auf ${DISTFILES} ${PATCHFILES} voreingestellt, sonst ist sie leer. Wenn nicht jede dieser Dateien beschränkt ist, dann führen Sie die betroffenen Dateien in dieser Variable auf. Beachten Sie, dass der Porter für jede aufgeführte Distributionsdatei einen Eintrag zu /usr/ports/LEGAL hinzufügen sollte, der genau beschreibt, was die Beschränkung mit sich bringt. Build-Mechanismen <command>make</command>, <command>gmake</command> und <command>imake</command> Wenn Ihr Port GNU make benutzt, dann setzen Sie bitte USE_GMAKE=yes. Port-Variablen im Zusammenhang mit gmake Variable Bedeutung USE_GMAKE Der Port benötigt gmake für den Build. GMAKE Der ganze Pfad zu gmake, wenn es nicht im PATH ist.
Wenn Ihr Port eine X-Applikation ist, die Makefile-Dateien aus Imakefile-Dateien mit imake erzeugt, dann setzen Sie USE_IMAKE=yes. Das sorgt dafür, dass die Konfigurationsphase automatisch ein xmkmf -a ausführt. Wenn das Flag ein Problem für Ihren Port darstellt, setzen Sie XMKMF=xmkmf. Wenn der Port imake benutzt, aber das install.man-Target nicht versteht, dann sollte NO_INSTALL_MANPAGES=yes gesetzt werden. Wenn das Makefile im Quelltext Ihres Ports etwas anderes als all als Haupt-Build-Target hat, setzen Sie ALL_TARGET entsprechend. Das Gleiche gilt für install und INSTALL_TARGET.
<command>configure</command> Skript Wenn Ihr Port ein configure-Skript benutzt, um Makefile-Dateien aus Makefile.in-Dateien zu erzeugen, setzen Sie GNU_CONFIGURE=yes. Wenn Sie dem configure-Skript zusätzliche Argumente übergeben wollen (das Vorgabeargument ist --prefix=${PREFIX} --infodir=${PREFIX}/${INFO_PATH} --mandir=${MANPREFIX}/man ${CONFIGURE_TARGET}), setzen Sie diese zusätzlichen Argumente in CONFIGURE_ARGS. Zusätzliche Umgebungsvariablen können überdie Variable CONFIGURE_ENV übergeben werden. Wenn Ihr Paket GNU configure benutzt und die entstandene Binärdatei hat einen komischen Namen wie i386-portbld-freebsd4.7-appname, dann müssen Sie zusätzlich die CONFIGURE_TARGET-Variable setzen, um das Target so anzugeben, wie Skripten, die von neueren Versionen von autoconf erzeugt wurden, es erwarten. Fügen Sie das Folgende direkt nach der Zeile GNU_CONFIGURE=yes in Ihrem Makefile hinzu: CONFIGURE_TARGET=--build=${MACHINE_ARCH}-portbld-freebsd${OSREL} Variablen für Ports, die configure benutzen Variable Bedeutung GNU_CONFIGURE Der Port benutzt ein configure-Skript, um das Bauen vorzubereiten. HAS_CONFIGURE Wie GNU_CONFIGURE, nur dass kein Standard-Konfigurations-Target zu CONFIGURE_ARGS hinzugefügt wird. CONFIGURE_ARGS Zusätzliche Argumente für das configure-Skript. CONFIGURE_ENV Zusätzliche Umgebungsvariablen für die Abarbeitung des configure-Skriptes. CONFIGURE_TARGET Ersetzt das Standard-Konfigurations-Target. Vorgabewert ist ${MACHINE_ARCH}-portbld-freebsd${OSREL}.
Benutzung von <command>scons</command> Wenn Ihr Port SCons benutzt, definieren Sie USE_SCONS=yes. Variablen für Ports, die <command>scons</command> benutzen Variable Bedeutung SCONS_ARGS Port-spezifische SCons-Argumente, die der SCons-Umgebung übergeben werden. SCONS_BUILDENV Variablen, die in der System-Umgebung gesetzt werden sollen. SCONS_ENV Variablen, die in der SCons-Umgebung gesetzt werden sollen. SCONS_TARGET Letztes Argument, das SCons übergeben wird – ähnlich MAKE_TARGET.
Um SConstruct im Quelltext alles, was SCons in SCONS_ENV übergeben wird, respektieren zu lassen (das ist hauptsächlich CC/CXX/CFLAGS/CXXFLAGS), patchen Sie SConstruct, sodass das Build Environment wie folgt konstruiert wird: env = Environment(**ARGUMENTS) Es kann dann mit env.Append und env.Replace modifiziert werden.
Benutzung von GNU autotools Einführung Die verschiedenen GNU autotools stellen einen Abstraktionsmechanismus bereit für das Kompilieren von Software für eine Vielfalt von Betriebssystemen und Maschinenarchitekturen. Innerhalb der Ports-Sammlung kann ein einzelner Port diese Werkzeuge mit Hilfe eines einfachen Konstrukts benutzen: USE_AUTOTOOLS= tool:version[:operation] ... Als dies geschrieben wurde konnte tool eins von libtool, libltdl, autoconf, autoheader, automake oder aclocal sein. version gibt die einzelne Werkzeug-Revision an, die benutzt werden soll (siehe devel/{automake,autoconf,libtool}[0-9]+ für mögliche Versionen). operation ist eine optionale Angabe, die modifiziert, wie das Werkzeug benutzt wird. Es können auch mehrere Werkzeuge angegeben werden – entweder durch Angabe aller in einer einzigen Zeile oder durch Benutzung des += Makefile-Konstrukts. Schliesslich gibt es das spezielle Tool, genannt autotools, das der Einfachheit dient indem es von alle verfügbaren Versionen der Autotools abhängt, was sinnvoll für Cross-Development ist. Dies kann auch erreicht werden, indem man den Port devel/autotools installiert. <command>libtool</command> Shared-Libraries, die das GNU Build-System benutzen, verwenden normalerweise libtool, um die Kompilierung und Installation solcher Bibliotheken anzupassen. Die übliche Praxis ist, eine Kopie von libtool, die mit dem Quelltext geliefert wird, zu benutzen. Falls Sie ein externes libtool benötigen, können Sie die Version, die von der Ports-Sammlung bereitgestellt wird, benutzen: USE_AUTOTOOLS= libtool:version[:env] Ohne zusätzliche Angaben sagt libtool:version dem Build-System, dass es das Konfigurationsskript mit der auf dem System installierten Kopie von libtool patchen soll. Die Variable GNU_CONFIGURE ist impliziert. Außerdem werden einige make– und shell-Variablen zur weiteren Benutzung durch den Port gesetzt. Für Genaueres siehe bsd.autotools.mk. Mit der Angabe :env wird nur die Umgebung vorbereitet. Schließlich können optional LIBTOOLFLAGS und LIBTOOLFILES gesetzt werden, um die häufigsten Argumente und durch libtool gepatchten Dateien außer Kraft zu setzen. Die meisten Ports werden das aber nicht brauchen. Für Weiteres siehe bsd.autotools.mk. <command>libltdl</command> Einige Ports benutzen das libltdl-Bibliothekspaket, welches Teil der libtool-Suite ist. Der Gebrauch dieser Bibliothek macht nicht automatisch den Gebrauch von libtool selbst nötig, deshalb wird ein separates Konstrukt zur Verfügung gestellt. USE_AUTOTOOLS= libltdl:version Im Moment sorgt dies nur für eine LIB_DEPENDS-Abhängigkeit von dem entsprechenden libltdl-Port und wird zur Vereinfachung zur Verfügung gestellt, um Abhängigkeiten von den Autotools-Ports ausserhalb des USE_AUTOTOOLS-Systems zu eliminieren. Es gibt keine weiteren Angaben für dieses Werkzeug. <command>autoconf</command> und <command>autoheader</command> Manche Ports enthalten kein Konfigurationsskript, sondern eine autoconf-Vorlage in der configure.ac-Datei. Sie können die folgenden Zuweisungen benutzen, um autoconf das Konfigurationsskript erzeugen zu lassen, und auch autoheader Header-Vorlagen zur Benutzung durch das Konfigurationsskript erzeugen zu lassen. USE_AUTOTOOLS= autoconf:version[:env] und USE_AUTOTOOLS= autoheader:version welches auch die Benutzung von autoconf:version impliziert. Ähnlich wie bei libtool, bereitet die Angabe des optionalen :env nur die Umgebung für weitere Benutzung vor. Ohne dieses wird der Port auch gepatched und erneut konfiguriert. Die zusätzlichen optionalen Variablen AUTOCONF_ARGS und AUTOHEADER_ARGS können durch das Makefile des Ports ausser Kraft gesetzt werden, wenn erforderlich. Wie bei den libtool-Äquivalenten werden die meisten Ports dies aber nicht benötigen. <command>automake</command> und <command>aclocal</command> Manche Pakete enthalten nur Makefile.am-Dateien. Diese müssen durch automake in Makefile.in-Dateien konvertiert und dann durch configure weiterbearbeitet werden, um schließlich ein Makefile zu erzeugen. Ähnliches gilt für Pakete, die gelegentlich keine aclocal.m4-Dateien mitliefern, welche ebenfalls zum Erstellen der Software benötigt werden. Diese können durch aclocal erzeugt werden, welches configure.ac oder configure.in durchsucht. aclocal hat eine ähnliche Beziehung zu automake wie autoheader zu autoconf – beschrieben im vorherigen Abschnitt. aclocal impliziert die Benutzung von automake, also haben wir: USE_AUTOTOOLS= automake:version[:env] und USE_AUTOTOOLS= aclocal:version was auch die Benutzung von automake:version impliziert. Ähnlich wie bei libtool und autoconf, bereitet die optionale Angabe :env nur die Umgebung zur weiteren Benutzung vor. Ohne sie wird der Port erneut konfiguriert. Wie schon autoconf und autoheader, hat sowohl automake als auch aclocal eine optionale Argument-Variable AUTOMAKE_ARGS bzw. ACLOCAL_ARGS, die durch das Makefile des Ports, falls nötig, außer Kraft gesetzt werden kann. Benutzung von GNU <literal>gettext</literal> Grundlegende Benutzung Wenn Ihr Port gettext benötigt, setzen Sie einfach USE_GETTEXT auf yes, und Ihr Port bekommt die Abhängigkeit von devel/gettext. Der Wert von USE_GETTEXT kann auch die benötigte Version der libintl-Bibliothek angeben, der grundlegenden Teil von gettext – jedoch wird von der Benutzung dieser Funktion dringend abgeraten: Ihr Port sollte einfach nur mit der aktuellen Version von devel/gettext funktionieren. Ein ziemlich häufiger Fall ist, dass ein Port gettext und configure benutzt. Normalerweise sollte GNU configure gettext automatisch finden können. Sollte das einmal nicht funktionieren, können Hinweise über den Ort von gettext in CPPFLAGS und LDFLAGS wie folgt übergeben werden: USE_GETTEXT= yes CPPFLAGS+= -I${LOCALBASE}/include LDFLAGS+= -L${LOCALBASE}/lib GNU_CONFIGURE= yes CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="${CPPFLAGS}" \ LDFLAGS="${LDFLAGS}" Natürlich kann der Code kompakter sein, wenn es keine weiteren Flags gibt, die configure übergeben werden müssen: USE_GETTEXT= yes GNU_CONFIGURE= yes CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="-I${LOCALBASE}/include" \ LDFLAGS="-L${LOCALBASE}/lib" Optionale Benutzung Manche Softwareprodukte erlauben die Deaktivierung von NLS - z.B. durch Übergeben von an configure. In diesem Fall sollte Ihr Port gettext abhängig vom Status von WITHOUT_NLS benutzen. Für Ports mit niedriger bis mittlerer Komplexität können Sie sich auf das folgende Idiom verlassen: GNU_CONFIGURE= yes .if !defined(WITHOUT_NLS) USE_GETTEXT= yes PLIST_SUB+= NLS="" .else CONFIGURE_ARGS+= --disable-nls PLIST_SUB+= NLS="@comment " .endif Der nächste Punkt auf Ihrer Todo-Liste ist dafür zu sorgen, dass die Message-Catalog-Dateien nur bedingt in der Packliste aufgeführt werden. Der Makefile-Teil dieser Aufgabe ist schon durch obiges Idiom erledigt. Das wird im Abschnitt über Fortgeschrittene pkg-plist-Methoden erklärt. Kurz gesagt, jedes Vorkommen von %%NLS%% in pkg-plist wird durch @comment , wenn NLS abgeschaltet ist, oder durch eine leere Zeichenkette, wenn NLS aktiviert ist, ersetzt. Folglich werden die Zeilen, denen %%NLS%% vorangestellt ist, zu reinen Kommentaren in der endgültigen Packliste, wenn NLS abgeschaltet ist; andernfalls wird der Prefix einfach nur ausgelassen. Alles, was Sie jetzt noch machen müssen, ist %%NLS%% vor jedem Pfad zu einer Message-Catalog-Datei in pkg-plist einzufügen. Zum Beispiel: %%NLS%%share/locale/fr/LC_MESSAGES/foobar.mo %%NLS%%share/locale/no/LC_MESSAGES/foobar.mo In sehr komplexen Fällen müssen Sie eventuell fortgeschrittenere Techniken als die hier vorgestellte benutzen - wie z.B. Dynamische Packlistenerzeugung. Behandlung von Message-Catalog-Verzeichnissen Bei der Installation von Message-Catalog-Dateien gibt es einen Punkt zu beachten. Ihr Zielverzeichnis, das unter LOCALBASE/share/locale liegt, sollte nur selten von Ihrem Port erzeugt und gelöscht werden. Die Verzeichnisse für die gebräuchlichsten Sprachen sind in /etc/mtree/BSD.local.dist aufgelistet; das heisst, sie sind Teil des Systems. Die Verzeichnisse für viele andere Sprachen sind Teil des Ports devel/gettext. Sie wollen vielleicht dessen pkg-plist zur Hand nehmen, um festzustellen, ob Ihr Port eine Message-Catalog-Datei für eine seltene Sprache installiert. Die Benutzung von <literal>perl</literal> Wenn MASTER_SITES auf MASTER_SITE_PERL_CPAN gesetzt ist, dann ist der bevorzugte Wert von MASTER_SITE_SUBDIR der Top-Level-Name der Hierarchie. Zum Beispiel ist der empfohlene Wert für p5-Module-Name-Module. Die Top-Level-Hierarchie kann unter cpan.org angeschaut werden. Dies sorgt dafür, dass der Port weiter funktioniert, wenn sich der Autor des Moduls ändert. Die Ausnahme dieser Regel ist, dass das entsprechende Verzeichnis selber oder das Distfile in diesem Verzeichnis nicht existiert. In solchen Fällen ist die Benutzung der Id des Autors als MASTER_SITE_SUBDIR erlaubt. Jede der Einstellungen unten kann sowohl auf YES als auch auf eine Versionszeichenkette wie 5.8.0+ gesetzt werden. Wenn YES benutzt wird, bedeutet das, dass der Port mit jeder der unterstützten Perl-Versionen funktioniert. Falls ein Port nur mit einer bestimmten Perl-Version funktioniert, kann darauf mit einer Versionszeichenkette hingewiesen werden, die entweder eine Mindest- (z.B. 5.7.3+), Maximal- (z.B. 5.8.0-) oder Absolutversion (z.B. 5.8.3) festlegt. Variablen für Ports, die <literal>perl</literal> benutzen Variable Bedeutung USE_PERL5 Bedeutet, dass der Port perl 5 zum Erstellen und zum Ausführen benutzt. USE_PERL5_BUILD Bedeutet, dass der Port perl 5 zum Erstellen benutzt. USE_PERL5_RUN Bedeutet, dass der Port perl 5 zur Laufzeit benutzt. PERL Der gesamte Pfad zu perl 5 – entweder im Basissystem oder nachinstalliert über einen Port – ohne die Versionsnummer. Benutzen Sie diese Variable, wenn Sie #!-Zeilen in Skripten ersetzen müssen. PERL_CONFIGURE Perls MakeMaker für die Konfiguration benutzen. Dies impliziert USE_PERL5. PERL_MODBUILD Module::Build für configure, build und install benutzen. Dies impliziert PERL_CONFIGURE. Nur lesbare Variablen PERL_VERSION Die volle Version des installierten perl (z.B. 5.00503). PERL_VER Die kurze Angabe der installierten perl-Version (z.B. 5.005). PERL_LEVEL Die installierte perl-Version als ein Integer der Form MNNNPP (z.B. 500503). PERL_ARCH Wo perl architektur abhängige Bibliotheken ablegt. Vorgabe ist ${ARCH}-freebsd. PERL_PORT Name des perl-Ports, der installiert ist (z.B. perl5). SITE_PERL Verzeichnis, in das die Site-spezifischen perl-Pakete kommen. Dieser Wert wird zu PLIST_SUB hinzugefügt.
Ports von Perl-Modulen, die keine offizielle Webseite haben, sollen in der WWW-Zeile ihrer pkg-descr-Datei auf cpan.org verlinken. Die bevorzugte URL-Form ist http://search.cpan.org/dist/Module-Name/ (inklusive des Slash am Ende).
Benutzung von X11 X.Org-Komponenten Die X11-Implementierung, welche die Ports-Sammlung bereitstellt, ist X.Org. Wenn Ihre Applikation von X-Komponenten abhängt, listen Sie die benötigten Komponenten in USE_XORG auf. Als dies geschrieben wurde, wurden die folgenden Komponenten bereitgestellt: bigreqsproto compositeproto damageproto dmx dmxproto evieproto fixesproto fontcacheproto fontenc fontsproto fontutil glproto ice inputproto kbproto libfs oldx printproto randrproto recordproto renderproto resourceproto scrnsaverproto sm trapproto videoproto x11 xau xaw xaw6 xaw7 xaw8 xbitmaps xcmiscproto xcomposite xcursor xdamage xdmcp xevie xext xextproto xf86bigfontproto xf86dgaproto xf86driproto xf86miscproto xf86rushproto xf86vidmodeproto xfixes xfont xfontcache xft xi xinerama xineramaproto xkbfile xkbui xmu xmuu xorg-server xp xpm xprintapputil xprintutil xpr oto xproxymngproto xrandr xrender xres xscrnsaver xt xtrans xtrap xtst xv xvmc xxf86dga xxf86misc xxf86vm. Die aktuelle Liste finden Sie immer in /usr/ports/Mk/bsd.xorg.mk. Das Mesa Projekt ist ein Versuch, eine freie OpenGL Implementierung bereitzustellen. Sie können eine Abhängigkeit von verschiedenen Komponenten diese Projektes in der Variable USE_GL spezifizieren. ouml;gliche Optionen sind: glut, glu, glw, gl und linux. - Für Rückwärtskompatibilitä gilt der + Für Abwärtskompatibilität gilt der Wert yes als glu. Beispiel für USE_XORG USE_XORG= xrender xft xkbfile xt xaw USE_GL= glu Viele Ports definieren USE_XLIB, was dafür sorgt, dass der Port von allen (rund 50) Bibliotheken abhängt. Diese Variable existiert, um - uuml;ckwärtskompatibilität sicherzustellen (sie + Abwärtskompatibilität sicherzustellen (sie stammt noch aus der Zeit vor dem modularem X.Org), und sollte bei neuen Ports nicht mehr benutzt werden. Variablen für Ports, die X benutzen USE_XLIB Der Port benutzt die X-Bibliotheken. Soll nicht mehr verwendet werden - benutzen Sie stattdessen eine Liste von Komponenten in USE_XORG. USE_X_PREFIX Soll nicht mehr benutzt werden, ist jetzt äquivalent zu USE_XLIB und kann einfach durch letzteres ersetzt werden. USE_IMAKE Der Port benutzt imake. Impliziert USE_X_PREFIX. XMKMF Ist auf den Pfad zu xmkmf gesetzt, wenn nicht in PATH. Vorgabe ist xmkmf -a.
Variablen bei Abhängigkeit von einzelnen Teilen von X11 X_IMAKE_PORT Ein Port, der imake und einige andere Werkzeuge, die zum Erstellen von X11 benutzt werden, bereitstellt. X_LIBRARIES_PORT Ein Port, der die X11-Bibliotheken bereitstellt. X_CLIENTS_PORT Ein Port, der X11-Clients bereitstellt. X_SERVER_PORT Ein Port, der den X11-Server bereitstellt. X_FONTSERVER_PORT Ein Port, der den Fontserver bereitstellt. X_PRINTSERVER_PORT Ein Port, der den Printserver bereitstellt. X_VFBSERVER_PORT Ein Port, der den virtuellen Framebuffer-Server bereitstellt. X_NESTSERVER_PORT Ein Port, der einen nested X-Server bereitstellt. X_FONTS_ENCODINGS_PORT Ein Port, der Kodierungen für Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_MISC_PORT Ein Port, der verschiedene Bitmap-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_100DPI_PORT Ein Port, der 100dpi Bitmap-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_75DPI_PORT Ein Port, der 75dpi Bitmap-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_CYRILLIC_PORT Ein Port, der kyrillische Bitmap-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_TTF_PORT Ein Port, der &truetype;-Schriftarten bereitstellt. X_FONTS_TYPE1_PORT Ein Port, der Type1-Schriftarten bereitstellt. X_MANUALS_PORT Ein Port, der entwicklerorientierte Manualpages bereitstellt.
Benutzung von X11-bezogenen Variablen in einem Port # Port benutzt X11-Bibliotheken und hängt vom Font-Server # sowie von kyrillischen Schriftarten ab. RUN_DEPENDS= ${X11BASE}/bin/xfs:${X_FONTSERVER_PORT} \ ${X11BASE}/lib/X11/fonts/cyrillic/crox1c.pcf.gz:${X_FONTS_CYRILLIC_PORT} USE_XLIB= yes
Ports, die Motif benötigen Wenn Ihr Port eine Motif-Bibliothek benötigt, definieren Sie USE_MOTIF im Makefile. Die Standard-Motif-Implementierung ist x11-toolkits/open-motif. Benutzer können stattdessen x11-toolkits/lesstif wählen, indem Sie die WANT_LESSTIF-Variable setzen. Die Variable MOTIFLIB wird von bsd.port.mk auf die entsprechende Motif-Bibliothek gesetzt. Bitte patchen Sie den Quelltext Ihres Ports, sodass er überall ${MOTIFLIB} benutzt, wo die Motif-Bibliothek im Original Makefile oder Imakefile referenziert wird. Es gibt zwei verbreitete Fälle: Wenn sich der Port in seinem Makefile oder Imakefile auf die Motif-Bibliothek als -lXm bezieht, ersetzen Sie das einfach durch ${MOTIFLIB}. Wenn der Port in seinem Imakefile XmClientLibs benutzt, ersetzen Sie das durch ${MOTIFLIB} ${XTOOLLIB} ${XLIB}. Anmerkung: MOTIFLIB expandiert (normalerweise) zu -L/usr/X11R6/lib -lXm oder /usr/X11R6/lib/libXm.a - d.h. Sie müssen kein -L oder -l davor einfügen. X11 Schriftarten Wenn Ihr Port Schriftarten für das X-Window-System installiert, legen Sie diese nach X11BASE/lib/X11/fonts/local. Erzeugen eines künstlichen <envar>DISPLAY</envar> durch Xvfb Manche Applikationen benötigen ein funktionierendes X11-Display, damit die Kompilierung funktioniert. Das stellt für den FreeBSD Package-Building-Cluster, der ohne Display läuft, ein Problem dar. Wenn der folgende kanonische Hack benutzt wird, startet der Package-Building-Cluster den virtuellen Framebuffer-X-Server, und ein funktionierendes DISPLAY wird dem Build übergeben. USE_DISPLAY= yes Desktop-Einträge Desktop-Einträge (Freedesktop Standard) können in Ihrem Port einfach über die DESKTOP_ENTRIES-Variable erzeugt werden. Diese Einträge erscheinen dann im Applikationsmenü von standardkonformen Desktop-Umgebungen wie GNOME oder KDE. Die .desktop-Datei wird dann automatisch erzeugt, installiert und der pkg-plist hinzugefügt. Die Syntax ist: DESKTOP_ENTRIES= "NAME" "COMMENT" "ICON" "COMMAND" "CATEGORY" StartupNotify Die Liste der möglichen Kategorien ist auf der Freedesktop Webseite abrufbar. StartupNotify zeigt an, ob die Applikation den Status in Umgebungen, die Startup-Notifications kennen, löschen wird. Beispiel: DESKTOP_ENTRIES= "ToME" "Roguelike game based on JRR Tolkien's work" \ "${DATADIR}/xtra/graf/tome-128.png" \ "tome -v -g" "Application;Game;RolePlaying" \ false
Benutzung von GNOME Das FreeBSD/GNOME-Projekt benutzt seine eigene Gruppe von Variablen, um zu definieren, welche GNOME-Komponenten ein bestimmter Port benutzt. Eine umfassende Liste dieser Variablen existiert innerhalb der Webseite des FreeBSD/GNOME-Projektes. Benutzung von KDE Variablen-Definitionen Variablen für Ports, die KDE benutzen USE_KDELIBS_VER Der Port benutzt KDE-Bibliotheken. Die Variable spezifiziert die Major Version von KDE, die benutzt werden soll, und impliziert USE_QT_VER der entsprechenden Version. Der einzig mögliche Wert ist 3. USE_KDEBASE_VER Der Port benutzt die KDE-Base. Die Variable spezifiziert die Major Version von KDE, die benutzt werden soll, und impliziert USE_QT_VER der entsprechenden Version. Der einzig mögliche Wert ist 3.
