diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/developers-handbook/l10n/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/developers-handbook/l10n/chapter.sgml index 1112f515b8..23524174c5 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/developers-handbook/l10n/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/developers-handbook/l10n/chapter.sgml @@ -1,389 +1,389 @@ Jochen Neumeister Übersetzt von Lokalisierung und Internationalisierung - L10N und I18N I18N-konforme Anwendungen programmieren Qt GTK Um Ihre Anwendung verwendbarer für andere Sprachen zu machen, hoffen wir, dass Sie I18N-konform programmieren. Der GNU gcc-Compiler und Bibliotheken für grafische Benutzeroberflächen wie QT und GTK unterstützen I18N durch eine spezielle Verarbeitung von Zeichenketten. Das Erstellen eines I18N-konformen Programms ist sehr einfach und erlaubt anderen Mitwirkenden, Ihre Programme leichter in andere Sprachen zu übersetzen. Lesen Sie die Bibliothek-spezifischen I18N-Dokumentationen für weitere Details. Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung ist I18N-konformer Code einfach zu programmieren. Üblicherweise umfasst dies nur das Einbetten Ihrer Zeichenketten in Bibliothek-spezifische Funktionen. Stellen Sie außerdem bitte sicher, dass Sie Unterstützung für Unicode- und Multibyte-Zeichen vorsehen. Ein Aufruf, die I18N-Bemühungen zu vereinheitlichen Wir sind darauf aufmerksam geworden, dass die einzelnen I18N-/L10N-Bemühungen für jedes Land wiederholt wurden. Viele von uns haben somit unproduktiverweise das Rad immer wieder neu erfunden. Wir hoffen, dass die verschiedenen großen Gruppen für I18N Ihre Bemühungen in einer Gruppe vereinen können, ähnlich der Zuständigkeit des Core-Teams. Derzeit hoffen wir, dass wenn Sie I18N-konforme Programme schreiben oder portieren, diese an die betreffenden FreeBSD-Mailinglisten jedes Landes schicken, um sie testen zu lassen. Wir hoffen in Zukunft, Anwendungen zu entwickeln, die in allen Sprachen direkt und ohne unsaubere Änderungen funktionieren. Die &a.i18n;-Mailingliste ist eingerichtet worden. Wenn Sie I18N-/L10N-Entwickler sind, schicken Sie bitte Ihre Kommentare, Ideen, Fragen und alles, das Sie mit dem Thema in Verbindung bringen, dorthin. Perl und Python Perl Python Perl und Python bieten Bibliotheken für I18N und zur Behandlung von Unicode-Zeichen. Bitte nutzen Sie diese für I18N-Konformität. - + Gábor Kövesdán Beigetragen von - + Lokalisierte Nachrichten mit POSIX.1 Native Language Support (NLS) - + Über die Basisfunktionen von I18N hinaus, wie das Bereitstellen von verschiedenen Eingabecodierungen oder die diversen nationalen Konventionen, zum Beispiel die verschiedenen Dezimalpunkte, ist es auf einem höheren Level von I18N möglich, die Ausgabe von Programmen zu lokalisieren. Ein Weg dies zu tun besteht in der Nutzung der POSIX.1 NLS-Funktionen von &os;. - + Organisation von lokalisierten Mitteilungen in Katalog Dateien - + POSIX.1 NLS basiert auf Katalogdateien, welche die lokalisierten Mitteilungen in der entsprechenden Codierung enthalten. Die Mitteilungen sind in Sets organisiert und jede Mitteilung ist durch eine eindeutige Zahl in dem jeweilgen Set identifiziert. Die Katalogdateien werden nach der Lokale, von den jeweiligen lokalisierten Mitteilungen, die sie enthalten, gefolgt von der .msg Endung benannt. Zum Beispiel werden die ungarischen Mitteilungen für das ISO8859-2 Encoding in einer Datei mit dem Dateinamen hu_HU.ISO8859-2 gespeichert. - + Diese Katalogdateien sind normale Textdateien, welche die nummerierten Mitteilungen enthalten. Es ist möglich Kommentare in die Dateien zu schreiben, indem Sie ein $-Zeichen an den Anfang der Zeile setzen. Das Setzen von Grenzen wird ebenfalls durch spezielle Kommentare möglich wobei das Schlüsselwort set direkt nach dem $-Zeichen folgen muss. Dem Schlüsselwort set folgt dann die Set-Nummer. Ein Beispiel: - + $set 1 - + Der aktuelle Mitteilungseintrag startet mit der Mitteilungsnummer gefolgt von der lokalisierten Nachricht. Die bekannten Modifikatoren von &man.printf.3; werden akzeptiert: - + 15 "File not found: %s\n" - + Die Katalogdateien müssen in binärer Form vorliegen, bevor sie von einem Programm benutzt werden können. Dies wird mit dem &man.gencat.1; Tool durchgeführt. Das erste Argument ist der Dateiname des kompilierten Katalogs und die weiteren Argumente sind die Eingabekataloge. Die lokalisierten Mitteilungen können auf mehrere Katalogdateien aufgeteilt sein. Danach werden dann alle auf einmal mit dem &man.gencat.1; Tool kompiliert. - + - + Nutzung der Katalogdateien im Quellcode - - Das Benutzen der Katalogdateien ist einfach. Um die + + Das Benutzen der Katalogdateien ist einfach. Um die relevante Funktion zu nutzen, muss nl_types.h in die Quelldatei eingefügt werden. Bevor ein Katalog benutzt werden kann, muss er mit &man.catopen.3; geöffnet werden. Die Funktion hat 2 Argumente. Der erste Parameter ist der Name des installierten und kompilierten Katalogs. Normalerweise wird der Name des Programmes, zum Beispiel grep, genutzt. Dieser Name wird zum Suchen der kompilierten Katalogdatei benutzt. Der Aufruf von &man.catopen.3; sucht nach dieser Datei in /usr/share/nls/locale/catname und in /usr/local/share/nls/locale/catname, wobei locale die gesetzte Lokale und catname der Katalogname ist. Der zweite Parameter ist eine Konstante, die zwei Werte haben kann: - + - + NL_CAT_LOCALE, hat die Bedeutung, dass die benutzte Katalogdatei auf LC_MESSAGES basiert. - + - + - + 0, hat die Bedeutung, dass LANG benutzt wird, um die Katalogdatei zu öffnen. - + - + Der &man.catopen.3; Aufruf gibt einen Katalogidentifizierer vom Type nl_catd zurück. Sehen Sie in der Manualpage nach, um eine Liste mit möglichen Fehlercodes zu erhalten. - + Nach dem Öffnen eines Katalogs, kann &man.catgets.3; benutzt werden, um Mitteilungen zu erhalten. Der erste Parameter ist der Katalogidentifizierer, der von &man.catopen.3; zurück gegeben wurde, das zweite ist die Nummer des Sets, das dritte die Nummer der Mitteilung und das vierte ist eine Fallbackmitteilung, die angezeigt wird, falls die gewünschte Mitteilung in der Katalogdatei nicht verfügbar ist. - + Nach der Nutzung der Katalogdatei, muss sie mit dem Kommando &man.catclose.3;, geschlossen werden. Es besitzt ein Argument, die Katalog ID. - + - + Ein Beispiel aus der Praxis - + Das folgende Beispiel zeigt einen einfachen Weg wie man NLS-Kataloge flexibel nutzen kann. - + Die nachfolgenden Zeilen müssen in eine allgemeine Headerdatei, die in allen Quelldateien vorhanden ist, die lokalisierte Mitteilungen benutzen, eingefügt werden: - + #ifdef WITHOUT_NLS #define getstr(n) nlsstr[n] #else #include <nl_types.h> - + extern nl_catd catalog; #define getstr(n) catgets(catalog, 1, n, nlsstr[n]) #endif - + extern char *nlsstr[]; - + Als nächstes fügen Sie die folgenden Zeilen in den globalen Deklarationsteil der Hauptquelldatei ein: - + #ifndef WITHOUT_NLS #include <nl_types.h> nl_catd catalog; #endif /* * Default messages to use when NLS is disabled or no catalog * is found. */ char *nlsstr[] = { "", /* 1*/ "some random message", /* 2*/ "some other message" }; - + Als nächstes kommt der Code der den Katalog öffnet, liest und schließt: - + #ifndef WITHOUT_NLS catalog = catopen("myapp", NL_CAT_LOCALE); #endif ... printf(getstr(1)); ... #ifndef WITHOUT_NLS catclose(catalog); #endif - + Reduzierung von zu lokalisierenden Zeichenketten - + Es gibt einen guten Weg, Zeichenketten die lokalisert werden müssen, durch den Einsatz von libc-Fehlermeldungen zu reduzieren. Dadurch vermeidet man Duplikate und erstellt gleiche Meldungen für häufige Fehlermeldungen, die bei vielen Programmen auftreten können. - + Als erstes ist hier ein Beispiel, dass keine libc-Fehlermeldungen benutzt: - + #include <err.h> ... if (!S_ISDIR(st.st_mode)) err(1, "argument is not a directory"); - + Dies kann so abgeändert werden, dass eine Fehlermeldung durch Auslesen der Variabel errno ausgegeben wird. Die Fehlermeldung wird entspechend dem Beispiel ausgegeben: - + #include <err.h> #include <errno.h> ... if (!S_ISDIR(st.st_mode)) { errno = ENOTDIR; err(1, NULL); } - + In diesem Beispiel wurde die benutzerdefinierte Zeichenkette entfernt. Übersetzer haben weniger Arbeit, wenn sie ein Programm lokalisieren und die Benutzer sehen die übliche "Not a directory" Fehlermeldung, wenn dieser Fehler auftritt. Diese Meldung wird ihnen wahrscheinlich vertraut erscheinen. Bitte beachten Sie, dass es notwendig ist, errno.h hinzuzufügen um einen direkten Zugriff auf errno zu haben. - + Es lohnt sich darauf hinzuweisen, dass es Fälle gibt, in denen errno automatisch aufgerufen wird, so dass es nicht notwendig ist, es explizit zu tun: - + #include <err.h> ... if ((p = malloc(size)) == NULL) err(1, NULL); - + Benutzung von <filename>bsd.nls.mk</filename> - + Das Benutzen von Katalogdateien setzt einige sich wiederholende Schritte, wie das kompilieren und installieren der Kataloge, voraus. Um diese Schritte zu vereinfachen, stellt bsd.nls.mk einige Makros zur Verfügung. Es ist nicht notwendig bsd.nls.mk explizit hinein zu kopieren, es wird automatisch aus den allgemeinen Makefiles wie bsd.prog.mk oder bsd.lib.mk gezogen. - + Normalerweise reicht es, NLSNAME zu definieren, die den Namen des Kataloges als erstes Argument von &man.catopen.3; enthalten sollte und die Katalogdateien in NLS ohne ihre Endung .msg auflistet. Hier ist ein Beispiel, das es ermöglicht, NLS mit dem obigen Code zu deaktivieren. Die WITHOUT_NLS Variable von &man.make.1; muss so definiert werden, dass das Programm ohne NLS-Unterstützung gebaut wird. - + .if !defined(WITHOUT_NLS) NLS= es_ES.ISO8859-1 NLS+= hu_HU.ISO8859-2 NLS+= pt_BR.ISO8859-1 .else CFLAGS+= -DWITHOUT_NLS .endif - + Normalerweise werden die Katalogdateien in dem nls-Unterverzeichnis abgelegt. Dies ist der Standard von bsd.nls.mk. Es ist möglich, mit der NLSSRCDIR-Variablen von &man.make.1; diese zu überschreiben. Der Standardname der vorkompilierten Katalogdateien folgt den Namenskonventionen, wie oben beschrieben. Er kann durch die NLSNAME-Variablen überschrieben werden. Es gibt noch weitere Optionen, um eine Feinabstimmung zur Verarbeitung der Katalogdateien zu erreichen. Da sie nicht notwendig sind, werden sie hier nicht weiter beschrieben. Weitere Informationen über bsd.nls.mk finden Sie in der Datei selbst. Der Text ist kurz und leicht zu verstehen. - + - + - + diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/developers-handbook/x86/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/developers-handbook/x86/chapter.sgml index 929e597054..27472d2ee9 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/developers-handbook/x86/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/developers-handbook/x86/chapter.sgml @@ -1,6099 +1,6099 @@ x86-Assembler-Programmierung Dieses Kapitel wurde geschrieben von &a.stanislav;. Hagen Kühl Übersetzt von Synopsis Assembler-Programmierung unter &unix; ist höchst undokumentiert. Es wird allgemein angenommen, dass niemand sie jemals benutzen will, da &unix;-Systeme auf verschiedenen Mikroprozessoren laufen, und man deshalb aus Gründen der Portabilität alles in C schreiben sollte. In Wirklichkeit ist die Portabilität von C größtenteils ein Mythos. Auch C-Programme müssen angepasst werden, wenn man sie von einem &unix; auf ein anderes portiert, egal auf welchem Prozessor jedes davon läuft. Typischerweise ist ein solches Programm voller Bedingungen, die unterscheiden für welches System es kompiliert wird. Sogar wenn wir glauben, dass jede &unix;-Software in C, oder einer anderen High-Level-Sprache geschrieben werden sollte, brauchen wir dennoch Assembler-Programmierer: Wer sonst sollte den Abschnitt der C-Bibliothek schreiben, die auf den Kernel zugreift? In diesem Kapitel möchte ich versuchen zu zeigen, wie man Assembler-Sprache verwenden kann, um &unix;-Programme, besonders unter FreeBSD, zu schreiben. Dieses Kapitel erklärt nicht die Grundlagen der Assembler-Sprache. Zu diesem Thema gibt es bereits genug Quellen (einen vollständigen Online-Kurs finden Sie in Randall Hydes Art of Assembly Language; oder falls Sie ein gedrucktes Buch bevorzugen, können Sie einen Blick auf Jeff Duntemanns Assembly Language Step-by-Step werfen). Jedenfalls sollte jeder Assembler-Programmierer nach diesem Kapitel schnell und effizient Programme für FreeBSD schreiben können. Copyright © 2000-2001 G. Adam Stanislav. All rights reserved. Hagen Kühl Übersetzt von Die Werkzeuge Der Assembler Das wichtigste Werkzeug der Assembler-Programmierung ist der Assembler, diese Software übersetzt Assembler-Sprache in Maschinencode. Für FreeBSD stehen zwei verschiedene Assembler zur Verfügung. Der erste ist as1, der die traditionelle &unix;-Assembler-Sprache verwendet. Dieser ist Teil des Systems. Der andere ist /usr/ports/devel/nasm. Dieser benutzt die Intel-Syntax und sein Vorteil ist, dass es Code fü viele Vetriebssysteme übersetzen kann. Er muss gesondert installiert werden, aber ist völlig frei. In diesem Kapitel wird die nasm-Syntax verwendet. Einerseits weil es die meisten Assembler-Programmierer, die von anderen Systemen zu FreeBSD kommen, leichter verstehen werden. Und offen gesagt, weil es das ist, was ich gewohnt bin. Der Linker Die Ausgabe des Assemblers muss, genau wie der Code jedes Compilers, gebunden werden, um eine ausführbare Datei zu bilden. Der Linker ld1 ist der Standard und Teil von FreeBSD. Er funktioniert mit dem Code beider Assembler. Hagen Kühl Übersetzt von Systemaufrufe Standard-Aufrufkonvention Standardmäßig benutzt der FreeBSD-Kernel die C-Aufrufkonvention. Weiterhin wird, obwohl auf den Kernel durch int 80h zugegriffen wird, angenommen, dass das Programm eine Funktion aufruft, die int 80h verwendet, anstatt int 80h direkt aufzurufen. Diese Konvention ist sehr praktisch und der µsoft;-Konvention von &ms-dos; überlegen. Warum? Weil es die &unix;-Konvention jedem Programm, egal in welcher Sprache es geschrieben ist, erlaubt auf den Kernel zuzugreifen. Ein Assembler-Programm kann das ebenfalls. Beispielsweise könnten wir eine Datei öffnen: kernel: int 80h ; Call kernel ret open: push dword mode push dword flags push dword path mov eax, 5 call kernel add esp, byte 12 ret Das ist ein sehr sauberer und portabler Programmierstil. Wenn Sie das Programm auf ein anderes &unix; portieren, das einen anderen Interrupt oder eie andere Art der Parameterübergabe verwendet, müssen sie nur die Prozedur kernel ändern. Aber Assembler-Programmierer lieben es Taktzyklen zu schinden. Das obige Beispiel benötigt eine call/ret-Kombination. Das können wir entfernen, indem wir einen weiteren Parameter mit push übergeben: open: push dword mode push dword flags push dword path mov eax, 5 push eax ; Or any other dword int 80h add esp, byte 16 Die Konstante 5, die wir in EAX ablegen, identifiziert die Kernel-Funktion, die wir aufrufen. In diesem Fall ist das open. Alternative Aufruf-Konvention FreeBSD ist ein extrem flexibles System. Es bietet noch andere Wege, um den Kernel aufzurufen. Damit diese funktionieren muss allerdings die Linux-Emulation installiert sein. Linux ist ein &unix;-artiges System. Allerdings verwendet dessen Kernel die gleiche Systemaufruf-Konvention, bei der Parameter in Registern abgelegt werden, wie &ms-dos;. Genau wie bei der &unix;-Konvetion wird die Nummer der Funktion inEAX abgelegt. Allerdings werden die Parameter nicht auf den Stack gelegt, sondern in die Register EBX, ECX, EDX, ESI, EDI, EBP: open: mov eax, 5 mov ebx, path mov ecx, flags mov edx, mode int 80h Diese Konvention hat einen großen Nachteil gegenüber der von &unix;, was die Assembler-Programmierung angeht: Jedesmal, wenn Sie einen Kernel-Aufruf machen, müssen Sie die Register pushen und sie später popen. Das macht Ihren Code unförmiger und langsamer. Dennoch lässt FreeBSD ihnen die Wahl. Wenn Sie sich für die Linux-Konvention entscheiden, müssen Sie es das System wissen lassen. Nachdem ihr Programm übersetzt und gebunden wurde, müssen Sie die ausführbare Datei kennzeichnen: &prompt.user; brandelf -t Linux filename Welche Konvention Sie verwenden sollten Wenn Sie speziell für FreeBSD programmieren, sollten Sie die &unix;-Konvention verwenden: Diese ist schneller, Sie können globale Variablen in Registern ablegen, Sie müssen die ausführbare Datei nicht kennzeichnen und Sie erzwingen nicht die Installation der Linux-Emulation auf dem Zielsystem. Wenn Sie portablen Programmcode erzeugen wollen, der auch unter Linux funktioniert, wollen Sie den FreeBSD-Nutzern vielleicht dennoch den effizientesten Programmcode bieten, der möglich ist. Ich werde Ihnen zeigen, wie Sie das erreichen können, nachdem ich die Grundlagen erklärt habe. Aufruf-Nummern Um dem Kernel mitzuteilen welchen Dienst Sie aufrufen, legen Sie dessen Nummer in EAX ab. Natürlich müssen Sie dazu wissen welche Nummer die Richtige ist. Die Datei <filename>syscalls</filename> Die Nummer der Funktionen sind in der Datei syscalls aufgeführt. Mittels locate syscalls finden Sie diese in verschiedenen Formaten, die alle auf die gleiche Weise aus syscalls.master erzeugt werden. Die Master-Datei für die &unix;-Standard-Aufrufkonvention finden sie unter /usr/src/sys/kern/syscalls.master. Falls Sie die andere Konvention, die im Linux-Emulations-Modus implementiert ist, verwenden möchten, lesen Sie bitte /usr/src/sys/i386/linux/syscalls.master. FreeBSD und Linux unterscheiden sich nicht nur in den Aufrufkonventionen, sie haben teilweise auch verschiedene Nummern für die gleiche Funktion. syscalls.master beschreibt, wie der Aufruf gemacht werden muss: 0 STD NOHIDE { int nosys(void); } syscall nosys_args int 1 STD NOHIDE { void exit(int rval); } exit rexit_args void 2 STD POSIX { int fork(void); } 3 STD POSIX { ssize_t read(int fd, void *buf, size_t nbyte); } 4 STD POSIX { ssize_t write(int fd, const void *buf, size_t nbyte); } 5 STD POSIX { int open(char *path, int flags, int mode); } 6 STD POSIX { int close(int fd); } etc... In der erstm Spalte steht die Nummer, die in EAX abgelegt werden muss. Die Spalte ganz rechts sagt uns welche Parameter wir pushen müssen. Die Reihenfolge ist dabei von rechts nach links. Um beispielsweise eine Datei mittels open zu öffnen, müssen wir zuerst den mode auf den Stack pushen, danach die flags, dann die Adresse an der der path gespeichert ist. Hagen Kühl Übersetzt von Rückgabewerte Ein Systemaufruf wäre meistens nicht sehr nützlich, wenn er nicht irgendeinen Wert zurückgibt: Beispielsweise den Dateideskriptor einer geöffneten Datei, die Anzahl an Bytes die in ienen Puffer gelesen wurde, die Systemzeit, etc. Außerdem muss Sie das System informieren, falls ein Fehler auftritt: Wenn eine Datei nicht existiert, die Systemressourcen erschöpft sind, wir ein ungültiges Argument übergeben haben, etc. Manualpages Der herkömmliche Ort, um nach Informationen über verschiedene Systemaufrufe unter &unix;-Systemen zu suchen, sind die Manualpages. FreeBSD beschreibt seine Systemaufrufe in Abschnitt 2, manchmal auch Abschnitt 3. In open2 steht beispielsweise:
Falls erfolgreich, gibt open() einen nicht negativen Integerwert, als Dateideskriptor bezeichnet, zurück. Es gibt -1 im Fehlerfall zurück und setzt errno um den Fehler anzuzeigen.
Ein Assembler-Programmierer, der neu bei &unix; und FreeBSD ist, wird sich sofort fragen: Wo finde ich errno und wie erreiche ich es? Die Information der Manualpage bezieht sich auf C-Programme. Der Assembler-Programmierer benötigt zusätzliche Informationen.
Wo sind die Rückgabewerdet? Leider gilt: Es kommt darauf an... Für die meisten Systemaufrufe liegt er in EAX, aber nicht für alle. Eine gute Daumenregel, wenn man zum ersten Mal mit einem Systemaufruf arbeitet, ist in EAX nach dem Rückgabewert zu suchen. Wenn er nicht dort ist, sind weitere Untersuchungen nötig. Mir ist ein Systemaufruf bekannt, der den Rückgabewert in EDX ablegt: SYS_fork Alle anderen mit denen ich bisher gearbeitet habe verwenden EAX. Alelrdings habe ich noch nicht mit allen gearbeitet. Wenn Sie die Antwort weder hier, noch irgendwo anders finden, studieren Sie den Qualltext von libc und sehen sich an, wie es mit dem Kernel zusammenarbeitet. Wo ist <varname>errno</varname>? Tatsächlich, nirgendwo... errno ist ein Teil der Sprache C, nicht des &unix;-Kernels. Wenn man direkt auf Kernel-Dienste zugreift, wird der Fehlercode in EAX zurückgegeben, das selbe Register in dem der Rückgabewert, bei einem erfolgreichen Aufruf landet. Das macht auch Sinn. Wenn kein Fehler auftritt, gibt es keinen Fehlercode. Wenn ein Fehler auftritt, gibt es keinen Rückgabewert. Ein einziges Register kann also beides enthalten. Feststellen, dass ein Fehler aufgetreten ist Wenn Sie die Standard FreeBSD-Aufrufkonvention verwenden wird das carry flag gelöscht wenn der Aufruf erfolgreich ist und gesetzt wenn ein Fehler auftritt. Wenn Sie den Linux-Emulationsmodus verwenden ist der vorzeichenbehaftete Wert in EAX nicht negativ, bei einem erfolgreichen Aufruf. Wenn ein Fehler auftritt ist der Wert negativ, also -errno.
Hagen Kühl Übersetzt von Portablen Code erzeugen Portabilität ist im Allgemeinen keine Stärke der Assembler-Programmierung. Dennoch ist es, besonders mit nasm, möglich Assembler-Programme für verschiedene Plattformen zu schreiben. Ich selbst habe bereits Assembler-Bibliotheken geschriebenm die auf so unterschiedlichen Systemen wie &windows; und FreeBSD übersetzt werden können. Das ist um so besser möglich, wenn Ihr Code auf zwei Plattformen laufen soll , die, obwohl sie verschieden sind, auf ähnlichen Architekturen basieren. Beispielsweise ist FreeBSD ein &unix;, während Linux &unix;-artig ist. Ich habe bisher nur drei Unterschiede zwischen beiden (aus Sicht eines Assembler-Programmierers) erwähnt: Die Aufruf-Konvention, die Funktionsnummern und die Art der Übergabe von Rückgabewerten. Mit Funktionsnummern umgehen In vielen Fällen sind die Funktionsnummern die selben. Allerdings kann man auch wenn sie es nicht sind leicht mit diesem Problem umgehen: Anstatt die Nummern in Ihrem Code zu verwenden, benutzen Sie Konstanten, die Sie abhängig von der Zielarchitektur unterschiedlich definieren: %ifdef LINUX %define SYS_execve 11 %else %define SYS_execve 59 %endif Umgang mit Konventionen Sowohl die Aufrufkonventiion, als auch die Rückgabewerte (das errno Problem) kann man mit Hilfe von Makros lösen: %ifdef LINUX %macro system 0 call kernel %endmacro align 4 kernel: push ebx push ecx push edx push esi push edi push ebp mov ebx, [esp+32] mov ecx, [esp+36] mov edx, [esp+40] mov esi, [esp+44] mov ebp, [esp+48] int 80h pop ebp pop edi pop esi pop edx pop ecx pop ebx or eax, eax js .errno clc ret .errno: neg eax stc ret %else %macro system 0 int 80h %endmacro %endif Umgang mit anderen Portabilitätsangelegeneheiten Die oben genannte Lösung funktioniert in den meisten Fällen, wenn man Code schreibt, der zwischen FreeBSD und Linux portierbar sein soll. Allerdings sind die Unterschiede bei einigen Kernel-Diensten tiefgreifender. In diesem Fällen müssen Sie zwei verschiedene Handler für diese Systemaufrufe schreiben und bedingte Assemblierung benutzen, um diese zu übersetzen. Glücklicherweise wird der größte Teil Ihres Codes nicht den Kernel aufrufen und Sie werden deshalb nur wenige solcher bedingten Abschnitte benötigen. Eine Bibliothek benutzen Sie können Portabilitätsprobleme im Hauptteil ihres Codes komplett vermeiden, indem Sie eine Bibliothek für Systemaufrufe schreiben. Erstellen Sie eine Bibliothek für FreeBSD, eine für Linux und weitere für andere Betriebssysteme. Schreiben Sie in ihrer Bibliothek eine gesonderte Funktion (oder Prozedur, falls Sie die traditionelle Assembler-Terminologie bevorzugen) für jeden Systemaufruf. Verwenden Sie dabei die C-Aufrufkonvention um Parameter zu übergeben, aber verwenden Sie weiterhin EAX, für die Aufrufnummer. In diesem Fall kann ihre FreeBSD-Bibliothek sehr einfach sein, da viele scheinbar unterschiedliche Funktionen als Label für den selben Code implementiert sein können: sys.open: sys.close: [etc...] int 80h ret Ihre Linux-Bibliothek wird mehr verschiedene Funktionen benötigen, aber auch hier können Sie Systemaufrufe, welche die Anzahl an Parametern akzeptieren zusammenfassen: sys.exit: sys.close: [etc... one-parameter functions] push ebx mov ebx, [esp+12] int 80h pop ebx jmp sys.return ... sys.return: or eax, eax js sys.err clc ret sys.err: neg eax stc ret Der Bibliotheks-Ansatz mag auf den ersten Blick unbequem aussehen, weil Sie eine weitere Datei erzeugen müssen von der Ihr Code abhängt. Aber er hat viele Vorteile: Zum einen müssen Sie die Bibliothek nur einmal schreiben und können sie dann in allen Ihren Programmen verwenden. Sie können sie sogar von anderen Assembler-Programmierern verwenden lassen, oder eine die von jemand anderem geschrieben wurde verwenden. Aber der vielleicht größte Vorteil ist, dass Ihr Code sogar von anderen Programmierer auf andere Systeme portiert werden kann, einfach indem man eine neue Bibliothek schreibt, völlig ohne Änderungen an Ihrem Code. Falls Ihnen der Gedanke eine Bibliothek zu nutzen nicht gefällt, können Sie zumindest all ihre Systemaufrufe in einer gesonderten Assembler-Datei ablegen und diese mit Ihrem Hauptprogramm zusammen binden. Auch hier müssen alle, die ihr Programm portieren, nur eine neue Objekt-Datei erzeugen und an Ihr Hauptprogramm binden. Eine Include-Datei verwenden Wenn Sie ihre Software als (oder mit dem) Quelltext ausliefern, können Sie Makros definieren und in einer getrennten Datei ablegen, die Sie ihrem Code beilegen. Porter Ihrer Software schreiben dann einfach eine neue Include-Datei. Es ist keine Bibliothek oder eine externe Objekt-Datei nötig und Ihr Code ist portabel, ohne dass man ihn editieren muss. Das ist der Ansatz den wir in diesem Kapitel verwenden werden. Wir werden unsere Include-Datei system.inc nennen und jedesmal, wenn wir einen neuen Systemaufruf verwenden, den entsprechenden Code dort einfügen. Wir können unsere system.inc beginnen indem wir die Standard-Dateideskriptoren deklarieren: %define stdin 0 %define stdout 1 %define stderr 2 Als Nächstes erzeugen wir einen symbolischen Namen für jeden Systemaufruf: %define SYS_nosys 0 %define SYS_exit 1 %define SYS_fork 2 %define SYS_read 3 %define SYS_write 4 ; [etc...] Wir fügen eine kleine, nicht globale Prozedur mit langem Namen ein, damit wir den Namen nicht aus Versehen in unserem Code wiederverwenden: section .text align 4 access.the.bsd.kernel: int 80h ret Wir erzeugen ein Makro, das ein Argument erwartet, die Systemaufruf-Nummer: %macro system 1 mov eax, %1 call access.the.bsd.kernel %endmacro Letztlich erzeugen wir Makros für jeden Systemaufruf. Diese Argumente erwarten keine Argumente. %macro sys.exit 0 system SYS_exit %endmacro %macro sys.fork 0 system SYS_fork %endmacro %macro sys.read 0 system SYS_read %endmacro %macro sys.write 0 system SYS_write %endmacro ; [etc...] Fahren Sie fort, geben das in Ihren Editor ein und speichern es als system.inc. Wenn wir Systemaufrufe besprechen, werden wir noch Ergänzungen in dieser Datei vornehmen. Hagen Kühl Übersetzt von Unser erstes Programm Jetzt sind wir bereit für unser erstes Programm, das übliche Hello, World! 1: %include 'system.inc' 2: 3: section .data 4: hello db 'Hello, World!', 0Ah 5: hbytes equ $-hello 6: 7: section .text 8: global _start 9: _start: 10: push dword hbytes 11: push dword hello 12: push dword stdout 13: sys.write 14: 15: push dword 0 16: sys.exit Hier folgt die Erklärung des Programms: Zeile 1 fügt die Definitionen ein, die Makros und den Code aus system.inc. Die Zeilen 3 bis 5 enthalten die Daten: Zeile 3 beginnt den Datenabschnitt/das Datensegment. Zeile 4 enthält die Zeichenkette "Hello, World!", gefolgt von einem Zeilenumbruch (0Ah). Zeile 5 erstellt eine Konstante, die die Länge der Zeichenkette aus Zeile 4 in Bytes enthält. Die Zeilen 7 bis 16 enthälten den Code. Beachten Sie bitte, dass FreeBSD das Dateiformat elf für diese ausführbare Datei verwendet, bei dem jedes Programm mit dem Label _start beginnt (oder, um genau zu sein, wird dies vom Linker erwartet). Diese Label muss global sein. Die Zeilen 10 bis 13 weisen das System an hbytes Bytes der Zeichenkette hello nach stdout zu schreiben. Die Zeilen 15 und 16 weisen das System an das Programm mit dem Rückgabewert 0 zu beenden. Der Systemaufruf SYS_exit kehrt niemals zurück, somit endet das Programm hier. Wenn Sie von &ms-dos;-Assembler zu &unix; gekommen sind, sind Sie es vielleicht gewohnt direktauf die Video-Hardware zu schreiben. Unter FreeBSD müssen Sie sich darum keine Gedanken machen, ebenso bei jeder anderen Art von &unix;. Soweit es Sie betrifft schreiben Sie in eine Datei namens stdout. Das kann der Bildschirm, oder ein telnet-Terminal, eine wirkliche Datei, oder die Eingabe eines anderen Programms sein. Es liegt beim System herauszufinden, welches davon es tatsächlich ist. Den Code assemblieren Geben Sie den Code (außer den Zeilennummern) in einen Editor ein und speichern Sie ihn in einer Datei namens hello.asm. Um es zu assemblieren benötigen Sie nasm. <application>nasm</application> installieren Wemm Sie nasm nocht nicht installiert haben geben Sie folgendes ein: &prompt.user; su Password:your root password &prompt.root; cd /usr/ports/devel/nasm &prompt.root; make install &prompt.root; exit &prompt.user; Sie können auch make install clean anstatt make install eingeben, wenn Sie den Quelltext von nasm nicht behalten möchten. Auf jeden Fall wird FreeBSD nasm automatisch aus dem Internet herunterladen, es kompilieren und auf Ihrem System installieren. Wenn es sich bei Ihrem System nicht um FreeBSD handelt, müssen Sie nasm von dessen Homepage herunterladen. Sie können es aber dannoch verwenden um FreeBSD code zu assemblieren. Nun können Sie den Code assemblieren, binden und ausführen: &prompt.user; nasm -f elf hello.asm &prompt.user; ld -s -o hello hello.o &prompt.user; ./hello Hello, World! &prompt.user; Hagen Kühl Übersetzt von &unix;-Filter schreiben Ein häufiger Typ von &unix;-Anwendungen ist ein Filter — ein Programm, das Eingaben von stdin liest, sie verarbeitet und das Ergebnis nach stdout schreibt. In diesem Kapitel möchten wir einen einfachen Filter entwickeln und lernen, wie wir von stdin lesen und nach stdout schreiben. Dieser Filter soll jedes Byte seiner Eingabe in eine hexadezimale Zahl gefolgt von einem Leerzeichen umwandeln. %include 'system.inc' section .data hex db '0123456789ABCDEF' buffer db 0, 0, ' ' section .text global _start _start: ; read a byte from stdin push dword 1 push dword buffer push dword stdin sys.read add esp, byte 12 or eax, eax je .done ; convert it to hex movzx eax, byte [buffer] mov edx, eax shr dl, 4 mov dl, [hex+edx] mov [buffer], dl and al, 0Fh mov al, [hex+eax] mov [buffer+1], al ; print it push dword 3 push dword buffer push dword stdout sys.write add esp, byte 12 jmp short _start .done: push dword 0 sys.exit Im Datenabschnitt erzeugen wir ein Array mit Namen hex. Es enthält die 16 hexadezimalen Ziffern in aufsteigender Reihenfolge. Diesem Array folgt ein Puffer, den wir sowohl für die Ein- als auch für die Ausgabe verwenden. Die ersten beiden Bytes dieses Puffers werden am Anfang auf 0 gesetzt. Dorthin schreiben wir die beiden hexadezimalen Ziffern (das erste Byte ist auch die Stelle an die wir die Eingabe lesen). Das dritte Byte ist ein Leerzeichen. Der Code-Abschnitt besteht aus vier Teilen: Das Byte lesen, es in eine hexadezimale Zahl umwandeln, das Ergebnis schreiben und letztendlich das Programm verlassen. Um das Byte zu lesen, bitten wir das System ein Byte von stdin zu lesen und speichern es im ersten Byte von buffer. Das System gibt die Anzahl an Bytes, die gelesen wurden, in EAX zurück. Diese wird 1 sein, wenn eine Eingabe empfangen wird und 0, wenn keine Eingabedaten mehr verfügbar sind. Deshalb überprüfen wir den Wert von EAX. Wenn dieser 0 ist, springen wir zu .done, ansonsten fahren wir fort. Zu Gunsten der Einfachheit ignorieren wir hier die Möglichkeit eines Fehlers. Die Umwandlungsroutine in eine Hexadezimalzahl liest das Byte aus buffer in EAX, oder genaugenommen nur in AL, wobei die übrigen Bits von EAX auf null gesetzt werden. Außerdem kopieren wir das Byte nach EDX, da wir die oberen vier Bits (Nibble) getrennt von den unteren vier Bits umwandeln müssen. Das Ergebnis speichern wir in den ersten beiden Bytes des Puffers. Als Nächstes bitten wir das System die drei Bytes in den Puffer zu schreiben, also die zwei hexadezimalen Ziffern und das Leerzeichen nach stdout. Danach springen wir wieder an den Anfang des Programms und verarbeiten das nächste Byte. Wenn die gesamte Eingabe verarbeitet ist, bitten wie das System unser Programm zu beenden und null zurückzuliefern, welches traditionell die Bedeutung hat, dass unser Programm erfolgreich war. Fahren Sie fort und speichern Sie den Code in eine Datei namens hex.asm. Geben Sie danach folgendes ein (^D bedeutet, dass Sie die Steuerungstaste drücken und dann D eingeben, während Sie Steuerung gedrückt halten): &prompt.user; nasm -f elf hex.asm &prompt.user; ld -s -o hex hex.o &prompt.user; ./hex Hello, World! 48 65 6C 6C 6F 2C 20 57 6F 72 6C 64 21 0A Here I come! 48 65 72 65 20 49 20 63 6F 6D 65 21 0A ^D &prompt.user; Wenn Sie von &ms-dos; zu &unix; wechseln, wundern Sie sich vielleicht, warum jede Zeile mit 0A an Stelle von 0D 0A endet. Das liegt daran, dass &unix; nicht die CR/LF-Konvention, sondern die "new line"-Konvention verwendet, welches hexadezimal als 0A dargestellt wird. Können wir das Programm verbessern? Nun, einerseits ist es etwas verwirrend, dass die Eingabe, nachdem wir eine Zeile verarbeitet haben, nicht wieder am Anfang der Zeile beginnt. Deshalb können wir unser Programm anpassen um einen Zeilenumbruch an Stelle eines Leerzeichens nach jedem 0A auszugeben: %include 'system.inc' section .data hex db '0123456789ABCDEF' buffer db 0, 0, ' ' section .text global _start _start: mov cl, ' ' .loop: ; read a byte from stdin push dword 1 push dword buffer push dword stdin sys.read add esp, byte 12 or eax, eax je .done ; convert it to hex movzx eax, byte [buffer] mov [buffer+2], cl cmp al, 0Ah jne .hex mov [buffer+2], al .hex: mov edx, eax shr dl, 4 mov dl, [hex+edx] mov [buffer], dl and al, 0Fh mov al, [hex+eax] mov [buffer+1], al ; print it push dword 3 push dword buffer push dword stdout sys.write add esp, byte 12 jmp short .loop .done: push dword 0 sys.exit Wir haben das Leerzeichen im Register CL abgelegt. Das können wir bedenkenlos tun, da &unix;-Systemaufrufe im Gegensatz zu denen von µsoft.windows; keine Werte von Registern ändern in denen sie keine Werte zurückliefern. Das bedeutet, dass wir CL nur einmal setzen müssen. Dafür haben wir ein neues Label .loop eingügt, zu dem wir an Stelle von _start springen, um das nächste Byte einzulesen. Außerdem haben wir das Label .hex eingefügt, somit können wir wahlweise ein Leerzeichen oder einen Zeilenumbruch im dritten Byte von buffer ablegen. Nachdem Sie hex.asm entsprechend der Neuerungen geändert haben, geben Sie Folgendes ein: &prompt.user; nasm -f elf hex.asm &prompt.user; ld -s -o hex hex.o &prompt.user; ./hex Hello, World! 48 65 6C 6C 6F 2C 20 57 6F 72 6C 64 21 0A Here I come! 48 65 72 65 20 49 20 63 6F 6D 65 21 0A ^D &prompt.user; Das sieht doch schon besser aus. Aber der Code ist ziemlich ineffizient! Wir führen für jeden einzelne Byte zweimal einen Systemaufruf aus (einen zum Lesen und einen um es in die Ausgabe zu schreiben). Hagen Kühl Übersetzt von Gepufferte Eingabe und Ausgabe Wir können die Effizienz unseres Codes erhöhen, indem wir die Ein- und Ausgabe puffern. Wir erzeugen einen Eingabepuffer und lesen dann eine Folge von Bytes auf einmal. Danach holen wir sie Byte für Byte aus dem Puffer. Wir erzeugen ebenfalls einen Ausgabepuffer. Darin speichern wir unsere Ausgabe bis er voll ist. Dann bitten wir den Kernel den Inhalt des Puffers nach stdout zu schreiben. Diese Programm endet, wenn es keine weitere Eingaben gibt. Aber wir müssen den Kernel immernoch bitten den Inhalt des Ausgabepuffers ein letztes Mal nach stdout zu schreiben, denn sonst würde ein Teil der Ausgabe zwar im Ausgabepuffer landen, aber niemals ausgegeben werden. Bitte vergessen Sie das nicht, sonst fragen Sie sich später warum ein Teil Ihrer Ausgabe verschwunden ist. %include 'system.inc' %define BUFSIZE 2048 section .data hex db '0123456789ABCDEF' section .bss ibuffer resb BUFSIZE obuffer resb BUFSIZE section .text global _start _start: sub eax, eax sub ebx, ebx sub ecx, ecx mov edi, obuffer .loop: ; read a byte from stdin call getchar ; convert it to hex mov dl, al shr al, 4 mov al, [hex+eax] call putchar mov al, dl and al, 0Fh mov al, [hex+eax] call putchar mov al, ' ' cmp dl, 0Ah jne .put mov al, dl .put: call putchar jmp short .loop align 4 getchar: or ebx, ebx jne .fetch call read .fetch: lodsb dec ebx ret read: push dword BUFSIZE mov esi, ibuffer push esi push dword stdin sys.read add esp, byte 12 mov ebx, eax or eax, eax je .done sub eax, eax ret align 4 .done: call write ; flush output buffer push dword 0 sys.exit align 4 putchar: stosb inc ecx cmp ecx, BUFSIZE je write ret align 4 write: sub edi, ecx ; start of buffer push ecx push edi push dword stdout sys.write add esp, byte 12 sub eax, eax sub ecx, ecx ; buffer is empty now ret Als dritten Abschnitt im Quelltext haben wir .bss. Dieser Abschnitt wird nicht in unsere ausführbare Datei eingebunden und kann daher nicht initialisiert werden. Wir verwenden resb anstelle von db. Dieses reserviert einfach die angeforderte Menge an uninitialisiertem Speicher zu unserer Verwendung. Wir nutzen, die Tatsache, dass das System die Register nicht verändert: Wir benutzen Register, wo wir anderenfalls globale Variablen im Abschnitt .data verwenden müssten. Das ist auch der Grund, warum die &unix;-Konvention, Parameter auf dem Stack zu übergeben, der von Microsoft, hierfür Register zu verwenden, überlegen ist: Wir können Register für unsere eigenen Zwecke verwenden. Wir verwenden EDI und ESI als Zeiger auf das nächste zu lesende oder schreibende Byte. Wir verwenden EBX und ECX, um die Anzahl der Bytes in den beiden Puffern zu zählen, damit wir wissen, wann wir die Ausgabe an das System übergeben, oder neue Eingabe vom System entgegen nehmen müssen. Lassen Sie uns sehen, wie es funktioniert: &prompt.user; nasm -f elf hex.asm &prompt.user; ld -s -o hex hex.o &prompt.user; ./hex Hello, World! Here I come! 48 65 6C 6C 6F 2C 20 57 6F 72 6C 64 21 0A 48 65 72 65 20 49 20 63 6F 6D 65 21 0A ^D &prompt.user; Nicht was Sie erwartet haben? Das Programm hat die Ausgabe nicht auf dem Bildschirm ausgegeben bis sie ^D gedrückt haben. Das kann man leicht zu beheben indem man drei Zeilen Code einfügt, welche die Ausgabe jedesmal schreiben, wenn wir einen Zeilenumbruch in 0A umgewandelt haben. Ich habe die betreffenden Zeilen mit > markiert (kopieren Sie die > bitte nicht mit in Ihre hex.asm). %include 'system.inc' %define BUFSIZE 2048 section .data hex db '0123456789ABCDEF' section .bss ibuffer resb BUFSIZE obuffer resb BUFSIZE section .text global _start _start: sub eax, eax sub ebx, ebx sub ecx, ecx mov edi, obuffer .loop: ; read a byte from stdin call getchar ; convert it to hex mov dl, al shr al, 4 mov al, [hex+eax] call putchar mov al, dl and al, 0Fh mov al, [hex+eax] call putchar mov al, ' ' cmp dl, 0Ah jne .put mov al, dl .put: call putchar > cmp al, 0Ah > jne .loop > call write jmp short .loop align 4 getchar: or ebx, ebx jne .fetch call read .fetch: lodsb dec ebx ret read: push dword BUFSIZE mov esi, ibuffer push esi push dword stdin sys.read add esp, byte 12 mov ebx, eax or eax, eax je .done sub eax, eax ret align 4 .done: call write ; flush output buffer push dword 0 sys.exit align 4 putchar: stosb inc ecx cmp ecx, BUFSIZE je write ret align 4 write: sub edi, ecx ; start of buffer push ecx push edi push dword stdout sys.write add esp, byte 12 sub eax, eax sub ecx, ecx ; buffer is empty now ret Lassen Sie uns jetzt einen Blick darauf werfen, wie es funktioniert. &prompt.user; nasm -f elf hex.asm &prompt.user; ld -s -o hex hex.o &prompt.user; ./hex Hello, World! 48 65 6C 6C 6F 2C 20 57 6F 72 6C 64 21 0A Here I come! 48 65 72 65 20 49 20 63 6F 6D 65 21 0A ^D &prompt.user; Nicht schlecht für eine 644 Byte große Binärdatei, oder? Dieser Ansatz für gepufferte Ein- und Ausgabe enthält eine Gefahr, auf die ich im Abschnitt Die dunkle Seite des Buffering eingehen werde. Ein Zeichen ungelesen machen Das ist vielleicht ein etwas fortgeschrittenes Thema, das vor allem für Programmierer interessant ist, die mit der Theorie von Compilern vertraut sind. Wenn Sie wollen, können Sie zum nächsten Abschnitt springen und das hier vielleicht später lesen. Unser Beispielprogramm benötigt es zwar nicht, aber etwas anspruchsvollere Filter müssen häufig vorrausschauen. Mit anderen Worten, sie müssen wissen was das nächste Zeichen ist (oder sogar mehrere Zeichen). Wenn das nächste Zeichen einen bestimmten Wert hat, ist es Teil des aktuellen Tokens, ansonsten nicht. Zum Beispiel könnten Sie den Eingabestrom für eine Text-Zeichenfolge parsen (z.B. wenn Sie einen Compiler einer Sprache implementieren): Wenn einem Buchstaben ein anderer Buchstabe oder vielleicht eine Ziffer folgt, ist er ein Teil des Tokens, das Sie verarbeiten. Wenn ihm ein Leerzeichen folgt, oder ein anderer Wert, ist er nicht Teil des aktuellen Tokens. Das führt usn zu einem interessanten Problem: Wie kann man ein Zeichen zurück in den Eingabestrom geben, damit es später noch einmal geleseni werden kann? Eine mögliche Lösung ist, das Zeichen in einer Variable zu speichern und ein Flag zu setzen. Wir können getchar so anpassen, dass es das Flag überprüft und, wenn es gesetzt ist, das Byte aus der Variable anstatt dem Eingabepuffer liest und das Flag zurück setzt. Aber natürlich macht uns das langsamer. Die Sprache C hat eine Funktion ungetc() für genau diesen Zweck. Gibt es einen schnellen Weg, diese in unserem Code zu implementieren? Ich möchte Sie bitten nach oben zu scrollen und sich die Prozedur getchar anzusehen und zu versuchen eine schöne und schnelle Lösung zu finden, bevor Sie den nächsten Absatz lesen. Kommen Sie danach hierher zurück und schauen sich meine Lösung an. Der Schlüssel dazu ein Zeichen an den Eingabestrom zurückzugeben, liegt darin, wie wir das Zeichen bekommen: Als erstes überprüfen wir, ob der Puffer leer ist, indem wir den Wert von EBX testen. Wenn er null ist, rufen wir die Prozedur read auf. Wenn ein Zeichen bereit ist verwenden wir lodsb, dann verringern wir den Wert von EBX. Die Anweisung lodsb ist letztendlich identisch mit: mov al, [esi] inc esi Das Byte, welches wir abgerufen haben, verbleibt im Puffer bis read zum nächsten Mal aufgerufen wird. Wir wissen nicht wann das passiert, aber wir wissen, dass es nicht vor dem nächsten Aufruf von getchar passiert. Daher ist alles was wir tun müssen um das Byte in den Strom "zurückzugeben" ist den Wert von ESI zu verringern und den von EBX zu erhöhen: ungetc: dec esi inc ebx ret Aber seien Sie vorsichtig! Wir sind auf der sicheren Seite, solange wir immer nur ein Zeichen im Voraus lesen. Wenn wir mehrere kommende Zeichen betrachten und ungetc mehrmals hintereinander aufrufen, wird es meistens funktionieren, aber nicht immer (und es wird ein schwieriger Debug). Warum? Solange getchar read nicht aufrufen muss, befinden sich alle im Voraus gelesenen Bytes noch im Puffer und ungetc arbeitet fehlerfrei. Aber sobald getchar read aufruft verändert sich der Inhalt des Puffers. Wir können uns immer darauf verlassen, dass ungetc auf dem zuletzt mit getchar gelesenen Zeichen korrekt arbeitet, aber nicht auf irgendetwas, das davor gelesen wurde. Wenn Ihr Programm mehr als ein Byte im Voraus lesen soll, haben Sie mindestens zwei Möglichkeiten: Die einfachste Lösung ist, Ihr Programm so zu ändern, dass es immer nur ein Byte im Voraus liest, wenn das möglich ist. Wenn Sie diese Möglichkeit nicht haben, bestimmen Sie zuerst die maximale Anzahl an Zeichen, die Ihr Programm auf einmal an den Eingabestrom zurückgeben muss. Erhöhen Sie diesen Wert leicht, nur um sicherzugehen, vorzugsweise auf ein Vielfaches von 16—damit er sich schön ausrichtet. Dann passen Sie den .bss Abschnitt Ihres Codes an und erzeugen einen kleinen Reserver-Puffer, direkt vor ihrem Eingabepuffer, in etwa so: section .bss resb 16 ; or whatever the value you came up with ibuffer resb BUFSIZE obuffer resb BUFSIZE Außerdem müssen Sie ungetc anpassen, sodass es den Wert des Bytes, das zurückgegeben werden soll, in AL übergibt: ungetc: dec esi inc ebx mov [esi], al ret Mit dieser Änderung können Sie sicher ungetc bis zu 17 Mal hintereinander gqapaufrufen (der erste Aufruf erfolgt noch im Puffer, die anderen 16 entweder im Puffer oder in der Reserve). Fabian Ruch Übersetzt von Kommandozeilenparameter Unser hex-Programm wird nützlicher, wenn es die Dateinamen der Ein- und Ausgabedatei über die Kommandozeile einlesen kann, d.h., wenn es Kommandozeilenparameter verarbeiten kann. Aber... Wo sind die? Bevor ein &unix;-System ein Programm ausführt, legt es einige Daten auf dem Stack ab (push) und springt dann an das _start-Label des Programms. Ja, ich sagte springen, nicht aufrufen. Das bedeutet, dass auf die Daten zugegriffen werden kann, indem [esp+offset] ausgelesen wird oder die Daten einfach vom Stack genommen werden (pop). Der Wert ganz oben auf dem Stack enthält die Zahl der Kommandozeilenparameter. Er wird traditionell argc wie "argument count" genannt. Die Kommandozeilenparameter folgen einander, alle argc. Von diesen wird üblicherweise als argv wie "argument value(s)" gesprochen. So erhalten wir argv[0], argv[1], ... und argv[argc-1]. Dies sind nicht die eigentlichen Parameter, sondern Zeiger (Pointer) auf diese, d.h., Speicheradressen der tatsächlichen Parameter. Die Parameter selbst sind durch NULL beendete Zeichenketten. Der argv-Liste folgt ein NULL-Zeiger, was einfach eine 0 ist. Es gibt noch mehr, aber dies ist erst einmal genug für unsere Zwecke. Falls Sie von der &ms-dos;-Programmierumgebung kommen, ist der größte Unterschied die Tatsache, dass jeder Parameter eine separate Zeichenkette ist. Der zweite Unterschied ist, dass es praktisch keine Grenze gibt, wie viele Parameter vorhanden sein können. Ausgerüstet mit diesen Kenntnissen, sind wir beinahe bereit für eine weitere Version von hex.asm. Zuerst müssen wir jedoch noch ein paar Zeilen zu system.inc hinzufügen: Erstens benötigen wir zwei neue Einträge in unserer Liste mit den Systemaufrufnummern: %define SYS_open 5 %define SYS_close 6 Zweitens fügen wir zwei neue Makros am Ende der Datei ein: %macro sys.open 0 system SYS_open %endmacro %macro sys.close 0 system SYS_close %endmacro Und hier ist schließlich unser veränderter Quelltext: %include 'system.inc' %define BUFSIZE 2048 section .data fd.in dd stdin fd.out dd stdout hex db '0123456789ABCDEF' section .bss ibuffer resb BUFSIZE obuffer resb BUFSIZE section .text align 4 err: push dword 1 ; return failure sys.exit align 4 global _start _start: add esp, byte 8 ; discard argc and argv[0] pop ecx jecxz .init ; no more arguments ; ECX contains the path to input file push dword 0 ; O_RDONLY push ecx sys.open jc err ; open failed add esp, byte 8 mov [fd.in], eax pop ecx jecxz .init ; no more arguments ; ECX contains the path to output file push dword 420 ; file mode (644 octal) push dword 0200h | 0400h | 01h ; O_CREAT | O_TRUNC | O_WRONLY push ecx sys.open jc err add esp, byte 12 mov [fd.out], eax .init: sub eax, eax sub ebx, ebx sub ecx, ecx mov edi, obuffer .loop: ; read a byte from input file or stdin call getchar ; convert it to hex mov dl, al shr al, 4 mov al, [hex+eax] call putchar mov al, dl and al, 0Fh mov al, [hex+eax] call putchar mov al, ' ' cmp dl, 0Ah jne .put mov al, dl .put: call putchar cmp al, dl jne .loop call write jmp short .loop align 4 getchar: or ebx, ebx jne .fetch call read .fetch: lodsb dec ebx ret read: push dword BUFSIZE mov esi, ibuffer push esi push dword [fd.in] sys.read add esp, byte 12 mov ebx, eax or eax, eax je .done sub eax, eax ret align 4 .done: call write ; flush output buffer ; close files push dword [fd.in] sys.close push dword [fd.out] sys.close ; return success push dword 0 sys.exit align 4 putchar: stosb inc ecx cmp ecx, BUFSIZE je write ret align 4 write: sub edi, ecx ; start of buffer push ecx push edi push dword [fd.out] sys.write add esp, byte 12 sub eax, eax sub ecx, ecx ; buffer is empty now ret In unserem .data-Abschnitt befinden sich nun die zwei neuen Variablen fd.in und fd.out. Hier legen wir die Dateideskriptoren der Ein- und Ausgabedatei ab. Im .text-Abschnitt haben wir die Verweise auf stdin und stdout durch [fd.in] und [fd.out] ersetzt. Der .text-Abschnitt beginnt nun mit einer einfachen Fehlerbehandlung, welche nur das Programm mit einem Rückgabewert von 1 beendet. Die Fehlerbehandlung befindet sich vor _start, sodass wir in geringer Entfernung von der Stelle sind, an der der Fehler auftritt. Selbstverständlich beginnt die Programmausführung immer noch bei _start. Zuerst entfernen wir argc und argv[0] vom Stack: Sie sind für uns nicht von Interesse (sprich, in diesem Programm). Wir nehmen argv[1] vom Stack und legen es in ECX ab. Dieses Register ist besonders für Zeiger geeignet, da wir mit jecxz NULL-Zeiger verarbeiten können. Falls argv[1] nicht NULL ist, versuchen wir, die Datei zu öffnen, die der erste Parameter festlegt. Andernfalls fahren wir mit dem Programm fort wie vorher: Lesen von stdin und Schreiben nach stdout. Falls wir die Eingabedatei nicht öffnen können (z.B. sie ist nicht vorhanden), springen wir zur Fehlerbehandlung und beenden das Programm. Falls es keine Probleme gibt, sehen wir nun nach dem zweiten Parameter. Falls er vorhanden ist, öffnen wir die Ausgabedatei. Andernfalls schreiben wir die Ausgabe nach stdout. Falls wir die Ausgabedatei nicht öffnen können (z.B. sie ist zwar vorhanden, aber wir haben keine Schreibberechtigung), springen wir auch wieder in die Fehlerbehandlung. Der Rest des Codes ist derselbe wie vorher, außer dem Schließen der Ein- und Ausgabedatei vor dem Verlassen des Programms und, wie bereits erwähnt, die Benutzung von [fd.in] und [fd.out]. Unsere Binärdatei ist nun kolossale 768 Bytes groß. Können wir das Programm immer noch verbessern? Natürlich! Jedes Programm kann verbessert werden. Hier finden sich einige Ideen, was wir tun könnten: Die Fehlerbehandlung eine Warnung auf stderr ausgeben lassen. Den Lese- und Schreibfunkionen eine Fehlerbehandlung hinzufügen. Schließen von stdin, sobald wir eine Eingabedatei öffnen, von stdout, sobald wir eine Ausgabedatei öffnen. Hinzufügen von Kommandozeilenschaltern wie zum Beispiel -i und -o, sodass wir die Ein- und Ausgabedatei in irgendeiner Reihenfolge angeben oder vielleicht von stdin lesen und in eine Datei schreiben können. Ausgeben einer Gebrauchsanweisung, falls die Kommandozeilenparameter fehlerhaft sind. Ich beabsichtige, diese Verbesserungen dem Leser als Übung zu hinterlassen: Sie wissen bereits alles, das Sie wissen müssen, um die Verbesserungen durchzuführen. Fabian Ruch Übersetzt von Die &unix;-Umgebung Ein entscheidendes Konzept hinter &unix; ist die Umgebung, die durch Umgebungsvariablen festgelegt wird. Manche werden vom System gesetzt, andere von Ihnen und wieder andere von der shell oder irgendeinem Programm, das ein anderes lädt. Umgebungsvariablen herausfinden Ich sagte vorher, dass wenn ein Programm mit der Ausführung beginnt, der Stack argc gefolgt vom durch NULL beendeten argv-Array und etwas Anderem enthält. Das "etwas Andere" ist die Umgebung oder, um genauer zu sein, ein durch NULL beendetes Array von Zeigern auf Umgebungsvariablen. Davon wird oft als env gesprochen. Der Aufbau von env entspricht dem von argv, eine Liste von Speicheradressen gefolgt von NULL (0). In diesem Fall gibt es kein "envc"—wir finden das Ende heraus, indem wir nach dem letzten NULL suchen. Die Variablen liegen normalerweise in der Form name=value vor, aber manchmal kann der =value-Teil fehlen. Wir müssen diese Möglichkeit in Betracht ziehen. webvars Ich könnte Ihnen einfach etwas Code zeigen, der die Umgebung in der Art vom &unix;-Befehl env ausgibt. Aber ich dachte, dass es interessanter sei, ein einfaches CGI-Werkzeug in Assembler zu schreiben. CGI: Ein kurzer Überblick Ich habe eine detaillierte CGI-Anleitung auf meiner Webseite, aber hier ist ein sehr kurzer Überblick über CGI: Der Webserver kommuniziert mit dem CGI-Programm, indem er Umgebungsvariablen setzt. Das CGI-Programm schreibt seine Ausgabe auf stdout. Der Webserver liest von da. Die Ausgabe muss mit einem HTTP-Kopfteil gefolgt von zwei Leerzeilen beginnen. Das Programm gibt dann den HTML-Code oder was für einen Datentyp es auch immer verarbeitet aus. Während bestimmte Umgebungsvariablen Standardnamen benutzen, unterscheiden sich andere, abhägngig vom Webserver. Dies macht webvars zu einem recht nützlichen Werkzeug. Der Code Unser webvars-Programm muss also den HTTP-Kopfteil gefolgt von etwas HTML-Auszeichnung versenden. Dann muss es die Umgebungsvariablen eine nach der anderen auslesen und sie als Teil der HTML-Seite versenden. Nun der Code. Ich habe Kommentare und Erklärungen direkt in den Code eingefügt: ;;;;;;; webvars.asm ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; ; ; Copyright (c) 2000 G. Adam Stanislav ; All rights reserved. ; ; Redistribution and use in source and binary forms, with or without ; modification, are permitted provided that the following conditions ; are met: ; 1. Redistributions of source code must retain the above copyright ; notice, this list of conditions and the following disclaimer. ; 2. Redistributions in binary form must reproduce the above copyright ; notice, this list of conditions and the following disclaimer in the ; documentation and/or other materials provided with the distribution. ; ; THIS SOFTWARE IS PROVIDED BY THE AUTHOR AND CONTRIBUTORS ``AS IS'' AND ; ANY EXPRESS OR IMPLIED WARRANTIES, INCLUDING, BUT NOT LIMITED TO, THE ; IMPLIED WARRANTIES OF MERCHANTABILITY AND FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE ; ARE DISCLAIMED. IN NO EVENT SHALL THE AUTHOR OR CONTRIBUTORS BE LIABLE ; FOR ANY DIRECT, INDIRECT, INCIDENTAL, SPECIAL, EXEMPLARY, OR CONSEQUENTIAL ; DAMAGES (INCLUDING, BUT NOT LIMITED TO, PROCUREMENT OF SUBSTITUTE GOODS ; OR SERVICES; LOSS OF USE, DATA, OR PROFITS; OR BUSINESS INTERRUPTION) ; HOWEVER CAUSED AND ON ANY THEORY OF LIABILITY, WHETHER IN CONTRACT, STRICT ; LIABILITY, OR TORT (INCLUDING NEGLIGENCE OR OTHERWISE) ARISING IN ANY WAY ; OUT OF THE USE OF THIS SOFTWARE, EVEN IF ADVISED OF THE POSSIBILITY OF ; SUCH DAMAGE. ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; ; ; Version 1.0 ; ; Started: 8-Dec-2000 ; Updated: 8-Dec-2000 ; ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; %include 'system.inc' section .data http db 'Content-type: text/html', 0Ah, 0Ah db '<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>', 0Ah db '<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C/DTD XHTML Strict//EN" ' db '"DTD/xhtml1-strict.dtd">', 0Ah db '<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" ' db 'xml.lang="en" lang="en">', 0Ah db '<head>', 0Ah db '<title>Web Environment</title>', 0Ah db '<meta name="author" content="G. Adam Stanislav" />', 0Ah db '</head>', 0Ah, 0Ah db '<body bgcolor="#ffffff" text="#000000" link="#0000ff" ' db 'vlink="#840084" alink="#0000ff">', 0Ah db '<div class="webvars">', 0Ah db '<h1>Web Environment</h1>', 0Ah db '<p>The following <b>environment variables</b> are defined ' db 'on this web server:</p>', 0Ah, 0Ah db '<table align="center" width="80" border="0" cellpadding="10" ' db 'cellspacing="0" class="webvars">', 0Ah httplen equ $-http left db '<tr>', 0Ah db '<td class="name"><tt>' leftlen equ $-left middle db '</tt></td>', 0Ah db '<td class="value"><tt><b>' midlen equ $-middle undef db '<i>(undefined)</i>' undeflen equ $-undef right db '</b></tt></td>', 0Ah db '</tr>', 0Ah rightlen equ $-right wrap db '</table>', 0Ah db '</div>', 0Ah db '</body>', 0Ah db '</html>', 0Ah, 0Ah wraplen equ $-wrap section .text global _start _start: ; First, send out all the http and xhtml stuff that is ; needed before we start showing the environment push dword httplen push dword http push dword stdout sys.write ; Now find how far on the stack the environment pointers ; are. We have 12 bytes we have pushed before "argc" mov eax, [esp+12] ; We need to remove the following from the stack: ; ; The 12 bytes we pushed for sys.write ; The 4 bytes of argc ; The EAX*4 bytes of argv ; The 4 bytes of the NULL after argv ; ; Total: ; 20 + eax * 4 ; ; Because stack grows down, we need to ADD that many bytes ; to ESP. lea esp, [esp+20+eax*4] cld ; This should already be the case, but let's be sure. ; Loop through the environment, printing it out .loop: pop edi or edi, edi ; Done yet? je near .wrap ; Print the left part of HTML push dword leftlen push dword left push dword stdout sys.write ; It may be tempting to search for the '=' in the env string next. ; But it is possible there is no '=', so we search for the ; terminating NUL first. mov esi, edi ; Save start of string sub ecx, ecx not ecx ; ECX = FFFFFFFF sub eax, eax repne scasb not ecx ; ECX = string length + 1 mov ebx, ecx ; Save it in EBX ; Now is the time to find '=' mov edi, esi ; Start of string mov al, '=' repne scasb not ecx add ecx, ebx ; Length of name push ecx push esi push dword stdout sys.write ; Print the middle part of HTML table code push dword midlen push dword middle push dword stdout sys.write ; Find the length of the value not ecx lea ebx, [ebx+ecx-1] ; Print "undefined" if 0 or ebx, ebx jne .value mov ebx, undeflen mov edi, undef .value: push ebx push edi push dword stdout sys.write ; Print the right part of the table row push dword rightlen push dword right push dword stdout sys.write ; Get rid of the 60 bytes we have pushed add esp, byte 60 ; Get the next variable jmp .loop .wrap: ; Print the rest of HTML push dword wraplen push dword wrap push dword stdout sys.write ; Return success push dword 0 sys.exit Dieser Code erzeugt eine 1.396-Byte große Binärdatei. Das meiste davon sind Daten, d.h., die HTML-Auszeichnung, die wir versenden müssen. Assemblieren Sie es wie immer: &prompt.user; nasm -f elf webvars.asm &prompt.user; ld -s -o webvars webvars.o Um es zu benutzen, müssen Sie webvars auf Ihren Webserver hochladen. Abhängig von Ihrer Webserver-Konfiguration, müssen Sie es vielleicht in einem speziellen cgi-bin-Verzeichnis ablegen oder es mit einer .cgi-Dateierweiterung versehen. Schließlich benötigen Sie Ihren Webbrowser, um sich die Ausgabe anzusehen. Um die Ausgabe auf meinem Webserver zu sehen, gehen Sie bitte auf http://www.int80h.org/webvars/. Falls Sie neugierig sind, welche zusätzlichen Variablen in einem passwortgeschützten Webverzeichnis vorhanden sind, gehen Sie auf http://www.int80h.org/private/ unter Benutzung des Benutzernamens asm und des Passworts programmer. Paul Keller Übersetzt von Fabian Borschel Arbeiten mit Dateien Wir haben bereits einfache Arbeiten mit Dateien gemacht: Wir wissen wie wir sie öffnen und schliessen, oder wie man sie mit Hilfe von Buffern liest und schreibt. Aber &unix; bietet viel mehr Funktionalität wenn es um Dateien geht. Wir werden einige von ihnen in dieser Sektion untersuchen und dann mit einem netten Datei Konvertierungs Werkzeug abschliessen. In der Tat, Lasst uns am Ende beginnen, also mit dem Datei Konvertierungs Werkzeug. Es macht Programmieren immer einfacher, wenn wir bereits am Anfang wissen was das End Produkt bezwecken soll. Eines der ersten Programme die ich für &unix; schrieb war tuc, ein Text-Zu-&unix; Datei Konvertierer. Es konvertiert eine Text Datei von einem anderen Betriebssystem zu einer &unix; Text Datei. Mit anderen Worten, es ändert die verschiedenen Arten von Zeilen Begrenzungen zu der Zeilen Begrenzungs Konvention von &unix;. Es speichert die Ausgabe in einer anderen Datei. Optional konvertiert es eine &unix; Text Datei zu einer DOS Text Datei. Ich habe tuc sehr oft benutzt, aber nur von irgendeinem anderen OS nach &unix; zu konvertieren, niemals anders herum. Ich habe mir immer gewünscht das die Datei einfach überschrieben wird anstatt das ich die Ausgabe in eine andere Datei senden muss. Meistens, habe ich diesen Befehl verwendet: &prompt.user; tuc myfile tempfile &prompt.user; mv tempfile myfile Es wäre schö ein ftuc zu haben, also, fast tuc, und es so zu benutzen: &prompt.user; ftuc myfile In diesem Kapitel werden wir dann, ftuc in Assembler schreiben (das Original tuc ist in C), und verschiedene Datei-Orientierte Kernel Dienste in dem Prozess studieren. Auf erste Sicht, ist so eine Datei Konvertierung sehr simpel: Alles was du zu tun hast, ist die Wagen Rückläfe zu entfernen, richtig? Wenn du mit ja geantwortet hast, denk nochmal darüber nach: Dieses Herrangehen wird die meiste Zeit funktionieren (zumindest mit MSDOS Text Dateien), aber gelegentlich fehlschlagen. Das Problem ist das nicht alle &unix; Text Dateien ihre Zeilen mit einer Wagen Rücklauf / Zeilenvorschub Sequenz beenden. Manche benutzen Wagenrücklauf ohne Zeilenvorschub. Andere kombinieren mehrere leere Zeilen in einen einzigen Wagenrücklauf gefolgt von mehreren Zeilenvorschüben. Und so weiter. Ein Text Datei Konvertierer muss dann also in der Lage sein mit allen möglichen Zeilenenden umzugehen: Wagenrücklauf / Zeilenvorschub Wagenrücklauf Zeilenvorschub / Wagenrücklauf Zeilenvorschub Es sollte außerdem in der Lage sein mit Dateien umzugehen die irgendeine Art von Kombination der oben stehenden Möglichkeiten verwendet. (z.B., Wagenrücklauf gefolgt von mehreren Zeilenvorschüben). Endlicher Zustandsautomat Das Problem wird einfach gelöst in dem man eine Technik benutzt die sich Endlicher Zustandsautomat nennt, ursprünglich wurde sie von den Designern digitaler elektronischer Schaltkreise entwickelt. Eine Endlicher Zustandsautomat ist ein digitaler Schaltkreis dessen Ausgabe nicht nur von der Eingabe abhängig ist sondern auch von der vorherigen Eingabe, d.h., von seinem Status. Der Mikroprozessor ist ein Beispiel für einen Endlichen Zustandsautomaten : Unser Assembler Sprach Code wird zu Maschinensprache übersetzt in der manche Assembler Sprach Codes ein einzelnes Byte produzieren, während andere mehrere Bytes produzieren. Da der Microprozessor die Bytes einzeln aus dem Speicher liest, ändern manche nur seinen Status anstatt eine Ausgabe zu produzieren. Wenn alle Bytes eines OP Codes gelesen wurden, produziert der Mikroprozessor eine Ausgabe, oder ändert den Wert eines Registers, etc. Aus diesem Grund, ist jede Software eigentlich nur eine Sequenz von Status Anweisungen für den Mikroprozessor. Dennoch, ist das Konzept eines Endlichen Zustandsautomaten auch im Software Design sehr hilfreich. Unser Text Datei Konvertierer kann als Endlicher Zustandsautomat mit 3 möglichen Stati desgined werden. Wir könnten diese von 0-2 benennen, aber es wird uns das Leben leichter machen wenn wir ihnen symbolische Namen geben: ordinary cr lf Unser Programm wird in dem ordinary Status starten. Während dieses Status, hängt die Aktion des Programms von seiner Eingabe wie folgt ab: Wenn die Eingabe etwas anderes als ein Wagenrücklauf oder einem Zeilenvorschub ist, wird die Eingabe einfach nur an die Ausgabe geschickt. Der Status bleibt unverändert. Wenn die Eingabe ein Wagenrücklauf ist, wird der Status auf cr gesetzt. Die Eingabe wird dann verworfen, d.h., es entsteht keine Ausgabe. Wenn die Eingabe ein Zeilenvorschub ist, wird der Status auf lf gesetzt. Die Eingabe wird dann verworfen. Wann immer wir in dem cr Status sind, ist das weil die letzte Eingabe ein Wagenrücklauf war, welcher nicht verarbeitet wurde. Was unsere Software in diesem Status macht hängt von der aktuellen Eingabe ab: Wenn die Eingabe irgendetwas anderes als ein Wagenrücklauf oder ein Zeilenvorschub ist, dann gib einen Zeilenvorschub aus, dann gib die Eingabe aus und dann ändere den Status zu ordinary. Wenn die Eingabe ein Wagenrücklauf ist, haben wir zwei (oder mehr) Wagenrückläufe in einer Reihe. Wir verwerfen die Eingabe, wir geben einen Zeilenvorschub aus und lassen den Status unverändert. Wenn die Eingabe ein Zeilenvorschub ist, geben wir den Zeilenvorschub aus und ändern den Status zu ordinary. Achte darauf das, dass nicht das gleiche wie in dem Fall oben drüber ist – würden wir versuchen beide zu kombinieren, würden wir zwei Zeilenvorschübe anstatt einen ausgeben. Letztendlich, sind wir in dem lf Status nachdem wir einen Zeilenvorschub empfangen haben der nicht nach einem Wagenrücklauf kam. Das wird passieren wenn unsere Datei bereits im &unix; Format ist, oder jedesmal wenn mehrere Zeilen in einer Reihe durch einen einzigen Wagenrücklauf gefolgt von mehreren Zeilenvorschüben ausgedrückt wird, oder wenn die Zeile mit einer Zeilenvorschub / Wagenrücklauf Sequenz endet. Wir sollten mit unserer Eingabe in diesem Status folgendermasen umgehen: Wenn die Eingabe irgendetwas anderes als ein Wagenrücklauf oder ein Zeilenvorschub ist, geben wir einen Zeilenvorschub aus, geben dann die Eingabe aus und ändern dann den Status zu ordinary. Das ist exakt die gleiche Aktion wie in dem cr Status nach dem Empfangen der selben Eingabe. Wenn die Eingabe ein Wagenrücklauf ist, verwerfen wir die Eingabe, geben einen Zeilenvorschub aus und ändern dann den Status zu ordinary. Wenn die Eingabe ein Zeilenvorschub ist, geben wir den Zeilenvorschub aus und lassen den Status unverändert. Der Endgültige Status Der obige Endliche Zustandsautomat funktioniert für die gesamte Datei, aber lässt die Möglichkeit das die letzte Zeile ignoriert wird. Das wird jedesmal passieren wenn die Datei mit einem einzigen Wagenrücklauf oder einem einzigen Zeilenvorschub endet. Daran habe ich nicht gedacht als ich tuc schrieb, nur um festzustellen das,dass letzte Zeilenende gelegentlich weggelassen wird. Das Problem wird einfach dadurch gelöst, indem man den Status überprüft nachdem die gesamte Datei verarbeitet wurde. Wenn der Status nicht ordinary ist, müssen wir nur den letzten Zeilenvorschub ausgeben. Nachdem wir unseren Algorithmus nun als einen Endlichen Zustandsautomaten formuliert haben, könnten wir einfach einen festgeschalteten digitalen elektronischen Schaltkreis (einen "Chip") designen, der die Umwandlung für uns übernimmt. Natürlich wäre das sehr viel teurer, als ein Assembler Programm zu schreiben. Der Ausgabe Zähler Weil unser Datei Konvertierungs Programm möglicherweise zwei Zeichen zu einem kombiniert, müssen wir einen Ausgabe Zähler verwenden. Wir initialisieren den Zähler zu 0 und erhöhen ihn jedes mal wenn wir ein Zeichen an die Ausgabe schicken. Am Ende des Programms, wird der Zähler uns sagen auf welche Grösse wir die Datei setzen müssen. Implementieren von EZ als Software Der schwerste Teil beim arbeiten mit einer Endlichen Zustandsmaschine ist das analysieren des Problems und dem ausdrücken als eine Endliche Zustandsmaschine. That geschafft, schreibt sich die Software fast wie von selbst. In eine höheren Sprache, wie etwa C, gibt es mehrere Hauptansätze. Einer wäre ein switch Angabe zu verwenden die auswählt welche Funktion genutzt werden soll. Zum Beispiel, switch (state) { default: case REGULAR: regular(inputchar); break; case CR: cr(inputchar); break; case LF: lf(inputchar); break; } Ein anderer Ansatz ist es ein Array von Funktions Zeigern zu benutzen, etwa wie folgt: (output[state])(inputchar); Noch ein anderer ist es aus state einen Funktions Zeiger zu machen und ihn zu der entsprechenden Funktion zeigen zu lassen: (*state)(inputchar); Das ist der Ansatz den wir in unserem Programm verwenden werden, weil es in Assembler sehr einfach und schnell geht. Wir werden einfach die Adresse der Prozedur in EBX speichern und dann einfach das ausgeben: call ebx Das ist wahrscheinlich schneller als die Adresse im Code zu hardcoden weil der Mikroprozessor die Adresse nicht aus dem Speicher lesen muss—es ist bereits in einer der Register gespeichert. Ich sagte wahrscheinlich weil durch das Cachen neuerer Mikroprozessoren beide Varianten in etwa gleich schnell sind. Speicher abgebildete Dateien Weil unser Programm nur mit einzelnen Dateien funktioniert, können wir nicht den Ansatz verwedenden der zuvor funktioniert hat, d.h., von einer Eingabe Datei zu lesen und in eine Ausgabe Datei zu schreiben. &unix; erlaubt es uns eine Datei, oder einen Bereich einer Datei, in den Speicher abzubilden. Um das zu tun, müssen wir zuerst eine Datei mit den entsprechenden Lese/Schreib Flags öffnen. Dann benutzen wir den mmap system call um sie in den Speicher abzubilden. Ein Vorteil von mmap ist, das es automatisch mit virtuellem Speicher arbeitet: Wir können mehr von der Datei im Speicher abbilden als wir überhaupt physikalischen Speicher zur Verfügung haben, noch immer haben wir aber durch normale OP Codes wie mov, lods, und stos Zugriff darauf. Egal welche Änderungen wir an dem Speicherabbild der Datei vornehmen, sie werden vom System in die Datei geschrieben. Wir müssen die Datei nicht offen lassen: So lange sie abgebildet bleibt, können wir von ihr lesen und in sie schreiben. Ein 32-bit Intel Mikroprozessor kann auf bis zu vier Gigabyte Speicher zugreifen – physisch oder virtuell. Das FreeBSD System erlaubt es uns bis zu der Hälfte für die Datei Abbildung zu verwenden. Zur Vereinfachung, werden wir in diesem Tutorial nur Dateien konvertieren die in ihrere Gesamtheit im Speicher abgebildet werden können. Es gibt wahrscheinlich nicht all zu viele Text Dateien die eine Grösse von zwei Gigabyte überschreiben. Falls unser Programm doch auf eine trifft, wird es einfach eine Meldung anzeigen mit dem Vorschlag das originale tuc statt dessen zu verwenden. Wenn du deine Kopie von syscalls.master überprüfst, wirst du zwei verschiedene Systemaufrufe finden die sich mmap nennen. Das kommt von der Entwicklung von &unix;: Es gab das traditionelle BSD mmap, Systemaufruf 71. Dieses wurde durch das &posix; mmap ersetzt, Systemaufruf 197. Das FreeBSD System unterstützt beide, weil ältere Programme mit der originalen BSD Version geschrieben wurden. Da neue Software die &posix; Version nutzt, werden wir diese auch verwenden. Die syscalls.master Datei zeigt die &posix; Version wie folgt: 197 STD BSD { caddr_t mmap(caddr_t addr, size_t len, int prot, \ int flags, int fd, long pad, off_t pos); } Das weicht etwas von dem ab was mmap 2 sagt. Das ist weil mmap 2 die C Version beschreibt. Der Unterschiede liegt in dem long pad Argument, welches in der C Version nicht vorhanden ist. Wie auch immer, der FreeBSD Systemaufruf fügt einen 32-bit Block ein nachdem es ein 64-Bit Argument auf den Stack gepusht hat. In diesem Fall, ist off_t ein 64-Bit Wert. Wenn wir fertig sind mit dem Arbeiten einer im Speicher abgebildeten Datei, entfernen wir das Speicherabbild mit dem munmap Systemaufruf: Für eine detailiert Behandlung von mmap, sieh in W. Richard Stevens' Unix Network Programming, Volume 2, Chapter 12 nach. Feststellen der Datei Grösse Weil wir mmap sagen müssen wie viele Bytes von Datei wir im Speicher abbilden wollen und wir außerdem die gesamte Datei abbilden wollen, müssen wir die Grösse der Datei feststellen. Wir können den fstat Systemaufruf verwenden um alle Informationen über eine geöffnete Datei zu erhalten die uns das System geben kann. Das beinhaltet die Datei Grösse. Und wieder, zeigt uns syscalls.master zwei Versionen von fstat, eine traditionelle (Systemaufruf 62), und eine &posix; (Systemaufruf 189) Variante. Natürlich, verwenden wir die &posix; Version: 189 STD POSIX { int fstat(int fd, struct stat *sb); } Das ist ein sehr unkomplizierter Aufruf: Wir übergeben ihm die Adresse einer stat Structure und den Deskriptor einer geöffneten Datei. Es wird den Inhalt der stat Struktur ausfüllen. Ich muss allerdings sagen, das ich versucht habe die stat Struktur in dem .bss Bereich zu deklarieren, und fstat mochte es nicht: Es setzte das Carry Flag welches einen Fehler anzeigt. Nachdem ich den Code veränderte so dass er die Struktur auf dem Stack anlegt, hat alles gut funktioniert. Ändern der Dateigrösse Dadurch das unser Programm Wagenrücklauf/Zeilenvorschub-Sequenzen in einfache Zeilenvorschübe zusammenfassen könnte, könnte unsere Ausgabe kleiner sein als unsere Eingabe. Und da wir die Ausgabe in dieselbe Datei um, aus der wir unsere Eingabe erhalten, müssen wir eventuell die Dateigrösse anpassen. Der Systemaufruf ftruncate erlaubt uns, dies zu tun. Abgesehen von dem etwas unglücklich gewählten Namen ftruncate können wir mit dieser Funktion eine Datei vergrössern, oder verkleinern. Und ja, wir werden zwei Versionen von ftruncate in syscalls.master finden, eine ältere (130) und eine neuere (201). Wir werden die neuere Version verwenden: 201 STD BSD { int ftruncate(int fd, int pad, off_t length); } Beachten Sie bitte, dass hier wieder int pad verwendet wird. ftuc Wir wissen jetzt alles nötige, um ftuc zu schreiben. Wir beginnen, indem wir ein paar neue Zeilen der Datei system.inc hinzufügen. Als erstes definieren wir irgendwo am Anfang der Datei einige Konstanten und Strukturen: ;;;;;;; open flags %define O_RDONLY 0 %define O_WRONLY 1 %define O_RDWR 2 ;;;;;;; mmap flags %define PROT_NONE 0 %define PROT_READ 1 %define PROT_WRITE 2 %define PROT_EXEC 4 ;; %define MAP_SHARED 0001h %define MAP_PRIVATE 0002h ;;;;;;; stat structure struc stat st_dev resd 1 ; = 0 st_ino resd 1 ; = 4 st_mode resw 1 ; = 8, size is 16 bits st_nlink resw 1 ; = 10, ditto st_uid resd 1 ; = 12 st_gid resd 1 ; = 16 st_rdev resd 1 ; = 20 st_atime resd 1 ; = 24 st_atimensec resd 1 ; = 28 st_mtime resd 1 ; = 32 st_mtimensec resd 1 ; = 36 st_ctime resd 1 ; = 40 st_ctimensec resd 1 ; = 44 st_size resd 2 ; = 48, size is 64 bits st_blocks resd 2 ; = 56, ditto st_blksize resd 1 ; = 64 st_flags resd 1 ; = 68 st_gen resd 1 ; = 72 st_lspare resd 1 ; = 76 st_qspare resd 4 ; = 80 endstruc Wir definieren die neuen Systemaufrufe: %define SYS_mmap 197 %define SYS_munmap 73 %define SYS_fstat 189 %define SYS_ftruncate 201 Wir fügen die Makros hinzu: %macro sys.mmap 0 system SYS_mmap %endmacro %macro sys.munmap 0 system SYS_munmap %endmacro %macro sys.ftruncate 0 system SYS_ftruncate %endmacro %macro sys.fstat 0 system SYS_fstat %endmacro Und hier ist unser Code: ;;;;;;; Fast Text-to-Unix Conversion (ftuc.asm) ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; ;; ;; Started: 21-Dec-2000 ;; Updated: 22-Dec-2000 ;; ;; Copyright 2000 G. Adam Stanislav. ;; All rights reserved. ;; ;;;;;;; v.1 ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; %include 'system.inc' section .data db 'Copyright 2000 G. Adam Stanislav.', 0Ah db 'All rights reserved.', 0Ah usg db 'Usage: ftuc filename', 0Ah usglen equ $-usg co db "ftuc: Can't open file.", 0Ah colen equ $-co fae db 'ftuc: File access error.', 0Ah faelen equ $-fae ftl db 'ftuc: File too long, use regular tuc instead.', 0Ah ftllen equ $-ftl mae db 'ftuc: Memory allocation error.', 0Ah maelen equ $-mae section .text align 4 memerr: push dword maelen push dword mae jmp short error align 4 toolong: push dword ftllen push dword ftl jmp short error align 4 facerr: push dword faelen push dword fae jmp short error align 4 cantopen: push dword colen push dword co jmp short error align 4 usage: push dword usglen push dword usg error: push dword stderr sys.write push dword 1 sys.exit align 4 global _start _start: pop eax ; argc pop eax ; program name pop ecx ; file to convert jecxz usage pop eax or eax, eax ; Too many arguments? jne usage ; Open the file push dword O_RDWR push ecx sys.open jc cantopen mov ebp, eax ; Save fd sub esp, byte stat_size mov ebx, esp ; Find file size push ebx push ebp ; fd sys.fstat jc facerr mov edx, [ebx + st_size + 4] ; File is too long if EDX != 0 ... or edx, edx jne near toolong mov ecx, [ebx + st_size] ; ... or if it is above 2 GB or ecx, ecx js near toolong ; Do nothing if the file is 0 bytes in size jecxz .quit ; Map the entire file in memory push edx push edx ; starting at offset 0 push edx ; pad push ebp ; fd push dword MAP_SHARED push dword PROT_READ | PROT_WRITE push ecx ; entire file size push edx ; let system decide on the address sys.mmap jc near memerr mov edi, eax mov esi, eax push ecx ; for SYS_munmap push edi ; Use EBX for state machine mov ebx, ordinary mov ah, 0Ah cld .loop: lodsb call ebx loop .loop cmp ebx, ordinary je .filesize ; Output final lf mov al, ah stosb inc edx .filesize: ; truncate file to new size push dword 0 ; high dword push edx ; low dword push eax ; pad push ebp sys.ftruncate ; close it (ebp still pushed) sys.close add esp, byte 16 sys.munmap .quit: push dword 0 sys.exit align 4 ordinary: cmp al, 0Dh je .cr cmp al, ah je .lf stosb inc edx ret align 4 .cr: mov ebx, cr ret align 4 .lf: mov ebx, lf ret align 4 cr: cmp al, 0Dh je .cr