Ports, die Qt benötigen Variablen für Ports, die Qt benötigen USE_QT_VER Der Port benutzt das Qt-Toolkit. Mögliche Werte sind 3 und 4; diese spezifizieren die Major Version von Qt, die benutzt werden soll. Entsprechende Parameter werden an das configure-Skript und make übergeben. QT_PREFIX Enthält den Pfad, wohin Qt installiert ist (nur lesbare Variable). MOC Enthält den Pfad von moc (nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Werts. QTCPPFLAGS Zusätzliche Compiler-Flags, die über CONFIGURE_ENV an das Qt-Toolkit übergeben werden. Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes. QTCFGLIBS Zusätzliche Bibliotheken, die über CONFIGURE_ENV für das Qt-Toolkit gelinkt werden sollen. Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes. QTNONSTANDARD Änderungen von CONFIGURE_ENV, CONFIGURE_ARGS und MAKE_ENV sollen unterdrückt werden.
Zusätzliche Variablen für Ports, die Qt 4.xi benutzen QT_COMPONENTS Spezifiziert Tool– und Bibliothek-Abhängigkeiten für Qt4. Siehe unten für Details. UIC Enthält den Pfad von uic (nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes. QMAKE Enthält den Pfad von qmake (nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes. QMAKESPEC Enthält den Pfad der Konfigurationsdatei für qmake (nur lesbare Variable). Voreingestellt entsprechend des USE_QT_VER-Wertes.
Wenn USE_QT_VER gesetzt ist, werden dem configure-Skript einige nützliche Einstellungen übergeben: CONFIGURE_ARGS+= --with-qt-includes=${QT_PREFIX}/include \ --with-qt-libraries=${QT_PREFIX}/lib \ --with-extra-libs=${LOCALBASE}/lib \ --with-extra-includes=${LOCALBASE}/include CONFIGURE_ENV+= MOC="${MOC}" CPPFLAGS="${CPPFLAGS} ${QTCPPFLAGS}" LIBS="${QTCFGLIBS}" \ QTDIR="${QT_PREFIX}" KDEDIR="${KDE_PREFIX}" Wenn USE_QT_VER auf 4 gesetzt ist, werden auch die folgenden Einstellungen übergeben: CONFIGURE_ENV+= UIC="${UIC}" QMAKE="${QMAKE}" QMAKESPEC="${QMAKESPEC}" MAKE_ENV+= QMAKESPEC="${QMAKESPEC}"
Komponentenauswahl (nur bei Qt 4.x) Wenn USE_QT_VER auf 4 gesetzt ist, können individuelle Qt4-Tool- und Bibliotheksabhängigkeiten in der Variable QT_COMPONENTS angegeben werden. An jede Komponente kann _build oder _run als Suffix angehängt werden, was eine Abhängigkeit zur Build- bzw. Laufzeit angibt. Ohne Suffix gilt die Abhängigkeit sowohl zur Build- als auch zur Laufzeit. Bibliothekskomponenten sollten normalerweise ohne Suffix angegeben werden, Tool-Komponenten mit _build und Plugin-Komponenten mit _run. Die gebräuchlichsten Komponenten werden im Folgenden angegeben (alle verfügbaren Komponenten sind in _QT_COMPONENTS_ALL in /usr/ports/Mk/bsd.qt.mk aufgelistet): Verfügbare Qt4-Bibliothekskomponenten Name Beschreibung corelib Kern-Bibliothek (kann weggelassen werden– es sei denn, der Port benutzt nichts außer corelib) gui Graphische Benutzeroberflächen-Bibliothek network Netzwerk-Bibliothek opengl OpenGL-Bibliothek qt3support Qt3-Kompatibilitäts-Bibliothek qtestlib Modultest-Bibliothek script Skript-Bibliothek sql SQL-Bibliothek xml XML-Bibliothek
Sie können herausfinden, welche Bibliotheken die Applikation benötigt, indem Sie nach erfolgreicher Kompilierung ldd auf die Hauptbinärdatei anwenden. Verfügbare Qt4-Tool-Komponenten Name Beschreibung moc meta object compiler (wird zum Build fast jeder Qt-Applikation benötigt) qmake Makefile-Generator / Build-Werkzeug rcc Resource-Compiler (wird benötigt, falls die Applikation *.rc oder *.qrc Dateien enthält) uic User-Interface-Compiler (wird benötigt, falls die Applikation von Qt-Designer erzeugte *.ui Dateien enthält - gilt für praktisch jede Qt-Applikation mit einer GUI)
Verfügbare Qt4-Plugin-Komponenten Name Beschreibung iconengines SVG-Icon-Engine Plugin (wenn die Applikation SVG-Icons mitliefert) imageformats Bildformatplugins für GIF, JPEG, MNG und SVG (wenn die Applikation Bilddateien mitliefert)
Qt4-Komponenten auswählen In diesem Beispiel benutzt die portierte Applikation die Qt4 GUI-Bibliothek, die Qt4-Core-Bibliothek, alle Qt4-Codeerzeugungstools und Qt4's Makefile Generator. Da die GUI-Bibliothek eine Abhängigkeit von der Core-Bibliothek impliziert, muss corelib nicht angegeben werden. Die Qt4-Codeerzeugungstools moc, uic und rcc, sowie der Makefile Generator qmake werden nur für den Build benötigt, deshalb bekommen die den Suffix _build: USE_QT_VER= 4 QT_COMPONENTS= gui moc_build qmake_build rcc_build uic_build
Zusätzliche Besonderheiten Wenn die Applikation keine configure Datei, sondern eine .pro Datei hat, können Sie das Folgende benutzen: HAS_CONFIGURE= yes do-configure: @cd ${WRKSRC} && ${SETENV} ${CONFIGURE_ENV} \ ${QMAKE} -unix PREFIX=${PREFIX} texmaker.pro Beachten Sie die Ähnlichkeit mit der qmake-Zeile im mitgelieferten BUILD.sh-Skript. Die Übergabe von CONFIGURE_ENV stellt sicher, dass qmake die QMAKESPEC-Variable übergeben bekommt, ohne die es nicht funktioniert. qmake erzeugt Standard-Makefiles, sodass es nicht nötig ist ein eigenes neues build-Target zu schreiben. Qt-Applikationen sind oft so geschrieben, dass sie plattformübergreifend sind, und oft ist X11/Unix nicht die Plattform, auf der sie entwickelt werden. Das sorgt oft für bestimmte fehlende Kleinigkeiten wie z.B.: Fehlende zusätzliche Include-Pfade. Viele Applikationen kommen mit System-Tray-Icon Support– unterlassen es aber Includes oder Bibliotheken in den X11 Verzeichnissen zu suchen. Sie können qmake über die Kommandozeile sagen, es soll Verzeichnisse zu den Include- und Bibliotheks-Suchpfaden hinzufügen - z.B.: ${QMAKE} -unix PREFIX=${PREFIX} INCLUDEPATH+=${X11BASE}/include \ LIBS+=-L${X11BASE}/lib sillyapp.pro Falsche Installations-Pfade. Manchmal werden Daten wie Icons oder .desktop-Dateien per Vorgabe in Verzeichnisse installiert, die nicht von XDG-kompatiblen Applikationen durchsucht werden. editors/texmaker ist hierfür ein Beispiel– siehe patch-texmaker.pro im files-Verzeichnis dieses Ports als eine Vorlage, die zeigt, wie man dies direkt in der Qmake Projektdatei löst.
Benutzung von Java Variablen-Definitionen Wenn Ihr Port ein Java™ Development Kit (JDK) benötigt, entweder zum Bauen, zur Laufzeit oder sogar, um das Distfile auszupacken, dann sollten Sie USE_JAVA setzen. Es gibt mehrere JDKs in der Ports-Sammlung– von verschiedenen Anbietern und in verschiedenen Versionen. Wenn Ihr Port eine bestimmte dieser Versionen benötigt, können Sie definieren welche. Die aktuelle Version ist java/jdk15. Variablen, die von Ports, die Java benutzen, gesetzt werden müssen Variable Bedeutung USE_JAVA Sollte definiert sein, damit die übrigen Variablen irgendeinen Effekt haben. JAVA_VERSION Durch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten Java-Versionen für den Port. Ein optionales "+" ermöglicht die Angabe eines Bereiches von Versionen (mögliche Werte: 1.1[+] 1.2[+] 1.3[+] 1.4[+]). JAVA_OS Durch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten JDK-Port-Betriebssystemen für den Port. (erlaubte Werte: native linux). JAVA_VENDOR Durch Leerzeichen getrennte Liste von geeigneten JDK-Port-Anbietern für den Port. (erlaubte Werte: freebsd bsdjava sun ibm blackdown). JAVA_BUILD Bedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte JDK-Port zu den Build-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt werden soll. JAVA_RUN Bedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte JDK-Port zu den Laufzeit-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt werden soll. JAVA_EXTRACT Bedeutet, falls gesetzt, dass der ausgewählte JDK-Port zu den Extract-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt werden soll. USE_JIKES Legt fest, ob der Port den jikes Bytecode-Compiler zum Kompilieren benutzen soll. Wenn kein Wert für diese Variable gesetzt ist, wird der Port jikes für die Kompilierung benutzen– falls vorhanden. Sie können die Benutzung von jikes auch ausdrücklich verbieten oder erzwingen (durch Setzen auf 'no' oder 'yes'). Im letzteren Fall wird devel/jikes zu den Build-Abhängigkeiten des Ports hinzugefügt. In jedem Fall wird, wenn jikes tatsächlich statt javac zur Kompilierung benutzt wird, die Variable HAVE_JIKES von bsd.java.mk definiert.
Das Folgende ist eine Liste aller Variablen, die ein Port bekommt, nachdem er USE_JAVA gesetzt hat: Bereitgestellte Variablen für Ports, die Java benutzen Variable Wert JAVA_PORT Der Name des JDK-Ports (z.B. 'java/jdk14'). JAVA_PORT_VERSION Die volle Version des JDK Ports (z.B. '1.4.2'). Wenn Sie nur die ersten beiden Stellen dieser Versionsnummer benötigen, benutzen Sie ${JAVA_PORT_VERSION:C/^([0-9])\.([0-9])(.*)$/\1.\2/}. JAVA_PORT_OS Das vom JDK-Port benutzte Betriebssystem (z.B. 'linux'). JAVA_PORT_VENDOR Der Anbieter des JDK-Ports (z.B. 'sun'). JAVA_PORT_OS_DESCRIPTION Beschreibung des vom JDK-Port benutzten Betriebssystems (z.B. 'Linux'). JAVA_PORT_VENDOR_DESCRIPTION Beschreibung des Anbieters des JDK-Ports (z.B. 'FreeBSD Foundation'). JAVA_HOME Pfad zum Installationsverzeichnis des JDK (z.B. '/usr/local/jdk1.3.1'). JAVAC Pfad zum Java-Compiler, der benutzt werden soll (z.B. '/usr/local/jdk1.1.8/bin/javac' oder '/usr/local/bin/jikes'). JAR Pfad zum jar-Werkzeug, das benutzt werden soll (z.B. '/usr/local/jdk1.2.2/bin/jar' oder '/usr/local/bin/fastjar'). APPLETVIEWER Pfad zum appletviewer-Werkzeug (z.B. '/usr/local/linux-jdk1.2.2/bin/appletviewer'). JAVA Pfad zur java Binärdatei. Benutzen Sie dies, um Java-Programme auszuführen (z.B. '/usr/local/jdk1.3.1/bin/java'). JAVADOC Pfad zum javadoc-Werkzeug. JAVAH Pfad zum javah-Programm. JAVAP Pfad zum javap-Programm. JAVA_KEYTOOL Pfad zum keytool-Werkzeug. Diese Variable ist nur verfügbar, wenn das JDK Java 1.2 oder höher ist. JAVA_N2A Pfad zum native2ascii-Werkzeug. JAVA_POLICYTOOL Pfad zum policytool Programm. Diese Variable ist nur verfügbar, wenn das JDK Java 1.2 oder höher ist. JAVA_SERIALVER Pfad zum serialver-Werkzeug. RMIC Pfad zum RMI Stub/Skeleton-Generator, rmic. RMIREGISTRY Pfad zum RMI Registry-Werkzeug, rmiregistry. RMID Pfad zum RMI Daemon rmid. Diese Variable ist nur verfügbar, wenn das JDK Java 1.2 oder höher unterstützt. JAVA_CLASSES Pfad zum Archiv, das die JDK-Klassendateien enthält. Für das JDK 1.2 oder später ist dies ${JAVA_HOME}/jre/lib/rt.jar. Frühere JDKs benutzten ${JAVA_HOME}/lib/classes.zip. HAVE_JIKES Ist dann gesetzt, wenn jikes vom Port benutzt wird (s. USE_JIKES oben).
Sie können das java-debug make-Target benutzen, um Information zum Debuggen Ihres Ports zu erhalten. Es wird die Werte vieler der obenangegebenen Variablen anzeigen. Zusätzlich sind die folgenden Konstanten definiert, damit alle Java-Ports auf eine konsistente Art installiert werden können: Konstanten, die für Ports, welche Java benutzen, definiert sind Konstante Wert JAVASHAREDIR Das Basis-Verzeichnis für alles, was mit Java zusammenhängt. Standardmäßig ${PREFIX}/share/java. JAVAJARDIR Das Verzeichnis, wohin JAR-Dateien installiert werden sollen. Standardmäßig ${JAVASHAREDIR}/classes. JAVALIBDIR Das Verzeichnis, in dem JAR-Dateien, die von anderen Ports installiert wurden, liegen. Standardmäßig ${LOCALBASE}/share/java/classes.
Die entsprechenden Einträge sind sowohl in PLIST_SUB (dokumentiert in ) als auch in SUB_LIST definiert.
Kompilieren mit Ant Wenn der Port mit Apache Ant kompiliert werden soll, muss er USE_ANT setzen. Ant wird dann als das sub-make-Kommando betrachtet. Wenn kein do-build-Target vom Port definiert ist, wird eine Standardvorgabe benutzt, die einfach Ant entsprechend MAKE_ENV, MAKE_ARGS und ALL_TARGETS aufruft. Das ähnelt dem USE_GMAKE-Mechanismus, der in dokumentiert ist. Wenn jikes anstelle von javac benutzt wird (siehe USE_JIKES in ), dann wird Ant es automatisch benutzen, um den Port zu kompilieren. Optimales Verfahren Wenn Sie eine Java-Bibliothek portieren, sollte Ihr Port die JAR-Datei(en) in ${JAVAJARDIR} installieren, und alles andere unter ${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME} (ausgenommen die Dokumentation - siehe unten). Um die Größe der Packlistendatei zu reduzieren, können die JAR-Datei(en) direkt im Makefile angegeben werden. Benutzen Sie einfach die folgende Anweisung (wobei myport.jar der Name der JAR-Datei ist, die als Teil des Ports installiert wird): PLIST_FILES+= %%JAVAJARDIR%%/myport.jar Beim Portieren einer Java-Applikation installiert der Port normalerweise alles unter einem einzigen Verzeichnis (inklusive seiner JAR-Abhängigkeiten). Die Benutzung von ${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME} wird in dieser Beziehung dringend empfohlen. Es liegt im Entscheidungsbereich des Portierenden, ob der Port die zusätzlichen JAR-Abhängigkeiten unter diesem Verzeichnis installieren oder direkt die schon installierten (aus ${JAVAJARDIR}) benutzen soll. Unabhängig von der Art Ihres Ports (Bibliothek oder Applikation), sollte die zusätzliche Dokumentation an die gleiche Stelle installiert werden wie bei jedem anderen Port auch. Das JavaDoc-Werkzeug ist dafür bekannt einen unterschiedlichen Satz von Dateien abhängig von der Version des benutzten JDKs zu erstellen. Für Ports, die nicht die Benutzung eines bestimmten JDKs vorgeben, ist es deshalb eine komplexe Aufgabe die Packliste (pkg-plist) festzulegen. Dies ist ein Grund, warum dringend angeraten wird, das PORTDOCS-Makro zu benutzen. Außerdem, selbst wenn Sie den Satz von Dateien, den javadoc erzeugen wird, voraussagen können, die Größe der resultierenden pkg-plist befürwortet die Benutzung von PORTDOCS. Der Vorgabewert für DATADIR ist ${PREFIX}/share/${PORTNAME}. Es ist eine gute Idee, DATADIR für Java-Ports stattdessen auf ${JAVASHAREDIR}/${PORTNAME} zu setzen. In der Tat wird DATADIR automatisch zu PLIST_SUB (dokumentiert in ) hinzugefügt, d.h. Sie können %%DATADIR%% direkt in pkg-plist benutzen. Zu der Frage, ob Java-Ports aus dem Quelltext gebaut werden, oder direkt bereitgestellte binäre Distributionen benutzt werden sollten, gab es, als dies geschrieben wurde, keine definierte Richtlinie. Allerdings ermutigen Mitglieder des &os; Java-Projekts Porter dazu, Ihre Ports aus dem Quelltext kompilieren zu lassen, wann immer dies kein Problem darstellt. Alle Eigenschaften, die in diesem Abschnitt präsentiert wurden sind in bsd.java.mk implementiert. Sollten Sie jemals der Meinung sein, dass Ihr Port ausgefeiltere Java-Unterstützung benötigt, schauen Sie bitte erst in das bsd.java.mk CVS Log, weil es normalerweise immer etwas Zeit braucht bis die neuesten Eigenschaften dokumentiert sind. Wenn Sie glauben, dass der fehlende Support auch für viele andere Java Ports nützlich sein könnte, wenden Sie sich bitte an die &a.java;. Obwohl es eine java-Kategorie für Fehlerberichte gibt, bezieht sich diese auf die JDK-Portierungsbemühungen des &os; Java-Projektes. Deshalb sollten Sie Ihren Java-Port in der ports-Kategorie einreichen wie bei jeden anderen Port auch - es sei denn, die Angelegenheit, die Sie zu klären versuchen, steht in Zusammenhang entweder mit einer JDK-Implementierung oder bsd.java.mk. Gleichermaßen gibt es eine definierte Richtlinie für die CATEGORIES eines Java-Ports, die in erklärt wird.
Webanwendungen, Apache und PHP Apache Variablen für Ports, die Apache verwenden USE_APACHE Der Port benötigt Apache. Mögliche Werte: yes (beliebige Version), 1.3, 2.0, 2.2, 2.0+, etc. – Standard ist Version 1.3. WITH_APACHE2 Der Port benötigt Apache 2.0. Ist diese Variable nicht gesetzt, so benötigt der Port Apache 1.3. Diese Variable ist veraltet und sollte nicht mehr verwendet werden. APXS Vollständiger Pfad zu der apxs Binärdatei. Die Variable kann neu gesetzt werden. HTTPD Vollständiger Pfad zu der httpd Binärdatei. Die Variable kann neu gesetzt werden. APACHE_VERSION Beinhaltet die Versionsnummer des aktuell installierten Apache (nur lesbare Variable). Diese Variable ist nach Einbinden der Datei bsd.port.pre.mk verfügbar. Mögliche Werte: 13, 20, 22. APACHEMODDIR Verzeichnis der Apache-Module. Diese Variable wird automatisch in pkg-plist ersetzt. APACHEINCLUDEDIR Verzeichnis der Apache Header-Dateien. Diese Variable wird automatisch in pkg-plist ersetzt. APACHEETCDIR Verzeichnis der Apache-Konfigurationsdateien. Diese Variable wird automatisch in pkg-plist ersetzt.
Nützliche Variablen für Ports von Apache-Modulen MODULENAME Name des Moduls. Standardwert ist PORTNAME. Beispiel: mod_hello SHORTMODNAME Der gekürzte Name des Moduls. Standardmäßig wird der Wert von MODULENAME übernommen. Beispiel: hello AP_FAST_BUILD Verwende apxs zum Kompilieren und Installieren des Moduls. AP_GENPLIST Eine pkg-plist wird automatisch erzeugt. AP_INC Verzeichnis für zusätzliche Header-Dateien, die beim Kompilieren mitverwendet werden. AP_LIB Verzeichnis für zusätzliche Bibliothek-Dateien, welche beim Kompilieren mitverwendet werden. AP_EXTRAS Zusätzliche Flags für apxs.
Webanwendungen Webanwendungen sollten nach PREFIX/www/programmname installiert werden. Der Einfachheit halber ist dieser Pfad sowohl im Makefile als auch in pkg-plist als WWWDIR verfügbar. Der relative Pfad PREFIX ist hingegen im Makefile durch die Variable WWWDIR_REL festgelegt. Der Benutzername und die Benutzergruppe, mit deren Rechte Webanwendungen laufen, sind in WWWOWN und WWWGRP festgelegt. Standardwert ist bei beiden www. Falls ein Port mit anderen Rechten gestartet werden soll, so sollte die Anweisung WWWOWN?= myuser verwendet werden. Dies vereinfacht dem Benutzer eine Anpassung dieser Werte. Falls die Webanwendung nicht explizit Apache benötigt, so sollte dieser auch nicht als Abhängigkeit des Ports aufgeführt werden. Dadurch bleibt es dem Benutzer überlassen Apache oder einen anderen Webserver zu verwenden. PHP Variablen für Ports, die PHP verwenden USE_PHP Der Port benötigt PHP. Der Wert yes bewirkt eine Abhängigkeit des Ports von PHP. Es kann auch eine Liste der benötigten PHP-Erweiterungen angegeben werden. Beispiel: pcre xml gettext DEFAULT_PHP_VER Legt die Version von PHP fest, die standardmäßig installiert wird, falls noch kein PHP vorhanden ist. Standardwert ist 4. Mögliche Werte sind: 4,5 IGNORE_WITH_PHP Der Port funktioniert nicht mit der angegebenen Version von PHP. Mögliche Werte: 4, 5 USE_PHPIZE Der Port wird als PHP-Erweiterung gebaut. USE_PHPEXT Der Port wird wie eine PHP-Erweiterung behandelt – Installation und Eintragung in die PHP-Registry für Erweiterungen. USE_PHP_BUILD Setzt PHP als build-Anhängigkeit. WANT_PHP_CLI Benötigt die Kommandozeilen-Version von PHP. WANT_PHP_CGI Benötigt die CGI-Version von PHP. WANT_PHP_MOD Benötigt das Apache-Modul von PHP. WANT_PHP_SCR Benötigt die Kommandozeilen- oder die CGI-Version von PHP. WANT_PHP_WEB Benötigt das Apache-Modul oder die CGI-Version von PHP.
PEAR Module Das Portieren von PEAR-Modulen ist sehr einfach. Mit Hilfe der Variablen FILES, TESTS, DATA, SQLS, SCRIPTFILES, DOCS und EXAMPLES können die zu installierenden Dateien angegeben werden. Alle aufgeführten Dateien werden automatisch in die jeweiligen Verzeichnisse installiert und der Datei pkg-plist hinzugefügt. Die Datei ${PORTSDIR}/devel/pear/bsd.pear.mk muss am Ende des Makefiles eingebunden werden. Beispiel eines Makefiles für eine PEAR Klasse PORTNAME= Date PORTVERSION= 1.4.3 CATEGORIES= devel www pear MAINTAINER= example@domain.com COMMENT= PEAR Date and Time Zone Classes BUILD_DEPENDS= ${PEARDIR}/PEAR.php:${PORTSDIR}/devel/pear-PEAR RUN_DEPENDS= ${BUILD_DEPENDS} FILES= Date.php Date/Calc.php Date/Human.php Date/Span.php \ Date/TimeZone.php TESTS= test_calc.php test_date_methods_span.php testunit.php \ testunit_date.php testunit_date_span.php wknotest.txt \ bug674.php bug727_1.php bug727_2.php bug727_3.php \ bug727_4.php bug967.php weeksinmonth_4_monday.txt \ weeksinmonth_4_sunday.txt weeksinmonth_rdm_monday.txt \ weeksinmonth_rdm_sunday.txt DOCS= TODO _DOCSDIR= . .include <bsd.port.pre.mk> .include "${PORTSDIR}/devel/pear/bsd.pear.mk" .include <bsd.port.post.mk>
Python benutzen Die Ports unterstützen parallele Installationen mehrerer Python-Versionen. Ports sollten sicherstellen, dass der richtige python-Interpreter verwendet wird – entsprechend der durch den Benutzer definierbaren Variable PYTHON_VERSION. Häufig bedeutet dies, dass der Pfad zum python-Interpreter durch den Wert der Variablen PYTHON_CMD ersetzt werden muss. Ports, die Dateien unter PYTHON_SITELIBDIR installieren, sollten pyXY- als Präfix des Paketnamens haben, sodass in deren Paketname die zugehörige Python Version aufgeführt wird. PKGNAMEPREFIX= ${PYTHON_PKGNAMEPREFIX} Nützliche Variablen für Ports, die Python verwenden USE_PYTHON Der Port benötigt Python. Die minimal benötigte Version kann durch Werte wie 2.3+ angegeben werden. Bereiche von Versionsnummern können durch Angabe der minimalen und maximalen Versionsnummer, getrennt durch einen Gedankenstrich, festgelegt werden, z.B.: 2.1-2.3 USE_PYDISTUTILS Verwende Python-distutils zum Konfigurieren, Kompilieren und Installieren. Dies ist erforderlich, falls der Port eine setup.py-Datei beinhaltet. Dadurch werden die do-build und do-install-Ziele und eventuell auch das do-configure-Ziel übergangen, falls GNU_CONFIGURE nicht definiert ist. PYTHON_PKGNAMEPREFIX Wird als PKGNAMEPREFIX verwendet, um Pakete für unterschiedliche Python-Versionen zu trennen. Beispiel: py24- PYTHON_SITELIBDIR Verzeichnis des site-Pakete Baums, der das Installationsverzeichnis von Python (üblicherweise LOCALBASE) beinhaltet. Die PYTHON_SITELIBDIR-Variable kann sehr nützlich bei der Installation von Python-Modulen sein. PYTHONPREFIX_SITELIBDIR Die präfix-freie Variante von PYTHON_SITELIBDIR. Benutzen Sie immer %%PYTHON_SITELIBDIR%% in pkg-plist, wenn möglich. Der Standardwert von %%PYTHON_SITELIBDIR%% ist lib/python%%PYTHON_VERSION%%/site-packages PYTHON_CMD Kommandozeilen-Interpreter für Python mit Versionsnummer. PYNUMERIC Liste der Abhängigkeiten für numerische Erweiterungen. PYNUMPY Liste der Abhängigkeiten für die neue numerische Erweiterung numpy. (PYNUMERIC ist vom Anbieter als veraltet deklariert) PYXML Liste der Abhängigkeiten für XML-Erweiterungen (wird ab Python 2.0 nicht mehr benötigt, da im Basispaket enthalten). USE_TWISTED Setzt die Abhängigkeit des Ports von twistedCore. Die Liste der erforderlichen Komponenten kann als Wert spezifiziert werden. Beispiel: web lore pair flow USE_ZOPE Setzt Zope, eine Plattform für Webanwendungen, als Abhängigkeit des Ports. Setzt die Versionsabhängigkeit von Python auf 2.3. Setzt ZOPEBASEDIR auf das Verzeichnis, in welches Zope installiert wurde.
Eine vollständige Liste aller verfügbaren Variablen ist in /usr/ports/Mk/bsd.python.mk zu finden.
Emacs benutzen Dieser Abschnitt muss noch geschrieben werden. Ruby benutzen Nützliche Variablen für Ports, die Ruby verwenden Variable Description USE_RUBY Der Port benötigt Ruby. USE_RUBY_EXTCONF Der Port verwendet extconf.rb für die Konfiguration. USE_RUBY_SETUP Der Port verwendet setup.rb für die Konfiguration. RUBY_SETUP Legt den alternativen Namen von setup.rb fest. Üblich ist der Wert install.rb.
Die folgende Tabelle listet ausgewählte Variablen auf, die Portautoren über die Port-Infrastruktur zur Verfügung stehen. Diese Variablen sollten für die Installation von Dateien in die entsprechenden Verzeichnisse verwendet werden. Sie sollten in pkg-plist so häufig wie möglich verwendet und in einem Port nicht neu definiert werden. Ausgewählte read-only-Variablen für Ports, die Ruby verwenden Variable Beschreibung Beispiel RUBY_PKGNAMEPREFIX Wird als PKGNAMEPREFIX verwendet, um Pakete für verschiedene Versionen von Ruby zu unterscheiden. ruby18- RUBY_VERSION Vollständige Version von Ruby in der Form x.y.z. 1.8.2 RUBY_SITELIBDIR Installationsverzeichnis der von der Rechnerarchitektur unabhängigen Bibliotheken. /usr/local/lib/ruby/site_ruby/1.8 RUBY_SITEARCHLIBDIR Installationsverzeichnis der von der Rechnerarchitektur abhängigen Bibliotheken. /usr/local/lib/ruby/site_ruby/1.8/amd64-freebsd6 RUBY_MODDOCDIR Installationsverzeichnis für die Dokumentation der Module. /usr/local/share/doc/ruby18/patsy RUBY_MODEXAMPLESDIR Installationsverzeichnis für die Beispiele der Module. /usr/local/share/examples/ruby18/patsy
Eine vollständige Liste der verfügbarenVariablen kann in /usr/ports/Mk/bsd.ruby.mk eingesehen werden.
SDL verwenden Die Variable USE_SDL wird für die automatische Konfiguration der Abhängigkeiten für Ports benutzt, die auf SDL basierende Bibliotheken wie devel/sdl12 und x11-toolkits/sdl_gui verwenden. Die folgenden SDL-Bibliotheken sind derzeit bekannt: sdl: devel/sdl12 gfx: graphics/sdl_gfx gui: x11-toolkits/sdl_gui image: graphics/sdl_image ldbad: devel/sdl_ldbad mixer: audio/sdl_mixer mm: devel/sdlmm net: net/sdl_net sound: audio/sdl_sound ttf: graphics/sdl_ttf Falls ein Port z.B. von net/sdl_net und audio/sdl_mixer abhängt, so wäre die Syntax: USE_SDL= net mixer Die Abhängigkeit von devel/sdl12, die durch net/sdl_net und audio/sdl_mixer entsteht, wird automatisch zum Port hinzugefügt. Falls USE_SDL im Port verwendet wird, so wird automatisch: die Abhängigkeit von sdl12-config zu BUILD_DEPENDS hinzugefügt die Variable SDL_CONFIG zu CONFIGURE_ENV hinzugefügt die Abhängigkeit der ausgewählten Bibliotheken zu LIB_DEPENDS hinzugefügt Um zu überprüfen, ob die SDL-Bibliotheken verfügbar sind, kann die Variable WANT_SDL verwendet werden: WANT_SDL=yes .include <bsd.port.pre.mk> .if ${HAVE_SDL:Mmixer}!="" USE_SDL+= mixer .endif .include <bsd.port.post.mk> <application>wxWidgets</application> verwenden Dieser Abschnitt beschreibt den Status der wxWidgets-Bibliotheken in den Ports und deren Einbindung in das Ports-System. Einführung Es gibt viele Probleme bei der gleichzeitigen Verwendung unterschiedlicher Versionen von wxWidgets-Bibliotheken (Dateien unterschiedlicher wxWidgets-Versionen haben denselben Dateinamen). In den Ports wurde das Problem dadurch gelöst, dass jede Version unter einem eigenen Namen installiert wird, der die Versionsnummer als Suffix beinhaltet. Der offensichtliche Nachteil dabei ist, dass jede Anwendung so verändert werden muss, dass sie die erwartete Version vorfindet. Die meisten solcher Anwendungen benutzen das wx-config-Skript, um die benötigten Compiler- und Linkerflags zu erhalten. Dieses Skript hat für jede verfügbare Version einen anderen Namen. Die meisten Anwendungen beachten eine Umgebungsvariable oder ein Argument beim configure-Skript, um das gewünschte wx-config-Skript festzulegen. Ansonsten müssen sie gepatcht werden. Auswahl der Version Um festzulegen, welche Version der wxWidgets verwendet werden soll, gibt es zwei Variablen (falls nur eine der beiden definiert wird, so wird die andere auf einen Standardwert gesetzt): Variablen, um die <application>wxWidgets</application>-Version festzulegen Variable Beschreibung Standardwert USE_WX Liste der Versionen, die der Port verwenden kann Alle verfügbaren Versionen USE_WX_NOT Liste der Versionen, die der Port nicht verwenden kann Nichts
Es folgt eine Liste an möglichen wxWidgets-Versionen und deren zugehöriger Port: Verfügbare <application>wxWidgets</application>-Versionen Version Port 2.4 x11-toolkits/wxgtk24 2.6 x11-toolkits/wxgtk26 2.8 x11-toolkits/wxgtk28
Ab Version 2.5 werden auch Versionen in Unicode unterstützt und über einen Unterport mit dem Suffix -unicode installiert. Dies kann aber auch über Variablen gehandhabt werden (siehe ). Die Variablen in können auf einen oder mehrere (durch Leerzeichen getrennt) der folgenden Werte gesetzt werden: Spezifikationen der <application>wxWidgets</application>-Versionen Beschreibung Beispiel Einzelne Version 2.4 Aufsteigende Versionsnummern 2.4+ Absteigende Versionsnummern 2.6- Versionsinterval (muss aufsteigend sein) 2.4-2.6
Desweiteren gibt es Variablen, über die eine bevorzugte Version festgelegt werden kann. Die Versionen können als Liste angegeben werden, wobei die Reihenfolge der Priorisierung entspricht. Variablen zur Festlegung der bevorzugten <application>wxWidgets</application>-Version Name Bestimmt für WANT_WX_VER den Port WITH_WX_VER den Benutzer
Komponentenauswahl Desweiteren gibt es Anwendungen, die nicht direkt wxWidgets-Bibliotheken sind, aber trotzdem mit diesen zusammenhängen. Diese Anwendungen können über die Variable WX_COMPS festgelegt werden. Die folgenden Komponenten sind verfügbar: Verfügbare <application>wxWidgets</application>-Komponenten Name Beschreibung Versionsbeschränkungen wx Hauptbibliothek Nichts contrib Beigesteuerte Bibliothek Nichts python wxPython (Python-Bindungen) 2.4-2.6 mozilla wxMozilla 2.4 svg wxSVG 2.6
Der Typ der Abhängigkeit kann für jede Komponente durch hinzufügen eines Suffix (durch Strichpunkt getrennt) festgelegt werden. Falls der Typ nicht angegeben wird, wird ein Standardwert verwendet (siehe ). Die folgenden Typen sind verfügbar: Verfügbare Typen von <application>wxWidgets</application>-Abhängigkeiten Name Beschreibung build Komponente wird zum Bau benötigt – äquivalent zu BUILD_DEPENDS run Komponente wird zum Ausführen benötigt – äquivalent zu RUN_DEPENDS lib Komponente wird zum Bau und Ausführen benötigt – äquivalent zu LIB_DEPENDS
Die Standardwerte für die einzelnen Komponenten sind in der folgenden Tabelle aufgeführt: Standardtypen der <application>wxWidgets</application>-Abhängigkeiten Komponente Typ der Abhängigkeit wx lib contrib lib python run mozilla lib svg lib
Auswahl von <application>wxWidgets</application>-Komponenten Der folgende Ausschnitt entspricht einem Port, der die wxWidgets-Version 2.4 und die zugehörigen Bibliotheken verwendet. USE_WX= 2.4 WX_COMPS= wx contrib
Unicode Die wxWidgets-Bibliotheken unterstützen Unicode seit der Version 2.5. In den Ports sind beide Versionen verfügbar und können über die folgenden Variablen ausgewählt werden: Variablen, um Unicode in den <application>wxWidgets</application>-Versionen auszuwählen Variable Beschreibung Bestimmt für WX_UNICODE Der Port funktioniert ausschließlich mit der Unicode-Version den Port WANT_UNICODE Der Port funktioniert in beiden Versionen – bevorzugt wird jedoch Unicode den Port WITH_UNICODE Der Port verwendet die Unicode-Version den Benutzer WITHOUT_UNICODE Der Port verwendet, falls unterstützt, die normale Version (falls WX_UNICODE nicht definiert ist) den Benutzer
Die Variable WX_UNICODE darf nicht bei Ports benutzt werden, die sowohl die Version mit als auch ohne Unterstützung für Unicode verwenden können. Falls der Port standardmäßig Unterstützung für Unicode bieten soll, verwenden Sie WANT_UNICODE stattdessen.
Feststellen der installierten Version Um eine bereits installierte Version zu finden, muss WANT_WX definiert werden. Falls diese Variable nicht auf eine bestimmte Versionsnummer gesetzt wird, werden die Komponenten einen Suffix mit der Versionsnummer tragen. Die Variable HAVE_WX wird gesetzt, falls eine installierte Version vorgefunden wurde. Installierte <application>wxWidgets</application>-Versionen und –Komponenten feststellen Der folgende Ausschnitt kann in einem Port verwendet werden, der wxWidgets verwendet, falls es installiert ist, oder falls eine Option dafür ausgewählt wurde. WANT_WX= yes .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITH_WX) || ${HAVE_WX:Mwx-2.4} != "" USE_WX= 2.4 CONFIGURE_ARGS+=--enable-wx .endif Der folgende Ausschnitt kann verwendet werden, um die Unterstützung für wxPython zusätzlich zu der von wxWidgets zu aktivieren (beide in Version 2.6), wenn das installiert ist, oder die Option ausgewählt wurde. USE_WX= 2.6 WX_COMPS= wx WANT_WX= 2.6 .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITH_WXPYTHON) || ${HAVE_WX:Mpython} != "" WX_COMPS+= python CONFIGURE_ARGS+=--enable-wxpython .endif Vordefinierte Variablen Die folgenden Variablen sind in den Ports verfügbar (nachdem sie entsprechend definiert wurden). Vordefinierte Variablen für Ports, die <application>wxWidgets</application> verwenden Name Beschreibung WX_CONFIG Pfad zum wxWidgets wx-config-Skript (mit unterschiedlichem Namen) WXRC_CMD Pfad zum wxWidgets wxrc-Programm (mit unterschiedlichem Namen) WX_VERSION Version der wxWidgets, die verwendet werden soll (z.B. 2.6) WX_UNICODE Falls Unterstützung für Unicode nicht explizit definiert, jedoch verwendet wird, dann wird die Unterstützung automatisch aktiviert.
Verarbeitung in <filename>bsd.port.pre.mk</filename> Falls die Variablen gleich nach dem Importieren von bsd.port.pre.mk benutzt werden sollen, so muss die Variable WX_PREMK definiert werden. Falls WX_PREMK definiert ist, so werden Version, Abhängigkeiten, Komponenten und vordefinierte Variablen nicht geändert, wenn die Variablen des wxWidgets-Ports nach dem Einbinden von bsd.port.pre.mk geändert werden. Verwendung von <application>wxWidgets</application>-Variablen in Kommandos Der folgende Ausschnitt zeigt die Verwendung von WX_PREMK durch Ausführen des wx-config-Skriptes, um die vollständige Version als Zeichenkette zu erhalten, diese dann einer Variablen zuzuweisen und die Variable anschließend einem Programm zu übergeben. USE_WX= 2.4 WX_PREMK= yes .include <bsd.port.pre.mk> .if exists(${WX_CONFIG}) VER_STR!= ${WX_CONFIG} --release PLIST_SUB+= VERSION="${VER_STR}" .endif Die wxWidgets-Variablen können problemlos in Kommandos benutzt werden, falls diese in Targets ohne gesetztes WX_PREMK verwendet werden. Weitere <command>configure</command>-Argumente Einige GNU configure-Skripte können wxWidgets nicht auffinden, falls nur die Umgebungsvariable WX_CONFIG gesetzt ist, sondern benötigen zusätzliche Argumente. Dafür kann die Variable WX_CONF_ARGS benutzt werden. Zulässige Werte für <makevar>WX_CONF_ARGS</makevar> Möglicher Wert Resultierendes Argument absolute --with-wx-config=${WX_CONFIG} relative --with-wx=${X11BASE} --with-wx-config=${WX_CONFIG:T}
Verwendung von <application>Lua</application> Dieser Abschnitt beschreibt den Status der Lua-Bibliotheken in den Ports und deren Einbindung in das Ports System. Einführung Es gibt viele Probleme bei der gleichzeitigen Verwendung unterschiedlicher Versionen von Lua-Bibliotheken (Dateien unterschiedlicher Versionen haben denselben Dateinamen). In den Ports wurde das Problem gelöst, indem jede Version unter einem eigenen Namen mit der Versionsnummer als Suffix installiert wird. Der offensichtliche Nachteil dabei ist, dass jede Anwendung so verändert werden muss, dass sie die erwartete Version vorfindet. Dies kann jedoch durch zusätzliche Flags für Compiler und Linker gelöst werden. Auswahl der Version Um festzulegen, welche Version von Lua verwendet werden soll, gibt es zwei Variablen (falls nur eine der beiden definiert ist, so wird die andere auf einen Standardwert gesetzt): Variablen, um die <application>Lua</application>-Version festzulegen Variable Beschreibung Standardwert USE_LUA Liste der Versionen, welche der Port verwenden kann Alle verfügbaren Versionen USE_LUA_NOT Liste der Versionen, die der Port nicht verwenden kann Nichts
Es folgt eine Liste an möglichen Lua-Versionen und deren zugehöriger Port: Verfügbare <application>Lua</application>-Versionen Version Port 4.0 lang/lua4 5.0 lang/lua50 5.1 lang/lua
Die Variablen in können auf einen oder mehrere (durch Leerzeichen getrennt) der folgenden Werte gesetzt werden: Spezifikationen der <application>Lua</application>-Versionen Beschreibung Beispiel Spezielle Version 4.0 Aufsteigende Versionen 5.0+ Absteigende Versionen 5.0- Versionenintervall (muss aufsteigend sein) 5.0-5.1
Desweiteren gibt es Variablen, über die eine bevorzugte Version festgelegt werden kann. Die Versionen können als Liste angegeben werden, wobei die Reihenfolge der Priorisierung entspricht. Variablen zur Festlegung der bevorzugten <application>Lua</application>-Version Name Bestimmt für WANT_LUA_VER den Port WITH_LUA_VER den Benutzer
Auswahl der <application>Lua</application>-Version Der folgende Ausschnitt entspricht einem Port, der Lua in den Versionen 5.0 oder 5.1 verwenden kann und standardmäßig 5.0 verwendet. Diese Einstellung kann durch die benutzerdefinierte Variable WITH_LUA_VER überschrieben werden. USE_LUA= 5.0-5.1 WANT_LUA_VER= 5.0
Komponentenauswahl Desweiteren gibt es Anwendungen, die nicht direkt Lua-Bibliotheken sind, aber trotzdem mit diesen zusammenhängen. Diese Anwendungen können über die Variable LUA_COMPS festgelegt werden. Die folgenden Komponenten sind verfügbar: Verfügbare <application>Lua</application>-Komponenten Name Beschreibung Versionseinschränkungen lua Hauptbibliothek Keine tolua Bibliothek für die Unterstützung von C/C++-Code 4.0-5.0 ruby Ruby-Bindungen 4.0-5.0
Es gibt weitere Komponenten, die jedoch Module für den Interpreter sind und nicht von Anwendungen benutzt werden (nur von anderen Modulen). Der Typ der Abhängigkeit kann für jede Komponente durch Hinzufügen eines Suffix (durch Strichpunkt getrennt) festgelegt werden. Falls der Typ nicht angegeben wird, wird ein Standardwert verwendet (siehe ). Die folgenden Typen sind verfügbar: Verfügbare Typen von <application>Lua</application>-Abhängigkeiten Name Beschreibung build Komponente wird zum Bau benötigt – äquivalent zu BUILD_DEPENDS run Komponente wird zum Ausführen benötigt – äquivalent zu RUN_DEPENDS lib Komponente wird zum Bau und zum Ausführen benötigt – äquivalent zu LIB_DEPENDS
Die Standardwerte für die einzelnen Komponenten sind in der folgenden Tabelle aufgeführt: Standardtypen für <application>Lua</application>-Abhängigkeiten Komponente Typ der Abhängigkeit lua lib für 4.0-5.0 (shared) und build für 5.1 (static) tolua build (static) ruby lib (shared)
Auswahl von <application>Lua</application>-Komponenten Der folgende Ausschnitt entspricht einem Port, welcher die Lua-Version 4.0 und die zugehörigen Ruby-Bindungen verwendet. USE_LUA= 4.0 LUA_COMPS= lua ruby
Feststellen der installierten Version Um eine bereits installierte Version zu finden, muss WANT_LUA definiert werden. Falls diese Variable nicht auf eine bestimmte Versionsnummer gesetzt wird, werden die Komponenten einen Suffix mit der Versionsnummer tragen. Die Variable HAVE_LUA wird gesetzt, falls eine installierte Version vorgefunden wurde. Installierte <application>Lua</application>-Versionen und– Komponenten feststellen Der folgende Ausschnitt kann in einem Port verwendet werden, der Lua benutzt, falls es installiert ist oder eine Option dafür ausgewählt wurde. WANT_LUA= yes .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITH_LUA5) || ${HAVE_LUA:Mlua-5.[01]} != "" USE_LUA= 5.0-5.1 CONFIGURE_ARGS+=--enable-lua5 .endif Der folgende Ausschnitt kann verwendet werden, um die Unterstützung für tolua zusätzlich zu der von Lua zu aktivieren (beide in Version 4.0), wenn dies installiert ist oder die Option ausgewählt wurde. USE_LUA= 4.0 LUA_COMPS= lua WANT_LUA= 4.0 .include <bsd.port.pre.mk> .if defined(WITH_TOLUA) || ${HAVE_LUA:Mtolua} != "" LUA_COMPS+= tolua CONFIGURE_ARGS+=--enable-tolua .endif Vordefinierte Variablen Die folgenden Variablen sind in den Ports verfügbar (nachdem sie entsprechend definiert wurden). Vordefinierte Variablen für Ports, die <application>Lua</application> verwenden Name Beschreibung LUA_VER Die Lua-Version, die verwendet wird (z.B. 5.1) LUA_VER_SH Die Hauptversion für shared-Lua-Bibliotheken (z.B. 1) LUA_VER_STR Die Lua-Version ohne die Punkte (z.B. 51) LUA_PREFIX Der Präfix, unter dem Lua (und Komponenten) installiert ist LUA_SUBDIR Das Verzeichnis unter ${PREFIX}/bin, ${PREFIX}/share und ${PREFIX}/lib, in welchem Lua installiert ist LUA_INCDIR Das Verzeichnis, in dem Lua- und tolua-Header-Dateien installiert sind LUA_LIBDIR Das Verzeichnis, in dem Lua– und tolua-Bibliotheken installiert sind LUA_MODLIBDIR Das Verzeichnis, in dem Lua Modul-Bibliotheken (.so) installiert sind LUA_MODSHAREDIR Das Verzeichnis, in dem Lua-Module (.lua) installiert sind LUA_PKGNAMEPREFIX Der Paketnamen-Präfix, der von Lua-Modulen verwendet wird LUA_CMD Das Verzeichnis, in dem der Lua-Interpreter liegt LUAC_CMD Das Verzeichnis, in dem der Lua-Compiler liegt TOLUA_CMD Das Verzeichnis, in dem das tolua-Programm liegt
Einem Port mitteilen, in welchem Verzeichnis <application>Lua</application> liegt Der folgende Ausschnitt zeigt, wie einem Port, welcher ein configure-Skript verwendet, mitgeteilt werden kann, wo die Lua-Header-Dateien und Bibliotheken liegen. USE_LUA= 4.0 GNU_CONFIGURE= yes CONFIGURE_ENV= CPPFLAGS="-I${LUA_INCDIR}" LDFLAGS="-L${LUA_LIBDIR}"
Verarbeitung in <filename>bsd.port.pre.mk</filename> Falls die Variablen gleich nach dem Einbinden von bsd.port.pre.mk benutzt werden sollen, so muss die Variable LUA_PREMK definiert werden. Falls LUA_PREMK definiert ist, so werden Version, Abhängigkeiten, Komponenten und vordefinierte Variablen nicht geändert, wenn die Variablen des Lua-Ports nach dem Einbinden von bsd.port.pre.mk geändert werden. Verwendung von <application>Lua</application>-Variablen in Kommandos Der folgende Ausschnitt zeigt die Verwendung von LUA_PREMK durch Ausführen des Lua-Interpreters, um die vollständige Version als Zeichenkette zu erhalten, diese dann einer Variablen zuzuweisen und die Variable schließlich einem Programm zu übergeben. USE_LUA= 5.0 LUA_PREMK= yes .include <bsd.port.pre.mk> .if exists(${LUA_CMD}) VER_STR!= ${LUA_CMD} -v CFLAGS+= -DLUA_VERSION_STRING="${VER_STR}" .endif Die Lua-Variablen können problemlos in Befehlen benutzt werden, falls diese in Targets ohne gesetztes LUA_PREMK verwendet werden.