cmp al, ah je .lf xchg al, ah stosb inc edx xchg al, ah ; fall through .lf: stosb inc edx mov ebx, ordinary ret align 4 .cr: mov al, ah stosb inc edx ret align 4 lf: cmp al, ah je .lf cmp al, 0Dh je .cr xchg al, ah stosb inc edx xchg al, ah stosb inc edx mov ebx, ordinary ret align 4 .cr: mov ebx, ordinary mov al, ah ; fall through .lf: stosb inc edx ret Verwenden Sie dieses Programm nicht mit Dateien, die sich auf Datenträgern befinden, welche mit &ms-dos; oder &windows; formatiert wurden. Anscheinend gibt es im Code von FreeBSD einen subtilen Bug, wenn mmap auf solchen Datenträgern verwendet wird: Wenn die Datei eine bestimmte Grösse überschreitet, füllt mmap den Speicher mit lauter Nullen, und überschreibt damit anschliessend den Dateiinhalt. Daniel Seuffert Übersetzt von One-Pointed Mind Als ein Zen-Schüler liebe ich die Idee eines fokussierten Bewußtseins: Tu nur ein Ding zur gleichen Zeit, aber mache es richtig. Das ist ziemlich genau die gleiche Idee, welche &unix; richtig funktionieren lässt. Während eine typische &windows;-Applikation versucht alles Vorstellbare zu tun (und daher mit Fehler durchsetzt ist), versucht eine &unix;-Applikation nur eine Funktion zu erfüllen und das gut. Der typische &unix;-Nutzer stellt sich sein eigenes System durch Shell-Skripte zusammen, die er selbst schreibt, und welche die Vorteile bestehender Applikationen dadurch kombinieren, indem sie die Ausgabe eines Programmes als Eingabe in ein anderes Programm durch eine Pipe übergeben. Wenn Sie ihre eigene &unix;-Software schreiben, ist es generell eine gute Idee zu betrachten, welcher Teil der Problemlösung durch bestehende Programme bewerkstelligt werden kann. Man schreibt nur die Programme selbst, für die keine vorhandene Lösung existiert. CSV Ich will dieses Prinzip an einem besonderen Beispiel aus der realen Welt demonstrieren, mit dem ich kürzlich konfrontiert wurde: Ich mußte jeweils das elfte Feld von jedem Datensatz aus einer Datenbank extrahieren, die ich von einer Webseite heruntergeladen hatte. Die Datenbank war eine CSV-Datei, d.h. eine Liste von Komma-getrennten Werten. Dies ist ein ziemlich gewöhnliches Format für den Code-Austausch zwischen Menschen, die eine unterschiedliche Datenbank-Software nutzen. Die erste zeile der Datei enthält eine Liste der Felder durch Kommata getrennt. Der Rest der Datei enthält die einzelnen Datensätze mit durch Kommata getrennten Werten in jeder Zeile. Ich versuchte awk unter Nutzung des Kommas als Trenner. Da aber einige Zeilen durch in Bindestriche gesetzte Kommata getrennt waren, extrahierte awk das falsche Feld aus diesen Zeilen. Daher mußte ich meine eigene Software schreiben, um das elfte Feld aus der CSV-Datei auszulesen. Aber durch Anwendung der &unix;-Philosophie mußte ich nur einen einfachen Filter schreiben, das Folgende tat: Entferne die erste Zeile aus der Datei. Ändere alle Kommata ohne Anführungszeichen in einen anderen Buchstaben. Entferne alle Anführungszeichen. Streng genommen könnte ich sed benutzen, um die erste Zeile der Datei zu entfernen, aber das zu Bewerkstelligen war in meinem Programm sehr einfach, also entschloss ich mich dazu und reduzierte dadurch die Größe der Pipeline. Unter Berücksichtigung aller Faktoren kostete mich das Schreiben dieses Progammes ca. 20 Minuten. Das Schreiben eines Programmes, welches jeweils das elfte Feld aus einer CSV-Datei extrahiert hätte wesentlich länger gedauert und ich hätte es nicht wiederverwenden können, um ein anderes Feld zu extrahieren aus irgendeiner anderen Datenbank. Diesmal entschied ich mich dazu, etwas mehr Arbeit zu investieren, als man normalerweise für ein typisches Tutorial verwenden würde: Es parst die Kommandozeilen nach Optionen. Es zeigt die richtige Nutzung an, falls es ein falsches Argument findet. Es gibt vernünftige Fehlermeldungen aus. Hier ist ein Beispiel für seine Nutzung: Usage: csv [-t<delim>] [-c<comma>] [-p] [-o <outfile>] [-i <infile>] Alle Parameter sind optional und können in beliebiger Reihenfolge auftauchen. Der -t-Parameter legt fest, was zu die Kommata zu ersetzen sind. Der tab ist die Vorgabe hierfür. Zum Beispiel wird -t; alle unquotierten Kommata mit Semikolon ersetzen. Ich brauche die -c-Option nicht, aber sie könnte zukünftig nützlich sein. Sie ermöglicht mir festzulegen, daß ich einen anderen Buchstaben als das Kommata mit etwas anderem ersetzen möchte. Zum Beispiel wird der Parameter -c@ alle @-Zeichen ersetzen (nützlich, falls man eine Liste von EmAil-Adressen in Nutzername und Domain aufsplitten will). Die -p-Option erhält die erste Zeile, d.h. die erste Zeile der Datei wird nicht gelöscht. Als Vorgabe löschen wir die erste Zeile, weil die CSV-Datei in der ersten Zeile keine Daten, sondern Feldbeschreibungen enthält. Die Parameter -i- und -o-Optionen erlauben es mir, die Ausgabe- und Eingabedateien festzulegen. Vorgabe sind stdin und stdout, also ist es ein regulärer &unix;-Filter. Ich habe sichergestellt, daß sowohl -i filename und -ifilename akzeptiert werden. Genauso habe ich dafür Sorge getragen, daß sowohl Eingabe- als auch Ausgabedateien festgelegt werden können. Um das elfte Feld jeden Datensatzes zu erhalten kann ich nun folgendes eingeben: &prompt.user; csv '-t;' data.csv | awk '-F;' '{print $11}' Der Code speichert die Optionen (bis auf die Dateideskriptoren) in EDX: Das Kommata in DH, den neuen Feldtrenner in DL und das Flag für die -p-Option in dem höchsten Bit von EDX. Ein kurzer Abgleich des Zeichens wird uns also eine schnelle Entscheidung darüber erlauben, was zu tun ist. Hier ist der Code: ;;;;;;; csv.asm ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; ; ; Convert a comma-separated file to a something-else separated file. ; ; Started: 31-May-2001 ; Updated: 1-Jun-2001 ; ; Copyright (c) 2001 G. Adam Stanislav ; All rights reserved. ; ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; %include 'system.inc' %define BUFSIZE 2048 section .data fd.in dd stdin fd.out dd stdout usg db 'Usage: csv [-t<delim>] [-c<comma>] [-p] [-o <outfile>] [-i <infile>]', 0Ah usglen equ $-usg iemsg db "csv: Can't open input file", 0Ah iemlen equ $-iemsg oemsg db "csv: Can't create output file", 0Ah oemlen equ $-oemsg section .bss ibuffer resb BUFSIZE obuffer resb BUFSIZE section .text align 4 ierr: push dword iemlen push dword iemsg push dword stderr sys.write push dword 1 ; return failure sys.exit align 4 oerr: push dword oemlen push dword oemsg push dword stderr sys.write push dword 2 sys.exit align 4 usage: push dword usglen push dword usg push dword stderr sys.write push dword 3 sys.exit align 4 global _start _start: add esp, byte 8 ; discard argc and argv[0] mov edx, (',' << 8) | 9 .arg: pop ecx or ecx, ecx je near .init ; no more arguments ; ECX contains the pointer to an argument cmp byte [ecx], '-' jne usage inc ecx mov ax, [ecx] .o: cmp al, 'o' jne .i ; Make sure we are not asked for the output file twice cmp dword [fd.out], stdout jne usage ; Find the path to output file - it is either at [ECX+1], ; i.e., -ofile -- ; or in the next argument, ; i.e., -o file inc ecx or ah, ah jne .openoutput pop ecx jecxz usage .openoutput: push dword 420 ; file mode (644 octal) push dword 0200h | 0400h | 01h ; O_CREAT | O_TRUNC | O_WRONLY push ecx sys.open jc near oerr add esp, byte 12 mov [fd.out], eax jmp short .arg .i: cmp al, 'i' jne .p ; Make sure we are not asked twice cmp dword [fd.in], stdin jne near usage ; Find the path to the input file inc ecx or ah, ah jne .openinput pop ecx or ecx, ecx je near usage .openinput: push dword 0 ; O_RDONLY push ecx sys.open jc near ierr ; open failed add esp, byte 8 mov [fd.in], eax jmp .arg .p: cmp al, 'p' jne .t or ah, ah jne near usage or edx, 1 << 31 jmp .arg .t: cmp al, 't' ; redefine output delimiter jne .c or ah, ah je near usage mov dl, ah jmp .arg .c: cmp al, 'c' jne near usage or ah, ah je near usage mov dh, ah jmp .arg align 4 .init: sub eax, eax sub ebx, ebx sub ecx, ecx mov edi, obuffer ; See if we are to preserve the first line or edx, edx js .loop .firstline: ; get rid of the first line call getchar cmp al, 0Ah jne .firstline .loop: ; read a byte from stdin call getchar ; is it a comma (or whatever the user asked for)? cmp al, dh jne .quote ; Replace the comma with a tab (or whatever the user wants) mov al, dl .put: call putchar jmp short .loop .quote: cmp al, '"' jne .put ; Print everything until you get another quote or EOL. If it ; is a quote, skip it. If it is EOL, print it. .qloop: call getchar cmp al, '"' je .loop cmp al, 0Ah je .put call putchar jmp short .qloop align 4 getchar: or ebx, ebx jne .fetch call read .fetch: lodsb dec ebx ret read: jecxz .read call write .read: push dword BUFSIZE mov esi, ibuffer push esi push dword [fd.in] sys.read add esp, byte 12 mov ebx, eax or eax, eax je .done sub eax, eax ret align 4 .done: call write ; flush output buffer ; close files push dword [fd.in] sys.close push dword [fd.out] sys.close ; return success push dword 0 sys.exit align 4 putchar: stosb inc ecx cmp ecx, BUFSIZE je write ret align 4 write: jecxz .ret ; nothing to write sub edi, ecx ; start of buffer push ecx push edi push dword [fd.out] sys.write add esp, byte 12 sub eax, eax sub ecx, ecx ; buffer is empty now .ret: ret Vieles daraus ist aus hex.asm entnommen worden. Aber es gibt einen wichtigen Unterschied: Ich rufe nicht länger write auf, wann immer ich eine Zeilenvorschub ausgebe. Nun kann der Code sogar interaktiv genutzt werden. Ich habe eine bessere Lösung gefunden für das Interaktivitätsproblem seit ich mit dem Schreiben dieses Kapitels begonnen habe. Ich wollte sichergehen, daß jede Zeile einzeln ausgegeben werden kann, falls erforderlich. Aber schlussendlich gibt es keinen Bedarf jede Zeile einzeln auszugeben, falls nicht-interaktiv genutzt. Die neue Lösung besteht darin, die Funktion write jedesmal aufzurufen, wenn ich den Eingabepuffer leer vorfinde. Auf diesem Wege liest das Programm im interaktiven Modus eine Zeile aus der Tastatur des Nutzers, verarbeitet sie und stellt fest, ob deren Eingabepuffer leer ist, dann leert es seine Ausgabe und liest die nächste Zeile. Die dunkle Seite des Buffering Diese Änderung verhindert einen mysteriösen Aufhänger in einem speziellen Fall. Ich bezeichne dies als die dunkle Seite des Buffering, hauptsächlich, weil es eine nicht offensichtliche Gefahr darstellt. Es ist unwahrscheinlich, daß dies mit dem csv-Programm oben geschieht aber lassen Sie uns einen weiteren Filter betrachten: Nehmen wir an ihre Eingabe sind rohe Daten, die Farbwerte darstellen, wie z.B. die Intensität eines Pixel mit den Farben rot, grün und blau. Unsere Ausgabe wird der negative Wert unserer Eingabe sein. Solch ein Filter würde sehr einfach zu schreiben sein. Der größte Teil davon würde so aussehen wie all die anderen Filter, die wir bsiher geschrieben haben, daher beziehe ich mich nur auf den Kern der Prozedur: .loop: call getchar not al ; Create a negative call putchar jmp short .loop Da dieser Filter mit rohen Daten arbeitet ist es unwahrscheinlich, daß er interaktiv genutzt werden wird. Aber das Programm könnte als Bildbearbeitssoftware tituliert werden. Wenn es nicht write vor jedem Aufruf von read durchführt, ist die Möglichkeit gegeben, das es sich aufhängt. Dies könnte passieren: Der Bildeditor wird unseren Filter laden mittels der C-Funktion popen(). Er wird die erste Zeile von Pixeln laden aus einer Bitmap oder Pixmap. Er wird die erste Zeile von Pixeln geschrieben in die Pipe, welche zur Variable fd.in unseres Filters führt. Unser Filter wird jeden Pixel auslesen von der Eingabe, in in seinen negativen Wert umkehren und ihn in den Ausgabepuffer schreiben. Unser Filter wird die Funktion getchar aufrufen, um das nächste Pixel abzurufen. Die Funktion getchar wird einen leeren Eingabepuffer vorfinden und daher die Funktion read aufrufen. read wird den Systemaufruf SYS_read starten. Der Kernel wird unseren Filter unterbrechen, bis der Bildeditor mehr Daten zur Pipe sendet. Der Bildedior wird aus der anderen Pipe lesen, welche verbunden ist mit fd.out unseres Filters, damit er die erste Zeile des auszugebenden Bildes setzen kann bevor er uns die zweite Zeile der Eingabe einliest. Der Kernel unterbricht den Bildeditor, bis er eine Ausgabe unseres Filters erhält, um ihn an den Bildeditor weiterzureichen. An diesem Punkt wartet unser Filter auf den Bildeditor, daß er ihm mehr Daten zur Verarbeitung schicken möge. Gleichzeitig wartet der Bildeditor darauf, daß unser Filter das Resultat der Berechnung ersten Zeile sendet. Aber das Ergebnis sitzt in unserem Ausgabepuffer. Der Filter und der Bildeditor werden fortfahren bis in die Ewigkeit aufeinander zu warten (oder zumindest bis sie per kill entsorgt werden). Unsere Software hat den eine Race Condition erreicht. Das Problem tritt nicht auf, wenn unser Filter seinen Ausgabepuffer leert bevor er vom Kernel mehr Eingabedaten anfordert. Fabian Borschel Übersetzt von Die <acronym>FPU</acronym> verwenden Seltsamerweise erwähnt die meiste Literatur zu Assemblersprachen nicht einmal die Existenz der FPU, oder floating point unit (Fließkomma-Recheneinheit), geschweige denn, daß auf die Programmierung mit dieser eingeganen wird. Dabei kann die Assemblerprogrammierung gerade bei hoch optimiertem FPU-Code, der nur mit einer Assemblersprache realisiert werden kann, ihre große Stärke ausspielen. Organisation der <acronym>FPU</acronym> Die FPU besteht aus 8 80–bit Fließkomma-Registern. Diese sind in Form eines Stacks organisiert—Sie können einen Wert durch den Befehl push auf dem TOS (top of stack) ablegen, oder durch pop von diesem holen. Da also die Befehle push und pop schon verwendet werden, kann es keine op-Codes in Assemblersprache mit diesen Namen geben. Sie können mit einen Wert auf dem TOS ablegen, indem Sie fld, fild, und fbld verwenden. Mit weiteren op-Codes lassen sich Konstanten—wie z.B. Pi—auf dem TOS ablegen. Analog dazu können Sie einen Wert holen, indem Sie fst, fstp, fist, fistp, und fbstp verwenden. Eigentlich holen (pop) nur die op-Codes, die auf p enden, einen Wert, während die anderen den Wert irgendwo speichern (store) ohne ihn vom TOS zu entfernen. Daten können zwischen dem TOS und dem Hauptspeicher als 32–bit, 64–bit oder 80–bit real, oder als 16–bit, 32–bit oder 64–bit Integer, oder als 80–bit packed decimal übertragen werden. Das 80–bit packed decimal-Format ist ein Spezialfall des binary coded decimal-Formates, welches üblicherweise bei der Konvertierung zwischen der ASCII- und FPU-Darstellung von Daten verwendet wird. Dieses erlaubt die Verwendung von 18 signifikanten Stellen. Unabhängig davon, wie Daten im Speicher dargestellt werden, speichert die FPU ihre Daten immer im 80–bit real-Format in den Registern. Ihre interne Genauigkeit beträgt mindestens 19 Dezimalstellen. Selbst wenn wir also Ergebnisse im ASCII-Format mit voller 18–stelliger Genauigkeit darstellen lassen, werden immer noch korrekte Werte angezeigt. Des weiteren können mathematische Operationen auf dem TOS ausgeführt werden: Wir können dessen Sinus berechnen, wir können ihn skalieren (z.B. können wir ihn mit dem Faktor 2 Multiplizieren oder Dividieren), wir können dessen Logarithmus zur Basis 2 nehmen, und viele weitere Dinge. Wir können auch FPU-Register multiplizieren, dividieren, addieren und subtrahieren, sogar einzelne Register mit sich selbst. Der offizielle Intel op-Code für den TOS ist st und für die Register st(0)st(7). st und st(0) beziehen sich dabei auf das gleiche Register. Aus welchen Gründen auch immer hat sich der Originalautor von nasm dafür entschieden, andere op-Codes zu verwenden, nämlich st0st7. Mit anderen Worten, es gibt keine Klammern, und der TOS ist immer st0, niemals einfach nur st. Das Packed Decimal-Format Das packed decimal-Format verwendet 10 Bytes (80 Bits) zur Darstellung von 18 Ziffern. Die so dargestellte Zahl ist immer ein Integer. Sie können durch Multiplikation des TOS mit Potenzen von 10 die einzelnen Dezimalstellen verschieben. Das höchste Bit des höchsten Bytes (Byte 9) ist das Vorzeichenbit: Wenn es gesetzt ist, ist die Zahl negativ, ansonsten positiv. Die restlichen Bits dieses Bytes werden nicht verwendet bzw. ignoriert. Die restlichen 9 Bytes enthalten die 18 Ziffern der gepeicherten Zahl: 2 Ziffern pro Byte. Die signifikantere Ziffer wird in der oberen Hälftes (4 Bits) eines Bytes gespeichert, die andere in der unteren Hälfte. Vielleicht würden Sie jetzt annehmen, das -1234567 auf die folgende Art im Speicher abgelegt wird (in hexadezimaler Notation): 80 00 00 00 00 00 01 23 45 67 Dem ist aber nicht so! Bei Intel werden alle Daten im little–endian-Format gespeichert, auch das packed decimal-Format. Dies bedeutet, daß -1234567 wie folgt gespeichert wird: 67 45 23 01 00 00 00 00 00 80 Erinnern Sie sich an diesen Umstand, bevor Sie sich aus lauter Verzweiflung die Haare ausreißen. Das lesenswerte Buch—falls Sie es finden können—ist Richard Startz' 8087/80287/80387 for the IBM PC & Compatibles. Obwohl es anscheinend die Speicherung der packed decimal im little–endian-Format für gegeben annimmt. Ich mache keine Witze über meine Verzweifelung, als ich den Fehler im unten stehenden Filter gesucht habe, bevor mir einfiel, daß ich einfach mal versuchen sollte, das little–endian-Format, selbst für diesen Typ von Daten, anzuwenden. Ausflug in die Lochblendenphotographie Um sinvolle Programme zu schreiben, müssen wir nicht nur unsere Programmierwerkzeuge beherrschen, sondern auch das Umfeld, für das die Programme gedacht sind. Unser nächster Filter wird uns dabei helfen, wann immer wir wollen, eine Lochkammera zu bauen. Wir brauchen also etwas Hintergrundwissen über die Lochblendenphotographie, bevor wir weiter machen können. Die Kamera Die einfachste Form, eine Kamera zu beschreiben, ist die eines abgeschlossenen, lichtundurchlässigen Raumes, in dessen Abdeckung sich ein kleines Loch befindet. Die Abdeckung ist normalerweise fest (z.B. eine Schachtel), manchmal jedoch auch flexibel (z.B. ein Balgen). Innerhalb der Kamera ist es sehr dunkel. Nur durch ein kleines Loch kann Licht von einem einzigen Punkt aus in den Raum eindringen (in manchen Fällen sind es mehrere Löcher). Diese Lichtstrahlen kommen von einem Bild, einer Darstellung von dem was sich außerhalb der Kamera, vor dem kleinen Loch, befindet. Wenn ein lichtempfindliches Material (wie z.B. ein Film) in der Kamera angebracht wird, so kann dieses das Bild einfangen. Das Loch enthält häufig eine Linse, oder etwas linsenartiges, häufig auch einfach Objektiv genannt. Die Lochblende Streng genommen ist die Linse nicht notwendig: Die ursprünglichen Kameras verwendeten keine Linse, sondern eine Lochblende. Selbst heutzutage werden noch Lochblenden verwendet, zum einen, um die Funktionsweise einer Kamera zu erlernen, und zum anderen, um eine spezielle Art von Bildern zu erzeugen. Das Bild, das von einer Lochblende erzeugt wird, ist überall scharf. Oder unscharf. Es gibt eine ideale Größe für eine Lochblende: Wenn sie größer oder kleiner ist, verliert das Bild seine Schärfe. Brennweite Dieser ideale Lochblendendurchmesser ist eine Funktion der Quadratwurzel der Brennweite, welche dem Abstand der Lochblende von dem Film entspricht. D = PC * sqrt(FL) Hier ist D der ideale Durchmesser der Lochblende, FL die Brennweite und PC eine Konstante der Brennweite. Nach Jay Bender hat die Konstante den Wert 0.04, nach Kenneth Connors 0.037. Andere Leute haben andere Werte vorgeschlagen. Des weiteren gelten diese Werte nur für Tageslicht: Andere Arten von Licht benötigen andere konstante Werte, welche nur durch Experimente bestimmt werden können. Der f–Wert Der f–Wert ist eine sehr nützliche Größe, die angibt, wieviel Licht den Film erreicht. Ein Belichtungsmesser kann dies messen, um z.B. für einen Film mit einer Empfindlichkeit von f5.6 eine Belichtungsdauer von 1/1000 Sekunden auszurechnen. Es spielt keine Rolle, ob es eine 35–mm- oder eine 6x9cm-Kamera ist, usw. Solange wir den f–Wert kennen, können wir die benötigte Belichtungszeit berechnen. Der f–Wert läßt sich einfach wie folgt berechnen: F = FL / D Mit anderen Worten, der f–Wert ergibt sich aus der Brennweite (FL), dividiert durch den Durchmesser (D) der Lochblende. Ein großer f–Wert impliziert also entweder eine kleine Lochblende, oder eine große Brennweite, oder beides. Je größer also der f–Wert ist, um so länger muß die Belichtungszeit sein. Des weiteren sind der Lochblendendurchmesser und die Brennweite eindimensionale Meßgrößen, während der Film und die Lochblende an sich zweidimensionale Objekte darstellen. Das bedeutet, wenn man für einen f–Wert A eine Belichtungsdauer t bestimmt hat, dann ergibt sich daraus für einen f–Wert B eine Belichtungszeit von: t * (B / A)² Normalisierte f–Werte Während heutige moderne Kameras den Durchmesser der Lochblende, und damit deren f–Wert, weich und schrittweise verändern können, war dies früher nicht der Fall. Um unterschiedliche f–Werte einstellen zu können, besaßen Kameras typischerweise eine Metallplatte mit Löchern unterschiedlichen Durchmessers als Lochblende. Die Durchmesser wurden entsprechend obiger Formel gewählt, daß der resultierende f–Wert ein fester Standardwert war, der für alle Kameras verwendet wurde. Z.B. hat eine sehr alte Kodak Duaflex IV Kamera in meinem Besitz drei solche Löcher für die f–Werte 8, 11 und 16. Eine neuere Kamera könnte f–Werte wie 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22, und 32 (und weitere) besitzen. Diese Werte wurden nicht zufällig ausgewählt: Sie sind alle vielfache der Quadratwurzel aus 2, wobei manche Werte gerundet wurden. Der f–Stopp Eine typische Kamera ist so konzipiert, daß die Nummernscheibe bei den normalisierten f–Werten einrastet. Die Nummernscheibe stoppt an diesen Positionen. Daher werden diese Positionen auch f–Stopps genannt. Da die f–Werte bei jedem Stopp vielfache der Quadratwurzel aus 2 sind, verdoppelt die Drehung der Nummernscheibe um einen Stopp die für die gleiche Belichtung benötigte Lichtmenge. Eine Drehung um 2 Stopps vervierfacht die benötigte Belichtungszeit. Eine Drehung um 3 Stopps verachtfacht sie, etc. Entwurf der Lochblenden-Software Wir können jetzt festlegen, was genau unsere Lochblenden-Software tun soll. Verarbeitung der Programmeingaben Da der Hauptzweck des Programms darin besteht, uns beim Entwurf einer funktionierenden Lochkamera zu helfen, wird die Brennweite die Programmeingabe sein. Dies ist etwas, das wir ohne zusätzliche Programme feststellen können: Die geeignete Brennweite ergibt sich aus der Größe des Films und der Art des Fotos, ob dieses ein "normales" Bild, ein Weitwinkelbild oder ein Telebild sein soll. Die meisten bisher geschriebenen Programme arbeiteten mit einzelnen Zeichen, oder Bytes, als Eingabe: Das hex-Programm konvertierte einzelne Bytes in hexadezimale Werte, das csv-Programm ließ entweder einzelne Zeichen unverändert, löschte oder veränderte sie, etc. Das Programm ftuc verwendete einen Zustandsautomateni, um höchstens zwei gleichzeitig eingegebene Bytes zu verarbeiten. Das pinhole-Programm dagegen kann nicht nur mit einzelnen Zeichen arbeiten, sondern muß mit größeren syntaktischen Einheiten zurrecht kommen. Wenn wir z.B. möchten, daß unser Programm den Lochblendendurchmesser (und weitere Werte, die wir später noch diskutieren werden) für die Brennweiten 100 mm, 150 mm und 210 mm berechnet, wollen wir etwa folgendes eingeben: 100, 150, 210 Unser Programm muß mit der gleichzeitigen Eingabe von mehr als nur einem einzelnen Byte zurecht kommen. Wenn es eine 1 erkennt, muß es wissen, daß dies die erste Stelle einer dezimalen Zahl ist. Wenn es eine 0, gefolgt von einer weiteren 0 sieht, muß es wissen, daß dies zwei unterschiedliche Stellen mit der gleichen Zahl sind. Wenn es auf das erste Komma trifft, muß es wissen, daß die folgenden Stellen nicht mehr zur ersten Zahl gehören. Es muß die Stellen der ersten Zahl in den Wert 100 konvertieren können. Und die Stellen der zweiten Zahl müssen in den Wert 150 konvertiert werden. Und die Stellen der dritten Zahl müssen in den Wert 210 konvertiert werden. Wir müssen festlegen, welche Trennsymbole zulässig sind: Sollen die Eingabewerte durch Kommas voneinander getrennt werden? Wenn ja, wie sollen zwei Zahlen behandelt werden, die durch ein anderes Zeichen getrennt sind? Ich persönlich mag es einfach. Entweder etwas ist eine Zahl, dann wird es verarbeitet, oder es ist keine Zahl, dann wird es verworfen. Ich mag es nicht, wenn sich der Computer bei der offensichtlichen Eingabe eines zusätzlichen Zeichens beschwert. Duh! Zusätzlich erlaubt es mir, die Monotonie des Tippens zu durchbrechen, und eine Anfrage anstelle einer simplen Zahl zu stellen: Was ist der beste Lochblendendurchmesser bei einer Brennweite von 150? Es gibt keinen Grund dafür, die Ausgabe mehrerer Fehlermeldungen aufzuteilen: Syntax error: Was Syntax error: ist Syntax error: der Syntax error: beste Et cetera, et cetera, et cetera. Zweitens mag ich das #-Zeichen, um Kommentare zu markieren, die ab dem Zeichen bis zum Ende der jeweiligen Zeile gehen. Dies verlangt nicht viel Programmieraufwand, und ermöglicht es mir, Eingabedateien für meine Programme als ausführbare Skripte zu handhaben. In unserem Fall müssen wir auch entscheiden, in welchen Einheiten die Dateneingabe erfolgen soll: Wir wählen Millimeter, da die meisten Photographen die Brennweite in dieser Einheit messen. Letztendlich müssen wir noch entscheiden, ob wir die Verwendung des dezimalen Punktes erlauben (in diesem Fall müssen wir berücksichtigen, daß in vielen Ländern der Welt das dezimale Komma verwendet wird). In unserem Fall würde das Zulassen eines dezimalen Punktes/Kommas zu einer fälschlicherweise angenommenen, höheren Genauigkeit führen: Der Unterschied zwischen den Brennweiten 50 und 51 ist fast nicht wahrnehmbar. Die Zulassung von Eingaben wie 50.5 ist also keine gute Idee. Beachten Sie bitte, das dies meine Meinung ist. In diesem Fall bin ich der Autor des Programmes. Bei Ihren eigenen Programmen müssen Sie selbst solche Entscheidungen treffen. Optionen anbieten Das wichtigste, was wir zum Bau einer Lochkamera wissen müssen, ist der Durchmesser der Lochblende. Da wir scharfe Bilder schießen wollen, werden wir obige Formel für die Berechnung des korrekten Durchmessers zu gegebener Brennweite verwenden. Da Experten mehrere Werte für die PC-Konstante anbieten, müssen wir uns hier für einen Wert entscheiden. In der Programmierung unter &unix; ist es üblich, zwei Hauptvarianten anzubieten, um Parameter an Programme zu übergeben, und des weiteren eine Standardeinstellung für den Fall zu haben, das der Benutzer gar keine Parameter angibt. Warum zwei Varianten, Parameter anzugeben? Ein Grund ist, eine (relativ) feste Einstellung anzubieten, die automatisch bei jedem Programmaufruf verwendet wird, ohne das wir diese Einstellung immer und immer wieder mit angeben müssen. Die feste Einstellung kann in einer Konfigurationsdatei gespeichert sein, typischerweise im Heimatverzeichnis des Benutzers. Die Datei hat üblicherweise denselben Namen wie das zugehörige Programm, beginnt jedoch mit einem Punkt. Häufig wird "rc" dem Dateinamen hinzugefügt. Unsere Konfigurationsdatei könnte also ~/.pinhole oder ~/.pinholerc heißen. (Die Zeichenfolge ~/ steht für das Heimatverzeichnis des aktuellen Benutzers.) Konfigurationsdateien werden häfig von Programmen verwendet, die viele konfigurierbare Parameter besitzen. Programme, die nur eine (oder wenige) Parameter anbieten, verwenden häufig eine andere Methode: Sie erwarten die Parameter in einer Umgebungsvariablen. In unserem Fall könnten wir eine Umgebungsvariable mit dem Namen PINHOLE benutzen. Normalerweise verwendet ein Programm entweder die eine, oder die andere der beiden obigen Methoden. Ansonsten könnte ein Programm verwirrt werden, wenn eine Konfigurationsdatei das eine sagt, die Umgebungsvariable jedoch etwas anderes. Da wir nur einen Parameter unterstützen müssen, verwenden wir die zweite Methode, und benutzen eine Umgebungsvariable mit dem Namen PINHOLE. Der andere Weg erlaubt uns, ad hoc Entscheidungen zu treffen: "Obwohl ich normalerweise einen Wert von 0.039 verwende, will ich dieses eine Mal einen Wert von 0.03872 anwenden." Mit anderen Worten, dies erlaubt uns, die Standardeinstellung außer Kraft zu setzen. Diese Art der Auswahl wird häufig über Kommandozeilenparameter gemacht. Schließlich braucht ein Programm immer eine Standardeinstellung. Der Benutzer könnte keine Parameter angeben. Vielleicht weiß er auch gar nicht, was er einstellen sollte. Vielleicht will er es "einfach nur ausprobieren". Vorzugsweise wird die Standardeinstellung eine sein, die die meisten Benutzer sowieso wählen würden. Somit müssen diese keine zusätzlichen Parameter angeben, bzw. können die Standardeinstellung ohne zusätzlichen Aufwand benutzen. Bei diesem System könnte das Programm widersprüchliche Optionen vorfinden, und auf die folgende Weise reagieren: Wenn es eine ad hoc-Einstellung vorfindet (z.B. ein Kommandozeilenparameter), dann sollte es diese Einstellung annehmen. Es muß alle vorher festgelegten sowie die standardmäßige Einstellung ignorieren. Andererseits, wenn es eine festgelegte Option (z.B. eine Umgebungsvariable) vorfindet, dann sollte es diese akzeptieren und die Standardeinstellung ignorieren. Ansonsten sollte es die Standardeinstellung verwenden. Wir müssen auch entscheiden, welches Format unsere PC-Option haben soll. Auf den ersten Blick scheint es einleuchtend, das Format PINHOLE=0.04 für die Umgebungsvariable, und -p0.04 für die Kommandozeile zu verwenden. Dies zuzulassen wäre eigentlich eine Sicherheitslücke. Die PC-Konstante ist eine sehr kleine Zahl. Daher würden wir unsere Anwendung mit verschiedenen, kleinen Werten für PC testen. Aber was würde passieren, wenn jemand das Programm mit einem sehr großen Wert aufrufen würde? Es könnte abstürzen, weil wir das Programm nicht für den Umgang mit großen Werten entworfen haben. Oder wir investieren noch weiter Zeit in das Programm, so daß dieses dann auch mit großen Zahlen umgehen kann. Wir könnten dies machen, wenn wir kommerzielle Software für computertechnisch unerfahrene Benutzer schreiben würden. Oder wir könnten auch sagen "Pech gehabt! Der Benutzer sollte es besser wissen." Oder wir könnten es für den Benutzer unmöglich machen, große Zahlen einzugeben. Dies ist die Variante, die wir verwenden werden: Wir nehmen einen impliziten 0.-Präfix an. Mit anderen Worten, wenn der Benutzer den Wert 0.04 angeben will, so muß er entweder -p04 als Parameter angeben, oder PINHOLE=04 als Variable in seiner Umgebung definieren. Falls der Benutzer -p9999999 angibt, so wird dies als 0.9999999 interpretiert—zwar immer noch sinnlos, aber zumindest sicher. Zweitens werden viele Benutzer einfach die Konstanten von Bender oder Connors benutzen wollen. Um es diesen Benutzern einfacher zu machen, werden wir -b als -p04, und -c als -p037 interpretieren. Die Ausgabe Wir müssen festlegen, was und in welchem Format unsere Anwendung Daten ausgeben soll. Da wir als Eingabe beliebig viele Brennweiten erlauben, macht es Sinn, die Ergebnisse in Form einer traditionellen Datenbank–Ausgabe darzustellen, bei der zeilenweise zu jeder Brennweite der zugehörige berechnete Wert, getrennt durch ein tab-Zeichen, ausgegeben wird. Optional sollten wir dem Benutzer die Möglichkeit geben, die Ausgabe in dem schon beschriebenen CSV-Format festzulegen. In diesem Fall werden wir zu Beginn der Ausgabe eine Zeile einfügen, in der die Beschreibungen der einzelnen Felder, durch Kommas getrennt, aufgelistet werden, gefolgt von der Ausgabe der Daten wie schon beschrieben, wobei das tab-Zeichen durch ein Komma ersetzt wird. Wir brauchen eine Kommandozeilenoption für das CSV-Format. Wir können nicht -c verwenden, da diese Option bereits für verwende Connors Konstante steht. Aus irgendeinem seltsamen Grund bezeichnen viele Webseiten CSV-Dateien als "Excel Kalkulationstabelle" (obwohl das CSV-Format älter ist als Excel). Wir werden daher -e als Schalter für die Ausgabe im CSV-Format verwenden. Jede Zeile der Ausgabe wird mit einer Brennweite beginnen. Dies mag auf den ersten Blick überflüssig erscheinen, besonders im interaktiven Modus: Der Benutzer gibt einen Wert für die Brennweite ein, und das Programm wiederholt diesen. Der Benutzer kann jedoch auch mehrere Brennweiten in einer Zeile angeben. Die Eingabe kann auch aus einer Datei, oder aus der Ausgabe eines anderen Programmes, kommen. In diesen Fällen sieht der Benutzer die Eingabewerte überhaupt nicht. Ebenso kann die Ausgabe in eine Datei umgelenkt werden, was wir später noch untersuchen werden, oder sie könnte an einen Drucker geschickt werden, oder auch als Eingabe für ein weiteres Programm dienen. Es macht also wohl Sinn, jede Zeile mit einer durch den Benutzer eingegebenen Brennweite beginnen zu lassen. Halt! Nicht, wie der Benutzer die Daten eingegeben hat. Was passiert, wenn der Benutzer etwas wie folgt eingibt: 00000000150 Offensichtlich müssen wir die führenden Nullen vorher abschneiden. Wir müssen also die Eingabe des Benutzers sorgfältig prüfen, diese dann in der FPU in die binäre Form konvertieren, und dann von dort aus ausgeben. Aber... Was ist, wenn der Benutzer etwas wie folgt eingibt: 17459765723452353453534535353530530534563507309676764423 Ha! Das packed decimal-Format der FPU erlaubt uns die Eingabe einer 18–stelligen Zahl. Aber der Benutzer hat mehr als 18 Stellen eingegeben. Wie gehen wir damit um? Wir könnten unser Programm so modifizieren, daß es die ersten 18 Stellen liest, der FPU übergibt, dann weitere 18 Stellen liest, den Inhalt des TOS mit einem Vielfachen von 10, entsprechend der Anzahl der zusätzlichen Stellen multipliziert, und dann beide Werte mittels add zusammen addiert. Ja, wir könnten das machen. Aber in diesem Programm wäre es unnötig (in einem anderen wäre es vielleicht der richtige Weg): Selbst der Erdumfang in Millimetern ergibt nur eine Zahl mit 11 Stellen. Offensichtlich können wir keine Kamera dieser Größe bauen (jedenfalls jetzt noch nicht). Wenn der Benutzer also eine so große Zahl eingibt, ist er entweder gelangweilt, oder er testet uns, oder er versucht, in das System einzudringen, oder er spielt— indem er irgendetwas anderes macht als eine Lochkamera zu entwerfen. Was werden wir tun? Wir werden ihn ohrfeigen, gewissermaßen: 17459765723452353453534535353530530534563507309676764423 ??? ??? ??? ??? ??? Um dies zu erreichen, werden wir einfach alle führenden Nullen ignorieren. Sobald wir eine Ziffer gefunden haben, die nicht Null ist, initialisieren wir einen Zähler mit 0 und beginnen mit drei Schritten: Sende die Ziffer an die Ausgabe. Füge die Ziffer einem Puffer hinzu, welchen wir später benutzen werden, um den packed decimal-Wert zu erzeugen, den wir an die FPU schicken können. Erhöhe den Zähler um eins. Während wir diese drei Schritte wiederholen, müssen wir auf zwei Bedingungen achten: Wenn der Zähler den Wert 18 übersteigt, hören wir auf, Ziffern dem Puffer hinzuzufügen. Wir lesen weiterhin Ziffern und senden sie an die Ausgabe. Wenn, bzw. falls, das nächste Eingabezeichen keine Zahl ist, sind wir mit der Bearbeitung der Eingabe erst einmal fertig. Übrigends können wir einfach Zeichen, die keine Ziffern sind, verwerfen, solange sie kein #-Zeichen sind, welches wir an den Eingabestrom zurückgeben müssen. Dieses Zeichen markiert den Beginn eines Kommentars. An dieser Stelle muß die Erzeugung der Ausgabe fertig sein, und wir müssen mit der Suche nach weiteren Eingabedaten fortfahren. Es bleibt immer noch eine Möglichkeit unberücksichtigt: Wenn der Benutzer eine Null (oder mehrere) eingibt, werden wir niemals eine von Null verschiedene Zahl vorfinden. Wir können solch einen Fall immer anhand des Zählerstandes feststellen, welcher dann immer bei 0 bleibt. In diesem Fall müssen wir einfach eine 0 an die Ausgabe senden, und anschließend dem Benutzer erneut eine "Ohrfeige" verpassen: 0 ??? ??? ??? ??? ??? Sobald wir die Brennweite ausgegeben, und die Gültigkeit dieser Eingabe verifiziert haben, (größer als 0 und kleiner als 18 Zahlen) können wir den Durchmesser der Lochblende berechnen. Es ist kein Zufall, daß Lochblende das Wort Loch enthält. In der Tat ist eine Lochblende buchstäblich eine Loch Blende, also eine Blende, in die mit einer Nadel vorsichtig ein kleines Loch gestochen wird. Daher ist eine typische Lochblende sehr klein. Unsere Formel liefert uns das Ergebnis in Millimetern. Wir werden dieses mit 1000 multiplizieren, so daß die Ausgabe in Mikrometern erfolgt. An dieser Stelle müssen wir auf eine weitere Falle achten: Zu hohe Genauigkeit. Ja, die FPU wurde für mathematische Berechnungen mit hoher Genauigkeit entworfen. Unsere Berechnungen hier erfordern jedoch keine solche mathematische Genauigkeit. Wir haben es hier mit Physik zu tun (Optik, um genau zu sein). Angenommen, wir wollten aus eine Lastkraftwagen eine Lochkamera bauen (wir wären dabei nicht die ersten, die das versuchen würden!). Angenommen, die Länge des Laderaumes beträgt 12 Meter lang, so daß wir eine Brennweite von 12000 hätten. Verwenden wir Benders Konstante, so erhalten wir durch Multiplizieren von 0.04 mit der Quadratwurzel aus 12000 einen Wert von 4.381780460 Millimetern, oder 4381.780460 Micrometern. So oder so ist das Rechenergebnis absurd präzise. Unser Lastkraftwagen ist nicht genau 12000 Millimeter lang. Wir haben diese Länge nicht mit einer so hohen Genauigkeit gemessen, weswegen es falsch wäre zu behaupten, unser Lochblendendurchmesser müsse exakt 4.381780460 Millimeter sein. Es reicht vollkommen aus, wenn der Durchmesser 4.4 Millimeter beträgt. Ich habe in obigem Beispiel das Rechenergebnis "nur" auf 10 Stellen genau angegeben. Stellen Sie sich vor, wie absurd es wäre, die vollen uns zur Verfügung stehenden, 18 Stellen anzugeben! Wir müssen also die Anzahl der signifikanten Stellen beschränken. Eine Möglichkeit wäre, die Mikrometer durch eine ganze Zahl darzustellen. Unser Lastkraftwaren würde dann eine Lochblende mit einem Durchmesser von 4382 Mikrometern benötigen. Betrachten wir diesen Wert, dann stellen wir fest, das 4400 Mikrometer, oder 4.4 Millimeter, immer noch genau genug ist. Zusätzlich können wir noch, unabhägig von der Größe eines Rechenergebnisses, festlegen, daß wir nur vier signifikante Stellen anzeigen wollen (oder weniger). Leider bietet uns die FPU nicht die Möglichkeit, das Ergebnis automatisch bis auf eine bestimmte Stelle zu runden (sie sieht die Daten ja nicht als Zahlen, sondern als binäre Daten an). Wir müssen also selber einen Algorithmus entwerfen, um die Anzahl der signifikanten Stellen zu reduzieren. Hier ist meiner (ich denke er ist peinlich—wenn Ihnen ein besserer Algorithmus einfällt, verraten sie ihn mir bitte): Initialisiere einen Zähler mit 0. Solange die Zahl größer oder gleich 10000 ist, dividiere die Zahl durch 10, und erhöhe den Zähler um eins. Gebe das Ergebnis aus. Solange der Zähler größer als 0 ist, gebe eine 0 aus, und reduziere den Zähler um eins. Der Wert 10000 ist nur für den Fall, daß Sie vier signifikante Stellen haben wollen. Für eine andere Anzahl signifikanter Stellen müssen Sie den Wert 10000 mit 10, hoch der Anzahl der gewünschten signifikanten Stellen, ersetzen. Wir können so den Lochblendendurchmesser, auf vier signifikante Stellen gerundet, ausgeben. An dieser Stellen kennen wir nun die Brennweite und den Lochblendendurchmesser. Wir haben also jetzt genug Informationen, um den f–Wert zu bestimmen. Wir werden den f–Wert, auf vier signifikante Stellen gerundet, ausgeben. Es könnte passieren, daß diese vier Stellen recht wenig aussagen. Um die Aussagekraft des f–Wertes zu erhöhen, könnten wir den nächstliegenden, normalisierten f–Wert bestimmen, also z.B. das nächstliegende Vielfache der Quadratwurzel aus 2. Wir erreichen dies, indem wir den aktuellen f–Wert mit sich selbst multiplizieren, so daß wir dessen Quadrat (square) erhalten. Anschließend berechnen wir den Logarithmus zur Basis 2 von dieser Zahl. Dies ist sehr viel einfacher, als direkt den Logarithmus zur Basis der Quadratwurzel aus 2 zu berechnen! Wir runden dann das Ergebnis auf die nächstliegende ganze Zahl. Genau genommen können wir mit Hilfe der FPU diese Berechnung beschleunigen: Wir können den op-Code fscale verwenden, um eine Zahl um 1 zu "skalieren", was dasselbe ist, wie eine Zahl mittels shift um eine Stelle nach links zu verschieben. Am Ende berechnen wir noch die Quadratwurzel aus allem, und erhalten dann den nächstliegenden, normalisierten f–Wert. Wenn das alles jetzt viel zu kompliziert wirkt—oder viel zu aufwendig—wird es vielleicht klarer, wenn man den Code selber betrachtet. Wir benötigen insgesamt 9 op-Codes: fmul st0, st0 fld1 fld st1 fyl2x frndint fld1 fscale fsqrt fstp st1 Die erste Zeile, fmul st0, st0, quadriert den Inhalt des TOS (Top Of Stack, was dasselbe ist wie st, von nasm auch st0 genannt). Die Funktion fld1 fügt eine 1 dem TOS hinzu. Die nächste Zeile, fld st1, legt das Quadrat auf dem TOS ab. An diesem Punkt befindet sich das Quadrat sowohl in st als auch in st(2) (es wird sich gleich zeigen, warum wir eine zweite Kopie auf dem Stack lassen.) st(1) enthält die 1. Im nächsten Schritt, fyl2x, wird der Logarithmus von st zur Basis 2 berechnet, und anschließend mit st(1) multipliziert. Deshalb haben wir vorher die 1 in st(1) abgelegt. An dieser Stelle enthält st den gerade berechneten Logarithmus, und st(1) das Quadrat des aktuellen f–Wertes, den wir für später gespeichert haben. frndint rundet den TOS zur nächstliegenden ganzen Zahl. fld1 legt eine 1 auf dem Stack ab. fscale shiftet die 1 auf dem TOS um st(1) Stellen, wodurch im Endeffekt eine 2 in st(1) steht. Schließlich berechnet fsqrt die Quadratwurzel des Rechenergebnisses, also des nächstliegenden, normalisierten f–Wertes. Wir haben nun den nächstliegenden, normalisierten f–Wert auf dem TOS liegen, den auf den Logarithmus zur Basis 2 gerundeten, nächstliegenden ganzzahligen Wert in st(1), und das Quadrat des aktuellen f–Wertes in st(2). Wir speichern den Wert für eine spätere Verwendung in st(2). Aber wir brauchen den Inhalt von st(1) gar nicht mehr. Die letzte Zeile, fstp st1, plaziert den Inhalt von st in st(1), und erniedrigt den Stackpointer um eins. Dadurch ist der Inhalt von st(1) jetzt st, der Inhalt von st(2) jetzt st(1) usw. Der neue st speichert jetzt den normalisierten f–Wert. Der neue st(1) speichert das Quadrat des aktuellen f–Wertes für die Nachwelt. Jetzt können wir den normalisierten f–Wert ausgeben. Da er normalisiert ist, werden wir ihn nicht auf vier signifikante Stellen runden, sondern stattdessen mit voller Genauigkeit ausgeben. Der normalisierte f–Wert ist nützlich, solange er so klein ist, daß wir ihn auf einem Photometer wiederfinden können. Ansonsten brauchen wir eine andere Methode, um die benötigten Belichtungsdaten zu bestimmen. Wir haben weiter oben eine Formel aufgestellt, über die wir einen f–Wert mit Hilfe eines anderen f–Wertes und den zugehörigen Belichtungsdaten bestimmen können. Jedes Photometer, das ich jemals gesehen habe, konnte die benötigte Belichtungszeit für f5.6 berechnen. Wir werden daher einen "f5.6 Multiplizierer" berechnen, der uns den Faktor angibt, mit dem wir die bei f5.6 gemessene Belichtungszeit für unsere Lochkamera multiplizieren müssen. Durch die Formel wissen wir, daß dieser Faktor durch Dividieren unseres f–Wertes (der aktuelle Wert, nicht der normalisierte) durch 5.6 und anschließendes Quadrieren, berechnen können. Mathematisch äquivalent dazu wäre, wenn wir das Quadrat unseres f–Wertes durch das Quadrat von 5.6 dividieren würden. Numerisch betrachtet wollen wir nicht zwei Zahlen quadrieren, wenn es möglich ist, nur eine Zahl zu quadrieren. Daher wirkt die erste Variante auf den ersten Blick besser. Aber... 5.6 ist eine Konstante. Wir müssen nicht wertvolle Rechenzeit der FPU verschwenden. Es reicht aus, daß wir die Quadrate der einzelnen f–Werte durch den konstanten Wert 5.6² dividieren. Oder wir können den jeweiligen f–Wert durch 5.6 dividieren, und dann das Ergebnis quadrieren. Zwei Möglichkeiten, die gleich erscheinen. Aber das sind sie nicht! Erinnern wir uns an die Grundlagen der Photographie weiter oben, dann wissen wir, daß sich die Konstante 5.6 aus dem 5-fachen der Quadratwurzel aus 2 ergibt. Eine irrationale Zahl. Das Quadrat dieser Zahl ist exakt 32. 32 ist nicht nur eine ganze Zahl, sondern auch ein Vielfaches von 2. Wir brauchen also gar nicht das Quadrat eines f–Wertes durch 32 zu teilen. Wir müssen lediglich mittels fscale den f–Wert um fünf Stellen nach rechts shiften. Aus Sicht der FPU müssen wir also fscale mit st(1), welcher gleich -5 ist, auf den f–Wert anwenden. Dies ist sehr viel schneller als die Division. Jetzt wird es auch klar, warum wir das Quadrat des f–Wertes ganz oben auf dem Stack der FPU gespeichert haben. Die Berechnung des f5.6 Multiplizierers ist die einfachste Berechnung des gesamten Programmes! Wir werden das Ergebnis auf vier signifikante Stellen gerundet ausgeben. Es gibt noch eine weitere nützliche Zahl, die wir berechnen können: Die Anzahl der Stopps, die unser f–Wert von f5.6 entfernt ist. Dies könnte hilfreich sein, wenn unser f–Wert außerhalb des Meßbereiches unseres Photometers liegt, wir aber eine Blende haben, bei der wir unterschiedliche Geschwindigkeiten einstellen können, und diese Blende Stopps benutzt. Angenommen, unser f–Wert ist 5 Stopps von f5.6 entfernt, und unser Photometer sagt uns, daß wir eine Belichtungszeit von 1/1000 Sek. einstellen sollen. Dann können wir unsere Blende auf die Geschwindigkeit 1/1000 einstellen, und unsere Skala um 5 Stopps verschieben. Diese Rechnung ist ebenfalls sehr einfach. Alles, was wir tun müssen, ist, den Logarithmus des f5.6 Multiplizierers, den wir schon berechnet haben (wobei wir dessen Wert vor der Rundung nehmen müssen) zur Basis 2 zu nehmen. Wir runden dann das Ergebnis zur nächsten ganzen Zahl hin, und geben dies aus. Wir müssen uns nicht darum kümmern, ob wir mehr als vier signifikante Stellen haben: Das Ergebnis besteht höchstwahrscheinlich nur aus einer oder zwei Stellen. FPU Optimierungen In Assemblersprache können wir den Code für die FPU besser optimieren, als in einer der Hochsprachen, inklusive C. Sobald eine C-Funktion die Berechnung einer Fließkommazahl durchführen will, lädt sie erst einmal alle benötigten Variablen und Konstanten in die Register der FPU. Dann werden die Berechnungen durchgeführt, um das korrekte Ergebnis zu erhalten. Gute C-Compiler können diesen Teil des Codes sehr gut optimieren. Das Ergebnis wird "zurückgegeben", indem dieses auf dem TOS abgelegt wird. Vorher wird aufgeräumt. Sämtliche Variablen und Konstanten, die während der Berechnung verwendet wurden, werden dabei aus der FPU entfernt. Was wir im vorherigen Abschnitt selber getan haben, kann so nicht durchgeführt werden: Wir haben das Quadrat des f–Wertes berechnet, und das Ergebnis für eine weitere Berechnung mit einer anderen Funktion auf dem Stack behalten. Wir wußten, daß wir diesen Wert später noch einmal brauchen würden. Wir wußten auch, daß auf dem Stack genügend Platz war (welcher nur Platz für 8 Zahlen bietet), um den Wert dort zu speichern. Ein C-Compiler kann nicht wissen, ob ein Wert auf dem Stack in naher Zukunft noch einmal gebraucht wird. Natürlich könnte der C-Programmierer dies wissen. Aber die einzige Möglichkeit, die er hat, ist, den Wert im verfügbaren Speicher zu halten. Das bedeutet zum einen, daß der Wert mit der FPU-internen, 80-stelligen Genauigkeit in einer normalen C-Variable vom Typ double (64 Bit) oder vom Typ single (32 Bit) gespeichert wird. Dies bedeutet außerdem, daß der Wert aus dem TOS in den Speicher verschoben werden muß, und später wieder zurück. Von allen Operationen mit der FPU ist der Zugriff auf den Speicher die langsamste. Wann immer also mit der FPU in einer Assemblersprache programmiert wird, sollte nach Möglichkeiten gesucht werden, Zwischenergebnisse auf dem Stack der FPU zu lassen. Wir können mit dieser Idee noch einen Schritt weiter gehen! In unserem Programm verwenden wir eine Konstante (die wir PC genannt haben). Es ist unwichtig, wieviele Lochblendendurchmesser wir berechnen: 1, 10, 20, 1000, wir verwenden immer dieselbe Konstante. Daher können wir unser Programm so optimieren, daß diese Konstante immer auf dem Stack belassen wird. Am Anfang unseres Programmes berechnen wir die oben erwähnte Konstante. Wir müssen die Eingabe für jede Dezimalstelle der Konstanten durch 10 dividieren. Multiplizieren geht sehr viel schneller als Dividieren. Wir teilen also zu Beginn unseres Programmes 1 durch 10, um 0.1 zu erhalten, was wir auf dem Stack speichern: Anstatt daß wir nun für jede einzelne Dezimalstelle die Eingabe wieder durch 10 teilen, multiplizieren wir sie stattdessen mit 0.1. Auf diese Weise geben wir 0.1 nicht direkt ein, obwohl wir dies könnten. Dies hat einen Grund: Während 0.1 durch nur eine einzige Dezimalstelle dargestellt werden kann, wissen wir nicht, wieviele binäre Stellen benötigt werden. Wir überlassen die Berechnung des binären Wertes daher der FPU, mit dessen eigener, hoher Genauigkeit. Wir verwenden noch weitere Konstanten: Wir multiplizieren den Lochblendendurchmesser mit 1000, um den Wert von Millimeter in Micrometer zu konvertieren. Wir vergleichen Werte mit 10000, wenn wir diese auf vier signifikante Stellen runden wollen. Wir behalten also beide Konstanten, 1000 und 10000, auf dem Stack. Und selbstverständlich verwenden wir erneut die gespeicherte 0.1, um Werte auf vier signifikante Stellen zu runden. Zu guter letzt behalten wir -5 noch auf dem Stack. Wir brauchen diesen Wert, um das Quadrat des f–Wertes zu skalieren, anstatt diesen durch 32 zu teilen. Es ist kein Zufall, daß wir diese Konstante als letztes laden. Dadurch wird diese Zahl die oberste Konstante auf dem Stack. Wenn später das Quadrat des f–Wertes skaliert werden muß, befindet sich die -5 in st(1), also genau da, wo die Funktion fscale diesen Wert erwartet. Es ist üblich, einige Konstanten per Hand zu erzeugen, anstatt sie aus dem Speicher zu laden. Genau das machen wir mit der -5: fld1 ; TOS = 1 fadd st0, st0 ; TOS = 2 fadd st0, st0 ; TOS = 4 fld1 ; TOS = 1 faddp st1, st0 ; TOS = 5 fchs ; TOS = -5 Wir können all diese Optimierungen in einer Regel zusammenfassen: Behalte wiederverwendbare Werte auf dem Stack! &postscript; ist eine Stack-orientierte Programmiersprache. Es gibt weit mehr Bücher über &postscript;, als über die Assemblersprache der FPU: Werden Sie in &postscript; besser, dann werden Sie auch automatisch in der Programmierung der FPU besser. <application>pinhole</application>—Der Code ;;;;;;; pinhole.asm ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; ; ; Find various parameters of a pinhole camera construction and use ; ; Started: 9-Jun-2001 ; Updated: 10-Jun-2001 ; ; Copyright (c) 2001 G. Adam Stanislav ; All rights reserved. ; ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; %include 'system.inc' %define BUFSIZE 2048 section .data align 4 ten dd 10 thousand dd 1000 tthou dd 10000 fd.in dd stdin fd.out dd stdout envar db 'PINHOLE=' ; Exactly 8 bytes, or 2 dwords long pinhole db '04,', ; Bender's constant (0.04) connors db '037', 0Ah ; Connors' constant usg db 'Usage: pinhole [-b] [-c] [-e] [-p <value>] [-o <outfile>] [-i <infile>]', 0Ah usglen equ $-usg iemsg db "pinhole: Can't open input file", 0Ah iemlen equ $-iemsg oemsg db "pinhole: Can't create output file", 0Ah oemlen equ $-oemsg pinmsg db "pinhole: The PINHOLE constant must not be 0", 0Ah pinlen equ $-pinmsg toobig db "pinhole: The PINHOLE constant may not exceed 18 decimal places", 0Ah biglen equ $-toobig huhmsg db 9, '???' separ db 9, '???' sep2 db 9, '???' sep3 db 9, '???' sep4 db 9, '???', 0Ah huhlen equ $-huhmsg header db 'focal length in millimeters,pinhole diameter in microns,' db 'F-number,normalized F-number,F-5.6 multiplier,stops ' db 'from F-5.6', 0Ah headlen equ $-header section .bss ibuffer resb BUFSIZE obuffer resb BUFSIZE dbuffer resb 20 ; decimal input buffer bbuffer resb 10 ; BCD buffer section .text align 4 huh: call write push dword huhlen push dword huhmsg push dword [fd.out] sys.write add esp, byte 12 ret align 4 perr: push dword pinlen push dword pinmsg push dword stderr sys.write push dword 4 ; return failure sys.exit align 4 consttoobig: push dword biglen push dword toobig push dword stderr sys.write push dword 5 ; return failure sys.exit align 4 ierr: push dword iemlen push dword iemsg push dword stderr sys.write push dword 1 ; return failure sys.exit align 4 oerr: push dword oemlen push dword oemsg push dword stderr sys.write push dword 2 sys.exit align 4 usage: push dword usglen push dword usg push dword stderr sys.write push dword 3 sys.exit align 4 global _start _start: add esp, byte 8 ; discard argc and argv[0] sub esi, esi .arg: pop ecx or ecx, ecx je near .getenv ; no more arguments ; ECX contains the pointer to an argument cmp byte [ecx], '-' jne usage inc ecx mov ax, [ecx] inc ecx .o: cmp al, 'o' jne .i ; Make sure we are not asked for the output file twice cmp dword [fd.out], stdout jne usage ; Find the path to output file - it is either at [ECX+1], ; i.e., -ofile -- ; or in the next argument, ; i.e., -o file or ah, ah jne .openoutput pop ecx jecxz usage .openoutput: push dword 420 ; file mode (644 octal) push dword 0200h | 0400h | 01h ; O_CREAT | O_TRUNC | O_WRONLY push ecx sys.open jc near oerr add esp, byte 12 mov [fd.out], eax jmp short .arg .i: cmp al, 'i' jne .p ; Make sure we are not asked twice cmp dword [fd.in], stdin jne near usage ; Find the path to the input file or ah, ah jne .openinput pop ecx or ecx, ecx je near usage .openinput: push dword 0 ; O_RDONLY push ecx sys.open jc near ierr ; open failed add esp, byte 8 mov [fd.in], eax jmp .arg .p: cmp al, 'p' jne .c or ah, ah jne .pcheck pop ecx or ecx, ecx je near usage mov ah, [ecx] .pcheck: cmp ah, '0' jl near usage cmp ah, '9' ja near usage mov esi, ecx jmp .arg .c: cmp al, 'c' jne .b or ah, ah jne near usage mov esi, connors jmp .arg .b: cmp al, 'b' jne .e or ah, ah jne near usage mov esi, pinhole jmp .arg .e: cmp al, 'e' jne near usage or ah, ah jne near usage mov al, ',' mov [huhmsg], al mov [separ], al mov [sep2], al mov [sep3], al mov [sep4], al jmp .arg align 4 .getenv: ; If ESI = 0, we did not have a -p argument, ; and need to check the environment for "PINHOLE=" or esi, esi jne .init sub ecx, ecx .nextenv: pop esi or esi, esi je .default ; no PINHOLE envar found ; check if this envar starts with 'PINHOLE=' mov edi, envar mov cl, 2 ; 'PINHOLE=' is 2 dwords long rep cmpsd jne .nextenv ; Check if it is followed by a digit mov al, [esi] cmp al, '0' jl .default cmp al, '9' jbe .init ; fall through align 4 .default: ; We got here because we had no -p argument, ; and did not find the PINHOLE envar. mov esi, pinhole ; fall through align 4 .init: sub eax, eax sub ebx, ebx sub ecx, ecx sub edx, edx mov edi, dbuffer+1 mov byte [dbuffer], '0' ; Convert the pinhole constant to real .constloop: lodsb cmp al, '9' ja .setconst cmp al, '0' je .processconst jb .setconst inc dl .processconst: inc cl cmp cl, 18 ja near consttoobig stosb jmp short .constloop align 4 .setconst: or dl, dl je near perr finit fild dword [tthou] fld1 fild dword [ten] fdivp st1, st0 fild dword [thousand] mov edi, obuffer mov ebp, ecx call bcdload .constdiv: fmul st0, st2 loop .constdiv fld1 fadd st0, st0 fadd st0, st0 fld1 faddp st1, st0 fchs ; If we are creating a CSV file, ; print header cmp byte [separ], ',' jne .bigloop push dword headlen push dword header push dword [fd.out] sys.write .bigloop: call getchar jc near done ; Skip to the end of the line if you got '#' cmp al, '#' jne .num call skiptoeol jmp short .bigloop .num: ; See if you got a number cmp al, '0' jl .bigloop cmp al, '9' ja .bigloop ; Yes, we have a number sub ebp, ebp sub edx, edx .number: cmp al, '0' je .number0 mov dl, 1 .number0: or dl, dl ; Skip leading 0's je .nextnumber push eax call putchar pop eax inc ebp cmp ebp, 19 jae .nextnumber mov [dbuffer+ebp], al .nextnumber: call getchar jc .work cmp al, '#' je .ungetc cmp al, '0' jl .work cmp al, '9' ja .work jmp short .number .ungetc: dec esi inc ebx .work: ; Now, do all the work or dl, dl je near .work0 cmp ebp, 19 jae near .toobig call bcdload ; Calculate pinhole diameter fld st0 ; save it fsqrt fmul st0, st3 fld st0 fmul st5 sub ebp, ebp ; Round off to 4 significant digits .diameter: fcom st0, st7 fstsw ax sahf jb .printdiameter fmul st0, st6 inc ebp jmp short .diameter .printdiameter: call printnumber ; pinhole diameter ; Calculate F-number fdivp st1, st0 fld st0 sub ebp, ebp .fnumber: fcom st0, st6 fstsw ax sahf jb .printfnumber fmul st0, st5 inc ebp jmp short .fnumber .printfnumber: call printnumber ; F number ; Calculate normalized F-number fmul st0, st0 fld1 fld st1 fyl2x frndint fld1 fscale fsqrt fstp st1 sub ebp, ebp call printnumber ; Calculate time multiplier from F-5.6 fscale fld st0 ; Round off to 4 significant digits .fmul: fcom st0, st6 fstsw ax sahf jb .printfmul inc ebp fmul st0, st5 jmp short .fmul .printfmul: call printnumber ; F multiplier ; Calculate F-stops from 5.6 fld1 fxch st1 fyl2x sub ebp, ebp call printnumber mov al, 0Ah call putchar jmp .bigloop .work0: mov al, '0' call putchar align 4 .toobig: call huh jmp .bigloop align 4 done: call write ; flush output buffer ; close files push dword [fd.in] sys.close push dword [fd.out] sys.close finit ; return success push dword 0 sys.exit align 4 skiptoeol: ; Keep reading until you come to cr, lf, or eof call getchar jc done cmp al, 0Ah jne .cr ret .cr: cmp al, 0Dh jne skiptoeol ret align 4 getchar: or ebx, ebx jne .fetch call read .fetch: lodsb dec ebx clc ret read: jecxz .read call write .read: push dword BUFSIZE mov esi, ibuffer push esi push dword [fd.in] sys.read add esp, byte 12 mov ebx, eax or eax, eax je .empty sub eax, eax ret align 4 .empty: add esp, byte 4 stc ret align 4 putchar: stosb inc ecx cmp ecx, BUFSIZE je write ret align 4 write: jecxz .ret ; nothing to write sub edi, ecx ; start of buffer push ecx push edi push dword [fd.out] sys.write add esp, byte 12 sub eax, eax sub ecx, ecx ; buffer is empty now .ret: ret align 4 bcdload: ; EBP contains the number of chars in dbuffer push ecx push esi push edi lea ecx, [ebp+1] lea esi, [dbuffer+ebp-1] shr ecx, 1 std mov edi, bbuffer sub eax, eax mov [edi], eax mov [edi+4], eax mov [edi+2], ax .loop: lodsw sub ax, 3030h shl al, 4 or al, ah mov [edi], al inc edi loop .loop fbld [bbuffer] cld pop edi pop esi pop ecx sub eax, eax ret align 4 printnumber: push ebp mov al, [separ] call putchar ; Print the integer at the TOS mov ebp, bbuffer+9 fbstp [bbuffer] ; Check the sign mov al, [ebp] dec ebp or al, al jns .leading ; We got a negative number (should never happen) mov al, '-' call putchar .leading: ; Skip leading zeros mov al, [ebp] dec ebp or al, al jne .first cmp ebp, bbuffer jae .leading ; We are here because the result was 0. ; Print '0' and return mov al, '0' jmp putchar .first: ; We have found the first non-zero. ; But it is still packed test al, 0F0h jz .second push eax shr al, 4 add al, '0' call putchar pop eax and al, 0Fh .second: add al, '0' call putchar .next: cmp ebp, bbuffer jb .done mov al, [ebp] push eax shr al, 4 add al, '0' call putchar pop eax and al, 0Fh add al, '0' call putchar dec ebp jmp short .next .done: pop ebp or ebp, ebp je .ret .zeros: mov al, '0' call putchar dec ebp jne .zeros .ret: ret Der Code folgt demselben Aufbau wie alle anderen Filter, die wir bisher gesehen haben, bis auf eine Kleinigkeit:
Wir nehmen nun nicht mehr an, daß das Ende der Eingabe auch das Ende der nötigen Arbeit bedeutet, etwas, das wir für zeichenbasierte Filter automatisch angenommen haben. Dieser Filter verarbeitet keine Zeichen. Er verarbeitet eine Sprache (obgleich eine sehr einfache, die nur aus Zahlen besteht). Wenn keine weiteren Eingaben vorliegen, kann das zwei Ursachen haben: Wir sind fertig und können aufhören. Dies ist dasselbe wie vorher. Das Zeichen, das wir eingelesen haben, war eine Zahl. Wir haben diese am Ende unseres ASCII –zu–float Kovertierungspuffers gespeichert. Wir müssen nun den gesamten Pufferinhalt in eine Zahl konvertieren, und die letzte Zeile unserer Ausgabe ausgeben. Aus diesem Grund haben wir unsere getchar - und read-Routinen so angepaßt, daß sie das carry flag clear immer dann zurückgeben, wenn wir ein weiteres Zeichen aus der Eingabe lesen, und das carry flag set immer dann zurückgeben, wenn es keine weiteren Eingabedaten gibt. Selbstverständlich verwenden wir auch hier die Magie der Assemblersprache! Schauen Sie sich getchar näher an. Dieses gibt immer das carry flag clear zurück. Dennoch basiert der Hauptteil unseres Programmes auf dem carry flag, um diesem eine Beendigung mitzuteilen—und es funktioniert. Die Magie passiert in read. Wann immer weitere Eingaben durch das System zur Verfügung stehen, ruft diese Funktion getchar auf, welche ein weiteres Zeichen aus dem Eingabepuffer einliest, und anschließend das carry flag cleart. Wenn aber read keine weiteren Eingaben von dem System bekommt, ruft dieses nicht getchar auf. Stattdessen addiert der op-Code add esp, byte 4 4 zu ESP hinzu, setzt das carry flag, und springt zurück. Wo springt diese Funktion hin? Wann immer ein Programm den op-Code call verwendet, pusht der Mikroprozessor die Rücksprungandresse, d.h. er speichert diese ganz oben auf dem Stack (nicht auf dem Stack der FPU, sondern auf dem Systemstack, der sich im Hauptspeicher befindet). Wenn ein Programm den op-Code ret verwendet, popt der Mikroprozessor den Rückgabewert von dem Stack, und springt zu der Adresse, die dort gespeichert wurde. Da wir aber 4 zu ESP hinzuaddiert haben (welches das Register der Stackzeiger ist), haben wir effektiv dem Mikroprzessor eine kleine Amnesie verpaßt: Dieser erinnert sich nun nicht mehr daran, daß getchar durch read aufgerufen wurde. Und da getchar nichts vor dem Aufruf von read auf dem Stack abgelegt hat, enthält der Anfang des Stacks nun die Rücksprungadresse von der Funktion, die getchar aufgerufen hat. Soweit es den Aufrufer betrifft, hat dieser getchar gecallt, welche mit einem gesetzten carry flag returned.
Des weiteren wird die Routine bcdload bei einem klitzekleinen Problem zwischen der Big–Endian- und Little–Endian-Codierung aufgerufen. Diese konvertiert die Textrepräsentation einer Zahl in eine andere Textrepräsentation: Der Text wird in der Big–Endian-Codierung gespeichert, die packed decimal-Darstellung jedoch in der Little–Endian-Codierung. Um dieses Problem zu lösen haben wir vorher den op-Code std verwendet. Wir machen diesen Aufruf später mittels cld wieder rückgängig: Es ist sehr wichtig, daß wir keine Funktion mittels call aufrufen, die von einer Standardeinstellung des Richtungsflags abhängig ist, während std ausgeführt wird. Alles weitere in dem Programm sollte leicht zu verstehen sein, vorausgesetzt, daß Sie das gesamte vorherige Kapitel gelesen haben. Es ist ein klassisches Beispiel für das Sprichwort, daß das Programmieren eine Menge Denkarbeit, und nur ein wenig Programmcode benötigt. Sobald wir uns über jedes Detail im klaren sind, steht der Code fast schon da.
Das Programm <application>pinhole</application> verwenden Da wir uns bei dem Programm dafür entschieden haben, alle Eingaben, die keine Zahlen sind, zu ignorieren (selbst die in Kommentaren), können wir jegliche textbasierten Eingaben verarbeiten. Wir müssen dies nicht tun, wir könnten aber. Meiner bescheidenen Meinung nach wird ein Programm durch die Möglichkeit, anstatt einer strikten Eingabesyntax textbasierte Anfragen stellen zu können, sehr viel benutzerfreundlicher. Angenommen, wir wollten eine Lochkamera für einen 4x5 Zoll Film bauen. Die standardmäßige Brennweite für diesen Film ist ungefähr 150mm. Wir wollen diesen Wert optimieren, so daß der Lochblendendurchmesser eine möglichst runde Zahl ergibt. Lassen Sie uns weiter annehmen, daß wir zwar sehr gut mit Kameras umgehen können, dafür aber nicht so gut mit Computern. Anstatt das wir nun eine Reihe von Zahlen eingeben, wollen wir lieber ein paar Fragen stellen. Unsere Sitzung könnte wie folgt aussehen: &prompt.user; pinhole Computer, Wie groß müßte meine Lochblende bei einer Brennweite von 150 sein? 150 490 306 362 2930 12 Hmmm... Und bei 160? 160 506 316 362 3125 12 Laß uns bitte 155 nehmen. 155 498 311 362 3027 12 Ah, laß uns 157 probieren... 157 501 313 362 3066 12 156? 156 500 312 362 3047 12 Das ist es! Perfekt! Vielen Dank! ^D Wir haben herausgefunden, daß der Lochblendendurchmesser bei einer Brennweite von 150 mm 490 Mikrometer, oder 0.49 mm ergeben würde. Bei einer fast identischen Brennweite von 156 mm würden wir einen Durchmesser von genau einem halben Millimeter bekommen. Skripte schreiben Da wir uns dafür entschieden haben, das Zeichen # als den Anfang eines Kommentares zu interpretieren, können wir unser pinhole-Programm auch als Skriptsprache verwenden. Sie haben vielleicht schon einmal shell-Skripte gesehen, die mit folgenden Zeichen begonnen haben: #! /bin/sh ...oder... #!/bin/sh ... da das Leerzeichen hinter dem #! optional ist. Wann immer &unix; eine Datei ausführen soll, die mit einem #! beginnt, wird angenommen, das die Datei ein Skript ist. Es fügt den Befehl an das Ende der ersten Zeile an, und versucht dann, dieses auszuführen. Angenommen, wir haben unser Programm pinhole unter /usr/local/bin/ installiert, dann können wir nun Skripte schreiben, um unterschiedliche Lochblendendurchmesser für mehrere Brennweiten zu berechnen, die normalerweise mit 120er Filmen verwendet werden. Das Skript könnte wie folgt aussehen: #! /usr/local/bin/pinhole -b -i # Find the best pinhole diameter # for the 120 film ### Standard 80 ### Wide angle 30, 40, 50, 60, 70 ### Telephoto 100, 120, 140 Da ein 120er Film ein Film mittlerer Größe ist, könnten wir die Datei medium nennen. Wir können die Datei ausführbar machen und dann aufrufen, als wäre es ein Programm: &prompt.user; chmod 755 medium &prompt.user; ./medium &unix; wird den letzten Befehl wie folgt interpretieren: &prompt.user; /usr/local/bin/pinhole -b -i ./medium Es wird den Befehl ausführen und folgendes ausgeben: 80 358 224 256 1562 11 30 219 137 128 586 9 40 253 158 181 781 10 50 283 177 181 977 10 60 310 194 181 1172 10 70 335 209 181 1367 10 100 400 250 256 1953 11 120 438 274 256 2344 11 140 473 296 256 2734 11 Lassen Sie uns nun das folgende eingeben: &prompt.user; ./medium -c &unix; wird dieses wie folgt behandeln: &prompt.user; /usr/local/bin/pinhole -b -i ./medium -c Dadurch erhält das Programm zwei widersprüchliche Optionen: -b und -c (Verwende Benders Konstante und verwende Connors Konstante). Wir haben unser Programm so geschrieben, daß später eingelesene Optionen die vorheringen überschreiben—unser Programm wird also Connors Konstante für die Berechnungen verwenden: 80 331 242 256 1826 11 30 203 148 128 685 9 40 234 171 181 913 10 50 262 191 181 1141 10 60 287 209 181 1370 10 70 310 226 256 1598 11 100 370 270 256 2283 11 120 405 296 256 2739 11 140 438 320 362 3196 12 Wir entscheiden uns am Ende doch für Benders Konstante. Wir wollen die Ergebnisse im CSV-Format in einer Datei speichern: &prompt.user; ./medium -b -e > bender &prompt.user; cat bender focal length in millimeters,pinhole diameter in microns,F-number,normalized F-number,F-5.6 multiplier,stops from F-5.6 80,358,224,256,1562,11 30,219,137,128,586,9 40,253,158,181,781,10 50,283,177,181,977,10 60,310,194,181,1172,10 70,335,209,181,1367,10 100,400,250,256,1953,11 120,438,274,256,2344,11 140,473,296,256,2734,11 &prompt.user;
Daniel Seuffert Übersetzt von Vorsichtsmassnahmen Assembler-Programmierer, die aufwuchsen mit &ms-dos; und windows &windows; neigen oft dazu Shotcuts zu verwenden. Das Lesen der Tastaur-Scancodes und das direkte Schreiben in den Grafikspeicher sind zwei klassische Beispiele von Gewohnheiten, die unter &ms-dos; nicht verpönt sind, aber nicht als richtig angesehen werden. Warum dies? Sowohl das PC-BIOS als auch &ms-dos; sind notorisch langsam bei der Ausführung dieser Operationen. Sie mögen versucht sein ähnliche Angewohnheiten in der &unix;-Umgebung fortzuführen. Zum Beispiel habe ich eine Webseite gesehen, welche erklärt, wie man auf einem beliebten &unix;-Ableger die Tastatur-Scancodes verwendet. Das ist generell eine sehr schlechte Idee in einer &unix;-Umgebung! Lassen Sie mich erklären warum. &unix; ist geschützt Zum Einen mag es schlicht nicht möglich sein. &unix; läuft im Protected Mode. Nur der Kernel und Gerätetreiber dürfen direkt auf die Hardware zugreifen. Unter Umständen erlaubt es Ihnen ein bestimmter &unix;-Ableger Tastatur-Scancodes auszulesen, aber ein wirkliches &unix;-Betriebssystem wird dies zu verhindern wissen. Und falls eine Version es Ihnen erlaubt wird es eine andere nicht tun, daher kann eine sorgfältig erstellte Software über Nacht zu einem überkommenen Dinosaurier werden. &unix; ist eine Abstraktion Aber es gibt einen viel wichtigeren Grund, weshalb Sie nicht versuchen sollten, die Hardware direkt anzusprechen (natürlich nicht, wenn Sie einen Gerätetreiber schreiben), selbst auf den &unix;-ähnlichen Systemen, die es Ihnen erlauben: &unix; ist eine Abstraktion! Es gibt einen wichtigen Unterschied in der Design-Philosophie zwischen &ms-dos; und &unix;. &ms-dos; wurde entworfen als Einzelnutzer-System. Es läuft auf einem Rechner mit einer direkt angeschlossenen Tastatur und einem direkt angeschlossenem Bildschirm. Die Eingaben des Nutzers kommen nahezu immer von dieser Tastatur. Die Ausgabe Ihres Programmes erscheint fast immer auf diesem Bildschirm. Dies ist NIEMALS garantiert unter &unix;. Es ist sehr verbreitet für ein &unix;, daß der Nutzer seine Aus- und Eingaben kanalisiert und umleitet: &prompt.user; program1 | program2 | program3 > file1 Falls Sie eine Anwendung program2 geschrieben haben, kommt ihre Eingabe nicht von der Tastatur, sondern von der Ausgabe von program1. Gleichermassen geht Ihre Ausgabe nicht auf den Bildschirm, sondern wird zur Eingabe für program3, dessen Ausgabe wiederum in file1 endet. Aber es gibt noch mehr! Selbst wenn Sie sichergestellt haben, daß Ihre Eingabe und Ausgabe zum Terminal kommt bzw. gelangt, dann ist immer noch nicht garantiert, daß ihr Terminal ein PC ist: Es mag seinen Grafikspeicher nicht dort haben, wo Sie ihn erwarten, oder die Tastatur könnte keine PC-ähnlichen Scancodes erzeugen können. Es mag ein &macintosh; oder irgendein anderer Rechner sein. Sie mögen nun den Kopf schütteln: Mein Programm ist in PC-Assembler geschrieben, wie kann es auf einem &macintosh; laufen? Aber ich habe nicht gesagt, daß Ihr Programm auf &macintosh; läuft, nur sein Terminal mag ein &macintosh; sein. Unter &unix; muß der Terminal nicht direkt am Rechner angeschlossen sein, auf dem die Software läuft, er kann sgar auf einem anderen Kontinent sein oder sogar auf einem anderen Planeten. Es ist nicht ungewöhnlich, daß ein &macintosh;-Nutzer in Australien sich auf ein &unix;-System in Nordamerika (oder sonstwo) mittels telnet verbindet. Die Software läuft auf einem Rechner während das Terminal sich auf einem anderen Rechner befindet: Falls Sie versuchen sollten die Scancodes auszulesen werden Sie die falschen Eingaben erhalten! Das Gleiche gilt für jede andere Hardware: Eine Datei, welche Sie einlesen, mag auf einem Laufwerk sein, auf das Sie keinen direkten Zugriff haben. Eine Kamera, deren Bilder Sie auslesen, befindet sich möglicherweise in einem Space Shuttle, durch Satelliten mit Ihnen verbunden. Das sind die Gründe, weshalb Sie niemals unter &unix; Annahmen treffen dürfen, woher Ihre Daten kommen oder gehen. Lassen Sie immer das System den physischen Zugriff auf die Hardware regeln. Das sind Vorsichtsmassnahmen, keine absoluten Regeln. Ausnahmen sind möglich. Wenn zum Beispiel ein Texteditor bestimmt hat, daß er auf einer lokalen Maschine läuft, dann mag er die Tastatur-Scancodes direkt auslesen, um eine bessere Kontrolle zu gewährleisten. Ich erwähne diese Vorsichtsmassnahmen nicht, um Ihnen zu sagen, was sie tun oder lassen sollen, ich will Ihnen nur bewusst machen, daß es bestimmte Fallstrcike gibt, die Sie erwarten, wenn Sie soeben ihn &unix; von &ms-dos; angelangt sind. Kreative Menschen brechen oft Regeln und das ist in Ordnung, solange sie wissen welche Regeln und warum. Daniel Seuffert Übersetzt von Danksagungen Dieses Handbuch wäre niemals möglich gewesen ohne die Hilfe vieler erfahrener FreeBSD-Programmierer aus &a.hackers;. Viele dieser Personen haben geduldig meine Fragen beantwortet und mich in die richtige Richtung gewiesen bei meinem Versuch, die tieferen liegenden Mechanismen der &unix;-Systemprogrammierung zu erforschen im Allgemeinen und bei FreeBSD im Besonderen. Thomas M. Sommers öffnete die Türen für mich. Seine Wie schreibe ich "Hallo Welt" in FreeBSD-Assembler? Webseite war mein erster Kontakt mit Assembler-Programmierung unter FreeBSD. Jake Burkholder hat die Tür offen gehalten durch das bereitwillige Beantworten all meiner Fragen und das Zurverfügungstellen von Assembler-Codebeispielen. Copyright © 2000-2001 G. Adam Stanislav. Alle Rechte vorbehalten.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/fdp-primer/sgml-markup/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/fdp-primer/sgml-markup/chapter.sgml index 0811fb661f..1d1a29c98c 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/fdp-primer/sgml-markup/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/fdp-primer/sgml-markup/chapter.sgml @@ -1,3004 +1,3004 @@ SGML-Dokumente erstellen In diesem Kapitel werden die beiden vom FDP eingesetzen Auszeichnungssprachen HTML und DocBook behandelt. Hierbei beschränkt sich dieses Kapitel auf die Elemente, die bei der täglichen Arbeit am ehesten zum Einsatz kommen werden. Beide Sprachen besitzen eine große Anzahl von Elementen. Das erschwert es, das richtige Element in der richtigen Situation auszuwählen. Aus diesem Grund werden zu jedem Element auch immer Beispiele angeboten, die den richtigen Einsatz des Elements verdeutlichen sollen. Es ist nicht das Ziel dieses Kapitels möglichst viele Elemente beider Sprachen zu behandeln – dies wäre nur eine Wiederholung der eigentlichen Sprachreferenz. Sofern es Unklarheiten zur Verwendung einzelner Elemente und Auszeichnung von bestimmten Sachverhalten gibt, können diese an &a.doc; geschickt werden. Fluß- kontra Blockelemente Wenn im folgenden von Flußelementen die Rede ist, sind damit Elemente gemeint, die in einem Blockelement auftreten können und keinen Zeilenumbruch hervorrufen. Blockelemente hingegen erzeugen unter anderem einen ZeilenumbruchDie englische Bezeichnung inline element wurde in Anlehnung an das Wort Fließtext mit Flußelement übersetzt.. HTML HTML, die HyperText Markup Language, ist die Auszeichnungssprache des Internets. Weitere Informationen zu HTML finden sich unter . Sie kommt bei der Erstellung der Webseiten des FreeBSD-Projektes zum Einsatz. Für technische Dokumentationen sollte HTML jedoch nicht eingesetzt werden, da DocBook eine größere und bessere Auswahl an Elementen bietet. Folglich sollte HTML nur für die FreeBSD-Webseiten verwendet werden. Die HTML-Spezifikation liegt bis jetzt in mehreren Versionen vor: 1, 2, 3.0, 3.2 und (die aktuelle) 4.0. Von letzterer existieren zwei Varianten: streng (HTML 4.0 Strict) und locker (HTML 4.0 Transitional). Die HTML-DTDs sind über den Port textproc/html verfügbar und werden automatisch als Teil des Metaports textproc/docproj mitinstalliert. Formale Öffentliche Bezeichner Da es mehrere Version von HTML gibt, existieren auch mehrere FÖPs, zu denen ein HTML-Dokument konform erklärt werden kann. Die Mehrzahl der sich auf der FreeBSD-Webseite befindenen HTML-Seiten sind zu der lockeren Version von HTML 4.0 konform. PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN" Die Elemente <sgmltag>head</sgmltag> und <sgmltag>body</sgmltag> Ein HTML-Dokument unterteilt sich normalerweise in zwei Bereiche: head und body. Der Kopf (head) enthält Metadaten wie den Dokumententitel und Angaben zum Autor. Der Rumpf (body) umfaßt den eigentlichen Dokumenteninhalt, der für den Leser bestimmt ist. In einem HTML-Dokument werden diese Bereiche über die Elemente head und body voneinander abgegrenzt. Beide sind Kinder des Wurzelelementes html. Die Struktur eines HTML-Dokumentes <html> <head> <title>Der Dokumententitel</title> </head> <body> … </body> </html> Blockelemente Überschriften HTML kennt sechs verschiedene Elemente, mit denen Überschriften ausgezeichnet werden können. Das bekannteste Element ist h1, das sich am Anfang der Überschriftenhierarchie befindet. h1 folgen die Überschriftenelemente h2 bis h6. Der Inhalt von hN stellt den Text der Überschrift dar. <sgmltag>h1</sgmltag>, <sgmltag>h2</sgmltag>… Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Erstes Kapitel