Xfce verwenden Die USE_XFCE-Variable wird für die automatische Konfiguration der Abhängigkeiten eingesetzt, welche die Xfce-Basisbibliotheken oder Anwendungen wie x11-toolkits/libxfce4gui und x11-wm/xfce4-panel verwenden. Die folgenden Xfce-Bibliotheken und -Anwendungen werden derzeit unterstützt: libexo: x11/libexo libgui: x11-toolkits/libxfce4gui libutil: x11/libxfce4util libmcs: x11/libxfce4mcs mcsmanager: sysutils/xfce4-mcs-manager panel: x11-wm/xfce4-panel thunar: x11-fm/thunar wm: x11-wm/xfce4-wm xfdev: dev/xfce4-dev-tools Die folgenden zusätzlichen Parameter werden unterstützt: configenv: Benutzen Sie dies, wenn Ihr Port eine speziell angepasste CONFIGURE_ENV-Variable benötigt, um seine erforderlichen Bibliotheken zu finden. -I${LOCALBASE}/include -L${LOCALBASE}/lib wird CPPFLAGS hinzugefügt und ergibt CONFIGURE_ENV. Wenn also ein Port von sysutils/xfce4-mcs-manager abhängt und die speziellen CPPFLAGS in seiner configure-Umgebung verlangt, dann würde die Syntax wie folgt aussehen: USE_XFCE= mcsmanager configenv Starten und Anhalten von Diensten (rc Skripten) rc.d-Skripten werden zum Starten von Diensten während des Systemstarts verwendet und um den Administratoren einen Standardweg zum Anhalten und Starten von Diensten zu bieten. Ports halten sich an dieses systemweite rc.d-Framework. Details zu deren Benutzung können im rc.d Kapitel des Handbuchs nachgelesen werden. Ausführliche Beschreibungen der verfügbaren Befehle stehen in &man.rc.8; und &man.rc.subr.8;. Desweiteren gibt es einen Artikel zu praktischen Aspekten bezüglich rc.d-Skripten. Ein oder mehrere rc-Skripten können installiert werden mittels: USE_RC_SUBR= doormand Skripten müssen im Unterverzeichnis files abgelegt und jeder Skript-Datei muss ein .in-Suffix hinzugefügt werden. Der einzige Unterschied zu einem rc.d-Skript aus dem Basissystem ist, dass die Zeile . /etc/rc.subr in . %%RC_SUBR%% umbenannt werden muss, da ältere Versionen von &os; die Datei /etc/rc.subr nicht besitzen. Standarderweiterungen wie SUB_LIST werden ebenfalls unterstützt. Die Verwendung von %%PREFIX%%, %%LOCALBASE%% und %%X11BASE%% wird dringend empfohlen. Näheres zu SUB_LIST kann im zugehörigen Kapitel nachgelesen werden. Für &os;-Versionen, die älter als 6.1-RELEASE sind, ist die Integration mittels &man.rcorder.8; möglich, indem USE_RCORDER anstatt USE_RC_SUBR verwendet wird. Die Verwendung dieser Methode wird aber nicht mehr empfohlen. Seit &os; 6.1-RELEASE sind lokale rc.d-Skripten (inklusive der durch Ports installierten) im allgemeinen &man.rcorder.8; des Basissystems. Beispiel eines einfachen rc.d-Skripts: #!/bin/sh # PROVIDE: doormand # REQUIRE: LOGIN # # Add the following lines to /etc/rc.conf.local or /etc/rc.conf # to enable this service: # # doormand_enable (bool): Set to NO by default. # Set it to YES to enable doormand. # doormand_config (path): Set to %%PREFIX%%/etc/doormand/doormand.cf # by default. # . %%RC_SUBR%% name="doormand" rcvar=${name}_enable command=%%PREFIX%%/sbin/${name} pidfile=/var/run/${name}.pid load_rc_config $name : ${doormand_enable="NO"} : ${doormand_config="%%PREFIX%%/etc/doormand/doormand.cf"} command_args="-p $pidfile -f $doormand_config" run_rc_command "$1" Für die Wertzuweisung von Variablen sollte "=" anstatt ":=" verwendet werden, da bei Ersterem nur auf einen Standardwert gesetzt wird, wenn die Variable vorher noch nicht gesetzt war, und bei Letzterem dieser gesetzt wird, auch wenn der Wert vorher Null gewesen ist. Ein Benutzer kann durchaus einen Ausdruck wie doormand_flags="" in seiner rc.conf.local-Datei stehen haben, und eine Variablenzuweisung mittels ":=" würde in diesem Fall die Benutzerdefinition überschreiben. Der Suffix des rc-Skriptes wird durch RC_SUBR_SUFFIX für die weitere Verwendung im Makefile des Ports bereitgestellt. Aktuelle Versionen von &os; fügen keinen Suffix den Skriptnamen hinzu im Gegensatz zu ältere Versionen, die dies mit dem Suffix .sh taten. Es sollten keine weiteren Skripten mit der .sh-Endung hinzugefügt werden. Irgendwann wird es ein Massenumbenennen aller Skripten im Repository geben, die immer noch diese Endung haben. Anhalten und Deinstallieren von Diensten Es ist möglich, dass ein Dienst während der Deinstallation automatisch angehalten wird. Es wird empfohlen dieses Verhalten nur zu implementieren, wenn es unbedingt erforderlich ist zuerst den Dienst anzuhalten und dann die Dateien zu entfernen. Normalerweise sollte es dem Administrator überlassen werden, ob ein Dienst durch Deinstallieren angehalten werden soll. Dies betrifft auch den Vorgang des Aktualisierens. Der Datei pkg-plist sollte eine Zeile wie folgt zugefügt werden: @stopdaemon doormand Das Argument muss dabei mit dem Inhalt der USE_RC_SUBR-Variablen übereinstimmen.
Fortgeschrittene <filename>pkg-plist</filename>-Methoden Änderungen an <filename>pkg-plist</filename> mit Hilfe von make-Variablen Einige Ports, insbesondere die p5--Ports, müssen, abhängig von ihren Konfigurationsoptionen (oder im Falle der p5-Ports von der perl-Version), die pkg-plist verändern. Um dies zu vereinfachen, werden für jeden Eintrag in pkg-plist die Variablen %%OSREL%%, %%PERL_VER%% und %%PERL_VERSION%% durch die jeweiligen Werte ersetzt. Der Wert von %%OSREL%% ist die Revisionsnummer des Betriebssystems (z.B. 4.9). %%PERL_VERSION%% gibt die vollständige Versionsnummer von perl (z.B. 5.00502) und %%PERL_VER%% die Versionsnummer ohne Patchlevel (z.B. 5.005) an. Weitere, die Dokumentationsdateien des Ports betreffende %%VARS%%, werden im entsprechenden Abschnitt erläutert. Falls Sie weitere Ersetzungen von Variablen durchführen müssen, können Sie in der Variable PLIST_SUB eine Liste von VAR=VALUE-Paaren angeben, wobei in der pkg-plist %%VAR%% durch VALUE ersetzt wird. Wenn Sie z.B. einen Port haben, der viele Dateien in ein versionsspezifisches Unterverzeichnis installiert, dann können Sie etwas wie OCTAVE_VERSION= 2.0.13 PLIST_SUB= OCTAVE_VERSION=${OCTAVE_VERSION} in das Makefile schreiben und %%OCTAVE_VERSION%% verwenden, unabhängig davon, wo die Variable in pkg-plist verwendet wird. In diesem Fall müssen Sie bei einem Upgrade des Ports nicht dutzende (oder manchmal sogar hunderte) Zeilen in pkg-plist anpassen. Diese Ersetzung (ebenso wie das Hinzufügen weiterer Manualpages) wird zwischen den pre-install- und do-install-Targets ausgeführt, indem aus PLIST gelesen und in TMPPLIST geschrieben wird (Standard: WRKDIR/.PLIST.mktmp). Falls Ihr Port also PLIST während dem Erstellen generiert, so sollte dies vor oder in pre-install geschehen. Muss Ihr Port die resultierende Datei verändern, so sollte dies in post-install mit der Ausgabedatei TMPPLIST erfolgen. Eine weitere Möglichkeit, die Paketliste eines Ports zu verändern, besteht darin die Variablen PLIST_FILES und PLIST_DIRS zu setzen. Der Wert jeder der beiden Variablen stellt eine Liste von Pfadnamen dar, die zusammen mit dem Inhalt von PLIST in TMPPLIST geschrieben wird. Dabei unterliegen die Namen in PLIST_FILES und PLIST_DIRS der weiter oben beschriebenen Substitution von %%VAR%%. Die Namen aus PLIST_FILES werden ansonsten unverändert in die endgültige Paketliste übernommen, während den Namen aus PLIST_DIRS noch der Wert von @dirrm vorangestellt wird. Damit die Verwendung von PLIST_FILES und PLIST_DIRS überhaupt möglich ist, müssen diese gesetzt werden, bevor TMPPLIST geschrieben wird – z.B. in pre-install oder vorher. Leere Verzeichnisse Aufräumen leerer Verzeichnisse Bitte sorgen Sie dafür, dass ihre Ports bei der Deinstallation leere Verzeichnisse löschen. Dazu wird für jedes Verzeichnis, das der Port erzeugt hat, eine @dirrm-Zeile angegeben. Um ein Verzeichnis zu löschen müssen Sie zuerst dessen Unterverzeichnisse entfernen. : lib/X11/oneko/pixmaps/cat.xpm lib/X11/oneko/sounds/cat.au : @dirrm lib/X11/oneko/pixmaps @dirrm lib/X11/oneko/sounds @dirrm lib/X11/oneko Es kann allerdings auch vorkommen, dass @dirrm Fehler ausgibt, da andere Ports ein Verzeichnis ebenfalls nutzen. Deshalb können Sie @dirrmtry verwenden, um nur Verzeichnisse zu löschen, die wirklich leer sind, und damit Warnhinweise vermeiden. @dirrmtry share/doc/gimp Dadurch wird es weder eine Fehlermeldung geben noch wird &man.pkg.delete.1; abnormal beendet werden - auch dann nicht, wenn ${PREFIX}/share/doc/gimp nicht leer ist, da andere Ports hier ebenfalls Dateien installiert haben. Erstellen leerer Verzeichnisse Um leere Verzeichnisse während der Installation eines Ports zu erstellen, bedarf es etwas Aufmerksamkeit. Diese Verzeichnisse werden nicht erstellt, wenn das Paket installiert wird, da Pakete nur die Dateien speichern und &man.pkg.add.1; nur die Verzeichnisse erstellt, die dafür benötigt werden. Um sicher zu gehen, dass das leere Verzeichnis erstellt wird, wenn ein Paket installiert wird, muss die folgende Zeile in pkg-plist über der entsprechenden @dirrm Zeile eingetragen werden: @exec mkdir -p %D/share/foo/templates Konfigurationsdateien Sollte Ihr Port Konfigurationsdateien in PREFIX/etc benötigen, so sollten Sie diese nicht einfach installieren und in pkg-plist auflisten. Dies würde &man.pkg.delete.1; veranlassen, diese Dateien zu löschen, selbst wenn wenn sie vom Benutzer editiert wurden. Stattdessen sollten Beispieldateien mit einem entsprechenden Suffix (beispielsweise filename.sample) versehen werden. Ist die Konfigurationsdatei nicht vorhanden, so sollte die Beispieldatei an deren Platz kopiert werden. Bei der Deinstallation sollte die Konfigurationsdatei gelöscht werden, aber nur, wenn sie nicht vom Benutzer verändert wurde. Das alles muss sowohl im Makefile des Ports als auch in der pkg-plist (für die Installation aus einem Paket) sichergestellt werden. Beispiel aus einem Makefile: post-install: @if [ ! -f ${PREFIX}/etc/orbit.conf ]; then \ ${CP} -p ${PREFIX}/etc/orbit.conf.sample ${PREFIX}/etc/orbit.conf ; \ fi Beispiel aus einer pkg-plist: @unexec if cmp -s %D/etc/orbit.conf.sample %D/etc/orbit.conf; then rm -f %D/etc/orbit.conf; fi etc/orbit.conf.sample @exec if [ ! -f %D/etc/orbit.conf ] ; then cp -p %D/%F %B/orbit.conf; fi Wahlweise können Sie auch eine Nachricht ausgegeben lassen, in der Sie den Nutzer auffordern, die Datei an die richtige Stelle zu kopieren und zu bearbeiten, bevor das Programm ausgeführt werden kann. Dynamische oder statische Paketliste Eine statische Paketliste ist eine Paketliste, die in der Ports-Sammlung, entweder in Form der pkg-plist (mit oder ohne der Ersetzung von Variablen) oder durch PLIST_FILES und PLIST_DIRS im Makefile eingebettet, verfügbar ist. Selbst wenn der Inhalt durch ein Werkzeug oder ein Target im Makefile automatisch erzeugt wird, bevor die Datei von einem Committer in die Ports-Sammlung aufgenommen wird, so ist dies immer noch eine statische Liste, da es möglich ist den Dateiinhalt zu betrachten ohne ein Distfile Herunterladen oder Kompilieren zu müssen. Eine dynamische Paketliste ist eine Paketliste, die beim Kompilieren des Ports erstellt wird, abhängig davon, welche Dateien und Verzeichnisse installiert werden. Es ist nicht möglich diese Liste zu betrachten, bevor der Quelltext heruntergeladen und kompiliert oder nachdem ein make clean ausgeführt wurde. Der Einsatz dynamischer Paketlisten ist zwar nicht untersagt, aber Sie sollten, wann immer das möglich ist, statische Paketlisten verwenden, da die Nutzer dann &man.grep.1; auf alle verfügbaren Ports anwenden können, um z.B. herauszufinden, von welchem eine bestimmte Datei installiert wurde. Dynamische Paketlisten sollten für komplexe Ports verwendet werden, bei denen sich die Liste abhängig von den gewählten Funktionen sehr stark ändern kann (wodurch die Pflege von statischen Listen unmöglich wird), oder Ports, welche die Paketliste abhängig von den Versionen verwendeter Abhängigkeiten verändern (z.B. Ports, die Ihre Dokumentation mit Javadoc erzeugen). Maintainer, die dynamische Paketlisten bevorzugen, werden dazu aufgefordert, neue Targets zu Ihren Ports hinzuzufügen, welche die pkg-plist-Datei erzeugen, sodass Benutzer den Inhalt überprüfen können. Automatisiertes Erstellen von Paketlisten Als Erstes sollten Sie sich vergewissern, dass der Port bis auf pkg-plist vollständig ist. Als Nächstes erstellen Sie einen temporären Verzeichnisbaum, in welchem Ihr Port installiert werden kann, und installieren Sie alle Abhängigkeiten. &prompt.root; mkdir /var/tmp/$(make -V PORTNAME) &prompt.root; mtree -U -f $(make -V MTREE_FILE) -d -e -p /var/tmp/$(make -V PORTNAME) &prompt.root; make depends PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME) Speichern Sie die Verzeichnisstruktur in einer neuen Datei. &prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * -type d) | sort > OLD-DIRS Erstellen Sie eine leere pkg-plist-Datei: &prompt.root; :>pkg-plist Wenn Ihr Port auf PREFIX achtet (was er machen sollte), so kann der Port nun installiert und die Paketliste erstellt werden. &prompt.root; make install PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME) &prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * \! -type d) | sort > pkg-plist Sie müssen auch alle neu erstellten Verzeichnisse in die Paketliste aufnehmen. &prompt.root; (cd /var/tmp/$(make -V PORTNAME) && find -d * -type d) | sort | comm -13 OLD-DIRS - | sort -r | sed -e 's#^#@dirrm #' >> pkg-plist Zu guter Letzt muss die Paketliste noch manuell aufgeräumt werden - es funktioniert eben nicht alles automatisch. Manualpages sollten im Makefile des Ports unter MANn aufgeführt sein und nicht in der Paketliste. Konfigurationsdateien des Benutzers sollten entfernt oder als filename.sample installiert werden. Die info/dir-Datei sollte nicht aufgeführt sein und die zugehörigen install-info-Zeilen sollten hinzugefügt werden, wie im info files-Abschnitt beschrieben. Alle Bibliotheken, die der Port installiert, sollten aufgelistet werden, wie es im Shared Libraries-Abschnitt festgelegt ist. Alternativ dazu können Sie das plist-Skript in /usr/ports/Tools/scripts/ verwenden, um die Paketliste automatisch zu erstellen. Der erste Schritt ist derselbe wie oben: Nehmen Sie die ersten drei Zeilen, also mkdir, mtree und make depends. Installieren und bauen Sie dann den Port: &prompt.root; make install PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME) Und lassen Sie plist die pkg-plist-Datei erstellen: &prompt.root; /usr/ports/Tools/scripts/plist -Md -m $(make -V MTREE_FILE) /var/tmp/$(make -V PORTNAME) > pkg-plist Die Paketliste muss immer noch von Hand aufgeräumt werden, wie es oben erklärt wurde. Die <filename>pkg-<replaceable>*</replaceable></filename> Dateien Es gibt noch einige Tricks mit pkg-*, die wir noch nicht erwähnt haben, die aber oft sehr praktisch sind. <filename>pkg-message</filename> Wenn Sie dem Anwender bei der Installation weitere Informationen anzeigen wollen, so können Sie diese Nachricht in pkg-message speichern. Diese Vorgehensweise ist oft nützlich, um zusätzliche Schritte anzuzeigen, die nach &man.pkg.add.1; durchgeführt werden müssen. Dadurch können Sie auch Lizenzinformationen darstellen. Wollen Sie nur ein paar Zeilen über die Einstellungen zum Erstellen des Ports oder Warnungen ausgeben, benutzen Sie ECHO_MSG. pkg-message ist nur für Schritte nach der Installation vorgesehen. Sie sollten den Unterschied zwischen ECHO_MSG und ECHO_CMD beachten: Ersteres wird benutzt, um Informationen auf dem Bildschirm auszugeben, während Letzteres für Kommando-Pipelining bestimmt ist. Ein gutes Beispiel für die Benutzung der beiden Befehle ist in shells/bash2/Makefile zu finden: update-etc-shells: @${ECHO_MSG} "updating /etc/shells" @${CP} /etc/shells /etc/shells.bak @( ${GREP} -v ${PREFIX}/bin/bash /etc/shells.bak; \ ${ECHO_CMD} ${PREFIX}/bin/bash) >/etc/shells @${RM} /etc/shells.bak Die pkg-message wird nicht zur pkg-plist hinzugefügt. Sie wird auch nicht automatisch angezeigt, falls ein Anwender den Port installiert. Sie müssen also die Ausgabe selbst im post-install-Ziel des Make-Vorgangs veranlassen. <filename>pkg-install</filename> Sollte es nötig sein, dass Ihr Port bei der Installation des Binärpakets mit &man.pkg.add.1; Befehle ausführt, können Sie das Skript pkg-install benutzen. Dieses Skript wird automatisch dem Paket hinzugefügt und zweimal von &man.pkg.add.1; ausgeführt: Zuerst als ${SH} pkg-install ${PKGNAME} PRE-INSTALL und beim zweiten Mal als ${SH} pkg-install ${PKGNAME} POST-INSTALL. $2 kann also getestet werden, um festzustellen, in welchem Modus das Skript ausgeführt wird. Die Umgebungsvariable PKG_PREFIX wird auf das Verzeichnis gesetzt, in welches das Paket installiert wird. Siehe &man.pkg.add.1; für weiterführende Informationen. Das Skript wird nicht automatisch ausgeführt, wenn Sie den Port mit make install installieren. Wenn Sie es ausführen lassen wollen, dann müssen Sie es im Makefile aufrufen: PKG_PREFIX=${PREFIX} ${SH} ${PKGINSTALL} ${PKGNAME} PRE-INSTALL. <filename>pkg-deinstall</filename> Dieses Skript wird ausgeführt, wenn ein Paket deinstalliert wird. Es wird zweimal von &man.pkg.delete.1; aufgerufen. Das erste Mal als ${SH} pkg-deinstall ${PKGNAME} DEINSTALL und dann als ${SH} pkg-deinstall ${PKGNAME} POST-DEINSTALL. <filename>pkg-req</filename> Muss Ihr Port entscheiden, ob er installiert werden soll oder nicht, können Sie ein pkg-req-Bedingungsskript verwenden. Dieses wird automatisch bei der Installation/ Deinstallation aufgerufen, um zu entscheiden, ob die Installation/ Deinstallation fortgesetzt werden soll. Das Skript wird während der Installation von &man.pkg.add.1; als pkg-req ${PKGNAME} INSTALL aufgerufen. Bei der Deinstallation wird es von &man.pkg.delete.1; als pkg-req ${PKGNAME} DEINSTALL ausgeführt. Ändern der Namen der <filename>pkg-<replaceable>*</replaceable></filename> Dateien Alle Namen der pkg-* Dateien werden durch Variablen festgelegt. Sie können sie bei Bedarf also im Makefile des Ports ändern. Das ist besonders nützlich, wenn Sie die gleichen pkg-* Dateien in mehreren Ports nutzen oder in eine der oben genannten Dateien schreiben wollen. Schreiben Sie niemals außerhalb des Unterverzeichnisses WRKDIR pkg-*, eine Erklärung hierzu finden Sie in Schreiben ausserhalb von WRKDIR. Hier ist eine Liste von Variablennamen und ihren Standardwerten (PKGDIR ist standardmäßig ${MASTERDIR}). Variable Standardwert DESCR ${PKGDIR}/pkg-descr PLIST ${PKGDIR}/pkg-plist PKGINSTALL ${PKGDIR}/pkg-install PKGDEINSTALL ${PKGDIR}/pkg-deinstall PKGREQ ${PKGDIR}/pkg-req PKGMESSAGE ${PKGDIR}/pkg-message Bitte benutzen Sie diese Variablen anstatt PKG_ARGS zu ändern. Wenn Sie PKG_ARGS modifizieren, werden diese Dateien bei der Installation des Ports nicht korrekt in /var/db/pkg installiert. Nutzung von <makevar>SUB_FILES</makevar> und <makevar>SUB_LIST</makevar> Die Variablen SUB_FILES und SUB_LIST sind nützlich, um dynamische Werte in Port-Dateien zu verwenden, wie beispielsweise der Installations-PREFIX in pkg-message. Die Variable SUB_FILES enthält eine Liste von Dateien, die automatisch verändert werden. Jede Datei in SUB_FILES muss ein entsprechendes Pendant datei.in im Verzeichnis FILESDIR haben. Die modifizierte Version wird in WRKDIR angelegt. Dateien, die als Werte von USE_RC_SUBR (oder veraltet in USE_RCORDER) gespeichert werden, werden automatisch zu SUB_FILES hinzugefügt. Für die Dateien pkg-message, pkg-install, pkg-deinstall und pkg-req werden die jeweiligen Makefile-Variablen selbsttätig auf die geänderte Version der Datei gesetzt. Die Variable SUB_LIST ist eine Liste von VAR=WERT-Paaren. Jedes Paar %%VAR%% in den Dateien von SUB_FILES wird mit WERT ersetzt. Einige gebräuchliche Paare werden automatisch definiert: PREFIX, LOCALBASE, X11BASE, DATADIR, DOCSDIR, EXAMPLESDIR. Jede Zeile, die mit @comment beginnt, wird nach der Variablen-Ersetzung aus der neu erstellten Datei gelöscht. Im folgenden Beispiel wird %%ARCH%% mit der Systemarchitektur in pkg-message ersetzt: SUB_FILES= pkg-message SUB_LIST= ARCH=${ARCH} Beachten Sie bitte, dass in diesem Beispiel die Datei pkg-message.in im Verzeichnis FILESDIR vorhanden sein muss. Hier ein Beispiel für eine gute pkg-message.in: Now it is time to configure this package. Copy %%PREFIX%%/share/examples/putsy/%%ARCH%%.conf into your home directory as .putsy.conf and edit it. Ihren Port testen <command>make describe</command> ausführen Einige der &os;-Werkzeuge zur Pflege von Ports, wie zum Beispiel &man.portupgrade.1;, verwenden eine Datenbank names /usr/ports/INDEX, welche Eigenschaften, wie z.B. Port-Abhängigkeiten, verfolgt. INDEX wird vom Makefile der höchsten Ebene, ports/Makefile, mittels make index erstellt, welches in das Unterverzeichnis jedes Ports wechselt und dort make describe ausführt. Wenn also make describe bei einem Port fehlschlägt, kann INDEX nicht generiert werden und schnell werden viele Leute darüber unzufrieden sein. Es ist wichtig diese Datei erzeugen zu können, unabhängig davon, welche Optionen in make.conf vorhanden sind. Bitte vermeiden Sie es daher beispielsweise .error-Anweisungen zu benutzen, wenn zum Beispiel eine Abhängigkeit nicht erfüllt wird (Lesen Sie dazu bitte ). Wenn make describe eine Zeichenkette anstatt einer Fehlermeldung erzeugt, sind Sie wahrscheinlich auf der sicheren Seite. Vergleichen Sie die erzeugte Zeichenkette mit bsd.port.mk, um mehr über deren Bedeutung zu erfahren. Beachten Sie bitte außerdem, dass die Benutzung einer aktuellen Version von portlint (wie im nächsten Abschnitt beschrieben) automatisch make describe startet. Portlint Bitte überprüfen Sie Ihre Arbeit stets mit portlint, bevor Sie diese einreichen oder committen. portlint warnt Sie bei häufigen Fehlern, sowohl funktionaler als auch stilistischer Natur. Für einen neuen (oder repokopierten) Port ist portlint -A die gründlichste Variante; für einen bereits existierenden Port ist portlint -C ausreichend. Da portlint heuristische Methoden zur Fehlersuche benutzt, kann es vorkommen, dass Warnungen für Fehler erzeugt werden, die keine sind. Gelegentlich kann etwas, das als Problem angezeigt wird, aufgrund von Einschränkungen im Port-System nicht anders gelöst werden. Wenn es Zweifel gibt, fragen Sie am besten auf &a.ports; nach. Port Tools Das Programm ports-mgmt/porttools ist Teil der Ports-Sammlung. port ist das Front-End-Skript, das Ihnen dabei behilflich sein kann Ihre Arbeit als Tester zu vereinfachen. Um einen neuen Port zu testen oder einen bereits bestehenden Port zu aktualisieren, können Sie port test verwenden, damit die Tests, inklusive der portlint-Überprüfung, durchgeführt werden. Dieser Befehl spürt ausserdem alle nicht in pkg-plist enthaltenen Dateien auf und gibt eine Liste dieser aus. Hier ein Beispiel: &prompt.root; port test /usr/ports/net/csup <makevar>PREFIX</makevar> und <makevar>DESTDIR</makevar> PREFIX bestimmt, an welche Stelle der Port installiert werden soll. In der Regel ist dies/usr/local oder /opt. Benutzer können PREFIX setzen, wie sie wollen. Ihr Port muss sich an diese Variable halten. DESTDIR, wenn es vom Benutzer gesetzt wird, bestimmt die alternative Umgebung (in der Regel eine Jail oder ein installiertes System, welches an anderer Stelle als / eingehängt ist). Ein Port wird unter DESTDIR/PREFIX installiert und registriert sich in der Paket-Datenbank unter DESTDIR/var/db/pkg. Da DESTDIR mittels eines &man.chroot.8;-Aufrufs vom Ports-System automatisch gesetzt wird, brauchen Sie keine Änderungen oder besondere Pflege für DESTDIR-konforme Ports. Der Wert von PREFIX wird auf LOCALBASE gesetzt (Standard ist /usr/local). Falls USE_X_PREFIX oder USE_IMAKE gesetzt ist, wird PREFIX X11BASE entsprechen (aus Kompatiblitätsgründen standardmäßig LOCALBASE, das in Zukunft aber komplett verschwinden wird). Falls USE_LINUX_PREFIX gesetzt ist, wird PREFIX LINUXBASE annehmen (Standard ist /compat/linux). Die Vermeidung der hart kodierten Angaben von /usr/local oder /usr/X11R6 im Quelltext wird den Port viel flexibler machen und erleichtert es die Anforderungen anderer Einsatzorte zu erfüllen. Für X-Ports, die imake benutzen, geschieht dies automatisch; andernfalls kann dies erreicht werden, indem alle Angaben von /usr/local (oder /usr/X11R6 für X-Ports, die nicht imake benutzen) in den verschiedenen Makefiles im Port ersetzt werden, um ${PREFIX} zu lesen, da diese Variable automatisch an jede Stufe des Build- und Install-Prozesses übergeben wird. Vergewissern Sie sich bitte, dass Ihre Anwendung nichts unter /usr/local an Stelle von PREFIX installiert. Um dies festzustellen, können Sie folgendes machen: &prompt.root; make clean; make package PREFIX=/var/tmp/$(make -V PORTNAME) Wenn etwas außerhalb von PREFIX installiert wird, so gibt der Prozess der Paketerstellung eine Meldung aus, dass es die Dateien nicht finden kann. Dies prüft nicht das Vorhandensein eines internen Verweises oder die richtige Verwendung von LOCALBASE für Verweise auf Dateien anderer Ports. Das Testen der Installation in /var/tmp/$(make -V PORTNAME) würde dies erledigen. Bitte verzichten Sie auf das Setzen von USE_X_PREFIX, es sei denn, Ihr Port benötigt dies wirklich (das heißt, er muss auf Dateien in X11BASE verweisen). Die Variable PREFIX kann in Ihrem Makefile oder der Umgebung des Benutzers neu gesetzt werden. Allerdings wird für einzelne Ports dringend davon abgeraten diese Variable in den Makefiles direkt zu setzen. Verweisen Sie bitte außerdem auf Programme/Dateien von anderen Ports durch die oben erwähnten Variablen und nicht mit den eindeutigen Pfadnamen. Wenn Ihr Port zum Beispiel vom Makro PAGER erwartet, dass es den vollständigen Pfadnamen von less enthält, benutzen Sie folgendes Compiler-Flag: -DPAGER=\"${LOCALBASE}/bin/less\" anstatt -DPAGER=\"/usr/local/bin/less\". Somit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch funktioniert, wenn der Administrator den ganzen /usr/local-Baum an eine andere Stelle verschoben hat. Die Tinderbox Wenn Sie ein begeisterter Ports-Entwickler sind möchten Sie vielleicht einen Blick auf die Tinderbox werfen. Es ist ein leistungsstarkes System zur Erstellung und zum Testen von Ports, welches auf Skripten basiert, die auf Pointyhat verwendet werden. Sie können Tinderbox installieren, indem Sie den Port ports-mgmt/tinderbox benutzen. Bitte lesen Sie die mitgelieferte Dokumentation gründlich, da die Konfiguration nicht einfach ist. Um Näheres darüber zu erfahren, besuchen Sie bitte die Tinderbox Homepage. Einen Port aktualisieren Wenn Sie feststellen, dass ein Port verglichen mit der neuesten Version des Originalautors nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist, sollten Sie als Erstes sicherstellen, dass Sie die aktuellste Version des Ports haben. Diese finden Sie im Verzeichnis ports/ports-current der FreeBSD FTP-Spiegelseiten. Wenn Sie allerdings mit mehr als ein paar Ports arbeiten, werden Sie es wahrscheinlich einfacher finden CVSup zu benutzen, um Ihre gesamte Ports-Sammlung aktuell zu halten, wie es im Handbuch beschrieben wird. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass Sie so auch alle Abhängigkeiten des Ports aktuell halten. Der nächste Schritt besteht darin festzustellen, ob bereits eine Aktualisierung des Ports darauf wartet committet zu werden. Um das sicherzustellen haben Sie folgende Möglichkeiten. Es gibt eine durchsuchbare Schnittstelle zur FreeBSD Problembericht Datenbank (PR - Problem Report) (auch bekannt als GNATS). Wählen Sie dazu Ports im Drop-Down-Menü und geben Sie den Namen des Ports ein. Allerdings wird manchmal vergessen den Namen des Ports eindeutig im Feld für die Zusammenfassung anzugeben. In diesem Fall können Sie das FreeBSD Ports Monitoring System (auch bekannt als portsmon) nutzen. Dieses versucht PRs von Ports nach Portname zu sortieren. Um PRs nach einem bestimmten Port zu durchsuchen können Sie die Übersicht eines Ports verwenden. Wenn es keine wartenden PRs gibt, ist der nächste Schritt eine E-Mail an den Maintainer des Ports zu schicken, wie von make maintainer gezeigt wird. Diese Person arbeitet vielleicht schon an einer Aktualisierung, oder hat einen guten Grund den Port im Moment nicht zu aktualisieren (z.B. wegen Stabilitätsproblemen der neuen Version). Sie wollen sicher nicht die Arbeit des Maintainers doppelt machen. Beachten Sie bitte, dass für Ports ohne Maintainer ports@FreeBSD.org eingetragen ist. Das ist nur die allgemeine &a.ports;-Mailingliste, deshalb wird es in diesem Fall wahrscheinlich nicht helfen eine E-Mail dorthin zu schicken. Wenn Sie der Maintainer bittet die Aktualisierung zu erledigen, oder falls es keinen Maintainer gibt, haben Sie Gelegenheit FreeBSD zu helfen, indem Sie die Aktualisierung selbst bereitstellen. Bitte führen Sie die Änderungen durch und speichern Sie die Ausgabe des rekursiven diff des neuen und alten Portverzeichnisses (wenn Ihr verändertes Portverzeichnis z.B. superedit und das Original superedit.bak heißt, dann speichern Sie bitte die Ergebnisse von diff -ruN superedit.bak superedit). Sowohl vereinheitlichendes als auch kontextabhängiges diff (Auflistung der Unterschiede zweier Dateien) sind akzeptabel, aber im Allgemeinen bevorzugen Port-Committer vereinheitlichende diffs. Bitte beachten Sie die Verwendung der -N-Option. Dies ist der gebräuchliche Weg diff dazu zu bewegen korrekt damit umzugehen, neue Dateien anzulegen und alte zu löschen. Bevor Sie das diff einsenden überprüfen Sie bitte die Ausgabe, um sicherzugehen, dass die Änderungen sinnvoll sind. Um gängige Operationen mit Korrekturdateien zu vereinfachen, können Sie /usr/ports/Tools/scripts/patchtool.py benutzen. Aber lesen Sie bitte vorher /usr/ports/Tools/scripts/README.patchtool. Falls der Port keinen Maintainer hat und Sie ihn selbst aktiv benutzen, ziehen Sie bitte in Erwägung sich als Maintainer zu melden. &os; hat mehr als 2000 Ports ohne Maintainer und in diesem Bereich werden immer zusätzliche Freiwillige benötigt (Für eine ausführliche Beschreibung der Verantwortlichkeiten eines Maintainers lesen Sie bitte im Developer's Handbook nach). Der beste Weg uns das diff zu schicken ist mittels &man.send-pr.1; (Kategorie Ports). Wenn Sie der Maintainer des Ports sind, fügen Sie bitte [maintainer update] an den Anfang Ihrer Zusammenfassung und setzen Sie die Klasse des PR auf maintainer-update. Ansonsten sollte die Klasse des PR change-request sein. Bitte erwähnen Sie alle hinzugefügten oder gelöschten Dateien in der Nachricht, da diese beim Commit ausdrücklich an &man.cvs.1; übergeben werden müssen. Wenn das diff größer ist als 20 Kilobyte komprimieren und uuencoden Sie es bitte. Ansonsten können Sie es in den PR einfügen wie es ist. Bevor Sie den PR mit &man.send-pr.1; abschicken, sollten Sie den Abschnitt Den Problembericht schreiben im Artikel über Problemberichte lesen. Dieser enthält sehr viel mehr Informationen darüber, wie man nützliche Problemberichte verfasst. Wenn Sie Ihre Aktualisierung aufgrund von Sicherheitsbedenken oder eines schwerwiegenden Fehlers bereitstellen wollen, informieren Sie bitte das &a.portmgr;, um einen sofortigen Rebuild und eine Neuverteilung des Pakets Ihres Ports durchzuführen. Sonst werden ahnungslose Nutzer von &man.pkg.add.1; über mehrere Wochen die alte Version durch pkg_add -r installieren. Noch einmal: Bitte verwenden Sie &man.diff.1; und nicht &man.shar.1;, um Aktualisierungen existierender Ports zu senden. Nun, da Sie all das geschafft haben, werden Sie in nachlesen können, wie Sie den Port aktuell halten. Sicherheit der Ports Warum Sicherheit so wichtig ist Es finden sich immer wieder Fehler in Software. Die gefährlichsten davon sind wohl jene, die Sicherheitslücken öffnen. Technisch gesehen müssen diese Lücken geschlossen werden, indem die Fehler, die Sie verursacht haben, beseitigt werden. Aber die Vorgehensweisen, wie mit bloßen Fehlern und Sicherheitslücken umgegangen wird, sind sehr unterschiedlich. Ein typischer kleiner Fehler betrifft nur Nutzer, die eine bestimmte Kombination von Optionen aktiviert haben, die den Fehler auslöst. Der Entwickler wird letztendlich einen Patch herausgeben, gefolgt von einer neuen Version des Programms, die den Fehler nicht mehr enthält – jedoch wird die Mehrheit der Nutzer nicht sofort aktualisieren, da sie von diesem Fehler nicht betroffen sind. Ein kritischer Fehler, der zu Datenverlust führen kann, stellt ein schwerwiegendes Problem dar. Dennoch sind sich umsichtige Nutzer bewusst, dass Datenverlust verschiedene Ursachen – neben Softwarefehlern – haben kann, und machen deshalb Sicherungskopien wichtiger Daten. Zumal ein kritischer Fehler sehr schnell entdeckt wird. Bei einer Sicherheitslücke ist dies ganz anders. Erstens wird sie vielleicht jahrelang nicht entdeckt, da dies oftmals keine Fehlfunktion im Programm verursacht. Zweitens kann eine böswillige Person unerlaubten Zugriff auf ein unsicheres System erlangen, um empfindliche Daten zu verändern oder zu zerstören; im schlimmsten Fall findet der Nutzer nicht einmal die Ursache des Schadens. Drittens hilft der Zugriff auf ein unsicheres System dem Angreifer oft in ein anderes System einzudringen, welches ansonsten nicht gefährdet wäre. Deshalb reicht es nicht aus eine Sicherheitslücke nur zu schließen: Die Zielgruppe sollte möglichst genau und umfassend darüber informiert werden, damit sie die Gefahr einschätzen und passende Maßnahmen ergreifen können. Sicherheitslücken schliessen Bei Ports und Paketen kann eine Sicherheitslücke im ursprünglichen Programm oder in den Port-Dateien verursacht werden. Im ersten Fall wird der ursprüngliche Entwickler den Fehler wahrscheinlich umgehend korrigieren oder eine neue Version herausgeben und Sie müssen den Port nur aktualisieren und die Korrekturen des Autors beachten. Falls sich die Korrektur aus irgendeinem Grund verzögert, sollten Sie den Port als FORBIDDEN markieren oder selbst den Fehler für den Port korrigieren. Falls die Sicherheitslücke im Port verursacht wird, sollten Sie ihn sobald wie möglich berichtigen. In jedem Fall sollte die Standardvorgehensweise zum Einreichen von Änderungen beachtet werden – es sei denn, Sie haben das Recht diese direkt in den Ports-Baum zu committen. Ports-Committer zu sein ist nicht genug, um Änderungen an einem beliebigen Port zu committen. Bitte denken Sie daran, dass Ports üblicherweise Maintainer haben, die Sie respektieren sollten. Bitte stellen Sie sicher, dass die Revision des Ports erhöht wird, sobald die Sicherheitslücke geschlossen wurde. Dadurch sehen die Nutzer, die installierte Pakete regelmäßig aktualisieren, dass es an der Zeit ist eine Aktualisierung durchzuführen. Außerdem wird ein neues Paket gebaut, über FTP– und WWW-Spiegel verteilt und die unsichere Version damit verdrängt. PORTREVISION sollte erhöht werden – es sei denn, PORTREVISION hat sich im Laufe der Korrektur des Fehlers geändert. Das heißt, Sie sollten PORTREVISION erhöhen, wenn Sie eine Korrektur hinzugefügt haben. Sie sollten diese aber nicht erhöhen, wenn Sie den Port auf die neueste Version des Programms gebracht haben und PORTREVISION somit schon verändert wurde. Bitte beachten Sie den betreffenden Abschnitt für weitere Informationen. Die Community informiert halten Die VuXML-Datenbank Ein sehr wichtiger und dringender Schritt, den man unternehmen muss, sobald eine Sicherheitslücke entdeckt wurde, ist die Gemeinschaft der Anwender des Ports über die Gefahr zu informieren. Diese Benachrichtigung hat zwei Gründe. Erstens wird es sinnvoll sein, wenn die Gefahr wirklich so groß ist, sofort Abhilfe zu schaffen, indem man z.B. den betreffenden Netzwerkdienst beendet oder den Port komplett deinstalliert, bis die Lücke geschlossen wurde. Und Zweitens pflegen viele Nutzer installierte Pakete nur gelegentlich zu aktualisieren. Sie werden aus der Mitteilung erfahren, dass Sie das Paket, sobald eine Korrektur verfügbar ist, sofort aktualisieren müssen. Angesichts der riesigen Zahl an Ports kann nicht für jeden Vorfall ein Sicherheitshinweis erstellt werden, ohne durch die Flut an Nachrichten die Aufmerksamkeit der Empfänger zu verlieren, im Laufe der Zeit kommt es so zu ernsten Problemen. Deshalb werden Sicherheitslücken von Ports in der FreeBSD VuXML-Datenbank aufgezeichnet. Das Team der Sicherheitsverantwortlichen beobachtet diese wegen Angelegenheiten, die Ihr Eingreifen erfordern. Wenn Sie Committerrechte haben, können Sie die VuXML-Datenbank selbst aktualisieren. Auf diese Weise helfen Sie den Sicherheitsverantwortlichen und liefern die kritischen Informationen frühzeitig an die Community. Aber auch wenn Sie kein Committer sind und glauben, Sie haben eine außergewöhnlich schwerwiegende Lücke gefunden – egal welche – zögern Sie bitte nicht die Sicherheitsverantwortlichen zu kontaktieren, wie es in den FreeBSD Sicherheitsinformationen beschrieben wird. In Ordnung, Sie haben sich also für den schwierigen Weg entschieden. Wie vielleicht aus dem Titel hervorgeht, ist die VuXMl-Datenbank hauptsächlich ein XML-Dokument. Die Quelldatei vuln.xml können Sie im Port security/vuxml finden. Deshalb wird der komplette Pfadname PORTSDIR/security/vuxml/vuln.xml lauten. Jedes Mal, wenn Sie eine Sicherheitslücke in einem Port entdecken, fügen Sie bitte einen Eintrag dafür in diese Datei ein. Solange Sie nicht mit VuXML vertraut sind, ist es das Beste, was Sie machen können, einen vorhandenen Eintrag, der zu Ihrem Fall passt, zu kopieren und als Vorlage zu verwenden. Eine kurze Einführung in VuXML Das komplette XML ist komplex und würde den Rahmen dieses Buches sprengen. Allerdings benötigen Sie für einen grundlegenden Einblick in die Struktur eines VuXML-Eintrags nur eine Vorstellung der Tags. XML-Tags bestehen aus Namen, die in spitzen Klammern eingeschlossen sind. Zu jedem öffnenden <Tag> muss ein passendes </Tag> existieren. Tags können geschachtelt werden. Wenn sie geschachtelt werden müssen die inneren Tags vor den Äußeren geschlossen werden. Es gibt eine Hierarchie von Tags – das heißt komplexere Regeln zur Schachtelung. Klingt so ähnlich wie HTML, oder? Der größte Unterschied ist: XML ist erweiterbar (eXtensible) – das heißt es basiert darauf maßgeschneiderte Tags zu definieren. Aufgrund seiner wesentlichen Struktur bringt XML ansonsten formlose Daten in eine bestimmte Form. VuXML ist speziell darauf zugeschnitten Beschreibungen von Sicherheitslücken zu verwalten. Lassen Sie uns nun einen realistischen VuXML-Eintrag betrachten: <vuln vid="f4bc80f4-da62-11d8-90ea-0004ac98a7b9"> <topic>Several vulnerabilities found in Foo</topic> <affects> <package> <name>foo</name> <name>foo-devel</name> <name>ja-foo</name> <range><ge>1.6</ge><lt>1.9</lt></range> <range><ge>2.*</ge><lt>2.4_1</lt></range> <range><eq>3.0b1</eq></range> </package> <package> <name>openfoo</name> <range><lt>1.10_7</lt></range> <range><ge>1.2,1</ge><lt>1.3_1,1</lt></range> </package> </affects> <description> <body xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <p>J. Random Hacker reports:</p> <blockquote cite="http://j.r.hacker.com/advisories/1"> <p>Several issues in the Foo software may be exploited via carefully crafted QUUX requests. These requests will permit the injection of Bar code, mumble theft, and the readability of the Foo administrator account.</p> </blockquote> </body> </description> <references> <freebsdsa>SA-10:75.foo</freebsdsa> <freebsdpr>ports/987654</freebsdpr> <cvename>CAN-2010-0201</cvename> <cvename>CAN-2010-0466</cvename> <bid>96298</bid> <certsa>CA-2010-99</certsa> <certvu>740169</certvu> <uscertsa>SA10-99A</uscertsa> <uscertta>SA10-99A</uscertta> <mlist msgid="201075606@hacker.com">http://marc.theaimsgroup.com/?l=bugtraq&amp;m=203886607825605</mlist> <url>http://j.r.hacker.com/advisories/1</url> </references> <dates> <discovery>2010-05-25</discovery> <entry>2010-07-13</entry> <modified>2010-09-17</entry> </dates> </vuln> Die Namen der Tags sollten selbsterklärend sein  – also werfen wir einen genaueren Blick auf die Felder, die Sie selbst ausfüllen müssen: Dies ist die höchste Tag-Ebene eines VuXML-Eintrags. Es ist ein vorgeschriebenes Attribut vid, welches eine allgemein einzigartige Kennung (universally unique identifier, UUID) in Anführungszeichen für diesen Eintrag festlegt. Sie sollten eine UUID für jeden neuen VuXML-Eintrag erzeugen (und vergessen Sie nicht die UUID der Vorlage zu ersetzen, es sei denn, Sie schreiben den Eintrag von Grund auf selbst). Sie können &man.uuidgen.1; verwenden, um eine VuXML UUID zu erzeugen. Wahlweise können Sie, wenn Sie FreeBSD 4.x verwenden, den Port devel/p5-Data-UUID verwenden und folgenden Befehl aufrufen: perl -MData::UUID -le 'print lc new Data::UUID->create_str' Dies ist eine einzeilige Beschreibung des gefundenen Fehlers. Hier werden die Namen betroffener Pakete aufgeführt. Es können mehrere Namen angegeben werden, da mehrere Pakete von einem einzigen Master-Port oder Software-Produkt abhängen können. Das schließt Stable– und Developement-Zweige, lokalisierte Versionen und Slave-Ports ein, die verschiedene Auswahlmöglichkeiten wichtiger Kompilierungszeit-Optionen bieten. Es liegt in Ihrer Verantwortung all diese betroffenen Pakete zu finden, wenn Sie den VuXML-Eintrag schreiben.Behalten Sie im Hinterkopf, dass make search name=foo Ihr Freund ist. Die wichtigsten Punkte, auf die Sie achten sollten, sind die folgenden: die foo-devel Variante eines foo Ports; andere Varianten mit einem Suffix wie -a4 (für Druck-betreffende Pakete), -without-gui (für Pakete mit deaktivierter X-Unterstützung) oder ähnliche jp-, ru-, zh- und andere, eventuell lokalisierte, Varianten in den entsprechenden Länderkategorien der Ports-Sammlung Betroffene Versionen der Pakete werden hier als ein Bereich oder mehrere durch eine Kombination aus <lt>, <le> , <eq>, <ge>, und <gt>-Elementen ausgegeben. Die angegebenen Bereiche sollten sich nicht überschneiden. In einer Bereichsangabe steht * (Asterisk) für die kleinste Versionsnummer. Insbesondere ist 2.