Das ist die Überschrift des ersten Kapitels

Das ist die Überschrift des ersten Unterkapitels

Das ist die Überschrift des zweiten Kapitels

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Eine HTML-Seite sollte immer nur eine Überschrift h1 haben. Dieser Überschrift können beliebig viele Kapitel mit einer Überschrift h2 folgen, die selbst wiederum eine beliebige Anzahl von Kapiteln mit einer Überschrift h3 enthalten können. Diese Verschachtelung setzt sich bis zu Kapiteln mit einer h6-Überschrift fort. Es sollte vermieden werden, Elemente in der Überschriftenhierarchie auszulassen. Falsche Verschachtelung von Überschriften Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Erstes Kapitel

Unterkapitel

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Absätze Absätze können in HTML mit Hilfe des Elementes p ausgezeichnet werden. Absätze mit dem Element <sgmltag>p</sgmltag> Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Das hier, das ist ein Absatz. Absätze können andere Elemente enhalten.

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Blockzitate Ein Blockzitat ist ein etwas umfangreicheres Zitat aus einem anderen Text, das nicht zum aktuellen Absatz gehört. Blockzitat Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein:

Artikel 1: Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt

  1. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalten.

  2. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

  3. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

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Listen HTML kennt drei Arten von Listen: sortierte, unsortierte und Definitionslisten. Ein Eintrag in einer sortierten Liste wird üblicherweise mit einer Nummer versehen, Einträge in unsortierten Listen hingegen mit einem Aufzählungspunkt. Definitionslisten wiederum bestehen aus zwei Teilen: Der erste enthält den Begriff der definiert werden soll und der zweite dessen Erläuterung. Sortierte Listen werden mit dem Element ol (für ordered list) ausgezeichnet, unsortierte Listen mit ul (für unordered list) und Definitionslisten mit dl. Listenpunkte sortierter und unsortierter Listen werden mit dem Element li ausgezeichnet, welches Text oder andere Blockelemente enthalten kann. Begriffe, die in einer Definitionslisten enthalten sind, werden mit dem Element dt (für definition term) ausgezeichnet. Die Erklärung zu diesem Begriff wird mit Hilfe des Elementes dd (für definition description) markiert. So wie li, kann das Element dd ebenfalls andere Blockelemente aufnehmen. Listen mit <sgmltag>ul</sgmltag> und <sgmltag>ol</sgmltag> erstellen Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Jetzt folgt eine unsortierte Liste. Wahrscheinlich werden die einzelnen Einträge mit einem vorangehenden Punkt dargestellt.

  • Erster Eintrag
  • Zweiter Eintrag
  • Dritter Eintrag

Die zweite Liste ist sortiert und ihre Einträge bestehen aus mehreren Absätzen. Jeder Listeneintrag ist nummeriert.

  1. Das ist der erste Eintrag mit nur einem Absatz.

  2. Das ist der erste Absatz des zweiten Eintrags.

    Und das ist der zweite Absatz des zweiten Eintrags.

  3. Der dritte Eintrag besteht ebenfalls nur aus einem Eintrag.

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Definitionslisten mit <sgmltag>dl</sgmltag> erstellen Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein:
Erster Begriff

Erster Absatz der Erklärung

Zweiter Absatz der Erklärung.

Zweiter Begriff

Erster Absatz der Erklärung.

Dritter Begriff
Erster Absatz der Erklärung zum dritten Begriff.
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Vorformatierter Text In einigen Fällen ist es gewollt, dass die Formatierung eines Textes im Quelldokument erhalten bleibt, damit der Leser diesen genau so sieht, wie ihn der Autor erstellt hat. In der HTML-Spezifikation ist dafür das Element pre vorgesehen, welches dafür sorgt, dass Zeilenumbrüche erhalten bleiben und Leerzeichen nicht zusammengefaßt werden. Browser verwenden für den Inhalt des Elementes pre üblicherweise eine Fixschrift. Vorformatierten Text mit <sgmltag>pre</sgmltag> erstellen Der Originaltext einer E-Mail läßt sich beispielsweise wie folgt einbinden: From: nik@FreeBSD.org To: freebsd-doc@FreeBSD.org Subject: Neue Version verfügbar Es ist eine neue Version der Fibel für neue Mitarbeiter am FreeBSD-Dokumentationsprojekt verfügbar: <URL:http://people.FreeBSD.org/~nik/primer/index.html> Kommentare und Anmerkungen sind willkommen. N]]> Beachten Sie, dass < und & nach wie vor als Sonderzeichen erkannt werden. Daher wird in diesem Beispiel auch &lt; an Stelle von < verwendet. Aus dem gleichen Grund wurde auch &gt; an Stelle von > verwendet. Achten Sie also stets auf Sonderzeichen, wenn Sie normalen Text aus E-Mails, Programmcode oder einer anderen Quelle kopieren. Tabellen Die meisten Textbrowser, beispielsweise Lynx, können Tabellen nicht besonders gut darstellen. Deshalb sollten Auszeichnungsalternativen in Betracht gezogen werden, um eine angemessene Darstellung sicherzustellen. Tabellen lassen sich in HTML mit Hilfe des Elements table auszeichnen. Eine Tabelle setzt sich aus einer oder mehreren Zeilen (tr) zusammen, von denen jede mindestens eine Zelle (td) enthält. Zellen können wiederum andere Blockelemente, wie Absätze oder Listen, enthalten. Auch können sie auch andere Tabellen aufnehmen, wobei die Verschachtelungstiefe unbegrenzt ist. Soll die Tabellenzelle nur einen Textabsatz enthalten, ist es nicht notwendig den Text mit einem p zu umschließen. Einfache Tabelle mit <sgmltag>table</sgmltag> Fügen Sie in eine der existierenden Übungsdateien folgendes ein: Eine einfache 2x2 Tabelle.

Obere linke Zelle Obere rechte Zelle
Untere linke Zelle Untere rechte Zelle
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HTML kennt die Möglichkeit, dass sich eine Zelle mehrere Zeilen und/oder Spalten erstrecken kann. Sollen beispielsweise mehrere Spalten zusammenfassen werden, kann dies mit mit Hilfe des Attributes colspan erreicht werden, indem man ihm die Anzahl der zusammenzufassenden Spalten zuweist. Ähnliches gilt für die Zusammenfassung von Zeilen: Hierfür wird dem Attribut rowspan die Anzahl der zusammenzufassenden Zeilen zugewiesen. Anwendung des Attributes <literal>rowspan</literal> Diese Tabelle besteht aus einer langen Zelle auf der linken Seite und zwei kleineren Zellen auf der rechten.

Lang und dünn
Obere Zelle Untere Zelle
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Anwendung des Attributes <literal>colspan</literal> Eine breite Zeile oben und zwei schmalere Zeilen darunter.

Obere Zelle
Linke untere Zelle Rechte untere Zelle
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Gemeinsame Anwendung der Attrbute <literal>rowspan</literal> und <literal>colspan</literal> Eine Tablle mit 3-mal-3 Zellen. Oben links werden 2 mal 2 Zelle zusammengezogen.

Große obere linke Zelle Obere rechte Zelle
Mittlere rechte Zelle
Untere linke Zelle Untere mittlere Zelle Untere rechte Zelle
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Flußelemente Hervorheben von Information Sollen sich bestimmte Informationen von anderen optisch abheben, kann dies mit den HTML-Tags strong und em erreicht werden. strong stellt dabei eine stärkere Hervorhebung als em dar, wobei mit strong ausgezeichnete Elemente fett und mit em ausgezeichnete Elemente kursiv dargestellt werden. Allerdings ist diese Aussage nicht verläßlich, da die Darstellung vom Browser abhängig ist. Text mit <sgmltag>em</sgmltag> und <sgmltag>strong</sgmltag> hervorheben Dieses Wort ist hervorgehoben, während dieses noch stärker hervorgehoben ist.

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Fett- und Schrägschrift Da mittels HTML auch Festlegungen über die Darstellung getroffen werden können, gibt es die Möglichkeit direkt zu bestimmen, dass bestimmte Inhalte fett oder kursiv dargestellt werden sollen. Mit b eingefaßte Inhalte werden fett und mit i eingefaßte kursiv dargestellt. Text mit <sgmltag>b</sgmltag> und <sgmltag>i</sgmltag> formatieren Dieses Wort wird fett dargestellt, während dieses kursiv dargestellt wird.

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Nicht-proportionale Schrift für Texte Der Tag tt erlaubt es, Text in einer schreibmaschinenähnlichen Schrift darzustellen. Nicht-proportionale Schrift mit <sgmltag>tt</sgmltag> Dieses Dokument wurde ursprünglich von Nik Clayton geschrieben. Nick Clayton kann unter der E-Mail-Adresse nik@FreeBSD.org erreicht werden.

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Änderung der Schriftgröße HTML bietet auch Möglichkeiten, um Einfluß auf die Schriftgröße zu nehmen, das heißt, zu bestimmen, ob die Schrift größer oder kleiner als die Standardschrift dargestellt werden soll. Es gibt drei verschiedene Wege, dies zu erreichen: Mittels der Tags big und small kann die Darstellungsgröße des eingeschlossenen Textes vergrößert respektive verkleinert werden. HTML erlaubt es zudem, diese Tags zu verschachteln, so dass auch <big><big>Das ist wesentlich größer.</big></big> geschrieben werden kann. Das gleiche Ergebnis kann über die Zuweisung der Werte 1 und -1 an das Attribut size des Tags font erreicht werden. Diese Vorgehensweise sollte allerdings als veraltet betrachtet werden, da der Einsatz eines CSS hierfür die bessere Lösung darstellt. Über die Zuweisung von absoluten Werten im Bereich von 1 bis 7 an das Attribut size des Tags font Der Standardwert für size ist 3.. Diese Herangehensweise ist ebenfalls veraltet und sollte nicht mehr angewandt werden. Schriftgröße ändern mit <sgmltag>big</sgmltag>, <sgmltag>small</sgmltag> und <sgmltag>font</sgmltag> Die folgenden HTML-Schnipsel bewirken alle das gleiche: Dieser Text ist etwas kleiner. Dieser jedoch ein wenig größer.

Dieser Text ist etwas kleiner. Dieser jedoch ein wenig größer.

Dieser Text ist etwas kleiner. Dieser jedoch ein wenig größer.

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Links Bei Links handelt es sich ebenfalls Flußelemente. Auf andere Dokumente im WWW verweisen Um auf ein anderes Dokument im WWW zu verweisen, müssen Sie die URL dieses Dokuments kennen. Links auf andere Dokumente im WWW werden in HTML durch den Tag a und dessen Attribute href, das die Zieladresse enthält, angelegt. Der Inhalt des Elementes wird selbst zum Link und seine Darstellung erfolgt verschieden vom übrigen Text. Meist geschieht das durch eine andere Schriftfarbe oder dadurch, dass der Linktext unterstrichen wird. <literal><a href="..."></literal> benutzen Weitere Informationen stehen auf der FreeBSD-Webseite zur Verfügung.

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Beim Aufruf dieses Links wird das referenzierte Dokument vom Browser geladen und mit dessen Seitenanfang dargestellt.
Auf bestimmte Dokumentenabschnitte verweisen HTML unterstützt neben einfachen Links auch solche, die auf einen bestimmten Abschnitt innerhalb eines Dokumentes verweisen. Dazu müssen die Abschnitte, auf die verwiesen werden soll, mit Hilfe von sogenannten Ankern markiert werden. Diese Anker können ebenfalls mit Hilfe des Tags a gesetzt werden, nur das anstelle von href das Attribut name gesetzt werden muss. Anwendung von <literal><a name="..."></literal> Auf diesen Absatz kann mit Hilfe seines Namens (absatz1) verwiesen werden.

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Um auf einen so gekennzeichneten Abschnitt zu verweisen, muss die URL des Dokumentes um das Zeichen # und den Namen des Zielankers erweitert werden. Auf einen Abschnitt eines anderen Dokumentes verweisen Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, dass der mit absatz1 gekennzeichnete Absatz sich in der HTML-Datei foo.html befindet. Weitere Informationen können im ersten Absatz der Datei foo.html gefunden werden.