* kleiner als 2.a. Deshalb kann ein Stern benutzt werden, um auf alle möglichen Alpha -, Beta– und RC -Versionen zuzutreffen. Zum Beispiel passt <ge>2.*</ge><lt>3.* </lt> auf alle Versionen der Form 2.x, während <ge> 2.0</ge><lt>3.0</lt> das nicht erfüllt, da es nicht auf 2.r3 passt, auf 3.b aber schon. Das obige Beispiel legt fest, dass Versionen von 1.6 bis 1.9 betroffen sind – außerdem Versionen 2.x vor 2.4_1 und Version 3.0b1. Mehrere zusammenhängende Gruppen von Paketen (im wesentlichen Ports) können im Abschnitt <affected> aufgeführt werden. Das kann man benutzen, wenn sich Programme (sagen wir FooBar, FreeBar und OpenBar) denselben Quelltext als Grundlage haben und sich noch dessen Fehler und Sicherheitslücken teilen. Beachten Sie den Unterschied zum Anführen mehrerer Namen innerhalb eines <package> Abschnittes. Die Versionsbereiche sollten, wenn möglich, sowohl PORTEPOCH als auch PORTREVISION erlauben. Bitte denken Sie daran, dass gemäß der Vergleichsregeln eine Version mit einer PORTEPOCH, die nicht Null ist, größer ist als jede Version ohne PORTEPOCH. Das heißt, 3.0,1 ist größer als 3.1 oder sogar 8.9. Das ist die Zusammenfassung des Problems. In diesem Feld wird XHTML verwendet. Zumindest umschließende <p> und </p> sollten auftauchen. Komplexere Tags sind zwar möglich, aber sollten nur um der Genauigkeit und Klarheit willen verwendet werden: Bitte verwenden Sie hier kein Eye-Candy. Dieser Abschnitt enthält Verweise auf relevante Dokumente. Es wird empfohlen so viele Referenzen wie nötig aufzuführen. Das ist ein FreeBSD Sicherheitshinweis. Das ist ein FreeBSD Problembericht. Das ist eine Mitre CVE Kennung. Das ist eine SecurityFocus Fehler-Kennung. Das ist ein Sicherheitshinweis von US-CERT. Das ist eine Mitteilung über eine Schwachstelle von US-CERT. Das ist ein Cyber-Sicherheitsalarm von US-CERT. Das ist ein technischer Cyber-Sicherheitsalarm von US-CERT. Das ist eine URL zu einem archivierten Posting auf einer Mailingliste. Das Attribut msgid ist optional und gibt die Nachrichtenkennung des Postings an. Das ist eine gewöhnliche URL. Sie sollte nur verwendet werden, wenn keine der anderen Referenzkategorien verfügbar ist. Das ist das Datum, an dem die Sicherheitslücke bekannt wurde (JJJJ-MM-TT). Das ist das Datum, an dem der Eintrag hinzugefügt wurde (JJJJ-MM-TT). Das ist das Datum, an dem zuletzt irgendeine Information des Eintrags verändert wurde (JJJJ-MM-TT). Neue Einträge dürfen dieses Feld nicht enthalten. Es sollte beim Editieren eines existierenden Eintrags eingefügt werden. Ihre Änderungen an der VuXML-Datenbank testen Nehmen wir an, Sie haben gerade einen Eintrag für eine Sicherheitslücke in dem Paket clamav geschrieben oder ausgefüllt, die in der Version 0.65_7 korrigiert wurde. Als Voraussetzung sollten Sie eine neue Version der Ports ports-mgmt/portaudit und ports-mgmt/portaudit-db installieren. Zuerst überprüfen Sie bitte, ob bereits ein Eintrag für diese Schwachstelle existiert. Wenn es einen solchen Eintrag gibt, sollte er auf die vorige Version 0.65_6 zutreffen: &prompt.user; packaudit &prompt.user; portaudit clamav-0.65_6 Um packaudit auszuführen, müssen Sie die Berechtigung haben DATABASEDIR zu schreiben – üblicherweise ist das /var/db/portaudit. Wenn keine vorhandenen Einträge gefunden werden haben Sie grünes Licht einen neuen Eintrag für diese Sicherheitslücke anzulegen. Sie können nun eine neue UUID erzeugen (wir nehmen an, diese lautet 74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a) und einen neuen Eintrag in der VuXML-Datenbank anlegen. Bitte überprüfen Sie danach die Syntax mit folgendem Befehl: &prompt.user; cd ${PORTSDIR}/security/vuxml && make validate Sie werden zumindest eines der folgenden Pakete benötigen: textproc/libxml2, textproc/jade. Jetzt bauen Sie bitte die portaudit-Datenbank aus der VuXML-Datei neu: &prompt.user; packaudit Um sicherzustellen, dass der Abschnitt <affected> Ihres Eintrags die richtigen Pakete betrifft, verwenden Sie bitte den folgenden Befehl: &prompt.user; portaudit -f /usr/ports/INDEX -r 74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a Bitte lesen Sie in &man.portaudit.1; nach, um ein besseres Verständnis der Befehlssyntax zu entwickeln. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Eintrag keine falschen Treffer in der Ausgabe erzeugt. Jetzt überprüfen Sie bitte, dass Ihr Eintrag die richtigen Versionen des Pakets angibt: &prompt.user; portaudit clamav-0.65_6 clamav-0.65_7 Affected package: clamav-0.65_6 (matched by clamav<0.65_7) Type of problem: clamav remote denial-of-service. Reference: <http://www.freebsd.org/ports/portaudit/74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a.html> 1 problem(s) found. Offensichtlich sollte die erste Version ausgegeben werden – die zweite jedoch nicht. Abschließend überprüfen Sie bitte, ob die Webseite, die aus der VuXML-Datenbank erzeugt wird, wie erwartet aussieht: &prompt.user; mkdir -p ~/public_html/portaudit &prompt.user; packaudit &prompt.user; lynx ~/public_html/portaudit/74a9541d-5d6c-11d8-80e3-0020ed76ef5a.html Was man machen respektive vermeiden sollte Einführung Hier ist eine Liste von gebräuchlichen Dos and Don'ts (Dinge, die man machen oder vermeiden sollte), welchen Sie während des Portierungsprozesses begegnen werden. Sie sollten Ihren Port anhand dieser Liste überprüfen. Sie können auch Ports in der PR Datenbank, welche andere Menschen eingereicht haben, kontrollieren. Senden Sie bitte Kommentare zu Ports, die Sie verifizieren wie unter Bug Reports and General Commentary beschrieben. Der Abgleich von Ports aus der PR-Datenbank hilft uns diese schneller zu committen, und zeigt auch, dass Sie wissen, worum es geht. <makevar>WRKDIR</makevar> Schreiben Sie in keine Dateien außerhalb von WRKDIR. WRKDIR ist der einzige Ort, welcher während des Erstellen des Ports garantiert beschreibbar ist (siehe Ports Installieren von CDROM für ein Beispiel, um Ports in einem schreibgeschützen Zweig zu erstellen). Wenn Sie eine der pkg-* Dateien modifizieren müssen, sollten Sie eine Variable erneut definieren, anstatt die Datei zu überschreiben. <makevar>WRKDIRPREFIX</makevar> Vergewissern Sie sich, dass Ihr Port WRKDIRPREFIX beachtet. Die meisten Ports sollten sich darüber keine Sorgen machen. Beachten Sie bitte, falls auf WRKDIR eines anderen Ports verwiesen wird, dass die korrekte Position WRKDIRPREFIXPORTSDIR/subdir/name/work, und nicht etwa PORTSDIR/subdir/name/work, .CURDIR/../../subdir/name/work oder ähnliches ist. Falls Sie WRKDIR selbst definieren, sollten Sie sicherstellen, dass Sie ${WRKDIRPREFIX}${.CURDIR} am Anfang anfügen. Unterschiedliche Betriebssysteme und Betriebssystemversionen Sie können auf Quelltext treffen, welcher Modifizierungen oder bedingtes Kompilieren, abhängig davon, unter welcher Unix-Version er läuft, benötigt. Falls Sie Änderungen an solch einem Quelltext vornehmen müssen, stellen Sie bitte sicher, dass Sie Ihre Änderungen so allgemein wie möglich halten, damit wir den Quelltext auf ältere FreeBSD-Systeme portieren und zur Quer-Portierung auf andere BSD-Systeme, wie etwa 4.4BSD von CSRG, BSD/386, 386BSD, NetBSD und OpenBSD verwenden können. Der bevorzugte Weg, um 4.3BSD/Reno (1990) und neuere Versionen des BSD-Quelltextes zu unterscheiden, ist das BSD-Makro zu nutzen, welches in sys/param.h definiert ist. Hoffentlich ist diese Datei schon enthalten – falls nicht, so fügen Sie folgenden Quelltext: #if (defined(__unix__) || defined(unix)) && !defined(USG) #include <sys/param.h> #endif an der richtigen Stelle in der .c Datei hinzu. Wir glauben, dass jedes System, welches diese beiden Symbole definiert, die Datei sys/param.h besitzt. Wenn Sie auf Systeme stoßen, wo dies nicht so ist, würden wir gerne davon erfahren. Bitte senden Sie eine E-Mail an &a.ports;. Eine andere Möglichkeit zur Unterscheidung ist der GNU Autoconf-Stil: #ifdef HAVE_SYS_PARAM_H #include <sys/param.h> #endif Vergessen Sie nicht -DHAVE_SYS_PARAM_H zu den CFLAGS im Makefile hinzuzufügen, falls Sie diese Methode benutzen sollten. Sobald Sie sys/param.h hinzugefügt haben, können Sie mit Hilfe von #if (defined(BSD) && (BSD >= 199103)) unterscheiden, ob der Quelltext auf einer 4.3 Net2 Code-Basis oder neuer (z.B. FreeBSD 1.x, 4.3/Reno, NetBSD 0.9, 386BSD, BSD/386 1.1 und niedriger) kompiliert werden wird. Benutzen Sie: #if (defined(BSD) && (BSD >= 199306)) um zu differenzieren, ob der Quelltext auf der Basis von 4.4 Code oder neuer (z.B. FreeBSD 2.x, 4.4, NetBSD 1.0, BSD/386 2.0 oder höher) kompiliert werden wird. Der Wert des BSD-Makros ist 199506 für die 4.4BSD-Lite2 Codebasis. Beachten Sie bitte, dass dies hier nur der Information wegen angegeben ist. Das Makro sollte nicht dazu benutzt werden, um zwischen Versionen von FreeBSD, welche auf 4.4-Lite basieren, und Versionen, welche Änderungen von 4.4-Lite2 übernommen haben, zu unterscheiden. Das __FreeBSD__ Makro sollte stattdessen verwandt werden. Sparsam sollte eingesetzt werden: __FreeBSD__ ist in allen Versionen von FreeBSD definiert. Benutzen Sie dieses Makro, falls die Änderung(en), die Sie machen, nur FreeBSD betrifft. Portierungsfallen, wie der Gebrauch von sys_errlist[] gegenüber strerror() sind Berkeley-Eigenheiten, keine FreeBSD Änderungen. In FreeBSD 2.x, ist __FreeBSD__ auf 2 definiert. In älteren Versionen, ist es 1. Alle späteren Versionen erhöhen es, damit es mit der Haupt-Versionsnummer übereinstimmt. Falls Sie zwischen einem FreeBSD 1.x und einem FreeBSD 2.x (oder höher) System unterscheiden müssen, ist es normalerweise richtig, die BSD-Makros (wie oben beschrieben) zu benutzen. Gibt es tatsächlich eine FreeBSD-spezifische Änderung (wie z.B. spezielle Optionen von Shared-Libraries für ld), ist es nicht zu beanstanden __FreeBSD__ und #if __FreeBSD__ > 1 zu nutzen, um FreeBSD 2.x und spätere Systeme zu erkennen. Falls Sie eine höhere Genauigkeit benötigen, um FreeBSD Systeme seit 2.0-RELEASE zu erkennen, können Sie folgendes nutzen: #if __FreeBSD__ >= 2 #include <osreldate.h> # if __FreeBSD_version >= 199504 /* 2.0.5+ release specific code here */ # endif #endif In den Tausenden von Ports, die bis jetzt erstellt wurden, gab es nur ein oder zwei Fälle, in denen __FreeBSD__ hätte benutzt werden sollen. Nur weil ein früherer Port es an der falschen Stelle benutzt hatte, bedeutet das nicht, dass Sie dies auch machen sollten. __FreeBSD_version Werte Hier ist eine praktische Liste von __FreeBSD_version-Werten wie in sys/param.h definiert: __FreeBSD_version-Werte Release __FreeBSD_version 2.0-RELEASE 119411 2.1-CURRENT 199501, 199503 2.0.5-RELEASE 199504 2.2-CURRENT vor 2.1 199508 2.1.0-RELEASE 199511 2.2-CURRENT vor 2.1.5 199512 2.1.5-RELEASE 199607 2.2-CURRENT vor 2.1.6 199608 2.1.6-RELEASE 199612 2.1.7-RELEASE 199612 2.2-RELEASE 220000 2.2.1-RELEASE 220000 (keine Änderung) 2.2-STABLE nach 2.2.1-RELEASE 220000 (keine Änderung) 2.2-STABLE nach texinfo-3.9 221001 2.2-STABLE nach top 221002 2.2.2-RELEASE 222000 2.2-STABLE nach 2.2.2-RELEASE 222001 2.2.5-RELEASE 225000 2.2-STABLE nach 2.2.5-RELEASE 225001 2.2-STABLE nach der Aufnahme von ldconfig -R 225002 2.2.6-RELEASE 226000 2.2.7-RELEASE 227000 2.2-STABLE nach 2.2.7-RELEASE 227001 2.2-STABLE nach &man.semctl.2; Änderung 227002 2.2.8-RELEASE 228000 2.2-STABLE nach 2.2.8-RELEASE 228001 3.0-CURRENT vor &man.mount.2; Änderung 300000 3.0-CURRENT nach &man.mount.2; Änderung 300001 3.0-CURRENT nach &man.semctl.2; Änderung 300002 3.0-CURRENT nach ioctl arg Änderungen 300003 3.0-CURRENT nach ELF-Konvertierung 300004 3.0-RELEASE 300005 3.0-CURRENT nach 3.0-RELEASE 300006 3.0-STABLE nach 3/4 Zweig 300007 3.1-RELEASE 310000 3.1-STABLE nach 3.1-RELEASE 310001 3.1-STABLE nach Änderung der C++ Konstruktor/Destruktor-Reihenfolge 310002 3.2-RELEASE 320000 3.2-STABLE 320001 3.2-STABLE nach binär-inkompatibler IPFW und Socket-Änderungen 320002 3.3-RELEASE 330000 3.3-STABLE 330001 3.3-STABLE nach Hinzufügen von &man.mkstemp.3; zur libc 330002 3.4-RELEASE 340000 3.4-STABLE 340001 3.5-RELEASE 350000 3.5-STABLE 350001 4.0-CURRENT nach 3.4 Zweig 400000 4.0-CURRENT nach der Änderung im Verhalten des dynamischen Linkers. 400001 4.0-CURRENT nach Änderung der C++ Konstruktor/Destruktor Reihenfolge. 400002 4.0-CURRENT nach funktionierendem &man.dladdr.3;. 400003 4.0-CURRENT nach der __deregister_frame_info Fehlerbehebung für den dynamischen Linker (auch 4.0-CURRENT nach EGCS 1.1.2 Integration). 400004 4.0-CURRENT nach &man.suser.9; API Änderung (auch 4.0-CURRENT nach newbus). 400005 4.0-CURRENT nach Änderung der cdevsw-Registrierung. 400006 4.0-CURRENT nach Hinzufügen von so_cred für Zugangsberechtigungen auf Socket-Ebene. 400007 4.0-CURRENT nach Hinzufügen eines poll Syscall-Wrappers zur libc_r. 400008 4.0-CURRENT nach der Änderung des Kernel dev_t-Typs zum struct specinfo-Zeiger. 400009 4.0-CURRENT nach dem Beseitigen eines Fehlers in &man.jail.2;. 400010 4.0-CURRENT nach der sigset_t Datentyp Änderung. 400011 4.0-CURRENT nach dem Wechsel zum GCC 2.95.2-Compiler. 400012 4.0-CURRENT nach Hinzufügen der erweiterbaren Linux Mode ioctl-Routinen. 400013 4.0-CURRENT nach dem OpenSSL-Import. 400014 4.0-CURRENT nach der C++ ABI Änderung in GCC 2.95.2 von -fvtable-thunks zu -fno-vtable-thunks als Standard. 400015 4.0-CURRENT nach OpenSSH-Import. 400016 4.0-RELEASE 400017 4.0-STABLE nach 4.0-RELEASE 400018 4.0-STABLE nach der Einführung von verzögerten Prüfsummen. 400019 4.0-STABLE nach dem Einpflegen des libxpg4-Quelltextes in die libc. 400020 4.0-STABLE nach der Aktualisierung von Binutils auf 2.10.0, Änderungen der binären ELF-Markierungen, Aufnahme von tcsh ins Basissystem. 400021 4.1-RELEASE 410000 4.1-STABLE nach 4.1-RELEASE 410001 4.1-STABLE nachdem &man.setproctitle.3; von der libutil in die libc verschoben wurde. 410002 4.1.1-RELEASE 411000 4.1.1-STABLE nach 4.1.1-RELEASE 411001 4.2-RELEASE 420000 4.2-STABLE nach Kombinaion von libgcc.a und libgcc_r.a und zugehörigen Änderungen der GCC-Bindungen. 420001 4.3-RELEASE 430000 4.3-STABLE nach der Einführung von wint_t. 430001 4.3-STABLE nach dem Einpflegen der PCI Stromstatus-API. 430002 4.4-RELEASE 440000 4.4-STABLE nach der Einführung von d_thread_t. 440001 4.4-STABLE nach den Änderungen der mount-Struktur (betrifft Dateisystem-Kernelmodule). 440002 4.4-STABLE nachdem die Userland-Komponenten von smbfs importiert worden sind. 440003 4.5-RELEASE 450000 4.5-STABLE nach der Umbenennung von Elementen der USB-Struktur. 450001 4.5-STABLE nachdem die sendmail_enable &man.rc.conf.5; Variable geändert worden ist, um den Wert NONE zu akzeptieren. 450004 4.5-STABLE nachdem XFree86 4 als Standard zum Bauen der Pakete benutzt wird. 450005 4.5-STABLE nach dem Reparieren des Empfangsfilters, welcher anfällig für einfache DoS-Attacken war. 450006 4.6-RELEASE 460000 4.6-STABLE &man.sendfile.2; repariert, um mit der Dokumentation übereinzustimmen, und nicht mehr die Anzahl der gesendeten Header mit der Anzahl der Daten, welche aus der Datei geschickt werden, gegenzurechnen. 460001 4.6.2-RELEASE 460002 4.6-STABLE 460100 4.6-STABLE nach dem Einfließen von `sed -i' aus CURRENT. 460101 4.6-STABLE nach dem Einfließen von vielen neuen pkg_install-Funktionen aus HEAD (HEAD = die aktuellste und letzte Version des Quellverzeichnisbaumes). 460102 4.7-RELEASE 470000 4.7-STABLE 470100 Beginn von generierten __std{in,out,err}p Referenzen statt __sF. Dies ändert std{in,out,err} von einem Ausdruck während des Kompilierens zu einem Laufzeitausdruck. 470101 4.7-STABLE nach dem Einfliessen von mbuf-Änderungen, um m_aux mbufs mit denen von m_tag zu ersetzen 470102 4.7-STABLE erhält OpenSSL 0.9.7 470103 4.8-RELEASE 480000 4.8-STABLE 480100 4.8-STABLE nachdem &man.realpath.3; Thread-sicher gemacht wurde. 480101 4.8-STABLE Änderung der 3ware-API in twe. 480102 4.9-RELEASE 490000 4.9-STABLE 490100 4.9-STABLE nachdem e_sid zu der Struktur kinfo_eproc hinzugefügt wurde. 490101 4.9-STABLE nach dem Einfliessen der libmap-Funktionalität für rtld. 490102 4.10-RELEASE 491000 4.10-STABLE 491100 4.10-STABLE nach dem Einfliessen von Revision 20040629 der Paket-Werkzeuge aus CURRENT. 491101 4.10-STABLE nach der Fehlerbehebung in der VM, um das Freigeben von fiktiven Speicherseiten korrekt zu handhaben. 491102 4.11-RELEASE 492000 4.11-STABLE 492100 4.11-STABLE nach dem Hinzufügen von libdata/ldconfig Verzeichnissen zu den mtree-Dateien. 492101 5.0-CURRENT 500000 5.0-CURRENT nach Hinzufügen von zusätzlichen Feldern in den ELF-Headern und Ändern der Methode zur ELF-Markierung von Binärdateien. 500001 5.0-CURRENT nach kld-Metadaten Änderungen. 500002 5.0-CURRENT nach buf/bio Änderungen. 500003 5.0-CURRENT nach binutils Aktualisierung. 500004 5.0-CURRENT nach dem Einfliessen des libxpg4 Quelltextes in die libc und der Einführung der TASKQ-Schnittstelle. 500005 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der AGP-Schnittstellen. 500006 5.0-CURRENT nach der Aktualisierung von Perl auf Version 5.6.0. 500007 5.0-CURRENT nach der Aktualisierung des KAME-Quelltextes zu den 2000/07-Quellen. 500008 5.0-CURRENT nach ether_ifattach() und ether_ifdetach() Änderungen. 500009 5.0-CURRENT nachdem die mtree-Standards zurück zur ursprünglichen Variante geändert wurden; -L hinzugefügt, um Symlinks zu folgen. 500010 5.0-CURRENT nachdem die kqueue-API geändert worden ist. 500011 5.0-CURRENT nachdem &man.setproctitle.3; von libutil nach libc verschoben worden ist. 500012 5.0-CURRENT nach dem ersten SMPng-Commit. 500013 5.0-CURRENT nachdem <sys/select.h> nach <sys/selinfo.h> verschoben worden ist. 500014 5.0-CURRENT nach dem Kombinieren von libgcc.a und libgcc_r.a und damit verbundene Änderungen an GCC-Bindungen. 500015 5.0-CURRENT nach der Änderung das Zusammenbinden von libc und libc_r zu erlauben, womit die -pthread Option veraltet ist. 500016 5.0-CURRENT nach dem Umschalten von struct ucred zu struct xucred, um die vom Kernel exportierte API für mount u.a.zu stabilisieren. 500017 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der CPUTYPE make Variable zum Kontrollieren von CPU-spezifischen Optimierungen. 500018 5.0-CURRENT nach dem Verschieben von machine/ioctl_fd.h nach sys/fdcio.h 500019 5.0-CURRENT nach der Umbenennung der locale-Namen. 500020 5.0-CURRENT nach dem Bzip2-Import. Kennzeichnet auch, dass S/Key entfernt wurde. 500021 5.0-CURRENT nach SSE Unterstützung. 500022 5.0-CURRENT nach KSE-Meilenstein 2. 500023 5.0-CURRENT nach d_thread_t, und nachdem UUCP in die Ports verschoben worden ist. 500024 5.0-CURRENT nach Änderungen in der ABI bei der Weitergabe von Deskriptoren und Berechtigungen auf 64 Bit Plattformen. 500025 5.0-CURRENT nachdem XFree86 4 als Standard zum Erstellen der Pakete benutzt wird und die neue libc strnstr()-Funktion hinzugefügt wurde. 500026 5.0-CURRENT nachdem die neue libc strcasestr()-Funktion hinzugefügt wurde. 500027 5.0-CURRENT nachdem die Userland-Komponenten von smbfs importiert wurden. 500028 5.0-CURRENT nachdem die neuen C99-Ganzzahlen mit spezifischer Breite hinzugefügt wurden. (Nicht hochgezählt.) 5.0-CURRENT nachdem eine Änderung im Rückgabewert von &man.sendfile.2; gemacht wurde. 500029 5.0-CURRENT nach der Einführung des Types fflags_t, welches die passende Größe für Dateiflags hat. 500030 5.0-CURRENT nach der Umbenennung der USB elements-Struktur. 500031 5.0-CURRENT nach der Einführung von Perl 5.6.1. 500032 5.0-CURRENT nachdem die sendmail_enable &man.rc.conf.5; Variable geändert worden ist, um den Wert NONE zu akzeptieren. 500033 5.0-CURRENT nachdem mtx_init() einen dritten Parameter entgegen nimmt. 500034 5.0-CURRENT mit GCC 3.1. 500035 5.0-CURRENT ohne Perl in /usr/src 500036 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.dlfunc.3; 500037 5.0-CURRENT nachdem die Typen von einigen Elementen der sockbuf-Struktur geändert wurden und nachdem die Struktur neu geordnet wurde. 500038 5.0-CURRENT nach dem GCC 3.2.1 Import. Und auch nachdem die Header nicht mehr _BSD_FOO_T_ sondern _FOO_T_DECLARED benutzen. Dieser Wert kann auch als konservative Schätzung für den Beginn der Unterstützung des &man.bzip2.1; Pakets verwendet werden. 