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Die DocBook DTD DocBook wurde ursprüglich von HaL Computer Systems and O'Reilly & Associates als DTD für das Erstellen von technischen Dokumenten entwickelt Einen kurzen historischen Abriss finden Sie unter http://www.oasis-open.org/docbook/intro.shtml#d0e41. . Seit 1998 wird es vom DocBook Technical Committee gewartet. DocBook ist sehr stark auf die Beschreibung von Inhalten, und nicht auf die Darstellung des Inhalts ausgerichtet. Damit steht es im Gegensatz zu LinuxDoc und HTML. Formelle und informelle Elemente Einige Elemente der DocBook DTD sind in zwei Varianten vorhanden: formell und informell. Üblicherweise besitzt die formelle Variante einen Titel, dem der eigentliche Elementeninhalt folgt. Die informelle Variante hingegen hat keinen Titel. Die DocBook DTD ist in der Ports-Sammlung im Port textproc/docbook enthalten und wird bei der Installation des Metaports textproc/docproj automatisch mitinstalliert. Die FreeBSD-Erweiterungen Für das FDP wurde die DocBook DTD durch das FreeBSD-Dokumentationsproject um zusätzliche Elemente erweitert, um damit präzisiere Auszeichnungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben. Sofern im folgenden FreeBSD-spezifische Elemente genutzt werden, wird explizit darauf hingewiesen werden. Wenn nachfolgend im Text der Begriff DocBook verwendet wird, ist damit die durch das FDP erweiterte Version der DocBook DTD gemeint. Die durch das FDP vorgenommenen Erweiterungen sind nicht FreeBSD-spezifisch. Sie wurden lediglich vorgenommen, da sie für die Arbeit des FDPs als nützlich erschienen. Für den Fall, das in den anderen *nix-Lagern (NetBSD, OpenBSD, Linux,…) Interesse daran besteht, gemeinsam eine Standarderweiterung für die DocBook DTD zu entwickeln, kann mit dem &a.doceng; Verbindung aufgenommen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die FreeBSD-Erweiterungen nicht Bestandteil der Ports-Sammlung. Sie werden im &os;-CVS-Archiv (doc/share/sgml/freebsd.dtd) verwaltet. Formelle Öffentliche Bezeichner In Übereinstimmung mir der DocBook-Richtlinie zur Erstellung von Bezeichnern für DocBook-Erweiterungen lautet der Bezeichner der erweiterten FreeBSD-Variante: PUBLIC "-//FreeBSD//DTD DocBook V4.1-Based Extension//EN" Die Struktur von DocBook-Dokumenten DocBook erlaubt es, Dokumente auf verschiedene Weise zu strukturieren. Innerhalb des FDPs werden hauptsächlich zwei Arten von DocBook-Dokumenten verwendet: Buch und Artikel. Beide unterscheiden sich darin, dass ein Buch auf der obersten Ebene durch chapter-Elemente strukturiert wird. Sollte das noch nicht ausreichend sein, können die einzelnen Kapitel eines Buches mit Hilfe des Elementes part in Teile aufgespalten werden. Das Handbuch ist beispielsweise auf diese Weise aufgebaut. Kapitel (chapter) können weiterhin in Unterkapitel unterteilt werden. Diese werden durch die Elemente sect1 ausgezeichnet. Soll ein Unterkapitel selbst weitere Unterkapitel enthalten, kann das über das Element sect2 geschehen. Diese Unterteilung kann bis zur Tiefe von fünf Unterkapiteln – über die Elemente sect3, sect4 und sect5 – fortgeführt werden. Der eigentliche Inhalt, um den es ja in dem Artikel oder Buch geht, wird unterhalb der hier genannten Elemente eingefügt. Vom Aufbau her ist ein Artikel ist einfacher strukturiert als ein Buch. So kann ein Artikel beispielsweise keine Kapitel (chapter) enthalten. Stattdessen kann der Inhalt eines Artikels nur durch die schon bekannten sectN-Elemente in einen oder mehrere Abschnitte gegliedert werden. Überlegen Sie sich vor dem Schreiben eines Textes, ob der zu schreibende Text am besten als Buch oder als Artikel angelegt wird. Artikel eignen sich besser für Texte, die nicht in mehrere Kapitel aufgeteilt werden müssen und mit einem Umfang von ungefähr 20 bis 25 Seiten vergleichsweise kurz sind. Natürlich ist das nur eine Richtlinie. Bücher sind dementsprechend am besten für lange Texte geeignet, die sich sinnvoll in Kapitel unterteilen lassen und möglichweiser noch Anhänge und ähnliches enthalten können. Alle Tutorien von FreeBSD sind als Artikel verfaßt, während hingegen die FreeBSD-FAQ und das FreeBSD-Handbuch als Bücher verfaßt wurden. Bücher schreiben Der Inhalt eines Buches wird in einem book-Element abgelegt. Neben dem Textteil des Buches kann dieses Element weitergehende Informationen über das Buch selbst, wie Meta-Informationen zum Erstellen eines Stichwortverzeichnisses oder zusätzliche Inhalte zum Erstellen einer Titelei, enthalten. Diese zusätzlichen Inhalte sollten in einem bookinfo-Element abgelegt werden. Buchvorlage <sgmltag>book</sgmltag> mit <sgmltag>bookinfo</sgmltag> <book> <bookinfo> <title>Titel</title> <author> <firstname>Vorname</firstname> <surname>Nachname</surname> <affiliation> <address><email>E-Mail-Adresse</email></address> </affiliation> </author> <copyright> <year>1998</year> <holder role="mailto:E-Mail-Adresse">Vollständiger Name</holder> </copyright> <releaseinfo>$FreeBSD$</releaseinfo> <abstract> <para>Kurze Zusammenfassung des Buchinhaltes.</para> </abstract> </bookinfo> … </book> Artikel schreiben Der Inhalt eines Artikels wird in einem article-Element abgelegt. Neben dem Textteil kann dieses Element weitere Teile, wie Meta-Informationen zum Erstellen eines Stichwortverzeichnisses oder zusätzliche Inhalte zum Erstellen einer Titelei, enthalten. Analog zu einem Buch, sollten diese Informationen in einem articleinfo-Element abgelegt werden. Artikelvorlage <sgmltag>article</sgmltag> mit <sgmltag>articleinfo</sgmltag> <article> <articleinfo> <title>Titel</title> <author> <firstname>Vorname</firstname> <surname>Nachname</surname> <affiliation> <address><email>E-Mail-Adresse</email></address> </affiliation> </author> <copyright> <year>1998</year> <holder role="mailto:E-Mail-Adresse">Vollständiger Name</holder> </copyright> <releaseinfo>$FreeBSD$</releaseinfo> <abstract> <para>Kurze Zusammenfassung des Artikelinhalts.</para> </abstract> </articleinfo> … </article> Kapitel Kapitel werden mit dem chapter-Element angelegt und müssen ein title-Element enthalten. Verwendet werden können sie nur in Büchern. Ein einfaches Kapitel Kapitelüberschrift
]]> Kapitel können nicht leer sein. Nebem einem title-Element müssen sie weiteren Inhalt beinhalten. Falls ein leeres Kapitel benötig wird, kann dies durch das Einfügen eines leeren Absatzes (para) erreicht werden. Ein leeres Kapitel Das ist ein leeres Kapitel ]]> Unterkapitel Bücher werden auf der obersten Gliederungsebene durch chapter-Elemente in Kapitel unterteilt. Eine weitergehende Untergliederung kann durch das Anlegen von Unterkapiteln erreicht werden. Im Gegensatz zu Kapiteln, die durch chapter-Elemente ausgezeichnet werden, erfolgt die Auszeichnung von Unterkapitel mit dem Element sectn. Das n in Elementnamen trifft eine Aussage über die Gliederungstiefe, auf der sich das Unterkapitel befindet. Ein sect1-Element kann mehrere Elemente vom Typ sect2 enthalten, die die Unterkapitel der nächsten Gliederungsebene darstellen. sect5 ist das letzte Element, das auf diese Art zur Gliederung eingesetzt werden kann. Unterkapitel Ein Beispielkapitel Ein beliebiger Text. Erster Abschnitt (1.1) Zweiter Abschnitt (1.2) Erster Unterabschnitt (1.2.1) Erster Unterunterabschnitt (1.2.1.1) Zweiter Unterabschnitt (1.2.2) ]]> Die Unterkapitel dieses Beispiels wurden zu Demonstrationszwecken manuell durchnummeriert. In normalen Dokumenten wird diese Aufgabe von den Stylesheets übernommen. Bücher mittels <sgmltag>part</sgmltag> unterteilen In den Fällen, in denen die Unteilung eines Buches in Kapitel nicht ausreichend ist, können mehrere Kapitel mit dem Element part zu einem Teil zusammengefasst werden. Einführung Überblick Was ist FreeBSD? Die Geschichte von FreeBSD ]]> Blockelemente Absätze DocBook kennt drei Arten von Absätzen: Absätze mit Überschrift (formalpara), normale Absätze (para) und einfache Absätze (simpara). Normale Absätze und einfache Absätze unterscheiden sich dadurch, dass innerhalb von para Blockelemente erlaubt sind, innerhalb von simpara hingegen nicht. Es ist empfehlenswert, para den Vorzug zu geben. Absatz mit <sgmltag>para</sgmltag> Das ist ein Absatz. Absätze können fast jedes andere Element aufnehmen.]]> Darstellung: Das ist ein Absatz. Absätze können fast jedes andere Element aufnehmen. Blockzitate Blockzitate sind textlich umfangreichere Zitate aus einem anderen Text, die nicht innerhalb des aktuellen Absatzes angezeigt werden sollen. Wahlweise können Blockzitate eine Überschrift haben und die Zitatquelle nennen. <sgmltag>blockquote</sgmltag> Ein Auszug aus dem Grundgesetz:
Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt Aus dem Grundgesetz Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalten. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
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Darstellung:
Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt Aus dem Grundgesetz Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalten. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Tipps, Anmerkungen, Warnungen, wichtige Informationen und Randbemerkungen In bestimmten Fällen kann es nützlich sein, dem Leser zusätzliche Informationen zu geben, die sich vom Haupttext abheben, damit der Leser sie besser wahrnimmt. Abhängig von der Art der Information, können solche Stellen mit einem der Elemente tip (für Tipps), note (für Anmerkungen), warning (für Warnungen), caution (für besonders ernstzunehmende Warnungen) und important (für wichtige Anmerkungen) ausgezeichnet werden. Trifft keines dieser Element für die auszuzeichnende Stelle zu, sollte diese mit dem Element sidebar ausgezeichnet werden. Da die richtige Einordnung einer auszuzeichnenden Textstelle nicht immer leicht zu treffen ist, werden in der DocBook-Dokumentation folgende Empfehlungen gegeben: Eine Anmerkung (note) ist eine Information, die von jedem Leser beachtet werden sollte. Eine wichtige Anmerkung (important) eine Variation einer Anmerkung. Eine Warnung (warning) betrifft einen möglichen Hardwareschaden oder weist auf eine Gefahr für Leib und Leben hin. Eine besonders ernstzunehmende Warnung (caution) betrifft einen möglichen Datenverlust oder Softwareschaden. <sgmltag>warning</sgmltag> Wenn Sie FreeBSD auf Ihrer Festplatte installieren, kann es sein, da&szlig; Sie Windows nie mehr benutzen wollen. ]]> Eine Warnung wird wie folgt dargestellt: Wenn Sie FreeBSD auf Ihrer Festplatte installieren, kann es sein, dass Sie Windows nie mehr benutzen wollen. Listen und Handlungsanweisungen Listen sind ein oft gebrauchtes Hilfsmittel, wenn es darum geht, Informationen für den Benutzer übersichtlich darzustellen oder eine Abfolge von Arbeitsschritten zu beschreiben, die notwendig sind, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Zur Auszeichnung von Listen stellt DocBook die Elemente itemizedlist, orderedlist und procedure zur Verfügung. DocBook kennt noch andere Elemente für die Auszeichnung von Listen, die an dieser Stelle jedoch nicht behandelt werden. . itemizedlist und orderedlist ähneln sehr stark ihren HTML-Gegenstücken ul und ol. Beide Listenarten müssen mindestens ein Element listitem enthalten. Das listitem Element muss mindestens ein weiteres Blockelement enthalten. procedure unterscheidet sich ein wenig von den vorhergehenden. Es enthält step-Elemente, die wiederum step- oder substel-Elemente enthalten können. Ein step-Element kann nur Blockelemente aufnehmen. <sgmltag>itemizedlist</sgmltag>, <sgmltag>orderedlist</sgmltag> und <sgmltag>procedure</sgmltag> Das ist das erste Listenelement. Das ist das zweite Listenelement. Das ist das erste Aufzählungselement. Das ist das zweite Aufzählungselement. Machen Sie zuerst dies. Und dann machen Sie das.. Und jetzt noch das… ]]> Darstellung: Das ist das erste Listenelement. Das ist das zweite Listenelement. Das ist das erste Aufzählungselement. Das ist das zweite Aufzählungselement. Machen Sie zuerst dies. Und dann machen Sie das.. Und jetzt noch das… Dateiinhalte auszeichnen Technische Dokumente enthalten oft auch Konfigurationsbeispiele oder Quellcodeschnipsel. Zur Auszeichnung dieser Inhalte, stellt Docbook das Element programmlisting zur Verfügung. Im Gegensatz zu anderen DocBook-Elementen wird der Elementinhalt von programmlisting nicht normalisiert, das heißt, dass alle Leerzeichen, Tabulatoren und Zeilenumbrüche unverändert übernommen werden. Aus diesem Grund ist es unter anderem wichtig, dass sich der öffende Tag in der selben Zeile wie der Anfang des darzustellenden Textes befindet. Gleiches gilt für den schließenden Tag: Er muss sich am Ende der letzten Zeile befinden. Wird das nicht beachtet, kann es sein, dass unerwartete Leerzeichen und Leerzeilen in der Ausgabe auftauchen. <sgmltag>programlisting</sgmltag> Am Ende sollte Ihr Programm wie folgt aussehen: #include &lt;stdio.h&gt; int main(void) { printf("Hallo Welt!\n"); }]]> Die spitzen Klammern der #include-Anweisung können nicht direkt verwendet werden, sondern müssen über ihre Entitäten eingebunden werden. Darstellung: Am Ende sollte Ihr Programm wie folgt aussehen: #include <stdio.h> int main(void) { printf("Hallo Welt!\n"); } Textanmerkungen Textanmerkungen auf Englisch: callout sind ein Mechanismus, um auf bestimmte Stellen in einem vorhergehenden Beispiel oder Text zu verweisen. Um solche Verweise anzulegen, müssen die betreffenden Stellen in den Beispielen (programlisting, literallayout, …) mit co-Elementen markiert werden, wobei jedes Element ein eindeutiges id-Attribut besitzen muss. Anschließend sollte ein calloutlist-Element eingefügt werden, dessen Elemente sich auf die co-Elemente des Beispiels beziehen und die jeweiligen Anmerkungen enthalten. Das <sgmltag>co</sgmltag>- und das <sgmltag>calloutlist</sgmltag>-Element Am Ende sollte Ihr Programm wie folgt aussehen: #include &lt;stdio.h&gt; int main(void) { printf("Hallo Welt\n"); } Bindet die Headerdatei stdio.h ein. Bestimmt den Typ des Rückgabewertes von main(). Ruft die Funktion printf() auf, die Hallo Welt! auf der Standardausgabe ausgibt ]]> Darstellung: Am Ende sollte Ihr Programm wie folgt aussehen: #include &lt;stdio.h&gt; int main(void) { printf("Hallo Welt\n"); } Bindet die Headerdatei stdio.h ein. Bestimmt den Typ des Rückgabewertes von main(). Ruft die Funktion printf() auf, die Hallo Welt! auf der Standardausgabe ausgibt Tabellen Im Gegensatz zu HTML ist es nicht notwendig, Tabellen zu Layoutzwecken einzusetzen, da die Layoutaufgabe von den Stylesheets übernommen wird. Stattdessen sollten Tabellen nur für die Auszeichnung von Daten in Tabellenform genutzt werden. Vereinfacht betrachtet (für Details sollte die DocBook-Dokumentation zu Rate gezogen werden) besteht eine Tabelle, die entweder als formelle oder als informelle Tabelle angelegt werden kann, aus einem table-Element. Dieses Element selbst beinhaltet mindestens ein Element tgroup, das über ein Attribut die Spaltenanzahl der Tabelle bestimmt. Innerhalb des Elementes tgroup kann sich ein Element thead mit den Spaltenüberschriften und ein Element tbody mit dem eigentlichen Tabelleninhalt befinden. Beide Elemente beinhalten row-Elemente, die wiederum entry-Elemente beinhalten. Jedes entry-Element stellt eine einzelne Tabellenzelle dar. Tabellen mittels <sgmltag>informaltable</sgmltag> auszeichnen Spaltenüberschrift 1 Spaltenüberschrift 2 Zeile 1, Spalte 1 Zeile 1, Spalte 2 Zeile 2, Spalte 1 Zeile 2, Spalte 2 ]]> Darstellung: Spaltenüberschrift 1 Spaltenüberschrift 2 Zeile 1, Spalte 1 Zeile 1, Spalte 2 Zeile 2, Spalte 1 Zeile 2, Spalte 2 Verwenden Sie stets das Attribut pgwide mit dem Wert 1, wenn Sie das Element informaltable benutzen. Ein Bug des Internet Explorers verhindert ansonsten die korrekte Darstellung dieser Tabellen. Soll die Tabelle keinen Rand haben, kann das Attribut frame mit dem Wert none dem Element informaltable hinzugefügt werden (<informaltable frame="none">)). Tabelle mit Attribut <literal>frame="none"</literal> Darstellung: Spaltenüberschrift 1 Spaltenüberschrift 2 Zeile 1, Spalte 1 Zeile 1, Spalte 2 Zeile 2, Spalte 1 Zeile 2, Spalte 2 Beispiele für den Leser Oft gilt es, für dem Benutzer Beispiele zu geben, die er dann selber nachvollziehen soll. Meist handelt es sich dabei um interaktive Dialoge zwischen Mensch und Maschine: Der Benutzer gibt einen Befehl ein und erhält eine Antwort vom System. Ein Satz von speziellen Elementen und Entitäten unterstützt den Autor bei der Auszeichnung solcher Textstellen: screen Gedacht zur Auszeichnung von Bildschirminhalten. Im Unterschied zu anderen Elementen werden Leerzeichen innerhalb des Elementes screen unverändert übernommen. prompt, &prompt.root; und &prompt.user; Eingabeaufforderungen des Rechners (Betriebssysten, Shell oder Anwendung) sind ein häufig auftretender Teil dessen, was der Benutzer auf dem Bildschirm zu sehen bekommt. Sie sollten mit prompt ausgezeichnet werden. Ein Spezialfall sind die beiden Eingabeaufforderungen der Shell für normale Benutzer und den Superuser root. Jedesmal wenn auf eine von diesen beiden Nutzerrollen hingewiesen werden soll, sollte entweder &prompt.root; oder &prompt.user; eingesetzt werden. Beide Entitäten können auch außerhalb von screen verwendet werden. &prompt.root; und &prompt.user; sind FreeBSD-spezifische Erweiterungen der DocBook DTD und nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. userinput Das Element userinput ist für die Auszeichnung von Benutzereingaben gedacht. <sgmltag>screen</sgmltag>, <sgmltag>prompt</sgmltag> und <sgmltag>userinput</sgmltag> &prompt.user; ls -1 foo1 foo2 foo3 &prompt.user; ls -1 | grep foo2 foo2 &prompt.user; su Password: &prompt.root; cat foo2 This is the file called 'foo2']]> Darstellung: &prompt.user; ls -1 foo1 foo2 foo3 &prompt.user; ls -1 | grep foo2 foo2 &prompt.user; su Password: &prompt.root; cat foo2 This is the file called 'foo2' Obgleich der Inhalt der Datei foo2 in dem obigen Beispiel angezeigt wird, sollte dieser nicht mit programlisting ausgezeichnet werden. Vielmehr sollte programlisting einzig und allein für die Darstellung von Dateifragmenten außerhalb von Benutzeraktionen gewählt werden.
Flußelemente Hervorhebungen Wenn es darum geht bestimmte Wörter oder Textstellen hervorzuheben, sollte dafür das Element emphasis verwendet werden. Das so ausgezeichnete Text wird dann kursiv oder fett dargestellt; im Falle einer Sprachausgabe würde es anders betont werden. Im Gegensatz zu den HTML mit seinen Elementen b und i, kennt DocBook keinen Weg, um diese Darstellung zu ändernAnmerkung des Übersetzers: Hier sollte man sich noch einmal ins Gedächtnis rufen, dass mittels der DocBook DTD nur Inhalte ausgezeichnet werden und nicht das Layout bestimmt wird.. Handelt es sich bei dem darzustellenden um eine wichtige Information, kann alternativ important verwendet werden. Das Element <sgmltag>emphasis</sgmltag> FreeBSD ist zweifelslos das führende Unix-artige Bestriebssystem für die Intel-Plattform.]]> Darstellung: FreeBSD ist zweifelslos das führende Unix-artige Bestriebssystem für die Intel-Plattform. Zitate Um einen Auszug aus einer anderen Quelle zu zitieren oder kenntlich zu machen, dass eine bestimmte Wendung im übertragenen Sinne zu verstehen ist, kann der betreffende Text mit Hilfe des Elementes quote ausgezeichnet werden. Innerhalb von quote können die meisten der normalerweise zur Verfügung stehenden Elemente genutzt werden. Richtig zitieren Es sollte immer sichergestellt werden, dass die Suche die Grenzen zwischen lokaler und öffentlicher Administration (RFC 1535) einhält.]]> Darstellung: Es sollte immer sichergestellt werden, das die Suche die Grenzen zwischen lokaler und öffentlicher Administration (RFC 1535) einhält. Tasten, Maustasten und Tastenkombinationen Das Element keycap beschreibt eine bestimmte Taste der Tastatur. Für die Auszeichnung von Maustasten steht analog das Element mousebutton zur Verfügung. Mit Hilfe von keycombo können beliebige Tasten- und Maustastenkombinationen beschrieben werden. Das Element keycombo besitzt ein Attribut action, dem einer der Werte click, double-click, other, press, seq oder simul zugewiesen werden kann. Die letzten beiden Werte deuten an, dass die genannte Kombination nacheinander oder gleichzeitig gedrückt werden soll. Die Stylesheets fügen zwischen die einzelnen Unterelemente von keycombo +-Zeichen ein. Tasten, Maustasten und Tastenkombinationen Diese Eingaben zeichnen Sie wie folgt aus: Mit der Tastenkombination Alt F1 kann auf die zweite virtuelle Konsole umgeschaltet werden. Um vi zu beenden, ohne die Änderungen zu speichern, muss Esc :q! eingegeben werden. Der Fenstermanager ist so konfiguriert, dass mittels Alt rechter Maustaste Fenster verschoben werden können.]]> Darstellung: Mit der Tastenkombination Alt F1 kann auf die zweite virtuelle Konsole umgeschaltet werden. Um vi zu beenden, ohne die Änderungen zu speichern, muss Esc :q! eingegeben werden. Der Fenstermanager ist so konfiguriert, dass mittels Alt rechter Maustaste Fenster verschoben werden können. Anwendungen, Befehle, Optionen und Hilfeseiten Oft besteht die Notwendigkeit auf bestimmte Anwendungen und Befehle zu verweisen. Der Unterschied zwischen einer Anwendung und einem Befehl liegt darin, dass eine Anwendung ein einzelnes oder eine Gruppe von Programmen ist, mit denen eine bestimmte Aufgabe erledigt werden kann. Ein Befehl hingegen ist der Name eines Programmes, dass der Benutzer aufrufen kannDer Befehl mozilla startet das Programm mozilla. . Desweiteren kann es auch vorkommen, dass die von einem Programm (in einem bestimmten Fall) akzeptierten Optionen genannt werden müssen. Schlußendlich ist es oft gewünscht, zu einem Befehl dessen Abschnitt der Manualseiten im Unix-üblichen Stil Befehl(Zahl) anzugeben. Anwendungsnamen können mit application ausgezeichnet werden. Befehle können zusammen mit der betreffenden Hilfeseite über das DocBook-Element citerefentry ausgezeichnet werden. citerefentry muss zwei weitere Elemente enthalten: refentrytitle, für den Befehlsnamen, und manvolnum, für die Kategorie der Hilfeseite. Diese Art auf Befehle zu verweisen kann sehr ermüdent sein. Daher gibt es einen Satz von Allgemeinen Entitäten, der diese Arbeit erleichtert. Er ist in der Datei doc/share/sgml/man-refs.ent enhalten und kann über den folgenden Bezeichner eingebunden werden: PUBLIC "-//FreeBSD//ENTITIES DocBook Manual Page Entities//EN" Jede Entität in dieser Datei ist wie folgt aufgebaut: &man.Hilfeseite.Kategorie;. Der Anfang eines Dokumentes, das diese Entitäten einbindet, könnte so aussehen: <!DOCTYPE book PUBLIC "-//FreeBSD//DTD DocBook V4.1-Based Extension//EN" [ <!ENTITY % man PUBLIC "-//FreeBSD//ENTITIES DocBook Manual Page Entities//EN"> %man; … ]> Um Befehle innerhalb des Fließtextes auszuzeichen, kann das Element command genutzt werden. Die Optionen eines Befehles können mit Hilfe von option ausgezeichnet werden. Wenn man sich mehrmals hintereinander auf den gleichen Befehl bezieht, sollte man beim ersten Auftreten die Notation &man.command.section; verwenden. Für alle folgenden Referenzen sollte hingegen command verwendet werden. Dadurch verbessert sich das Erscheinungsbild, insbesondere von HTML, deutlich. Die Unterscheidung zwischen command und application kann schwer sein, und manchmal ist die Entscheidung, welches Element das richtige ist, nicht leicht. Das folgende Beispiel soll diese Unterscheidung erleichtern. Anwendungen, Befehle und Optionen Sendmail ist der verbreitetste UNIX-Mailserver. Sendmail besteht aus den Programmen sendmail 8 , &man.mailq.1;, und &man.newaliases.1;. Mittels der Option kann sendmail 8 den Status der Mailwarteschlange ausgeben. Der Status der Mailwarteschlange kann durch den Befehl sendmail -bp überprüft werden.]]> Darstellung: Sendmail ist der verbreitetste UNIX-Mailserver. Sendmail besteht aus den Programmen sendmail 8 , &man.mailq.1; sowie &man.newaliases.1;. Mittels der Option kann sendmail 8 den Status der Mailwarteschlange ausgeben. Der Status der Mailwarteschlange kann durch den Befehl sendmail -bp überprüft werden. Die Schreibweise &man.Hilfeseite.Kategorie; ist leichter lesbar. Dateien, Verzeichnisse und Erweiterungen Immer wenn in einem Text der Name einer Datei, eines Verzeichnisses oder eine Dateierweiterung vorkommt, sollte die betreffende Stelle mit dem Element filename ausgezeichnet werden. Das Element <sgmltag>filename</sgmltag> Die SGML-Quellen des englischen Handbuches befinden sich im Verzeichnis /usr/doc/en/handbook/. In diesem Verzeichnis befindet sich eine Datei handbook.sgml. Desweiteren sollte sich eine Datei mit dem Namen Makefile zusammen mit mehreren Dateien mit der Endung .ent in diesem Verzeichnis befinden.]]> Darstellung: Die SGML-Quellen des englischen Handbuches befinden sich im Verzeichnis /usr/doc/en/handbook/. In diesem Verzeichnis befindet sich eine Datei handbook.sgml. Desweiteren sollte sich eine Datei mit dem Namen Makefile zusammen mit mehreren Dateien mit der Endung .ent in diesem Verzeichnis befinden. Portnamen FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. An einigen Stellen ist es notwendig, den Namen eines Ports aus FreeBSDs Ports-Sammlung in Dokumenten zu verwenden. In diesem Fall sollte ebenfalls das Element filename eingesetzt werden, dabei aber dem Element das Attribut role mit dem Wert package zugewiesen werden. Da die Ports-Sammlung an jeder beliebigen Stelle im Dateisystem installiert werden kann, sollte filename nur die Kategorie und den Namen des Ports enthalten, aber nicht das Verzeichnis /usr/ports. Portsnamen und das Element <sgmltag>filename</sgmltag> Wenn Sie Ihr Netz und dessen Datenverkehr analysieren möchten, dann installieren Sie bitte den Port net/ethereal.]]> Darstellung: Wenn Sie Ihr Netz und dessen Datenverkehr analysieren möchten, dann installieren Sie bitte den Port net/ethereal. Gerätedateien unterhalb von <filename>/dev</filename> FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. Wird in einem Dokument Bezug auf Gerätedateien unterhalb von dev genommen, dann gibt es zwei Möglichkeiten diese auszuzeichnen. Zum einen kann man sich auf das Gerät beziehen, so wie es unter /dev zu finden ist, und zum anderen kann man sich auf den Gerätenamen beziehen, wie es innerhalb des Kerns verwendet wird. Für letztere Möglichkeit sollte das Element devicename genutzt werden. Allerdings besteht nicht immer diese Wahlmöglichkeit. Einige Geräte, wie zum Beispiel Netzwerkkartenm haben keinen Eintrag unter /dev oder werden anders dargestellt. Gerätenamen per <sgmltag>devicename</sgmltag> auszeichnen Unter FreeBSD wird die serielle Datenübertragung über sio abgewickelt, das unterhalb von /dev eine Reihe von Einträgen anlegt. Zu diesen Einträgen behören beispielsweise /dev/ttyd0 und /dev/cuaa0. Andererseits erscheinen Geräte wie beispielsweise ed0 nicht unterhalb von /dev. Unter MS-DOS wird das erste Diskettelaufwerk als a: bezeichnet. FreeBSD bezeichnet es als /dev/fd0.]]> Darstellung: Unter FreeBSD wird die serielle Datenübertragung über sio abgewickelt, das unterhalb von /dev eine Reihe von Einträgen anlegt. Zu diesen Einträgen behören beispielsweise /dev/ttyd0 und /dev/cuaa0. Andererseits erscheinen Geräte wie beispielsweise ed0 nicht unterhalb von /dev. Unter MS-DOS wird das erste Diskettelaufwerk als a: bezeichnet. FreeBSD bezeichnet es als /dev/fd0. Rechner, Domains, IP-Adressen und mehr FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. Bezeichner für Rechner können in Abhängigkeit der Bezeichnungsweise auf verschiedene Art und Weise ausgezeichnet werden. Gemeinsam ist allen, dass sie das Element hostid benutzen. Über das Attribut role wird die Art des Bezeichners genauer bestimmt. Kein Rollenattribut oder role="hostname" Ohne Rollenattribut stellt der umschlossene Text einen normlen Rechnernamen wie freefall oder wcarchive dar. Wenn es gewünscht ist, kann mittels role="hostname" explizit angegeben werden, dass es sich um einen Rechnernamen handelt. role="domainname" Ein Domainname wie FreeBSD.org oder ngo.org.uk. Er enthält keinen Rechnernamen. role="fqdn" Vollqualifizierter Domainname wie www.FreeBSD.org. Enthält sowohl einen Domainnamen als auch einen Rechnernamen. role="ipaddr" Eine IP-Adresse, meistens als durch Doppelpunkte getrenntes Tupel von vier Zahlen dargestellt. role="ip6addr" Eine IPv6-Adresse. role="netmask" Eine Netzwerkmaske, dargestellt als ein durch Doppelpunkte getrenntes Vierzahlentupel, einer Hexzahl oder als ein /, dem eine Zahl folgt. role="mac" Eine MAC-Adresse, dargestellt durch zweistellige Hexzahlen, die durch Doppelpunkte getrennt sind. <literal>role</literal> und <sgmltag>hostid</sgmltag> Der lokale Rechner kann immer über den Namen localhost angesprochen werden, dem immer die IP-Adresse 127.0.0.1 zugeordnet ist. Zur Domain FreeBSD.org gehören verschiedene Rechner, inklusive freefall.FreeBSD.org und pointyhat.FreeBSD.org. Wenn eine IP-Adresse einer Netzwerkkarte zugeordnet wird, was mit der Hilfe von ifconfig geschieht, sollte immer die Netzmaske 255.255.255.255, die auch hexadezimal als 0xffffffff abgegeben werden kann, benutzt werden. Die MAC-Adresse ist für jede existierende Netzwerkkarte auf der Welt eindeutig. Eine typische MAC-Adresse ist beispielsweise 08:00:20:87:ef:d0.]]> Darstellung: Der lokale Rechner kann immer über den Namen localhost angesprochen werden, dem immer die IP-Adresse 127.0.0.1 zugeordnet ist. Zur Domain FreeBSD.org gehören verschieden Rechner, inklusive freefall.FreeBSD.org und bento.FreeBSD.org. Wenn eine IP-Adresse einer Netzwerkkarte zugeordnet wird, was mit der Hilfe von ifconfig geschieht, sollte immer die Netzmaske 255.255.255.255, die auch hexadezimal als 0xffffffff abgegeben werden kann, benutzt werden. Die MAC-Adresse ist für jede existierende Netzwerkkarte auf der Welt eindeutig. Eine typische MAC-Adresse ist beispielsweise 08:00:20:87:ef:d0. Benutzernamen FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. Namen von Benutzern, wie root oder bib, können mit dem Element username ausgezeichnet werden. Das Element <sgmltag>username</sgmltag> Für die meisten Administrationsaufgaben müssen Sie als root angemeldet sein.]]> Darstellung: Für die meisten Administrationsaufgaben müssen Sie als root angemeldet sein. Beschreibung von <filename>Makefile</filename>s FreeBSD-Erweiterung Die hier genannten Elemente sind Bestandteil der FreeBSD-Erweiterung für DocBook und sind nicht in der originalen DocBook DTD enthalten. Zur Beschreibung von Teilen einer Makedatei stehen die beiden Elemente marketarget und makevar zur Verfügung. maketarget bezeichnet ein Ziel eines Makefiles, das als Parameter beim Aufruf von make angegeben werden kann. makevar hingegen bezeichnet eine Variable, die entweder in einem Makefile definiert oder make auf der Befehlszeile übergeben werden kann, um so den Bauprozess zu beeinflussen. <sgmltag>maketarget</sgmltag> und <sgmltag>makevar</sgmltag> Zwei übliche Ziele in einem Makefile sind all und clean. Üblicherweise wird, wenn das Ziel all aufgerufen wird, die gesamte Anwendung neu erstellt. Der Aufruf des Zieles clean veranlaßt das Löschen aller temporären Dateien (zum Beispiel .o), die während der Übersetzung erzeugt wurden. Das genaue Verhalten von clean kann von einer Reihe von Variablen beeinflußt werden. Stellvertretend seien hier CLOBBER und RECURSE genannt.]]> Darstellung: Zwei übliche Ziele in einem Makefile sind all und clean. Üblicherweise wird, wenn das Ziel all aufgerufen wird, die gesamte Anwendung neu erstellt. Der Aufruf des Zieles clean veranlaßt das Löschen aller temporären Dateien (zum Beispiel .o), die während der Übersetzung erzeugt wurden. Das genaue Verhalten von clean kann von einer Reihe von Variablen beeinflußt werden. Stellvertretend seien hier CLOBBER und RECURSE genannt. Text buchstabengetreu übernehmen Für das Handbuch ist es oft notwendig, Textausschnitte buchstabengetreu darzustellen. Hierbei kann es sich um Texte handeln, die aus einer anderen Datei stammen oder die der Leser eins-zu-eins aus dem Handbuch kopieren können soll. In einigen Fällen ist zu diesem Zwecke programlisting ausreichend, jedoch nicht immer. So ist programlisting zum Beispiel nicht einsetzbar, wenn es darum geht, einen Auszug aus einer Datei innerhalb eines Absatzes einzufügen. In solchen Fällen sollte das Element literal zum Einsatz kommen. <sgmltag>literal</sgmltag> Die Zeile maxusers 10 in der Kernelkonfigurationsdatei beeinflußt die Größe vieler Systemtabellen und kann als ungefähr als Richtwert dafür gelten, wie viele paralle Anmeldungen das System handhaben kann.]]> Darstellung: Die Zeile maxusers 10 in der Kernelkonfigurationsdatei beeinflußt die Größe vieler Systemtabellen und kann als ungefähr als Richtwert dafür gelten, wie viele paralle Anmeldungen das System handhaben kann. Benutzerspezifische Eingaben darstellen Es kommt oft vor, dass der Leser Beispiele, Dateinamen oder Kommandozeilen verändern muss. Für einen solchen Anwendungsfall ist das Element replaceable gedacht. Es kann innerhalb von anderen Elementen genutzt werden, um die Teile auszuzeichnen, die es zu ersetzen gilt. Das Element <sgmltag>replaceable</sgmltag> &prompt.user; man command]]> Darstellung: &prompt.user; man command Dieses Beispiel zeigt, dass nur der Text mit replaceable umschlossen werden soll, den der Benutzer einzusetzen hat. Sämtlicher anderer Text sollte wie üblich ausgezeichnet werden. Die Zeile maxusers n in der Kernelkonfigurationsdatei bestimmt die Größe vieler Systemtabellen und stellt einen groben Richtwert dafür dar, wie viele gleichzeitige Anmeldungen das System unterstützt. Für einen Arbeitsplatzrechner stellt 32 einen guten Wert für n dar.]]> Darstellung: Die Zeile maxusers n in der Kernelkonfigurationsdatei bestimmt die Größe vieler Systemtabellen und stellt einen groben Richtwert dafür dar, wie viele gleichzeitige Anmeldungen das System unterstützt. Für einen Arbeitsplatzrechner stellt 32 einen guten Wert für n dar. Fehlermeldungen des Systems darstellen In manchen Fällen kann es nötig sein, Fehlermeldungen darzustellen, die von FreeBSD erzeugt werden können. Für solche Fälle ist das Element errorname vorgesehen. Das Element <sgmltag>errorname</sgmltag> Panic: cannot mount root ]]> Darstellung: Panic: cannot mount root Bilder und Grafiken Die Verwendung von Grafiken innerhalb der Dokumentation ist momentan noch in einem experimentellen Stadium. Es ist daher wahrscheinlich, dass sich die hier beschriebenen Mechanismen noch ändern werden. Für die Verwendung von Grafiken ist es notwendig, den Port graphics/ImageMagick zusätzlich zu installieren, da er nicht vom Port textproc/docproj mitinstalliert wird. Das beste Beispiel für den Einsatz von Grafiken ist der unter doc/en_US.ISO8859-1/articles/vm-design/ zu findene Artikel Design elements of the FreeBSD VM system. Falls beim Lesen der folgenden Kapitel Fragen unbeantwortet oder unklar bleiben, empfiehlt es sich, die unter dem genannten Verzeichnis befindlichen Dateien zu studieren und anhand ihrer zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Es empfiehlt sich, den Artikel in verschiedenen Ausgabeformaten zu erzeugen, da man so sehen kann, wie die Grafiken in Abhängigkeit vom Ausgabemedium angeordnet werden. Unterstütze Grafikformate Zur Zeit werden nur zwei Grafikformate unterstützt. Welches von beiden Formaten zum Einsatz kommen sollte, hängt von der Art der Grafik ab. Für Bilder, die vorrangig Vektorelemente wie Netzwerkdiagramme, Zeitlinien und ähnliches beinhalten, sollte Encapsulated Postscript als Format gewählt werden. Wichtig ist es in diesem Fall, dass die Grafikdatei die Endung .eps hat. Für Bitmapgrafiken, wie zum Beispiel Bildschirmfotos, steht das Portable Network Grafic Format zur Verfügung. In diesem Fall, sollte die Grafikdatei immer die Endung .png haben. In das CVS-Archiv sollten nur Grafiken in diesen beiden Formaten übernommen werden. Es sollte darauf sehr darauf geachtet werden, das richtige Format für das richtige Bild zu wählen. Erwartungsgemäß wird es Dokumente geben, die eine Mischung aus PNG- und EPS-Grafiken enthalten. In solchen Fällen, stellen die Makedateien die Verwendung des richtigen Formats in Abhängigkeit vom Ausgabeformat sicher. Deshalb sollte die gleiche Grafik niemals in zwei unterschiedlichen Formaten in das CVS-Archiv übernommen werden. Es ist absehbar, dass das Dokumentationsprojekt in Zukunft das Scalable Vector Graphic-Format (SVG) als Standardformat für Vektorgrafiken übernehmen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dieser Wechsel noch nicht möglich, da der Stand der jetzigen SVG-Anwendungen noch nicht den dafür notwendigen Erfordernissen entspricht. DocBook-Elemente für den Grafikeinsatz Das Auszeichnen von Bildern mittels DocBook ist relativ einfach. Zuerst wird ein mediaobject-Element eingefügt, das als Container für medienspezifische Elemente fungieren kann. Für die Zwecke des FDPs sind das die Elemente imageobject und textobject. In das mediaobject-Element sollten ein Element vom Typ imageobject und zwei textobject-Elemente eingefügt werden. Das imageobject-Element verweist auf die eigentliche Grafikdatei. Dabei ist allerdings nur der Dateipfad ohne Erweiterung anzugegeben. Die textobject-Elemente werden dafür genutzt, Texte aufzunehmen, die dem Leser anstelle des Bildes oder zusammen mit dem Bild angezeigt werden. Dies kann unter zwei Umständen geschehen: Wenn ein Dokument als HTML-Datei durch einem Browser angezeigt wird. In diesem Falle muss jeder Grafik ein Alternativtext zugeordnet werden, der dem Leser angezeigt werden kann. Meist ist das notwendig, wenn der Browser die Grafik noch nicht geladen hat oder wenn der Benutzer den Mauszeiger über die Grafik führt. Wenn das Dokument als Textdatei gelesen wird. Da in einer Textdatei keine Grafiken angezeigt werden können, sollte es für die Grafik eine Textentsprechung geben, die alternativ angezeigt werden kann. Das folgende Beispiel soll das bisher geschriebene illustrieren. Angenommen es liegt eine einzubindene Grafik in der Datei bild1 vor, die die Darstellung eines As in einem Rechteck enthält. Die ASCII-Alternative könnte so ausgezeichnet werden: <mediaobject> <imageobject> <imagedata fileref="bild1"> </imageobject> <textobject> <literallayout class="monospaced">+ - - - - - - - - - - - - - - -+ | A | +- - - - - - - - - - - - - - -+</literallayout> </textobject> <textobject> <phrase>Ein Bild</phrase> </textobject> </mediaobject> Innerhalb vom Element imageobject befindet sich ein Element imagedata, welches mit Hilfe des Attributes fileref den Namen der Grafikdatei (ohne Erweiterung) angibt. Die Bestimmung der Dateierweiterung wird von den Stylesheets übernommen. Das erste textobject-Element enthält ein literallayout-Element, dessen Attribut class den Wert monospaced zugewiesen bekommt. Der Inhalt dieses Elements wird genutzt, wenn das Dokument in Textform ausgegeben wird. An dieser Stelle hat der Autor die Möglichkeit seine Textzeichenkünste unter Beweis zu stellen. Wichtig ist, dass die erste und die letzte Zeile sich gleichauf mit dem öffenden und dem schließenden Tag befindet. Dadurch wird sichergestellt, dass keine unnötigen Leerzeichen in die Ausgabe aufgenommen werden. Das zweite textobject-Element sollte lediglich ein phrase-Element enthalten. Wird das Dokument nach HTML konvertiert, wird dessen Inhalt für das Attribut alt des img-Tags verwendet. Die <filename>Makefile</filename>-Einträge Alle in einem Dokument verwendeten Grafiken müssen in dem zugehörigen Makefile in der Variable IMAGES enthalten sein. IMAGES sollte immer die Namen der Quellgrafiken enthalten. Werden in einem Dokument beispielsweise die drei Grafiken bild1.eps, bild2.png und bild3.png referenziert, sollte das Makefile die folgende Zeile enthalten: … IMAGES= bild1.eps bild2.png bild3.png … Eine andere Möglichkeit wäre: … IMAGES= bild1.eps IMAGES+= bild2.png IMAGES+= bild3.png … Es kann nicht oft genug betont werden: Welche Grafikdateien für das zu erzeugende Dokument benötigt werden, wird von dem Makefiles bestimmt. IMAGES darf nur die Originaldateien enthalten. Grafiken und Kapitel in Unterverzeichnissen Wenn Sie Ihre Dokumentation in mehrere kleine Dateien aufspalten (siehe ), müssen Sie sorgfältig vorgehen. Angenommen es handelt sich um ein Buch, dessen drei Kapitel in separaten Verzeichnissen angelegt wurden (kapitel1/kapitel.sgml, kapitel2/kapitel.sgml und kapitel3/kapitel.sgml). Enthalten die Kapitel Grafiken, empfiehlt es sich, diese in den gleichen Verzeichnisses abzulegen, wie die Kapitel selbst. In diesem Falle gilt es jedoch zu beachten, dass die Pfade der Grafikdateien in der Variable IMAGES und in den imagedata-Elementen immer auch den Verzeichnisnamen mitenthalten. Soll beispielsweise die Datei kapitel1/bild1.png in das in kapitel1/kapitel.sgml enthaltene Kapitel eingebunden werden, sollte dies so erfolgen: <mediaobject> <imageobject> <imagedata fileref="kapitel1/bild1"> </imageobject> … </mediaobject> fileref muss den Datei- und den Verzeichnisnamen enthalten. Das Makefile muss dementsprechend die Zeile … IMAGES= kapitel1/bild1.png … enthalten. Wird dies beachtet, sollte es zu keinen Problemen kommen. Querverweise Querverweise sind auch Flußelemente. Querverweise innerhalb eines Dokumentes Um innerhalb eines Dokumentes Verweise anzulegen, muss angegeben werden, von welcher Textstelle aus wohin verwiesen werden soll. Jedes DocBook-Element besitzt ein Attribut id, über das seinem Element ein eindeutiger Bezeichner zugewiesen werden kann. In den meisten Fällen werden Querverweise nur zu Kapiteln gesetzt. Die chaper- und sect*-Elemente sollten aus diesem Grunde ein gesetztes id-Attribut besitzen. <sgmltag>chapter</sgmltag> und <sgmltag>section</sgmltag> mit dem Attribut <literal>id</literal> Einführung Das ist eine Einführung. Sie enthält ein Unterkapitel, das ebenfalls einen eigenen Bezeichner hat. Unterkapitel 1 Das ist ein Unterkapitel. ]]> Als Wert für das Attribut id sollte immer ein selbsterklärender Bezeichner gewählt werden. Zudem ist es notwendig, dass dieser Bezeichner innerhalb des Dokumentes eindeutig ist. Im obigen Beispiel wurde der Bezeichner für das Unterkapitel gebildet, indem der Bezeichner des übergeordneten Kapitels um den Titel des Unterkapitels erweitert wurde. Diese Vorgehensweise hilft sicherzustellen, dass Bezeichner eindeutig sind und bleiben. Manchmal soll jedoch nicht auf den Anfang eines Kapitels verwiesen werden, sondern zum Beispiel auf eine Stelle in einem Absatz oder auf ein bestimmtes Beispiel. In solchen Fällen kann an der Stelle, auf die verwiesen werden soll, das Element anchor mit gesetztem Attribut id eingefügt werden. anchor kann selber keinen weiteren Inhalt aufnehmen. Querverweise und das Element <sgmltag>anchor</sgmltag> Dieser Absatz enthält ein Ziel für Querverweise, was jedoch keine Auswirkung auf dessen Darstellung hat.]]> Zum Anlegen des eigentlichen Querverweises selbst kann eines der beiden Elemente xref oder link genutzt werden. Beide besitzen das Attribut linkend, dem der id-Wert des Verweiszieles zugewiesen wird. Ob sich das Ziel vor oder nach dem Verweis befindet, spielt keine Rolle. xref und link unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Art und Weise, auf die der Text erzeugt wird, auf dem der Querverweis liegt. Kommt xref zum Einsatz, hat der Autor keine Kontrolle darüber – der Text wird automatisch für ihn erzeugt. Einsatz von <sgmltag>xref</sgmltag> Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, dass sich folgendes Textfragment irgendwo innerhalb eines Dokumentes auftaucht, dass das vorherige id-Beispiel enthält. Weitere Informationen gibt es im . Genauere Informationen können im gefunden werden.]]> Der Verweistext wird automatisch von den Stylesheets erzeugt und so hervorgehoben, dass ersichtlich ist, dass es sich bei dem Text um einen Verweis handelt.
Weitere Informationen können in der Einführung gefunden werden. Genauere Informationen können im Unterkapitel 1 gefunden werden.
Der Text, auf dem der HTML-Link für den Querverweis liegt, wurde von den Kapitelüberschriften übernommen. Das bedeutet, dass es nicht möglich ist, mit der Hilfe von xref einen Querverweis zu einer mit anchor gekennzeichneten Stelle anzulegen. Da anchor keinen Inhalt aufnehmen kann, können die Stylesheets nicht automatisch einen Text für den Verweis erzeugen. Möchte man selber den für den Verweis benutzten Text bestimmen können, sollte das Element link verwendet werden. Im Gegensatz zu xref kann link Inhalt aufnehmen, der dann für den Verweis verwendet wird. <sgmltag>link</sgmltag> beutzen Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, dass es sich in dem Dokument befindet, das auch das id-Beispiel enthält. Weitere Informationen können im ersten Kapitel gefunden werden. Genauere Informationen können in diesem Kapitel gefunden werden.]]> Aus diesem SGML-Fragment würden die Stylesheets folgendes generieren (der hervorgehobene Text deutet den erzeugten Verweis an):
Weitere Informationen können im ersten Kapitel gefunden werden. Genauere Informationen können in diesem Kapitel gefunden werden.
Das letzte Beispiel ist schlecht. Es sollten niemals Wörter wie dieses oder hier als Linktext benutzt werden. Solche Wörter zwingen den Leser dazu, den Kontext des Verweises zu lesen, um zu verstehen, wohin der Verweis führt. Mit dem Element link kann auf mit anchor gekennzeichnete Stellen im Dokument verwiesen werden, da der Inhalt von link als Text für den Querverweise genutzt wird.
Verweise auf Dokumente im WWW Das Anlegen von Verweisen auf externe Dokumente ist wesentlich einfacher – solange die URL des zu referenzierenden Dokumentes bekannt ist. Um von einem bestimmten Textabschnitt auf das gewünschte externe Dokument zu verweisen, muss die jeweilige Stelle mit dem Element ulink ausgezeichnet werden. Mittels des Attributes url kann die Adresse des Zieldokumentes angegeben werden. Bei der Umformung des Quelldokumentes in die verschiedenen Ausgabeformate wird der sich zwischen Start- und Endtag befindliche Text für den Verweis übernommen, den der Leser aufrufen kann. Verweise mit <sgmltag>ulink</sgmltag> Natürlich ist es möglich, anstatt diesen Text weiterzulesen, sofort die FreeBSD-Homepage aufzurufen.]]> Darstellung: Natürlich ist es möglich, anstatt diesen Text weiterzulesen, sofort die FreeBSD-Homepage aufzurufen.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.sgml index 5807a46954..e9e19ae17f 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/config/chapter.sgml @@ -1,3492 +1,3492 @@ Chern Lee Geschrieben von Mike Smith Nach einem Tutorium von Matt Dillon Basiert ebenfalls auf tuning(7) von Martin Heinen Übersetzt von Konfiguration und Tuning Übersicht System-Konfiguration System-Optimierung Ein korrekt konfiguriertes System kann die Arbeit, die bei der zukünftigen Pflege und bei Migrationen des Systems entsteht, erheblich reduzieren. Dieses Kapitel beschreibt die Konfiguration von &os; sowie Maßnahmen zur Leistungssteigerung von &os;-Systemen. Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, werden Sie Folgendes wissen: Wie Sie effizient Dateisysteme und Swap-Partitionen auf Ihrer Festplatte einrichten. Die Grundlagen der Konfiguration mit rc.conf und des Systems zum Starten von Anwendungen in /usr/local/etc/rc.d. Wie Sie Netzwerkkarten konfigurieren und testen. Wie Sie virtuelle Hosts und Netzwerkgeräte konfigurieren. Wie Sie die verschiedenen Konfigurationsdateien in /etc benutzen. Wie Sie mit sysctl-Variablen &os; einstellen können. Wie Sie die Platten-Performance einstellen und Kernel-Parameter modifizieren können. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie die Grundlagen von &unix; und &os; () verstehen. Damit vertraut sein, wie Sie einen Kernel konfigurieren und kompilieren (). Vorbereitende Konfiguration Layout von Partitionen Layout von Partitionen /etc /var /usr Partitionen Wenn Sie Dateisysteme mit &man.bsdlabel.8; oder &man.sysinstall.8; anlegen, sollten Sie beachten, dass Festplatten auf Daten in den äußeren Spuren schneller zugreifen können als auf Daten in den inneren Spuren. Daher sollten die kleineren oft benutzten Dateisysteme, wie das Root-Dateisystem oder die Swap-Partition, an den äußeren Rand der Platte gelegt werden. Die größeren Partitionen wie /usr sollten in die inneren Bereiche gelegt werden. Es empfiehlt sich, die Partitionen in einer ähnlichen Reihenfolge wie Root-Partition, Swap, /var und /usr anzulegen. Die Größe der /var-Partition ist abhängig vom Zweck der Maschine. Das /var-Dateisystem enthält hauptsächlich Postfächer, den Spoolbereich zum Drucken und Logdateien. Abhängig von der Anzahl der Systembenutzer und der Aufbewahrungszeit für Logdateien, können gerade die Postfächer und Logdateien zu ungeahnten Größen wachsen. Die meisten Benutzer werden selten mehr als etwa ein Gigabyte in /var benötigen. Ein paar Mal wird es vorkommen, dass viel Festplattenspeicher in /var/tmp gebraucht wird. Wenn neue Software mit &man.pkg.add.1; installiert wird, extrahieren die Paketwerkzeuge eine vorübergehende Kopie der Pakete unter /var/tmp. Die Installation grosser Softwarepakete wie Firefox oder Openoffice kann sich wegen zu wenig Speicherplatz in /var/tmp als trickreich herausstellen. - + Die /usr-Partition enthält viele der Hauptbestandteile des Systems, dazu gehöhren die &man.ports.7;-Sammlung (empfohlen) und die Quellen (optional). Sowohl die Ports als auch die Quellen des Basissystems sind zum Zeitpunkt der Installation optional, trotzdem sollten Sie mindestens zwei Gigabyte für diese Partition vorsehen. Wenn Sie die Größe der Partitionen festlegen, beachten Sie bitte das Wachstum Ihres Systems. Wenn Sie den Platz auf einer Partition vollständig aufgebraucht haben, eine andere Partition aber kaum benutzen, kann die Handhabung des Systems schwierig werden. Die automatische Partitionierung von &man.sysinstall.8; mit Auto-defaults legt manchmal zu kleine / und /var-Partition an. Partitionieren Sie weise und großzügig. Swap Partition Swap-Partition Größe Swap-Partition Als Daumenregel sollten Sie doppelt soviel Speicher für die Swap-Partition vorsehen, als Sie Hauptspeicher haben. Verfügt die Maschine beispielsweise über 128 Megabyte Hauptspeicher, sollten Sie 256 Megabyte für den Swap-Bereich vorsehen. Systeme mit weniger Speicher werden wahrscheinlich mit viel mehr Swap mehr leisten. Es wird nicht empfohlen, weniger als 256 Megabyte Swap einzurichten. Außerdem sollten Sie künftige Speichererweiterungen beachten, wenn Sie die Swap-Partition einrichten. Die VM-Paging-Algorithmen im Kernel sind so eingestellt, dass Sie am besten laufen, wenn die Swap-Partition mindestens doppelt so groß wie der Hauptspeicher ist. Zu wenig Swap kann zu einer Leistungsverminderung im VM page scanning Code führen, sowie Probleme verursachen, wenn Sie später mehr Speicher in Ihre Maschine bauen. Auf größeren Systemen mit mehreren SCSI-Laufwerken (oder mehreren IDE-Laufwerken an unterschiedlichen Controllern) empfehlen wir Ihnen, Swap-Bereiche auf bis zu vier Laufwerken einzurichten. Diese Swap-Partitionen sollten ungefähr dieselbe Größe haben. Der Kernel kann zwar mit beliebigen Größen umgehen, aber die internen Datenstrukturen skalieren bis zur vierfachen Größe der größten Partition. Ungefähr gleich große Swap-Partitionen erlauben es dem Kernel, den Swap-Bereich optimal über die Laufwerke zu verteilen. Große Swap-Bereiche, auch wenn sie nicht oft gebraucht werden, sind nützlich, da sich ein speicherfressendes Programm unter Umständen auch ohne einen Neustart des Systems beenden lässt. Warum partitionieren? Gegen eine einzelne Partition sprechen mehrere Gründe. Jede Partition hat im Betrieb unterschiedliche Eigenschaften und die Trennung der Partitionen erlaubt es, die Dateisysteme an diese Eigenschaften anzupassen. Die Root- und /usr-Partitionen weisen meist nur lesende Zugriffe auf, während /var und /var/tmp hauptsächlich beschrieben werden. Indem Sie ein System richtig partitionieren, verhindern Sie, dass eine Fragmentierung in den häufig beschriebenen Partitionen auf die meist nur gelesenen Partitionen übergreift. Wenn Sie die häufig beschriebenen Partitionen an den Rand der Platte, legen, dann wird die I/O-Leistung diesen Partitionen steigen. Die I/O-Leistung ist natürlich auch für große Partitionen wichtig, doch erzielen Sie eine größere Leistungssteigerung, wenn Sie /var an den Rand der Platte legen. + class="directory">/var an den Rand der Platte legen. Schließlich sollten Sie noch die Stabilität des Systems beachten. Eine kleine Root-Partition, auf die meist nur lesend zugegriffen wird, überlebt einen schlimmen Absturz wahrscheinlich eher als eine große Partition. Basiskonfiguration rc-Dateien rc.conf Informationen zur Systemkonfiguration sind hauptsächlich in /etc/rc.conf, die meist beim Start des Systems verwendet wird, abgelegt. Der Name der Datei zeigt ihren Zweck an: Sie enthält die Konfigurationen für die rc* Dateien. In rc.conf werden die Vorgabewerte aus /etc/defaults/rc.conf überschrieben. Die Vorgabedatei sollte nicht nach /etc kopiert werden, da sie die Vorgabewerte und keine Beispiele enthält. Jede systemspezifische Änderung wird in rc.conf vorgenommen. Um den administrativen Aufwand gering zu halten, existieren in geclusterten Anwendungen mehrere Strategien, globale Konfigurationen von systemspezifischen Konfigurationen zu trennen. Der empfohlene Weg hält die globale Konfiguration in einer separaten Datei z.B. rc.conf.site. Diese Datei wird dann in /etc/rc.conf, die nur systemspezifische Informationen enthält, eingebunden. Da rc.conf von &man.sh.1; gelesen wird, ist das einfach zu erreichen: rc.conf: . /etc/rc.conf.site hostname="node15.example.com" network_interfaces="fxp0 lo0" ifconfig_fxp0="inet 10.1.1.1" rc.conf.site: defaultrouter="10.1.1.254" saver="daemon" blanktime="100" rc.conf.site kann dann auf jedes System mit rsync verteilt werden, rc.conf bleibt dabei systemspezifisch. Bei einem Upgrade des Systems mit &man.sysinstall.8; oder make world wird rc.conf nicht überschrieben, so dass die Systemkonfiguration erhalten bleibt. Konfiguration von Anwendungen Installierte Anwendungen haben typischerweise eigene Konfigurationsdateien, die eine eigene Syntax verwenden. Damit diese Dateien leicht von der Paketverwaltung gefunden und verwaltet werden können, ist es wichtig, sie vom Basissystem zu trennen. /usr/local/etc Für gewöhnlich werden diese Dateien in /usr/local/etc installiert. Besitzt eine Anwendung viele Konfigurationsdateien, werden diese in einem separaten Unterverzeichnis abgelegt. Wenn ein Port oder ein Paket installiert wird, werden normalerweise auch Beispiele für die Konfigurationsdateien installiert. Diese erkennt man gewöhnlich an dem Suffix .default. Wenn keine Konfigurationsdateien für eine Anwendung existieren, werden sie durch Kopieren der .default Dateien erstellt. Als Beispiel sei /usr/local/etc/apache gezeigt: -rw-r--r-- 1 root wheel 2184 May 20 1998 access.conf -rw-r--r-- 1 root wheel 2184 May 20 1998 access.conf.default -rw-r--r-- 1 root wheel 9555 May 20 1998 httpd.conf -rw-r--r-- 1 root wheel 9555 May 20 1998 httpd.conf.default -rw-r--r-- 1 root wheel 12205 May 20 1998 magic -rw-r--r-- 1 root wheel 12205 May 20 1998 magic.default -rw-r--r-- 1 root wheel 2700 May 20 1998 mime.types -rw-r--r-- 1 root wheel 2700 May 20 1998 mime.types.default -rw-r--r-- 1 root wheel 7980 May 20 1998 srm.conf -rw-r--r-- 1 root wheel 7933 May 20 1998 srm.conf.default Anhand der Dateigröße erkennen Sie, dass sich nur srm.conf geändert hat. Eine spätere Aktualisierung des Apache-Ports überschreibt diese Datei nicht. Tom Rhodes Beigetragen von Start von Diensten Dienste Viele Benutzer installieren Software Dritter auf &os; mithilfe der Ports-Sammlung. Häufig soll die Software bei einem Systemstart mitgestartet werden. Beispielsweise sollen die Dienste mail/postfix oder www/apache13 nach einem Systemstart laufen. Dieser Abschnitt stellt die Startprozeduren für Software Dritter vor. Unter &os; werden die meisten der im System enthaltenen Dienste wie &man.cron.8; mithilfe von Systemskripten gestartet. Diese Skripten sind abhängig von der &os;- oder Hersteller-Version. Allerdings kann ein Dienst mit einfachen Skripten gestartet werden. Dienste über das <filename>rc.d</filename>-System starten Mit rc.d lässt sich der Start von Anwendungen besser steuern als mit den vorher besprochenen Startskripten. Mit den im Abschnitt rc.d besprochenen Schlüsselwörtern können Anwendungen in einer bestimmten Reihenfolge (zum Beispiel nach DNS) gestartet werden und Optionen können in rc.conf statt fest im Startskript der Anwendung festgelegt werden. Ein einfaches Startskript sieht wie folgt aus: #!