500039 5.0-CURRENT nachdem verschiedene Änderungen an Plattenfunktionen gemacht wurden, um die Anhängigkeit von Interna der disklabel-Struktur zu entfernen. 500040 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.getopt.long.3; zur libc. 500041 5.0-CURRENT nach der Aktualisierung von Binutils auf 2.13, bei denen die FreeBSD-Emulation, vec und das Ausgabeformat geändert wurden. 500042 5.0-CURRENT nach dem Hinzufügen schwacher pthread_XXX Stubs zur libc, womit libXThrStub.so veraltet ist. 5.0-RELEASE. 500043 5.0-CURRENT nach dem Erstellen des RELENG_5_0-Zweiges 500100 <sys/dkstat.h> ist leer und sollte nicht inkludiert werden. 500101 5.0-CURRENT nach der Änderung in der d_mmap_t-Schnittstelle. 500102 5.0-CURRENT nachdem taskqueue_swi geädert wurde, um ohne Giant zu arbeiten, und taskqueue_swi_giant hinzugefügt wurde, um Giant zu verwenden. 500103 cdevsw_add() und cdevsw_remove() gibt es nicht länger. Auftauchen der MAJOR_AUTO-Allokationsmöglichkeit. 500104 5.0-CURRENT nach der neuen cdevsw-Initialisierungsmethode. 500105 devstat_add_entry() wurde durch devstat_new_entry() ersetzt. 500106 Devstat Schnittstellenänderung; siehe sys/sys/param.h 1.149. 500107 Token-Ring Schnittstellenänderungen. 500108 Hinzufügen von vm_paddr_t. 500109 5.0-CURRENT nachdem &man.realpath.3; Thread-sicher gemacht wurde. 500110 5.0-CURRENT nachdem &man.usbhid.3; mit NetBSD synchronisiert wurde. 500111 5.0-CURRENT nach der neuen NSS Implementierung und Hinzufügen der POSIX.1 getpw*_r, getgr*_r Funktionen. 500112 5.0-CURRENT nach Entfernen des alten rc-Systems. 500113 5.1-RELEASE. 501000 5.1-CURRENT nach dem Erstellen des RELENG_5_1 Zweiges. 501100 5.1-CURRENT nachdem die Semantik von sigtimedwait(2) and sigwaitinfo(2) korrigiert wurden. 501101 5.1-CURRENT nach dem Hinzufügen der lockfunc und lockfuncarg-Felder zu &man.bus.dma.tag.create.9;. 501102 5.1-CURRENT nach der Integration des GCC 3.3.1-pre 20030711 Snapshots. 501103 5.1-CURRENT 3ware-API Änderungen in twe. 501104 5.1-CURRENT Unterstützung von dynamisch gebundenen /bin und /sbin und Verschieben von Bibliotheken nach /lib. 501105 5.1-CURRENT nachdem im Kernel Unterstützung für Coda 6.x hinzugefügt wurden. 501106 5.1-CURRENT nachdem die 16550 UART-Konstanten von <dev/sio/sioreg.h> nach <dev/ic/ns16550.h> verschoben wurden. Und nachdem die libmap Funktionalität vorbehaltlos vom rtld unterstützt wurde. 501107 5.1-CURRENT nach Aktualisierung der PFIL_HOOKS API. 501108 5.1-CURRENT nachdem kiconv(3) hinzugefügt wurde. 501109 5.1-CURRENT nachdem der standardmäßige Ablauf von open und close in cdevsw geändert wurde. 501110 5.1-CURRENT nachdem das Layout von cdevsw geändert wurde. 501111 5.1-CURRENT nach dem Hinzufügen von Mehrfachvererbung in kobj. 501112 5.1-CURRENT nach der if_xname Änderung in der Struktur ifnet 501113 5.1-CURRENT nachdem /bin und /sbin geändert wurden, um sie dynamisch zu binden. 501114 5.2-RELEASE 502000 5.2.1-RELEASE 502010 5.2-CURRENT nach dem Erstellen des RELENG_5_2-Zweiges. 502100 5.2-CURRENT nachdem die __cxa_atexit/__cxa_finalize Funktionen zur libc hinzugefügt wurden. 502101 5.2-CURRENT nachdem die Standard-Thread Bibliothek von libc_r zu libpthread geändert wurde. 502102 5.2-CURRENT nach dem Gerätetreiber API Megapatch. 502103 5.2-CURRENT nachdem getopt_long_only() hinzugefügt wurde. 502104 5.2-CURRENT nachdem NULL für C in ((void *)0) geändert wurde, was mehr Warnungen erzeugt. 502105 5.2-CURRENT nachdem pf beim Bauen und Installieren mit eingebunden wird. 502106 5.2-CURRENT nachdem time_t auf der sparc64-Plattform in einen 64-bit Wert geändert wurde. 502107 5.2-CURRENT nachdem sich die Unterstützung für den Intel C/C++-Compiler in einigen Headern und execve(2) geändert hat, um sich strikter an POSIX zu halten. 502108 5.2-CURRENT nach der Einführung der bus_alloc_resource_any API 502109 5.2-CURRENT nach dem Hinzufügen von UTF-8 locales 502110 5.2-CURRENT nach dem Entfernen der getvfsent(3) API 502111 5.2-CURRENT nach dem Hinzufügen der .warning Directive für make. 502112 5.2-CURRENT nachdem ttyioctl() zwingend erforderlich für serielle Treiber gemacht wurde. 502113 5.2-CURRENT nach dem Import des ALTQ-Frameworks. 502114 5.2-CURRENT nachdem sema_timedwait(9) geändert wurde, 0 bei Erfolg und einen von 0 verschiedenen Fehlercode im Falle eines Fehlers zurückzuliefern. 502115 5.2-CURRENT nach dem Ändern der Kernel Struktur dev_t, in ein Zeiger auf die Struktur cdev * 502116 5.2-CURRENT nach dem Ändern der Kernelstruktur udev_t in dev_t. 502117 5.2-CURRENT nachdem Unterstützung für CLOCK_VIRTUAL und CLOCK_PROF zu clock_gettime(2) und clock_getres(2) hinzugefügt wurde. 502118 5.2-CURRENT nachdem die Überprüfung des Klonens von Netzwerk-Schnittstellen geändert wurde. 502119 5.2-CURRENT nach dem Einfliessen von Revision 20040629 der Paket-Werkzeuge. 502120 5.2-CURRENT nachdem Bluetooth-Quelltext als nicht i386-spezifisch markiert wurde. 502121 5.2-CURRENT nach der Einführung des KDB Debugger Frameworks, der Umwandlung des DDB in ein Backend und der Einführung des GDB-Backends. 502122 5.2-CURRENT nachdem VFS_ROOT geändert wurde, eine Struktur thread als Argument zu aktzeptieren, wie vflush. Die Struktur kinfo_proc enthält nun einen Zeiger auf Benutzer Daten. Der Umstieg auf xorg als standardmäßige X Implementierung wurde auch zu dieser Zeit durchgeführt. 502123 5.2-CURRENT nachdem die Art und Weise, wie rc.d-Skripte von Ports und Altlasten gestartet werden, getrennt wurde. 502124 5.2-CURRENT nachdem die vorherige Änderung rückgängig gemacht wurde. 502125 5.2-CURRENT nach dem Entfernen von kmem_alloc_pageable() und dem Import von GCC 3.4.2. 502126 5.2-CURRENT nachdem die UMA Kernel API geändert wurde, um Konstruktoren und Initialisierungsmethoden zu erlauben fehlzuschlagen. 502127 5.2-CURRENT nach der Änderung in der vfs_mount Signatur sowie allgemeines Ersetzen von PRISON_ROOT durch SUSER_ALLOWJAIL in der suser(9) API. 502128 5.3-BETA/RC vor der Änderung der pfil-API. 503000 5.3-RELEASE 503001 5.3-STABLE nach dem Erstellen des RELENG_5_3-Zweiges. 503100 5.3-STABLE nach dem Hinzufügen von Fülloptionen im Stile der libc zu &man.strftime.3;. 503101 5.3-STABLE nachdem OpenBSD's nc(1) von CURRENT importiert wurde. 503102 5.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der Reparaturen aus CURRENT, in <src/include/stdbool.h> und <src/sys/i386/include/_types.h>, um die GCC-Kompatibilität des Intel C/C++-Compilers zu benutzen. 503103 5.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der Änderung aus CURRENT in ifi_epoch statt der lokalen Zeit die Betriebszeit des Systems zu benutzen. 503104 5.4-PRERELEASE nach dem Einfliessen der Reparaturen von EOVERFLOW in vswprintf(3) aus CURRENT. 503105 5.4-RELEASE. 504000 5.4-STABLE nach dem Erstellen des RELENG_5_4-Zweiges. 504100 5.4-STABLE nach dem Vergrößern der standardmäßigen Stackgröße für Threads. 504101 5.4-STABLE nach dem Hinzufügen von sha256. 504102 5.4-STABLE nach dem Einfliessen von if_bridge aus CURRENT. 504103 5.4-STABLE nach dem Einfliessen von bsdiff und portsnap aus CURRENT. 504104 5.4-STABLE nach dem Einfliessen der Änderung von ldconfig_local_dirs aus CURRENT. 504105 5.5-RELEASE. 505000 5.5-STABLE nach dem Erstellen des RELENG_5_5-Zweiges. 505100 6.0-CURRENT 600000 6.0-CURRENT nach der festen Aktivierung von PFIL_HOOKS im Kernel. 600001 6.0-CURRENT nach der anfänglichen Einführung von ifi_epoch zur Struktur if_data. Wurde nach ein paar Tagen wieder rückgängig gemacht. Benutzen Sie diesen Wert bitte nicht. 600002 6.0-CURRENT nach dem erneuten Hinzufügen des Elements ifi_epoch zur Struktur if_data. 600003 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der Struktur inpcb als Argument in der pfil API. 600004 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen des "-d DESTDIR" Schalters zu newsyslog. 600005 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von Fülloptionen im Style der libc zu &man.strftime.3;. 600006 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von 802.11 Framework Neuerungen. 600007 6.0-CURRENT Änderung an den VOP_*VOBJECT() Funktionen und Einführung des MNTK_MPSAFE Schalters für Dateisysteme, welche ohne Giant arbeiten. 600008 6.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von cpufreq Framework und Treibern. 600009 6.0-CURRENT nachdem OpenBSD's nc(1) importiert wurde. 600010 6.0-CURRENT nachdem der Anschein von matherr() Unterstützung in SVID2 entfernt wurde. 600011 6.0-CURRENT nach dem Vergrößern der standardmäßigen Stackgröße für Threads. 600012 6.0-CURRENT nach dem Einfliessen der Reparaturen in <src/include/stdbool.h> und <src/sys/i386/include/_types.h>, um die GCC-Kompatibilität des Intel C/C++-Compilers zu benutzen. 600013 6.0-CURRENT nachdem die Überprüfungen auf EOVERFLOW in vswprintf(3) korrigiert wurden. 600014 6.0-CURRENT nach dem Einfliessen der Änderung, in ifi_epoch, statt der lokalen Zeit, die Betriebzeit des Systems zu benutzen. 600015 6.0-CURRENT nachdem das Format von LC_CTYPE auf der Festplatte verändert wurde. 600016 6.0-CURRENT nachdem das Format der NLS-Kataloge auf der Festplatte verändert wurde. 600017 6.0-CURRENT nachdem das Format von LC_COLLATE auf der Festplatte verändert wurde. 600018 Installation der acpica Include-Dateien in /usr/include. 600019 Hinzufügen des MSG_NOSIGNAL Schalters zur send(2) API. 600020 Hinzufügen von Feldern zu cdevsw 600021 gtar wurde aus dem Basissystem entfernt. 600022 Die Optionen LOCAL_CREDS, LOCAL_CONNWAIT für Sockets wurde zu unix(4) hinzugefügt. 600023 &man.hwpmc.4; und zugehörige Werkzeuge wurden zu 6.0-CURRENT hinzugefügt. 600024 Die Struktur icmphdr wurden zu 6.0-CURRENT hinzugefügt. 600025 pf Aktualisierung auf 3.7. 600026 Kernel libalias und ng_nat wurden eingeführt. 600027 POSIX ttyname_r(3) wurde über unistd.h und libc zur Verfügung gestellt. 600028 6.0-CURRENT nachdem libpcap zu Version v0.9.1 alpha 096 aktualisiert wurde. 600029 6.0-CURRENT nach dem Import von NetBSDs if_bridge(4). 600030 6.0-CURRENT nachdem die Struktur ifnet aus dem Treiber softcs herausgelöst wurde. 600031 6.0-CURRENT nach dem Import von libpcap v0.9.1. 600032 6.0-STABLE nachdem die Versionen aller gemeinsam genutzten Bibliotheken, welche seit RELENG_5 nicht geändert wurden, erhöht wurden. 600033 6.0-STABLE nachdem das Argument credential zu der dev_clone-Ereignisbehandlung hinzugefügt wurde. 6.0-RELEASE. 600034 6.0-STABLE nach dem Erstellen des 6.0-RELEASE-Zweiges. 600100 6.0-STABLE nach dem Aufnehmen von Skripten aus den local_startup-Verzeichnissen in &man.rcorder.8; des Basissystems. 600101 6.0-STABLE nach dem Aktualisieren der ELF-Typen und Konstanten. 600102 6.0-STABLE nach dem Einfliessen der pidfile(3)-API aus CURRENT. 600103 6.0-STABLE nach dem Einfliessen der Änderung von ldconfig_local_dirs aus CURRENT. 600104 6.0-STABLE nach der NLS-Katalogunterstützung von csh(1). 600105 6.1-RELEASE 601000 6.1-STABLE nach 6.1-RELEASE. 601100 6.1-STABLE nach dem Import von csup. 601101 6.1-STABLE nach der iwi(4)-Aktualisierung. 601102 6.1-STABLE nach der Aktualisierung der Namensauflösung zu BIND9 und Aufnahme der ablaufinvarianten Versionen der netdb-Funktionen. 601103 6.1-STABLE nachdem Unterstützung für DSO (dynamic shared objects - gemeinsam genutzte, dynamische Objekte) in OpenSSL aktiviert wurde. 601104 6.1-STABLE nachdem 802.11 Reparaturen die API der IEEE80211_IOC_STA_INFO ioctl geändert haben. 601105 6.2-RELEASE 602000 6.2-STABLE nach 6.2-RELEASE. 602100 6.2-STABLE nach dem Hinzufügen der Wi-Spy Eigenart. 602101 6.2-STABLE nachdem pci_find_extcap() hinzugefügt wurde. 602102 6.2-STABLE nach dem Einpflegen der dlsym Änderung aus CURRENT, ein angefordertes Symbol sowohl in der spezifizierten dso, als auch in den impliziten Abhängigkeiten nachzuschlagen. 602103 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von ng_deflate(4) und ng_pred1(4) netgraph Knoten und neuen Kompressions- und -Verschlüsselungmodi für den ng_ppp(4) Knoten aus CURRENT. 602104 6.2-STABLE nach dem Einpflegen der BSD lizensierten Version von &man.gzip.1;, welche von NetBSD portiert wurde aus CURRENT. 602105 6.2-STABLE nach dem Einpflegen der PCI MSI und MSI-X Unterstützung aus CURRENT. 602106 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von ncurses 5.6 und Unterstützung für Multibyte-Zeichen aus CURRENT. 602107 6.2-STABLE nach dem Einpflegen des 'SG' Peripheriegerätes aus CURRENT in CAM, welches einen Teil der SCSI SG passthrough Geräte API von Linux enthält. 602108 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von readline 5.2 Patchset 002 aus CURRENT. 602109 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von pmap_invalidate_cache(), pmap_change_attr(), pmap_mapbios(), pmap_mapdev_attr(), und pmap_unmapbios() für amd64 und i386 aus CURRENT. 602110 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von BOP_BDFLUSH aus CURRENT und dem daraus resultierendem Bruch mit dem Dateisystemmodul KBI. 602111 6.2-STABLE nach dem Einpflegen von libutil(3) aus CURRENT. 602112 6.2-STABLE, nach der Trennung in "wide und single byte ctype". Neu kompilierte Binärdateien, die ctype.h referenzieren, erfordern möglicherweise ein neues Symbol, __mb_sb_limit, das auf älteren Systemen nicht verfügbar ist. 602113 6.2-STABLE, nachdem die ctype ABI-Aufwärtskompatibilität wiederhergestellt wurde. 602114 FreeBSD 6.2-STABLE nach der Entfernung/Eliminierung der wide und single Byte ctype-Trennung 602115 6.3-RELEASE 603000 6.3-STABLE nach 6.3-RELEASE. 603100 6.3-STABLE, nachdem der Support für den Multibyte-Datentyp im Bit-Makro gefixt wurde. 603101 7.0-CURRENT. 700000 7.0-CURRENT nachdem die Versionen aller gemeinsam genutzten Bibliothken, welche seit RELENG_5 nicht geändert wurden, erhöht wurden. 700001 7.0-CURRENT nachdem ein Berechtigungs-Argument zur dev_clone-Ereignisroutine hinzugefügt wurde. 700002 7.0-CURRENT nachdem memmem(3) zur libc hinzugefügt wurde. 700003 7.0-CURRENT nachdem die Argumente der Kernelfunktion solisten(9) modifiziert wurden, um einen Backlog-Parameter (Anzahl der maximalen wartenden Verbindungen) zu akzeptieren. 700004 7.0-CURRENT nachdem IFP2ENADDR() geändert wurde, einen Zeiger auf IF_LLADDR() zurückzugeben. 700005 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen des if_addr-Elements zur Struktur ifnet und dem Entfernen von IFP2ENADDR(). 700006 7.0-CURRENT nach dem Aufnehmen von Skripten aus den local_startup Verzeichnissen in &man.rcorder.8; des Basissystems. 700007 7.0-CURRENT nach dem Entfernen der MNT_NODEV mount-Option. 700008 7.0-CURRENT nach ELF-64 Typen Änderungen und Symbol Versionierung. 700009 7.0-CURRENT nach Hinzufügen der hostb und vgapci Treiber, Hinzufügen von pci_find_extcap() und Änderung der AGP Treiber die Apertur nicht länger abzubilden. 700010 7.0-CURRENT nachdem auf allen Plattformen außer Alpha tv_sec in time_t umgewandelt wurde. 700011 7.0-CURRENT nach Änderung von ldconfig_local_dirs. 700012 7.0-CURRENT nach Änderung in /etc/rc.d/abi um /compat/linux/etc/ld.so.cache als Symlink in ein schreibgeschütztes Dateisystem zu unterstützen. 700013 7.0-CURRENT nach pts Import. 700014 7.0-CURRENT nach Einführung von Version 2 der &man.hwpmc.4;'s ABI. 700015 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.fcloseall.3; zur libc. 700016 7.0-CURRENT nach dem Entfernen von ip6fw. 700017 7.0-CURRENT nach dem Import von snd_emu10kx. 700018 7.0-CURRENT nach dem Import von OpenSSL 0.9.8b. 700019 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der bus_dma_get_tag-Funktion 700020 7.0-CURRENT nach dem Import von libpcap 0.9.4 und tcpdump 3.9.4. 700021 7.0-CURRENT nach der dlsym Änderung, ein angefordertes Symbol sowohl in der spezifizierten dso, als auch in den impliziten Abhängigkeiten nachzuschlagen. 700022 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen neuer Sound-IOCTLs. 700023 7.0-CURRENT nach dem Import von OpenSSL 0.9.8d. 700024 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der libelf. 700025 7.0-CURRENT nach größeren Änderungen an den Sound sysctls. 700026 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen der Wi-Spy-Eigenart. 700027 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von sctp-Aufrufen zur libc. 700028 7.0-CURRENT nach dem Ersetzen von GNU &man.gzip.1; durch eine von NetBSD portierte Version, die unter BSD-Lizenz steht. 700029 7.0-CURRENT nach dem Entfernen der IPIP Tunnelkapselung (VIFF_TUNNEL) aus dem IPv4 Multicast-Forwarding-Quelltext. 700030 7.0-CURRENT nach den Modifizierungen an bus_setup_intr() (newbus). 700031 7.0-CURRENT nach der Aufnahme der Firmware für ipw(4) und iwi(4). 700032 7.0-CURRENT nach Unterstützung für Multibyte-Zeichen. 700033 7.0-CURRENT nach Änderungen, wie insmntque(), getnewvnode() und vfs_hash_insert() arbeiten. 700034 7.0-CURRENT nach Hinzufügen eines Benachrichtigungsmechanismus für CPU Frequenzänderungen. 700035 7.0-CURRENT nach dem Import des ZFS Dateisystemes. 700036 7.0-CURRENT nach dem Einpflegen des 'SG' Peripheriegerätes in CAM, welches einen Teil der SCSI SG passthrough Geräte API von Linux enthält. 700037 7.0-CURRENT nachdem &man.getenv.3;, &man.putenv.3;, &man.setenv.3; und &man.unsetenv.3; geändert wurden, um POSIX konform zu sein. 700038 7.0-CURRENT nachdem die Änderungen von 700038 rückgängig gemacht wurden. 700039 7.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von &man.flopen.3; zur libutil. 700040 7.0-CURRENT nachdem Symbol Versionierung aktiviert und die standardmäßige Thread-Bibliothek zu libthr geändert wurde. 700041 7.0-CURRENT nach dem Import von GCC 4.2.0. 700042 7.0-CURRENT nachdem die Versionen aller Shared-Libraries, welche seit RELENG_6 nicht geändert wurden, erhöht worden sind. 700043 7.0-CURRENT nachdem das Argument für vn_open()/VOP_OPEN() vom Dateideskriptorindex zur Struktur file * geädert wurde. 700044 7.0-CURRENT nachdem &man.pam.nologin.8; geädert wurde, eine Kontoverwaltungs-Funktion statt einer Authentifizierungsfunktion für das PAM-Framework zur Verfügung zu stellen. 700045 7.0-CURRENT nach aktualisierter 802.11 wireless Unterstützung. 700046 7.0-CURRENT, nachdem TCP-LRO-Schnittstellen-Ressourcen hinzugefügt wurden. 700047 7.0-CURRENT, nachdem die RFC 3678 API-Unterstützung zum IPv4-Stack hinzugefügt wurde. Veraltetes RFC 1724-Verhalten des IP_MULTICAST_IF ioctl wurde entfernt; 0.0.0.0/8 darf nicht länger als Schnittstellen-Index benutzt werden. Stattdessen sollte die Struktur ipmreqn verwendet werden. 700048 7.0-CURRENT, nachdem pf von OpenBSD 4.1 importiert wurde 700049 7.0-CURRENT, nachdem die IPv6-Unterstützung um FAST_IPSEC erweitert, KAME IPSEC entfernt und FAST_IPSEC in IPSEC umbenannt wurde. (nicht geändert) 7.0-CURRENT, nachdem Aufrufe von setenv/putenv/usw. von der traditionellen BSD-Art und Weise nach POSIX konvertiert wurden. 700050 7.0-CURRENT, nachdem neue Systemaufrufe (mmap/lseek/usw.) implementiert wurden. 700051 7.0-CURRENT, nachdem die I4B-Header nach include/i4b verschoben wurden. 700052 7.0-CURRENT, nachdem die Unterstützung für PCI Domänen hinzugefügt wurde. 700053 7.0-CURRENT, nach der Trennung in "wide und single byte ctype". 700054 7.0-RELEASE sowie 7.0-CURRENT, nachdem die ABI-Abwärtskompatibilität für die FreeBSD 4/5/6-Versionen der PCIOCGETCONF-, PCIOCREAD- sowie PCIOCWRITE IOCTLs hinzugefügt wurde. Damit verbunden war, dass die ABI der PCIOCGETCONF IOCTL erneut deaktiviert werden musste. 700055 7.0-STABLE nach 7.0-RELEASE. 700100 8.0-CURRENT. Nach der Trennung in "wide und single byte ctype". 800000 8.0-CURRENT, nachdem libpcap 0.9.8 und tcpdump 3.9.8 importiert wurden. 800001 8.0-CURRENT, nachdem kthread_create() und Konsorten in kproc_create() usw. umbenannt wurden. 800002 8.0-CURRENT, nachdem die ABI-Abwärtskompatibilität für die FreeBSD 4/5/6-Versionen der PCIOCGETCONF-, PCIOCREAD- sowie PCIOCWRITE IOCTLs hinzugefügt wurde. Damit verbunden war, dass die ABI der PCIOCGETCONF IOCTL erneut deaktiviert werden musste. 800003 8.0-CURRENT, nachdem der agp(4) Treiber verschoben wurde von src/sys/pci nach src/sys/dev/agp. 800004 8.0-CURRENT, nach dem Hinzufügen der callgraph capture Funktionalität zu &man.hwpmc.4;. 800006 8.0-CURRENT nach dem Hinzufügen von "why" als Argument in kdb_enter(). 800007
Beachten Sie, dass 2.2-STABLE sich nach dem 2.2.5-RELEASE manchmal als 2.2.5-STABLE identifiziert. Das Muster war früher das Jahr gefolgt von dem Monat, aber wir haben uns entschieden, ab 2.2. einen geradlinigeren Ansatz mit major/minor-Nummern zu benutzen. Dies liegt daran, dass gleichzeitiges Entwickeln an mehreren Zweigen es unmöglich macht, die Versionen nur mit Hilfe des Datums des Releases zu unterteilen. Wenn Sie jetzt einen Port erstellen brauchen Sie sich nicht um alte -CURRENTs zu kümmern; diese sind hier nur als Referenz augeführt.