/bin/sh # # PROVIDE: utility # REQUIRE: DAEMON # KEYWORD: shutdown ./etc/rc.subr name="utility" rcvar=`set_rcvar` command="/usr/local/sbin/utility" load_rc_config $name # # DO NOT CHANGE THESE DEFAULT VALUES HERE # SET THEM IN THE /etc/rc.conf FILE # utility_enable=${utility_enable-"NO"} utility_pidfile=${utility_pidfile-"/var/run/utility.pid"} pidfile="${utility_pidfile}" run_rc_command "$1" Dieses Skript stellt sicher, dass utility nach den DAEMON-Pseudodiensten gestartet wird. Es stellt auch eine Methode bereit, die Prozess-ID (PID) der Anwendung in einer Datei zu speichern. In /etc/rc.conf könnte für diese Anwendung die folgende Zeile stehen: utility_enable="YES" Die Methode erleichtert den Umgang mit Kommandozeilenargumenten, bindet Funktionen aus /etc/rc.subr ein, ist kompatibel zum Werkzeug &man.rcorder.8; und lässt sich über rc.conf leichter konfigurieren. Andere Arten, um Dienste zu starten Dienste wie POP3 oder IMAP können über &man.inetd.8; gestartet werden. Nach der Installation der Anwendung aus der Ports-Sammlung muss eine Konfigurationszeile in der Datei /etc/inetd.conf hinzugefügt oder in der aktuellen Konfiguration durch Entfernen der Kommentare aktiviert werden. Der Abschnitt beschreibt den inetd und dessen Konfiguration. Systemdienste können auch mit &man.cron.8; gestartet werden. Dieser Ansatz hat einige Vorteile; nicht zuletzt, weil &man.cron.8; die Prozesse unter dem Eigentümer der crontab startet, ist es möglich, dass Dienste von nicht-root Benutzern gestartet und gepflegt werden können. Dies nutzt eine Eigenschaft von &man.cron.8;: Für die Zeitangabe kann @reboot eingesetzt werden. Damit wird das Kommando gestartet, wenn &man.cron.8; kurz nach dem Systemboot gestartet wird. Tom Rhodes Beigetragen von Programme mit <command>cron</command> starten cron Ein sehr nützliches Werkzeug von &os; ist &man.cron.8;. cron läuft im Hintergrund und überprüft fortlaufend die Datei /etc/crontab. Beim Start sucht cron neue crontab-Dateien - im Verzeichnis /var/cron/tabs. + im Verzeichnis /var/cron/tabs. In den crontab-Dateien wird festgelegt, welche Programme zu welchem Zeitpunkt laufen sollen. Das Werkzeug cron verwendet zwei verschiedene Konfigurationsdateien: Die System-crontab und die Benutzer-crontab. Der einzige Unterschied zwischen beiden Formaten ist das sechste Feld. In der System-crontab gibt das sechste Feld das Konto an, unter dem ein Kommando läuft. Aus der System-crontab können daher Kommandos unter beliebigen Konten gestartet werden. In der Benutzer-crontab gibt das sechste Feld das auszuführende Kommando an. Alle Kommandos laufen unter dem Konto, unter dem die crontab erstellt wurde (ein wichtiges Sicherheitsmerkmal). Benutzer können mit Benutzer-crontabs ohne root-Rechte Befehle terminieren. Die Kommandos in Benutzer-crontabs laufen unter dem Benutzer, der die crontab erstellt hat. Der Benutzer root kann, wie jeder andere Benutzer, eine Benutzer-crontab besitzen. Die Benutzer-crontab von root ist nicht mit der Datei /etc/crontab, der System-crontab, zu verwechseln. Normalerweise besitzt root, wegen der Existenz der System-crontab, keine eigene Benutzer-crontab. Der folgende Auszug aus der System-crontab /etc/crontab zeigt den Aufbau einer crontab-Datei: # /etc/crontab - root's crontab for FreeBSD # # $FreeBSD: src/etc/crontab,v 1.32 2002/11/22 16:13:39 tom Exp $ # # SHELL=/bin/sh PATH=/etc:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin HOME=/var/log # # #minute hour mday month wday who command # # */5 * * * * root /usr/libexec/atrun Das Zeichen # leitet, wie in den meisten Konfigurationsdateien, einen Kommentar ein. Benutzen Sie Kommentare, um die Funktion eines Eintrags zu erläutern. Kommentare müssen in einer extra Zeile stehen. Sie können nicht in derselben Zeile wie ein Kommando stehen, da sie sonst Teil des Kommandos wären. Leerzeilen in dieser Datei werden ignoriert. Umgebungsvariablen werden mit dem Gleichheits-Zeichen (=) festgelegt. Im Beispiel werden die Variablen SHELL, PATH und HOME definiert. Wenn die Variable SHELL nicht definiert wird, benutzt cron die Shell sh. Wird die Variable PATH nicht gesetzt, müssen alle Pfadangaben absolut sein, da es keinen Vorgabewert für PATH gibt. Der Vorgabewert für HOME ist das Heimatverzeichnis des Accounts, dem die crontab gehört. In dieser Zeile werden sieben Felder beschrieben: minute, hour, mday, month, wday, who und command. Die ersten Felder legen den Zeitpunkt fest, an dem ein Kommando laufen soll. Das Feld minute legt die Minute fest, das Feld hour die Stunde, das Feld mday den Tag des Monats. Im Feld month wird der Monat und im Feld wday der Wochentag festgelegt. Alle Felder müssen numerische Werte enthalten und die Zeitangaben sind im 24-Stunden-Format. Das Feld who gibt es nur in der Datei /etc/crontab und gibt den Account an, unter dem das Kommando laufen soll. In den crontab-Dateien einzelner Accounts existiert dieses Feld nicht. Im letzten Feld wird schließlich das auszuführende Kommando angegeben. Diese Zeile definiert die Zeitpunkte an denen das Kommando atrun laufen soll. Beachten Sie die Zeichenfolge */5 gefolgt von mehreren *-Zeichen. Das Zeichen * ist ein Platzhalter und steht für jede mögliche Zeit. Diese Zeile führt das Kommando atrun unter dem root-Account alle fünf Minuten aus. Mehr über das Kommando atrun erfahren Sie in der Hilfeseite &man.atrun.8;. Bei den Kommandos können beliebige Optionen angegeben werden. Wenn das Kommando zu lang ist und auf der nächsten Zeile fortgesetzt werden soll, muss am Ende der Zeile das Fortsetzungszeichen (\) angegeben werden. Bis auf das sechste Feld, das den Account angibt, sieht jede crontab-Datei so wie das Beispiel aus. Das sechste Feld existiert nur in der Systemdatei /etc/crontab. In den restlichen crontab-Dateien fehlt dieses Feld. <filename>crontab</filename> installieren Die nachstehende Prozedur gilt nur für Benutzer-crontabs. Die System-crontab können Sie einfach mit Ihrem Lieblingseditor editieren. Das Werkzeug cron bemerkt, dass sich die Datei geändert hat und wird die neue Version benutzen. Lesen Sie bitte auch die FAQ zur Meldung root: not found. Eine Benutzer-crontab, beispielsweise die Datei crontab, können Sie mit jedem Editor erstellen. Die Benutzer-crontab installieren Sie mit dem nachstehenden Befehl: &prompt.root; crontab crontab Das Argument zum Befehl crontab ist die vorher erstellte Datei crontab. Der Befehl crontab -l zeigt die installierte crontab-Datei an. Benutzer, die eine eigene crontab-Datei ohne Vorlage erstellen wollen, können den Befehl crontab -e verwenden. Dieser Befehl ruft einen Editor auf und installiert beim Verlassen des Editors die crontab-Datei. Wollen Sie die installierte Benutzer-crontab entfernen, rufen Sie den Befehl crontab mit der Option auf. Tom Rhodes Beigetragen von Das rc-System für Systemdienste 2002 wurde das rc.d-System von NetBSD zum Start von Systemdiensten in &os; integriert. Die zu diesem System gehörenden Dateien sind im Verzeichnis /etc/rc.d abgelegt. Die Skripten in diesem Verzeichnis akzeptieren die Optionen , und . Beispielsweise kann &man.sshd.8; mit dem nachstehenden Kommando neu gestartet werden: &prompt.root; /etc/rc.d/sshd restart Analog können Sie andere Dienste starten und stoppen. Normalerweise werden die Dienste beim Systemstart über Einträge in der Datei &man.rc.conf.5; automatisch gestartet. Der Network Address Translation Dæmon wird zum Beispiel mit dem folgenden Eintrag in /etc/rc.conf aktiviert: natd_enable="YES" Wenn dort bereits die Zeile existiert, ändern Sie einfach in . Die rc-Skripten starten, wie unten beschrieben, auch abhängige Dienste. Da das rcNG-System primär zum automatischen Starten und Stoppen von Systemdiensten dient, funktionieren die Optionen , und nur, wenn die entsprechenden Variablen in /etc/rc.conf gesetzt sind. Beispielsweise funktioniert das Kommando sshd restart nur dann, wenn in /etc/rc.conf die Variable sshd_enable auf gesetzt wurde. Wenn Sie die Optionen , oder unabhängig von den Einstellungen in /etc/rc.conf benutzen wollen, müssen Sie den Optionen mit dem Präfix one verwenden. Um beispielsweise sshd unabhängig von den Einstellungen in /etc/rc.conf neu zu starten, benutzen Sie das nachstehende Kommando: &prompt.root; /etc/rc.d/sshd onerestart Ob ein Dienst in /etc/rc.conf aktiviert ist, können Sie leicht herausfinden, indem Sie das entsprechende rc.d-Skript mit der Option aufrufen. Ein Administrator kann beispielsweise wie folgt prüfen, ob der sshd-Dienst in /etc/rc.conf aktiviert ist: &prompt.root; /etc/rc.d/sshd rcvar # sshd $sshd_enable=YES Die zweite Zeile (# sshd) wird vom Kommando sshd ausgegeben; sie kennzeichnet nicht die Eingabeaufforderung von root. Ob ein Dienst läuft, kann mit der Option abgefragt werden. Das folgende Kommando überprüft, ob der sshd auch wirklich gestartet wurde: &prompt.root; /etc/rc.d/sshd status sshd is running as pid 433. Einige Dienste können über die Option neu initialisiert werden. Dazu wird dem Dienst über ein Signal mitgeteilt, dass er seine Konfigurationsdateien neu einlesen soll. Oft wird dazu das Signal SIGHUP verwendet. Beachten Sie aber, dass nicht alle Dienste diese Option unterstützen. Die meisten Systemdienste werden beim Systemstart vom rc.d-System gestartet. Zum Beispiel aktiviert das Skript bgfsck die Prüfung von Dateisystemen im Hintergrund. Das Skript gibt die folgende Meldung aus, wenn es gestartet wird: Starting background file system checks in 60 seconds. Viele Systemdienste hängen von anderen Diensten ab. NIS und andere RPC-basierende Systeme hängen beispielsweise von dem rpcbind-Dienst (portmapper) ab. Im Kopf der Startskripten befinden sich die Informationen über Abhängigkeiten von anderen Diensten und weitere Metadaten.Mithilfe dieser Daten bestimmt das Programm &man.rcorder.8; beim Systemstart die Startreihenfolge der Dienste. Folgende Schlüsselwörter müssen im Kopf aller Startskripten verwendet werden (da sie von &man.rc.subr.8; zum Aktivieren des Startskripts benötigt werden: PROVIDE: Gibt die Namen der Dienste an, die mit dieser Datei zur Verfügung gestellt werden. Die folgenden Schlüsselwörter können im Kopf des Startskripts angegeben werden. Sie sind zwar nicht unbedingt notwendig, sind aber hilfreich beim Umgang mit &man.rcorder.8;: REQUIRE: Gibt die Namen der Dienste an, von denen dieser Dienst abhängt. Diese Datei wird nach den angegebenen Diensten ausgeführt. BEFORE: Zählt Dienste auf, die auf diesen Dienst angewiesen sind. Diese Datei wird vor den angegebenen Diensten ausgeführt. Durch das Verwenden dieser Schlüsselwörter kann ein Administrator die Startreihenfolge von Systemdiensten feingranuliert steuern, ohne mit den Schwierigkeiten des runlevel-Systems anderer &unix; Systeme kämpfen zu müssen. Weitere Informationen über das rc.d-System finden sich in den Manualpages zu &man.rc.8; sowie &man.rc.subr.8;. Wenn Sie Ihre eigenen rc.d-Skripte schreiben wollen, sollten Sie den Artikel Practical rc.d scripting in BSD lesen. Marc Fonvieille Beigetragen von Einrichten von Netzwerkkarten Netzwerkkarten einrichten Ein Rechner ohne Netzanschluss ist heute nicht mehr vorstellbar. Die Konfiguration einer Netzwerkkarte gehört zu den alltäglichen Aufgaben eines &os; Administrators. Bestimmen des richtigen Treibers Netzwerkkarten Treiber Bevor Sie anfangen, sollten Sie das Modell Ihrer Karte kennen, wissen welchen Chip die Karte benutzt und bestimmen, ob es sich um eine PCI- oder ISA-Karte handelt. Eine Aufzählung der unterstützten PCI- und ISA-Karten finden Sie in der Liste der unterstützen Geräte. Schauen Sie nach, ob Ihre Karte dort aufgeführt ist. Wenn Sie wissen, dass Ihre Karte unterstützt wird, müssen Sie den Treiber für Ihre Karte bestimmen. /usr/src/sys/conf/NOTES und /usr/src/sys/arch/conf/NOTES enthalten eine Liste der verfügbaren Treiber mit Informationen zu den unterstützten Chipsätzen und Karten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie den richtigen Treiber ausgewählt haben, lesen Sie die Hilfeseite des Treibers. Die Hilfeseite enthält weitere Informationen über die unterstützten Geräte und macht auch auf mögliche Probleme aufmerksam. Wenn Sie eine gebräuchliche Karte besitzen, brauchen Sie meistens nicht lange nach dem passenden Treiber zu suchen. Die Treiber zu diesen Karten sind schon im GENERIC-Kernel enthalten und die Karte sollte während des Systemstarts erkannt werden: dc0: <82c169 PNIC 10/100BaseTX> port 0xa000-0xa0ff mem 0xd3800000-0xd38 000ff irq 15 at device 11.0 on pci0 dc0: Ethernet address: 00:a0:cc:da:da:da miibus0: <MII bus> on dc0 ukphy0: <Generic IEEE 802.3u media interface> on miibus0 ukphy0: 10baseT, 10baseT-FDX, 100baseTX, 100baseTX-FDX, auto dc1: <82c169 PNIC 10/100BaseTX> port 0x9800-0x98ff mem 0xd3000000-0xd30 000ff irq 11 at device 12.0 on pci0 dc1: Ethernet address: 00:a0:cc:da:da:db miibus1: <MII bus> on dc1 ukphy1: <Generic IEEE 802.3u media interface> on miibus1 ukphy1: 10baseT, 10baseT-FDX, 100baseTX, 100baseTX-FDX, auto Im Beispiel erkennt das System zwei Karten, die den &man.dc.4; Treiber benutzen. Ist der Treiber für Ihre Netzwerkkarte nicht in GENERIC enthalten, müssen Sie den Treiber laden, um die Karte zu benutzen. Sie können den Treiber auf zwei Arten laden: Am einfachsten ist es, das Kernelmodul für Ihre Karte mit &man.kldload.8; zu laden. Allerdings gibt es nicht für alle Karten Kernelmodule; zum Beispiel gibt es keine Kernelmodule für ISA-Karten. Alternativ können Sie den Treiber für die Karte fest in den Kernel einbinden. Schauen Sie sich dazu /usr/src/sys/conf/NOTES, /usr/src/sys/arch/conf/NOTES und die Hilfeseite des Treibers, den Sie in den Kernel einbinden möchten, an. Die Übersetzung des Kernels wird in beschrieben. Wenn Ihre Karte während des Systemstarts vom Kernel (GENERIC) erkannt wurde, müssen Sie den Kernel nicht neu übersetzen. &windows;-NDIS-Treiber einsetzen NDIS NDISulator &windows;-Treiber Microsoft Windows Microsoft Windows Gerätetreiber KLD (kernel loadable object) Leider stellen nach wie vor viele Unternehmen die Spezifikationen ihrer Treiber der Open Source Gemeinde nicht zur Verfügung, weil sie diese Informationen als Geschäftsgeheimnisse betrachten. Daher haben die Entwickler von FreeBSD und anderen Betriebssystemen nur zwei Möglichkeiten. Entweder versuchen sie in einem aufwändigen Prozess den Treiber durch Reverse Engineering nachzubauen, oder sie versuchen, die vorhandenen Binärtreiber der µsoft.windows;-Plattform zu verwenden. Die meisten Entwickler, darunter auch die an FreeBSD beteiligten, haben sich für den zweiten Ansatz entschieden. Bill Paul (wpaul) ist es zu verdanken, dass es seit FreeBSD 5.3-RELEASE eine native Unterstützung der Network Driver Interface Specification (NDIS) gibt. Der FreeBSD NDISulator (auch als Project Evil bekannt) nutzt den binären &windows;-Treiber, indem er diesem vorgibt, unter &windows; zu laufen. Da der &man.ndis.4;-Treiber eine &windows;-Binärdatei nutzt, kann er nur auf &i386;- und amd64-Systemen verwendet werden. Der &man.ndis.4;-Treiber unterstützt primär PCI-, CardBus- sowie PCMCIA-Geräte, USB-Geräte werden hingegen noch nicht unterstützt. Um den NDISulator zu verwenden, benötigen Sie drei Dinge: Die Kernelquellen Den &windowsxp;-Binärtreiber (mit der Erweiterung .SYS) Die Konfigurationsdatei des &windowsxp;-Treibers (mit der Erweiterung .INF) Suchen Sie die Dateien für Ihre Karte. Diese befinden sich meistens auf einer beigelegten CD-ROM, oder können von der Internetseite des Herstellers heruntergeladen werden. In den folgenden Beispielen werden die Dateien W32DRIVER.SYS und W32DRIVER.INF verwendet. Sie können einen &windows;/i386-Treiber nicht unter &os;/amd64 einsetzen, vielmehr benötigen Sie dafür einen &windows;/amd64-Treiber. Als Nächstes kompilieren Sie den binären Treiber, um ein Kernelmodul zu erzeugen. Dazu rufen Sie als root &man.ndisgen.8; auf: &prompt.root; ndisgen /path/to/W32DRIVER.INF /path/to/W32DRIVER.SYS &man.ndisgen.8; arbeitet interaktiv, benötigt es weitere Informationen, so fragt es Sie danach. Als Ergebnis erhalten Sie ein Kernelmodul im Arbeitsverzeichnis, das Sie wie folgt laden können: &prompt.root; kldload ./W32DRIVER.ko Neben dem vorhin erzeugten Kernelmodul müssen Sie auch die Kernelmodule ndis.ko und if_ndis.ko laden. Diese Module sollten automatisch geladen werden, wenn Sie ein von &man.ndis.4; abhängiges Modul laden. Wollen Sie die Module hingegen manuell laden, geben Sie die folgenden Befehle ein: &prompt.root; kldload ndis &prompt.root; kldload if_ndis Der erste Befehl lädt dabei den NDIS-Miniport-Treiber, der zweite das tatsächliche Netzwerkgerät. Überprüfen Sie nun die Ausgabe von &man.dmesg.8; auf eventuelle Fehler während des Ladevorgangs. Gab es dabei keine Probleme, sollten Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden erhalten: ndis0: <Wireless-G PCI Adapter> mem 0xf4100000-0xf4101fff irq 3 at device 8.0 on pci1 ndis0: NDIS API version: 5.0 ndis0: Ethernet address: 0a:b1:2c:d3:4e:f5 ndis0: 11b rates: 1Mbps 2Mbps 5.5Mbps 11Mbps ndis0: 11g rates: 6Mbps 9Mbps 12Mbps 18Mbps 36Mbps 48Mbps 54Mbps Ab jetzt können Sie mit dem Gerät ndis0 wie mit jeder anderen Gerätedatei (etwa dc0) arbeiten. Wie jedes Kernelmodul können auch die NDIS-Module beim Systemstart automatisch geladen werden. Dazu kopieren Sie das erzeugte Modul (W32DRIVER.ko) in das Verzeichnis /boot/modules. Danach fügen Sie die folgende Zeile in /boot/loader.conf ein: W32DRIVER_load="YES" Konfiguration von Netzwerkkarten Netzwerkkarten einrichten Nachdem der richtige Treiber für die Karte geladen ist, muss die Karte konfiguriert werden. Unter Umständen ist die Karte schon während der Installation mit sysinstall konfiguriert worden. Das nachstehende Kommando zeigt die Konfiguration der Karten eines Systems an: &prompt.user; ifconfig dc0: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 192.168.1.3 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.1.255 ether 00:a0:cc:da:da:da media: Ethernet autoselect (100baseTX <full-duplex>) status: active dc1: flags=8843<UP,BROADCAST,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 10.0.0.1 netmask 0xffffff00 broadcast 10.0.0.255 ether 00:a0:cc:da:da:db media: Ethernet 10baseT/UTP status: no carrier lp0: flags=8810<POINTOPOINT,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 lo0: flags=8049<UP,LOOPBACK,RUNNING,MULTICAST> mtu 16384 inet 127.0.0.1 netmask 0xff000000 tun0: flags=8010<POINTOPOINT,MULTICAST> mtu 1500 In alten Versionen von &os; müssen Sie vielleicht noch auf der Kommandozeile von &man.ifconfig.8; angeben. Hinweise zum Gebrauch von &man.ifconfig.8; entnehmen Sie bitte der Hilfeseite. Beachten Sie, dass in diesem Beispiel die IPv6-Ausgaben (inet6 etc.) ausgelassen wurden. Im Beispiel werden Informationen zu den folgenden Geräten angezeigt: dc0: Der erste Ethernet-Adapter dc1: Der zweite Ethernet-Adapter lp0: Die parallele Schnittstelle lo0: Das Loopback-Gerät tun0: Das von ppp benutzte Tunnel-Gerät Der Name der Netzwerkkarte wird aus dem Namen des Treibers und einer Zahl zusammengesetzt. Die Zahl gibt die Reihenfolge an, in der die Geräte beim Systemstart erkannt wurden. Die dritte Karte, die den &man.sis.4; Treiber benutzt, würde beispielsweise sis2 heißen. Der Adapter dc0 aus dem Beispiel ist aktiv. Sie erkennen das an den folgenden Hinweisen: UP bedeutet, dass die Karte konfiguriert und aktiv ist. Der Karte wurde die Internet-Adresse (inet) 192.168.1.3 zugewiesen. Die Subnetzmaske ist richtig (0xffffff00 entspricht 255.255.255.0). Die Broadcast-Adresse 192.168.1.255 ist richtig. Die MAC-Adresse der Karte (ether) lautet 00:a0:cc:da:da:da. Die automatische Medienerkennung ist aktiviert (media: Ethernet autoselect (100baseTX <full-duplex>)). Der Adapter dc1 benutzt das Medium 10baseT/UTP. Weitere Informationen über die einstellbaren Medien entnehmen Sie bitte der Hilfeseite des Treibers. Der Verbindungsstatus (status) ist active, das heißt es wurde ein Trägersignal entdeckt. Für dc1 wird status: no carrier angezeigt. Das ist normal, wenn kein Kabel an der Karte angeschlossen ist. Wäre die Karte nicht konfiguriert, würde die Ausgabe von &man.ifconfig.8; so aussehen: dc0: flags=8843<BROADCAST,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 ether 00:a0:cc:da:da:da Sie brauchen die Berechtigungen von root, um Ihre Karte zu konfigurieren. Die Konfiguration kann auf der Kommandozeile mit &man.ifconfig.8; erfolgen, allerdings müsste sie dann nach jedem Neustart wiederholt werden. Dauerhaft wird die Karte in /etc/rc.conf konfiguriert. Öffnen Sie /etc/rc.conf mit Ihrem Lieblingseditor und fügen Sie für jede Karte Ihres Systems eine Zeile hinzu. In dem hier diskutierten Fall wurden die nachstehenden Zeilen eingefügt: ifconfig_dc0="inet 192.168.1.3 netmask 255.255.255.0" ifconfig_dc1="inet 10.0.0.1 netmask 255.255.255.0 media 10baseT/UTP" Ersetzen Sie dc0, dc1 usw. durch die Gerätenamen Ihrer Karten und setzen Sie die richtigen IP-Adressen ein. Die Hilfeseiten des Treibers und &man.ifconfig.8; enthalten weitere Einzelheiten über verfügbare Optionen. Die Syntax von /etc/rc.conf wird in &man.rc.conf.5; erklärt. Wenn Sie das Netz während der Installation konfiguriert haben, existieren vielleicht schon Einträge für Ihre Karten. Überprüfen Sie /etc/rc.conf bevor Sie weitere Zeilen hinzufügen. In /etc/hosts können Sie die Namen und IP-Adressen der Rechner Ihres LANs eintragen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte &man.hosts.5; und /usr/share/examples/etc/hosts. Test und Fehlersuche Nachdem Sie die notwendigen Änderungen in /etc/rc.conf vorgenommen haben, führen Sie einen Neustart Ihres Systems durch. Dadurch werden die Adapter konfiguriert und Sie stellen sicher, dass der Start ohne Konfigurationsfehler erfolgt. Wenn das System gestartet ist, sollten Sie die Netzwerkkarten testen. Test der Ethernet-Karte Netzwerkkarten testen Mit zwei Tests können Sie prüfen, ob die Ethernet-Karte richtig konfiguriert ist. Testen Sie zuerst mit ping den Adapter selbst und sprechen Sie dann eine andere Maschine im LAN an. Zuerst, der Test des Adapters: &prompt.user; ping -c5 192.168.1.3 PING 192.168.1.3 (192.168.1.3): 56 data bytes 64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=0 ttl=64 time=0.082 ms 64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.074 ms 64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.076 ms 64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.108 ms 64 bytes from 192.168.1.3: icmp_seq=4 ttl=64 time=0.076 ms --- 192.168.1.3 ping statistics --- 5 packets transmitted, 5 packets received, 0% packet loss round-trip min/avg/max/stddev = 0.074/0.083/0.108/0.013 ms Jetzt versuchen wir, eine andere Maschine im LAN zu erreichen: &prompt.user; ping -c5 192.168.1.2 PING 192.168.1.2 (192.168.1.2): 56 data bytes 64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=0 ttl=64 time=0.726 ms 64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=1 ttl=64 time=0.766 ms 64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.700 ms 64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.747 ms 64 bytes from 192.168.1.2: icmp_seq=4 ttl=64 time=0.704 ms --- 192.168.1.2 ping statistics --- 5 packets transmitted, 5 packets received, 0% packet loss round-trip min/avg/max/stddev = 0.700/0.729/0.766/0.025 ms Sie können auch den Namen der Maschine anstelle von 192.168.1.2 benutzen, wenn Sie /etc/hosts entsprechend eingerichtet haben. Fehlersuche Netzwerkkarten Fehlersuche Fehler zu beheben, ist immer sehr mühsam. Indem Sie die einfachen Sachen zuerst prüfen, erleichtern Sie sich die Aufgabe. Steckt das Netwerkkabel? Sind die Netzwerkdienste richtig konfiguriert? Funktioniert die Firewall? Wird die Netwerkkarte von &os; unterstützt? Lesen Sie immer die Hardware-Informationen des Releases, bevor Sie einen Fehlerbericht einsenden. Aktualisieren Sie Ihre &os;-Version auf -STABLE. Suchen Sie in den Archiven der Mailinglisten oder auf dem Internet nach bekannten Lösungen. Wenn die Karte funktioniert, die Verbindungen aber zu langsam sind, lesen Sie bitte die Hilfeseite &man.tuning.7;. Prüfen Sie auch die Netzwerkkonfiguration, da falsche Einstellungen die Ursache für langsame Verbindungen sein können. Wenn Sie viele device timeout Meldungen in den Systemprotokollen finden, prüfen Sie, dass es keinen Konflikt zwischen der Netzwerkkarte und anderen Geräten Ihres Systems gibt. Überprüfen Sie nochmals die Verkabelung. Unter Umständen benötigen Sie eine neue Netzwerkkarte. Wenn Sie in den Systemprotokollen watchdog timeout Fehlermeldungen finden, kontrollieren Sie zuerst die Verkabelung. Überprüfen Sie dann, ob der PCI-Steckplatz der Karte Bus Mastering unterstützt. Auf einigen älteren Motherboards ist das nur für einen Steckplatz (meistens Steckplatz 0) der Fall. Lesen Sie in der Dokumentation Ihrer Karte und Ihres Motherboards nach, ob das vielleicht die Ursache des Problems sein könnte. Die Meldung No route to host erscheint, wenn Ihr System ein Paket nicht zustellen kann. Das kann vorkommen weil beispielsweise keine Default-Route gesetzt wurde oder das Netzwerkkabel nicht richtig steckt. Schauen Sie in der Ausgabe von netstat -rn nach, ob eine Route zu dem Zielsystem existiert. Wenn nicht, lesen Sie bitte das . Die Meldung ping: sendto: Permission denied wird oft von einer falsch konfigurierten Firewall verursacht. Wenn keine Regeln definiert wurden, blockiert eine aktivierte Firewall alle Pakete, selbst einfache ping-Pakete. Weitere Informationen erhalten Sie in . Falls die Leistung der Karte schlecht ist, setzen Sie die Medienerkennung von autoselect (automatisch) auf das richtige Medium. In vielen Fällen löst diese Maßnahme Leistungsprobleme. Wenn nicht, prüfen Sie nochmal die Netzwerkeinstellungen und lesen Sie die Hilfeseite &man.tuning.7;. Virtual Hosts virtual hosts IP-Aliase Ein gebräuchlicher Zweck von &os; ist das virtuelle Hosting, bei dem ein Server im Netzwerk wie mehrere Server aussieht. Dies wird dadurch erreicht, dass einem Netzwerkinterface mehrere Netzwerk-Adressen zugewiesen werden. Ein Netzwerkinterface hat eine echte Adresse und kann beliebig viele alias Adressen haben. Die Aliase werden durch entsprechende alias Einträge in /etc/rc.conf festgelegt. Ein alias Eintrag für das Interface fxp0 sieht wie folgt aus: ifconfig_fxp0_alias0="inet xxx.xxx.xxx.xxx netmask xxx.xxx.xxx.xxx" Beachten Sie, dass die Alias-Einträge mit alias0 anfangen müssen und weiter hochgezählt werden, das heißt _alias1, _alias2, und so weiter. Die Konfiguration der Aliase hört bei der ersten fehlenden Zahl auf. Die Berechnung der Alias-Netzwerkmasken ist wichtig, doch zum Glück einfach. Für jedes Interface muss es eine Adresse geben, die die Netzwerkmaske des Netzwerkes richtig beschreibt. Alle anderen Adressen in diesem Netzwerk haben dann eine Netzwerkmaske, die mit 1 gefüllt ist (also 255.255.255.255 oder hexadezimal 0xffffffff). Als Beispiel betrachten wir den Fall, in dem fxp0 mit zwei Netzwerken verbunden ist: dem Netzwerk 10.1.1.0 mit der Netzwerkmaske 255.255.255.0 und dem Netzwerk 202.0.75.16 mit der Netzwerkmaske 255.255.255.240. Das System soll die Adressen 10.1.1.1 bis 10.1.1.5 und 202.0.75.17 bis 202.0.75.20 belegen. Wie eben beschrieben, hat nur die erste Adresse in einem Netzwerk (hier 10.0.1.1 und 202.0.75.17) die richtige Netzwerkmaske. Alle anderen Adressen (10.1.1.2 bis 10.1.1.5 und 202.0.75.18 bis 202.0.75.20) erhalten die Maske 255.255.255.255. Die folgenden Einträge in /etc/rc.conf konfigurieren den Adapter entsprechend dem Beispiel: ifconfig_fxp0="inet 10.1.1.1 netmask 255.255.255.0" ifconfig_fxp0_alias0="inet 10.1.1.2 netmask 255.255.255.255" ifconfig_fxp0_alias1="inet 10.1.1.3 netmask 255.255.255.255" ifconfig_fxp0_alias2="inet 10.1.1.4 netmask 255.255.255.255" ifconfig_fxp0_alias3="inet 10.1.1.5 netmask 255.255.255.255" ifconfig_fxp0_alias4="inet 202.0.75.17 netmask 255.255.255.240" ifconfig_fxp0_alias5="inet 202.0.75.18 netmask 255.255.255.255" ifconfig_fxp0_alias6="inet 202.0.75.19 netmask 255.255.255.255" ifconfig_fxp0_alias7="inet 202.0.75.20 netmask 255.255.255.255" Konfigurationsdateien <filename class="directory">/etc</filename> Layout Konfigurationsdateien finden sich in einigen Verzeichnissen unter anderem in: /etc Enthält generelle Konfigurationsinformationen, die Daten hier sind systemspezifisch. /etc/defaults Default Versionen der Konfigurationsdateien. /etc/mail Enthält die &man.sendmail.8; Konfiguration und weitere MTA Konfigurationsdateien. /etc/ppp Hier findet sich die Konfiguration für die User- und Kernel-ppp Programme. /etc/namedb Das Vorgabeverzeichnis, in dem Daten von &man.named.8; gehalten werden. Normalerweise werden hier named.conf und Zonendaten abgelegt. /usr/local/etc Installierte Anwendungen legen hier ihre Konfigurationsdateien ab. Dieses Verzeichnis kann Unterverzeichnisse für bestimmte Anwendungen enthalten. /usr/local/etc/rc.d Ort für Start- und Stopskripten installierter Anwendungen. /var/db Automatisch generierte systemspezifische Datenbanken, wie die Paket-Datenbank oder die locate-Datenbank. Hostnamen hostname DNS <filename>/etc/resolv.conf</filename> resolv.conf Wie der &os;-Resolver auf das Internet Domain Name System (DNS) zugreift, wird in /etc/resolv.conf festgelegt. Die gebräuchlichsten Einträge in /etc/resolv.conf sind: nameserver Die IP-Adresse eines Nameservers, den der Resolver abfragen soll. Bis zu drei Server werden in der Reihenfolge, in der sie aufgezählt sind, abgefragt. search Suchliste mit Domain-Namen zum Auflösen von Hostnamen. Die Liste wird normalerweise durch den Domain-Teil des lokalen Hostnamens festgelegt. domain Der lokale Domain-Name. Beispiel für eine typische resolv.conf: search example.com nameserver 147.11.1.11 nameserver 147.11.100.30 Nur eine der Anweisungen search oder domain sollte benutzt werden. Wenn Sie DHCP benutzen, überschreibt &man.dhclient.8; für gewöhnlich resolv.conf mit den Informationen vom DHCP-Server. <filename>/etc/hosts</filename> hosts /etc/hosts ist eine einfache textbasierte Datenbank, die aus alten Internetzeiten stammt. Zusammen mit DNS und NIS stellt sie eine Abbildung zwischen Namen und IP-Adressen zur Verfügung. Anstatt &man.named.8; zu konfigurieren, können hier lokale Rechner, die über ein LAN verbunden sind, eingetragen werden. Lokale Einträge für gebräuchliche Internet-Adressen in /etc/hosts verhindern die Abfrage eines externen Servers und beschleunigen die Namensauflösung. # $FreeBSD$ # # # Host Database # # This file should contain the addresses and aliases for local hosts that # share this file. Replace 'my.domain' below with the domainname of your # machine. # # In the presence of the domain name service or NIS, this file may # not be consulted at all; see /etc/nsswitch.conf for the resolution order. # # ::1 localhost localhost.my.domain 127.0.0.1 localhost localhost.my.domain # # Imaginary network. #10.0.0.2 myname.my.domain myname #10.0.0.3 myfriend.my.domain myfriend # # According to RFC 1918, you can use the following IP networks for # private nets which will never be connected to the Internet: # # 10.0.0.0 - 10.255.255.255 # 172.16.0.0 - 172.31.255.255 # 192.168.0.0 - 192.168.255.255 # # In case you want to be able to connect to the Internet, you need # real official assigned numbers. Do not try to invent your own network -# numbers but instead get one from your network provider (if any) or +# numbers but instead get one from your network provider (if any) or # from your regional registry (ARIN, APNIC, LACNIC, RIPE NCC, or AfriNIC.) # /etc/hosts hat ein einfaches Format: [Internet Adresse] [Offizieller Hostname] [Alias1] [Alias2] ... Zum Beispiel: 10.0.0.1 myRealHostname.example.com myRealHostname foobar1 foobar2 Weitere Informationen entnehmen Sie bitte &man.hosts.5;. Konfiguration von Logdateien Logdateien <filename>syslog.conf</filename> syslog.conf syslog.conf ist die Konfigurationsdatei von &man.syslogd.8;. Sie legt fest, welche syslog Meldungen in welche Logdateien geschrieben werden. # $FreeBSD$ # # Spaces ARE valid field separators in this file. However, # other *nix-like systems still insist on using tabs as field # separators. If you are sharing this file between systems, you # may want to use only tabs as field separators here. # Consult the syslog.conf(5) manpage. *.err;kern.debug;auth.notice;mail.crit /dev/console *.notice;kern.debug;lpr.info;mail.crit;news.err /var/log/messages security.* /var/log/security mail.info /var/log/maillog lpr.info /var/log/lpd-errs cron.* /var/log/cron *.err root *.notice;news.err root *.alert root *.emerg * # uncomment this to log all writes to /dev/console to /var/log/console.log #console.info /var/log/console.log # uncomment this to enable logging of all log messages to /var/log/all.log #*.* /var/log/all.log # uncomment this to enable logging to a remote log host named loghost #*.* @loghost # uncomment these if you're running inn # news.crit /var/log/news/news.crit # news.err /var/log/news/news.err # news.notice /var/log/news/news.notice !startslip *.* /var/log/slip.log !ppp *.* /var/log/ppp.log Weitere Informationen enthält &man.syslog.conf.5;. <filename>newsyslog.conf</filename> newsyslog.conf Die Konfigurationsdatei für &man.newsyslog.8;, das normalerweise von &man.cron.8; aufgerufen wird, ist newsyslog.conf. &man.newsyslog.8; stellt fest, ob Logdateien archiviert oder verschoben werden müssen. So wird logfile nach logfile.0 geschoben und logfile.0 nach logfile.1 usw. Zudem können Logdateien mit &man.gzip.1; komprimiert werden. Die Namen der Logdateien sind dann logfile.0.gz, logfile.1.gz usw. newsyslog.conf legt fest, welche Logdateien wann bearbeitet und wie viele Dateien behalten werden. Logdateien können auf Basis ihrer Größe oder zu einem gewissen Zeitpunkt archiviert bzw. umbenannt werden. # configuration file for newsyslog # $FreeBSD$ # # filename [owner:group] mode count size when [ZB] [/pid_file] [sig_num] /var/log/cron 600 3 100 * Z /var/log/amd.log 644 7 100 * Z /var/log/kerberos.log 644 7 100 * Z /var/log/lpd-errs 644 7 100 * Z /var/log/maillog 644 7 * @T00 Z /var/log/sendmail.st 644 10 * 168 B /var/log/messages 644 5 100 * Z /var/log/all.log 600 7 * @T00 Z /var/log/slip.log 600 3 100 * Z /var/log/ppp.log 600 3 100 * Z /var/log/security 600 10 100 * Z /var/log/wtmp 644 3 * @01T05 B /var/log/daily.log 640 7 * @T00 Z /var/log/weekly.log 640 5 1 $W6D0 Z /var/log/monthly.log 640 12 * $M1D0 Z /var/log/console.log 640 5 100 * Z Um mehr zu erfahren, lesen Sie bitte &man.newsyslog.8;. <filename>sysctl.conf</filename> sysctl.conf sysctl sysctl.conf sieht ähnlich wie rc.conf aus. Werte werden in der Form Variable=Wert gesetzt. Die angegebenen Werte werden gesetzt, nachdem sich das System bereits im Mehrbenutzermodus befindet. Allerdings lassen sich im Mehrbenutzermodus nicht alle Werte setzen. Um das Protokollieren von fatalen Signalen abzustellen und Benutzer daran zu hindern, von anderen Benutzern gestartete Prozesse zu sehen, können Sie in der Datei sysctl.conf die folgenden Variablen setzen: # Do not log fatal signal exits (e.g. sig 11) kern.logsigexit=0 # Prevent users from seeing information about processes that # are being run under another UID. security.bsd.see_other_uids=0 Einstellungen mit sysctl sysctl Einstellungen mit sysctl Mit &man.sysctl.8; können Sie Änderungen an einem laufenden &os;-System vornehmen. Unter anderem können Optionen des TCP/IP-Stacks oder des virtuellen Speichermanagements verändert werden. Unter der Hand eines erfahrenen Systemadministrators kann dies die Systemperformance erheblich verbessern. Über 500 Variablen können mit &man.sysctl.8; gelesen und gesetzt werden. Der Hauptzweck von &man.sysctl.8; besteht darin, Systemeinstellungen zu lesen und zu verändern. Alle auslesbaren Variablen werden wie folgt angezeigt: &prompt.user; sysctl -a Sie können auch eine spezielle Variable, z.B. kern.maxproc lesen: &prompt.user; sysctl kern.maxproc kern.maxproc: 1044 Um eine Variable zu setzen, benutzen Sie die Syntax Variable= Wert: &prompt.root; sysctl kern.maxfiles=5000 kern.maxfiles: 2088 -> 5000 Mit sysctl können Sie Strings, Zahlen oder Boolean-Werte setzen. Bei Boolean-Werten setzen sie 1 für wahr und 0 für falsch. Wenn Sie Variablen automatisch während des Systemstarts setzen wollen, fügen Sie die Variablen in die Datei /etc/sysctl.conf ein. Weiteres entnehmen Sie bitte der Hilfeseite &man.sysctl.conf.5; und dem . Tom Rhodes Contributed by Schreibgeschützte Variablen Schreibgeschützte sysctl-Variablen können nur während des Systemstarts verändert werden. Beispielsweise hat &man.cardbus.4; auf einigen Laptops Schwierigkeiten, Speicherbereiche zu erkennen. Es treten dann Fehlermeldungen wie die folgende auf: cbb0: Could not map register memory device_probe_and_attach: cbb0 attach returned 12 Um dieses Problem zu lösen, muss eine schreibgeschützte sysctl-Variable verändert werden. Eine OID kann in der Datei /boot/loader.conf überschrieben werden. Die Datei /boot/defaults/loader.conf enthält Vorgabewwerte für sysctl-Variablen. Das oben erwähnte Problem wird durch die Angabe von in /boot/loader.conf gelöst. Danach sollte &man.cardbus.4; fehlerfrei funktionieren. Tuning von Laufwerken Sysctl Variablen <varname>vfs.vmiodirenable</varname> vfs.vmiodirenable Die Variable vfs.vmiodirenable besitzt in der Voreinstellung den Wert 1. Die Variable kann auf den Wert 0 (ausgeschaltet) oder 1 (angeschaltet) gesetzt werden. Sie steuert, wie Verzeichnisse vom System zwischengespeichert werden. Die meisten Verzeichnisse sind klein und benutzen nur ein einzelnes Fragment, typischerweise 1 kB, im Dateisystem. Im Buffer-Cache verbrauchen sie mit 512 Bytes noch weniger Platz. Ist die Variable ausgeschaltet (auf 0) wird der Buffer-Cache nur eine limitierte Anzahl Verzeichnisse zwischenspeichern, auch wenn das System über sehr viel Speicher verfügt. Ist die Variable aktiviert (auf 1), kann der Buffer-Cache den VM-Page-Cache benutzen, um Verzeichnisse zwischenzuspeichern. Der ganze Speicher steht damit zum Zwischenspeichern von Verzeichnissen zur Verfügung. Der Nachteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass zum Zwischenspeichern eines Verzeichnisses mindestens eine physikalische Seite im Speicher, die normalerweise 4 kB groß ist, anstelle von 512 Bytes gebraucht wird. Wir empfehlen, diese Option aktiviert zu lassen, wenn Sie Dienste zur Verfügung stellen, die viele Dateien manipulieren. Beispiele für solche Dienste sind Web-Caches, große Mail-Systeme oder Netnews. Die aktivierte Variable vermindert, trotz des verschwendeten Speichers, in aller Regel nicht die Leistung des Systems, obwohl Sie das nachprüfen sollten. <varname>vfs.write_behind</varname> vfs.write_behind In der Voreinstellung besitzt die Variable vfs.write_behind den Wert 1 (aktiviert). Mit dieser Einstellung schreibt das Dateisystem anfallende vollständige Cluster, die besonders beim sequentiellen Schreiben großer Dateien auftreten, direkt auf das Medium aus. Dies verhindert, dass sich im Buffer-Cache veränderte Puffer (dirty buffers) ansammeln, die die I/O-Verarbeitung nicht mehr beschleunigen würden. Unter bestimmten Umständen blockiert diese Funktion allerdings Prozesse. Setzen Sie in diesem Fall die Variable vfs.write_behind auf den Wert 0. <varname>vfs.hirunningspace</varname> vfs.hirunningspace Die Variable vfs.hirunningspace bestimmt systemweit die Menge ausstehender Schreiboperationen, die dem Platten-Controller zu jedem beliebigen Zeitpunkt übergeben werden können. Normalerweise können Sie den Vorgabewert verwenden. Auf Systemen mit vielen Platten kann der Wert aber auf 4 bis 5 Megabyte erhöht werden. Beachten Sie, dass ein zu hoher Wert (größer als der Schreib-Schwellwert des Buffer-Caches) zu Leistungverlusten führen kann. Setzen Sie den Wert daher nicht zu hoch! Hohe Werte können auch Leseoperationen verzögern, die gleichzeitig mit Schreiboperationen ausgeführt werden. Es gibt weitere Variablen, mit denen Sie den Buffer-Cache und den VM-Page-Cache beeinflussen können. Wir raten Ihnen allerdings davon ab, diese Variablen zu verändern, da das VM-System den virtuellen Speicher selbst sehr gut verwaltet. <varname>vm.swap_idle_enabled</varname> vm.swap_idle_enabled Die Variable vm.swap_idle_enabled ist für große Mehrbenutzer-Systeme gedacht, auf denen sich viele Benutzer an- und abmelden und auf denen es viele Prozesse im Leerlauf (idle) gibt. Solche Systeme fragen kontinuierlich freien Speicher an. Wenn Sie die Variable vm.swap_idle_enabled aktivieren, können Sie die Auslagerungs-Hysterese von Seiten mit den Variablen vm.swap_idle_threshold1 und vm.swap_idle_threshold2 einstellen. Die Schwellwerte beider Variablen geben die Zeit in Sekunden an, in denen sich ein Prozess im Leerlauf befinden muss. Wenn die Werte so eingestellt sind, dass Seiten früher als nach dem normalen Algorithmus ausgelagert werden, verschafft das dem Auslagerungs-Prozess mehr Luft. Aktivieren Sie diese Funktion nur, wenn Sie sie wirklich benötigen: Die Speicherseiten werden eher früher als später ausgelagert. Der Platz im Swap-Bereich wird dadurch schneller verbraucht und die Plattenaktivitäten steigen an. Auf kleine Systeme hat diese Funktion spürbare Auswirkungen. Auf großen Systemen, die sowieso schon Seiten auslagern müssen, können ganze Prozesse leichter in den Speicher geladen oder ausgelagert werden. <varname>hw.ata.wc</varname> hw.ata.wc In &os; 4.3 wurde versucht, den IDE-Schreib-Zwischenspeicher abzustellen. Obwohl dies die Bandbreite zum Schreiben auf IDE-Platten verringerte, wurde es aus Gründen der Datenkonsistenz als notwenig angesehen. Der Kern des Problems ist, dass IDE-Platten keine zuverlässige Aussage über das Ende eines Schreibvorgangs treffen. Wenn der Schreib-Zwischenspeicher aktiviert ist, werden die Daten nicht in der Reihenfolge ihres Eintreffens geschrieben. Es kann sogar passieren, dass das Schreiben mancher Blöcke im Fall von starker Plattenaktivität auf unbefristete Zeit verzögert wird. Ein Absturz oder Stromausfall zu dieser Zeit kann die Dateisysteme erheblich beschädigen. Wir entschieden uns daher für die sichere Variante und stellten den Schreib-Zwischenspeicher ab. Leider war damit auch ein großer Leistungsverlust verbunden, so dass wir die Variable nach dem Release wieder aktiviert haben. Sie sollten den Wert der Variable hw.ata.wc auf Ihrem System überprüfen. Wenn der Schreib-Zwischenspeicher abgestellt ist, können Sie ihn aktivieren, indem Sie die Variable auf den Wert 1 setzen. Dies muss zum Zeitpunkt des Systemstarts im Boot-Loader geschehen. Eine Änderung der Variable, nachdem der Kernel gestartet ist, hat keine Auswirkungen. Weitere Informationen finden Sie in &man.ata.4;. <literal>SCSI_DELAY</literal> (<varname>kern.cam.scsi_delay</varname>) kern.cam.scsi_delay Kerneloptionen SCSI_DELAY Mit der Kerneloption SCSI_DELAY kann die Dauer des Systemstarts verringert werden. Der Vorgabewert ist recht hoch und er verzögert den Systemstart um 15 oder mehr Sekunden. Normalerweise kann dieser Wert, insbesondere mit modernen Laufwerken, auf 5 Sekunden heruntergesetzt werden. Ab &os; 5.0 wird dazu die sysctl-Variable kern.cam.scsi_delay benutzt. Die Variable sowie die Kerneloption verwenden für die Zeitangabe Millisekunden und nicht Sekunden. Soft Updates Soft Updates tunefs Mit &man.tunefs.8; lassen sich Feineinstellungen an Dateisystemen vornehmen. Das Programm hat verschiedene Optionen, von denen hier nur Soft Updates betrachtet werden. Soft Updates werden wie folgt ein- und ausgeschaltet: &prompt.root; tunefs -n enable /filesystem &prompt.root; tunefs -n disable /filesystem Ein eingehängtes Dateisystem kann nicht mit &man.tunefs.8; modifiziert werden. Soft Updates werden am besten im Single-User Modus aktiviert, bevor Partitionen eingehangen sind. Durch Einsatz eines Zwischenspeichers wird die Performance im Bereich der Metadaten, vorwiegend beim Anlegen und Löschen von Dateien, gesteigert. Wir empfehlen, Soft Updates auf allen Dateisystemen zu aktivieren. Allerdings sollten Sie sich über die zwei Nachteile von Soft Updates bewusst sein: Erstens garantieren Soft Updates zwar die Konsistenz der Daten im Fall eines Absturzes, aber es kann leicht passieren, dass das Dateisystem über mehrere Sekunden oder gar eine Minute nicht synchronisiert wurde. Im Fall eines Absturzes verlieren Sie mit Soft Updates unter Umständen mehr Daten als ohne. Zweitens verzögern Soft Updates die Freigabe von Datenblöcken. Eine größere Aktualisierung eines fast vollen Dateisystems, wie dem Root-Dateisystem, z.B. während eines make installworld, kann das Dateisystem vollaufen lassen. Dadurch würde die Aktualisierung fehlschlagen. Details über Soft Updates Soft Updates Details Es gibt zwei klassische Herangehensweisen, wie man die Metadaten des Dateisystems (also Daten über Dateien, wie inode Bereiche oder Verzeichniseinträge) aktualisiert auf die Platte zurückschreibt: Das historisch übliche Verfahren waren synchrone Updates der Metadaten, d. h. wenn eine Änderung an einem Verzeichnis nötig war, wurde anschließend gewartet, bis diese Änderung tatsächlich auf die Platte zurückgeschrieben worden war. Der Inhalt der Dateien wurde im Buffer Cache zwischengespeichert und asynchron irgendwann später auf die Platte geschrieben. Der Vorteil dieser Implementierung ist, dass sie sicher funktioniert. Wenn während eines Updates ein Ausfall erfolgt, haben die Metadaten immer einen konsistenten Zustand. Eine Datei ist entweder komplett angelegt oder gar nicht. Wenn die Datenblöcke einer Datei im Fall eines Absturzes noch nicht den Weg aus dem Buffer Cache auf die Platte gefunden haben, kann &man.fsck.8; das Dateisystem reparieren, indem es die Dateilänge einfach auf 0 setzt. Außerdem ist die Implementierung einfach und überschaubar. Der Nachteil ist, dass Änderungen der Metadaten sehr langsam vor sich gehen. Ein rm -r beispielsweise fasst alle Dateien eines Verzeichnisses der Reihe nach an, aber jede dieser Änderungen am Verzeichnis (Löschen einer Datei) wird einzeln synchron auf die Platte geschrieben. Gleiches beim Auspacken großer Hierarchien (tar -x). Der zweite Fall sind asynchrone Metadaten-Updates. Das ist z. B. der Standard bei Linux/ext2fs oder die Variante mount -o async für *BSD UFS. Man schickt die Updates der Metadaten einfach auch noch über den Buffer Cache, sie werden also zwischen die Updates der normalen Daten eingeschoben. Vorteil ist, dass man nun nicht mehr auf jeden Update warten muss, Operationen, die zahlreiche Metadaten ändern, werden also viel schneller. Auch hier ist die Implementierung sehr einfach und wenig anfällig für Fehler. Nachteil ist, dass keinerlei Konsistenz des Dateisystems mehr gesichert ist. Wenn mitten in einer Operation, die viele Metadaten ändert, ein Ausfall erfolgt (Stromausfall, drücken des Reset-Tasters), dann ist das Dateisystem anschließend in einem unbestimmten Zustand. Niemand kann genau sagen, was noch geschrieben worden ist und was nicht mehr; die Datenblöcke einer Datei können schon auf der Platte stehen, während die inode Tabelle oder das zugehörige Verzeichnis nicht mehr aktualisiert worden ist. Man kann praktisch kein fsck mehr implementieren, das diesen Zustand wieder reparieren kann, da die dazu nötigen Informationen einfach auf der Platte fehlen. Wenn ein Dateisystem derart beschädigt worden ist, kann man es nur neu erzeugen (&man.newfs.8;) und die Daten vom Backup zurückspielen. Der historische Ausweg aus diesem Dilemma war ein dirty region logging (auch als Journalling bezeichnet, wenngleich dieser Begriff nicht immer gleich benutzt und manchmal auch für andere Formen von Transaktionsprotokollen gebraucht wird). Man schreibt die Metadaten-Updates zwar synchron, aber nur in einen kleinen Plattenbereich, die logging area. Von da aus werden sie dann asynchron auf ihre eigentlichen Bereiche verteilt. Da die logging area ein kleines zusammenhängendes Stückchen ist, haben die Schreibköpfe der Platte bei massiven Operationen auf Metadaten keine allzu großen Wege zurückzulegen, so dass alles ein ganzes Stück schneller geht als bei klassischen synchronen Updates. Die Komplexität der Implementierung hält sich ebenfalls in Grenzen, somit auch die Anfälligkeit für Fehler. Als Nachteil ergibt sich, dass Metadaten zweimal auf die Platte geschrieben werden müssen (einmal in die logging area, einmal an die richtige Stelle), so dass das im Falle regulärer Arbeit (also keine gehäuften Metadatenoperationen) eine Pessimisierung des Falls der synchronen Updates eintritt, es wird alles langsamer. Dafür hat man als Vorteil, dass im Falle eines Crashes der konsistente Zustand dadurch erzielbar ist, dass die angefangenen Operationen aus dem dirty region log entweder zu Ende ausgeführt oder komplett verworfen werden, wodurch das Dateisystem schnell wieder zur Verfügung steht. Die Lösung von Kirk McKusick, dem Schöpfer von Berkeley FFS, waren Soft Updates: die notwendigen Updates der Metadaten werden im Speicher gehalten und dann sortiert auf die Platte geschrieben (ordered metadata updates). Dadurch hat man den Effekt, dass im Falle massiver Metadaten-Änderungen spätere Operationen die vorhergehenden, noch nicht auf die Platte geschriebenen Updates desselben Elements im Speicher einholen. Alle Operationen, auf ein Verzeichnis beispielsweise, werden also in der Regel noch im Speicher abgewickelt, bevor der Update überhaupt auf die Platte geschrieben wird (die dazugehörigen Datenblöcke werden natürlich auch so sortiert, dass sie nicht vor ihren Metadaten auf der Platte sind). Im Fall eines Absturzes hat man ein implizites log rewind: alle Operationen, die noch nicht den Weg auf die Platte gefunden haben, sehen danach so aus, als hätten sie nie stattgefunden. Man hat so also den konsistenten Zustand von ca. 30 bis 60 Sekunden früher sichergestellt. Der verwendete Algorithmus garantiert dabei, dass alle tatsächlich benutzten Ressourcen auch in den entsprechenden Bitmaps (Block- und inode Tabellen) als belegt markiert sind. Der einzige Fehler, der auftreten kann, ist, dass Ressourcen noch als belegt markiert sind, die tatsächlich frei sind. &man.fsck.8; erkennt dies und korrigiert diese nicht mehr belegten Ressourcen. Die Notwendigkeit eines Dateisystem-Checks darf aus diesem Grunde auch ignoriert und das Dateisystem mittels mount -f zwangsweise eingebunden werden. Um noch allozierte Ressourcen freizugeben muss später ein &man.fsck.8; nachgeholt werden. Das ist dann auch die Idee des background fsck: beim Starten des Systems wird lediglich ein Schnappschuss des Filesystems gemacht, mit dem &man.fsck.8; dann später arbeiten kann. Alle Dateisysteme dürfen unsauber eingebunden werden und das System kann sofort in den Multiuser-Modus gehen. Danach wird ein Hintergrund-fsck für die Dateisysteme gestartet, die dies benötigen, um möglicherweise irrtümlich belegte Ressourcen freizugeben. (Dateisysteme ohne Soft Updates benötigen natürlich immer noch den üblichen (Vordergrund-)fsck, bevor sie eingebunden werden können.) Der Vorteil ist, dass die Metadaten-Operationen beinahe so schnell ablaufen wie im asynchronen Fall (also durchaus auch schneller als beim logging, das ja die Metadaten immer zweimal schreiben muss). Als Nachteil stehen dem die Komplexität des Codes (mit einer erhöhten Fehlerwahrscheinlichkeit in einem bezüglich Datenverlust hoch sensiblen Bereich) und ein erhöhter Speicherverbrauch entgegen. Außerdem muss man sich an einige Eigenheiten gewöhnen: Nach einem Absturz ist ein etwas älterer Stand auf der Platte – statt einer leeren, aber bereits angelegten Datei (wie nach einem herkömmlichen fsck Lauf) ist auf einem Dateisystem mit Soft Updates keine Spur der entsprechenden Datei mehr zu sehen, da weder die Metadaten noch der Dateiinhalt je auf die Platte geschrieben wurden. Weiterhin kann der Platz nach einem rm -r nicht sofort wieder als verfügbar markiert werden, sondern erst dann, wenn der Update auch auf die Platte vermittelt worden ist. Dies kann besonders dann Probleme bereiten, wenn große Datenmengen in einem Dateisystem ersetzt werden, das nicht genügend Platz hat, um alle Dateien zweimal unterzubringen. Einstellungen von Kernel Limits Einstellungen von Kernel Limits Datei und Prozeß Limits <varname>kern.maxfiles</varname> kern.maxfiles Abhängig von den Anforderungen Ihres Systems kann kern.maxfiles erhöht oder erniedrigt werden. Die Variable legt die maximale Anzahl von Dateideskriptoren auf Ihrem System fest. Wenn die Dateideskriptoren aufgebraucht sind, werden Sie die Meldung file: table is full wiederholt im Puffer für Systemmeldungen sehen. Den Inhalt des Puffers können Sie sich mit dmesg anzeigen lassen. Jede offene Datei, jedes Socket und jede FIFO verbraucht einen Dateideskriptor. Auf dicken Produktionsservern können leicht Tausende Dateideskriptoren benötigt werden, abhängig von der Art und Anzahl der gleichzeitig laufenden Dienste. In älteren &os;-Versionen wurde die Voreinstellung von kern.maxfile aus der Kernelkonfigurationsoption maxusers bestimmt. kern.maxfiles wächst proportional mit dem Wert von maxusers. Wenn Sie einen angepassten Kernel kompilieren, empfiehlt es sich diese Option entsprechend der maximalen Benutzerzahl Ihres Systems einzustellen. Obwohl auf einer Produktionsmaschine vielleicht nicht 256 Benutzer gleichzeitig angemeldet sind, können die benötigten Ressourcen ähnlich denen eines großen Webservers sein. Die Variable kern.maxusers wird beim Systemstart automatisch aus dem zur Verfügung stehenden Hauptspeicher bestimmt. Im laufenden Betrieb kann dieser Wert aus der (nur lesbaren) sysctl-Variable kern.maxusers ermittelt werden. Falls ein System für diese Variable einen anderen Wert benötigt, kann der Wert über den Loader angepasst werden. Häufig verwendete Werte sind dabei 64, 128, sowie 256. Es ist empfehlenswert, die Anzahl der Dateideskriptoren nicht auf einen Wert größer 256 zu setzen, es sei denn, Sie benötigen wirklich eine riesige Anzahl von ihnen. Viele der von kern.maxusers auf einen Standardwert gesetzten Parameter können beim Systemstart oder im laufenden Betrieb in der Datei /boot/loader.conf (sehen Sie sich dazu auch &man.loader.conf.5; sowie die Datei /boot/defaults/loader.conf an) an Ihre Bedürfnisse angepasst werden, so wie es bereits an anderer Stelle dieses Dokuments beschrieben ist. Ältere &os;-Versionen setzen diesen Wert selbst, wenn Sie in der Konfigurationsdatei den Wert 0 Der verwendete Algorithmus setzt maxusers auf die Speichergröße des Systems. Der minimale Wert beträgt dabei 32, das Maximum ist 384. angeben. Wenn Sie den Wert selbst bestimmen wollen, sollten Sie maxusers mindestens auf 4 setzen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie beabsichtigen, das X Window-System zu benutzen oder Software zu kompilieren. Der Grund dafür ist, dass der wichtigste Wert, der durch maxusers bestimmt wird, die maximale Anzahl an Prozessen ist, die auf 20 + 16 * maxusers gesetzt wird. Wenn Sie also maxusers auf 1 setzen, können gleichzeitig nur 36 Prozesse laufen, von denen ungefähr 18 schon beim Booten des Systems gestartet werden. Dazu kommen nochmals etwa 15 Prozesse beim Start des X Window-Systems. Selbst eine einfache Aufgabe wie das Lesen einer Manualpage benötigt neun Prozesse zum Filtern, Dekomprimieren und Betrachten der Datei. Für die meisten Benutzer sollte es ausreichen, maxusers auf 64 zu setzen, womit 1044 gleichzeitige Prozesse zur Verfügung stehen. Wenn Sie allerdings den gefürchteten Fehler proc table full beim Start eines Programms oder auf einem Server mit einer großen Benutzerzahl (wie ftp.FreeBSD.org) sehen, dann sollten Sie den Wert nochmals erhöhen und den Kernel neu bauen. Die Anzahl der Benutzer, die sich auf einem Rechner anmelden kann, wird durch maxusers nicht begrenzt. Der Wert dieser Variablen legt neben der möglichen Anzahl der Prozesse eines Benutzers weitere sinnvolle Größen für bestimmte Systemtabellen fest. <varname>kern.ipc.somaxconn</varname> kern.ipc.somaxconn Die Variable kern.ipc.somaxconn beschränkt die Größe der Warteschlange (Listen-Queue) für neue TCP-Verbindungen. Der Vorgabewert von 128 ist normalerweise zu klein, um neue Verbindungen auf einem stark ausgelasteten Webserver zuverlässig zu handhaben. Auf solchen Servern sollte der Wert auf 1024 oder höher gesetzt werden. Ein Dienst (z.B. &man.sendmail.8;, oder Apache) kann die Größe der Queue selbst einschränken. Oft gibt es die Möglichkeit, die Größe der Listen-Queue in einer Konfigurationsdatei einzustellen. Eine große Listen-Queue übersteht vielleicht auch einen Denial of Service Angriff (DoS). Netzwerk Limits Die Kerneloption NMBCLUSTERS schreibt die Anzahl der Netzwerkpuffer (Mbufs) fest, die das System besitzt. Eine zu geringe Anzahl Mbufs auf einem Server mit viel Netzwerkverkehr verringert die Leistung von &os;. Jeder Mbuf-Cluster nimmt ungefähr 2 kB Speicher in Anspruch, so dass ein Wert von 1024 insgesamt 2 Megabyte Speicher für Netzwerkpuffer im System reserviert. Wie viele Cluster benötigt werden, lässt sich durch eine einfache Berechnung herausfinden. Wenn Sie einen Webserver besitzen, der maximal 1000 gleichzeitige Verbindungen servieren soll und jede der Verbindungen je einen 16 kB großen Puffer zum Senden und Empfangen braucht, brauchen Sie ungefähr 32 MB Speicher für Netzwerkpuffer. Als Daumenregel verdoppeln Sie diese Zahl, so dass sich für NMBCLUSTERS der Wert 2x32 MB / 2 kB = 32768 ergibt. Für Maschinen mit viel Speicher sollten Werte zwischen 4096 und 32768 genommen werden. Sie können diesen Wert nicht willkürlich erhöhen, da dies bereits zu einem Absturz beim Systemstart führen kann. Mit der Option von &man.netstat.1; können Sie den Gebrauch der Netzwerkpuffer kontrollieren. Die Netzwerkpuffer können beim Systemstart mit der Loader-Variablen kern.ipc.nmbclusters eingestellt werden. Nur auf älteren &os;-Systemen müssen Sie die Kerneloption NMBCLUSTERS verwenden. Die Anzahl der &man.sendfile.2; Puffer muss auf ausgelasteten Servern, die den Systemaufruf &man.sendfile.2; oft verwenden, vielleicht erhöht werden. Dazu können Sie die Kerneloption NSFBUFS verwenden oder die Anzahl der Puffer in /boot/loader.conf (siehe &man.loader.8;) setzen. Die Puffer sollten erhöht werden, wenn Sie Prozesse im Zustand sfbufa sehen. Die schreibgeschützte sysctl-Variable kern.ipc.nsfbufs zeigt die Anzahl eingerichteten Puffer im Kernel. Der Wert dieser Variablen wird normalerweise von kern.maxusers bestimmt. Manchmal muss die Pufferanzahl jedoch manuell eingestellt werden. Auch wenn ein Socket nicht blockierend angelegt wurde, kann der Aufruf von &man.sendfile.2; blockieren, um auf freie struct sf_buf Puffer zu warten. <varname>net.inet.ip.portrange.*</varname> net.inet.ip.portrange.* Die sysctl-Variable net.inet.ip.portrange.* legt die Portnummern für TCP- und UDP-Sockets fest. Es gibt drei Bereiche: den niedrigen Bereich, den normalen Bereich und den hohen Bereich. Die meisten Netzprogramme benutzen den normalen Bereich. Dieser Bereich umfasst in der Voreinstellung die Portnummern 500 bis 5000 und wird durch die Variablen net.inet.ip.portrange.first und net.inet.ip.portrange.last festgelegt. Die festgelegten Bereiche für Portnummern werden von ausgehenden Verbindungen benutzt. Unter bestimmten Umständen, beispielsweise auf stark ausgelasteten Proxy-Servern, sind alle Portnummern für ausgehende Verbindungen belegt. Bereiche für Portnummern spielen auf Servern keine Rolle, die hauptsächlich eingehende Verbindungen verarbeiten (wie ein normaler Webserver) oder nur eine begrenzte Anzahl ausgehender Verbindungen öffnen (beispielsweise ein Mail-Relay). Wenn Sie keine freien Portnummern mehr haben, sollten Sie die Variable net.inet.ip.portrange.last langsam erhöhen. Ein Wert von 10000, 20000 oder 30000 ist angemessen. Beachten Sie auch eine vorhandene Firewall, wenn Sie die Bereiche für Portnummern ändern. Einige Firewalls sperren große Bereiche (normalerweise aus den kleinen Portnummern) und erwarten, dass hohe Portnummern für ausgehende Verbindungen verwendet werden. Daher kann es erforderlich sein, den Wert von net.inet.ip.portrange.first zu erhöhen. TCP Bandwidth Delay Product Begrenzung TCP Bandwidth Delay Product Begrenzung net.inet.tcp.inflight.enable Die TCP Bandwidth Delay Product Begrenzung gleicht TCP/Vegas von NetBSD. Die Begrenzung wird aktiviert, indem Sie die sysctl-Variable net.inet.tcp.inflight.enable auf den Wert 1 setzen. Das System wird dann versuchen, für jede Verbindung, das Produkt aus der Übertragungsrate und der Verzögerungszeit zu bestimmen. Dieses Produkt begrenzt die Datenmenge, die für einen optimales Durchsatz zwischengespeichert werden muss. Diese Begrenzung ist nützlich, wenn Sie Daten über Verbindungen mit einem hohen Produkt aus Übertragungsrate und Verzögerungszeit wie Modems, Gigabit-Ethernet oder schnellen WANs, zur Verfügung stellen. Insbesondere wirkt sich die Begrenzung aus, wenn die Verbindung die TCP-Option Window-scaling verwendet oder große Sende-Fenster (send window) benutzt. Schalten Sie die Debug-Meldungen aus, wenn Sie die Begrenzung aktiviert haben. Dazu setzen Sie die Variable net.inet.tcp.inflight.debug auf 0. Auf Produktions-Systemen sollten Sie zudem die Variable net.inet.tcp.inflight.min mindestens auf den Wert 6144 setzen. Allerdings kann ein zu hoher Wert, abhängig von der Verbindung, die Begrenzungsfunktion unwirksam machen. Die Begrenzung reduziert die Datenmenge in den Queues von Routern und Switches, sowie die Datenmenge in der Queue der lokalen Netzwerkkarte. Die Verzögerungszeit (Round Trip Time) für interaktive Anwendungen sinkt, da weniger Pakete zwischengespeichert werden. Dies gilt besonders für Verbindungen über langsame Modems. Die Begrenzung wirkt sich allerdings nur auf das Versenden von Daten aus (Uploads, Server). Auf den Empfang von Daten (Downloads) hat die Begrenzung keine Auswirkungen. Die Variable net.inet.tcp.inflight.stab sollte nicht angepasst werden. Der Vorgabewert der Variablen beträgt 20, das heißt es werden maximal zwei Pakete zu dem Produkt aus Übertragungsrate und Verzögerungszeit addiert. Dies stabilisiert den Algorithmus und verbessert die Reaktionszeit auf Veränderungen. Bei langsamen Verbindungen können sich aber die Laufzeiten der Pakete erhöhen (ohne diesen Algorithmus wären sie allerdings noch höher). In solchen Fällen können Sie versuchen, den Wert der Variablen auf 15, 10 oder 5 zu erniedrigen. Gleichzeitig müssen Sie vielleicht auch net.inet.tcp.inflight.min auf einen kleineren Wert (beispielsweise 3500) setzen. Ändern Sie diese Variablen nur ab, wenn Sie keine anderen Möglichkeiten mehr haben. Virtueller Speicher (<foreignphrase>Virtual Memory</foreignphrase>) <varname>kern.maxvnodes</varname> Ein vnode ist die interne Darstellung einer Datei oder eines Verzeichnisses. Die Erhöhung der Anzahl der für das Betriebssystem verfügbaren vnodes verringert also die Schreib- und Lesezugriffe auf Ihre Festplatte. vnodes werden im Normalfall vom Betriebssystem automatisch vergeben und müssen nicht von Ihnen angepasst werden. In einigen Fällen stellt der Zugriff auf eine Platte allerdings einen Flaschenhals dar, daher sollten Sie in diesem Fall die Anzahl der möglichen vnodes erhöhen, um dieses Problem zu beheben. Beachten Sie dabei aber die Größe des inaktiven und freien Hauptspeichers. Um die Anzahl der derzeit verwendeten vnodes zu sehen, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; sysctl vfs.numvnodes vfs.numvnodes: 91349 Die maximal mögliche Anzahl der vnodes erhalten Sie durch die Eingabe von: &prompt.root; sysctl kern.maxvnodes kern.maxvnodes: 100000 Wenn sich die Anzahl der genutzten vnodes dem maximal möglichen Wert nähert, sollten Sie den Wert kern.maxvnodes zuerst um etwa 1.000 erhöhen. Beobachten Sie danach die Anzahl der vom System genutzten vfs.numvnodes. Nähert sich der Wert wiederum dem definierten Maximum, müssen Sie kern.maxvnodes nochmals erhöhen. Sie sollten nun eine Änderung Ihres Speicherverbrauches (etwa über &man.top.1;) registrieren können und über mehr aktiven Speicher verfügen. Hinzufügen von Swap-Bereichen Egal wie vorausschauend Sie planen, manchmal entspricht ein System einfach nicht Ihren Erwartungen. Es ist leicht, mehr Swap-Bereiche hinzuzufügen. Dazu stehen Ihnen drei Wege offen: Sie können eine neue Platte einbauen, den Swap-Bereich über NFS ansprechen oder eine Swap-Datei auf einer existierenden Partition einrichten. Für Informationen zur Verschlüsselung von Swap-Partitionen, zu den dabei möglichen Optionen sowie zu den Gründen für eine Verschlüsselung des Auslagerungsspeichers lesen Sie bitte des Handbuchs. Swap auf einer neuen Festplatte Der einfachste Weg, zusätzlich einen Swap-Bereich einzurichten, ist der Einbau einer neuen Platte, die Sie sowieso gebrauchen können. Die Anordnung von Swap-Bereichen wird in des Handbuchs besprochen. Swap-Bereiche über NFS Swap-Bereiche über NFS sollten Sie nur dann einsetzen, wenn Sie über keine lokale Platte verfügen, da es durch die zur Verfügung stehende Bandbreite limitiert wird und außerdem den NFS-Server zusätzlich belastet. Swap-Dateien Sie können eine Datei festgelegter Größe als Swap-Bereich nutzen. Im folgenden Beispiel werden wir eine 64 MB große Datei mit Namen /usr/swap0 benutzen, Sie können natürlich einen beliebigen Namen für den Swap-Bereich benutzen. Erstellen einer Swap-Datei Stellen Sie sicher, dass der Kernel RAM-Disks (&man.md.4;) unterstützt. Dies ist in der GENERIC-Konfiguration voreingestellt. device md # Memory "disks" Legen Sie die Swap-Datei /usr/swap0 an: &prompt.root; dd if=/dev/zero of=/usr/swap0 bs=1024k count=64 Setzen Sie die richtigen Berechtigungen für /usr/swap0: &prompt.root; chmod 0600 /usr/swap0 Aktivieren Sie die Swap-Datei /etc/rc.conf: swapfile="/usr/swap0" # Set to name of swapfile if aux swapfile desired. Um die Swap-Datei zu aktivieren, führen Sie entweder einen Neustart durch oder geben das folgende Kommando ein: &prompt.root; mdconfig -a -t vnode -f /usr/swap0 -u 0 && swapon /dev/md0 Hiten Pandya Verfasst von Tom Rhodes Energie- und Ressourcenverwaltung Es ist wichtig, Hardware effizient einzusetzen. Vor der Einführung des Advanced Configuration and Power Interface (ACPI) konnten Stromverbrauch und Wärmeabgabe eines Systems nur schlecht von Betriebssystemen gesteuert werden. Die Hardware wurde vom BIOS gesteuert, was die Kontrolle der Energieverwaltung für den Anwender erschwerte. Das Advanced Power Management (APM) erlaubte es lediglich, einige wenige Funktionen zu steuern, obwohl die Überwachung von Energie- und Ressourcenverbrauch zu den wichtigsten Aufgaben eines Betriebssystems gehört, um auf verschiedene Ereignisse, beispielsweise einen unerwarteten Temperaturanstieg, reagieren können. Dieser Abschnitt erklärt das Advanced Configuration and Power Interface (ACPI). Was ist ACPI? ACPI APM Advanced Configuration and Power Interface (ACPI) ist ein Standard verschiedener Hersteller, der die Verwaltung von Hardware und Energiesparfunktionen festlegt. Die ACPI-Funktionen können von einem Betriebssystem gesteuert werden. Der Vorgänger des ACPI, Advanced Power Management (APM), erwies sich in modernen Systemen als unzureichend. Mängel des Advanced Power Managements (APM) Das Advanced Power Management (APM) steuert den Energieverbrauch eines Systems auf Basis der Systemaktivität. Das APM-BIOS wird von dem Hersteller des Systems zur Verfügung gestellt und ist auf die spezielle Hardware angepasst. Der APM-Treiber des Betriebssystems greift auf das APM Software Interface zu, das den Energieverbrauch regelt. APM findet sich in der Regel nur noch in Systemen, die vor 2001 produziert wurden. Das APM hat hauptsächlich vier Probleme. Erstens läuft die Energieverwaltung unabhängig vom Betriebssystem in einem (herstellerspezifischen) BIOS. Beispielsweise kann das APM-BIOS die Festplatten nach einer konfigurierbaren Zeit ohne die Zustimmung des Betriebssystems herunterfahren. Zweitens befindet sich die ganze APM-Logik im BIOS; das Betriebssystem hat gar keine APM-Komponenten. Bei Problemen mit dem APM-BIOS muss das Flash-ROM aktualisiert werden. Diese Prozedur ist gefährlich, da sie im Fehlerfall das System unbrauchbar machen kann. Zum Dritten ist APM eine Technik, die herstellerspezifisch ist und nicht koordiniert wird. Fehler im BIOS eines Herstellers werden nicht unbedingt im BIOS anderer Hersteller korrigiert. Das letzte Problem ist, dass im APM-BIOS nicht genügend Platz vorhanden ist, um eine durchdachte oder eine auf den Zweck der Maschine zugeschnittene Energieverwaltung zu implementieren. Das Plug and Play BIOS (PNPBIOS) war ebenfalls unzureichend. Das PNPBIOS verwendet eine 16-Bit-Technik. Damit das Betriebssystem das PNPBIOS ansprechen kann, muss es in einer 16-Bit-Emulation laufen. Der APM-Treiber von &os; ist in der Hilfeseite &man.apm.4; beschrieben. Konfiguration des <acronym>ACPI</acronym> Das Modul acpi.ko wird standardmäßig beim Systemstart vom &man.loader.8; geladen und sollte daher nicht fest in den Kernel eingebunden werden. Dadurch kann acpi.ko ohne einen Neubau des Kernels ersetzt werden und das Modul ist leichter zu testen. Wenn Sie in der Ausgabe von &man.dmesg.8; das Wort ACPI sehen, ist das Modul geladen worden. Das ACPI-Modul im laufenden Betrieb zu laden, führt oft nicht zum gewünschten Ergebnis. Treten bei Ihrem System Probleme auf, können Sie ACPI auch komplett deaktivieren. Dazu definieren Sie die Variable hint.acpi.0.disabled="1" in der Datei /boot/loader.conf. Alternativ können Sie die Variable auch am &man.loader.8;-Prompt eingeben. Das Modul kann im laufenden Betrieb nicht entfernt werden, da es zur Kommunikation mit der Hardware verwendet wird. ACPI und APM können nicht zusammen verwendet werden. Das zuletzt geladene Modul beendet sich, sobald es bemerkt, dass das andere Modul geladen ist. Mit &man.acpiconf.8; können Sie das System in einen Ruhemodus (sleep mode) versetzen. Es gibt verschiedene Modi (von 1 bis 5), die Sie auf der Kommandozeile mit angeben können. Für die meisten Anwender sind die Modi 1 und 3 völlig ausreichend. Der Modus 5 schaltet das System aus (Soft-off) und entspricht dem folgenden Befehl: &prompt.root; halt -p Verschiedene Optionen können als &man.sysctl.8;-Variablen gesetzt werden. Lesen Sie dazu die Manualpages zu &man.acpi.4; sowie &man.acpiconf.8;. Nate Lawson Verfasst von Peter Schultz Mit Beiträgen von Tom Rhodes <acronym>ACPI</acronym>-Fehlersuche ACPI Probleme mit ACPI ist ein gänzlich neuer Weg, um Geräte aufzufinden und deren Stromverbrauch zu regulieren. Weiterhin bietet ACPI einen einheitlichen Zugriff auf Geräte, die vorher vom BIOS verwaltet wurden. Es werden zwar Fortschritte gemacht, dass ACPI auf allen Systemen läuft, doch tauchen immer wieder Fehler auf: fehlerhafter Bytecode der ACPI-Machine-Language (AML) einiger Systemplatinen, ein unvollständiges &os;-Kernel-Subsystem oder Fehler im ACPI-CA-Interpreter von &intel;. Dieser Abschnitt hilft Ihnen, zusammen mit den Betreuern des &os;-ACPI-Subsystems, Fehlerquellen zu finden und Fehler zu beseitigen. Danke, dass Sie diesen Abschnitt lesen; hoffentlich hilft er, Ihre Systemprobleme zu lösen. Fehlerberichte einreichen Bevor Sie einen Fehlerbericht einreichen, stellen Sie bitte sicher, dass Ihr BIOS und die Firmware Ihres Controllers aktuell sind. Wenn Sie sofort einen Fehlerbericht einsenden wollen, schicken Sie bitte die folgenden Informationen an die Mailingliste freebsd-acpi: Beschreiben Sie den Fehler und alle Umstände, unter denen der Fehler auftritt. Geben Sie ebenfalls den Typ und das Modell Ihres Systems an. Wenn Sie einen neuen Fehler entdeckt haben, versuchen Sie möglichst genau zu beschreiben, wann der Fehler das erste Mal aufgetreten ist. Die Ausgabe von &man.dmesg.8; nach der Eingabe von boot -v. Geben Sie auch alle Fehlermeldungen an, die erscheinen, wenn Sie den Fehler provozieren. Die Ausgabe von &man.dmesg.8; nach der Eingabe von boot -v und mit deaktiviertem ACPI, wenn das Problem ohne ACPI nicht auftritt. Die Ausgabe von sysctl hw.acpi. Dieses Kommando zeigt die vom System unterstützten ACPI-Funktionen an. Die URL, unter der die ACPI-Source-Language (ASL) liegt. Schicken Sie bitte nicht die ASL an die Mailingliste, da die ASL sehr groß sein kann. Eine Kopie der ASL erstellen Sie mit dem nachstehenden Befehl: &prompt.root; acpidump -td > name-system.asl Setzen Sie bitte für name den Namen Ihres Kontos und für system den Hersteller und das Modell Ihres Systems ein. Zum Beispiel: njl-FooCo6000.asl. Obwohl die meisten Entwickler die Mailingliste &a.current.name; lesen, sollten Sie Fehlerberichte an die Liste &a.acpi.name; schicken. Seien Sie bitte geduldig; wir haben alle Arbeit außerhalb des Projekts. Wenn der Fehler nicht offensichtlich ist, bitten wir Sie vielleicht, einen offiziellen Fehlerbericht (PR) mit &man.send-pr.1; einzusenden. Geben Sie im Fehlerbericht bitte dieselben Informationen wie oben an. Mithilfe der PRs verfolgen und lösen wir Probleme. Senden Sie bitte keinen PR ein, ohne vorher den Fehlerbericht an die Liste &a.acpi.name; zu senden. Wir benutzen die PRs als Erinnerung an bestehende Probleme und nicht zum Sammeln aller Probleme. Es kann sein, dass der Fehler schon von jemand anderem gemeldet wurde. <acronym>ACPI</acronym>-Grundlagen ACPI ACPI gibt es in allen modernen Rechnern der ia32- (x86), ia64- (Itanium) und amd64- (AMD) Architektur. Der vollständige Standard bietet Funktionen zur Steuerung und Verwaltung der CPU-Leistung, der Stromversorgung, von Wärmebereichen, Batterien, eingebetteten Controllern und Bussen. Auf den meisten Systemen wird nicht der vollständige Standard implementiert. Arbeitsplatzrechner besitzen meist nur Funktionen zur Verwaltung der Busse, während Notebooks Funktionen zur Temperaturkontrolle und Ruhezustände besitzen. Ein ACPI konformes System besitzt verschiedene Komponenten. Die BIOS- und Chipsatz-Hersteller stellen mehrere statische Tabellen bereit (zum Beispiel die Fixed-ACPI-Description-Table, FADT). Die Tabellen enthalten beispielsweise die mit SMP-Systemen benutzte APIC-Map, Konfigurationsregister und einfache Konfigurationen. Zusätzlich gibt es die Differentiated-System-Description-Table (DSDT), die Bytecode enthält. Die Tabelle ordnet Geräte und Methoden in einem baumartigen Namensraum an. Ein ACPI-Treiber muss die statischen Tabellen einlesen, einen Interpreter für den Bytecode bereitstellen und die Gerätetreiber im Kernel so modifizieren, dass sie mit dem ACPI-Subsystem kommunizieren. Für &os;, Linux und NetBSD hat &intel; den Interpreter ACPI-CA, zur Verfügung gestellt. Der Quelltext zu ACPI-CA befindet sich im Verzeichnis src/sys/contrib/dev/acpica. Die Schnittstelle von ACPI-CA zu &os; befindet sich unter src/sys/dev/acpica/Osd. Treiber, die verschiedene ACPI-Geräte implementieren, befinden sich im Verzeichnis src/sys/dev/acpica. Häufige Probleme ACPI Probleme mit Damit ACPI richtig funktioniert, müssen alle Teile funktionieren. Im Folgenden finden Sie eine Liste mit Problemen und möglichen Umgehungen oder Fehlerbehebungen. Die Liste ist nach der Häufigkeit, mit der die Probleme auftreten, sortiert. Mausprobleme Es kann vorkommen, dass die Maus nicht mehr funktioniert, wenn Sie nach einem Suspend weiterarbeiten wollen. Ist dies bei Ihnen der Fall, reicht es meistens aus, den Eintrag hint.psm.0.flags="0x3000" in Ihre /boot/loader.conf aufzunehmen. Besteht das Problem weiterhin, sollten Sie einen Fehlerbericht an das FreeBSD Project senden. Suspend/Resume ACPI kennt drei Suspend-to-RAM-Zustände (STR): S1-S3. Es gibt einen Suspend-to-Disk-Zustand: S4. Der Zustand S5 wird Soft-Off genannt. In diesem Zustand befindet sich ein Rechner, wenn die Stromversorgung angeschlossen ist, der Rechner aber nicht hochgefahren ist. Der Zustand S4 kann auf zwei Arten implementiert werden: S4BIOS und S4OS. Im ersten Fall wird der Suspend-to-Disk-Zustand durch das BIOS hergestellt im zweiten Fall alleine durch das Betriebssystem. Die Suspend-Zustände sind Ruhezustände, in denen der Rechner weniger Energie als im Normalbetrieb benötigt. Resume bezeichnet die Rückkehr zum Normalbetrieb. Die Suspend-Zustände können Sie mit dem Kommando sysctl hw.acpi ermitteln. Das Folgende könnte beispielsweise ausgegeben werden: hw.acpi.supported_sleep_state: S3 S4 S5 hw.acpi.s4bios: 0 Diese Ausgabe besagt, dass mit dem Befehl acpiconf -s die Zustände S3, S4OS und S5 eingestellt werden können. Hätte den Wert 1, gäbe es den Zustand S4BIOS anstelle von S4OS. Wenn Sie die Suspend- und Resume-Funktionen testen, fangen Sie mit dem S1-Zustand an, wenn er angeboten wird. Dieser Zustand wird am ehesten funktionieren, da der Zustand wenig Treiber-Unterstützung benötigt. Der Zustand S2 ist ähnlich wie S1, allerdings hat ihn noch niemand implementiert. Als nächstes sollten Sie den Zustand S3 ausprobieren. Dies ist der tiefste STR-Schlafzustand. Dieser Zustand ist auf massive Treiber-Unterstützung angewiesen, um die Geräte wieder richtig zu initialisieren. Wenn Sie Probleme mit diesem Zustand haben, können Sie die Mailingliste &a.acpi.name; anschreiben. Erwarten Sie allerdings nicht zu viel: Es gibt viele Treiber und Geräte, an denen noch gearbeitet und getestet wird. Um das Problem einzugrenzen, entfernen Sie soviele Treiber wie möglich aus dem Kernel. Sie können das Problem isolieren, indem Sie einen Treiber nach dem anderen laden, bis der Fehler wieder auftritt. Typischerweise verursachen binäre Treiber wie nvidia.ko, X11-Grafiktreiber und USB-Treiber die meisten Fehler, hingegen laufen Ethernet-Treiber für gewöhnlich sehr zuverlässig. Wenn ein Treiber zuverlässig geladen und entfernt werden kann, können Sie den Vorgang automatisieren, indem Sie die entsprechenden Kommandos in die Dateien /etc/rc.suspend und /etc/rc.resume einfügen. In den Dateien finden Sie ein deaktiviertes Beispiel, das einen Treiber lädt und wieder entfernt. Ist die Bildschirmanzeige bei der Wiederaufnahme des Betriebs gestört, setzen Sie bitte die Variable auf 0. Versuchen Sie auch, die Variable auf kürzere Zeitspannen zu setzen. Die Suspend- und Resume-Funktionen können Sie auch auf einer neuen Linux-Distribution mit ACPI testen. Wenn es mit Linux funktioniert, liegt das Problem wahrscheinlich bei einem &os;-Treiber. Es hilft uns, das Problem zu lösen, wenn Sie feststellen können, welcher Treiber das Problem verursacht. Beachten Sie bitte, dass die ACPI-Entwickler normalerweise keine anderen Treiber pflegen (beispielsweise Sound- oder ATA-Treiber). Es ist wohl das beste, die Ergebnisse der Fehlersuche an die Mailingliste &a.current.name; und den Entwickler des Treibers zu schicken. Wenn Ihnen danach ist, versuchen Sie, den Fehler in der Resume-Funktion zu finden, indem Sie einige &man.printf.3;-Anweisungen in den Code des fehlerhaften Treibers einfügen. Schließlich können Sie ACPI noch abschalten und stattdessen APM verwenden. Wenn die Suspend- und Resume-Funktionen mit APM funktionieren, sollten Sie vielleicht besser APM verwenden (insbesondere mit alter Hardware von vor dem Jahr 2000). Die Hersteller benötigten einige Zeit, um ACPI korrekt zu implementieren, daher gibt es mit älterer Hardware oft ACPI-Probleme. Temporäre oder permanente Systemhänger Die meisten Systemhänger entstehen durch verlorene Interrupts oder einen Interrupt-Sturm. Probleme werden verursacht durch die Art, in der das BIOS Interrupts vor dem Systemstart konfiguriert, durch eine fehlerhafte APIC-Tabelle und durch die Zustellung des System-Control-Interrupts (SCI). Interrupt-Sturm Anhand der Ausgabe des Befehls vmstat -i können Sie verlorene Interrupts von einem Interrupt-Sturm unterscheiden. Untersuchen Sie die Ausgabezeile, die acpi0 enthält. Ein Interrupt-Sturm liegt vor, wenn der Zähler öfter als ein paar Mal pro Sekunde hochgezählt wird. Wenn sich das System aufgehangen hat, versuchen Sie mit der Tastenkombination Ctrl Alt Esc in den Debugger DDB zu gelangen. Geben Sie dort den Befehl show interrupts ein. APIC deaktivieren Wenn Sie Interrupt-Probleme haben, ist es vorerst wohl am besten, APIC zu deaktivieren. Tragen Sie dazu die Zeile hint.apic.0.disabled="1" in loader.conf ein. Abstürze (Panics) Panics werden so schnell wie möglich behoben; mit ACPI kommt es aber selten dazu. Zuerst sollten Sie die Panic reproduzieren und dann versuchen einen backtrace (eine Rückverfolgung der Funktionsaufrufe) zu erstellen. Richten Sie dazu den DDB über die serielle Schnittstelle (siehe ) oder eine gesonderte &man.dump.8;-Partition ein. In DDB können Sie den backtrace mit dem Kommando tr erstellen. Falls Sie den backtrace vom Bildschirm abschreiben müssen, schreiben Sie bitte mindestens die fünf ersten und die fünf letzten Zeile der Ausgabe auf. Versuchen Sie anschließend, das Problem durch einen Neustart ohne ACPI zu beseitigen. Wenn das funktioniert hat, können Sie versuchen, das verantwortliche ACPI-Subsystem durch Setzen der Variablen herauszufinden. Die Hilfeseite &man.acpi.4; enthält dazu einige Beispiele. Nach einem Suspend oder einem Stopp startet das System wieder Setzen Sie zuerst in &man.loader.conf.5; die Variable auf 0. Damit wird verhindert, dass ACPI während des Systemabschlusses die Bearbeitung verschiedener Ereignisse deaktiviert. Auf manchen Systemen muss die Variable den Wert 1 besitzen (die Voreinstellung). Normalerweise wird der unerwünschte Neustart des Systems durch Setzen dieser Variablen behoben. Andere Probleme Wenn Sie weitere Probleme mit ACPI haben (Umgang mit einer Docking-Station, nicht erkannte Geräte), schicken Sie bitte eine Beschreibung an die Mailingliste. Allerdings kann es sein, dass einige Probleme von noch unvollständigen Teilen des ACPI-Subsystems abhängen und es etwas dauern kann bis diese Teile fertig sind. Seien Sie geduldig und rechnen Sie damit, dass wir Ihnen Fehlerbehebungen zum Testen senden. <acronym>ASL</acronym>, <command>acpidump</command> und <acronym>IASL</acronym> ACPI ASL Ein häufiges Problem ist fehlerhafter Bytecode des BIOS-Herstellers. Dies erkennen Sie an Kernelmeldungen auf der Konsole wie die folgende: ACPI-1287: *** Error: Method execution failed [\\_SB_.PCI0.LPC0.FIGD._STA] \\ (Node 0xc3f6d160), AE_NOT_FOUND Oft können Sie das Problem dadurch lösen, dass Sie eine aktuelle BIOS-Version einspielen. Die meisten Meldungen auf der Konsole sind harmlos, wenn aber beispielsweise der Batteriestatus falsch angezeigt wird, können Sie in den Meldungen nach Problemen mit der AML-Machine-Language (AML) suchen. Der Bytecode der AML wird aus der ACPI-Source-Language (ASL) übersetzt und in einer Tabelle, der DSDT, abgelegt. Eine Kopie der ASL können Sie mit dem Befehl &man.acpidump.8; erstellen. Verwenden Sie mit diesem Befehl sowohl die Option (die Inhalte der statischen Tabellen anzeigen) als auch die Option (die AML in ASL zurückübersetzen). Ein Beispiel für die Syntax finden Sie im Abschnitt Fehlerberichte einreichen. Sie können einfach prüfen, ob sich die ASL übersetzen lässt. Für gewöhnlich können Sie Warnungen während des Übersetzens ignorieren. Fehlermeldungen führen normal dazu, dass ACPI fehlerhaft arbeitet. Ihre ASL übersetzen Sie mit dem nachstehenden Kommando: &prompt.root; iasl ihre.asl Die <acronym>ASL</acronym> reparieren ACPI ASL Auf lange Sicht ist es unser Ziel, dass ACPI ohne Eingriffe des Benutzers läuft. Zurzeit entwickeln wir allerdings noch Umgehungen für Fehler der BIOS-Hersteller. Der µsoft;-Interpreter (acpi.sys und acpiec.sys) prüft die ASL nicht streng gegen den Standard. Daher reparieren BIOS-Hersteller, die ACPI nur unter &windows; testen, ihre ASL nicht. Wir hoffen, dass wir das vom Standard abweichende Verhalten des µsoft;-Interpreters dokumentieren und in &os; replizieren können. Dadurch müssen Benutzer ihre ASL nicht selbst reparieren. Sie können Ihre ASL selbst reparieren, wenn Sie ein Problem umgehen und uns helfen möchten. Senden Sie uns bitte die mit &man.diff.1; erstellte Differenz zwischen alter und neuer ASL. Wir werden versuchen, den Interpreter ACPI-CA zu korrigieren, damit die Fehlerbehebung nicht mehr erforderlich ist. ACPI Fehlermeldungen Die nachfolgende Liste enthält häufige Fehlermeldungen, deren Ursache und eine Beschreibung, wie die Fehler korrigiert werden: Abhängigkeiten vom Betriebssystem Einige AMLs gehen davon aus, dass die Welt ausschließlich aus verschiedenen &windows;-Versionen besteht. &os; kann vorgeben, irgendein Betriebssystem zu sein. Versuchen Sie das Betriebssystem, das Sie in der ASL finden, in der Datei /boot/loader.conf anzugeben: hw.acpi.osname="Windows 2001". Fehlende Return-Anweisungen Einige Methoden verzichten auf die vom Standard vorgeschriebene Rückgabe eines Wertes. Obwohl der Interpreter ACPI-CA dies nicht beheben kann, besitzt &os; die Möglichkeit, den Rückgabewert implizit zu setzen. Wenn Sie wissen, welcher Wert zurückgegeben werden muss, können Sie die fehlenden Return-Anweisungen selbst einsetzen. Die Option zwingt iasl, die ASL zu übersetzen. Überschreiben der vorgegebenen <acronym>AML</acronym> Nachdem Sie Ihre ASL in der Datei ihre.asl angepasst haben, übersetzen Sie die ASL wie folgt: &prompt.root; iasl ihre.asl Mit der Option erzwingen Sie das Erstellen der AML auch wenn während der Übersetzung Fehler auftreten. Beachten Sie, dass einige Fehler, wie fehlende Return-Anweisungen, automatisch vom Interpreter umgangen werden. In der Voreinstellung erstellt der Befehl iasl die Ausgabedatei DSDT.aml. Wenn Sie diese Datei anstelle der fehlerhaften Kopie des BIOS laden wollen, editieren Sie /boot/loader.conf wie folgt: acpi_dsdt_load="YES" acpi_dsdt_name="/boot/DSDT.aml" Stellen Sie bitte sicher, dass sich die Datei DSDT.aml im Verzeichnis /boot befindet. <acronym>ACPI</acronym>-Meldungen zur Fehlersuche erzeugen ACPI Probleme mit ACPI Fehlersuche Der ACPI-Treiber besitzt flexible Möglichkeiten zur Fehlersuche. Sie können sowohl die zu untersuchenden Subsysteme als auch die zu erzeugenden Ausgaben festlegen. Die zu untersuchenden Subsysteme werden als so genannte layers angegeben. Die Subsysteme sind in ACPI-CA-Komponenten (ACPI_ALL_COMPONENTS) und ACPI-Hardware (ACPI_ALL_DRIVERS) aufgeteilt. Welche Meldungen ausgegeben werden, wird über level gesteuert. level reicht von ACPI_LV_ERROR (es werden nur Fehler ausgegeben) bis zu ACPI_LV_VERBOSE (alles wird ausgegeben). level ist eine Bitmaske, sodass verschiedene Stufen auf einmal (durch Leerzeichen getrennt) angegeben werden können. Die erzeugte Ausgabemenge passt vielleicht nicht in den Konsolenpuffer. In diesem Fall sollten Sie die Ausgaben mithilfe einer seriellen Konsole sichern. Die möglichen Werte für layers und level werden in der Hilfeseite &man.acpi.4; beschrieben. Die Ausgaben zur Fehlersuche sind in der Voreinstellung nicht aktiviert. Wenn ACPI im Kernel enthalten ist, fügen Sie options ACPI_DEBUG zur Kernelkonfigurationsdatei hinzu. Sie können die Ausgaben zur Fehlersuche global aktivieren, indem Sie in der Datei /etc/make.conf die Zeile ACPI_DEBUG=1 einfügen. Das Modul acpi.ko können Sie wie folgt neu übersetzen: &prompt.root; cd /sys/modules/acpi/acpi && make clean && make ACPI_DEBUG=1 Installieren Sie anschließend acpi.ko im Verzeichnis /boot/kernel. In der Datei loader.conf stellen Sie level und layer ein. Das folgende Beispiel aktiviert die Ausgabe von Fehlern für alle ACPI-CA-Komponenten und alle ACPI-Hardwaretreiber (wie CPU, LID): debug.acpi.layer="ACPI_ALL_COMPONENTS ACPI_ALL_DRIVERS" debug.acpi.level="ACPI_LV_ERROR" Wenn ein Problem durch ein bestimmtes Ereignis, beispielsweise den Start nach einem Ruhezustand, hervorgerufen wird, können Sie die Einstellungen für level und layer auch mit dem Kommando sysctl vornehmen. In diesem Fall müssen Sie die Datei loader.conf nicht editieren. Auf der sysctl-Kommandozeile geben Sie dieselben Variablennamen wie in loader.conf an. ACPI-Informationsquellen Weitere Informationen zu ACPI erhalten Sie an den folgenden Stellen: die &a.acpi; Mailingliste, die Archive der ACPI-Mailingliste: , die alten Archive der ACPI-Mailingliste: , die ACPI-Spezifikation (Version 2.0): , in den nachstehenden &os;-Hilfeseiten: &man.acpi.4;, &man.acpi.thermal.4;, &man.acpidump.8;, &man.iasl.8; und &man.acpidb.8;, DSDT debugging resource (als Beispiel wird Compaq erläutert, die Ressource ist aber dennoch nützlich). diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/desktop/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/desktop/chapter.sgml index c45b9d17db..50977c343f 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/desktop/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/desktop/chapter.sgml @@ -1,1222 +1,1246 @@ Christophe Juniet Beigetragen von Martin Heinen Übersetzt von Desktop-Anwendungen Übersicht FreeBSD bietet eine reiche Auswahl an Desktop-Anwendungen, wie Browser und Textverarbeitungen, die als Pakete oder mit der Ports-Sammlung installiert werden. Gerade neue Benutzer erwarten Anwendungen mit einer grafischen Benutzeroberfläche an ihrem Arbeitsplatz. Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie einige der beliebtesten Desktop-Anwendungen mühelos installieren. Wenn Sie Ports installieren, beachten Sie, dass dabei die Quelltexte der Programme übersetzt werden. Abhängig von dem Programm und der Geschwindigkeit Ihrer Maschinen kann das sehr lange dauern. Wenn Ihnen das Übersetzen zu lange dauert, können Sie die meisten Programme der Ports-Sammlung auch als fertige Pakete installieren. Da FreeBSD binär kompatibel zu Linux ist, können Sie zahlreiche für Linux entwickelte Desktop-Anwendungen einsetzen. Bevor Sie allerdings Linux-Anwendungen installieren, sollten Sie das lesen. Wenn Sie nach einem bestimmten Port suchen, zum Beispiel mit &man.whereis.1;, beachten Sie, dass die Namen vieler Programme, die die Linux-Binärkompatibilität benutzen, mit linux- anfangen. Wir gehen im Folgenden davon aus, dass Sie die Linux-Binärkompatibilität aktiviert haben, bevor Sie Linux-Anwendungen installieren. Dieses Kapitel behandelt Anwendungen aus den Bereichen: Browser (Firefox, Opera, Konqueror) Büroanwendungen (KOffice, AbiWord, The GIMP, OpenOffice.org) Dokumentformate(&acrobat.reader;, gv, Xpdf, GQview) Finanzsoftware ( GnuCash, Gnumeric, Abacus) Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie Software Dritter installieren können () und Linux-Anwendungen installieren können (). Wie Sie Multimedia-Anwendungen einrichten, wird in einem gesonderten Kapitel erklärt. Wie Sie E-Mail einrichten und benutzen, wird in beschrieben. Browser Browser Web FreeBSD besitzt keinen vorinstallierten Browser, stattdessen enthält das www-Verzeichnis der Ports-Sammlung Browser, die Sie installieren können. Wenn Ihnen das Übersetzen der Browser zu lange dauert, bei einigen Browsern dauert das wirklich lange, installieren Sie die Pakete, die es für viele Browser gibt. KDE und GNOME enthalten schon HTML-Browser. Das Einrichten dieser grafischen Benutzeroberflächen ist in beschrieben. Wenn Sie besonders schlanke Browser benötigen, suchen Sie in der Ports-Sammlung nach www/dillo2, www/links oder www/w3m. Dieser Abschnitt behandelt die nachstehenden Anwendungen: Anwendung Ressourcenbedarf Installationsaufwand aus den Ports wichtige Abhängigkeiten Firefox mittel hoch Gtk+ Opera niedrig niedrig Es gibt eine &os;- und eine Linux-Version. Die Linux-Version hängt von der Linux-Kompatibilität (Linux Binary Compatibility) und linux-openmotif ab. Konqueror mittel hoch KDE-Biliotheken Firefox Firefox Firefox ist ein moderner, freier und stabiler Open-Source Browser, der vollständig auf &os; portiert wurde. Er bietet eine dem HTML-Standard konforme Anzeige, - Browserfenster als Tabs, Blockierung von Werbefenstern, Erweiterungen, + Browserfenster als Tabs, Blockierung von Werbefenstern, Erweiterungen, verbesserte Sicherheit und mehr. Firefox basiert auf der Mozilla Codebasis. Das Paket können Sie mit dem nachstehenden Befehl installieren: &prompt.root; pkg_add -r firefox Damit installieren Sie Firefox 3.6, wenn Sie stattdessen Firefox 3.5 einsetzen möchten, geben Sie folgenden Befehl ein: &prompt.root; pkg_add -r firefox35 - + Alternativ können Sie auch die Ports-Sammlung verwenden, um das Programm aus dem Quellcode zu installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/www/firefox &prompt.root; make install clean Ersetzen Sie im vorherigen Kommando firefox durch firefox35 für Firefox 3.5. Firefox und das &java;-Plugin Dieser und der nächste Abschnitt gehen davon aus, dass Sie Firefox bereits installiert haben. Das &java;-Plugin funktioniert aktuell nicht mit Firefox 3.6. Die &os; Foundation hat von Sun Microsystems eine Lizenz erworben, die es erlaubt, &os;-Binärpakete des Java Runtime Environment (&jre;) und des Java Development Kit (&jdk;) zu verteilen. Diese Binärpakete sind auf der Webseite der &os; Foundation erhältlich. + + Die eben genannte Seite bietet keine dezidierten Pakete + für &os; 8.X an. Es ist + allerdings problemlos möglich, Pakete für + &os; 7.X auf einem + 8.X-System einzusetzen. Dazu + installieren Sie den Port misc/compat7x, bevor Sie das + Java-Binärpaket installieren. + + Alternativ können Sie das + Diablo &jre; (ebenso wie das + (Diablo &jdk;) auch über die + Ports-Sammlung installieren (über die Ports + java/diablo-jre16 sowie + java/diablo-jdk16). + Damit die Installation über die Ports-Sammlung klappt, + müssen Sie die Quelldateien manuell herunterladen (da + deren Lizenz den automatischen Download nicht erlaubt). + Führen Sie den Befehl + make install aus, + um Informationen zum Download der Quelldateien zu erhalten. + + Damit Firefox &java; unterstützt, müssen Sie zuerst den Port java/javavmwrapper installieren. Anschließend laden Sie das Diablo &jre;-Paket von herunter und installieren es mit &man.pkg.add.1;. Danach starten Sie Ihren Browser und geben in der Adresszeile about:plugins ein und bestätigen die Eingabe mit der Enter-Taste. Dadurch wird eine Seite geladen, auf der alle installierten Plugins aufgelistet werden. Auch das &java;-Plugin sollte nun in dieser Liste aufgeführt sein. Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, muss jeder Benutzer noch das folgende Kommando ausführen: &prompt.user; ln -s /usr/local/diablo-jre1.6.0/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so \ $HOME/.mozilla/plugins/ Oder, falls Sie das Diablo &jdk;-Paket installiert haben: - + &prompt.user; ln -s /usr/local/diablo-jdk1.6.0/jre/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so \ $HOME/.mozilla/plugins/ Danach starten Sie Ihren Browser neu, um das Plugin zu aktivieren. Bei den Befehlen oben wird davon ausgegangen, dass Sie die &arch.i386;-Architektur verwenden. Pakete für &arch.amd64; sind ebenfalls erhältlich. Firefox und das ¯omedia; &flash;-Plugin Flash Das ¯omedia; &flash;-Plugin ist für &os; nicht verfügbar. Es existiert jedoch ein Software-Layer (ein sogenannter Wrapper), der es erlaubt, die Linux-Version des Plugins unter &os; einzusetzen. Dieser Wrapper unterstützt außerdem das &adobe; &acrobat;-Plugin, das &realplayer;-Plugin und andere mehr. Je nachdem, welche Version von &os; Sie verwenden, sind unterschiedliche Schritte notwendig: Für &os; 7.X - - Installieren Sie den Port Installieren Sie den Port www/nspluginwrapper. Dieser Port setzt voraus, dass Sie den Port emulators/linux_base-fc4 bereits installiert haben, der sehr gross ist. - Anschließend installieren Sie den Port Anschließend installieren Sie den Port www/linux-flashplugin9. Dadurch wird &flash; 9.X installiert, denn diese Version läuft zuverlässig auf &os; 7.X. Bei &os; Versionen, die älter sind als &os; 7.1-RELEASE müssen Sie www/linux-flashplugin7 installieren und den &man.linprocfs.5; Abschnitt übergehen. - + Für &os; 8.X - + Installieren Sie den Port www/nspluginwrapper. Dieser Port benötigt den emulators/linux_base-f10 Port, der sehr gross ist. - + Als nächstes installieren Sie den Port www/linux-f10-flashplugin10. Dadurch wird &flash; 10.X installiert, das in dieser Version unter - &os; 8.X stabil läuft. + &os; 8.X stabil läuft. Für diese Version muss der folgende symbolische Link angelegt werden: &prompt.root; ln -s /usr/local/lib/npapi/linux-f10-flashplugin/libflashplayer.so \ /usr/local/lib/browser_plugins/ Sobald der richtige &flash;-Port passend zu ihrer &os; Version installiert ist, muss das Plugin von jedem Benutzer mittels nspluginwrapper installiert werden: &prompt.user; nspluginwrapper -v -a -i Das &linux; Prozessdateisystem, &man.linprocfs.5;, muss unter /usr/compat/linux/proc eingehängt werden, wenn Sie &flash;-Animationen abspielen möchten. Dies kann mittels des folgenden Kommandos geschehen: &prompt.root; mount -t linprocfs linproc /usr/compat/linux/proc - + Dieser Schritt kann automatisiert zur Bootzeit ablaufen, indem Sie die passende Zeile in /etc/fstab eintragen: - + linproc /usr/compat/linux/proc linprocfs rw 0 0 - + Rufen Sie dann Ihren Browser auf und geben in der Adresszeile about:plugins ein. Diese Eingabe muss mit der Enter-Taste bestätigt werden. Danach wird eine Seite geladen, auf der alle installierten Plugins aufgelistet werden. Firefox und das Swfdec &flash;-Plugin - + Swfdec ist die Bibliothek zum Dekodieren und Rendern von &flash; Animationen. Swfdec-Mozilla ist ein Plugin für Firefox-Browser, welches die Swfdec-Bibliothek zum Abspielen von SWF-Dateien benutzt. Momentan befindet sie sich noch in der Entwicklung. - + Wenn Sie diese nicht übersetzen können oder wollen, dann installieren Sie einfach das Paket aus dem Netz: - + &prompt.root; pkg_add -r swfdec-plugin - + Wenn das Paket nicht verfügbar ist, können Sie es auch über die Ports-Sammlung bauen und installieren: - + &prompt.root; cd /usr/ports/www/swfdec-plugin &prompt.root; make install clean - + Starten Sie anschliessend ihren Browser neu, damit dieses Plugin aktiviert wird. Opera Opera Opera ist ein schneller, vollwertiger und standardkonformer Browser, der wie Mozilla über einen eingebauten E-Mail- und Newsreader verfügt. Zusätzlich sind ein IRC-Client, ein RSS/Atom-Feeds-Reader sowie weitere Programme enthalten. Dennoch handelt es sich bei Opera weiterhin um ein relativ kleines und sehr schnelles Programmpaket. Sie haben die Wahl zwei Versionen dieses Browsers: Der nativen FreeBSD-Version und der Linux-Version. Wenn Sie das Web mit der FreeBSD-Version von Opera erkunden wollen, installieren Sie das Paket: &prompt.root; pkg_add -r opera Einige FTP-Server haben nicht alle Pakete, Sie können Opera aber über die Ports-Sammlung installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/www/opera &prompt.root; make install clean Wenn Sie die Linux-Version des Browsers verwenden wollen, ersetzen Sie in den Beispielen opera durch linux-opera. Wenn Sie Plugins einsetzen wollen, die nur für Linux erhältlich sind, wie das Adobe &acrobat.reader; Plugin, benötigen Sie die Linux-Version. Ansonsten sind die FreeBSD- und Linux-Versionen des Browsers äquivalent. Konqueror Konqueror Konqueror ist Teil von KDE, kann aber außerhalb von KDE benutzt werden, wenn der Port x11/kdebase3 installiert ist. Konqueror ist mehr als nur ein Browser. Sie können das Programm weiters zur Dateiverwaltung und zum Abspielen von Multimedia-Dateien benutzen. Der Port misc/konq-plugins installiert verschiedene Plugins für Konqueror. Konqueror kann &flash;-Seiten darstellen. Wie Sie die &flash;-Unterstützung aktiviern, können Sie unter nachlesen. Büroanwendungen Neue Benutzer suchen oft ein komplettes Office-Paket oder eine leicht zu bedienende Textverarbeitung. Einige Benutzeroberflächen wie KDE enthalten zwar ein Office-Paket, diese werden in der Standardeinstellung unter FreeBSD aber nicht installiert. Unabhängig von der verwendeten Benutzeroberfläche können Sie diverse Office-Pakete aber jederzeit über die Ports-Sammlung installlieren. Dieser Abschnitt behandelt die nachstehenden Anwendungen: Anwendung Ressourcenbedarf Installationsaufwand aus den Ports wichtige Abhängigkeiten KOffice niedrig hoch KDE AbiWord niedrig niedrig Gtk+ oder GNOME The Gimp niedrig hoch Gtk+ OpenOffice.org hoch enorm &jdk;, Mozilla KOffice KOffice Office-Pakete KOffice Die KDE-Gemeinschaft stellt ein Office-Paket bereit, das auch außerhalb von KDE eingesetzt werden kann. Es besteht aus vier, von anderen Office-Paketen bekannten, Komponenten: KWord ist die Textverarbeitung, KSpread die Tabellenkalkulation, mit KPresenter werden Präsentationen erstellt und Kontour ist ein Zeichenprogramm. Stellen Sie vor der Installation des neusten KOffice sicher, dass Sie eine aktuelle Version von KDE besitzen. Mit dem folgenden Kommando installieren Sie das KOffice-Paket: &prompt.root; pkg_add -r koffice Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht, benutzen Sie bitte die Ports-Sammlung. Wenn Sie beispielsweise KOffice für KDE3 installieren wollen, setzen Sie die nachstehendenen Befehle ab: &prompt.root; cd /usr/ports/editors/koffice-kde3 &prompt.root; make install clean AbiWord AbiWord AbiWord ist eine freie Textverarbeitung, die ähnlich wie µsoft; Word ist. Sie können damit Artikel, Briefe, Berichte, Notizen usw. verfassen. Das Programm ist sehr schnell, besitzt viele Funktionen und ist sehr benutzerfreundlich. AbiWord kann viele Dateiformate, unter anderem nicht offene wie .doc von µsoft;, importieren und exportieren. Das AbiWord-Paket installieren Sie wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r AbiWord Sollte das Paket nicht zur Verfügung stehen, können Sie das Programm mit der Ports-Sammlung, die zudem aktueller als die Pakete ist, übersetzen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: &prompt.root; cd /usr/ports/editors/AbiWord &prompt.root; make install clean The GIMP The GIMP The GIMP ist ein sehr ausgereiftes Bildverarbeitungsprogramm mit dem Sie Bilder erstellen oder retuschieren können. Sie können es sowohl als einfaches Zeichenprogramm als auch zum retuschieren von Fotografien benutzen. Das Programm besitzt eine eingebaute Skriptsprache und es existieren sehr viele Plug-Ins. The GIMP kann Bilder in zahlreichen Formaten lesen und speichern und stellt Schnittstellen zu Scannern und grafischen Tabletts zur Verfügung. Sie installieren das Paket mit dem nachstehenden Befehl: &prompt.root; pkg_add -r gimp Benutzen Sie die Ports-Sammlung, wenn Ihr FTP-Server das Paket nicht bereitstellt. Im Verzeichnis graphics finden Sie das Handbuch The Gimp Manual. Sie können alles mit den folgenden Befehlen installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/gimp &prompt.root; make install clean &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/gimp-manual-pdf &prompt.root; make install clean Die Entwickler-Version von The GIMP finden Sie im Verzeichnis graphics der Ports-Sammlung. Das Handbuch ist im HTML-Format (graphics/gimp-manual-html) erhältlich. OpenOffice.org OpenOffice.org Office-Pakete OpenOffice.org OpenOffice.org enthält alles, was von einem Office-Paket erwartet wird: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und ein Zeichenprogramm. Die Bedienung gleicht anderen Office-Paketen und das Programm kann zahlreiche Dateiformate importieren und exportieren. Es gibt lokalisierte Versionen mit angepassten Menüs, Rechtschreibkontrollen und Wörterbüchern. Die Textverarbeitung von OpenOffice.org speichert Dateien im XML-Format. Dadurch wird die Verwendbarkeit der Dateien auf anderen Systemen erhöht und die Handhabung der Daten vereinfacht. Die Tabellenkalkulation besitzt eine Makrosprache und eine Schnittstelle zu Datenbanken. OpenOffice.org läuft auf &windows;, &solaris;, Linux, FreeBSD und &macos; X. Weitere Informationen über OpenOffice.org finden Sie auf der OpenOffice.org Website. Spezifische Informationen für FreeBSD finden Sie auf der Webseite FreeBSD OpenOffice.org Porting Team. Von dort können Sie auch direkt das OpenOffice-Paket herunterladen. OpenOffice.org installieren Sie wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r openoffice.org Diese Art der Installation sollte mit einer -RELEASE-Version funktionieren. Verwenden Sie eine andere Version, sollten Sie die Internetseite des &os; OpenOffice.org Porting Teams besuchen und das entsprechende Paket herunterladen und über &man.pkg.add.1; installieren, wobei Sie zwischen der aktuellen Version und der Entwicklerversion wählen können. Nachdem das Paket installiert ist, müssen Sie lediglich folgenden Befehl eingeben, um OpenOffice.org zu starten: &prompt.user; openoffice.org Nach dem ersten Start werden Ihnen einige Fragen gestellt. Außerdem wird in Ihrem Heimatverzeichnis der neue Unterordner .openoffice.org angelegt. Falls die OpenOffice.org-Pakete nicht zur Verfügung stehen, können Sie immer noch die Ports-Sammlung benutzen. Beachten Sie aber bitte, dass Sie sehr viel Plattenplatz und Zeit benötigen, um die Quellen zu übersetzen. &prompt.root; cd /usr/ports/editors/openoffice-3 &prompt.root; make install clean Wenn Sie ein lokalisierte Version bauen wollen, ersetzen Sie den letzten Befehl durch die folgende Zeile: &prompt.root; make LOCALIZED_LANG=Ihre_Sprache install clean Dabei ersetzen Sie Ihre_Sprache durch den korrekten ISO-Code. Eine Liste der unterstützten Codes enthält die Datei files/Makefile.localized, die sich im Portsverzeichnis befindet. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie OpenOffice.org durch folgenden Befehl starten: &prompt.user; openoffice.org Anzeigen von Dokumenten Einige neuere Dokumentformate, die sich aktuell großer Beliebtheit erfreuen, können Sie sich mit den im Basissystem enthaltenen Programmen und Werkzeugen nicht ansehen. Dieser Abschnitt behandelt Programme, mit denen Sie sich Dokumente in unterschiedlichsten Formaten ansehen können. Die nachstehenden Anwendungen werden behandelt: Anwendung Ressourcenbedarf Installationsaufwand aus den Ports wichtige Abhängigkeiten &acrobat.reader; niedrig niedrig Linux Binary Compatibility gv niedrig niedrig Xaw3d Xpdf niedrig niedrig FreeType GQview niedrig niedrig Gtk+ oder GNOME &acrobat.reader; Acrobat Reader PDF anzeigen Viele Dokumente werden heute im Portable Document Format (PDF) zur Verfügung gestellt. PDF-Dokumente schauen Sie sich am Besten mit dem Programm &acrobat.reader; an, das von Adobe für Linux freigegeben wurde. Da Linux-Programme unter FreeBSD laufen, steht Ihnen das Programm auch hier zur Verfügung. Um &acrobat.reader; 8 über die Ports-Sammlung zu installieren, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; cd /usr/ports/print/acroread8 &prompt.root; make install clean Aufgrund der Lizenzbedinungen ist eine Paketversion leider nicht verfügbar. gv gv PDF anzeigen PostScript anzeigen gv kann &postscript;- und PDF-Dokumente anzeigen. Es stammt von ghostview ab, besitzt aber wegen der Xaw3d-Bibliothek eine schönere Benutzeroberfläche. In gv können Sie viele Operationen durchführen: Sie können die Ausrichtung und die Papiergröße eines Dokuments ändern, das Dokument skalieren oder die Kantenglättung (Anti-Aliasing) aktivieren. Fast jede Operation kann sowohl mit der Tastatur als auch mit der Maus durchgeführt werden. Installieren Sie das gv-Paket wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r gv Benutzen Sie die Ports-Sammlung, wenn das Paket nicht zur Verfügung steht: &prompt.root; cd /usr/ports/print/gv &prompt.root; make install clean Xpdf Xpdf PDF anzeigen Ein schlankes und effizientes Programm zum Betrachten von PDF-Dateien ist Xpdf. Es benötigt wenige Ressourcen und ist sehr stabil. Da das Programm die Standard X-Zeichensätze benutzt, ist es nicht auf &motif; oder ein anderes X-Toolkit angewiesen. Das Xpdf-Paket können Sie mit dem folgenden Kommando installieren: &prompt.root; pkg_add -r xpdf Wenn das Paket nicht verfügbar ist, oder Sie lieber die Ports-Sammlung benutzen möchten, gehen Sie wie folgt vor: &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/xpdf &prompt.root; make install clean Wenn Sie nach Abschluss der Installation Xpdf starten, öffnen Sie das Menü mit der rechten Maustaste. GQview GQview Mit GQview lassen sich Bilder verwalten. Unter anderem können Sie sich Bilder (auch auf dem ganzen Bildschirm) anschauen, ein externes Werkzeug aufrufen und eine Vorschau (thumbnail) erzeugen. Weiterhin können Sie automatisch ablaufende Präsentationen erstellen und grundlegende Dateioperationen durchführen, Bildersammlungen verwalten und doppelte Bilder aufspüren. GQview ist internationalisiert, das heißt es berücksichtigt die Spracheinstellungen des Systems. Wenn Sie das GQview-Paket installieren wollen, geben Sie das folgende Kommando ein: &prompt.root; pkg_add -r gqview Ist das Paket nicht erhältlich, oder wenn Sie die Ports-Sammlung bevorzugen, setzen Sie die folgenden Kommandos ab: &prompt.root; cd /usr/ports/graphics/gqview &prompt.root; make install clean Finanzsoftware Wenn Sie, warum auch immer, Ihre Finanzen mit einem FreeBSD Arbeitsplatz verwalten wollen, stehen Ihnen verschiedene Anwendungen zur Verfügung. Einige von ihnen unterstützen verbreitete Formate, darunter Dateiformate, die von Quicken oder Excel verwendet werden. Dieser Abschnitt behandelt die folgenden Anwendungen: Anwendung Ressourcenbedarf Installationsaufwand aus den Ports wichtige Abhängigkeiten GnuCash niedrig hoch GNOME Gnumeric niedrig hoch GNOME Abacus niedrig niedrig Tcl/Tk KMyMoney niedrig hoch KDE GnuCash GnuCash GnuCash ist Teil des GNOME-Projekts, dessen Ziel es ist, leicht zu bedienende und doch leistungsfähige Anwendungen zu erstellen. Mit GnuCash können Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben, Ihre Bankkonten und Wertpapiere verwalten. Das Programm ist leicht zu bedienen und genügt dennoch hohen Ansprüchen. GnuCash stellt ein Register, ähnlich dem in einem Scheckheft und ein hierarchisches System von Konten zur Verfügung. Eine Transaktion kann in einzelne Teile aufgespaltet werden. GnuCash kann Quicken-Dateien (QIF) importieren und einbinden. Weiterhin unterstützt das Programm die meisten internationalen Formate für Zeitangaben und Währungen. Die Bedienung des Programms kann durch zahlreiche Tastenkombinationen und dem automatischen Vervollständigen von Eingaben beschleunigt werden. Das GnuCash-Paket installieren Sie wie folgt: &prompt.root; pkg_add -r gnucash Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht, benutzen Sie die Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/finance/gnucash &prompt.root; make install clean Gnumeric Gnumeric Tabellenkalkulation Gnumeric Gnumeric ist eine Tabellenkalkulation, die Teil der GNOME Benutzeroberfläche ist. Das Programm kann Eingaben anhand des Zellenformats oder einer Folge von Eingaben vervollständigen. Dateien verbreiteter Formate, wie die von Excel, Lotus 1-2-3 oder Quattro Pro lassen sich importieren. Grafiken erstellt Gnumeric mit dem Programm math/guppi. Gnumeric besitzt viele eingebaute Funktionen und Zellenformate (zum Beispiel die üblich verwendeten, wie Zahl, Währung, Datum oder Zeit). Installieren Sie das Gnumeric-Paket mit dem folgenden Kommando: &prompt.root; pkg_add -r gnumeric Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht, benutzen Sie die Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/math/gnumeric &prompt.root; make install clean Abacus Abacus Tabellenkalkulation Abacus Abacus ist eine kleine und leicht zu bedienende Tabellenkalkulation. Die vordefinierten Funktionen stammen aus verschiedenen Bereichen wie der Statistik, der Wirtschaft und der Mathematik. Das Programm kann Dateien im Excel Dateiformat importieren und exportieren sowie Ausgaben in &postscript; erzeugen. Installieren Sie das Abacus-Paket mit dem folgenden Kommando: &prompt.root; pkg_add -r abacus Wenn das Paket nicht zur Verfügung steht, benutzen Sie die Ports-Sammlung: &prompt.root; cd /usr/ports/deskutils/abacus &prompt.root; make install clean KMyMoney KMyMoney Tabellenkalkulation KMyMoney Bei KMyMoney handelt es sich ein Programm zur Verwaltung der persönlichen Finanzen, das unter KDE entwickelt wird. KMyMoney hat das Ziel, alle wichtigen Funktionen zu bieten, die auch von kommerziellen Programmen zur Verwaltung der persönlichen Finanzen unterstützt werden. Weiters zählen einfache Benutzung sowie korrekte doppelte Buchführung zu den herausragenden Fähigkeiten dieses Programms. KMyMoney unterstützt den Import von Datendateien im Format Quicken Interchange Format (QIF), kann Investionen verfolgen, unterstützt verschiedene Währungen und bietet umfangreiche Reportmöglichkeiten. OFX-Import wird über ein separates Plugin realisiert. Um KMyMoney über das &os;-Paketsystem zu installieren, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; pkg_add -r kmymoney2 Sollte das Paket nicht verfügbar sein, können Sie das Programm auch über die Ports-Sammlung installieren: &prompt.root; cd /usr/ports/finance/kmymoney2 &prompt.root; make install clean Zusammenfassung FreeBSD wird von Internet Service Providern wegen seiner Schnelligkeit und Stabilität eingesetzt, es ist aber auch zum Einrichten eines Arbeitsplatzes geeignet. Mit tausenden Anwendungen, die als Pakete oder Ports zur Verfügung stehen, können Sie sich einen Arbeitsplatz nach Ihren Wünschen einrichten. Die folgende Aufstellung fasst die in diesem Kapitel besprochenen Anwendungen zusammen: Anwendung Paket-Name Port-Name Opera opera www/opera Firefox firefox www/firefox KOffice koffice-kde3 editors/koffice-kde3 AbiWord abiword editors/abiword The GIMP gimp graphics/gimp OpenOffice.org openoffice editors/openoffice.org-3 &acrobat.reader; acroread print/acroread8 gv gv print/gv Xpdf xpdf graphics/xpdf GQview gqview graphics/gqview GnuCash gnucash finance/gnucash Gnumeric gnumeric math/gnumeric Abacus abacus deskutils/abacus - + KMyMoney kmymoney2 finance/kmymoney2 - + diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/geom/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/geom/chapter.sgml index 5c92674d83..61f3113a96 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/geom/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/geom/chapter.sgml @@ -1,938 +1,935 @@ Tom Rhodes Geschrieben von Daniel Seuffert Übersetzt von Johann Kois GEOM: Modulares Framework zur Plattentransformation Übersicht GEOM GEOM Disk Framework GEOM Dieses Kapitel behandelt den Einsatz von Laufwerken mit dem GEOM-Framework in &os;. Dies beinhaltet auch die wichtigen RAID-Überwachungswerkzeuge, welche das Framework zur Konfiguration nutzen. Dieses Kapitel enthält keine tiefschürfenden Betrachtungen, wie GEOM I/O nutzt oder steuert, sein zugrundeliegendes Subsystem oder den Quelltext von GEOM. Diese Information wird durch die &man.geom.4;-Manualpage und seine zahlreichen SEE ALSO-Verweise bereitgestellt. Dieses Kapitel ist auch kein ausführlicher Führer für RAID-Konfigurationen. Nur durch GEOM unterstützte RAID-Klassen werden erörtert. Nach Lesen dieses Kapitels werden Sie folgendes wissen: Welche Art von RAID-Unterstützung durch GEOM verfügbar ist. Wie man die Basis-Dienstprogramme nutzt, um verschiedene RAID-Stufen zu konfigurieren, zu manipulieren und zu warten. Wie man mittels GEOM spiegelt, striped, verschlüsselt und entfernte Laufwerke verbindet. Wie man an Laufwerken, welche an das GEOM-Framework angeschlossen sind, Fehler behebt. Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: Verstehen, wie &os; Laufwerke behandelt (). Wissen wie man einen neuen &os;-Kernel installiert und konfiguriert (). Einführung in GEOM GEOM erlaubt den Zugriff und die Kontrolle von Klassen — Master Boot Records, BSD-Label usw. — durch die Nutzung von Datenträgern (Providern) oder den besonderen Dateien in /dev. Verschiedene Software RAID-Konfigurationen unterstützend, wird GEOM Ihnen transparenten Zugriff auf das Betriebssystem und System-Dienstprogramme gewähren. Tom Rhodes Geschrieben von Murray Stokely RAID0 - Striping GEOM Striping Striping (stripe = Streifen) ist eine Methode, um verschiedene Laufwerke in einem einzigen Datenträger zusammenzufassen. In vielen Fällen wird dies durch die Nutzung von Hardware-Controllern bewerkstelligt. Das GEOM-Subsystem unterstützt Software-RAID0 (welches auch als Striping bekannt ist). In einem RAID0-System werden die Daten in einzelne Blöcke aufgeteilt, welche über alle angeschlossenen Laufwerke in einem Datenfeld (Array) geschrieben werden. Anstatt darauf warten zu müssen, dass 256K auf ein einzelnes Laufwerk geschrieben werden, kann ein RAID0-System gleichzeitig 64K auf jedes von 4 Laufwerken schreiben mit entsprechend besserer I/O-Leistung. Dieser Durchsatz kann durch die Verwendung mehrerer Controller noch zusätzlich gesteigert werden. Jedes Laufwerk in einem RAID0-Stripe muss die gleiche Größe haben, da I/O-Anforderungen für das Lesen und Schreiben abwechselnd auf mehrere Laufwerke parallel erfolgen. Disk Striping Illustration Erzeugen eines Stripe von unformatierten ATA-Platten Laden Sie das geom_stripe.ko-Modul: &prompt.root; kldload geom_stripe Stellen Sie sicher, dass ein geeigneter Mount-Punkt existiert. Falls dieser Datenträger eine Root-Partition werden soll, dann nutzen Sie zeitweise einen anderen Mount-Punkt, beispielsweise /mnt: &prompt.root; mkdir /mnt Bestimmen Sie die Gerätenamen derjenigen Platten, welche gestriped werden sollen, und erzeugen Sie ein neues Stripe-Gerät. Das folgende Beispiel verwendet zwei unbenutzte und unpartitionierte ATA-Platten, die gestriped werden sollen. Lauten die Gerätenamen /dev/ad2 und /dev/ad3, so verwenden Sie folgenden Befehl: &prompt.root; gstripe label -v st0 /dev/ad2 /dev/ad3 Metadata value stored on /dev/ad2. Metadata value stored on /dev/ad3. Done. Schreiben Sie einen Standard-Label (auch als Partitions-Tabelle bekannt) auf den neuen Datenträger und installieren Sie den normalen Bootstrap-Code: &prompt.root; bsdlabel -wB /dev/stripe/st0 Dieser Prozess sollte zwei weitere Geräte im Verzeichnis /dev/stripe (zusätzlich zum Gerät st0) erzeugt haben. Diese schliessen st0a und st0c ein. Nun kann ein Dateisystem auf dem Gerät st0a mit dem newfs-Dienstprogramm erzeugt werden: &prompt.root; newfs -U /dev/stripe/st0a Viele Zahlen rauschen nun über Ihren Bildschirm und nach ein paar Sekunden wird der Prozess abgeschlossen sein. Der Datenträger wurde erzeugt und kann in den Verzeichnisbaum eingehängt werden. Um das erzeugte Stripe manuell zu mounten: &prompt.root; mount /dev/stripe/st0a /mnt Um das erzeugte Dateisystem automatisch während des Startvorgangs zu mounten, müssen Sie die Datenträgerinformation in die Datei /etc/fstab schreiben. Dazu legen Sie einen permanenten Mountpunkt namens stripe an: &prompt.root; mkdir /stripe &prompt.root; echo "/dev/stripe/st0a /stripe ufs rw 2 2" \ >> /etc/fstab Das geom_stripe.ko-Modul muss ebenfalls automatisch beim Systemstart geladen werden (durch die Aufnahme der folgenden Zeile in die Datei /boot/loader.conf): &prompt.root; echo 'geom_stripe_load="YES"' >> /boot/loader.conf RAID1 - Spiegelung GEOM Disk Mirroring Spiegelung (Mirroring) ist eine Technik, welche von vielen Firmen und Heimnutzern eingesetzt wird, um Daten ohne Unterbrechung zu sichern. Wenn ein Spiegel existiert, dann bedeutet dies einfach nur, dass PlatteB die PlatteA dupliziert. Oder PlatteC+D duplizieren PlatteA+A. Der wichtigste Aspekt ist, dass Daten einer Platte oder Partition dupliziert werden, unabhängig von der Konfiguration der Platte. Dadurch kann später diese Information leichter wiederhergestellt, ohne Zugriffsunterbrechung gesichert oder sogar physisch in einem Datentresor gelagert werden. Stellen Sie zu Beginn sicher, dass ihr System zwei Platten mit identischer Größe aufweist. In dieser Übung gehen wir davon aus, dass es direkt zugängliche (&man.da.4;) SCSI-Platten sind. Die primäre Platte spiegeln Angenommen, &os; wurde auf der ersten Platte da0 installiert, dann sollte &man.gmirror.8; angewiesen werden, seine primären Daten auf dieser Platte zu speichern. Bevor Sie den Spiegel aufbauen, sollten Sie die maximale Protokollierung aktivieren und den Zugang zum Gerät gestatten. Dazu setzen Sie die &man.sysctl.8;-Option kern.geom.debugflags auf den folgenden Wert: &prompt.root; sysctl kern.geom.debugflags=17 Nun können Sie den Spiegel aufbauen. Beginnen Sie den Prozess, indem Sie die Metadaten-Informationen auf das Gerät der primären Platte speichern. Konkret erzeugen Sie dabei das Gerät /dev/mirror/gm, indem Sie den folgenden Befehl ausführen: Die Spiegelung der Bootplatte kann zu Datenverlust führen, wenn Sie Daten im letzten Sektor der Platte gespeichert haben. Dieses Risiko lässt sich minimieren, wenn Sie den Spiegel unmittelbar nach der Installation von &os; aufsetzen. &prompt.root; gmirror label -vb round-robin gm0 /dev/da0 Ihr System sollte wie folgt antworten: Metadata value stored on /dev/da0. Done. Initialisieren Sie GEOM. Dadurch wird das Kernelmodul /boot/kernel/geom_mirror.ko geladen: &prompt.root; gmirror load Wenn dieser Befehl erfolgreich ausgeführt wurde, wird die Gerätedatei gm0 im Verzeichnis /dev/mirror erzeugt. Stellen Sie sicher, dass das Kernelmodul geom_mirror.ko beim Systemstart automatisch geladen wird: &prompt.root; echo 'geom_mirror_load="YES"' >> /boot/loader.conf Bearbeiten Sie die Datei /etc/fstab und ersetzen Sie alle Verweise auf die alte Gerätedatei da0 durch die neue Gerätedatei gm0 des Plattenspiegels. Um die Datei /etc/fstab bearbeiten zu können, müssen Sie als Benutzer root am System angemeldet sein. Sollte &man.vi.1; ihr bevorzugter Texteditor sein, kouml;nnen Sie diese Änderungen ganz einfach wie folgt durchführen: &prompt.root; vi /etc/fstab Bevor Sie die Datei bearbeiten, sollten Sie ein Backup anlegen. Haben Sie die Datei mit &man.vi.1; geöffnet, können Sie durch die Eingabe von :w /etc/fstab.bak eine Sicherungskopie der Datei anlegen. Danach ersetzen Sie alle alten Referenzen auf da0 durch gm0, indem Sie :%s/da/mirror\/gm/g eingeben. Die geänderte fstab sollte nun ähnlich wie im folgenden Beispiel aussehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie SCSI- oder ATA-Platten verwenden. Das RAID-Gerät heißt in jedem Fall gm. # Device Mountpoint FStype Options Dump Pass# /dev/mirror/gm0s1b none swap sw 0 0 /dev/mirror/gm0s1a / ufs rw 1 1 /dev/mirror/gm0s1d /usr ufs rw 0 0 /dev/mirror/gm0s1f /home ufs rw 2 2 #/dev/mirror/gm0s2d /store ufs rw 2 2 /dev/mirror/gm0s1e /var ufs rw 2 2 /dev/acd0 /cdrom cd9660 ro,noauto 0 0 Führen Sie einen Systemneustart durch: &prompt.root; shutdown -r now Wenn das System gestartet wird, sollten Sie nun nur noch gm0-Geräte anstatt der bisherigen da0-Geräte sehen. Nachdem das System vollständig initialisiert wurde, können Sie die neue Konfiguration testen, indem Sie den Befehl mount ausführen: &prompt.root; mount Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on /dev/mirror/gm0s1a 1012974 224604 707334 24% / devfs 1 1 0 100% /dev /dev/mirror/gm0s1f 45970182 28596 42263972 0% /home /dev/mirror/gm0s1d 6090094 1348356 4254532 24% /usr /dev/mirror/gm0s1e 3045006 2241420 559986 80% /var devfs 1 1 0 100% /var/named/dev Hier ist alles in Ordnung. Alle Werte sehen aus wie erwartet. Um die Synchronisierung zu beginnen, integrieren Sie nun die Platte da1 in den Spiegel, indem Sie den folgenden Befehl eingeben: &prompt.root; gmirror insert gm0 /dev/da1 Während die Platten gespiegelt werden, können Sie den Fortschritt durch die Eingabe des folgenden Befehls überprüfen: &prompt.root; gmirror status Nachdem die Plattenspiegelung erfolgreich abgeschlossen wurde (und alle Daten synchronisiert wurden), sollte Sie eine Ausgabe ähnlich der folgenden erhalten, wenn Sie den Befehl erneut ausführen: Name Status Components mirror/gm0 COMPLETE da0 da1 Sollten Probleme aufgetreten oder sollte die Synchronisierung noch nicht abgeschlossen sein, wäre der Status DEGRADED anstatt COMPLETE. Fehlerbehebung Das System weigert sich zu starten Falls das System startet und eine Eingabeaufforderung ähnlich der folgenden erscheint: ffs_mountroot: can't find rootvp Root mount failed: 6 mountroot> Starten Sie den Rechner neu mit der Power- oder Resettaste. Wählen Sie im Startmenü Option sechs (6). Dadurch erscheint eine Eingabeaufforderung für &man.loader.8;. Laden Sie nun das Kernelmodul händisch: OK? load geom_mirror OK? boot Falls dies funktioniert, wurde das Modul (aus welchen Gründen auch immer) nicht richtig geladen. Prüfen Sie, ob Ihr Eintrag in der Datei /boot/loader.conf korrekt ist. Sollte das Problem weiterhin bestehen, nehmen Sie die Zeile options GEOM_MIRROR in die Konfigurationsdatei des Kernels auf und führen Sie einen Rebuild und eine erneute Installation durch. Dies sollte das Problem beseitigen. Wiederherstellung des Systems nach einem Plattenausfall Das Schöne an der Plattenspiegelung ist, dass eine kaputte Platte ersetzt werden kann, ohne dass Sie dabei Daten verlieren. Basierend auf der vorhin besprochenen RAID1-Konfiguration, nehmen wir nun an, dass die Platte da1 ausgefallen ist und daher ersetzt werden muss. Um dies zu tun, müssen Sie feststellen, welche Platte ausgefallen ist und das System herunterfahren. Nun können Sie die kaputte Platte gegen eine neue Platte austauschen und das System wieder starten. Nachdem der Systemstart abgeschlossen ist, verwenden Sie die folgenden Befehle, um die Plattenspiegelung wieder zu reaktivieren: &prompt.root; gmirror forget gm0 &prompt.root; gmirror insert gm0 /dev/da1 Der Befehl gmirror erlaubt es Ihnen, den Fortschritt bei der Wiederherstellung der Plattenspiegelung zu beobachten. Das ist alles, was Sie tun müssen. GEOM Gate Netzwerkgeräte GEOM unterstützt die Verwendung entfernter Geräte wie Festplatten, CD-ROMs, Dateien usw. mittels Nutzung der Gate-Dienstprogramme. Dies ist vergleichbar mit NFS. Zu Beginn muss eine Exportdatei erzeugt werden. Diese Datei legt fest, wer Zugriff auf die exportierten Ressourcen hat und welche Zugriffstechniken angeboten werden. Um zum Beispiel den vierten Slice auf der ersten SCSI-Platte zu exportieren, ist die folgende Datei /etc/gg.exports mehr als ausreichend: 192.168.1.0/24 RW /dev/da0s4d Sie wird allen Hosts innerhalb des privaten Netzwerkes den Zugriff auf das Dateisystem auf der Partition da0s4d erlauben. Um dieses Gerät zu exportieren, stellen Sie bitte sicher, dass es momentan nicht gemounted ist und starten Sie den &man.ggated.8; Server-Daemon: &prompt.root; ggated Um nun mount auf der Client-Maschine auszuführen, geben Sie bitte die folgenden Befehle ein: &prompt.root; ggatec create -o rw 192.168.1.1 /dev/da0s4d ggate0 &prompt.root; mount /dev/ggate0 /mnt Von nun an kann auf das Gerät über den Mount-Punkt /mnt zugegriffen werden. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass dies scheitern wird, falls das Gerät momentan entweder auf dem Server oder irgendeiner anderen Maschine gemountet ist. Wenn das Gerät nicht länger gebraucht wird, dann kann es mit dem Befehl &man.umount.8; ausgehängt werden (genauso wie jedes andere Laufwerk auch). Das Labeln von Laufwerken GEOM Disk Labels Während der Initialisierung des Systems legt der &os;-Kernel für jedes gefundene Gerät Knotenpunkte an. Diese Methode für die Überprüfung auf vorhandene Geräte wirft einige Fragen auf. Was passiert beispielsweise, wenn ein neues USB-Laufwerk hinzugefügt wird? Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein Flash-Speicher-Gerät den Gerätenamen da0 erhält, während gleichzeitig das bisherige da0 zu da1 wird. Dies verursacht Probleme beim Einhängen von Dateisystemen, wenn diese in der /etc/fstab aufgeführt sind und schlussendlich mag das auch dazu führen, dass das System nicht mehr startet. Eine Lösung für dieses Problem ist das Aneinanderketten der SCSI-Geräte, damit ein neues Gerät, welches der SCSI-Karte hinzugefügt wird, unbenutzte Gerätenummern erhält. Aber was geschieht, wenn ein USB-Gerät möglicherweise die primäre SCSI-Platte ersetzt? Dies kann passieren, weil USB-Geräte normalerweise vor der SCSI-Karte geprüft werden. Eine Lösung ist das Hinzufügen dieser Geräte, nachdem das System gestartet ist. Eine andere Lösung könnte sein, nur ein einzelnes ATA-Laufwerk zu nutzen und die SCSI-Geräte niemals in der /etc/fstab aufzuführen. Es gibt allerdings eine bessere Lösung. Durch Verwendung des glabel-Dienstprogramms kann ein Administrator oder Benutzer seine Laufwerke mit Labeln versehen und diese in der /etc/fstab nutzen. Da glabel seine Label im letzten Sektor jedes vorhandenen Datenträgers speichert, wird das Label persistent bleiben (auch über Neustarts hinweg). Durch Nutzung dieses Labels als Gerät kann das Dateisystem immer gemountet sein, unabhängig davon, durch welchen Geräte-Knotenpunkt auf ihn zugegriffen wird. Der Label muss permanent (dauerhaft) sein. Man kann das Dienstprogramm glabel nutzen, um sowohl transiniente als auch permanente Label zu erzeugen. Aber nur permanente (persistente) Label bleiben konsistent über Neustarts hinweg. Lesen Sie die &man.glabel.8;-Manualpage für weitere Unterschiede zwischen den Label-Typen. Label-Typen und Beispiele Es gibt zwei Arten von Labeln: generische Label und Dateisystem-Label. Label können dauerhaft (permanent) oder temporär sein. Permanente Label können mit &man.tunefs.8; oder &man.newfs.8; in einem speziellen spezielles Verzeichnis in /dev erzeugt werden, welches entsprechend der Dateisystem-Art benannt wird. UFS2-Dateisystem-Label werden zum Beispiel im Verzeichnis /dev/ufs angelegt. Permanente Label können außerdem durch den Befehl glabel label erzeugt werden. Diese Label sind dann allerdings nicht dateisystemspezisch und werden im Unterverzeichnis /dev/label erzeugt. Ein temporäres Label verschwindet mit dem nächsten Systemstart. Diese Label werden im Verzeichnis /dev/label erzeugt und sind ideal für Testzwecke. Ein temporäres Label kann durch den Befehl glabel create erzeugt werden. Weitere Informationen finden sich in der Manualpage &man.glabel.8;. Um ein permanentes Label auf einem UFS2-Dateisystem ohne Löschung von Daten zu erzeugen, kann man folgenden Befehl verwenden: &prompt.root; tunefs -L home /dev/da3 Wenn das Dateisystem voll ist, kann dies zu Datenkorruption führen; aber egal wie, falls das Dateisystem voll ist, sollte das Hauptziel die Entfernung ungenützter Dateien und nicht das Hinzufügen von Labeln sein. Ein Label sollte nun in /dev/ufs vorhanden sein, der zu /etc/fstab hinzugefügt wird: /dev/ufs/home /home ufs rw 2 2 Das Dateisystem darf nicht gemountet sein beim Versuch, tunefs auszuführen. Nun kann das Dateisystem wie üblich gemountet werden: &prompt.root; mount /home Von nun an kann der Geräte-Knotenpunkt sich ohne negative Effekte auf das System ändern, solange das Kernelmodul geom_label.ko beim Systemstart mittels /boot/loader.conf geladen wird oder die GEOM_LABEL-Kernel-Option aktiv ist. Dateisysteme können auch mit einem Standard-Label erzeugt werden (mittels des Flags in newfs). Lesen Sie bitte die Manualpage von &man.newfs.8; für weitere Informationen. Der folgende Befehl kann genutzt werden, um das Label zu beseitigen: &prompt.root; glabel destroy home Das folgende Beispiel zeigt Ihnen, wie Sie Label für die Partitionen einer Bootplatte erzeugen. Die Partitionen einer Bootplatte labeln Durch das Erstellen von permanenten Labeln für die Partitionen einer Bootplatte sollte das System selbst dann noch normal starten können, wenn Sie die Platte an einen anderen Controller anschließen oder in ein anderes System installieren. In diesem Beispiel nehmen wir an, dass nur eine einzige ATA-Platte verwendet wird, die Ihr System derzeit als ad0 erkennt. Weiters nehmen wir an, dass Sie das Standard-Partionierungsschema von &os; vewendet haben und Ihre Platte daher die Dateisysteme /, /var, /usr sowie /tmp aufweist. Zusätzlich wurde eine Swap-Partition angelegt. Starten Sie das System neu. Am &man.loader.8;-Prompt drücken Sie die Taste 4, um in den Single-User-Modus zu gelangen. Dort führen Sie die folgenden Befehle aus: &prompt.root; glabel label rootfs /dev/ad0s1a GEOM_LABEL: Label for provider /dev/ad0s1a is label/rootfs &prompt.root; glabel label var /dev/ad0s1d GEOM_LABEL: Label for provider /dev/ad0s1d is label/var &prompt.root; glabel label usr /dev/ad0s1f GEOM_LABEL: Label for provider /dev/ad0s1f is label/usr &prompt.root; glabel label tmp /dev/ad0s1e GEOM_LABEL: Label for provider /dev/ad0s1e is label/tmp &prompt.root; glabel label swap /dev/ad0s1b GEOM_LABEL: Label for provider /dev/ad0s1b is label/swap &prompt.root; exit Das System startet daraufhin in den Multi-User-Modus. Nachdem der Startvorgang abgeschlossen ist, editieren Sie die Datei /etc/fstab und ersetzen die konventionellen Gerätedateien durch die entsprechenden Label. Ihre modifizierte /etc/fstab sollte nun ähnlich der folgenden Ausgabe aussehen: # Device Mountpoint FStype Options Dump Pass# /dev/label/swap none swap sw 0 0 /dev/label/rootfs / ufs rw 1 1 /dev/label/tmp /tmp ufs rw 2 2 /dev/label/usr /usr ufs rw 2 2 /dev/label/var /var ufs rw 2 2 Starten Sie Ihr System neu. Traten keine Probleme auf, wird das System normal hochfahren und Sie erhalten die folgende Ausgabe, wenn Sie den Befehl mount ausführen: &prompt.root; mount /dev/label/rootfs on / (ufs, local) devfs on /dev (devfs, local) /dev/label/tmp on /tmp (ufs, local, soft-updates) /dev/label/usr on /usr (ufs, local, soft-updates) /dev/label/var on /var (ufs, local, soft-updates) Beginnend mit &os; 7.2, unterstützt &man.glabel.8; einen neuen Labeltyp für UFS-Dateisysteme. Dieser basiert auf der eindeutigen Dateisystem-ID ufsid. Derartige Label finden sich im Verzeichnis /dev/ufsid und werden während des Systemstarts automatisch erzeugt. Es ist möglich, diese ufsid-Label zum automatischen Einhängen von Partitionen in der Datei /etc/fstab einzusetzen. Verwenden Sie den Befehl glabel status, um eine Liste aller Dateisysteme und ihrer ufsid-Label zu erhalten: &prompt.user; glabel status Name Status Components ufsid/486b6fc38d330916 N/A ad4s1d ufsid/486b6fc16926168e N/A ad4s1f In diesem Beispiel repräsentiert ad4s1d das /var-Dateisystem, während ad4s1f dem /usr-Dateisystem entspricht. Wenn Sie die angegebenen ufsid-Werte verwenden, können diese Dateisysteme durch die folgenden Einträge in der Datei /etc/fstab gemountet werden: /dev/ufsid/486b6fc38d330916 /var ufs rw 2 2 /dev/ufsid/486b6fc16926168e /usr ufs rw 2 2 Jede Partition, die ein ufsid-Label aufweist, kann auf diese Art gemountet werden. Dies hat den Vorteil, dass Sie keine permanenten Label mehr anlegen müssen, wobei sich die Platten nach wie vor über geräteunabhängige Namen ansprechen und mounten lassen. UFS Journaling in GEOM GEOM Journaling Mit &os; 7.0 wurde eine lang erwartete Funktion, - das UFS-Journaling, implementiert. Diese - Funktion wird über das - GEOM-Subsystem realisiert und kann + das Journaling, implementiert. Diese Funktion wird über + das GEOM-Subsystem realisiert und kann über das Werkzeug &man.gjournal.8; eingerichtet werden. Was ist Journaling? Bei Journaling wird ein Protokoll über alle Dateisystemtransaktionen angelegt, inklusive aller Veränderungen, aus denen ein kompletter Schreibvorgang besteht, bevor diese Änderungen (Metadaten sowie tatsächliche Schreibvorgänge) physikalisch auf der Festplatte ausgeführt werden. Dieses Protokoll kann später erneut aufgerufen werden, um diese Vorgänge zu wiederholen (beispielsweise um Systeminkonsistenzen zu vermeiden). Diese Technik bietet eine weitere Möglichkeit, sich vor Datenverlust und Dateisystem-Inkonsistenzen zu schützen. Im Gegensatz zu Soft Updates (die Metadaten-Aktualisierungen verfolgen und erzwingen) und Snapshots (die ein Image eines Dateisystems darstellen) wird bei Journaling ein tatsächliches Protokoll in einem speziell dafür bereitgestellten Bereich der Festplatte (oder manchmal sogar auf einer separaten Platte) gespeichert. Im Gegensatz zu anderen Journaling-Dateisystemen arbeitet die gjournal-Methode blockbasiert und wurde nicht als Teil des Dateisystems implementiert, sondern als GEOM-Erweiterung. Um die gjournal-Unterstützung zu aktivieren, muss der &os;-Kernel die folgende Option enthalten - (was auf 7.X-Systemen bereits in der Voreinstellung der Fall + (was seit &os; 7.0 bereits in der Voreinstellung der Fall ist): options UFS_GJOURNAL Um ein Volume mit Journalunterstützung beim Systemstart automatisch zu mounten, muss das Kernelmodul geom_journal.ko ebenfalls automatisch geladen werden (durch einen entsprechenden Eintrag in der Datei /boot/loader.conf): geom_journal_load="YES" Alternativ können Sie auch einen angepassten Kernel bauen, der diese Funktionalität enthält, indem Sie die folgende Zeile in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen: options GEOM_JOURNAL Das Anlegen eines neuen Journals auf einem freien Dateisystem erfolgt durch die folgenden Schritte (im Folgenden wird angenommen, dass es sich bei da4 um eine neue SCSI-Platte handelt): - &prompt.root; gjournal label /dev/da4 -&prompt.root; gjournal load + &prompt.root; gjournal load +&prompt.root; gjournal label /dev/da4 Danach sollten die Gerätedateien /dev/da4 sowie /dev/da4.journal vorhanden sein. Nun können Sie auf diesem Gerät ein Dateisystem anlegen: &prompt.root; newfs -O 2 -J /dev/da4.journal - Dieser Befehl erzeugt ein - UFS2-Dateisystem, für das Journaling - aktiviert wurde. + Dieser Befehl erzeugt ein UFS2-Dateisystem + auf dem Gerät, für das im letzten Schritt das + Journaling aktiviert wurde. Danach hängen Sie das neue Dateisystem mit mount in Ihren Verzeichnisbaum ein: &prompt.root; mount /dev/da4.journal /mnt Falls auf Ihrem System mehrere Slices angelegt sind (beispielsweise ad4s1 sowie ad4s2), wird gjournal für jedes Slice ein Journal anlegen (also ad4s1.journal - sowie ad4s2.journal). Wird der - Befehl zweimal ausgeführt, werden auch für jedes - Slice zwei Journale angelegt. + sowie ad4s2.journal). - Unter bestimmten Umständen ist es sinnvoll, das Journal - auf eine externe Platte auszulagern. In einem solchen Fall + Um die Leistung zu optimieren, kann das Journal auf eine + externe Platte ausgelagert werden. In einem solchen Fall geben Sie die Gerätedatei der Platte nach dem Gerät an, für das Sie Journaling aktivieren wollen. Theoretisch ist es auch möglich, Journaling auf bereits existierenden Dateisystemen durch das Werkzeug tunefs zu aktivieren. Machen Sie aber in jedem Fall ein Backup Ihrer Daten, bevor Sie versuchen, ein existierendes Dateisystem zu ändern. gjournal wird zwar den Vorgang abbrechen, wenn es das Journal nicht erzeugen kann, allerdings schützt Sie dies nicht vor Datenverlust durch einen fehlerhaften Einsatz von tunefs. Es ist möglich, Journale auch für die Bootplatte eines &os;-System zu verwenden. Lesen Sie bitte den Artikel Implementing UFS Journaling on a Desktop PC, wenn Sie an einer derartigen Konfiguration interessiert sind. diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml index d71617e67c..a29e212bab 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/mirrors/chapter.sgml @@ -1,3338 +1,3348 @@ Bezugsquellen für &os; CD-ROM und DVD Verleger &os;-Pakete &os;-Pakete (&os;-CDs, zusätzliche Software und gedruckte Dokumentation) erhalten Sie von mehreren Händlern:
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&os; Mall, Inc. 700 Harvest Park Ste F Brentwood, CA 94513 USA Telefon: +1 925 240-6652 Fax: +1 925 674-0821 E-Mail: info@freebsdmall.com WWW:
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Linux+ DVD Magazine Lewartowskiego 6 Warsaw 00-190 Poland Telefon: +48 22 860 18 18 E-Mail: editors@lpmagazine.org WWW:
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FTP-Server Die offiziellen Quellen von &os; sind mit anonymous FTP über ein weltweites Netz von FTP-Spiegeln erhältlich. Obwohl über eine gute Anbindung verfügt, sollten Sie einen Spiegel in Ihrer Nähe verwenden (insbesondere, wenn Sie selber einen Spiegel einrichten wollen). Die Datenbank der &os;-Spiegel ist aktueller als die folgende Liste, da sie im Gegensatz zu einer statischen Liste die Informationen aus dem DNS erhält. Sie können &os; auch über anonymous FTP von den folgenden Spiegeln beziehen. Wenn Sie &os; über anonymous FTP beziehen wollen, wählen Sie bitte einen Spiegel in Ihrer Nähe. Die unter Haupt-Spiegel aufgeführten Spiegel stellen normalerweise das komplette &os;-Archiv (alle momentan erhältlichen Versionen für jede unterstützte Architektur) zur Verfügung. Wahrscheinlich geht es aber schneller, wenn Sie einen Spiegel in Ihrer Nähe benutzen. Die Länder-Spiegel stellen die neusten Versionen für die beliebtesten Architekturen bereit, sie stellen aber unter Umständen nicht das komplette &os;-Archiv bereit. Auf alle Server kann mit anonymous FTP zugegriffen werden, einige Server bieten auch andere Zugriffsmethoden an. Die zur Verfügung stehenden Zugriffsmethoden sind bei jedem Server in Klammern angegeben. &chap.mirrors.ftp.inc; BitTorrent - + BitTorrent - + Die ISO-Images für die Release-CDs sind via BitTorrent abrufbar. Eine Sammlung von Torrent-Dateien zum Herunterladen der - Images ist unter http://torrents.freebsd.org:8080 verfügbar. - + Die BitTorrent Client-Software ist als Port net-p2p/py-bittorrent oder als vorkompiliertes Paket erhältlich. - + Nach dem Herunterladen der ISO-Images mit BitTorrent können Sie - diese auf CD oder DVD brennen, so wie im burncd- beschrieben. Anonymous CVS <anchor id="anoncvs-intro">Einführung CVS anonymous Anonymous CVS (oder anoncvs) dient zum Synchronisieren mit entfernten Repositories und steht mit den CVS Werkzeugen, die im &os; Basissystem enthalten sind, zur Verfügung. Benutzer von &os; können damit unter anderem lesende Operationen auf den Anoncvs Servern des &os; Projects durchführen, ohne über besondere Berechtigungen zu verfügen. Um es zu benutzen, setzen Sie einfach die CVSROOT Umgebungsvariable auf einen Anoncvs Server und geben beim Login mit cvs login das Passwort anoncvs an. Danach können Sie mit &man.cvs.1; wie auf jedes lokale Repository (allerdings nur lesend) zugreifen. cvs login speichert Passwörter zur Authentifizierung an einem CVS Server in der Datei .cvspass in Ihrem HOME-Verzeichnis. Wenn diese Datei beim ersten Benutzen von cvs login nicht existiert, erhalten Sie vielleicht eine Fehlermeldung. In diesem Fall legen Sie einfach eine leere .cvspass Datei an und melden sich erneut an. CVSup und Anoncvs bieten dieselbe Funktionalität, die folgenden Kriterien helfen Ihnen zu entscheiden, welche Methode Sie benutzen sollen. CVSup geht wesentlich effizienter mit Netzwerk-Ressourcen um und ist auch technisch ausgereifter. Allerdings müssen Sie zuerst einen speziellen Client installieren und konfigurieren, bevor Sie CVSup benutzen können. Weiterhin können Sie mit CVSup nur relativ große Teile der Quellen, die Sammlungen genannt werden, synchronisieren. Im Gegensatz dazu können Sie mit Anoncvs jede beliebige Datei oder indem Sie einfach den CVS Namen des Moduls angeben, ein beliebiges Programm, wie ls oder grep, bearbeiten. Natürlich können Sie mit Anoncvs nur lesend auf ein CVS Repository zugreifen. Wenn Sie lokal mit dem &os;-Repository entwickeln wollen, dann ist CVSup die einzige Wahl. <anchor id="anoncvs-usage">Benutzen von Anonymous CVS Setzen Sie einfach die CVSROOT Umgebungsvariable, um &man.cvs.1; das CVS Repository eines &os; Anoncvs-Servers bekannt zu geben. Zurzeit stehen folgende Server zur Verfügung: Frankreich: :pserver:anoncvs@anoncvs.fr.FreeBSD.org:/home/ncvs (Das Passwort für pserver ist - anoncvs, ssh-Zugriffe + anoncvs, SSH-Zugriffe verwenden kein Passwort.) - + Taiwan: :pserver:anoncvs@anoncvs.tw.FreeBSD.org:/home/ncvs (pserver: Benutzen Sie cvs login - und ein beliebiges Passwort. ssh: kein Passwort.) + und ein beliebiges Passwort. SSH-Zugriffe erfordern + kein Passwort.) SSH2 HostKey: 1024 02:ed:1b:17:d6:97:2b:58:5e:5c:e2:da:3b:89:88:26 /etc/ssh/ssh_host_rsa_key.pub SSH2 HostKey: 1024 e8:3b:29:7b:ca:9f:ac:e9:45:cb:c8:17:ae:9b:eb:55 /etc/ssh/ssh_host_dsa_key.pub - - USA: - freebsdanoncvs@anoncvs.FreeBSD.org:/home/ncvs - (nur ssh ohne Passwort). - - SSH HostKey: 1024 a1:e7:46:de:fb:56:ef:05:bc:73:aa:91:09:da:f7:f4 root@sanmateo.ecn.purdue.edu -SSH2 HostKey: 1024 52:02:38:1a:2f:a8:71:d3:f5:83:93:8d:aa:00:6f:65 ssh_host_dsa_key.pub - - USA: anoncvs@anoncvs1.FreeBSD.org:/home/ncvs - (nur ssh ohne Passwort). + (nur SSH2 ohne Passwort). SSH2 HostKey: 2048 53:1f:15:a3:72:5c:43:f6:44:0e:6a:e9:bb:f8:01:62 /etc/ssh/ssh_host_dsa_key.pub Mit CVS können Sie praktisch jede Version von &os;, die schon einmal existiert hat (oder in manchen Fällen existieren wird) auschecken. Sie sollten daher damit vertraut sein, wie Sie mit Tags unter &man.cvs.1; arbeiten (die Option). Zudem müssen Sie die Namen der Tags im &os;-Repository kennen. Es gibt zwei verschiedene TagsTags sind symbolische Namen, die im Repository vergeben werden. : Tags, die Revisionen bezeichnen und Tags, die Zweige bezeichnen. Die Ersten sind statisch und fest an eine Revision gebunden. Ein Tag, das einen Zweig bezeichnet, bezieht sich dagegen zu einem gegebenen Zeitpunkt immer auf die aktuellste Revision. Da ein Tag eines Zweiges nicht an eine bestimmte Revision gebunden ist, kann sich dessen Bedeutung von heute auf morgen ändern. In finden Sie eine Liste der gültigen Tags. Beachten Sie bitte, dass keines der Tags auf die Ports-Sammlung anwendbar ist, da diese nicht über Zweige verfügt. Wenn Sie ein Tag eines Zweiges verwenden, erhalten Sie die aktuellsten Dateien dieses Entwicklungszweiges. Wenn Sie eine frühere Revision erhalten möchten, können Sie zum Beispiel einen Zeitpunkt mit der Option angeben. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte &man.cvs.1;. Beispiele Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für den Umgang mit Anonymous CVS. Sie sollten sich aber die Manualpage von &man.cvs.1; sorgfältig durchlesen, bevor Sie anfangen. &man.ls.1; von -CURRENT auschecken &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.tw.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie ein beliebiges Passwort. &prompt.user; cvs co ls Den <filename>src/</filename>-Baum über SSH auschecken - &prompt.user; cvs -d freebsdanoncvs@anoncvs.FreeBSD.org:/home/ncvs co src -The authenticity of host 'anoncvs.freebsd.org (128.46.156.46)' can't be establiestablished. -DSA key fingerprint is 52:02:38:1a:2f:a8:71:d3:f5:83:93:8d:aa:00:6f:65. + &prompt.user; cvs -d anoncvs@anoncvs1.FreeBSD.org:/home/ncvs co src +The authenticity of host 'anoncvs1.freebsd.org (216.87.78.137)' can't be established. +DSA key fingerprint is 53:1f:15:a3:72:5c:43:f6:44:0e:6a:e9:bb:f8:01:62. Are you sure you want to continue connecting (yes/no)? yes -Warning: Permanently added 'anoncvs.freebsd.org' (DSA) to the list of known hosts. +Warning: Permanently added 'anoncvs1.freebsd.org' (DSA) to the list of known hosts. &man.ls.1; aus dem 6-STABLE-Zweig auschecken &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.tw.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie ein beliebiges Passwort. &prompt.user; cvs co -rRELENG_6 ls Änderungen in &man.ls.1; zwischen 5.3 RELEASE und 5.4 RELEASE (als unified diff) &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.tw.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie ein beliebiges Passwort. &prompt.user; cvs rdiff -u -rRELENG_5_3_0_RELEASE -rRELENG_5_4_0_RELEASE ls Gültige Modulnamen herausfinden &prompt.user; setenv CVSROOT :pserver:anoncvs@anoncvs.tw.FreeBSD.org:/home/ncvs &prompt.user; cvs login Wenn Sie dazu aufgefordert werden, benutzen Sie ein beliebiges Passwort. &prompt.user; cvs co modules &prompt.user; more modules/modules Weitere Ressourcen Die folgenden Ressourcen sind nützlich, um den Umgang mit CVS zu lernen: CVS Tutorial von der California Polytechnic State University. CVS Home, die Homepage des CVS-Projekts. CVSweb das Web Interface zu CVS des &os; Projekts. CTM CTM Mit CTM Abkürzung für CVS Through eMail können Sie einen entfernten Verzeichnisbaum mit einem zentralen Baum synchronisieren. Es wurde extra zum Synchronisieren der &os; Quellen entwickelt, obwohl es mit der Zeit vielleicht auch andere Anwendungen geben wird. Zurzeit existiert leider so gut wie keine Dokumentation zum Erstellen der Deltas. Wenn Sie Hilfe benötigen oder CTM für andere Zwecke einsetzen wollen, wenden Sie sich bitte an die Mailingliste &a.ctm-users.name;. Warum soll ich <application>CTM</application> benutzen? Mit CTM erhalten Sie eine lokale Kopie des &os;-Quellbaums, den es in mehreren Varianten gibt. Sie können das ganze Repository oder nur einen Zweig spiegeln. Wenn Sie ein aktiver &os;-Entwickler mit einer schlechten oder gar keiner TCP/IP Verbindung sind, oder die Änderungen einfach automatisch zugesandt bekommen wollen, dann ist CTM das Richtige für Sie. Für die Zweige mit der meisten Aktivität müssen Sie sich täglich bis zu drei Deltas beschaffen, Sie sollten allerdings erwägen, die Deltas automatisch über E-Mail zu beziehen. Die Größe der Updates wird so klein wie möglich gehalten. Normalerweise sind sie kleiner als 5 kB, manchmal sind sie 10-50 kB groß (etwa jedes 10. Update) und ab und an werden Sie auch einmal ein Update mit 100 kB oder mehr erhalten. Sie sollten sich über die Vorbehalte gegen die Verwendung der Quellen anstelle eines offiziellen Releases bewusst sein. Das trifft besonders auf &os.current; zu, lesen Sie dazu bitte den Abschnitt &os.current;. Was brauche ich, um <application>CTM</application> zu benutzen? Zwei Sachen: Das CTM Programm und die initialen Deltas, von denen aus Sie auf die aktuellen Stände kommen. CTM ist schon seit der Version 2.0 Teil des &os;-Basissystems. Sie finden es in /usr/src/usr.sbin/ctm, wenn Sie eine Kopie der Quellen besitzen. Die Deltas, die CTM verarbeitet, können Sie über FTP oder E-Mail beziehen. Wenn Sie über einen FTP Zugang zum Internet verfügen, erhalten Sie die Deltas unter der folgenden URL: Die Deltas werden auch von CTM Spiegeln bereitgehalten. Wechseln Sie in das passende Verzeichnisse zum Beispiel src-cur für &os.current; und laden Sie sich von dort die Deltas herunter. Sie können die Deltas auch über E-Mail beziehen. Abonnieren Sie dazu eine der CTM-Verteilerlisten. Über &a.ctm-cvs-cur.name; erhalten Sie den kompletten CVS-Baum, über &a.ctm-src-cur.name; erhalten Sie &os.current; und über &a.ctm-src-4.name; erhalten Sie den &os; 4.X-Zweig. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie eine der Mailinglisten abonnieren, folgen Sie einem der Verweise von oben oder besuchen Sie die Seite &a.mailman.lists.link;. Weitere Informationen erhalten Sie, wenn Sie dort auf die gewünschte Liste klicken. Benutzen Sie ctm_rmail, um die CTM Updates, die Sie per E-Mail empfangen, auszupacken und anzuwenden. Wenn Sie diesen Prozess automatisiert ablaufen lassen möchten, können Sie dazu einen Eintrag in /etc/aliases verwenden. Genauere Informationen finden Sie in der Manualpage von ctm_rmail. Sie sollten die Mailingliste &a.ctm-announce.name; abonnieren, egal wie Sie die CTM-Deltas erhalten. Ankündigungen, die den Betrieb des CTM-Systems betreffen, werden nur auf dieser Liste bekannt gegeben. Klicken Sie auf den Namen der Liste oder besuchen Sie die Seite &a.mailman.lists.link;, um diese Liste zu abonnieren. Initialisieren von <application>CTM</application> Bevor Sie die CTM Deltas benutzen können, brauchen Sie einen Startpunkt, auf den die nachfolgenden Deltas angewendet werden. Sie können natürlich mit einem leeren Verzeichnis beginnen. In diesem Fall benötigen Sie ein XEmpty-Delta, mit dem Sie den CTM-Verzeichnisbaum initialisieren. Wenn Sie Glück haben, finden Sie ein XEmpty-Delta, mit dem sie beginnen können, auf einer der CDs Ihrer Distribution. Da die Verzeichnisbäume mehrere Megabyte groß sind, sollten Sie nach Möglichkeit etwas schon vorhandenes benutzen. Wenn Sie eine -RELEASE CD besitzen, können Sie die Quellen von dieser CD benutzen. Sie ersparen sich damit das Übertragen großer Datenmengen. Die Deltas, mit denen Sie beginnen können, enthalten ein X in ihrem Namen, wie in src-cur.3210XEmpty.gz. Hinter dem X wird der Startpunkt der Deltas angegeben, in diesem Fall steht Empty für ein leeres Verzeichnis. Nach etwa 100 Deltas wird ein neues XEmpty-Delta erstellt. Mit ungefähr 75 Megabyte komprimierter Daten sind diese XEmpty-Deltas übrigens sehr groß. Nachdem Sie Ihren Startpunkt festgelegt haben, benötigen Sie alle Deltas mit einer höheren Nummer. Benutzen von <application>CTM</application> Um ein Delta einzuspielen, benutzen Sie das folgende Kommando: &prompt.root; cd /Pfad/zu/den/Quellen &prompt.root; ctm -v -v /Pfad/zu/den/Deltas/src-xxx.* CTM kann mit Deltas arbeiten, die mit gzip komprimiert wurden. Sie brauchen die Deltas vorher nicht mit gunzip zu dekomprimieren und sparen damit Plattenplatz. Ihr Quellbaum wird erst dann verändert, wenn CTM die Deltas sauber verarbeiten kann. Die Integrität der Deltas und ihre Anwendbarkeit auf den Quellbaum lassen sich durch die Angabe des Schalters -c überprüfen, CTM ändert in diesem Fall Ihren Quellbaum nicht. CTM verfügt über weitere Kommandozeilenoptionen, Informationen dazu finden Sie in der Manualpage oder dem Quellcode. Das war schon alles. Um Ihre Quellen aktuell zu halten, verwenden Sie CTM jedes Mal, wenn Sie neue Deltas bekommen. Löschen Sie die Deltas nicht, wenn Sie diese nur schwer wieder beschaffen können. Behalten Sie sie für den Fall, das etwas passiert. Auch wenn Sie nur Disketten besitzen, sollten Sie erwägen, die Deltas mit fdwrite zu sichern. Umgang mit lokalen Änderungen Entwickler wollen mit den Dateien im Quellbaum experimentieren und diese verändern. In beschränkter Weise werden lokale Änderungen von CTM unterstützt. Wenn CTM die Datei foo bearbeiten will, überprüft es zuerst ob die Datei foo.ctm existiert. Wenn diese Datei existiert, werden Änderungen in ihr anstatt in foo vorgenommen. Mit diesem Verfahren ist eine leichte Handhabung lokaler Änderungen möglich. Kopieren Sie die Dateien, die Sie ändern möchten, in Dateien, die das Suffix .ctm tragen. Sie können dann ungestört mit dem Quellcode arbeiten, während CTM die .ctm Dateien aktualisiert. Weitere <application>CTM</application>-Optionen Was wird aktualisiert? Eine Liste der Änderungen, die CTM an Ihrem Quellbaum vornehmen wird, erhalten Sie, wenn Sie die Option angeben. Das ist nützlich, wenn Sie Logs über die Änderungen führen wollen, geänderte Dateien vor- oder nachbearbeiten wollen, oder einfach ein bisschen paranoid sind. Sicherungen vor einer Aktualisierung erstellen Sie wollen vielleicht die Dateien, die durch eine CTM Aktualisierung verändert werden, sichern. Mit weisen Sie CTM an, alle Dateien, die durch ein CTM Delta verändert würden, nach backup-file zu sichern. Dateien ausschließen Manchmal wollen Sie nur bestimmte Teile aktualisieren oder nur bestimmte Dateien aus einer Folge von Deltas extrahieren. Sie können die Liste der Dateien, mit denen CTM arbeitet, einschränken, indem Sie reguläre Ausdrücke mit den Optionen und angeben. Wenn Sie eine aktuelle Kopie von lib/libc/Makefile aus den gesicherten CTM Deltas erhalten wollen, setzen Sie das folgende Kommando ab: &prompt.root; cd /wo/Sie/es/auspacken/wollen/ &prompt.root; ctm -e '^lib/libc/Makefile' ~ctm/src-xxx.* Die Optionen und werden in der Reihenfolge angewandt, in der sie auf der Kommandozeile angegeben wurden. Eine Datei wird nur dann von CTM verarbeitet, wenn dies nach der Anwendung der Optionen und noch erlaubt ist. Pläne für <application>CTM</application> Mehrere: Hinzufügen eines Authentifizierungsmechanismus, damit gefälschte CTM-Deltas erkannt werden können. Aufräumen der CTM-Optionen, die mit der Zeit unübersichtlich und irreführend wurden. Verschiedenes Es gibt Deltas für die Ports-Sammlung, die aber nicht intensiv genutzt werden. CTM-Spiegel Die CTM-Deltas können Sie mit anonymous FTP von den folgenden Spiegeln beziehen. Versuchen Sie bitte einen Spiegel in Ihrer Nähe zu benutzen. Bei Problemen wenden Sie sich bitte an die Mailingliste &a.ctm-users.name;. Kalifornien, Bay Area, Offizieller Server Südafrika, Backup-Server für alte Deltas Taiwan/R.O.C. Wenn die Liste keinen Spiegel in Ihrer Nähe enthält oder Sie Probleme mit dem ausgewählten Spiegel haben, versuchen Sie einen Spiegel mit einer Suchmaschine, wie alltheweb, zu finden. Benutzen von CVSup Einführung CVSup ist eine Anwendung, die Verzeichnisbäume von einem entfernten CVS-Server bereitstellt und aktualisiert. Die Quellen von &os; werden in einem CVS-Repository auf einer Entwicklungsmaschine in Kalifornien gepflegt. Mit CVSup können sich &os;-Benutzer den eigenen Quellbaum auf aktuellem Stand halten. Zum Aktualisieren benutzt CVSup die Pull-Methode, bei der die Aktualisierungen vom Client angefragt werden. Der Server wartet dabei passiv auf Anfragen von Clients, das heißt er verschickt nicht unaufgefordert Aktualisierungen. Somit gehen alle Anfragen vom Client aus und die Benutzer müssen CVSup entweder manuell starten oder einen cron Job einrichten, um regelmäßig Aktualisierungen zu erhalten. CVSup in genau dieser Schreibweise bezeichnet die Anwendung, die aus dem Client cvsup und dem Server cvsupd besteht. cvsup läuft auf den Maschinen der Benutzer, cvsupd läuft auf jedem der &os;-Spiegel. Wenn Sie die &os;-Dokumentation und die Mailinglisten lesen, werden Sie oft auf Sup, dem Vorgänger von CVSup stoßen. CVSup wird in gleicher Weise wie Sup benutzt und verfügt sogar über Konfigurationsdateien, die kompatibel zu denen von Sup sind. Da CVSup schneller und flexibler als Sup ist, wird Sup vom &os; Project nicht mehr benutzt. Mit csup gibt es in inzwischen auch eine in C geschriebene Neuimplementierung von CVSup. Der größte Vorteil dieser neuen Version ist neben einer höheren Geschwindigkeit der, dass dieses Programm nicht von der Sprache Modula-3 abhängig ist und Sie daher dieses Paket nicht mitinstallieren müssen. Ab &os; 6.2 ist csup bereits im Basissystem enthalten und kann sofort verwendet werden. Verwenden Sie hingegen eine ältere &os;-Version, können Sie &man.csup.1; über den Port net/csup installieren. Alternativ können Sie zur Installation auch ein vorkompiliertes Paket (Package) verwenden. Wollen Sie künftig csup einsetzen, überspringen Sie in den folgenden Ausführungen einfach den Abschnitt zur Installation von CVSup und ersetzen alle Vorkommen von CVSup durch csup. Installation von <application>CVSup</application> CVSup können Sie leicht installieren, wenn Sie das vorkompilierte Paket net/cvsup aus der Ports-Sammlung benutzen. Alternativ können Sie net/cvsup auch ausgehend von den Quellen bauen, doch seien Sie gewarnt: net/cvsup hängt vom Modula-3 System ab, das viel Zeit und Platz zum Herunterladen und Bauen braucht. Wenn Sie CVSup auf einer Maschine ohne &xfree86; oder &xorg;, beispielsweise einem Server, benutzen, stellen Sie sicher, dass Sie den Port ohne das CVSup-GUI, net/cvsup-without-gui verwenden. Wollen Sie csup unter &os; 6.1 oder älter installieren, können Sie dazu das vorkompilierte Paket net/csup oder den Port net/csup (zur Installation aus den Quellen) verwenden. Konfiguration von CVSup Das Verhalten von CVSup wird mit einer Konfigurationsdatei gesteuert, die supfile genannt wird. Beispiele für Konfigurationsdateien finden Sie in dem Verzeichnis . Ein supfile enthält die folgenden Informationen: Welche Dateien Sie erhalten wollen. Welche Versionen der Dateien Sie benötigen. Woher Sie die Dateien beziehen wollen. Wo Sie die erhaltenen Dateien speichern. Wo Sie die Status-Dateien aufbewahren wollen. In den folgenden Abschnitten erstellen wir ein typisches supfile indem wir nach und nach diese Punkte klären. Zuerst beschreiben wir aber den Aufbau dieser Konfigurationsdatei. Ein supfile ist eine Textdatei. Kommentare beginnen mit einem # und gelten bis zum Zeilenende. Leerzeilen und Zeilen, die nur Kommentare enthalten, werden ignoriert. Die anderen Zeilen legen die Dateien fest, die ein Benutzer erhalten will. Der Server organisiert verschiedene Dateien in einer Sammlung, deren Name auf einer Zeile angegeben wird. Nach dem Namen der Sammlung können mehrere durch Leerzeichen getrennte Felder folgen, die die oben angesprochenen Informationen festlegen. Es gibt zwei Arten von Feldern: Felder, die Optionen festlegen und Felder mit Parametern. Optionen bestehen aus einem Schlüsselwort, wie oder und stehen alleine. Ein Parameterfeld beginnt mit einem Schlüsselwort, dem = und ein Parameter, wie in , folgt. Dieses Feld darf keine Leerzeichen enthalten. In einem supfile werden normalerweise mehrere Sammlungen angefordert. Die erforderlichen Felder können explizit für jede Sammlung angegeben werden, dann werden jedoch die Zeilen ziemlich lang. Außerdem ist dieses Vorgehen sehr unhandlich, da die meisten Felder für alle Sammlungen gleich sind. CVSup bietet die Möglichkeit, Vorgaben für die Felder der Sammlungen festzulegen. Zeilen, die mit der Pseudo-Sammlung *default beginnen, legen Optionen und Parameter für nachfolgende Sammlungen im supfile fest. Der Vorgabewert kann in der Zeile einer bestimmten Sammlung überschrieben werden. Durch Hinzufügen weiterer *default Zeilen können die Vorgaben auch mitten im supfile überschrieben oder erweitert werden. Mit diesem Wissen können wir nun ein supfile erstellen, das den Quellbaum von &os;-CURRENT anfordert und aktualisiert. Welche Dateien wollen Sie empfangen? Dateien werden von CVSup in Sammlungen organisiert. Die erhältlichen Sammlungen werden später beschrieben. Wir wollen den Quellbaum von &os; empfangen, der in der Sammlung src-all enthalten ist. Das supfile enthält pro Zeile eine Sammlung, in diesem Fall also nur eine einzige Zeile: src-all Welche Versionen der Dateien werden benötigt? Mit CVSup können Sie jede Version der Quellen bekommen, da der cvsupd-Server seine Daten direkt aus dem CVS-Repository bezieht. Sie können die benötigten Versionen in den Parameterfeldern tag= und angeben. Achten Sie darauf, dass Sie das richtige tag=-Feld angeben. Einige Tags sind nur für spezielle Sammlungen gültig. Wenn Sie ein falsches Tag angeben oder sich verschreiben, wird CVSup Dateien löschen, die Sie wahrscheinlich gar nicht löschen wollten. Achten Sie insbesondere bei den ports-*-Sammlungen darauf, ausschließlich tag=. zu verwenden. Mit tag= wird ein symbolischer Name aus dem Repository angegeben. Es gibt zwei verschiedene Tags: Tags, die Revisionen bezeichnen und Tags, die Zweige bezeichnen. Die ersteren sind statisch und fest an eine Revision gebunden. Ein Tag, das einen Zweig bezeichnet, bezieht sich dagegen zu einem gegebenen Zeitpunkt immer auf die aktuellste Revision. Da ein Tag eines Zweiges nicht an eine bestimmte Revision gebunden ist, kann sich dessen Bedeutung von heute auf morgen ändern. zählt für Benutzer relevante Tags auf. Wenn Sie in der Konfigurationsdatei ein Tag, wie RELENG_4, angeben, müssen Sie diesem tag= vorstellen: tag=RELENG_4. Denken Sie daran, dass es für die Ports-Sammlung nur tag=. gibt. Achten Sie darauf, dass Sie den Namen eines Tags richtig angeben. CVSup kann nicht zwischen richtigen und falschen Tags unterscheiden. Wenn Sie sich bei der Angabe eines Tags vertippen, nimmt CVSup an, Sie hätten ein gültiges Tag angegeben, dem nur keine Dateien zugeordnet sind. Die Folge davon ist, dass Ihre vorhandenen Quellen gelöscht werden. Wenn Sie ein Tag angeben, das sich auf einen Zweig bezieht, erhalten Sie die aktuellsten Revisionen der Dateien auf diesem Zweig. Wenn Sie eine frühere Revision erhalten möchten, können Sie diese im Feld angeben. Einzelheiten dazu finden Sie in der Manualpage von cvsup. Wir möchten gerne &os;-CURRENT beziehen und fügen die folgende Zeile am Anfang der Konfigurationsdatei ein: *default tag=. Eine wichtige Ausnahme ist wenn Sie weder ein tag=-Feld noch ein date=-Feld angeben. In diesem Fall erhalten Sie anstelle einer speziellen Revision die wirklichen RCS-Dateien aus dem CVS-Repository des Servers. Diese Vorgehensweise wird von Entwicklern bevorzugt, da sie mit einem eigenen Repository leicht die Entwicklungsgeschichte und Veränderungen von Dateien verfolgen können. Dieser Vorteil muss allerdings mit sehr viel Plattenplatz bezahlt werden. Woher sollen die Dateien bezogen werden? Im host=-Feld wird angegeben, woher cvsup die Dateien holen soll. Sie können hier jeden der CVSup-Spiegel angeben, doch sollten Sie einen Server in Ihrer Nähe auswählen. Für dieses Beispiel wollen wir den erfundenen Server cvsup99.FreeBSD.org verwenden: *default host=cvsup99.FreeBSD.org Bevor Sie CVSup laufen lassen, sollten Sie hier einen existierenden Server einsetzen. Den zu verwendenden Server können Sie auf der Kommandozeile mit überschreiben. Wo sollen die Dateien gespeichert werden? Im prefix=-Feld teilen Sie cvsup mit, wo die Dateien gespeichert werden sollen. In diesem Beispiel werden wir die Quelldateien direkt im Verzeichnisbaum für Quellen /usr/src ablegen. Das Verzeichnis src ist schon in der Sammlung, die wir beziehen enthalten, so dass wir die folgende Zeile angeben: *default prefix=/usr Wo sollen die Statusinformationen von cvsup gespeichert werden? cvsup legt in einem Verzeichnis Statusinformationen ab, die festhalten, welche Versionen schon empfangen wurden. Wir verwenden das Verzeichnis /var/db: *default base=/var/db Wenn das Verzeichnis für die Statusinformationen nicht existiert, sollten Sie es jetzt anlegen, da cvsup ohne dieses Verzeichnis nicht startet. Verschiedene Einstellungen: Eine weitere Zeile sollte normalerweise in jedem supfile sein: *default release=cvs delete use-rel-suffix compress Mit release=cvs wird angegeben, dass der Server das &os;-Haupt-Repository abfragen soll, was praktisch immer der Fall ist (die Ausnahmen werden in diesem Text nicht diskutiert). delete erlaubt es CVSup, Dateien zu löschen. Diese Option sollten Sie immer angeben, damit CVSup Ihren Quellbaum auch wirklich aktuell halten kann. CVSup löscht nur Dateien für die es auch verantwortlich ist. Andere Dateien, die sich in einem Baum unter Kontrolle von CVSup befinden, werden nicht verändert. Wenn Sie wirklich etwas über das obskure use-rel-suffix erfahren wollen, lesen Sie bitte in der Manualpage nach, ansonsten geben Sie es einfach an und vergessen es. Wenn Sie compress angeben, werden Daten auf dem Kommunikationskanal komprimiert. Wenn Sie über eine T1-Leitung oder eine schnellere Netzanbindung verfügen, brauchen Sie diese Option vielleicht nicht. In allen anderen Fällen beschleunigt sie aber den Ablauf. Zusammenfassung: Das vollständige supfile unseres Beispiels sieht nun so aus: *default tag=. *default host=cvsup99.FreeBSD.org *default prefix=/usr *default base=/var/db *default release=cvs delete use-rel-suffix compress src-all Die <filename>refuse</filename> Datei CVSup benutzt die Pull-Methode, das heißt wenn sich ein Client mit einem Server verbindet, erhält er eine Liste der verfügbaren Sammlungen und wählt aus diesen die herunterzuladenden Dateien aus. In der Voreinstellung wählt der Client alle Dateien aus, die zu einer gegebenen Sammlung und zu einem gegebenen Tag passen. Dieses Verhalten ist aber nicht immer erwünscht, besonders wenn Sie die doc, ports oder www Verzeichnisbäume synchronisieren. Die wenigsten Leute beherrschen vier oder fünf Sprachen und benötigen Dateien mit speziellen Anpassungen für eine Sprache. Wenn Sie die Ports-Sammlung synchronisieren, können Sie anstelle von ports-all einzelne Ports, wie ports-astrology oder ports-biology angeben. Die doc und www Verzeichnisbäume verfügen aber nicht über Sammlungen für spezielle Sprachen. In diesem Fall müssen Sie eines der vielen eleganten Merkmale von CVSup benutzen: Die refuse Datei. Mit einer refuse Datei können Sie bestimmte Dateien einer Sammlung von der Übertragung ausschließen. Der Ort der refuse ist base/sup/refuse, wobei base in Ihrem supfile festgelegt wurde. Wir verwenden das Verzeichnis /var/db, der Ort der refuse Datei ist daher /var/db/sup/refuse. Das Format der refuse Datei ist einfach: Sie enthält eine Liste der Dateien und Verzeichnisse, die Sie nicht herunterladen wollen. Wenn Sie zum Beispiel die Dokumentation nicht in anderen Sprachen als Englisch lesen wollen, könnte Ihre refuse-Datei wie folgt aussehen: doc/bn_* doc/da_* doc/de_* doc/el_* doc/es_* doc/fr_* doc/hu_* doc/it_* doc/ja_* doc_mn_* doc/nl_* doc/no_* doc/pl_* doc/pt_* doc/ru_* doc/sr_* doc/tr_* doc/zh_* Die Aufzählung setzt sich für andere Sprachen fort. Eine vollständige Liste finden Sie im &os; CVS Repository. Die refuse Datei spart Anwendern von CVSup, die über eine langsame Internetanbindung verfügen oder deren Internetverbindung zeitlich abgerechnet wird, wertvolle Zeit, da sie Dateien, die sie nicht benötigen, nicht mehr herunterladen müssen. Weitere Informationen zu refuse Dateien und anderen Eigenschaften von CVSup entnehmen Sie bitte der Manualpage. Ausführen von <application>CVSup</application> Wir können nun eine Aktualisierung mit der folgenden Kommandozeile starten: &prompt.root; cvsup supfile supfile gibt dabei das eben erstelle supfile an. Wenn Sie X11 benutzen, wird cvsup ein GUI starten. Drücken Sie go und schauen Sie zu. Das Beispiel aktualisiert die Dateien im Verzeichnisbaum /usr/src. Sie müssen cvsup als root starten, damit Sie die nötigen Rechte haben, die Dateien zu aktualisieren. Sie sind vielleicht ein bisschen nervös weil Sie das Programm zum ersten Mal anwenden und möchten zuerst einmal einen Testlauf durchführen. Legen Sie dazu ein temporäres Verzeichnis an und übergeben es auf der Kommandozeile von cvsup: &prompt.root; mkdir /var/tmp/dest &prompt.root; cvsup supfile /var/tmp/dest Aktualisierungen werden dann nur in dem angegebenen Verzeichnis vorgenommen. CVSup untersucht die Dateien in /usr/src, wird aber keine dieser Dateien verändern. Die veränderten Dateien finden Sie stattdessen in /var/tmp/dest/usr/src. Die Statusdateien von CVSup werden ebenfalls nicht geändert, sondern in dem angegebenen Verzeichnis abgelegt. Wenn Sie Leseberechtigung in /usr/src haben, brauchen Sie das Programm noch nicht einmal unter root laufen zu lassen. Wenn Sie X11 nicht benutzen wollen oder keine GUIs mögen, sollten Sie cvsup wie folgt aufrufen: &prompt.root; cvsup -g -L 2 supfile verhindert den Start des GUIs. Wenn Sie kein X11 laufen haben, passiert das automatisch, ansonsten müssen Sie diesen Schalter angeben. Mit gibt CVSup Einzelheiten zu jeder Aktualisierung aus. Die Wortfülle der Meldungen können Sie von bis einstellen. In der Voreinstellung werden nur Fehlermeldungen ausgegeben. Eine Zusammenfassung der Optionen von CVSup erhalten Sie mit cvsup -H. Genauere Informationen finden Sie in der Manualpage von CVSup. Wenn Sie mit dem Ablauf der Aktualisierung zufrieden sind, können Sie CVSup regelmäßig aus &man.cron.8; ausführen. In diesem Fall sollten Sie natürlich nicht das GUI benutzen. <application>CVSup</application> Sammlungen Die CVSup Sammlungen sind hierarchisch organisiert. Es gibt wenige große Sammlungen, die in kleinere Teilsammlungen unterteilt sind. Wenn Sie eine große Sammlung beziehen, entspricht das dem Beziehen aller Teilsammlungen. Der Hierarchie der Sammlung wird in der folgenden Aufzählung durch Einrückungen dargestellt. Die am häufigsten benutzen Sammlungen sind src-all und ports-all. Die anderen Sammlungen werden von wenigen Leuten zu speziellen Zwecken benutzt und es kann sein, dass diese nicht auf allen Spiegeln zur Verfügung stehen. cvs-all release=cvs Das &os;-Haupt-Repository einschließlich der Kryptographie-Module. distrib release=cvs Dateien, die zum Verteilen und Spiegeln von &os; benötigt werden. doc-all release=cvs Quellen des &os;-Handbuchs und weiterer Dokumentation. Diese Sammlung enthält nicht die &os;-Webseite. ports-all release=cvs Die &os;-Ports-Sammlung. Wenn Sie nicht die gesamte Ports-Sammlung (ports-all) aktualisieren wollen, sondern nur eine der nachstehend aufgeführten Teilsammlungen, aktualisieren Sie immer die Teilsammlung ports-base. Diese Teilsammlung enthält das Bausystem der Ports. Immer wenn ports-base geändert wird, ist es so gut wie sicher, dass diese Änderung auch tatsächlich von einem Port benutzt wird. Der Bau eines Ports, der auf Änderungen im Bausystem angewiesen wird, wird fehlschlagen, wenn das Bausystem noch auf einem alten Stand ist. Aktualisieren Sie vor allen Dingen ports-base, wenn Sie bei einem Bau merkwürdige Fehlermeldungen erhalten und kein aktuelles Bausystem benutzen. Wenn Sie die Datei ports/INDEX selbst erzeugen, brauchen Sie unbedingt die Sammlung ports-all (den ganzen Ports-Baum). Es ist nicht möglich, ports/INDEX nur mit einem Teilbaum zu erstellen. Lesen Sie dazu bitte die FAQ. ports-accessibility release=cvs Werkzeuge für behinderte Benutzer. ports-arabic release=cvs Arabische Sprachunterstützung. ports-archivers release=cvs Werkzeuge zum Archivieren. ports-astro release=cvs Astronomie-Programme. ports-audio release=cvs Audio-Programme. ports-base release=cvs Das Bausystem der Ports-Sammlung. Dazu gehören verschiedene Dateien in den Unterverzeichnissen Mk/ und Tools/ von /usr/ports. Aktualisieren Sie diese Teilsammlung jedes Mal, wenn Sie einen Teil der Ports-Sammlung aktualisieren. Lesen Sie dazu auch den obigen Hinweis zur Ports-Sammlung. ports-benchmarks release=cvs Benchmarks. ports-biology release=cvs Biologie. ports-cad release=cvs Computer Aided Design Werkzeuge. ports-chinese release=cvs Chinesische Sprachunterstützung. ports-comms release=cvs Programme zur Datenkommunikation. ports-converters release=cvs Zeichensatz Konvertierer. ports-databases release=cvs Datenbanken. ports-deskutils release=cvs Sachen, die sich vor dem Computer-Zeitalter auf dem Schreibtisch befanden. ports-devel release=cvs Werkzeuge für Entwickler. ports-dns release=cvs Software für DNS. ports-editors release=cvs Editoren. ports-emulators release=cvs Programme, die andere Betriebssysteme emulieren. ports-finance release=cvs Finanz-Anwendungen. ports-ftp release=cvs Werkzeuge für FTP Clients und Server. ports-games release=cvs Spiele. ports-german release=cvs Deutsche Sprachunterstützung. ports-graphics release=cvs Graphik-Programme. ports-hebrew release=cvs Hebräische Sprachunterstützung. ports-hungarian release=cvs Ungarische Sprachunterstützung. ports-irc release=cvs Internet Relay Chat Werkzeuge. ports-japanese release=cvs Japanische Sprachunterstützung. ports-java release=cvs &java; Werkzeuge. ports-korean release=cvs Koreanische Sprachunterstützung. ports-lang release=cvs Programmiersprachen. ports-mail release=cvs E-Mail Programme. ports-math release=cvs Programme zur numerischen Mathematik. ports-mbone release=cvs MBone Anwendungen. ports-misc release=cvs Verschiedene Werkzeuge. ports-multimedia release=cvs Multimedia-Anwendungen. ports-net release=cvs Netzwerk-Programme. ports-net-im release=cvs Diverse Instant-Messenger. ports-net-mgmt release=cvs Software zum Verwalten von Netzwerken. ports-net-p2p release=cvs Software für die Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken. ports-news release=cvs USENET News Werkzeuge. ports-palm release=cvs Programme für den Palm. ports-polish release=cvs Polnische Sprachunterstützung. ports-ports-mgmt release=cvs Werkzeuge zum Management von Ports und Paketen. ports-portuguese release=cvs Portugiesische Sprachunterstützung. ports-print release=cvs Druckprogramme. ports-russian release=cvs Russische Sprachunterstützung. ports-science release=cvs Wissenschaft. ports-security release=cvs Werkzeuge zum Thema Sicherheit. ports-shells release=cvs Kommandozeilen-Shells. ports-sysutils release=cvs System-Werkzeuge. ports-textproc release=cvs Programme zur Textverarbeitung (ohne Desktop Publishing). ports-ukrainian release=cvs Ukrainische Sprachunterstützung. ports-vietnamese release=cvs Vietnamesische Sprachunterstützung. ports-www release=cvs Software rund um das World Wide Web. ports-x11 release=cvs X-Window Programme. ports-x11-clocks release=cvs X11-Uhren. ports-x11-drivers release=cvs X11-Treiber. ports-x11-fm release=cvs X11-Dateiverwalter. ports-x11-fonts release=cvs X11-Zeichensätze und Werkzeuge dazu. ports-x11-toolkits release=cvs X11-Werkzeuge. ports-x11-servers release=cvs X11-Server. ports-x11-themes release=cvs X11-Themes. ports-x11-wm release=cvs X11-Fensterverwalter. projects-all release=cvs Quelltexte der verschiedenen &os;-Projekte. src-all release=cvs Die &os;-Quellen einschließlich der Kryptographie-Module. src-base release=cvs Verschiedene Dateien unter /usr/src. src-bin release=cvs Benutzer-Werkzeuge die im Einzelbenutzermodus gebraucht werden (/usr/src/bin). src-cddl release=cvs Werkzeuge und Bibliotheken, die der CDDL-Lizenz unterliegen (/usr/src/cddl). src-contrib release=cvs Werkzeuge und Bibliotheken, die nicht aus dem &os; Project stammen und wenig verändert übernommen werden. (/usr/src/contrib). src-crypto release=cvs Kryptographische Werkzeuge und Bibliotheken, die nicht aus dem &os; Project stammen und wenig verändert übernommen werden. (/usr/src/crypto). src-eBones release=cvs Kerberos und DES (/usr/src/eBones). Wird in aktuellen Releases von &os; nicht benutzt. src-etc release=cvs Konfigurationsdateien des Systems (/usr/src/etc). src-games release=cvs Spiele (/usr/src/games). src-gnu release=cvs Werkzeuge, die unter der GNU Public License stehen (/usr/src/gnu). src-include release=cvs Header Dateien (/usr/src/include). src-kerberos5 release=cvs Kerberos5 (/usr/src/kerberos5). src-kerberosIV release=cvs KerberosIV (/usr/src/kerberosIV). src-lib release=cvs Bibliotheken (/usr/src/lib). src-libexec release=cvs Systemprogramme, die von anderen Programmen ausgeführt werden (/usr/src/libexec). src-release release=cvs Dateien, die zum Erstellen eines &os; Releases notwendig sind (/usr/src/release). src-rescue release=cvs Statisch gelinkte Programme zur Wiederherstellung eines defekten Systems. Lesen Sie dazu auch die Manualpage &man.rescue.8; (/usr/src/rescue). src-sbin release=cvs Werkzeuge für den Einzelbenutzermodus (/usr/src/sbin). src-secure release=cvs Kryptographische Bibliotheken und Befehle (/usr/src/secure). src-share release=cvs Dateien, die von mehreren Systemen gemeinsam benutzt werden können (/usr/src/share). src-sys release=cvs Der Kernel (/usr/src/sys). src-sys-crypto release=cvs Kryptographie Quellen des Kernels (/usr/src/sys/crypto). src-tools release=cvs Verschiedene Werkzeuge zur Pflege von &os; (/usr/src/tools). src-usrbin release=cvs Benutzer-Werkzeuge (/usr/src/usr.bin). src-usrsbin release=cvs System-Werkzeuge (/usr/src/usr.sbin). www release=cvs Die Quellen der &os;-WWW-Seite. distrib release=self Die Konfigurationsdateien des CVSup Servers. Diese werden von den CVSup benutzt. gnats release=current Die GNATS Datenbank, in der Problemberichte verwaltet werden. mail-archive release=current Das Archiv der &os;-Mailinglisten. www release=current Die formatierten Dateien der &os;-WWW-Seite (nicht die Quellen). Diese werden von den WWW-Spiegeln benutzt. Weiterführende Informationen Die CVSup FAQ und weitere Informationen über CVSup finden Sie auf The CVSup Home Page. &os; spezifische Diskussionen über CVSup finden auf der Mailingliste &a.hackers; statt. Dort und auf der Liste &a.announce; werden neue Versionen von CVSup angekündigt. Bei Fragen und Problemberichten zu CVSup lesen Sie bitte die CVSup FAQ. CVSup-Server Die folgende Aufzählung enthält CVSup Server für &os;: &chap.mirrors.cvsup.inc; CVS-Tags Wenn Sie Quellen mit CVS oder CVSup erhalten oder aktualisieren wollen, müssen Sie ein Tag angeben. Ein Tag kann einen bestimmten &os;-Zweig oder einen bestimmten Zeitpunkt (Release-Tag) bestimmen. Tags für Zweige Mit Ausnahme von HEAD (das immer ein gültiges Tag ist), können die folgenden Tags nur im src/-Quellbaum verwendet werden. Die Quellbäume ports/, doc/ und www/ sind nicht verzweigt. HEAD Symbolischer Name für den Hauptzweig, auch &os.current; genannt. Dies ist die Vorgabe, wenn keine Revision angegeben wird. In CVSup wird dieses Tag mit einem . (Punkt) bezeichnet. In CVS ist das die Vorgabe, wenn Sie kein Tag oder eine Revision angeben. Außer Sie wollen einen -STABLE Rechner auf -CURRENT aktualisieren, ist es nicht ratsam, die -CURRENT Quellen auf einem -STABLE Rechner einzuspielen. RELENG_8 Der Entwicklungszweig für &os;-8.X, auch bekannt als &os; 8-STABLE. + + RELENG_8_1 + + + Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische + Fehlerbehebungen für &os; 8.1 + durchgeführt werden. + + + RELENG_8_0 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 8.0 durchgeführt werden. RELENG_7 Der Entwicklungszweig für &os;-7.X, auch als &os; 7-STABLE bekannt. - + RELENG_7_3 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 7.3 durchgeführt werden. RELENG_7_2 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 7.2 durchgeführt werden. RELENG_7_1 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 7.1 durchgeführt werden. RELENG_7_0 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 7.0 durchgeführt werden. RELENG_6 Der Entwicklungszweig für &os;-6.X, auch als &os; 6-STABLE bekannt. RELENG_6_4 - + Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 6.4 durchgeführt werden. RELENG_6_3 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 6.3 durchgeführt werden. RELENG_6_2 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 6.2 durchgeführt werden. RELENG_6_1 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 6.1 durchgeführt werden. RELENG_6_0 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 6.0 durchgeführt werden. RELENG_5 Der &os; 5.X Entwicklungszweig, der auch &os; 5-STABLE genannt wird. RELENG_5_5 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 5.5 durchgeführt werden. RELENG_5_4 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 5.4 durchgeführt werden. RELENG_5_3 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 5.3 durchgeführt werden. RELENG_5_2 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 5.2 und &os; 5.2.1 durchgeführt werden. RELENG_5_1 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 5.1 durchgeführt werden. RELENG_5_0 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 5.0 durchgeführt werden. RELENG_4 Der &os; 4.X Entwicklungszweig, der auch &os; 4-STABLE genannt wird. RELENG_4_11 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.11 durchgeführt werden. RELENG_4_10 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.10 durchgeführt werden. RELENG_4_9 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.9 durchgeführt werden. RELENG_4_8 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.8 durchgeführt werden. RELENG_4_7 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.7 durchgeführt werden. RELENG_4_6 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.6 und &os; 4.6.2 durchgeführt werden. RELENG_4_5 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.5 durchgeführt werden. RELENG_4_4 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.4 durchgeführt werden. RELENG_4_3 Der Zweig, auf dem sicherheitsrelevante oder kritische Fehlerbehebungen für &os; 4.3 durchgeführt werden. RELENG_3 Der &os;-3.X Entwicklungszweig, der auch 3.X-STABLE genannt wird. RELENG_2_2 Der &os;-2.2.X Entwicklungszweig, der auch 2.2-STABLE genannt wird. Release-Tags Diese Tags geben den Zeitpunkt an, an dem eine bestimme &os;-Version veröffentlicht wurde. Das Erstellen einer Release ist in den Dokumenten Release Engineering Information und Release Process beschrieben. Der src-Baum benutzt Tags, deren Namen mit RELENG_ anfangen. Die Bäume ports und doc benutzen Tags, deren Namen mit RELEASE anfangen. Im Baum www werden keine Release-Tags verwendet. + + RELENG_8_1_0_RELEASE + + + &os; 8.1 + + + RELENG_8_0_0_RELEASE &os; 8.0 - + RELENG_7_3_0_RELEASE - + &os; 7.3 - + RELENG_7_2_0_RELEASE &os; 7.2 RELENG_7_1_0_RELEASE &os; 7.1 - + RELENG_7_0_0_RELEASE &os; 7.0 RELENG_6_4_0_RELEASE &os; 6.4 RELENG_6_3_0_RELEASE &os; 6.3 RELENG_6_2_0_RELEASE &os; 6.2 RELENG_6_1_0_RELEASE &os; 6.1 RELENG_6_0_0_RELEASE &os; 6.0 RELENG_5_5_0_RELEASE &os; 5.5 RELENG_5_4_0_RELEASE &os; 5.4 RELENG_4_11_0_RELEASE &os; 4.11 RELENG_5_3_0_RELEASE &os; 5.3 RELENG_4_10_0_RELEASE &os; 4.10 RELENG_5_2_1_RELEASE &os; 5.2.1 RELENG_5_2_0_RELEASE &os; 5.2 RELENG_4_9_0_RELEASE &os; 4.9 RELENG_5_1_0_RELEASE &os; 5.1 RELENG_4_8_0_RELEASE &os; 4.8 RELENG_5_0_0_RELEASE &os; 5.0 RELENG_4_7_0_RELEASE &os; 4.7 RELENG_4_6_2_RELEASE &os; 4.6.2 RELENG_4_6_1_RELEASE &os; 4.6.1 RELENG_4_6_0_RELEASE &os; 4.6 RELENG_4_5_0_RELEASE &os; 4.5 RELENG_4_4_0_RELEASE &os; 4.4 RELENG_4_3_0_RELEASE &os; 4.3 RELENG_4_2_0_RELEASE &os; 4.2 RELENG_4_1_1_RELEASE &os; 4.1.1 RELENG_4_1_0_RELEASE &os; 4.1 RELENG_4_0_0_RELEASE &os; 4.0 RELENG_3_5_0_RELEASE &os;-3.5 RELENG_3_4_0_RELEASE &os;-3.4 RELENG_3_3_0_RELEASE &os;-3.3 RELENG_3_2_0_RELEASE &os;-3.2 RELENG_3_1_0_RELEASE &os;-3.1 RELENG_3_0_0_RELEASE &os;-3.0 RELENG_2_2_8_RELEASE &os;-2.2.8 RELENG_2_2_7_RELEASE &os;-2.2.7 RELENG_2_2_6_RELEASE &os;-2.2.6 RELENG_2_2_5_RELEASE &os;-2.2.5 RELENG_2_2_2_RELEASE &os;-2.2.2 RELENG_2_2_1_RELEASE &os;-2.2.1 RELENG_2_2_0_RELEASE &os;-2.2.0 AFS-Server Die folgende Aufzählung enthält AFS Server für &os;: Schweden Die Dateien sind unter dem Pfad /afs/stacken.kth.se/ftp/pub/FreeBSD/ erreichbar. stacken.kth.se # Stacken Computer Club, KTH, Sweden 130.237.234.43 #hot.stacken.kth.se 130.237.237.230 #fishburger.stacken.kth.se 130.237.234.3 #milko.stacken.kth.se Betreuer ftp@stacken.kth.se rsync-Server rsync wird ähnlich wie &man.rcp.1; verwendet, besitzt aber mehr Optionen und verwendet das rsync remote-update Protokoll, das nur geänderte Dateien überträgt und damit viel schneller als ein normaler Kopiervorgang ist. rsync ist sehr nützlich, wenn Sie einen &os;-FTP-Spiegel oder einen CVS-Spiegel betreiben. Das Programm ist für viele Betriebssysteme erhältlich, mit &os; können Sie den Port net/rsync oder das fertige Paket benutzen. Die folgenden Server stellen &os; über das rsync Protokoll zur Verfügung: Großbritannien rsync://rsync.mirrorservice.org/ Verfügbare Sammlungen: sites/ftp.freebsd.org: Kompletter Spiegel des &os;-FTP-Servers. Niederlande rsync://ftp.nl.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: &os;: Kompletter Spiegel des &os;-FTP-Servers. Russland rsync://ftp.mtu.ru/ Verfügbare Sammlungen: &os;: Kompletter Spiegel des &os;-FTP-Servers. &os;-gnats: Die GNATS-Datenbank zur Verwaltung von Problemberichten. &os;-Archive: Ein Spiegel des &os;-Archive-FTP-Servers. Taiwan rsync://ftp.tw.FreeBSD.org/ rsync://ftp2.tw.FreeBSD.org/ rsync://ftp6.tw.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: &os;: Kompletter Spiegel des &os;-FTP-Servers. Tschechische Republik rsync://ftp.cz.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: ftp: Unvollständiger Spiegel des &os;-FTP-Servers. &os;: Vollständiger Spiegel des &os;-FTP-Servers. USA rsync://ftp-master.FreeBSD.org/ Dieser Server darf nur von primären Spiegeln benutzt werden. Verfügbare Sammlungen: &os;: Das Hauptarchiv des &os; FTP Servers. acl: Die primäre ACL-Liste. rsync://ftp13.FreeBSD.org/ Verfügbare Sammlungen: &os;: Kompletter Spiegel des &os;-FTP-Servers.
diff --git a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ppp-and-slip/chapter.sgml b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ppp-and-slip/chapter.sgml index 593e4da97f..2e2bb7f10c 100644 --- a/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ppp-and-slip/chapter.sgml +++ b/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ppp-and-slip/chapter.sgml @@ -1,3373 +1,3408 @@ Jim Mock Restrukturiert, neu organisiert und aktualisiert von - Thomas Schwarzkopf Übersetzt von - PPP und SLIP Übersicht PPP SLIP Unter FreeBSD stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Computer miteinander zu verbinden. Der Aufbau einer Netzwerk- oder Internetverbindung mit Hilfe eines Einwahlmodems – für den eigenen oder für andere Rechner – erfordert den Einsatz von PPP oder SLIP. Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie wissen: Wie Sie User-PPP einrichten. - Wie Sie Kernel-PPP einrichten. + Wie Sie Kernel-PPP einrichten (nur für + &os; 7.X relevant). Was zu tun ist, um PPPoE (PPP over Ethernet) einzurichten. Wie Sie PPPoA (PPP over ATM) einrichten. Wie Sie einen SLIP-Client und -Server einrichten und - konfigurieren + konfigurieren ((nur für &os; 7.X relevant) PPP User-PPP PPP Kernel-PPP PPP over Ethernet Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie: mit den grundlegenden Begriffen der Netzwerktechnik vertraut sein. die Grundlagen und den Zweck einer Einwahlverbindung sowie PPP und/oder SLIP kennen. Sie fragen sich vielleicht, worin denn der Hauptunterschied zwischen User-PPP und Kernel-PPP liegt. Die Antwort ist einfach: User-PPP verarbeitet die ein- und ausgehenden Daten im Userland, statt im Kernel. Dies ist zwar aufwändig, im Hinblick auf die Daten, die dadurch zwischen Kernel und Userland hin und her kopiert werden müssen, doch es ermöglicht auch eine PPP-Implementierung mit weitaus mehr Funktionen. User-PPP verwendet das Gerät tun, um mit anderen Rechnern zu kommunizieren, während Kernel-PPP hierfür das Gerät ppp benutzt. In diesem Kapitel wird durchgängig vom Programm ppp gesprochen, wenn damit User-PPP gemeint ist. Ausnahmen werden gemacht, wenn eine Unterscheidung gegenüber anderer PPP-Software, wie pppd, notwendig wird. Soweit nichts anderes angegeben ist, sollten alle Befehle, die in diesem Kapitel erklärt werden, als root ausgeführt werden. Tom Rhodes Aktualisiert und erweitert von Brian Somers Ursprünglich geschrieben von Nik Clayton Mit Beiträgen von Dirk Frömberg Peter Childs User-PPP + + Mit &os; 8.0 wurden die Gerätedateien für + serielle Ports umbenannt: + /dev/cuadN wurde + zu /dev/cuauN, + /dev/ttydN zu + /dev/ttyuN. + Verwenden Sie noch &os; 7.X, müssen Sie dies beim + Lesen der folgenden Abschnitte berücksichtigen. + + User-PPP Voraussetzungen Dieses Dokument geht davon aus, dass Sie Folgendes zur Verfügung haben: ISP PPP Einen Account bei einem Internet Service Provider (ISP), zu dem Sie mit PPP eine Verbindung aufbauen können. Ein Modem oder ein anderes Gerät, das, richtig konfiguriert und mit Ihrem Rechner verbunden, Ihnen die Herstellung einer Verbindung zu Ihrem ISP erlaubt. Die Einwahlnummer(n) Ihres ISP. PAP CHAP UNIX Login Name Passwort Ihren Login-Namen und Ihr Passwort (entweder ein reguläres Login/Passwort-Paar im &unix;-Stil oder ein PAP bzw. CHAP Login/Passwort-Paar). Nameserver Die IP-Adresse von einem oder mehreren Nameservern. Üblicherweise werden Ihnen von Ihrem ISP zwei IP-Adressen für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Wenn Sie keine solche IP-Adresse von Ihrem Provider bekommen haben, können Sie das Kommando enable dns in der Datei ppp.conf verwenden, um ppp anzuweisen, den Nameserver für Sie einzutragen. Diese Funktion setzt allerdings voraus, dass Ihr ISP eine PPP-Implementierung verwendet, die das Aushandeln eines Nameservers unterstützt. Die folgenden Informationen werden Ihnen möglicherweise von Ihrem ISP zur Verfügung gestellt, sie sind aber nicht zwingend erforderlich: Die Gateway IP-Adresse Ihres ISP. Als Gateway wird der Computer bezeichnet, zu dem Sie eine Verbindung aufbauen. Die IP-Adresse dieses Rechners wird als default route eingetragen. Wenn Sie diese Information nicht zur Verfügung haben, kann PPP so konfiguriert werden, dass der PPP-Server Ihres ISP während des Verbindungsaufbaus eine gültige Adresse übermittelt. ppp bezieht sich mit HISADDR auf diese IP-Adresse. Die Netzmaske, die Sie verwenden sollten. Falls Ihnen Ihr ISP keine Netzmaske vorgegeben hat, können Sie 255.255.255.255 verwenden. feste IP-Adresse Wenn Ihnen Ihr ISP eine statische IP-Adresse zur Verfügung stellt, können Sie diese eintragen. Andernfalls lassen wir uns einfach von der Gegenstelle eine IP-Adresse zuweisen. Falls Ihnen die erforderlichen Informationen fehlen sollten, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem ISP auf. Die Beispieldateien, die in diesem Kapitel dargestellt werden, enthalten Zeilennummern. Die Nummerierung dient lediglich einer leichteren Orientierung und sollte von Ihnen nicht in Ihre Dateien übernommen werden. Richtiges Einrücken, durch Tabulatoren und Leerzeichen, ist ebenfalls wichtig. Automatische Konfiguration von <application>PPP</application> PPP Konfiguration Sowohl ppp als auch pppd (die PPP-Implementierung auf Kernelebene) verwenden die - Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc/ppp. Beispiele für User-PPP sind in /usr/share/examples/ppp/ + class="directory">/usr/share/examples/ppp/ zu finden. Die Konfiguration von ppp erfordert, je nach Ihren besonderen Bedingungen, die Bearbeitung einiger Dateien. Was Sie in diese Dateien eintragen, hängt unter anderem davon ab, ob Ihnen Ihr ISP eine statische IP-Adresse (Sie verwenden immer dieselbe IP-Adresse, die Ihnen einmal zugeteilt wurde) oder eine dynamische IP-Adresse (Ihre IP-Adresse ändert sich bei jeder Verbindung mit dem ISP) zugewiesen hat. PPP und statische IP-Adressen PPP mit fester IP-Adresse Sie müssen die Konfigurationsdatei /etc/ppp/ppp.conf bearbeiten. Sie sollte so aussehen, wie in dem unten angegebenen Beispiel. Zeilen die mit einem : enden, beginnen in der ersten Spalte (am Beginn der Zeile). Alle anderen Zeilen sollten wie dargestellt durch Leerzeichen oder Tabulatoren eingerückt werden. 1 default: 2 set log Phase Chat LCP IPCP CCP tun command 3 ident user-ppp VERSION (built COMPILATIONDATE) -4 set device /dev/cuad0 +4 set device /dev/cuau0 5 set speed 115200 6 set dial "ABORT BUSY ABORT NO\\sCARRIER TIMEOUT 5 \ 7 \"\" AT OK-AT-OK ATE1Q0 OK \\dATDT\\T TIMEOUT 40 CONNECT" 8 set timeout 180 9 enable dns 10 11 provider: 12 set phone "(123) 456 7890" 13 set authname foo 14 set authkey bar 15 set login "TIMEOUT 10 \"\" \"\" gin:--gin: \\U word: \\P col: ppp" 16 set timeout 300 17 set ifaddr x.x.x.x y.y.y.y 255.255.255.255 0.0.0.0 18 add default HISADDR Zeile 1: Gibt den Standardeintrag an. Befehle dieses Eintrags werden automatisch ausgeführt, wenn ppp läuft. Zeile 2: Schaltet die Loggingparameter ein. Wenn die Verbindung zufriedenstellend funktioniert, können Sie diese Zeile verkürzen: set log phase tun Dies verhindert ein übermäßiges Anwachsen der Logdateien. Zeile 3: Gibt PPP an, wie es sich gegenüber der Gegenstelle identifizieren soll. PPP identifiziert sich gegenüber der Gegenstelle, wenn es Schwierigkeiten bei der Aushandlung und beim Aufbau der Verbindung gibt. Dabei werden Informationen bereitgestellt, die dem Administrator der Gegenstelle helfen können, die Ursache der Probleme zu finden. Zeile 4: Gibt das Device an, an dem das Modem angeschlossen ist. COM1 entspricht /dev/cuad0 und COM2 entspricht /dev/cuad1. Zeile 5: Legt die Geschwindigkeit fest, mit der Sie die Verbindung betreiben möchten. Falls ein Wert von 115200 nicht funktioniert (was aber bei jedem einigermaßen neuen Modem funktionieren sollte), versuchen Sie es stattdessen mit 38400. Zeilen 6 & 7: PPP User-PPP Die Zeichenfolge für die Einwahl. User-PPP verwendet eine expect-send Syntax, ähnlich dem &man.chat.8;-Programm. Weitere Informationen zu den Eigenschaften dieser Sprache bietet die Manual-Seite. Beachten Sie, dass dieser Befehl aufgrund der besseren Lesbarkeit auf der nächsten Zeile weitergeht. Das kann für jeden Befehl in ppp.conf gelten, wenn - \ das letzte Zeichen in einer Zeile + \ das letzte Zeichen in einer Zeile ist. Zeile 8: Legt den Zeitrahmen fest, innerhalb dessen eine Reaktion erfolgen muss. Der Standardwert liegt bei 180 Sekunden, so dass diese Zeile lediglich einen kosmetischen Charakter hat. Zeile 9: Weist PPP an, bei der Gegenstelle eine Bestätigung der lokalen Resolvereinstellungen anzufordern. Wenn Sie einen lokalen Nameserver betreiben, sollte diese Zeile auskommentiert oder gelöscht werden. Zeile 10: Eine leere Zeile zur besseren Lesbarkeit. Leere Zeilen werden von PPP ignoriert. Zeile 11: Bestimmt einen Provider, namens provider. Wenn Sie hier den Namen Ihres ISP einsetzen, können Sie später die Verbindung mit aufbauen. Zeile 12: Gibt die Telefonnummer des Providers an. Mehrere Telefonnummern können angegeben werden, indem Doppelpunkte (:) oder Pipe-Zeichen (|) als Trennzeichen verwendet werden. Der Unterschied zwischen diesen beiden Trennzeichen ist in &man.ppp.8; beschrieben. Zusammenfassend: Wenn Sie die verschiedenen Nummern abwechselnd verwenden möchten, sollten Sie die Nummern durch einen Doppelpunkt trennen. Wenn Sie immer die erste Nummer verwenden möchten und die anderen nur zum Einsatz kommen sollen, wenn eine Einwahl mit der ersten Telefonnummer nicht möglich ist, sollten Sie das Pipe-Zeichen zur Trennung verwenden. Wie im Beispiel, sollten Sie die gesamte Reihe der Telefonnummern in Anführungszeichen setzen. Sie müssen die Telefonnummer in Anführungszeichen (") setzen, wenn Sie Leerzeichen in der Telefonnummer verwenden, ansonsten rufen Sie einen Fehler hervor, der vielleicht schwer zu finden ist. Zeilen 13 & 14: Gibt den Benutzernamen und das Passwort an. Wenn Sie zur Verbindung einen Login-Prompt im UNIX-Stil verwenden, bezieht sich der Befehl set login mit den \U und \P Variablen auf diese Werte. Wenn Sie zum Verbindungsaufbau PAP oder CHAP verwenden, werden diese Werte zum Zeitpunkt der Authentifizierung verwendet. Zeile 15: PAP CHAP Wenn Sie PAP oder CHAP einsetzen, gibt es an dieser Stelle keinen Login-Prompt, weshalb Sie diese Zeile auskommentieren oder löschen sollten. Der Abschnitt Authentifizierung mit PAP und CHAP enthält hierzu weitere Einzelheiten. Der Login-String hat die gleiche chat-ähnliche Syntax, wie der Einwahlstring. Der String in diesem Beispiel funktioniert mit einem ISP, dessen Login-Session folgendermaßen aussieht: J. Random Provider login: foo password: bar protocol: ppp Sie müssen dieses Skript noch an Ihre eigenen Erfordernisse anpassen. Wenn Sie dieses Skript zum ersten Mal schreiben, sollten Sie sicherstellen, dass Sie chat-logging aktiviert haben, damit Sie überprüfen zu können, ob die Konversation zwischen Ihrem Rechner und dem Rechner des Providers wie erwartet abläuft. Zeile 16: Zeitbeschränkung Setzt einen Zeitrahmen (in Sekunden), innerhalb dessen eine Reaktion erfolgen muss. In diesem Fall, wird die Verbindung nach 300 Sekunden automatisch geschlossen, wenn keine Aktivität zu verzeichnen ist. Wenn Sie keinen Zeitrahmen festlegen wollen, nach dessen Überschreiten die Verbindung geschlossen wird, können Sie diesen Wert auf 0 setzen oder die Kommandozeilen-Option verwenden. Zeile 17: ISP Gibt die IP-Adresse für das Interface an. Der String x.x.x.x sollte durch die IP-Adresse ersetzt werden, die Ihnen Ihr Provider zugeteilt hat. Der String y.y.y.y sollte durch die IP-Adresse ersetzt werden, die Ihr ISP als Gateway angegeben hat (das ist der Rechner, mit dem Ihr Rechner eine Verbindung aufbaut). Wenn Ihnen Ihr ISP keine Gateway Adresse zur Verfügung gestellt hat, verwenden Sie hier einfach 10.0.0.2/0. Wenn Sie eine erratene IP-Adresse verwenden müssen, sollten Sie in der Datei /etc/ppp/ppp.linkup einen entsprechenden Eintrag machen. Folgen Sie dazu den Anweisungen im Abschnitt PPP und dynamische IP-Adressen. Wenn diese Zeile ausgelassen wird, kann ppp nicht im Modus betrieben werden. Zeile 18: Fügt eine Defaultroute für das Gateway Ihres Providers hinzu. Das Wort HISADDR wird dabei durch die in Zeile 17 angegebene Gateway Adresse ersetzt. Wichtig ist, dass diese Zeile nach Zeile 17 erscheint, da andernfalls HISADDR noch nicht initialisiert ist. Wenn Sie ppp nicht im Modus betreiben, sollte diese Zeile in die Datei ppp.linkup verschoben werden. Wenn Sie eine statische IP-Adresse verwenden und ppp im Modus läuft, ist es nicht notwendig, einen Eintrag in die Datei ppp.linkup hinzuzufügen. In diesem Fall hat ihre Routingtabelle bereits die richtigen Einträge, bevor Sie die Verbindung aufbauen. Sie möchten aber vielleicht einen Eintrag hinzufügen, um ein Programm aufzurufen, nachdem die Verbindung aufgebaut ist. Dies wird weiter unten am Beispiel von Sendmail erklärt. Beispiele für Konfigurationsdateien finden Sie - im Verzeichnis /usr/share/examples/ppp/. PPP und dynamische IP-Adressen PPP mit dynamischen IP-Adressen IPCP Wenn Ihnen Ihr ISP keine statische IP-Adresse zuteilt, kann ppp so konfiguriert werden, dass die lokale und die entfernte IP-Adresse beim Verbindungsaufbau ausgehandelt werden. Dies geschieht, indem zunächst eine IP-Adresse erraten wird, die von ppp, unter Verwendung des IP Configuration Protocol (IPCP) durch eine richtige ersetzt wird, wenn die Verbindung aufgebaut ist. Die Konfiguration der Datei ppp.conf entspricht derjenigen, die im Abschnitt PPP und statische IP- Adressen dargestellt wurde, jedoch mit folgender Änderung: 17 set ifaddr 10.0.0.1/0 10.0.0.2/0 255.255.255.255 Auch hier dient die Zeilennummerierung lediglich der besseren Übersichtlichkeit. Einrückungen, von mindestens einem Leerzeichen, sind allerdings erforderlich. Zeile 17: Die Zahl nach dem / Zeichen, gibt die Anzahl der Bits der Adresse an, auf die ppp besteht. Sie möchten vielleicht andere IP-Adressen verwenden, die oben angegebenen werden aber immer funktionieren. Das letzte Argument (0.0.0.0) weist PPP an, den Verbindungsaufbau mit der Adresse 0.0.0.0 zu beginnen, statt 10.0.0.1 zu verwenden. Dies ist bei einigen ISPs notwendig. Verwenden Sie nicht 0.0.0.0 als erstes Argument für set ifaddr, da so verhindert wird, dass PPP im Modus eine initiale Route setzt. Wenn PPP nicht im Modus läuft, müssen Sie die Datei/etc/ppp/ppp.linkup editieren. ppp.linkup kommt zum Einsatz, wenn eine Verbindung aufgebaut worden ist. Zu diesem Zeitpunkt hat ppp die Interface Adressen vergeben und es ist möglich, die Einträge in der Routingtabelle hinzuzufügen: 1 provider: 2 add default HISADDR Zeile 1: Beim Aufbau einer Verbindung sucht ppp in der Datei ppp.linkup nach einem Eintrag. PPP geht dabei nach folgenden Regeln vor: Suche zunächst nach der gleichen Bezeichnung, die wir auch in der Datei ppp.conf verwendet haben. Falls das nicht funktioniert, suche nach einem Eintrag der IP-Adresse unseres Gateways. Dieser Eintrag ist eine Bezeichnung im Stil von IP-Adressen, die sich aus vier Oktetts zusammensetzt. Falls immer noch kein passender Eintrag gefunden wurde, suche nach dem Eintrag MYADDR. Zeile 2: Diese Zeile weist ppp an, eine Defaultroute zu verwenden, die auf HISADDR zeigt. HISADDR wird nach der Aushandlung mit IPCP durch die IP-Adresse des Gateways ersetzt. Die Dateien /usr/share/examples/ppp/ppp.conf.sample und /usr/share/examples/ppp/ppp.linkup.sample bieten detaillierte Beispiele für pmdemand Einträge. Annahme eingehender Anrufe PPP eingehende Anrufe annehmen Wenn Sie ppp auf einem Rechner, der in ein LAN eingebunden ist, so konfigurieren, dass eingehende Anrufe angenommen werden, müssen Sie entscheiden, ob Pakete an das LAN weitergeleitet werden sollen. Wenn Sie das möchten, sollten Sie an die Gegenstelle eine IP-Adresse aus Ihrem lokalen Subnetz vergeben und den Befehl enable proxy in die Datei /etc/ppp/ppp.conf einfügen. Außerdem sollte die Datei /etc/rc.conf Folgendes enthalten: gateway_enable="YES" Welches getty? Der Abschnitt Einwählverbindungen bietet eine gute Beschreibung, wie Einwählverbindungen unter Verwendung von &man.getty.8; genutzt werden können. Eine Alternative zu getty ist mgetty, + url="http://mgetty.greenie.net/">mgetty, eine raffiniertere Version von getty, die mit - Blick auf Einwählverbindungen entworfen wurde. + Blick auf Einwählverbindungen entworfen wurde. Sie + können dieses Paket über den Port comms/mgetty+sendfax + installieren. Der Vorteil von mgetty ist, dass es auf aktive Weise mit Modems spricht, das heißt wenn ein Port in /etc/ttys ausgeschaltet ist, wird Ihr Modem nicht auf Anrufe reagieren. Spätere Versionen von mgetty (von 0.99beta aufwärts) unterstützen auch die automatische Erkennung von PPP-Streams, was Ihren Clients den skriptlosen Zugang zu Ihren Servern erlaubt. Der Abschnitt Mgetty und AutoPPP bietet weitere Informationen zu mgetty. <application>PPP</application> und Rechte Der Befehl ppp muss normalerweise als root ausgeführt werden. Wenn Sie jedoch möchten, dass ppp im Server-Modus auch von einem normalen Benutzer, wie unten beschrieben, durch Aufruf von ppp ausgeführt werden kann, müssen Sie diesem Benutzer die Rechte erteilen, ppp auszuführen, indem Sie ihn in der Datei /etc/group der Gruppe network hinzufügen. Sie werden ihm ebenfalls den Zugriff auf einen oder mehrere Abschnitte der Konfigurationsdatei geben müssen, indem Sie den allow Befehl verwenden: allow users fred mary Wenn dieser Befehl im default Abschnitt verwendet wird, erhalten die angegebenen Benutzer vollständigen Zugriff. PPP-Shells für dynamische IP-Adressen PPP Shells Erzeugen Sie eine Datei mit dem Namen /etc/ppp/ppp-shell, die Folgendes enthält: #!