Etwas hinter die <filename>bsd.port.mk</filename>-Anweisung schreiben Schreiben Sie bitte nichts hinter die .include <bsd.port.mk>-Zeile. Normalerweise kann dies vermieden werden, indem Sie die Datei bsd.port.pre.mk irgendwo in der Mitte Ihres Makefiles und bsd.port.post.mk am Ende einfügen. Sie dürfen entweder nur das bsd.port.pre.mk/bsd.port.post.mk-Paar oder bsd.port.mk alleine hinzufügen; vermischen Sie diese Verwendungen nicht! bsd.port.pre.mk definiert nur einige Variablen, welche in Tests im Makefile benutzt werden können, bsd.port.post.mk definiert den Rest. Hier sind einige wichtige Variablen, welche in bsd.port.pre.mk definiert sind (dies ist keine vollständige Liste, lesen Sie bitte bsd.port.mk für eine vollständige Auflistung). Variable Beschreibung ARCH Die Architektur, wie von uname -m zurückgegeben (z.B. i386) OPSYS Der Typ des Betriebsystems, wie von uname -s zurückgegeben (z.B. FreeBSD) OSREL Die Release Version des Betriebssystems (z.B., 2.1.5 oder 2.2.7) OSVERSION Die numerische Version des Betriebssystems; gleichbedeutend mit __FreeBSD_version. PORTOBJFORMAT Das Objektformat des Systems (elf oder aout; beachten Sie, dass für moderne Versionen von FreeBSD aout veraltet ist). LOCALBASE Die Basis des local Verzeichnisbaumes (z.B. /usr/local/) X11BASE Die Basis des X11 Verzeichnisbaumes (z.B., /usr/X11R6) PREFIX Wo der Port sich selbst installiert (siehe Mehr Informationen über PREFIX). Falls Sie die Variablen USE_IMAKE, USE_X_PREFIX, oder MASTERDIR definieren müssen, sollten Sie dies vor dem Einfügen von bsd.port.pre.mk machen. Hier sind ein paar Beispiele von Dingen, die Sie hinter die Anweisung bsd.port.pre.mk schreiben können: # lang/perl5 muss nicht kompliliert werden, falls perl5 schon auf dem System ist .if ${OSVERSION} > 300003 BROKEN= perl ist im System .endif # nur eine Versionsnummer für die ELF Version der shlib .if ${PORTOBJFORMAT} == "elf" TCL_LIB_FILE= ${TCL_LIB}.${SHLIB_MAJOR} .else TCL_LIB_FILE= ${TCL_LIB}.${SHLIB_MAJOR}.${SHLIB_MINOR} .endif # die Software erstellt schon eine Verknüpfung fü ELF, aber nicht fü a.out post-install: .if ${PORTOBJFORMAT} == "aout" ${LN} -sf liblinpack.so.1.0 ${PREFIX}/lib/liblinpack.so .endif Sie haben sich daran erinnert Tabulator statt Leerzeichen nach BROKEN= und TCL_LIB_FILE= zu benutzen, oder? :-). Benutzen Sie die <function>exec</function>-Anweisung in Wrapper-Skripten Falls der Port ein Shellskript installiert, dessen Zweck es ist ein anderes Programm zu starten, und falls das Starten des Programmes die letzte Aktion des Skripts ist, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die Funktion exec dafür benutzen; zum Beispiel: #!/bin/sh exec %%LOCALBASE%%/bin/java -jar %%DATADIR%%/foo.jar "$@" Die Funktion exec ersetzt den Shell-Prozess mit dem angegebenen Programm. Falls exec ausgelassen wird, verbleibt der Shell-Prozess im Speicher während das Programm ausgefährt wird und verbraucht unnötig Systemressourcen. UIDs und GIDs Die aktuellen Listen von reservierten UIDs und GIDs sind in ports/UIDs und ports/GIDs zu finden. Falls Ihr Port einen bestimmten Benutzer auf dem zu installierendem System benötigt, lassen Sie das pkg-install-Skript den Aufruf von pw machen, um ihn automatisch anzulegen. Schauen Sie sich für ein Beispiel net/cvsup-mirror an. Beachten Sie bitte, dass wir von diesem Vorgehen stark abraten! Bitte registrieren Sie Benutzer/Gruppen wie unten beschrieben. Falls Ihr Port die gleichen Benutzer/Gruppen IDs benutzen muss, egal ob als Binär-Paket installiert oder als Port kompiliert, müssen Sie eine nicht benutzte UID zwischen 50 und 999 benutzen und entweder in ports/UIDs (für Benutzer) oder in ports/GIDs (für Gruppen) registrieren. Für ein Beispiel schauen Sie sich bitte japanese/Wnn6 an. Stellen Sie sicher, dass Sie keine UIDs verwenden, welche schon vom System oder von einem anderen Port gebraucht werden. Bitte fügen Sie einen Patch für diese beiden Datei hinzu, falls für Ihren Port ein neuer Benutzer oder Gruppe angelegt werden muss. Aufgaben vernünftig lösen Das Makefile sollte die nötigen Schritte einfach und vernünftig durchführen. Wenn Sie ein einige Zeilen einsparen oder die Lesbarkeit verbessern können, dann machen Sie dies bitte. Beispiele sind: Ein make-Konstrukt .if anstatt eines Shellkonstrukt if zu verwenden, anstatt do-extract neu zu definieren, dies mit EXTRACT* machen, oder GNU_CONFIGURE anstelle von CONFIGURE_ARGS += --prefix=${PREFIX} zu verwenden. Falls Sie sich in einer Situation wiederfinden, in der Sie viel Code neu schreiben müssen, um etwas zu testen, sollten Sie zuerst bsd.port.mk erneut konsultieren und nachprüfen ob es nicht bereits eine Lösung für Ihr Problem enthält. Es ist zwar schwer zu lesen, beinhaltet jedoch eine Menge kurzer Lösungen für viele scheinbar schwierige Probleme. Berücksichtigen Sie sowohl <makevar>CC</makevar> als auch <makevar>CXX</makevar> Der Port sollte sowohl die CC- wie auch die CXX-Variable berücksichtigen. Damit ist gemeint, dass der Port diese Variablen nicht ohne Rücksicht auf eventuell schon gesetzte Werte einfach überschreiben sollte; stattdessen sollten neue Werte an schon existierende angehängt werden. Dadurch können Build-Optionen, die alle Ports betreffen, global definiert werden. Falls der Port diese Variablen nicht berücksichtigt, sollte NO_PACKAGE=ignores either cc or cxx ins Makefile eingefügt werden. Im Folgenden wird ein Beispiel eines Makefiles gezeigt, welches die beiden Variablen CC und CXX berücksichtigt. Beachten Sie das ?=: CC?= gcc CXX?= g++ Nachfolgend ein Beispiel, welches weder CC noch CXX berücksichtigt: CC= gcc CXX= g++ Die Variablen CC und CXX können auf FreeBSD-Systemen in /etc/make.conf definiert werden. Im ersten Beispiel wird ein Wert nur dann gesetzt, falls dieser vorher noch nicht gesetzt war, um so systemweite Definitionen zu berücksichtigen. Im zweiten Beispiel werden die Variablen ohne Rücksicht überschrieben. Berücksichtigen Sie <makevar>CFLAGS</makevar> Der Port sollte die Variable CFLAGS berücksichtigen. Damit ist gemeint, dass der Port den Wert dieser Variablen nicht absolut setzen und damit existierende Werte überschreiben sollte; stattdessen sollte er weitere Werte der Variablen durch Anhängen hinzufügen. Dadurch können Build-Optionen, die alle Ports betreffen, global definiert werden. Falls der Port diese Variablen nicht berücksichtigt, sollte NO_PACKAGE=ignores cflags ins Makefile eingefügt werden. Im Folgenden wird ein Beispiel eines Makefiles gezeigt, welches die Variable CFLAGS berücksichtigt. Beachten Sie das +=: CFLAGS+= -Wall -Werror Nachfolgend finden Sie ein Beispiel, welches die CFLAGS-Variable nicht berücksichtigt: CFLAGS= -Wall -Werror Die Variable CFLAGS wird auf FreeBSD-Systemen in /etc/make.conf definiert. Im ersten Beispiel werden weitere Flags an die Variable CFLAGS angehängt und somit der bestehende Wert nicht gelöscht. Im zweiten Beispiel wird die Variable ohne Rücksicht überschrieben. Sie sollten Optimierungsflags aus Makefiles Dritter entfernen. Die CFLAGS des Systems beinhalten systemweite Optimierungsflags. Ein Beispiel eines unveränderten Makefiles: CFLAGS= -O3 -funroll-loops -DHAVE_SOUND Werden nun systemweite Optimierungsflags verwendet so würde das Makefile in etwa folgendermaßen aussehen: CFLAGS+= -DHAVE_SOUND Threading-Bibliotheken Die Threading-Bibliothek muss mit Hilfe eines speziellen Linker-Flags -pthread in die Binärdateien unter &os; gebunden werden. Falls ein Port auf ein direktes Verlinken gegen -lpthread oder -lc_r besteht, passen Sie den Port bitte so an, dass er die durch das Port-Framework bereitgestellte Variable PTHREAD_LIBS verwendet. Diese Variable hat üblicherweise den Wert -pthread, kann aber auf einigen Architekturen und &os;-Versionen abweichende Werte haben und daher sollte nie -pthread direkt in Patches geschrieben werden, sondern immer PTHREAD_LIBS. Falls durch das Setzen von PTHREAD_LIBS der Bau des Ports mit der Fehlermeldung unrecognized option '-pthread' abbricht, kann die Verwendung des gcc als Linker durch setzen von CONFIGURE_ENV auf LD=${CC} helfen. Die Option -pthread wird nicht direkt von ld unterstützt. Rückmeldungen Brauchbare Änderungen/Patches sollten an den ursprünglichen Autor/Maintainer der Software geschickt werden, damit diese in der nächsten Version der Software mit aufgenommen werden können. Dadurch wird Ihre Aufgabe für die nächste Version der Software deutlich einfacher. <filename>README.html</filename> Nehmen Sie bitte keine README.html in den Port auf. Diese Datei ist kein Bestandteil der CVS-Sammlung sondern wird durch make readme erzeugt. Einen Port durch <makevar>BROKEN</makevar>, <makevar>FORBIDDEN</makevar> oder <makevar>IGNORE</makevar> als nicht installierbar markieren In manchen Fällen sollten Benutzer davon abgehalten werden einen Port zu installieren. Um einem Benutzer mitzuteilen, dass ein Port nicht installiert werden sollte, gibt es mehrere Variablen für make, die im Makefile des Ports genutzt werden können. Der Wert der folgenden make-Variablen wird dem Benutzer als Grund für die Ablehnung der Installation des Ports zurückgegeben. Bitte benutzen Sie die richtige make-Variable, denn jede enthält eine völlig andere Bedeutung für den Benutzer und das automatische System, das von dem Makefile abhängt, wie der Ports-Build-Custer, FreshPorts und portsmon. Variablen BROKEN ist reserviert für Ports, welche momentan nicht korrekt kompiliert, installiert oder deinstalliert werden. Es sollte für Ports benutzt werden, von denen man annimmt, dass dies ein temporäres Problem ist. Falls angegeben, wird der Build-Cluster dennoch versuchen den Port zu bauen, um zu sehen, ob das zugrunde liegende Problem behoben wurde (das ist jedoch im Allgemeinen nicht der Fall). Benutzen Sie BROKEN zum Beispiel, wenn ein Port: nicht kompiliert beim Konfiguration- oder Installation-Prozess scheitert Dateien außerhalb von ${LOCALBASE} und ${X11BASE} installiert beim Deinstallieren nicht alle seine Dateien sauber entfernt (jedoch kann es akzeptable und wünschenswert sein, Dateien, die vom Nutzer verändert wurden, nicht zu entfernen) FORBIDDEN wird für Ports verwendet, die Sicherheitslücken enthalten oder die ernste Sicherheitsbedenken für das FreeBSD-System aufwerfen, wenn sie installiert sind (z.B. ein als unsicher bekanntes Programm, oder ein Programm, das einen Dienst zur Verfügung stellt, der leicht kompromittiert werden kann). Ports sollten als FORBIDDEN gekennzeichnet werden, sobald ein Programm eine Schwachstelle hat und kein Update veröffentlicht wurde. Idealerweise sollten Ports so bald wie möglich aktualisiert werden wenn eine Sicherheitslücke entdeckt wurde, um die Zahl verwundbarer FreeBSD-Hosts zu verringern (wir schätzen es für unsere Sicherheit bekannt zu sein), obwohl es manchmal einen beachtlichen Zeitabstand zwischen der Bekanntmachung einer Schwachstelle und dem entsprechenden Update gibt. Bitte kennzeichnen Sie einen Port nicht aus irgendeinem Grund außer Sicherheit als FORBIDDEN. IGNORE ist für Ports reserviert, die aus anderen Gründen nicht gebaut werden sollten. Es sollte für Ports verwendet werden, in denen ein strukturelles Problem vermutet wird. Der Build-Cluster wird unter keinen Umständen Ports, die mit IGNORE markiert sind, erstellen. Verwenden Sie IGNORE zum Beispiel, wenn ein Port: kompiliert, aber nicht richtig läuft nicht auf der installierten Version von &os; läuft &os; Kernelquelltext zum Bauen benötigt, aber der Benutzer diese nicht installiert hat ein Distfile benötigt, welches aufgrund von Lizenzbeschränkungen nicht automatisch abgerufen werden kann nicht korrekt mit einem momentan installiertem Port arbeitet (der Port hängt zum Beispiel von www/apache21 ab, aber www/apache13 ist installiert) Wenn ein Port mit einem momentan installiertem Port kollidiert (zum Beispiel, wenn beide eine Datei an die selbe Stelle installieren, diese aber eine andere Funktion hat), benutzen Sie stattdessen CONFLICTS. CONFLICTS setzt IGNORE dann selbstständig. Um einen Port nur auf bestimmte Systemarchitekturen mit IGNORE zu markieren, gibt es zwei Variablen, die automatisch IGNORE für Sie setzen: ONLY_FOR_ARCHS und NOT_FOR_ARCHS. Beispiele: ONLY_FOR_ARCHS= i386 amd64 NOT_FOR_ARCHS= alpha ia64 sparc64 Eine eigene IGNORE-Ausgabe kann mit ONLY_FOR_ARCHS_REASON und NOT_FOR_ARCHS_REASON festgelegt werden. Für eine bestimmte Architektur sind Angaben durch ONLY_FOR_ARCHS_REASON_ARCH und NOT_FOR_ARCHS_REASON_ARCH möglich. Wenn ein Port i386-Binärdateien herunterlädt und installiert, sollte IA32_BINARY_PORT gesetzt werden. Wenn die Variable gesetzt ist, wird überprüft, ob das Verzeichnis /usr/lib32 für IA32-Versionen der Bibliotheken vorhanden ist, und ob der Kernel mit IA32-Kompatibilität gebaut wurde. Wenn eine dieser zwei Voraussetzungen nicht erfüllt ist, wird IGNORE automatisch gesetzt. Anmerkungen zur Implementierung Zeichenketten sollten nicht in Anführungszeichen gesetzt werden. Auch die Wortwahl der Zeichenketten sollte die Art und Weise beachten, wie die Informationen dem Nutzer angezeigt werden. Beispiele: BROKEN= this port is unsupported on FreeBSD 5.x IGNORE= is unsupported on FreeBSD 5.x resultieren in den folgenden Ausgaben von make describe: ===> foobar-0.1 is marked as broken: this port is unsupported on FreeBSD 5.x. ===> foobar-0.1 is unsupported on FreeBSD 5.x. Kennzeichnen eines Ports zur Entfernung durch <makevar>DEPRECATED</makevar> oder <makevar>EXPIRATION_DATE</makevar> Denken Sie bitte daran, dass BROKEN und FORBIDDEN nur als temporärer Ausweg verwendet werden sollten, wenn ein Port nicht funktioniert. Dauerhaft defekte Ports sollten komplett aus der Ports-Sammlung entfernt werden. Wenn es sinnvoll ist, können Benutzer vor der anstehenden Entfernung eines Ports mit DEPRECATED und EXPIRATION_DATE gewarnt werden. Ersteres ist einfach eine Zeichenkette, die angibt, warum der Port entfernt werden soll. Letzteres ist eine Zeichenkette im ISO 8601-Format (JJJJ-MM-TT). Beides wird dem Benutzer gezeigt. Es ist möglich DEPRECATED ohne EXPIRATION_DATE zu setzen (zum Beispiel, um eine neuere Version des Ports zu empfehlen), aber das Gegenteil ist sinnlos. Es gibt keine Vorschrift wie lange die Vorwarnzeit sein muss. Gegenwärtig ist es üblich einen Monat für sicherheitsrelevante Probleme und zwei Monate für Build-Probleme anzusetzen. Dies gibt allen interessierten Committern ein wenig Zeit die Probleme zu beheben. Vermeiden Sie den Gebrauch des <literal>.error</literal>-Konstruktes Der korrekte Weg eines Makefile anzuzeigen, dass der Port aufgrund eines externen Grundes nicht installiert werden kann (zum Beispiel, weil der Benutzer eine ungültige Kombination von Build-Optionen angegeben hat), ist IGNORE auf einen nicht leeren Wert zu setzen. Dieser wird dann formatiert und dem Benutzer von make install ausgegeben. Es ist ein verbreiteter Fehler .error für diesem Zweck zu verwenden. Das Problem dabei ist, dass viele automatisierte Werkzeuge, die mit dem Ports-Baum arbeiten, in dieser Situation fehlschlagen. Am Häufigsten tritt das Problem beim Versuch /usr/ports/INDEX zu bauen auf (siehe ). Jedoch schlagen auch trivialere Befehle wie make -V maintainer in diesem Fall fehl. Dies ist nicht akzeptabel! Wie vermeidet man die Verwendung von <literal>.error</literal> Nehmen Sie an, dass die Zeile USE_POINTYHAT=yes in make.conf enthalten ist. Der erste der folgenden zwei Makefile-Schnipsel lässt make index fehlschlagen, während der zweite dies nicht tut. .if USE_POINTYHAT .error "POINTYHAT is not supported" .endif .if USE_POINTYHAT IGNORE=POINTYHAT is not supported .endif Verwendung von <filename>sysctl</filename> Vom Gebrauch von sysctl wird, außer in Targets, abgeraten. Das liegt daran, dass die Auswertung aller makevars, wie sie während make index verwendet werden, dann den Befehl ausführen muss, welches den Prozess weiter verlangsamt. Die Verwendung von &man.sysctl.8; sollte immer durch die Variable SYSCTL erfolgen, da diese den vollständigen Pfad enthält und überschrieben werden kann, so dies als notwendig erachtet wird. Erneutes Ausliefern von Distfiles Manchmal ändern die Autoren der Software den Inhalt veröffentlichter Distfiles, ohne den Dateinamen zu ändern. Sie müssen überprüfen, ob die Änderungen offizell sind und vom Autor durchgeführt wurden. Es ist in der Vergangenheit vorgekommen, dass Distfiles still und heimlich auf dem Download-Server geändert wurden, um Schaden zu verursachen oder die Sicherheit der Nutzer zu kompromittieren. Verschieben Sie das alte Distfile und laden Sie das neue herunter. Entpacken Sie es und vergleichen Sie den Inhalt mittels &man.diff.1;. Wenn Sie nichts Verdächtiges sehen können Sie distinfo aktualisieren. Stellen Sie sicher, dass die Änderungen in Ihrem PR oder Commit-Protokoll zusammengefasst sind, um zu Gewährleisten, dass nichts Negatives passiert ist. Sie können auch mit den Autoren der Software in Verbindung treten und sich die Änderungen bestätigen lassen. Notwendige Abhilfen (Workarounds) Manchmal ist es nötig Fehler in Programmen, die mit älteren Versionen von &os; ausgeliefert werden, zu umgehen. Einige Versionen von &man.make.1; waren zumindest auf &os; 4.8 und 5.0 in Bezug auf die Behandlung von Vergleichen mit OSVERSION defekt. Dies führte häufig zu Fehlern während make describe (und damit auch während des make index für alle Ports). Abhilfe schafft hier, den bedingten Vergleich in Leerzeichen einzuschließen, z.B.: if ( ${OSVERSION} > 500023 ) Beachten Sie, dass eine Test-Installation eines Ports auf 4.9 oder 5.2 dieses Problem nicht aufspürt. Verschiedenes Die Dateien pkg-descr und pkg-plist sollten beide doppelt kontrolliert werden. Wenn Sie einen Port nachprüfen und glauben, dass man es besser machen kann, dann verbessern Sie ihn bitte. Bitte kopieren Sie nicht noch mehr Exemplare der GNU General Public License in unser System. Bitte überprüfen Sie alle gesetzlichen Punkte gründlich! Lassen Sie uns bitte keine illegale Software verbreiten!
Beispiel eines <filename>Makefile</filename> Hier ein Beispiel für ein Makefile, welches als Vorlage für einen neuen Port dienen kann. Alle zusätzlichen Kommentare in eckigen Klammern müssen entfernt werden! Es wird empfohlen, die hier gezeigte Formatierung zu übernehmen (Reihenfolge der Variablen, Leerzeichen zwischen einzelnen Abschnitten, usw.). Dadurch werden die wichtigen Informationen sofort ersichtlich. Zur Überprüfung Ihres Makefiles sollten Sie portlint verwenden. [the header...just to make it easier for us to identify the ports.] # New ports collection makefile for: xdvi [the "version required" line is only needed when the PORTVERSION variable is not specific enough to describe the port.] # Date created: 26 May 1995 [this is the person who did the original port to FreeBSD, in particular, the person who wrote the first version of this Makefile. Remember, this should not be changed when upgrading the port later.] # Whom: Satoshi Asami <asami@FreeBSD.org> # # $FreeBSD$ [ ^^^^^^^^^ This will be automatically replaced with RCS ID string by CVS when it is committed to our repository. If upgrading a port, do not alter this line back to "$FreeBSD$". CVS deals with it automatically.] # [section to describe the port itself and the master site - PORTNAME and PORTVERSION are always first, followed by CATEGORIES, and then MASTER_SITES, which can be followed by MASTER_SITE_SUBDIR. PKGNAMEPREFIX and PKGNAMESUFFIX, if needed, will be after that. Then comes DISTNAME, EXTRACT_SUFX and/or DISTFILES, and then EXTRACT_ONLY, as necessary.] PORTNAME= xdvi PORTVERSION= 18.2 CATEGORIES= print [do not forget the trailing slash ("/")! if you are not using MASTER_SITE_* macros] MASTER_SITES= ${MASTER_SITE_XCONTRIB} MASTER_SITE_SUBDIR= applications PKGNAMEPREFIX= ja- DISTNAME= xdvi-pl18 [set this if the source is not in the standard ".tar.gz" form] EXTRACT_SUFX= .tar.Z [section for distributed patches -- can be empty] PATCH_SITES= ftp://ftp.sra.co.jp/pub/X11/japanese/ PATCHFILES= xdvi-18.patch1.gz xdvi-18.patch2.gz [maintainer; *mandatory*! This is the person who is volunteering to handle port updates, build breakages, and to whom a users can direct questions and bug reports. To keep the quality of the Ports Collection as high as possible, we no longer accept new ports that are assigned to "ports@FreeBSD.org".] MAINTAINER= asami@FreeBSD.org COMMENT= A DVI Previewer for the X Window System [dependencies -- can be empty] RUN_DEPENDS= gs:${PORTSDIR}/print/ghostscript LIB_DEPENDS= Xpm.5:${PORTSDIR}/graphics/xpm [this section is for other standard bsd.port.mk variables that do not belong to any of the above] [If it asks questions during configure, build, install...] IS_INTERACTIVE= yes [If it extracts to a directory other than ${DISTNAME}...] WRKSRC= ${WRKDIR}/xdvi-new [If the distributed patches were not made relative to ${WRKSRC}, you may need to tweak this] PATCH_DIST_STRIP= -p1 [If it requires a "configure" script generated by GNU autoconf to be run] GNU_CONFIGURE= yes [If it requires GNU make, not /usr/bin/make, to build...] USE_GMAKE= yes [If it is an X application and requires "xmkmf -a" to be run...] USE_IMAKE= yes [et cetera.] [non-standard variables to be used in the rules below] MY_FAVORITE_RESPONSE= "yeah, right" [then the special rules, in the order they are called] pre-fetch: i go fetch something, yeah post-patch: i need to do something after patch, great pre-install: and then some more stuff before installing, wow [and then the epilogue] .include <bsd.port.mk> Auf dem Laufenden bleiben Die &os; Ports-Sammlung verändert sich ständig. Hier finden Sie einige Informationen, wie Sie auf dem Laufenden bleiben. FreshPorts Einer der einfachsten Wege, um sich über Aktualisierungen, die bereits durchgeführt wurden, zu informieren, ist sich bei FreshPorts anzumelden. Sie können dort beliebige Ports auswählen, die Sie beobachten möchten. Maintainern wird ausdrücklich empfohlen sich anzumelden, da Sie nicht nur über Ihre eigenen Änderungen informiert werden, sondern auch über die aller anderen Committer (Diese sind oft nötig, um über Änderungen des zugrunde liegenden Frameworks informiert zu bleiben. Obwohl es höflich wäre, vorher über solche Änderungen benachrichtigt zu werden, wird es manchmal vergessen oder ist einfach nicht möglich. Außerdem sind die Änderungen manchmal nur sehr klein. Wir erwarten von jedem in solchen Fällen nach bestem Gewissen zu urteilen). Wenn Sie Fresh-Ports benutzen möchten, benötigen Sie nur einen Account. Falls Sie sich mit einer @FreeBSD.org E-Mailadresse registriert haben, werden Sie den Anmeldelink am rechten Rand der Seite finden. Diejenigen, die bereits einen FeshPorts-Account haben, aber nicht Ihre @FreeBSD.org E-Mailadresse benutzen, können einfach Ihre E-Mailadresse auf @FreeBSD.org ändern, sich anmelden, und dann die Änderung rückgängig machen. FreshPorts bietet auch eine Überprüfungsfunktion, die automatisch alle Committs zum &os; Ports-Baum testet. Wenn Sie sich für diesen Dienst anmelden, werden Sie über alle Fehler, die bei der Überprüfung Ihres Committs auftreten, informiert. Die Webschnittstelle zum Quelltext-Repository Es ist möglich die Dateien des Quellen-Repositories mit Hilfe einer Webschnittstelle durchzusehen. Änderungen, die das gesamte Ports-System betreffen, werden jetzt in der Datei CHANGES dokumentiert. Solche, die nur bestimmte Ports betreffen, in der Datei UPDATING. Aber die maßgebliche Antwort auf alle Fragen liegt zweifellos darin, den Quelltext von bsd.port.mk und dazugehörige Dateien zu lesen. Die &os; Ports-Mailingliste Wenn Sie Maintainer sind, sollten Sie in Erwägung ziehen die &a.ports;-Mailingliste zu verfolgen. Wichtige Änderungen an der grundlegenden Funktionsweise von Ports werden dort angekündigt und dann in CHANGES committet. Der Cluster zum Bauen von &os;-Ports auf <hostid role="hostname">pointyhat.FreeBSD.org</hostid> Eine der weniger bekannten Stärken von &os; ist es, dass ein ganzer Cluster von Maschinen nur dafür reserviert ist, andauernd die Ports-Sammlung zu bauen, und zwar für jedes große &os; Release und jede Tier-1-Architektur. Die Ergebnisse können Sie unter package building logs and errors finden. Alle Ports ausser denjenigen, die als IGNORE markiert sind, werden gebaut. Ports, die als BROKEN markiert sind, werden dennoch ausprobiert, um zu sehen, ob das zugrunde liegende Problem gelöst wurde (Dies wird erreicht, indem TRYBROKEN an das Makefile des Ports übergeben wird). Die &os; Port-Distfile-Prüfung Der Build-Cluster ist dazu bestimmt, das neueste Release jedes Ports aus bereits heruntergeladenden Distfiles zu bauen. Da sich das Internet aber ständig verändert, können Distfiles schnell verloren gehen. Die FreeBSD Ports Distfiles Prüfung versucht jeden Download-Standort für jeden Port anzufragen, um herauszufinden, ob jedes Distfile noch verfügbar ist. Maintainer werden gebeten diesen Bericht regelmäßig durchzusehen, nicht nur, um den Build-Prozess für die Nutzer zu beschleunigen, sondern auch um zu vermeiden, dass auf den Maschinen, die freiwillig zur Verfügung gestellt werden, um all diese Dateien anzubieten, Ressourcen verschwendet werden. Das &os; Ports-Monitoring-System Eine weitere praktische Ressource ist das FreeBSD Ports-Monitoring-System (auch bekannt als portsmon). Dieses System besteht aus einer Datenbank, die Informationen von mehreren Quellen bezieht und es erlaubt diese über ein Webinterface abzufragen. Momentan werden die Ports-Problemberichte (PRs), die Fehlerprotokolle des Build-Clusters und die einzelnen Dateien der Ports-Sammlung verwendet. In Zukunft soll das auf die Distfile-Prüfung und weitere Informationsquellen ausgedehnt werden. Als Ausgangspunkt können Sie alle Informationen eines Ports mit Hilfe der Übersicht eines Ports betrachten. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist dies die einzige Quelle, die GNATS PR-Einträge auf Portnamen abbildet (PR-Einreicher geben den Portnamen nicht immer in der Zusammenfassung an, obwohl wir uns das wünschen würden). Also ist portsmon ein guter Anlaufpunkt, wenn Sie herausfinden wollen, ob zu einem existierenden Port PRs oder Buildfehler eingetragen sind. Oder um herauszufinden, ob ein neuer Port, den Sie erstellen wollen, bereits eingereicht wurde.