/bin/sh IDENT=`echo $0 | sed -e 's/^.*-\(.*\)$/\1/'` CALLEDAS="$IDENT" TTY=`tty` if [ x$IDENT = xdialup ]; then IDENT=`basename $TTY` fi echo "PPP for $CALLEDAS on $TTY" echo "Starting PPP for $IDENT" exec /usr/sbin/ppp -direct $IDENT Dieses Skript sollte ausführbar sein. Nun erzeugen Sie einen symbolischen Link ppp-dialup auf dieses Skript mit folgendem Befehl: &prompt.root; ln -s ppp-shell /etc/ppp/ppp-dialup Sie sollten dieses Skript als Shell für alle Benutzer von Einwählverbindungen verwenden. Dies ist ein Beispiel aus der Datei /etc/passwd für einen Benutzer namens pchilds, der PPP für Einwählverbindungen verwenden kann (Denken Sie daran, die Passwortdatei nicht direkt zu editieren, sondern dafür &man.vipw.8; zu verwenden). pchilds:*:1011:300:Peter Childs PPP:/home/ppp:/etc/ppp/ppp-dialup Erstellen Sie ein Verzeichnis /home/ppp, das von allen Benutzern - gelesen werden kann und die folgenden leeren Dateien + gelesen werden kann und die folgenden leeren Dateien enthält: -r--r--r-- 1 root wheel 0 May 27 02:23 .hushlogin -r--r--r-- 1 root wheel 0 May 27 02:22 .rhosts Dies verhindert, dass /etc/motd angezeigt wird. PPP-Shells für statische IP-Adressen PPP Shells Erstellen Sie die Datei ppp-shell wie oben oben dargestellt. Erzeugen Sie nun für jeden Account mit statischer IP-Adresse einen symbolischen Link auf ppp-shell. Wenn Sie beispielsweise die drei Kunden, fred, sam und mary haben, für die Sie CIDR-/24-Netzwerke routen, schreiben Sie Folgendes: &prompt.root; ln -s /etc/ppp/ppp-shell /etc/ppp/ppp-fred &prompt.root; ln -s /etc/ppp/ppp-shell /etc/ppp/ppp-sam &prompt.root; ln -s /etc/ppp/ppp-shell /etc/ppp/ppp-mary Jeder Einwählzugang dieser Kunden sollte den oben erzeugten symbolischen Link als Shell haben (mary's Shell sollte also /etc/ppp/ppp-mary sein). Einrichten von <filename>ppp.conf</filename> für dynamische IP-Adressen Die Datei /etc/ppp/ppp.conf sollte in etwa wie folgt aussehen: default: set debug phase lcp chat set timeout 0 -ttyd0: +ttyu0: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.100.20 255.255.255.255 enable proxy -ttyd1: +ttyu1: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.100.21 255.255.255.255 enable proxy Die Einrückungen sind wichtig. Der Abschnitt default: wird für jede Sitzung geladen. Erstellen Sie für jede Einwählverbindung, die Sie in der Datei /etc/ttys ermöglicht haben, einen - Eintrag, wie oben für ttyd0: gezeigt. + Eintrag, wie oben für ttyu0: gezeigt. Jede Verbindung sollte eine eigene IP-Adresse aus dem Pool der Adressen bekommen, die sie für diese Benutzergruppe reserviert haben. Einrichten von <filename>ppp.conf</filename> für statische IP-Adressen Zu dem bisher dargestellten Inhalt der Beispieldatei /usr/share/examples/ppp/ppp.conf sollten Sie einen Abschnitt für jeden Benutzer mit statisch zugewiesener IP-Adresse hinzufügen. Wir werden nun unser Beispiel mit den Accounts fred, sam und mary weiterführen. fred: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.101.1 255.255.255.255 sam: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.102.1 255.255.255.255 mary: set ifaddr 203.14.100.1 203.14.103.1 255.255.255.255 Die Datei /etc/ppp/ppp.linkup sollte, falls erforderlich, ebenfalls Routinginformationen für jeden Benutzer mit statischer IP-Adresse enthalten. Die unten dargestellte Zeile würde dem Netzwerk 203.14.101.0/24 eine Route über die PPP-Verbindung des Client hinzufügen. fred: add 203.14.101.0 netmask 255.255.255.0 HISADDR sam: add 203.14.102.0 netmask 255.255.255.0 HISADDR mary: add 203.14.103.0 netmask 255.255.255.0 HISADDR <command>mgetty</command> und AutoPPP mgetty AutoPPP LCP - Wird mgetty mit der Option - AUTO_PPP konfiguriert und kompiliert, - kann mgetty die LCP Phase von PPP-Verbindungen + In der Voreinstellung wird mgetty + mit der Option AUTO_PPP konfiguriert + und kompiliert. Dadurch kann mgetty + die LCP Phase von PPP-Verbindungen erkennen und automatisch eine ppp-Shell starten. Da hierbei jedoch die Login/Passwort-Sequenz nicht durchlaufen wird, ist es notwendig, Benutzer durch PAP oder CHAP zu authentifizieren. In diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass der - Benutzer eine Version von mgetty mit - der Option AUTO_PPP (v0.99beta oder - neuer) erfolgreich konfiguriert, kompiliert und - installiert hat. + Benutzer den Port comms/mgetty+sendfax auf seinem + System kompiliert und installiert hat. Stellen Sie sicher, dass die Datei /usr/local/etc/mgetty+sendfax/login.config Folgendes enthält: /AutoPPP/ - - /etc/ppp/ppp-pap-dialup Hierdurch wird mgetty angewiesen, das Skript ppp-pap-dialup für die erkannten PPP-Verbindungen auszuführen. Erstellen Sie nun die Datei /etc/ppp/ppp-pap-dialup mit folgendem Inhalt (die Datei sollte ausführbar sein): #!/bin/sh exec /usr/sbin/ppp -direct pap$IDENT Erstellen Sie bitte für jede Einwählverbindung, die Sie in /etc/ttys ermöglicht haben, einen korrespondierenden Eintrag in der Datei /etc/ppp/ppp.conf. Diese Einträge können problemlos, mit den Definitionen die wir weiter oben gemacht haben, koexistieren. pap: enable pap set ifaddr 203.14.100.1 203.14.100.20-203.14.100.40 enable proxy Jeder Benutzer, der sich auf diese Weise anmeldet, benötigt einen Benutzernamen und ein Passwort in der Datei /etc/ppp/ppp.secret. Sie haben auch die Möglichkeit, Benutzer mit Hilfe von PAP zu authentifizieren, indem Sie der Datei /etc/passwd folgende Option hinzufügen: enable passwdauth Wenn Sie bestimmten Benutzern eine statische IP-Adresse zuweisen möchten, können Sie diese als drittes Argument in der Datei /etc/ppp/ppp.secret angeben. In /usr/share/examples/ppp/ppp.secret.sample finden Sie hierfür Beispiele. MS-Erweiterungen DNS NetBIOS PPP Erweiterungen von Microsoft Es ist möglich PPP so zu konfigurieren, dass bei Bedarf DNS und NetBIOS Nameserveradressen bereitgestellt werden. Um diese Erweiterungen für die PPP Version 1.x zu aktivieren, sollte der entsprechende Abschnitt der Datei /etc/ppp/ppp.conf um folgende Zeilen ergänzt werden: enable msext set ns 203.14.100.1 203.14.100.2 set nbns 203.14.100.5 Für PPP Version 2 und höher: accept dns set dns 203.14.100.1 203.14.100.2 set nbns 203.14.100.5 Damit werden den Clients die primären und sekundären Nameserveradressen sowie ein NetBIOS Nameserver-Host mitgeteilt. In Version 2 und höher verwendet PPP die Werte, die in /etc/resolv.conf zu finden sind, wenn die Zeile set dns weggelassen wird. Authentifizierung durch PAP und CHAP PAP CHAP Einige ISPs haben ihr System so eingerichtet, dass der Authentifizierungsteil eines Verbindungsaufbaus mit Hilfe von PAP oder CHAP-Mechanismen durchgeführt wird. Wenn dies bei Ihnen der Fall sein sollte, wird Ihnen Ihr ISP bei der Verbindung keinen login:-Prompt präsentieren, sondern sofort mit der Aushandlung der PPP-Verbindung beginnen. PAP ist nicht so sicher wie CHAP, doch die Sicherheit ist hierbei normalerweise kein Problem, da Passwörter, obgleich von PAP im Klartext versandt, lediglich über die serielle Verbindung verschickt werden. Es gibt für Cracker wenig Möglichkeiten zu lauschen. Zurückkommend auf die Abschnitte PPP und statische IP-Adressen oder PPP und dynamische IP-Adressen müssen folgende Veränderungen vorgenommen werden: 13 set authname MyUserName 14 set authkey MyPassword 15 set login Zeile 13: Diese Zeile legt Ihren PAP/CHAP Benutzernamen fest. Sie müssen den richtigen Wert für MyUserName eingeben. Zeile 14: Passwort Diese Zeile legt Ihr PAP/CHAP Passwort fest. Sie müssen den richtigen Wert für MyPassword eingeben. Sie können eine zusätzliche Zeile, wie etwa: 16 accept PAP oder 16 accept CHAP verwenden, um deutlich zu machen, dass dies beabsichtigt ist, aber sowohl PAP wie auch CHAP als standardmäßig akzeptiert werden. Zeile 15: Ihr ISP wird normalerweise nicht von Ihnen verlangen, dass Sie sich am Server einloggen, wenn Sie PAP oder CHAP verwenden. Sie müssen deshalb den String set login deaktivieren. Veränderung Ihrer <command>ppp</command> Konfiguration im laufenden Betrieb Es ist möglich, dem Programm ppp Befehle zu erteilen, während es im Hintergrund läuft. Dazu ist jedoch die Einrichtung eines passenden Diagnose-Ports erforderlich. Ergänzen Sie hierzu Ihre Konfigurationsdatei um folgende Zeile: set server /var/run/ppp-tun%d DiagnosticPassword 0177 Damit wird PPP angewiesen, auf den angegebenen UNIX-Domainsocket zu hören und Clients nach dem angegebenen Passwort zu fragen, bevor der Zugang Gewährt wird. Das %d wird durch die Nummer des benutzten tun-Devices ersetzt. Wenn ein Socket eingerichtet ist, kann das Programm &man.pppctl.8; in Skripten verwendet werden, mit denen in das laufende Programm eingegriffen wird. Interne NAT von PPP benutzen PPP NAT PPP kann Network Address Translation (NAT) ohne Hilfe des Kernels durchführen. Wenn Sie diese Funktion benutzen wollen, fügen Sie die folgende Zeile in /etc/ppp/ppp.conf ein: nat enable yes Sie können NAT mit der Option auf der Kommandozeile von PPP aktivieren. Weiterhin kann NAT in /etc/rc.conf mit der Variablen ppp_nat aktiviert werden. Dies ist auch die Voreinstellung. Die nachstehende /etc/ppp/ppp.conf benutzt NAT für bestimmte eingehende Verbindungen: nat port tcp 10.0.0.2:ftp ftp nat port tcp 10.0.0.2:http http Wenn Sie Verbindungen von außen überhaupt nicht trauen, benutzen Sie die folgende Zeile: nat deny_incoming yes Abschließende Systemkonfiguration PPP Konfiguration Sie haben ppp nun konfiguriert, aber bevor PPP eingesetzt werden kann, gibt noch einige weitere Dinge zu erledigen, die alle die Bearbeitung der Datei /etc/rc.conf erfordern. Gehen Sie diese Datei von oben nach unten durch, und stellen Sie als Erstes sicher, dass die Zeile hostname= vorhanden ist: hostname="foo.example.com" Wenn Ihnen Ihr ISP eine statische IP-Adresse und einen Namen zugewiesen hat, ist es wahrscheinlich am besten, wenn Sie diesen Namen als Hostnamen verwenden. Schauen Sie nach der Variable network_interfaces. Wenn Sie Ihr System so konfigurieren möchten, dass bei Bedarf eine Verbindung zu Ihrem ISP aufgebaut wird, sollten Sie das Device tun0 zu der Liste hinzufügen oder es andernfalls entfernen. network_interfaces="lo0 tun0" ifconfig_tun0= Die Variable ifconfig_tun0 sollte leer sein und eine Datei namens /etc/start_if.tun0 sollte erstellt werden. Diese Datei sollte die nachfolgende Zeile enthalten: ppp -auto mysystem Dieses Skript startet Ihren ppp-Dæmon im Automatik-Modus. Es wird bei der Netzwerkkonfiguration ausgeführt. Wenn Ihr Rechner als Gateway für ein LAN fungiert, möchten Sie vielleicht auch die Option verwenden. In der Manual-Seite sind weitere Einzelheiten hierzu zu finden. Stellen Sie sicher, dass der Start eines Routerprogramms in /etc/rc.conf wie folgt deaktiviert ist: router_enable="NO" routed Es ist wichtig, dass der routed Dæmon nicht gestartet wird da routed dazu tendiert, die von ppp erstellten Einträge der Standardroute zu überschreiben. Es ist außerdem sinnvoll, darauf zu achten, dass die Zeile sendmail_flags nicht die Option enthält, da sendmail sonst ab und zu die Netzwerkverbindung prüfen wird, was möglicherweise dazu führt, dass sich Ihr Rechner einwählt. Sie können hier Folgendes angeben: sendmail_flags="-bd" sendmail Der Nachteil dieser Lösung ist, dass Sie sendmail nach jedem Aufbau einer ppp-Verbindung auffordern müssen, die Mailwarteschlange zu überprüfen, indem Sie Folgendes eingeben: &prompt.root; /usr/sbin/sendmail -q Vielleicht möchten Sie den Befehl !bg in der Datei ppp.linkup verwenden, um dies zu automatisieren: 1 provider: 2 delete ALL 3 add 0 0 HISADDR 4 !bg sendmail -bd -q30m SMTP Wenn Sie dies nicht möchten, ist es möglich, einen dfilter einzusetzen, um SMTP-Verkehr zu blockieren. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie in den Beispieldateien. Das Einzige, was nun noch zu tun bleibt, ist Ihren Rechner neu zu starten. Nach dem Neustart können Sie entweder: &prompt.root; ppp und danach dial provider eingeben, um eine PPP-Sitzung zu starten, oder Sie geben: &prompt.root; ppp -auto provider ein, um ppp bei Datenverkehr aus Ihrem Netzwerk heraus, automatisch eine Verbindung herstellen zu lassen (vorausgesetzt Sie haben kein start_if.tun0 Skript erstellt). Zusammenfassung Die folgenden Schritte sind nötig, wenn ppp zum ersten Mal eingerichtet werden soll: Clientseite: Stellen Sie sicher, dass das tun Device in den Kernel eingebaut ist. Vergewissern Sie sich, dass die Gerätedatei tunN - im Verzeichnis /dev vorhanden ist. Bearbeiten Sie die Datei /etc/ppp/ppp.conf. Das Beispiel pmdemand sollte für die meisten ISP ausreichen. Wenn Sie eine dynamische IP-Adresse haben, erstellen Sie einen Eintrag in der Datei /etc/ppp/ppp.linkup. Aktualisieren Sie die Datei /etc/rc.conf. Erstellen Sie das Skript start_if.tun0, wenn Sie einen bedarfgesteuerten Einwahlprozess (demand dialing) benötigen. Serverseite: Stellen Sie sicher, dass das tun Device in den Kernel eingebaut ist. Vergewissern Sie sich, dass die Gerätedatei tunN im Verzeichnis /dev vorhanden ist Erstellen Sie einen Eintrag in der Datei /etc/passwd (verwenden Sie dazu das Programm &man.vipw.8;). Erstellen Sie ein Profil im Heimatverzeichnis des Benutzers, das ppp -direct direct-server o.Ä. ausführt. Bearbeiten Sie die Datei /etc/ppp/ppp.conf. Das Beispiel direct-server sollte ausreichen. Erzeugen Sie einen Eintrag in /etc/ppp/ppp.linkup. Aktualisieren Sie die Datei /etc/rc.conf. Gennady B. Sorokopud Teile wurden ursprünglich beigetragen von Robert Huff Kernel-PPP + + Der folgende Abschnitt ist ausschließlich + für &os; 7.X relevant und gültig. + + Einrichtung von Kernel-PPP PPP Kernel-PPP Bevor Sie PPP auf Ihrem Computer einrichten, sollten Sie dafür sorgen, dass pppd im Verzeichnis /usr/sbin vorhanden ist und /etc/ppp existiert. pppd kann auf zweierlei Weise arbeiten: Als Client – Sie möchten Ihren Rechner mit einem Netz verbinden, indem Sie eine serielle PPP-Verbindung aufbauen. PPP Server Als Server – Ihr Rechner ist in ein Netzwerk eingebunden und stellt die PPP-Verbindung für andere Rechner im Netzwerk her. In beiden Fällen werden Sie eine Datei mit den benötigten Optionen erstellen müssen (/etc/ppp/options oder, wenn mehr als ein Benutzer PPP verwendet, ~/.ppprc). Sie benötigen außerdem eine Software (vorzugsweise comms/kermit), mit der Sie seriell per Modem wählen und eine Verbindung zu dem entfernten Host aufbauen können. Trev Roydhouse Basierend auf Informationen von Verwendung von <command>pppd</command> als Client PPP Client Cisco Die folgende Datei /etc/ppp/options kann für einen Verbindungsaufbau mit PPP zu einem Cisco Terminalserver verwendet werden. crtscts # enable hardware flow control modem # modem control line noipdefault # remote PPP server must supply your IP address # if the remote host does not send your IP during IPCP # negotiation, remove this option passive # wait for LCP packets domain ppp.foo.com # put your domain name here :remote_ip # put the IP of remote PPP host here # it will be used to route packets via PPP link # if you didn't specified the noipdefault option # change this line to local_ip:remote_ip defaultroute # put this if you want that PPP server will be your # default router Um eine Verbindung herzustellen, sollten Sie: Kermit Modem Mit Kermit (oder einem anderen Modemprogramm) den entfernten Host anwählen und Ihren Benutzernamen sowie Ihr Passwort (oder was sonst nötig ist, um PPP auf dem entfernten Host zu aktivieren) eingeben. Kermit beenden (ohne die Verbindung abzubrechen). Folgendes eingeben: &prompt.root; /usr/sbin/pppd /dev/tty01 19200 Achten Sie darauf, dass sie eine geeignete Geschwindigkeit wählen und das richtige Device verwenden. Nun ist Ihr Computer mit Hilfe von PPP verbunden. Wenn die Verbindung nicht funktionieren sollte, können Sie die Option in die Datei /etc/ppp/options eintragen und die Ausgaben auf der Konsole beobachten, um die Fehler zu finden. Das folgende Skript /etc/ppp/pppup führt alle 3 Schritte automatisch aus: #!/bin/sh pgrep -l pppd pid=`pgrep pppd` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing pppd, PID=' ${pid} kill ${pid} fi pgrep -l kermit pid=`pgrep kermit` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing kermit, PID=' ${pid} kill -9 ${pid} fi ifconfig ppp0 down ifconfig ppp0 delete kermit -y /etc/ppp/kermit.dial pppd /dev/tty01 19200 Kermit /etc/ppp/kermit.dial ist ein Kermit-Skript das den Einwählvorgang und alle notwendigen Autorisationen auf dem entfernten Host durchführt (ein Beispiel für ein solches Skript ist im Anhang zu diesem Dokument zu finden). Verwenden Sie das folgende Skript /etc/ppp/pppdown, um die PPP-Verbindung abzubrechen: #!/bin/sh pid=`pgrep pppd` if [ X${pid} != "X" ] ; then echo 'killing pppd, PID=' ${pid} kill -TERM ${pid} fi pgrep -l kermit pid=`pgrep kermit` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing kermit, PID=' ${pid} kill -9 ${pid} fi /sbin/ifconfig ppp0 down /sbin/ifconfig ppp0 delete kermit -y /etc/ppp/kermit.hup /etc/ppp/ppptest Prüfen Sie, ob pppd immer noch läuft, indem Sie /usr/etc/ppp/ppptest ausführen. Dieses Skript sollte folgendermaßen aussehen: #!/bin/sh pid=`pgrep pppd` if [ X${pid} != "X" ] ; then echo 'pppd running: PID=' ${pid-NONE} else echo 'No pppd running.' fi set -x netstat -n -I ppp0 ifconfig ppp0 Um die Modemverbindung abzubrechen, können Sie das Skript /etc/ppp/kermit.hup verwenden, das Folgendes enthalten sollte: set line /dev/tty01 ; put your modem device here set speed 19200 set file type binary set file names literal set win 8 set rec pack 1024 set send pack 1024 set block 3 set term bytesize 8 set command bytesize 8 set flow none pau 1 out +++ inp 5 OK out ATH0\13 echo \13 exit Hier ist eine alternative Methode, bei der chat an Stelle von Kermit eingesetzt wird: Die folgenden beiden Dateien reichen aus, um eine Verbindung über pppd herzustellen. /etc/ppp/options: /dev/cuad1 115200 crtscts # enable hardware flow control modem # modem control line connect "/usr/bin/chat -f /etc/ppp/login.chat.script" noipdefault # remote PPP serve must supply your IP address # if the remote host doesn't send your IP during # IPCP negotiation, remove this option passive # wait for LCP packets domain <your.domain> # put your domain name here : # put the IP of remote PPP host here # it will be used to route packets via PPP link # if you didn't specified the noipdefault option # change this line to local_ip:remote_ip; defaultroute # put this if you want that PPP server will be # your default router /etc/ppp/login.chat.script: Die folgenden Angaben sollten in einer Zeile stehen. ABORT BUSY ABORT 'NO CARRIER' "" AT OK ATDTphone.number CONNECT "" TIMEOUT 10 ogin:-\\r-ogin: login-id TIMEOUT 5 sword: password Wenn diese Dateien richtig installiert und modifiziert sind, müssen Sie pppd, nur noch wie folgt starten: &prompt.root; pppd Verwendung von <command>pppd</command> als Server /etc/ppp/options sollte etwa Folgendes enthalten: crtscts # Hardware flow control netmask 255.255.255.0 # netmask (not required) 192.114.208.20:192.114.208.165 # IP's of local and remote hosts # local ip must be different from one # you assigned to the Ethernet (or other) # interface on your machine. # remote IP is IP address that will be # assigned to the remote machine domain ppp.foo.com # your domain passive # wait for LCP modem # modem line Das folgende Skript /etc/ppp/pppserv lässt pppd als Server zu arbeiten: #!/bin/sh pgrep -l pppd pid=`pgrep pppd` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing pppd, PID=' ${pid} kill ${pid} fi pgrep -l kermit pid=`pgrep kermit` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing kermit, PID=' ${pid} kill -9 ${pid} fi # reset ppp interface ifconfig ppp0 down ifconfig ppp0 delete # enable autoanswer mode kermit -y /etc/ppp/kermit.ans # run ppp pppd /dev/tty01 19200 Verwenden Sie das Skript/etc/ppp/pppservdown, um den Server zu beenden: #!/bin/sh pgrep -l pppd pid=`pgrep pppd` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing pppd, PID=' ${pid} kill ${pid} fi pgrep -l kermit pid=`pgrep kermit` if [ "X${pid}" != "X" ] ; then echo 'killing kermit, PID=' ${pid} kill -9 ${pid} fi ifconfig ppp0 down ifconfig ppp0 delete kermit -y /etc/ppp/kermit.noans Mit dem Kermit-Skript (/etc/ppp/kermit.ans) lässt sich die Funktion Ihres Modems, automatisch zu antworten, ein- bzw. ausschalten. Es sollte folgendermaßen aussehen: set line /dev/tty01 set speed 19200 set file type binary set file names literal set win 8 set rec pack 1024 set send pack 1024 set block 3 set term bytesize 8 set command bytesize 8 set flow none pau 1 out +++ inp 5 OK out ATH0\13 inp 5 OK echo \13 out ATS0=1\13 ; change this to out ATS0=0\13 if you want to disable ; autoanswer mode inp 5 OK echo \13 exit Ein Skript namens /etc/ppp/kermit.dial wird für die Einwahl und Authentifizierung am entfernten Host verwendet. Sie müssen es noch an Ihre lokalen Gegebenheiten anpassen. Geben Sie in diesem Skript Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein. In Abhängigkeit von der Reaktion Ihres Modems und des entfernten Hosts, werden Sie auch noch die input Anweisungen verändern müssen. ; ; put the com line attached to the modem here: ; set line /dev/tty01 ; ; put the modem speed here: ; set speed 19200 set file type binary ; full 8 bit file xfer set file names literal set win 8 set rec pack 1024 set send pack 1024 set block 3 set term bytesize 8 set command bytesize 8 set flow none set modem hayes set dial hangup off set carrier auto ; Then SET CARRIER if necessary, set dial display on ; Then SET DIAL if necessary, set input echo on set input timeout proceed set input case ignore def \%x 0 ; login prompt counter goto slhup :slcmd ; put the modem in command mode echo Put the modem in command mode. clear ; Clear unread characters from input buffer pause 1 output +++ ; hayes escape sequence input 1 OK\13\10 ; wait for OK if success goto slhup output \13 pause 1 output at\13 input 1 OK\13\10 if fail goto slcmd ; if modem doesn't answer OK, try again :slhup ; hang up the phone clear ; Clear unread characters from input buffer pause 1 echo Hanging up the phone. output ath0\13 ; hayes command for on hook input 2 OK\13\10 if fail goto slcmd ; if no OK answer, put modem in command mode :sldial ; dial the number pause 1 echo Dialing. output atdt9,550311\13\10 ; put phone number here assign \%x 0 ; zero the time counter :look clear ; Clear unread characters from input buffer increment \%x ; Count the seconds input 1 {CONNECT } if success goto sllogin reinput 1 {NO CARRIER\13\10} if success goto sldial reinput 1 {NO DIALTONE\13\10} if success goto slnodial reinput 1 {\255} if success goto slhup reinput 1 {\127} if success goto slhup if < \%x 60 goto look else goto slhup :sllogin ; login assign \%x 0 ; zero the time counter pause 1 echo Looking for login prompt. :slloop increment \%x ; Count the seconds clear ; Clear unread characters from input buffer output \13 ; ; put your expected login prompt here: ; input 1 {Username: } if success goto sluid reinput 1 {\255} if success goto slhup reinput 1 {\127} if success goto slhup if < \%x 10 goto slloop ; try 10 times to get a login prompt else goto slhup ; hang up and start again if 10 failures :sluid ; ; put your userid here: ; output ppp-login\13 input 1 {Password: } ; ; put your password here: ; output ppp-password\13 input 1 {Entering SLIP mode.} echo quit :slnodial echo \7No dialtone. Check the telephone line!\7 exit 1 ; local variables: ; mode: csh ; comment-start: "; " ; comment-start-skip: "; " ; end: Tom Rhodes Beigetragen von - Probleme bei <acronym>PPP</acronym>-Verbindungen PPP Fehlersuche + + Mit &os; 8.0 wurde der &man.sio.4;-Treiber durch den + Treiber &man.uart.4; ersetzt. Parallel dazu wurden auch die + entsprechenden Gerätedateien für die seriellen Ports + umbenannt: + /dev/cuadN wurde + zu /dev/cuauN, + /dev/ttydN zu + /dev/ttyuN. + Verwenden Sie noch &os; 7.X, müssen Sie dies beim + Lesen der folgenden Abschnitte berücksichtigen. + + Dieser Abschnitt behandelt Probleme, die auftauchen können, wenn PPP über ein Modem verwendet wird. Sie müssen beispielsweise genau die Eingabeaufforderung des Systems kennen, in das Sie sich einwählen. Einige ISPs verwenden ssword andere verwenden password; wenn das Einwahlskript falsch ist, scheitert die Anmeldung. Üblicherweise suchen Sie nach Fehlern der PPP-Verbindung indem Sie sich manuell verbinden. Wie das genau geht, wird im Folgenden gezeigt. Gerätedateien überprüfen Wenn Sie einen eigenen Kernel verwenden, stellen Sie sicher, dass - die folgende Zeile in der Kernelkonfigurationsdatei vorhanden + die folgende Zeile in der Kernelkonfigurationsdatei vorhanden ist: - - device sio - - Das sio-Gerät ist bereits + + device uart + + Das uart-Gerät ist bereits im GENERIC-Kernel vorhanden, deshalb sind in diesem Fall keine zusätzlichen Schritte vonnöten. Kontrollieren Sie die Ausgabe von dmesg: - &prompt.root; dmesg | grep sio + &prompt.root; dmesg | grep uart In der Ausgabe sollten die entsprechenden - sio-Geräte, beispielsweise - sio1 + uart-Geräte, beispielsweise + uart1 (COM2), angezeigt werden. Wird ein passendes Gerät angezeigt, brauchen Sie keinen neuen Kernel zu erstellen. Wenn Ihr Modem an - sio1 + uart1 angeschlossen ist (in DOS ist dieser Anschluss als COM2 bekannt), ist /dev/cuad1 die dazugehörende + class="devicefile">/dev/cuau1 die dazugehörende Gerätedatei. Manuelle Verbindungen Ein Verbindungsaufbau zum Internet durch manuelle Steuerung von ppp geht schnell, ist einfach und stellt einen guten Weg dar, eine Verbindung auf Fehler hin zu überprüfen oder einfach Informationen darüber zu sammeln, wie Ihr ISP Verbindungen handhabt. Lassen Sie uns PPP von der Kommandozeile aus starten. Beachten Sie, dass in allen Beispielen example der Hostname der Maschine ist, auf der PPP läuft. Sie starten ppp, indem Sie einfach ppp eingeben: &prompt.root; ppp Wir haben ppp nun gestartet. - ppp ON example> set device /dev/cuad1 + ppp ON example> set device /dev/cuau1 Wir geben das Device an, an das unser Modem angeschlossen ist. - In diesem Fall ist es cuad1. + In diesem Fall ist es cuau1. ppp ON example> set speed 115200 Wir geben die Verbindungsgeschwindigkeit an. Im Beispiel verwenden wir 115200 kbps ppp ON example> enable dns Wir weisen ppp an, unseren Resolver zu konfigurieren und in der Datei /etc/resolv.conf Einträge für den Nameserver hinzuzufügen. Falls ppp unseren Hostnamen nicht bestimmen kann, geben wir diesen später manuell an. ppp ON example> term Wir wechseln in den Terminal-Modus, um das Modem manuell kontrollieren zu können. - deflink: Entering terminal mode on /dev/cuad1 + deflink: Entering terminal mode on /dev/cuau1 type '~h' for help at OK atdt123456789 Sie verwenden at zur Initialisierung Ihres Modems und dann atdt sowie die Nummer Ihres ISP, um den Einwählprozess zu starten. CONNECT Dies ist die Bestätigung, dass eine Verbindung aufgebaut wurde. Falls wir Verbindungsprobleme bekommen, die nicht mit der Hardware zusammenhängen, werden wir an dieser Stelle ansetzen müssen, um eine Lösung zu finden. ISP Login:myusername Hier werden Sie nach einem Benutzernamen gefragt. Geben Sie am Prompt den Namen ein, den Ihnen Ihr ISP zur Verfügung gestellt hat. ISP Pass:mypassword An dieser Stelle müssen Sie das Passwort angeben, das Ihnen von Ihrem ISP vorgegeben wurde. Das Passwort wird, analog dem normalen Anmeldevorgang, nicht angezeigt. Shell or PPP:ppp Abhängig von Ihrem ISP, kann es sein, dass dieser Prompt bei Ihnen gar nicht erscheint. Wir werden hier gefragt, ob wir eine Shell beim Provider verwenden oder ppp starten wollen. Weil wir eine Internetverbindung aufbauen wollen, haben wir uns in diesem Beispiel für ppp entschieden. Ppp ON example> Beachten Sie, dass sich in diesem Beispiel das erste in einen Großbuchstaben verwandelt hat. Dies zeigt, dass wir erfolgreich eine Verbindung zu unserem ISP hergestellt haben. PPp ON example> An dieser Stelle haben wir uns erfolgreich bei unserem ISP authentifiziert und warten darauf, dass uns eine IP-Adresse zugewiesen wird. PPP ON example> Wir haben uns mit der Gegenstelle auf eine IP-Adresse geeinigt und den Verbindungsaufbau erfolgreich abgeschlossen PPP ON example> add default HISADDR Hier geben wir unsere Standardroute an. Weil zu diesem Zeitpunkt unsere einzige Verbindung zu unserer Gegenstelle besteht, müssen wir dies tun, bevor wir Kontakt zu unserer Umwelt aufnehmen können. Falls dies aufgrund bestehender Routen nicht funktionieren sollte, können Sie ein Ausrufungszeichen ! vor setzen. Sie können diese Standardroute aber auch vor dem eigentlichen Verbindungsaufbau angeben und PPP wird entsprechend eine neue Route aushandeln. Wenn alles gut ging, sollten wir nun eine aktive Internetverbindung haben, die wir mit Ctrl z in den Hintergrund schicken können Wenn sie feststellen, dass PPP wieder zu ppp wird, ist die Verbindung abgebrochen. Es ist gut dies zu wissen, weil dadurch der Verbindungsstatus angezeigt wird. Große Ps zeigen an, dass wir eine Verbindung zum ISP haben und kleine ps zeigen an, dass wir aus irgendeinem Grund die Verbindung verloren haben. ppp hat nur diese beiden Zustände. Fehlersuche Wenn sie einen Direktanschluss haben und keine Verbindung aufbauen können, schalten Sie die Hardware-Flusssteuerung CTS/RTS aus, indem Sie die Option verwenden. Dies ist zumeist dann der Fall, wenn Sie mit einem PPP-fähigen Terminalserver verbunden sind. Hier bleibt PPP bei dem Versuch hängen, Daten über Ihre Nachrichtenverbindung zu schicken, weil auf ein CTS-Signal (Clear-to-Send) gewartet wird, das nie kommt. Wenn Sie diese Option jedoch gebrauchen, sollten Sie auch die Option verwenden, die erforderlich sein kann, um bestimmte Hardware zu kontrollieren, die auf die Übertragung bestimmter Zeichen zwischen den Kommunikations-Endpunkten (zumeist XON/XOFF) angewiesen ist. Die Manual-Seite &man.ppp.8; bietet mehr Informationen zu dieser Option und ihrer Verwendung. Wenn Sie ein älteres Modem haben, benötigen Sie vielleicht die Option . Standardmäßig wird keine Parität vorausgesetzt, sie ist aber für die Fehlerprüfung bei älteren Modems und bei bestimmten ISPs erforderlich. Sie könnten diese Option für den ISP Compuserve benötigen. PPP kehrt möglicherweise nicht in den Befehlsmodus zurück, was normalerweise auf einen Fehler bei der Aushandlung hinweist, wobei der ISP wartet, dass Ihre Seite den Aushandlungsprozess beginnt. Die Option ~p erzwingt in diesem Fall den Beginn des Aushandlungsprozesses. Wenn Sie nie einen Login-Prompt erhalten, müssen Sie statt des im Beispiel gezeigten UNIX-Stils höchst wahrscheinlich PAP oder CHAP für die Authentifizierung verwenden. Um PAP oder CHAP zu verwenden, ergänzen Sie PPP einfach um folgende Optionen, bevor Sie in den Terminalmodus wechseln: ppp ON example> set authname myusername Hierbei sollte myusername durch den Benutzernamen ersetzt werden, den Sie von Ihrem ISP bekommen haben. ppp ON example> set authkey mypassword mypassword sollten Sie durch das Passwort ersetzen, das Ihnen Ihr ISP gegeben hat. Wenn die Verbindung aufgebaut wird, Sie aber keine Rechner unter ihrem Domänen-Namen erreichen können, versuchen Sie, einen Rechner mit &man.ping.8; und seiner IP-Adresse zu erreichen. Wenn 100% der Pakete verloren gehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihnen keine Standardroute zugewiesen wurde. Überprüfen Sie, ob während des Verbindungsaufbaus die Option gesetzt war. Wenn Sie zu einer entfernten IP-Adresse eine Verbindung aufbauen können, ist es möglich, dass die Adresse eines Nameservers nicht in die Datei /etc/resolv.conf eingetragen wurde. Diese Datei sollte folgendermaßen aussehen: domain example.com nameserver x.x.x.x nameserver y.y.y.y Dabei sollten x.x.x.x und y.y.y.y durch die IP-Adressen der DNS-Server Ihres ISPs ersetzt werden. Diese Information ist Ihnen bei Vertragsabschluss mitgeteilt worden. Wenn nicht, sollte ein Anruf bei Ihrem ISP Abhilfe schaffen. Mit &man.syslog.3; können Sie Ihre PPP-Verbindung protokollieren. Fügen Sie einfach die folgende Zeile in /etc/syslog.conf ein: !ppp *.* /var/log/ppp.log In den meisten Fällen existiert diese Funktionalität bereits. Jim Mock Beigetragen (durch http://node.to/freebsd/how-tos/how-to-freebsd-pppoe.html) von PPP over Ethernet (PPPoE) PPP over Ethernet PPPoE PPP, over Ethernet Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie PPP over Ethernet (PPPoE) einrichten. Konfiguration des Kernels Eine besondere Kernelkonfiguration ist für PPPoE nicht mehr erforderlich. Sofern die notwendige NetGraph-Unterstützung nicht in den Kernel eingebaut wurde, wird diese von ppp dynamisch geladen. Einrichtung von <filename>ppp.conf</filename> Dies hier ist ein Beispiel einer funktionierenden ppp.conf: default: set log Phase tun command # you can add more detailed logging if you wish set ifaddr 10.0.0.1/0 10.0.0.2/0 name_of_service_provider: set device PPPoE:xl1 # replace xl1 with your Ethernet device set authname YOURLOGINNAME set authkey YOURPASSWORD set dial set login add default HISADDR <application>ppp</application> ausführen Als root, geben Sie ein: &prompt.root; ppp -ddial name_of_service_provider <application>ppp</application> beim Systemstart ausführen Fügen Sie Folgendes in Ihre Datei /etc/rc.conf ein: ppp_enable="YES" ppp_mode="ddial" ppp_nat="YES" # if you want to enable nat for your local network, otherwise NO ppp_profile="name_of_service_provider" Verwendung einer PPPoE-Dienstbezeichnung (service tag) Manchmal kann es notwendig sein, eine Dienstbezeichnung (service tag) zu verwenden, um eine Verbindung aufzubauen. Dienstbezeichnungen werden eingesetzt, um zwischen verschiedenen PPPoE-Servern unterscheiden zu können, die einem bestehenden Netzwerk zugeteilt sind. Die erforderlichen Dienstbezeichnungen sollten in der Dokumentation, zu finden sein, die Ihnen Ihr ISP zur Verfügung gestellt hat. Wenn Sie diese Informationen dort nicht finden, fragen Sie beim technischen Kundendienst Ihres ISP danach. Als letzte Möglichkeit, bleibt die Methode, die von dem Programm Roaring Penguin PPPoE vorgeschlagen wird, das in der Ports-Sammlung zu finden ist. Bedenken Sie aber, dass dadurch Daten Ihres Modems gelöscht werden können, so dass es nicht mehr benutzt werden kann. Überlegen Sie also genau, ob Sie dies machen wollen. Installieren Sie einfach das Programm, das Ihnen Ihr Provider zusammen mit dem Modem geliefert hat. Gehen Sie dann in das Menü System dieses Programms. Der Name Ihres Profils, sollte in der Liste aufgeführt sein. Normalerweise ist dies ISP. Der Name des Profils (service tag) wird im Eintrag für die PPPoE-Konfiguration in der Datei ppp.conf verwendet, als der Teil des Befehls set device (die manpage &man.ppp.8; enthält Einzelheiten hierzu), der den Provider angibt. Dieser Eintrag sollte folgendermaßen aussehen: set device PPPoE:xl1:ISP Vergessen Sie nicht, statt xl1 das richtige Device Ihrer Netzwerkkarte anzugeben. Denken sie auch daran, ISP durch das Profil, das Sie oben gefunden haben zu ersetzen. Weitere Informationen bieten: Nutzung von T-DSL und T-Online mit FreeBSD von Udo Erdelhoff Cheaper Broadband with FreeBSD on DSL von Renaud Waldura. PPPoE mit einem &tm.3com; <trademark class="registered">HomeConnect</trademark> ADSL Modem Dual Link Dieses Modem folgt nicht dem RFC 2516 (A Method for transmitting PPP over Ethernet (PPPoE), verfasst von L. Mamakos, K. Lidl, J. Evarts, D. Carrel, D. Simone, und R. Wheeler). Stattdessen wurden andere Pakettyp-Codes für die Ethernet Frames verwendet. Bitte beschweren Sie sich unter 3Com, wenn Sie der Ansicht sind, dass dieses Modem die PPPoE-Spezifikation einhalten sollte. Um FreeBSD in die Lage zu versetzen, mit diesem Gerät zu kommunizieren, muss ein sysctl Befehl angegeben werden. Dies kann beim Systemstart automatisch geschehen, indem die Datei /etc/sysctl.conf angepasst wird: net.graph.nonstandard_pppoe=1 oder, wenn der Befehl unmittelbar wirksam werden soll, durch: &prompt.root; sysctl net.graph.nonstandard_pppoe=1 Da hiermit eine systemweit gültige Einstellung vorgenommen wird, ist es nicht möglich, gleichzeitig mit einem normalen PPPoE-Client oder Server und einem &tm.3com; HomeConnect ADSL Modem zu kommunizieren. <application>PPP</application> over ATM (PPPoA) PPP over ATM PPPoA PPP, over ATM Nachfolgend wird beschrieben, wie PPP over ATM (PPPoA) eingerichtet wird. PPPoA ist vor allem unter europäischen DSL-Providern populär. Der Einsatz von PPPoA mit dem Alcatel &speedtouch; USB PPPoA-Unterstützung für dieses Gerät ist unter FreeBSD als Port verfügbar, da die Firmware unter Alcatels Lizenzvereinbarung vertrieben wird und deshalb nicht mit dem FreeBSD-Basissystem frei verteilt werden kann. Um die Software zu installieren, verwenden Sie einfach die Ports-Sammlung. Installieren Sie den Port net/pppoa und folgen Sie den dabei angegebenen Instruktionen. Für den ordnungsgemäßen Betrieb muss das Alcatel &speedtouch; USB, wie viele USB-Geräte, Firmware auf den Gastrechner laden. FreeBSD kann die Firmware automatisch laden, wenn das Gerät mit dem USB-Anschluss verbunden wird. Dazu fügen Sie als Benutzer root die nachstehenden Zeilen in /etc/usbd.conf ein: device "Alcatel SpeedTouch USB" devname "ugen[0-9]+" vendor 0x06b9 product 0x4061 attach "/usr/local/sbin/modem_run -f /usr/local/libdata/mgmt.o" Den USB-Dæmon aktivieren Sie mit der folgenden Zeile in /etc/rc.conf: usbd_enable="YES" Wenn die Verbindung beim Start von ppp aufgebaut werden soll, fügen Sie die nachstehenden Zeilen als Benutzer root in /etc/rc.conf ein: ppp_enable="YES" ppp_mode="ddial" ppp_profile="adsl" Verwenden Sie bitte diese Einstellungen zusammen mit der Beispielkonfiguration in ppp.conf des Ports net/pppoa. Die Verwendung von mpd Sie können mpd verwenden, um zu einer Reihe von Diensten, insbesondere PPTP-Diensten eine Verbindung herzustellen. Sie finden mpd in der Ports-Sammlung unter net/mpd. Viele ADSL Modems, wie das Alcatel &speedtouch; Home, sind auf einen PPTP-Tunnel zwischen dem Modem und dem Rechner angewiesen. Zuerst müssen Sie den Port installieren, um danach mpd entsprechend Ihren Anforderungen und den Vorgaben Ihres Providers konfigurieren zu können. Der Port installiert auch einige gut dokumentierte Beispielkonfigurationsdateien in PREFIX/etc/mpd/. Beachten Sie, dass PREFIX hier das Verzeichnis angibt, in das Ihre Ports installiert werden. Standardmäßig ist dies das Verzeichnis /usr/local/. Ein kompletter Leitfaden zur Konfiguration von mpd ist im HTML-Format verfügbar, sobald der Port installiert ist. Dieser ist in PREFIX/share/doc/mpd/ zu finden. Hier ist eine Beispielkonfiguration, um mit mpd eine Verbindung zu einem ADSL-Dienst aufzubauen. Die Konfiguration ist auf zwei Dateien verteilt. Zunächst die Datei mpd.conf: default: load adsl adsl: new -i ng0 adsl adsl set bundle authname username set bundle password password set bundle disable multilink set link no pap acfcomp protocomp set link disable chap set link accept chap set link keep-alive 30 10 set ipcp no vjcomp set ipcp ranges 0.0.0.0/0 0.0.0.0/0 set iface route default set iface disable on-demand set iface enable proxy-arp set iface idle 0 open Der Benutzername, den Sie zur Authentifizierung bei Ihrem ISP verwenden. Das Passwort, das Sie zur Authentifizierung bei Ihrem ISP verwenden. Die Datei mpd.links enthält Informationen über die Verbindung(en), die Sie aufbauen möchten. Eine Beispieldatei mpd.links, die das vorige Beispiel ergänzt, wird unten angegeben: adsl: set link type pptp set pptp mode active set pptp enable originate outcall set pptp self 10.0.0.1 set pptp peer 10.0.0.138 Die IP-Adresse des &os;-Rechners von dem aus Sie mpd verwenden. Die IP-Adresse des ADSL-Modems. Das Alcatel &speedtouch; Home hat die Adresse 10.0.0.138 voreingestellt. Ein Verbindungsaufbau kann einfach durch Eingabe des folgenden Befehls als root gestartet werden: &prompt.root; mpd -b adsl Sie können sich den Status der Verbindung durch folgenden Befehl anzeigen lassen: &prompt.user; ifconfig ng0 ng0: flags=88d1<UP,POINTOPOINT,RUNNING,NOARP,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500 inet 216.136.204.117 --> 204.152.186.171 netmask 0xffffffff Die Verwendung von mpd ist der empfehlenswerteste Weg, um mit &os; eine Verbindung zu einem ADSL-Dienst aufzubauen. Die Verwendung von pptpclient Es ist außerdem möglich, mit FreeBSD eine Verbindung zu anderen PPPoA-Diensten aufzubauen. Dazu wird net/pptpclient verwendet. Um mit net/pptpclient eine eine Verbindung zu einem DSL-Dienst aufbauen zu können, müssen Sie den entsprechenden Port bzw. das Paket installieren und die Datei /etc/ppp/ppp.conf bearbeiten. Sie müssen root sein, um diese Schritte durchführen zu können. Eine Beispieldatei für ppp.conf ist weiter unten angegeben. Weitere Informationen zu den Optionen von ppp.conf bietet die Manual-Seite ppp &man.ppp.8;: adsl: set log phase chat lcp ipcp ccp tun command set timeout 0 enable dns set authname username set authkey password set ifaddr 0 0 add default HISADDR Der Benutzername für den Zugang zu den Diensten Ihres ISP. Das Passwort für Ihren Account. Weil Sie Ihr Passwort in der Datei ppp.conf in Klartext angeben müssen, sollten Sie sicherstellen, dass niemand den Inhalt dieser Datei lesen kann. Die folgende Reihe von Befehlen stellt sicher, dass die Datei nur von root lesbar ist. Zusätzliche Informationen bieten die Manual-Seiten &man.chmod.1; und &man.chown.8;: &prompt.root; chown root:wheel /etc/ppp/ppp.conf &prompt.root; chmod 600 /etc/ppp/ppp.conf Dies wird einen Tunnel für eine PPP-Session zu Ihrem DSL-Router öffnen. Ethernet-DSL-Modems haben eine vorkonfigurierte LAN-IP-Adresse, mit der Sie eine Verbindung aufbauen. Im Falle des Alcatel &speedtouch; Home handelt es sich dabei um die Adresse 10.0.0.138. In der Dokumentation Ihres Routers sollte angegeben sein, welche Adresse Ihr Gerät verwendet. Um den Tunnel zu öffnen und eine PPP-Session zu starten, führen Sie bitte folgenden Befehl aus: &prompt.root; pptp address adsl Vielleicht möchten Sie ein kaufmännisches Und (&) an das Ende oben angegebenen Kommandos anfügen, da pptp sonst den Prompt nicht zurückgibt. Ein virtuelles Tunnel-Device tun wird für das Zusammenspiel der Prozesse pptp und ppp geschaffen. Wenn Sie den Prompt zurückerhalten haben oder der pptp-Prozess das Vorliegen einer Verbindung bestätigt, können Sie den Tunnel folgendermaßen überprüfen: &prompt.user; ifconfig tun0 tun0: flags=8051<UP,POINTOPOINT,RUNNING,MULTICAST> mtu 1500 inet 216.136.204.21 --> 204.152.186.171 netmask 0xffffff00 Opened by PID 918 Wenn Sie nicht in der Lage sein sollten, eine Verbindung aufzubauen, überprüfen Sie die Konfiguration Ihres Routers, den Sie normalerweise per telnet oder mit einem Web-Browser erreichen können. Falls dennoch keine Verbindung zustande kommt, sollten Sie die Ausgabe des Befehls pptp und die Logdatei /var/log/ppp.log von ppp nach Hinweisen auf die Ursache durchsuchen. Satoshi Asami Ursprünglich beigetragen von Guy Helmer Mit Beiträgen von Piero Serini SLIP SLIP + + Der folgende Abschnitt ist ausschließlich + für &os; 7.X relevant und gültig. + + Einrichtung eines SLIP-Clients SLIP Client Im Folgenden wird ein Weg beschrieben, SLIP auf einer FreeBSD-Maschine für ein Netzwerk mit festen Hostnamen einzurichten. Bei einer dynamischen Zuweisung des Hostnamens (das heißt wenn sich Ihre Adresse bei jeder Einwahl ändert) wird die Einrichtung wahrscheinlich etwas komplexer aussehen. Bestimmen Sie zuerst, an welcher seriellen Schnittstelle Ihr Modem angeschlossen ist. Viele Leute erzeugen einen symbolischen Link, - wie etwa /dev/modem, der auf den wirklichen Gerätenamen /dev/cuadN verweist. Damit ist es Ihnen - möglich, vom eigentlichen Gerätenamen zu abstrahieren, + möglich, vom eigentlichen Gerätenamen zu abstrahieren, sollten Sie das Modem einmal an eine andere Schnittstelle anschließen müssen. Es kann ziemlich umständlich sein, wenn Sie eine viele Dateien in /etc und + class="directory">/etc und .kermrc-Dateien, die über das ganze System verstreut sind, anpassen müssen! /dev/cuad0 ist - COM1, /dev/cuad1 + class="devicefile">/dev/cuau0 ist + COM1, /dev/cuau1 ist COM2, etc. Stellen Sie sicher, dass Folgendes in Ihrer Kernelkonfigurationsdatei steht: device sl 1 Dieses pseudo-device ist im GENERIC Kernel enthalten. Falls es von Ihnen nicht gelöscht wurde, sollten Sie hier kein Problem haben. Dinge, die Sie nur einmal erledigen müssen Tragen Sie Ihren lokalen Rechner, das Gateway, sowie die Nameserver in Ihre Datei /etc/hosts ein. Diese Datei sieht bei mir so aus: 127.0.0.1 localhost loghost 136.152.64.181 water.CS.Example.EDU water.CS water 136.152.64.1 inr-3.CS.Example.EDU inr-3 slip-gateway 128.32.136.9 ns1.Example.EDU ns1 128.32.136.12 ns2.Example.EDU ns2 Vergewissern Sie sich, dass in der Datei - /etc/host.conf im Abschnitt + /etc/host.conf im Abschnitt hosts: files vor dns steht. Ohne diese Reihenfolge könnten lustige Dinge passieren. Editieren Sie die Datei /etc/rc.conf. Ihren Hostnamen geben Sie an, indem Sie folgende Zeile bearbeiten: hostname="myname.my.domain" Hier sollte der vollständige Internethostname Ihres Rechners angegeben werden. Defaultroute Den Defaultrouter geben Sie durch die Modifikation folgender Zeile an: defaultrouter="NO" wird zu: defaultrouter="slip-gateway" Erstellen Sie die Datei /etc/resolv.conf, die Folgendes enthält: domain CS.Example.EDU nameserver 128.32.136.9 nameserver 128.32.136.12 Nameserver Domain Name Wie Sie sehen, werden hiermit die Nameserver angegeben. Natürlich hängen die tatsächlichen Domainnamen und Adressen von Ihren Gegebenheiten ab. Legen Sie ein Passwort für root und toor (sowie für alle anderen Accounts die kein Passwort haben) fest. Starten Sie Ihren Rechner neu und überprüfen Sie, ob er mir dem richtigen Hostnamen startet. Aufbau einer SLIP-Verbindung SLIP Verbindungsaufbau Wählen Sie sich ein, geben Sie slip und am Prompt den Namen Ihres Rechners sowie Ihr Passwort ein. Was Sie eingeben müssen, hängt von Ihren Gegebenheiten ab. Wenn Sie Kermit verwenden, können Sie ein Skript ähnlich dem Folgenden verwenden: # kermit setup set modem hayes set line /dev/modem set speed 115200 set parity none set flow rts/cts set terminal bytesize 8 set file type binary # The next macro will dial up and login define slip dial 643-9600, input 10 =>, if failure stop, - output slip\x0d, input 10 Username:, if failure stop, - output silvia\x0d, input 10 Password:, if failure stop, - output ***\x0d, echo \x0aCONNECTED\x0a Natürlich müssen Sie hier Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort eintragen. Wenn Sie das getan haben, können Sie am Kermit-Prompt einfach slip eingeben, um sich zu verbinden. Es ist generell eine schlechte Idee, Ihr Passwort in einer unverschlüsselten Textdatei irgendwo im Dateisystem zu speichern. Tun Sie dies auf Ihr eigenes Risiko. Belassen Sie Kermit so (Sie können es mit Ctrl z unterbrechen) und geben Sie als root ein: &prompt.root; slattach -h -c -s 115200 /dev/modem Wenn Sie mit ping Hosts auf der anderen Seite des Routers erreichen können, sind Sie verbunden! Wenn es nicht funktionieren sollte, können Sie versuchen statt als Argument für slattach zu verwenden. Beenden der Verbindung Um slattach zu beenden, geben Sie Folgendes ein: &prompt.root; kill -INT `cat /var/run/slattach.modem.pid` Beachten Sie, dass Sie root sein müssen, um dies durchführen zu können. Kehren Sie zu kermit zurück (mit Hilfe von fg, wenn Sie es unterbrochen haben) und beenden Sie dieses Programm (q). &man.slattach.8; gibt an, dass ifconfig sl0 down verwendet werden soll, um das Interface zu deaktivieren, doch das scheint keinen Unterschied zu machen. (ifconfig sl0 gibt dasselbe aus). Es kann vorkommen, dass Ihr Modem sich weigert, das Trägersignal zu beenden. In diesem Fall starten Sie kermit einfach neu und beenden es wieder. Beim zweiten Versuch geht es meist aus. Lösungen bei Problemen Wenn es nicht funktionieren sollte, können Sie an die Mailingliste &a.net.name; schreiben. Über diese Dinge sind Benutzer bisher gestolpert: Nicht oder in slattach verwenden (Das sollte nicht entscheidend sein, aber einige Benutzer haben berichtet, dass dies ihre Probleme löst). Verwendung von statt (bei einigen Schriftarten kann der Unterschied schwer zu erkennen sein). Probieren Sie ifconfig sl0, um den Status Ihrer Schnittstelle abzufragen. Das Ergebnis könnte beispielsweise so aussehen: &prompt.root; ifconfig sl0 sl0: flags=10<POINTOPOINT> inet 136.152.64.181 --> 136.152.64.1 netmask ffffff00 Wenn &man.ping.8; die Fehlermeldung no route to host ausgibt, kann die Routingtabelle falsch sein. Die Routen können Sie sich mit dem Kommando netstat -r ansehen: &prompt.root; netstat -r Routing tables Destination Gateway Flags Refs Use IfaceMTU Rtt Netmasks: (root node) (root node) Route Tree for Protocol Family inet: (root node) => default inr-3.Example.EDU UG 8 224515 sl0 - - localhost.Exampl localhost.Example. UH 5 42127 lo0 - 0.438 inr-3.Example.ED water.CS.Example.E UH 1 0 sl0 - - water.CS.Example localhost.Example. UGH 34 47641234 lo0 - 0.438 (root node) Die Zahlen im Beispiel stammen von einer recht ausgelasteten Maschine. Die Zahlen auf Ihrem System werden, je nach Netzaktivität, von den gezeigten abweichen. Einrichtung eines SLIP-Servers SLIP Server Dieses Dokument bietet Empfehlungen, wie Sie Ihr FreeBSD-System als SLIP-Server einrichten. Typischerweise bedeutet dies, Ihr System so zu, konfigurieren, dass beim Login automatisch eine Verbindung für entfernte SLIP-Clients aufgebaut wird. Voraussetzungen TCP/IP Netze Dieser Abschnitt ist ausgesprochen technischer Natur, weshalb Hintergrundwissen erforderlich ist. Wir gehen davon aus, dass Sie mit dem TCP/IP Protokoll, insbesondere mit Netzwerk- und Rechneradressierung, Netzwerkmasken, Subnetzen, Routing und Routingprotokollen, wie RIP, vertraut sind. Die Konfiguration von SLIP-Diensten auf einem Einwählserver erfordert die Kenntnis dieser Konzepte. Wenn Sie damit nicht vertraut sein sollten, lesen Sie bitte Craig Hunt's TCP/IP Network Administration publiziert von O'Reilly & Associates, Inc. (ISBN Nummer 0-937175-82-X) oder die Bücher von Douglas Comer über das TCP/IP Protokoll. Modem Wir gehen außerdem davon aus, dass Sie Ihr(e) Modem(s) eingerichtet haben und die entsprechenden Systemdateien so konfiguriert haben, dass Logins durch Ihr Modem zugelassen sind. Wenn Sie Ihr System dafür noch nicht vorbereitet haben, lesen Sie bitte , um Ihre Einwahlverbindung zu konfigurieren. Hilfreich sind auch die Manualpages &man.sio.4; mit Informationen zum Gerätetreiber der seriellen Schnittstelle &man.ttys.5;, sowie &man.gettytab.5;, &man.getty.8; und &man.init.8; für Informationen zur Konfiguration von Logins über ein Modem. &man.stty.1; bietet Informationen zur Einstellung der Parameter der seriellen Schnittstelle (etwa von clocal für direkt angeschlossene serielle Geräte). Ein kurzer Überblick Mit der normal verwendeten Konfiguration funktioniert der FreeBSD-SLIP-Server folgendermaßen: Ein SLIP-Benutzer wählt einen FreeBSD-SLIP-Server an und meldet sich mit einer speziellen SLIP-Login-ID ein, wobei /usr/sbin/sliplogin als Shell dieses besonderen Accounts dient. Das Programm sliplogin durchsucht die Datei /etc/sliphome/slip.hosts nach einer passenden Zeile für diesen Account. Falls ein Treffer erzielt wird, verbindet es den seriellen Anschluss mit einem verfügbaren SLIP-Interface und führt das Shellskript /etc/sliphome/slip.login aus, um das SLIP-Interface zu konfigurieren. Ein Beispiel für ein Login eines SLIP-Servers Wenn beispielsweise die Kennung eines SLIP-Benutzers, Shelmerg wäre, könnte der Eintrag des Benutzers Shelmerg in der Datei /etc/master.passwd etwa so aussehen: Shelmerg:password:1964:89::0:0:Guy Helmer - SLIP:/usr/users/Shelmerg:/usr/sbin/sliplogin Wenn sich Shelmerg anmeldet, wird sliplogin die Datei /etc/sliphome/slip.hosts nach einer übereinstimmenden Benutzerkennung durchsuchen. So könnte etwa folgende Zeile in /etc/sliphome/slip.hosts stehen: Shelmerg dc-slip sl-helmer 0xfffffc00 autocomp sliplogin wird die passende Zeile finden, den seriellen Anschluss mit dem nächsten verfügbaren SLIP-Interface verbinden und dann /etc/sliphome/slip.login wie hier dargestellt ausführen: /etc/sliphome/slip.login 0 19200 Shelmerg dc-slip sl-helmer 0xfffffc00 autocomp Wenn alles gut läuft, wird /etc/sliphome/slip.login ein ifconfig für das SLIP-Interface durchführen, mit dem sich sliplogin verbunden hat (in obigem Beispiel ist das slip 0, der als erster Parameter in der Liste an slip.login übergeben wurde), um die lokale IP-Adresse (dc-slip), die entfernte IP-Adresse (sl-helmer), die Netzmaske des SLIP-Interface (0xfffffc00) und alle zusätzlichen Optionen (autocomp) festzulegen. Wenn etwas schief laufen sollte, bietet, sliplogin normalerweise informative Meldungen durch den syslogd-Daemon, der die Meldungen standardmäßig nach /var/log/messages schreibt (sehen Sie hierzu auch in den Manual-Seiten für &man.syslogd.8; und &man.syslog.conf.5; nach). Überprüfen Sie auch /etc/syslog.conf, um zu sehen, was syslogd aufzeichnet und wo es aufgezeichnet wird. Kernelkonfiguration Kernel Konfiguration Der Standardkernel von &os; (GENERIC) bietet bereits SLIP-Unterstützung (&man.sl.4;). Falls Sie einen angepassten Kernel verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Kernelkonfigurationsdatei folgende Zeile enthält: device sl In der Voreinstellung leitet Ihr &os;-Rechner keine Pakete weiter. Wenn Sie Ihren FreeBSD-SLIP-Server als Router einsetzen möchten, müssen Sie die Datei /etc/rc.conf bearbeiten und den Wert der Variable gateway_enable auf setzen. Dadurch ist sichergestellt, dass die Routingoptionen auch nach einem Neustart erhalten bleiben. Um die Einstellungen sofort anzuwenden, führen Sie den folgenden Befehl als root-Benutzer aus: - + &prompt.root; /etc/rc.d/routing start Weitere Informationen zur Konfiguration Ihres Kernels, finden Sie in dieses Handbuches. Konfiguration des Sliplogin Wie bereits erwähnt, gibt es im Verzeichnis /etc/sliphome drei Dateien, die Teil der Konfiguration für /usr/sbin/sliplogin sind (sliplogin ist in &man.sliplogin.8; beschrieben): slip.hosts, definiert die SLIP-Benutzer sowie deren IP-Adresse; slip.login, womit normalerweise nur das SLIP-Interface konfiguriert wird und (optional) slip.logout, womit die Auswirkungen von slip.login rückgängig gemacht werden, wenn die serielle Verbindung beendet wird. Konfiguration der Datei <filename>slip.hosts</filename> /etc/sliphome/slip.hosts enthält Zeilen, die mindestens vier durch Leerzeichen getrennte Elemente enthalten: Login-Kennung des SLIP-Benutzers Lokale Adresse (lokal für den SLIP-Server) der SLIP-Verbindung Entfernte Adresse der SLIP-Verbindung Netzwerkmaske Die lokalen und entfernten Adressen können Hostnamen sein, deren zugehörige IP-Adresse durch die Datei /etc/hosts oder mithilfe des Domain Name Service aufgelöst wird. Wie die Adressen aufgelöst werden, hängt von den Einstellungen in /etc/nsswitch.conf ab. Die Netzwerkmaske kann ein Name sein, der durch eine Suche in /etc/networks aufgelöst werden kann. Auf einem Beispielsystem, würde die Datei /etc/sliphome/slip.hosts folgendermaßen aussehen: # # login local-addr remote-addr mask opt1 opt2 # (normal,compress,noicmp) # Shelmerg dc-slip sl-helmerg 0xfffffc00 autocomp Am Ende der Zeile stehen eine oder mehrere der folgenden Optionen. – keine Header-Kompression – Header werden komprimiert – Header werden komprimiert, sofern die Gegenstelle es erlaubt – ICMP-Pakete werden deaktiviert (ping Pakete werden unterdrückt, statt die Ihnen zur Verfügung stehende Bandbreite aufzubrauchen) SLIP TCP/IP Netze Die Auswahl von lokalen und entfernten Adressen für Ihre SLIP-Verbindung, hängt davon ab, ob Sie ein TCP/IP-Subnetz reservieren oder ob Sie proxy ARP auf Ihrem SLIP-Server verwenden (es handelt sich nicht um echtes proxy ARP, aber dieser Begriff wird in diesem Abschnitt verwendet, um diesen Sachverhalt zu beschreiben). Wenn Sie nicht sicher sind, welche Methode Sie wählen sollen oder wie IP-Adressen zugewiesen werden, lesen Sie bitte in den Büchern zum Thema TCP/IP nach, die als Voraussetzungen für SLIP () angegeben worden sind oder fragen Sie Ihren IP-Netzwerkadministrator. Wenn Sie für Ihre SLIP-Clients ein eigenes Subnetz verwenden, werden Sie die Nummer des Subnetzes aus der Ihnen zugewiesenen IP-Netzwerknummer zuteilen und die IP-Adressen Ihrer SLIP-Clients aus diesem Subnetz verwenden müssen. Dann können Sie eine statische Route zu Ihrem SLIP-Subnetz über Ihren SLIP-Server auf Ihren nächsten IP-Router konfigurieren. Ethernet Wenn Sie aber andererseits die proxy ARP Methode verwenden möchten, werden Sie die IP-Adressen Ihrer SLIP-Clients aus dem Subnetz Ihres SLIP-Server nehmen und die Skripte /etc/sliphome/slip.login /etc/sliphome/slip.logout anpassen müssen, damit diese &man.arp.8; zur Verwaltung der - proxy ARP-Einträge in der ARP-Tabelle Ihres + proxy ARP-Einträge in der ARP-Tabelle Ihres SLIP-Servers verwenden. Konfiguration von <filename>slip.login</filename> Eine typische Datei /etc/sliphome/slip.login sieht folgendermaßen aus: #!/bin/sh - # # @(#)slip.login 5.1 (Berkeley) 7/1/90 # # generic login file for a slip line. sliplogin invokes this with # the parameters: # 1 2 3 4 5 6 7-n # slipunit ttyspeed loginname local-addr remote-addr mask opt-args # /sbin/ifconfig sl$1 inet $4 $5 netmask $6 Diese slip.login Datei führt lediglich ifconfig für das entsprechende SLIP-Interface mit den lokalen und entfernten Adressen und der Netzwerkmaske des SLIP-Interface aus. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, die proxy ARP Methode zu verwenden (statt eines separaten Subnetzes für Ihre SLIP-Clients) sollte Ihre Datei /etc/sliphome/slip.login etwa folgendermaßen aussehen: #!/bin/sh - # # @(#)slip.login 5.1 (Berkeley) 7/1/90 # # generic login file for a slip line. sliplogin invokes this with # the parameters: # 1 2 3 4 5 6 7-n # slipunit ttyspeed loginname local-addr remote-addr mask opt-args # /sbin/ifconfig sl$1 inet $4 $5 netmask $6 # Answer ARP requests for the SLIP client with our Ethernet addr /usr/sbin/arp -s $5 00:11:22:33:44:55 pub Die zusätzliche Zeile arp -s $5 00:11:22:33:44:55 pub in der Datei slip.login erzeugt einen ARP-Eintrag in der ARP-Tabelle des SLIP-Servers. Dieser ARP-Eintrag veranlasst den SLIP-Server mit seiner Ethernet MAC-Adresse zu antworten, sobald ein anderer IP-Knoten im Ethernet mit der IP-Adresse des SLIP-Clients Kontakt aufnehmen möchte. Ethernet MAC Adresse Wenn Sie das Beispiel von oben verwenden, achten Sie darauf die Ethernet MAC-Adresse (00:11:22:33:44:55) durch die MAC-Adresse der Ethernetkarte Ihres Systems zu ersetzen. Sonst wird Ihr proxy ARP sicher nicht funktionieren! Sie können die MAC-Adresse Ihres SLIP-Servers herausfinden, indem Sie sich die Ausgabe von netstat -i ansehen. Die zweite Zeile der Ausgabe sollte ungefähr aussehen wie diese hier: ed0 1500 <Link>0.2.c1.28.5f.4a 191923 0 129457 0 116 Dies zeigt an, dass die Ethernet MAC-Adresse dieses Systems 00:02:c1:28:5f:4a lautet. Die Punkte in der Ethernet MAC-Adresse, die von netstat -i ausgegeben wird, müssen durch Doppelpunkte ersetzt werden. Bei jeder einstelligen Hexadezimalzahl sollten außerdem führende Nullen hinzugefügt werden, um die Adresse in die Form zu bringen, die von &man.arp.8; verlangt wird. Die Manual-Seite von &man.arp.8; bietet hierzu eine vollständige Übersicht. Wenn Sie die Dateien /etc/sliphome/slip.login und /etc/sliphome/slip.logout erstellen, müssen diese ausführbar gemacht werden (chmod 755 /etc/sliphome/slip.login /etc/sliphome/slip.logout), da sliplogin auf deren Ausführbarkeit angewiesen ist. Konfiguration von <filename>slip.logout</filename> Die Datei/etc/sliphome/slip.logout ist nicht zwingend erforderlich (außer Sie verwenden proxy ARP), aber falls Sie diese Datei erzeugen möchten, ist hier ein Beispiel für ein grundlegendes slip.logout Skript: #!/bin/sh - # # slip.logout # # logout file for a slip line. sliplogin invokes this with # the parameters: # 1 2 3 4 5 6 7-n # slipunit ttyspeed loginname local-addr remote-addr mask opt-args # /sbin/ifconfig sl$1 down Wenn Sie proxy ARP einsetzen, muss /etc/sliphome/slip.logout den ARP-Eintrag für den SLIP-Client löschen: #!/bin/sh - # # @(#)slip.logout # # logout file for a slip line. sliplogin invokes this with # the parameters: # 1 2 3 4 5 6 7-n # slipunit ttyspeed loginname local-addr remote-addr mask opt-args # /sbin/ifconfig sl$1 down # Quit answering ARP requests for the SLIP client /usr/sbin/arp -d $5 arp -d $5 löscht den ARP-Eintrag, den die proxy ARP slip.login hinzufügte, als der SLIP-Client sich eingeloggt hatte. Es soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass für die Datei /etc/sliphome/slip.logout das Ausführungs-Bit gesetzt werden muss, nachdem die Datei erstellt worden ist (z.B. chmod 755 /etc/sliphome/slip.logout). Überlegungen zum Routing SLIP Routing Wenn Sie nicht die proxy ARP Methode benutzen, um Datenpakete zwischen Ihren SLIP-Clients und dem Rest Ihres Netzwerkes (oder vielleicht dem Internet) zu routen, werden Sie wahrscheinlich statische Routen zu Ihrem nächsten Standardrouter hinzufügen müssen, um Pakete aus dem Subnetz Ihres SLIP-Clients über Ihren SLIP-Server weiterzuleiten. Statische Routen statische Routen Das Hinzufügen von statischen Routen zu Ihrem nächsten Standardrouter kann problematisch sein (oder unmöglich, wenn Sie nicht die erforderliche Berechtigung haben...). Wenn Sie in Ihrer Organisation ein Netzwerk mit mehreren Routern haben, müssen einige Router, wie etwa die von Cisco und Proteon hergestellten, nicht nur mit der statischen Route zum SLIP-Subnetz konfiguriert werden, sondern es muss ihnen auch mitgeteilt werden, über welche statischen Routen sie andere Router informieren sollen. Daher ist einiges an Fachwissen und Problemlösungskompetenz erforderlich, um auf statischen Routen basierendes Routing erfolgreich einzurichten.